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notstrom Das Kundenbulletin der Bimex Energy AG |  Dezember 2012

Leise Kraftpakete Mobile Aggregate für die Elektrizitäts werke   des Kantons Zürich | Seite 2 USV-Anlagen: Auszeichnung für Euro-Diesel | 3

Porträt: Walter Zwahlen, Projektierung | 3

Wartung und Tests: So erhöhen Sie die Sicherheit Ihrer Anlagen | 4


Das Kundenbulletin der Bimex Energy AG |  Dezember 2012

Aggregate, so leise wie ein Gespräch Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich haben dieses Jahr fünf neue, mobile Notstromanlagen in Betrieb genommen. Dank hochwirksamer Schalldämpfung sind die Aggregate  leiser als der Geräuschpegel in manchen Restaurants.

Mobile Stromaggregate für die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich: Hinter der Verschalung surren schallgedämpfte Motoren von MTU.

Kunden den Strom abstellen? Nein, das kann ein Elektrizitätswerk heute nicht mehr. Wo es früher eine Versorgungspause gab, springen jetzt mobile Dieselaggregate ein: Die rollenden Kraftpakete sichern die Stromversorgung während Unterhaltsarbeiten am Verteilnetz, und sie füllen die Lücke, falls der Strom unerwartet ausfällt. Fünf neue Anlagen Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) haben ihre mobile Notstromflotte dieses Jahr vollständig ersetzt. Der Auftrag war öffentlich ausgeschrieben und Bimex machte das Rennen. Von Mai bis August 2012 lieferte Bimex den EKZ fünf Anlagen: ein selbstfahrendes Aggregat in einem Mercedes-Lastwagen und vier Anlagen, die auf Anhänger montiert sind. Das kleinste Aggregat leistet 400 kVA,

das grösste bringt eine Notstromleistung von 880 kVA. Die Anlagen wiegen zwischen 9,5 und 26 Tonnen. Bimex hat jede Anlage im bernischen Uetendorf entwickelt und gebaut. Nur noch 60 Dezibel Welche Anforderungen stellten die EKZ an die Produkte – abgesehen von einem konkurrenzfähigen Preis? Bruno Völlmin, Leiter Netzqualität bei den EKZ: «Wichtig war uns die Qualität der Energieversorgung. Darüber hinaus sollten die Anlagen sparsam im Verbrauch sein und komfortabel zu bedienen. Zudem galt es, die Umweltnormen einzuhalten.» Wie umweltfreundlich eine Anlage ist, entscheidet sich nicht zuletzt an ihrer Lautstärke. Die neuen Anlagen für die EKZ gehören zu den leisesten überhaupt: Bei den Anhängern wur-

de der Geräuschpegel von 110 auf 60 Dezibel reduziert, beim Lkw auf 63 Dezibel. Anders gesagt: Was einmal so laut war wie ein Rockkonzert oder wie ein Grossraumflieger aus 250 Metern Distanz, hat jetzt nur noch den Geräuschpegel eines Gruppengesprächs.

Eine Million Kunden Mit rund einer Million Kunden und  1600 Beschäftigten gehören die  Elektrizitätswerke des Kantons Zürich  zu den grössten Schweizer Energieversorgern. Die EKZ liefern Strom in  rund 130 Gemeinden (mit Ausnahme  der Stadt Zürich). Nahezu die gesamte  Energie wird von der Axpo bezogen.  Die EKZ verteilen rund zehn Prozent  des im Land benötigten Stroms. www.ekz.ch


Porträt

Die Dezibelwerte massiv zu senken, war eine Knacknuss. «Jedes Dezibel unter 70 erfordert immensen Aufwand», sagt Bimex-Geschäftsführer Beat Müller. Der Grund: Tiefere Dezibelwerte verringern den Schallpegel nicht linear, sondern exponentiell. Wer sich beispielsweise zum Ziel setzt, eine Anlage drei Dezibel leiser zu machen, muss die Lautstärke halbieren. Bei superschallgedämpften Aggregaten wie jenen für die EKZ ist es deshalb mit der Isolation alleine nicht getan – es ist zwingend, die Anlagen speziell zu konstruieren. Dem Umweltschutz hat Bimex mit drei weiteren Massnahmen Rechnung

getragen: Jede Anlage ist mit einem Russfilter ausgerüstet, der 99 Prozent der Partikel absorbiert. Zudem verhindern DeNOx-Katalysatoren den Ausstoss von drei Vierteln der Stickoxide. Und das Auffangsystem für die Flüssigkeiten (Diesel, Kühl- und Schmiermittel) ist hundertprozentig dicht. Für Bedienkomfort sorgen die Steuerungen der neusten Generation. Beim Lkw ist das Aggregat von der Fahrerkabine aus bedienbar, und es gibt einen Stromanschluss: Der Fahrer kann in der Kabine den Laptop einstecken – oder die Kaffeemaschine. ■

No-Break-Anlagen: Award für Euro-Diesel

No-Break-Anlage von Euro-Diesel

Die Beratungsfirma Frost & Sullivan hat den belgischen Anlagenhersteller Euro-Diesel ausgezeichnet – er produziert Aggregate für den unterbruchsfreien Stromfluss. Weltweit sichern derzeit über 700 Aggregate von Euro-Diesel die Stromversorgung wichtiger Systeme – von Rechenzentren bis zu Flughäfen. Die Nachfrage nach den Produkten aus Lüttich hat in den letzten Jahren markant zugenommen. Die hohe Produktakzeptanz ist einer der Gründe, weshalb die Berater von Frost & Sullivan dem belgischen Hersteller ihren Award verliehen haben: Seit über 20 Jahren, so heisst es

in der Marktanalyse, seien die Kunden mit den Aggregaten von Euro-Diesel zufrieden. Frost & Sullivan streichen u.a. folgende Produktmerkmale heraus: die Energie- und Kosteneffizienz, die einfache und robuste Konstruktion, der geringe Platzbedarf und das einzigartige, redundante Startsystem. Auch die Wahl von Bimex In der Schweiz installiert Bimex die NoBreak-Anlagen von Euro-Diesel seit über zehn Jahren als Teil ganzer Notstromkonzepte. Das grösste lieferbare Einzelmodul leistet 2500 kVA (bei 50 Hz), das kleinste 200 kVA. Es lassen sich mehrere Einzelmodule parallel schalten. ■

Walter Zwahlen, Projektierung

Wenn es schneit, wächst im Gemüsegarten von Walter Zwahlen immer noch Salat  – oben auf  1000 Metern, in Schwanden  über dem Thunersee. Walter Zwahlen  schmunzelt: «Ich schütze den Salat natürlich speziell.» Die Ernte einfahren kann der  Hobbygärtner bis im März, dann ist schon  bald wieder Zeit fürs Säen – Zeit auch, die  Masttiere zu kaufen, die Walter Zwahlen  jeden Sommer aufzieht, darunter zwei  Lämmer. «Dieses Jahr hatte ich Schwarznasenschafe.» Zum tierischen Inventar  gehören auch vier Truten und 80 Hühner.  Ein Teil des Geflügels wird verkauft. «So  gutes Huhn assen wir noch nie», sagen die  Leute oft. Tiere der exotischeren Art beobachtete  Walter Zwahlen in Südafrika. Dort lebte  er von 1974 bis 79, begleitet von seiner  Freundin und heutigen Gattin. Ein lang gehegter Traum hatte sich erfüllt: «Der Kontinent und seine Tiere begeisterten mich  schon als Bub.» Das Abenteuer dauerte  fünf Jahre. Als die Heimkehr nahte, mochte  der Auslandschweizer keinen Flug buchen.   Abheben und nach wenigen Stunden in   einer anderen Welt landen, das ging Walter Zwahlen zu schnell. «Mein Innerstes  wäre in Afrika geblieben.» Und so fuhren  er und seine Frau die 27 000 Kilometer mit  dem Auto zurück – 13 Monate lang. Vor 27 Jahren stiess der gelernte Bauschlosser zum Team von Bimex. Seit 12  Jahren ist er Projektleiter. Was gefällt  ihm an der Projektarbeit? «Interessant  ist das ganze Paket: die Arbeit mit Kunden  und Kollegen, das Konstruieren und Berechnen.» Gewicht legt er besonders auf  die Planung: funktioniere sie, klappe alles   andere meistens auch. Walter Zwahlen  leitet in der Regel vier Projekte gleichzeitig. Den Überblick behält er mithilfe der  EDV – und mit der Erfahrung aus mehreren  Hundert  Aufträgen.


Das Kundenbulletin der Bimex Energy AG |  Dezember 2012

Geregelte Wartung: ein Plus an Sicherheit

Der Tipp So testen Sie Ihre Notstromanlage Monatlich: Testen Sie Ihre Anlage  jeden Monat zumindest im Leerlauf oder – falls die Steuerung für  Parallelbetrieb ausgelegt ist – mit  Last. Bei Bedarf unterstützt Bimex  Sie dabei. Jährlich: Einmal pro Jahr sollte  ein Blackout-Test erfolgen: Die  Stromzufuhr wird bewusst und koordiniert unterbrochen. Betreiber  zögern manchmal mit diesem Test,  weil sie Bedenken haben. Die Zurückhaltung ist jedoch unbegründet, wenn der Test gut vorbereitet  ist und alle verantwortlichen Personen daran teilnehmen. BimexTechniker begleiten jede Woche  Blackout-Tests – insbesondere bei  Kunden mit hochsensibler Infrastruktur wie Rechenzentren, Spitäler oder Telecom-Dienstleister.

Notstromanlagen arbeiten zuverlässig. Dennoch könnte ein System im Ernstfall den Dienst versagen, wenn die Wartung mangelhaft ist und Testläufe ausbleiben. Wer seine Notstromanlage nach der Installation sich selber überlässt, geht unnötige Risiken ein: Die Batterie kann sich entleeren oder es kommt zu anderen Standschäden. Die grösste Gefahr sind jedoch externe Fehlerquellen, die sich über Jahre einschleichen. Zwei Beispiele aus der Praxis: Nach Umbauten im Haus steigt die Zahl der Stromverbraucher, was die Anlage überlasten könnte. Oder notstromberechtigte Verbraucher sind eventuell nicht am Notnetz angeschlossen. Wartungsintervalle fixieren Anlagen, die regelmässig gewartet werden, bleiben funktionstüchtig. Ein Wartungsvertrag gewährleistet die

nötige Konstanz: Bimex sorgt automatisch – und ohne pauschal anfallende Mehrkosten – für den Motorenservice und testet die Steuerung, in der Regel einmal pro Jahr. Zudem erreichen die Kunden via Pager den 24-StundenPikettdienst. Eine weitere Massnahme im Dienst der Anlagensicherheit sind Testläufe (siehe Kasten links). ■

Bimex-Techniker Kilian Michel beim Motorenservice

KURZ NoTIERT Motoren von MTU: Nachfrage steigt

Für einen starken Binnenmarkt

Steuerung: Kontrolle via Industrie-PC

Mit dem Bussystem in die Haustechnik

MTU baut den «Rolls-Royce»  unter den Dieselmotoren.  Die Produkte aus Friedrichshafen überzeugen mit  hochentwickelter Technik und  einem guten Preis-LeistungsVerhältnis. Bimex setzt darum  vermehrt auf die Produkte des  deutschen Herstellers. Die  Baureihe von MTU bietet ein  Leistungsspektrum von 200 bis  2850 kW.

Bimex pflegt den Wirtschaftsstandort Schweiz: Werden  Notstromaggregate nach  Wunsch des Kunden modifiziert, geschieht dies in  Uetendorf bei Thun und Hinwil  – wenn immer möglich in  Zusammenarbeit mit lokalen  und regionalen Partnern.  Importiert werden jene Komponenten, die anders nicht zu  beschaffen sind, zur Hauptsache Motoren, Generatoren und  Standardaggregate.

Notstromanlagen von Bimex  werden immer häufiger via  Industrie-PC überwacht: Die  robusten Rechner visualisieren auf dem Bildschirm alle  Prozessdaten in Form einer  übersichtlichen Grafik. Kontrollierbar sind zum Beispiel  der Betriebszustand oder  Schalterstellungen. IndustriePCs werden von Bimex zumeist in Schaltschränke oder  Steuerpulte integriert.

Möchten Sie die Steuerung  Ihrer Notstromanlage in die  Gebäudeautomation einbinden? Bimex stellt die Daten  im Modbus- oder ProfibusProtokoll bereit. Bussysteme  übertragen die Mess- und Regeldaten aller Komponenten  über die gleiche Leitung. Der  permanente Datenaustausch  zwischen Steuergeräten,  Sensoren und Verbrauchern  erlaubt eine Diagnose der  gesamten Haustechnik. 

Impressum Herausgeber: Bimex Energy AG, Glütschbachstrasse 32, 3661 Uetendorf,  www.notstrom.ch, info@bimex.ch, Telefon +41 (0)33 334 55 66  Redaktion: Beat Müller (Bimex); Beat Hühnli, Köniz  Layout: Erik Blatter, xpure, Thun  Fotos: Daniel Boschung, Wallisellen (S. 1 und 2), Bimex (S. 3 und 4)  Grafik: Euro-Diesel  Druck: Jordi Medienhaus, Belp. Gedruckt auf FSC-Papier.


Kundenbulletin Dezember 2012