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6/6 Das Fachmagazin der Informationsverlag Schweiz DAS FACHMAGAZIN DER INFORMATIONSVERLAG SCHWEIZ GMBH GmbH DEZEMBER 2017

WEIHNACHTEN FÜR UNS IM EINSATZ

BONDO GESPENSTISCHE RUHE

GEBIRGSSPEZIALISTEN TRAINIEREN DEN ERNSTFALL

I DÉCEMBRE 2017 I DICEMBRE 2017


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[ Vorwort ]

Avant-propos I prefazione

Geschätzte Leserinnen und Leser!

Très chers lecteurs !

Der Berg kam am 23. August 2017. 147 Bewohner aus Bondo und den umliegenden Weilern Spino und Sottoponte mussten evakuiert werden. Acht Bergwanderer werden seit dem Berg­ sturz vermisst. Sie sind vermutlich tot. Blaulicht war vor Ort und berichtet in der spannenden Reportage «Wenn der Berg kommt», wie die Menschen mit solchen Grenzerfahrungen umgehen.

La montagne s’est effondrée le 23 août 2017. 147 habitants de Bondo et des villages alentours de Spino et de Sottoponte ont dû être évacués. Huit randonneurs sont portés disparus depuis le glissement de terrain. Ils sont certainement morts. Blaulicht s’est rendu sur place et a rapporté Martin Koller, un reportage passionnant « Quand Blaulicht-Verlagsleiter la montagne vous prend » qui décrit comment les hommes s'adaptent face à ces évènements ex­ trêmes.

Extremsituationen gibt es auch in den Gebirgen, wenn Perso­ nen in schwer zugänglichem Gelände blockiert oder verletzt sind oder schlicht vermisst werden. Sobald die zivilen Behör­ den an ihre Grenzen stossen, kommen die Gebirgsspezialis­ ten der Armee zum Einsatz. Blaulicht hat das Kompetenzzen­ trum Gebirgsdienst der Armee in Andermatt besucht und miterlebt, wie die Soldaten für den Ernstfall trainieren. Neben der riesigen Solidarität im Bergell und Einsätzen in der Not kommen – kurz vor Weihnachten – auch jene zu Wort, die während der Festtage im Einsatz stehen, damit andere Menschen ein schönes Fest feiern können.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine spannende Lektüre und besinnliche Festtage! Martin Koller

Car des situations extrêmes surviennent aussi dans les mon­ tagnes, lorsque des gens sont bloqués ou blessés sur des ter­ rains difficilement accessibles, ou même perdus. Dès que les autorités civiles atteignent leurs limites, les spécialistes de la montagne prennent le relais. Blaulicht s’est rendu dans le Centre de compétences du service alpin de l’Armée à Ander­ matt et a suivi les entraînements des soldats en cas d’urgence. En plus d'une énorme solidarité dans le Val Bregaglia et des interventions d’urgence - peu avant Noël -, il faut également citer tous ceux qui interviendront pendant les jours de fête pour que d'autres personnes passent de belles fêtes.

C’est dans ce sens que je vous souhaite une lecture passionnante et de bonnes fêtes ! Martin Koller

Stimati lettori e lettrici,

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la montagna è crollata il 23 agosto 2017. 147 abitanti di Bondo e delle frazioni circostanti di Spino e Sottomonte sono stati evacuati. Dopo la frana, otto escursionisti sono dispersi, probabilmente morti. Girofaro blu era presente sul posto e nel toccante reportage intitolato «Quando la montagna crolla» racconta di quale approccio usare con le persone che hanno vissuto simili esperienze limite. Situazioni estreme si hanno anche quando, in montagna, persone rimangono bloccate su terreni impervi, sono ferite o semplicemente disperse. Non appena i corpi civili si scontrano con i propri limiti, intervengono gli specialisti di montagna dell'esercito. Girofaro blu ha visitato il Centro di competenza servizio alpino dell'esercito e sperimentato come i soldati si allenano per affrontare le emergenze. Oltre all'enorme solidarietà in Val Bregaglia e agli interventi di emergenza val la pena ricordare – poco prima di Natale – anche coloro che durante le festività sono operativi per permettere alle altre persone di festeggiare in serenità. In questo senso vi auguro una lettura entusiasmante e buone feste! Martin Koller


[ Impressum / Inhalt ]

[ Inhalt ]

contenu I contenuto

Martin Koller – Blaulicht-Verlagsleiter

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[ Vorwort ]

[ Impressum ] Mentions légales I impronta Herausgeber | Editeur | Editore:

[ Hauptthema ] Seit 2011 eine eingetragene Marke im Eidgenössischen Markenregister Informationsverlag Schweiz GmbH Grundstrasse 18, CH-6343 Rotkreuz Tel.: 041 798 20 60, Fax: 041 798 20 61 E-Mail: office@blaulicht-iv.ch www.blaulicht-iv.ch

Wenn der Berg kommt

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Quand la montagne vous prend

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Quando crolla la montagna

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Blaulicht-Verlagsleiter | Directeur éditorial de Blaulicht | Il direttore editoriale Girofaro Blu: Martin Koller

Bereit für den Notfall im Gebirge

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Chefredakteur | Rédacteur en chef | Editor in Chief: Mark A. Saxer

Prêts pour des interventions d'urgence en montagne

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Pronti per l'emergenza in montagna

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Lenzburg beschafft Drohnenabwehr fürs Gefängnis

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La prison de Lenzburg s'équipe pour lutter contre les drones

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Lenzburg si procura difesa da droni per la prigione

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Feuerwehr und Polizei im Weihnachtsdienst

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Les sapeurs-pompiers et les policiers de service pour Noël

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Vigili del fuoco e polizia in servizio a Natale

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Geschäftsführung | gestion | gestione: Benjamin Jülicher

Redakteurin | éditeur | editore Kristel Marbach KMa. Freier Journalist in Zürich | Journaliste indépendant à Zurich | Giornalista freelance a Zurigo: Volker Richert VRi. Thomas Wälti TWä. Anzeigenverkauf | Vente annonces | Vendita inserzioni: Guido Bossi Anzeigenabteilung | Service publicité | Pubblicità Dipartimento: Andrea Burri Titelbild | Photo de couverture | Foto di copertina: Anita Fliesser / © Kevin Lehmann Magazin-Design und Grafik | Conception de magazines et graphiques | Rivista e grafica Anita Fliesser Index | Indice | Indice: 6043 • Dezember 2017 Druck | Pression | pressione: Druckhaus Gössler GmbH Gesamtauflage | Tirage global | Tiratura: 15.000 Exemplare | exemplaires | copie Erscheinung | parution | pubblicazioni: 6 Mal im Jahr | 6 fois par an | 6 volte all’anno Für den Inhalt der diversen Fremdredaktionen übernimmt der Herausgeber keine Haftung. L'éditeur décline toute responsabilité du contenu des différentes rédactions tierces. L’editore non assume responsabilità per il contenuto delle diverse redazioni esterne.

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Thème principal I tema principale

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[ Weihnachtsgedanken ] Pensée de Noël I Pensiero di Natale Terror-Angst an Weihnachtsmärkten

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La peur du terrorisme sur les marchés de Noël

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Paura del terrorismo ai mercatini di Natale

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[ Publireportagen ] CSC Desinfektion und Tatortreiniger

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GLUR Reisen

Winter in Lappland

DAS FACHMAGAZIN DER INFORMATIONSVERLAG SCHWEIZ GMBH

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FEEDBACK & Themenwünsche

WZ-Systems AG

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BLUnet mit krisensicherem Festnetz

– Sie haben unser Magazin oder unsere Seite begutachtet und haben offene Fragen?

ASSR-Driving Center Schweiz AG

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Wenn Pflicht und Kür eins werden

– Sie haben einen Themenwunsch für das Jahr 2018?

SICHERHEIT 2017 in Zürich

Kleiner, kompakter und trotzdem attraktiv

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– Sie haben Anregungen und Ideen, die unser Magazin und unseren Service (noch) besser machen?

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[ Weihnachtsgedanken ] Pensée de Noël I Pensiero di Natale

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Christoph Gurtner

Terror-Angst an Weihnachtsmärkten KMa. Advent und Weihnachten – das ist für viele Menschen die schönste Zeit im Jahr. Sie schmücken Häuser und Gärten festlich, backen Guetzli und warten auf den ersten Schnee. Am Abend verwandeln Weihnachtsmärkte die Städte in ein märchenhaftes Lichtermeer. Es riecht nach würzigem Glühwein, Zimt und Lebkuchen. Die Besucher spazieren durch die bunten Stände, bestaunen die Weihnachtskrippen mit dem Christkind und den Heiligen Drei Königen und lauschen den stimmigen Weihnachtsliedern.

Mitten in dieser weihnachtlichen Atmosphäre sind wir uns kaum bewusst: Hinter den Kulissen arbeiten die Sicherheitskräfte mit Hochdruck, damit der Besuch auf dem Weihnachtsmarkt friedlich bleibt. Die Erinnerungen sind noch wach: Am 19. Dezember 2016 steuerte ein islamistischer Attentäter einen Lastwagen in eine Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin. Zwölf Personen starben an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, 55 wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Seit den Terroranschlägen in Berlin und in anderen europäischen Städten unterzieht die Polizei in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Bundesamt jeden öffentlichen Anlass einer Lagebeurteilung. Die Sicherheitskräfte evaluieren die

Bedrohung, Lage und Grösse der Veranstaltung und treffen entsprechende Massnahmen. Zu den geplanten Vorkehrungen gibt die Polizei selbstverständlich keine Auskunft. Diverse Polizeikorps bestätigen jedoch auf Anfrage, dass die Polizeipräsenz an Weihnachtsmärkten in diesem Jahr nochmals erhöht werde. Hinzu kommt ein neues Schutzelement: Seitdem Terroranschläge auch mit Fahrzeugen ausgeübt werden – wie in den vergangenen zwei Jahren in Nizza, Berlin, Jerusalem und Stockholm –, kommen strategisch positionierte Betonklötze als Schutzvorkehrungen zum Einsatz. Jährlich veröffentlicht das Institute for Economics and Peace den Global Terrorism Index (economicsandpeace.org/reports). Der Bericht zeigt die wichtigsten globalen Entwicklungen und Muster des weltweiten Terrorismus auf. Im vergangenen Jahr kamen 25'673 Menschen durch Terrorismus ums Leben. In der besinnlichen Weihnachtszeit, wenn die Tage dunkler und die Nächte länger werden, fällt es uns leichter, innezuhalten. Nehmen wir uns die Zeit, um an all jene Menschen zu denken, denen es auf unserer Welt nicht so gut geht.


La peur du terrorisme sur les marchés de Noël

Paura del terrorismo ai mercatini di Natale

La période de l'Avent et de Noël représente pour certains la plus belle période de l'année. Ils décorent alors leur maison et leur jardin, confectionnent des Guetzli (biscuits de Noël) et attendent la première neige avec impatience. Les marchés de Noël qui s'illuminent tous les soirs transforment les villes en un océan de lumière féérique. Une délicieuse odeur de vin chaud épicé, de cannelle et de pain d'épices se dégage. Les visiteurs se promènent au gré des stands colorés, admirent les crèches de Noël avec Jésus et les trois rois Mages et écoutent de beaux chants de Noël.

Avvento e Natale: per molte persone questo è il periodo più bello dell’anno. Addobbano a festa case e giardini, preparano biscotti e attendono la prima neve. La sera i mercatini di Natale trasformano le città in fiabesche distese luminose. Nell’aria si sente il profumo di vin brulè speziato, cannella e panpepato. I visitatori camminano tra gli stand variopinti, ammirano i presepi con il Bambin Gesù e i Tre Magi e ascoltano i canti di Natale gioiosi e coinvolgenti.

KMa.

Nous ne sommes pas forcément conscients qu'au milieu de cette atmosphère de Noël, les forces de sécurité sont à pied d'œuvre et travaillent sous pression pour assurer la sécurité sur les marchés de Noël. Mais les souvenirs sont encore bien présents : le 19 décembre 2016, un terroriste islamiste fonçait avec un camion dans la foule réunit sur un marché de Noël à Berlin. Douze personnes ont perdu la vie près de l'église du souvenir Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, 55 ont été grièvement blessées. Depuis l'attentat de Berlin et d'autres villes européennes, la police, en coopération avec l'office fédéral compétent, évalue systématiquement la situation sur le terrain avant chaque manifestation publique. Les forces de sécurité évaluent la menace, l'emplacement et la taille de la manifestation afin de prendre les mesures appropriées. La police ne communique évidemment aucune information sur les dispositifs de sécurité prévus. Lorsqu'ils sont interrogés sur le sujet, différents corps de police confirment que la présence policière sera encore augmentée cette année sur les marchés de Noël. Un nouvel élément de protection s'ajoutera cette année : depuis que des attentats terroristes sont perpétrés avec des voitures - comme ces deux dernières années à Nice, Berlin, Jérusalem et Stockholm -, des blocs de bétons placés aux endroits stratégiques sont utilisés comme mesure de protection. L'Institute for Economics and Peace publie tous les ans le Global Terrorism Index (economicsandpeace.org/reports). Ce rapport met en avant les principaux développements et exemples du terrorisme à l'échelle mondiale. L’année dernière, 25'673 personnes sont décédées des suites d’un attentat terroriste. Pendant la période de Noël, lorsque les jours sont plus sombres et les nuits plus longues, le moment est venu de faire une pause. Et de prendre le temps de penser à tous ceux qui ne vont pas très bien sur notre planète.

KMa.

Nel bel mezzo di quest’atmosfera natalizia percepiamo appena che dietro le quinte lavorano assiduamente le forze dell’ordine per mantenere serena la visita al mercatino di Natale. I ricordi sono ancora vivi: il 19 dicembre 2016 un attentatore islamico a bordo di un camion ha investito la folla al mercatino di Natale di Berlino. Dodici persone sono morte vicino alla chiesa della commemorazione Kaiser Wilhelm; 55 sono rimaste ferite, di cui alcune gravemente. Dagli attacchi terroristici a Berlino e in altre città europee, la polizia, in collaborazione con l’Ufficio federale competente, sottopone ogni evento pubblico a una valutazione dello stato di fatto. Le forze di sicurezza valutano la minaccia, la situazione e le proporzioni dell’evento e adottano misure corrispondenti. Ovviamente la polizia non fornisce informazioni sugli accorgimenti previsti. A specifica domanda, diversi corpi di polizia confermano, tuttavia, che la presenza della polizia verrà ulteriormente rafforzata ai mercatini di Natale di quest’anno. A ciò si aggiunge un nuovo sistema di protezione: da quando gli attentati terroristici vengono effettuati anche a bordo di veicoli, come accaduto negli ultimi due anni a Nizza, Berlino, Gerusalemme e Stoccolma, tra le misure di sicurezza trovano impiego dei dissuasori posizionati in punti strategici. Ogni anno l’Institute for Economics and Peace pubblica il rapporto Global Terrorism Index (economicsandpeace.org/ reports), che indica gli sviluppi e i modelli più importanti del terrorismo globale. Lo scorso anno 25'673 persone sono morte in attacchi terroristici. Nel festoso periodo di Natale, quando le giornate si fanno più buie e le notti si allungano, ci risulta più facile fermarci a riflettere. Prendiamoci del tempo per pensare a tutte quelle persone che nel mondo non se la passano bene.

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Passiert‘s, pressiert‘s. Schäden, verursacht bei Unwettern, Verkehrs- und Industrieunfällen, müssen rasch behoben werden. Damit nach dem Schadenereignis wertvolle Zeit gewonnen werden kann und die Infrastruktur schnell wieder reibungslos funktioniert. Die Spezialisten der SEG24-Schnelleinsatztruppe sind eine willkommene, wertvolle Unterstützung, Verstärkung und Entlastung der Einsatzkräfte vor Ort. Die effiziente Räumung des Schadenplatzes sorgt für enormen Zeitgewinn, so dass eine rasche Wiedernutzung der Infrastruktur möglich ist und folglich der Betriebsausfall geringer ausfällt. Sämtliche Aufräum- und Entsorgungsarbeiten werden mit nur einem Kontakt ausgelöst und durch die SEG24 koordiniert.

Die Abdeckung ist schweizweit mit regionalen Partner-Unternehmen gesichert. Die Alarmierung erfolgt über die 24h-Notrufnummer 0800 24 365 0

SEG24 ist ein Notfall-Netzwerk mit Partnern aus den Bereichen Erdbewegung, Tiefbau, Saugtechnik (Saugbagger, Saugwagen), Schadstoffsanierung, Sonderabfall, Analytik, Aufbereitung, Stoffkreislauf, Entsorgung, Transport, Logistik, Deponien. Auftraggeber sind Krisenstäbe, Schutz und Rettung, Feuerwehr, Öl- und Chemiewehr, Polizei, Armee, Zivilschutz, sämtliche Behörden vom Bund bis zu den Gemeinden, Katastrophen-Korps, Sach- und Gebäudeversicherungen.

Informationsstelle: SEG24 AG Otmar Heeb +41 79 447 82 72 info@seg24.ch

Die Einsatzmittel-Liste Die wichtigsten Maschinen, Fahrzeuge, Geräte und Methoden, die SEG24 für Einsätze bereitstellen kann, sind in einer Liste aufgeführt. Bezug der Einsatzmittel-Liste und weitere Informationen auf: www.seg24.ch

für rasches Räumen, Entsorgen und Wiederherstellen des Normalzustandes bei Unwettern und anderen Störfällen.

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Notrufnummer 0800 24 365 0

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[ Redaktion ]

[ deutsch ]

Wenn der Berg kommt

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Bilder: Thomas Wälti

Staubwolken über Bondo: Die Sicht auf das Bergdorf wird immer wieder getrübt. Im Hintergrund der Piz Cengalo.

Die Solidarität im Bergell ist gross. Nach dem verheerenden Bergsturz sehnen die Bewohner der Südbündner Talgemeinde Val Bregaglia den Winter herbei. Denn wenn es im Krisengebiet kälter wird, ist die Gefahr von neuen Murgängen weniger akut. Ein Augenschein im herbstlichen Bondo-Promontogno. TWä.

Jeden Morgen pünktlich um 8 Uhr öffnet Giuseppina Rosina den Dorfladen in Promontogno. Das kleine Geschäft im Nachbarort von Bondo ist nach dem heftigen Bergsturz am Piz Cengalo und den darauffolgenden Murgängen ein beliebter Treffpunkt für die Einheimischen geworden. Bewohner aus dem ganzen Bergell versammeln sich hier, tauschen Neuigkeiten aus und kaufen ein. Das Angebot ist reichhaltig: Lokale Spezialitäten wie Kastaniennudeln und Bregaglia-Käse, Brötchen, Obst, Gemüse, Fleisch, Getränke und Drogerie­artikel – im schönen «Tante-Emma-Laden» findet jede und jeder etwas. An der Wand hängt ein blauer Pullover. Darauf steht: «Bondo con amore». 39 Franken kostet der Pulli. Zehn Franken vom Verkaufserlös fliessen auf ein Spendenkonto der Gemeinde.

Die 57 Jahre alte Verkäuferin Rosina, eine bodenständige Italienerin aus dem

grenznahen Chiavenna, bereitet einer Kundin einen Espresso zu. Die Kaffeemaschine hat sie neu angeschafft. Im Krisengebiet Bondo-Promontogno sind die Hotels und die Osteria für die Öffentlichkeit bis auf Weiteres geschlossen. «Der Bergsturz hat mir das Herz gebrochen. Aber ich bleibe hier. Ich arbeite seit 22 Jahren in diesem Laden», erzählt die Signora. Dann sagt die Grenzgängerin: «Ich habe keine Angst. Wir leben in einem engen Tal, wo auch Gefahren zuschlagen können. Anderswo herrscht Tsunami-Alarm, wir müssen damit rechnen, dass der Berg kommt.»

Vermutlich acht Todesopfer Der Berg kam am 23. August 2017. Am Piz Cengalo brachen ungefähr drei Millionen Kubikmeter Fels ab. Ein Strom aus Schlamm und gröberem

Dorfladen als sozialer Treffpunkt: Verkäuferin Giuseppina Rosina serviert den Bewohnern im Krisengebiet auch mal einen Espresso.

Gesteinsmaterial schob sich durch das Seitental Bondasca bis ins Südbündner Haupttal Bergell hinunter. Später folgten acht weitere Murgänge. Das Material-Rückhaltebecken im Viereck Bondo-Spino-Sottoponte-Promontogno quoll über. Die Schlamm-GeröllLawine beschädigte Gebäude und Infrastruktur in diesem Gebiet zum Teil massiv. Die Strom- und Wasserversorgung brach teilweise zusammen. 147 Bewohner aus Bondo und den umliegenden Weilern Spino und Sottoponte mussten evakuiert werden. Die ganze | blaulicht | gyrophare bleu | girofaro blu |

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Keystone

[ deutsch ]

Die starke Frau im Bergell: Gemeindepräsidentin Anna Giacometti informiert die Medienvertreter im Krisengebiet.

Welt schaute plötzlich auf die knapp 252 Quadratkilometer grosse Gemeinde Bregaglia mit ihren 1'530 Einwohnern. Die Gemeinde entstand erst 2010 aus dem Zusammenschluss von Bondo, Castasegna, Soglio, Stampa und Vicosoprano. Acht Bergwanderer werden seit dem Bergsturz vermisst. Sie sind vermutlich tot.

Die Arbeit des Militärs wird geschätzt Bondo ist an diesem Herbsttag mit dem Auto nur über eine vom Militär erstellte 46-Meter-Unterstützungsbrücke zu erreichen. Es braucht Geduld – die Ampel an der Umfahrungsstrasse kann schon mal 20 Minuten auf Rot stehen. Die Sicht auf das Bergdorf wird immer wieder durch Staubwolken getrübt – Lastwagen fahren Schutt und Felsen zur Deponie. Am Ortseingang steht eine Tafel. Das Polizeikommando Graubünden weist auf Zonen mit eingeschränktem Zutritt hin. Die rot-weissen Absperrbänder dürfen nicht unberechtigterweise passiert werden. Zuwiderhandlungen werden bestraft. Bondo ist ein Geisterdorf. Viele Häuser stehen leer. In den Gässchen ist kein Mensch zu sehen. Man hört, dass die Bewohner ihre Wohnungen deshalb nicht verlassen, weil sie die Aufräumarbeiten des Militärs nicht behindern wollen. «Die Einwohner sind sehr dankbar, dass wir ihnen helfen. Eben haben wir einer älteren Frau einen Tisch und zwei Bänke aus dem Keller getragen», sagt Wachmeister Stefan Reichen. Um anzufügen: «Mit unserer Knochenarbeit

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können wir etwas bewirken. Das ist motivierend.» Der Berner ist seit zwei Wochen in Bondo. Er leistet für das Einsatzkommando Katastrophenhilfe Bereitschaftsverband Dienst. Reichen führt eine Gruppe von 18 Soldaten, die hauptsächlich überflutete Keller und Erdgeschosse räumen. Verpflegt werden die Armee-Angehörigen vom Koch des Hotels Bregaglia in Promontogno.

Einzigartige Solidarität Neben dem Hotel Bregaglia befindet sich die Busstation. Dort sitzt Michael Wienandts auf einem Bänkchen. Der Rentner war gerade beim Arzt. Er wohnt zwei Dörfer weiter oben im Tal, in Vicosoprano, es liegt auf dem Weg zum Malojapass und nach St. Moritz. «Die Solidarität im Bergell ist einzigartig. Das ehemalige Hotel Helvetia in Vicosoprano, das jetzt dem Elektrizitätswerk der Stadt Zürich gehört, hat den Evakuierten Wohnungen zur Verfügung gestellt», sagt der gebürtige Deutsche. Auch Wienandts wird bleiben. «Das Bergell ist wunderschön. Auch wenn ich mir bewusst bin, dass ein Bergsturz wieder passieren kann.»

Ein Geburtstagsgedicht für ein altes Haus Vor dem Gemeindehaus in Promontogno hängt Christian Gartmann ein Informationsblatt ans Anschlagbrett. Gartmann ist Sprecher des Führungsstabes der Talgemeinde Bregaglia, zu der auch die Bergsturz-Dörfer Bondo und Promontogno gehören. «So können

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Thomas Wälti

wir auch jene Menschen über die aktuellsten Beschlüsse des Krisenstabs benachrichtigen, die kein mobiles Internet haben oder deren Festnetz zu Hause nicht funktioniert. Nach dem Bergsturz mussten viele Bewohner ihre Häuser fluchtartig verlassen. Es blieb ihnen nicht einmal mehr Zeit, das Handy oder die Kreditkarte mitzunehmen», sagt der 52 Jahre alte Unternehmensberater aus St. Moritz. Mit einer Soforthilfe von 2'000 Franken pro Person respektive 10'000 Franken pro Familie wurden die Evakuierten unterstützt. Seinen emotionalsten Moment als Gemeindesprecher erlebte Gartmann am Ende einer Infoveranstaltung. «Nach der obligaten Fragerunde meldete sich eine ältere Frau zu Wort. Sie wollte ein Gedicht vorlesen und damit ihrem 300 Jahre alten Haus, das sie verlassen musste, zum Geburtstag gratulieren. Ich bekam Gänsehaut», sagt Gartmann.

Spezialisten sitzen am selben Tisch Das Gemeindehaus ist in diesem Moment die Kommandozentrale. Spezialisten aus verschiedenen Fachgebieten diskutieren im Sitzungszimmer das weitere Vorgehen. Je nach Bedarf sitzen im Krisenstab folgende Vertreter am Tisch: • Chef Bauamt • Hotline Gemeinde • Gemeindeadministration • Spendenwesen • Feuerwehr Gemeinde • Tourismus • Information/Kommunikation (Medien und Bevölkerung)


[ Redaktion ]

SEG24 leistet erste Hilfe

Grenzerfahrung für die Gemeindepräsidentin Für die Bergeller Gemeindepräsidentin Anna Giacometti war der Bergsturz eine grenzwertige Erfahrung. Völlig unerwartet stand sie plötzlich im Mittelpunkt des Medieninteresses. «Ich musste Interviews in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch geben; Trost spenden, Zuversicht ausstrahlen – es war eine aufwühlende Zeit. Zum Glück hat mich Christian Gartmann abgeschirmt», sagt Giacometti. Am meisten berührt habe sie die enorme Solidaritätswelle. «Plötzlich kamen Leute in mein Büro, um mir den Schlüssel ihrer Zweitwohnung zu geben, damit wir die Evakuierten unterbringen konnten. Während in anderen europäischen Ländern Menschen nach einem Erdbeben noch Jahre später in provisorischen Zeltstädten untergebracht sind, konnten wir nach dem Bergsturz praktisch jedem ein Dach über dem Kopf anbieten», erzählt die 56 Jahre alte FDP-Politikerin. In der Informationssendung «Rendez-vous» sagte sie vor dem Unglück: «Unsere Bevölkerung hat einen harten Kopf. Das kommt wohl von den Granitfelsen, die uns umgeben. Wir versprühen einen anziehenden italienischen Charme, sind offen und bescheiden.» Die Lage habe sich inzwischen etwas entspannt, die Leute würden in ihre Häuser zurückkehren, meint Giacometti. Um anzufügen: «Die Kälte ist ein Segen für unser Tal. Die Menschen fürchten sich im Winter weniger vor neuen Murgängen. Aber wir dürfen nicht vergessen: eine Million Kubikmeter Gestein bewegt sich noch immer am Piz Cengalo.» Experten befürchten, dass am 3'370 Meter hohen Grenzberg erneut Fels abbrechen könnte. Und im Frühling, wenn der Schnee schmilzt, droht der nächste Murgang.

48 Tage standen Mitarbeiter der Firma mit ihren Baggern in Bondo-Promontogno im Einsatz und leisteten dabei 1'150 Maschinenstunden in Tag- und Nachtschichten. Sie arbeiteten Seite an Seite mit einer Gruppe von zeitweise mehr als 30 schweren Maschinen von Unternehmen aus dem Kanton Graubünden. Bis im November wurden so fast 500'000 Kubikmeter Murgang-Ma­ terial weggeräumt. Das entspricht dem Volumen von etwa 500 Einfamilienhäusern. Die SEG24 ist einzigartig in der Schweiz. Die Schnell­ einsatzgruppe wurde auf private Initiative hin geschaffen und von Partnern aus den Bereichen Erdbewegung, Tiefbau, Schadstoffsanierung, Sonderabfall, Entsorgung, Transport, Analytik, Logistik, Deponien, Aufbereitung, Stoffkreislauf, Schadenbehebung und Saugtechnik gebildet. Auftraggeber sind Sach- und Gebäudeversicherungen, Bund, Kantone, Gemeinden, Öl- und Feuerwehren, Polizei und Katastrophen-Korps. Die Notrufnummer lautet:

0800 24 365 0

Thomas Wälti

• Kanton Graubünden • Naturgefahren am Berg (Amt für Wald und Naturgefahren) • Wiederherstellung Anlagen (Amt für Wald und Natur­gefahren) • Kantonales Tiefbauamt • Blaulichtorganisationen (vertreten durch die Kantonspolizei) • Armee • Zivilschutz

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Anschlagbrett statt Liveticker: Christian Gartmann, Medien­ sprecher der Gemeinde Bregaglia, benachrichtigt Menschen, die kein mobiles Internet haben.

Das Notfall-Netzwerk der Schnelleinsatzgruppe (SEG24) hat nach dem Felssturz im Bergell einwandfrei funktioniert. Vier Tage nach den verheerenden Murgängen am 23. August in Bondo-Promontogno konnten drei Bagger einer Zürcher Baufirma mit dem Entleeren des Auffangbeckens beginnen. Der Transport des 100 Tonnen schweren CAT 385 C LHD-VG – einer der grössten Raupenbagger in der Schweiz und in dieser Grösse im Kanton Graubünden nicht verfügbar – hatte sich als logistisch ebenso anspruchsvolle Aufgabe erwiesen wie die Verladung des 60 Tonnen schweren CAT 345 D mit Langarmausrüstung. Beide Baumaschinen mussten erst zerlegt und in Bondo wieder zusammengesetzt werden. Weil die Arbeit im Bergsturzgebiet wegen drohender Schlammlawinen gefährlich war, schickte die Baufirma auch einen funkferngesteuerten 30-Tonnen-Bagger ins Bergell (CAT 328 D LCR).

Kein Durchgang nach Bondo: Die rot-weissen Absperrbänder dürfen unberechtigterweise nicht passiert werden. | blaulicht | gyrophare bleu | girofaro blu |

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[ Rédaction ]

[ français ]

Quand la montagne vous prend

Une grande solidarité à Val Bregaglia. Après le glissement de terrain dévastateur, les habitants de la vallée du Sud des Grisons de Val Bregaglia se réjouissent de voir arriver l’hiver. Plus il fait froid dans la zone de crise, plus le risque de nouveaux éboulements est réduit. Aperçu de Bondo - Promontogno en plein automne. TWä.

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Thomas Wälti

Nettoyage après le glissement de terrain : le bassin collecteur est vidé.

Tous les matins à 8 heures pile, Giuseppina Rosina ouvre la boutique du village de Promontogno. Ce petit commerce du village voisin de Bondo est devenu un lieu de rencontre pour les habitants, après les terribles glissements de terrain au Piz Cengalo et les coulées de boue qui ont suivi. Tous les habitants du Val Bregaglia ont pris l’habitude de s’y retrouver, d’échanger les dernières nouvelles et de faire leurs courses. L’offre est riche en spécialités locales : pâtes aux châtaignes, petits pains, fruits et légumes, viande, boissons et articles de pharmacie - tout se trouve dans la boutique de Tante Emma.

Chievenna près de la frontière, prépare un expresso pour une cliente. La machine à café est toute neuve. Dans la zone de crise Bondo - Promontogno, les hôtels et auberges restent fermés au public jusqu’à nouvel ordre. « Le glissement de terrain m’a brisé le cœur. Mais je reste ici. Je travaille depuis 22 ans dans cette boutique », explique la Signora. La frontalière ajoute : « Je n’ai pas peur. Nous vivons dans une vallée étroite, où les risques naturels existent. D'autres régions sont menacées par des tsunamis, nous devons être prêt à ce que la montagne bouge. »

Un pullover bleu est accroché au mur, sur lequel on peut lire : « Bondo con amore . » Ce pull coûte 39 francs. Làdessus, dix francs sont reversés sur un compte pour la commune. Rosina, la vendeuse de 57 ans, italienne de

Probablement huit morts La montagne s’est effondrée le 23 août 2017. Au Piz Cengalo, près de trois

millions de mètres cube de roche se sont détachés. Une coulée de boue et de gravats a traversé le Val Bondasca jusqu’au Val Bregaglia dans le sud des Grisons. Huit autres coulées de boue ont suivi. Le bassin de rétention de BondoSpino-Sottoponte-Promontogno a débordé. La coulée de boue et de gravats a massivement endommagé les bâtiments et les infrastructures de la région. L'alimentation en eau et en électricité a partiellement été coupée. 147 habitants de Bondo et des villages alentours de Spino et de Sottoponte ont dû être évacués. Le monde entier s’est soudainement focalisé sur la commune de Bregaglia, avec ses 252 mètres carrés et ses 1'530 habitants. La commune n'a été créée qu’en 2010, suite à la fusion de Bondo, Castasegna, Soglio, Stampa et Vicosoprano. Huit randonneurs sont portés disparus depuis le glissement de terrain. Ils sont certainement morts.

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Thomas Wälti

[ français ]

Il relie Bondo au reste du monde : ce pont de 46 mètres provisoirement installé par les militaires permet aux voitures d'accéder au village de montagne.

Le travail des militaires particulièrement apprécié En ces jours d'automne, Bondo est uniquement accessible en voiture en empruntant un pont de 46 mètres provisoirement installé par les militaires. Il faut beaucoup de patience - le feu de circulation du contournement peut parfois rester au rouge pendant 20 minutes. La vue sur le village de montagne est généralement troublée par des nuages de poussière - des camions évacuent les gravats et les roches. Un grand panneau est placé à l’entrée du village. La brigade d'intervention de la police du canton des Grisons y mentionne les zones à accès limité. Des bandes de protection rouge et blanches délimitent les zones à ne pas franchir. Les infractions sont punies. Bondo est un village fantôme. De nombreuses maisons sont inhabitées. Il n’y a personne dans les ruelles. On entend dire que les habitants restent dans leur habitation, afin de ne pas entraver le travail de déblaiement des militaires. « Les habitants sont très reconnaissants de l’aide que nous leur apportons. Nous venons par exemple d'aider une dame âgée à remonter une table et deux bancs de sa cave », explique le sergent Stefan Reichen. Et il ajoute : « Ce travail de titan fait bien avancer les choses, ce qui est très motivant. » Ce bernois est à Bondo depuis deux semaines. Il aide la brigade d’intervention en cas de catastrophes. Reichen dirige un groupe de 18 soldats, dont l’activité principale est de vider des caves et rez-de-chaussée inondés. Le cuisinier de l’hôtel Bregaglia à Promontogno assure la restauration des membres de l’Armée.

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Une solidarité unique Un arrêt de bus est situé juste à côté de l’hôtel Bregaglia. Michael Wienandts est assis sur un banc. Ce retraité vient de se rendre chez le médecin. Il habite deux villages plus loin dans la vallée, à Vicosoprano, sur la route du col de la Maloja vers St. Moritz. « La solidarité à Val Bregaglia est exemplaire. L'ancien hôtel Helvetia à Vicosoprano, aujourd’hui propriété de la centrale électrique de la ville de Zurich, a mis des logements à la disposition des personnes évacuées », explique cet homme de nationalité allemande. Wienandts restera aussi. « Le Val Bregaglia est magnifique. Même si je sais très bien qu’un nouveau glissement de terrain peut se reproduire. »  

Un poème anniversaire pour une maison vieille de 300 ans Christian Gartmann accroche une note d'information sur le panneau d'affichage devant la maison communale de Promontogno. Gartmann est le porte-parole de la commune de la vallée de Bregaglia, à laquelle appartiennent également les villages touchés par le glissement de terrain, Bondo et Promontogno. « De cette manière, nous pouvons informer les gens sur les dernières décisions prises par la cellule de crise, puisqu’ils ne disposent pas d’internet mobile ou de réseau fixe chez eux. Après le glissement de terrain, de nombreux habitants ont fui leurs maisons. Ils n'ont même pas eu le temps de prendre leurs portables ou leurs cartes de crédit », explique ce

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consultant en gestion d’entreprise de 52 ans de St. Moritz. Les personnes évacuées ont été soutenues par une aide immédiate de 2'000 francs par personne ou 10'000 francs par famille. Gartman a vécu un moment particulièrement émouvant en tant que porte-parole de la communauté, à la fin d’une réunion d’information. « Après la série des questions - réponses obligatoire, une dame âgée a pris la parole. Elle souhaitait lire un poème à l’occasion de l’anniversaire des 300 ans de sa maison, qu’elle était obligée de quitter. J’en ai eu la chair de poule », dit Gartmann.

Des spécialistes autour d'une même table La maison des communes est devenue le centre de commandement de la brigade d'intervention. Des spécialistes de différents domaines se concertent dans la salle de réunion sur la suite des opérations. En fonction des besoins, les représentants suivants sont assis à la table de la cellule de crise : • Chef du service d’urbanisme • Hotline de la commune • Administration de la commune • Service des donations • Pompiers de la commune • Tourisme • Information / communication (médias et population) • Canton des Grisons • Risques naturels en montagne (services des forêts et des risques naturels)


[ Rédaction ]

• Remise en état des installations (services des forêts et des risques naturels) • Service des ponts et chaussées cantonal • Organisations sanitaires (représentées par la police cantonale) • Armée • Protection civile

Une expérience transfrontalière pour la Présidente de la commune

Le réseau d’urgence du groupe d'intervention rapide (SEG24) a parfaitement fonctionné après le glissement de terrain de Val Bregaglia. Quatre jours après les coulées de boue dévastatrices du 23 août à Bondo - Promontogno, trois pelleteuses trois pelleteuses d'une entreprise de construction zurichoise ont commencé ont commencé à vider le bassin collecteur. Le transport du CAT 385 C LHD-VG de 100 tonnes - l’une des plus grandes pelles sur chenilles de Suisse (pas disponible dans cette taille dans le Canton des Grisons) - s’est avéré être une opération logistique aussi difficile que le chargement du CAT 345 D de 60 tonnes à bras longs. Les deux machines ont dû être démontées, puis remontées à Bondo. Le travail dans la zone du glissement de terrain étant dangereux en raison des menaces de coulées de boue, l’entreprise de construction a également envoyé une pelleteuse radiocommandée de 30 tonnes au Val Bregaglia (CAT 328 D LCR). Pendant 48 jours, les employés de l’entreprise sont intervenus avec leur pelleteuses à Bondo - Promontogo, effectuant 1 150 heures de travail de jour comme de nuit. Ils ont travaillé avec un ensemble de plus de 30 machines lourdes mises à disposition par les entreprises du canton des Grisons. En novembre, près de 500 000 mètres cubes de gravats avaient été évacués. Cela correspond à un volume d’environ 500 maisons familiales. Le SEG24 est unique en Suisse. Ce groupe d'intervention rapide a été formé suite à une initiative privée, avec des partenaires dans les secteurs suivants : terrassements, génie civil, assainissements, déchets dangereux, élimination de déchets, transport, analyse, logistique, décharges, traitements, cycle des matériaux, réparations et techniques d'aspiration. Les donneurs d'ordre sont des assurances immobilières, le gouvernement fédéral, les cantons, les communes, les pompiers, la police et les services d’urgence. Numéro d'appel d’urgence :

0800 24 365 0

Un travail de titan à Bondo : « Les habitants sont très reconnaissants de l’aide que nous leur apportons », explique le sergent Stefan Reichen.

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Thomas Wälti

Thomas Wälti

Pour Anna Giocometti, la Présidente de la commune de Bregaglia, ce glissement de terrain a donné lieu à une expérience transfrontalière. Elle s’est retrouvée de manière tout à fait inattendue sollicitée par tous les médias. « J'ai donné des interviews en allemand, en français, en italien et en anglais ; il a fallu réconforter, rassurer - la période a été bien compliquée. Heureusement, j'ai été parfaitement assistée par Christian Gartmann », explique Giocometti. Elle a été particulièrement touchée par l’énorme élan de solidarité. « Les gens débarquaient soudainement dans mon bureau pour me confier la clé de leur résidence secondaire afin d’y accueillir des personnes évacuées. Alors que dans certains pays européens, après un tremblement de terre, des hommes restent hébergés plus d'un an dans des tentes provisoires, nous avons été en mesure d’offrir un toit à pratiquement tout le monde après le glissement de terrain », explique fièrement cette ancienne politicienne du PRD de 56 ans. Dans l’émission « Rendez-vous », elle disait avant le désastre : « Notre population a la tête dure. Cela vient des roches en granit qui nous entourent. On nous reconnait un certain charme italien plutôt séduisant, nous sommes des gens ouverts et simples. » La situation à présent s’apaise, les gens commencent à réintégrer leurs maisons, dit Giocometti. Et elle ajoute : « Le froid est une bénédiction pour notre vallée. Les gens ont moins peur l’hiver de nouvelles coulées de boue. Mais n'oublions pas qu’un million de mètres cubes de roches bougent toujours au Piz Cengalo. » Les experts craignent que des roches se détachent encore de la montagne transfrontalière de 3'370 mètres de haut. C’est au printemps, lorsque la neige fond, que les risques d'éboulement sont les plus importants.

SEG24 délivre les premiers secours

Il reste au Val Bregaglia : Michael Wienandts pense cependant qu’un nouveau glissement de terrain se produira. | blaulicht | gyrophare

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[ Redazione ]

[ italiano ]

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Quando crolla la montagna Nuvole di polvere su Bondo: la vista del paese di montagna è sempre offuscata. Sullo sfondo il Pizzo Cengalo.

Grande solidarietà a Bregaglia. Dopo la disastrosa frana gli abitanti del comune vallivo di Bregaglia, nei Grigioni italiani, aspettano con ansia l’inverno. Quando nella zona di crisi fa più freddo, il pericolo di nuove frane di disgregazione è meno acuto. La situazione a BondoPromontogno in autunno. TWä.

Ogni mattina, puntualmente alle ore 8, Giuseppina Rosina apre la bottega del paese a Promontogno. Dopo la violenta frana sul Pizzo Cengalo e le seguenti frane di disgregazione, il piccolo negozio nella località vicino di Bondo è diventato un amato punto d’incontro per le persone del posto. Abitanti dell’intera Bregaglia qui si riuniscono, si raccontano le novità e fanno acquisti. L’offerta è abbondante. Specialità locali come pasta di castagne e formaggio Bregaglia, panini, frutta, verdura, carne, bibite e articoli di drogheria: nel negozietto chiunque trova qualcosa. Sulla parete è appeso un pullover blu con la scritta: «Bondo con amore.»

Costa 39 franchi. Dieci franchi del ricavato della vendita confluiscono in un conto di solidarietà del Comune. La cinquantasettenne commessa Rosina, una italiana proveniente dalla confinante Chiavenna, prepara un espresso per una cliente. Ha comprato una macchina per il caffè nuova. Nella zona di crisi Bondo-Promontogno gli hotel e le osterie sono chiusi al pubblico fino a nuovo ordine. «La frana mi ha spezzato il cuore, ma rimango qui. Lavoro da 22 anni in questo negozio», racconta la signora. Poi la lavoratrice frontaliera dice: «non ho paura. Viviamo in una valle stretta, in cui esistono pericoli naturali. Altrove c’è l’allarme tsunami; noi dobbiamo aspettarci le frane.»

Presumibilmente otto vittime La montagna è franata il 23 agosto 2017. Dal Pizzo Cengalo si sono staccati circa tre milioni di metri cubi di roccia. Un fiume di fango e pietrame grosso ha percorso la valle laterale Bondasca fino a raggiungere la valle principale dei Grigioni italiani Bregaglia. Più tardi si sono verificate altre otto frane di disgregazione. Il bacino di raccolta di materiale nel quadrilatero BondoSpino-Sottoponte-Promontogno è tracimato. La valanga di fango e detriti ha danneggiato, in parte gravemente, edifici e infrastrutture in quest’area. | blaulicht | gyrophare bleu | girofaro

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[ italiano ]

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Thomas Wälti

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Il negozio del paese come punto d’incontro e socializzazione: la commessa Giuseppina Rosina serve agli abitanti della zona di crisi talvolta anche un espresso.

L’approvvigionamento elettrico e idrico si è parzialmente interrotto. È stato necessario evacuare 147 abitanti di Bondo e dei borghi circostanti di Spino e Sottoponte. Improvvisamente il mondo ha rivolto l’attenzione al Comune di Bregaglia con i suoi scarsi 252 chilometri quadrati di estensione e 1530 abitanti. Il Comune è nato nel 2010 dall’unione di Bondo, Castasegna, Soglio, Stampa e Vicosoprano. Otto escursionisti risultano dispersi dal momento della frana e sono presumibilmente morti.

Apprezzamento per il lavoro dell’esercito In questa giornata d’autunno Bondo è raggiungibile solo con un ponte di supporto di 46 metri realizzato dall’esercito. Bisogna avere pazienza: il semaforo sulla deviazione può restare rosso anche per 20 minuti. La vista del paese di montagna è continuamente offuscata da nuvole di polvere; camion trasportano macerie e rocce alla discarica. All’accesso del centro abitato c’è un cartello. Il comando di polizia dei Grigioni indica zone ad accesso limitato. Le persone non autorizzate non devono oltrepassare i nastri biancorossi di sbarramento: le infrazioni vengono punite. Bondo è un paese fantasma. Molte case sono vuote. Nelle viuzze non si vede nessuno. Si dice che gli abitanti non escono dalle loro case

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per non ostacolare i lavori di sgombero dell’esercito. «Gli abitanti sono molto riconoscenti del nostro aiuto. Abbiamo appena portato fuori dalla cantina di una signora anziana un tavolo e due panche», dice il sergente Stefan Reichen. E aggiunge: «con il nostro duro lavoro possiamo migliorare la situazione. Questo ci motiva.» Il sergente bernese è da due settimane a Bondo. Presta servizio nell’unità operativa di pronto intervento in caso di catastrofe. Reichen comanda un gruppo di 18 soldati, che sgomberano principalmente cantine e pianterreni allagati. Il sostentamento dei soldati è curato dal cuoco dell’Hotel Bregaglia a Promontogno.

Eccezionale solidarietà Accanto all’Hotel Bregaglia c’è la stazione dei bus. Qui troviamo Michael Wienandts seduto su una panchina. Il pensionato è appena stato dal medico. Abita nel secondo paese salendo la valle, Vicosoprano, sulla strada per il passo del Maloja e per St. Moritz. «La solidarietà a Bregaglia è eccezionale. L’ex Hotel Helvetia a Vicosoprano, che ora appartiene alla centrale elettrica della città di Zurigo, ha messo a disposizione appartamenti per gli sfollati», dice l’uomo di origine tedesca. Anche Wienandts rimarrà. «Trovo la Bregaglia meravigliosa, anche se so che una frana può verificarsi ancora.»

Keystone

La donna forte della Bregaglia: la presidente del consiglio comunale Anna Giacometti informa i rappresentanti dei media nella zona di crisi.

Una poesia per una casa vecchia 300 anni Davanti al municipio a Promontogno Christian Gartmann affigge un foglio informativo alla bacheca. Gartmann è il portavoce della direzione del comune vallivo di Bregaglia, a cui appartengono anche i villaggi della frana Bondo e Promontogno. «In questo modo possiamo comunicare le decisioni più recenti della cellula di crisi anche alle persone che non hanno un collegamento Internet o la cui rete fissa domestica non funziona. Dopo la frana molti abitanti hanno dovuto abbandonare precipitosamente le loro case, senza avere nemmeno il tempo di portare con sé il cellulare o la carta di credito», dice il cinquantaduenne consulente aziendale di St. Moritz. Gli sfollati sono stati sostenuti con un aiuto d’urgenza di 2'000 franchi per persona o 10'000 franchi per famiglia. Gartmann ha vissuto la sua maggiore emozione come portavoce comunale al termine di una manifestazione informativa. «Dopo il consueto giro di domande ha preso la parola un’anziana signora. Ha letto una poesia per il compleanno della sua casa vecchia 300 anni, che ha dovuto abbandonare. Mi è venuta la pelle d’oca» dice Gartmann.


[ Redazione ]

Il pronto soccorso di SEG24 La rete d’emergenza del gruppo di pronto intervento (Schnelleinsatzgruppe, SEG24) ha funzionato perfettamente dopo la caduta dei massi. Quattro giorni dopo le disastrose frane di disgregazione del 23 agosto a BondoPromontogno tre escavatori di un’impresa costruttrice di Zurigo hanno cominciato a svuotare il bacino di raccolta. Si sono rivelati compiti impegnativi il trasporto del CAT 385 C LHD-VG, uno dei più grandi escavatori cingolati in Svizzera, pesante 100 tonnellate e non disponibile nel Canton Grigioni, e il carico del CAT 345 D con braccio lungo, pesante 60 tonnellate. È stato necessario prima smontare le due macchine edili e poi riassemblarle a Bondo. Siccome il lavoro nella zona della frana era pericoloso a causa di possibili colate di fango, l’impresa di costruzioni ha inviato in Bregaglia anche un escavatore radiocomandato da 30 tonnellate (CAT 328 D LCR).

Specialisti seduti allo stesso tavolo Il municipio è in questo momento la centrale di comando. Specialisti di diversi settori discutono nella sala delle riunioni come procedere. Secondo il bisogno siedono al tavolo della cellula di crisi i seguenti soggetti: • Capo lavori pubblici • Numero verde del Comune • Amministrazione comunale • Gestione delle donazioni • Pompieri del Comune • Turismo • Informazione/comunicazione (media e popolazione) • Canton Grigioni • Pericoli naturali in montagna (Ufficio foreste e pericoli naturali) • Ripristino di impianti (Ufficio foreste e pericoli naturali) • Ufficio tecnico cantonale • Organizzazioni con compiti di sicurezza (rappresentate dalla polizia cantonale) • Esercito • Protezione civile

Esperienza limite per la presidente del consiglio comunale Per la presidente del consiglio comunale di Bregaglia Anna Giacometti è stata un’esperienza limite. In modo completamente inatteso si è trovata al centro dell’interesse dei media. «Ho dovuto concedere interviste in tedesco, francese, italiano e inglese, fornire conforto, trasmettere fiducia: è stato un momento sconvolgente. Per fortuna Christian Gartmann mi ha schermato», dice Giacometti. L’ha colpita soprattutto l’enorme ondata di solidarietà. «Di colpo è arrivata gente nel mio ufficio a consegnare la chiave della propria seconda

Per 48 giorni i collaboratori della sono rimasti in servizio a Bondo-Promontogno con i loro escavatori, garantendo 1150 ore di lavoro macchina in turni diurni e notturni. Hanno lavorato fianco a fianco con un gruppo di macchine pesanti di aziende del Canton Grigioni composto, a momenti, anche da più di 30 unità. Fino a novembre sono stati così sgomberati quasi 500.000 metri cubi di materiale di frana, corrispondenti al volume di circa 500 case unifamiliari. La SEG24 è una realtà unica in Svizzera. Il gruppo di pronto intervento è stato creato per iniziativa privata e formato da partner dei settori trasporto di terra, genio civile, risanamento di sostanze nocive, rifiuti speciali, smaltimento, trasporto, analisi, logistica, discariche, depurazione, ciclo biochimico, eliminazione di danni e tecnica di aspirazione. Gli appaltanti sono assicurazioni di cose ed edifici, la Confederazione, Cantoni, Comuni, difesa idrocarburi e pompieri, polizia e corpi di intervento in caso di catastrofe. Il numero d’emergenza è: 0800

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casa, per alloggiare gli sfollati. Mentre in altri paesi europei ancora anni dopo un terremoto le persone sono sistemate in tendopoli provvisorie, dopo la frana noi abbiamo trovato un tetto sopra la testa praticamente a tutti», racconta la cinquantaseienne esponente politica del PLR. Nella trasmissione di informazione «Rendez-vous», di fronte alla sciagura ha detto: «la nostra popolazione ha la testa dura, forse a causa delle rocce granitiche che ci circondano. Possediamo un attraente fascino italiano, siamo aperti e modesti.» Secondo Giacometti la situazione è ora più distesa, la gente vorrebbe tornare nelle proprie case. E aggiunge: «il freddo è una benedizione per la nostra valle. In inverno le persone temono meno nuove frane di disgregazione. Tuttavia non dobbiamo dimenticare che un milione di metri cubi di roccia è ancora in movimento sul Pizzo Cengalo.» Gli esperti paventano che dalla vicina montagna di 3'370 metri di altitudine possa nuovamente staccarsi roccia. E in primavera, quando la neve si scioglierà, incombe la prossima frana di disgregazione. | blaulicht | gyrophare bleu | girofaro

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[ deutsch ]

Bereit für den Notfall im Gebirge Wenn die zivilen Behörden an ihre Grenzen stossen, kommen die Gebirgsspezialisten zum Einsatz. Im Kompetenzzentrum Gebirgsdienst der Armee in Andermatt trainieren die Soldaten für den Ernstfall. Ein Augenschein.

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Komp Zen Geb D A

TWä.

Angenommen, Sie müssen folgende Millionenfrage beantworten: Neben einem Leuchtturm grüsst ein Soldat im Kampfanzug – gehört dieser Mann a) zur Marine oder b) zum Gebirgsdienst? Hand aufs Herz, würden Sie b sagen? B wäre die richtige Antwort. Hptadj Roger Würsch beobachtet auf dem Oberalp­ pass neben dem höchstgelegenen Leuchtturm der Welt (siehe Kasten, Seite 21) das Gelände. Er sucht den Schneehüenerstock vergeblich nach Steinböcken ab. Eine Stunde später wird der 42 Jahre alte Nidwaldner umringt von zweibeinigen Gebirgsspezialisten. Würsch ist Chef der Fachausbildung Gebirgsdienst der Armee in Andermatt, am Fuss des Oberalppasses.

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Blaulichtorganisation der Armee

Handzeichen am Landeplatz: Der Einweiser zeigt dem Helikopter­ piloten mithilfe der Y-Stellung den Weg.

Im Kompetenzzentrum Gebirgsdienst der Armee trainieren Rekruten und WK-Soldaten an diesem Herbsttag den Ernstfall für Noteinsätze im alpinen Gelände. «Wir sind die Blaulichtorganisation der Armee», sagt Oberst i Gst Daniel Steiner, Kommandant des Komp Zen Geb D A. «Wenn irgendetwas im schwer zugänglichen Gebirge passiert und wir von zivilen Behörden gerufen werden, leisten wir unterstützende Hilfs- und Rettungseinsätze für vermisste, blockierte oder verunfallte Personen. Dank der Durchdiener-Einheit, über welche das Komp Zen Geb D A

ab 1. Januar 2018 zusätzlich verfügen wird, können wir eine permanente Bereitschaft garantieren.» Das kann nach einem Militärflugzeug-Absturz, Lawinen­unglück oder Bergsturz sein (siehe Grafik auf der nächsten Seite). Ende August beobachteten Gebirgsspezialisten von zwei Beobachtungsposten im Val Bondasca und der SAC-Hütte Sciora aus den Piz Cengalo. So konnten die Arbeiter unten im Tal, welche das Auffangbecken leerten, rechtzeitig gewarnt werden, als der Berg erneut bröckelte. «Den Piz Cengalo hätten


[ Redaktion ]

auch Soldaten anderer Truppengattungen überwachen können», meint Steiner. Aber die terrestrische Evakuierungsroute führte über einen 2'900 Meter hohen Pass. Bei schlechtem Wetter sei eine notfallmässige Verschiebung sehr anspruchsvoll. «Ein Gebirgsspezialist ist es gewohnt, im Gebirge für sich selbst zu sorgen», merkt der 44 Jahre alte Bündner aus Savognin an.

Lawinenzentrale der Gotthardregion Im Zeughaus der Kaserne Altkirch sieht es aus wie in einem Fachgeschäft für Bergsport und Outdoor. Schneeschuhe, Lawinensuchgeräte, Schaufeln, Karabiner, Kletterseile, Ski – alles ist in mehrfacher Ausführung vorhanden. Roger

Würsch legt einen blauen Rucksack um seine Schulter und sagt: «Folgen Sie mir bitte nach draussen. Ich zeige Ihnen, wie der Lawinen-Airbag funktioniert.» Nach dem Ziehen des Auslösegriffs gibt es einen Knall, innerhalb von wenigen Sekunden öffnet sich hinter Würschs Kopf der Airbag. Bei einem Lawinenabgang würde der Berufsmilitär von den Schneemassen nicht nach unten gedrückt. «Wir betreiben für den Kanton Uri in der Grossregion Gotthard/Andermatt die Lawinenzentrale. Aus diesem Grund erstellen wir Schneeprofile und messen die zur Beurteilung der Lawinengefahr wichtigsten Wetterdaten», sagt Würsch. Je nach Situation würden Lawinen künstlich ausgelöst, erzählt der Vater von drei Kindern. Die gleiche Arbeit verrichten 14 Gebirgsspezialisten jeweils am Weltwirtschaftsforum in Davos. Die Armee ist in dieser Zeit für die Sicherung des

Luftraums zuständig. Damit sie ihren Auftrag erfüllen kann, braucht es Installationen am Boden – und diese müssen geschützt werden. Die Detektionssysteme befinden sich meist ausserhalb des Siedlungsbereichs. Der Weg dorthin kann steil und schwierig sein. Gebirgsspezialisten machen ihn mit Fixseilen zugänglich.

Steiler Weg zum militärischen Gipfel Seit über 50 Jahren werden im Kompetenzzentrum Gebirgsdienst der Armee in Andermatt die angehenden Gebirgsspezialisten ausgebildet. 32 Mitarbeiter – darunter drei Berufsunteroffiziere mit Bergführerpatent und sechs fest als Fachlehrer angestellte Bergführer – kümmern sich um die Ausbildung der Gebirgsspezialisten. Der Weg zum | blaulicht | gyrophare bleu | girofaro blu |

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[ deutsch ]

Die Armee als Unterstützung in der Not Armee

Blaulichtorganisationen Polizei Feuerwehr Sanität

Kdo Op

Kdo Ausb

LVb Inf

Ter Div 1–4 Kanton

Ereignis

KZGDA

• Rettungen und Vermisstensuche im Gebirge • Bergsturz • Lawinenunglück • Hochwasser

Luftrettung (z. B. Rega, Alpine Air Ambulance, Air-Glaciers, Air Zermatt) SAC Alpine Rettung Schweiz

1. Phase

Rettungskolonnen

• • • • •

Gebirgsspezialisten Rettungs-/Genietruppen Manpower Transportmittel Infrastruktur

2. Phase

Prinzipskizze KZGDA (vereinfachte Darstellung)

militärischen Gipfel ist steil. Gefordert werden von einem Aspiranten bereits vorhandene Grundkenntnisse (z. B. J+SKurs im Bereich Bergsport, SAC-Tourenleiter), die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung, ein sehr gutes Sportresultat an der Rekrutierung, das Absolvieren einer vordienstlichen Eignungsprüfung – die Durchfallquote liegt bei 35 Prozent –, eine erfolgreiche Basisprüfung in den ersten Wochen der RS sowie das Bestehen der Zwischenprüfung Sommer- und Wintergebirgstechnik in der Schlussphase der RS (weitere zehn Prozent fallen durch), welche in letzter Konsequenz darüber entscheidet, ob ein Soldat als Gebirgsspezialist geeignet ist. Laut Kommandant Steiner hat der Gebirgsspezialist drei Einsatzbereiche: • Ausbildungsunterstützung für Soldaten der Schweizer Armee und Angehörige von internationalen Verbänden im Rahmen von unterschiedlichen Sommer- und Wintergebirgskursen • Rettung im schwierigen Gelände • Taktischer Einsatz in einem Gebiet, das nur Gebirgsspezialisten zugäng lich ist

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Geb Spez Ei Det

Zivile Rettungsorganisationen

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Legende Kdo Ausb: Kommando Ausbildung Kdo Op: Kommando Operationen Ter Div: Territorialdivision LVb Inf: Lehrverband Infanterie KZGDA: Kompetenzzentrum Gebirgsdienst der Armee (Komp Zen Geb D A) Geb Spez Ei Det: Gebirgsspezialisten

3. Phase GESUCHSWEG:

Regelfall

Ausnahmefall


[ Redaktion ]

Adrenalinkick in luftiger Höhe Bergführer Roger Würsch übt mit den angehenden Gebirgsspezialisten auch in luftiger Höhe. So lernen die Soldaten, wie sie bei einer Schwebelandung

Es gibt auch traurige Momente. Würsch musste 2013 nach dem Absturz des Kampfjets F/A-18 am Lopper bei Alpnachstad die zwei Todesopfer bergen und die Unfallstelle aufräumen. Kommandant Daniel Steiner kennt diese beklemmenden Momente. Weil seine Spezialisten bei einem Unglück in der Regel erst nach einer gewissen Zeit zur Unterstützung der zivilen Rettungskräfte angefordert werden, ist es dann meist nicht mehr möglich, Überlebende zu bergen. Um solch belastende Ereignisse zu verarbeiten, bietet der Psychologisch-pädagogische Dienst der Armee den Betroffenen Hilfe an.

Feuer und Flamme: Ein Gebirgsspezialist löst künstlich eine Lawine aus.

Auf dem Oberalppass steht der höchstgelegene Leuchtturm der Welt.

Thomas Wälti

sicher aus dem Helikopter steigen. Beim Abseilen aus der Militär-Luftseilbahn Oberalp-Schneehüenerstock erlebt manch einer der Aspiranten einen Adrenalinkick. «Mit dem persönlichen Risikomanagement in den Bergen lernt der Gebirgsspezialist, Gefahren frühzeitig zu erkennen und dementsprechend zu handeln», sagt Würsch.

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Bis anhin hatte das Kompetenzzentrum Gebirgsdienst der Armee immer genügend Interessenten. Es werde aber zunehmend schwieriger, den Allrounder-Alpinisten (Sommer und Winter; Klettern und Skitouren) zu finden, meint Steiner. Und fügt an: «Der Bergsport wird in der Gesellschaft immer häufiger spezialisiert betrieben.» Es gibt die ganz starken Sportkletterer, welche aber zum Teil schlechte Skifahrer sind. Umgekehrt gibt es ausgezeichnete Skialpinisten, die schwach im Felsklettern sind. Diese Entwicklung beschäftigt nicht nur das Militär, sondern beispielsweise auch die Bergführerausbildung.

Leuchtfeuer im Schnee Der Zugreisende staunt, wenn er in diesen Tagen über den tief verschneiten Oberalppass fährt, der das bündnerische Sedrun und Andermatt im Kanton Uri verbindet. Auf der Passhöhe steht auf 2046 Metern über Meer der höchstgelegene Leuchtturm der Welt. Seit sieben Jahren symbolisiert der zehn Meter hohe Turm die nahegelegene Rheinquelle. Der Fluss entspringt im Tomasee (2345 Meter über Meer) und mündet nach 1233 Kilometern in die Nordsee. Der Leuchtturm ist ein origineller Marketing-Gag, welcher von der Kommunikationsfirma Steiner Sarnen im Auftrag von Sedrun Disentis Tourismus und Schweiz Tourismus entwickelt wurde. Mit dem markanten Leuchtturm soll die Region mitten in den Alpen international bekannter gemacht werden. Das Wahrzeichen auf dem Oberalppass ist ein verkleinerter Nachbau des 14 Meter hohen Turms, der einst im Rotterdamer Stadtteil Hoek van Holland leuchtete. Für eine Spende von mindestens 100 Franken kann man bei der Stiftung Leuchtturm Rheinquelle einen persönlichen Turmschlüssel erwerben. Er verschafft dem Gönner jederzeit Zutritt zum Leuchtturm, dessen rotes Leuchtfeuer schon von Weitem zu sehen ist. www.leuchtturm-rheinquelle.ch

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Opération d’hélitreuillage : l’hélicoptère dépose un spécialiste de la montagne.

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[ Rédaction ]

Prêts pour des interventions d’urgence en montagne Lorsque les autorités civiles atteignent leurs limites, les spécialistes de la montagne prennent le relais. Les soldats s’entraînent à des interventions d'urgence au sein du centre de compétences du service alpin de l’Armée à Andermatt. Examen des lieux. TWä.

Supposons que vous deviez répondre à la question suivante : Un soldat se tient près d’un phare en tenue de combat - cet homme appartient-il a) à la marine ou b) au service alpin ? En toute sincérité, pourriez-vous répondre b ? B serait la bonne réponse. Adj maj Roger Würsch observe le monde depuis le col de l’Oberalp, à côté du phare le plus haut du monde (voir encadré, page 25). Il cherche en vain des bouquetins sur le Schneehüenerstock. Une heure plus tard, le nidwalien de 42 ans est entouré par des spécialistes de la montagne à deux pattes. Würsch est responsable de la formation professionnelle du service alpin des Armées à Andermatt, au pied du col d’Oberalp.

Organisation sanitaire au sein de l’Armée En cette journée d'automne, les recrues et soldats en CR s’entraînent au sein du centre de compétences du service alpin de l’Armée à des interventions d’urgence en montagne. « Nous sommes l'organisation sanitaire de l’Armée », dit le colonel EMG Daniel Steiner, commandant du Cen comp S alpin A. « S’il se produit le moindre évènement dans les montagnes difficilement accessibles et que nous sommes appelés par les autorités civiles, nous portons alors assistance aux personnes recherchées, bloquées ou accidentées en effectuant des opérations de secours et de sauvetage. Grâce aux unités supplémentaires de militaires en service long dont va disposer le Cen comp S alpin A à partir du 1er

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[ français ]

Évacuation : des spécialistes de la montagne récupèrent la victime d’un accident.

janvier 2018, nous pourrons assurer une disponibilité permanente. » Que ce soit pour la chute d'un avion militaire, une avalanche ou un glissement de terrain (voir graphique sur la page suivante). Fin août, les spécialistes de la montagne étaient en observation sur deux postes dans le Val Bondasca et le refuge Sciora du CAS au Piz Cengalo. Ainsi, les personnes occupées dans la vallée à vider un bassin collecteur ont pu être prévenues à temps alors que la montagne commençait une nouvelle fois à bouger dangereusement. « Le Piz Cengalo aurait aussi pu être surveillé par des soldats d'autres armes », explique Steiner. Mais l’itinéraire d'évacuation terrestre passe par un col de 2'900 mètres. Par mauvais temps, il est très difficile de s’y déplacer en cas d’urgence. « Un spécialiste de la montagne est formé pour pouvoir subvenir seul à ses besoins dans la montagne », remarque cet homme de 44 ans de Savognin dans les Grisons.

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Centrale de surveillance des avalanches de la région du Gothard Dans l'arsenal de la caserne d’Altkirch, on pourrait se croire dans un magasin de sport spécialisé pour la montagne et les sports de plein air. Raquettes de neige, appareils de recherche de victimes d'avalanche, pelles, mousquetons, cordes d’escalade, skis - tout est disponible en différentes versions. Roger Würsch met un sac à dos bleu sur ses épaules et dit : « Veuillez me suivre dehors. Je vais vous montrer comment fonctionne le sac airbag avalanche. » Après avoir tiré la poignée de déclenchement, vous entendez un claquement et l'airbag s'ouvre en quelques secondes derrière la tête de Würsch. En cas d'avalanche, le militaire professionnel ne serait ainsi pas enfoncé par les masses de neige. « Nous gérons pour le canton d’Uri la centrale de surveillance des avalanches pour la grande

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Cen comp S alpin A

région du Saint Gothard / Andermatt. Nous créons des profils neigeux et mesurons les principales données météorologiques afin d’évaluer les risques d'avalanche », explique Würsch. Selon la situation, des avalanches sont déclenchées artificiellement, explique ce père de trois enfants. 14 spécialistes de la montagne ont effectué le même travail lors du forum économique mondial de Davos. Dans cette période, l’Armée est responsable de la sécurité de l’espace aérien. Afin qu’ils puissent accomplir leur mission, des installations au sol sont nécessaires et celles-ci doivent être protégées. Les systèmes de détection se trouvent généralement en-dehors des zones urbaines. Les chemins pour y arriver peuvent être escarpés et difficiles. Les spécialistes de la montagne les rendent accessibles à l’aide de cordes fixes.  


[ Rédaction ]

• Soutien à la formation des soldats de l’Armée suisse et des membres de fédérations internationales dans le cadre de différentes formations dans les techniques alpines estivales et hivernales. • Sauvetages en terrain difficile • ntervention tactique sur un secteur uniquement accessible à des spécia- listes de la montagne Jusqu’à présent, le centre de compétences du service alpin de l’Armée a toujours attiré suffisamment de candidats. Mais il est de plus en plus difficile de trouver des alpinistes polyvalents (été comme hiver, escalade et ski de randonnée), explique Steiner. Avant d'ajouter: « L'alpinisme est de plus en plus pratiqué comme un sport de spécialiste. » Il y a les très bons grimpeurs, mais ce sont généralement de mauvais skieurs. Et à l’inverse, il y a de très bons skieurs, mais ce sont de mauvais grimpeurs. Cette évolution ne touche pas uniquement les militaires, elle touche également la formation des guides de montagne.

Roger Würsch, guide de montagne, s’entraîne avec les futurs spécialistes des montagnes à des hauteurs vertigineuses. Ainsi, les soldats apprennent à sauter d'un hélicoptère en vol stationnaire en toute sécurité. Lorsqu’ils descendent en rappel du téléphérique militaire Oberalp-Schneehüenerstock, certains aspirants ont une sacré montée d'adrénaline. « Grâce à une gestion personnelle des risques en montagne, un spécialiste de la montagne apprend à détecter à temps les dangers et à agir en conséquence », dit Würsch. Il y a aussi des moments douloureux. Après le crash d’un avion de combat F/A-18 au lieu-dit du Lopper près d’Alpnach, Würsch a retrouvé deux morts et nettoyé la zone de l’accident. Le commandant Daniel Steiner connait ces moments d'angoisse. Comme les spécialistes ne sont généralement appelés par les équipes de secours civils sur un sinistre qu’au bout d’un certain temps, il n’est souvent plus possible de retrouver des survivants. Pour dépasser ces évènements stressants, le service psycho-pédagogique de l'Armée vient en aide aux personnes affectées.

Thomas Wälti

Depuis plus de 50 ans, le centre de compétences du service alpin de l'Armée à Andermatt forme les futurs spécialistes alpins. 32 employés - dont trois sousofficiers professionnels avec un brevet de guide de montagne et six formateurs spécialisés employés à plein temps - assurent la formation des spécialistes de la montagne. Le sentier qui mène au sommet militaire est escarpé. Des connaissances de bases préalables sont demandées aux aspirants (par ex. formation J + S en alpinisme, guide touristique SAC), ainsi que la volonté d'assumer des responsabilités. Ils devront également obtenir de très bons résultats sportifs lors du recrutement, réussir un test d’aptitudes prémilitaire - le taux d'échec est de 35% - réussir un test de base dans les premières semaines à l’ER, puis enfin passer avec succès l’examen intermédiaire dans la phase finale de l’ER sur les techniques alpines estivales et hivernales (encore 10% échouent à ce stade). L’ensemble de ces épreuves permettent de déterminer finalement si un soldat est apte à devenir spécialiste de la montagne. Selon le commandant Steiner, un spécialiste de la montagne a trois domaines d’engagement :

Sur le col d’Oberalp se trouve le phare le plus haut du monde.

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Une voie escarpée vers les sommets militaires

Une montée d'adrénaline à des hauteurs vertigineuses

Balises de neige Un voyageur en train est émerveillé, alors qu’il passe le col de l’Oberalp enneigé qui relie le Sedrun et Andermatt dans le canton d’Uri. En haut du col, à 2'046 mètres au-dessus du niveau de la mer, se trouve le phare le plus haut du monde. Cela fait sept ans que la tour de 10 mètres de haut domine ce col, à proximité de la source du Rhin. Le fleuve prend sa source dans le lac de Toma (2 345 mètres au-dessus de la mer) et se jette finalement après 1'233 kilomètres dans la mer du Nord. Le phare est un pur gadget marketing. Il a été développé par la société de communication Steiner Sarnen à la demande de l’Office du tourisme de Disentis Sedrun et de Suisse Tourisme. Ce phare éclatant est destiné à faire connaitre à un niveau international cette région située au cœur des Alpes. L’emblème du col d’Oberalp est une réplique miniature du phare de 14 mètres qui brillait autrefois dans le quartier Hoek van Holland de Rotterdam. Pour une donation d'au moins 100 francs, vous pouvez obtenir une clé personnelle du phare par le biais de la fondation Leuchtturm Rheinquelle. Le donateur peut ainsi avoir accès à tout moment au phare dont la lumière rouge est visible de très loin. www.leuchtturm-rheinquelle.ch

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Thomas Wälti

Didascalie La centrale di comando ad Andermatt: il colonnello SMG Daniel Steiner (a destra) e l’aiutante maggiore Roger Würsch.

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[ Redazione ]

Pronti per l’emergenza in montagna Quando le autorità civili mostrano i loro limiti, vengono impiegati gli specialisti di montagna. Nel Centro di competenza servizio alpino dell’esercito ad Andermatt i soldati si allenano per i casi di emergenza. Abbiamo dato un’occhiata. TWä.

Poniamo che dobbiate rispondere alla seguente domanda del secolo: accanto a un faro un soldato saluta in tuta da combattimento; quest’uomo appartiene a) alla marina o b) al servizio alpino? Sinceramente, voi direste b? E b è proprio la risposta corretta. L’aiutante maggiore Roger Würsch osserva il terreno sul passo dell’Oberalp, accanto al faro più elevato del mondo (vedi riquadro, pagina 29). Perlustra inutilmente lo Schneehüenerstock alla ricerca di stambecchi. Un’ora più tardi il quarantaduenne del Canton Nidvaldo viene circondato da specialisti di montagna. Würsch dirige l’istruzione tecnica del servizio alpino dell’esercito ad Andermatt, ai piedi del passo dell’Oberalp.

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Airbag: in caso di valanga Roger Würsch non sarebbe spinto sotto la massa di neve.

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C comp S alpi Es

Il centro valanghe della regione del Gottardo

Lavoro di precisione nella neve: uno specialista di montagna mette in sicurezza una via in posizione esposta.

Organizzazione dell’esercito con compiti di sicurezza Nel Centro di competenza servizio alpino dell’esercito, reclute e soldati CR simulano in questa giornata d’autunno l’intervento d’emergenza su terreno alpino. «Siamo l’organizzazione con compiti di sicurezza dell’esercito», dice il colonnello SMG Daniel Steiner, comandante del C comp S alpi Es. «Quando succede qualcosa su montagne difficilmente accessibili e siamo chiamati dalle autorità civili, effettuiamo interventi di supporto, soccorso e salvataggio a favore di persone disperse, bloccate o infortunate. Grazie all’unità di militari in ferma continuata, di cui il C comp S alpi Es disporrà a partire dal 1° gennaio 2018, potremo garantire una disponibilità permanente. Questo anche in

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caso di caduta di un aeroplano, disgrazia provocata da valanga o frana (vedere la grafica nella pagina successiva). Alla fine di agosto gli specialisti di montagna hanno sorvegliato il Pizzo Cengalo da due posti d’osservazione, nella Val Bondasca e presso la Capanna di Sciora del CAS. In questo modo è stato possibile avvisare i lavoratori nel fondo valle, che svuotavano il bacino di raccolta, di nuovi sgretolamenti della montagna. «Anche soldati di altre armi avrebbero potuto sorvegliare il Pizzo Cengalo», dice Steiner. Tuttavia la via di evacuazione terrestre passava per un passo a 2900 metri di altitudine. Con cattivo tempo un trasferimento d’emergenza sarebbe stato molto impegnativo. «Uno specialista di montagna è abituato a provvedere autonomamente per se stesso sui monti», osserva il quarantaquattrenne grigionese di Savognin.

L’arsenale della caserma di Altkirch sembra un negozio specializzato in sport alpini e outdoor. Racchette da neve, apparecchi per la ricerca di travolti in valanga, pale, carabine, corde da montagna, sci: tutto è disponibile in molteplici versioni. Roger Würsch si mette in spalla uno zaino blu e dice: «prego, mi segua all’esterno. Le mostro come funziona l’airbag da valanga». Dopo aver tirato la maniglia di sgancio si sente un colpo e nel giro di pochi secondi l’airbag si apre dietro la testa di Würschs. In caso di valanga il militare di carriera non sarebbe spinto sotto la massa di neve. «Gestiamo il centro valanghe per il Canton Uri nella grande regione Gottardo/Andermatt. Per questo motivo eseguiamo profili della neve e misuriamo i dati meteorologici più importanti per valutare il pericolo di valanghe», dice Würsch. Il padre di tre figli ci racconta che, secondo la situazione, le valanghe possono anche essere provocate artificialmente. Un analogo lavoro di sicurezza è svolto da 14 specialisti di montagna presso il Forum economico mondiale di Davos. L’esercito è attualmente competente per la messa in sicurezza dello spazio aereo. Per poter svolgere questo compito


[ Redazione ]

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Thomas Wälti

idoneo come specialista di montagna. Secondo il comandante Steiner lo specialista di montagna ha tre campi di impiego:

Sul passo dell'Oberalp si trova il faro più in quota del mondo

c’è bisogno di installazioni al suolo e queste devono essere difese. I sistemi di rilevazione si trovano per lo più al di fuori delle aree abitate. La via per raggiungerli può essere ripida e difficile. Gli specialisti di montagna la rendono accessibile con corde fisse.

La difficile ascesa verso il vertice militare Da più di 50 anni nel Centro di competenza servizio alpino dell’esercito ad Andermatt vengono formati i futuri specialisti di montagna. 32 collaboratori, tra cui un sottufficiale di carriera con patente di guida alpina e sei guide alpine assunte in pianta stabile come docenti specializzati, curano la formazione degli specialisti di montagna. L’ascesa verso il vertice militare è difficile. A un aspirante sono richieste conoscenze di base già acquisite (per es. corso G+S UFSPO nel settore sport alpini, accompagnatore turistico CAS), la disponibilità ad assumere responsabilità, un ottimo risultato sportivo nel reclutamento, il superamento di un esame d’attitudine prima del servizio (la percentuale di bocciature è del 35 per cento), il superamento dell’esame di base nelle prime settimane della scuola reclute e dell’esame intermedio in tecnica alpinistica estiva e invernale nella fase conclusiva della scuola reclute (la media delle ulteriori bocciature è del 10 per cento). In quest’ultimo esame si decide definitivamente se il soldato è

Scariche di adrenalina a grandi altezze La guida alpina Roger Würsch si esercita con i futuri specialisti di montagna anche a grandi altezze. I soldati imparano come scendere in sicurezza da un elicottero sospeso. Calandosi con una corda dalla funivia militare OberalpSchneehüenerstock qualche aspirante sente una scarica di adrenalina. «Con la gestione personale del rischio sui monti lo specialista di montagna impara a riconoscere per tempo i pericoli e ad agire in modo corrispondente», dice Würsch. Ci sono anche momenti tragici. Nel 2013, dopo la caduta del jet da combattimento F/A-18 a Lopper presso Alpnachstad, Würsch dovette recuperare due vittime e sgombrare il luogo dell’incidente. Il comandante Daniel Steiner conosce questi momenti angoscianti. Siccome in caso di sciagura i suoi specialisti vengono di regola chiamati a supporto delle forze di soccorso civili dopo un certo tempo, di solito non è loro più possibile salvare sopravvissuti. Per elaborare questi eventi angoscianti, offre loro aiuto il Servizio psicopedagogico dell'esercito.

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Finora il Centro di competenza servizio alpino dell’esercito ha sempre avuto sufficienti candidati. Steiner ritiene tuttavia che sia sempre più difficile trovare l’alpinista tuttofare (estate e inverno, arrampicata e sci). E aggiunge: «nella società gli sport alpini sono praticati in modo sempre più specializzato.» Ci sono fortissimi scalatori sportivi, che però sono in parte cattivi sciatori. All’opposto ci sono eccellenti scialpinisti deboli nell’arrampicata. Questo sviluppo non influenza solo la formazione militare ma, per esempio, anche quella delle guide alpine.

Thomas Wälti

• supporto alla formazione di soldati dell’esercito svizzero e di membri di associazioni internazionali in diversi corsi alpinistici estivi e invernali • salvataggio su terreni difficili • impiego tattico in zona accessibile solo a specialisti di montagna

Un faro nella neve Chi in questi giorni viaggia in treno da Sedrun nei Grigioni ad Andermatt nel Canton Uri, attraversando il passo dell’Oberalp abbondantemente innevato, si meraviglia. All’altitudine del passo, 2046 metri sul livello del mare, sorge il faro più elevato del mondo. Da sette anni il faro, alto dieci metri, segnala la vicina fonte del Reno. Il fiume nasce dal lago di Toma (a 2345 metri sul livello del mare) e sfocia dopo 1233 chilometri nel mare del Nord. Il faro è un’originale trovata di marketing, sviluppata dall’agenzia di comunicazione Steiner Sarnen su incarico di Sedrun Disentis Tourismus e Schweiz Tourismus. Con l’imponente faro si vuole far conoscere nel mondo la regione al centro delle Alpi. Il simbolo sul passo dell’Oberalp è una riproduzione in scala più piccola del faro alto 14 metri che una volta si accendeva nel quartiere di Hoek van Holland a Rotterdam. Con un’offerta di almeno 100 franchi si può acquistare una chiave personale del faro presso la Stiftung Leuchtturm Rheinquelle (fondazione del faro della fonte del Reno). Il mecenate acquisisce così accesso illimitato al faro, la cui luce rossa è visibile da lontano. www.leuchtturm-rheinquelle.ch

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Winter in Lappland Der Winter-Tourismus in Lappland erfreut sich einer steigenden Nachfrage: Was zieht die europäischen und asiatischen Touristen jeden Winter vermehrt in Richtung Norden? Und worauf muss man achten, wenn man im Winter in Lappland unterwegs ist? Die Zahlen sprechen für sich: Jedes Jahr zieht es mehr Touristen in den nordischen Winter, im letzten Winter waren es z. B. im finnischen Teil Lapplands rund 15 Prozent mehr als im Vorjahr, während in den Alpen die Gästezahlen im Winter stagnieren oder sogar abnehmen. Was fasziniert die winterlichen Gäste am und über dem Polarkreis? «Es ist das Gesamte von vielen einzelnen Erlebnissen», sagt Philipp Jordi, Geschäftsführer vom SkandinavienSpezialisten Glur Reisen, und ergänzt: «Unsere Kunden schätzen es, in Lappland eine grosse Auswahl an Winter-­ Aktivitäten zu haben, so z. B. Hundeschlitten- und Motor­schlittenfahrten, Schneeschuhlaufen, Langlaufen, an gewissen Orten sogar Alpin-Skifahren, Eislochfischen und dazu dann noch die Natur und Kultur Lapplands zu erleben. Im Winter ist die Wahrscheinlichkeit sehr gross, Nordlichter zu sehen, das zieht viele Touristen nach Lappland. Die Landschaft ist weiss, die Bäume sind schneebedeckt, etwas, was bei uns in den letzten Jahren in den «tiefen Lagen» seltener geworden ist. Aber auch der Besuch einer Sami-Familie mit ihren Rentieren und das Kennenlernen ihrer Kultur ist ein bleibendes Erlebnis.»

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Worauf muss man speziell achten, wenn man im Winter in Lappland unterwegs ist? «Es sind die oft sehr tiefen Temperaturen bis minus 40 Grad, die längere Dämmerung und Dunkelheit sowie die winterlichen Strassenverhältnisse, auf die man achten muss. Und man muss auch jederzeit damit rechnen, dass Rentiere auf der Strasse sein können», sagt Philipp Jordi und ergänzt: «Die Autos sind im Winter zwar mit Spikes ausgerüstet, sonst würde man in Lappland kaum einen Meter fahren können, man muss aber seinen Fahrstil auf die winterlichen Verhältnisse anpassen, denn die Strassen sind oft schnee- und eisbedeckt. An verschiedenen Orten wird Touristen auch ein Winter-Fahrtraining angeboten. An einem halben oder ganzen Tag lernt man mit Fahrlehrern und professionellen Ralley-Fahrern das sichere Fahren auf Eis und Schnee. Der bekannte finnische Ralley-Fahrer Juha Kankkunen führt z. B. eine eigene «Driving Academy» im Winter-Sportort Ruka.»

sichtbar. Der 1. Oktober wurde in Finnland sogar zum nationalen ReflektorTag ernannt, um die Bevölkerung darauf aufmerksam zu machen, dass man sich im Winter «sichtbar» anziehen soll.»

Was Philipp Jordi zudem auffällt: «Im Norden trägt man im Winter viel mehr Reflektoren, wenn man sich draussen befindet. Damit ist man im Strassenverkehr in der Dunkelheit viel besser

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[ deutsch ]

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beigestellt

BLUnet mit krisensicherem Festnetz Axpo WZ-Systems AG

Krisensicheres Festnetz

Mit der Axpo-Medienmitteilung vom 18. Oktober 2017 wurde offiziell, was schon seit Längerem vermutet wurde: Ab sofort bringt die Axpo ihr gesamtes Datenkommunikationsgeschäft in die WZ-Systems AG ein und hält dadurch neu 80 Prozent an der neuen Firma Axpo WZ-Systems AG.

Dank diesem Zusammenschluss verfügt BLUnet über direkten Zugriff auf das Axpo-Datenkommunikationsnetz, kann sein Produktportfolio um neue krisensichere Darkfiber- und Managed-, Service-Produkte erweitern und es seinen Kunden zu attraktiven Konditionen – auch in Kombination mit Mobilfunkservices – anbieten. Zudem bringt Axpo ein zweites georedundantes NOC in die neue Firma ein. Damit verfügt BLUnet über zwei krisensichere Network Operations Center in verschiedenen Geländekammern zu Überwachung, Kontrolle und Steuerung der verschiedenen Kommunikationsnetze.

Da Axpo auch in Krisenfällen kommunizieren und den Netzbetrieb steuern können muss, verfügt sie über ein eigenes Hochleistungsglasfasernetz mit redundanten, ausfallsicheren Verbindungen, autonomer Stromversorgung und einer Zwei-Plattformen-Strategie und erbringt damit zuverlässige und hochverfügbare Datenverbindungen. Schweizweit ist Axpo als Carrier in diversen Data Center präsent und bietet ein flächendeckendes Netz von Zugangspunkten. Axpo bringt im Rahmen dieser Zusammenführung 26 Spezialisten in die neue Axpo WZ-Systems AG ein, sodass das neue Unternehmen nach dem Umzug der Axpo-Mitarbeitenden Anfang Sommer 2018 am Standort Lupfig (AG) insgesamt rund 60 Mitarbeitende beschäftigen wird. Dieser im Jahr 2015 bezogene Neubau mit einem krisensicheren Network Operating Center und Rechenzentrum wird deshalb zurzeit baulich erweitert.

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Gehärtetes Mobilfunknetz Das krisensichere Festnetz ist denn auch ein strategisches Schlüsselelement im Hinblick auf die künftige Realisierung von gehärteten Mobilfunkstandorten für den «Fall Schweiz dunkel.» Dadurch kann die Härtung einzelner Mobilfunk-Standorte oder gar grösserer Teile des Mobilfunk-Netzes inklusive deren Anbindung für den «Fall Schweiz dunkel» sehr effizient und wirtschaftlich erfolgen. Ebenso bieten die vielen Standorte von Axpo und Axpo-Partnern krisensichere Zugangspunkte in das krisensichere Festnetz – beispielsweise auch für die Anbindung von temporären LTE-Zellen.

BLUnet-Produktport­ folio erweitert und online erhältlich Das BLUnet-Produktportfolio wurde jedoch nicht nur um neue, krisensichere Festnetz-Dienstleistungen erweitert. Zusätzlich hat auch die Produktfamilie vom krisensicheren Mobilfunk Erweiterungen erfahren. Neu sind, neben dem seit über einem Jahr erhältlichen priorisierten Standard-Abonnement für die BORS, auch die Abonnemente für Telemetrie-Anwendungen für die BORS. Für eine einfache Bestellung verfügt die BLUnet-Webpage über einen Webshop, um die Mobil- und Festnetz-Services von BLUnet auch online beziehen zu können. Damit sichergestellt ist, dass ausschliesslich BORS-Kunden das mit der allerhöchsten Priorität ausgestattete BLUnet-BORS-Mobilfunkabonnement beziehen, wird jede Bestellanfrage vom BLUnet-Kundendienst eingehend geprüft. Für nicht BORS-Kunden – beispielsweise für Betreiber kritischer Infrastrukturen – ist zudem eine leicht tiefer priorisierte Variante von BLUnet-Mobilfunk erhältlich, die jedoch auch von den gehärteten Mobilfunkstandorten profitiert.


[ Redaktion ]

[ deutsch ]

Der Multisensor Radshield DT-260 soll die Drohnenabwehr effektiver machen.

Lenzburg beschafft Drohnen­abwehr fürs Gefängnis VRi. Der Rüstungskonzern Rheinmetall Air Defense hat eine Drohnenabwehr an die Justizvollzugsanstalt Lenzburg verkauft. Aktuell läuft die Feinabstimmung.

Wie in der letzten Ausgabe von Blaulicht berichtet, hat die Justizvollzugsanstalt (JVA) Lenzburg in einem Pionierprojekt die Drohnenabwehr getestet. Nun wird es ernst. Das mit diversen Sensoren ausgerüstete Radshield DT-260 genannte System ist definitiv gekauft worden und geht demnächst in Betrieb, wie der JVA-Direktor Marcel Ruf erklärt. Man habe rund 180'000 Franken für die Hard- und Software von Rheinmetall investiert und noch einmal etwa 35'000 Franken für die Verkabelung, konkretisiert er das Projekt. Interessant ist übrigens, dass das Lenzburger Gefängnis keineswegs die einzige Haftanstalt ist, die hierzulande auf das System Radshield DT-260 setzt. Auch die interkantonale Strafanstalt Bostadel in Menzingen hat kurz nach Lenzburg einen Vertrag mit der Rüstungsschmiede unterzeichnet. Dort ist man mit einem etwas kleineren Projekt aktuell in der gleichen Situation wie Lenzburg und erwartet in Kürze ebenfalls die Abnahme des Systems.

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Angela Blattner/Rheinmetall Air Defence AG

Tennisbälle und Drohnen als Drogenkuriere Fabian Ochsner, der als Vizedirektor das Business Development die Luftabwehr und Radarsysteme bei Rheinmetall verantwortet, weiss aus England, warum die Abwehrsysteme für Strafanstalten so wichtig sind. Nicht zuletzt der Rauschgiftkonsum vieler Häftlinge verleite dazu, dass etwa mit einem Tennisball Drogen über die Gefängnismauer befördert werden. Dass das künftig auch mit Drohnen geschehen kann, macht die Gefahr nicht geringer. Ruf will es in Lenzburg so weit nicht komme lassen. Deshalb setzt man dort auf den Abwehrschild. Das gebe ihm die

Fabian Ochsner, Vizedirektor des Rüstungskonzerns Rheinmetall Air Defence in Zürich-Oerlikon.

Möglichkeit zu agieren anstatt zu reagieren, so der Gefängnisdirektor. Wöchentlich 20 bis 30 Einwürfe seien in vielen Haftanstalten durchaus die Regel, wobei Lenzburg als Ausnahme nur die Regel bestätige. Ruf weiss von Bostadel, dass dort bereits zwei solcher Angriffe entdeckt worden sind: «Theoretisch können es freilich auch mehr gewesen sein», fügt er an. | blaulicht | gyrophare bleu | girofaro blu |

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[ Redaktion ]

[ deutsch ]

Das Lenzburger System wurde auf der Basis eines Vertrages vom Herbst 2016 im Sommer 2017 installiert und befindet sich momentan in der Justierungsphase. «Wir erwarten die formelle Abnahme noch im November», erklärt Ochsner die derzeitige Situation. Es handle sich um die Installation von zwölf Einheiten – in Bostadel sind es acht, die je rund 22 Kilo wiegen und jeweils mit vier Radaren und einer hochauflösenden Kamera ausgerüstet sind. Sie lassen sich in der Horizontale um 30, 45, 60 und 90 Grad bewegen und schicken Alarme in die Kommandozentrale zur Auswertung. Dazu würden auf der dafür verfügbaren Konsole die diversen Daten zusammengeführt. Das Sicherheitspersonal in der Einsatzzentrale werte die Alarme aus, beurteile sie und veranlasse bei einer Bedrohung entsprechende Massnahmen.

Abschied von der manuellen Aus­wertung Der Vorteil dieser Software-unterstützten Luftraumüber­ wachung liegt ganz klar darin, dass nicht wie bei traditionellen Systemen hunderte von Live-Bildern aus Sicherheitskameras manuell ausgewertet werden müssen, erläutert Ochsner. Registriert wird hierbei nämlich nur, was auch tatsächlich von den verantwortlichen Beamten gesehen wird. Ganz anders beim Radshield. Dessen Sensorik stellt nämlich nicht allein reale Angriffe fest, sondern meldet sie auch automatisch. Konkret läuft das System dazu zwar im Hintergrund, alarmiert aber per Ton im Fall einer Detektion. Das Bedienpersonal in der Zentrale kann dann den Alarm mehrfach betrachten und identifizieren, was ihn ausgelöst hat. Danach wird allenfalls der normale Prozess für einen Sicherheitsvorfall initiiert. Doch gleichzeitig schlummert in der sensorischen Erfassung auch das grösste Problem mit dem System. Laut Ochsner verursachen Drohnen wie etwa eine des Typus DJI Phantom ex­ trem kleine Reflextionen. Das habe zur Folge, dass die Empfindlichkeit des Abwehrradars so tief eingestellt werden müsse, dass das System beinahe alles als Signal empfange. Das betreffe auch alle Vögel oder Blätter, die sich im Wind bewegen, und natürlich auch Regentropfen. «Regen ist eines der grossen Probleme, weil die Masse der Regentropfen eine zehnmal grössere Reflextion als die Drohne haben», schiebt Ochsner nach. Der Sensor verbinde die Radar-Technologie mit der optischen und könne somit gewisse Nachteile kompensieren, ergänzt Ochsner. Doch das führe dazu, dass die Optik wegen der Auflösung mit weniger Reichweite ausgestattet sei. Der derzeit noch laufenden Feinabstimmung kommt also eine besondere Bedeutung zu. Denn neben den Drohnen und Tennis­ bällen werden für den Knastschmuggel beispielsweise auch Tauben eingesetzt. Ochsner weiss das und erklärt, dass in dem System die Filter der Multisensoren so konfiguriert werden müssen, dass zwar eine Taube als bedrohliches Objekt wahrgenommen und ein Alarm ausgelöst wird, ein Spatz aber eben nicht.

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[ Rédaction ]

[ français ]

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Angela Blattner/Rheinmetall Air Defence AG

La prison de Lenzburg s’équipe pour lutter contre les drones Le groupe d’armement Rheinmetall Air Defence a vendu un système d’alarme anti-drones à l’établissement pénitentiaire de Lenzburg. Les derniers réglages sont en cours. VRi.

Comme nous l’avons rapporté dans la dernière édition de Blaulicht, la prison de Lenzburg a testé dans le cadre d'un projet pionnier, un système de lutte contre les drones. Les choses deviennent maintenant sérieuses : le système appelé Radshield DT-260 équipé de différents capteurs a été définitivement acheté et il sera très prochainement mis en service, explique le directeur de la prison Marcel Ruf. 180'000 francs ont été investi dans le matériel et le logiciel de Rheinmetall, et 35'000 francs supplémentaires dans le câblage. Soit dit en passant, la prison de Lenzburg n’est pas la seule institution pénitentiaire à utiliser le système Radshield DT-260. La prison intercantonale de Bostadel à Menzingen a elle-aussi signé un contrat avec l’entreprise d'armement peu de temps après Lenzburg. Le projet est de moindre ampleur que celui de Lenzburg, mais la situation est à peu près similaire, et la réception du système est également prévue très prochainement.

Des balles de tennis et des drones pour passer la drogue Fabian Ochsner, qui est responsable en tant que directeur adjoint - du développement commercial de la défense de l’espace aérien et des systèmes radars chez Rheinmetall, connait de ses expériences passées en Angleterre l'importance des systèmes de défense des établissements pénitentiaires. Des balles de tennis remplies de drogues sont jetées par-dessus les murs des prisons en raison de la consommation importante de drogues de nombreux prisonniers. Il existe le risque que ce type de trafic se fasse à l’avenir également avec des drones.

d’établissements de subir entre 20 à 30 de ces jets chaque semaine, et Lenzburg ne fait que confirmer la règle. Ruf a appris qu’à Bostadel, deux attaques de ce type ont déjà été détectées : « Théoriquement, il est possible qu'il y en ait eu plus», ajoute-t-il.

Ruf ne veut pas en arriver là à Lenzburg. C’est pour cela que la prison de Lenzburg a misé sur un « intercepteur . » Cela lui permet d’agir plutôt que de réagir, explique le directeur de la prison. Il semble courant dans un grand nombre

Le système de Lenzburg a été installé sur la base d'un contrat signé pour l’automne 2016 à l’été 2017, et il est actuellement en phase finale de réglages. « Pour le moment, nous attendons la réception formelle en novembre »,

Fabian Ochsner, directeur adjoint du groupe d’armement Rheinmetall Air Defence de Zürich-Oerlikon.

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[ Rédaction ]

[ français ]

explique Ochsner. Elle concerne l’installation de douze unités - huit sont installées à Bostadel. Elles pèsent chacune environ 22 kilos, et sont équipées de quatre radars et d’une caméra haute résolution. Ces unités pivotent à l'horizontale de 30, 45, 60 et 90 degrés et elles déclenchent des alertes vers le centre de commande pour évaluation. De plus, les différentes données sont réunies sur une seule console prévue à cet effet. Le personnel de sécurité du centre des opérations évalue les alertes et peut prendre les mesures nécessaires en cas de menace.

Adieu aux évaluations manuelles L’avantage de ce mode de surveillance de l’espace aérien soutenue par logiciel se trouve clairement dans le fait que, contrairement aux systèmes traditionnels, il n’est pas nécessaire d'évaluer manuellement des centaines d'images en

direct provenant des caméras de sécurité, explique Ochsner. Seul ce qui est réellement vu par le fonctionnaire responsable est enregistré dans ce cas. Le Radshield est très différent. La technologie de ses capteurs permet non seulement de constater des attaques réelles, elle les signale également automatiquement. Plus concrètement, le système fonctionne en arrière-plan, et il donne l'alerte par un signal sonore en cas de détection. L'opérateur de la centrale de contrôle peut alors observer l’alerte sous plusieurs angles et identifier ce qui l’a déclenchée. Ensuite, si nécessaire, le processus normal de gestion des incidents de sécurité est déclenché. Mais la plus grande faiblesse du système réside dans l’acquisition sensorielle. Selon Ochsner, les drones comme par exemple le DJI Phantom produisent des rayonnements extrêmement faibles. Il est donc important de régler la sensibilité du radar de défense de façon à ce que le système capte à peu près tout ce qui se passe.

Protection du système à Bostadel

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C’est ainsi qu'il détecte les oiseaux ou les feuilles que le vent déplace, et aussi les gouttes de pluie. « La pluie est l’un des plus gros problèmes, car la masse des gouttes de pluie a un rayonnement dix fois supérieur à celui des drones », explique Ochsner. Le capteur combine cependant la technologie radar et optique, ce qui pourrait permettre de compenser certains inconvénients, ajoute Ochsner. Mais le résultat est que l’optique dispose d'une autonomie moindre à cause de la résolution. La mise au point actuellement en cours est donc particulièrement importante. Car en plus des drones et des balles de tennis, des pigeons sont par exemple parfois utilisés pour la contrebande en prison. Ochsner en est bien conscient. Il explique que la difficulté réside dans le fait que les filtres des multi-capteurs du système doivent être configurés de sorte qu’un pigeon soit considéré comme un objet dangereux, mais pas un moineau.

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Angela Blattner/Rheinmetall Air Defence AG


[ Redazione ]

[ italiano ]

Il multisensore Radshield DT-260 è destinato a rafforzare la difesa da droni.

Lenzburg si procura difesa da droni per la prigione VRi. Il colosso della difesa Rheinmetall Air Defence ha venduto un sistema di difesa da droni all’istituto penitenziario di Lenzburg. È attualmente in corso la messa a punto nel dettaglio.

Come riferito nell’ultima edizione di Girofaro blu, l’istituto penitenziario di Lenzburg ha testato la difesa da droni in un progetto pionieristico. Ora si fa sul serio: il sistema denominato Radshield DT-260 equipaggiato con diversi sensori è stato definitivamente acquistato e prossimamente verrà messo in servizio, come afferma il direttore dell’istituto Marcel Ruf. Sono stati investiti circa 180'000 franchi svizzeri per l’hardware e il software di Rheinmetall e altri circa 35'000 franchi per il cablaggio: così egli concretizza il progetto. Interessante è, del resto, che la prigione di Lenzburg non sia affatto l’unico istituto penitenziario del Paese a impiegare il sistema Radshield DT-260: anche l’istituto di pena intercantonale Bostadel di Menzingen ha sottoscritto, poco dopo Lenzburg, un contratto con la fucina degli armamenti. Qui si è al momento nella stessa situazione di Lenzburg, anche se con un progetto di dimensioni leggermente più ridotte, e si attende a breve il collaudo del sistema.

Palline da tennis e droni come corrieri della droga Il vicedirettore di Rheinmetall Fabian Ochsner, che gestisce il Business Development, la difesa aerea e i sistemi radar, sa dall’esempio inglese perché i sistemi di difesa sono così importanti per gli istituti penitenziari. Non da ultimo il consumo di sostanze stupefacenti da parte di molti detenuti induce a far sì che si trasporti droga oltre i muri delle prigioni con una pallina da tennis. Che in futuro ciò possa avvenire anche con droni non riduce il pericolo. Ruf non vuole che a Lenzburg si arrivi a questo punto. Per questo motivo qui si sta puntando sullo schermo da difesa. Ciò gli darebbe la possibilità di agire anziché reagire: queste le parole del direttore del ©

Angela Blattner/Rheinmetall Air Defence AG

Fabian Ochsner, vicedirettore del gruppo Rheinmetall Air Defence di Zurigo-Oerlikon.

carcere. Da 20 a 30 lanci oltre il muro alla settimana: in molti istituti penitenziari questa è la norma. Lenzburg è solo l’eccezione che conferma la regola. Ruf è a conoscenza di Bostadel, dove sono già stati scoperti due attacchi di questo tipo: «Teoreticamente possono essere stati anche di più» aggiunge. Il sistema di Lenzburg è stato installato nell’estate 2017 sulla base di un contratto dell’autunno 2016 e attualmente si trova nella fase di assestamento. «A novembre attendiamo ancora il collaudo formale»: così Ochsner illustra la situazione attuale. Si tratta dell’installazione di dodici unità, a Bostadel sono otto, | blaulicht | gyrophare bleu | girofaro

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[ Redazione ]

[ italiano ]

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La consolle di controllo in prigione

Angela Blattner/Rheinmetall Air Defence AG

che pesano ciascuna circa 22 kg e che sono equipaggiate con quattro radar e una telecamera ad alta risoluzione. Possono essere spostate di 30, 45, 60 e 90° in orizzontale e inviano allarmi alla centrale di comando per la successiva analisi. I diversi dati vengono conferiti alla consolle a tal fine disponibile. Il personale addetto alla sicurezza della centrale operativa analizza gli allarmi, li valuta e provvede all’adozione di misure corrispondenti in caso di minaccia.

Addio all’analisi manuale Il netto vantaggio di questo sistema di monitoraggio informatico dello spazio aereo consiste nel fatto che, a differenza dei sistemi di tipo tradizionale, non si devono analizzare manualmente centinaia di immagini in tempo reale acquisite dalle telecamere di sicurezza, spiega

Ochsner. Così facendo, si registra solo ciò che viene effettivamente visto dagli agenti responsabili. Diversa è la situazione con il Radshield, i cui sensori non si limitano di fatto a constatare attacchi reali, ma li segnalano in automatico. Nel concreto il sistema funziona in background, ma in caso di un rilevamento esso lancia un allarme acustico. Il personale di servizio della centrale può quindi osservare l’allarme più volte e identificare che cosa lo ha fatto scattare. Successivamente viene avviato il normale processo per un incidente di sicurezza. Eppure, nel rilevamento con sensori si cela anche il più grande problema con il sistema. Secondo Ochsner, i droni come ad esempio uno del tipo DJI Phantom ex­trem provocano piccole riflessioni. Ciò comporta che la sensibilità del radar di difesa debba essere impostata a un livello a tal punto basso da consentire al sistema di ricevere pressoché tutto come segnale.

Ciò riguarda anche tutti gli uccelli o le foglie che si muovono al vento, e ovviamente anche le gocce d’acqua. «La pioggia è uno dei principali problemi, perché la massa di gocce ha una riflessione di dieci volte maggiore del drone» afferma Ochsner. Il sensore collega la tecnologia radar con quella ottica e può quindi compensare determinati svantaggi, aggiunge Ochsner. Eppure, ciò fa sì che l’ottica sia dotata di minore portata, per effetto della risoluzione. Una particolare importanza viene quindi riconosciuta alla messa a punto dettagliata attualmente in corso. Infatti, oltre ai droni e alle palline di tennis, per il contrabbando nelle prigioni vengono impiegate ad esempio anche colombe. Ochsner lo sa e spiega che nel sistema i filtri dei multisensori devono essere configurati in maniera tale che una colomba venga riconosciuta come oggetto minaccioso e faccia scattare un allarme, ma non un passerotto.

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Kevin Lehmann ©

Sternschnuppe: Der Übungsturm am Feuerwehrstützpunkt Forsthaus West in Bern ist weihnachtlich geschmückt.

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[ Redaktion ]

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Feuerwehr und Polizei im Weihnachtsdienst Viele Angehörige der Feuerwehr und Polizei müssen über die Festtage arbeiten. Die Rettungskräfte feiern neben den nicht ganz alltäglichen Einsätzen über Weihnachten und Silvester mit grillierten Steaks und alkoholfreiem Champagner. TWä.

Spicher arbeitet seit 1989 bei der Berufsfeuerwehr Bern. Er leistet am 25. Dezember Bereitschaftsdienst, damit andere Menschen ein schönes Fest feiern können. «Das macht mir nichts aus. Ich habe einen Rund-um-die-UhrBeruf gewählt. An Weihnachten werde ich nur meinen Job erledigen. Die Eltern und meine Freundin haben Verständnis dafür, denn sie sind es gewohnt, dass ich unregelmässig arbeite.» Ein Schmunzeln huscht über sein Gesicht, als der 51 Jahre alte Berner sagt: «Am Weihnachtstag räume ich erst das Büro auf, dann werde ich mit den Arbeitskollegen einen Schwatz halten. In dieser Zeit geht es bei uns in der Regel ruhiger zu.» Sport, Weiterbildung, Wartung der Fahrzeuge und Ruhezeit sind ein paar Tätigkeiten, welche die 20 Feuerwehrmänner in ihrem 24-Stunden-Schichtbetrieb verrichten, wenn es nicht brennt.

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Thomas Wälti

Silvester auf dem Dachstock Trotz Besinnlichkeit und Ruhe kommt es immer wieder zu Ausnahmesituationen. Wie etwa in der Millennium-Nacht 1999/2000. «Wir verbrachten Startklar: Die Feuerwehrmänner Andreas Rüfenacht, Kevin Lehmann und Edi Spicher Silvester auf einem Dachstock. (von links) können mit der Autodrehleiter 17 eine maximale Arbeitshöhe Weil an der Tscharnerstrasse im von 32 Metern erreichen. Mattenhof-Quartier ein Weihnachtsbaum wegen seiner alten Wer glaubt, an Weihnachten drehe Leute für die Gefahren sensibilisiert. Zu- und trockenen Zweige Feuer gefangen sich bei Blaulichtorganisationen alles dem werden vermehrt elektrische Ker- hatte, stellte ihn der Besitzer aus lauum brennende Bäume, täuscht sich. zen an den Baum gehängt. Ein weite- ter Angst auf den Balkon – genau un«Die Anzahl der Brände in dieser Zeit rer Grund ist, dass Weihnachtsbäume ter den Dachstock, der wenig später zu ist seit Jahren rückläufig», sagt Feuer- und Adventskränze bei den Jungen nicht brennen begann», sagt Andreas Rüfewehrmann Edi Spicher. Um anzufügen: mehr den gleichen Stellenwert haben nacht. «Irgendwann hörten wir die Kir«Durch die sozialen Medien sind die wie bei den älteren Semestern.» chenglocken läuten – Mitternacht. Wir | blaulicht | gyrophare bleu | girofaro blu |

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[ Redaktion ]

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Der Schlüssel zum Erfolg Spätestens 120 Sekunden nach dem Ertönen des Alarmgongs müssen die Angehörigen der Berufsfeuerwehr Bern ausfahren. Oft erreichen die Rettungskräfte den Fahrzeugpark über Rutschstangen. Betrifft der Alarm ein Objekt mit Brandmeldeanlage, nehmen die Ausrückenden eine Transportbox in Empfang, die kurz zuvor von der Feuerwehr-Einsatzleitzentrale per Rohrpost in die Ausfahrhalle verschickt worden ist. Im zylindrischen Behälter befinden sich der Schlüssel zum Objekt sowie Karten oder Pläne. 6'000 Schlüssel sind beim Feuerwehrstützpunkt Forsthaus West in Bern deponiert. Sie gehören zu etwa 1'000 Brandmeldeanlagen. Die Objekte decken über 2'000 Einzelbereiche ab. Alle Schlüssel sind systematisch abgelegt und entsprechend gekennzeichnet. Bei Objekten mit Brandmeldeanlage verfügt die Berufsfeuerwehr Bern über detaillierte Pläne. Objekte ohne entsprechende Grundlage fährt die Feuerwehr nach ihren Strassenkarten an. Die Karten beinhalten ebenfalls Notfallrouten und Ampelsteuerung sowie allfällige Besonderheiten auf dem Anfahrtsweg. blickten zum Gurten und sahen ein imposantes Feuerwerk.» Auch Andreas Rüfenacht leistet am Weihnachtstag Dienst – zum letzten Mal in seinem Leben. Der 60 Jahre alte Berner geht im April 2018 nach 37 Jahren bei der Berufsfeuerwehr in den vorzeitigen Ruhestand. «Der 25. Dezember wird ein Tag wie jeder andere sein. Einzig das Essen dürfte vom Caterer entsprechend festlich angeliefert werden.» Die verpasste Bescherung werde er mit der Familie am Stephanstag nachholen, meint Rüfenacht. Während einst die Brandbekämpfung über 90 Prozent der Einsätze ausgemacht hat, ist die Situation heute anders: Von den jährlich rund 2'300 Interventionen der Berufsfeuerwehr Bern betreffen etwa zehn Prozent Brände. Mehr als 50 Prozent sind Hilfeleistungen aller Art – von Personen- und Tierrettungen,

Thomas Wälti

Im Einsatz: Sonja Springer (links) und Katja Röthlisberger gehen am 25. Dezember auf Patrouille.

Schnee-, Wasser-, Sturm- und Blitzschäden, technischen Hilfeleistungen bis hin zu Insekten. In rund 30 Prozent der Fälle rückt die Berufsfeuerwehr aufgrund automatischer Alarme aus.

Exklusivbild von der Sternschnuppe

Berner Kantonspolizei grilliert an Weihnachten

Exklusiv für das Blaulicht-Magazin und damit etwas früher als sonst installiert die Berufsfeuerwehr Bern an diesem Novembertag eine Sternschnuppe am 36 Meter hohen Übungsturm mit der markanten Notrufnummer 118 (siehe Titelbild). «Diese Symbolik bedeutet uns sehr viel. Der Stern hat beim Feuerwehrverein der Stadt Bern eine lange Tradition – erst in der Feuerwehrkaserne Viktoria im Breitenrain-Quartier und seit Dezember 2014 am Feuerwehrstützpunkt Forsthaus West an der Murtenstrasse. Die Sternschnuppe leuchtet am 1. Adventssonntag die besinnliche Weihnachtszeit ein», sagt Edi Spicher. Für Kevin Lehmann gehört der Dienst an Weihnachten und Silvester zum Berufsleben. Der 32 Jahre alte Emmentaler wird die Festtage ohne seine russische Ehefrau und die beiden Kinder verbringen, die dann in St. Petersburg sein werden. Lehmann stellt sich vor, das neue Jahr mit einem Glas alkoholfreien Champagner zu begrüssen – wenn keine besonderen Vorkommnisse zu vermelden sind. «An Silvester 2015 wollten wir gerade anstossen, als um 23.50 Uhr der Alarm losging. Wir wurden gerufen, weil eine Rakete in ein Dach eingeschlagen hatte», sagt Lehmann.

Sonja Springer erzählt eine andere Geschichte. Sie ist Mitarbeiterin der Kantonspolizei Bern. Die 39 Jahre alte Langnauerin stärkt am Weihnachtstag durch ihre Patrouillen-Tätigkeit unter anderem das subjektive Sicherheitsgefühl des Bürgers. Die Adventszeit nimmt sie als ruhig und besinnlich wahr. «Die Menschen sind entspannter. Es ist schon vorgekommen, dass wir auf dem Berner Weihnachtsmarkt von einem dankbaren Bürger ein Glas Glühwein offeriert bekamen. Diese gut gemeinte Geste mussten wir aber ablehnen», sagt Springer.

Mit Feuerwehrleuten hat die Bevölkerung gewöhnlich weniger Berührungsängste als mit Angehörigen der Polizei. Plakativ formuliert: Die eine Blaulichtorganisation hilft bei Notfällen, die andere häufig bei Konfliktsituationen. Feuerwehrmann Edi Spicher erinnert sich an die verheerenden Überschwemmungen in der Berner Altstadt in den Jahren 1999 und 2005. «Wir mussten zweimal die gleichen Geschäftsräume auspumpen. Als wir später einmal durchs Mattequartier gefahren sind, erkannte uns die Ladenbesitzerin. Sie hielt uns an, umarmte uns und gab uns als Zeichen ihrer Dankbarkeit ein Küsschen.»

Sie wird am 25. Dezember im Schichtbetrieb arbeiten. «Dafür bekomme ich über Silvester und Neujahr frei. Das passt schon», sagt die Emmentalerin. Um anzufügen: «Ich freue mich auf die weihnachtliche Stimmung auf der Polizeiwache Ostring. Vor Arbeitsbeginn werden wir gemeinsam leckere Steaks vom Tischgrill geniessen. Die Männer organisieren das Fleisch, wir Frauen bringen die übrigen Zutaten.» Katja Röthlisberger unterstützt Sonja Springer am Weihnachtstag bei der Patrouillen-Tätigkeit in der Stadt Bern. Auch für die 26 Jahre alte Bernerin ist es nichts Aussergewöhnliches, an einem Feiertag eingesetzt zu werden. «Es ist ja keine Überraschung. Wir kennen den Dienstplan schon seit Langem», sagt Röthlisberger. Also Business as usual? «Nicht unbedingt», antwortet die Mitarbeiterin der Kantonspolizei Bern mit einem Lächeln im Gesicht, «vielleicht bringt meine Schwester wieder Weihnachtsguetzli auf die Wache – so wie im vergangenen Jahr an Heiligabend.»

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Thomas Wälti

Les sapeurspompiers et les policiers de service pour Noël De nombreux sapeurs-pompiers et policiers seront de service pendant les jours de fête. Les équipes de secours en plus des missions peu habituelles - célèbreront Noël et le Jour de l’An en dégustant des steaks grillés et en buvant du champagne sans alcool. TWä.

Ceux qui pensent que les organisations sanitaires ne s'occupent pendant les fêtes de Noël que des arbres qui brûlent se trompent. « Le nombre d’incendies dans cette période diminue d’année en année », dit le sapeur-pompier Edi Spicher. Avant d'ajouter : « Les gens sont plus conscients des dangers grâce aux réseaux sociaux. D'autre part, les sapins sont de plus en plus décorés de bougies électriques. Une autre raison est que les arbres de Noël et les couronnes de l’Avent n'ont plus la même importance chez les jeunes que chez les anciens. » Spicher travaille depuis 1989 à la caserne des sapeurs-pompiers de Berne. Il sera de service le 25 décembre prochain, pour que d'autres puissent passer de bonnes fêtes. « Cela ne me dérange pas. J'ai choisi un métier pour lequel il faut être disponible 24 heures sur 24. Je ferais simplement mon travail pour Noël. Mes parents et ma copine sont compréhensifs, car ils ont l’habitude que je travaille à des horaires irréguliers. » Un sourire se dessine sur son visage, et le bernois de 51 ans continue : « Le Jour de Noël, je vais commencer par ranger le bureau, puis j‘irais discuter avec mes collègues de travail. À ce momentlà, nous sommes généralement plutôt au calme. » Sport, formation continue, entretien des véhicules et repos : ce sont quelques-unes des activités que les 20 sapeurs-pompiers exécutent pendant leur temps de travail en équipe de 24 heures quand il n’y a pas d'incendie.

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Un Jour de l’An dans un grenier Malgré le calme et le recueillement de cette période, il arrive toujours des situations exceptionnelles. Comme par exemple pour la Nuit du millénaire 1999 / 2000. « Nous avons passé le Jour de l’An dans un grenier. Un arbre de Noël ayant pris feu Tscharnerstrasse dans le quartier de Mattenhof à cause de ses vieilles branches très sèches, son propriétaire paniqué l’avait balancé en feu par-dessus le balcon et il avait atterri dans un grenier qui avait commencé à brûler », explique Andreas Rüfenacht. « Tout à coup, nous avons entendu les cloches de l’église sonner - autour de minuit. Nous avons regardé en direction du Gurten et nous avons pu profiter d’un superbe feu d'artifice. » Andreas Rüfenacht sera lui aussi de service le jour de Noël – pour la dernière fois de sa vie. Ce bernois de 60 ans partira en retraire anticipée au mois d’avril 2018, après 37 ans de bons et loyaux services auprès des sapeurs-pompiers professionnels. « Le 25 décembre sera un jour comme les autres. Seul le repas confectionné par un traiteur devrait être plus festif que d’habitude. » Il rattrapera la fête manquée avec sa famille le jour de la Saint Etienne, die Rüfenacht. Alors qu’autrefois, la lutte contre les incendies représentait environ 90% des

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interventions, la situation a aujourd’hui évolué : sur les 2'300 interventions réalisées chaque année par les sapeurspompiers de Berne, seul 10% concernent des incendies. Plus de 50% des interventions concernent tous types d’opérations de secours - interventions de sauvetage de personnes et d'animaux, pour des dommages dus à la neige, à l’eau, aux orages ou aux éclairs, interventions techniques et même pour évacuer des insectes. Dans 30% des cas, les sapeurs-pompiers sont appelés par des alarmes automatiques.

Photo exclusive d'une étoile filante En exclusivité pour le magazine Blaulicht, et ainsi plus tôt que d’habitude en ces jours de novembre, les sapeurspompiers de Berne ont installé en haut d'une tour d’entraînement de 36 mètres une étoile filante avec le numéro d’appel d’urgence 118 (voir photo de couverture). « La symbolique est importante pour nous. L'étoile a déjà une longue tradition au sein de l’Association des sapeurs-pompiers de Berne - d'abord dans la caserne des pompiers Viktoria dans le quartier de Breitenrain, et également depuis décembre 2014 dans la caserne des pompiers Forsthaus West sur la Murtenstrasse. L'étoile filante qui brille généralement dès le 1er samedi de l’Avent lance la période de Noël », dit Edi Spicher.


[ Rédaction ]

En intervention : Sonja Springer (à gauche) et Katja Röthlisberger patrouilleront le 25 décembre.

Kevin Lehmann pense que le fait d’être de service pour Noël ou pour le Jour de l’An fait partie du métier. Ce jeune homme de 32 ans, originaire d’Emmental, passera les fêtes de fin d'année sans sa femme russe et ses deux enfants, qui se trouveront à St. Pétersbourg à ce moment-là. Lehmann se voit commencer la nouvelle année avec un verre de champagne sans alcool - si toutefois aucun évènement spécial ne se signale. « Pour le réveillon du Nouvel An 2015, nous nous apprêtions à trinquer lorsque la sirène s’est déclenchée à 23 h 50 : nous avons été appelé car une fusée de feu d'artifice avait touché un toit », raconte Lehmann. La population a généralement moins peur des contacts avec les sapeurspompiers qu'avec les policiers. Autrement dit : l’une des organisations sanitaire aide en cas d’urgence, l’autre est plutôt amenée à gérer des situations de conflit. Le sapeur-pompier Edi Spicher se souvient des inondations dévastatrices survenues dans la vieille ville de Berne en 1999 et 2005. « Nous avons été obligés de pomper deux fois les mêmes locaux commerciaux. Plus tard, lorsque nous sommes passé dans le quartier de Matte, la commerçante nous a reconnus. Elle nous a arrêté, nous a pris dans ses bras et nous a fait une grosse bise pour nous remercier. »

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Kevin Lehmann

La police cantonale de Berne fera une grillade pour Noël Sonja Springer nous rapporte elle aussi une anecdote. Elle travaille à la police cantonale bernoise. Cette jeune femme de 39 ans, originaire de Langnau, contribue en patrouillant à apporter entre autres un sentiment de sécurité à la population. Elle apprécie la période de l’Avent comme une période de calme et de recueillement. « Les gens sont plus détendus. Il peut arriver qu’un citoyen reconnaissant nous offre spontanément un verre de vin chaud sur le marché de Noël de Berne. Mais nous sommes obligés de refuser ce geste bien intentionné», dit Spinger. Elle travaillera en équipe le 25 décembre. « En contrepartie, je serais libre pour le Jour de l’An. Cela me va. », dit la jeune femme d’Emmental. Avant d'ajouter : « J’aime beaucoup l'ambiance de Noël qui règne au poste de police de l’Ostring. Avant de commencer le travail, nous mangerons ensemble de délicieux steaks grillés sur des barbecues de table. Les hommes s’occupent de la viande, les femmes apportent le reste. » Katja Röthlisberger patrouillera avec Sonja Springer le jour de Noël dans la ville de Berne. Rien de surprenant non plus pour cette jeune bernoise de 26 ans dans le fait de travailler un jour de fête. « Ce n’est pas une surprise. Nous sommes informés du planning de service longtemps à l’avance », explique Röthlisberger. Alors, rien de nouveau ? « Pas vraiment », réponds cette employée à la police cantonale de Berne en souriant, « peut-être que ma sœur nous apportera des biscuits de Noël pendant la garde comme elle l’a fait l’année dernière pour le réveillon de Noël. »

Les clés de la réussite Les sapeurs-pompiers professionnels bernois doivent avoir quitté la caserne au maximum 120 secondes après le déclenchement de la sirène. Les équipes de secours atteignent généralement le parc de véhicules par les barres. Si l’alerte est déclenchée par un objet équipé d’une alarme incendie, les intervenants réceptionnent dans le hall de départ une boîte de transport envoyée par tube pneumatique par la centrale d’intervention des sapeurs-pompiers. Le conteneur cylindrique contient les clés de l'objet, ainsi que des cartes ou des plans. 6'000 clés sont ainsi conservées dans le centre de renfort de Forsthaus West à Berne. Elles appartiennent aux quelques 1'000 systèmes d’alarme incendie. Les objets couvrent plus de 2'000 zones individuelles. Toutes les clés sont systématiquement classées et marquées en conséquence. Pour les objets avec une alarme incendie, les sapeurs-pompiers professionnels disposent également de plans détaillés. Pour les objets sans informations correspondantes, les sapeurs-pompiers suivent leurs cartes. Les cartes contiennent également des itinéraires d’urgence et un contrôleur des feux de signalisation, ainsi que des informations spécifiques sur l’itinéraire.

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[ Redazione ]

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Vigili del fuoco e polizia in servizio a Natale Molti membri del corpo di polizia e dei vigili del fuoco devono lavorare nei giorni festivi. Le forze di soccorso, oltre a essere impegnate in interventi non proprio giornalieri per Natale e l’ultimo dell’anno, festeggiano con bistecche alla griglia e champagne analcolico. TWä.

Spicher lavora dal 1989 nel Corpo permanente dei vigili del fuoco di Berna. Il 25 dicembre egli presterà servizio di reperibilità per permettere ad altre persone di festeggiare in tutta serenità. «A me non cambia. Ho scelto apposta un lavoro 24 ore su 24. A Natale non farò altro che svolgere il mio lavoro. I miei genitori e la mia fidanzata lo comprendono, e infatti sono abituati al fatto che lavoro senza regolarità.» Sul suo viso scivola un sorriso compiaciuto quando il 51enne bernese afferma: «Il giorno di Natale metterò in ordine l’ufficio e poi mi farò una chiacchierata con i colleghi di lavoro. In questo periodo, in genere, la situazione è più tranquilla.» Sport, formazione continua, manutenzione dei vicoli e riposo sono alcune delle attività che i 20 pompieri svolgono nel loro servizio di turno sulle 24 ore quando non ci sono allarmi.

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Thomas Wälti

Il 31 dicembre nel sottotetto

Pronti per partire: con l’autoscala articolata, i pompieri Andreas Rüfenacht, Kevin Lehmann e Edi Spicher (da sinistra) possono raggiungere un’altezza massima di lavoro di 32 metri.

Chi crede che a Natale, presso le organizzazioni di pronto intervento, tutto ruoti attorno ad alberi in fiamme si sbaglia. «Il numero di incendi in questo periodo è in diminuzione da anni» afferma il pompiere Edi Spicher. Per poi aggiungere: «Al giorno d’oggi, grazie ai social media, le persone sono sensibilizzate

sui pericoli. Inoltre, all’albero vengono sempre più spesso appese candele elettriche. Un ulteriore motivo è costituito dal fatto che gli alberi di Natale e le corone dell’Avvento non hanno più, per i giovani, lo stesso significato di un tempo.»

Nonostante la calma e il clima di festa, di tanto in tanto si verificano delle eccezioni. Come ad esempio la notte del millennio 1999/2000. «Abbiamo trascorso la notte di Capodanno in un sottotetto. Poiché nella Tscharnerstrasse, nel quartiere Mattenhof, un albero di Natale aveva iniziato a prender fuoco a causa dei suoi rami lunghi e secchi, il proprietario, per paura, lo aveva messo sul balcone, esattamente sotto il sottotetto, che poco dopo ha iniziato ha bruciare» afferma Andreas Rüfenacht. «A un certo punto abbiamo sentito le campane della chiesa risuonare: era mezzanotte. Abbiamo dato un’occhiata in direzione del Gurten e abbiamo visto divampare imponenti fuochi d’artificio.» | blaulicht | gyrophare bleu | girofaro

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Bilder: Land Rover (1), ASSR (2)

Schleudern und Driften mit Spass an der Sache – bei ASSR-Antischleudertrainings ist Driften in jeder Jahreszeit garantiert.

Wenn Pflicht und Kür eins werden Autos im Grenzbereich der Physik kontrollieren zu können, ist der Wunsch vieler Autofahrer und das tägliche Geschäft der Antischleuderschule Regensdorf (ASSR). Fachwissen und Humor mischen die ASSR-Profis für ihre Kurse in Theorie und Praxis auf Asphalt und im Gelände. So bleibt der Lerneffekt hoch und der Spassfaktor nicht auf der Strecke. «Einen kühlen Kopf zu bewahren, anstatt hektisch oder panisch zu reagieren, ist am wichtigsten», sagt Markus Rhyner und erklärt: «Ausserdem müsst ihr beim Gegenlenken immer dorthin schauen, wo ihr hinmöchtet, und nicht dorthin, wo das Auto hinzuschleudern droht.» Die anstehende Übung stellt eine Ausweichsituation nach. Einen nach dem anderen schickt der ASSR-Zentrumsleiter die Kursteilnehmer auf die Rutschfläche des Regensdorfer Testgeländes. Der Reibwert des nassen Belags gleicht dem von Glatteis. Deswegen reicht eine minimale Lenkbewegung beim Versuch auszuweichen, dass die Autos ausbrechen und quer über die Bahn schleudern. Wer es mit mehr als Tempo 40 versucht, hat kaum eine Chance, sein Auto wieder in die ursprüngliche Fahrspur zurückzusteuern. «Wer es nie übt, ein schleuderndes Auto wieder auf Kurs zu bringen, braucht in einer realen Extremsituation nicht zu hoffen, dass er es schafft», gibt Rhyner zu bedenken.

Für jeden etwas dabei Egal ob normales Auto, Wohnmobil oder Lieferwagen samt Anhänger – mit

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nahezu jedem Fahrzeugtyp kann man beim ASSR-Antischleudertraining ins Schlingern geraten, um den Grenzbereich auszuloten. Für noch abwechslungsreichere praktische Fahrübungen hat die ASSR seit November 2017 ihre Anlage um einen 4000 Quadratmeter grossen Offroad-Parcours erweitert. Kombiniert mit einem Antischleudertraining kann man nun auch das Fahrverhalten von SUVs in Steigungen und Gefällen, bei Schräg- und Verschränkungsfahrten, im Bachbett mit riesigen Steinen und auf einer Wippe testen und so bei reichlich Spass und Action die eigenen Grenzen und Möglichkeiten eines Autos im Gelände kennenlernen.

Die Autowippe erfordert Geschick und Mut. Jederzeit werden Teilnehmer unterstützt, Hemmungen zu überwinden.

Das sogenannte Bachbett simuliert eine Flussdurchfahrt über grobe Steine.

Generell richtet sich das abwechslungsreiche Kursangebot der ASSR (www.assr.ch) an Privat- und Berufsfahrer, die bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit unterwegs sind. In speziellen Kursen werden die Teilnehmer auf brenzlige Situationen vorbereitet, in die sie täglich geraten können. Die Rutschflächen des Testgeländes und der neue Offroad-Park bieten während des ganzen Jahres optimale Voraussetzungen zu trainieren, wie man ein schleuderndes Auto wieder unter Kontrolle bringt oder die Technik eines Geländewagens abseits asphaltierter Strassen sicher und materialschonend nutzt. Text: Mathias Wohlfeld


[ Redazione ]

Mentre, un tempo, il servizio antincendio costituiva più del 90% degli interventi, la situazione di oggi è diversa: dei pressapoco 2'300 interventi all’anno del Corpo permanente dei vigili del fuoco di Berna, circa il 10% è rappresentato da incendi. Più del 50% sono servizi ausiliari di qualsiasi tipo: soccorso a persone e animali, danni causati da neve, acqua, tempeste e fulmini, prestazioni tecniche di aiuto fino a insetti. In circa il 30% dei casi i vigili del fuoco intervengono per allarmi automatici.

Immagine in esclusiva della stella cadente In esclusiva per la rivista Girofaro blu e, quindi, un po' prima del solito, in questo giorno di novembre il Corpo permanente dei vigili del fuoco di Berna installa una stella cadente sulla torre di esercitazione, alta 36 metri, con il numero di emergenza 118 in bella vista (vedi illustrazione di copertina). «Questo simbolo per noi vuol dire molto. Per la Federazione dei pompieri di Berna la stella ha una lunga tradizione, prima nella caserma Viktoria nel quartiere Breitenrain e, dal dicembre 2014, nella stazione dei vigili del fuoco Forsthaus West nella Murtenstrasse. La stella cadente verrà accesa la 1° domenica di Avvento e illuminerà il periodo natalizio» dichiara Edi Spicher. Per Kevin Lehmann, prestare servizio il giorno di Natale o la notte di Capodanno fa semplicemente parte di questo lavoro. Il 32enne originario dell’Emmental trascorrerà le festività senza la moglie russa e i suoi due figli, che saranno invece a San Pietroburgo. Lehmann si immagina di dare il benvenuto all’anno nuovo con un bicchiere di champagne analcolico, salvo che succedano fatti particolari. «Il 31 dicembre 2015 volevamo brindare quando alle 23.50 è partito l’allarme. Siamo stati

chiamati perché un razzo aveva urtato contro un tetto» racconta Lehmann. La popolazione ha generalmente meno paura di entrare in contatto con i pompieri che con i poliziotti. Detta come sta, l’una organizzazione di pronto soccorso presta infatti aiuto in caso di emergenza, l’altra, spesso, in situazioni di conflitto. Il pompiere Edi Spicher ricorda le devastanti inondazioni che hanno colpito il centro di Berna negli anni 1999 e 2005. «Abbiamo dovuto pompar fuori l’acqua due volte dagli stessi locali commerciali. Quando, più tardi, siamo passati per il centro di Berna, la proprietaria del negozio ci ha riconosciuti, ci ha fermati, ci ha abbracciati e, in segno di riconoscenza, ci ha baciati.»

Polizia cantonale di Berna con un sorriso sulle labbra «magari mia sorella ci porta sul lavoro dei biscottini come è successo l’anno scorso alla Vigilia di Natale.»

La Polizia cantonale di Berna griglia il giorno di Natale Sonja Springer racconta un’altra storia. Lei è una collaboratrice della Polizia cantonale di Berna. Il giorno di Natale, con la sua attività di pattugliamento, la 39enne, originaria di Langnau, rafforzerà il senso di sicurezza soggettivo dei cittadini. Il periodo dell’Avvento è per lei sereno e tranquillo. «Le persone sono più rilassate. È già successo di essere fermati al mercatino di Natale di Berna e di ricevere offerto da un cittadino un bicchiere di vin brulè in segno di gratitudine. Questi gesti di riconoscenza dobbiamo però rifiutarli» afferma la Springer. Il 25 dicembre lavorerà in turno. «In cambio, avrò libero il 31 dicembre e Capodanno. Va bene così» dice la Springer, originaria dell’Emmental. Per poi aggiungere: «Mi godo l’atmosfera natalizia al posto di polizia dell’Ostring. Prima di prendere il servizio ci gustiamo assieme delle succose bistecche alla griglia. Gli uomini organizzano la carne, le donne portano gli altri ingredienti.» Katja Röthlisberger supporta Sonja Springer il giorno di Natale nell’attività di pattugliamento nella città di Berna. Anche per la 26enne bernese non c’è nulla di straordinario nel lavorare in un giorno di festa. «Non è una sorpresa: conosciamo il calendario di servizio da mese» dice la Röthlisberger. Quindi, business as usual? «Non necessariamente» risponde la collaboratrice della

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Anche Andreas Rüfenacht presterà servizio il giorno di Natale, l’ultimo della sua vita. Il 60enne bernese andrà in pensione anticipata nell’aprile 2018, dopo 37 anni di lavoro presso il Corpo permanente dei vigili del fuoco. «Il 25 dicembre sarà un giorno come tutti gli altri. L’unica differenza consisterà nel cibo, preparato per l’occasione, fornito dal servizio catering». Il giorno di Santo Stefano recupererà la mancata distribuzione dei doni con la famiglia, aggiunge Rüfenacht.

Kevin Lehmann

[ italiano ]

La chiave del successo Al più tardi 120 secondi dopo che si è udito l’allarme i pompieri del Corpo permanente dei vigili del fuoco di Berna devono uscire. Spesso le forze di soccorso scendono al parco veicoli servendosi di pertiche. Se l’allarme riguarda un immobile dotato di impianto antincendio, chi interviene riceve in consegna una scatola spedita poco prima dalla centrale di intervento dei vigili del fuoco mediante il sistema della posta pneumatica Nel contenitore cilindrico si trovano le chiavi dell’immobile oltre alle mappe o alle piante. 6'000 sono le chiavi custodite presso la stazione dei pompieri Forsthaus West di Berna. Esse appartengono a circa 1'000 impianti antincendio. Gli immobili ricoprono circa 2'000 settori singoli. Tutte le chiavi sono disposte con sistematicità e conformemente contrassegnate. Per gli immobili con impianto antincendio il Corpo permanente dei vigili del fuoco di Berna dispone di piantine dettagliate. Gli immobili che ne sono sprovvisti vengono raggiunti dai vigili del fuoco con proprie carte stradali. Le carte comprendono anche i tragitti da seguire per le emergenze, i semafori ed eventuali particolarità presenti lungo il percorso. | blaulicht | gyrophare bleu | girofaro

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SICHERHEIT 2017 in Zürich

Kleiner, kompakter und trotzdem attraktiv

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David Biedert

Nach vier spannenden Messetagen schloss die SICHERHEIT 2017 letzten Freitag ihre Tore. Sie war quantitativ kleiner als in den Vorjahren, qualitativ aber die ungebrochen feine und wichtige zentrale Plattform der Schweizer Sicherheitsbranche.

Die SICHERHEIT 2017 zog erneut interessierte Fachbesucher an.

Die SICHERHEIT 2017 und der messebegleitende SICHERHEIT-Fachkongress 2017 zogen vom 14. bis 17. November 2017 rund 6'500 Besucher und Kongressteilnehmer an. Die über 140 Aussteller, Verbände und Verlage präsentierten ihnen eine breite Palette an Angeboten. Die Besucher schätzten das kompakte Branchenbild während einer Woche und an einem zentralen Ort, die Aussteller freuten sich über die hohe Qualität der Fachbesucher und über die Gelegenheit, im digitalen Zeitalter wichtige persönliche Kontakte zu pflegen und zu knüpfen.

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«Es kamen zwar weniger Leute als vor zwei Jahren, aber es waren die richtigen Leute», sagt Oliver Laube, Direktor Marketing Deutschland, Österreich, Schweiz von Ascom. «Wir haben erklärungsbedürftige Produkte, die wir den Fachbesuchern näherbringen möchten. Man muss sie selbst ausprobieren und erfahren können. Das geht nicht im Internet. Deshalb ist die SICHERHEIT eine ideale Plattform für uns.» Für Stefan Schröder, Inhaber und CEO der EOTEC AG, stehen die persönlichen Kontakte ohnehin im Zentrum des Messeauftrittes: «Die SICHERHEIT hat für

uns einen hohen Stellenwert, nicht nur um Produkte zu zeigen, sondern vor allem wegen des Networkings, das wir hier sehr gut betreiben können.»

Positive Eindrücke trotz hinterfragtem Gesamtgebilde Die SICHERHEIT 2017 fand auf komprimierter Nettofläche und nur noch in drei Messehallen statt. Auf das Schwerpunktthema «Risikomanagement von Naturgefahren» wurde dieses Jahr


[ deutsch ]

gänzlich verzichtet. Auch sagten einige Grossaussteller ihre Messeteilnahme ab und die rund 40 Neuaussteller konnten diese Flächenverluste nicht kompensieren. «Das macht die SICHERHEIT 2017 zwar kleiner, kompakter, aber nicht weniger attraktiv und garantiert somit in kurzer Zeit einen breiten Überblick über die aktuelle Sicherheitsbranche der Schweiz», sagt Messeleiter Heinz Salzgeber.

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Bilder: Martin Koller

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David Biedert

Roger Isler, Verkaufsleiter der SALTO Systems AG, hatte nichts gegen die Absenz einiger Mitbewerber: «Mich erstaunt, dass die Messe kleiner wurde, denn für uns ist die SICHERHEIT eine sehr wichtige Messe», sagt Isler. «Wir hatten viele Besucher am Stand und qualitativ sehr hoch stehende Kontakte geknüpft. Und wir profitierten sicherlich davon, dass manche Mitbewerber nicht hier sind.» Roman Hesse, Leiter Verkauf der SEA Schliess-Systeme AG, stimmt dem zu: «Innerhalb der Sicherheitsbranche ist die SICHERHEIT für uns die wichtigste Messe. Wir hatten zwar weniger Besucher am Stand als in den Vorjahren. Aber besonders weil einige Mitbewerber fehlten, konnten wir mit zahlreichen Besuchern sehr interessante Gespräche führen. Unser Fazit ist absolut positiv.» Dies zeigt sich auch in der hohen Qualität der Fachbesucher. Denn die Besucher überzeugen tatsächlich weiterhin durch eine hohe Entscheidungskompetenz. Rund 75 Prozent von ihnen sind Entscheider in ihren Unternehmen, die in den unterschiedlichsten Branchen tätig sind.

Attraktive Rahmen­ veranstaltungen

resümiert Sales Consultant Christoph Säuberli.

Gut besucht wurden auch der «HistoryTunnel» und «IPS – Innovationspark SICHERHEIT», die zwei neuen Plattformen in der Messe, die zusätzliche Möglichkeiten zum Netzwerken boten. Während der «History-Tunnel» mit verschiedenen bekannten Ausstellern Blicke in die Vergangenheit der Sicherheitsbranche ermöglichte, zum Beispiel auf alte Defibrillatoren und Brandmeldeanlagen, waren am «IPS – Innovationspark SICHERHEIT» zukunftsträchtige Entwicklungen von rund 15 Ausstellern zu sehen. Unter anderem stellte die Firma Intercard AG dort aus: «Ob aus Banken, der Industrie oder von Bahnbetrieben, die Besucher am Stand waren sehr heterogen und ich hatte immer zu tun»,

Der messebegleitende SICHERHEITFachkongress fand zwar bereits zum 21. Mal statt, aber zum ersten Mal war er komplett in die Messehallen integriert. Knapp 1'000 Teilnehmer besuchten die 13 Themenmodule und die Aussteller schätzten die neu gewonnene Nähe zu den Kongressteilnehmern sehr. «Die Integration in die Messehallen ist sicher gelungen», sagt Kongressveranstalter Markus Good, SAVE AG. «Es macht Sinn, die Wissensvermittlung und die Fachausstellung unter ein Dach zu bringen. Nur an der Akustik und an der Geräuschkulisse müssen wir noch etwas arbeiten, damit sich die Teilnehmenden künftig noch ungestörter auf die Referate konzentrieren können.»

Blaulicht bedankt sich für die interessanten Gespräche an unserem Stand.

Ausblick Als Nächstes zieht die Messe SICHERHEIT wieder in die Westschweiz. Die 5. SECURITE LAUSANNE findet im Herbst 2018 – vom 14. bis 16. November 2018 in der Expo Beaulieu in Lausanne statt. Alle Informationen hierzu findet man unter www.securite-expo.ch.

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[ deutsch ]

Eine kostenlose 30-Tage-Demoversion von SCENE 7.1 steht zum Download bereit auf www.faro.com/resource/scene7/.

Optimale Unterstützung für alle VR-Anwendungen

FARO® bringt Virtual-Reality-fähige Software SCENE 7.1 auf den Markt

Scans mit dem FARO Freestyle und einem FOCUS Laserscanner lassen sich in SCENE 7.1 einfach kombinieren.

Korntal-Münchingen, 10. November 2017 – FARO® (NASDAQ:FARO), der weltweit führende Anbieter für Produktdesign, Öffentliche Sicherheit BIM/ CIM im Bausektor und öffentliche Sicherheit/Forensik, gibt die Einführung seiner Virtual-Reality-fähigen Software FARO® SCENE 7.1 bekannt. FARO SCENE 7.1 ermöglicht ein immersives VR-Erlebnis mit Inte­gration detaillierter fotografischer Texturen sowie Oberflächendetails eines Objekts und einem so schnellen Rendering von 3D-Scandaten, dass diese in Echtzeit realisiert erscheinen.

Produktivitätssteigerung mit Virtual Reality

Immersives Virtual-Reality-Erlebnis

SCENE 7.1 geht weit über das Konzept «Mehr sehen, um besser zu verstehen» hinaus, das in den meisten industriellen VR-Lösungen zur Anwendung kommt. Es steigert ausserdem die Produktivität, weil die Anwender Screen­ shots erstellen, Kommentare oder Notizen zu Abbildungen einfügen und in Echtzeit in der Systemübersichtskarte navigieren können – all das, ohne dafür die Virtual-Reality-Umgebung verlassen zu müssen.

Mit SCENE 7.1 können Anwender über ein kompatibles VR-Headset komplette Projekte mit allen relevanten Scans in

Zusammenführung der Scandaten aus terrestrischen und handgeführten FARO-Systemen

SCENE 7.1 ist für das LaserscannerProduktportfolio von FARO – etwa für den Focus oder Freestyle – optimiert, doch die Software ist geräteneutral und kann 3D-Scandaten von anderen, nicht von FARO stammenden Laserscannersystemen nahtlos aufnehmen und handhaben.

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voller 3D-Virtual-Reality bequem im Büro oder am Arbeitsplatz ansehen. Dies erweitert die Vorzüge von Scansystemen erheblich und verkürzt die Projektzyklen: Fachleute in den Bereichen Architektur, Ingenieurwesen und Bau können die Realität nun schnell abbilden und vergleichen, um beispielsweise Bestandsdokumentation auszuwerten.

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Früher besassen die FARO-Produkte Focus und Freestyle ihre eigenen speziellen Passmarken zur Kennzeichnung von Scanbereichen oder spezifischen Zielen, die nicht zwischen den Scangeräten ausgetauscht werden konnten. Mit der erweiterten Funktionalität von SCENE 7.1 können nun beide Gerätetypen sowohl kodierte Passmarken austauschen als auch die Registrierung von Scans aus beiden Geräten überprüfen – in einem einzigen, in Echtzeit erstellten Registrierungsbericht. Dies gewährleistet einen direkteren Workflow zwischen diesen Geräten und ermöglicht so die schnellere Fertigstellung von Projekten. Dies ist die dritte grosse Produkteinführung von FARO während des letzten Jahres in diesem Bereich und wir erwarten, dass unsere Kunden nun – dank des Zugriffs auf in Echtzeit simulierte Realitätsdaten – in virtuellen Projektumgebungen einfacher interagieren und dadurch ihre Planungsprozesse konkreter und weniger fehleranfällig gestalten können. Weitere Informationen sind unter www.faro.com verfügbar.


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ASC ist ein weltweit führender Softwareanbieter im Bereich OmniChannel Recording, Qualitätsmanagement und Analytics. Zu unseren Kunden zählen alle Unternehmen, die ihre Kommunikation aufzeichnen, insbesondere Organisationen der öffentlichen Sicherheit, Contact Center und Finanzdienstleister.

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Blaulicht 6/6 2017  
Blaulicht 6/6 2017  

Blaulicht Ausgabe Dezember 2017

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