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e b a g s u a s i t a WM-Gr Pfingstmontag, 20. Mai 2013 Zwei Wochen lang durften wir mit Walker, Furrer und Amb端hl (v. l.) mitjubeln.

Mit Poster unserer Helden

Fotos: Keystone, Reuters

Erst im Final geschlagen. 1:5 gegen Schweden. Ihr bringt Silber heim. Wir ziehen den Helm!

Nicht nur die rot-weissen Fans waren begeistert: Die Schweizer hinterliessen im WM-Eis tiefe Furchen.


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WM-Extra

Stolzer Sean Simpson

«Spieler sind «Die Frechheit hat Vorbildern ge mich beeindruckt» Eine solche Harmonie im Team hat Krueger selten gesehen.

Ralph Krueger

Ralph Krueger (53), NHL-Coach in Edmonton und ExTrainer der Schweizer Nati, ist beeindruckt von dieser Mannschaft und deren Teamgeist.

Stossen Sie gerade auf den Schweizer Triumph an?

Ralph Krueger: Das muss man, denn dieser zweite Platz ist wahrlich ein Triumph. Eine Stunde nach dem Match werden dann auch die Spieler realisieren, was sie geschafft haben. Ich freue mich so sehr. Vor allem für die älteren Spieler, die in den letzten Jahren so viel geopfert haben dafür. Was hat Sie an dieser Nati am meisten beeindruckt?

Die junge Frechheit im offensiven Bereich. Defensiv haben wir schon viele gute Partien der Schweizer gesehen. Aber dass sie das Geschehen offensiv so bestimmen und vor allem die Harmonie in der Truppe, das habe ich noch selten gesehen.

War das der Schlüssel zu diesem Erfolg?

Ja, sicher. Der Coachingstaff und die Führungsspieler haben es geschafft, diesen Teamgeist zu formen. Das ist an einem Turnier ausschlag­ gebend für den Erfolg. Und diese Serie von neun Siegen wird in den nächsten Jahren kein Team so schnell toppen. Haben die Debütanten den nötigen frischen Wind gebracht?

Debütanten sind immer wichtig. Sean hatte den Mut, viele Neue mitzunehmen. Und er wurde dafür belohnt. Die haben frech aufgespielt. Haben Sie so kurz nach dem Spiel schon Feedbacks aus Kanada?

(schmunzelt) Da ich dort ja als Schweizer gesehen werde, habe ich jetzt schon einige SMS bekommen, ja. Der Respekt gegenüber dem Schweizer Hockey ist nochmals gestiegen, es hagelt Komplimente. Und was bedeutet dieses WMSilber für unser Hockey?

Es ist ein riesiger Schritt, der auch zeigt, wie gut in der U18, der U20, ja eigentlich auf allen Ebenen gearbeitet wird. Nicole Vandenbrouck

Macht weiter so! E ndlich haben es die Schweizer nach oben geschafft. Dass sie den Final in Stockholm erreicht haben, hat nicht nur die Fans hier beeindruckt, sondern die ganze Hockey-Welt.

Kolumne

Es ist eine wunderbare Sache, wenn man sich mit ganzem Herzen für sein Land zerreisst. Mit gutem Vorbild voranzu­ gehen, ist eine unterschätzte Eigenschaft eines Spielers. Fragen sie den schwedischen Klub Frölunda, der das Genie von Martin Plüss nie genug zu würdigen wusste und ihn leichtfertig ziehen liess.

genheit nicht schafften, konstant gut an einem grossen Turnier zu spielen. Lag es an einem Mangel an Selbstvertrauen? Oder am mysteriösen Mix aus Spielern aus den verschiedenen Landesteilen?

Plüss, der immer noch fliessend Schwedisch spricht und an dieser WM mehr Interviews mit schwedischen Medien gab als jeder andere, ist für mich das Symbol dieser Schweizer Mannschaft. Ein Team aus Spielern wie Plüss, die gegen jeden Gegner im Formel-1-Tempo spielen können, bringt den Eishockey-Sport auf die nächste Stufe. Mannschaften in Schweden, wie die derzeit besten, Skelleftea und Lulea, spielen den Schweizer Stil. Ich weiss nicht, warum die Schweizer es in der Vergan-

Eine kurze Enttäuschung – und dann aber zurück in die Realität: Wir haben in Stockholm Silber gewonnen, nicht Gold verloren.

Das ist eieen das ist Gestoppt

Raphael Diaz stolpert über Schwedens Superstar Daniel Sedin.

Mattias Ek

Schwedischer Journalist beim «Expressen»

Aber etwas weiss ich: Es gab an diesem Turnier keine Mannschaft, die schneller gelaufen ist. Die Abwehr und der Goalie waren so gut wie immer. Nein, gar noch besser! Roman Josi wird für Jahre ein TopSpieler in der NHL sein. Die Verteidiger waren das Beste der Schweizer Ausgabe 2013. Und wenn man dann einen Coach wie Sean Simpson, der die Wichtigkeit des Angriffsspiels ebenfalls erkannt hat, dazu gibt, ist das wahrscheinlich der Grund, warum Ihr plötzlich ein Weltklasse-Team habt. Macht weiter so!

Von Dino Kessler aus Stockholm

N

un gut: Die Schweden haben es geschafft. Zum ersten Mal seit 1986 (Russland) wird eine Heimmannschaft Weltmeister. Gratulation. Wir haben Silber gewonnen. Jawohl. Im Final geht uns etwas die Puste aus, obwohl wir ganz stark beginnen. Hollenstein, Cunti und Bodenmann ziehen die Fäden. Wunderbar, wie die Jungstars den Elchen Beine machen. Die ersten zehn Minuten? Spielen ausschliesslich wir. Und dann wieder Josi. Der MVP der Weltmeisterschaft (der wervollste Spieler) – fabelhaft. Läuft durch die Schweden wie durch zarte Fleischbällchen, die Führung nach fünf Minuten ist mehr als verdient. MVP? Wahnsinn. Der erste Schweizer, dazu

ist er natürlich im Allstar-Team (mit Julien Vauclair), ebenfalls eine Premiere. Josi macht nach dem Spiel ein ernstes Gesicht. Wie alle. Trotz Medaille. Und die Ehre als wertvollster Spieler? «Die Enttäuschung über die verpasste Goldmedaille überwiegt. Die persönliche Auszeichnung ist etwas, das mir später mal was bedeuten wird. Jetzt müssen wir zusammen die Niederlage verdauen.» Die Niederlage. Sie wird Tatsache, als Julien Vauclair nach knapp 50 Minuten ein Fehler unterläuft: verdribbelt, Scheibe weg. Landeskog zieht ihm den Puck ab und läuft davon. War

«

Die Auszeichnung ist etwas, das mir später mal etwas bedeuten wird. » Roman Josi (MVP der WM)

zwar glasklar Offside, aber wir wollen keine schlechten Verlierer sein. Nicht? Doch. Es war Offside. Regeln sind Regeln. Wir müssen allerdings auch zugeben: Die Schweden waren etwas besser. Weil: Sedin. Genauer: Henrik Sedin. Augen vorne, Augen hinten. Stocktechnik? Für den Lehrfilm. Trotzdem hoffen wir noch mit unseren Helden. Sie geben auch nicht auf, machen plötzlich wieder Druck. Da sind auch wieder Chancen. Aber irgendwann fehlt auch die Kraft, das ist verständlich. Henrik trifft noch ins leere Tor, wir wollten es noch mit der Brechstange erzwingen. Dann zwickt Walker noch Jarnkrok die Füsse weg, ein Frustfoul zum Abschluss. Das darf man, erhält aber zwei Minuten. Man muss sich nicht unbedingt freuen, wenn man den Titel verpasst.

Enttäuschung

Lange Gesichter: Patrick von Gunten und Ryan Gardner können Silber noch nicht geniessen. Dann ist es aus. Und wir können uns ein Grinsen trotzdem nicht verkneifen: Die Schweden müssen sich nämlich sehr seltsam aussehende Goldhelme auf die Köpfe setzen. Das finden die


WM-Extra

Pfingstmontag, 20. Mai 2013

Kommentar

Fussball – Ottmar Hitzfeld, der Coach der Schweizer Fussball-Nati, schickte Amtskollege Sean Simpson gestern ein Gratulations-SMS. Der in England geborene Kanadier ist selbst Fussball-Fan. Er drückt dem englischen Champion Manchester United die Daumen. Hoher Besuch – Bundespräsident Ueli Maurer überbrachte der Mannschaft und Coach Sean ­Simpson standesgemäss die Grüsse der Nation. Eine Abreibung wie nach dem Cupfinal 2012 – der FCB-Österreicher Aleksandar Dragovic verpasste dem SVPMann damals einen Klaps auf den Hinterkopf – blieb Maurer gestern erspart. Unser Sportminister traf auf Grössen der Sport-Politik wie IOC-Boss Jacques Rogge, IIHFPräsident René Fasel und Philippe Blatter, CEO von Sportvermarkter Infront Sports & Media.

Schweiz – Schweden

1:5

STADION Globe Arena Stockholm, 12 500 FANS HEAD Jerabek (Tsch)/ (1:2, 0:0, 0:3) Olenin (Russ) LINESMEN Dedioulia (WRuss)/Wilmot (Ka) TORE 5. Josi (Walker) 1:0. 9. Gustafsson (Pettersson, Lundqvist) 1:1. 12. H. Sedin 1:2. 48. Hjalmarsson (Landeskog) 1:3. 56. Eriksson (H. Sedin) 1:4. 57. H. Sedin (ins leere Tor) 1:5. STRAFEN 4x2 plus 10 Min. (Ambühl) gegen die Schweiz, 3x2 Min. gegen Schweden. SCHWEIZ M. Gerber; J. Vauclair, Seger; Diaz, Josi; Blindenbacher, P. Furrer; Blum, Von Gunten; Niederreiter, M. Plüss, S. Moser; Bodenmann, Cunti, Hollenstein; Suri, Ambühl, Gardner; Bieber, Trachsler, Walker. SCHWEDEN Enroth; Kronwall, Tallinder; Granberg, Fransson; Gustafsson, Falth; Lundqvist, Axelsson, Thornberg; Eriksson, D. Sedin, H. Sedin; Hjalmarsson, Pettersson, Persson; Ericsson, Danielsson, Landeskog; Lindberg; Jarnkrok. BEMERKUNG Schweden ohne Edler (gesperrt).

Unterstützung I – Auch beim Hauptsponsor des Verbandes, PostFinance, ist man begeistert. «Ich gratuliere den Spielern, den Trainern und dem ganzen Staff ganz herzlich zur Silbermedaille!

n Tigtel

Unterstützung II – Die trinkfreudigen russischen Fans w ­ aren auch gestern wieder mit von der Partie. Aufgrund von grenzenlosem Optimismus hatten sie f­ rühzeitig ganze Pakete von Finaltickets ergattert. Finnen, nach der Niederlage im Bronzespiel gut g­ eölt, und Tschechen. Alle auf u­ nserer Seite. Lebende Legende – Captain Mathias Seger (35) hat mit dem 293. Länderspiel die Mordsleistung der tschechischen Legende Oldrich Machac egalisiert – Rang 11 in der ewigen Weltrangliste. Die Spitze hält Raimo Helminen (Fi, 331). WM 2014 – Die Gruppengegner der Schweiz: Deutschland, ­Finnland, Russland, USA, Lettland, Weissrussland und Kasachstan. Dino Kessler, Stockholm

DIE 3 BESTEN H. Sedin (Sd)   Josi (Sz)   Enroth (Sd)   DIE PFLAUME Vauclair (Sz). War zwar Offside, aber verdribbelt hat sich der Ver­ teidiger vor dem 1:3 trotzdem.

Fotos: Keystone (4), Reuters, freshfocus, Infront Sports & Media

Hoher Besuch: Fasel, Maurer, Rogge und Blatter (v. l.).

«Ich fühle noch nichts»

Titel verpasst, Silber gewonnen. Aber glücklich ist Captain Mathias Seger (35) nach dem 1:5 im Final nicht. Noch nicht.

Mathias Seger, wie stolz sind Sie auf diese Medaille?

Goldhelme

Gold auf dem Kopf und Gold um den Hals – die Schweden feiern den WM-Titel.

Mathias Seger: So unmittelbar nach dem Spiel ist mir die Medaille eigentlich egal. Sie hängt zwar um meinen Hals, aber ich fühle noch nichts. Ich bin enttäuscht, dass wir die Chance nicht gepackt haben. Wir haben heute eine grosse Möglichkeit verpasst. Hätte man Ihnen vor der WM Silber angeboten, hätten Sie doch aber zugegriffen?

Na klar. Aber wenn man schon so weit ist, will man eben auch Gold gewinnen. Wer Silber gewinnt, hat verloren.

Spieler gar nicht so witzig, muss aber anscheinend sein. Wir sind so weit gekommen, dass die Spieler mit einer Medaille um den Hals mit hängenden Köpfen vom Eis laufen. Das

ist das Resultat von Selbstvertrauen und einer gewachsenen Leistungskultur. Eigentlich wollten wir Gold, jetzt haben wir Silber. Die erste Medaille seit 1953. Wir sind stolz auf diese Mannschaft. Ein Riesentriumph ist dieser zweite Platz auch für Sean Simpson (53). Ein Frühlingsmärchen, das in die Geschichts-

bücher eingeht, der grösste Erfolg unseres Eishockeys. Aber Simpson kann kurz nach dem Ende noch nicht so recht fassen, was das bedeutet. Er sagt: «Wir können natürlich stolz sein, aber bis eine Niederlage verdaut ist, dauert es etwas länger. Vor allem dann, wenn man so weit kommt wie wir. Aber die Spieler sind hier zu Vorbildern geworden.»

Die Schweden waren besser, nach dem 1:2 hatte die Mannschaft ein paar Durchhänger. Warum?

Vielleicht haben wir uns von den Sedins zu stark beeindrucken lassen und uns zu sehr auf sie konzentriert. Wir haben gut begonnen, dann aber etwas den Faden verloren. Wir

konnten wohl am Schluss wieder Druck entwickeln, aber das reichte nicht. Was hat gefehlt?

Irgendwie haben wir es verpasst, die eingeschlagene Linie durchzuziehen. Wir mussten phasenweise hinterherlaufen, hatten Mühe, uns die Pucks zurückzuholen. Das kostet Kraft und Konzentration. Dazu waren wir dann lange Zeit nicht in Puckbesitz, das ist eigentlich nicht unsere Absicht und war hier nie unsere Taktik. Wann wird Sie die Medaille glücklich machen?

Vermutlich in ein paar Tagen, wenn ich mal zu Hause sitze. Ein Final ist immer eine Chance, wenn man so weit kommt, hat dies einen Grund. Dann hat man vorher alles richtig gemacht. Das Team macht mich stolz, es ist wunderbar, wie wir hier in Stockholm zusammengearbeitet haben. Aber einen Final erreichen wir vielleicht nicht so rasch wieder. Ich werde diese Chance wohl nicht mehr bekommen. 

Dino Kessler, Stockholm

Sportchef felix.bingesser @ringier.ch

Eisheilige

G

erade im Sport muss man mit Superlativen sorgsam umgehen. Aber was die Schweizer Eishockeyaner in den letzten zweieinhalb Wochen gezeigt haben, dafür gibt es eigentlich keine Worte. Es ist phänomenal, gigantisch, brillant, historisch. Neun Siege bei einem WM-Turnier. Am Ende die Silbermedaille, die Gold wert ist. Das erste Edelmetall seit 60 Jahren. In einer olympischen Kernsportart, in einer der spektakulärsten und populärsten Mannschaftssportarten. Siege gegen die Tschechen, gegen die Amerikaner, gegen die Schweden, gegen die Kanadier. In einer Selbstverständlichkeit, die auch Fachleute auf der ganzen Welt verblüfft hat.

«

Bessere Werbung für das Eishockey in diesem Land kann es nicht geben.» Die WM in Schweden und Finnland wird als Sternstunde in die Geschichtsbücher eingehen. Selbst bei eingefleischten Fussballfans ist das Eis geschmolzen. Bessere Werbung für das Eishockey in diesem Land kann es nicht geben. Wer sind die Baumeister dieses Erfolgs? Eine geschickte Ausländerpolitik in der Schweizer Liga, die jungen Talenten Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Routiniers mit grosser Ausstrahlung auf und neben dem Feld. Und herausragende Talente wie Nino Niederreiter und Roman Josi, der zum wertvollsten Spieler des Turniers gewählt worden ist. Und Coach Sean Simpson! Vor einem Jahr stand er vor der Entlassung. Mit dem Rücken zur Wand ist er mutig und authentisch geworden. Aus dem bärbeissigen und zaudernden Simpson ist ein Winner und ein Erfolgscoach geworden. Heute werden in Kloten 25 Eisheilige landen. Mit Silber um den Hals. Aber sie sind Weltmeister. Weltmeister der Herzen.

Der Weg in den Final VIERTELFINALS Schweiz – Tschechien Russland – USA Kanada – Schweden Finnland – Slowakei

2:1 3:8 n.P. 2:3 4:3

HALBFINALS Schweiz – USA Finnland – Schweden

3:0 0:3

SPIEL UM PLATZ 3 Finnland – USA

n. P. 2:3

FINAL Schweiz – Schweden

1:5

MEDAILLENSPIEGEL WM UND OLYMPIA 1. Kanada 2. UdSSR 3. Schweden 4. CSSR 5. Tschechien 6. Russland 7. USA 8. Finnland 9. Grossbritannien 10. Slowakei 11. Schweiz 12. Deutschland 13. Österreich

Bronze

INSIDE

Felix Bingesser

Silber

WM

Auch die Schweizer Fans waren eine unglaubliche Unterstützung», so CEO Hansruedi Köng. «Post­ Finance ist stolz, als Hauptpartnerin des Schweizer Eishockeys ein kleiner Teil dieses historischen Erfolgs zu sein. Seit Jahren unterstützen wir das Schweizer Hockey und seinen Nachwuchs. Dieses Engagement trägt nun weitere Früchte. Von diesem Grosserfolg wird unser Hockey noch lange profitieren. Ich danke der Schweizer Nati für ­unvergessliche Sportmomente.»

Gold

zu worden» der An ku nf t d en WM-Hel 5 Uhr, .4 heute, 13oten i n Kl e SRF2 liv

3

9 24 13 5 7 22 9 19 16 6 12 16 5  1 6 2  2 4 2 9 5 2 6 3 1 2 2 1 2 1 8 2 – 2 2 – 2 – –


WM-Extra In der Schweiz grassiert das «Kneif-michFieber». Nein, dieses HockeyMärchen ist kein Traum, sondern wahr.

Pfingstmontag, 20. Mai 2013

Ein Märchen in 10 Akten 2. Akt

Schweiz – Kanada 3:2 n.P.

Auch das Mutterland des Eishockeys mit seinen Superstars Steven Stamkos und Claude Giroux muss dran glauben. Der zweite Streich! Wieder Gerber und Niederreiter, der den 2:2-Ausgleich reinwürgt, sind die Trümpfe. Und im Penaltyschiessen trifft Reto Suri gleich zweimal.

1. Akt

Schweden – Schweiz 2:3

Nino Niederreiter setzt mit seinem 2:0 gegen den Gastgeber den ersten Glanzpunkt. Im Tor ist Martin Gerber der Rückhalt. Noch weiss keiner, dass es der erste Akt eines Hockey-Märchens ist.

3. Akt

Schweiz – Tschechien 5:2

Auch der dritte Grosse wird in die Knie gezwungen. Als die Tschechen einen 0:2-Rückstand wettmachen, schlägt die Schweiz eiskalt zurück. Die Hockey-Welt staunt. Der internationale Verband setzt die Schweiz in seinem Power-Ranking auf Platz 1. Und BLICK fragt: «Werden wir jetzt Weltmeister?»

4. Akt

Slowenien – Schweiz 1:7

Auch der Auftakt des Pflichtprogramms gegen die Kleinen gelingt – trotz 0:1-Rückstand. Die Linie mit den Klotener Flügeln Denis Hollenstein und Simon Bodenmann sowie ZSC-Center Luca Cunti zaubert die ersten vier Tore.

5. Akt

Schweiz – Dänemark 4:1

Obwohl die Schweizer nicht ihr höchstes Niveau er­ reichen, wird der fünfte Sieg eingefahren. Die Nati um Mathias Seger ist selbstkritisch. «Man darf nie zufrieden sein, wir wollen in den Halbfinal», so der Captain.

6. Akt

Norwegen – Schweiz 1:3

Auch die bösartigen Norweger beissen gegen das Team von Sean Simpson auf Granit. Unsere Nati verblüfft die Hockey-Welt. Im flockigen IIHF-Power-Ranking heisst es bei der Schweiz: «Nenn uns Sowjetunion, Baby!»

7. Akt

Weissrussland – Schweiz 1:4

Der siebte Streich! Die Schweizer «Siebesieche» schliessen die Gruppenphase mit weisser Weste ab. Roman Josi glänzt mit einem Sololauf zum 1:0 bereits nach 73 Sekunden.

Schweiz – Tschechien 2:1

8. Akt

Schweiz – Schweden 1:5

10. Akt

Wie sein Vater Felix Hollenstein 1992 gegen Deutschland trifft auch Denis Hollenstein in einem WM-Viertelfinal. Danach doppelt Roman Josi nach. Und Martin Gerber sorgt in der Endphase mit seinen Paraden für den Halbfinal-Einzug. Eine Medaille ist greifbar.

Der Traum vom ersten WM-Titel ist geplatzt. Die Schweiz dominiert die Anfangsphase und geht dank dem fünften Treffer von Roman Josi in Führung. Doch diesmal sind die Schweden zu stark.

Schweiz – USA 3:0

9. Akt

Unfassbar, die Schweizer dominieren die Amerikaner von Anfang an. Einzig die mangelhafte Chancenauswertung macht Fans und Spieler ein wenig nervös – bis Nino Niederreiter zur Führung trifft. Die erste WM-Medaille seit 60 Jahren ist Tatsache.

Fotos: Reuters (5), Keystone (4)

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KEYSTONE / RIA NOVOSTI / Grigoriy Sokolov

Herzliche Gratulation! Die ganze Schweiz freut sich 端ber den WM-Erfolg. Wir freuen uns mit der ganzen Schweiz 端ber die sensationelle Leistung der Eishockey-Nationalmannschaft. PostFinance unterst端tzt die Nationalmannschaft, die Clubs der National League und den Eishockey-Nachwuchs. Damit wir auch in Zukunft spannendes Eishockey erleben d端rfen.

www.postfinance.ch/hockey


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WM-Extra

Pfingstmontag, 20. Mai 2013

Kinderzimmer 1315 liegen unsere Top-Skorer Im

Wer mit wem und wie viele Tore?

Das Nordic Sea in Stockholm: Das Zuhause der Nati.

Zimmer Spieler Tore 1315 Niederreiter/Josi 9 1437 1438

Bodenmann/Hollenstein 6

1442 1337

Furrer/Gardner 2

1411 1338

Diaz 0

H

otel Nordic Sea an der Vasaplan 4 im Zentrum Stockholms, ganz in der Nähe des Hauptbahnhofs. Zimmer 1315. Dort träumten die beiden Jüngsten im Schweizer Team von Toren, Siegen und Medaillen. Und unsere Jungstars Roman Josi (22) und Nino Niederreiter (20) träumen nicht nur, sondern trumpfen auch auf dem Eis gross auf. Neun Tore gelingen dem Duo, das bereits 2010 in Kanada gemeinsam an der Junioren-WM spielte und damals mit dem vierten Rang für Furore sorgte. Der Churer Stürmer Niederreiter, der in dieser Saison statt in der NHL bei den New York Islanders in der AHL bei Bridgeport ran musste, schiesst 5 Treffer. Der Berner Verteidiger Josi vom NHL-Team Nashville Predators versenkt den Puck viermal im Netz. Einzelzimmer haben neben den Betreuern – Coach Sean Simpson ­ schmiedet im Zimmer 1131 seine Pläne – nur Routinier Martin Plüss und NHL-Nachzügler Raphael Diaz.

Suri/Bürgler 5 1738 Ambühl/Cunti 4 1405 Stephan/Walker 3 1415 Berra/Moser 3 1402 Blum/Bieber 2

Foto: freshfocus

Gerber/Von Gunten 1 1401 Blindenbacher/Seger 0 1406 Monnet/Trachsler 0 1306 Grossmann/Vauclair 0 Plüss 0

Medaillentraum von Niederreiter ist in Erfüllung gegangen.



Dino Kessler, Stockholm

Dinos Check

Die grössten Nati-Fans D

Dank der NLA zu Superhelden D

ie Schweizer Eishockey-Nati löst mit der historischen Quali für den WM-Final eine Euphorie bei Gross und Klein aus. Daheim in der Stube oder beim Public Viewing fiebern und leiden die Schweizer Fans mit den Eisgenossen in Stockholm mit. Die Kreativität der FanVerkleidungen ist beinahe grenzenlos. Auch die Tierwelt verfolgt – inspiriert vom Hockey-Fieber ihrer Herrchen – den Final durch die Schweizer Brille, wie beispielsweise Katze Gipsy (rechts) beweist. Mailen Sie Ihre WM-Final-Fotos weiter an die Adresse 8989@ringier.ch. Die ­besten Bilder der Fans erscheinen honorarfrei auf Blick.ch.

Dia-Show WM-FANS

blick.ch

ieser Exploit, einfach fantastisch, wunderbar. Der Vorstoss mitten ins Herz des Welteishockeys hat verschiedene Gründe. Die meisten findet man in der NLA. In der Nestwärme der heimischen Liga wurden unsere Jungstars zu inter­ nationalen Superhelden geschliffen. Nur wussten sie das nicht. Roman Josi war ganz erstaunt über die Fortschritte, die sich seit seiner Abreise nach Nordamerika ergaben: härter, schneller, besser. Die Anwesenheit der NHLStars steigerte eben nicht bloss den Unterhaltungswert. Es war auch Anschauungs­ unterricht für unsere Spieler, dass sie da drüben auch bloss mit Wasser kochen. Ja, was ist denn passier t, dass wir plötzlich Kanadier, Schweden, Tschechen und Amerikaner besiegen können? Neben dem technischen Rüstzeug verfügten die Besten immer auch über das Bewusstsein, dass sie die Besten sind. Mit diesem Wissensvorsprung haben sie uns lange Zeit im Irrglauben gelassen, wir lägen meilenweit im Hintertreffen. Dabei fehlte uns nur der Glaube an uns selbst.

«

Die Lockout-Stars waren eben nicht nur Geldsäcke.»

Die NHL-Lockout-Stars waren eben nicht nur Geldsäcke, die sich möglichst lukrativ durch die Pause schaukeln wollten. Nur weil die NLA hohe Qualität bietet, kam sie als Pausenshow überhaupt in die engere Auswahl. Die Stars brauchten eine optimale Vorbereitung für die Saison in Nordamerika. Mit dem Lockout hat uns die NHL einen doppelten Gefallen erwiesen: Unterhaltung Weiterbildung. inklusive Dieses Wissen nützt nicht nur der Nationalmannschaft, es ist für die Spieler auch eine Messlatte, wie weit sie noch von der NHL entfernt sind. Sehr weit kann es nicht mehr sein.

* Dino Kessler (46) kennt Eishockey. 81 Länderspiele, 777 NL-Partien und 1092

Strafminuten.


Arosa – Wiege der Schweizer Eishockey-Stars! Wir sind stolz auf unser sensationelles WM-Team, gratulieren, jubeln und laden alle ins Ferienparadies Arosa ein.

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8

WM-Extra

Danke f端r di


WM-Extra

ie geile Zeit!

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WM-Silber

Mit Stock und Helm durch Stockholm! Die Schweizer verzaubern die Eishockey-Welt. Ungeschlagen in den Final.

Foto: AFP

Pfingstmontag, 20. Mai 2013


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WM-Extra

Pfingstmontag, 20. Mai 2013

Das sagen die Schweizer Promis über unsere WM-Helden

«Unglaublich! Sensationell!» Skirennfahrerin «Seit ich denken kann, verfolge ich die HockeyWeltmeisterschaften. Jahr für Jahr dachten wir nach der Vorrunde stets, jetzt klappts, doch dann kam leider immer der Hammer. Zum Glück ist es dieses Jahr ­anders. Während des Halbfinals flogen wir von Mallorca zurück in die Schweiz. Der Captain gab uns immer die Resultate durch. Bei ­jedem Schweizer Treffer ging ein Jubel durchs Flugzeug. Ich mag den Jungs den Erfolg von ­Herzen gönnen. Sie haben jahrelang dafür gekämpft.»

Nadine Vinzens

Ex-Miss-Schweiz und Schauspielerin «Zurzeit bin ich am Filmfestival in Cannes. Deshalb kann ich die WM nur im Internet verfolgen. Ich bin oberstolz auf ihre Leistungen. Was sie geleistet haben, ist unglaublich. Ich selbst bin ja ein grosser HCDFan. Wenn ich in der

Schweiz bin und Zeit habe, gehe ich gerne ins S ­ tadion.»

Sara Hildebrand

Glanz-&-Gloria-­Moderatorin «Der Teamgeist, den die Nati ausstrahlt, wirkt unglaublich ansteckend. Neben dem Erfolg ist das wohl der Hauptgrund für die riesige Begeisterung der Leute. Und wie die Jungs die Nationalhymne gesungen ­haben – herrlich! Ich bin kein eingefleischter Eishockey-Fan. Aber an der WM hats mir den Ä ­ rmel reingezogen. Beim Viertelfinal gegen Tschechien habe ich auf der Glanz-&-Gloria-Redaktion den Wett-Jackpot geknackt. Für uns Frauen ist nur schade, dass von den Spielern wegen den ­Ausrüstungen kaum etwas zu sehen ist. Da kommt man beim Fussball eher auf seine Kosten.»

Sarah Meier

Ex-Eiskunstläuferin

«Es war zum Verzweifeln! In New York, wo ich mich zurzeit aufhalte, hat dieser WM-Final einfach niemanden interessiert. Nur mit Mühe und Not habe ich doch noch einen Fernseher gefunden. Als Superfan ­gratuliere ich der Schweizer Nati ganz herzlich.»

Dario Cologna

LanglaufChampion

Nadine Vinzens: «Ich bin oberstolz auf ihre Leistungen.»

«Einfach eine sensationelle Leistung! Das Team wurde während des Turniers immer noch stär-

ker – beeindruckend! Auch ich hätte nicht gedacht, dass die Mannschaft so weit kommt. Aber da scheint ein ganz besonderer Teamgeist entstanden zu sein. Wenn eine Schweizer Nati so erfolgreich ist, inspiriert und motiviert das auch Einzelsportler. Leider habe ich erst die Spiele ab dem Viertelfinal gesehen, weil ich auf Mallorca und in Magglingen am Trainieren war.»

Nino Schurter Mountainbiker

«Ich habe die ganze WM mit Spannung verfolgt. Weil mein Vater einst bei Kloten Goalie war, habe ich eine enge Beziehung zum Eishockey. Es ist beeindruckend, wie souverän die Nati gespielt hat.»

Kevin Schläpfer

Trainer EHC Biel

«Ich kann es kaum fassen. Das ist unglaublich, Weltklasse, eine Riesen-Sensation! Ich besuchte das Truck-Rennen von Markus Bösiger in Misano. In Shorts und Hemd habe ich vor dem TV im Fahrerlager mitgefiebert. Unser Hockey reitet auf einer Euphorie-Welle. Durch den Lockout wurde das Niveau der Liga angehoben. Und man hat gesehen, dass auch die NHL-Stars nur mit Wasser kochen. In Biel sagten Tyler Seguin und Patrick Kane, dass in der NLA das Tempo höher sei als in der NHL. Aus diesem Erfolg müssen wir Kraft schöpfen, den Schwung mitnehmen und uns weiterentwickeln. Die Energie darf nicht nur fürs Festen verwendet werden. Wir wollen keine Eintagsfliege sein.»

Tristan Scherwey Stürmer SC Bern

«Ich habe erwartet, dass die Schweiz ein gutes Resultat erzielen kann. Man hat den Teamgeist ge-

Bundespräsident Ueli Maurer

Foto: Odlo/Stephan Boegli, RDB

Dominique Gisin

Dario Cologna: «Da scheint ein ganz besonderer Teamgeist entstanden zu sein.»

spürt. Es war mega schön, den Jungs zuzuschauen. Wie sie die grossen Nationen dominierten, war unglaublich. Oft wird unterschätzt, was wir Schweizer wirklich können. Es war beeindruckend, wie die Jungen in Stockholm den Karren gerissen haben.»

Steffi Buchli Moderatorin

«Die Schwedentorte teilen wir uns heute Abend. Grund zum Feiern hat die Schweiz so oder so. Was das Team erreicht hat, ist schlicht gigantisch!»

reiter, die wegen ihrer Nationalität in Übersee zu kämpfen hatten, können jetzt wohl profitieren. Und für die Klubs ist zu hoffen, dass es nun etwas leichter wird, gute Ausländer zu holen. Ich hatte regelmässig Kontakt mit Simon Bodenmann. Wir studieren Betriebsökonomie im Fernstudium und müssen eine Gruppenarbeit erledigen. Ich habe ihn auf dem Laufenden gehalten – und für zwei gearbeitet.»

Marcel Jenni

Stürmer Kloten Flyers

Lukas Flüeler Goalie ZSC Lions

«Das ist eine riesen Überraschung, zeigt aber die Stärke unseres Eishockeys. Spieler wie Nino Nieder-

«Ich bin mega stolz auf die Jungs und darauf, was sie fürs Schweizer Hockey ­geleistet haben. Es ist ein erster Schritt in eine neue Sphäre.»

Hannu Tihinen Ex-FCZ-Star

«Ich war mit meiner Familie bei zwei Spielen live dabei. Leider konnten wir die Schweizer nie sehen, da sie nur in Schweden und nicht hier in Finnland spielten. Was die Schweiz an der WM zeigt, ist eine wunderbare Sache, beste Werbung für die Schweiz. Herzliche Gratulation auch aus Finnland. Mittlerweile hat man auch hier registriert, dass die Schweiz eine grosse Eishockeynation ist. Wir F­ innen hatten Glück, dass wir der Schweiz an diesem Turnier aus dem Weg gehen konnten.» Umfrage: Angelo Rocchinotti, ­Micha Zbinden, Daniel Leu, ­Philipp Bärtsch, Michael ­Wegmann, Marc Ribolla

«Sean Simpson ist ein Glücksfall» Von Philipp Bärtsch

Sie haben als oberster Sportfan des Landes schon viel erlebt. Wo steht diese EishockeyNati in Ihrer Highlight-Skala?

Ueli Maurer (62): Historisch ist ein grosses Wort. Aber hier passt es. Wenn man den Teamsport betrachtet, ist das ein Höhepunkt der letzten Jahr­ zehnte. Vielleicht sogar der absolute Höhepunkt. Was hat Sie bei dieser Mannschaft am meisten beeindruckt?

Man merkt dem Team die Spielfreude, den Spass an der Arbeit an. Das überträgt sich innerhalb der Mannschaft und springt aufs Publikum über. Und die sportliche Leistung ist natürlich unglaublich. Sie versprachen dem Team schon während der WM-Vorbereitung Ihr Kommen bei einem HalbfinalVorstoss. Wurden Sie gar nicht überrascht?

Ich habe das Pfingst-Wochenende immer freigehalten. Die Halbfinal-Qualifikation kam für

mich nicht ganz unerwartet. Die Dominanz aber schon. Graubünden hat Nein gesagt zu Olympia 2022. Kann ­dafür dieser Erfolg einen nachhaltigen Nutzen für den gesamten Schweizer Sport haben?

Der Kern der Botschaft bleibt gleich. Wir haben hervorragende Sportler und Verbände. Die Politik muss eine ­ Gegenleistung bringen. Wir brauchen eine bessere Infrastruktur. Wir haben teilwei-

se schlechte Stadien und zu wenige Eisfelder.

die öffentliche Hand müssen das zusammen angehen.

hat, müsste doch auch Ambri Mut machen.

Der Eisfelder-Mangel ist ein Dauerthema. Wird sich diese Situation nun verbessern?

Sie trugen auf der Tribüne einen Schweizer Schal. Warum nicht das Nati-Leibchen?

Gibt es Nati-Spieler, zu denen Sie einen besonderen Bezug haben?

Ich hoffe es. Der Sport und

Als Bundespräsident kann man das nicht machen. Ich sitze im Stadion unter anderen Staatsvertretern und muss unser Land würdig repräsentieren.

Von Ihrem Lieblings-Klub Ambri hats kein Spieler ins Team ­geschafft. Ein Wermutstropfen? Foto: AFP

Bundespräsident und Sportminister Ueli Maurer war am Wochenende der prominenteste Schweizer Fan in Stockholm.

Gar nicht! Ambri hat national fast den gleichen Status wie die Schweiz vor 20 Jahren international: Mit einer Kanterniederlage nach Hause, und weiter gehts! Aber wie die Nati mit ihrem Willen Berge versetzt ­

Mathias Seger, den ich von ZSC-Spielen her kenne, mag ich es besonders gönnnen. Er spielte auch an seiner 15. WM hervorragend und hatte enormen Einfluss aufs Team. Einfach eine grosse Persönlichkeit! Coach Sean Simpson bemüht sich um den Schweizer Pass. Den könnten Sie ihm jetzt doch schenken.

Das ist bei uns einfach nicht vorgesehen. Aber er wird den Pass sicher bekommen. Sean Simpson ist ein Glücksfall für die Mannschaft. Druck treibt ihn zu Höchstleistungen an.


Unser Team macht den Unterschied. Als IT-Infrastruktur Partner von Swiss Ice Hockey gratulieren wir unserer Nationalmannschaft herzlich zu ihrer begeisternden Teamleistung in Stockholm! UMB Team Wie unsere erfolgreichen Eishockey Cracks Unterwegs Mit Begeisterung!

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Cham (Zentralschweiz) – Brüttisellen (Zürich) – Frauenfeld (Ostschweiz) – Gerlafingen (Mittelland) – Manno (Tessin) www.umb.ch


All Stardieser Team WM Jhonas Enroth (24) Goalie, Schweden, Klub: Buffalo Sabres

Roman Josi (22) Verteidiger, Schweiz, Klub: Nashville Predators Petri Kontiola (28) Stürmer, Finnland, Klub: Traktor Tscheljabinsk

Note:

6

Ryan Gardner (35)

Note:

Henrik Sedin (32) Stürmer, Schweden, Klub: Vancouver Canucks

Josi wird gar auch als wertvollster Spieler des WM-Turniers (MVP) ausgezeichnet. Nicht nur mit seinen vier Toren und fünf Assists weiss der junge Berner vom NHL-Team Nashville Predators bei seiner bereits vierten WM zu gefallen. Was für ein Turnier von Josi!

Spieler Spiele Tore Assists Punkte Straf-Min +/ 1. Josi 10 4 5 9 4 +2 2. Niederreiter 10 5 3 8 2 +3 Suri 10 5 3 8 8 +3 4. Hollenstein 10 4 4 8 0 +4 5. Walker 10 3 5 8 6 +5 6. Ambühl 10 2 4 6 16 +1 7. Plüss 10 0 6 6 4 +6 8. Moser 10 3 2 5 6 +5 9. Bodenmann 10 2 3 5 2 +1 Cunti 10 2 3 5 2 +3 Gardner 10 2 3 5 0 +1 12. Bieber 10 2 1 3 2 +1 13. Vauclair 10 0 3 3 2 +8 14. Von Gunten 10 1 1 2 0 +2 15. Seger 10 0 2 2 6 +8 16. Diaz 4 0 1 1 0 +1 17. Blum 9 0 1 1 2 0 18. Berra 4 0 1 1 2 Blindenbacher 10 0 1 1 12 +2 Furrer 10 0 1 1 4 +3 Trachsler 10 0 1 1 4 +3 22. Monnet 1 0 0 0 0 0 23. Grossmann 6 0 0 0 2 +1 Gerber 6 0 0 0 0 -

BLICK-Auflage: 191 064 (WEMF/SW-beglaubigt 2012) Leser: 613 000 (MACH Basic 2012-2, D-CH) Chefredaktorin: a. i. Andrea Bleicher Blattmacher: Thomas Ley Chef vom Dienst: Daniel Kistler Leitung Nachrichten: Karin Baltisberger Leitung Politik: Jürg Auf der Maur Leitung Wirtschaft: Guido Schätti Leitung People: Dominik Hug Leitung Lifestyle: Barbara Lienhard Leitung Sport: Felix Bingesser Leitung Foto: Tobias Gysi Leitung Layout: Emanuel Haefeli Autor: Hannes Britschgi Bern: Henry Habegger (Politik) Zeughausgasse 19, 3011 Bern, 044 259 66 60, Fax 044 259 66 64 Mittelland: Ralph Donghi, Postfach 3617, 5001 Aarau, 062 822 98 55, Fax 062 822 98 56 Tessin: Myrte Müller, Postfach 906, 6612 Ascona, 091 972 90 01, Fax 091 972 90 06 Nachrichtenagenturen: Schweizerische Depeschenagentur (SDA), Sport-Informations-Dienst (sid), Keystone (Bilder) Anzeigen-Service: Telefon 044 259 60 50, Fax 044 259 68 94 E-Mail blickanz@ringier.ch Internet www.go4media.ch

Mathias Seger (35) Position:  Verteidiger Klub:  ZSC Lions Der beste Captain für dieses Konglomerat aus Youngsters, Haudegen und einem NHL-Star. Das weiss die gesamte Eishockey-Welt.

Position:  Stürmer Klub:  Kloten Flyers Krempelt wild entschlossen die Familien-Hierarchie um. Der international erfolgreichste Hollenstein heisst ab sofort Denis.

Note:

Geschäftsführer: Florian Fels Stv. Geschäftsführer: Frank Eimer Head of Sales & Marketing: Thomas Passen Leitung Werbemarkt: Beniamino Esposito Leitung Anzeigenmarketing: Thomas Kords Leitung Marketing: Corina E. Schneider Leitung Digital Media: Martin Fessler Leitung Publishing Service: Roland Grüter Abo-Service: Ringier AG, Abonnenten-Service, 4800 Zofingen Telefon 0800 833 844, Fax 062 746 35 71 E-Mail salesservices@ringier.ch Abonnementspreise: 1 Jahr Fr. 339.–; 6 Monate Fr. 183.–; 3 Monate Fr. 97.– (inkl. MwSt.). 10% Rabatt auf diese Preise für SonntagsBlick-Abonnenten. Einzelverkaufs-Preis: Fr. 2.– (inkl. MwSt.) E-Paper: online-kiosk.ch E-Paper Abonnementspreise: 1 Jahr Fr. 169.50; 6 Monate Fr. 91.50; 3 Monate Fr. 48.50. Gratis für Blick-Abonnenten der Print-Ausgabe. Herausgeberin: Ringier AG, Brühlstrasse 5, 4800 Zofingen Druck: Ringier Print Adligenswil AG, 6043 Adligenswil Bekanntgabe von namhaften Beteiligungen i. S. von Art. 322 StGB: AIO Group AG, cash zweiplus ag, Energy Schweiz Holding AG, Energy Bern AG, Energy Zürich AG, ER Publishing SA, Geschenkidee.ch GmbH, Goodshine AG, Infront Ringier Sports & Entertainment Switzerland AG, Investhaus AG, JobCloud AG, JRP Ringier Kunstverlag AG, 2R MEDIA SA, Pool Position Switzerland AG, Previon AG, Qualipet Digital AG, Ringier Africa AG, Ringier Digital AG, Sat.1 (Schweiz) AG, SMD Schweizer Mediendatenbank AG, The Classical Company AG, Ticketcorner Holding AG, Ringier Axel Springer Media AG, Ringier France SA (Frankreich), Ringier Publishing GmbH (Deutschland), Juno Kunstverlag GmbH (Deutschland), Ringier (Nederland) B.V. (Holland), Ringier Kiadó Kft. (Ungarn), Népszabadság Zrt. (Ungarn), Ringier Pacific Limited (Hongkong), Ringier China (China),Ringier Vietnam Company Limited (Vietnam), Get Sold Corporation (Philippinen)

Mitarbeiter dieses Extras: Philipp Bärtsch, Flavio Cellana, Irene Glaser, Dino Kessler, Daniel Leu, Benjamin Maletic, Erich Morger, Marc Ribolla, Angelo Rocchinotti, Stephan Roth, Michael Schifferle, Sven Thomann, Sam Urech, Nicole Vandenbrouck, Michael Wegmann, Micha Zbinden.

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Note:

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6

Position:  Verteidiger Klub:  Nashville (NHL) Der ist so gut, da fehlen eigentlich die Worte. Mary Poppins würde sagen: Supercalifragilisticexpialidocious.

Note:

6

Simon Bodenmann (25)

Reto Berra (26) Position:  Goalie Klub:  Biel Ein WM-Halbfinal ohne Gegentor. Fast 97 Prozent Schüsse gehalten. 1 Gegentreffer pro Spiel. Wir gehen auf die Knie.

Note:

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Roman Josi (22)

Position:  Verteidiger Klub:  Bern Wenn er das lässt, was er nicht kann, ist er am besten. Tut in Stockholm das, was er am besten kann. Den Rest lässt er bleiben.

Position:  Stürmer Club:  Kloten Flyers Sieht auch auf dem höchsten Level keinen Grund, seine Rolle als Abrissbirne abzulegen. Warum auch? Tore dazu, Danke schön.

Statistik unserer WM-Helden

Dufourstrasse 23, 8008 Zürich, Telefon 044 259 62 62, Fax 044 259 66 65 E-Mail redaktion@blick.ch Persönliches E-Mail vorname.name@ringier.ch Internet www.blick.ch

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Philippe Furrer (27)

Erstmals Schweizer dabei!

Impressum

Note:

Position:  Stümer Klub:  Bern Der Tag des Längsten war gegen die Tschechen im Viertel­ final. Ein langer Pass auf den Josi Roman, und vorbei wars.

Denis Hollenstein (24)

Julien Vauclair (33) Verteidiger, Schweiz, Klub: HC Lugano

Paul Stastny (27) Stürmer, USA, Klub: Colorado Avalanche

Stockholm – Gleich zwei Schweizer werden vom Internationalen Eishockey-Verband IIHF ins Allstar-Team der WM gewählt: Roman Josi und Verteidiger-Kollege Julien Vauclair, der bis zu seinem missglückten Dribbling im Final gegen die Schweden keinen Fehler macht.

Das BLICK-

WM-Extra

6

Severin Blindenbacher (30)

Position:  Verteidiger Klub:  ZSC Lions Der Nervenkitzel holt das Letzte aus diesem Bären. Kräftig, beweglich und blitzschnell. Dazu mit einem glänzenden ersten Pass.

Note:

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Reto Suri (24)

Note:

Position:  Stürmer Klub:  Zug Wählt sich selbst zum Spezialisten für Standards: Penaltys versenken, einfach gemacht. Auch leere Tore mag er. Eigentlich mag er alle Tore.

Note:

6

Morris Trachsler (28)

Position:  Stürmer Klub:  ZSC Lions Big Mo, Big Mo. Als Mühlstein eine Wucht, fragen Sie mal Plekanec oder Stastny. Legt sich auch in Schüsse, bitte schön.

Note:

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Martin Plüss (36)

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Patrick von Gunten (28) Position:  Verteidiger Klub:  Kloten Flyers Holt kurzerhand die höchstmögliche Form aus dem Zylinder, verzichtet aber auf Kunststücke. Passgenie.

Note:

6

Robin Grossmann (25)

Position:  Verteidiger Klub:  Davos Bricht sich im ersten Spiel die rechte Hand und tut dann so, als ob nichts gewesen wäre. Stahlhand? Stahlmann.

Position:  Stürmer Klub:  Bern Hat mit Niederreiter und Moser plötzlich die grösstmöglichen Flügel neben sich. Was ihn dazu motiviert, der bestmögliche Plüss zu sein.

Diese vier Spieler sind nicht auf dem Gruppenbild Note:

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Dario Bürgler (25) Raphael Diaz (27) Thibaut Monnet (31) Tobias Stephan (29) Position:  Stürmer Klub:  Davos Muss die Netze im Training füllen, das hält wenigstens bei Laune. Bleibt locker, auch wenn die letzte Lizenz an Monnet geht.

Position:  Verteidiger Klub:  Montreal (NHL) Bringt das Kunststück fertig, als NHL-Star auf Brimborium zu verzichten. Chemie vor Diaz: stimmt. Chemie mit Diaz: stimmt.

Position:  Stürmer Klub:  ZSC Lions Erhält wohl eine Lizenz, darf aber nicht mitschiessen. Änderungen sind nicht nötig, weil alle gesund bleiben. Nur die Goalies darf Simpson wechseln.

Position:  Goalie Klub:  Servette Entwickelt in Stockholm eine Leidenschaft für Hotdogs und Popcorn. Auch Reservisten müssen ­essen. Nimmt sein Schicksal gelassen.

Fotos: freshfocus, Keystone

Das

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-Zeugnis

e r e s n r-Boys! Note:

6

Luca Cunti (23) Position:  Stürmer Klub:  ZSC Lions Zieht während des Turniers frische Saiten auf und entschliesst sich, ab sofort nur noch grossartig zu sein.

Note:

6

Nino Niederreiter (20) Position:  Stürmer Klub:  Bridgeport (AHL) Auf die erste Ohrfeige der Islanders folgt gleich die zweite. Unser Jüngster hat aber Nerven aus Stahl. Und zeigt es allen.

Note:

6

Andres Ambühl (29)

Position:  Stürmer Klub:  ZSC Lions Hübsch, sagt Ambühl zum Erreichten. Trockener geht nicht. Einfädler vom Dienst im Powerplay. Dribbelfrequenz: 180 Schläge pro Sekunde.

Von Dino Kessler, Stockholm

6

Matthias Bieber (27) Position:  Stürmer Klub:  Kloten Flyers Wird von den Teamkollegen als Justin Bieber verhöhnt, das ist frech. Rechnet auf der grossen Bühne dann mit den Gegnern ab. Grossartig.

Note:

Note:

6

Martin Gerber (38)

Position:  Goalie Klub:  Rögle (Sd) Eine zauberhafte Geschichte. Zuerst im Tor, zuletzt im Tor. Entschliesst sich kurzerhand dazu, hier das Wunder einzuleiten.

Note:

WM-Extra

1.

Alinghi Segelnation Schweiz! 2003 gewinnt Alinghi in Auckland als erstes europäisches Team den America’s Cup, die älteste Sporttrophäe der Welt und die bedeutendste im Segelsport – mit 5:0 gegen das Team New Zealand. 2007 verteidigt das Genfer Syndikat um Milliardär Ernesto Bertarelli den Pokal erfolgreich.

Die grössten

Schweizer

Team-Erfolge Die beste EishockeyNati!

2.

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Simon Moser (24) Position:  Stürmer Klub:  SCL Tigers Beschliesst, nach dem Abstieg als Naturgewalt die Welt zu erobern. Kann praktisch überall hin jetzt.

Note:

WM-Silber – so gut war eine EishockeyNati ­zuvor erst an der Heim-WM 1935 in Davos. Doch die ­Erfolgswelle der Truppe von Sean Simpson mit ihren 9 Siegen in Folge übertrifft im Schweizer Hockey alles bisher ­Dagewesene! Auch den ZSC-Triumph in der Champions League.

6

Eric Blum (26) Position:  Verteidiger Klub:  Kloten Flyers Hat für sich entschieden, dass er trotz fehlender Zentimeter grösser und stärker ist als jeder Gegner. Hat richtig entschieden.

Note:

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Fussball-Silber-Nati in Geldnot

4.

Die Schweiz gewinnt in Paris Olympia-Silber – und inoffiziell den EM-Titel (0:3 gegen Uruguay). Das Team um Xam Abegglen ist immer noch im Turnier, als die Tickets für die Heimreise ­verfallen. Der «Sport» lanciert deshalb eine Spendenaktion.

6

Julian Walker (26) Position:  Stürmer Klub:  Servette Die Stadionsprecher begreifens bis zum Schluss nicht: Wööker. Na gut. Walker. Läuft dafür den Amis davon. Schlüsselspieler.

3. 5. Gold-Turner Der Davis-Cup-Exploit Final!

Marc Rosset (Mitte) und Jakob Hlasek (rechts) schaffen es 1992 bis in den Davis-Cup-Final (1:3 gegen die USA). Das ist höher zu gewichten als das Doppel-Gold von Federer/Wawrinka.

Note:

6

Julien Vauclair (33) Position:  Verteidiger Klub:  Lugano Ist das der gleiche Vauclair, der sonst in Lugano spielt? So gut war der noch nie. Bis zum Final fehlerlos und inspiriert nach vorne.

Zwar gab es auch olympische Goldmedaillen für Teams im Rudern, Schiessen, Tennis, Bob und Curling. Doch die wohl wertvollste Medaille holten die Turner um Georges Miez (Bild), den erfolgreichsten Schweizer Olympioniken: Olympia-TeamGold 1928 in Amsterdam!

Fotos: AP, Keystone, RDB

hse

Pfingstmontag, 20. Mai 2013

Amis ringen Finnland nieder Stockholm – Trost für die USA: Nach dem Halbfinal-Out gegen die Schweiz (0:3) bezwingen die Amis Co-Gastgeber Finnland 3:2 nach Penaltys – und holen Bronze. Schon nach 58 Sekunden geht der Olympia-Zweite dank Craig Smith in Führung. Nach 16 Minuten und einem Powerplay-Treffer von Captain Paul Stastny stehts gar 2:0.

Spannend wirds erst im letzten Drittel. Lauri Korpikoski – neben Wunderkind Mikael Granlund der zweite NHL-Profi bei den Finnen – gleicht mit einem Doppelschlag aus. Trotzdem steht das Suomi-Team am Schluss mit leeren Händen da. Das 19-jährige Supertalent der Montreal Canadiens, Alex Galchen­

yuk, macht im Penaltyschiessen mit zwei Treffern alles klar. Für die Amis ist es die erste WMMedaille seit neun Jahren. 2004 holten sich die US-Boys in Prag ebenfalls Bronze. Finnland – der Weltmeister von 2011 – hingegen verpasst wie schon im letzten Jahr an der Heim-WM in Helsinki gegen Tschechien Bronze.  A.R.


WM-Extra

Pfingstmontag, 20. Mai 2013

! h c o n h c u a ts ib g s n U s: n e g ri b Ü

«Lang de Chübel ja nöd a!»

Roger Federer

«Der Final war einfach nicht mein Tag, wie so oft gegen Rafa.»

Fotos: freshfocus, Reuters

Rafa frisiert Roger

Nur anschauen, nicht anfassen: Forte (l.) und Salatic.

Rafael Nadal

Sein Turniersieg in Rom ist bereits sein sechster in diesem Jahr.

Freinacht – Zürichs Stadtpräsidentin Corine Mauch soll heute in Bern ihre Aufwartung machen. Die SP-Frau hat im Falle eines GC-Sieges eine Zürcher Freinacht versprochen. Feiern bis zum ­Morgengrauen.

Roger bleibt 2013 ohne Turniersieg. Im Rom-Final lässt ihm Nadal keine Chance.

chert auf dem Platz steht. Erst beim Stand von 1:6 und 0:3 n der «Ewigen Stadt» kann schafft er es wieder, ein Game Roger Federer (ATP 3) ein- für sich zu entscheiden. fach nicht gewinnen. Er ­Nützen tut dies leidlich wenig. erhält im Final des ATP-1000-­ Nadal marschiert durch und Turniers von Rom durch Rafael sichert sich den 24. MastersNadal (ATP 5) eine harte Lek­ Turniersieg. tion verpasst. Der Spanier führt 20. Niederlage gegen Nadal Federer beim 6:1 und 6:3 in 68 Minuten regelrecht vor. Der 26-Jährige ist seit dem Federer geht zwar 1:0 in Comeback im Februar wieder Führung, doch dann läuft in Top-Form. Nadal hat in beim Schweizer überhaupt ­ allen seinen acht Turnieren nichts mehr zusammen. Nadal seither mindestens den Final nimmt ihm vier Mal in Serie den erreicht und sechs davon ge­ Aufschlag ab! Der Sandkönig wonnen – und jetzt folgt sein ist in seinem Element, wäh- Lieblingsturnier Roland Garrend Roger komplett verunsi- ros (ab 26. Mai). Von Marc Ribolla

I

Anders sieht es bei Federer aus. Der 17-fache GrandSlam-Sieger wartet nun – auch mit neuer Kurzhaarfrisur – weiterhin auf den ersten Turniersieg in diesem Jahr. «Es war trotzdem eine gute Woche für mich. Der Final war einfach nicht mein Tag, wie so oft gegen Rafa», sagt Federer nach dem Match. 32:8 unerzwungene Fehler gegenüber Nadal sprechen Bände. Seine Rom-Niederlage, bereits die 20. im 30. Match gegen Nadal, hat für Roger allerdings trotz allem einen positiven Nebeneffekt. Mit dem Turniersieg rückt Nadal auf Kos-

Aberglaube – «Lang de Chübel ja nöd a!», flüstert GC-Trainer Uli Forte seinem Captain Vero Salatic bei der Medienkonferenz zu. «Hoffentlich hat ihn Murat ­Yakin zuvor berührt.» Pech für Forte: Der Basler Trainer unterliess es ebenfalls, das Objekt der ­Begierde anzufassen. Immerhin: Yakin kennt das Gefühl aus seiner Zeit als Spieler zur Genüge. 1994 war er dabei, als GC seinen 18. und bisher letzten Cupsieg feierte, 2002 und 2003 jubelte Muri als FCB-Star.

ten von David Ferrer auf Platz vier in der Weltrangliste vor. Damit ist klar, dass Federer, Djokovic oder Murray nicht schon im Roland-Garros-Viertelfinal auf den grossen Favoriten treffen können.

Serena ist nicht zu stoppen Bei den Frauen baut Serena Williams (31) ihre Siegesserie aus. Die Nummer eins der Welt putzt im Rom-Final Viktoria Asarenka (WTA 3) 6:1, 6:3 weg. Serena ist nicht zu stoppen. Sie ist seit 24 Spielen und vier Turnieren ungeschlagen und die grosse Favoritin für Paris.

Schock – Mit Neuzugang Serey Die hat sich der FCB einen wahren

Ferguson tritt mit 5:5-Gala ab

Fussball – Sir Alex Ferguson (71) bleibt ein Sieg zum Abschluss seiner Trainerkarriere (1500 Spiele als ManUnited-Coach seit 1986) verwehrt. 5:5 bei West Bromwich in der letzten Premier-League-Runde! Der Meister führt bis zur 81. Minute 5:2, ehe Lukaku (81.), Mulumbu (81.) und wieder Lukaku (86.) den historischen Ausgleich erzielen. Noch nie gabs ein 5:5 in der Geschichte der Premier League.  rib

Lüthi enttäuscht

Der undankbare 4. Platz häuft sich bei Dominique Aegerter. Doch er weiss: Das Podest wird kommen. auf den 13. Platz durchgereicht. Er gesteht: «Mir fehlt einfach das Vertrauen in den Zweikämpfen.» Trotz Lüthis Out freut sich noch ein zweiter Schweizer. Vom 32. Startplatz aus schafft Randy Krummen­ acher den 11. Schlussrang. Schon beim Start macht der Zürcher Oberländer 13 Plätze gut und legt die ­Basis für seine ersten Saisonpunkte. Krummen­ acher atmet auf: «Endlich ist das Konto eröffnet. Das ist eine

Aegerter: «Ich muss noch konstanter werden.»

Fotos: freshfoucs

S

chon drei 4. Plätze, dazu der 4. Rang in der WM. Dominique Aegerter wird zum 4 x 4. Er hätte gestern tatsächlich sehr gerne einen komfortablen Allrad-Antrieb mit vier Rädern gehabt. Der Regen sorgt in Le Mans für eine Rutschpartie und den Abbruch nach 23 von 26 Runden. Aegerter kämpft am Limit um den Anschluss an die Spitzengruppe. Doch das erste Podest der Saison lässt auf sich warten. Stattdessen stehen WM-Leader Redding, Kallio und Simeon auf dem Podium. Aegerter lässt aber deswegen den Kopf nicht hängen. Im Gegenteil: «Ich bin super zufrieden.

Ich muss das ganze Wochenende noch ein bisschen konstanter werden, dann werde ich auch ein Podest einfahren können.» Zu verdanken hat der Oberaargauer den 4.  Platz einem hervorragenden Start. Vom 13. schiesst er auf den 5. Platz. Danach behält er im Nassen ­ ­einen kühlen Kopf, während v­ iele andere stürzen. Darunter auch Tom Lüthi. «Ich bin auf einem nassen Fleck ausgerutscht», erklärt der Emmentaler, der sich aber keine zusätzlichen Verletzungen zu­ zieht. Zum Glück! Denn noch immer ist der rechte Arm nach dem mehrfachen Bruch ein ­Problem. Lüthi wird beim Start

Rockenfeller in Brands Hatch top

Motorsport – In Brands Hatch (Gb) fährt der Deutsche Mike Rockenfeller (Audi) den Sieg im zweiten DTM-Rennen dieser Saison ein. Damit übernimmt der 29-Jährige auch die Gesamtführung in der DTM-Wertung. rib

Visconti siegt im Galibier-Schnee grosse Erleichterung.»

l Cup-Fina GC B a s el – te H eu r 16.00 Uh SRF2

Kenner des Cup-Wahnsinns ins Team geholt. Zweimal hat der ­Ivorer mit Sion den für das Wallis heiligen Pokal gewinnen können. Serey Die verstand die Welt nicht mehr. «In der Elfenbeinküste zählt nur die Meisterschaft. Dann kam ich nach Sion, und alle sprachen nur vom Cup. Ich war schockiert», sagt der Mittelfeld-Puncher. Im Halbfinal zerstörte er die CupTräume seiner Ex-Kollegen. Geografie – Mit «Was gaat am See?» betitelte die «Basler ­Zeitung» am Samstag ihre Rubrik zu Final-Gegner GC. Für Nicht-­ Zürcher: Niederhasli liegt nicht am Zürichsee, lädt aber dennoch zum Baden: Mettmenhasli-See heisst das kleine Gewässer südlich des GC-Campus. Geheim – Basel (um 16 Uhr) und GC (18 Uhr) trainierten gestern Abend unter Ausschluss der ­Öffentlichkeit im Stade de Suisse. 

Max Kern, Sandro Inguscio

NEWS SPORT

Aegerter ist ein 4x4 Von Stefan Meier aus Le Mans

Heiss – GC-Trainer Uli Forte nutzt die Social-Media-Kanäle, um seine Spieler für heute heiss­ zumachen. «Ich habe den Jungs per WhatsApp geschrieben, dass es jetzt Zeit ist, dass sie sich ­selber für diese Top-Saison ­belohnen.» Forte zu BLICK: «Dank den heutigen Kommunikationsmitteln ist die Beziehung zu den Spielern viel enger.»

Rad – Der Italiener Giovanni ­Visconti gewinnt die verkürzte 15. Etappe des Giro d’ Italia. Wegen des Schnees auf der Galibier-

Passhöhe wurde das Ziel vier Kilometer nach unten verlegt. Siebter wird Leader Vincenzo Nibali (I). Er führt im Gesamtklassement weiter mit 1:26 Minuten Vorsprung auf Cadel Evans (Aus).  rab

Podestplatz beim Weltcup-Auftakt

Mountainbike – In Albstadt (D) gelingt der Baslerin Katrin Leumann (31) im Cross-Country-Rennen mit Platz 3 der erste WeltcupPodestplatz der Karriere. Bei den Männern wird Lukas Flückiger als bester Schweizer Dritter.  rib

Das Wetter Montag

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Foto: Keystone

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Wir gratulieren der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft zur Spitzenleistung. Bew채hrtes Handwerk, wie unsere Anlagefonds. www.meine-fonds.ch


Auch VizeWeltmeister werden ist voll ok.–

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