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fang des Gesprächs stets das Interesse an der Position des Gesprächspartners, weshalb mehrere offen gestellte Erzählfragen und aktives Zuhörverhalten wichtig sind. Allerdings ist es für den Partner ebenso wichtig, dass es sich um ein Gespräch handelt und er daher auch etwas über die Position seines Gegenübers erfährt. In der zweiten Sequenz des Gesprächs geht es nun darum, die einzelnen Punkte, die angerissen wurden, zu vertiefen und zu diskutieren. Um die Tiefe zu erreichen, ist es daher notwendig, die Präzisierungsfragen zu stellen und aktiv mit Pro und Kontra in die Diskussion einzusteigen. Sobald ein Punkt dann hinreichend diskutiert und scheinbar ein Ergebnis gefunden wurde, heißt es nun, die Entscheidung festzuhalten. Hierfür ist die geschlossene Frageform der Ja-Nein-Entscheidungsfrage hilfreich.

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BILDUNGaktuell 09/2017

Sofern es weitere Diskussionspunkte gegeben hat, wird anschließend mit dem nächsten Punkt, der sich über die Erzählfrage ergeben hat, erneut in die Präzisierungsfragen eingestiegen. Wesentlich bei der Nutzung des Fragentrichters ist es, dass die eigene Position des Fragenden ausschließlich durch die Argumentation vertreten wird. Eigene Punkte können also hinzugefügt und diskutiert werden, sollten dabei aber nicht in eine Frage verpackt werden. Nur so ist sichergestellt, dass die Antworten, die auf eine Frage hin gegeben werden, auch tatsächlich die Perspektive des Gesprächspartners beschreiben und nicht ausschließlich die Realität oder Erwartungen des Fragenden widerspiegeln. Dieser Text ist ein Auszug aus dem Buch „Die Kunst der Kommunikation“ von Peter Flume , erschienen 2017 im Haufe Verlag. Hinweis: Mit der kostenlosen App „smARt Haufe“ wird das Fachbuch interaktiv! Die App können Sie kostenlos im App-Store downloaden, die Buchseiten mit dem Smartphone scannen und zahlreiche Zusatzinhalte nutzen! Peter Flume ist selbstständiger Trainer und Berater rund um die Themen Rhetorik, Kommunikation, Verhandlungen und Führung. Er arbeitet mit Methoden des Unternehmenstheaters, um bereits im Training reale Situationen zu simulieren und den Teilnehmern den maximalen Transfer in den Alltag zu ermöglichen. Klick! www.rhetoflu.com ÒÒ Klick! www.haufe.de ÒÒ Seite 10

Hilfe zur Selbstreflexion  

Was treibt an, wo liegen die Bedürfnisse und wo die Potenziale eines Menschen? Eine Persönlichkeit zu 100 Prozent einzuschätzen ist kaum mög...