Page 1

BIX2012 Der Bibliotheksindex ein Sonderheft von B.I.T.online

Neustart für den BIX Der Bibliotheksindex mit neuem Konzept  Seite 9

Mobile Dienste

Die Bibliothek für Handy und Tablet

Seite 48

Urheberrecht

Bibliotheken fordern zeitgemäße Regelungen 

Seite 51

„Ein Ort für Entdeckungsreisen“ Cornelia Funke über die Rolle von Bibliotheken | Seite 6

Ein Sonderheft von

BIX_Magazin2012_final.indd 1

B∙I∙T∙ 22.06.12 14:56


Wissenschaft und Bibliothek im Zeitalter sozialer Medien

Nutzung und Trends 체berwachen Publikationen der Mitglieder nachverfolgen Reichweite eigener Publikationen ermitteln Eigene Online-Best채nde einbinden Kollaborationsaktivit채ten analysieren Zitierstil entwic entwickeln und vorgeben

Haben Sie Interesse? Kontaktieren Sie bitte unsere Spezialisten Meinhard Kettler und Stephan Hanser unter press@de.swets.com

www.swets.com/mendeley

BIX_Magazin2012_final.indd 2

22.06.12 14:56


Grußwort

Ein Wort vorab

Für Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit! Liebe Leserin, lieber Leser, wie gut ist die Bibliothek an Ihrem Wohnort oder ­Ihrer Hochschule? Die Qualität der Bibliotheksversorgung in Deutschland kann je nach Bundesland, Region, sogar von Ort zu Ort völlig unterschiedlich sein. Hier eine hervorragend ausgestattete Bibliothek in ansprechendem Gebäude mit tollem Veranstaltungsprogramm, im Nachbarort eine vergilbte Bücherstube mit alten Medien und Personal, das mit Müh und Not die Öffnungsstunden aufrecht erhalten kann. Wovon hängt es ab, ob Sie und Ihre Kinder von einer hervorragenden Bibliothek profitieren können oder nicht? Viel zu oft noch von zufälligen Faktoren: von der Weitsicht einzelner Bürger in den letzten 20 Jahren, von Animositäten zwischen Mehrheit und Opposition im Stadtrat, vom Gewerbesteuerhebesatz oder von der letzten lokalen Firmenpleite. Diese Faktoren bestimmen die Rahmenbedingungen, innerhalb derer dann erst die Professionalität und das Engagement der Bibliotheksmitarbeiterinnen und -mitarbeiter die Qualität der Bibliotheksleistungen gestalten. Dies ist für die Gleichheit der Lebensumstände, für die Chancen- und Bildungsgerechtigkeit in Deutschland ein untragbarer Zustand. Bibliotheken sind integraler Bestandteil des Bildungssystems, sie sorgen für gleichen Zugang zu Information und kultureller Bildung für Alle, sie fördern die Lesekompetenz und den aufgeklärten Umgang mit dem Internet – und zwar ohne Eintrittskarte und Kurszwang. Diese Unterstützung muss allen Kindern und Erwachsenen in vergleichbarem Maße zur Verfügung stehen. Das Ziel der gleichwertigen Lebensumstände kann ohne eine flächendeckende Versorgung mit Bibliotheksangeboten nach definierten Standards nicht erreicht werden. Deshalb setzt sich der Deutsche Bibliotheksverband für Bibliotheksgesetze und eine verlässliche Finanzierung der Bibliotheken ein. Vor Ort ist der erste Schritt auf dem Weg dahin oft eine Einschätzung der aktuellen Situation: wo steht die Bibliothek mit ihren Angeboten und ihrer Nutzung im bundesweiten Vergleich? Wie entwicklungsfähig ist

sie, wo kann sie sich steigern? Arbeitet sie effizient – oder so sparsam, dass die Effizienz zu Lasten der Versorgungsqualität geht? Der BIX und die Deutsche Bibliotheksstatistik liefern wichtige Hinweise auf diese Fragen. Mit seinem neuen Konzept erlaubt der BIX eine schnelle und verlässliche Einschätzung der einzelnen Bibliothek in Relation zu allen vergleichbaren Bibliotheken in Deutschland. Er ist damit ein guter Ausgangspunkt für Bibliotheksplanung und -entwicklung – sei es auf kommunaler Ebene oder für ein ganzes Bundesland. Statistische Daten unterstützen die politische Zielsetzung: gerechte und ausreichende Bibliotheksleistungen für Alle! Ihre Monika Ziller Vorsitzende des Deutschen Bibliotheksverbands e.V. und Direktorin der Stadtbibliothek Heilbronn

B∙I∙T∙

1


24

18

27

2

B∙I∙T∙

54


Inhalt 01 Für Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit! Grußwort des Deutschen ­Bibliotheksverbands e.V. (dbv) 05 Editorial 06 „Eine Bibliothek ist ein ‚Sesam, öffne dich‘ für Kinder“ Die Autorin Cornelia Funke im Interview BIX-Bibliotheksindex – der Leistungsvergleich 2012 09 Neue Basis für den BIX Der Bibliotheksindex mit neuer Konzeption 14 Mit Zahlen in die Zukunft Thüringen plant die Zukunft seiner Bibliotheken – mit Hilfe des BIX Vision und Tradition 18 Fünf Fragen an… Gene Tan 20 Facebook, Feeds und Fitnessstudio Bibliothek im Web 2.0: der Alltag eines „Community Managers“ 24 Harte Zeiten für zarte Seiten Eine neue Bund-Länder-Einrichtung unterstützt den Erhalt gefährdeter Bücher Impressum

27 Best Practice - hervorragende BIX-Teilnehmer stellen sich vor Bibliothek und Gesellschaft

B.I.T.online Sonderheft 2012: BIX. Der Bibliotheksindex In Zusammenarbeit mit dem ­Deutschen Bibliotheksverband Herausgeber Dipl.-Ing. Christoph-Hubert Schütte Redaktion Ulla Wimmer Shirley Mc Leod Roland Koch Objektleitung Erwin König koenig@b-i-t-online.de

38 Nacht gestalten Was tut sich nachts in der Bibliothek? 42 Ja, wo bleiben sie denn? Eine bundesweite Studie untersucht erstmals Bibliotheks-Nichtnutzer 46 Alles anders Der demografische Wandel ist eine Herausforderung – auch für Bibliotheken Digitale Bibliothek 48 Mobil ist’s möglich Bibliotheksdienste für Handy und Tablet

Gestaltungskonzept Franziska Loh

51 Mit neuen Regeln in die digitale Welt Bibliotheken fordern ein zeitgemäßes Urheberrecht

Satz Ursula Cicconi Dinges & Frick GmbH

54 Ins Netz gegangen Was machen Bibliothekare beim Chaos Computer Club?

Titelbild Cornelia Funke / Gillian Crane Verlag und Druck Dinges & Frick GmbH B.I.T.online, Greifstraße 4 65199 Wiesbaden

56 Let’s talk about Internet Internetpaten machen fit für die Informationsgesellschaft 58 Mehr Bits und Bytes für Bibliotheken Der Deutsche Bundestag debattiert über die Digitalisierung von Kulturgut

B∙I∙T∙

3


4

B∙I∙T∙


Editorial

Frischer Wind!

Das Team von BIX und Deutscher Bibliotheksstatistik: Ulla Wimmer, Ronald Schmidt, Shirley Mc Leod, Ira Foltin, ­Susanne Stirnagel. Foto Günter Hupfer

Der BIX hat sich 2012 so grundlegend verändert wie noch nie zuvor. Viele große und kleinere Neuerungen geben ihm ab diesem Jahr ein neues Gesicht und frische Aussagekraft. Durch den Vergleich der BIX-Teilnehmer mit allen Bibliotheken in Deutschland werden seine Ergebnisse prägnanter. Leistungsgruppen ersetzen das bisherige Ranking und machen den Vergleich mit ihren klaren Farben intuitiver und differenzierter. Das BIX-Erscheinungsbild und die BIXWebsite haben ein modernes Outfit bekommen. Also „Alles neu“? Kontinuität behält der BIX durch feste Grundsätze: freiwillige Teilnahme, genaue Datenkontrolle, persönliche Betreuung. Stabilität erhält er durch eingespielte und verlässliche Projektpartner für dbv und hbz: Petra Büning und Rainer Vogt (Plausibilitätskontrolle), Folkert Aust und Robert Follmer von infas Institut für Sozialforschung, Erwin König und Ulla Cicconi vom Verlag Dinges & Frick, Prof. Sebastian Mundt und Prof. Markus Hennies von der Hochschule der Medien Stuttgart sowie die Mitglieder der BIX-Steuerungsgruppe. Für die Teilnahme

der Thüringer Öffentlichen Bibliotheken war Sabine Brunner (Staatliche Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken, Erfurt) eine wichtige Partnerin. Bei ihnen allen möchten wir uns herzlich bedanken! Man kann es gar nicht oft genug sagen: Der BIX ist, bei allem Wettbewerbsgedanken, vor allem eine hochkooperative Leistung der Teilnehmerbibliotheken. Ohne ihre Geduld, Sorgfalt und Disziplin würde der BIX nie gelingen. Das „Miteinander“ der Teilnehmer ist seine wichtigste Basis. Wir hoffen, dass das neue Konzept überzeugt und freuen uns auf eine angeregte Diskussion, die auch in den kommenden Jahren für frischen Wind im Bibliotheksvergleich sorgt! Ihre DBS- und BIX-Redaktion in Berlin und Köln

B∙I∙T∙

5


Interv iew

„Eine Bibliothek ist ein ‚Sesam, öffne dich‘ für Kinder“ Fragen Roland Koch Foto Javier Salas

Die phantastischen Geschichten von Cornelia Funke sind bei jungen Menschen genauso beliebt wie bei deren Eltern. Die Diplompädagogin und Buchillustratorin schreibt seit vielen Jahren. Ihre Bücher sind mittlerweile in 43 Sprachen übersetzt. Wir haben mit ihr darüber gesprochen, welche Rolle Bibliotheken für Kinder spielen.

6

B∙I∙T∙


Frau Funke, erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Bibliotheksbesuch? An den allerersten Besuch kann ich mich nicht erinnern, dazu war ich als Kind viel zu oft mit meinem Vater in der Stadtbibliothek meiner Heimatstadt. Und bei den ersten Besuchen war ich noch so klein, dass mir nur ein paar Erinnerungsbilder geblieben sind. Die bunten Holzkistentischchen, in denen die Bilderbücher waren, und in denen ich jedes Mal nach ­neuen Schätzen und den Büchern suchte, die ich immer wieder auslieh. Die Wendeltreppe, die in die Bibliothek hinaufführte, das kleine Heft, in dem die Bücher eingetragen und abgestempelt wurden ... alles magische Rituale. Es gab kaum einen Ort, an dem ich lieber war, und diesen Zauber empfinde ich immer noch, wenn ich in eine Bibliothek gehe. Glauben Sie, dass Bibliotheken für Kinder wichtige Orte der Persönlichkeitsentwicklung sind? Ich glaube, dass sie noch viel mehr sind. Sie können Zuflucht sein, Hafen, eine Quelle unbegrenzten Lesestoffs, in der man auch mal allein und ohne Anleitung und Auswahl von Erwachsenen auf Entdeckungsreise gehen kann. Man hat Begegnungen mit den Gedanken und Träumen von Menschen, die in anderen Ländern und zu anderen Zeiten geschrieben haben. Den meisten würde man an dem Ort, an dem man lebt, nie begegnen können, und ihre Worte machen die eigene Welt so viel größer. Man kann Bücher finden, in denen Gedanken Ausdruck finden, für die man selbst keine Worte hatte oder von denen man dachte, dass sie niemand anders hat. Kurz ... eine Bibliothek ist ein ,Sesam, öffne dich‘ für Kinder. So sollte man sie ihnen auch vorstellen. Wenn eine Bibliothek nur wieder als Bildungsort oder Lehrmittel der Erwachsenenwelt daherkommt, klingt sie allzu sehr nach Schule oder Medizin! Welche Bedeutung haben Bibliotheken für Sie heute? Es ist interessant und ermutigend zu sehen, wie Bibliotheken wieder an Bedeutung gewinnen. Für viele Menschen sind sie der einzige Ort, an dem sie zum Beispiel Zugang zu einem Computer haben. In den USA, wo ich seit einigen Jahren lebe, sind die Bibliotheken wieder öfter Begegnungsorte und Zentren der Gemeinden und notwendige Quellen für Bücher, Filme und all die Unterhaltung und Information, die Leben und Arbeit bereichern kann. Umso wichtiger ist es, dass an unseren Bibliotheken nicht gespart wird! Neben Computern halten auch E-Books Einzug in unsere Lesewelt. In Ihren Geschichten spielen Bücher oft eine zentrale Rolle.

Bieten Ihnen E-Books als Schriftstellerin Möglichkeiten für die Entwicklung neuer Charaktere? Ich glaube nicht, dass ein anderes Medium andere Charaktere inspiriert. Geschichten sind über die Jahrhunderte auf verschiedenste Weise erzählt worden, von mündlichen Geschichtenerzählern, Puppenspielern, auf Bühnen, Leinwänden und in Büchern. Das elektronische Buch bietet die interessante Möglichkeit, zusätzliche Ebenen einer Geschichte abrufbar zu machen, Hintergrundgeschichten, andere Perspektiven, Bildmaterial. Dennoch liebe ich die sinnliche Freude, die ein gebundenes und gedrucktes Buch bietet, die Spuren, die das Lesen auf den Seiten hinterlässt, und die Erinnerungen, die man mit dem gelesenen Buch ins Regal schiebt. Ich habe übrigens von vielen Buchhändlern gehört, dass die Entwicklung des elektronischen Buchs die Verlage anspornt, ihre Bücher wieder sorgfältiger und schöner auszustatten. Das ist doch ein wunderbares Resultat! Wie würden Ihre Bücher als E-Books aussehen? Würden Sie die technischen Möglichkeiten nutzen, um sie beispielsweise mit Ihren Protagonisten zu animieren? Eine wirklich anspruchsvolle Animation ist so teuer, dass das meiner Meinung nach kaum machbar ist. Außerdem ist es ja der wunderbare Vorteil eines Buches, dass jeder Leser einen Charakter mit dem Gesicht versehen kann, das er für passend hält. Oft sind die Filme, die in unseren Köpfen beim Lesen entstehen, ja angereichert mit sehr persönlichen Erinnerungen an Menschen, Orte und eigene Gefühle und damit unsere ganz persönliche Reise ins Innere. Selbst als Illustrator bin ich immer sehr vorsichtig mit dem, was ich abbilde, um die Vorstellungen meiner Leser nicht zu beschneiden. Auch in Bibliotheken sind neue Medien immer stärker vertreten. Wie bewerten Sie das Aufkommen von E-Books und die Digitalisierung des Alltags in Bezug auf die Lese­ förderung von Kindern und Jugendlichen? Ich glaube, da muss man sehr offen sein und es der neuen Generation überlassen, sich diese neuen Medien auf ihre ganz eigene Weise zu erschließen. Je mehr wir Kinder anregen, diese Medien aktiv und kreativ zu nutzen, desto mehr sind sie nicht Bedrohung, sondern Bereicherung. Es ist übrigens eine interessante Tatsache, dass E-Books weit mehr von Erwachsenen als von Kindern und Teenagern geschätzt werden. Bibliotheken haben einen gesellschaftlichen Bildungsauftrag. Nicht nur als Schriftstellerin, sondern auch privat engagieren Sie sich für soziale Projekte. Glauben Sie, dass

B∙I∙T∙

7


Deutschland mehr privates soziales Engagement braucht? Dazu gibt es eine ganz kurze Antwort. Ja. Gerade in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten beweist diese Art Engagement für mich, wie menschlich und wie entwickelt eine Gesellschaft ist. Durch das bessere soziale Netz in Deutschland – verglichen mit den USA – kommt leicht der Eindruck auf, dass der Staat schon machen wird. Und ich glaube auch an diese Verantwortung

Cornelia Funke in den Bücherhallen Hamburg. Foto Falk von Traubenberg

des Staates. Andererseits darf das aber nicht heißen, dass alle Fürsorge staatlichen Organisationen überlassen bleibt. Ich glaube, dass es für den Zusammenhalt einer Gesellschaft und ihre Wärme absolut notwendig ist, auch leidenschaftliches privates Engagement zu haben.

Gibt es in den USA ein den deutschen Bibliotheken vergleichbares Angebot? Als ich meine ersten Lesungen in den USA machte, war ich maßlos erstaunt, wie viele Schulen wunderbare Bibliotheken haben und mit welchem Einsatz und welcher Leidenschaft sie betrieben werden. Die renommiertesten Kinderbuchpreise der USA werden von Bibliothekaren verliehen. Amerikanische Bibliothekare sind, so kommt es mir immer vor, eine verschworene Gemeinschaft, die ihren Auftrag sehr ernst nimmt, Bildung und Meinungsvielfalt, so überlebensnotwendig für eine Demokratie, zu gewährleisten. Allerdings gibt es auch die Fälle besorgniserregender Zensur, die politische Korrektheit, der Nachhall puritanischer Prüderie oder religiöse Doktrin mit sich bringen. Die USA sind ein großes Land ...

Zur Person Cornelia Funke (*1958) hat nach ihrem Abitur im nordrhein-westfälischen Dorsten zunächst eine Ausbildung als Diplompädagogin in Hamburg absolviert. Anschließend arbeitete sie in der Hansestadt drei Jahre lang als Erzieherin auf einem Bauspielplatz und studierte parallel dazu Buchillustration. Geschichten schreibt sie seit 25 Jahren. Mittlerweile werden sie in 43 Sprachen übersetzt. Zudem schreibt sie Drehbücher für die Fernsehserie Siebenstein. International bekannt wurde Cornelia Funke mit ihrem Buch Herr der Diebe, das 2002 auch in den USA erschien. Dort stand es viele Monate lang auf den Bestseller-Listen. Ihr wohl bekanntester Roman Tintenherz erschien 2003 bereits gleichzeitig in Deutschland, den USA, Kanada, Großbritannien und Australien. 2010 erschien Funkes neuester Roman Reckless. Dessen zweiter Teil soll im Herbst 2012 fertig sein. Cornelia Funke engagiert sich für zahlreiche soziale Projekte, etwa das Kinderhospiz Bärenherz, die Flüchtlingshilfe exilio oder den Umweltschutzverein seacology. Mit ihrer Tochter und ihrem Sohn lebt sie seit 2005 in Los Angeles / USA. Weitere Informationen: www.corneliafunkefans.com

8

B∙I∙T∙


Der neue BIX

Neue Basis für den BIX Seit zwölf Jahren bietet der BIX einen fundierten Vergleich der Kennzahlen von Bibliotheken. In den vergangenen Jahren wurde der Index kontinuierlich verfeinert. Aber auch Gutes kann noch besser werden: Jetzt wurde sein Konzept grundlegend überarbeitet. Die neue Methodik, die Tabellen und Ergebnisse sind jetzt noch übersichtlicher, repräsentativer und differenzierter. Text Ulla Wimmer BIX – Der Bibliotheksindex – Benchmarking für Bibliotheken – 2012

SB Musterstadt

BIX – Der Bibliotheksindex – Benchmarking für Bibliotheken – 2012

SB Musterstadt Position der Indikatoren in der Größenklasse 4 2,53 Medien je Einwohner

Angebote

30,63 Fläche in qm je 1.000 EW

Position der Indikatoren in der Größenklasse 4

2,53 Medien je Einwohner 0,40 Mitarbeiter je 1.000 Einwohner

Angebote

30,63 Fläche in qm je je 1.000 EWEW 1,02 Computerplätze 1.000 0,40 Mitarbeiter 6,00 je 1.000 Einwohner Internet-Services 1,02 Computerplätze je je 1.000 EWEW 6,36 Veranstaltungen 1.000 6,00 Internet-Services 2,60 Besuche je Einwohner

Nutzung

Nutzung

Veranstaltungen je 1.000 1,16 6,36 virtuelle Besuche je EW (612 /EW 600) 2,60 Besuche je je Einwohner 11,43 Entleihungen Einwohner 1,16 virtuelle Besuche4,52 je EW (612 / 600) Umschlagsquote 11,43 Entleihungen je Einwohner 65,97 Jahresöffnungsstunden pro 1000 EW

Entwicklung Effizienz Entwicklung Effizienz

4,52 0,18 € Medienetat je Umschlagsquote Entleihung in Euro 65,97 11,76 Jahresöffnungsstunden pro 1000 EW Mitarbeiterst. je Öffnungsstunde 0,18 € Medienetat je Entleihung in Euro 39,45 Besuche je Öffnungsstunde 11,76laufende Mitarbeiterst. je Öffnungsstunde 7,95 Ausgaben je Besuch in Euro 39,45 Besuche je Erneuerungsquote Öffnungsstunde 9,15% 7,95 laufende Ausgaben Besuch in Euro 1,36%jeFortbildungsquote

Erläuterungsfeld:

9,15% Erneuerungsquote 0,58 € Investitionen je Einwohner 1,36% Fortbildungsquote

unteres Drittel

mittleres Drittel

oberes Drittel

0,58 € Investitionen je Einwohner unteres Drittel

mittleres Drittel

oberes Drittel

Erläuterungsfeld: * diese Indikatoren werden umgekehrt gewertet (kleinster Wert = Spitzenwert) BIX – der Bibliotheksindex – www.bix-bibliotheksindex.de – wird jährlich erstellt von * diese Indikatoren werden umgekehrt gewertet (kleinster Wert = Spitzenwert) BIX – der Bibliotheksindex – www.bix-bibliotheksindex.de – wird jährlich erstellt von

B∙I∙T∙

9


Der neue BIX

A

m Anfang waren es knapp 100 wackere Bibliotheken, die sich mit ihren Betriebsdaten einem öffentlichen Leistungsvergleich stellten. Als die Bertelsmann Stiftung im Jahr 2000 das erste deutsche Bibliotheksranking veröffentlichte, traten sie als Vorreiter für jedermann sichtbar miteinander in den Wettbewerb. Die Teilnehmerzahl ist inzwischen auf rund 250 angestiegen. In diesem Jahr erfährt die Leistungsschau einen weiteren Schub. Dank einer methodischen Neuerung beruht sie erstmals auf einer sehr breiten Datenbasis. Seit der Jahrtausendwende haben sich nicht nur die Bibliotheken stark verändert, sondern auch die Anforderungen an einen modernen Leistungsvergleich. 2010 fragte die BIX-Redaktion deshalb in einer Umfrage nach Einschätzungen zum BIX. Darin wurde vor allem der Wunsch nach mehr Teilnehmern geäußert. Fast 80 Prozent der Befragten sahen in diesem Punkt eine potenzielle Verbesserung. Die Reichweite des BIX lag damals bei rund 8 Prozent aller Öffentlichen und rund 30 Prozent aller Hochschulbibliotheken. Diese Hinweise waren der Ausgangspunkt für eine grundlegende Neuausrichtung, die seit 2011 vorbereitet wurde. Mit dem diesjährigen BIX-Magazin präsentieren die Projektpartner den Bibliotheksvergleich erstmals im neuen Format. Zwei Dinge haben sich dabei übrigens nicht geändert: Die Teilnahme war für die Bibliotheken von Anfang an freiwillig. Das bleibt auch weiterhin so. Und die Kosten betragen 170 Euro pro Bibliothek. Auch sie sind unverändert – seit zwölf Jahren. Vergleichsbasis: alle Bibliotheken in Deutschland Indexbildung und Methodik wurden von infas – institut für sozialforschung in Kooperation mit der BIX-Redaktion neu entwickelt. Die Neukonzeption macht den BIX einfacher, repräsentativer und differenzierter. So wird die BIX-Teilnahme dadurch erleichtert, dass alle Daten soweit wie möglich aus der Deutschen Bibliotheksstatistik (DBS) bezogen werden. Das reduziert den Aufwand für die beteiligten Bibliotheken beträchtlich. Öffentliche Bibliotheken brauchen jetzt keine Daten mehr zusätzlich zur DBS zu erheben. Bei den Hochschulbibliotheken reduziert sich der Zusatzaufwand auf fünf Angaben. Repräsentativer wird der BIX dadurch, dass die Daten aller Bibliotheken, die an die DBS gemeldet haben, als Hintergrundinformation bei der Berechnung der Ergebnisse genutzt werden. Bislang waren es lediglich die BIX-Teilnehmerbibliotheken, deren Werte im Ranking zusammengefasst wurden. Nun stehen Daten aus ca. 2.100 hauptamtlich geleiteten Öffentlichen Bibliotheken und ca. 230 Universitäts- und Hochschulbibliotheken zur Verfügung. Ausgewertet und publiziert werden jedoch ausschließlich die Daten der BIX-Teilnehmer.

10

B∙I∙T∙

Jede BIX-Bibliothek kann nun also realistisch einschätzen, wo sie mit ihren Kennzahlen im Vergleich zu allen anderen Bibliotheken in Deutschland steht – genauer gesagt zu allen Bibliotheken derselben Größen- oder Typklasse. Ihre Ergebnisse sind damit unabhängig von der Anzahl und Fluktuation der BIX-Teilnehmer. Leistungsgruppen und Einzelprofil statt Rangliste Die bisherige Rangliste des BIX wird ab 2012 aufgegeben und durch eine Darstellung in Leistungsgruppen ersetzt. Statt eines Gesamtranges wird für jede Bibliothek ermittelt, ob sie in den vier BIX-Dimensionen – Angebote, Nutzung, Effizienz, Entwicklungspotenzial – im oberen, mittleren oder unteren Drittel ihrer Vergleichsgruppe rangiert. Dazu werden insgesamt 17 (ÖB) bzw. 18 (WB) Indikatoren herangezogen. Die Lage der Bibliothek in der Top-, Mittel- oder Schlussgruppe wird in Form eines Farbsymbols auf einen Blick deutlich. Ein Gesamtergebnis - der bisherige Rangplatz - wird also ersetzt durch vier Ergebnisse. Wie liest man die neuen Ergebnisse? Das Hauptergebnis einer Bibliothek im neuen BIX besteht aus Farbsymbolen. Sie zeigen auf den ersten Blick, in welcher der drei BIX-Gruppen eine Bibliothek mit ihren Kennzahlen liegt: gold: in der Top-Gruppe – d.h. im oberen Drittel  ellblau: in der Mittelgruppe – d.h. im mittleren h Drittel oder dunkelblau: in der Schlussgruppe – d.h. im un teren Drittel aller Bibliotheken in Deutschland. Die Ergebnisse werden in Form von „BIX-Tops“ zusammengefasst: Für jede Platzierung in einer Topgruppe erhält die Bibliothek einen Stern, für jede Platzierung in der Mittelgruppe einen halben Stern. Maximal können also vier Sterne für vier Platzierungen in der Top-Gruppe erzielt werden. Ein Beispiel: Die Stadtbibliothek Musterstadt erzielt im BIX 2012 folgendes Ergebnis:

Angebot

Nutzung

Effizienz

Entwicklung

BIX-Tops

Das bedeutet: Die Stadtbibliothek Musterstadt liegt sowohl mit ihren Angeboten als auch der Nutzung im oberen Drittel aller Bibliotheken in Deutschland (Top-Gruppe). In der Dimension Effizienz liegt sie im unteren Drittel (Schlussgruppe) und in der Dimension Entwicklung im mittleren Drittel (Mittelgruppe). Zusammengefasst ergibt das 2 ½ „BIX-Tops“, dargestellt als Sterne.


Der neue BIX

Detaillierte Analyse mit der BIX-Profilgrafik Für die detaillierte Analyse nutzt die Bibliothek die BIX-Profilgrafik (vgl. Abb. Seite 9). Sie zeigt nicht nur, wo die Bibliothek bei jedem einzelnen Indikator steht, sondern auch ihre genaue Position innerhalb der Vergleichsgruppe. So ist zu sehen, welche Indikatoren für die Position in einer Gruppe verantwortlich sind, und wie weit der Weg in die nächsthöhere Gruppe ist. Beim Indikator Besuche pro Einwohner kann die Bibliothek Musterstadt beispielsweise leicht in die Mittelgruppe aufsteigen. Bei der Personalausstattung ist sie jedoch vom Mittelwert (Median, gestrichelte Linie) aller Bibliotheken noch deutlich entfernt. Während im bisherigen Ranking ein einzelner Spitzenwert die Bibliothek nach oben (oder unten) ziehen konnte, sind nach der neuen Methodik Bibliotheken mit einem ausgeglichenen Indikatorenportfolio im Vorteil. Mit Hilfe der Grafik lassen sich auch kleinere Entwicklungen von Jahr zu Jahr nachweisen. Ergebnisse auf einen Blick: BIX-Magazin und BIX-Website Die Darstellung in den Tabellen des BIX-Magazins erlaubt unter anderem den direkten Vergleich mit anderen Bibliotheken und die Suche nach BestPractice-Partnern, die mit herausragenden Werten glänzen. Für weitere Auswertungen steht die neue BIX-Website zur Verfügung. Nach dem Relaunch bietet sie folgende Analysemöglichkeiten: – Herausfiltern einzelner Bundesländer – Vergleich von beliebig vielen individuell ausgewählten Bibliotheken, etwa Bibliotheken aus benachbarten Kreisen, Bibliotheken aus Exzellenz-Unis usw. – Download von Daten als Excel-Datei – Detaillierte Informationen zu den einzelnen Indikatoren und zum Berechnungsweg – Detaillierte Information zu Definitionen und Zählweise der Basisdaten.

Verteilung der Bibliotheken im BIX-WB 2012 Teilnehmer­ bibliotheken Baden-Württemberg

17

Bayern

7

Berlin

3

Brandenburg

3

Bremen

1

Hamburg

3

Hessen

1

Mecklenburg-Vorpommern

1

Niedersachsen

11

Nordrhein-Westfalen

5

Rheinland-Pfalz

1

Sachsen

2

Sachsen-Anhalt

3

Thüringen

1

Italien

1

Österreich

12

Slowakische Republik

1

Slowenien

2

Tschechische Republik

2

gesamt

77

BIX-Teilnahme wissenschaftliche Bibliotheken UB zweischichtig

20

UB einschichtig

32

Hochschulbibliotheken

25

gesamt

77

Erstmals werden die Daten der Öffentlichen Bibliotheken in Gemeinden über 5.000 EW durch Angabe des „Demografietyps“ mit dem Informationsangebot der Bertelsmann Stiftung „Wegweiser Kommune“ verknüpft. Diese Verknüpfung bietet der Bibliothek zusätzliche Informationen zur strategischen Planung ihrer Angebote. Näheres beschreibt der Beitrag von Petra Klug auf S. 46. BIX-Teilnehmer und Ergebnisse 2012 2012 nehmen 172 Öffentliche und 77 Hochschulbibliotheken regulär am BIX teil. Dazu kommen alle 97 hauptamtlich geleiteten Öffentlichen Bibliotheken in Thüringen, die als Vorbereitung für einen Bibliotheksentwicklungsplan einmalig Daten geliefert haben. Das Projekt und seine Ergebnisse werden im Beitrag S. 14-16 genauer dargestellt. Insgesamt zählt der BIX

B∙I∙T∙

11


Der neue BIX

Verteilung der Bibliotheken im BIX-ÖB 2012 Teilnehmer­ bibliotheken Baden-Württemberg

36

Bayern

32

Berlin

10

Brandenburg

6

Bremen

1

Hessen

18

Mecklenburg-Vorpommern

1

Niedersachsen

16

Nordrhein-Westfalen

34

Rheinland-Pfalz

3

Saarland

1

Sachsen

4

Sachsen-Anhalt

2

Schleswig-Holstein

4

Thüringen

97

Österreich

1

Schweiz

3

gesamt

269

Verteilung der Öffentlichen Bibliotheken auf Größenklassen über 100.000 Einwohner

45

50.000-100.000 Einwohner

39

30.000-50.000 Einwohner

46

15.000-30.000 Einwohner

53

5.000-15.000 Einwohner

46

weniger als 5.000 Einwohner

40

gesamt

269

also 346 Teilnehmer. Neben Thüringen sind dabei die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen am stärksten vertreten. Anhand der breiten Datenbasis wurden auch die statistischen Zusammenhänge (Korrelationen) zwischen den vier BIX-Dimensionen genauer untersucht. Sie beantworten z.B. die Frage, ob die Effizienz einer Bibliothek mit ihrer Ressourcenausstattung zu tun hat oder wie ihre Entwicklungsfähigkeit und ihre Nutzung zusammen hängen. Die Analyse zeigt: einen starken Zusammenhang gibt es zwischen der Angeboten einer Bibliothek und ihrer Nutzung, das heißt: je besser das Angebot der Bibliothek, je besser ihre Ausstattung mit Medien, Fläche, Personal und ihr Veranstaltungs- und Internetangebot, umso stärker wird sie von der Bevölkerung angenommen. Ein ähnlicher Zusammenhang gilt zwischen dem Entwicklungspotential einer Bibliothek und ihrer Nutzung. Für das Indikatorenset des BIX spricht, dass sich kein Zusammenhang zwischen den Angeboten bzw. der Ausstattung einer Bibliothek und ihrem Ergebnis in der Dimension Effizienz ergibt. Eine Bibliothek schneidet im BIX also nicht schlechter ab, wenn sie mehr Ressourcen bekommt. Eine Beziehung gibt es jedoch zwischen Nutzung und Effizienz: höhere Nutzung (vor allem Besuche) lassen die Effizienz der Bibliothek im BIX steigen. Effizienz und Exzellenz: eine seltene Kombination 45 BIX-Teilnehmer (ÖB und WB) erreichten die Topgruppe in allen vier BIX-Dimensionen. Noch einmal so viele (44) Bibliotheken erreichten jedoch die Topgruppe in drei Dimensionen - nur nicht in der Dimension Effizienz. Das zeigt: sehr gute Angebote, Nutzung und Entwicklung einer Bibliothek sind bei hoher Effizienz nur schwer zu erreichen. Eine angemessene Ausstattung ist in der Regel die Voraussetzung für exzellente Bibliotheksleistungen. Die Verteilung der BIX-Bibliotheken zeigt erneut, dass sehr viele leistungsstarke Bibliotheken am BIX teilnehmen: ein Drittel der Teilnehmer konnte sich drei-. oder viermal in der Top-Gruppe platzieren.

Öffentliche Bibliotheken im BIX

Hochschul- und Universitätsbibliotheken im BIX

4 x Spitzengruppe

36

9

3 x Spitzengruppe

68

12

2 x Spitzengruppe

51

22

1 x Spitzengruppe

64

11

0 x Spitzengruppe

48

23

Verteilung der Platzierungen im BIX 2012

12

B∙I∙T∙


Der neue BIX

Österreichische Hochschulbibliotheken im BIX 2012 (Vergleichsrahmen: alle Bibliotheken in Deutschland)

Angebot

Nutzung

Effizienz

Entwicklung

einschichtige Universitätsbibliotheken KUG Graz UBMedUni Graz UBTU Graz UB Klagenfurt UB Leoben ULBT Tirol UBMedUni Wien UBVUW Wien zweischichtige Universitätsbibliotheken UB Graz UBTU Wien UBWU Wien Hochschulbibliotheken FHB St. Pölten

Österreichische Hochschulbibliotheken im BIX 2012 Wie in den letzten Jahren sind die österreichischen Universitäts- und Hochschulbibliotheken im BIX stark vertreten. Ihre Daten werden derzeit ebenfalls in Relation zu den Hochschulbibliotheken in Deutschland ausgewertet, da die Menge der verfügbaren Daten aus Österreich selbst noch zu gering für einen eigenen Referenzrahmen ist. Die Ergebnisse sagen bislang also nur aus, wie die Österreichischen BIX-Teilnehmer in Relation zu den Bibliotheken in Deutschland abschneiden. Für die nächsten Jahre wird nach der Möglichkeit für eine Auswertung mit österreichischem Referenzrahmen gesucht.

Digital Signage Moderne Kommunikation für Öffentliche Einrichtungen

LibraryGuide

Digitale Gebäudenavigation für Biblio

post@infolio.de

Digital Signage Moderne Kommunikation für Öffentliche Einrichtungen

Weitere Informationen: www.bix-bibliotheksindex.de

LibraryGuide Digitale Gebäudenavigation für Bibliotheken

post@infolio.de

www.infolio.de

B∙I∙T∙

13

www.inf


Bibliotheksentwicklung

Mit Zahlen in die Zukunft 2008 erhielt Thüringen als erstes deutsches Bundesland ein Bibliotheksgesetz. Leitlinien zur Bibliotheksentwicklung fehlen dem Land jedoch. In einem Entwicklungsplan sollen sie nun ausgearbeitet werden. Bei der Suche nach einer verlässlichen Datenbasis spielt der BIX eine wichtige Rolle. Text Sabine Brunner, Ulla Wimmer

Lebendige Bibliothekslandschaft in Thüringen: Stadt- und Regionalbibliothek Erfurt Foto Stadt- und Regionalbibliothek Erfurt

14

B∙I∙T∙


Bibliotheksentwicklung

W

as für Schüler oder Sportler gilt, ist auch für Bibliothekare nicht von der Hand zu weisen. Im direkten Vergleich möchten sie gut dastehen. In der jährlichen Leistungsschau der deutschen Bibliotheken, dem Bibliotheksindex BIX, geben sie sich deshalb alle Mühe, ihr ganzes Potenzial zu zeigen. Beim BIX geht es aber um weit mehr als einen Platz auf dem Siegertreppchen: Entwickelt von Bibliothekaren und Statistikern bietet der Index eine transparente Leistungsmessung. Seit mehr als zehn Jahren liefert er nun Daten und Vergleichsindikatoren. Das trägt entscheidend zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Biblio­thek, Verwaltung, Öffentlichkeit und Politik bei. Bibliotheksentwicklungspläne sind ein Instrument für den systematischen Auf- und Ausbau der Bibliotheksversorgung in einer Kommune oder einem Land. Der Entwicklungsplan beginnt mit einer Bestandsaufnahme. Darin zeigt sich, wo Probleme liegen oder Bürger nicht ausreichend versorgt werden. Die Pläne beschreiben dann den Handlungsbedarf für die nächsten fünf bis zehn Jahre, formulieren also Ziele und beschreiben einzelne Schritte dorthin. Auf jeder dieser Stufen spielen Zahlen und Daten zum Bibliothekssystem eine entscheidende Rolle. Erstmals liefert der BIX diese Daten für ein Bundesland. Alle Bibliotheken Thüringens sind dabei Das Land Thüringen ist ein aktueller Schauplatz für die Erstellung eines Bibliotheksentwicklungsplans. Das Thüringer Bibliotheksgesetz fordert einen Plan; den Auftrag, ihn zu erstellen, haben die Staatliche Landesfachstelle für Öffentliche Bibliotheken in Thüringen und der dbv Landesverband Thüringen übernommen. Zunächst gab es die Idee, einzelne BIXIndikatoren für den Plan heranzuziehen und daraus ein Bild für das Land zu entwerfen. Das neue Konzept des BIX machte dann aber die reguläre BIX-Teilnahme der Thüringer Bibliotheken möglich. Es zieht 2012 erstmals alle Bibliotheken Deutschlands als Vergleichsrahmen heran und ersetzt das bisherige Ranking durch Rating-Gruppen. (Das neue Konzept wird ausführlich ab S. 9 vorgestellt). Die Vorteile dieses Vorgehens – eine unabhängige Einordnung aller hauptamtlichen Bibliotheken Thüringens – waren so deutlich, dass schließlich das Landesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur die Kosten übernahm. Alle 97 hauptamtlich geleiteten kommunalen

Öffentlichen Bibliotheken in Thüringen nahmen daher 2012 einmalig am BIX teil. Der Index verwendet 18 Indikatoren, die keine örtlichen Besonderheiten abbilden, sondern für möglichst viele Bibliotheken gelten. Sie beschreiben die Dimensionen Angebot, Nutzung, Effizienz und Entwicklung. In jeder Dimension wird die Bibliothek einer von drei Leistungsgruppen zugeordnet. So ergibt sich die Positionierung einer Bibliothek im Vergleich zu allen Bibliotheken ihrer Größenklasse in Deutschland. Als differenziertes Ergebnis entsteht ein Stärken-Schwächen-Profil, das sowohl Basis als auch Entwicklungskatalysator für ein Bibliothekskonzept vor Ort sein kann. Der Entwicklungsplan für Thüringen benutzt die BIXErgebnisse für die Analyse der Stärken und Schwächen der Bibliotheken im Vergleich untereinander und vor allem im bundesweiten Maßstab. Die Fachstelle vertieft die BIX-Ergebnisse darüber hinaus. So sagt beispielsweise die BIX-Kennzahl „Computerplätze pro 10.000 Einwohner“ noch zu wenig über den technischen Ausstattungsgrad der Bibliotheken. Im Entwicklungsplan werden daher zusätzlich Internetplätze, OPAC-Parameter und weitere Indikatoren für ein genaueres Bild herangezogen. Vorteile für beide Seiten Aber nicht nur für den Thüringer Bibliotheksentwicklungsplan, sondern auch für den BIX selbst ergeben sich durch das Projekt wichtige Erkenntnisse. Bereits bei der Plausibilitätskontrolle der Daten entstand ein tiefer Einblick in die strukturellen Besonderheiten der Teilnehmergruppe. Da durch die Teilnahme Thüringens erstmals viele Bibliotheken aus sehr kleinen Kommunen beim bundesweiten Vergleich dabei waren (69 der Thüringer Bibliotheken versorgen beispielsweise Gemeinden mit weniger als 15.000 Einwohnern, 40 sogar weniger als 5.000 Einwohner) ergaben sich zusätzliche Fragen für diese Größenklasse. Zunächst erwies sich die unterste BIX-Größenklasse (bis 15.000 Einwohner) als zu groß und undifferenziert. Eine Zäsur erschien vielmehr bei 5.000 Einwohnern als sinnvoll. Damit wird berücksichtigt, dass einige BIX-Indikatoren bei kleiner Einwohnerzahl nicht mehr proportional abnehmen. So muss auch in sehr kleinen Gemeinden ein Mindestniveau an Fläche, Medien und Öffnungszeiten gegeben sein, damit eine Einrichtung den Namen Bibliothek

B∙I∙T∙

15


Bibliotheksentwicklung

verdient. Daraus ergeben sich Pro-Kopf-Indikatoren, die teilweise deutlich über dem Durchschnitt der größeren Gemeinden liegen. Dies deutet weder auf eine Überlegenheit der Bibliotheken noch auf eine Überversorgung der Gemeinde hin. Es muss bei der Interpretation der Daten vielmehr als Besonderheit der Größenklasse berücksichtigt werden. Zum anderen wurde deutlich, dass einzelne Bewertungen des BIX von einem Ausstattungsniveau ausgehen, das nicht bei allen neu hinzugekommenen Bibliotheken gegeben ist. Ein angemessener Medienetat beispielsweise ist ein Kernkriterium erfolgreicher Bibliotheksarbeit. In manchen kleinen Bibliotheken herrscht allerdings die Praxis, bei einem unzureichenden Medienetat vermehrt gespendete Bücher einzuarbeiten. Sie erzielen damit im BIX trotz fehlender Ressourcen eine „normale“ Erneuerungsquote. Was auf den ersten Blick gut aussieht, weist de facto auf einen Mangel hin: Die Quote resultiert in diesen Fällen fast ausschließlich aus Buchgeschenken. Diese können den Bestandsaufbau einer Bibliothek aber höchstens ergänzen, keinesfalls ersetzen. Sie ermöglichen keinen systematischen und ausgewogenen Bestandsaufbau für die Versorgung der Bevölkerung. Gespendete Neuzugänge sind häufig bereits veraltet, vor allem aber beliebig. Belletristik überwiegt meist, viele Sachgebiete fehlen hingegen völlig, Non-BookMedien oder Zeitschriften sind kaum vertreten. Auch der Indikator „Mitarbeiterstunden pro Öffnungsstunde“ muss differenziert betrachtet werden. Er sagt aus, welcher Anteil der verfügbaren Mitarbeiterkapazität in den direkten „Dienst am Kunden“ fließt, und welcher Anteil für interne Tätigkeiten verwendet wird. Je geringer der interne Anteil, umso effizienter die Bibliothek, urteilt der BIX. Die Thüringer Bibliotheken erreichen hier Tiefstwerte. Doch was bedeutet es, wenn in einer kleinen Bibliothek fast die gesamte Anwesenheitszeit der Bibliothekarin in die Öffnungsstunden fällt? Dann stellen sich folgende Fragen: Wann konzipiert diese Kollegin ein neues Medienangebot? Wann telefoniert sie mit Kooperationspartnern, untersucht ihren Bestand nach Ausleih-Rennern, schreibt den Jahresbericht oder bereitet eine Veranstaltung vor? Wann geht sie zu

Sabine Brunner studierte Geschichts- und ­Bibliothekswissenschaften. Seit 2011 arbeitet sie als Leiterin der Landesfachstelle für ­Öffentliche Bibliotheken in Thüringen. E-Mail: brunner@lfs-erfurt.de

16

B∙I∙T∙

Fortbildungen? Qualifizierte Arbeit benötigt Konzeption und Vorbereitung. Das ist nur bei ausreichender Personalkapazität außerhalb des Publikumsverkehrs gegeben. Die Konsequenz heißt: Einzelne BIX-Indikatoren dürfen nicht isoliert voneinander betrachtet werden. Eine hohe Erneuerungsquote bei sehr geringem Medienetat muss genauso hinterfragt werden, wie ein riesiger Medienbestand bei geringem Umschlag. Die BIX-Profilgrafik, die jede Teilnehmerbibliothek erhält, bildet für derartige Analysen eine wichtige Hilfestellung. Den BIX weiterentwickeln Solche Fragen sind im Umfeld des BIX nicht völlig neu, sie sind auch kein Problem, das nur Thüringer Bibliotheken betrifft. Durch deren Teilnahme sind sie nun jedoch verstärkt in den Fokus gerückt. Das Projekt liefert damit nicht nur wertvolle Hinweise für die bibliothekspolitische Diskussion in Thüringen, sondern auch für die Weiterentwicklung des BIX. Eine neue Bewertungsweise, die einen „fachlich sinnvollen“ Bereich für Kennzahlen definiert, und sowohl zu kleine als auch zu große Zahlen kritisch bewertet, würde die rein mathematische Ebene der Indexberechnung verlassen und statistische mit fachlichen Aspekten ergänzen – eine grundsätzliche Erwägung. Für die Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken in Thüringen bedeuten die Erkenntnisse zweierlei: Die Stärke des BIX, nämlich eine allgemeine Bewertung der Bibliotheksdaten nach identischen Kriterien, ist bei abweichenden Ausgangsvoraussetzungen auch seine Schwäche. Eine Interpretation der Ergebnisse entsprechend der örtlichen Besonderheiten ist für die Bibliotheksentwicklungsplanung also unumgänglich. Andererseits machen die BIX-Ergebnisse Probleme transparent. Sie lenken den Blick auf Stellen, an denen intensiver nachgefragt und detaillierter analysiert werden muss. Die ersten Zwischenergebnisse zeigen, dass eine erneute Teilnahme Thüringens zur Evaluation der begonnenen Bibliotheksentwicklungen in etwa fünf Jahren sinnvoll ist.


Weltmarktführer bei Selbstverbuchungs- und Automatisierungslösungen für Bibliotheken

m

iu os

www.bibliotheca.com | smartlibrariesD

p m ’ y s 2 ks ond 01 e 2 th y r ! io be be ns l u b Bi nd tem ie r a S ue FID Sep en a ild ‘R 12. uch / s W 1. Be 5. 1B IT 17

∙∙ ∙


Bibliotheksmenschen

5 Fragen an… Gene Tan Auf der ganzen Welt arbeiten engagierte Menschen mit Leidenschaft für Bibliotheken. Wir möchten wissen, was sie bewegt. Fragen Hella Klauser, Shirley Mc Leod, Ulla Wimmer

Gene Tan ist weltweit bekannt als Innovator und Ideenentwickler für Bibliotheken. Er leitet das „Arts and Singapore Memory Project“ der Nationalbibliothek von Singapur. Es soll den medialen Erinnerungsschatz des Stadtstaats mit moderner Technologie zugänglich machen. Als Leiter der „invent“-Abteilung des National Library Board gestaltete er zuvor preisgekrönte Bibliotheks- und Auskunftskonzepte sowie Kreativitätsprogramme für Unternehmen und Behörden. Derzeit ist Tan Präsident des Singapurer Bibliotheksverbands und in dieser Funktion auch Gastgeber des IFLA Welt-Bibliothekskongresses 2013.

18

B∙I∙T∙


Bibliotheksmenschen

1.

4.

2.

5.

Welche drei Dinge muss die Bibliothek der Zu­ kunft können? Erstens, sie muss den Menschen erlauben, ihre eigene, persönliche Bibliothek zusammen zu stellen und diese so zu organisieren, dass sie auch von Anderen entdeckt werden kann. Zweitens muss sie in einer Welt voller Belanglosigkeiten und Desinformation eine Oase inspirierender, provozierender und gehaltvoller Inhalte sein. Drittens muss sie der Wegweiser zu anspruchsvollen Inhalten sein für alle, die in einem neuen Wissensgebiet durchstarten wollen. Bei uns gilt Singapur als Vorzeigeland in Sa­ chen Bibliotheken. Was ist für Sie dafür der Hauptgrund? Vielen Dank! Für mich sind die Bibliotheken in Europa immer sehr inspirierend! Der Schlüssel liegt darin, jenseits der Bibliothek nach Inspiration zu suchen. Am Anfang haben wir uns Cafés, Kulturzentren oder Rock-Konzerte angeschaut, um herauszufinden, was unsere Kunden anspricht. Bei der Innenausstattung haben wir uns von Bibliotheksregalen verabschiedet und uns stattdessen an Dorfplätzen, Boutiquen und sogar Kirchen orientiert. Wir wollten Räume schaffen, die verführerisch sind, die zum Bleiben animieren oder die einfach ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit geben - je nachdem, um welche Art von Besuchern es geht! Die Kombination dieser drei Inspirationsquellen führte zu library@orchard, unserer ersten „lifestyle library“ in einem hochklassigen Einkaufszentrum, mit Konzerten, Erkerfenstern und Hörstationen, und das bereits 1999!

Was können Bibliotheken in der Informations­ gesellschaft besser als alle anderen Einrich­­tungen? Zusammenhänge herstellen und integer bleiben. Beides zusammen ist eine machtvolle Kombination. Sinnstiftung in Verbindung mit Integrität wird nicht nur von persönlichen Zielen und Vorlieben geleitet, sondern von Objektivität. Es geht darum, Inhalte anzubieten, die den Horizont des Empfängers erweitern und ihn nicht auf einen einzelnen Standpunkt einschränken.

Was wird Menschen im digitalen Zeitalter in Bibliotheken ziehen? Was macht Bibliotheken attraktiv? Wenn wir dahinter gekommen sind, wie man Digitales und Analoges verbindet, dann wird die Bibliothek attraktiv. Ich glaube, wir haben das noch nicht ganz geschafft. Eine Aufgabe, die ich mir und meinen Mitarbeitern immer wieder stelle, lautet: „Was können die Menschen in der Bibliothek tun, das sie nicht auch zuhause am Computer tun könnten?“ Die erste Antwort lautet immer: soziale Kontakte und Gespräche. Aber was ist mit Facebook, Twitter oder Chats? Eine etwas tiefer gehende Antwort ist vielleicht: gemeinsam an digitalen Inhalten arbeiten, in einer physisch greifbaren Gemeinschaft mit anderen. Körperlichkeit, Räumlichkeit schaffen und eine Gemeinschaft, die man sehen und anfassen kann, daran wird sich das Überleben der Bibliotheken festmachen. Entweder das gelingt, oder wir verwandeln uns in den Abklatsch von Kinos, Clubs oder Spielhallen. Und in dem Fall überleben wir dann gar nicht!

3.

Welche Eigenschaften muss ein Bibliothekar, eine Bibliothekarin heute mitbringen? Kühnheit und Dreistigkeit! Kühn müssen wir sein, um außerhalb der Informationswissenschaft nach Inspiration zu suchen und unseren Beruf neu zu erfinden – für mich passiert das immer durch Filme und Geschichten. Und dreist genug, um von anderen zu kopieren (einschließlich Google, Yahoo und anderen Informations-Giganten). Und um unsere Kunden wie ein hartnäckiger und überzeugender Versicherungsvertreter für uns einzunehmen, so dass sie ihr Leben lang wiederkommen.

B∙I∙T∙

19


Bibliothek 2.0

Facebook, Feeds und Fitnessstudio Smartphone, Tablet und Internet sind aus seinem Arbeitsalltag nicht wegzudenken. ­Google, Twitter und FlickR sind sein zweites Zuhause. Martin Kramer ist der Social Community ­Manager der Mediothek Krefeld. Ein ganz normaler Tag im Leben des 33-Jährigen. Text Martin Kramer

20

B∙I∙T∙


Bibliothek 2.0

5.43 Uhr. Ein Montagmorgen irgendwo in der Nähe von Krefeld. „Miep, Miep“... „Miep, Miep“. Mein Handy auf dem Nachttisch vibriert und gibt seine vertrauten Geräusche von sich. Verschlafen blinzle ich zu ihm hinüber. Sollte ich das mit dem Meistertitel für Borussia Mönchengladbach doch nur geträumt haben? Nun ja. Ein Blick aufs Display verrät: „Sie haben eine neue Facebook-Nachricht“. Also, die App auf und mal schauen. Frau Müller fragt: „Meine Tochter und ich möchten heute Mittag in die Mediothek kommen und einen Ausweis machen. Was brauchen wir denn dafür?“ Ich tippe mit einer Hand die Antwort: „Moin, also, heute hat die Hauptstelle zu, aber in der Zweigstelle ist jemand da. Einfach Perso mitbringen und gute Laune. Fertig. Ach ja, die Jahresgebühr für Euch beide nicht vergessen. 16 Euro. Bis später.“ Ich lege das Handy beiseite und drehe mich nochmal um. Immerhin habe ich noch eine knappe halbe Stunde Schlaf, bevor es zur Arbeit geht. 7.32 Uhr. Im Auto zwischen Daheim und der Mediothek Krefeld. Langsam geht die Sonne auf. Nebel liegt über den Feldern. Ein gutes Motiv, um damit den Tag einzuläuten. Also Blinker raus, rechts ran, Fenster auf. Ich nehme die Kamera vom Beifahrersitz und schieße ein, zwei, drei Bilder. SD Karte aus der Kamera nehmen und ab ins Tablet damit. Noch fix das Bild verkleinern und dann mit dem Satz „Was für ein schöner Morgen ... mal sehen was uns der Tag so bringt. Macht was draus!“ auf die Facebook-Seite der Mediothek hochladen. Ein Blick auf den Kommentar von heute Morgen zeigt die Antwort von Frau Müller: „Wow! Ihr seid aber fix. Vielen Dank für die schnelle Antwort!“

8.07 Uhr. Ich bin in der Kinderbücherei der Mediothek Krefeld angekommen. Einstellen. Regalordnung herstellen. Der Traum eines jeden Bibliotheksmenschen ;). Aber es gehört dazu. Stück für Stück wird aus dem Chaos des vergangenen Ausleihtages wieder das systematisch aufgeräumte Refugium der ausleihwütigen Kiddies. 9.39 Uhr. Zum ersten Mal im Büro. Der Rechner läuft, RSS Feeds trudeln ein. Ich lese die Google Alerts. Der Twitterstream rattert durch und die gängigen Facebook-Gruppen werden nach Infos durchsucht. Es ist einiges passiert in dieser Nacht. Hungersnöte, Katastrophen, Heilige Kriege. Alles irgendwie nicht so wirklich fröhlich. Aber ich möchte doch mit dem Facebook-Auftritt „edutainen“ und niemanden in eine Depression stürzen. Außerdem sagt eine Partyregel: Keine Politik, keine Religion. Damit fährt man auch bei Facebook gut. Ein Blick in den Googleplus Account der Mediothek zeigt, dass sich etwas an den Einstellungen geändert hat. Ein neues Feature muss installiert werden. Das kann ich schon mal starten, während ich schnell twittere, dass es für die Lesung heute Mittag noch einige, wenige Karten gibt. Ach ja, die Karten. Ein Anruf bei den Kollegen der Veranstaltungsarbeit bestätigt, dass die Karten, die über Facebook angefragt wurden, reserviert sind. Perfekt! Mein Mailkonto sagt, dass zwei andere Bibliotheken Fragen zum Thema Facebook haben. Die erste ist fix via Mail beantwortet, für die zweite ist ein Telefonat nötig. 13.05 Uhr. Unser Atrium ist im „normalen“ Leben der Raum, in dem die Nonbooks stehen. Dank

B∙I∙T∙

21


Bibliothek 2.0

­ amera und Beschleunigunsgsoftware können wir K auf youtube zeigen, was hier passiert, wenn wir eine Veranstaltung haben. Der Blick hinter die Kulissen ist damit auch für Publikum außerhalb möglich. Aus dem Atrium ist nun unser Veranstaltungsraum geworden. Stühle, eine Bühne und Veranstaltungstechnik haben die Regale abgelöst. Neben mir steht der Autor, der heute Mittag bei uns lesen wird. In fünf Minuten ist Einlass und wir begrüßen uns mit einem freundlichen „Hi“. Klar, man kennt sich über Facebook. Der Erstkontakt kam über das Netzwerk zustande. Die Frage „Machen Sie Fotos von heute und stellen die auf die Facebook-Seite der Mediothek“ bejahe ich natürlich. Ebenso die Bitte nach Verlinkung. 14.55 Uhr. Die letzte Mikroprobe ist durch. Die Lesung und das twittern von ihr beginnt. Ab und an werden Fotos gemacht, die sofort via twitter, G+ und Facebook verbreitet werden. In höherer Auflösung folgen sie in den nächsten Tagen auf FlickR und Pinterest. Das ist praktisch für die Redaktionen der Zeitungen. Sie können direkt auf die Bilder zugreifen, sollte keiner ihrer Fotografen im Haus gewesen sein. 19.12 Uhr. Nach dem Abbau der Technik und einigen bearbeiteten Bildern ging es ab nach Hause. Abendessen, Fitnessstudio (sitzende Tätigkeiten und so) und dann ab auf die Couch.

Filmpreise vergeben werden. Das ist doch eine gute Nachricht, um auf den eigenen DVD-Bestand hinzuweisen. Den Eintrag kann ich noch fix machen, geht ja erst um 20.15 Uhr los. 23.45 Uhr. Im Bett. So, alle Filmpreise sind vergeben. Praktisch, dass das Smartphone auf dem Nachttisch liegt. Also ein allerletztes Mal. Noch fix die Namen der Gewinner unter den Eintrag von eben tippen und dann schlafen. Gute Nacht zusammen ...

Zur Person: Martin Kramer wurde 1979 in Duisburg geboren. Nach dem Abitur und dem anschließenden Wehrdienst bei der Luftwaffe absolvierte er eine Ausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste (FaMI) in der Stadtbibliothek Rheinberg. Als FaMI war er dann zunächst in der Stadtbibliothek Rheinberg und in der Stadtbibliothek Erkrath tätig. Seit 2008 arbeitet er in der Mediothek Krefeld. Seit 2010 ist er dort „Social Community Manager“. Das heißt, er betreut alle sozialen Dienste und Netzwerke der Mediothek. Weitere Informationen www.facebook.com/Mediothek.Krefeld

19.34 Uhr. Ein letzter Blick aufs Smartphone. Mal sehen. Zwei Fragen zum Bestand der Mediothek, die man fix beantworten kann. Passt. Auf einem Nachrichtensender wird gerade gesagt, dass heute Abend

INFORMATION

TECHNOLOGIE

B∙I∙T∙

Band 39

ende Bedeutung der Social Media (Synonym: Soziale Medien)

Social Media –

auch in den Bibliotheken bemerkbar, für die es nun gilt diese

Eine Herausforderung für

tionstechnologische, sowie der betriebswirtschaftliche Anteil

r in den Vordergrund. Aber auch die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Implikationen sind in

u integrieren, um sich letztendlich in einer komplexen,

chneten Welt wie der unsrigen zurechtzufinden. Die folgenden

schäftigen sich mit dem Potenzial Sozialer Medien und zeigen

retischen Betrachtungen vor allem praktische Beispiele.

en von Wolfgang Ratzek

ges & Frick GmbH, Wiesbaden

3-934997-44-8 -1577

€ 29,50

L

Dinges & Frick GmbH · Greifstr. 4 · 65199 Wiesbaden Bibliotheken, Politik, Wirtschaft

online

und Gesellschaft ibrary

Offsetdruck | Digitaldruck | Verlag

Essentials F akten und B erichte Für i nFormationsspezialisten

© Karen Bleier/AFP/Getty Images

ösungen zu liefern. Dabei rückt der informations- und

BAND 39 • Social Media – Eine Herausforderung

nseinrichtungen wie Bibliotheken und Studiengänge der

ordert sich den neuen Herausforderungen zu stellen und

Band 39

Zeitschrift für Bibliotheks- und Informationswissenschaft Sie sind kommunikativ, schlagfertig, flexibel, motiviert und offen N NwirOSieValsAVerkaufs­ TIV gegenüber neuen Medien? Dann Isuchen talent auf selbstständiger Basis bei freier Zeiteinteilung in unserem Team. Wir sind ein Druck­ und Verlagsunternehmen in Wiesbaden und publizieren eingeführte Fachzeit­ schriften und regionale Medien in Print und online. Fühlen Sie sich angesprochen? Dann freuen wir uns über Ihre Bewerbung per e­mail an: e.koenig@dinges­frick.de

g aktiv mitzugestalten oder von ihr mitgestaltet zu werden.

rischen und informationswissenschaftlichen Bereiche

BIBLIOTHEK

Allrounder/in für den Verkauf gesucht !

Wolfgang Ratzek (Hrsg.)

Wolfgang Ratzek – Social Media Die zunehmende Bedeutung der Social Media (Synonym: Soziale Medien) macht sich auch in den Bibliotheken bemerkbar, für die es nun gilt, diese Entwicklung aktiv mitzugestalten oder von ihr mitgestaltet zu werden. Informationseinrichtungen wie Bibliotheken und Studiengänge der bibliothekarischen und informationswissenschaftlichen Bereiche sind aufgefordert, sich den neuen Herausforderungen zu stellen und adäquate Lösungen zu liefern. Dabei rückt der informations- und kommunikationstechnologische sowie der betriebswirtschaftliche Anteil immer mehr in den Vordergrund. Aber auch die gesellschaftlichen, kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Implikationen sind in die Lehre zu integrieren, um sich letztendlich in einer komplexen, krisengezeichneten Welt wie der unsrigen zurechtzufinden. Die Beiträge beschäftigen sich mit dem Potenzial Sozialer Medien und zeigen neben theoretischen Betrachtungen vor allem praktische Beispiele. ISBN 978-3-934997-44-8, 2012, Brosch., 158 Seiten, teilweise farbig > € 29,50* * Preise zzgl. Versandkosten (Inland 1,30 €, Europa 3,50 €)

22

B∙I∙T∙

www.b-i-t-online.de

B∙I∙T∙


Kulturelles Erbe

Harte Zeiten für zarte Seiten Wasserschäden oder Säurefraß – Bücher sind verletzlich. Die Koordinierungsstelle zur ­Erhaltung des schriftlichen Kulturguts hat die Aufgabe, die Werke zu schützen. Die Arbeit der Experten geht ins dritte Jahr. Auf fünf Jahre sind die Gelder bewilligt. Doch schon jetzt ist absehbar, dass die Zeit für die Mammutaufgabe nicht reicht. Text Harald Olkus

Adressbuch von Hannah Höch, ca. 1917-1978. Berlinische Galerie, Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur, Hannah-Höch-Archiv. Foto Kai-Annett Becker.

24

B∙I∙T∙


Kulturelles Erbe

D

as kleine Büchlein ist eine Collage. In jahrzehntelangem Gebrauch ist es aus Zetteln unterschiedlicher Größe, Farbe und Stärke entstanden. Die Blätter sind eingeklebt oder mit Stecknadeln angeheftet, die Ränder zerfranst. Der Inhalt ist mitunter eingestempelt, mit Tinte oder Bleistift geschrieben. Mit ihrem Adressbuch hinterließ die 1988 gestorbene Dadaistin und Collage-Künstlerin Hannah Höch ein Gesamtkunstwerk, das sich nahtlos in ihr bildnerisches Werk einfügt. Nun muss es jedoch restauriert werden. Die vielen Jahre sind nicht spurlos an ihm vorüber gegangen. Dabei soll das gegenwärtige Aussehen und die Struktur des allmählich Gewachsenen erhalten bleiben. Zunächst muss also das empfindliche und heterogene Papier sensibel bearbeitet werden, die losen Seiten sollen in den Buchblock eingefügt werden. Die Risse im Papier müssen geschlossen werden, etwaige Fehlstellen ergänzt und Knicke, soweit vertretbar, müssen geglättet werden. Das Notizbuch ist eine Herausforderung für einen Konservator. Es ist aber auch mehr, nämlich eines der Modellprojekte der „Koordinierungsstelle zur Erhaltung des schriftlichen Kulturguts“ (KEK). Sie ist an der Stiftung Preußischer Kulturbesitz eingerichtet und an der Staatsbibliothek zu Berlin verortet. Ihre Aufgabe ist es, bundesweit die Eigentümer von Buchbeständen sowie die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, sich für den Erhalt alter Bücher einzusetzen – ähnlich wie dies bei Gebäuden oder Gemälden geschieht. Ursula Hartwieg leitet die Koordinierungsstelle seit 2010. Ihr derzeitiges Lieblingsstück ist das Adressbuch von Hannah Höch. „Ein einzigartiges Buch“, sagt Hartwieg. Aber es ist längst nicht das einzige, das restauriert werden müsste.

Koordinierungsstelle zur Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) einzurichten. Die KEK ist vorläufig für eine Dauer von fünf Jahren gesichert. Der Bund steuert durch Kulturstaatsminister Bernd Neumann 500.000 Euro jährlich bei, die Kulturstiftung der Länder beteiligt sich mit 100.000 Euro.

80 Millionen Bücher müssen dringend restauriert werden Bücher, und damit das in ihnen gespeicherte Wissen, sind gefährdet, genauer, einem langsamen Zerfall ausgesetzt. Ihr Grundstoff, das Papier, enthält eine Säure, die es von innen heraus zersetzt. Rund 80 Millionen Bücher aus säurehaltigem Papier lagern derzeit bundesweit in Bibliotheken und Archiven. Sie müssen dringend behandelt werden. Doch die Kosten sind kaum abzuschätzen. Bibliotheken und Archive, die sich in der „Allianz Schriftliches Kulturgut Erhalten“ zusammengeschlossen haben, fordern zehn Millionen Euro jährlich zur Finanzierung der drängendsten Aufgaben – bislang jedoch ohne durchschlagenden Erfolg. Eine Reihe von Katastrophen ließ die Politik immerhin aufhorchen: beim Elbehochwasser 2002, dem Brand der Anna Amalia Bibliothek 2004 in Weimar und dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs 2009 wurden viele Unikate zerstört. Feuer und Wasser beschädigten wertvolle Bücher, Karten und Handschriften. Bund und Länder erklärten sich schließlich bereit, eine

Eine Gruppe hitze- und löschwassergeschädigter Bücher aus dem Bestand der Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Klassik Stiftung Weimar. Foto Constantin Beyer, Weimar

Das Augenmerk liegt auf Beständen regionaler Einrichtungen In dieser Summe sind auch die Personalkosten für 2,5 Stellen enthalten. Mehr als eine Anschubfinanzierung ist das Geld deshalb nicht. „Aber wir können Vorzeigeobjekte unterstützen und Anreize für die Trä-

ger von Bibliotheken und Archiven geben, ihre wertvollen Bestände zu konservieren“, sagt Ursula Hartwieg. Das Augenmerk der KEK liegt dabei weniger auf den großen Institutionen. „Im Zentrum unserer Arbeit steht vielmehr die Rettung von Beständen in regionalen Einrichtungen, die es viel schwerer haben, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und die Restaurierung zu finanzieren“, sagt Hartwieg. So hat die KEK beispielsweise das Kreisarchiv Teltow-Fläming unterstützt. Es restaurierte das vergessene Gutsarchiv von Rochow-Stülpe-Plessow. Die KEK hat auch die von Schimmel befallenen Bestände des „Alten Archivs“ der Stadt Wasserburg gerettet, die bei einem Brand 1874 feucht wurden und seither unsachgemäß in einem Schrank gelagert wurden. Auch Bestände von Archiven und Bibliotheken, die immer noch unter Brand- und Wasserschäden aus der Kriegs- und Nachkriegszeit leiden, konnten mit

B∙I∙T∙

25


Kulturelles Erbe

Hilfe einer Anschubfinanzierung restauriert werden: Wichtige Dokumente, wie die im Frühjahr 1945 durch Löschwasser angegriffenen Archivalien des Stadtarchivs Pfullingen oder die 1946 vom Leinehochwasser überschwemmten Akten der napoleonischen Zeit im Hauptstaatsarchiv Hannover waren nach Jahrzehnten noch unbenutzbar und standen damit auch der Forschung nicht zur Verfügung. Im Jahr 2010 wurden bundesweit 31 solcher Projekte gefördert, 2011 waren es 40. Nun, im dritten Jahr der Förderung, will die Koordinierungsstelle verstärkt Netzwerk- und Lobbyarbeit leisten, um die Erhaltung von Büchern zu verankern und zu verstetigen. Deshalb arbeitet Ursula Hartwieg derzeit daran, die Bildung eines bundesweiten Netzwerks von Notfall­ einrichtungen zu unterstützen, Schulungen durchzuführen, um Fachkompetenz aufzubauen und die Öffentlichkeit zu sensibilisieren. Wer Ursula Hartwieg erlebt, traut ihr das ohne weiteres zu. Ihre Begeisterung gilt nicht nur außergewöhnlichen Fällen wie Hannah Höchs Adressbuch,

sondern allen alten Büchern. Jetzt hofft sie, dass die Arbeit der KEK über die bisher genehmigten fünf Jahre hinaus finanziert wird. Zur Person Ursula Hartwieg hat an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster Anglistik, Philosophie, Geschichte und Publizistik studiert und sich im Lauf ihres Studiums immer mehr der Bibliothekswissenschaft zugewandt. Nach ihrer Doktorarbeit absolvierte sie ein Referendariat an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. Ab 1999 beschäftigte sie sich an der Staatsbibliothek mit historischen Drucken, deren Digitalisierung und Bestandserhaltung. Seit ihrer Gründung leitet sie die Koordinierungsstelle für die Erhaltung schriftlichen Kulturguts. Weitere Informationen: Allianz Schriftliches Kulturgut Erhalten: http://www.allianz-kulturgut.de/

Harald Olkus studierte Kommunikationswissenschaften, Anglistik und ­Neuere Geschichte an der FU Berlin. Seit 1998 arbeitet er als freier Journalist und Redakteur im Bereich Kultur und Wissenschaft. Durch seine Hände ist schon viel Papier gegangen: er ist gelernter Offset- und Buchdrucker. Foto Henning Maier-Jantzen

DiViBib_Bibl_to_go_A4_4c_DiViBib_Bibl_to_go_A4_4c 29.02.12 16:12 Seite 1

Sonderheft 2 (2012)

medien (t)räume: raumvisionen Nicholas Rescher Collected Papers 14 Volumes, ca. 2630 Seiten Hardcover EUR 798,00 ISBN 10: 3-938793-25-2

ISBN 978-3-934997-40-0 | Preis: 19,00 €

50 Jahre Zentralbibliothek im Forschungszentrum Jülich I N NOVATIVE B I B LIOTH E K S- U N D I N FOR MATION SAR B E IT

Nicholas Rescher Productive Evolution On Reconciling Evolution with Intelligent Design ISBN 978-3-86838-124-5 127pp., Hardcover, EUR 69,00

B.I.T.online Sonderheft 2 zu Kinder- und Jugendbibliotheken

50 Jahre Zentralbibliothek Jülich

TECHNOLOGIE

BIBLIOTHEK

ISSN 2193-3715 | ISBN 978-3-934997-45-5 | Preis: 19,00 €

online

K i nde r - u n d J u ge n dbi bl i oth e ke n

Kinder- und Jugendbibliotheken

Begleiten Sie Ihre Kunden – immer und überall

INFORMATION

B∙I∙T∙

Ihre digitale Zweigstelle

Aufgaben und Arbeitsweise Von den Ursprüngen Bestandsaufbau und -management Rolle im deutschen Bibliothekswesen

„Mehrwert für die Wissenschaft“ B.I.T.online Sonderheft 1 zum 50-jährigen Jubiläum der Zentralbibliothek Jülich

Fachinformationsportal Institutsbibliotheken

Die Zentralbibliothek in Jülich ist nicht irgendeine Spezialbibliothek. Sie hat seit ihrer Gründung vor 50 Jahren das Bibliothekswesen in Sonderheft 1/2011 Deutschland hin zu einer modernen Ausprägung mit gestaltet. Von der Zentralbibliothek des Forschungszentrums Jülich gingen vielfältige Impulse aus, wurden eine ganze Reihe von Innovationen angestoßen und umgesetzt und immer wieder neue Wege beschritten. VuFind als Alternative zu Symphony e-Library

Rund um die Uhr geöffnet

www.divibib.com

Riesige Titelauswahl

Onleihe-App für mobile Endgeräte

m e d i e n(t)räume : raumvi s i one n

Uwe Meixner Philosophische Anfangsgründe der Quantenphysik ISBN 978-86838-012-5 252 Seiten, Paperback, EUR 29,80

Ingvar Johansson, Niels Lynøe Medicine & Philosophy A Twenty-First Century Introduction ISBN 978-3-938793-90-9 475pp., Paperback, EUR 39,00

P.O. Box 1541 • D-63133 Heusenstamm www.ontosverlag.com • info@ontosverlag.com Tel. ++49-6104-66 57 33 Fax ++49-6104-66 57 34

Alle Bücher sind als eBook erhältlich bei: ontoslink.com

Das B.I.T.online-Sonderheft 2 präsentiert die kreativsten Entwürfe aus dem ekz-Ideenwettbewerb zur Gestaltung einer Kinder- und Jugendbibliothek. ISSN 2193-3715 | ISBN 978-3-934997-45-5 | Klebebindung | 2 (2012) | 76 S. / DIN A4 Einzelheft 19,00* €

B.I.T.online Sonderheft 1/2011

Die Onleihe – das Download-Portal für Ihre Bibliothek

B.I.T.online Sonderheft 2 (2012)

Jülicher Electronic Research Management System Veröffentlichungsdatenbank und Volltextrepositorium

Geschäftsfeld Bibliometrie Konferenzen der Zentralbibliothek Sprachendienst

ISSN 2193-3715 | ISBN 978-3-934997-40-0 | 80 S. / DIN A4 | Klebebindung | 1/2011 | 19,00* € zzgl. Versandkosten

* Preise zzgl. Versandkosten (Inland 1,60 €, Europa 3,50 €)

www.b-i-t-online.de

26

B∙I∙T∙

B∙I∙T∙


Best Practice

BIX 2012 – Best Practice Auf den folgenden Seiten finden Sie aus jeder der neun BIX-Vergleichskategorien ein Beispiel für hervorragende Bibliotheksarbeit – von der kleinen Gemeindebibliothek bis zur Universitäts- und Landesbibliothek. Ausgewählt wurden die Portraits unter den Bibliotheken mit drei oder vier Top-Platzierungen. Alle exzellenten BIX-Teilnehmer zeigt die Deutschlandkarte.

Kartografie: Lutum+Tappert

B∙I∙T∙

27


Best Practice D

Gemeindebibliothek Marksuhl

Ansprechpartnerin: Andrea Jäger Bahnhofstr. 1 99819 Marksuhl www.marksuhl.de Einwohner:  Personal in VZÄ:  Gesamtausgaben:  Medienbestand:  Medienetat:  Jahresentleihungen: Besuche:  Wochenöffnungsstunden: Anzahl der Einrichtungen:

28

B∙I∙T∙

 

2.966 0,6 31.404 € 8.807 3.977 € 18.093 7.835 11 1

ie Gemeinde Marksuhl liegt etwa 15 km südwestlich von Eisenach in Thüringen und hat ca. 3.000 Einwohner. Die Gemeindebibliothek befindet sich seit 2005 im sanierten Nordflügel des Marksuhler Schlosses und präsentiert ihren Bestand von ca. 9.000 Medieneinheiten (Bücher, Zeitschriften, CD, CD-Rom, Spiele, Video und DVD) in hellen, freundlichen Räumlichkeiten mit moderner Ausstattung. In der Bibliotheksarbeit wird besonderer Wert auf einen attraktiven aktuellen Bestand und insbesondere auch auf die Leseförderung gelegt. In den vergangenen Jahren wurde eine regelmäßige Zusammenarbeit der Bibliothek mit dem Kindergarten, der Grund- und der Regelschule aufgebaut, mit Kooperationsverträgen untermauert und gepflegt. Eine Besonderheit ist die „Mobile Ausleihe“ der Bibliothek einmal wöchentlich in der Grundschule im Ortsteil Förtha der Gemeinde Marksuhl. Der seit Jahren anhaltende positive Trend bei den Entleihungs- und Besucherzahlen ist die Folge einer regen Veranstaltungstätigkeit mit attraktiven Projekten, überwiegend für Kinder und Jugendliche. Dabei profitierte die Bibliothek fünf Jahre lang von der Mitarbeit Jugendlicher im Rahmen eines „Freiwilligen Sozialen Jahres in der Kultur“. Seit dem Wegfall der FSJ-Stelle im Jahr 2010 wird die Bibliothek jedoch wieder durch die Bibliotheksleiterin allein geführt. Die Marksuhler Bibliothek hat sich zu einem geachteten Bildungs- und Informationszentrum entwickelt und ist beliebter Treffpunkt für Menschen aller Altersgruppen.


E

inen Widerspruch bilden das historische Gebäude und die modernen Dienstleistungen der Stadtbibliothek Ochsenfurt nicht. Sie ergänzen sich vielmehr. Das in der Ortsmitte gelegene Haus strahlt einerseits eine Wohlfühlatmosphäre aus, die auch gern für Veranstaltungen genutzt wird. Andererseits bietet die Bibliothek ihren Nutzern alle Services auch online an. Im Mittelpunkt der Bibliotheksarbeit steht die Kundenorientierung. Der Medienerwerb orientiert sich konsequent an den Bedürfnissen der Nutzer. So sind vielgefragte Titel gestaffelt, das Angebot ist aktuell. Es wird aber auch aktive Leseförderung für die Jüngsten betrieben: So gibt es etwa Klassenführungen, einen Bibliotheksführerschein, einen Vorlesewettbewerb sowie Autorenlesungen – und das vom Förderverein gespendete neue Lesecafé wird nicht nur von größeren Besuchern gerne genutzt. Die guten Werte bei den Besuchen pro Öffnungsstunde und den Besuchen sowie den Entleihungen je Einwohner bestätigen das Konzept. Mit vergleichsweise wenigen Medien pro Einwohner wird eine gute Umschlagsquote erreicht.

Stadtbibliothek Ochsenfurt

Ansprechpartnerin: Barbara Süsskind Brückenstr. 1 (Altes Rathaus) 97199 Ochsenfurt www.bibliothek.ochsenfurt.de

Einwohner: Personal in VZÄ: Gesamtausgaben:  Medienbestand: Medienetat:  Jahresentleihungen:  Besuche: Virtuelle Besuche (Sessions):  Wochenöffnungsstunden: Anzahl der Einrichtungen:

11.245 2,65 225.344 € 21.009 26.214 € 111.080 44.492 19.628 31 1

B∙I∙T∙

29


Gemeindebibliothek Blankenfelde-Mahlow

B

lankenfelde-Mahlow ist eine Gemeinde im südlichen Speckgürtel von Berlin, aber im Land Brandenburg gelegen. Die Einwohnerzahl steigt gegen den Trend im Land stetig und auch der Anteil von Kindern und Jugendlichen ist ungewöhnlich. Er liegt mit 25 Prozent deutlich über dem Landesdurchschnitt. Das spiegelt sich natürlich in der Bibliotheksarbeit wider. Jeder zweite der 5.200 aktiven Nutzer ist jünger als 18 Jahre. Von den 45.000 Medien stehen deshalb 12.200 Bücher speziell für sie bereit. Die jungen Besucher nutzen die drei Bibliothekszweigstellen aber auch, um hier ihre Hausaufgaben zu erledigen oder um sich mit Freunden zu treffen. Die Computerspiele sind inzwischen so selbstverständlich wie DVD, Bücher, CD oder Gesellschaftsspiele. Aber auch das Angebot für ältere Nutzer ist aktuell. Am Montagmorgen zum Beispiel stehen die aktuellen Spiegel-Beststeller im Regal – und das ohne Zusatzgebühr. Die Internetnutzung ist ebenfalls kostenfrei. Zudem finden jährlich über 140 Veranstaltungen statt. Um das Team für diese Anforderungen fit zu halten, sind Teamchoaching und Weiterbildungen seit Jahren selbstverständlich.

30

B∙I∙T∙

Ansprechpartnerin: Heike Richter Zossener Damm 1b 15827 Blankenfelde-Mahlow www.blankenfelde-mahlow.bbwork.de Einwohner:  Personal in VZÄ:  Gesamtausgaben:  Medienbestand:  Medienetat:  Jahresentleihungen:  Besuche:  Virtuelle Besuche (Sessions):  Wochenöffnungsstunden: Anzahl der Einrichtungen:

25.711 5,58 334.605 € 45.089 50.679 € 224.515 67.331 16.249 30 3


Bibliotheksindex 2012

Die Ergebnisse Folgende Hinweise helfen Ihnen, die BIX-Ergebnisse richtig zu nutzen.

BIX2012

Laufzeit der Indices: – BIX für Öffentliche Bibliotheken: seit 2000 – BIX für wissenschaftliche Bibliotheken: seit 2004

Der Bibliotheksindex ein Sonderheft von B.I.T.online

Neustart für den BIX Seite 9

Der Bibliotheksindex mit neuem Konzept

Mobile Dienste

Die Bibliothek für Handy und Tablet

Seite 48

Urheberrecht

Bibliotheken fordern zeitgemäße Regelungen

Seite 51

Vergleiche mit Vorjahreswerten (Zeitreihen): – Die einzelnen Indikatorenwerte sind in der Regel über die Jahre hinweg vergleichbar. – Aufgrund der Methodikumstellung ist kein Vergleich mit den Rangplätzen des Vorjahres möglich. – Ab 2013 wird auf der BIX-Website und ggf. mit Hilfe der BIX-Profilgrafik ein Vorjahresvergleich der einzelnen Indikatoren möglich sein. Veränderungen im BIX-Indikatorenset im Verhältnis zum BIX 2011:

„Ein Ort für Entdeckungsreisen“ Cornelia Funke über die Rolle von Bibliotheken | Seite 6

Ein Sonderheft von

B∙I∙T∙

2012 hat sich die Methodik des BIX grundlegend verändert. An Stelle des bisherigen Rankings ist die Darstellung in drei Leistungsgruppe getreten: – Gold: Spitzengruppe (oberes Drittel aller Bibliotheken) – Hellblau: Mittelgruppe (mittleres Drittel aller Biblio­theken) – Dunkelblau: Schlussgruppe (unteres Drittel aller Bibliotheken) Vergleichsrahmen sind alle Bibliotheken in Deutschland in derselben Vergleichsgruppe. Durchschnitt, Minimum und Maximum beziehen sich auf alle Bibliotheken. Teilnehmer am BIX 2012: 346 Bibliotheken insgesamt – 172 Öffentliche Bibliotheken (individuelle Teilnahme) – 97 thüringische Öffentliche Bibliotheken (im Rahmen des Thüringer Bibliotheksentwicklungsplans) – 77 wissenschaftliche Bibliotheken

BIX für Öffentliche Bibliotheken: – Die frühere Dimension „Auftragserfüllung“ heißt nun „Angebote“ (analog zum BIX-WB). – Die bisherige unterschiedliche Gewichtung der Indikatoren entfällt im neuen BIX. Alle Indikatoren zählen gleich stark. – „Computerarbeitsstunden pro EW“ wurde ersetzt durch „Computerplätze pro 10.000 EW“. – Beim Indikator „Internet-Services“ wird das Vorhandensein von Web 2.0-Diensten abgefragt. BIX für wissenschaftliche Bibliotheken: – Der Indikator „Fläche (qm) pro primärer Nutzer“ wurde ersetzt durch „Arbeitsplätze (Anzahl) pro 1.000 primäre Nutzer“. Vergleiche zwischen den BIX-Kategorien: – Die Teilnehmer sind in unterschiedliche Größenkategorien bzw. Funktionskategorien eingeteilt, für die unterschiedliche Rahmenbedingungen gelten. Ein Vergleich von Bibliotheken aus unterschiedlichen Kategorien ist nicht sinnvoll. www.bix-bibliotheksindex.de für individuelle Analysen und Vergleiche – Die BIX-Website bietet Ihnen den Zugriff auf alle Daten und Ergebnisse sowie die Möglichkeit, ausgewählte Biblio­theken gezielt mit einander zu vergleichen.

Top-Gruppe

Mittelgruppe

Schlussgruppe

B∙I∙T∙


Öffentliche Bibliotheken 2012

Bibliotheken in Städten

Durchschnitt (deutschlandweit) Minimum (deutschlandweit) Maximum (deutschlandweit) Bad Klosterlausnitz, StB Bad Liebenstein, StB Bad Sulza, KurB Bad Tennstedt, StB Behringen, GB Berga, StB Breitungen/Werra, GB Brotterode, StB Camburg, StB Creuzburg, StB Dermbach, StB Dingelstädt, StB Gebesee, StB Gehren, StB Gößnitz, StB Greußen, StB Großbreitenbach, StB Großengottern, StuSchulB Heyerode, StB Ichtershausen, GB Kranichfeld, StB Langenleuba-N., ZB Lucka, StB Marksuhl, GB Menteroda, GB Münchenbernsdorf, StB Nobitz, GB Römhild, StB Ronneburg, StB Seebach/Eisenach, GB Stadtilm, StB Steinach/Th, StB Tabarz, GB Tambach-Dietharz, StB Themar, StB Triptis, StB Trusetal, GB Vacha, StB Wasungen, StB Weißensee, StB

B∙I∙T∙

3.437 3.996 3.000 2.613 1.561 3.552 4.910 2.732 2.825 2.456 3.143 4.497 4.074 3.432 3.167 3.807 2.688 2.256 2.308 3.860 3.520 1.895 4.148 2.966 2.210 3.080 3.458 1.820 4.997 2.094 4.888 4.177 4.160 4.286 2.960 3.750 3.856 3.664 3.523 3.431

er hn wo Ein

inw oh Pu ner blik je 1 ums .00 fläc 0 E he W in q m Mit arb eit er je 1 .00 0E Co W mp ( VZ ute Ä) ran geb ot j e1 Int 0.0 ern 00 e tEW Se rvic es Ve (0ra 7) je 1nstalt u .00 ng 0 E en/ W Pro gra Zah mm l de e rS tan do rte im Nu Sys tzu te m ng

3,8 0,4 15,3 4,3 7,2 5,1 4,7 2,4 4,4 1,8 3,4 4,0 4,6 3,3 2,6 3,5 4,5 3,7 4,4 2,8 6,6 9,8 4,2 3,4 4,9 3,6 3,0 1,8 1,1 2,9 5,7 1,9 6,7 2,9 4,7 3,1 2,0 5,9 3,6 2,4 4,1 2,8 3,7

47 10 208 58 66 58 29 31 32 33 28 40 25 32 39 27 32 36 32 46 98 53 78 34 38 26 71 19 42 52 52 40 61 39 52 26 19 46 53 31 67 43 29

0,29 0,07 2,15 0,45 0,44 0,33 0,43 0,32 0,14 0,10 0,18 0,27 0,29 0,16 0,33 0,12 0,20 0,39 0,20 0,23 0,28 0,22 0,26 0,25 0,26 0,18 0,20 0,23 0,16 0,25 0,50 0,20 0,24 0,41 0,13 0,18 0,15 0,20 0,20 0,13 0,27 0,21 0,24

4,0 0,0 17,5 8,7 5,0 3,3 7,7 6,4 2,8 4,1 3,7 0,0 0,0 9,5 0,0 0,0 0,0 3,2 2,6 11,2 13,3 0,0 0,0 2,8 0,0 4,8 6,7 0,0 0,0 0,0 11,0 6,0 4,8 6,1 4,8 2,4 2,3 6,8 8,0 0,0 5,5 8,5 2,9

1,4 0 7 2 2 0 3 0 2 0 4 0 0 3 0 1 0 0 0 1 1 0 0 2 0 0 2 0 0 0 0 3 1 1 0 1 3 2 1 0 1 2 0

10,8 0,0 75,0 7,0 9,0 9,3 28,7 8,3 4,2 0,0 19,8 2,1 4,9 7,0 3,3 2,0 8,7 4,4 7,6 51,7 20,8 1,3 10,4 8,5 16,9 12,3 9,8 3,6 3,2 6,9 13,7 8,8 28,7 9,8 1,4 4,1 0,9 4,5 3,6 4,4 1,1 5,2

1 3 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 2 1 1 1 1 1 1 1 1 2 1 1 1 1 2 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1

Be

suc h

e je

je E Me di

en

t bo An ge

Ein

wo

hn

er

unter 5.000 Einwohnern

2,2 0,1 29,2 4,1 2,5 2,5 2,8 5,3 1,0 0,5 0,8 1,0 1,8 1,3 1,0 0,8 2,8 1,1 0,8 1,4 2,3 2,0 0,9 1,6 1,5 1,0 2,6 3,6 0,8 1,3 1,1 3,0 1,9 1,0 0,5 2,1 1,9 11,8 1,4 0,6 0,6 0,9 1,2


(€

)

Top-Gruppe

ner oh inw

(%)

BIX -To

ps

je E nen itio est

Inv

ldu

ngs qu

ote

te uo

6,1 0,0 27,5 7,9 4,2 1,2 1,7 5,3 1,2 2,8 11,7 0,0 1,0 2,3 4,0 3,1 5,9 5,2 1,6 0,0 2,8 2,5 6,0 8,2 5,1 5,4 8,4 3,5 4,7 4,5 3,2 19,5 4,0 6,3 2,7 7,9 10,9 4,5 6,4 1,5 2,3 0,0 3,4

For tbi

gsq run

ick

3,80 9,67 10,89 8,23 3,29 6,21 13,38 6,05 5,75 5,16 10,00 7,47 7,77 8,28 4,01 2,40 10,76 10,66 16,37 2,11 6,51 19,46 8,73 2,76 4,22 0,72 9,24 9,56 18,84 7,92 5,46

Ern

8,54 0,23 39,98 5,46 7,83 5,38 4,55 3,40 7,08 6,71 8,26

En tw

9,0 0,3 38,6 9,5 10,3 4,0 9,6 14,4 6,1 9,4 4,3 2,7 7,0 4,8 2,9 4,5 13,6 7,4 4,1 7,4 4,3 6,9 7,6 8,1 4,4 6,2 14,7 9,8 4,9 5,3 2,7 18,9 7,5 5,2 4,3 8,9 8,9 34,1 7,3 3,8 3,4 4,3 8,4

e ue

lun g

Au de fen lau

2,3 1,0 6,6 2,0 3,5 1,1 2,9 1,7 1,7 3,4 1,9 1,4 2,2 1,1 1,9 1,4 2,0 5,4 1,9 2,3 1,0 1,5 4,1 2,4 1,5 2,1 2,2 1,2 2,0 2,1 2,3 2,5 1,8 4,0 2,1 1,5 1,4 1,1 2,0 1,7 3,0 1,9 3,3

(%)

esu eB sg. j

nu Öff e je

Be

suc h

ch

de ngs stu n

un .st ffn je Ö

te r std . rbe i

(€

)

de

€ g in un eih ntl je E tat

0,28 0,00 2,42 0,24 0,18 0,16 0,01 0,35 0,12 0,10 0,08 0,00 0,11 0,18 0,15 0,25 0,21 0,13 0,11 0,15 0,10 0,15 0,60 0,03 0,16 0,07 0,22 0,10 0,07 0,15 0,11 0,10 0,47 0,19 0,18 0,12 0,70 0,03 0,26 0,09 0,49 0,30 0,31

Mit a

sch l Um

276 52 1567 433 245 619 291 369 163 59 185 371 255 270 347 169 204 143 199 195 523 289 123 199 337 169 179 364 156 241 422 156 253 198 120 234 208 346 191 147 175 222 145

ene

ags qu

nj nge ihu tle En

1,6 0,1 5,7 2,8 1,3 0,6 2,9 1,5 0,7 0,9 0,6 0,7 0,8 1,2 0,9 0,9 0,8 0,5 1,3 1,1 1,4 0,3 0,5 1,6 1,0 0,9 2,1 1,2 2,0 1,1 0,5 2,0 0,7 1,2 0,4 2,1 1,0 3,0 1,9 1,8 0,3 0,5 0,9

Me di

eE

he suc Be tue lle

ote Jah res öff nu ng sst d. pro Eff 10 izie 00 nz EW

ner oh inw

EW je

ner oh

inw

eE

vir

5,7 0,3 37,8 12,0 9,2 3,2 13,5 3,7 3,2 1,6 2,2 2,6 3,7 3,9 2,3 3,3 3,7 1,9 5,6 3,0 9,0 2,9 2,1 5,3 5,0 3,2 6,1 2,2 2,2 3,1 2,9 3,9 5,0 3,6 1,9 6,7 1,9 17,6 6,9 4,3 1,4 1,5 3,4

0,7 1,37 0,0 0,00 4,4 169,60 1,4 0,00 0,2 0,00 0,0 0,10 2,6 0,00 0,8 0,00 1,6 0,00 0,0 0,00 0,8 0,00 0,0 0,00 0,0 0,00 2,7 0,00 0,3 0,27 0,0 0,00 0,0 0,00 0,0 0,00 0,0 0,00 0,0 0,00 0,0 0,00 0,5 0,00 0,3 0,06 0,0 0,00 0,0 0,00 1,1 0,00 1,9 0,00 0,0 0,00 0,0 0,00 0,0 0,00 2,8 0,00 0,0 0,00 1,6 0,00 0,6 14,15 0,0 0,00 1,0 0,00 0,0 0,04 0,0 0,00 2,2 0,00 0,0 0,00 0,8 0,00 1,1 0,00 1,0 0,00

Mittelgruppe

Schlussgruppe

B∙I∙T∙


Öffentliche Bibliotheken 2012

Bibliotheken in Städten mit

Durchschnitt (deutschlandweit) Minimum (deutschlandweit) Maximum (deutschlandweit) Arten, StB Bad Berka, StB Bad Blankenburg, StB Bad Frankenhausn StB Bleicherode, StB Dossenheim, GemB Eisenberg/Th, StB Feldkirchen-Westerham, GemB Friedrichroda, StB Gerolzhofen, StB Gerstungen, GB Grünwald, GemB Haßfurt, BIZ Hermsdorf/S-Holzl.-Kr., StB Hildburghausen, StuKrsB Höchberg, Bibl. Kahla, StB Karlstadt, StB Kölleda, StB Lobenstein, StuKrsB Marktheidenfeld, StB Meuselwitz/Th, StB Miesbach, StB Neuhaus a.Rennw., SB Neustadt/Orla, StB Oberhaching, Gem-u.SchulB Ochsenfurt, StB Ohrdruf, StB Pößneck, StuKrsB Rangsdorf, ÖB Rodenbach, GemB Roßleben, StB Ruhla, StuSchulB Sandhausen Schleiz, StB Schmölln/Th, StuKrsB Stadtroda, StB Steinbach-H., StB Storkow/Mark, StB Schul- u. GemB Tarmstedt Uhlstädt-K., StB Waltershausen, StB Weida, StB Wentorf, GemB Wutha-F., GB Zella-M., StuKrsB

B∙I∙T∙

5.767 7.651 6.897 8.828 7.043 12.126 10.831 10.349 7.387 6.436 6.028 11.052 14.069 8.012 11.901 9.439 7.392 14.978 5.515 6.281 11.507 11.003 11.293 6.466 8.585 14.360 11.245 5.641 13.086 10.524 11.148 5.826 5.957 14.499 8.700 11.879 7.178 5.260 8.996 10.814 6.244 10.724 8.181 11.878 6.645 11.363

er hn wo Ein

inw oh Pu ner blik je 1 ums .00 fläc 0 E he W in q m Mit arb eit er je 1 .00 0E Co W mp ( VZ ute Ä) ran geb ot j e1 Int 0.0 ern 00 e tEW Se rvic es Ve (0ra 7) je 1nstalt u .00 ng 0 E en/ W Pro gra Zah mm l de e rS tan do rte im Nu Sys tzu te m ng

2,1 0,4 6,2 4,2 2,2 2,2 1,6 2,0 2,3 5,1 2,3 2,0 4,2 2,9 4,1 4,0 4,2 6,1 2,0 1,2 1,7 3,3 4,2 2,3 1,3 2,3 6,2 3,1 2,8 1,9 2,1 3,0 2,6 3,1 1,6 2,1 2,8 3,1 4,9 3,3 2,3 1,6 1,1 1,2 1,3 3,1 2,1 1,8 3,3

31 5 216 47 37 21 23 16 25 48 24 25 98 22 66 98 78 59 72 13 53 22 37 41 21 25 59 42 111 102 35 69 27 92 10 16 54 49 40 11 19 24 18 11 21 28 47 11 29

0,19 0,03 0,74 0,09 0,39 0,22 0,19 0,11 0,30 0,25 0,33 0,10 0,47 0,25 0,68 0,34 0,30 0,34 0,25 0,11 0,20 0,42 0,28 0,21 0,14 0,27 0,39 0,29 0,47 0,24 0,07 0,35 0,22 0,34 0,22 0,10 0,31 0,32 0,23 0,11 0,19 0,23 0,09 0,08 0,19 0,12 0,25 0,06 0,43

2,5 0,0 20,0 5,2 2,6 2,9 2,3 2,8 1,6 3,7 3,9 1,4 9,3 5,0 7,2 10,7 2,5 8,4 6,4 0,0 4,7 5,4 1,6 2,6 3,6 2,7 4,6 4,7 4,2 5,3 3,5 6,1 5,7 6,3 0,0 3,4 2,1 0,0 2,5 1,4 1,9 3,3 1,8 0,0 3,7 2,4 3,4 0,0 3,5

2,5 0 7 3 4 1 2 1 5 2 2 0 6 3 6 6 3 3 6 0 5 2 0 6 4 3 3 6 5 5 2 4 5 6 0 1 6 3 0 0 5 4 5 0 0 0 5 1 7

5,6 0,0 36,3 1,2 3,4 0,9 6,2 7,4 11,1 9,1 4,7 3,9 11,0 6,8 5,5 2,8 8,9 7,9 3,9 19,3 1,9 7,1 5,3 5,4 4,5 3,5 5,6 3,6 10,7 6,1 3,2 7,3 9,9 12,8 1,0 3,0 3,9 6,0 7,6 2,1 2,1 7,3 6,1 3,5 2,4 3,5 5,1 1,1 10,9

1 2 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 2 1 1 1 1 1 1 1 1 2 1 1 1 1 1 1 1 2 1 1 1 1 1 5 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1

Be

suc h

e je

je E Me di

en

t bo An ge

Ein

wo

hn

er

5.000 bis 15.000 Einwohnern

2,0 0,1 11,5 0,7 1,5 0,6 1,2 1,6 7,1 1,9 4,1 1,1 6,3 1,2 6,9 6,7 2,3 2,6 3,3 0,5 3,0 1,3 1,3 4,4 0,9 4,2 2,0 1,3 6,8 4,0 2,5 2,9 2,2 4,8 0,5 2,4 2,9 3,0 2,5 1,5 0,8 2,1 3,4 0,4 3,6 1,4 3,7 0,5 1,8


1,3

1,2 1,7

0,2 2,9

1,5

0,3

(€

)

Top-Gruppe

8,2 0,8 28,3 1,1 4,2 2,8 3,5 5,1 12,2 8,3 20,0 3,4 8,4 4,6 12,8 5,8 6,9 3,8 13,5 6,8 9,2 3,1 2,1 11,5 1,4 16,2 5,3 6,9 13,6 12,1 1,4 14,0 11,8 12,2 4,8 6,6 6,1 11,0 2,5 2,3 8,2 12,9 8,9 1,8 4,6 4,7 12,4 4,1 3,9

oh BIX -To

ps

je E nen itio est

Inv

For tbi

ldu

ngs qu

ote

inw

(%)

(%) te uo gsq run Ern

ick En tw

6,85 0,21 34,60 4,76 9,41 6,95 6,18 1,92 2,59 10,77 1,79 5,62 4,05 6,93 6,99 4,42 5,80 8,82 6,30 9,14 4,89 6,61 8,63 2,94 7,03 4,41 12,92 11,71 5,60 4,98 0,88 6,43 6,89 5,88 9,74 3,92 8,83 5,10 4,95 5,51 13,08 6,23 2,04 9,54 3,33 4,51 4,03 6,56 10,03

e ue

lun g

Au de fen

19,8 1,2 124,6 7,0 9,8 5,4 15,0 15,2 58,0 14,0 48,5 8,9 26,5 9,2 49,4 35,0 16,1 22,2 19,8 3,0 27,8 7,5 8,9 47,6 10,5 39,2 14,9 12,7 67,8 30,6 44,7 25,7 14,7 44,8 3,6 17,3 33,1 22,8 22,2 11,3 9,3 11,9 29,7 11,0 27,7 11,2 32,5 7,7 14,4

ner

(€ esu eB sg. j

nu Öff e je

suc h

ch

de ngs stu n

un .st ffn je Ö

rbe i

)

de

€ g in un eih ntl je E tat

te r std .

lau

0,3

3,5 1,0 13,0 1,7 5,0 3,7 4,6 2,0 4,7 3,7 7,7 1,6 3,9 3,7 9,6 3,5 4,0 5,7 3,0 1,3 3,7 4,6 3,7 4,4 3,1 4,9 5,7 5,4 9,1 3,6 2,5 6,1 2,9 6,2 3,3 1,5 7,0 4,7 4,0 1,6 4,3 2,4 1,6 4,2 2,8 1,9 4,2 1,8 6,7

Be

1,4

0,29 0,00 1,39 0,04 0,25 0,02 0,14 0,00 0,18 0,20 0,30 0,31 0,41 0,26 0,28 0,30 0,31 0,37 0,26 0,03 0,24 0,15 0,29 0,20 0,07 0,27 0,16 0,29 0,28 0,24 0,08 0,16 0,29 0,34 0,31 0,23 0,20 0,36 0,18 0,42 0,51 0,25 0,19 0,23 0,28 0,23 0,27 0,85 0,33

Mit a

sch l Um

2,3 2,7

109 16 548 100 154 115 80 103 122 133 84 125 238 133 139 192 144 115 165 163 107 179 147 93 87 106 135 104 100 129 55 111 148 107 132 135 87 130 114 132 86 181 114 37 131 127 115 64 125

ene

ags qu

nj nge ihu tle En

2,6 0,1 8,6 0,9 2,4 0,4 2,1 0,8 5,9 1,4 5,9 0,7 2,4 1,7 5,2 2,4 1,8 1,1 6,4 1,0 3,6 1,2 1,1 6,1 1,9 3,6 1,7 1,7 5,0 5,3 1,6 2,2 2,7 3,7 0,7 1,6 3,2 2,8 1,5 1,0 1,0 4,0 4,1 0,7 1,5 1,5 5,4 0,5 2,2

Me di

eE

he suc Be tue lle vir

5,4 0,1 21,6 4,0 5,3 1,0 3,3 1,6 13,5 7,4 13,7 1,4 10,3 4,9 21,5 9,7 7,7 7,0 13,1 1,2 6,0 4,0 4,6 13,9 2,6 8,4 10,3 5,2 13,8 9,9 3,5 6,7 6,9 11,5 1,1 3,4 8,9 8,6 7,2 3,3 2,3 6,6 4,4 0,8 2,0 4,5 11,2 0,8 7,3

1,7

ote Jah res öff nu ng sst d. pro Eff 10 izie 00 nz EW

ner oh inw

EW je

ner oh

inw

eE

1,3 0,1 2,9

0,8 1,50 0,0 0,00 13,5 224,42 0,0 0,05 0,1 0,53 0,2 0,00 0,7 0,00 1,1 0,00 0,4 0,16 0,3 2,27 3,4 0,00 0,5 0,00 0,5 1,75 1,4 0,00 0,7 2,14 0,2 9,96 0,6 0,00 0,5 0,00 0,8 0,13 0,0 0,00 0,2 0,00 1,1 0,32 0,6 0,00 1,2 0,00 0,8 0,00 1,1 0,76 0,5 0,23 0,5 0,95 0,6 0,62 0,8 0,32 0,0 0,00 4,5 0,16 8,1 0,74 4,0 0,53 0,5 0,00 3,3 0,00 0,2 0,00 0,1 178,47 0,7 0,05 0,0 0,00 0,0 0,00 1,9 0,00 4,6 0,00 0,2 0,00 0,0 0,00 1,6 0,00 1,6 0,24 0,0 0,00 1,7 0,00

Mittelgruppe

Schlussgruppe

B∙I∙T∙


Öffentliche Bibliotheken 2012

Bibliotheken in Städten mit

B∙I∙T∙

Durchschnitt (deutschlandweit) Minimum (deutschlandweit) Maximum (deutschlandweit) Alfter, ÖB Alzenau, StB Apolda, StB Arnstadt, StuKrsB Bad Langensalza, StB Bad Mergentheim, StB Bad Neustadt, StB Bad Oldesloe, StB Bad Salzungen, StuKrsB Blankenfelde, GemB Bruchköbel, StB Burghausen, StB Ditzingen, StB Freiberg/Neckar, StB Friedberg/Hessen, BibZentrum Friedrichsdorf, StB Genthin, St. u. KreisB Greiz, StuKrsB HeiligenstadtEichsf., StB Hiddenhausen, GemB Ilmenau, StB Ingelheim, StB Kirchlengern, GemB Kleinmachnow, StB Kronberg im Taunus, StB Landsberg/Lech, StB Leinefelde-W., StB Meiningen, StuKrsB Melle, StB Mühldorf, StB Nagold, StB Neckarsulm, Mediathek Öhringen, StB Rottweil, StB Rudolstadt, StB Saalfeld, StuKrsB Schmalkalden, StuKrsB Schopfheim, StB Schwandorf, StB Sigmaringen, StB Soltau, StB Sömmerda, StuKrsB Sondershausen, StB Sonneberg, StB St. Wendel, St.-und KreisB Vaterstetten, GemB Verden/Aller, StB Verl, Bibl. Waldkraiburg, StB Wertheim, StB Wittlich, StB Zeulenroda, StB Zossen, StB

24.447 18.623 23.131 24.244 18.061 22.521 15.220 24.165 15.620 25.711 20.502 18.195 24.141 15.763 28.869 24.755 15.182 22.681 16.544 19.921 25.505 24.152 16.563 20.032 18.194 28.660 19.666 21.145 18.779 18.137 21.712 26.594 22.647 25.650 23.310 26.169 19.614 18.988 28.158 16.273 21.810 19.648 22.947 22.277 27.678 23.016 26.816 25.329 23.836 22.849 19.045 16.051 17.720

er hn wo Ein

inw oh Pu ner blik je 1 ums .00 fläc 0 E he W in q m Mit arb eit er je 1 .00 0E Co W mp ( VZ ute Ä) ran geb ot j e1 Int 0.0 ern 00 e tEW Se rvic es Ve (0ra 7) je 1nstalt u .00 ng 0 E en/ W Pro gra Zah mm l de e rS tan do rte im Nu Sys tzu te m ng

1,6 0,3 4,2 0,9 2,4 1,6 2,4 1,6 2,0 2,4 1,7 3,0 1,8 1,3 2,2 3,0 2,4 1,4 1,1 2,9 3,8 2,1 1,3 2,3 1,4 1,0 1,6 1,4 1,6 3,7 2,6 2,1 2,3 2,4 2,5 1,7 1,6 3,6 2,8 3,1 2,6 2,3 1,8 1,7 2,7 2,2 2,3 2,7 1,1 1,6 1,9 1,6 1,3 4,2 2,2 1,4

23 3 94 8,8 94 25 41 29 17 40 35 45 29 27 49 84 32 38 10 45 26 23 15 27 18 14 17 27 44 33 57 41 62 28 62 19 12 42 42 36 30 20 28 46 36 28 24 27 18 47 41 44 30 74 13 41

0,16 0,02 0,51 0,21 0,32 0,20 0,25 0,19 0,23 0,18 0,22 0,31 0,22 0,19 0,23 0,35 0,22 0,14 0,13 0,35 0,35 0,19 0,08 0,13 0,17 0,09 0,24 0,23 0,17 0,19 0,31 0,29 0,25 0,19 0,29 0,17 0,16 0,30 0,42 0,24 0,14 0,14 0,17 0,26 0,37 0,15 0,16 0,25 0,16 0,25 0,22 0,23 0,15 0,51 0,13 0,22

1,9 0,0 11,7 1,6 5,4 2,2 2,1 6,6 3,1 3,3 2,5 3,8 2,3 2,9 3,8 4,1 5,7 2,4 1,2 4,6 4,4 2,4 2,0 3,1 1,2 1,2 2,0 6,6 1,4 3,6 3,3 4,8 3,3 1,8 4,9 2,2 1,9 2,1 3,1 1,5 3,7 3,2 2,5 3,2 3,1 1,3 0,9 2,5 1,3 3,0 5,1 4,6 2,2 4,2 1,2 4,0

3,6 0 7 3 5 2 6 3 5 5 4 2 5 7 5 6 7 5 4 4 7 4 4 7 6 1 4 5 5 3 7 6 6 4 7 6 4 3 5 4 4 4 4 4 6 3 3 6 3 6 5 6 5 6 2 5

3,9 0,0 41,5 8,4 6,8 1,6 10,1 10,4 6,0 4,3 1,0 2,5 5,8 5,6 4,0 10,8 14,6 4,4 3,8 17,7 6,4 3,8 6,3 3,6 14,6 2,9 3,0 2,8 3,1 4,2 6,9 11,1 4,4 9,3 5,4 4,3 2,4 7,3 4,8 7,5 0,8 1,7 4,8 10,1 5,6 1,7 2,5 3,2 7,5 41,5 7,7 2,9 4,0 8,0 2,1 7,8

1 1 1 1 2 1 1 1 1 3 1 1 4 1 1 1 1 1 1 1 1 3 1 1 1 1 2 1 1 1 1 2 1 1 1 2 1 1 2 1 1 2 1 1 3 1 1 1 1 1 3 2 5

Be

suc h

e je

je E Me di

en

t bo An ge

Ein

wo

hn

er

15.000 bis 30.000 Einwohnern

1,9 0,1 13,2 2,1 3,9 1,4 1,6 1,0 2,9 5,3 4,4 3,8 2,6 2,2 4,0 4,0 8,4 2,1 1,8 1,7 2,3 1,5 2,0 1,9 2,1 1,0 3,3 2,2 3,2 1,8 3,4 4,5 5,5 3,6 3,8 4,6 3,0 1,8 2,2 1,8 2,3 2,9 4,2 4,4 1,8 0,8 1,3 3,0 1,7 3,8 4,1 2,4 2,7 6,2 1,0 2,0


0,2 1,4 0,7 1,8 2,8 1,1 1,2 1,0

0,7 1,0

0,9 1,1 4,6 3,0 0,7 2,7

) (€ oh

0,8 0,99 0,0 0,00 4,9 185,20 4,7 0,38 3,0 16,50 0,2 0,00 0,5 0,04 1,0 0,00 2,4 1,04 1,8 1,18 2,7 0,37 0,0 0,00 1,3 0,22 1,6 0,03 0,8 1,54 0,7 0,48 1,4 0,00 1,0 0,17 2,7 0,20 1,6 0,12 1,3 0,15 1,2 0,30 4,7 0,47 0,8 0,20 0,7 0,00 1,0 0,00 3,8 1,22 1,8 0,00 0,4 0,74 0,7 0,00 2,9 0,46 2,4 0,16 2,0 1,41 1,3 0,00 1,4 0,58 1,8 0,22 0,7 0,10 1,3 0,09 1,7 0,00 1,1 0,01 0,7 0,00 0,8 1,73 0,7 0,00 1,3 0,13 0,7 0,00 0,8 0,00 0,5 0,00 0,8 0,00 2,2 1,71 0,8 1,92 0,5 0,08 0,7 16,59 2,8 0,95 1,9 6,57 0,5 0,00 4,9 0,17

BIX -To

ps

je E nen itio est

Inv

ldu

ngs qu

ote

inw

(%)

(%) te uo

9,3 2,3 30,0 9,1 11,5 3,4 10,3 5,1 17,1 14,8 14,6 4,9 14,4 10,3 13,5 11,4 20,7 8,6 7,5 15,5 6,0 8,0 9,0 5,9 19,2 9,4 15,6 10,7 9,5 2,7 5,7 16,3 12,0 10,2 11,2 11,2 13,8 5,0 9,4 9,4 7,4 10,6 11,7 11,6 7,3 5,2 5,8 7,2 16,5 20,4 11,6 14,1 9,0 12,5 4,1 24,7

For tbi

gsq run e ue

ick

lun g

Ern

6,51 0,99 24,88 2,76 7,04 8,72 10,73 8,29 5,60 2,62 4,31 2,71 4,88 5,09 3,71 6,95 1,99 5,86 4,78 10,17 6,60 6,10 3,62 4,68 8,43 6,73 4,10 5,82 3,94 5,65 6,19 5,16 3,43 5,26 8,75 5,11 4,11 9,86 9,78 9,44 4,95 3,72 2,70 3,97 12,52 7,40 6,10 4,20 7,21 4,25 4,95 6,93 4,02 5,51 8,95 6,94

ner

(€ esu eB

Au de fen

30,5 3,5 177,5 52,3 51,1 22,9 30,6 14,3 45,0 42,4 81,2 55,6 21,0 39,7 39,6 37,0 71,5 47,9 44,7 16,8 31,8 20,1 35,2 49,5 28,6 12,7 49,9 22,1 61,1 13,8 45,8 45,4 58,5 49,5 63,0 100,9 47,2 33,1 23,2 22,6 25,2 39,0 54,6 54,2 13,0 18,0 28,1 48,5 39,6 63,2 63,2 33,0 44,3 39,0 14,8 14,2

En tw

sg. j

nu Öff e je

suc h

ch

de ngs stu n

un .st ffn je Ö

rbe i

)

de

€ g in un eih ntl je E tat

te r std .

lau

0,6

5,1 1,1 14,2 10,4 8,2 6,2 9,7 5,2 6,8 2,8 7,8 8,8 3,4 6,4 4,5 6,3 3,7 6,3 6,6 6,7 9,5 5,1 2,8 6,6 4,6 2,2 7,0 4,7 6,1 2,8 8,2 5,6 5,1 5,1 9,5 7,3 4,8 10,9 8,5 5,9 3,1 3,6 4,3 6,2 5,1 6,6 6,8 7,7 7,6 8,1 6,7 6,1 4,8 6,3 3,5 3,2

Be

0,6 0,9 1,0 3,9 1,0

0,29 0,05 2,34 0,32 0,30 0,20 0,23 0,24 0,20 0,10 0,32 0,14 0,23 0,21 0,16 0,28 0,22 0,31 0,19 0,37 0,29 0,21 0,32 0,22 0,37 0,51 0,27 0,19 0,12 0,08 0,44 0,14 0,20 0,27 0,33 0,20 0,25 0,26 0,34 0,32 0,25 0,29 0,21 0,20 0,29 0,08 0,35 0,17 0,35 0,16 0,20 0,34 0,16 0,27 0,40 0,45

Mit a

sch l Um

1,1 0,6 3,3

63 12 216 40 77 63 51 73 65 125 54 69 125 56 101 107 117 44 39 101 71 72 56 39 73 82 67 97 53 132 73 99 94 73 60 45 64 54 96 78 91 74 77 82 141 46 47 63 42 60 65 74 60 159 70 137

ene

ags qu

nj nge ihu tle En

3,3 0,4 11,6 3,3 4,3 1,5 2,2 1,5 5,9 7,8 7,8 4,2 5,0 4,7 5,9 5,3 6,4 4,1 4,5 1,2 2,5 2,1 3,4 2,4 4,1 2,1 6,7 3,3 6,7 1,6 1,7 11,6 5,2 4,1 4,9 6,7 4,5 1,9 2,3 1,9 3,8 4,3 6,5 5,7 2,2 1,3 1,7 3,8 4,9 8,9 6,4 4,0 4,6 5,5 0,7 4,1

Me di

eE

he suc Be tue lle vir

5,2 0,4 23,9 3,1 10,3 2,4 5,3 2,4 11,8 18,5 13,2 12,6 8,7 6,2 13,0 15,9 15,5 5,9 5,0 3,4 9,4 4,4 4,4 5,6 5,6 2,0 10,9 4,6 10,6 6,1 4,3 23,9 11,7 9,8 12,3 11,5 7,1 6,9 6,5 5,6 9,9 10,0 11,8 9,9 6,1 2,8 3,9 10,1 5,4 14,1 12,3 6,4 6,1 23,1 1,5 5,8

1,1

ote Jah res öff nu ng sst d. pro Eff 10 izie 00 nz EW

ner oh inw

EW je

ner oh

inw

eE

1,4 0,2 4,6

B∙I∙T∙


Öffentliche Bibliotheken 2012

Bibliotheken in Städten mit

Durchschnitt (deutschlandweit) Minimum (deutschlandweit) Maximum (deutschlandweit) Achim, StB Altenburg, StB Aurich, StB Backnang, StB Bad Nauheim, StB Bad Vilbel, StB Bensheim, StB Biberach/Riß, MIZ Böblingen, StB Brühl, StB Bünde, StB Cuxhaven, StB Dreieich, StB Eisenach, StB Emsdetten, StB Freising, StB Fürstenfeldbruck, StB Gotha, StB Greven, StB Herrenberg, StB Hoyerswerda, StB Kirchheim Teck, StB Kornwestheim, StB Lahr, StB Lampertheim, StB Langen, StB Leer/Ostfriesland, StB Lörrach, StB Maintal, StB Mühlhausen/Th, StB Neu-Isenburg, StB Neustadt am Rübenberge, StB Nordhausen, StB Nürtingen, StB Pirna, StB Ravensburg, StB Schwerte, StB Soest, StB Straubing, StB Suhl, StB Thun, StB Wedel/Holstein, StB Weiden/Oberpfalz, RegBib Weinheim/Bergstraße, StB Apolda*, FahrB Mühlhausen/Th*, KrsB

30.161 34.737 41.652 35.413 31.255 32.252 40.228 31.697 47.020 44.260 44.733 49.598 43.547 42.750 35.555 45.116 34.297 45.636 35.705 31.200 35.995 40.016 31.391 43.807 31.356 36.500 34.052 48.471 39.796 34.102 36.033 45.388 44.100 40.232 38.262 49.874 47.923 48.686 44.637 37.226 42.300 32.614 42.002 43.340

1,5 0,4 4,3 1,1 1,3 1,1 1,2 1,4 0,9 1,2 2,9 3,0 0,9 0,9 1,5 1,4 1,4 1,4 1,9 1,9 1,7 1,4 1,8 1,9 1,6 1,8 1,1 1,1 1,2 1,4 1,9 1,1 2,4 2,0 1,4 1,4 2,2 1,8 1,7 1,0 1,2 1,7 2,4 1,2 2,2 3,1 1,1

* Teil des Thüringer Bibliothekssystems. BIX-Auswertung nicht möglich.

B∙I∙T∙

er hn wo Ein

inw oh Pu ner blik je 1 ums .00 fläc 0 E he W in q m Mit arb eit er je 1 .00 0E Co W mp ( VZ ute Ä) ran geb ot j e1 Int 0.0 ern 00 e tEW Se rvic es Ve (0ra 7) je 1nstalt u .00 ng 0 E en/ W Pro gra Zah mm l de e rS tan do rte im Nu Sys tzu te m ng

24 4 61 15 10 19 30 15 8 19 42 52 10 7 38 39 27 54 29 50 16 21 32 35 30 21 24 18 22 46 38 24 43 32 16 11 27 33 36 28 16 46 39 24 41 43 38

0,17 0,04 0,53 0,20 0,14 0,08 0,15 0,17 0,11 0,14 0,38 0,26 0,15 0,11 0,22 0,21 0,20 0,16 0,17 0,27 0,23 0,16 0,20 0,22 0,21 0,26 0,14 0,13 0,19 0,19 0,21 0,15 0,18 0,28 0,17 0,21 0,31 0,23 0,26 0,15 0,13 0,27 0,28 0,15 0,27 0,34 0,20

1,9 0,0 12,9 1,3 0,6 2,6 1,1 1,3 0,6 2,5 12,9 3,0 1,1 0,7 1,4 4,8 1,9 3,7 2,9 2,3 1,5 3,6 4,2 2,2 2,5 1,9 1,6 0,6 1,1 4,1 3,1 1,5 2,3 5,0 1,8 1,4 3,0 4,7 3,8 1,5 4,3 3,1 2,1 1,2 4,9 2,6 1,4

4,4 0 7 5 4 4 4 4 5 5 7 6 4 4 7 5 2 7 5 5 5 7 6 5 5 6 5 3 6 6 6 4 4 6 4 0 5 5 6 4 5 7 3 5 6 7 5 2 5

3,5 0,3 18,1 18,1 1,4 2,5 2,7 5,1 0,3 2,4 11,3 7,7 1,8 1,7 3,6 15,6 3,6 4,0 5,0 4,6 3,3 7,0 8,1 7,7 3,3 2,6 3,6 5,6 7,6 7,3 8,0 2,6 3,5 7,5 6,5 2,3 8,4 5,9 4,6 1,3 1,1 9,5 3,7 2,2 7,9 7,5 3,4

1 1 1 1 1 1 1 2 3 1 1 1 5 1 1 2 1 2 1 1 1 1 1 1 3 1 2 1 4 1 3 11 1 5 1 2 1 1 6 1 1 1 1 1

Be

suc h

e je

je E Me di

en

t bo An ge

Ein

wo

hn

er

30.000 bis 50.000 Einwohnern

2,0 0,2 8,1 3,4 0,7 1,4 3,2 2,6 1,5 2,1 8,1 3,6 1,7 1,2 2,2 3,7 1,2 3,2 3,7 3,8 1,8 3,8 3,5 2,7 4,1 2,2 2,3 1,9 1,7 2,4 3,5 2,1 1,2 3,8 1,7 1,0 5,1 3,1 6,0 1,7 1,6 3,3 2,0 2,4 3,6 6,3 2,6


1,9 0,7 2,8 0,6 1,0

1,6 3,1 0,8

) (€ ner

(€

oh inw ps BIX -To

nen est Inv

0,9 0,0 4,6 1,0 0,4 1,1 2,0 0,8 3,0 0,7 3,0 2,0 0,6 1,4 1,8 0,7 1,2 3,5 0,3 0,5 0,5 2,5 1,3 1,0 0,9 0,7 1,0 1,2 0,4 2,1 2,3 0,4 0,8 3,0 2,0 0,4 1,6 0,8 1,2 1,4 1,1 0,6 0,6 1,2 4,0 1,5 1,4 0,0 1,1

itio

ngs qu ldu

9,4 2,9 20,4 15,0 4,9 9,6 9,9 10,7 12,9 8,2 12,3 6,9 8,6 11,8 8,9 9,8 9,0 9,9 9,1 9,9 6,7 14,5 12,5 7,9 11,1 11,5 12,9 9,6 10,7 10,6 13,1 9,5 4,9 17,6 8,8 7,7 11,6 8,9 13,4 11,6 9,9 13,8 6,8 15,0 13,4 8,9 14,0 1,4 0,6

je E

ote

te uo gsq run

ick En tw

e ue

lun g

Au de fen

Top-Gruppe

(%)

(%)

esu eB sg. j

nu Öff e je

suc h

ch

de ngs stu n

un .st ffn je Ö

rbe i

)

de

€ g in un eih ntl je E tat

te r std .

6,57 1,05 19,78 4,32 11,32 5,57 5,28 3,91 4,52 7,40 4,75 5,21 6,04 6,98 6,85 4,53 9,58 4,34 3,34 5,29 6,82 3,40 6,15 4,58 3,70 8,28 5,00 4,85 8,32 6,91 4,78 4,78 9,65 6,02 5,03 6,96 4,60 4,67 4,11 5,65 6,59 3,84 7,60 6,98 7,37 4,01 5,99 12,56

For tbi

0,8 0,3

45,4 7,6 142,9 56,6 19,5 41,9 77,4 51,6 46,2 54,5 70,9 48,0 57,9 39,1 62,9 46,2 37,1 105,5 82,3 66,7 32,6 115,6 73,8 56,3 101,9 44,5 64,1 31,4 40,7 49,1 95,7 30,5 27,3 52,4 25,2 32,6 65,2 60,0 142,9 65,6 55,1 49,0 45,0 49,1 64,9 141,8 64,0 18,3 1,7

Ern

0,3 0,9 2,4 1,9 0,3

lau

1,3 4,5 0,4 1,2 0,8

7,5 2,0 15,3 6,4 7,8 5,0 6,9 6,8 6,6 7,4 6,5 6,8 10,2 7,2 12,2 5,2 12,2 10,5 7,6 9,4 7,8 9,8 8,3 8,8 10,3 10,2 7,9 4,4 9,2 7,6 11,3 4,4 7,8 7,7 5,0 13,1 7,8 8,6 12,1 11,2 8,9 7,8 12,3 6,0 9,4 14,7 9,6 11,0 4,4

Be

2,1 0,6

0,27 0,07 1,03 0,20 0,19 0,24 0,19 0,28 0,31 0,21 0,28 0,22 0,24 0,27 0,20 0,24 0,19 0,26 0,16 0,18 0,19 0,19 0,21 0,23 0,24 0,40 0,28 0,29 0,20 0,36 0,31 0,27 0,29 0,35 0,26 0,29 0,22 0,18 0,27 0,23 0,49 0,20 0,15 0,47 0,30 0,22 0,22 0,1 0,0

Mit a

sch l Um

4,5 1,8 0,3 0,1 0,7 0,4

46 18 154 60 36 33 41 50 32 38 115 74 29 30 35 80 31 31 45 56 56 33 48 48 40 50 36 59 41 49 36 67 44 72 68 31 78 51 42 25 29 68 44 50 56 44 41

ene

ags qu

nj nge ihu tle En

3,7 0,9 8,9 8,9 2,0 5,8 7,2 4,1 5,5 4,1 6,4 3,5 4,0 5,7 5,4 2,9 3,7 6,1 4,7 6,6 3,4 7,7 6,5 4,5 4,6 3,6 4,6 2,3 4,8 3,5 5,3 3,6 1,3 5,7 2,4 2,0 5,9 4,7 6,5 4,7 3,5 4,9 2,6 6,3 5,4 5,6 5,2 1,6 1,2

Me di

eE

he suc Be tue lle vir

5,4 0,6 18,3 9,5 2,6 6,2 9,0 6,0 5,1 5,1 18,3 10,3 3,6 5,1 7,9 4,1 5,2 8,7 8,8 12,3 5,8 10,9 11,5 8,5 7,2 6,5 5,1 2,7 5,8 5,1 10,0 4,0 3,0 11,4 3,3 2,8 13,2 8,6 11,4 5,0 4,2 8,5 6,2 7,4 11,6 17,4 5,6

0,7 0,9 0,7 0,4

ote Jah res öff nu ng sst d. pro Eff 10 izie 00 nz EW

ner oh inw

EW je

ner oh

inw

eE

1,2 0,1 4,5

0,58 0,00 30,56 0,00 0,34 0,00 0,41 0,00 0,00 0,00 1,11 2,85 0,10 0,11 1,35 7,39 0,00 1,40 0,34 0,48 0,00 0,06 0,05 0,62 0,07 0,05 0,04 0,05 0,00 0,23 0,51 0,36 0,00 0,21 0,28 0,00 0,89 0,11 0,36 0,11 30,56 0,35 0,00 0,07 0,43 1,21 0,15

Mittelgruppe

Schlussgruppe

B∙I∙T∙


Öffentliche Bibliotheken 2012

Bibliotheken in Städten mit

Durchschnitt (deutschlandweit) Minimum (deutschlandweit) Maximum (deutschlandweit) Aalen, StB Aschaffenburg, StB Bamberg, StB Bayreuth, StB Bergheim/Erftkreis, StB Detmold, StB Dinslaken, StB Esslingen/Neckar, StB Euskirchen, StB Frankfurt (Oder), StuRegB Gera, StuRegB Gladbeck, StB Göppingen, StB Hanau, StB Hattingen, StB Herford, StB Herten, StB Hilden, StB Ibbenbüren, StB Kempten, StB Konstanz, StB Langenfeld/Rheinland, StB Lippstadt, StB Ludwigsburg, StB Meerbusch, StB Neubrandenburg, RegB Norderstedt, StB Nordhorn, StB Rheine, StB Rosenheim, StB Schwäbisch Gmünd, StB Tübingen, StB Villingen-Schwenningen, StB Waiblingen, StB Weimar, StB Wetzlar, StB Wilhelmshaven, StB Witten, StB Wolfenbüttel, StB

B∙I∙T∙

65.852 68.812 70.040 72.962 62.129 72.622 71.486 91.947 55.794 59.244 98.995 75.186 55.433 89.314 55.861 65.743 62.118 55.377 52.978 61.955 84.822 59.106 70.951 86.616 55.613 64.850 75.532 53.688 76.451 61.299 59.085 88.241 80.880 52.902 64.062 51.499 81.232 98.330 52.247

er hn wo Ein

inw oh Pu ner blik je 1 ums .00 fläc 0 E he W in q m Mit arb eit er je 1 .00 0E Co W mp ( VZ ute Ä) ran geb ot j e1 Int 0.0 ern 00 e tEW Se rvic es Ve (0ra 7) je 1nstalt u .00 ng 0 E en/ W Pro gra Zah mm l de e rS tan do rte im Nu Sys tzu te m ng

1,4 0,4 2,8 2,0 1,1 1,9 1,3 0,8 0,8 2,0 2,0 0,7 2,4 1,7 1,5 1,7 1,3 1,0 1,3 1,8 1,2 1,2 1,5 0,9 1,0 0,8 2,6 1,2 2,0 1,9 1,8 1,2 1,7 1,7 2,3 1,3 2,3 1,9 0,8 1,0 1,7 0,7

23 3 56 40 36 25 42 21 17 36 22 7 31 23 31 32 15 27 20 28 33 21 18 17 19 21 29 24 25 35 28 19 24 34 32 45 34 19 12 13 15 18

0,19 0,04 0,38 0,29 0,21 0,22 0,21 0,15 0,14 0,25 0,28 0,12 0,38 0,27 0,25 0,25 0,18 0,16 0,15 0,31 0,20 0,13 0,19 0,16 0,15 0,11 0,32 0,17 0,30 0,38 0,20 0,16 0,24 0,25 0,23 0,26 0,26 0,26 0,13 0,14 0,17 0,15

2,1 0,0 8,6 2,0 2,5 2,7 8,6 1,8 1,9 2,2 2,7 0,9 5,1 1,3 3,2 2,5 1,0 2,5 0,8 3,2 3,6 2,1 1,3 2,5 1,4 1,4 4,2 2,9 3,9 4,2 3,2 2,2 3,6 2,4 6,1 2,1 3,4 1,6 1,7 1,6 1,2 1,3

5,1 0 7 6 7 6 5 7 4 6 6 4 6 5 7 7 5 6 4 7 7 7 4 4 6 4 6 5 6 7 6 6 6 5 5 7 6 5 5 7 3 4

3,2 0,2 18,3 5,8 3,5 4,4 4,5 13,0 1,7 4,4 3,8 11,5 4,9 3,1 4,6 3,6 2,6 3,4 1,6 2,4 3,8 3,9 2,6 1,9 5,8 1,5 5,6 2,4 3,4 8,2 6,6 2,0 4,7 2,4 2,5 5,3 6,4 5,7 0,7 1,1 1,7 1,8

4 1 4 1 1 1 2 3 1 2 2 2 5 3 1 1 1 1 1 2 1 1 1 4 3 1 4 3 1 1 1 5 2 6 1 1 1 5 1

Be

suc h

e je

je E Me di

en

t bo An ge

Ein

wo

hn

er

50.000 bis100.000 Einwohnern

2,0 0,2 4,1 3,9 2,3 3,0 3,5 1,7 1,2 2,5 3,2 1,1 2,8 1,1 2,5 3,4 2,0 2,7 1,8 2,5 2,7 2,1 2,4 2,4 2,4 1,4 4,0 2,0 2,7 4,1 2,3 2,5 3,1 3,2 4,1 2,3 3,3 2,1 1,1 1,4 1,8 1,2


(€

)

Top-Gruppe

oh ps BIX -To

nen est Inv

1,0 0,0 5,9 0,4 0,5 1,3 1,5 1,4 2,2 1,0 1,5 2,2 1,0 0,2 0,5 1,6 1,8 3,0 0,4 0,9 2,7 2,8 0,5 1,5 1,4 0,4 1,1 0,5 2,8 1,9 3,2 1,3 2,2 0,3 0,7 0,9 0,7 0,3 0,8 0,8 0,3 2,2

itio

ngs qu ldu

For tbi

9,3 3,6 18,4 10,3 12,0 10,2 12,3 11,4 12,3 14,2 12,4 7,4 9,7 6,0 10,6 14,5 10,4 10,9 8,4 11,1 12,2 12,4 10,8 15,6 10,9 13,3 9,4 18,4 10,5 11,8 12,0 14,8 10,7 7,7 8,9 10,0 8,6 6,9 10,2 9,7 4,7 10,0

je E

ote

inw

(%)

(%) te uo gsq run Ern

ick En tw

7,47 2,98 17,78 5,53 11,88 4,96 4,71 5,86 7,23 6,53 8,08 7,82 7,21 15,74 6,40 5,94 9,37 5,76 6,56 7,75 4,76 4,53 4,05 6,74 3,74 8,41 8,37 10,03 8,34 6,90 5,85 4,30 5,49 6,86 5,37 8,88 7,22 6,53 7,68 9,18 7,15 7,85

e ue

lun g

Au de fen lau

60,6 3,7 139,9 67,8 90,2 67,7 139,9 69,8 67,6 76,0 81,9 41,9 42,2 30,8 70,1 73,1 50,0 73,3 72,2 93,5 74,1 87,0 68,6 107,2 81,6 56,8 83,9 43,6 81,1 56,7 60,4 99,3 96,0 104,8 65,8 61,0 62,7 70,8 45,5 65,3 43,3 39,0

ner

(€ esu eB sg. j

nu Öff e je

Be

suc h

ch

de ngs stu n

un .st ffn je Ö

te r std . rbe i

11,3 3,5 22,5 10,0 16,4 9,6 16,2 11,7 15,3 15,1 13,7 9,3 11,1 15,7 13,5 10,3 8,5 8,8 11,6 22,5 10,9 10,2 10,5 13,8 9,9 8,9 12,8 7,1 17,5 10,2 10,2 12,0 14,6 15,9 7,4 13,4 9,7 16,8 10,2 13,1 8,2 9,3

)

de

€ g in un eih ntl je E tat

0,27 0,07 0,62 0,26 0,27 0,18 0,34 0,21 0,41 0,25 0,26 0,19 0,18 0,17 0,16 0,31 0,38 0,24 0,23 0,18 0,37 0,18 0,18 0,34 0,19 0,30 0,27 0,37 0,48 0,33 0,18 0,38 0,24 0,22 0,21 0,36 0,19 0,26 0,33 0,36 0,42 0,20

Mit a

sch l Um

1,2

34 12 80 58 25 44 25 24 17 33 39 26 66 34 36 47 40 37 25 27 37 24 34 23 29 25 48 46 34 73 37 25 32 31 62 37 53 30 25 21 41 31

ene

ags qu

nj nge ihu tle En

4,0 0,9 6,7 4,9 5,7 4,9 4,1 6,0 4,3 5,1 6,2 4,4 4,9 2,7 5,7 5,7 4,0 4,9 4,0 6,4 5,2 4,2 6,1 6,2 5,5 4,4 4,9 5,6 3,4 5,3 6,2 5,0 6,6 5,0 5,0 3,4 5,2 3,6 3,9 3,6 1,7 4,9

Me di

eE

he suc Be tue lle vir

5,7 0,9 12,6 9,9 6,5 9,3 5,2 5,0 3,4 10,4 12,6 3,2 11,9 4,5 8,8 9,4 5,1 5,0 5,0 11,5 6,0 5,0 9,0 5,7 5,7 3,7 12,6 6,5 6,9 10,3 11,1 6,1 10,9 8,3 11,5 4,5 11,8 6,7 3,3 3,5 2,8 3,2

4,5 1,8 1,5 0,3 3,8 0,6 1,0 0,4 0,8 0,9 0,7 2,5 0,5 1,4 2,1 1,2 0,9 2,5 1,2 1,5 0,4 1,4 0,8 0,3 0,8

ote Jah res öff nu ng sst d. pro Eff 10 izie 00 nz EW

ner oh inw

EW je

ner oh

inw

eE

1,3 0,3 4,5 1,2 1,1 3,3 1,0 0,9 0,8 1,3 1,8 0,5 1,2

1,71 0,00 55,16 0,09 0,28 0,12 4,15 0,13 0,03 0,12 0,45 0,05 0,32 0,07 0,01 0,14 0,18 0,90 1,04 0,47 0,33 0,09 0,01 0,03 0,13 1,54 0,56 0,30 0,29 2,44 0,15 0,00 0,26 0,12 0,78 0,02 42,76 0,20 0,02 0,10 0,51 0,02

Mittelgruppe

Schlussgruppe

B∙I∙T∙


Öffentliche Bibliotheken 2012

Bibliotheken in Städten mit

Durchschnitt (deutschlandweit) Minimum (deutschlandweit) Maximum (deutschlandweit) Aachen, StB Basel, StB Berlin Charlottb.-Wilmersd., StB Berlin Friedrichsh.-Kreuzb., StB Berlin-Lichtenberg, StB Berlin-Marzahn-Hellersdorf, StB Berlin-Mitte, StB Berlin-Reinickendorf, StB Berlin-Spandau, StB Berlin-Steglitz-Zehlendorf, StB Berlin-Tempelhof-Schöneberg, StB Berlin-Treptow-Köpenick, StB Bielefeld, StB Bonn, StB Bottrop, Leb.Bib Bremerhaven, StB Chemnitz, StB Darmstadt, StB Dresden, StB Erfurt, StuRegB Erlangen, StB Freiburg/Breisgau, StB Göttingen, StB Halle (Saale), StB Hannover, StB Heilbronn, StB Hildesheim, StB Ingolstadt, StB Jena , StB Kassel, StB Koblenz, StB Linz, StB Mannheim, StB Moers, StB Münster, StB Nürnberg, StB Offenbach/Main, StB Paderborn, StB Pforzheim, StB Recklinghausen, StB Regensburg, StB Solingen, StB Wolfsburg, StB Würzburg, StB Zürich, StB

B∙I∙T∙

246.865 206.704 321.504 272.041 257.914 252.062 336.432 243.009 228.103 296.999 337.013 244.088 325.000 318.602 116.944 113.340 240.545 147.930 523.807 202.270 105.635 224.994 120.671 231.639 523.515 124.092 102.980 126.456 104.067 194.109 106.962 191.767 313.442 107.166 288.050 503.402 121.970 145.428 119.781 119.379 135.766 158.513 122.308 133.476 385.468

er hn wo Ein

inw oh Pu ner blik je 1 ums .00 fläc 0 E he W in q m Mit arb eit er je 1 .00 0E Co W mp ( VZ ute Ä) ran geb ot j e1 Int 0.0 ern 00 e tEW Se rvic es Ve (0ra 7) je 1nstalt u .00 ng 0 E en/ W Pro gra Zah mm l de e rS tan do rte im Nu Sys tzu te m ng

1,2 0,6 2,9 1,1 1,3 0,9 1,2 1,3 1,2 1,6 1,2 1,3 1,2 0,9 1,2 1,0 1,0 0,8 1,3 1,2 1,6 1,5 1,2 1,5 1,1 1,4 1,1 1,6 2,0 1,1 1,2 1,4 1,0 1,3 1,1 1,2 1,3 1,0 1,0 1,0 0,8 1,7 0,6 1,7 0,8 2,0 1,2 1,2

22 9 57 20 20 14 17 18 17 19 19 18 15 15 23 19 23 21 24 27 26 16 21 23 12 20 13 24 25 17 30 14 20 18 21 29 21 18 20 13 26 23 9 21 21 31 23 16

0,21 0,10 0,39 0,19 0,20 0,17 0,20 0,21 0,17 0,30 0,18 0,19 0,22 0,20 0,21 0,16 0,17 0,15 0,22 0,27 0,21 0,32 0,31 0,23 0,19 0,19 0,19 0,36 0,22 0,14 0,20 0,23 0,20 0,25 0,28 0,21 0,22 0,22 0,20 0,22 0,19 0,22 0,10 0,20 0,17 0,34 0,26 0,19

1,8 0,3 5,0 1,9 2,7 0,7 1,8 2,8 1,3 2,0 1,5 1,3 1,5 2,3 1,4 1,6 1,3 1,3 1,9 3,2 1,9 2,2 2,5 1,7 1,5 1,9 2,3 2,8 2,7 1,7 1,7 2,3 1,9 1,8 1,1 2,8 1,7 3,1 1,3 1,2 2,5 2,9 0,9 2,3 1,8 2,5 1,9 1,3

5,8 3 7 7 6 5 6 7 6 6 6 4 6 6 5 7 4 3 5 7 5 7 6 6 7 7 6 6 7 4 7 6 4 7 7 5 6 7 5 7 7 7 6 4 7 7 7 4

3,8 0,3 15,3 2,0 3,7 5,4 9,0 7,6 5,2 12,9 10,9 15,3 5,8 8,0 5,7 2,3 3,3 5,7 3,9 3,4 2,7 11,3 7,4 2,6 3,2 3,5 2,4 8,2 3,3 2,2 3,5 5,6 6,0 2,8 1,7 8,7 2,9 2,7 5,2 1,9 1,3 3,1 1,9 3,4 2,9 4,5 4,6 2,7

8 9 7 6 4 6 11 7 9 5 8 10 9 10 2 2 4 6 23 9 2 5 4 6 20 4 1 4 2 8 8 11 15 3 7 15 3 4 4 2 5 1 13 5 16

Be

suc h

e je

je E Me di

en

t bo An ge

Ein

wo

hn

er

über 100.000 Einwohnern

2,3 0,8 4,9 1,3 3,9 2,1 2,2 2,4 1,9 3,2 2,2 2,5 2,6 2,0 2,4 1,9 2,2 1,2 2,0 2,8 2,4 3,3 2,5 3,4 3,0 2,9 1,5 2,9 3,3 2,5 2,1 3,0 1,7 1,3 2,1 3,0 4,3 3,2 1,6 2,3 2,8 3,9 0,9 3,5 1,5 3,2 4,9 2,8


0,8 0,6 2,2

) (€ ner oh inw ps BIX -To

nen est Inv

0,9 0,0 3,1 0,7 0,5 1,3 0,7 1,4 1,0 0,8 0,9 1,0 0,6 0,4 0,6 1,2 0,9 1,1 0,7 2,5 0,3 2,2 0,8 0,8 1,3 0,8 0,5 1,1 0,8 0,6 1,8 0,4 0,3 0,7 1,0 1,8 1,2 1,8 1,3 2,6 2,4 0,5 0,3 1,0 0,5 1,1 3,1 2,4

itio

ngs qu ldu

10,4 6,0 18,3 7,4 13,6 14,9 8,7 10,5 6,5 9,8 13,0 9,3 11,5 8,7 8,6 6,9 8,8 11,6 10,4 12,5 7,4 11,6 10,6 11,2 9,9 12,4 11,1 9,1 9,0 11,5 11,0 12,2 8,2 7,9 11,0 9,2 9,4 11,6 7,9 9,5 15,6 9,6 10,3 13,0 11,3 8,4 12,6 18,3

je E

ote

te uo gsq run

ick En tw

e ue

lun g

Au de fen

Top-Gruppe

(%)

(%)

esu eB sg. j

nu Öff e je

suc h

ch

de ngs stu n

un .st ffn je Ö

rbe i

(€

)

de

€ g in un eih ntl je E tat

te r std .

7,38 2,89 14,43 8,07 7,33 4,05 4,74 6,75 6,60 4,71 4,34 4,84 4,47 4,86 4,72 6,02 5,43 8,64 6,19 8,23 6,22 6,09 6,97 4,13 5,10 4,97 7,37 8,33 7,37 5,17 5,86 5,54 6,34 11,47 8,38 4,28 3,14 4,36 13,54 4,90 5,05 5,47 8,28 4,77 8,61 7,82 2,89 8,78

For tbi

2,1

72,3 21,2 166,1 88,2 78,1 71,5 76,2 58,5 56,6 61,9 61,9 50,5 88,7 57,0 38,7 56,3 59,5 47,4 87,0 114,4 89,0 51,3 46,5 117,8 109,3 92,3 41,8 52,4 120,1 160,8 52,9 79,0 39,3 21,2 24,4 64,5 131,6 96,9 46,4 58,7 51,8 130,0 58,3 69,7 103,0 41,5 158,0 57,7

Ern

2,0

lau

0,5 0,5 1,0

13,2 6,2 33,2 25,1 8,0 11,5 13,2 10,4 9,6 11,4 9,8 7,6 14,7 10,8 6,6 9,3 9,2 12,4 18,4 21,3 15,4 9,8 11,4 15,7 13,6 11,9 10,3 12,6 15,5 18,1 9,9 12,0 8,9 7,6 6,2 8,9 12,8 12,7 11,3 11,0 6,7 14,4 13,7 7,6 23,1 8,5 16,2 7,8

Be

3,7 1,5 0,5

0,26 0,12 0,51 0,25 0,51 0,14 0,18 0,25 0,17 0,17 0,20 0,13 0,15 0,19 0,16 0,21 0,24 0,32 0,30 0,20 0,15 0,16 0,19 0,20 0,26 0,20 0,18 0,22 0,26 0,18 0,27 0,18 0,29 0,25 0,16 0,32 0,12 0,24 0,23 0,31 0,37 0,29 0,47 0,17 0,15 0,30 0,22 0,47

Mit a

sch l Um

1,6 1,6 2,7 2,5

35 11 86 15 50 29 29 40 34 52 36 50 29 35 62 35 36 24 23 25 27 64 53 29 27 31 36 55 28 15 39 37 43 64 86 47 33 33 35 38 54 30 15 50 14 77 31 48

ene

ags qu

nj nge ihu tle En

5,0 2,3 9,4 3,3 4,9 5,3 4,5 5,1 3,8 5,4 5,5 3,7 6,9 5,3 4,1 4,9 5,1 4,6 4,4 7,0 4,9 7,0 3,6 5,8 6,2 6,5 5,3 4,9 4,8 5,7 5,2 7,1 3,0 3,3 5,6 3,4 7,4 6,8 4,2 3,7 6,1 4,7 2,9 8,0 7,0 3,1 6,8 6,2

Me di

eE

he suc Be tue lle vir

6,0 1,8 13,5 3,8 6,4 4,7 5,4 6,6 4,5 8,5 6,5 4,9 8,0 4,9 4,9 5,1 5,3 3,7 5,6 8,4 7,7 10,5 4,5 8,8 7,1 8,9 5,6 7,8 9,6 6,5 6,1 9,8 3,1 4,3 6,4 4,3 9,4 6,6 4,3 3,7 5,0 8,2 1,8 13,3 5,8 6,1 8,4 7,3

0,8 2,1 0,4 0,7 2,1 1,6 2,5

ote Jah res öff nu ng sst d. pro Eff 10 izie 00 nz EW

ner oh inw

EW je

ner oh

inw

eE

1,4 0,3 3,7 0,9 1,5

0,56 0,00 11,81 0,00 3,49 0,27 0,21 0,21 0,67 0,43 0,46 0,16 0,20 0,00 2,49 0,37 0,00 0,03 0,24 0,36 0,09 0,36 0,07 1,71 0,21 0,56 0,36 0,74 3,32 0,03 0,39 0,21 0,38 0,00 0,10 0,01 0,12 0,24 0,13 0,62 0,86 0,13 0,46 0,11 0,01 0,25 0,01 2,11

Mittelgruppe

Schlussgruppe

B∙I∙T∙


Wissenschaftliche Bibliotheken 2012

Durchschnitt (deutschlandweit) Minimum (deutschlandweit) Maximum (deutschlandweit) Albstadt-Sigmaringen, HSB Amberg-Weiden, HSB Braunschweig/Wolfenbüttel, HSB Dresden, FHB Emden/Leer, HSB Esslingen/Neckar, FHB Freiburg, PH Furtwangen, FHB Hamburg, HB HAW Hannover, HSB Heilbronn, HSB Hildesheim, HAWK FH Konstanz, HTWG Ludwigsburg, PH Mannheim, HSB Merseburg, FHB München, HSB Offenburg, HSB Osnabrück, FHB Regensburg, HSB Reutlingen, HB FH/PH Senftenberg, FHB St. Pölten, FHB Wildau, FHB Wilhelmshaven/ Oldenburg/Elsfleth, HSB

B∙I∙T∙

Bib lio pri thek m. s Nu besu tze ch ep r Vir ro tue (Se lle ssi Bes ons uc ) p he ro p.N .

Arb e pri itsplä m. t Nu ze pr tze o 1 r .00 Bib 0 liot h pro ek 1.0 spe 00 rs. pri (VZ m. Ä) Au Nu sg. tze pro f. Li r t p.N era . in tur/ € Inf orm An tei ati l on A ele u s ktr ga on ben .B est für än d Län e in gst pro e Ö % Wo ffnu che ngs stu nd en Z ah l de re nth alt ene nS Nu tan tzu do ng rte

bo t ge An

Pri

re

Nu tze r

Hochschulbibliotheken

2.979 3.124 10.386 5.601 4.446 6.042 5.130 5.328 15.133 8.281 7.350 5.361 4.332 4.633 5.045 2.903 16.907 3.931 7.743 8.591 5.759 3.378 1.900 4.451

43 7 536 16 53 25 48 39 23 26 39 22 40 22 30 31 32 26 35 30 9 40 52 18 83 11 34

3,2 0,5 31,4 1,6 2,2 2,0 2,0 2,0 1,2 4,1 1,9 1,7 2,2 1,2 2,6 1,3 4,2 1,4 3,6 1,5 1,4 2,0 2,3 1,9 3,7 1,7 1,8

75 18 871 44 53 56 90 70 62 57 43 32 52 72 55 86 46 53 88 48 72 74 84 76 34 56 40

28,9 0,0 80,5 27,9 41,6 22,2 36,6 43,9 35,7 25,9 42,3 33,2 27,5 45,7 35,1 59,9 8,0 48,7 42,2 37,5 51,8 26,5 40,3 43,1 23,4 31,0 46,1

57 7 168 65 168 42 65 51 50 51 71 65 60 64 52 76 48 47 45 103 54 69 81 73 47 57 62

2 1 6 2 2 4 2 2 2 1 3 6 4 4 5 1 1 1 1 3 2 2 2 1 2 1 1

33 7 98 21 26 13 34 22 17 32 34 21 25

15 28 38 35 24 30 26

22 23 35 11 30 41 35 19 17 32 31 51 63 35 18 17 28 42 20 41 22 28 17

6.823

41

2,3

80

46,5

58

3

34

17

19 31 48 27 15

35 11 174


67 9 153 58 47 69 82 85 124 37 50 37 68 125 43 152 29 91 53 79 124 82 96 87 19 84 58

328

92,0

220

75

4.197 32.004 1.198 10.997 10.221 125.570 10.221 72.567 7.732 16.071 1.710 20.465 2.642 29.401 4.632 18.753 4.051 56.670 2.430 60.022 3.490 12.154 1.757 27.976 3.497 21.514 6.538 19.544 2.761 13.799 6.707 40.159 2.312 45.050 6.208 39.577 1.685 13.222 6.314 23.466 4.497 16.855 2.838 31.388 2.183 23.793 6.386 31.292 1.198 10.997 3.746 125.570 2.892 18.201 6.503

11.584

Bix -To ps

227 67 1436 130 195 179 237 182 130 235 186 125 135 201 151 123 233 122 321 144 136 137 112 174 274 166 143

Fo r tb pro ildun Mit gsta arb ge eit er An tei l B Mit tel ibliot n d hek .H och smitt An sch l. a. tei ule d. a.d l Drit in % .B t ibli -/So oth nd e eks rm An mit itte tei tel l l P Die n in ers nst on % e in al f . ele % ktr on .

lau fe in € nde A usg .

88,1 60,5 99,1 81,8 85,9 72,1 95,4 93,7 90,9 82,7 83,4 95,5 72,3 88,4 86,1 91,8 85,4 90,6 83,4 87,0 84,3 91,2 84,6 85,3 93,7 94,3 94,1

pro akt Ve .N rhä utz Pe ltnis er rso E nal rwe aus rbu g. i ngs Pro n % au ze sg. (Fä ssef / lle fizie / V nz ZÄ Me ) die Pro nb zes ear Fer sef b. nle fizie ihe nz (Fä Aus lle / V und En ZÄ tw ) ick lun g

Sc hu pro lungs 1.0 teil 00 nah m p. N. en So for für tige M d. Au edie sle ihe nverf in % ügb Eff ark izie eit nz

ssi Bes ons uc ) p he ro p.N .

332 21 1130 709 278 98 333 155 294 339 490 175 310 492 224 648 235 331 513 224 399 578 293 284 307 573 312

3,9 0,0 16,0 7,1 2,3 2,8 6,7 2,8 4,3 1,9 10,1 5,0 2,7 2,3 4,8 10,0 3,4 7,3 6,6 1,6 2,5 2,7 4,5 5,4 2,5 2,4 2,9

3,8 2,0 11,6 2,4 6,1 2,1 3,8 2,5 2,5 5,9 11,6 2,9 2,0 2,9 2,0 3,1 4,8 2,4 4,5 3,1 2,4 3,5 5,8 3,5 3,8 2,6 5,4

3,7 0,0 28,6 2,9 3,7 2,5 2,9 2,8 4,6 6,3 0,8 3,1 4,6 6,4 4,9 6,3 4,1 6,2 1,4 0,0 6,3 4,0 1,7 3,9 2,9 0,4 3,7

7,8 0,0 18,8 0,0 2,9 6,0 8,7 5,5 6,7 7,4 4,9 12,6 11,2 1,1 9,3 8,8 11,8 7,1 12,5 10,0 9,0 6,6 2,5 9,2 7,9 12,6 18,8

5,6

2,7

2,5

2,5

Top-Gruppe

Mittelgruppe

Schlussgruppe

B∙I∙T∙


Wissenschaftliche Bibliotheken 2012

Durchschnitt (deutschlandweit) Minimum (deutschlandweit) Maximum (deutschlandweit) Bamberg, UB Berlin, UBHU Bielefeld, UB Bozen, UB Bremen, SuUB Cottbus, UBTU Düsseldorf, ULB Freiberg, UBTU Graz, KUG Graz, UBMedUni Graz, UBTU Halle, ULB Hamburg, HSUB Hildesheim, UB Kaiserslautern, UB Klagenfurt, UB Konstanz, UB Kosice, UB Leoben, UB Ljubljana, CTK Lüneburg, UB Magdeburg, UB Mannheim, UB Oldenburg, BIS Paderborn, UB Rostock, UB Tirol, ULBT Vechta, UB Weimar, UB Wien, UBMedUni Wien, UBVUW Zlín, UB

B∙I∙T∙

12.879 31.308 21.432 3.529 31.465 7.054 22.049 6.087 2.589 4.237 12.702 21.089 3.303 6.273 14.159 10.366 11.163 15.436 3.911 54.725 7.807 15.631 11.653 11.824 17.925 16.543 31.731 3.366 4.534 11.974 2.807 12.477

63 3 211 54 103 96 211 45 85 88 59 34 59 25 81 88 46 63 36 61 39 25 3 92 63 160 82 30 79 43 63 76 31 56 35

5,9 0,8 17,0 6,6 7,0 6,9 8,0 4,7 6,3 6,1 5,6 4,2 3,5 3,2 7,8 11,4 4,6 4,0 3,6 8,4 2,1 4,1 0,8 6,0 5,7 8,9 7,6 3,9 6,3 4,7 6,1 9,3 2,8 5,5 1,6

170 1 516 139 153 156 327 239 141 205 252 122 274 196 233 516 83 118 86 302 1 212 46 138 224 251 175 129 211 181 125 120 229 346 23

40,3 0,0 78,7 44,7 27,1 45,7 48,3 35,0 43,5 58,3 35,4 38,0 50,0 36,9 42,1 28,5 14,8 55,6 41,5 54,7 0,0 30,8 4,8 33,8 72,2 38,7 45,0 66,8 70,6 66,3 27,8 26,9 39,5 36,4 49,4

89 37 168 91 96 111 91 78 74 110 101 54 96 65 113 81 59 89 168 168 57 48 75 89 85 108 96 107 97 99 65 66 103 68 64

6 1 69 5 13 1 3 10 1 5 4 10 1 4 21 5 1 8 4 1 1 6 1 3 2 5 2 1 12 9 1 2 3 1 1

Bib lio pri thek m. s Nu besu tze ch ep r Vir ro tue (Se lle ssi Bes ons uc ) p he ro p.N .

Arb e pri itsplä m. t Nu ze pr tze o 1 r .00 Bib 0 liot h pro ek 1.0 spe 00 rs. pri (VZ m. Ä) Au Nu sg. tze pro f. Li r t p.N era . in tur/ € Inf orm An tei ati l on A ele u s ktr ga on ben .B est für än d Län e in gst pro e Ö % Wo ffnu che ngs stu nd en Z ah l de re nth alt ene nS Nu tan tzu do ng rte

bo t ge An

Pri

re

Nu tze r

Einschichtige Universitätsbibliotheken

57 3 188 72 95 80 140 45 58 66 52 21 35 23 61 76 47 56 20 90 18 29 3 52 56 188 91 68 42 44 53 44 75 45 15

69 22 153 91 142 103 73 47 43 78 53 153 31 33 57 95 51 83 134 22 66 39 117 65 114 45 37 70 40 41 33


82,4 61,9 99,4 66,8 84,8 77,1 82,8 86,8 86,7 88,6 88,3 94,4 94,2 91,5 91,0 70,7 77,6 87,2 84,7 77,8 99,4 86,9 77,5 77,5 88,0 81,4 80,3 81,7 89,8 82,8 83,8 90,9 89,7 94,9 88,1

558 64 957 431 375 494 927 472 579 853 482 421 681 771 530 875 277 543 451 946 64 957 616 474 551 933 756 369 560 689 370 449 875 831 129

74 8 220 56 60 52 87 114 45 81 85 63 182 124 71 108 42 63 49 80 8 110 220 56 94 73 54 78 68 83 48 31 173 147 92

3.147 952 5.777 4.724 2.783 2.471 5.298 5.203 2.783 5.090 3.577 2.820 5.777 2.287 4.027 2.700 1.769 3.342 3.510 3.602 1.850 1.148 2.132 2.700 3.147 3.646 3.063 3.346 3.760 1.768 3.708 3.159 2.856 1.714 952

27.793 7.795 89.789 56.264 89.789 22.474 27.911 34.472 39.717 76.450 20.390 19.756 9.053 14.091 23.932 17.897 33.416 9.919 15.691 29.472 10.177 14.082 28.840 27.312 22.639 33.460 31.332 28.032 30.996 29.851 38.315 12.896 24.269 7.795 8.686

Bix -To ps

Fo r tb pro ildun Mit gsta arb ge eit er An tei l B Mit tel ibliot n d hek .H och smitt An sch l. a. tei ule d. a.d l Drit in % .B t ibli -/So oth nd e eks rm An mit itte tei tel l l P Die n in ers nst on % e in al f . el ekt ron .

pro akt Ve .N rhä utz Pe ltnis er rso E nal rwe aus rbu g. i ngs Pro n % au ze sg. (Fä ssef / lle fizie / V nz ZÄ Me ) die Pro nb zes ear Fer sef b. nle fizie ihe nz (Fä Aus lle / V und En ZÄ tw ) ick lun g

lau fe in € nde A usg .

ssi Bes ons uc ) p he ro p.N .

Sc hu pro lungs 1.0 teil 00 nah m p. N. en So for für tige M d. Au edie sle ihe nverf in % ügb Eff ark izie eit nz

314 56 1575 564 232 422 791 227 500 275 601 56 413 114 357 550 333 75 230 371 120 202 59 838 226 360 489 172 181 161 408 513 165 150 171

3,5 0,4 37,4 4,0 4,1 2,4 6,8 2,4 2,3 3,1 7,8 2,4 5,7 3,7 2,2 1,2 3,1 2,0 4,3 7,6 2,3 3,8 2,7 2,7 2,4 3,2 4,6 3,2 2,9 2,0 5,9 3,0 6,3 37,4 4,1

Top-Gruppe

6,0 0,7 20,9 9,3 5,0 6,9 6,2 6,8 5,9 8,7 5,7 2,1 1,8 3,8 9,0 6,7 4,2 4,4 5,7 10,3 0,7 4,4 1,2 5,8 9,6 20,9 6,7 5,2 10,0 6,2 5,7 5,5 1,3 1,8 3,4

5,9 0,0 27,6 0,6 10,6 7,4 7,9 3,0 6,2 10,3 12,2 1,6 3,5 9,2 10,5 0,9 8,1 0,9 1,5 2,2 20,3 1,8 8,1 3,3 0,6 2,1 5,3 7,9 1,7 7,3 4,8 6,8 3,3 0,5 3,4

9,6 4,2 19,8 9,4 4,2 15,7 12,3 4,8 10,6 7,5 7,4 14,5 13,4 7,3 10,2 13,3 4,7 10,2 7,9 13,0 9,1 8,1 6,7 9,6 6,2 8,5 11,0 10,4 7,7 11,8 4,9 7,9 8,3 11,0 19,8

Mittelgruppe

Schlussgruppe

B∙I∙T∙


Wissenschaftliche Bibliotheken 2012

Durchschnitt (deutschlandweit) Minimum (deutschlandweit) Maximum (deutschlandweit) Aachen, BTH Berlin, FUSystem Berlin, UBTU Brno, UB Darmstadt, ULB Erlangen, UB Freiburg, UB Göttingen, SUB Graz, UB Hamburg, SUB Heidelberg, UB Karlsruhe, KIT-BIB Maribor, UB München, UB Münster, ULB Stuttgart, UB Tübingen, UB Wien, UBTU Wien, UBWU Würzburg, UB

B∙I∙T∙

34.589 35.207 31.793 9.259 26.337 36.665 23.990 27.615 32.508 40.110 32.201 31.966 21.192 51.233 44.182 23.935 28.820 28.452 26.343 26.639

43 8 160 15 69 43 61 13 38 33 56 35 20 29 43 16 52 37 46 49 22 26 29

4,7 1,8 11,8 4,3 6,5 5,0 1,8 4,1 4,5 5,9 11,8 3,8 4,9 5,0 3,2 3,8 3,4 3,9 3,2 4,5 1,9 2,0 5,0

117 24 234 112 107 77 39 77 120 124 214 133 89 153 162 24 113 83 99 114 124 56 170

47,2 22,3 72,3 72,3 51,3 30,5 40,9 52,4 44,9 62,9 39,3 58,2 32,2 54,2 59,9 22,3 42,2 31,8 55,0 46,9 69,3 61,0 47,2

96 51 168 108 55 73 51 128 108 168 116 87 82 94 168 69 106 96 71 104 72 74 104

6 1 69 2 10 4 1 2 4 2 8 11 1 2 5 1 15 3 2 5 5 1 69

Bib lio pri thek m. s Nu besu tze ch ep r Vir ro tue (Se lle ssi Bes ons uc ) p he ro p.N .

Arb e pri itsplä m. t Nu ze pr tze o 1 r .00 Bib 0 liot h pro ek 1.0 spe 00 rs. pri (VZ m. Ä) Au Nu sg. tze pro f. Li r t p.N era . in tur/ € Inf orm An tei ati l on A ele u s ktr ga on ben .B est für än d Län e in gst pro e Ö % Wo ffnu che ngs stu nd en Z ah l de re nth alt ene nS Nu tan tzu do ng rte

bo t ge An

Pri

re

Nu tze r

Zweischichtige Universitätsbibliotheken

44 14 125 21 31 31 25 22

58 27 149 33 149 52

53 85 23 26 73 54 14 57 32 30 62 17 63 39

94 49 51 67 99 46

31

62 74 45 46 34 60 55


81,3 73,1 93,2 75,4 87,0 88,7 85,5 78,3 76,2 80,6 82,5 77,7 88,7 79,2 83,3 75,2 89,4 81,9 82,2 79,2 87,7 78,2 74,9

438 93 991 272 625 390 93 561 400 467 991 579 421 422 434 245 409 345 440 488 619 353 564

65 28 165 69 36 44 165 38 70 51 38 72 37 76 99 28 77 51 63 58 134 59 84

2.836 1.489 4.336 1.793 1.940 2.719 3.277 3.931 2.697 3.038 2.388 2.073 3.494 4.336 2.966 1.925 3.654 4.065 3.011 2.467 2.192 1.489 3.256

32.267 8.469 71.986 36.208 15.044 33.156 18.069 38.649 39.020 35.230 29.700 16.509 34.224 71.986 68.610 8.469 39.214 36.836 19.742 44.840 16.044 16.097 27.694

Bix -To ps

Fo r tb pro ildun Mit gsta arb ge eit er An tei l B Mit tel ibliot n d hek .H och smitt An sch l. a. tei ule d. a.d l Drit in % .B t ibli -/So oth nd e eks rm An mit itte tei tel l l P Die n in ers nst on % e in al f . ele % ktr on .

pro akt Ve .N rhä utz Pe ltnis er rso E nal rwe aus rbu g. i ngs Pro n % au ze sg. (Fä ssef / lle fizie / V nz ZÄ Me ) die Pro nb zes ear Fer sef b. nle fizie ihe nz (Fä Aus lle / V und En ZÄ tw ) ick lun g

lau fe in € nde A usg .

ssi Bes ons uc ) p he ro p.N .

Sc hu pro lungs 1.0 teil 00 nah m p. N. en So for für tige M d. Au edie sle ihe nverf in % ügb Eff ark izie eit nz

160 27 355 61 159 111 262 122 139 355 119 157 148 232 48 237 183 68 72 128 27 51 305

3,1 1,0 6,1 2,1 4,8 3,2 4,8 2,4 4,2 1,8 4,3 2,8 3,4 3,3 3,2 2,1 2,9 3,0 3,6 2,2 6,1 2,9 2,8

Top-Gruppe

4,4 1,5 9,2 1,5 5,5 2,9 3,7 3,7 3,1 5,8 9,2 6,2 6,2 5,8 2,0 3,1 4,1 3,4 3,1 6,1 2,7 4,1 5,6

8,2 1,0 24,1 2,9 4,4 3,8 10,4 6,1 4,9 6,9 24,1 2,5 14,8 18,9 9,8 7,8 3,4 12,6 3,2 10,3 1,1 1,0 4,5

9,1 3,7 15,2 4,6 8,2 7,9 11,7 8,5 5,2 10,3 13,8 7,0 11,9 12,5 12,5 3,7 8,4 15,2 12,4 8,1 6,9 7,5 5,4

Mittelgruppe

Schlussgruppe

B∙I∙T∙


Erläuterungen zum BIX 2012

Hintergrundinformationen zum Bibliotheksindex BIX 1. Zielsetzung des BIX

Der Bibliotheksindex BIX ist ein mehrdimensionaler Kennzahlenvergleich für Öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken auf Basis der Deutschen Bibliotheksstatistik (DBS). Der BIX hat folgende Ziele: 1. Die teilnehmenden Bibliotheken können mit Hilfe der BIX-Ergebnisse ihre eigene Arbeit, Stärken, Schwächen und Herausforderungen im Verhältnis zu den anderen Bibliotheken in Deutschland realistisch einschätzen und dadurch die Bibliothek effektiv steuern und die Qualität ihrer Arbeit verbessern. 2. Die teilnehmenden Bibliotheken und ihre Träger belegen mit Hilfe der BIX-Ergebnisse die Leistungen und Bedürfnisse der Bibliothek und nutzen diese Daten in der öffentlichen Diskussion über die Bibliothek sowie zur Kommunikation mit der Presse und Öffentlichkeit.

2. Ergebnisse des BIX

Der BIX besteht aus vier Zieldimensionen: Angebot Nutzung Effizienz Entwicklung In jeder Dimension finden sich 3 - 6 Indikatoren. Der BIX für Hochschulbibliotheken (BIX-WB) besteht aus 17 Indikatoren, der BIX für Stadt- und Gemeindebibliotheken (BIX-ÖB) aus 18 Indikatoren. Die Ergebnisse des BIX liegen in unterschiedlichen Detaillierungsstufen vor - als Übersicht zum schnellen Vergleich aller BIX-Teilnehmer und als Nahaufnahme zur Analyse einer einzelnen Bibliothek.

2.1. BIX-Ergebnisgruppen, BIX-Tops Die Ergebnisgruppen verdeutlichen das Gesamtergebnis des Index auf einen Blick: Ein Farbschema zeigt, wo jede BIX-Bibliothek in den vier Zieldimensionen im Verhältnis zu allen anderen Bibliotheken in Deutschland steht: Gold: „Top-Gruppe“ – das obere Drittel aller Bibliotheken. Hellblau: „Mittelgruppe“ – das mittlere Drittel aller Bibliotheken Dunkelblau: „Schlussgruppe“ – das untere Drittel aller Biblio­theken.

B∙I∙T∙

„Alle Bibliotheken“ bedeutet: alle Bibliotheken derselben Vergleichsgruppe („BIX-Kategorie“), die Daten an die Deutsche Bibliotheksstatistik gemeldet haben. Die Ergebnisgruppen werden als „BIX-Tops“ zusammengefasst. Eine Platzierung in der Top-Gruppe ergibt einen ganzen Stern, die Platzierung in der Mittelgruppe einen halben Stern. Insgesamt kann jede Bibliothek also maximal vier Sterne erreichen.

2.2. Indikatorenwerte und Basisdaten Die Ergebnisgruppen ergeben sich aus den 17 (WB) bzw. 18 (ÖB) Indikatoren jeder Bibliothek. Die Indikatoren werden aus ca. 30 Basisdaten berechnet. Für den intensiven Bibliotheksvergleich müssen Indikatoren und Basisdaten analysiert werden. Hier im BIX-Magazin finden Sie: – die BIX-Ergebnisgruppen mit „BIX-Tops“ – die Indikatorenwerte aller BIX-Bibliotheken in ausführlichen Tabellen – Portraits von „Best-Practice“-Bibliotheken mit hervorragenden Leistungen in drei oder vier BIX-Dimensionen Auf der BIX-Website finden Sie: – die BIX-Ergebnisgruppen mit „BIX-Tops“ – die Indikatorenwerte sowie die zugrundeliegenden Basisdaten aller BIX-Bibliotheken – die Möglichkeit, ausgewählte BIX-Bibliotheken direkt anhand ihrer Indikatoren zu vergleichen – Portraits der BIX-Teilnehmer

2.3 Die BIX-Profilgrafik Jede Teilnehmerbibliothek erhält eine BIX-Profilgrafik. Sie zeigt für jeden einzelnen der 17/18 Indikatoren, wo die Bibliothek in Relation zu allen anderen Bibliotheken ihrer Vergleichsgruppe steht und ermöglicht eine detailliertere Analyse der Stärken und Schwächen.


3. Die vier Zieldimensionen des BIX

Der BIX betrachtet vier Zieldimensionen, die für Öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken identisch sind: Angebote, Nutzung, Effizienz und Entwicklungspotential.

3.1. Zieldimension Angebot In der Zieldimension Angebot wird die Ausstattung der Bibliothek abgebildet: Welche Ressourcen stellt der Träger (also die Hochschule oder Kommune) für die Versorgung der Nutzerinnen und Nutzer zur Verfügung? Welche Infrastruktur bietet die Bibliothek auf dieser Basis an? Die Ressourcen umfassen – neben dem Medienbestand als grundlegender Ressource – vor allem das Bibliothekspersonal, ohne das keine Dienstleistung möglich ist, sowie das Raumangebot der Bibliothek. Der Raumaspekt ist besonders relevant, da die Nutzung der Bibliotheken als nichtkommerzielle, öffentliche Kommunikations- und Lernorte trotz oder gerade wegen der „Virtualisierung“ der Informationswelt kontinuierlich steigt. Gleichzeitig ist die Bereitstellung von Informationen in elektronischer Form zukunftsentscheidend für Bibliotheken - sie wird bei den Hochschulbibliotheken gemessen über den Anteil des Medienetats für elektronische Bestände, bei Öffentlichen Bibliotheken über die Bereitstellung von öffentlichen Computerarbeitsplätzen und Internetdienstleistungen.

3.2. Zieldimension Nutzung / Kundenorientierung In der Zieldimension Nutzung wird danach gefragt, wie die Ressourcen genutzt und die angebotenen Dienstleistungen angenommen werden. Trifft das Angebot von Medien und Services die Wünsche der Kunden? Eine hohe Nutzung lässt darauf schließen, dass Kundenbedürfnisse richtig eingeschätzt wurden. Der wichtigste Indikator für die Akzeptanz der Bibliothek ist die Zahl der Bibliotheksbesuche. Hierbei spielen nicht nur physische, sondern auch virtuelle Besuche eine Rolle, d.h. Zugriffe auf das elektronische Angebot. Bei öffentlichen Bibliotheken ist darüber hinaus das Ausleihverhalten (Entleihungen

und Bestandsumschlag) ein wichtiger Indikator für kundenorientierte Services. In wissenschaftlichen Bibliotheken (häufig mit einem erheblichen Präsenzbestand) wird die Kundenorientierung über die sofortige Medienverfügbarkeit und die Teilnahme an Nutzerschulungen abgebildet. Eine vergleichbare Nutzerbefragung im Rahmen des BIX ist ein langjähriges Desiderat. Vorhandene Befragungsinstrumente sind entweder sehr kostspielig oder nur wenig standardisiert. Derzeit wird von der Hochschule der Medien ein standardisiertes Instrument erarbeitet, das zukünftig im Rahmen des BIX eingesetzt werden kann.

3.3. Zieldimension Effizienz / ­Wirtschaftlichkeit Die Zieldimension Effizienz stellt die Verknüpfung von Angebot und Nutzung dar: Wie verhalten sich Ausgaben und Leistungen zueinander? Bibliotheken sind Non-Profit-Einrichtungen und arbeiten nicht kostendeckend. Sie sind aber sehr wohl verpflichtet, die zur Verfügung gestellten Ressourcen ihrem Auftrag gemäß so effizient wie möglich einzusetzen. Ziel ist es, dass Ausstattung, Ressourcenverwendung und Nutzung durch die Kunden in einem optimalen Verhältnis zueinander stehen. Dabei zeigt gerade der BIX immer wieder: hervorragende Bibliotheksangebote und -Nutzung haben ihren Preis - eine „billige“ Bibliothek ist nicht unbedingt eine „gute“ Bibliothek. Eine besondere Problematik liegt hier in der schwierigen Vergleichbarkeit von Finanzdaten. Die unterschiedlichen Entwicklungen bezogen auf Haushaltsführung nach Kameralistik oder Doppik, Budgetierung, Globalhaushalt etc. erschweren Finanzvergleiche zwischen öffentlichen Trägern generell - nicht nur in Bibliotheken. Die unterschiedlichen Regelungen in Bezug auf innere Verrechnungen, Investitionen oder kalkulatorische Kosten sind bei der Interpretation der BIX-Ergebnisse stets zu berücksichtigen, insbesondere beim Indikator „Laufende Kosten pro Einwohner / pro aktivem Nutzer“. Die Indikatoren zur Prozesseffizienz im BIX-WB werden in hohem Maß von der technologischen Infrastruktur beeinflusst. Dies ist beabsichtigt: der Effizienzsprung durch Einführung z.B. der RFID-

B∙I∙T∙


Erläuterungen zum BIX 2012

Technologie muss sich selbstverständlich im BIX niederschlagen. Ein weiterer Effizienzindikator ist das Verhältnis von Personalaufwand zu den Dienstleistungen: bei wissenschaftlichen Bibliotheken wird das Verhältnis durch die Relation von Personalkosten zu Erwerbungsetat ausgedrückt, bei Öffentlichen Bibliotheken durch die Relation der insgesamt verfügbaren Arbeitskapazität zur Anzahl der Öffnungsstunden für die Nutzerinnen und Nutzer.

3.4. Zieldimension Entwicklung Bibliotheken müssen in der Lage sein, sich Veränderungen anzupassen und aktuelle Entwicklungen ihrer Umwelt aufzugreifen. In der Zieldimension Entwicklung wird abgefragt, ob in der Bibliothek ausreichende Potenziale für die notwendigen Veränderungen vorhanden sind - sowohl beim Personal, als

B∙I∙T∙

auch in der Bestandsentwicklung und der finanziellen Ausstattung. Spartenübergreifend ist hier die ständige Qualifizierung der Mitarbeiter/innen (gemessen in der Fortbildungsquote) von Bedeutung. Finanzielle Kennzahlen weisen bei den Hochschulbibliotheken darauf hin, wie gut die Bibliothek politisch aufgestellt ist („Anteil Bibliotheksmittel an den Mitteln der Hochschule“) und für Entwicklungsprojekte gerüstet ist („Drittmittelanteil am Bibliotheksetat“). Bei Öffentlichen Bibliotheken ergibt sich die Zukunftsfähigkeit daraus, welcher Prozentsatz des Bestandes jährlich erneuert werden kann (Erneuerungsquote) und ob genügend Investitionen die Attraktivität der Bibliothek und ihrer Infrastruktur erhalten.


4. Der BIX-Index

Indexbildung und Methodik des BIX wurden von infas – institut für sozialforschung in Kooperation mit der BIX-Redaktion neu entwickelt. – Ab 2012 dienen alle Bibliotheken als Vergleichsrahmen für die Indexberechnung, die Daten an die Deutsche Bibliotheksstatistik gemeldet haben. Der Vergleichsrahmen bestand bislang ausschließlich aus den Bibliotheken, die sich am BIX beteiligten. – Jede Bibliothek erhält Auskunft über ihre Position und Leistung in Relation zu allen Bibliotheken in Deutschland, unabhängig davon, ob sie sich am BIX beteiligen oder nicht. – Die Aussagekraft der Ergebnisse ist unabhängig von der Zahl der BIX-Teilnehmer oder einer Schwankung in der Teilnehmerstruktur. – Das bisherige Ranking wird zugunsten der Farbmatrix und der Profilgrafik aufgegeben.

Grundprinzip des BIX: Freiwillige Teilnahme Ein wichtiges Grundprinzip des BIX ist die freiwillige Teilnahme. Jede Bibliothek kann sich in jedem Jahr neu entscheiden, ob sie mit ihren Daten am BIX teilnehmen will oder nicht. Die Daten der Nicht-Teilnehmer werden als Hintergrundinformation in die Indexberechnung einbezogen, aber danach nicht weiter genutzt und an keiner Stelle publiziert. Die BIX-Ergebnisgruppen und die Profilgrafiken werden ausschließlich für BIX-Teilnehmer erstellt.

Die Indexberechnung Die Erstellung der beiden BIX-Indices erfolgt nach folgendem Ablauf: – Aus allen bereinigten und korrigierten Daten aus der DBS werden die BIX-Indikatoren berechnet. – Der Vergleichsrahmen für jeden Indikator ist immer so groß wie möglich, d.h. es werden alle in Deutschland verfügbaren plausiblen Daten für die Berechnung des Indikators herangezogen. – Nach Berechnung der Indikatoren werden die Bibliotheken in Vergleichsgruppen („BIX-Kategorien“) eingeteilt und auf Ebene dieser Vergleichsgruppe weiter verfahren.

– Für jeden Indikator wird der so genannte Quantilsrang jeder Bibliothek innerhalb ihrer Vergleichsgruppe ermittelt. Der Quantilsrang beschreibt, wo der Wert der einzelnen Bibliothek im Spektrum aller vorliegenden Werte der Vergleichsgruppe (vom geringsten bis zum höchsten Wert) liegt. Die Bibliothek mit dem kleinsten aller Werte liegt beim Quantilsrang 0, die Bibliothek mit dem größten Wert bei Quantilsrang 1. – Die Quantilsränge der BIX-Bibliotheken werden pro Dimension standardisiert und zu einem Gesamtwert zusammengefasst (d.h. die Summe wird durch die Zahl der verfügbaren Indikatoren in dieser Dimension geteilt). – Es ergibt sich damit für jede Dimension ein Ergebniswert. Für diese Ergebniswerte wird erneut der Quantilsrang innerhalb der Vergleichsgruppe ermittelt. Er bestimmt die Ergebnisgruppe der Bibliothek in dieser Dimension: Topgruppe für einen Wert über 0,66, Mittelgruppe für einen Wert zwischen 0,33 und 0,66, Schlussgruppe für einen Wert bis 0,32. Es gelten folgende Besonderheiten: – Vier Indikatoren des BIX-WB (vgl. Dimensionen und Indikatoren) lassen sich nicht aus DBS-Daten berechnen. Die maximale mögliche Zahl der Vergleichsbibliotheken ist in diesen Fällen die Zahl der BIX-Teilnehmer, denn nur diese erheben die notwendigen Daten. – Grundsätzlich gilt bei der Berechnung der BIX-Ergebnisse die Regel „je höher der Wert, umso besser“. Es gibt jedoch einige Indikatoren, die umgekehrt gewichtet werden, d.h. hier ist der kleinste Wert der Spitzenwert. Es handelt sich um folgende Indikatoren: – BX-ÖB: Dimension Effizienz, Indikatoren „Medienetat pro Entleihung“, „Mitarbeiterstunden je Öffnungsstunde“ und „laufende Ausgaben pro EW“ – BIX-WB: Dimension Effizienz, Indikator „laufende Ausgaben pro aktivem Entleiher“ – Bis 2011 wurden die Indikatoren im BIX-ÖB unterschiedlich gewichtet. Diese Gewichtung entfällt ab 2012. Alle Indikatoren zählen gleich stark.

B∙I∙T∙


Erläuterungen zum BIX 2012

5. Die Vergleichsgruppen („BIX-Kategorien“) Die Indikatoren des BIX sind so angelegt, dass sie grundsätzlich unabhängig von der Größe der Bibliothek und ihres Versorgungsbereichs aussagekräftig sind. Trotzdem ist es notwendig, für einen fachlich fundierten Vergleich die Bibliotheken in mehrere Gruppen zu differenzieren

5.1. Öffentliche Bibliotheken

kommune. Das Versorgungsgebiet beeinflusst das Aufgabenspektrum der Bibliothek: Stadtbibliotheken von Großstädten müssen z.B. Bestände auch für seltene und spezialisierte Fragestellungen bereithalten. Darüber hinaus sind bestimmte Ausstattungswerte nicht beliebig nach unten skalierbar, so dass eine ­Bibliothek in einer Gemeinde oder Kleinstadt häufig in Bezug auf die Einwohnerzahl höhere Ausstattungswerte erreicht als Bibliotheken in Mittel- und Großstädten.

Bei Öffentlichen Bibliotheken erfolgt die Differenzierung in fünf Gruppen nach der Größe der TrägerKategorie Tabelle 0 Tabelle 1 Tabelle 2 Tabelle 3 Tabelle 4 Tabelle 5

Bibliotheken in Städten mit weniger als 5.000 Einwohnern Bibliotheken in Städten zwischen 5.000 und 15.000 Einwohnern Bibliotheken in Städten zwischen 15.000 und 30.000 Einwohnern Bibliotheken in Städten zwischen 30.000 und 50.000 Einwohnern Bibliotheken in Städten zwischen 50.000 und 100.000 Einwohnern Bibliotheken in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern

Zahl der Bibliotheken in dieser Kategorie in Deutschland (=Vergleichsrahmen für den BIX) ca. 230 Bibliotheken ca. 780 Bibliotheken ca. 480 Bibliotheken ca. 200 Bibliotheken ca. 100 Bibliotheken ca. 90 Bibliotheken

5.2. Hochschulbibliotheken Bei den Hochschulbibliotheken erfolgt die Differenzierung nach dem Bibliothekstyp. Hier gibt es zunächst erhebliche Unterschiede zwischen der Situation und Ausstattung von Universitäts- und (Fach-)Hochschulbibliotheken. Diese bilden also eine eigene Gruppe. Die Universitätsbibliotheken werden noch einmal differenziert nach einschichtigen und zweischichtigen Bibliothekssystemen. In einschichtigen Systemen bilden Kategorie

B∙I∙T∙

die Zentralbibliothek und die Zweig- und Institutsbibliotheken eine organisatorische Einheit; Daten werden für das gesamt System erhoben. In zweischichtigen Systemen gibt es neben der Zentralbibliothek (ggf. mit Zweigstellen) noch selbständige Instituts- oder Fachbereichsbibliotheken, deren Daten nicht in den Vergleich mit einfließen. Daher ist zwischen diesen beiden Systemen einen Differenzierung notwendig. Zahl der Bibliotheken in dieser Kategorie in Deutschland (=Vergleichsrahmen für den BIX)

Tabelle 6

(Fach-)Hochschulbibliotheken

ca. 130 Bibliotheken

Tabelle 7

einschichtige Universitätsbibliotheken

ca. 60 Bibliotheken

Tabelle 8

zweischichtige Universitätsbibliotheken

ca. 30 Bibliotheken


Die Kategorisierung der Hochschulbibliotheken ist allerdings in einzelnen Fällen nicht ganz trennscharf möglich. Eine weitere Besonderheit betrifft die am BIX teilnehmenden Pädagogischen Hochschulen: Sie sind neben der Versorgung der eigenen Hochschule auch für weitere Hochschulen oder Fakultäten zuständig.

6. Die Indikatoren

Jeder der vier Zieldimensionen sind drei bis sechs Indikatoren zugeordnet. Sie werden im Folgenden beschrieben.

6.1. Indikatoren des BIX für Öffentliche Bibliotheken (BIX-ÖB) Zentrale Bezugsgröße ist bei den Öffentlichen Bibliotheken die Einwohnerzahl der Kommune. Bibliotheken zielen mit ihren Angeboten und Dienst-

leistungen grundsätzlich auf die Bürgerinnen und Bürger einer Stadt als potenzielle Kunden. Auf sie bezieht sich in der Regel auch der Versorgungsauftrag der Kommune. In vielen Städten und Gemeinden nutzen aber natürlich auch Menschen aus dem Umland die Bibliothek – sei es aufgrund attraktiver Angebote, sei es aufgrund persönlicher Lebens- und Arbeitsbedingungen. Das Einzugsgebiet einer Bibliothek ist demnach nicht zwangsläufig mit der Einwohnerzahl der Kommune identisch. Trotzdem wird im BIX die Einwohnerzahl als Bezugsgröße genutzt, da die politische Zuständigkeit die Basis der Betrachtung bildet. Zudem sind Korrekturen in diesem Bereich sehr komplex. Für die Einwohnerzahl werden alle Personen mit erstem Wohnsitz laut amtlicher Statistik zum 31.12. des Jahres berücksichtigt (in Ausnahmefällen zum 30. Juni).

Übersicht: Indikatoren des BIX für Öffentliche Bibliotheken (BIX-ÖB) Angebot

Nutzung / Kundenorientierung

– Medien je Einwohner – Publikumsfläche in qm je 1.000 Einwohner – Mitarbeiter je 1.000 Einwohner – Computerarbeitsplätze je 10.000 Einwohner – Internet-Services – Veranstaltungen und Programme je 1.000 Einwohner

– Besuche je Einwohner – Virtuelle Besuche je Einwohner – Entleihungen je Einwohner – Umschlag – Jahresöffnungsstunden pro 1.000 Einwohner

Wirtschaftlichkeit / Effizienz

Entwicklung

– Medienetat je Entleihung in Euro* – Mitarbeiterstunden je Öffnungsstunde* – Besuche je Öffnungsstunde – Laufende Ausgaben je Besuch in Euro*

– Erneuerungsquote – Fortbildungsquote – Investitionen je Einwohner in Euro

* umgekehrte Bewertung (kleinster Wert = Spitzenwert)

6.1.1. Zieldimension Angebot – Öffentliche ­Bibliotheken Medien je Einwohner Einbezogen werden alle Medien einer Bibliothek einschließlich Zeitschriften und Präsenzbestände. Nicht berücksichtigt werden Magazinbestände sowie Sondersammlungen.

Der Medienbestand ist das wichtigste Kapital der Bibliothek. Neben der absoluten Zahl der Medien ist jedoch vor allem auch ihre Aktualität ausschlaggebend. Diese wird vom Indikator Erneuerungsquote (Dimension Entwicklung) abgebildet. Die Zusammensetzung der Medienbestände sowie alle Dienstleistungsangebote sind abhängig vom Auftrag, den die Bibliothek in ihrer Kommune zu erfüllen

B∙I∙T∙


Erläuterungen zum BIX 2012

hat. Eine Profilbildung der Bibliotheken, beispielsweise die Ausrichtung der Angebote auf bestimmte Zielgruppen, wird von dem Indikator nicht abgebildet und ist individuell beim Vergleich mit anderen Bibliotheken und bei der Interpretation der BIX-Ergebnisse zu berücksichtigen.

Veranstaltungen und Programme Es zählen alle von der Bibliothek angebotenen einmaligen und regelmäßigen Veranstaltungen. Dazu gehören auch Ausstellungen, Einführungen in die Bibliotheksbenutzung, Hausaufgabenbetreuung und Kooperationsveranstaltungen, z.B. die Koordination von Vorlesepaten.

Publikumsfläche in qm je 1.000 Einwohner Bei dieser Berechnung wird die gesamte öffentlich zugängliche Fläche der Bibliothek einschließlich Treppenhäuser, Veranstaltungsräume etc. einbezogen.

Mit der Erhebung dieses Indikators bildet der BIX ab, wie leistungsfähig die Bibliothek in ihrer Funktion als Vermittlerin von Lese- und Medienkompetenz sowie als kulturelles Zentrum und Treffpunkt für die Bürger ist.

Eine ausreichende Fläche ist nicht nur notwendig, um die Bibliotheksbestände gut zu präsentieren. Sie bestimmt auch die Qualität der Bibliothek als öffentlichem Lernraum und Treffpunkt sowie die Möglichkeiten für Veranstaltungen.

6.1.2. Zieldimension Nutzung / Kundenorientierung – Öffentliche Bibliotheken

Mitarbeiter je 1.000 Einwohner Neben dem fest angestellten Bibliothekspersonal werden auch Aushilfen, Projektkräfte, Langzeitpraktikanten, 1-Euro-Jobber und ehrenamtliche Kräfte mit einbezogen. MitarbeiterInnen in Mutterschutz oder Altersteilzeit sowie Auszubildende zählen nicht mit. Computerarbeitsplätze je 10.000 Einwohner Hier wird die Zahl der verfügbaren Computerarbeitsplätze gezählt. Dazu gehören sowohl OPACs als auch öffentlich zugängliche Internet-, Multimedia- oder sonstige Arbeits-PCs. Bibliotheken bieten Zugang zu Information in jeder Form, auch elektronischer. Sie tragen bei zur Überwindung der digitalen Kluft und stärken mit ihren Angeboten die Informationskompetenz der Nutzer. Der Indikator bildet ab, wie gut sie diese Aufgabe erfüllen können. Internet-Services Angebote der Bibliothek, die extern über Internet nutzbar sind, werden in Form dieses Summenindex abgebildet. Abgefragt wird das Vorhandensein einer Homepage, eines Web-OPAC, von interaktiven Funktionen (z.B. Kontoeinsicht und Verlängerungen per Internet), virtuellem Auskunftsdienst (z.B. per E-Mail), virtuellen Beständen (Onleihe, Datenbanken) und pro-aktiven Informationsdiensten (z.B. Newsletter) sowie Web 2.0-Angeboten.

B∙I∙T∙

Besuche je Einwohner Zählt die Besuche der Kunden in der Bibliothek, um Medien zu entleihen, Angebote vor Ort zu nutzen und um an Veranstaltungen oder Führungen teilzunehmen. Dieser Indikator bildet den Stellenwert der Bibliothek als öffentlichem Lern- und Kulturort ab. In vielen Bibliotheken steigt die Vorortnutzung deutlich an. Eine sichere, ansprechende Umgebung, Computerarbeitsplätze, aktuelle Tageszeitungen und Fachzeitschriften ziehen viele Menschen in die Bibliothek. Veranstaltungen, Klassenführungen oder Internetschulungen runden das Angebot vor Ort ab und spiegeln sich in der Zahl der Besuche wider. Einigen wenigen BIX-Bibliotheken ist es nicht möglich, Besucherzahlen für das Berichtsjahr über eine Zählanlage oder manuelle Zählung zu ermitteln. In diesen Fällen besteht die Möglichkeit, auf Grundlage der aktiven Entleiher die Besucherzahl hochzurechnen. Dabei handelt es sich jedoch um einen statistischen Wert. Dieses Verfahren wird daher nur als Notlösung eingesetzt. Virtuelle Besuche je Einwohner Zählt die virtuellen Besuche der Bibliothekskunden, d.h. die Besuche auf der Bibliothekshomepage und dem OPAC. Gezählt werden Sitzungen (Sessions) über ein zentral durchgeführtes Zählpixelverfahren der Hochschule der Medien Stuttgart.


Serviceleistungen über das Internet (z.B. Medienverlängerung) und elektronische Medienbestände führen dazu, dass die Bedeutung der virtuellen Nutzung für Bibliotheken stetig steigt. Entleihungen je Einwohner Hier werden alle Entleihungen von Medien einschließlich Verlängerungen gezählt. Nicht berücksichtigt werden unterschiedliche Leihfristen in den einzelnen Bibliotheken und Entleihungen von Magazinbeständen. Neben der Vor-Ort-Nutzung der Bibliothek sind die Entleihungen der wichtigste Indikator dafür, wie der Bibliotheksbestand angenommen wird. Umschlag Gibt an, wie oft jedes ausleihbare Medium durchschnittlich pro Jahr entliehen wurde. (Entleihungen pro Medium). Der Umschlag gibt Auskunft über das Verhältnis von Medienausstattung zu Mediennutzung. Die Anzahl der verfügbaren Medien spielt dafür ebenso eine Rolle wie ihre Aktualität und die Ausrichtung auf die Nutzerbedürfnisse vor Ort. Jahresöffnungsstunden pro 1.000 Einwohner Hier wird die Gesamtzahl der Öffnungsstunden aller zum Bibliothekssystem gehörigen Einrichtungen an allen Öffnungstagen im Berichtsjahr berücksichtigt. Die Öffnungsstunden sind ein zentraler Indikator für die Zugänglichkeit der Bibliothek für alle Bevölkerungsgruppen. Neben der absoluten Zahl ist hierfür auch die Lage der Öffnungsstunden am Abend und am Wochenende relevant. Einrichtungen / Anzahl im System Die Zahl der Einrichtungen im Bibliothekssystem wird nur als Zusatzinformation aufgeführt und fließt nicht in den Index ein. Sie beeinflusst z.B. die Anzahl der möglichen Öffnungsstunden und der möglichen Veranstaltungen. Gleichzeitig gibt sie Auskunft darüber, wie dezentral - und damit bürgernah - die Bibliotheksversorgung organisiert ist.

6.1.3. Zieldimension Wirtschaftlichkeit / Effizenz – Öffentliche Bibliotheken Medienetat je Entleihung in Euro Hier werden die Ausgaben für den Erwerb von Medien einbezogen, einschließlich Einbandkosten und Lizenzen. Der Indikator wird umgekehrt bewertet (kleinster Wert = Spitzenwert) Der Indikator sagt aus, wie gut die Ausgaben für den Medienbestand durch die Ausleihen „genutzt“ werden. Ein sehr geringer Wert kann dabei u.U. auch auf ein Defizit im Medienetat hinweisen, d.h. dass nicht genug Mittel vorhanden sind, um den Bedarf an neuen Medien zu decken. Mitarbeiterstunden je Öffnungsstunde Nennt die zur Verfügung stehenden Arbeitsstunden von Bibliotheksmitarbeitern im Verhältnis zu den Jahresöffnungsstunden auf Basis der Bruttoarbeitszeit (d.h. einschließlich Urlaub und Krankheit). Der Indikator wird umgekehrt bewertet (kleinster Wert = Spitzenwert). Je kleiner der Wert ist, umso weniger Arbeitszeit wird für interne Tätigkeiten verwendet und umso höher ist der Anteil der Mitarbeiterkapazität, der in den direkten Kundenservice während der Öffnungsstunden investiert wird. Kleine Bibliotheken sind hier aufgrund ihrer Struktur grundsätzlich im Vorteil. Besuche je Öffnungsstunde Zeigt auf, wie viele Kunden durchschnittlich pro Öffnungsstunde die Bibliothek besuchen und ihre Angebote nutzen. Laufende Ausgaben je Besuch in Euro Einbezogen wird die Gesamtsumme der getätigten laufenden Ausgaben nach den Rechnungsergebnissen des Berichtsjahres – unabhängig davon, ob die aufgewendeten Mittel vom Unterhaltsträger oder aus anderen Quellen stammen. Nicht berücksichtigt werden einmalige Investitionen; diese fließen in die Dimension Entwicklung ein. Der Indikator wird umgekehrt bewertet (kleinster Wert = Spitzenwert).

B∙I∙T∙


Erläuterungen zum BIX 2012

6.1.4. Zieldimension Entwicklung – Öffentliche Bibliotheken Erneuerungsquote Gibt den Prozentsatz des Bestandes an, der im laufenden Jahr durch neue Medien ersetzt wurde. Beeinflusst wird die Quote davon, wie viele neue Medien die Bibliothek erwirbt und wie viele alte sie aussondert.

6.2. Indikatoren des BIX für ­Hochschulbibliotheken (BIX-WB) Vor der Erstellung des BIX-Indexes für wissenschaftliche Bibliotheken stand die Klärung des Auftrages von Universitäts- und Hochschulbibliotheken. Auf der Grundlage dieses Verständnisses wurde das Indikatorenraster des BIX-WB abgeleitet. Auftrag der Universitäts- und Hochschulbibliotheken

Die Erneuerungsquote ist einer der wichtigsten Indikatoren im BIX, da sie abbildet, inwieweit die Bibliothek in der Lage ist, ihre Informationen kontinuierlich zu aktualisieren und mit den Nutzerbedürfnissen Schritt zu halten. Besteht der Medienzugang jedoch vorwiegend aus Geschenken, die die Bibliothek inhaltlich und qualitativ nicht steuern kann, wirkt sich dies langfristig negativ auf die Ausgewogenheit des Bestandes und ein nutzerorientiertes Bestandsprofil aus. Fortbildungsquote Einbezogen wird der Zeitaufwand für interne und externe Fortbildungen sowie Dienstreisen mit Fortbildungscharakter. An der Fortbildungsquote lässt sich ablesen, ob das Personal für neue Entwicklungen gerüstet ist und welchen Stellenwert die ständige Weiterqualifizierung in der Bibliothek einnimmt. Investitionen je Einwohner in Euro Hier wird die Summe aller tatsächlich verausgabten einmaligen Investitionen berücksichtigt, das sind einmalige Ausgaben für den Erwerb von Grundstücken und Gebäuden, für Baumaßnahmen, Möbel oder technische Ausstattung aus Mitteln des Vermögenshaushaltes. Kommen einer Bibliothek nicht regelmäßig Investitionen zugute, sinkt mittelfristig ihre Attraktivität und Leistungsfähigkeit.

B∙I∙T∙

Die Bibliothek versorgt Forschung, Lehre und Studium an ihrer Hochschule mit Literatur und Information. Zu diesem Zweck baut sie lokale Informationsbestände auf, bietet Zugriff auf weltweit vorhandene für die Hochschule relevante Informationen, sorgt für rasche Zugänglichkeit und Lieferung benötigter Dokumente und fördert durch Beratung und Schulung die Kompetenz zur Informationsnutzung und zum elektronischen Publizieren. Sie orientiert ihr Dienstleistungsangebot konsequent an den Bedürfnissen ihrer Benutzer und den strategischen Zielen der Hochschule und trägt ihre Dienste aktiv an die Nutzer heran. Informationsvermittlung – Die Bibliothek beschafft, erschließt und vermittelt Fachinformation in gedruckter und elektronischer Form. So unterstützt sie Forschung und Lehre an der Hochschule und darüber hinaus. – Sie bietet durch Fachportale und Nachweisinstrumente den Zugriff auf weltweit vorhandene Informationen an und bedient die Nutzer mit Informationsservices, die auf ihre Interessen zugeschnitten sind. – Sie sorgt für rasche Lieferung lokal nicht vorhandener Informationen, vorrangig unter Nutzung der Informationsnetze. Informationsproduktion – Die Bibliothek bietet die Infrastruktur für wissenschaftliches Publizieren, einschließlich der elektronischen Veröffentlichungen der Hochschule. – Sie leistet Archivierung und Bestandserhaltung für den gedruckten wie den elektronischen Literatur- und Informationsbestand der Hochschule, soweit der Auftrag besteht.


– Sie trägt durch Erschließen, Digitalisieren und Bereitstellen ihrer Literaturbestände zum internationalen Wissensnetzwerk sowie zur Wettbewerbsfähigkeit und kulturellen Darstellung der Hochschule bei. Unterstützung wissenschaftlichen Lehrens und Lernens – Die Bibliothek bietet angemessene Arbeitsmöglichkeiten für individuelles Arbeiten und Gruppenarbeit unter Nutzung der jeweils aktuellen technischen Voraussetzungen. – Sie fördert multimediales Lehren und Lernen sowie Fernlehre und Fernstudium. – Sie fördert die Informationskompetenz, d. h. die Fähigkeit zur Nutzung von Literatur und Information

sowie zum kritischen Umgang mit ihr, durch Beratung und studiengangintegrierte Lernmodule. Management – Die Bibliothek nutzt und entwickelt innovative Technologien zur Erfüllung ihrer Aufgaben. – Durch moderne Managementmethoden sorgt sie für hohe Qualität der Dienstleistungen und Kosteneffizienz. – Sie fördert die Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Fortbildung und strategische Personalentwicklung. – Sie kooperiert lokal, national und international zum Zweck effektiver und wirtschaftlicher Informations-

versorgung.

Indikatoren des BIX für Hochschulbibliotheken (BIX-WB) Angebote

Nutzung / Kundenorientierung

– Arbeitsplätze pro 1.000 primäre Nutzer – Bibliotheksmitarbeiter (VZÄ) pro p.N. – Ausgaben für Literatur und Information pro p.N. – Anteil der Ausgaben für elektronische Bestände an den gesamten Ausgaben für Informationsversorgung in % – Öffnungsstunden pro Woche

– physische Besuche je p.N. – virtuelle Besuche je p.N. – Schulungsteilnahmen pro 1000 p.N. – Sofortige Medienverfügbarkeit in %

Wirtschaftlichkeit / Effizienz

Entwicklung

– laufende Bibliotheksausgaben pro aktivem p.N.* – Verhältnis der Erwerbungsausgaben zu den Personalausgaben in % – Prozesseffizienz Medienbearbeitung ** – Prozesseffizienz Aus- und Fernleihe **

– Fortbildungstage pro Mitarbeiter – Anteil der Bibliotheksmittel an den Mitteln der Hochschule in %** – Anteil der Dritt- und Sondermittel an den Bibliotheksmitteln in % – Anteil Personal für elektronische Dienste in %**

* umgekehrte Bewertung (kleinster Wert = Spitzenwert) ** Vergleichsgruppe sind ausschließlich BIX-Teilnehmer

B∙I∙T∙


Öffentliche Erläuterungen Bibliotheken zum BIX 2012 2012

Hintergrundinformationen zum Bibliotheksindex BIX Zentrale Bezugsgröße ist bei den Hochschulbib­ liotheken die primäre Nutzergruppe. Sie setzt sich zusammen aus allen im Erstfach eingeschriebenen Studierenden und dem wissenschaftlichen Personal (inkl. Lehrbeauftragte) der Hochschule, nicht jedoch den studentischen Hilfskräften. 6.2.1. Zieldimension Angebot – Hochschulbibliotheken Zahl der Arbeitsplätze pro 10.000 primäre Nutzer: Einbezogen werden alle Arbeitsplätze in der Bibliothek zur Einzel- und Gruppenarbeit, mit und ohne Computerausstattung. Der Indikator beschreibt, wie gut die Bibliothek ihre Funktion als Lern- und Arbeitsort für die Hochschule erfüllen kann. Bibliotheksmitarbeiter (Vollzeitäquivalente) pro 1.000 primäre Nutzer: Berücksichtigt wird das gesamte Personal innerhalb und außerhalb des Stellenplans. Die Personalausstattung bestimmt die Dienstleistungsintensität und -qualität. Ausgaben für Literatur und Information pro 1.000 primäre Nutzer: Die Ausgaben für Literatur setzen sich zusammen aus den tatsächlich geleisteten Ausgaben für die Erwerbung aller Bibliotheksmaterialien einschließlich elektronischer Medien und Einbandkosten. Von der Höhe der Erwerbungsausgaben hängt ab, wie gut die Bibliothek ihren Informationsauftrag erfüllen kann. Anteil Ausgaben für elektronische Bestände an den Gesamtausgaben für Informationsversorgung: Gibt an, wie groß der Anteil der Ausgaben für den elektronischen Bestand an den Gesamtausgaben ist (hier ohne Einbandkosten). Der Anteil der elektronischen Medien an den Neuerwerbungen bestimmt nicht nur Inhalte, sondern auch Verfügbarkeit und weitergehende Dienstleistungen. Der

B∙I∙T∙

optimale Wert für diesen Indikator schwankt jedoch je nach fachlicher Ausrichtung der Bibliothek; bei einem naturwissenschaftlichen Schwerpunkt wird er derzeit höher sein als bei einem geistes- oder gesellschaftswissenschaftlichen Profil. Öffnungsstunden pro Woche: Es werden die theoretischen Öffnungsstunden der Hauptbibliothek/Zentrale angegeben, unabhängig von möglichen Zeiten reduzierten Bibliotheksbetriebs im Berichtsjahr. Die Öffnungszeiten sind ausschlaggebend für Nutzung der Bibliothek als Lern- und Arbeitsort. 6.2.2. Zieldimension Nutzung – Hochschulbibliotheken Physische Besuche pro primärer Nutzer: Gezählt werden die Besuche aller Benutzer im Jahr; in der Regel über Zählgeräte, vereinzelt auch über Stichprobenzählung. Virtuelle Besuche pro primärer Nutzer: Zählt die virtuellen Besuche der Bibliothekskunden, d.h. die Besuche auf der Bibliothekshomepage und dem OPAC. Gezählt werden Sitzungen (Sessions) über ein zentral durchgeführtes Zählpixelverfahren der Hochschule der Medien Stuttgart. Serviceleistungen über das Internet (z.B. Recherche und Bestellungen) sowie ein hoher Anteil elektronischer Medien führen dazu, dass die Bedeutung der virtuellen Nutzung für Bibliotheken stetig steigt. Schulungsteilnahmen pro 1.000 primäre Nutzer: Gezählt werden alle Teilnahmen an Bibliotheksschulungen und -führungen. Aufgrund des Medienwandels besteht eine wichtige Aufgaben der Bibliotheken in der Vermittlung von Medienund Informationskompetenz. In der Zahl der Schulungsteilnahmen spiegelt sich sowohl das Angebot als auch die Wirkung dieser Tätigkeit.


Sofortige Medienverfügbarkeit: Hier wird die Zahl der Ausleihen und Fernleihbestellungen zu den Ausleihen abzüglich Vormerkungen ins Verhältnis gesetzt.

Beide Indikatoren zur Prozesseffizienz hängen wesentlich von der Technologieunterstützung, aber auch von der Art der beschafften Medien und der Prozessorganisation in der Bibliothek ab.

Der Indikator gibt an, welcher Prozentsatz aller Entleihungen rechnerisch sofort, d.h. ohne vorherige Vormerkung oder Leihverkehrsbestellung, möglich war.

6.2.4. Zieldimension Entwicklung – Hochschulbibliotheken

6.2.3. Zieldimension Effizienz – Hochschulbibliotheken  Bibliotheksausgaben pro ­primärer Nutzer: Hier wird die Summe der Ausgaben für Erwerbung, sonstige sächliche Ausgaben und Personalausgaben ins Verhältnis zur Zahl der aktiven Entleiher aus der primären Nutzergruppe gesetzt. (aktiv = mindestens eine Entleihung pro Jahr) Der Indikator wird umgekehrt gewertet (kleinster Wert = Spitzenwert), geht also davon aus, dass die Arbeit umso kosteneffizienter erbracht worden ist, je geringer die Ausgaben pro Nutzer sind. Die Zahl kann jedoch umgekehrt auch als Hinweis darauf gelesen werden, wie viele Mittel der Bibliothek zur Versorgung ihrer Klientel zur Verfügung stehen.

Fortbildungstage pro Mitarbeiter: Alle angekündigten Fortbildungen und Schulungen in Form von Gruppenveranstaltungen innerhalb und außerhalb der Bibliothek werden gezählt. Anteil Bibliotheksmittel an den Mitteln der Hochschule: Angegeben wird der gesamte Hochschuletat, um diesen ins Verhältnis zu den Mitteln zu setzen, die die Bibliothek von der Hochschule erhält. Der Indikator ist ein Hinweis darauf, welchen Stellenwert die Bibliothek im Hochschulkontext einnimmt. Anteil der Dritt- und Sondermittel an den Bibliotheksmitteln Berücksichtigt werden alle erwirtschafteten Mittel sowie Dritt- und Sondermittel inklusive investive Ausgaben, die nicht vom Unterhaltsträger oder dem zuständigen Ministerium stammen.

Verhältnis der Erwerbungsausgaben zu den Personalausgaben: Berücksichtigt wird das gesamte Bibliothekspersonal innerhalb und außerhalb des Stellenplans (ggf. über Richtwerte ermittelt).

Der Indikator zeigt, wie viele Ressourcen die Bibliothek für fachliche, technologische oder räumliche Entwicklungen einwerben konnte. Er belegt aber auch den Beitrag, den die Bibliothek zur Finanzierung leistet.

Prozesseffizienz der Medienbearbeitung Ins Verhältnis gesetzt werden die in der Bibliothek im Jahresverlauf beschafften und bearbeiteten Medien zum Personalaufwand für die Medienbearbeitung (in VZÄ).

Anteil Personal für elektronische Angebote: Summe der Stellenanteile des Bibliothekspersonals, das mit Planung, Wartung, Bereitstellung und Entwicklung von IT-Dienstleistungen betraut ist.

Prozesseffizienz bei Aus- und Fernleihe Ins Verhältnis gesetzt werden die Ausleihen der Bibliothek sowie die gebenden und nehmenden Fernleihbestellungen zum Personalaufwand für die Orts- und Fernleihe (in VZÄ).

Die Anzahl des Personals in elektronischen Dienstleistungen macht deutlich, wie die Bibliothek sich auf den Umgang mit elektronischen Medien und Dienstleistungen eingestellt hat.

Top-Gruppe

Mittelgruppe

Schlussgruppe

B∙I∙T∙


BIX – der Bibliotheksindex ist eine Leistung im Rahmen des Kompetenznetzwerks für Bibliotheken (KNB)

Kompetenznetzwerk für Bibliotheken

Deutscher Bibliotheksverband e.V. Kompetenznetzwerk für Bibliotheken, BIX-Redaktion Fritschestr. 27/28 10585 Berlin Tel.: (030) 644 9899 - 15, -14 Fax: (030) 644 9899-29 E-Mail: mcleod@bibliotheksverband.de www.bix-bibliotheksindex.de www.bibliotheksportal.de www.bibliotheksverband.de

infas GmbH Institut für angewandte Sozialwissenschaft Friedrich-Wilhelm-Str. 18 53113 Bonn Tel.: (0228) 38 22-409 www.infas.de

Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen (hbz), Deutsche Bibliotheksstatistik Jülicher Str. 6 50674 Köln Tel.: (0221) 40075-132 Fax: (0221) 40075-180 E-Mail: dbs@hbz-nrw.de www.bibliotheksstatistik.de www.hbz-nrw.de

Hochschule der Medien Stuttgart Fakultät Information und Kommunikation Wolframstr. 32 70191 Stuttgart Tel.: (0711) 25706-0 www.hdm-stuttgart.de/bi

Verlag Dinges & Frick GmbH Greifstraße 4 65199 Wiesbaden Tel.: (06 11) 931 09 41 Fax: (06 11) 931 09 43 E-Mail: info@b-i-t-online.de www.b-i-t-online.de

B∙I∙T∙


D

Stadtbibliothek Neu-Isenburg

Ansprechpartner: Jutta Duchmann Frankfurter Str. 152 63263 Neu-Isenburg www.neu-isenburg.de Einwohner: Personal in VZÄ: Gesamtausgaben: Medienbestand: Medienetat: Jahresentleihungen: Besuche: Virtuelle Besuche (Sessions):  Wochenöffnungsstunden: Anzahl der Einrichtungen:

36.033 10,24 826.952 € 71.667 143.066 € 411.302 136.019 30.420 33 3

ie Aufbruchbewegungen in der arabischen Welt, das Reaktorunglück von Fukushima oder die Finanzkrise – das sind einige der Themen, mit denen die Stadtbibliothek Neu-Isenburg ihre Besucher empfängt: Auf Medieninseln im transparenten Eingangsbereich bietet sie vielfältige Literatur zum aktuellen Zeitgeschehen. Die Stadtbibliothek versteht sich als Informationszentrum und Bildungseinrichtung für alle Generationen. Schüler und Erwachsene können sich hier orientieren und weiterbilden. Datenbanken, die Onleihe und Internet-PCs ergänzen einen top-aktuellen Bestand, der Print- und digitale Medien in kundenfreundlicher Präsentation bereithält. Entgegen der allgemein negativen Entwicklung im Sachbuchbereich etwa verzeichnet die Stadtbibliothek deshalb auch konstante Werte. Für Kinder gibt es zahlreiche Leseförderprojekte. Ein engagiertes Team bietet kompetente Beratung. Mit vielen Institutionen und einem starken Freundeskreis ist die Bibliothek eng vernetzt. Diese und viele weitere Maßnahmen tragen dazu bei, dass sie von Beginn an auf vorderen Plätzen im BIX gelandet ist. Die Ergebnisse dürften für einen dringend notwendigen Neu- oder Erweiterungsbau eine gute Argumenta­ tionshilfe sein.

B∙I∙T∙

31


Stadtbücherei Bamberg

Ansprechpartnerin: Christiane Weiß Obere Königstraße 4a 96052 Bamberg www.stadtbuecherei-bamberg.de Einwohner:  Personal in VZÄ: Gesamtausgaben:  Medienbestand: Medienetat:  Jahresentleihungen:  Besuche:  Virtuelle Besuche (Sessions): Wochenöffnungsstunden: Anzahl der Einrichtungen:

32

B∙I∙T∙

70.040 15,24 1.049.179 € 132.336 120.376 € 654.501 209.951 232.455 36 4

1

5.000 Schüler machen Bamberg zu einer Schulstadt par excellence. Folglich sind die Leseförderung und die Vermittlung von Medienkompetenz elementare Schwerpunkte der Stadtbücherei. Das breite Angebot begleitet Kinder in ihrer gesamten Lesesozialisation. Neue Medien erweitern zudem ständig das Angebot und bilden auch die heutige Medienwirklichkeit ab: Konsolenspiele gehören ebenso dazu, wie die Onleihe. Dank der 2011 neu gestalteten Homepage konnte die Zahl der „Visits“ um 40 Prozent gesteigert werden. Der größte Schatz der Bücherei ist aber ihr hochmotiviertes und engagiertes Mitarbeiterteam. So hat auch die Zusammenarbeit von Fachpersonal und Ehrenamtlichen eine selbstverständliche, 50-jährige Tradition. Mit dem Projekt „Lesefreunde“ ist die Stadtbücherei überdies fester Partner des Migrations- und Integrationsbeirates sowie der Initiative „Soziale Stadt“. 300 Veranstaltungen machen sie für viele Bürger zu einem lebendigen Ort der Begegnung – und es gibt eine Besonderheit: In der Weltkulturerbe- und Bistumsstadt engagiert sich neben der Stadt die katholische Kirche in der Trägerschaft.


Stadtbibliothek Chemnitz

Ansprechpartnerin: Elke Beer Das TIETZ, Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz www.stadtbibliothek-chemnitz.de Einwohner:  Personal in VZÄ: Gesamtausgaben:  Medienbestand: Medienetat:  Jahresentleihungen:  Besuche:  Virtuelle Besuche (Sessions):  Wochenöffnungsstunden: Anzahl der Einrichtungen:

E

in neuer Standort im Herzen der Stadt hat wesentlich zur Attraktivität der Zentralbibliothek Chemnitz beigetragen. Im Jahr 2004 ist sie in die Räume des Kulturhauses TIETZ umgezogen. Seither haben sich die Besucher- und Entleihungszahlen verdoppelt. Mit ihrer guten Ausstattung sowie einem motivierten, kreativen Mitarbeiterteam konnte die Bibliothek bei ihren Nutzern ebenfalls punkten. Für die Zukunft ist die Stadtbibliothek Chemnitz gut gerüstet. Es gibt ein aktuelles multimediales Medienangebot, eine große Anzahl von Computerarbeits-, Lern- und Schmökerplätzen. Neue Angebote wie die Onleihe, die Ausleihe von E-Book-Readern oder ein mobiler Lieferdienst für Senioren runden das moderne Angebot ab. Besondere Schwerpunkte der Bibliotheksarbeit sind die Leseförderung und die Medienpädagogik. Kooperationen mit Bildungs- und Kulturinstituten oder freien Trägern der Stadt prägen das Selbstverständnis. Diese Aktivitäten der Stadtbibliothek Chemnitz wurden bereits mit einem 2. Platz im Wettbewerb „Bibliothek des Jahres 2006“ gewürdigt und werden ständig weiterentwickelt.

240.545 64,34 5.636.572 € 288.891 410.000 € 2.013.459 674.738 514.151 48 4

B∙I∙T∙

33


Universitäts- und Landes­ bibliothek Düsseldorf

Ansprechpartnerin: Dr. Irmgard Siebert Universitätsstraße 1, Geb. 24.41 40225 Düsseldorf www.ub.uni-duesseldorf.de Mitglieder der primären NutzerInnengruppe:  22.049 Personal in VZÄ:  135,12 Ausgaben der Bibliothek:  12.316.967 € Ausgaben Medienerwerb:  4.526.066 € Aus- und Fernleihen insgesamt:  611.601 Bibliotheksbesuche:  1.446.646 Virtuelle Besuche (Sessions):  1.721.015 Wochenöffnungsstunden:  110

34

B∙I∙T∙

D

ie Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf hat in allen vier Zieldimensionen, wie in den Jahren zuvor, Spitzenwerte erreicht. Dies spiegelt die Kontinuität wider, mit der die ULB ihre Strategie weiterentwickelt und mit höchstmöglicher Kundenorientierung einen komfortablen Zugriff auf eine breite Palette wissenschaftlich relevanter, sowohl traditioneller als auch elektronischer Medien bietet. Permanente Innovation im Bereich Wissensmanagement ist unerlässlich, insbesondere für die Generation der „Born Digitals“. Eine große Anzahl von Arbeitsplätzen in der Bibliothek, ein hoher Ausgabenanteil für elektronische Bestände und lange Öffnungszeiten runden den Service der ULB in der Zieldimension „Angebot“ seit Jahren ab. Die Automatisierung von Dienstleistungen ist an der ULB weit fortgeschritten. Dadurch wird die Prozesseffizienz erhöht bei gleichzeitiger Optimierung der Angebote, da automatisierte Services während der gesamten Öffnungszeiten, unabhängig von der Präsenz von Fachpersonal, genutzt werden können. Als Landesbibliothek bewahrt die ULB Düsseldorf einen umfangreichen Teil des nationalen kulturellen Erbes und macht es allgemein zugänglich. Dieses Ziel wird unterstützt durch den Auf- und Ausbau eines modern ausgestatteten Digitalisierungszentrums sowie die erfolgreiche Einwerbung von DFG-Drittmitteln für die Erschließung und Digitalisierung von Altbeständen. Der Einsatz professioneller Managementmethoden und die laufende Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden flankieren den positiven Entwicklungsprozess der ULB Düsseldorf.


Hochschulbibliothek Reutlingen

D

as Angebot der Hochschulbibliothek Reutlingen orientiert sich konsequent am Informationsbedarf der Hochschulangehörigen. Dazu gehört neben einem umfassenden Bestand an aktuellen Lehrbüchern ein ständig wachsendes elektronisches Angebot. Um die Nutzung der elektronischen Ressourcen zu erleichtern, nahm die Hochschulbibliothek Reutlingen als eine der ersten Hochschulbibliotheken in Deutschland 2011 ein Discovery System in Betrieb. Dadurch stieg die Nutzung der E-Books und E-Journals um 75 Prozent. Die Hochschulbibliothek bietet gute Bedingungen zum Selbststudium: Lange Öffnungszeiten, angenehme Benutzerarbeitsplätze und eine Cafeteria im Eingangsbereich ließen die Präsenznutzung in den vergangenen Jahren stark steigen. 2011 wurde ein campusweites Druckmanagementsystem implementiert. An den Multifunktionsgeräten können nicht nur Hochschulangehörige, sondern auch Externe mit ihrem Bibliotheksausweis drucken, kopieren und scannen. In den kommenden zwei Jahren wird das Bibliotheksgebäude komplett saniert. Die Bibliothek wird zu einem Lernzentrum mit einem differenzierten Angebot an Arbeitsplätzen zum Selbststudium umgewandelt.

Ansprechpartnerin: Dr. Katharina Ebrecht Alteburgstr. 150 72762 Reutlingen www.hochschulbibliothek-reutlingen.de Mitglieder der primären NutzerInnengruppe:  5.759 Personal in VZÄ:  10,85 Ausgaben der Bibliothek:  971.826 € Ausgaben Medienerwerb:  435.173 € Aus- und Fernleihen insgesamt:  131.425 Bibliotheksbesuche:  202.347 Virtuelle Besuche (Sessions):  233.711 Wochenöffnungsstunden:  73

B∙I∙T∙

35


Universitätsbibliothek Heidelberg

A

ls einziger Bibliothek ihrer Kategorie gelang der UB Heidelberg in allen vier BIX-Dimensio­nen der Einzug in die Spitzengruppe. Hohe Nutzungszahlen, kontinuierliche Entwicklung sowie die hohe Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter garantieren für diesen Erfolg. Spitzenwerte bei Medienbearbeitung und Aus- und Fernleihe zeigt die Dimension Effizienz. Mit rund 2,3 Mio. Besuchen und 1,1 Mio. Ausleihen gehört die UB Heidelberg zu den am stärksten frequentierten Bibliotheken in Deutschland. Die hohe Nutzerbindung setzt sich im digitalen Bereich fort. Online-Tutorials, virtuelle Führungen und Rundgänge führen zu einer Spitzenposition bei den virtuellen Besuchen. Gleichzeitig will die Bibliothek auch ihre Attraktivität als realer Lernort steigern: In den nächsten Jahren entsteht im Bauprojekt „Norderweiterung“ eine großzügige Lern- und Studienlandschaft mit rund tausend Arbeitsplätzen. Sonderaufgaben, Projekte und elektronische Dienste tragen zum Erfolg in der Dimension Entwicklung bei. Mit vier DFG-geförderten Sondersammelgebieten leistet die UB Heidelberg einen Beitrag zur Spitzenforschung. Ihr Digitalisierungszentrum gehört seit Jahren zu den führenden Einrichtungen in Deutschland. Die digitale Sammlung umfasst nicht nur die Bibliotheca Palatina Digital, sondern auch Handschriften, Kunst- und Satirezeitschriften oder z.B. Auktionskataloge aus dem internationalen Projekt German Sales 1930-1945.

Ansprechpartner: Dr. Veit Probst Plöck 107-109 69117 Heidelberg www.ub.uni-heidelberg.de Mitglieder der primären NutzerInnengruppe:  32.201 Personal in VZÄ:  161,17 Ausgaben der Bibliothek:  11.871.640 € 4.930.599 € Ausgaben Medienerwerb:  Aus- und Fernleihen insgesamt:  1.166.894 Bibliotheksbesuche:  2.346.792 Virtuelle Besuche (Sessions)  3.200.723 Wochenöffnungsstunden:  94

36

Mit Hochleistungs-Suchmaschinentechnologie wird der elektronische Katalog ständig optimiert. Zusätzlich eingebundene Daten machen den Medienbestand sichtbarer und leichter zugänglich. Die Angebote der Universitätsbibliothek Heidelberg bleiben dadurch auch in Zukunft für die Nutzerinnen und Nutzer attraktiv.

B∙I∙T∙

LEN


Bibliotheksein richtung Schulungsein richtung Behindertenm öbel Konferenzräu me und -anla gen EDV-Technik, ThinClients Sondermöbel

r von:

037755 509-0 037755 509-20 kontakt@bibliolen k.de www.bibliolenk. de

Der Herstelle

Telefon Fax E-Mail Website

Auerbacher Str. 1A 08304 Schönheid e

Bibliothek seinrichtu ng LENK G mbH

Rednerpulte und Informations-Points

versenkbare TFT-Einheiten optional mit Beleuchtung lieferbar

bequeme Installationsmöglichkeit über abschließbare Flügeltüren im Installationsgehäuse, Rundrohr-Tischbeine

Dozentenplatz mit flächenbündige versenkbarem Monitor Elektrifizierungseinheiten Tischplatte mit flächenbündig eingelassener, zweifarbiger Linoleum-Applikation

Multifunktion von Räumen_Individuelle Konferenz- und Schulungsmöbel

Die Querdenker

z.B.:

www.beduinenzelz.de

LENK_Anzeige A4.indd 2

28.02.12 13:56


Bibliothek bei Nacht

Nacht gestalten Wenn der Tag geht, ist in vielen Bibliotheken noch lange nicht Schluss. Einige bieten Abendprogramme außer der Reihe. Andere haben auch zu später Stunde noch regulär geöffnet. Die Nutzer nehmen diese Angebote gern an. Sie genießen die Abwechslung ebenso wie die Ruhe und die konzentrierte Atmosphäre. Für die Bibliothekare bringt das mitunter neue Heraus­forderungen mit sich. Text Roland Koch Fotos Leo Pompinon / Anton-Saefkow-Bibliothek

38

B∙I∙T∙


Bibliothek bei Nacht

A

n Schlaf braucht Gisela Rhein in dieser Nacht gar nicht erst zu denken. Zwei oder drei Stunden wird sie vielleicht einnicken können, garantiert ist das aber nicht. Die 57-Jährige hat sich an diesem Freitag auf ein kleines nächtliches Abenteuer eingelassen. Freiwillig. Wie sie es seit 15 Jahren immer wieder macht. In der Stadtbibliothek Spandau wird sie für eine Grundschulklasse eine Lesenacht veranstalten. Die Schlafsäcke ihrer kleinen Besucher sind bereits zwischen den Regalen ausgerollt. Erste Bücherstapel bilden sich neben den Schlafplätzen. Wenn das gemeinsame Abendprogramm gegen 23 Uhr beendet sein wird, gehen die Taschenlampen an. Dann dürfen die Schüler lesen, bis ihnen die Augen zufallen. Und das kann dauern. Lesenächte wie die im Berliner Bezirk Spandau gehören zum festen Programm vieler Bibliotheken. Selbst wenn die personellen und finanziellen Möglichkeiten begrenzt sind, versuchen engagierte Bibliothekare ihren Besuchern auch nach den regulären Öffnungszeiten immer mal wieder etwas Besonderes zu bieten. Wenn die Türen für den „normalen“ Publikumsverkehr schließen, ist vielerorts noch lange nicht Schluss. Immer mehr Bibliotheken gehen sogar noch einen Schritt weiter. Bei ihnen ist es so weit, dass die Türen nur noch für wenige Stunden oder gar nicht mehr schließen. Der Begriff Dienstleistung wird dort radikal gedacht – als Angebot rund um die Uhr. Gemeinsam mit einer Lehrerin gestaltet Gisela Rhein die Lesenächte. „Wir suchen uns dafür ein Thema, das sich literarisch andocken lässt“, sagt die Bibliothekarin. Es gibt beispielsweise Detektivnächte rund um John Chatterton. Da muss der Meisterdetektiv überraschend ins Krankenhaus und die Kinder sollen seinen Fall lösen. Es gibt aber auch Gruselnächte oder einen Abend rund um den Herr der Diebe von Cornelia Funke. „Ziel der Nächte ist es immer, dass unsere Kinder schon früh die Bibliothek auch auf eine andere Art erleben als sie sie schon kennen“, sagt Gisela Rhein. „Gerade bei Kindern aus bildungsfernen Elternhäusern ist das enorm wichtig. So können sie eine eigene, kreative und sehr intensive Beziehung zur Literatur aufbauen. Das bleibt ihnen bestimmt ihr Leben lang erhalten.“ Die Kinder jedenfalls seien heute wie vor 15 Jahren aufgeregt, das Lesen beim Licht der Taschenlampe noch immer ein Erlebnis. Und die Lehrer könnten diese Erfahrung mit in den Unterricht nehmen. An sieben Tagen in der Woche geöffnet Während die Kinder in Spandau ihren Kriminalfall lösen, sitzt nur wenige Kilometer entfernt der 22-jährige Hassan Ayad in der Universitätsbibliothek der Humboldt-Uni in Berlin-Mitte. Heute bereitet er sich auf sein Jura-Studium vor, das er in wenigen Wochen in Greifswald beginnt. „In Berlin ist die Grimm-Bibliothek für mich der beste Platz zum Lernen“, sagt der junge Mann. „Die ruhige, konzentrierte Atmosphäre ist

einfach ideal.“ Auf seine Abiturprüfungen hat er sich hier nahezu täglich vorbereitet, erzählt er. „Hier gibt es keine Ablenkungen, man ist einfach gezwungen zu lernen.“ Die faszinierende, klare Architektur des Schweizer Architekten Max Dudler trage dazu ihren Teil bei. Die Zentralbibliothek der Humboldt-Uni im Jacob-undWilhelm-Grimm-Zentrum hat an allen sieben Tagen in der Woche geöffnet. Wochentags von 8 bis 24 Uhr. Samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr. Die Ausleihtheken sind bis 22 Uhr besetzt, danach ist aber noch die automatische Ausleihe oder Abgabe möglich. „Ab 21 Uhr ändert sich die Stimmung hier bei uns im Haus beträchtlich“, sagt Frauke Engels. Sie ist die Leiterin der Abteilung Benutzung. „Die Atmosphäre wird dann deutlich ruhiger. Man merkt, dass noch konzentrierter gearbeitet wird.“ Rund 40 bis 50 Besucher seien täglich zwischen 22 Uhr und Mitternacht noch im Haus, in Prüfungsphasen auch etwas mehr. Wer am späten Abend durch die Leseterrassen streift, hört nur das leise Rascheln der Buchseiten, Tastaturen der Laptops klackern, ab und zu ist ein verhaltenes Räuspern zu vernehmen. An den Tischen sitzen überwiegend junge Menschen, die Blicke konzentriert auf die Literatur gesenkt, neben ihnen stehen Wasserflaschen und Bücherstapel im Lichtschein der Tischlampen. 1,5 Millionen Bände sind im Grimm-Zentrum frei zugänglich. Auch für die Mitarbeiter geht es zu später Stunde nicht mehr ganz so hektisch zu wie tagsüber. Ihre Arbeitszeiten müssen sich natürlich den langen Öffnungszeiten anpassen. Das sei bislang immer reibungslos zu regeln gewesen, sagt Frauke Engels. Zudem habe sich eine Befürchtung nicht bestätigt: dass es am Abend unsicherer ist, in der Bibliothek zu arbeiten. Die Dienstleistung, ungewöhnliche Öffnungszeiten anzubieten, kann sich aber auch negativ auf die Atmosphäre im Haus auswirken. Am Sonntag ist kein Bibliothekspersonal vor Ort. Lediglich der Wachschutz sieht nach dem Rechten. „Da kommt es schon vor, dass das Sozialverhalten einiger Besucher zu wünschen übrig lässt“, sagt Frauke Engels. „Mitunter haben wir kleine Gruppen von Touristen hier, die sich unser Haus ansehen und dann wenig Rücksicht auf die Lesenden nehmen.“ Auch nach Mitternacht schläft das Grimm-Zentrum nicht wirklich. Der Wachschutz dreht seine Runden, die Putzfirma beseitigt die Spuren des Tages und das E-Mail-System verschickt automatisch Mahnungen an Nutzer oder Bestellungen an Lieferanten. Ab 7 Uhr morgens kommen dann schon wieder die ersten Kollegen von Frauke Engels. Glaubt sie, dass die Öffnungszeiten künftig noch weiter ausgedehnt werden sollen? „Eine 24-Stunden-Öffnung ist bei uns derzeit nicht geplant. Dazu wären die Kosten zu hoch“, sagt sie. Außerdem gebe es ja über das Internet einen Zugang zu jeder Zeit.

B∙I∙T∙

39


Bibliothek bei Nacht

Lesenacht in der Anton-Saefkow-Bibliothek in BerlinLichtenberg

Ein Angebot für unterschiedliche Lebensrhythmen Den Schritt zum Rund-um-die-Uhr geöffneten Haus hat als erste die Unibibliothek Konstanz im Jahr 2001 gewagt. Lediglich zwischen Weihnachten und Neujahr sowie an Ostern ist der Betrieb an wenigen Tagen auf die Zeit von 9 bis 19 Uhr begrenzt. Auch in dem Haus am Bodensee ist in der Nacht kein Bibliothekspersonal anwesend. In der Zeit von 23 bis 8 Uhr passt lediglich ein Wachmann auf. „In dieser Zeit sind meist zwischen 80 und 100 Personen bei uns, überwiegend Studierende“, sagt Petra Hätscher, die Direktorin der Bibliothek. „Aus unserer Sicht ist das eine sehr gute Nutzung, die die zusätzlichen Öffnungszeiten rechtfertigt.“ Im Gegensatz zum Berliner Grimm-Zentrum liegt die Konstanzer Uni-Bibliothek etwas außerhalb der Stadt auf dem Campus. „Wer zu uns will, muss sich erstmal auf den Weg machen“, sagt Petra Hätscher. Deshalb gebe es so gut wie keine zufälligen Besucher, erst recht nicht in der Nacht. Bei den Nacht-Nutzern hat sie zwei Typen festgestellt. Zum einen die Spätarbeiter, die bis 1 oder 2 Uhr nachts arbeiten. Zum anderen die Early Birds, die ab 5 Uhr kommen und lernend den Tag beginnen. In der Zeit von 2 bis 5 Uhr sei es eher ruhig in der Bibliothek. „Die Menschen haben nun mal unterschiedliche Lebensrhythmen“, sagt Petra Hätscher. „Da ist es doch schön, dass wir allen etwas bieten können.“ Die Kosten für das Offenhalten seien angemessen. „Im Grunde beschränkt sich der Mehraufwand auf einige Stunden Betriebskosten und den Aufwand für

Roland Koch Jahrgang 1967, ist Journalist in Berlin. Seit 2010 ist er bei der Deutschen Universitätszeitung (duz) beschäftigt. Davor war er als Redakteur für die Berliner Tageszeitung Der Tagesspiegel und als freier Journalist tätig. Seine Hauptarbeitsgebiete sind Wissenschaft, Kultur und Mobilität. Foto: Roland Koch

40

B∙I∙T∙

den Wachmann“, sagt Petra Hätscher. Um die nächtlichen Betriebskosten zu reduzieren, habe man Bewegungsmelder für das Licht installiert. So sind nur die Bereiche beleuchtet, die auch genutzt werden. Der Sonntag ist auch in Konstanz ein Tag mit vielen Besuchern. „Dann haben wir mitunter 1000 Nutzer bei uns im Haus“, sagt Petra Hätscher. Sie können die 2,2 Millionen Bände der Freihandbibliothek nutzen und schätzen das flexible Angebot der Dienstleistungsbibliothek. Diese ist für ihr Angebot oft ausgezeichnet worden. Im Bibliotheksindex BIX erreichte sie mehrfach den ersten Rang. Die Zeit-Stiftung verlieh ihr 2010 die Auszeichnung „Bibliothek des Jahres“. „Das ist nicht nur für uns, sondern auch für unsere Universität ein Imagegewinn“, sagt Petra Hätscher. Die Nachtöffnung ist für die Direktorin noch immer begeisternd, aber nicht mehr ungewöhnlich. Vor allem freut sie sich darüber, dass die Bibliothek für die Besucher rund um die Uhr ein Ort ist, den sie trotz der neuen Möglichkeiten der digitalen Medien nutzen. „Vielleicht ist es ja auch so, dass die Menschen gerade wegen der vielen Medien, die sie zu Hause haben, zu uns kommen. Hier gibt es Arbeitsatmosphäre, Konzentration und Ruhe statt Ablenkung.“ Das helfe bei der Selbstdisziplinierung. Darüber hinaus aber seien Bibliotheken auch kulturell gewachsene Orte des Wissens, der Kultur und der Begegnung. Sie nachts wegzuschließen, passe einfach nicht mehr in die heutige Zeit. Ein Programm mit der Unterstützung von Sponsoren Dieser Meinung dürften sich viele Kinder aus BerlinLichtenberg anschließen. „Sie sind jedes Mal schwer begeistert, wenn sie bei uns an einer Lesenacht teilnehmen“, sagt Rica Lembke aus der Anton-Saef­ kow-Bibliothek. Auch hier finden Lesenächte für Grundschüler statt. Rica Lembke veranstaltet sie. „Wir wollen Literatur spielerisch vermitteln“, sagt die Bibliothekarin. Und das gelingt offensichtlich. „Am nächsten Morgen fragen die Kinder gleich, wann es die nächste Nachtveranstaltung gibt.“ So schaffe man bei ihnen schon in jungen Jahren eine außergewöhnliche Bindung an Bibliotheken. Jede Lesenacht der Anton-Saefkow-Bibliothek steht unter einem Motto, zu dem ein medienpädagogisches Konzept erarbeitet wird. Themen sind etwa „Der Traum vom Fliegen“ oder „Das alte Ägypten“. Für ein solch anspruchsvolles Programm hat die Bibliothek Sponsoren als Unterstützer gewonnen. Sie übernehmen die Honorare für professionelle Literaturvermittler, zum Beispiel für Diplomsprechwissenschaftler oder Theaterpädagogen.  Zudem engagieren sich Wohnungsunternehmen vor Ort, mit denen eine gegenseitige Kooperation jährlich in Vereinbarungen festgeschrieben wird. Gemeinsam wird so zwei Mal im Jahr die Nacht zum Tag – und die Bibliothek kann zeigen, was sie alles zu bieten hat.


www.ebsco.de


Studie

Ja, wo bleiben sie denn? Bibliotheken ziehen auch im digitalen Zeitalter ein Drittel aller Menschen an. Eine aktuelle Studie zeigt erstmals, warum die anderen beiden Drittel öffentliche Stadtbibliotheken und Gemeindebüchereien nicht nutzen. Das eröffnet die Möglichkeit, gezielt auf neue Nutzergruppen zuzugehen. Text Timo Reuter Foto Blaise Bourgois

Der Bibliotheksbesuch mit den Eltern beeinflusst die spätere Bibliotheksnutzung.

42

B∙I∙T∙


Studie

W

o Licht ist, ist auch Schatten. Mit mehr als 200 Millionen Besuchen jährlich sind öffentliche Bibliotheken zwar die meistgenutzten Kultur- und Bildungseinrichtungen Deutschlands. Knapp ein Drittel der Bevölkerung gehört zu den aktiven Nutzern öffentlicher Stadtbibliotheken und Gemeindebüchereien, und dieser Prozentsatz ist seit Mitte der 1990er Jahre konstant – trotz digitalem Medienwandel. Doch im Umkehrschluss heißt das auch, dass rund 70 Prozent der erwachsenen Menschen in Deutschland den öffentlichen Stadt- oder Gemeindebibliotheken fernbleiben. Das zeigt eine aktuelle Studie des Deutschen Bibliotheksverbands (dbv) und des Instituts für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen, gefördert vom Bundesbeauftragten für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Die Motive der Nichtnutzer besser zu verstehen, war das zentrale Anliegen der Befragung. Für die repräsentative Umfrage aus dem Herbst 2011 wurden insgesamt 1.300 Personen im Alter von 14 bis 75 Jahren interviewt. 41 Prozent der Befragten haben demnach früher eine Bibliothek genutzt, waren aber länger als 12 Monate nicht mehr dort. 28 Prozent geben an, dass sie noch nie in einer öffentlichen Stadtbibliothek oder Gemeindebücherei waren.

In einer Gesellschaft, in der lebenslanges Lernen immer bedeutsamer wird, bilden öffentliche Stadtbibliotheken und Gemeindebüchereien mit ihrer enormen Vielfalt an Büchern und Medien Orte des Wissens. Sie sind zentraler Bildungsakteur und bieten durch ein breites Veranstaltungsangebot auch kulturelle Treff- und Austauschorte. Doch können Bibliotheken ihr bildungs- und kulturpolitisch relevantes Potenzial offenbar nicht voll ausschöpfen. Mit der Studie gibt es nun erstmals systematische Informationen dazu, warum bestimmte Bevölkerungsgruppen nicht oder nicht mehr kommen. Das bietet Bibliotheken die Möglichkeit, nach entsprechenden Gegenmaßnahmen zu forschen. Bibliotheken und ihre Mitarbeiter haben ein positives Image Die Studie wiederlegt zunächst das Vorurteil, Stadtund Gemeindebibliotheken hätten ein schlechtes Image. Sowohl ehemalige Nutzer mit konkreten Erfahrungen als auch Nichtnutzer haben überwiegend positive Vorstellungen von öffentlichen Bibliotheken. Sie empfinden sie als freundlich, einladend und hell. Auch wenn das Image von Bibliotheken an der einen oder anderen Stelle also sicherlich noch verbessert

Am häufigsten genannte Gründen für die Nichtnutzung von öffentlichen Stadtbibliotheken und Gemeindebüchereien Frage Nichtnutzer: „Sie haben gesagt, dass Sie nicht früher schon mal in einer Bibliothek bzw. Bücherei waren. Was sind die Gründe dafür?“ Frage ehemalige Nutzer: „Sie haben gesagt, dass Sie früher schon mal in einer Bibliothek bzw. Bücherei waren. Was sind die Gründe dafür, dass Sie in der letzten Zeit keine Bibliothek bzw. Bücherei besucht haben?“ Basis: Nichtnutzer (n=362); Ehemalige Nutzer (n=536); Anteil „trifft voll und ganz zu“ + „trifft eher zu“ in % 76

„Ich kaufe meine Bücher bzw. DVDs und CDs lieber selbst.“ „Ich habe keine Zeit.“

54

„Wenn ich mir Bücher und Medien ausleihen will, tausche ich mit Freunden und Bekannten.“ „Ich lese nicht gerne / habe kein Interesse an Büchern.“

Persönliche Gründe

26

„Was ich lesen möchte, bekomme ich auf anderem Weg schneller, z.B. im Internet.“ „Die Veranstaltungen und Fortbildungen interessieren mich nicht.“

61 61 42 42 26

„Mich spricht in der Bibliothek nichts an.“ „Wenn ich Zeit habe, ist die Bibliothek geschlossen.“ „Die Räumlichkeiten sind unattraktiv.“

60

50 49 13

82

21

18

Angebot

30

31

Rahmenbedingungen / Räumlichkeiten

22

Ehemalige Nutzer (n=536)

Nichtnutzer (n=362)

Quelle: Ursachen und Gründe für die Nichtnutzung von Bibliotheken | Repräsentative Befragung von 1.301 Personen im Alter von 14 bis 75 Jahren ©Deutscher Bibliotheksverband e.V. | Institut für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen 2012

Folie 34

Schaubild 1: Gründe für die Nichtnutzung von Bibliotheken dbv/Stiftung Lesen

B∙I∙T∙

43


Studie

Anteil von Befragten mit Bibliothekssozialisation durch Eltern unter Nutzern, ehemaligen Nutzern und Nichtnutzern Frage: „Es gibt ja unterschiedliche Arten von Bibliotheken bzw. Büchereien. Ich lese Ihnen mal einige vor. Bitte sagen Sie mir jeweils, ob Sie in den letzten 12 Monaten einmal eine solche Bibliothek besucht haben oder ihre Dienste für sich persönlich in Anspruch genommen haben.“ Frage an diejenigen, die mit Nein geantwortet haben: „Wenn Sie weiter zurück denken als 12 Monate: Waren Sie da mal in einer Stadtbibliothek bzw. Gemeindebücherei?“ Basis: 1.301 Befragte von 14 bis 75 Jahren, in %

Bevölkerung (n=1.301)

47

Nutzer (n=382)

49

62

Ehemalige Nutzer (n=536)

42

Nichtnutzer (n=362)

42

Mit Eltern Bibliothek besucht

4

36

53

56

Mit Eltern keine Bibliothek besucht

2

5

2

Weiß nicht mehr

Quelle: Ursachen und Gründe für die Nichtnutzung von Bibliotheken | Repräsentative Befragung von 1.301 Personen im Alter von 14 bis 75 Jahren ©Deutscher Bibliotheksverband e.V. | Institut für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen 2012

Folie 19

Schaubild 2: Bibliothekssozialisation dbv/Stiftung Lesen

werden kann, erklärt es nur begrenzt das Fernbleiben vieler Menschen. Auch negative Erfahrungen mit den Bibliotheksmitarbeitern bewegen ehemalige Besucher nicht zu einem Abbruch der Nutzung: Nur 6 Prozent von ihnen sind der Ansicht, die Mitarbeiter wüssten nicht richtig Bescheid, nur 5 Prozent geben unfreundliches Personal als Nichtnutzungsgrund an und gerade einmal 4 Prozent berichten von schlechten Erfahrungen. Was erklärt also die Nichtnutzung von öffentlichen Stadtbibliotheken und Gemeindebüchereien? An erster Stelle stehen laut Studie persönliche Gründe der nicht erreichten Menschen. Rund 80 Prozent der befragten ehemaligen oder Nichtnutzer gaben an, ihre Medien lieber selbst zu kaufen anstatt sie in Bibliotheken auszuleihen. 54 Prozent der Nichtnutzer und 60 Prozent der ehemaligen Nutzer gaben fehlende Zeit als Grund an. Zudem haben viele Nichtnutzer sowie ehemalige Nutzer generell ein geringes Interesse an Medien und Büchern: Immerhin 13 Prozent der ehemaligen Nutzer und 26 Prozent der Nichtnutzer gaben an, nicht gern zu lesen und kein Interesse an Büchern zu haben. Sie sind insgesamt passiver in ihrer Freizeitgestaltung und haben ein engeres Inter­ essenspektrum als Bibliotheksnutzer. Auf all diese

44

B∙I∙T∙

Gründe können die Bibliotheken jedoch nur begrenzten oder gar keinen Einfluss nehmen. Es wurden aber auch Gründe genannt, die das Angebot von Bibliotheken beziehungsweise die Rahmenbedingungen der Bibliotheksnutzung betreffen. So bemängelte jeder dritte ehemalige Nutzer und jeder fünfte Nichtnutzer die Öffnungszeiten (siehe Schaubild 1). Auch unattraktive Räumlichkeiten und ein nicht auf die eigenen Interessen zugeschnittenes Angebot wurden genannt. In diesen Bereichen gibt es Handlungsraum für Bibliotheken. Maßnahmen, um Nutzer zurückzugewinnen Was also können sie tun, um ihr Angebot für die Zielgruppe der ehemaligen oder Nichtnutzer zu optimieren? Rund jeder zweite ehemalige Nutzer sagt, dass eine Erweiterung der Öffnungszeiten, ansprechendere Räumlichkeiten und ein attraktiveres Medienangebot Gründe wären, wieder einmal eine Bibliothek zu besuchen. Unter Nichtnutzern sagt das rund jeder Dritte. Das zeigt: Änderungen in diesem Bereich hätten zwar eine Wirkung, allerdings nur eine begrenzte. Bestimmte Bevölkerungsgruppen würden auch durch attraktivitätssteigernde Maßnahmen nicht gewonnen. Hinter dem generellen Desinteresse dürfte die

C

M

Y

CM

MY

CY

CMY

K


Studie

Tatsache stehen, dass Bibliotheken nicht zur alltäglichen Lebenswelt der Betroffenen zählen. Eine zentrale Maßnahme muss daher in präventiven Ansätzen liegen, vor allem in der Bibliothekssozialisation: Unter heutigen Nutzern haben 62 Prozent in ihrer Kindheit mit den Eltern eine Bibliothek besucht. Bei Nichtnutzern und ehemaligen Nutzern sind dies nur 42 Prozent (siehe Schaubild 2). Kooperationen mit Schulen und Kindergärten erreichen auch Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern, für die ein Bibliotheksbesuch sonst nicht zum Alltag gehört. Sie sollten fester Bestandteil des Bibliotheksangebots sein. Vor allem dann werden Maßnahmen wie erweiterte Öffnungszeiten, ein interessantes VeranstaltungsanWeitere Informationen: Alle Ergebnisse der Studie, Analysen für einzelne Zielgruppen sowie Handlungsempfehlungen für die (Zurück-) Gewinnung von Nutzerinnen und Nutzern sind auf den Internetseiten des Deutschen Bibliotheksverbands und der Stiftung Lesen zu finden: http://www.bibliotheksverband.de/dbv/projekte/nichtnutzungsstudie.html

DABIS_A5_quer_cl_ohne_Termin.pdf

01.02.2012

4th. generation

Archiv- und Bibliotheks-InformationsSystem DABIS.eu - alle Aufgaben - ein Team

M

Synergien: WB-Qualität und ÖB-Kompetenz Software: Innovation und Optimierung Web - SSL - Warenkorb und Benutzeraccount Web 2.0 und Cataloque enrichment Verbundaufbau und Outsourcing-Betrieb

Y

CM

Timo Reuter M.A. ist seit 2008 wissenschaftlicher ­Mitarbeiter am Institut für­­ Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen und betreut ­empirische Forschungsprojekte. E-Mail: timo.reuter@stiftunglesen.de

14:58:14

BIS-C 2000

C

gebot oder attraktive Räumlichkeiten, zum Beispiel dank einer Cafeteria, fruchtbar sein. Die frühe Bindung an eine Bibliothek dürfte auch wesentlich dazu beitragen, Nutzer über „kritische“ Lebensabschnitte wie den Schulabschluss oder den Eintritt in das Berufsleben hinweg zu halten. Sechs von zehn Befragten sind der Meinung, ihr gewünschtes Produkt im Internet schneller zu bekommen als in einer Bibliothek. Dies ist ein Hinweis darauf, dass Bibliotheken bisherige Nichtnutzer durch elektronische Angebote (zurück-) gewinnen können. Ein Angebot, das rund um die Uhr zum Download bereitsteht, kommt dem Interesse dieser Nichtnutzer entgegen.

Software - State of the art - flexible

DABIS. eu

Gesellschaft für Datenbank-InformationsSysteme

Archiv Bibliothek Dokumentation Archiv / Bibliothek singleUser System multiUser Lokalsystem und Verbund multiDatenbank multiServer multiProcessing multiThreading skalierbar stufenlos Unicode multiLingual Normdaten redundanzfrei multiMedia Integration

MY

CY

CMY

K

Über 23 Jahre Erfahrung und Wissen Leistung Sicherheit Standards Offenheit Stabilität Verläßlichkeit Generierung Adaptierung Service Erfahrenheit Outsourcing Support Dienstleistungen Zufriedenheit GUI-Web-Wap-XML-Z39.50-OAI-METS

Portale mit weit über 17 Mio Beständen http://Landesbibliothek.eu http://bmlf.at http://OeNDV.org http://VThK.eu http://VolksLiedWerk.org http://bmwfj.at http://Behoerdenweb.net http://wkweb.at

DABIS

GmbH

Heiligenstädter Straße 213, 1190 Wien, Austria Tel. +43-1-318 9777-10 * Fax +43-1-318 9777-15 eMail: office@dabis.eu * http://www.dabis.eu

Zweigstellen: 61350 - Bad Homburg vdH, Germany / 1147 - Budapest, Hungary / 39042 - Brixen, Italy

B∙I∙T∙ 45 Ihr Partner für Archiv-, Bibliotheks- und DokumentationsSysteme


Gesellschaft

Alles anders Der demografische Wandel in Deutschland hat längst begonnen. Die Bevölkerungsstruktur verändert sich rasant und stellt auch die Bibliotheken vor neue Aufgaben. Um die Entwicklungen aktiv zu gestalten, müssen sie jetzt handeln. Die Bertelsmann Stiftung bietet ihnen dazu eine umfangreiche Datenbasis: das Informations-Portal „Wegweiser Kommune“. Text Petra Klug

46

B∙I∙T∙


Gesellschaft

D

eutschland verändert sich, hier und heute, nicht erst in ferner Zukunft. Die Einwohnerzahl wird geringer, die Bevölkerung wird älter und „bunter“. Der demografische Wandel findet jetzt und überall statt – und er wird fortdauern. Laut Prognose der Bertelsmann Stiftung wird die Bevölkerung bis zum Jahr 2030 um 3,7 Prozent abnehmen. Das entspricht einem Rückgang von mehr als drei Millionen Menschen. So viele leben derzeit etwa in Hamburg und München. Die Bevölkerungsentwicklungen sind in manchen Regionen sichtbarer als in anderen. Sie wirken sich in unterschiedlicher Weise auf das Gemeinwesen aus, auf das Leben und Arbeiten in den Städten und Gemeinden. Diese Veränderungen gehen an den Kultur- und Bildungseinrichtungen nicht spurlos vorbei. Auch die Bibliotheken, ihre Kunden und Mitarbeiter, ihre Angebote und Dienstleistungen, stehen vor großen Umwälzungen.

Kommunen in ihrer Arbeit vor Ort zu unterstützen, sie für gesellschaftliche Veränderungen zu sensibilisieren und Hilfestellungen anzubieten, ist Ziel zahlreicher Projekte der Bertelsmann Stiftung. Dies gilt für die Entwicklung und Begleitung des Bibliotheksindexes BIX ebenso wie für die aktuelle Projektarbeit zum komplexen Thema demografischer Wandel. Verbindendes Element all dieser Unternehmungen ist es, Transparenz herzustellen – als Grundlage für die Gestaltung von Veränderungsprozessen. Ein zentrales Projekt ist das Internet-Portal „Wegweiser Kommune“. Dessen Daten und Inhalte bereiten das komplexe Thema demografischer Wandel in seiner Vielfalt insbesondere für kommunale Akteure auf. BIX-Bibliotheken können diese Informationen nun für ihre Arbeit nutzen. Die künftigen Zielgruppen kennen Die Bevölkerungsvorausberechnung bis zum Jahr 2030 im Wegweiser Kommune zeigt Entwicklungstrends für alle Kommunen ab 5.000 Einwohner. Differenziert nach zehn Altersgruppen ermöglicht sie damit auch Bibliotheken eine Einschätzung ihrer potenziellen und zukünftigen Zielgruppen. Rund 200 weitere sozio-ökonomische Indikatoren ergänzen diese Daten. Sie ermöglichen einen differenzierten Blick auf die jeweilige Kommune – beispielsweise zum Anteil von Hochqualifizierten oder Arbeitslosen, zu Fort- und Zuzügen, zum Anteil von Kindern in der Kita oder Schule. Ein Vergleich dieser Daten

mit anderen Kommunen, Kreisen und Bundesländern ist ebenfalls möglich. Dies hilft Bibliotheken, künftige Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger besser einzuschätzen. Auch wenn der Blick auf die einzelnen Kommunen individuell und regional erfolgen muss, zeigen sich doch gemeinsame Trends. Die Kommunen können daher neun unterschiedlichen Demografie-Typen zugeordnet werden. Neben der Bevölkerungsentwicklung finden hier Indikatoren wie Einwohnerdichte, Kaufkraft oder die Zahl der Ein-Personen-Haushalte Berücksichtigung. Die Spannbreite reicht damit von „Kleineren stabilen ländlichen Städten und Gemeinden“ bis zu „Sozial heterogenen Zentren der Wissensgesellschaft“. Diese Demografie-Typen werden ausführlich beschrieben. Bibliotheken können sich so einen Überblick verschaffen über die sozio-demografische Situation ihrer Kommune und dies in ihre Planungen einbeziehen. Da sich demografische Entwicklungen auf nahezu alle kommunalen Handlungsfelder auswirken, lassen sich diese Kenntnisse erfahrungsgemäß auch für die Kommunikation und Partnersuche in Politik und Verwaltung nutzen. Alle Öffentlichen Bibliotheken in Kommunen ab 5.000 Einwohner, die am BIX teilnehmen, finden ab 2012 auf der BIX-Website eine Beschreibung ihres Demografietyps mit den zugehörigen Herausforderungen, Potenzialen, Prioritäten, Handlungsansätzen und Praxisbeispielen. Kombiniert mit den eigenen Bibliotheksdaten entsteht damit eine umfangreiche Informationsgrundlage für strategische Entscheidungen. Dass die Menschen in Deutschland „weniger, älter und bunter“ werden, ist ohne Zweifel eine große Herausforderung. Mit einer guten Datenbasis lässt sie sich besser aktiv gestalten.

Weitere Informationen: www.wegweiser-kommune.de Petra Klug ist seit 1999 Projektmanagerin in der Bertelsmann Stiftung, u.a. in den Projekten „BIX – der Bibliothekindex“ und „Wegweiser Kommune“, und seit 2010 Mitglied im Fachausschuss Bildung des Deutschen Kulturrates. E-Mail: petra.klug@bertelsmann-stiftung.de

B∙I∙T∙

47


Innovation

Mobil ist’s möglich Smartphones sind mittlerweile zu High-Tech-Wundern geworden. Diese Entwicklung geht an den Bibliotheken nicht vorbei. Sie optimieren ihre Angebote für die Nutzung unterwegs. Aber auch im Lesesaal oder am Bücherregal eröffnen sich neue Chancen. Text Susanne Lehnard-Bruch

Bücher bestellen per Smartphone. Foto 2011 Universitätsbibliothek der Technischen Universität Berlin / Peter

48

B∙I∙T∙


Innovation

D

er kleine Alleskönner macht Fotos und Videos in brillanter Qualität, organisiert Termine, bietet zu jeder Zeit und an jedem Ort den Zugang zum Internet. Hinzu kommen zahlreiche Anwendungen, so genannte „Apps“, die das Gerät zum Wörterbuch oder Navigationsexperten umfunktionieren – nicht umsonst gilt das Smartphone als „Schweizer Messer“ moderner Informations- und Kommunikationstechnologien. Internetaffine Menschen wissen diese Vorteile zu schätzen: Mittlerweile geht jeder fünfte Surfer mobil ins Netz. Tendenz steigend. Für die Anbieter von Internetdienstleistungen gibt es also Grund genug, sich Gedanken über einen mobiloptimierten Auftritt zu machen. Entspricht die Nutzung von Webinhalten bei Notebooks, Netbooks und Tablet-PCs in der Regel der eines stationären PCs, ist der typische SmartphoneGebrauch kurz und gezielt. Die Gründe liegen auf, vielmehr in der Hand: Die Geräte haben ein kleines Display, einen Touchscreen, der Maus und Tastatur ersetzt, sowie eine mitunter langsame Datenübertragung. Nutzer surfen, während sie Bus oder Bahn fahren oder im Wartezimmer sitzen. Lange Texte haben folglich geringe Chancen, auf dem Mobilgerät gelesen zu werden. Wer die Aufmerksamkeit des Smartphone-Besitzers erwecken will, muss die Inhalte reduzieren und übersichtlich darstellen. Die Technik bietet dabei aber auch neue Möglichkeiten: Telefon-, Kamera- oder Ortungsfunktionen können in das Angebot integriert werden und es vereinfachen, erweitern oder aufwerten. Mit der Anpassung des Katalogs beginnen Was bedeutet das nun für die Bibliotheken? Deren meist genutztes Internetangebot ist die Literaturrecherche. Es verwundert daher nicht, dass derzeit viele Bibliotheken mit der Anpassung ihres Katalogs starten, um den schnellen Zugriff auf ihre Bestände zu ermöglichen. Auch „One-stop-shop“-Lösungen sind bereits für die Nutzung von unterwegs realisiert: So bieten beispielsweise die Bibliotheken der TU Berlin und der Universität Köln Rechercheportale für die Suche im Katalog, nach digitalen Büchern und Zeitschriften oder in Datenbanken. Für die Smartphone-Nutzung optimierte Webseiten oder Apps von deutschen Bibliotheken sind noch selten. Welche Möglichkeiten sich ihnen bieten, zeigt aber ein mobiles Angebot der Bayerischen Staatsbibliothek (BSB): Neben dem Katalog entwickelte sie eine für das mobile Web angepasste Website

Unibibliothek ­Münster verweist mit QR-Codes an ­Regalen auf E-Books. Foto Viola Voß

und bietet mittlerweile drei Apps an. Die neueste heißt „Ludwig II. – Auf den Spuren des Märchenkönigs“. Sie verbindet multimediale Informationen zum Leben und Wirken Ludwig II. und integriert so genannte Location-based-Services und AugmentedReality-Features: „Steht man beispielsweise auf der Ludwigstraße vor der Bayerischen Staatsbibliothek, zeigt die Kamerasicht der App in Abhängigkeit vom aktuellen Standort und der Blickrichtung des Nutzers die Entfernung zu Orten in der Nähe. Ein Tippen auf diese Anzeige öffnet ein Infofeld mit Kurzinformationen zum jeweiligen Standort“, erklärt Klaus Ceynowa, Stellvertretender Generaldirektor der BSB, die Funktionsweise.1 Auch die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden wandelt auf mobilen App-Pfaden. Sie trifft mit ihrer „SLUB-App“ den Kern der Smartphone-Nutzung: Beschränkung auf das Wesentliche, übersichtlich präsentiert. Die App besteht lediglich aus Katalog, direktem Zugriff auf das Ausleihkonto und den wichtigsten Kontakt- und Standortinformationen. Für das vollständige Angebot wird auf die klassische Website verwiesen.

1) Ceynowa, Klaus: Innovative Nutzungsszenarien für ­digitale Inhalte. In: Bibliotheksforum Bayern 6 (2012)l, S. 12-16. URL: http:// www.bibliotheksforum-bayern.de/fileadmin/archiv/2012-1/ BFB_0112_05_Ceynowa_V03.pdf (abgerufen am 27.03.2012).

B∙I∙T∙

49


Smartphone erwünscht Aber nicht nur außerhalb, auch innerhalb der Bibliotheken ändern sich die Nutzungsmöglichkeiten der modernen Handys. Immer öfter schon werden Handy-Verbots-Schilder abgehängt oder modifiziert. Einige Bibliotheken laden ihre Nutzer vielmehr dazu ein, ihr Smartphone innerhalb des Hauses zu benutzen. So genannte QR-Codes (Quick Response) vermitteln gezielt, einfach und spielerisch Kontextinformationen oder eine Webadresse. Mit Hilfe der Codes kann zum Beispiel an den Regalen einer Lehrbuchsammlung auf die elektronisch vorhandenen Zeitschriften oder Datenbanken zu einem Fachgebiet hingewiesen werden. Auch in Katalogen erzeugen QR-Codes

Mehrwert: Bibliographische Informationen und der Standort des Mediums können auf das Smartphone übertragen und für das spätere Heraussuchen leicht aufgerufen werden. Smartphones faszinieren mit ihren Möglichkeiten immer mehr Menschen. Mit mobilen Internetdiensten können auch Bibliotheken ihre Erreichbarkeit erweitern – sei es mit einer mobilen Website oder Applikation, mit einem Katalog oder Portal, einem SMSBenachrichtigungsdienst, Audioführungen durch die Bibliothek, der Reservierung von Gruppenarbeitsräumen oder der Einbindung von QR-Codes. Die technische Entwicklung hat gerade erst begonnen.

Susanne Lehnard-Bruch, MA LIS, ist Leiterin der Benutzungsdienste im Landesbibliothekszentrum / Rheinische Landesbibliothek Koblenz. Sie studierte ­Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Fachhochschule Köln und verfasste ihre Master Thesis zum Thema Mobile Bibliotheks­services. E-Mail: lehnard@lbz-rlp.de.

Neuerscheinungen B.I.T.-Innovativ 2012

Wir sind ein Druck­ und Verlagsunternehmen in Wiesbaden und publizieren eingeführte Fachzeit­

Allrounder/in für den Verkauf gesucht !

Josefine Bäßler – „Storytelling“

online BAND 37 Zeitschrift für Bibliotheks- und Informationswissenschaft Sie sind kommunikativ, schlagfertig, flexibel, motiviert und offen N NwirOSieValsAVerkaufs­ TIV gegenüber neuen Medien? Dann Isuchen talent auf selbstständiger Basis bei freier Zeiteinteilung in unserem Team.

Wir sind ein Druck­ und Verlagsunternehmen in Wiesbaden und publizieren eingeführte Fachzeit­ Emotion Selling schriften und regionale Medien in Print und online.

BAND 36

L

Kristin Laufs – Emotion Selling

Öffentliche Bibliotheken sind heute moderne Informationsibrary zentren, die neben aktuellen Essentials Bestsellern und Sachbüchern auch die neuesten Blue-Rays, Wii-Spiele oder druckfrische Ausgaben teurer Computermagazine anbieten. Der Wandel der Öffentlichen Bibliotheken weg von der verstaubten Kristin Laufs INNOVATIONSPREIS 2012 Institution und hin zu einem kundenorientierten Unternehmen hat sein Vorbild in der Werbeindustrie der freien Wirtschaft, in der es seit jeher um das Auslösen von Emotionen beim Kunden geht, um diesen zum Konsumieren anzuregen. Viele in der freien Wirtschaft etablierten Entwicklungen, unter anderem das Platzieren viraler Werbebotschaften in sozialen Netzwerken wie Facebook, hat sich in den Bibliotheken noch zu wenig durchgesetzt. Dann freuen wir uns über Ihre Bewerbung

von per Öffentlichen Bibliotheken e­mail an: e.koenig@dinges­frick.de

L

Dinges & Frick GmbH · Greifstr. 4 · 65199 Wiesbaden

Offsetdruck | Digitaldruck | Verlag

Offsetdruck | Digitaldruck | Verlag

F akten und B erichte Für i nFormationsspezialisten

Emotion Selling

F akten und B erichte Für i nFormationsspezialisten

ISBN 978-3-934997-41-7, 2012, Brosch., 148 Seiten, teilweise farbig u € 24,50*

BAND 37

Fühlen sichKommunikationsgestaltung angesprochen? Ein Impuls fürSie die

Storytelling in Bibliotheken

schriften und regionale Storytelling inMedien in Print und online. Fühlen Sie sich angesprochen? Dann freuen wir uns über Ihre Bewerbung Bibliotheken per e­mail an: e.koenig@dinges­frick.de

Unter dem Begriff „Storytelling“ versteht man UnternehmensgeDinges & Frick GmbH · Greifstr. 4Fallbeispiele · 65199 Wiesbaden Analyse erfolgreicher und Ableitung von ibrary schichten in PR- und ÖffentlichHandlungsstrategien auf Bibliotheken Essentials keitsarbeit strategisch zu nutzen. Um einen Kunden emotional zu überzeugen und ihn für die eigenen Produkte und Werte zu begeistern, setzen erfolgreiche Unternehmen auf das Storytelling in Verlag Dinges & Frick GmbH, Wiesbaden ihrer ISBN PR-Arbeit. In dieser Arbeit wird 978-3-934997-42-4 INNOVATIONSPREIS 2012 Josefine Bäßler € 24,50 ISSN 1615-1577 dargestellt, wie Storytelling erfolgreich eingesetzt werden kann, um beispielsweise Image-Probleme von Bibliotheken strategisch zu beseitigen. Basierend auf Lehr- und Grundlagenliteratur zum Thema, sowie bibliothekarischer Literatur und Praxisbeispielen aus Bibliotheken, Fallbeispielen aus deutschen Unternehmen und Ergebnissen aus zwei Experteninterviews, werden in erster Linie Handlungsempfehlungen für die richtige Anwendung von Storytelling in Bibliotheken gegeben.

TECHNOLOGIE

B∙I∙T∙ INFORMATION

BIBLIOTHEK

online BAND 36 Zeitschrift für Bibliotheks- und Informationswissenschaft Sie sind kommunikativ, schlagfertig, flexibel, motiviert und offen N NwirOSieValsAVerkaufs­ TIV gegenüber neuen Medien? Dann Isuchen talent auf selbstständiger Basis bei freier Zeiteinteilung in unserem Team.

Band 36

BIBLIOTHEK

TECHNOLOGIE

INFORMATION

B∙I∙T∙

Allrounder/in für den Verkauf gesucht !

BAND 37

€ 24,50

Innovation

ISBN 978-3-934997-42-4, 2012, Brosch., 100 Seiten, teilweise farbig, u € 24,50*

Dinges & Frick | Postfach 2009 | 65010 Wiesbaden | www.b-i-t-online.de B∙IVerlag 50 ∙T∙


Urheberrecht

Mit neuen Regeln in die digitale Welt Bibliotheken sind Umschlagplätze des Wissens. Sie ermöglichen den Lesern Zugang zu ihren Schätzen und wahren gleichzeitig die Rechte von Autoren. Das jetzige Urheberrecht lässt sie allerdings in vielen Bereichen im Stich. Was der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) von einer Gesetzesreform erwartet. Text Frank Simon-Ritz

Foto Blaise Bourgois

Universitätsbibliothek der Technischen Universität Berlin

B∙I∙T∙

51


Urheberrecht

W

arum ist Wasser nass? Was heißt es, am längeren Hebel zu sitzen und woher kommt diese Redewendung? Fragen wie diese haben es mittlerweile geschafft, ein eigenes Fernsehformat zu etablieren. Wissenssendungen wie „Wissen macht Ah!“ beantworten sie auf ebenso spielerische wie leicht verständliche Weise. Zuzusehen macht oft so viel Spaß, dass man leicht vergisst, wie viel Arbeit die Produktion von Wissen macht. Neue Erkenntnisse in der Wissenschaft beruhen nämlich meist auf jahreoder gar jahrzehntelangem Studium. Schon lange bevor es das Fernsehen gab, waren Bibliotheken Umschlagplätze für dieses Wissen. In ihnen und durch sie findet diese Aneignung bis heute statt. Ohne sie würden Kultur und Wissenschaft ihr Fundament verlieren. Schon immer erfüllen Bibliotheken dabei eine Doppelrolle: Sie sind sowohl der Produktion als auch der Rezeption des Wissens verpflichtet. Auf der einen Seite setzen sie sich für den Schutz der Interessen des Wissenschaftlers oder Künstlers als Autor ein. Zum anderen orientieren sie sich an den Interessen der Leser und Studierenden. Diese wollen sich schließlich zunächst einmal das aneignen, was zu einem Thema oder einer Frage bereits geschrieben worden ist. An dieser doppelten Herausforderung hat sich im digitalen Zeitalter nichts geändert. Auch bei digitalen Kopien, elektronischen Zeitschriften und Büchern achten die Bibliotheken darauf, dass es eine „angemessene Vergütung“ für Autoren und Wissenschaftler gibt. Auf der anderen Seite spüren die Bibliotheken täglich, dass sich Information und Wissen in digitaler Form sehr viel leichter verbreiten lassen. In Bibliotheken wird unmittelbar erlebbar, was der Soziologe und Ökonom Jeremy Rifkin meinte, als er im Jahr 2000 davon sprach, dass im 21. Jahrhundert Zugang sehr viel wichtiger sei als Besitz: „Zugang, Zugriff, ‚Access‘ sind die Schlüsselbegriffe des anbrechenden Zeitalters.“1 Die rechtlichen Grundlagen für die Arbeit mit digitalen Medien in Universitäts- und Hochschulbibliotheken sind in ihrer jetzigen Form jedoch noch völlig unzureichend. Sonderregelungen für Studium und Forschung Bibliotheken setzen sich deshalb dafür ein, dass insbesondere an Hochschulen der Zugang zu wissenschaftlichen Fachinformationen schneller und leichter möglich sein muss. Der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) schließt sich der Forderung der Allianz der Wissenschaftsorganisationen nach Sonderregelungen (so genannte „Schranken“) für die Bereiche Studium und Forschung an. Bislang nämlich wurden die Interessen derjenigen, die mit dem Vertrieb und der Verwertung wissenschaftlicher Erkenntnisse Geld verdienen, in der Urheberrechtsge1) Jeremy Rifkin, Access: das Verschwinden des Eigentums, Frankfurt/M., 3. Aufl., 2007, S. 11 (zuerst englisch 2000).

52

B∙I∙T∙

setzgebung weitaus stärker berücksichtigt als die Interessen der Wissensproduzenten und -rezipienten. Bei den vom dbv geforderten Regelungen geht es darum, in welchem Maß digitale Kopien zu Zwecken der Lehre und der Forschung erzeugt und zur Verfügung gestellt werden dürfen. Vorausgesetzt ist dabei immer, dass sich die Medien in anderer Form bereits in der jeweiligen Bibliothek befinden. Im Einzelnen gilt dies etwa für die Verwendung von digitalen Kopien in Lern- und Forschergruppen sowie in Vorlesungen, wie sie im Augenblick durch Paragraph 52a des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) geregelt ist. Der Gesetzgeber muss dringend klären, dass die Verwendung digitaler Kopien in so genannten elektronischen Semesterapparaten der „Veranschaulichung im Unterricht“ dient – diese Regelung ist bis zum 31.12.2012 befristet. Der ersatzlose Wegfall von § 52a hätte für die Informationsversorgung in Lehre und Studium eine dramatische Verschlechterung zur Folge. Dringender Verbesserungsbedarf besteht auch bei den Sonderregelungen für die „digitalen Leseplätze“. Der § 52b UrhG gestattet es Bibliotheken, Bücher, die sie „analog“ im Regal haben, zu digitalisieren und ihren Besuchern die Digitalisate in den Räumlichkeiten der Bibliothek zugänglich zu machen. Als ein ganz und gar unbefriedigender Rechtszustand hat sich Folgendes erwiesen: Verlage konnten vor Gericht erstreiten, dass Bibliotheken dazu verpflichtet werden, ihren Nutzern lediglich die (Bildschirm-) Ansicht der digitalisierten Werke zu ermöglichen. Sie müssen das Ausdrucken und Herunterladen (Speichern) solcher Dateien technisch unmöglich machen. Damit werden die Bibliotheken wieder zu Skriptorien, in denen Bildschirminhalte von Hand abgeschrieben werden müssen. In der jetzigen Form ist das Recht ein zu enges Korsett Ähnlich hinderlich sind die Einschränkungen, die es für digitale Kopien im Rahmen des Leihverkehrs zwischen den Bibliotheken gibt. Um diese so genannte Fernleihe beneidet so manche andere Wissenschaftsnation die Deutschen. Allerdings hindern Einschränkungen die Bibliotheken daran, ihren Nutzern digitale Kopien ihrer Bestellungen zuzusenden. Das enge Korsett von § 53a UrhG führt dazu, dass in der Regel zwar eine digitale Kopie erzeugt wird. Diese kann aber nicht an den Benutzer übermittelt werden. Nicht zuletzt im Hinblick auf das Projekt einer Deutschen Digitalen Bibliothek besteht dringender Handlungsbedarf ebenso bei der Digitalisierung von so genannten verwaisten und vergriffenen Werken. Es gibt in Bibliotheken hunderttausende von Werken, die derzeit nicht digitalisiert werden können, weil der Rechteinhaber unbekannt ist (verwaiste Werke). Außerdem gibt es sehr viele Werke, bei denen kein Verwertungsinteresse mehr besteht (vergriffene Werke).


Urheberrecht

Hier müssen pragmatische Lösungen gefunden werden, die es Bibliotheken erlauben, auch diese „verborgenen Schätze“ in die digitale Welt zu überführen. Eine Novellierung des Urheberrechts ist also weiterhin dringend notwendig. Der Deutsche Bibliotheksverband setzt sich dafür ein, dass hierbei die Interessen von Wissenschaftlern und Studierenden in ausreichendem Maße berücksichtigt werden.

Weitere Informationen: „Nutzerinteressen stärken, Urheberrechte wahren“ – Posi­tionspapier des Deutschen Bibliotheksverbands zur Urheberrechtsreform http://www.bibliotheksverband.de/dbv/positionen.html Dr. Frank Simon-Ritz ist Direktor der Universitätsbibliothek der Bauhaus-Universität Weimar. Er ist Mitglied im Vorstand des Deutschen ­Bibliotheksverbands (dbv) und stellvertretender Sprecher der Deutschen Literaturkonferenz. E-Mail: frank.simon-ritz@uni-weimar.de

Präsentationsmöbel für Bibliotheken Unsere Stufenpräsenter für AV-Medien passen für CD – DVD – Blu-Ray. Sie haben sich schon viele Jahre in vielen Bibliotheken bewährt. Bei der Verwendung von Weichhüllen sind die entsprechenden HADOS-Präsenter bestens geeignet. Versetzbare Trenner ermöglichen die Präsentation von unterschiedlichen Produktbreiten. Bei Wand- und Mittenpräsentationen ist eine durchge-

hende Stellmöglichkeit von Vorteil. Die Warenträger können nach Ihren Wünschen und Bedürfnissen kombiniert werden. Farbwünsche berücksichtigen wir gern. Die Montage ist einfach und problemlos. Erfahren Sie weitere Details durch einen Kontakt zu uns. Wir beraten Sie auch gern unverbindlich bei Ihnen vor Ort.

HADOS Möbelfabrik Doll GmbH & Co. KG, Am Mantel 4, 76646 Bruchsal Tel.: 07251 / 723-0 , Telefax: 07251 / 723-15, E-Mail: info@hados.de, Internet: www.hados.de

B∙I∙T∙

53


Vernetzte Welt

Ins Netz gegangen Einmal im Jahr veranstaltet der Chaos Computer Club einen internationalen Kongress. Dort ist einiges anders als man es vielleicht von anderen Veranstaltungen kennt. Die Themen aber sind nicht nur für Computerfreaks interessant. Sie betreffen auch die tägliche Arbeit der Bibliotheken. Text Silvia Gstrein, Wolfgang Ditz, Andreas Parschalk

http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0 Foto Jeff Keyser

54

B∙I∙T∙


Vernetzte Welt

K

ongress-Fahrplan auf dem Handy installiert. Vier Tage volles Programm. Meist drei Sessions parallel. Dazu etliche Workshops. Gut, dass wir zu dritt sind. Können uns die Termine teilen. Nichts verpassen. Austausch später… Computer-Experten beschränken sich in ihren Mitteilungen gern auf das Wesentliche. Aber wir können auch anders. Wir, das sind zwei Programmierer und die Projektleiterin einer Universitätsbibliothek. Im vergangenen Dezember waren wir auf dem Chaos Communication Congress (CCC) in Berlin – einem Treffen, das nur auf den ersten Blick wenig mit Bibliotheken zu tun hat. Wichtige Instanz beim Thema Datensicherheit Der CCC ist der jährlich wiederkehrende Kongress des Chaos Computer Clubs. Der Verein pflegt seit dem Aufkommen elektronischer Datennetze in den 80er Jahren den kreativen Umgang mit Computern und Netzwerken. Im Lauf der Jahre wurde der Zusammenschluss von Hackern und Computerfreaks schnell zu einer der wichtigsten Instanzen beim Thema Datenschutz, Bürgerrechte im Netz und Computersicherheit. Diese Expertise ist inzwischen in höchsten politisch-juristischen Gremien geschätzt und vertreten. Auf dem Kongress, der nun bereits zum 28. Mal stattfand, sprechen regelmäßig Experten aus dem Umfeld des Clubs sowie internationale Gäste. Diesmal gab es mehr als 70 Veranstaltungen auf dem viertägigen Treffen. Und wo ist der Link zu den Bibliotheken? Sie haben die Herausforderungen des Computer-Zeitalters längst angenommen. Der digitale Katalog zum Beispiel hat den alten Zettelkatalog in der tagtäglichen Benutzung abgelöst. Online verfügbare Inhalte sind nicht mehr die Ausnahme, sondern alltäglicher Bestandteil ihres Angebots. Doch damit stehen sie auch vor neuen Herausforderungen. Durch die Nutzung dieser Services fallen beispielsweise nicht nur die persönlichen Daten der registrierten Benutzer an. Auch ihre Nutzungs- und Ausleihdaten müssen geschützt werden. Zudem sind durch Copyrightbestimmungen und Lizenzverträge oft die Zugriffe auf digitale Inhalte nur für bestimmte Nutzergruppen, aber nicht für die Allgemeinheit erlaubt. Das macht unter anderem den Einsatz von Zugriffskontrollen oder Authentifizierungsmaßnahmen notwendig. Wissen, wo mögliche Angriffsflächen liegen Das digitale Aufgabenspektrum der Bibliotheken ist damit aber längst nicht erschöpft. So kaufen sie Software nicht ausschließlich. Sie entwickeln Applikationen auch selbst, passen bestehende Open-SourceLösungen an und erweitern sie. Das alles macht es für Systemadministratoren und Softwareentwickler im Bibliotheksumfeld notwendig, die neuesten Angriffsvektoren auf diese Services zu kennen und zu verhindern.

Auch vor Ausflügen in die sozialen Netzwerke wie Facebook und Co. schrecken Bibliotheken nicht mehr zurück. Sie wollen ihre Nutzer dort bedienen, wo sie online zu Hause sind. Doch wer sich in diesen Gefilden bewegt, sollte sich der Folgen bezüglich digitaler Intimsphäre und Datenselbstbestimmung bewusst sein. Welche Informationen zum Beispiel leitet ein in ein digitales Repositorium eingebetteter „Facebook-like-Button“ an die Firma Facebook weiter? Auf dem CCC können Fragen wie diese schnell geklärt werden. In den Vorträgen stellen international renommierte Experten die neuesten Entwicklungen vor. Und im persönlichen Gespräch mit anderen Kongressbesuchern finden sich konkrete Lösungen auf kurzem „Dienstweg“ – bei einer Mate versteht sich, dem bevorzugten Getränk der Teilnehmer. Selbstverständlich war der Chaos Communication Congress keine reine IT-Security Veranstaltung. An vier Tagen gab es Vorträge von 11 Uhr vormittags bis 2 Uhr morgens. Sie fanden parallel in drei Sälen statt. Die übergeordneten Themen waren Hacking, „Society and Politics“, Culture, Making, Science und Community. Für die Arbeit der Bibliotheken waren abgesehen von den reinen IT Themen speziell Vorträge aus den Tracks Gesellschaft, Politik und Kultur aufschlussreich. Auch in den kommenden Jahren wird für uns an dem Treffen wohl kein Weg vorbeiführen. Wir bedanken uns recht herzlich bei BI International für die freundliche Unterstützung.

Fahrplan CCC im Internet: http://events.ccc.de/congress/2011/Fahrplan/index. en.html Silvia Gstrein, MMag. Universitäts- und Landesbibliothek Tirol Abteilung für Digitale Services E-Mail: silvia.gstrein@uibk.ac.at Andreas Parschalk Universitäts- und Landesbibliothek Tirol, Leitung Softwareentwicklung, Projekt eBooks on Demand E-Mail: andreas.parschalk@uibk.ac.at Wolfgang Ditz Universitäts- und Landesbibliothek Tirol, Softwareentwicklung, Projekt eBooks on Demand E-Mail: wolfgang.ditz@uibk.ac.at

B∙I∙T∙

55


Informationskompetenz

Let’s talk about Internet Die Stadtbibliothek Wismar macht Online-Neulinge fit für die Informationsgesellschaft. Dazu lernen interessierte Nutzer von eigens geschulten, ehrenamtlichen Paten. Die Idee stammt aus einem Pilotprojekt. Ein Modell, von dem auch fortgeschrittene Bibliothekare lernen können. Text Martina Glöde Foto Stadtbibliothek Wismar

Erfahrungsaustausch im Mediabus

56

B∙I∙T∙


Informationskompetenz

M

it wenigen Klicks erscheinen die aktuellen Nachrichten aus aller Welt, der Wetterbericht oder das Online-Lexikon. Das Internet ist in immer mehr Haushalten präsent. Wenn es aber darum geht, dessen Möglichkeiten kompetent zu nutzen, tut sich bei vielen Menschen eine große Wissenslücke auf. Denn wo man klicken muss, um die gesuchten Infos zu erhalten, das wissen viele nicht oder zumindest nicht so ganz genau. Öffentliche Bibliotheken sind ein Ort, an dem sich diese Lücken schließen lassen. Hier gibt es Internetarbeitsplätze und die Mitarbeiter helfen den Nutzern weiter, wenn sie eine Frage haben. Das ist heute ebenso selbstverständlich wie das Ausleihen von Büchern. Denn Bibliotheken haben neben ihrem kulturpolitischen auch einen Bildungsauftrag. In Wismar ist man aber noch einen Schritt weiter gegangen: Die Stadtbibliothek nahm an einem Pilotprojekt teil, in dem netzerfahrene Menschen als so genannte Internet-Paten geschult wurden. Sie konnten ihr Wissen dann an interessierte Nutzer weitergeben – und deren Informationskompetenz umfassend stärken. Mit Unterstützung vom Bund Die Bundesregierung fördert die digitale Integration aller Bevölkerungsgruppen durch verschiedene Programme. Im Rahmen der dreijährigen Initiative „Internet erfahren“ fand das Programm „Internet-Patinnen und -Paten: Erfahrung teilen“ statt. Um zu sehen, ob sich das Modell für Bibliotheken eignet, wurde es zwölf Monate lang, von Mai 2010 bis April 2011, in der Stadtbibliothek Wismar erprobt. Die Idee: Eigens geschulte, erfahrene Nutzer geben ihr Internet-Wissen ehrenamtlich an Einsteiger weiter. Die Stadtbibliothek Wismar wurde dabei vom gemeinnützigen Verein „Kompetenzzentrum Technik, Diversity, Chancengleichheit“ unterstützt. Das Kompetenzzentrum stellte etwa gedruckte Schulungsmaterialen bereit. Es erstellte eine Online-Plattform mit Lernmodulen und pflegte verschiedene Kommunikationsstrukturen, etwa Weblogs. Zudem übernahm es die Öffentlichkeitsarbeit und organisierte den Einsatz eines Media-Busses mit elf Internetarbeitsplätzen. Vor allem aber übernahm es die Aufgabe, die Paten für ihre Aufgabe zu schulen. Die Stadtbibliothek wiederum bot kostenlose Internetzugänge für die

Teilnehmer an und organisierte regelmäßige Treffen für den Erfahrungsaustausch und die Schulungen. Darüber hinaus dokumentierte sie das Projekt und benannte feste Ansprechpartner. Im Juni 2010 fand die gemeinsame Auftaktveranstaltung statt. Die potenziellen Paten wurden erfasst und vermittelt. In den folgenden Monaten trafen sie sich insgesamt zehn Mal zum Erfahrungsaustausch und zu Schulungen. Darin lernten sie beispielsweise den Umgang mit E-Mail-Programmen und dem Web 2.0. Eine Qualifikation für bereits erfahrene Internet-Paten enthielt zudem verschiedene methodisch-didaktische Tipps im Umgang mit den Internet-Neulingen. In Tandems gelernt Das Paten-Projekt in der Stadtbibliothek Wismar war insgesamt ein Erfolg: Die Anfragen kamen überwiegend von Internet-Einsteigern und lagen teilweise deutlich über den vorhandenen Kapazitäten. Insgesamt gab es 84 Patentandem-Treffen in der Bibliothek. Sie hatten eine durchschnittliche Dauer von eineinhalb Stunden. Drei bis vier Internet-Patentandems trafen sich regelmäßig sowohl im Altstadttreff Wismar als auch bei den Internet-Einsteigern zu Hause. In den insgesamt 20 gebildeten Patenschaftstandems wurden durch die individuelle Lernsituation besonders effektive Ergebnisse erzielt. Das Fazit für die Bibliothek lautet: Durch die Aktion ist ihre Wahrnehmung als modernes Informationsund Kommunikationszentrum deutlich gestiegen. Zudem konnten neue Nutzer gewonnen werden. Die Rahmenbedingungen in Öffentlichen Bibliotheken sind für solche Projekte ideal. Denn sie sind für jedermann zugänglich, bieten großzügige Öffnungszeiten, Internetarbeitsplätze, Fachlektüre zum Internet und Internetportale mit Dienstleistungsangeboten. Mit dem Projektende ist das Vorhaben in der Stadtbibliothek Wismar nicht eingestellt worden. Die Internet-Patenschaften finden jetzt mit finanzieller Unterstützung des Fördervereins statt. Außerdem haben sich weitere Ehrenamtliche gefunden, die in kleinen Gruppen Kompetenzschulungen je nach Wissenstand der Teilnehmer durchführen. So können viele weitere Wissenslücken von Bibliotheksnutzern für Online-Ausflüge geschlossen werden.

Martina Glöde Leiterin der Stadtbibliothek Wismar E-Mail: mgloede@wismar.de

B∙I∙T∙

57


Digitalisierung

Mehr Bits und Bytes für Bibliotheken Die Digitalisierung des deutschen Kulturerbes kommt nur schleppend voran. Politischer Mut ist jetzt gefragt, um im internationalen Vergleich nicht hinterher zu hinken. Der Ruf einer Kulturnation steht auf dem Spiel. Text Natascha Reip Fotos Jörg F. Müller

Ortstermin im Digitalisierungszentrum: der Kulturausschuss des Deutschen Bundestags in der Staatsbibliothek zu Berlin.

58

B∙I∙T∙


Digitalisierung

E

in Wimpernschlag reicht schon und das Wissen der Welt erscheint auf dem Bildschirm. Sei es der Computer, der Tablet-PC oder das Smartphone, immer mehr Menschen nutzen digitale Medien – eine Umkehr dieses Trends ist derzeit nicht absehbar. Für Archive, Bibliotheken, Museen und Sammlungen bietet sich damit eine große Chance. Unabhängig von Ort und Zeit können sie ihre Kulturschätze allen Nutzern zur Verfügung stellen. Allerdings hapert es derzeit noch mit der Umsetzung der Idee. Im internationalen Vergleich hinkt die Kulturnation Deutschland deutlich hinterher. Die Idee, Bücher in eine digitale Form zu überführen, ist in Europa nicht neu. Bei unseren französischen Nachbarn wird sie seit 1997 unter anderem mit dem Portal Gallica durch die Bibliothèque Nationale de France in Paris umgesetzt. Mittlerweile stehen dort 1,5 Millionen Digitalisate zur Verfügung. Im Dezember 2004 trat mit Google ein neuer Akteur in das weltweite Geschehen ein. Das US-amerikanische Unternehmen wollte in Form einer Public Private Partnership gemeinsam mit den wichtigsten Bibliotheken der Welt 15 Millionen Bücher digitalisieren. Im Jahr 2010 war dieses Ziel erreicht. Unter anderem dieser Vorstoß des Internet-Riesen forderte Europa zum Handeln heraus: 2008 ging das EU-Portal „Europeana“ an den Start. Neben Büchern sammelt es Bilder, Klänge und Objekte aus allen europäischen Ländern, um sie digital zur Verfügung zu stellen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert die Digitalisierung In Deutschland werden Vorhaben zur Digitalisierung ebenfalls seit Mitte der 90er Jahre umgesetzt. Vor allem die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert sie seit 15 Jahren. Rund 150 Millionen Euro hat sie inzwischen in Bibliotheken investiert. Jährlich kommen zehn Millionen Euro hinzu. An den Staatsbibliotheken in München und Göttingen hat die DFG Digitalisierungszentren errichtet sowie bundesweit viele einzelne Projekte finanziert. Die Bayerische Staatsbibliothek schloss zudem im Jahr 2007 mit Google einen Kooperationsvertrag. Auch der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien engagiert sich. Er fördert seit 2010 das Projekt „Deutsche Digitale Bibliothek“ (DDB). Es dient dem Aufbau einer zentralen Plattform, über die die Medien gebündelt werden. Die Digitalisierung der Bücher, Bilder und Medien selbst wird mit diesen Mitteln jedoch nicht gefördert – und bleibt weit hinter dem Stand von Google oder den französischen Nachbarn zurück. Die Digitalisierung der Kulturschätze in Deutschland kommt damit nur zu langsam voran. Um das Vorhaben effizient umzusetzen, müssen jetzt Antworten auf drei zentrale Fragen gefunden werden: auf die Frage der Finanzierung, die einer nationalen Digitalisierungsstrategie sowie die des Urheberrechts.

Zehn Millionen Euro jährlich – und zwar zusätzlich Der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) forderte bereits im März 2011 Bundespolitiker auf, in den nächsten fünf Jahren – zusätzlich zu den von der DFG bereitgestellten Mitteln – jeweils zehn Millionen Euro an Bundesmitteln für die Digitalisierung von Büchern, Zeitschriften und Zeitungen in Bibliotheken zur Verfügung zu stellen.1 Daneben müsse eine Regelung für die vergriffenen und verwaisten Werke sowie eine nationale Strategie geschaffen werden. Dies löste eine politische Debatte in fast allen im Bundestag vertretenen Parteien aus. Zunächst engagierte sich die SPD-Fraktion. Sie richtete eine „Kleine Anfrage“ an die Bundesregierung. Die Antwort lautete: Die Digitalisierung sei „Aufgabe der jeweiligen Kultur- und Wissenschaftseinrichtun-

gen“ und damit nicht die der Deutschen Digitalen Bibliothek. Ergänzend sollten „private Partnerschaften“ genutzt werden. Auch zum Thema einer nationalen Strategie äußerte sich die Bundesregierung. Sie ging davon aus, dass sich das Kompetenznetzwerk der DDB mit der DFG bei der Digitalisierung abstimmt. Eindeutig erklärte die Bundesregierung, dass eine Regelung zur Nutzung „verwaister Werke“ im Dritten Korb der Urheberrechtsnovellierung enthalten sein solle. Sie wollte sich zudem weiterhin für eine dauerhafte Finanzierung der Europeana einsetzen. Im Jahr 2011 folgten Anträge aller Fraktionen an den Bundestag. Das Thema war auf der politischen Tagesordnung angekommen. 1) Deutschland braucht eine nationale Digitalisierungsstrategie! Thesenpapier des Deutschen Bibliotheksverbands e.V. (dbv) vom 17. März 2011 in Berlin http://www.bibliotheksverband.de/dbv/ themen/digitalisierung.html

B∙I∙T∙

59


Digitalisierung

2) Text des Antrags: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/063/1706315.pdf

Unersetzliche Orte Auch mit der Digitalisierung ihrer Bestände bleiben die Bibliotheken ein unverzichtbarer Grundpfeiler für Bildung und Kultur. Das wissen nicht nur Bibliothekare: „Wir befinden uns mitten in der größten technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umwälzung seit der Entwicklung des Buchdrucks, deren Auswirkungen sich heute noch gar nicht richtig überblicken lassen. Die Digitalisierung macht überhaupt erst die Verbreitung kultureller und wissenschaftlicher Inhalte über das Internet möglich. Dabei koexistieren alte und neue Medien bislang, ergänzen sich und profitieren auch voneinander. Es sieht derzeit nicht so aus, als ob digitale Formate beispielsweise die gute alte analoge Bibliothek verdrängen würden; es gibt im Gegenteil weltweit geradezu einen Bibliotheksboom. Unaufhörlich steigen die Nutzerzahlen, stellte jüngst der Deutsche Bibliotheksverband fest.“ (Rede von Kulturstaatsminister Bernd Neumann beim 6. Kulturpolitischen Bundeskongress „netz.macht.kultur Kulturpolitik in der digitalen Gesellschaft“ vom 09.06.2011. http://www.bundesregierung.de/Content/DE/ Rede/2011/06/2011-06-09-neumann-kupoge.html) Natascha Reip hat in Berlin Politikwissenschaft studiert und ist seit Jahren in Politik und Wirtschaft tätig. Seit Januar 2012 arbeitet sie als Referentin für Politische Kommunikation beim Deutschen Bibliotheksverband. E-Mail: reip@bibliotheksverband.de

Band 38

B∙I∙T∙ TECHNOLOGIE

„Es bleibt noch viel Lobbyarbeit zu leisten“ Aus Sicht des dbv waren dies erste Schritte, aber noch längst kein zufriedenstellendes Ergebnis. „Die Aktivitäten des dbv zum Thema Digitalisierung haben erste Reaktionen auf der politischen Ebene hervorgerufen. Es bleibt jedoch noch viel Lobbyarbeit zu leisten“, sagt Dr. Frank Simon-Ritz, Vorstandsmitglied des Deutschen Bibliotheksverbands. Der Verband plädiert auch dafür, pragmatische Lösungen für

die Digitalisierung von verwaisten und vergriffenen Werken zu finden. Es müsse darum gehen, die verborgenen Schätze möglichst schnell in die digitale Welt zu überführen. Im internationalen Vergleich hat Deutschland keine Zeit zu verlieren. Der Ruf der Kulturnation steht auf dem Spiel.

INFORMATION

Auf Einladung des dbv informierte sich im Januar 2012 der Kulturausschuss des Deutschen Bundestages im Digitalisierungszentrum der Staatsbibliothek zu Berlin über die technischen Prozesse. Wenige Tage später fand ein öffentliches Fachgespräch im Kulturausschuss des Bundestags statt. Der dbv nahm daran teil und wies noch einmal nachdrücklich auf die Bedarfe der Bibliotheken hin. Tags darauf nahm der Deutsche Bundestag – gegen das Votum der Opposition – den Antrag von CDU/CSU und FDP2 an. Er fordert die Bundesregierung auf, im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel die Deutsche Digitale Bibliothek möglichst zügig fertig zu stellen und die Digitalisierung im Rahmen der DDB zu intensivieren – möglichst mit zusätzlichen (privaten) Finanzierungsquellen. Weiter gelte es, ein besonderes Augenmerk auf die Langzeitverfügbarkeit der Digitalisate zu haben und Regelungen zum Umgang mit verwaisten Werken vorzubereiten.

BIBLIOTHEK

Allrounder/in für den Verkauf gesucht !

Analyse von Recommendersystemen in Deutschland

Katrin Gärtner – Recommendersysteme

Wir sind ein Druck­ und Verlagsunternehmen in

AnalyseWiesbaden von und publizieren eingeführte Fachzeit­ schriften und regionale Medien in Print und online. Recommendersystemen Fühlen Sie sich angesprochen? Dann freuen wir uns über Ihre Bewerbung e­mail an: e.koenig@dinges­frick.de in perDeutschland

L

Dinges & Frick GmbH · Greifstr. 4 · 65199 Wiesbaden Literaturstudie

ibrary

Offsetdruck | Digitaldruck | Verlag

Essentials F akten und B erichte Für i nFormationsspezialisten

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse von in Deutschland vorkommenden Empfehlungssystemen. Zum einen werden die Grundlagen zu den Empfehlungssystemen, ihre Funktionsweise und die zugrundeliegenden Techniken von Recommendersystemen erläutert, um dann, anhand von ausgewählten Internetseiten, Empfehlungssysteme in Deutschland näher zu betrachten, sie zu analysieren und in die aktuell gültige Klassifikation einzuteilen. Um die Relevanz von automatisch generierten Empfehlungen zu überprüfen, wird außerdem eine stichprobenartige Umfrage unter Wissenschaftlern mehrerer Fachgebiete durchgeführt.

online BAND 38 Zeitschrift für Bibliotheks- und Informationswissenschaft Sie sind kommunikativ, schlagfertig, flexibel, motiviert und offen N NwirOSieValsAVerkaufs­ TIV gegenüber neuen Medien? Dann Isuchen talent auf selbstständiger Basis bei freier Zeiteinteilung in unserem Team.

174 Seiten, teilweise farbig,

> € 24,50*

BAND 38

ISBN 978-3-934997-43-1, 2012, Brosch.,

Verlag Dinges & Frick GmbH, Wiesbaden ISBN 978-3-934997-43-1 ISSN 1615-1577

€ 24,50

INNOVATIONSPREIS 2012

* Preise zzgl. Versandkosten (Inland 1,30 €, Europa 3,50 €)

60

B∙I∙T∙ www.b-i-t-online.de

B∙I∙T∙

Katrin Gärtner


Ihre Einrichtung, Ihre Software – unsere Lösungen passen!

Auch wenn Ihre Hard- und Software zur Medienverbuchung mal nicht von uns ist – auf uns können Sie zählen. Egal, ob RFID- oder EM-Technolgie: Wir lassen Sie nicht allein – von der Mediensicherung bis zur Software. Fragen Sie uns! Wir machen das! EasyCheck – Verbuchen mit Leichtigkeit

BIX_Magazin2012_final.indd 3

Telefon 07161 808600-0 – www.easycheck.org

22.06.12 14:56


Lizenzmodelle_164x192_4c_Lizenzmodelle_164x192_4c 22.06.12 10:36 Seite 1

enzmodelle_164x192_4c_Lizenzmodelle_164x192_4c 22.06.12 10:36 Seite 1

Ihre digitale Zweigstelle

Ihre digitale Zweigstelle

Lizenzmodelle_164x192_4c_Lizenzmodelle_164x192_4c 22.06.12 10:36 Seite 1

Bald noch mehr drinIhre – digitale Zweigstelle Sie haben die Wahl

Bald noch mehr drin – Unsere künftigen Lizenzmodelle: Sie haben die Wahl Standard Lizenz

Bald noch mehr drin – Verleihen, wie Sie es kennen Unsere künftigen Lizenzmodelle: Sie haben die Wahl Onleihe-PDA-Lizenz* Wissen, was Ihre Kunden wollen Standard Lizenz * Patron Driven Aquisition = Kundengesteuerte Erwerbung

Verleihen, Sie es kennen Unserewie künftigen Lizenzmodelle:

Parallel-Lizenz

Standard Onleihe-PDA-Lizenz* Viele KundenLizenz gleichzeitig erreichen

Verleihen, wie Sie es kennen Wissen, was Ihre Kunden wollen * Patron Driven Aquisition = Kundengesteuerte Erwerbung

Fragen Sie das DiViBib-Team: Onleihe-PDA-Lizenz* Telefon + 49was 7121 144-444 Wissen, Ihre Kunden wollen Parallel-Lizenz Patron Driven Aquisition = Kundengesteuerte Erwerbung Viele *Kunden gleichzeitig erreichen

Parallel-Lizenz Viele Kunden gleichzeitig erreichen Fragen Sie das DiViBib-Team: Telefon + 49 7121 144-444 Fragen Sie das DiViBib-Team: Telefon + 49 7121 144-444

www.divibib.com

www.divibib.com www.divibib.com

BIX Magazin 2012  

BIX Magazin 2012

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you