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Routen

» BergFührer #1 2012/13 Höhepunkte


» BergFührer 2012/13

Auf jedem Gipfel eröffnet sich eine neue Perspektive. Wir möchten Sie nach der Lektüre des Bergführers zu einem Perspektivwechsel einladen. Wenden Sie das heft in der Mitte und werfen Sie einen Blick in unseren Bergbericht.


Sir Edmund P. Hillary (1919 – 2008) Gelang 1953 die Erstbesteigung des Mount Everest

Nicht der Berg ist es, den man bezwingt, sondern das eigene Ich. Bildung & Begabung bringt Menschen, Ideen und Initiativen zusammen, die dafür sorgen, dass talente zu Gipfelstürmern werden. Das Zentrum für Begabungsförderung zeigt Perspektiven auf und geht neue Wege – damit jeder die Chance bekommt, über sich hinauszuwachsen.

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BergFührer 2012/13

#1


01 Neue Routen Talent-Routen

06

Anhaltspunkte für richtungsweisende Talentförderung 360° Blick

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Fachtagung „Perspektive Begabung“ Gipfeltreffen

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ECHA-Konferenz 2012 Wegkreuzung

#1

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Talentförderung in Fußball und Bildung Gute Aussichten

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Länder-Special des Begabungslotsen Adlerauge

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Talentmagazin HINGUCKER 2012/13

Bergführer

Bergfrische

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Neustart des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen

02 Gipfelstürmer Perspektivwechsel Bitte wenden Sie dieses Heft zur Lektüre des Bergberichts: Kap. 01 – Tourenbuch Kap. 02 – Basislager

LOGbuch 2.0

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Mit dem Bundeswettbewerb Fremdsprachen in die USA Höhentraining

24

Mathematik-Preisträger hospitiert am Weizmann-Institut Höhe(n)punkte

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2012/13 Steigeisen

30

Potenziale entdecken in der TalentAkademie NeunLändereck

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Spitzenförderung in der Multinationalen Akademie Speed Climber

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Mathe-Bundessieger an die Uni Bonn berufen Impressum

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06

Talent-Routen

Anhaltspunkte für richtungsweisende Talentförderung

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Steigeisen für die Wanderschuhe

Die TalentAkademie rüstet Talente von morgen für den Gipfelsturm.


„  Neue Her­ausforde­ rungen ...

AUFBRECHEN Impulse geben, Neues wagen: Bildung & Begabung stöSSt Debatten und Projekte an, die ...

4


Gottfried Niebaum, deutscher Lyriker und Erfinder

...

erfordern neue Wege. “ VORGEHEN ... die schulische und auSSerschulische TalentfĂśrderung beleben und voranbringen.

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Talent-Routen Anhaltspunkte f端r Richtungsweisende Talentf旦rderung

UNser vorgehen:

1

2

3

5

Wegstrecke

1

Neugierde wecken

2

Orientierung geben

3

Unterst端tzung bieten

5

Grenzen 端berwinden

4

6

Mut aufbringen


Neue Routen 01

Damit junge Menschen zu Gipfelstürmern werden, bedarf es individueller Routen. Bildung & Begabung unterstützt Talente und Talentförderer darin, passende Wege einzuschlagen. 1 neue talente entdecken oder den nächsten Leistungsgipfel erklimmen: mit verschiedenen förderprogrammen holen wir Schüler dort ab, wo sie stehen, und motivieren sie, ihre Leistungspotenziale zu ­entfalten.

2 Wir bieten Bildungspraktikern, Eltern und Schülern Informationen zu allen Fragen der Begabungsförderung. Erkenntnisse aus Wissenschaft und Förderpraxis bereiten wir für alle Zielgruppen auf – leicht zugänglich und verständlich.

3 Fördern heiSSt für uns, den Einzelnen zu befähigen, seine Stärken zu entfalten und einzusetzen. mit unseren Angeboten unterstützen wir Schüler entsprechend ihrer individuellen Entwicklungsstufe.

4 Mut, in der Begabungsförderung neue Wege zu gehen: Mit unseren Partnern setzen wir uns dafür ein, die Entwicklung, Erprobung und wissenschaftliche Begleitung neuer FördermaSSnahmen voranzubringen.

5 Wir denken interdisziplinär, fördern multinational und engagieren uns dafür, soziale, Kulturelle wie schulische grenzen zu überwinden: damit jeder die chance bekommt, das beste aus seinen talenten zu machen.

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360° Blick Kompetenzen im Fokus der Fachtagung „Perspektive Begabung“

Provokante Thesen formulierte Neurobiologe Gerald Hüther in seinem Auftaktstatement: Kompetenzen erwerben und Potenziale entfalten, das könnten Kinder nur selbst. Das sei eine logische Folgerung aus Sicht der Hirnforschung, die längst die neuronale Selbstorganisation des Gehirns erwiesen habe.

Kompetenzen – Schlüssel zur Potenzialentfaltung oder Fehlentwicklung in unserem Bildungssystem? Die Tagung „Perspektive Begabung“ widmete sich im März 2013 dem im Zuge von PISA viel diskutierten Thema Kompetenzentwicklung aus Sicht der Begabungsförderung – und stieß damit auf hohes Interesse in der Fachwelt: Mehr als 600 Bildungswissenschaftler und -praktiker meldeten sich für einen der 300 Plätze an.

Während der Schwangerschaft strukturiere sich das Gehirn eines Kindes anhand der Signalmuster, die es im Bauch der Mutter empfängt – selbstorganisiert. Entscheidend für die autopoietische Ausbildung der neuronalen Vernetzungen seien vor allem Gefühle, also emotionale Aufladungen und entsprechend freigesetzte Botenstoffe. Gelernt und neuronal vernetzt werde, so Hüther, was bezüglich der inneren Referenz jedes einzelnen Kindes wichtig sei – was den Kindern „unter die Haut“ gehe. Nach der Geburt „sammelten“ Kinder immer mehr solcher Empfindungs- und Denkmuster, die das eigene neuronale Netz festigen.

Wie hängen Kompetenzentwicklung und Begabung zusammen? An welchen Bildungsorten kann eine begabungsfördernde Kompetenzentwicklung stattfinden? Und was brauchen Kinder überhaupt, damit sich ihre Talente entfalten können? Bei der zweiten Auflage der Tagungsreihe „Perspektive Begabung“ im Wissenschaftszentrum Bonn gaben Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen, Bildungsprak­ tiker und Wirtschaftsvertreter Antworten auf diese Fragen.

Aus neurobiologischer Perspektive gelte es daher, Inhalte mit Bedeutsamkeit „aufzuladen“ und so die Faszination der Schüler für Themen und bestimmte Fähigkeiten zu wecken. Eltern und Lehrer könnten dazu beitragen, dass Kinder auf diese Weise Talente entwickeln, meinte der Neurobiologe, zum Beispiel als „Potenzialentwicklungscoach“.

Eckhard Klieme räumte mit dem Vorurteil auf, dass

Kompetenzen nichts mit Bildung und Talentförderung zu tun hätten. Kompetenzen befähigten Menschen erst dazu, Wissen eigenständig anzuwenden, kreativ zu nutzen und Anforderungen zu bewältigen, so der Bildungsforscher.

Dass die Beziehung zwischen Lehrern und Schülern entscheidend ist für eine gelingende Begabungsentfaltung, darin waren sich auch Bildungsforscher Eckhard Klieme und Begabungsforscherin Claudia Solzbacher einig. Aller-

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Neue Routen 01

Ganzheitlich und Interaktiv

Abstimmung im Publikum (r.)

Im Spagat zwischen Fördern und Selektieren hätten

dings machten beide Wissenschaftler deutlich, dass sich Lehrkräfte dabei in einer Zwickmühle befänden: Pädagogen wollten Selbstentfaltung unterstützen. Gleichzeitig, betonte Eckhard Klieme mit kritischem Blick auf Gerald Hüthers Ausführungen, habe Schule aber Qualifikationsaufgaben zu erfüllen. Es gelte daher, die richtige Balance zwischen beiden Anforderungen zu finden, zum Beispiel indem Lernsituationen nicht bewertet und damit klar von Leistungssituationen abgekoppelt würden. In der Praxis könnten das kooperative Lernprozesse wie Peer Learning oder Prüfungen wie das Zentralabitur sein, so Klieme.

Lehrer häufig das Gefühl, nicht allen Schülern gerecht werden zu können, erläuterte Claudia Solzbacher. Die knappe Zeit werde dann eher den Leistungsschwachen gewidmet, Potenziale gerieten aus dem Blick. Vertrat Hüther eher die Position, in einem geschlossenen Klassenraum könne man kaum die Faszination von Kindern wecken, machte Solzbacher deutlich, Begabungsförderung dürfe nicht ausschließlich an außerschulische Lernorte „outgesourct“ werden. Fundament für individuelle Förderung im Unterricht sei ein vielfältiges Angebot an Lerngelegenheiten. Dieses müsse allerdings gut strukturiert, von Lehrern begleitet und auf individuelle Bedürfnisse abgestimmt sein. Ob in den Praxisforen oder bei der Diskussions-

runde zur Relevanz von Kompetenzen in der schulischen, beruflichen und akademischen Laufbahn: Die Fachtagung „Perspektive Begabung“ zeigte das breite Spannungsfeld auf, in dem sich Praktiker und Wissenschaftler rund um das Thema Kompetenzentwicklung bewegen. Interaktive Formate wie moderierte Gesprächsrunden, Publikums­ abstimmungen und Thementische förderten eine rege Diskussion. Deutlich wurde auch, dass der Erwerb von Schlüsselkompetenzen für die Talententwicklung zentral ist und die Rahmenbedingungen an den unterschiedlichen Lernorten eine entscheidende Rolle spielen.

ZITAT # 1

„ In heterogenen Klassen ist die Lehrkraft als Entwicklungshelfer gefragt. “ Heinz Klippert (EFWI) Im Forum „Kompetenzentwicklung im Unterricht“ bei der „Perspektive Begabung“ 2013

Programm und ausführliche Tagungsdokumentation: » www.bildung-und-begabung.de/perspektive13

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Gipfeltreffen Weltkongress zur Begabungsförderung

1.000 Gäste, 40 Länder, ein Thema: Begabungsexperten aus aller Welt kamen vom 12. bis 15. September 2012 in Münster zusammen, um darüber zu diskutieren, wie die Potenziale begabter Menschen gefördert werden können – von der frühen Kindheit bis ins Alter. Der Weltkongress „Giftedness across the Lifespan“, den Bildung & Begabung inhaltlich und finanziell unterstützte, richtete den Blick auf die Begabungsentwicklung in der Lebensspanne.

Der weltweit gröSSte Kongress zur Begabungsförderung kombinierte den 4. Münsterschen Bildungskongress mit der 13. Internationalen Konferenz des European Council for High Ability (ECHA). Begabungsforscher, Bildungspraktiker und Talentförderer hatten bei der Tagung die Gelegenheit, sich in über 350 Vorträgen, Symposien und Workshops über aktuelle Trends und Forschungsergebnisse auszutauschen. Zu den Referenten des Kongresses zählten international führende Begabungsforscher wie die beiden US-Amerikaner Nicolas Colangelo von der University of Iowa (Foto S.11, 4. v. l.) und Joseph Renzulli von der University of Connecticut sowie der Wissenschaftler ­Péter Csermely von der Semmelweis University in Budapest. „Die Synergien und Kontakte, die hier in Münster entstehen, geben der Begabungsförderung weltweit neue ­Impulse“, sagte Elke Völmicke, Geschäftsführerin von Bildung & ­Begabung (Foto, S.11, l.). „Wir freuen uns, dass wir die internationale Vernetzung an dieser Stelle unterstützen können.“

Während die Talentförderung lange Zeit auf den

Ein Schwerpunkt lag auf der Frage, wie das lebenslan-

schulischen Kontext ausgerichtet war, geht der Trend inzwischen dahin, alle Altersgruppen in den Fokus zu nehmen – auch angesichts der demografischen Entwicklung. „Jeder Mensch hat spezielle Fähigkeiten, in jeder Phase seines Lebens“, sagte Christian Fischer (Foto S. 11, r.), der Vorsitzende des Internationalen Centrums für Begabungsforschung (ICBF), das den Kongress organisiert hatte. „Es ist eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen, diese Potenziale stärker zu fördern.“ Ein wichtiges Anliegen der Konferenz war es, Möglichkeiten einer individuellen und kontinuierlichen Begabungsförderung aufzuzeigen – insbesondere auch im Kontext von Migration.

ge Lernen gefördert werden kann. Viele Referenten stellten die Bedeutung der co-kognitiven Persönlichkeitsfaktoren heraus. So betonte Joseph Renzulli, Persönlichkeitsfaktoren wie Mut, Hingabe oder Empathie seien entscheidend, wenn man Menschen dazu bewegen wolle, ihre Talente produktiv einzusetzen. Diese könne man nicht lehren, man könne sie nur entwickeln. „Wir müssen begabten Menschen die Möglichkeit geben, ihre Talente dort einzubringen, wo es sie berührt – sei es in der Nachbarschaft, in der Gemeinde oder in den Bereichen, für die sie sich interessieren, wie Sport oder Musik.“ Wenn man ihnen erlaube, ihren Interessen entsprechend zu forschen oder kreativ zu sein, würden

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Neue Routen 01

Grenzüberschreitend und wegweisend

Internationaler Expertenaustausch beim Weltkongress zur Begabungsförderung in der Universität Münster.

Echa 2012 sie dazu animiert, ihre Fähigkeiten zu entwickeln und zum Nutzen aller einzubringen.

Tweets zum Weltkongress

» Floor Raeijmaekers, 12 Sep 2012: Tas inpakken Dass sowohl Persönlichkeits- als auch Umweltfaktoren voor de ECHA-conferentie in Münster. Ben benieuwd! bereits von der frühen Kindheit an bedeutenden Einfluss #hoogbegaafd #echa12 auf die Lernmotivation und die Begabungsentfaltung ha» Kolberg, 12 Sep 2012: „Bildung & Begabung“ – ben, zeigte das Symposium „Begabung und Migration“. Der http:/www.bildung-und-begabung.de Støtter talenter Entwicklungspsychologe Haci-Halil Uslucan (Universität og lærere i Tyskland – og #ECHA12 konferansen. Duisburg-Essen) sprach über das Erkennen und Verkennen » Tracy Weinberg, 13 Sep 2012: Forums like this have von Talenten bei ethnischen Minderheiten. Etwa 34 Promade gifted advocacy less lonely; encouraging to see world­zent der unter Fünfjährigen in Deutschland hätten einen wide interest. Always room for growth and l­earning #echa12 Migrationshintergrund. Das Risiko, dass ihre Potenziale » Bildung & Begabung, 14 Sep 2012: Simone Seitz bei aufgrund von Sprachbarrieren und sozialen Verkennungs#echa12: Begabungs- und Talentförderung häufig zu ­ mechanismen übersehen würden, sei hoch. Daher müsse milieu- und kulturspezifisch, sollte sich breiter öffnen. bereits im Elementarbereich in Förderung investiert werden. Positive Effekte habe beispielsweise eine frühe Sprachförderung. Daneben sei es wichtig, das Selbstwertgefühl der Kinder zu stärken. „Negative Stereotypisierungen sorgen oft dafür, dass Kinder mit Migrationshintergrund den Glauben an die eigenen Fähigkeiten verlieren“, so Uslucan. Um oder Diskussionsrunde, der Kongress brachte vor allem dem entgegenzuwirken, müsse man ihnen die Möglichkeit eine Erkenntnis: Wenn begabte Menschen zu lebenslangen Lernern werden sollen, muss zunächst ihre Leidenschaft geben, sich zu beweisen, und Erfolgserlebnisse schaffen. für das Lernen geweckt werden – je früher, desto besser. Erste Schritte in diese Richtung sind bereits getan: Die nächste ECHA-Konferenz findet vom 17. bis 20. SepDrei Best-Practice-Beispiele zeigten, wie begabte Jugendlitember 2014 in Ljubljana (Slowenien) statt. che mit einer Zuwanderungsgeschichte in ihrer Entwicklung unterstützt werden können: „Talent im Land“ und die START-Stiftung präsentierten ihre Stipendienprogramme, Bildung & Begabung hat vor dem Kongress Interviews mit Referenten geBildung & Begabung stellte die VorbilderAkademie vor. führt. Die Gespräche mit Joseph Renzulli, Heidrun Stöger, Péter Csermely, Alle Projekte eint der Ansatz, den auch Uslucan fordert: Sie Claudia Solzbacher, Franz-Josef Mönks und Jürgen Haase finden Sie unter ermutigen die Teilnehmer und geben ihnen die Möglich» www.bildung-und-begabung.de/echa2012 keit, ihre Stärken zu entdecken. Ob Symposium, Vortrag

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Wegkreuzung Talentförderung in FuSSball und Bildung

Frank Schaefer (Leiter Sport, 1. FC Köln), Reinhold Yabo (Profi, Karlsruher SC) und Frank Fahrenhorst (U-17Trainer, FC Schalke 04) trafen am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung auf Beate Weisbarth (Leiterin Elsa-Brandström-Realschule Köln), Carsten Rohlfs (Professor, Pädagogische Hochschule Heidelberg) und Ulrike Leikhof (Leiterin Neue Fördermaßnahmen, Bildung & Begabung). Die Podiumsdiskussion, die von BundesligaAnchorman Sven Pistor (WDR 2 „Liga live“) moderiert wurde, machte deutlich, dass beide Bereiche auf ganzheitliche und individuelle Förderung setzen – der Fußball der intellektuellen Bildung aber in einem Punkt voraus ist.

Mesut Özil, Julian Draxler, Mario Götze – die Liste der jungen deutschen Talente, die den internationalen Fußball aufmischen, ist lang. Grund genug, einmal nachzufragen, ob das Bildungssystem von der Talentförderung im Fußball noch etwas lernen kann. Auf der didacta brachte Bildung & Begabung Experten aus Bildung und Profifußball miteinander ins Gespräch.

angestoSSen

Talent-Talk am Stand des BMBF mit Talentförderern aus Fußball und Bildung.

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meinem Weg betreut und mich dadurch besser gemacht“, so Yabo. „Trainer und Betreuer haben Zeit investiert und mir das Gefühl gegeben, dass sie sich für mich interessieren und dass sie es ernst meinen.“ Yabo führte die deutsche U-17-Nationalelf 2009 als

Kapitän zum EM-Titel. Während seiner Zeit beim 1. FC Köln hat er auch begonnen, für das Abitur zu lernen. Denn: EliteSchulen des Fußballs, mit denen die Nachwuchsleistungszentren kooperieren, ermöglichen es Talenten, sportliche und schulische Anforderungen gleichzeitig zu meistern. Der Sohn einer kongolesischen Mutter und eines ghanaischen Vaters ist ein Beispiel für gelungene Integration im deutschen Fußball. Hier ist der Sport dem Bildungssystem einen Schritt voraus: In der Nationalelf zählen Profis mit Zuwanderungsgeschichte zu den Leistungsträgern, in den deutschen Mathe-Olympiamannschaften gibt es nur vereinzelt Schüler mit Migrationshintergrund. Dies liegt laut Rohlfs vor allem daran, dass eine sportliche Begabung unabhängig von Sprachkenntnissen sichtbar wird. Begabungen im kognitiven Bereich blieben aufgrund mangelnder Sprachkompetenz oft verborgen. Deshalb müsse noch mehr für die Förderung junger Mi­ granten getan werden. Er lobte die VorbilderAkademie von Bildung & Begabung als ein wegweisendes Programm, das eine mögliche Benachteiligung durch Herkunft ausgleiche.

ZITAT # 2

„ Den Sprung an die Spitze schaffen nur die Spieler, die über weitere Kompetenzen ver­ fügen – wie die Fähigkeit zur Selbstkritik, Eigenmotivation oder Konfliktfähigkeit. “ Frank Schaefer Leiter Sport, 1. FC Köln

Fazit: Chancengerechtigkeit, Kompetenzentwicklung und individuelle Förderung sind Themen, die auf beiden Seiten eine sehr wichtige Rolle spielen. Talentförderer in Fußball und Bildung können voneinander lernen und voneinander profitieren. Gemeinsam können sie auch die Integration in Deutschland vorantreiben – und auf diesem Wege noch mehr Talente zur Spitze führen.

Selbst-, Sozial- und Handlungskompetenz spielen daher heute sowohl in den Förderprogrammen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) als auch in denen der schulischen und außerschulischen Begabungsförderung eine zentrale Rolle. Im FuSSball läuft die Talentförderung vor allem über den DFB und die Vereine. 400 DFB-Stützpunkte sorgen dafür, dass Fußball-Talente in ganz Deutschland gesichtet und individuell gefördert werden. Die 800 talentiertesten Spieler eines Jahrgangs werden in die Nachwuchsleistungszentren der Bundesligaclubs aufgenommen. Carsten Rohlfs, der Schulpädagogik und Methoden der Bildungsforschung lehrt, zog Parallelen zur Talentförderung im Bildungsbereich: „Es gibt inzwischen eine Kultur der Nachwuchsförderung, die darauf setzt, Talente zusammenzubringen“, so Rohlfs. „Man arbeitet nicht mehr allein, sondern in Teams – ob in Nachwuchsleistungszentren, Akademien oder Graduiertenkollegs.“ Ein Schlagwort, das auf beiden Seiten immer wieder fiel: individuelle Förderung. Sie sei ganz entscheidend – im Sport ebenso wie in der Musik oder in den Naturwissenschaften. Fußballprofi Reinhold Yabo, der beim 1. FC Köln ausgebildet wurde, erklärte, wie wichtig es ist, auf die Stärken und Schwächen jedes Einzelnen einzugehen: „Der Verein hat viele Gespräche mit mir geführt, mich auf

didacta 2013

Programm von Bildung & Begabung 19. bis 23. Februar 2013, Messe Köln » Talkrunde: „Talentförderung im Fußball – Role Model für das Bildungssystem?“ » Talkrunde: „Breit fördern, Vielfalt nutzen: Potenzialentwicklung in der TalentAkademie“ » „The Faceworld“ – Multimedia-Aufführung des Helene Lange Gymnasiums, Hamburg (Siegerteam im Bundeswettbewerb Fremdsprachen) » Talkrunde: „Talent 2.0: Digitale Medien als Chance für die individuelle Förderung?“ » „Der Begabungslotse“ – Präsentation des Online-Portals zur Talentförderung von Bildung & Begabung » www.bildung-und-begabung.de/didacta2013

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Neue Routen 01

Um ihre Talente optimal entfalten und entwickeln zu können, benötigen junge Menschen Kompetenzen, die über ihre fachliche Begabung hinausgehen – darin waren sich beide Seiten einig. Frank Schaefer, der auch Lukas Podolski auf seinem Weg vom Talent zum Weltklassespieler begleitet hat, betonte, dass man die sportliche Entwicklung nicht von der Persönlichkeitsentwicklung trennen könne.


Gute Aussichten Länder-Special des Begabungslotsen

ZITAT # 3

„ Für Interessierte, die ihre Kenntnisse erweitern wollen, ist dieser Internetauftritt eine Fundgrube. “ Angelika Göbel, Referentin für Hochbegabtenförderung des Landes Berlin

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November 2012 bis August 2013

3 5 6 2 DEUTSCHLAND

1 H

4

1

Gütesiegel-HochbegabungProgramm, Hessen

4

Entdeckertagsschulen, Rheinland-Pfalz

2

Lehrerbildung an der HumboldtUniversität, Berlin

5

Beratungsstelle besondere Begabungen, Hamburg

3

Kompetenzzentrum KiTa/Grundschule, Schleswig-Holstein

6

Zentren für unterstützende Pädagogik, Bremen

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Neue Routen 01

Stichproben aus den Länder-specials


Gute Aussichten

bildet dieses Spektrum ab. Das geschieht in enger Zusammenarbeit mit den Ansprechpartnern des zuständigen Kultusministeriums bzw. der Senatsverwaltung. „Für Interessierte, die ihre Kenntnisse erweitern wollen, ist dieser Internetauftritt eine Fundgrube“, sagt Angelika Göbel, Referentin für Hochbegabtenförderung des Landes Berlin. „Die Möglichkeit, komplette Programme zu hinterlegen, eröffnet eine Tiefe der Information, die bei kurzen Zusammenstellungen nicht geleistet werden kann.“

Bildungshoch über Rheinland-Pfalz, klare Sicht in Hamburg, sonnige Vorhersagen für Schüler in Hessen: Das Länder-Special des Begabungslotsen spürt Besonderheiten und Schwerpunkte der Begabungsförderung der 16 deutschen Bundesländer auf. Im SechsWochen-Rhythmus wird jeweils ein Land vorgestellt – gute Aussichten für Talente und Talentförderer.

Das Länder-Special ermöglicht seinen Nutzern eine konzentrierte Suche innerhalb des jeweiligen Bundeslandes. So finden Lehrer beispielsweise die richtige Anlaufstelle für eine Fortbildung an der Humboldt-Universität in Berlin 2 , Eltern aus Schleswig-Holstein das passende Kompetenzzentrum Kita/Grundschule 3 oder Schüler eine „Entdeckertagsschule“ in Rheinland-Pfalz 4 .

Das Feedback spricht für das neue Angebot: So verzeichnet das Online-Portal seit dem Launch kontinuierlich steigende Zugriffszahlen. Und auch die Bundesländer profitieren von dem Länder-Special. „Die Aspekte der Begabtenförderung und der Begabungsforschung spielen in der Kommunikation der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft eine eher marginale Rolle“, sagt Angelika Göbel. „Das Länder-Special ermöglicht es uns, die Vielfalt und Breite der Förderangebote für besonders Begabte deutlich zu machen und einem größeren Personenkreis ins Bewusstsein zu heben.“

Wie fördert Bremen seine Talente? Welche schulischen und außerschulischen Förderangebote gibt es für Kinder in Hessen? Und wo finden Eltern Beratungsstellen in Schleswig-Holstein? Antworten auf diese Fragen liefert seit November 2012 das Länder-Special des Begabungslotsen. Der Begabungslotse ist der Online-Wegweiser zur Talentförderung von Bildung & Begabung. Das Special präsentiert Besonderheiten und Schwerpunkte der Begabungsförderung und Talententwicklung der einzelnen Bundesländer und stellt schulische und außerschulische Förderprogramme vor. Das können das „Gütesiegel-Hochbegabung-Programm“ in Hessen 1 , die „Beratungsstelle besondere Begabungen“ in Hamburg 5 oder ein „Zen­ trum für unterstützende Pädagogik“ in Bremen 6 sein.

Wegweiser

Begabungslotse » D  er Begabungslotse ist das erste länderübergreifende OnlinePortal zur Talentförderung. » Das Portal bildet das komplette Spektrum der Talentförderung ab – von der Potenzialentwicklung bis zur Hochbegabtenförderung. » Die Datenbank umfasst insgesamt 2.321 Angebote (Stand 8/2013), die vor Aufnahme einer systematischen Qualitätskontrolle unterzogen wurden. » Partner und Förderer des Begabungslotsen sind die Kultus­ ministerkonferenz (KMK) und die Deutsche Bank AG. » www.begabungslotse.de

Im November 2012 machte Hessen den Anfang. Bis August 2013 folgten Berlin, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz, Hamburg und Bremen. Das Länder-Special informiert über die jeweiligen Förderangebote der Länder, bündelt die länderspezifischen Informationen erstmals übersichtlich auf einer Plattform und bietet so Orientierung in der deutschen Bildungslandschaft. Die vorgestell­ ten Angebote werden nach festgelegten Qualitätskriterien beurteilt und ständig aktualisiert. Bedingung: Der Schwerpunkt muss im Bereich der Begabungsförderung liegen. Die Specials aller 16 Bundesländer sind dauerhaft im Archiv des Begabungslotsen abrufbar.

Interview zum Länder-Special » E  in ausführliches Interview mit Angelika Göbel lesen Sie auf: » www.bildung-und-begabung.de/ laender-special-interview

Jedes Bundesland setzt eigene Akzente in der Talentförderung und bietet andere Projekte an. Das Länder-Special

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Talentmagazin HINGUCKER sorgt für Aufsehen

Hin|gu|cker, der; -s, -: Sache oder Person, die aus dem Üblichen heraussticht und dadurch große Aufmerksamkeit erregt.

präsentieren sich in einem jugendlich-frechen Layout, das das Heft auch optisch zu einem HINGUCKER macht. Informativ und unterhaltsam trägt das Talentmagazin das Thema Begabungsförderung in eine breite Öffentlichkeit – und füllt damit eine Lücke: Viele Publikationen konzentrieren sich eher auf spezielle Zielgruppen und fokussieren Forschungsthemen oder Einzelaspekte wie Hochbegabung.

Er weckt Aufmerksamkeit, stößt Initiativen an und schafft ein breites Bewusstsein für die Notwendigkeit einer zielgerichteten Begabungsförderung: Mit dem HINGUCKER hat Bildung & Begabung Anfang 2013 ein Magazin auf den Markt gebracht, das Talente und Talentförderer gleichermaßen unterstützt. Der Titel bringt den Auftrag auf den Punkt: Damit sich Talente entfalten, braucht es Menschen, die sie sehen und fördern – es braucht Menschen, die genau hingucken.

Mit einer Auflage von 10.000 Exemplaren ist der HINGUCKER im Februar 2013 erschienen. Das Titelthema: Begabung kennt keine Grenzen. Da Bildungserfolg in Deutschland immer noch stark von der Herkunft abhängt, konzentriert sich das Heft auf die Frage, wie soziale Grenzen bei der Talentförderung überwunden werden können. Autor Armin Himmelrath erzählt Erfolgsgeschichten – von Menschen und Initiativen, die Mut machen. Renommierte Bildungsforscher kommen ebenso zu Wort wie Jugendliche. Außerdem wagt der HINGUCKER Seitenblicke: 11-Freunde-Autor Thorsten Schaar fragt, was das Bildungssystem von der Talentförderung im Fußball lernen kann; Lehrer Daniel Bernsen erklärt, wie digitale Medien dabei helfen, Schüler individuell zu fördern. Der zweite HINGUCKER erscheint übrigens im Frühjahr 2014.

Auf 40 Seiten stellt der HINGUCKER nachahmens-

werte Initiativen und bemerkenswerte Talentförderer vor – und liefert so Anregungen für die Praxis. Er bietet seinen Lesern die Informationen und Ideen, die sie benötigen, um selbst zu Talentförderern zu werden. Lehrer, Eltern und Bildungspraktiker finden hier Best-Practice-Beispiele und Ansprechpartner. Aktive aus Politik und Wirtschaft erfahren von Projekten, die sie fördern oder umsetzen können. Der HINGUCKER kombiniert Wissenschaft und Praxis, schaut über den Tellerrand und setzt dabei auf ein lebendiges Storytelling. Reportagen und Kolumnen werden von namhaften Autoren wie Armin Himmelrath (u. a. Spiegel) oder Reinhard Kahl (u. a. ZEIT) geschrieben. Die Beiträge

Online-Ausgabe und kostenlose Heftbestellung: » www.bildung-und-begabung.de/hingucker Wie gefällt Ihnen der Hingucker? Wir freuen uns über Ihr Feedback an: » info@hingucker.de

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Neue Routen 01

Adlerauge


Bergfrische Neustart des Bundeswettbewerbs FremdspracheN

Neu aufgestellt präsentiert sich der Bundeswettbewerb Fremdsprachen pünktlich zur Wettbewerbsrunde 2013/14. Termine und Abläufe wurden harmonisiert, Strukturen und Anmeldung vereinfacht und Sprachenteams für die sieben Wettbewerbssprachen berufen. Kurzum: Rundumerneuerung – und das während der laufenden Wettbewerbsrunde 2012/13.

Spezialwettbewerbe und Teilnahmeoptionen machten Schülern und Lehrern die Orientierung im Bundeswettbewerb Fremdsprachen bisher allerdings nicht immer leicht. „Mit der vereinfachten Struktur möchten wir den Jugendlichen den Weg zur Teilnahme bestmöglich ebnen“, so Bernhard Sicking, Leiter des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen. „Schließlich möchten wir so viele sprachbegeisterte Jugendliche wie möglich identifizieren, motivieren und fördern.“ TEAM oder SOLO lautet nach dem neuen System die

wichtigste Frage, die Schüler für die Teilnahme beantworten müssen. Für SOLO-Teilnehmer gliedern sich die Wettbewerbskategorien dann weiter in zwei Einzelstufen (Klassen 8 und 9 sowie 10 und höher), die Kategorie TEAM richtet sich an Schülergruppen der Klassen 6 bis 9. Auszubildende und Berufsschüler können in der Kategorie TEAM BERUF an den Start gehen.

Der Bundeswettbewerb Fremdsprachen

ist einer der traditionsreichsten Schülerwettbewerbe in Deutschland. Seit 1979 unterstützt er junge Leute darin, Fremdsprachen zu lernen und andere Länder und Kulturen zu entdecken. Der Bundeswettbewerb Fremdsprachen kombiniert die Begabtenförderung mit der Förderung von Mehrsprachigkeit. Mit diesem Ansatz unterscheidet er sich von kommerziellen Sprachzertifizierungsangeboten und trägt den Forderungen der Europäischen Kommission und der Kultusministerkonferenz Rechnung, die Mehrsprachigkeit angesichts der Globalisierung zu einem zentralen Bildungsziel erhoben haben. Mehr als 15.000 Sprachtalente gehen jedes Jahr ins Rennen um den Bundessieg. Zahlreiche Wettbewerbssprachen, verschiedene

Sieben Kernsprachen sind im SOLO-Bereich des neuen Wettbewerbs wählbar (Englisch, Französisch, Italienisch, Latein, Russisch, Spanisch, Altgriechisch). Ab Klasse 10 müssen die Teilnehmer mit mindestens zwei Sprachen antreten und können auch Chinesisch, Dänisch, Japanisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, Tschechisch oder Türkisch hinzuwählen. In der Kategorie TEAM können Schüler mit allen Fremdsprachen, die an deutschen Schulen gelehrt werden (außer Kunst- und Plansprachen), antreten.

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Also alles neu? Nicht ganz: Schließlich bleiben be-

zahlreichen Ehrenamtlichen, die sich als Aufgabensteller, Jurymitglieder, Landesbeauftragte oder als Organisatoren engagieren, nur noch jeweils einen Termin merken: Der einheitliche Anmeldeschluss macht es möglich. Die neue Wettbewerbsstruktur ist so übersichtlich geworden, dass sie praktisch auf einem Post-it dargestellt werden kann – oder eben auf den frisch gestalteten Webseiten des neuen Bundeswettbewerbs. Hier hat der Wettbewerb ebenfalls ein neues Gesicht bekommen – genau genommen sogar zwei: Svea Jaeger und Tim Nasser, zwei Preisträger des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen, schmücken die Webseiten und die Ausschreibungsmaterialien, die im Sommer 2013 an sämtliche Schulen des Bundesgebiets versendet wurden. Buttons rufen außerdem in verschiedenen Fremdsprachen zum Mitmachen auf.

währte Strukturen des traditionsreichen Schülerwettbewerbs erhalten und die Schlüsselkompetenzen des Fremdspracherwerbs sind auch in Zeiten weltumspannender Echtzeitkommunikation und virtueller Übersetzungstools dieselben: „Wir lernen fremde Sprachen durch Schreiben, Lesen, Hören und Sprechen“, erklärt Bernhard Sicking. „Diese Kompetenzen werden auch durch die neuen Aufgaben gefördert.“ Der „Neue“ wird also vor allem durch die organisatori-

schen Vereinfachungen gegenüber den Vorjahren auffallen. „Und vielleicht dem ein oder anderen durch seine frische Optik“, fügt der Leiter des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen hinzu. Er jedenfalls trägt die Fremdsprachenbuttons passend zum Start der neuen Wettbewerbsrunde 2013/14 in verschiedenen Sprachvarianten an seinem Hemd. Die Botschaft: „Allez!“, „Join in!“, „Participa!“, „Mach mit!“.

Seit dem Neustart mit dabei sind auch die sieben

Sprachenteams, die für die Kernsprachen als offizielle Gremien in den Wettbewerb berufen wurden. In den Sprachenteams treffen Fremdsprachexperten aus Praxis und Wissenschaft aufeinander – allen gemein ist ihr Auftrag: herausfordernde und innovative Aufgaben für den Wettbewerb zu entwerfen. Bei den Aufgaben selbst wird sich in den kommenden Jahren übrigens noch einiges tun. Interkulturelle Kommunikation und Kompetenzorientierung sollen künftig eine noch wichtigere Rolle spielen.

Informationen zum Wettbewerb: » www.bundeswettbewerb-fremdsprachen.de » www.facebook.com/bwfremdsprachen

Wortgewandt und Ausgezeichnet

Fremdsprachentalent Svea Jaeger.

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Neue Routen 01

Ab sofort brauchen sich die Teilnehmer, aber auch die


„  Wenn es einen Glauben gibt, der Berge ver­ setzen kann, ...

MOTIVIEREN Bildung & Begabung spornt junge Menschen dazu an, neue Leistungsgipfel zu erklimmen.

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Marie von Ebner-Eschenbach, österreichische Schriftstellerin

 ... so ist es der Glaube an die eigene Kraft. “ HERAUSFORDERN Bei Akademien und Wettbewerben lernen sie, ihre Stärken zu entfalten und zu nutzen.

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Logbuch 2.0 Mit dem Bundeswettbewerb Fremdsprachen in die USA

1. Juli, Campus JHU Baltimore

Fiona Forth aus Augsburg hat 2012 das Sprachenturnier des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen gewonnen – und damit ein Stipendium für das Summer Program an der Johns Hopkins University (JHU) in Baltimore. Fünf Wochen verbrachte sie an der Elite-Universität in den Staaten und berichtete von ihren Erlebnissen in einem Blog auf der Website des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen. Einige Höhepunkte präsentieren wir hier noch einmal offline.

In der Früh schnappe ich am Buffet ein „zao an“ (chinesisch Guten Morgen) auf, meinen Mittagstisch teile ich mit Thailand, Indien, Österreich, Türkei, Vietnam und meine Zimmernachbarinnen haben italienische bzw. persische Wurzeln. In der ersten Woche in Baltimore lerne ich die Basics in Chinesisch und Farsi, esse amerikanisch, französisch, italienisch, spanisch oder asiatisch. Genauso farbenfroh wie der Unicampus sind hier auch das Publikum und die Erlebnisse. Da mein Kurs „Black and White Photography“ erst in der zweiten Woche der Sommerakademie beginnt, komme ich in den Genuss der Vorlesungen eines fantastischen Professors zum Thema Neuroscience. Anhand amüsanter Beispiele erklärt der Dozent uns die Welt der Neuronen und ich habe große Freude am Zuhören. 9. Juli, Campus JHU Baltimore / Kilimanjaro

Heute beginnt mein Fotografiekurs. Das Motto lautet „Make the Ordinary Extraordinary“ – und dafür gibt es so viele Möglichkeiten wie Schüler. Wir sind unterschiedlicher Herkunft, sprechen verschiedene Sprachen und haben jeder einen eigenen Blick auf die Welt. Was uns zusammenbringt, ist die Fotografie. Neben Exkursionen und Einblicken in Fotografietechniken arbeitet jeder von uns an seinem eigenen Projekt.

30. Juni, Augsburg Hbf / Frankfurt Flughafen

Eine schlaflose, fußstrapazierende Abiball-Nacht endet am Augsburger Hauptbahnhof. Ich werde von meinen engsten Freunden bis zum Zug eskortiert, bekomme einen Kaffee, ein Croissant, eine Fotocollage und viele gute Worte mit auf den Weg. Traumhaft. Nach drei Stunden erreiche ich im grünen Abiballkleid den Flughafen und halte Ausschau nach meinen Mit-Weltenbummlern Stefan und Yiyang. Gesucht, gefunden. Erste Hürde bewältigt – das Abenteuer kann losgehen! Nach Mitternacht erreichen wir Baltimores Flughafen und werden von einem türkisen Hopkins-T-Shirt namens Man Chi herzlich empfangen.

Auch in meiner zweiten Woche habe ich neben der Kursarbeit viel erlebt. Mahjong spielend habe ich die chinesischen Zahlen gelernt und meine chinesischen Mitspieler überraschend geschlagen. Beim Yoga habe ich die Grenzen meiner Elastizität ausgetestet, bin auf dem Laufband einmal um die

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Gipfelstürmer 02

uni-formiert

Fiona Forth (2. v. l.) mit ihren Kommilitoninnen der Johns Hopkins University in Baltimore.

18. Juli, Baltimore City

ganze Welt gejoggt und habe dabei sogar den Mount Kilimanjaro bestiegen – amerikanische Fitnessgeräte machen es möglich!

Der dritte „Field Trip“ des Fotokurses führt uns an Baltimores Inner Harbour zum John W. Brown Liberty Ship. In den Kajüten des Museumsschiffes gibt es wunderbare Dinge zu entdecken: Alltagsgegenstände wie Küchenrolle und Kehrblech umgeben von verrostetem Werkzeug – liebevolle Details. Ein junger Hund springt auf dem Deck herum, betagte Männer arbeiten voller Leidenschaft am Schiff und erzählen uns Geschichten aus alten Zeiten. Jeder Gegenstand hat hier scheinbar seine eigene Geschichte. Das Schiff ist ein gut erhaltenes Relikt des Zweiten Weltkrieges. Gefesselt von der Ästhetik der Vergangenheit, mache ich das Liberty Ship zum Thema meines Foto-Projekts.

14. Juli, Washington D. C.

Mehr als 170 Botschaften sind in Amerikas Hauptstadt angesiedelt, mehr als 170 unterschiedliche Nationalitäten – und wir, eine kulturell bunt gemischte Gruppe, mitten im Trubel. Zwei amerikanische Freunde zeigen uns die wichtigsten „Monuments and Memorials“. Das Weiße Haus strahlt mit den Wattewolken um die Wette. Es ist nicht so mächtig wie gedacht, eher niedlich als imposant. Um uns herum herrscht ein babylonisches Sprachchaos. Deutsche. Spanier. Italiener. Kinder. Jugendliche. Erwachsene. Alle haben dasselbe Ziel vor Augen oder besser gesagt vor ihrer Kameralinse: ein Foto mit Barack Obamas bescheidener Behausung im Hintergrund.

3. August, Campus JHU Baltimore

Unser Prom (Abschlussabend) steht unter dem Motto „Dancing in the Moonlight“. Mit meinen Freunden tanze ich fast die ganze Nacht durch. Zum Abschluss kommen wir auf der Tanzfläche zusammen und schauen ein Video, das unsere Betreuer aus Bildern und Filmmitschnitten der vergangenen Wochen gebastelt haben. Die ersten Tränen kullern und wir verabschieden diejenigen, die schon eher abreisen. In den Morgenstunden des Abreisetages schreibe ich an viele meiner Freunde noch kleine Karten, um ihnen für die Bereicherung meines USA-Aufenthaltes zu danken. Werden wir uns je wiedersehen? Hoffentlich!

15. Juli, Campus JHU Baltimore

Mein abendlicher Spaziergang über das Universitätsgelände ist zum Ritual geworden. Er bringt die Entspannung und Ruhe, die man nach Stunden in der Gesellschaft mehrerer Hundert Mitmenschen braucht. Außerdem habe ich beim Spazierengehen Zeit, einem Freund Deutsch beizubringen und mehr über das chinesische Neujahr, das Leben in Hongkong und das Studieren an der JHU zu erfahren. Heute Abend regnet es, im Hintergrund grollt der Donner und der Blitz leuchtet uns den Weg über den Campus: „Life is not about waiting for the storm to pass – it’s about learning how to dance in the rain!“

Der komplette Baltimore-Blog: » www.bildung-und-begabung.de/usa-blog

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Höhentraining Mathematik-Preisträger hospitiert am Weizmann-Institut in Israel

Im Juli 2012 packte Philipp Boos seine Koffer und flog von Frankfurt am Main nach Tel Aviv. Von dort aus ging es weiter ins knapp 25 Kilometer entfernte Rehovot. Als einer von 80 Schülern aus der ganzen Welt nahm er an Projekten der multidisziplinären Forschungseinrichtung teil und erhielt so die Chance, mit renommierten Wissenschaftlern zusammenzuarbeiten.

Vier Stunden Flugzeit und man ist in einer anderen Welt: Israel, ein heiliger Flecken Erde für Juden, Christen und Muslime – und im Juli 2012 die vorübergehende Heimat von Philipp Boos. Vier Wochen verbrachte der 18-Jährige in Rehovot, um am Weizmann Institute of Science zu forschen. Das Ticket für den außergewöhnlichen Forschungsaufenthalt hatte er im Bundeswettbewerb Mathematik gelöst.

Untergebracht wurden die Jugendlichen im angegliederten „Youth Village“. „Wir haben viel Zeit miteinander verbracht. Es war schön, so viele Leute aus allen Ecken der Welt kennenzulernen“, erzählt Philipp. „Ich habe mich mit allen super verstanden und eine ganze Menge über die Länder und Kulturen meiner Mitbewohner gelernt.“ So sind einige neue Freundschaften entstanden – und auch sein Englisch konnte Philipp verbessern.

„Freunde haben mir von dem Wettbewerb erzählt“, sagt Philipp. „Weil das interessant klang, habe ich einfach mal mitgemacht.“ Und wie: Der Bonner schaffte es bei seiner ersten Teilnahme in die Endrunde – und gewann den Sonderpreis: einen vierwöchigen Forschungsaufenthalt am WeizmannInstitut in Rehovot, einem weltweit führenden multidisziplinären Forschungsinstitut.

In den vier Wochen des Praktikums arbeitete Philipp mit seiner Laborpartnerin Paulina Vázquez aus Mexiko und einem Tutor zusammen. Dabei lernte er zum ersten Mal die Arbeit in einem wissenschaftlichen Labor kennen. Philipp und Paulina waren in ein biologisches Forschungsprojekt eingebunden, das die Auswirkungen der MorbusCrohn-Krankheit erforscht. Die Aufgabe des Projektteams war es, den Einfluss des Hormons IL 23 auf den Ausbruch der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung zu untersuchen. Philipp und Paulina waren dabei voll in die Forschergruppe integriert und mit speziellen Aufgaben befasst. Die beiden Schüler nahmen eigene Messungen an Mäusen vor, deren Ergebnisse in die Doktorarbeit einer Wissenschaftlerin ihres Teams einflossen.

Den Sonderpreis verleiht die Jury des Bundeswettbe-

werbs Mathematik regelmäßig an einen Endrundenteilnehmer, der nicht Bundessieger wird, die Jury aber mit starken Leistungen überzeugt und ein ausgeprägtes Interesse für naturwissenschaftliche Forschung mitbringt. Der Preis wird von der Deutschen Gesellschaft der Freunde des Weizmann-Instituts gestiftet.

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Gipfelstürmer 02

weit gekommen

Philipp Boos in der Wüste und im Weizmann-Institut.

Neben der Forschungsarbeit gab es ein umfas-

Durch den Aufenthalt in Rehovot hat sich Philipp sowohl fachlich als auch persönlich weiterentwickelt. Auch wenn er vor seinem Aufbruch in den Nahen Osten ein leicht mulmiges Gefühl hatte. „Man hört ja in den Nachrichten viel über den Krisenherd Israel. Ich habe mich vor Ort aber immer sicher gefühlt“, erzählt Philipp. „Von Auseinandersetzungen oder Krisensituationen haben wir zum Glück nichts mitbekommen. Wir waren sogar mitten in den Zentren von Jerusalem und Tel Aviv und überall herrschte das ungestörte Treiben einer Großstadt.“ Der Sonderpreis war also in jeglicher Hinsicht ein Hauptgewinn für Philipp Boos. Deshalb ist eines für den 18-Jährigen auch ganz sicher: „Irgendwann möchte ich wieder nach Israel zurückkehren.“

sendes Freizeitprogramm mit Sportangeboten und Workshops, zum Beispiel einen Kurs in israelischem Tanz. Außerdem blieb Philipp in den vier Wochen genügend Zeit für Exkursionen und Rundreisen. Und das zunächst so fremde Land hinterließ einen bleibenden Eindruck. „Ich bin viel herumgekommen“, berichtet er. „Wir waren am Roten Meer, am Toten Meer, am Mittelmeer, in Tel Aviv, Eilat und Jerusalem. Es war wirklich toll – aber auch sehr heiß.“ Im Juli herrscht Hochsommer in Israel, Temperaturen von 35 Grad und mehr sind nicht ungewöhnlich. Besonders gut hat dem Mathematik-Studenten bei seinen Reisen die Wüste gefallen: „In Bonn bekommt man so etwas ja nicht geboten“, sagt er.

Multidisziplinäre Forschung

Weizmann Institute of Science » D  as Weizmann Institute of Science in Rehovot (Israel) ist eine der weltweit führenden multidisziplinären Einrichtungen für naturwissenschaftliche Forschung und Ausbildung. » Das Institut umfasst fünf Fakultäten: Mathematik und ­Computerwissenschaften, Physik, Chemie, Biochemie sowie Biologie. » Rund 2.600 Wissenschaftler, Techniker und Studenten arbeiten an dem Institut, das 1934 vom Chemiker und

s päteren israelischen Präsidenten Chaim Weizmann ge­ gründet wurde. » Die Forschungseinrichtung spielte eine wichtige Rolle in der Entwicklung Israels: Hier wurde „WEIZAC“, der erste Computer des Landes – und einer der ersten Großrechner weltweit – gebaut und die erste Abteilung für Kernphysik des Landes errichtet. » www.weizmann.ac.il

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„ In den Bergen ergibt sich der Erfolg 26


aus tausend kleinen Schrit­ ten. “ Ralf-Peter Märtin ist Historiker und Alpinist. Für Die Zeit, GEO und National Geographic schreibt er Reportagen über Archäologie, Entdeckungsreisen und Alpingeschichte.

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Höhe(n)Punkte 2012/13

International denken Bildung & Begabung bei der 13. Int. ECHA-Konferenz (#1, S. 10) Interkulturelle Kompetenz fördern: Zehn Jahre Multinationale Akademien (#1, S. 32)

Orientierung bieten Begabungslotse startet Länder-Special (#1, S. 14) Neues Talentmagazin HINGUCKER erschienen (#1, S. 17)

Disziplinen vernetzen Perspektive Begabung: „Kompetenzentwicklung und Begabung“ (#1, S. 8) didacta 2013: „Talentförderung in Fußball und Bildung“ (#1, S. 12)

Antrieb Bildung & Begabung unterstützt Talente und Talentförderer mit Informationsangeboten, Fachtagungen und Förderformaten, ...

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Begabungen fördern

Gipfelstürmer 02

Sieger im Bundeswettbewerb Fremdsprachen lernen an Elite-Universitäten (#1, S. 22) Mathematik-Preisträger hospitiert am Weizmann-Institut in Israel (#1, S. 24)

Talentgeschichte schreiben Peter Scholze, mehrfacher Sieger der Bundesweiten Mathematik-Wett­ bewerbe, wird Deutschlands jüngster Professor (#1, S. 34)

Potenziale heben Kompetenzentwicklung in der TalentAkademie (#1, S. 30) VorbilderAkademie auf Wachstumskurs (#2, S. 10)

aufstieg ... damit jeder die Chance bekommt, das Beste aus seinen Begabungen zu machen und Grenzen zu überwinden – unabhängig von Herkunft oder hintergrund.

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Steigeisen potenziale entdecken in der Talentakademie

Wochen lang forschen und experimentieren die Jugend­ lichen in vier verschiedenen Projekten. Alle Kurse beinhalten praktische und theoretische Elemente, sodass jeder Teilnehmer seine Interessen einbringen, vertiefen und neue Talente entdecken kann.

Schlachten, Kriege, endloses Pauken von Jahreszahlen: Viele Schüler verbinden mit Geschichtsunterricht langweiliges Auswendiglernen von historischen Daten und Ereignissen. Richtig vermittelt kann Geschichte dagegen ziemlich spannend sein. Wie das geht, zeigt ein Kurs der TalentAkademie in Berlin. Bei der Akademie auf der Insel Scharfenberg entdeckten 30 Jugendliche neue Formen des Lernens.

Phillip und sieben weitere Schüler sind Teil des Pro-

jekts „Auf den Spuren Hollywoods – Geschichte wird lebendig“. Mit den Teamern Jochen Nimbler und Erika Otto erarbeiten sich die 12- bis 16-Jährigen die Geschichte der USA mithilfe von vielen Kilogramm Knetgummi, Wasserfarbe und einer Videokamera. Das Konzept: Claymation (deutsch: Knetanimation). Das Ergebnis: ein zehnminütiger Film, der zeigt, wie britische Siedler die erste Kolonie in Nordamerika gründen, die „Mayflower“ Pilgerväter in die Neue Welt bringt oder Bostoner Bürger bei der „Tea Party“ Tee-Kisten ins Hafenbecken werfen, um gegen die britische Kolonialpolitik zu protestieren – dargestellt von Knetfiguren.

Mit hochgeschlossener orangefarbener Kapuzenjacke und Kopfhörern, die um seinen Hals baumeln, sitzt Phillip Beier am Tisch und knetet Gummifiguren. „Ich forme einen britischen Siedler“, sagt er. Auf dem Tisch liegen Menschen, Häuser und Schiffe aus Knetmasse, Bücher und eine Landkarte der USA. Um den Tisch verteilt sitzen Phillips Mitstreiter, ebenfalls fleißig bei der Arbeit. Knete, Schiffe, Siedler, USA? Wo sind wir denn hier gelandet? Im Geschichtskurs der TalentAkademie Berlin.

Aber wie funktioniert „Claymation“? Figuren aus Knete werden fotografiert und von Bild zu Bild verändert, um eine Bewegung zu simulieren. Dieses Film-Prinzip heißt „Stop-Motion“ und ist ganz schön aufwendig. „Für jede Aufnahme waren immer vier Leute eingebunden: Einer filmt, einer hat auf dem Laptop das Bild im Auge und zwei verändern die Figuren und Kulissen“, erklärt Jochen Nimbler. „Das erforderte eine ständige Absprache.“ Für eine flüssige Bewegung müssen 10 bis 16 Bilder pro Sekunde aufgenommen werden, für einen zehnminütigen Film also bis zu 9.600 Bilder.

Die TalentAkademie, die Bildung & Begabung während der Sommerferien in Berlin sowie im Ruhrgebiet anbietet, bringt Schüler verschiedener Schulformen zusammen – von der Hauptschule bis zum Gymnasium. Zwei

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Gipfelstürmer 02

geschichte gemacht

Neue Formen des Lernens bei der TalentAkademie.

„Die Geschichte der USA ist ein Steckenpferd von

das Gelernte praktisch umsetzen.“ Aus einer bunt zusammengewürfelten Gruppe entwickelte sich ein echtes Team.

mir“, erzählt Nimbler. Mit Claymation hat der Geschichtslehrer bei der TalentAkademie zum ersten Mal gearbeitet. „Gerade bei unserer gemischten Truppe mit Schülern unterschiedlicher Begabungen und Interessen hat sich diese Form der Wissensvermittlung bewährt“, erklärt er. Im Kurs wurde aber nicht nur geknetet und gefilmt: Vormittags stand Quellenanalyse auf dem Stundenplan. Trockene Theoriepaukerei? Von wegen. „Wir haben Texte analysiert, Bilder interpretiert und viel über die geschichtlichen Hintergründe erfahren“, berichtet der 15-jährige Felix Theuner. „Spannend waren vor allem die Diskussionen, wie wir

Jeder in der Gruppe hatte seine Aufgabe, zusammen haben sie an einem Projekt gearbeitet. So sind alle Teilnehmer an den Herausforderungen gewachsen – und am Ende ist weit mehr entstanden als nur ein Film. „Das Projekt hat uns zusammengeschweißt. Es haben sich langfristige Freundschaften entwickelt“, erzählt Kursteilnehmerin Lisa Thiergart. Am Ende bildeten alle Teilnehmer das US-Siegel mit dem Weißkopfseeadler nach. „Das war ein echtes Gemeinschaftsprodukt“, erklärt Jochen Nimbler. Bei der Premiere ihres Films waren die Jugendlichen stolz auf die gemeinsame Leistung. „Es war ein schönes Gefühl, das Resultat unserer Arbeit zu sehen“, sagt Lisa.

Sprungbrett

Zum Abschluss wurden die Teilnehmer in die amerikanische Botschaft eingeladen. Hier passierten sie die Sicherheitsschleuse, ließen sich mit Barack Obama – wenn auch nur als Pappaufsteller – fotografieren und sprachen mit dem Kulturattaché. Auf Englisch stellten die Schüler ihr Projekt vor und plauderten mit den Botschaftsmitarbeitern über amerikanische Geschichte und Traditionen. Dabei war es natürlich von Vorteil, dass die Amerikaner dieses Mal nicht aus Knetmasse waren.

Von der TalentAkademie ins Fernsehen » L  ouay Caraly (16), Gesamtschüler aus Essen, hat 2012 an der TalentAkademie Ruhr teilgenommen. Ein Jahr später hat er nicht nur die Qualifikation für die Oberstufe in der Tasche, sondern auch die Einladung, bei der KiKA-Sendung „Team Jess vs. Team Ben“ mitzuwirken. In der Show des Jugendsenders von ARD und ZDF treten die beiden Moderatoren in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an. Für ihre Teams haben sie sich ­jeweils drei talentierte Jugendliche ausgewählt. » Sendetermin: 11. bis 14. November 2013, 20:00 Uhr, „KIKA LIVE“ (KiKA).

Claymation – der Film auf YouTube: » http://bit.ly/1cMftKh

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Neunländereck Spitzenförderung in der multinationalen akademie

128 Schüler, neun Nationen: Die Multinationale Akademie überwindet nationale Grenzen und bringt besonders begabte Schüler aus Deutschland und je vier mittel- und osteuropäischen Ländern zusammen. 16 Tage lang erhalten die Jugendlichen Einblicke in wissenschaftliches Arbeiten – und in die Länder und Kulturen ihrer Mitteilnehmer.

„Öötöö“: Was wie eine Feuerwehrsirene klingt, ist das estnische Wort für Nachtarbeit. Das ist nur eine von vielen Erkenntnissen, die Lukas Wotzka bei der Multinationalen Akademie in Torgelow am See gewonnen hat. „Die Akademie hat mein Interesse für Osteuropa verstärkt“, sagt der 18-Jährige aus Bergisch Gladbach. „Gerade der baltische Raum war für mich ein blinder Fleck auf der Karte, jetzt weiß ich viel darüber, wie Leute dort denken und leben.“ Mit der Unterstützung der Haniel Stiftung veranstaltet Bildung & Begabung seit 2003 Multinationale Akademien,

international aufgestellt

Das Akademie-Orchester probt für das Abschlusskonzert in Torgelow.

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Programm ist nach dem Vorbild der Deutschen SchülerAkademie konzipiert. In vier Kursen setzen sich die Schüler mit wissenschaftlichen Themen auseinander. Lukas Wotzka wählte einen Kurs zur Stadtentwicklung: „Die Kombination aus Architektur, Wirtschaft und Sozialem fand ich total spannend.“

ZITAT # 4

Einander verstehen, voneinander profitieren: Die

Schüler lernen, dass sie nur erfolgreich zusammenarbeiten können, wenn sie füreinander Verständnis aufbringen und sich gegenseitig unterstützen. Kann ein Teilnehmer im Plenum sprachlich einmal nicht folgen, hat er die Möglichkeit, dies ohne Worte zu signalisieren, und zückt eine rote Karte. „Die Deutschen übersetzen dann und helfen weiter“, erklärt die gebürtige Rumänin Ingrid Gündisch, die als Kurs- und Akademieleiterin bei vielen Akademien dabei war. „Wenn es um komplexe naturwissenschaftliche Sachverhalte geht, können die anderen die Deutschen wiederum unterstützen, da Mathe und Naturwissenschaften in den Lehrplänen in Mittel- und Osteuropa stärker verankert sind.“

“ Gabrielè Dambrauskaitè aus Litauen, über ihre Erfahrung in der Multinationalen Akademie

Auch jenseits des Kursprogramms wird das interkul-

die europäische Spitzentalente fördern. Sie bieten ihnen in den Ferien ein Forum, in dem sie forschen, diskutieren und voneinander lernen können. Die Akademie stellt die Teilnehmer vor intellektuelle und soziale Herausforderungen. „Das Konzept bewährt sich nun schon im zehnten Jahr. Wir freuen uns, weiter zum Erfolg beitragen zu können“, sagt Rupert Antes, Geschäftsführer der Haniel Stiftung. „Während der Multinationalen Akademie lernen die Teilnehmer europäisches Zusammenleben und -arbeiten, knüpfen Netzwerke über nationale Grenzen hinweg und leisten so ihren Beitrag zur europäischen Verständigung.“

turelle Verständnis gefördert: Jeder Tag startet mit einer Presseschau, bei der die Schüler die wichtigsten Schlagzeilen aus Medien ihrer Heimatländer vortragen. Am „Länderabend“ stellen sie die kulturellen, politischen oder sprachlichen Besonderheiten ihrer Nationen vor – und das meist in bühnentauglicher Form. „Die Deutschen haben zum Beispiel einen Sketch über die Bürokratie in ihrem Land gezeigt“, berichtet Gabrielè Dambrauskaitè. „Es ist lustig, wie anders der Blick auf dieselbe Kultur von außen und von innen sein kann.“ Wie nachhaltig die Förderung ist, zeigt das Engagement der Alumni: Der Club der Ehemaligen der Deutschen SchülerAkademien e. V. (CdE) trägt den Gedanken der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit weiter. Der Verein veranstaltete bereits eigene Multinationale Akademien in der Slowakei, in Polen und in Tschechien.

1.166 hochbegabte Schüler aus Deutschland, Estland,

Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn haben bisher an der Multinationalen Akademie teilgenommen – auch die Litauerin Gabrielè Dambrauskaitè, die 2009 in Torgelow dabei war. „Ich fand es super, dass man mit Leuten aus anderen Ländern studiert, was an der Schule nicht gelehrt wird“, sagt die heutige Medizinstudentin. Das Konzept hat sie so sehr überzeugt, dass sie immer wieder zurückkehrte – als Assistentin der Akademieleitung. Jährlich finden zwei Akademien mit je 64 Schülern statt – in Torgelow und Waldenburg. Das

Mehr Informationen zu den Multinationalen Akademien: » www.deutsche-schuelerakademie.de/multi

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Gipfelstürmer 02

Da die Kurssprache Deutsch ist, müssen die Teilnehmer neben hoher Motivation und Leistungsfähigkeit auch sehr gute Sprachkenntnisse nachweisen. Schulen, die in den beteiligten Ländern zum Deutschen Sprachdiplom (DSD II) führen, werden aufgefordert, begabte Oberstufenschüler für die Teilnahme vorzuschlagen. Auf die 128 Plätze kommen jährlich mehr als doppelt so viele Bewerbungen.

Beim konzert hatte ich Angst, in einem fremden Land aufzutreten, Aber das erlebnis war es wert. Man muss sich etwas trauen – danach hat man noch mehr Mut.


Speed Climber Mathe-Bundessieger an die Uni Bonn berufen

in der Tasche. Während des Studiums und der Promotion verbrachte er mehrere Monate in Paris und Harvard. 2011 wurde er „Research Fellow“ des Clay Mathematics Institute, einer internationalen Stiftung mit Sitz in Cambridge (USA) und Oxford. Auf das Stipendium, das als die renommierteste Auszeichnung für junge Mathematiker gilt, folgte der Ruf an die Universität Bonn: Seit Oktober 2012 bekleidet Peter Scholze eine Hausdorff-Professur im Bonner Exzellenzcluster für Mathematik.

Wer denkt, dass Professoren an Pfeife, Strickjacke und grauem Haar zu erkennen sind, der sollte dringend Peter Scholze treffen: Der Mathe-Bundessieger ist im Oktober 2012 mit nur 24 Jahren an die Univer­ sität Bonn berufen worden – und damit der jüngste Mathematikprofessor Deutschlands. Bildung & Begabung hat ihn auf seinem Weg dorthin begleitet.

„Wir legen groSSen Wert auf eine nachhaltige För-

derung. Es ist daher schön mitzuverfolgen, dass unsere Alumni ihr Talent in beruflichen Erfolg umsetzen können“, sagt Elke Völmicke, Geschäftsführerin von Bildung & Begabung. „Viele unserer Ehemaligen geben ihr Wissen auch an die Talente von morgen weiter – darüber freuen wir uns sehr.“ Etliche Alumni engagieren sich bei Bildung & Begabung als Juroren, Kursleiter oder Referenten.

Peter Scholze ist seit seiner Schulzeit durch die Bun-

desweiten Mathematik-Wettbewerbe gefördert worden. Der Berliner hat fünfmal den Bundeswettbewerb Mathematik gewonnen, fünf erste Preise bei der Bundesrunde der Mathematik-Olympiade geholt und vier Medaillen bei der Internationalen Mathematik-Olympiade. „Das herausragende mathematische Talent von Peter Scholze fiel früh auf“, sagt Hanns-Heinrich Langmann, Leiter der Bundesweiten Mathematik-Wettbewerbe. „Schon als Schüler hat er für schwierige mathematische Probleme überraschende Lösungswege gefunden.“

So ließ es sich auch Peter Scholze kurz nach seiner Berufung nicht nehmen, bei der Preisverleihung des Bundeswettbewerbs Mathematik bei der Generali Deutschland in Köln einen Vortrag zu Fermats letztem Satz zu halten. Im Anschluss daran hatten die Preisträger noch Gelegenheit, sich mit ihrem Vorbild auszutauschen. Bundessiegerin Kristina Klein, die inzwischen selbst Mathematik an der Uni Bonn studiert, war gespannt, ob sie Peter Scholze demnächst als Dozent im Hörsaal trifft oder eher in der Pause. Denn in manchen Punkten hält es der Professor studentisch: Mittags geht er in die Mensa.

Die akademische Karriere von Peter Scholze verlief danach im Eiltempo: Nach dem Abitur begann er sein Studium in Bonn, bereits nach fünf Semestern hatte er den Master

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Gipfelstürmer 02

aufgestiegen, nicht abgehoben

Peter Scholze spricht vor den Bundessiegern 2012.

ZITAT # 5

„ Peter Scholze hat mit seinen 24 Jahren bereits groSSes internationales Aufsehen erregt und gehört zweifellos schon heute zu den führenden Vertretern seines Gebiets, der arithmetischen algebraischen Geometrie. “ Herbert Koch, Geschäftsführender Direktor des Mathematischen Instituts der Universität Bonn (2012)

Mathematischer Nachwuchs

Preisträger des Bundeswettbewerbs Mathematik 2012 » Dominik Duda*** (Wiesbaden, Hessen)

» T  obias Kreutz (Lüdinghausen, Nordrhein-Westfalen)

» Simon Felten (Saarburg, Rheinland-Pfalz)

» L  isa Li****** (Münster, Nordrhein-Westfalen)

» Leo Gitin (Leipzig, Sachsen)

» Lucas Mann (Berlin)

» Kevin Höllring*** (Nürnberg, Bayern)

» Tillman Ritschl** (Berlin)

» Kristina Klein** (Hamburg)

» J örn Stöhler (Landsberg am Lech, Bayern) » F  erdinand Wagner (Leipzig, Sachsen)

** zweimaliger, *** dreimaliger, ****** sechsmaliger Bundessieg

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William Blake (1757 – 1827), englischer Dichter und Maler

Wo Mensch und Berg sich begegnen, ereignen sich groSSe Dinge. damit talente zu Gipfelstürmern werden, bringt Bildung & Begabung Menschen, Ideen und Initiativen zusammen – auch 2014. Seien Sie Gespannt!

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Impressum »  Herausgeber

» bildnachweis

Bildung & Begabung gemeinnützige GmbH Kortrijker Straße 1, 53177 Bonn Tel.: (02 28) 9 59 15-0 Fax: (02 28) 9 59 15-19 E-Mail: info@bildung-und-begabung.de www.bildung-und-begabung.de

Fotografen: Dominik Asbach (#1/S. 19), Bildung & Begabung (#1/S. 32), Philipp Boos (#1/S. 25), Iris Etienne (#1/S. 3, 19, #2/Titel, 16, 27), Fiona Forth (#1/S. 23), Martin Gaissert (#1/S. 12), Jörg Heupel (#1/S. 9), Jochen Nimbler (#1/S. 31), Jan Schumacher (#1/S. 35), West­fälische Wilhelms-Universität Münster / Peter Grewer (#1/S. 11) Bildagenturen: istockphoto (#1/S. 11, 19); fotolia: freebreath (#1/S. 20), claudia Otte (#2/S. 3, 22); panthermedia.net: Ann Dudko (#2/S. 4); photocase.com: Knuppi (#1/Titel, S. 28-29), 0711concept (#1/S. 3, 31), aremac (#1/S. 4), jenshauspurg (#1/S. 5), greyhound (#1/S. 9), krockenmitte (#1/S. 14), fraueva (#1/S. 21, 35), samuelschalch (#2/S. 3), jenshauspurg (#2/S. 5), bauerbook (#2/S. 23)

» Geschäftsführung

PD Dr. Elke Völmicke Heinz Rüdiger Grunewald » Inhaltliches Konzept & ReDaktion

Bildung & Begabung, Abteilung Kommunikation: Dirk Lichte, Birgit Lüke, Kathrin Westhölter

Illustrationen: Franziska Jüliger

» Konzept & Design » veröffentlichung

 fischerAppelt, relations GmbH: Iris Etienne, Claudia Schulz

Oktober 2013

ENDE Bergführer 2012/13 Bitte wenden für die Lektüre des BERGBERICHTS (#2)

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Zahlen

Âť BergBericht #2 2012 Fakten


» BergBericht 2012

Auf jedem Gipfel eröffnet sich eine neue Perspektive. Wir möchten Sie nach der Lektüre des BergBerichts zu einem Perspektivwechsel einladen. Wenden Sie das heft in der Mitte und werfen Sie einen Blick in unseren Bergführer.


Auf den Weg gebracht teilnehmerzahlen unserer Formate 2012

Akademien

1.204 Wettbewerbe

223.513 Veranstaltungen und fachtagungen

1.314 1

Bergbericht 2012

#2


01 Tourenbuch Information, Vernetzung, Impulse 06 Tour #1: Wissensvorsprung für Talente und Talentförderer Vorbilder- und TalentAkademie

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Tour #2: Perspektiven für Potenzialentdecker

#2

Deutsche Schülerakademie Tour #3:

12

Intensivtraining für Fortgeschrittene Bundesweite Mathematik-wettbewerbe Tour #4:

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Kreative Lösungswege für Anfänger und Profis 2012

Bergbericht

Bundeswettbewerb Fremdsprachen Tour #5:

Aufstieg für Fremdsprachen-Freunde

02 Basislager Perspektivwechsel Bitte wenden Sie dieses Heft zur Lektüre des Bergführers: Kap. 01 – Neue Routen Kap. 02 – Gipfelstürmer

KletterPartner

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Hauptförderer und Sponsoren 2012 Bergwacht

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Gremien bei Bildung & Begabung 2012 Proviant

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Finanzbericht 2012 Expeditionsteam

Ansprechpartner bei Bildung & Begabung

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04

Tourenberichte

Unterwegs mit Bildung & Begabung

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Basislager

Ausr端stung f端r den Aufstieg


„  Was du für den Gipfel hältst, ...

WEITERSEHEN Lernen endet nie – das gilt für Talente und Talentförderer gleichermaSSen. Bildung & Begabung ...

4


Seneca, römischer Philosoph

 ... ist nur eine Stufe. “ WEITERGEHEN ... unterstützt sie darin, immer wieder neue Ziele zu erkennen und anzusteuern.

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Information, Vernetzung, Impulse Tour #1: wissensvorsprung für Talente und talentförderer

Erkenntnisse aus Begabungsforschung und Förderpraxis zusammenführen, Akteure aus verschiedenen Bereichen der Talentförderung vernetzen, Informationsangebote und Veranstaltungen für unterschiedliche Zielgruppen bieten: Als Zentrum für Begabungsförderung in Deutschland ist Bildung & Begabung richtungsweisend, wenn es um Talente und Talentförderung geht – als kompetenter Ansprechpartner und zentraler Impulsgeber.

batten zu bereichern und Impulse für den Austausch von Wissenschaft und Praxis zu geben – Ziele, die Bildung & Begabung auch mit zahlreichen Veranstaltungen verfolgt. Weltkongress zur Begabungsförderung

Förderung von der frühen Kindheit bis ins Alter – unter diesem Motto stand der Weltkongress zur Begabungsförderung, den Bildung & Begabung 2012 als Partner unterstützte. Rund 1.100 Teilnehmer und Referenten aus über 40 Ländern kamen vom 12. bis 15. September nach Münster, um sich auszutauschen. Vier Tage lang bot die 13. Internationale ECHA-Konferenz (4. Münsterscher Bildungskongress), die federführend vom Internationalen Centrum für Begabungsforschung (ICBF) organisiert wurde, ein Programm aus Vorträgen, Diskussionen, Symposien und Workshops. Die Konferenzbeiträge zeigten, wie wichtig Kontinuität in der Förderung ist. Bildung & Begabung engagierte sich nicht nur inhaltlich und finanziell, sondern auch mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen: Neben einem Videotrailer zur Konferenz wurden vor dem Kongress Interviews mit Wissenschaftlern und Praktikern auf der Website von Bildung & Begabung und auf der offiziellen ECHA-Kongress-Website veröffentlicht. Bildung & Begabung nutzte die internationale Plattform zudem, um eigene Angebote zu präsentieren: Im Symposium „Begabung und Migration“ stellte Bildung & Begabung die VorbilderAkademie vor, an einem Infostand luden Mitarbeiter zu Gesprächen ein.

Wissenschaftlicher Beirat

Um den Dialog mit der Wissenschaft zu intensivieren, hat Bildung & Begabung im April 2012 acht Experten aus Bildungsforschung und -praxis in den neuen Wissenschaftlichen Beirat des Zentrums für Begabungsförderung berufen. Vorsitzender des Beirats ist Bildungsforscher Eckhard Klieme, Koordinator der deutschen PISA-Studie und Leiter des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung. Der Wissenschaftliche Beirat unterstützt Bildung & Begabung darin, Forschungstrends aufzuspüren, De-

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Bildungsmesse didacta

Den eigenen Lernprozess planen, sich Ziele setzen, Moti­va­ tionstiefs überwinden: Ist das ein realistisches Modell oder eine pädagogische Idealvorstellung? Am 24. und 25. März 2012 nahmen Bildung & Begabung und die Thomas-MorusAkademie auf einer gemeinsamen Studienkonferenz in Bens­berg die Idee des selbstregulierten Lernens unter die Lupe. Mit dabei waren unter anderem Christian Fischer (Univer­ sität Münster), Monika Pritzel (Universität Koblenz-Landau) und Victor Müller-Oppliger (Fachhochschule Nordwestschweiz). Referenten und Teilnehmer diskutierten Grund­ lagen, Chancen und Hindernisse des selbstregulierten Lernens und erörterten die Frage, welche Rahmenbedingungen Schulen benötigen, um das Konzept des selbstregulierten Lernens umsetzen zu können. 64 Bildungspraktiker und Wissenschaftler nahmen an der S­ tudienkonferenz teil.

Talentförderung live: Bildung & Begabung präsentierte sich vom 14. bis 18. Februar mit einem umfangreichen Programm auf der Bildungsmesse didacta in Hannover. Am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gab das Zentrum für Begabungsförderung einen Einblick in Informationsangebote und Förderpraxis. Mit dem offiziellen Start des Begabungslotsen, der Aufführung eines Schülermusicals und der Produktion und Präsentation einer mehrsprachigen Video-Reportage hat Bildung & Begabung die Aufmerksamkeit zahlreicher Besucher auf sich gezogen und für die Herausforderungen der Talentförderung sensibilisiert. Begabungslotse

Im Februar 2012 hat Bildung & Begabung den Begabungslotsen gestartet, das erste länderübergreifende Online-Portal zur Talentförderung. Mit dem Begabungslotsen stellt Bildung & Begabung interessierten Nutzern ein Portal zur Verfügung, das Angebote aus ganz Deutschland prüft, bündelt und sortiert. Der Begabungslotse hält qualitativ gesicherte Informationen zu allen Bereichen der Talentförderung bereit – von der Potenzialentwicklung bis hin zur Hochbegabtenförderung. Er bietet Eltern, Lehrern und Schülern Orientierung und erleichtert ihnen so den Einstieg in die Welt der Begabungsförderung.

Tag der Talente

„Kommunikationsgrenzen erkennen und abbauen. Wie trägt kommunikative Sensibilisierung zur Förderung individueller Talente bei?“ So lautete der Titel des BetreuerWorkshops, den Bildung & Begabung auf dem Tag der Talente am 17. September in Berlin ausgerichtet hat. Zum Tag der Talente lädt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) jedes Jahr Preisträger nationaler Schüler- und Jugendwettbewerbe ein. Während der dreitägigen Veranstaltung können die Jugendlichen in Workshops ihr Wissen vertiefen und sich sowohl mit Experten als auch untereinander austauschen.

Jeder Nutzer kann sich selbstständig, unkompliziert und ohne Vorkenntnisse über inhaltliche und finanzielle Fördermöglichkeiten, Anlaufstellen und Beratungsangebote in Deutschland informieren. Im Sinne eines Bürgerportals konzipiert, ermöglicht der Begabungslotse allen, die sich für das Thema interessieren, gleichermaßen Zugang – und leistet somit einen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit. Wo gibt es ein geeignetes Förderangebot für mein Kind? Welche Schule ist die richtige? Wie kann ich als Lehrerin oder Lehrer Talententwicklung in den Unterricht einbinden? Auf diese und ähnliche Fragen gibt der Begabungs-

Im Betreuerworkshop von Bildung & Begabung erörterten Referenten und Teilnehmer gemeinsam die Frage, wie Sprache und Kommunikation das Denken und Handeln des Menschen beeinflussen und wie der Einzelne befähigt werden kann, seine kommunikativen Kompetenzen mit Blick auf eine gelingende Verständigung zu verbessern. Gut 30 Talentförderer nahmen am Workshop teil – Eltern, Lehrer, aber auch Vertreter verschiedener Bildungsinstitutionen.

Fachdiskurs über Ländergrenzen hinweg Auf Kongressen im Ausland tauschen sich Mitarbeiter des Zentrums für Begabungsför­ derung mit Kollegen aus aller Welt aus – und tragen gute Ideen weiter. So zum Beispiel beim „International Dialogue on Education“ in Vancouver (Kanada): Ulrike Leikhof, die bei Bildung & Begabung für die Entwicklung neuer FördermaSSnahmen verantwortlich ist, stellte hier im Oktober 2012 das Konzept der VorbilderAkademie vor. Auf Einladung der Robert Bosch Stiftung sprachen Bildungsexperten aus Australien, Deutschland, Kanada, Österreich und den USA darüber, mit welchen neuen Ansätzen die Potenziale von Schülern aufgedeckt und individuell gefördert werden können.

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Tourenbuch 01

Konferenz „Selbstreguliertes Lernen“


Zahlen-Panorama Kommunikation 2012

8:11 Min. Langer Beitrag über den Begabungs­ lotsen im Deutschlandradio. 6.507 Beiträge in Printmedien. 683.761 aufrufe unserer Webseiten. 8


ZITAT # 1

„ ein Echter Hingucker! [...] Besonders gelungen finde ich das Positive und Motivierende, das aus den Beiträgen spricht. “

Neben fortlaufender Ergänzung und Optimierung des Lotsen wurde 2012 der fachliche Austausch mit Ansprechpartnern aus den Bundesländern, Stiftungen, Hochschulen und Bildungseinrichtungen fortgeführt. Neue Kooperationspartner wie das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung, das Portal MyStipendium oder das Hoch-Begabten-Zentrum Rheinland kamen hinzu. Im November 2012 startete das Länder-Special des Begabungslotsen, mit dem Bildung & Begabung die vielfältigen Angebote der einzelnen Bundesländer im Bereich der Begabungs- und Talentförderung bündelt. Das Online-Special präsentiert alle 16 Bundesländer mit ihren schulischen und außerschulischen Schwerpunkten der Talentförderung. Alle sechs Wochen stellt der Begabungslotse ein anderes Bundesland mit seinen Konzepten, Praxisbeispielen und Ansprechpartnern vor. Den Auftakt machte Hessen.

Gabriele Landwehr, Leitung Bereich Wirtschaft und Stiftungen Goethe-Institut e. V., Hauptstadtbüro, über das neue TalentMagazin HIngucker

Monatlich steigende Zugriffszahlen zeigen, dass der Begabungslotse seinen Bekanntheitsgrad im Jahresverlauf er­ höhen konnte: 2012 verzeichnete das Online-Portal insgesamt rund 165.584 Zugriffe.

kommen einige Fernsehbeiträge: So hat SAT.1 Mathe-Talent Kevin Höllring vor seiner Teilnahme an der IMO porträtiert. Der MDR brachte in der Sendung „Sachsenspiegel“ eine Reportage über Laura Szalek aus Zwickau, die mit Japanisch am Bundeswettbewerb Fremdsprachen teilgenommen und einen ersten Preis gewonnen hat.

Kommunikation

Aufmerksamkeit wecken, informieren, Themen setzen: 2012 konnte Bildung & Begabung 6.507 Beiträge (2011: 6.127) in deutschsprachigen Printmedien lancieren und damit über eine Milliarde Leserkontakte generieren. Der ZEIT Schulführer berichtete beispielsweise über den Begabungslotsen, die Welt über den Bundeswettbewerb Mathematik, die Süddeutsche Zeitung über den Bundeswettbewerb Fremdsprachen.

In der Online-Kommunikation hat Bildung & Begabung ebenfalls Schritte nach vorn gemacht: Das komplette Web­ angebot verzeichnete im Jahr 2012 insgesamt 683.761 Seitenaufrufe. 3.300 Nutzer folgten Bildung & Begabung bei Facebook (www.facebook.com/BildungBegabung) und über Twitter (www.twitter.com/BildungBegabung), 600 Interessierte abonnierten den Newsletter.

Auch bei Hörfunkjournalisten stießen die Themen von Bildung & Begabung auf großes Interesse. Pro Pressemitteilung vermittelte Bildung & Begabung durchschnittlich zehn Radiointerviews mit Teilnehmern oder Mitarbeitern. Das Deutschlandradio berichtete über den Start des Begabungslotsen, die TalentAkademie und den ECHA-Kongress, die ARD produzierte zur Internationalen MathematikOlympiade (IMO) in Mar del Plata (Argentinien) ein Radiofeature für alle öffentlich-rechtlichen Hörfunksender. Hinzu

Um die Themen Talentförderung, Potenzialentwicklung und Chancengerechtigkeit noch stärker in die Öffentlichkeit zu tragen, hat Bildung & Begabung 2012 den Launch eines Talentmagazins angestoßen. Der HINGUCKER, der im Januar 2013 mit einer Erstauflage von 10.000 Exem­ plaren erschienen ist, stellt bemerkenswerte Talentförderer vor, beschreibt nachahmenswerte Initiativen und gibt Anregungen für die Praxis.

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Tourenbuch 01

lotse Antworten – zum einen in Form von redaktionellen Texten, zum anderen durch eine Datenbank mit über 2.200 Einträgen (Stand 12/2012), die sowohl geografische als auch inhaltliche Suchanfragen unterstützt. Sie ermöglicht die schnelle Suche nach Angeboten in der Wohnumgebung ebenso wie die vertiefte Recherche nach Interessengebieten, Altersgruppen oder Angebotsarten. Um die Auswahl und Pflege der Einträge kümmert sich eine Fachredaktion. Neue Angebote werden nur aufgenommen, wenn sie die Qualitätskriterien des Lotsen erfüllen.


Vorbilderund Talentakademie Tour #2: Perspektiven für Potenzialentdecker

Jeder hat Stärken, mit denen er etwas erreichen kann – doch nicht jeder bekommt die Chance, diese in Erfolg umzusetzen: Die Zukunft eines Kindes hängt in Deutschland nach wie vor stark von der Herkunft ab. Wer in weniger privilegierten Verhältnissen aufwächst, hat oft wenig Vertrauen in die eigenen Stärken und glaubt nicht an Aufstieg. Deshalb hat Bildung & Begabung Förderprogramme konzipiert, die einer möglichen Benachteiligung durch Herkunft entgegenwirken.

stützt die Jugendlichen dabei, eigene Talente und Chancen zu erkennen – und zu nutzen. Schülern aus den Jahrgangsstufen 9 und 10 wird Orientierungswissen rund um Studium und Ausbildung vermittelt. Sie lernen Möglichkeiten zur Potenzialentwicklung kennen und treffen auf Vorbilder, die selbst einen Migrationshintergrund haben. Jugendliche aus 26 verschiedenen Herkunftskulturen kamen 2012 in der Akademie im Bayreuther MarkgräfinWilhelmine-Gymnasium zusammen. Sie belegten Kurse in den Bereichen Informatik, Wirtschaft, Sprache/Medien und Biotechnologie. In Workshops trainierten die Schüler Rhetorik, Lerntechniken und Zeitmanagement. Bei einem Besuch an der Universität Bayreuth erhielten sie zudem Einblicke in verschiedene Studien-, Berufs- und Fördermöglichkeiten. Ein Höhepunkt war der Vorbilder-Abend: Erfolgreiche Persönlichkeiten, die selbst eine Zuwanderungsgeschichte haben, standen den Teilnehmern Rede und Antwort: Der Berliner Architekt Van Bo Le-Mentzel, der aus Laos stammt, ist mit seinen Designer-Möbeln zum Selberbauen bekannt geworden. Murat Vural, Vorsitzender von Chancenwerk e. V., setzt sich für die Kompetenzentwicklung von Schülern mit und ohne Migrationshintergrund ein und wurde 2010 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Wegen der sehr positiven Resonanz auf die Ausschreibung im Vorjahr war die Zahl der Plätze 2012 von 30 auf 48 erhöht worden. Die Zahl der Bewerbungen, die Bildung & Begabung von Schülern aus Bayern und Baden-Württemberg erhielt, lag weit darüber.

Die VorbilderAkademie und die TalentAkademie sprechen Jugendliche aller Schulformen und Herkunftskulturen an. Die Programme unterstützen die Jugendlichen darin, ihre Ressourcen zu aktivieren, machen Mut und geben einen Anschub für erfolgreiche Bildungsbiografien. VorbilderAkademie

Von Vorbildern lernen, Chancen ergreifen: 2011 als Pilotprojekt gestartet, wurde im September 2012 in Bayreuth die zweite VorbilderAkademie für Schüler mit Migrationshintergrund durchgeführt. Bildung & Begabung unter-

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Hierzu müssen sie ihre Motivation für die Teilnahme in einem Bewerbungsbogen skizzieren und ein Empfehlungsschreiben, zum Beispiel von einem Lehrer oder einem Vereinsvorsitzenden, einreichen. Zuvor konnten die Jugendlichen nur über die Schulen für die Teilnahme vorgeschlagen werden. Die Schulfarm Insel Scharfenberg in Berlin-Reinickendorf wurde zudem als neuer Standort für die Akademie ausgewählt. Das weiterentwickelte Format wurde Ende April erstmalig als TalentAkademie ausgeschrieben. Neben allen Schulen in Berlin und Brandenburg wurden auch Vereine und Netzwerke auf die Akademie aufmerksam gemacht.

TalentAkademie

Breit fördern, Vielfalt nutzen: Bildung & Begabung möchte sicherstellen, dass keine Potenziale übersehen werden. Deshalb sucht das Zentrum für Begabungsförderung in allen Schulformen nach Talenten – in der Hauptschule ebenso wie im Gymnasium. Jugendliche aller Schultypen kommen in den Ferien in der TalentAkademie zusammen, um ihre Potenziale zu entwickeln und das Lernen neu zu entdecken. Das Format unterstützt die Teilnehmer in ihrer Persönlichkeits- und Kompetenzentwicklung und eröffnet ihnen neue Perspektiven. Das Ferienprogramm, das zuvor

Was braucht ein Schiff zum Schwimmen? Wie kommt amerikanische Geschichte auf die Leinwand? Sind Kunststoffe im menschlichen Körper Zukunftsmusik oder längst Realität? Und wie produziert man eine Radiosendung? Das Kursangebot bei der TalentAkademie Berlin war so facettenreich wie die Schüler, die mit ihren unterschiedlichen Interessen, Fähigkeiten und Biografien in der TalentAkademie aufei­ n­andertrafen. Insgesamt nahmen 30 Schüler an der Talent­Akademie teil. Rückmeldungen von Teilnehmern, Eltern und Schulen zeigten, dass sich das neue Konzept bewährt hat und in der Fachwelt sowie bei potenziellen Koopera­ tionspartnern auf großes Interesse stößt.

ZITAT # 2

So auch im Ruhrgebiet

„ Die Akademie hat mir die Augen geöffnet. Jetzt habe ich eine konkrete Vorstellung davon, was man erreichen kann. “

Im Frühjahr 2012 haben sich BP Europa SE und die BP Stiftung, die Fachhochschule Gelsenkirchen sowie die Stiftung „Schalke hilft!“ des Fußballbundesligisten FC Schalke 04 dazu entschieden, die Durchführung einer zehntägigen TalentAkademie in Gelsenkirchen zu unterstützen. 27 Neuntklässler aus dem Ruhrgebiet erhielten einen Platz in der TalentAkademie Ruhr, die im Haus Heege und auf dem Gelände der Westfälischen Hochschule stattfand. Dort konnten sie sich in drei verschiedenen Projekten ausprobieren – als Radiomoderator, Lebensmitteltechnologe oder Designer für Produkte, die im Notfall Leben retten können. Im Herbst 2012 wurde mit der Reinhard FrankStiftung vereinbart, jeweils zwei Folgewochenenden für die Teilnehmer der TalentAkademie Ruhr anzubieten, um die Nachhaltigkeit der Förderung zu erhöhen.

Lisa Hempel, Teilnehmerin der VorbilderAkademie Bayreuth 2012

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Tourenbuch 01

unter dem Label „Schulformübergreifende Akademie“ lief, war 2011 mit Unterstützung des Deutschen Hochschul-In­ stituts evaluiert worden. Fazit: Das Projekt ist wirksam und besitzt Modellcharakter, muss im Design aber geschärft werden. Es erfolgten die Umbenennung in TalentAkademie sowie eine noch stärkere Ausrichtung auf die heterogene Zielgruppe. Um mehr motivierten Jugendlichen die Chance auf eine Teilnahme zu ermöglichen, wurde das Bewerbungsverfahren geändert: Jugendliche können sich jetzt selbst für die Akademie bewerben.

Wichtige Impulse für die Akademie lieferte das bereits 2011 von Bildung & Begabung ins Leben gerufene Expertennetzwerk „Migration und Begabung“. So vermittelten zahlreiche Partner zum Beispiel Kontakte zu engagierten Persönlichkeiten, die die VorbilderAkademie als Kursleiter oder Gäste mitgestalteten. Das Konzept der VorbilderAkademie hat auch die Stiftung Mercator überzeugt, die sich mit ihren Aktivitäten insbesondere im Ruhrgebiet für bessere Bildungsmöglichkeiten einsetzt. In Kooperation mit der Stiftung Mercator wurde für 2013 die Auflage einer VorbilderAkademie Metropole Ruhr geplant.


Deutsche Schülerakademie Tour #3: Intensivtraining für Fortgeschrittene

Akademieangebot

Intensive Kursarbeit, inspirierende Workshops und eine einmalige Lernatmosphäre, in der sich Wissen und Fähigkeiten täglich multiplizieren. Mit SchülerAkademien, Multinationalen Akademien sowie verschiedenen Partner-Akademien fördert Bildung & Begabung besonders begabte, interessierte und leistungsbereite Schüler. 1.035 Jugendliche profitierten 2012 von den unterschiedlichen Programmen.

„Chaostheorie und Mandelbrotmenge“, „Teilchenphysik mit dem ATLAS-Detektor“ oder „Das sprechende Gehirn“ lauteten nur drei Titel aus dem facettenreichen Kursangebot der Deutschen SchülerAkademie (DSA). Insgesamt standen sieben SchülerAkademien mit 42 Kursen sowie zwei durch die Haniel Stiftung finanzierte Multinationale Akademien mit vier Kursen zur Wahl. Bei einer Richtzahl von 15 bis 16 Teilnehmern je Kurs konnten damit 784 Plätze angeboten werden. Als Standorte für die 16-tägigen Akademien dienten die JugenddorfChristophorusschule Braunschweig (zwei Akademien), das Landschulheim Grovesmühle bei Veckenstedt, die Urspringschule in Schelklingen, das Evangelische Schulzen­ trum Hilden, die Jugenddorf-Christophorusschule Rostock und das private Internatsgymnasium Schloss Torgelow in Torgelow am See. Die Multinationalen Akademien wurden ebenfalls im Internatsgymnasium Schloss Torgelow sowie erstmalig im Europäischen Gymnasium Waldenburg bei Glauchau durchgeführt.

Im Schulalltag treffen hochbegabte Jugendliche eher selten auf Gleichaltrige, die ihre Interessen teilen. Auch Inhalte und Gestaltung des Unterrichts werden ihren Neigungen und Fähigkeiten häufig nicht gerecht. Deshalb bietet Bildung & Begabung besonders leistungsfähigen Oberstufenschülern intellektuelle und soziale Herausforderungen: Während der Ferien lernen sie in den Akademien neue Methoden und Denkansätze kennen, blicken über den Ho­ rizont ihrer bisherigen Erfahrungswelt hinaus und schließen neue Freundschaften.

Darüber hinaus wurden im Rahmen des DSA-Programms auch zwei jeweils zehntägige Akademien des Vereins Jugendbildung in Gesellschaft und Wissenschaft e. V. (JGW) mit insgesamt zwölf Kursen für 187 Teilnehmer sowie die Naturwissenschaftliche Sommerakademie der BASF angeboten.

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Jahr der Jubiläen

Ausschreibung und Teilnehmer

50 Stunden arbeiten die Oberstufenschüler in einem Kurs ihrer Wahl. Zur Vorbereitung der meisten Kurse wird einige Wochen vorab eine umfangreiche, teilweise auch englischsprachige Textsammlung verschickt. Wissen soll in der Akademie geteilt werden: In der Regel spricht jeder Teilnehmer im Laufe der Akademie einmal als Referent vor den anderen. Bei der Rotation schlüpfen die Teilnehmer außerdem für einen Vormittag in die Rolle der Kursleitenden und berichten anderen Kursen über ihre Arbeit. Neben der Arbeit in den Kursen wird in allen Akademien viel Musik gemacht. Traditionell wird in jeder Akademie ein Chor gebildet, außerdem sind alle Arten von Instrumenten herzlich willkommen. So werden Ensembles oder manchmal ein ganzes Orchester zusammengestellt. Musikalische Ergebnisse werden der Öffentlichkeit am Ende der Akademie in einem Konzert präsentiert. Neben der Musik gibt es

Empfehlungen erwünscht! Im Januar 2012 wurden 3.855 empfehlungsberechtigte Schulen und Institutionen in der Bundesrepublik Deutschland sowie 329 deutsche Auslandsschulen und ausländische Partner angeschrieben. Für die Multinationalen Akademien erhielten insgesamt 229 Schulen mit verstärktem Deutschunterricht (vor allem Schulen, die zum DSD-II-Diplom führen, und Deutsche Auslandsschulen) sowie Kooperationspartner und Bundesprogrammlehrer in den beteiligten Ländern die Möglichkeit, Schüler für ein Akademieprogramm zu empfehlen. 4.184 Einrichtungen aus 57 Nationen wurden 2012 in das Ausschreibungsverfahren einbezogen. Insgesamt wurden 2.447 Jugendliche zur Bewerbung aufgefordert, darunter auch Preisträger von 22 Leistungswettbewerben wie dem Bundeswettbewerb Fremdsprachen oder den Bundesweiten Mathematik-Wettbewerben. 2.008 von ihnen bewarben sich schließlich um eine Teilnahme an den Akademieformaten der DSA. Bei der Bewerbung können die Schüler ihren Wunschkurs auswählen, zusätzlich können bis zu vier Alternativkurse angegeben werden, wodurch sich die Chance auf die Teilnahme erhöht. Die „Macht der Medien“ faszinierte die Bewerber im Jahr 2012 am stärksten. 90 Schüler hatten den Kurs in der Multinationalen Akademie Waldenburg als Erstwunsch angegeben. Insgesamt nahmen 986 Schüler an den Kursen der DSA, der Multinationalen Akademien und der JGW-Akademien teil. Weitere 20 Schüler wurden in die Naturwissenschaftliche Sommerakademie der BASF aufgenommen. Drei Schüler nahmen außerdem an der Summer Academy in Litauen sowie weitere 26 an zwei Akademieprogrammen in Österreich teil.

ZITAT # 3

„ Das Intensivste, Beein­ druckendste, Unbeschreiblichste, das ich bisher erlebt habe!

Kurse und „KüAs“

Ob Komplexchemie, Symphonik, Wissenschaftskommunikation oder Psychopathologie – die Kurse der SchülerAkademien decken die unterschiedlichsten Wissensbereiche ab. Das Niveau entspricht dabei häufig dem von Hochschulstudiengängen in den ersten Semestern. Rund

“ Lucas Auer, Teilnehmer der Akademie Braunschweig II (2012), über die Akademiezeit

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Tourenbuch 01

1988 erstmalig durchgeführt, fanden die Akademien im Rahmen der Deutschen Schüler­ Akademie (DSA) 2012 bereits zum 25. Mal statt. 15.776 begabte Schüler konnten seitdem an einem Programm der DSA teilnehmen oder über diese in andere Programme vermittelt ­w erden. Die Deutschen JuniorAkademien (DJA) feierten 2012 ihre zehnte Auflage. Rund 5.500 Schüler der Sekundarstufe I haben seit 2003 in den Akademien geforscht, diskutiert und Freunde gefunden.


16 Teilnehmern begrenzt. Die Kurse werden paritätisch mit Schülern aus den beteiligten Ländern besetzt. Diese multinationale Zusammensetzung macht es möglich, viele Aspekte der unterschiedlichen Kulturen in das Akademie­ leben einzubringen, zum Beispiel in der morgendlichen „Presseschau“ aus allen Nationen oder am Länderabend, bei dem die Teilnehmer Besonderheiten ihrer Herkunftsländer präsentieren. Gemeinsame Arbeitssprache während der Akademien ist Deutsch.

Deutsche Schülerakademie in Zahlen » Kurse im Programm der Deutschen SchülerAkademie 2012:

84

JuniorAkademie Meisenheim

» Länder, in denen Schulen die Ausschreibungsunterlagen ­

57

Forschen, diskutieren und musizieren: In Anlehnung an die Akademien für Oberstufenschüler hat Bildung & Begabung gemeinsam mit Partnern verschiedener Bundesländer das Konzept für die Deutschen JuniorAkademien (DJA) entwickelt. Das Angebot geht zurück auf eine Initiative, die Rheinland-Pfalz gemeinsam mit Baden-Württemberg, dem Saarland und Bildung & Begabung angestoßen hat. 2003 starteten in diesen drei Ländern die ersten JuniorAkademien. Diese fördern begabte und leistungsbereite Schüler der Sekundarstufe I ab Klasse 7. Inzwischen werden in zahlreichen Ländern in den Sommer- oder Herbstferien JuniorAkademien angeboten. Das Programm wird von Bildung & Begabung koordiniert, regionale Träger und die Bundesländer veranstalten die Akademien.

erhalten haben:

» Schüler, die seit 1988 an einer Akademie oder einem P­artner­

programm der Deutschen SchülerAkademie t­ eilgenommen haben:

15.776

2012 fanden insgesamt 15 JuniorAkademien statt – in Baden-Württemberg (Adelsheim), Bayern (Pottenstein), Berlin, Niedersachsen (Bad Bederkesa, Goslar, Loccum, Papenburg), Nordrhein-Westfalen (Jülich, Königswinter, Ostbevern), Rheinland-Pfalz (Meisenheim), Saarland (Wallerfangen), Schleswig-Holstein (Bad Segeberg, St. Peter-Ording) und Thüringen (Zella-Mehlis). 2012 feierten die Deutschen JuniorAkademien im Paul-Schneider-Gymnasium Meisenheim ihre zehnte Auflage. Die Akademie in Rheinland-Pfalz führt Bildung & Begabung selbst als Träger durch. Anlässlich des Jubiläums nahmen an der Eröffnungsfeier unter anderem die rheinland-pfälzische Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Doris Ahnen, sowie Gräfin Hoensbroech als Vertreterin der Röchling Stiftung, Oberkirchenrat Klaus Eberl sowie Vertreter der Schule teil.

aber noch zahlreiche weitere kursübergreifende Aktivitäten (KüA), die von den Teilnehmern selbst gestaltet werden – von Theater über Sport bis hin zu Sprachkursen. Hinzu kommen Gastvorträge und Exkursionen. Multinationale Akademien

Wie funktioniert Politik in Ungarn? Welche Wissenschaftler haben sich in Rumänien einen Namen gemacht? Und was bringen Künstler in Tschechien auf die Bühne? Die Multinationalen Akademien, die die DSA in Kooperation mit der Haniel Stiftung durchführt, sind ein Forum für intensive Begegnungen von Jugendlichen aus Deutschland und je vier mittel- bzw. osteuropäischen Ländern. Hier geht es um grenzüberschreitende Begabtenförderung, gegenseitiges Verständnis und interkulturelle Zusammenarbeit. In der Multinationalen Akademie Waldenburg treffen Schüler aus Deutschland, Rumänien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn zusammen. In Torgelow bei Waren sind Schüler aus Deutschland, Estland, Lettland, Litauen und Polen vertreten. Die Akademien werden im Wesentlichen nach den Strukturen der DSA organisiert, sind aber auf vier Kurse mit je

188 Schulen in Rheinland-Pfalz wurden für die JuniorAkademie Meisenheim angeschrieben und um Empfehlungen von Schülern gebeten. 111 Jugendliche bewarben sich schließlich auf einen der 64 Plätze in Meisenheim. In den vier Kursen ging es in diesem Jahr um Effiziente Algorithmen, die Untersuchung von Farben in der Natur, die Neurowissenschaft des Sehens sowie um Fantastischen Realismus in der literarischen Moderne. Die JuniorAkademie Meisenheim wird durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz sowie durch die Röchling Stiftung unterstützt.

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Zahlen-Panorama Bildung & Begabung 2012

50 % 2.200 anmelde-plus konnte der bundeswettbewerb fremdsprachen 2012 für die sprachen japanisch und chinesisch verzeichnen.

angebote zur Talentförderung sind bis ende 2012 in die Onlinedatenbank des begabungslotsen eingetragen worden.

165.584 Seitenaufrufe verzeichnete der Begabungslotse von Januar bis Dezember 2012.

500

beiträge – vom vortrag bis zur poster-präsentation – gab es beim weltweiten begabungskongress in münster.

1/3

2.008 15

der teil­nehmer in der Ersten runde des bundeswett­bewerbs mathematik waren mädchen.

schüler haben sich 2012 über die Deutsche SchülerAkademie um einen Akademieplatz beworben. Erstmalig wurde somit die 2.000erMarke geknackt.


„IMO“ Int. Mathematik-Olympiade 4. bis 16. Juli 2012, Mar del Plata, Argentinien

6

„BAltic WAY“ Int. Mathematik-Wettbewerb der Ostsee-Anrainerstaaten 8. bis 12. November 2012, Tartu, Estland

5

„MeMo“ Mitteleuropäische Mathematik-Olympiade 6. bis 12. September 2012, Solothurn, Schweiz

6

internationales Aufgeb(r)ot Mathe-Cracks auf internationalem Parkett: Aus den Reihen der Bundesweiten Mathematik-wettbewerbe rekrutieren sich die teams für die drei groSSen Internationalen Mathematik-Wettbewerbe. Die Grafik zeigt, wo sich die Deutschen matheAsse 2012 gemessen haben und aus wie vielen Talenten Das jeweilige Team bestand.

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Tour #4: kreative Lösungswege für Anfänger und Profis

(2011: 133 Schüler und 23 Schülerinnen) schickten ihre Lösungen für die Aufgaben der zweiten Runde ein, in der jeder einzeln antreten musste.

An der Börse, bei der Errechnung von Fahrplänen oder in der Software-Programmierung: Mathe-Kenntnisse sind Schlüsselqua­ lifikationen. Die Bundesweiten MathematikWettbewerbe bündeln Angebote, die von der Breitenförderung in Grundschulen bis hin zur internationalen Spitzenförderung reichen. Zu den Siegern zählen berühmte Mathematiker wie Peter Scholze, der 2012 mit 24 Jahren Deutschlands jüngster Professor wurde.

50 Schüler und 2 Schülerinnen (2011: 35 Schüler, 3 Schülerinnen) qualifizierten sich für die dritte Runde, das Kolloquium, das vom 28. bis 29. Januar 2013 in Schmitten (Hochtaunus) stattfand. Jeder Teilnehmer führte hier ein Fachgespräch mit zwei Mitgliedern des Auswahlausschusses. Insgesamt elf Bundessieger gingen 2012 aus dem Kolloquium hervor – sechs von ihnen als erstmalige Sieger, zwei gewannen zum zweiten sowie zwei weitere zum dritten Mal. Lisa Li aus Münster errang den Bundessieg 2012 bereits zum sechsten Mal. Die Preisverleihung für die Bundessieger des Jahres 2012 fand am 19. April 2013 in Köln statt. Gastgeber war die Generali Deutschland Holding AG, die den Wettbewerb als Hauptsponsor unterstützt. Die erstmaligen Bundessieger werden mit Beginn eines Studiums an einer wissenschaftlichen oder technischen Hochschule in die Förderung der Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen. Zusätzlich wurden sie vom Max-Planck-Institut für Mathematik in Bonn zu einem vierwöchigen Forschungsaufenthalt eingeladen. Die mehrmaligen Sieger erhielten vom Bundesministerium für Bildung und Forschung einen Sonderpreis. Zudem gewann ein Teilnehmer der Endrunde einen Forschungsaufenthalt am International Summer Science Institute in Rehovot in Israel. Der Sonderpreis wird gestiftet von der Deutschen Gesellschaft der Freunde des Weizmann-Instituts e. V.

Bundeswettbewerb Mathematik

1.301 Jugendliche (2011: 1.215), davon 979 Schüler und 322 Schülerinnen, gingen 2012 beim Bundeswettbewerb Mathematik an den Start. Der Wettbewerb ist nicht auf bestimmte Jahrgangsstufen beschränkt, richtet sich jedoch aufgrund des Schwierigkeitsgrades der Aufgaben vornehmlich an Schüler ab der 9. Klasse. Die ersten beiden Runden sind als Hausaufgabenwettbewerbe organisiert, wobei je vier Aufgaben aus Geometrie, Kombinatorik, Zahlentheorie und Algebra ausgearbeitet werden müssen. 739 Teilnehmer (2011: 571) erreichten allein oder im Team mit ihren Arbeiten eine Platzierung und schafften damit den Sprung in die zweite Runde. 285 Schüler und 55 Schülerinnen

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Tourenbuch 01

Bundesweite Mathematik-wettbewerbe


Mathematik-Olympiaden in Deutschland

Bundesweite Mathematik-Wettbewerbe in Zahlen

Bei der Mathematik-Olympiade rechnen Deutschlands größte Mathe-Talente mit Gold: Die Mathematik-Olympiade ist ein mehrstufiger Wettbewerb, dessen erste drei Stufen in der Verantwortung der Bundesländer organisiert werden. Die Bundesrunde (4. Stufe) findet für Schüler ab Klasse 8 jährlich zentral in einem Bundesland statt. T ­ räger der Mathematik-Olympiaden in Deutschland ist der Verein Mathematik-Olympiaden e. V., mit dem Bildung & Begabung kooperiert und im Verbund der Bundesweiten Mathematik-Wettbewerbe die Geschäftsstelle führt.

» Grundschüler, die 2012 an der Mathematik-Olympiade teilnahmen:

106.000 » Sprachversionen der Aufgaben, die bei der IMO 2012 in

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Argentinien angefertigt wurden:

Rund 205.000 Schüler der Klassen 3 bis 13 gingen ab Sep­ tember 2011 in der ersten Runde an den Start der 51. Mathematik-Olympiade – darunter 106.000 Grundschüler. An der Bundesrunde vom 4. bis 7. Mai 2012 in Frankfurt am Main nahmen schließlich 192 Schüler in Mannschaften aus allen 16 Bundesländern teil. Die Bundesrunde bestand aus zwei viereinhalbstündigen Klausuren, in denen je drei anspruchsvolle Aufgaben zu lösen waren. Während ihre Lösungen korrigiert und bewertet wurden, hatten die Teilnehmer bei Ausflügen und Sportveranstaltungen die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen. Höhepunkt war die Preisverleihung am 7. Mai, bei der die Urkunden und Preise überreicht wurden.

» Lehrer und Hochschuldozenten, die sich 2012 ehrenamtlich als

Korrektoren im Bundeswettbewerb Mathematik engagiert haben:

200

IMO in Argentinien

Der Auswahlwettbewerb zur Internationalen MathematikOlympiade (IMO) 2012 begann mit zwei Klausuren im Dezember 2011. Hierfür hatten sich 97 Preisträger der zweiten Runde des Bundeswettbewerbs Mathematik 2011 sowie der Bundesrunde der Mathematik-Olympiade 2011 qualifiziert. Die 16 Schüler, die bei den Auswahlklausuren am besten abschnitten, wurden im Januar 2012 zur IMOVorbereitung eingeladen. Diese bestand aus einem acht­ tägigen Seminar in Rostock, drei Wochenendseminaren in Bad Homburg sowie einem neuntägigen Abschlussseminar im Mathematischen Forschungsinstitut Oberwolfach. In diesen Seminaren vermittelten erfahrene Mathematiker den Teilnehmern das notwendige Fachwissen und machten sie mit wichtigen Lösungsstrategien vertraut.

Edelmetall zu gewinnen. Die deutschen Olympioniken Dominik Duda, Kevin Höllring, Simon Puchert, Bernhard Reinke, David Schmidt und Xianghui Zhong errangen zwei Silbermedaillen, drei Bronzemedaillen und eine ehrende Erwähnung. Jugend trainiert Mathematik (JuMa)

Auf dem Weg zur Weltspitze: Mit dem Programm „Jugend trainiert Mathematik“ (JuMa), das Bildung & Begabung mit Unterstützung der Deutschen Telekom Stiftung organisiert, wurden auch 2012 wieder 250 Schüler frühzeitig gefördert – und an das Niveau der internationalen Wettbewerbe herangeführt. JuMa wendet sich an mathematisch begabte Schüler der Klassen 7 bis 10. Durch Korrespondenzzirkel und Seminare lernen sie heuristische Prinzipien und Strategien kennen, die in der Schule nicht behandelt werden. Die sechs besten JuMa-Teilnehmer traten im September 2012 bei der Mitteleuropäischen Mathematik-Olympiade (MeMo) in der Schweiz an und holten zweimal Silber und zweimal Bronze.

Darüber hinaus wurden im Verlauf der Seminare sieben Klausuren geschrieben. Die sechs Bestplatzierten dieser Klausuren bildeten die deutsche Mannschaft für die 52. Internationale Mathematik-Olympiade in Mar del Plata, Argentinien. Für sie und die vier Nächstplatzierten fand im Juni ein zusätzliches Wochenendseminar an der Jacobs University in Bremen statt. Darüber hinaus organisierten die Mannschaftsmitglieder eigenständig ein Intensivtraining kurz vor der IMO. Vom 4. bis 16. Juli traten 548 MatheCracks aus 100 Ländern bei der bisher drittgrößten IMO der Geschichte in Argentinien an, um olympisches

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Tour #5: Aufstieg für Fremdsprachen-freunde

Fremdsprachen sind Brücken, die Menschen aus allen Ländern verbinden. Mehr als 16.000 Teilnehmer hat der Bundeswettbewerb Fremdsprachen im Jahr 2012 dazu motiviert, ihre Fremdsprachenkenntnisse auszubauen – und damit Grenzen zu überwinden.

kurs an der Beijing Language and Culture University zu vertiefen. Reiseunterstützungen für Italien und Japan erhielten Sieger, die mit der Wettbewerbssprache Latein bzw. Japanisch angetreten waren. Außerdem vergab der Bundeswettbewerb Fremdsprachen zehn Plätze im Intensivseminar des International Student Leadership Institute (ISLI) in Oberwesel. Zu dem ISLI-Seminar kommen jährlich rund 150 Schüler aus Europa und den USA zusammen, um Führungskompetenzen zu trainieren und interkulturelle Erfahrungen zu sammeln. Mittelstufenwettbewerb

Gemeinschaftserlebnis trotz Einzelteilnahme: Der Mittelstufenwettbewerb führt die Teilnehmer zur Bearbeitung ihrer Aufgaben an zentralen Orten zusammen. Das gibt ihnen die Gelegenheit, neue Kontakte mit anderen fremdspracheninteressierten Jugendlichen zu knüpfen und sich auszutauschen. Der Mittelstufen-Einzelwettbewerb richtet sich an Schüler der Klassen 8 bis 10. Möglich ist die Teilnahme mit einer oder zwei Fremdsprachen. 2012 haben 5.995 Schüler (2011: 5.550) teilgenommen, 1.545 von ihnen mit zwei Sprachen.

Stipendien und Auslandsreisen

Wichtigstes Ziel des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen ist es, dass junge Menschen ihre fremdsprachlichen Potenziale entfalten. Gleichzeitig sorgt der Wettbewerb dafür, dass Schüler tatsächlich über Brücken schreiten und ihren persönlichen Horizont erweitern: Die erfolgreichsten Teilnehmer gewinnen Bildungsreisen, Sprachkurse und sogar Stipendien an Elite-Universitäten im Ausland. Als einzige deutsche Teilnehmerin durfte 2012 wieder eine Gewinnerin des Oberstufenwettbewerbs an der Expeditionsreise auf der „Ruta Quetzal“ durch Spanien und Südamerika teilnehmen. Zwei Preisträger besuchten einen Sommerkurs an der Johns Hopkins University (Berkeley, Maryland) bzw. der Duke University (Durham, North Carolina). Drei Preisträger des Ostasienwettbewerbs erhielten die Chance, ihre Chinesisch-Kenntnisse bei einem Sprach-

Am zentralen Wettbewerbstag im Januar trafen sich die Teilnehmer in den Klausurschulen. Hier mussten sie Aufgaben mit mündlichen, schriftlichen, kreativen und testorientierten Anteilen lösen. Eine Vorleseaufgabe sowie eine Aufgabe zur freien Äußerung mussten vorab zu Hause bearbeitet werden. Die Bewertung und Prämierung der Arbeiten erfolgte auf regionaler oder Landesebene. Die deutschland-

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Tourenbuch 01

Bundeswettbewerb Fremdsprachen


1. Preisträger des oberstufenwettbewerbs 2012 Regina Balogh (Gammelsdorf, Bayern), Franziska Barnhusen (Hamburg), Katharina Baumgart (Wiesbaden, Hessen), Larissa Casper (Dortmund, NRW), Xueqian Chen (Leverkusen, NRW), Louisa Difliff (München, Bayern), Laura Dubois (Wiesbaden, Hessen), Nils Fromm (Wiesbaden, Hessen), Roberta Huldisch (Berlin), Lina Jacob Carande (Trier, Rheinland-Pfalz), Matthieu Kohl (Xanten, NRW), Lara Möllney (Solingen, NRW), Anna Purcarea (Gotha, Thüringen), Tobias Ungerer (Halle, Sachsen-Anhalt), Marion Vogl (Haselbach, Bayern) und Vina Zielonka (Bad Pyrmont, Niedersachsen)

Gruppenwettbewerb „Team Schule“

weit besten Preisträger hatten die Möglichkeit, am 14. Sprachenturnier teilzunehmen. Insgesamt 60 Schüler trafen sich vom 26. bis 29. September 2012 im Tagungszentrum Hattingen, um anspruchsvolle Einzel- und Gruppenaufgaben zu bearbeiten. Zum Abschluss wurden die Sieger des Sprachenturniers mit Preisen wie der Einladung zu einem ISLI-Seminar ausgezeichnet.

Gehässigkeiten auf Facebook, Lästereien im Chat: In einer tief gehenden Multimedia-Aufführung brachte die Schülergruppe vom Helene-Lange-Gymnasium in Hamburg die Gefahren von Cybermobbing auf die Bühne – und sicherte sich mit „The Faceworld“ den Sieg beim Sprachenfest in Düsseldorf. Das Besondere an ihrer Präsentation: Die Schüler hatten sich überlegt, die Online-Welt filmisch darzustellen – und die Vorgänge in der realen Welt auf der Bühne. Die Kreativität der Hamburger zahlte sich aus: Ihr Beitrag im Wettbewerb „Team Schule“ sorgte weit über die Grenzen des Wettbewerbs hinaus für Aufsehen. Die Jugendlichen durften ihr englischsprachiges Stück auch beim „Tag der Talente“ in Berlin und auf der didacta 2013 in Köln am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) auf die Bühne bringen.

Oberstufenwettbewerb

Vier Runden, bis zu vier Sprachen und ein Aufgabenmix, der vom freien Sprechen bis hin zur wissenschaftlich orientierten Hausarbeit das gesamte Spektrum fremdsprachlichen Könnens abruft: Der Wettbewerb für die Sekundarstufe II ist ein echter Leistungswettbewerb, bei dem gute Kenntnisse in mindestens zwei Fremdsprachen gezeigt werden müssen. 440 Schüler starteten in der ersten Runde, bei der in beiden Fremdsprachen ein Text zu einer Bildvorlage aufgenommen werden musste.

„Team Schule“ animiert Schülergruppen der Klassen 5 bis 10, ihre Fremdsprachenkenntnisse in einer mündlichen Präsentation (Theater-, Video-, Audiostück etc.) kreativ und ohne Leistungsdruck unter Beweis zu stellen. 901 Gruppen meldeten sich 2012 hierfür an, 619 nahmen schließlich teil, was bei einer durchschnittlichen Gruppengröße von 15 Schülern 9.285 Teilnehmern entspricht.

Im Frühjahr 2012 fanden die Klausuren der zweiten Runde statt. Hier mussten die Teilnehmer neben Aufgaben in der Erst- und Zweitsprache auch eine Linguistikaufgabe lösen. 105 Schüler schafften den Sprung in die dritte Runde, in der es eine Hausarbeit zu schreiben galt. 45 Teilnehmer qualifizierten sich für die Endrunde, die im November 2012 in Dreieich bei Frankfurt stattfand. Das anspruchsvolle Kolloquium brachte 16 erste Preisträger hervor. In der über 30-jährigen Wettbewerbsgeschichte gab es niemals so viele Bundessieger – und niemals ein so hohes Leistungsniveau. Mit ihren herausragenden Leistungen haben sich die 16 Bundessieger ein Stipendium der Studien­ stiftung des deutschen Volkes gesichert. 21 zweite sowie acht dritte Preisträger erhielten Geld- und Sachpreise.

Die Kreativbeiträge wurden zunächst auf Landesebene ­bewertet und prämiert. Teams mit besonders guten Beiträgen wurden für die Teilnahme am Sprachenfest, der Finalrunde des Wettbewerbs, vorgeschlagen. 33 Gruppen und insgesamt 300 Teilnehmer kamen vom 14. bis 16. Juni 2012 zum 21. Sprachenfest zusammen, das in Zusammenarbeit mit dem Land Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf stattfand. Gemeinsam mit weiteren Sponsoren hat vor allem

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Im Zeichen der Neukonzeption

Das Jahr 2012 stand im Zeichen der Neugestaltung des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen. Der Evaluations­ bericht von 2011 hatte gezeigt, dass die Angebote des Bundeswettbewerbs sinnvoll, aufgrund der komplexen Wettbewerbsstruktur allerdings schwer überschaubar sind. Fazit: Das Wettbewerbsprofil sollte geschärft werden. Hierzu haben Gespräche mit den Gremien und anschließend zwei Expertenrunden zur Weiterentwicklung des Wettbewerbs stattgefunden. Ergebnis der Expertenrunden waren Empfehlungen für eine Neukonzeption des Wettbewerbs an das Kuratorium von Bildung & Begabung, das dieses Konzept im Dezember 2012 beschloss.

Gruppenwettbewerb „Team Beruf“

In der Kategorie „Team Beruf“ können Auszubildende und Berufsschüler zeigen, dass sie fit sind für internationale ­Herausforderungen. 95 Teams (davon 42 aus Unternehmen, 53 aus Schulen) und damit 529 Teilnehmer gingen 2012 an den Start des Gruppenwettbewerbs. Von den Berufsstartern wurden ein mündlicher Beitrag sowie eine schriftliche Ausführung hierzu erwartet. Das Thema sollte an den ­Berufsalltag der Teilnehmer angelehnt sein. Mit „House Hunters“, einer filmischen Expeditionsreise durch den Dschungel des Immobiliengeschäfts, sicherte sich das ­Azubi-Team der Vivawest Wohnen GmbH aus Gelsenkirchen den Gesamtsieg. Die zwölf besten Teams wurden von der Jury zum Azubi-Turnier eingeladen. Unter der Schirmherrschaft der NRW-Ministerin für Schule und Weiterbildung, Sylvia Löhrmann, wurden alle Teilnehmer hier erneut he­rausgefordert: In neu zusammengestellten Gruppen galt es, das duale Ausbildungssystem in einer szenischen Bühnenaufführung zu präsentieren.

Zentrale Merkmale des neuen Wettbewerbs sind ein harmonisierter Wettbewerbsaufbau, eine dreiteilige Gremienstruktur sowie die Weiterentwicklung des Förderziels und der Aufgabenprofile. Außerdem tritt der „Neue“ verstärkt als einheitlicher Fremdsprachenwettbewerb mit verschiedenen Teilnahmekategorien auf. Mit der Ausschreibung der Wettbewerbsrunde 2013/14 wurde der neue Wettbewerb der Öffentlichkeit präsentiert.

Ostasienwettbewerb

Neue Sprachen entdecken: Wer 2012 mit Chinesisch oder Japanisch am Ostasienwettbewerb teilnehmen wollte, musste die fernöstlichen Sprachen noch nicht beherrschen. Der Motivationswettbewerb richtete sich an Schü­ler und Berufsschüler ab der 8. Klasse, die Lust hatten, Chinesisch und/oder Japanisch zu lernen. 269 Schüler (2011: 177) haben sich 2012 für den Wettbewerb an­ gemeldet. Die 24 Teilnehmer mit den besten Beiträgen wurden zu einer zweiten, mündlichen Runde eingeladen, in der sie die in der Zwischenzeit erworbenen Grundkenntnisse des Chinesischen oder Japanischen unter Beweis stellen konnten. Die Sieger hatten die Chance, Ostasien vor Ort zu erkunden – bei einem Sprachkurs in Peking oder mit einer Reisebeihilfe für einen Japanaufenthalt.

Bundeswettbewerb Fremdsprachen in Zahlen

146 » Teilnehmer von deutschen Auslandsschulen:

» Wörter, die die Hausarbeit im

Oberstufenwettbewerb umfassen soll:

Kreativwettbewerb

„Der Schlüssel“ lautete das Thema des Kreativwettbewerbs, der Schüler der Klassen 7 bis 10 dazu motivierte, selbst kreativ zu werden und in einer Fremdsprache ihrer Wahl Kurzgeschichten zu verfassen. 2012 wurden 659 Kurzgeschichten in neun verschiedenen Sprachen eingereicht, die meisten Schüler entschieden sich allerdings für Englisch oder Französisch. Die jungen Autoren mit den besten ­Arbeiten nahmen einen Geldpreis entgegen und wurden als Mitglieder der Schülerjury zum Sprachenfest nach Düsseldorf eingeladen.

1.500 » Ehrenamtliche Aufgabensteller und Jurymitglieder:

300 21

Tourenbuch 01

das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen die Durchführung des Sprachenfestes finanziell ermöglicht.


„  Mit einer Hand ...

Anpacken Damit BegabungsfĂśrderung gelingt, bedarf es vieler Menschen, die sich gemeinsam engagieren. Ein starkes ...

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Sprichwort aus der Mongolei

 ... Lässt sich kein Knoten knüpfen. “ MITZIEHEN ... Netzwerk aus Sponsoren und Ehrenamtlichen hilft Bildung & Begabung dabei, Talente zu finden und zu fördern.

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kletterPartner Hauptförderer und Sponsoren 2012

Bildung & Begabung ist eine Tochtergesellschaft des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. Hauptförderer ist das Bundesministerium für Bildung und F ­ or­schung. Unterstützt wird Bildung & Begabung von der ­Kultusministerkonferenz und einem Netzwerk aus Unternehmen, Stiftungen und Privatpersonen.

BMBF

Stifterverband

» Von der frühkindlichen Förderung bis hin zur beruflichen Weiterbildung – das Aufgabenspektrum des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ist groß. Neben den Themen Ausbildungsförderung, Weiterbildung sowie außerschulische, berufliche Bildung zählen auch Talentund Nachwuchsförderung zu den Arbeitsschwerpunkten des Ministeriums. Ziel ist es, den Bildungsaufstieg junger Menschen zu verbessern, gut ausgebildete Nachwuchskräfte zu generieren und damit langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland zu erhalten.

» Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft verkörpert seit 1920 die gemeinsame Verantwortung der Wirtschaft für Wissenschaft und Bildung in Deutschland. Er ist der größte private Wissenschaftsförderer in Deutschland und entwickelt Förderprogramme und Initiativen, die die Kooperation von Hochschulen, Wissenschaftsinstituten und Unternehmen vorantreiben und den Dialog von Wissenschaft und Öffentlichkeit unterstützen. Zudem betreut der Stifterverband in seinem Deutschen Stiftungszentrum zurzeit etwa 560 Stiftungen.

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haniel stiftung » Förderer der Multinationalen Akademien

deutsche Telekom stiftung » Förderer von „Jugend trainiert Mathematik“

» Förderer der Deutschen SchülerAkademie

deutsche Bank AG » Förderer des Begabungslotsen

Generali Deutschland Holding AG » Förderer des Bundeswettbewerbs Mathematik

arbeitgeberverband gesamtmetall » Förderer des Bundeswettbewerbs Mathematik

Peters-Beer-Stiftung » Förderer des USA-Stipendienprogramms für Alumni von Bildung & Begabung

Cornelsen Verlag » Förderer des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen

MHK-Stiftung » Förderer des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen

Deutsche BP Stiftung » Förderer der TalentAkademie Ruhr

REUTER’SCHE STIFTUNG » Förderer der Deutschen SchülerAkademie

Kühne + NAGEL (AG & CO.) KG » Förderer des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen

Johs. Kölln STIFTUNG » Förderer der Deutschen SchülerAkademie, der Deutschen JuniorAkademien und des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen

Unser Dank gilt vielen weiteren Unternehmen, Stiftern und Spendern, die die Arbeit von Bildung & Begabung 2012 unterstützt haben.

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Basislager 02

claussen-simon-Stiftung


Bergwacht Gremien bei Bildung & Begabung 2012

kuratorium

Träger und Förderer von Bildung & Begabung kommen im Kuratorium zusammen. Das Gremium tagt mindestens einmal pro Jahr und berät Bildung & Begabung vor allem in Strategie- und Programmfragen.

Beratende Mitglieder des Kuratoriums sind: » Prof. Dr. Dr. h. c. Hans-Joachim Kornadt, Professor emeritus für Pädagogische Psychologie und Erziehungswissenschaften, Deidesheim (Vorsitzender des Beirats des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen) » Prof. Dr. Franzis Preckel, Professorin an der Universität Trier, Leiterin der Abteilung Hoch­ begabtenforschung und -förderung (Vorsitzende des Beirats der Deutschen SchülerAkademie) » Prof. Dr. Gernot Stroth, Professor am Institut für Mathematik der Universität Halle-Wittenberg (Vorsitzender des Beirats des Bundeswettbewerbs Mathematik)

» Prof. Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, Berlin (Ständige Vertreterin: Susanne Schmidt, Leiterin Abteilung Strategien und Grundsatzfragen im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Berlin) » Ties Rabe, Präsident der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundes­republik Deutschland, Hamburg (Ständiger Vertreter: Dr. Tobias Funk, Leiter des Referats II Schulen in der Kultusministerkonferenz, Berlin) » Prof. Dr. Andreas Schlüter, Generalsekretär des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, Essen » Dr. Rupert Antes, Geschäftsführer der Haniel Stiftung, Duisburg » Erika Edler, Johs. Kölln Stiftung (im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft), Essen » Wolf-Rüdiger Feldmann, Geschäftsführer der Cornelsen Schulverlage GmbH, Berlin » Dietmar Meister, Vorstandsvorsitzender der Generali Deutschland Holding AG, Köln (Ständiger Vertreter: Loring Sittler, Leiter Generali Zukunftsfonds, Köln) » Walter Rasch, Senator für Schulwesen a. D., Berlin » Dr. Ekkehard Winter, Geschäftsführer der Deutschen Telekom Stiftung, Bonn

Wissenschaftlicher Beirat

» Prof. Dr. Eckhard Klieme, Vorsitzender des Wissen­ schaft­lichen Beirats, Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), Frankfurt am Main » Prof. Dr. Susanne Buch, Universität Wuppertal » Armin Hackl, evocation Weiterbildung e. V., Rimpar » Bernd Knorreck, Genoveva-Gymnasium, Köln » Prof. Dr. Kristin Krajewski, Universität Gießen » Prof. Dr. Christoph Perleth, Universität Rostock » Prof. Dr. Anne Sliwka, Pädagogische Hochschule Heidelberg » Prof. Dr. Margrit Stamm, Universität Fribourg, Schweiz

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mitglieder in Beiräten der Akademien und Wettbewerbe bzw. im Kuratorium und Wissenschaftlichen Beirat von Bildung & Begabung

Mentoren, koordina­toren, Landes- und Regionalbeauftragte in unseren Wettbewerben

76

Mitglieder in Ausschüssen unserer Wettbewerbe und Trainingsprogramme

141 Weggefährten Wer wandert, braucht festes Schuhwerk, wer Projekte macht, engagierte Menschen, die „mitgehen“. Die Grafik zeigt, in welchen Funktionen sich Freiwillige für die Projekte von Bildung & Begabung einsetzen. Neben den Gremienmitgliedern engagieren sich noch viele weitere Ehrenamtliche, zum Beispiel als Akademie- und Kursleiter, Mentoren, Organisatoren, referenten oder Sprachpaten. Allen diesen Weggefährten möchten wir herzlich Danken!

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Basislager 02

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beirat der deutschen schülerakademie

Aufgabenausschuss des Bundeswett­bewerbs Mathematik

» Prof. Dr. Franzis Preckel, Vorsitzende des Beirats, Universität Trier » Ines Albrecht, Gerhart-Hauptmann-Gymnasium, Wismar » Rainer Arnold, Studienstiftung des deutschen Volkes, Bonn » Dr. Judith Günther, Bayer Pharma AG, Berlin » Bettina Jorzik, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, Essen » Dr. Hanno Kamp, Schott Solar CSP GmbH, Weiden i. d. Oberpfalz » Dr. Tobias Kläden, Katholische Arbeitsstelle für missionarische Pastoral, Erfurt » Barbara Reinhard, Ministerium für Jugend, Kultus und Sport Baden-Württemberg, Stuttgart » Dr. Jenny Thauer, Bundesministerium für Bildung und Forschung, Berlin » PD Dr. Elke Völmicke, Bildung & Begabung, Bonn

» Prof. Dr. Erhard Quaisser, Vorsitzender des Ausschusses, Werder » StD Karl Fegert, Lessing-Gymnasium, Neu-Ulm (Vorsitzender der Korrekturkommission) » Prof. Dr. Rainer Kaenders, Universität zu Köln » Dipl.-Math. Stefan Kleitsch, Berufsbildungszentrum Landshut » Dr. Eric Müller, Villingen-Schwenningen » Dr. Eckard Specht, Universität Magdeburg » Dr. Robert Strich, Friedrich-Koenig-Gymnasium, Würzburg » StD’ Dr. Cornelia Wissemann-Hartmann, Carl-Fuhlrott-Gymnasium, Wuppertal

Auswahlausschuss des Bundeswettbewerbs Mathematik

» Prof. Dr. Rainer Weissauer, Vorsitzender des Ausschusses, Universität Heidelberg » Prof. Dr. Michael Röckner, Stellv. Vorsitzender des Ausschusses, Universität Bielefeld » Prof. Dr. Reinhold Meise, Stellv. Vorsitzender des Ausschusses, Universität Düsseldorf » Prof. Dr. Hans-Dieter Alber, TU Darmstadt » StD a. D. Klaus Albermann, Wuppertal » Prof. Dr. Horst Behncke, Universität Osnabrück » StD Rolf Brennemann, Söderblom-Gymnasium, Espelkamp » StD Dr. Hans-Joachim Feldhoff, Gymnasium der Stadt Kerpen » StD Reinhardt Fulge, Ratsgymnasium, Osnabrück » Prof. Dr. Wulf-Dieter Geyer, Universität Erlangen/ Nürnberg » Dr. Wolfgang Guba, Gymnasium am Tannenberg, Grevesmühlen » Prof. Dr. Matthias Günther, Universität Leipzig » Prof. Dr. Ursula Hamenstädt, Universität Bonn » Prof. Dr. Bernhard Hanke, Universität Augsburg » Prof. Dr. Günter Harder, Max-Planck-Institut für Mathematik, Bonn » OStR Dr. Klaus Henning, Christianeum, Hamburg » Prof. Dr. Annette Huber-Klawitter, Universität Freiburg » Prof. Dr. Ralf Köhl, Universität Gießen » StD Karl-Heinz Krautkrämer, Kreisgymnasium Halle i. W.

Beirat des Bundeswettbewerbs Mathematik

» Prof. Dr. Gernot Stroth, Vorsitzender des Beirats, Universität Halle-Wittenberg » Rainer Arnold, Studienstiftung des deutschen Volkes, Bonn » Prof. Dr. Gerd Faltings, Max-Planck-Institut für Mathematik, Bonn » StD Karl Fegert, Lessing-Gymnasium, Neu-Ulm (Vorsitzender der Korrekturkommission) » StD Dr. Hans-Joachim Feldhoff, Gymnasium der Stadt Kerpen » MinR Dieter Götzl, Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus, München » Prof. Dr. Hans-Dietrich Gronau, Universität Rostock » Bettina Jorzik, Stifterverband für die Deutsche ­Wissenschaft, Essen » Prof. Dr. Reinhold Meise, Universität Düsseldorf » Prof. Dr. Erhard Quaisser, Werder (Vorsitzender des Aufgabenausschusses) » Prof. Dr. Michael Röckner, Universität Bielefeld » Dr. Jenny Thauer, Bundesministerium für Bildung und Forschung, Berlin » PD Dr. Elke Völmicke, Bildung & Begabung, Bonn » Prof. Dr. Elias Wegert, TU Bergakademie Freiberg » Prof. Dr. Rainer Weissauer, Universität Heidelberg (Vorsitzender des Auswahlausschusses)

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» OStR’ Béatrice Gronau, Graf-Friedrich-Schule, Diepholz » OStR’ i. R. Inge Hachtel, Königswinter » Dr. Klaus Henning, Christianeum, Hamburg » Dr. Daniel Herden, Universität Duisburg-Essen » Petra Hesse, Werner-von-Siemens-Schule, Gransee » StD i. R. Wilfried Heuser, Auguste-Viktoria-Gymna­ sium, Trier » PD Dr. Jörg Jahnel, Universität Siegen » OStR Paul Jainta, Adam-Kraft-Gymnasium, ­Schwabach » Dr. habil. Helmut König, Chemnitz » Dr. Norbert Koksch, TU Dresden » Dr. Martin Langer, Universität Bonn » Joachim Lippert, Marie-Curie-Gymnasium, Dresden » Dr. Wolfgang Ludwicki, Winckelmann-Gymnasium, Stendal » Anja Mauritz, Universität Greifswald » Dr. Carsten Mayer, Hohenstaufen-Gymnasium, Kaiserslautern » Viola Mendler, Innerstädtisches Gymnasium Rostock » Dr. Wolfgang Moldenhauer, Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien, Bad Berka » StR’ Dörthe Moll, Goetheschule Ilmenau » Ines Nobach, Felix-Klein-Gymnasium, Göttingen » Dr. Horst Ocholt, Radeburg » Dr. Martin Olbermann, Ruhr-Universität Bochum » Renate Otter, Peter-Petersen-Schule, Hamburg » Lutz Pörnig, Clemens-Winkler-Gymnasium, Aue » Prof. Dr. Jürgen Prestin, Universität Lübeck » Jun.-Prof. Dr. Christian Reiher, Universität Hamburg » Antje Karen Reinhardt, Grundschule Windmühlenweg, Hamburg » StD Michael Rüsing, B.M.V.-Schule, Essen » Stefan Schmack, Louise Schroeder Schule, Hamburg » StD’ i. R. Irmingard Schmithüsen, Baden-Baden » Georg Schröter, Dresden » Heike Schubert, Universität Rostock » Andreas Sens, Christian-Gymnasium, Hermannsburg » Stefanie Tille, Marie-Curie-Gymnasium, Dresden » Dr. Bianca Truthe, Universität Magdeburg » Dr. Mykhaylo Tyomkyn, München » OStR i. R. Karl-Heinz Umlauft, Bannewitz » Jun.-Prof. Dr. Janis Voigtländer, Universität Bonn » Silvia Wachenschwanz, Staatliche Grundschule Bedheim » Prof. Dr. Elias Wegert, TU Bergakademie Freiberg » Prof. Dr. Martin Welk, UMIT, Hall in Tirol » Stefan Ziervogel, Eichendorff-Schule, Kronshagen

Aufgabenausschuss der mathematik-olympiaden in deutschland

» P  rof. Dr. Konrad Engel, Vorsitzender des Ausschusses, Universität Rostock » Prof. Dr. Norbert Grünwald, Stellv. Vorsitzender des Ausschusses, Hochschule Wismar » Dr. Karsten Roeseler, Stellv. Vorsitzender des ­Ausschusses, SeLasCo GmbH, Bellheim » Marion Bethge, Grundschule Bestensee » Dr. Rainer Biallas, Magdeburg » Sybille Bösel, Lichtendorfer Grundschule, Dortmund » Dr. Claudia Böttinger, Universität Duisburg-Essen » Katrin Boxberger, Burgbrohl » Hans-Joachim Brenner, Albert-Schweitzer-Gymna­ sium, Erfurt » Ute Czierpka, Bach-Grundschule, Dortmund » Susann Dittmer, Universität Rostock » Prof. Dr. Andreas Felgenhauer, Hochschule Magdeburg-Stendal » Prof. Dr. Torsten Fritzlar, Universität HalleWittenberg » Dr. Hartwig Fuchs, Mainz » Dr. Frank Göring, TU Chemnitz » Prof. Dr. Hans-Gert Gräbe, Universität Leipzig

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Basislager 02

» Prof. Dr. Bernhard Leeb, Universität München » Prof. Dr. Clara Löh, Universität Regensburg » Dr. Siegfried Momm, Ganerben-Gymnasium, Künzelsau » StD Dr. Matthias Nicol, Heinrich-Hertz-Oberschule, Berlin » StD’ a. D. Renate Ortlieb, Hamburg » Prof. Dr. Detlev Poguntke, Universität Bielefeld » Prof. Dr. Matthias Reitzner, Universität Osnabrück » Prof. Dr. Steffen Roch, TU Darmstadt » Prof. Dr. Tim Römer, Universität Osnabrück » Prof. Dr. Margit Rösler, Universität Paderborn » StD Josef Rung, Hans-Leinberger-Gymnasium, Landshut » Prof. Dr. Michael Stoll, Universität Bayreuth » OStD a. D. Heinz Klaus Strick, Leverkusen » StD Dr. Horst Szambien, Kaiser-Wilhelm- und ­Ratsgymnasium, Hannover » Prof. Dr. Dr. Katrin Tent, Universität Münster » Dr. Mathias-Torsten Tok, Martin-Gerbert-Gymna­ sium, Horb » Prof. Dr. Katrin Wendland, Universität Freiburg » Prof. Dr. Günter M. Ziegler, TU Berlin » Prof. Dr. Martin Ziegler, Universität Freiburg


Ausschuss „jugend trainiert Mathematik“

» » » » » » »

» Prof. Dr. Hans-Dietrich Gronau, Universität Rostock (Mitglied des Leitungsteams „JuMa“) » OStR Dr. Klaus Henning, Christianeum, Hamburg (Mitglied des Leitungsteams „JuMa“) » Hanns-Heinrich Langmann, Bildung & Begabung, Bonn (Mitglied des Leitungsteams „JuMa“) » Dr. Rainer Biallas, Magdeburg » StD Karl Fegert, Lessing-Gymnasium, Neu-Ulm » Christiane Frense-Heck, Deutsche Telekom Stiftung, Bonn » Prof. Dr. Karsten Keller, Universität Lübeck » StD Albrecht Kliem, Wirsberg-Gymnasium, Würzburg » Prof. Dr. Jürgen Prestin, Universität Lübeck » Dr. Wolfgang Radenbach, Universität Göttingen » Jun.-Prof. Dr. Christian Reiher, Universität Rostock » Prof. Dr. Gernot Stroth, Universität Halle-Wittenberg » PD Dr. Elke Völmicke, Bildung & Begabung, Bonn » Prof. Dr. Elias Wegert, TU Bergakademie Freiberg

Beirat des bundeswettbewerbs fremdsprachen

» Prof. Dr. Dr. h. c. Hans-Joachim Kornadt, Vorsitzender des Beirats, Forst (Weinstraße) » RD’ Annelise Bernuth, Thüringer Kultusministerium, Erfurt » Bettina Jorzik, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, Essen » Frank Rogall, Tognum AG, Friedrichshafen » OStD’ Dr. Beatrice Schmitz, Rommerskirchen » StD i. R. Friedrich Stephan, Mönchengladbach » OStD i. R. Wolfgang Stütz, Stuttgart » OStR’ Karla Szukalski, Wensickendorf » Dr. Jenny Thauer, Bundesministerium für Bildung und Forschung, Berlin » PD Dr. Elke Völmicke, Bildung & Begabung, Bonn

mentoren und Jahrgangskoordinatoren „jugend trainiert mathematik“

» » » » » » » » » » » » » » » » » » » » » » » » »

 r. Robert Strich (Klasse 9/10) D Dr. Mathias-Torsten Tok (Klasse 10/11) Uwe Toman (Klasse 9/10) Prof. Dr. Eberhard Triesch (Klasse 7/8) StD Erfried Weber (Klasse 7/8) OStR Peter Witthinrich (Klasse 7/8) Dr. Gerhard Wolf (Klasse 8/9)

Bernd Dethloff (Klasse 9/10) Dr. Jürgen Doenhardt (Klasse 9/10) Prof. Dr. Michael Dreher (Klasse 10/11) Dr. Marlen Fritzsche (Klasse 8/9) Sabine Gack (Klasse 8/9) Dr. Frank Göring (Klasse 10/11) Dipl.-Math. Bernd Gramlich (Klasse 7/8) OStR’ i. R. Inge Hachtel (Klasse 8/9) OStR Bertram Hell (Klasse 7/8) Christian Hercher (Klasse 9/10) Dr. Jörg Jahnel (Klasse 9/10) OStR Paul Jainta (Klasse 7/8) Prof. Dr. Karsten Keller (Klasse 7/8) Kristina Klein (Klasse 7/8) OStR i. R. Klaus Krüger (Klasse 8/9) OStR Wolfgang Kurz (Klasse 7/8) StD’ Christa Lahmer (Klasse 7/8) OStR i. R. Tasso-Hagen Markl (Klasse 8/9) StD Dr. Otto May (Klasse 7/8) Stefan Mehner (Klasse 8/9) Dr. Bernd Mulansky (Klasse 10/11) Patrick Reichert (Klasse 9/10) Jun.-Prof. Dr. Christian Reiher (Klasse 10/11) StR’ Martina Schmidt-Kessel (Klasse 7/8) Dr. Axel Schüler (Klasse 8/9)

mitglieder der ausschüsse des bundeswettbewerbs Fremdsprachen

Ausschuss I, Wettbewerbe Sekundarstufe I » StD i. R. Friedrich Stephan, Vorsitzender des Ausschusses, Mönchengladbach » RD’ Annelise Bernuth, Thüringer Kultus­ministerium, Erfurt » OStR Thomas Boiselle, Friedberg » StR’ Heike Piornak, Rodleben » OStR’ Andréa Riedel, Strande » StR Hans-Herbert Römer, Wuppertal » StD Andreas Schürmann, Wiesbaden » StD i. R. Rolf Zippel, Bremen

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Ausschuss II, Wettbewerbe Sekundarstufe II

» » » » » » » » » » » » » » » » » » » » » » » » » »

Ausschuss III, Wettbewerb Team Beruf » OStR’ Karla Szukalski, Vorsitzende des Ausschusses, Wensickendorf » Frank Rogall, Vorsitzender des Ausschusses, Tognum AG, Friedrichshafen » Wilma Elsing, Hamburg » Gerd Huhn, Deutsche Telekom AG, Ausbildung, Berlin » Tanja Lederer, TDS HR Services & Solutions GmbH, Würzburg » Gerd Reif, Neustadt » Anja Sohni, Schwabach » Birgit Solf-Kellersohn, Monheim

» » » » »

landes- und Regionalbeauftragte des bundeswettbewerbs fremdsprachen

» Bärbel Bach, Sächsisches Bildungsinstitut (SBI), Referat 21, Radebeul » StD Gerd Bär, Ohlsbach » StD’ Bärbel Bauer, Landesakad. für Fortbildung u. Personalentw. an Schulen, Bad Wildbad » StD Dr. Richard Best, Harxheim » StR’ Martina Beyer, Braunschweig » StD Karl Bernd Bleiker, Warendorf » OStR Thomas Boiselle, Friedberg » StR’ Gisela Bullan, Cottbus » StR Ingo Carboch, Hannover » OStR’ Franziska Carrouée, Schiffweiler » StD’ Rotraut Cser, Schönau » Frank Dienst, Hamburg » StR’ Sabine Döbelin, Eberswalde

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Basislager 02

» OStD’ Dr. Beatrice Schmitz, Vorsitzende des Ausschusses, Rommerskirchen » OStR Thomas Boiselle, Friedberg » OStD Robert Just, Cuxhaven » Dr. Florian Henke, Universität des Saarlandes, Fachrichtung Romanistik, Saarbrücken » StD’ Ursula Hoffmann, Essen » StD’ Silke Schepp, Hamminkeln » StR Richard Schürmann, Ahaus » Prof. Dr. Burkhard Voigt, Institut für Allg. und Angew. Sprachwissenschaft, Hamburg

LRSD’ Ellen Dulisch, Bezirksregierung Düsseldorf OStR’ Anke Follmann-Heck, Jockgrim OStR Sascha Foraschick, Suderburg Christiane Fraedrich, Landesinstitut für Lehrer­ bildung und Schulentwicklung, Hamburg OStR’ Martina Groß, Nassau StR Guido Gunderloch, Münster StD’ Frauke Hanebeck, Köln Ute Henke, Celle StD’ Claudia Hohrath, Blomberg OStR Michael Horstmann, Paderborn Christine Kirchner, Lübeck Sabine Koch-Marsch, Berlin StR’ Dagmar Körner, Drebkau StR’ Eva Küster, Krefeld Dr. Hans-Eckehard Landwehr, Minden OStR’ Sabine Lenz, Dachau StD H.-J. Müller, Heidesheim StD’ Gudrun Nickoleit, Ulm StR’ Heike Piornak, Rodleben OStR’ Andréa Riedel, Strande StD’ Silke Schepp, Hamminkeln StR’ Ines Schirlitz, Erfurt OStR Harald Schmitz, Pulheim OStR Klaus-D. Schnierl, Bückeburg StR’ Kathrin Stolz, Dortmund LRSD’ Roswitha Strickstrack-Garcia, Landesschulbehörde, Standort Hannover StD Paolo Vetrano, Korntal StD Michael Völpel, Lingen/Ems Dr. Christel Wagener, Caputh OStR’ Beate Warszewik-König, Bremen OStR Andreas Weschke, Neu-Isenburg


Proviant Finanzbericht 2012

Bildung & Begabung

2012

2011

in Tausend EURo

in Tausend EURo

2.470,7 727,4 528,2 526,8 20,4

2.426,5 693,4 608,8 413,7 63,2

4.273,5

4.205,6

4.135,2 99,4 38,9

4.101,5 104,1 0,0

4.273,5

4.205,6

Erträge

Einnahmen aus Zuwendungen Bundesministerium für Bildung und Forschung Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft Verschiedene Stiftungen und Sponsoren Sonstige betriebliche Erträge Entnahme aus Projektmittelrücklage summe Erträge

Aufwendungen

Aufwendungen für Projekte Sonstige betriebliche Aufwendungen Einstellung in die Projektmittelrücklage Summe Aufwendungen

aufwands- und ertragsrechnung Für die Durchführung der Projekte ist Bildung & Begabung auf öffentliche und private Zuwendungen angewiesen. Hauptmittelgeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (rund 2,5 Millionen Euro) und der Stifter­verband für die Deutsche Wissenschaft e. V. (rund 730.000 Euro).

32


projekte

2011 in Tausend EURo

816,2 294,1 35,8 0,0

740,3 250,0 10,5

1.146,1

1.000,8

700,4 105,0 290,6 414,1

714,6 105,0 318,3 463,3

1.510,1

1.601,2

461,3 105,0 130,8 14,9

425,3 114,0 171,6 0,0

712,0

710,9

492,8 126,0 46,2 102,0

546,5 138,0 108,3 18,3

767,0

811,1

KompetenzZentrum

Einnahmen aus Zuwendungen BMBF Stifterverband Stiftungen und Sponsoren Sonstige Einnahmen Projektaufwendungen

Schülerakademien

Einnahmen aus Zuwendungen BMBF Stifterverband Stiftungen und Sponsoren Sonstige Einnahmen Projektaufwendungen

Bundesweite Mathematik-Wettbewerbe

Einnahmen aus Zuwendungen BMBF Stifterverband Stiftungen und Sponsoren Sonstige Einnahmen Projektaufwendungen

Bundeswettbewerb Fremdsprachen

Einnahmen aus Zuwendungen BMBF Stifterverband Stiftungen und Sponsoren Sonstige Einnahmen Projektaufwendungen

projektdarstellung Die Initiative zu den Projekten ging sowohl vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e. V. als auch vom Bundes­ministerium für Bildung und Forschung (BMBF) aus, die einzeln oder gemeinsam die Mittel zur Durchführung der Projekte zur Verfügung stellten. Einzelne Projekte wurden auch gänzlich oder teilweise durch Mittel privater Förderer finanziert.

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Basislager 02

2012 in Tausend EURo


Expeditionsteam Ansprechpartner bei Bildung & Begabung

33 Mitarbeiter betreuen die Projekte von Bildung & B ­ egabung. Ihre Kontakte zu den Abteilungen:

leitung der Fachbereiche

Birgit Lüke Kommunikation » birgit.lueke@bildung-und-begabung.de » Durchwahl -62 Dr. Petra Flocke Information und Beratung » petra.flocke@bildung-und-begabung.de » Durchwahl -66

Zentrale

» Tel.: (02 28) 9 59 15-0 » info@bildung-und-begabung.de » www.bildung-und-begabung.de

Angela von Wietersheim Wissenschaftstransfer » angela.vonwietersheim@bildung-und-begabung.de » Durchwahl -91

» www.facebook.com/BildungBegabung » www.twitter.com/BildungBegabung

Ulrike Leikhof Neue Fördermaßnahmen » ulrike.leikhof@bildung-und-begabung.de » Durchwahl -70

Geschäftsführung

PD Dr. Elke Völmicke » elke.voelmicke@bildung-und-begabung.de » Durchwahl -10

Volker Brandt Deutsche SchülerAkademie/DJA » volker.brandt@deutsche-schuelerakademie.de » Durchwahl -44

Heinz Rüdiger Grunewald » grunewald@bildung-und-begabung.de » Durchwahl -10

Hanns-Heinrich Langmann Bundesweite Mathematik-Wettbewerbe » langmann@bundeswettbewerb-mathematik.de » Durchwahl -21

Kaufmännische Leitung

Bernhard Sicking Bundeswettbewerb Fremdsprachen » bernhard.sicking@bundeswettbewerb-fremdsprachen.de » Durchwahl -31

Marie-Luise Marx » marie-luise.marx@bildung-und-begabung.de » Durchwahl -13

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ENDE Bergbericht 2012 Bitte wenden f端r die Lekt端re des BERGf端hrers (#1)

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Bildung & Begabung Jahresbericht 2012/13  

BergFÜHRER / BergBERICHT Bildung & Begabung bringt Menschen, Ideen und Initiativen zusammen, die dafür sorgen, dass Talente zu Gipfelstürm...