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SCHWESTERNSCHAFT

Feiern in den Feieraben Ostern ist in unserem Feierabendhaus immer etwas Besonderes. Schon früh am Morgen tönt österliche Musik durch unser Haus. Alle Schwestern, die noch können, richten sich und kommen aus ihren Zimmern. Von allen Seiten hört man den herrlichen Ostergruss: „Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden.“ Ja, unser Heiland ist wahrhaftig auferstanden und lebt! So gehen wir fröhlich in den Speisesaal. Hier erwarten uns festlich gedeckte Tische. Der Flötenchor spielt, und wir singen die herrlichen Osterlieder mit. Unsre Hausmutter hält eine Andacht vom Ostergeschehen. Danach geniessen wir das reichhaltige Frühstück. Vormittags gehen wir zum Gottesdienst. Nach dem Mittagessen, mit Lammbraten, lockt ein Spaziergang hinaus ins Freie. Zum Abendessen sind wir noch einmal beisammen und lassen den hohen Feiertag mit einem Osterlied ausklingen. Schwester Eva Maier

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Die christlichen Feste sind Höhepunkte im Lauf des Jahres, an denen wir Christen in den Gemeinden und Familien gemeinsam Jesus, unsern Herrn, ehren. An den Festen werden wir erinnert an die grossen Taten Gottes und seine Liebe zu uns. Ich freue mich besonders über das Singen und Musizieren beim Feiern. An einem Osterfest hat mich ein Lied, das von den Emmausjüngern erzählt, besonders angesprochen. Die Melodie drückt die Schwere und Traurigkeit der Jünger aus und doch ist der Durchbruch ins Helle zu spüren. An einer Osterfeier sangen wir nach jeder Liedstrophe einen Vers des fröhlichen Liedes „Unser Mund, der ist voll Jubel, unser Herz das ist voll Dank“ dazwischen. Dadurch wurden Freude und Dank über den Sieg Jesu durch seine Auferstehung verstärkt ausgedrückt. Immer wieder in schwierigen Situationen erinnere ich mich an dieses Lied, zu dem ich einige Gedanken weitergeben möchte: „Zwei Jünger gingen voll Not und Zweifel, traurig war ihr Gesicht. Doch da kam Jesus und sprach mit ihnen, und plötzlich wurde es licht. Bleibe bei uns, weil es Abend wird! Bleibe bei uns, o Herr!“ Jesus kümmert sich um diese beiden Jünger. Er lässt sie nicht einfach laufen. Er spricht sie an und gibt ihnen die Gelegenheit, sich den Kummer vom Herzen zu reden. Er erklärt ihnen, malt ihnen vor Augen, warum er leiden musste. Da weicht die Traurigkeit, es wird hell in ihren Herzen. Die Jünger erleben Jesu Seelsorge und bitten ihn: Herr bleibe bei uns. „Herr deine Wege, die du mich leitest, kann ich oft nicht verstehn.

| Diakonisch Missionarisch Handeln

Mit&Für Nr1 2017  

Zeitschrift des Diakonissen Mutterhauses, St. Chrischona

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