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uNSER GESchENk füR SIE: dAS BIoTERRA-Buch «mEIN GARTEN»

M Ä R Z 2015 F R. 8 . 5 0

G Ä R T N E R N

als Neumitglied erhalten Sie als Geschenk das Buch «Mein Garten – biologisch und naturnah» im Wert von 31 Franken.

G E S T A L T E N

G E N I E S S E N

LESERREISE

BIoTERRA duBSSTRASSE 33 8003 züRIch

2 TAGE STAUDENPRACHT VOM SCHÖNSTEN

WEIDEN

dAS BIoTERRAGESchENk-ABoNNEmENT

FLECHTEN SIE SICH EINE RANKHILFE!

7  im Jahr Freude bereiten mit einem Geschenkabo der Zeitschrift «Bioterra».

Unser Dankeschön: 9 Bioterra-Postkarten

BIoTERRA duBSSTRASSE 33 8003 züRIch

BIoTERRA – mITGLIEdER wERBEN mITGLIEdER

GEMÜSEGARTEN DIE TULPEN DER BLUMENGÄRTNEREI

7  im Jahr Freude bereiten mit der Zeitschrift «Bioterra» und mit vergünstigten Kursen und angeboten.

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STEP-BY-STEP: EINE MISCHKULTUR FÜR HOCHBEETE

FRÜHLINGSLUST

BIoTERRA duBSSTRASSE 33 8003 züRIch

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EDI TORI A L

Liebe Leserin, lieber Leser

Doris Guarisco Chefredaktorin «Bioterra»

Es riecht bereits nach Veilchen – aber sie sind noch gar nicht da! Wie treffend beschreibt der Dichter Peter Altenberg unsere Gefühle der ersten Märztage. Im Innern von uns Gärtnerinnen und Gärtnern sehnt sich alles nach Frühling, nach leichten Lüften, nach Märzenglöckchen, Blausternen, strahlenden Narzissen. Nach Sonne und Gartenstiefeln. Und dennoch müssen wir uns, je nach Wetterlage, gedulden. «Slow Garden» eben, wie es uns unser diesjähriges Jahresthema augenzwinkernd lehren will. Damit Ihr Gartenkribbeln erträglicher wird, bringen wir Ihnen mit dieser Märzausgabe von «Bioterra» viel Frühlingslust ins Haus. Tauchen Sie auf Seite 20 ein in die fröhlichen und bunten Tulpensträusse der beiden Blumengärtnerinnen in Bern oder lesen Sie auf Seite 32 von Annette Lepple, wie man eine blühende Narzissenwiese anlegt. Für Gartenfrischlinge hat unsere Biogartenfachfrau Brigitte Bosshard auf Seite 28 eine Gemüse-Mischkultur zum Nachmachen für Hoch- oder Gartenbeete entwickelt. Wer das Gestalten mit Weiden liebt, findet eine Anleitung für ein Rankgerüst für Töpfe samt «japanischem Auge». Und just zum Saisonbeginn hat Xavier Allemann von «lautrejardin» Pflanzen von lieblichen und duftenden Nelken zum Bestellen ausgewählt. Wer über den eigenen Gartenhag blinzeln will, dem empfehlen wir unsere zweitägige Leserreise (Seite 27) zu Stauden-Schaugärten in Deutschland und das Schmökern in unserem Gartenguide, der Agenda für alle wichtigen Anlässe und Märkte. Zu guter Letzt: Vergessen Sie nicht, von den vielen und attraktiven Kursangeboten unserer Regionalgruppen zu profitieren. Ich wünsche Ihnen ein erfüllendes Gartenjahr und danke Ihnen für Ihre Verbundenheit zu Bioterra. Herzlich

IM T E A M

XAVIER ALLEMANN

CARMEN SIEGRIST

BRIGITTE BOSSHARD

Nicht nur wir, auch der leidenschaftliche Staudengärtner Xavier Allemann aus Cormérod mag die lieblichen und würzig duftenden Nelken. Aus seinem Sortiment bietet er uns auf Seite 36 acht Sorten für Garten und Töpfe zum Bestellen an.

Die Hobbygärtnerin und bekannte Bloggerin lebt mit ihrer Familie in einem kleinen, ländlichen Dorf. Für uns hat sie eine Staudenstütze aus Weiden mit japanischem Auge gestaltet, die auf Seite 42 zum Selbermachen einlädt.

Eine Mischkultur für Hoch- und Gartenbeete zu entwickeln, setzt viel Biogartenpraxis und Erfahrung voraus. Brigitte Bosshard verfügt über beides. Auf Seite 28 finden Sie die neue Mischkultur zum Nachmachen.

TITELBILD: FRÜHLINGSSTRAUSS, BLUMENGÄRTNEREI, BERN, FOTO: BENEDIKT DITTLI

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in h a l t

Gartensaison

7 seiten aktuelle Gartentipps für Bio-, naturgarten und Balkon ........................................................ 6 titelGeschichte

Tulpenfieber: in der Blumengärtnerei in Bern öffnen im Frühling tausende von tulpen ihre Blüten ......................................................20

rund 30 ooo tulpen in allen Farben erblühen jeden Frühling in der Blumengärtnerei von susanne ellenberger und ursi Fuhrimann SEitE 20

Bio- und naturGarten

Serie: Sandras Garten – ein spargelbeet anlegen, schneeglöckchen vermehren und der lenz im wohnzimmer ......................................................18 Gemüse-Mischkultur: eine Mischkultur in 4 Hoch- oder Gartenbeeten zum saisonstart ...................................................... 2 8 Narzissenwiese: annette lepple verrät, wie man mit den richtigen sorten eine reich blühende narzissenwiese anlegt ...................................................... 32 Nelken: sie duften würzig und sind äusserst liebenswert – die «nägeli». acht ausgewählte nelken für töpfe und Garten mit leserangebot ...................................................... 36 Gestalten mit Weiden: eine anleitung für eine selbst gefertigte kletterhilfe aus weiden für töpfe und Garten ...................................................... 42

Mit weiden gestalten eine kletterhilfe mit einem «japanischen auge» flechten – eine anleitung

lausige zeiten die kolumne von ute studer, ergänzt mit Praxistipps bei lausbefall an Pflanzen

SEitE 42

SEitE 40

VeGaner Genuss

Vegan Love Story: rezepte veganer Gerichte aus den Häusern tibits und Hiltl ...................................................... 46 Porträt

Simon Bächli: Geomant und naturgärtner ...................................................... 5 4 ruBriKen Bioterra-leserreise 2015...............................27 Bioterra an der Gartenmesse Giardina..... 35 Beratung: urs streuli weiss rat............... 39 notizen: ute studers seite....................... 40 kurse....................................................... 51 Vorschau/impressum............................ 56 leserservice/Bestelltalon........................ 57

allerliebste «nägeli» sie sind charmant, nostalgisch und duften würzig: nelken – ein leserangebot SEitE 36

F o t o s : B e n e di kt di t t l i , Vi n c e n t z n e t w o r k , st e Fa n wa lt e r , i llu st r at i o n : c o r i n na sta F F e

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Porträt: simon Bächli «der ort sagt mir, was er SEitE braucht.»

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saison — Zimt-erdbeere – SEITE

salweide – SEITE 7 Winterschnitt kiwi – SEITE 9 Frühlingsputz – SEITE 11 13 haussperling – SEITE 14 schnitt- und pflücksalate – SEITE 15 Vo n Ute Studer u n d Mar ian na S erena

leBerBlümchen

Blaue Sterne für Schattenplätze die einheimischen leberblümchen Hepatica nobilis gehören zu den ersten Frühlingsblumen im garten. leider werden sie in gärtnereien nur selten angeboten. dabei eignen sich die hübschen, kleinen, intensiv blau blühenden pflanzen hervorragend für schattige, kalkhaltige standorte mit unter laubabwerfenden gehölzen, die ja oft zu problemzonen im garten gehören.

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Fotos: gap-photos

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sa i s on

salWeiDe

Überlebenstrieb in gelb die blüten der salweiden Salix caprea bieten den ersten bienen und hummeln im Frühjahr eine wichtige nahrungsquelle. die Weiden sind zweihäusig, das heisst, männliche und weibliche blüten sitzen auf zwei verschiedenen sträuchern. beide blüten ziehen die bienen aus der Ferne mit gleich intensiven duftstoffen an. damit sich die bienen aber zuerst auf die männlichen blüten setzen und dann den pollen auf die weiblichen blüten übertragen, besitzen die männlichen blüten mit ihrer leuchtend gelben Farbe eine viel höhere anziehungskraft als die Weibchen mit ihren fast grünen blüten. das leuchtende gelb der männlichen blüten ist also für die Fortpflanzung der salweide entscheidend.

hausmiTTel

bärlauchschnaps Zur blutreinigung, blutdruckregulierung und Vorbeugung von arterienverkalkung sowie für ein gutes gedächtnis soll bärlauchschnaps hilfreich sein. dafür steckt man frische, gesäuberte blätter und blüten in ein grosses einmachglas und bedeckt sie mit 38%-igem kornschnaps. deckel gut verschliessen. glas für sechs Wochen an einen hellen, warmen ort stellen. anschliessend den schnaps durch ein leinentuch abseihen. in dunklen Flaschen kühl aufbewahren. davon zweimal pro tag 10 bis 15 tropfen in etwas Wasser einnehmen.

das kultbuch der gartenszene im kurz vor seinem tod (2008) fertiggestellten Werk veranschaulicht henk gerritsen anhand der entstehung und entwicklung seines legendären priona-gartens im osten hollands ideen für naturnahes gartendesign. sein naturalistischer stil hat nicht nur viele gartenbesitzer beeinflusst, sondern auch bekannte gartenplaner wie piet oudolf inspiriert. in seinem Werk erzählt gerritsen von seiner intensiven beschäftigung mit naturlandschaften in aller Welt und ihren typischen pflanzen, welche er dann für seine eigenen pflanzideen verwendete. er vereinte die idee des naturgartens mit dem neueren niederländischen bepflanzungsstil.

Gartenmanifest, henk gerritsen, Ulmer-Verlag, stuttgart 2014, Fr. 66.90, Bestelltalon Seite 59

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S a nd r aS G arte n

geduld bringt spargeln

Seit ich einen Garten habe, träume ich von Spargeln. Ihr Anbau setzt viel Geduld voraus und auch etwas Fachwissen, aber er lohnt sich. Deshalb lege ich dieses Jahr ein Spargelbeet an.

schneeglöckchen vermehren Schneeglöckchen Galanthus nivalis wirken in grossen Gruppen am besten. Sie vermehren sich durch Selbstaussaat. Unterstützung erhalten sie dabei von Ameisen, die die Samen im Garten verteilen. Etwas gezielter lassen sie sich über Horstteilung vermehren. Eine solche Teilung kann alle drei bis vier Jahre gemacht werden.

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Vo n Sa n d ra Weber

Wie jedes Jahr fragte ich meinen Mann, was ich im kommenden Jahr im garten pflanzen sollte, wie jedes Jahr antwortete er: «spargeln.» Und wie jedes Jahr sagte ich: «nein, du weisst doch, es dauert Jahre, bis man ernten kann.» Worauf er entgegnete: «ist dir bewusst, dass wir dieses Jahr ernten könnten, wenn wir bereits im ersten Jahr, als du mich fragtest, spargeln gesetzt hätten?» damit war die sache

beschlossen. ab diesem Jahr sollen in einem unserer vier hochbeete spargeln wachsen. die grünen stangen sind gesund und schmecken frisch ab Beet einfach unvergleichlich gut. nur: dass sie lange bis zur ersten ernte brauchen, ist etwa das einzige, was ich über sie weiss. Zum glück kann mich gartenfachfrau und Bioterra-kursleiterin Brigitte Bosshard kompetent beraten. sie hat schon seit vielen Jahren grüne spargeln im garten, die sie selber aus in italien gekauften samen gezogen hat. «dann wartet man allerdings vier Jahre auf die ernte. in der Regel kauft man spargeln als einjährige Rhizome, die man ende März, anfang april, an ein warmes, vollsonniges plätzchen in humose erde ohne staunässe setzt», sagt Brigitte Bosshard. «Wer einen sehr schweren Boden hat, gibt der erde am besten ein paar schaufeln sand zu.» die gartenfachfrau empfiehlt, Furchen von 20 cm tiefe und Breite zu ziehen und die Rhizome im abstand von 30 cm lose darin zu verteilen. danach die gräben mit erde und kompost zudecken, sodass ein niedriger Wall entsteht, und gut wässern. dann heisst es geduld haben. «in der Zwischenzeit können zu Beginn der saison Radieschen und schnittsalate gesät werden. sie bleiben klein und brauchen als schwachzehrer nur wenig nährstoffe», so Brigitte Bosshard. achtung: schon dem Menschen fällt es schwer, seine spargellust in den ersten zwei Jahren im Zaum zu halten – schnecken gelingt dies gar nicht! die jungen spargelsprosse müssen daher gut geschützt werden. aber auch spargelfliege und spargelhähnchen können ein problem sein, weiss Brigitte Bosshard: «die pflanzen sollten regelmässig auf Befall kontrolliert und allfällige käfer sofort von hand abgelesen werden.» im laufe der saison bilden spargeln bis zu 1,8 m

1 Schneeglöckchenhorst kurz nach der Blüte ausgraben.

2 Horst mit einer Stechgabel, je nach Grösse des Horstes, in zwei oder mehr Teile trennen.

Fotos: Benedikt dittli, gap-photos

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S a ndraS Ga rte n

hohe, fedrige Büsche, deren Zweige sich als Füller in Blumensträussen eignen, aber allfällige Beetnachbarn beschatten können. die spargelbüsche werden im november bodeneben abgeschnitten. Falls sie von schädlingen befallen waren, rät die gartenfachfrau, sie mit dem kehricht zu entsorgen. im dritten Jahr darf man endlich ein paar stangen von starken pflanzen ernten. am besten schneidet man sie etwa drei Zentimeter unter der erde ab, auch um der spargelfliege keine Möglichkeit zur eiablage zu geben. ab dem vierten Jahr kann schliesslich, je nach saison, von april bis spätestens zum Johannistag (24. Juni) geerntet werden. nach der letzten ernte verteilt Brigitte Bosshard zwei liter halbreifen kompost pro Quadratmeter und arbeitet ihn mit dem kräuel oberflächlich ein. sie freue sich jeden Frühling auf ihren spargel, sagt die gartenfachfrau. «es ist nebst den Wildkräutern das erste frische gartengemüse im Jahr.» ich werde auf diesen genuss leider noch etwas warten müssen. aber so sich der spargel bei mir wohlfühlt, wird er mir meine geduld die nächsten 15 Jahre lang belohnen.

sandras tipp

Frühlingsduft im Wohnzimmer ist anfang März der Frühling im garten noch nicht spürbar, hole ich mir den lenz eben ins Wohnzimmer. ein mit traubenhyazinthen, schneeglöckchen, lila primeln und duftenden narzissen bepflanzter korb lässt im nu Frühlingsstimmung aufkommen. Mit gartenfundstücken wie Flechten, trockenem laub und thymianzweigen ergänzt, wirkt er wunderbar natürlich.

Brigitte Bosshard ist Biobäuerin, Bioterra-kursleiterin, gartenfachfrau und schreibt regelmässig für «Bioterra».

Bezugsquellen: die Biogärtnerei am hirtenweg verkauft spargelsetzlinge (inkl. pflegeanleitung) Biogärtnerei am hirtenweg, hirtenweg 30, 4125 Riehen tel. 061 603 22 30 www.hirtenweg.ch spargelrhizome sind bei konventionellen grossanbietern und gartencentern erhältlich.

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r nach rstes, ehr

Einzelne Teile an sonnige bis halbschattige Plätze mit humosem Boden pflanzen. Vor der Pflanzung als Langzeitdünger etwas Hornspäne unter die Erde mischen.

gÄrtnerlatein

Was heisst eigentlich «EM»?

eM steht als abkürzung für effektive Mikroorganismen, eine in den 1980er-Jahren in Japan entwickelte Mikrobenmischung aus Milchsäurebakterien, hefen und phototrophen Bakterien, deren symbiose abbauende kräfte haben soll (z. B. als kompostzusatz) oder, etwa als Bodenverbesserer, stärkend wirkt. eM-produkte sind im Bio-anbau zugelassen, ihre Wirksamkeit konnte bisher aber nicht wissenschaftlich belegt werden.

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F r üh l ing slu st

tulpenFieBer in Bern

Mitten in der Altstadt von Bern wachsen Tausende von Tulpen und andere Blumen. Die Frauen von der «Blumengärtnerei» bringen Zwiebeln und Samen zum Blühen. Fast alle Blüten und Zweige in ihren Sträussen sind aus Eigenproduktion. Eine grosse Ausnahme in der Floristenbranche. 20

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Fotos: Benedikt dittli

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Ursi Fuhrimann und Susanne Ellenberger.

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F r üh l ing slu st

Tulpe ‘Orange Princess’.

Dicht an dicht wachsen die Tulpen in den Beeten.

Hoch oben über der Gärtnerei die Häuser der Altstadt.

mann übernahmen nicht nur das Geschäft, sondern auch die philosophie. Gegen 80 prozent von dem, was sie in ihren sträussen im laden oder an ihrem stand beim Bärenplatz verkaufen, ziehen sie selber. das ist weit über dem durchschnitt anderer Gärtnereien und Blumenläden. an den grossen Blumenbörsen der schweiz, in Bern, Zürich und rothrist werden im Jahresdurchschnitt nur zwischen 25 und 45 prozent schnittblumen aus schweizer produktion umgesetzt. Hingegen wurden im letzten Jahr rund 2000 tonnen frisch geschnittene tulpen importiert. die sieben Frauen, die in der Blumengärtnerei arbeiten, säen über das ganze Jahr in hunderte von saatschalen aus, pikieren die keimlinge, setzen die Jungpflanzen in den Boden, schneiden später die Blumen und binden sie zu sträussen und Gestecken. ranunkeln, Vergissmeinnicht, lupinen, kornblumen, Zinnien, lilien, Bartnelken, Mohn und viele mehr. auf zwei Feldern im umland von Bern stehen stauden und sträucher, deren Blüten und Zweige ebenfalls floristisch verarbeitet werden. «Wir lieben das Gärtnerhandwerk», sagt susanne ellenberger auf die Frage, weshalb sie die Jungpflanzen oder schnittblumen nicht einfach einkaufen. «und weil wir unsere Blumen selber ziehen, können wir auch produzieren, was wir gern in den sträussen haben, aber im Blumenmarkt nicht finden würden.» Zum Beispiel das adonisrös-

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«Regula Brun lehrte uns, das selber Gezogene und natürlich Gewachsene zu einem schönen Ganzen zusammenzufügen.»

chen, auch Blutströpfchen genannt, das den beiden so gut gefällt, dass sie richtig ins schwärmen kommen. «allerliebst» sei es, und obwohl so klein, ziehe es in jedem Blumenbouquet die Blicke auf sich. nicht weniger liebevoll reden sie von ihren tulpen. den lilienblütigen, den papageien-tulpen, den gefransten, den einfachen und den gefüllten. Während gut drei Monaten können susanne ellenberger und ursi Fuhrimann tausende tulpen schneiden und verarbeiten. ende Januar sind im Gewächshaus die ersten, früh blühenden sorten parat. damit die tulpe früher austreibt als üblich, sind die Zwiebeln beim produzenten während mehrerer Wochen gekühlt worden. die kühlphase wird von der tulpe als Winter interpretiert. Wird es im treibhaus warm, glaubt die tulpe, es sei nun Frühling, also der richtige Zeitpunkt zum austreiben – auch wenn es draussen noch frostig ist. Mit diesem trick können bereits im Januar die ersten hiesigen tulpen gezogen werden. Von den 50 in der Blumengärtnerei angebauten tulpensorten sind einige früh und andere spät blühend. auch Wildtulpen gehören dazu, die Weinberg-tulpe oder die turkestanische tulpe. die ernte erstreckt sich durch diese staffelung bis ende april. so begeistert wie ellenberger und Fuhrimann, so tulpenverliebt sind auch einige anwohner aus der Berner altstadt. Manche decken sich von der ersten bis zur letzten

Foto: Benedikt dittli

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Frühlings l us t

ein Frisches Frühlingsbouquet

Tulpen lassen sich mit verschiedensten anderen Blumen und Blättern arrangieren. Da viele Frühlingsblumen eine runde Form haben (neben den Tulpen zum Beispiel auch Ranunkeln und Christrosen), eignen sich als Begleiter besonders gut Blumen, die mit ihrer Blütenform Abwechslung bringen, etwa Stiefmütterchen. Auch Narzissen machen sich gut. Da diese bei der Schnittstelle einen Schleim aussondern, der bei anderen Blumen die Wasseraufnahme behindert, ist es ratsam, die Narzissen vor der floristischen Weiterverarbeitung ein paar Stunden in separates Wasser einzustellen. Dadurch wird bereits viel von der Flüssigkeit ausgeschieden. Nimmt man zudem nicht übermässig viele Narzissen in den Strauss, halten die Blumen gemäss den Erfahrungen der Blumengärtnerei mindestens so lange wie ohne Narzissen. Beim Blumenbinden muss man darauf achten, dass die Knospen noch geschlossen sind. Im Frühling blühende Blumen öffnen sich schneller als Sommerflor.

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Ge m 체 s e G arte n

Beet 1

Starkzehrer M채rz

April

Mai

Juni

Juli

Aug.

Sept.

Okt.

20 cm Schnittmangold

Kohlrabi/Blumenkohl 20 cm Spinat 20 cm Radieschen

Rotkabis/Weisskabis

20 cm Spinat 20 cm Randen

Kresse 20 cm

Beet 2

Mittel- und Schwachzehrer M채rz

April

Mai

Juni

Juli

Aug.

Sept.

Okt.

20 cm Kopfsalat

Buschbohnen

N체sslisalat

20 cm Knackerbsen 20 cm

Zuckerhut Schnittsalat

20 cm

Endivien Kefen

20 cm Eissalat/Lattich

Buschbohnen

20 cm

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iLLUStration: anna-Lea GUariSCo, inFoGraFiK : BeneDiKt DittLi

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Gemüs eGa rte n

einFaCHe MiSCHKULtUr Für HoCH- UnD GartenBeete ob in einem Hochbeet-Gärtchen mitten in der City, in einem Familiengarten oder Hausgarten – Gemüse in Mischkultur ist in kleinen oder grossen Beeten möglich. Biogarten-Fachfrau Brigitte Bosshard stellt eine einfache Mischkultur zum Saisonstart vor. Brigitte Bos sha rd

Urban Gardening und das anpflanzen von Gemüse auch auf kleinstem raum scheint nicht nur ein kurzfristiger, sondern ein andauernder trend zu sein. Besonders schön und attraktiv sehen die mit verschiedenen Gemüse und Kräutern bepflanzten Hochbeete, Paloxen, Bacsacs und Kisten aus. Dazu ist aber bereits ein kleines Grundwissen über Mischkultur, Fruchtfolge, Saatund erntezeitpunkt und Platzansprüche der Pflanzen nötig. emanuel Zimmermann, ehemaliger Gartenausbildner für Bäuerinnen am Landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentrum LBBZ Schüpfheim, heute mit eigener Gärtnerei für Bioanbau von Schnittblumen, hat ein einfaches Mischkultursystem mit vierjähriger Fruchtfolge entwickelt. er schlägt vor, auf einem Beet reihenweise Pflanzen aus nur zwei Familien wie beispielsweise Kreuzblütler und Gänsefussgewächse anzubauen. Zusätzlich können immer und auf allen Beeten Salate ausgesät oder gepflanzt werden. Dieses System möchte ich ihnen am folgenden Beispiel erläutern. es basiert auf 4 Hochbeeten, die 2,4 m lang und 1,2 m breit sind; die Mischkultur kann natürlich auch auf gewöhnliche Gartenbeete übertragen werden. Für kleinere oder weniger Beete muss es entsprechend angepasst werden. Selbstverständlich lassen sich auch die Pflanzen innerhalb der einzelnen Pflanzenfamilien je nach Vorlieben austauschen. Die Samen sind aus den angeboten von C. und r. Zollinger, www.zollingersamen.ch, Sativa rheinau aG, www. sativa-rheinau.ch und Pro Specie rara www.prospecierara.ch ausgewählt.

Beispiel einer Mischkultur im Vierjahreswechsel (alle vier Jahre wird jedes Beet wieder gleich bepflanzt): Beet 1

Starkzehrer in reihen abwechslungsweise Kreuzblütler: alle Kohlarten, radiesli, rettich, Kresse | Gänsefussgewächse: Spinat, randen, Krautstiel, Schnittmangold Für ein 2,4 m langes und 1,2 m breites Hochbeet oder Gartenbeet braucht man: Samen von Spinat, radiesli, Kresse, Dill, Schnittmangold, randen. Zur entsprechenden Zeit 5 Setzlinge Kohlrabi, 4 Setzlinge Blumenkohl, 2 Setzlinge rotkabis, 3 Setzlinge Weisskabis, 2 Setzlinge Kapuzinerkresse, 2 Setzlinge Gewürztagetes

So früh wie möglich säen Sie 40 cm von den langen Hochbeetrahmen entfernt je eine reihe Spinat (z. B. ‘Verdil’) und 20 cm vom einen Beetrand eine reihe Kresse aus. Samen nicht bedecken, nur gut andrücken. in der Beetmitte säen Sie eine reihe weisse, rot-weisse und rote radieschen gemischt, die unterschiedlich schnell wachsen. Dadurch können Sie mit einer aussaat über eine längere

Zeit ernten. 20 cm vom anderen Beetrand entfernt setzen Sie anfang april im abstand von 25 cm abwechselnd 5 Kohlrabi- und 4 Blumenkohlsetzlinge. Die Kohlrabi sind vor dem Blumenkohl erntereif und machen dem nährstoffbedürftigeren Blumenkohl Platz. Spinat wird bis ende Mai laufend geerntet, dann geht er in Blüte, wird abgeschnitten und dient als Mulch. ende Mai bis anfang Juni sind die radieschen geerntet und machen in derselben reihe 2 rotkabis- und 3 Weisskabissetzlingen Platz, die man im abstand von 50 cm setzt. Dazwischen pflanzt man Kapuzinerkresse und Gewürztagetes und sät Dill aus. Zur gleichen Zeit sät man auf die abgeerntete Kressereihe randen aus. Zu dicht gesäte Pflänzchen werden später auf 10 cm abstand ausgelichtet. Blumenkohl wird geerntet, sobald er eine schöne, weisse Blume gebildet hat. auf diese reihe sät man anfang august Schnittmangold aus. Bis in den Spätherbst ist das Hochbeet mit randen, rot- und Weisskohl, Schnittmangold, Kapuzinerkresse und Gewürztagetes bepflanzt und über den Kohlpflanzen schaukeln im Winde die hohen Dilldolden. im nächsten Jahr folgt auf diesem Hochbeet oder Gartenbeet Mischkultur Beet 2.

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Na r z is se N w ie se

Bl端tenwogen

Bestimmt kennen Sie die stimmungsvollen Bilder von Wiesen, in denen Hunderte von Narzissen bl端hen. Ein Traum, den Sie sich erf端llen m旦chten? Lesen Sie in unserem Beitrag, wie man eine solche Wiese anlegt und pflegt. 32

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Fotos: annette LeppLe

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Na rz is s eNwi e s e

A nn ette L epple

einzelne Blüten berühren, ein Meer von Blüten nimmt einem den atem. in meinem irischen Garten hielt der Frühling jeweils ein besonderes spektakel bereit: tausende von narzissen gaben sich ein stelldichein und schienen übermütig über die Wiesen zu tanzen. Dazwischen torkelten unsere neu geborenen Lämmer. ein unvergesslicher anblick! schnee und Kälte dämpften ihre Lebenslust – wenn überhaupt – nur kurzzeitig. Und so verbreiteten sie unverdrossen gute Laune und Hoffnung, denn narzissen sind keine Boten, sie sind der Frühling schlechthin. auch wenn Gelb nicht zu meinen Lieblingsfarben im Garten gehört, ist sie doch die Frühlingsfarbe par excellence, da sie zu dieser Zeit aus allen ecken leuchtet. Gärtnern hat viel mit erinnerung zu tun, und als ich weiterzog und meine nächsten Gärten gestaltete, blieben die Bilder der sonnigen narzissen meine treuen Begleiter. im jetzigen Garten bot sich mir die Möglichkeit, die glücklichen szenen der Vergangenheit aufleben zu lassen, und so zögerte ich nicht lange. am besten sehen narzissen in einem natürlichen, wilden Umfeld aus. im Blumenbeet sind sie zwar ebenfalls eine Freude. nach der Blüte hadert man jedoch meist mit dem unschönen Laub, das man nicht abschneiden sollte, bis

Beim Setzen auf den richtigen Abstand und die korrekte Pflanztiefe achten sowie Hohlräume vermeiden.

Nachdem die Zwiebeln verteilt wurden, löst man die Grasnarbe mit dem Spaten.

es eingezogen ist, weil die Zwiebeln daraus Kraft fürs nächste Jahr schöpfen. ihr Charme kommt im Wiesengras oder am rand von Gehölzen viel besser zur Geltung. Wer das Glück hat, narzissen an ihrem naturstandort zu sehen, weiss, welches Habitat ihnen zusagt.

Wo NarzisseN Natürlich vorkommeN es gibt zirka 50 wilde arten von narzissen. eines ihrer wichtigsten Verbreitungsgebiete befindet sich auf der iberischen Halbinsel, aber sie kommen auch in anderen teilen europas und in nordafrika vor. narzissen werden in 13 Klassen unterteilt und unterscheiden sich vor allem in der Form der Blüte. Klasse 13 umfasst alle botanischen narzissen, die übrigen Klassen sind gärtnerischer Herkunft. in der schweiz lassen sich Dichternarzissen Narcissus poeticus, auch Montreux-narzissen genannt, in der nähe von Les avants VD und törbel Vs bewundern. in der Gesellschaft von einheimischen orchideen und Wiesenblumen fühlen sich narzissen wohl und dürfen ungestört absterben, da die erste Mahd meist im Juni oder später er-

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Ne l k e N

Allerliebste «Nägeli»

Die englische Nelke ‘Jane Austen’ in Rosa mit purpurrotem Rand.

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NelkeN

ein Hauch Nostalgie geht mit ihnen einher – die zierlichen Nelken sind beliebt, sowohl wegen ihrer Vielfalt an Farben und Formen als auch wegen ihres Duftes. Xavier allemann von der Bio-Staudengärtnerei «lautrejardin» hat acht empfehlenswerte Nelken für den garten und den Balkon ausgesucht. ein leserangebot. Von Ute Stude r

Die charmanten Polsternelken verleihen den Beeten im Frühsommer leichtigkeit. Dazu lockt ihr einmalig würziger Duft, innezuhalten und an ihnen zu riechen. Die engländer nennen die Nelken «Pinks», wegen der vorherrschenden Blütenfarbe. Dios anthos – Blume der götter, hiess die Nelke im alten griechenland, woraus der noch heute gültige botanische Name Dianthus wurde, ein ehrentitel, den die Nelke verdient. Nelken sind eine vielgestaltige gattung mit bis zu 300 arten. Während die grossen edelnelken etwas aus der Mode gekommen sind, erfreuen sich die kleinen Schwestern, etwa Pfingst-, Kartäuser-, Federund Heide-Nelke immer grösserer Beliebtheit in den gärten. einige der Nelken in unserem angebot sind einheimische gewächse, andere Zuchtformen oder auslesen. Damit sich ihre Schönheit entfalten kann, brauchen die Nelken eigentlich nur eines: sehr viel Sonne! gibt man ihnen ein Sonnenplätzchen, entpuppen sie sich als wahre Multitalente mit vielen einsatzmöglichkeiten. Sie thronen auf trockenmauern, säumen Beetränder, leuchten in Steingärten, lehnen sich elegant über topfränder oder hängen aus Balkonkästen. Sie lieben nicht zu nährstoffreichen, durchlässigen, sandig-steinigen Boden. Staunässe mögen sie nicht. Die graulaubigen, winterharten Stauden bilden im laufe der Jahre dichte, immergrüne Polster. obwohl die kleinen Blüten zart wie Brüsseler Spitze wirken, sind Nelken recht robuste geschöpfe, sehr pflegeleicht und sie bringen mit ihren Blüten Farbtupfer in gartenbereiche, die kaum von anderen blühenden Pflanzen bewohnt werden. Nelken bieten sich vor allem für natürlich gestaltete gärten an. Man kann sie gut mit niedrigem Schleierkraut, Gypsophila repens, Sonnenröschen Helianthemum, Sedum- und Thymus-arten kombinieren.

Die Pfingst-nelke – Bewohnerin von felsBoDen in der Natur begegnet man der einheimischen Pfingstnelke Dianthus gratianopolitanus auf trockenem Felsboden.

Foto: gaP-PHotoS

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Sie sieht wie ein seltsames Büschel gras aus. erst wenn sie ende Mai ihre rosavioletten Blüten der Sonne entgegenstreckt, erkennt man sie zweifellos. Die ausgefransten, duftenden Blüten verraten ihre Zugehörigkeit zur Nelkenfamilie. Der Verbreitungsschwerpunkt der Pfingstnelke liegt im französischen, deutschen und Schweizer Jura, wo sie fast ausschliesslich auf Kalkfelsen vorkommt. Sie hat diverse anpassungsstrategien entwickelt, um in der harschen Felsumgebung zu überleben respektive mit der sommerlichen Hitze und Dürre sowie dem winterlichen trockenfrost und den scharfen Winden zurechtzukommen. Dabei dienen ihr der polsterförmige Wuchs und spezielle leitbündel als Schutz. Schon früh haben sich die Menschen die wohlriechenden Blumen in die gärten geholt. Besonders in england begann man mit den kleinen Nelken die ersten Zuchtversuche. Vor mehr als hundert Jahren plünderten Züchter die englischen Bestände derart, dass die Pfingstnelken vom aussterben bedroht waren. Heute gibt es die vielfältigen Züchtungen in verschiedenen Farben, gerüscht, gefranst und gemustert. aber eines ist allen geblieben: der zauberhafte Duft. einige gärtner lassen sich gar dazu verleiten, einen Schnuppertopf in Nasenhöhe zu stellen, um das Nelkenparfum besser geniessen zu können. Wenn die Pfingstnelken verblüht sind, kann man die Blütenstiele abschneiden, dann geht die Kraft in die Pflanze und nicht in die Samenbildung.

Die kartäuser-nelke – Bewohnerin Der trockenrasen Die anmutige, polsterbildende, einheimische Kartäuser-Nelke Dianthus carthusianorum sieht man in der Natur nur noch selten an Standorten mit trocken- oder Halbtrockenrasen. trockenrasen kommen als natürliche Vegetation nur an felsigen, flachgründigen, feinerdearmen Standorten vor. Diese Magerrasen gibt es in unserer intensiven Kulturlandschaft kaum noch. Nähr-

stoffeinträge oder Verbuschung bringen die Kartäuser-Nelken zum Verschwinden. Dabei bietet sie mit ihren langanhaltenden Blütenbüscheln auf den hohen Stängeln einen reizenden anblick. Der Name Kartäuser-Nelke stammt vom gebrauch der Nelken in Klostergärten. Die Saponine der Pflanze sollen lindernd bei Muskelschmerzen und rheuma wirken.

Die heiDe-nelke – Bewohnerin von BoDensauren Magerrasen im gegensatz zu den anderen Nelkenarten liebt die einheimische, rosa bis purpur blühende Heide-Nelke Dianthus deltoides Böden, die nicht zu kalkhaltig sind. Kultiviert man sie in einem gefäss im Halbschatten, verlängert man die Blütezeit. im *topfgartenbuch von reinhard Witt zeigt die Heidenelke auf eindrückliche Weise, zu welcher Blütenfülle sie fähig ist. Die Heide-Nelke ist ziemlich konkurrenzstark und passt gut zu Sand-thymian. BluMe Der götter – lieBling Der insekten Sowohl die wilden Nelken als auch gartenformen, die aus den Wildformen gezüchtet wurden, sind eine wichtige Nahrungsquelle für insekten, vor allem für tag- und Nachtfalterarten, Hummeln und Bienen. Besonders ochsenauge, Schwalbenschwanz, Zitronenfalter, CFalter, Dickkopffalter und taubenschwänzchen stehen auf Nelkennektar. Viele der Nelken haben Stieltellerblüten, in denen der Nektar ganz unten lagert und nur von langrüssligen insekten wie Falterarten erreicht werden kann. Da mit der Nektaraufnahme eine Befruchtung der Blüten einhergeht, sind Schmetterlinge für die Nelken wichtige Bestäuber. Die Blätter der Nelken und auch die Samenkapseln dienen einigen Schmetterlingsraupen sogar als Nahrungspflanzen, so der Kartäuser-Nelken-Kapseleule, die aber auch auf Dianthus deltoides zu sehen ist, der KuckucksNelken-Kapseleule und der HaldenflurNelkeneule.

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no t iz e n

Von Ute Stude r

Da hat man sich den ganzen Winter darauf gefreut, endlich wieder in der Erde zu wühlen, die Frühlingsblüher zu begrüssen, den unbeholfen fliegenden Insekten zuzuschauen und die wärmenden Sonnenstrahlen zu geniessen . . . Und dann wird die erste Gartenfreude jäh getrübt. Sie kommen leise, plötzlich, quasi über Nacht, und es sind viele, sehr viele: Unmassen von Blattläusen, ein wuselndes Getümmel, das da Einzug in unseren Garten hält. Sie kommen nie im Singular, sondern immer im Plural. Es schleicht sich keine einzelne Blattlaus an, der man mutig gegenübertreten könnte. Selbst bei Wikipedia gibt es nicht den Eintrag «Blattlaus», sondern nur «Blattläuse». Ganze 850 verschiedene Blattlaus-Arten kommen in unseren Breiten vor und ernähren sich vom Saft unserer Pflanzen. Man könnte sich ja freuen, dass man endlich einmal die Gelegenheit hat, die ganze Artenvielfalt zu studieren, wenn sie einem denn die Zeit und Ruhe liessen, das zu tun. Stattdessen bricht Panik aus im Angesicht ihrer zahlenmässigen Überlegenheit. Beherztes Handeln ist jetzt gefragt, bevor sie uns im wahrsten Sinn des Wortes die Haare vom Kopf gefressen haben. Sie fallen so ziemlich über alles Pflanzliche her, was ihnen vor ihr Mundwerkzeug, die Mandibel kommt. Ob Sträucher, Blumen, Gemüse oder Kräuter, nichts wird verschont. Und schon gibt es verdrehte, eingerollte Blätter und Stängel, die schwarz sind von Läusen. Früher benutzte ich eiskalt meine körperliche Überlegenheit und zerquetschte die Tiere zwischen Daumen und Zeigefinger. Aber seit ich Enkelinnen habe, die mir zuschauen, finde ich diese Methode zu brutal und tierethisch fragwürdig. Natürlich hoffe ich jedesmal auf die Hilfe von Marienkäfern. Die sind zwar da, doch stürzen sie sich nicht auf die Läuse, sondern in unverhohlener Vermehrungsabsicht auf ihre Artgenossen, ganz als ob sie wüssten, dass ohne Kinderschar den Läusehorden nicht beizukommen ist. Doch wir können nicht warten, bis der Glückskäfernachwuchs in Jagdstimmung ist. Die Blattläuse tragen den schönen Namen Aphidoidea und gehören zu den Pflanzenläusen, die wiederum zu den Schnabelkerfen unter den Neuflüglern innerhalb der zu den Insekten zählen-

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LAUSIGE ZEITEN «Wem der liebe Gott ein Gärtlein gab und Rosen, dem gab er auch den Mehltau und die Blattlaus, dass ers lernt, sich nicht über Kleinigkeiten zu entrüsten.» (Wilhelm Busch 1832–1908)

ILLUSTRATION: CORINNA STAFFE

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den Fluginsekten gehören. Dank Jungfernzeugung können sie sich explosionsartig vermehren. Den Eizellen wird hormonell eine Befruchtung vorgespielt, wodurch sich diese zu teilen beginnen, und schon ist ein neues Lausbaby da. So entstehen in Windeseile ganze Klonhorden. Wird der Populationsdruck der unbeflügelten Weibchen zu hoch oder sind die Blattlausverzehrer sehr aktiv, entstehen plötzlich beflügelte Männchen, die sogleich sexuell aktiv werden. Die befruchteten Weibchen lassen sich dann einfach zu Boden fallen und wandern auf Nachbarpflanzen ab, wo sie neue Klonbabyhorden aussetzen. Forscher haben übrigens herausgefunden, dass Blattläuse wie Katzen immer auf die Füsse fallen. Viele Blattläuse werden von den Ameisen herumgetragen, denn die Ameisen halten die Läuse wie Weidevieh und melken sie regelrecht. Sie schätzen die zuckerhaltigen Ausscheidungen der Läuse, den Honigtau oder weniger poetisch den Blattlauskot. Und damit ihre Herden nicht abhauen oder davonfliegen, haben die Ameisen listige Strategien entwickelt. Brutal beissen sie den Läusemännern die Flügel ab, um ihren Wegflug zu verunmöglichen. Zudem verteilen sie ein Sekret, das die Krabbelgeschwindigkeit der Läuse senkt. Dadurch vermindern sie nicht nur die Weglaufgefahr, sondern sorgen auch dafür, dass die langsameren Läuse auch keine beflügelten Männchen mehr produzieren, was ihnen das Abbeissen der Lausflügel erspart. So haben sie genügend Zeit, ihre Herde zu melken und diese vor den anrückenden Marienkäfern durch Verspritzen von Ameisensäure zu schützen. Da leidet man fast mit den armen Läuschen, die von den bösen Ameisen derartig drangsaliert werden. Zum Glück ist der Spuk nach ein paar Wochen vorbei.

Geduld hilft bei läusebefall im bioGarten Vo n Jo c h en Elbs - Glatz

Im Biogarten ist ein ökologisches Gleichgewicht anzustreben, das heisst, Nützlinge sollen Schädlinge so weit dezimieren, dass Schäden tolerabel bleiben. Förderung der Nützlinge ist wichtiger als Bekämpfung der Schädlinge. Eine grosse Artenvielfalt im Garten hilft dabei.

Puffbohnen gegen Rosenläuse Sät man im Februar/März Grüppchen von fünf bis sieben Puffbohnen Vicia faba, werden die Pflanzen schnell von schwarzen Bohnenläusen befallen. Von diesen ernähren sich Marienkäfer, vermehren sich, und sobald sich Läuse auf den Rosen zeigen, stehen schon viele Marienkäfer bereit, eine Massenvermehrung der Läuse zu verhindern.

Leimringe gegen Ameisen Ameisen verteidigen «ihre» Lauskolonien. Die Triebe junger Obstbäume sind deshalb oft so stark verlaust, dass sie verkümmern. Sperrt man die Ameisen mit einem Leimring um den Stamm aus, können zufliegende Blattlausvertilger wie Schlupfwespen, Schwebefliegenlarven oder Florfliegenlarven den Bäumchen ungestörtes Wachstum ermöglichen.

Mit dem Wasserschlauch duschen Eine kalte Dusche beruhigt das von Läusen aufgebrachte Gemüt. Dem harten Strahl aus dem Schlauch widersteht keine Läusekolonie. Die Pflanzen werden gründlich entstaubt und gewässert. Abspritzen ist Gartenarbeit, die wirklich Spass macht und auch gegen Buchsbaumzünsler hilft.

Brennnesseln und Seife gegen grosse Not Ein Brennnesselkaltwasserauszug – 1 kg Brennnesseln in 10 l Wasser 12 Stunden ziehen lassen – hilft unverdünnt gegen Läuse und andere Insekten. Hier liegt auch das Problem der Schmierseife, die ebenfalls Nützlinge schädigt, die Cuticula (Schutzschicht) der Pflanzen zerstört und Verbrennungen verursacht, wenn keine Kaliumschmierseife (wie Natural von Andermatt) verwendet wird. Von Pyrethrum ist wegen seiner grossen Giftigkeit und geringen Selektivität ganz abzuraten.

Gelb lockt Läuse an Läuse leben am liebsten auf kränkelnden Pflanzen. Wie andere Insekten auch «fliegen» sie auf Gelb. Das wird bei Gelbschalen zur Befallskontrolle und mit Leim bestrichenen Gelbtafeln ausgenützt, gilt aber leider auch für Tischdecken, Servietten, Sitzkissen und den so fröhlich gelben Sonnenschirm im Garten.

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Ge s t a l te n

Weidenpavillon mit Salix alba. Kletterhilfe für Stangenbohnen.

Kletterhilfe aus Weiden Ein selbst gefertigtes Rankgerüst aus Weiden verleiht dem Garten Charme. Gewusst wie, haben selbst Anfängerinnen und Anfänger ein leichtes Spiel. Carmen Siegrist zeigt, was es nebst Geduld dafür braucht und worauf es zu achten gilt.

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Vo n Ca r m en Sie g r ist

Weiden faszinieren mich seit meiner Kindheit. Was gibt es schöneres, als am see unter einer prächtigen trauerweide zu liegen und in die mächtige Baumkrone zu blicken? unser kahles grundstück sollte nach dem hausbau vor sieben Jahren so rasch als möglich grün werden, deshalb haben wir auch einige verschiedene Weidensorten gepflanzt, die schnell und zuverlässig anwuchsen. durch den jährlichen schnitt ernten wir jedes Jahr genügend Weiden, um verschiedene flechtereien im und ums haus anzufertigen. Weiden bieten nicht nur einer Vielzahl an tieren nahrung, sondern eignen sich bei regelmässigem schnitt auch für fantasievolle gestaltungsobjekte wie Weidentunnels, Pavillons, tipis oder torbögen.

fotos: carmen siegrist

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Ges ta l te n

Dekorativer Abschluss: Japanisches Auge.

Ein Rankgerüst für Kletterpflanzen.

Durch das Pflanzen von verschiedenen Weidensorten im Garten hat man im Frühjahr stets genug Triebe, um neue Objekte zu gestalten.

Kätzchentragende Weiden sind im Vorfrühling eine Zierde und die blütenbesetzten Pelzchen oft die erste nahrung der Bienen und hummeln. Weidenkätzchen eignen sich zudem für floristische Kränze und dekorationen.

Weidenschnitt Weiden schneidet man während der saftruhe von november bis februar. für mich ist der februar die optimale schnittzeit, denn zum Winterende lechze ich nach jeglicher Betätigung an der frischen luft. Wenn im anschluss gleich noch schöne flechtwerke aus den frisch geschnittenen ruten entstehen, macht es doppelt spass. im garten verarbeite ich unseren Weidenschnitt für allerlei dinge, beispielsweise für einen

sichtschutzzaun oder niedrige Beeteinfassungen, um die üppigen stauden im Zaum zu halten, oder als Klettergerüst im gemüsegarten für stangenbohnen und gurken.

ranKgerüst

für toPfPflanZen für ein einfaches grundgerüst benötigt man keine Vorkenntnisse. auch anfängerinnen können mit ein paar Weidenruten ohne grossen aufwand eine einfache Kletterhilfe erstellen. das japanische auge bildet einen dekorativen abschluss.

VorBereiten stellen sie einen mit erde gefüllten topf mit einem eher grosszügigen durchmesser bereit. Zarte oder bereits

grössere Pflanzen werden vor dem flechten eingetopft. eine ungerade anzahl Weidenruten in gleichmässigen abständen in die erde stecken. für das japanische auge eine dünne, biegsame Weidenrute bereitlegen (frisch geschnitten oder gewässert). anfänger binden das rutenbündel nun direkt auf der gewünschten höhe zusammen und flechten das japanische auge gemäss anleitung, die schnur kann danach entfernt werden. fortgeschrittene flechten am topfrand entlang zuerst eine Kimmung. eine Kimmung ist ein starkes geflecht, womit die staken fixiert werden. diese sollte so breit sein, dass die ruten gut halten. statt einer Kimmung kann man auch ein kleines Kränzchen winden und über die staken stülpen.

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V e g a n e r ge n u ss

Kr채uter-Gem체se-Salat an Zitronendressing, Rezept Seite 48.

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V ega ner g e nus s

Der WuNSCH nach veganen Gerichten Die tibits-restaurants legen zusammen mit dem traditionshaus Hiltl ein Kochbuch mit ausschliesslich veganen rezepten vor: «Vegan Love Story». Die rezepte erfreuen augen, Nase und Gaumen. «Bioterra» hat eine Kostprobe davon zusammengestellt. reto Frei, einer der vier tibitsGründer, nimmt Stellung zum veganen trend. Von Brigitte Stuc ki

Herr Frei, ist vegane Ernährung überhaupt ein Trend? Ja. Seit ein paar Jahren stellen wir in unseren restaurants fest, dass immer mehr Leute vegane Gerichte wünschen. in London, wo jeder trend immer etwas früher spürbar wird, begann das so vor fünf bis sechs Jahren, in Zürich merken wir das in den letzten drei Jahren. Was bewegt die Gäste dazu, vegan essen zu wollen? Bei vielen Gästen geht es darum, dass sie konsequent sein wollen. Sie haben sich bereits vegetarisch ernährt, nun kommt als nächster Schritt der komplette Verzicht auf alles tierische, also auch auf eier, Milch und Milchprodukte. Dann gibt es eine Gruppe von Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen vegan ernähren, und schliesslich gibt es alle die, denen vegane Gerichte einfach schmecken, die aber auch Fleisch essen. Inwiefern ist die vegane Küche eine Herausforderung? Viele Vegi-Klassiker im «Hiltl» oder auch in den «tibits» sind ja schon immer vegan gewesen, ohne dass es jemand besonders herausgestrichen hätte. Wenn es aber in einem Gericht darum geht, die Milch oder die eier zu ersetzen, ist es ein langes tüfteln.

unsere Köche probieren Varianten aus: das vegane und das nicht vegane Gericht werden immer wieder parallel degustiert. Der Genuss steht im Vordergrund. Befriedigt die vegane Variante nicht, kommt sie nicht ins angebot. Wie ist es bei Gebäcken, kann man die Eier ersetzen? Gerade bei den Kuchen mussten wir lange probieren. Seit längerem haben wir einen veganen Mangocake im Sortiment, der zu einem renner geworden ist. Vegane rezepte zu entwickeln, die unseren kulinarischen ansprüchen genügen, verlangt viel Kreativität. Das ergebnis sind neue Geschmackserlebnisse, die überzeugen. unsere Köche tauschen sich intensiv aus, so stammen einige rezepte auch von unserem «tibits»team in London. Das restaurant wurde übrigens letztes Jahr als bestes vegetarisches Lokal in england ausgezeichnet. Was für eine Breitenwirkung hat der Trend zur veganen Ernährung? Vegan ist im Moment ein Hype, viele springen auf den Zug auf. aber wenn man so die breitere Gastronomielandschaft anschaut, ist die vegetarische und vegane Küche ein Mikrokosmos. interessant sind die unterschiede

FotoS: JuLiette CHrétieN, at-VerLaG / WWW.at-VerLaG.CH

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zwischen england und der Schweiz. in england gibt es eine lange vegetarische tradition, doch werden dort vegetarische restaurants fast ausschliesslich von Vegetariern besucht. in der Schweiz gibt es sehr viele Menschen, die gerne vegetarisch oder vegan essen, aber nicht nur. unsere Küche richtet sich an alle, etwa 80% unserer Gäste sind «Flexitarier». Was sind Ihre Zukunftspläne? um beim thema zu bleiben: ab diesem Frühjahr gibt es den veganen Dienstag in allen «tibits», nachdem wir schon alle zehn tage einen veganen tag hatten. Das betrifft das Buffet. Bei den Kaffee-Getränken ist bereits jetzt ein Cappuccino auf Wunsch mit pflanzlicher Milch erhältlich. im Herbst wird im Bahnhof Luzern ein neues «tibits» eröffnet. ausserdem suchen wir einen Standort für ein zweites «tibits» in London, wo wir seit sechs Jahren in der Nähe der regent Street präsent sind. Wir wollen auch mehr Shop-Produkte für das essen zu Hause anbieten und unser takeaway-angebot weiter ausbauen. unser Partnerbetrieb, die Hiltl aG, wird ende 2015 ein vegetarisches/veganes restaurant in der Sihlpost in Zürich eröffnen und ende 2016 eines an der Langstrasse im Zürcher Kreis 4.

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«Der ort sagt mir, was er braucht.» Von Sandra Web e r

«ich glaube, alles hat mit den Vögeln angefangen», sagt Simon Bächli. er meint sein interesse für den Naturschutz, seine Liebe zu Gärten und die Sache mit den elfen, Feen und Zwergen. Simon Bächli nennt sie zwar lieber elementarwesen. Nebst seiner tätigkeit als Naturgärtner ist der von Kindsbeinen an begeisterte Hobby-ornithologe und Mitarbeiter der Vogelwarte Sempach auch Geomant. ein Beruf, für ihn vielleicht sogar eine Berufung, auf jeden Fall etwas, das er den meisten Leuten erst erklären muss. auch er hatte vor seiner ausbildung noch nie davon gehört. «Nur gespürt, dass mir etwas fehlt. trotz jahrelanger, intensiver auseinandersetzung mit Natur- und Umweltthemen konnte ich mir vieles, was in der Natur passiert, einfach nicht erklären. Wie wächst eine Schlüsselblume? Haben Bäume eine Seele? Niemand kann das sagen, obwohl man eine Pflanze heute bis ins kleinste atömli zerlegen kann», sagt Simon Bächli. erst über die Geomantie fand er eine mögliche antwort: «Das Wachsen, Werden und Vergehen braucht eine begleitende Wesenheit, oder besser gesagt eine Vielzahl Wesenheiten, welche diesen von Mutter erde initiierten Prozess unterstützen.» als Geomant versucht er, diese feinstoffliche ebene einer Landschaft oder eines Gartens zu erspüren, probiert herauszufinden, ob etwas nicht in ordnung ist und wie es, natürlich in Zusammenarbeit mit den Wesen, zu beheben wäre. «Manche Menschen denken, dass ich rotmützige Zwergli sehe, aber so einfach ist es nicht. es sind eher innere Bilder, gewisse Gefühle oder auch mal ein Duft, den ich wahrnehme», erklärt Simon Bächli. «einmal habe ich zum Beispiel ein grosses Loch unter mir gespürt. es stellte sich heraus, dass unter dem Garten einst eine Kiesgrube war.» Manchmal sei ein Garten aber auch wegen eines früheren Streits der Besitzer in Unfrieden, erläutert er weiter. Die Geomantie kenne verschiedene Mittel, solch einen «traumatisierten» ort zu harmonisieren. Kosmogramme zum Beispiel, selbst erarbeitete grafische Zeichen, welche in Sandstein gemeisselt oder mit einzelnen Steinen vor ort gelegt werden. Während dieses Prozesses werden sie gedanklich mit den gewünschten intentionen, etwa Frieden, Liebe oder Ganzheit, versehen. Wie würde denn ein harmonischer Garten aussehen, wo sich elementarwesen wohlfühlen und ungehindert ihren tätigkeiten nachgehen können? Dafür hat auch ein Geomant kein Patentrezept. «Jeder Garten ist wieder anders, er ist ein Spiegel seiner Bewohner, untrennbar mit ihnen verbunden und muss darum gemeinsam und auf die Situation angepasst gestaltet werden. Das ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen stattfinden kann.» Der Naturgärtner sah das nicht immer so. «Früher wäre ich mit einem Plan gekommen und

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Simon Bächli erspürt als Geomant und Naturgärtner die feinstofflichen ebenen von Gärten und Landschaften. er versucht, deren Wünsche und Potenziale zu erkennen und mittels gestalterischer und energetischer auseinandersetzung darin Harmonie zu schaffen.

hätte zackzackzack so rasch als möglich eins nach dem anderen erledigt. Heute schaue ich mir einen Garten zuerst in ruhe an und je nach dem, was ich dort entdecke, reagiere ich darauf. Das kann auch mal heissen, gar nichts zu machen, etwas ganz den elementarwesen zu überlassen.» Slow Garden – ein Prinzip, das also auch die Geomantie kennt. eines aber steht für ihn fest: «ein Garten, in welchem der natürlichen Umgebung angepasste, einheimische Pflanzen wachsen, da pulsiert das Leben, da wuselt es so richtig von Wesen und energien, besonders jetzt im Frühling. elementarwesen funktionieren da ähnlich wie unsere tierwelt, sie sind mehr mit den Pflanzen verbunden, die sie schon seit jeher kennen.» in seinem eigenen Garten, an einem sonnigen Hang unterhalb des Bruggerbergs gelegen, dient die Gestaltung mit einheimischen Pflanzen aber nicht nur dem Wohlbefinden der elementarwesen, sondern auch seinen zwei Kindern und unzähligen tieren: Wildbienen, Schling- und ringelnattern, Zaun- und Mauereidechsen, Fledermäusen wie dem Grossen abendsegler und natürlich zahlreichen Vogelarten. Geomantie, das heisst für Simon Bächli auch, respekt vor allen Lebewesen zu haben, ob sie nun sichtbar sind oder nicht. Für ihn ist diese Lehre eine Lebenseinstellung: «Bio, öko und nachhaltig, das war ich schon lange vorher. aber Geomantie hat mich Geduld, intuition und Vertrauen gelehrt. Das kommt mir in allen Lebenssituationen zugute.» Hie und da hält er auch Seminare und Vorträge zum thema. «es macht mich unheimlich glücklich, zu erleben, wie es zuvor skeptischen Menschen plötzlich gelingt, sich zu öffnen und in Kommunikation mit den elementarwesen zu treten», sagt Simon Bächli. «Geomantie ist wie Klavierspielen. Jeder kann es lernen. es braucht nur etwas Übung.»

Simon Bächli, Geomantie und Bioterra-Fachbetrieb Naturgarten, e-Mail: baechli@loasa.ch.

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Leserangebot: stauden-neLken in bioquaLität

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Wir bieten Leserinnen und Lesern von «Bioterra» acht Stauden-Nelken zum Bestellen an. Die Pflanzen sind von Xavier allemann, Biogärtnerei «lautrejardin» in Cormérod Fr. Bestelltalon Seite 59

Dianthus gratianopolitanus ‘Eydangeri’ Bildet dichte Matten mit stahlblauem Laub und einfachen, karminrosa Blüten von Mai bis Juni. Die Sorte ist sehr wüchsig und robust. typischer, würziger Nelkenduft. Höhe: 10 cm, Fr. 5.30

Dianthus gratianopolitanus ‘Feuerhexe’ Bildet dichte Matten, graugrünes Laub, einfache, strahlende dunkel-pinkfarbige Blüten von Mai bis Juli. Nachblüte bis September. Lieblicher Duft. Höhe: 15 cm, Fr. 5.30

Dianthus gratianopolitanus ‘Jane Austen’ Filigran gezeichnete Blüten in rosa mit Purpurrand, die recht lang gestielt über den graublauen Blattpolstern stehen. Blüht Mai bis Juli. Zarter Duft. Höhe: 25 cm, Fr. 5.30

Dianthus gratianopolitanus ‘Rotkäppchen’ Stark wachsend, polsterbildend, purpurrote, halbgefüllte Blüten von Mai bis Juli. typischer Nelkenduft. Höhe: 25 cm, Fr. 5.30

Dianthus gratianopolitanus ‘Blauigel’ Bläuliches Laub, rosafarbige, einfache Sternenblüten von Mai bis Juni. Leichter Nelkenduft. Höhe: 15 cm, Fr. 5.30

Dianthus gratianopolitanus ‘Asnelliken’ Stahlblaues Laub, hellrosafarbige, einfache Blüten von Mai bis Juni. Lieblicher Nelkenduft. Höhe: 10 cm, Fr. 5.30

Dianthus deltoides einheimische Heide-Nelke, grau-grünes Laub, purpurrote Blüten mit dunklem ring und weissen Punkten. Blüht von Juni bis September. Zarter Nelkenduft. Höhe: 10 cm, Fr. 4.30

Dianthus carthusianorum einheimische Karthäuser-Nelke, schmales, grasartiges Laub und gefransten dunkelrosa Blüten, die büschelweise auf bis zu 50 cm langen Stielen stehen. Blütezeit Juni bis august. Höhe: 50 cm, Fr. 4.30

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aus Spanien: Albet i Noya, Lignum Blanc DO, Penedès 2013 Pure Finesse, ein eleganter Weisswein aus dem Süden von Barcelona

aus Süditalien: Plantamura, Riserva DOC , Apulien 2011 Der Spitzenwein aus Süditalien von einem der gefragtesten PrimitivoProduzenten

aus Südfrankreich: La Baronne, Les Lanes AOC , Corbières 2011 Charakterwein aus Südfrankreich, vielschichtig, warm und vollmundig

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