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INTERVIEW

TECHNOLOGY

DOSSIER

Bilfinger-Chef Roland Koch über das Management der Energiewende und eigene Zukäufe

Recycling: Wie deutsche Unternehmen mit Innovationen auf dem Weltmarkt punkten

Offshore-Wind: Wer in Europa den Ausbau auf hoher See vorantreibt – und warum

seite 38

seite 44

seite 48

Das Wirtschaftsmagazin für die Entscheider der Energiezukunft

bizzenergytoday.com

Grüne Riesen in spe Deutsche Versicherer verwalten 1.350 Milliarden Euro. Jetzt nehmen sie Windparks, Gasnetze und Stromleitungen ins Visier, auf der Suche nach sicheren Renditen. Doch der gesetzliche Rahmen für Investments ist zum Teil noch nebulös weiter auf seite 18

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Mai

Ausgabe 2. Jahrgang

04/2013 9,80 !


Grüne Ideen bewegen die Wirtschaft. Ob Energiewende, Carbon Footprint oder nachhaltiges Wachstum: Deloitte weiß, wie sich grüne Geschäftsideen bewegen lassen. Wir unterstützen Sie aktiv dabei, die richtige Investitionsentscheidung zu treffen, neue Cleantech- und Erneuerbare-Energien-Felder zu erkunden und Finanzierungsmöglichkeiten optimal zu nutzen. Deloitte.com/de/cleantech

© 2013 Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft


editorial. seite 3

Ein Vorteil für uns alle Globale Erwärmung und Klimaschutz haben die Versicherungsriesen längst im Blick. Jetzt avancieren sie zu mächtigen Finanziers der Energiewende _von JOACHIM MÜLLER-SOARES

Foto: Roy von Elbberg

Liebe Leserinnen und Leser,

wächst jetzt zusammen, was zusammen gehört? Willy Brandts berühmte Worte zur deutschen Wiedervereinigung könnte man auch auf das nächste historische Großprojekt beziehen: Die Energiewende. Für die werden in diesem und im nächsten Jahrzehnt insgesamt Investitionen in Höhe von 350 Milliarden Euro benötigt, wie der Bundesverband der Deutschen Industrie vorrechnet. Die deutschen Versicherer verwalten mit 1.350 Milliarden Euro mehr als das Dreifache an Kundengeldern. Ob und wie die Energiewende zum Geschäft der Versicherer passt, lotet die Branche gerade aus. Mehr in unserer Titelgeschichte ab Seite 18. Die Finanzierung der Energiewende war auch das Leitmotiv beim FINANCE MEETING von BIZZ energy today Ende April in Berlin. Marktdesign und Planungssicherheit waren Schlüsselbegriffe, die Rolle von Banken, Finanzinvestoren und Versicherungskonzernen stand immer wieder im Fokus. Fazit: Finanz- und Energiewirtschaft, aber auch die energierelevanten Industriebranchen, müssen künftig viel mehr miteinander reden – so wie auf dieser Konferenz, deren Nachlese auf Seite 28 beginnt.

Für die Finanzwirtschaft hat eine neue Zeit begonnen. Vor 20 Jahren wurde Rolf Gerling (der seinen familieneigenen Versicherungskonzern 2005 an Talanx verkaufte) von vielen noch als „grüner Spinner“ abgekanzelt, weil er Klimaschutz und Erneuerbare auf die Agenda setzte. Heute sind diese Themen Mainstream, und Unternehmen aus vielen Branchen suchen darin ihre Geschäftschancen. Das zeigt auch unser Interview mit dem langjährigen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch, der seit 2011 den Bilfinger-Konzern führt. „Wenn man die Energiewende gut managt, wird sie am Ende zu einem wirtschaftlichen Vorteil für die gesamte Volkswirtschaft, also für uns alle“, bilanziert Koch. Mehr ab Seite 38. Bei der Lektüre dieser neunten Ausgabe von BIZZ energy today wünsche ich Ihnen neue Erkenntnisse und natürlich auch Lesespaß. Ihr Herausgeber und Chefredakteur P.S.: Ihre Anregungen sind willkommen, unter muellersoares@ringvier.com


COVER: GRÜNE RIESEN IN SPE Allianz, Munich Re oder Talanx: Sichere Renditen locken die Versicherungskonzerne ins Energiegeschäft

„DAS IST ABSURD“ Bilfinger-Chef Roland Koch über das Management der Energiewende und seine Übernahmestrategie seite 38

seite 18

SCHÄTZE HEBEN Fernseher, Solarzellen, Plastikflaschen: Deutsche Unternehmen punkten mit innovativen Verfahren zum Recycling auch auf dem Weltmarkt seite 44

„GEFÜLLTE PIPELINE“ Meag-Geschäftsführer Holger Kerzel über Investments in Erneuerbare seite 24 KOLUMNE GERARD REID Verkauft Vattenfall!

seite 26

WALL STREET INSIDE Heiße Flitzer, Coole Investoren

seite 34

UNTERNEHMENSCHECK Continental

seite 36

KONFERENZ Die Stakeholder der Energiezukunft auf dem BIZZ energy FINANCE MEETING seite 28

KOLUMNE FRIEDBERT PFLÜGER Wie die Pipeline-Konsortien Nabucco West und TAP um das Gas aus Aserbaidschan kämpfen seite 42


OFFSHORE-WIND

FRISCHER WIND FÜR SCHWEDEN

AUF HOHER SEE In Großbritannien läuft das Offshore-Geschäft besser als in Deutschland. Welche Konzerne dabei mitmischen seite 48

In Lappland will ein Ingenieur aus Bamberg den größten Windpark Europas errichten. Mit an Bord: Der ostfriesische seite 58 Turbinenhersteller Enercon

ROTOREN UND TURBINEN Neue Anlagen versprechen höhere Produktion und niedrigere Kosten seite 52 SCHIFFBAUER UNTER STROM Wie Werften und Häfen vom Ausbau der Offshore-Windkraft profitieren seite 53

NETZ DER FORSCHUNG Die Energiewende hat die deutschen Universitäten erreicht. Welche Hochschulen Pionier-Arbeit in Forschung und Lehre leisten und wo die Entscheider der Energiezukunft studieren seite 54

AUF- UND ABSTEIGER DES MONATS Marika Fredriksson (Vestas) und Frank Asbeck (Solarworld) seite 64

tages akt New uelle s au bizze nergy f today . com

IM FOKUS Siemens-Manager Udo Niehage über den weltweiten HGÜ-Markt seite 15 FRAGE DES MONATS Welche Zukunft hat die Solarindustrie jetzt noch? EDITORIAL IMPRESSUM FOTO DES MONATS INNOVATION DES MONATS ZAHL DES MONATS MAL GANZ GRUNDSÄTZLICH GEFRAGT

seite 16

seite 3 seite 10 seite 8 seite 10 seite 12 seite 66


kurz & gut. seite 16

FRAGE DES MONATS:

… Welche

Zukunft hat die Solarindustrie ? Die Zeiten für viele deutsche Solarunternehmen sind hart. Im Kampf gegen Überkapazitäten und die scheinbar übermächtige chinesische Solarindustrie müssen Hersteller wie Solarworld kräftig Federn lassen. Reine Modulbauer haben in Deutschland so gut wie keine Chance mehr. Mit Hightech-Produkten wie Wechselrichtern und Solarspeichern können hiesige Hersteller aber gegenüber der asiatischen Konkurrenz punkten. Denn auch dort gibt es Verlierer, wie das Beispiel Suntech zeigt.

PHILIP COMBERG Vorstandsvorsitzender Conergy

„Der Solarmarkt befindet sich in einem grundlegenden Wandel. Die in den letzten beiden Jahren drastisch rückläufigen Systempreise sowie sinkende Einspeisevergütungen stellen die Branche vor große Herausforderungen. Gleichzeitig gehört diese Entwicklung jedoch auch zum notwendigen Reifeprozess einer jeden Industrie. Sinkende Preise und steigende Stromkosten haben dazu geführt, dass die Netzparität erreicht und Solarstrom für Endverbraucher in Deutschland heute wettbewerbsfähig ist. Der bisher weitestgehend renditeorientierte Solarmarkt wird nun erstmals zu einem Teil des Energiemarktes. Dieser hat andere Anforderungen an die Marktteilnehmer: Während die reinen Komponenten und die Produktion an Bedeutung verlieren, gewinnen Komplettlösungen sowie weiche Faktoren wie Kundennähe oder Serviceleistungen an Gewicht – denn der Solarstrom der Zukunft kommt aus der Steckdose eines jeden Endverbrauchers, ohne dass er sich um Anlagenbetrieb oder Wartung kümmern muss.“

Fotos: PR (6)

„Die Solarindustrie steckt in der Krise: Zwar steigen die Absätze kontinuierlich, die Hersteller machen wegen der sinkenden Modulpreise aber Verluste. Um die Zukunftsfähigkeit zu sichern, sind drei Dinge wichtig. Zum einen die Technologie: Weitere Innovationen und Fortschritte sind nötig, damit die Photovoltaik-Branche wettbewerbsfähiger wird. Die Regierungen müssen zudem Mittel finden, um Investments anzureizen und die Position der Solarenergie zu festigen. Eine Pflicht zur PV-Nutzung bei Neubauten verbunden mit Anreizen zum Eigenverbrauch wäre eine Möglichkeit, eine Nachfrage zu schaffen. Nötig sind auch weitere Allianzen zwischen den Herstellern von Modulen und Energieversorgern. Herstellung, Projektierung und Energieproduktion zusammenzufassen ist eine gute Möglichkeit, um vorübergehende Unsicherheiten im Markt zu überbrücken.“

Illustration: Valentin Kaden

FABRICE DIDIER CEO Saint Gobain Solar (Frankreich)


kurz & gut. seite 17

KARIN MEIBEYER Finanzanalystin NORD/LB

„Wir brauchen eine leistungsfähige Solarindustrie. Die alleinige Produktion von Photovoltaik-Modulen ist kaum auskömmlich. Perspektivenreich sind aber komplette PV-Systeme, deren Nutzung Unabhängigkeit vom allgemeinen Versorgungssystem und vom Strompreis schafft. Hier verfügt die deutsche Solarindustrie als First-Mover über nennenswerte Erfahrungen. Daraus ist eine herausragende Wissensbasis mit Erkenntnisvorsprüngen und Spitzentechnologien gewachsen, wie Wechselrichtertechnologie, Integration ungeregelter Strommengen aus dezentralen Anlagen. Um diese Vorsprünge in der Breite weiter industriell nutzen zu können, bedarf es einer stabilen Kapitalbasis. Voraussetzung für Marktchancen im harschen Wettbewerb sind so wettbewerbsfähige und belastbare Rahmen- und Finanzierungsbedingungen.“

PIERRE-PASCAL URBON Vorstandsvorsitzender SMA

MARKUS LOHR Senior Analyst EuPD Research

„Aufgrund der Überkapazitäten wird die Konsolidierung der Branche weiter voranschreiten, aber so paradox es auch klingen mag: Die Solarindustrie hat diese Überkapazitäten gebraucht, um überhaupt eine Zukunft zu haben. Die Preise sind gesunken und machen Photovoltaik heute zur wettbewerbsfähigen Alternative. Die aktuelle Marktbereinigung ist gewissermaßen logische Folge der durch die Politik geschaffenen Marktanreize. Vor allem in Europa boomte die Nachfrage, der Aufbau von Produktionskapazitäten erfolgte jedoch weltweit. Die jüngsten Entwicklungen um den ehemaligen Brachenprimus Suntech deuten darauf hin, dass die Marktbereinigung auch weltweit stattfinden wird. Der globale Verdrängungswettbewerb wird noch ein bis zwei Jahre andauern. Danach werden wir moderate Wachstumsraten und Neuinvestitionen in Deutschland, in Europa und vor allem weltweit haben. Die aktuelle Krise wird noch einige Hersteller treffen, allerdings ist dies nicht das Ende der Solarindustrie, denn jede Krise ist nun einmal: endlich.“

„Der Umbau unserer Energieversorgung hin zu dezentralen Strukturen auf Basis erneuerbarer Quellen ist weltweit unumkehrbar. In sonnenreichen Gebieten ist die Photovoltaik schon heute teilweise die wirtschaftlichere Alternative gegenüber konventionellen Stromerzeugungsarten. In den Industriestaaten gewinnt der Eigenverbrauch von Solarstrom mit den sinkenden Erzeugungspreisen zunehmend an Bedeutung. Daher sind die mittel- bis langfristigen Aussichten für die Industrie gut, auch wenn die Rahmenbedingungen derzeit hohe Herausforderungen an die Unternehmen stellen. Aus der aktuellen Konsolidierungsphase werden jedoch nur diejenigen Wechselrichter-Hersteller gestärkt hervorgehen, die international breit aufgestellt sind, über ein tiefes Verständnis des Gesamtsystems verfügen und weltweit über alle Leistungsklassen hinweg ein komplettes Produktspektrum sowie umfangreiche Serviceleistungen anbieten können.“

PAOLO ROCCO VISCONTINI CEO Enerpoint (Italien)

„Die erfolgreiche europäische Solarindustrie ist auf dem Weg, Teil der globalen Energieversorgung zu werden. Das zeigt sich an den jährlichen Zuwachsraten installierter Gigawatt. Vor allem der deutsche Solarmarkt wird auch künftig eine führende Position in Europa einnehmen. Die Anti-Dumping- und Anti-Subventionsverfahren der Europäischen Kommission gegen chinesische Solarprodukte beeinträchtigen den Solarmarkt allerdings jetzt schon sehr stark. Die Modulpreise sind bereits um 20 Prozent gestiegen. Mindestens 90 Prozent des Solarsektors würden durch Strafzölle geschädigt – mit Auswirkungen auf Arbeitsplätze und Umsätze. Deshalb bin ich optimistisch, dass die EU eine ihrer führenden Industrien und tausende grüne Arbeitsplätze nicht gefährden wird.“


finance. seite 34

Heiße Flitzer, coole Investoren Warum die Tesla-Aktie an der Börse so begehrt ist und wie Leerverkäufer den Preis weiter nach oben treiben _Text KATHRIN WERNER

Fotos: depositphotos.com, Tesla Motors

Welche Energiethemen sind auf dem wichtigsten Börsenparkett der Welt angesagt? Darüber berichtet unsere New Yorker Korrespondentin Kathrin Werner in ihrer Kolumne


seite 35

E

in Autonarr bin ich nun wirklich nicht. Aber ich muss gestehen: der Tesla Model S lässt mein Herz höher schlagen. Er fährt schnell, leise und sauber. Kürzlich habe ich in Los Angeles eine glänzende Tesla-Motorhaube gestreichelt und seither steht fest: Sollte ich jemals, trotz verstopfter New Yorker Straßen, ein Auto kaufen, so wird es ein Tesla Model S sein. Das Produkt ist toll und hat viele Fans. Seit dem Börsengang im Juli 2010 hat sich der Kurs mehr als verdoppelt. Andererseits gibt es auch viele Skeptiker, und so hat sich die Tesla-Aktie in den vergangenen Wochen an der Wall Street zu einem heiß diskutierten Wert entwickelt. Von den 114 Millionen TeslaAktien waren zum Ende des ersten Quartals 32,3 Millionen leer verkauft, werden also für Spekulationen auf fallende Kurse eingesetzt. Fazit: Fast 30 Prozent der Anleger rechnen mit künftigen Misserfolgen des Elektroautobauers aus Kalifornien. Was ist wirklich dran am Hype um Tesla? Darüber lässt sich trefflich streiten. Die Firma des Milliardärs und Paypal-Gründers Elon Musk konnte im ersten Quartal zum ersten Mal einen Gewinn ausweisen. Das ist für Greentech-Startups aus dem Silicon Valley beileibe nicht selbstverständlich. Die Wall Street hatte erst für das dritte Quartal einen kleinen Profit erwartet. Andererseits ist der Gewinn nicht so toll, wie er auf den ersten Blick scheint. „Ein Einmaleffekt verzerrt das Bild“, sagt Ben Schuman, Analyst bei der Investmentbank Pacific Crest und einer der engsten Beobachter des E-Autobauers. Tesla habe kürzlich einen 2010 gewährten Kredit des US-Energieministeriums in Höhe von 465 Millionen Dollar umstrukturiert und Rückstellungen in der Bilanz aufgelöst. Das habe massiv zum Gewinn beigetragen, erklärt Schumann: „Ob Tesla nachhaltig Gewinn mit seinen Autos macht, muss sich in den nächsten Quartalen zeigen.“ Im ersten Quartal hat Tesla 4.750 Autos verkauft, 250 mehr als erwartet. Jetzt hofft die Firma, mit einer Art Leasingmodell noch zusätzlich Käufer zu locken, die sich keine Einmalzahlung leisten können. Der Tesla Model S bleibt mit einem Mindestpreis von gut 60.000 Dollar ein sehr teures Auto. Tesla könnte der Saft ausgehen, wenn sich erst mal alle wohlhabenden ÖkoKonsumenten einen grünen Rennwagen gegönnt haben. Die Grundsatzfrage bleibt: Ist die Zielgruppe groß genug, um den kalifornischen Autobauer langfristig am Leben zu halten?

Immerhin: Ernsthafte Konkurrenz im Buhlen um reiche Ökos gibt es für Tesla noch nicht. Sollten die etablierten Autobauer aber sehen, dass sich richtig Geld verdienen lässt mit grünen, schicken, teuren Autos, dürfte sich das ändern. Dann hätte es Tesla mit Konkurrenten zu tun, die sehr viel mehr Geld für Forschung, Entwicklung und Design haben. Kleine Autobauer, sagen Tesla-Skeptiker, besitzen auf lange Sicht einfach keine Chance im Wettbewerb. Tesla-Fans halten dem entgegen: Diese kleine Hightech-Firma ist kreativer und wendiger. Sie hat außerdem starke Partner, die Teslas Technik für ihre eigenen Elektroautos kaufen: Sowohl Daimler als auch Toyota sind an dem Start-up beteiligt, das bringt wertvolle Unterstützung. Und Musks Firma ist die erste und bekannteste Elektroautofirma am Markt. Sie ist cool, ähnlich wie Apple im Computerbereich. Vielleicht wird aus Tesla eine Art Elektroauto-Apple. Teslas aktueller Erfolg ist nicht typisch für die Branche. An den Tesla-Rivalen Fisker etwa glaubt gerade niemand mehr so recht. Das Unternehmen hat fast alle Mitarbeiter entlassen, kann einen Kredit der US-Regierung nicht pünktlich zurückzahlen und hat fast überhaupt kein Bargeld mehr. Auch die Nachfrage nach Massenmarkt-Modellen wie dem Nissan Leaf oder Chevrolet Volt ist nie so recht in Schwung gekommen. Viele Amerikaner leiden an „Range Anxiety“ – sie haben Angst, mitten in der Pampa mit leerer Batterie liegen zu bleiben. Dieses psychologische Problem hat Tesla als bislang einziger E-Autobauer mit guter BatterieTechnik einigermaßen in den Griff bekommen. Bei der Tesla-Aktie trägt ein paradoxes Phänomen zum Aufwärtstrend bei: Die Leerverkäufer, die auf fallende Kurse gesetzt haben, bekommen es nach all den guten Nachrichten aus Palo Alto langsam mit der Angst zu tun und decken sich mit Aktien ein. Also steigt der Kurs auch mit Hilfe vieler Tesla-Skeptiker. Börsen neigen bekanntlich zur Übertreibung. Ob man die kräftig gestiegene Tesla-Aktie jetzt noch kaufen sollte, ist daher fraglich. Aber ich rate jedem, der sich für Börsenmechanik oder für Elektroautos oder am besten für beides interessiert, dieses Papier im Auge zu behalten. Tesla ist eine heiße Aktie. Und das Auto, das ist sowieso heiß.


BIZZ energy FINANCE MEETING 2013

WIR BEDANKEN UNS BEI UNSEREN SPONSOREN

Das nächste BIZZ energy FINANCE MEETING findet im April 2014 statt. Der Treffpunkt für Energieentscheider und Finanziers. Weitere Informationen unter bizzenergytoday.com/meeting

Lesen mit hohem Wirkungsgrad. BIZZ energy today ist das unabhängige Wirschaftsmagazin für die Entscheider der Energiezukunft und liefert gedruckt wie online alles Wissenswerte für Ihr Energie-Investment.


BIZZ energy today 04/2013  

Das Wirtschaftsmagazin für die Entscheider der Energiezukunft.

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