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JAHRESBERICHT 2016

der Geschäftsstelle des Branchenverbandes Schaffhauser Wein, an den Vorstand, die Delegierten und Interessenten

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EINLEITUNG

Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren und die Balance zwischen Tradition und Innovation führt in eine erfolgreiche Zukunft. Der Branchenverband Schaffhauser Wein wirbt seit 2002 mit dem Label «Schaffhauser Blauburgunderland» für die regionalen Weine und Weinerlebnisse. Dazu nutzt er auch die Plattformen der verschiedenen Partner. Dazu gehören unter anderem • Genussregion Wilchingen, Osterfingen, Trasadingen • Regionale Naturpark Schaffhausen • Projekt «Internationaler Weintourismus am Bodensee» Eine grenzüberschreitende und die Vierländerregion Bodensee umfassende Kooperation zwischen Partner aus Wein- und Tourismuswirtschaft. Die zehn Partner setzen sich aus den Tourismusorganisationen Internationaler Bodensee Tourismus GmbH, Schaffhauserland Tourismus, Thurgau Tourismus, St. Gallen Tourismus und Bodensee-Vorarlberg Tourismus GmbH zusammen. Die Branchenverbände der Winzer BodenseeWein e.V., Schaffhauser Blauburgunderland, Thurgau-Wein und Rheintal Wein sowie dem Verein der Weinbautreibenden Vorarlbergs machen das besondere «Cuvée» aus Tourismus und Weinbau komplett. Die Weinregion Bodensee startete 2013 mithilfe der Interreg IV, der Europäischen Union und der Schweizer Eidgenossenschaft zur Förderung des Internationalen Weintourismus am Bodensee und wird erneut durch Interreg von 2016 bis 2018 unterstützt. Weinerlebnisse gehören zum Tourismus und der Tourismus gehört zum Wein. Deshalb nutzt der Branchenverband Schaffhauser Wein wo immer möglich Synergien um gemeinsam mit touristischen Organisationen aufzutreten. Ein für das Schaffhauser Blauburgunderland bedeutender und wichtiger Partner ist der Verein Schaffhauserland Tourismus. Die Tourismusorganisation, als zentraler Ansprechpartner für Gästeanfragen und Koordinator verschiedener touristischer Produkte, nutzt die Voraussetzungen und macht wo immer möglich auf Wein, Weinbau, Winzer und Weinerlebnisse im Schaffhauser Blauburgunderland aufmerksam.

Geschäftsstelle des Branchenverbandes Schaffhauser Wein

Beat Hedinger Im Februar 2017

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Eine übergreifende touristische Organisation ist wichtig, damit die touristischen Produkte einer Region funktionieren und vermarktet werden können. Durch diese wertvolle Zusammenarbeit entstehen Synergien, die auch den Reb- und Wein­ bauern zugute kommen. So wird die vielfältige Tradition, die Qualität und die Innovation der einheimischen Weinschaffenden des Schaffhauser Blauburgunderlandes wahrgenommen und unsere Weinregion bleibt im Gespräch. Die koordinierte Zusammenarbeit aller betroffenen sowie branchennahen Organisationen und die zahlreichen attraktiven strategischen Querverbindungen sind nötig, damit die Produkte des Schaffhauser Blauburgunderlandes erfolgreich vermarktet werden können.


DAS REB- UND WEINJAHR 2016. Die eisig-klare Nacht von Ende April verursachte lokal teilweise erhebliche Frostschäden in den Reben; da half auch der Helikoptereinsatz in Hallau gegen die drohenden Frostschäden wenig bis nichts. Das nasse Wetter ab Mai liess die Reben stark wachsen und der Falsche-MehltauPilz breitete sich aus. Zudem wuchs auch die Population der Kirschessigfliege (KEF). Die Winzer waren sehr gefordert. In verdankenswerter Weise ermöglichten der regenarme und sonnige September und Oktober, sowie die kühlen Nächte im Oktober die Ernte eines sehr gesunden und gut ausgereiften Traubengutes 2016. Die Ernte im Berichtsjahr ist eine der kleinsten der letzten 15 Jahre. In die Kellereien gelangte aber ein optimal ausgereiftes und aromatisches Traubengut, mit sehr gutem Reifungspotenzial. NEWSLETTER. Der Newsletter des Branchenverbandes Schaffhauser Wein mit Informationen aus der Geschäftsstelle und mit dem Rebenmail der Fachstelle Weinbau Schaffhausen/Thurgau, wird an rund 300 interessierte Leserinnen und Leser verschickt. Die Auswertung der Newsletter-Statistik zeigt eine Öffnungsrate von über 90% auf, was beweist, dass diese Informationsmöglichkeit gewünscht und sehr rege genutzt wird.

VIELFÄLTIGE AUSZEICHNUNGEN. An verschiedenen Weinwettbewerben schneiden Weine aus dem Schaffhauser Blauburgunderland mit Spitzenresultaten ab. • AWC VIENNA: Die AWC Vienna (International Wine Challenge) ist die grösste offiziell anerkannte Weinbewertung der Welt. 2016 nahmen 11‘611 Weine aus 40 Ländern weltweit an dieser Blindverkostung in Wien teil. Dass die Weine der Rötiberg-Kellerei Wilchingen gleich fünf Gold-, zwei Silber- und eine Bronzemedaille gewonnen haben, ist eine tolle Bestätigung für das innovative Team der Rötiberg-Kellerei mit seinen Weinen, das sich auch über die Auszeichnung «Best Swiss Producer oft the year 2015» sehr freute. • DECANTER WORLD WINE AWARDS 2016 IN LONDON: Die Weinkellerei Rahm brillierte mit sechs Medaillen als beste Deutschschweizer Kellerei. Eine Goldmedaille erhielt die Weinkellerei Rahm für den Hallauer Pinot Noir an der Berliner Wine Trophy sowie eine Auszeichnung des Selection Pierre Diana x Chambourcin Barrique 2013 als bester Schweizer Regent am prestigträchtigen internationalen Bioweinpreis in DE-Bad Dürkheim.

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• PRIX MONDIAL DES PINOTS: Das Ranking des Mondial des Pinots widerspiegelt das Qualitätsniveau dieser Rebsorte. Beim einzigen internationalen Wettbewerb, der sich exklusiv den Weinen aus der Rebsorte Pinot widmet, dem «Mondial des Pinots» der Vinea, gingen drei Goldmedaillen an Betriebe des Schaffhauser Blauburgunderlandes: Aagne Familie Gysel, Weingut Lindenhof AG und Weinkeller.sh. Weinkeller.sh erhielt aus einem Feld von 76 Pinots blancs aus der ganzen Welt zudem den Spezialpreis «Prix Pinot blanc». Mit einer Silbermedaille wurden Schaffhauser Weine unter anderem von folgenden Betrieben ausgezeichnet: Gasser-Bircher Hallau, GVS Weinkellerei Schaffhausen, HWG Weine Wilchingen, Sonnengut-Weine Trasadingen und WeinStamm Thayngen. • INTERNATIONALE WEINPRÄMIERUNG ZÜRICH (IWPZ) AN DER EXPOVINA 2016: Mit 11 Gold- und 16 Silberdiplomen dominierten die Schaffhauser Weine das Feld der Deutschschweizer Kantone einmal mehr und auch klar. • INTERNATIONALER PIWI-WEINPREIS: Ein Qualitätswettbewerb für Weine aus pilzwiderstandsfähigen Reben. Grosses Gold erhielt der Weingärtlihof in Altdorf SH in der Kategorie «Dessertwein» für den Portalbertos Likörwein - Cabernet Jura - Auslese 2012 und Silber für den Cabernet Jura 2012 in der Kategorie «Rotwein» und in der Kategorie «Weisswein» für den Muscaris 2015.

NEWS

GRÜNDUNG REBBAUFORUM SH/TG. Am 14. Juli wurde im Schloss Charlottenfels in Neuhausen am Rheinfall das «Rebbauforum SH/TG» gegründet. Ziel des Forums sind aktuelle Fragestellungen und Zukunftsthemen zu diskutieren, das Einbringen von eigenen Erkenntnissen und Erfahrungen, rollende Planung und Priorisierung von Projekten, Austausch und Vernetzung mit anderen Gremien und Organisationen, begleitetes Anlegen von Versuchen und «austesten» von Verfahren, Wissenstransfers in der Praxis und Weiterbildung der Forums-Mitglieder. An der zweiten Sitzung im November wurden unter anderem verschiedene Versuchsresultate (KEF, Applikationstechnik, Raubmilbenmonitoring) vorgestellt. ERÖFFNUNG WIIPLATZ WILCHINGEN. Mitten in der Rebbaugemeinde Wilchingen konnte am 23. September ein «Wiiplatz» eröffnet werden. Die Initianten, Katrin und Markus Hedinger, von der gleichnamigen Weinkellerei, stellen den Platz gegen Entgelt auch Dritten zur Verfügung. Der «Wiiplatz» ist ein Projekt im Rahmen des PREWO (Projekt zur regionalen Entwicklung von Wilchingen, Osterfingen, Trasadingen), dessen Trägerschaft der Verein Genussregion Wilchingen, Osterfingen, Trasadingen ist. Dieser verfolgt das Ziel, die Region der drei Dörfer und ihre Weine noch stärker, besser im Markt zu positionieren und dadurch eine höhere Wertschöpfung und ein verbessertes Image zu erreichen. Der «Wiiplatz» ist ein Ort der Begegnung. Geplant sind zudem u.a. Weinevents mit musikalischem Rahmenprogramm.

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Fisch Wild Wein GENUSSWOCHEN IM SCHAFFHAUSER BLAUBURGUNDERLAND STEIN AM RHEIN, 1. BIS 30. NOVEMBER 2016

MARKTBEARBEITUNGSPROGRAMM 2016

FISCH, WILD UND WEIN. Vier Gastronomen aus Stein am Rhein haben sich zusammengetan und im November ihren Gästen ein Menu mit den drei Komponenten Fisch, Wild und Wein angeboten. Frischer Fisch aus dem Bodensee und Rhein, Wild aus unseren Wäldern, kombiniert mit knackigen, fruchtigen und geschmeidigen Weinen aus dem Blauburgunderland. Dazu referierten an einigen Abenden Experten zu einem der drei Bereiche. Das Angebot wurde mit einem «Fisch/Wild/ Wein»-Führer beworben. FAKTEN UND ZAHLEN: Auf zahlreichen gemischtwirtschaftlichen Bauernhöfen ist der Rebbau eher ein kleiner Betriebszweig und es gibt viele Leute, die hobbymässig oder im Nebenerwerb eine Rebparzelle bewirtschaften. • Mit 484 Hektaren Rebland liegt Schaffhausen, hinter dem Kanton Zürich, an zweiter Stelle in der Deutschschweiz. Der Anteil von Rebland an der landwirtschaftlichen Nutzfläche des Kantons Schaffhausen beträgt 3,6 Prozent. • Rund 440 Schaffhauser Betriebe produzieren Trauben. Gegen die Hälfte einer durchschnittlichen Schaffhauser Traubenernte werden von den grossen Kellereien Rimuss, GVS und VOLG verarbeitet und vermarktet. Mehr als die Hälfte der Schaffhauser Rebbetriebe (247) haben weniger als 51 Aren Rebfläche. Lediglich 18 Betriebe weisen eine Rebfläche von über 5 Hektaren auf (Landwirtschaftsamt, Zahlen und Fakten zur Schaffhauser Landwirtschaft, Februar 2015). Der Weinbau, resp. der Weinmarkt, ist einem harten Wettbewerb ausgesetzt und bei einer Traubenernte spielen viele Faktoren mit (Wetter, Schädlinge, Krankheiten etc.) die schlussendlich den Ertrag und die Qualität bestimmen. Das Schaffhauser Blauburgunderland nutzte wo immer möglich die verschiedenen Plattformen, um mit den Weinen aus dem Schaffhauser Blauburgunderland aufzutreten. VINORAMA. Die Vielfahlt der Weine aus dem Schaffhauser Blauburgunderland wird im Parterre des «Haus der Wirtschaft» am Herrenacker 15 in Schaffhausen präsentiert. Auch dieses Jahr wurde die Möglichkeit zum Degustieren, Vergleichen und Geniessen von Schaffhauser Weinen von vielen Firmen, Vereinen und Gruppen im Vinorama am Herrenacker 15 in Schaffhausen wahrgenommen und viele Einzelpersonen nutzten das Vinorama zum Weinkauf. Weine aus dem Schaffhauser Blauburgunderland sind auch im RHEINFALLSHOP von Schaffhauserland Tourismus am Rheinfall erhältlich. RESTAURANT 1584 IN DER BERGTROTTE OSTERFINGEN. In dem am 9./10. Oktober 2015 eröffneten Restaurant 1584 in der Bergtrotte Osterfingen können an der Weinwand 60 Weine aus dem Schaffhauser Blauburgunderland ausgewählt werden. Die Weine können vor Ort kredenzt oder auch über die Gasse gekauft werden. Alle Weine sind auch über den Online-Weinshop, www.bergtrotte.ch/shop, erhältlich.

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BODENSEE-WEINMESSE. An 22 Ständen stellten am 23. April 30 Weinerzeuger aus der Bodenseeregion mehr als 150 Weine an der Weinmesse im Dornier-Museum in Friedrichshafen vor. Traditionell werden an diesem Tag die Weine des neuen Jahrgangs vorgestellt. Das Schaffhauser Blauburgunderland ist seit 2008 mit Weinen unterschiedlicher Betriebe vertreten. DER «TAG DER OFFENEN WEINKELLER». 228 Winzer aus 12 Kantonen zwischen Jura und Alpen sowie 4 Weinbauern aus dem Fürstentum Liechtenstein und 5 Produzenten vom deutschen Bodenseeufer hiessen am 1.-Mai-Wochenende Besucher auf ihren Betrieben willkommen. Diese Veranstaltung wird vom «Branchenverband Deutschschweizer Wein» organisiert und die 21 teilnehmenden Schaffhauser Weinbetriebe werden dabei vom Branchenverband «Schaffhauser Wein» unterstützt. INTERNATIONALE WEINREGION BODENSEE. Der Bodensee mit dem Rhein verbindet die vier Länder Lichtenstein, Österreich (Vorarlberg), Deutschland und die Schweiz und beheimatet eine Vielzahl an Weinbauregionen und Lagen. Das Projekt «Internationaler Weintourismus am Bodensee» ist die grenzüberschreitende und die «Vierländerregion Bodensee» umfassende internationale Kooperation zwischen Partner aus Wein- und Tourismuswirtschaft». Dem Marketingverbund gelang es erstmals in diesem Jahr, am 30. April und 1. Mai, dass im deutschen Teil der Weinregion Bodensee am Tag der «OFFENEN WEINKELLER» (dem eigentlichen Deutschschweizer Traditionstag) auch deutsche Winzer für Besucher Hof- und Kellertüren öffneten. Im November wurden Touristiker und Winzer von Hüben und Drüben zwecks einer Weiterbildung in das Anbaugebiet am Bayerischen Bodensee (Nonnenhorn) eingeladen. Weitere Aktivitäten wie Weinreisen, auch ins Schaffhauser Blauburgunderland, und 2017 eine Ausbildung zum «Weinkulturführer Bodensee» für die internationale Vierländerregion, sind geplant. DAS GOURMET-FESTIVAL. Seit 2002 werden im Mai Weinfreunde und Geniesser im Schaffhauser Blauburgunderland nach allen Regeln der Kochkunst verwöhnt. Die besten Köche der Region stehen in dieser Zeit im Rampenlicht. Anlässlich des 14. Gourmet-Festivals boten 21 der besten Restaurants der Region spezielle Festival-Kreationen an. Jeder Gang wurde von Schaffhauser Spitzenweinen begleitet. Die Broschüre «Gourmet-Festival» wurde mit einer Auflage von 23‘000 Exemplaren breit gestreut und wiederum Ende April zusammen mit den Schaffhauser Nachrichten verteilt. Bei den 21 teilnehmenden Gastronomen wurden gegen 5000(!) Gourmet-Menüs verkauft. WEINDEGUSTATION FÜR DIE MITGLIEDER VON SH TOTAL. Die Partner vom Verein SH Total, dem auch das Schaffhauser Blauburgunderland angehört, erhielten Mitte Mai wiederum die Gelegenheit im Vinorama am Herrenacker 15 in Schaffhausen Weine aus der Region Schaffhausen zu degustieren und zu bestellen.

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HOTELFACHSCHULE LUZERN. Den Studenten der Hotelfachschule Luzern konnte der Branchenverband Schaffhauser Wein am 17. Mai einmal mehr die Weinbauregion und die Weine des Schaffhauser Blauburgunderlandes vorstellen. Natürlich hatte Beat Hedinger Weine zum Degustieren dabei und die jungen Hotel- und Gastroberufsleute zeigten sich von der sehr guten Qualität und den Marktetingarbeiten des Schaffhauser Blauburgunderlandes begeistert. ZÜRICH SPRING TASTINGS. Zum vierten Mal waren verschiedene Betriebe aus dem Schaffhauser Blauburgunderland wieder dabei. Am Donnerstag, 26. Mai 2016 von 18.30 bis 21.30 Uhr luden über 30 Boutiquen an der Zürcher Bahnhofstrasse zur Degustation edler Schweizer Weine in unvergleichlichem Ambiente ein – den «Zürcher Spring Tastings». MUSEUMSNACHT IM VINORAMA, SAMSTAG, 17. SEPTEMBER. Im Haus der Wirtschaft standen Fotografie und Kunst im Zentrum des Künstlers Julius Hatt. Der im Klettgau lebende Künster stellte seine hauptsächlich fotografisch umgesetzten Arbeiten vor, die einen direkten Bezug zur Region Schaffhausen und Hegau hatten. Auch in diesem Jahr konnten die Besucher Weine aus dem Schaffhauser Blauburgunderland geniessen, während sie die Werke auf sich wirken liessen. SCHAFFHAUSER HERBSTMESSE. Auch 2016 konnten die Gäste der Schaffhauser Herbstmesse am Stand des Schaffhauser Blauburgunderlandes die regionalen Weine degustieren. Die Rebbaugenossenschaften des Blauburgunderlandes betreuten abwechselnd den Stand und schenkten Weine zur Degustation aus. Die fünftägige Messe auf der Breite verbuchte rund 32‘000 Besucherinnen und Besucher. 194 Aussteller sorgten für ein abwechslungsreiches Messebild und eine einmalige Messeatmosphere. WEINMESSEN/WEINSCHIFFE. Bereits zum fünften Mal fand die alljährliche Hausmesse der GVS Weinkellerei anfangs Dezember im stimmungsvollen Ambiente auf dem Schiff an der Schifflände in Schaffhausen statt. Betriebe des Schaffhauser Blauburgunderlandes haben ihre Weine während des Jahres auf «Wyschiffen», verschiedenen Messen und Degustationsanlässen präsentiert (Wyschiffe Basel, Luzern, Thun, Solothurn und Zug und Weinmessen wie zum Beispiel Schaffhauser Herbstmesse, Berner Weinmesse, Festivins in Belfaux FR, OFFA St. Gallen, VINEA Sierre, Swiss Winzer Festival in Oberentfelden, etc.). Dank diesem Engagement und solchen Auftritten werden die Weine auch ausserhalb des Schaffhauser Blauburgunderlandes bekannt gemacht. EXPOVINA. Zum 63. Mal legten vom 3. bis 11. November die Schiffe am Bürkliplatz für die Expovina an, um rund 4200 Weine aus aller Welt zu präsentieren. Das Schaffhauser Blauburgunderland war ebenfalls vertreten. An einem Gemeinschaftsstand zeigten das Osterfinger Weingut Lindenhof, Aagne Familie Gysel aus Hallau und WeinStamm aus Thayngen ihre Weinpalette. Die Weinkellerei Rahm aus Hallau, die GVS Weinkellerei Schaffhausen sowie das Wilchinger Weingut Hedinger traten ebenfalls mit einem breiten Angebot auf und packten die Gelegenheit um beim breiten Publikum auf ihre Produkte aufmerksam 7


zu machen. Auch am Stand von DIVINO wurden verschiedene Schaffhauser VOLG-Weine präsentiert. Die Erfolgsgeschichte der Expovina begann anfangs der Fünfzigerjahre, als die neue «Linth» als erstes «Wyschiff» am alten Schiffsteg beim Zürcher Bürkliplatz festmachte und rund 6‘000 Neugierige einlud das kleine Wein-Europa kennenzulernen. Die bis heute faszinierende Idee des Gründers der Zürcher Weinausstellung, J.F. Sauter, war verwirklicht. Die EXPOVINA war geboren. Heute sind der Besuch der Weinschiffe und das Eintauchen in die grosse Weinwelt für 70‘000 Weinfreunde alljährlich ein fester Termin. 23. INTERNATIONALE WEINPRÄMIERUNG ZÜRICH (IWPZ). Vom 26. bis 29. Juli 2016 beurteilten rund 150 Fachleute im Technopark Zürich 2206 Weine, von diesen rund 60 Prozent rote Gewächse. Mit einem Anteil von 57 Prozent dominierten die Schweizer Weine den von der EXPOVINA veranstalteten Concours. Das Schaffhauser Blauburgunderland räumte ab. Mit 11 Gold- und 16 Silberdiplomen dominierten die Schaffhauser Weine das Feld der Deutschschweizer Kantone klar. Graubünden folgte mit 9 Gold- und 8 Silberdiplomen, Bern mit 7 Gold- und 3 Silberdiplomen, der Kanton Zürich mit 4 Gold- und 18 Silberdiplomen, Basel mit 4 Gold- und 4 Silberdiplomen, Aargau mit 3 Goldund 8 Silberdiplomen, St. Gallen mit 2 Gold- und 4 Silberdiplomen, Thurgau mit 1 Gold- und 2 Silberdiplomen und Schwyz mit 2 Silberdiplomen. DIE VINEA. SCHAFFHAUSER WEINE IM WALLIS. Zum fünften Mal war das Schaffhauser Blauburgunderland mit den Weinbaubetrieben Aagne Familie Gysel, GVS Weinkellerei, Rimuss- und Weinkellerei Rahm AG, Rötiberg Kellerei und WeinStamm an der internationalen Weinmesse VINEA vom 2.-3. September in Sierre. Wiederum half Jürg Näf von den Schaffhauser Weinfreunden die personelle Präsenz abzudecken. Beim einzigen internationalen Wettbewerb, der sich exklusiv den Weinen aus der Rebsorte Pinot widmet, dem «Mondial des Pinots» der Vinea, gingen drei Goldmedaillen an Betriebe des Schaffhauser Blauburgunderlandes: Aagne Familie Gysel, Weingut Lindenhof AG und Weinkeller. sh. Weinkeller.sh erhielt aus einem Feld von 76 Pinots blancs aus der ganzen Welt zudem den Spezialpreis Prix Pinot blanc. BORDGASTRONOMIE «FIX & FEIN AG» AUF DEN SCHIFFEN DER URH. Die Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) hat 2016 rund 363‘000 Passagiere, das sind 11.5 Prozent mehr gegenüber dem Vorjahr, auf der schönsten Stromfahrt Europas sowie auf dem Untersee befördert. Zwei Drittel der Fahrgäste (rund 242‘000) fuhren alleine in den Monaten Juli, August und September auf den Schiffen der URh mit. In den vergangenen zehn Jahren war kein September so stark wie der diesjährige. Mit der Bordgastronomie der URh und dem Schaffhauser Blauburgunderland besteht seit elf Jahren eine sehr gute Zusammenarbeit. Die aktuelle Bordgastronomie «fix und fein ag» ermöglichte es auch in diesem Jahr, dass die Passagiere auf den Schiffen der URh Qualitätsweine aus dem Schaffhauser Blauburgunderland im Offenausschank bestellen und geniessen konnten.

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DAS TRAUBENBLÜTENFEST. Das Wetter war, vor allem am Sonntag, von mehreren heftigen Regengüssen geprägt.Trotz Wetterpech liessen sich die Rebbauern nicht unterkriegen. Sie waren alle vorbereitet und hatten Zelte aufgestellt. Das Traubenblütenfest wurde dieses Jahr zum 14. Mal durchgeführt und hat sich etabliert. Im Gegensatz zu den ersten Festen vor mehr als 10 Jahren, wird der Wein jetzt überall in stilistisch schönen Gläsern ausgeschenkt – eben so wie es sich gehört. Eröffnet wurde das Traubenblütenfest 2016 in der Bergtrotte in Osterfingen. Rund 200 Gäste wohnten dem ausverkauften Anlass bei. Für die Abendunterhaltung sorgte das Komiker-Duo «Sutter & Pfändler», die 2016 den «Prix Walo» gewannen. KANTONALES WEINBAUMUSEUM. Im ehemaligen Weinbauernhaus «Krone» konnte 1983 das Schaffhauser Weinbaumuseum eröffnet werden. 2016 wurde das ganze Museum neu gestaltet und das Erdgeschoss rollstuhlgängig gemacht. Seit der Neueröffnung im April hat das Schaffhauser Weinbaumuseum an sieben Tagen pro Woche geöffnet. Integriert in den neuen Räumen sind die Vinothek mit über 50 Schaffhauser Weinen und die Information von «Hallau Tourismus». Mit der Renovation des Schaffhauser Weinbaumuseums hat unsere Weinregion ein weiteres, sehenswertes Weinerlebnis erhalten. BEIRAT DES SCHAFFHAUSER BLAUBURGUNDERLANDES. Assistiert und begleitet von Markus Hedinger, Peter Rahm und Beat Hedinger, beurteilte der Beirat Mitte August rund zwanzig Schaffhauser BlauburgunderWeine. Die Bewertungen der externen Experten helfen dem Blauburgunderland sich weiterzuentwickeln. Der Beirat ist wie folgt zusammengesetzt: • Hans Bättig, Bättig Weinkonzepte GmbH • Mäni Frei, Werbeagentur Frei & Partner • André Jaeger, Gastronom • Andreas Keller, Weininformation • Peter Keller, Weinjournalist NZZ • Martin Kilchmann, lic. phil. Journalist • Chandra Kurt, Weinjournalistin • Paul Liversedge, Master of Wine, Schweiz • Dr. Pablo Nett, GVS Weinkellerei • Ulrich Schweizer, Schaffhauser Nachrichten • Britta Wiegelmann, Weinjournalistin • Philippe Schwander, Master of Wine, Schweiz DIE 21. SCHAFUUSER WIIPROB 2016. Ende August stellten rund 30 regionale Winzer ihre aktuellen Weine im Kreuzgang des Museums zu Allerheiligen vor. Zum zweiten Mal in Folge wurde die «Wiiprob» ohne Abgabe von Gratis­ tickets durchgeführt. Wegen sehr heissem Wetter und anderer Events wurden ca. fünf Prozent weniger Gäste gezählt. Unter den Gästen waren erfreulich viele junge Weininteressierte und häufiger als sonst auch Expats. Pablo Nett, Präsident des Branchenverbandes Schaffhauser Wein, sprach an der Eröffnung zum Thema «Weinbau zwischen Tradition und Innovation» und wies darauf hin, dass der Medaillensegen, den die Winzer des Blauburgunderlandes ernten durften, für die Qualität spricht. Die Begrüssungsworte der Regierung sprach Rosmarie Widmer 9


Gysel. Kochlegende André Jaeger war aus karitativen Zwecken an der diesjährigen Wiiprob vertreten. Er verkaufte Flaschen vom «Munötler», der ihm von der Stadt und dem Schaffhauser Blauburgunderland für seine grossen Verdienste überreicht wurde. Der Erlös geht z.Hd. des Roten Kreuzes. DIE HERBSTSONNTAGE/HERBSTFESTE IM SCHAFFHAUSER BLAUBURGUNDERLAND. Zwischen dem 2. September und dem 9. Oktober wurden in sieben Gemeinden – in Hallau, Wilchingen, Siblingen, Löhningen, Gächlingen, Trasadingen und Osterfingen – Herbstfeste gefeiert. Es war eine ausgezeichnete Festsaison, auch wenn es zum Abschluss in Osterfingen noch Wetterkapriolen gab, was einige Gäste vorzeitig abreisen liess. Die Feste sind nach wie vor ein Publikumsmagnet mit dem sich die hiesige Weinbauregion in Szene setzen kann. Das Schönste ist jedoch die auf viel Freiwilligenarbeit beruhende «gelebte Gastfreundschaft». Der Start des neuen Hallaugia-Konzepts in Hallau ist ebenfalls geglückt. Das Blauburgunderland selbst präsentierte sich im kantonalen Schaffhauser Weinbaumuseum mit einer besonderen Weindegustation. An drei Inseln konnten frühlingshafte, charaktervolle oder weiche Weine aus der Region degustiert und verglichen werden. Diese «Sinnesdegustaion» wurde leider von wenigen Gästen besucht, so dass ein Auftritt vom Schaffhauser Blauburgunderland im 2017 anders organisiert werden muss. Insgesamt sind wohl zwischen 40‘000 und 50‘000 Besucher in den Klettgau gefahren, um die vielfältigen Herbstfeste mit deren Ausstellungen, den attraktiven und umfangreichen kulinarischen Angeboten und den abwechslungsreichen Unterhaltungsangeboten für Gross und Klein zu erleben und zu geniessen. GEBURTSTAG SCHAFFHAUSER BLAUBURGUNDERLAND. Zum ersten Mal wurde dieses Jahr der Geburtstag des Schaffhauser Blauburgunderlands in der frisch renovierten Bergtrotte in Osterfingen gefeiert, dem altehrwürdigen Bau aus dem Jahr 1584, der seit der Renovation bereits als beste Event-Location der Schweiz ausgezeichnet wurde. Als Gäste zum 15. Geburtstag konnte Pablo Nett, Präsident des SH BBL, Ständerat Hannes Germann, Regierungsrätin Rosmarie Widmer Gysel sowie Rolf Schenk, den Vizepräsidenten des Branchenverbands Deutschschweizer Wein, begrüssen. Erstmals wurde ein «Blauburgunder des Jahres» gekürt. Die Ehre ging an den Weinjournalisten Martin Kilchmann aus Hergiswil, Wein-Chefredaktor der Schweizer Ausgaben von «Falstaff», der seit 2002 dem Beirat des Schaffhauser Blauburgunderlands angehört. In dieser Funktion hat er in den vergangenen Jahren rund 450 Blauburgunder degustiert und bewertet. Kilchmann wurde eine gravierte Weinkaraffe und sechs edle Burgundergläser überreicht. Noch nie sei er öffentlich dermassen geehrt worden, sagte der frisch gekürte «Blauburgunder des Jahres», Martin Kilchmann. «Blauburgunder ist von grosser Finesse und Eleganz, tänzerisch geradezu. Aber behaltet euer Rückgrat», mahnte er, «ein Pinot noir sollte trocken sein.» WEITERE WEINERLEBNISSE 2016. Weitere Weinerlebnisse im Schaffhauser Blauburgunderland, wie Degustationen, etc. wurden wiederum in einem Jahresflyer zusammengefasst, der unter anderem auch von Schaffhauserland Tourismus an interessierte Besucher und Gäste verschickt oder abgegeben wurde. 10


REGIONALER NATURPARK SCHAFFHAUSEN. Der Regionale Naturpark bringt einen konkreten wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Nutzen. Über 50 Projekte aus den Bereichen Landwirtschaft, Gewerbe, Tourismus, Natur, Landschaft, Bildung und Kultur wurden erfolgreich realisiert. Die RegioProdukte erfreuen sich immer grösserer Beliebtheit. Coop bereicherte sein «Miini Region»-Sortiment um drei Weine aus dem Naturpark. In den Gemeinden wurde 2016 über den Parkvertrag (Charta) abgestimmt, ob der Regionale Naturpark Schaffhausen ab 2018 in die definitive 10-jährige Betriebsphase starten kann. Am Mittwoch, 21. Dezember 2016 wurde der Parkvertrag von den beteiligten Gemeinden unterzeichnet. Die Betriebsphase dauert nun von 2018 bis 2027. DIE WEITERBILDUNG IM BLAUBURGUNDERLAND. Rund 160 Rebleute trafen sich am 16. Januar 2016 zum Weiterbildungsmorgen in der Bergtrotte Osterfingen und informierten sich über den Weinbau und die Situation im Weinhandel. Unter der Leitung von Mäni Frei diskutieten auf dem Podium Stefan Gysel, Christian Häberli, Andrea Davaz und Rolf Schenk über Weinbau und –handel, Tourismus und Traubenpreis. «Eigenständig bleiben und mit dem Wein ein Lebensgefühl verkaufen», riet Thomas Dürlewanger, Chef des Weineinkaufs der Spar-Gruppe, den versammelten Weinbauern in seinem Referat zum Schluss. JUNGWEINDEGUSTATIONEN. Diesmal wurde unter anderem auch ein Kalkbehandelter Jungwein (KEF-Versuchsreihe SH/TG) degustiert und als Gastwinzer und Kommentator Peter Wegelin aus Malans eingeladen. Die Jungweindegustation SH/TG «Rotweine» fand gut besucht am 14. April statt. Als Gastwinzer und Kommentator hatten wir Manfred Aufricht, vom Weingut Aufricht in DE-Meersburg. Die Jungweindegustationen sind gute und wertvolle Anlässe, an denen sich die Teilnehmer einen wichtigen Überblick der neuen Jahrgänge verschaffen können. Zudem wissen die TeilnehmerInnen, die Jungweine eingereicht hatten, wo ihre Weine im Vergleich mit Weinen aus anderen Keltereibetrieben stehen. WÄDENSWILER WEINTAGE. In der Diskussionsrunde zum Thema «Welche Chance haben neue Sorten zur Imagepflege» beteiligten sich Ulrich Sautter (Weinjournalist Falstaff DE), Peter Wehrli (Weinbau Küttingen), Beat Hedinger (SH BBL) und Martin Wiederkehr (Swiss Wine Promotion/Cave de Genève). Zunächst war man sich einig, dass eine Beschränkung des Angebots auf wenige Weine nötig sei. Zur «Einsortenstrategie» des Blauburgunderlandes fragte dann aber Sautter, ob dieser Markenverbund effektiv sei und weshalb Schweizer Wein nur in geringen Mengen exportiert werde? Das Hochpreis-Argument liess er nicht gelten. «Freaks» zahlten in Deutschland 60 Euro für eine gute Flasche. SCHAFFHAUSER WEINFORUM. Die seit 2002 bestehende Begleitgruppe steht unter der Leitung von Herbert Neukomm. Zu deren Aufgaben gehören unter anderem Fort- und Weiterbildung in der Oenologie und Vertiefung der Kernkompetenz. So wurde in diesem Jahr Konrad Bernath, Professor an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) zum Thema «Chemisches Verhalten von Schwefeldioxid (SO2)», eingeladen. 11


KOMMISSIONEN, DELEGIERTENVERSAMMLUNG

AOC-KOMMISSION. Für die Amtsperiode 2017-2020 wurden in die AOCKommission gewählt: Erich Gysel, Michael Fuchs, Beat Hedinger, Stefan Schlatter und Dino Tamagni. Paul Richli war bis Ende 2016 Mitglied der AOCKommission und ist altershalber zurück getreten. Die Geschäftsstelle des Branchenverbandes führt im Auftrag der AOC Kommission weiterhin das Sekretariat und regelt den finanziellen Teil (Erhebung Beiträge, Jahresrechnung, etc.) KANT. REBBAUKATASTER-KOMMISSION. Dieser Kommission gehören Michael Fuchs, Markus Rahm und Markus Leumann an. An der Delegiertenversammlung Ende 2016 wurden sie für 2017 bis 2020 bestätigt. Fünf Rebbaukatastergesuche sind 2016 mit einer Fläche von 136.85 Aren eingegangen. Zwei davon wurden bewilligt. DIE DELEGIERTENVERSAMMLUNG. Im vergangenen Jahr wurden drei Delegiertenversammlungen abgehalten. Die Delegierten des Branchenverbandes Schaffhauser Wein sind gleichzeitig auch Mitglieder der kantonalen Rebbaukommission. Als solche werden sie vom Regierungsrat für eine Amtsperiode von vier Jahren bestätigt. Vino Stoll hat per Ende 2016 seinen Rücktritt erklärt. Als Ersatz wurde einstimmig Köbi (Jakob) Wanner-Surbeck aus Wilchingen als neuer Delegierter gewählt. Pablo Nett wurde als Präsident des Branchenverbandes wiedergewählt und Andreas Florin, Andreas Rüedi, Markus Hallauer, Markus Müller, Marlies Gloor und Christian Roth (Vorsitz Kant. Weinbauverband) wurden vom Kantonalen Weinbauverband als Delegierte bestätigt. Der Kantonale Einkellerverband hat seine Delegierten im Juni 2016 für die Amtsperiode 2017 bis 2020 und den Präsidenten, Dr. Pablo Nett, bestätigt.

DELEGIERTEN DES BRANCHENVERBANDES SH WEIN 2016: EINKELLERER-VERBAND, Handel (mit Stimmrecht): • Dr. Pablo Nett*, GVS Weinkellerei, Präsident • Peter Rahm*, Weinkellerei Rahm, Hallau • Markus Hedinger*, Hedinger Weingut & Kellerei, Wilchingen • Thomas Wettach, VOLG Weinkellereien • Thomas Meier, Lindenhof Osterfingen • Stefan Schlatter, Schlatter AG Hallau • Mariann Stamm, WeinStamm Thayngen

WEINBAU-VERBAND, Produktion (mit Stimmrecht): • Vino (Jakob) Stoll*, Osterfingen • Christian Roth*, Hallau • Andreas Rüedi, Trasadingen • Andreas Florin, Stein am Rhein • Markus Müller, Löhningen • Marlis Gloor, Rüdlingen • Markus Hallauer, Hallau BEISITZER (mit beratender Stimme): • Markus Leumann, Rebbaukommissär SH/TG • Kurt Seiler, Kantonschemiker

* = Vorstandsmitglied

GESCHÄFTSFÜHRER (mit beratender Stimme): • Beat Hedinger

Vino (Jakob) Stoll, Osterfingen, hat per Ende 2016 seinen Rücktritt eingereicht und wird ab 1.1.2017 durch Jakob (Köbi) Wanner ersetzt. 12


VORSTAND

DER VORSTAND HIELT IM JAHR 2016 INSGESAMT 5 VORSTANDSSITZUNGEN AB. An diesen halbtägigen Sitzungen wurden Massnahmen im operativen Bereich beraten und beschlossen. An der Klausurtagung vom 15. Dezember 2016 wurden aktuelle Themen und zukünftige Stategien, geplante Aktivitäten und Massnahmen betreffend Weinmarketing besprochen. Zusammensetzung des VORSTANDES IM JAHR 2016 • Pablo Nett, Präsident • Markus Hedinger • Peter Rahm • Christian Roth • Vino (Jakob) Stoll • Beat Hedinger,Geschäftsführer mit beratender Stimme • Matthias Külling, Protokoll

FINANZEN UND RECHNUNGSABSCHLUSS

DIE FINANZEN / BUDGET UND RECHNUNGSABSCHLUSS 2016. Budget 2016: Das Budget für 2016 musste dem eher tiefen Erntejahr 2015 angepasst werden. Rechnung 2016: Der Abschluss der Rechnung 2016 lag beim Verfassen dieses Jahresberichtes noch nicht vor. Die Tendenz zeigt jedoch, dass die Jahresrechnung 2016 praktisch ausgeglichen abgeschlossen werden kann. Ein Jahresverlust konnte aber nur dank Auflösung von in den letzten Jahren getätigten Rückstellungen vermieden werden. An dieser Stelle darf einmal mehr den Beitragszahlern des Schaffhauser Rebbaus und der Schaffhauser Kellereien ein herzlicher Dank für die Beitragszahlungen ausgesprochen werden.

ERNTE 2016

DIE TRAUBENERNTE 2016. Die Ernte 2016 der beiden Hauptsorten weist im Vergleich mit dem Zehnjahresdurchschnitt ein Minus von 17% beim Blauburgunder und von 8% beim Riesling-Silvaner auf. Es ist somit die kleinste Traubenernte der letzten zehn Jahre die eingebracht worden ist. Durchschnittswerte Blauburgudner: 638gr/m2 mit 94,3 Oe°, Durchschnittswerte Riesling-Silvaner: 889 gr/m2 mit 78,2 Oe°. Die Ernteausfälle sind vor allem auf den harten Frost Ende April und die Witterung ab der Blüte sowie den starken Mehltau-Druck zurückzuführen. Leider fehlt bis heute auch eine wirkungsvolle Bekämpfungs-Strategie gegen die KEF (Kirschessigfliege), so dass frühreife und vor allem dunkle Sorten auch unter dem Druck der KEF gelitten haben. Das Rebjahr war stark geprägt durch den erwähnten Spätfrost Ende April und einem schwierigen Vegetationsverlauf ab Blüte bis zum Farbumschlag. Erfreulicherweise war bei der Ernte die Graufäule (Botrytis) praktisch kein Thema und es durften generell sehr gesunde Trauben geerntet werden. Trotz mengenmässig unterdurchschnittlicher Weinlese dürfen die festgestellten Qualitäten als gut bis sehr gut bezeichnet werden.

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Die Fachstelle Weinbau SH/TG, Rebbaukommissär Markus Leumann, hat eine detaillierte Auswertung der Ernte 2016 zusammengestellt. Diese kann bei Interesse beim Landwirtschaftsamt des Kantons Schaffhausen angefordert oder von der Website heruntergeladen werden http://www.sh.ch/Rebbau. ZUKUNFTTRENDS: Weinverkäufte über das Internet sind im Vormarsch, aber auch der Preiskampf wird uns weiterhin beschäftigen, da auf dem Weltweinmarkt grundsätzlich sehr viel Wein und zu sehr günstigen Preisen angeboten wird. Zum Weinkauf motivieren Weingeschichten, Weinerlebnisse, lokale Weinshops, regionale Spezialitäten und Beratung durch Weinexperten (Kellereien, Weinproduzenten, Weinhändler, Sommeliers, Rebbauer, etc.). Das Schaffhauser Blauburgunderland ist gerade im Bereich der Vernetzung mit dem Tourismus (Weinerlebnisse) und in der Markting-Kommunikation nach aussen stark. Deshalb gilt es auch für die nächsten Jahre an der eingeschlagenen Strategie des Blauburgunderlandes fest zu halten und diese gemeinsam weiter zu entwickeln.

AUSBLICK 2017

Im Jahr 2017 wird eine der Herausforderungen des Verbandes sein mit den tiefen Beiträgen, die anhand der kleinen Ernte 2016 erwartet werden, aus zu kommen. Für die Arbeiten des Blauburgunderlandes werden im 2017 einige zehntausend Franken fehlen. Dank einer in den letzten Jahren angewendeten umsichtigten Finanzpolitik im Verband, können wir an den wichtigsten Aktivitäten der vergangenen Jahre festhalten und für solche Jahre getätigte Rückstellungen auflösen und einsetzen. Trotzdem werden wir im 2017 gewisse Ausgaben einsparen müssen. Seit nunmehr bald 15 Jahren sind wir als gut funktionierende Branchenorganisation Schaffhauser Blauburgunderland gemeinsam unterwegs und haben viel erreicht. Viel Gutes das tagtäglich im Verband geleistet wird, wird als selbstverständlich angeschaut und erhält leider immer weniger Beachtung und Anerkennung. Dieser Trend birgt die Gefahr, dass damit eine «innere Unzufriedenheit» wächst und der Blick nach Innen gewandt wird. Diesem Trend ist gemeinsam mit einem offenen Geist und einer offenen Kommunikation entgegen zu treten. Es ist sehr wichtig gemeinsam den Blick nach aussen zu bewahren! Die Schaffhauser Weinbauszene ist weiterhin auch in der Gegenwart gefordert, denn nur gemeinsam wird es möglich sein, dass die Weine einer kleinen Weinbauregion wie wir sie sind, draussen gesehen, wahrgenommen und schlussendlich auch gekauft werden. Albert Schweizer sagte bereits: «KEINE ZUKUNFT VERMAG GUTZUMACHEN, WAS DU IN DER GEGENWART VERSÄUMST.»

SCHLUSSBEMERKUNG

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Die Geschäftsstelle des Branchenverbandes SH Wein, mit Theresia Derksen, Matthias Külling, Beat Hedinger, mit der Mitarbeit weiterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Schaffhauserland Tourismus, bedankt sich herzlich bei den vielen Personen aus dem Reb- und Weinbau. Gerne setzen wir uns auch weiterhin mit Freude für den Schaffhauser Reb- und Weinbau und somit für das Schaffhauser Blauburgunderland ein! Um dabei Erfolg zu haben, sind wir auf die geschätzte, wertvolle und wohlwollende Mitarbeit aller Akteure angewiesen – wir zählen auf Sie, herzlichen Dank!


WWW.BLAUBURGUNDERLAND.CH

BBL Jahresbericht 2016  
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