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BIOBOOM.DE

S O M M E R 2019 | G R AT I S

DAS MAGAZIN FÜR KOPF UND BAUCH

WASSER IST LEBEN

BIO SCHÜTZT DAS WASSER ORTSTERMIN

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I N H A LT

VON UNTEN UND VON OBEN

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Deutschland ist reich, auch an Wasser. Weil wir verschwenderisch und zerstörerisch mit diesem Reichtum umgehen, könnte das lebenswichtige Element auch bei uns ­zukünftig knapper werden. Pestizid- und vor allem Nitrateinträge, ganz überwiegend aus der konventionellen Landwirtschaft, belasten das Grundwasser so sehr, dass die EU, die kaum als öko-radikal zu bezeichnen ist, Deutschland hohe Strafen androht. Von unten belasten wir sehenden Auges unser Trinkwasser, gleichzeitig wird der Nachschub von oben aufgrund des menschengemachten globalen Klimawandels unzuverlässiger. Deshalb widmen wir diese Ausgabe der (noch) ­unterschätzten Ressource Wasser.

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MELDUNGEN

Gen-Diesel / Klamotten / Verflechtungen THEMA

Wasser ist Leben Wasserreichtum ist nicht selbstverständlich

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Dauerstress wegen Nitrat

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Bio hat die Nase vorn

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ORTSTERMIN

Dr. Bernhard Wagner / Wassergut Canitz ›Wasser ist das Lebensmittel Nr. 1‹

Um das Wasser hierzulande und global zu schützen, reicht es nicht, bewusst zu konsumieren, es braucht auch politisches Handeln. Natürlich können wir beim Zähneputzen den Hahn zudrehen und kürzer duschen. Wir können vor allem am ›virtuellen Wasser‹ sparen, dem unsichtbaren Wasser, das zum Beispiel in jedem T-Shirt, jeder importierten Erdbeere steckt. Wir können beim Einkauf konsequent auf Bio setzen, denn der ökologische Landbau ist bewiesenermaßen besser für das Wasser (wie Öko-­Anbau auf dem Wassergut Canitz bei Leipzig konkret für gutes Trinkwasser sorgt und gleichzeitig die Region stärkt, lesen Sie ab Seite 12). Aber es braucht auch den Druck der Bürger/Konsumenten von unten nach oben: Für eine Wende in der Agrar­politik, die endlich die Leistungen des ökologischen Landbaus anerkennt und entsprechend gerechte Rahmenbedingungen schafft. Oder vielleicht als Anfang: Für eine Politik, die nicht geltende, europaweit verabschiedete Regelungen schlicht ignoriert. Und natürlich: für einen Umbau des Systems, in dem die Kosten von ­Umweltverschmutzung auf dem Preisetikett sichtbar sind. Denn das ist immer noch viel zu selten der Fall: Zum ­Beispiel bei Grillkohle, wie wir herausfanden, als wir recher­chierten, wie man dieses Sommervergnügen nachhaltiger gestalten kann. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und einen g­ uten Sommer! Herzlichst Ihre

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KOCHEN

Pflanzliches Soulfood Rezept: Shiitake in klebriger Soße G E W I N N E N – Kochbuch ›BOSH!‹ GUT ESSEN

Würzig / fermentiert / knusprig kräuterig / schokoladig / schnell WA R E N W I S S E N

Drauf, drunter und drumherum Nachhaltig grillen

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GUT LEBEN

Dünger / Bienenweide / Vitamincreme Rosenpflege / Bambusbürste / Nagellack U P D AT E N AT U R KO S M E T I K

(Gesichts-)Wasser, marsch! L E S E R  /  I M P R E S S U M  /  V O R S C H A U

BIO MIT MEHRWERT

Zwischen Acker und Schreibtisch

Jeanine Tovar und das Bioboom-Team

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MELDUN • ME

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ENT WICKLUNGSZIELE

Entwicklungszusammenarbeit verquickt mit Agrarkonzernen und Finanzindustrie #  Die nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) der Vereinten Nationen zu erreichen, das kostet Geld – und daran fehlt es. Helfen sollen private Investoren, entsprechend kommt es zu einer Neuausrichtung der Entwicklungszusammenarbeit. Doch diese könne möglicherweise mehr Wirkkraft entfalten, als die Entwicklungsziele selbst, warnen die Autoren Roman Herre und Jan Urhahn in einer von FIAN und INKOTA veröffentlichten aktuellen Studie. Kritisch sehen die Autoren die zunehmende Kooperation mit Agrarkonzernen. Sie habe das Ziel, die Landwirtschaft, vor allem auf dem afrikanischen Kontinent, zu marktförmigen und inputintensiven Systemen umzustrukturieren. Initiativen wie die Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika (AGRA) oder die Neue Allianz für Ernährungssicherung der G7-Staaten setzten vor allem auf den Einsatz von chemischen Düngemitteln und

Hybridsaatgut. Damit dienten sie in erster Linie den Expansionsbestrebungen großer Konzerne wie Bayer. Kleinbauern und -bäuerinnen gerieten so in immer stärkere Abhängigkeiten, auch die Umwelt leide. Intransparent seien auch die Finanz­ institutionen. Allein die DEG, Tochter der staatlichen Entwicklungsbank KfW, habe mehr als die Hälfte ihrer 7,2 Milliarden Euro Entwicklungsgelder an Finanzinstitute vergeben. Kredite und Beteiligungen der DEG an Unternehmen in Finanzoasen – darunter den Kaimaninseln oder Mauritius – hätten sich innerhalb von zehn Jahren verfünffacht. Die Studie ›Agrarkonzerne und Finanzindustrie: Die neuen Lieblinge der Entwicklungszusammenarbeit?‹ kann auf der Website von INKOTA kostenlos heruntergeladen werden.     inkota.de

PFL ANZENSPRIT

GenTech im Diesel-Tank #  Diesel-Pkw stoßen nicht nur zu viel gesundheitsschädliche Stickoxide aus. Sie fahren auch mit Gentechnik im Tank. Denn in der EU wird Diesel bis zu sieben Prozent Biodiesel aus nachwachsenden Rohstoffen beigemischt. Das soll den Ausstoß an Treibhausgasen verringern. 2017 haben die 27 EU-Staaten deshalb 10,4 Millionen Tonnen Biodiesel produziert; die wichtigsten Rohstoffe dafür waren Rapsöl, Palmöl, Altfette – und fünf Prozent Sojaöl, das zumeist aus gentechnisch veränderten Sojabohnen gewonnen wird. Hinzu kommen die 1,2 ­Mil­lionen Tonnen Biodiesel, die Argentinien seit Anfang des Jahres zollfrei in die

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EU exportieren darf. Diese Menge wird komplett aus gentechnisch verändertem Soja hergestellt. Ein Großteil davon gelangt über die Häfen in den Niederlanden und Belgien nach Deutschland. Der Anteil des Gentech-Biodiesels aus Soja wird sich in den nächsten Jahren erhöhen. Denn die EU-Kommission hat Palmöl als Biodiesel-Rohstoff als nicht nachhaltig eingestuft und will dessen Förderung als erneuerbare Energie bis 2030 stufenweise einstellen. Der Sojaanbau in den USA und Argentinien wird von der EU dagegen als nachhaltig anerkannt. Vermutlich wird deshalb Palmöl zunehmend durch Sojaöl aus Gentech-

Bohnen ersetzt. Für die Umwelt wäre dadurch nichts gewonnen, denn der Anbau von gentechnisch verändertem Soja gehe immer einher mit ­agroindustriellen Prozessen sowie mit hohem Pestizid-­ Einsatz, sagt der grüne Europaabgeordnete Martin Häusling und folgert daraus: ›Europa braucht keinen Pflanzensprit, der aus Gentech-Soja hergestellt wird‹. Doch vorerst fährt jeder Diesel mit einem Schuss Gentechnik.   L E O

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NGEN KLEIDERSPENDEN

Alte Klamotten sinnvoll & fair verwerten #  Ausmisten befreit – das gilt nicht zuletzt für den Kleiderschrank. Die ›Capsule Wardrobe‹, eine abgestimmte, aufs Wesentliche reduzierte, saisonale Garderobe hat Hochkonjunktur. Der Verzicht auf Fast Fashion tut gut. Aber auf dem Weg zur befreiten Leichtigkeit entstehen oft jede Menge Alt­kleidersäcke. Wohin damit? Klar, Altkleidercontainer stehen fast überall. Bloß was passiert mit den aussortierten Sachen, wenn sie hinter der Klappe verschwunden sind? Dienen die Textilien wirklich einem guten Zweck? Woran erkenne ich seriöse Sammler? Das Informationsportal ›altkleiderspenden.de‹ hilft weiter. Zentraler Service der Seite ist die Suchfunktion nach Abgabestellen von FairWertungsOrganisationen, komfortabel und intuitiv nach Orten, inklusive Kartenansicht der Suchergebnisse. Eine Liste

der verfügbaren Abgabemöglichkeiten in der jeweiligen Stadt ergänzt die Ansicht. Kleine Icons zeigen, ob es sich um Containersammlung, Secondhand-Shop oder Annahmestelle handelt. Die Einzelansicht der Standorte gibt genaue Auskunft über Sammler, Sammelform und gegebenenfalls die Öffnungszeiten. Wer über das Praktische hinaus mehr wissen möchte, wird hier ebenfalls fündig: Informationen zu Hintergründen und Zusammenhängen des Altkleidermarktes sind hier ebenfalls übersichtlich und gebündelt versammelt. Im Dachverband FairWertung e.V. haben sich gemeinnützige Organisationen zusammengeschlossen, die auf Transparenz und Fairness in der Altkleider­ verwertung setzen.     altkleiderspenden.de

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Foto: Markus Spiske – unsplash.com

bio s c h ü tz t da s wa s s e r .

WASSER IST LEBEN


Wasser ist neben Sauerstoff und dem Boden die vielleicht w i c h t i g s t e r e s s o u rc e überhaupt. Trotzdem gehen wir sorglos damit um. Und das gilt nicht nur für uns Verbraucher, sondern auch für Industrie und Landwirtschaft. Selbst wenn wir brav die Spartaste bei der Toiletten­spülung nutzen und beim Zähne­putzen den Hahn schließen: Es geht nicht nur um die circa 120 Liter, die jeder von uns statistisch täglich verbraucht. Wasser wird für jedes Lebensmittel und jedes ­Produkt, das wir nutzen, gebraucht. Oft wird es in den Produktions­prozessen massiv belastet – zum Beispiel in der Landwirtschaft.

WA SSERREICHTUM KEINE SELBS T V ERS TÄNDLICHKEIT

In Deutschland herrschen Zustände, von denen viele Menschen auf der Welt nur träumen können: Das Wasser aus dem Hahn fließt sauber und mit kräftigem Strahl, es kann ohne Bedenken getrunken werden. Selbst in dem so heißen wie trockenen Sommer 2018 durfte der Garten weiter gegossen, das Planschbecken für die Kinder befüllt werden. Wasser ist bei uns reichlich vorhanden, die Qualität stimmt und der Preis fürs kühle Nass ist verkraftbar. Doch ganz so paradiesisch sind die Zustände doch nicht (mehr). Die lang anhaltende Trockenheit im vergangenen Jahr machte vielen Landwirten extrem zu schaffen. In einigen Regionen Deutschlands regnete es monatelang kaum, die Ernten fielen entsprechend spärlich aus oder vertrockneten ganz. Und obwohl es im Dezember und Januar vergleichsweise viel regnete, warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD) bereits jetzt vor einem neuen Dürresommer. Denn vor allem in den tieferen Schichten ist der Boden immer noch viel trockener als erwartet. Und da durch den

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Klimawandel in Zukunft mit höheren Durchschnittstemperaturen und weniger Niederschlag zu rechnen ist, könnte das langfristig dazu führen, dass die Bauern mehr bewässern müssen – und das bei sinkenden Grundwasserspiegeln. ZU VIEL NITR AT IM G RUNDWA SSER ...

Viele Wasserversorgungsunternehmen beklagen eine zunehmende Verschmutzung des Grundwassers mit Nitrat. Schuld daran ist die intensive Düngung in der konventionellen Landwirtschaft. Nitrat wird von Pflanzen als Nährstoff gebraucht. Als konzentrierter Dünger und in Form von Gülle wird es auf die Felder ausgebracht. Wenn mehr auf dem Acker landet, als die Pflanzen brauchen, findet sich das Nitrat, das hervorragend wasserlöslich ist, irgendwann im Grundwasser wieder. Und das wird mittlerweile zu einem großen Problem: Beim letzten Nitratbericht, der vorwiegend Messdaten aus landwirtschaftlich genutzten Flächen erfasste, überschritten fast ein Drittel der Messstellen den Grenzwert von 50 Milligramm Ni-

trat pro Liter Wasser (mg/l). Betroffen waren vor allem Gegenden, in denen es viel Massentierhaltung gibt, wie die Weser-Ems-Region in Niedersachsen, aber auch Regionen mit bestimmten Sonderkulturen. Spargel oder Brokkoli, aber auch Weizen werden oft kurz vor der Ernte noch einmal gedüngt – ohne dass die Pflanzen alle Nährstoffe aufnehmen können. … HEISS T ZU VIEL NITR AT IM TRINK WA SSER

Ist das Grundwasser übermäßig mit Nitrat belastet, wird es immer schwieriger, den EU-weiten Nitrat-Grenzwert von 50 mg/l beim Trinkwasser einzuhalten. Und das ist ein Problem: Denn Grundwasser ist die wichtigste Ressource für das, was bei uns aus dem Hahn fließt. Fast 70 Prozent unseres Trinkwassers werden aus Grund- und Quellwasser (das wiederum vom Grundwasser gespeist wird) gedeckt. Lediglich der Rest stammt aus Talsperren oder Uferfiltraten. Ist das Grundwasser belastet, muss es von den Wasserversorgern aufbereitet und gereinigt werden. Denn Nitrat selbst ist zwar

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THEMA 

G EFR AGT: DIE POLITIK

Das Nitrat muss also raus aus dem Trinkwasser, zumindest in einem gewissen Maße. Der Aufwand dafür wird immer größer – und die Kosten auch. So warnte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) im vergangenen Jahr: ›Wenn sich die gängige Dünge­praxis nicht ändert, könnten erhebliche Mehrkosten auf die Verbraucher ­zukommen. Trinkwasser könnte in einigen Regionen um bis zu 62 Prozent teurer werden.‹ Das würde konkret bedeuten: Die durchschnittliche Jahresrechnung eines 3-Personen-Haushalts stiege von 217 auf 352 Euro. Martin Weyand, BDEWHauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser findet: ›Es kann nicht sein, dass die Verbraucher für die Sünden der industriellen Landwirtschaft geradestehen müssen.‹ Denn die Wasseraufbereitung kann letztlich nur Symptome behandeln, nicht die Ursachen: Um die Nitratschwemme im Grundwasser zu verhindern, ist die Politik gefragt. Doch passiert ist in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten zu ­wenig. Allerdings: In letzter Zeit ist in die Sache eine hektische, wenn auch planlose Bewegung gekommen.

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Foto: Links – Brad Helmink, rechts – Stijn te Strake (beide unsplash.com)

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Fast 70  Prozent unseres Trinkwassers werden aus Grund- und Quellwasser gedeckt.

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für den Menschen weitgehend unbedenklich – aber es kann im menschlichen Körper zu Nitrit umgewandelt werden, das wiederum im Magen mit Eiweißen reagiert, so entstehen Nitrosamine, die wiederum krebserregend sind. Und: Bei Säuglingen kann es zu einer reduzierten Sauerstoffaufnahme kommen, wenn Nitrit ins Blut gelangt.


DEUT SCHL AND UND DIE EU – S TRESS WEG EN NITR AT-RICHTLINIE

Denn bereits seit 1991 gilt die EU-NitratRichtlinie. Ihr Ziel ist es, Verunreinigungen von Grund- und Oberflächenwasser durch Nitrat zu vermeiden. Alle EU-Länder mussten Aktionsprogramme entwickeln, um Nitrateinträge zu verhindern und zu verringern. Zwei Jahre lang hatten die Mitgliedsländer Zeit, die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen. Deutschland war etwas langsam und schaffte das erst im Januar 1996 mit der Düngeverordnung, die 2012 noch einmal novelliert wurde. Doch die Maßnahmen waren nicht streng genug: Im April 2016 verklagte die Europäische Kommission Deutschland wegen der anhaltenden Verunreinigung der deutschen Gewässer durch Nitrat vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH). Als die Mühlen der Justiz im Juni 2018 fertig gemahlen hatten, wurde Deutschland zwar wegen des Verstoßes gegen die EU-Nitrat-Richtlinie verurteilt. Inzwischen aber war die Düngeverordnung 2017 abermals reformiert worden – und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner erst einmal auf der sicheren Seite. Schließlich bezog sich das Urteil des EuGH auf eine alte, in dieser Form nicht mehr existente Düngeverordnung. Schnell wurde allerdings klar, dass auch die Reform von 2017 nicht ausreicht. Eine vom BDEW in Auftrag gegebene Expertise der Universität Kiel zeigt, dass auch mit der neuen

Verordnung ›keine nennenswerte Reduzierung der Stickstoff-Überdüngung und damit von ­Nitrat-Einträgen ins Grundwasser‹ zu schaffen ist. Brüssel verlangt jetzt Nachbesserungen. Steuert Deutschland nicht um, droht die EU-Kommission mit Strafzahlungen von mehr als 800.000 Euro – täglich. Trotzdem ist ein ernsthaftes Umsteuern bislang nicht in Sicht: Mehrere Bundesländer, darunter Niedersachsen, wollen die Vorschläge von Landwirtschaftsministerin Klöckner nicht akzeptieren. Zwar hatte auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) die Grundwasser-Qualität in seinem Bundesland als ›nicht akzeptabel‹ bezeichnet. Doch die Macht der Bauern im landwirtschaftlich geprägten Nordwesten der Republik ist groß: Sie befürchten vor allem weitere Verschärfungen für das Ausbringen ihrer Gülle, die in den agrarindustriellen Massentierhaltungsanlagen vor Ort überreichlich anfällt. UMSTEUERN MIT ÖKO-L ANDBAU

›Die Tierhaltung an die Fläche zu binden, wie das in der ökologischen Landwirtschaft schon vorgeschrieben ist, wäre mehr als sinnvoll‹, fordert Peter Röhrig, Geschäftsführer des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). Dann nämlich fällt nicht mehr Gülle an, als die Felder des Landwirtes verkraften können. Doch eine solche Maßnahme wäre ein Paradigmenwechsel in der Tierhaltung, denn damit müssten die Viehbestände in einigen Problemregionen drastisch reduziert wer-

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des Umweltbundes­ amtes entspricht der Wasserfußabdruck Deutschlands einem täglichen Verbrauch von mehr als 3.900 Litern pro Einwohner.

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LEWIS FORMEL – NITR AT

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den, eine industrielle Tierhaltung wäre kaum noch möglich. ›Da traut sich gerade niemand ran.‹ Stattdessen befürchtet Röhrig, dass auch eine reformierte Düngeverordnung alle landwirtschaftlichen Betriebe über einen Kamm scheren werde Wenn nämlich Kompost und Festmist mit flüssiger Gülle und Mineraldünger gleichgesetzt würden, könnten auch Bio-Landwirte von zusätzlichen Auflagen betroffen sein. ›Wasserschützende Betriebe wie Bio-Höfe werden dann mitverantwortlich gemacht, obwohl sie ein Teil der Problemlösung sind.‹ Denn Bio-Bauern setzen keine mineralischen Kunstdünger ein, sie passen die Viehhaltung an. Dass die ökologische Landwirtschaft besser für Boden und Grundwasser ist, bestätigt auch das Thühnen-Institut, das dem Bundesministerium für Landwirtschaft wissenschaftliche Grundlagen für Entscheidungen liefern soll. In einer Auswertung von 528 Veröffentlichungen zeigte es auf, dass eine ökologische Bewirtschaftung zu fast einem Drittel weniger Stickstoffauswaschungen führt. Auch der Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide wirkt sich erwartungsgemäß positiv auf die Grund- und Oberflächenwässer aus.

BE W USS TER KONSUM: BESSER AUCH FÜRS WA SSER

Am Ende liefert die Diskussion um Nitrat und Co. einmal mehr gute Gründe, kein Fleisch aus Massentierhaltung zu kaufen und häufiger zu Bio-Produkten zu greifen. Oder manchmal auch einfach nicht zuzugreifen und auf den richtigen Zeitpunkt zu warten: Wer im zeitigen Frühjahr Erdbeeren aus Spanien oder Frühkartoffeln aus Ägypten kauft, gräbt anderen möglicherweise im wahrsten Sinne des Wortes das Wasser ab. Der Anbau von Obst und Gemüse in den sonnenverwöhnten, aber eben nicht sehr regenreichen Ländern verbraucht sehr viel Wasser, mit unschönen Folgen für die Menschen vor Ort: So werden unter Umständen illegale Brunnen gebohrt und Flüsse umgeleitet. Als erster deutscher Bio-Anbauverband hat Naturland inzwischen Anforderungen für

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Fotos: istock.de

Nach Berechnungen

Weil Bio-Anbau die Qualität des Trinkwassers zu sichern und die Kosten im Rahmen halten kann, sind einige Wasserversorgungsunternehmen dazu übergegangen, landwirtschaftlich genutzte Flächen in Wassergewinnungsgebieten zu kaufen oder zu pachten und ökologisch bewirtschaften zu lassen (mehr dazu ab S. 12). Das reduziert die Kosten für die Wasseraufbereitung, die andernfalls dem Verbraucher beziehungsweise dem Steuerzahler aufgebürdet werden.


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ni t r at selbst ist nicht gefährlich. ­Jedoch können Bakterien nit r at in nit rit ­umwandeln. nit rit ist ­giftig und an der Bildung krebserregender ­n itrosamine beteiligt. *

Der Mensch nimmt mit seiner N ­ ahrung durchschnittlich 90-130 mg/Tag auf. Der größere Teil stammt aus pflanzlichen Nahrungsmitteln. Die WHO (World Health Organisation) setzt als Grenzwert 220 mg/Tag.*

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Betriebe in Gebieten mit knappen Wasserressourcen festgelegt. Vorgeschrieben ist unter anderem das Sammeln von Regenwasser, das Nutzen sparsamer Bewässerungssysteme und das Erstellen eines Wassermanagementplans.

Ob und wie sehr wir auf Kosten anderer leben, zeigt der ›Wasserfußabdruck‹. Darunter versteht man die Wassermenge, die insgesamt von den Einwohnern eines Landes verbraucht wird. Denn zu dem Wasser, das wir täglich zum Trinken, Kochen und Waschen nutzen, kommt das unsichtbare, ›virtuelle‹ Wasser. Jede Jeans, die wir tragen, jeder Kaffee, den wir trinken, jedes Steak, das wir essen: Ohne Wasser wären sie nicht existent. Die Baumwolle wäre nicht gewachsen, der Kaffeestrauch verdorrt, das Rind hätte nicht nur nichts zu trinken, sondern auch kein Futter gehabt. Und das ›virtuelle‹ Wasser summiert sich: Nach Berechnungen des Umweltbundesamtes entspricht der Wasserfußabdruck Deutschlands einem täglichen Verbrauch von mehr als 3.900 Litern pro Einwohner. Sie erscheinen nicht auf der Wasserrechnung. Aber bezahlt werden sie dennoch, heute vielleicht irgendwo auf der Welt, sicher aber auch morgen bei uns.   BIRGIT SCHUMACHER

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I N T E RV I E W

Die Wassergut Canitz GmbH betreibt auf 800 Hektar Fläche ökologischen Landbau. Hier werden nicht nur Bioland-zertifizierte Lebensmittel erzeugt. Der landwirtschaftliche Betrieb ist ein Tochterunternehmen der L ­ eipziger Wasser­werke und seine wichtigste Mission ist der Schutz der Trinkwasser-­ Ressourcen für die boomende Großstadt Leipzig und ihr Umland. Bioboom-­ Redakteurin Jeanine Tovar traf Dr. Bernhard Wagner, ­G eschäftsführer der Wassergut Canitz GmbH und engagierter Bio-Landwirt.

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J E A N I N E T O VA R ( J T )   Den Bio-Anbau auf dem Wassergut C ­ anitz gibt es schon seit den 1990er ­Jahren, lange vor der Zeit, als man über EU-Wasser­rahmenrichtlinien oder Ähnliches sprach.

D R . B E R N H A R D WAG N E R ( B W ) Tatsächlich beschäftigt sich Leipzig schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts mit dem Thema. Damals wuchs die Bevölkerung so stark, dass das bisherige System der Trinkwasserversorgung dem nicht gewachsen war. Als Teil der Lösung wurde hier in Canitz 1907 Land gekauft und ein Wasserwerk errichtet. Damals ging es natürlich mehr um hygienische Probleme, weniger um Nitrat und PSM-Rückstände. Aber bereits damals erkannte man: Um die Qualität des Wassers im Griff zu haben, muss man die Landwirtschaft steuern. J T   Wie ging es weiter?

B W   Na ja, in den 1970er Jahren, mit dem verstärkten Einsatz synthetischer Düngemittel, stiegen dann auch bei uns, wie in so vielen Regionen in Deutschland, die Nitratgehalte im Grundwasser kontinuierlich an. Da hat man sich dann an diese ursprüngliche Ausrichtung erinnert und gesagt, wir brauchen hier den ökologischen Landbau. 1990 wurden die Flächen auf Bio umgestellt.

Foto: Bertram Bölkow für Wassergut Canitz GmbH

J T   Also ziemlich direkt nach der Wende war schon der Impuls da, wir müssen jetzt Bio machen?

B W   Als Tochter der Leipziger Wasserwerke ist es unser erklärter Unternehmenszweck, eine saubere Grundwasserneubildung sicherzustellen. Insgesamt wird eine landwirtschaftliche Nutzfläche von weit über 9.000 Hektar in unseren beiden Wasserschutzgebieten durch uns und eine Reihe weiterer Landwirte bewirtschaftet. Nur auf neun Prozent davon wird Öko-Landbau betrieben, auch wenn für die anderen Flächen ebenfalls strengere Richtlinien gelten. Das Spannende ist: Wir haben in den letzten 27 Jahren gesehen, dass diese wenigen Prozent allein schon dazu beitragen, Nitrat- und vor allem auch Pflanzenschutzmitteleinträge zu reduzie-

ren. Mit dem Öko-Landbau haben wir ein ganz einfaches und effektives System, um Trinkwasserressourcen zu schützen. J T   Die durch Nitrat- und Pflanzenschutzmitteleintrag ins Grundwasser verursachten Kosten und Probleme werden ja nicht von den Verursachern, der konventionellen Landwirtschaft, übernommen. Sie landen bei den Trinkwasserversorgern, Sie müssen das Wasser aufbereiten und bezahlen tut es der Verbraucher oder Steuerzahler, also wir alle.

B W   Es gibt mittlerweile Studien, die nahelegen, dass ein konventionelles Lebensmittel mit eingepreisten Folgekosten im Umweltbereich letztlich teurer ist als ein Bio-Produkt. Das politisch zu kommentieren, liegt mir fern. Fakt ist, Landwirte müssen so wirtschaften, dass sie Geld verdienen. Ich finde das völlig in Ordnung, ich bin selbst Landwirt. Die Frage ist, wie stellen wir die politischen und gesellschaftlichen Weichen so, dass regionale, nachhaltige, umweltbewusste, ökologische, transportarme Landwirtschaft sinnvoll gestaltet wird und auch betriebswirtschaftlich funktioniert. Übrigens wünsche ich mir grundsätzlich mehr Wertschätzung für Landwirte. Ich kenne viele Berufskollegen, die es leid sind, ständig von genau der Gesellschaft attackiert zu werden, die in Summe mehrheitlich billige konventionelle Lebensmittel aktiv nachfragen und konsumiert.

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J T   Also ein gutes Wort für die konventionelle Landwirtschaft?

B W   Der konventionelle Landwirt hat rechtliche Rahmenbedingungen, in denen bewegt er sich, und wenn er das tut, macht er erstmal nichts falsch. Es ist aber in einigen Bereichen nicht genug, um die Ressourcen, die wir im Augenblick negativ beeinflussen, zu schützen. Das ist tatsächlich ein gesellschaftspolitisches Problem. J T   Wir brauchen also doch mehr Öko-­ Landbau?

B W   Ich sehe den Öko-Landbau als sinnvolles Instrument für den Trinkwasserschutz in Deutschland. Und damit steht

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›Unsere Generation muss ­liefern und die ­gesamten Strukturen sinnvoll ­umbauen. Und da sehe ich noch nicht, dass es wirklich vorangeht.‹

diese Aussage auch nicht im Widerspruch zu dem, was im aktuellen Koalitionsvertrag steht: 20 Prozent Öko-Landbau. Davon sind wir noch weit entfernt. Das Thünen-Institut hat eine aktuelle Studie vorgelegt, in der wir auch erwähnt werden. Darin steht unter anderem, dass der Ökolandbau nicht in allen Bereichen die Nase vorne hat, aber doch in vielen – zum Beispiel im Wasser- und Klimaschutz. Wie viele Studien brauchen wir denn noch?

Die ­wollen, dass es anders läuft, wollen Veränderung. Unsere Generation muss liefern und die gesamten Strukturen sinnvoll umbauen. Und da sehe ich noch nicht, dass es wirklich vorangeht.

J T   Wie ist denn so die Wasserqualität in Leipzig?

B W   In der Tat. Und zwar müssen wir

B W   Wir sind mit unserem Lebensmittel Nr. 1 hier sehr zufrieden. Es ist ein sehr gut schmeckendes Wasser. Und vor allem sind wir unter einem Grenzwert von 25 mg/l Nitrat. Wir wissen aber auch, dass wir unsere Anbausysteme angesichts der Klimaveränderung, der immer trockeneren Sommer, werden anpassen müssen. Wir müssen dafür sorgen, dass von den wenigen Niederschlagsmengen auch genügend versickert, damit sich genügend Grundwasser neu bilden kann. J T   Darüber muss der durchschnittliche Landwirt nicht nachdenken. B W   Ja, das ist richtig, aber gerade wenn wir an die Wasserrahmenrichtlinie denken, müssen wir flächendeckend Antworten liefern. Deutschland ist in vielen Gebieten weit weg davon, die NitratGrenzwerte einzuhalten. Was ich allerdings nicht möchte, ist zwischen konventionell und Bio zu polarisieren. Wir müssen wirklich genau gucken, was tut uns gut, was tut den Ressourcen gut, was tut den Böden gut und was nicht. Ich führe hier oft Gruppen von Kindern und Jugendlichen durch den Betrieb.­

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J T   Veränderung ist immer ganz, ganz schwierig. Und da gibt es ja noch ein weiteres Spannungsfeld, das zwischen Geld und Werten. Sie sind eine GmbH, keine gGmbH, das heißt, sie müssen gewinnbringend arbeiten.

nachgewiesenermaßen den Trinkwasser­ schutz sicher stellen. J T   Wird das auch irgendwie beziffert? B W   Ja, unser Anbausystem wird jedes Jahr sehr umfassend bewertet, und zwar extern, wie wir die Stickstoffüberschüsse unter einer gewissen Grenze halten. Denn selbst im Öko-Landbau könnte, wenn man es nicht ganz perfekt macht, auch mal Nitrat in erhöhten Konzentrationen ins Grundwasser gelangen. Das ist eine Managementfrage. Wir schaffen es auch in einem Extremjahr wie 2018, diese Grenzen einzuhalten. Das ist gar nicht so ganz einfach.

J T   Die zweite Säule ist die Vermarktung der Produkte? B W  Ja, die hochwertigen, regionalen L­ ebensmittel, die wir hier erzeugen, werden sowohl über den Handel als auch ­direkt vermarktet. J T   Und sie sind Bioland-zertifiziert, nicht ›nur‹ EU-Bio, warum? B W   Weil Bioland in einigen Bereichen noch mal strengere Standards hat. Ein Beispiel: Die zulässige Gesamtstickstoffmenge, die ich einsetzen darf, ist bei EUBio höher als bei Bioland. Und bei uns geht es ja nun gerade um den Wasserschutz, das passt einfach zu unserer Philosophie. J T   So kombinieren sie quasi den Wasserschutz und haben gleichzeitig einen Vermarktungsvorteil für die Produkte?

BW  Genau. Und was ich auch noch erwähnen möchte: Wir zahlen Tariflohn, haben folglich einen eigenen Tarifvertrag, durchlaufen insgesamt sieben verschiedene Zertifizierungen jedes Jahr im Bereich Öko, Sozial, Nachhaltigkeit, Energiemanagement etc. Wir sind in ­einem ständigen Verbesserungsprozess, ökologisch, sozial und ökonomisch.

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J T   Gab es nicht in der Vergangenheit auch einmal eine Debatte, ob das Wassergut ­Canitz privatisiert werden sollte? Was hat das abgewendet? B W   Das ausführlich zu erklären würde,

Foto: Bertram Bölkow für Wassergut Canitz GmbH

glaube ich, den Rahmen sprengen. Ich glaube, die Einsicht, dass vorbeugender, wasserschutzgerechter, ökologischer Landbau nicht nur der Umwelt dient, sondern auch eine teure Trinkwasseraufbereitung überflüssig macht. Mittler­ weile werden wir deutschlandweit angefragt, wie unser System funktioniert, wie wir das machen, ob wir helfen k­ önnen. J T   Ja, das Wassergut Canitz ist ein Leuchtturmprojekt. Gibt es Betriebe, die genauso arbeiten? B W   Die Stadtwerke München machen es ähnlich, sowohl über eigene Flächen als auch über Kooperationen. Dort ist es etwas einfacher, weil sie viel mehr Niederschläge haben.

J T   Das Wassergut Canitz ist Partner im Projekt WERTvoll, das im Herbst gestartet ist. Was wird dort konkret gemacht?

J T   Zum Schluss: Schätzen wir die natür­ liche Ressource Trinkwasser so, wie wir das sollten?

B W   Also, im Kern geht es darum, dass wir, also die Stadt Leipzig, die Stadt Wurzen sowie die Gemeinden Bennewitz, Thallwitz und Lossatal, in den kommenden fünf Jahren eine kooperative und sich positiv verstärkende Landnutzungsstrategie für die Region erarbeiten, bei der Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie jede Bürgerin und jeder Bürger einen Beitrag zu einer nachhaltigen Region im Alltag leisten kann. Dabei wollen wir im Grunde genau das zusammenbringen, worüber wir gerade gesprochen haben: Den Bio-Anbau ausweiten, den Trinkwasserschutz weiter nachhaltig voranbringen zusätzliche so genannte Öko-Systemleistungen erweitern, also zum Beispiel Biodiversität fördern. Und nicht zuletzt: Wir wollen hochwertige, regionale Lebensmittel für Leipzig und die Region erzeugen, für die wir eine eigene Marke entwickeln wollen. Dafür haben wir fünf Jahre Zeit und werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

B W   Allein die Verwüstungseffekte auf der Welt, die Tatsache, dass in Ländern sehr alte Wasserressourcen, die schon lange nicht mehr aufgefüllt werden, zur Beregnung verwendet werden, das müsste uns eigentlich dazu antreiben, dass wir hier in den gemäßigten Breiten alles dafür tun, die Trinkwasserressourcen zu erhalten, nicht nur mengenmäßig, sondern auch qualitativ, und das nicht nur, weil das Damoklesschwert der EU wegen der Nicht-Einhaltung der Nitratrichtlinie über uns schwebt. Das hat nichts mit Ideologie zu tun, sondern mit Vernunft. Wasser ist das Lebensmittel Nr. 1. Ich möchte mir nicht ausmalen müssen, wie es wäre, morgens den Wasserhahn aufzudrehen und das Wasser nicht mehr trinken zu können. J T   Vielen Dank für dieses Gespräch!

EINMAL GEMÜSE OHNE ALLES. Weniger schmeckt mehr. Das gilt vor allem für Gemüse. Deswegen lassen wir bei unserem Tiefkühl-Gemüse auch alles weg, was in der Erde nichts zu suchen hat. Synthetische Dünger zum Beispiel oder chemische Pestizide. Mutter Natur sorgt von ganz alleine dafür, dass eine Rote Bete danach schmeckt, wonach sie schmecken sollte: nach Roter Bete. Probier´s mal. Und wenn du ganz genau wissen willst, wo dein Gemüse gewachsen ist: einfach Tracking-Code auf unserer Website eingeben.

EDITORIAL 

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LEBENDIGES WASSER Lebendiges … was? Nein, dieser Begriff steht in keinem Lexikon, aber: ›Jeder, der schon einmal Wasser direkt aus einer sprudelnden Bergquelle getrunken hat, weiß, wie ›lebendig‹ schmeckt und sich anfühlt‹, sagt St. Leonhards-Geschäfts­führer Martin Abfalter. Im Familienunternehmen der Wasser-­ Pioniere versteht man darunter ein ­natürliches, reines Tiefenwasser, das als reife, so genannte artesische Quelle aus eigener Kraft zutage tritt. Die Lebendigkeit entstehe, indem das ­Wasser unterschiedliche Erd- und Gesteinsschichten durchlaufe, sich dabei reinige, verwirbelt werde. Dabei nimmt es neben Mineralien und Spurenelementen auch energetische Informationen auf, ist ­Familie Abfalter überzeugt. Dieser Prozess spiegele sich auch in der fein-­kristallinen Struktur der Wassermoleküle, die man mikro­skopisch analysieren und abbilden könne, erläutert der Wasser-­Experte. Damit die Quali­tät aus der Quelle auch im Wasserglas daheim ankommt, ist allerdings eine besonders sorgfältige und schonende Abfüllung wichtig. So soll das Wasser möglichst keinem Druck ausgesetzt werden, was zum Beispiel beim Hochpumpen beziehungsweise ­Führen durch lange Rohrleitungen geschehen würde. Plastikflaschen sind bei­ St. ­Leonhards ein absolutes No-Go.

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Die eigens entwickelte Leichtglas-Pfandflasche ist geschmacks- und geruchsneutral und gibt keine schädlichen Stoffe ab. Da lebendige Wässer über eine hohe Energie verfügten, seien sie auch ohne Konservierungsmittel sehr lange haltbar, sagt Martin Abfalter. Und überhaupt: ­Guter Geschmack, überzeugende Analyse­werte, umweltfreundliche Herstellung, die strengen Anforderungen, die schon allein der deutsche Gesetzgeber an Mineralwässer hat – all das ist bei den St. Leonhards Quellen und der Familie Abfalter eher eine Selbstverständlichkeit: Ihre Qualitätsmaßstäbe für lebendiges Wasser sind andere, strengere. Deshalb werden alle St. Leonhards-Wässer zusätzlich zu den vorgeschriebenen Laboruntersuchungen auch biophysikalisch mittels Bio­resonanz auf ihren individuellen feinstoff­lichen Informations­ gehalt hin analysiert. Wissenschaftlich sind diese Methoden nicht anerkannt, in der Naturheilkunde und Komplementärmedizin werden sie dennoch vielfach eingesetzt.


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WASSER-GESCHICHTE ( N ) Zu dieser Philosophie passt die ­ eschichte dieses besonderen Wassers G ­perfekt: 1734 soll der heilige Leonhard ­einem kranken Mann im Schlaf erschienen sein und ihm die Quelle beschrieben haben. Er fand sie, trank daraus und wurde von seinen Leiden geheilt. Das wiederum sprach sich herum – die Quelle und eine dazu erbaute K ­ apelle in Bad Leonhardspfunzen wurden zum Wallfahrtsort. Bei Knochenbrüchen, ­Gelenkbeschwerden und Augenleiden

soll das Wasser Heilung gebracht haben. 1996 erwarb Johann Abfalter das Grundstück mit der Quelle auf Anraten eines heil­kundigen Nachbarn, der dem Rückenund Gelenkschmerzgeplagten Käufer empfahl, nur noch dieses W ­ asser zu trinken. Und tatsächlich: Es funktionierte. Auch wenn ein wissenschaft­licher Zusammenhang zwischen Wasser und Genesung natürlich nicht zu beweisen ist: Familie Abfalter war und ist von der positiven Kraft überzeugt – schnell wurde­

St. ­ Leonhards eine feste Größe im ­Getränkeregal des Bio-Handels. Heute gibt es von St. Leonhards neun Wasser­ sorten aus sechs verschiedenen Q ­ uellen. Neben der St. Leonhards- und der St. ­Georgsquelle gibt es die Licht-, die Sonnen- und die Mondquelle. Letz­ tere soll besonders auf den Einfluss des Mondstandes reagieren, weshalb das Wasser auch in einer ›Vollmond­ abfüllung‹ genossen werden kann.

SENSORIK-TEST: DAS RICHTIGE WASSER FINDEN

Foto: St. Leonhards Quellen

›Lebendiges Wasser nimmt energetische Informationen auf.‹ Und welches trinken wir nun? ›Beim Wasser vertrauen Menschen oft lieber auf »Trinkempfehlungen« als auf ihr eigenes Geschmacksempfinden‹, bedauert Martin Abfalter von den St. Leonhards ­Quellen. ›Dabei ist der Körper das sensibelste ­aller Messinstrumente.‹ Er ist überzeugt, dass jeder Mensch instinktiv spürt, welches stille Wasser ihm gerade jetzt gut tut. Bei S­t. Leonhards hat man deshalb den ›Sensorik-Test‹ ent­ wickelt: Eine Wasser­verkostung mit verschie-

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denen stillen Wässern. Diese werden bei Raumtemperatur schluckweise mit Ruhe und Konzentration probiert und wie ein guter Wein im Mund hin und herbewegt (dass man vorher nicht gerade Kaugummi, Kaffee oder scharf gewürztes Essen genossen haben sollte, versteht sich von selbst). ›Wir erleben immer wieder, dass fast jeder Mensch, auch Skeptiker, deutliche Unterschiede wahrnehmen können‹, berichtet Martin Abfalter. Das ›richtige‹ Wasser sollte

weich schmecken, ohne störenden Nach- oder Beigeschmack. Es sollte sich leicht trinken und wie von selbst die Kehle hinunterlaufen. So falle es nämlich viel leichter, wirklich genug zu trinken und den Körper beim Gesundbleiben zu unterstützen. Übrigens: Die Vorliebe für ein Wasser kann sich im Verlaufe der Zeit ändern, deshalb ist es sinnvoll, den Test immer mal wieder zu wiederholen.     st-leonhards-quellen.de/sensorik-test


»Die Zubereitung geht einfach & schnell, und das ­ Ergebnis macht wirklich was her. Mit frisch gekochtem Reis & Essstäbchen servieren.«

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in dicke Scheiben schneiden und in eine Schüssel geben. 2 Esslöffel Maisstärke darüberstreuen und alles mit den Händen vermengen, sodass die Pilz-Scheiben gut mit Stärke umhüllt sind. Erdnussöl im Wok oder in der Pfanne stark erhitzen, Shiitake zugeben und vier bis sechs Minuten braten, bis sie innen gar und außen leicht knusprig sind. In eine Schüssel füllen und beiseite stellen. 2  Knoblauch

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Bioboom Sommer 2019

und Ingwer schälen (dazu die Haut mit einem Löffel abschaben) und beides fein hacken. 1­ Esslöffel Maisstärke in einer kleinen Schüssel mit ½ Esslöffel Wasser verrühren. Den Wok mit Küchen­papier auswischen, bei niedriger Hitze erwärmen, Sesamöl hineingeben.

Knoblauch und Ingwer zufügen und circa eine Minute lang im Öl braten, bis es zu duften beginnt. Zucker darüberstreuen und circa zwei Minuten rühren, bis die Masse karamellisiert. Die Hitze etwas erhöhen und das Stärkegemisch, die Sojasoße und den Reisessig hinzugeben, dann die Soße eine weitere Minute unter Rühren leicht eindicken lassen. SrirachaSoße unterrühren. Pilze zurück in die Pfanne geben, alles ein bis zwei Minuten unter Rühren gut mischen und ordentlich durchziehen lassen. 3  Frühlingszwiebel

in dünne Ringe schneiden. Den Reis eventuell noch einmal erhitzen. Die Pilze mit Frühlingszwiebelringen und Sesam bestreuen und mit heißem Basmatireis und Essstäbchen servieren.

* D er Rechtsweg ist ausgeschlossen, Umtausch oder Barauszahlung der Gewinne nicht m ­ öglich. ­Ebenfalls ausgeschlossen ist die Teilnahme über Dritte, die die Teilnahme an Gewinn­ spielen g­ ewerblich vermitteln. Die Adressen werden ausschließlich für die Abwicklung des Gewinnspiels genutzt.

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K UR ZCHECK + vegan + unterhaltsam + Länderküchen

Es ist ja nicht so, dass es an Vegan-Kochbüchern auf dem Markt mangeln würde. Deshalb muss sich natürlich jede Neuerscheinung die Frage gefallen lassen: Braucht es das wirklich noch? Im Falle Bosh! lautet die Antwort für uns eindeutig: Ja! Und das, obwohl das schicke dicke Buch auf den ersten Blick erst mal alle Standard-Klischees des veganen Hipster-Kochbuchs abarbeitet: Zwei hippe junge Briten, die seit ihrer Schulzeit beste Freunde sind und einen erfolgreichen YouTubeChannel mit veganen Rezepten betreiben.

Rezept aus: ›Bosh! Einfach aufregend vegan‹, Copyright: © EMF/Lizzie Mayson

Dazu gehören auch die ›hey, Kumpel‹-Texte, die die Rezepte umrahmen: Da wird man, natürlich ›in aller Bescheidenheit‹, ›echt umgehauen‹, die Autoren ›fühlen sich fantastisch‹ und haben es sich ›zur Mission gemacht, anderen Menschen (…) zu zeigen, wie man köstliche Mahlzeiten nur aus pflanzlichen Produkten zubereitet‹. Sorry, Jungs. Wir finden soviel Enthusiasmus und Begeisterung von sich selbst auf die Dauer ein ­bisschen anstrengend. Allerdings: Beim Kochbuch kommt es auf die Rezepte an. Und die finden wir richtig gut: Herzhaft, gut gewürzt, Soulfood, Futter für Bauch und Seele eben. Egal, ob es um das Thema ›Schnell was essen‹ geht, aus dem wir auf dieser Seite eine Kostprobe haben, oder um das ›Kochen in Restaurant­qualität‹, zum Beispiel TexMex, indisch oder chinesisch: Die Zutaten spannend kombiniert, die Zubereitung gut beschrieben. Ob Thai-Buffet, Sonntagsessen oder Frühstücks-Smoothie, die Spannbreite der Gerichte ist enorm. Nix für Menschen, die noch nie im Leben in der Küche gestanden oder ein Schneidmesser in der Hand gehabt haben, für alle anderen machbar. Auf www.bosh.tv kann man Henry und Ian beim Kochen ­zugucken. HENRY FIRTH & IAN THEASBY  ›Bosh! Einfach aufregend vegan‹,

288 Seiten, gebunden, EMF Verlag, 22 € (D)

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HEISSES SIXPACK

SOMMERFREUDE

1 Was gehört zum Grillen? Glühende Kohle, Bio-Grillgut, gute

2 Weniger Zucker, mehr Regionalität: Im neuen Krunchy Joy

Gesellschaft, kühle Drinks – und natürlich die richtige Würze. Und weil wir ja nicht nur einmal in der Saison grillen, bitte gleich inklusive Abwechslung. Das Sonnentor-Grillgewürz-­ Sixpack ist genau die richtige Basis-Ausstattung für einen genussvollen Sommer: Mit Fish & Chicks, Steak That, Smokey Paprika, Smokey Salt, Holy Veggie und Rub me tender sind wir für alle Geschmäcker und Befindlichkeiten von rustikal bis zart bestens gerüstet. Ob als Rub, in einer kräftigen Marinade oder fein aufgestreut: Die aromatischen Bio-Mischungen geben nicht nur Fleisch, Fisch und Geflügel den richtigen Kick, sondern ebenso Gemüse, Tofu und Co. Tipp: Kreativer Umgang ist nicht nur möglich, sondern erwünscht – wie wäre es zum Beispiel   mal mit einer ›Steak That‹-Aubergine?     sonnentor.com

Mohn-Erdbeere-­Zitrone hat Bio-Pionier Barnhouse den Duft und den Geschmack des Sommers eingefangen. ­Herzhafter ­Hafer von den Feldern der Barnhouse Partner-Landwirte, fein-nussiger Mohn aus einem Bio-Diversitätsprojekt in der Oberpfalz, dazu Erdbeerscheibchen und der fruchtig-frische Akzent von Bio-Zitronen addieren sich zu einem sommersonnigen Frühstücksgenuss. Richtig gut: in der knusprigen Köstlichkeit stecken nur 12 Gramm Zucker pro 100 Gramm (und der stammt aus deutschen Bio-Zuckerrüben). Außerdem ist   das Krunchy frei von Palmfett und vegan.     barnhouse.de

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3 EXPEDITION IN DIE KARIBIK

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Mit ›Caribean Gold‹ setzt iChoc, Vorreiter der veganen ­ io-Schokolade, die Erfolgsreihe ›Expedition‹ fort. Reiseziel: B Maximale Ursprünglichkeit, diesmal mit Südsee-Flair. Die feine weiße Schokolade aus zart schmelzender Kakaobutter und gemahlenen Mandeln kommt ganz ohne Milchalternativen wie Reisdrink aus. Ihre attraktive goldene Färbung verdankt sie dem hochwertigen Kokosblütenzucker, der gleichzeitig Süße und eine feine Karamellnote verleiht. Wie alle iChoc-Schokos ist auch ›die Neue‹ vegan, 100  Prozent Bio und palmölfrei. Verpackt sind die handlichen Täfelchen in Papier und kompostierbare Folie. iChoc Expedition ist damit eine gute Wahl, nicht nur für vegan Lebende, sondern für alle, die sich bewusst ernäh  ren und gerade bei Süßem anspruchsvoll sind.     ichoc.de

G U T E S S E N   Bioboom Sommer 2019

KRÄUTERSALZ MIT GESCHICHTE

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Das Kräutersalz mediterran von Heuschrecke ist seit über 30 Jahren ein Klassiker des Bio-Sortiments. Die Rezeptur ist zeitlos gut und vor allem hochwertig: Atlantik-Meersalz, vermischt mit 20 Prozent kraftvollen mediterranen Gewürzen, darunter ordentlich Knoblauch. Die meisten herkömmlichen Kräutersalze ­begnügen sich mit den gesetzlich vorgeschriebenen 15 Prozent Kräuteranteil und setzen dabei noch auf eher preiswerte Bestandteile wie Lauch, Sellerie und Karotte. Das Originalrezept dieses charaktervollen Salzes verdankt Heuschrecke-Gründer Heinz Dieter Gasper einem Kölner Kräuterkundigen, bei dem er lernen durfte. Bis heute wird es nach diesem Rezept in bester Bio-Qualität hergestellt – und schmeckt unverändert großartig.     heuschrecke.com

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KEIN KÄSE

Wenn der Tag lang war und der Hunger groß ist, dann ist es doch manchmal ganz schön, wenn es schnell geht mit dem Essen. Und trotzdem gut schmeckt. Ein Klassiker des schnellen Alltags­essens ist die TK-Pizza – am liebsten natürlich in Bio-Qualität. Und was die Bio-Pizzabäcker heutzutage so in die Truhen packen, das kann sich sehen beziehungsweise schmecken lassen: Also, adieu, ­trockene Discounterpizza, dünn belegt mit billigen Zutaten, willkommen Pizza Verdura mit knusprigem Bio-Dinkelboden mit s­aftigem Grillgemüse. Die vegane Spezialität aus dem Followpizza-Sortiment wird in einem norditalienischen Familienbetrieb im holzbefeuerten Steinofen gebacken. Und wer neugierig ist, darf sich anhand des Tracking-Codes auf der Seite im Internet gezielt über   die Herkunft der Zutaten informieren.      followfood.de

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GEBACKEN KRIEGEN

Auf der Suche nach einer Alternative zum klassischen Grillkäse Halloumi? Wir hätten da eine Idee: Der leckere und ausgesprochen grillbare ›VegiBelle‹ von der Tofumanufaktur Nagel wird in handwerklicher Tradition mit besten Zutaten aus der ökologischen Landwirtschaft zu feinem fermentierten Tofu verarbeitet. Durch die schonende Reifung erhält er seinen aromatischen Geschmack. Trotz seiner ›Käseartigkeit‹ ist ›VegiBelle‹ konsequent pflanzlich: Er reift mit veganen Starterkulturen, die auf einem pflanzlichen Nährboden statt auf Kuhmilch gezüchtet werden. Die Tofu-Spezialität gibt es in den drei Sorten: Natur, Toskana und Provence. Und falls das Wetter mal nicht mitspielen sollte: Die drei Veggie-Hübschen eignen sich   auch bestens zum Braten oder Überbacken.     tofunagel.de

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DRAUF d n u DRUNTER DRUMHERUM Nachhaltigkeit auf dem Grill

WA R E N W I S S E N  

Bioboom Sommer 2019

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In Gärten, auf Balkonen und Terrassen. In Kleingartenkolonien und Parks, an Seeufern und sogar auf ­Parkplätzen: Wir sind eine Nation von Grill-Fans. Rund 95,8 Prozent der Deutschen grillen gerne, teilt das Portal statista.de wenig überraschend mit. Deckungsgleich mit der subjektiven Wahrnehmung in diesem Frühsommer sind auch weitere Ergebnisse des Statistikportals: Das beliebteste Grillgut sind unangetastet Fleisch und Wurst, gegrillt wird am liebsten ganz klassisch mit Holzkohle. Immerhin: Das Klischee, dass die Männer am Grill stehen und die Frauen die Beilagen zubereiten, scheint nicht (mehr) zu stimmen: Ihm stimmten nur 35 Prozent der Befragten zu. Fest steht: Grillen ist in der wärmeren Jahreshälfte (ja, wir wissen, es gibt auch Hardcore-Weihnachtsgriller) so etwas wie ein gesamtgesellschaftliches Phänomen. Grund genug, zu schauen, ob und wie das auch nachhaltig(er) geht.

WA R E N W I S S E N  

bioboom.de

DRAUF — FLEISCH UND PFL ANZE Egal, wie kompetent die Grillmeisterinnen oder -meister sind, oder wie edel das Modell: Billigfleisch auf dem Rost ist kein Genuss für Mensch und Umwelt. Also, lieber weniger und Bio. Immer häufiger scharen sich Vegetarier und Veganer um den Grill. Das ist nicht nur nachhaltig, sondern eröffnet allen Beteiligten neue kulinarische Möglichkeiten – ob Käse, Fleischalternative aus Soja oder Lupine, Gemüse oder sogar Obst: Es gibt kaum etwas, das sich nicht grillen ließe – in Ihrem Bio-Laden gibt’s reichlich Inspiration, ebenso wie Ketchup, Bier, Grillsoße und alles, was man sonst noch so für ein Grillgelage benötigt – eigentlich klar, deshalb machen wir es kurz mit dem ›drauf‹. DRUNTER — ›ILLEGALE WALDZERSTÖRUNG IM SACK‹ Ein paar mehr Worte möchten wir zum Thema ›drunter‹ verlieren: 250.000 Tonnen Grillkohle werden jährlich in Deutschland verbraucht, wie der World Wildlife Fund (WWF) in seiner 2018 veröffentlichten Marktanalyse Grillkohle feststellt. Nur ungefähr 40.000 Tonnen dieser Menge werden in Deutschland hergestellt, der Rest wird importiert: Und zwar aus Ländern wie Paraguay, Nigeria, der Ukraine und Polen (das wiederum unter anderem aus der Ukraine und Nigeria importiert). Das alles sind Länder, die nach Recherchen des WWF von hohen Entwaldungsraten, illegalem Waldeinschlag und Raubbau an den Wäldern geprägt sind. In den vom WWF untersuchten Grillkohlen fand sich unter anderem Tropenholz.

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Aus Liebe zum Produkt

Himmlisch gut Eiscreme & Sorbets

Seit nunmehr 80 Jahren steht die Eiskonditorei Rachelli für himmlischen Eisgenuss nach bester italienischer Tradition. Sie ist die älteste Bio-EisMarke im Naturkosthandel. Glückliche, gehörnte Kühe geben die frische Vollmilch, Heumilch und Sahne für unsere köstliche Eiscreme. Für vegane Eisliebhaber gibt es die fruchtig frischen Sorbets. Probieren Sie das unwiderstehlich nussige Pistazien- und das neue, fruchtig cremige Erdbeer-Sahne-Eis. Erhältlich in Ihrem Bio-Markt.

Selbst Engel können nicht widerstehen

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›Die nichtsahnenden Kunden in Deutschland kaufen quasi die illegale Waldzerstörung in 3 kgPortionen für 1,99 EUR im Sack‹

Um den Import von illegal geschlagenem Holz nach Europa einzudämmen, hat die EU zwar eine Handelsverordnung erlassen. Das Problem: Diese Verordnung gilt nicht für Holzkohle. Das bedeutet, dass importierte Holzkohle in Europa nur um- oder abgefüllt werden muss, um als ›euro­päisch‹ durchzugehen. Transparenz und Kontrolle: Fehlanzeige. Auf vielen Verpackungen in LEH und Discounter finden sich keine oder nur äußerst vage Angaben zur Herkunft des Holzes. ›Die nichtsahnenden Kunden in Deutschland kaufen quasi die illegale Waldzerstörung in 3 kg-Portionen für 1,99 EUR im Sack‹, fassen die Autoren der Analyse beißend zusammen. ES GEHT AUCH ANDERS Das FSC- oder PEFC-Siegel auf dem Sack sowie eine klare Herkunftsangabe bieten wenigstens eine gewisse Gewähr beim Einkauf. Naturland-zertifiziert ist die Grillkohle von Nero: Nero verarbeitet Holz, das im ebenfalls Naturland-zertifizierten Saarbrücker Stadtwald anfällt und für die Möbelproduktion ungeeignet ist. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) empfiehlt die Grill-Briketts OlioBric, die aus den Kernen, Schalen und Fruchtfleischresten, die bei der Oliven-Verarbeitung entstehen, hergestellt werden. Da sie weniger Rauch und Funkenflug entwickeln, sollen sie sich besonders gut für das Grillen auf Terrasse und Balkon eignen, so der NABU. Weitere Alternativen zur herkömmlichen Holzkohle sind Rebholz (Rebenglut), auch mit Feuermaterial aus Mais (zum Beispiel Maister) oder Kokosnuss (zum Beispiel KoKoKo) lässt sich der Grill beheizen. Bis der deutsche Grillkohle-Markt nachhaltig ausgerichtet ist, wird es angesichts der gewaltigen Mengen, über die wir hier reden, vermutlich noch dauern – da wird es mehr als den Saarbrücker Stadtwald brauchen. Aber irgendjemand muss ja schließlich mal anfangen mit der Nachfrage, oder?

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Bioboom Sommer 2019

Wenn’s mal feucht ist oder irgendwie nicht funktioniert, sind Grillanzünder hilfreich. Leider beruht ihre brandbeschleunigende Wirkung oft auf Kerosin, Petroleum oder Paraffin – wenig nachhaltig und auch nicht lecker. Nachhaltige Alternativen aus Stroh oder Zellulose erledigen den Job auch und sind immer öfter sogar im Bio-Markt zu haben.

Wenn Bio-Plastik ­ver­rottet, wird kein wertvoller Humus daraus. Bestenfalls zerfallen die Kunststoffe wieder in CO2 und Wasser. DRUMHERUM — WENIGER WEGWERFEN Einweggrills sind genauso ­nachhaltig wie der Name schon sagt: Sie w ­ erden quasi für den Mülleimer hergestellt. Wenn es wenigstens funktionieren würde … tut es aber nicht wirklich. Die Grill-Community ist sich einig: Der zu geringe Abstand zwischen Grillgut und Kohle führt zum unbeliebten Effekt ›außen verbrannt, innen noch roh› und das schmeckt nicht, da sind sich Fleischesser und Veganer ausnahmsweise einig. Hinzu kommt, dass die Kohle oft mit Chemikalien, beziehungsweise einem integrierten Grillanzünder versehen ist – die dann direkt ins Gegrillte übergehen. Dass das billige Stück aus eigentlich kostbarem und mit hoher Umweltbelastung hergestelltem Aluminium besteht, kommt erschwerend hinzu. Ein kleiner Klappgrill oder Grilleimer eignen sich besser als treue Begleiter für alle, die mobil grillen möchten.

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MEHRWEG BESSER ALS BIO EINWEG Apropos mobil grillen: Manchmal ist es schon lästig, Geschirr und Besteck mitzuschleppen, besonders wenn man in größerer Gruppe unterwegs ist. Aber nachhaltiges Einweggeschirr, gibt es das wirklich? Leider sind auch so genannte Bio-Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen ökologisch nicht optimal. Zwar sind sie theoretisch kompostierbar. Da sie aber beim Sortieren von e­ rdölbasierten Kunststoffen nicht zu unterscheiden sind, werden sie auf dem Weg in die Kompostierungsanlage meist aussortiert. Für den heimischen Kompost sind sie ohnehin nicht geeignet, weil sie hohe Temperaturen und lange Zeit zum Verrotten brauchen. Und überhaupt: Kompostieren, das klingt gut.

WA R E N W I S S E N  

bioboom.de

Aber wenn Bio-Plastik verrottet, wird kein wertvoller Humus daraus. Bestenfalls zerfallen die Kunststoffe wieder in CO2 und Wasser. Aber wie sieht es aus mit Tellern und Bechern aus Pflanzen, zum Beispiel Palmblättern oder Zuckerrohr? Wer partout nicht spülen möchte, ist hier besser bedient, stellte das Magazin Ökotest im vergangenen Juni fest. Doch auch hier stehe eine ressourcenund energieintensive Herstellung einer relativ kurzen Nutzungsdauer gegenüber. Eine einfache Lösung: Jeder bringt sein eigenes Geschirr mit – so hält sich der Aufwand des Schleppens und Spülens in Grenzen. Und überhaupt: Am meisten Spaß macht das Grillen doch mit einem Hauch von Improvisation und ohne Perfektionsanspruch – außer bei den Zutaten.

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Der edle, natürliche Duft kostbarer Damaszener-Rosen, kombiniert mit hoch­ aktiven natürlichen Wirkstoffen: Die Rosen­ gartenlinie des österreichischen Natur­ kosmetik-Herstellers Styx ist ein besonderes Verwöhnerlebnis für die anspruchsvolle, reife Haut. Rosenöl harmonisiert nicht nur mit seinem Duft die Seele, es stimuliert gleichzeitig die Zellaktivität und verleiht der Haut neue Vitalität. Ausgesuchte, kaltgepresste Pflanzenöle wie Jojobaöl und ­Macadamianussöl helfen, den Feuchtigkeitshaushalt der Haut auszugleichen und wirken vorzeitiger Faltenbildung entgegen. Die Rosengarten-Serie bietet sowohl Gesichtsals auch Körperpflege. Schön zum Kennen­ lernen und praktisch unterwegs ist die ­Reisebox mit Reinigungsmilch, Gesichtstonic   und Tagescreme.   styx.at

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SCHLARAFFENLAND SCHAFFEN

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Unter dem Motto ›Biene sucht Blüte‹ v­ erteilt Bio-Pionier Allos kostenlos 100.000 Samentütchen für Bienen- und Insektenweiden über den Bio-Fachhandel. Was 2012 als Azubi-Projekt mit einem kleinen Blühstreifen auf einer Wiese hinter dem Allos Hof begann, ist mittlerweile zu einem nachhaltig angelegten Großprojekt geworden, das dringend benötigte Lebensräume und Nahrung für Bienen und Co. schafft. 2018 entstanden durch die Aktion insgesamt rund 4,5 Hektar buntes Blütenmeer. Ein Tütchen reicht für circa zwei Quadratmeter Bienenglück im heimischen Garten, auf dem Balkon, beim ›Urban Gardening‹ oder wo immer sich ein Stückchen Erde findet. Tipps zum Säen gibt’s auf der Allos-Website. Übrigens: Wer größere Freiflächen in ein Bienen-Schlaraffenland verwandeln möchte und auf Saatgut-Unterstützung hofft, darf sich ebenfalls gerne an Allos wenden (nachhaltigkeit@ allos.de). Dort freut man sich auch über Bil  der der privaten Blütenmeere!     allos.de

G U T L E B E N   Bioboom Sommer 2019

BIO-PFLANZENFUTTER

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Der rein pflanzliche Dünger KleePura sorgt dafür, dass Gemüse, Kräuter, Obst und Blumen bestens versorgt sind und erfolgreiche Ernten blühen – und zwar konsequent Bio. Bei Saatgut und Jungpflanzen ist es mittlerweile relativ einfach, Bio-Angebote zu finden, wenn es um das Thema Düngen geht, wird es schwieriger. Denn was viele nicht wissen: Anders als im Lebens- und Futtermittelbereich sind die Begriffe ›Bio‹ und ›Öko‹ für Düngemittel nicht geschützt. Das bedeutet, jeder organische Dünger kann sich ›Biodünger‹ nennen, selbst dann, wenn er auf unappetitlichen Reststoffen aus der konventionellen Landwirtschaft, wie zum Beispiel Knochenmehl, basiert. Gut, dass das Start-up Grüner Düngen mit KleePura einen echten Bio-Dünger in Naturland-­ Qualität entwickelt hat – so schmeckt es    kleepura.de auch den Pflanzen.  

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BUNT GEHT AUCH GRÜN

VIEL WENIGER PLASTIK

Die benecos Happy Nails beauty & care Nagel­ lacke überzeugen durch gute Trockenzeit ­und brillanten Glanz. Die Formulierung der ­Nagellacke basiert bis zu 90 Prozent auf In­ haltsstoffen natürlichen Ursprungs, Avocado­öl und Biotin (Vitamin H) sorgen für zusätzliche Pflege. Außerdem sind die Lacke vegan und 8-FREE: Das heißt, sie sind frei von Form­ aldehyd, Toluol, Kolophonium, Campher, Phtha­laten, Parabenen, Silikonen und halo­ genorganischen Verbindungen. Hier gibt es kein Greenwashing: Hersteller benecos weist ausdrücklich darauf hin, dass die Nagellacke keine zertifizierte Naturkosmetik sind. Sym­ pathisch und ein gutes Angebot für alle, die sich einen möglichst natürlichen Nagellack wünschen, der trotzdem mit gewohntem An­ wendungskompfort punkten kann. Und die ­Auswahl stimmt auch: Die benecos-Nagellacke   gibt es in 20 Farbvarianten.     benecos.eu

Zahnbürsten möchte man ja schon regel­ mäßig in nicht allzu großen Abständen wech­ seln. Und die Borsten sollten, da sind sich Zahnpflege-Experten einig, aus hygie­nischen Gründen besser aus Plastik sein. Wie also kann man die Zahnbürste, diesen unbestrit­ ten notwendigen Alltagsartikel, ökolo­gischer und nachhaltiger machen? Zum B ­ eispiel mit den Zahnbürsten von Hydrophil. Der Griff be­ steht aus schnell nachwachsendem ­Bambus, die Borsten aus BPA-freiem Nylon. Die Hydro­ phil-Zahnbürsten reinigen, so wie es sich ge­ hört: Nämlich gründlich und schonend. Damit im Bad alles seine Ordnung hat, gibt es un­ terschiedliche Farben – hier arbeitet man mit Auro-Naturfarben zusammen. Am Ende ihrer empfohlenen Lebenszeit von drei Mo­naten sind die Bürsten zu 96 Prozent bio­logisch abbaubar. Hydrophil produziert wasser­   neutral, vegan und fair.     hydrophil.com

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G U T L E B E N   bioboom.de

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F Ü H LT SICH GUT AN G E S I C H T S W A S S E R

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Noch in den 1950er und -60er Jahren galt es als A und O der Gesichtspflege. Nach dem Abschminken und vor der Tages- oder Nachtpflege sollen Gesichtswässer die Reinigung perfektionieren, die Haut kräftigen und klären und bereits mit einem ersten Schub wasserlöslicher Wirkstoffe versorgen.

U P D A T E N A T U R K O S M E T I K   Bioboom Sommer 2019

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„Weil es Zeit ist für ein neues Haargefühl!“

KOSTBARE HYDROLATE

Wer in der Pubertät mit Unreinheiten zu tun hatte, verbindet mit dem Thema Gesichtswasser wahrscheinlich streng riechende, blaue Flüssigkeiten, die leichte Ähnlichkeit mit Haushaltsreinigern hatten. Aber Gesichtswasser ist nicht nur etwas für unreine oder fettende Haut. Die Bandbreite der ­Produkte ist enorm, das Spektrum der Inhalts- und Wirkstoffe ebenso. Uns ­interessiert hier allerdings nur, was Naturkosmetik zu bieten hat: Zwar haben auch die konventionellen Kosmetikhersteller Gesichtswasser im Programm. Aber wer möchte schon PEGs, Trisodium EDTA, synthetische Duft- und Farbstoffe auf der Haut haben?

ZUSÄTZLICHE FEUCHTIGKEIT Vor dem Naturkosmetik-Regal angekommen, stellt sich die erste Grundfrage: Mit oder ohne Alkohol? Da Alkohol ent­fettet, ist er prima für fettige Haut geeignet, trockene und sensible Hauttypen mögen ihn nicht so gerne, dann lieber zu alkoholfreien oder einem geringen Alkoholanteil greifen. Das klassische Gesichtswasser ist eine Mischung auf Basis von Wasser, Kräuterauszügen, Alkohol (oder eben auch nicht) und weiteren wasserlöslichen Ölen (zum Beispiel Lavera, i+m, Sante). Was in einem klassischen Gesichtswasser selten oder nie enthalten ist: Fett. Denn so ein Wässerchen, auch Toner oder Tonic genannt, gehört eher zur Reinigung als zur Pflege, es soll erstere perfektionieren und die Haut optimal auf die nachfolgende Pflege vorbereiten. Gerade Gesichtswässer für trockene und sensible Haut dürfen dabei gerne schon mal eine Portion Feuchtigkeit liefern, zum Beispiel mit Aloe Vera. Auch naturkosmetische Wirkstoffe wie Hyaluron können drin­stecken (zum Beispiel von Melvita) – der Übergang zum Serum ist hier fließend.

Ein Liebling der Naturkosmetik sind die Hydrolate, auch als Pflanzenwässer bezeichnet. Sie sind das begehrte zweite Produkt, das bei der Wasserdampf­ destillation ätherischer Öle anfällt. Denn wenn der heiße Dampf wieder zu ­Wasser kondensiert und das kostbare Öl ­abgefiltert ist, dann stecken im Wasser jede Menge der wertvollen wasserlöslichen Wirkstoffe. Das bekannteste unter den Hydrolaten ist das Rosenwasser (zum Beispiel Primavera). Es ist ein echtes Multitalent, das für jeden Hauttyp gleichermaßen geeignet ist. Hydro­ late sind nicht nur sehr sanft, mit ihrem feinen, sortentypischen Duft machen sie jede Reinigung zu einer kleinen Aroma­therapie-Session. Ebenfalls beliebt sind die Pflanzenwässer aus Lavendel und Pfefferminze, Hamamelis riecht nicht ganz so toll, ist aber ein wunderbarer Porenverfeinerer. Hydro­late werden im Naturkosmetik-­Regal meist zum Sprühen angeboten. Sie sind perfekt als Feuchtigkeits-Kick zwischendurch und können sogar über Make-up gesprüht werden. Purer geht es kaum – haltbar gemacht werden die Pflanzenwässer höchstens mit einem Hauch Alkohol oder Milchsäure.

FRISCHE-KICK IM SOMMER Wer noch kein Gesichtswasser-Fan ist, könnte es an heißen Sommertagen werden: Gerade die Sprüh-Varianten ­machen sich bestens als Erfrischung zwischendurch – wir lieben Rosenwasser oder Minz-Hydrolat. Tipp: Thermalwasser zum Sprühen lässt sich käuflich erwerben. Muss nicht sein. Einfach das Lieblings-Mineralwasser in eine Sprühflasche füllen. Auch übrig­gebliebener Grüntee lässt sich übrigens bestens als Gesichtswasser nutzen – so steht einem erfrischenden Sommer nichts im Weg.

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BUCHTIPP ZUM WEITERLESEN

Susanne Fischer-Rizzi, Das große Buch der Pflanzenwässer: Pflegen, heilen, gesund bleiben mit Hydrolaten, AT-Verlag U P D A T E N A T U R K O S M E T I K   bioboom.de

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IMPRESSUM Bioboom Heft 83 – Sommer 2019 (22. Jahrgang) bioboom.de HERAUSGEBER Harting & Tovar GmbH Vordere Schöneworth 17a · 30167 Hannover bio@bioboom.de T 05 11 16 15 92 0 · F 05 11 16 15 92 5 REDAKTION Jeanine Tovar (V.I.S.D.P.) & Detlef Harting REDAKTIONSANSCHRIFT Vordere Schöneworth 17a · 30167 Hannover MITARBEIT Leo Frühschütz, Birgit Schumacher VERTRIEB/LOGISTIK/ANZEIGEN Maxi Heyenbruch, Andre Loheide BILDER & ILLUSTRATIONEN (wenn nicht anders gekennzeichnet:) Dreamstime, iStock, Unsplash & Rawpixel GESTALTUNG & BILDREDAKTION Luisa Fabienne Burbach, Aaron Pallokat ERSCHEINUNGSWEISE Bioboom erscheint 4 x jährlich AUFLAGE 195.000 Bezug: Bioboom gibt’s gratis in Bio-Läden, Bio-Supermärkten und Reformhäusern Keine Ausgabe verpassen? Bioboom im Jahresabo für 8 Euro (Inland) bequem per Post nach Hause/Einzelheft 2 Euro (Inland) FÜR NATURKOST- UND NATURWARENFACHGESCHÄFTE, REFORMHÄUSER UND BIO-MÄRKTE

Abonnieren Sie Bioboom kostenlos für Ihre Kunden: 05 11.16 15 920 DRUCK GD Gotha Druck und Verpackung GmbH & Co. KG, Gutenbergstraße 3, 99869 Günthersleben/Wechmar

G U T

G E S A G T

In der letzten Ausgabe hatten wir Sie gebeten, bei der ­Bioboom-Leserumfrage mitzumachen – noch bis zum 30. Mai haben Sie die Chance, dabei zu sein. UND AUF BIOBOOM.DE

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Bereits jetzt ein herzliches Dankeschön an alle, die sich die Zeit genommen haben, uns Lob (viel) und Kritik (wenig und konstruktiv) zu geben – manchmal ganz konkret an uns, manchmal auch an die Bio-Branche als Ganzes gerichtet. Hier eine kleine Auswahl:

› ZEITSCHRIFTEN WIE BIOBOOM SIND WICHTIG. Wer einmal aus Neugierde reinschaut, liest oft mehr/weiter und denkt (vielleicht) über sein ­Verhalten im Alltag nach.‹

Alle Angaben ohne Gewähr. Nachdruck oder Verbreitung in digitalen Medien, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers. Für den Inhalt der Anzeigen sind die Inserenten verantwortlich.

KLEIN, ABER FEIN. ‹

› DANKE für das tolle schön gestaltete

INSERENTEN Allos Hof-Manufaktur GmbH, Barnhouse Naturprodukte GmbH, Bau-Fritz GmbH & Co. KG, CULUMNATURA/Wilhelm Luger GmbH, defu/­ De­me­ter-Felderzeugnisse GmbH, DemeterFeld­ erzeugnisse GmbH, dennree GmbH, Fachingen Heil- und Mineralbrunnen GmbH, followfood GmbH, Gildo Rachelli/DemeterFelderzeugnisse GmbH, Heuschrecke Naturkost GmbH, Morgenland/EgeSun GmbH, ÖMA Beer GmbH, Sonnentor Kräuterhandels GmbH, St. Leonhards-Vertriebs GmbH & Co. KG, Yarrah Organic Petfood B.V., Zedan/MM Cosmetic GmbH

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etwas zurückhaltender wäre, wenn es um die ­Lancierung von wieder neuen P ­ rodukten geht. Manches braucht kein Mensch, ­einfacher ist mehr!‹

›Ich finde das Magazin Bioboom

Heft, es darf gern umfangreicher sein, und ich wäre auch bereit, dafür zu bezahlen.‹ ID 2019-702824

› WEITER SO!

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› WEITER SO. 

Es ist eine gute alternative Informationsquelle neben dem Internet.‹

u u Nur wäre es mir lieb, wenn die ­Bio-­Branche

›Das Papier und die Farbe gefällt mir gut (riecht nicht unangenehm).‹

›Die Bioboom FÜLLT WIRKLICH EINE LÜCKE in der Bio-Zeitschriftenlandschaft.‹

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›Muten Sie den Leser*Innen ruhig mehr zu. Und gerne auch mehr Informationen dazu, was man/frau als Konsument*In/ Bürger*In selbst in die Hand nehmen kann. Auf Beteiligungs­verfahren hinweisen etc. Insgesamt aktivierender und nicht zum passiv »weiter so« ermuntern, BIO KAUFEN ALLEINE REICHT NICHT. ‹

› DER SLOGAN »Das Magazin für Kopf und Bauch« gefällt mir. TRIFFT ’S! Macht weiter so!‹

›Wirklich TOLLE GRAFIK und sehr interessante Artikel. Gerne mehr davon!‹

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S A G E N S I E WA S : Wir freuen uns über Ihre Kommentare und Anregungen, die wir g­ ründlich und mit Interesse lesen, auch wenn wir sie leider nicht immer vollständig abdrucken ­können! Redaktion Bioboom, c/o Harting & Tovar GmbH, Vordere Schöneworth 17a, 30167 ­Hannover, bio@bioboom.de

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I M P R E S S U M / K O M M E N T A R E   Bioboom Sommer 2019

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Zwischen Acker und Schreibtisch Bio, das bedeutet mehr als ›nur‹ gute ­Lebensmittel ­herzustellen. Bio-Unternehmen engagieren sich für mehr Fairness, Ökologie, Umweltschutz, Zukunfts­fähigkeit, kurz: Sie wollen die Welt ein bisschen besser ­machen. Nicht immer findet man ihre Produkte im Bio-Regal: Soil & More Impacts begleitet Bio-­Erzeuger und Unter­nehmen dabei, ökologische Mehrwerte zu schaffen und bleibt dabei selber weitgehend unsichtbar:

SOIL & MORE GESCHÄFTSFÜHRER TOBIAS BANDEL

Foto: großes Bild – Markus Spiske (unsplash.com), kleines Bild – Soil & More Impacts

Zeit für einen Blick hinter die Kulissen.

›Kann sein, dass die Verbindung gleich weg ist‹, warnt Tobias Bandel, Mitgründer und Geschäftsführer von Soil & More Impacts. Er ist gerade in der ägyptischen Wüste unterwegs und schult dort BioTee- und Kräuterbauern zum Thema Kompostaufbau und Bodenfruchtbarkeit. Wie der Firmenname bereits vermuten lässt, spielt das Thema Boden und Humus eine zentrale Rolle. Soil & More Impacts berät Erzeuger und Hersteller weltweit, wie sie nachhaltiger und ökologischer wirtschaften können. Nachhaltigkeit werde zu oft entweder als Verkaufsargument oder als grüne Spinnerei abgetan, findet er. Beides sei nicht zutreffend. Richtig formulierte und umgesetzte Nachhaltigkeitsziele bringen Unternehmen auch wirtschaftlich nach vorne, ­davon ist der Agrarwissenschaftler überzeugt. Wissenschaftsbasierte Methoden, globale Felderfahrung und pragma­tische Lösungen haben das Team von Soil & More zu gefragten Spezialisten werden lassen. Bio-Unternehmen wie die Sekem-Farm in Ägypten und der nieder-

B I O M I T M E H R W E R T   bioboom.de

ländische Frucht-Spezialist Eosta, aber auch Messeveranstalter aus der Bio-Branche, die ihre Veranstaltungen klimaneutral stellen wollen, gehören zu den Kunden. Immer häufiger wird Soil & More von konventionellen Unternehmen beauftragt. Ein Widerspruch? ›Nein‹, sagt Tobias Bandel entschieden. Zwar gäbe es in Bio-Betrieben immer noch Optimierungsmöglichkeiten. Aber bei konventionellen Betrieben seien natürlich enorme Potenziale zu heben – wenn sie sich auf den Prozess einlassen. ›Natürlich freue ich mich, wenn sich ein Betrieb zertifizieren lässt‹, sagt er. ›Aber man sollte es nicht des Zerti­ fikats wegen machen.‹ Letztlich ginge es darum, möglichst viel für die ­Bodenfruchtbarkeit und das Klima zu erreichen. Und wie sieht seine Arbeit nun konkret aus? ›Zur Hälfte in Gummi­ stiefeln auf dem Acker und zur Hälfte am Schreibtisch‹, so könne man das zusammen­fassen. Neben der Arbeit vor Ort gilt es zu analysieren, zu dokumentieren, Maßnahmenpläne zu ­erstellen

und zu eva­luieren. Neben dem Boden ist das so genannte True Cost Accounting ein wichtiges Arbeitsfeld von Soil & More geworden: Hier geht es darum, die wahren Kosten, die zum Beispiel bei der Lebensmittelerzeugung entstehen, zu berechnen. Wenn ein Unternehmen Wasser verschmutzt oder Böden auslaugt, entstehen Kosten und Wertminderungen, die normalerweise nicht in eine Unternehmensbewertung einfließen. Soil & More ist an der Entwicklung von Berechnungsmodellen, die auch diese Kosten erfassen und darstellbar machen, beteiligt – auch dies kein ideelles, sondern ein sehr reales Instru­ment: ›Wenn Betriebe, die sich um die Bodengesundheit kümmern und Ertragsausfällen vorbeugen, ­zukünftig von Wirtschaftsprüfern besser bewertet werden, dann ist das sowohl für die Wirtschaftsunternehmen, als auch volkswirtschaftlich und gesamt­ gesellschaftlich sinnvoll‹, sagt Tobias ­Bandel – und das entspricht genau der Philo­sophie von Soil & More I­ mpacts..2   soilandmore.com

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? r u t a N r u z k c ü r „Zu eg!

w e i n h c do n e r a w Wi r

Natürlich nachhaltig im Einklang mit der Natur! Es ist der Geist aus Pioniertagen, der uns bei Allos nach mehr als 40 Jahren auch heute noch antreibt. Mit Leidenschaft und Sorgfalt stellen wir jeden Tag aufs Neue natürliche und lecker schmeckende Lebensmittel her. Was auf dem Allos Selbstversorgerhof seinen Anfang nahm, bewegt heute sowohl uns als auch unser Windrad vor Ort. Neben einer schonenden Herstellung mit 100 ƒ% Ökostrom engagieren wir uns mit bis zu 4,5 Hektar gesäten Blühwiesen jährlich für das Wohl der Bienen. Stets aufs Neue versprechen wir so natürlichen Genuss vom Hof! Exklusiv erhältlich im Bio-Fachhandel. Mehr unter www.allos.de EDITORIAL 

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Bioboom 83  

Das Magazin für Kopf und Bauch

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