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Sommer 2012 | Gratis | bioboom.de

Das Magazin für nachhaltigen Genuss

Anders Wirtschaften Erfolg mit gutem Gewissen

Die Hühnerhalter von Klein Süstedt Neue Wege auf alten Höfen

Kosmetik für Kerle Warum Männerhaut Natur liebt

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Inhalt

Guten Tag, stellen Sie sich vor, der Wert eines Unternehmens würde nicht an Umsatz und Gewinn gemessen, sondern daran, welchen Beitrag es zum Wohlergehen der Gesellschaft leistet. Als Kunde dürften Sie mitbestimmen. Das Unternehmen selbst könnten Sie allerdings niemals kaufen, egal, wie reich sie wären. Solche Modelle gibt es tatsächlich. Und wenn es darum geht, sie zu leben, sind Bio-Unternehmen natürlich ganz vorne mit dabei. Ein Gegenmodell in jeder Hinsicht ist zum Beispiel der Bauckhof in Klein-Süstedt. Bereits vor Jahrzehnten entschied sich die Familie Bauck dafür, den Besitz in gemeinnütziges Eigentum zu überführen. Heute ist der Betrieb Vorreiter, wenn es darum geht, Alternativen zur industrialisierten Tierhaltung zu entwickeln. Wenn überhaupt Fleisch, dann nicht mehr jeden Tag, aber dafür Bio: In immer mehr Haushalten leben mittlerweile so genannte Teilzeit-Vegetarier. Wenn vegetarisches Essen die Regel und Fleischgerichte die Ausnahme sind, dann braucht es leckere Ideen für jeden Tag – wir haben da einen Kochbuch-Tipp für Sie. Eines der beliebtesten Sommervergnügen überhaupt ist das Grillen. Dass auch das wunderbar ohne Kotelett und Bratwurst klappt, zeigt unser zweiter Kochbuch-Tipp. Lassen Sie sich inspirieren! Böse Zungen behaupten ja nach wie vor, Männer seien Kosmetikmuffel. Entweder bedienten sie sich im Badezimmer heimlich an den Cremetöpfen oder ihre Freundin müsse ihnen etwas mitbringen. Wir glauben fest an den in Kosmetikfragen emanzipierten Mann. Wie dem auch sei: Männerhaut liebt Naturkosmetik – wir haben uns schlau gemacht, worauf es dabei ankommt. Außerdem haben wir für Sie jede Menge Tipps und Ideen, zum Beispiel für mehr Grün im Alltag, Pflege für heiße Tage und natürlich rund um die gute Bio-Küche.

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Einstieg Gegen die Ungerechtigkeit

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Anders Wirtschaften Erfolg mit gutem Gewissen

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Anders Wirtschaften Wertschätzung statt Wertschöpfung

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Anders Wirtschaften Es lohnt sich

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Einblick Die Hühnerhalter von Klein Süstedt

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Kochen Immer öfter vegetarisch: – Vollwertküche persönlich und pragmatisch Kochbuch gewinnen!

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Kochen Kommt gut: Grünzeug vom Grill Kochbuch gewinnen!

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Gut essen tropisch/klassisch/frisch

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Gut leben begeisternd/schützend/aufrüttelnd DVD »Taste the waste« gewinnen!

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Natürlich gepflegt Männer-Sachen. Männer-Kosmetik gewinnen!

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Bioboom Mix – saubere Wolken – Veggie-Urlaub

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Leserbriefe/Impressum

Genießen Sie den Sommer! Herzlichst

Jeanine Tovar und das Bioboom-Team

Editorial

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Bioboom

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Foto: Š Mark Spowart/Dreamstime.com


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emonstranten mit »Anonymous-« Maske:

DIE ›OCCUPY-‹BEWEGUNG VERBREITETE SICH VON DER NEW YORKER WALL STREET AUS WIE EIN LAUFFEUER, MEDIENWIRKSAMER AUSDRUCK DES IMMER BREITEREN MISSTRAUENS GEGEN BANKEN UND KONZERNE UND IHREN EINFLUSS AUF DIE POLITIK.

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Anders R

Erfolg mit gutem Gewissen

Zielsicher greift die Kundin ins Supermarkt-Regal, fischt eine Packung Nudeln heraus und wirft einen prüfenden Blick auf die Rückseite. Eine Skala aus fünf Farben verrät ihr, wie gut die »Gemeinwohlbilanz« des Herstellers ausfällt. Die einzelnen Punkte zeigen, wie das Unternehmen zum Beispiel mit

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seinen Mitarbeitern umgeht, ob es die Umwelt schont und welchen Beitrag es zum Gemeinwesen leistet. Dann holt die Frau ihr Smartphone heraus, scannt den Strichcode und kann so zu Hause die detaillierte Bilanz in Ruhe nachlesen.

WIRTSCHAFT IN DER LEGITIMATIONSKRISE Noch ist das eine Vision. Nach dem Willen von Rahel Sophia Süß und Christian Felber aus Österreich soll sie schon bald Realität werden. Die Idee der jungen »Gemeinwohlökonomie«-Bewegung: Finanzbilanz und Gewinnstreben treten als einzig gültige Erfolgskategorien zur Seite, machen Platz für eine »solidarische Ökonomie«, in der Unternehmen Gewinne ökologisch verträglich investieren, Mitarbeiter am Umsatz beteiligen und das Wachstum begrenzen. Ihre Idee veröffentlichten die Anhän-

Foto: dpa

essourcen ausbeuten, Gewinne maximieren, den Gegner in die Knie zwingen, warum zählt eigentlich in der Wirtschaft genau das Gegenteil von dem, was wir im Privaten so schätzen; nämlich Offenheit, Transparenz und Vertrauen? Das fragen sich angesichts der weltweiten Schuldenkrise zunehmend mehr Menschen. Dabei ist ein anderer Umgang mit Kapital längst möglich, wie alternative Konzepte beweisen: Banken, die ethische Anlagekriterien verfolgen, Unternehmen, die den Mitarbeitern gehören, Genossenschaften, in denen die Kunden mitreden, lokale Währungen, die am Euro vorbeiwirtschaften. Ganz vorn mit dabei – die Bio-Branche.


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essourcen ausbeuten, Gewinne maximieren, den Gegner in die Knie zwingen…?‹

Foto: Sgame/Dreamstime.com

wirtschaften ger im Oktober 2010 in Wien. Als Logo wählten sie vorausschauend das Motiv der Pusteblume, denn nach nur anderthalb Jahren hat sie sich weltweit verstreut. Bereits mehr als 500 Unternehmen aus 13 Staaten machen mit. Die »Gemeinwohl-Ökonomie« hat das Potenzial, ein ähnlich mediales und politisches Echo zu erzeugen, wie die Forderung nach dem »Grundeinkommen für alle«. Rahel Sophia Süß, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit des Netzwerkes, kann sich derzeit vor Anfragen kaum retten. Der Grund liegt für sie auf der Hand: »Das derzeitige Wirtschaftssystem steckt in einer Funktions- und Legitimationskrise.« Kein Wunder, dass die Samen der Pusteblume auf äußerst fruchtbaren Boden fallen: Laut einer Umfrage der Bertelsmann-Stiftung von 2010 wünschen sich 88 Prozent der Deutschen eine »neue Wirtschaftsordnung«. Immer mehr Menschen wird aufgrund des weltweiten Zockens an Aktienmärkten, taumelnden Staaten und Milliarden-Löchern ganz schwindelig.

Doch kann es wirklich anders gehen? Oder sind die Ideale der GemeinwohlAnhänger nur schöne Worte auf Papier, die doch an der knallharten Realität des Kapitalismus scheitern? Die Suche nach Antworten führt zu regionalen Alternativen zum Euro, zu Unternehmen, die ihre Konkurrenten weiterbilden oder grünen Banken, die gerade in der Zeit der Atomreaktor-Katastrophe in Fukushima den größten Kundenzustrom ihrer Geschichte verzeichneten. Doch zunächst geht es nach Überlingen an den Bodensee.

Einblick Bioboom

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WERTSCHÄTZUNG STATT WERTSCHÖPFUNG Hier sitzt der Großhändler für Naturkost »Bodan«. 135 Mitarbeiter, 10.000 Artikel im Sortiment, 50 Millionen Euro Jahresumsatz. Das mittelständische Unternehmen zählt zu den Pionieren, die im Oktober vergangenen Jahres als erste eine Gemeinwohlbilanz veröffentlicht haben. »Wir haben recht unterschiedliche Reaktionen erhalten: von großer Offenheit bis hin zu Skepsis«, sagt An-

dreas Schur, verantwortlich für Marketing und Kommunikation. Denn das Unternehmen lässt sich mit der im Internet veröffentlichten Bilanz klar in die Karten schauen, macht deutlich, wie es um die Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und demokratische Mitbestimmung der Mitarbeiter bestellt ist. Ein großer Schritt für ein kleines Unternehmen. Den Pionieren weht meist der stärkste Wind entgegen. »Aber«, hakt Schur ein, »es geht ja nicht darum zu zeigen, dass wir ein perfektes Unternehmen sind, sondern auf dem Weg zu einem besseren Wirtschaften.« Die gerechte Verteilung des Arbeitsvolumens sei noch ein bisschen schwierig, einige Mitarbeiter müssten immer noch mehr »buckeln« als andere. Dafür ist die Wertschöpfungskette zu einem »Wertschätzungskreislauf« geworden: Mit den Bauern und Gärtnern verabredet Bodan jährlich Anbaupläne, damit diese bedarfsgerecht produzieren, fragt bei Verarbeitern und Lagerarbeitern regelmäßig nach, ob alles reibungslos funktioniert und ge-

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REGIOWÄHRUNGEN STÄRKEN WIRTSCHAFTSKRAFT VOR ORT Dass sich auch ohne ein komplettes Umstrukturieren des Systems im Kleinen etwas tun lässt, zeigen regionale Währungen. Rund 30 aktive Initiativen verzeichnet der Dachverein »Regiogeld« aus Magdeburg seit 2003. Gut 130 Kilometer entfernt steht Uwe Kellermann in Potsdam hinter der Wurstund Käsetheke in seinem Laden und bringt gezielt Blüten im Umlauf – die »Havelblüte«, eine örtliche ParallelWährung zum Euro. Unter dem Dach eines kleinen Vereins bilden Unternehmen, Selbstständige, öffentliche Einrichtungen, Vereine, Verbände und Privatpersonen ein regionales Netzwerk, das untereinander die Havel-

Bioboom

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INKAUFEN WÄHREND DER INFLATION 1925

Foto: dpa

währt seinen Kunden in einem Partnerbeirat ein Mitspracherecht. Sogar die Konkurrenz wird in Bildungsnetzwerken miteinbezogen. Sind für ihn also die österreichischen Thesen von Christian Felber & Co. das Zukunftsmodell für unser Wirtschaftssystem? Da muss er erst mal tief durchatmen und lange überlegen. »Eine schwierige Frage«, sagt er und verweist auf den Umstand, dass die 500 Unternehmen, die derzeit dabei sind, doch allesamt eher klein seien, sprich: unter 1.500 Mitarbeitern. Erst wenn sich auch größere Konzerne der Bewegung anschließen, ließe sich das zweifelsfrei bejahen. Doch dafür sei ein größerer Druck durch noch mehr Öffentlichkeit notwendig. »Dennoch ist es gut und wichtig, das derzeitige wirtschaftliche Handeln zu hinterfragen«, ergänzt Schur. »Da dürfen die Thesen ruhig etwas provokanter ausfallen. Dann erreicht man auch die Öffentlichkeit.« So plädieren Christian Felber und seine Kompagnons beispielsweise für die 33-Arbeitsstunden-Woche und dafür, Maximaleinkommen auf das Zehnfache des Mindestlohns zu begrenzen. Zu den Unterstützern der Gemeinwohlökonomie zählen auch weitere Naturkostunternehmen wie der österreichische Kräuter- und Gewürzspezialist Sonnentor oder das ägyptische Unternehmen Sekem.

›Es geht ja nicht darum zu zeigen, dass wir ein perfektes Unternehmen sind, sondern auf dem Weg zu einem besseren Wirtschaften.‹

blüte als Zahlungsmittel akzeptiert. Der Grundgedanke: Mit dem Geld gehen die Kunden wieder in die kleinen und lokalen Unternehmen, statt bei den großen Ketten oder im Internet einzukaufen. So bleibt die Wirtschaftskraft der Region erhalten, entfallen langfristige Transportwege, wird die Natur geschont. Der Umrechnungskurs zum Euro beträgt 1:1. Die beteiligten Unternehmen geben die Havelblüte heraus und kaufen von dem eingenommenen Geld neue Waren. Im Grunde funktioniert das Regiogeld wie eine Kundenkarte oder ein Gutschein. Aber anders als mit herkömmlichen Kundenkarten können die Kunden mit dem Regiogeld eben genauso gut das Brot beim Bäcker wie das Gemüse im Hofladen bezahlen. »Noch sind es nur drei bis fünf Leute von 100 Kunden pro Tag, die mit Havelblüten bezahlen«, sagt Kellermann. Aber das sei schon gut, für die rund 80 Akzeptanzstellen in Potsdam. Die Finanzkrise spiele den Regio-Währungen zu. »Das Vertrauen in den Euro beginnt zu bröckeln«, stellt Kellermann fest. Das Interesse ist seit der Finanzkrise deutlich gestiegen, so bestätigt ebenfalls Frank Jansky vom bundesweiten Dachverein. »Das Thema ruft die Leute hinterm Ofen hervor.« Die Menschen würden merken, dass mit dem Geldsystem etwas nicht stimmt, »und sie möchten konkrete Beispiele kennen lernen, wie sie etwas positiv ändern können.

ALTERNATIVES WIRTSCHAFTEN GRÜNDUNGSIMPULS DER BIO-BRANCHE So nimmt das Regiogeld auch einen Ursprungsgedanken der Bio-Bewegung auf: Produkte aus der Region statt von Übersee zu kaufen, regionale Netzwerke zu stärken. Eine Entwicklung,

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Anders wirtschaften


1972

prognostizierte der ›Club of Rome‹ die Grenzen des Wachstums in spätestens hundert Jahren

die in Deutschland in den Siebzigerjahren des letzten Jahrhunderts ihren Anfang nahm. 1972 prognostizierte der »Club of Rome« die Grenzen des Wachstums in spätestens hundert Jahren. Damals entstand die Bio-Bewegung mit dem Gedanken, es anders – und zwar besser – zu machen und wirtschaftlichen Erfolg nicht als einzigen Maßstab anzulegen. Kollektive taten sich zusammen, Genossenschaften gründeten sich, aus Unternehmen entstanden Stiftungen. Lange haftete ihnen das Image spaß- und genussbefreiter Ideologen an. Heute ist Bio längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen: Bio-Supermärkte bieten fast alles »in Bio« an, das es auch konventionell gibt, von der Fünf-Minuten-Terrine bis zum Champagner. Doch trotz aller Professionalisierung und wirtschaftlicher Erfolge sind die Impulse der Gründer in vielen Unternehmen quicklebendig geblieben und schließen nicht nur den bewussten Umgang mit Natur und Ressourcen, sondern ebenfalls mit Mitarbeitern ein.

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Nur 15 Kilometer von Überlingen entfernt steht in Deggenhausen die Firmenzentrale des ökologischen Wasch- und Reinigungsmittel-Herstellers Sonett. 42 Mitarbeiter, 53 Produkte, 6,7 Millionen Jahresumsatz 2011. Mehr soll es nicht unbedingt werden, denn die Firma gehört keinen Chefs, sondern »sich selbst«, wie es die Geschäftsführer Beate Oberdorfer und Gerhard Heid augenzwinkernd ausdrücken. Eine optimale Betriebsgröße statt unbegrenztem Wachstum – das ist das Ziel. Das Unternehmen basiert auf einer Stiftung, ist weder vererbbar noch verkäuflich. »Gewinne fließen immer wieder in den Betrieb und die Stiftung Sonett zurück«, erklärt Beate Oberdorfer. Diese fördert gemeinnützige Initiativen, zum Beispiel bei der Wasserforschung oder alternativen Testmethoden zu Tierversuchen. Beim Etikettieren und Abfüllen helfen zwölf Menschen mit Behinderung, die in einer eigenen Werkstatt arbeiten. »Das ist keinesfalls eine karitative Leistung, wir erleben es vielmehr als große Bereicherung für die Arbeit und auch das Betriebsklima«, sagt Oberdorfer. So erfüllt sich in

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W W W.V I VA NI . DE


Deggenhausen bereits eine schöne Utopie: Menschen, die nicht für Geld arbeiten, sondern sich ganz der Arbeit und dem Gefühl, gebraucht zu werden, hingebe

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GEMEINWOHLBILANZ: BETRIEBSKOSTEN WERDEN ZU GEWINNEN Unternehmens-Stiftungen, Genossenschaften – sie alle arbeiten nicht gewinnorientiert, sondern sozialorientiert. Das unterstreicht die Gemeinwohlbilanz, die nackte Zahlen um die soziale Komponente erweitert: Was sonst in der Rubrik Kosten in der Bilanz auftaucht, rutscht nun unter dem Aspekt Förderung des Gemeinwohls in die Gewinn-Sparte. Und noch einen weiteren Vorteil bieten Genossenschaften, wie Monika Demgen von der Marktgemeinschaft München erklärt. Drei Läden in München gehören 230 Genossen – Kunden, Lieferanten, Produzenten, die Anteile für je 205 Euro erworben haben. Wie kann man sich das vorstellen? »Das können Sie sich sehr basisdemokratisch vorstellen«, sagt Monika Demgen aus dem Vorstand und lacht. »Es funktioniert nicht immer ohne Differenzen, aber auf 27 Jahre sehr harmonisch.« Durch den steten Zustrom von Genossen erhalte das Netzwerk stets neue Impulse, bleibe flexibel und beweglich. »Wir haben quasi 230 Informanten, die anrufen und Bescheid geben, wenn ein Bauer Abnehmer sucht oder ein günstiges Ladenlokal frei wird.« Mehr Wachstum, zum Beispiel einen vierten Laden, will Monika Demgen allerdings nicht, sondern stattdessen den persönlichen Kontakt zu den Kunden halten. Der Gründungsgedanke der Genossenschaften erlebt aus ihrer Sicht derzeit wieder einen Boom. »Die Idee, nicht nur gewinnorientiert zu arbeiten, sondern sich zu fragen: Was ma-

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che ich mit meinem Geld? – die wird immer wichtiger. Kaufe ich mein Bio bei Edeka oder bei einer Genossenschaft?« Im Lauf der Jahrzehnte habe sich indes die Struktur der Genossen geändert. Wo vor 27 Jahren der politisch motivierte Utopist Donnerstag morgen um 8 Uhr für Bio-Milch Schlange stand, will heute der biobewusste Kunde einfach bequem und mit gutem Gewissen werktags bis 20 Uhr einkaufen.

GRÜNES BANKWESEN IM TREND Zuerst hielt Öko beim Essen Einzug, dann beim Strom – warum nicht auch bei den Banken? Vier grüne Banken gibt es derzeit in Deutschland, die älteste davon ist die GLS Bank in Bochum – die letzte Station für die Antwort auf unsere Frage, inwieweit der Gemeinwohlgedanke das Potenzial hat, sich als die bessere Alternative zum jetzigen Wachstumsstreben zu beweisen. Vielleicht wird in zehn, zwanzig Jahren in manch geselliger Runde mit Freunden die ähnlich entsetzte Frage wie bei Lebensmitteln und Strom aufkommen: »Wie, deine Bank ist nicht öko?!« »Wir waren 1974 die erste grüne Bank weltweit«, sagt Christof Lützel von der GLS-Bank mit nicht zu überhörendem Stolz. Seine Eltern zählten zu den Pionieren der Ökobewegung, nun macht der Sohn dort weiter, wo diese einst aufgehört haben. In den letzten sieben Jahren hat die GLS-Bank die Zahl ihrer Kunden verdoppelt. Der Grundgedanke: Sie investiert ausschließlich in ökologische und nachhaltige Projekte, zum Beispiel Bio-Bauernhöfe, nachhal-

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tige Bauprojekte, regenerative EnergieAnlagen. Absolut tabu sind hingegen Projekte der Atomlobby, Gentechnik, Rüstungsfabriken, Tabakkonzerne oder Tierversuche. Der Kontobesitzer darf sich sogar selbst aussuchen, wohin sein angelegtes Geld fließt. Nach der Atomkatastrophe in Fukushima verzeichnete die GLS-Bank einen massiven Kundenzustrom. »Wir haben selten so viele Konten eröffnet, wie nach Fukushima.« Das Medieninteresse am Unternehmen ist enorm. Bereits drei Interviews hat Lützel am heutigen Tag hinter sich – und relativiert überraschenderweise trotzdem: »Natürlich ist es ein Erfolg, dass wir inzwischen über 120.000 Kundinnen und Kunden gewinnen konnten. Bei 82 Millionen Einwohnern in Deutschland ist aber noch deutliches Potenzial nach oben.«

NOCH VIEL POTENZIAL Gerade mal 1,5 Prozent aller Anlagen in Deutschland seien »grün«, investieren also in ökologische Projekte oder regenerative Energien. Gemessen an der Kundenzahl der grünen Banken auf die Bevölkerung steht Deutschland allerdings gut dar. Lediglich die Niederlande übertreffen den großen Nachbarn. Und die USA sind ausnahmsweise mal keine Vorreiter, die Europäer dominieren das Feld. Und: Die Mehrheit der Banker macht weiter wie zuvor. Die Pläne für eine weltweite Transaktionssteuer, für die Begrenzung der Wetten auf fallende Staaten und auffangende Rettungsschirme, liegen auf Eis. »Es gibt keinerlei Änderungen gegenüber dem Beginn der Finanzkrise

Anders wirtschaften

Foto oben: Stoyan Haytov/Dreamstime.com

Was mache ich mit meinem Geld?


nachhaltiger arbeiten, sind mittel- und langfristig sicherlich erfolgreicher am Markt«, sagt er. Seit Bestehen seiner Bank habe es keinen nennenswerten Kreditausfall gegeben. /obe

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Foto oben: Stoyan Haytov/Dreamstime.com

2008. Gezockt wurde direkt nach der Krise, aber auch teils in den Folgejahren, sogar noch schlimmer, um die Verluste wieder reinzuholen«, sagt Lützel. So soll es, heißt es in Banker-Kreisen, in so manchem Finanzturm Mitarbeiter geben, die sich nicht mal mehr aufs Klo trauen, weil sie sonst nicht genügend Baufinanzierungen pro Woche verkaufen und ihre strengen Margen nicht einhalten könnten. Christof Lützel ist überzeugt: Am Ende zahlen sich Fairness und Menschlichkeit für Unternehmen immer aus. »Unternehmen, die

rüne Banken, Genossenschaften, Stiftungs-Unternehmen, Regiowährungen: Die Auswahl an Alternativen wächst. Und wie beim Lebensmitteleinkauf gilt auch hier: Es liegt an jedem selbst zu entscheiden, in welches System das eigene Geld fließt. INITIATIVEN gemeinwohl-oekonomie.org Hier gibt’s Hintergrundinfos, Unterstützer, Gemeinwohlbilanzen und Vernetzungsseiten regiogeld.de Vernetzt Akteure und Initiativen regionalwert-ag.de Ein Beispiel für alternatives Wirtschaften aus der Region Freiburg.

Die Mehrheit der Banker macht weiter wie zuvor. UNTERNEHMEN bodan.de Naturkostgroßhandel. Hier können Sie leider nur einkaufen, wenn Sie einen Bio-Laden haben. sonnentor.at Kräuter- und Gewürzspezialist und Pionier der Gemeinwohl-Ökonomie. biomarktgemeinschaft.de Seit 1985 vermarktet die Genossenschaft ökologische Lebensmittel. sonett-online.de Die Waschmittel-Firma, »die sich selbst gehört« gls-bank.de Nach eigenem Bekunden die »erste sozial-ökologische Universalbank der Welt«

Molkerei Berchtesgadener Land: Herkunft, Tradition und faire Handelsbeziehungen als Qualitätssiegel

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ereits seit 1973 verarbeitet die Molkerei Berchtesgadener Land frische Bio-Alpenmilch zu köstlichen Milchprodukten. Heute liefern über 450 Naturland- und Demeterbauern die Milch an ihre Molkerei – denn als Mitglieder der Molkereigenossenschaft sind sie auch die Eigentümer. Das schafft Sicherheit – auch

für die Verbraucher. »Hier wissen unsere Kunden, dass alle Produkte aus dem regionalen Rohstoff Bio-Alpenmilch in unserer eigenen Molkerei hergestellt werden«, sagt Barbara SteinerHainz von der Molkereigenossenschaft Berchtesgadener Land. Die Mitglieder der Genossenschaft leisten durch die ökologische Bewirtschaftung ihrer Höfe gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Schutz des natürlichen Lebensraums an und in den Alpen. Die fairen Grundsätze in der Zusammenarbeit mit Bauern, Kunden und Mitarbeitern wurden der Molkerei im Rahmen der Naturland-Fair-Zertifizierung bestätigt – fairer Handel beginnt schließlich vor Ort. Eine solidarische Brücke zu den Kakaobauern auf der südlichen Halbkugel schlägt die kürz-

lich gestartete Kooperation von Berchtesgadener Land mit der Gepa, dem größten deutschen Fair-Handelsunternehmen. Dort wird seit einigen Monaten das erste echt faire Schokoladensortiment mit fairer Bio-Alpenmilch von Berchtesgadener Land angeboten. Dass Tradition und Innovation bestens zusammengehen, beweist die Molkerei auch mit der neuen, milden Bio-Dickmilch, einer fein säuerlichen Köstlichkeit aus Omas Zeit, ebenfalls mit Naturland-Fair-Zertifizierung.g.

Schon probiert? Die neue, Naturland-Fairzertifizierte milde Bio-Dickmilch


Die H端hnerhalter von Klein S端stedt Wenn aus privatem Besitz gemeinn端tziges Eigentum wird


Foto: Baukhof

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er kräftig gebaute Mann steigt aus dem weißen Geländewagen aus, geht über die Wiese und schlendert am Zaun entlang. Die Tiere entdecken ihn, kommen ohne zu zögern auf ihn zu, begleiten ihn auf der anderen Seite des Zaunes auf seinem Weg. Er spricht mit den Tieren, vertraulich, ruhig, wie man es mit Haustieren tut. Das grüne Gras unter den Krallen weicht dem Druck ihres Gewichts. Minute für Minute werden es mehr Tiere, sie kommen aus dem Stall hinaus und bewegen sich über die Wiese auf ihn zu. Masthähnchen, geboren um zu sterben. Trotzdem: Auf dem Bauckhof in Klein Süstedt sind sie mehr als nur Schlachttiere, sie sind Lebewesen mit Rechten. Lebewesen die einen Anspruch haben auf ein gutes Leben, mag es auch kurz sein.


DIE BAUCKHÖFE IN DER LÜNEBURGER HEIDE ZEIGEN, WIE MENSCHEN GEMEINSAM, NACHHALTIG UND ÖKOLOGISCH WIRTSCHAFTEN KÖNNEN. HIER ENTSCHEIDET DIE GEMEINSCHAFT, WAS DAS BESTE IST UND EINE GUTE TIERHALTUNG ZÄHLT MEHR ALS HOHE SCHLACHTZAHLEN.

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NICHT ZU VERKAUFEN, NICHT ZU VERERBEN Ursprünglich waren die Höfe im Familienbesitz der Baucks. 1969 entschieden sich die Geschwister Bauck dazu, alle

TRADITION UND MODERNE IM HÜHNERSTALL »Diese Tiere haben noch nie eine schlechte Erfahrung mit Menschen gemacht«, sagt Carsten Bauck, »deswegen kommen sie auf mich zu«. Die Vermutung, dass sie vor allem kommen, weil sie auf Nahrung hoffen, lässt der Landwirt nicht gelten, »sie sind einfach gerne in der Nähe von Menschen, weil sie wissen, dass wir gut zu ihnen sind«. Mit großen Schritten geht er auf einen der grauen Mobilställe zu, die wie kleine Flugzeughallen auf der

Foto: Baukhof

Einer der ältesten BioBetriebe der Bundesrepublik

ER WEG ZUR WIR-KULTUR Der Bauckhof in Klein Süstedt stellte bereits im Jahr 1932 auf die biologischdynamische Wirtschaftsweise um. Damit ist er einer der ältesten Bio-Betriebe der Bundesrepublik – und die Keimzelle der heutigen Bauckhöfe, auf denen Menschen, Tiere und Pflanzen als Einheit leben. Zusammen mit den zwei Schwesterbetrieben in Amelinghausen und Stütensen umfasst die Betriebsgemeinschaft der Bauckhöfe heute 470 Hektar Land und beschäftigt in allen Vermarktungseinheiten und der Landwirtschaft sowie der Sozialtherapie etwa 200 Menschen. »Doch jeder Betriebsteil arbeitet unabhängig von den anderen«, erklärt Carsten Bauck, der zusammen mit drei anderen Familien den Hof im südniedersächsischen Klein Süstedt bewirtschaftet.

drei Höfe aus dem privaten Eigentum in gemeinnütziges Eigentum zu überführen. Der gesamte Besitz wurde in die Landbauforschungsgesellschaft, eine gemeinnützige GmbH, übertragen. Seitdem können die Höfe weder vererbt noch verkauft werden. Die Bewirtschaftung muss auch in Zukunft auf allen Höfen nach den Demeter-Richtlinien erfolgen – so wurde es festgeschrieben. »Damals sollten die Höfe vor Erbstreitigkeiten geschützt werden, die Landwirtschaftsbetriebe schon oft zerschlagen haben«, sagt Carsten Bauck, »für mich bedeutet das: wenn ich mal vorzeitig aussteige habe ich kein Erbe, nur einen Haufen Schulden«. Selbst die Gebäude und der Boden gehören der Gemeinschaft. »Nur ein paar alte Möbel würden mir bleiben«. Doch dem 36-jährigen Landwirt wird bei dem Gedanken nicht mulmig. Er ist Hühnerhalter mit Leib und Seele. Und die Hühner scheinen es zu merken, sie scharen sich um seine Füße, lassen sich ohne Scheu von ihm anfassen.

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Die Hühnerhalter von Klein-Süstedt

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Wiese verteilt stehen. »Mich erinnern sie an Kinderschlitten mit einem Folientunnel«, sagt Carsten Bauck lachend. Er klopft gegen die Tür und öffnet sie langsam. Warme Luft schlägt ihm entgegen. Im Inneren tummeln sich kleine gelbe Wollknäuel auf strohbedecktem Grund. Hunderte Küken, nur wenige Tage alt, leben hier in den modernsten Ställen der Republik, so genannten Mobilställen.

NEUE GENERATION, NEUE IDEEN Carsten Bauck ist auf dem Hof in Klein Süstedt aufgewachsen, probierte nach seinem Schulabschluss aber zunächst allerhand andere Jobs aus. »Meine Eltern haben mir stets gesagt, ich bräuchte kein Landwirt zu werden, das sei sowieso brotlose Kunst. Also zog ich los, arbeitete mal hier mal dort und tobte mich aus«, sagt er heute. Erst 2002 kam er zusammen mit seiner Frau auf den Hof zurück. Damals wohnten hier nur noch zwölf Menschen, »meine Eltern und ihre Mitarbeiter, darunter Zivildienstleistende, Fachwerker und betreute Personen«. Schnell war klar, dass das alte Anbaukonzept den Hof nicht in die Zukunft führen würde. Ein neues Betriebskonzept musste her. »Wir jungen Leute konnten uns mehr für die Tierhaltung als für das Gemüse begeistern«, erinnert sich Carsten Bauck. Die Umstellung ging nicht ohne Reibereien zwischen Jung und Alt vonstatten, doch am Ende wurde man sich einig: Schließlich wollten alle das Beste für Hof, Tiere, Natur und Gemeinschaft. Und so beschlossen sie, neben Mastbullen und Schweinen nun auch Hühner auf den Hof zu nehmen. »Aber wir wollten keine Festställe, wollten vermeiden, dass die Tiere durch Parasiten im stallnahen Bereich gestresst werden«. Die zwölf Mobilställe, eine importierte Idee aus Frankreich, waren die perfekte Lösung.

Die Bewirtschaftung muss auch in Zukunft auf allen Höfen nach den DemeterRichtlinien erfolgen – so wurde es festgeschrieben

WANDERNDE STÄLLE FÜR FRISCHES GRÜN Carsten Bauck zeigt auf einen mehrere Meter breiten, braunen Streifen im Gras. »Hier stand vor ein paar Ta-

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Einblick

gen noch der Stall«, erklärt der Landwirt, »der Boden darunter ist abgewirtschaftet, darum ziehen wir unsere Ställe mit dem Traktor dahin, wo der Rasen noch jungfräulich ist«. Zudem hat jeder Stall neben einer großen Auslauffläche auch einen Wintergarten, der den Tieren Schutz vor Wind und Wetter bietet. »Mehr Tierkomfort ist nicht möglich«, sagt der Landwirt, während sich ein frischer Wind unter die Federn der Hähnchen schiebt, »Geflügeltiere sind Waldrandbewohner, die meisten möchten bei windigem Wetter lieber einen schützenden Fleck haben. Ausnahmen bestätigen die Regel«, sagt er und blickt auf die kleine Meute, die sich am Zaun versammelt hat.

ÖKONOMIE UND ÖKOLOGIE IM GLEICHGEWICHT Die Bewohner des Bauckhofs leben in roten Fachwerkhäusern in direkter Nachbarschaft zu den Tieren. »Das Schicksal hat uns hier zusammen gebracht«, sagt Carsten Bauck. Im Jahr 2007 kam Familie Bremer auf den Hof, die sich im Bereich Puten bestens auskannte, jedoch keinen eigenen Hof hatte. Drei Jahre später das Ehepaar Arndt, das die Vermarktung der Produkte weiter ausbaut. Jeder brachte unterschiedliches Wissen mit. Eigenkapital war dank der gemeinnützigen Organisationsform nicht notwendig. Jede Entscheidung fällt die Pächtergemeinschaft auf dem Bauckhof gemeinschaftlich. Alle sind gleichberechtigt. »Und zum Glück fahren wir alle hundert Prozent auf einer Linie«, sagt Carsten Bauck, »es ist eine hochmoderne Form der Landwirtschaft – die Zukunft hat«. Der altehrwürdige Familienname bringt ihm nichts, er hat weder mehr Rechte noch mehr Pflichten. »Wir wirtschaften alle in einen Topf«. Dem Betrieb ist eine gemeinnützige Trägerschaft übergeordnet. Etwa dreißig Personen – von Professoren über Banker bis hin zu anthroposophischen Doktoren wachen ehrenamtlich über die Vorgänge auf dem Hof. Ohne ihre Zustimmung verändert sich nichts. Sie sind das Gewissen des Hofes, das

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Alle Gewinne des Hofes werden reinvestiert

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W E B C A M 27.4.2012 12:17 UHR

Korrektiv. »Wunderbare Menschen«, schwärmt Carsten Bauck, »aber wenn wir den landwirtschaftlichen Betrieb gegen die Wand fahren oder ihnen die Arbeitsweise eines Mitgliedes des Hofes nicht passt, können sie denjenigen vor die Tür setzen«. Ein Mal im Monat trifft sich der Beirat und diskutiert über neue Strategien und die Wirtschaftlichkeit des Hofes. Alle Gewinne des Hofes werden reinvestiert. »Im Endeffekt bleiben wir ein Wirtschaftsunternehmen mit Tierhaltung. Da müssen Ökonomie und Ökologie im Gleichgewicht sein«.

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EN TIEREN SOLL ES GUT GEHEN

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Trotzdem: Wenn es um die Tierhaltung geht, tut man hier mehr, als das ökonomisch Gebotene. Obwohl die Richtlinien im Ökolandbau für mobile Mastställe, wie sie auf dem Bauckhof eingesetzt werden, 30 Kilo Tiere auf einen Quadratmeter zulassen, sind es in Klein Süstedt nicht mehr als maximal 18 Kilo auf der gleichen Fläche. »Im konventionellen Bereich ist es dagegen im Vergleich zu uns gut und gerne das Dreifache!« Auch bei der Auswahl der Tierrassen überlässt die Gemeinschaft auf dem Bauckhof nichts dem Zufall. Als man sich vor fünf Jahren überlegte, dass man nun neben den 7.500 Masthähnchenplätzen und den knapp 6.000 Legehennen auch Puten dazunehmen wollte, entschieden sich die Bewirtschafter für Bronzeputen. »Sie haben nur einen Brustanteil von 20 bis 25 Prozent, nicht 35 Prozent, wie es im konventionellen Bereich üblich ist«, erklärt Bauck, »aber die Lebensqualität dieser Puten ist viel höher, sie brechen nicht unter ihrem eigenen Gewicht zusammen und erhalten bei uns mehr Zeit zum Wachsen.«

Das Futter aller Tiere auf dem Bauckhof ist zu 100 Prozent biologisch. Fischmehl, das selbst im Ökolandbau theoretisch zugelassen ist, kommt auf den Bauckhöfen nicht in den Trog. Im Stall der Legehennen ist es erstaunlich ruhig und aufgeräumt. Carsten Bauck zeigt auf einzelne Federn, die auf dem Boden liegen. »Die liegen hier, weil die Tiere bei uns friedlich zusammen leben«, sagt er, »wäre das nicht so, würden die anderen Hühner sie wegfressen«. Auch die Schnäbel muss er seinen Hühnern nicht stutzen. Hier muss nicht gepickt werden, im Stall ist genug Platz für alle. »Wir haben ein dreidimensionales System aufgebaut«, sagt er und zeigt auf die verschiedenen Sitzebenen im Stall. »Hier gibt es klare Hierarchien und die geben den Tieren Sicherheit«. Auffällig sind auch die zahlreichen Hähne, die stolz durch den Stall spazieren und ihren Blick auf den Landwirt gerichtet haben. »Der Hahn strukturiert den Hennen den Tag«, klärt Carsten Bauck auf, sie seien ein wichtiger Teil der natürlichen Gemeinschaft.

Die Hühnerhalter von Klein-Süstedt

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Foto: Baukhof

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»Der Tod gehört dazu. Wer ein Tier essen möchte, muss es töten – so ist der Kreislauf.«

WEBCAM IM HÜHNERSTALL Und es gibt noch andere Blicke, die dem Landwirt folgen. Nicht von den Tieren, sondern von Menschen überall auf der Welt. Eine Webcam zeigt das Geschehen im Hühnerstall. Eine zweite Webcam wird immer dort positioniert, wo die Besucher es sich wünschen. Alle zwei Wochen wechselt sie ihren Standort, die Mehrheit der Zuschauer entscheidet wohin. »Transparenz ist uns wichtig«, sagt Carsten Bauck und läuft über den Hof hinein in die Schlachterei, »in allen Bereichen«. Selbst hier, wo die Tiere sterben, können die Menschen zuschauen. Die Schlachterei mit ihrem grünen Boden und dem grellen Neonlicht wurde erst im letzten Jahr eingeweiht und ist ein weiterer Schritt in Richtung Tierfreundlichkeit. »Früher mussten wir die Tiere über viele Kilometer in die Schlachterei transportieren, diese Wege fallen jetzt weg«. 450 Hähnchen können hier pro Stunde geschlachtet werden. »Der Tod gehört dazu. Wer ein Tier essen möchte, muss es töten – so ist der Kreislauf«, sagt Carsten Bauck und erklärt den Ablauf. Betäubung, Kehle durch- und Füße abschneiden, kochen, ausneh-

bioboom.de

men. Es ärgert den dreifachen Familienvater, wenn die Menschen so tun, als würde für ihre Salami auf dem Brot kein Tier sterben. »Hinter jeden Stück Fleisch steht ein Tier. Ich esse auch gerne Fleisch, aber eben nur von Tieren, die ein gutes, faires Leben hatten«.

IMMER WIEDER NEUE WEGE GEHEN Deshalb hat sich die Gemeinschaft entschieden noch einen Schritt weiterzugehen. »Wir haben beschlossen, die Brudertiere – also die männlichen Tiere im Bereich der Legehennen – nicht mehr nach der Geburt zu töten, sondern ebenfalls aufzuziehen«. Die vier Familien auf dem Bauckhof in Klein Süstedt waren sich in dieser ethischen Frage einig. Der Beirat stimmte zu. Das Projekt war beschlossen. »Wir wollen hier nicht auf dem Kreuz der Tiere leben, sondern abends ruhig einschlafen können«. Gewinnbringend sei das aufziehen der »Bruderküken« nicht möglich, da sie als Masthähnchen nicht lukrativ seien – sie wachsen einfach nicht schnell genug. »Trotzdem wollen wir sie aufziehen, auch wenn wir sehr viel mehr Zeit in sie stecken müssen, als in die anderen Tiere.« Beim Bio-Unternehmen Holle und den Bio-Großhändlern Naturkost Nord und Naturkost Elkershausen fanden sie Partner für dieses Projekt, das im Herbst 2012 offiziell vorgestellt werden soll. »Vier Cent werden wir ab Herbst auf jedes Ei aufschlagen. Die Eier subventionieren sozusagen die Brüder«. Dann werden, wie so oft, die Verbraucher entscheiden, ob ein weiterer Schritt in Richtung neues Wirtschaf/oei ten gelingen wir

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Vollwertküche persönlich und pragmatisch

D

er Buchtitel »Immer öfter vegetarisch« ist, wie die Bioboom-Redaktion findet, ein bisschen irreführend. Denn wer jetzt ein Einsteigerkochbuch für alle erwartet, die man neudeutsch als »Flexitarier« oder »Teilzeitvegetarier« bezeichnet, also die wachsende Zahl der Menschen, die nicht mehr jeden Tag, sondern vielleicht nur noch einmal die Woche Fleisch essen, der wird sich möglicherweise die frikadellengewohnten Zähne ausbeißen. Denn hier geht es zur Sache: Vollwertig, ohne Fertigprodukte wird hier ein komplettes Rezeptspektrum vom selbst gebackenen Brot über die Vollkorn-Lasagne bis zur SchokoPraline in Rohkostqualität vorgestellt. Das Faszinierende an den Rezepten offenbart sich erst auf den zweiten Blick: Hey, das kann klappen! Denn »Eine vernünftige Mahlzeit darf bei mir 30 Minuten Arbeitszeit nicht überschreiten«, so die Autorin. Freimütig gibt Wilkesmann zu, erst relativ spät das Kochen für sich entdeckt zu haben. Ihr technisches Interesse führte sie früh auf das Medium Internet, in dem sie auch heute noch aktiv ist (utewilkesmann.de und mehrals-vollwertskandale.de). Die Rezepte sind konsequent auf Vollwertigkeit ausgerichtet, auch Veganer kommen auf ihre Kosten, denn die wenigen tierischen Zutaten Sahne, Schmand, Butter und Honig spielen hier nur Nebenrollen. Ungewöhnlich und für die wachsende Zahl kleinerer Haushalte sehr praktisch: Die meisten Rezepte sind für eine Portion berechnet – das Multiplizieren für die entsprechende Menge sei meist einfacher als das Dividieren, so die pragmatische Au-

Bioboom

Immer öfter vegetarisch torin. Ungewöhnlich ist die große Zahl von rohköstlichen Gerichten, darunter auch Suppen und Hauptgerichte, sehr schön auch die Kapitel »Basics« und »Konservieren«. Gewürzt wird im großen und ganzen sparsam – hier wird man zu Hause eventuell hie und da nachhelfen wollen. Alles in allem: Ein interessantes Kochbuch für alle, die Lust haben, kulinarisches Neuland zu entdecke

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BUCH

TIPP

»EINE VERNÜNFTIGE MAHLZEIT DARF BEI MIR 30 MINUTEN ARBEITSZEIT NICHT ÜBERSCHREITEN«

Ute-Marion Wilkesmann, Immer öfter vegetarisch, 208 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Dort-Hagenhausen Verlag, 24,95 € (D)

MITMACHEN UND GEWINNEN Bioboom verlost fünf Mal ›Immer öfter vegetarisch‹ im Wert von je 24,95 Euro. Schicken Sie bis zum 31. Juli 2012 eine Postkarte, ein Fax oder eine E-Mail an: Redaktion Bioboom, Stichwort ›Öfter Vegetarisch‹, Vordere Schöneworth 17a, 30167 Hannover, Fax 0511.16 15 925, gewinnen@bioboom.de Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, Umtausch oder Barauszahlung der Gewinne nicht möglich. Ebenfalls ausgeschlossen ist die Teilnahme über Dritte, die die Teilnahme an Gewinnspielen vermitteln.

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Grünkernsuppe


Globetrottern wird das Herz höher schlagen! Sonnentor hat 10 neue, ganz besondere Gewürzmischungen zusammengestellt, mit denen man sich ferne Welten als Gaumenfreuden nach Hause holen kann – in der praktischen Streudose und in der Nachfüllpackung! Alle Sorten gibt es auch im Probierset „Würz dich um die Welt“. Erhältlich im gut sortierten BioFachhandel und auf www.sonnentor.com

Eine

Einladung

zur kulinarischen

Weltreise

Grünkernsuppe ZUTATEN FÜR 1 PORTION 35 g Grünkern 20 g Kürbiskerne 100 g Salatgurke 1 gute Prise Salz 250 g Wasser 1 Prise Muskatnuss etwas gehackte Petersilie 1–2 TL Creme fraiche oder Sahne

Grünkern fein schroten, Kürbiskerne hacken und beides in einem trockenen Topf bei mittlerer Hitze rösten, bis der Grünkern sich anfängt zu verfärben. Gurke mit Salz und Wasser zu einer glatten Flüssigkeit mixen (Anm. d. Red.: z. B. mit einem Pürierstab) und portionsweise in den Topf zum Grünkern geben, dabei mit einem Schneebesen durchschlagen. Etwa 2–3 Minuten köcheln, dann mit Muskat abschmecken. In einen Teller füllen, mit Petersilie bestreuen und in die Mitte nach Geschmack etwas Creme fraiche oder Sahne geben.

»Eine schmackhafte Suppe, die besonders schnell geht – in 10 Minuten ist sie fertig. Womit sich wieder einmal zeigt: Gute Ernährung ist kein Zeitfresser.

«

Tipp: Statt Kürbiskern und Gurke sind Sonnenblumenkerne mit Tomaten eine schmackhafte Variante!

Kochen

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Da wächst die Freude.

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© Rezept aus: ›Immer öfter vegetarisch‹, Copyright: Dort-Hagenhausen Verlag

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Neue Ideen für die fleischfreie Freiluftküche

Gegrilltes Grünzeug kommt gewaltig

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Bioboom

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Jamie Purveyance, Weber‘s Veggie – die besten Grillrezepte, 144 Seiten, Gräfe und Unzer Verlag, 14,99 € (D)

Bohnen-Pilze Burger MITMACHEN UND GEWINNEN Bioboom verlost fünf Mal ›Weber‘s Veggie‹ im Wert von je 14,99 Euro. Schicken Sie bis zum 31. Juli 2012 eine Postkarte, ein Fax oder eine E-Mail an: Redaktion Bioboom, Stichwort ›Veggie Grillen‹, Vordere Schöneworth 17 a, 30167 Hannover, Fax 0511.16 15 925, gewinnen@bioboom.de Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, Umtausch oder Barauszahlung der Gewinne nicht möglich. Ebenfalls ausgeschlossen ist die Teilnahme über Dritte, die die Teilnahme an Gewinnspielen vermitteln.

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Kochen

ZUBEREITUNGSZEIT: 40 MINUTEN KÜHLZEIT: 12–24 STUNDEN GRILLZEIT: ETWA 6 MINUTEN ZUBEHÖR: KARTOFFELSTAMPFER FÜR 6 PERSONEN 1 mittelgroße Kartoffel (etwa 200 g), geschält und in 1–1,5 cm große Würfel geschnitten | Olivenöl | 1 EL Butter | 1 große Schalotte, fein gewürfelt | 225 g kleine braune oder weiße Champignons, Stiele entfernt, gesäubert, fein zerkleinert | grobes Meersalz | frisch gemahlener schwarzer Pfeffer | ¾ TL gemahlener Kreuzkümmel | ½ TL getrockneter Ore-

© Rezept aus: Weber‘s Veggie, Copyright GU

US-Grillexperte Jamie Purveyance schreibt seine zahlreichen Kochbücher exklusiv für den amerikanischen GrillHersteller Weber. Wenn sich so einer das Thema »vegetarisch grillen« vornimmt, ist eine leichte Irritation vorprogrammiert – als würde uns ein Großlimousinenhersteller plötzlich ans Herz legen, auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen. Tatsächlich scheint der Grillmeister selbst erstaunt. In der Einleitung finden sich nämlich Sätze wie »wer Gemüse zum Mittelpunkt einer Mahlzeit macht, kann kulinarisch eine Überraschung erleben.« Trotz anfänglicher Skepsis der Redaktion (die meisten Leserinnen und Leser dürften diese Phase schließlich bereits hinter sich gelassen haben): Dieses Buch ist klasse. Zum einen ist es eine Fundgrube an solidem Basiswissen. Das ist gut so, denn Aubergine, Maiskolben & Co. verlangen vom Grillverantwortlichen einen anderen Umgang als Steak und Bratwürstchen. Zum anderen erweitert es das Repertoire grillfreudiger Veggie-Fans um Salate, Sandwiches, Quiches und Nudelgerichte – alles vom Grill. Ebenfalls gut gefallen hat die Vielfalt von Vorschlägen für Beilagen, Würzmischungen, Soßen usw., von denen etliche bestimmt saisonunabhängig den Weg ins »feste Repertoire« finden werden. Einziger eventueller Minuspunkt: Erfahrene Köche werden die Kochanleitungen ein bisschen zu lang und pingelig finden: Dass man beim Anbraten umrühren muss, ist doch irgendwie klar


gano | 1 ½ TL halbtrockener oder trockener Sherry | 1/½ TL zerdrückter Knoblauch | 1 Dose schwarze Bohnen (420 g Inhalt), abgespült und gut abgetropft | 1 Ei (Größe L), leicht verquirlt | 4 EL fein gehackte Korianderblätter | 65 g Walnusskerne, fein gehackt | 80 g japanisches Panko-Paniermehl ZUM ANRICHTEN 6 Burger-Brötchen, aufgeschnitten. 4 EL Mayonnaise | 4 EL Dijon-Senf | 6 dicke Scheiben Tomate | 30 g Feldsalat oder kleine Salatblätter | 1 große Avocado, das Fruchtfleisch in Scheiben geschnitten (nach Belieben) 1. In einem kleinen Topf die Kartoffelwürfel in leicht gesalzenem Wasser in 6–7 Minuten weich kochen, dabei aber nicht übergaren. Die Kartoffel in ein Sieb abgießen. 2. In einer großen Pfanne 1 EL Olivenöl mit der Butter auf mittlerer Stufe erhitzen. Die Schalotte darin in 3–4 Minuten weich braten, ab und zu umrühren. Die Pilze, ½ TL Salz, ¼ TL Pfeffer,

Kreuzkümmel und Oregano dazugeben und 6–8 Minuten unter gelegentlichem Rühren braten, bis die Pilze sehr trocken sind. Mit dem Sherry ablöschen und etwa 5 Minuten einkochen lassen, bis die Pilze wieder fast trocken sind. Den Knoblauch, die Bohnen und die gegarten Kartoffelwürfel unterrühren und 3 Minuten garen. Die Pfanne vom Herd nehmen (die Mischung sollte weiterhin recht trocken sein) und die Bohnen-Pilz-Mischung 10–15 Minuten abkühlen lassen. 3. Mit dem Kartoffelstampfer die Bohnen-Pilz-Mischung in der Pfanne zerstampfen, so dass die Mischung nur noch leicht stückig ist. Mit einer Gabel das verquirlte Ei in die Mischung einarbeiten, anschließend den Koriander, die Nüsse und das Paniermehl. Aus der Masse sechs gleich große, etwa 1,5–2 cm dicke Burger mit einem Durchmesser von 8 cm formen. Die rohen Burger auf ein Backblech setzen, mit Frischhaltefolie abdecken und 12–24 Stunden in den Kühlschrank stellen.

4. Die Burger auf beiden Seiten mit Öl einpinseln und gleichmäßig salzen und pfeffern. Den Grillrost mit der Bürste reinigen. Die Burger bei direkter starker Hitze bei geschlossenem Deckel (Anm. d. Red: Der Autor geht natürlich davon aus, dass Sie einen klassischen Weber-Grill benutzen), 6 Minuten grillen, bis sie durch und durch heiß sind, dabei einmal behutsam wenden. In der letzten Minute die Burger-Brötchen über direkter Hitze kurz rösten. Die Zutaten vom Grill nehmen und die Burger in den Brötchen mit Mayonnaise, Senf, Tomatenscheibe, Salat und nach Belieben mit Avocado anrichten. Sofort servieren. Tipp: Die Burger bis zum Grillen unbedingt im Kühlschrank aufbewahre

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Gurke mit Herz Viel zu schade um in Zaziki geraspelt zu werden, sind diese entzückenden Salatgurken: Beim Aufschneiden dieser besonderen Züchtung entstehen Scheiben in Herzform. Um Skeptiker zu beruhigen: Bei der Entstehung der Herzgurke war selbstverständlich keine Gentechnik im Spiel, sondern lediglich die sanfte Überredungskunst des niederländischen Züchters Fons Verbeek, der die Gurke für Nature &

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More anbaut und in einer besonderen Form wachsen lässt. Die Gurke selbst ist knackig, aromatisch und da es sich um eine Bio-Gurke handelt, kann sie ohne weiteres mitsamt der Schale verspeist werden. Sehenswert ist übrigens auch die Internetseite von Nature & More: Dort kann man sich detailliert ein Bild über Fons Verbeek und seine Kollegen in aller Welt machen. natureandmore.com

rke von ▸ Herz-Gurke Nature & More

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punkt und die Art der Ernte sowie das Pressverfahren über die Qualität. Bio Planète Olivenöl ›Baux-de-Provence‹ vereint in sich alle charaktervollen Aromen der Provence. Es ist intensiv fruchtig, mit Noten von frisch gemähtem Gras und Artischocken, einer feinen Schärfe auf der Zunge und einem angenehmen, langen Abgang. Eine exzellente Bereicherung der feinen, mediterranen Küche. Limitierte Edition! bioplanete.com

◂ Olivenöl Cuvée limitée ›Baux-de-Provence‹ von Bio Planète.

Sommerklassiker Mozzarella ist aus der Sommerküche nicht wegzudenken. Aber leider hat so manches, was sich in den Kühlregalen des konventionellen Lebensmittelhandels tummelt, mit der klassischen italienischen Spezialität so gar nichts mehr zu tun. Milchsäure statt traditioneller Kulturen und der Wegfall der Refezeit ermöglichen zwar eine schnellere Produktion, auf der Stre-

cke bleibt dabei oft der Geschmack. Die Ökologischen Molkereien Allgäu (ÖMA), stellen ihren Mozzarella aus frischer Bio-Milch nach dem traditionellen Verfahren her. Das Ergebnis: Frisch-säuerlich, ein bisschen nach Buttermilch, eben wie ein echter Mozzarella, mit der typischen streifigen Textur, die auf der Zunge zergeht. oema.de

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DVD-Tipp: Taste the Waste Im vergangenen Herbst kam der Dokumentarfilm ›Taste the Waste‹ in die Kinos. Mit erschreckenden Zahlen und Bildern über die unfassbare Verschwendung von Lebensmitteln stieß er eine bundesweite gesellschaftliche Debatte über das Thema an, die bis heute fortdauert. Unter dem Titel ›Frisch in den Müll‹ hat Bioboom bereits im August 2011 über den widersinnigen Umgang mit und die fehlende Wertschätzung für unsere Lebensmittel berichtet. Nun gibt es Valenthin Thurns wichtigen Film endlich auf DVD. Mitmachen und gewinnen! Bioboom verlost drei Mal die DVD ›Taste the Waste‹. Schicken Sie bis zum 31. Juli 2012 eine Postkarte, ein Fax oder eine E-Mail an: Redaktion Bioboom, Stichwort ›Taste the Waste‹, Vordere Schöneworth 17a, 30167 Hannover, Fax 0511.16 15 925, gewinnen@bioboom.de Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, Umtausch oder Barauszahlung der Gewinne nicht möglich. Ebenfalls ausgeschlossen ist die Teilnahme über Dritte, die die Teilnahme an Gewinnspielen vermitteln.

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Saubere Zähne ohne Zahnpasta Ein gutes Zahnpflegemittel braucht keine Konservierungsstoffe, keine Keimhemmer, keine Bleich-, Feuchtund Bindemittel – und auch kein Wasser. Diese Erkenntnis lieferte den Anlass für die Erfindung der Zahnputztablette Denttabs. Trotz bislang eher zurückhaltender Bewerbung erfreut sich die Zahnputztablette mittlerweile einer wachsenden Fangemeinde. Nun sind die Denttabs auch als ›kontrollierte Naturkosmetik‹ zertifiziert. Das Zähneputzen mit Denttabs ist ungewöhnlich, aber laut Hersteller effektiv: Die Denttabs werden einfach zerkaut, dann wird mit einer weichen Bürste sanft geputzt. Durch die enthaltene Zellulose werden die Zähne so glatt poliert, dass praktisch keine Beläge haften bleiben. Denttabs enthält Fluoride, die den natürlichen Remineralisierungsprozess des Zahnschmelzes unterstützen sollen.

Machen die Haut glücklich Rechtzeitig für sommerstrapazierte Haut hat Martina Gebhardt ihre Gesichtspflegelinie ›Happy Aging‹ um intensiv pflegende Gesichtsölkapseln ergänzt. Die vitaminreiche Intensivpflege für die empfindliche und trockene Haut zaubert einen strahlenden Teint und hinterlässt ein samtweiches Gefühl auf der Haut. Jede der kleinen ›intensive caps‹ enthält eine effektive Wirkstoffkombination kostbarer natürlicher Pflanzenöle und -extrakte wie zum Beispiel Hagebuttenkern- oder Schwarzkümmelöl. Wie in der gesamten Linie spielt auch hier Cats Claw (Katzenkralle) eine wichtige Rolle. Diese exotische, hierzulande noch wenig bekannte, Pflanze wächst am Oberlauf des Amazonas in Peru und verdankt den Namen ihren hakenähnlichen Dornen. Auszüge von Cats Claw sollen das körpereigene Reparatursystem aktivieren und der Zellalterung auf natürliche Weise entgegenwirken. Jede Kapsel enthält eine Pflegeanwendung und kann nach Gebrauch kompostiert werden. Die Happy Aging-Linie von Martina Gebhardt ist komplett Demeter-zertifiziert.

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Sonnenschirm für die Haut Wer Sonne natürlich gut geschützt genießen möchte, setzt am besten auf mineralischen Lichtschutz, wie ihn Sante Soleil sensitive bietet. Denn während chemische Lichtschutzfilter in die Haut eindringen und deshalb ein hohes Unverträglichkeitsrisiko haben, legen sich mineralische Pigmente aus Titandioxid und Zinkoxid als unsichtbarer Film auf die Haut und reflektieren das Sonnenlicht wie winzige Spiegel. Diese Form des Lichtschutzes ist effektiv und auch für sensible Haut oder Kinderhaut sehr gut verträglich. SANTE Soleil sensitive Lotion gibt es für mittleres bis hohes Schutzbedürfnis (LSF 15,20 und 30). Die milden Lotionen sind sofort nach dem Auftragen wirksam und wasserfest. Sie bieten ausgewogenen Sofortschutz vor UVAund UVB-Strahlung entsprechend den Empfehlungen der EU-Kommission. Wertvolle Extrakte aus Gojibeeren, Kaffeebohnenöl und Aloe Vera schenken schon während des Sonnenbads reichhaltige, natürliche Pflege. sante.de

Sprüht Lebensfreude Sommer ist super – wir freuen uns auf die ersten heißen Tage, luftige Sommerklamotten und den Mittagspausen-Cappucchino im Straßencafé. Weniger schön ist das Sommerleben im Büro: Drückende Wärme und verbrauchte oder klimatisierte Luft können ganz schön nervig sein. Wie ein duftender Energieschub wirkt dann das Airspray Cosmic Chi: Mit nur wenigen Sprühstößen verbreitet sich der belebende Duft echter ätherischer Öle wie Bergamotte, Orange und Mandarine. Das sorgt für gute Laune und neue Motivation. Funktioniert natürlich auch zu Hause! primaverallife.com ▸ Airspray Cosmic Chi von Primavera Life

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Längst haben die klassischen Rasierprodukte im Regal Gesellschaft bekommen. Das ist keine reine Frage des Marketings, sondern kosmetisch durchaus sinnvoll. Denn die Haut von Männern und Frauen unterscheidet sich deutlich: Die Oberhaut ist bei Männern deutlich dicker, das Bindegewebe fester. Die ersten Fältchen bekommen sie deshalb deutlich später, dafür ist Männerhaut oft großporiger und fettiger. Das bedeutet, mild-intensive Reinigungsprodukte sind angesagt. Da man Männern unterstellt, dass sie es kosmetisch übersichtlich haben möchten, werden Shampoo und Duschgel gerne in einem Produkt kombiniert, dazu gibt es das passende Deo. Wenn es um Pflege geht, braucht Männerhaut etwas weniger Öle, aber dafür jede Menge Feuchtigkeit. Auch harte Kerle möchten nicht gerne verknittert aussehen. Deshalb gibt es ein naturkosmetisches Antifalten Fluid für »ihn«, das die Haut mit Bio-Coffein und Ginkgoextrakt nachhaltig belebt (Logona). Überhaupt ist der Muntermacher Coffein in Bio-Männerserien sehr beliebt und regt auch in diversen Shampoos »seine« Haare an (zum Beispiel Alva, Sante).

Im Zentrum der Männerpflege steht natürlich die Rasur. An der Beschäftigung mit dem Gesichtshaar kommt schließlich kein Mann vorbei. Neben klassischen festen Rasierseifen (zum Beispiel Savon du Midi) oder Rasiercremes aus der Tube, die mit einem Pinsel aufgeschäumt werden (zum Beispiel Lavera, Speick), findet sich im NaturkosmetikRegal sogar der komfortable, fix und fertige Schaum aus der Sprühdose – selbstverständlich ohne Treibgas und

Die Haut von Männern und Frauen unterscheidet sich deutlich

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Männer

UM DEN BART GEHEN

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otoröl wird bekanntlich aus Erdöl gewonnen. Das gleiche gilt leider auch für viele Rohstoffe, die in konventionellen Kosmetikprodukten für Männer eingesetzt werden. Zum Glück gibt’s im Naturkosmetikregal mittlerweile eine breite Auswahl für Männer, die sich nachhaltig pflegen möchten.

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Im Zentrum der Männerpflege steht natürlich die Rasur.

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AKZENTE SETZEN Die Liebe zu einer bestimmten Pflege geht nicht zuletzt durch die Nase. Beim wichtigen Thema Duft setzen die Naturkosmetik-Macher selbstverständlich ebenfalls auf Natur. Ob holzig, würzig oder zitronig: Die harmonischen, intensiven, aber niemals aufdringlichen Noten heben sich wohltuend von den grellen Synthetikdüften herkömmlicher Produkte ab.

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Übrigens: Gerne unterstellt man ja Männern, sie würden sich bei den Tiegeln ihrer Partnerin einfach mitbedienen oder sich ihre paar Tübchen einfach von der Freundin mitbringen lassen. Tatsächlich ist es gar nicht so selten umgekehrt – viele Frauen finden die herb-frischen Naturdüfte und leichten Konsistenzen nämlich so unwiderstehlich, dass sie sie gleich selbst benutze

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ergestellt werden alle die schönen, duftenden, wohltuenden Produkte in einem idyllisch gelegenen kleinen Dörfchen in Niedersachsen am Rande des Weserberglandes. Die Adresse ›Zur Kräuterwiese‹ ist für den Naturkosmetikhersteller LOGOCOS Programm. Man gehört zu den Pionieren der deutschen Bio-Branche und schon immer war hier alles etwas anders, als in ›normalen‹ Unternehmen: Die Bio-Kantine, die flexiblen Arbeitszeiten… Lange bevor Nachhaltigkeitsberichte in Mode kamen, engagierte sich das Unternehmen schon in einer Vielzahl von ehrenamtlichen, grünen und fairen Projekten.

O IMMER ES NATURKOSMETIK GIBT, DA STEHEN IM REGAL MARKEN WIE LOGONA, SANTE, AQUABIO, NEOBIO ODER HELIOTROP. OB TRENDBEWUSSTES MAKE-UP, SICHERER SONNENSCHUTZ ODER WIRKSAME ANTI-AGINGPFLEGE: MIT IHRER KONSEQUENTEN, ZERTIFIZIERTEN QUALITÄT, EDLEN PFLANZENEXTRAKTEN, HOCHWERTIGEN ÖLEN UND POWER-WIRKSTOFFEN AUS DER NATUR ÜBERZEUGEN SIE NATURSCHÖNHEITEN NICHT NUR IN DEUTSCHLAND, SONDERN MITTLERWEILE AUF DER GANZEN WELT.

Das Unternehmen LOGOCOS engagiert sich in einer Vielzahl von unterschiedlichen Projekten. Wie wählen Sie eigentlich aus, wen oder was Sie fördern wollen? Ein Schwerpunkt entsteht ganz von selbst durch unsere Arbeit. Wir setzen pflanzliche Rohstoffe aus der ganzen Welt ein. Da erfahren unsere Einkäufer viel über die Bedingungen vor Ort und wichtige Ansätze, die förderungswürdig sind. Wir haben natürlich ein lebhaftes Interesse daran, dass die Natur geschützt und erhalten wird. Nehmen Sie das Beispiel Regenwald: Man vermutet, dass er so etwas wie eine globale Apotheke ist, ganz viele Pflanzen dort sind noch überhaupt nicht erforscht. Deshalb unterstützen wir zum Beispiel die nachhaltige Nutzung des Regenwaldes und beziehen Acai-Beeren aus dem Amazonas-Gebiet von einem Bio- und Fair Trade-Projekt.

Interview mit Bettina Bockhorst

Also die klassische Hilfe zur Selbsthilfe…

Bioboom sprach mit Bettina Bockhorst über Anbauprojekte am Amazonas, Pausenfrühstück für Erstklässler und anthroposophische Lebensmodelle in Ägypten.

Das klingt mir zu herablassend. Wir haben viele gewachsene Beziehungen zu langjährigen Partnern, wie zum Beispiel der Sekem Farm in Ägypten, von der wir schon seit fast zwanzig Jahren

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Engagement

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Bio-Henna für unsere Pflanzenhaarfarben beziehen. Natürlich ist es für Sekem gut, dass wir ein verlässlicher Abnehmer sind und einen fairen Preis bezahlen. Aber wir bekommen von ihnen erstklassige Rohstoffe – das ist eine klassische Win-Win Situation. Noch ein Win-Win-Beispiel: Wir haben eine Kampagne mit einem Model gemacht, das im Rollstuhl saß. Das haben die Verbraucher gar nicht gemerkt, sie warb für LOGONA-Shampoo. Da ging es nicht darum, dass wir ein Rollstuhl-Model fördern wollten, sondern sie hatte einfach ein tolles Gesicht und tolle Haare. Wir sehen unser Engagement nicht als

»Wohltätigkeit«, sondern wir wollen nachhaltig zu einer Veränderung der Verhältnisse beitragen. LOGOCOS engagiert sich viel direkt bei Ihnen vor Ort, schwerpunktmäßig in der Kinder- und Jugendarbeit.

J

a, das ist richtig. Wir sind in der Region verwurzelt. Deshalb finden wir das Mischwaldprojekt, das wir mit SANTE

gemacht haben, so wichtig. Es hat Kindern den Kontakt mit Natur ermöglicht, der heute so oft fehlt. Und Studien haben ergeben, dass Menschen nur bereits sind, das zu schützen, was sie auch kennen und lieben gelernt haben. Der Kontakt mit der Natur ist heute selbst für Kinder auf dem Land nicht mehr selbstverständlich. Zusätzlich unterstützen wir die Bio-Brotbox-Initiativen, zum Beispiel in Hannover. Also, auf den ersten Blick ist unser Engagement wahrscheinlich so bunt wie die Produktpalette unserer Kosmetik – aber letztlich geht es immer um nachhaltige Entwicklung.

ENGAGEMENT SEKEM-FARM · AÇAI · PROJEKT MISCHWALD · BIO-BROTBOX

Foto Henna: Steve Lovegrove/Dreamstime.com

PROJEKT ›MISCHWALD‹ – NATUR ERLEBEN

SEKEM-FARM – FAIRE FARBE

AÇAI – KLEINE BEERE, GROSSE WIRKUNG

Das Bio-Henna für die LOGONA-Pflanzenhaarfarben stammt von der SekemFarm in Ägypten. Die biologisch-dynamische Farm in dem Land, das zu 94% aus Wüste besteht, ist ein kleines Wunder, für das Gründer Ibrahim Abouleish 2005 mit dem »alternativen Nobelpreis« ausgezeichnet wurde. Heute arbeiten im Sekem-Projekt rund 2000 Beschäftigte. Arbeit, Bildung, soziales Netz, Gesundheitswesen: Sekem ist nicht nur ein Gegenentwurf zur industriellen Landwirtschaft, der unter schwierigsten Bedingungen funktioniert, sondern auch ein wegweisendes gesellschaftliches Modell. sekem.com (englisch)

Als wirkstoffreiche »Superfrucht« sind die Früchte der Açai-Palme heiß begehrt. Für die SANTE-Naturkosmetik werden Bio-Açai-Beeren aus dem Anbauprojekt Amazon Organic verwendet. Das Bio-Projekt besteht aus derzeit fünf Kooperativen, die aus jeweils 15 bis 20 Familien bestehen. Sie bauen in einer nachhaltigen Mischkultur Açai-Beeren in Bio-Qualität an und erhalten dafür einen höheren Preis als üblich. So werden Rodung und Raubbau im Regenwald im brasilianischen Belém verhindert und das ökologische und soziale Gleichgewicht im Amazonas-Delta stabilisiert. bioamazon.de

Schöne Aussichten für die Zukunft

Gemeinsam mit den ersten und zweiten Klassen der Salzhemmendorfer Grundschule pflanzten SANTE-Mitarbeiter im vergangenen Herbst 55 neue Bäume im nahegelegenen Osterwald: Die richtigen Stellen aussuchen, ein großes Loch graben, einpflanzen… so wurde Wald handfest erlebbar. Zum Schluss durfte jedes Kind seinen Baum mit Namensschild versehen. Ziel der Aktion: Kindern die Schönheit der Natur zu vermitteln und die Erfahrung ng ermöglichen, dass jedee und jeder einen Bei-trag leisten kann. sante.de

BIO-BROTBOX FÜR ERSTKLÄSSLER – SCHÜLER FIT MACHEN Kinder, die ein gesundes Pausenfrühstück dabei haben, sind konzentrierter bei der Sache und haben es beim Lernen einfach leichter. Die Bio-BrotboxInitiative Hannover schenkt deshalb den rund 12.000 Schulanfängern in Stadt und Region Hannover jedes Jahr eine wieder verwendbare gelbe Brotbox, gefüllt mit einem gesunden Frühstück aus Bio-Produkten. LOGOCOS ist von Anfang an dabei und packt in jede Box ein LOGONA-Kinderzahngel. biobrotboxhannover.de

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›HOW CLEAN IS YOUR CLOUD?‹ Das fragt Greenpeace im Titel eines aktuell veröffentlichten Berichts, der sich mit dem Stromverbrauch der ITKonzerne befasst. Rechenzentren sind die Fabriken des Informationszeitalters. Ständig errichten IT-Unternehmen neue Server-Parks mit Tausenden von Computern. ›Cloud Computing‹, das Speichern von digitalen Daten und Programmen im Netz, führt zu einer rasant steigenden Nachfrage nach Strom. Manche Rechenzentren verbrauchen so viel Energie wie 180.000 europäische Haushalte und sind so riesig, dass sie sogar aus dem Weltraum zu sehen sind. Wäre die ›Cloud‹

ein Land, hätte dieses den weltweit fünfthöchsten Stromverbrauch – und dieser wird sich laut Studie bis 2020 verdreifachen. Greenpeace sieht dabei eine zunehmende Spaltung in ›saubere‹ und ›dreckige‹ IT-Firmen. Während Unternehmen wie Google, Yahoo und Facebook zunehmend auf erneuerbare Energien setzten, versorgten sich z. B. Apple, Amazon und Microsoft noch immer überwiegend mit dreckigem Kohle- und Atomstrom. Greenpeace fordert von allen IT-Unternehmen, ihre Clouds mit erneuerbaren Energien zu betreiben oder direkt in Ökostrom zu investiere greenpeace.org

Illustration: Torsten Jäckel/Harting&Tovar

Bioboom Mix

Wäre die ›Cloud‹ ein Land, hätte dieses den weltweit fünfthöchsten Stromverbrauch

n.

VEGETARISCHER URLAUB 250 konsequent vegetarisch geführte Hotels, Pensionen und Seminarzentren präsentieren sich auf einer gemeinsamen Internetplattform als die ›Veggie Hotels‹. Auf Benutzerfreundlichkeit wird bei den Veggie Hotels besonderer Wert gelegt. Bei der Suche nach vegetarischen Unterkünften erhält man mit nur zwei Klicks eine komplette Auswahlliste. In 40 Ländern ist das VeggieHotels-Team bereits fündig geworden. Darunter finden sich auch Reiseziele, die nicht für ein besonders Vegetarier-freundliches Angebot bekannt sind, wie z. B. Ghana, Jordanien oder China. Der Vegetarierbund Deutschland (VEBU) unterstützt die Initiative von Veggie Hotels und hat dieses Angebot als Ergänzung seiner eigenen Restaurant- und Hotelsuche in sein Webportal www.vebu.de integriert. Veggie-sein ist im Trend. Deshalb werden auch vegetarische Ange-

bote in Pensionen und Hotels immer stärker nachgefrag

Bioboom

Bioboom Mix

veggie-hotels.de

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IMPRESSUM Bioboom Heft 55 Sommer 2012

Was Sie sagen.

bioboom.de HERAUSGEBER Harting & Tovar GmbH Vordere Schöneworth 17a · 30167 Hannover bio@bioboom.de T 0511.16 15 920 · F 0511.16 15 925 REDAKTION Jeanine Tovar (V.I.S.D.P.) + Detlef Harting REDAKTIONSANSCHRIFT Vordere Schöneworth 17a · 30167 Hannover

Weiter so… …mit dieser tollen Zeitschrift! P. Huttenhuis op Bevers per E-Mail Muss Bio alles liefern? …auch hier scheint die Devise: ›Wenn wir es nicht machen, machen es andere‹, zunehmend Oberhand zu gewinnen. Enttäuschung und Ernüchterung machen sich bei mir breit. Besinnung auf die alten Werte der Naturkostpioniere – statt Greenwashing! U. Baumann, Hannover Von der Rückkehr der Landwirtschaft in die Stadt… …zu schreiben, finde ich ziemlichen Blödsinn. Sicher ist es nett, wenn Kinder Erdbeeren auf dem Balkon ziehen und Ringelblumen auf Brachflächen

wachsen. Die Ernährungsprobleme der Menschheit werden wir so allerdings nicht lösen können. S. Fechner, per E-Mail

MITARBEIT Jörg Oberwittler/obe Kristin Oeing/oei VERTRIEB/LOGISTIK/ANZEIGEN Carola Schröder TITELBILD Yuri Shchipakin/Dreamstime.com

›Besinnung auf die alten Werte der Naturkostpioniere — statt Greenwashing!‹

GESTALTUNG Torsten Jäckel ERSCHEINUNGSWEISE Bioboom erscheint 4 x jährlich AUFLAGE 140.000 BEZUG Bioboom gibt’s gratis in Bio-Läden, Bio-Supermärkten und Reformhäusern Keine Ausgabe verpassen? Bioboom im Jahresabo für 8 Euro (Inland) bequem per Post nach Hause/Einzelheft 2 Euro (Inland) FÜR NATURKOST- UND NATURWARENFACHGESCHÄFTE, REFORMHÄUSER UND BIO-MÄRKTE Abonnieren Sie Bioboom kostenlos für Ihre Kunden: 0511.16 15 920 DRUCK CW Niemeyer Druck GmbH Böcklerstraße 13 · 31789 Hameln

Sagen Sie was: Wir freuen uns über Ihre Kommentare und Anregungen, die wir gründlich und mit Interesse lesen, auch wenn wir sie leider nicht immer vollständig abdrucken können! Redaktion Bioboom, c/o Harting & Tovar GmbH, Vordere Schöneworth 17a, 30167 Hannover, bio@bioboom.de

DIE NÄCHSTE BIOBOOM ERSCHEINT AM 15. AUGUST 2012

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Alle Angaben ohne Gewähr. Nachdruck oder Verbreitung in digitalen Medien, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers. Für den Inhalt der Anzeigen sind die Inserenten

bioboom.de DAS MAGAZIN FÜR NACHHALTIGEN GENUSS IM INTERNET

verantwortlich. INSERENTEN BiologoN GmbH, Forest Finance Service GmbH, Herzberger Bäckerei GmbH, Keimling Naturkost GmbH, Logocos Naturkosmetik AG, Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau eG, MM-Cosmetic GmbH, Plose Quelle AG, Sonnentor Kräuterhandels GmbH, Vivani/Ecofinia GmbH, Zwergenwiese Naturkost GmbH

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ALTERNATIV WIRTSCHAFTEN (BIO-)SAATGUT IST KULTURGUT BIO – EINE FRAGE DES GUTEN GESCHMACKS FRISCH IN DIE TONNE

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