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Auto

April 2012

Extra ExtraSeiten

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Navis im Vergleich:

en Die besntvans Familie

Der grosse Praxis-Test

Mercedes A-Klasse:

So funktioniert das Erfolgsrezept

Hoffnungstr채ger

Japans Spassmobile


www.volkswagen.ch

Der neue Volkswagen CC. Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Kleider machen Leute – Autos auch. Wie der neue Volkswagen CC. Er verbindet Eleganz und Sportlichkeit – Limousine und Coupé. Dass er sich so fährt, wie er aussieht, ist wenig verblüffend. Überraschender ist, dass unter seinem dynamischen Design eine vollwertige Limousine steckt: geräumig, funktional und mit zahlreichen Assistenzsystemen ausgestattet. Damit Sie immer eine gute Figur machen.


Inhalt

Editorial Urs Bärtschi Leiter BLICK Autoredaktion

Ohne Emotionen wenig Erfolg

W

Auto-Extra Strategiewechsel Japanische Marken wollen wieder verstärkt Autos bauen, die Spass machen. Eine Analyse des Trends.  Seiten 8 bis 15

Familie Germann aus Dozwil TG testete fürs AutoExtra den Renault Grand Scenic.

Ab Seite 20

Schwerpunkt

Familienautos

Belastungsprobe Eine vierköpfige Familie aus dem Thurgau testet den neuen Renault Grand Scenic auf Alltagstauglichkeit.  Seiten 20 bis 27 Sparkurs Auch kompakte Familienvans schalten auf Grün – sie sind mit Hybridantrieb bis Erdgas unterwegs.  Seite 24

Titelbild: ZVG; Inhalt: Philippe Rossier (1), ZVG (3)

Design Wie die neue Mercedes A-Klasse entstanden ist – von der ersten Zeichnung zum Serienmodell.  Seiten 16 bis 19 Reisen Der BMW Z4 ist extrem allwettertauglich – das hat das Cabrio auf der Ausfahrt über den legendären Klausenpass bewiesen.  Seiten 34 bis 39

Impressum

Neuheiten Welche Kompaktvans für Familien neu bei den Händlern stehen – und welche Tools und Tricks das Reisen im Familienauto zusätzlich vereinfachen.  Seiten 26 bis 29

Neue Familienvans rollen an: Auch der Skoda Roomster.

Ab Seite 26

Anschrift: BLICK, Dufourstr. 23, 8008 Zürich, Telefon 044 259 62 62, Fax 044 259 66 65, E-Mail: redaktion@blick.ch. Auflage/Reichweite: 208 360 (WEMF/SW-beglaubigt 2011), Leser: 632 000 (MACH Basic 2012-1, CH). Redaktionsleitung: Ralph Grosse-Bley. Redaktion Bärtschi Media AG: Urs Bärtschi, Lorenz Keller, Stefan Lüscher, Timothy Pfannkuchen, Raoul Schwinnen. Layout: Christian Waeber, Dominique Signer. Produktion: Roland Grüter. Korrektorat: Kurt Schuiki, Regula Osman, Peter Hofer. Bildbearbeitung: Ringier Redaktions-Services. Bereichs­leiterin: Caroline Thoma. Leiter Werbemarkt: Beni Esposito. Herausgeber: Ringier AG, Zofingen. Druck: Swissprinters, Zofingen.

as für ein Auto soll ich kaufen? Diese Frage hören wir oft. Nicht etwa von Autofreaks, sondern von normalen Autofahrerinnen und -fahrern. Klären wir dann die genauen Bedürfnisse ab, erweist sich oft: Viele hören erst auf ihr Bauchgefühl, lassen sich emotional zu bestimmten Marken und Modellen treiben. Und erst später ­liefert der Kopf vermeintlich rationale Gründe nach, um zum definitiven Kaufentscheid zu gelangen: tiefe Verbrauchswerte, hohes Sicherheitsniveau oder gute Wert­erhaltung. Europas Autoindustrie hat die Bedeutung der Emotionen längst erkannt und gewinnt ­damit weltweit Marktanteile. Ganz anders die Japaner. Zu einseitig haben sie lange Jahre ausschliesslich auf Technik und Ökologie gesetzt – und so in Kauf genommen, dass viele ihrer Modelle zur langweiligen Dutzendware verkamen. Nun versuchen nahezu sämt­ liche japanischen Hersteller gleichzeitig den Kurs- bzw. Imagewechsel. Wir zeigen auf, wie und mit welchen Modellen sie wieder unsere Gefühle ­wecken und so auf die Strasse des Erfolgs zurückkehren ­wollen (ab Seite 8). Auch unser Auto-Extra versucht diesen Spagat. Wir wollen Emotionen wecken und Ihnen, liebe Leserin, lieber ­Leser, aber auch sachliche ­Informationen liefern. Zum Beispiel rund ums Thema ­Familienauto. Wir hoffen, dass auch wir Ihnen mit unserer Themenvielfalt ein Lächeln ins Gesicht zaubern können. April 2012 · Blick Auto-Extra

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Kreuz & Quer

Fakten & Zahlen

In diesen zehn Ländern werden weltweit die meisten Autos gebaut

Exzentrisch wie seine Herkunft: Der britische VWAusziehcamper Doubleback.

Platz/Land

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10.

Produktion in Mio.

China USA Japan Deutschland Südkorea Indien Brasilien Mexiko Spanien Frankreich

18,4 8,7 8,4 6,3 4,7 3,9 3,4 2,7 2,4 2,3

Quelle: OICA 2011

Diese Automodelle sind die weltweit erfolgreichsten Platz/Modell

Absatz in Tsd.

Neuer Doubleback

Bulli, streck dich!

R

aumnot beim Camping und blaue ­Flecken nach romantischen Nächten? Der walisische Spezialist Doubleback (doubleback.co.uk) macht Schluss mit der Platzangst: Er gibt dem VW Bulli einen elektrisch ausfahrbaren Auszug mit auf den Weg, der den Platz fast verdoppelt. Damit stellt dieser Standardmodelle mit aufstellbarem Dach deutlich in den Schatten. Der Auszug wiegt

Fotos: Walt Disney (1), ZVG (4)

6 Meilensteine

1930

nur 130 kg, ist 2 Meter lang und in 45 Sekunden parat – und fasst sogar ein gemütliches Doppelbett, so dass man zum Wohn- noch ein Schlafzimmer erhält. In Grossbritannien ist der Doubleback mit Basismodell – dem VW T5 Transporter als 2.0 TDI mit 140 PS und langem Radstand – so teuer wie ein Jahresaufenthalt im Hotel: 80 000 Franken. Aber ein Hotel fährt uns nicht an die Côte d’Azur. l

Wie die Zeit vergeht: Familienautos im Rückspiegel

Schwiegermuttersitz

Heute undenkbar: Der aufklappbare Notsitz im Freien, wie er in Donald Ducks 313er (Bild) zum Einsatz kam, machte es in den Zwanzigern und Dreissigern vor allem in Amerika möglich, im zweisitzigen Coupé oder Roadster mal Kids oder Schwiegermama mitzunehmen.

1965

Schräghecklimousine

1978

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10.

Toyota Auris (Corolla, Bild) 1020 Hyundai Elantra (Avante) 1010 Wuling Sunshine 943 Ford Focus 919 Kia Rio 815 Ford Fiesta 781 VW Jetta 745 Toyota Camry 726 Chevrolet Cruze 691 VW Golf 648

Quelle: Forbes 2011

Bitte umblättern 

Geteilte Rücklehne

Der Renault 16 verband erstmals mit Erfolg Wollte eine dreiköpfige Familie im Cityflitzer eine praktische Heckklappe mit verschiebGepäck mitnehmen, stiess sie an Grenzen – und klappbarer Rückbank und üppigem mit umgeklappter Rückbank konnte hinten Stauraum – in Zeiten, in denen das Stufenkeiner sitzen. Erst der Fiat 127 machte 1978 heck dominierte und Kombis als Transporter damit in der gelifteten «Sport»-Variante für Farbeimer und Schweinehälften dienten. Schluss – dank geteilter Umklapplehne. April 2012 · Blick Auto-Extra

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Kreuz & Quer Im siebten Autohimmel

Porsche-Revival

Wer das bekannte Oldtimerzentrum Meilenwerk im deutschen StuttgartBÜblingen besucht, kann den Ausflug mit einer Nacht im siebten Autohimmel krÜnen. Unter anderem steht Gästen ein romantisches Bett in einem alten Cadillac (Foto) zur Wahl – oder ein Mercedes der 60er-Jahre im Themenzimmer Car Wash.

Porsche-Brillen machen wieder Mode: 1978 wurde das erste Modell des Bestsellers lanciert – die P’8478 erinnert an diese Glanzzeiten. Sie ist in vielen Farben und GrÜssen verfßgbar, und dank Wechsellinsen in Sulphur (Gelb), Steel Blue (Blau) oder Rasp­ berry (Rot) kann sie sich sogar Frßhling und Fashion anpassen. Ab 530 Fr. inklusive Wechselglas-Set.

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Minis Schrittmacher

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Damit wir rot und blau sehen: die P’8478 von Porsche Design.

Stylish die Kurve kriegen? Klar! Selbst Schuhe gibts in den Shops der Autohersteller – diese Unisex-Treter sind besonders cool: Die wasserabweisenden Union Jack Sneakers von Mini mit einzigartigem Sohlenprofil (britische ­Flagge) kosten mit 120 Franken ßberraschend wenig und sind in den GrÜs­ sen 36 bis 44 zu haben. www.mini.ch

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Kurz & knapp

Rekordverdächtig Man kann ja nie wissen, dachte sich wohl das verantwortliche Strassenbauamt der frankokanadischen Metropole Montreal – und sichert diese Baustelle gleich mit zwölf Warnschildern ab.

Enorm gewachsen

Gewinner Jürgen Suren (67) mit seinem Traum in Blau.

Mazda CX-5

Fotos: Stefano Schroeter (1), ZVG (7)

Auto-Fan gewinnt! F

ür Jürgen Suren (67) das beste Geschenk zum Frühlingsanfang: Der Rentner aus Luzern schnappt sich im Gewinnspiel des letzten AutoBlick-Extra den schicken Mazda CX-5 im Wert von 40 750 Franken! Und das einzig dank seiner Frau. «Ohne sie hätte ich niemals mitgemacht», gesteht der Gewinner. Jetzt freut sich der ehemalige Bauführer aber umso mehr. «Ich bin ein echter Auto-Fan und

war mein Leben lang «On The Road», so der Luzerner. Ab heute wird er seine Spritztouren nur noch im blauen SUV unternehmen. «Der CX-5 ist genau nach meinem Geschmack.» Und wen nimmt er mit auf die erste Fahrt? «Natürlich meine Frau!» Die restlichen Preise gehen an: Marina Wyss, Beinwil am See AG; Seraina Huser, Chur; Eliane Jordan Salzmann, Naters VS; Fredy Pretali, Horgen ZH; Susanne Schwaninger, Lamone TI; Richard Jung, Buus BL; Hans-Rudolf Bietenharder, Münchenbuchsee BE.

Kompakter Van

Lebensrettend Seit 1995 hat Bosch rund 75 Mio. Personenautos mit ESP ausgerüstet. Das «elektronische Stabilitätsprogramm», das bei Schleudergefahr eingreift, gilt als Meilenstein der Sicherheit. Erfunden wurde ESP von Bosch, Weltpremiere feierte es in der Mercedes S-Klasse. Seit 2011 ist das System in Europa für neu lancierte Modelle und ab 2014 für alle neuen PW Pflicht.

Meilensteine 6

 Bitte umblättern

1981

Kein Wunder, hat man im Parkhaus seine Nöte: Laut einer aktuellen Untersuchung sind die Neuwagen in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt 19 Zentimeter länger sowie 15 Zentimeter breiter und 25 Zentimeter höher geworden. Ein Beispiel fürs Wachstum: Der VW Passat war 1973 nur 4,19 Meter lang und 1,60 Meter breit – heute misst er 4,77 Meter bzw. 1,82 Meter.

1984

Grosser Van

Zwar gelang den kompakten Vans erst 1986 Bis heute schwelt der Streit, ob nun der der grosse Durchbruch – mit dem Scenic von Chrysler Voyager (Bild) oder doch Renault. Doch die Grundidee dazu lieferte ­Renaults Espace der erste grosse Familienvier Jahre zuvor der wenig erfolgreiche van war. Beide starteten 1984 und sorgten Nissan Prairie (Bild); ein Jahr später folgte dafür, dass man für viel Platz nicht länger diesem der Mitsubishi Space Wagon. zum Kleinbus greifen musste.

1999

Versenkbare Sitze

Stolze sieben Sitze – die fünf hinteren mit wenigen Handgriffen flach versenkbar: Der Opel Zafira verwöhnte erstmals kinderreiche Familien mit genügend Sitzplätzen im Kompaktvan und setzte der mühsamen Demontage der Sitze ein überzeugendes Ende. April 2012 · Blick Auto-Extra

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Autoindustrie Japan

Japan setzt au G lü c k

Toyota und andere japanische Marken reissen das Steuer herum. Sie wollen wieder verstärkt Autos bauen, die Spass und ­Freude machen: Emotionen als Wirtschaftsmotor.

Fotos: ZVG

Toyota GT 86 Fahr- statt Sparspass: Toyotas neues Sportcoupé ist eine äusserst attraktive und dennoch preiswerte Fahrmaschine. Sie repräsentiert die neue Philosophie des Unternehmens perfekt.


f grosse Gefühle

Auch im Cockpit lässt der GT 86 Toyotas legendäre Sport-Tradition neu aufleben.

Von Raoul Schwinnen

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at Toyota den Zenit überschritten? Diese provokative Frage stellte das US-Magazin «Wall Street Journal» vor knapp einem Jahr einem Vorstandsmitglied des Unternehmens. Und der Manager antwortete: «Es fühlt sich dieser Tage tatsächlich so an.» Dieses Fazit erstaunt kaum. Lange genug wurde Toyotas Geschichte zuletzt von Negativschlagzeilen überschattet. Der ehemals weltweit grösste Autobauer musste die grösste Rückrufaktion der Autogeschichte meistern – die 8,5 Millionen Modelle, die davon betroffen waren, entsprechen einer gesamten Jahresproduktion. Diesem Desaster folgte die Umweltkatastrophe in Fukushima, von der Toyota und vor allem seine Zulieferer betroffen waren. Und schliesslich setzte der hohe Yen-Kurs den Japanern zu. Diese Rückschläge brachten den Toyota-Präsidenten Akio Toyoda (55) offenbar zur Einsicht, gehörig über die Bü-  April 2012 · Blick Auto-Extra

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Die neue BMW 3er Limousine

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Wer als Athlet der Konkurrenz voraus sein will, hat den Anspruch, immer Bestleistungen zu erzielen – mit einem Höchstmass an Ästhetik, Dynamik und Präzision. So wie bei der neuen BMW 3er Limousine: Athletisch wie nie zuvor vereint sie Sportlichkeit und Eleganz. Die neuen BMW TwinPower Turbomotoren sind kraftvoll und effizient zugleich. Innovative Technologien wie das Head-up-Display und zahlreiche Fahrassistenzsysteme sind wegweisend für ihre Klasse. Die neue BMW 3er Limousine ist gebaut, um vorauszufahren. Denn sie ist in Bestform. Mehr Informationen bei Ihrem BMW Partner oder unter www.bmw.ch

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Freude am Fahren


Autoindustrie Japan

Honda Kraft der Träume

Honda-Gründer Soichiro Honda sagte einst: «Wir haben nur eine Zukunft. Und diese wird aus unseren Träumen bestehen, wenn wir nur den Mut haben, geltende Vorstellungen in Frage zu stellen.» Der weltgrösste ­Motorenhersteller will seine ausgeklügelte Hightech wieder vermehrt in attraktive Hüllen kleiden – wie beispielsweise die bis zu 160 km/h schnelle Elektro-Roadster-­ Studie auf Basis des populären Civic beweist.

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Made in Japan wird neu definiert K

Mazda Leidenschaftlich anders

Wie bringt man Treibstoffeffizienz und Fahr­ vergnügen zusammen? Mazda schafft das mit der neuen Skyactiv-Technologie. «Wir haben dafür die Uhr auf null gestellt – und alle wichtigen Fahrzeugteile grundlegend überarbeitet, vom ­Motor über Chassis bis zur Karosserie», verrät Mazda-Präsident Takashi Yamanouchi. «Das ist vielleicht nicht der konventionellste Weg, ein Auto zu bauen. Aber es ist unser Weg. Und der ist leidenschaftlich anders.» Die ersten Fahrzeuge mit Skyactiv-Technologie sind der neue SUV CX-5 (Bild rechts) sowie der von der Studie Takeri abgeleitete Mazda6.

Fotos: Reuters (1), ZVG (4)

 cher zu gehen – der Enkel des einstigen Toyota-Gründers sagte vor einem Jahr öffentlich: «Wir müssen alles überdenken.» Für einen japanischen Manager ungewohnt offen. Erste Denkarbeiten scheinen abgeschlossen. Und das Resultat überrascht. Denn Akio Toyoda will künftig deutlich emotio-

nalere Modelle kreieren. Toyoda: «Wir müssen Autos bauen, die das Herz höher schlagen lassen.» Wie ernst er diese Philosophie nimmt, beweist folgende Episode zum neuen Lexus GS450 Hybrid. Nach der ersten Probefahrt mit dem Prototypen beurteilte er die Limousine «als zu fade» – die Entwickler mussten nochmals kräftig Hand Toyota-Präsident Akio ­Toyoda will seinen ­Kunden mit dem GT 86 wieder «ein ­Lächeln ins ­Gesicht ­zaubern».

anlegen. Mittlerweile soll die 345 PS starke Neuauflage Toyodas emotionsgeladener Strategie weitgehend entsprechen. Der heckgetriebene GT 86, der bei uns Ende Juni ab 41 900 Franken startet, markiert den Neuanfang Toyotas aber weit deutlicher. Er bringt nicht nur den ehemaligen Rennfahrer Toyoda ins Schwärmen: «Der GT 86 steht stellvertretend für unsere neue Philosophie doki-doki oder waku-waku», was übersetzt das Herz schneller schlagen lassen und euphorisch bedeutet. Das Coupé, das in sechs Sekunden auf Tempo 100 sprinten kann, setzt endlich die Tradition von Toyotas Sportwagen fort. Lange genug mussten die Fans auf einen würdigen Nachfolger des legendären Celica  April 2012 · Blick Auto-Extra

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Autoindustrie Japan  warten. Nicht nur Toyota bekennt sich zu mehr Emotionen. Andere japanische Hersteller setzen ebenfalls stärker auf den Faktor EQ. Subaru zum Beispiel will sich dadurch vom Biedermann- und Bergbauern-Image lösen. Beweis dafür ist der unlängst lancierte und betont extravagant gestylte Offroader XV, der «Begeisterung» in den Stadtverkehr tragen will. Dazu sagt SubaruProduktplanungschef Toshio Masuda: «Mit unserem neuen Urban-AdventureKonzept wollen wir vermehrt Jüngere, Frauen und Familien, ansprechen.» Ähnliches hat er mit dem gemeinsam mit Toyota entwickelten BRZ, dem technisch identischen Bruder des GT 86, im Sinn: «Damit möchten wir ein Lächeln auf die Gesichter unserer Fahrer zaubern.» Natürlich ist sich Masuda bewusst, dass der BRZ kein Volumenprodukt ist: «Aber er tut unserer Marke gut.» Will heissen: Der Hoffnungsträger soll Subaru bis 70 Prozent Neukunden bringen. Ähnlich wie bei Toyota und Subaru denkt 

Subaru Fun To Drive

Aufbruchstimmung herrscht auch bei Subaru. Dort legt man die Zurückhaltung ab und spielt neu auch auf der Klaviatur der Emotionen. Noch lautet der Firmenslogan «Confidence in Motion» – der in etwa «Vertrauen in die Bewegung» bedeutet. Aber mit Blick auf das gemeinsam mit Toyota entwickelte Sportcoupé BRZ (Bild links) oder den ebenfalls markant gestylten Kompakt-SUV XV setzt auch der einst biedere Allradpionier nun auf markige Slogans wie «Fun To Drive» oder «Fahrerlebnis auf einem neuen Level».

Mehr Spass am Fahren

Mitsubishi Genial bis ins Detail

Glänzt die Konkurrenz mit grossen Worten, hat sie Mitsubishi bereits umgesetzt. So präsentierten die Japaner vor gut einem Jahr den iMiEV, das erste in Gross­ serie produzierte Elektromobil der Welt. Mittlerweile lassen sie auch den französischen PSA-Konzern von ihrem Pioniergeist profitieren. Neben Elektroantrieb ist für Subaru auch Leichtbau ein Thema, wie die attraktive Flügeltürer-Studie RA mit Alu-Spaceframe (Bild) beweist: weit weg von Langeweile.

3 Fragen an...

... Suzuki-GD Hanspeter Bachmann

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Auto-Extra Blick · April 2012

Einspruch: Die extravagant gestylte Studie G70 weckt durchaus Emotionen. Wobei wir in diesem Modell den Fokus nicht auf die Optik, sondern vor allem auf seine Technik gelegt haben. Dieses Konzept ist mit 730 Kilo ein Leichtgewicht, das dank günstiger Aerodynamik nur 3,1 Liter Benzin verbraucht. Es muss unser Ziel sein, diese Werte in Grossserie zu einem attraktiven Preis anzubieten.

Suzuki G70: So sehen Robustheit und niedrige Kosten in der Kompakt-Klasse aus. Ein attraktives Cabrio oder Sportcoupé ist für Sie folglich kein Thema? Wir könnten durchaus ein schickes Cabrio mit Suzuki-Technik ausstatten und 100 Stück davon verkaufen. Nur: Das entspricht nicht unserer Philosophie. Wir bauen praktische und kompakte Autos für den Alltag statt Showcars.

Fotos: ZVG

Die Autohersteller aus Japan rücken wieder Emotionen und Fahrspass in den Vordergrund. Suzuki ebenfalls? Hanspeter Bachmann: Auch wir wecken Emotionen – mit günstigem Verbrauch und Preis. Suzuki ist der neuntgrösste Autohersteller der Welt – allein mit 50 Prozent Marktanteil in Indien. Dort sind andere Emotionen gefragt als in Europa. Dort zählen nicht Styling und Fahrspass, sondern Robustheit und niedrige Kosten. Das passt aber auch für die Schweiz. Immerhin legten wir hier in den letzten sieben Jahren um über 150 Prozent zu.


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Autoindustrie Japan

«Wir besinn

 man auch bei Honda. Honda-Firmenchef Takanabu Ito: «Unsere Fahrzeuge müssen einerseits faszinierende Technik bieten. Andererseits muss es auch Spass machen, diese Technik zu fahren.» Typisches Beispiel dafür ist der an ein Ufo erinnernde Civic, von dem es auch eine Elektro-RoadsterStudie gibt. Oder die Neuauflage des Su-

Spass allein genügt nicht: Philipp Rhomberg (42), Generaldirektor von Toyota Schweiz, über die grossen Zukunftspläne der japanischen Marke. Mit dem Sportcoupé GT 86 lanciert Toyota einen Imagewandel. Ab sofort dürfen Toyotas offenbar wieder Spass machen. Erleichtert?

persportwagens NSX. Die Konzeptstudie, die heuer am Genfer Autosalon zu bewundern war, überzeugt mit atemberaubender Optik und umweltfreundlichem Hybrid-Antrieb. Denn Fahr­ spass soll innovative Technologien keineswegs ersetzen, sondern bloss begleiten. HondaChef Ito: «Elektroantrieb, Plug-in-Hybrid, sparsame Diesel – nur damit können Autobauer überleben.» Honda will so bis 2020 gar ein ehrgeiziges Ziel erreichen und eine weitere CO2-Reduktion um 30 Prozent über die gesamte Modellpalette erreichen. Das Bekenntnis zu mehr Fahrspass: Fürchten die Japaner nicht, auf ihrem Weg in die Zukunft von der europäischen und vor allem von der koreanischen Konkurrenz ausgebremst zu werden? Honda-Chef Ito, stellvertretend für Japans Hersteller: «Nein, es geht schliesslich darum, wie man Pläne umsetzt. Wir müssen einfach schneller sein als die Wettbewerber.» Das Rennen ist eröffnet.  l

Begeisterung für Hightech

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Auto-Extra Blick · April 2012

Nissan Einladung zum Umdenken

Der erste, rein als Elektroauto konzipierte Leaf wurde 2011 in Europa zwar zum «Auto des Jahres» gewählt: Nissan erkannte jedoch schneller als alle anderen Hersteller aus Japan, dass mit umweltfreundlichen Fahrzeugen allein kein Preis zu gewinnen ist. Nissan baute entsprechend den GT-R – und damit die Lichtgestalt des japanischen Sportwagenbaus. Das Coupé 370 Z hält ebenfalls die Spassfahne in den zeitgeistigen Öko-Wind. Atemberaubende Studien wie der Esflow (Bild) mit Antriebstechnik des Leaf sollen beide Welten vereinen.

Dann steht der GT 86 also doch am Anfang einer neuen Spasswelle bei Toyota?

Das darf man so sagen. Toyota wird ja auch im Rennsport wieder aktiv. So werden wir mit zwei Vollhybrid-Rennern in die Langstrecken-WM einsteigen und dieses Jahr auch bei den 24 Stunden von Le Mans antreten – übrigens mit dem Schweizer F1-Rennfahrer Sébastien Buemi. Wir, der Schweizer Importeur, geben ebenfalls ein Comeback im Motorsport. Dazu gründeten wir eigens das ‹Toyota Swiss Racing Team› und lassen zurzeit zwei seriennahe Gruppe-N GT 86-Rennfahrzeuge aufbauen, mit denen wir mit acht Schweizer Rennfahrern an nationalen Rennen und Mitte Mai auch beim legendären 24 Stunden-Rennen auf dem Nürburgring antreten werden. Toyota will folglich nicht nur im Spitzen-, sondern auch im Breitensport aktiv sein. Gibts bald einen GT 86-Markenpokal?

Solche Überlegungen sind nicht abwegig. Wir veranstalteten früher zusammen mit der deutschen Schwester ja bereits den Yaris-Cup. Wir in der Schweiz können so etwas nicht auf die Beine stellen, dazu bräuchten wir schon passende Partner. Selbstverständlich stehen wir mit unseren deutschen Kollegen in Kontakt – aber noch ist nichts spruchreif.

Fotos: Adrian Bretscher (1), ZVG (3)

Re Born: Japans Autoindustrie wirbt am Salon Tokio mit neuen Werten.

Philipp Rhomberg: Erleichtert ist etwas übertrieben. Aber wir freuen uns schon, dass wir in der Sportler-Klasse wieder ein Topmodell anzubieten haben. Sie verbinden damit einen Imagewandel – für uns bedeutet der GT 86 vielmehr eine Rückkehr und Rückbesinnung auf unsere DNA und frühere Stärken. Toyota-Präsident Akio Toyoda hat es kürzlich treffend so formuliert: Unsere Rationalität durch Hybrid-Spitzentechnologie wird nun durch ‹Fun-to-drive› ergänzt.


en uns auf frühere Stärken» Philipp Rhomberg: «Bis 2020 werden sämtliche Toyotaund Lexusmodelle mit Benzin-, Dieselund Hybridantrieb erhältlich sein.»

Hightech und Emotionen Toyota will verloren gegangene Marktanteile wieder zurückerobern: mit einem Mix aus Hightech und Emotionalität. «Die Hybridisierung der gesamten Flotte wird konsequent vorangetrieben», bestätigt Philipp Rhomberg gegenüber BLICK-Auto. Der 42-Jährige ist seit 2006 Generaldirektor von Toyota AG mit Sitz in Safenwil AG – und damit verantwortlich für Toyotas Präsenz in der Schweiz. ‹Touch&Go› respektive ‹Toyota Touch› – quasi unsere ersten Schritte, Autos und Internet bzw. Smartphones zu vernetzen. Entertainment, aber auch Sicherheitsaspekte spielen hier eine wichtige Rolle. Selbstverständlich werden wir diesen Weg Schritt um Schritt weitergehen.

Vom kleinen MR2 über Celica bis zum grossen Supra: Früher bot Toyota seinen Kunden ein komplettes Sportwagenprogramm an. Erhält der GT 86 allenfalls Zuwachs?

Als Importeur würde mich das natürlich extrem freuen.

«

Das eine tun heisst nicht, das andere zu lassen.»

Philipp Rhomberg

Wie wärs mit einem GT 86 Cabrio?

der GT mit 1180 Kilo Gewicht und 200 PS Leistung ab Werk schon ein ausgezeichnet ausbalanciertes Auto ist. Der Sportbereich bietet Ihnen gute Möglichkeiten, die Emotionalität Ihrer Autos ins Spiel zu bringen. Ein anderer Bereich ist Multimedia – nicht zuletzt für Junge. Was bietet Toyota hier?

Einiges. Einen attraktiven Ausblick bietet ja jetzt schon die Studie Diji, im Prinzip ist sie ein rollendes iPhone. Etwas realer und seit letztem Herbst erhältlich sind aber bereits unsere

Ich kann Ihnen heute noch nicht konkret zusichern, ob es weitere Derivate des GT 86 geben wird. Aber sagen wir mal so: Der Chefingenieur des GT 86 hat das nicht verneint. Und das lässt ja schon mal einige Schlüsse und Hoffnungen zu. Wird sich bald Toyota-Haustuner Bemani in Ihrem Auftrag um den GT 86 kümmern und ein paar zusätzliche PS herauskitzeln?

Dazu ist es noch etwas früh. Der Verkauf des GT 86 startet ja erst Ende Juni. Zudem dürfte dies nicht ganz einfach werden, da

Emotionen, Rennsport, Multimedia – lassen sich damit verlorene Marktanteile wieder aufholen? Toyota und Lexus werden ja wohl nicht plötzlich auf die Hybridisierung verzichten.

Wo denken Sie hin! Das eine tun heisst noch lange nicht, das andere zu lassen. Der GT 86 und der neue Sportsgeist werden bei Toyota für eine Wiederbelebung sorgen, keine Frage. Aber die grossen Marktanteilsprozente gewinnen wir einzig mit dem konsequenten Weiterzug der Hybridisierung der Modellpalette zurück. Bis 2020 werden sämtliche Toyota- und Lexusmodelle mit Benzin-, Diesel- und Hybridantrieb erhältlich sein. Einige davon zusätzlich auch mit Plug-In-Hybrid. Für welches Dienstfahrzeug entscheiden Sie sich künftig – den Toyota GT 86 oder den Prius Plug-In-Hybrid?

Toyota-Studie Diji: Die DisplayKarosserie macht sie zum fahrenden iPhone.

(schmunzelt) Um täglich ins Büro zu fahren – den umweltfreundlichen Prius Plug-In-Hybrid. Und an schönen Wochenenden wünschte ich mir ab und zu eine Ausfahrt in einem GT 86. Interview: Raoul Schwinnen April 2012 · Blick Auto-Extra

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A

Mercedes

wie

Angriff

Von Raoul Schwinnen

Am Puls einer neuen Generation: Im Herbst startet Mercedes mit einer komplett frischen A-Klasse und revolutioniert damit seine kompakte Baureihe. 16

Auto-Extra Blick · April 2012

W

as gibt es Schöneres für einen Auto-Entwickler, als auf einem weissen Blatt Papier ein neues Auto in Angriff zu nehmen. «Wenn man sich selber als kreativ und innovativ bezeichnet, dann nicht viel», gibt Johann Buss (42) schmunzelnd zu. «Der Vorstand machte uns tatsächlich kaum Vorgaben», gesteht der strategische Projektleiter der neuen A-Klasse. Vor gut vier Jahren fasste er den Auftrag für deren Neuentwicklung. «Unser Vorstandsvorsitzender Dieter Zetsche sagte lediglich: A steht für Angriff», erinnert sich Buss, «schafft für die neue A-Klasse

eine eigene Produktpersönlichkeit und nutzt diese Chance.» Und das Resultat verblüfft. Johann Buss präsentiert uns ein modernes, fast 20 Zentimeter flacheres Auto als bisher, mit un­ beschwert dynamischer Linienführung. Schnell wird klar: Das versteht Mercedes

Auf dem Weg zur Serie: Getarnte Testfahrten in Südafrika.


Fotos: ZVG

Am Puls einer neuen Generation: Die Mercedes A-Klasse, wie sie bei uns ab September zu kaufen sein wird.

also unter «A wie Angriff». Verschwunden ist die hohe Karosserie, die beim Vorgänger zu Beginn noch für nicht elchfestes Fahrverhalten sorgte. Verblüffend deshalb, weil der damals sogenannte «Sandwich»-Boden gerade jetzt im Öko-Zeitalter für alle erdenklichen Alternativ-Antriebsmöglichkeiten Sinn machen würde – beispielsweise für die Platzierung der Akkus oder Gastanks. Warum also der Verzicht auf den doppelten Boden bei der neuen, ab diesem Herbst erhältlichen A-Klasse? Buss holt zu einem Erklärungsversuch aus: «Wir haben uns nicht strategisch gegen den doppelten Sandwich-Boden in der Kompaktklasse entschieden. Sondern wollten uns die Möglichkeit offen lassen, allenfalls andere Energieträger zu integrieren.» Damit will Buss andeuten, dass dies in erster Linie für die

«

Wir werden unsere Kompakt-Baureihe schon bald erweitern.» 

ebenfalls erst kürzlich neu lancierte B-Klasse auf der identischen Plattform gilt. Dort gibts den Sandwich-Boden weiterhin. Nur bezeichnet ihn Mercedes nun im modernen Sprachgebrauch als «Energy-Space». Und will diesen folglich für verschiedene Alternativ-Antriebsarten nutzen. Während in der B-Klasse schon bald ­weitere Ableger mit Öko-Antrieben (Naturgas, Benzin- und/oder Dieselhybrid, Elektro) zu erwarten sind, setzt die neue A-Klasse dagegen verstärkt auf herkömmli­ che Antriebe – soll dafür aber mit emotionalerer Optik glänzen. Dann dürfen wir mit weiteren Familienmitgliedern rech-

Johann Buss

nen, beispielsweise mit einem Cabrio? «Denkbar ist vieles», antwortet Buss erst ausweichend. «Natürlich legen wir unsere Konzepte immer derart flexibel aus, dass während eines gesamten Produkt-Lebenszyklus viel möglich ist.» Zum Schluss wird der Projektleiter der kompakten MercedesBaureihen aber doch etwas konkreter: «Ich darf Ihnen verraten, dass wir unsere Kompaktwagen-Baureihe neben der A- und BKlasse schon bald mit einer attraktiven Neuheit erweitern werden. Lassen Sie sich in zehn Tagen an der Peking Motorshow überraschen.» Zehn Schritte zur fertigen A-Klasse  April 2012 · Blick Auto-Extra

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125 PS umweltfreundlicher Fahrspass. Der Ford Focus mit dem neuen, revolutionären 1.0 l EcoBoost-Motor erreicht nicht nur die Energieeffizienz-Kategorie A, sondern bringt mit seinen 125 PS puren Fahrspass. Mit einem Verbrauch von 5.0 l/100 km bei 114 g/km CO2 erbringt er dieselbe Leistung wie ein konventioneller 1.8 l Motor. Für mehr Fahrfreude und ein sauberes Gewissen. ford.ch

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In zehn Schritten zur fertigen A-Klasse Drei Jahre liegen zwischen der ersten Zeichnung und der Modellabnahme der neuen Mercedes A-Klasse. Designer Mark Fetherston hält Rückschau.

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Zeichnung: Am Anfang eines Auto-DesignProzesses steht immer eine Zeichnung – egal, ob von Hand auf Papier oder mittels Computer am Bildschirm festgehalten. Das war auch bei der neuen A-Klasse so. Ideen, die bislang im Kopf des Designers existierten, werden so erstmals sichtbar.

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Package: Grundlage jedes Designs ist das sogenannte Package – die Summe aller technischen Vorgaben. Künftige Skizzen sind bereits darauf abgestimmt, und zwar so, dass Proportionen, Dimensionen und Linienführung ein stimmiges Bild ergeben.

3 Fotos: ZVG

Tonmodell: Nicht alles kann am Computer simuliert werden. Daher fertigen wir von jeder möglichen Variante Tonmodelle an. In dieser Phase erstellen wir ein Modell im Massstab 1:4. Erst jetzt können wir entscheiden, ob unsere Entwürfe auch in der dritten Dimension funktionieren. Parallel dazu entstehen natürlich auch virtuelle Modelle am Computer.

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1:1-Modell: Aus zahlreichen Vorschlägen bestimmt der Vorstand die endgültige Form. In Handarbeit fertigen wir nun alle Einzelheiten des neuen Modells. Alle charakteristischen Styling-Merkmale der neuen A-Klasse kommen nun erstmals zum Vorschein.

Mercedes

Fasst die zehn wichtigsten Entwicklungsphasen der A-Klasse zusammen: Designer Mark Fetherston.

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Interieurskizzen: Auch für die Gestaltung des Innenraums erstellen wir erst Zeichnungen. Bereits jetzt werden die verschiedenen Ausstattungslinien definiert. ­Unser Leitmotiv dort: «Perfect Aesthetics» – ein Design, das sich der Schönheit verpflichtet.

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Interieur-Tonmodell: Am besten kann der Designer die Formentwicklung noch immer am 1:1-Tonmodell nachvollziehen. Sämtliche Details werden darin ausmodelliert. Unserem Vorstand legten wir insgesamt drei alternative Interieurs zur Entscheidung vor.

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Finales Modell: In Handarbeit werden nun Exterieur und Interieur detailgenau in einem Modell vereint. Ein täuschend echtes Vorbild entsteht. Die äussere Form der neuen A-Klasse ist nun für alle angrenzenden Bereiche (etwa Technik) begreifbar.

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Modellabnahme: Abschluss eines jeden Designprozesses ist die Modellabnahme durch unseren Vorstand. Nach erfolgreicher Abnahme steht nun der Produktion der neuen Mercedes A-Klasse nichts mehr im Weg.

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Farben- und Bedienkonzept: In dieser Phase werden Material- und Farbauswahl fürs Interieur bestimmt. Und aus Hunderten von Stoff- und Ledermustern sowie einer schier unendlichen Farbpalette die verschiedenen Ausstattungsvarianten festgelegt. Zudem werden in diesem Schritt sämtliche Bedien- und Anzeige-Elemente entworfen und bis zur Perfektion ausgefeilt.

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Interieur-Datenkontrollmodell: Alle Materialien und Farben werden nun an aufwendig hergestellten 1:1-­Innenraummodellen und «Echtbedingungen» auf ­deren Wirkkraft überprüft. Jedes Material und jede ­Farbe erhält einen Code und wird spezifiziert. April 2012 · Blick Auto-Extra

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Foto: Philippe Rossier

Familienvans

Der Fam


Kompakte Familienvans wie der Renault Grand Scenic sind beliebte Multitalente für die ganze Familie.

Vom Statussymbol zum praktischen Freizeitbegleiter: Moderne Familienautos haben sich verändert. Heute sind variable und umweltfreundliche Vans im Trend.

ilienfreund April 2012 · Blick Auto-Extra

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Familienvans

Viel Platz im Laderaum ist oft wichtiger als viel Kraft unter der Haube.

Von Stefan Lüscher

D

ie Auswahl an attraktiven Auto­ modellen für jedes Bedürfnis war noch nie so umfassend wie heute: Kleinwagen, Sportcoupés, Cabrios, Gelände­ wagen, Kombis, Vans, Crossover und Ni­ schenfahrzeuge für jeden Geschmack. Alles, was das Herz begehrt oder die Vernunft be­ fiehlt, steht beim Händler. Wie soll sich da eine junge Familie im Dschungel der Angebote ­informieren und passend motorisieren?

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Auto-Extra Blick · April 2012

Lösungen und Szenarien gibt es viele. Sie werden hierzulande auch fleissig genutzt. Immerhin sind in der Schweiz derzeit rund fünf Millionen Motorfahrzeuge zugelassen. Davon entfallen über vier Millionen auf Per­ sonenwagen, Roller und Motorräder. Rund ein Drittel aller Schweizer Familien verfügt somit auch über einen Zweitwagen. Im Alltag bedeutet ein Zweitwagen oft, dass die Mutter den grösseren und prakti­ scheren Familienwagen für sich und die Kinder beansprucht. Der Vater pendelt im

«

Die Leistung ist nebensächlich. Wichtiger ist uns das Platzangebot.» Roman Germann

Zweitwagen zur Arbeit. Das kann ein ver­ brauchsarmer Kleinwagen sein. Oder etwas Emotionales, ein kleiner Sportflitzer oder gar ein Cabrio. Vernünftiger und nachhal­ tiger wäre zum Pendeln ein speziell ver­ brauchsarmes Fahrzeug – zum Beispiel


Der Grand Scenic schluckt viel Freizeitgepäck oder auch mal 7 Insassen. Oder verfügt die Familie über einen Firmenkombi und muss der Vater damit oft Geschäftstermine wahrnehmen? Dann bietet sich als Alternative für die Frau ein kleiner Allradler an. In den boomenden, weil sehr kompakten SUVs geniesst man die bei Frauen beliebte erhöhte Sitzposition und ein überdurchschnittliches Platzangebot. In der gemeinsamen Freizeit lässt er sich als Allradler auch für Ferienfahrten abseits befestigter Landstrassen oder für Winterferien bestens nutzen. 45 Prozent aller Autofahrten betreffen den Freizeitverkehr! Aber längst nicht jede Schweizer Familie verfügt über einen Zweitwagen. Dann ist wie in unserem Fall einer der bis zu ­siebensitzigen Familienvans eine attrak­tive Lösung. Das findet auch der Thurgauer ­Möbelschreiner Roman Germann (32), der selbst meistens mit der Bahn oder dem Velo zur ­Arbeit fährt: «Für unsere ­diversen Freizeitaktivitäten Für unsere Familienvan-­ brauchen wir einfach viel Geschichte wählten wir Platz. Das ist normal mit ­Roman (32) und Deborah (31) kleinen Kindern. Wir maGermann mit ihren Kindern chen gerne Sport und sind Vivien (9) und Isaac (7) – eine viel in der Natur. Da ist so sportliche, junge ­Familie mit ein Van schon ideal. Wie vielen Freizeitinteressen. Der schnell er fährt, ist heute Möbelschreiner aus Dozwil TG fast nebensächlich. Aber er ist ein begeisterter Wassersollte gut aussehen.» sportler. Gemeinsam geht Nachdem der Picknickdie Familie Rad fahren Korb, die Decke, die Fahr­ und Inline skaten. Die Kinräder für die Kinder und ein Elektro- oder Hybridder betreiben Aikido (japanimodell. Betreffend Reichauch die Inline-Ausrüstung sche Kampfkunst), die Mutter für die Eltern ausgepackt weite ist das schon heute Zumba (Fitness-Workout zu meist kein Problem. Pendsind, doppelt Ehefrau DeLatinoklängen). borah Germann (31) nach: lerstrecken sind selten län«Die Kinder haben heute so ger als 50 Kilometer. Insgesamt machen sie aber 27 Prozent des kom- viele unterschiedliche Wünsche. Da ist es pletten Verkehrsaufkommens aus. Da liegt schön, wenn Familienautos innen möglichst viel Sparpotenzial drin. Schliesslich ist der variabel sind.» Kompakte SUVs haben Vans in den Verstaugeplagte Arbeitsweg ja meistens kein Spass-, sondern ein ungeliebter Unkosten- kaufszahlen zwar überholt. Zum einen ­geniessen sie ein cooleres Image, zum faktor.

Fotos: Philippe Rossier (1), ZVG (1)

Sportlich und naturverbunden

Der Schnellcheck

Renault Grand Scenic 1.5 dCi Energy  (7 Plätze)

1,5-Liter-Turbodiesel, 110 PS/260 Nm, 6-Gang-Getriebe, Vorderradantrieb 0–100 km/h in 13,5 s, Spitze 180 km/h Laderaum 208 bis 2063 Liter, Gewicht 1504 kg Verbrauch 4,1 l/100 km, CO2 105 g/km, Energieeffizienz A Preis ab 34 200 Franken, Scenic ab 28  200 Franken elegantes, kultiviertes Familienfahrzeug, sparsamer Verbrauch, temperament­ voller Motor, grosses Platzangebot dritte Sitzreihe nur für Kinder ­ nderen profitieren sie vom in der Schweiz a überaus beliebten Allradantrieb. Wenn es aber um die wahren Lademeister geht, ­haben die preiswerteren Familienvans die Nase nach wie vor vorne. Die populärste Van-Kategorie ist diejenige des Renault Grand Scenic. Der elegante Franzose profitiert von einem modernisierten Design und einer Aufwertung des Innenraums. Die hinteren Einzelsitze lassen sich auch längs verschieben, bei Bedarf umklappen und sogar ausbauen. Da sind zwar Muskeln gefragt, als Lohn erhält man aber einen kleinen Lieferwagen mit 2063 Liter Stauvolumen. Der neue Grand Scenic glänzt mit der verbesserten 1.5-dCi-Motorisierung auch durch vorbildlich niedrige Verbrauchs-  April 2012 · Blick Auto-Extra

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Familienvans

Auf den Antrieb kommt es an

Welcher Motor passt? Diesel sind teurer, kräftiger, sparsamer. Benziner dafür leiser. Dazu kommen Gas- und Hybridantriebe.

Benziner Ford B-Max

Diesel-Hybrid Peugeot 3008 HYbrid4 Er ist Van, Kombi, SUV, Allradler und der erste Diesel-Vollhybrid. Verbrauch 4,0 l/ 100 km. Elektrisch schafft er vier Kilometer. Leistung 200 PS, Preis ab 49 500 Franken.

Diesel Toyota Verso-S Mit einem kleinen, sehr modernen 1,4-LiterTurbodiesel (90 PS/ 205 Nm) verbraucht der geräumige Japaner (Laderaum 430–1385 Liter) nur 4,3 l/100 km. Preis ab 27 800 Franken.

Erdgas VW Touran

Den Schweizer Van-Bestseller (Länge 4,39 m) gibt es auch als besonders umweltfreundliche Erdgas-/ Biogas-Version 1.4 TSI EcoFuel (150 PS, Verbrauch 4,7 kg/100 km, Preis ab 44 000 Franken).

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Auto-Extra Blick · April 2012

Display und Navigation werden über einen Joystick bedient.

 und Emissionswerte. Der verzögerungsfrei ansprechende Turbodiesel mit Direkteinspritzung leistet 110 PS. Die Durchzugskraft wurde um 20 Nm auf 260 Nm bei bereits 1750/min erhöht. Damit verfügt der 4,57 Meter lange Siebenplätzer auch beladen über gute Leistungs­ reserven und einen angenehm entspannten Lauf. Laut Werk verbraucht er 1. VW Touran mit Stopp-Start-Automatik 2. Renault Scenic und manuellem 6-Gang-Ge 3. Opel Meriva triebe lediglich 4,1 l/100 4. Citroën C4 Picasso km. Das ist ein Bestwert in 5. Ford C-Max diesem Segment. In der Pra 6. Hyundai iX20 xis sind es bei unserem Test 7. Opel Zafira rund 5 Liter auf 100 Kilo 8. Mazda5 meter, was Deborah Ger 9. Peugeot 5008 mann überzeugt: «Ein güns 10. Mercedes B-Klasse tiger Unterhalt ist für ein 11. Toyota Verso ­Familienauto entscheidend 12. Toyota Verso-S – der sparsame Verbrauch 13. Seat Altea ist daher wichtig, fürs 14. Citroën C3 Picasso Portemonnaie und die 15. Skoda Roomster Umwelt.» * Quelle: autostatistik.ch/GFB/mofis Wem das Platzangebot dieser mittleren Van-Kategorie noch immer zu knapp ist, dem steht ein grosses Angebot noch grösserer Modelle zur Wahl: VW Sharan, Seat Alhambra, 

Die beliebtesten Vans 2011*

Fotos: Philippe Rossier (1), ZVG (7)

Der Van auf Fiesta-Basis (ab Herbst 2012) setzt auf Schiebetüren ohne B-Säulen und einen 1.0-Liter-Dreizylinder-­ Turbo (100 und 120 PS). Verbrauch 4,9 l/100 km, Preis ab 25 850 Franken.


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Familienvans  Ford S-Max, die bereits legendären VanUrväter Renault Espace und Lancia Voyager oder als ultimative Platzriesen der ­Mercedes Viano und der beliebte VW-BusNachfolger VW T5 Multivan. Letzterer wartet mit einem Ladevolumen von sagen­ haften 4525 Litern auf und transportiert sieben Insassen mit Gepäck. In dieser Liga geht es aber nicht nur um ein grosses Platzangebot, sondern auch um luxuriöses Reisen. Drehbare Ledersessel zaubern bei Espace, Viano, Multivan und Co. eine edle Clubatmosphäre und verwandeln diese bei Bedarf in rollende Besprechungszimmer für Geschäftsreisende.

Hier hats viel Platz Für sportliche Familien mit kleinen Kindern zählen beim Autokauf Platz und hilfreiche Details mehr als Prestige. Vier Platzwunder zu erschwinglichen Preisen.

«

Sparsamer Verbrauch und Variabilität sind mir wichtig.»

Chevrolet Orlando

Grosszügig im Platzangebot und volkstümlich im Preis ist der etwas kantige und daher charaktervolle Amerikaner. Der Verwandte des Chevy Cruze und Opel Zafira Tourer bietet bis 7 Personen Platz und fasst je nach Sitzkonfiguration 90 bis 1490 Liter Gepäck. Die dritte Sitzreihe lässt sich mit zwei Handgriffen in den Wagenboden versenken, sie ist für Kinder geeignet. Das Basismodell mit 141 PS starkem 1,8-Liter-Benziner gibts ab 26 990 Franken. Der besser ausgestattete, 163 PS starke Turbodiesel (Verbrauch 6,0 l/ 100 km), kostet 33 190 Franken. Gegen Aufpreis (2100 Franken) gibts eine 6-Gang-Automatik.

Deborah Germann

Wer mehr auf praktische Werte als auf hohes Prestige setzt, der findet bei den von den kleinen Lieferwagen abgeleiteten ­Minivans wahre Platzwunder zu attraktiven Preisen zwischen 20 000 und 30 000 Franken. Den Mief eines Nutzfahrzeugs haben die geräumigen Familientransporter längst abgelegt. Seitliche Schiebetüren und viele pfiffige Detaillösungen machen die originellen Hochdachkombis zu Alleskönnern. Die Bestseller in dieser Kategorie sind der in zwei Längen erhältliche VW 1. VW Touran 1.4 TSI DSG EcoFuel (Gas) 69,8 P. Caddy, der inzwischen 2. Fiat Fiorino 1.4 NP (Gas) 67,2 P. auch als Elektrofahrzeug Fiat Qubo 1.4 NP (Gas) 67,2 P. erhältliche Renault Kan 4. Ford Grand C-Max 1.6i Ti (Gas) 66,6 P. goo und die Schwester 5. Ford C-Max 1.6i Ti (Gas) 65,0 P. Modelle Citroën Berlingo 6. Opel Zafira Tourer 1.6 ecoFlex (Gas) 62,2 P. und Peugeot Partner. 7. Toyota Verso-S 1.4 D-4D 58,5 P. Komplett neu ist der Opel 8. Fiat Doblo 1.4 NP (Gas) 58,2 P. Combo, der auf dem Fiat 9. Ford C-Max 1.6 TDCi 58,0 P. Doblo basiert. 10. Renault Modus 1.5 dCi 57,1 P. Das Fazit zieht Roman 11. Nissan Note 1.5 dCi 56,0 P. Germann: «Wer scharf 12. Toyota Verso-S 1.3 MultidriveS 55,8 P. rechnen muss oder einen 12. Renault Grand Scenic 1.5 dCi 55,3 P. dieser günstigen Alter­ 14. Peugeot 3008 HYbrid4 54,7 P. 15. Opel Zafira 1.6 ecoFlex (Gas) 54,2 P. nativen als Zweitwagen *Quelle: VCS Umweltliste 12 nutzt, ist damit sicher bestens bedient. Wir besitzen nur ein Auto und fahren damit mit der Familie auch mal längere Distanzen. Da Freizeitspass hat bei schätzen wir Komfortattribute wie NavigaFamilienautos tion oder Rückfahrkamera und die Kraft­ einen grösseren Stellen- reserven eines Renault Grand Scenic sehr, wert als Prestige. zumal dieser ja auch sehr sparsam läuft.  l

Umweltfreundlichste Vans 2011*

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Auto-Extra Blick · April 2012


für wenig Geld Dacia Lodgy

Fotos: Philippe Rossier (1), ZVG (4)

Skoda Roomster Der Van der tschechischen VW-Tochter, der zum Frühling 2012 leicht überarbeitet wurde, ist eigentlich ein Hochdachkombi. Die Stufe im Dach verleiht ihm ein sehr eigenständiges Aussehen, bietet den Insassen viel Kopffreiheit und einen grosszügig bemessenen Laderaum mit 480 bis 1585 Litern Inhalt. Mit der Basismotorisierung (3-Zylinder, 1,2-Liter, 70 PS) verbraucht der Roomster 6,2 l/100 km und kostet ab 16 990 Franken. Mit den kräftigeren Turbodiesel (75 und 105 PS) verbraucht er ab 4,5 l/100 km und kostet ab 20 290 Franken.

Opel Combo

Die komplett neue Generation des puristischen Combo (Länge 4,39 m) ist ein wahres Platzwunder. Wahlweise stehen Familien fünf oder sieben Sitze und ein variables Ladevolumen von 133 bis 3200 Liter zur Verfügung. Das neue Modell ist ein Schwestermodell des Fiat Doblo und verfügt über seitliche Schiebetüren. Als Antriebe stehen ein Benziner mit 95 PS, ein CNG Turbo (120 PS) für Gasbetrieb und drei Turbodiesel mit 90 bis 135 PS zur Wahl. Die Preise beginnen bei 22 750 Franken.

Viel Auto für wenig Geld – diesem Prinzip bleibt die Renault-Tochter auch mit dem neuen Lodgy treu. Die vierte Modellreihe nach Logan, Sandero und Duster ist ein gefälliger Familienvan mit vier konventionellen Türen plus Heckklappe und einer stark abfallenden Dachlinie. Der 4,5 Meter lange 5- bis 7-Plätzer zeichnet sich durch hohe Funktionalität und sparsame Triebwerke (82 und 90 PS) von Mutter Renault aus. Verbrauch ab 4,2 l/100 km, Ladevolumen 207 bis 2617 Liter. Die Markteinführung startet im September mit Preisen ab 12 900 Franken!


Familienvans

Verreisen, ab Beladen, festzurren, einsteigen. Wie viel Gepäck fasst mein Familienvan und welches Türsystem ist das praktischste?

Von Stefan Lüscher

müssen mit, ist das Platzangebot aber schnell erschöpft. Was tun? Es gibt mittlerweile moderne und sichere Trägermen. uneh systeme, die bis zu vier Fahrräder fassen. Diese Systeme mitz hen nsac Vans besonders: Um ihre Siebe Kinder schätzen das Fassungsvermögen von stützen sich auf der Anhängerkupplung ab und verfügen über eigene Beleuchtungen. Opel integriert solche Lösungen mitunter gar ab Werk in die hinteren Stossstangen. Tipp: Hinter dem Auto verursachen Fahrräder weniger Luftwiderstand, als wenn diese auf Moderne Familienvans wie der Renault Grand Scenic fassen jede dem Dach stehen. Der durch Velos bedingte Mehrverbrauch wird kleiner. Menge Gepäck und Freizeitutensilien. Je nach Zahl der Insassen (bis ­Zudem belasten sie wegen des tieferen Schwer­sieben Personen) können 208 bis 2063 Liter Ladepunkts die Fahrstabilität weniger. Auch gut: Auf gut verstaut werden. Dank der umklappbaren dem Dach bleibt so Freiraum für eine Dachbox. Beifahrersitzlehne lassen sich Gegenstände Garagisten und der Zubehörhandel bieten bis zu einer Länge von 2,76 Metern transauch abschliessbare, aerodynamische Dachportieren. Normal finden unter der Gepäckboxen an, die – wie entsprechende Fahrradraumabdeckung beachtliche 702 Liter träger – auf gewisse Automodelle und Dach­Ladegut Platz. Ein beachtliches Volumen. trägersysteme abgestimmt sind. Vorsicht: Ein Praktisch: Geht es mit Kind und Kegel in die FeriAuto ist kein Lastesel. Die im Fahrzeugausweis Stabiler Heckträger en und alle Spielsachen und alle Sportgeräte angegebene Nutzlast nie überschreiten! für bis zu vier Velos.

Gepäckträger Wie mehr Platz schaffen?

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er richtig! Wichtig: Der Laderaum soll breit und gut beladbar sein.

Fotos: Philippe Rossier (1), ZVG (3)

Kofferraum Wie gross ist er tatsächlich? Kofferraumvolumen, die in Verkaufsprospekten angegeben werden, sind mit Vorsicht zu geniessen. Denn es gibt eine ISO-Norm, eine DINNorm und eine VDA-Norm. Gemessen wird je nach Methode mit Messquadern von 1 bis 8 Litern. Da in vielen Fahrzeugen auf ein Reserverad verzichtet wird, addiert man dessen Mulde zum Kofferraum. Auch andere kaum je genutzte Staufächer werden oft mitgemessen. Noch praxisferner sind die aufgelisteten Maximalvolumen bei umgeklappten Fondsitzlehnen. Hier messen die Hersteller mit unterschiedlich steilen und mit verschieden weit nach vorne positionierten Sitzlehnen – manchmal bis zum Dach oder nur bis zur Fensterkante. Im Alltag sind die möglichst kubische Formgebung und eine komfortable Ladung des Kofferraums wichtiger als das angegebene Volumen.

Türen Welche Systeme gibts? Lange Jahre öffneten sich die meisten vorderen Autotüren von vorne nach hinten, was eleganteres Aussteigen ermöglichen sollte. Im Jahr 1961 wurden diese Selbstmörder-Türen verboten – wegen erhöhter Unfallgefahr. Seither gehen Autotüren in aller ­Regel nach vorne auf. Ausnahmen bei grossen Vans: seitliche Schiebetüren, wie sie sich im Chrysler, pardon Lancia Voyager längst etabliert haben. Kreative und alternative Türsysteme werden aber zu­sehends auch in kleineren Familienvans eingebaut. Beim Ford B-Max (ab Herbst 2012) gibt es Schiebetüren nun ­erstmals im kompakten Van-Segment. Dabei wurden diese völlig neuartig interpretiert. Die B-Säule, die den Einstieg empfindlich stört, für die Sicherheit aber unverzichtbar ist, integrierten die Techniker kurzerhand in die Schiebetüren. Clever! Nach dem Vorbild von Rolls Royce klappen die hinteren Türen des Konkurrenten Opel Meriva rückwärts auf. Opel verspricht sich dadurch Vorteile beim Aussteigen, beim Verstauen des Gepäcks auf den Rücksitzen, bei der Montage von Kindersitzen sowie mehr Sicherheit durch den geschützten Raum zwischen den Türen.

Im Opel Meriva öffnen sich die hinteren Türen rückwärts.

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CO2 ist das für die Erderwärmung hauptverantwortliche Treibhausgas. 0

100

159

250

500

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A

Der Energieverbrauch und damit die CO2Emissionen eines Fahrzeugs sind auch vom Fahrstil und anderen nichttechnischen Faktoren abhängig. Informationen zum Energieverbrauch und zu den CO2-Emissionen, inklusive einer Auflistung aller angebotenen Neuwagen, sind kostenlos an allen Verkaufsstellen erhältlich oder im Internet unter www.energieetikette.ch abrufbar. Gültig bis 31.12.2012 / 1FB692 (m5)


Navigation

Ohne präzise Navigationsanleitung landet man schnell auf der falschen Ausfahrt.

Wo bitte gehts hier lang? Fotos: iStockphoto (1), Philippe Rossier (1)

Navi-Systeme im grossen Praxistest: Was für fixe und mobile Lösungen spricht. Oder für die Gratis-App. Von Lorenz Keller

B

eifahrer können sich bequem zurücklehnen – im Auto weisen uns längst kluge Navi-Systeme den Weg. Nur: Welche Lösung ist die Beste? Fix eingebaute oder portable Navis? Oder taugen allenfalls jene Handy-Apps mehr, die zusehends auf den Markt drängen? Auto-BLICK wollte

Gratis-App von Nokia: Mit über 180 Länderkarten.

es genau wissen und ging im Peugeot 3008 auf Testfahrt. Mit an Bord waren alle drei Systeme: das fix eingebaute WIP-Navi von Peugeot (für 1450 Franken mit versenk­ barem 7-Zoll-Display), das TomTom Go Live 1005 (für 340 Franken mit 5-Zoll-Touchscreen) und die Gratis-App von Nokia – respektive das Nokia Lumia 800 (für 480 Franken, mit 3,7-Zoll-Touchscreen).  April 2012 · Blick Auto-Extra

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Navigation

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Auto-Extra Blick · April 2012

problemlos während des Fahrens möglich: was aus Sicherheitsgründen aber trotzdem nicht empfehlenswert ist. Die erste Überraschung: Obwohl alle drei Testgeräte die programmierte Strecke mit 43 bis 44 Kilometer berechnen, geben sie unterschiedliche Fahrzeiten an. Das Einbaugerät sieht dafür 29 Minuten vor, das Nokia-Handy 30 Minuten und das TomTom 36 Minuten. Letzteres kommt der tat-

sächlichen Fahrzeit von knapp 40 Minuten am nächsten. Die Erklärung: Das TomTom berechnet neben den normalen Staumeldungen auch Daten anderer Navi-Benutzer mit ein und kann so den dichten Verkehr auf der Autobahn präziser einschätzen. Auch die Routenführung ist qualitativ unterschiedlich. Als Erstes vermeldet das TomTom akustisch und optisch, wo der Fahrer abzubiegen hat. Wenig später das

Die besten Handys für die Navigation Apple iPhone 4S: Das iPhone überzeugt mit dem grössten Angebot an Navi-Apps, auch von Top-Herstellern wie Navigon, TomTom oder Garmin. Qualitativ sind die Apps den portablen Geräten ebenbürtig. Ab 650 Franken. Nokia 701: Günstiges und robustes Gerät, das dank gratis Nokia-Maps sofort und fast welt-

weit ohne Zusatzkosten als Navi einsetzbar ist. Ab 280 Franken. Samsung Galaxy Nexus: Dieses AndroidHandy bietet viel Rechenpower und lange Akkulaufzeit. Gratis-Navigation mit Google übers Datennetz. Im App-Store gibts Navi-Apps wie Skobbler, Navigon, Falk etc. Ab 500 Franken.

Fotos: Philippe Rossier

Los geht die Fahrt. Das Handy bringt den Test aber sogleich ins Stocken. Ohne eingelegte SIM-Karte und Internetverbindung keine Navi-Funktion! Obwohl man Karten aus über 180 Ländern gratis herunterladen kann (zu Hause übers WLANNetz), braucht es für die Routenführung eine Mobilfunkverbindung. Im Klartext: Geringe Datenkosten fallen immer an. Also SIM-Karte einlegen und nacheinander auf allen drei Geräten das erste Ziel eintippen. Hier kann das Handy sogleich wieder Boden gutmachen. Obwohl das Display ziemlich klein ist, erweist sich die Touchscreen-Eingabe im Vergleich zum TomTom als weit schneller und leichter. Das fix eingebaute Navi hat keinen berührungsempfindlichen Bildschirm, es wird konventionell über Tasten gesteuert. Etwas umständlicher zwar, dafür ist das


Navi-Spezialisten zeigen Ausfahrten deutlicher und früher an als das Handy.

Was Navi-Systeme tatsächlich taugen Handy-App: Günstige Lösung Preis: Gibts u. a. gratis mit vielen Nokia-Smart­ phones. Software für Android und fürs iPhone kosten ab 50 Franken. Vorteile: Ist das Handy bereits vorhanden, eine günstige Wahl; Rechenleistung und Touchscreen ist bei neuen Smartphones exzellent; Updates sind einfach ladbar; ­zusätzliche Geräte werden überflüssig. Nachteile: Der kleine Bildschirm der Handys; TomTom oder Navigon präsentieren Apps, die zwar gleichwertig wie die portablen Navis sind, aber auch fast so teuer; Apps funktionieren nur mit Satellitenverbindung. Tipps: Darauf achten, dass man die Karten aufs Gerät laden kann, sonst werden übers Mobilfunknetz hohe Datenmengen geladen, was vor allem im Ausland teuer ist.

Diese drei Systeme haben wir getestet Nokia Lumia 800 (links): Das Smartphone der neusten Generation mit 3,7-Zoll-Touchscreen überzeugt mit Gratis-Kartenmaterial von über 180 Ländern. Preis: ab rund 480 Franken. Peugeot WIP (Mitte): Das Navigationssystem wird in diversen ­Modellen als Option angeboten. Im Peugeot 3008 kostet es 1450 Franken extra, inklusive des grossen 7-Zoll-Displays, das auch Infos des Bordcomputers oder des Hi-Fi-Systems anzeigt. TomTom Go Live 1005 (rechts): Das portable Navi mit 5-Zoll-Touchscreen (ab 340 Franken) ist eines der Flaggschiffe des­holländischen Herstellers. Ein 1-Jahres-Abo für den besten Staudienst der Branche plus weitere Online-Dienste sind bereits inklusive.

Einbau-Navi. Beide zeigen auf ihren Displays an, welche Spur man wählen muss und welche Wegweiser zu sehen sind. In diesem Punkt liefert das fix installierte Gerät mit dem grössten Display die meisten Infos. Im Gegenzug ist die Routenführerin des TomTom exakter. Sie gibt hilfreiche Angaben wie «rechts in Richtung St. Gallen abbiegen». Die Nokia-App wiederum gibt sich akustisch etwas wortkarg, was den Fahrer dazu nötigt, häufiger einen Blick aufs Gerät zu werfen. Wir biegen ein in den Tunnel. Hier spielt das Peugeot-Navi seine grosse Stärke aus. Es schaltet schnell auf Nachtbetrieb – und blendet so nicht. Darüber hinaus misst es weiterhin die zurückgelegte Strecke, auch

wenn die Verbindung zum GPS-Satelliten unterbrochen wird. Zweifelsohne: Vor Abzweigungen in oder unmittelbar nach Tunnels bietet das Einbau-Navi die grössten Vorteile. Die beiden Konkurrenten haben im Dunkeln klar das Nachsehen. Fazit des Tests: Die Gratis-Nokia-App ist zuverlässig und deckt die wichtigsten Grundansprüche an elektronische Wegweiser ab – ideal für Gelegenheitsnutzer. Portable und eingebaute Geräte sind bei­nahe gleichwertig (siehe rechts) – allerdings gibt es je nach Hersteller grosse Qualitäts- und Preisunterschiede. In unserem Test erobert das TomTom knapp die Spitze. Weil es deutlich günstiger ist und Staus genauer berechnen kann.  l

Das TomTom ist günstig und berücksichtigt Staus schnell und präzise.

Portables Navi: Sehr flexibel Preis: Ab 150 bis 550 Franken. Vorteile: Sind für alle Automodelle nachrüstbar und auch im Ferienmietwagen nutzbar; das Angebot deckt ­unterschiedlichste Bedürfnisse ab; beste Stauwarn-Technologie; insgesamt eine günstige Lösung; via Computer kommt man relativ einfach zu Updates. Nachteile: Integration ins Auto-Cockpit wird nicht wirklich überzeugend gelöst; Diebstahlgefahr; funktioniert nur mit Satellitenverbindung, Zusatzdienste kosten teils extra. Tipps: Für Vielfahrer lohnt sich der Einbau ­einer Halterung und eines Stromanschlusses.

Eingebautes Navi: Gut lesbar Preis: Je nach Hersteller ab rund 500 bis 5000 Franken. Vorteile: Entsprechende Systeme sind perfekt auf das jeweilige Modell abgestimmt; rechnet selbst im Tunnel mit; mit teilweise realistischen Grafiken; durch die ergonomische Platzierung oft gut lesbar. Nachteile: Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt nicht immer; das Update über Händler oder Speicherkarte ist mühsam; altert mit dem Auto; Bedienkomfort nicht immer gut. Tipps: Unbedingt testen, was das Navi fürs Geld wirklich bietet. Einige Hersteller wie etwa Fiat, Mazda oder Renault nutzen Karten und Dienste von TomTom. April 2012 · Blick Auto-Extra

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Reportage

Geplant war eine sonnige Cabriofahrt im BMW Z4 über den Klausen. Doch es kam anders. Uns erwartete eine unvergessliche, beinahe mystische Reise durch die spekta­kuläre Bergwelt. Von Stefan Lüscher (Text) und Vesa Eskola (Fotos)

Frühlingsgefühle im Dauerregen

B

ei Sonnenschein und herrlichem Wetter Cabrio fahren? Das gönnen sich viele. So kurvt man an warmen Tagen oft mit vielen Gleichgesinnten im Konvoi über Berg und Tal und lässt im offenen Auto und dichten Ausflugsverkehr die Landschaft vorbeigleiten.

Ehrlich gesagt, war das auch auf der Ausfahrt im BMW Z4 28i unser Plan. Aber oft kommt es anders, als man denkt – und so werden wir unterwegs Zeugen unbändiger Wetterlaunen. Nichts da mit Sonnenschein. Vielmehr prasselt uns Regen ent­ gegen und dämpft erst die Stimmung. Tief hängende Wolkenfetzen ziehen am BMW und an den Felswänden vorbei. Die Szenerie wirkt mit jeder MinuSZ te dramatischer. Das Ende VierwaldLinthal der Welt scheint bedrohlich stättersee nahe. Klausenpass Wir lassen uns aber nicht unterkriegen. Schliesslich GL Altdorf sitzen wir in einem der UR fahraktivsten Sportcabrios der Gegenwart. Unter der langen Motorhaube GR des BMW Z4 arbeitet der neue Vierzylinder-Turbo Von Altdorf nach Linthal GL: Fürs breite Publikum wird die mit ­modernster Technik für legendäre Klausenpassstrasse erst im Mai geöffnet. viel Kraft bei möglichst 

Das 47,8-Kilometer-Spektakel

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Auto-Extra Blick · April 2012


Spektakulär: Der BMW Z4 vor dem Hotel Klausenpasshöhe. Statt Kaiserwetter gabs für frühe Besucher Nebelsuppe.

April 2012 · Blick Auto-Extra

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Reportage

 ­wenig Verbrauch. Zusätzlichen Fahr­ spass verspricht der klassische Hinterrad­ antrieb, der die Freude am Fahren bei ­einem BMW generell prägt. Vor uns wartet eine fast menschenleere Landstrasse, die sich von Altdorf am Vier­ waldstättersee über 47,8 Kilometer und Hunderte Kurven bis nach Linthal GL er­ streckt (siehe Plan Seite 34). Und als Höhepunkt lockt mitten auf der Strecke der Klausenpass. Mit 1952 Meter ü. Meer liegt dieser zwar noch nicht im Hochge­ birge. Trotzdem sehen ihn viele als Höhepunkt sonn­ täglicher Bummelfahrten. Heute ausgenommen. Von Altdorf kurven wir nun durchs Schächental, vorbei an saftigen Wiesen. Wir nähern uns auf einer schmaler werdenden Strasse der Baumgrenze – und freuen uns über das straffe, aber nicht zu harte Fahrwerk des Z4 sowie dessen ­präzise Lenkung. Wir schlagen trotz Regen ein flottes Tempo an. Die hervorragende Durchzugskraft des Turbotriebwerks und das verzögerungsfreie Wechselspiel der 8-Gang-Automatik sind ein Traum. Kurz vor der Passhöhe werden wir ein­ gebremst. Tief hängende Wolken rauben uns die Sicht, und frei laufende, verdutzt dreinblickende Kühe mahnen zur Vorsicht. Vor rund 200 Jahren genoss der Klausen­ pass bereits hohen Stellenwert als Handels­

Frei laufende Kühe lassen sich weder vom Wetter noch von einsamen Passfahrern stören.

Der Klausenpass ist zwar nur 1952 Meter hoch, seine Kehren machen ihn aber zum beliebten Ausflugsziel. weg von und nach Italien. Damals war er aber noch ein beschwerlicher Saumpfad. Auch 1799, als der russische General ­Suworow mit 18 000 Soldaten vor Napole­ on über den Klausen flüchtete. Jetzt herrscht Mief. Zum Glück wird ­unser Cabrio auf Knopfdruck in 22 Sekun­ den zum vollwertigen Coupé, das klapp­ bare Blechdach kann seine Stärken so­ gleich ausspielen. Dazu gehört das Gefühl von Geborgenheit und Stabilität. Eine einzigartige Stimmung entschädigt uns vor dem 1903 erbauten Hotel Klausen­ passhöhe für entgangene Sonnen­ 

Der einstige Saumpfad wurde 1899 als Naturstrasse eröffnet. Heute ist der Klausen gut ausgebaut und ein beliebtes Ausflugsziel.

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Auto-Extra Blick · April 2012


Bei Regen wirkt die Klausenpassstrasse abenteuerlich und manchmal sogar bedrohlich.

Kopfsteinpflasterkurven bei Linthal erinnern an die legend盲ren Klausenrennen zwischen 1922 und 1934. April 2012 路 Blick Auto-Extra

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Reportage

Die Ziellinie nahe der Passh枚he markiert seit 1993 die Ankunft des Klausenrennen Memorials.

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Auto-Extra Blick 路 April 2012


Mit zwei Seelen: Als Coupé und Cabrio ist der Z4 ein toller Freizeitbegleiter.  strahlen. Auf der Strasse entdecken wir die Ziellinie des legendären Klausenrennens. Wir erinnern uns: Zwischen 1922 und 1934 wurden am Klausen regelmässig Bergrennen von internationaler Bedeutung durchgeführt, damals noch auf der staubigen Schotterstrasse. Seit 1993 erinnert das Klausenrennen Memorial an diese alten Zeiten, es startet in Linthal und wird in ­loser Folge abgehalten. Die nächste Austragung ist für 2013 geplant. Über spektakuläre Kehren schrauben wir uns Richtung Glarnerland hinunter. Die definitive Kantonsgrenze erreichen wir aber erst nach dem Urnerboden, das ist auf eine hübsche Anekdote zurückzuführen. Die geht so: Urner und Glarner stritten sich jahrelang um den Verlauf der Kantonsgrenze. Um das Geplänkel zu schlichten, trafen die Gegner eine Abmachung. Zwei Läufer sollten sich entgegenlaufen, und am Treffpunkt der Läufer sollte die Grenze fixiert werden. Beim ersten Hahnenschrei durften die Läufer starten. Die schlauen Urner ­jedoch gaben ihrem Hahn abends kein Futter – deshalb krähte das Tier als Erster. Der wohlgenährte Glarner Hahn hingegen verschlief. Seither gehört der Urnerboden zum

Der Schnellcheck BMW Z4 sDrive28i

2-Liter-TwinPower-Turbo-Benziner, Leistung 245 PS/350 Nm 0–100 km/h in 5,7 s, Spitze 250 km/h Gewicht 1495 kg Verbrauch 6,8 l/100 km Preis ab 67 400 Franken Die hervorragende 8-Gang-Automatik (für einen Aufpreis von 3520 Franken) Das begrenzte Platzangebot

Kanton Uri. Im Sommer grasen dort rund 1000 Rindviecher – der Urnerboden ist ­eines der grössten Alpgebiete der Schweiz. Die Fahrt im BMW Z4 28i geht langsam zu Ende. Nebelschwaden und die schwarzen Felswände liegen hinter uns. Mit Frühlingslaune lassen wir uns durch die engen Kurvenpassagen vor Linthal tragen. Dort erinnern uns Kopfsteinpflasterkurven ein letztes Mal an die legendären Klausenrennen. Wir denken: Welch verwegenes Abenteuer, das die Rennfahrer damals in ihren klapprigen Kisten zu bewältigen hatten. Ohne Hightech und etwelche Assistenzsysteme. Mit Blick auf die Wetterkapriolen wächst unser Respekt vor den einstigen Lenkradakrobaten Gemäss einer alten Sage soll ein hungriger Hahn schuld daran sein, noch mehr.  l dass der Urnerboden zum Kanton Uri gehört. April 2012 · Blick Auto-Extra

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