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Computer. Auch die kontinuierlich ausgebaute Wissensplattform www.infonet-biovision.org wird mit dem zunehmenden Einzug des Computerzeitalters in Afrika immer bedeutender. Infonet-Biovision umfasst unter anderem Informationen mit Tipps zu fast 700 Pflanzenkrankheiten und -schädlingen sowie weitere Anleitungen zur Prävention von Krankheiten bei Nutztieren. Einsatz auf allen Ebenen Um erfolgreiche Basisprojekte wie etwa die integrierte Malariabekämpfung lokal noch stärker zu verankern, will Biovision EntscheidungsträgerInnen vor Ort und staatliche Institutionen vermehrt in die Pflicht nehmen (> Seite 9). Dabei geht es etwa um die Einflussnahme auf öffentliche Gesundheitsprogramme und – im Norden ebenso wie im Süden – um die Subventionspolitik oder die Steuerung von Forschungsgeldern. Hinter diesem Engagement steckt unsere Überzeugung, dass die Aufbauarbeit in den unterstützten Projekten letztlich nur nachhaltig sein kann, wenn die Erfolge im Feld nicht gleichzeitig durch widrige Rahmenbedingungen untergraben werden.

Aus diesem Grund setzt sich Biovision als Mitinitiantin einer internationalen Allianz auch für einen weltweiten Kurswechsel in der Landwirtschaft ein. Unser gemeinsames Ziel besteht darin, die Ernährungssicherung der wachsenden Weltbevölkerung als globales Anliegen auf höchster Ebene zu thematisieren. Am UNO-Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung, der 2012 in Rio de Janeiro stattfindet, wollen wir deshalb die kleinbäuerliche Landwirtschaft und den ökologischen Landbau ins Zentrum rücken (> Seite 19). Mit den vielfältigen Aktivitäten in den Basisprojekten, der breiten Informationsarbeit hierzulande und in Afrika sowie dem Engagement in internationalen Gremien setzt unsere Stiftung Schritt für Schritt die Vision um, «dass sich alle Menschen ausreichend und gesund ernähren können – in einer gesunden Umwelt, die auch unseren nächsten Generationen dasselbe ermöglichen wird.» Andreas Schriber Geschäftsleiter Stiftung Biovision

BioEconomy Africa Direktorin Dr. Selamawit Asseffa und Biovision-Geschäftsleiter Andreas Schriber auf der Biofarm in Asella, Äthiopien, wo die Partnerorganisation von Biovision eine Baumschule aufbaut. Im ökologischen Landbau spielt Agroforstwirtschaft eine zentrale Rolle, wenn es um Bodenfruchtbarkeit, Beschaffung von Bau- und Brennholz sowie um Biodiversität geht.

Jahresbericht 2010  

Die Stiftung Biovision bekämpft Armut und Hunger und setzt sich für die Verbreitung und Anwendung ökologischer Methoden ein, die zur nachhal...

Jahresbericht 2010  

Die Stiftung Biovision bekämpft Armut und Hunger und setzt sich für die Verbreitung und Anwendung ökologischer Methoden ein, die zur nachhal...

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