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RUNDSCHAU

wochenende SA/SO, 19./20. Mai 2012

MUSIK & CO.

Käffchen oder Tanztee? Zu einem Doppelkonzert mit American Aquarium und Israel Nash Gripka & Band lädt der Real Music Club nach Lauchhammer ein. REPORTAGE

Dampf ablassen in Wolsztyn

Alljährlich treffen sich Ende April oder Anfang Mai Dampflokfans aus aller Welt im polnischen Wolsztyn, um die betagten Schönheiten in Aktion zu erleben. REISE

Im Bayerischen Wald unterwegs

Die Freiluftsaison kann beginnen: Rund 15 Prozent der Deutschen haben sich am Strand schon hüllenlos gesonnt, ergab die Studie eines Online-Reiseportals. Damit liegen wir in Sachen Freizügigkeit vor den Spaniern (acht Prozent), Italienern und Franzosen (je fünf Prozent). Reise, Seite 13

Unerwartetes entdecken wir heute im Ilztal und Dreiburgenland / Reiseanzeigen finden Sie ab Seite 11.


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MUSIK & CO.

S(Z)PLITTER..................................................

Wahrer Wert und Wertverfall VON HEIKO PORTALE

U

mfrage Infratest dimap im Auftrag von I&U TV für die Sendung „Günther Jauch“ am 20. Mai um 21.45 Uhr im Ersten: Knapp die Hälfte der Bevölkerung, 49 Prozent, bezeichnet die Einführung des Euro und die Abschaffung der D-Mark als Fehler. 47 Prozent bewerten die Euroeinführung positiv. Eintausend Wahlberechtigte wurden in Deutschland für diese Studie befragt (meldet die dpa). ANFANG 1990 – vor

Kurzem war die Mauer umgefallen. Ich hatte mein Studium der Mikroelektroniktechnologie beendet und von meinem damaligen Sektionsleiter an der TU Dresden in einer abschließenden Gesprächsrunde freundliche Worte für meinen weiteren Lebensweg erhalten: „Herr Portale, Sie haben einem jungen Menschen das Leben versaut. Wir haben Ihnen vertraut, einen Studienplatz gegeben und einen anderen Bewerber dafür abgelehnt. Sind Sie sicher, dass Sie richtig handeln?“ Ja bin ich, das möchte ich auch nachträglich noch einmal betonen. Stattdessen half ich dem neugegründeten Best Western Hotel Branitz beim Tische abräumen und brachte Leuten Essen und Getränke. Eine fruchtbare Zeit: Kellner zwischen Mauerfall und Währungsunion zu sein, war für die Brieftasche nicht der schlechteste Job. Die westlichen Geschäftsreisenden zahlten nämlich bereits in West. Ihre Trinkgelder näherten sich manchmal kompletten Monatslöhnen. Mir war es recht. Ich nahm im Juni fast alle meine Ersparnisse zusammen und kaufte mir – ein Rennrad. Für 1275 D-Mark. Unter anderem meine damaligen Kollegen zeigten mir geschlossen einen Vogel. Eintausend D-Mark für ein Fahrrad, wie bekloppt muss man sein. Die meisten kauften sich vom „neuen“ Geld ein „richtiges“ Auto. Einer kam mit einem Audi 100 an, den er in Berlin für 100 Mark gekauft hatte. Eine durchaus kreative Preisgestaltung, stellten wir gemeinsam fest. Wer zu DDR-Zeiten ver-

sucht hat, sich ein Rennrad aufzubauen, wird allerdings auch wissen, was den wahren Wert eines solchen Rades ausmacht. Allein einen Fünfer-Zahnkranz bei Fahrrad-Vater in Cottbus zu bekommen, grenzte an ein Wunder. FÜR EIN GUTES RAD, das einem eine Weile Freude bereiten soll, sollte man heute rund eintausend Euro ausgeben, heißt es in verschiedenen Radtestberichten. Dass wir damals knapp halb so viele Euros für unsere gerade hart erkämpfte D-Mark bekommen haben, lese ich in dem Zusammenhang selten. VIEL HAT SICH an den Rädern nicht verändert. Bemerkenswert bei der Herstellung ist vielleicht, dass die Rahmen inzwischen fast ausnahmslos und sehr kostengünstig in Taiwan zusammengeschweißt werden. Da gibt es ganze Fabriken, die nur Fahrradrahmen herstellen. Die schönen gemufften Stahlrahmen von früher, die ewig halten, bekommt man nur noch von Insiderhändlern.

SA/SO, 19./20. Mai 2012

Roots Rock aus Amerika in Lauchhammer Ein Doppelkonzert mit zwei hockarätigen Bands aus der Alternativ-CountrySzene Amerikas ist am heutigen Samstag im Real Music Club LauchhammerOst zu erleben. es spielen American Aquarium und Israel Nash Gripka & Band.

Am heutigen Samstagabend hat sich der Real Music Club Lauchhammer gleich zwei Bands eingeladen, die sich den Wurzeln der amerikanischen Musik nähern: American Aquarium und Israel Nash Gripka & Band. Ralf Rischke vom Real Music Club sagt: „Mit American Aquarium aus Raleigh, North Carolina, USA, erwarten wir wiedermal eine einzigartige amerikanische Band, die ganz sicher zu überzeugen

weiß und die man auf keinen Fall verpassen sollte.“ American Aquarium’s musikalische Perspektive ist ein Mix aus bodenständigem Songwriting, einer hart arbeitenden Band und einer großen Liebe zum Rock ’n’ Roll. Egal ob man es Alt-Country, Americana oder Roots Rock nennt, eines ist klar: Ihre Musik ist eine frische Stimme, die sich aus verschiedenen Sparten des amerikanischen Songbooks bedient und dabei auf ihre eigenen Ideen setzt. „Small Town Hymns“ heißt das jüngste Album von American Aquarium, das sie unter anderem in Lauchhammer vorstellen werden. Ein Kritiker schreibt: Die Band nimmt den Hörer auf ihrem aktuellen Album äußerst stimmig in ein kleines, gottverlassenes Nest irgendwo in den Vereinigten Staaten mit, das ganz sicher schon bessere Tage gesehen hat. Wie die Musiker hier aber ein vollständiges Bild von einem Leben zwischen Frustration, Resignation und nie endender Hoff-

„. . . ganz

nung erschaffen, das hat sowohl Stil wie auch Qualität. Das Songwriting, die Arrangements wie auch der Gesamtsound sind durch und durch geglückt. Sänger, Bandleader und Songschreiber BJ Barham ist erst 26 Jahre alt. Innerhalb von vier Jahren veröffentlichte er mit seinen vier Bandmitgliedern fünf Alben und spielte 600 Shows, die ihn quer durch die USA führten. In kürzester Zeit hat es der New Yorker Musiker Israel Nash Gripka geschafft, sich in der Gunst der globalen Americana-Gemeinde mit einigen überzeugenden Veröffentlichungen sowie unermüdlichem Live-Einsatz weit nach vorne zu spielen. Rischke: „Nash’s Musik ist ganz, ganz feiner Stoff, bei dem das Zuhören so richtig Spaß macht.“ pm/por 19. Mai, 20 Uhr, Real Music Club, Wilhelm-Külz-Straße 54, Lauchhammer-Ost

ganz feiner Stoff, bei dem das Zuhören so richtig Spaß macht.“

Ralf Rischke vom Real Music Club über Israel Nash Gripka & Band

ÄHNLICHE Preis- und Herstellungsgeschichten kenne ich inzwischen von Turnschuhen, Autos, Rucksäcken, Schmuck, Möbeln und Haushaltwaren. Selbst wenn ich mir eine Pizza mit Salami bestelle, bezahle ich ab 5,30 Euro. Hallo? Zehn D-Mark für eine Bestell-Salamipizza oder zwölf für eine mit Hinterschinken und Ananas? Das würde doch keiner bezahlen – 5 Euro 30 oder 6 Euro 10 aber schon. MEIN FAHRRAD übrigens fährt heute noch super, obwohl es wesentlich mehr tragen muss als damals. Inzwischen hat es Straßen und Feldwege in halb Europa gesehen – mit mir drauf. Der Audi 100 fuhr noch zwei Mal nach Berlin und danach zum Schrottplatz, wo er für 200 Ost-Mark Gebühr entsorgt wurde.

FRONTMANN BJ BARHAM und drei seiner Mitstreiter von American Aquarium.

Foto: pr


SA/SO, 19./20. Mai 2012

MUSIK & CO.

Fairer Ausgleich für Urheber und Nutzer im Netz von der Suisa wahrgenommen werden. Die Plattform rightclearing.com präsentiert bislang vor allem Künstler jenseits der großen Plattenfirmen, etwa aus der sogenannten Indie-Szene. Das im Februar in New York vorgestellte Projekt rightclearing.com ist mit der 2007 gegründeten Musikplattform restorm.com verbunden, wo sich Bands, Labels und Veranstalter miteinander vernetzen. Es seien bereits Abkommen geschlosVON sen worden, um den Umfang PETER ZSCHUNKE der verfügbaren Musik BERLIN. Künstler und Inter- schnell auszuweiten, sagt Minet-Nutzer sind in diesen Ta- chael Schmid als COO (Chief gen nicht gut aufeinander zu Operating Officer) des Untersprechen. Tief sind die Grä- nehmens. „Das Ziel ist, relativ ben, die der Konflikt ums Ur- bald auf über 200 000 Stücke kungen verbinden. So kann heberrecht im Netz gerissen zu kommen.“ man auf rightclearing.com hat. Dass es auch ganz anders das Nutzungsrecht für Werke geht, zeigt eine neue Platt- Interessenten für eine Lizenz können bei mit einer CC-NC-Lizenz erform aus der Schweiz, die völrightclearing.com ein werben, bei der der Urheber lig unkompliziert Musiker Musikstück hochladen, eine freie kommerzielle Nutund Nutzer ihrer Werke zuetwa einen Hit von Lady zung ausgeschlossen hat. sammenbringt. „Es wird ge„Rightclearing.com greift rade so sehr polarisiert, da Gaga, und bekommen dann in nahezu idealer Weise die wollen wir mit unserem prag- eine Auswahl an ähnlichen Songs angezeigt, die zur Bedürfnisse potenzieller Limatischen Ansatz einen faizenzpartner auf“, sagt Philipp ren Ausgleich zwischen bei- Lizenzierung angeboten werden. Otto vom Internet-Portal den Seiten ermöglichen“, sagt Jonas Brander von rightcle- Die Preise werden von den irights.info. Diese könnten aring.com in Zürich. Urhebern festgesetzt, wobei dort mit wenigen Klicks und sich diese unter anderem da- in einem transparenten VerAuf dieser Webseite nach richten, ob eine kom- fahren eine Nutzungslizenz können Filmproduzenten, merzielle Nutzung vorgese- abschließen und hätten dann YouTube-Fans oder hen ist und in welcher finan- jede gewünschte RechtssiMashup-Bastler die ziellen Größenordnung das cherheit. „Das Portal ermögsogenannten licht eine Direktlizenzierung Projekt geplant wird. Synchronisierungsrechte „Die Band bestimmt die unter Umgehung der großen von derzeit 14 000 Preise, die sie je nach Nut- Player auf dem Markt und Musiktiteln erwerben. zungsform haben möchte“, deswegen werden die Großen „Wenn ich aus einem Lied ein erklärt Schmid. „Wir schlagen auch fauchen.“ Stück nehmen und in mein eine Transaktionsgebühr von Video einbauen will, muss es zehn Prozent drauf, die der Das Züricher Projekt ist ein ganz einfach mit drei Maus- Lizenznehmer bezahlt.“ Bis- Beispiel für die vielfältigen klicks möglich sein, dem Ur- lang werden nach Angaben neuen Möglichkeiten, die heber zehn Dollar dafür zu Schmids auf diese Weise mo- das Netz Künstlern bietet, geben“, erklärt Brander eine natlich etwa 100 Lizenzie- auch für die eigene der Anwendungsmöglichkei- rungsverträge abgeschlossen. Selbstvermarktung. Das Konzept integriert Das gilt nicht nur für Musik, ten. Von diesen Synchronisierungsrechten sind die Auf- auch die Verwendung von sondern auch für Filme und führungs- oder Vervielfälti- Creative-Commons-LizenLiteratur. „Die Wagenburggungsrechte zu unterschei- zen (CC), die eine Freigabe Formation, auf die sich viele den, die in Deutschland meist der Inhalte erlauben, diese etablierte Autoren- und Vervon der Gema, in der Schweiz aber zum Teil mit Einschrän- lagskollegen jetzt zurückziehen, mag in unsteten Zeiten Mut machen und den Zusammenhalt stärken“, sagtJörg Dörnemann, Geschäftsführer bestimmt die Preise, die der Buchplattform epubli.de. sie je nach Nutzungsform „Wirklich spannend ist aber haben möchte. Wir schlagen eine Transaktionsgebühr von doch die Frage, welche kreatizehn Prozent drauf, die der Lizenznehmer bezahlt.“ ven neuen Lese-Angebote das Netz ermöglicht.“ Mit DigiMichael Schmid, rightclearing.com taldruck, E-Books und Social-

NEBENB

Saubere Sache: Mit einem Putztuch und Politur hat ein Amtsrichter in Delmenhorst (Metropolregion Bremen/Oldenburg, Niedersachsen) einen Streit um ein beschädigtes Auto einfach weggeputzt. Ein Automobilbesitzer hatte geklagt, weil eine Frau angeblich die Tür seines Wagens beschädigt hätte. Der Amtsrichter bestellte die beiden Kontrahenten samt ihrer Autos vor das Gericht, um sich den Schaden genauer anzuschauen. Schließlich zückte er zuvor bereitgelegte Putzutensilien, rieb über die Autotür – und der vermeintliche Lackschaden war verschwunden. Fall gelöst. Dies sei nicht das erste Mal, dass der Jurist zu unkonventionellen Mitteln gegriffen habe, sagte eine Sprecherin des Oberlandesgerichts in Oldenburg auf Nachfrage. So habe er im Jahre 2011 zum Beispiel einen einen Nachbarschaftsstreit um Äste, die über eine Gartengrenze ragten, mit einer Säge lösen dpa/por lassen.

OLDENBURG.

Künstler und Internet-Nutzer überziehen sich mit Appellen und Vorwürfen, die Debatte ums Urheberrecht wird hitziger. Dass es auch anders geht, zeigt eine kleine MusikPlattform aus der Schweiz.

„Die Band

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TIM RENNER (Motor Music) : „Im Sinne von Künstlern und Urhebern müsste es bei der Nutzung ihrer Werke eigentlich nicht ums Verbieten, sondern ums Vergüten gehen.“ Foto: dpa

Media-Marketing gebe es für etablierte Stars wie für Nischen-Experten die Möglichkeit, eigene Werke schnell und günstig zu den Lesern zu bringen.“ Bei Filmen gibt es nicht nur YouTube, sondern auch eine Plattform wie onlinefilm.org, wo Filmemacher Nutzungsrechte für ihre Werke anbieten. Machen solche Projekte Verlage, Plattenfirmen und andere professionelle Verwerter überflüssig? Jonas Brander sieht das nicht: „Wirklich professionelle Künstler brauchen immer professionelle Hilfe. Die sind froh, wenn sie Leute haben, die sich um alles kümmern, was nicht den kreativen Prozess betrifft.“ Der Berliner Musikproduzent Tim Renner unterstützt das Projekt aus der Schweiz. Denn „im Sinne von Künstlern und Urhebern müsste es bei der Nutzung ihrer Werke eigentlich nicht ums Verbieten, sondern ums Vergüten gehen“. Allerdings erwartet Renner, dass der Weg für rightclearing.com mühsam ist: „Selten liegen Urheber-, Leistungsschutz- und Persönlichkeitsrecht in einer Hand. Letztlich zeigt das auf, wie reformbedürftig das für analoge Nutzung geschaffene Urheberrecht geworden ist.“ R Informationen im Internet: http://rightclearing.com www.epubli.de

Orte - Amtsgericht, Bismarckstraße 110, Delmenhorst

IMPRESSUM RUNDSCHAU wochenende ein Produkt der LR Medienverlag und Druckerei GmbH Herausgeber & Verlag: Lausitzer VerlagsService GmbH Straße der Jugend 54 03050 Cottbus Geschäftsführung: Andreas Heinkel Redaktion: (v.i.S.d.P.) Heiko Portale Mail: heiko.portale@lr-online.de Anzeigen: LR Media-Verkaufsgesellschaft mbH Andreas Heinkel Kontakt: (0355) 481-555 Druck: LR Medienverlag und Druckerei GmbH Zustellung: LR Logistik GmbH Alle Inhalte sind urheberrechtlich geschützt, für unverlangte Zusendungen übernehmen Verlag und Redaktion keine Gewähr.


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URANIA

SA/SO, 19./20. Mai 2012

Große Buchstaben, große Wirkung

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b Schlagzeile oder Liebesbrief: Je größer die Buchstaben einer emotionalen Botschaft, umso stärker fällt die Wirkung aus.

BERLIN. Ein Forscherteam

um die Berliner Psychologin Mareike Bayer (HU Berlin) stellte fest, dass gedruckte Wörter eine höhere Aufmerksamkeit erzielen, je größer sie sind. Bislang ging man davon aus, dass vor allem bei emotionalen Gesichtsausdrücken oder Bildern, die Angst, Ekel oder Sexualität ansprechen, die gefühlsmäßige Wirkung durch Größe gesteigert werden kann.

Berlin auch die Georg-August-Universität Göttingen. „Größe allein erzielt bereits höhere Aufmerksamkeit. Aber wir konnten feststellen, dass dieser Größeneffekt durch die Emotion noch weiter verstärkt wird“, beschreibt Forscherin Bayer. Dabei machte es keinen Unterschied, ob die emotionalen Begriffe positiv oder negativ waren.

Das Team dokumentierte den Effekt mit EEG-Aufzeichnungen bei 25 Probanden, denen sie 72 Nomen in verschiedenen Buchstabengrößen vorlegten. Je ein Drittel der Wörter waren Die Studie ist im Fachmaga- von positiver, negativer oder zin „PLoS“ veröffentlicht, aber neutraler Bedeutung; beteiligt war neben der HU sie wurden den Probanden

in zwei verschiedenen Größen präsentiert. „Im Vergleich zu den kleingeschriebenen emotionalen Wörtern setzte bei den großgeschriebenen der Emotionseffekt früher ein und dauerte auch länger an“, so Bayer. „Wir können aber nicht sagen, auf welchem Mechanismus dieser Effekt beruht.“ Denkbar sei, dass die Sprache, obwohl sie erst entziffert und übersetzt werden müsse, heutzutage eine wichtige Quelle für emotionale Bedeutung sei. Ein Effekt, den der (oder die) Verliebte möglicherweise von einem Liebesbekenntnis via SMS abhalten sollte. dpa

Astronauten-Chef Reiter: Flug zum Mars könnte auf dem Mond starten

DARMSTADT. Auf den Mond genen Jahres Esa-Direktor haben Astronauten 1969 erstmals einen Fuß gesetzt. Nächstes großes Ziel der Raumfahrt ist der Mars. Dabei könnte der Mond wieder ins Spiel kommen.

Eine Landung von Menschen auf dem Mars ist das große Ziel der bemannten Raumfahrt. Zum weit entfernten Roten Planeten sollten Astronauten aber nicht ohne Zwischenstopp fliegen. „Der Mond ist aus meiner Sicht eine logische Zwischenstation“, sagte der Astronauten-Chef der europäischen Weltraumbehörde Esa, Thomas Reiter, in einem Gespräch mit RUNDSCHAU wochenende. „Den Sprung direkt vom niedrigen Erdorbit aus zu machen halte ich für gewagt.“ Allerdings: „Für einen bemannten Flug zum Mars gibt es weder bei unseren Partnern in den USA noch in Russland derzeit ganz konkrete Pläne“, sagte der 53Jährige. „Eine Landung ist auch erst 2030 oder später möglich.“ An unbemannten Flügen wird aber schon gearbeitet, der Traum von bemannten Flügen zum Mars weiter geträumt. Reiter ist seit April vergan-

für bemannte Raumfahrt und Missionsbetrieb und arbeitet im Satelliten- und Kontrollzentrum Esoc in Darmstadt. Als Astronaut hat er fast ein Jahr seines Lebens im All verbracht – 171 Tage an Bord der Internationalen Raumstation ISS und 179 Tage auf der russischen Raumstation „Mir“. Für eine Reise zum Mond und weiter zum Mars könne auch das Wissen genutzt werden, das auf der Internationalen Raumstation ISS gewonnen wird. „Dort gibt es eine Vielzahl von Technologie-Experimenten, die der Vorbereitung von zukünftigen Explorationsmissionen dienen“, sagte Reiter. „Dieses Programm läuft bereits.“ Der aus den Niederlanden stammende Esa-Astronaut André Kuipers führe an Bord der ISS auch eine Vielzahl wissenschaftlicher Experimente durch im Bereich der Humanmedizin, Geologie, Physik und Materialwissenschaft. „Diese Themen werden auch in den kommenden Jahren weiter bearbeitet“, sagte Reiter. „Gerade im Bereich der Humanmedizin ist es nicht ausreichend, ein Ex-

Den Sprung

direkt vom niedrigen Erdorbit aus zu

machen halte ich für gewagt. Thomas Reiter, Esa-Direktor für bemannte Raumfahrt und Missionsbetrieb

Nicht nur optisch glänzen Ein Gentleman entfaltet den Zauber einer Ballnacht, wenn er ganz Gentleman sein darf: Er hält der Dame die Türen auf, hilft ihr aus dem Mantel, begleitet sie an den Tisch, erhebt sich, wenn sie sich erhebt, und rückt für sie den Stuhl zurück. Vorausgesetzt natürlich, frau lässt ihn gewähren. Um ihre Abendtasche kümmert sie sich selbst. Diese fühlt sich übrigens an einem Handtaschenhalter sehr wohl, der links am Tisch den besten Platz hat. Auf dem Tisch haben Schlüssel, Erst- und Zweithandy sowie andere persönliche Gegenstände nichts verloren. Herr trägt an diesem Abend ganz klassisch einen dunklen Abendanzug, gern auch einen Smoking. Selbstverständlich mit Fliege, Krawatten haben auf einem Ball nichts verloren. Zum langen Abendkleid trägt sie offene elegante Abendsandaletten oder Slingpumps - im besten Fall ohne Strümpfe. Wenn schon Strümpfe, dann ausschließlich hautfarben und hauchzart - wie unsichtbar. Wählen Sie passende Accessoires und vermeiden Sie Modeschmuck. Abendjacken, Stolen oder Capes gehören zum Kleid und werden nicht an der Garderobe abgegeben. Und wenn eine Dame das gleiche Kleid wie Sie trägt? Beweisen Sie Humor, schnappen Sie sich Ihren „Zwilling“ und einen Pressefotografen und setzen Sie ihr schönstes Lächeln auf! Ihre Simone Becker

Thomas Reiter ist der neue ESA-Direktor für Bemannte Raumfahrt und MissionsbetriebFoto: dpa

periment nur einmal zu machen. Man braucht einige Wiederholungen, um eine gewisse statistische Grundlage zu schaffen.“ An Bord des Columbus-Laboratoriums der ISS seien bisher etwa 110 Experimente durchgeführt worden. „Es mangelt uns nicht an Forschungsthemen.“ Nächstes Jahr fliegt für die Esa der italienische Astronaut Luca Parmitano zur ISS; 2014 folgt der Deut-

sche Alexander Gerst. „Beide werden ungefähr ein halbes Jahr oben sein“, sagte Reiter. „Sie befinden sich jetzt in missionsspezifischem Training.“ Interview: Joachim Baier, dpa

Nächsten Samstag lesen Sie: Benimm an Bord Termine: RUNDSCHAU-Knigge 5. Juni, Forster Hof, Forst// 6. Juni, Carmens Fleck – Altstadtkneipe, Luckau// 7. Juni, Hotel & Café Arcus, Elsterwerda// 28. August, Landgasthaus & Hotel Waldow, Guben// 29. August, Hotel Zur Post, Spremberg// 30. August, Gasthaus Zwiebel´s Grillhütte, Herzberg// Beginn: 18.30 Uhr//

Orte - Esa/Esoc, Robert-Bosch-Straße 5, Darmstadt

Tickets: 0355 481 555

R Esa im Internet: www.esa.int

R Infos: www.lr-online.de/knigge


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edächtniskünstler dank leckerer Belohnung

Als Bienen-Hirnforscher braucht man eine ruhige Hand: Das Gehirn einer Honigbiene ist winzig wie ein Stecknadelkopf, aber es kann Großes leisten. VON SANDRA TRAUNER

OBERURSEL. Bienen lernen

sehr schnell. Egal wie lange sie auf der Suche nach Nahrung zuvor kreuz und quer herumgeirrt sind – beim nächsten Mal steuern sie diesen Ort – wie am Faden gezogen – wieder an. „Das schaffen Sie als Mensch nicht“, sagt der Neurobiologe und Bienenforscher Prof. Bernd Grünewald. „Stellen Sie sich vor, der Taxifahrer fährt Sie auf Umwegen durch eine unbekannte Stadt vom Flugha-

Die

Westliche Honigbiene (Apis mellifera) produziert Honig und Wachs, und trägt mit der Bestäubung von Blüten entscheidend zur Nahrungsversorgung bei.

Vier Fünftel der heimischen Nutz- und Wildpflanzen sind auf die Arbeit der Bienen angewiesen, Obstbäume ebenso wie Erdbeeren und Sonnenblumen. Der Ertrag von Raps geht zu 35 Prozent auf das Konto der Bienen. Von den rund 25 000 Bienenarten sind nur neun Spezies Honig-

fen zum Hotel und auf dem Rückweg finden Sie mit dem Mietwagen allein den kürzesten Weg.“ Wie machen die Tiere das? Am Institut für Bienenkunde in Oberursel bei Frankfurt suchen Bienen-Hirnforscher nach der Antwort. Weniger als ein halbes Dutzend Arbeitsgruppen in Deutschland beschäftigt sich mit der Neurobiologie der Honigbiene. Grünewald und sein Team nähern sich dem Thema auf drei Ebenen. Blickpunkt eins: die Beobachtung von Bienen in der Natur. Blickpunkt zwei: Lern-Experimente mit einzelnen Tierchen im Labor. Blickpunkt drei: der direkte Blick mit dem Mikroskop ins Bienen-Gehirn – und damit auf das Lernen und das Erinnern ganz im Allgemeinen. Bienen können beinahe ein bisschen lesen – Symbole wie Kreis, Quadrat und Kreuz helfen den Insekten, auf dem

bienen, davon stammen acht aus Asien und eine aus Afrika. Die afrikanische ist der Ursprung der europäischen Honigbienen, sagt Professor Bernd Grünewald, Leiter des Instituts für Bienenkunde Oberursel (Foto: dpa). Honigbienen leben in Staaten mit bis zu 40 000 Tieren. Sie ernähren sich von Nektar, Pollen oder zuckerhaltigem Honigtau,

Institutsgelände am Waldrand den Stock ihres Volkes zu erkennen. Für die FreiluftForschungsarbeit bekommen einige von ihnen einen Funkchip als Rucksack auf den Rücken geklebt. Ein Lesegerät am Ausgang des Bienenstocks zeichnet auf, wenn das Tier raus- und reinfliegt. Durch solche Beobachtungsstudien wissen die Forscher, dass die Bienen deswegen so schnell lernen, weil sie für jedes Erinnern sofort mit leckerem Nektar belohnt werden. „Belohnungslernen ist ungeheuer effektiv“, sagt Grünewald. Was diese Experimente nicht zeigen: Was passiert dabei im Gehirn? Dafür gehen wir eine Ebene tiefer in die Biene hinein und einen Stock höher im Institutsgebäude hinauf: ins „Duftlernlabor“. Dort arbeitet Sandra Zimmermann mit den „Irokesen“, einzelnen

wie ihn etwa Blattläuse ausscheiden. Beim Besuch von Blüten saugen Bienen Nektar auf, aus dem später im Stock Honig produziert wird – und pudern sich dabei mit Pollenkörnern ein. Die tragen sie anschließend auf andere Blüten und sorgen so für Bestäubung und Samenbildung der Pflanzen. Um ein Kilogramm Honig zu produzieren, müssen Arbeiterbienen zwei bis drei Kilogramm Nektar zusammentragen. Dazu sind rund 80 000 Ausflüge aus dem Stock nötig. dpa

Bienen, mit denen die Diplomandin Lern-Tests macht. Der Name kommt von einem Plastik-Scheibchen zwischen den Fühlern. Zimmermann und andere Studentinnen blasen durch Strohhalme Pfefferminz-Duft an die eine „Antenne“ und GeranienDuft auf die andere. Bei Minze gibt es einen Tropfen Zuckerwasser, auf Geranie folgt keine Belohnung. Schon nach wenigen Malen hat die Biene gelernt:

tiefer gehen, direkt ins Gehirn. Doktorandin Sophie Himmelreich beobachtet unter dem Mikroskop, was in einer einzelnen Bienen-Nervenzelle passiert. Ein Verstärker macht die elektrischen Ströme beim Austausch von Signalen sichtbar. Das Ergebnis sind zuckende Ampere-Kurven und blinkende Impuls-Punkte. Ergebnis: Im Prinzip ist es egal, ob unter ihrem Mikroskop die Nervenzelle eines Stecknadelkopf kleinen Bienengehirns liegt oder eine menschliche Nervenzelle: „Auf neuronaler Ebene sind sich Biene und Mensch außerordentlich ähnlich.“ dpa

Minze heißt Nahrung, also Zunge raus, bei Geranie bleibt die Zunge drin. Dann vertauschen die Forscher die Seiten, belohnen den falschen Duft und so weiter. Damit wollen sie herausfinden, welche Rolle die beiden Gehirnhälften spielen. Aber wie stellt das Orte - Institut für Bienenkunde, Gehirn eine Verbindung her Karl-von-Frisch-Weg 2, Oberursel zwischen der Information „Duft“ und seiner Folge R Institut für Bienenkunde: „Nahrung“? www.institut-fuer-bienenDafür muss der Blick noch kunde.de

DIE STADT STORKOW

ist wohl die einzige in Deutschland, die ein eigenes Bienenvolk besitzt. Jährlich im Mai bezieht das aus 50 000 Bienen bestehende Volk ihre Burg. Zu sehen sind die Burg-Bienen direkt unterhalb der richtigen Burg Storkow. 2011 hat die Stadt 20 Kilogramm Honig geerntet. Foto: dpa


GESCHICHTE(N)/RÄTSEL

In der DDR wurden Gesellschaftsspiele aus dem Westen liebevoll per Hand kopiert. In Chemnitz werden die handgemachten Schätze erstmals gezeigt.

mit dem Medienkonzepter Martin Thiele ändern. Die zwei Berliner sammeln Spielekopien und retten sie so vor der Zerstörung. Mehr als 60 Werke besitzen sie inzwischen. Derzeit präsentieren sie ihre komplette Sammlung erstmals der Öffentlichkeit, im Deutschen Spielemuseum Chemnitz. Im Herbst soll eine Ausstellung im Deutschen Spielearchiv Nürnberg folgen.

von nichts mit. „In der DDR gab es praktisch keine komplexen Spiele, keine innovativen neuen Spielformen“, schreibt der Gründer des Deutschen Spielemuseums, Peter Lemcke, in einem Aufsatz. „Zum Spiel gehört auch das Querliegende, Unangepasste.“ Spiel stelle die Mächtigen infrage.

VON SEBASTIAN WENZEL

Auslöser für ihr Projekt war ein Ereignis im Dezember 1982.

Die Menschen schmuggelten die Originale in den Osten und die DDR-Bürger kopierten sie mit Schere, Buntstiften und Kleber. Vorlagen gab es genug: „Monopoly“, „Malefiz“ und „Vier gewinnt“ oder damals moderne Brettund Kartenspiele wie „Sagaland“, „Heimlich & Co“, „Kuhhandel“ wurden liebevoll improvisiert. Die Vorlagen stammten oft aus Kirchenkreisen. „Das hängt unter anderem damit zusammen, dass alle Kirchengemeinden eine Partnergemeinde im Westen hatten“, erklärt Thiele. Dadurch kamen gläubige DDR-Bürger hin und wieder in den Westen und in Kontakt mit den für sie unbekannten Gesellschaftsspielen. Geis und Thiele können sich an die DDR kaum erinnern. „Wir kennen die DDR nur aus unserer frühesten Kindheit. Durch die Spiele bekommen wir ein Gefühl für diese Zeit“, sagt Geis. Er schiebt einen Stapel Kärtchen auf den Tisch. Die Ereignis-Karten sind Teil einer „Monopoly“-Version aus Leipzig. Auf eine Karte ist gekritzelt: „Dein Kind hat sich ein Bein gebrochen, gehe in die Querstraße und bezahle.“ An der Adresse stand früher tatsächlich die Leipziger Kinderchirurgie. Thiele und Geis wünschen sich, dass sie noch viele solche Schätze entdecken. dapd/lsc

Richard Geis öffnet die Schatzkarte. Er rollt das vergilbte Papier aus und streicht es glatt. Über das Blatt schlängeln sich blaue und rote Linien aus Wasserfarben. Hier ist der Buckingham Palace mit Tusche skizziert, dort die Kirche Westminster Abbey eingezeichnet, da die Tower Bridge angedeutet. Der Plan von London gehört zu einer besonderen Version des Gesellschaftsspiels „Scotland Yard“. Hartmut Göpner aus Hennickendorf bei Berlin hat die Karte vor vielen Jahren gemalt, heimlich. Er legte Backpapier über den Originalspielplan und pauste Straßen, Gebäude und Parks einfach ab. Fertig war die Kopie des Spieleklassikers.

CHEMNITZ/BERLIN.

Brett- und Kartenspiele aus dem Westen waren in der DDR unerwünscht. In Geschäften suchte man sie vergeblich. Also schmuggelten Wessis wie Ossis die Gesellschaftsspiele ins Land. Dort vervielfältigten die Bürger sie, es entstanden zahlreiche Unikate. Nach der Wende verschwanden viele davon im Mülleimer schließlich standen nun die Originale in den Regalen. „Die Menschen hatten und haben kein Bewusstsein dafür, dass sie etwas Besonderes besitzen“, sagt Geis. Der 26 Jahre alte Filmregisseur will das zusammen

Aufruf

Damals zeichnete Christel Geithner, die Mutter von Richard Geis, mit Wachsmalstiften auf die Innenseite eines Schnellhefters ein Städtchen, einen Zauberwald und ein Märchenschloss. Aus der

HINWEIS zur Ausstellung in Chem-

nitz.

Foto: nachgemacht.de

Doch natürlich bewirkten die Verbote wie so oft das Gegenteil.

Knetmasse Suralin formte sie Tannen und härtete sie im Ofen. Sie zerschnippelte Postkarten und klebte Poesiebilder auf. Aus einem „Mensch ärgere Dich nicht“Spiel klaubte sie Figuren zusammen und verstaute sie in einer Kaffeetüte. Fertig war das Weihnachtsgeschenk für ihre Kinder. Knapp 30 Jahre später ist es das erste Spiel in der Sammlung von Geis und Thiele: eine Kopie von „Sagaland“. 1981 erschien das Spiel in Westdeutschland, schnell wurde es zum Klassiker. Auf R Spielen im Internet: der anderen Seite der Mauer http://nachgemacht.blogbekamen die Menschen daspot.de/p/ausstellung.html

der Organisatoren der Ausstellung: Wenn Sie nachgemachte Spiele aus der DDR haben, schreiben Sie uns bitte eine Mail an ddrkopien@googlemail.com. Die Ausstellung NACHGEMACHT – Spielekopien aus der DDR ist bis zum 31. Juli im Deutschen SPIELEmuseum Chemnitz zu sehen.

? RATE MIT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Gesellschaftspiele mit dem Klassenfeind

SA/SO, 19./20. Mai 2012

FINDE DEN UNTERSCHIED:

Es gibt acht Veränderungen im unteren Bild.

KALENDERBLATT

18. Mai

2002 – Die Bundesregie-

rung fordert Tschechien erstmals auf, die BenesDekrete zur Vertreibung Sudetendeutscher und Ungarn aufzuheben. 1995 – Der Ex-Baulöwe Jürgen Schneider wird im US-Bundesstaat Florida mit seiner Frau Claudia verhaftet. 1992 – Hans-Dietrich Genscher, dienstältester Außenminister der Welt, gibt sein Amt nach 18 Jahren auf. 1980 – Der Vulkan Mount

? HABEN SIE’S GEWUSST? . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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E PG LB I ERUN N PALA NESEN S AN R RE R BOE BSENZ E I N I N Z T FOTO FAUL EN A G E L I NF ERNO GL DAS Z OOM G P E L EX I K HEHL ER L I SE S KAL L E I NWA T EVA KAA WE S T E R P T ERBS K L E MM E Y EC I R I N UM F RACH SENSE SHE S COOL I KS GRAE F E F EM I N I HA U GE UR H A H I N

ELTWERK FORST

St. Helens im US-Bundesstaat Washington bricht nach mehr als 100-jähriger Ruhe aus. Mindestens 57 Menschen sterben. 1965 – Königin Elizabeth II. trifft zum ersten Besuch eines britischen Staatsoberhauptes seit 56 Jahren in Deutschland ein. 1927 – In Hollywood wird „Grauman’s Chinese Theatre“ eröffnet, bekannt durch die Hand- und Fußabdrücke vieler Leinwandstars in den Bodenplatten des Vorplatzes. dpa

S A N U S S E MU L T I ATROS T ES DEO A KLO P LATANE L Z O B L S TAU GES T ERN SEAN D A U KE AMADE US TRE NT I DA M TRAUR I G ADL I G KA K H ON F I FA C I A T H S E I L E R I GATON I ME T G MO E R S E R I ND R SALON H UZ T ES T ER D TOT H HAS E N H I MA L A J A E P EDDA ENT OF ME L I EREN D AS T HO ASR S L EHRE T E R M B I S AM A G G TOBEN B AL L E GE TAN C MEHL ON I N BANKD I REKTOR N DUT T ERN ECKE A D G BLAE U R BR T E I GE I T ER I N


RÄTSEL

SA/SO, 19./20. Mai 2012

Entgegennahme

Edelholz

Katzenlaut

japanischer Politiker, † 1909

amerikanische Indianerstämme

ungefähr

Buch der Bibel

USWesternlegende (Wyatt)

engenglisch: lischer Säure Artikel

Flugnavigator

Schauspielhaus legeres Begrüßungswort

Industrieerzeugnis

Stadt am Main

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Grundsatz

9

Prägestempelabdruck internationales Notrufzeichen

Wintersportstätte

ein Halbedelstein

Foto: dpa

englischer Männername

Firmenzeichen

Abzeichen aus Metall

Tiefengestein

Frauenname

Trottel

Produktionsstätte

japanischer Zwergbaum

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weggebrochen (ugs.)

tumb, dumm Fell der Bärenrobbe

Rufname von Pacino

Abk.: Berufsordnung

Teil des Pilzes

Kreishalbmesser

Lebensgemeinschaft französische Königsanrede

3 Bruder USBundesvon Romulus staat

Abendgesellschaft

spanisch: ja

möglichst schnell

SpielTeil zeugeiner klassiker Maschine (Puppe)

Außerirdischer (engl.)

ungewöhnlicher Mensch

knapp, schmal

Jahrbuch nachgehen, nachkommen

deutsche Endsilbe

Bankbegriff

1 Regelwidrigkeit (Sport)

Stuntman erbitAchtung, terter Ehrfurcht Widersacher

altgriechische Grabsäule

König der Juden

nicht hinter

Stelle, wo etwas aufhört

schal

10

15 Vorname der Lemper

bestimmter Artikel (2. Fall)

6

Grundfarbe

Kfz-Z. Lahr privater TVSender (Abk.)

Depotfläche

16

Hochschulen (Kw.)

englische Biersorte

kleines Raubtier

Koranabschnitt

deutsche Vorsilbe

Nadelbaum d. Mittelmeers eine Lotterie (Abk.)

Moselhafen in Frankreich Rennstrecke in Belgien

dt. Schauspieler (Mario)

11

Vermächtnisempfängerin

Rangältester i. diplom. Korps

geschlossen

tiefe Zuneigung

Blutbestandteil

Klangwirkung (engl.)

Fleischkloß, Frikadelle

Mondgöttin Eimer aus der Bronzezeit

Zeichen in Psalmen

inhaltslos

Rufname Eisenhowers

zugkräftiges Angebot

verzerrtes Gesicht, Fratze

KosovoFriedenstruppe (Abk.)

int. Normungsorganisation

Solostück in der Oper

gerade erst

widersinnig

4

Papstname

Gliederbänder

Teil des Bestecks

geflügelte Liebesgötter

größter Strom Südamerikas

Frauenkleidungsstück

TVGerät Grafschaft in Nordirland

Leichtmetall

Gefäß für Heißgetränke

hilfreiche Tricks

Quadrillefigur

höchster Berg Ägyptens

afrikanischer Staat

5

eine Tonart

altkeltischer Sänger

mit allem

14

Lebewesen

12

Sprengstoff (Abk.) ungesitteter Mensch

schlimm

arabisch: Sohn

Pferdehaar zum Polstern

2

spannend

Winkelmaß

ein Edelgas

Initialen Hitchcocks

Die Inseln bewegen sich ja. . . Nix wie weg hier. englische Goldmünze

Baumteil

Gesicht (franz.)

UUHHPS! plötzlicher Einfall

Brandrückstand

Grill

7 Tatsachenmensch

Rheinlastkahn

durcheinander

an Gott glaubender Mensch

Jazzstil der 40er Jahre

bewaffneter Aufstand Waschraum (Kw.)

ein christliches Fest

Papageienvogel

nicht beleuchtete Fläche

Hindernis, Absperrung

südamer. Drogenpflanze

eisern

Stadt in der europ. Türkei

sehr gebildet

chem. Zeichen für Barium Stadt an der Weichsel (Polen)

bereitwillig

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abgeschrägte Kante

Figur bei Kipling

Zahlzeichen DEIKE-PRESS-2429-16

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REPORTAGE

Wo

Lokomotiven Dampf ablassen

VON BERND KREGEL

Ein „Cabrio auf Schienen“ ist es wirklich nicht. Dafür fehlt ihm die erforderliche Eleganz. Und doch punktet das sperrige Vehikel mit seiner Originalität. Denn allein menschliche Muskelkraft treibt es an: durch das kräftige Hin- und Herbewegen langer Hebel, das die Energie von vier Menschenstärken direkt auf die Eisenräder überträgt. Kompliziert? Jedenfalls nicht für den Erfinder Karl Drais, der mit einfachen technischen Mitteln die nach ihm benannte EisenbahnDraisine das Fahren lehrte. Ob ihm damals wohl bewusst war, welchen Riesenspaß diese Art der Fortbewegung später einmal mit sich bringen würde? Entsprechend laut sind heute die Freudenschreie der Passagiere, die ihre Muskelkraft auf diese ungewöhnliche Weise unter Beweis stellen müssen. Blumenpflücken während der Fahrt Besonders empfänglich für diese Art von Freizeitvergnügen ist man in Polen. Hier haben sich zahlreiche Vereine der Erhaltung und Pflege all dessen verschrieben, das im weitesten Sinne mit der Tradition des Eisenbahn-Transportwesens zusammenhängt. So auch Marcin Bens aus Grodzisk im Verwaltungsbezirk Wielkopolska (Großpolen), der sich bei einer Draisinen-Ausflugsfahrt zum alten Bahnhof von Ujazd (Schönewalde) in seiner Rolle als Oberschaffner bestens bewährt. Und der dann völlig unerwartet kurz vor Sonnenuntergang mithilfe seines Vereinsfreundes Mikulaj RzanKRZYSZTOF MODRZEJEWSKI

ist seit vielen Jahren als Begleiter bei der Dampflok-Parade dabei.

Eine Nostalgie-Expedition ins Zentrum der polnischen Eisenbahn-Romantik: Eine exotische Stahlross-Parade macht das polnische Wolsztyn alljährlich zum Mekka des Dampfes. Auch der Lausitzer Dampflok Club fährt jedes Jahr mit einem Sonderzug in die Partnerstadt Lübbens.

ny für die Rückfahrt durch die üppig blühenden Rapsfelder einen umgebauten Fiat 600 des polnischen Modells „Maluch“ vorspannt. Ein rot lackiertes Fahrzeug-Unikum, dessen zügigere Gangart das sprichwörtliche Blumenpflücken während der Fahrt verhindert. Nur an den Gleisübergängen schaltet Marcin herunter und bietet den wartenden Autofahrern allein durch das Erscheinungsbild des seltsamen Gefährts einen amüsanten Anblick.

Prachtstück aus Platons Dampflok-Ideenhimmel Eisenbahn-Spezialisten wie Marcin und Mikulaj sind natürlich mit der EisenbahnSzene in Polen bestens vertraut. So auch mit dem historischen Dampflok-Sonderzug von Poznan (Posen) nach Wolsztyn (Wollstein), jener Kleinstadt in der großpolnischen Provinz, die einmal im Jahr als Dampflok-Eldorado die Blicke mehrerer Zehntausend Eisenbahn-Romantiker aus dem In- und Ausland auf sich zieht. Noch bevor sich das Prachtstück, das Platons perfektem Dampflok-Ideenhimmel entstammen könnte, am nächsten Morgen im Bahnhof von Poznan schnaufend in Bewegung setzt, lässt es sich kaum jemand der Mitreisenden nehmen, der auf Hochglanz polierten Lokomotive seine Reverenz zu erweisen: Kessel und Führerhaus in funkelndem Schwarz und dazu als Kontrapunkt die rot lackierten massiven Räder, die schon ungeduldig darauf zu warten scheinen, sich endlich in Bewegung setzen zu dürfen. Dann, erstaunlich pünktlich, der erwartete gellende Pfiff, und schon setzt sich der Dampfzug bei seiner sentimentalen Zeitreise in Richtung Eisenbahn-Vergangenheit in Bewegung. Entsprechend traditionell herausgeputzt nimmt auch das Zugpersonal seinen Dienst auf. Da werden winzi-

ge Papp-Fahrkarten mit uralter Kartenzange geknipst und bejahrte Schaffneruniformen mit leuchtend roten Dienstmützen zur Schau gestellt. Das Hobby zum zweiten Beruf gemacht Und nirgendwo wird einer jener modernen UmhängeFahrkartencomputer erkennbar, der dieses beschauliche Bild stören könnte. Stattdessen immer wieder mit der polnischen Eisenbahn-Szene vertraute Fachleute, die in das Abteil hineinschauen und bereitwillig Antwort geben auf Fragen über die Zugdetails und das erwartete Eisenbahn-Großereignis in Wolsztyn. Da ist beispielsweise Krzysztof Modrzejewski, der sich mit seinen zwanzig Jahren schon mit den Behörden herumschlägt, um von ihnen finanzielle Unterstützung für den erhaltenswerten Betriebsbahnhof in Gniezno (Gnesen) zu erhalten. Oder Patryk Skopiec, der schon zum 19. Mal als Chef-Organisator des Wolsztyn-Eisenbahn-Festivals sein Hobby zum zweiten Beruf macht. Allesamt Idealisten, denen man ihre Begeisterung un-

mittelbar ansieht. So vergeht die gut einstündige Fahrtzeit wie im Fluge, bis sich durch Verbreiterung des Gleiskörpers das Fahrtziel ankündigt. Lok-Paradestücke wie dunkle Metallhügel Und dann, nach dem Greifen der Zugbremsen, heißt es plötzlich einzutreten ins polnische Dampflok-Paradies, wo 25 filmreife Oldtimer darauf warten, von jedermann bewundert zu werden: „Ist dies auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig nicht die alte Dampflok, die in Roman


SA/SO, 19./20. Mai 2012

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WÄHREND der Dampflok-Parade in Wolsztyn: Eine Dampflok fährt auf die Lokomotiv-Drehscheibe. Fotos: Kregel

keine weiße Wäsche auf der Leine dulden, zu einem solchen Dampflok-Großereignis aber unbedingt dazugehören. Origineller Draisinen-Endspurt

Polanskis „Der Pianist“ über die Leinwand fauchte?“ Kenner gibt es hier genug, die diese Frage bestätigen können. In langen Reihen hintereinander gekuppelt, wirken manche Loks im Mittags-Gegenlicht wie dunkle Metallhügel. Auf ihnen tummeln sich forschende Bergsteiger mit Kamera und Modellbeschreibungen, um ihnen alle ihre Geheimnisse zu entlocken: „Und ist dieses Paradestück nicht sogar die legendäre ,deutsche Kriegslok‘?“ Mehrere Tausend wurden

VORBEIFAHRT

der deutschen Kriegslok.

einst von ihr gebaut, schlicht und doch zuverlässig. Denn statt der sonst üblichen 6000 Zubehörteile kam sie aus mit nur 5000 und war daher in ihrer Pflege anspruchsloser als andere Loks dieser Größenordnung. In die Bewunderung mischt sich natürlich auch die Frage, in welcher Kriegsfunktion dieses beeindruckende Exemplar der Seriennummer 52 wohl eingesetzt war. Doch dazu gibt es an dieser Stelle nur Spekulationen. Lokomotiv-Drehscheibe wie ein Riesenspielzeug Entlang den BahnhofsSchienensträngen bewegt sich der Menschenstrom nun zielstrebig weiter. Vorbei an einer riesigen Zapfsäule, an der gerade der Kessel einer Dampflok mit Unmengen von herabstürzendem Wasser aufgefüllt wird. Auch dieses Ungetüm ist unterwegs zum Herzstück der gesamten Anlage, jener LokomotivDrehscheibe, die sich wie ein Riesenspielzeug um den eigenen Mittelpunkt zu drehen beginnt, sobald eine der Lokomotiven sie befahren hat. Denn schon warten acht mächtige geöffnete Flügeltore darauf, der Lokomotive Zufahrt in die ölverklebte Wartungshalle zu gewähren. Hier wird geschmiert und

poliert, hydraulisch gehoben und kritisch überprüft. Und dies alles in einer unglaublichen Geschwindigkeit, da technische Effektivität stets eine Grundvoraussetzung war für einen reibungslosen Ablauf des Personen- und Güterverkehrs. Prozession der Eisenbahn-Oldtimer Und doch ist am heutigen Tag alles ein wenig anders. Denn im Vordergrund steht der Volksfestcharakter dieser Veranstaltung, und da drückt man, was die Strenge der Sicherheitsstandards angeht, schon mal gern ein Auge zu. Nacheinander dürfen Kinder hinauf in eines der Führerhäuschen, um dort einen Mark erschütternden Pfiff auszulösen, der sich wie ein kurzes Echo an den Wänden der Halle bricht. Kein Verbot, keine übertriebene Vorsicht - und daher ein wunderbar entspanntes Miteinander! Doch dann wird es plötzlich aufregend. Denn mit dem Anmarsch einer Blaskapelle kündigt sich der absolute Höhepunkt an: die Prozession sämtlicher EisenbahnOldtimer, die an diesem „Tage des Dampfes“ noch einmal zeigen wollen, was in ihnen steckt. Erwartungsvoll stehen nun gut 30.000 Besucher Spalier an den Gleisen,

um den Königinnen der Dampflokomotiv-Ära begeistert zu applaudieren. Und schon rollen sie paarweise heran, jeweils mit einem lauten Pfeifen, das das Trommelfell in einen ständigen Alarmzustand versetzt. Hinzu kommen die über ihnen schwebenden schwarzen Rauchwolken, die in ihrer näheren Umgebung zwar

Und ganz zum Schluss, als wollten sie es mit den riesigen Dampfmaschinen aufnehmen, die Parade der kleinen Draisinen. Eine origineller als die andere, und die von Marcin und Mikulaj ist natürlich auch dabei. Sie alle legen sich kräftig ins Zeug, um zumindest so zu tun, als könnten sie den Anschluss halten. Dennoch nehmen sich beide Bekannte vom Vorabend die Zeit, um kurz herüber zu winken. Eine Geste, mit der die „Polonaise“ der Dampfloks aus Polen, Deutschland und Tschechien ihren Abschluss findet? Noch nicht ganz. Denn abends drehen einige von ihnen noch einmal auf und zeigen sich beim Dampf-Ablassen während einer bunten Lichtschau in den beeindruckendsten Farben. Und das Schönste für alle EisenbahnFreunde: Die spektakulären Tage des Dampfes kommen im nächsten Mai wieder zurück nach Wielkopolska, so sicher wie das Amen in der Kirche.

Die Wojewodschaft Wielkopolska bietet vor allem im Sommerhalbjahr ein reichhaltiges Programm für sentimentale Zug-Zeitreisen auf unterschiedlichen Strecken als reguläre Personenbeförderung und mit Sonderzügen, Angebot auch für organisierte Gruppen. Näheres auf den u.a. Websites. Unterkunft in Poznan: www.andersiahotel.pl, www.brovaria.pl, Kuslin, Schlosshotel Wasowo: www.wasowo.pl, Opalenica, Sporthotel Remes: www.hotelremes.pl Auskunft www.wielkpolska.travel (siehe auch Broschüre „Bahntourismus auf den Routen in Wielkopolska“ sowie „Wielkopolska. Die größten touristischen Attraktionen“), www.bahntourism.pl, www.plotpoznan, www.thewolsztynexperience.pl, www.bluesexpress.pl, www.gkw-gniezno.pl Internetauftritt des Lausitzer Dampflok Clubs: www.lausitzerdampflokclub.de Die nächste Dampflok-Parade in Wolsztyn findet Ende April oder Anfang Mai 2013 statt.


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REISE

SA/SO, 19./20. Mai 2012

Unerwartetes im Bayerischen Wald VON IDA KRETZSCHMAR

„Genuss am Fluss“ ist am letzten Wildwasser Ostbayerns angesagt. „Die Ilz ist am schönsten, wo man sie hört“, schwärmt einer der Bürgermeister aus dem Landkreis Passau, Josef Schätzl (CSU), der mit uns am Fluss entlangwandert. Tags zuvor hat er uns im familienbetriebenen Schätzlhof schon in die Geheimnisse der Schnapsbrennerei eingeweiht. Während wir der preisgekrönten Flusslandschaft mit allen Sinnen folgen, gibt es immer wieder eine Rast, bei der regionale Schmankerln auch den Gaumen verwöhnen. Eine Idee, die Einheimische wie Gäste gleichermaßen anzieht. Aber man kann der „schwarzen Perle“, wie die Ilz wegen ihrer moorhaltigen Farbe im

IM KELTENDORF Gabre-

ta scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Auch der Betriebswirt Helmut Grunwald frönt dort den uralten Bräuchen. Foto: Kretzschmar

Dirndl, Lederhose und deftige Schmankerln – das erwarten die meisten Urlauber im Bayerischen Wald. Dabei gibt es an seinen Ausläufern auch Unerwartetes zu entdecken. Beispielsweise im Ilztal und Dreiburgenland.

seilpark Schönberg am Gipfel des Kadernbergs bestens gebrauchen. Neben sieben Klettertouren mit 80 abenteuerlichen Stationen sorgen eine Riesenschaukel und eine 30 Meter hohe Kletterwand für Nervenkitzel. Deutschlandweit einmalig: Auch Menschen mit Handicap können hier auf einem Parcours die Faszination des Naturhochseilgartens erleben. Und wer würde eine lebende Westernstadt mitsamt einer Bisonherde mitten im Bayerischen Wald erwarten? In „Pullman City“ kann man nicht nur atemberaubende Shows aus der amerikanischen Geschichte erleben, sondern auch ein echtes Halbblut treffen, Freizeitindianer und sogar in Tipis und Blockhütten übernachten. Wem das alles noch nicht unerwartet genug ist: Auf Schloss Fürsteneck hoch über dem Zusammenfluss von Ilz und Ohe sind Spuk-nächte angesagt. Wer lieber in die Geschichte abtauchen will, landet weit vor der Zeitrechnung m Keltendorf Gabreta. Oder im Museumsdorf Bayerischer Wald. Entschleunigung pur. Wie hier eigentlich nicht anders zu erwarten war. . .

Volksmund genannt wird, auch gemütlich mit der Ilztalbahn folgen, die nach zehnjähriger Stilllegung durch Bürgerengament wiederbelebt wurde. Die Strecke führt von Passau durch das Ilztal bis nach Freyung. Durch die Streckenöffnung ist sogar ein grenz-

Der Urlaubsgast

kennt keine

Gemeindegrenzen, haben die 18 Gemeinden der Ferienregion Ilztal & Dreiburgenland zwischen dem Nationalpark Bayerischer Wald und der Dreiflüssestadt Passau festgestellt und sich zu einer touristischen Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen, die jetzt mit Unterstützung von CenTouris, Centrum für marktorientierte Tourismusforschung der Universität Passau, einen Freizeitführer auf den Mark gebracht hat. Unerwartetes wird darin vorgestellt.

überschreitendes Freizeitverkehrsnetz nach Südböhmen möglich geworden. Grenzen überschreiten lassen sich auch auf der Via Nova. Pilgerwegsbegleiterin Tanja Baumann geht mit uns etwa zehn Kilometer auf diesem Europäischen Pilgerweg, der durch Bayern, Österreich und Tschechien führt, und lässt uns spüren: Im Unterwegssein öffnet sich das Herz, findet der Pilger, verbunden mit

allen Religionen, zu sich selbst. Bei Fürstenstein, wo wir später noch mit Bauamtsleiter Alex Fischl die E-Bikes testen werden, die in der Gemeinde geliehen werden können, nehmen wir in einer eigentümlichen Gesteinsformation, „Arche Noah“ genannt, Kraft auf, um sie auf dem Wege, der für uns an einer 1000jährigen Linde in Tittling endet, immer wieder aufzutanken. Die können wir im Hoch- R www.ilztal.de

Romantik und Genuss inmitten der Alpen Es ist eine Fahrt im „Rhythmus der alten Zeit“: Gezogen wird der Zug von einer Dampflokomotive aus dem Jahr 1902 oder einer über 70 Jahre alten Diesellokomotive. Und auch die Waggons versprühen nostalgisches Flair.

genzerache begleitet den Zug eine Zeit lang, dann ist schließlich der Bahnhof Schwarzenberg erreicht. Bei einem Spaziergang durch das denkmalgeschützte Dorfzentrum mit Reisequiz der RUNDSCHAU

Auf der fünf Kilometer langen in Zusammenarbeit mit

Strecke zeigt sich der Bregenzerwald von seiner schönsten Seite. Die Region liegt in Vorarlberg, im westlichsten Bundesland Österreichs. Hier, rund 35 Kilometer vom Bodensee entfernt, können sich Urlauber fernab von Hektik und Stress in einer malerischen Natur- und Kulturlandschaft erholen. Das Wälderbähnle startet im Hauptort Bezau. Eindrucksvoll ist der Ausblick auf die Kanisfluh, ein markantes Bergmassiv, das als Wahrzeichen des Bregenzerwaldes gilt. Der wildromantische Fluss Bre-

alten Bauernhäusern und alten Gasthöfen mit reich geschmückten Fassaden wird die Vergangenheit lebendig. Hier findet zweimal jährlich die sogenannte Schubertiade statt, die Klassikfreunde aus aller Welt anlockt. Der Rückweg nach Bezau kann wieder mit dem Wälderbähnle oder auch zu Fuß bewältigt werden.

Der Bregenzerwald ist ein ab- Hofläden sowie Dorf- und Sie wollen gewinnen? Dann be-

wechslungsreiches Gebiet für Wanderer. Das rund 2000 Kilometer lange Wegenetz bietet vom gemütlichen Spaziergang über entspannte Touren bis zu anspruchsvollen Gipfelabenteuern jede Menge Gelegenheit zum aktiven Erholen. In Bezau bietet der Panoramarundweg, für den Wanderer rund eineinhalb Stunden benötigen, einen Rundumblick auf die gesamte Region einschließlich des Bodensees. Der Bregenzerwald ist auch ein Urlaubsgebiet für Genießer. „Von mild bis wild“ und „Das Beste aus heimischen Speisekammern“ lauten zwei Mottos der sogenannten „KäseStraße“. Das ist nicht nur eine Route, sondern auch ein aktives Netzwerk, das die heimische Kultur pflegt. Im Mittelpunkt stehen die bäuerlichen Erzeuger, wie Bauernhöfe mit

Alp-Sennereien. Wer möchte, kann in der Sennschule Egg seinen eigenen Käse kreieren. Auch beim Imker, Bierbrauer, Metzger und Schnapsbrenner geht es um Köstlichkeiten aus dem Bregenzerwald. Aus den Zutaten entstehen in den Wirtshäusern und Restaurants köstliche Gerichte – auch auf Gourmetniveau.

antworten Sie an unserem Reiserätsel-Telefon einfach folgende Frage: Wie heißt der Hauptort des Bregenzerwaldes?

Informationen zur Unterkunft: Gams Genießer- und Kuschelhotel, Platz 44, 68 70 A-Bezau, Tel: (00 43) 55 14 22 20. www.hotel-gams.at

np/por Wir verlosen heute das Arrangement „Traumtage – Zeit zu zweit“ im Kuschel- und Genießerhotel Gams in Bezau, ein Mitglied der „KäseStrasse“ mit „MundArt“-Restaurant. Enthalten sind drei (bei Anreise am Sonntag vier) Übernachtungen in der Kuschelsuite mit Frühstück und romantischen Genießermenüs am Abend sowie die Nutzung des Wellnessbereichs.

HOTLINE . . . . . . . . (0137) 8373453 Ein Anruf kostet 50 Cent. Wenn Sie das Lösungswort unseres Reiserätsels wissen, dann rufen Sie die RUNDSCHAU-Hotline an. Die Leitungen sind ab sofort bis Dienstag 24 Uhr geöffnet. Gewinnerin der vergangenen Woche: Edith Orbanz aus Calau

.. . . . . . . . . . . . . . . . .


REISE

SA/SO, 19./20. Mai 2012

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Von wegen verklemmt MÜNCHEN. Die Deutschen Strand gern Kontakte und ha- Schwimmfreudigen deutlich

zeigen sich im Strandurlaub gern nackt. Rund 15 Prozent haben sich am Strand schon hüllenlos gesonnt, ergab eine aktuelle Studie des Online-Reiseportals Expedia.de. Damit liegen sie in Sachen Freizügigkeit vor den Spaniern (acht Prozent), Italienern und Franzosen (jeweils fünf Prozent). Deutlich abgeschlagen sind die Japaner mit einem Prozent und die Briten und Amerikaner mit zwei Prozent Nackturlaubern. Auch sonst sind die Deutschen offener, als ihr Ruf es ahnen lässt: 23 Prozent knüpfen am

ben dort schon Tage mit Fremden verbracht. So aufgeschlossen sind nur 19 Prozent der Brasilianer und 13 Prozent der Italiener. Auf den ersten Blick wenig überraschend: Die Lieblingsbeschäftigung der Deutschen am Strand ist das Schwimmen (82). Allerdings ist das nicht die Regel, denn weltweit haben der Umfrage zufolge Faulenzen und Sonnenbaden Priorität. Nur die Norweger und die Niederländer ziehen am Strand ebenfalls das kühle Nass dem Nichtstun vor. Beide Länder liegen jedoch mit 57 und 56 Prozent MOSEL

hinter Deutschland. Für einen gelungenen Urlaub am Meer greifen die Deutschen auch ungewöhnlich tief in die Tasche. Mit 150 Euro pro Urlaubstag liegen sie 20 Euro über dem weltweiten Durchschnitt. 9,7 Tage hat ihr vergangener Strandurlaub gedauert. Nur die Italiener waren mit 10,2 Tagen noch länger in den Ferien am Meer. 56 Prozent der Deutschen planen in diesem Sommer wieder einen Strandurlaub. dpa

OBEN OHNE AM STRAND: Rund 15 Prozent der Deutschen haben sich schon hüllenlos gesonnt.

Für seinen Strandreport 2012 hat Expedia 8599 Menschen aus 21 Ländern befragt.

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DIE LETZTE

SA/SO, 19./20. Mai 2012

VORSICHT

SONST NOCH

Also schlief er schön aus VON PETER BLOCHWITZ

Über Kindercastings „Man castet keine Vierjährigen! Das überhaupt möglich zu machen, finde ichnicht gut. Kinder sollten spielen und nicht auf der Bühne stehen.“ Ivy Quaimoo (19), gewann die Castingshow „The Voice of Germany“ (ProSieben/Sat1), landete, in Der Tagesspiegel

Wort|wahl

? RÜCKBLÜCK . . . . . . . . . . . . . .

Gesprinkelte Uniformen Von „Stundenten“ hatte ich bisher nichts gehört, es handelt sich wohl um eine Neuzüchtung. Gibt es auch Minutenten? Tagenten? Ganz sicher gibt es aber Jahrhundertbäume: Kürzlich ist „der Baum des Jahres 1012 gepflanzt“ worden. Und er kann sogar trällern und fliegen! „Dieses Mal ist es die

Pa|limp|sest

- Bedeutung: Zeichenkette, die von vorn und von hinten gelesen gleich bleibt, aber nicht unbedingt einen Sinn ergeben muss. - Beispiele: Datumspalindrom: 10.02.2001, Zeitpalindrom: 13:31 Uhr, Wortpalimdrom: Anna, Reliefpfeiler Rentner, Rotor. - Herkunft: griechisch – palíndromos = rückwärts laufend.

Stundenten stecken Park in goldene Rahmen der Baum des Jahres 1012 gepflanzt Eudie es ist Mal werden. Dieses ropäische Lerche,

des Brandenburg-Tages 20123,

Es sollen Rauchklappen ebenso nicht funktioniert haben wie Sprenkleranlagen.

Quelle: wikipedia.org

English to go „Nothing for ungood.“ dt.: „Nichts für ungut.“

Allerletztes der Woche „Der Mann wird dem Jünglinge, der Jüngling dem Manne, der Mann dem Greise geopfert..“ Ludwig Börne, (1786 - 1837), deutscher Publizist, eigentlich Löb Baruch

Einwohner des zur Großgemeinde Schenkendöbern gehörenden Ortsteils kritisieren zudem ein fehlendes Konzert für die Jugendarbeit. -

eige Jede Kneipe macht sein nes Ding.

Gauckle Jongleure und Stelzenläufer r,

Natürlich haben die mir auch gesagt, dass ich Geduld en muss. werd haben

Europäische Lerche.“ Einfach merchenhaft! Das trifft auch auf die langfristige Vorbereitung „des Brandenburg-Tages 20123“ zu. Man denkt immer: Ach, wir haben ja noch Zeit – und schwupps, ist der Termin ran! Also: Hektik vermeiden. Das machen die beim Bau des Großflughafens in Berlin auch. Jetzt werden erst mal funktionierende „Sprenkleranlagen“ beschafft. Wollen Sie noch was Pekantes hören? Das Flughafen-Personal soll gesprinkelte Uniformen bekommen! Aber kein „Konzert für die Jugendarbeit“ haben, na fein! In Cottbus gab es letztens eine Kneipennacht, in der viele Konzepte gespielt wurden. Es gab kein ausgeklügeltes Konzert. Wie sagte einer der Veranstalter: „Jede Kneipe macht sein eigenes Ding.“ Damit jeder Fan auf ihre Kosten kommt. Es gibt demnächst sogar „Gauckler“, persönlich ausgesucht vom Bundespräsidenten! „Natürlich haben die mir auch gesagt, dass ich Geduld haben werden muss“ sollen sein. Peter Blochwitz Mit freundlicher Unterstützung u. a. von Anny Laurisch, Cottbus; Regina Lehmann, Spremberg; Rosemarie Neumann, Guben; Klaus Pototschnik, Cottbus; Günter Schwarzer, Groß Leuthen und snowman28.

Karikatur: Lothar Schneider

EIN SPRUCH

Er hatte hoch & heilig versprochen, es diesmal nicht so ausarten zu lassen. Hoch! &! Heilig! Also schlief er schön aus. Frühstückte ein wenig, und zwar in aller Ruhe. Erfreute sich an den letzten Tulpen im Garten, die wirklich eine bemerkenswerte Ausdauer bewiesen. Ausdauer, das war das Stichwort. Er hatte in den vergangenen Wochen recht wenig für seine Ausdauerwerte getan, das musste er zugeben. Faulheit, einfach nur Faulheit! Nachdem er sich selbst eine Standpauke gehalten hatte – „Standpauke halten“, komische Formulierung, dachte er, muss mal rausfinden woher . . . Wahrscheinlich was Militärisches. Okay, ab jetzt in die Klamotten und Abmarsch! Als er im Park seine Runden drehte, verfluchte er seine Nachlässigkeit. Er war wahrscheinlich letztmals joggen gewesen, als man das noch gar nicht so nannte. Als man noch schlicht und ergreifend durch die Gegend rannte. Jetzt joggte man. Oder versuchte, einen solchen Ein-

druck zu erwecken. Und die spöttischen Blicke der Spaziergänger zu ignorieren. Manche schüttelten gar entsetzt den Kopf, prima! Genug, reicht, tschüss. Zur Belohnung daheim erst mal ein SturzBier. Ein großes. Noch eins, den Flüssigkeitsverlust ausgleichen. Duschen! Nächstes Bier. Was Sport für einen Durst erzeugen kann! Mittags könnte man sich so langsam in die Spur begeben, legte er fest. Und begab sich so langsam in die Spur. Aber erst nach einem schönen, kühlen Bier. Die Spur führte zu weiteren köhnen, schülen Bieren. Schwüle, kühne Biere. Schwöhle, köhle, öle . . . egal. Als er heimkehrte und das Weiße in den Augen der Frau sah – das weiße Licht! – wusste er, warum dieser Feiertag Himmelfahrtskommandotag . . . oder so ähnlich hieß. R Kolumne im Internet lr-online.de/blochwitz


"Lausitzer Rundschau"