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BIX2011 Der Bibliotheksindex ein Sonderheft von B.I.T. online

Kulturelle Bildung Kreative Bibliotheksprojekte

Seite 10

Unikate statt Kopien Interview mit Architekt Peter Hübner

Hochschulautonomie

Seite 29

Fragen an HRK-Generalsekretär Kathöfer Seite 42

Ich liebe Bibliotheken! Sarah Wiener im Gespräch | Seite 6

Ein Sonderheft von


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Grußwort

Ein Wort vorab

Kreatives Potential schaffen! © Kerstin Rolfes

Liebe Leserin, lieber Leser, Bibliotheken machen kreativ! Eine kürzlich vorgelegte Studie des BMBF zeigt: Bibliotheken setzen mehr als andere Kultureinrichtungen mit ihrer kulturellen Vermittlungsarbeit bereits im Vorschulalter an: sie veranstalten Bilderbuchkinos, Vorlesestunden oder Bucherlebnisse für Krabbelgruppen. Sie sind also für viele Kinder die ersten Kultureinrichtungen, mit denen sie in Kontakt kommen. Als Partner im Projekt „Lesestart“, das das BMBF 2011-2018 mit 26 Mio Euro fördert, werden die Bibliotheken dafür sorgen, dass noch mehr Kinder früh Spaß am Lesen und Freude an der Beschäftigung mit Kultur finden. Wer Bibliotheken nutzt, hat die Chance, aus einem breiten Spektrum von Medien auszuwählen, zu vergleichen und sich inspirieren lassen durch oft zufällige Begegnungen mit Literatur, Filmen, Musikaufnahmen, auf die er im eigenen unmittelbaren Lebensumfeld vielleicht nie gestoßen wäre. Auf diese Weise entsteht kulturelle Teilhabe und ein eigenes kreatives Potential – vor allem auch für Menschen, die sonst nur schwer Zugang zu kulturellen Angeboten finden. In Bibliotheken geht es nicht nur darum, kulturelles Erbe zu bewahren, sondern es auch als Basis für die eigene Lebensgestaltung und für neue Ideen verfügbar zu machen. Während der Schulzeit, aber besonders auch beim Studium, sind Bibliotheken darüber hinaus unerlässliche Begleiter für das Lernen und eine kreative Wissensaneignung. Universitäts- und Hochschulbibliotheken führen mit ihren Schulungsangeboten zur effizienten und souveränen Nutzung von Datenbanken, Internetquellen, elektronischen und gedruckten Medien. Die enormen Leistungen, die die Bibliotheken als Bildungseinrichtungen und Kulturvermittler erbringen, schlagen sich statistisch – auch im Bibliotheksindex BIX deutlich – beispielsweise in einer hohen Zahl von Veranstaltungen, Schulungen und Leseförderungsmaßnahmen nieder. Der Deutsche Bibliotheksverband hat diese und andere Zahlen 2010 erstmals in einem „Bericht zur Lage der Bibliotheken“ zusammengefasst und der Presse vorgestellt – mit enormem Erfolg. Dieser Bericht dokumentiert aber leider auch,

dass Bibliotheken infolge der Finanzkrise in hohem Maße von Sparmaßnahmen betroffen sind. Der dbv wird sich natürlich weiter dafür einsetzen, dass der niedrigschwellige Zugang zu Bildungs- und Kulturangeboten über die Bibliotheken auch in der aktuellen schwierigen Situation erhalten bleibt – und dies mit Entschiedenheit, Kreativität und Nachdrücklichkeit. Ihre Barbara Lison, Vorstandsmitglied des Deutschen Bibliotheksverbands e.V. und Direktorin der Stadtbibliothek Bremen

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Inhalt 01 Kreatives Potential schaffen! Grußwort des Deutschen ­Bibliotheksverbands e.V. (dbv) 05 Editorial 06 „Ich liebe Bibliotheken“ Ein Interview mit der Köchin Sarah Wiener 10 Ein armer schlauer Rabe Kulturelle Bildung und Bibliotheken BIX-Bibliotheksindex – die Ergebnisse 2011 13 BIX 2011: Einblicke – Analysen – Ausblicke 20 Best Practice – Siegerbibliotheken stellen sich vor Kulturelle Bildung und Kreativität 29 Unikate statt Kopien! Der Architekt Peter Hübner über kreative Bibliotheksbauten 32 Lyric meets Graffiti – Gedichte an die Wand gesprüht Kulturelle Bildung in der Stadtbibliothek Nürnberg 36 Denken in langen Zeiträumen Die Fotografin Anke Jacob im Gespräch 40 Inspiration Buch: Bookart Hochschulbibliothek 42 Hochschulautonomie öffnet spannende Perspektiven Fragen an den HRK-Generalsekretär Dr. Thomas Kathöfer Impressum B.I.T.online Sonderheft 2011: BIX. Der Bibliotheksindex In Zusammenarbeit mit dem ­Deutschen Bibliotheksverband Herausgeber Dipl.-Ing. Christoph-Hubert Schütte Redaktion Ulla Wimmer Shirley Mc Leod Objektleitung Erwin König koenig@b-i-t-online.de

44 Den Ton getroffen Qualitätszertifizierung der Bibliothek der Kunstuniversität Graz 47 Stöbern, Inspirieren lassen, Weiterverarbeiten: Der Bibliothekskatalog 2.0 50 Kulturelles Erbe im Niemandsland „Verwaiste“ Werke – was bedeuten sie für die Digitalisierung? Zum Schluss Radeln für Bibliotheken 53  Bibliothekare auf dem Weg von Kopenhagen nach Berlin 56 Starke Bibliotheken – starke Kultur Ausblick der Bertelsmann Stiftung

Gestaltungskonzept Franziska Loh Satz Ursula Cicconi Dinges & Frick GmbH Verlag und Druck Dinges & Frick GmbH B.I.T.online, Greifstraße 4 65199 Wiesbaden

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© Günter Hupfer

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser, seit März dieses Jahres wird auf etlichen Großstadtbahnhöfen für eine Schokolade mit folgendem Spruch geworben: „Für den Verzehr in Bibliotheken zu knusprig“. Viele Assoziationen schießen einem durch den Kopf, wenn man sich mit Bibliotheken beschäftigt: zu knusprig = zu laut? Menschenleere, weite Hallen und Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, deren Wortschatz hauptsächlich aus „Pssssst“ besteht? Die Ergebnisse des BIX sprechen eine andere Sprache. Insgesamt 162 Öffentliche und 74 wissenschaftliche Bibliotheken messen sich in diesem zwölften Jahr in Zieldimensionen, die in erster Linie ihr Publikum, ihre „Kunden“ im Blick haben. So zeigt der BIX – belegt durch valide statistische Daten und Berechnungen –, dass Bibliotheken lebendige Orte der Informationsvermittlung und des Lernens sind, die sich allen Formen von Medien öffnen. Am BIX nehmen Bibliotheken teil, die ihre Leistungen und ihre Rahmenbedingungen transparent machen wollen und den Vergleich mit anderen nicht scheuen. Neue Indikatoren im BIX sind Ausdruck einer sich verändernden Bibliotheksnutzung. Dementsprechend wird in den BIX-Gremien schon länger ­darüber nachgedacht, den BIX insgesamt als Instrument der Leistungsmessung und des Leistungsvergleichs weiter zu entwickeln. Unterschiedliche methodische Ansätze wurden der Fachöffentlichkeit bereits vorgestellt, diskutiert und auf den Prüfstand gestellt. Sie werden derzeit konkretisiert.

v.l.n.r.: Susanne Stirnagel (hbz), Ulla Wimmer (dbv), Dr. Ronald Schmidt (hbz), Ira Foltin (hbz), Shirley Mc Leod (dbv)

Eines wird sich jedoch nicht verändern: Der Anspruch an die Datenqualität und die professionelle Aufbereitung der Daten bleiben ein hervorstechendes Qualitätsmerkmal des BIX. Garant dafür sind die beteiligten Kooperationspartner: die Hochschule der Medien in Stuttgart, das Institut für angewandte ­Sozialwissenschaft infas, der Verlag Dinges & Frick, die Bertelsmann Stiftung und natürlich die beteiligten Kolleginnen und Kollegen, die sich der Detektivarbeit widmen, Fehler bei der Datenerfassung aufzuspüren und zu korrigieren. Bei ihnen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Bibliotheken, die uns zuverlässig und kompetent unterstützen, möchten wir uns ganz herzlich bedanken.

Ihre BIX-Redaktion in Berlin und Köln

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Interv iew

„Ich liebe Bibliotheken!“ www.sarahwiener.de

Fragen Shirley Mc Leod

Für die prominente Köchin und Unternehmerin Sarah Wiener gehören Bücher einfach zum Leben. So wird in der KÜCHE ihres Restaurants DAS SPEISEZIMMER nicht nur gekocht, sondern auch gelesen. Wie es dazu kam und was Bibliotheken mit Naturschutz zu tun haben, darüber haben wir mit ihr gesprochen. Frau Wiener, Sie sind nicht nur eine leiden­ schaftliche Köchin, sondern auch beken­ nende Vielleserin. Gibt es ein Buch, das Sie in letzter Zeit besonders inspiriert hat? In letzter Zeit komme ich leider kaum dazu, Romane zu lesen. Ich lese ernährungspolitische Bücher. Gerade lese ich von Dr. Andrea Flemmer „Bio-Lebensmittel, warum sie wirk6

lich gesünder sind“ und von Tanja Busse „Die Ernährungsdiktatur“. Unter dem Motto „Lesen ist ein Genuss“ haben Sie im letzten Jahr als Patin der Bib­ liothekskampagne „Österreich liest. Treff­ punkt Bibliothek“ in den Medien für das Lesen und für Bibliotheken geworben. Was


hat Sie dazu bewegt und welche Bedeutung haben Bibliotheken für Sie? Ich liebe Bibliotheken! Private wie auch öffentliche. Meine Mutter hatte immer Tausende von Büchern in unserer Wohnung und mein Vater, der Schriftsteller ist, hat ganze Zimmer voller Bücher. Für mich ist ein Leben ohne Bücher unvorstellbar. Ich muss allerdings nicht jedes Buch selbst besitzen. Bibliotheken sind für mich ein Synonym für die Zugänglichkeit von Bildung für jeden. Auch, wenn man an Ressourcenschonung denkt, dann sind Bibliotheken sicher genau der richtige Weg. Kochen ist „in“. Auf allen Kanälen laufen Kochshows im Fernsehen. Doch statt „Gla­ mour-Cuisine“ bevorzugen Sie die einfache Küche aus regionalen Produkten und setzen sich dafür ein, dass die Menschen selber ler­ nen, den Kochlöffel zu schwingen. So brin­ gen Sie in Ihrer Doku-Reihe „Sarah und die Küchenkinder“ Jugendlichen in einem Land­ haus in der Provence das Kochen bei. Sehen Sie sich eher als Vermittlerin von Esskultur denn als Kochstar? Ich bin überzeugt davon, dass jeder, der selbst kochen kann, davon profitiert. Ich teile deswegen gerne meine Leidenschaft. Besser als andere darin zu sein, ist nicht mein Antrieb oder Ehrgeiz. Das Interesse bei Kindern am Kochen und an gesunder Ernährung zu wecken, ist auch Ziel der „Sarah-Wiener-Stiftung“. So finden auf Ihre Initiative hin Kochworkshops in Kin­ dergärten und Schulen statt. Wie reagieren die Kinder in Ihren Kursen? Sehr positiv und voller Freude. Sie lernen spielerisch Eigenverantwortung, Kreativität und kulturelle Grundkompetenzen. Selber sein Werk zu kreieren und essen zu dürfen – was gibt es Schöneres? Bibliotheken verstehen sich als Orte der kulturellen Bildung insbesondere für Kinder und Jugendliche. Was könnten Bibliotheken tun, damit sie als unverzichtbare Kultur- und Bildungseinrichtungen in der Öffentlichkeit noch bewusster wahrgenommen werden? Früher kannte ich nur die großen Bibliotheken und wusste gar nicht, wo die nächste kleine in meiner Umgebung ist. Aber auch Schwellenangst ist sicher ein großes Hindernis. Mal mit der ganzen Klasse in eine Bibliothek zu gehen, das fände ich schon hilfreich. Seit Februar dieses Jahres finden in der KÜCHE Ihres Berliner Restaurants DAS SPEISEZIMMER regelmäßig Lesungen statt, in denen verschiedene Autoren über ihre kulinarischen Abenteuer berichten. Woher

kam die Idee für diesen ungewöhnlichen Leseevent? Ich überlege mir oft: Was kann ich persönlich machen, um Menschen von der Dringlichkeit nachhaltigen Genusses zu überzeugen? Vor der Meinung steht aber die Aufklärung. Das versuche ich ein Stück durch Angebote, Lesungen, Diskussionen. Momentan sehen wir Sie in weiteren Fol­ gen Ihrer Fernsehreihe „Die Kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener“, in der Sie die Zuschauer neugierig auf die Koch- und Essgewohnheiten verschiedener Kulturen machen. Wie bereiten Sie sich auf Ihre Ex­ peditionen vor? Wie ich mich vorbereite? In der Früh nicht so viel essen, so dass ich wirklich genießen kann! Wo machen Sie es sich an einem freien Tag gerne mit einem Buch gemütlich? Ich bin ein Bett- und Sofa-Leser. Also: Füße hoch und bequeme Haltung. Aber draußen in der Sonne geht fast jede Position. Vielen Dank für das Interview!

Zur Person Sarah Wiener (*1962) startete 1990 mit einer alten Feldküche der NVA ihr erstes Kochabenteuer. Mit ihrem „Sarah Wieners Tracking Catering“ bekochte sie Filmteams bei Dreharbeiten – mit großem Erfolg. Heute führt sie mehrere Restaurants. Ihre erste Fernsehrolle übernahm sie 2004 als Küchenmamsell in der Sendung „Abenteuer 1900 – Leben im Gutshaus“. Es folgten 2007 die Reihe „Die Kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener“ und zwei Jahre später „Sarah und die Küchenkinder“. Sarah Wiener engagiert sich für artgerechte Tierhaltung, Naturschutz und gesunde Ernährung. Sie ist Gründerin der Sarah-Wiener-Stiftung „Für gesunde Kinder und was Vernünftiges zu essen“. Weitere Informationen: www.sarah-wiener-stiftung.org

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Interv iew

Kochen und Genießen in der Bibliothek In der Bibliothek gibt es nicht nur Kochbücher und vielfältige Informationen rund um das Thema gesunde Ernährung, wie zum Beispiel themenbezogene Medienboxen für Schulen – es wird auch gekocht und experimentiert, was der Kräutergarten hergibt! Hier einige Beispiele: Stadtbibliothek Viersen:

Bücherei Tostedt:

Stadtbibliothek Bremen Vahr:

„Nahrung für Körper und Geist“

„Erlesenes Menü“

„Fit im Alter mit gesundem Essen“

Eine Ökotrophologin kocht mit Grundschulkindern gesunde und leckere Speisen im Kochstudio, zum Erholen gibt es „Nahrung für den Geist“ in einer spannenden Bibliotheksrallye und als krönender Abschluss wird zum Dinner gebeten.

Kochbücher und ihre Rezepte werden vorgestellt, während die Teilnehmer per Liveübertragung das Entstehen der Gerichte in der Studioküche des Energieversorgers EWE mitverfolgen. Mit anschließender Verkostung und Zeit zum Schmökern.

Ein spannendes Ernährungs­ seminar für Menschen ab 60 ...

Ein Projekt, das spielerisch Medienkompetenz vermittelt und gleichzeitig einen Beitrag zur gesunden Ernährung von Kindern leistet.

Die Veranstaltung findet am 27.09.2011 im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts „Man nehme…“ der Büchereien im Landkreis Harburg statt, das in der Woche vom 22.-29.09.2011 durchgeführt wird.

Weitere Informationen: www.stadtbibliothek-bremen.de

In Kooperation mit den Niederrheinwerken und den Schulen vor Ort. Weitere Informationen: www.stadtbibliothek-viersen.de

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Volkshochschule und der Verbraucherzentrale Bremen. Termine: 12.10. und 02.11.2011.

In Kooperation mit EWE und dem Koch-Kontor, Hamburg. Weitere Informationen: www.tostedt.de

Weitere spannende Veranstaltungen zu diesen und anderen Themen finden Sie auf der Kampagnenwebsite zur bundesweiten Aktionswoche „Treffpunkt Bibliothek“ vom 24.-31.10.2011: www.treffpunkt-bibliothek.de

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Kulturelle Bildung

Ein armer schlauer Rabe Kulturelle Bildung ist nicht nur für die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen wichtig. Sie trägt auch zu Integration und gesellschaftlicher Entwicklung bei. Das wird von politischen Akteuren auf allen Ebenen anerkannt. Den schönen Worten lassen sie jedoch selten Taten folgen. Ein Beispiel im Berliner Bezirk Neukölln zeigt, wie wichtig eine stärkere Unterstützung wäre. Text Roland Koch Fotos Stadtbibliothek Neukölln

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Kulturelle Bildung

W

enn sich die erste Aufregung der Kinder gelegt hat, kommt erst einmal Caruso zu Wort. Der schwarze Rabe mit dem großen orangefarbenen Schnabel begrüßt die Kitagruppe in der Stadtbibliothek Neukölln. Er wünscht einen guten Morgen und ist neugierig darauf, was sich heute wohl unter der roten Decke versteckt. Sie liegt wie immer auf dem Boden und darunter zeichnen sich lauter kleine Hügelchen ab. Die Kinder schauen und rätseln und würden gern einen Zipfel lüften. Doch das ist noch nicht erlaubt. Der Besuch der Kitagruppe hat gerade erst begonnen. In der kommenden Stunde werden die kleinen Besucher mit der Bibliothekarin auf eine erlebnisreiche Reise ins Land der Wörter aufbrechen. SMS - Stark mit Sprache Der Stoffrabe Caruso und die Bibliothekarin haben eines gemeinsam. Sie gehören zum Bildungsprojekt „SMS – Stark mit Sprache“. Es wendet sich an Kinder im Vorschulalter. In der Neuköllner Stadtbibliothek sollen sie in speziellen Lerneinheiten fundamentale Sprachkenntnisse erwerben. In dem Berliner Problembezirk gibt es dafür nämlich einen hohen Bedarf. „Bei unseren Gruppenführungen mit Schülern und Vorschulkindern haben wir immer wieder festgestellt, wie stark sich ihre sprachliche Vorbildung und ihr Wissensstand unterscheiden“, sagt Monika Koch. „Nicht nur bei Kindern mit Migrationshintergrund sind diese Kenntnisse viel zu oft mangelhaft.“ Seit 1988 leitet Monika Koch die Kinder- und Jugendbibliothek der Helene-Nathan-Bibliothek. In all den Jahren konnte sie vieles beobachten. Den Ansturm der Besucher nach dem Mauerfall, den Einzug von Computern und DVDs in den Medienbestand – und den allmählichen Verfall der Sprachkenntnisse ihrer kleinen Besucher. SMS ist eine der Möglichkeiten, noch rechtzeitig die Weichen zu stellen. „Wenn die Kinder die Chance auf eine vernünftige Bildungsbiografie bekommen sollen, müssen wir spätestens in diesem Alter mit der gezielten Sprachförderung ansetzen“, sagt sie. Eine Bibliothek für 140 Schulen und Kitas „Stark mit Sprache“ ist bereits 2006 an den Start gegangen und soll den Zugang zum Lesen und ­Schreiben unterstützen. Bei jedem Treffen wird ein Kinderbuch vorgelesen. Passend zum Thema erweitert sich so der Wortschatz der Kinder. „Wer das nicht von klein auf erlernt, leidet sein gesamtes Leben darunter“, sagt Monika Koch. Aber zu Hause würden das immer weniger Kinder erleben. „Wir übernehmen eine Aufgabe, die früher einmal die Familien erfüllt haben – das Lesen und Vorlesen.“ SMS ist eines von vielen Projekten aus dem weiten Bereich der kulturellen Bildung. Ein Feld, das die Bibliotheken hartnäckig bestellen, auch wenn die Mittel dafür hinten und vorne nicht reichen. In Nord-Neu-

kölln zeigt sich sehr anschaulich, was bundesweit ein großes Problem ist: Die Helene-Nathan-Bibliothek ist in ihrem Umkreis die einzige weit und breit. 140 Schulen und Kitas liegen in ihrem Einzugsgebiet. Der Bedarf nach Projekten wie „Stark mit Sprache“ kann bei weitem nicht gedeckt werden. „Unser Medien­ etat ist bereits erhöht worden“, sagt Monika Koch. „Aber das reicht angesichts des unendlichen Bedarfs nicht aus.“ Zudem würden ein höherer Etat oder zusätzliche Räume nichts nutzen, wenn es keine Fachkräfte gebe. „Wir brauchen vor allem mehr Personal“, sagt die Bibliotheksleiterin. „Kulturelle Bildung ist schließlich ein wesentlicher Teil unserer Basisarbeit. Dafür brauchen wir kontinuierlich ausreichende Mittel.“ Es dürfe nicht sein, dass sie sporadisch in Projekten abgehandelt werde. Eltern ins Boot holen Wie viel Spaß das Lesen und Lernen machen kann, erfährt die Kindergartengruppe gerade gemeinsam mit Caruso. In ihrer aus einem Schuhkarton ge-

bastelten „Wortschatzkiste“ landet alles, was sich unter der roten Decke befunden hat. Heute war es verschiedenes Gemüse. Porree, Kohl, Karotten. Das sinnliche Erfahren und die mehrmalige Wiederholung der Gemüsenamen stärkt den Lerneffekt. „Es gibt tatsächlich Kinder, die im Alter von fünf Jahren keine einzige Gemüsesorte korrekt benennen können“, weiß Monika Koch. Die Bildung der Kinder fange bei den Eltern an, sagt die Bibliotheksleiterin. Deswegen werden sie von Beginn an in das Projekt mit einbezogen. In Informationsveranstaltungen stellen ihnen die Bibliothekarinnen und die Erzieherinnen die Themen und dazugehörigen Bilderbücher vor. „Gleichzeitig bringen wir ihnen die Bibliothek als eine für jedermann frei zugängliche Einrichtung näher“, sagt Monika Koch. „Oft sind ihnen nicht einmal die Benutzungsregeln bekannt.“

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Kulturelle Bildung

Umso wichtiger ist die Integration der Themen in den Kita-Alltag. „Dazu gibt es viele Möglichkeiten“, sagt die Bibliotheksleiterin. Die Erzieherinnen könnten die neuen Wörter mit den Kindern im Morgenkreis wiederholen, sie könnten gemeinsam für die Wortschatzkiste basteln oder eine Schmökerecke in der Kita einrichten. Gute Infrastruktur ist notwendig Dass diese Ambitionen noch mehr Kindern zu Gute kommen, ist angesichts der klammen Haushalte in Städten und Gemeinden so schnell nicht zu erwarten. „Wir haben in diesem Bereich ein echtes Umsetzungsproblem“, sagt Hildegard Bockhorst. Sie ist die Geschäftsführerin der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. „Kulturelle Bildung wird zwar in ihrer Bedeutung für Identitätsentwicklung und Integration vielfach betont.“ Doch den schönen Worten müssten auch Taten folgen. „Der kommunikative Rückenwind für Kulturelle Bildung setzt sich zu wenig in gesicherten Rahmenbedingungen für Kunst- und Kultureinrichtungen um“, sagt Hildegard Bockhorst. „Dabei brauchen wir gerade in diesem Bereich eine gute Infrastrukturförderung, damit sich durch die Kooperation mit Kitas, Schulen und Jugendarbeit die Chancen Heranwachsender auf Persönlichkeitsentwicklung und ein gelingendes Leben verbessern.“ Bibliotheken: in der Fläche stark Immerhin ist die Bedeutung der Arbeit bis auf höchste politische Ebenen erkannt: „Die Förderung von Kultureller Bildung ist eine Investition in das Fundament unseres Gemeinwesens, denn sie ist die Grundlage dafür, dass sich die Menschen in Deutschland aktiv an der Gestaltung unserer Gesellschaft beteiligen können“, schreibt zum Beispiel Kulturstaatsminister Bernd Neumann. Und seine Kollegen aus dem Bundesbildungsministerium haben in einer Studie festgestellt, dass in Gemeinden mit weniger als 50.000 Einwohnern fast ausschließlich Bibliotheken als Anbieter kultureller Bildungsveranstaltungen prä-

Roland Koch Jahrgang 1967, ist Journalist in Berlin. Seit 2010 ist er bei der Deutschen Universitätszeitung (duz) beschäftigt. Davor war er als Redakteur für die Berliner Tageszeitung Der Tagesspiegel und als freier Journalist tätig. Seine Hauptarbeitsgebiete sind Wissenschaft, Kultur und Mobilität. Foto: Roland Koch

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sent sind. Insgesamt erbringen sie 12,6 Prozent aller Bildungsangebote. Nach den Museen sind sie damit unter den klassischen Kultureinrichtungen die zweitgrößten Bildungsanbieter. Rückenwind könnte auch ein neues Bündnis verschaffen. Im Februar wurde von Bundesbildungsministerin Annette Schavan die „Allianz für Bildung“ ins Leben gerufen. Vereine, Verbände sowie engagierte Bürger wollen darin gemeinsam mit Schulen und Kommunen vielfältige Bildungsmaßnahmen für Kinder entwickeln. Die Bibliotheken unterstützen die Allianz. Wie wichtig ihr Engagement ist, belegen Zahlen: Öffentliche Bibliotheken erreichen mit ihren kulturellen Bildungsangeboten 29 Prozent der Kinder im Grundschulalter. 34 Prozent aller 6- bis 15-jährigen Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund nutzen Öffentliche Bibliotheken. Zahlen wie diese zeigen, dass schöne Worte allein schon lange nicht mehr reichen. Die Kinder aus Neukölln brauchen noch viel mehr Raben wie Caruso. Weitere Informationen: „Stark-mit-Sprache“-Projekt der Stadtbibliothek Berlin-Neukölln: www.stadtbibliothek-neukoelln.de/sms.htm Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. (BKJ): www.bkj.de Bibliotheksprojekte zur kulturellen Bildung auf den Seiten des Deutschen Bibliotheksverbands: www.bibliotheksverband.de/dbv/themen/kulturellebildung.html


BIX Kompakt

BIX 2011: Einblicke – Analysen – Ausblicke Aktuelle Entwicklungen auf dem Bibliothekssektor spiegeln sich in den BIX-Ergebnissen ­wider. Ein Blick auf die wichtigsten Tendenzen in den BIX-Bibliotheken – und Veränderungen beim BIX selbst. Kulturelle Bildung: Kerngeschäft der Bibliotheken Die Bedeutung der Bibliotheken als Lernort und Treffpunkt steigt: mehr als die Hälfte der BIX-Bibliotheken vermelden steigende Besucherzahlen, angezogen durch attraktive Räumlichkeiten und vor allem durch ein umfangreiches Angebot an Veranstaltungen und Schulungen. Zwei Drittel der Hochschulbibliotheken im BIX melden einen Zuwachs bei der Zahl der Schulungsteilnehmer; durchschnittlich beträgt die Steigerung 23%. Öffentliche Bibliotheken erreichen Rekord-Veranstaltungszahlen. Diese werden durch Kooperationen mit anderen Bildungsakteuren vor Ort möglich oder durch die Mitwirkung von Freiwilligen, die z.B. als Lesepaten im Auftrag der Bibliothek an verschiedenen Orten vorlesen. In den Bibliotheken selbst lockt ein umfangreiches Kulturprogramm: von der Vater-Sohn-Lesetour bis zum Literatur-Event mit einer Bestseller-Autorin oder der kulturpolitischen Podiumsdiskussion. Einige Beispiele für Projekte der kulturellen Bildung werden in diesem BIX-Magazin vorgestellt.

Investition in Bildungsangebote zahlt sich aus Die Krise der öffentlichen Haushalte macht auch vor den Bibliotheken nicht halt. Im Oktober 2010 konstatierte der erste „Bericht zur Lage der Bibliotheken“ des Deutschen Bibliotheksverbands, dass derzeit rund zwei Drittel der Bibliotheken von Sparmaßnahmen betroffen sind. Dies findet seine Entsprechung im BIX, in dem zehn Prozent aller Öffentlichen Bibliotheken eine Verringerung der laufenden Ausgaben um mehr als 5% zu verzeichnen haben. Einbrüche im Erwerbungsetat um bis zu 30% haben zur Folge, dass einzelne Bibliotheken wertvolle Rangplätze im Ranking einbüßen mussten. Doch auch das Gegenteil ist zu bemerken: Gemeinden und Hochschulen, die gezielt in Bibliotheken investieren und damit bildungspolitische Akzente setzen, sind im BIX-Ranking nach oben geklettert. Dies ist z.B. in Meerbusch (Nordrhein-Westfalen) und in der Fachhochschule Merseburg durch die Einrichtung eines neuen Bibliotheksgebäudes gelungen, oder in der Stadt Zossen (Brandenburg) durch den intensiven Ausbau des Medienbestands und eine Aufwertung der an-

Österreichische Hochschulbibliotheken im BIX 2011 Index-Punkte gesamt

Punkte Angebote

Punkte Nutzung

Punkte Effizienz

Punkte Entwicklung

238 193 181 223 233 203 163 150 158

179 208 208 144 173 172 149 147 154

241 203 172 135 148 150 148 148 160

220 181 192 240 160 163 184 194 154

626 621

201 165

134 141

128 139

164 176

828

100

225

297

206

einschichtige Universitätsbibliotheken UBMedUni Graz UBMedUni Wien KUG Graz ULBT Tirol UBVUW Wien UBTU Wien UB Leoben UBTU Graz UB Klagenfurt

879 786 753 742 715 688 644 639 626

zweischichtige Universitätsbibliotheken UB Graz UBWU Wien Hochschulbibliotheken FHB St. Pölten

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BIX Kompakt

Verteilung der Bibliotheken im BIX-WB 2011

Baden-Württemberg Bayern Berlin Brandenburg Bremen Hamburg Hessen Mecklenburg-Vorpommern Niedersachsen Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Sachsen Sachsen-Anhalt Thüringen

Teilnehmer­ bibliotheken 18 6 2 3 1 3 1 1 12 5 1 2 3 1

Italien Österreich Slowenien Tschechische Republik

1 12 1 1

gesamt

74

BIX-Teilnahme wissenschaftliche Bibliotheken UB zweischichtig UB einschichtig Hochschulbibliotheken gesamt

15 33 26 74

geschlossenen Schulbibliotheken, unterstützt durch gezielte Öffentlichkeits- und Veranstaltungsarbeit. Erstmals seit 2006 ist die Zahl der Teilnehmer am BIX von 270 auf 236 Bibliotheken deutlich gesunken – auch dies eine Folge der ernsten Finanzlage. Ein Teil des Rückgangs beruht auf normaler Fluktuation auch im Bereich der wissenschaftlichen Bibliotheken; der größte Teil entfällt jedoch auf den Bereich der kleinen und mittleren Öffentlichen Bibliotheken. Für diese Einrichtungen ist der BIX-Teilnehmerbeitrag in Höhe von rund 180 Euro ein beträchtlicher Betrag, der nicht mehr zur Verfügung steht, wenn die finanzielle Lage schwieriger wird. Elektronische Angebote auf dem Vormarsch Die Diversifizierung des Medienmarktes durch elektronische Medien wird immer deutlicher. Smart­ phones, E-Book-Reader und Tablet-PCs erlauben die bequeme und flexible Nutzung von elektronischen Inhalten im Alltag. Textinformationen, Töne und Bil14

der werden in einer Vielzahl von Formaten genutzt. Vor allem Hochschulbibliotheken gestalten seit Jahren diesen Medienwandel mit. Ihre finanziellen Aufwendungen für elektronische Medien haben sich in den letzten fünf Jahren von 43 Mio (2006) auf 98 Mio mehr als verdoppelt. Die Bibliotheken im BIX investieren im Durchschnitt 40% ihres Etats in elektronische Medien. Je nach Fächerspektrum und Hochschulprofil kann dieser Anteil – wie bei der Bibliothek der Technischen Universität Wien – bis zu 80% des Etats ausmachen. Die Entwicklung im Bereich der sozialen Netzwerke und der neuen Technologien beeinflusst auch die Angebote der Bibliotheken selbst: deren Online-Kataloge wandeln sich vom reinen Literaturverzeichnis zum Vorschlags-, Such- und Arbeitsinstrument (vgl. Beitrag in diesem Heft). Durch die Zählung der virtuellen Besuche (Sessions auf Bibliothekswebseiten und Online-Katalogen) wird die Nutzung dieser Entwicklungen vergleichbar in der Statistik abgebildet. Auch die Öffentlichen Bibliotheken reagieren auf die veränderte Nachfrage und bauen ihre Infrastruktur für elektronische Angebote aus. Bereits über 200 Bibliotheken bieten bundesweit den Download von elektronischen Medien – E-Books, elektronische Zeitschriften, Musik oder Filme – über die Bibliothekswebseiten an. Im BIX ist die Zahl der Öffentlichen Bibliotheken mit solchen „virtuellen Beständen“ in den letzten drei Jahren von 48 (2007) auf 83 (2010) gestiegen. Der Ausbau dieser Angebote hängt nicht nur von den notwendigen Investitionen ab, sondern ganz entscheidend von urheberrechtlichen Fragestellungen und Lizenzvereinbarungen. Solange für den Verleih von elektronischen Medien keine konsensfähigen Modelle zwischen Verlagen und Bibliotheken gefunden sind, kann der Medienwandel in diesem Bereich nur stockend vorankommen. Elektronische Nutzung – valide gemessen Der Medienwandel führt zu einem Medien-NutzungsWandel in den Bibliotheken. Viele Angebote können heute in Anspruch genommen werden, ohne einen Fuß in die Bibliothek zu setzen: von der Suche nach Medien im Web-Katalog über den Download oder die Datenbank-Recherche bis zur Online-Verlängerung kann der Besucher von zu Hause aus arbeiten. Diese „virtuellen Bibliotheksbesuche“ sind aufgrund einer Vielzahl von technischen und organisatorischen Variablen sehr schwer zu messen. Mit diesem (weltweit) bisher ungeklärten Problem beschäftigt sich ein Entwicklungsprojekt der Hochschule der Medien Stuttgart. Dort versuchen Experten in Kooperation mit dem BIX, eine zukunftsfähige Lösung zu finden Die Zusammenarbeit mit der Hochschule der Medien in Stuttgart erlaubt seit drei Jahren eine Zählung der virtuellen Besuche für wissenschaftliche Bibliotheken und somit einen direkten Vergleich zwischen den Bibliotheken. Das Verfahren wurde von Jahr zu


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BIX Kompakt

Jahr verfeinert. Es muss ständig sich verändernden technischen Rahmenbedingungen angepasst werden. Auch in diesem Jahr war eine Anpassung an neue Browsertechnologien notwendig Dies führte dazu, dass ein Vergleich der Daten zwar zwischen Bibliotheken eines Berichtsjahres, nicht jedoch mit dem Ergebnis des Vorjahrs möglich ist. Das Verfahren wurde nach einem umfangreichen Erprobungs- und Entwicklungsdurchlauf im Jahr 2009 im Folgejahr erstmals auch für die Öffentlichen Bibliotheken im BIX eingesetzt. Die Daten, die in diesem Verfahren erhoben werden, fließen in den neuen Indikator „virtuelle Besuche pro Einwohner“ in der Dimension Nutzung ein. Stadt- und Gemeindebibliotheken sind in Bezug auf die eingesetzte Software und die technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen wesentlich heterogener als wissenschaftliche Bibliotheken. Dies begründet einen höheren Betreuungsaufwand und macht den Einsatz eines standardisierten Messverfahrens schwieriger. Dennoch gelang es, das Verfahren für insgesamt 122 von 140 rechtzeitig angemeldeten Bibliotheken (=87%) durchzuführen. Das neue Verfahren hat im BIX also seine Praxistauglichkeit erwiesen. Der nächste Schritt besteht darin, es im Rahmen der Deutschen Bibliotheksstatistik für alle Bibliotheken in Deutschland zu öffnen. Die dafür notwendigen Mittel wurden bei der Kultusministerkonferenz beantragt und im März 2011 bewilligt. Somit wird das Verfahren ab 2011 in Verantwortung des Hochschulbibliothekszentrums (hbz) und der Hochschule der Medien Stuttgart allen interessierten Bibliotheken offen stehen. Der BIX ab 2012 – ganz neu? Bereits seit mehreren Jahren diskutieren die BIXVerantwortlichen über eine perspektivische Neuausrichtung des Instruments und auch in der Fachöffentlichkeit wurde bereits mehrmals über diese Überlegungen berichtet1. Im Jahr 2010 ermittelte die BIX-Redaktion in einer bundesweiten Befragung zum BIX, welche Anforderungen seitens der Bibliotheken an den BIX gestellt werden und wie sie in einem neuen Konzept für den BIX berücksichtigt werden könnten. Ende 2010 wurden sich die Mitglieder der BIX-Steuerungsgruppe einig: Erstens soll sich der BIX zukünftig stärker an die Deutsche Bibliotheksstatistik als Referenzrahmen für den Bibliotheksvergleich anlehnen. Damit würde erreicht, dass die BIXTeilnehmer sich nicht nur untereinander vergleichen, sondern sich in das gesamte Feld der Bibliotheken einordnen können. Zweitens ist ein Umstieg vom derzeitigen Ranking auf ein Rating nach Leistungsgrup1 z.B. während des 98. Deutschen Bibliothekartags in Erfurt 2009: Wimmer, Ulla: BIX 2.0 – Ideen zur Weiterentwicklung des bundesweiten Leistungsvergleichs BIX http://www. opus-bayern.de/bib-info/volltexte//2009/757/ sowie im BIX-Magazin 2009

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Verteilung der Bibliotheken im BIX-ÖB 2011

Baden-Württemberg Bayern Berlin Brandenburg Bremen Hessen Mecklenburg-Vorpommern Niedersachsen Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Saarland Sachsen Sachsen-Anhalt Schleswig-Holstein Thüringen Österreich Schweiz gesamt

Teilnehmer­ bibliotheken 35 30 5 5 1 18 1 15 32 4 1 4 2 5 1 1 2 162

Verteilung der Öffentlichen Bibliotheken auf Größenklassen über 100.000 Einwohner 50.000-100.000 Einwohner 30.000-50.000 Einwohner 15.000-30.000 Einwohner weniger als 15.000 Einwohner gesamt

34 39 35 37 17 162


BIX Kompakt

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pen geplant, ähnlich wie z.B. im CHE-Hochschulranking. Dieser „neue“ BIX soll perspektivisch ergänzt werden durch ein komfortables Analyse- und Auswertungsinstrumentarium und durch die Möglichkeit, flexible Zusatz-Indikatoren und Vergleichsbibliotheken zu kleinen Vergleichsgruppen für die Analyse heranziehen zu können. Diese Entwicklungen würden beträchtliche Ressourcen erfordern und sind nicht ohne zusätzliche Mittel möglich. Eine Arbeitsgruppe beschäftigt sich derzeit mit der Ausgestaltung der beiden geplanten Kernpunkte und stellt dabei auch andere Variablen des BIX auf den Prüfstand. So ist z.B. die methodische Grundlage für die Gewichtung der Indikatoren beim BIX-ÖB nach über zehn Jahren BIX-Durchführung nicht mehr gegeben, so dass die Gewichtung grundsätzlich in Frage gestellt werden muss. Im selben Atemzug sind die Indikatorensets der beiden Indizes auf ihren Modernisierungsbedarf hin zu prüfen. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe werden im Herbst 2011 in der BIX-Steuerungsgruppe diskutiert und können dann vielleicht schon für den BIX 2012 umgesetzt werden. Es ist also durchaus möglich, dass der BIX in diesem Jahr das letzte Mal in seiner derzeitigen Form erscheint. Eine umfassende Information der BIX-Teilnehmer erfolgt im Herbst 2012. Das BIX-Magazin erhielt in diesem Jahr ein neues Layout und Gesamtkonzept. Mit seinem aktualisierten Erscheinungsbild richtet sich das Magazin noch stärker als bisher an nichtbibliothekarische Leserinnen und Leser. Bei allen Veränderungen und Plänen werden einige Charakteristika des BIX jedoch auch in Zukunft unverändert bleiben: die individuelle Betreuung der Bibliotheken, eine intensive Plausibilitätskontrolle der Daten und die umfangreichen Zusatzleistungen, wie das BIX-Magazin, die Gewinnerurkunden und Qualitätsplaketten sowie die BIX-Profilgrafik, die auch in diesem Jahr wieder alle BIX-Teilnehmer erhalten.

08.06.11 15:40

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Aktuelle Rezensionen und mehr.

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l 2. Jahrgang l Okt. / Nov. 2010 l Ausgabe 5 l ISSN 1867-5328 l

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FACH- UND SACHLITERATUR FÜR DEN BUCHEINKAUF

l 2. Jahrgang l Dez. ’10 / Jan. 2011 l Ausgabe 6 l ISSN 1867-5328 l

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FACH- UND SACHLITERATUR FÜR DEN BUCHEINKAUF

FOKUS: VERLAGSWIRTSCHAFT

BUCHMESSE FRANKFURT l Die Technik verändert die Literatur

l Bedeutung elektronischer Produkte für Wissenschaftsverlage

l Bibliothek im Foyer: Die brennenden Fragen der Branche

RECHT | WIRTSCHAFT

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FACH- UND SACHLITERATUR FÜR DEN BUCHEINKAUF

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Herbert von Halem Verlag

Medien- und Kommunikationswissenschaft

DAS INTERVIEW

Der Klassiker wird 50 – aus guten Gründen das Standardwerk.

BIOGRAFIEN

SCHWERPUNKT KINDERBUCH l Sterben und Tod in der Kinderund Jugendliteratur

»Mehr als eine Million verkaufte Exemplare dürften eigentlich Qualitäts-

l Gespräche mit Barbara Cramer, Dr. Barbara von Korff Schmising und Prof. Dr. Hans-Heino Ewers

ausweis genug sein« In: www.uni-online.de 11.08.2009 zur 23. Auflage 2008

l Rezensionen Wöhe/Döring Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre 24. Auflage. 2010. XXX, 1082 Seiten. Gebunden, 2-farbig € 29,80 ISBN 978-3-8006-3795-9

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RECHT | WIRTSCHAFT

l Medien im Nationalsozialismus l Medienstandort Mainz

Rainer Winter

Der produktive Zuschauer. Medienaneignung als kultureller und ästhetischer Prozess

Stephan Weichert / Leif Kramp / Alexander von Streit

Digitale Mediapolis. Die neue Öffentlichkeit im Internet

2010, 2., überarbeitete und ergänzte Auflage, 352 S., Broschur EUR(D) 24,00 / EUR(A) 24,55 / sFr. 40,50 ISBN 978-3-86962-010-7

2010, 216 S., Broschur EUR(D) 18,00 / EUR(A) 18,45 / sFr. 30,70 ISBN 978-3-86962-012-1

Felix Rohrbeck / Anne Kunze

Journalismus nach der Krise. Aufbruch oder Ausverkauf?

l Pressefreiheit ohne Grenzen? Grenzen der Pressefreiheit

l 3. Jahrgang l Mai / Juni 2011 l Ausgabe 2 l ISSN 1867-5328 l

FACH- UND SACHLITERATUR FÜR DEN BUCHEINKAUF

Patrick Rademacher

Politische Inhalte im Internet

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Neue Schriften zur Online-Forschung, 9 2010, 432 S., Broschur

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l 3. Jahrgang l SONDERAUSGABE 2011 l ISSN 1867-5328 l

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usgabe Sondera dien zu eMe

FACH- UND SACHLITERATUR FÜR DEN BUCHEINKAUF

DATENBANKEN

RECHT

Reform So kann eine funktionieren!

l Kommentar zum Grundgesetz l Europarat – EMRK – EGMR l Praxis der Strafverteidigung l Bank- und Kapitalmarktrecht l Öffentliches Baurecht

Wie können diese die Finanzierung der deutschen Wirtschaft gewährleisten?

l Die BasisBibel: Urtextnah, lesefreundlich, crossmedial Markus Hartmann im Gespräch

Wodurch kann die Funktionsfähigkeit der Wertpapiermärkte verbessert werden? Wie können leistungsfähige Banken für große mittelständische und international agierende Unternehmen geschaffen werden?

AUS- UND WEITERBILDUNG l Das ELLI-Projekt der Bertelsmann Stiftung Dr. Ulrich Schoof im Gespräch

Der Autor beantwortet diese und andere Fragen und macht Reformvorschläge für die Zukunft.

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Herausgegeben von RiBVerfG a.D. Dr. Dieter Hömig mitbegründet von Karl-Heinz Seifert † 9. Auflage 2010, 849 S., brosch., 34,– € ISBN 978-3-8329-5272-3

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EMRK Europäische Menschenrechtskonvention Handkommentar Von MinDir a.D. Dr. Jens Meyer-Ladewig 3. Auflage 2011, 574 S., geb., 79,– € ISBN 978-3-8329-6210-4

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l 3. Jahrgang l Juli 2011 l Ausgabe 3 l ISSN 1867-5328 l

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l Macht Musik schlau? Instrumen­ talunterricht für Erwachsene? Musizieren gegen Demenz? Gespräch mit Prof. Dr. Eckart Altenmüller, Neurologe, Direktor des Instituts für Musikphysio­ logie und Musiker­Medizin

Engelbert Plassmann, Hermann Rösch, Jürgen Seefeldt und Konrad Umlauf

Eine Einführung 2., gründlich überarbeitete und erweiterte Auflage

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Grundgesetz

Bibliotheken und Informationsgesellschaft in Deutschland

l Online-Buchhandel: Verlegers Freund? l Durchbruch für das eBook? Gespräch mit Dr. WernerChristian Guggemos, ciando

REZENSIONEN Jaschinski Das deutsche Finanzsystem Achillesferse der Wirtschaft?

erläutert die Präambel und sämtliche Artikel anhand ihrer Entstehungsgeschichte interpretiert die Bestimmungen der Charta für die Anwendung in der Rechtspraxis behandelt auch die prozessuale Durchsetzung der europäischen Grundrechte. www.wko.at November 2010, zur Vorauflage

NomosKommentar

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KINDER- UND JUGENDBUCH l „… noch so einiges in petto” Interview mit Ulrike Metzger, Ravensburger Buchverlag l Engagierte Kinderbuchhandlungen! l Illustrierte Gedichte für Kinder l Neuerscheinungen

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In der Krise hat sich gezeigt, letztendlich ist nur auf die heimischen Banken Verlass:

THEOLOGIE | PHILOSOPHIE

l Voll digital: eMedien in Bibliothek, Verlag und Buchhandel Vom Umgang mit dem Kulturgut Wissen im Informationszeitalter eMEDIEN + BIBLIOTHEKEN

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ÜBERBLICK

Wie geht es mit unserem Bankensystem weiter?

l 10 Jahre Wiley Wirtschaft l Prof. Dr. Hans-Werner Laubinger Neue Literatur zum Verfassungsund Europarecht l Poleposition Interview mit Dr. Ulrich Hermann, Wolters Kluwer Deutschland l Prof. Dr. Dr. Reinhard Wabnitz Kinder- und Jugendhilferecht

ASTRONOMIE | MATHEMATIK l Statistik, Zufall und Rätsel

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Herausgegeben von Prof. Dr. Jürgen Meyer 3. Auflage 2011, 748 S., geb., 108,– €, ISBN 978-3-8329-5286-0 Schwerpunkt der 3. Auflage ist das Verhältnis der Charta zur Europäischen Menschenrechtskonvention und zu den Gewährleistungen der deutschen Verfassung.

Bernhard Pörksen / Wolfgang Krischke (Hrsg.) edition medienpraxis, 8 2010, 352 S., Broschur EUR(D) 18,00 / EUR(A) 18,45 / sFr. 30,70

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In den fünfzig Jahren seines Bestehens hat sich »der Wöhe« zum führenden Standardwerk zur Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre entwickelt. Studienanfänger und Praktiker schätzen ihn, weil er ■ keine fachlichen Vorkenntnisse voraussetzt ■ das ganze Fachgebiet abdeckt ■ schwierige betriebswirtschaftliche Entscheidungsprobleme in einfacher Sprache erklärt.

l Außergewöhnliche Frauen und Frauenschicksale

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Europarecht aktuell.

Manche Gespräche gerieten so hart und ehrlich, dass sie nicht freigegeben wurden. Was dennoch vorliegt, öffnet Augen genug. (Der Standard, 11./12.9. 2010)

l Buchhandel und Noten Gespräch mit Dr. Matthias Hutzel

l beck-online. Der Primus wird 10! Simon Hohoff im Gespräch

l Leipzig bleibt eine Messe der Inhalte Oliver Zille im Gespräch

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l „Der Wöhe” – 50 Jahre „BWL-Bibel” l juris – Online-Verlag für Rechtsinformation

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In der Einführung Bibliotheken und Informationsgesellschaft in Deutschland wird das deutsche Bibliothekswesen der Gegenwart erstmals nicht aus biblio­ thekarischer Binnensicht, sondern aus gesamtgesellschaftlicher Perspektive dargestellt. Aus diesem Blickwinkel heraus werden Leistungen und Funktionen der Bibliotheken analysiert und bewertet. Die Autoren aus Forschung und Praxis beobachten historische Entwicklungslinien, beschreiben aktuelle Trends und zeigen Handlungsoptionen auf. Dabei gehört zu den Veränderungen im Bi­ bliothekswesen neben Funktionsveränderungen und systemischer Vernetzung auch die Möglichkeit der Annäherung an andere Bereiche des Informationswe­ sens oder gar die Konvergenz mit ihnen. Die 2. Auflage wurde gründlich überarbeitet und durchgängig aktualisiert. Einige Kapitel wurden in Teilen neu gefasst, um Entwicklungen wie Bibliothek 2.0, Semantic Web, Linked Open Data oder Electronic Resource Management zu berücksichtigen.

Aus dem Inhalt: Historische und soziologische Entwicklungslinien in den Bereichen Bibliothek, Archiv, Dokumentation, Informationspraxis, Medien – Strukturelle und tech­ nische Entwicklungslinien – Vom segmentär zum funktional differenzierten Bibliothekssystem – Hybride, digitale und virtuelle Bibliotheken – Biblio­ theken in öffentlicher, privater und kirchlicher Trägerschaft – Bibliotheks­ typologie – Netze und Kooperationen, Innovationen und Projekte – Normen und Standards, Richtlinien und Empfehlungen – Informationsdienstleistungen, Informations­ und Auskunftsdienst, bibliothekarisches Wissensmanagement – Bibliotheksmanagement – Beruf, Ausbildung, Studium – Perspektiven der Bibliothek, Chancen und Restriktionen.

388 Seiten, br. · ISBN 978-3-447-06474-3 · EUR 34,80 /sfr 61,00

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Best Practice

BIX 2011 – Best Practice In acht Kategorien treten die Bibliotheken zum Kennzahlenvergleich im BIX an. Acht Kurzprofile zeigen auf den nächsten Seiten die Stärken der erstplatzierten Bibliotheken. Die Spitzenreiter der Öffentlichen Bibliotheken auf einen Blick Einwohnerzahl

Rangplatz insgesamt Einwohner Auftragserfüllung Medien je Einwohner Publikumsfläche in qm je 1.000 Einwohner Mitarbeiter je 1.000 Einwohner Computerangebot in Stunden je Einwohner Internet-Services Veranstaltungen je 1.000 Einwohner Kundenorientierung Besuche je Einwohner Virtuelle Besuche je Einwohner Entleihungen je Einwohner Umschlagsquote Jahresöffnungsstunden je 1.000 Einwohner Wirtschaftlichkeit Medienetat je Entleihung in Euro Mitarbeiterstunden je Öffnungsstunde Besuche je Öffnungsstunde Laufende Ausgaben je Besuch in Euro Entwicklung Erneuerungsquote Fortbildungsquote Investitionen je Einwohner in Euro

unter 15.000 Abtsgmünd 1 7.338 6 2,25 51,38 0,25 0,54 6,00 21,67 1 7,91 1,05 13,94 6,19 179,61 2 0,22 2,74 44,01 2,56 3 16,23 1,60 8,57

15.000 bis 30.000 Freiberg a.N. 1 15.695 3 2,28 31,86 0,28 1,04 6,00 15,80 3 8,89 1,17 14,59 6,41 115,90 2 0,20 4,80 76,72 1,78 4 17,54 2,14 0,57

30.000 bis 50.000 bis 50.000 100.000 Biberach/Riß Herten 1 1 31.722 62.754 1 10 2,83 1,75 42,15 27,82 0,40 0,29 2,18 0,59 6,00 6,00 12,83 2,25 1 1 8,54 3,09 4,47 3,53 17,58 12,03 6,22 6,88 113,36 29,74 11 19 0,31 0,19 6,78 18,81 75,32 103,85 3,04 5,64 9 4 12,30 14,86 2,59 1,06 0,96 6,43

über 100.000 Dresden 1 517.168 3 1,47 15,73 0,34 0,40 6,00 10,58 2 3,34 2,86 10,46 7,12 64,93 13 0,15 10,64 51,44 4,99 9 11,59 1,85 0,41

Die Spitzenreiter der wissenschaftlichen Bibliotheken auf einen Blick Kategorie (Typ)

Rangplatz insgesamt Primäre Nutzergruppe Angebote m² Benutzungsbereich pro 1.000 prim. Nutzer Mitarbeiter pro 1.000 prim. Nutzer Ausgaben f. Literatur pro 1.000 prim. Nutzer in € Anteil Ausgaben f. elektron. Bestände in % Öffnungsstunden pro Woche Nutzung Besuche pro prim. Nutzer Virtuelle Besuche pro prim. Nutzer Schulungsteilnahmen pro 1.000 prim. Nutzer Sofortige Medienverfügbarkeit in % Effizienz Ausgaben pro Entleiher in € Verhältnis Erwerbungsausgaben/Personalausgaben in % Prozesseffizienz (exempl.: Medienbearbeitung) Prozesseffizienz (exempl.: Entleihungen u. Fernleihe) Entwicklung Fortbildungstage pro Mitarb. Anteil Bibliotheksmittel / Hochschulmittel in % Anteil Dritt-/Sondermittel / Bibliotheksmittel in % Anteil Personal f. elektr. Dienste in %

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Hochschulbibliothek

UB einschichtig

UB zweischichtig

Hochschulbibliothek Bibliothek der Universitätsbibliothek Heidelberg der HTWG Konstanz Universität Konstanz 1 1 1 4.286 12.028 30.986 2 1 6 357,9 1.966,6 307,7 1,3 8,2 5,0 87.747,3 327.275,6 153.199,4 51,2 48,3 52,1 76 148 94 3 4 1 28,1 82,6 72,9 42,8 147,9 110,3 580,7 418,6 282,8 89,7 79,9 77,8 1 18 2 155,6 885,5 407,0 158,9 91,8 74,1 8.169,1 3.261,8 3.959,4 37.883,4 37.662,8 74.717,0 11 1 2 4,7 6,1 2,2 3,0 10,5 5,8 3,5 7,8 16,8 8,7 14,1 11,5


Best Practice I © Hochschule Aalen

Bibliothek Abtsgmünd

Ansprechpartnerin: Heidi Schmid Kirchstraße 2 73453 Abtsgmünd www.abtsgmuend.de EinwohnerInnen:  Personal in Vollzeitäquivalenten:  Gesamtausgaben:  Medienetat:  Medienbestand:  Jahresentleihungen:  Besuche:  Wochenöffnungsstunden der Zentrale:  Anzahl der Einrichtungen: 

7.338 1,84 211.595 € 22.283 € 16.509 102.270 58.008 22 2

mmer wieder werden wir gefragt: Was ist das Rezept für das gute Abschneiden im BIX? Die Antwort könnte lauten: Ein fertiges Rezept gibt es nicht, aber die Zutaten sind wichtig! So sind die bislang gute finanzielle Ausstattung der Bibliothek, ihre zentrale Lage und die stabile Einbindung in die Strukturen der Gemeinde wichtige Voraussetzungen, die zum guten Abschneiden im BIX beitragen. Auch dass die Bürger Abtsgmünds ihrer Bibliothek sehr verbunden sind und sich für sie engagieren, trägt wesentlich zum Erfolg bei. Der 2007 gegründete Förderverein unterstützt die Veranstaltungsarbeit und ist verantwortlich für die Koordination der Lesepaten in den Kindergärten und Grundschulen. Dies sind Voraussetzungen, die uns helfen, Treffpunkt der Gemeinde zu sein und den Bürgern mit einem attraktiven Angebot Lust auf’s Lesen zu machen. Spannende Veranstaltungen, wie zum Beispiel ein Vortragsabend über energiesparendes Bauen mit Architekten und Baufirmen, locken viele Besucher in die Bibliothek. Offen für alle, freuen wir uns sehr, dass seit 2011 beispielsweise der Zugang zur Bibliothek durch den Einbau eines Aufzuges barrierefrei möglich ist! Hauptzielgruppen der Bibliothek Abtsgmünd sind vor allem Kinder und Jugendliche. So beteiligten wir uns an der Leseclubaktion HEISS AUF LESEN, die im Sommer 2010 erstmalig in Baden-Württemberg durchgeführt wurde und an der sich 21 Bibliotheken im Regierungsbezirk Stuttgart beteiligten. Ziel der Aktion war es, jugendliche Leser mit einem ansprechenden Buchangebot zum Lesen zu motivieren. Und dies ist gut gelungen: Zum Auftakt der Leseaktion führten Jugendliche selbst gedrehte Videofilme zum Thema „Lesen“ vor und zum Abschluss feierten wir mit 60 Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 bis 7 eine große Party in der Bibliothek.

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E

s gibt nur eine Selbstverständlichkeit in der Stadtbibliothek Freiberg am Neckar: die Kundenorientierung. Alles andere steht dauerhaft auf dem Prüfstand. Dieses stetige Hinterfragen und Neubewerten hat der Bibliothek in den vergangenen Jahren neben mehreren BIX-Gewinnen auch ein hohes Maß an Kundenzufriedenheit eingebracht.

Stadtbibliothek Freiberg am Neckar­ Widrigkeiten? Nein: ­Herausforderungen, an ­denen man wächst!

Probleme, Grenzen, Hindernisse fordern dazu heraus, an ihnen zu wachsen, sie zu überwinden und Positives aus ihnen hervorgehen zu lassen. In Freiberg bedeutet dies, Arbeitsabläufe stetig zu optimieren, Prioritäten zu setzen und das Personal effektiv einzusetzen. Die Mitarbeiterinnen spüren, dass ihre Arbeit anerkannt wird, und das führt zu einer hohen Identifikation mit der Bibliothek. Schon seit 17 Jahren arbeitet die Bibliothek mit definierten Zielgruppen. Freiberg ist eine kinderreiche Stadt und die Bibliothek ist in einem Gebäude untergebracht, das alle weiterführenden Schularten beherbergt. So sind Familien mit Kindern, Schüler und Schulen sowie Kindergärten unsere Hauptzielgruppen, die den attraktiven Bestand der Bibliothek intensiv nutzen: Jedes Medium wird durchschnittlich 6,4 mal pro Jahr verliehen!

Ansprechpartnerin: Andrea Wehr Marktplatz 1 71691 Freiberg a. N. www.freiberg.bib-bw.de EinwohnerInnen:  Personal in Vollzeitäquivalenten:  Gesamtausgaben:  Medienetat:  Medienbestand:  Jahresentleihungen:  Besuche:  Wochenöffnungsstunden der Zentrale:  Anzahl der Einrichtungen: 

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15.695 4,45 256.850 € 45.670 € 35.727 228.952 139.553 38 1

Die größte Herausforderung wird in den nächsten Jahren der Raummangel sein, denn die Bibliothek platzt förmlich aus allen Nähten. Vor allem, weil vor zwei Jahren die Zielgruppe „55+“ neu hinzugekommen ist und ebenfalls angemessen beachtet werden muss. So ist es abermals nötig, mit Blick auf die Bedürfnisse unserer Kunden, Angebote neu zu definieren und passgenaue Lösungen zu finden.


Medien- und Informations­ zentrum Stadtbücherei ­Biberach

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010 war vor allem ein Jahr des qualitativen Wachstums“ so Bibliotheksleiter Frank Raumel. „Dank des Preisgeldes zur „Bibliothek des Jahres 2009“ konnte die Zusammenarbeit mit Krippen, Kindergärten und Schulen deutlich ausgebaut werden.“ Mit zwei Dritteln aller Biberacher Einrichtungen wurden Kooperationsverträge abgeschlossen, die eine kontinuierliche gemeinsame Förderung der Lese-, Medien- und Informationskompetenz sichern. Neben Klassenführungen, literarischen Veranstaltungen, Vorträgen für Eltern und Medienboxen wurden in den meisten der 26 Bildungseinrichtungen Lesenester oder Büchereien eingerichtet. Da die entscheidenden Weichen für die Leseentwicklung sehr früh gelegt werden, wurden die Vortragsangebote für Elternabende „Frühkindliche Leseförderung“ und „Leselust statt Lesefrust“ um den Baustein „Medienkompetenz für Eltern“ erweitert. Aber auch die Kinder selbst wurden intensiver mit Büchern, Bibliothek und anderen Medienangeboten zusammengebracht: um 34 % stieg das Angebot an Führungen, Workshops und Veranstaltungen. Trotz eines Schwelbrandes im Februar, der für die Kunden Schließtage und manche Unannehmlichkeiten zur Folge hatte, stieg die Zahl der Entleihungen leicht an. Qualitative Verbesserungen wie die Neugestaltung des Online-Kataloges, die bargeldlose Bezahlung und die kostenlose Leihfristerinnerung fanden großen Anklang.

Ansprechpartner: Frank Raumel Viehmarktstr. 8 88400 Biberach/Riß www.medienzentrum-biberach.de EinwohnerInnen:  Personal in Vollzeitäquivalenten:  Gesamtausgaben:  Medienetat:  Medienbestand:  Jahresentleihungen:  Besuche:  Wochenöffnungsstunden der Zentrale:  Anzahl der Einrichtungen: 

31.722 12,61 853.710 € 172.141 € 89.718 557.796 270.865 40 2

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© Ralf Richter

Stadtbibliothek Herten

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eit mehr als zehn Jahren belegt die Stadtbibliothek Herten im BIX einen der vorderen Plätze. Darin spiegelt sich die hohe Akzeptanz der Bibliothek in der Öffentlichkeit, aber auch in Verwaltung und Politik wider. Das „Glashaus“ liegt in der Fußgängerzone von Herten und sein angenehmes Ambiente macht die Bibliothek zu einem beliebten Treffpunkt der Bürger und belebt so die Innenstadt. In der begrünten Glasrotunde mit 18 Metern lichter Höhe und 300 Sitzplätzen finden täglich oft mehrere Veranstaltungen statt – von Messen und Tagungen bis hin zu Theateraufführungen und privaten Feiern. Kundenfreundlichkeit, Zielgruppenorientierung, Vernetzung und ein aktuelles Angebot sowie die Integration neuer, digitaler Medien haben für die Bibliothek oberste Priorität. So können die Bibliothekskunden seit 2008 auch elektronische Medien kostenlos ausleihen. Ermöglicht wird dies durch die „e-Ausleihe“ – Zehn im Vest“, ein Gemeinschaftsprojekt aller zehn Stadtbibliotheken im Kreis Recklinghausen.

Eine Hauptaufgabe sieht die Bibliothek in der engen Kooperation mit Schulen, Kindergärten und Weiterbildungseinrichtungen. So erhalten – finanziert durch Sponsorengelder – alle Erstklässler einen „ABC-Lesebeutel“ und für Jungen gibt es einen eigenen multimedialen Bereich nur „Für Jungs“. Neben Führungen für Schüler und Kindergartenkinder und deren Eltern werden auch Führungen speziell für Teilnehmer von Weiterbildungs- und Integrationskursen angeboten. Tragende Säule ist ein hochmotiviertes, engagiertes und alle Herausforderungen meisterndes Team. Seit der Neueröffnung der Bibliothek im Jahr 1994

24

Ansprechpartnerin: Cornelia Berg Hermannstr. 16 45699 Herten www.glashaus-herten.de EinwohnerInnen:  Personal in Vollzeitäquivalenten:  Gesamtausgaben:  Medienetat:  Medienbestand:  Jahresentleihungen:  Besuche:  Wochenöffnungsstunden der Zentrale:  Anzahl der Einrichtungen: 

62.754 18,16 1.497.264 € 145.158 € 109.683 754.887 193.787 38 1

im Glashaus haben sich die Ausleihen der Stadtbibliothek Herten vervierfacht, bei gleich gebliebenem Personalbestand. Zurzeit findet eine Umstellung des Betriebs auf Selbstverbuchung mit RFID-Technik statt. Dies soll das Team von Routinearbeiten entlasten, damit frei werdende Kapazitäten noch stärker in die Angebote zur Leseförderung investiert werden können. Auf diese Weise wird die Stadtbibliothek auch künftig ein lebendiger Ort der Begegnung, der Information, des multimedialen Lernens und nicht zuletzt der Leselust auch für die nachfolgende Generation bleiben.


Städtische Bibliotheken Dresden

Ein dichtes Netz an Stadtteilbibliotheken mit tendenziell eher kleinen, aber aktuellen und bedarfsorientierten Beständen sichert niederschwellige Medienund Informationszugänge. Die Ressourcen werden leistungsorientiert und effizient auf die einzelnen Bib­liotheksstandorte verteilt und von hoch motivierten Mitarbeiterteams mit großer Eigenverantwortung bewirtschaftet. Im BIX 2011 zeigt sich der Erfolg dieser Strategie erneut in hohen Werten bei den Entleihungen, Besuchen und Veranstaltungen.

Stadtteilbibliothek Pieschen Ansprechpartner: Dr. Arend Flemming Freiberger Straße 33 01067 Dresden www.bibo-dresden.de EinwohnerInnen:  Personal in Vollzeitäquivalenten:  Gesamtausgaben:  Medienetat:  Medienbestand:  Jahresentleihungen:  Besuche:  Wochenöffnungsstunden:  Anzahl der Einrichtungen: 

D

as Jahr 2010, Abschlussjahr eines dreijährigen Bibliotheksentwicklungsplans, war vor allem von Kontinuität geprägt. Weiterhin setzen die Städtischen Bibliotheken Dresden auf eine starke Kommunikationskultur und Verlässlichkeit in der Zusammenarbeit mit Partnern in Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Kultur und bürgerschaftlichem Engagement sowie auf flächendeckende Kooperationen mit den Schulen und Kindertagesstätten der Stadt.

517.168 177,24 8.838.678 € 825.336 € 759.711 5.407.207 1.727.465 44 23

2010 standen Schüler – Nutzer, die kurze Wege zu elektronischer Information bevorzugen – und die Generation Plus besonders im Blickpunkt. Die noch junge virtuelle eBibo erweiterte ihre Angebote um die GENIOS-Pressedatenbank, anstelle einer Schulbibliothek eröffnete in vorzüglicher Lage die neue Stadtteilbibliothek Johannstadt. Das Lesestark!-Projekt mit der Drosos-Stiftung Zürich und der Bürgerstiftung Dresden konnte auf das gesamte Bibliotheksnetz ausgeweitet und bis 2014 verlängert werden. Für den Bücherhausdienst entstand ein Zukunftskonzept auf der Basis ehrenamtlicher Nutzerbetreuung. Für 2015 ist die Fertigstellung einer neuen Zentral­ bibliothek im Kulturpalast gegenüber der Frauenkirche geplant.

25


Hochschulbibliothek der HTWG Konstanz

Ansprechpartner: Bernd Hannemann Brauneggerstr. 55 78462 Konstanz www.bibliothek.htwg-konstanz.de Mitglieder der primären NutzerInnengruppe:  4.286 Personal in VZÄ:  5,77 Ausgaben der Bibliothek:  626.981 € Ausgaben Medienerwerb:  376.085 € Aus- und Fernleihen insgesamt:  66.296 Bibliotheksbesuche:  120.341 Virtuelle Besuche (Sessions):  183.360 Wochenöffnungsstunden:  76

26

B

estmögliche Unterstützung der Studierenden und Wissenschaftler der Hochschule Konstanz aber auch der zahlreichen externen Leser aus der Bodenseeregion in allen Fragen der Literaturund Informationsversorgung – mit dieser Strategie hat die Bibliothek bereits zum dritten Mal in Folge den ersten Platz im BIX in der Kategorie der Hochschulbibliotheken erreicht. Die konsequente Nutzerorientierung besonders vor dem Hintergrund der begrenzten Personalressourcen führte, wie in den letzten Jahren, zum ersten Platz in der Effizienzkategorie. Insgesamt konnte die Bibliothek diesmal in drei von vier BIX-Kategorien einen Platz in der Spitzengruppe belegen. Diese Verbesserung war durch vergleichweise gute Rahmenbedingungen und eine Strategie möglich, die den stetig ändernden Gegebenheiten des außerordentlich dynamischen Informationsmarktes konsequent Rechnung trägt. Mittlerweile bildet beispielsweise der Anteil der eBooks mit Online-Zugriff aus dem Campusnetz ein Viertel des klassischen Buchbestandes – mit stetig wachsendem Anteil. Flankiert wird das Online-Angebot durch ein differenziertes Schulungsprogramm zur Informationskompetenz, das sehr gut nachgefragt wird. Die steigenden Ausleihzahlen dokumentieren dagegen den bedarfsgerechten und zielgruppenorientierten Ausbau des konventionellen Bestandes, der für viele Fächergruppen nach wie vor die Basis der Literaturversorgung der Hochschule darstellt. Die Bibliothek im historischen Schlachthofgebäude liegt direkt am Seerhein und bietet mit ihren attraktiven Räumlichkeiten sowie den vielfältigen Möglichkeiten der Selbstbedienung im Nutzungsbereich einen Ort, der zum Lernen und Arbeiten einlädt. Dies wird trotz des umfangreichen Online-Angebotes an den gestiegenen Besuchszahlen deutlich. In Konstanz ist der Spagat zwischen Ansprüchen und Ressourcen, zwischen Online-Angeboten und klassischem Bestand und zwischen virtueller und Präsenznutzung gelungen. Dies beweist, dass die Bibliothek auch für die Zukunft exzellent aufgestellt ist.


Universitätsbibliothek ­Konstanz

N

ach den ersten Plätzen in den letzten Jahren hat die Bibliothek der Universität Konstanz auch 2011 den ersten Platz unter den einschichtigen Bibliotheken erreicht. Damit setzt sie das erfolgreiche Jahr 2010 fort, in dem sie vom Deutschen Bibliotheksverband und von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius zur Bibliothek des Jahres gekürt wurde. Die vier ersten Ränge in Folge spiegeln die Nachhaltigkeit des Konstanzer Ansatzes zwischen 24-Stunden-Nutzung des Lernorts mit systematischer Freihandaufstellung und gleichzeitiger permanenter Ausweitung des digitalen Angebots wider.

Ansprechpartnerin: Petra Hätscher Universitätsstr. 10 78457 Konstanz www.ub.uni-konstanz.de Mitglieder der primären NutzerInnengruppe: 12.028 Personal in VZÄ:  99,20 8.661.311 € Ausgaben der Bibliothek:  Ausgaben Medienerwerb:  3.936.471 € Aus- und Fernleihen insgesamt:  561.552 Bibliotheksbesuche:  993.283 Virtuelle Besuche (Sessions):  1.778.590 148 Wochenöffnungsstunden: 

Seit November 2010 sind drei Viertel der Freihandbereiche aufgrund von Asbestfunden geschlossen. Der Zugang zu den Beständen ist seit dieser unerwarteten Teilschließung über eine Magazinbestellung möglich, wobei jeder bestellte Band einer Spezialreinigung unterzogen wird. In dieser Krisensituation musste die Bibliothek sehr rasch eine Vielzahl von Prozessen reorganisieren, um weiterhin den bestmöglichen Benutzungsservice unter den veränderten Rahmenbedingungen bieten zu können. Seitdem hat der Ausbau des digitalen Angebots eine noch höhere Priorität. Mit der Einführung des Discovery-Systems KonSearch, in dem etwa 100 Millionen Datensätze und Volltexte enthalten sind, konnte die Findbarkeit und Zugänglichkeit von elektronischen Inhalten deutlich verbessert werden. Im Jahr 2010 wurden weitere elektronische Selbstbedienungsdienste, wie z. B. die an das Bibliothekssystem angeschlossene OnlineBezahlmöglichkeit, eingeführt. Höchste Priorität für die kommenden Jahre hat die Sanierung der belasteten Buchbereiche. Währenddessen soll das Serviceniveau hoch gehalten werden: Dazu zählen eine möglichst hochwertige Arbeitsplatzsituation, die schnellstmögliche Lieferung von Magazinbestellungen, der weitere Ausbau der digitalen Bibliothek und die Campus-interne elektronische Dokumentlieferung.

27


Universitätsbibliothek ­Heidelberg

Ansprechpartner: Dr. Veit Probst Plöck 107-109 69117 Heidelberg www.ub.uni-heidelberg.de Mitglieder der primären NutzerInnengruppe:  30.986 Personal in VZÄ:  156,28 11.602.473 € Ausgaben der Bibliothek:  Ausgaben Medienerwerb:  4.747.038 € Aus- und Fernleihen insgesamt:  1.206.680 Bibliotheksbesuche:  2.257.661 Virtuelle Besuche (Sessions):  3.418.956 94 Wochenöffnungsstunden: 

28

Z

um zweiten Mal in Folge erreicht die Universitätsbibliothek Heidelberg 2011 unter den zweischichtigen Bibliotheken Rang eins. Garanten für den abermaligen Erfolg sind die konsequente Prozessoptimierung in den umsatzstarken Bereichen der Medienbearbeitung und Benutzung, ein leistungsorientiertes Budgetierungsmodell sowie die große Motivation der Heidelberger BibliothekarInnen. Herausragend ist das Ergebnis insbesondere in den Bereichen Nutzung und Effizienz. 2,3 Mio Besucher pro Jahr, 1,2 Mio Ausleihen (exkl. Verlängerungen) und millionenfache Zugriffe auf die Digitale Bibliothek zeugen von einer außergewöhnlich hohen Nutzerbindung. Bei florierender „Buchbibliothek“ baut die UB Heidelberg ihre elektronischen Services weiter aus: Das Angebot an E-Journals und E-Books wächst stetig; der OPAC wird auf Basis hochperformanter Suchmaschinentechnologie regelmäßig optimiert; auf den Open-Access-Servern finden sich inzwischen viele Tausend Online-Publikationen. Das Heidelberger Digitalisierungszentrum gehört zu den führenden Einrichtungen in Deutschland. Um das Kernstück der Bibliotheca Palatina Digital gruppieren sich zahlreiche weitere Projekte wie z.B. die Digitalisierung illustrierter Kunst- und Satirezeitschriften des 19. und 20. Jahrhunderts. Für die DFG-geförderten Sondersammelgebiete Ägyptologie, Europäische Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Südasien betreibt die UB Virtuelle Fachbibliotheken mit direktem elektronischem Zugang zur wissenschaftlichen Fachinformation und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Spitzenforschung. Ein weiterer Erfolgsfaktor gerade in der inneruniversitären Wahrnehmung liegt in der Reorganisation des Bibliothekssystems, indem die UB als Managementzentrale 65 Institutsbibliotheken nach einheitlichen Geschäftsprozessen leitet. Auch für die Zukunft ist die Universitätsbibliothek Heidelberg gut aufgestellt: Im Bauprojekt „Norderweiterung“ entsteht eine großzügige Lern- und Studienlandschaft mit rund tausend Arbeitsplätzen sowie Raum für rund 1 Mio Bände in Freihandaufstellung.


Vor der Erstellung des BIX-Indexes für wissenschaftliche Bibliotheken stand die Klärung des Auftrages von Universitäts- und Hochschulbibliotheken. Auf der Grundlage dieses Verständnisses wurde das Indikatorenraster des BIX-WB abgeleitet.

BIX – der Bibliotheksindex ist eine Leistung im Rahmen des Kompetenznetzwerks für Bibliotheken (KNB)

Bibliotheksindex 2011

Die Ergebnisse

Auftrag der Universitäts- und Hochschulbibliotheken Die Bibliothek versorgt Forschung, Lehre und Studium an ihrer Hochschule mit Literatur und Information. Zu diesem Zweck baut sie lokale Informationsbestände auf, bietet Zugriff auf weltweit vorhandene für die Hochschule relevante Informationen, sorgt für rasche Zugänglichkeit und Lieferung benötigter Dokumente und fördert durch Beratung und Schulung die Kompetenz zur Informationsnutzung und zum elektronischen Publizieren. Sie orientiert ihr Dienstleistungsangebot konsequent an den Bedürfnissen ihrer Benutzer und den strategischen Zielen der Hochschule und trägt ihre Dienste aktiv an die Nutzer heran.

Kompetenznetzwerk für Bibliotheken

Informationsvermittlung • Die Bibliothek beschafft, erschließt und vermittelt Fachinformation in gedruckter und elektronischer Form. So unterstützt sie Forschung und Lehre an der Hochschule und darüber hinaus. • Sie bietet durch Fachportale und Nachweisinstrumente den Zugriff auf weltweit vorhandene Informationen an und bedient die Nutzer mit Informationsservices, die auf ihre Interessen zugeschnitten sind. • Sie sorgt für rasche Lieferung lokal nicht vorhandener Informationen, vorrangig unter Nutzung der Informationsnetze.

Deutscher Bibliotheksverband e.V. Kompetenznetzwerk für Bibliotheken, BIX-Redaktion Straße des 17. Juni 114 10623 Berlin Tel.: (030) 644 9899 -15, -14 Fax: (030) 644 9899 -29 E-Mail: wimmer@bibliotheksverband.de www.bix-bibliotheksindex.de www.bibliotheksportal.de

Informationsproduktion • Die Bibliothek bietet die Infrastruktur für wissenschaftliches Publizieren, einschließlich der elektronischen Veröffentlichungen der Hochschule. • Sie leistet Archivierung und Bestandserhaltung für den gedruckten wie den elektronischen Literaturund Informationsbestand der Hochschule, soweit der Auftrag besteht. • Sie trägt durch Erschließen, Digitalisieren und Bereitstellen ihrer Literaturbestände zum internationalen Wissensnetzwerk sowie zur Wettbewerbsfähigkeit und kulturellen Darstellung der Hochschule bei. Unterstützung wissenschaftlichen Lehrens und Lernens • Die Bibliothek bietet angemessene Arbeitsmöglichkeiten für individuelles Arbeiten und Gruppenarbeit unter Nutzung der jeweils aktuellen technischen Voraussetzungen. • Sie fördert multimediales Lehren und Lernen sowie Fernlehre und Fernstudium. • Sie fördert die Informationskompetenz, d. h. die Fähigkeit zur Nutzung von Literatur und Information sowie zum kritischen Umgang mit ihr, durch Beratung und studiengangintegrierte Lernmodule. Management • Die Bibliothek nutzt und entwickelt innovative Technologien zur Erfüllung ihrer Aufgaben. •D  urch moderne Managementmethoden sorgt sie für hohe Qualität der Dienstleistungen und Kosteneffizienz. • Sie fördert die Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Fortbildung und strategische Personalentwicklung. • Sie kooperiert lokal, national und international zum Zweck effektiver und wirtschaftlicher Informationsversorgung.

Folgende Informationen und Hinweise helfen Ihnen, die BIX-Ergebnisse zu richtig zu nutzen.

Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen (hbz), Deutsche Bibliotheksstatistik Jülicher Str. 6 50674 Köln Tel.: (0221) 40075-132 Fax: (0221) 40075-180 E-Mail: dbs@hbz-nrw.de www.bibliotheksstatistik.de www.hbz-nrw.de

Verlag Dinges & Frick GmbH Greifstraße 4 65199 Wiesbaden Tel.: (06 11) 931 09 41 Fax: (06 11) 931 09 43 E-Mail: info@b-i-t-online.de www.b-i-t-online.de

infas GmbH Institut für angewandte Sozialwissenschaft Friedrich-Wilhelm-Str. 18 53113 Bonn Tel.: (0228) 38 22-409 www.infas.de

Hochschule der Medien Stuttgart Fakultät Information und Kommunikation Wolframstr. 32 70191 Stuttgart Tel.: (0711) 25706-0 www.hdm-stuttgart.de/bi

Teilnehmer am BIX 2011 • 2 36 Bibliotheken – 162 Öffentliche Bibliotheken – 74 Wissenschaftliche Bibliotheken Laufzeit der Indices • B IX für Öffentliche Bibliotheken seit 2000 • B IX für wissenschaftliche Bibliotheken seit 2004 Veränderungen im BIX-Indikatorenset seit dem BIX 2010: • B IX für Öffentliche Bibliotheken: – Der Indikator „virtuelle Besuche pro Einwohner“ wurde neu eingeführt. Er erhebt die Zahl der Besuche (Sessions) auf Homepage und OnlineKatalog der Bibliothek. Durch ein zentral durchgeführtes Zählpixelverfahren (angesiedelt bei der Hochschule der Medien Stuttgart) ist diese Zählung standardisiert und zwischen den Bibliotheken vergleichbar. Das Verfahren konnte für 122 Bibliotheken durchgeführt werden. • B IX für wissenschaftliche Bibliotheken: – keine Veränderungen im Indikatorenset. Das Verfahren zur Zählung der virtuellen Besuche fand hier bereits zum vierten Mal statt. Aufgrund einer technischen Anpassung liegt das Gesamtniveau der Zählung um ca. 25% unter den Ergebnissen des Vorjahrs. Der Vergleich zwischen den Bibliotheken ist sinnvoll, ein Vergleich der absoluten Werte mit dem Vorjahr ist jedoch leider nicht möglich.

Vergleiche zwischen Bibliotheken • Die Teilnehmer sind in unterschiedliche Größenkategorien bzw. Funktionskategorien eingeteilt. Ein Vergleich innerhalb einer Kategorie ist - neben dem Ranking - sehr gut über den Vergleich der Punktwerte der Bibliotheken möglich. Ebenso können die einzelnen Indikatorenwerte mit einander verglichen werden. • Ein Vergleich von Bibliotheken aus unterschiedlichen Kategorien ist fachlich nicht sinnvoll. Vergleiche mit Vorjahreswerten (Zeitreihen) • Die einzelnen Indikatorenwerte sind in der Regel über die Jahre hinweg vergleichbar. • Die Betrachtung der Punktwerte über Jahre hinweg erlaubt eine kontinuierliche Evaluation der Leistungen der Bibliothek. •D  ie Rangplätze sind für den Jahresvergleich nicht geeignet! Auch wenn die Daten einer Bibliothek konstant geblieben sind, kann sich ihr Rangplatz verschieben. Dies ist möglich, wenn sich z.B. die Werte der anderen Bibliotheken verändern oder wenn zahlreiche Bibliotheken neu dazukommen oder ausscheiden. Für Individuelle Analysen und Vergleiche: www.bix-bibliotheksindex.de • Die BIX-Website bietet Ihnen den Zugriff auf alle Daten und Ergebnisse sowie die Möglichkeit, einzelne Bibliotheken mit einander zu vergleichen.


Informationen zu den Tabellen des BIX-ÖB

Informationen zu den Indikatoren im BIX-ÖB

Zieldimension Wirtschaftlichkeit

Die BIX-Ergebnisse sind wie bereits in den Vorjahren in fünf Größenkategorien aufgeteilt – abhängig von der Einwohnerzahl der beteiligten Projektkommunen. Für jede Größenkategorie gibt es eine Tabelle:

Zieldimension Auftragserfüllung

Medienetat je Entleihung in Euro Hier werden die Ausgaben für den Erwerb von Medien einbezogen, einschließlich Einbandkosten und Lizenzen. Mitarbeiterstunden je Öffnungsstunde Nennt die zur Verfügung stehenden Arbeitsstunden von Bibliotheksmitarbeitern im Verhältnis zu den Jahresöffnungsstunden auf Basis der Bruttoarbeitszeit (d.h. einschließlich Urlaub und Krankheit). Als Mitarbeiter/innen werden neben dem fest angestellten Bibliothekspersonal auch Aushilfen, ABM-Kräfte, Langzeitpraktikanten, 1-Euro-Jobber und ehrenamtliche Kräfte einbezogen. Besuche je Öffnungsstunde Zeigt auf, wie viele Kunden durchschnittlich pro Öffnungsstunde die Bibliothek besuchen und ihre Angebote nutzen. Laufende Ausgaben je Besuch in Euro Einbezogen wird die Gesamtsumme der getätigten laufenden Ausgaben nach den Rechnungsergebnissen des Berichtsjahres – unabhängig davon, ob die aufgewendeten Mittel vom Unterhaltsträger oder aus anderen Quellen stammen. Nicht berücksichtigt werden gebäudebezogene Personalkosten (Hausmeister, Reinigungspersonal), kalkulatorische Kosten, Mieten und innere Verrechnungen. Ebenfalls nicht eingerechnet werden einmalige Investitionen; diese fließen in die Dimension Entwicklung ein.

Tabelle 1 Bibliotheken in Städten mit weniger als 15.000 Einwohnern Tabelle 2 Bibliotheken in Städten mit 15.000 bis 30.000 Einwohnern Tabelle 3 Bibliotheken in Städten mit 30.000 bis 50.000 Einwohnern Tabelle 4 Bibliotheken in Städten mit 50.000 bis 100.000 Einwohnern Tabelle 5 Bibliotheken in Städten mit über 100.000 Einwohnern Innerhalb jeder Größenkategorie werden die Leistungszahlen bezogen auf vier Zieldimensionen abgebildet. Ziel ist es, Aussagen für jede Bibliothek bezüglich ihrer Auftragserfüllung, Kundenorientierung, Wirtschaftlichkeit und Entwicklung treffen zu können. Weitere Informationen zu diesen Zieldimensionen finden Sie in den begleitenden Texten zu den folgenden Tabellen. Jeder Zieldimension sind je drei bis sechs Indikatoren zugeordnet. Die Indikatoren setzen sich jeweils aus zwei Kennzahlen zusammen und bilden so Verhältniswerte, die einen grundsätzlichen Vergleich unterschiedlicher Größen ermöglichen. Im Folgenden sind kurze Erläuterungen zu den einzelnen Indikatoren aufgeführt. Für die Indexberechnung werden die einzelnen Indikatorenwerte mit unterschiedlichen Faktoren gewichtet und in Punktwerte umgerechnet. Diese Punktwerte werden für jede Zieldimension zu einem Wert addiert und ergeben den Rangplatz in der jeweiligen Zieldimension. Für den Gesamtrangplatz werden dann im letzten Schritt die Punktwerte aller Indikatoren addiert. Der Gesamtrang einer Bibliothek ergibt sich dabei ausschließlich aus der Summe der Punkte in den vier Dimensionen – nicht aus den Einzelrängen, die sie dabei in jeder Zieldimension einnehmen. Es werden beim BIX stets die aktuellen Mittelwerte für die Indexberechnung verwendet. Dies bedeutet: die Werte der einzelnen Indikatoren sind über die Jahre hinweg vergleichbar – nicht jedoch die Rangplätze der Bibliothek im Ranking! Auch wenn die Daten einer Bibliothek konstant geblieben sind, kann sich ihr Rangplatz dadurch verschieben, dass sich die Werte der anderen Bibliotheken verändert haben oder dass andere Bibliotheken ausgeschieden oder neu dazugekommen sind. Bei der Interpretation der Ergebnisse sind darüber hinaus Besonderheiten zu beachten, die in den individuellen Rahmenbedingungen der einzelnen Bibliotheken begründet liegen. So können längere Schließzeiten aufgrund von EDV-Umstellungen oder Umbaumaßnahmen bei der betroffenen Bibliothek zu veränderten Ergebnissen führen. Durch Gemeindegebietsreform oder Veränderung der Einwohnerzahl kann es sein, dass die Bibliothek in eine andere Größenklasse gerät und die Daten mit dem Vorjahr nicht mehr direkt vergleichbar sind. Bei der Auseinandersetzung mit den BIXErgebnissen sind daher Zusatzinformationen wichtig, die Sie den Bibliotheksprofilen auf der BIX-Website unter www.bix-bibliotheksindex.de entnehmen können. Sie haben dort die Möglichkeit, Informationen individuell zusammenzustellen.

Medien je Einwohner Einbezogen werden alle Medien einer Bibliothek einschließlich Zeitschriften und Präsenzbestände. Nicht berücksichtigt werden Magazinbestände sowie Sondersammlungen. Als Einwohnerzahl wird der 1. Wohnsitz laut amtlicher Statistik zum 31.12. des Jahres berücksichtigt (in Ausnahmefällen zum 30. Juni). Publikumsfläche in qm je 1.000 Einwohner Bei dieser Berechnung wird die gesamte öffentlich zugängliche Fläche der Bibliothek einschließlich Treppenhäuser, Veranstaltungsräume etc. einbezogen. Mitarbeiter je 1.000 Einwohner Neben dem fest angestellten Bibliothekspersonal werden auch Aushilfen, ABM-Kräfte, Langzeitpraktikanten, 1-Euro-Jobber und ehrenamtliche Kräfte mit einbezogen. Computerangebot in Stunden je Einwohner Hier werden die Stunden berechnet, in denen den Kunden Computerarbeitsplätze zur Verfügung gestellt werden. Dazu zählen sowohl OPACs, als auch öffentlich zugängliche Internet-, Multimedia- oder sonstige Arbeits-PCs. Internet-Services Angebote der Bibliothek, die extern über Internet nutzbar sind, werden in Form dieses so genannten Summenindex abgebildet. Abgefragt wird das Vorhandensein von Homepage, Web-OPAC, interaktiven Funktionen (z.B. Verlängerungen per Internet), virtuellem Auskunftsdienst (z.B. per Mail), virtuellen Beständen und pro-aktiven Informationsdiensten (z.B. Newsletter). Veranstaltungen und Programme Es zählen alle von der Bibliothek angebotenen einmaligen und regelmäßigen Veranstaltungen, dazu gehören auch Ausstellungen, Einführungen in die Bibliotheksbenutzung, Hausaufgabenbetreuung und Kooperationsveranstaltungen, z.B. mit Vorlesepaten.

Zieldimension Kundenorientierung Besuche je Einwohner Zählt die Besuche der Kunden in der Bibliothek, um Medien zu entleihen, Angebote vor Ort zu nutzen und um an Veranstaltungen oder Führungen teilzunehmen. Virtuelle Besuche je Einwohner Zählt die virtuellen Besuche der Bibliothekskunden, d.h. die Besuche auf der Bibliothekshomepage und dem OPAC im Verhältnis zur Einwohnerzahl des Bibliotheksorts. Gezählt werden Sitzungen (Sessions) über ein zentrales Zählpixel. Entleihungen je Einwohner Hier werden alle Entleihungen von Medien einschließlich Verlängerungen gezählt. Nicht berücksichtigt werden unterschiedliche Leihfristen in den einzelnen Bibliotheken und Entleihungen von Magazinbeständen. Umschlag Gibt an, wie oft jedes ausleihbare Medium durchschnittlich pro Jahr entliehen wurde. Jahresöffnungsstunden pro 1.000 Einwohner Hier wird die Gesamtzahl der Öffnungsstunden aller zum Bibliothekssystem gehörigen Einrichtungen an allen Öffnungstagen im Berichtsjahr berücksichtigt. Einrichtungen / Anzahl im System Die Zahl der Einrichtungen im Bibliothekssystem wird nur als Zusatzinformation aufgeführt und fließt nicht in den Index ein.

Zieldimension Entwicklung Erneuerungsquote Gibt den Prozentsatz des Bestandes an, der durch Neuanschaffungen ausgetauscht bzw. durch Löschung alter Medien aussortiert wurde. Fortbildungsquote Einbezogen wird der Zeitaufwand für interne und externe Fortbildungen sowie Dienstreisen mit Fortbildungscharakter. Investitionen je Einwohner in Euro Hier wird die Summe aller tatsächlich verausgabten einmaligen Investitionen berücksichtigt, das sind einmalige Ausgaben für den Erwerb von Grundstücken und Gebäuden, für Baumaßnahmen, Möbel oder technische Ausstattung aus Mitteln des Vermögenshaushaltes.

Informationen zur Zieldimension Auftragserfüllung im BIX-ÖB In der Zieldimension Auftragserfüllung wird die Ausstattung der Bibliothek abgebildet: Welche Ressourcen werden von der Kommune zur Verfügung gestellt? Mit Ressourcen ist neben dem Medienbestand und Personal auch das Bibliotheksgebäude gemeint. Bibliotheken aller Größenordnungen tragen bei zur Überwindung der digitalen Kluft und stärken mit ihren Angeboten die Informationskompetenz der Nutzer. Aus diesem Grund werden auch die Ausstattung mit Computerarbeitsplätzen und die Internet-Services in diese Zieldimension einbezogen. Ebenfalls von Bedeutung ist, wie viele Veranstaltungen eine Bibliothek für ihre Kunden jährlich mit den ihr zur Verfügung stehenden Ressourcen organisiert. Mit der Erhebung dieses Indikators bildet der BIX ab, wie leistungsfähig die Bibliothek in ihrer Funktion als Vermittlerin von Lese- und Medienkompetenz sowie als kulturelles Zentrum und Treffpunkt für die Bürger ist. Die Zusammensetzung der Medienbestände sowie alle Dienstleistungsangebote sind abhängig vom Auftrag, den die Bibliothek in ihrer Kommune zu erfüllen hat. Eine Profilbildung der Bibliotheken, beispielsweise die Ausrichtung der Angebote auf bestimmte Zielgruppen, ist daher individuell beim Vergleich mit anderen Bibliotheken und bei der Interpretation der BIX-Ergebnisse zu berücksichtigen. Profilbildung und systematischer Bestandsaufbau werden jedoch schwierig, wenn der Medienzugang nicht durch einen angemessenen Medienetat gedeckt wird, sondern hauptsäch-

lich aus Geschenken besteht, die die Bibliothek inhaltlich nicht steuern kann. Bibliotheken zielen mit ihren Angeboten und Dienstleistungen grundsätzlich auf die Bürgerinnen und Bürger einer Stadt als potenzielle Kunden ab. In vielen Städten und Gemeinden nutzen aber natürlich auch Menschen aus dem Umland die Bibliothek – sei es mangels alternativer Angebote, sei es aufgrund persönlicher Lebens- und Arbeitsbedingungen. Das Einzugsgebiet einer Bibliothek dürfte demnach streng genommen nicht zwangsläufig mit der Einwohnerzahl gleichgesetzt werden. Bei der Verwendung von Indikatoren mit Bezug zur Einwohnerzahl werden derzeit bewusst gewisse Verzerrungen in Kauf genommen, da eine Veränderung methodische Schwierigkeiten mit sich bringt. Um den Menschen der Stadt adäquate Medien und Services anbieten zu können, sind bestimmte Ressourcen nötig. Wie sie eingesetzt werden und wie die Nutzer die Angebote annehmen, lässt sich in der Zieldimension Kundenorientierung ablesen. Bitte beachten Sie: die Werte der einzelnen Indikatoren sind in der Regel über die Jahre hinweg direkt vergleichbar – nicht jedoch die Rangplätze der Bibliothek im Ranking!

Informationen zur Zieldimension Kundenorientierung im BIX-ÖB Bei der Zieldimension Kundenorientierung geht es um das Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Trifft das Angebot von Medien und Services die Wünsche der Kunden? Eine hohe Nutzung lässt darauf schließen, dass Kundenbedürfnisse richtig eingeschätzt wurden. Kunden- und Bürgerbefragungen können über reine Nutzungszahlen hinaus wichtige Hinweise liefern, wie kundengerechte Angebote konzipiert werden können. Eine bundesweite Bürgerbefragung ist im Rahmen des BIX aus Kostengründen jedoch nicht möglich. Es ist jedoch beabsichtigt, Biblio­theken ein kostengünstiges, einfaches und standardisiertes Instrument für eine Kundenbefragung zur Verfügung zu stellen. Neben den Entleihungen ist die Zahl der Besuche von hoher Bedeutung, da sie den Stellenwert der Bibliothek als öffentlichem Lern- und Kulturort abbilden und in vielen Bibliotheken die Vorortnutzung deutlich ansteigt. Nicht nur das Angebot von Computerarbeitsplätzen, sondern auch Nachschlagebestände oder aktuelle Tageszeitungen und Fachzeitschriften ziehen viele Menschen in die Bibliothek. Veranstaltungen, Klassenführungen oder Internetschulungen runden das Angebot vor Ort ab und spiegeln sich in der Zahl der Besuche wider. Einigen wenigen BIX-Bibliotheken, insbesondere neu teilnehmenden Bibliotheken, ist es nicht möglich, Besucherzahlen für das Berichtsjahr zu ermitteln. In diesen Fällen besteht die Möglichkeit, auf Grundlage der aktiven Entleiher eine Besucherzahl berechnen zu lassen. Bei dem dabei ermittelten Durchschnittswert handelt es sich jedoch um einen mathematisch-statistischen Wert, der nicht unbedingt die realen Gegebenheiten vor Ort widerspiegelt. Die Berechnung dieses Annäherungswertes stellt daher lediglich eine Notlösung dar. Verlässlichere Daten können nur durch eine Stichprobenzählung oder eine elektronische Zählung ermittelt werden. Die besten Angebote aber nutzen nicht viel, wenn die Bibliothek nicht ausreichend geöffnet ist – dem Indikator Öffnungszeiten wird daher ein großer Stellenwert eingeräumt. Ausgedehnte Öffnungszeiten gewährleisten einen kundenfreundlichen Service. Im BIX wird dieser Aspekt durch die Gesamtzahl der Öffnungsstunden aller zum Bibliothekssystem gehörigen Einrichtungen im Jahr pro 1.000 Einwohner abgebildet. Gute Bibliotheksservices kosten Geld. Der optimale Ressourceneinsatz in Verbindung mit hoher Nutzung führt zur Frage des Verhältnisses von Ausgaben und Leistungen – und damit zur Zieldimension Wirtschaftlichkeit. Bitte beachten Sie: die Werte der einzelnen Indikatoren sind in der Regel über die Jahre hinweg direkt vergleichbar – nicht jedoch die Rangplätze der Bibliothek im Ranking!


ÖFFENTLICHE BIBLIOTHEKEN

7.338

11.033

14.207

9.106

6.425

10.332

13.956

11.958

11.475

11.382

11.177

11.849

10.482

9.098

14.467

14.997

10.826

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

16

17

1.494

1.462

1.384

1.372

1.352

1.351

1.340

1.307

1.265

1.259

1.252

1.209

1.132

1.126

1.075

1.058

1.034

6

2

4

7

1

14

3

10

11

9

5

12

13

16

8

15

17

Index-Punkte Auftragserfüllung

309

419

355

303

428

249

379

274

260

280

344

258

258

230

294

244

Medien je Einwohner

2,2

4,1

2,7

2,2

4,1

2,4

4,2

2,3

2,3

1,8

3,2

2,1

2,5

1,6

3,0

Publikumsfläche in qm je 1.000 EW

51,4

65,9

111,9

74,1

98,1

24,3

98,7

25,0

41,4

100,7

91,8

47,6

23,5

24,2

Mitarbeiter je 1.000 Einwohner (VZÄ)

0,25

0,66

0,44

0,27

0,47

0,33

0,34

0,30

0,21

0,23

0,34

0,25

0,21

Computerangebot: Stunden je EW

0,54

1,14

0,61

1,01

1,44

0,34

1,47

0,24

0,28

0,63

0,89

0,46

Internet-Services (Anzahl von 0-6)

6

5

5

6

6

2

5

5

6

5

5

21,7

6,1

9,7

5,5

13,2

6,9

5,2

12,8

5,8

6,5

1

2

7

4

6

8

3

5

9

Index-Punkte Kundenorientierung

675

648

589

623

595

574

630

612

Besuche je Einwohner

7,9

6,8

7,0

4,9

6,5

4,3

8,1

4,5

virtuelle Besuche je Einwohner

1,0

2,1

1,4

1,5

1,5

Entleihungen je Einwohner

13,9

20,2

13,4

14,2

11,2

14,1

10,5

Umschlagsquote

6,2

4,9

4,9

6,5

2,7

5,9

Jahresöffnungsstunden pro 1000 EW

180

142

102

169

240

Zahl der Standorte im System

2

1

1

1

Rang Wirtschaftlichkeit

2

16

9

Index-Punkte Wirtschaftlichkeit

161

99

Medienetat je Entleihung in Euro

0,22

Mitarbeiterstunden je Öffn.stunde

Rang gesamt Index-Punkte gesamt

Ma xim um

StB Sto rko w/ Ma rk StB San dha use n StB Kar lsta dt Sch ulu. G em BT arm Mit ste telw dt ert

Gem BD oss enh eim StB Ma rkth eid enf eld StB Och sen furt Gem BR ode nba ch Gem BW ent orf ÖB Ran gsd orf

Bib l. A bts gm ünd Gem BG rün wal d Gem -u.S chu lB O ber Bib hac l. H hin öch g ber g StB Ger olzh ofe n Gem BF eld kirc hen BIZ -We Haß ste furt rha m Einwohner

Min imu m

BIX ERGEBNISSE 2011

TABELLE 1 Bibliotheken in Städten unter 15.000 Einwohnern

1.263

1.034

1.494

182

298

182

428

1,6

1,1

2,5

1,1

4,2

54,4

53,1

18,3

59,1

18,3

111,9

0,19

0,32

0,20

0,09

0,30

0,09

0,66

0,51

0,54

0,35

0,74

0,22

0,67

0,22

1,47

5

5

4

5

5

4

5

2

6

8,0

4,0

8,3

9,7

4,0

2,7

8,0

8,1

2,7

21,7

11

12

10

17

13

15

16

14

568

541

519

548

422

474

462

446

463

552

422

675

4,6

4,1

4,9

3,8

1,9

2,0

3,9

3,0

4,0

4,8

1,9

8,1

1,8

1,9

2,2

1,7

0,4

4,1

14,3

14,0

9,5

11,7

11,2

6,5

6,8

9,3

6,0

4,0

11,2

4,0

20,2

2,5

6,2

6,0

5,4

3,6

5,3

2,7

4,2

3,1

3,8

3,8

4,6

2,5

6,5

85

210

120

93

125

99

115

148

179

88

106

112

136

85

240

1

1

2

1

1

1

1

1

2

1

1

1

1

1

2

6

13

4

11

5

3

8

15

7

17

14

12

10

1

136

140

117

151

130

145

160

136

111

138

96

113

127

132

173

133

96

173

0,31

0,25

0,23

0,38

0,25

0,37

0,18

0,20

0,23

0,32

0,24

0,31

0,27

0,20

0,22

0,19

0,26

0,18

0,38

2,7

9,2

8,4

3,2

3,8

7,8

3,1

4,8

4,5

3,6

7,2

4,4

2,9

2,2

6,8

3,7

1,6

4,7

1,6

9,2

Besuche je Öffnungsstunde

44,0

48,1

68,6

29,3

26,9

50,2

38,6

37,5

49,9

32,6

49,3

33,2

12,9

11,2

44,4

28,3

35,4

37,7

11,2

68,6

laufende Ausgaben je Besuch (Euro)

2,56

6,85

4,62

3,91

4,05

1,74

3,59

4,23

2,76

4,56

5,96

3,93

7,54

6,06

5,82

4,94

1,56

4,39

1,56

7,54

3

8

6

5

15

1

16

11

10

7

9

12

2

4

17

13

14

Index-Punkte Entwicklung

348

296

304

305

212

379

201

277

277

302

278

265

356

309

192

237

216

280

192

379

Erneuerungsquote (%)

16,2

13,1

14,2

13,8

8,0

18,4

7,4

12,2

12,0

13,9

12,0

11,4

13,5

13,5

7,0

9,9

6,9

12,0

6,9

18,4

Fortbildungsquote (%)

1,6

1,8

0,2

1,6

0,9

2,3

0,6

1,1

1,6

0,7

1,9

1,1

11,1

3,0

0,2

0,3

4,5

2,0

0,2

11,1

Investitionen je Einwohner (Euro)

8,57

2,31

1,47

0,37

0,25

0,00

0,69

0,10

0,00

0,13

0,69

0,11

0,28

0,00

0,00

0,00

0,19

0,89

0,00

8,57

Rang Auftragserfüllung

Veranstaltungen/ Programme je 1.000 EW Rang Kundenorientierung

Rang Entwicklung

4,1

0,4

0,8


ÖFFENTLICHE BIBLIOTHEKEN BIX ERGEBNISSE 2011

Einwohner 15.695 18.916 18.770 26.837 15.197 24.215 24.085 17.803 25.143 22.547 18.819 18.155 17.636 25.564 16.335 22.441 21.756 18.825

Gem BH idde nha use n StB Frie dric hsd orf BibZ entr um Frie dbe Med rg/H ioth esse ek L n übb eck e St. u . Kre isB Gen thin Gem B Ki rchl eng ern Mit telw ert Min imu m Max imu m

StB Unt ersc hlei ßhe StB im Lan dsb erg/ Lec StB h Bad Dür khe im StB Wal dkra ibur g Gem B Va ters tett en St.-u nd K reis B St . We StB nde Inge l lhei m StB Sch wan dorf StB Bruc hkö bel StB Wer thei m StB Kron berg im T StB aun us Sch opfh eim ÖB Alfte r

StB Trau nste in

StB Öhr inge n StB Alze nau StB Burg hau sen StB Zos sen Gem B Bl ank enfe lde StB Sigm arin gen StB Bad Mer gen thei m StB Nag old

StB Verd en/ Alle r StB Bad Neu stad t StB Bad Olde sloe StB Ditz inge n StB Müh ldor f Bbl. Verl

StB Frei berg /Ne cka StB r Witt lich StB Mel le

TABELLE 2 Bibliotheken in Städten mit 15.000 bis 30.000 Einwohnern

27.260 28.350 20.251 23.881 22.652 27.631 24.050 27.975 20.815 22.874 18.115 18.926 23.200 20.021 24.578 28.730 27.174 15.535 16.675

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

12

14

15

16

17

18

19

20

21

22

23

24

25

26

27

28

29

30

31

32

33

34

35

36

37

1.496

1.458

1.454

1.401

1.287

1.286

1.260

1.234

1.232

1.207

1.205

1.205

1.203

1.194

1.190

1.175

1.166

1.146

1.135

1.133

1.124

1.117

1.114

1.100

1.071

1.067

1.063

1.055

1.012

964

962

961

954

921

890

770

3

1

6

4

14

26

2

8

11

31

5

9

20

19

24

25

17

16

12

27

23

15

36

10

22

21

28

30

13

18

33

35

34

29

32

7

37

Index-Punkte Auftragserfüllung

311

409

292

300

244

221

334

274

255

211

297

274

229

235

224

221

238

242

249

220

224

243

177

258

224

225

218

211

245

238

185

178

179

211

194

291

Medien je Einwohner

2,3

4,6

2,1

1,6

2,3

1,7

3,0

2,3

1,9

1,7

2,3

2,4

1,4

1,8

1,8

1,8

2,3

2,1

2,1

1,6

2,0

1,6

1,1

2,6

1,3

2,4

1,3

1,3

1,3

2,8

1,0

1,2

1,2

1,5

1,1

Publikumsfläche in qm je 1.000 EW

31,9

74,0

40,6

46,8

39,7

34,9

84,5

63,5

41,4

18,7

93,0

49,6

29,0

29,5

28,2

16,8

27,6

32,1

40,4

44,3

23,2

44,0

18,5

27,4

17,9

19,7

26,2

30,3

27,6

29,9

9,3

14,5

9,8

38,3

Mitarbeiter je 1.000 Einwohner (VZÄ)

0,28

0,50

0,27

0,25

0,18

0,22

0,34

0,24

0,22

0,16

0,27

0,27

0,20

0,22

0,17

0,19

0,19

0,20

0,29

0,16

0,17

0,21

0,13

0,25

0,17

0,14

0,17

0,18

0,24

0,17

0,18

0,09

0,11

Computerangebot: Stunden je EW

1,04

0,56

0,88

0,48

0,63

0,38

0,42

0,55

0,84

0,23

0,93

0,70

0,48

0,25

0,68

0,46

0,29

0,57

0,38

0,21

0,32

0,82

0,14

0,39

0,22

0,73

0,33

0,30

0,88

0,55

0,09

0,23

Internet-Services (Anzahl von 0-6)

Rang gesamt

1

Index-Punkte gesamt 1.526

Rang Auftragserfüllung

1.155

770

1.526

141

241

141

409

2,5

1,0

1,9

1,0

4,6

29,4

44,2

14,4

34,9

9,3

93,0

0,17

0,12

0,28

0,09

0,21

0,09

0,50

0,32

0,32

0,50

0,60

0,16

0,48

0,09

1,04

6

6

6

6

4

4

6

5

4

5

4

4

5

5

4

4

4

4

3

5

4

5

3

5

5

4

6

5

5

4

3

4

4

4

4

3

1

4

1

6

Veranstaltungen/Programme je 1.000 EW

15,8

12,8

10,1

26,5

5,6

1,6

10,8

5,7

7,8

3,9

6,0

5,7

6,9

6,9

3,8

5,2

8,5

6,9

6,9

3,3

7,7

2,2

5,8

3,4

14,7

1,7

3,9

3,3

6,3

0,7

9,5

4,9

4,5

4,0

4,0

19,4

2,8

7,0

0,7

26,5

Rang Kundenorientierung

3

2

1

6

4

5

8

7

10

11

16

13

29

20

9

15

19

12

17

14

18

24

23

22

27

21

28

26

30

25

35

34

32

31

33

36

37

Index-Punkte Kundenorientierung

670

684

718

598

654

604

566

570

556

539

505

520

419

479

556

507

483

534

488

511

484

451

452

460

423

472

421

445

413

450

367

368

388

393

381

353

321

492

321

718

Besuche je Einwohner

8,9

6,9

4,3

3,9

5,4

4,9

4,0

5,6

4,1

4,6

4,3

4,4

1,7

2,5

4,1

2,9

3,9

5,2

3,4

3,3

2,6

2,8

1,9

3,2

1,8

3,0

2,2

2,7

2,3

2,6

2,3

1,8

1,8

2,2

1,6

2,1

1,0

3,4

1,0

8,9

virtuelle Besuche je Einwohner

1,2

2,0

2,5

2,6

0,5

2,9

3,8

3,1

1,4

0,9

0,9

1,1

1,0

0,7

1,3

0,9

1,3

0,2

0,6

1,4

0,1

3,8

Entleihungen je Einwohner

14,6

24,1

22,7

13,8

18,5

13,2

14,9

11,6

12,3

11,4

10,8

11,7

4,9

8,5

11,3

11,5

10,1

9,8

10,3

10,5

10,8

7,5

6,7

10,8

5,6

10,4

5,8

6,5

4,8

10,4

3,4

3,9

4,8

5,8

4,4

3,9

2,2

9,9

2,2

24,1

Umschlagsquote

6,4

5,2

10,8

8,5

8,1

7,7

4,9

5,0

6,4

6,6

4,7

4,8

3,6

4,9

6,3

6,2

4,4

4,7

4,9

6,4

5,4

4,7

6,1

4,1

4,4

4,4

4,5

4,9

3,6

3,8

3,4

3,2

4,2

4,0

4,0

1,6

2,3

5,1

1,6

10,8

Jahresöffnungsstunden pro 1000 EW

116

160

97

60

125

64

107

92

64

45

85

100

124

123

76

66

73

81

64

54

65

75

48

63

75

74

55

61

98

91

44

58

40

45

53

101

81

78

40

160

Zahl der Standorte im System

1

3

1

1

1

1

4

1

1

1

1

1

3

3

1

1

1

2

1

1

1

1

1

3

3

2

1

1

1

1

1

1

1

1

1

1

1

1

4

Rang Wirtschaftlichkeit

2

21

8

12

3

14

34

6

9

1

25

11

37

31

5

17

10

7

24

4

20

32

26

19

35

16

28

13

30

22

15

27

18

29

23

33

36

Index-Punkte Wirtschaftlichkeit

179

129

157

152

177

151

101

163

153

180

124

153

76

113

165

143

153

158

128

168

131

111

123

136

90

144

114

152

114

129

151

120

143

114

128

101

84

135

76

180

Medienetat je Entleihung in Euro

0,20

0,24

0,14

0,19

0,10

0,29

0,30

0,18

0,21

0,20

0,28

0,17

0,45

0,27

0,20

0,20

0,25

0,22

0,23

0,13

0,23

0,27

0,26

0,23

0,39

0,25

0,33

0,15

0,27

0,28

0,22

0,43

0,20

0,33

0,29

0,27

0,44

0,25

0,10

0,45

Mitarbeiterstunden je Öffn.stunde

4,8

6,1

5,5

8,1

2,8

6,6

6,2

5,1

6,5

6,8

6,3

5,2

3,3

3,5

4,4

5,6

5,2

4,9

8,8

6,0

5,1

5,4

5,4

7,8

5,2

3,7

6,3

5,7

4,7

3,7

7,9

3,0

5,1

7,4

4,5

5,7

2,2

5,4

2,2

8,8

Besuche je Öffnungsstunde

76,7

43,4

44,7

65,0

42,8

76,0

37,6

60,8

63,4

102,2

51,0

43,6

14,1

20,1

54,3

44,4

53,8

64,0

53,6

60,9

40,3

36,8

40,0

51,6

24,4

39,8

40,4

44,7

23,4

28,9

52,4

31,4

44,9

47,9

30,6

21,2

12,3

45,5

12,3 102,2

laufende Ausgaben je Besuch (Euro)

1,78

5,03

3,43

3,47

2,60

3,23

7,28

3,09

3,51

2,38

5,45

3,53

7,43

6,14

2,50

4,15

2,65

3,47

4,92

3,05

5,04

6,70

5,42

4,14

6,68

3,56

5,08

4,00

5,88

4,39

2,44

3,39

4,36

5,15

4,00

6,99

6,88

4,41

1,78

7,43

4

21

16

2

7

11

17

27

22

12

19

25

1

3

29

9

13

32

20

30

15

8

5

24

6

33

10

26

18

36

23

14

28

31

35

37

34

Index-Punkte Entwicklung

366

274

292

405

326

312

286

252

270

303

282

259

480

377

249

318

301

232

281

237

293

319

366

260

363

231

314

255

283

196

262

295

251

237

218

145

223

287

145

480

Erneuerungsquote (%)

17,5

11,8

13,1

20,7

15,4

14,5

12,8

10,3

11,9

13,5

11,3

11,3

24,3

17,9

10,4

14,8

13,7

9,3

12,8

9,7

13,2

12,8

17,9

11,0

17,8

9,3

13,9

10,5

12,7

7,0

10,1

13,0

10,2

9,2

8,7

3,4

9,1

12,6

3,4

24,3

Fortbildungsquote (%)

2,1

1,5

1,3

0,8

1,0

0,9

1,1

1,2

0,7

2,0

3,7

0,4

3,9

2,1

1,1

1,3

1,2

0,9

0,2

0,7

1,3

1,1

1,3

1,4

1,2

0,8

2,8

1,7

0,8

0,9

4,1

2,1

2,0

2,0

0,1

1,6

0,0

1,4

0,0

4,1

Investitionen je Einwohner (Euro)

0,57

1,12

0,30

0,00

0,63

1,52

0,10

4,71

0,12

0,07

3,71

0,23

0,20

9,52

0,00

0,18

0,25

0,08

0,36

0,16

0,12

43,66

0,13

0,00

0,00

1,04

0,02

0,37

0,00

0,00

0,43

0,32

0,16

0,85

0,06

0,18

0,00

1,92

0,00 43,66

Rang Entwicklung

0,7

1,5

1,0

0,5

0,1


ÖFFENTLICHE BIBLIOTHEKEN

StB Rad olfze ll am Bod ens StB ee Bac kna ng

StB Böb ling en StB Kirc hhe im T eck StB Pirn a

31.974

31.267

40.452

48.238

32.539

35.399

42.949

44.500

45.008

30.663

35.465

46.664 39.870 38.252 34.000 43.363 30.398 36.668 39.560 48.183 31.999 31.226 44.675 41.653 48.573 31.229 40.149 44.227 34.524 48.516

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

16

17

18

19

20

21

22

23

24

25

26

27

28

29

30

31

32

33

34

35

1.522

1.326

1.291

1.265

1.262

1.260

1.252

1.251

1.193

1.174

1.152

1.147

1.141

1.138

1.129

1.109

1.096

1.093

1.057

1.044

1.023

1.020

1.001

958

956

953

951

939

930

900

875

864

860

832

802

1

2

7

20

5

14

11

6

12

4

9

22

8

19

21

26

3

18

15

10

13

23

17

28

29

33

16

34

31

30

27

25

24

32

35

Index-Punkte Auftragserfüllung

378

317

269

224

282

249

256

273

256

286

258

211

263

226

215

192

291

227

243

256

251

205

237

185

182

164

243

162

172

175

186

195

204

166

Medien je Einwohner

2,8

3,1

1,8

1,1

2,0

2,0

1,7

2,2

1,8

2,1

2,0

1,1

1,8

1,8

1,7

1,2

3,0

1,6

1,8

1,5

1,4

1,3

1,8

1,1

1,0

0,9

1,8

1,0

1,1

1,2

1,2

1,2

1,5

Publikumsfläche in qm je 1.000 EW

42,1

43,3

37,4

15,3

43,9

36,0

32,4

26,6

38,4

40,9

48,0

38,4

45,9

29,3

24,5

30,2

52,0

30,1

33,2

45,9

38,7

15,8

27,0

24,2

28,0

8,4

20,8

7,5

18,7

12,4

18,3

19,4

Mitarbeiter je 1.000 Einwohner (VZÄ)

0,40

0,36

0,27

0,21

0,29

0,31

0,21

0,33

0,21

0,26

0,26

0,22

0,20

0,18

0,19

0,16

0,27

0,21

0,22

0,19

0,23

0,17

0,23

0,14

0,14

0,10

0,26

0,11

0,08

0,12

0,15

Computerangebot: Stunden je EW

2,18

0,44

0,70

0,30

0,59

0,28

0,58

0,45

0,55

0,83

0,44

0,33

0,59

0,55

0,38

0,16

0,43

0,39

0,71

0,74

0,50

0,20

0,38

0,27

0,20

0,06

0,30

0,09

0,36

0,19

Internet-Services (Anzahl von 0-6)

Rang gesamt Index-Punkte gesamt

Rang Auftragserfüllung

Max imu m

StB Wed el/H olst ein StB Fürs tenf eldb ruck StB Wei nhe im/ Berg stra StB ße Stra ubin g StB Frei sing

35.869

StB Soe st

StB Lörr ach

30.042

StB Auri ch

StB Her renb erg StB Nür ting en

48.124

Einwohner 31.722

StB Lee r/O stfri esla nd StB Dre ieich StB Bad Nau heim StB Hoy ersw erda StB Mai ntal StB Sch wer te StB Bad Vilb el StB Korn wes thei m StB Bün de

StB Neu -Ise nbu rg StB Itze hoe

41.993

MIZ Bibe rach /Riß Reg Bib Wei den /Ob erpf StB alz Rav ens burg

StB Ach im

StB Lam pert heim StB Ben she im StB Neu stad t am Rüb StB enb Diet erge zenb ach StB Bad Oey nha use n Mit telw ert Min imu m

BIX ERGEBNISSE 2011

TABELLE 3 Bibliotheken in Städten mit 30.000 bis 50.000 Einwohnern

1.079

802

1.522

146

230

146

378

0,9

0,8

1,6

0,8

3,1

16,2

18,4

8,2

29,0

7,5

52,0

0,15

0,17

0,08

0,08

0,21

0,08

0,40

0,56

0,37

0,27

0,15

0,11

0,45

0,06

2,18

6

6

6

4

6

4

6

5

6

6

5

4

6

4

4

4

5

5

4

6

4

5

4

4

4

5

6

4

4

4

3

5

4

4

3

5

3

6

Veranstaltungen/Programme je 1.000 EW

12,8

8,1

5,5

16,5

8,0

4,2

8,9

7,4

6,7

8,8

4,4

2,9

8,7

5,2

3,4

2,7

7,1

3,6

6,5

8,5

15,9

4,6

8,2

2,2

2,2

1,1

2,8

1,5

2,1

1,6

2,2

1,5

6,3

4,1

2,1

5,7

1,1

16,5

Rang Kundenorientierung

1

2

4

3

10

5

7

6

11

13

8

17

15

12

14

9

16

18

19

22

23

20

21

27

29

25

26

28

24

30

33

31

32

34

35

Index-Punkte Kundenorientierung

707

603

572

576

510

568

546

558

491

487

528

466

473

489

483

512

472

460

446

413

410

438

421

392

385

397

395

386

409

377

343

355

351

322

312

459

312

707

Besuche je Einwohner

8,5

6,5

6,1

3,4

4,0

3,7

3,6

5,0

3,6

3,3

4,0

3,8

3,3

3,9

3,5

3,3

3,7

4,1

2,8

2,6

3,5

3,3

2,7

2,1

1,6

1,2

2,0

1,2

1,5

1,7

1,8

1,7

1,6

1,0

1,4

3,2

1,0

8,5

virtuelle Besuche je Einwohner

4,5

3,2

2,5

0,6

0,6

3,4

1,8

1,8

1,3

2,0

1,4

0,9

1,7

1,1

1,1

2,2

0,3

0,6

0,3

0,3

0,5

0,3

0,8

0,6

0,6

0,3

0,2

0,2

1,2

0,2

4,5

Entleihungen je Einwohner

17,6

17,4

11,3

9,3

11,2

15,7

11,6

12,7

10,2

10,9

11,6

5,8

8,5

9,1

8,7

9,0

10,8

7,2

8,4

5,2

4,1

6,2

7,7

4,2

4,6

4,8

6,4

5,0

5,7

4,7

2,6

4,2

3,5

2,5

2,3

8,0

2,3

17,6

Umschlagsquote

6,2

5,6

6,3

8,5

5,6

7,9

6,8

5,8

5,5

5,2

5,8

5,3

4,7

5,1

5,0

7,5

3,6

4,6

4,6

3,5

2,9

4,6

4,2

3,7

4,6

5,4

3,6

5,2

5,4

3,9

2,2

3,6

2,4

2,7

2,7

4,9

2,2

8,5

Jahresöffnungsstunden pro 1000 EW

113

44

44

60

71

56

48

79

37

55

55

56

73

45

72

41

73

40

51

51

80

51

47

68

26

32

50

29

33

32

59

33

68

31

36

53

26

113

Zahl der Standorte im System

2

1

2

1

3

1

1

5

1

1

1

1

6

2

5

1

3

1

1

2

5

1

1

4

1

1

1

1

1

1

3

1

11

1

1

1

11

Rang Wirtschaftlichkeit

11

3

2

8

29

26

9

10

14

32

13

7

18

1

12

4

16

6

21

30

17

5

27

22

25

28

35

33

19

31

34

23

24

15

20

Index-Punkte Wirtschaftlichkeit

148

160

164

151

109

116

150

149

142

98

147

152

138

172

147

155

140

153

133

108

140

154

115

130

119

112

76

97

137

106

96

126

124

141

135

133

76

172

Medienetat je Entleihung in Euro

0,31

0,23

0,27

0,18

0,35

0,28

0,19

0,20

0,28

0,33

0,17

0,20

0,25

0,16

0,21

0,21

0,20

0,24

0,19

0,37

0,29

0,22

0,25

0,24

0,26

0,29

0,33

0,31

0,26

0,42

0,48

0,22

0,26

0,24

0,32

0,26

0,16

0,48

Mitarbeiterstunden je Öffn.stunde

6,8

15,9

12,3

6,8

8,0

10,8

8,6

8,2

11,5

10,1

9,4

7,8

5,6

7,9

4,9

7,6

7,3

10,3

8,6

7,5

5,8

6,8

9,7

4,1

10,5

6,1

10,3

7,6

5,0

7,6

5,0

8,5

4,9

5,0

4,5

7,9

4,1

15,9

Besuche je Öffnungsstunde

75,3

146,1

140,0

57,4

56,2

66,6

73,9

62,7

99,4

60,2

72,6

67,7

44,3

86,7

48,7

80,3

50,0

101,7

55,5

49,9

44,3

64,4

57,2

30,2

64,2

36,7

40,9

39,2

45,2

54,8

30,6

51,6

23,2

33,5

38,1

61,4

23,2

146,1

laufende Ausgaben je Besuch (Euro)

3,04

3,69

3,48

3,81

5,73

5,72

4,01

3,43

3,96

7,07

4,39

3,63

3,94

2,75

3,89

3,78

4,21

3,82

5,25

5,38

2,98

3,26

6,04

4,82

5,47

5,96

8,51

7,09

4,27

5,06

4,86

5,27

4,57

3,39

3,15

4,56

2,75

8,51

9

22

10

4

1

2

7

13

5

6

29

3

15

20

11

21

33

17

25

16

28

27

26

18

14

12

24

8

30

23

19

34

35

32

31

Index-Punkte Entwicklung

288

246

286

314

360

328

300

271

304

304

219

318

268

250

283

250

193

253

235

266

223

224

227

251

271

279

238

295

212

243

251

189

181

204

208

258

181

360

Erneuerungsquote (%)

12,3

10,1

12,7

14,6

17,0

15,1

13,4

11,7

13,5

13,3

8,7

15,0

11,7

10,7

12,6

10,3

6,4

10,6

9,3

11,5

8,8

8,8

8,9

10,8

11,9

12,2

9,8

13,5

7,9

9,8

10,7

6,3

5,9

7,5

7,9

10,9

5,9

17,0

Fortbildungsquote (%)

2,6

1,2

1,1

1,0

2,6

2,0

1,7

1,2

2,1

2,5

0,2

0,7

0,8

0,3

1,1

1,3

1,9

1,2

1,5

1,2

0,9

1,0

1,3

0,5

0,8

1,6

0,7

0,7

1,2

1,4

0,5

0,8

1,3

0,8

0,6

1,2

0,2

2,6

Investitionen je Einwohner (Euro)

0,96

0,51

0,66

0,05

0,62

0,68

0,44

1,89

0,26

0,55

1,40

0,00

0,16

1,86

0,00

0,17

0,46

0,14

0,11

0,12

0,08

0,39

0,15

0,09

0,09

0,00

0,00

0,11

0,00

0,00

0,06

6,73

0,00

0,02

0,00

0,54

0,00

6,73

Rang Entwicklung

0,7


ÖFFENTLICHE BIBLIOTHEKEN

Einwohner 62.754 55.433 75.097 91.498 55.424 60.877 87.468 85.761 52.481 53.457 65.644 59.616 83.811 75.308 69.791

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

16

17

18

18

20

21

22

23

24

25

26

27

28

29

30

31

32

33

34

35

36

37

38

39

1.234

1.215

1.212

1.201

1.174

1.167

1.159

1.156

1.142

1.141

1.115

1.111

1.093

1.085

1.072

1.058

1.056

1.055

1.055

1.049

1.046

1.036

1.027

1.026

1.017

1.010

996

948

933

916

913

900

884

883

865

862

858

836

768

Rang Auftragserfüllung

10

13

2

8

15

12

7

3

5

14

9

1

33

11

22

29

17

27

23

25

20

6

21

24

26

19

4

31

36

16

28

38

18

34

39

37

35

32

30

Index-Punkte Auftragserfüllung

257

246

294

263

238

248

264

288

265

239

262

320

184

251

217

190

237

198

206

204

224

264

221

204

200

227

279

189

171

237

192

162

236

183

161

168

177

186

Medien je Einwohner

1,7

1,7

2,0

2,1

1,2

1,6

2,2

2,5

2,3

1,7

2,0

2,5

0,9

1,5

1,8

1,0

1,7

1,5

1,2

1,2

1,1

1,9

0,8

1,0

1,0

1,5

2,0

1,3

0,7

1,4

1,2

0,8

1,9

1,2

0,7

0,8

0,8

Publikumsfläche in qm je 1.000 EW

27,8

31,9

34,8

22,4

32,5

24,1

31,9

29,4

22,9

28,1

39,8

30,6

17,0

31,4

24,7

23,8

33,9

18,2

18,7

20,8

36,4

36,1

20,9

19,2

26,6

37,9

24,6

14,9

17,5

44,6

9,4

17,4

18,7

20,8

6,9

21,1

Mitarbeiter je 1.000 Einwohner (VZÄ)

0,29

0,23

0,38

0,29

0,22

0,25

0,25

0,31

0,29

0,19

0,29

0,40

0,15

0,27

0,21

0,16

0,25

0,19

0,15

0,14

0,20

0,26

0,15

0,15

0,17

0,22

0,32

0,18

0,15

0,24

0,19

0,12

0,22

0,15

0,11

Computerangebot: Stunden je EW

0,59

0,50

0,57

0,55

0,75

0,58

0,87

0,71

0,24

0,44

0,31

1,02

0,50

0,55

0,45

0,14

0,43

0,17

0,43

0,27

0,43

0,65

0,27

0,24

0,29

0,25

0,80

0,17

0,22

0,35

0,14

0,30

0,35

0,12

Internet-Services (Anzahl von 0-6)

6

6

6

6

6

6

5

6

6

6

5

6

4

6

3

5

5

4

6

6

6

6

6

6

5

5

6

4

4

5

5

3

5

2,2

3,6

7,1

3,7

3,6

3,9

2,6

3,9

6,5

5,9

6,2

6,4

1,6

3,8

3,8

1,6

2,1

2,9

1,6

4,0

3,5

4,3

15,7

5,5

3,0

3,7

4,4

2,0

1,8

4,5

1,0

1,3

1

2

5

4

20

7

3

6

8

10

9

12

21

14

11

29

15

13

23

27

16

17

24

22

18

19

25

26

30

32

31

Index-Punkte Kundenorientierung

533

532

515

516

433

508

520

510

484

473

484

464

428

457

468

378

456

459

418

390

442

437

414

425

436

434

407

403

375

368

Besuche je Einwohner

3,1

3,5

4,2

3,4

2,6

3,0

4,3

4,0

3,7

2,2

3,9

2,6

2,4

2,6

2,9

1,3

3,3

2,3

2,5

2,1

2,3

2,3

1,6

2,3

2,8

2,3

2,9

2,0

1,3

2,4

virtuelle Besuche je Einwohner

3,5

4,2

1,9

1,8

0,5

2,4

1,7

2,5

1,1

1,1

1,1

1,2

0,8

2,4

0,4

1,2

0,4

0,8

0,9

1,1

1,1

0,9

0,8

1,5

0,5

1,4

1,6

1,0

Entleihungen je Einwohner

12,0

10,5

10,4

12,8

6,1

10,7

11,8

12,5

11,1

10,6

9,8

11,4

5,2

8,6

9,0

4,6

8,4

9,2

5,9

4,9

6,5

9,3

4,7

5,6

5,0

7,9

6,8

5,1

3,0

Umschlagsquote

6,9

6,1

5,2

6,2

5,3

6,6

5,2

4,9

4,9

6,2

4,8

4,5

5,7

5,6

4,9

4,4

5,0

6,2

5,0

4,2

5,9

4,9

5,8

5,4

5,0

5,2

3,3

4,0

Jahresöffnungsstunden pro 1000 EW

30

47

73

40

37

32

66

50

53

37

58

66

23

36

44

34

31

34

25

25

25

32

24

29

37

35

34

Zahl der Standorte im System

1

5

4

3

1

1

5

4

6

3

4

2

1

2

4

3

1

2

1

1

1

2

1

1

1

1

Rang Wirtschaftlichkeit

19

7

21

16

24

8

1

15

13

14

12

30

9

23

2

39

11

5

10

4

26

33

18

3

6

Index-Punkte Wirtschaftlichkeit

122

137

118

125

113

131

150

125

126

126

127

95

131

113

148

2

128

145

129

146

109

91

123

147

Medienetat je Entleihung in Euro

0,19

0,24

0,31

0,23

0,36

0,22

0,20

0,23

0,20

0,21

0,26

0,18

0,36

0,21

0,19

0,78

0,26

0,17

0,39

0,21

0,28

0,27

0,21

Mitarbeiterstunden je Öffn.stunde

18,8

9,5

10,2

13,8

11,4

15,1

7,7

12,3

11,0

9,9

9,8

11,8

12,5

14,6

9,3

9,3

15,8

10,6

11,3

11,0

14,7

16,1

Besuche je Öffnungsstunde

103,9

75,2

56,9

84,9

70,6

94,6

65,8

79,6

71,1

59,9

66,5

39,5

104,8

71,4

65,5

38,6

106,6

68,6

96,6

86,1

91,4

laufende Ausgaben je Besuch (Euro)

5,64

4,63

4,49

5,30

4,58

4,84

3,69

5,49

5,85

5,43

4,95

7,95

4,04

5,96

3,63

10,49

4,89

3,98

3,71

3,97

4

8

11

9

2

13

35

31

17

6

25

32

3

18

26

1

30

21

7

Index-Punkte Entwicklung

323

300

285

297

390

281

225

233

266

303

243

232

350

264

239

488

234

252

Erneuerungsquote (%)

14,9

13,3

12,6

13,6

19,9

11,9

9,0

9,1

8,4

13,0

10,4

9,1

16,6

11,6

9,6

22,5

9,7

Fortbildungsquote (%)

1,1

1,8

1,1

0,7

0,3

2,3

0,6

1,7

0,7

3,4

0,1

1,4

1,9

0,4

1,4

0,3

Investitionen je Einwohner (Euro)

6,43

1,77

2,18

0,73

0,58

1,14

0,17

0,24

66,09

0,23

0,14

0,58

0,18

0,16

0,19

75,94

Index-Punkte gesamt

Veranstaltungen/ Programme je 1.000 EW

Rang Kundenorientierung

Rang Entwicklung

Ma xim um

Min imu m

55.354 59.015 61.844 76.529 52.923 68.704 71.711 62.136 58.812 55.963 50.159 65.159 88.335 52.776 80.692 72.758 73.028 64.302 66.015 55.871 70.962 51.497 80.838 98.952

1

Rang gesamt

Mit telw ert

StB Me erb usc h StB Sch wä bis ch Gm StB ünd Kem pte n StB Rhe ine StB Ibb enb üre n StB Asc haf fen bur StB g Din slak en StB Ber ghe im/ Erft StB kre Lan is gen feld /Rh StB ein Hat lan ting d en StB Cux hav en Reg BN eub ran den StB bur Han g au StB Wo lfen büt tel StB Vill ing enSch we StB nni Bay nge reu n th StB Det mo ld StB We ima r StB Her ford StB Eus kirc hen StB Lip pst adt StB We tzla r StB Wil hel ms hav en StB Wit ten

BIX ERGEBNISSE 2011

Stu Reg BF ran kfu rt ( StB Od Kon er) sta nz StB Gla dbe ck StB Bam ber g

StB Ros enh eim StB Tüb ing en StB Lud wig sbu rg StB Wa ibli nge n StB No rdh orn StB Aal en

StB Her ten StB Göp pin gen StB No rde rste dt StB Ess ling en/ Nec StB kar Hild en

TABELLE 4 Bibliotheken in Städten mit 50.000 bis 100.000 Einwohnern

1.033

768

1.234

190

224

161

320

1,0

1,8

1,5

0,7

2,5

11,8

13,5

15,5

24,6

6,9

44,6

0,12

0,14

0,12

0,17

0,21

0,11

0,40

0,13

0,20

0,22

0,26

0,11

0,40

0,11

1,02

4

4

4

5

6

3

5

3

6

6,2

1,5

3,2

1,2

0,7

0,9

1,7

3,7

0,7

15,7

35

28

34

36

33

37

38

39

371

364

381

364

363

364

358

341

315

430

315

533

2,1

1,2

2,2

1,5

1,2

1,1

1,2

1,3

2,0

2,5

1,1

4,3

0,5

0,6

0,9

0,2

0,5

0,6

0,7

0,8

1,2

0,2

4,2

4,6

3,9

3,4

6,2

4,7

3,2

3,5

3,4

3,1

3,3

7,2

3,0

12,8

4,5

3,2

3,4

4,4

3,3

3,9

4,3

4,4

4,0

3,2

1,8

4,8

1,8

6,9

42

31

41

38

21

29

24

26

24

25

19

44

36

19

73

1

3

1

2

2

1

1

1

1

1

1

1

5

1

6

22

38

32

28

25

37

35

27

31

17

29

34

36

20

144

115

50

92

104

111

77

85

108

94

123

99

89

84

120

113

2

150

0,19

0,20

0,22

0,50

0,38

0,22

0,28

0,53

0,50

0,24

0,29

0,14

0,26

0,28

0,42

0,29

0,29

0,14

0,78

12,0

10,1

9,0

12,1

19,1

8,4

9,8

11,6

10,5

7,3

15,6

12,8

8,4

9,7

11,1

12,6

7,6

11,6

7,3

19,1

71,5

66,3

78,9

76,6

66,8

85,7

48,2

42,1

58,9

56,6

54,7

74,0

65,1

45,0

44,0

47,6

70,2

46,5

69,1

38,6

106,6

6,56

7,32

5,40

4,11

4,77

6,36

8,24

6,86

7,22

5,44

5,73

6,50

6,06

7,48

6,68

7,25

7,77

6,87

4,86

5,77

3,63

10,49

5

15

23

16

22

27

28

20

19

12

37

14

10

38

24

36

33

29

34

39

302

309

270

244

269

250

238

234

260

263

283

199

272

290

160

243

217

231

234

225

143

265

143

488

10,8

13,9

14,1

11,6

10,1

10,9

10,6

9,0

9,1

11,0

10,9

12,0

7,5

10,4

13,2

4,7

9,9

8,3

9,4

9,5

8,8

3,7

11,1

3,7

22,5

0,4

0,4

0,9

1,4

1,4

0,9

2,9

0,8

2,6

2,0

1,4

2,1

2,7

0,2

1,3

0,7

0,8

1,4

1,2

0,3

0,9

0,9

0,6

1,2

0,1

3,4

0,12

0,05

0,03

0,49

0,51

0,10

0,82

0,20

1,00

0,02

0,44

0,33

0,00

0,04

28,96

0,17

0,04

0,05

0,03

1,11

0,30

2,47

0,10

4,98

0,00

75,94

Informationen zur Zieldimension W ­ irtschaftlichkeit im BIX-ÖB Die Zieldimension Wirtschaftlichkeit stellt die Verknüpfung von Auftragserfüllung und Kundenorientierung dar: Wie verhalten sich Ausgaben und Leistungen zueinander? Bibliotheken sind NonProfit-Einrichtungen und arbeiten nicht kostendeckend. Sie sind aber sehr wohl verpflichtet, die zur Verfügung gestellten Ressourcen ihrem Auftrag gemäß so effizient wie möglich einzusetzen. Es gilt also ausdrücklich nicht, dass nur eine billige Bib­liothek eine gute Bibliothek sei! Ziel ist es vielmehr, dass Ausstattung, Ressourcenverwendung und Nutzung durch die Kunden in einem optimalen Verhältnis zueinander stehen. Die Erhebung der Kennzahlen bezogen auf Finanzdaten kann erst optimal gelöst werden, wenn die unterschiedlichen Entwicklungen bezogen auf Haushaltsführung nach Kameralistik oder Doppik, Budgetierung und Neue Steuerungsmodelle vollzogen sind. Es ist daher wichtig, die unterschiedlichen Regelungen in den Kommunen in Bezug auf innere Verrechnungen, Investitionen oder kalkulatorische Kosten bei der Interpretation der BIX-Ergebnisse stets zu berücksichtigen. Die BIX-Indikatoren werden aber laufend optimiert. So wirken sich schon seit dem BIX 2008 nur noch die laufenden Ausgaben je Besuch in Euro auf die Zieldimension Wirtschaftlichkeit aus. Einmalige Investitionen hingegen, z.B. bedingt durch den Bau eines neuen Gebäudes, schlagen sich nicht negativ in diesem Bereich nieder, sondern fließen positiv in die Zieldimension Entwicklung ein. Bitte beachten Sie: die Werte der einzelnen Indikatoren sind in der Regel über die Jahre hinweg vergleichbar – nicht jedoch die Rangplätze der Bibliothek im Ranking!


ÖFFENTLICHE BIBLIOTHEKEN Informationen zur Zieldimension Entwicklung im BIX-ÖB

Informationen zur Indexberechnung im BIX-ÖB

BIX ERGEBNISSE 2011

TABELLE 5 Bibliotheken in Städten mit über 100.000 Einwohnern

In der Zieldimension Entwicklung wird abgefragt, ob ausreichende Potenziale für die notwendigen Veränderungen vorhanden sind - sowohl beim Personal, als auch in der Bestandsentwicklung und der finanziellen Ausstattung. Damit nähern sich der BIX für Öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken weiter an.

Informationen zur Gewichtung der Indikatoren im BIX-ÖB Die einzelnen Indikatoren fließen in unterschiedlicher Gewichtung in die Indexberechnung ein – abhängig von ihrer Aussagegüte. In der folgenden Übersicht werden in den Angaben in Klammern die unterschiedlichen Gewichtungsfaktoren aufgeführt. Erkennbar ist dabei, dass die Indikatoren in den Zieldimensionen Auftragserfüllung und Kundenorientierung teilweise deutlich stärker gewichtet werden – d.h. diese Werte beeinflussen das Gesamtergebnis in weitaus höherem Maße als die Indikatoren der Zieldimensionen Wirtschaftlichkeit und Entwicklung. Gewichtungen mit einem negativen Vorzeichen bezeichnen einen sogenannten negativen Zusammenhang, d.h. hier gilt die Bewertung „je weniger, desto besser“ – im Gegensatz zu den anderen Indikatoren.

Auftragserfüllung (Quantität) • Medien je Einwohner (1,0) • Publikumsfläche in qm je 1.000 Einwohner (0,5) • Mitarbeiter je 1.000 Einwohner (1,0) • Computerangebot in Stunden je Einwohner (0,5) • Internet-Services (0,5) • Veranstaltungen und Programme je 1.000 Einwohner (0,5)

Kundenorientierung (Qualität) Besuche je Einwohner (1,5) Virtuelle Besuche je Einwohner (0,5) Entleihungen je Einwohner (1,0) Umschlag (1,5) Jahresöffnungsstunden pro 1.000 Einwohner (1,0)

Wirtschaftlichkeit • Medienetat je Entleihung in Euro (-0,5) • Mitarbeiterstunden je Öffnungsstunde (-0,5) • Besuche je Öffnungsstunde (0,5) • Laufende Ausgaben je Besuch in Euro (-0,5)

Entwicklung Erneuerungsquote (1,5) • • Fortbildungsquote (0,2) • Investitionen je Einwohner in Euro (0,2)

StB Ber linTre pto w-K öpe StB nic Bre k me rha ven StB Off enb ach /M ain StB Ma nnh eim

StB Ber linTem pel hof -Sc StB hön Hal ebe le ( rg Saa le) StB Ber linMa rza hnHel StB lers Bie dor lefe f ld

StB Rec klin gha use n Mit telw ert

StB Aac hen

Leb .Bib Bot tro p StB Kob len z

StB Kas sel

StB Dar ms tad t StB Sol ing en

StB Aug sbu rg

StB Ber linLic hte nbe rg StB Wo lfsb urg

StB Han nov er

520.936 103.363 253.539 121.237 267.121 142.629 158.658 319.841 335.692 230.831 249.515 325.623 242.266 113.840 119.734 311.680 193.112 117.352 106.742 245.141 120.036

1.019

785

1.217

170

220

170

278

1,2

0,6

1,2

0,6

2,0

18,5

20,1

8,9

20,3

8,9

31,7

0,16

0,26

0,19

0,11

0,22

0,11

0,36

0,25

0,20

0,30

0,29

0,09

0,37

0,09

0,77

4

3

3

6

6

6

5

3

6

2,5

6,7

6,4

4,3

2,4

2,1

1,9

4,2

0,9

14,2

27

30

29

32

31

28

33

34

401

384

367

372

361

362

373

348

290

433

290

549

2,4

1,8

2,4

2,4

1,8

1,2

1,4

1,5

0,8

2,5

0,8

3,9

0,5

0,3

0,5

0,7

1,5

0,3

3,8

4,2

3,3

3,6

4,4

3,9

1,8

6,3

1,8

11,8

3,5

3,4

3,2

4,2

3,4

3,4

3,0

5,0

3,0

7,2

24

38

47

43

28

63

15

15

40

15

87

10

2

3

15

8

3

8

8

2

1

23

15

11

29

24

23

22

33

32

31

34

120

126

133

88

103

105

106

64

77

80

51

116

51

164

0,19

0,26

0,27

0,20

0,30

0,39

0,34

0,29

0,44

0,20

0,24

0,48

0,27

0,13

0,50

11,5

10,1

10,0

9,1

6,1

18,5

11,2

8,8

9,3

11,6

8,2

25,8

14,4

12,1

6,1

25,8

68,0

53,5

38,8

64,0

58,1

38,1

75,4

61,8

50,7

42,6

43,9

22,5

101,3

57,3

71,3

22,5

153,3

5,84

4,94

4,96

7,83

5,56

4,72

4,85

6,48

5,06

5,86

5,93

7,95

10,33

7,33

8,61

5,74

3,65

10,33

32

18

21

20

14

17

23

31

25

24

30

19

6

34

33

8

278

203

240

238

238

251

240

237

207

234

234

223

240

285

184

188

274

250

184

388

8,8

12,4

7,7

9,9

9,7

9,8

10,7

9,5

9,5

7,7

9,4

8,8

8,8

10,1

12,8

6,4

6,7

12,3

10,5

6,4

19,4

1,5

1,7

0,7

0,5

0,7

0,9

0,8

0,8

1,9

1,2

0,9

0,8

2,7

0,8

0,3

0,9

0,3

0,5

0,1

1,1

0,1

2,9

0,22

0,18

0,29

0,00

0,00

0,07

0,00

0,00

0,00

0,48

0,00

1,45

0,11

0,82

0,21

0,05

0,14

0,09

0,62

0,42

0,00

3,55

StB Bon n

StB Hild esh eim

StB Fre ibu rg/ Bre isg au

StB Lin z

StB Bas el

StB Pfo rzh eim

StB Pad erb orn

StB Ber linMit te StB Hei lbro nn

StB Göt ting en

StB Mü nst er

222.422

Ma xim um

Bitte beachten Sie: die Werte der einzelnen Indikatoren sind in der Regel über die Jahre hinweg direkt vergleichbar – nicht jedoch die Rangplätze der Bibliothek im Ranking!

Einwohner 517.168 134.616 240.767 382.906 276.584 120.572 332.100 122.415 144.067 116.323 191.371 189.845

1

2

3

4

5

6

7

8

9

9

11

12

12

14

15

16

17

17

19

20

21

22

23

24

25

26

27

28

28

30

31

32

33

34

1.217

1.183

1.166

1.161

1.146

1.135

1.124

1.100

1.085

1.085

1.066

1.062

1.062

1.050

1.046

1.040

1.013

1.013

1.007

1.002

997

985

978

970

965

959

921

915

915

899

888

863

828

785

3

14

6

30

11

12

4

5

21

7

15

10

26

1

32

8

2

27

13

25

31

19

24

20

28

16

17

23

18

29

33

9

22

34

Index-Punkte Auftragserfüllung

267

221

248

190

226

224

265

248

213

244

218

227

205

278

182

243

270

201

224

209

189

215

210

213

199

217

216

211

215

192

176

228

211

Medien je Einwohner

1,5

1,6

1,2

1,1

1,0

1,4

1,6

2,0

1,0

1,8

1,3

1,2

1,1

1,7

1,2

1,2

2,0

0,9

1,7

0,9

1,0

0,9

1,1

1,3

1,0

1,3

1,2

1,0

1,2

1,0

0,8

1,3

Publikumsfläche in qm je 1.000 EW

15,7

21,2

26,5

16,0

19,2

19,6

20,5

25,4

26,4

24,1

19,1

21,3

12,2

23,6

17,0

18,7

31,7

15,7

26,5

21,5

26,7

13,8

13,0

17,3

19,2

23,0

24,6

13,3

29,6

20,0

21,8

Mitarbeiter je 1.000 Einwohner (VZÄ)

0,34

0,20

0,27

0,18

0,23

0,20

0,27

0,22

0,19

0,22

0,23

0,28

0,18

0,36

0,14

0,22

0,33

0,14

0,22

0,18

0,17

0,21

0,19

0,17

0,16

0,21

0,22

0,22

0,21

0,20

Computerangebot: Stunden je EW

0,40

0,38

0,75

0,21

0,67

0,43

0,43

0,49

0,38

0,54

0,38

0,22

0,25

0,48

0,31

0,77

0,30

0,47

0,31

0,46

0,15

0,49

0,43

0,21

0,23

0,30

0,29

0,28

0,33

Internet-Services (Anzahl von 0-6)

6

5

6

4

6

6

6

6

6

6

5

6

6

6

4

6

6

6

5

6

4

5

6

6

6

5

5

6

10,6

3,4

3,7

3,1

2,6

3,1

14,2

3,0

1,9

3,4

3,2

1,7

2,9

8,6

0,9

7,9

4,4

3,2

2,4

2,7

3,1

7,4

2,2

5,9

2,0

5,5

3,3

2

1

3

4

5

6

9

7

13

12

8

11

10

15

19

14

22

25

16

17

18

21

20

26

23

24

Index-Punkte Kundenorientierung

546

549

505

497

493

490

473

483

453

457

481

466

469

447

437

449

414

401

443

438

438

415

416

397

403

Besuche je Einwohner

3,3

3,4

3,0

2,8

3,5

2,8

3,2

3,5

3,0

3,6

3,9

2,3

3,2

2,9

2,5

2,5

3,0

2,0

2,6

1,6

2,4

2,0

1,4

2,2

2,0

virtuelle Besuche je Einwohner

2,9

2,0

1,9

2,1

2,9

3,8

1,0

1,6

0,9

1,5

1,6

0,9

2,1

Entleihungen je Einwohner

10,5

11,8

8,6

7,7

6,5

8,6

8,4

9,4

5,4

8,6

6,9

6,5

6,9

7,9

6,6

6,7

6,0

5,0

8,2

6,0

5,4

5,0

5,3

5,5

4,9

4,8

5,2

3,6

Umschlagsquote

7,1

7,2

7,2

6,8

6,6

6,2

5,3

4,7

5,3

4,8

5,4

5,6

6,0

4,6

5,6

5,7

3,0

5,3

5,0

6,9

5,2

5,4

4,9

4,4

4,8

3,8

4,2

Jahresöffnungsstunden pro 1000 EW

65

48

28

49

35

32

51

28

57

30

51

87

28

56

16

42

81

18

32

16

35

37

37

34

34

64

Zahl der Standorte im System

23

5

4

16

7

4

11

4

7

4

8

11

5

20

1

4

14

5

6

1

10

8

6

6

9

Rang Wirtschaftlichkeit

13

3

14

30

6

9

7

5

16

4

28

20

2

27

1

21

25

10

8

19

12

18

26

17

Index-Punkte Wirtschaftlichkeit

131

152

126

87

138

135

137

142

122

143

94

112

154

94

164

111

101

134

136

115

132

118

100

Medienetat je Entleihung in Euro

0,15

0,20

0,16

0,43

0,28

0,21

0,18

0,27

0,35

0,29

0,50

0,15

0,25

0,24

0,17

0,26

0,33

0,29

0,13

0,13

0,23

0,24

Mitarbeiterstunden je Öffn.stunde

10,6

8,1

20,1

7,0

12,7

11,9

10,3

15,8

6,6

14,7

9,5

6,5

12,7

12,8

17,4

10,7

8,1

14,8

13,1

22,3

9,7

Besuche je Öffnungsstunde

51,4

71,3

109,7

57,3

99,3

87,6

61,8

126,5

53,0

119,9

76,8

26,2

117,3

52,1

153,3

58,2

37,1

109,0

80,1

98,3

laufende Ausgaben je Besuch (Euro)

4,99

3,76

5,49

7,81

4,07

5,23

4,67

4,14

4,45

3,78

5,73

7,55

3,65

7,55

4,11

6,18

5,82

4,20

5,58

9

12

4

1

3

5

15

29

2

16

10

13

26

27

11

22

28

7

Index-Punkte Entwicklung

272

262

287

388

289

286

249

227

298

241

272

258

233

230

262

238

228

Erneuerungsquote (%)

11,6

11,2

12,2

19,4

12,6

12,6

10,4

8,9

13,5

10,2

12,1

10,9

9,2

9,1

11,4

9,5

Fortbildungsquote (%)

1,9

1,0

2,9

0,7

2,1

1,4

1,0

1,0

1,2

0,2

0,4

1,3

1,5

1,2

0,6

Investitionen je Einwohner (Euro)

0,41

0,89

0,19

3,55

0,02

0,88

0,55

1,33

0,12

0,04

1,23

0,04

0,37

0,03

0,03

Rang gesamt Index-Punkte gesamt

Rang Auftragserfüllung

Veranstaltungen/ Programme je 1.000 EW

Rang Kundenorientierung

Rang Entwicklung

Zieldimensionen und Indikatoren bilden ein Indexsystem, das in Zusammenarbeit mit dem infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft im Rahmen einer Sekundäranalyse entwickelt und getestet wurde. Basis dieser Analyse bildeten die Ergebnisse zweier Projekte der Bertelsmann Stiftung zur Leistungsmessung, an denen sich insgesamt fast 170 Bibliotheken beteiligten. Min imu m

Die vier vorgestellten Zieldimensionen Auftragserfüllung, Kundenorientierung, Wirtschaftlichkeit und Entwicklung stehen in unterschiedlich starker Abhängigkeit zueinander. Wie nun aus den Indikatoren dieser Zieldimensionen die Rangplätze ermittelt werden, stellen wir Ihnen in den Erläuterungen zur Gewichtung der Indikatoren sowie der Indexberechnung vor.

StB Zür ich

Zusammen mit der Erneuerungsquote und dem Indikator Investitionen je Einwohner in Euro bietet der BIX Hinweise auf die Wachstumsfähigkeit einer Bibliothek. Die Erneuerungsquote belegt die kontinuierliche Aktualisierung des Medienbestands als dem wichtigsten Kapital der Bibliothek. Kommen einer Bibliothek nicht regelmäßig Investitionen zugute, sinkt mittelfristig ihre Attraktivität und Leistungsfähigkeit.

StB Dre sde n

Der BIX bildet die Fortbildungsquote ab, denn diese lässt Rückschlüsse auf die Entwicklung des Biblio­ theksteams zu. So ist eine hohe Fortbildungsquote z.B. auf konzentrierte Schulungsmaßnahmen bei Einführung einer neuen EDV oder von Internetangeboten zurückzuführen. Sie weist auf eine hohe Motivation und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter hin.

StB Reg ens bur g StB Che mn itz

Die Grundlage des BIX bilden die vier vorgestellten Zieldimensionen Auftragserfüllung, Kundenorientierung, Wirtschaftlichkeit und Entwicklung, denen jeweils drei bis sechs Indikatoren zugeordnet sind.

1,4

0,6

2,3

0,8

0,7

Aus diesem umfangreichen, in der Praxis getesteten Instrumentarium zur Leistungsmessung wurden hoch korrelierende Indikatoren herausgefiltert, d.h. diejenigen Indikatoren, die hinsichtlich der jeweiligen Zieldimension eine besonders hohe Erklärungskraft aufweisen. Mit Hilfe einer multivariaten statistischen Analyse der Einflüsse wurde eine Verdichtung der Daten auf wenige zentrale Messgrößen erreicht, die einen schnellen Überblick ermöglichen. Dies kommt der Lesbarkeit und dem Verständnis entgegen und eröffnet die Möglichkeit für ein umfassendes Benchmarking zwischen sehr vielen Bibliotheken. Abhängig von ihrer Aussagegüte fließen die ausgewählten Indikatoren in unterschiedlicher Gewichtung in den Index ein. Insgesamt werden die Indikatoren in den Zieldimensionen Auftragserfüllung und Kundenorientierung deutlich stärker gewichtet und bestimmen so den Gesamtrangplatz entscheidend. Die Berechnung des BIX erfolgt in mehreren Stufen. Ein nachvollziehbarer summativer Index ist das Ergebnis. Er liefert sowohl für die Zieldimensionen Auftragserfüllung, Kundenorientierung, Wirtschaftlichkeit und Entwicklung als auch für die einzelnen ausgewählten Indikatoren ein Leistungsergebnis der jeweiligen Bibliothek. Da die Ausgangswerte aufgrund der unterschiedlichen Rechen- und Zähleinheiten jedoch nicht einfach addiert werden können, ist zunächst eine sogenannte Standardisierung erforderlich. Dabei werden die Werte, die in den Index eingehen, auf ein einheitliches Zahlenformat („Punktwerte“) transformiert. Die Unterschiede zwischen den Ergebnissen einzelner Bibliotheken bleiben erhalten. Die Index- oder „Punkt“- Werte einer Bibliothek ergeben sich also aus ihrer Position im Verhältnis zu allen anderen Bibliotheken. Für jede Zieldimension wird ein eigener Punktwert ermittelt. Im letzten Schritt schließlich wird das Gesamtergebnis ermittelt. Dies errechnet sich aus der einfachen Addition der Punktwerte für jede der vier Zieldimensionen Auftragserfüllung, Kundenorientierung, Wirtschaftlichkeit und Entwicklung. Da pro Dimension unterschiedlich viele Punkte vergeben werden, lässt sich der Gesamtrang einer Bibliothek nicht aus ihren Einzelrängen in den vier Zieldimensionen ableiten. Die Resultate liegen auf einer Skala zwischen 0 und 1.500 Punkten. Die Rangfolge der Bibliotheken ergibt sich aus dem erreichten Punktergebnis – jeweils innerhalb einer Größenkategorie. Beim BIX werden stets die aktuellen jährlichen Mittelwerte für die Indexberechnung verwendet. Dies bedeutet: die Werte der einzelnen Indikatoren sind in der Regel über die Jahre hinweg vergleichbar – nicht jedoch die Rangplätze der Bibliothek im Ranking! Auch wenn die Daten einer Bibliothek konstant geblieben sind, kann sich ihr Rangplatz dadurch verschieben, dass sich die Werte der anderen Bibliotheken verändert haben oder dass andere Bibliotheken ausgeschieden oder neu dazugekommen sind.


WISSENSCHAFTLICHE BIBLIOTHEKEN

HS BA mb erg -We ide n HS BM ann hei m HS BA lbs tad t-Si gm arin HS gen BO ffen bur g FHB Dre sde n HB FH/ PH Reu tlin gen FHB Ess ling en/ Nec kar

FHB Osn abr ück FHB Sen ften ber g HS BE md en/ Lee r FHB Fur twa nge n FHB Reg ens bur g HA WK FH Hild esh eim FHB Han nov er PH Fre ibu rg

HS BW ilhe lms hav en/ HB Old HA enb WH urg am /El bur sfle g th HS BO stw est fale n-L ipp HS e BW ein gar ten HS BB rau nsc hw eig /W Mit olfe telw nbü ert ttel Min imu m

Zur besseren Vergleichbarkeit teilen sich die wissenschaftlichen Bibliotheken in drei Kategorien auf: In Tabelle 6 sind die Ergebnisse der Bibliotheken von Hochschulen und Pädagogischen Hochschulen, in den Tabellen 7 und 8 die der ein- und zweischichtigen Universitätsbibliotheken dargestellt. Die Kategorisierung der Bibliotheken ist allerdings in einzelnen Fällen nicht ganz trennscharf möglich. So gibt es Hochschulbibliotheken, deren Zentralbibliotheken den Hauptteil des Services leisten und daher als einschichtig eingestuft werden, obwohl es darüber hinaus noch wenige kleine selbstständige Institutsbibliotheken gibt. Eine weitere Besonderheit betrifft die am BIX teilnehmenden Pädagogischen Hochschulen: Sie sind neben der Versorgung der Hochschule selbst auch für weitere Hochschulen oder Fakultäten zuständig. Die in den Tabellen enthaltenen Punktwerte, die den Bibliotheken jeweils zugeordnet wurden, machen einen Vergleich zwischen Bibliotheken unterschiedlicher Kategorien möglich. Vergleicht man die Punkzahlen miteinander, erhält man Aufschluss darüber, wie die einzelnen Bibliotheken im Vergleich zu denen anderer Kategorien abgeschnitten haben. Vergleichbar zum BIX für Öffentliche Bibliotheken werden die Leistungen jeder einzelnen Bibliothek in vier Zieldimensionen abgebildet: Angebote, Nutzung, Effizienz und Entwicklung. Jeder Dimension werden vier bis fünf Indikatoren zugeordnet. Zur Erhebung der Nutzerzufriedenheit ist es beabsichtigt, den Bibliotheken ein kostengünstiges, einfaches und standardisiertes Instrument für eine Kundenbefragung zur Verfügung zu stellen.

primäre Nutzer

3.021

4.507

1.896

4.338

2.927

5.278

2.984

3.562

5.890

5.707

6.280

16.334

8.276

3.897

4.281

4.986

7.576

5.629

7.939

5.248

6.630

14.176

5.401

6.348

9.501

Rang gesamt

1

2

3

4

5

5

7

8

9

10

11

12

13

14

15

16

17

18

19

19

21

22

23

24

25

26

Index-Punkte gesamt

933

884

849

828

770

770

740

732

728

721

716

708

687

686

669

652

650

649

648

648

642

626

623

562

537

454

Rang Angebote

2

7

4

25

11

1

19

22

13

12

10

24

5

16

18

6

3

8

21

20

15

9

23

14

17

26

Index-Punkte Angebote

161

138

151

100

130

201

111

105

127

128

133

100

144

119

114

138

153

137

106

109

124

133

101

125

118

m² Benutzungsbereich pro 1.000 prim. Nutzer

357,9

397,2

396,7

138,7

291,6

410,0

188,5

292,9

103,3

313,1

255,5

168,8

230,1

297,0

485,5

354,4

218,8

445,1

410,9

346,5

494,3

314,6

240,8

268,5

Bibliothekspersonal (VZÄ) pro 1.000 prim. Nutzer

1,3

3,6

1,9

1,7

2,5

2,3

1,3

1,7

1,6

1,9

2,1

1,2

1,5

2,0

3,5

2,1

2,1

2,9

2,5

2,1

4,0

2,8

1,8

2,5

Ausgaben f. Literatur/Information pro 1.000 p.N. in € Anteil Ausgaben für elektron. Bestände in %

87.747 99.677 125.477 46.972 54.970 67.118 46.170 52.263 78.227 76.063 73.086 51.449

HS BM ünc hen

HTW GK ons tan z FHB Me rse bur g HS BH eilb ron n FHB St. Pöl ten FHB Wil dau

4.286

Informationen zu den Tabellen des BIX-WB

Ma xim um

BIX ERGEBNISSE 2011

TABELLE 6 Hochschulbibliotheken

6.035

1.896

16.334

697

454

933

85

127

85

201

353,0

261,3

309

103

494

2,2

2,1

2,2

1,2

4,0

49.578 79.250 30.457 86.138 46.888 58.272 52.225 47.001 46.241 59.034 43.794 67.033 39.829 54.384 62.282 30.457 125.477

51,2

31,3

40,3

28,9

36,3

28,7

43,3

21,3

47,7

34,6

33,3

34,2

35,2

22,8

21,9

42,9

55,7

22,2

23,6

23,2

20,6

37,5

23,7

34,3

30,1

17,0

32,4

17,0

55,7

Längste Öffnungsstunden pro Woche

76

45

60

57

62

168

47

65

54

60

73

50

103

69

47

51

71

81

43

60

51

58

60

56

61

42

64

42

168

Zahl der enthaltenen Standorte

1

1

3

1

1

2

1

2

2

2

1

2

3

2

2

2

3

2

5

4

1

3

6

3

1

4

1

6

Rang Nutzung

3

14

2

5

4

15

13

1

20

8

16

12

18

6

7

21

9

10

22

23

17

25

19

11

24

26

Index-Punkte Nutzung

227

181

245

225

226

169

181

270

153

205

166

185

160

223

222

153

202

190

138

127

163

90

160

187

105

72

178

72

270

Bibliotheksbesuche pro prim. Nutzer

28

10

26

28

29

25

25

18

29

34

18

23

22

22

36

63

17

27

36

32

22

25

4

14

26

4

63

Virtuelle Besuche (Sessions) pro p.N.*

43

18

52

26

27

43

29

31

40

24

26

19

40

11

21

23

27

29

11

52

Schulungsteilnahmen pro 1.000 p. N.

581

829

547

534

320

376

239

821

355

319

262

Sofortige Medienverfügbarkeit für d. Ausleihe in %

89,7

79,1

86,5

94,8

94,1

84,8

89,8

86,8

83,3

94,9

1

22

5

2

17

3

4

25

10

Index-Punkte Effizienz

364

154

256

297

178

275

264

146

laufende Ausgaben pro akt. Nutzer in € (negat. Gewicht.)

156

303

187

153

187

230

118

Verhältnis Erwerbungsausgaben / Personalausgaben in %

159

64

140

73

65

58

Prozesseffizienz Medienbearbeitung (Fälle / VZÄ)

8.169

2.257

4.132

1.828

2.539

8.852

Beim BIX werden stets die aktuellen jährlichen Mittelwerte für die Indexberechnung verwendet. Dies bedeutet: die Werte der einzelnen Indikatoren sind in der Regel über die Jahre hinweg vergleichbar – nicht jedoch die Rangplätze der Bibliothek im Ranking! Auch wenn die Daten einer Bibliothek konstant geblieben sind, kann sich ihr Rangplatz dadurch verschieben, dass sich die Werte der anderen Bibliotheken verändert haben oder dass Bibliotheken ausgeschieden oder neu dazugekommen sind.

Prozesseffizienz Aus- und Fernleihe (Fälle / VZÄ)

37.883 13.705 18.873 115.395 19.010 19.349 42.228 18.401 15.665 32.316 32.182 47.461

Auch hier gilt es zu berücksichtigen, dass individuelle Rahmenbedingungen die Ergebnisse einzelner Bibliotheken beeinflussen können. So wirken sich z.B. EDV-Umstellungen, ein verringerter Medienetat, der ausschließlich für elektronische Ressourcen ausgegeben wird oder Umbau- und Sanierungsmaßnahmen temporär sowohl auf die Finanz- als auch auf die Leistungsdaten der Bibliotheken aus.

Seit 2008 ist der Indikator „elektronische Nutzung“ fester Bestandteil des BIX-Indikatorensets für wissenschaftliche Bibliotheken. Während das Grundprinzip der Zählung konstant bleibt, ändern sich die technischen Rahmenbedingen und erfordern immer wieder eine Anpassung der Zählweise. 2010 wurde das bisherige Verfahren von aktuellen Internet-Browsern nicht mehr unterstützt und musste daher umgestellt werden. Das Gesamtniveau der Ergebnisse weicht deshalb gegenüber dem des Vorjahres um etwa 25% nach unten ab. Dies bedeutet, dass die Werte im BIX 2011 aufgrund der veränderten Zählweise nicht mit den Werten der Vorjahre vergleichbar sind. Die Berechnung des BIX-WB ist ist an den BIX für Öffentliche Bibliotheken angelehnt. Die Indikatorenwerte werden in Punkte – die so genannten Indexwerte – umgerechnet, so dass für jede Zieldimension ein Punktwert ermittelt wird. Im Gegensatz zum BIX-ÖB werden jedoch im BIX-WB alle Zieldimensionen und Indikatoren gleich gewichtet, da aufgrund des Datenmaterials derzeit keine Aussagen zu Gewichtungen möglich sind. Das Gesamtergebnis einer Bibliothek errechnet sich aus der einfachen Addition der Punktwerte für jede der vier Zieldimensionen Angebote, Nutzung, Effizienz und Entwicklung. Da pro Dimension unterschiedlich viele Punkte vergeben werden, lässt sich der Gesamtrang nicht aus den Einzelrängen in den vier Zieldimensionen ableiten! Die Resultate liegen auf einer Skala zwischen 0 und 2.000 Punkten.

Rang Effizienz

22

40

14

264

178

522

382

142

475

163

155

237

357

252

104

186

188

97

342

97

829

83,7

90,1

88,6

92,4

92,6

92,7

82,5

90,0

86,7

80,5

79,3

71,0

94,2

91,6

80,7

72,5

86,6

71,0

94,9

11

6

8

9

12

26

13

21

19

20

14

16

7

15

23

24

18

240

225

255

251

241

222

108

222

168

178

171

220

191

255

196

150

150

178

214

108

364

301

175

194

186

120

142

161

275

193

206

163

168

116

349

174

126

205

237

187

193

116

349

83

72

130

78

80

100

81

95

19

112

55

70

42

68

31

67

51

64

40

63

75

19

159

4.711

1.110

3.737

3.838

5.488

2.902

4.832

3.084

1.284

3.678

3.005

1.356

3.157

4.053

2.216

7.580

3.017

1.618

1.606

2.572

3.562

1.110

8.852

26.422 28.682 11.870 13.519 11.538 29.385 16.135 24.556 65.396 10.266 29.333 11.054 26.595 19.036 28.318 10.266 115.395

Rang Entwicklung

11

1

8

7

2

23

10

5

6

16

17

12

20

24

4

21

22

19

3

9

15

18

13

26

14

25

Index-Punkte Entwicklung

182

412

197

206

236

124

184

211

208

164

162

172

142

122

225

139

127

145

234

193

164

148

166

99

165

118

179

99

412

Fortbildungstage pro Mitarbeiter

4,7

6,5

5,0

6,0

5,3

2,4

4,4

10,7

7,1

4,0

3,2

5,3

2,6

2,6

8,9

2,3

3,2

4,1

6,3

3,1

1,8

5,1

1,4

1,7

7,0

2,3

4,5

1,4

10,7

Anteil Bibliotheksmittel a.d. Mitteln d. Hochschule in %

3,0

57,7

3,0

2,6

6,0

6,3

2,2

3,1

2,7

3,7

3,7

2,5

2,9

3,5

3,9

2,6

3,7

4,2

2,4

1,5

5,5

3,4

2,4

2,9

5,7

2,2

5,5

1,5

57,7

Anteil Dritt-/Sondermittel a.d. Bibliotheksmitteln in %

3,5

0,1

8,2

0,7

3,1

3,2

6,5

3,2

2,6

1,6

3,4

3,1

0,0

4,1

2,6

5,0

1,6

5,0

8,0

5,2

5,6

1,3

3,9

2,8

2,4

2,7

3,4

0,0

8,2

Anteil Personal f. elektron Dienste in %

8,7

11,9

5,8

12,6

14,1

3,0

7,1

2,0

9,0

8,7

8,2

6,7

10,0

3,1

7,3

5,7

4,8

2,3

9,3

12,3

8,1

4,9

12,5

2,9

1,5

5,0

7,2

1,5

14,1

* Werte sind nicht mit dem Vorjahr vergleichbar


WISSENSCHAFTLICHE BIBLIOTHEKEN

2.770

32.917

3.570

9.785

2.949

3.590

13.270 10.864

13.497 27.499

6.307

49.769 13.719

7.382

 M axi mu m

12.713 31.424 15.419

Min imu m

8.113

UB Kla gen furt UB Hild esh eim CTK Lju blja na Mit telw ert

17.158

UB TU Gra z

4.683

UB Leo ben

5.268

UB Ma gde bur g UB TU Cot tbu s KU GG raz

20.595

UB Stu ttga rt-H ohe nhe UB im VU WW ien UB Kai ser slau tern UB TU Wie n

11.195 11.805

Wie n SuU BB rem en

BIS Old enb urg

UB Bam ber g

Gra z

4.366

UB Vec hta

15.999 32.221

ULB TT irol

6.310

UB Me dU ni

21.282

UB Lün ebu rg

3.455

UB Me dU ni

UB TU Fre ibe rg UB Pad erb orn UB HU Ber lin

ULB Düs sel dor f UB Ma nnh eim HS UB Ham bur g UB Bie lefe ld

18.604 11.797

UB Ros toc k

4.116

Me dH BH ann ove r UB We ima r

primäre Nutzer 12.028

BIX ERGEBNISSE 2011

ULB Hal le

Informationen zu den Indikatoren im BIX-WB

UB Boz en

UB Kon sta nz

TABELLE 7 Einschichtige Universitätsbibliotheken

2.770

49.769

Primäre Nutzergruppe: Rang gesamt

Zur primären Nutzergruppe gehören alle im Erstfach eingeschriebenen Studierenden und das wissenschaftliche Personal (inkl. Lehrbeauftragte) der Hochschule in Köpfen, nicht jedoch die wissenschaftlichen (studentischen) Hilfskräfte.

Index-Punkte gesamt

Rang Angebote

Zieldimension Angebote Benutzungsbereich (in qm) pro 1.000 primäre Nutzer: Einbezogen werden alle Bibliotheksbereiche, die für die Benutzer zugänglich sind. Bibliotheksmitarbeiter pro 1.000 primäre Nutzer: Berücksichtigt wird hierbei das gesamte Personal im Stellenplan und außerhalb. Ausgaben für Literatur und Information pro 1.000 primäre Nutzer: Die Ausgaben für Literatur setzen sich zusammen aus den tatsächlich geleisteten Ausgaben für die Erwerbung aller Bibliotheksmaterialien einschließlich elektronischer Medien und Einbandkosten. Anteil Ausgaben für elektronische Bestände an den Gesamtausgaben für Informationsversorgung: Gibt an, wie groß der Anteil der Ausgaben für den elektronischen Bestand an den Gesamtausgaben ist; hier werden bei den Gesamtausgaben für die Informationsversorgung die Einbandkosten nicht hinzugerechnet. Öffnungsstunden pro Woche: Es werden die theoretischen Öffnungsstunden der Hauptbibliothek/Zentrale angegeben, unabhängig von möglichen Zeiten reduzierten Bibliotheksbetriebs im Berichtsjahr.

Zieldimension Nutzung Bibliotheksbesuche pro primären Nutzer: Gezählt werden die Besuche aller Benutzer im Jahr. Virtuelle Besuche pro primären Nutzer: Gezählt werden die virtuellen Besuche (Sessions) auf der Homepage und den Online-Katalogen der Bibliothek, ermittelt durch ein zentrales Zählpixelverfahren (Kooperation mit der Hochschule der Medien, Stuttgart). Schulungsteilnahmen pro 1.000 primäre Nutzer: Gezählt werden alle Teilnahmen an Bibliotheksschulungen und -führungen. Sofortige Medienverfügbarkeit: Hier wird die Zahl der Ausleihen insgesamt zu den Ausleihen abzüglich Vormerkungen und Fernleihbestellungen ins Verhältnis gesetzt. Der Indikator gibt an, welcher Prozentsatz aller Entleihungen rechnerisch sofort, d.h. ohne vorherige Vormerkung oder Leihverkehrsbestellung, möglich war.

Index-Punkte Angebote

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

16

17

18

19

20

21

22

23

23

25

26

27

28

29

30

31

31

33

1168

1137

1080

970

936

925

918

898

883

879

877

852

848

846

812

799

787

786

773

768

766

753

742

742

729

715

708

688

644

639

626

626

494

1

3

4

5

2

8

16

12

18

14

22

9

6

17

13

7

20

25

24

11

19

27

21

29

10

15

26

23

28

31

30

32

33

411

322

309

297

364

279

232

242

229

238

221

272

281

230

241

281

223

193

197

250

224

181

223

163

251

233

190

203

163

150

158

138

509,7

414,7

900,3

549,7

517,2

1.171,1

678,1

460,3

703,2

559,7

1.201,9

310,8

544,1

621,8

670,7

624,2

465,8

500,8

372,2

467,3

566,2

207,7

245,4

241,4

312,8

5,3

4,4

7,0

3,4

7,4

7,8

7,8

5,1

9,4

6,7

5,6

2,6

4,6

5,8

6,6

3,6

4,6

5,7

4,8

5,3

3,8

2,0

4,0

2,8

3,6

m² Benutzungsbereich pro 1.000 prim. Nutzer 1.966,6 1.488,3 Bibliothekspersonal (VZÄ) pro 1.000 prim. Nutzer

8,2

7,4

874,8 7,5

1.064,6 1.837,6 1.057,2 9,1

9,8

7,0

Ausgaben f. Literatur/Information pro 1.000 p.N. in € 327.276 307.895 224.718 245.635 466.301 172.197 252.375 153.099 137.632 259.350 135.963 161.018

813

494

1.168

64

232

64

411

463,8

32,3

685

32

1.967

4,6

0,9

5,6

0,9

9,8

232.301 209.900 149.881 193.799 137.031 223.233 201.795 204.881 133.889 132.782 166.080 114.222 171.287 339.288 106.348 133.214 226.260 176.012 88.160 89.960 36.022 191.206 36.022 466.301

Anteil Ausgaben für elektron. Bestände in %

48,3

39,9

60,0

29,7

18,2

41,8

30,1

62,3

24,3

47,1

42,0

36,8

41,9

48,9

36,0

68,6

31,6

30,9

28,1

63,0

44,6

44,4

46,0

22,2

72,4

35,1

38,2

79,2

30,0

32,0

45,0

17,1

3,5

40,6

3,5

79,2

Längste Öffnungsstunden pro Woche

148

91

110

108

81

111

101

107

96

96

76

96

113

83

72

97

68

103

78

66

74

54

99

60

92

68

89

72

48

58

58

59

75

85

48

148

Zahl der enthaltenen Standorte

1

3

5

5

5

1

4

1

13

1

5

2

21

1

3

12

3

3

10

2

1

10

9

1

2

1

8

4

3

4

4

1

1

1

21

Rang Nutzung

4

1

3

2

9

5

11

7

13

24

6

8

15

20

12

23

16

17

21

19

14

18

32

10

27

25

22

26

30

31

29

28

33

Index-Punkte Nutzung

303

353

311

350

240

261

233

254

230

179

260

248

219

199

230

187

213

208

197

204

224

208

144

233

161

173

195

172

149

147

154

161

53

214

53

353

Bibliotheksbesuche pro prim. Nutzer

83

127

93

159

78

81

39

73

84

31

80

97

62

61

41

39

47

76

47

58

54

25

29

58

50

28

56

18

30

20

17

46

3

57

3

159

Virtuelle Besuche (Sessions) pro p.N.*

148

70

121

119

87

113

52

127

30

107

64

48

32

41

49

60

36

47

43

42

89

42

66

45

32

52

39

23

34

63

50

4

62

4

148

Schulungsteilnahmen pro 1.000 p. N.

419

894

313

391

547

425

451

160

196

304

579

422

215

566

500

150

643

173

301

224

503

51

143

497

222

159

162

24

196

109

149

291

57

316

24

894

Sofortige Medienverfügbarkeit für d. Ausleihe in %

79,9

83,6

89,0

81,9

73,3

76,5

91,0

82,3

86,1

88,4

72,6

80,1

91,0

77,8

90,7

89,7

76,2

88,9

86,0

88,8

85,7

93,1

82,7

82,2

79,1

92,1

87,0

97,0

86,0

88,4

83,4

76,5

76,2

84,3

72,6

97,0

Rang Effizienz

18

15

5

31

32

21

11

6

2

1

4

27

20

30

33

13

10

8

3

12

19

14

29

9

23

24

28

22

25

26

17

16

7

Index-Punkte Effizienz

159

172

220

130

128

154

182

205

239

241

224

145

156

130

120

178

188

203

237

180

158

172

135

192

150

148

137

150

148

148

160

161

204

171

120

241

laufende Ausgaben pro akt. Nutzer in € (negat. Gewicht.)

886

928

827

911

830

512

494

371

359

756

447

689

620

578

461

557

387

889

430

511

596

442

708

382

609

819

516

716

963

699

461

316

456

610

316

963

Verhältnis Erwerbungsausgaben / Personalausgaben in %

92

88

69

70

102

59

88

87

55

182

50

49

70

91

40

64

63

183

99

87

46

80

83

47

85

160

57

141

115

128

53

45

152

87

40

183

3.262

5.496

4.981

2.784

2.059

2.927

3.686

3.733

2.341

5.875

4.174

3.188

3.339

1.768

2.412

3.883

3.290

3.311

4.888

3.245

2.876

3.136

1.735

3.933

3.300

1.667

3.408

1.836

4.205

1.779

3.792

2.154

1.424

3.209

1.424

5.875

Prozesseffizienz Aus- und Fernleihe (Fälle / VZÄ) 37.663 23.461 70.663 34.552 18.794 24.730 20.049 28.049 89.137

9.195

62.890 34.052

23.978

9.034

10.704 32.125 34.714 23.089 35.974 26.048 42.610 19.229 28.945 37.102 10.773

7.856

6.387

8.970

10.551 13.468 17.361 32.023 29.583 27.690

6.387

89.137

Prozesseffizienz Medienbearbeitung (Fälle / VZÄ)

Rang Entwicklung

1

2

6

12

10

7

4

11

18

9

22

16

15

3

8

31

26

20

32

33

27

14

5

30

23

28

17

25

19

13

29

24

21

Index-Punkte Entwicklung

294

291

240

194

204

231

272

196

186

220

173

187

191

287

221

153

162

181

143

135

161

192

240

154

167

160

186

163

184

194

154

166

173

196

135

294

Fortbildungstage pro Mitarbeiter

6,1

9,2

3,3

2,7

3,2

2,3

5,8

2,7

2,9

5,6

3,3

2,7

2,2

7,5

6,5

2,8

2,2

5,3

2,4

2,2

1,9

2,5

4,5

2,8

2,6

2,9

2,3

3,7

0,5

4,7

3,6

2,9

3,2

3,6

0,5

9,2

Anteil Bibliotheksmittel a.d. Mitteln d. Hochschule in %

10,5

6,9

8,6

11,8

6,5

6,3

5,6

5,0

5,4

1,8

8,8

6,5

9,1

1,4

5,5

10,2

5,8

1,3

7,6

8,8

5,8

2,2

6,4

6,7

4,5

4,2

3,9

2,9

4,1

3,7

5,8

4,6

1,0

5,7

1,0

11,8

Anteil Dritt-/Sondermittel a.d. Bibliotheksmitteln in %

7,8

6,6

11,6

4,5

1,3

6,9

13,2

7,0

10,3

3,1

0,4

5,5

5,8

4,4

5,7

0,9

3,0

3,4

3,6

0,4

3,0

2,0

7,4

4,8

1,7

0,6

4,6

1,5

2,3

5,3

1,6

7,8

8,5

4,7

0,4

13,2

Anteil Personal f. elektron Dienste in %

14,1

11,1

8,9

8,3

14,7

15,2

8,9

10,0

4,7

13,5

9,6

9,2

9,2

18,8

7,6

6,5

9,3

8,5

4,7

6,2

9,6

16,0

11,9

4,9

11,2

11,0

12,2

9,6

17,2

8,2

6,9

4,6

6,5

10,0

4,6

18,8

* Werte sind nicht mit dem Vorjahr vergleichbar

Zieldimension Effizienz Bibliotheksausgaben pro primären Nutzer: Hier wird die Summe der Ausgaben für Erwerbung, sonstige sächliche Ausgaben und Personalausgaben ins Verhältnis zur Zahl der aktiven Entleiher aus der primären Nutzergruppe gesetzt. Verhältnis der Erwerbungsausgaben zu den Personalausgaben: Berücksichtigt wird das gesamte Bibliothekspersonal innerhalb und außerhalb des Stellenplans. Sollten die genauen Personalkosten nicht ermittelt werden können, so werden Richtwerte laut Personalkostentabellen zugrunde gelegt. Prozesseffizienz (exemplarisch: Medienbearbeitung): Ins Verhältnis gesetzt werden die in der Bibliothek im Jahresverlauf beschafften und bearbeiteten Medien zum Personalaufwand für die Medienbearbeitung (in VZÄ). Prozesseffizienz (exemplarisch: Entleihungen und Fernleihe): Ins Verhältnis gesetzt werden die Ausleihen der Bibliothek sowie die gebenden und nehmenden Fernleihbestellungen zum Personalaufwand für die Orts- und Fernleihe (in VZÄ).

Zieldimension Entwicklung Fortbildungstage pro Mitarbeiter: Alle angekündigten Fortbildungen und Schulungen in Form von Gruppenveranstaltungen innerhalb und außerhalb der Bibliothek werden gezählt. Anteil Bibliotheksmittel an den Mitteln der Hochschule: Angegeben wird der gesamte Hochschuletat abzüglich der Drittmittel und Ausgabereste vom Vorjahr, um diesen ins Verhältnis zu den Mitteln der Bibliothek zu setzen. Die Mittel der Bibliothek umfassen Erwerbung, sächliche Ausgaben, Personal und die Mittel für investive Ausgaben vom Unterhaltsträger; Dritt- und Sondermittel sowie erwirtschaftete Mittel werden hier nicht mitgerechnet. Anteil der Dritt- und Sondermittel an den Bibliotheksmitteln: Berücksichtigt werden alle erwirtschafteten Mittel sowie Dritt- und Sondermittel inklusive investive Ausgaben, die nicht vom Unterhaltsträger stammen; bei den Mitteln der Bibliothek werden hierbei auch die Mittel für investive Ausgaben berücksichtigt. Anteil Personal für elektronische Angebote: Summe der Stellenanteile des Bibliothekspersonals, das mit Planung, Wartung, Bereitstellung und Entwicklung von IT-Dienstleistungen betraut ist. .


WISSENSCHAFTLICHE BIBLIOTHEKEN TABELLE 8 Zweischichtige Universitätsbibliotheken

SU BH am bur g

UB Tüb ing en

UB Mü nch en

ULB Dar ms tad t

UB TU Ber lin

UB Gra z

UB WU Wie n

BTH Aac hen

Mit telw ert

Min imu m

Ma xim um

25.573

40.351

28.647

51.175

24.386

24.498

24.607

32.602

29.951

27.019

35.431

29.752

8.593

51.175

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

11

13

14

15

980

915

832

805

778

750

747

745

720

657

644

644

626

621

599

6

1

2

15

3

14

8

10

9

11

4

13

7

12

5

219

311

267

125

250

157

193

187

188

177

220

162

201

165

307,7

1.031,2

286,6

665,0

204,5

222,8

453,8

403,2

363,2

315,0

43,6

470,5

391,7

5,0

11,6

3,0

2,0

5,3

4,9

4,6

3,5

3,4

3,1

4,3

4,8

153.199

204.578

154.986

38.123

111.293

91.821

123.484

111.392

97.989

86.216

82.733

52,1

28,5

62,8

31,2

47,2

26,9

28,8

34,9

48,8

56,4

Längste Öffnungsstunden pro Woche

94

116

168

47

168

82

104

106

90

Zahl der enthaltenen Standorte

2

8

5

1

2

1

5

15

Rang Nutzung

1

4

12

9

3

5

7

Index-Punkte Nutzung

238

183

136

146

200

176

Bibliotheksbesuche pro prim. Nutzer

73

85

47

14

48

Virtuelle Besuche (Sessions) pro p.N.*

110

48

40

Schulungsteilnahmen pro 1.000 p. N.

283

103

44

Sofortige Medienverfügbarkeit für d. Ausleihe in %

77,8

80,1

2

Index-Punkte Effizienz

Welche Infrastruktur kann die Bibliothek ihren Nutzern anbieten? Neben personellen und finanziellen Ressourcen werden auch räumliche Gegebenheiten in den Blick genommen, die sowohl für eine adäquate Präsentation als auch für die Einrichtung von Lern- und Arbeitsplätzen notwendig sind.

Rang gesamt Index-Punkte gesamt

738

599

980

220

203

125

311

171,0

96,0

362

44

1.031

4,1

2,0

4,0

4,4

2,0

11,6

74.981

122.064

51.347

104.421

107.242

38.123

204.578

63,7

28,7

50,4

64,7

69,9

46,3

26,9

69,9

71

128

73

87

74

108

101

47

168

1

2

2

4

12

1

2

1

15

2

8

11

14

6

13

10

15

152

216

148

136

105

160

134

141

83

157

83

238

26

57

58

41

27

23

29

24

57

20

42

14

85

88

61

45

61

58

46

33

51

60

57

32

56

32

110

260

240

118

133

182

279

84

106

63

157

29

73

144

29

283

80,2

83,6

79,7

88,4

78,1

89,6

73,1

82,2

77,2

87,5

76,8

76,1

73,5

80,3

73,1

89,6

15

3

1

8

9

6

4

5

11

12

10

14

13

7

256

105

237

279

173

169

208

215

214

158

154

162

128

139

184

185

105

279

laufende Ausgaben pro akt. Nutzer in € (negat. Gewicht.)

407

844

438

100

454

442

485

359

403

419

572

387

540

316

270

429

100

844

Verhältnis Erwerbungsausgaben / Personalausgaben in %

74

39

106

182

52

37

63

77

66

58

40

43

65

55

68

68

37

182

Prozesseffizienz Medienbearbeitung (Fälle / VZÄ)

3.959

2.388

2.487

3.484

3.003

3.561

2.663

3.848

5.195

2.906

2.949

2.573

1.881

1.454

1.901

2.950

1.454

5.195

Prozesseffizienz Aus- und Fernleihe (Fälle / VZÄ)

74.717

31.630

64.407

15.751

37.617

34.224

66.719

38.377

29.415

21.264

40.108

34.110

17.206

18.632

37.129

37.420

15.751

74.717

2

1

6

3

13

4

5

14

9

7

10

12

11

8

15

Index-Punkte Entwicklung

267

317

192

255

155

248

194

127

169

186

164

160

164

176

112

192

112

317

Fortbildungstage pro Mitarbeiter

2,2

2,7

4,2

4,6

2,0

3,2

1,9

2,3

3,1

2,6

1,9

3,9

4,9

5,3

2,1

3,1

1,9

5,3

Anteil Bibliotheksmittel a.d. Mitteln d. Hochschule in %

5,8

10,5

2,1

3,4

5,4

5,8

6,3

3,9

4,0

3,0

3,0

2,9

5,9

4,1

1,8

4,5

1,8

10,5

Anteil Dritt-/Sondermittel a.d. Bibliotheksmitteln in %

16,8

21,1

7,0

11,6

4,2

11,6

9,7

0,7

4,2

4,0

6,1

3,0

1,0

2,1

2,4

7,0

0,7

21,1

Anteil Personal f. elektron. Dienste in %

11,5

11,3

8,3

11,7

7,7

11,9

7,9

7,2

8,6

12,5

8,8

7,6

6,3

7,2

4,9

8,9

4,9

12,5

Neben der Höhe der Finanzmittel zum Erwerb von Medien aller Art liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Bereitstellung elektronischer Bestände. Für eine erstklassige Lehre und Forschung sind Wissenschaftler und Studenten auf elektronische Zugriffsmöglichkeiten angewiesen.

Rang Angebote Index-Punkte Angebote m² Benutzungsbereich pro 1.000 prim. Nutzer

Verfügt eine Bibliothek über gute Angebote, so ist davon auszugehen, dass sich dies in ihrer Nutzung niederschlägt. In der Zieldimension Nutzung wird danach gefragt, wie die angebotenen Dienstleistungen angenommen werden. Die Akzeptanz der Bibliothek lässt sich dabei in erster Linie an der Zahl der Besuche ablesen. Hierbei spielen nicht nur physische, sondern auch virtuelle Besuche eine Rolle, d.h. Zugriffe auf das elektronische Angebot. Die Zählung der Bibliotheksbesuche durch ein Zählgerät setzen sich zwar in Hochschulbibliotheken allmählich durch, aber auch diesmal konnten nicht alle Bibliotheken ihre physischen Besuche ermitteln. Der Indikator „Bibliotheksbesuche pro Kopf“ wurde daher bei einigen Bibliotheken nicht einbezogen. Seit 2008 fließen auch die elektronischen Besuche in den BIX ein. Hierfür wurde eigens eine neue Methodik erarbeitet. Sie ermöglicht es, durch Zählpixel die virtuellen Bibliotheksbesuche zu ermitteln. Diese umfassen die Besuche der Bibliothekshomepage und des Online-Katalogs. Die Daten wurden in einem Stichprobenzeitraum ermittelt, durch statistische Verfahren standardisiert und auf das Gesamtjahr hochgerechnet.

UB Stu ttga rt

UB Fre ibu rg

8.593

UB Wü rzb urg

KIT -BIB Kar lsru he

34.346

primäre Nutzer

UB Brn o

SU BG ötti nge n

28.108

UB Hei del ber g

30.986

Informationen zur Zieldimension Angebote im BIX-WB

Informationen zur Zieldimension Nutzung im BIX-WB

BIX ERGEBNISSE 2011

Bibliothekspersonal (VZÄ) pro 1.000 prim. Nutzer Ausgaben f. Literatur/Information pro 1.000 p.N. in € Anteil Ausgaben für elektron. Bestände in %

Rang Effizienz

Rang Entwicklung

* Werte sind nicht mit dem Vorjahr vergleichbar

Informationen zur Zieldimension Effizienz im BIX-WB Der Frage, ob die angebotenen Dienstleistungen kosteneffizient erbracht werden, wird in der dritten Dimension nachgegangen. Die Bereitstellung bibliothekarischer Leistungen kostet Geld. Daher ist es gerade in Zeiten immer knapper werdender Ressourcen wichtig, Rechenschaft über die effiziente Verwendung finanzieller Mittel ablegen zu können. Eine erste generelle Aussage hierüber bietet der Indikator „Bibliotheksausgaben pro Nutzer“ an. An dieser Stelle sagt der Indikator aus, dass die Arbeit umso kosteneffizienter erbracht worden ist, je geringer die Ausgaben pro Nutzer sind. Diese Zahl kann jedoch umgekehrt auch als Hinweis darauf gelesen werden, wie viele Mittel der Bibliothek zur Versorgung ihrer Klientel zur Verfügung stehen. Detailliertere Angaben zur effizienten Arbeitsweise der Bibliothek liefern darüber hinaus die weiteren Indikatoren dieser Zieldimension: Hier wird abgebildet, wie ausgewogen das Verhältnis von Personal- zu Erwerbungsausgaben ist und wie effizient die Prozesse bei der Medienbearbeitung sowie der Aus- und Fernleihe sind.

Informationen zur Zieldimension Entwicklung im BIX-WB Hochschul- und Universitätsbibliotheken existieren nicht nur im Hier und Jetzt. Zahlreiche Veränderungen in der Vergangenheit machen deutlich, dass wissenschaftliche Bibliotheken in der Lage sein müssen, sich aktuellen Entwicklungstrends rasch anpassen zu können. Ob ausreichende Potenziale für die notwendigen Entwicklungen vorhanden sind, fragt daher die vierte Zieldimension Entwicklung. An den Fortbildungstagen der Mitarbeiter lässt sich beispielsweise ablesen, welchen Stellenwert die ständige Qualifizierung des Personals in der Bibliothek einnimmt. Die Anzahl des Personals in elektronischen Dienstleistungen macht deutlich, wie die Bibliothek sich zum jetzigen Zeitpunkt auf den immer bedeutender werdenden Umgang mit elektronischen Medien und Dienstleistungen eingestellt hat. Welchen Stellenwert die Bibliothek im Hochschulkontext einnimmt – dafür steht der Indikator „Anteil Bibliotheksmittel an den Mitteln der Hochschule“. Dass aber auch die Bibliothek einen Beitrag zur Lösung finanzieller Problemstellungen liefern kann, zeigt sich im Anteil der erwirtschafteten Dritt- und Sondermittel.


Vor der Erstellung des BIX-Indexes für wissenschaftliche Bibliotheken stand die Klärung des Auftrages von Universitäts- und Hochschulbibliotheken. Auf der Grundlage dieses Verständnisses wurde das Indikatorenraster des BIX-WB abgeleitet.

BIX – der Bibliotheksindex ist eine Leistung im Rahmen des Kompetenznetzwerks für Bibliotheken (KNB)

Bibliotheksindex 2011

Die Ergebnisse

Auftrag der Universitäts- und Hochschulbibliotheken Die Bibliothek versorgt Forschung, Lehre und Studium an ihrer Hochschule mit Literatur und Information. Zu diesem Zweck baut sie lokale Informationsbestände auf, bietet Zugriff auf weltweit vorhandene für die Hochschule relevante Informationen, sorgt für rasche Zugänglichkeit und Lieferung benötigter Dokumente und fördert durch Beratung und Schulung die Kompetenz zur Informationsnutzung und zum elektronischen Publizieren. Sie orientiert ihr Dienstleistungsangebot konsequent an den Bedürfnissen ihrer Benutzer und den strategischen Zielen der Hochschule und trägt ihre Dienste aktiv an die Nutzer heran.

Kompetenznetzwerk für Bibliotheken

Informationsvermittlung • Die Bibliothek beschafft, erschließt und vermittelt Fachinformation in gedruckter und elektronischer Form. So unterstützt sie Forschung und Lehre an der Hochschule und darüber hinaus. • Sie bietet durch Fachportale und Nachweisinstrumente den Zugriff auf weltweit vorhandene Informationen an und bedient die Nutzer mit Informationsservices, die auf ihre Interessen zugeschnitten sind. • Sie sorgt für rasche Lieferung lokal nicht vorhandener Informationen, vorrangig unter Nutzung der Informationsnetze.

Deutscher Bibliotheksverband e.V. Kompetenznetzwerk für Bibliotheken, BIX-Redaktion Straße des 17. Juni 114 10623 Berlin Tel.: (030) 644 9899 -15, -14 Fax: (030) 644 9899 -29 E-Mail: wimmer@bibliotheksverband.de www.bix-bibliotheksindex.de www.bibliotheksportal.de

Informationsproduktion • Die Bibliothek bietet die Infrastruktur für wissenschaftliches Publizieren, einschließlich der elektronischen Veröffentlichungen der Hochschule. • Sie leistet Archivierung und Bestandserhaltung für den gedruckten wie den elektronischen Literaturund Informationsbestand der Hochschule, soweit der Auftrag besteht. • Sie trägt durch Erschließen, Digitalisieren und Bereitstellen ihrer Literaturbestände zum internationalen Wissensnetzwerk sowie zur Wettbewerbsfähigkeit und kulturellen Darstellung der Hochschule bei. Unterstützung wissenschaftlichen Lehrens und Lernens • Die Bibliothek bietet angemessene Arbeitsmöglichkeiten für individuelles Arbeiten und Gruppenarbeit unter Nutzung der jeweils aktuellen technischen Voraussetzungen. • Sie fördert multimediales Lehren und Lernen sowie Fernlehre und Fernstudium. • Sie fördert die Informationskompetenz, d. h. die Fähigkeit zur Nutzung von Literatur und Information sowie zum kritischen Umgang mit ihr, durch Beratung und studiengangintegrierte Lernmodule. Management • Die Bibliothek nutzt und entwickelt innovative Technologien zur Erfüllung ihrer Aufgaben. •D  urch moderne Managementmethoden sorgt sie für hohe Qualität der Dienstleistungen und Kosteneffizienz. • Sie fördert die Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Fortbildung und strategische Personalentwicklung. • Sie kooperiert lokal, national und international zum Zweck effektiver und wirtschaftlicher Informationsversorgung.

Folgende Informationen und Hinweise helfen Ihnen, die BIX-Ergebnisse zu richtig zu nutzen.

Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen (hbz), Deutsche Bibliotheksstatistik Jülicher Str. 6 50674 Köln Tel.: (0221) 40075-132 Fax: (0221) 40075-180 E-Mail: dbs@hbz-nrw.de www.bibliotheksstatistik.de www.hbz-nrw.de

Verlag Dinges & Frick GmbH Greifstraße 4 65199 Wiesbaden Tel.: (06 11) 931 09 41 Fax: (06 11) 931 09 43 E-Mail: info@b-i-t-online.de www.b-i-t-online.de

infas GmbH Institut für angewandte Sozialwissenschaft Friedrich-Wilhelm-Str. 18 53113 Bonn Tel.: (0228) 38 22-409 www.infas.de

Hochschule der Medien Stuttgart Fakultät Information und Kommunikation Wolframstr. 32 70191 Stuttgart Tel.: (0711) 25706-0 www.hdm-stuttgart.de/bi

Teilnehmer am BIX 2011 • 2 36 Bibliotheken – 162 Öffentliche Bibliotheken – 74 Wissenschaftliche Bibliotheken Laufzeit der Indices • B IX für Öffentliche Bibliotheken seit 2000 • B IX für wissenschaftliche Bibliotheken seit 2004 Veränderungen im BIX-Indikatorenset seit dem BIX 2010: • B IX für Öffentliche Bibliotheken: – Der Indikator „virtuelle Besuche pro Einwohner“ wurde neu eingeführt. Er erhebt die Zahl der Besuche (Sessions) auf Homepage und OnlineKatalog der Bibliothek. Durch ein zentral durchgeführtes Zählpixelverfahren (angesiedelt bei der Hochschule der Medien Stuttgart) ist diese Zählung standardisiert und zwischen den Bibliotheken vergleichbar. Das Verfahren konnte für 122 Bibliotheken durchgeführt werden. • B IX für wissenschaftliche Bibliotheken: – keine Veränderungen im Indikatorenset. Das Verfahren zur Zählung der virtuellen Besuche fand hier bereits zum vierten Mal statt. Aufgrund einer technischen Anpassung liegt das Gesamtniveau der Zählung um ca. 25% unter den Ergebnissen des Vorjahrs. Der Vergleich zwischen den Bibliotheken ist sinnvoll, ein Vergleich der absoluten Werte mit dem Vorjahr ist jedoch leider nicht möglich.

Vergleiche zwischen Bibliotheken • Die Teilnehmer sind in unterschiedliche Größenkategorien bzw. Funktionskategorien eingeteilt. Ein Vergleich innerhalb einer Kategorie ist - neben dem Ranking - sehr gut über den Vergleich der Punktwerte der Bibliotheken möglich. Ebenso können die einzelnen Indikatorenwerte mit einander verglichen werden. • Ein Vergleich von Bibliotheken aus unterschiedlichen Kategorien ist fachlich nicht sinnvoll. Vergleiche mit Vorjahreswerten (Zeitreihen) • Die einzelnen Indikatorenwerte sind in der Regel über die Jahre hinweg vergleichbar. • Die Betrachtung der Punktwerte über Jahre hinweg erlaubt eine kontinuierliche Evaluation der Leistungen der Bibliothek. •D  ie Rangplätze sind für den Jahresvergleich nicht geeignet! Auch wenn die Daten einer Bibliothek konstant geblieben sind, kann sich ihr Rangplatz verschieben. Dies ist möglich, wenn sich z.B. die Werte der anderen Bibliotheken verändern oder wenn zahlreiche Bibliotheken neu dazukommen oder ausscheiden. Für Individuelle Analysen und Vergleiche: www.bix-bibliotheksindex.de • Die BIX-Website bietet Ihnen den Zugriff auf alle Daten und Ergebnisse sowie die Möglichkeit, einzelne Bibliotheken mit einander zu vergleichen.


Vor der Erstellung des BIX-Indexes für wissenschaftliche Bibliotheken stand die Klärung des Auftrages von Universitäts- und Hochschulbibliotheken. Auf der Grundlage dieses Verständnisses wurde das Indikatorenraster des BIX-WB abgeleitet.

BIX – der Bibliotheksindex ist eine Leistung im Rahmen des Kompetenznetzwerks für Bibliotheken (KNB)

Bibliotheksindex 2011

Die Ergebnisse

Auftrag der Universitäts- und Hochschulbibliotheken Die Bibliothek versorgt Forschung, Lehre und Studium an ihrer Hochschule mit Literatur und Information. Zu diesem Zweck baut sie lokale Informationsbestände auf, bietet Zugriff auf weltweit vorhandene für die Hochschule relevante Informationen, sorgt für rasche Zugänglichkeit und Lieferung benötigter Dokumente und fördert durch Beratung und Schulung die Kompetenz zur Informationsnutzung und zum elektronischen Publizieren. Sie orientiert ihr Dienstleistungsangebot konsequent an den Bedürfnissen ihrer Benutzer und den strategischen Zielen der Hochschule und trägt ihre Dienste aktiv an die Nutzer heran.

Kompetenznetzwerk für Bibliotheken

Informationsvermittlung • Die Bibliothek beschafft, erschließt und vermittelt Fachinformation in gedruckter und elektronischer Form. So unterstützt sie Forschung und Lehre an der Hochschule und darüber hinaus. • Sie bietet durch Fachportale und Nachweisinstrumente den Zugriff auf weltweit vorhandene Informationen an und bedient die Nutzer mit Informationsservices, die auf ihre Interessen zugeschnitten sind. • Sie sorgt für rasche Lieferung lokal nicht vorhandener Informationen, vorrangig unter Nutzung der Informationsnetze.

Deutscher Bibliotheksverband e.V. Kompetenznetzwerk für Bibliotheken, BIX-Redaktion Straße des 17. Juni 114 10623 Berlin Tel.: (030) 644 9899 -15, -14 Fax: (030) 644 9899 -29 E-Mail: wimmer@bibliotheksverband.de www.bix-bibliotheksindex.de www.bibliotheksportal.de

Informationsproduktion • Die Bibliothek bietet die Infrastruktur für wissenschaftliches Publizieren, einschließlich der elektronischen Veröffentlichungen der Hochschule. • Sie leistet Archivierung und Bestandserhaltung für den gedruckten wie den elektronischen Literaturund Informationsbestand der Hochschule, soweit der Auftrag besteht. • Sie trägt durch Erschließen, Digitalisieren und Bereitstellen ihrer Literaturbestände zum internationalen Wissensnetzwerk sowie zur Wettbewerbsfähigkeit und kulturellen Darstellung der Hochschule bei. Unterstützung wissenschaftlichen Lehrens und Lernens • Die Bibliothek bietet angemessene Arbeitsmöglichkeiten für individuelles Arbeiten und Gruppenarbeit unter Nutzung der jeweils aktuellen technischen Voraussetzungen. • Sie fördert multimediales Lehren und Lernen sowie Fernlehre und Fernstudium. • Sie fördert die Informationskompetenz, d. h. die Fähigkeit zur Nutzung von Literatur und Information sowie zum kritischen Umgang mit ihr, durch Beratung und studiengangintegrierte Lernmodule. Management • Die Bibliothek nutzt und entwickelt innovative Technologien zur Erfüllung ihrer Aufgaben. •D  urch moderne Managementmethoden sorgt sie für hohe Qualität der Dienstleistungen und Kosteneffizienz. • Sie fördert die Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Fortbildung und strategische Personalentwicklung. • Sie kooperiert lokal, national und international zum Zweck effektiver und wirtschaftlicher Informationsversorgung.

Folgende Informationen und Hinweise helfen Ihnen, die BIX-Ergebnisse zu richtig zu nutzen.

Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen (hbz), Deutsche Bibliotheksstatistik Jülicher Str. 6 50674 Köln Tel.: (0221) 40075-132 Fax: (0221) 40075-180 E-Mail: dbs@hbz-nrw.de www.bibliotheksstatistik.de www.hbz-nrw.de

Verlag Dinges & Frick GmbH Greifstraße 4 65199 Wiesbaden Tel.: (06 11) 931 09 41 Fax: (06 11) 931 09 43 E-Mail: info@b-i-t-online.de www.b-i-t-online.de

infas GmbH Institut für angewandte Sozialwissenschaft Friedrich-Wilhelm-Str. 18 53113 Bonn Tel.: (0228) 38 22-409 www.infas.de

Hochschule der Medien Stuttgart Fakultät Information und Kommunikation Wolframstr. 32 70191 Stuttgart Tel.: (0711) 25706-0 www.hdm-stuttgart.de/bi

Teilnehmer am BIX 2011 • 2 36 Bibliotheken – 162 Öffentliche Bibliotheken – 74 Wissenschaftliche Bibliotheken Laufzeit der Indices • B IX für Öffentliche Bibliotheken seit 2000 • B IX für wissenschaftliche Bibliotheken seit 2004 Veränderungen im BIX-Indikatorenset seit dem BIX 2010: • B IX für Öffentliche Bibliotheken: – Der Indikator „virtuelle Besuche pro Einwohner“ wurde neu eingeführt. Er erhebt die Zahl der Besuche (Sessions) auf Homepage und OnlineKatalog der Bibliothek. Durch ein zentral durchgeführtes Zählpixelverfahren (angesiedelt bei der Hochschule der Medien Stuttgart) ist diese Zählung standardisiert und zwischen den Bibliotheken vergleichbar. Das Verfahren konnte für 122 Bibliotheken durchgeführt werden. • B IX für wissenschaftliche Bibliotheken: – keine Veränderungen im Indikatorenset. Das Verfahren zur Zählung der virtuellen Besuche fand hier bereits zum vierten Mal statt. Aufgrund einer technischen Anpassung liegt das Gesamtniveau der Zählung um ca. 25% unter den Ergebnissen des Vorjahrs. Der Vergleich zwischen den Bibliotheken ist sinnvoll, ein Vergleich der absoluten Werte mit dem Vorjahr ist jedoch leider nicht möglich.

Vergleiche zwischen Bibliotheken • Die Teilnehmer sind in unterschiedliche Größenkategorien bzw. Funktionskategorien eingeteilt. Ein Vergleich innerhalb einer Kategorie ist - neben dem Ranking - sehr gut über den Vergleich der Punktwerte der Bibliotheken möglich. Ebenso können die einzelnen Indikatorenwerte mit einander verglichen werden. • Ein Vergleich von Bibliotheken aus unterschiedlichen Kategorien ist fachlich nicht sinnvoll. Vergleiche mit Vorjahreswerten (Zeitreihen) • Die einzelnen Indikatorenwerte sind in der Regel über die Jahre hinweg vergleichbar. • Die Betrachtung der Punktwerte über Jahre hinweg erlaubt eine kontinuierliche Evaluation der Leistungen der Bibliothek. •D  ie Rangplätze sind für den Jahresvergleich nicht geeignet! Auch wenn die Daten einer Bibliothek konstant geblieben sind, kann sich ihr Rangplatz verschieben. Dies ist möglich, wenn sich z.B. die Werte der anderen Bibliotheken verändern oder wenn zahlreiche Bibliotheken neu dazukommen oder ausscheiden. Für Individuelle Analysen und Vergleiche: www.bix-bibliotheksindex.de • Die BIX-Website bietet Ihnen den Zugriff auf alle Daten und Ergebnisse sowie die Möglichkeit, einzelne Bibliotheken mit einander zu vergleichen.


Interv iew

Unikate statt Kopien! Fragen Roland Koch Fotos Cornelia Suhan, Peter Hübner

Der Architekt Peter Hübner ist bekannt für seine unkonventionellen Schulbauten, in denen es viel Licht, Farbe und Holz gibt. Als künftige Nutzer der Gebäude bezieht er die Schüler schon früh in seine Planungen mit ein. So entstehen Lernorte, die nur wenig mit traditionellen Schulen gemeinsam haben. Im Interview mit dem BIXMagazin erzählt er, wie aus seiner Sicht die ideale Bibliothek aussehen müsste.

29


Herr Professor Hübner, Sie sind ein Schular­ chitekt, der sich bewusst von der traditio­ nellen Bauweise abwendet. Warum? Der Schulbau ist heute immer noch in einer überholten Vorstellung davon erstarrt, was Schule sein soll. Der Frontalunterricht aus den 60er und 70er Jahren ist meist das Vorbild. Der Architekt soll bestimmte Vorgaben umsetzen, zum Beispiel eine Schule bauen mit 32 Klassenzimmern á 30 Quadratmetern aufgereiht an langen Fluren und so weiter. Dabei wissen wir aus der Hirnforschung, der Pädagogik und den Pisa-Ergebnissen doch mittlerweile nur allzu deutlich, dass das kasernierte Lernen keinen menschgemäßen und kindergerechten Unterricht ermöglicht. Picasso hat mal gesagt, wir werden als Unikate geboren und sterben als Kopien. Unsere Lernorte tragen leider nur allzu oft dazu bei.

Wie unterscheidet sich dann Ihre Architek­ tur von der herkömmlichen? Wir bauen kleinteilig. Unsere Gebäude sind aus verschiedenen Identitäten entwickelt. Sie setzen sich zusammen wie ein kleines Dorf, eine kleine Stadt, und bilden damit eine große Vielfalt ab. Unsere Schulen zum Beispiel sehen nicht aus wie traditionelle Schulen. Sie riechen nicht so, fassen sich nicht so an. Der wesentliche Unterschied in der Planung ist der, dass wir die Schüler beteiligen. Sie bringen ihre Ideen, Wünsche, Vorstellungen ein. So entstehen Gebäude, die im Grunde das Gegenteil von Finanzamt oder Kaserne sind …

Wie sollten denn aus Ihrer Sicht kindgerech­ te Lernorte gestaltet sein? Sie sollten das ermöglichen, was Kinder machen, die weder Kindergarten noch Schule gesehen haben …

Wie geht das? Es ist erstmal ein Problem des Bewusstseins. Denn die Baumasse ändert sich nicht. Der Kubikmeter Beton, die Spanplatte, der Quadratmeter Glasfläche, das alles kostet gleichviel, egal, ob ich es geradeaus hinlege oder versetzt. Man baut dieselben Räume, ordnet sie nur anders an. Vielleicht ein bisschen verdreht oder quer. Mit relativ wenig Veränderung kann man schon eine ganz andere Welt schaffen. Es muss zum Beispiel nicht an jeder Ecke dieselbe Farbe sein oder Sichtbeton. Es sollte viel Licht, Holz, Pflanzen und Wasser geben. In einem Bau, in dem sich Menschen länger aufhalten, sollte ein natürlicher Lebensraum vorherrschen. Die Architektur darf nicht stören. Man muss sich frei

…also das totale Chaos? Nein, das ist kein Chaos. Das ist Aufmerksamkeit, Neugierde, Tatendrang. All das macht uns zu kreativen Menschen. All das ist als natürliche Anlage in jungen Menschen vorhanden. Das sollten wir fördern, anstatt es zu verstellen. Dass in den heutigen, nicht gerade vorteilhaft gebauten Schulen noch einigermaßen guter Unterricht stattfindet, ist einzig der Kreativität der Lehrer und Rektoren zu verdanken.

… aber wahrscheinlich auch um ein Vielfa­ ches teurer. Das Komische ist, dass solche Schulen oft weniger kosten als staatlich-traditionelle.

Bibliothek der Evangelischen Gesamtschule Gelsenkirchen

30


entwickeln können. Denn wo man sich wohlfühlt, lernt man besser. Wie würden Sie dann eine Schulbibliothek bauen? Gerade eine Schulbibliothek muss meiner Ansicht nach ein Ort sein, der einen warm und informell empfängt. Da sollten Sessel und Sofas stehen. Die Kinder sollen sich doch wohlfühlen, Bücher entdecken, sich einlassen auf die Welt der Geschichten. Daneben könnte es PC-Arbeitsplätze geben und Sitzecken in kleinen Erkern. Es sollte viel Holz und Licht geben. Aber wie kann man dabei den besonderen Anforderungen von Bibliotheken gerecht werden? Wie bringt man beispielsweise die vielen Medien unter? Das ist überhaupt kein Problem. Das Architekturbüro Bolles-Wilson zum Beispiel hat das in Münster vorgemacht. In der Stadtbücherei sind die Medien, also die Bücher, DVDs oder Zeitungen, nicht in einer sich aufdrängenden, sondern in einer sich anbietenden Form integriert. Ich würde sagen, das gilt für die Architektur überhaupt. Sie sollte sich nicht aufdrängen, sondern anbieten. Welche Atmosphäre hätte dann die ideale Bibliothek? Sie sollte ein Ort sein, der eine Atmosphäre wie ein Wohnzimmer hat. Es müsste einer sein, der den Besucher so fasziniert, dass er extra dort hingeht, um zu lernen, eine Bewerbung oder einen Liebesbrief zu schreiben. Ließe sich das auf wissenschaftliche Biblio­ theken übertragen? Na ja, Liebesbriefe wird man dort wahrscheinlich seltener schreiben wollen. Aber gerade für die wissenschaftliche Arbeit sollten sie so beschaffen sein, dass man gerade dort hingeht, um zu lesen, zu lernen, zu studieren. Einfach, weil man das dort am besten kann.

Zur Person Peter Hübner, Jahrgang 1939, absolvierte zunächst eine Orthopädie­ schuhmacherlehre in Kiel. Anschließend eine Schreinerlehre. Von 1963 bis 1968 studierte er an der Uni Stuttgart Architektur. Im Wintersemester 1979/80 war er Stipendiat der Villa Massimo Rom und wurde an der Universität Stuttgart zum Professor für Baukonstruktion und Entwerfen berufen. Seit 2007 ist er emeritiert. In seinem 1980 gegründeten Architekturbüro in Neckartenzlingen bei Stuttgart ist er noch heute gemeinsam mit drei Partnern tätig. Weitere Informationen: www.plus-bauplanung.de

da. Diese Häuser werden auch dann noch geliebt, wenn die Erbauer längst nicht mehr da sind. Und das aus einem einfachen Grund: Ihre Botschaft bleibt erhalten. Sollte man künftige Nutzer also auch beim Bibliotheksbau beteiligen? Das sollte man unbedingt tun. Allerdings gibt es Grenzen. Eine ernsthafte Beteiligung müsste schon sehr früh anfangen. Sie müsste bei der Formulierung der Aufgabe einsetzen, also schon vor der Ausschreibung. Es gibt da ein großes Interesse bei den Laien. Von ihnen muss der entscheidende Anstoß kommen, die der Architekt als Fachmann dann umsetzt. Denn nur er weiß, wie man die Dinge entsprechend löst. Die Individualität der Bibliotheksnutzer, ihre speziellen Wünsche und Bedürfnisse aber sollten noch viel stärker als bisher berücksichtigt werden.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, anders zu bauen? Als wir mit Studenten Häuser gebaut haben, stellten wir schnell fest, dass Bauen nicht nur ein technischer, sondern auch ein sozialer Prozess ist. Auch später haben wir mit den Betroffenen gemeinsam gebaut und festgestellt, dass die Häuser unter Beteiligung derjenigen, die sie nutzen, unglaublich anders werden. Wie erklären Sie sich das? Das ist ganz einfach. In unseren Häusern ist eine Botschaft vergraben. Sie lautet: Ich bin ein menschgemäßes Haus. Ich bin mit Liebe gemacht. Ich bin für dich gemacht. Ich bin für dich 31


Kulturelle Bildung

Lyric meets Graffiti – Gedichte an die Wand gesprüht Jungs und Gedichte – das passt nicht zusammen. Oder doch? Die Stadtbibliothek im Bildungscampus Nürnberg weckt mit ihrem Projekt nicht nur das Interesse an Lyrik, sondern auch die Kreativität der jugendlichen Teilnehmer. Text Petra Bamberger Fotos Stadtbibliothek Nürnberg

32


Kulturelle Bildung

E

rnes hadert den ganzen Vormittag mit seiner Aufgabe. Zwar hat der 12-jährige Hauptschüler mit dem Fußballer-Haargummi sein Gedicht schnell gefunden: es handelt vom Glück. Aber wie er den Vierzeiler der Lyrikerin Regina Schwarz umsetzen soll, bringt ihn schwer ins Grübeln. Er verschließt sich und wirkt ablehnend. Es sei schon toll, findet er, dass eine echte, lebende Künstlerin der Schulklasse ihre Gedichte für das Projekt „geschenkt“ hat. Trotzdem findet er keine Antwort auf die Frage, wo sich in seiner Skizze sein eigenes Glück verstecken könnte. Gedichte sind Türöffner zur Seele Vor zwei Jahren startete Petra Bamberger, Lesebeauftragte der Stadtbibliothek im Bildungscampus Nürnberg, ein neues Leseförderprojekt: „Lyric meets Graffiti – Gedichte an die Wand gesprüht“. Hauptund Berufsschüler setzen dabei Gedichte in Wandbilder um. Mittlerweile wurde das Projekt dreimal durchgeführt – mit einer 5. und einer 8. Hauptschulsowie einer Berufsschulklasse. Der Illustrator Michael Schober unterstützt die Schüler in Farblehre, Gestaltung und künstlerischen Fragen, zeigt Techniken und Tricks. Petra Bamberger ist vor allem zuständig für das Vorstellen und Erklären ausgewählter Gedichte. Sie spricht mit den Jugendlichen, übt die Gedichtvorträge ein und kitzelt all das heraus, was in ihnen steckt. Die Jugendlichen bekommen zunächst die Aufgabe, ein Gedicht zu wählen. Das Bild, das sich beim Hören und Lesen vor ihrem geistigem Auge formt, sollen sie in eine Skizze umsetzen und diese dann in ein gemeinsames Kunstwerk an eine Wand oder auf eine

Leinwand bringen. Die Textzeile, die sie am meisten beeindruckt hat oder die für das Bild entscheidend war, wird zuletzt in das Gemälde einbezogen. Am Ende der drei- bis zehntägigen Projektphase stehen die Präsentation der Bilder und das Vortragen der dazugehörenden Gedichte. Junge Menschen, die bis dato weder in ihrer Schullaufbahn noch im Elternhaus enger mit Lyrik in Kontakt kamen, sollen durch das Projekt einen Zugang zu dieser Gattung finden. Gedichte sind Türöffner zur Seele: Verstehen die Jugendlichen erst die Sprache und lassen sich auf die lyrischen Texte ein, öffnen sie sich und beginnen, über sich selbst nachzudenken und zu sprechen. Letztendlich zeigen sie über ihre Bilder und ihren Vortrag sehr viel von sich selbst und dem, was ihre „Welt im Innersten zusammenhält“. Dabei gilt es für viele, erst einmal eine Hemmschwelle zu überwinden. Es bedarf viel Einfühlungsvermögens, auf die Jugendlichen zuzugehen, sie zu unterstützen und ihr Leben zu hinterfragen. Erste Hemmschwelle überwinden Am nächsten Tag ist Ernes‘ Knoten geplatzt: „Jetzt habe ich mein Glück gefunden!“ verkündet er. „Ich bin der Herrscher in dem Wolkenschloss“, von dem Regina Schwarz in ihrem Glücks-Gedicht schreibt. Der Junge dreht sich um, setzt sich an seine mit Zeitungspapier abgeklebte Schulbank und macht sich daran, sein Glück in eine Skizze zu zeichnen. Anschließend bringt er sein Wolkenschloss auf eine Leinwand. Michael Schober hilft ihm dabei, mit Farbe und der richtigen Technik die Gefühle umzusetzen, die er beim Lesen des Gedichtes empfunden hat. 33


Kulturelle Bildung

Und so nimmt Ernes am dritten Projekttag goldgelbe Farbe und lässt mit Hilfe einer Zahnbürste aus dem Wolkenschloss einen goldenen Strahl auf die Erde blitzen – sein Glück. „Es ist immer wieder ungeheuer spannend, mit Jugendlichen an Gedichten zu arbeiten,“ sagt Petra Bamberger. Was anfangs nahezu unmöglich schien, hat bisher dreimal auf unterschiedliche Art und Weise funktioniert, mit Jugendlichen, die zuvor weder in ihrem Schulalltag noch zuhause mit Lyrik in Berührung kamen. Sie interpretierten beispielsweise den Bachmann-Text „Nach grauen Tagen“ nicht nur in ihrem Graffiti, sondern trugen bei der Präsentation das Gedicht so überzeugend vor, dass sie das Publikum vollkommen in ihren Bann zogen. Die Zuschauer applaudierten bewundernd und begeistert. Am Anfang jeder Projektphase steht Petra Bamberger meist vor fragenden Gesichtern. „Nein“ antworten fast alle auf die Frage, ob sie ein Gedicht auswendig können. Aber was ist mit Liedtexten? Ist nicht jedes Lied eigentlich auch ein Gedicht? Langsam hellen sich die Gesichter auf – ja sicher, reimt sich ja auch! Meist wissen die Jugendlichen sehr schnell, welches Gedicht ihnen am besten gefällt. Wer der Autor ist, warum und in welcher Situation die Zeilen verfasst wurden, ist ihnen dagegen egal. Für das Projekt ist das gut – es geht darum, was die Jugendlichen selbst beim Hören fühlen, welche Bilder sich vor ihrem eigenen Auge auftun. Keine andere Gattung vermag es,

so intensiv das Innerste anzusprechen und schafft es, Türen zu öffnen, die sonst verschlossen und verborgen bleiben. „So fühl ich mich auch“ Eine lasziv gekleidete Frau auf einer Billardkugel – so setzen vier Jugendliche Rilkes Gedicht „Menschen bei Nacht“ um. „Man muss aufpassen, soll nicht nur darauf achten, was man sieht, wenn man jemanden trifft. Die Frau sitzt auf einer schwarzen Acht – locht man die beim Billard ein, ist das ganze Spiel vorbei. Genauso ist es bei ihr. Vorne herum sieht sie echt gut aus, aber sie blendet dich, und wenn du nicht aufpasst, dann hast du verloren.“ So erklären die Berufsschüler ihr Bild und interpretieren die Zeilen „Und machst du nachts deine Stube licht, um Menschen zu schauen ins Angesicht, so mußt du bedenken: wem.“ Die Arbeit mit den Jugendlichen an den Gedichten und Bildern ist jedes Mal eine intensive Reise mit ungewissem Verlauf. Das Ziel hat die Projektleiterin von Anfang an vor Augen: Über die Gedichte mit den Jugendlichen ins Gespräch kommen, sie stärken, ihnen zeigen, dass sie nicht allein sind und stolz auf sich sein dürfen. Ist erst einmal die sprachliche Hürde genommen, ist das Interesse an den lyrischen Texten groß. Zu Beginn steht noch Ablehnung: „Ich versteh‘ nicht, was der damit sagen will, warum redet der so geschwollen!“ Nicht viel später hört sie: „So fühl‘ ich mich auch“. An diesem Punkt weiß sie, dass das Projekt auf dem richtigen Weg ist. Am Ende stehen die Jugendlichen vor ihren Kunstwerken, tragen Gedichte mit Gefühl und Tiefe vor und strahlen vor Stolz, dass sie den schwierigen Weg gewagt haben, und dass sie nicht zuletzt über die Gedichte und ihre Bilder das gleiche gefunden haben wie Ernes: ein Stückchen Glück. Für „Lyric meets Graffiti – Gedichte an die Wand gesprüht“ – erhielten die Stadtbibliothek im Bildungscampus Nürnberg und die B11 Berufliche Schule für Berufe des Bau-, Maler- und Holzgewerbes den Paula-Maurer-Preis 2009. www.ks-nue.de/paula-maurer-preis/­e ntstehungkriterien.html

Petra Bamberger studierte Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Theater- und Medienwissenschaften und Kunstgeschichte. Seit 2007 ist sie die Lesebeauftragte der Stadtbibliothek im Bildungscampus Nürnberg. Petra.Bamberger@stadt.nuernberg.de Foto: ellaDON

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Interv iew

Denken in langen Zeiträumen Fragen Ulla Wimmer Fotos Anke Jacob

Dora *1900 »Man darf nicht zu ängstlich mit sich umgehen«

Als Schülerin des renommierten Berliner Lette-Vereins entdeckte Anke Jacob in der Bibliothek die Welt der Fotografie. Heute arbeitet die Fotografin für den Deutschen Bundestag und portraitiert in ihren Projekten Menschen und Gesellschaft im Wandel der Zeit. Ein Gespräch über die Wechselwirkung von Kreativität und Nachhaltigkeit.

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Frau Jacob, zu jeder Ausbildung gehört auch die Auseinandersetzung mit Vorläufern und Vorbildern. Welche Rolle hat die Bibliothek dabei während Ihrer Anfangszeit im LetteVerein gespielt? Der Lette-Verein ist eine Berufsschule, sie bietet kein Studium. Sprich: das Handwerk steht im Vordergrund. Das war für mich rückblickend genau das Richtige, daraus ergab sich für mich aber auch die Notwendigkeit einer Bibliothek: nur in der Bibliothek gibt es das Material, das für Anfänger eigentlich interessant ist, wenn sie nämlich herausfinden wollen: wie haben das die anderen gemacht? Zum damaligen Zeitpunkt hätte ich mir überhaupt nicht leisten können, dieses Material selbst zu kaufen. Ich war eine von den Schülerinnen, die ganz früh mit wenig Geld auskommen mussten; ich habe während meiner gesamten Ausbildung kein einziges Fotobuch besessen. Ich hatte Material wie das Zonensystem oder ein Fotolexikon für den Unterricht, aber das eigentlich Spannende – das lag in der Bibliothek: ein ungeheurer Schatz, den man selbst finden und ergründen konnte. Ich hatte neben der 40-Stunden-Woche drei Jobs, und ich war oft in der Bibliothek als eine Art Ruhepunkt, auch das war für mich sehr wichtig. War die Bibliothek für Sie eher ein Erkun­ dungs-Raum, zum Entdecken und Anregen, oder haben Sie die Materialen gezielt zum Nachschlagen und Informieren genutzt? Sowohl als auch. Natürlich war es zuerst ein bisschen wie Flohmarkt, dieses Suchen und Finden, das immer ganz am Anfang steht: ich stöbere einfach und gucke, was sich so bietet. Und im Lauf der Zeit gab es dann eine Menge Aha-Erlebnisse. Ich kannte wenige Fotografen, ganz wenige – was auch wieder damit zu tun hat, welche Ressourcen man schon mitbringt zu so einer Ausbildung. Jemand, der zuhause eine gut sortierte Bibliothek und vielleicht Eltern hat, die künstlerisch interessiert sind, hat logischerweise von Anfang an ein ganz anderes Standing. Da schafft die Bibliothek etwas, das unbezahlbar ist: nämlich ein Gleichgewicht. Für die einen ist das nicht wichtig, denn die haben den Zugang schon. Aber für andere ist das die Chance, die jeder natürlich selber nutzen muss. Für mich war es die Chance, mich selber zu informieren. Und deshalb ist die Bibliothek ein unschätzbarer Wert. In meiner Ausbildung war die Bibliothek selbstverständlich ganz notwendig, hier habe ich das kleine 1x1 gelernt: was gibt es eigentlich für Fotografen, Künstler, Stile, wie kann ich das erfassen. Nach der Ausbildung ging es darum, wie ich aus dem Gelernten etwas Neues machen, es umsetzen konnte.

Lette-Verein und Bibliothek Ab 1872 bot der Berliner „Verein zur Förderung der Erwerbsfähigkeit des weiblichen Geschlechts“ von Wilhelm Adolf Lette Ausbildungsgänge für Frauen an. Er wirkte damit bahnbrechend für die Förderung der Frauenerwerbstätigkeit. 1890 eröffnete die Photographische Lehranstalt als weltweit eine der ersten Einrichtungen ihrer Art. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zählten bedeutende Fotografinnen (u.a. Erna Lendvai-Dircksen, Frieda Riess, Marianne Breslauer und Liselotte Strelow) zu den Schülerinnen. In den 1950er Jahren besuchten u.a. die Modefotografin Christa Peters und der Porträtist Lothar Wolleh die Fotoklassen des Lette-Vereins. (Quelle: Lette-Verein) Die Fachbibliothek ist das Informationszentrum für den Lette-Verein. Die Bibliothek in ihrer heutigen Form wurde 1985 eröffnet. Der Bestand umfasst ca. 17. 000 Medieneinheiten – Bücher, Zeitschriften, Zeitungen und Online-Medien. Die Bibliothek wird zur Förderung der Informationskompetenz aktiv in den Unterricht einbezogen. Im Frühjahr 2011 wurden Auszüge des Projekts „Menschen des 20. Jahrhunderts“ in der Bibliothek gezeigt. www.lette-verein.de

Die Projekte „Menschen des 20. Jahrhun­ derts“ und „Was ändert mich?“ sind Be­ standsaufnahmen über lange Zeiträume hin­ weg. Man kann hier durchaus eine Analogie zu einer Bibliothek oder einem Archiv sehen. Arbeiten Sie bewusst mit diesem Thema? Die Arbeit mit der Zeit, mit Veränderung und Stetigkeit, ein gewisser soziologischer Aspekt, haben mich schon immer interessiert. Ich glaube, das gemeinsame Thema heißt eigentlich Nachhaltigkeit. Hier liegt die Parallele, denn eine Bibliothek sorgt per se für Nachhaltigkeit. Das möchte ich auch gerne. Es ist das, was mich antreibt: Authentizität zu suchen in einem Gesicht und damit einen kleinen Moment lang ein Verständnis zu bekommen für den anderen, vielleicht auch für das Leben an sich, für das „Große Ganze“. „Menschen des 20. Jahrhunderts“ war nach dem Lette-Verein meine erste große Arbeit. Der Plan war: wenn es mir gelingt, 100 Menschen aus 100 Geburtsjahren einmal zu fotografieren, dann ist das zum einen für mich als Portraitfotografin die perfekte Übung, um mich mit allen Jahrgängen einmal auseinandergesetzt zu haben. Zum anderen war es mir aber auch wichtig, dass die Menschen auf ihre Art im Leben stehen, etwas zu sagen hatten. Ich habe deshalb jeden noch um eine Lebensweisheit gebeten – nach dem Fototermin

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Haresh *1959 » … and hope is less dear than the dew of the morn«

Bärchen *1982 »Achterbahn ist mein Leben«

wohlgemerkt. Während der Ausstellung im Haus Schwarzenberg waren alle Bilder in einem Kreis angeordnet; je nachdem in welcher Richtung man sich bewegt hat, wurden die Gesichter immer jünger oder immer älter. Das erzeugte ein unmittelbares Gefühl für große Zeitverläufe.

Weise wurde ihm klar: es geht hier um mich. Und dann ging die eigentliche Arbeit los.

Ihr anderes Arbeitsfeld ist die zeitgeschicht­ liche Arbeit mit Politikern im Deutschen Bundestag. Hier geht es um Bilder von Men­ schen, die aktuell über die Gesellschaft mit­ bestimmen. Dieser Zustand kann sehr kurz­ lebig sein. Denken Sie beim Fotografieren schon mit, wie das Foto in 50 Jahren wirken könnte? Nein, ich bin beim Fotografieren immer im Moment, im Hier und Jetzt. Wenn ich zu viel spekuliere, was einmal sein könnte, würde ich diesen Bezug verlieren. Aber genau um das Hier und Jetzt geht es. Ich bin keine Pressefotografin, die bei jedem Bild kalkulieren muss, ob es sich hinterher gut verkaufen lässt. Ich werde gebucht, um das parlamentarische Leben abzubilden, ich darf „sehen“ und auf meine Art umsetzen. Um ein Beispiel zu nennen: Ich hatte den Auftrag, ein Portrait von Ludwig Stiegler, dem ehemaligen stellvertretenden Vorsitzenden der SPDBundestagsfraktion zu erstellen. Herr Stiegler ist bekannt als ein Politiker, der sich sein Leben lang erfolgreich um sämtliche Fototermine gedrückt hat. Am Beginn des Termins mit Herrn Stiegler gab es die Gelegenheit für ein Sensationsfoto, das hätte sich gut verkaufen lassen. Hätte ich dieses Foto gemacht, wäre die Arbeit nach fünf Minuten zu Ende gewesen. Ich arbeite aber anders, setze mich mit der Person auseinander. Ich interessiere mich dafür, wen ich da vor mir habe, und informiere mich im Vorfeld über ihn. Ich bleibe authentisch und dringe nicht zu schnell in seinen Bereich ein. Auf diese

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Da ist wieder das Element der Beständig­ keit. Die Fotos gehen danach ins Bundes­tagsarchiv. Genau. Die Bilder kommen ins Archiv und werden dann in Schulbüchern und anderen Materialien gedruckt. Dadurch entsteht auch ein kleines Stück Geschichte. Für Bibliotheken sind Medienwandel und Medienvielfalt ein großes Thema, das auch mit der Erhaltung von Beständen zu tun hat. In welchen medialen Formen ist Ihre Arbeit verfügbar? Ich arbeite für den Bundestag – und auch darüber hinaus - digital, aber auch nach wie vor analog im Mittelformat 6x6 cm, vor allem für das Projekt „Was ändert mich?“. Zu „Menschen des 20. Jahrhunderts“ gibt es einen gedruckten Katalog, der gehört in die Bibliothek. Die großformatigen Abzüge gehören ins Museum. Es wurde vor kurzem auch ein Film daraus gemacht mit einer musikalischen Untermalung, eine Tonbildschau. Den ersten Zugang finden die Betrachter online über meine Webseite. Noch einmal zu Ihrer Rolle als Fotografin beim Portraitieren: Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Ihrer Arbeit im Bundestag und den Portraits von ganz „alltäglichen“ Menschen? Zu einer funktionierenden Gesellschaft gehört für mich, Verständnis und Aufmerksamkeit für andere zu schaffen. Vielleicht ist es naiv, aber ich glaube nach wie vor, dass es sich lohnt, daran zu arbeiten: bleib‘ aufmerksam, interessiere dich für deine Mitmenschen, schau nicht zu viel in den Spiegel, lass die anderen in den Vor-


dergrund. Das ist mein selbsterteilter Auftrag. das passt auch zu „Was ändert mich?“, wo ich ja meine Freunde seit mittlerweile zehn Jahren einmal jährlich dokumentiere. Allein, dass sie alle einmal im Jahr ins Atelier kommen, ist ein organisatorischer Großeinsatz. Aber es klappt, und alle stellen sich vor die Kamera, auch wenn es vielleicht gerade eine schwere Zeit für sie ist. Ich kann mir keine größere Auszeichnung vorstellen, als so viel Vertrauen geschenkt zu bekommen.

Zur Person Anke Jacob, Jahrgang 1971, absolvierte von 1994-1997 die Ausbildung am Fachbereich Fotografie des Lette-Vereins und ist als freie Fotografin in Berlin tätig. Der Schwerpunkt ihrer fotografischen Arbeit liegt in der Portrait- und Reportagefotografie. Seit 2004 arbeitet sie als Fotografin des Deutschen Bundestages. Für das Projekt „Menschen des 20. Jahrhunderts“ fotografierte sie 100 Menschen mit Geburtsjahren von 1900-1999. „Was ändert mich?“ dokumentiert Personen in langen Zeitreihen.

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Inspiration Buch Trotz E-Book und iPad – ein schönes Buch in den Händen zu halten, ist ein Genuss. Der Berliner Künstler Michail Molochnikov ist davon fasziniert. Er fertigt Künstlerbücher an, die aus unzähligen abstrakten und realistischen Elementen bestehen und dem Betrachter wie lebendige Mosaike erscheinen.

Aus der Serie „Köpfe“

Aus dem Künstlerbuch „Leben“

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Alphabet


Bookart

Künstlerbücher

Michail Molochnikov (*1963) lebt und arbeitet in Moskau und Berlin. Seine Grafiken, Skulpturen und buchkünstlerischen Werke wurden in zahlreichen Publikationen und mehr als 40 Ausstellungen im In- und Ausland präsentiert. Ein Teil seiner Arbeiten wird in bedeutenden Einrichtungen wie dem Puschkin Museum für bildende Künste in Moskau, der Bibliotheca Alexandrina in Ägypten und dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin aufbewahrt. Aktuell sind seine Arbeiten in der Ausstellung „das alphabet von a bis z“ in der MEWO Kunsthalle Memmingen (www.memmingen.de) zu sehen. Weitere Informationen: http://molochnikov-m.livejournal.com

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Interv iew

Hochschulautonomie öffnet spannende Perspektiven Fragen Ulla Wimmer

Führt mehr Wettbewerb zwischen den Hochschulen zu besseren Angeboten für die Studierenden? Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) setzt sich für die Stärkung der Hochschulautonomie ein - und unterstützt Qualitätsinitiativen der Hochschulen. Wir sprachen mit Dr. Thomas Kathöfer, dem Generalsekretär der HRK, über Bibliotheken auf dem Schnittpunkt zwischen beiden Entwicklungen.

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Herr Dr. Kathöfer, im Oktober 2010 hat die HRK das Projekt „nexus – Konzepte und gute Praxis für Studium und Lehre“ ge­ startet. Sie will dazu beitragen, die Studi­ enqualität an deutschen Hochschulen zu verbessern. Welche Rolle spielen dabei die Hochschulbibliotheken? Wie die regelmäßigen Schulungsstatistiken der Bibliotheken zeigen, leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hochschulbibliotheken einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung von Informationskompetenz an die Studierenden. Damit sind sie für die Unterstützung neuer Lehrkonzepte, in deren Mittelpunkt die Studierenden stehen, von großer Bedeutung. Im Übrigen ermöglichen die Hochschulbibliotheken natürlich den Zugang zu einem großen Wissensfundus, ohne den gute Lehre gar nicht auskommen könnte. Wo müssen die Bibliotheken gezielt besser werden, wenn sie die Qualität der Lehre nachhaltig unterstützen sollen? Das Leitbild der „stringenten Nutzerorientierung“ kann gar nicht wichtig genug genommen werden. Die Hochschulbibliotheken müssen den Lernprozess der Studierenden möglichst genau erfassen und überlegen, wie sie die Studierenden bedarfsgerecht unterstützen können. Zudem müssen die Hochschulbibliotheken ständig überprüfen, ob ihre Services den jeweils neuesten Entwicklungen des digitalen Lernens, Forschens und Publizierens angemessen sind. Besteht die Gefahr, dass es zukünftig zu stärkeren Qualitätsunterschieden bei den Studienbedingungen kommt – z.B. durch un­ terschiedliche Bibliotheksausstattung? Im­ merhin verlagern sich durch die Hochschul­ autonomie immer mehr Entscheidungen in die Hochschulen und entziehen sich daher einer Koordinierung. Architektur, Ausstattung und Services der Hochschulbibliotheken sind ohne Frage Merkmale, die die Hochschulen bei der Darstellung ihrer Forschungs- und Lehrbedingungen gern herausstellen und auch für ihre Profil- und Imagebildung nutzen. Die gestärkte Hochschulautonomie stellt dabei sicher, dass das Leitbild der „stringenten Nutzerorientierung“ noch konsequenter verfolgt und umgesetzt wird. Dies kann in Einzelfällen zwar zu Leistungseinschränkungen einer einzelnen Bibliothek führen. Aber: Nicht jede Bibliothek kann alles bieten - und soll sie auch nicht. Denn gerade die zunehmende Digitalisierung erleichtert leistungsfähige Verbundlösungen durch gezielte Zusammenarbeit von Bibliotheken untereinander. Verändert sich durch die Hochschulautono­ mie die Rolle der HRK, gerade auch in Be­ zug auf die Abstimmung der Hochschulen untereinander?

Aufgabe der HRK war es schon immer, sich für die Stärkung der Hochschulautonomie zu engagieren. Eine gestärkte Hochschulautonomie eröffnet weitere spannende Themen wie Wettbewerb, Profilbildung, Diversifizierung versus Standardisierung usw. All diesen Themen widmet sich die HRK in lebendigen Diskussionen – und auch das ist ihre Aufgabe. Für die Bibliotheken birgt die Hochschul­ autonomie einen gewissen Unsicherheits­ faktor: auf einmal müssen Positionen aus­ gehandelt werden, die bisher womöglich festgeschrieben waren. Wie sollten sie sich auf diese Situation einstellen? Wie alle anderen Einrichtungen der Hochschulen müssen auch die Bibliotheken stärker als früher ihrer Hochschulleitung erklären, welchen Nutzen sie ihrer Hochschule bringen und welche Maßnahmen sie ergreifen wollen, um im Sinne einer „stringenten Nutzerorientierung“ ihre Leistungen weiter zu steigern. Auf diese Verhandlungen sollten sich auch die Bibliotheken mit überzeugenden Konzepten gut vorbereiten. Neben der „alltäglichen“ Literaturversor­ gung stehen für die Bibliotheken zurzeit große Themen auf der Agenda: die Digitali­ sierung der Bestände, das Bereitstellen von Infrastruktur für Open Access-Publikatio­ nen und Forschungsprimärdaten oder die Vermittlung von Informationskompetenz an Studierende. Welches dieser Themen – oder welches andere – hat aus Ihrer Sicht für die Hochschulen die größte Brisanz? Die Bibliotheken werden sich von ihrem alten Selbstverständnis verabschieden müssen, ledig­ lich Informationen zu archivieren und bei Bedarf zur Verfügung zu stellen. Gerade die Digitalisierung hat dazu geführt, dass die Bibliotheken die gesamte Wertschöpfungskette des Data Life Cycles in den Blick nehmen und für jedes Glied der Kette ihre Services neu definieren müssen. Das schließt ganz neue Herausforderungen ein, zum Beispiel die Handhabung von Forschungsdaten oder die Unterstützung von Forscherinnen und Forschern bei der auf Daten bezogenen Kommunikation zu ihrem Metier. Zur Person Dr. Thomas Kathöfer, Jg. 1957, ist promovierter Wirtschaftsingenieur. Er übte zahlreiche Lehrund Gutachtertätigkeiten im Bereich Maschinenbau aus. Ab 1997 übernahm er Aufgaben in der Hochschulverwaltung der Technischen Universität Berlin und leitete deren Präsidialamt. Seit 2009 ist er Generalsekretär der Hochschulrektorenkonferenz mit Sitz in Bonn. Im Juni 2009 übernahm er das Amt des Vizepräsidenten des Deutschen Bibliotheksverbands. www.hrk.de

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Management

Den Ton getroffen Auch kreative Köpfe profitieren von einem professionellen Management. Deswegen arbeitet die Universitätsbibliothek an der Kunstuni Graz kontinuierlich daran, ihre Dienstleistungen zu verbessern. Anfang des Jahres bewarb sich der Direktor um eine aussagekräftige Zertifizierung – er wollte die Leistungsfähigkeit seines Hauses kundtun. Dazu galt es aber, sich einer 83 Punkte umfassenden Prüfung zu stellen.

© KUG/Wenzel

Text Roland Koch Fotos KUG/Wenzel

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© KUG/Wenzel

Management

A

ls die beiden Frauen im Januar das Büro von Robert Schiller in der Grazer Brandhofgasse betraten, hatte er es seit langem wieder einmal, dieses mulmige Gefühl, vor einer Prüfung zu stehen. Der Bibliotheksdirektor hatte sich und seine Mitarbeiter akribisch auf diesen Besuch vorbereitet. Monatelang hatten sie ihre Arbeit unter die Lupe genommen, ihre Ziele schriftlich definiert, die Barrierefreiheit für die Besucher gecheckt und vieles mehr. Nun sollte die Stunde der Wahrheit schlagen. Die Auditorinnen wollten die Räumlichkeiten begutachten, mit den Mitarbeitern sprechen, Arbeitsabläufe kontrollieren. Bereits seit 2004 sind die österreichischen Universitäten gehalten, Systeme für ein Qualitätsmanagement aufzubauen. Die Bibliothek der Kunstuni in Graz hatte sich nach dem Verfahren der Arbeitsgemeinschaft für Kunst- und Museumsbibliotheken (AKMB) gerichtet. Die AKMB berücksichtigt die Besonderheiten dieser kleinen Bibliotheksgruppe. Sie bietet darüber hinaus aber noch etwas: Anhand von 83 Standards können die Mitglieder die Einhaltung dieses Verfahrens überprüfen lassen und erhalten anschließend eine schriftliche Bestätigung darüber. Dieses Zertifikat wollte Robert Schiller unbedingt für seine Bibliothek erringen. Gibt es messbare Ziele? Die Aufträge für die Auditoren-Besuche werden knapp 1000 Kilometer weiter nördlich erteilt – von Prof. Dr. Konrad Umlauf. Er ist der stellvertretende

geschäftsführende Direktor des Instituts für Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Und er ist für die externe Begutachtung nach den AKMB-Standards zuständig. „Die ehrenamtlichen Auditoren kontrollieren beispielsweise, ob die Bibliothek messbare Ziele ihrer Arbeit schriftlich verfasst hat, ob ein schriftliches Konzept für die Bestandserhaltung vorliegt oder ob es ein Konzept zur Digitalisierung der Bestände gibt“, sagt Konrad Umlauf. Sie sähen auch nach, ob Neuerwerbungen für die Besucher innerhalb einer Woche zugänglich seien oder ob es ein Beschwerdemanagement gebe. Für jeden erfüllten Standard vergeben die Auditoren einen Punkt, bei Übererfüllung gibt es einen weiteren. Auf dieser Grundlage ergibt sich eine Gesamtpunktzahl. Der Bericht wird noch vor Ort mit den Bibliotheksleitern besprochen. Anschließend geht er an Konrad Umlauf nach Berlin. Er entscheidet dann, ob das Zertifikat erteilt werden kann. Bibliotheken, die das Zeugnis erhalten, haben nachgewiesen, dass sie den strengen AKMB-Standards entsprechen. Aber warum tun sie sich freiwillig diesen Stress an? „Bei uns war es einfach eine intrinsische Motivation unserer Mitarbeiter“, sagt Robert Schiller. „Wir wollten unsere Dienstleistungen schon immer aus eigenem Antrieb auf hohem Niveau halten beziehungsweise sehen, wo wir sie verbessern können.“ Schließlich gehe es darum, den kreativen Studierenden der Kunstuniversität sowie vielen anderen Besuchern bestmögliche Arbeits- und Lernmöglich45


Hintergrund Mag. Robert Schiller ist Direktor der Universitätsbibliothek der Kunstuniversität Graz (UBKUG) mit 2.400 Studierenden.

© Robert Schiller

Management

Die Bibliothek verzeichnet jährlich 68.000 Besuche und 53.000 Entleihungen. Die Hauptbibliothek befindet sich auf dem Campus, an den Instituten gibt es 20 Zweigstellen. Elf Vollzeitstellen sind auf 14 Mitarbeiter verteilt. Die Bibliothek hat einen Bestand von ca. 210.000 Medien: beispielsweise Bücher, EBooks, Tonträger, Noten, Handschriften u.a. Im deutschsprachigen Raum gibt es rund 180 Kunst- und Museumsbibliotheken. In der Regel sind sie kleinere bis mittlere Einrichtungen.

keiten zu bieten. Als man von dem Zertifikat erfuhr, sei der Ehrgeiz in der Belegschaft schnell geweckt gewesen – und als das Rektorat davon erfuhr, gab es begeisterte Zustimmung. Begutachtung auf kollegialer Ebene Einen finanziellen Vorteil haben Bibliotheken durch das Zertifikat nicht. „Das ist in unserem Bereich eben anders als etwa in der Industrie“, sagt Konrad Umlauf. In der Regel seien es engagierte Bibliothekare, die ihren Besuchern durch das Qualitätsmanagement ein möglichst gutes Angebot machen wollten. „Aber auch, wenn eine Bibliothek das Zertifikat nicht erhält, hat sie einen Vorteil durch dieses Verfahren“, sagt er. In der Vorbereitungszeit nämlich durchleuchteten sich die Musik- und Kunstbibliotheken intensiv und erreichten allein dadurch eine Qualitätsverbesserung.

Eine klassische Prüfungssituation soll durch den Besuch der Auditoren eigentlich nicht entstehen. „Wir verstehen unsere Zertifizierung eher als Empfehlungen unter Kollegen, in nicht erfüllten Standards besser zu werden“, sagt Konrad Umlauf. Das wusste auch Robert Schiller vor dem Besuch. „Echte Bedenken habe ich zwar nicht gehabt“, sagt er. „Aber man weiß ja nie.“ Die Begutachtung fand schließlich auf kollegialer Ebene statt. In zwei Bereichen, der Kommunikation und dem Marketing, sah man in seiner Bibliothek noch Optimierungsmöglichkeiten. Doch das konnte das Gesamtergebnis nicht trüben. „Die UBKUG ist sehr gut durch das Zertifizierungsverfahren gekommen“, resümiert Konrad Umlauf. „Sie hatte deutlich mehr Punkte, als erforderlich gewesen wären.“ Das drei Jahre lang gültige Zertifikat erhielt die Grazer Bibliothek Anfang Februar. Auf der Internetseite zum Beispiel wirbt sie nun damit für sich, ebenso in Broschüren und Flyern. „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung“, sagt Robert Schiller. „Und wir hoffen, damit auch ein Vorbild für andere Kunst- und Museumsbibliotheken zu sein.“ Weitere Verbesserungen hat die AKMB-Prüfung auch schon hervorgebracht. Der Bibliotheksflyer wurde nach Corporate Design Aspekten überarbeitet und regelmäßige Besucherbefragungen wurden eingeführt. Ausruhen will man sich in Graz nämlich nicht – schließlich gilt es, den Titel schon bald wieder zu verteidigen.

Weitere Informationen: www.kug.ac.at/bibliothek.html www.akmb.de www.ibi.hu-berlin.de

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Stöbern, Inspirieren lassen, ­Weiterverarbeiten: Der Bibliothekskatalog 2.0 Jede größere Bibliothek bietet heute die Möglichkeit, über das Internet in ihrem Bestandskatalog zu recherchieren. Nun steht ein Quantensprung bevor: der elektronische Katalog entwickelt sich vom sperrigen „Werkverzeichnis“ zum vielseitigen Arbeitsinstrument und zum Entdeckungsraum mit Social-Media-Komponente.

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Text Frederik Maas Foto Leo Pompinon

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Innovation

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ie können Bibliotheken trotz der stetig wachsenden Menge an Büchern, Zeitschriften und elektronischen Dokumenten dem Leser Informationsdienste anbieten, die auf seine Bedürfnisse angepasst sind und ihn schnell und komfortabel zur benötigten Information führen? Die Lösung liegt in der Weiterentwicklung des wichtigsten Werkzeugs moderner Bibliotheken: des online verfügbaren Katalogs (Online Public Access Catalog, kurz: OPAC). Mit dem „klassischen“ OPAC lassen sich über das Internet die Bestände einer oder mehrerer Bibliotheken durchsuchen und Informationen darüber einholen, ob ein Werk gerade verliehen ist. Dabei ist die Verwendung des OPAC denkbar einfach: Suchbegriff eingeben, „Suchen“ anklicken, und schon wird die Trefferliste angezeigt. Aber damit entstehen neue Probleme: Man erhält zu wenige oder zu viele Ergebnisse, man kann nicht einschätzen, wie nützlich ein Treffer ist, man hat mehrere interessante Medien zur Auswahl, die man sich merken und ggf. später nutzen will. Oder man kann zu Beginn einer Recherche noch gar nicht genau benennen, wonach man eigentlich sucht. Um die Nutzer in diesen und ähnlichen Situationen zu unterstützen, entwickeln Bibliotheken und Softwarehersteller ihre OPACs beständig weiter. Mittlerweile gibt es eine Reihe von „Katalogen 2.0“, die die Arbeit mit Literatur so einfach und komfortabel wie möglich gestalten. Ein paar der etablierten und interessantesten neuen Techniken werden im Folgenden vorgestellt. Klassische Services in neuem Gewand Viele neue Funktionen dienen dazu, die Bibliothek in der virtuellen Welt so attraktiv zu machen wie in der realen - nur noch ein bisschen komfortabler. Heute kann die Bibliothek bequem vom PC oder Mobiltelefon aus virtuell „betreten“ werden. Neuerwerbungsregale finden ihr Gegenstück in elektronischen Neuerwerbungslisten, die online oder als RSS-Feed direkt auf der Arbeitsoberfläche des Nutzers landen. Nicht nur die Titel der Werke, sondern auch ihre Inhaltsverzeichnisse und Cover können direkt bei der

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Recherche betrachtet werden. Empfehlungsdienste, die z.B. automatisch für eine Suche die passenden Literaturdatenbanken anzeigen, ersetzen die klassischen Fachbibliografien und weisen auf neue Suchräume hin. Google und Bing lassen grüßen: die neue Recherche Die Firma Google verdankt ihren Erfolg vor allem ihrem „Rankingalgorithmus“. Die Idee dahinter ist einfach: Die Suchergebnisse werden nicht alphabetisch geordnet, sondern die „relevantesten“ Ergebnisse stehen ganz oben in der Liste. Diese Sortierung ist das Ergebnis einer komplexen Berechnung, in die zahlreiche Faktoren einfließen. Auch Bibliothekskataloge gehen zunehmend nach dieser Methode vor. Der Katalog versucht z.B. zu erkennen, ob die Recherche einem bestimmten Titel oder einem Thema gilt und passt die Ergebnisliste entsprechend an. Aktualität, Verfügbarkeit und Qualität der Werke beeinflussen die Sortierung ebenfalls. So wird selbst bei sehr großen Treffermengen die Recherchezeit deutlich verkürzt. Sollte trotzdem immer noch eine zu große Zahl von Treffern vorliegen, kann der Nutzer die Datenmenge elegant nach bestimmten Aspekten reduzieren: Es werden z.B. Erscheinungsjahre, Autoren oder Themen angezeigt, die in den bisherigen Suchergebnissen häufig vorkommen. Durch einen Klick wird die bisherige Suche auf dieses Kriterium eingeschränkt. Die Suchmaschinentechnologie gestaltet die Literaturrecherche aber auch auf andere Weise einfacher: Durch einen Vergleich mit den gespeicherten Beständen kann die Software z.B. bei der Eingabe vollständige Suchworte vorschlagen. So wird der Nutzer auf vorhandene Themen (und damit sichere Treffer) hingewiesen, Fehlschläge durch Tippfehler werden vermieden und Tipparbeit erspart. Der persönliche Bibliothekskatalog Jede Bibliothek hat andere Nutzer, und jeder Nutzer ist individuell. Um individuellen Bedürfnissen nachzukommen, erlauben einige Kataloge die Personali-


Innovation

Anzeige_Pleuser_56x257:Layout 1 06.04.11 16:33 Seite 1

sierung: Nach einer Anmeldung kann der Nutzer auf seine eigenen Literaturlisten zugreifen, in manchen Fällen sogar auf individuell angeordnete Funktionsbuttons. So passt sich das Instrument den persönlichen Nutzungsgewohnheiten an. Viele „Kataloge 2.0“ entstehen übrigens in enger Zusammenarbeit mit den zukünftigen Nutzern – so wurden z.B. bei der Entwicklung des Hamburger beluga-Katalogs zahlreiche Fokusgruppenanalysen durchgeführt, deren Ergebnisse die Entwicklung nachhaltig und positiv beeinflusst haben. Wo war denn noch…? Vernetzung und Literaturverwaltung Der moderne Katalog steht nicht mehr alleine da – akademische Nutzer verwenden Literaturverwaltungsprogramme wie Citavi oder Endnote, Dozenten halten in Lernmanagementsystemen Literaturlisten für ihre Studenten bereit. Technische Schnittstellen sorgen dafür, dass der Bibliothekskatalog mit diesen Systemen „sprechen“ kann – im Idealfall auf Knopfdruck und ohne technisches Vorwissen. So können Literaturlisten, die in einem Katalog zusammengestellt wurden, mit wenigen Klicks als Literaturangaben in ein wissenschaftliches Paper eingefügt werden - eine wesentliche Erleichterung für den Alltag der Studierenden und Wissenschaftler. Wichtig ist aber auch die soziale Vernetzung: Rezensionen von anderen Lesern erleichtern

es, die Relevanz eines Titels einzuschätzen. Die manchmal sperrigen bibliothekarischen Klassifikationen werden durch alltagsorientierte Schlagworte aus Online-Communities („tags“) ergänzt. Spezialkataloge können sogar Raum für Diskussionsforen bieten, in denen Austausch über Themen oder Werke stattfinden kann. Und nicht zuletzt bieten Weblogs und integrierte Helpdesks den Nutzern die Möglichkeit, sich für Fragen und Anmerkungen direkt an die Bibliothekare zu wenden. Fazit Der Katalog der Zukunft birgt das Potential für eine Vielzahl von Funktionen, die die Arbeit mit Literatur einfacher und effizienter gestalten. Neue Entwicklungen verbessern die etablierten Suchfunktionen, Nutzer können den Katalog individuell anpassen und sich untereinander austauschen. Auf diese Weise werden die Suchmöglichkeiten der Zukunft vielfältiger und zugleich einfacher. Beispiele • beluga: http://beluga.sub.unihamburg.de • Getinfo: https://getinfo.de • Kölner Universitäts-Gesamt­kata­ log: http://kug.ub.uni-koeln.de • TUBFind: http://katalog.tub.tu-harburg.de

Dr.-Ing. Jan Frederik Maas betreut „beluga“, das Katalog 2.0-Projekt der ­Hamburger Bibliotheken, in der Staats- und ­Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky. E-Mail: jan.maas@sub.uni-hamburg.de http://beluga.sub.uni-hamburg.de

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Kulturelles Erbe

Kulturelles Erbe im Niemandsland Bald wird das gesamte Weltwissen im Netz verfügbar sein. Oder doch nicht? Bei der Digitalisierung des kulturellen Erbes geht es nicht nur um technische oder finanzielle Herausforderungen: Viel schwieriger sind die rechtlichen Fragen, vor denen auch Bibliotheken stehen. Ein Beispiel sind die so genannten „verwaisten Werke“ – Kulturgut mit unbestimmter Zukunft.

© Ben Kaden

Text Michaela Voigt Fotos Ben Kaden

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Kulturelles Erbe

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inter dem etwas blumigen Ausdruck „verwaiste Werke“ steckt der Gedanke, dass UrheberIn und Werk – etwa Texte, Bilder, Filme, Musik oder Bauwerke – durch ein unsichtbares Band für immer miteinander verbunden sind. Jede Nutzung von Werken ist im kontinentaleuropäischen Urheberrecht ohne die Erlaubnis der UrheberInnen verboten – mit einigen Ausnahmen. UrheberInnen haben umfassende Rechte an ihren Werken; Dritte können nicht frei über sie verfügen. Wer zum Beispiel ein Buch neu auflegen, ein Theaterstück aufführen oder ein Foto abdrucken will, muss die Nutzungsrechte dafür einholen. Dazu muss er oder sie in Kontakt mit den UrheberInnen treten. Bei verwaisten Werken jedoch ist das Band zwischen UrheberIn und Werk zerrissen: Wer UrheberIn ist oder wie man ihn/sie finden kann, ist nicht ermittelbar. Werke sind bis zu 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers geschützt. Die Rechte können in dieser Zeit den Erben zugefallen sein, deren Namen unbekannt sind oder Verlagen, die seit Jahrzehnten nicht mehr existieren. Besonders schwierig gestaltet sich die Suche bei Werken mehrerer UrheberInnen – hier müssten alle beteiligten RechteinhaberInnen um Zustimmung gebeten werden und so vervielfacht sich der Aufwand. In der Sackgasse Verwaiste Werke sind faktisch nicht nutzbar. Es gibt zwar sogenannte Schrankenregelungen im Urheberrecht, die es erlauben, Werke ohne Zustimmung zu verwenden – zum Beispiel für Privatkopien, Bücherausleihe in Bibliotheken oder Zitate in eigenen Werken. Leider passt keine der Ausnahmen auf die Veröffentlichung verwaister Werke im Internet. Claudia Lux, Generaldirektorin der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin und ehemalige Präsidentin des internationalen Bibliotheksverbandes

Über IUWIS IUWIS (Infrastruktur Urheberrecht für Wissenschaft und Bildung) ist ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördertes Projekt. Die Web-Plattform bietet verschiedensten AkteurInnen – WissenschaftlerInnen, RechtsexpertInnen, JournalistInnen, StudentInnen – die Möglichkeit zum Austausch über das Thema Urheberrecht in Wissenschaft und Bildung. Dafür stellt www.iuwis. de vielfältige Tools bereit: Werkzeuge zur semantischen Erschließung von Dokumenten sowie zur kollaborativen Arbeit und Alert-Dienste werden ebenso (an)geboten wie die Möglichkeit zum Bloggen oder zum Netzwerken mit anderen AkteurInnen.

IFLA, spricht im Fall der verwaisten Werke von einem gesetzlichen Niemandsland: „Verwaiste Werke sind für alle Beteiligten schlechte Nachrichten: für Nutzer, Bibliothekare, Verlage und Autoren. Kreativität und Fortschritt werden behindert, wenn so viele Werke in einem gesetzlichen Niemandsland gefangen sind, weil die Rechteinhaber nicht aufgespürt werden können.“ 13% aller geschützten Bücher sind verwaist Klare Statistiken zur Anzahl verwaister Werke sucht man vergebens. Dass ein Werk verwaist ist, kann man häufig erst nach einer intensiven Recherche feststellen. Und auch dann kann nur konstatiert werden, dass man keinerlei oder unzureichende Informationen über die Rechtsinhaberschaft hat. Abschließende Sicherheit gibt es selten. Hinzu kommt: Je aufwändiger die Recherche, desto höher die Kosten. Bei den Digitalisierungsvorhaben von Bibliotheken stellt vor allem die schiere Masse an Medien ein Problem dar. Die Juristin Anna Vuopala schätzte in ihrer Studie für die EU von 2010, dass allein ca. drei Millionen Bücher (von anderen Werken noch ganz abgesehen) in Europa als verwaist betrachtet werden müssen. Dies entspräche 13 Prozent der noch urheberrechtlich geschützten Bücher. Im Ernstfall droht Schadenersatzklage Plattformen wie Europeana, die Deutsche ­Digitale Bib­liothek oder 51


Kulturelles Erbe

Google Books wollen kulturelle Schätze in digitaler Form für die Öffentlichkeit im Internet zur Verfügung stellen. Bei der Digitalisierung kommt das Urheberrecht gleich an mehreren Stellen ins Spiel: es wird zunächst eine Kopie erstellt, das Werk wird vervielfältigt. Stellt man das Digitalisat ins Internet, spricht man von der öffentlichen Zugänglichmachung. Beides sind Eingriffe in die Rechte der UrheberInnen. Die reine Vervielfältigung durch Bibliotheken ist durch Ausnahmen im Gesetz abgedeckt. Eigentliches Problem ist das Fehlen einer gesetzlichen Lizenz für die Veröffentlichung im Internet. Wird das Werk ohne Zustimmung online verfügbar gemacht und somit das Urheberrecht verletzt, drohen neben Schadenersatzforderungen und obligatorischen Unterlassungserklärungen nach deutschem Recht auch strafrechtliche Folgen. Auf internationaler Ebene verpflichtet das Abkommen TRIPS die nationalen Gesetzgeber, Urheberrechtsverletzungen unter Strafe zu stellen. Der Suchmaschinengigant Google hat für sich entschieden, Tatsachen zu schaffen und begann ohne Rechteklärung mit der Digitalisierung von Büchern. Der Konzern wurde für dieses Vorgehen stark kritisiert. Um im Nachhinein die Rechte einzuholen und RechteinhaberInnen zu vergüten, wurde das Google Book Search Settlement als Lösung lanciert. Dieser Aufsehen erregende Vergleich zwischen Google und Verlags- und AutorInnenvertretungen wurde jedoch im März 2011 von einem New Yorker Gericht für unzulässig erklärt. Auch eine Marktmacht wie Google kann dies nicht ignorieren. Wie es mit Google Books weiter geht, ist derzeit nicht absehbar.

deutlich, wie wichtig es ist, gesetzliche Regelungen zu finden, damit das kulturelle Erbe der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden kann. Haftungsrisiken müssten begrenzt und Strafbarkeit ausgeschlossen werden. Aufgrund der internationalen Abkommen kann eine Änderung jedoch nur auf internationaler Ebene ausgehandelt werden. Das von der Europäischen Kommission teilfinanzierte Arrow-Projekt (Accessible Registries of Rights Information and Orphan Works towards Europeana) entwickelt ein Recherchewerkzeug, das die Identifikation von RechteinhaberInnen erleichtern soll. In Deutschland versuchen Bibliotheken, Buchhandel und die Verwertungsgesellschaft Wort gemeinsam, verwaiste Texte nutzbar zu machen. Sie haben ein Vergütungsmodell entwickelt, um etwaigen Schadenersatzforderungen von RechteinhaberInnen nachkommen zu können. Die SPD hat einen entsprechenden Gesetzesvorschlag ins Parlament eingebracht. Sowohl der europäische als auch der deutsche Gesetzgeber arbeiten derzeit fieberhaft an einer Lösung. Zu welcher sie kommen, bleibt mit Spannung abzuwarten. Weitere Informationen Projekt Arrow: www.arrow-net.eu/ Projekt IUWIS: www.iuwis.de

Michaela Voigt ist Masterstudentin der Bibliotheks- und ­Informationswissenschaft am gleichnamigen Institut der Humboldt-Universität zu Berlin und studentische Mitarbeiterin im Projekt IUWIS. voigtmic@cms.hu-berlin.de

Initiativen auf vielen Ebenen Institutionen und Projekte, die von der öffentlichen Hand getragen werden, können jedoch rechtliche Regelungen nicht einfach umgehen. Dieser Fall macht

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Radeln für Bibliotheken Am 28. Mai 2011 machte sich eine Gruppe fahrradbegeisterter Bibliothekare mit Koch­ geschirr und Zelt auf dem Gepäckträger auf den langen Weg von Kopenhagen nach Berlin. Sie wollten zeigen, wie Bibliothekare wirklich sind: durchtrainiert, wetterfest und leidenschaftlich.

© Jonas Tana

Text Jukka Pennanen, Hella Klauser Foto Jonas Tana

„Cycling for Libraries – Radeln für Bibliotheken“ so lautete das Motto dieser bibliothekarischen Fahrradtour, die von Kopenhagen über Køge, Præstø, Stubbekøbing, Nykøbing-Falster, Rostock, Güstrow, Waren und Fürstenberg bis nach Berlin führte. Auf ihrem Weg diskutierten die radelnden Bibliothekare über mobile Bibliotheken, Bibliotheken als öffentliche Orte, über den Medienwandel und die Bedeutung der Bibliotheken in der modernen Gesellschaft. Die Idee zu dieser ungewöhnlichen Aktion hatte eine Gruppe finnischer Bibliothekare.

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s war Frühling in Turku, Finnland. Ich unterhielt mich mit Kai Halttunen, einem Dozenten der Universität von Tampere, und bemerkte, wie die Fahrradfahrer nach einem langen, kalten Winter wieder das Straßenbild eroberten. Kai Halttunen, ein leidenschaftlicher Radfahrer und Bibliotheksliebhaber, erzählte mir von seinem Traum: einer Radtour von Kopenhagen nach Berlin. Ich erinnerte mich an frühere Fahrradtouren durch Frankreich, die unser Lehrer mit uns gemacht hatte. Er hatte es dabei stets verstanden, in ungezwungener Atmosphäre inspirierende Diskussionen zu führen. Ich war begeistert – eine Fahrradtour für Bibliothekare – das wär’s! 650 Kilometer Fahrradweg durch herrliche Landschaft, ideal zum Fahrradfahren – gäbe es etwas Schöneres? Die ersten Versuche, für die Fahrradtour zu werben, machte ich auf einer EBLIDA-Konferenz in Helsinki im Frühjahr 2010. Die Reaktionen waren sehr ermutigend: „Was meinen Sie“, fragte ich einige Kollegen, „könnte es uns gelingen, ein Fahrrad-Seminar für Bibliothekare zu organisieren?“ „Klar!“ kam prompt die Antwort. Es war wunderbar, wie begeistert die Kollegen reagiert haben – und wie viele sich an der Tour beteiligen wollten! Noch war allerdings keinem von uns Organisatoren bewusst, welche Ausmaße die Aktion annehmen würde und wie viele Vorbereitungen und Planungen notwendig waren, um unsere spontane Idee umzusetzen! Ich hatte einige Verbindungen zu deutschen Bibliothekaren und so fragte ich bei ihnen an, was sie von dieser Idee hielten und ob sie sich vorstellen könnten, dabei mitzumachen. Sie schlugen vor, die Fahrradtour mit dem 100. Deutschen Bibliothekartag in Berlin zu verbinden. Über den Deutschen Bibliotheksverband erhielten wir schließlich die Einladung. Enden sollte die Tour am 7. Juni 2011, pünktlich zur Eröffnung des Bibliothekartages, mit einer FahrradDemonstration vom Berliner Hauptbahnhof bis zum Kongresszentrum. Ziel unserer weltweit ersten bibliothekarischen Fahrrad-“Un“-konferenz war es, möglichst viele unterschiedliche Bibliothekare aus verschiedenen Ländern und Kontinenten zu gewinnen und zu einer Gruppe zusammenzuschließen. Bei einer „Unkonferenz“ gibt es ganz bewusst kein vorgefertigtes Programm, sondern die Teilnehmer selbst wirken an der Gestaltung mit. So kam es, dass wir lediglich Schwerpunkte festlegten, die sich an den aktuellen Themen der angesteuerten Bibliotheksstandorte orientierten: Bibliotheken als öffentliche Orte, Bürgerschaftliches Engagement, Fahrbibliotheken im ländlichen Raum, Vernetzung der Bibliothek in der Kommune. An jeder Station veran-

stalteten wir Diskussionsabende mit den örtlichen Kolleginnen und Kollegen, in Rostock und Berlin wurden daraus sogar öffentliche Seminare. Uns faszinierte die Idee, radelnd Grenzen zu überschreiten – einerseits unsere persönlichen Leistungsgrenzen, andererseits aber auch ganz wörtlich nationale Grenzen. So führte uns unsere Tour durch mehrere Länder und es begleiteten uns Bibliothekare und Bibliotheksliebhaber aus der ganzen Welt: Rund 80 Teilnehmer reisten aus Finnland, Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Russland, ­Litauen,

Tschechien, Belgien, Frankreich, Großbritannien und sogar aus Australien, Kanada und den USA an, um mit uns zu radeln, zu diskutieren, Bibliotheken zu besichtigen, Netzwerke zu erweitern und gemeinsam neue Ideen zu entwickeln. Eine Begleitgruppe von 15 motorisierten Bibliothekaren betreute uns während der Tour; auch eine „Küchen-Crew“ fuhr mit. Ein großes Zelt diente als Regenschutz und Versammlungsort und wurde in Waren sogar als Schlafplatz genutzt. Ein Kamerateam begleitete uns auf Schritt und Tritt und hielt alle Stationen der Tour für eine TV-Dokumentation fest. Bei der Vorbereitung unserer Tour wurden wir durch die deutschen Kollegen großartig unterstützt. Darüber haben wir uns sehr gefreut und hoffen, dass sich diese Aktivitäten und Entwicklungen in den nächsten Jahren fortsetzen. Traditionen im Wandel – Bibliothekare in Bewegung: Bleiben Sie dran, fahren Sie mit beim nächsten Mal! Weitere Informationen: www.cyclingforlibraries.org

Jukka Pennanen Finnische Nationalbibliothek, Mitglied des Organisationsteams Twitter: @jukkapen

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Ausblick

Schlusswort: Bertelsmann Stiftung

Starke Bibliotheken – starke Kultur

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nter dem Motto „Kultur gut stärken“ initiierte der Deutsche Kulturrat in diesem Jahr einen bundesweiten Aktionstag gegen Kulturabbau und für kulturelle Vielfalt. Institutionen, Vereine und Interessierte aus dem Kulturbereich waren aufgerufen, sich zu beteiligen und viele Bibliotheken nutzten diese Plattform. Immer wieder und auf vielfältige Art und Weise dafür zu werben, was Bibliotheken leisten, gehört seit langem zu ihrem Kerngeschäft. Und immer wieder und auf vielfältige Art und Weise darauf aufmerksam zu machen, dass dies der Unterstützung durch die Träger und politischen Verantwortlichen bedarf, ebenso. Nicht zufällig ist „kulturelle Bildung“ eins der Themen in diesem Heft. Die Aufgaben und Angebote von Bibliotheken bewegen sich seit jeher im Spannungsfeld von Kultur und Bildung. Wie wichtig kulturelle Bildung für eine Gesellschaft, für eine Volkswirtschaft ist, bleibt dabei unbestritten und Motiv vieler (Wahlkampf-)Reden. Wer was und wie finanziert – darüber dagegen lässt sich trefflich streiten. Nicht zuletzt aufgrund der öffentlichen Diskussionen um das „Bildungspaket“ sind Angebote der kulturellen Bildung derzeit stark auf Kinder und Jugendliche fokussiert. Hier bestehende und gut funktionierende Infrastruktur zu nutzen, wie es u.a. der Deutsche Landkreistag empfiehlt, kann eine gute Chance für Bibliotheken sein – in den großen Städten ebenso wie im ländlichen Raum. Angebote nicht nur für die Umsetzung des „Bildungspakets“ zu entwickeln, sondern auch nachhaltig in regionale Bildungslandschaften einzubringen, kann Bibliotheken nur stärken. Aber: kulturelle Bildung betrifft alle Altersgruppen! Gerade mit Blick auf demographische ­Entwicklungen, eine immer älter werdende Gesellschaft mit neuen Anforderungen an die eigene Lebens­gestaltung

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und berufliche Weiterentwicklung, bieten sich vielfältige Anknüpfungspunkte für Bibliotheken. Sich hier zu positionieren und auf die Entwicklungen in den kommenden Jahren einzustellen, ist daher eine entscheidende Aufgabe für Bibliotheken. Und auch für den BIX als Kommunikations- und Steuerungsinstrument gleichermaßen gilt der Grundsatz einer permanenten Überprüfung und Weiterentwicklung der Ziele, Methodik und Kommunikationsstrategie. Nicht immer eine leichte Aufgabe für die Verantwortlichen und langjährigen Begleiter des BIX – aber auf jeden Fall eine lohnende. Petra Klug Projektmanagerin Bertelsmann Stiftung


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