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South Africa Rocks!

Interviews

Butan Wear & Kool Out Entertainment

B-Boys

2 Kontinente, 2 Antworten & eine Leidenschaft

Black! Love your Style!

Lauras Style für den Herbst 2011

My Story

“X Factor“ Kanditatin Gladys Mwachiti

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Inhalt

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Fashion: Look Book Menswear 2011 Ray Vincente by Ray Brown

Herbst 2011

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Fashion: Love your Style! Lauras Herbst Style

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People: Emanuel Bettencourt

30 Fashion: Butan Wear

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Fashion: African Fashion Week London 2011

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Reise: South Africa Rocks!

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People: B-Boys2 Kontinenete, 2 Antworten & eine Leidenschaft

Reise

8 South Africa Rocks! Janet Grünitz, unsere Redakteurin in Südafrika, liefert Euch künftig die interessantesten Stories, Interviews und Bilder aus ihrer Heimat.

Fashion 10 18 20 30

Look Book Menswear 2011 - Ray Vincente by Ray Brown Black! Love your Style! Laura aus Berlin stellt uns ihren Herbst-Style vor African Fashion Week London 2011 - Review Butan Wear Interview mit dem Labelgründer Julian Kubel

People 36 My Story „X-Factor“ Kandidatin Gladys Mwachiti 38 Emanuel Bettencourt Interview mit dem mehrfachen Kung Fu Weltmeister sowie Eigentümer und Trainer im Taiyo Sportcenter

42 The Capoeira-Breakedance Connection Interview mit Capoeiramestre

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People: Kool Out Entertaiment

Joel Benigno Dias

44 B-Boys 2 Kontinente, 2 Antworten & eine Leidenschaft - Interviews mit Genoridge Taylor aus Südafrika und Chris Ndongo aus Deutschland

52 Für unsere Youngsters Afro-Deutsche Spielgruppe Berlin stellt sich vor 55 Nikeata Thompson Tanzkünstlerin und Choreografin 58 Kool Out Entertaiment Interview mit Akio Kawahito

Gewinnspiele 16 35 54 56

Permanent Make-up by Elisabeth v. Spiessen Butan Wear Gewinne ein Butan Wear Cap! Afro-Deutsche-Spielgruppe Gewinne eine Kinderlieder-CD! Wangu Jeans Gewinne eine Wangu Jeans!

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Impressum/ Imprint 5


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Editorial Liebe Black! Leser, traurig aber wahr, der Sommer ist schon wieder vorbei! Nun ist es Zeit den Herbst mit all seinen Vorzügen zu begrüßen. Während im Frühling die Natur zu neuem Leben erwacht, im Sommer alles wächst und gedeiht, steht der Herbst für die Reife. Das betrifft auch die eigenen Ziele und Vorsätze, die zu Beginn des Jahres ausgesprochen wurden. Was hat sich bei Dir bisher erfüllt? Woran kannst Du noch arbeiten? Und wie soll es bei Dir weitergehen? Alles Fragen, die im Herbst dazu einladen, die eigenen Pläne noch mal zu überdenken und gegebenenfalls in die eine oder andere Richtung zu lenken. Von London bis Südafrika und zurück nach Deutschland. In dieser Herbstausgabe haben wir keinen Weg gescheut, um Euch mit tollen Bildern und Stories bei Laune zu halten. Und dabei haben wir sie ausfindig gemacht – Menschen, die ihre Leidenschaft zur Aufgabe gemacht haben. Ob fünffacher Kung Fu Weltmeister, Capoeiramestre, B-Boy, Sängerin, Event-Veranstalter oder Mode-Label Gründer: „Dran bleiben“ lautet die Devise! Es heißt, dass man erntet was man sät - in diesem Sinne Sommer ade, Willkommen Herbst!

Heike Kankam-Boadu (Herausgeberin)

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Reise

South Africa rocks!

Janet Grünitz, our editor in Southafrica, provides you from now on with interesting stories, interviews and pictures from her homeland.

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ntroducing the Rainbow Nation... Diversity is what South Africa’s new democracy is all about. The transition to majority rule, produced a fascinating Rainbow Nation characterized by diverse origin and an united purpose. South Africa is an extraordinary tapestry of race and culture.

South Africans are faced with a linguistic scenario, the difference between people here are not simply a matter of skin colour. The Xhosa Language is as different to Venda as German to Spanish, while English has as much in common with Afrikaans as Italian does with French. Local news on TV is broadcasted in at least six different languages namely Zulu, the most spoken language, Xhosa, English, Afrikaans, Sotho and Venda, while radio is broadcasted in all eleven official languages. Although Traditional faiths still have a place, especially in

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rural areas, most South Africans subscribe to one or other exotic religion. Christianity predominates amongst both Blacks and Whites. The Constitution guarantees complete freedom of worship. Not only to Christian denominations, but to countless other religious communities, which include, Hindus, Muslims of mostly Malay or Indian descent, Jews and Buddhists South African society is a blend of African traditions and modern principles. Today traditional medicine works hand in hand with modern science to tackle problems such as tuberculosis. If you make an appointment with South Africans be prepared that they will at times be late it’s called “ African time.” Another popular generalization is the expression “ TIA” meaning, “This is Africa”. South Africans are known to be friendly and laid back people. The best option would be not to get upset but to join in and be relaxed.

!!!Part 2 to Follow up in the next issue!!!


Janet Grünitz, unsere Redakteurin in Südafrika, liefert Euch künftig die interessantesten Stories, Interviews und Bilder aus ihrer Heimat. Die Regenbogen-Nation wird vorgestellt... Vielfalt ist das, was Südafrikas junge Demokratie ausmacht. Der Übergang zum Mehrheitsprinzip führte zu einer faszinierenden Regenbogen-Nation mit unterschiedlichen Wurzeln und einem vereinten Ziel. Südafrika ist ein außergewöhnlicher Wandteppich aus Völkern und Kulturen. Südafrikaner leben in einem sprachlichen Szenarium, der Unterschied zwischen den Menschen hier, ist nicht nur eine Frage der Hautfarbe. Die Xhosa Sprache ist so anders von dem Venda, wie das Deutsche vom Spanischen, während Englisch so viel gemeinsam hat mit Afrikaans wie Italienisch mit Französisch. Die lokalen Nachrichten im Fernsehen werden in mindestens sechs verschiedenen Sprachen ausgestrahlt, nämlich in Zulu, der meist gesprochenen Sprache, in Xhosa, in Englisch, in Afrikaans, in Sotho und in Venda, während Radiosendungen in allen elf Amtssprachen übertragen werden. Obwohl die traditionellen Religionen, vor allem in ländlichen Gebieten, eine Bedeutung haben, gehören die

meisten Südafrikaner der einen oder anderen exotischen Religion an. Das Christentum dominiert sowohl unter Schwarzen und Weißen. Die Verfassung garantiert die völlige Religionsfreiheit, nicht nur für die christlichen Konfessionen, sondern auch für die zahllosen anderen religiösen Gemeinschaften, wie den Hindus, den Muslimen meist aus Malaysia oder mit indischer Abstammung, den Juden und den Buddhisten. Die südafrikanische Gesellschaft ist eine Mischung aus afrikanischen Traditionen und modernen Prinzipien. Heute arbeitet die traditionelle Medizin Hand in Hand mit der modernen Wissenschaft, um Probleme wie die Tuberkulose zu bekämpfen. Wer einen Termin mit Südafrikanern hat, sollte darauf vorbereitet sein, dass sie zu spät kommen könnten, das ist die so genannte „african time“. Eine andere beliebte Verallgemeinerung ist der Ausdruck „TIA“, was heißen soll: „This is Africa“. Südafrikaner sind dafür bekannt, freundliche und lockere Menschen zu sein. Am besten ist es, sich nicht zu ärgern, sondern mitzumachen und entspannt zu sein.

!!!Teil 2 folgt in der nächsten Ausgabe!!!

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Fashion

Look Book

Menswear 2011 Ray Vincente by Ray Brown Fotos/Copyright: Ray Vincente by Ray Brown www.rayvincentefashion.com

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Gewinne ein Permanent Make-up!

Rund um die Uhr gut Aussehen! Na wie klingt das? Ob blond oder braun, hell oder dunkel, das Fachstudio für Permanent Make-up by Elisabeth v. Spiessen hat sich in Sachen Schönheit auf die Bedürfnisse aller Frauen spezialisiert.

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Fashion

L ve Your Style! Der Herbst stellt uns bei unserer Klamottenwahl vor neue Herausforderungen. Ja, es ist gar nicht mal so einfach immer ein Händchen für das passende Styling, im Wechsel der Jahreszeiten, zu haben. Schön, dass es da Menschen gibt, die uns mit ihrem Style inspirieren. Eine von ihnen ist Laura (28) aus Berlin. Sie wirkt unglaublich cool, pfiffig und sympathisch. Das liegt zum einen an ihrer Ausstrahlung, anderseits weiß sie genau, welche Outfits ihrer Persönlichkeit das gewisse Etwas verleihen.

L

auras Herbst-Style bekommt von uns nicht nur die volle Punktzahl, sie gewinnt auch unsere volle Aufmerksamkeit. Stilsicher geht sie ihren Weg! Wie das aussieht zeigt sie nicht nur, sie erzählt uns auch von ihrer ganz persönlichen Welt.

Black!: Was macht Dich beziehungsweise den Menschen Laura aus?

Laura: Charakterlich auf jeden Fall meine Ehrlichkeit. Auch wenn ich damit manchmal anecke, die Leute, die mich mögen, wissen es sehr zu schätzen. Äußerlich denke ich, dass meine Haare bei den meisten ganz gut ankommen. Sie sind auch das, was als erstes an mir auffällt.

Black!: Wie würdest Du Deinen Herbst-Style beschreiben?

Laura: Mein Stil ist eine Mischung aus urbanem Streetstyle gemixt mit ein bisschen Laura. Ja, ich würde schon sagen, dass mein Stil in gewisser Art und Weise meine Persönlichkeit widerspiegelt. Ich lasse immer wieder gerne persönliche Dinge miteinfliessen, wie die Afrika-Kette. Ich habe sie von einem ganz besonderen Menschen geschenkt bekommen. Band-Shirts von Musik, die mir gefällt, wie zum Beispiel von Phife Dawg, A Tribe called Quest oder Run DMC trage ich auch ganz gerne.

Black!: Was darf bei einem typischen Laura Outfit nicht fehlen?

Laura: Ich verzichte nie nie nie auf Ohrringe. Accessoires, wie Ketten, Ohrringe oder Armreifen gehören einfach zu einem ‚typischen Laura Outfit dazu. Ausserdem bin ich ein großer Sneaker-Fan. Obwohl ich im Herbst, wie man

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sieht, auch manchmal zu anderen Schuhen greife. Momentan komm ich nicht ohne meine beigen Stiefel aus.

Black!: Wie sieht ein typischer Tag in “Lauras World“ aus?

Laura: Wahrscheinlich wie bei jedem anderen auch: ich gehe zur Arbeit. Was mich hierbei vielleicht doch von anderen unterscheidet, ist dass ich einen super tollen Job habe, den ich wirklich sehr gerne mache. Ich bin ProductDeveloper bei einem großem Bekleidungsunternehemen. Ich bin ständig umgeben von jungen, netten und kreativen Leuten. Der einzige Nachteil ist, dass ich für den Job nach Bayern ziehen musste. Nach der Arbeit treffe ich mich oft noch mit Freunden oder mache Sport. Also unter der Woche relativ unspektakulär. Am Wochenende bin ich oft zuhause in Berlin. Dort mache ich aber eigentlich auch nichts anderes als Freunde treffen. Ich würde behaupten, dass das meine Hauptbeschäftigung ist.

Black!: Was war in diesem Jahr bisher die größte Herausforderung für Dich?

„Accessoires, wie Ketten, Ohrringe oder Armreifen gehören einfach zu einem ‚typischen Laura Outfit dazu.“

Laura: Mein Umzug von Berlin nach Bayern, um nach dem Studium meinen ersten Full-Time-Job in einem renomierten Unternehmen anzufangen. Das war für mich auf jeden Fall ein großer Schritt.

Black!: Wie sehen Deine Pläne für die nächste Zeit aus? Laura: Ich möchte auf jeden Fall in der Zukunft noch mehr verreisen, weil ich finde, dass dies sehr wichtig für die persönliche Entwicklung ist. Für nächstes Jahr ist Brasilien, Argentinien oder nochmal Ghana geplant. Ich war schon 2007 das erste mal in Ghana und möchte dort unbedingt nochmal hin! Interview: Black!

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Collection by A.N.Y.A Couture

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Fashion

African Fashion Week London 2011 Photos by Lars Pfeiffer/regenfrei TV

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links Collectionn by Turita Fogg unten Collection by Rachael Kisti

Seite 20 Collection by Rachael Kisti Designs

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links & Seite 23 Collection by AAMAA a la mode

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African Fashion Week 2011 Visitors/Besucher

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links Rissikat Bade actual Miss London/ aktuelle Miss London oben & Seite 24 Besucher/ Visitors AFWL 2011 outside

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oben & Seite 27 Besucher/ Visitors AFWL 2011 inside Gibson Hall

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a

Fashion

p!

a in W NC TA BU

Butan Wear

Janet did an Interview for our Autumn Issue with the trendlable Butan Wear (Urban Street-Style Fashion) aka Julian Kubel (Founder)

Black!: A brief description of your brand, Butan Wear? Julian: Butan Wear is deeply entrenched in the urban lifestyle and vibrant underground culture of South Africa‘s streets. Key to the brand‘s identity is the inventive approach to fashion, which produces highly concept driven designs that epitomize our cosmopolitan roots. Butan is more than just a clothing label, it‘s an integral part of street culture. It strives to spread relevant messages and open avenues for alternative perception of our world through innovative design. The brand represents the rich tapestry of the African continent, paying tribute to its influence on contemporary African youth. Every garment is the manifestation of the ideas and aspirations of our generation, our infinite potential and our heritage.

Black!: What does Butan stand for? Julian: Butan is simply a re-arrangement of the letters of

usually is immediately associated with the designer. The public doesn‘t know who owns Adidas or Nike and it‘s entirely irrelevant, as a brand has a life of its own. I also shy away from fame, and prefer my brand to be famous while I can walk the streets incognito, and not attract people into my life that want to be there because of my fame or status. It‘s an amazing feeling when you stand behind someone at the super market till who is wearing your gear, and they don‘t have a clue that the designer and owner of the brand is standing right behind them. Priceless!

Black!: Why did you choose to focus on the underground hip-hop culture?

Julian: It was not a matter of choice but rather a natural extension of the life style I have personally been involved in since the early 90s. Underground hip hop is a sub culture that has been instrumental in my life and it was only natural to use this culture as a basis for my artistic expression.

the word „Bantu“, which means „people“ but is also used to classify the most widely spoken languages on the African continent.

Black!: What inspires you?

Black!: When was Butan Wear founded?

Julian: I am inspired by many things. My t-shirt designs

Julian: The first garment was designed in 2001 but the brand has only been commercially available since 2006.

Black!: Why separate face from Brand?

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Julian: Butan is a brand, not a high fashion label, which

are mostly inspired by popular culture: Music, ground breaking movies and classic series. Inspiration for colours and garment styles I often get from watching people on the streets and relating their individual style to various aspects of our African cultural heritage.


Black!: What about production. I’m curious about where production take place?

Julian: We mostly produce in South Africa but are also sourcing select garments and accessories from China, Bangladesh and South Korea.

rather state what defines our brand, whether certain aspects might be similar to other brands out there or not. We focus on spreading relevant messages through design instead of merely pushing brand awareness by placing logos onto t-shirts and caps. However, we have also realized the need for brand building and have a basic logo range available as well. We believe that Butan is more than just a clothing label, it’s an integral part of hip hop and street culture. The brand is deeply involved with the culture beyond designing, making and selling garments. It’s not merely a clothing brand, it’s an attitude and a life style choice.

Black!: With all the success and growth. Would you say Butan is now a well established brand?

Julian: Yes, I can certainly say it is well established within certain market segments. In the

Black!: Who are your customers any specific target group?

Julian: I shy away from defining a distinct target market but certainly I can identify a target group that is most likely to purchase our garments. Since we are a street wear brand closely linked to hip hop, our main target group is mostly urban youth. Our main focus thus far has been on men’s garments but we are also starting to explore our ladies range by including increasingly more ladies garments each season. Black!: Butan is a highly respected brand. What makes Butan different from other brands?

Julian: It’s hard to distinctly say what makes us different from all other brands as we would have to have an in depth knowledge of all brands out here, and there are many brands doing their thing across the globe. So let me

local hip hop and street scene the brand is well recognized and respected and we have also seen the brand grown in a more commercial realm, which is largely due to a recent distribution deal we signed with the well-known SA retail chain The Cross Trainer.

Black!: You always have to be on your toes for your competition. How do you market your brand?

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Julian: We mainly use a below the line approach, aligning the brand with popular hip hop artists, which gives us lots of exposure though music videos, live performances and magazine spreads. I have always been a believer in guerrilla marketing, and we continue to market ourselves in ways that are more creative than any mainstream above the line marketing approach corporate choose to push their products. In recent years social media has also become more and more important in our marketing strategy and we have achieved amazing results.

Black!: Butan is out there and loved. Any plans on expanding internationally?

Julian: By next year I believe Butan is ready to get into the European and American market. We have had a lot of interest from the States, Canada, France, Germany and Switzerland and I am looking forward to representing our unique South African street style worldwide.

Black!: Tell me a bit about your personal background! Julian: I was born in South Africa but my parents are from Germany. I lived in Hamburg, Germany from the age of 5 to 17 and have lived in South Africa ever since. I feel more South African than I feel German, but all in all we live in a global community where nationality is becoming increasingly less important.

Julian: No, the only formal training I received was in Engineering. Everything else is self taught.

Black!: When are you at your most creative/productive? Julian: Creativity is a very unpredictable phenomenon and if I could figure out when I am the most creative I would certainly be able to channel my creativity more effectively. But from experience I get most creative at night. Creatives usually refer to it as the magic hour. From 2am up into the early morning hours when most people are asleep and the phones don’t ring I usually come up with my most original ideas and concepts.

Black!: I’m sure you have a very busy schedule. What do you do in your free time?

Julian: In my world there is no such thing as free time. I dedicate every hour of the day to my business, the brand and the dream of making it big in the business and creating a well know and internationally respected brand. But in saying this, I love every minute of it and that in itself makes all my time ‘free’ time.

Black!: What would you advice the youth of SA who consider following in your footsteps?

Black!: I understand that you originally studied Mechani-

Julian: Firstly I have to say that it’s certainly not easy ma-

cal Engineering. How come the change in profession?

king it in this industry. It’s a very cut throat and competitive industry and especially when getting into it from the bottom there are many obstacles that one needs to face to prove oneself and to move up the ladder. However, if you are ready for the challenges and disappointments experienced on this bumpy ride and you truly want to make it, give it your all and never give up. When things get bad and you think they can’t possibly get any worse, success might just be waiting around the next corner. Interview: Black!

Julian: Yes, I graduated as a Mechanical Engineer from UCT in 2005. The degree was not challenging my creative side, which I was not willing to neglect nor ignore. I felt it was a necessary chapter in my life contributing to my intellectual growth, but a necessary change was needed to take a more creative and independent path in my life.

Black!: How did you get about your knowledge of groun-

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ding your own Brand? Did you study retail/ brand management?


Für unsere Herbst-Ausgabe führte Janet ein Interview mit dem Trendlabel Butan Wear (Urban Street-Style Fashion) aka Julian Kubel (Gründer) Black!: Eine kurze Beschreibung deiner Marke Butan

Julian: Das erste Kleidungsstück wurde 2001 entworfen,

Wear?

aber die Marke ist erst seit 2006 im Handel erhältlich.

Julian: Butan Wear ist tief im urbanen Lebensstil und

Black!: Warum trennst du dein Gesicht von der Marke?

der lebendigen Underground- Kultur der Straßen Südafrikas verwurzelt. Der Schlüssel zur Identität der Marke ist der phantasievolle Ansatz zur Mode, der stark Konzept getriebene Designs produziert, die unsere kosmopolitischen Wurzeln verkörpert. Butan ist mehr als nur ein Modelabel, sondern ein integraler Bstandteil der Straßenkultur. Wir möchten zukunftsweisende Botschaften verbreiten und die Sinne für eine alternative Wahrnehmung un-serer Welt durch innovative Designs schärfen. Die Marke repräsentiert die reiche Vielfalt des afrikanischen Kontinents, sie zollt ihrem Einfluss auf moderne afrikanische Jugend Anerkennung. Jedes Kleidungsstück ist die Manifestation der Ideen und Wünsche unserer Generation, unseres unendlichen Potentials und unserem Erbes.

Julian: Butan ist eine Marke, kein High-Fashion-Label, das in der Regel sofort einem Designer zugeordnet wird. Die Öffentlichkeit weiß nicht, wer der Eigentümer von Adidas oder Nike ist und es ist auch völlig irrelevant, weil die Marke ein Eigenleben hat. Ich schrecke auch zurück vor dem Ruhm, und lieber soll meine Marke berühmt zu sein, während ich inkognito durch die Straßen gehen kann, ohne Menschen in mein Leben zu locken, die nur aufgrund meines Ruhmes und meines Status ein Teil meines Lebens sein wollen. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man hinter jemandem an der Supermarktkasse steht, der deine Kleindung trägt und sie haben keine Ahnung, dass der Designer und Inhaber der Marke direkt hinter ihnen steht. Unbezahlbar!

Black!: Warum hast du dich auf die UndergroundHip-Hop-Kultur konzentriert?

Julian: Es war nicht eine Black!: Was bedeutet Butan? Julian: Butan ist eine Neuordnung der Buchstaben des Wortes „Bantu“, das Menschen bedeutet aber auch gleichzeitig, zur Klassifizierung der am häufigsten gesprochenen Sprachen auf dem afrikanischen Kontinent gebraucht wird.

Black!: Wann wurde Butan Wear gegründet?

Frage der Wahl, sondern eine natürliche Erweiterung eines Lebensstils, zu dem ich mich persönlich seit den frühen 90er Jahren hingezogen fühle. Underground Hip-Hop ist eine Subkultur, die maßgeblich mein Leben bestimmt hat und es war nur natürlich, diese Kultur als Basis für mein künstlerisches Schaffen zu verwenden.

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Black!: Was inspiriert dich?

Julian: Ich bin von vielen Dingen inspiriert. Musik, bahnbrechenden Filmen und klassischen Serien: Meine T-Shirt Designs werden meist von der populären Kultur inspiriert. Inspirationen für Farben und Kleidungsstile hole ich oft aus der Beobachtung der Menschen auf der Straße und dann stelle diese individuellen Stils in einen Zusammenhang zu den verschiedenen Aspekten unseres afrikanischen Kulturerbes.

tung von wichtigen Botschaften über das Design anstatt einfach nur durch Platzierung von Logos auf T-Shirts und Caps Markenbekanntheit zu erlangen. Wir haben zwar auch die Notwendigkeit für Markenbildung erkannt und haben auch ein Basis-Logo Angebot verfügbar. Wir glauben aber, dass Butan mehr ist als nur ein Modelabel, es ist ein integraler Bestandteil der Hip-Hop und Street Culture. Die Marke ist tief mit dieser Kultur verbunden, auch jenseits der Gestaltung, der Herstellung und dem Verkauf der Kleidungsstücke. Es ist nicht nur eine Modemarke, es ist eine Haltung und ein Lebensstil.

Black!: Was ist mit der Herstellung. Ich bin neugierig, wo die Produktion stattfindet?

Julian: Wir produzieren vor allem in Südafrika, aber beschaffen auch ausgewählte Kleidungsstücke und Accessoires aus China, Bangladesch und Südkorea.

Black!:

Wer sind deine Kunden? Ist es eine spezifische Zielgruppe?

Julian: Ich scheue mich vor der Definition eines bestimmten Zielmarkts, aber sicherlich kann ich eine Zielgruppe, die am ehesten unsere Kleidung kauft, identifizieren. Da wir als Streetwear-Marke eng mit Hip-Hop verbunden sind, ist unsere wichtigste Zielgruppe meist die städtische Jugend. Unser Hauptaugenmerk war bisher auf der Herren-Oberbekleidung, aber wir sind auch dabei unser Angebot für Frauen aufzuloten, in dem wir in jeder Saison immer mehr Damenbekleidung anbieten.

Black!: Butan ist eine hoch angesehene Marke. Was unterscheidet Butan von anderen Marken?

Julian: Es ist schwer zu sagen, was uns von allen anderen Marken unterscheidet, außerdem müssten wir dafür eine genaue Kenntnis aller anderen Marken hier haben, und es gibt viele Marken, die ihr Ding auf der ganzen Welt machen. Lass mich lieber sagen, was unsere Marke ausmacht, auch wenn sich bestimmte Aspekte mit denen anderer Marken ähneln. Wir konzentrieren uns auf die Verbrei-

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Black!: Mit all dem Erfolg und dem Wachstum würdest du sagen, Butan ist jetzt eine etablierte Marke?

Julian: Ja, ich kann mit Sicherheit sagen, dass Butan gut in einem bestimmten Marktsegment etabliert ist. In der lokalen Hip-Hop und StreetSzene ist die Marke anerkannt und respektiert und wir können auch einen Anstieg im kommerziellen Bereich verzeichnen, was vor allem auf den neuen Vertriebsvertrag zurück zu führen ist, den wir mit der bekannten südafrikanischen Einzelhandelskette The Cross Trainer unterschrieben haben.

Black!: Du musst immer auf der Hut sein vor den Mitbewerbern. Wie vermarktest du deine Marke?

Julian: Wir verwenden vor allem nicht klassische Werbemaßnahmen, wir bringen die Marke mit bekannten Hip-Hop-Künstlern in Verbindung, die uns durch Musikvideos, Live-Performances und Fernsehauftritten bekannt machen. Ich war schon immer ein Anhänger des GuerillaMarketings, und wir werden uns weiterhin in einer Weise vermarkten, die kreativer ist als all die Mainstream- Marketing-Ansätze, die Großunternehmen wählen, um ihre Produkte zu verkaufen. In den letzten Jahren haben die sozialen Medien in unserer Marketing-Strategie immer mehr an Bedeutung gewonnen und wir haben erstaunliche Ergebnisse erzielt.


Black!: Butan ist auf dem Markt und beliebt. Gibt es Pläne ins Ausland zu expandieren?

Julian: Im nächsten Jahr glaube ich, ist Butan bereit, den europäischen und amerikanischen Markt zu erobern. Wir haben ein großes Interesse aus den USA, Kanada, Frankreich, Deutschland und der Schweiz und ich freue mich darauf unseren einzigartigen südafrikanischen Street-Style weltweit zu vertreten. Black!: Erzähl mir etwas über Deinen persönlichen Background! Julian: Ich bin in Südafrika geboren, aber meine Eltern stammen aus Deutschland. Ich lebte von meinem 5. bis zum 17. Lebensjahr in Hamburg, Deutschland und danach habe ich in Südafrika gelebt. Ich fühle mich mehr Südafrikanisch als Deutsch, aber alles in allem leben wir in einer globalen Gesellschaft, in der die Nationalität zunehmend weniger wichtig ist.

Nacht am Kreativsten bin. Kreative nennen das in der Regel die magische Stunde. Von 02.00 Uhr bis in die frühen Morgenstunden, wenn die meisten Menschen schlafen und die Telefone nicht klingeln, kommen mir meist die besten Ideen und Konzepte.

Black!: Ich bin sicher, du hast einen sehr vollen Terminkalender. Was machst du in deiner Freizeit?

Julian: In meiner Welt gibt es so etwas wie Freizeit nicht. Ich widme jede Stunde des Tages meinem Geschäft, der Marke und dem Traum, diese Marke zu einer großen und bekannten und international anerkannten Marke zu machen. Aber ich liebe jede Minute davon, und so ist all meine Zeit „freie“ Zeit.

Black!: Was würdest Du gerne der Jugend in Südafrika raten, die in deine Fußstapfen treten möchte?

Julian: Erstens muss ich sagen, dass es sicherlich nicht Black!: Ich habe gehört, dass du ursprünglich Maschinenbau studiert hast? Wie kam es zu dieser beruflichen Veränderung?

Julian: Ja, ich schloss mein Studium als Maschinenbauingenieur an der University of Cape Town im Jahr 2005 ab. Der Abschluss hat meine kreative Seite jedoch nicht herausgefordert, die ich jedoch weder bereit war zu vernachlässigen, noch zu ignorieren. Ich fühlte, dass das Studium für meine intellektuelle Entwicklung ein notwendiges Kapitel in meinem Leben war, aber um einen kreativeren und unabhängigeren Weg im Leben zu nehmen war eine Veränderung notwendig.

Black!: Wie hast du dir Kenntnisse darüber erworben, wie man eine Marke aufbaut? Hast du Einzelhandel/ Markenpositionierung studiert?

einfach ist in dieser Branche. Es ist ein starker Verdrängungswettbewerb und vor allem, wenn man von unten kommt, gibt es viele Hindernisse, die man überwinden muss, um die Leiter nach oben zu klettern. Allerdings, wenn du bereit bist für die Herausforderungen undEnttäuschungen auf dieser holprigen Fahrt und du es wirklich machen willst, gib alles und gib niemals auf. Wenn alles schlecht aussieht und du denkst, es könnte nicht noch schlimmer kommen, könnte der Erfolg gleich um die Ecke auf dich warten.

Gewinne ein BUTAN Cap! Nenne uns mindestens einen Namen der Butan FAM (Stichwort: Butan Wear) und sende Deine Antwort bis zum 30.11.2011 an: info@black-lifestylemag.com

Julian: Nein, die einzige formale Ausbildung erhielt ich

Weitere Infos: www.butanwear.com

während meines Ingenieurstudiums. Alles andere habe ich mir selbst beigebracht.

Interview: Black!

Black!: Wann bist du am Kreativsten/ Produktivsten? Julian: Kreativität ist ein sehr unvorhersehbares Phänomen, und wenn ich herausfinden könnte, wann ich am Kreativsten bin, könnte ich meine Kreativität viel effektiver steuern. Aber aus Erfahrung weiß ich, dass ich in der

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My Story

People

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“X Factor” Kanditatin Gladys Mwachiti Meine Kindheit in Kenia

enn ich an die Zeit in Kenia zurück denke, überkommt mich ein Gefühl von Wärme, Frieden, Sicherheit und Wohlstand. Meine Familie bestand nicht nur aus meinen Familienangehörigen, sondern auch aus unseren Nachbarn und deren Kindern. Es war ein Netzwerk, in dem man sich gegenseitig unterstützte und sich jeder Zeit zur Seite stand. Also hatte ich nicht nur eine Mutter, sondern gleich zwei oder drei und natürlich auch viele Freunde und Geschwister. Wir lebten mit meiner Oma, meinen Tanten, meinem Onkel, meiner Cousine und mit meinem Bruder in einem großen Haus zusammen. In Kenia kannte ich das Gefühl alleine zu sein nicht, da immer jemand da war, der auf mich aufpasste. In Kenia schien immer die Sonne für mich.

Rückschläge Die erste große Niederlage war, als ich nach der Zeit im Krankenhaus meinen Hauptschulabschluss nicht schaffte, da ich das Jahr zuvor schon einmal die Klasse wiederholen musste. Dass ich die Prüfungen wieder nicht bestanden hatte, war ein Schock für mich. Heute kann ich sagen, dass diese unschönen Ereignisse ein Segen für mich waren. Denn wenn das nicht geschehen wäre, hätte ich nie auf dem zweiten Bildungsweg meine Mittlere Reife gemacht. Es war damals nicht nur mein eiserner Wille, oder das Gefühl zu wissen, dass das Bestehen meiner Mittleren Reife meine letzte Chance sein könnte. Vielmehr lag es an der Hilfe von Menschen, die an mich geglaubt und mich

Als Jugendliche in Deutschland fühlte ich mich etwas verloren und war eine Zeitlang sehr orientierungslos. Ich war wie ein Blatt im Wind und wusste nicht so recht, was ich mit meinem Leben anfangen soll und wer ICH eigentlich bin. Ich gehörte auch nicht zu den Besten in der Schule, da ich viel mehr Spaß daran hatte, mit Freunden rumzuhängen als mir Gedanken über meine Zukunft zu machen, geschweige denn etwas dafür zu tun. Meine Eltern hatten in der Zeit natürlich ihr Bestmöglichstes getan, um mir ins Gewissen zu reden und forderten mich immer wieder auf, etwas für mich und meine Zukunft zu tun, aber irgendwie war alles andere spannender als das langweilige Lernen. Erst durch eine lebensbedrohliche Krankheit, wegen der ich drei Monate im Krankenhaus war, fing ich an, mich zu besinnen und änderte meinen Lebensstil. Ich fing an mir Gedanken über mich, meine Wünsche zu machen und wie ich mich in der Zukunft sehe.

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© Foto: VOX/Bernd-Michael Maurer

Meine Jugend in Deutschland


© Foto: VOX/Andreas Friese

unterstützt haben. Ich hatte das Glück, durch diese Menschen eine schöne Erfahrung zu machen, nämlich selbst zu erkennen wie wichtig es ist, für die eigenen Wünsche und Träume zu kämpfen, um sie letzten Endes auch selbst zu verwirklichen.

Meine Leidenschaft für die Musik Seit ich denken kann ist Musik mein ständiger Begleiter und für mich auch eine Möglichkeit mich auszudrücken. Musik ist eine Sprache - auch ohne Worte, die jeder versteht. Für mich war sie oft eine Hilfe, um meinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Es gab eine Zeit in meinem Leben, in der ich eher verschlossen war und das Wort Gefühle, vor allem sie auszudrücken, schwierig für mich war. Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern als ich das erste Mal Michael Jackson sah. Ich müsste da ungefähr 3 oder 4 Jahre alt gewesen sein. Michaels Wesen und seine Performances zogen mich in den Bann. Ich sagte meinen Eltern, dass ich eines Tages Sängerin und Tänzerin werde, wie Michael Jackson. Von da an tanzte ich zu jedem seiner Songs und schaute mir alle seine Schritte ab. Unbewusst bin ich wohl weiter diesem inneren Wunsch gefolgt, sodass ich im Schulchor und am Tanzunterricht teilnahm. Aber das ich tatsächlich Talent dazu besitzen würde war meinen Eltern und mir damals nicht bewusst. Prägend für mich war der Beitritt in das One-World-Project, dass anfangs ein Gospel Chor war und heute eine Internationale Acapella-Gruppe ist. Im Rahmen dieses Chores habe ich auch meine erste und auch ausschlaggebendste Gesangstunde bekommen. In dieser Zeit bekam ich für meine Stimme Komplimente von anderen, allerdings habe ich diese damals nicht so ernst genommen. Wer mich heute auf der Bühne sieht und erlebt, kann sich nichts anderes für mich vorstellen als den Beruf der Sängerin.

ganz der Musik zu verschreiben, denn ursprünglich wollte ich Kindergärtnerin werden. Ich machte eine Ausbildung in der Berufsfachschule für Musik in Fachrichtung Jazz, Pop, Rock. Während meiner Ausbildung lernte ich alles, um meine Ziele zu erreichen. Somit hatte ich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Selbst zu wachsen als Sängerin und als Musikerin, später musikalische Früherziehung unterrichten zu können. Eine Kombi aus Musik und die Arbeit mit Kindern, mit der ich ein zusätzliches Standbein habe, ist für mich die ideale Alternative, um voll und ganz meiner Leidenschaft nachgehen zu können.

Meine Ziele Meine nächsten Ziele sind meine eigene Musik zu etablieren, mein erstes Album zu veröffentlichen und nach München, in meiner neuen Home City Berlin Fuß zu fassen.

Fortschritte Von der Leidenschaft zur Berufung Mit 16 schrieb ich einen meiner ersten Songs, ohne überhaupt zu wissen was C-Dur oder ein Akkord ist. Ich überlegte mir, wie ich meinen Wunsch Sängerin zu werden realisieren könnte. Ich wusste auch, dass das Singen und Talent allein nicht ausreicht, um von der Musik leben zu können. Was mich rückblickend selbst überrascht, ist meine herangereifte Entscheidung mich trotz allem voll und

Für mich ist die Entscheidung nach Berlin zu ziehen und auch bei X Factor dabei gewesen zu sein ein großer Fortschritt. Den Mut zu haben in etwas Unbekanntes und auch ungewisses zu springen, dass ist die Freiheit nach der ich immer wieder strebe - sich von seinen Ängsten zu befreien und offen für was Neues zu sein. Artikel: Black!

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Emanuel

People/ Sport

Bettencourt Mehrfacher Kung Fu Weltmeister sowie Eigentümer und Trainer im Taiyo Sportcenter

A

uf den kapverdischen Inseln geboren (afrikanischer Inselstaat vor der Westküste Afrikas), verließ Emanuel im Alter von zwölf Jahren erstmalig seine Heimat. Bevor seine Reise ihn endgültig nach Deutschland führte, lebte er zwei Jahre lang in Portugal. Der Bruder von sieben Geschwistern, darunter seinem Zwillingsbruder, hat früh gelernt sich erfolgreich durchzusetzen. Neben dem Abitur kann Emanuel Bettencourt mit seiner 15-jährigen Karriere als Flugzeugmechaniker

Emanuel Bettencourt im Interview mit Black! Black!: Bis zu diesem Zeitpunkt hast du in deiner Karriere schon einige bemerkenswerte Erfolge feiern können. Was sind Deine nächsten Projekte?

Emanuel: Konkrete Projekte gibt es im Moment

bei Lufthansa und einen mehrfachen Weltmeistertitel im Kung Fu, Stolz auf eine erfolgreiche Karriere zurückblicken. Ob als Schauspieler, Stuntman, Choreograph, ProfiSportler oder Lehrer Emanuel meistert seine beruflichen Herausforderungen stets mit Bravour. Seit 1995 betreibt er das Taiyo Sportcenter in Hamburg-Altona, wo sich Jung und Alt unterschiedlicher Nationalität zusammenfinden. Seine Schüler kommen gerne, denn für sie ist er ein authentisches Vorbild - nicht nur in sportlicher Hinsicht. Erfahrungen, die er in seiner beruflichen Laufbahn gesammelt hat, gibt er vor allem der jüngeren Generation gerne weiter, denn er weiß selbst wie schwer es ist, sich im Leben durchzuboxen.

nicht. Ich führe die Sportschule, arbeite in verschiedenen Projekten mit, wie zurzeit die Theater-Choreographie für Cyrano von Bergerac - die am 2. September Premiere im Schauspielhaus Hamburg hatte. Außerdem arbeite ich noch an einem Filmprojekt, das aber noch am Anfang steht. Mein Buch und eine Dokumentation über meine Karriere sind ebenfalls in Arbeit.

Black!: Es gibt verschiedene Kampfsportarten, die du deinen Schülern weitergibst. Welche Kampfkunst gibt dir/inspiriert dich persönlich am meisten und warum?

Emanuel: Am meisten Kung-Fu und Capoeira. Kung Fu besonders durch die Vielseitigkeit und dem Einklang von

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Körper und Geist. Bei Capoeira geht es mir vor allem um die Geschichte meiner Vorfahren (Sklaven) und die Art und Weise wie Capoeira entstanden ist. Hierzu gehören insbesondere die Musik und die Rituale.

der Techniken, die ich beherrsche. Vor allem mentales Training steht bei mir im Vordergrund.

Black!: Eine gesunde Ernährung ist für Kampfsportler empfehlenswert. Anwelche Ernährungs-Tipps hältst du dich?

Black!: Auch im Kampfsport gibt es diverse Philosophien. Welche Kampf-sportPhilosophie lehrst du deinen Schülern?

Emanuel: Eine gesunde Ernährung ist sehr wichtig, auch wenn man keine Kampfkunst betreibt. Die Vielseitigkeit einer ausgewogenen und gesunden Ernährung ist das A und O, denn Leistung geht nur über eine gesunde Ernährung.

Emanuel:

Die Philosophie des Kämpfens ohne zu kämpfen. Aber die Werte, die ich meinen Schüler in erste Linie vermittle, sind Werte, die sie im alltäglichen Leben anwenden können, zum Beispiel Selbstbeherrschung, Selbstvertrauen, Selbstsicherheit, Disziplin, Konzentration, eine gesunde Lebenseinstellung und Spaß zu haben, bei dem was sie tun.

Black!:Es gibt Menschen, die ein klischeehaftes Bild vom Kampfsport haben - sei es zum Beispiel, dass sie ausschließlich Aggressionen oder Proletentum damit verbinden. Wie entkräftest du diese Klischees?

Black!: Welchen Rat kannst du jungen Menschen geben, die eine Karriere als ProfiKampfsportler anstreben?

Emanuel: Viel Trainieren, sich in Geduld üben und die eigenen Techniken Perfektionieren. Außerdem ist es wichtig, diszipliniert zu sein, auf eine gesunde Ernährung zu achten und sehr viel Zeit und Liebe in das zu investieren, an dem man Spaß hat. Der Erfolg kommt dann bestimmt!

Emanuel: In dem ich von Kampfkunst rede und nicht vom Kampfsport. Letzteres ist sekundär. Eine Kampfkunst lernt man, um ein besserer Mensch zu sein und nicht um Menschen zu verletzen (Selbstverteidigungskunst).

Black!: Abschließend noch für alle Interessierten, die Kampfkunst betreiben möchten. Welche Kampfkünste kannst du zum Einstieg empfehlen?

„Eine Kampfkunst lernt man, um ein besserer Mensch zu sein und nicht um Menschen zu verletzen“ Black!: Berufsbedingt bist du täglich mehrere Stunden

Emanuel: Alle Kampfkünste! Jeder sollte zuerst heraus-

sportlich aktiv. Wie sieht dein persönliches Training aus - also wenn der Privatmensch Emanuel Bettencourt trainiert?

finden, woran er/sie am meisten Spaß hat. Wichtig ist dabeizubleiben! Dabei spielt es keine Rolle, ob Kung Fu, Karate, Capoeira, Taekwon Do, Judo - die wichtigste Voraussetzung ist, einen guten Trainer zu finden.

Emanuel: Ausdauer-, Krafttraining, Ausdruck, Meditation. Zudem konzentriere ich mich auf das Perfektionieren

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Interview: Black!


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People/ Sport

The CapoeiraBreakdance Connection 2 Stile eine Philosophie? Rückblick!

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ie Ursprünge des Capoeiras sind in dem traditionellen Männertanz N‘golo aus Angola zu suchen, doch weiterentwickelt wurde er von den aus Westafrika verschleppten Arbeitssklaven auf den Plantagen Brasiliens. Die ersten schriftlichen Dokumente zu diesem Tanz gehen zurück bis ins 17. Jahrhundert. Schnell wurde dieser auch als Kampfkunst beschriebener Tanzstil jedoch aus Angst vor Sklavenaufständen verfolgt und im Jahre 1890 strafrechtlich verboten. Capoeira konnte ab da an nur im Verborgenen betrieben werden. Dies änderte sich erst im Jahre 1934, als Mestre Bimba, der Begründer des Capoeira Regional, eine offizielle Erlaubnis erhielt, die erste Capoeira Schule zu eröffnen. Ab 1974 wurde Capoeira ein nationaler Sport. Das B-Boying, besser bekannt als Breakdance, entstand in den 70er Jahren als hauptsächlich junge Afroamerikaner und Latinos in New York City diesen Tanz für sich erfanden. Er ist ein Teil der Hip Hop Bewegung und gehört neben dem Rappen, dem Graffiti und dem Djingen zu den Grundlagen des Hip Hop.

So verschieden und doch so gleich Beiden Tanzstile könnten aufgrund ihrer akrobatischen Einlagen und ihrer komplizierten Bewegungsabläufe als Sportarten bezeichnet werden. Aber bei einer Begrenzung auf eine Sportsparte würde man völlig außer Acht lassen, das hinter diesen Tanzstilen eine einflussreiche Kultur, eine Geschichte und eine einzigartige Lebensart stehen. Auch wenn Capoeira mit seiner über 250 Jahre alten Geschichte sehr viel älter ist, so stehen doch beide Stile für das Auflehnen und die Selbstbehauptung von unterdrückten, vornehmlich schwarzen Bevölkerungsschichten.

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Beim Capoeira waren es die Sklaven auf den Plantagen, beim Breakdance die Afro-Amerikaner aus den Ghettos New Yorks, die durch ihre künstlerische Kreativität, Musik in Bewegung umsetzten und sich dadurch ein neues Selbstbewusstsein schufen. Bei Capoeira als auch beim Breakdance werden gegenseitiger Respekt, Reaktionsvermögen Improvisationstalent und Rhythmusgefühl großgeschrieben. Bei beiden Tanzstilen schaffen sich die Tänzer eine neue Identität, in dem sie sich individuelle Namen geben. Der Capoeirista erhält seinen neuen Namen bei der batizado, der Taufe, von seinem Mestre, der B-boy wählt seinen Namen selbst. Beide Tanzrichtungen werden in einer Kreisformation ausgeführt, wobei unter den wachenden Augen der der Gemeinschaft, der roda bzw. dem break circle, zwei Kontrahenten im jogo (Spiel) bzw. im battle gegeneinander antreten. Während seiner Darbietung muss der Capoeirista als auch der B-boy eine Reihe von festgeschriebene Grundelemente wie den meia-Lua (Halbmond) oder die queixada (Kinnlade) bzw. das top rocking (das Tanzen im Stehen) oder die power moves (das Rotieren auf einer Körperstelle oder entlang einer Körperachse) spontan variieren. Das regelmäßige Üben dieser Figuren führt beim Capoeira dazu, dass der Tänzer sie mit größerer Leichtigkeit durchführen kann. Beim B-boying ist es vor allem wichtig seine Konkurrenten durch noch originellere Übergänge zwischen den Figuren zu übertrumpfen. Während das Angeben und sich Großtun beim Breakdance dazu gehört, stellt der Capoeirista sein Können gern unter den Scheffel und täuscht seinen Gegner mit vermeintlicher Schwäche.

Capoeira vs. Breakdance: Welche Stilart hat den größeren Lifestyle-Faktor? In Sachen Lifestyle-Faktor hat der Breakdance die Nase vorn. Vor allem im Modebereich ist der B-boy/girl Look seit Generationen nicht mehr wegzudenken. Auch die ständigen Begleiter der Breaker, sogenannte “Ghetto Blaster“, sind absolute Kult-Objekte.

Fakten! Beide Stile sind mittlerweile weltweit bekannt und erfordern vor allem Disziplin und Körperbeherrschung. Einerseits geht es bei beiden Stilrichtungen um geschichtliche, politische und soziale Faktoren, anderseits um Respekt, Rhythmus, Eleganz und Improvisation.


Black!: Im Mai 2009 wurdest Du zum Contra-Mestre graduiert. Was steckt dahinter?

Was es bedeutet Capoeira zu leben, verrät uns Joel Benigno Dias aka Contramestre Joel, der seit seinem 14. Lebensjahr Capoeira trainiert.

de e n: g. er ne bur eit io W a t ha m rm a fo eir In apo c w.

ww

Capoeira: Afro-brasilianische Kampfkunst

Joel: Contra-Mestre zu sein ist ein sehr wichtiger Schritt für jeden Capoeirista - und ein Schritt, der sehr viel Verantwortung mit sich bringt!

Foto/Copyright: Capoeira Hamburg

Black!: Wie bist Du zum Capoeira gekommen?

Black!: Es gibt soweit wir recherchiert haben, verschie-

Joel: Über Freunde

dene Capoeira-Stile. Beherrscht Du alle und wenn nicht auf welche/n Stil/e hast Du Dich spezialisiert?

Black!: Wie ist die Ent-

Joel: Ich würde sagen, dass ich in Richtung Capoeira

scheidung gefallen Capoeira beruflich, also als Lehrer auszuüben?

Contemporanea gehe.

Black!: Ist Capoeira für Dich persönlich eher ein Kampfoder ein Tanzstil?

Joel:

Ganz einfach! Wenn du viel trainierst und immer dabei bist, ergibt sich das irgendwann von selbst.

Joel: Für mich ist Capoeira ein Kampf mit verschiedenen Elementen aus dem Tanz und das wichtigste ist der Rhythmus!

Black!: Außerdem hast Du in Brasilien als Produktionsassistent mit verschiedenen Bands und Musikgruppen gearbeitet. Was waren Deine Aufgaben und welche Bands/ Musikgruppen hast Du begleitet?

Black!: Was ist für Dich das Besondere am Capoeira und

Joel: Ich habe als Roadie (mitreisender Veranstaltungs-

Joel: Das wichtigste für mich ist die Integration der Leu-

techniker bei Live-Auftritten) von Andre Rios und von Chico Science gearbeitet und auch bei anderen Produktionsarbeiten.

te! Ich gebe meine Kultur und meine Philosophie weiter, das ist der Grund warum ich gerne Capoeira unterrichte.

warum ist es Dir wichtig, diesen Kampf-/Tanzstil an andere weiterzugeben?

Black!: Für wen ist Capoeira Deiner Meinung nach geBlack!: Du bist 1997 nach Hamburg gezogen, um die Capoeira-Gruppe „Meia Lua Inteira Hamburg“ von deinem ehemaligen Lehrer Contra-Mestre Will zu übernehmen. Wie schwer fiel es Dir Deine Heimat Brasilien zu verlassen und wie war für Dich die Anfangszeit in Deutschland?

eignet?

Joel: Für Leute, die Interesse haben nicht nur einen Sport kennen zu lernen, sondern auch eine Philosophie.

Black!: Kann das Ausüben von Capoeira auch im AlltagsJoel: Ja klar war das sehr schwierig! Aber dafür habe ich

leben nützlich sein?

die Möglichkeit bekommen mit und in einer anderen Kultur zu arbeiten und sie kennen zu lernen.

Joel: Jeder Kampf kann im Alltag angewendet werden!

Black!: Wenn Du an Deine Zeit in Brasilien zurückdenkst,

Aber wir trainieren um im Alltag gut durchzukommen, ohne uns über Kampf den Kopf zu zerbrechen.

was vermisst Du und was hast Du dafür in Deutschland/ Hamburg gefunden?

Black!: Für alle die Interesse haben Capoeira mal auszu-

Joel: Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich

probieren oder sogar eine berufliche Karriere anstreben. Welchen Rat kannst du den Interessierten geben?

gerne meine Familie hier haben, meine Freunde, mehr Sonne - das sind die Dinge, nach denen ich Sehnsucht habe!

Joel: Lust zu trainieren und Respekt vor der Kunst!

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People/ Sport

B-boys

2 Kontinente, 2 Antworten & eine Leidenschaft! 2 Continents, 2 Answers & one Passion! Check out! B-Boy Genoridge Taylor aka ‚B-boy ONIK‘ from/aus S. A. /Südafrika & Chris Ndongo aka ‚Chris Rock Jackson‘ from/aus Germany/Deutschland Interview with Genoridge Taylor

time, so I had to work out every move myself. Our crew only started late 2002.

Black!: How did you get into break-dancing? Genoridge: I jumped over my friends fence one afternoon late July 2000 cracked my spinal cord strait or so it felt. Freakiest thing I ever felt with my own body. Then I watched the movie „only the strong“ early September 2000 took my breath away when I saw how they capoeira. I then asked my brother (Prototype) to see if he can find me instructions over the internet. Exactly on the 22 November 2000 he brought me notes he downloaded. That is day it became a commitment. Studied the notes day in day out. No teachers or other B-Boys were around that

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Black!: How do you feel about the break-dancing community in South Africa? Genoridge: The community is large yet very underground. I feel bboy in South Africa has many hurdles but has all the ability. As long as one keeps ones mind to it, all is possible. Black!: Who are you favourite b-boys? Genoridge: I don‘t have a favorite. If I had one I would


be bias for all bboys are great. My favorite b-boy is the one that never gives up and always pushes on !!! Black!: Why do you think break-dancing is not as big in S.A. as it is in the States? Genoridge: I think it is much greater just not that commercialised. The states are a marketing harbour. That would be the main reason. Black!: Are you a member of a B-Boy crew? Genoridge: Yes, my crew‘s name is ‚Tha Anonymis‘. Black!: What has been your best performance to date? Genoridge: Here have been many but my most potent experience ever breakin was in 2006/7 Macufe when BVK (Brasse Vannie Kaap, Hip Hop group from Cape Town) performed at Clive Solomon Stadium in heidedal, when MR fats (Ashley Titus, died on November 27th 2007) called me and another of my crew members named ‚Stretch 1‘up on stage to share sum of that light. It was of the hook! People screaming crowd energy, 2 local b-boys on stage with the creators of the game in S.A. It showed me how much I have grown as a b-boy and how much I need to still grow. Black!: What struggles have you faced as a B-boy? Genoridge: Getting a circle going. People look at you funny at first. But like my uncle told me on my 21st birthday: “If you play Hip Hop over and over they will start to accept then they will like“ Persistance creates motivation... Acceptance was my greatest struggle.

Genoridge: I breakdance for myself and havin fun with it. I would not call myself professional but I will call myself experienced. Black!: Not many women break-dance, why do you think that is and how do you feel about it? Genoridge: It is because a woman spinning on her arm or head it not generally accepted. It is looked on as crazy. And woman are put off by this, I remember when I started it was hard it is even harder for a woman, I think. For there are more barriers to break being a woman and discouragement happens if there was any hope in a specific woman becoming a B-girl. Black!: What advice would you give to someone who wants to learn how to breakdance? Genoridge: Be real. Be true. If this path u choose to take, power u will accumulate. Never give up. always try and stay fresh. Always visualise then u will be able to accomplish, for your vision will become real. Black!: What resources are there available to young people in S. A. who are starting out as b-boys/ b-girls? Genoridge: The internet is the greatest source, videos and teachings. I started off alone. And schooled myself. All I had was notes and my mind. Everything else had to be worked out like mathametics. Bfn is still rising. The cape and guateng there are workshops and clubs and oppertunity is everywhere. Interview with Genoridge Taylor by Melodi Radio: www.melodiradio.blogspot.com

Black!: Do you breakdance for fun or are you dancing as a professional?

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Interview mit Genoridge Taylor

Lieblings-Bboy ist derjenige, der nie aufgibt und immer Gas gibt!

Black!: Wie bist Du zum Break-dancing gekommen? Genoridge: Ich sprang an einen Nachmittag im Juli 2000 über den Zaun eines Freundes und verletzte mich an der Bandscheibe. Das fühlte sich so abgefahren an, so was hatte ich noch nie am eigenen Leib erfahren. Dann sah ich den Film „Only the Strong“ Anfang September 2000, mir verschlug es den Atem, als ich sah, wie die Capoeira machten. Dann fragte ich meinen Bruder (Prototyp), ob er darüber etwas für mich im Internet finden könnte. Genau am 22 November 2000 brachte er mir Notizen mit, die er heruntergeladen hatte. An diesem Tag wurde es zur meiner Berufung. Ich studierte die Notizen Tag für Tag. Es gab hier keinen Lehrer oder andere B-Boys in dieser Zeit, also musste ich jeden Move selbst herausfinden. Unsere Crew begann erst Ende 2002. Black!: Was denkst Du über die Breakdance community in Südafrika? Genoridge: Die Community ist jetzt groß, aber noch sehr im Underground. Ich denke, ein bboy muss in Südafrika viele Hürden überwinden, aber er hat alle Fähigkeiten. Solange er voll dabei ist, alles ist möglich. Black!: Wer sind deine Lieblings B-boys? Genoridge: Ich habe keinen Favoriten. Wenn ich einen hätte, wäre ich parteiisch, alle B-boys sind groß. Mein

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Black!: Warum findet Break-dancing in Südafrika deiner Meinung nach nicht dieselbe Anerkennung wie in den USA? Genoridge: Ich denke, es ist viel besser, dass es nicht so kommerzialisiert ist. Die Staaten sind das Mutterland des Marketings. Das wird der Hauptgrund sein. Black!: Bist Du Mitglied einer B-Boy crew/Tanzgruppe? Genoridge: Ja, meine Crew nennt sich ‚Tha Anonymis‘ zu deutsch ‚Die Anonymen‘ Black!: Was war bisher Dein bester Auftritt? Genoridge: Das gab es viele, aber mein stärkstes Erlebnis aller Zeiten war das Breaking 2006/7 beim MACUFE* (*dem Mangaung African Cultural Festival, Südafrikas jährlich stattfindendes bekanntestes Kulturfestival ) als BVK (Brasse Vannie Kaap, Hip Hop Gruppe aus Kapstadt) im Clive Solomon Stadium in Heidedal performten, und als MR Fat (Ashley Titus, starb am 27. November 2007) mich und meinen Kumpel Stretch 1‘Up auf Bühne rief, um mit ihnen das Rampenlicht zu teilen - das war so abgefahren! Die Leute schrien, die Masse wurde zur Energie, 2 lokale B-boys auf der Bühne mit den Machern des Spiels in SA. Das zeigte mir, wie sehr ich als B-boy gewachsen war und wie viel ich noch wachsen muss.


Black!: Welche Herausforderungen musstest Du als B-Boy angehen?

entmutigend, wenn es für eine Frau keine Hoffnung gibt, B-girl zu werden.

Genoridge: Du musst die Sache voranbringen. Die Leute schauen dich erst komisch an, aber wie mein Onkel mir zu meinem 21. Geburtstag sagte: „Wenn du immer wieder Hip Hop spielst werden sie beginnen, dich zu akzeptieren und dann werden sie dich mögen.“ Ausdauer schafft Motivation, die Akzeptanz war mein größter Kampf.

Black!: Welchen Rat kannst Du jemanden geben, der/die Breakdance lernen möchte?

Black!: Machst Du Breakdance aus Spaß/als Hobby oder tanzt Du als Profi/beruflich? Genoridge: Ich mache Breakdance für mich selbst, um Spaß zu haben. Ich würde mich nicht als professionell aber als erfahren bezeichnen. Black!: Verhältnismäßig gibt nicht all zu viele weibliche Break-dancer, woran liegt es Deiner Meinung nach und wie findest Du diese Tatsache? Genoridge: Es ist, weil eine Frau, die sich auf ihrem Arm oder Kopf dreht, nicht allgemein akzeptiert wird. Es wird als verrückt angesehen. Und den Frauen nimmt das die Lust, ich erinnere mich, als ich anfing, war es schwer, als Frau ist es noch viel schwieriger, denke ich. Denn es gibt mehr Barrieren für Frauen, die breaken wollen und es ist

Genoridge: Sei du selbst, sei aufrichtig. Wenn du diesen Weg wählst, wird deine Kraft wachsen. Never give up. Streng dich an und bleib beharrlich. Benutze dich Vorstellungskraft, dann wirst du es schaffen, das deine Visionen Wirklichkeit werden. Black!: Welche Möglichkeiten/Quellen gibt es für junge Menschen, die als B-Boy/B-Girl in Südafrika durchstarten möchten? Genoridge: Das Internet ist die größte Quelle für Videos und Anleitungen. Ich fing alleine an, und schulte mich selbst. Alles was ich hatte, waren nur Notizen und meinen Verstand. Alles andere musste ich mir erarbeiten wie Mathematik. Bfn (Bloemfontein) ist immer noch steigend. In Cape* und in Gauteng* (*Provinzen Südafrikas) gibt es Workshops und Clubs und Möglichkeiten gibt es überall. Interview mit Genoridge Taylor by Melodi Radio: www.melodiradio.blogspot.com

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Interview with Chris Ndongo Black!: How did you get into break-dancing? Chris: I was introduced to breakdance during a project at my old school. Black!: How do you feel about the break-dancing community in Germany? Chris: I‘m a member of the community, that‘s why I have to think positive. Some of the things in France ore the US, appear better to me, but I think that the french also see it the same. Black!: Who are your favourite b-boys? Chris: My brother Jango P.nd Jackson and Swift Rock. Black!: Why do you think breakdancing is not as big in Germany as it is in the States? Chris: It‘s because Germany lack a lot of things even with Fashion, Musik and Dancing. And you should‘nt forget that Breakdance started in the Us. Black!: Are you a member of a B-Boy crew? Chris: Yes! I am a member of the ‚JACKSONS CREW‘. Thats why I am called Chris-Rock Jackson. Black!: What has been your best performance to date?

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Chris: Wow that‘s a hard one. Every performance is somehow special to me but i have to admit that when I preformed with Mehrzad Marashi (DSDS winner 2010).There was a crowed with about 25.000 people. And when i did my solo-part everybody stared screaming: “Go Chris Go Chris!“,that was very exciting to me. Black!: What struggles have you faced as a bboy? Chris: The graetest Challenge to me is to keep fit. We are taking our body to the maximum, even the muscles. Thats why you cant afford to start dancing without a excellent warm up. Black!: Do you breakdance for fun or are you dancing as a professional? Chris: I am a professional dancer with a small dancing School in Hamburg. On weekends I do have a lot of Shows with musicans and other dancers. It‘s always fun. Black!: Not many women break-dance, why do you think that is and how do you feel about it? Chris: I think it s a sad fact. The only explanation I can give is that breakdancers always need to check up on their developements as far as the dancing itself is concerned. And some of the things we do have a lot of complicated elements that girls might not be able to follow because of their physical structure and sometimes it‘s frustrating. Black!: What advice would you give to someone who wants to learn how to break-dance?


Chris: My advice is to look for a Partner to start dancing with. Like me and my brother. we both started dancing in a crew with 5o people and now only the two of us left. We keept motivating ourselfes that‘s how working with a partner can be very helpful. Black!: What resources are there available to young people in Germany who are starting out as b-boys/ b-girls? Chris: I think there are great possiblities in Germany but you need to go out there and choose your choice. Everybody has his/her own destination. same with me and my brother. At the moment we are working in absolute different fields that‘s very interessting. I think it‘s nescesscary in order for dancers not to be in their ways. I became a witness of dancers who did want to start dancing classes and spoiling the opportunities for the professional dancers by introducing low prices to the market. To those who you are interessted in break-dancing. Just write to me on facebook: Chris rock Jackson Ndongo – peace! Interview: BLack!

Interview mit Chris Ndongo Black!: Wie bist Du zum Break-dancing gekommen? Chris: Zum Breakdance bin ich durch eine Projektwoche an meiner alten Schule gekommen. Black!: Was denkst Du über die Breakdance community in Deutschland? Chris: Da ich auch ein Teil dieser community bin, muss ich ja positiv denken. Natürlich gibt es hier und da Dinge die ich beispielsweise in Frankreich oder USA cooler finde, aber das geht den Franzosen denke ich nicht anders. Black!: Wer sind deine Lieblings B-Boys? Chris: Mein Bruder Jango P.nd Jackson und Swift Rock. Black!: Warum findet Breakdancing in Deutschland deiner Meinung nach nicht die selbe Anerkennung wie in den USA? Chris: Weil Deutschland nunmal in vielen Dingen hinterher hängt... sei es Mode, Musik oder halt Tanz. Und was man natürlich auch nicht vergessen darf, Breakdance kommt nunmal von dort. Black!: Bist Du Mitglied einer B-Boy crew/Tanzgruppe?

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Chris: Ja! Ich bin ein Mitglied der ‚JACKSONS CREW‘. Daher auch der Name Chris-Rock Jackson. Black!: Was war bisher Dein bester Auftritt? Chris: Wow, keine leichte Frage. Jeder Auftritt hat etwas Besonderes, doch ich muss gestehen das als ich mit Mehrzad Marashi (DSDS Gewinner 2010) vor 25.000 Leuten mein Solo Part hatte und alle geschrien haben: „Go Chris Go Chris!“, hatte ich schon eine super dolle Gänsehaut.

selbst auch die Fortschritte merkt die man macht und da Breakdance nunmal auch viel mit Akrobatik zutun hat und Frauen nicht ganz so sportlich veranlagt sind wie Männer, kann das schnell mal passieren das man als Mädel verzweifelt. Black!: Welchen Rat kannst Du jemanden geben, der/die break-dance lernen möchte? Chris: Sich eine Art Partner zu suchen. Ich und mein Bruder haben in einer Truppe von knapp 50 Mann trainiert. Nun sind wir beide die einzigen, die noch tanzen, weil wir uns immer wieder gegenseitig angespornt haben. Zusammen lernen ist sehr hilfreich.

Black!: Welche Herausforderungen musstest Du als B-Boy angehen? Chris: Die größte Herausforderung als B-boy ist es meiner Meinung nach fit zu bleiben. Wir belasten unsere Muskel und unsere sehnen sehr sehr stark, da ist ein gutes Aufwärm-Training mehr als angebracht! Black!: Machst Du Breakdance aus Spaß/ als Hobby oder tanzt Du als Profi/beruflich? Chris: Ich tanze Hauptberuflich, habe eine kleine Tanzschule in Hamburg und bin an Wochenenden sehr oft mit Sängern oder anderen Tänzern für Auftritte unterwegs. Somit habe ich immer Spaß. Black!: Verhältnismäßig gibt nicht all zu viele weibliche Break-dancer, woran liegt es Deiner Meinung nach und wie findest Du diese Tatsache? Chris: Ich find‘s ein bisschen schade. Ich kann mir das nur so erklären, beim Breakdance ist es wichtig das man

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Black!: Welche Möglichkeiten/Quellen gibt es für junge Menschen in Deutschland, die als Bboy/B-girl durchstarten möchten? Chris: Ich denke da gibt es sehr viele Möglichkeiten, nur jeder sollte sich seine Eigenen suchen, da jeder Tänzer ein anderes Ziel hat! Es ist sogar bei mir und meinem Bruder so, dass wir momentan komplett andere Ziele haben und das ist auch gut so damit sich die Tänzer nicht in die Quere kommen. Habe so etwas schon oft genug mitbekommen wie junge Tänzer anfangen wollten zu unterrichten und damit die Preise für qualifizierte B-boys kaputt gemacht haben. An alle die Lust haben auf Breakdance, schreibt mich auf facebook an unter: Chris rock Jackson Ndongo – peace! Interview: Black!


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Pressefoto: Afro-Deutsche Spielgruppe Berlin


Für unsere Youngsters -

People

Berliner Spielgruppe stellt sich vor! „Mama, ich will nicht mehr braun sein!“ Seit 2005 gibt es uns, die „Afro-Deutsche Spielgruppe Berlin“, ein monatlicher Treffpunkt für bikulturelle Familien, in dem afro-deutsches Leben sichtbar wird. Entstanden ist unsere Gruppe aus der Initiative einer Mama, die ihrer damals dreijährigen Tochter den intensiven und regelmäßigen Kontakt zu anderen afro- deutschen Kindern ermöglichen wollte und selbst auch den Austausch suchte.

„...Afrodeutsch-Sein eine eigenständige Identität und Kultur...“ Während der vergangenen Jahre war zu beobachten, dass Afrodeutsch-Sein eine eigenständige Identität und Kultur bedeutet. Eine, die die unterschiedlichen Seiten der elterlichen Herkunft auf respektvolle und positive Weise einschließt und die weiter wächst. Im interkulturellen, monatlichen Treff geht es uns schwarzen und weißen Eltern darum, die Vielfalt anzunehmen und zu leben.

„...ihre Wurzeln stolz zu erleben...“ Für die Kinder soll es ein Ort der Bestärkung sein. Uns ist wichtig, sensibel für den interkulturellen Alltag und seine Herausforderungen zu sein, unseren Kindern den Zugang zur breitgefächerten Afro-Kultur auf spielerische, unterhaltsame, manchmal auch lehrreiche Art und Weise zu zeigen, sowie ihnen nahe zu bringen, ihre Wurzeln stolz zu erleben. Wir Eltern, ob verheiratet, getrennt lebend, alleinerziehend oder Patchwork- family, setzen uns mit familiären, kulturellen und auch gesellschaftlichen Erfahrungen unserer Familien auseinander, auch jene, die

nicht erst mit dem Beginn einer interkulturellen Beziehung entstanden sind. Unter anderem ist damit das Spektrum der Erfahrungswelt von Nicht-Weißen in einer weiß dominierten Gesellschaft gemeint. Im Laufe der Zeit haben die Weißen unter uns erfahren, dass Herausforderungen und „Überraschungen“ für NichtWeiße, die diese erleben, nur schwer an das bisher für möglich Gehaltene heranreichen. 2009 haben wir den Verein „Total Plural e.V.“ gegründet, um der Arbeit eine Basis zu geben und u. a. Kindermedienprojekte wie „AfroKids-ART“ umzusetzen.

„Entscheidend ist der Mensch an sich“ Wir wollen all jene Familien ansprechen, die an unserer regelmäßigen, interkulturellen Familienarbeit, die meist stark künstlerisch geprägt ist, Interesse haben. Wir sehen uns als offenen Treffpunkt, das bedeutet, dass alle, egal welche Herkunft, Religion, Nationalität, Familienstand, ob arm oder reich, Pankower, Weddinger oder Charlottenburger.... willkommen sind. Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt lehnen wir ab. Begriffe, die in unserer Arbeit häufig vorkommen, wie z.B. schwarz, weiß, Nicht-Weiße, afro-deutsch, etc., betrachten wir als relativ und einigermaßen entspannt, weil sie letztlich nur Behelfsbegriffe sind. Entscheidend ist der Mensch an sich. Wir laden alle ein, die einfach nur neugierig und offen sind, mit uns in Kontakt zu treten, die Lust haben, vorbeizukommen, mitarbeiten wollen, vielleicht ein schönes Angebot für unsere Familien und Kinder haben. Über Ideen und Engagement, also Unterstützung, freuen wir uns auch immer!

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„African Twist“ - Das Kindermusical Singen, tanzen, schauspielern und ein eigenes Bühnenbild bauen! Die Kinderlieder-CD der Afro-Deutschen Spielgruppe Berlin, die im letzten Jahr liebevoll gestaltet mit 17 Songs in acht verschiedenen Sprachen erschienen ist, soll man ab nächstem Jahr nicht nur hören, sondern auch sehen können. Die beiden erfahrenen Künstler Rachelle Jeanty (Canada/ Haiti/ Deutschland) und Bassirou Sarr (Senegal/ Deutschland) werden in Künstlerateliers jeden Monat verschiedene Elemente für das Musical anleiten. Kinder im Alter von drei bis ca. 14 Jahren können daran teilnehmen und das Kindermusical mitkreieren.

Du möchtest diese Kinderlieder CD gewinnen? Dann beantworte uns folgende Frage: In welchem Jahr wurde die Afro-Deutsche Spielgruppe gegründet? Sende uns Deine Antwort bis zum 30.11.2011 an: info@black-lifestylemag.com. Presssefoto: “CD Cover Wenn Du fröhlich bist“/Afro-Deutsche Spielgruppe Berlin

Durch das Arbeiten in einem künstlerischen Team und den Prozess der Realisierung soll die kulturelle Identität der afro-deutschen Kinder gestärkt und eine Sensibilisierung für dieses Thema aller interessierten Kinder, egal welcher Hautfarbe oder Herkunft, gefördert werden.

Pressetext: Afro-Deutsche Spielgruppe Berlin

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t nn kö ! CD nen lle in to ew se g ie ihr

Weitere Informationen dazu bietet der Verein Total Plural e.V., der das Projekt seit 6 Jahren leitet, unter www.afrodeutsche-spielgruppe-berlin.de

D

Da die Ateliers wie Module aufgebaut sind, können Kinder längerfristig oder auch nur einen Monat lang teilnehmen. Es sind pro Monat ca. 3 Termine an den Wochenenden geplant und es werden Materialkosten pro Kind und Monat in Höhe von 3,00€ erhoben. In den darstellerischen Ateliers geht um Tanz und Gesang über das Spielen kleinerer Schauspielszenen, in den bildnerischen Ateliers werden Techniken wie Batik, Maskenbau und zeitgenössische, westafrikanische Malerei vermittelt werden. Bis zu den Aufführungen, die in Kitas, Grundschulen und öffentlichen Räumen ab April 2012 geplant sind, wird das Projekt mit Mitteln der Jugend- und Familienstiftung Berlin umgesetzt. Treffpunkt für die Aktivitäten ist der Kieztreff Gleimviertel in der Kopenhagener Str. 50.


People

Nikeata Thompson Tanzkünstlerin und Choreographin

Eine neue Generation für eine buntere Medienlandschaft. Die Botschafterin der Deutschlandstiftung Integration wünscht sich mehr Vorbilder mit Migrationshintergrund in den Medien. Nikeata Thompson, Tanzkünstlerin und Choreographin Die Choreographie für Lenas Auftritt beim Eurovision Song Contest im Mai 2011 zu gestalten, war für mich wieder einmal eine großartige Erfahrung, die sich nahtlos in meine zehnjährige Tätigkeit im Entertainment- Geschäft einreiht. Die kreativsten Köpfe in Deutschland arbeiten gemeinsam an einem Ziel, ohne dass unterschiedliche Migrationserfahrungen der Beteiligten eine Rolle spielen. Im Laufe meiner Berufstätigkeit hatte ich die Chance, mit einigen der erfolgreichsten deutschen Musikkünstlern zu arbeiten und habe dabei einen sehr speziellen und ungewöhnlichen Einblick vor und hinter die Kulissen der Medienlandschaft gewonnen. Es gibt immer und zu jeder Zeit eine bunte Mischung aus Deutschen verschiedenster familiärer und kultureller Herkunft – ein ganz selbstverständliches multikulturelles Miteinander.

Mit Tanz und Choreographie zur Vielfalt beitragen Dennoch – oder umso mehr – erstaunt es mich immer wieder, dass diese sehr lebendige Seite unserer Gesellschaft in den Medien nach wie vor ein Nischendasein fristet. Natürlich beobachte ich auch, dass man in den letzten Jahren erstmalig einen starken Anstieg dieser anderen Gesichter und Hautfarben in den Medien beobachten kann, nichts desto trotz ist mein Eindruck, dass die Gesellschaft und das „Straßenbild“ schon deutlich vielfarbiger sind, als es die Medien aktuell abbilden. Die positiven Signale von Vorbil-

dern wie Nazan Eckes, Hadnet Tesfari, Ranga Yogeshwar und vielen mehr reichen aus meiner Sicht noch nicht aus. Daher versuche ich, wo immer möglich, mit meinen Medien Tanz, Choreographie und Motivation meinen Teil zur Vielfalt vor und hinter den Kulissen beizutragen.

Mehr Vorbilder nötig In meiner Arbeit mit jungen Menschen verschiedenster Hintergründe beobachte ich, dass sie wie alle anderen nach Vorbildern und Leitbildern suchen, in denen sie sich wiederfinden, die als Identifikationsmodell eine Vorbildrolle übernehmen. Hier bemerke ich sehr oft, dass es eine gewisse Form unerfüllter Suche gibt, Vorbilder zu finden, die gleichermaßen „anders sind/anders aussehen“ wie die Jugendlichen selbst und dennoch deutsch sind, mit Wurzeln in der hiesigen Kultur und Gesellschaft. Es ist wichtig, dass es auch außerhalb der Fußballnationalmannschaft, die seit der Weltmeisterschaft ein sehr ehrliches und ausgewogenes Bild der „neuen deutschen Jugend“ darstellt, mehr Vorbilder gibt. Deshalb engagiere ich mich gerne als Botschafterin der Deutschlandstiftung Integration und der Kampagne „Raus mit der Sprache. Rein ins Leben.“ Diese Kampagne zeigt die Vielfalt der kreativen Köpfe in Deutschland und schafft die dringend benötigten Vorbilder.

Fotografin: Anelia Janeva Foto & Text © VDZ/ www.vdz.de

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Foto/Copyright: Wangujeans

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ANGUJEANS ist als weibliche Jeansmarke mit einer persönlichen und angepassten Passform konzipiert. Die Jeans sind entwickelt worden für Frauen mit exotischen Kurven und einer anderen Körperform. Details wurden in jedem Modell sorgfältig bedacht, um ein einzigartiges Produkt zu kreieren, welches der Individualität, der Hochwertigkeit & der zeitgemäßen Mode Ausdruck verleiht.

ben als europäische Frauen. Sie haben oft größere Hintern. Die von Herrn Jens Christian Schildberg entworfenen Jeans werden weiter geschnitten sein, damit sie dieser Gruppe von Frauen passen. Folglich setzen Toniah Pedersen und ihr Geschäftspartner und Gründer von Wangujeans, Herr Jens Christian Schildberg, all ihre Energie in die Verwirklichung dieses Konzeptes.

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Gleichzeitig arbeitet Toniah Pedersen immer noch als Choreographin und gibt X Factor Finalisten Hilfestellung, damit sie lernen sich wie Superstars zu bewegen. Toniah hat mit internationalen Künstlern wie Mary J. Blige, Lenny Kravitz, Backstreet Boys, und den Sugababes zusammen gearbeitet.

Es kann schwierig sein, die perfekte Jeans zu finden, besonders wenn man kurviger gebaut ist als andere. Toniah Pedersen kennt das gut - und sie will nun etwas dagegen tun. Die X Factor Choreographin ist jetzt Partnerin von Wangujeans, einem Unternehmen aus Ost-Jütland, Dänemark. Ihre Aufgabe wird es sein, Jeans für afrikanische Frauen zu fördern und zu bewerben.

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Durch meine Arbeit als auch meine Freundinnen habe ich oft feststellen müssen, dass afrikanische Frauen ein Problem mit Jeans europäischer Passformen haben – die nicht sitzen. Ich habe dieses Problem jedes Mal, wenn ich ein Paar Jeans kaufen möchte, sagt Toniah Pedersen mit einem Funkeln in ihren Augen.

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People

Kool Out Entertainment Interview with Akio Kawahito Black!: You are the founder of this vibrant night life/ live Hip Hop entertainment brand creating a platform for underground Hip Hop in SA. How was it making the start, was it tough?

Akio: When I started, it wasn’t about building a brand, it was about creating a fun event filling a void that didn’t exist in Cape Town. We barely made any money, but it was about creating an environment that we had fun in. That was the easy part. Going from there to creating a living off of it was the difficult part.

Black!: KOL Entertainment was born in 2008 who were you getting on board to start your brand and why these specific individuals and what impact did they have on CPT Hip Hop before you came on the scene.

this element and became the most visible component of the brand.

Black!: You are originally from the States, had club residency in countries like Japan and the Netherlands what made you decide to start out Kool Out entertainment in Cape Town, South Africa.

Akio: This was a direct result of the recession. I originally came here to do development work using hip hop. We ran a lot of projects, but then the funding became too scarce. Kool Out was something I did on the side for fun. That eventually started paying the bills so it became a higher priority. I love the work I do with Kool Out so I had no problem transitioning. We still run development projects as its still a passion. Last year, we ran 5 projects in various communities.

Akio: When we started off, I was completely new to the

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scene so Kool Out was my way of making a name. It originally started with myself, Falko, and Just Be. Both were trying to come up as DJs too so I wanted to involve people that were hungry as opposed to established. I believe this was one of the major keys to our success because we all put 100% into it. Falko was heavily established in the graffiti scene and was well known in the hip hop circles. He also has a vast knowledge of music that goes beyond hip hop and helped cater to an older crowd. Just Be didn’t really contribute much and his tenure with KOL was short lived.

Black!: What was the underground Hip Hop scene like

Later we brought on DJ Eazy and Mingus. Eazy had acted somewhat as a mentor for me so putting him on was my way of thanking him. He is also a great party DJ and always helped out in whatever other capacity was needed. Mingus had been on the hop hop scene for a while and we wanted a credible host for the show. Mingus brought

Akio: In Cape Town we run monthly events at the Wai-

when you started your entertainment brand in CPT?

Akio: It was very vibrant, but scattered outside of town. What made Kool Out successful is that we brought all the different groups to town.

Black!: For those who don’t know you but would love to check you out where are you mostly hosting your events and what other arts beside underground Hip Hop do you focus on?

ting Room and Zula (both on Long Street). In Johannesburg, we run a monthly at Kitcheners in Braamfontein. We also run separate events that aren’t regular. The best way to find out is to check www.koolout.co.za. Besides Underground Hip Hop, we are involved in Jazz


and Soul with events focusing on them as well. We grew up as jazz lovers so we maintain that base always. We’re also starting to get involved in the electro scene.

Black!: Did KOL Entertainment discover our talented lo-

Black!: I feel that SA has got a lot of talent. What do you

Akio: They were around before KOL, but really blew up

think about our local artists and where do you see Hip Hop in SA in the next 5 years?

Akio: SA is full of talent, but I don’t know if there is a market to nurture it. In terms of whats popular in SA hip hop, its very much chasing the global commercial standard which I don’t like. I’d like to see the genre go in its own direction, but if its not financially viable then it won’t happen. I see SA hip hop following the commercial direction set by the U.S. which isn’t a good look.

Black!: Do you think that Hip Hop as a medium is having a positive impact on SA social problems?

Akio: Yes and no. To me, hip hop should be a positive thing because it was in my life. It taught me identity, self respect, and the importance of intelligence. In many place in SA, this mentality still exists. The other side is that when you watch tv, the hip hop represented there projects a completely different side. Yeah, that’s hip hop too, but only a small aspect. Media should represent all sides of the genre. There are people that are all about girls and clubs, but there are also rappers very involved in their community or pushing a positive message.

cal Hip Hop artists ILL-Literate-Skill ( ILL Skills ) or were they already well established artists?

at the same time as KOL. We played off each other a lot and that really helped to build both crews. Its always easier to build a scene when there are people equally committed.

Black!: Your events are enormous and hip must be a big financial challenge getting it to work. Who are your sponsors and how do you get them to sponsor your events?

Akio: We were able to form some relationships with sponsors early, but it was a situation where they were contributing product and network. It took about a year for our first financial sponsor (Red Bull) and 3 years before we were taken seriously by other sponsors. Most sponsors want to see what you can do before they get involved. This is problematic because its difficult create good events without sponsors. We basically had to fund everything on our own to build a name and this required taking loans and going into debt, but with any business you have to think longer term. Once we showed we could create successful events without a sponsor, they were more willing to come on board to existing events that were already successful. Currently, our main sponsors are DC Shoes,

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Red Bull, and Butan. We also have relationships with Adidas and Blackberry.

Black!: Let’s retrace a bit KOL was founded by you in 2008, the project has been very successful over the year, you have undoubtedly come in contact with many aspiring local and international MCs over the years big names like Asheru, DJ Babu, John Robins and many more. How do you place KOL Entertainment within the larger world underground Hip Hop entertainment scene?

Akio: I’m happy with the place we sit on the world scene. We get lots of referrals from people overseas wanting to do things here. We’re currently the only ones in SA really pushing the scene on basis that’s musical. This gives us a lot more interest from overseas artists and promoters. We also notice this on African scene. When we did a Kool Out in Mozambique, there we’re people that had been following for years. We get emails from Botswana, Nigeria, and Kenya showing interest in doing events there as well.

Black!: KOL entertainment is country wide known as the leading night life/ live entertainment provider, constant sold out shows you must be feeling proud. What do you think has contributed most to KOL’s success so far?

Akio: Its never been about the money for us. Its been

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about the show, the scene, and the culture. That sacrifice comes thru in the production of the show. We also try and add a fun and creative aspect to our shows. We try and think of what is different regardless of how silly it is and then find a way to implement it. We let the other brands handle the pretentious people, we’ll handle the people that want to just have fun.

Black!: What are your goals for the next 5 years from now?

Akio: I only work in 1 year plans. Black!: Having worked with successful emcees from all over the world what is one of the things you have noticed struggling MC’s are having trouble with anything you would like to say to on the rise emcees in SA?

Akio: Its not only about talent. If you don’t know how to handle business and marketing, find someone that does.

Black!:

Anything you would like to say to all KOL fans reading this interview?

Akio: Thank you for the support. These shows are for you so hit us back with feedback whether its things you want to see improves or artists you want us to bring. Its about fun so lets keep it going. Interview: Black!


Interview mit Akio Kawahito Black!: Du bist der Gründer dieser pulsierenden NightLife / live Hip Hop Entertainment-Marke, einer Plattform für Underground Hip-Hop in Südafrika. Wie war der Anfang? War es hart?

Akio: Als ich anfing, es ging nicht darum eine Marke aufzubauen, wir wollten ein Fun-Event auf die Beine stelle, um eine Lücke zu füllen, die es in Kapstadt nicht gab. Wir machten kaum Geld, aber schufen ein Umfeld, in dem wir Spaß hatten. Das war der einfachste Teil. Damit sein Leben zu finanzieren, das war der schwierigste Teil.

Black!: KOL Entertainment wurde 2008 gegründet, wen konntest du damals mit an Bord bekommen, um deine Marke zu gründen und warum gerade diese Personen und welche Auswirkungen hatten sie auf Hip-Hop Szene in Kapstadt, bevor du auf der Bildfläche erschienst?

dazu bewogen, Kool Out Entertainment in Kapstadt, Südafrika, zu gründen?

Akio: Dies war eine direkte Folge der Rezession. Ursprünglich bin ich hierher gekommen, um mittels Hip-Hop Entwicklungsarbeit zu leisten. Wir hatten hier eine Menge Projekte laufen, aber dann wurde die Finanzierung knapp. Kool Out war etwas, was ich nebenbei aus Spaß machte. Als man damit irgendwann Rechnungen zahlen konnte, bekam es eine höhere Priorität. Ich liebe meine Arbeit mit Kool Out, somit hatte ich auch kein Problem mit dem Wechsel. Wir haben noch Entwicklungsprojekte laufen, das ist immer noch eine Leidenschaft. Im vergangenen Jahr haben wir 5 Projekte in verschiedenen Gemeinden durchgeführt.

Black!: Wie war die Underground-Hip-Hop-Szene, als du mit der Entertainment-Marke in Kapstadt losgelegt hast?

Akio: Als wir begannen, war ich völlig neu in der Szene, also war Kool Out meine Art, mir einen Namen zu machen. Es begann ursprünglich mit mir Falko und Just Be. Die Beiden versuchten auch als DJs durchzustarten. Ich wollte Menschen zusammenführen, die hungrig waren, es zu schaffen und noch nicht etabliert waren. Ich glaube, das ist einer der wichtigsten Schlüssel unseres Erfolges, denn dann geben alle 100%. Falko war stark in der Graffiti-Szene etabliert und war auch in den Hip-Hop Kreisen bekannt. Er hat auch ein umfassendes Wissen über Musik, was weit über Hip-Hop hinaus geht und das uns half, auch ein älteres Publikum anzusprechen. Just Be hat nicht wirklich viel beitragen und seine Beschäftigungszeit bei KOL war nur von kurzer Dauer. Später trafen wir auf DJ Eazy und Mingus. Eazy war so etwas wie ein Mentor für mich gewesen, ihm eine Plattform zu geben, war meine Art, ihm zu danken. Er ist auch ein toller Party-DJ und half immer aus, egal welche Hilfe benötigt wurde. Mingus war schon eine Weile in der HopHop-Szene und wir wollten einen glaubwürdigen Gastgeber für die Show. Mingus hat dieses Element mitgebracht und wurde zum sichtbarsten Bestandteil der Marke.

Black!: Du bist ursprünglich aus den USA, hattest Clubs

Akio: Sie war sehr lebhaft, aber verstreut außerhalb der Stadt. Was Kool Out erfolgreich gemacht hat ist, dass wir all die verschiedenen Gruppen in die Stadt gebracht haben.

Black!: Für diejenigen, die dich nicht kennen, aber mehr über dich herausfinden möchten, wo finden meistens deine Veranstaltungen statt und auf welche andere Künste neben dem Underground-Hip-Hop konzentrierst du dich?

Akio: In Kapstadt führen wir monatlich Veranstaltungen im Waiting Room und im Zula (beides in der Long Street) durch. In Johannesburg führen wir eine monatliche Veranstaltung im Kitcheners in Braamfontein statt. Wir führen auch unterschiedliche Events durch, die nicht regelmäßig stattfinden. Der beste Weg, um uns zu finden, ist es auf www.koolout.co.za nachzusehen. Neben Underground- Hip-Hop sind wir im Jazz und Soul aktiv, wo wir uns auch Veranstaltungen mit diesen Schwerpunkten durchführen. Wir wuchsen als Jazz-Liebhaber auf und wir sind dieser Basis treu geblieben. Wir haben auch damit begonnen uns in der Electro-Szene zu engagieren.

in Ländern wie Japan und den Niederlanden, was hat dich

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Black!: Ich habe das Gefühl, dass Südafrika eine Menge Talent hat. Was denkst du über unsere lokalen Künstler und wo siehst du den Hip-Hop in Südafrika in den nächsten 5 Jahren?

chen und Clubs interessieren, aber es gibt auch Rapper, die sich in ihren Gemeinden engagieren oder eine positive Botschaft vorantreiben.

Black!: Hat KOL Entertainment unsere talentierten loAkio: Südafrika ist voller Talente, aber ich weiß nicht, ob es einen Markt gibt, um ihn zu fördern. Genauer gesagt, das, was in Südafrika im Hip-Hop beliebt ist, jagt vielfach dem weltweiten kommerziellen Standard hinterher, der mir nicht gefällt. Ich würde es gerne sehen, wenn das Genre in seine eigene Richtung gehen würde, aber wenn das nicht finanzierbar ist, dann wird das nicht passieren. Ich sehe, dass der südafrikanische HipHop eine kommerzielle Richtung nach Vorbild der U.S. einschlägt, das sieht nicht rosig aus.

Black!: Glaubst du, dass Hip-Hop als Medium eine positive Wirkung auf soziale Probleme in Südafrika hat?

kalen Hip-Hop Künstler wie ILL-Literate-Skill (ILL Skills) entdeckt oder waren sie bereits gut etablierte Künstler?

Akio: Es gab sie schon vor KOL, aber so richtig durchgestartet sind sie zur gleichen Zeit wie KOL. Wir haben uns gegenseitig ganz schön angeheizt, und dass hat sehr geholfen, beide Mannschaften aufzubauen. Es ist immer einfacher, eine Szene aufzubauen, wenn Menschen für die gleiche Sache brennen.

Black!: Eure Veranstaltungen sind riesig und hip. Die Umsetzung muss eine große finanzielle Herausforderung sein. Wer sind eure Sponsoren und wie bekommt ihr sie dazu eure Veranstaltungen zu sponsern?

Akio: Ja und nein. Für mich sollte Hip-Hop eine positive Sache sein, weil es meinem Leben war. Es hat mir Identität gegeben, mich Selbstachtung, und die Bedeutung der Intelligenz gelehrt. In vielen Orten in Südafrika existiert diese Mentalität noch immer. Die andere Seite ist, dass, wenn du fernsiehst, dort eine ganz andere Seite es Hip-Hpos präsentiert wird. Ja, das ist auch Hip-Hop, aber nur ein kleiner Aspekt. Die Medien sollten alle Seiten dieses Genres zeigen. Es gibt Leute, die sich nur für Mäd-

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Akio: Wir konnten früh einige Beziehungen zu Sponsoren aufbauen, aber das war eine Situation, wo sie Produkte und Netzwerk beisteuerten. Es dauerte etwa ein Jahr bis wir unseren ersten Finanzsponsor (Red Bull) an Land ziehen konnten und drei Jahre bis wir von anderen Sponsoren Ernst genommen wurden. Die meisten Sponsoren wollen sehen, was du kannst, bevor sie sich engagieren. Das ist schwierig, denn du kannst keine guten Veranstaltungen ohne Sponsoren durchfüh-


ren. Wir mussten grundsätzlich alles selbst finanzieren, um einen Namen zu bekommen und das bedeutete Darlehens aufzunehmen und sich zu verschulden, aber bei jedem Geschäft muss man langfristig denken. Nachdem wir gezeigt hatten, was in uns steckt, konnten wir erfolgreiche Veranstaltungen auch ohne einen Sponsor durchführen, doch gleichzeitig waren die Sponsoren eher bereit, mit an Bord zu kommen, um in laufende Veranstaltungen einzusteigen, die bereits erfolgreich waren. Derzeit sind unsere Hauptsponsoren DC Shoes, Red Bull, und Butan. Wir haben auch Kontakte mit Adidas und Blackberry.

einfach nur Spaß haben wollen.

Black!: Was sind deine Ziele für die nächsten 5 Jahre ab jetzt?

Akio: Ich arbeite nur in 1-Jahres-Plänen. Black!: Nachdem du mit erfolgreichen MCs aus der ganzen Welt gearbeitet hast, was eines der Dinge, mit dem die MCs Probleme haben? Gibt es etwas, was du sagen möchtest, zu den aufstrebenden MCs in Südafrika?

Akio: Es ist nicht nur Talent. Wenn du nichts weißt über Black!: Lass uns ein bisschen zurückgehen, KOL wurde von dir 2008 gegründet, das Projekt war sehr erfolgreich im Laufe der Jahre, du bist sicherlich in Kontakt gekommen mit vielen aufstrebenden lokalen und internationalen MCs, berühmte Namen wie Asheru, DJ Babu, John Robins und vielen mehr. Wo siehst du KOL Entertainment innerhalb der größeren Welt der Underground- Hip-HopEntertainment-Szene?

Akio: Ich bin glücklich mit dem Platz, den wir auf der Weltbühne einnehmen. Wir bekommen viele Anfragen von Menschen im Ausland, die hier etwas machen wollen. Wir sind derzeit die einzigen, die in Südafrika die Musikszene ein bisschen vorantreiben. Das macht uns für Künstler und Promoter aus dem Ausland interessant. Wir merken das auch seitens der afrikanischen Szene. Als wir eine Kool Out in Mosambik veranstaltet haben, waren da Menschen, die unseren Erfolg schon seit Jahren mitverfolgt haben. Wir erhalten E-Mails aus Botswana, Nigeria und Kenia, die auch Interesse haben dort solche Events stattfinden zu lassen.

Business-und Marketing, finde jemanden, der sich damit auskennt.

Black!: Gibt es etwas, was du den KOL-Fans, die dieses Interview lesen, sagen möchtest?

Akio: Vielen Dank für die Unterstützung. Diese Shows sind für euch, gebt uns ein Feedback, sei es zu Dingen, die wir verbessern können oder zu Künstlern, die wir herbringen sollen. Es geht um Spaß, so “let’s keep it going“. www.koolout.co.za Interview: Black!

Black!: KOL Entertaiment ist der landesweit führende Night-Life/ Live-Entertainment-Anbieter, konstant ausverkaufte Shows müssen dich mit Stolz erfüllen. Was denkst du, hat bisher am meisten zu KOLs Erfolg beigetragen?

Akio: Es ging uns nie ums Geld. Es geht um die Show, die Szene und die Kultur. Die Hingabe kommt durch die Produktion der Show. Wir versuchen auch, einen lustigen und kreativen Aspekt in unsere Shows zu bringen. Wir versuchen auch, daran zu denken, was anders ist, egal wie dumm sie ist, und dann einen Weg finden, es umzusetzen. Wir lassen die anderen Marken, die anspruchsvollen Leute übernehmen, wir nehmen die Leute, die

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Foto/Picture credits: Cover Foto credit: Lars Pfeiffer/ regenfrei TV African Twist/CD Cover Afrodeutsche-Spielgruppe Berlin/Flyer credit: Afrodeutsche-Spielgruppe Berlin

Ray Vincente by Ray Brown Lookbook 2011 credit: Ray Vincente by Ray Brown South Africa/Cape Town Trevor Willkins Lena König Wangujeans credit: Wangujeans

Impressum Mitarbeiter dieser Ausgabe: Sandra Kießhauer/ www.pink-strawberry.de (Satz/Layout, Bildbearbeitung) Lars Pfeiffer (Shooting: Cover Foto/ AFWL London) Karolin Darame (Lektorat, Übersetzung)

AFWL – Africa Fashion Week London 2011 (Picture-Review) credit: Lars Pfeiffer/ regenfrei TV

Footprints – auf diesen Seiten waren wir:

Butan Wear credit: Butan Wear

www.bettencourt.de

www.afro-deutsche-spielgruppeberlin.de

Aisenem Kiyazova (Bildbearbeitung) Yasaman Ghadimpour (Recherche) Janet Grünitz (Text) Hibba Farouk (Text, Fotos)

www.butanwear.com Capoeiramestre Joel Benigno Dias credit: Capoeira Hamburg

Heike Kankam-Boadu (Text) www.capoeirahamburg.de

Chris Ndongo aka ‚Chris Rock Jackson‘ credit: Chris Ndongo

www.koolout.co.za

Emanuel Bettencourt/Taiyo Sport Center credit: Emanuel Bettencourt

www.melodiradio.blogspot.com

Genoridge Taylor aka ‚Onik‘ credit: Genoridge Taylor

www.taiyosportcenter.de

www.mein-permanent-make-up.de

www.rayvincentefashion.com

www.vdz.de Gladys Mwachiti credit: VOX/Bernd-Michael Maurer credit: VOX/Andreas Friese KOL credit: Kool Out Entertainment Nikeata Thompson credit: VDZ Mein Permanent Make up credit: Elisabeth v. Spiessen

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www.wangujeans.com


Bis bald! See you soon! 65


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Black! Das Schwarze LifeStyle-Magazin  

Die 3. Onlineausgabe ist da!

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