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In dieser Ausgabe Die Hochzeit von Kana Bilderrückblick Die Lourdesgrotten von Jaun

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AVE – 3 – Juni 2012


Zum Geleit

Impressum Organ des Vereins der Interdiözesanen Lourdeswallfahrt Deutsche und Rätoromanische Schweiz und der Regionalvereine AVE 60. Jahrgang Es erscheint 6-mal pro Jahr (Abonnement 1 Jahr Fr. 17.–, 2 Jahre Fr. 32.–, 3 Jahre Fr. 48.–): je Ende Januar, März, Mai, Juli, September, November Pilgerbüro, St.Otmarsberg Administration, 8730 Uznach Tel. 055 285 81 15 (Mo–Fr, 14–17 Uhr) Fax 055 285 81 00, PK 90-8242-9 Wallfahrt: www.lourdes.ch Abonnement: www.abo.otmarsberg.ch E-Mail: pilgerbuero@lourdes.ch Redaktion, Vereinsmitteilungen P. Emmanuel Rutz, 8730 Uznach Tel. 055 285 81 02 E-Mail: p.emmanuel@otmarsberg.ch Titelbild Als drittes Symbol nach den Kreuzen und den Vaterunser-Tafeln ziert ein «Rosenkranzbaum» den Wallfahrtsbezirk in Lourdes. Fotos Hans Schorno: Seite 1, 3, 5, 6, 7, 9, 11–14, 24; Lourdes-Photo: Seite 4, 8, 15; Archiv Uznach: Seite 10; Pirmin Rauber: Seite 17, 18; Silvia Scherrer: Seite 19; Hans Lang: Seite 20; Patricia Simeoli: Seite 23. Druck Druckerei Oberholzer AG, Uznach Das nächste AVE erscheint Ende Juli 2012 Redaktionsschluss: 25. Juni 2012

Zum Geleit 116. Lourdeswallfahrt

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inmal mehr dürfen wir auf eine Lourdeswallfahrt zurückblicken; eine Wallfahrt, die unseren Alltag durchbrach; eine Wallfahrt, die uns im Glauben stärkt und eine Wallfahrt, die unser alltägliches Leben aufnimmt, um mit Bernadette den Rosenkranz zu beten. Dazu machten sich an der 116. Interdiözesanen Lourdeswallfahrt 1804 PilgerInnen auf, darunter 194 Kranke. Wenn auch vieles während der Pilgeralltage in Lourdes vorgegeben ist, so sind es wohl gerade die kleinen Zeichen, die eine Wallfahrt unvergesslich, ja vielleicht sogar speziell machen. Eines dieser Zeichen finden wir sicherlich in der Begleitung durch Bischof Markus Büchel von St. Gallen. Es war nicht nur äusserlich sichtbar, dass Bischof Markus den Glauben an Jesus Christus mit den Pilgern teilte, sondern auch innerlich. Sein Wappenspruch «in gaudio et spe – in Freude und Hoffnung» war sozusagen zur Überschrift für alle Begegnungen geworden, sei es in den Gottesdiensten, im Besuch der Kranken im Accueil, im gemeinsamen Gebet oder ganz einfach in einem Gespräch. Dass dabei der ganz normale Alltag, in dem auch Leid und Kummer präsent sind, angeschaut wird, lassen Lourdes und diese Wallfahrtstage wunderbar aufleuchten. Ja, das Schwache gibt in Lourdes den 2

Takt an, wie Bischof Markus in einer Ansprache am Rande der Wallfahrt feststellte. Diese Wahrheit griff die 116. Lourdeswallfahrt auch in der Eucharistiefeier mit Krankensalbung auf. Zum ersten Mal fand sie am Nachmittag statt, so dass die Kranken, wie auch die freiwilligen HelferInnen mehr Zeit fanden, sich bis um 14 Uhr in die Piusbasilika zu begeben, um ebenso das Schwache, unser Menschsein, in den Mittelpunkt – in Jesus Christus – hineinzulegen. In der

«Woran kann man sich halten? An den, der gesagt hat: Halte mich nicht fest.» Tat eine Feier, die die Freude und Hoffnung unseres Lebens mit dem Leid und dem Kummer verbindet, weil sie von Jesus Christus aufgenommen, bzw. angenommen werden. Die Salbung mit dem hl. Öl ist ja geradezu ein Zeichen dafür, dass wir mit unserem ganzen Menschsein in Christus besiegelt sind und dies darf überall dort geschehen, wo wir unsere Schwachheit in den Mittelpunkt stellen, wo unsere Schwachheit zum Takt unseres Lebens wird. Diese Wahrheit scheint auch


Zum Geleit

nochmals ganz klar im diesjährigen Wallfahrtsmotto «Mit Bernadette den Rosenkranz beten», aufzuleuchten. Wenn wir auf die erste Erscheinung am 11. Februar 1858 schauen, dann begegnet uns eine Bernadette, die nicht von Stärke oder Selbstsicherheit strotzt. Ganz im Gegenteil: Es begegnet uns ein Mädchen, das sozusagen aus Schwachheit, aus Angst oder Unsicherheit zum Rosenkranz greift, weil sie nichts mehr anderes zu tun weiss. So kann in diesen Moment der Erscheinung der «schönen Dame» der Rosenkranz für Bernadette zum Gebet der Freude und Hoffnung werden. Dabei muss aber auch Bernadette erfahren, dass solche Augenblicke eines Lebens nicht festgehalten werden können. Denn jedes Gebet hat ein Ende, jede Glaubens-

erfahrung will in den Alltag hineingelegt sein, damit wir miteinander Freude und Hoffnung teilen können. Der Auferstandene Jesus sagt uns dazu Worte: «Halte mich nicht fest.» Diese Worte erreichten Maria von Magdala am Ostermorgen. Und ich meine, sie können ebenso eine Zusammenfassung sein für die diesjährige 116. Lourdeswallfahrt. Denn vieles wollen wir festhalten, wozu jedoch der Platz, die Zeit etc. nicht reicht. Aber vielleicht kann diese Wallfahrt in jenes Osterwort einfliessen, das uns Hans Urs von Balthasar auf die Worte Jesu an Maria von Magdala folgendermassen ausgelegt hat: «Woran kann man sich halten? An den, der gesagt hat: Halte mich nicht fest.» Ihr P. Emmanuel Rutz osb 3

In diesem Heft finden Sie

Zum Geleit

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Die Mosaiken

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Rosenkranz

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Bischof Nicolas

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Br. Leo Schwager

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116. Lourdeswallfahrt

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Nachrichten aus Lourdes

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Lourdesgrotten

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Vereinsmitteilungen

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Wallfahrtsmotto

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nter den lichtreichen Geheimnissen ist das von der Hochzeit zu Kana das einzige, in dem die Anwesenheit Mariens erwähnt wird. «Sie haben keinen Wein mehr» (Joh 2, 3), sagt sie zu Jesus. Der Wein steht hier als Symbol für die Freude, die Lebensfreude, die Freude am Leben. Er steht für die Liebe, die Liebe unter den Menschen, die Liebe Gottes zu den Menschen, seine Hingabe bis zum Letzten. Die Fülle des Weines den Jesus den Hochzeitsleuten beschert ist ein Ausdruck dessen, was der Evangelist Johannes mit dem Satz beschreibt: «Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.» (Joh 10, 10) Auf dem linken Flügel des Hauptportales zur Rosenkranz-

Lichtreicher Rosenkranz Der sich bei der Hochzeit zu Kana offenbart hat basilika ist diese Szene des Evangeliums dargestellt. Links das Brautpaar, eher etwas traurig, weil ausgerechnet ihnen dieses Missgeschick passieren musste. Warum gerade uns, mir? Wer kennt diese Frage nicht in den unterschiedlichsten Lebenslagen? Wie soll das Fest jetzt weitergehen? Wie soll das Leben weitergehen? So fragen manche Menschen, die einen schweren Einschnitt oder Einbruch in ihrem Leben bewältigen müssen und oft kaum mehr können. Auf dem

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rechten Flügel sind Jesus und seine Mutter dargestellt, im Gespräch über dieses Missgeschick. Maria bittet, man muss diesen Leuten doch helfen. Wir können sie doch nicht hängen lassen, wenn wir schon eingeladen sind. Auch wenn Jesus anfangs sagt: «Meine Stunde ist noch nicht gekommen» (Joh 2,4), so weiss Maria doch, dass er helfen wird. Vielleicht eine tröstliche Botschaft für uns. Wenn wir Jesus und seine Mutter in unser Leben einladen, dann wird wohl Maria auch zu ihrem Sohn sagen: «Wir können sie doch nicht hängen lassen, wenn sie uns doch eingeladen haben.» Viele Menschen, die in dieser Haltung und Gesinnung nach Lourdes gekommen sind, haben dies vielleicht erfahren. «Was er euch sagt, das tut» (Joh 2, 5), so spricht Maria zu den Dienern. Es ist das letzte Wort, das von Maria im Evangelium genannt wird. Fast so etwas wie ihr Testament an uns. Die Szene der Hochzeit von Kana steht im Zusammenhang mit der links und rechts am grossen Rundbogen über dem Hauptportal angebrachten Darstellung von der Einsetzung der Eucharistie. «Tut dies zu meinem Gedächtnis» (Lk 22, 19), so spricht Jesus im Abendmahlsaal. Wir sollen uns immer wieder daran erinnern, was Jesus aus Liebe


Wallfahrtsmotto

Bischof Markus bei der Eucharistiefeier an der Grotte am Montag, 30. April.

für uns getan hat, damit uns die Lebensfreude nicht abhanden komme. Die Szene am Hauptportal ist eine Einladung an uns, teilzunehmen am Mahl, das der Herr für uns bereitet hat. Er lädt uns an seinen Tisch, dem Tisch

Wenn wir Jesus und seine Mutter in unser Leben einladen, dann wird wohl Maria auch zu ihrem Sohn sagen: «Wir können sie doch nicht hängen lassen, wenn sie uns doch eingeladen haben.» des Wortes und des Sakramentes. Darum vergleicht die Heilige Schrift das Reich Gottes oft mit einem festlichen Mahl. In den Evangelien wird uns das ebenso berichtet, in der Hochzeitsfeier, die der König für seinen Sohn

bereitet und zu der, nachdem die Geladenen nicht gekommen sind, alle von den Zäunen und Strassen geladen werden. Alle, denen das Leben oft hart mitgespielt hat. So heisst es auch in einem Einladungswort zur Kommunion in der Messe: «Selig, die zum Hochzeitsmahl des Lammes geladen sind.» (Offb 19, 9) Wasser wird in Wein verwandelt bei der Hochzeit zu Kana. Ein Hinweis, dass in der Begegnung mit Jesus und seiner Mutter die Wasser des Lebens, des Alltags (sechs Krüge für die sechs Werktage) in Wein, in Lebensfreude, verwandelt werden. Es wird uns immer wieder Kraft und neue Freude am Leben geschenkt in der Begegnung mit dem Herrn und seiner Mutter. Maria sagt uns das gerade in Lourdes immer wieder: Öffnet die Türen eurer Herzen und ladet, wie die Emmausjünger, Jesus ein in euer Leben. Er, der Wasser in Wein verwandelt hat, wird auch euer Leben wandeln. Er öffnet die Tür der Freude für uns. Bringt euer Leben mit allem, was es aus5

macht, vor ihn, er nimmt es an wie die Gaben auf dem Altar und verwandelt es. «Was er euch sagt, das tut.» (Joh 2, 5) Es ist das Schlüsselwort dieser Szene von Kana. Es ist auch das Schlüsselwort unseres Lebens, wenn Verwandlung geschehen soll. Was sagt uns Jesus im Evangelium? «Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt, ich will euch Ruhe verschaffen.» (Mt 11, 28) Ein Wort von Bernadette zum Schluss: «Ich bin beauftragt es Ihnen zu sagen, und nicht Sie zu überzeugen.» Lourdes und die Begegnung mit der Mutter Jesu an diesem Ort erinnern uns an dieses Wort. Eine Einladung, daheim weiter zu pflegen, was wir in Lourdes für unser Leben erfahren und gehört haben. P. Emmeram Stacheder OFM


Wallfahrtsmotto

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it der vierten Betrachtung zum Rosenkranzjahr wollen wir noch etwas bei den schmerzhaften Geheimnissen verweilen. Als nachösterliche Menschen sind wir eingeladen, auf das Kreuz zu schauen. Und ich

Vom Gipfel möchten unsere Blicke hinunterschweifen, vorbei an der 14. Station, vorbei an der 15. Station von Lourdes, hinunter zur Rosenkranzbasilika…

Wallfahrtsmotto Der für uns gekreuzigt worden ist zu, auf diesen Gipfel menschlichen Leidens. Da findet kein Zwang, keine Überrumpelung statt, wie dies bei Adam und Eva und auch in unserem Leben so oft der Fall ist. Nein, Jesus nimmt auf dem Gipfel seines und unseres Kalvarienberges ganz bewusst diesen Ungehorsam, das Falsch-Handeln-Können der Menschen mit sich und erlöst uns gerade in diesem Tun, alle, die wir so oft geradezu anders handeln. Doch dieses Vollbringen steht keineswegs alleine

denke, wir dürfen das ganz bildlich tun, indem wir uns zum Beispiel auf den Kreuzweg von Lourdes machen. Ganz oben auf dem Kalvarienberg möchten wir stehen und auf den schauen, der für uns gekreuzigt worden ist. Ja, der für uns am Kreuz hängt und uns seine Gnadengaben zufliessen lässt. Dabei mögen uns einige Worte Jesu aus den Evangelien in Erinnerung gerufen sein. Jesus spricht: «Es ist vollbracht.» Danach heisst es: «Und er hauchte seinen Geist aus.» Diese Worte lassen uns nicht nur am Höhepunkt des Kreuzweges ausharren, sondern wollen zugleich auf unser Leben «überspringen». Nach diesen Worten weiss Jesus, dass im Anblick des Kreuzes alles vollbracht ist. Er geht ganz bewusst auf diesen «Höhepunkt» 6

da. Erst im Aushauchen des Geistes, im Übergeben des Lebens in den Schoss des Vaters, von dem es ausging, wird «das Vollbringen» zur universalen Dimension. Dieses Aushauchen des Geistes zeigt sich in einer weiteren bildlichen Szene, nämlich im Lanzenstich. Weil Jesus das wahre Osterlamm ist, durfte ihm kein Gebein zerbrochen werden wie den beiden Mitgekreuzigten, deren Todeskampf dadurch abgekürzt wurde. Jesus war schon tot. Deshalb stach einer der Sol-


Wallfahrtsmotto

daten mit der Lanze in seine Seite «und sogleich floss Blut und Wasser heraus». Darin, in diesem historisch absolut sicheren Ereignis, verharren wir ebenso auf dem Gipfel des Kalvarienberges von Lourdes. Jesus geht freiwillig und ganz bewusst in den Tod, er vollbringt seine Lebenshingabe, um den Geist, sein Leben, dem Vater als Sühneopfer zurück zu geben. Allein darin fliessen die Gnaden aus seiner Seite. Und hier öffnet sich zugleich unser Blick vom Kreuz dem Gnadenfluss entlang zur heiligen Stätte von Lourdes. Vom Gipfel möchten unsere Blicke hinunterschweifen, vorbei an der 14. Station, vorbei an der 15. Station von Lourdes, hinunter zur Rosenkranzbasilika, um nochmals den Serpentinenweg zu wagen, damit wir nun im Tal der Gnaden ankommen dürfen. Das Kreuz ganz oben, die Hingabe Jesu am Kreuz, lässt das Leben im Tal der Gnaden von Massabielle, an der Grotte, wie zu den Bädern fliessen. Was einst in den Ursprüngen total miteinander verbunden war, hat sich im Laufe der Jahre nur unwesentlich verändert und schon gar nicht innerlich voneinander getrennt. Das, was an der Grotte an Gebet, an Sakramenten, an Schweigen, Dank, Leid und Hoffnung Jesus anvertraut wird, darf nochmals im Bad gleich nebenan wirklich zum Fliessen kommen. Wilhelm Pesch schreibt in seinen Betrachtungen zum Rosenkranz: «Denke daran, dass dieser Tod (am Kreuz) einen gottesdienstlichen Bezug hat. Immer wieder geschieht im Beten und Feiern der

Christen Gegenwart des Kreuzes und des Todes; aber die Kirche erinnert auch immer wieder daran, dass dieses Kreuz die Herrlichkeit offenbart», dass der Mensch lebt, wenn er aus den Gnadenströmen schöpft, die aus seiner Seite fliessen. Und ist diese Aussage von Wilhelm Pesch nicht gerade im Heiligen Bezirk von Lourdes zur «Massenwahrheit» geworden. Am Fuss des Kreuzberges von Lourdes ist wahres Leben, geschieht immer wieder neues Leben, das unseren normalen Alltag bei weitem überbietet und das sich eigentlich auch nicht in Worte fassen lässt. Vielleicht dürfen wir hier, nachdem wir ins Rosenkranzgebet eingestimmt haben und die Kreuzigung Jesu im Beten betrachtet haben, einstimmen in ein Danklied, das diese bildliche Dimension von Lourdes in unser Herz bringen möchte (Melodie: Danke für diesen guten Morgen).

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Danke, für dieses Bild des Berges, danke, für dieses Wort des Heils. Danke, dass ich zur dir aufsteige, und dir nah sein kann. Danke, für deine Kreuzesliebe, danke, für das, was ist vollbracht. Danke, dass du den Geist zum Vater hast zurück gebracht. Danke, für diese grosse Liebe, danke, für das Fliessen deiner Gnad. Danke, dass sie nun spriessen kann, wo immer du es magst. Danke, für deine heilige Grotte, danke, für Massabielle. Danke, dass ich zu jeder Zeit, bei dir so nah sein darf. Danke, das Kreuz ist unsre Hoffnung, danke, für deinen Kreuzestod. Danke, dass ich dich kennen kann, als diesen Sohn der Magd.


Lourdes

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m Hochfest der Vekündigung des Herrn, 25. März (am Tag der 16. Erscheinung), wurde der neue Bischof von Tarbes und Lourdes, Nicolas Brouwet, in sein Amt eingeführt. Die Einsetzungsfeierlichkeiten fanden im Rahmen der Eucharistiefeier in der Piusbasilika statt, der der Erzbischof von Toulouse, Msgr. Le Gall, vorstand. Zusammen mit etlichen Mitbrüdern im Bischofsamt und 15’000 mitfeiernden Gläubigen und Pilgern übernahm Msgr. Ni-

und seines seelsorglichen Engagements sein, die im Säkularinstitut von Kardinal Hans Urs von Balthasar und Adrienne von Speyr gegründet ist. So liegt für Bischof Brouwet, gestützt auf die Theologie von Hans Urs von

colas Brouwet die Leitung der Diözese Tarbes und Lourdes. Sein Wappenspruch aus dem Galaterbrief «Wenn wir aus dem Geist leben, dann wollen wir dem Geist auch folgen» mag dabei sicherlich die tiefste Intention des neuen Bischofs zum Ausdruck bringen. Gerade Lourdes zeigt uns, dass der Heilige Geist in der Tat die Herzen aller PilgerInnen zu berühren vermag. Doch dieser Wappenspruch mag darüber hinaus wohl auch ein Hinweis auf die Quelle des geistlichen Lebens

Balthasar, die menschliche Geschichte in der Dynamik der Menschwerdung und der Erlösung Gottes. In diesen Bogen ist in der Tat unser Menschsein, unser Christsein, aber auch unser Pilgersein zutiefst verwurzelt. An dieser Ausrichtung lässt uns Bischof Nicolas nochmals sehr schön in einem Interview teilhaben, das er mit Francois Vayne im LourdesMagazine führte. Auf die Frage nach dem Einfluss des Wallfahrtsortes Lourdes auf seine ganz persönliche Berufung sagte

Nicolas Brouwet Bischof von Tarbes und Lourdes

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der Bischof, dass er als Jugendlicher oft mit seiner Familie nach Lourdes kam. Tief beeindruckt war er von der grossen Masse der Pilger. «Für einen jungen Mann ist dieses Zeugnis ziemlich überzeugend. (…) Die Pilger schienen mir aufrichtig zu beten, alle Arten von Leuten. Ich konnte mich dieser Einmütigkeit nicht verschliessen, die mich sehr berührt hat. Es war als würden diese Christen mir sagen: ‹Hier findest du immer einen einfachen, aber echten Glauben. Hier wirst du immer so empfangen, wie du bist. Hier kannst du stets dein Gebet, deinen Dank ablegen›.» Dieses aufrichtige Bild der PilgerInnen von Lourdes greift Bischof Nicolas auch bezüglich der zweiten Frage auf, in der er nach seiner Rolle als jüngster Bischof in der Jugendseelsorge und Berufungspastoral befragt wurde. Als Erstes verweist er auf die Schönheit der Kirche in Lourdes. Und neben dieser Schönheit spiegle die Kirche kein theoretisches, sondern ein sehr konkretes Bild. Dabei hat er die Kranken wie auch die Gesunden im Blick. Die Kranken strahlen den Glauben aus, währenddem die Gesunden den Herrn anbeten und die Kranken pflegen. Zusammen mit ihnen will der Bischof dieses Bild mit den Priestern ergänzen, um alle im Glauben zu stärken. Da-


Lourdes

rüber hinaus verweist er auf die Ordensleute, die mit den Gläubigen aus allen Kontinenten das Bild der Kirche sozusagen zu einem Ganzen zusammenfügen. «Ein Junge oder ein Mädchen, die ihre Berufung suchen, werden vom Anblick ‹des offenen Herzens› in der Kirche berührt und spüren dann das Bedürfnis, ihren Platz in dieser Kirche einzunehmen und zu ihrer Freude beizutragen», so Bischof Nicolas. Dass dabei die Liturgie, die Feier der verschiedensten Gottesdienste, einen ganz wesentlichen Beitrag zum Aufbau der Kirche leistet, lässt sich nach den Worten des Bischofs sehr leicht ableiten. «Deshalb ist die Liturgie so wichtig; weil sie uns zur Quelle zurückführt. Und wenn wir an dieser Quelle trinken, können wir

unser ganzes Leben neu ausrichten.» Zudem lässt uns die Liturgie auch die Gemeinschaft erfahren, so Bischof Nicolas, jene Gemeinschaft, die den Individualismus überwindet. An diesen wenigen und kurzen Zitaten und Worten von Bischof Nicolas leuchtet so wunderbar die oben erwähnte Dynamik zwischen der Menschwerdung und der Erlösung Gottes auf. Sie liegt in Lourdes sozusagen greifbar und in der ganzen Schönheit in der Gemeinschaft von Pilgern aus allen Kontinenten vor dem Auge Gottes und unserem menschlichen Auge. Wir sind eingeladen, diese Dynamik mit unseren Gebeten und unserem Tun und Handeln – wo immer wir sind – mit Bischof Nicolas mitzutragen. 9

Das Bild der Kirche in Lourdes ist sehr konkret. Abschlussgottesdienst Wallfahrt 2012.

Im Namen der Lourdeswallfahrt wünsche ich Bischof Nicolas den Segen Gottes und die Nähe der Gottesmutter Maria. Mit der Einsetzung von Msgr. Nicolas Brouwet als Bischof von Tarbes und Lourdes durfte Bischof Jacques Perrier in den wohlverdienten «Ruhestand» treten. In der nächsten Ausgabe wollen wir auf sein vielfältiges Wirken als Oberhirte während 15 Jahren in dieser «speziellen» Diözese blicken.


Lourdes

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m 30. April jährte sich zum 60. Mal die wunderbare Heilung von Br. Leo Schwager († 24. April 2004). Mit diesen wenigen Zeilen wollen wir uns einmal mehr an dieses Wunderwirken Gottes auf die Fürsprache Unserer Lieben Frau von Lourdes erinnern und zugleich in unseren Alltag hineinnehmen. Dabei sollen nicht neue Worte in den Raum gestellt sein, sondern die Worte von Br. Leo selber, die er uns anvertraut und geschenkt hat.

Zum 50. Gedenktag seiner Heilung schrieb Br. Leo: «Dank sei Gott und unserer Mutter Maria, der «Unbefleckten Empfängnis», auf deren Fürbitte ich in Lourdes vor 50 Jahren geheilt wurde. Ja, der 30. April 1952 war ein denkwürdiger Tag, an dem Gott mich seine Gegenwart in der heiligen Hostie hautnahe erfahren liess. Am 28. April 1952 wurde ich in Fribourg als Multiple-SkleroseKranker, gelähmt, abgemagert und der Sprache nicht mehr fähig in den Krankenzug der Deutsch-

Br. Leo Schwager Aus Dankbarkeit Rätoromanischen Schweiz nach Lourdes eingeladen. Nach fast 24 Stunden Bahnfahrt kamen wir am 29. April dort an. Wir Kranke wurden im Asyl Notre-Dame einquartiert. Im grossen Saal mit 50 Betten wurde ich ins erste Bett gelegt. Am 30. April hatten wir unseren ersten Gottesdienst an der Erscheinungsgrotte, heilige Messe und Predigt. Nach diesem Gottesdienst wurde ich im Bad mit dem Quellwasser untergetaucht. Schon öfters sind dort Heilungen von Kranken geschehen, ich aber nahm meine Krankheit wieder mit hinaus. Nachmittags hatten wir Rosenkranz und Predigt an demselben Ort. Als die Kranken zur Grotte gefahren wurden, konnte ich auf die Frage, ob ich schon gebadet hätte, keine Antwort geben. So wurde ich zu den Kranken gestellt, die noch nicht gebadet hatten und kam so kurz vor 4 Uhr ein zweites Mal ins Bad. Hernach hatte ich grosse Schmerzen und wäre so gerne zurück ins Asyl gefahren worden. Weil ich nicht sprechen konnte, wurde ich mit den andern Kranken auf dem Rosenkranzplatz zur Krankensegnung aufgestellt. Dabei dachte ich: «In Gottes Namen, das wirst du auch noch aushalten.» Als der Bischof vor mir mit der Monstranz den Segen spendete, spürte ich einen heftigen Schlag von Kopf bis Fuss und mein 10

letzter Gedanke war: «Nun kannst du sterben.» Plötzlich merkte ich, dass ich auf den Knien vor dem Bischof mit dem Allerheiligsten lag. Ich fühlte mich ganz gesund, keine Schmerzen mehr. Dem herbeigeeilten Arzt konnte ich spontan antworten: «Mir geht es gut, ich bin gesund.» Augenzeugen sagten aus, dass es mich wie eine Feder vom Krankenwagen auf den Boden geworfen habe, direkt auf die Knie. Die nachfolgende ärztliche Untersuchung ergab, dass nichts mehr von der Krankheit zu finden war. 1959 bestätigte das Internationale Ärztebüro, die plötzliche Heilung sei medizinisch nicht erklärbar. 1960 wurde die Heilung auch kirchlich als Wunder anerkannt. Dadurch aber habe auch ich kein «Freibillett» für den Himmel erhalten. Für mein ewiges Heil muss ich Tag um Tag kämpfen. Für diese 50 Jahre möchte ich durch mein Zeugnis Gott und unserer Mutter Maria aus ganzem Herzen danken. Mein erstes Gebet nach der Heilung war: «In Demut bete ich dich verborgene Gottheit an, die Du den Schleier hier des Brotes aufgetan.» Dieses Gebet verrichte ich auch heute noch sehr oft. Jesus versprach: «Ich bleibe bei euch bis zum Ende der Welt.»


Wallfahrt 2012

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Bilanz über den Zugtransport nach Lourdes Im März dieses Jahres fand in Lourdes ein Treffen zwischen den Vertretern der nationalen französischen Eisenbahngesellschaft (SNCF), der Gesellschaft des Schienennetzes Frankreichs (RFF) und den Bischöfen Frankreichs statt, die zu ihrer Vollversammlung zusammengekommen waren. Die Vertreter der Wallfahrtsstätte, der Vorsitzende der Nationalen Vereinigung der

Leiter der Diözesanwallfahrten (ANDDP) und der Bürgermeister der Marienstadt waren ebenfalls anwesend. Dabei fand eine Debatte statt. Am 3. Mai wurde eine neue Vereinbarung unterzeichnet. Der Hochgeschwindigkeitszug (TGV) wird bis 2017 schrittweise auf das ganze Schienennetz ausgedehnt, und die Wallfahrten werden sich dem anpassen müssen. Es soll jedoch möglich sein, dass kranke Menschen liegend in den Zügen transportiert werden können.

Nachrichten aus Lourdes Gottesdienste in Lourdes miterleben oder nacherleben

sen bleiben eine Woche lang auf der Website der Wallfahrtsstätte online.

24 Stunden täglich überträgt das WebTV der Wallfahrtsstätte (www.lourdes-france.org/tv) Lourdes von der Grotte bzw. ver-

Chorraum der Rosenkranzbasilika

schiedene Gottesdienste, neuerdings auch täglich um 17 Uhr die Eucharistische Prozession mit Krankensegnung. Ebenfalls täglich wird von TV Lourdes das Rosenkranzgebet in Französisch und Italienisch von der Grotte (ebenso vom französischen Fernsehsender KTO und dem italienischen Fernsehsender TV2000), sowie sonntags und mittwochs um 9.30 Uhr die internationale Messe aus der Basilika St.Pius X. live übertragen. Die Aufzeichnungen der internationalen Mes-

Jacques Perrier, heute ehemaliger Bischof von Tarbes und Lourdes, weihte am 23. März dieses Jahres als letzte Handlung seiner Amtszeit als Bischof von Tarbes und Lourdes den neu gestalteten Chorraum der Rosenkranzbasilika ein. Die Weihe des neuen Altars, die Bischof Perrier umgeben von den Seelsorgern von Lourdes vorgenommen hat, ist die Krönung der fünfzehn Jahre Restaurierung der Basilika, die er mit viel Engagement vorangetrieben hat. Hunderte von Arbeitern haben im Lauf der Jahre in der Basilika gearbeitet und die berühmten Mosaike vollständig restauriert. Heute ist sie schöner denn je. Vor einem Jahr hat Bischof Perrier dem Künstler Goudji die Schaffung des Chorgestühls und des liturgischen Mobiliars anvertraut. Es sollte diesen Chorraum verschönern, der bei der Umgestaltung in den 1970er Jahren jede Einheit und Schönheit verloren hatte. Heute ist der «Kapellen-Weg» restauriert und erlaubt jedem, sich den Mosaiken der

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Geheimnisse des Rosenkranzes zu nähern und sie zu betrachten, ohne die innere Sammlung der Gläubigen zu stören. Blumenbeete zu Ehren der Erscheinungen Jean-Pierre Artiganave, der Bürgermeister von Lourdes, der sich über den Erfolg freut, den der Jubiläumsweg auf den Strassen im Jahr 2008 und in den folgenden Jahren an den jeweiligen Jahrestagen der achtzehn Erscheinungen hatte, möchte die Verbindung zwischen den Pilgern und den Einwohnern der Geburtsstadt der heiligen Bernadette verstärken. Mit dem Gärtnerteam der Stadtverwaltung und in Zusammenarbeit mit dem ehemali-

gen Bischof Jacques Perrier von Tarbes und Lourdes hat er deshalb beschlossen, achtzehn Blumenbeete zu schaffen, die die Begegnung der Heiligen Jungfrau mit der kleinen Seherin von Lourdes nachzeichnen. Das Projekt, das von Brice Jehanno, dem ehemaligen Direktor des Büros des Bürgermeisters angeregt wurde, wird im Mai, dem Marienmonat in die Tat umgesetzt, und dann können alle Pilger diesem Weg folgen und dabei den Rosenkranz beten. Kleine Blumen am Boden sollen den Weg kennzeichnen, der die Beete miteinander verbindet, die vor allem in der Nähe der historischen Stätten angelegt werden, an denen sich Bernadette oft aufhielt. Der Ausgangspunkt befindet sich vor der Pforte Saint-Michel am

Eingang zur Wallfahrtsstätte Unserer Lieben Frau von Lourdes. Hundert Jahre Vor genau hundert Jahren wurde die Diözese Tarbes zur Diözese Tarbes «und Lourdes». Diese Beiordnung, die der Papst am 20. April 1912 gewährt hat, offenbarte seinen Entschluss, die Gegenwart der Weltkirche in der Bigorre zu würdigen. Hundert Jahre später ernannte der Papst Bischof Brouwet zum Hirten dieser Diözese, der die intensive Wechselbeziehung zwischen dem internationalen Marienwallfahrtsort und der hauptsächlich ländlich geprägten Diözese im Departement Hautes-Pyrénées weiter pflegt.

Vertiefen Sie Ihre Lourdeswallfahrt Bücher Die 18 Erscheinungen von Lourdes und ihre Bedeutung für den inneren Weg, von Franz-Toni Schallberger 200 Seiten Fr. 25.– Das Licht der Wahrheit. Weg einer Familie in die katholische Kirche, von Jürg F. Berchtold 95 Seiten Fr. 23.– Das Geheimnis von Lourdes, von Odilo Lechner

Fr. 16.–

Lourdes – Stätte des Lichts, von Andreas Drouve

Fr. 23.–

Ich wurde in Lourdes geheilt. Interview mit Br. Leo Schwager/DVD

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DVD/CD Bernadette Soubirous (ca. 2 Std.)/DVD

Fr. 40.–

Prozessionen in Lourdes: Es singt der Süddeutsche-Pilger-Chor Leitung: Leander Prinz/CD Fr. 20.– Marienlieder in Lourdes: Es singt der Süddeutsche-Pilger-Chor Leitung: Leander Prinz/CD Fr. 20.–

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Die Preise verstehen sich exkl. Porto und Verpackung. Bei Bestellung bitte das Gewünschte ankreuzen.

Pilgerbüro, 8730 Uznach Telefon 055 285 81 15 Telefax 055 285 81 00 E-Mail: pilgerbuero@lourdes.ch


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«An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.» Diese Redewendung, die durchaus auch biblische Wurzeln hat, scheint in besonderer Weise auf die Pfarrei Jaun und ihre Marienverehrung zuzutreffen. Und dies nicht nur deshalb, weil Jaun gerade drei Lourdesgrotten auf dem Pfarrgebiet zu vermelden hat, sondern vielmehr – so meine ich – weil diese im alltäglichen Leben der Gläubigen nach wie vor einen Platz einnehmen dürfen. Das trifft sowohl bezüglich des gelebten Glaubens wie auch bezüglich des Unterhaltes der Anlagen zu. So mögen die kommenden Zeilen einen kurzen Überblick geben und uns die drei Grotten «Unter der Burg», «Grabenweidli» und «Im Fang» näher bekannt machen. Lourdesgrotte «Unter der Burg» Wie schon der Name «Unter der Burg» es anzudeuten vermag, befindet sich dieses Lourdesheiligtum auf der Flanke einer Felskuppe in nächster Nähe zur Burgruine. Pfarrer Peter Zumwald liess im Jahre 1914 diese Lourdesgrotte oberhalb der Dara, über der zerklüfteten, teilweise bewaldeten Felswand erstellen. Zur Freude der Gläubigen konnte sie vom Dorf aus sogar gesehen werden. Im Verlaufe der Jahre wurde die Marienstatue jedoch sehr schadhaft und die Statue der hl. Bernadette war durch die Witterungseinflüsse zerfallen. Das ging Ludwig Rotzetter, von 1943–1946 Kaplan in Jaun, zu Herzen. Er liess die Grotte mit Hilfe der ka-

Lourdesgrotten Jaun/FR tholischen Jungmannschaft und anderer guten Seelen wieder zu Ehren bringen. Sie hatten auch die Absicht, eine grössere Nische in den Felsen zu hauen. Doch dazu stand ihnen keine Bohrmaschine zur Verfügung. Das

Mit Bernadette dürfen wir auf die Lourdesgrotte «Unter der Burg» blicken.

Sprengen war verboten, da sich in unmittelbarer Nähe eine militärische Festung befand. Dennoch wurden die Wege gereinigt und verbessert, sowie der Grottenplatz vergrössert. Zudem erbauten sie ein Holzkapellchen mit einer Fatimastatue. Dieses Marienbild ist von Frau Elisabetha Pattey-Python, von Fillistorf, der Tochter des ehemaligen Staatsrates G. Python, geschnitzt. Am Dreifaltigkeitssonntag, 1. Juni 1947, konnten Kapelle und Bild von Pfarrer

J.H. Brülhart feierlich eingesegnet werden. In den 1970er Jahren wurde die Grotte noch um ein Bethäuschen und mit einer Statue des hl. Bruder Klaus erweitert. Sogar die elektrische Beleuchtung fand Einzug. Im Jahre 2004 ergriff eine Seniorenequipe erneut die Initiative und erbaute eine neue Grotte am gleichen Platz. Der Pfarreirat gab die Zustimmung. Drei pensionierte Maurer gestalteten eine Felsennische, planierten den

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Lourdesgrotte «Grabenweidli» mit etlichen Votivtafeln.

Platz, errichteten Sitzplätze und Kerzenhalterungen. Mit gesammeltem Geld wurde eine neue Marienstatue angeschafft und die Bernadettestatue restauriert. Die Statue von Bruder Klaus wurde ebenso aufgefrischt. Am Auffahrtstag, 20. Mai 2004, erfolgte die Einweihung. Leider ist die neue Marienstatue vom Dorf aus nicht mehr zu sehen. So hört man von älteren Leuten sagen: «Sie fehlt uns schon, seitdem sie nicht mehr von da oben hinunterschaut!»

Lourdesgrotte «Grabenweidli» Im romantischen Grabenweidlital, das sich vom Weiler Oberbach bis zum Fusse des Schafbergs erstreckt, ladet eine schöne Lourdesgrotte zum Halt und besinnlichen Gebet ein. Das Heiligtum ist umrauscht von den wilden Wassern des Oberbachs. Die Idee für die Errichtung dieser Grotte ging von den Bewohnern des «Innern Drittels» aus. Hauptinitianten waren Cornel Schuwey und Julius Schuwey, der das Land gratis zur Verfügung stellte. In wochenlanger Arbeit haben die Oberbacher den Felsen und das Gelände für die Aufnahme der Statuen der Muttergottes und der heiligen Bernadette zubereitet. Diese Lourdesgrotte wurde in Erinnerung an das marianische 18

Jahr 1954, hundert Jahre seit der Verkündigung des Glaubenssatzes der Unbefleckten Empfängnis Mariä (1854), und zugleich auch aus Dankbarkeit, dass die Lawinenkatastrophe im Jauntal im Januar 1954 keine Menschenopfer gefordert hatte, errichtet. Die Einsegnung erfolgte am Dreifaltigkeitssonntag, 5. Juni 1955, von Pfarrer J.H. Brülhart unter grosser Beteiligung des Volkes. Doch bereits ein Jahr danach wurde die Anlage durch den Oberbach vollständig zerstört. Man liess sich aber nicht entmutigen. Die junge Generation, vor allem Hermann, Alfons und Joseph Schuwey, machte sich daran, die Grotte unverzüglich wieder aufzubauen. Ihre Familien sind seither auch um die Pflege und den Schmuck der Grotte besorgt. Jedes Jahr findet am Pfingstsonntagabend eine Lichterprozession zur, mit vielen Kerzen beleuchteten, Grotte statt. Lourdesgrotte «Im Fang» Doch damit noch nicht genug. Ein drittes Lourdesheiligtum der Pfarrei Jaun darf noch vorgestellt werden. Es befindet sich einige hundert Meter oberhalb der Strasse vom «Fang» zum «Grossen Tossen» im «Fang». Den Anfang dazu machte um etwa 1930 Marie Mooser, Tochter des Ambros, vom Fang, die im Alter von 14 Jahren ihr Leben lassen musste. Das Werk vollendete ebenfalls Kaplan Ludwig Rotzetter, 1943–1946 in Jaun und danach bis 1966 im Fang, der den Ort zu einer kleinen Lourdesgrotte ausbaute.


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Schwyzer LPV: Auf dem Weg nach Assisi 65 Mitglieder des Schwyzer Lourdespilgervereins machten sich anfangs Oktober 2011 bei schönstem Herbstwetter auf den Weg nach La Verna und Assisi, um die Wirkungsstätten des heiligen Franziskus von Assisi zu besuchen. Während der Hinreise nach La Verna in der Toskana hatten die Pilger beim traditionellen Rosenkranzgebet die Möglichkeit, in sich zu kehren und ihre Anliegen, Bitten und Hoffnungen Gott anzuvertrauen. La Verna bildet eine der bekanntesten franziskanischen Einsiedeleien. Im Jahre 1213 schenkte Graf Orlando Franziskus diesen Berg, in dessen Felsen Franziskus die Passion Jesu vertiefte. Vom Leidenserlebnis Christi durchdrungen, erhielt er hier die Wundmale an Händen, Füssen und an der Seite. Lebensform von Christus annehmen In einer der zahlreichen Kapellen feierten an diesem Ort die Mitglieder des Lourdespilgervereins die heilige Messe, die von Pfarrer Matthias Rey und den Patres Manfred und Aloys zelebriert wurde. Peter Fröhlich umrahmte musikalisch den Gottesdienst mit seinen feierlichen Orgelklängen. In seiner Predigt erinnerte Pfarrer Rey an das Leben und Wirken des heiligen Franziskus, der in Visionen den Auftrag erhielt, die Lebensform von Christus und dessen Apostel anzunehmen, das heisst dem

Besitz zu entsagen und Gutes zu tun. Diese Berufung zur Armut, zu hilfreicher Tat und Predigt, prägte fortan das Leben des Heiligen. Besuch der Gnadenstätten des heiligen Franziskus Nach der Übernachtung in der Klosterherberge ging es am nächsten Tag nach Assisi, dem Hauptziel der Pilgerreise. Der Aufenthalt im alten Städtchen Assisi bot den Schwyzer Pilgern die Gelegenheit, die verschiedenen Gnadenstätten des heiligen Franziskus zu besuchen; so etwa die Basilika Santa Maria degli Angeli, deren Bau von Pius V. im 16. Jahrhundert veranlasst wurde und ebenfalls die Portiuncula-Kapelle umfasst. Diese Kapelle wurde von Franziskus restauriert und war auch jener Ort, an dem die Franziskanerbrüder bereits zu Lebzeiten des Franziskus ihre Jahresversammlung abhielten. Oder etwa die Kapelle San Damiano, in der Franziskus von Gott zur Restauration der im Verfall begriffenen Kirche aufgefordert wurde und in der er ebenfalls den be-

Das Heiligtum von Assisi ist eingebettet in die wunderbare Landschaft des mittelitalienischen Umbrien. 19

rühmten Sonnengesang verfasste. An diesem Ort gründete auch die heilige Klara, von Franziskus von Assisi als Ordensschwester berufen, den Klarissenorden. Schliesslich besuchten die Schwyzer Pilger die im gotischen Stil gehaltene Basilika Santa Chiara, die nach dem Tod der heiligen Klara im Jahre 1257 errichtet wurde. Pflege der Kameradschaft Die Gestaltung des Tagesablaufes liess genügend Zeit, beim Essen und darüber hinaus, die Kameradschaft und das gemütliche Beisammensein unter den Mitgliedern des Pilgervereins zu pflegen. Zum Abschluss der viertägigen Pilgerreise dankte Präsident Kaspar Betschart allen, die zum Gelingen dieser Wallfahrt beigetragen haben – insbesondere Pfarrer Matthias Rey für seine umsichtige und wunderbare geistliche Begleitung – und wünschte allen Pilgern eine gnadenreiche Zeit. Silvia Scherrer, Brunnen


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LPV Luzern 1: Ja, wir sind bereits 40! Nachdem in den 60er Jahren ein kleiner Seetaler Lourdespilgerverein aufgelöst wurde, waren die Pilger nicht mehr vereinsmässig organisiert. Franz Meier aus Rain suchte sich in der Folge ihm bekannten Personen aus, welche er schon mehrmals bei den Wallfahrten in Lourdes gesehen und kennengelernt hatte. So folgten am 10. Dezember 1972 98 Personen seiner Einladung ins Hotel Union in Luzern. An diesem denkwürdigen Tag

de wert sei. Er lud deshalb für den 22. Januar 2012 zu einer besonderen Jubiläumsgeneralversammlung mit einem vorgängigen Festgottesdienst in die Pfarrkirche Hitzkirch ein. Den Gottesdienstbeginn zeigte für einmal nicht ein dumpfer Gongschlag, sondern das Glockenspiel von Lourdes an. Der Werktagschor Hitzkirch, welcher ausnahmsweise Sonntagseinsatz hatte, nahm die Melodie der Glocken auf und gab bei-

wurde der Luzerner Lourdespilgerverein gegründet, aus dem später der LPV Luzern 2 hervorging. Franz Meier wurde als erster Präsident bestimmt. Zu seiner Seite waren Jakob Abt aus Sulz (Vizepräsident), Madlene Bühlmann aus Sempach (Aktuarin), Franz Schuler, Emmenbrücke (Kassier), Anton Wey aus Hitzkirch ( Beisitzer), Pater Armin Breu aus Sursee war der erste Präses. Das war der glückliche Anfang des Luzerner Lourdespilgervereins. Aus 98 Mitgliedern sind bis heute über 1000 geworden. Der heutige Vorstand fand, dass dieser Jahrestag eine bescheidene Feierstun-

nahe «engelsgleich» unser bekanntes «Die Glocken verkünden» wieder. Unsere und vier befreundete Fahnendelegationen begleiteten die Ministranten, Lektorinnen und den Präses, Pfarrer Josef Stübi mit dem Hitzkircher Pfarreileiter Stefan Schmitz zum Altar. Die Festtagspredigt stellte der Präses unter das Wort: «Was immer ER euch sagt das tut!» Daraus nur ein kurzes Zitat: «Das Weinwunder zeigt eindrücklich auf, dass die Hilfe, die Kraft, das Heil von Jesus Christus kommt. Er ist die zentrale Figur unseres Glaubens. Er ist der Heilsbringer. Menschen kommen mit ihren Anlie20

gen nach Lourdes, dem grössten Marienwallfahrtsort der Christenheit. Dies tun sie im Vertrauen darauf, dass Maria, die Mutter Jesu ihnen hilft.» Umrahmt wurden diese tiefgehenden Predigtworte durch das marianische Lied «Geleite durch die Wellen» und den Sologesang des «AVE MARIA» vorgetragen von der Sopranistin Gisela Leitlein. Nach dem gemeinsam gesungenen Lied «Maria breit den Mantel aus» zog die Gottesdienstgemeinschaft, wieder angeführt durch die Fahnen, feierlich aus der Kirche. Im festlich geschmückten Pfarreiheimsaal erwartete uns ein herrliches Mittagessen. Noch bevor die hungrigen Mägen die ersehnte Befriedigung bekamen, sprach der Präses in aller Namen das Tischgebet. Um 14.30 Uhr konnte die Präsidentin Charlotte Müller die ordentliche Generalversammlung eröffnen, welche keine grossen Wellen schlug. Die Mitglieder folgten durchwegs den Anträgen des Vorstandes. Die Vereinswallfahrt führt uns am 10. Juni zum Wallfahrtsort Berg Sion. Zur Mittagsverpflegung und zur Schlussandacht treffen wir uns im Kloster Uznach. So ging unser Festtag glücklich zu Ende. Dazu haben wir einem feierlichen Gottesdienst erste Priorität gegeben. Dieses scheint uns gelungen zu sein. Möge uns die liebe Gottesmutter auch im neuen Vereinsjahrzehnt als liebenswürdige Fürbitterin begleiten. Hans Lang, Hitzkirch


Vereinsmitteilungen

LPV Wil und Umgebung: Hauptversammlung Am 26. Februar 2012 fand die ordentliche Hauptversammlung unseres Vereins statt. Dabei durften wir auf das vergangene Vereinsjahr zurückblicken. Höhepunkte waren am 11. Februar der Festgottesdienst in der Maria-Lourdeskirche in Dussnang mit der Vereinsfahne, die 115. Lourdeswallfahrt vom 7.–13. Mai und die Vereinswallfahrt am 12. Juli bei schönstem Hochsommerwetter nach Mariastein. Mit einem Blick in die Gegenwart schauen wir auf das 20-jährige Jubiläum unserer Präsidentin, Frau Doris Hayoz. Herr Hans Länzlinger wirkt seit 10 Jahren als Revisor. Zugleich soll unser Blick schon jetzt auch in die Zukunft gehen. Am 24. Februar 2013 feiern wir unser 50-jähriges Vereinsjubiläum. Im Anschluss an die zügige Vereinsversammlung sprach der deutschsprachige Pilgerseelsorger von Fatima, Herrn Pfr. Rudolf Atzert, über die Botschaft von Fatima. Zunächst kommentierte er ein paar Bilder vom Wallfahrtsort, dabei spürte man sofort, dass er mit Leib und Seele mit Fatima verbunden ist. Im Jahre 1916 erschien ein Engel den Kindern Jacinta, Francisco und Lucia, kniete nieder, beugte sich mit der Stirn auf den Boden und betete so mit den Kindern. Die Muttergottes erschien dann den drei Kindern am 13. Mai 1917 zum ersten Mal. Um die Mittagszeit gab es Blitze aus heiterem Himmel, die Kinder schauten verwundert auf und sahen auf einer kleinen Steineiche eine Dame, strahlender als die Sonne. Dabei wünschte die Muttergottes, dass die Menschen umkehren, den Rosenkranz beten und Busse tun für die Bekehrung der Sünder. Leider kommen viele Seelen in die Hölle, weil niemand für sie betet. Sie fragte die Kinder, ob sie bereit seien

für die Bekehrung der Sünder Leiden anzunehmen. Sie haben freudig Ja gesagt. Die Muttergottes versprach den Kindern, dass sie in den Himmel kommen. Die Seherkinder freuten sich auf den Himmel, jeder Mensch soll sich darauf freuen. Am 13. Juli zeigte die Muttergottes den Kindern die Hölle, sie starben fast vor Entsetzen, denn sie sahen, wie die Menschen wie Holzscheiter im Feuer verbrennen! Der Hl. Johannes Chrysostomus, ein grosser christlicher Prediger und Kirchenlehrer aus dem 4. Jahrhundert, sagte: Jesus hat mehr über die Hölle gepredigt als über den Himmel. Heute hingegen wird auch von frommen Leuten fast nie mehr über die Hölle gesprochen, womit ein wichtiger Teil der Verkündigung fehlt. Jesus will uns vor der Hölle warnen, denn sie ist furchtbar, wie wir zum Beispiel ein Kind vor dem heissen Ofen warnen wollen. Fatima ist die ganze Wahrheit! Die Muttergottes verspricht, am 13. Oktober 1917 ein Wunder zu wirken, damit alle glauben können. Die ganze Nacht vom 12. auf den 13. Oktober und noch bis am Mittag hat es geregnet. Es sind etwa 70’000 bis 75’000 Menschen nach Fatima gekommen um das angekündigte Wunder zu sehen. Noch während des Regens sagt Lucia zu den Anwesenden, schaut auf die Sonne. Die Sonne nimmt Regenbogenfarben an, dreht sich funkensprühend und kommt auf die Erde zu. Die Leute erschrecken, schreien teilweise und viele knien nieder. Dieses Sonnenwunder ist etwa 40 Kilometer weit zu sehen und es gibt Bekehrungen und einige Heilungen. Sofort sind die Erde und die Kleider der Anwesenden trocken, als ob es gar nicht geregnet hätte. 21

Fatima ist ein Aufruf, unser Leben auf unser Ziel auszurichten, nämlich den Himmel. Gott will unser ewiges Glück und uns nicht das Leben schwer machen. Das Zentrum unserer Umkehr bleibt immer die Hl. Beichte. Die Bekehrung der Sünder fängt immer bei mir selber an: Wir sollen die lieben, die uns hassen. Ich soll erkennen, was mir noch fehlt. Doch wir sollen auch für die Sünder beten, damit können wir Seelen vor der Hölle bewahren. Oft kostet es Überwindung, monatlich zur Hl. Beichte zu gehen. Doch die Hl. Beichte ist wie die regelmässige Hygiene der Seele, so wie wir Schweiss und Staub vom Alltag abduschen. Man könnte sie auch als Müllabfuhr oder den Brillenputz meiner Seele betrachten. Nach der Beichte geht es einem wieder besser! Die Muttergottes will, dass möglichst viele Menschen zu Gott und zu ihr in die ewige Glückseligkeit im Himmel einziehen dürfen. Das ist das Ziel unseres Lebens! Während des ganzen Vortrages spürten wir, dass Pfarrer Atzert nichts anderes im Sinn hat, als der Muttergottes in ihrem Bemühen – viele Seelen zu retten – behilflich sein will, wie es nur irgendwie möglich ist. Am Schluss erteilte er den priesterlichen Segen. Josef Allenspach, Niederwil


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LPV Maria Bildstein: Hauptversammlung Am Sonntag, 11. März 2012 traf sich der Lourdespilgerverein Maria Bildstein zur 54. Hauptversammlung in Siebnen. Um 14 Uhr feierten wir die Hl. Messe in der Pfarrkirche. Pater Hans Lenz vom Franziskanerkloster Näfels stand der Eucharistiefeier vor. Sie wurde durch den Jodlerclub Sängertreu unter der Leitung von Herrn Feusi musikalisch umrahmt. Nach der Hl. Messe trafen sich ca. 180 Mitglieder zur HV in der Stockberghalle. Präsident Toni Marty eröffnet um 16 Uhr die 54. Hauptversammlung mit dem Lourdeslied und begrüsste danach alle Marienverehrer aus den Regionen March, Höfe, Glarnerland, See und Gaster, sowie ehemalige Vorstandsmitglieder und die EinzügerInnen. Andreas Arnold und Marianna Blarer wurden als Stimmenzähler gewählt. Als Toni Marty den Jahresbericht vortrug, konnte der eine oder andere Vereinsanlass wieder in Erinnerung gerufen werden, so z.B. die 53. Hauptversammlung in St.Gallenkappel, die 115. Interdiözesane Lourdeswallfahrt, der Pilgergottesdienst zu Maria Himmelfahrt am 15. August oder der Einkehrtag mit Bischof Vitus Huonder in Buttikon und weitere Anlässe. Frau Lisbeth Landolt stellte die Rechnung vor, die von allen genehmigt wurde. In der Folge verwies Toni Marty auf das Jahresprogramm 2012. Einen besonderen Akzent setzte er für den Vereinsausflug. Dieser führt uns am 1. Juli 2012 nach Maria Rickenbach auf 1200 Meter über Meer. Die Kosten belaufen sich auf Fr. 75.–. Im Preis inbegriffen sind die Carfahrt, die Luftseilbahn sowie die Verpflegung (Kaffee, Weggli, Mittagessen, Getränk und Zvieri).

Anmeldungen nehmen ab sofort entgegen: March, Höfe und Glarnerland bei: Mächler Reisen Glarnerstrasse 1 8854 Siebnen Telefon 055 440 49 07 See und Gaster bei: Schneider Reisen St.Gallerstrasse 25 8645 Jona Telefon 055 216 11 61 Rollstuhl–Patienten: Toni Marty Oberlandstrasse 113 8610 Uster Telefon 044 940 20 64

Heimgegangene aus der Familie der AVE-Abonnenten Brunnen: Gertrud Burch-Banz Eschenbach SG: Regina Kuster-Bollhalder Gossau SG: Hedi Fritschi-Heeb Hochdorf: Marlies Lang-Oehen Horw: Albert Zimmermann Illgau: Alois Gwerder-Betschart Illgau: Josef Bürgler-Bürgler Laufenburg: Elisabeth Bitter-Waldmeier Luzern: Martha Amberg-Wiler Reiden: Sigmund Affentranger-Kiener Ried (Muotathal): Ida Suter-Hediger Saas-Almagell: Anita Zurbriggen Wolhusen: Elsa Schürmann

Wir empfehlen unsere Heimgegangenen der Fürbitte Mariens und dem Gebet der AVE-Leser.

Weitere Daten: • 15. August 2012 um 19.30 Uhr Hl. Messe auf Maria Bildstein • 11. Februar 2013 um 19.30 Uhr Hl. Messe auf Maria Bildstein Zum Abschluss der HV bedankte sich Toni bei allen für ihre aktive Vereinsmitgliedschaft. Um 17 Uhr konnte er die Versammlung schliessen. Gestärkt mit feinen Sandwiches schauten wir den Film «Die Heilige Maria Bernarda aus dem Freiamt». Marianne Mächler, Siebnen

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LPV Freiamt: 36. Generalversammlung Nach der Begrüssung der Anwesenden durch den Präsidenten Stephan Ritter wurden im Speziellen unser Präses, Vikar Richard Strassmann sowie Pfarrer Paul Schuler aus Villmergen begrüsst. Mit dem Lied «Es blüht der Blumen eine…» wurde die Generalversammlung eröffnet, an der 123 Personen teilnahmen. Das Protokoll der 35. GV vom 13. März 2011 wurde durch Stephan Meyer verlesen. Stephan Ritter und Präses Richard Strassmann verlasen abwechselnd die Namen der 2011 verstorbenen Mitglieder (insgesamt 42). Zum Gedenken an die Verstorbenen und die 28 Toten des tragischen Busunfalls im Wallis wurde die Lourdeskerze bei der Muttergottesstatue angezündet. Unser Präses richtete zusätzlich noch besinnliche Worte an die Anwesenden und bat, allen Verstorbenen zu gedenken. Der Jahresbericht 2011 wurde durch Bruno Schibli verlesen. Unsere Kassierin Christine Kuhn legte die finanzielle Seite des Vereines dar. Der Revisorenbericht wurde durch Irene Ritter verlesen und von der Versammlung einstimmig genehmigt, zur Entlastung unserer Kassierin. Das Jahresprogramm für 2012 wurde mit der Einladung versandt. Der Präsident erwähnte besonders die beiden Maiandachten, in Muri und an der Grotte in Boswil, sowie die Jahreswallfahrt am 15. August, dieses Jahr zur Wallfahrtskirche Iddaburg im schönen Toggenburg. Der Jahresbeitrag bleibt weiterhin unverändert. Speziell wurde das scheidende Vorstandsmitglied Bruno Schibli geehrt, welcher aus gesundheitlichen Gründen den Austritt gab. Als Dank für die langjährige Mitarbeit (17 Jahre) überreich-

ten ihm Präsident Stephan Ritter und Präses Richard Strassmann einen Früchtekorb und eine grosse Lourdeskerze. Zwei Vorstandsmitglieder begehen dieses Jahr das 10-jährige Jubiläum. Es sind dies Christine Kuhn und Stephan Meyer. Auch ihnen wurde ein kleines Präsent überreicht. Im Speziellen dankte Stephan Ritter dem Vorstand, den drei Fähnrichen und den beiden Revisoren sowie dem Buffet- und Servicepersonal für ihre tatkräftige Unterstützung und auch dem Ehepaar Keusch für die wunderschöne Dekoration. Ein besonderes Anliegen von Stephan Ritter und Präses Richard Strassmann ist die Werbung neuer Mitglieder, welche herzlich im Verein begrüsst würden. Aus diesem Grund wurde an die anwe-

und jedem hin. Stephan Ritter dankte Grossrat Köchli für seine Gedanken und Anregungen. Zum Abschluss stimmten alle in das Lied «Maria breit den Mantel aus…» ein. Danach wurde vom Lourdespilgerverein noch Kaffee oder ein Getränk als Dank an die Vereinsmitglieder offeriert. Zusätzlich durften die Vereinsmitglieder noch ein Primeli mit nach Hause nehmen. Die Generalversammlung endete um 15.30 Uhr.

senden Vereinsmitglieder appelliert, neue Mitglieder zu werben. Auch Grossrat Martin Köchli, welcher sich ebenfalls unter den Vereinsmitgliedern befand, meldete sich zu Wort und wies insbesondere auf die Würde (politisch und auch menschlich) von allem

Herr Bruno Schibli durfte unter anderem eine Lourdeskerze für seine langjährige Mitarbeit im Vorstand entgegen nehmen.

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Patricia Simeoli, Dottikon


AZB 8730 Uznach

LourdesStationen Von den persönlichen Aufzeichnungen der hl. Bernadette wissen wir, dass am 11. Februar 1858 der Gave zwar nur wenig Wasser führte, sie aber deswegen nicht weniger Hemmungen hatte, das Bett des Mühlbaches zu überqueren. «Als ich alleine bin, werfe ich einige Steine ins Bett des Mühlbaches, um darauf treten zu

Der «Gave» von Lourdes ist mehr als nur ein Fluss. Er gehört zur Stadt und er gehört, ja er ist wesentlicher Bestandteil des Heiligen Bezirks und der Botschaft von Lourdes von der ersten Minute an.

können; es nützt jedoch nichts. So muss ich den Entschluss fassen, meine Holzschuhe abzunehmen und wie Jeanne und meine Schwester durch das Wasser zu gehen. (…) Ohne recht gewahr zu werden, was ich tue, nehme ich den Rosenkranz aus meiner Tasche und knie nieder.»

AVE 2012/3 Lourdes DRS  

Interdiözesane Lourdeswallfahrt DRS

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