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NR. 586

Januar 2008

Menschen, denen Sie in diesem Heft begegnen: Jennifer Bongardt, Dorothea Grommes, Andreas Henseler, Hubert Koch, G端nther Kube, Christian Maassen, Michael Miehe, Henry Palmbusch, Christina Paradies, Dr. Michael Paul, Dr. Bernd Potthast, Dr. Andreas Reimann, Dr. Joachim Schulz-Hardt, Bernd Tillmann-Gehrken, Susanne Uhlen.


DE R KOMMENTAR Da haben unsere Bezirkspolitiker im Bezirksrathaus ja mal richtig schnell geschossen. Haben sich schon in der Fraktionsvorsitzenden-Versammlung darauf verständigt, unseren schönen Rodenkirchener Wochenmarkt am Samstag um ein paar Stände zu erweitern. „Neue Impulse für das Marktgeschehen und eine Steigerung der Attraktivität des Marktes“ wollen sie dadurch erreichen, wie zu hören war.

künstlich aufblasen: Und: man sollte den dort anbietenden Händlern auch die Möglichkeit geben, Geld zu verdienen! Was man in Gesprächen mit Händlern, Geschäftsleuten und Kunden immer wieder hört, ist der Wunsch nach einem zweiten Markttag. So ein schöner Platz wie der neue Maternusplatz muss doch mit Leben erfüllt werden. Warum fragt das Marktamt nicht mal die Händler, ob sie sich vorstellen könnten, auch am Mittwoch ihre Waren hier in Rodenkirchen anzubieten.

Dem muss ich leider energisch widersprechen. Was soll das denn für Impulse bringen, wenn man den fünften Gemüsehändler oder den sechsten Blumenverkäufer auf dem Wochenmarkt platziert? Die kaufen doch auch auf demselben Großmarkt ein wie die Händler, die schon seit Jahren auf dem Maternusplatz ihre Ware anbieten.

Vielleicht hat ja auch der eine oder andere von den Rodenkirchener Geschäftsleuten Lust, sich mit einem Stand oder einem Wagen auf den Markt zu stellen? Das ganze sinnvoll ergänzt durch den einen oder anderen NeuBeschicker: ein zweiter Markttag könnte durchaus auch zu einer Attraktion für Rodenkirchen werden.

Vielleicht will man später, wenn auf dem Platz keine Baustelle mehr ist, noch ein paar Billig-Anbieter ansiedeln. Einen „preiswerten Leo“ haben wir in Rodenkirchen auch noch nicht, und ein Stand mit „Ein-Euro-Artikeln“ würde sicher gut ins Marktbild passen!

Denn unser Wochenmarkt am Samstag ist ein Markt mit Niveau, der auch Kunden mit Niveau nach Rodenkirchen zieht. Ein ähnlicher Markt dienstags oder mittwochs würde auch wieder Kunden mit Niveau nach Rodenkirchen ziehen. Und die können wir hier in Rodenkirchen brauchen. Alles andere funktioniert nicht und kann man getrost vergessen.

Nein, nein, liebe Freunde. Lasst den Markt mal so, wie er ist. Gestaltet ihn nur etwas offener, nehmt ihm die „Wagenburg-Menthalität“, und sorgt mit breiteren Gängen dafür, dass sich auch Familien mit einem Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer auf dem Markt wohl fühlen können. Wenn dann noch ein Platz frei ist und man dort einen Händler ansiedeln kann, der eine wirkliche Bereicherung darstellt, kann man das immer noch machen. Nur sollte man unseren schönen Markt nicht

Die Weisheit der Verantwortlichen wünscht sich Ihr Helmut Thielen

und allen Bilderbogen-Lesern ein gutes Jahr 2008.

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HUBERT KOCH

BÄCKEREI-FACHGESCHÄFT RODENKIRCHEN Hauptstr. 94, Tel. 02 21/ 9 35 30 30 SÜRTH Bahnhofstraße 2 – 4, Tel. 0 22 36 / 6 93 34

Hauptsache, Fastelovend ist ordentlich was gebacken. Mit jeckem Gruß:

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t I. r e b u H nz

WWW.BAECKEREIKOCH.DE

Namen + Notizen CDU: Landtagsbesuch bei Franz-Josef Knieps

Wer will mit in den Landtag nach Düsseldorf? Die CDU im Stadtbezirk Rodenkirchen bietet 25 politikinteressierten Menschen am 16. April dieses Jahres die Gelegenheit dazu. Landtagsbesuch mit Teilnahme an einer Plenarsitzung, Diskussion mit dem Landtags-Abgeordneten FranzJosef Knieps, Besuch in der Landeszentrale für politische Bildung und Mittags-Imbiss. Abfahrt mit dem Bus circa 11.30 Uhr, Rückkehr in Köln circa 18.30 Uhr. Für den Bustransfer wird ein Kostenbeitrag erhoben. Anmelden kann man sich ab sofort schriftlich bei Karsten Möring, Johann-Pullem-Straße 13a in 50999 Köln, oder per Mail an karsten. moering @ stadt-koeln.de.

Märchen-Matinee im Januar

„Der Pfannekuchen lief, kantapper, kantapper in den Wald hinein“, so heißt die erste MärchenMatinee des neuen Jahres von Marlis Arnold in der Jungen Kammeroper Köln, FriedrichEbert-Straße 4 in Rodenkirchen.

Die Märchenerzählung findet statt am Sonntag, 13. Januar, um 11 Uhr und wird von sanfter Musik begleitet. Am Ende der Vorstellung gibt es für kleine und große Kinder einen warmen

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Pfannekuchen mit Puderzucker (spendiert vom benachbarten Hotel Begardenhof).

Die Vorstellung richtet sich an Kinder ab fünf Jahren und Erwachsene. Der Eintritt beträgt acht Euro, ermäßigt vier Euro. Karten können unter Telefon 0221/24 36 12 vorbestellt werden.

Mit Kolping zum Frauenwochenende

Die Kolpingsfamilie Köln – „Rund um Immendorf“ lädt vom 29. Februar bis 2. März zu einem „Frauenwochenende“ ins sauerländische Finnentrop ein. Ausspannen und Erholung stehen auf dem Programm. Neben viel Ruhe gibt es auch die Gelegenheit zu Saunagang und Massage. Nähere Informationen gibt es bei Ursula Engelskirchen unter der Rufnummer 02232/6589.

Workshop „Klezmertanz“

Zum 20-jährigen Bestehen der Berufsfachschule für Gymnastik des Berufskolleg Michaelshoven im Berufsförderungswerk organisiert der Förderverein der Schule einen Workshop „Klezmertanz“. Der findet statt am Sonntag, 27. Januar, von 10 bis 17 Uhr im Berufsförderungswerk.

Die sprühende Festmusik der Ostjuden wird hierzulande meist konzertant gespielt. Den Zuhörern zucken aber bei den mitreißenden Rhythmen unwillkürlich die Beine. Kein Wunder – war Klezmer doch eine Feiermusik, zu der tage- und nächtelang getanzt wurde. Damit es nicht beim zucken bleibt, bieten Tanzmeisterin Marianne Lange und das Live-Duo „nu“ diesen Workshop an. Die leicht zu erlernenden Schritte machen Spaß und sind enorm ansteckend, die Tänze machen Klezmer in all seiner Lust und seinem ausdrucksvollem Temperament erfahrbar. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Teilnehmergebühren betragen 35 Euro. Da es sich meist um Kreistänze handelt, muss die Anmeldung nicht paarweise erfolgen. Wer Interesse hat: nu.Anmeldung@t-online.de oder Telefon 02226-91 81 03.


INHALT

JANUAR-HEFT

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Sehr schön anzusehen war der elf Meter hohe Weihnachtsbaum auf dem Maternusplatz. Dank der privaten Initiative eines Metzgermeisters wurde er vor dem ersten Advent aufgestellt und erfreute die Passanten. Was es sonst noch an adventlichen und vorweihnachtlichen Aktivitäten in Rodenkirchen gab, lesen Sie in einem kurzen Rückblick auf Seite 5. Ein Foto von Helmut Thielen. Gegründet 1959

RODENKIRCHEN RODENKIRCHEN

KBB-Verlag

Der Kommentar

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Lebenshilfe: Sonntags vormittags kegelt die „Lustige Truppe“ 25

35 Jahre Tagesstätte Altbürgerbetreuung Rodenkirchen

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Dr. Andreas Reimann neuer Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Rodenkirchen

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Gütesiegel des Landes für Familienzentrum „Südpunkt“

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Mondrian: Vom Abbild zum Bild

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Eiserne Hochzeit: „Wir halten immer zusammen“

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Kirschbäume für den „Fronhofs-Herrgott“

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Briefanschrift:

Postfach 50 19 06 · 50979 Köln Hausanschrift:

Wilhelmstraße 59 · 50996 Köln Telefon (02 21) 9 35 26 88 Telefax (02 21) 9 35 26 86

Tannenbäume, Nikoläuse, Blasmusik Kleiner Rückblick auf Rodenkirchener Advents- und Weihnachts-Aktivitäten

Unsere Internet-Adresse:

Verwaltung und Politik wollen den Wochenmarkt mit zusätzlichen Ständen auflockern und optisch aufwerten Angestammte Händler sind gegen eine Erweiterung

www.bilderbogen.de E-Mail-Adresse:

redaktion@bilderbogen.de

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Herausgeber: Karl-Heinz Thielen

Verantwortlich für Inhalt und Gestaltung: Helmut Thielen, helmut@thielen-koeln.de Anzeigen: Herbert Hafeneger, Helmut Thielen Ständige Mitarbeiter: Ute Schmidt, uteschmidt@bilderbogen.de Peter Fells, Hanne Spees, Dr. Klemens Surmann Mitarbeiter dieser Ausgabe: Engelbert Broich, Leila Uwera, Sarah Thielen Sekretariat: Marie-Luise Wißdorf, redaktion@ bilderbogen.de Nachdruck nur mit Genehmigung der Redaktion gestattet. Für unverlangt eingesandte Manuskripte keine Gewähr. „Rodenkirchen – Kölner Bilder-Bogen” wird an Banken, Sparkassen und Einzelhändler verteilt und kann schriftlich beim Verlag bestellt werden. Postbezugspreis: 24 € inkl. MwSt + Porto pro Jahr. Außerdem liegt unser Heft in den meisten Rodenkirchener Arztpraxen, bei vielen Friseuren, in Restaurants und Ämtern zum Lesen und Mitnehmen aus. Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 6 vom 1. Januar 2007. Alle Anzeigen sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur mit Genehmigung des Verlages und gegen Urheberschutzgebühr weiter verwendet werden. Bankverbindung: Sparkasse KölnBonn (BLZ 370 501 98) Konto-Nr. 100 477 2016 Druckvorlagen-Herstellung: grafik+objekt-design Bernd Krefting Mannsfelder Straße 66, 50968 Köln Telefon 0221 - 38 24 88, Telefax 0221 - 820 66 94 e-Mail: nc-Kreftibe@netcologne.de Druck: Druckzentrum KÖLNWEST Toyota-Allee 23 – 25 50858 Köln-Marsdorf, Tel. 02234 1848-0

Susanne Uhlen zu Gast beim „Bilderbogen-Stammtisch“ Die Himmel un Ääd-Premiere

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Ehemaliger Rodenkirchener Bezirksvorsteher feierte Geburtstag mit großer Familie Dr. Bernd Potthast wurde 85 13 Theaterwoche der Ernst-Moritz-Arndt-Schule Zehn Stücke in drei Tagen 14 Der Bilderbogen erinnert an die beiden Vorgänger des designierten Rodenkirchener Narrenfürsten und die Anfänge des organisierten Karnevals in Rodenkirchen: „Einmal Prinz zu sein! – für einen Hubert Koch kein Problem“ Karneval in Stadt und Veedel

WEISS WEISS TTC mit neuem Vorstand

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RONDORF RONDORF Brautpaar des Monats

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18, 20 – 23

Designiertes Dreigestirn der Altgemeinde Rodenkirchen fiebert der Session entgegen – Zweiter Teil Am Anfang der Kette stand ein Blauer Funk 19 Kunst im CAZ: „Phantastische Orte“ im Altenzentrum

Jugend-Kunstschule mit weiterer Ausstellung in ihrem „Kunstspeicher“ 32

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RUBRIKEN RUBRIKEN Neue Bücher

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Rodenkirchener Veranstaltungskalender 44–46 Unsere Inserenten

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Worte des Monats

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Zum Titelbild: „Dat sinn se!“ – Das Dreigestirn der Altgemeinde Rodenkirchen, gestellt von der KG „Löstige Flägelskappe“ aus Sürth, in der Allee vor der Sürther Pfarrkirche St. Remigius. Prinz Hubert I. (Koch), Bauer Christian (Maassen) und Jungfrau Henrynette, (Henry Palmbusch), werden am 4. Januar im Festzelt auf dem Sürther Marktplatz proklamiert und dann gut einen Monat lang in der kürzesten Session des Jahrhundert die Jecken in Rodenkirchen und Umgebung regieren. Ein Foto von Helmut Thielen, der sich beim Festkomitee der Altgemeinde noch einmal für die Sondergenehmigung bedankt.

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Namen + Notizen TVR: Fitness für die Kleinsten

Einen Fitnesstag für die Kleinsten bietet der Turn-Verein Rodenkirchen ab dem 8. Januar jeden Dienstag in der TVR-Gymnastikhalle im Schwimmbad an. Es beginnt um 9 Uhr mit der Baby-Fitness für für die Allerkleinsten zwischen sechs Monaten und einem Jahr.

Um 10 Uhr geht es mit der Kleinkind-Fitness für die zwölfbis 24-Monate alten Kinder weiter, bevor um 11 Uhr bei der Kinder-Fitness die Zwei- bis Dreijährigen an den Start gehen. Geboten werden jeweils unter fachgerechter, liebevoller Anleitung und in entspannter Atmosphäre ein dem jeweiligen Alter entsprechender optimaler „Bewegungsstart“. Ebenfalls dienstags bietet der TVR Eltern-und-Kind-Turnen für Anderthalb- bis Vierjährige an. Und das von 16.30 bis 17.30 Uhr in der Turnhalle der Schule Ringelnatzstraße. Das Beste: man kann bei allen vier Kursen jederzeit einsteigen und auch einmal ein „Probetraining“ machen. Info in der Geschäftsstelle des TVR in der Augustastraße 1 und unter 0221/35 23 80.

Hallenturniere des VfL Sürth

Der Hallencup 2008 des VfL Sürth geht in die Januar-Runde. Erster Termin ist am Samstag, 5. Januar, von 9 bis circa 18.15 Uhr, wenn in der Sportschule der Gesamtschule in der Sürther Straße 191 zwölf der besten U19Teams aus dem Bereich des Westdeutschen Fußballverbandes aufeinander treffen. Unter anderem sind dabei: KFC Uerdingen, Union Solingen, Siegburg 04, Düren-Niederau und zwei Teams des Veranstalters. Das Endspiel ist für 17.40 Uhr geplant.

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Wer sich gerne mal Jugendfußball in der Halle anschauen möchte, das U19-Turnier aber nicht sehen kann, hat den ganzen Januar über Gelegenheit. Am 12. Januar steht das U16-Turnier auf dem Programm, am 13. Januar spielt die U17, am 19. die U14, am 20. die U15, am 26. die U12 und am 27. Januar die U13.

35 Jahre Tagesstätte Altbürgerbetreuung Rodenkirchen

Zu einem Jahresabschluss-Essen hatte der Vorstand Mitglieder und Freunde des Vereins in das weihnachtlich geschmückten Restaurant „Il Pazzo“ eingeladen, um in stilvollem Rahmen das 35-jährige Bestehen zu feiern. Vorsitzender Walter Engelmann und seine Stellvertreterin Irene Hollmann konnten neben eigenen Mitgliedern und Förderern des Vereins eine Gruppe ehrenamtlicher Mitarbeiter aus den Haus Simeon in Michaelshoven willkommen heißen. Besonderer Dank ging an Metzgermeister Claus Wagner, der das Essen spendierte. Bescheiden sagte er zum Bilderbogen: „Das war für mich eine Selbstverständlichkeit für mich!“ Gastronomin Petra Gilgen zauberte den Gästen ein DreiGänge-Menue und rundete das mit einem kleinen Weihnachts-Präsent ab. Die Tagesstätte Altbürgerbetreuung hat ihren Treffpunkt in den eigenen Räumen in der Herrengartenstraße 12 in Rodenkirchen und ist für alle älteren Menschen montags und donnerstags jeweils von 14 bis 17.30 Uhr geöffnet. Der Verein, der nur von Spenden lebt, fördert die Geselligkeit der älteren Mitbürger im Kölner Süden mit viel Erfolg. Selbstverständlich ist die Mitgliedschaft kostenlos. Hildegard Lyon, die den Seniorenkreis betreut, zum Bilderbogen: „Jeder Gast ist willkommen!“. Sie ist während den Öffnungszeiten unter der Telefonnummer 0221/39 45 65 Ansprechpartner für alle Interessenten und steht den älteren Mitbürgern im Kölner Süden mit Rat und Tat zur Seite. (USCH).


Kleiner Rückblick auf Rodenkirchener Advents- und Weihnachts-Aktivitäten

Tannenbäume, Nikoläuse, Blasmusik

E

s war eine schöne Adventszeit in Rodenkirchen. Zum ersten Mal zierten fast dreihundert „halbe Fichten“ die Straßen, und auch die Weihnachtsbeleuchtung der Aktionsgemeinschaft strahlte heller als in den Jahren zuvor. Zudem hatten viele Geschäftsleute in die eigene Weihnachtsbeleuchtung investiert, und in der Wilhelmstraße hatten die dort ansässigen Ladeninhaber wieder gemeinsam für Straßen überspannende Tannen-Girlanden gesammelt.

Auch den neuen Maternusplatz zierte ein über zehn Meter großer Tannenbaum. Den hatte der

Metzgermeister Claus Wagner in Bad Münstereifel besorgt, Transport und Beleuchtung organisiert, die Kosten vorfinanziert. Wie er es früher schon bei den Girlanden in den Bäumen gemacht hat, ging er bei den Geschäftsleuten „kötten“, unterstützt von Petra Zünkler-Walterscheidt. „Wir hatten ein sehr positives Echo. Viele haben die Aktion unterstützt, nur eine einzige Geschäftsfrau ließ uns ohne Spende wieder gehen“, so Wagner zum Bilderbogen. Kurz nach dem Aufstellen des Baumes hatte es noch Irritationen gegeben. „Das Amt“ hatte Bedenken wegen des samstäglichen Mark-

Brave Kinder – leckere Schokolade. 500 kleine Nikoläuse verteilte der Nikolaus der Aktionsgemeinschaft aus seiner Kutsche. Foto: Thielen.

tes und wollte den Baum bis in die Höhe von drei Metern ohne Zweige sehen. „Der sieht ja dann wie ein Maibaum aus“, mutmaßten Geschäftsleute. Eine kurzfristig einberufene Gesprächsrunde

unter der Leitung von Bürgeramtsleiter Reiner Lindlahr einigte sich dann, und die Äste konnten dran bleiben.

Nicht mehr wegzudenken aus dem vorweihnachtlichen Rodenkirchen ist der von der Aktionsgemeinschaft „bestellte“ Nikolaus, der am zweiten Adventssamstag seine Runden durch Rodenkirchen macht. Unterstützt von den unermüdlichen „Dorfbläsern“ bereitet es dem „heiligen Mann“ keine Mühe, innerhalb weniger Stunden 500 Schokoladen-Nikoläuse an das Kind zu bringen. Ein Höhepunkt war auch wieder das „Treppchen-Konzert“ der Dorfbläser. Allein die Moderation von Dr. Jürgen Eltze lohnte diesmal das Verweilen, abgesehen von den schönen Trompeten- und Posaunenklängen und >>>>>>>

Hubert Koch zeigte den „Traumpänz-Pänz“, wie Teig geflochten wird. Foto: Thielen.

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dem von Rodenkirchens ältestem Lokal spendierten Glühwein. Kleiner Tipp am Rande: wer einmal so richtig vom Vorweihnachtsstress abschalten will, sollte eine der „Rorate-Messen“ im Kapellchen besuchen. Ein vor weihnachtlicher Gottesdienst im Kerzenschein. Wer einen Sitzplatz haben will, muss aber wie bei der Christmette früh da sein.

Ein anderer Nikolaus stieg für den im Rodenkirchener Fährhaus ansässigen Kölner Yacht-Club sogar aufs Schiff. Die Beschenkung der Rheinschiffer hat beim KYC schon eine lange Tradition. Sie ist ein Zeichen der Verbundenheit der Sportschiffer mit den Berufsschiffern. Vorstandsmitglied Dr. Margret Liesegang zum Bilderbogen: „Wir, die Segler und Motorbootfahrer, danken damit den Kapitänen der Frachtschifffahrt für ihr Verständnis und wollen gleichzeitig das Bewusstsein wach halten, das der Rhein ein internationaler Fluss und wesentlicher Teil der Landschaft ist, in der die Menschen an seinen Ufern leben und an ihm Anteil haben!“

Einem Ameisenhaufen glich an einem Vorweihnachtssonntag auch die Backstube von Bäcker-

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In Rodenkirchen kommt der Nikolaus mit der Kutsche, in Köln mit dem Bus. So gesehen an der Haltestelle auf der Bonner Straße. Foto: Thielen.

meister Hubert Koch. Der designierte Prinz Karneval im Dreigestirn der Altgemeinde Rodenkirchen ist dem jungen Rodenkirchen Karnevals-Verein „Traumpänz“ schon seit den Zeiten der katholischen Jugend verbunden, und so stellte er sich und seine Backstube für eine Backaktion mit den „Pänz“ der „Traumpänz“ zur Verfügung. Gut dreißig Kinder waren gekommen, um vor der Weihnachtsfeier des Vereins mal selbst zu backen und vor allen Dingen zu erfahren, wie

zum Beispiel ein Weckmann entsteht. Weckmänner und Plätzchen aus eigener Produktion schmekken doch ganz anders als die gekauften.

Am Rande von einer jungen Mutter gehört: Die „Traumpänz“ haben sechzig Mitglieder. Und diese Mitglieder wiederum haben schon 56 „Pänz“. Trotzdem wird es noch etwas dauern bis die „Pänz“ die Traumpänz überholt haben. Denn im Moment ist nur ein kleiner „Panz“ unterwegs.

Die Geschäftsinhaber konnte 1.000 Euro an Schulleiter Wilfried Graf überreichen. (haf)

Es gab noch einige vorweihnachtliche Aktionen in Rodenkirchen, über eine besonders gelungene wollen wir zum Schluss noch berichten: vier Geschäfte im Sommershof hatten sich im Dezember zusammen getan, um vier unterschiedliche Anlässe zu feiern: Anne Köhl sorgt mit „Raumkultur“ seit 15 Jahren in Rodenkirchen für Geschmackvolles in den Häusern und Wohnungen, Corinna von Seckendorff und Claudia von Seckendorff-Gonsior lassen mit ihrem „Kistentoyfel“ seit fünf Jahren die Herzen der Kinder höher schlagen. Markus Hauschild übernahm vor fünf Jahren „Optik Lehnen“ und gilt als Spezialist für den modischen Durchblick und seit ein paar Wochen und damit noch relativ neu ist das Team vom „Glotzenshop“ im Sommershof vertreten.

Die vier Geschäfte hatten sich aus diesen Anlässen überlegt, der Hauptschule Ringelnatzstraße eine Spende zukommen zu lassen. Ein Teil des Umsatzes an den vier Adventssamstagen und der Erlös einer Tombola mit hochwertigen Preisen, für die ein Weihnachtsmann am Samstag vor dem dritten Advent Lose verkaufte, brachte eine stolze Summe zusammen. Schulleiter Wilfried Graf konnte für den Förderverein der Hauptschule 1.000 Euro in Empfang nehmen.


Namen + Notizen Gesamtschule bei Philharmonie-Projekt

Im Rahmen eines Response-Projektes der Kölner Philharmonie nahm die Klasse 7.2 der Gesamtschule Rodenkirchen unter der Leitung von Ursula Schulten Ende letzten Jahres an einem Kompositions- und Kunst-Workshop zum Thema „Natur und Naturphänomene“ teil. Der Komponist Thomas Taxus Beck entwickelte mit den Schülerinnen und Schülern eine Gemeinschaftskomposition zum Thema Luft. Die Künstlerin Dagmar Stökker gestaltete zu diesem Thema ein großes Gemeinschaftsbild, das beim Konzertbesuch der Jugendlichen in der Philharmonie ausgestellt war. Die Komposition führten die Schüler wenige Tage später im „Alten Pfandhaus“ auf. Hier trafen sich die Schüler aller sechs teilnehmenden Schulen, um sich gegenseitig ihre Werke vorzuführen. Ziel dieses Projektes war, Schwellenängste gegenüber neuer Musik abzubauen. Die Schüler erlebten am eignen Leibe den manchmal mühsamen Prozess der schöpferischen Arbeit bis hin zum Erfolgserlebnis der Aufführung. Sowohl die Anerkennung des Publikums als auch das respektvolle Wahrnehmen der Arbeiten anderer Jugendlicher waren wertvolle Erfahrungen.

Familienbildung: Programm 2008 ist da

Die katholische Familienbildung Köln stellt ihr neues Kursprogramm für 2008 vor. Es bietet ein vielfältiges Angebot für Eltern mit ihren Kindern, aber auch Kurse für Jugendliche, unter anderem eine Babysitter-Ausbildung oder Kurse im Bereich Beruf und Gesellschaft mit verschiedenen Qualifizierungen. Ein weiterer Schwerpunkt sind Kurse zum Thema Ernährung, textiles und bildnerisches Gestalten und Gesundheit. Das Programm liegt in den Familienforen aus oder kann angefordert werden unter der Rufnummer 0221/9318400 oder unter www. familienbildung-koeln.de.

„Kölsche Sportnaach“ – Vorverkauf hat begonnen

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Unter dem Motto „Wir feiern den Kölner Sport und ehren unsere Besten“ feiert der Stadtsportbund am 22. Februar erstmals die

„Kölsche Sportnaach“. Die Veranstaltung findet im Tanzbrunnen statt und soll alle Sport begeisterten Kölner ansprechen. Im Mittelpunkt werden Ehrungen (Sportlerin und Sportler des Jahres, 50 Jahre Sportabzeichen), spannende Sporteinlagen und natürlich eine fröhliche Party mit kölscher Geselligkeit stehen. Der Ticketpreis von 40 Euro (inklusive Buffet) stellt die „Sportnaach“ ein ideales Geschenk für Sportgruppen, verdiente Vereinsmitglieder, Freunde und Bekannte dar. Vom Programm bis zur Wahl von Sportlerin und Sportler des Jahres findet man alle Informationen unter www. koelschesportnaach.de. Tickets gibt es über KölnTicket und die bekannten Vorverkaufsstellen.

Michaelshoven: Zwanzig Jahre Berufsfachschule für Gymnastik

Die Berufsfachschule für Gymnastik am Berufskolleg Michaelshoven feiert ihr 20-jähriges Bestehen mit einer Tanzaufführung am Freitag, 25. Januar, um 19 Uhr, in der Turnhalle des Berufsförderungswerkes in Michaelshoven, Sürther Straße 191. Anschließend können bei einem gemeinsamen Beisammensein Fotos angeschaut und Erinnerungen ausgetauscht werden. Alle Ehemaligen sind herzlich eingeladen. Zusätzliche Infos unter www.diakonie-michaelshoven.de.

sucht DachdeckerGeselle/-Meister als Vorarbeiter

für selbstständige Arbeiten im Flachdachbereich (bituminös) im Großraum Köln, ab sofort in Festanstellung oder auf selbstständiger Basis. Langjährige Berufserfahrung und Führerschein sind Voraussetzung. Bewerbungen bitte schriftlich an: Bedachungen Schüller GmbH, Grüner Weg 57 – 59 50999 Köln, Tel. 02236 - 3 97 50 Fax 02236 - 3 97 59


Verwaltung und Politik wollen den Wochenmarkt mit zusätzlichen Ständen auflockern und optisch aufwerten

Angestammte Händler sind gegen eine Erweiterung

„S

chön haben wir es hier bekommen“, sagt eine Kundin, die wie an jedem Samstag ihr frisches Obst und Gemüse auf dem Wochenmarkt einkauft. Nicht alle sind so zufrieden wie sie. Besonders die Anordnung der Marktstände auf dem neuen Maternusplatz stört so manchen Besucher. Von einer „schmuddeligen Rückfront“ ist die Rede und von einer abweisenden „Wagenburg“. Vor allem an der südlichen und westlichen Seite entlang der Geschäfte präsentiert sich der Markt von „außen“ betrachtet tatsächlich wenig attraktiv. Hinter den Verkaufswagen stapeln sich Kartons, Säcke und Müll. „Man findet den Eingang gar nicht“, sagt ein irritierter Marktbesucher.

Das soll sich demnächst ändern. Das Marktamt hat in Abstimmung mit der Bezirkspolitik beschlossen, an der Südwestseite noch „drei bis vier neue Händler“ zu platzieren, wie Reiner Ströbelt, der Leiter der Marktverwaltung, sagt. Die wagenburgähnliche Rückenfront soll somit aufgelockert und der Anblick schöner werden. Bereits im Januar sollen die neuen Händler angesiedelt werden. Nach dem Umbau biete der Maternusplatz mehr Stellfläche als vorher, meint Ströbelt und es gebe schließlich genügend Bewerbungen von Händlern. Voraussetzung sei, dass deren Stände optisch ansprechend gestaltet seien und mög-

lichst ein Sortiment bieten könnten, das noch fehle auf dem Markt.

Für eine offenere Gestaltung plädiert auch die Bezirksvertretung. Ein paar Stände könne der Platz noch vertragen, meint die Bezirksbürgermeisterin Monika Roß-Belkner, CDU. Auch Gerhard von Dreusche, der SPDFraktionsvorsitzende, erhofft sich dadurch „neue Impulse für das Marktgeschehen und eine Steigerung der Attraktivität des Marktes“. Er hofft, dass möglichst ortsansässige Händler dazukämen. In einem Punkt würden jedenfalls alle Fraktionen übereinstimmen, sagt Karl-Heinz Daniel, FDP: „Konkurrenz belebt das Geschäft“. Auch Bezirksamtsleiter Reiner Lindlahr befürwortet vor diesem Hintergrund die Erweiterung.

„Der freundlichste Blumenhändler auf dem Rodenkirchener Wochenmarkt”, schrieb der Bilder-Bogen schon 1986 über Karl-Heinz Giehl (oben). Hermann Merz aus Meschenich verkauft Obst und Gemüse und Heribert Clasen aus Porz-Libur Eier, Wild und Geflügel. Foto: Thielen.

So einig sich Verwaltung und Politik auch sein mögen, bei einigen der derzeit 23 Händler stößt die Erweiterungs-Idee auf erhebliche Kritik. Das sei ein Eingriff in ein eingespieltes Gefüge, sagt etwa Herbert Clasen. Seit 20 Jahren verkauft er Eier, Wild, Geflügel auf dem Rodenkirchener Markt. Er kommt aus Libur, ganz im Kölner Süden. „Jahrelang haben wir unseren festen Kundenstamm aufgebaut“, sagt er. Wenn immer neue Beschicker hier eindringen würden, bedeute das stets neuen Preiskampf. Er hätte vom Marktamt mehr >>>>>

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Bestandsschutz für die angestammte Mannschaft erwartet.

Dass der Markt lockerer gestaltet werde, mit breiteren Durchgängen, das begrüße auch er. Aber neue Anbieter seien nicht nötig,

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weil im Frische-Sortiment nichts fehle. „Auflockerung Ja“, sagt auch der Obst- und Gemüsehändler Hans-Josef Walterscheidt. Aber am derzeitigen Angebot gebe es nichts zu meckern. Es

Wo, bitte, geht’s zum Markt? Viele Rodenkirchener kritisieren die „Wagenburg-Mentalität” auf dem Maternusplatz Foto: Thielen

sei völlig ausreichend. Vor allem dürften „fliegende Händler“ nicht überhand nehmen. Seit dreißig Jahren steht der Gemüsemann aus Rodenkirchen auf dem Markt.

Standnachbar Hermann Merz aus Meschenich ist genau so lange dabei mit Obst und Gemüse. Normalerweise seien zwei Stände mit diesem Sortiment genug, findet er; drei gibt es bereits in Rodenkirchen. Dennoch glaubt er an die Treue seiner Stammkundschaft und meint nicht, dass neue Händler die Geschäfte erheblich beeinträchtigen könnten. „Textilmärkte würden jedoch einen grünen Markt kaputt machen”, sagt er. Karl Heinz Giehl muss sich sein Blumengeschäft inzwischen mit fünf Konkurrenten teilen. „Allmählich wird es ein bisschen eng“, findet er, bleibt ansonsten aber gelassen. „Der Markt wurde doch ziemlich aufgehübscht seit dem Umbau des Maternusplatzes“, sagte er. Er freue sich schon auf die Außengastronomie, die den Markt zusätzlich noch beleben würde. „Da werde ich mich dann ins Café setzen und meine Kundschaft in aller Ruhe betrachten“. US.


Susanne Uhlen zu Gast beim „Bilder-Bogen“-Stammtisch

S

Die Himmel un Ääd-Premiere

ie wählt eines der kölschesten Gerichte: Himmel un Ääd hat Susanne Uhlen noch nie gegessen – wieder einmal eine Premiere für die Schauspielerin, wenn auch gastronomischer Art. Und sie ist begeistert. Vor zwölf Jahren ist die zierliche Frau mit den unglaublichen großen braunen Augen von Berlin nach Köln gekommen. Wegen ihres Lebensgefährten („mein Mann“), der hier ein kosmetischpharmazeutisches Unternehmen führt. Zuerst hockten sie in Riehl, ständig auf der Suche nach „einem passenden Häuschen“, bis es endlich vor sieben Jahren gefunden war: das Anwesen am Rodenkirchener Ufer auf halbem Weg zwischen Grüngürtelstraße und Campingplatz. „Einfach ideal“, schwärmt Susanne Uhlen. „Diesen Schritt haben wir nie bereut.“ Und so „sehen Sie Frau Uhlen zweimal am Tag mit ihren Hunden am Rhein spazieren.“ Was sie mag an Rodenkirchen? „Das Dörfliche, das sich noch erhalten hat, aber auf hohem Niveau. Es ist alles da, was ich brauche.“ Sie schätzt die sehr persönliche, freundliche Atmosphäre: „Die Leute zeigen, dass man bekannt ist, ohne aufdringlich zu werden. Ich möchte nämlich nicht als Prominente angestarrt werden.“ Mit Schickimicki hat sie nichts am Hut, Marienburg zum Beispiel ist ihr „zu abgehoben“. Das sei ähnlich wie im Münchener Vorort Grünwald: „Da legen sie Wimperntusche auf, wenn sie zum Mülleimer gehen.“ Köln war für die Schauspielerin früher nur „Arbeitsstadt“. Sie hatte viel beim WDR zu tun; außer dem Dom und der „Fußgängerzone mit den vielen Schuhgeschäften“ kannte sie hier nichts. Das mag auch in anderen Städten so gewesen sein, durch die sie in ihrer langen Laufbahn getourt ist. Ihre Karriere begann die Tochter aus einer berühmten Schauspieler-Ehe (Gisela Uhlen und Wolfgang Kieling) mit gerade einmal neun Jahren in einem damals sehr bekannten Werbespot: „Dash wäscht so weiß – weißer geht’s nicht!“ Mit „Der Mörder mit dem Seidenschal“ (Regie: Adrian Hoven“) folgte der erste Spielfilm für den Kinderstar. Schon eine Auswahl ihres Schaffens

Im Gespräch. Von links Ute Schmidt, Rudolf Spiegel, Marie Luise Wißdorf, Susanne Uhlen und Helmut Thielen. Foto: Thielen.

umfasst an die 50 Titel (siehe Kasten „Theater, Tourneen, Film und Fernsehen“). Als ihren eigentlichen Entdecker nennt sie den Regisseur Helmut Käutner („Himmel ohne Sterne“, „Die letzte Brücke“), der sie als Kind ins Fernsehen brachte („Bel Ami“). Mit 20 Jahren spielte sie unter der Regie des legendären Schweden Ingmar Bergman („Wilde Erdbeeren“ auf der Bühne des Münchner Residenztheaters, unter anderem in Molieres „Tartuffe“. Als Bergman ihr jedoch ein festes Engagement anbot, lehnte sie ab: „Ich wollte nie auf dem Schwarzen Brett lesen müssen, was ich als Nächstes zu spielen habe.“ Susanne

hatte und behielt ihren eigenen Kopf; für sie sollte es immer nur Gastverträge geben. Vom Fach her möchte sie sich nicht festlegen lassen, auch wenn der Boulevard lange Zeit einen Schwerpunkt bildete – auch wegen ihrer 13-jährigen Beziehung zu dem Boulevard-Star Herbert Herrmann (siehe auch „Zur Person“). Und auch, wenn sie das Fernsehvolk als „diese Zicke“ aus den „Guldenburgs“ kennt. „Boulevard ist ein schwieriges Metier“, unterstreicht Susanne Uhlen. „Immer auf der Kante zwischen gutem Niveau und Schenkelklopfen.“ Aber Theater braucht sie, die auch im ernsten Fach gearbeitet hat, zur

eigenen Kontrolle: „Man braucht die unmittelbare Kontrolle durch das Publikum. Dann habe ich die Genugtuung, dass ich das noch hinbekomme.“ Im letzten Sommer hat sie übrigens zum ersten Mal im Theater am Dom gastiert, in „Geliebter Feigling“ von Francoise Sagan. „Alle paar Jahre muss ich mal wieder durch die Lande ziehen“, beschreibt sie ihre Liebe zum Tourneetheater, die ihr Mann begreiflicherweise nicht teilt. Anfang dieses Jahres Jahres ist es wieder so weit, dann reist Frau Uhlen mit dem Dauerbrenner „Die Kaktusblüte“ durch die Republik. Eine Schauspielschule hat Susanne Uhlen nie von innen gesehen. Wenn ihre Mutter Theater spielte, saß sie „im Eckchen“ und sah zu. Mit dreizehn Jahren lebte sie schon „in der Erwachsenenwelt“, fast immer auf sich gestellt, während die Eltern ihren Engagements nachgingen und sie ihren eigenen. Mit vierzehn war sie in einen anderen prominenten Schauspieler-Sprössling „tierisch verliebt“. Das war der 15 Jahre ältere Götz George – der sie doch nur einmal zum Flughafen gefahren hat, wonach sie ihm nie mehr begegnet ist. Mit fünfzehn riss sie mit „einem Jungen“ ins schottische Gretna Green aus, wo man auch Minderjährige traute – Mutter Uhlen ließ die Teenie-Ehe prompt annullieren. >>>>> 11


Dass Schauspieler-Kinder wiederum Schauspieler werden – diesen Automatismus wird es bei den beiden Söhnen von Susanne Uhlen nicht geben. Sie hat in dieser Richtung keinen Ehrgeiz entwickelt, obwohl ihre Mutter – sie verstarb im Januar letzten Jahres im Alter von 87 Jahren in Köln – gerne eine Art Schauspielerdynastie aufgebaut hätte. Susanne Uhlen: „Schauspieler ist ein sehr harter Beruf. Ich habe schon früh die Schattenseiten kennen gelernt. Existenzängste, Probleme mit Regisseuren …“ Zudem sei die Schauspielerei im Zeitalter der Serien-Inflation zur „Massenware“ geworden: „Leute werden in Serien verbraten, und irgendwann will man sie nicht mehr sehen. Statt Qualität führt heute die Quote Regie.“ Und schließlich: Einen „Elternbonus“ gebe es für die nächste Generation durchaus, „aber der hält nicht ewig.“

Und sonst, Frau Uhlen? Sie engagiert sich seit 20 Jahren bei „World Vision“, weigert sich aber, Kindern in der Dritten Welt medienwirksam das schwarze Köpfchen zu streicheln – sie bleibt als Helferin lieber anonym. Außerdem unterstützt sie die Ziele von Tierschutz und Greenpeace. Sie hat einen Pilotenschein und teilt die Flugleidenschaft mit ihrem Mann. Sie hat auch ein Buch geschrieben, aber das liegt bei ihr in der Schublade. Es ist die Geschichte eines Hundes, aber als die fertig war, war sie der Autorin zu autobiographisch: „So viel Privates wollte ich dann doch nicht drin haben.“ Wie es auch niemals Memoiren geben wird: „Es gibt nichts, was uninteressanter wäre.“ Mama hat da anders gedacht: Sie hat gleich drei Bände über ihr Leben geschrieben. RUDOLF SPIEGEL

Zur Person Susanne Uhlen wurde 1955 in Potsdam geboren und ist die Tochter von Gisela Uhlen und Wolfgang Kieling sowie die Halbschwester des Schauspielers Florian Martens („Ein starkes Paar“). Sie hat zwei Söhne – einen aus ihrer Ehe mit dem Kameramann Charly Steinberger und einen aus der Verbindung mit dem Schauspieler Herbert Herrmann. Sie lebt zusammen mit ihrem Lebensgefährten seit sieben Jahren in Rodenkirchen. Theater, Tourneen, Film und Fernsehen Aus einer umfangreichen Auswahl aus Susanne Uhlens Wirken hier eine ganz kleine Auswahl (in Klammern: der jeweilige Regisseur) : Theater: „Romeo und Julia“ „Tartuffe“ „Der Hauptmann von Köpenick“

(Helmut Matiasek) (Ingmar Bergmann) (Horst Sachtleben)

Theater-Tourneen: „Stella“ „Gespenster“ „Der Beweis“

(Michael Degen) (Boleslav Barlog) (Krzysztof Zanussi)

Filme: „Der Mörder mit dem Seidenschal“ (Adrian Hoven) „Wenn süß das Mondlicht auf den Hügeln schläft“ (Wolfgang Liebeneiner) „Ein Mädchen aus zweiter Hand“ (Alexander Zibell) Fernsehen: „Der Panama-Skandal“ „Schwarz-Rot-Gold: Unser Land“ „Herzensfeinde“

(Paul Verhoeven) (Dieter Wedel) (Peter Weck)

Dazu in Rollen in Rosamunde Pilcher-Verfilmungen, in „Der Kommissar“, „Derrick“, „Traumschiff“. 12


Dr. Bernd Potthast sitzt noch viel am Schreibtisch in seinem Haus in Rodenkirchen. (Foto: Surmann).

gegangen und habe die Gebührenordnung geholt“, schildert er schmunzelnd seine einfache, aber äußerst wirksame Methode, etwaige Kontrahenten doch noch zu einer Einigung zu bewegen.

Ehemaliger Rodenkirchener Bezirksvorsteher feierte Geburtstag mit großer Familie

Dr. Bernd Potthast wurde 85

„B

ei mir gingen die Abstimmungen immer 19:0 aus“, ist Dr. Bernd Potthast, der erste Bezirksvorsteher in Rodenkirchen nach der Eingemeindung, noch heute stolz darauf, wie er zwischen den Politikern Einigkeit herstellte. „Ich habe mich mit denen zusammengesetzt, etwas nach links, etwas nach rechts und dann passte es.“ Hilfreich war auch, dass seine Frau Adelgunde jedes Jahr zu Weihnachten die Fraktionsvorsitzenden aller Parteien zum Essen eingeladen hat. Damals wurden wichtige Dinge in Rodenkirchen diskutiert und entschieden: Rodenkirchen und Wesseling wurden 1975 nach Köln einge-

meindet, 1976 hat sich Wesseling wieder verabschiedet. Dr. Bernd Potthast brachte den Rodenkirchenern als Bezirksvorsteher bei, sich mit Köln zu arrangieren. Er war später fünf Jahre lang im Rat der Stadt Köln und hat so die entsprechenden Kontakte geknüpft.

Heute ist Dr. Bernd Potthast froh, sich mit seinen Hobbies beschäftigen zu können. „Ich lese morgens ganz viel Zeitung“, schildert er seinen Start in den Tag. Dann sind immer noch viele Papiere im Arbeitszimmer auf dem Schreibtisch zu sortieren, bevor er sich seiner großen Leidenschaft widmen kann: Im Schrank befindet sich eine riesige Briefmarkensammlung, die immer noch weiter ergänzt wird. Neben Briefmarken ist Dr. Bernd Potthast Büchern und klassischer Musik sehr zugeneigt. In einer Regalwand stehen jede Menge Bücher mit den unterschiedlichsten Themen, die er „fast alle“ gelesen hat. Auch in der katholi-

schen Kirche war Dr. Bernd Potthast aktiv. Als Kanzler des Erzbistums – heute gibt es die Funktion nicht mehr – hat er für den Kölner Kardinal so manche Kohle aus dem Feuer geholt: „Wenn da mal etwas Falsches über den Kardinal berichtet wurde, stand ich aber in der Redaktion“, erinnert sich Dr. Bernd Potthast. Ein ganz besonderes Erlebnis war die Begegnung mit Papst Johannes Paul II. in Israel, den er als „geistig sehr wachen Menschen“ in Erinnerung behalten hat.

Heute lebt Dr. Bernd Potthast mit seiner Frau mitten in Rodenkirchen. Vor einem Jahr zog er sich einen Oberschenkelhalsbruch zu, was seine Beweglichkeit noch sehr einschränkt. Jetzt hat er erst einmal mit seiner Familie, allen voran fünf Kindern und zwölf Enkelkindern, seinen 85. Geburtstag gefeiert. Zur nächsten großen Feier, dem 90. Geburtstag, sind alle schon wieder eingeladen. (KS).

Alle bisherigen (männlichen) Bezirksvorsteher von Rodenkirchen auf einem Blick. In der Mitte Peter-Max Jansen, im Jahr 1975 Chef des BV, verabschiedete sich mit „seinem“ Wesseling wieder in den Erftkreis, links Dr. Bernd Potthast, von 1976 bis 1989 an der Spitze des Bezirks, rechts Gerhard von Dreusche, der das Amt von 1989 bis 1999 inne hatte. 1999 folgte Gabriele von Dombois, seit 2004 werden wir von Monika RoßBelkner „regiert“. Ein Foto von Helmut Thielen, aufgenommen vor Jahren auf einem Neujahrsempfang im Bezirksrathaus.

Die Politik war eigentlich nur Nebensache für den engagierten Rodenkirchener. Im Hauptberuf war der promovierte Jurist als Anwalt tätig und hat auch dort auf sein ausgleichendes Wesen gebaut. Manchmal war dazu etwas Schlitzohrigkeit nötig. „Wenn sich da welche nicht einigen wollten, bin ich nach hinten

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Theaterwoche der Ernst-Moritz-Arndt-Schule

D

Zehn Stücke in drei Tagen

rei Abende Theater nonstop – das bekamen die Besucher der Theaterwoche der ErnstMoritz-Arndt-Schule (EMA) im Gemeindesaal der evangelischen Kirche an der Sürther Straße geboten. Bei freiem Eintritt und leckerer Pausen-Verpflegung war der Saal an allen drei Tagen restlos gefüllt. Die Besucher waren begeistert über die Vielfalt des Programms. Da gab es Pantomime, Musicals, Sprechstücke und Tanz – eigentlich alles, was ein Theater so zu bieten hat. „Wann geht das denn endlich los,“ hört Lehrerin Mechthild Kemper aus vielen aufgeregten Kehlen gleichzeitig. Die Antwort warteten die Kinder gar nicht erst ab, so spannend war das Ganze für sie. „Wir haben zusammen Theaterstücke und Rollen ausgesucht und alles im Unterricht einstudiert,“ beschreibt Mechthild Kemper die Vorbereitungen. Mit dabei waren auch Schüler aus der integrativen Klasse, in der behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam unterrichtet werden. Die Begeisterung und Aufregung war bei allen gleich groß, als Schulleiterin Hildegard Höhfeld-Kalter endlich den Startschuss gab und die Kinder in ihren knallbunten Kostümen als Erstes an diesem Abend das Weihnachts-Wichtelstück vorführen durften. Auch die Eltern haben sich an dem Projekt beteiligt. Bei den Kostümen und dem Bühnenbild

war ihre Hilfe gefragt, auch haben viele durch großzügige Spenden die Theaterwoche erst möglich gemacht. Besonders gefreut haben sich alle, dass auch noch etwas Geld übrig blieb. Das ging als Spende an Kanikuli e.V., einem Verein zur Unterstützung und Integration von Menschen mit Behinderung.

Für die Kinder war das Projekt eine ganz wichtige Erfahrung, die alle Schüler der EMA künftig einmal machen sollen. „Theater spielen soll ein wesentlicher Bestandteil unseres Unterrichts werden,“ plant die Schulleiterin für die Zukunft. Künftig soll eine solche Theaterwoche alle zwei Jahre stattfinden. Natürlich konnten in diesem Jahr nicht alle Klassen dabei sein, aber jeder, der mitmachen will, soll dadurch einmal die Chance haben, auf die Bühne zu kommen.

Auch in der Pause war übrigens alles wie im richtigen Theater. Man konnte sich dem leckeren Essen und Trinken hingeben und sich locker über das Dargebotene unterhalten. In den Gesprächen wunderten sich so manche Eltern, was alles an schauspielerischem Talent in ihren Sprösslingen steckt. Zu Hause konnten sie das vorher alles schon einmal hautnah miterleben. Bis zur Generalprobe wurde auf dem heimischen Sofa gesungen, gesprochen und getanzt, bis alles perfekt saß. Jetzt ist zumindest auf diesem Gebiet erstmal wieder Ruhe eingekehrt. (KS).

Das wäre doch was für daheim: In bunten Kostümen erledigen die Wichtel alle Handwerksarbeiten in Windeseile. (Foto: Surmann).

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Der Bilderbogen erinnert an die beiden Vorgänger des designierten Rodenkirchener Narrenfürsten und die Anfänge des organisierten Karnevals in Rodenkirchen

„Einmal Prinz zu sein! – für einen Hubert Koch kein Problem“ A

Hubert Koch als Karnevalsprinz im Jahr 1973. Der Präsident der „Flägelskappe“ war damals Edy Thelen, die beiden Prinzenführer Adolf Elsen von der „GRKG“ und Aloys Hannappel von den „Kapelle Jonge“ in Weiß. Bild: Pressefoto Günter Schröder.

m ersten Freitag im Januar 2008 wird das Dreigestirn der Altgemeinde Rodenkirchen proklamiert. Jungfrau „Henrynette“ (Henry Palmbusch) und Bauer Christian (Maassen) sind aus Sürth, der Prinz Hubert I., Hubert Koch, kommt aus Rodenkirchen. Hubert Koch? Prinz? Da war doch mal was......? Na klar! Das hatten wir doch alles schon! Ältere Rodenkirchener wissen, dass der aktuelle Prinz Hubert Koch Nummer fünf ist. Im Jahr 1971 gab es für Rodenkirchen, Weiß, Sürth und Immendorf schon mal einen Prinz namens Hubert Koch, das ist der Vater, also Hubert Koch Nummer vier. 1957 gab es in Rodenkirchen einen Prinzen Hubert Koch, das war der Großvater (Nummer drei). Dessen Vater hieß auch schon Hubert Koch (Nummer zwei). Der war zwar nie Prinz, aber sein Name ist eng mit der Entstehung des offiziellen Karnevals in Rodenkirchen verbunden. Die Bäckerei „op >>>>>

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Koch’s Eck“, die im Jahr 2009 das 150-jährige Bestehen feiern kann, war sozusagen die „Eizelle“ des organisierten Rodenkirchener Fasteleers. Fangen wir vorne an. Zunächst will ich der Form halber auch Hubert Koch Nummer eins erwähnen: Der war in den sechziger Jahren des vor-vorigen Jahrhunderts als Bäckergeselle aus Gemünd in der Eifel gekommen und hat in Rodenkirchen die Tochter seines Meisters, Margareta Zink geheiratet, die Bäckerei nach dem Tode seines Schwiegervaters übernommen und die Koch-Dynastie begründet. Ob und wie „jeck“ Hubert Koch Nummer eins war, ist heute nicht mehr bekannt. Sie werden mir sicher beipflichten, liebe Leser, das aber Rodenkirchener „an sich“ schon immer ein bisschen „jeck“ gewesen sind. In den Jahren nach dem ersten Weltkrieg tat sich in Sachen Karneval vor allen Dingen der „Hundeverein“, warum auch immer, besonders hervor. Der Wunsch nach einer eigenen Rodenkirchener Karnevals-Gesellschaft mit eigenen Farben bis hin zum „Büttenmarsch“ nahmen in den Köpfen einiger Rodenkirchener „Karnevalsjecken“ und auch beim Bäkkermeister Hubert Koch II. in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts Gestalt an. Das seine Backstube zum „Geburtsort“ wurde, lag an dem „Geburtshelfer“, der dort ein- und ausging: ein Marzipan-Verkäufer namens Servatius Jussenhoven. Der war 1922 ein Mitbegründer und dann der erste Präsident des heutigen Traditionskorps der „Altstädter“ gewesen und half den „Rudekirchener Boore“, wo er nur konnte. Als Farben wurden blau und gelb gewählt, das Motto war „Trotz stievem Boor – treu dem Humor“. Ein Tanzkorps wurde gegründet und sogar ein eigener Büttenmarsch komponiert. Der Text stammte von keinem Geringeren als dem bekannten Dichter Johannes Theodor Kuhlemann, der vor dem zweiten Weltkrieg in Rodenkirchen, bezeichnenderweise gegenüber von „Koch’s Eck“ wohnte. Kuhlemanns Werk schließt mit der wirklich jecken Behauptung: „Wat Kölle kann, wat Kölle kann, dat künne mer ald lang!“ Mit Peter Mack, Willi Schiefer, Josef Christian (damaliger Präsident) und Josef Olepp senior konnten die karnevalsbegeisterten „Boore“ von 1936 bis 1939 noch vier Karnevalsprinzen küren, bevor auch Rodenkirchen in Schutt und Asche fiel. 1949 ging

es noch in den Trümmern mit Jean Derkum und bekannten Namen wie Willi Stark, Hans Otten, Willi Walter, Gerd Brügelmann, Peter Brahm, Rudi Fries junior und Michael Jonas weiter, und als Hubert Koch III. 1957 als Prinz Hubert I. über die Rodenkirchener Jecken regierte, war die PrinzenProklamation im Saal vom Hotel Gertrudenhof schon wieder ein gesellschaftliches Großereignis mit 800 Besuchern. 1957 gab es die Proklamation und vielleicht noch drei, vier andere GRKG-Veranstaltungen, dann den Zug am Karnevalssonntag, und anschließend ging es durch die Kneipen. Ein besonderer Termin war für die Rodenkirchener Prinzen der fünfziger Jahre der Besuch im Kindergarten von St. Maternus. Der Schreiber dieser Zeilen erinnert sich noch an den Besuch von Hubert I., bei dem er nicht nur die kindergarteneigene „Musikkapelle“ als Tambourmajor anführte, sondern auch seine erste Büttenrede hielt. Anschließend durfte sich jedes Kind mit dem Prinzen fotografieren lassen – das wars. Als Hubert Koch IV. 1971 Prinz wurde, „herrschte“ er bereits über die Jecken von Rodenkirchen, Weiß, Sürth und Immendorf. Ein eigenes Festkomitee war „in Gründung“, schon wegen der drohenden Eingemeindung, die ja dann zum 1. Januar 1975 vollzogen wurde. Bereits 1974 war mit Prinz Rico, Bauer Hans und Jungfrau Gerlinde das erste Dreigestirn der Altgemeinde proklamiert worden. Doch zurück zu Hubert Koch dem vierten. Der hatte in der GRKG schon früh Karriere gemacht. Sein Vater machte ihn zum Literaten („Der Jung kann dat!“), als er noch gar keine Verträge unterzeichnen durfte. Dann machte er auch für eine Session in der Tanzgruppe der „GRKG“ mit. Und zwar als ein Teil einer Esel-Figur, die bei einem bestimmten Tanz über die Bühne „bockte“. Ein Engagement mit Folgen. Der andere Teil des Esels verabredete sich einmal mit der hübschen Anita aus Sürth, musste aber schon um neun Uhr nach Hause. Hubert Koch durfte bis elf Uhr, und deshalb wurde die hübsche Anita ein paar Jahre später die Mutter von Hubert Koch Nummer fünf. Als Prinz Hubert II. kam der Bäkkermeister damals so auf 50, 60 Auftritte. Das waren mehr als bei anderen Rodenkirchener Prinzen. Beide Kochs, Vater wie Sohn, waren auch in der Bäcker-Innung aktiv und bei zahlreichen „Brezel-Sitzungen“ am Start. Hubert II. ging als „Brezelprinz“ in die


Geschichte ein, weil er statt Orden Brezeln verteilte. Ein Auftritt beim „Bäckerball“ im Senatshotel zählte zu den Höhepunkten der Session 1971. Proklamiert worden war Hubert II. in der Turnhalle der Kölner Ruder-Gesellschaft von 1891. Und durfte gleich zwei Mal einziehen: zur Proklamation und ein zweites Mal auf der Schulter des damaligen Eilemann-Bassisten Charly Niedeck. Besonders gern denkt Hubert Koch an die vier Züge zurück. Samstags in Weiß, sonntags morgens in Sürth, nachmittags in Rodenkirchen und Rosenmontag

in Immendorf. Hatte man zunächst Schwierigkeiten, den auf einen Tieflader gebauten Prinzenwagen überhaupt wieder aus der Scheune heraus zu bekommen, lief nachher alles glatt. „Besonders schön war das in Immendorf. Da hatte ich die Leute vom Bitzerhof übersehen, und da hat der Fahrer gedreht und ist einfach noch mal an denen vorbei gefahren���, weiß er noch heute. Nach seiner Zeit als Prinz war Koch weiter für die „GRKG“ aktiv. Meistens als Literat oder als Prinzenführer. Irgendwann schaute aber auch er über den karnevalistischen Tellerrand Rodenkir-

chens hinaus und orientierte sich in die Stadt, wie man so schön sagt. Fündig wurde er – auch hier schließt sich ein Kreis – bei den Altstädtern. Inzwischen ist Hubert Koch seit vielen Jahren Literat des grün-roten Traditionskorps. Diesmal war es nicht sein Vater, der ihn in dieses Amt gehievt hat, sondern Ehefrau Anita. Sie war am Telefon, als ein früherer Altstädter-Präsident anrief und fragte, ob sie sich vorstellen könnte, dass ihr Mann als Literat und so weiter. Anita Koch konnte es sich vorstellen und sagte sofort zu. Hubert Koch hat ihre Entschei-

dung bis heute nicht bereut. Aus dem Jahr 2008 zurück betrachtet: 1957 und selbst 1971 herrschte im Rodenkirchener Karneval noch die gute, alte Zeit. Alles war noch nicht so durch organisiert wie heute, das zeitliche wie auch finanzielle Engagement war bei weitem noch nicht so hoch. Ein Dreigestirn der Altgemeinde in diesen Jahren kommt, wenn die Session nicht gar so kurz ist wie 2008, locker auf über 200 Auftritte. Was da alles organisiert werden muss – eine logistische Meisterleistung!

Hubert Koch Nummer drei (links) mit seinem Vater, dem Mitbegründer der „Großen Rodenkirchener Karnevals-Gesellschaft“, als Prinz von 1957 mit Tambourmajor im Kindergarten von St. Maternus und beim 125-Jährigen vor dem Backofen mit Sohn und Enkel, dem diesjährigen Prinz Hubert I. im Dreigestirn der Altgemeinde Rodenkirchen. Fotos: Privat/Thielen.

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Karneval in Stadt und Veedel

Auf gehts: Das Godorfer Prinzenpaar auf dem langen Weg auf die Bühne. Foto: Surmann.

Godorf: Hier regieren Hans und Inge

Godorf hat ein neues Prinzenpaar. Auf einer rauschenden Feier in der ausverkauften Realschule übernahmen Inge I. und Hans II. das Zepter von ihren Vorgängern. Das Prinzenpaar wird in diesem Jahr von den Hexen gestellt, die gleichzeitig ihr 25-jähriges Jubiläum feiern.

Seit Wochen waren die 200 Karten für die Veranstaltung in der Aula der Realschule ausverkauft, in Godorf hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass dort Karneval pur geboten wird. Genau so war es auch in diesem Jahr. Das Kindertanzkorps der Prinzengarde Köln sorgte schon bei der Eröffnung für die richtige Stimmung. Danach wurde einfach ausgelassen gefeiert, vor allem als der Höhepunkt des Abends nahte. Mit riesigem Gefolge marschierten die neuen Tollitäten ein. Vorne weg das Musikkorps der Kapelle Jonge aus Weiß, danach das alte Dreigestirn, Vertreter einiger Gesellschaften und zum Schluss Inge I. und Hans II., die ihre Fans mit Blumen und Stofftieren beglückten. Durch den ganzen Saal hatten sie sich nach vorne gekämpft und mit dem ganzen Gefolge die Bühne komplett belegt.

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„Mir fehlen einfach die Worte”, schaut Hans II. völlig gerührt von dem begeisterten Empfang in den Saal. Auch Inge I. freut sich auf die Session.: „Das wird einfach eine superjeile Zick”, ruft sie in die Menge und trifft damit genau den Nerv der Godorfer. Mit ein paar Dankesworten übergibt das

alte Dreigestirn das Zepter, die neuen Majestäten nehmen auf ihren Stühlen Platz, Godorf wird wieder standesgemäß regiert. (KS).

Kindersitzung Rote Funken

Wer seinen Kindern einmal einen richtigen Einblick in den „kölsche Fastelovend“ geben will, ist hier richtig: auf der Kinder-Sitzung der Roten Funken. Die findet am Montag, 28. Januar um 15 Uhr im Kölner Maritim-Hotel statt. Karten zum Preis für elf Euro (Kinder und Erwachsene) gibt es noch unter epost@rotefunken.de oder per Fax unter 0221/310 4864.


Ein Roter und ein Blauer Funk am Ende des Rosenmontagszuges 2007. Hubert Koch (rechts) und Christian Maassen wußten damals schon, dass sie 2008 im „Rodenkirchener Dreigestirn“ an den Start gehen. Foto: Privat.

W

enn man den Karneval in der Altgemeinde Rodenkirchen schon lange betrachtet, wird einem eine Tatsache schnell klar: laufen in der Prinzenbegleitung drei Herren mit gleichen Mützen hinter einander her, die man so in dieser Zusammensetzung noch nicht gesehen hat, kann man eines mit fast hundertprozentiger Sicherheit behaupten: das ist das designierte Dreigestirn vom nächsten Jahr. Die schauen sich schon mal alles an, damit sie im nächsten Jahr nicht ins kalte Wasser geworfen werden müssen. Allerdings klappt diese Prognose nicht in jeder Session. Als Anfang 2007 Prinz Claus, Bauer Uwe und Jungfrau Rosi durch die Säle zogen, hielt man vergeblich Ausschau. Grund: ein künftiges Dreigestirn war noch nicht gefunden – zumindest nicht komplett. Gesucht wurde der dritte Mann – beziehungsweise Frau. Der erste in der Kette war ein blauer Funk, Christian Maassen, der Bauer werden wollte. Dann folgte ein Roter Funk, Hubert Koch, der als Prinz vorgesehen war. Die beiden waren sich schon einig, als sie am Rosenmontag in ihrer jeweiligen Funken-Uniform durch Köln unterwegs waren. Normalerweise sind die Blauen Funken immer die erste Gruppe, und die Roten Funken folgen als Nummer sechs oder sieben. Jetzt stellten die Roten Funken 2007 ja das Dreigestirn, und damit die Truppe näher an diese „Auserwählten“ rücken sollten, waren die Roten diesmal Nummer 25. Vor dem Dom wartete jetzt der Blaue Funk auf seinen „roten Bruder“. Nun ist der Rosenmontagszug ja eine straff organisierte Veranstaltung, und die Zugleitung sieht es nicht gern, wenn einer aus der ersten Gruppe auf einen aus der 25. Gruppe wartet, und das

Designiertes Dreigestirn der Altgemeinde Rodenkirchen fiebert der Session entgegen – Zweiter Teil

Am Anfang der Kette stand ein blauer Funk

auch noch vor dem Dom. Immerhin schaffte es Christian Maassen, er fand seinen Roten Funk, und gemeinsam liefen die beiden den Zug zu Ende, Freude trunken von der jetzigen, und in Vorfreude auf die kommende Session. Henry Palmbusch verbrachte den Rosenmontag jedenfalls nicht in Köln, er kannte Hubert Koch und Christian Maassen noch gar nicht. Die designierte Jungfrau ist, wie man in Köln so sagt, karnevalistisch nicht vorbelastet. Ihr Vater war mal Prinz in Wesseling, wie wir schon im letzten Bilderbogen erfahren haben, und sie hat mal einen Karnevalszug in der Eifel gesehen. Seit 26 Jahren wohnt er mit Ehefrau Margarete in Sürth, und als Sürther Bürger war er auch Gast der Kostümsitzung der „Flägelskappe“. Deren Sitzungspräsident Stefan Kretschmer erzählte den Jecken, dass man noch ein Dreigestirn für 2008 suche. Am Tisch wurde geflachst, schnell waren drei Jecken ausgeguckt, zusammen rund 200 Jahre alt, „ein würdiges Dreigestirn für die AltGemeinde“, wie Palmbusch heute noch sagt. Er selbst war als Jungfrau auserkoren, und als das „richtige“ Dreigestirn kam, rief Henry der Jungfrau Rosi zu: „Ich werde dein Nachfolger!“ Aber es war „Flachs“, und nach Aschermittwoch erst mal keine Rede davon. Eine Freundin der Familie Palmbusch wusste aber, dass jetzt nur noch eine Jungfrau

gesucht wurde. Sie informierte Margarete, und die sagte zu ihrem Mann: „Ruf doch mal an!“ Anfang April trafen sich die drei Aspiranten zum ersten Mal, und nach seinem Urlaub sagte Henry Palmbusch Ende Mai „Ja“. Bei den beiden Funken sah das natürlich anders aus. Hubert Koch ist erblich so vorbelastet, wie man es nur sein kann (siehe auch: „Einmal Prinz zu sein, als Hubert Koch kein Problem“). Schon früh kam er durch Elternhaus und katholische Jugend mit dem Karneval in Berührung, moderierte den Kinderkarneval von St. Maternus, war bei seinen Funken im Organisationsteam für die „WibbeldanceParty“, lernte von seinem Vater, wie man Programme zusammenstellt. Seit 15 Jahren moderiert er den Rodenkirchener Zug per Mikrofon aus der Garage heraus, begrüßt die Zugteilnehmer mit Rudekirche Alaaf. Kleine Anekdote: „Der Wagen der Knobelbröder stand mal sehr lange vor unserem Geschäft. Die habe ich 27 mal begrüßt und fünf Mal verabschiedetet. Als die endlich weiter fuhren, hatten die kein Wurfmaterial mehr!“ Auch Christian Maassen kam früh mit dem Karneval in Berührung. Als Dreijähriger fuhr er zum ersten Mal im Sürther Zug mit, als Fünfjähriger als Froschkönig verkleidet auf einem Wagen mit Hollywood-Schaukel. Als den Wagen ein paar Jahre später ein „Tee-

haus“ zierte, lagen zehn Zentimeter Schnee. Als Heranwachsender hieß es dann, nach dem Zug nach Hause, Kostüm wechseln, und ab hinter die Theke zum Zapfen. Durch Freunde kam er vor ein paar Jahren zu den Blauen Funken, „und als ich den ersten Rosenmontagszug hinter mir hatte, da habe ich so geheult, dass ich keinen mehr erkennen konnte“, läuft ihm noch heute bei dem Gedanken ein Schauer den Rükken hinunter. Ein Schauer läuft dem Dreigestirn über den Rücken, wenn es an die Proklamation denkt. Ein SuperProgramm mit Höhner, Paveier, Guido Cantz, Rote Funken, Klüngelköpp usw., das kann sich sehen lassen. In der kürzesten Session aller Zeiten gibt es keine Pause. Einen Tag nach der Proklamation die erste Mädchensitzung in Sürth, schnell auch ein Highlight, wo sich jedes Dreigestirn drauf freut, die Sitzungen der „Löstige Wiever“ in Weiß. Als das Rodenkirchener Festkomitee von Prinz Hubert im Vorfeld zwei verschiedene Reden zum „drüberkucken“ haben wollte, musste der passen. „Ich habe auf der WibbeldanceParty erlebt, wie man die Leute mit wenigen Worten und Gesten begeistern kann. Ich halte mich für so improvisationsfähig, dass ich spontan sprechen kann. Und wenn etwas spontan auf uns zukommt, wollen wir uns auch selber mitreißen lassen!“ Wo sich das Dreigestirn sicher drauf verlassen kann, sind die Prinzenführer. Günter Mullerij, ein Pünktlichkeitsfanatiker, ein ganz alter Hase, hat sich in der Session Urlaub genommen. Der zweite Mann, Joachim Buchmüller, auch ein erfahrener Karnevalist, war vor Jahren selbst einmal Prinz. Gemeinsam mit dem Festkomitee werden die beiden das Trifolium schon gut durch die Session bringen. Bis hin zum Aschermittwoch, der ja diesmal schon am 6. Februar ist. Bei Redaktionsschluss freuten sich Prinz Bauer und Jungfrau noch auf den Einzug in die Hofburg. Das Hotel Maassen in Sürth ist bis Karneval für das Dreigestirn und seine Begleitung reserviert. Dem Gerücht, das beim Dreigestirn 2008 als erstes die Hofburg feststand, widerspricht lachend Hubert Koch: „Trotz böser Unkenrufe hatten wir auch hier ein Mitspracherecht!“ 19


Karneval in Stadt und Veedel

Die künftige Jungfrau „Henrynette“ vorne war der gefragteste Tänzer bei den „Knobelbrödern“. Foto: Thielen.

„Knobelbröder“: Stammkneipe mit eigener Tiefgarage

Ihrer Stammkneipe Maternusstube ein Denkmal gesetzt haben die Knobelbröder mit ihrem diesjährigen Sessionsorden. Der zeigt das kleine, feine Lokal mit den Butzenscheiben neben dem Sparkassenhochhaus am Maternusplatz und – ganz aktuell – die seit kurzem darunter befindliche Tiefgarage. Zur Sessionseröffnung wählten die „Knobelbröder“ allerdings ausschließlich ihr Stammlokal. Das war „rappelvoll“, als Präsident Martin van Duiven dem Wirt Willi Michels einen der ersten Orden überreichte. Besonders spannend wird es in der Maternusstube, wenn sich das Dreigestirn mit seiner Begleitung einen Weg durch die Gäste und einen Platz zum sammeln sucht. Das

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gelang schließlich in der Nähe von „Stehtisch eins“, und Prinz Hubert konnte sein närrisches Programm verkünden. In der anschließenden „Feierstunde“ entpuppte sich die designierte Jungfrau Henry Palmbusch als flotter Tänzer, und nur wenige Damen bei den „Knobelbrödern“ bleiben an diesem Nachmittag „unbetanzt“.

50 Jahre im Dienst der Freude

„50 Jahre im Dienst der Freude – die Kraade haben Jubiläum heute!“ Das einzige DamenKomitee hier bei uns im Kölner Süden, die „Löstige Kraade“ aus Meschenich, können in dieser Session ihr 50-jähriges Bestehen feiern. Das tun sie mit einem Festkommers am 26. April – aber das ist ja erst nach der Session.

Zum Sessionsauftakt hatten sich die grün-weißen Damen im Saal

Der letzte noch lebende Mitbegründer der „Flägelskappe“: Eddi Thelen (links) wird vom Präsdenten Adolf Erkenrath ausgezeichnet. Foto: Thielen.

von „Toni`s Brauhaus“ versammelt, um wieder einmal so richtig auf die Pauke zu hauen. Die Darbietungen kamen aus den eigenen Reihen, und so konnten sich die zahlreichen Gäste über lustige Zwiegespräche, Lieder, ein Märchen, Tänze, eine Modenschau und sogar einen „Adventskranztanz“ mit brennenden Kerzen freuen. Dafür sorgten unter anderem Anni und Michaela Eich, Rita Jörgen, Adele Geritan, Friedel Totzke, Ilona Moes, Resi Schöpe, Gerda Ossege und Angela Bachem-Brögger, die zu den „Kraade“-Veranstaltungen extra aus dem Münsterland anreist. Das Sahnehäubchen außer dem herzlich begrüßten designierten Dreigestirn der Altgemeinde, Prinz Hubert, Bauer Christan und Jungfrau Henrynette, war der „Kraade“-Nachwuchs Liliane May, Anna-Franziska Riehn und Marina Eich.

„Fess in Rut-Wieß“

Zu einer tollen Veranstaltung hat sich das „Fess in Rut-Wieß“ der Sürther Karnevals-Gesellschaft „Löstige Flägelskappe“ entwikkelt. Aufgelockerte Stimmung von Beginn an, keine langen Reden, Feiern und Freude pur.

Dafür sorgte schon die Gruppe „Meddendren“, die über eine Stunde lang den vornehmlich in rot und weiß gekleideten Jecken einheizte. Selbst die Ehrensenatoren hielt es nicht mehr auf den Stühlen, und so konnte man den Jubel bis nach Weiß hören, als das designierte Dreigestirn nach der Tour durch die Veranstaltungen der anderen Gesellschaften endlich in „seine“ Hofburg einzog. Prinz Hubert Koch, Bauer Christian Maassen und Jungfrau Henrynette, Henry Palmbusch, wechselten vom Anzug ins rotweiße Ringelhemd, um mit Marina Kirsten, dem wohl besten „Andrea-Berg-Double“ bis in den frühen Morgen so richtig abzufeiern.

Ein paar Ehrungen sollen nicht unerwähnt bleiben: Marianne Girth, Christina Kannengießer und Thorsten Sperling wurden für elf Jahre im Verein geehrt, Nina Bloch und Romana VellaBiargentina für zehn Jahre im Tanzkorps und der letzte noch lebende Mitbegründer, Edy Thelen, für 40 Jahre mit dem Verdienstorden der KG ausgezeichnet.


Die Ornate passen schon: Jungfrau Albertina, Prinz Rainer und Bauer Harald bei der Anprobe im Karnevals-Museum. Foto: Joachim Badura.

ner Junge nahm er am Karnevalszug in Refrath teil, durch seinen Vater kam er mit den „Löstigen Paulanern“ in Berührung. Seit 2005 ist er Mitglied der Luftflotte.

Wie ihre Rodenkirchener „Kollegen“ wird das Kölner Dreigestirn am 4. Januar proklamiert. Die einen im Gürzenich durch Oberbürgermeister Fritz Schramma, die anderen im Festzelt in Sürth durch Bezirksbürgermeisterin Monika Roß-Belkner. Nach der kürzesten Session des Jahrhunderts wird für beide Dreigestirne am Aschermittwoch, diesmal am 6. Februar, schon alles wieder vorbei sein.

„GRKG“: Erbsensuppe und Krätzje zur Sessionseröffnung

Ganz Köln hebt mit der Luftflotte ab

Die Kölner Karnevals-Gesellschaft „Seiner Tollität Luftflotte“ stellt das Kölner Dreigestirn 2008. Prinz Rainer Herschel, Bauer Harald Kloiber und Jungfrau Albertina, Thomas Albert Heinen, werden ab der Proklamation die Kölner Jecken regieren.

Mit Prinz Rainer steht ein „richtiger“ Pilot an der Spitze des Trifoliums. Rainer Herschel wurde vor 42 Jahren in Köln geboren. Seine Lebensgefährtin Hanne ist in Norwegen zu Hause. Schon als 14-jähriger lernte er das Segelfliegen. Nach seiner Ausbildung zum Piloten flog er meistens Urlauber zu ihren Reisezielen. Heute ist er als Kapitän bei der Cargolux mit seinem Jumbo weltweit unterwegs. Im Karneval sammelte er schon als Kind erste Erfahrungen in der Bütt, sein Vater führte in an den organisierten Karneval heran. Seit 2001 ist Herschel Mitglied der Luftflotte, außerdem Mitglied bei der „Kölnischen KG“ und Senator bei den „Löstigen Paulanern“.

Als Bauer Harald wird Harald Kloiber in der Session 2008 durch die Kölner Säle ziehen. Er ist 39 Jahre jung und in Köln geboren, verheiratet mit seiner Frau Christine. Mit seinem Amt möchte er seine Verbundenheit

zu „seinem“ Veedel Nippes symbolisieren. Seit 2001 arbeitet Harald Kloiber beim Kölner Telekommunikations-Unternehmen NetCologne und ist unter anderem für die Einkauf von Marketing-Dienstleistungen, Werbemaßnahmen und Druckerzeugnissen verantwortlich. Bereits als kleiner Junge war er in Straßenkarneval aktiv, trat bei Schulsitzungen auf. Seit 2004 Mitglied der Luftflotte.

Als Jungfrau Albertina wird Thomas Albert Heinen die Kölner Jungfrau verkörpern. Heinen ist 47 Jahre alt und in Lindenthal geboren. Seine Lebensgefährtin Renate freut sich mit ihm auf die tollen Tage. Heinen hat im elterlichen Betrieb Drei-Punkt Berufskleidung GmbH eine kaufmännische Ausbildung absolviert und gleichzeitig Betriebswirtschaft studiert. Seit 1996 ist er Geschäftsführer. Schon als klei-

Kräzjenssänger Philip Oebel sitzt an seinem Pult und geht die Songs noch einmal durch. „Die müssen erst einmal was im Magen haben,“ schaut er verschmitzt in den Saal. Dann hat er für die Gäste und Mitglieder der „Großen Rodenkirchener Karnevalsgesellschaft von 1935“ ein paar musikalische Leckerbissen bereit. Die lassen sich derweil die Erbsensuppe schmecken und sinnieren über die kommende Session. „In diesem Jahr ist alles etwas eng“, so Schatzmeister Hubert Golly zum Bilderbogen. >>>>>

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Karneval in Stadt und Veedel bestritt den gesamten musikalischen Teil im Haus Schmitz und hätte nach dem Wunsch der Gäste gar nicht aufhören dürfen. Wer jetzt übrigens meint, Philip Oebel von irgendwo her zu kennen– gut möglich, schließlich kommen die wohl bekannten Oebels Brötchen (KS). aus seiner Familie.

Karnevalszug in Meschenich

Philip Oebel begeisterte beim Mützenappell der „GRKG“ mit alten „Krätzje“ Foto: Surmann.

Kein Wunder – am 6. Februar ist alles schon wieder vorbei, man geht in die kürzeste Session dieses Jahrhunderts.

Zur Eröffnung dieser Session haben die Rodenkirchener zum traditionellen Mützenappell geladen. Jedes Mitglied der Gesellschaft hat dort mit seiner Mütze zu erscheinen, wenn nicht, wird zumindest ein Obulus an die Vereinskasse fällig. Etwas Sorgen machen sich die Rodenkirchener um ihren Nachwuchs. „Es ist schwer, junge Leute zu finden“, weiß Hubert Golly aus Erfahrung. Dabei hat man den Mitgliedern einiges zu bieten: Fahrten, Feten und natürlich Karneval feiern macht in Gemeinschaft einfach viel mehr Spaß. Davon konnte man sich beim Mützenappell überzeugen.

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Nachdem an alle Mitglieder die Sessionsorden ausgegeben waren, stieg Philip Oebel auf die kleine Holzbühne. Mit Gitarre und Kappe bewaffnet ging es zurück zu den Ursprüngen des Karnevals. Lieder von Willi Ostermann, Karl Berbuer oder Jupp Schmitz begeisterten alle Gäste, die gerade die ganz alten Lieder textsicher mitsingen konnten. „Ich möchte den Leuten altbekannte aber auch vergessene Lieder vorstellen“, freut sich der Ehrenfelder Sänger über seine jüngsten Erfolge. „Gerade die leisen Töne kommen im Karneval immer besser an.“ Philip Oebel

Wie uns Heinz Riehn, der Geschäftsführer der Bürger- und Vereinsgemeinschaft Meschenich, mitteilte, steht der Zugweg des Karnevalszuges jetzt fest. Aufstellung ist am Karnevalssonntag, 3. Februar, ab 12 Uhr „Auf der Ronne“ und in der Dechant-Renner-Straße. Ab 14 Uhr geht der Zug dann über die Alte Brühler Straße, Blasiusstraße, B51, Schulstraße, Alte Kölnstraße, Zaunhofstraße, Klosterstraße, Trenkebergstraße, Südstraße, Im Rheintal, Engeldorfer Straße bis zur Auflösung „Am Krütz“.

Alle Meschenicher, die Interesse an einer Teilnahme an diesem Zug haben, können sich unter der Rufnummer 02232/69188 oder www.BV-Meschenich.de informieren oder anmelden. Anmeldeschluss ist der 25. Januar. Eine Informationsveranstaltung der BVM zum Zug findet am Mittwoch, 9. Januar, um 19 Uhr im Jugendheim der Pfarre St. Blasius statt.

Interessante Ausstellung: Vom Harlekin zum Lappenclown

Aus aktuellem Anlass (Karneval!) weisen wir noch einmal auf die Sonder-Ausstellung hin, die bis zum 30. März im Kölner Karnevalsmuseum, Maarweg 134 – 136, gezeigt wird.

Diese Ausstellung zeichnet den Einfluss Italiens auf den Kölner Karneval nach. Heute wirken der Kölner und der italienische Karneval völlig verschieden, in Wahrheit aber greifen beide auf dasselbe Vorbild zurück: das italienische Stegreiftheater, die Commedia dell’ Arte. Neue, überraschende Einsichten werden zu vermeintlich altbekannten Kölner Traditionen aufgedeckt. Wer weiß schon, dass der Kölner Prinz Karneval aus Italien


stammt und der urkölsche Lappenclown mit dem italienischen Harlekin verwandt ist? Die Ausstellung will die Verbindung von Kölner Tradition und Europäischer Festkultur aufspüren und in einer frischen Perspektive repräsentieren.

Öffnungszeiten donnerstags von 10 bis 20 Uhr, freitags von 10 bis 17 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr. Eintritt vier Euro, ermäßigt 2.50 Euro. Info Führungen: Telefon 0221/574 00 74, Info Internet www.kkmuseum.de.

„tärää“ wird „25“ Jahre alt

Kölns älteste Jugend-Karnevalsfete feiert in diesem Jahr ihr 25jähriges Jubiläum. Veranstaltet von der gemeinnützigen Gesellschaft Kölner Karneval und der Kölner Bank findet sie wie immer am Karnevalssonntag, diesmal am 3. Februar, in der Flora statt. Der Vorverkauf für die Karten ist schon am 9. und 10. Januar, und zwar jeweils von 10 bis 15 Uhr in der Zentrale der Bank am Hohernzollernring 3135. Der Eintrittspreis beträgt unverändert sieben Euro pro Person.

„Wießer Funken“: Dreigestirn beim Uniformappell

Bei den Funken muss es einfach so sein, die Uniform muss perfekt sitzen. Oder auch nicht?

Um darüber Klarheit zu bekommen, traten die Wießer Funken zum traditionellen Ordensappell an. Im Clubheim des Kanuclub Grün-Gelb in Rodenkirchen wurden die Uniformen genauestens inspiziert. Bei dem einen oder anderen waren doch tatsächlich Uniformteile falsch angebracht, mit den Socken stimmte etwas nicht oder gar Orden waren nicht richtig angesteckt. Allerdings lief das hier etwas anders als beim echten Militär, den Offizieren der Funken war es gar nicht so unrecht, dass so manche Uniform nicht wirklich den Vorschriften entsprach. Jeder Fehler ließ den Kassenwart jubeln, für einen kleinen Beitrag in die Vereinskasse wurde das Manko dann großzügig übersehen. Mit viel Spaß nahmen die Gäste, darunter Bezirks-

Beim Wibbeln hatten die Funken, das designierte Dreigestirn (im schwarzen Anzug) und Ex-Prinz Martin van Duiven (rechts) richtig Spaß. Foto: Surmann.

bürgermeisterin Monika RoßBelkner und viele Vertreter befreundeter Vereine, am Uniformappell der Funken teil. Für die passende Musik sorgten der Regimentsspielmannszug der Klüttefunke aus Oberliblar sowie die Gruppe Meddendren.

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte hatte sich hoher Besuch beim Uniformappell der Funken angesagt, ein echtes Dreigestirn schaute in Weiß vorbei. Die designierten Rodenkirchener Tollitäten ließen es sich nicht nehmen, die Uniformen höchstpersönlich zu begutachten. Auch in der Besetzung der Funken gab es Neuigkeiten. Mit Rainer Klein

wurde ein neuer Tanzoffizier vorgestellt, danach gab es einige Beförderungen innerhalb der ‚militärischen’ Hierarchie. (ks).

Karneval in Rodenkirchen

Es muss nicht immer der Gürzenich sein. Karneval kann man auch in Rodenkirchen feiern. Vorteil: man kann zu Fuß nach Hause gehen, und in der Regel ein leckeres Kölsch trinken.

Im Angebot: am 19. Januar kann man sich gleich zwischen drei Gesellschaften entscheiden. Die „Botterblömchen“ feiern ihren Karnevalsball traditionell im

„Bistro verde“ in der alten Schmiede, Maternusstraße 6. Eine stimmungsvolle Fete in grün-gelb, Eintritt sieben Euro.

Im „Haus Schmitz“ feiern zur gleichen Zeit die „Große Rodenkirchener Karnevals-Gesellschaft“ und die „Knobelbröder“ gemeinsam. Den ganzen Abend mit Live-Musik, Eintritt zehn Euro. Karten für beide Veranstaltungen sollte man sich im Vorverkauf sichern. Nur im Vorverkauf gibt es Karten für die Karnevals-Party der „Traumpänz“ im Rodenkirchener Brauhaus „Quetsch“. Eine Woche später am Samstag, 26. Januar, ab 20 Uhr, eine der angesagtesten Karnevals-Partys in Rodenkirchen.

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Namen + Notizen Kunst im CAZ: „Phantastische Orte“ im Altenzentrum

In seiner Reihe „Kunst im CAZ“ präsentiert das Caritas Altenzentrum St. Maternus noch bis zum 30. März eine Ausstellung mit Collagen der Kölner Künstlerin Dorothea Grommes. Die Künstlerin beschäftigt sich darin mit dem Thema „Fantastische Orte“.

Diese „Fantastischen Orte“ entstanden seit dem Sommer 2006. Sie sind Teil eines Gesamtwerkes von mittlerweile 150 Collagen zu diesem Thema. Grommes fügt ihre Arbeiten aus unterschiedlichsten Materialien zusammen. Ausschnitte aus Zeichnungen und Kartons, Küchen- und Backpapier, Servietten, Lack, Wandfarben, Folien, Leimöl, Bindfaden bearbeitet sie mit Stiften aller Art. Die Oberflächen werden von ihr intensiv behandelt, oft mehrfach auf den Kopf gestellt, gedreht, zerschnitten, wieder zusammengefügt. Grommes folgt ihrer Intuition, setzt unerwartete, verwirrende Effekte bewusst ein. „Fantastische Orte“ sind für Grommes in allen Dingen zu

erkennen. Ihre Motive sind Naturlandschaften, der Sternenhimmel, Städte und Plätze, reale und utopische Bauwerke, Außenräume und Innenräume. Auch erinnerte Details aus der Vergangenheit, etwa eine verschneite Terrasse vor dem Weihnachtszimmer oder ein rosenfarbener alter Kaminsims, können zu fantastischen Orten werden. Grommes (künstlerische) Welt umfasst die kosmischen Sternennebel ebenso wie kleine zärtliche Reminiszenzen aus der Kulturgeschichte, und mit einem spielerischen Sinn für Kleinigkeiten bietet sie der Phantasie unbegrenzte Möglichkeiten für stille Träumereien.

Die Motive sind stets gegenständlich: ein verschneiter Wald, ein sommerlicher Schlafraum, der alte Bahnhof von Rodenkirchen. Allerdings werden sie in verschiedenster Weise verfremdet. Scheinbar vertrautes entzieht sich der gewohnten Sichtweise. Verwandlungen finden statt, verwirrende Zusammenhänge werden hergestellt, Grenzen verschwimmen, Dinge stehen Kopf, hängen schwerelos im Raum oder treten plastisch aus dem

„Die Nacht, in der das Heiligtum auf dem Maternusplatz lag“. Eine Collage von Dorothea Grommes in der Ausstellung im Caritas-Altenzentrum. Foto: Thielen.

Untergrund hervor, als wollten sie berührt werden. So arbeitet Grommes unentwegt daran, den fantastischen Ort im Augenblick seines Aufleuchtens darzustellen und seinen verborgenen Zauber sichtbar zu machen.

Diese fantastischen Orte, die sonst nur in Träumen flüchtig zu sehen sind. „In meinen Collagen werden sie zum Greifen nah ins Bild gebannt“, so Grommes zum Bilderbogen. So dass für sie zur Realität wird, was einst der romantische Dichter Josef von Eichendorf beschrieb: „...und die Welt hebt an zu singen, triffst du nur das Zauberwort!“

Dorothea Grommes wurde in der Eifel geboren, wuchs in Köln auf und machte am Irmgardis-Gymnasium ihr Abitur. Es folgte ein Studium mit dem Abschluss „Diplom-Verwaltungsleiterin“, von 1969 Beamtin des gehobenen Dienstes bei der Bezirksregierung, 2004 als Regierungsamtsrätin pensioniert. Seitdem hat sie die Künste in ihrer ganzen Vielfalt für sich entdeckt. Unter anderem widmet sie sich der Musik, eigenen Lyrik- und ProsaTexten und dem Bilder machen.

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Im Caritas-Altenzentrum ist sie bestens bekannt. Dort führt Grommes einmal im Monat mit den Bewohnerinnen und Bewohnern das beliebte „Gemeinsame Singen im Lichthof“ durch. Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 18 Uhr im Lichthof und im angrenzenden Flur des Caritas-Altenzentrums in Rodenkirchen, Brückenstraße 21, zu sehen.


Kammeroper: Von Null auf „80“ in fünf Monaten

Seit Eröffnung der Kammeroper Köln im August letzten Jahres hier bei uns in der Friedrich-EbertStraße 4 in Rodenkirchen wurden bereits über 10.000 Karten verkauft. Die durchschnittliche Auslastung in den ersten fünf Monaten liegt bei 80 Prozent, Ende Dezember lag die Zahl der gezeigten Vorstellungen schon bei über 70. Vor allem die Kinderopern spielen meist vor ausverkauftem Haus. Gründerin und Chefdirigentin Inga Hilsberg freut sich über die hohe Auslastung: „Wir sind glücklich, dass die neue Spielstätte vom Publikum so gut angenommen wurde. Wir haben vor Weihnachten sogar noch zusätzliche Aufführungen ins Programm genommen. Der Bedarf an gut gemachten Kinderopern ist riesengroß!“ Was bisher weniger bekannt ist: Nicht nur Kinderopern, sondern auch Produktionen für Erwachsene werden in der Kammeroper angeboten. Im Dezember feierte Mozarts Oper „Don Giovanni“ erfolgreich Premiere, an Silvester und Neujahr stand die OperettenRevue „Der Donaudampfer“ auf dem Programm, und zum Jahresbeginn zeigt die Operngala „Carmen & Co“, wo die starken Frauen in der Oper zu finden sind. Inga Hilsberg: „Das besondere an den Vorstellungen bei uns ist immer das junge Ensemble, das alle Opern mit großer Spielfreude darbietet!“ Info und Kartenbestellungen unter der Rufnummer 0221/24 36 12 und über KölnTicket.

Lebenshilfe: Sonntags vormittags kegelt die „Lustige Truppe“

Vor gut zwanzig Jahren hatte Elisabeth Gottmann eine gute Idee: sie gründete, nicht nur für ihre Tochter Andrea, sondern auch für deren Freundinnen und Freunde von der Lebenshilfe einen Kegelclub für Menschen mit Behinderung. Auch eine Kegelbahn war schnell gefunden: das heutige „Vereinslokal“, das Hotel-Restaurant Maassen in Sürth. Seitdem trifft sich die „Lustige Truppe“, so der Name des Kegelclubs, alle vier Wochen sonntags morgens, um „in die Vollen“ zu werfen. Seit zwei Jahrzehnten ist

Seit zwanzig Jahren ist die Kegelbahn „vom Maassen in Sürth“ die Heimat der „Lustigen Truppe“. Foto: Thielen.

das Kegeln ein Highlight im Freizeitprogramm der Behinderten, die in der Regel in der beschützenden Werkstätten der GWK arbeiteten beziehungsweise arbeiteten. Auch Behinderte werden älter, im Kegelclub gibt es schon die ersten Rentner, wie Elisabeth Gottmann dem Bilderbogen verriet. Die stellvertretende Vorsitzende der Lebenshilfe Rodenkirchen betreut die Truppe von Beginn an. Sie war natürlich auch dabei, als der Club zwischen 1997 und 2004 beim „Gemeindepokal-Kegeln“ antreten durfte. In der Mannschaft gab es meist hintere Plätze, in den Einzelwettbewerben waren für die Teilnehmen auch schon mal Plätze zwischen den Rängen zehn und zwanzig drin, also im vorderen Drittel des Klassements. Aus die-

ser Zeit stammen auch die Wimpel und der Pokal der „Lustigen Truppe“, der bei jedem Treffen ausgekegelt wird und den jeder schon einmal für vier Wochen mit nach Hause nehmen durfte. Leider gibt es die Kegler-Vereinigung der Altgemeinde nicht mehr, und so für die Behinderten nur noch den internen Wettstreit. Den nehmen die heute 15 Keglerinnen und Kegler aus den Jahrgängen 1944 bis 1969 durchaus ernst. Vor zwanzig Jahren mit „zwanzig Mann“ gestartet, sind noch viele Kegler der ersten Stunde mit dabei. „Neue Mitglieder können wir im Moment leider nicht mehr aufnehmen, das ist schon allein aus organisatorischen Gründen gar nicht machbar“, so Gottmann. Und so besteht die

„Lustige Truppe“ aus Susanne Kümpel, Frauke Skrzipczyk, Andrea Gottmann, Monika Hinz, Gerda Dietrich, Christa Muders, Frank Pilot, Marianne Meurer, Heinz-Günter Strombach, Brigitte Bungarz, Josy Porschen, Susi Gammersbach, Birgit Meiser, Ingrid Dobek und Oliver Reinartz. Und was wünscht man einem Kegelclub? Gut Holz!

Weiß: „Heilende Hände“ im Jugendzentrum

Unsere Vorfahren wussten noch, wie es geht: Linderung alltäglicher Beschwerden durch Handauflegen. Das kann zwar den Gang zum Arzt nicht ersetzen, aber für Entspannung sorgen und zum Beispiel chronische Beschwerden erträglicher machen. Jeder von uns ist mit kleineren bis größeren All>>>>>>

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Namen + Notizen tagsschmerzen belastet. Diese reichen von steifen Gliedern und kalten Füßen über Müdigkeit und Schlafproblemen bis hin zu Zahnschmerzen, Magenschmerzen und Rückenproblemen aller Art. Auch die Kleinsten werden nicht davon verschont. Wer hat nicht schon intuitiv etwa die Hand auf den Bauch seines Kindes gelegt, um die Koliken-Schmerzen von ihm zu nehmen? Die Menschheit hat Jahrhunderte lang Erfahrungen gesammelt, diese Beschwerden erträglicher zu machen. Vor allem asiatische Techniken, bekannt als Akupressur und Shiatsu, aber auch europäische Traditionen der Entspannung und des Handauflegens sind für ihre heilenden Wirkungen bekannt. Besonders gute Ergebnisse versprechen diese Techniken für Menschen, die eine Alternative zur klassischen Schmerztablette suchen, etwa im Fall von Migräne und Rückenschmerzen. Sascha Wershoven zum Bilderbogen: „Natürlich gehört eine gewisse Überwindung und Geduld dazu,

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im akuten Schmerzfall eine erlernte Übung durchzuführen!“ Wershoven, der chinesische Massage an der Waijia Academie of Chinese Martial Arts and Culture gelernt hat, Reiki-Meisters ist und in diesem Monat seinen Heilpraktiker „macht“, bietet jetzt Interessenten die Möglichkeit, selbst einmal Erfahrungen als sinnvolle Ergänzung zur ärztlichen Behandlung zu machen. Im Jugendzentrum in Weiß, Georgstraße 2, wird ab dem 15. Januar der Kurs „Heilende Hände“ angeboten. Dieser fortlaufende Kurs richtet sich an alle Altersgruppen, die selbst einmal heilende Techniken für den Alltag erlernen oder einfach einen Abend in der Woche abschalten wollen. Von Stress und Hektik, die ja oft Ursachen der vorgenannten Krankheiten sind. Mitgebracht werden sollen eine Unterlage wie Isomatte und Wolldecke und zehn Euro pro Abend. Ab 15. Januar, dienstags ab 18.30 Uhr, Jugendzentrum in Weiß, Leitung Sascha Wershoven.

Köln, der aus persönlichen Gründen auf eine weitere Amtszeit verzichtete. Klipper wurde zusammen mit Andrea Verpoorten (34), René Chudzicki (43) und Dr. Johannes Hoffmann (44) zu Stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Chef des CDU-Ortsverbandes: Dr. Andreas Reiman. Foto: Privat.

Dr. Andreas Reimann neuer Vorsitzender des CDU-Ortsverbands Rodenkirchen

Dr. Andreas Reimann (41) ist zum neuen Vorsitzenden des CDUOrtsverbands RodenkirchenWeiß-Hahnwald gewählt worden. Er folgt Karl-Jürgen Klipper (64) nach, Mitglied des Rates der Stadt

Reimann dankte bei der Generalversammlung des Ortsverbandes seinem Vorgänger im Namen des gesamten Vorstands für seine Arbeit in den zurückliegenden zwei Jahren.

Klipper habe zahlreiche für die Stadtteile Rodenkirchen, Weiss und Hahnwald wichtige politische Initiativen „energisch und mit großem Engagement vorangetrieben“. Beispielhaft nannte er den Hochwasserschutz, die Umgestaltung des Maternusplatzes und den Kampf um den Erhalt des Rodenkirchener Hallenbades. Er freue sich sehr, dass Klipper den Vorstand auch weiterhin mit seiner langjährigen politischen Erfahrung und hervorragenden Vernetzung bereichern werde.


„Kommunalpolitik muss nah am Bürger sein. Dazu müssen wir ihre Bedürfnisse und Interessen kennen. Mein Ziel ist es, die Bürger noch stärker in den Dialog über politische Themen einzubinden, die sie vor Ort bewegen“, sagte Reimann. Der CDU-Ortsverband werde daher zum Beispiel verstärkt Diskussions- und Informationsveranstaltungen zu aktuellen Fragen anbieten.

Zu Beisitzern gewählt wurden Benjamin Albrecht, Jan Brandt, Dr. Reiner Baumeister, Gabriele von Dombois, Joachim MeyerPelzer, Ursula Ohk, Helmut Rabanus, Monika Roß-Belkner, Dr. Joachim Schulz-Hardt sowie Walter Stefanides. Dem Ortsverband Rodenkirchen-Weiß-Hahnwald der CDU gehören rund 210 Mitglieder an.

Brautpaar des Monats

„Fürsten-Hochzeit“ – an dieses Prädikat dachten wohl zahlreiche (Zaun)Gäste der kirchlichen Trauung von Petra Zirwes-Bongardt und Martin Bongardt.

Das über fünf Jahre liierte Paar bezeichnet Reisen als sein größtes Hobby. Europäische Hauptstädte, das Baltikum und die USA hießen die bisherigen Ziele. Mit Australien und Mittelamerika sind bereits weitere ausgemacht. Aber die Reise, die sie nun auf dem Standesamt und tags darauf in der evangelischen Emmanuelkirche in Rondorf angetreten sind, erstreckt sich über wahrlich größere Dimensionen. Versprochen haben sie sich das Ticket ins gemeinsame Leben unter dem Eiffelturm. „Wir haben uns gegenseitig einen Antrag gemacht“, denkt Petra Zirwes-Bongardt an den stimmungsvollen Juni-Abend in Paris zurück. Bis dahin war Heirat in beider Zukunftsplanung nicht vorgesehen. Eigentlich. Kennen gelernt haben sich die selbständige Immobilienmaklerin aus Hochkirchen und der damals als Unternehmensberater in Köln tätige Diplom-Kaufmann im Februar 2002. Auf der Geburtsparty eines gemeinsamen Freundes. „Dann ging es relativ schnell“, erinnert die 34-Jährige. „Wir haben alle neuen Kommunikationswege

Schönes Paar: Petra Zirwes-Bongardt und Martin Bongardt vor bekannt Kölner Kulisse Foto: Privat.

ausgeschöpft und uns zwei Wochen auf einer anderen Fete wieder gesehen.“ Nach der von Pfarrer Thomas Hübner sehr persönlich vollzogenen und von „wunderbaren“ Instrumental- und Gesangsbeiträgen begleiteten Trauung seiner ehemaligen Konfirmandin mit dem 38jährigen gebürtigen Kölner Martin Bongardt feierten Verwandte und Freunde in den Deutzer Rheinterrassen. Mit „herrlichem Blick“ auf den angestrahlten Dom. Ob der leidenschaftliche FC-Anhänger Martin in diesen „schönen Stun-

den“ über dem Strom an das verpasste Ligaspiel gedacht hat, ist nicht überliefert. Gesichert ist jedoch, dass die frisch Vermählten anschließend mit ihren New Yorker Trauzeugen Dennis und Tara Mitchel-Tree einen Kurztrip nach Riga und Berlin unternahmen. Aber auch in Hochkirchen und Rondorf fühlen sich beide sehr wohl. Petra Zirwes-Bongardt, die hier aufgewachsen ist, Kunstglaserin gelernt und ein Architekturstudium absolviert hat, sowieso. Und Martin Bongardt hat das Viertel im Kölner Süden rasch >>>>>

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Namen + Notizen

Von links: Inge Malcherek-Mordelt, Nancy Lässig-Hoffmann, Pfarrer Michael Miehe, Heike Ernst. Foto: E. Broich.

schätzen gelernt. „Hier haben wir alles“, begründet die Braut. Als wesentlichen Wohlfühlfaktor nennen beide, dass zahlreiche ihrer Freunde in der Nähe wohnen. „Wir haben schon einige hierher geholt. Freunde sind uns sehr wichtig. Wir unternehmen viel gemeinsam“, so Martin Bongardt, der seit 2003 mit einem Partner eine Internet-Agentur mit Sitz in Hürth betreibt. E. BROICH.

Gütesiegel des Landes für Familienzentrum „Südpunkt“

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Kindergarten, Koordinationsstelle und Evangelische Kirchengemeinde Rodenkirchen – auf diesen drei Säulen ruht das Familienzentrum „Südpunkt“ in Rodenkirchen. Im Rahmen eines kleinen Empfangs feierte man im letzten Jahr den Erhalt des Gütesiegels „Familienzentrum NRW“. Mit diesem Status sind jährlich Landeszuschüsse in Höhe von 12.000 Euro verbunden. Zuvor hatte die von der Kirchengemeinde getragene Einrichtung an einem nordrhein-westfälischen Pilotprojekt teilgenommen. Die Federführung lag bei den beiden Koordinatorinnen, den Diplom-Sozialpädagoginnen Nancy Lässig-Hoffmann und Inge Malcherek-Mordelt, sowie der Kindergartenleiterin Heike Ernst. Im Juni endete die Pilotphase. Familienminister Armin Laschet händigte in Duisburg die Zertifikate aus. „Insgesamt waren 250 Einrichtungen beteiligt. Wir zählen zu den 25 Prozent besten in NRW“, freute sich Pfarrer Michael Miehe über die „große Ermutigung“. Miehe adressierte seinen Dank zunächst an die derzeit acht „Südpunkt“-Kooperationspartner. „Der

Kindergarten steht nicht mehr alleine da. Manche Partner haben Angebote mit entwickelt. Mit anderen besteht ein enger Austausch“, betonte er die Bedeutung der Vernetzung von Angeboten für Familien im Stadtteil. Ein besonderes Lob zollte er den beiden ehrenamtlich tätigen Koordinatorinnen sowie dem KindergartenTeam. „Unser Kita ist eine kleine Einrichtung, entsprechend dünn ist unsere Personaldecke. Aber die Mitarbeiterinnen haben sich anstecken lassen“, stellte Miehe fest. „Wir in Rodenkirchen sind Exoten – weil wir nicht in einem sozialen Brennpunkt liegen“, formulierte der Pfarrer. Dabei seien Familienzentren nicht nur dort sinnvoll, „wo die Not zu packen ist“. Anders gelagerte Probleme bedürften ebenfalls der Begleitung. Beispielsweise habe Rodenkirchen stadtweit mit die höchste Quote von Alleinerziehenden. Darauf soll ab Januar mit einem Gesprächskreis reagiert werden. „Insgesamt haben wir eine Struktur gefunden, die hierin passt. Kirchengemeinden sind gut geeignet, Familienzentren zu tragen“, so Miehe. Das Kümmern um Familien und Kinder gehöre zu ihren selbstverständlichen Aufgaben. Zudem verfügten sie über entsprechende Räumlichkeiten. „Südpunkt“ versteht sich laut Malcherek-Mordelt als überkonfessionelle Anlaufstelle für alle Familien im Stadtteil. Als Knotenpunkt eines sich erweiternden Netzwerkes. Zentrale Aufgaben sind Betreuung, Beratung, Bildung und Begegnung. Informationen über die immer zahlreicher werdenden Angebote bietet die Internetseite www.familien-zentrumrodenkirchen.de. E. BROICH.


Jederzeit in alle städtische Museen

Ein interessantes Angebot richtet die Kulturverwaltung der Stadt Köln an besonders eifrige Besucher der Kölner Museen. Zum Preis von 68 Euro können mit der „Jahreskarte der Kölner Museen“ die Sammlungen und alle Sonderausstellungen in den acht städtischen Museen und im NS-Dokumentationszentrum zwölf Monate lang und sechs Tage in der Woche beliebig oft besucht werden. Schüler, Auszubildende, Studierende sowie Wehr- und Ersatzdienstleistende zahlen einen ermäßigten Preis von 51 Euro. Kinder bis sechs Jahren haben in Begleitung Erwachsener freien Eintritt. Mit der Jahreskarte, die sich auch prima als „Kultur-Geschenk“ eignet, haben Besucher freien Eintritt in folgende Häuser: Museum Ludwig, Wallraf-Richartz-Museum & Foundation Corboud, Römisch-Germanisches Museum, Museum für Angewandte Kunst, Museum für Ostasiatische Kunst, Museum Schnütgen, Rautenstrauch-Joest-Museum, Kölnisches Stadtmuseum und NSDokumentationszentrum im ELDE-Haus.

Die Jahreskarte kann während der Öffnungszeiten an den Museumskassen der Häuser erworben werden, außerdem ist sie im Internet bei KölnTicket (www. koelntikket.de) erhältlich. Die Karte gilt ein Jahr ab Ausstellungsdatum. Weitere Informationen gibt es auf der städtischen Internetseite www.stadt-koeln.de /kulturstadt und beim Museumsreferat unter der Rufnummer 0221/221-22334.

Für das Jahr 2008 sind die Rodenkirchener Grünen bestens gerüstet. „Das erfolgreiche Bürgerbegehren gegen den Ausbau des Godorfer Hafens und der gute Kontakt zu den Menschen vor Ort werden unsere Arbeit beflügeln!“, so Karsten Witt.

Mondrian: Vom Abbild zum Bild

Bis zum 30. März präsentiert das Museum Ludwig eine der weltweit größten und bedeutendsten Mondrian-Sammlungen. Sie kam aus dem Gemeentemuseum in Den Haag nach Köln. Die unvergleichliche Kollektion gibt einen Überblick der Entwicklung Mondrians Werk von seinen Anfängen bis zu seinem Spätwerk. Mit rund 70 Gemälden und Papierarbeiten wird die Werkentwicklung Mondrians nach gezeichnet von seinen frühen impressionistischen Werken in der Manier der Haager Schule, über seine Begegnung mit dem analytischen Kubismus von Braque und Picasso, die seinen Weg in die Abstraktion lenkte, über die Gründung von De Stijl 1917 (gemeinsam mit Theo van Doesburg) bis zum Neoplatizismus.

Selbstverständlich werden auch die zu den Ikonen der klassischen Modern zählenden Kompositionen aus roten, gelben und blauen Rechtecken in einem System aus schwarz-weißen rechtwinkligen Konstruktionen gezeigt. Diese haben sich zu einem regelrechten Markenzeichen des Künstlers entwickelt und werden auch von der Mode und der Werbung gerne aufgegriffen.

Titel des Bildes: „Komposition mit großer roter Fläche, gelb, schwarz, grau und blau“ von 1921, Öl auf Leinwand. Foto: Thielen.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht der künstlerische Prozess, den Mondrian auf dem Weg zur Abstraktion durchlief. Mondrian selbst schrieb bereits 1914: „Die Leute halten meine Werke grundsätzlich für ziemlich unbestimmt. Ich entwerfe Felder aus Linien und Farben auf einer Oberfläche, um eine universale Schönheit plastisch zum Ausdruck zu bringen....Die Natur (oder das Sichtbare) regen mich an....., aber ich will mich der Wahrheit so weit wie möglich nähern; dafür abstrahiere ich soweit bis ich zum Wesen der Dinge vordringe...Ich bin sicher, indem man vermeidet, alles eindeutig auszudrücken, gelangt

man zum Ausdruck des Endgültigen schlechthin: der (allumfassenden) Wahrheit.“

Parallel zur Präsentation der Mondrian-Ausstellung in Köln hat das Museum Ludwig seine PicassoSammlung nach Den Haag geschickt. Es handelt sich hierbei um die weltweit drittgrößte Kollektion des Künstlergenies Pablo Picasso, die einen Überblick über alle Schaffensperioden und Techniken des wohl bekanntesten Künstlers des 20. Jahrhunderts gibt. Bis zum 30. März wird sie im Gemeentemuseum in Den Haag den niederländischen Publikum offen stehen.

Wahlen bei den „Grünen“

Wichtigster Punkt der Jahreshauptversammlung der Rodenkirchener „Grünen“ waren die Vorstandswahlen. Hedi KaltbeitzelBonn wurde zur Sprecherin und Regine Icking zur Beisitzerin gewählt. Karsten Witt als Sprecher, Hartmut Neubauer als Kassierer und Frederic Jung als Beisitzer wurden im Amt bestätigt. Mit alter Besetzung und lediglich leicht veränderten Zuständigkeiten geht somit der alte Vorstand mit dem vollen Vertrauen der anwesenden Mitglieder in eine zweite Amtszeit.

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Namen + Notizen wohl. Besondere Glückwünsche überbrachte Ratsherr Karl-Jürgen Klipper im Namen von OB Fritz Schramma. Mit vielen guten Wünschen überreichte er die Ehrengabe der Stadt Köln. (KS).

TTC Weiß mit neuem Vorstand

Auf einer außerordentlichen Mitglieder-Versammlung hat der Tisch-Tennis-Club Weiß einen neuen Vorsitzenden gewählt. Die Wahl war notwendig geworden, weil die bisherige Vorsitzende Gaby Lippoldt von ihrem Amt aus persönlichen Gründen zurück getreten war.

Vorsitzender wurde ohne Gegenstimmen Günther Kube. Durch seine Wahl bleibt die Kontinuität in diesem Sportverein erfreulicherweise gesichert, denn er war der einzige, der sich bereit erklärt hatte, diese Funktion zu übernehmen. Komplettiert wird der Vorstand durch den zweiten Vorsitzenden Achim Hein, Kassenwart Angelika Kube-Kreher und Beisitzer Klaus Napp.

Das Angebot des Vereins richtet sich an alle am Tischtennissport interessierten Menschen, weiblich wie männlich, Jugendliche und Senioren. Dabei liegt einer der Schwerpunkte in der Ansprache von Senioren, um nicht nur deren Bewegungsapparat fit zu halten, sondern dieser Sport fordert und schult auch darüber hinaus die gei-

Führt den TTC Weiß: Günther Kube. Foto: Privat.

Brühler Schlosskonzerte 2008: 50 Jahre große Musik

65 Jahre glücklich verheiratet: Josefine und Peter Bitz feierten ihre eiserne Hochzeit. Foto: Surmann.

stige Beweglichkeit durch Erkennen und Antizipation verschiedenen Spielsituationen, wobei auch der Spaßfaktor nicht zu kurz kommt.

Die Spiel- und Trainingsabenden finden jeweils mittwochs und freitags von 19 bis 21.30 Uhr in der Sporthalle der Albert-SchweitzerSchule in Weiß statt. Interessenten sind jederzeit willkommen und können sich beim Vorsitzenden unter der Rufnummer 02236/389 089 persönlich informieren.

Eiserne Hochzeit in Rodenkirchen: „Wir halten immer zusammen“

65 Jahre haben es die beiden miteinander ausgehalten und sie blitzen sich immer noch an. Gerade wenn die Fragen nach dem Erfolgsrezept für eine so lange Ehe kommen, schauen sie sich in die Augen und sind sich einig: „Wir halten immer zusammen und stehen alles gemeinsam durch“, ist die einhellige Antwort der beiden Jubilare.

Jetzt feierten Josefine und Peter Bitz ihre eiserne Hochzeit im ASB-Zentrum in Rodenkirchen.

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Eingeladen waren alle Nachbarn, mit ihnen am Tisch saßen zwei Kinder, zwei Enkel und zwei Urenkel. Es gab Kaffee und Kuchen für alle, jede Menge Glückwünsche, Gedichte, viele Geschenke und Blumen. Die Feier haben die beiden ganz alleine geplant, die ASB-Mitarbeiter durften nur bei der Organisation helfen. Überhaupt legen Josefine und Peter Bitz viel Wert auf ihre Selbständigkeit. Mit ihren 87 und 88 Jahren organisieren sie ihr Leben weitgehend selber, im Rahmen des betreuten Wohnens haben sie aber stets Helfer für schwierige Dinge an ihrer Seite. Ab und zu ein Spaziergang gehört zum Tagesablauf, natürlich wird auch der gemeinsam unternommen.

Die härteste Zeit erlebten die beiden zwischen 1939 und 1945, als Peter Bitz zum Arbeits- und Militärdienst eingezogen wurde. Da blieb gerade noch Zeit für eine schnelle Hochzeit im Jahre 1942. Später sorgte Peter Bitz als Lufthansa-Mitarbeiter für das Familieneinkommen, während die gelernte Näherin Josefine Bitz ihren Beruf aufgab und die Kinder groß zog. Seit 2001 leben die gebürtigen Kölner in Rodenkirchen und fühlen sich dort richtig

Das Jahr 2008 wird ein besonderes Jahr: die Brühler Schlosskonzerte feiern ihr 50-jähriges Bestehen. Vom 3. Mai bis zum 24. August werden die Konzerte im UNESCO-Weltkulturerbe Schloss Augustusburg wieder Tausende Musikfreunde anlocken.

Dass das imposante Rokoko-Bauwerk mit seinem weltberühmten, von Balthasar Neumann gestalteten Treppenhaus einen einzigartigen Rahmen für klassische Konzerte bietet, ist für Musikfreunde aus der Region kein Geheimnis mehr. Mit einem hochkarätigem Jubiläumsprogramm, das in insgesamt 36 Konzerten Künstler wie Sol Gabetta, Emmanuel Pahud, Lauma Skride, The English Concert, die Akademie für Alte Musik Berlin und das Amati-Quartett präsentiert, sorgen die Brühler Schlosskonzerte im Jahr 2008 für echte Glanzlichter. Auch die Tatsache, dass die Schlosskonzerte von der bundesweiten Standort-Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ aus rund 1.500 Bewerbern für das Jahr 2008 ausgewählt und als einer von 366 Orten präsentiert wird, in denen besonders zukunftsweisende Ideen geschaffen werden, ist eine Besonderheit in der Geschichte der Konzertreihe und unterstreicht erneut ihre Bedeutung.

Eine dieser Ideen ist das im Rahmen der Schlosskonzerte stattfindende Haydn-Festival, dass vom 15. bis 24. August den Abschluss der Konzertsaison bildet. Andreas Spering, Künstlerischer Leiter der Schlosskonzerte, hat das Werk Joseph Haydns bereits vor sieben Jahren zum thematischen Schwerpunkt eines zehntägigen Festivals gemacht und damit das erste und einzige Haydn-Festival in Deutschland aufgebaut. Informationen über die Konzerte der Jubiläumssaison gibt es ab Februar 2008 unter www. schlosskonzerte.de. Das gedruckte Pro-


tionellen Maternus-Prozessionen, Grenzkreuz für die FrohnhofsLändereien und Schutzkreuz für sich und ihren Besitz.

gramm kann über die Geschäftsstelle unter der Telefonnummer 02232/94 18 84 bestellt werden. Der Kartenvorverkauf beginnt am 20. Februar 2008.

Ursprünglich stand es am Weg nach Rondorf, dort, wo sich heute die Köln-Bonner Autobahn befindet. Von dort kam es schließlich nach dem Krieg auf die Westseite des Maternusplatzes, und das bis zum Baubeginn der Tiefgarage. Nach erfolgter Restauration wurde es schließlich an seinen jetzigen Standplatz gestellt. Dr. Joachim Schulz-Hardt: „Das Kreuz hat eine über 200-jährige Geschichte. Es ist damit ein historisches Vermächtnis und Teil Rodenkirchener Identität. Für uns Grund genug, sich mehr als bisher darum zu kümmern und einen würdigen Herrgottswinkel am neuen Maternusplatz zu schaffen!“

Weiß: Themen-Abend für Eltern

Am Dienstag, 4. März, findet erstmalig im Kinder- und Jugendzentrum Weiß, Georgstraße 2, ein Themenabend in Kooperation mit der Evangelischen Familien-Bildungsstätte statt. Hier wird der stellvertretende Leiter des Zentrums, Wolfgang Wirtz, einen Einblick in die Thematik „Spielend lernen – Bildungschancen für Kinder“ geben. Wer dabei sein möchte, wird um eine Anmeldung bis zum Montag, 11. Februar, gebeten. Die Teilnahmegebühr beträgt fünf Euro. Nähere Informationen gibt es bei Janina Himmelheber unter der Rufnummer 02236/66795.

Johannes-Passion – Wer singt mit?

Die Kantorei Rodenkirchen führt die Johannes-Passion Telemanns aus dem Jahr 1737 am Sonntag, dem 9. März in der Erlöserkirche auf.

Telemann, als „Vielschreiber“ oft verkannt, war in der Hansestadt Hamburg als Kantor des Johanneums und als Director Musices für die Musik an den fünf lutherischen Hauptkirchen zuständig. 1722, ein Jahr nach seinem Amtsantritt in Hamburg, war er als Thomaskantor in Leipzig gewählt worden. Telemann trat das Thomaskantorat aber dann doch nicht an, weil er in Hamburg die geforderte Gehaltserhöhung erhalten hatte. das bemerkenswerte und fast unglaubliche an der Geschichte: Johann Sebastian Bach kam dank Telemanns Verzicht in der zweiten Bewerbungsrunde als Thomaskantor zum Zuge und dieses auch nur, weil der ihm vorgezogene und eigentlich gewählte Christoph Graupner von seinem Fürsten nicht aus den Diensten entlassen wurde.

Interessierte Sängerinnen und Sänger mit guter Chorerfahrung sind eingeladen, mittwochs abends das Werk kenne zu lernen und mit zu singen. Weitere Informationen gibt gerne die Leiterin des Projekts, Kantorin Barba-

Die fleißigen „sieben Zwerge“ vom CDU-Vorstand sorgten für ansprechenden Blumenschmuck rund um den „Frohnhofs-Herrgott“. Foto: Thielen.

ra Mulack unter der Rufnummer 0221/34 48 82.

Kirschbäume für den „Frohnhofs-Herrgott“

„Zunächst haben wir zwei Kirschbäume gepflanzt, denn das Kreuz war immer von Büschen und Bäumen begleitet. Außerdem haben wir noch Stiefmütterchen und Winterheide gesetzt!“ Dr. Joachim Schulz-Hardt und sechs Mitglieder aus dem Rodenkirchener CDUVorstand haben an einem Adventssamstag den Platz um den so genannten „Frohnhofs-Herrgott“ am Durchgang zwischen Hauptstraße und Maternusplatz ordentlich hergerichtet. Wie schon an den zahlreichen Beeten auf der AKUPUNKTUR NEURALTHERAPIE ETA-SCAN HYPNOSE EIGENBLUT-BEHANDLUNG MAGNETFELD GESUNDHEITCHECK SCHMERZTHERAPIE BIOLOGISCHE TUMORTHERAPIE ERNÄHRUNGSBERATUNG BIO-RESONANZTHERAPIE VITAMIN-AUFBAUKUR

Hauptstraße durch die Bürgervereinigung und Anwohner des Sommershofes war es wieder eine private Initiative, die zur Selbsthilfe griff und eine Grünfläche verschönerte. Stoßseufzer eine Passantin: „Hoffentlich bleibt das auch lange so!“

In diesem Jahr ist das Kreuz, das nicht nur eine lange Geschichte, sondern auch eine „Odyssee“ hinter sich hat, wieder auf den Bereich des alten Frohnhofes zurückgekehrt. Der stand hier jahrhundertelang und wurde Mitte der 1930er Jahre abgerissen. 1780 errichteten die damaligen Pächter des Hofes, Johann Grein und Catarina geborene Moll das Denkmal als Prozessionskreuz für die tradi-

Meschenich: Musikalischer SeniorenNachmittag

Der Senioren-Nachmittag des VdK-Ortsverbandes Meschenich fand wieder im Pfarrheim von St. Blasius statt. Der Saal war voll besetzt, und als Ehrengäste konnten die Organisatoren unter anderem Ingrid Hack, Mitglied des Landtages NRW, Inge Deinet, Vorsitzende der Bürger- und Vereinsgemeinschaft, Pfarrer Michael Nolten und Hans Waschek aus dem Rat der Stadt Köln begrüßen.

Diesmal ging es sehr musikalisch zu: Heinz-Jürgen Becker unterhielt die Gäste zunächst auf seinem Akkordeon. Nikolaus Manfred Maron hielt eine besinnliche Ansprache und verteilte kleine Christstollen, dann begeisterten die Bernardy-Brüder mit ihren Mundharmonikas. Und wie jedes Jahr wurde der Nachmittag vom Männer-Gesang-Verein beschlossen.

DR. OLIVER HAHN • Allgemeinmedizin • Naturheilverfahren • Traditionelle Chinesische Medizin • Sportmedizin • Chirotherapie Alle Privatkassen, Beihilfe und Selbstzahler

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Namen + Notizen anbieten wollen: zum Beispiel Kunst. Atelier-Projekte dieser Art führt die Jugend-Kunstschule Rodenkirchen bereits an diversen Grundschulen in der Altgemeinde durch. Und in Person von Künstlerin Sabine Schaffmeister begleitete die Rodenkirchener Einrichtung nun auch SchülerInnen der Meschenicher Grundschule auf dem Weg zum Ganztag. Von ihren Erfahrungen berichtete sie im Rahmen einer Kurz-Tagung, die sich an die Vernissage anschloss.

SchülerInnen der Meschenicher Grundschule präsentieren eines ihrer Bilder. Foto: Broich.

Jugend-Kunstschule Rodenkirchen mit weiterer Ausstellung in ihrem „Kunstspeicher“

Ihren unmittelbaren Lebensraum haben SchülerInnen der Grundschule Ketteler Straße in Meschenich in großformatige Gemälde und Montagen übertragen. Vor weiten Feldern ragt die HochhausSiedlung „Kölnberg“ empor. In deren Schatten, im alten Dorfkern, ducken sich Reihenhäuser und Spielgeräte. Straßenszenen werden geschildert, Nachbarn und Mitschüler portraitiert. Am Himmel kreuzen allerlei Luftfahrzeuge. Zu sehen sind diese Bilder in der „Galerie Junge Kunst“ der JugendKunstschule Rodenkirchen. Zum wiederholten Mal bietet die Einrichtung in ihrem bahnhofsnahen Domizil Heranwachsenden eine Ausstellungs- Möglichkeit. Dies-

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mal wurde der „Kunstspeicher“ von Meschenicher und Vingster GrundschülerInnen bestückt. Ziel auch dieser Präsentation ist es, Öffentlichkeit für die Werke von jungen Kreativen herzustellen. Diese wiederum können lernen, sich respektvoll mit Beiträgen anderer Kinder auseinanderzusetzen.

Zur Eröffnung der Schau erläuterten die SchülerInnen selbst ihre Bilder und Skulpturen. „Das ist so üblich“, betont Ingeburg Zimmermann, fachliche Leiterin der Einrichtung. Die Arbeiten der Meschenicher Kinder sind im letzten Halbjahr des vergangenen Schuljahres entstanden. Innerhalb des von der Jugend-Kunstschule Rodenkirchen initiierten und vom Land geförderten Projekts „Denk, Mal“. Es zielt darauf ab, dass zukünftige oder bestehende Offene Ganztagsschulen sich Gedanken machen, was sie ihren SchülerInnen im Nachmittagsprogramm

Geöffnet ist die Präsentation in der Jugend-Kunstschule, Friedrich-Ebert-Straße 2, bis März 2008. Eine Besichtigung ist nach Vereinbarung unter Telefon 0221/354552 möglich. E. BROICH.

Wandern mit dem Eifelverein

Die Karnevalssession ist kurz und heftig, da muss man zwischendurch schon mal Frischluft tanken. Der Eifelverein Köln bietet hierzu einen Rundgang „unter dem Dom“ und eine Wanderung über den neuen Eifelsteig an. Wer schon immer mal den Dom von unten sehen wollte, trifft sich am Donnerstag, 10. Januar, um 17.30 Uhr an der Dom-Bahnhofseite an der Treppe, nachdem er sich vorher bei Wanderführerin Lieselotte Drumm unter der Rufnummer 02254/83 72 76 angemeldet hat.

Der neue Eifelsteig zwischen Kornelimünster und Roetgen steht am Samstag, 19. Januar, auf dem Programm. Es geht in fünf Stunden über 20 Kilometer, Anmeldung bis zum 17. Januar unter der Rufnummer 0221/46 57 33 (Oerder).

Der Februar sieht am Aschermittwoch, 6. Februar, eine Wanderung mit Fischessen am Stausee von Obermaubach. Abfahrt am Hauptbahnhof um 10.17 Uhr mit NRW-Ticket. Am Samstag, 16. Februar wird eine Wanderung über zwölf Kilometer mit Erlebnistag im Freilicht-Museum in Kommern geboten (Anmeldung wieder bei Lieselotte Drumm, Telefonnummer siehe oben), und am 27. Februar sind die Senioren gefordert, die in vier Stunden über acht Kilometer von Merkenich über Kasselberg zur Fähre Rheinkassel wandern. Treffpunkt: Neumarkt, 10.18 Uhr Linie 18.

Kibiz – neue Zukunft für unsere Kinder

Das neue Kinderbildungsgesetz (Kibiz) soll ein Gewinn für die Zukunft unserer Kinder sein. Mehr Bildung, mehr Betreuung, mehr Geld und mehr Flexibilität sind die Leitgedanken dieser Weichenstellung in eine neue Zukunft für die Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder in unserem Land. Wie immer bei solchen umfangreichen Neuerungen werden sie begleitet von intensiven öffentlichen Diskussionen und politischem Streit.

Wer sich informieren und gegebenenfalls auch streiten will, sollte am Dienstag, 22. Januar, um 19.30 Uhr in den großen Sitzungssaal des Bezirksamtes, Hauptstraße 85 kommen. Die CDU der drei Stadtbezirke Rodenkirchen, Innenstadt und Porz lädt zu einer öffentlichen Diskussion mit der Staatssekretärin Marion Gierden-Jülich vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.


Gothaer finanzierte Typisierung von über 600 Mitarbeitern

„Haben Sie schon einmal daran gedacht, Leben zu retten?“

Alle freuen sich über die gelungene Spendenaktion: Organisatorin Isabel Israel von der Gothaer, Schirmherr und Gothaer-Vorstand Dr. Herbert Schmitz, Stefanie Düsterhöft und Conny Schmidt von der DKMS und Betriebsärztin Dr. med. Susanna Liedtke vom TÜV Rheinland (von links). Foto: Surmann.

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ür den Nikolaustag hatte sich die Gothaer-Versicherung gemeinsam mit der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei etwas Besonderes einfallen lassen. Über 600 Mitarbeiter der Versicherung, darunter GesamtVorstandschef Dr. Werner Görg und Kranken-Vorstand Dr. Michael Kurtenbach, ließen sich typisieren, um für eine Knochenmarkspende zur Verfügung zu stehen. Mit einer Knochenmarkspende bekommt ein leukämiekranker Mensch eine zweite Chance auf ein neues Leben. Die Typisierung erfolgt durch eine einfache Blutentnahme. Die Gothaer trug dabei die Kosten von 50 Euro pro Mitarbeiter.

Der Typisierungsaktion sind umfangreiche Informationsmaßnahmen im Unternehmen vorausgegangen. Ausführliche Artikel in den hauseigenen Informationsmedien und Flugblätter sowie Infostände der DKMS gaben den Gothaer-Mitarbeitern in den vergangenen acht Wochen die nötige Sicherheit und die Gewissheit, mit ihrer möglichen Knochenmarkspende Leben retten zu können. Alle 45 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch an Leukämie, darunter viele Kinder und Jugendliche. Eine Knochenmarkspende ist oft die einzige Möglichkeit, das Leben der Patienten zu retten. Da jeder Mensch ganz individuelle Gewe-

bemerkmale hat, ist es sehr schwer, den passenden Spender zu finden. Eine Übereinstimmung der Gewebemerkmale kommt nur sehr selten vor, ist aber Voraussetzung für eine erfolgreiche Transplantation. Unter Umständen kommt nur ein einziger Mensch unter mehreren Millionen als Spender in Frage. Um den richtigen Spender zu finden, ist eine vorherige Typisierung notwendig. Die dort ermittelten Daten werden in eine zentrale Datei eingetragen, so dass

man im Notfall schnell den geeigneten Spender ausfindig machen kann. Für den Spender bedeutet die tatsächliche Knochenmarkspende einen zwei- bis dreitägigen. Krankenhausaufenthalt, bei dem unter Vollnarkose das Knochenmark entnommen wird. Risiken existieren bis auf das übliche Narkoserisiko nicht. „Ich habe schon gründlich überlegt, zur Typisierung zu gehen“, so eine Gothaer-Mitarbeiterin. „Wenn ich einmal in der Kartei stehe, möchte ich das auch bis zur Knochenmarkspende durchziehen.“ So haben wohl alle der über 600 Mitarbeiter der Kölner Versicherung gedacht, als sie am Nikolaustag zur Blutentnahme kamen. Nachdem das Röhrchen gefüllt war, sind alle mit einem richtig guten Gefühl an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt. Man gibt einem anderen Menschen zumindest die Chance auf ein Weiterleben. Und wer weiß, vielleicht ist man ja selber einmal auf eine solche Knochenmarkspende angewiesen.

Aufruhr in der Gastro-Welt

Die Gerüchte-Küche brodelt wieder in der Gastrowelt. Mal schließt der „Treffpunkt“ in Rondorf, mal die „Alte Post“ auf der Hauptstraße in Rodenkirchen. Doch nichts ist dran, an der - ob kölsch : „Schwaderei“.

Gastronom Rolf Janzowski von der „Alten Post“ zum Bilderbogen: „Weihnachten und Silvester liegen nun hinter uns, jetzt kommt der Karneval und da lassen wir es richtig krachen! Alles ist bestens geplant, dass Dreigestirn hat sich angesagt und und viele Gruppen haben sich schon verabredet, dass man sich zum und nach dem Sonntags-Zug bei uns trifft. Ich persönlich freue mich schon auf das Aschermittwoch-Fischessen, da ich neben gute Soßen auch gerne leckere Fischgerichte zubereite, ich denke, auch da wird es voll.

Gedanklich sind wir allerdings schon im Frühjahr. Wie gestalten wir in diesem Jahr unsere AußenTerrasse? Welche Farben nehmen wir, was passt zur Kommunion und in die Sommermonate? Darum ärgert es uns, dass man hinter unserem Rücken so schlecht redet. Wir arbeiten für unsere Gäste. Viel Lob haben wir für die Weihnachts-Deko erhalten, doch leider auch so manchen Anruf, ob es bei der Reservierung bleibt fürs Weihnachtsessen.“ Dieter Schiffbauer vom „Treffpunkt“ in Rondorf kann ein Lied davon singen: „So geht es uns >>>>>>>

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Bilder-Bogen Promotion schon seit Jahren. Dinge, die gut laufen, werden bewusst kaputt geredet und man kann sich meistens nicht mal wehren. Diese Quatscherei ist absolut geschäftsschädigend. Es liegt doch an jedem selbst, ob das Geschäft läuft oder nicht. Bringt man eine gute Leistung und viel Einsatz, klappt es auch. So planen wir zum Beispiel schon, die Hofburg 2009 zu werden!“ Die Gastronomen sind sich einig, prosten sich zu und sagen wie aus einem Mund zum Bilderbogen: „Und wird es einmal nicht so sein, werden wir es Euch als erstes wissen lassen und Ihr könnt dann einen riesengroßen Bericht machen!“ (USCH).

Gerade jetzt zur Karnevalszeit: Bio-Getränke aus dem Vierlinden BioSupermarkt

Gesund Karneval feiern und Gesundes trinken, das kann man mit den Getränken aus dem BioSupermarkt Vierlinden in Hochkirchen. Und selbstverständlich gilt dies nicht nur für die tollen Tage. Die große Getränkefachabteilung im neuen Bio-Markt enthält ausschließlich Getränke, die den höchsten ökologischen Ansprüchen gerecht werden. Ob Säfte, Mineralwässer, Biere, Weine oder andere Alkoholika, alles bei Vierlinden erfüllt die hohen Ansprüche der EG-Bioverordnung, der Verbände Demeter, Bioland oder Ecovin. Schon bei den Säften kommt es auf viele Faktoren an. Dazu zählt schon, die Werte der Natur zu respektieren, mit ihren Ressourcen schonend umzugehen und qualitativ hochwertige ökologische Produkte anzubieten. Basis

ist dabei eine biologische Anbaumethode, die auf einer besonderen Bodenpflege beruht, auf treibende Mineraldünger und chemisch-synthetische Schutzmittel verzichtet. Bei Demeter-Getränken kommt dann noch das Wirtschaften in möglichst geschlossenen Kreisläufen hinzu, Aussaat und Ernte orientieren sich an kosmischen Rhythmen und der Boden wird durch Pflanzenpräparate gepflegt. Ähnliches gilt auch für die zahlreichen Biersorten bei Vierlinden. Für sämtliche Rohstoffe, die für das Brauen benötigt werden, gelten die Bio-Grundsätze. Hopfen, Gerste, Weizen und Dinkel werden ohne Agrarchemikalien, chemische Pflanzenschutzmittel (Pestizide) und Kunstdünger hergestellt. Die landwirtschaftlichen Flächen werden erst nach zwei bis drei Jahren Umstellungszeit von der AGÖL (Arbeitsgemeinschaft für ökologischen Landbau in Deutschland) als ökologisch anerkannt. Das bedeutet für die Praxis: Verzicht auf Unkrautbekämpfungsmittel (Herbizide). Stattdessen wird der Boden mechanisch geharkt, gestriegelt oder mit speziell für den ökologischen Landbau entwickelten Maschinen abgeflammt. Außerdem werden keine künstlich hergestellten Insekten- und Pilzbekämpfungsmittel (Insektizide und Fungizide) eingesetzt. Alternativ werden besonders widerstandsfähige, gesunde Sorten ausgewählt, eine standortgerechte Pflanzenwahl berücksichtigt und die Förderung der Bodengesundheit und Kräftigung der Pflanzen mit Pflegemitteln aus Pflanzenextrakten gestärkt. Auch Kunstdünger ist verboten und daher wird auf sorgfältige Pflege und

Ein riesiges Angebot von Bio-Getränken bietet der Vierlinden BioSupermarkt in Hochkirchen. (haf)

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Anwendung der wirtschafteigenen Dünger, Kompostierung des Mists, Belüftung der Gülle, sorgfältige Bodenbearbeitung, Gründüngung, ständige Bodenbedekkung und vielfache Fruchtfolge geachtet. Zum Unterschied herkömmlich hergestellter Biere gibt es bei Bio-Bieren bei Vierlinden keine Kunstdünger und chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel bei Rohstoffanbau, keine Schwefelung von Malz und Hopfen, nicht verwendet werden Hopfenextrakt / Hopfenpulver sowie Hilfsmittel zur künstlichen Haltbarmachung, wie z.B. Kieselsäurepräparate, Polivinylpolypyrrolidon. Auch die Weine aus Deutschland, Frankreich und Italien unterscheiden sich bei Vierlinden. Hier werden ausschließlich Weine angeboten, die aus ökologischem Weinanbau stammen. Dies bedeutet, die Wiederherstellung, Erhaltung und Steigerung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit durch geeignete Kulturmaßnahmen und Bodenbearbeitung und der konsequente Verzicht auf chemisch-synthetische Dünger. Hierzu zählen auch die Züchtung gesunder, widerstandsfähiger Pflanzen ohne den Einsatz von organischer Fungizide und die Förderung und Mehrung der Artenvielfalt der Pflanzen- und Tierwelt im Ökosystem Weinberg durch den Verzicht auf chemischsynthetische Herbizide und Insektizide. Die Weinbauern haben sich außerdem verpflichtet, die Gewässer- und Bodenbelastung zu reduzieren (z. B. durch Verzicht auf Nitrate, Phosphate und Pflanzenschutzmittel) und genmanipulierte Pflanzen (Reben und Begrünungspflanzen) abzulehnen.

gewachsen. Dafür gibt es nun einen eigenen Planungsbereich, den Ralf Kutter in Kooperation mit Incentive-Events-Kongresse unterstützt.

Im Haus Maternusstraße 4 befindet sich jetzt das Reisebüro „Heidi Wagner Touristik“. Foto: Ute Schmidt.

HWT– Touristik & Incentive nun im Herzen von Rodenkirchen

Die Jungunternehmerin Heidi Wagner ist innerhalb von Rodenkirchen mit Ihrem Büro umgezogen und hat sich deutlich vergrößert. Seit dem 8. Dezember 2007 arbeitet Sie nun mit ihrem Team direkt auf der Maternusstraße 4.

Schon in der Wilhelmstrasse erinnerte nichts an ein typisches Reisebüro, keine Kataloge in Regalen, keine großen Plakate mit Sonderangeboten, obwohl beides zu haben ist. Heidi Wagner, die die konsequent den Weg in die Reisewelt gegangen ist, zum Bilderbogen: „Meine Kunden sollen sich Wohl fühlen von Anfang an. also konnte ich das Angebot vor acht Wochen auch nicht abschlagen.“ So wurde aus einem „Schraubenladen“ ein wunderschönes Reisebüro. Auf zwei Etagen stehen nun bei HWT bekannte Fachleute aus der Reisewelt für maßgeschneiderten Individual-Urlaub zur Verfügung. Mit

allen gängigen Veranstaltern und Airlines arbeiten Sie zusammen. Egal ob Pauschal-Angebote für den Familienurlaub, Reise oder Kreuzfahrt mit dem Schiff, Sport und Wellness-Urlaub oder Incentive-Reisen, es ist alles da. Und jeder der Reisefachleute hat sein Spezial-Gebiet.

Heidi Wagner „Platz und Größe waren mir wichtig. Abgeschlossene Bereiche, wo in Ruhe die schönste Zeit des Jahres geplant werden kann - zwingend notwendig.“ Der individuelle Service ist bei HWT etwas Besonderes, hier kann der Kunde, wie es seine Zeit zulässt, einen Termin vereinbaren und in Ruhe und entspannter Atmosphäre planen. Wenn es um eine größere Reise geht, stellt HWT ihren Kunden im Vorfeld alles maßgeschneidert zusammen. Es wird geprüft, bei welchen Veranstaltern die Reise am günstigen ist und mit den Wünschen am besten übereinstimmt. Auch der Incentive-Bereich für Vereine, Groß- und Fimenkunden ist bei HWT deutlich

Traumurlaub - der Begriff ist so bunt und vielfältig, demnach sind Kerstin Reinold, Sonja Ferling und Jeannette Schorn zum 1.Januar 2008 auch im Team durch Bianka Heller und Caroline Brovot verstärkt. Sechs junge Frauen und ein Mann sind nun zusammen das“"HWT-Touristik & Incentive-Team" im Herzen von Rodenkirchen und freuen sich am Samstag 05.Januar 2008 ab 9.30 Uhr die Neueröffnung mit Ihnen zu feiern.

Partystimmung im Haus Berger

Lange wurde sich beschwert, in Rodenkirchen ist nix los. Doch das ändert sich nun! Im „Haus Berger“ wurden die Worte der Gäste erhört. „Ich würde so gerne mal was tanzen“, oder „Ich würde so gerne einen nahe gelegenen Treffpunkt haben, nur für den Zappeltempel in Köln fühle ich mich zu alt“. Zu alt hieß, dass man über 30 ist. Jörg Blöck dachte, dass kann doch nicht sein und begann im Sommer mit seinen Themenabenden mit großem Erfolg. Am Karnelvalsfreitag und Karnevalsamstag (1. und 2. Februar) steht als Motto "Pirates of Caribbean" jeweils ab 20.00 Uhr mit Cocktails und allem was eine Party so braucht, und wo ein nettes Publikum mit guter Stimmung zu erwarten ist. Auch in diesem Jahr wird es den beliebten Shuttle-Service zwischen Maternusplatz und Haus Berger geben, der die Gäste trok>>>>>

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Bilder-Bogen Promotion

Einen Disney-Wecker hatte Philippa Thurz bei der LBS gewonnen. Mit ihr freuten sich Can Yücel Basak, Uwe Ulrich, Manfred Ruckes und Meike Thurz. (haf)

kenen Fußes hin und her kutschiert, sowie auch am Karnevalssonntag nach dem Umzug in Rodenkirchen, wo im „Haus Berger“ wieder die große Abschlussparty stattfindet. Bleibt noch zu erwähnen, dass die beliebte Lokalität am Campingplatz in Rodenkirchen an Weiberfastnacht und Rosenmontag geschlossen bleibt. Jörg Blöck zum Bilderbogen „Ich möchte meinen Mitarbeitern auch privaten Spaß gönnen und ruhe mich dann aus. Außerdem müssen wir uns für das Aschermittwoch-Fischessen rüsten, da es an diesem Tag wieder richtig rund geht und ich fit sein möchte!“ (USCH).

Glückliche Urlauber in der Reiselounge

Zum Adventkaffee aus Anlass des 4-jährigen Bestehens der NMW Reiselounge hatte Inhaberin Nina Maria Wittig-Luchtenberg eingeladen. Davon machten auch zahlreiche Kunden Gebrauch und so war die gemütliche

Sitzgruppe der Reiselounge ständig belagert. Neben Kaffee und Selbstgebackenem war es aber auch die Chance auf ein kostenloses 3-Gänge-Menü, wenn man einen Aufenthalt im berühmten Hotel Cipriani in Venedig buchte. Am Ende des Tages hatten dann auch eine ganze Reihe Urlauber ihre Tickets in der Hand und freuten sich auf ein leckeres Menü im ausgezeichneten Restaurant des legendären Hotels.

Weihnachtsbescherung bei der LBS in der Wilhelmstraße

Manfred Ruckes, Uwe Ulrich und Can Yücel Basak hatten sich im Dezember eine Kinderüberraschung einfallen lassen. Am 5. Dezember schickten sie einen Nikolaus durch die Straßen in Rodenkirchen und ließen ihn Taler verteilen. Mit diesen Talern konnten die Kinder dann in die Wilhelmstraße ins Alte Fischerhaus kommen und an einem Gewinnspiel teilnehmen. Unter

Ihre Kunden beschenkten Monika Geuer, Oulfa Jebali und Nina Maria Wittig-Luchtenberg im Dezember. (haf)

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Qualifikation für die Europameisterschaft 1982.

Alle Blicke auf den Ball. Ex-Profis Stefan Engels, Gerd Strack, Hannes Löhr und Marcelo Carracedo beim Fußballtennis im Autohaus. Foto: Thielen.

allen Teilnehmern wurden dann wertvolle Preise verlost. In der Woche vor Weihnachten wurden dann alle Gewinner eingeladen, um die Preise abzuholen. So konnten sich viele Kinder über Lego-Spiele, Haribo-Teller oder große Fernbedienungsautos und vieles mehr freuen.

Fleischhauer: Fußballtennis im AUDI-torium

Mal forderte er seine Mitspieler auf, den Ball nur auf seinen linken Fuß zu servieren, dann ließ er das Leder elegant über seinen grauen Bürstenhaarschnitt gleiten. Keine Frage: Hannes Löhr war gut drauf an diesem Samstag morgen. Er und seine Mitspieler vom „FC“ forderten mit fußballerischen Kabinettsstückchen die Zuschauer gleich mehrfach zum Sonder-Applaus auf. Zu sehen im AUDI-Autohaus der Firma Fleischhauer an der Bonner Straße Ecke Gürtel, wo die Alt-Internationalen beim Tag der Offenen Tür mit „Fußballtennis“ für ein sportliches Highlight inmitten der ausgestellten Nobelkarossen sorgten.

Gegner war eine FleischhauerAuswahl, die sich redlich bemühte, aber gegen soviel fußballerische Kompetenz in den vier gespielten Sätzen nur wenig Chancen hatte. So zauberten vornehmlich der schon erwähnte Hannes Löhr, FC-Star aus Eitorf an der Sieg, der es in 384 Bundesligaspielen auf 166 Bundesliga-Tore brachte, an den DFBPokalgewinnen 1968 als Spieler, 1983 als Co-Trainer und 1978 beim Double ebenfalls als CoTrainer beteiligt war. KarriereHöhepunkt als Fußballer war sicherlich die WM 1970 in Mexiko, wo er den Seeler, Müller & Co die Flanken maßgerecht auf

Fuß und Kopf zirkelte.

Ebenfalls Fußball-Nationalspieler des 1. FC Köln waren Stefan Engels aus Mondorf und Gerd Strack aus Frechen. Beide machten jeweils knapp 300 Bundesligaspiele für den Geißbock-Club. Engels erzielte als Mittelfeldspieler viele Tore für seinen Verein, das berühmteste Tor von Gerd Strack köpfte er im Nationaldress gegen Albanien: es bedeutet die

Der vierte Mann auf dem Feld, Marcelo Carracedo, wohnt heute in Sechtem. Seine Wiege stand aber auch nicht im Raum Köln, sondern in Buenos Aires. Als Teilnehmer an der U19-WM 1989 ging er später für Fortuna Düsseldorf in der Bundesliga auf Torjagd und spielte unter anderem in Japan, Österreich, Mexiko, Chile und wieder in Argentinien. Trotzdem hat er eine Beziehung zum FC: sein Schwiegervater ist Karl-Heinz Thielen, der als Spieler, Manager und Funktionär an allen Erfolgen des Geißbock-Clubs beteiligt war. Der stand bei diesem Fußballtennis-Match nur am Rand, kommentierte den Spielverlauf und unterhielt die Zuschauer mit Fakten und Anek-

doten über die Aktiven. Zum Schluss gab es viel Applaus für Sieger und Verlierer. AUDIAutohauschef Wilfried Koepp und Fleischhauer-Geschäftsführer Klaus Franz verteilten Präsente, und darunter war auch der für die Sieger schon während des Spiels von Hannes Löhr ausgelobte AUDI A4 – allerdings nur als Modell.

Ihr Hund zu Gast in der „Huta“

Wenn sie zum Einkaufsbummel oder bei einem wichtigen Geschäftstermin sind und keinen netten Nachbarn oder Verwandten haben, um auf ihren lieben Vierbeiner aufzupassen, dann gibt’s nur eine Lösung: Die „HuTa" (Hunde-Tagesstätte) auf der Sürther Straße in Rodenkirchen. >>>>>

Nach dem Spiel ein Gruppenbild. Die FC-Profis (Taxofit-Trikot), die Jungs von Fleischhauer (AUDI-Trikot), Moderator Karl-Heinz Thielen (Trainingsanzug) und die Autohaus-Spitze Wilfried Koepp und Klaus Franz (Krawatte). Foto: Thielen.

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Bilder-Bogen Promotion Der Hund als Freund des Menschen ist gefragter denn je. Doch leider hat man nicht immer die Zeit für ihn. Vor allem jetzt zur Karnevalszeit ist man viel unterwegs und kann den Hund nicht mitnehmen. In der „HuTa“ wird ihr Hund, ob groß oder klein, von morgens bis abends stundenweise betreut. Hier hat Bello die Möglichkeit, Kontakt mit anderen Artgenossen mit entsprechendem Sozialverhalten zu genießen. Die Betreuer gehen mit den Hunden natürlich auch spazieren und geben ihnen zwischendurch liebevolle Streicheleinheiten. Es fehlt ihm an nichts, denn sie bieten ihrem Liebling alles, was er braucht: einen abgesicherten Hof mit Spielwiese zum austoben, einen kleinen Pool, der im Sommer zur Abkühlung sorgt, Spiel und Aufenthaltsraum mit hundefreundlicher Ausstattung. Und eine Krankenstation, wo Wundreinigung, Verbandswechsel und Ruhe möglich sind, falls ihr Liebling eine Operation hinter sich hat. Die „HuTa“ als Tipp für alle Hundebesitzer Telefon: 0221/39 37 75 (LU).

Kronenberg informierte zum Thema Hybridheizungen

Einen Informationsabend führte im Dezember das bekannte Sanitär- und Heizungsunternehmen Kronenberg in der hauseigenen Ausstellungshalle in der Adamstraße durch. Dass das Thema Energiesparen immer wichtiger

wird, konnte man an den Fragen der Besucher feststellen. Doch nicht nur Haus- und Wohnungsbesitzer machen sich Gedanken über Einsparungen, sondern auch Architekten und Bauunternehmer waren sehr interessiert an den Ausführungen von Dieter Arenz von der Firma Kronenberg und Jörg Weich von der Firma Rotex Heating Systems. Die meisten Heizungen verbrauchen heutzutage zu viel Energie. Die Kosten für Heizung und Warmwasser belasten die privaten Haushalte am stärksten: 61 Prozent des Energieverbrauchs in privaten Haushalten entfallen hierauf. Noch immer sind viele Heizungen auf dem technischen Stand der 80er Jahre. Hier liegt ein enormes Potential zum Energiesparen und zur Entlastung der Umwelt. Wie beim Auto geht auch bei der Heizung der Trend zur Hybridtechnik. Hybridheizungen kombinieren unterschiedliche Energieträger, beispielsweise Solarenergie mit Heizöl, dem Bioöl aus pflanzlichen Rohstoffen beigemischt ist. Beim Informationsabend im Hause Kronenberg wurde auch klar, dass man nicht unbedingt seine komplette Heizanlage ersetzen muss. Bei Renovierungen lassen sich einzelne Komponenten nachrüsten, sofern der Heizkessel nicht zu alt ist. Bei Neubauten empfiehlt sich ein aufeinander abgestimmtes Hybridsystem bestehend aus Brennwertkessel, Solarwärmespeicher und regenerativen Bio-Brennstoffen.

Mittels einer Präsentation anhand modernster Geräte der Firma Rotex erläuterten Dieter Arenz und Jörg Weich das Prinzip der Hybridheiztechnik. (haf)

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Kinder wie Erzieherinnen hatten gut lachen, als ihnen Simone Dauns 400 Euro überreichte. Foto: Ute Schmidt.

Das Geld blieb im Dorf: Bäckerei Nelles spendete für die Matschlandschaft

fanden wir die Matsch-Landschaft als sehr sinnvoll an.“

„Erst wusste wir gar nicht, wo wir hin spenden sollten. Wir wussten nur, dass wir etwas für Rodenkirchen machen wollten“, so Sandra Nelles zum Bilderbogen. „Da uns die Kinder und Jugendarbeit am Herzen liegt, ab dem Sommer suchen Sie auch Auszubildende aus Rodenkirchen,

„Schön, dass wir mit warmen Kakao und bunten Smily-Amerikanern empfangen wurden. Rote Luftballons, T-Shirts und einen Teddy bekamen die Kinder außerdem noch zum Abschied“, als Sie fröhlich von dannen zogen. Eine gelungene Sache für beide Seiten (LU).

Die Bäckerei Nelles liegt, wie jeder weiß, seit fast 20 Jahren im Toom-Markt gegenüber den Kassen. Und arrangierte zuletzt eine Glücksrad-Spenden-Aktion zu Gunsten des Maternus-Kindergartens im Zusammenhang mit der Neueröffnung des Marktes.

Und so wurde gedreht, was das Zeug hielt. Jeder Dreh war ein Gewinn, vom Teddy bis zum Weckmann. Eine beachtliche Summe kam zusammen, so das Simone Dauns 400 Euro an die Tagesstätte überreichen konnte. Kinder und Betreuer waren höchst erfreut über die großzügige Spende.

Stellt bis zum März im Rhein-Carrè aus: Karl-Josef Berger. Foto: Thielen.

HWHN: Ein Beuys-Schüler im Rhein-Carrée

Bilder von Karl-Josef Berger sind bis in den März hinein in der Praxis von Hecker, Werner, Himmelreich und Nacken, Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer-Partnerschaft im Rhein-Carrée in Rodenkirchen, Oststraße 11-13 zu sehen. Wer sich interessiert, kann sich die Bilder während der normalen Arbeitszeit anschauen, wenn er sich unter der Rufnummer 0221/93 55 210 vor angemeldet hat.

Der 1948 in Overath geborene Künstler studierte von 1967 bis 1971 ab der Kunstakademie in

Düsseldorf unter Professor Josef Beuys. An seinem Professor fand er die Begabung für das Zeichnen faszinierend. Bis zum Sommer 1982 lebte Berger als Maler in Köln, 1983 übersiedelte er nach Amerika und lebte dort bis 1999 also insgesamt 16 Jahre, die meiste Zeit an der Westküste zwischen Los Angeles und San Francisco, aber auch in Mexico, Costa Rica und Palm Springs. Zur Jahrtausendwende kehrte er nach Europa zurück, verbrachte zunächst noch ein Jahr in Bordeaux, bevor er endgültig wieder nach Köln zurückkehrte. Die Bilder in der sehenswerten Ausstellung sind alle 2006 und 2007 entstanden.

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Bilder-Bogen Promotion

Gerd Krebber mal vier. Auch das zweite Buch über die WDR-Kultserie bietet wieder zahlreiche kulinarische Überraschungen. Foto: Thielen.

Neue Lokale aus der WDR-Kultserie

„Ich bin kein klassischer Testesser. Entweder der Laden gefällt mit, oder er gefällt mir nicht. Und drumherum erzähle ich ich eine kleine Geschichte!“ Immerhin – die „Kneipen-Geschichten“ von Gerd Krebber sind so ansprechend, dass eine große Fangemeinde mittwochs zwischen 19.30 und 20 Uhr vor dem Fernseher sitzt und die „Lokalzeit“ des WDR einschaltet. Als „Nebenprodukt“ seiner Arbeit sind im Bachem-Verlag zwei Bücher erschienen: das erste, „Krebbers Kölner Kneipen“ geht demnächst in die dritte Auflage, das zweite „Krebbers Kneipen – Köln und Umgebung“, ist soeben erschienen.

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Ohne Zweifel – Krebbers Konzept hat sich bewährt. Neugierig stößt er auf Kneipen und Cafes, die er zufällig sieht oder auf die ihn seien Zuschauer hingewiesen haben. Dort probiert er dann nach Herzenslust Speisen und Getränke aus. In seiner Sendung und in seinem Buch lässt er dann auch Stammgäste zu Wort kommen, schließlich wissen die am besten, was die jeweilige Gaststätte so besonders macht. Waren es in den ersten Jahren wirklich „Krebbers Kölner Kneipen“, so schaute der Autor in letzter Zeit auch häufig über den kölschen Tellerrand hinaus. Auf seiner „Tour de Jenuss“ stellte er fest, dass es unter anderem auch in Brühl, Lechenich, Kerpen, Bergisch Gladbach, Kürten und Bensberg Gaststätten mit Charme

und leckerem Essen gibt. Diese neuen gastronomischen Schätze in Köln und Umgebung finden sich in dem neuen Band wieder. Und der Leser erfährt, was sich hinter Schlagworten wie „Eimerchinese“, „Hähnchen-Ewald“ oder einem Lokal namens „Outback“ verbirgt. Mehr als 80 neue Kneipen, Restaurants und Cafés haben in diesem Buch einen Platz in einer von sieben Rubriken gefunden: Café, Draußen, Imbiss, International, Kneipe/Bar, Kölsches und Restaurant. Übersichtlich präsentiert mit allen Daten, farbigen Abbildungen und prägnanten Texten stellt Krebber fachkundig und kompetent „seine“ besten Lokale in Köln und Umgebung vor. Er bewertet Essen, Getränke, Service und Ambiente und informiert am Ende jeder Beschreibung auch über die Kontaktdaten des Lokals samt Öffnungszeiten und Anfahrtipp mit der KVB. Mit den jeweils drei beliebtesten Gerichten und einer Auswahl aus der Getränkekarte inklusive aktueller Preise gewährt Krebber auch einen Einblick in Angebote und Preiskategorien der Lokalitäten.

Architektonische Kostbarkeiten

Der Kölner Stadtteil Marienburg zählt zu den größten und ge-

schlossensten Villenvierteln in ganz Deutschland. Die „Gartenstadt“ sollte den Menschen in den Zeiten der Industrialisierung Luft, Licht und ländliche Freuden nahe der Stadt bringen. Einzigartig ist der angloamerikanische Charakter Marienburgs, der seit dem späten 19. Jahrhundert durch Industrielle und vor allen Dingen durch die weitverzweigte Familie des amerikanischen Zahnarztes Dr. Merrill geprägt wurde.

Wolfram Hagspiel (Text) und Hans-Georg Esch (Fotos) präsentieren in diesem Buch einen Rundgang durch Marienburg und vermitteln beispielhaft die architektonischen Kostbarkeiten dieses Villenviertels. In stilistischen Gruppen zusammen gefasst, werden 134 Gebäude von namhaften Architekten in diesem umfangreichen Werk vorgestellt. Vom späten Klassizismus über Jugendstil hin zur Moderne bietet Marienburg einen Querschnitt durch 150 Jahre Architekturgeschichte.

Das aufwändig gestaltete Buch versteht sich als eine Hommage an ein wunderschönes Kölner Wohngebiet mit Bauten von oft hoher baukünstlerischer Qualität. Wolfgang Hagspiel gelingt es in seinen Texten, die Historie des Ortes mit der Entwicklung der neuzeitlichen Baukunst zu ver-


binden. Die hervorragenden, meist großformatigen Farbfotografien von Hans-Georg Esch zeigen eindrucksvoll die Qualität der Architektur der beschriebenen Gebäude.

Marienburg. Ein Kölner Villenviertel und seine architektonische Entwicklung. 232 Seiten, mit 139 farbigen, 66 schwarz-weißen Abbildungen und einer Karte. ISBN: 978-37616-2012-0, 39.95 Euro.

Buchtipp: Lesebuch über ein Kölner Alleinstellungsmerkmal

„Es war mir eine Herzensangelegenheit, dieses Buch über ein Kölner Alleinstellungsmerkmal, den Rosenmontagszug, mit auf den Weg zu bringen. Und das schönste ist: es nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern ein richtiges Lesebuch geworden!“ Der das sagt, muss es wissen: Christoph Kuckelkorn ist nicht nur Vizepräsident des Kölner Festkomitees, sonder auch der Zugleiter eben dieses Rosenmontagszuges. „D’r Zoch kütt“ schallt es jedes Jahr durch die Kölner Straßen, wenn der Fastelovend am Rosenmontag seinen Höhepunkt erreicht. Über 10.000 Teilnehmer

mit prächtigen Mottowagen nehmen die Stadt ein und feiern mit den Jecken den größten Volksfestumzugs Europas. Der Rosenmontagszug ist zum Kölner Markenzeichen geworden und hat die Stadt weltweit berühmt gemacht. Er ist zudem ein überaus wichtiger Faktor für die Wirtschaft und den Tourismus der Stadt. Diese erweiterte und neu bearbeitete Auflage des längst vergriffenen Bandes „Die Kölner Maskenzüge von 1823 bis 1914“ von Michael Euler-Schmidt blickt zurück in die Geschichte des traditionsreichen Festelements und gibt erstmals einen vollständigen Überblick über alle Rosenmontagszüge von den Anfängen im Jahr 1823 bis in die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg. Die Autoren Michael Euler-Schmidt und Markus Leifeld stellen die Züge in all ihren Facetten dar, erläutern Hintergründe, Organisationsformen und Inhalte, erzählen Geschichten und Anekdoten. Aus ungewöhnlicher Perspektive heraus wird damit gleichzeitig auch die rheinische und kölnische Geschichte fassbar: Die Ideen von „Gleichheit, Freiheit, Einigkeit“, die in den 1830er und 1840er Jahren aus Frankreich nach Köln schwappten, die nationale Einigung des Deutschen Reiches 1871, die Entwicklung Kölns zur modernen Großstadt,

Die beiden Autoren und ihr Buch: Dr. Michael Euler-Schmidt und Markus Leifeld. Foto: Thielen.

die Wirtschaftskrisen in den 1920er Jahren, die Machtübernahme der Nationalsozialisten – all diese gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Veränderungen wurden im Rosenmontagszug bemerkenswert genau reflektiert. Entstanden ist so eine reich bebilderte Chronik der Kölner Rosenmontagszüge und des Kölner Karnevals allgemein, herausgegeben vom Festkomitee. Die vergangenen Zeiten werden wieder lebendig und ein besseres Verständnis der Gegenwart für den

Leser geschaffen. Und: in zwei Jahren soll der zweite Band erscheinen, der die Rosenmontagszüge der Jahre von 1949 bis heute umfasst. Die beiden Autoren arbeiten schon dran.

Der Kölner Rosenmontagszug 1823 bis 1948. Herausgegeben vom Festkomitee Kölner Karneval. Autoren: Dr. Michael Euler-Schmidt und Markus Leifeld. Erschienen im BachemVerlag, ISBN 978-3-7616-20625, für 19.95 Euro in allen Buchhandlungen.

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Bilderbogen-Promotion Schmerzfrei durch die kalte Jahreszeit

Im ganzheitlichen Gesundheitszentrum villavita arbeiten Heilpraktiker und Ärzte unter einem Dach. Ein großer Teil der Patienten klagt über Schmerzen im Bewegungsapparat, über Kopfweh oder Migräne. Für diese Beschwerden ergänzen sich die Spezialisten aus Rodenkirchen auf vielschichtige Weise, so dass Betroffenen ganzheitlich geholfen wird.

Im Gespräch mit dem Bilderbogen: Jan-Dirk Tengelmann, Heilpraktiker für Chiropraktik, Osteopathie und Manuelle Neurotherapie sowie Sigrid Lauff, Heilpraktikerin für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM).

Bilder-Bogen: Herr Tengelmann, gerade im Winter leiden viele Menschen unter Schmerzen. Woran liegt das? Tengelmann: Ein wesentlicher Grund neben der Kälte ist der permanente Lichtmangel, wodurch die Menschen zu wenig Vitamin D bilden. Dieses Vitamin ist unter anderem für die Knochen besonders wichtig. Der Organismus ist dann insgesamt anfälliger und der gesamte Bewegungsapparat ist instabiler als im Sommer.

Bilder-Bogen: Gilt das nur für Menschen ab einem gewissen Alter?

Tengelmann: Nein – auch junge Menschen haben in dieser Jahreszeit Probleme: Vor Verrenkungen, Verspannungen oder Migräne ist niemand gefeit. Bilder-Bogen: Frau Lauff, können Sie die häufigeren Schmerzen im Winter aus Sicht der TCM beschreiben?

Lauff: Menschen fallen zwar nicht in den Winterschlaf, dennoch ist der Stoffwechsel durch die Kälte verlangsamt. So werden Muskeln, Knochen, Nerven, Sehnen und die Organe schlechter mit Nährstoffen versorgt. Hinzu kommt, dass wir uns eher in geschlossenen Räumen aufhalten und uns weniger bewegen. So ist die Sauerstoff-Sättigung im Blut reduziert, und die gesamte Zirkulation im Körper beeinträchtigt. Schmerzen können dann schneller durch so genannte ‚Stasen’ entstehen. Bilder-Bogen: Wie sind Sie darauf gekommen, Ihre Schmerztherapien zu kombinieren?

Tengelmann: Die Ursachen des Schmerzes können sehr vielschichtig sein. Der Vorteil bei der villavita ist die Möglichkeit, sich gegenseitig medizinisch auszutauschen. Wenn ich den Eindruck habe, dass ein Patient anderweitig beeinträchtigt ist, dann schikke ich ihn zu Frau Lauff, die über ganz andere Formen der Diagnostik und Therapie verfügt. Bilder-Bogen: Wenn nun jemand mit Schmerzen zu Ihnen kommt, wie gehen Sie dann vor?

Tengelmann: Zunächst analysieren wir die Ursache der Schmer-

Die Ginseng-Wurzel zählt zu den wichtigsten Kräutern der TCM

zen. Oft ist es so, dass entweder die eine oder die andere Behandlung sofort hilft. Ich praktiziere unter anderem die ‚Manuelle Neurotherapie’. Dabei steht die Behandlung des Nervensystems im Fokus. Gerade die Nerven sind beim Schmerz-Geschehen besonders beansprucht und werden doch selten therapiert. Bilder-Bogen: Was heißt das im Detail?

Tengelmann: Mit den Händen bearbeite ich die betroffenen Areale der Haut. Durch eine spezielle Technik ist es möglich, sowohl die Nerven als auch die gesamte Zirkulation in dem Gebiet zu stimulieren. Mit der Chiropraktik kann ich zudem leicht verdrehte oder verkantete Knochen wieder in ihre ursprüngliche Position rücken. Die Osteopathie verhilft dann dazu, Muskeln, Sehnen und Bänder ebenfalls in die richtige Struktur zu bringen.

Bilder-Bogen: Frau Lauff, wie können Sie diese Therapie unterstützen bzw. ergänzen?

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Die Manuelle Schmerztherapie stimuliert Nerven und kurbelt den Stoffwechsel an.

Lauff: Herr Tengelmanns Therapie stellt im Körper sozusagen die notwendige „Ordnung“ her. Häufig ist es aber so, dass die Wirbel wieder und wieder verkanten und die Gelenke weiter „knacksen“. Dann empfehle ich Chinesische Kräuter, die insgesamt den Stoffwechsel in Schwung bringen und unter anderem die „Haltekraft“ der Knochen, Sehnen und Muskeln aufbauen. Bilder-Bogen: Wie Kräuter da helfen?

können


Lauff: Die Kräuter-Rezepte der Chinesischen Medizin basieren auf jahrtausende altem Wissen und werden in einer ausgeklügelten Weise kombiniert. Dafür wird eine spezielle Diagnose erstellt, woraus sich dann die Dosierung der einzelnen Pflanzen ergibt. Die eigentliche Wirkung entsteht durch die gegenseitige Verstärkung der einzelnen Bestandteile. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel Heilkraft durch die Pflanzen entsteht, die den Körper quasi nicht belasten.

Bilder-Bogen: Nun verbinden viele mit der TCM ja eher Akupunktur als Kräuter. Wie kommt diese denn zum Einsatz?

Lauff: Das stimmt. Die Medizin der Chinesischen Kräuter ist noch nicht so bekannt. Dabei ist gerade diese Form der Heilung immer wieder sehr beeindrukkend. Doch auch Akupunktur ist beim Schmerz besonders hilfreich. Im Gegensatz zu Herrn Tengelmanns Therapie wirkt die Nadeltechnik weniger auf die Mechanik des Körpers, sondern

eher auf den Energiehaushalt und die Mikrozirkulation im Gewebe.

Eta Brunert, Sigrid Lauff und Jan-Dirk Tengelmann vom Team villavita. Alle Fotos: Villavita.

Bilder-Bogen: Wann entscheiden Sie denn, Patienten gemeinsam zu behandeln?

Zahlreiche Akupunkturpunkte befinden sich auf dem menschlichen Körper. Gerade bei Kopf- oder Rückenschmerz ist die Nadeltechnik aus dem Reich der Mitte besonders erfolgreich.

Tengelmann: Oft haben wir ja Chroniker in der villavita, die einfach schon viel versucht haben. Gerade ihnen hilft die kombinierte Therapie. So wird zum einen die gesamte Körperstatik gesundheitsorientiert wieder hergestellt. Und damit der Zustand nachhaltig erhalten bleibt, verschreibt Frau Lauff dazu noch das individuelle Kräuterrezept.

Lauff: Auch mit der Kombination der Manuellen Neurotherapie und der Akupunktur haben wir eindrucksvolle Erfahrungen gemacht. Zum einen bewirkt die Behandlung des Nervengewebes, dass Schlackenstoffe abtransportiert werden, wodurch sich der Gesamtzustand drastisch verbessert. Mit der Akupunktur wird dann noch das in der TCM so genannte ‚Qi’angekurbelt und in Bewegung gebracht. Dadurch kann die Mikrozirkulation der betroffenen Areale wieder so richtig in Gang kommen. Bilder-Bogen: Ausdrücke wie ‚Qi’ oder ‚Mikrozirkulation’ klingen fremd. Erklären Sie Ihren Patienten, was dahinter steckt?

Lauff: Wer’s genau wissen will, wird in der villavita umfangreich

Das chinesische „Qi“-Zeichen für Kraft und Geist.

aufgeklärt. Bei der Chinesischen Medizin ist es zum Beispiel sehr interessant, dass sie bei genauer Betrachtung absolut logisch ist. Sie arbeitet mit anderen Parametern als die Schulmedizin und betrachtet ‚Gesundheit und Krankheit’ aus einer anderen Perspektive.

Bilder-Bogen: Frau Lauff, Herr Tengelmann, danke für diese Erklärungen zu Ihren Heil-Verfahren, die ja für manche noch absolutes Neuland sind. Bestimmt haben Sie damit das Interesse unserer Leser geweckt. Ihnen beiden viel Erfolg und viel "Qi". Wer Interesse an weiteren Informationen oder einer Behandlung hat:

villavita Hauptstraße 24, 50996 Köln Tel.: 0221-22 25 25-0 Fax: 0221-22 25 25-15 www.villavita-med.de 43


Rodenkirchener Veranstaltungskalender

Bis zum 1. Februar 2008

Ausstellung „Rheinbilder und Bilder einer Rheinwanderung von Köln bis Mainz“ von Clemens Hillebrand und Kollegen, zu sehen im Kunstraum 27 in Rodenkirchen, Walther-RathenauStraße 27. Öffnungszeiten: donnerstags von 15 bis 18 Uhr, freitags von 14 bis 20 Uhr, feiertags geschlossen.

Bis Ende M��rz

„Fantastische Orte“ – Ausstellung von interessanten Collage von Dorothea Grommes im Lichthof und den anschließenden Gängen des Caritas Altenzentrums St. Maternus in Rodenkirchen, Brückenstraße 21, täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Freitag, 4. Januar, 19 Uhr

Prinzenproklamation des Dreigestirns der Altgemeinde Rodenkirchen im großen Festzelt auf dem Marktplatz in Sürth mit dem Festkomitee und der Sürther Karnevals-Gesellschaft „Löstige Flägelskappe“.

Samstag, 5. Januar:

Heute sind in Rodenkirchen, Weiß und Sürth ganztägig die „Sternsinger“ unterwegs und sammeln für notleidende Kinder in aller Welt.

Samstag, 5. Januar, 14 Uhr

Erste Mädcher-Sitzung der Sürther Karnevals-Gesellschaft „Löstige Flägelskappe“ im Festzelt auf dem Marktplatz.

Samstag, 5. Januar, 20 Uhr

Musik in der Emmanuelkirche in Rondorf: mit Werken von Schubert und Schumann. Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten.

Sonntag, 6. Januar, 14 Uhr

Zweite Mädcher-Sitzung der Sürther Karnevals-Gesellschaft „Löstige Flägelskappe“ im Festzelt auf dem Marktplatz.

Sonntag, 6. Januar, 17 Uhr 44

Konzert zum neuen Jahr in der Pfarrkirche St. Joseph, Rodenkirchen, Weißer Straße 64, mit

Sebastian Schärr, Trompete und Stefan Harwardt, Orgel.

Sonntag, 6. Januar, 17 Uhr

„Wie schön leuchtet der Morgenstern“ – Weihnachtliches Konzert zu Epihanias bei Kerzenschein in der Auferstehungskirche in Sürth, Auferstehungskirchweg, mit Musik von Buxtehude, Bach und Herbert Collum.

Montag, 7. Januar, 16 Uhr

Kindersitzung der Sürther Karnevals-Gesellschaft „Löstige Flägelskappe“ im Festzelt auf dem Marktplatz.

Dienstag, 8. Januar, 19 Uhr

Festmesse mit allen Kirchenchören der Pfarrgemeinde St. Remigius und St. Joseph in der Pfarrkirche St. Georg in Weiß. Anschließend Neujahrsempfang für die ganze Gemeinde im Pfarrheim.

Freitag, 11. Januar, 19 Uhr

Kostümsitzung der Weißer Karnevals-Gesellschaft „Kapelle Jonge“ im Festzelt auf dem Kirmesplatz. Unter anderem mit Willibert Pauels, Zwei Schlawiner, Bürgergarde Blau-Gold, Dellbröcker Boore Schnäuzer-Ballett, Dreigestirn der Altgemeinde, Ratsherren Unkel und anderen. Eintritt 22 Euro.

Samstag, 12. Januar, 10 bis 14 Uhr

Tag der Offenen Tür in der Kinder-Tagesstätt in Rondorf, Adlerstraße 18, mit Präsentation des Kindergarten-Alltags, Projekten und Hausführungen.

Samstag, 12. Januar, 15 Uhr

Kinder-Kostümball der Weißer Karnevals-Gesellschaft „Kapelle Jonge“ im Festzelt auf dem Kirmesplatz. Eintritt für Kinder drei Euro, Erwachsene fünf Euro.

Samstag, 12. Januar, 20 Uhr

„Kapelle-Oldie-Party“ der Weißer Karnevals-Gesellschaft „Kapelle Jonge“ im Festzelt auf dem Kirmesplatz. Eintr. 5 Euro.


Sonntag, 13. Januar, 11 Uhr

Märchen-Matinee mit Marlis Arnold in der Jungen Kammeroper Köln, Friedrich-Ebert-Straße 4 in Rodenkirchen, für Kinder ab fünf Jahren und Erwachsene. Eintritt acht Euro, ermäßigt vier Euro.

Sonntag, 13. Januar, 11.11 Uhr

„Herren-Kommers“ mit Hämmchen-Essen, gemütlichem Beisammensein und karnevalistischem Programm der Weißer Karnevals-Gesellschaft „Kapelle Jonge“ im Festzelt auf dem Kirmesplatz. Eintritt 17 Euro plus fünf Euro für das Hämmchen.

Sonntag, 13. Januar, 11.30 Uhr

Gemeinsamer Neujahrsempfang der Bürgervereinigung und der Aktionsgemeinschaft Rodenkirchen im Kunstzentrum Wachsfabrik, Rodenkirchen, Industriestraße 180.

Dienstag, 15. Januar, 19.30 bis 21 Uhr

Seminar für Eltern und Großeltern zum Thema „Hausaufgaben und selbstständiges Lernen“ mit Dr. Norbert Rauch im Lehrinstitut für Orthografie und Schreibtechnik in Rodenkirchen, Schillingsrotter Straße 31. Bitte anmelden unter Telefon 0221/367 9770.

Donnerstag, 17. Januar, 19.30 Uhr

Samstag, 19. Januar, 19.30 Uhr

Termine und Veranstaltungen senden Sie bitte per Brief, Fax oder E-Mail an den Kölner Bilder-Bogen, Postfach 50 19 06 in 50979 Köln, redaktion@bilderbogen.de.

Gemeinsamer Kostümball der Rodenkirchener KarnevalsGesellschaften „GRKG“ und „Knobelbröder“ im „Haus Schmitz“ in der Rheinstraße.

Samstag, 19. Januar, 19.30 Uhr

Kostümfest der „Botterblömche“ im „Bistro verde“ in der alten Schmiede in Rodenkirchen, Maternusstraße 6. Eintritt sieben Euro.

Sonntag, 20. Januar, 10 Uhr

„Kölsche Mess“ mit der Weißer Karnevals-Gesellschaft „Kapelle Jonge“ in der Pfarrkirche St. Georg in Weiß.

Sonntag, 20. Januar, 10 Uhr

„Kölsche Mess“ in St. Maternus, Hauptstraße 17 in Rodenkirchen, mit der „Großen Rodenkirchener Karnevals-Gesellschaft“.

Sonntag, 20. Januar, 11.11 Uhr

Tollitäten-Treff in Immendorf mit der Immendorfer Karnevalsgesellschaft und befreundeten Dreigestirnen in der Gaststätte Alt-Immendorf.

Sonntag, 20. Januar, 15 Uhr

Damensitzung mit dem Meschenicher Damen-Komitee „Löstige Kraade“ im Saal von „Toni’s Brauhaus“ in der Schulstraße.

Sonntag, 20. Januar, 15 Uhr

Herren-Sitzung der Hochkirchener Karnevals-Gesellschaft „Der Reiter“ in der Sporthalle der Anne-Frank-Schule.

Montag, 21. Januar, 15.30 Uhr

Senioren-Sitzung der Hochkirchener Karnevals-Gesellschaft „Der Reiter“ in der Sporthalle der Anne-Frank-Schule in der Adlerstraße.

Dienstag, 22. Januar, 19.30 Uhr

„Kibiz“ - Die neue Zukunft unserer Kinder. Öffentliche Ver>>>>>>>

Musik in Michaelshoven – Schlussveranstaltung des OrgelZyklus aus Anlass des 300. Todesjahres von Dietrich Buxtehude in der Erzengel-MichaelKirche, Pfarrer-te-Reh-Straße. Eintritt frei, um eine kleine Spende wird gebeten.

Samstag, 19. Januar, 15 Uhr

Kinder-Kostümball der Hochkirchener Karnevals-Gesellschaft „Der Reiter“ in der Sporthalle der Anne-Frank-Schule in der Adlerstraße.

Samstag, 19. Januar, 15 Uhr

Senioren-Sitzung des Festkomitees Karneval in der Altgemeinde Rodenkirchen in der Mensa in Michaelshoven.

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Rodenkirchener Terminkalender anstaltung der CDU Rodenkirchen zum neuen Kinderbildungsgesetz mit der NRW-Staatssekretärin Marion Gierden-Jülich im großen Sitzungssaal des Bezirksrathauses in Rodenkirchen, Hauptstraße 85.

Freitag, 25. Januar, 19 Uhr

Feier zum 20-jährigen Bestehen der Berufsfachschule für Gymnastik am Berufskolleg Michaelshoven in der Turnhalle des Berufsförderungswerkes. Alle Ehemaligen sind eingeladen.

Freitag, 25.Januar, 20 Uhr

„Ma-Jo-Sitzung“ – Pfarrkarneval „för jung un alt, für dich un mich“ der beiden katholischen Pfarreien in Rodenkirchen, St. Maternus und St. Joseph im Pfarrheim „Wabe“ in der Siegstraße. Eintritt frei.

Samstag, 26. Januar, 11.11 Uhr

Eröffnung des Straßen-Karnevals in der Altgemeinde Rodenkirchen auf dem Maternusplatz.

Montag, 28. Januar, 15 Uhr

im Ausstellungseröffnung Kunst-Kabinett Knauf in der Marienburg, Unter den Ulmen 132. Bis zum 3. Februar werden täglich von 16 bis 18 Uhr Arbeiten von Gerlinde und Johanna Creutzburg gezeigt.

Donnerstag, 31. Januar, 18 Uhr

Weiberfastnachtsball mit der Karnevals-Gesellschaft „Wießer Funken“ im Festzelt auf dem Kirmesplatz in Weiß.

Samstag, 2.Februar, 14.30 Uhr

Karnevalszug durch Weiß mit der Karnevals-Gesellschaft „Kapelle Jonge“: Auf dem Klemberg-Weißer Hauptstraße-Heinrichstraße-Holzweg-Auf der RuhrWeißer Hauptstraße.

Samstag, 2. Februar, circa 17 Uhr (nach dem Zug)

Samstag, 26. Januar, 20 Uhr

Tanzveranstaltung mit der Karnevals-Gesellschaft „Wießer Funken“ im Festzelt auf dem Kirmesplatz in Weiß.

Samstag, 26. Januar, 20 Uhr

Karnevalszug durch Sürth mit der Interessengemeinschaft Sürther Karnevalszug.

Räuberball der Rondorfer Karnevals-Gesellschaft „Löstige Öhs“ in der Gaststätte „Treffpunkt“ in Rondorf.

Sonntag, 3. Februar, 12 Uhr

Karnevalsparty der Rodenkirchener „Traumpänz“ im Brauhaus „Quetsch“ in Rodenkirchen, Hauptstraße 7.

Sonntag, 3. Februar, 15 Uhr

„Kölsche Mess“ in Immendorf mit der IKG in St. Servatius.

Montag, 4. Februar, 12.30 Uhr

Sonntag, 27. Januar, 9.30 Uhr Sonntag, 27. Januar, 10 bis 17 Uhr

Workshop „Klezmertanz“ im Berufsförderungswerk Michaelshoven, Sürther Straße 191. Teilnehmergebühr 35 Euro, Info und Anmeldung unter 02226/91 81 03.

Sonntag, 27. Januar, 11 Uhr

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Funken“ auf dem Hof der Firma Hannappel in Weiß, Auf der Ruhr.

Funken-Biwak der „Wießer

Karnevalszug durch Rodenkirchen mit der Interessengemeinschaft Karenval in Rodenkirchen. Rosenmontagszug in Immendorf, Aufstellung Siedlung Euskirchener Straße, Zugweg wie immer.

Montag, 4. Februar, 14.30 Uhr

Gemeinsamer Rosenmontagszug der Karnevals-Gesellschaften „Der Reiter“ und „Löstige Öhs“ durch Hochkirchen und Rondorf.


Inserenten in dieser Ausgabe ÄRZTEHÄUSER, ÄRZTE, GESUNDHEIT, ALTENPFLEGE Hahn, Dr. Oliver S. 31 Klinik „Links vom Rhein“ S. 4 Maternus-Seniorenwohnheim S. 17 Medifit-Gesundheitszentrum S. 25 Turn-Verein Rodenkirchen S. 26 Villavita S. 1, 42-43 AUTOMOBILE, ZUBEHÖR AUDI-Zentrum Köln S. 16 Auto-finish S. 34 Autoglas Colonia S. 13 Autohandel Baki S. 38 Autohaus Barthel S. 22 Autohaus Bauer S. 12 Autoreparatur Müller & Kellig S. 8 Porsche Zentrum Köln S. U3 Rodenkirchener Karosserieund Lackierbetrieb S. 39 BANKEN, KREDITINSTITUTE, BAUSPARKASSEN LBS S. 36 BRAUEREIEN Privatbrauerei Reissdorf S. U4 DIENSTLEISTUNGEN domus data GmbH S. 44 Hamacher & Schieffer, Heizöl-Partner S. 11 Lohnsteuerhilfe Köln-Süd S. 28 Medizinischer Fahrdienst S. 40 Rodenkirchener Mietwagen und Taxi S. 10 Tiefgarage Maternusplatz S. 5 TÜV Rheinland S. 23 DRUCKEREIEN Druckerei Liebig S. 4 EMS-Druckerei S. 35 EINZELHANDEL, HANDEL Anne’s Hundeboutique S. 36 Badstudio Marks & Partner S. 40 Bäckerei-Fachgeschäft Hubert Koch S. 2 Buchhandlung Köhl S. 41

Duschat-Getränke Elektro Parsch Haushaltsgeräte Gänseblümchen Heerdt Inneneinrichtungen Wesseling Gustav Geller Büroeinrichtungen Hamacher & Schieffer, Heizöl Metzgerei Schmickler, Godorf Metzgerei Wagner Müller, Orthopädie und Schuhtechnik Poensgen Wohnen und Licht GmbH Tabaktreff Wagner, Johannes, Delikatessen Törtchen, Törtchen, Premium Patisserie Vierlinden, Biosupermarkt Wäsche und Strümpfe Engels GASTRONOMIE UND HOTELS Brauhaus „Quetsch“ Cortina Eiscafe Granarium, Sürth Haus Berger „Hinger d’r Heck“ Paspierre Restaurant Steakhouse Maamoun Walterscheidts „Bistro verde“ HANDWERK Cansan-Kanalsanierung Chriske, Andreas, Sanitär & Heizung Cichon & Stolberg, Elektroanlagenbau Dachdecker Schüller Elektro Krahé Elektro Parsch Engelbert Otter Engelmann Bestattungshaus Grabmale Schmitt Kronenberg Sanitär Heizung Malerbetrieb Fuchs Malermeister Robert Kropp Marczinski, Klaus Heizung Sanitär

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40 Umhefter 44 33 28 11 38 2 8 18 36 32 20 U2 48

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S. Umhefter S. 28 S. 28 S. 8 S. 6 S. 8 S. 10 S. 44 S. 44 S. 45 S. 3 S. 18 S. 38

Marks, Oliver, Sanitär & Heizung Osenberg Bad & Heizung Pitterle, Marc, Raumausstattermeister Prinzliche Bodenbeläge Schröder Bedachungstechnik Thoben, Josef Malerarbeiten-Teppichböden IMMOBILIEN Engel & Völkers Albert Wolter Maxeiner Immobilien Steckelbach Immobilien MODE, BEAUTY, FRISEURE Clan Ledermode Outletstore Gerecke, Anja, Fachkosmetikerin Kosmetik-Institut Vera Krohn MÖBEL, KÜCHEN Pfaff Inneneinrichtung Varia Küchen Loft Thomas Friedrich OPTIKER, HÖRGERÄTE-AKUSTIKER Optik & Hörgeräte Hennes REISEVERANSTALTER, REISEBÜROS Felix-Reisen Heidi-Wagner-Touristik NMW Reiselounge RECHTSANWÄLTE, STEUERBERATER Martin van Duiven, Steuerberater Kentenich, Alexandra, Rechtsanwältin Wolters, Karl, Rechtsanwalt UNTERRICHT, SCHULE, NACHHILFE Ballettschule LaDanse Lehrinstitut für Orthographie und Schreibtechnik Turn-Verein Rodenkirchen VERSCHIEDENES A BIS Z Bürgervereinigung Rodenkirchen/ Aktionsgemeinschaft

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Zum Schluss Sechste Kunst-Meile startet am 9. März

Auch im Jahr 2008 veranstaltet die Aktionsgemeinschaft Rodenkirchen wieder eine Kunst-Meile. Start ist am Sonntag, 9. März, um 12 Uhr mit der Vernissage im Sommershof. Ab 13 Uhr kann man sich die Kunst dann in vielen Rodenkirchener Geschäften, Arztpraxen und anderen Räumlichkeiten ansehen, denn mit dem Beginn der Kunst-Meile einher geht ein verkaufsoffener Sonntag von 13 bis 18 Uhr. Eine Kunst-Meilen-Party steigt dann an diesem Sonntag ab 18 Uhr im „Bistro verde“. Hier können die Künstler, die Aussteller und Kunstinteressierte den Tag noch einmal reflektieren oder einfach nur feiern. Die Kunst in den Geschäften und Praxen ist dann eine Woche lang bis zum Samstag, 15. März noch zu sehen. Zur Kunst-Meile 2008 erscheint auch wieder ein Führer, in dem Künstler wie Ateliers der Reihe nach aufgeführt werden. Die Unterlagen für die Teilnahme an der sechsten Kunst-Meile sind inzwischen verteilt. Wer sich

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informieren will, sollte sich an des entsprechenden Ausschuss, das sind Jürgen Alius (Telefon 0221/39 16 15), Michael Bischoff (Telefon 0221/39 51 41) oder Helmut Thielen (Bilderbogen, Telefon 0221/935 26 88) wenden.

KiTa:Tag der Offenen Tür

Zu einem Tag der Offenen Tür lädt die Kindertagesstätte in der Adlerstraße in Rondorf ein. Termin ist am Samstag, 12. Januar von 10 bis 14 Uhr. An diesem Tag sind alle Gruppen für Interessenten geöffnet, die dadurch einen Blick in den KindergartenAlltag, vertieft durch eine Hausführung und eine Projektpräsentation erhalten.

Ein Jahr Bildung mit der VHS-Karte

Auf ihr in diesem Semesterhalbjahr neu eingeführtes Pauschalangebot in Sachen Bildung, nämlich auf die VHS-Karte, weist die Volkshochschule Köln nochmals hin. Zum Preis von 15 Euro können Bildungswillige eine Berech-

tigungskarte im Scheckkartenformat erwerben, die ein Jahr lang freien Eintritt zu allen Vorträgen und vielen Einzelveranstaltungen ermöglicht. Die insgesamt mehr als 100 frei zugänglichen Angebote sind im Programmheft der VHS mit einem roten Stern besonders gekennzeichnet. Mit dem Erwerb der Karte erhalten die Käufer kostenlos das aktuelle Hauptprogrammheft, ebenso bekommen sie das zweite im Gültigkeitsjahr erscheinende Halbjahresheft kostenlos zugeschickt. Außerdem können sie sich per Post oder Email die aktuellen Informationen über das städtische Bildungsangebot und die Einladungen zu allen VHSKunstausstellungen zusenden lassen. Eine Besonderheit ist außerdem die kostenlose Teilnahme für alle Kartenbesitzer an einer aktuellen Stadtführung. Erhältlich ist die Karte im VHS-Kundenzentrum am Neumarkt, die Öffnungszeiten sind montags bis donnerstags von 9 bis 18 und freitags von 9 bis 12 Uhr. Wer in diesen Tagen die Karten erwirbt, kann das soeben erschienene Halbjahresprogrammheft sofort mitnehmen.

Worte des Monats „Hast Du Geld an der Börse verloren? Tröste Dich! Dein Geld ist gar nicht weg. Das hat nur jemand anders!“ In der „Quetsch“ gehört

„Selbst der Eunuch, der Hodenlose, der trägt von Frey die Lodenhose!“ Werbespruch,

„Quetsch“ gehört.

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Heft Nr. 586 Kölner Bilderbogen Januar 2008