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 Abbildung 4.1: Andrew Longs »Humm 005.1« bildet eine Konversation zwischen einem Erwachsenen und einen Kind ab, wobei die beiden Redestränge orthogonal zueinander über die Seite verlaufen. Die hier abgebildeten Abschnitte sind ein Ausschnitt einer vier 50 mal fünf Absätze umfassenden Konfiguration.

vorausgehend und ahistorisch, sondern als etwas, das sich im Drehen des Magazins materielle Agency erarbeitet. Auch wenn Barad dem Materiellen eine eigene Form von Agency zuspricht, bleibt diese Materialität stets Produkt der unablässigen Intra-Aktion von Agenten und geht dieser Intra-Aktion nicht stofflich voraus. Der Agenten-Begriff ist dabei ein posthumanistischer, der die Grenzen zwischen Menschlichem und Nicht-Menschlichem nicht voraussetzt, sondern ebenfalls der Aushandlung in der Performanz preisgibt.51 Nicht gefolgt werden soll hier allerdings der explizit anti-semiotischen Grundhaltung von Barad, welche Zeichen in ihrer Dinglichkeit völlig ignoriert und damit dem materiellen Spiel der Intra-Aktion unzugänglich macht. Liest man Peirce dagegen anti-cartesianisch insofern, dass die offene Semiose eine endlose Kette gleichsam materieller Zeichen

Repräsentamen und Materialität  —  35

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Aus: Andrew Long: »Humm 005.1«, in: Emigre 18 (1991), S. 37.

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Widerspenstige Drucksachen  

Störung und Diagrammatik in der digitalen Typografie 1985-1995

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