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NR. 582

September 2007

Menschen, denen Sie in diesem Heft begegnen: Marlis Arnold, Elke Brauer, Jacky von Guretzky-Cornitz, Marlene Januszewski, Georg Komma, Heinz Kretzschmar, Gerda Laufenberg, Ulrike Nasse-Meyfahrt, Dieter Neef, Monika RoĂ&#x;-Belkner, Peter Schmitz-Hellwing, Ingeburg Zimmermann.


Von Gerhard Richter entworfenes Domfenster eingeweiht – Engelbert Broich war dabei

„Ein Glanzstück für die Stadt”

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eine Reproduktion kann dem neuen Fenster im Südquerhaus des Kölner Domes wirklich gerecht werden. Die enorme Wirkung der auf einer Fläche von knapp 106 Quadratmetern durchstrahlten 11.263 Farbquadrate aus mundgeblasenem Echt-Antikglas ist in vollem Umfang allein vor Ort erlebbar. Dabei rutscht die bemerkenswerte Farbenfülle nie in triviale Buntheit ab. Entworfen hat das fast 19 Meter hohe und über neun Meter breite, sechsbahnige Fenster mit Maßwerk der in der Altgemeinde Rodenkirchen lebende Künstler Gerhard Richter. Mächtig ist das Flirren der von ihm ausgewählten 72 Farbtöne. Sie verteilen sich mittels einer Kombination aus computergestütztem Zufallsprogramm und Richters Kalkül. Seinem Eingriff ist unter anderem die relative, subtile Spiegelung der Strukturen zu verdanken. Der Blick will sich orientieren und findet doch keinen Halt. In rascher Folge löst die nächste die vorhergehende Ordnung ab. Die einzelnen Felder verschwimmen, die Gesamtstruktur wirkt rätselhaft und verwirrend, geheimnisvoll, spirituell. Richters erste Bilder mit zufällig angeordneten Farbfeldern datieren aus den Jahren vor und nach 1970. Auf Anfrage von Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner begann der international renommierte Maler 2002, sich intensiv mit der Gestaltung des Südquerhausfensters auseinander zu setzen. Damals hatte das Metropolitankapitel beschlossen, dessen matthelle Grisailleverglasung von 1948, die auf das kriegszerstörte Figuren-Fenster von 1863 gefolgt

war, zu ersetzen. Farbig sollte es werden, und Märtyrer des 20. Jahrhunderts zeigen. Nachdem Richter in Anlehnung an sein Gemälde „4096 Farben“ (1974) einen ersten abstrakten Entwurf vorlegt hatte, und diesem diverse Modifizierungen folgen ließ, verabschiedete sich das Domkapitel jedoch von seiner Programmidee und der gegenständlichen Form. Schließlich akzeptierte es im Mai 2006 den 36. und letzten Entwurf. Dieser ist ein Geschenk des Künstlers. Die Ausführung kostete 370.000 Euro, die etwa 1200 Stifter aus ganz Deutschland vollständig aufbrachten. In der Pressekonferenz, die dem Gottesdienst zur Einweihung vorausging, zeigte sich Dombaumeisterin Schock-Werner vom „hell leuchtenden“ Ergebnis ganz angetan: In fast überirdischem Glanz strahlend, entstehe der Eindruck, das Fenster habe schon immer zum Dom gehört. Für das Domkapitel sei es keine leichte Entscheidung gewesen, blickte Dompropst Norbert Feldhoff zurück. Gleichwohl empfinde er das Ergebnis wunderbar gelungen. „Der Dom ist ein Gotteshaus und kein Museum“, betonte Feldhoff im reich mit Musik, darunter zwei Uraufführungen, gestalteten Gottesdienst. „Hier hat alle Kunst dienende Funktion zum Lobe Gottes. Das farbige Licht des Fensters soll die Sehnsucht in uns wecken nach dem höheren Licht.“ Oberbürgermeister Fritz Schramma sprach von einem Glanzstück auch für die Stadt. Er dankte dem Domkapitel dafür, mit dem Richter-Fenster die moderne Kunst in die Kathedrale geholt zu haben.

Richter antwortete auf die Frage nach dem ersten Eindruck vom fertig gestellten Werk bescheiden, „dass es erst Mal nicht misslungen ist“. Er habe also nicht das Gefühl von Stolz? „Doooch“, ließ sich der Künstler entlocken. Ausdrücklich bedankte er sich für die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber und den Ausführen-

den. Anlässlich der Einweihung sind im Museum Ludwig bis zum 13. Januar 2008 Entwürfe zum Fenster ausgestellt. Erweitert wird die Studiopräsentation um die monumentale Lacktafelarbeit „4900 Farben“ (6,8 mal 6,8 Meter), die in Auseinandersetzung mit dem Fenster-Entwurf entstanden ist. ENGELBERT BROICH

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Namen + Notizen Bilder-Ausstellung im Bezirksrathaus

Das Jugendzentrum Meschenich hat in den zurückliegenden Sommerferien an einem internationalen EU-Jugendaustausch mit Slowenien teilgenommen. Im Rahmen dieser Begegnung sind eine Reihe großformatiger Aquarelle zum Thema „Toleranz und Respekt für ein gemeinsames Europa“ entstanden. Außerdem wurde ein Kurzfilm hergestellt und eine Radiosendung produziert.

Im September ist alles in einer Ausstellung im Bezirksrathaus Rodenkirchen, Hauptstraße 85, zu sehen. Bezirksbürgermeisterin Monika Roß-Belkner wird die Ausstellung am Dienstag, 4. September, um 17.30 Uhr im Foyer eröffnen. Sie ist bis zum 8. Oktober zu den normalen Rathaus-Öffnungszeiten geöffnet

„Slink“ in der Fuhrwerkswaage“

Am Sonntag, 9. September, wird um 11 Uhr in der Fuhrwerkswaage in Sürth die nächste Ausstellung eröffnet. Sie hat den Titel „Slink“ und zeigt Werke von Gereon Krebber. Die Begrüßung nimmt Kurator Jochen Heufelder vor, eine Einführung in die Ausstellung kommt von Julia Höner. „Slink“ ist bis zum 23. September zu sehen und zwar mittwochs, donnerstags und freitags von 17

bis 19 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr.

Tag der Offenen Tür im „Elfenland“

Die Kindertagesstätte „Elfenland“ in Sürth an der Kölnstraße veranstaltet am Sonntag, 9.September, von 10 bis 14 Uhr einen Tag der Offenen Tür mit Kinderflohmarkt.

Neuntes Fest der Ehemaligen des Rodenkirchener Gymnasiums

Am 15. September findet in Rodenkirchen im üblichen DreiJahres-Turnus das neunte Fest der Ehemaligen des Gymnasiums an der Sürther Straße statt. Organisator ist das „Forum der Ehemaligen“, das sich seit nunmehr 20 Jahren als Förderer der ehemaligen Schule und als Plattform für den Austausch in Rodenkirchen engagiert. Und das sowohl für aktive und ehemalige Schüler als auch für die Rodenkirchener Bürger. Dazu werden neben Lesungen, Musik- und Theater-Aufführungen auch politische Diskussionen veranstaltet.

Beim letzten Ehemaligentreffen kamen von rund 3.000 eingeladenen Ex-Pennälern und Lehrern nahezu 700. Sie nutzten die Gelegenheit, sich an vergangene AbiStreiche zu erinnern oder die neuesten Gerüchte über abwesende Mitschüler auszutauschen. Ob auch prominente Ehemalige des Gymnasiums wie HochsprungOlympiasiegerin Ulrike NasseMeyfahrt, Comedy-Star Annette Frier oder die Politikerin Sylvana Koch-Mehrin kommen werden? Veranstaltungstermin ist der Samstag, 15. September, ab 19.30 Uhr in Rodenkirchener Brauhaus „Quetsch“, Hauptstraße 7. Der Eintritt beträgt sieben Euro.

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Der nächste Termin des „Forums der Ehemaligen“ steht auch schon fest: Am 25. Oktober heißt es ab 20 Uhr in der Aula des Gymnasiums „47 & 11 Echt Kölnisch Lyrik“ - Lyrische Texte zu und über Köln aus Vergangenheit und Gegenwart. Für den musikalischen Rahmen sorgen Rolly Brings und Freunde. Eintritt drei Euro.


INHALT

Gegründet 1959

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SEPTEMBER-HEFT

Dr. Harald von Zimmermann, Initiator und Ehrenvorsitzender des Vereins zur Integration körper- und mehrfachbehinderter Menschen „miteinander leben e.V.“, brachte es auf den Punkt: „Das Jugendhaus Sürth ist von Anfang an eine Erfolgsgeschichte.“ Seit nunmehr 25 Jahren ist das Jugendhaus an der Fronhofstraße der Treffpunkt für behinderte und nicht nichtbehinderte Jugendliche der Umgebung. Das feierte die Einrichtung, in der jede Woche über 250 Kinder und Jugendliche vorbei schauen und an Kursen teilnehmen, mit einem großen Sommerfest. Mehr dazu lesen Sie in unserer Oktober-Ausgabe. (Foto: Sarah Thielen) RODENKIRCHEN RODENKIRCHEN Von Gerhard Richter entworfenes Domfenster eingeweiht – Engelbert Broich war dabei 1 Tag des Offenen Denkmals: Sakralbauten stehen im Mittelpunkt 4 Junge Kammeroper eröffnete in Bahnhofsnähe – Auch der Nachwuchs wird gefördert Kultur-Attraktion für Rodenkirchen

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Rodenkirchener Vereine machten mit Fest auf das Rodenkirchener Schwimmbad aufmerksam Herausgeber: Karl-Heinz Thielen Verantwortlich für Inhalt und Gestaltung: Helmut Thielen, helmut@thielen-koeln.de Anzeigen: Herbert Hafeneger, Helmut Thielen Ständige Mitarbeiter: Ute Schmidt, uteschmidt@bilderbogen.de Peter Fells, Hanne Spees Mitarbeiter dieser Ausgabe: Engelbert Broich, Leila Uwera, Sarah Thielen Vertrieb: Bernd Nahrendorf Sekretariat: Marie-Luise Wißdorf, redaktion@ bilderbogen.de Nachdruck nur mit Genehmigung der Redaktion gestattet. Für unverlangt eingesandte Manuskripte keine Gewähr. „Rodenkirchen – Kölner Bilder-Bogen” wird an Banken, Sparkassen und Einzelhändler verteilt und kann schriftlich beim Verlag bestellt werden. Postbezugspreis: 24 € inkl. MwSt + Porto pro Jahr. Außerdem liegt unser Heft in den meisten Rodenkirchener Arztpraxen, bei vielen Friseuren, in Restaurants und Ämtern zum Lesen und Mitnehmen aus. Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 6 vom 1. Januar 2007. Alle Anzeigen sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur mit Genehmigung des Verlages und gegen Urheberschutzgebühr weiter verwendet werden. Bankverbindung: Sparkasse KölnBonn (BLZ 370 501 98) Konto-Nr. 100 477 2016 Druckvorlagen-Herstellung: grafik+objekt-design Bernd Krefting Mannsfelder Straße 66, 50968 Köln Telefon 0221 - 38 24 88, Telefax 0221 - 820 66 94 e-Mail: nc-Kreftibe@netcologne.de Druck: Druckzentrum KÖLNWEST Toyota-Allee 23 – 25 50858 Köln-Marsdorf, Tel. 02234 1848-0

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Träger und Förderer werden weiter gesucht

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Hanna Köhl, Hedwig Thielen und Sarah Thielen blicken auf 80 Jahre Irmgardis-Gymnasium zurück Drei Generationen – eine Schule

Elke Brauer tritt im September wieder mal im „Bistro verde“ auf „Wie wär`s denn mit Chansons am Abend?“ 63 WEISS WEISS Dorfgemeinschaft: 100 Jahre Weiß auf 900 Bildern

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Am 8. und 9. September: In Weiß findet Kultur in der Sackgasse statt

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Weißer Fußballplatz: Kein Geld für die Gesundheit unserer Kinder?

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SÜRTH SÜRTH 9

VfL: Georg Komma neuer Vorsitzender MICHAELSHOVEN MICHAELSHOVEN

Entscheidung des Stadtrates schon am 30. August? – Ausbaugegner werden klagen

Hilfe für essgestörte Mädchen

Godorfer Hafen: Starke Argumente gegen das HGK-Gutachten 11

IMMENDORF IMMENDORF

Zu Gast beim Bilder-Bogen-Stammtisch: Jacky von Guretzky, et Hännesche

Kirmes mit dem Männer-Quartett „Frohsinn“

Gestatten: Johannes Knoll

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13 RONDORF RONDORF

Der Maternusplatz in alten Bildern – mit Gewinnspiel

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Märchen-Matinees in der Jungen Kammeroper

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Feierliche Einbürgerung für neue deutsche Staatsbürger

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SPD unterstützt Planungen für den Steineuerhof als Bürgerzentrum

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Rondorf rockte auf der Ackerparty

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RUBRIKEN RUBRIKEN Leserbriefe

„Impressionen am Rhein“ – Ausstellung mit Bildern von Barbara Peters

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Termine

Köln trauert um Heinrich Lohmer

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Worte des Monats

32/33 60 – 62 64

Zum Titelbild: Fachwerk hat was, wirkt immer gemütlich. Auch wenn es erst circa dreißig Jahre alt ist: der Brunnenhof zählt ohne Frage zu den schönsten Ecken von Sürth. Ein Foto von Sarah Thielen. 3


Tag des offenen Denkmals:

Sakralbauten stehen im Mittelpunkt

Alt-St. Maternus in Rodenkirchen: am Tag des Offenen Denkmals kann man sich führen lassen. Foto: Thielen.

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ereits zum 15. Mal findet am Sonntag, den 9. September, der Tag des offenen Denkmals in Köln statt. „Orte der Einkehr und des Gebets – Historische Sakralbauten“ lautet das Motto der bundesweiten Veranstaltung, dem sich auch Köln anschließt. Schließlich kann Köln auf eine lange religiöse Tradition und übergroßen Reichtum an sakralen Zeugnissen zurück blicken. Vom Dom über die mittelalterlichen und barocken Kirchen bis hin zu modernen Architekturformen werden viele Sakralbauten in Köln zu besichtigen sein. Über 100 Denkmalobjekte werden aus diesem Anlass geöffnet, über 250 Führungen angeboten. Neben Kirchen zählen auch Friedhöfe, liturgische Ausstattungen und Reliquien, religiöse Bildmotive in öffentlichen Räumen oder Spuren und Fragmente ehemaliger Kultstätten zur Thematik. Darüber hinaus sind aber auch einige frisch sanierte Beispiele aus der Praxis der Denkmalpflege und eine Reihe von profanen Denkmälern wie das Historische Rathaus oder das Funkhaus des WDR vertreten.

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Im Stadtbezirk Rodenkirchen stehen vier Kirchen zur Besichtigung offen. In Rodenkirchen sind es Alt und Neu Sankt Maternus, die die frühe Entstehung und das Wachstum der ehemaligen Gemeinde Rodenkirchen dokumentieren. Alt Sankt Maternus, das

„Kapellchen“, ist ein Saalbau mittelalterlichen Ursprungs. Es bildet das Zentrum des alten Rodenkirchens. Neu Sankt Maternus ist die Folge der sich stetig vergrößernden Einwohnerzahl im 19. Jahrhundert. Am Tag des offenen Denkmals sind die Kirchen zwischen 9 und 18 Uhr geöffnet. Um 11 und um 13 Uhr werden von Dr. Eva-Christine Raschke Führungen angeboten. Treffpunkt ist am Kapellchen, Steinstraße 3. In Marienburg sind die evangelische Reformationskirche und die katholische Kirche Sankt Maria Königin für Besucher geöffnet. Beide Zentralräume suchen die Nähe vom geistlichen zur Gemeinde und bieten mit ihren Zeltstrukturen eine einfache und deutliche Formensprache. Eva Hempel führt um 13.30 Uhr durch die Kirchen, Treffpunkt ist vor der Reformationskirche, Goethestraße 25. Ebenfalls im Stadtbezirk zu besichtigen ist das Zwischenwerk VIIIb, also das Fort an der Militärringstraße 10. Von 10 bis 18 Uhr finden alle zwei Stunden Führungen statt, festes Schuhwerk ist erforderlich. Das gesamte Programm des Tags des offenen Denkmals liegt zudem in städtischen Museen und den Bürgerämtern aus oder kann unter www.stadt-koeln.de eingesehen werden. SARAH THIELEN.


Junge Kammeroper eröffnete in Bahnhofsnähe – Auch der Nachwuchs wird gefördert:

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Kultur-Attraktion für Rodenkirchen

icht nur das zahlreiche Publikum, auch Professor Georg Quander war begeistert. Die Gäste über das auf der Bühne dargebotene, Kölns Dezernent für Kunst und Kultur über die Leistung der Schwestern Esther und Inga Hilsberg, die mit der Jungen Kammeroper Köln eine zweite Oper in der Domstadt installiert haben und denen er in einer kurzen Ansprache bei ihrem Vorhaben viel Erfolg wünschte.

Was war geschehen: das Premieren-Wochenende Mitte August war hervorragend gelaufen. Mit dem Kinderstück „Dornröschen“ und der Operettenrevue „Der Donaudampfer“ gab es zwei umjubelte Premieren, Märchenfrau Marlis Arnold las von Prinzessinnen und aus dem großen Fundus der Gebrüder Grimm. Auch das Sommerfest auf dem Hof fand großen Anklang, nicht zuletzt dank des Caterings vom nahe gelegenen Hotel „Begadenhof“, das der Jungen Kammeroper auch kulinarisch einen guten Start sponserte.

„Die Fledermaus“ zu einer neuen Geschichte.

Die Handlung: Auf einer turbulenten Donaukreuzfahrt von Passau nach Budapest treffen Persönlichkeiten aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Das Schiff, gesteuert von Kapitän Eisberg, kreuzt auf einem Fluss aus Träumen, Wünschen und Hoffnungen, aber auch etlichen Missverständnissen. Dem Kapitän steht eine etwas vergessliche Stewardess zur Seite und ihrer gemeinsamen Hochzeit im Wege steht eigentlich nur seine Korrektheit.

Mit an Bord ist die Schweinezüchterfamilie Ringel. Nicht genug damit, dass Vater Gustav seinen Beruf verheimlichen, zudem ständig die Bevormundung durch seine verschwenderische Frau Anastasia ertragen muss. Dass bringt natürlich Streitereien mit sich. Und Tochter Viktoria wendet sich, anstatt zu schlichten, ganz ihrer ersten großen Liebe, dem schüchternen Paul zu. Dieser hat die Reise bei einem Preisausschreiben gewonnen, und seinen in Liebesangelegenheiten ungleich erfahrenen

„Im Feuerstrom der Reben“ – Finale II aus der „Fledermaus“ von Johann Strauß auf dem „Donaudampfer“ in der Jungen Kammeroper in Rodenkirchen. Foto: Thielen

Freund Toni eingeladen. Doch wirklich weiterhelfen kann dem verzagten Paul eigentlich nur die ungarische Operettendiva Marijana Teboldi. Sie ist die einzige, die die Wirren der Gefühle durchblickt immer wieder weise und überlegt die Weichen stellt, Missverständnisse auflöst und sogar dem Ober-Macho Toni zeigt, wo es langgeht. Einem glücklichen Ausgang der Reise steht nichts mehr im Wege. Inszeniert haben den Donaudampfer die Regisseure Daniela Baumann, die bereits mehrere Musik-Tanz-Theater-Produktionen für Kinder und Erwachsene inszenierte und Joachim Goltz, >>>>>>>

Zu den Stücken: Die aus dem Jahr 1902 stammende Märchenoper „Dornröschen“ von Engelbert Humperdinck ist als große Oper konzipiert. Zur bekannten Handlung nach den Gebrüder Grimm setzte Humperdinck komplizierte weitere Handlungsstränge, die den beschwerlichen Weg des Prinzen zur schlafenden Schönen beschreiben. So muss der Prinz zum Beispiel einen goldenen Ring suchen. Um das Werk hier in Rodenkirchen für Kinder zugänglich zu machen, hat Tracy E. Lord in ihrer Bearbeitung die Handlung zunächst auf die Märchenhandlung verkürzt und nur wenig Nebenhandlung einfließen lassen. Zudem entwickelte sie eine Rahmenhandlung, die bestimmte Aspekte der Humperdinckschen Dramaturgie, aber auch literarische Motive der Spätromantik aufgreift. Auch „Der Donaudampfer“ legte erstmals in der Friedrich-EbertStraße 4 in Rodenkirchen an. Die inszenierte Operettenrevue verbindet Melodien aus bekannten Operetten wie „Die Lustige Witwe“, „Der Zigeunerbaron“, „Eine Nacht in Venedig“ und

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der selbst als Sänger besonders im Bereich der Operette Erfolge verbuchen konnte. „Durch die große Variation der Lieder und der bunten Charaktere bieten wir dem Publikum einen amüsanten Abend und geben gleichzeitig einen guten Einblick in die Welt der Operette“, so die Regisseurin zum Bilder-Bogen.

Neben den beiden genannten Produktionen stehen in diesem Jahr noch „Die Schneekönigin“ und „Die kleine Zauberflöte“ für die jüngsten Opernbesucher auf dem Programm. Am 1. November feiert zudem die Kinderoper „Der Nussknacker“ Premiere. Einmalig ist auch die Jugendoper „Die Edelweiß-Piraten“ für die 12- bis 18-jährigen. Sie behandelt das schwierige Thema „Widerstand Jugendlicher im dritten Reich“ und wurde nach den Lebensberichten überlebender EdelweißPiraten, einer Widerstandsgruppe in und um Köln geschrieben. Die „Junge Kammeroper Köln – Musiktheater e.V.“ wurde 1996 von Esther und Inga Hilsberg als eingetragener gemeinnütziger Verein gegründet und ist seitdem im gesamten deutschsprachigen Raum als Tournee-Theater erfolgreich. Das dazugehörige Or-

chester tritt seit diesem Jahr unter dem Namen „Kölner Symphoniker“ auf.

Die Junge Kammeroper Köln verfolgt mit ihrer Arbeit zwei Hauptziele: Zum einen möchte sie Kindern durch ein spezielles Opernangebot einen lebendigen, altersgerechten Zugang zur Welt des Musiktheaters eröffnen. Zum anderen fördert die Junge Kammeroper Köln junge Sänger, Musiker und Komponisten, denen hier die Möglichkeit gegeben wird, ihr Können unter realen Bedingungen und der Anleitung professioneller Theaterschaffender zu beweisen. Neben Kinderopern zeigt das Ensemble der Jungen Kammeroper Köln Opern und Operetten-Aufführungen, Operngalen, Liederabende, Kinderkonzerte und Begleitveranstaltungen.

Karten für die Veranstaltungen, der „Donaudampfer“ steht am zweiten SeptemberWochenende wieder auf dem Plan, gibt es von Montag bis Freitag von 10 bis 16 Uhr unter der Rufnummer 0221/24 36 12 oder bei KölnTicket. Über den Spielplan informieren kann man sich unter www.jungeoper-koeln.de.

Kapitän Eisberg und seine „Stewardess“: am Ende kriegen sie sich doch. Foto: Thielen.

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Wollen alle mithelfen, dass das Bürgerbad langfristig Bestand hat: Von links TVR Ehren-Vorsitzende Marlene Januszewski, Karl-Heinz Daniel (FDP), Bezirksbürgermeisterin Monika Roß-Belkner, Dr. Rainer Baumeister (beide CDU), Moderator Gottfried Görtz, Mike Homann (SPD) und Manfred Giesen (Bündnis 90/Die Grünen). Foto: Sarah Thielen.

Rodenkirchener Vereine machten mit Fest auf das Rodenkirchener Schwimmbad aufmerksam

Träger und Förderer werden weiter gesucht

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uf den ersten Blick scheint es eine Zukunft für das Rodenkirchener Schwimmbad zu geben. Als Bürgerbad, also als ein Bad, das mit bürgerlichem Engagement und finanzieller Unterstützung der Kommune betrieben wird, soll es weiter bestehen. Das haben die Rodenkirchener Bürger und allen voran das Aktionsbündnis „Rettet das Rodenkirchener Bad“ erreicht.

13.000 Unterschriften wurden für den Erhalt des Bades gesammelt.

„Doch demonstrieren alleine reicht nicht, die Leute müssen auch ins Schwimmbad gehen“, sagt Marlene Januszewski, Ehrenvorsitzende des Turnverein Rodenkirchen (TVR) und Badretterin. Um einmal mehr auf das Schwimmbad an der Mainstraße aufmerksam zu machen, organisierte der TVR zusammen mit

der DLRG Rodenkirchen und der Hanseatic Schule ein großes Badfest, um die Leute ins Schwimmbad zu locken. „Natürlich ist das Bad keine Augenweide, aber es ist funktionstüchtig“, versichert Januszewski. „Und an der Optik wollen wir in Zukunft viel verändern, aber dafür braucht das Bad Besucher“, fasst sie zusammen.

Beim Badfest war in und um das Schwimmbad viel los. Im

Schwimmbecken tobten die Kinder auf dem neu angeschafften Riesen-Krokodil und auf der Wasserrutsche. In einem abgetrennten Bereich schnorchelten Erwachsene, Schwimm- und Wassergymnastik-Kurse präsentierten sich. Im Außenbereich des Schwimmbades bekundeten Lokalpolitiker aller Parteien, dass sie für das Bürgerbad kämpfen wollen. Bezirksbürgermeisterin Monika Roß-Belkner nannte das Projekt eine „Herzensangelegenheit“ und SPD-Landtagsabgeordnete Ingrid Hack erklärte: „Dem Förderverein für das Schwimmbad trete ich auf jeden Fall bei.“

Marlene Januszewski betont: „Der Kampf um das Schwimmbad ist noch nicht vorbei. Zur Zeit geistern Gerüchte, dass das Bad vielleicht doch noch in ein Gruppenbad umgewandelt werden soll.“ Doch darauf will man sich nicht einlassen. „Wir wollen das Bad für alle erhalten. Ein Bad in dem nur noch Schulen und Vereine schwimmen dürften, wäre der Anfang vom Ende des Bades“, so die TVR-Ehrenvorsitzende. >>>>>

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Das Bündnis zur Rettung des Schwimmbades ist sich einig: Nachdem die Stadt Köln das Bad nicht komplett in der Hand der KölnBäder GmbH behalten möchte, ist das Bürgerbad die einzige Lösung. „Wir wollen das Bürgerbad stemmen, wir wissen dass das viel Arbeit sein wird, aber ich bin mir sicher, dass wir das schaffen“, versichert Januszewski. Da noch keine konkreten

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Zahlen zum Bad vorliegen, wissen die Menschen vom Bündnis noch nicht genau, was tatsächlich auf sie zukommen wird. „Doch solange wir auf die Zahlen warten, sitzen wir nicht untätig herum“, sagt Januszewski. Zur Zeit liegen in Rodenkirchen und Umgebung Listen aus, in die sich die Leute zunächst unverbindlich eintragen können, die entweder dem Förderverein oder auch dem

Das Krokodil ist neu. Erfreulicher wäre es, wenn das Bad immer so einen Zuspruch hätte. Foto: Sarah Thielen.

Trägerverein des Bürgerbades beitreten möchten. „Für den Trägerverein suchen wir Mitglieder, die Verantwortung übernehmen, vielleicht Fachwissen einbringen können oder das Bad tatkräftig unterstützen“, fasst Januszewski zusammen. Aber auch die finanzielle Unterstützung durch einen Förderverein ist für das Bürger-

bad sehr wichtig. Erst wenn konkrete Zahlen seitens der KölnBäder GmbH vorliegen, können konkrete Pläne für das Bad entwickelt werden. Bis dahin soll der Trägerverein gegründet sein und als Verhandlungspartner gegenüber der Stadt und der Kölner Bäder GmbH auftreten. (STH.)


Hanna Köhl, Hedwig Thielen und Sarah Thielen blicken auf 80 Jahre Irmgardis-Gymnasium zurück

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Drei Generationen – eine Schule

ie Anzeige in der Zeitung fiel mir sofort ins Auge: „Wir laden herzlich ein zum Ehemaligentreffen am IrmgardisGymnasium anlässlich des 80jährigen Schuljubiläums“, hieß es da. Leider kann ich am 31. August nicht zum Ehemaligentreffen meiner alten Schule kommen, aber ich könnte ja meiner Mutter davon erzählen, oder meiner Oma, denn die waren beide auch auf dem „Nonnenbunker“ in Bayenthal. Meine Oma Hanna Köhl besuchte damals noch als Hanna Kallscheuer die Schule und meine Mutter Hedwig Thielen, geborene Köhl, war ebenfalls dort. Drei Generationen — eine Schule. Angestoßen durch die Anzeige tauschten wir Erinnerungen über unsere Schulzeit aus.

Als Hanna Köhl geborene Kallscheuer 1940 an das IrmgardisGymnasium kam, erlebte die Schule gerade einen ihrer größten Einschnitte. Von heute auf morgen mussten die Nonnen auf Befehl der Nationalsozialisten die Schulleitung aufgeben und wurden von weltlichen Lehrkräften ersetzt.

Seit 1927 hatte die Ordensgemeinschaft der „Töchter vom heiligen Kreuz“ die Schule in einem ehemaligen Offizierskasino der englischen Besatzungstruppen in der Schillerstraße 100 geführt. Doch 1940 mussten die Schwestern das Gebäude an die Stadt vermieten, die ebenfalls die Leitung der Schule übernahm. „Einige Nonnen wohnten zwar weiterhin auf dem Gelände, sie durften aber nur noch seelsorgerischen Tätigkeiten nachgehen und gelegentlich NachhilfeUnterricht geben,“ erinnert sich Hanna Köhl. Auch wenn sie selber nur zweieinhalb Jahre auf die

Das Irmgardis-Gymnasium heute: im Hintergrund das alte Gebäude an der Schillerstraße, rechts Anbau eins mit der Sporthalle, Anbau zwei ist nicht im Bild. Foto: Thielen.

Irmgardis-Schule ging, kann sie sich noch gut an ihre Klassenlehrerin Frau Plum oder den Hausmeister Pinkelmann erinnern. „Zunächst bin ich in Geilenkirchen zur Schule gegangen, doch als meine Familie 1940 nach Köln zurück kam, bin ich auf die Irmgardis-Schule gewechselt“, erzählt sie. Dort machte sie zunächst die Mittlere Reife und absolvierte anschließend noch ein weiteres Jahr. „Ein Jahr hat mir noch bis zum Abitur gefehlt, doch ich wollte lieber auf die Landfrauenschule nach Geldern gehen und dafür brauchte ich diesen Abschluss nicht,“ erinnert sie sich. Schon auf dem IrmgardisGymnasium belegte sie den Hauswirtschaftszweig. So gehörten nicht nur die Fächer Deutsch, Mathe, Englisch oder Kunst zum Lehrplan, sondern auch die Fächer des Frauenschaffens:

Kochen, Hausarbeit, Handarbeit sowie Gesundheitslehre und Gesundheitspflege. „Unter anderem mussten wir ein Praktikum in einem Säuglingsheim absolvieren. Das war sehr anstrengend. Hatte man gerade alle Kinder gefüttert, schrie das erste Kind schon wieder nach Essen“, erzählt sie. Den Praktikumsbericht von damals hat sie noch heute.

Nach dem Krieg wollten die Schwestern die Schule zurückgewinnen. Da die Stadt Köln die Schule gerne selber nutzen wollte, kam es zu einem Kompromiss. In dem Gebäude an der Schillerstraße befanden sich nun zwei Schulen, neben der Irmgardis-Schule war hier auch bis 1953 das Gymnasium Kreuzgasse untergebracht. Geleitet wurde die Irmgardis-Schule von Schwester

Alexandra Maria, die auch schon vor dem Krieg dieses Amt inne hatte. Nach 36 Jahren gab sie 1963 die Schulleitung an Schwester Anna Domenika ab.

Ein Jahr später kam Hedwig Thielen (geborene Köhl) an das Irmgardis-Gymnasium. „Das habe ich hauptsächlich meiner Grundschullehrerin zu verdanken, die damals extra zu uns nach Hause kam und meinen Vater überzeugte, mich aufs Gymnasium zu schicken“, erzählt Hedwig Thielen. Es war die Zeit eines allgemeinen Umbruchs, eines Liberalisierungs- und Demokratisierungsprozess der Gesellschaft. Das erste, was vielen ehemaligen Schülerinnen zu diesem Thema einfällt, ist die strenge „Kleiderordnung“, die an der Schule herrschte. „Ich bin immer mit dem Fahrrad zur Schule gefahren und weil es natürlich viel praktischer war, hatte ich eine Hose an“, erzählt Hedwig >>>>>>

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Thielen. „In der Schule angekommen, musste ich dann ganz schnell im Fahrradkeller verschwinden und einen Rock anziehen, denn Hosen waren an der Schule nicht gestattet“, erinnert sie sich. Das „Hosen-Verbot“ und die Kleiderordnung sorgten an der Schule immer wieder für Diskussionsstoff. Besonders verhasst waren die schwarzen Pumphosen, die im Sportunterricht getragen werden mussten. Erst Ende der 1960iger Jahre wurde die Kleiderordnung gelockert. „Neben den Diskussionen um die Kleiderordnung sind mir vor allem einige Lehrer wie Schwester Maria Cusa und „Fräulein“ Renate Schnitzler“ in Erinnerung, berichtet Hedwig Thielen. Schnitzler erzählte nicht nur gerne von ihrem Dackel, sondern sang auch sehr gerne OpernArien. „Wenn wir keine Lust auf Musik-Unterricht hatte, haben wir sie dazu ermutigt, uns etwas vorzusingen. Das hat fast immer geklappt“, erzählt Hedwig Thielen. Ein Highlight ihrer Schullaufbahn hatte zwar ebenfalls etwas mit Musik, aber nichts mit den Sangeskünsten ihrer Lehrerin zu tun. „Reinhard Mey hat an der Schule ein Konzert gegeben. Er war damals noch relativ unbekannt und trat tatsächlich in unserer Turnhalle auf,“ schwärmt sie noch heute.

1976 übernahm das Erzbistum Köln die Trägerschaft der Schule, da die Ordensschwestern große Nachwuchsorgen hatten. Noch bis 1985 wohnten Schwestern der „Töchter vom heiligen Kreuz“ im Kloster an der Schillerstraße. Als die letzte Nonne auszog, wurde das Kloster aufgelöst und abgerissen. Bereits seit 1980 hatte die Schule einen weltlichen Schulleiter: Bruno Holschbach. In dessen Amtszeit begann 1983 die Koedukation, zum ersten Mal wurden auch Jungen als Schüler aufgenommen. Dies war letztlich der Grund, warum meine Mutter mich 1988 schließlich auch auf das Irmgar-

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Drei Generationen von Irmgardis-Schülerinnen. Von links Hanna Kalscheuer (ab 1940), Tochter Hedwig Köhl (ab 1964), Enkelin Sarah Thielen (ab 1988). Foto: Thielen.

Hat noch was vom Kloster: Eingangstür in das Erzbischöfliche Irmgardis-Gymnasium in der Schillerstraße. Foto: Thielen.

dis-Gymnasium schickte. „Auf eine reine Mädchen-Schule hätte ich Dich nie gehen lassen,“ sagt sie noch heute. Und so absolvierte ich neun Jahre Irmgardis-Gymnasium in der „Ära Bruno Holschbach“. An den Vornamen „Bruno“ kann ich mich noch sehr genau erinnern, denn am Namenstag des Heiligen Bruno hatten wir immer nach der dritten Stunde schulfrei. Sehr beliebt war aber auch der Namenstag der Heiligen Irmgard am 4. September eines jeden Jahres. Dieser wird bereits seit 1948 regelmäßig mit einer Messe im Dom gefeiert. Schon zur Schulzeiten meiner Mutter hatte diese Veranstaltung den Beinamen: „PäckchenSchau“. Nach der Messe gehen alle gemeinsam an den Gebeinen der heiligen Irmgard vorbei. Diese Gebeine liegen in der Agneskapelle des Kölner Doms und sind in kleine handliche Päckchen verpackt. Ich muss es aber zugeben, das aufregendste an diesem Tag war, dass man nach der Messe frei hatte und mit Freunden zusammen in die Innenstadt oder sogar ins Kino gehen durfte. Das war bei meiner Mutter auch schon so, auch wenn sie damals noch eine schriftliche Genehmigung ihrer Eltern dafür brauchte. Als wir nun so über unsere Schulzeiten nachdachten, fielen uns auch die vielen Lehrer ein, die schon zu ihrer Schulzeit unterrichteten und bis in meine Zeit an der Schule waren. Spontan dachten wir an die Englisch-Lehrerin Roswitha Donath oder die KunstLehrerin Elisabeth-Charlotte Freusberg. Aber auch Elisabeth Hennes, Doris Fritsche und Christa Kerz waren schon Lehrerinnen meiner Mutter. Besonders beliebt waren die Biologie-Lehrerin Katharina Schopphoven und Gymnasialpfarrer Monsignore Richard Strauch, der lange als Lehrer und Seelsorger an der Schule tätig war. Zehn Jahre liegt mein Abitur am Irmgardis-Gymnasium nun zurück, zehn Jahre in der die Schule sich weiter zu einer modernen „Lehranstalt“ entwikkelt hat. 1999 erhielt sie die Europa Medaille, 2000 bekam die Schule mit Angelika Ottersbach eine neue Schulleiterin und den ersten T-Cl@ssroom Deutschlands. Anfang diesen Jahres wurde ein hochmodernes Selbstlernzentrum eingeweiht. Den Spitznamen „Nonnenbunker“ wird die Schule wohl trotzdem nie verlieren. SARAH THIELEN


Entscheidung des Stadtrates schon am 30. August? Ausbaugegner werden klagen

Godorfer Hafen: Starke Argumente gegen das HGK-Gutachten

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ie Kontroverse um den Ausbau des Godorfer Hafens setzt sich fort. Mit dem federführend vom Kölner Verkehrswissenschaftler Prof. Herbert Baum erarbeiteten Gutachten, das die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens attestiert, glaubten sich die Befürworter im Besitz eines Trumpfes (siehe August-Ausgabe des „Bilder-Bogens“). Kurz darauf warteten die Gegner mit einer Replik auf. Sie stützt sich auf eine Untersuchung der Citizen Consult GmbH, gegründet als Durchführungsträger für Beratungsprojekte der Forschungsstelle Bürgerbeteiligung und Planungsverfahren an der Uni Wuppertal. Auftraggeber dieses Zweitgutachtens ist die Arbeitsgruppe „Gegner des Hafenausbaus Godorf“. In ihr sind vertreten die Rats- und Bezirksfraktion, der Kreis- und Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen, die Kölner Kreisgruppe des BUND NRW sowie „pro sürth“ und weitere Bürgervereine und -Initiativen im Kölner Süden. Thema des Citizen-Gutachtens war die Bewertung des von der Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) beauftragten WirtschaftlichkeitsGutachtens. Wesentlich ging es um die Überprüfung der darin angestellten Kosten-Nutzen-Analyse. Dabei deckten die Bearbeiter, allen voran der Betriebs- und

nale „Interesse der verladenden Wirtschaft im Süden Köln an einem Ausbau“.

Helmut Feld (links) und Dieter Neef.

Volkswirt Rainer Lucas, gravierende Mängel auf. Sie bezweifeln vehement die von Baum festgestellte Rentabilität des Hafenausbaus für 60 Millionen Euro. Ihr Vorwurf lautet auf „realitätsferne Ergebnisse“. Diese rührten von widersprüchlichen, „veralteten und unvollständigen Annahmen hinsichtlich der Entwicklung der Binnenschifffahrt“ her. „Bei den Ausgangsfaktoren zur Klärung des zukünftigen Güteraufkommens“ seien „zentrale wettbewerbliche, raumstrukturelle und ökologische Risiken ausgeblendet“ worden. Laut Lucas verkenne das Baum-Gutachten, dass die Binnenschifffahrt sich das prognostizierte Wachstum beim

Foto: Engelbert Broich.

Container-Transport mit dem LKW- und Schienenverkehr teilen müsse. Zudem führe der (von Baum unberücksichtigt gelassene) Ausbau der deutschen Nordseehäfen zu einer „räumlichen Verschiebung der Güterströme“. Auch erwachse im bereits realisierten und weiter geplanten „erheblichen Kapazitätsausbau der Binnenhäfen“ entlang der Rheinschiene eine „erhebliche Konkurrenz“ für Köln. „Vor diesem Hintergrund wurde im HGKGutachten versäumt, die aktuelle Wettbewerbssituation zu prüfen“, so Lucas. Für „empirisch ungeprüft“ hält der Citizen ConsultGutachter das von Baum angenommene hohe lokale wie regio-

„Diesbezügliche Annahmen beruhen auf veralteten Daten aus dem Jahr 2000“, sagt Helmut Feld vom Umweltforum Kölner Süden. „Wir haben noch zuletzt im Kölner Süden Industrie- und Logistikbetriebe befragt.“ Nur eine Firma sehe im Ausbau wirkliche Vorteile für sich. Lucas kritisiert weiter, dass das HGK-Gutachten den „Klimawandel und die zunehmende Hoch- und Niedrigwassergefahr“ weitgehend ausblendet. Vielmehr gehe Baum vom ersten Betriebstag des erweiterten Hafens an durchgehend von dessen hundertprozentiger Auslastung aus. Dabei habe das Berliner Institut für Mobiltätsforschung bereits 2005 eine Halbierung der Transportkapazitäten auf dem Rhein bis 2025 vorausgesagt. „Wie kann man für seine Berechnungen eine optimale Auslastung zugrunde legen?“, wundert sich Feld über die „methodischen Ausrutscher“ im HGK-Gutachten. „Es wurde kein einziger Tag aus der Rechnung genommen. Dabei bleibt die Zahl der tatsächlich schiffbaren Tage des Rheins ungewiss.“ Dies wiederum stelle die Baumschen Angaben zur betriebswirtschaftlichen Rentabilität des Godorfer Hafens und die berechneten posi>>>>>

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tiven Effekte, wie etwa zusätzliche Arbeitsplätze, in Frage. „Das HGK-Gutachten hat eindeutig Schwächen in der Datenbasis“, konstatiert der „pro sürth“-Vorsitzende Dieter Neef. Dies führe auch zu einer falschen Berechnung der Kosten, die durch eine Zerstörung des Naturschutzgebietes Sürther Aue entstünden. „Aber wir haben es uns nicht nur zur Aufgabe gemacht, gegen diese Zerstörung zu argumentieren und auf die steigende Gefährdung durch Hochwasser hinzuweisen. Wir wollen auch über Alternativen nachdenken, die besten Lösungen finden.“ Entsprechend beschränkt sich das Zweitgutachten nicht auf die Überprüfung der Kosten-NutzenAnalyse. Es geht auch auf die „Zukunft der Kölner Häfen“ ein und unterbreitet Standort-Alternativen. Diese fehlen im HGKGutachten. Der Grund: Sie waren nicht Bestandteil des auf Godorf fokussierten Untersuchungsauftrags. Demnach, so Lucas, lasse das „angenommene Kosten-NutzenVerhältnis von 2,5 für den Ausbau des Hafens Godorf keinen Rückschluss auf die Frage zu, ob ein Ausbau der Umschlagkapazitäten tatsächlich“ dort stattfinden sollte. Statt dessen lenkt Lucas

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den Blick auf die „Neustrukturierung des Niehler Hafens“. Der Godorfer Hafen sei „aufgrund seines logistischen Potenzials nicht in der Lage, in den interessanten Wachstumssegmenten mit anderen Logistikstandorten entlang der Rheinschiene zu konkurrieren“. Godorf bleibe trotz des geplanten Ausbaus „von seiner Grundstruktur her ein auf bestimmte Massengüter der Chemieindustrie spezialisierter Hafen“. Diese Rolle sollte durch Modernisierungen auf dem bestehenden Areal verstärkt werden. Zusätzliche Flächen seien dafür nicht notwendig. Dagegen weise der Hafen Niehl I ausreichend Fläche auf, reklamiert Lucas deren Nutzung zu optimieren. So könne durch die Zuschüttung des Beckens IVa, dort liegt im Winter die KD-Flotte vor Anker, zusätzliche Fläche für den Container-Umschlag gewonnen werden. Statt diesen Umschlag zu splitten, sollte Niehl für die Zukunft als Containerhafen qualitätvoll restrukturiert werden, meinen Neef und Feld. Niehl sei eine zukunftssichere Variante, eine wertvolle Ressource der Stadt. Dafür führt Lucas auch die „bereits bestehende optimale Bahnanbindung“ sowie das von der HGK unmittelbar am

Hafen geplante KLV-Terminal Nord an. „Das Pikante dabei ist“, argumentiert Feld, „dass die HGK stets betont, dass in Niehl keine Kapazitäten frei seien. Wir dagegen wiederholen gebetsmühlenartig, dass ein Teil der Fläche hafenfremd und nicht betriebsnotwendig belegt ist.“ So habe die HGK zuletzt etwa einem Kabelhersteller dort Hafenfläche zu Produktionszwecken angeboten. Schließlich meint Lucas: Die im Baum-Gutachten für Godorf eingeplanten EU- und BundesFördermittel könnten auch dann fließen, „wenn an anderer Stelle in die Kölner Hafenlogistik sinnvoll investiert würde“.

Die Ausbaugegner sehen den Stadtrat in einem Dilemma. „Er müsste sagen: bei gleichen Kosten nehmen wir Niehl und wir müssen keine Natur zerstören“, formuliert Neef. „Aus unserer Sicht käme eine Entscheidung für Niehl sogar preiswerter.“ Feld befürchtet, dass eine Ratsmehrheit das Thema „endlich vom Tisch haben will“ und sich allein auf das HGK-Gutachten stützt. Aber objektiv gesehen könne man nicht für den Ausbau votieren. Das eingesparte Geld könne besser in die Haushaltskonsolidierung, das Schul- oder Sozialwesen fließen. Vor der wohl entscheidenden Sitzung des Rates am 30. August habe jedes Mitglied ein Exemplar des Gegengutachtens erhalten, so Feld. Diejenigen, die trotzdem für den Ausbau in Godorf stimmten, würden demnach wieder besseres Wissen handeln. „Hier sind sie verantwortlich.“ Warum, so die beiden Vertreter der Ausbaugegner, setzen sich Baum und Lucas nicht zusammen, um gemeinsam nach den besten Lösungen zu suchen?! Sämtliche Argumente des Zweitgutachtens wurden am 23. August in einer sachlich verlaufenen Informationsveranstaltung der Aktionsgemeinschaft Contra Ausbau vor rund 300 Besuchenden im Sürther Linde-Casino noch einmal gewürdigt. Dennoch zeichnet sich ab, dass der Rat der Stadt mit den Stimmen der CDU und SPD mehrheitlich für den Ausbau votieren wird. Für diesen Fall hat die Aktionsgemeinschaft ein Bürgerbegehren angekündigt. Anhängig sind bereits zwei Anwohnerklagen gegen das Planfeststellungsverfahren. Zudem hat der BUND NRW e.V. beim Landtag Beschwerde gegen die geplante Zerstörung des Naturschutzgebietes Sürther Aue eingelegt. E. BROICH.


Zu Gast am Bilderbogen-Stammtisch: Jacky von Guretzky, et Hännesche

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Gestatten: Johannes Knoll

ewige Verlobte von Bärbelchen. Guretzky juxt: „Heiraten künne mer nit, dann wör et jo vorbei.“

m normalen Leben heißt er Jacky von Guretzky-Cornitz, 47Jahre alt, geboren im Vringsveedel, wohnhaft in der Altstadt.

Nirgends sonst wird Kölsch so gepflegt wie im Hännesche – Kölsch ist schließlich die Amtssprache von Knollendorf. Allerdings ist „Mumienkölsch“ nicht mehr „in“, wie der Hauptdarsteller erklärt. Vieles, was vor hundert Jahren geläufig war, versteht heute niemand mehr. Hänneschens Paradebeispiel: wenn einer „durch de Rutte“ fliegt, will sagen durchs Fenster.

Im zweiten Leben heißt er Johannes Knoll, besser bekannt als „Hännesche“, Alter unbestimmt, wohnhaft in Knollendorf, dem imaginären Gemeinwesen, das überall und nirgends ist – Schauplatz der Geschehnisse, die der kölschen Puppenbühne den Stoff liefern. Hännesche ist der Namensgeber für die mit Abstand ältesten Kölner Kultur-Institution, 2002 ist das Theater 200 Jahre alt geworden. Seit 1981 ist Guretzky „hinger dr Britz“ mit von der Partie, seit 1985 fest in der Rolle des Hännesche, des positiven Helden der Knollendorfer Sippschaft. „Bei mir war das Berufung“, sagt er. „Ich bin da einfach so reingerutscht.“ Dabei war der kölsche Panz immer schon ein Hännesche-Fan, und eines Tages fragte er den damaligen Spielleiter Berni Klinkenberg, ob er mal hinter die Bühne dürfe. Da ist er dann geblieben, ohne jemals – wie die meisten anderen Mitspieler – „vorgesprochen“ zu haben. Sein Ziehvater war der berühmte Hans Friedrich („Besteva“). „Natürlich“, resümiert Jacky heute, „habe ich nie gedacht, dass ich die Hauptfigur spielen würde, denn die Stelle war ja mit Hans Axler besetzt.“ Das änderte sich, als mit dem Kölschen Zigeunerbaron („Firkestünnes“) eine richtige Operette in den Spielplan kam – eine grandiose Inszenierung, die nicht nur Guretzky so ziemlich für das Beste hält, was am Eisenmarkt jemals geboten

Dass Kölsch zu den bedrohten Arten gehört, mag Guretzky nicht leugnen. Im Karneval gebe es bedauerlicherweise kaum noch echt kölsche Tön, weder bei Gruppen noch bei Rednern – dem Fernsehen sei’s geklagt. Aber die Puppenspiele „machen sprachlich keine Kompromisse“, auch nicht in den oft nicht sonderlich gut besuchten Kindervorstellungen.

Der Eisenmarkt in der Altstadt mit kölschen Institutionen: die Puppenspiele, „Hänneschen“- Puppenspieler Jacky von Guretzky-Cornitz mit Puppe, Willi Millowitsch in Bronze. Foto: Thielen.

worden ist. Da waren gute Sänger gefragt, und Guretzky war einer; privater Gesangsunterricht und Stimmbildung hatten sich ausgezahlt.

Plötzlich war er Hännesche. Mit dieser zentralen Figur im Stück ist das ja so eine Sache. Es

gibt sie in drei Größen. Im Weihnachtsstück zum Beispiel ist Hännesche ein ganz kleiner Knirps, so um die sechs sieben Jahre alt; im normalen Kinderstück ist er zwischen acht und zwölf, jeweils mit Bärbelchen als Schwester; abends ist er erwachsen, so um die 25 Jahre, der

Manchmal kommen Schulklassen oder Gruppen, denen man anmerkt, dass sie vorbereitet sind. Beim Prolog („Der Applaus is däm Hännesche wie et Salz en dr Zaus“) fällt dann aus dem jungen Publikum heraus das richtige Stichwort. Oft kommt aber keinerlei Reaktion, Gags kommen nicht an. „Das ist dann schon sehr traurig“, bedauert Guretzky. Abends ist das natürlich anders. Da ist das Haus voll (Altersschnitt: fünfzig plus), das Publikum ist äußerst sachverständig und geht voll mit. Getreu der Devise „Wat hück passeet, kütt ovends op de Tapet“ beherrscht das Ensemble die hohe Kunst der Improvisation. So etwas lässt sich nicht üben. >>>>>

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senen- und Kinderkarneval, Osterstück. Das stellt höchste Anforderungen an die Mannschaft hinger dr Britz.

Die Stücke sind für ein Jahr im Voraus ausverkauft, das Programm verkauft sich gleichsam von allein. Natürlich auch die legendäre Puppensitzung, für die an einem Vorverkaufstag im September sämtliche Karten über den Tisch gehen. Dennoch: „Karten gibt es immer mal wieder“, ver-

Warten auf den Einsatz: Hinter der Bühne stehen die Stockpuppen so aufgereiht, wie sie im nächsten Akt eingesetzt werden. Foto: Thielen.

sichert Jacky von Guretzky. Viele würden bestellt, aber nicht abgeholt. Nachfragen lohne sich also durchaus. Rund 270 Vorstellungen werden pro Spielzeit absolviert, jährlich

Beim Stammtisch in der „Quetsch“: von links die Bilder-Bogen-Mitarbeiter Ute Schmidt, Rudolf Spiegel, Sarah Thielen, „Hänneschen“ Jacky von Guretzky-Cornitz und Helmut Thielen. Foto: Thielen.

kommen je nach Länge der Spielzeit zwischen 70 000 und 80 000 Zuschauer. Sechs Inszenierungen gibt es in einer Saison – seit mindestens anderthalb Jahrzehnten alles Uraufführungen, wie Guretzky stolz bemerkt. Der Zyklus sieht so aus: Abendstück (zur Zeit: „Dä iwije Schäl“), Kinderstück, Weihnachtsstück, Erwach-

Feste Arbeitszeiten gibt es nicht: „Manchmal bist du fast zwölf Stunden im Theater – morgens Probe, nachmittags Vorstellung, abends Vorstellung“, berichtet Guretzky. Genickstarre und Bandscheibenschäden nicht ausgeschlossen. Dazu kommt noch, dass jeder im Ensemble noch eine Nebenfunktion hat: Hännesche Guretzky kümmert sich um die Beleuchtungstechnik und hat es darin zu höchster Professionalität gebracht, andere sind für Kulissen, Requisiten, Kostüme und Fundus zuständig. Bei welchem „normalen“ Schauspieler gäbe es das schon? Wenn Jacky für Knollendorf einen Wunsch frei hätte? „Oh Jott!“ Kurzes Nachdenken. Dann: „Dat et immer so wigger jeiht!“ Denn irgendwann steht man am Eisenmarkt vor einem Generationswechsel, da wird talentierter Nachwuchs gefragt sein für einen nahtlosen Übergang. Damit es fröhlich weiter heißen kann: „Mer jevven der Katz noch e beßche Heu!“ RUDOLF SPIEGEL.

„Hännesche em All“ Kinderstück mit Startreck-Atmosphäre

Die Handlung des neuen Kinderstücks „Hännesche em All“ beginnt mit einem Besuch der Knollendorfer am Tag der Offenen Tür im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Porz. Schäl verschafft sich Zutritt zu einem geheimen Raumschiff. Es bringt die Knollendorfer nach einem versehentlichen Start zum Planeten Oxygen II,

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auf dessen Oberfläche eine erdähnliche Atmosphäre herrscht. Bei der Landung wird das Raumschiff zerstört, Schäl und seine Freunde überleben aber und stellen fest, dass auf dem Planeten die Vulkanasen leben, die eine übergroße Nase ziert. Sie sind traurig, weil die Düsterlinge ihren König Nasales abgesetzt haben. Deren Herrscher Fürst Lavatron regiert in einem dunklen Palast mit Lavabrunnen. Hier ist Nasalla, die Tochter des Königs, als Leibeigene eingekerkert.

Die Vulkanasen halten Tünnes wegen seiner großen Nase für den verlorenen Sohn und Befreier vom Joch der Fremdherrscher. Hänneschen dringt mit den Freunden in den Palast ein, und als es Speimanes gelingt, den glühenden Lavabrunnen auszuspeien, endet die Herrschaft der Düsterlinge. Tünnes soll als neuer Anführer der Vulkanasen ein Leben in Saus und Braus führen, doch als man sich anschickt, die Knollendorfer mit einer Rakete zurück zur Erde zu bringen, überwältigt ihn das Heimweh und er fliegt mit zurück nach Köln. Das Hänneschen-Theater führt das neue Kinderstück vom 14.

September bis zum 28. Oktober auf, Mittwoch bis Samstag um 16 Uhr, Sonntag um 14.30 Uhr. Für einige Vorstellungen gibt es noch Karten, sie sind mittwochs bis sonntags von 13.30 bis 18 Uhr an der Tageskasse erhältlich. An den selben Tagen kann man auch telefonisch von 10 bis 14 Uhr unter 0221/258 12 01 und natürlich jederzeit im Internet www.haenneschen.de Karten bestellen.

Abends für die großen Kinder: Großes Theater auf kleiner Bühne – und die Hauptdarsteller gehen am Stock. Foto: Thielen.

Hänneschen für Erwachsene: „Der iwije Schäl“

Weit in die Vergangenheit zurück reicht die Handlung: der Schäl betreibt eine Gesellschaft, die das ewige Leben verspricht. Sie lässt Menschen einfrieren, um sie später wieder ins Leben zurück zu holen. Und das schon 1288 bei der Schlacht bei Worringen

(Foto) oder bei der Gründung des Kölner Männer-Gesang-Vereins 1842. Der Schwindel fliegt im Sommer 2007 auf, als alles, was in den vergangenen Jahrhunderten „betrügerisch aufs Eis geriet“, ans Licht der Sonne kommt. Karten gibt es bei den selben Stellen wie für das Kinderstück. (s. weiter links).

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Namen + Notizen de und ab 11 Uhr einen Brunch im Restaurant. Ab 14 Uhr gibt es stündlich Hausführungen, die Live-Musik teilen sich die „Madämchen“ und ein Akkordeon-Orchester. In der OktoberAusgabe des Bilder-Bogens werden wir die Maternus Seniorenwohnanlage noch einmal etwas ausführlicher vorstellen.

Klezmer und jiddische Lieder

Großes Fest: Maternus Seniorenwohnanlage wird runde „30“

Die Maternus Seniorenwohnanlage in Rodenkirchen wird im September 30 Jahre alt. In den drei Jahrzehnten ihres Bestehens hat sich die Einrichtung einen guten Namen weit über die Grenzen Kölns gemacht. Sie zählt heute zu einem Verbund, zu dem zwei Rehabilitationskliniken und 18 Senioren-Einrichtungen gehören. Gefeiert wird am ersten September-Wochenende. Am Samstag, 1. September, wird der Vorplatz an der Hauptstraße 128 mit grün-

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Für die Menschen da: Ein Teil der Mitarbeiter der Maternus Seniorenwohnanlage. Chef Wolfgang Lemmer und seine Stellvertreterin Antoinette von Oy stehen vorne rechts, Chefkoch Heinrich Schmitz, der Mann der ersten Stunde, ist hinten der vierte von rechts. Foto: Helmut Thielen.

weißen Fähnchen geschmückt und eine große Bühne aufgebaut. Es gibt einen Reibekuchenwagen, eine Gulaschkanone, Kinderschminken, Live-Musik, einen Biergarten und Verkaufsstände in der ersten Etage. Eröffnung und Begrüßung sind um 11.30 Uhr mit den „Kaminsfegern“, danach spielt die „Jazz-Gang-Cologne“ (11.30 bis 13.30 Uhr), ab 14 Uhr gibt’s Parodien und ab 16 Uhr singt ein Shanty-Chor. Den Abschluss bestreitet kein Gerin-

gerer als „King-Size-Dick“ (18 Uhr). Am Sonntag, 2. September, wird, wie Wolfgang Lemmer, Leiter der Einrichtung, dem Bilder-Bogen mitteilte, „mehr im Haus“ gefeiert. Der Chef von 157 Wohnungen, 100 Pflegeplätzen und einem häuslichen Krankenpflegedienst möchte hoffentlich zahlreiche Gäste bei Live-Musik im Biergarten und auf der ersten Etage des Hauses begrüßen. Es gibt wieder einige Verkaufsstän-

Ein besonderes Konzert für die Freunde von Klezmer-Musik und jiddischer Lieder steht am Sonntag, 16. September, um 20 Uhr in der Krypta von St. Severin, Im Ferkulum 29, auf dem Programm. Die Gruppe „nu“ präsentiert ihr neues Programm „a hering hot gelakht“. Karten gibt es nur an der Abendkasse. Die Füße auf dem Boden, der Kopf im Himmel – die Fest- und Ritualmusik der Ostjuden ist ein Erlebnis für Beine, Ohren und Herz. Eine Musik, die seit Jahrhunderten modern ist. Eine Musik, die erzählt und zum Tanzen fordert. Franka Lampe aus Berlin und Georg Brinkmann aus Bonn, die Gruppe „nu“, sind international renommierte Klezmer-Musiker, deren Musik ein wachsendes Publikum auf Festivals, Konzerten und Workshops begeistert. In der intimen Duo-Besetzung erhält die kraftvolle Musik einen unwiderstehlichen Reiz.


m e d s Au lbum Fotoanusplatz” er t a M „

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Das älteste Foto aus unserer heutigen kleinen Sammlung ist von 1950 oder 1951. Es zeigt Platz und Straße von „Koch`s Eck“ (ganz rechts) bis zur Einmündung in die Wilhelmstraße links neben dem kleinen Haus. Der Platz war noch unbebaut, die beiden Löschwasserbecken aus dem zweiten Weltkrieg, die beim Bau der Tiefgarage zum Vorschein gekommen sind, waren zugeschüttet. Auf der schwarzen Asche tummelten sich die Kinder, und die Rodenkirchener Jungens spielten täglich Fußball (wir berichteten). Die Maternusstraße im Hintergrund hätte zu diesem Zeitpunkt auch „kleine Budengasse“ heißen können, aber in den Buden regte sich damals schon das Geschäftsleben. Es gab unter anderem zwei Blumenläden, Haupt und Lülsdorf, die Ende der fünfziger/Anfang der sechziger Jahre auch schon Automaten mit Blumensträußen vor der Tür hatten. Ich weiß, dass wir als kleine Meßdiener, die sonntags morgens auf dem Weg zur Kirche waren, immer auf die Geldrückgabeknöpfe dieser Automaten gedrückt haben. Nicht selten haben wir das eine oder andere Markstück „erbeutet“, weil es für späte Zecher am Samstag Abend schon mal zu schwierig war, auf dem Heimweg die fünf Tulpen aus den einzelnen Fächern zu entnehmen.


Dieses Foto ist vom Beginn der sechziger Jahre. Rechts das „Hochhaus“, wie die Zeile dahinter Mitte der fünfziger Jahre erbaut. Wieder zu sehen: Das kleine Haus an der Ecke der Wilhelmstraße. Rechts daneben war ein kleines Plätzchen, auf dem später der erste „Fritten-Wagen“ von Rodenkirchen geparkt war. Der Besitzer hieß Albin Zinnecker und war ein Held meiner Kindheit. Eine Tüte Fritten kosteten damals 50 Pfennig, und ich erinnere mich noch ganz genau, als ich zu Beginn der sechziger Jahre den ersten „Ausländer“ meines Lebens sah: einen Italiener, der beim Verzehr seiner Fritten nach „Biera, Biera“ fragte. Da eine Frittenbude damals noch kein Bier verkaufte, schickten wir ihn schräg gegenüber in die „Bürgerstube“.

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Ein schönes Foto vom Maternusplatz, ebenfalls kurz nach 1960 entstanden. Wir haben es aus zwei Ansichtskarten zusammengesetzt, denen wohl ein schwarz-weiß-Foto zugrunde lag. Es ist noch die „Erstausstattung” an Läden zu sehen, wie das Süßwaren-Geschäft „Bonbonniere“ und das Milchgeschäft Roßbach links neben der Eckkneipe, die heute „Maternus-Stube“ heißt. Parkplätze gab es damals „satt“, und unsere heiß geliebten „Politessen“ waren auch noch nicht erfunden. Zu beachten ist die Abbildung des heiligen Maternus auf der Front des Sparkassenhauses. Dieses Relief machte nach dem Bau des Hauses aus dem Marktplatz den „Maternusplatz“. Leider fiel der Heilige einer späteren Renovierung zum Opfer. Vielleicht ist er ja nicht ganz weg und könnte im Zuge der Umbaumaßnahmen samt Krummstab und Wappen seiner drei Bischofsstädte Köln, Trier und Tongern wieder ans Tageslicht kommen.

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Auch diesen beiden Fotos sind aus den ersten Jahren nach 1960. Interessant: der Bus an der Haltestelle ist der gleiche. Damals betrieb die Firma Pütz aus Sürth („Pütze Fuss“) den Busverkehr von Rodenkirchen auf die Dörfer. Ich erinnere mich, dass ich zu Grundschulzeiten des öfteren Schulfreunde „zum spielen“ besuchte, die zwischen Rodenkirchen und Weiß wohnten. Eine Fahrt mit dem Bus bis zur Haltestelle an der Fleischwarenfabrik Schlömer, die damals noch „Speck Kamps“ hieß, kostete zehn Pfennig („Kurzstrecke“).

Die Häuserzeile an der Maternusstraße ist fast komplett. Im Hintergrund fehlt noch die „Dresdner Bank“. Hinter der ersten Linde, die wie alle anderen schon lange verschwunden ist, ist verdeckt die Metzgerei Wagner zu sehen. Damals gab es noch zehn handwerkliche Metzger in Rodenkirchen. Das kleine Haus auf der Ecke zur Wilhelmstraße hat auch noch ein paar Jahre gestanden, bevor es durch den heutigen Neubau ersetzt wurde, in den dann die erste Rodenkirchener Filiale der „Kölner Bank“ einzog. Diese Bank bezieht in diesem Monat gegenüber von „Koch`s Eck“ ihr drittes Domizil. Im ersten ist jetzt die Metzgerei Wagner, mittlerweile als einzige handwerkliche Metzgerei in Rodenkirchen.

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Das ist der Maternusplatz im aktuellen Zustand. Man sieht, dass was passiert und nach der Tiefgarage auch die Platzoberfläche so langsam Gestalt annimmt. Die ersten der insgesamt siebzehn Kübel für die Baumbepflanzung sind auch schon zu erkennen. Leider wird ein Teil des Platzes noch rund ein Jahr als Bauplatz für den Bau der beiden Häuser dienen müssen. Und nicht nur die Geschäftsleute und Anwohner, sondern auch die Menschen, die gerne hierhin zum einkaufen kommen, hoffen, „dass es jetzt schnell geht“ und der Platz sich bald in seiner endgültigen und schönen Form präsentiert.

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Großes Gewinnspiel rund um den Maternusplatz Warengutscheine für über 1.000 Euro zu gewinnen – Einsendeschluss am 22. September Wie gut kennen Sie die Geschäftswelt rund um den Maternusplatz? Um das einmal zu testen, hat der Bilder-Bogen zusammen mit den Geschäftsleuten und Gewerbetreibenden rund um den Maternusplatz ein Gewinnspiel aufgelegt. Das Mitmachen ist ganz einfach: Schneiden Sie den Fragebogen aus und testen Sie Ihr Wissen. Regelmäßige Leser unserer Zeitschrift, und wer ist das eigentlich nicht, werden einige der Fragen „aus der Hand“ beantworten können. Doch am einfachsten ist es, sich mit dem Fragebogen auf den Weg zu machen und die Fragen „vor Ort“ zu klären. Es sind einfache Fragen dabei, mittelschwere, aber auch einige „knifflige“. So nach dem Motto: „Fragen kostet nichts“. Fragen lohnt sich aber auch. Denn als Gewinne winken Einkaufs-Gutscheine in einem Gesamtwert über 1.000 Euro. Gestiftet von den Geschäftsleuten rund um den Maternusplatz. Also: nehmen Sie Fragebogen und einen Stift zur Hand und machen sie einen Bummel über den Maternusplatz und die Maternusstraße. Wenn Sie eine haben – nehmen Sie die ganze Familie mit. Füllen Sie den Fragebogen aus, geben Sie ihn bis zum 22.September in unserem Büro in der Wilhelmstraße 59 (einen Steinwurf entfernt vom Maternusplatz) ab oder werfen ihn ganz einfach in den Briefkasten. Nach dem Einsendeschluss werden die Gewinner aus allen richtigen Einsendungen unter notarieller Aufsicht gezogen. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Die Veranstalter wünschen viel Spaß und Erfolg beim Mitmachen!

Den Bogen mit den zu lösenden Fragen finden Sie umseitig 23


1. In der wievielten Generation heißt der Inhaber der Bäckerei auf der Ecke Hauptstr./Maternusstr. Hubert Koch?

2. Wie lang existiert Pelzmoden Vogt?

3. Wie lautet der Kosename des Chefs von Obst-Gemüse-Feinkost Walterscheidt?

4. Wie lange gibt es schon die Pfeil-Apotheke?

5. Von welcher Uhrenmarke kann man zur Zeit bei Juwelier Behrendt eine Uhr aus der Reihe „Newport“ gewinnen?

6. Wie heißt die Top-Hosenmarke bei Wittig?

7. Was ist im Logo von Schmitz-Nittenwilm zu sehen?

8. Für welche Wurst wurde die Metzgerei Wagner vor kurzem prämiert?

9. Was steht auf dem großen roten Herzen im Ballonladen Deko Art?

10. Wie schnell entwickelt Foto Morchel Bilder von Digitalkameras?

11. Seit wann existiert EP:Badorf?

12. Wie hoch ist der günstigste Darlehens-Zins aller Bausparkassen und von wem ist er – laut Aushang bei der Stadtsparkasse Köln/Bonn?

14. Welche Sorte Kölsch schenkt die Maternus-Stube aus?

15. Welche Blume wird zu dieser Jahreszeit in bunten Sträußen beim Gänseblümchen verarbeitet und dient zugleich in der Bretagne als dekorative Heckenpflanze?

16. Woher stammen die Düfte von Wohnen & Kunst?

17. Seit wann gibt es das Reisebüro Maternus Reisen?

18. Wie viele Meister arbeiten bei Optik Imgenberg?

19. Was verleiht Engels Sports im Winter?

20. Seit wann führt das Schuhhaus Müller Schuhreparaturen durch?

21. Seit wann gibt es das Neuform-Reformhaus Oessenich in Rodenkirchen?

22. Bis zu welcher Schuhgröße verkauft M3 Kids Footwear Kinderschuhe?

Name

Straße

PLZ/Ort

Telefon

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Namen + Notizen Dorfgemeinschaft Sürth: Bürgerfest zum 50-jährigen

Ihr 50-jähriges Bestehen feiert die Dorfgemeinschaft Sürth mit einem Bürgerfest am ersten September-Wochenende. Den Auftakt bildet am 1. September auf dem Sürther Marktplatz ein ökumenischer Gottesdienst mit Diakon Wolfgang Kitze und Pfarrer Gerald Warnecke. Anschließend moderiert Sebastian Koerber auf der großen Bühne ein vor allen Dingen musikalisches Programm. Ab 14.30 Uhr tritt der MännerGesang-Verein Weiß auf. Um 15 Uhr werden zahlreiche der bisherigen Maiköniginnen begrüßt. 16 Uhr folgt das Tanzkorps der „Kapelle Jonge“, und um 17 Uhr serviert die Cover-Band „Los Rockos“ kölsche Tön. Nach den „Jecken Römern“ (18.30 Uhr) gibt es ab 19 Uhr Samba mit der Gruppe „Quasi do Brasil“. Schließlich unterhalten ab 20 Uhr die „Bengels“ mit PopMusik. Am Sonntag, 2. September, spielen von 12 bis 16 Uhr die Rheinisch-Bergischen Musikanten auf, unterbrochen von Auftritten der Sürther Musikschule von Nadja Schubert, der weiblichen „Playbacks“ aus Rodenkir-

chen und des Akkordeon-Orchesters Zöllner. An beiden Tagen locken neben einem reichen Angebot an Getränken und Speisen Kinderbelustigungen. Auf die jungen Besucher warten Spiele und Schminken, ein Luftballon-Wettbewerb, Karussell, Polizei- und Feuerwehrfahrzeug.

Weiß: Computerkurse im Jugendzentrum

Das Kinder- und Jugendzentrum in Weiß, Georgstraße 2, bietet auch im September wieder Computerkurse für Kinder und Erwachsene an.

„CD und DVD brennen“ heißt es am 3. September von 10 bis 13 Uhr. Hier wird gezeigt, was man mit „Nero“ alles machen kann, wie man Sicherheitskopien anfertigt, wie man Audio-CDs ins MP3-Format umwandelt, wohin die technologischen Trends gehen und worauf man beim Kauf eines neuen Gerätes unbedingt achten sollte. „Sicherheit im Internet“ ist am 4. September von 10 bis 14 Uhr im Angebot. Dieser Kurs ist neu und für jeden Internet-Nutzer ein Muss. Hier lernt man, wie Betriebssystem, „Firewall“ und Anti-Viren-Programm zusammenarbeiten. An praktischen Beispielen wird gezeigt, wie man

Prof. Karl Lauterbach, Dr. Norbert Burger und Wolfgang Bosbach diskutierten in der Residenz am Dom. (haf)

Fehlbedienungen vermeiden und wieder rückgängig machen kann, wenn es dann doch einmal passiert. Außerdem wird an zahlreichen E-Mail-Beispielen gezeigt, wie Betrüger einen in die Falle locken wollen. Eine Anmeldung zu den Kursen ist unbedingt erforderlich. Jeder Teilnehmer erhält ein ausführliches und verständliches Schulungshandbuch und eine menügeführte CD. Informationen auch zu weiteren Computerkursen in diesem Halbjahr gibt es unter der Rufnummer 02232/150 100.

Stadtgespräche mit Prof. Karl Lauterbach und Wolfgang Bosbach

Der große Saal in der Residenz am Dom reichte an diesem Abend nicht mehr aus, denn bei

den „Stadtgesprächen“ hatte Moderator Dr. Norbert Burger hochkarätige Gäste eingeladen. Über gesundheitspolitische Fragen diskutierte der Ex-OB an diesem Abend mit dem Experten für die Programmkommission der SPD-Bundespartei, Prof. Karl Lauterbach, und dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Bosbach.

An exemplarischen Fällen erklärten die beiden Politiker ihre unterschiedlichen, aber auch oft gemeinsamen Ansichten zum Thema Patientenverfügung. Dabei gehe es in den im Bundestag eingebrachten Gesetzentwürfen um die entscheidungsunfähigen Patienten. Hier soll in Zukunft eine klarere Richtlinie den Ärzten mehr Entscheidungssicherheit bieten.

Hinweis:

Aus technischen Gründen können wir mit der KarnevalsBerichterstattung erst im Oktober beginnen. Wir bitten alle Karnevalisten um Verständnis.

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Bilder-Bogen Promotion

Fachleute für Autoteile und Zubehör in Rodenkirchen: Karl Quack (links) und André Lange. Foto: Thielen.

Autoteile und Zubehör für Werkstätten und Privatkunden

Wenn aus zwei Firmen eine wird, wird schon mal ein Standort aufgegeben. Nicht so bei der Fusion der Quack Autoteile und der ADV GmbH: Zwar geht das reine Werkstattgeschäft der neu gegründeten „Quack ADV GmbH Autoteile und Zubehör“ nach Lohmar, der Standort an der Ringstraße 55 in Rodenkirchen bleibt aber erhalten.

„Wir werden uns in Rodenkirchen wieder mehr für den Privatkunden öffnen, der sich selbst um sein Auto kümmert, der sein Auto aus Gründen der Werterhaltung entsprechend pflegt, und selbst schon mal ein GepäckträgerSystem montieren kann“, so Karl Quack, einer der Geschäftsführer der Firma. Er hat die Firma 1970 in Rodenkirchen gegründet und mit viel Kompetenz und Fachwissen aus-

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gestattet. André Lange hat hier seine Lehre gemacht, sich zu einem absoluten Fachmann entwickelt und berät die Kunden hervorragend. Ausserdem ist die Firma Quack hier in Rodenkirchen eine offizielle Rheingas-Station, wo Gas-Flaschen mit fünf, 11 oder 33 Kilogramm Gas zum heizen oder für das nächste Grillfest käuflich erworben werden können. „Für die Gas-Lagerung haben wir extra angebaut“, so Karl Quack zum Bilder-Bogen.

Nach Lohmar ist die Logistik der „Quack ADV GmbH Autoteile und Zubehör“ gezogen. In Fachkreisen weiss man schon länger: diese Firma liefert 95 Prozent aller Ersatzteile innerhalb von zwei Stunden. Und das kommt den Werkstätten zugute, die somit rund um den Tag mit Ersatzteilen versorgt werden.


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Um 1870 wurde hier mit solchen Booten gesegelt.

Heute beherrschen Motoryachten die Szenerie auf dem Wasser.

25 Jahre Bilder-Bogen – Schiffsparade auf dem Rhein, heute und anno dazumal Die Attraktivität unserer „Dörfer am Rhein“ ist zu einem nicht geringen Maße durch den Strom und das Leben auf ihm bestimmt. Rodenkirchen, Weiß und Sürth sind alte Fischerdörfer und der ufernahe Weg entlang des Rheins heißt nicht von ungefähr Leinpfad, denn hier wurden ehedem die Schiffe mit Leinen von Pferden gezogen. Viele Gastronomiebetriebe sind aus früheren Pferdestationen entstanden und die Bootshäuser auf dem Wasser oder in den Seitenstraßen beherbergten Ruder-, Kanu- oder Kajakboote. An den Pontons der schwimmenden Bootshäuser sind heute meist Motoryachten vertäut und das eine oder andere Jetboot startet von hier aus in die Wellen.

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Viele werden sich sicher auch noch an Wasserskifahrer erinnern, die hinter den schnellen Booten ihre Runden drehten. Vor 20, 30 Jahren existierte außerdem noch ein starkes Miteinander bei allen Wassersportfreunden. Dies ist in den letzten Jahren einem eher individualistischen Nebeneinander gewichen. Wolfgang Kraus, der sein Boot am Bootshaus Albatros liegen hat, und Heinz-Georg Goebel von den Wassersportfreunden km 675 am Sürther Bootshaus wollen nun die alten Gepflogenheiten wieder aufleben lassen. Das Gemeinsame und das Gesellige, egal ob Ruderer, Kanute oder Motorbootfan, soll wieder entstehen. Gemeinsame Interessen können dabei auch besser ver-

treten werden, als als Einzelkämpfer. Wer sich für weitere Informationen interessiert kann per E-Mail Kontakt aufnehmen mit Wolfgang Kraus (krauswolfgang@freenet.de) oder HeinzGeorg Goebel (goebel@heguba.de). Eine erste gemeinschaftliche Aktion der Motorbootfahrer aus Sürth, Porz, Rodenkirchen und dem Rheinauhafen wird in diesem Jahr aus Anlass des 25-Jährigen des Bilder-Bogen-Jubiläums eine gemeinsame Fahrt nach Rodenkirchen sein. Am 30. September starten die Boote aus Sürth ab 15:00 Uhr über Porz, fahren dann langsam Richtung Rodenkirchen und sammeln sich gegen 15:45 an der Marienburg. Hier kommen dann noch die

Boote aus Rodenkirchen und dem Rheinauhafen hinzu und alle zusammen passieren dann stromaufwärts das Marienburger Bootshaus, das Rhein Roxy, die Alte Liebe, Bootshaus Albatros und Bootshaus Rodenkirchen. Während auf dem Floss des Bootshaus Albatros die Rodenkirchener Dorfbläser spielen, erhalten alle Teilnehmer an dieser Stelle bei der Vorbeifahrt ein Präsent des Bilder-Bogen. Zum Schluss machen sich dann alle auf zu ihren Heimathäfen und feiern dort das Ende der Saison 2007. Wie das Miteinander funktionieren kann, zeigten die Wassersportler während des RheinKanuSprint am 25. August 2007. Der Verein für Wassersport BlauWeiß Köln als Ausrichter dieses beliebten Wildwassertreffs freute sich über einige Motorbooteigner, die ihre Boote wie an einer Perlenschnur entlang des


Namen + Notizen Dorfgemeinschaft: 100 Jahre Weiß auf 900 Bildern

Da war Maria Schmitt doch sehr überrascht: „Das Foto habe ja ich gemacht,“ rief sie aus, als sie auf einer der vielen Stellwände ihren kleinen Bruders entdeckte. Das Bild zeigt einen grinsenden Lausejungen, der ganz stolz sein Kettcar präsentiert. Und das ist mittlerweile über 50 Jahre her. Jetzt hängt das Foto mit über 900 anderen zusammen in einer Ausstellung mit alten Bildern zum Stadtteil Weiß, von der Dorfgemeinschaft Weiß auf die Beine gestellt. In über einem Jahr Arbeit hat sie in Weiß alte Bilder gesammelt, zusammengetragen und ausgestellt. Der kleine Junge auf dem Kettcar ist übrigens Friedhelm Brodesser. Heute ist er Geschäftsführer der Dorfgemeinschaft und der Kurator der Ausstellung. Er scannte alle Fotos ein, vergrößerte und laminierte die Bilder. Auch die Stellwände hat er gebaut. „Anschließend haben sich die Damen der Dorfgemeinschaft die Finger blau gepinnt und alle Fotos an den Stellwänden befestigt“, erzählte Gudrun Umeh von der Dorfgemeinschaft mit einem Lachen. Und die viele Arbeit hat sich gelohnt. 25 Stellwände standen

Zahlreiche Besucher zog die Fotoausstellung im Weißer Pfarrsaal an. Foto: Sarah Thielen.

im Pfarrheim von St. Georg zur Ansicht bereit. Sortiert nach Themen wie Schule, Kirche und Karneval gaben die Bilder Einblick in die Geschichte der letzten 100 Jahre. „Besonders schön ist ein Bild, dass das alte Eis-Café auf der Weißer Hauptstraße zeigt, es sieht aus wie ein Puppenhaus“, erzählt Brodesser. „Entstanden muss das Bild so um 1927 sein, da stand die Hochwassermauer nämlich noch nicht“, versucht er zurück zu rechnen. Sehenswert ist auch das Bild des ersten Karnevalszuges nach dem Krieg. Ein Prinz Heinrich I. zieht auf seinem

Wagen an den zum größten Teil unmaskierten Jecken vorbei. Die ältesten Bilder sind vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Und das jüngste Bild? Das ist erst wenige Wochen alt und stammt aus der August-Ausgabe des Bilder-Bogen. Das Foto zeigt den Weißer Bürger Hans Frinken, Mitglied der „Blauene Funken“ in Köln, der als FunkeMariechen verkleidet auf der Hochzeit von Oliver Fischenich und Kerstin Mais erschien, und es so auf die Weißer-Ahnentafel geschafft hat. Überhaupt haben die Aussteller Wert darauf gelegt,

viele Personen aus Weiß zu zeigen. „Die Stellwände zum Thema 'Menschen in Weiß' nehmen den größten Platz in der Ausstellung ein“, erzählte Dr. Eva Fiedler, Vorsitzende der Dorfgemeinschaft. „Diese Portrait- oder Gruppenbilder von Weißer Bürgern kommen auch besonders gut an, da die Besucher sich selber oder auch Verwandte oder Bekannte wieder erkennen“, berichtete sie weiter. Die Dorfgemeinschaft sammelt übrigens weiter fleißig alte Fotos, damit im nächsten Jahr eine zweite Ausstellung folgen kann. SARAH THIELEN.

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Namen + Notizen wohl bedachter Dekoration schmückt sie den jeweiligen Auftrittsort. Den Rest erledigt ihre Ausstrahlung: Mit funkelnden Augen und freier Erzählung versetzt Arnold ihr Publikum regelrecht in märchenhafte Welten.

Die Märchenerzählerin tritt vorwiegend im Kölner Raum auf. Ihr Repertoire umfasst mittlerweile 50 Märchen aus aller Herren Länder. Die Frühpensionärin ist Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller und hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht. Das Feuer im Kamin ist zwar unecht, trotzdem sind die jugendlichen Zuhörer von „Märchentante“ Marlis Arnold gefesselt. Foto: Thielen.

Märchen-Matinees in der Jungen Kammeroper

„Märchen dienen nicht einfach nur der Unterhaltung, sondern rühren auch das Herz an“, behauptet Marlis Arnold, Märchenerzählerin aus Sürth. Für ihre märchenhafte Leidenschaft stieg sie frühzeitig aus dem Schuldienst. 30 Jahre hatte Arnold Deutsch und Französisch unterrichtet – davon 22 Jahre am Gymnasium Rodenkirchen. In der Schule sei nur der Kopf gefragt, sagte Arnold. „Mit Märchenerzählungen aber kann ich mich am Kopf meiner Zuhörer

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vorbei zu deren Herzen schlängeln.“

Seit 1992 gehört Marlis Arnold der „Europäischen Märchengesellschaft e. V.“ an. Nicht zuletzt, um sich als Märchenerzählerin dort ausbilden zu lassen. Vor elf Jahren begann die ehemalige Lehrerin, Kindern und Erwachsenen klassische wie selbst verfasste, alte und neue Märchen von Sonne und Mond, Liebe und Freundschaft, großen und kleinen Tieren zu erzählen. Dabei weiß die Sürtherin die Geschichten geschickt in Szene zu setzen: Mit einfacher, aber

In Rodenkirchen wird Marlis Arnold in diesem Jahr noch zweimal in der Jungen Kammeroper Köln in der Friedrich-Ebert-Straße 4 für Kinder ab fünf Jahren und Erwachsene wunderbare Märchen erzählen. Am Sonntag, 28. Oktober, um 11 Uhr stehen Märchen mit Musik von Sonne, Mond und Sternen (Wie die Mondfrau den Mondmann einmal erzürnte) auf dem Programm. Am Sonntag, 11. Dezember, um 11 Uhr gibt es „Märchen zur Weihnachts- und Winterzeit“: Auf der Fensterbank sitzt ein kleiner Stern und hört und zu“. Kinder zahlen vier Euro, Erwachsene acht Euro. Kartentelefon 0221/24 36 12, Info auch unter www.maerchenfraukoeln.de.

KSI: Mutig an die Medien!

Unter dem Motto „Mutig an die Medien!“ lädt das KatholischSoziale Institut ältere Erwachsene, Seniorinnen und Senioren vom 12. bis 16. November zu einer Bildungswoche nach Bad Honnef in die Selhofer Straße 11 ein. Vom Computerkurs über Kreatives Schreiben bis hin zum Foto-Workshop können die Teilnehmenden zwischen sechs verschiedenen Themen wählen. Einschließlich Unterkunft, Verpflegung, Arbeitsmaterialien und Freizeit-Programm kostet die Fortbildung 280 Euro. Aus folgenden Schwerpunkten können die Teilnehmenden ihr Thema für die Bildungswoche wählen: Computer- und InternetGrundkurs „Ran an die Tasten“; Computer- und Internet-Aufbaukurs „PC goes Multimedia“; Hörbuch-Workshop „Unsere Stimme zählt“; Kreatives Schreiben „Schreib mal wieder“; Öffentlichkeitsarbeit „Professionell an die Presse“ und das Fotografieren „Voll im Bilde“. Ausführliche Informationen und Anmeldung unter Telefon 02224/955-130, Fax 02224/955100; E-Mail: medienkompetenz @ksi.de, Internet: www.ksi.de. Hier kann man auch weitere Medienkurse und das Gesamtprogramm anfordern.


Feierliche Einbürgerung für neue deutsche Staatsbürger

Seit elf Jahren lebt Olga Plachtienko nun schon in Deutschland. Bis vor kurzem war sie Ukrainerin, jetzt hat sie auch die deutsche Staatsbürgerschaft. „Wirklich anders fühle ich mich dadurch nicht“, erzählt sie, „aber es erleichtert viele bürokratische Angelegenheiten und das Reisen außerhalb Deutschlands.“ Ähnlich geht es Anab Awale. Sie kam mit sechs Jahren aus Somalia

Nach dem Einbürgerungs-Akt im Bezirksrathaus: Bezirksbürgermeisterin Monika Roß-Belkner (vorne Mitte) und zwölf neue Deutsche. Foto: Sarah Thielen.

nach Deutschland, lebte erst in Stuttgart und nun in Köln. „Eigentlich habe ich mich schon lange als Deutsche gefühlt, jetzt habe ich es sogar schriftlich“, berichtet die junge Frau.

Auch wenn die Beiden sagen, dass sich gefühlsmäßig mit der neuen Staatsbürgerschaft nichts geändert hat, so haben sie sich den Entschluss gründlich überlegt. „Schließlich ist es schon ein großer Schritt, eine neue Staats-

bürgerschaft anzunehmen“, meint Monika Roß-Belkner, Bezirksbürgermeisterin von Rodenkirchen. Und um dies zu dokumentieren, wird die Verleihung der Staatsbürgerschafts-Urkunde nun auch in festlichem Rahmen gefeiert. In regelmäßigen Abständen werden die neuen Deutschen aus dem Stadtbezirk Rodenkirchen ins Bezirksrathaus eingeladen und bekommen ihre Urkunde überreicht.

Auch bei der letzten Einbürgerungsfeier zeigte sich wieder, wie unterschiedlich die Herkunftsländer der Menschen sind. Ursprünglich kommen sie aus Kenia, Italien, Marokko, Kasachstan, Indien, Rumänien, Somalia, der Ukraine, der Türkei oder dem Iran. Auch wenn einige von ihnen ihre alte Staatsbürgerschaft behielten, jetzt sind sie alle Deutsche. „Wir sind besonders stolz darauf, dass Sie sich für Köln als Wohnort entschieden haben“, gibt Roß-Belkner den Anwesenden mit auf den Weg. „Köln gilt als tolerante Stadt mit einer langen Einwanderungstradition. Damit das so bleibt, ist vor allem eine gemeinsame Sprache entscheidend“, so die Bezirksbürgermeisterin. Bei dieser Gelegenheit nutzte sie aber auch die Chance, die neuen Staatsbürger dazu zu ermutigen, von ihrem neuen Wahlrecht Gebrauch zu machen und sich in der Gesellschaft zu engagieren. Engagement kann sich ihrer Meinung nach auch in Kleinigkeiten zeigen. „So freue ich mich zum Beispiel sehr, dass Nahan Nikjooyfard, den ich vor kurzem eingebürgert habe, sich bereit erklärt hat, diese Einbürgerungsfeier musikalisch zu untermalen“, beschreibt Roß-Belkner eine Möglichkeit, in der Gesellschaft aktiv zu werden. (STH).

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Namen + Notizen Künstlerin Reni Kauka. „Das zeichnerische Talent von Barbara Peters war schnell zu erkennen“, erzählt Kauka anlässlich der Ausstellungseröffnung. Besonders die Acryl-Technik hat es Peters angetan.

„Impressionen am Rhein“: Barbara Peters stellt ihre Werke in der Maternus Seniorenwohnanlage aus

Der Rhein hat sie immer schon fasziniert. Seit ihrer Jugend wohnt Barbara Peters in Rodenkirchen in Rhein-Nähe und der Strom zog sie schnell in seinen Bann. „Früher bin ich oft im Badeanzug bis zum Strandbad gelaufen und von dort bis nach Hause zurück geschwommen“, erzählt sie. Auch sei sie viel am Rhein spaziert und Fahrrad gefahren. Manchmal saß sie auch auf einer Kribbe und malte die

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Ausstellungseröffnung: Von links Ute Vogl vom Maternus Seniorenwohnheim, Reni Kauka, Barbara Peters und ihr Sohn Wolfgang Peters. Foto: Sarah Thielen.

Rodenkirchener Riviera. So wundert es nicht, dass die meisten Werke der Künstlerin Barbara Peters den Fluss und seine Umgebung zeigen. Diese und einige andere Motive sind nun in der Maternus Seniorenwohnanlage auf der Hauptstraße 128 in Rodenkirchen zu bewundern. Die Ausstellung zeigt eine Retrospektive aus vielen Jahren. „Welchen Zeitraum die Bilder abdecken, weiß ich gar nicht so genau“, erzählt Peters. „Aber der Rhein und sein Ufer tauchen immer wieder auf“, berichtet die 85-jährige Künstlerin weiter.

Gemalt und gezeichnet hat sie eigentlich immer schon. „Selbst während des Krieges habe ich jedes Stückchen Papier bemalt, was mir in die Finger fiel“, erzählt sie. Zu dieser Zeit absolvierte sie auch eine Ausbildung an der „Meisterschule des deutschen Handwerks“ in den Fächern Dekorative Malerei und Grafik. In den Jahren danach blieb ihr wenig Zeit, weiter künstlerisch aktiv zu sein. Doch sie entdeckte ihre alte Leidenschaft wieder und besuchte als eine der ersten Schülerinnen die Malschule der Rodenkirchener

In den letzten Jahren malte Peters sehr fleißig. „Jetzt wurde es mir in meiner Wohnung zu eng mit den vielen Bildern, und aufhängen kann ich sie ja leider doch nicht alle“, sagt sie. Deshalb entschloss sie sich zu einer Ausstellung in der Maternus Seniorenwohnanlage. „Vielleicht wird das ein oder andere Bild ja so verkauft und findet einen schönen neuen Platz“, wünscht sie sich.

Neue Bilder entstehen immer wieder, nur von ihrem Lieblingsmotiv ist sie etwas abgekommen. „Leider ist es am Rhein nicht mehr so schön, viel zu laut und voll ist es da“, findet Peters. Nur selten entdeckt sie noch eine schöne Szene, einen Sonnenuntergang oder eine Lichtspiegelung, die ihr gefällt. Dann zückt sie ihren Fotoapparat und hält die Szene fest. Zu Hause malt sie dann die Szenen original nach. Wer die Rheinmotive und weitere Bilder von Barbara Peters sehen möchte, hat noch bis zum 16. September im Foyer der Maternus Seniorenwohnanlage Gelegenheit dazu. (STH).


Kirmes in Immendorf

Das Männer-Quartett „Frohsinn“ lädt als Veranstalter wieder zur Immendorfer Kirmes ein. Auftakt im Festzelt auf dem Kirmesplatz (mit Schaustellern) ist am Freitag, 28. September, um 19 Uhr mit dem offiziellen Fassbier-Anstich und einem kulturellen Abend mit kleinem Chorkonzert. An Samstagabend ab 20 Uhr stehen Tanz und Geselligkeit im Festzelt im Mittelpunkt.

Der Sonntag, 30. September, sieht ab 9.30 Uhr den Festgottesdienst des Pfarrverbandes „Rund um Immendorf“. Es singt der Kirchenchor St. Servatius, anschließend ist Frühschoppen mit Musik. Ab 14 Uhr folgt die Kaffeetafel, um 15 Uhr der Auftritt der Immendorfer Kindergarten-Flummies, anschließend wieder Tanz und Unterhaltung. Die Kirmes endet am Montag, 1. Oktober, um 15 Uhr mit der traditionellen Kaffeetafel für die Immendorfer Senioren. An allen Tagen gibt es einen reichhaltigen Imbiss, Reibekuchen, Waffeln, Kuchen. Neu in der Bewirtung ist das Pittermännchen zum selber zapfen in der Runde. Das Männer-Quartett „Frohsinn“ mit dem Vorsitzenden Hansjörg Glos an der Spitze freut sich auf zahlreichen Besuch.

Kostenlose Broschüre zum Schulanfang: Pausenbrot statt Pommes

der sollen zudem auf jeden Fall ein Getränk mit in die Schule nehmen – am besten kalorienarm – zum Beispiel eine Apfelsaftschorle. Viele Schulen bieten auch schon entsprechende Getränke an.

Spezielle Produkte für Kinder wie zum Beispiel Kinderjoghurt oder Müsliriegel sollten allerdings kritisch betrachtet werden. Sie enthalten meist jede Menge Zucker oder Fett und sind daher nicht für eine gesunde Kinderernährung zu empfehlen. Interessenten erhalten zum Thema gesunde Ernährung für Schulkinder die kostenlose Broschüre „Pausenbrot statt Pommes – Gesunde Ernährung für Schulkinder“ bei der „Novitas Vereinigte BKK“ unter der Hotline 0180-200 10 91.

Michaelshoven: Hilfe für essgestörte Mädchen

Die erste und derzeit noch einzige Wohngruppe für essgestörte Mädchen und Frauen in Köln ist im Sommer 2006 ins alte Pfarrhaus in Michaelshoven gezogen. Anlass für den Vorstand der Diakonie, gemeinsam mit Partnern und Gästen auf ein Jahr intensive Betreuung und Hilfe für die Betroffenen zurückzublicken. Denn im Pfarrhaus wohnen mittlerweile insgesamt sechs Mädchen ab 14 Jahren und junge Frauen, die an Magersucht (Anorexie) oder Ess-Brech-Sucht

Schirmherrin Ulrike Nasse-Meyfarth (zweite von links) mit dem Vorstand der Diakonie Michaelshoven, Pfarrer Martin Steinbrink und Dr. Stefan Ziegler, Bereichsleiterin Martina Wierschem und Wolfgang Schmidt, Geschäftsführer der Jugend- und Behindertenhilfe Michaelshoven gGmbH (von links) auf der Terrasse des Pfarrhauses. Foto: Privat.

(Bulimie) leiden. Durch einzelund gruppenpädagogische Maßnahmen, eine intensive Familienarbeit für die Angehörigen, regelmäßige Arztvisiten und Einzeltherapien sowie kunstpädagogische Angebote wird den Betroffenen auf dem Weg in eine selbstständiges Leben Unterstützung angeboten. Damit die Mädchen auch in einem adäquaten Umfeld leben können, wurde das Pfarrhaus ihren Bedürfnissen entsprechend komplett umgebaut. „Wir sind sehr dankbar, in diesem wunderschönen Haus wohnen zu dürfen. Unser Ziel ist es, in Zukunft mit unseren Problemen leben und uns selber gut um uns

kümmern zu können“, erklärte eine Bewohnerin. Neben Vertretern der Uniklinik Köln, der städtischen Klinik in Holweide, der Tagesklinik Pionierstraße sowie der Jugendämter und des Landesjugendamtes war auch Ulrike Nasse-Meyfahrt, ehemalige deutsche Hochspringerin und zweifache Olympiasiegerin anwesend. „Gerne habe ich die Aufgabe als Schirmherrin übernommen und hoffe, die Wohngruppe und die jungen Frauen weiterhin auf ihrem Weg in ein selbstständiges begleiten zu können“, so Nasse-Meyfahrt, die selbst Mutter zweier Töchter ist.

Ein gesunder Pausensnack in der Schule sorgt für den nötigen Energieschub. Leider zu viele Eltern verlassen sich darauf, dass ihre Kinder sich selbst etwas „Passendes“ für die PausenMahlzeit besorgen. Das endet dann nicht selten mit einem Schoko-Riegel oder einer Portion Pommes. Frisches Obst und Gemüse, wie zum Beispiel Äpfel, Kohlrabi oder Möhren und ein belegtes Vollkornbrot, sind als gesunder Pausensnack besonders empfehlenswert. Die hierin enthaltenen komplexen Kohlenhydrate sättigen gut. Sie gehen nur langsam in den Blutkreislauf über und steigern so die

Konzentrationsfähigkeit nachhaltig. Joghurt, ein Müsli oder Milch sind ebenfalls gut geeignet. Kin-

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Bilderbogen-Promotion

Unerfüllter Kinderwunsch: So behandelt man Unfruchtbarkeit heute

Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO sind weltweit circa 60 bis 80 Millionen Paare ungewollt kinderlos. In Deutschland sind etwa zwei Millionen Paare mit diesem Problem konfrontiert. Der Trend ist eindeutig: Die Zahl der Paare mit unerfülltem Kinderwunsch steigt. Eine Ursache dafür liegt auch im gesellschaftlichen Wandel. Zum einen schieben Männer und Frauen die Familiengründung immer weiter auf. Zum anderen sind die Frauen bei der Geburt ihres ersten Kindes immer älter. Doch bereits mit dem 30. Lebensjahr nimmt die Fruchtbarkeit der Frau langsam ab. Ursachen von Fruchtbarkeitsstörungen In den meisten Fällen liegt keine vollständige Unfruchtbarkeit, sondern lediglich eine Fruchtbarkeitsstörung vor, die medizinisch behandelt werden kann. Nach heutigem Kenntnissstand geht die Medizin davon aus, dass die Ursachen der Kinderlosigkeit zu ungefähr 30 bis 40 Prozent beim Mann liegen. In diesen Fällen spricht man von „Zeugungsunfähigkeit“. Ebenfalls in circa 30 bis 40 Prozent der Fälle ist die Frau unfruchtbar. Bei 15 bis 30 Prozent der Paare liegt es sogar an beiden Partnern, dass der Kinderwunsch unerfüllt bleibt. Bei einem geringen Prozentsatz sind – auch nach gründlicher ärztlicher Untersuchung – keine organischen Ursachen für die Kinderlosigkeit feststellbar. 30

Die häufigsten Ursachen bei der Frau sind eine Störung der Eizellreifung, eine eileiterbedingte Unfruchtbarkeit oder eine Endometriose (Wachstum von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter). Die häufigste Ursache beim Mann ist eine Störung der Spermienreifung. Genaue Untersuchungen beider Partner helfen, die Ursachen festzustellen, warum es mit der ersehnten Schwangerschaft nicht klappt. Dies kann entscheidend für die weitere Behandlung sein und ermöglicht es, die Therapie genau auf die speziellen Bedürfnisse der einzelnen Paare abzustimmen und eine „maßgeschneiderte“ Kinderwunsch-Behandlung festzulegen. Die Seele leidet mit Trotz der großen Zahl an kinderlosen Paaren, ist die Erkenntnis, zu den Betroffenen zu gehören, für viele sehr belastend. Sie machen sich selbst Vorwürfe und haben das Gefühl, zu versagen. Zudem ist der Zustand meist eine Zerreißprobe für die Beziehung. Sie beeinträchtigt das Verhältnis des Paares zueinander genauso wie die Beziehung zu Freunden und Verwandten. Deshalb sollte eine Behandlung der Unfruchtbarkeit neben den körperlichen auch die seelischen Aspekte mit einbeziehen.

Der Bilder-Bogen sprach zu diesem Thema mit dem Spezialisten Professor Dr. Christoph Keck, Leitender Arzt der Abteilung für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin in der PAN-Klinik am Neumarkt. Seine Abteilung liegt bundesweit mit an der Spitze der mittlerweile

Intracytoplasmatische Injektion einer Eizelle

rund 140 vergleichbaren Kliniken, die sich auf die Behandlung von unfruchtbaren Paaren spezialisiert haben. Bilder-Bogen: „Herr Professor Dr. Keck, warum sollen unfruchtbare Paare zu Ihnen kommen?” Professor Dr. Keck: „In den letzten Jahren wurden in der Behandlung der Unfruchtbarkeit große Fortschritte erzielt, so dass den betroffenen Paaren heute viele verschiedene Methoden zur Verfügung stehen. Die Sterilitätsbehandlung ist jetzt so erfolgreich, dass die meisten unfruchtbaren Paare genau so gute Chancen haben, ein Baby zu bekommen, wie fruchtbare Paare: Denn im normalen Monatszyklus liegen bei regelmäßigem ungeschützten Geschlechtsverkehr die Chancen auf eine Schwangerschaft bei circa 15 bis 20 Prozent. Bei der Kinderwunsch-Behandlung werden nach Durchführung von durchschnittlich drei bis vier Behandlungszyklen circa 80 Prozent der Frauen schwanger.“

Patienten-Informationsabend Der nächste Patienten-Informationsabend in der PAN-Klinik findet am Mittwoch, 5. September, um 19 Uhr in der Zeppelinstraße 1 in der Neumarkt-Galerie statt. Thema: „Ungewollt kinderlos – Möglichkeiten der modernen Fortpflanzungsmedizin“. Referenten sind Professor Dr. Christoph Keck und der Urologe Dr. Dr. med. Johan Denil. Interessenten können sich am Zentralempfang unter der Rufnummer 0221/2776100 anmelden. Informationen auch über künftige Veranstaltungen unter www.pan-klinik.de.

Bilder-Bogen: „Wie gehen Sie bei weiblicher Unfruchtbarkeit vor?“ Professor Dr. Keck: „Je nachdem, welche gesundheitlichen Probleme oder Störungen bei der Patientin festgestellt wurden, stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Auswahl: Chirurgische Eingriffe können helfen, Schäden an den Fortpflanzungsorganen, wie zum Beispiel verklebte Eileiter, zu beheben. Ist der monatliche Zyklus gestört oder bleibt der Eisprung aus, werden Hormonpräparate eingesetzt, mit denen die Eizellreifung angeregt wird. Wenn eine umfangreichere medizinische Behandlung erforderlich ist, greift man anschließend auf verschiedene Verfahren der assistierten Befruchtung, dass heißt, der künstlichen Empfängnis, zurück. Bilder-Bogen: „Welche Verfahren sind hier möglich?“ Professor Dr. Keck: „Da ist zunächst die Inseminationbehandlung. Hier werden die gereinigten Samenzellen des Mannes direkt in die Gebärmutter eingebracht. Dies geschieht mit Hilfe eines Katheters, der durch die Scheide in den Muttermund eingeführt wird. Die Samenzellen werden so direkt in die Gebärmutter eingebracht und können die Eizelle leichter erreichen und befruchten. Diese Methode wird oft zu Beginn der KinderwunschBehandlung angewendet, bevor man auf komplexere Techniken zurückgreift. Die In-vitro-Fertilisation (IVF), („Reagenzglasbefruchtung“) das bekannteste Verfahren der künstlichen Befruchtung, wird nunmehr seit über 20 Jahren ange-


Befruchtete menschliche Eizelle

wendet. Im Rahmen der Hormonbehandlung erhält die Patientin zunächst das Hormon FSH, das gezielt die Reifung mehrerer Eizellen in den Eierstöcken fördert. Hauptmerkmal der IVF ist, dass die Eizellen außerhalb des Körpers (dass heißt in vitro) mit den Samenzellen vermischt werden. Wenn ein Spermium die schützende Hülle der Eizelle durchdringt, verschmelzen Samenzelle und Eizelle und es kommt zur Befruchtung. Die daraus entstehenden Embryonen werden zwei bis fünf Tage später mit einem kleinen medizinischen Eingriff durch die Scheide in die Gebärmutter der Frau übertragen. Dort können sie sich einnisten, und die beginnende Schwangerschaft nimmt ihren natürlichen Verlauf. Bilder-Bogen: „Wie hoch ist die Erfolgsrate bei dieser Methode?“ Professor Dr. Keck: „Die Erfolgsrate für IVF lag während der späten 1990er Jahre ziemlich konstant bei circa 15 Prozent. Zahlen aus der jüngeren Vergangenheit zeigen jedoch, dass die Erfolgsrate deutschlandweit jetzt durchschnittlich an die 30 Prozent heranreicht. Ab einem Alter von 40 Jahren können jedoch nur noch fünf Prozent der behandelten Frauen damit rechnen, dass sie mit ihren eigenen Eizellen schwanger werden und ein Kind zur Welt bringen. Am PAN Institut liegen derzeit die Schwangerschaftsraten bei circa 45 Prozent pro Behandlung – und damit deutlich über dem Durschnitt und auch für Frauen oberhalb des 40. Lebensjahres kann bei uns noch in circa 15 bis 20 Prozent der Fälle eine Schwangerschaft

und in circa 10 Prozent eine Lebendgeburt erzielt werden. Bilder-Bogen: „Wie gehen Sie denn bei männlicher Unfruchtbarkeit vor?“ Professor Dr. Keck: „In den letzten Jahren haben sich Wissenschaftler und Ärzte zunehmend auch auf die männliche Unfruchtbarkeit konzentriert. Zur Bandbreite der derzeit verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten gehören die medikamentöse Therapie, die Chirurgie und Techniken der assistierten Befruchtung. Die Therapie mit dem Hormon FSH ist auch bei Männern sehr erfolgreich, allerdings nur bei Männern mit nachgewiesenem FSH-Mangel und diese Situation ist insgesamt sehr selten. In Zusammenarbeit mit unseren urologischen Spezialisten an der PAN-Klinik bieten wir sämtliche Möglichkeiten an, durch operative Eingriffe die Fruchtbarkeit des Mannes zu verbessern, sofern das medizinisch sinnvoll ist. So können zum Beispiel mit einem chirurgischen Eingriff anatomische Fehlbildungen korrigiert werden, denn Defekte an den männlichen Fortpflanzungsorganen können die Produktion der Samenzellen, deren Reifung oder die Ejakulation behindern. Ist dies nicht erfolgversprechend, so besteht die Möglichkeit, mit einer kleinen Operation Spermien aus dem Hodengewebe zu gewinnen. Eines der bekannteren Verfahren dieser Art ist die testikuläre Spermienextraktion (TESE). Sie wird meist dazu benutzt, eine künstliche Befruchtung nach dem ICSI-Verfahren vorzubereiten. Wenn die Zahl oder die Beweglichkeit der Samenzellen stark

eingeschränkt ist, wird heute meist die Intrazytoplasmatische Spermieninjektion, auch ICSI genannt, mit gutem Erfolg angewendet. Diese Methode ermöglicht eine Befruchtung, indem man ein einzelnes Spermium direkt in eine Eizelle spritzt. Da hierfür theoretisch nur eine einzige lebensfähige Samenzelle benötigt wird, können selbst Paare ein Kind bekommen, die früher als „hoffnungslose Fälle“ eingestuft wurden. Die anderen Maßnahmen der künstlichen Befruchtung, wie hormonelle Stimulation, Eizellpunktion und Transfer der befruchteten Eizelle in die Gebärmutter verlaufen identisch zur oben beschriebenen In-vitro-Fertilisation ab. Die Erfolgsraten bei der ICSI hängen stark vom Können des medizinischen Fachpersonals ab,

da sie in hohem Maße von der Qualität der Spermaaufbereitung sowie von der Beherrschung der Mikromanipulation beeinflusst werden. Auch das Einpflanzen der Embryonen in die Gebärmutter nach der Befruchtung außerhalb des Körpers erfordert viel Erfahrung. Aus diesem Grunde ist es wichtig, dass ich mich als Reproduktionsmediziner voll und ganz auf mein Team verlassen kann. Hier an der PAN arbeiten ausschließlich Experten mit langjähriger Erfahrung auf ihrem jeweiligen Gebiet. Das garantiert den Paaren, dass sie nicht von „Anfängern“ behandelt werden und das ist einer der Gründe für unseren Erfolg“. Bilder-Bogen: „Den Sie zweifellos haben. Herr Professor Dr. Keck. Wir danken Ihnen für das Gespräch!“

Zur Person: Professor Dr. Keck, Jahrgang 1965, wurde in Wewelsburg (Westfalen) geboren und studierte von 1984 bis 1992 Humanmedizin in Münster. Forschungsaufenthalte führten ihn nach Wien, London, Sydney und Melbourne. Von 1992 bis 2004 arbeitete er an der Universitäts-Frauenklinik in Freiburg und leitete dort die KinderwunschSprechstunde. Von 2002 bis 2004 war Professor Keck Leitender Oberarzt und Vertreter des Direktors der Frauenklinik. Von 2004 bis 2006 Tätigkeit als „Global Medical Director“ in der Pharma-Industrie mit Schwerpunkten in Asien und Südamerika. Seit August 2006 ist Professor Keck Leitender Arzt der Abteilung Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin an der PAN-Klinik (Gemeinschaftspraxis Drs Palm, Pütz, Dannhof, Keck) am Neumarkt in Köln. Professor Keck hat im Bereich der Endokrinologie und Reproduktionsmedizin mehr als 300 Vorträge gehalten und circa 120 Fachartikel veröffentlicht. Es gibt von ihm zwölf Bücher auf dem Markt, derzeit arbeitet er an einem Patientenratgeber, der im Februar 2008 im TriasVerlag erscheint. Professor Keck ist verheiratet, hat drei Töchter und lebt seit März 2007 in Rodenkirchen. 31


Namen + Notizen Maternusfest

Die katholische Kirchengemeinde St. Joseph und St. Remigius lädt zum traditionellen Maternusfest rund um den Kindergarten und das Pfarrheim „Arche“ in der Augustastraße in Rodenkirchen. Zum Auftakt am Sonntag, 16. September, lädt die Eine-WeltGruppe um 10 Uhr zu einer Afrika-Sonntagsmesse mit musikalischer Gestaltung in den Garten des benachbarten CaritasAltenzentrums ein. Anschließend findet das bunte Pfarrfesttreiben von 11 bis 18 Uhr mit vielen Spielen und Aktivitäten für Jung und Alt statt. Ein kleines BühnenProgramm wird auch geboten, für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt.

Edelmetall beim Leichtathletik Mehrkampfmeeting für TVR

Unbeeindruckt von starken Regenschauern starteten 30 Athleten des Turn-Verein Rodenkirchen im Alter zwischen acht und elf Jahren beim Kölner Leichtathletik Mehrkampfmeeting in Höhenberg. Der Wettbewerb setzte sich aus einem 50-MeterLauf, Weitwurf sowie Weitsprung zusammen.

Bei den Schülerinnen der Altersklasse elf Jahre überzeugte Nadine Egner mit einem tollen zweiten Platz. Für die gebürtige Stuttgarterin standen zum Ende der Konkurrenz eine fantastische 50Meter-Zeit von 7,95 Sekunden, eine Sprungweite von 3,45 Metern und eine Wurfleistung von 27 Metern zu Buche. Dicht auf den Fersen war ihr Teamkollegin Amelia Herwegen. Um knappe sechs Punkte verfehlte sie ihre erste Platzierung unter den ersten Drei und landete schließlich auf dem vierten Platz.

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Ein fast identisches Bild wies die Konkurrenz der Schüler (Altersklasse zehn Jahre) auf. Hier landete Tobias Boldizsar auf dem zweiten Platz. Zwei Plätze weiter hinten platzierte sich David Pfeil auf Platz vier. Im Dreikampf der Schüler (neun Jahre) überzeugte Neuzugang Felix Arnold mit einem tollen vierten Platz in seinem ersten Wettkampf. Auch Nadine Lux überzeugte bei ihrem Debüt und erkämpfte sich ebenfalls einen vierten Platz.

SPD unterstützt Planungen für den Steineuerhof als Bürgerzentrum

Nach Ortsbegehungen und eingehenden Gesprächen mit den Vertretern der Bürgervereine in Rondorf, Immendorf, Godorf und Meschenich hat der Vorstand des SPD-Ortsvereines RondorfSürth-Meschenich nach intensiver Vorberatung beschlossen, sich für eine künftige Nutzung des Steineuerhofes in Rondorf als Bürgerzentrum stark zu machen. Auch der SPD-Ortsverein schließt sich diesem Anliegen an. Auf dieser Grundlage hat die SPD-Bezirksfraktion auf der letzten Sitzung im August den Antrag gestellt, in dem die Verwaltung aufgefordert wird, eine bürgerschaftliche Nutzung des Steineuerhofes in einer Machbarkeitsstudie zu überprüfen. Dabei soll auch untersucht werden, ob in dieser denkmalgeschützten Hofanlage neben gemeinnützigen Angeboten auch verträgliche kommerzielle Nutzung möglich gemacht werden können, um damit eine zukunftsfähige wirtschaftliche Basis für die bürgerschaftliche Nutzung zu schaffen.

SPD-Stadtbezirksvorsitzende Cordula Steiner: „Von der Verwaltung wurden schon erste grundlegende Überlegungen angestellt. So bin ich optimistisch, das eine Bürger- und Begegnungsstätte im Steineuerhof möglich werden kann. Es gibt schon viele Beispiele in Köln, die zeigen, dass solche Bürgerzentren erfolgreich arbeiten können. Allerdings muss sich eine Bewirtschaftung rechnen. Deshalb ist es erforderlich, eine Mischnutzung zu verwirklichen, die eine bürgerschaftliche Nutzung ermöglicht!“ Ratsmitglied Hans Waschek ergänzt: „Der historische Steineuerhof darf als städtische Liegenschaft nicht verkommen. Ich setze darauf, dass dass Bürgerengagement in Verbindung mit der städtischen Gebäudewirtschaft und anderen Stellen der Verwaltung gemeinsam in einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit dem Steineuerhof zu neuem Leben verhelfen werden.“


Am 8. und 9. September:

In Weiß findet Kultur in der Sackgasse statt

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ereits zum fünften Mal findet am 8. und 9. September das etwas andere Straßenfest „Kultur in der Sackgasse“ statt. Im wahrsten Sinne des Wortes in der Sackgasse zwischen Weißer Kirmesplatz und Rheinufer, aber auch rund um die Kirche St. Georg, kann man sich auf das Kunst- und Kulturfestival freuen. An diesen Tagen zeigt die Kunst ihre Vielfalt und beweist, dass sie hier nicht in der sprichwörtlichen Sackgasse steckt. Organisiert wird die Veranstaltung wieder von einem Team engagierter Weißer Bürger um Hans Bott und Jörg Dahmen.

Das Oberthema des Festes orientiert sich in diesem Jahr an den Baumaßnahmen zum Hochwasserschutz und vor allem an der neuen Hochwasserschutz-Mauer, die am Rhein entlang entsteht. Frei interpretiert heißt das Motto deshalb: „Auf der Mauer – auf der Lauer...“ von dem sich die Künstler des Festes auch inspirieren lassen.

Fast 40 Künstler werden an den beiden Tagen die Straßen rund um das Weißer Kapellchen in ein offenes Atelier oder auch ein Open-Air Museum verwandeln. Die Kunstwerke reichen dabei von Malerei über Skulpturen und Objekte, Holzart, Ceramic-Art bis hin zu Glaskunst.

Doch nicht nur die Kunst-, sondern auch die Musik- und Kulturfreunde kommen bei „Kultur in der Sackgasse“ auf ihre Kosten. Traditionell beginnt die Veranstaltung am Samstag um 16 Uhr auf der großen Bühne auf dem Kirmesplatz mit einem Wortgottesdienst, der von Diakon Klaus Niederheide gehalten wird. Nach einigen Auftritten von ortsansässigen Vereinen, spielen von 18 bis 19.30 Uhr „The Firebirds“, eine Kölner Oldieband, die Hits der 60er bis 80er Jahre im Repertoire hat. Ab 20 Uhr sorgt die Rock-Pop Cover-Band „Roadhouse“ mit Songs von Pink, Green Day und Evanescens bis hin zu Robbie Williams für Stimmung. Aber auch Songs von AC/DC, den Rolling Stones, Deep Purple und Status Quo stehen auf dem Programm. Etwas ruhiger geht es um 17 Uhr in der Kirche St. Georg zu, wenn der Gemeindechor „Schalom“ der Synagogen-Gemeinde Köln sowie die Solistin Stefanie Schmitt ihr Können unter Beweis stellen. Lesungen und Erzählungen finden im Weißer Kapellchen statt. Um 17 Uhr liest Leander Linnhoff „Sagen und Legenden vom Rhein“, ab 18 Uhr berichtet die Märchen-Erzählerin Marlis Arnold „von Wasserhexen und Wassermännern“.

Zwei Fotos aus den Vorjahren: Im Jahr 2005 konnte Mitveranstalter Hans Bott Oberbürgermeister Fritz Schramma auf dem Fest begrüßen, im Vorjahr begeisterten Alphorn-Bläser die Zuhörer auf dem Kirmesplatz. Archivbilder: Thielen.

Am Sonntag geht es ab 12.30 Uhr los. Von 13 bis ca. 15.30 Uhr spielen das „Kölner Groove Kontor“ und das Blues Duo „Dr. Mojo“ zum Jazzfrühschoppen auf der großen Bühne. Spannend wir es ab 17.45 Uhr, wenn die Karaoke-Endausscheidung ansteht. Ab 19 Uhr heißt es „Tanzen, bis der Arzt kommt“, wenn die Band „Mr. Jay D. & The Juicy Souls“ die Bühne betreten. Die Band wird in dieser Formation auf dem Kulturfest ihr Debüt geben. Das heißt aber nicht, dass hier eine blutjunge Truppe ihre ersten „Live“-Erfahrungen sammelt. Vielmehr handelt es sich bei den Bandmitgliedern inklusive Frontmann Jörg Dahmen um Musiker

mit einer 20-jährigen BühnenErfahrung, die allesamt eines gemeinsam haben: die Liebe zum Soul. Im Pfarrheim St. Georg dreht sich am Sonntag fast alles rund um das Motto Wasser und Rhein. Um 15.30 Uhr liest Leander Linnhoff noch einmal spannende Sagen und Legenden, ab 16.15 Uhr tragen die Damen des Literaturkreises der KFD St. Georg Wasserballaden vor und ab 17 Uhr präsentiert Sopranistin Susanne Graf Rhein-Lieder zum mitsingen. Die Wasserhexen und Wassermänner von Märchen-Erzählerin Marlis Arnold haben ab 18 Uhr noch einen Auftritt.

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Unzumutbare Platzverhältnisse in Weiß – Neuer Vorstand des TSV unternimmt neuen Anlauf

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Kein Geld für die Gesundheit unserer Kinder?

eit Jahren herrschen unzumutbare Verhältnisse auf dem Fußballplatz des TSV Weiß. Die ohnehin in ganz Köln mittlerweile einzigartige Aufteilung des Platzes wird immer mehr zu einem Verletzungsrisiko für Sportler und dort spielende Kinder. Die jeweils etwa 15 Meter in das Spielfeld hineinragenden Grünflächen bestehen durch die permanente Beanspruchung zunehmend nur noch aus einzelnen Grasnarben. Diese Grasnarben erschweren nicht nur ganz erheblich das Fußballspielen. Sie bergen eben auch in ganz besonderem Maße das Risiko, dass die Akteure umknicken oder sich dabei das Knie verdrehen, was zu sehr schweren oft lebenslangen Verletzungen führen kann. Zwölf Jugend-Mannschaften und vier Senioren-Mannschaften nutzen jeweils zwei bis drei Mal pro Woche die Sportanlage Am Damm in Weiß. Die schlechten Platzverhältnisse sind der Stadt seit Jahren bekannt. Der im Mai neu gewählte Vorstand um den 1. Vorsitzenden Heinz-Peter Klaes und Rechtsanwalt Klaus Knips bemüht sich ganz aktuell im Rahmen der (Um-) Baumaßnahmen zur Errichtung der Hochwasserschutzwand bei der Stadt Köln um eine für alle Beteiligten annehmbare Lösung. Bei einem ersten Ortstermin waren sich alle einig, dass die Situation so nicht bleiben könne.

Es besteht derzeit die missliche Situation, dass ein kompletter Aschenplatz zur Vermeidung von Lärm- und Staubbelästigungen der angrenzenden Anwohner von Seiten der Stadt nicht gewünscht und ein teurer (Natur-) Rasenplatz wegen der ständigen Beanspruchung und fehlender Ausweichmöglichkeit dauerhaft nicht praktikabel beziehungsweise zu teuer ist. Als einzige allen Interessen gerecht werdende Lösung drängt sich die Errichtung eines Kunstrasenbelages auf. Für solche Maßnahmen stehen der Stadt auch die Mittel zur Verfügung. Es besteht zurzeit eine Prioritätenliste, auf der Sportanlagen aufgeführt sind, die saniert oder umgebaut werden müssen. Die Sportanlage in Weiß befindet sich derzeit aber nicht auf dieser Liste. Es ist kaum vorstellbar, dass es Fußballplätze in Köln geben soll, die noch schlechter sind, als der des TSV Weiß. Die Verantwortlichen des Vereins fragen sich, welche Kriterien für die Erstellung dieser Prioritätenliste maßgeblich sind. Abzuwarten ist, ob sich die politischen Parteien der Bezirksvertretung doch noch durchringen können, neben anderen Interessen, auch das Interesse der Sportler und Kinder in Weiß an einem verletzungsfreien Sport angemessen zu berücksichtigen. Klaus Knips zum Bilder-Bogen: „Sonst muss man die Frage stellen, wie viel Bänderrisse oder Brüche (noch) hinnehmbar sind, bevor auch in Weiß gehandelt wird!“

An der Kante gestoßen hat sich schon vor Jahren der langjährige Vorsitzende des TSV Weiß, Helmut Stumpf. Archiv-Foto: Thielen.

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Namen + Notizen Gesamtschule soll schöner werden

Die Gesamtschule soll schöner werden. Aus diesem Grund findet auch in diesem Jahr wieder und zwar am 27. Oktober ab 10 Uhr ein „Beauty Day“ statt. Das Innere der Gesamtschule Rodenkirchen soll gestrichen, repariert und gesäubert werden. Gesucht werden Personen, die gerne anstreichen beziehungsweise Maler oder Unternehmen, die die Aktion als kostenloses Lehrlingsprojekt betrachten. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Farbe und Materialien können zum Teil gestellt werden. Natürlich freut sich die Gesamtschule auch über Sachspenden. Außerdem müssten kleine Reparaturen durchgeführt werden. Handwerklich begabte Personen sind an diesem Tag gerne gesehen. Wer Interesse hat und mithelfen will, bitten wir um Kontaktaufnahme unter 0178-20 40 50 6 oder uteschmidt@bilderbogen.de. (USCH).

Trödel- und Flohmarkt

Der neunte Trödel- und FamilienFlohmarkt im Trude-Herr-Park am Bürgerhaus Stollwerck findet am Samstag, 15. September, von 11 bis 17 Uhr statt. Infos und Standplatzreservierung unter Telefon 0221/310 14 41 oder www.zwirnerstrasse.de.

Sechs entschlossene Männer vor „bekannt Sürther Zinnen“: von rechts Vorsitzender Georg Komma, 2.Vorsitzender Manfred Liever, 2.Geschäftsführer Alexander Eistert, 2.Kassierer Hans Jürgen Heyne, 3.Vorsitzender Flavio Zoni und der 1.Kassierer Thomas Bünger. Foto: Thielen.

verantwortlich, und FußballObmann ist Matthias Felder. Vorsitzender Georg Komma zum Bilder-Bogen: „Wir haben im Vorfeld schon darauf geachtet, dass jeder Bereich von der Jugend bis zu den alten Herren im neuen Vorstand vertreten ist!“

„Wir werden keine große andere Politik machen als unsere Vorgänger“, waren sich die Herren beim Fototermin auf dem Sürther Fußballplatz an der Remigiusstraße einig. Eine der Hauptaufgaben wird die Integration der Jugendspieler in die erste und

zweite Mannschaft sein. Die „Erste“ spielt, stark verjüngt und mit Michael Mötting von Deutz 05 mit einem neuen Trainer in der Kreisliga A, die „Zweite“ in der Kreisliga C. Die Jugendabteilung ist das Aushängeschild des Vereins. A- und B-Jugend spielen in der Bezirksliga, die B2 in der Sonderstaffel. Auch die jüngeren Jahrgänge sind schon sehr erfolgreich und werden häufig zu Turnieren mit internationaler Beteiligung eingeladen (wir berichteten).

Das große Manko des VfL Sürth aber bleibt der Aschenplatz. Zwar können die jüngeren Jahrgänge im Sommer auf dem Platz am Rhein trainieren, die „Sürther Asche“ wird aber immer noch von zu viel Mannschaften beansprucht. Und so blicken auch die Verantwortlichen des VfL auf die zu errichtende Bezirkssportanlage mit zwei Plätzen im „Sürther Feld“, deren Verwirklichung allerdings noch ein paar Jahre auf sich warten lassen kann. „Immerhin hat man sich bei der Stadt wohl darauf verständigt, die Anlage etwas näher Richtung Sürth zu bauen, weil es dort nicht so viele Anwohner gibt und die Kosten für den Lärmschutz geringer sind!“, war aus dem Vorstand zu hören.

Dieser Flohmarkt ist eine gemeinnützige Veranstaltung des Fördervereins der Gemeinschafts-Grundschule Zwirner Straße. Alle Erlöse aus Standverkäufen und Cafeteria kommen ausnahmslos den Schülern der GGS Zwirner Straße zugute.

VfL Sürth: Georg Komma neuer Vorsitzender

Einen neuen Vorstand hat der VfL Sürth. Neuer 1.Vorsitzender ist jetzt Georg Komma, zweiter Vorsitzender Manfred Liever, dritter Vorsitzender Flavio Zoni. Die Geschäftsführung liegt in den Händen von Steffen Michels (erster) und Alexander Eistert (zweiter), für die Kasse zeichnen Thomas Bünger (erster) und Hans-Jürgen Heyne (zweiter)

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Leserbriefe

Der Artikel über den Maternusplatz im Augustheft hat uns veranlasst, Ihnen unsere Meinung vom Bau und den Folgen für die Umgebung aus unserer Sicht in einem Leserbrief mitzuteilen. Zum einen halten wir die Überschrift „Der Platz wird ‘ne Schau!“ für einen billigen Versuch, die an die Nerven zerrenden Auswirkungen, die mit diesem Bau verbunden sind, zu beschönigen, oder warum verschweigt der Verfasser dieses Artikels seinen Namen? Ob der Platz, oder sein „grau in grau“ zugebaut von Betonhochhäusern, eines Tages wirklich so toll sein wird, wie angekündigt, bleibt dahingestellt. Das Bäume in einem Betonkasten wachsen sollen, deren Wurzel kaum Möglichkeiten zur Entfaltung haben, scheint eher zweifelhaft. Wir, die Anwohner der Gustav-Radbruch-Straße, wollen aber viel mehr auf die jetzigen und aller Voraussicht nach kommenden Verkehrsprobleme aufmerksam machen. Wir kämpfen schon seit Anfang des Jahres (Schreiben vom 03. März mit Unterschriften von 40 Personen) für eine Verkehrsberuhigung in unserer engen Straße (Fahrbahnbreite unter fünf Meter). Seit der Teilsperrung des Nibelungenweges ist die Verkehrssituation bei uns unerträglich geworden. Obwohl ein Durchfahrverbotsschild die GustavRadbruch-Straße als Anliegerstraße ausweist und ein Schild die Umleitung geradeaus zeigt, müssen wir seit der Sperrung 1500 bis 2000 (!) Kraftfahrzeuge täglich ertragen, dazu Straßenverstopfungen, Hupkonzerte und laute Beschimpfungen. Betonmischer und viele andere Baufahrzeuge der Großbaustelle benutzen unsere Straße als „Schleichweg“ und schrecken auch nicht davor zurück, den Bürgersteig als Fahrbahn mitzubenutzen. Es ist kaum möglich, ein Fenster zum Lüften aufzumachen. Wir haben auf Lärm und Gefahren vor allem für Fußgänger und Kinder hingewiesen. Wir können zu Recht Bis zu 2.000 Autos täglich? Die Gustav-Radbruch-Straße in Rodenkirchen. Foto: Thielen.

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behaupten, dass die Auswirkungen der Baustelle Maternusplatz nicht nur die direkt Betroffenen, sondern auch die Bewohner unserer Straße im wahrsten Sinne des Wortes krank machen! Außer Schulterzucken und einem „da können wir nichts machen“ seitens der Polizei ist bisher bis auf eine einmalige Kontrolle am Donnerstag, dem 26. Juli (!), für knapp eine Stunde nichts geschehen. Außerdem wurde uns vom Amt für Straßen- und Verkehrstechnik zugesagt, die Maternusstrasse würde Ende April (!) wieder vom Bahnhof aus in Richtung Maternusplatz befahrbar sein. Da laut Artikel die beiden Häuser erst Ende 2008 fertig gestellt werden sollen, können wir davon ausgehen, dass der jetzige Zustand sich verkehrsmäßig nicht ändert Unsere Befürchtungen erhalten jedoch weitere Nahrung: Wenn, wie der Artikel aussagt, am Ende des Nibelungenweges ein Kreisverkehr eingerichtet werden und obendrein die Straße zwischen den beiden Hochhäusern nicht breiter als 10 Meter sein soll, wie können dann größere Fahrzeuge wie Busse von der Maternusstrasse einbiegen? Das bedeutet, der Nibelungenweg wird von der Maternusstrasse aus gemieden und der jetzige Zustand für unsere Straße wird voraussichtlich bleiben, da dann nur die Möglichkeit besteht, über die Schillingsrotter Straße bequem in den Nibelungenweg einbiegen zur können. Der „Schleichweg Gustav-Radbruch-Straße“ bietet sich weiter an! Allmählich macht sich die Meinung bei uns breit, die für diesen Bau Verantwortlichen, ob Politiker oder Bauherren, haben andere Interessen als solche, die dem Menschen dienen. Für die Anlieger der Gustav-Radbruch-Straße: Peter Goebelsmann, Ingolf Grund, Anneliese Rovers, Robert Schwartz, Gerd Zumkley.

Offener Brief (Kopie als Leserbrief im Kölner Bilder-Bogen) Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Fritz Schramma Ich schätze Sie als Ehrenmann und Gentleman und wende mich daher als Kölner Bürger voller Vertrauen an Sie. In Köln-Rodenkirchen betreibe ich seit 17 Jahren eine Pizzeria. Damals musste ich, um eine Konzession zu bekommen, 30.000 D-Mark für zwei Parkplätze bezahlen. Seitdem in Rodenkirchen der Maternusplatz bebaut wird, bin ich noch nicht einmal mehr in der Lage, vor meiner Pizzeria meine Ware auszuladen, ohne ein „Knöllchen“ zu bekommen.

Da ich ja damals 30.000 D-Mark für die Parkplatzsituation bei der Stadt Köln einbezahlt habe, in der Zwischenzeit ja Zinsen und die Inflation hinzugekommen sind, denke ich, dass Sie mir vielleicht eine Aufstellung darüber machen können, inwieweit Sie mir meine Knöllchen von der aufgelaufenen Summe abziehen können und wie mein Kontostand in dieser Angelegenheit bei der Stadt Köln ist. Ich denke, Sie haben Verständnis für diese Art der Knöllchen-Begleichung und freue mich auf Ihre Antwort. Mit freundlichen Grüßen Enzo Cavallo, Pizzeria Enzo, Maternusstraße.

Betrifft: Hallenbad Rodenkirchen Unser Oberbürgermeister Fritz Schramma hat Recht, wenn er das Engagement der örtlichen Bürgerschaft bezüglich Erhalt des Hallenbades lobt. Dem massiven und breiten Protest der Einwohner - stellvertretend für die Bewegung sei hier Marlene Januszewski genannt - ist es hauptsächlich zu verdanken, dass der fatale Schließungsbeschluss vom Rat zurück genommen wurde. Auch gab es über alle Parteien hinweg eine wohltuende Geschlossenheit der politischen Kräfte in der Bezirksvertretung Rodenkirchen für einen Weiterbetrieb des Bades, was OB Schramma in seiner Stellungnahme geflissentlich "übersieht". Genannt werden sollte aber der eigentliche Auslöser für diese unsägliche Bad-Ja-oder-Nein-Debatte: das dauerhafte Unvermögen der Kölner Lokalpolitik, kostenbewusst und ohne Eigennutz zu wirtschaften. Bei Großprojekten wie Müllverbrennungsanlage, Köln-Arena, Stadthaus Deutz, neue Messehallen, Nord-Süd-U-Bahn versickern Millionenbeträge. Und als nächstes Vorhaben treiben SPD und Rats-CDU jetzt den über 50 Millionen Euro teuren Ausbau des Godorfer Hafens voran, auch dies übrigens mit intensiver Unterstützung von ganz oben. Ist es da nicht logisch, dass irgendwann das Geld für das Nötigste fehlt?! Doch jetzt bekommt unser Bad ja noch eine Chance. Dass diese in der Idee eines so genannten Bürgerbades gesucht werden kann, ist insbesondere auf den Einsatz von Gerhard von Dreusche zurück zu führen. Doch gesichert ist damit der Fortbestand der Einrichtung noch lange nicht. Neben vielerlei Bedingungen, die in den nächsten Monaten mit viel Arbeit zu klären und zu erfüllen sind, ist es jetzt auch an den eingangs erwähnten Bürgern, sich zu ihrem Bad zu bekennen. Denn ohne Besucher ist kein Bad - egal unter welchem Namen - zu halten. Also passend zum Klimawandel auf ins Rodenkirchener Bad! Die Grünen haben heftige interne Diskussionen geführt, hin- und hergerissen zwischen dem Zwang zur Haushaltskonsolidierung und der Verpflichtung zur Bürgernähe. Letztlich hat das Bekenntnis zu den Ursprüngen gesiegt und ein Umdenken ermöglicht. Dies und die erhaltene Unterstützung der Basis vor Ort gilt es anzuerkennen. Ich werde, bisher als "Unabhängiger" über die grüne Liste in die BV gewählt, der Partei jetzt beitreten! Manfred Giesen, Bergstraße 44, 50999 Sürth

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Namen + Notizen

Unter anderem im Sommershof wurden Passanten nach ihren Erfahrungen mit der „Bilder-Bogen“ gefragt. Als kleines Dankeschön gab es aufgebundene Sonnenblumen. Foto: Thielen.

Gute Noten für den „Bilder-Bogen“

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Eine Woche lang konnte man im letzten Monat Passanten mit aufgebundenen Sonnenblumen auf den Straßen von Rodenkirchen und der umliegenden Orte entdecken. Dieses kleine Geschenk, ein „Giveaway“, wie man heute auf neudeutsch sagt, war ein Dankeschön unserer Zeitschrift für die Mitbürger, die sich auf der Straße und später auch telefonisch zu Hause an einer Umfrage beteiligt hatten, die der BilderBogen bei der Forschungsgruppe „FAS“ in Auftrag gegeben hatte. Wir wollten einmal herausfinden lassen, wer was wie lange und wie intensiv in unserer Zeitschrift liest. Das Ergebnis dieser Umfrage werden wir unseren Lesern in der Oktober-Ausgabe präsentieren. Etwas erfreuliches vorweg, was selbst erfahrene Umfrage-Spezialisten erstaunte: Es gab praktisch keine Interview-Verweigerungen allein aus dem Grund, dass die angesprochenen Personen das Heft nicht kannten. Walter Hofmann von der FSA-Forschungsgruppe: „Was dafür spricht, dass

der Bekanntheitsgrad durch die hohe Abdeckung über die Verteilstellen und den langen Zeitraum bei praktisch 100 Prozent liegt!“

Informelle Malerei im KKK

Das Kunst-Kabinett Knauf in der Marienburg, Unter den Ulmen 132, lädt wieder zu einer Vernissage ein. Die findet statt am Sonntag, 16. September, um 15 Uhr. Bis zum 22.September stellen Ulla Lackmann, Margi Schwenk-Osterloh, Eva Steinhilper und Christiane Thevis-Josten täglich von 16 bis 18 Uhr unter dem Titel „Farbsommer“ informelle Malerei aus. Finissage: Sonntag, 23. September, 15 Uhr. Gerhard Knauf zum BilderBogen: „Seit einigen Jahren bringen die Frauen unter Anleitung von Caroline Baum Fantastisches, Realistisches und Geheimnisvolles auf Papier und Leinwand. Die Stilrichtung informelle Malerei sowie kräftige, intensive Farben sind der rote Faden ihrer Arbeit. Und doch entstehen unverwechselbare individuelle Werke!“


Köln trauert um Heinrich Lohmer

Das langjährige Ratsmitglied Heinrich Lohmer ist im letzten Monat kurz kurz vor der Vollendung seines 87. Geburtstages verstorben. Mit Lohmer, dessen politische Heimat der CDU-Ortsverband Bayenthal-Marienburg war, hat Köln einen herausragenden und verdienten Bürger verloren. Oberbürgermeister Fritz Schramma: „Bei seiner Arbeit zeigte sich stets eine tiefe Verbundenheit mit seiner Heimatstadt Köln und den hier lebenden Menschen. Als Oberbürgermeister möchte ich vor allem sein über Jahrzehnte nimmermüdes Engagement für das kulturelle Leben in unserer Stadt hervorheben. Die Musik, das Theater und vor allen Dingen die Museen lagen ihm besonders am Herzen. Er war Vollblutpolitiker und dank seiner konstruktiven Durchsetzungskraft, seiner langjährigen Erfahrung und seiner offenen Art hat er in dem ihm anvertrauten Bereichen vieles bewirken können. Die Arbeit Heinrich Lohmers wird Spuren hinterlassen und er wird bei vielen Menschen in lebendiger Erinnerung bleiben. Ich persönlich habe Heinrich Lohmer als erfahrenen und humorvollen Ratspolitiker sehr geschätzt. Sein Auftritt war stets der eines echten Gentleman. Für mich war er ein guter und väterlicher Ratgeber in vielen persönlichen Fragen!“

Heinrich Lohmer war von 1956 bis 1994 gewähltes Mitglied im Rat der Stadt Köln. Aus dieser Zeit ist besonders seine Arbeit im Kultur-Ausschuss hervorzuheben, dem er auch nach dem Ausscheiden aus dem Rat als sachkundiger Bürger weiter angehörte. Darüber hinaus war er von 1989 bis 1999 Vorsitzender der Theatergemeinde Köln und 40 Jahre lang Mitglied im Polizeibeirat. Heinrich Lohmer wirkte zudem in den Beiräten, Gesellschaften und Vereinen mehrerer städtischer Kölner Museen und der Universität zu Köln, er gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Freunde und Förderer des Antonius-Krankenhauses und hatte lange den Vorsitz der Deutsch-Britischen Gesellschaft in Köln inne.

Die kommunalpolitischen und gesellschaftlichen Verdienste von Heinrich Lohmer wurden mit der Verleihung des Bundes-Verdienstkreuzes, des Verdienstkreuzes 1. Klasse, dem Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold und dem Verdienstkreuz des Landes NRW gewürdigt. Als besonders verdientes Ratsmitglied durfte er sich schon 1975 in das Goldene Buch der Stadt Köln eintragen.

Musik in Michaelshoven

In der Reihe „Musik in Michaelshoven“ findet das nächste Konzert am Donnerstag, 13. Sep-

tember, um 19.30 Uhr in der Erzengel-Michael-Kirche statt. Zu Gast sind unter dem Motto „Autumn time – Sounds of Jazz“ „Wolf Doldinger & Best Friends“.

In der Düsseldorfer Jazz-Szene avancierte die Jazz-Band „Wolf Doldinger & Best Friends“ mit der Konzertreihe „Sounds of Jazz“ unlängst zu einer der kreativsten und beliebtesten JazzBands in der Region. Das Düsseldorfer Sextett begeistert die Zuhörer durch verschwenderische Spiellust und durch stilistische Variationen über Swing, Bebop und Latin.

Außer der Musik wird durch die Moderation des Konzerts auch Entertainment geboten, es wird gescherzt, es werden Geschichten vorgetragen oder Stories erzählt. Für Wolf Doldinger und die Seinen gilt das Zitat von Joe Zawinul: „Das Publikum soll mit einer besseren Stimmung aus dem Konzert herausgehen, als es hinein gekommen ist!“

Der Eintritt zu allen Konzerten der Reihe „Musik in Michaelshoven“ ist frei. Die Diakonie bittet um eine kleine Spende für die Konzertreihe.

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Namen + Notizen der Caritas für Meschenich und Rondorf.

Rondorf rockt auf der Ackerparty

Wer in Rondorf noch nie hinter den Kirmesplatz an der Kapellenstraße geschaut hat, wird erstaunt sein, was sich dort verbirgt. Eine große Wiese in städtischem Besitz tut sich dort auf. Etwas holprig, aber sehr weitläufig ist die Grünfläche, die als irgendetwas zwischen Wiese und Acker beschrieben werden kann. Auf jeden Fall ist die Fläche der perfekte Ort für eine große Ackerparty, dachten sich die Mitglieder des „Runden Tisches Jugendarbeit für Rondorf“.

Der Runde Tisch ist ein Zusammenschluss von Vereinen, Organisationen, Institutionen und anderen Gruppierungen, der sich für die Rondorfer Jugend einsetzt. Bereits im letzten Jahr hatte der Runde Tisch die Ackerparty „Rondorf rockt“ auf die Beine gestellt und „weil es so schön war“, wie Ulla van der Poel, Vorsitzende des Haus der Familie erzählte, wurde auch in diesem Jahr auf dem Acker gerockt.

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In Aktion: Gruppe „Onspec“ rockte in Rondorf auf der „Acker-Party“. Foto: Sarah Thielen.

Einen Tag lang spielten acht Bands auf der Wiese, abgerundet wurde das Musik-Festival mit Attraktionen wie einem Lebendkicker und einem abwechslungsreichen gastronomischen Angebot. Und das alles bei freiem Eintritt.

Die Aktiven des Runden Tisch hatten alle an einem Strang gezogen und mit fast 50 Helfern das Fest auf die Beine gestellt. „Die meisten davon sind ehrenamtliche Helfer, nur für einige Spezialaufgaben haben wir uns Experten gesucht, wie zum Beispiel die Firma MC Scheefer für die Technik“, erzählten die Organisatoren. Die meisten Bands hatten sich nach der letzten erfolgreichen Ackerparty bereits freiwillig für die zweite Auflage gemeldet. Und so standen acht Gruppen auf der Bühne. Den Auftakt machte die „Xylophonband“, ein Projekt von Musikern der Musikschule Xylophon aus Rondorf. „Wir ermutigen unsere Schüler immer,

mit anderen zusammen zu spielen und auch vor Publikum aufzutreten. So macht es noch viel mehr Spaß, ein Instrument zu erlernen“, erzählte Peter Lüdecke von der Musikschule. Auch die zweite Band „Onspec“ bestand zum Teil aus Xylophon-Schülern. Die 17- bis 19-jährigen Musiker haben sich zu einer fünfköpfigen Band zusammen geschlossen, die auf der Ackerparty mit Covern von Brit-Pop-Stücken für Stimmung sorgten. Die Metalband „Martyrion“ aus dem Kölner Süden und „Tuesday Afternoon“ präsentierten anschließend selbst komponierte Songs, ebenfalls auf dem Programm „One Drop Left“ mit Reggaesongs, „GePunkted“, die schon im letzten Jahr die Zuschauer begeisterten und die immer erfolgreicher werdende Band „Schrankwand“ aus Sechtem. Am Abend lockte die professionelle Cover Band „Appel Jack“. „Wir möchten, dass die Leute tanzen, feiern und Spaß haben“, wünschte sich Ludger van Elten, Sozialraumkoordinator

Zwei Ideen stecken hinter dem Festival. „Zum einen wollen wir für Jugendliche der Umgebung mal wieder eine Attraktion bieten“, berichtete van Elten. „Zum anderen wollen wir das Festival aber auch dazu nutzen, auf die Situation der Jugendlichen in Rondorf hinzuweisen“, so van Elten weiter. Denn in Rondorf gibt es zwar viele aktive Vereine und Organisationen, aber ein Treffpunkt oder eine Anlaufstelle für Jugendliche fehlt. Die vorhandenen Räumlichkeiten im Ort sind dafür einfach zu klein. Und so steht in Rondorf der Wunsch nach einem Jugendzentrum oder Ähnlichem schon sehr lange ganz oben auf der Wunschliste. (STH)

Fortuna lädt zum „Septoberfest“

Der SC Fortuna Köln lädt am vierten September-Wochenende zum „Septoberfest“ in ein Festzelt am Südstadion ein. Am Freitag, 21. September, und am Samstag, 22. September ist Einlass ab 18.30 Uhr und es sind dabei Die Rheinländer, Fussisch Julche, Colör, Die Cöllner, Nic, Kay Zero, die Stroßefäjer, die Cheerleader des 1.FC Köln und die Kapelle San Marino. Moderator ist Klaus Ulonska.

Am Sonntag, 23. September ist ab 13 Uhr Deutsch-Türkischer Familientag mit türkischer Folklore, Bauchtänzerin „Sahere“, HipHop mit der Mikrofon-Mafia und vielen anderen Programmpunkten. Eintrittskarten zum Preis von 15 Euro, ein Zweitagesticket kostet 28 Euro, gibt es unter www.fortuna-koeln.de, der Rufnummer 0221/360 42 41 und in Rodenkirchen in der Metzgerei Wagner in der Maternusstraße.


Schon 1937 wurde die Saison-Abfahrt in Rodenkirchen festlich gefeiert.

Ufers in Weiß vor Anker gelegt hatten. Dies ergab auch optisch einen schönen Rahmen für die Kanuten, die unbehelligt von der Berufsschifffahrt ihren KölnKanuSprint ausrichten konnten. Auch beim diesjährigen Sommerfest des Kölner Faltboot Clubs auf ihrem wunderschönen Gelände in Rodenkirchen neben dem Minigolfplatz traf man zahlreiche Besucher anderer Vereine. Der KFC, 1930 gegründet und damit in diesem Jahr 77 Jahre alt, hat

Geschicklichkeit war angesagt beim Sommerfest des Kölner Faltboot Club

Kanuten und Motoryachten beim diesjährigen KölnKanuSprint am Weißer Ufer.

ca. 70 aktive Mitglieder, die heute meist in Kunststoffbooten ins Wasser gehen. Der Familienverein, bei dem sich Jung und Alt die Waage halten, pflegt das gemeinschaftliche Leben auf dem Vereinsgelände, führt Bootswanderungen auf Rhein und Nebenflüssen durch, organisiert Wandertouren und Skiwochen und pflegt natürlich auch die Geselligkeit. Davon konnte man sich an den drei Tagen des Sommerfestes am Rhein überzeugen. Es gab Live-Musik, Lekkeres vom Grill und aus dem Fass, viele Attraktionen für Kinder und selbstverständlich auch sportliche Aktivitäten. So maßen 11 Mannschaften im Großcanadier bei einem Geschicklichkeitsparcours ihre Kräfte und mussten dabei das große Boot nicht nur mit ihren Paddeln, sondern auch mit kleinen Brettchen bewegen. Mehr Infos über den Verein gibt es auf www.kfckoeln.de.

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Namen + Notizen

„VersteckDichNicht“ sucht noch Menschen mit Spaß am Tanz und Theater. (haf)

Verein „Versteck Dich Nicht e.V.“ sucht Rollstuhlfahrer

Am 1. September beginnen in der Turnhalle der Anne-Frank-Schule in Hochkirchen die Proben zum Projekt „Versteck Dich Nicht“ des gleichnamigen Vereins. Der Verein und das Projekt entstanden in der Tanz- und Theaterwerkstatt von Mona Moller-Schoelen in Rodenkirchen auf der Schillingsrotterstraße. Hier hatten sich Nichtbehinderte und Behinderte beim Tanzen und Theaterspielen kennengelernt und aus dieser Bekanntschaft entstand 2006 der eingetragene Verein. Ziel ist es, allen Menschen unabhängig von ihrer Behinderung, ihrem Alter, ihrer Herkunft oder ihrem Äußeren eine Integrationsmöglichkeit zu bieten, Musik-, Tanz- und Theaterprojekte durchzuführen und dabei Vorurteile und Ängste abzubauen. Inzwischen haben sich eine ganze Reihe aktiver Mitglieder gefunden, doch für das nun anstehende Projekt sucht man dringend noch Rollstuhlfahrer. Wer sich dafür interessiert, sollte unbefangen am 1. September um 10 Uhr zur Anne-Frank-Schule kommen oder sich unter www.versteckdichnicht.de informieren.

„Blue:Notes“ mit Heinz Kretzschmar und seinem Swingtett 42

Einen Swingabend der Spitzenklasse verspricht Veranstalter

Peter Sörries beim nächsten Konzert in der Reihe „Blue:Notes“ im „Bistro verde“ in der alten Schmiede in Rodenkirchen, Maternusstraße 6. Am Freitag, 21. September, gastiert hier ab 20 Uhr das Heinz-KretzschmarSwingtett. Eintritt wie immer zwölf Euro. Das 1995 gegründete HeinzKretzschmar-Swingtett präsentiert sich als eine Spitzenbesetzung aus deutschen und holländischen Jazz-Musikern. Bekannte Swingstandards versetzen die Zuhörenden in die Swing-Ära von Benny Goodmann, Duke Ellington und Lionel Hampton. Neben Klassikern des Genres, die alle von Bandleader Heinz Kretzschmar arrangiert werden, gehören vor allem auch Latin Music, Bossa Nova und Balladen zum Repertoire des renommierten Ensembles.

Besonders gefragt sind die Kompositionen aus eigener Feder: Die wunderschönen Melodien sind auf die ausgefallene Besetzung des Swingtetts zugeschnitten und werden von eindrucksvollen Soli geprägt. 1999 erschien im Bosworth-Verlag die CD „Let’s swing again“. Das Heinz Kretzschmar-Swingtett tourt regelmäßig durch deutsche und holländische Jazzclubs. In diesem Jahr hat es Auftritte unter anderem beim Dresdner Jazzfest und der Düsseldorfer Jazzrallye.


MODEHERBST 2007 führen wir ab Oktober auch S.OLIVER in weiteren Größen und endlich wieder S.OLIVER für Herren! Das haben hier die Kunden echt vermisst“, so Regina Schwier. Der Vorteil dreier Geschäfte liegt darin, dass die Kundin in jedem Shop direkt angesprochen wird mit ihrem Modegeschmack und ihrer Marke. Das besonders faire Preis-Leistungs-Verhältnis aller Kollektionen ist das wichtigste für Inhaberin Sandra Kehrl: „Teure Boutiquen gibt es genug. Bei AIDA kann man sich jede Woche nach den neuesten Trends umschauen und bezahlbar bleibt es auch!“

Herbsttrends 2007 bei Optik Imgenberg

Der Herbst wird bunt! Und so auch die Bügel der neuen BrillenFassungen. Farbspiele bis in die Bügelenden geben z.B. bei den neuen BRENDEL-Fassungen den Ton an: formal schlicht und zurückhaltend – farblich vielfältig und frisch. In dieser Saison überzeugen die Modelle – im wahrsten Sinn des Wortes – mit geschmackvollen Farbspielen: Bordeaux, Himbeere und Olive setzen luxuriöse Akzente. Bei den Herren kommen Trendfarben wie Blutrot und Strukturen mit Schlangenleder-Optik am Bügel, wie z.B. bei der neuen BOGNER-Kollektion.

Des weiteren überzeugen die Titanfassungen der Firma FREUDENHAUS in gedeckter kühler Leichtigkeit, die bei Optik Imgenberg im Kölner Süden exklusiv zu erhalten sind.

Wittig Mode und Accessoires

Bei der Firma Wittig zeigt sich der Modeherbst von seiner schönsten Seite. Die chicen Zerres-Hosen in vielen modischen Farben und Kurzgrößen lassen sich perfekt mit schönen Blusen von Tru und Tendenza in Pastelltönen kombinieren. Edle Strickteile aus Cashmere-Seide und feinster Wolle runden das Outfit ab. Die schlichten Formen der Mode können Sie bei uns durch ausgefallene Accessoires wie Schals, Tücher, Gürtel, Schmuck, Hüte und Taschen betonen. Ei unbedingtes Muss sind edle Leggins von Wolford, z. B. in grau oder schwarz.

Modenschau bei Paul Reifenhäuser Filialleiterin Regina Schwier im „AIDA I“ im Sommershof. Foto: Thielen.

tel etwas!“. Nebenan im Sommershof direkt an den Rolltreppen bei „AIDA II“ finden die Kundinnen die femininen Kollektionen „Streetone“ und S.OLIVER Selection: trendsicher und leicht kombinierbare Markenkleidung für modebewusste Frauen. „Auch hier bieten wir täglich neue Ware bei gleich bleibend guter Qualität, hohe Passformsicherheit und einen verlässlichen Größenausfall“, so Regina Schwier. Aufgrund der hohen Zahl an Stammkunden, die jede Woche hereinschauen und sich nach neuen Trends umgucken, hat „AIDA“ in Rodenkirchen nun das Angebot nochmal erweitert. „Die Idee kam von unseren Kun-

den“, so AIDA-Inhaberin Sandra Kehrl, „die Nachfrage stieg nach weiblicheren und bequemeren Passformen für Hosen und Oberteile auch bis Größe 46“. So wurde in den Sommerferien das dritte Ladenlokal am Zugang zur Tiefgarage des Toom-Marktes eröffnet. Dort ist AIDA in einem warmen Gelb-Ton mit einer langen Schaufensterfront vertreten. „Die Kundin hier sucht bewusst andere Passformen. Das garantieren wir mit der sehr bekannten und erfolgreichen Kollektion CECIL. Tragekomfort, weitere Schnitte mit einem sicheren modischen Gespür jede Woche neu, zeichnet die Kollektion aus. Hier

Unter dem Motto „COOL – CONN ACTION“, Action pur, veranstaltet Paul Reifenhäuser seine angesagten Modenschauen am 12. September für geladene Kunden. Top-Models zeigen die aktuellen Herbst- und Winter Designer-Kollektionen bei cooler Musik im DJ-Sound. Den neuen Look erkennt die Frau an langen Oberteilen gebunden oder mit Gürteln zur schmalen Hose. Oder er wird mit kurzer, kastiger Jacke, mit drei-viertel Arm, zur weiten Marlene-Dietrich-Hose dargestellt. Die Farben sind meist gedeckt wie antra, braun oder schwarz mit weißen Blusen oder hellen Cashmere-Pullis aufgefrischt. Im Outdoorbereich gibt es bei Jakken und Mänteln wieder viele Pelzkragen. Dazu empfiehlt Paul Reifenhäuser die größeren Taschen als wichtige Accessoires.

AIDA: Jetzt dreimal in Rodenkirchen

Sehr häufig werden in diesen Tagen die AIDA-Mitarbeiterinnen angesprochen: „Habt Ihr noch ein drittes Geschäft in Rodenkirchen aufgemacht?“ „Ja, direkt am Toom-Markt“, antwortet zum Beispiel Filialleiterin Regina Schwier. „Im ersten Shop haben wir mit S.OLIVER, EDC by Esprit und „Madonna“ eine tolle Mischung aus jungen, modischen und sportiven Marken, für jeden Geldbeu-

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MODEHERBST 2007 Brillenmode Herbst / Winter 2007 bei Hennes Optik

Die Brillenmode ist im ständigen Wechsel. Lange galt der Trend: „ Je weniger - je besser“. Aktuell und immer beliebter sind derzeit aber wieder etwas markantere Brillengestelle. Breitere Bügel, kräftigere Farben und auffälligeres Design: „Weiche“ Brauntöne im aktuellem RetroLook aus Kunststoffmaterial oder randlose Brillengestelle aus Titan in Kombination mit modischen Kunststoffbügeln. Bei den Farben haben sich in diesem Jahr besonders die Rottöne hervorge-

beiden Aspekte nicht einmal teuer sein. Da sich der modische Trend im stetigen Wandel befindet, bieten immer mehr Hersteller günstige Fassungen im jeweiligen Trend an. Bei Hennes Optik finden Sie diese Brillen schon komplett mit Gläsern ab 99,Euro.

Optik Lehnen: Herbstmode 2007

Mut zur besonderen Brille darf man auch in dieser Saison haben. Der Sommer sollte bunt sein, der Herbst wird es bestimmt! So wird die aktuelle Brillenmode im Acetatbereich von anspruchsvollen, farbigen Multischichtverfahren geprägt und auch bei den Metallfassungen dominieren kräftige Farben. Die aktuellen Kollektionen z.B. von Alain Mikli und Fendi überzeugen mit handwerklicher Güte und zeitgemäßem Design. Sie sind ideal für Menschen mit selbstbewusster Persönlichkeit und diejenigen, die Wert auf ein gepflegtes Äußeres legen.

tan. Auch das Dunkelrot wird bestimmt eine „starke“ Farbe in der Saison Herbst / Winter 2007. Bei Hennes Optik finden Sie das, was derzeit aktuell ist. Auch hat sich der Trend zur Zweitbrille weiterentwickelt, aus modischen sowie aus sicherheitstechnischen Gründen (in vielen Ländern Europas ist es inzwischen Pflicht, im Auto eine Ersatzbrille mit sich zuführen). Dabei müssen diese

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Die Brille von heute ist ein modisches Accessoire mit Imagewirkung, das zeigen auch die aktuellen Herrenmodelle von Calvin Klein und Davidoff. Mit denen sich in besonderem Maß der Komfort eines Gleitsichtglases mit topmodischem Styling verbinden lässt.

Mit „Heikes Hairshop“ modisch in den Herbst

Friseurmeisterin Heike Fendel frisiert seit vielen Jahren in ihrem kleinen und feinen Ladenlokal auf der Sürther Straße 96. Hauptsächlich der große Stammkundenkreis genießt die persönliche

Friseurmeisterin Heike Fendel (rechts) und ihre Mitarbeiterin Karin Bloemer. Foto: Schmidt.

Atmosphäre bei den regelmäßigen Besuchen. Heike und ihre Mitarbeiterin Karin Bloemer frisieren modisch und typgerecht die Dame und den Herrn. „Akzente in Farbe unterstützen die Aussage der Persönlichkeit“, so Heike Fendel zum BilderBogen. Hausbesuche sind bei Heikes Hairshop eine Selbstverständlich-

keit. Um längere Wartezeiten zu verhindern, bitten die Friseurinnen um Terminabsprache. Parkmöglichkeiten gibt es direkt vor der Tür.

Klassisch sind auch die Öffnungszeiten: montags ist geschlossen, dienstags bis freitags ist durchgehend von 9 bis 18 Uhr geöffnet, samstags von 9 bis 13 Uhr. (USCH)


Der Bilder-Bogen sprach mit dem Familien-Therapeuten Michael Storb

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„Paaren und Familien Mut machen“

ie statistischen Zahlen über Scheidungen und Erziehungsdefizite weisen deutlich darauf hin: schichtübergreifend ist in Paarbeziehungen und Familien Beratungsbedarf vorhanden. Oft stimmt etwas in der Kommunikation der Partner nicht mehr, die Beziehung spendet keine Kraft, die Beteiligten finden alleine keinen Ausweg aus dieser Situation. Zu diesem Thema etwas sagen kann Michael Storb. Er ist Diplom Sozialpädagoge, Familientherapeut und Supervisor und bietet seit Anfang dieses Jahres pädagogische und psychologische Beratung in Rodenkirchen an. Sein Motto heißt „Eine Paarbeziehung oder eine Familie können kein Paradies sein, eine Kraftquelle allemal“.

Bilder-Bogen: „Woher kommen Ihrer Meinung nach die vielen Paar- und Familienprobleme?“

Michael Storb: „Ehen und Familien sind seit Beginn der Frauenemanzipation und dem Ende der autoritären Erziehung in einem

nie gekannten Umbruch. Das alte patriarchalische Modell lief Anfang der siebziger langsam aus, doch ein neues gab es erst einmal nur als Idee, als Theorie. Genauso verhält es sich mit der Erziehung. Die autoritäre Schiene konnte sich nicht mehr halten. Das teilweise brutale Schlagen der Kinder schrie in seiner Nutzlosigkeit nach Veränderung. Doch der Findungsprozess einer neuen praktikablen und menschlichen Pädagogik hält bis heute an. Die riesige Schwemme von Beziehungs- und Erziehungsliteratur zeigt, dass unsere Gesellschaft bezüglich dieser Themen noch immer keine klare Linie gefunden hat. Derzeit leben wir in einem riesigen Experimentierlabor. In meinen Beratungsgesprächen können Interessierte auf den neusten Stand gebracht werden.“ Bilder-Bogen: „Woran können Menschen erkennen, dass Sie eine Beratung benötigen?“ Michael Storb: „Auf der Paarebene zeigen sich die Schwierig-

keiten hauptsächlich darin, dass die Kommunikation immer mehr abflacht, sie seltener, gereizter und oberflächlicher wird. Eifersuchtskonflikte als Beispiel, die immer mal auftauchen, werden nicht mehr bewältigt und wirken sich verheerend auf das gegenseitige Vertrauen aus. Gemeinsame Unternehmungen werden zumindest von einem Partner nur noch widerwillig oder sogar gar nicht mehr gemacht. Kommt eine ganze Familie ins Trudeln, werden Kinder leistungsschwach und/oder renitent, so ist die Lage sehr viel komplizierter.“ Bilder-Bogen: „Auf welchem Wege glauben Sie, Menschen eine Hilfe sein zu können?“ Michaels Storb: „Ich bin kein Anhänger von Erziehungsbüchern, die den Eltern einen „Werkzeugkasten“ an die Hand geben wollen, mit dessen Inhalt sie an ihren Kindern herum basteln können. Von meiner Ausbildung her bin ich Systemiker und werfe einen Blick auf das Beziehungsgeflecht der ganzen

Familien-Therapeut Michael Storb. Foto: Privat.

Familie. Lieben sich die Eltern in einem gerüttelt Maß, ist genug Lebendigkeit im Haus, so folgen die Kinder weit mehr, als wenn die Beziehung zwischen den Eltern abgekühlt oder aggressiv ist. Kinder sind diesbezüglich sehr feinfühlig.“ >>>>>>

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Bilder-Bogen Promotion Bilder-Bogen: „Viele Menschen scheuen sich davor, psychologische Beratung in Anspruch zu nehmen. Was können Sie diesen Menschen raten?“

Michael Storb: „Viele fürchten eine psychologische Beratung wie der Teufel das Weihwasser, weil in den meisten Köpfen noch immer das Bild der orthodoxen Psychoanalyse steckt. Die Angst davor, dass etwas Schreckliches gegen den Willen der Klienten aus ihrer Vergangenheit zu Tage gefördert wird, besteht zu Unrecht. In den meisten modernen Therapie- und Beratungsrichtungen herrscht das Bild des empathischen, zugewandten und nach Ressourcen suchenden Beraters und Therapeuten vor. Seine Aufgabe besteht darin, dem Paar beziehungsweise der Familie Mut zu machen, neue Wege zu gehen, die eine lebendige Kommunikation und das gegenseitige Wohlwollen fördern. Das gefürchtete Forschen in der Vergangenheit ist mittlerweile eher ein Nebenprodukt und geschieht nur, wenn es die Klienten dazu drängt. In solchen psychologischen Beratungen, die selten mehr als zehn Sitzungen umfassen, wird übrigens manchmal auch herzlich gelacht.“ Bilder-Bogen: „Sie bieten auch ein Coaching speziell für Singles an. Was möchten Sie alleinstehenden Menschen vermitteln?“

Michael Storb: „Auch in diesem Fall steht die Paarbeziehung im Mittelpunkt. Der Mensch ist ein soziales Wesen und in der Regel von seiner Natur her stark auf eine Paarbeziehung ausgerichtet. Nach einer oder mehreren gescheiterten Partnerschaften resignieren viele, weil sie die erlebten seelischen Verletzungen nicht gänzlich aufgearbeitet haben und die fehlerhaften Kommunikationsmuster nicht durchschauen. Meine Aufgabe sehe ich dann darin, diese Aufarbeitung mit dem Klienten zusammen nachzuholen und mit ihm eine Basis für eine konstruktive Kommunikationskultur zu schaffen. Dadurch können diese Menschen wieder in einer Partnerschaft eine positive Zukunftsperspektive sehen.“

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Bilder-Bogen: „Herr Storb, wir danken Ihnen für das Gespräch.“

Sortimentserweiterung im Bastelladen in Weiß

Das Team vom Bastelladen Brodesser in Weiß hat die Sortimente von Spiegelburg und Coppenrath neu aufgenommen. Freuen können sich vor allem kleine Prinzessinnen, Piraten und Pferdefreunde. Nun gibt es viele tolle Dekorationen und Artikel zum spielen. Es wurde auch an die Allerkleinsten gedacht. Mit der Serie „Die lustigen Sieben“ haben Michaela Röbke, Hanna Kräber und Gerd Kaiser garantiert den Geschmack der Kleinen getroffen. Gerne können Sie sich das neue Sortiment am Samstag, 8. September, und am Sonntag, 9. September bei der Veranstaltung „Kultur in der Sackgasse“ ansehen. Der Bastelladen Brodesser hat extra geöffnet. Als besonderen Anreiz gibt es zehn Prozent Rabatt. Außerdem bietet der Laden nun auch „Geburtstagstische“ an. Das Geburtstagskind kann sich seine Wünsche selber zusammenstellen, und die Gäste suchen sich das passende aus. So ist das richtige Geschenk garantiert.

Der Bastelladen Brodesser, Auf der Ruhr 84 in Weiß, hat montags und samstags von 9 bis 13 Uhr und dienstags bis freitags durchgehend von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Der neue Frauensportclub in Rondorf: Mrs.Sporty

In Deutschland gibt es einen riesigen Markt für Fitness- und Gesundheitsangebote. Vor allem bei Frauen mittleren Alters ist die Nachfrage groß. Das Gründerteam von Mrs.Sporty hat die Bedürfnisse der Frauen erkannt und ein Trainings- und Ernährungsangebot speziell für Frauen entwickelt. Gründungsmitglied Stefanie Graf weiß aus eigener Erfahrung, dass 30 Minuten Bewegung am Tag viele Krankheiten verhindern und den Körper wieder in Form bringen können. Mrs.Sporty ist der persönliche Sportclub um die Ecke, mit einem Trainings- und Ernährungskonzept, dass Frauen jeden Alters anspricht, die in nur drei mal 30 Minuten pro Woche mit durchgehender Unterstützung


ner Anwaltsbüro von Georg N. Fellmann: zunächst bestand sie mit Erfolg nach zweijähriger Vorbereitungs- und Schulzeit die sehr anspruchsvolle Prüfung zur „Geprüften Rechtsfachwirtin“, die von der Rechtsanwaltskammer Köln durchgeführt wird. Mit knapp 21 Jahren ist sie eine der jüngsten Rechtsfachwirtinnen Deutschlands.

„Mrs. Sporty” in Rondorf: Sandra Mensing. Foto: Privat.

ihre individuellen Ziele erreichen wollen. Sandra Mensing und ihr Team in Rondorf zeigen ihren Mitgliedern dabei, wie sie ein gesünderes und längeres Leben führen können, ohne übertriebenen Körperkult, eine anonyme Atmosphäre, fehlende individuelle Betreuung und zu großes Zeitinvestment. Sandra Mensing gibt den Frauen alle Unterstützung, damit sie ihre individuellen Gesundheits- und Gewichtsreduktionsziele erreichen. Zusätzlich werden auch verschiedene Kurse angeboten, um in der Gruppe Ziele umzusetzen. Eine weitere Besonderheit ist die Mitgliedschaft, die entweder im Jahresabschluss mit monatlichem Bankeinzug statt findet oder Monat zu Monat berechnet wird, frei nach dem Motto „Erst Test, dann Fest!”

Rechtsanwaltspraxis: Zwei Gründe zum feiern

Doppelten Grund zum feiern hatte in diesem Sommer Maria Brechlin aus dem Rodenkirche-

Kurze Zeit später konnte Maria Brechlin dann ihr „Fünfjähriges“ im Anwaltsbüro in der Hauptstraße 89 feiern.

Rechtsanwalt Fellmann zum Bilder-Bogen: „Ich bin froh, eine so freundliche und kompetente Mitarbeiterin in meiner Kanzlei zu beschäftigen. Maria Brechlin ist als Büroleiterin für die selbstständige Bearbeitung des Mahnwesens und der Zwangsvollstrekkung zuständig. Darüber hinaus berät sie in allen Fragen zu EDV und Internet ihren technisch unbegabten Chef!“

Die Limani-Terrasse am Rhein – einladend und mit guter Aussicht. Foto: Schmidt.

Gastronomische Neuentdeckung am Rhein

„Limani“ – das griechische Wort für „Hafen“ – so heißt Kölns neue kulinarische Anlegestelle im Rheinauhafen: Das Speisenangebot des Restaurant-Cafés mit Bar und zwei Außenterrassen reicht

Maria Brechlin erhielt ihre Ernennung von Dr. Hubert van Bühren, dem Vorsitzenden der Rechtsanwaltskammer Köln. Foto: Privat.

vom kleinen Snacks bis zu mediterranen Spezialitäten. Interessenten finden das Limani im „Siebengebirge“ direkt am Rhein (für Nicht-Kölner: das alte Speichergebäude mit den sieben Giebeln). Von den beiden großen Terrassen genießt man einen beneidenswerten Blick auf den Rhein und die neu angelegte Promenade. Eine einfache Anfahrt mit der KVB bis Haltestelle Ubierring oder mit dem PKW über die Rheinuferstraße, Parkplätze befinden sich in der Tiefgarage Rheinauhafen, Ebene 7.02 (orange), sofort am Restaurant. In direkter Nachbarschaft zu Rodenkirchen gelegen, möchte das Limani gleichermaßen Treffpunkt für Fans mediterraner Küche, Spaziergänger und die Menschen werden, die im Rheinauhafen leben und arbeiten. Inhaber Stergios Liolidis setzt dazu auf das gastronomische Angebot ebenso wie auf den Top-Service und die außergewöhnliche Lage. Die Küche des „Limani“ hält ein abwechslungsreiches Angebot >>>>>>

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Namen + Notizen

Ralph und Jörg Karlsohn erfreuten ihre Gäste mit Live-Musik beim 20Jährigen. (haf)

überwiegend griechischer gehobener Spezialitäten bereit. Zubereitet werden ausschließlich frische, hochwertige Produkte mit Schwerpunkt auf frisch zubereitetem Fisch

Limani, Agrippinawerft 6, 50678 Köln, Tel. 0221/7190590, EMail: info@limanicologne.de, Web: www.limanicologne.de.

Optik Hennes überreichte den Gewinnern des Golf-Simulationsspiels Sportbrillen

Auf dem Straßenfest hatte Optik Hennes im großen Zelt zu einem Wettbewerb am Golf-Simulator aufgefordert und ca. 80 Kinder hatten sich beteiligt. Die Sieger waren Dominik Tesch, Alexander Lenz und Wilco Weber-Verlinden. Sie erhielten nun ihre Adidas-Sportbrillen, die ebenfalls auf dem Straßenfest gezeigt worden waren und die man auch in den individuellen Glasstärken erhalten kann.

Autohaus Karlsohn feierte 20. Geburtstag

Vor genau 20 Jahren begann alles im Brühler Osten und kaum

jemand konnte sich damals vorstellen, dass hier einmal ein stark frequentiertes Gewerbegebiet entstehen würde, dass besonders für das südliche Köln eine besondere Anziehungskraft besitzt. Doch die „Karlsohns“ hatten den richtigen Riecher und gründeten hier ihr Honda-Autohaus. Es war sogleich so erfolgreich, dass nach kurzer Zeit schon angebaut werden musste. Immer wieder haben

Jörg und Ralph Karlsohn die Zeichen der Zeit erkannt und in das Unternehmen investiert. Heute haben die Hallen eine Fläche von mehr als 1 000 qm und auf der Außenanlage findet der Kunde auf über 1 500 qm ein riesiges Angebot an Gebrauchtwagen. Die angeschlossene Meisterwerkstatt führt sämtliche Arbeiten selbst aus, von Inspektionen über Karosseriearbeiten bis zur Lakkierung.

Zwei der glücklichen Gewinner des Golf-Spiels bei Optik Hennes.

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In ruhiger Grünlage liegt das Objekt am Blautannenweg.

Mit einem großen Fest bei LiveMusik, leckerem Essen und kühlen Getränken bedankten sich Jörg und Ralph Karlsohn im August bei ihren treuen Kunden und freuen sich auf die nächsten 20 Jahre.

Exklusive Eigentumswohnungen in Hochkirchens bester Lage

Das Immobilienbüro Albert Wolter aus der Rheingalerie in Rodenkirchen vermarktet 5 Eigentumswohnungen im Blautannenweg in Köln-Hochkirchen. Das zweigeschossige Wohnhaus mit Penthouse/Staffelgeschoss ist nun im Rohbau fertiggestellt und liegt an einem Hang in Südlage, welcher einen niveaugleichen Ausgang zum 930 qm großen Garten ermöglicht. Im Erdgeschoss liegen zwei große Maisonetten mit je 180 qm eigenem Gartenanteil. Im ersten Obergeschoss befinden sich zwei Wohnungen mit großem Südbalkon. Das komplette zweite Obergeschoss beherbergt ein elegantes Penthouse mit umlaufender Dachterrasse. Die Ausstattung der Wohnungen ist hochwertig mit Fußbodenheizung und LuftWärme-Pumpe, bodentiefen Fenstern und einer lichten Raumhöhe von 2,68 m. Die Aufteilung der Räume kann nach Wunsch vorgenommen werden. Bezugsfertig wird das Objekt zum Jahresende 2007 sein. Wer sich hierfür interessiert, kann mit dem Immobilienbüro Albert Wolter Kontakt aufnehmen oder sich bei der sonntäglichen Vorort-Beratung zwischen 14.00 und 15.00 Uhr selbst einen Eindruck verschaffen.

(haf)

Neue Filiale der Kölner Bank

Am Montag, 3. September, um 9 Uhr ist es soweit: dann eröffnet die neue Filiale der Kölner Bank in Rodenkirchen in der Maternusstraße 1. Sie ist nach den neuesten banktechnischen Erkenntnissen gestaltet und ähnlich eingerichtet wie die Filiale des Kreditinstituts in Rondorf. Insgesamt fünf Mitarbeiter, drei Kundenberater, ein Privat-Kundenberater und ein GeschäftsKundenberater sind zu den normalen Kölner-Bank-Öffnungszeiten für die Kunden da: montags und mittwochs von 9 bis 13 und von 14 bis 16 Uhr, dienstags und donnerstags von 9 bis 13 und von 14 bis 18 Uhr und freitags von 9 bis 15 Uhr. Chef der Filiale ist Regionaldirektor Volker Wabnitz. Kunden können Termine auch außerhalb der Öffnungszeiten machen, es gibt ein 24-Stunden-Foyer für die automatisierten Bankgeschäfte und am Samstag, dem 8. September, einen Tag der Offenen Tür von 9 bis 16 Uhr.


Interview zum Thema Unternehmenskauf- und Verkauf mit Heinz Günter Hunold

„Das echte Leben ist kein Monopoly“

Kölner Bilder-Bogen: „Herr Hunold, fast täglich lesen wir in den Schlagzeilen über neue Unternehmenskäufe und –verkäufe. Von heute auf morgen werden Millionengeschäfte abgewickelt, Unternehmen bekommen neue Namen, und das alles in rasantem Tempo. Sind Unternehmenskauf und –verkauf so einfach umzusetzen, wie es scheint?“

Heinz Günter Hunold: „Der Markt ist immer in Bewegung, und für jemanden, der die Hintergründe nicht kennt, mögen manche Meldungen überraschend kommen. Aber für die Akteure gilt: Das echte Leben ist kein Monopoly, und wer vorschnell entscheidet, wird merken, dass er nicht mit Spielgeld bezahlen kann. Tatsächlich stecken hinter den erfolgreichen Unternehmenskäufen und –verkäufen aufwändige Analysen und strategische Diskussionen.“ Kölner Bilder-Bogen: „Worauf kommt es dabei an?“

Heinz Günter Hunold: „Lassen Sie mich so ansetzen: In einer unserer Veröffentlichungen haben wir in diesem Zusammenhang den berühmten Philosophen Nietzsche zitiert, und das möchte ich an dieser Stelle auch tun. Nietzsche sagt: „Was man zu teuer kauft, verwendet man gewöhnlich auch noch schlecht, weil ohne Liebe und mit peinlicher Erinnerung – und so hat man einen doppelten Nachteil davon.“ Vor solchen Nachteilen, die übereilten Kauf- und natürlich genauso Verkaufentscheidungen zwangsläufig folgen, schützen wir unsere Mandanten. Wir besprechen mit ihnen gemeinsam im Vorfeld alle Aspekte, die es zu

Heinz Günter Hunold ist Partner der traditionsreichen Kanzlei Hunold + Partner, Steuerberater, Wirtschaftprüfer, Rechtsanwalt, mit Sitz in Rodenkirchen. Foto: Privat.

berücksichtigen gilt – und das sind weit mehr, als man auf den ersten Blick meinen könnte. Aber dieser Aufwand lohnt sich.“ Kölner Bilder-Bogen: „Welche Aspekte begegnen Ihnen bei Ihrer Beratung immer wieder und dürfen bei keiner Kauf- oder Verkaufentscheidung übersehen werden?“

Heinz Günter Hunold: „Als Beratungsunternehmen mit jahrzehntelanger Erfahrung wissen wir, dass – um im Moment beim Thema Unternehmenskauf zu bleiben – in eine Übernahmeentscheidung weit mehr einbezogen werden muss als der reine Kaufpreis. Ganz wichtig sind Fragen wie zum Beispiel: Ist der Zeit-

punkt günstig? Sind Management und Mitarbeiter beider Unternehmen hinreichend auf die Entscheidung vorbereitet? Wenn Sie nur diese beiden Punkte vernachlässigen, bringt Ihnen auch ein günstig erworbener neuer Unternehmensteil erst einmal keine Rendite, sondern vor allem: Reibungsverluste.“

Kölner Bilder-Bogen: „Herr Hunold, gibt es eine Faustregel dafür, wann Sie generell von einem Unternehmenskauf oder – verkauf abraten würden?“

Heinz Günter Hunold: „Sicher gibt es Kennzahlen im Unternehmen, die ganz klar rotes Licht signalisieren. Diese Zahlen sehen unsere Berater natürlich. Die

Kenntnis der Zahlen, von der Buchhaltung über die Bilanz bis zum umfassendes Controlling, gehört selbstverständlich zur Arbeit von HUNOLD + PARTNER. Aber ich möchte auf einen weiteren grundlegenden Aspekt hinweisen, der häufig im Eifer des Gefechts übersehen wird. Das ist die Frage der Strategie – für mich die Basis jeder unternehmerischen Entscheidung. Jeder Unternehmer, jeder Manager muss sich regelmäßig fragen: Wo stehen wir, wo wollen wir hin, wollen wir expandieren, oder ist es sinnvoller, bei der erreichten Größe zu bleiben und vielleicht sogar einen Unternehmensteil abzustoßen? Ohne eine Strategie bringen die ausgeklügelsten Überlegungen gar nichts. Und bei diesen strategischen Grundsatzentscheidungen helfen wir unseren Mandanten, in regelmäßigen Abständen, beim Jour Fixe oder in Klausur.“

Kölner Bilder-Bogen: „Welche konkreten Hilfstellungen können Sie darüber hinaus geben?“ Heinz Günter Hunold: „Wir unterstützen unsere Mandanten von der ersten Kontaktaufnahme mit potentiellen Verkäufern bis hin zur Finanzierung und Strukturierung des neuen Gesamtunternehmens. Unsere Berater stehen bei jedem Schritt Ihres Expansionskurses zur Verfügung, als Berater, Projektleiter, Mediatoren und Moderatoren. Wir geben aus unserer Erfahrung Rat in allen Fragen der konzeptionellen, wirtschaftlichen, rechtlichen und und steuerrechtlichen Due Diligence. Und dies gilt ebenso beim Verkauf von Unternehmen oder Unternehmensteilen.“ >>>>>>>

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Bilder-Bogen Promotion Kölner Bilder-Bogen: „Hat sich beim Thema Verkauf eigentlich etwas geändert gegenüber früher?“ Heinz Günter Hunold: „Waren es früher oft Altersgründe oder Nachfolgeprobleme, die zu einem Verkauf des gesamten Unternehmens geführt haben, so ist heute die Konzentration auf die Kernkompetenz im Unternehmen ein häufiger Grund für Veräußerungen einzelner Unternehmensteile. Also auch Entscheidungen, die vor dem Hintergrund einer bestimmten Strategie getroffen werden. Und auch da ist gute Beratung wichtig – von der grundsätzlichen Verkaufsentscheidung bis hin zur Abwicklung im Detail.“ Kölner Bilder-Bogen: „Herr Hunold, wir danken Ihnen für das informative und interessante Gespräch“.

Bio-Supermarkt Vierlinden in Hochkirchen eröffnet

Im August wurde auf über 700 qm der Bio-Supermarkt Vierlinden in Hochkirchen eröffnet und schon am ersten Tag standen die Leute Schlange. Die 22 Mitarbeiter um Marktleiter Jürgen Helmig hatten alle Hände voll zu tun, um die Regale wieder aufzufüllen, frisches Brot zu backen oder Gemüse aus der Region einzupacken. Betrieben wird der neue Biomarkt von der Biokonzept GmbH mit den Geschäftsführern Elke Riekh und Jürgen Maziejewski. Während der Eröffnungsfeierlichkeit gab Elke Riekh dem Bilder-Bogen einen Einblick in die Philosophie von Vierlinden:

„Geschmack. Gesundheit. Genuss. Und alles Bio! – Das ist Vierlinden. Wir bieten mit unserem neuen, großen Bio-Supermarkt in Köln-Hochkirchen ein neues Einkaufserlebnis für moderne, ernährungsbewusste Menschen. Bei Vierlinden finden man echte Bio-Qualität, die mindestens den Vorschriften der EUBio-Verordnung, häufig aber noch strengeren Standards entspricht. Dafür stehen auf vielen Produkten die Siegel anerkannter Bio-Anbauverbände wie Bioland, Naturland und Demeter.

Bei Vierlinden gibt es über 8.000 Artikel in Bio-Qualität. Und darunter echte Bio-Frische mit großen Obst- und Gemüseabteilungen, viel Ware aus der Region, aber auch lange Bedienungstheken mit frischem Fleisch und aromatischer Wurst, Käse aus Deutschland und ganz Europa und nicht zuletzt frisches BioBrot und knackige Bio-Backwaren. Der Kunde hat die Wahl unter niveauvollen Bio-Weinen aller Kategorien und Klassen. Und für Schönheit und Pflege steht unsere Drogerie-Abteilung mit der großen Auswahl bekanntesten Naturkosmetik-Marken.

Auswahl, Frische und Freundlichkeit – das ist Vierlinden. Für den täglichen Einkauf bieten wir echte Wohlfühl-Atmosphäre im neuen, großzügig gestalteten Markt in Hochkirchen. Das Angebot hier ist unvergleichlich groß und außerordentlich frisch, so wie es sich für Bio-Lebensmittel gehört. In enger Zusammenarbeit mit vielen Lieferanten und Landwirten aus der Region vom Vorgebirge bis zum Niederrhein ist Frische unsere Profession. Unsere freundlichen und kompetenten Mitarbeiter beraten gerne

Neu und verkehrsgünstig gelegen ist in Hochkirchen der Bio-Supermarkt „Vierlinden“. (haf)

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Stolz auf die riesige Bio-Frischfleisch- und Wurstbedientheke können Geschäftsführerin Elke Riekh und Marktleiter Jürgen Helmig sein. (haf)

bei allen Fragen und stehen den Kunden mit großer Bio-Kompetenz und viel Herz zur Seite. Und auch Probieren und Sparen ist bei Vierlinden ganz einfach: Jeden Monat neu gibt es unseren Handzettel mit jeder Menge Angebote und Informationen. Mit anderen Worten: ‚Bio-Lebensmittel sind gute Lebensmittel - in jeder Hinsicht’. Immer mehr Menschen wissen, was gut für sie ist. Und immer mehr Verbraucher wollen gesund und nachhaltig leben. Sie wollen gutes Befinden für sich selbst und ihre Umwelt. Heute und in Zukunft. Dafür sind wir da.“

Neuer Allgemeinmediziner am Maternusplatz 10: Ansgar Maroldt folgt auf Jutta Spangenberg

Im Ärztehaus am Rodenkirchener Maternusplatz 10 gibt es einen neuen Hausarzt. Der Facharzt für Allgemeinmedizin Ansgar Maroldt (36) übernimmt die Praxis von Jutta Spangenberg, die nach 18 Jahren eine Praxis in der Schweiz eröffnet.

antwortung nachkommen, diese Therapien zu koordinieren, um zum Beispiel eine negative Beeinflussung verschiedener Medikamente auszuschließen. Mein Ziel sind Therapien gemäß der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Um diese Aktualität zu gewährleisten, gehören regelmäßige Weiterbildungen zu meinen Aufgaben“. Seine Ehefrau Alexa, die er während des Medizinstudiums in Bonn kennen lernte, arbeitet als Ärztin in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Sie haben drei Kinder: Lennard (9), Svea (5) und Felicia (3).

Neu am Rodenkirchener Bahnhof: Fritti – der etwas andere Imbiss

Wer die beiden Betreiber des Bahnhofskiosk und KVB-Shops

Das Team des neuen „Fritti“ freut sich auf die Gäste.

am Bahnhof in Rodenkirchen kennt, der weiß: Wenn Margareta und Artur Zawierucha etwas anpacken, dann machen sie es auch richtig. Daher kann man auch im neueröffneten Imbiss „Fritti“ mehr als nur eine Würstchenbude erwarten.

Schon die Einrichtung mit grauem und schwarzem Granit hebt sich vom Einerlei anderer Betriebe ab. Hell und freundlich, pragmatisch und ergonomisch zeigt sich der Arbeitsplatz für die Mitarbeiter. Der Gast erhält hier klassische Gerichte wie Bratwurst, Krakauer, Schnitzel, Pommes Frites oder Hamburger und Cheeseburger.

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schmack aus. Die Saucen sind ebenfalls spezielle Zubereitungen und die Burger werden noch selbst von Hand hergestellt. Mit anderen Worten: Dringend vorbei kommen und probieren. „Fritti“ ist täglich von 11 bis 21 Uhr geöffnet.

Doch die Zutaten sind anders als gewohnt. Die Fleischzubereitungen stammen aus einer speziellen Metzgerei und zeichnen sich durch einen besonderen Ge-

Ein Schnappschuss vom Rodenkirchener Stadtteilfest: Hausärztin Jutta Spangenberg und ihr Nachfolger Ansgar Maroldt. Foto: Privat.

Nach langjähriger Erfahrung in der Chirurgie, Inneren Medizin, Anästhesie, Psychiatrie sowie Sport- und Notfallmedizin nutzt er die Kenntnisse der chinesischen Medizin. „Das mir als Hausarzt entgegengebrachte Vertrauen ermöglicht es mir, meine Patienten ganzheitlich zu behandeln. Dazu gehört für mich die Fähigkeit, frühzeitig zu überweisen und mit Experten anderer Fachrichtungen eng zusammen zu arbeiten. Denn nur so kann der Hausarzt seiner Ver-

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Bilder-Bogen Promotion

Beim musikalischen Menü im Fährhaus führten Tino Selbach und Andreas Seipp durch das Programm. (haf)

Musikalisches Menü im Fährhaus

Mit einem festlichen 4-GängeMenü, begleitet von Arien und Rezitationen, startete am 17. August das Fährhaus in die kulinarische Herbstsaison. Die neubestuhlte Terrasse war brechend voll, als Tenor Tino Selbach, begleitet von Andreas Seipp am Piano, zwischen den einzelnen Gänge für die musikalische Untermalung sorgte. Auch die Speisen konnten sich sehen und schmecken lassen, denn der neue Küchenchef Alfons Vogt hatte sämtliche Register gezogen.

In den nächsten Monaten wird es eine ganze Reihe solcher Veranstaltungen geben, doch auch an den normalen Tagen lädt das Fährhaus zu seinen berühmten Fischgerichten, der Original Marseiller Bouillabaisse oder Köstlichkeiten wie Bardierte Jagdfasanbrust oder etwa Gebratenem Zanderfilet unter der Tiroler

Speck-Kartoffelkruste ein. Dies alles kann man in den gemütlichen Räumen, aber auch auf der Terrasse genießen. Diese bekommt in den nächsten Wochen aufrollbare Fensterscheiben und eine neue Markise, so dass man auch im tiefsten Winter oder bei nasskaltem Wetter unter den Gasstrahlern draußen sitzen und das Panorama mit seiner einzigartigen Atmosphäre genießen kann.

Weiß: Stadthaus statt Einheitshaus

Es geht zügig voran mit den Neubauten der Stadthäuser in der Körberstraße, in unmittelbarer Nähe zum Kindergarten und der Grundschule, in Weiß. Einen Steinwurf entfernt vom Rhein errichtet der Bauträger „Probauplus“ hier zurzeit 13 Stadthäuser mit unterschiedlichen Planungsvarianten. Im kleineren Hausbau können bis zu 180 Quadratmetern Wohnfläche und in der größeren

Einen Steinwurf von Rhein entstehen in der Körberstraße zur Zeit 13 neue Stadthäuser. Foto: Schmidt.

Planung bis zu 205 Quadratmetern realisiert werden. Ob die überlange Garagen bis zu sieben Metern Länge oder die funkgesteuerten Sektionaltore, ein Galeriegeschoss oder eine Klimaanlage, der Bauträger erfüllt alle Wünsche der Kunden, jetzt in der laufenden Bauphase.

Sehr erfreulich ist die Resonanz auf das neue Energiekonzept. So sichert sich der Erwerber nicht nur das günstige moderne Energiekonzept mit Solaranlagen, hier ist die komplette Gebäudehülle bis in den Keller mit einer hochwertigen Wärmedämmung versehen. Außerdem werden solarunterstützte Heizungsanlagen eingebaut. Und das beste: durch den niedrigen Energieverbrauch (K 60) gibt es günstige Finanzierungsmöglichkeiten. Jeden Sonntag von 15.00 Uhr bis 16.30 Uhr oder nach Vereinbarung (Telefon 0221/41 40 04) können sich Interessenten vor Ort einen Eindruck über die

Lage verschaffen oder im Internet unter www.probau-plus.de den Stand der Baumaßnahme nachvollziehen.

Maternus-Reisen: Kundeninfo zum Thema Fluss-Kreuzfahrten

Das Reisebüro am Maternusplatz in Rodenkirchen, Maternus-Reisen, lädt zu einem Kunden-Informationsabend ein. Termin ist am Dienstag, 18.September, ab 18.30 Uhr. Viking-Mitarbeiter informieren Interessenten ausführlich über Fluss-Kreuzfahrten, zum Beispiel eine Donau-Kreuzfahrt am 26. April 2008 über sieben Tage inklusive Transfer von zu Hause ab 899 Euro oder eine RheinKreuzfahrt ab dem 13. Dezember über vier Tage, die ab 399 Euro zu haben ist.

Wer an diesem Abend bei Maternus-Reisen teilnehmen will, sollte sich bis zum 10. September unter der Rufnummer 0221/285 11 93 anmelden. Geboten wird ein reger Erfahrungsaustausch bei einem Glas Wein. Und: Kreuzfahrtgäste, die bis zum 28. September buchen, erhalten einen zusätzlichen Frühbucherrabatt.

Unternehmertreff: „Vorsorge für den Unternehmer“

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Der nächste „Unternehmertreff Köln“ findet am Montag, 10. September, ab 19 Uhr im „Bistro verde“ in der alten Schmiede in Rodenkirchen, Maternusstraße 6 statt. Nach Empfang, Begrüßung und der Kurzvorstellung eines Mitglieds


gibt es den Fachvortrag mit dem Thema „Vorsorge für den Unternehmer“.

Referent ist Wolfgang Bayer, 43, heute selbständiger Generalagenturleiter der Hamburg-Mannheimer. Als Squash-Trainer und Unternehmensberater für multifunktionale Freizeitanlagen war der engagierte Reserve-Offizier unternehmerisch tätig, bevor er 1995 in den Finanz-Dienstleistungssektor wechselte. Das Thema betriebliche Altersvorsorge für kleine und mittelständische Unternehmen ist neben der Agenturleitung der Schwerpunkt seiner Tätigkeit.

Wer an diesem Unternehmertreff teilnehmen will, meldet sich vorher unter www.unternehmertreffkoeln.de an oder schickt eine Mail an katja.haubner@unternehmertreff-koeln.de.

Teekesselchen mit Tee-Art

Im August wurde in Rodenkirchen auf der Hauptstraße 79 auf

KünstlerInnen einer InternetGalerie und lebt seit 2004 in Köln.

Rodenkirchener Gespräche zu Vermögensplanung und Altersvorsorge „Tee-Art“ heißt das erste Außenwand-Kunstwerk in Rodenkirchen. (haf)

der Hausfassade ein monumentales Bild der Malerin Helga Tröster installiert. Damit gibt es zum ersten Mal im Geschäftszentrum ein Haus, an dessen Fassade ein großes Kunstwerk zu sehen ist. Die Malerin Helga Tröster hat das Werk mit einer Breite von 11 Metern und einer Höhe von 1,50 Meter, auf mehreren Platten verteilt, direkt über dem Teeladen angebracht. Nicht zuletzt deshalb heißt das Kunstwerk auch „TeeArt“, denn die Künstlerin hat sich vom Tee, seiner Herkunft aus orientalischen Ländern und seiner Faszination inspirieren lassen.

Mit diesem Bild gibt es dann in Rodenkirchen nicht nur Kunst in geschlossenen Räumen oder in Form von Skulpturen, sondern erstmalig auch als Gemälde an einer Hauswand. Die Künstlerin Helga Tröster wurde 1963 in Schmallenberg im Sauerland geboren, absolvierte ein Studium der Freien Kunst an der FH Köln, wurde Dozentin für Portrait- und Landschaftsmalerei an der VHS Schmallenberg und der Jugendkunstschule Grevenbroich. Zahlreiche Ausstellungen gab es im Sauerland und in Paderborn, außerdem ist sie eine von 25

Die Rodenkirchener Gespräche finden ihre Fortsetzung am 20. September um 18.00 Uhr. Dann wird es um das Thema „Vermögensplanung und Altersvorsorge gehen”. Veranstaltungsort ist wie immer der Kölner Ruderverein von 1877 in der Barbarastraße 47 – 49.

Neben Diplom-Kaufmann Matthias Lamprecht, Steuerberater und vereidigter Buchprüfer von der Kanzlei Hecker, Werner, Himmelreich & Nacken sind als Vortragende Cordula Paulus, Selbständige Finanzberaterin der Deutschen Bank und Norbert Becker, Kundendirektor Deutsche Bank AG Private Banking Köln-Rodenkirchen und Bernd Musielak, Vertriebsdirektor DWS >>>>>

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Bilder-Bogen Promotion Investment GmbH Region West vorgesehen. Die Referenten skizzieren die Chancen, Möglichkeiten und Grenzen der Vermögensanlage als Baustein der Altersvorsorge.

Das Thema hatte bereits nach Einführung der steuerlichen Regelungen zum Alterseinkünftegesetz einen Boom in jeglicher Hinsicht ausgelöst. Der Staat sah sich allein aufgrund verfassungsrechtlicher Vorgaben gezwungen, die Altersvorsorge neu zu regeln und in der Erwerbsphase besonders zu fördern. Die seither möglichen Steuerspareffekte werden im Rahmen der Veranstaltung noch einmal vorgestellt.

Aber auch aufgrund weiterer gesetzlicher Neuerungen, die in der nahen Zukunft ihre Wirkung entfalten, sollte die eigene Vorsorgeplanung auf den Prüfstand gestellt werden. Die Abgeltungssteuer kommt 2009! Welche Anlageprodukte davon betroffen sein werden und welche Auswirkungen dieser Einbehalt auf die erwartete Rendite haben könnte, dies gilt es zu durchleuchten. Wer vor der baldigen Erbschaftsteuerreform noch Vermögenswerte

Hauptreferent bei den nächsten Rodenkirchener Gesprächen: Diplom-Kaufmann Matthias Lamprecht. Foto: Privat.

überträgt, kann sich steuerliche Vorteile sichern. Karten zu je 15 Euro (inklusive der kulinarischen Köstlichkeiten) gibt es bei KVS im Sommershof, bei allen KölnTicket-Stellen und beim Veranstalter, der HWHNMorison GmbH in der Oststraße 11 bis 13 unter der Rufnummer 0221/9355 21 80. Noch einmal der Termin: Donnerstag, 20. September, 18 Uhr.

Überreichung der Qualifizierungsurkunde an das Schuhhaus Müller

Jetzt haben die Mitarbeiter von Orthopädieschuhtechnik Müller am Maternusplatz es auch schwarz auf weiß: Sie sind nun offiziell „Venen-KompetenzZentrum“.

Das Team um Wilfried Müller kann ab sofort einen Venenfunktionstest durchführen, mit dem eine eventuelle Venenfunktions-

schwäche festgestellt werden kann. Rechtzeitiges Erkennen einer solchen Schwäche kann eine frühe und zielgerichtete Therapie mittels medi-Kompressionsstrümpfe ermöglichen. Mehr als 22 Mio. Menschen leiden in Deutschland an einem reduzierten Fließverhalten des Blutes in den Venen

Das ganze Müller-Team war zur Überreichung der Qualifizierungsurkunde anwesend. (haf)

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Neue Buchhandlung am „Dicken Baum“ in Rondorf – Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergärten für mehr Spaß am Lesen

Am 27. August öffnete die neue Buchhandlung Rondorf am „Dicken Baum“ in der Kapellenstraße ihre Türen.

Was bietet der Laden: viele aktuelle Bücher, aber auch Klassiker und Geheimtipps für Erwachsene, Jugendliche und vor allem Kinder. Das Sortiment reicht vom Bilderbuch über Jugendliteratur, Romane, Reise, Hobby und Gesundheit bis zum politischen Sachbuch. Einen wichtigen Teil nimmt das Hörbuch ein, für junge Hörer und für Erwachsene steht je eine eigene Hörbuchstation bereit. Selbstverständlich gibt es auch Regionalliteratur über Köln und NRW. Dazu eine ausgesuchte Auswahl an schönen Geschenkartikeln und Kalendern. Ab Herbst: Veranstaltungen sowohl für Kinder, als auch für Erwachsene. Lassen Sie sich überraschen vom neuen kulturellen Angebot im südlichen Köln!

„Ich möchte Kinder und Erwachsene für Bücher begeistern“, so Thomas Schlicht, 42 Jahre, Inhaber der Buchhandlung Rondorf und gelernter Buchhändler. „Es kommt immer darauf an, die richtigen Bücher und Autoren für sich zu finden, die den eigenen Lesegeschmack treffen, hierbei möchte ich helfen“. Das Einzugsgebiet der Buchhandlung Rondorf erstreckt sich über den Stadtbezirk Rodenkirchen mit all seinen Stadtteilen von Hahnwald über Sürth und Weiß und von Immendorf bis Meschenich. Das alte Gebäude der Buchhandlung hat dabei schon viel miterlebt.

Foto: Buchhändler Thomas Schlicht möchte „Lust am Lesen“ vermitteln. (haf)

Die ursprüngliche Gaststätte war zwischenzeitlich zum Fahrradladen umgestaltet worden und wurde nun nach aufwändiger Kernsanierung zu einer hellen, großzügigen, modernen Buchhandlung mit gemütlicher Leseecke und eigenem Veranstaltungsraum. „Auf die Entwicklung der Geschichte seit 1927 wollte ich gerne hinweisen, deshalb haben wir als kleine optische Attraktion den Grundstein in der Fassade freigelegt, so dass ihn jeder sehen kann“, sagt Thomas

Schlicht, dem südlichen Köln und insbesondere Rondorf eng verbunden.

Beim guten Service ist an alles gedacht: es gibt sogar eine Wikkelkommode und eine behindertengerechte Toilette. Ein öffentlicher Parkplatz liegt zwei Häuser weiter neben Samen Gräf.

Doppeljubiläum bei Karin Mühlwitz in Hochkirchen

10-jähriges Bestehen ihrer Mal-

Karin Mühlwitz feierte mit Freunden und Schülern Doppeljubiläum. (haf)

schule und den 50. Geburtstag konnte Karin Mühlwitz im August in ihrem Atelier in Hochkirchen feiern.

Die Leiterin der Malschule Kamü machte nach ihrer Lehre als Schriftsetzerin Privatstudien bei namhaften Künstlern, und arbeitet seit 1990 als freischaffende Malerin. Im Jahre 1997 eröffnete sie dann ihre Malschule, studierte weiter Malerei und Grafik am Institut für Ausbildung in bildender Kunst und Kunsttherapie in Bochum, besuchte die Europäische Akademie in Trier und ist Schülerin bei Prof. Dr. Qi Yang.

In den Kursen bringt sie ihren Schülern die Vielfältigkeit der Malerei näher. Mittels der unterschiedlichsten Maltechniken Aquarell, Acryl, Öl, Kohle oder Pastell fördert sie den eigenen Ausdruck. Sie selbst malt in unterschiedlichen Stilrichtungen, oft im Stile des Kubismus und fertigt dabei ganze Zyklen an. Doch auch Auftragsmalereien bis hin zu kompletten Innendekorationen liegen ihr am Herzen.

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Jahre feiert der KBB-Verlag in diesem Jahr, seit fast 20 Jahren ist das Büro in der Wilhelmstraße 59. Zwei Jahrzehnte Vergangenheit, Zeit für Neues.

Bilder-Bogen Mitarbeiterin Ute Schmidt ergriff die Initiative und bewarb sich im Namen unserer Zeitschrift bei der Fernsehsendung „Wohnen nach Wunsch“. Die Bewerbung war erfolgreich, und das Fernseh-Team wollte den hinteren Bürobereich renovieren. Alle Mitarbeiter waren eingeweiht, nur Bilder-Bogen-Geschäftsführer Helmut Thielen sollte mit der Renovierung überrascht werden.

Nur das Fernseh-Debüt fiel ins Wasser

Bilder-Bogen Büro erstrahlt in neuen Farben

Am 10. August stand die große Aktion an. Das Fernseh-Debüt des Bilder-Bogens stand bevor. Doch wie das so ist, beim Heimwerken treten fast immer unvorhergesehene Probleme auf. Das Renovierungsteam vom Fernsehen kam, doch es war wie verhext. Es war zu dunkel, die

Räume waren für die Dreharbeiten zu klein und der Moderatorin ging es sichtlich schlecht. Nach einigen Stunden hin und her entschieden die Verantwortlichen, dass die Dreharbeiten abgebrochen werden mussten. „Das ist uns in über 400 Sendungen noch nie passiert,“ stellten sie entsetzt fest. Zunächst etwas geschockt, strich das Fernseh-Team aber schließlich doch den vorgesehenen Raum in den geplanten Farben. Außerdem ließen sie die Pläne und alle Möbel, die genutzt werden sollten, zurück Da schon viel Vorarbeit geleistet wurde, blieb gar nichts anderes übrig, als die weitere Renovierung alleine durch zu ziehen.

„Zieht Ihr etwa aus?“, fragten die Passanten auf der Wilhelmstraße, als sie die Mitarbeiter des KBB-Verlages beim Möbel schleppen beobachteten. Doch sie konnten beruhigt werden. Ein ganzer Anhänger voll Sperrmüll wurde entsorgt – man soll gar nicht glauben, was sich in einem Viertel-Jahrhundert so ansammelt. Insgesamt dauerte alles etwas länger, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Nach 25 Jahren mit weißen Wänden, lautet das Motto nun: Mut zur Farbe. Die Wände erstrahlen, wie es die Planung des Fernsehens vorsah: unten grün und oben gelb, abgegrenzt durch einen grauen Streifen. Highlights werden durch zahlreiche rote Accessoires, rote Regale und rote Stühle gesetzt. Der Chef konnte am Ende doch noch überrascht werden. „Ich habe zwar schon gemerkt, dass was im Busch ist, aber was meine Mitarbeiter so alles auf die Beine gestellt haben, macht mich sehr stolz“, freute sich Helmut Thielen, als er das Ergebnis sah. SARAH THIELEN.

Ein Maiglöckchen (Bild links, Glöckchen rechts) in der Wilhelmstraße im August: die Bilder-Bogen-Mitarbeiter Ute Schmidt, Peter Fells und Hanne Spees schauen angesichts der Lage schon etwas angespannter. Fotos: Sarah Thielen. Einige Tage später: Hanne Spees und Ute Schmidt in den umgestalteten Räumen. Endlich mal Farbe im Spiel.

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Bilderbogen-Promotion Sind „wilde“ Kinder immer gleich hyperaktiv?

In Deutschland leben ca. 400.000 Kinder mit der Diagnose ADHS (AufmerksamkeitsDefizit-Hyperaktivitäts-Störung). Oft nehmen sie starke Medikamente, die ihrer Gesundheit langfristig schaden und die gesamte Entwicklung bremsen. Kölner Kinderärzte und das Team der villavita wollen das ändern.

„Sie müssen mit Ihrem Kind zum Arzt!“ Diese Aussage hören viele Eltern, nachdem die ersten Schulmonate vorbei sind.

Die Kleinen, die gemeint sind, sprengen mit ihrer Unruhe und Zappeligkeit den gesamten Unterricht. Keine leichte Herausforderrung für Lehrer, die Verantwortung für eine ganze Klasse tragen.

Doch was dann kommt, bedeutet für viele Familien einen tiefen Einschnitt. Die ABC-Schützen erhalten ein Rezept für Methylphenidat, Ritalin® & Co, wodurch zunächst sogar eine Besserung eintritt. Immer mehr Experten warnen jedoch vor den Spätfolgen dieser Drogen.

Die gemeinsame Vorbesprechung ist Bestandteil der Therapie.

„Ein villavita-Patient, der 14jährige Daniel, hat sieben Jahre lang Ritalin® bekommen“, sagt Dieter Müller, Sunflower®-Therapeut und Initiator der villavita in Rodenkirchen. „Er konnte kaum Kontakt zu seiner Umwelt aufnehmen, hatte große psychische Probleme und war nicht in der Lage, sich richtig zu bewegen”, führt der Heilpraktiker fort. Dass die Verschreibung des Wirkstoffs dennoch kontinuierlich zunimmt – siehe Grafik unten –, bedeutet für Kölner Kinder-Ärzte und Heilpraktiker ein Alarmsignal sondergleichen.

„Hier geht es um Kinder, also um unsere Zukunft”, betont Dr. Christoph Beckmann, anthroposophischer Arzt aus der Südstadt.

„Wir müssen viel mehr aufklären, wie Eltern und Lehrer den unruhigen Geistern helfen kön-

Der Einsatz von Methylphenidat in Deutschland nimmt kontinuierlich zu. Hier abgebildet der Wirkstoff-Verbrauch von Apotheken. Quelle: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte.

nen, ohne dass sie diese Medikamente nehmen. Viele Probleme basieren z. B. auf falscher Ernährung und unzureichendem Bewegungsangebot. PC-Spiele und Fernsehen sind im Alltag dagegen überrepräsentiert”, resümiert der Mediziner, der hauptsächlich Kölner Pänz in seiner Praxis betreut. Kinderärzte wie Dr. Wilhelm Thiele aus Hennef lehnen Methylphenidat nicht grundsätzlich ab.

Allerdings ist die Verordnung der Präparate in seinen Augen meist unnötig: „Oft sind Eltern, Lehrer und Ärzte mit der permanenten

Hektik und Energie der Kleinen überfordert. Wie gern möchte man da einmal aufatmen und die Verantwortung abgeben. Doch Medikamente sind auf Dauer nicht die Lösung, denn sie können zu nachhaltigen Persönlichkeitsveränderungen führen. Deshalb müssen Eltern, Lehrer und Heilkundige lernen, viel mehr zusammen zu arbeiten, um durch Kontinuität, klare Richtlinien und durch alternative Therapien zu helfen.” Gerade alternative Therapien können bei beeinträchtigten Kindern sehr viel bewirken. Laut der Frankfurter Präventionsstudie, die in diesem Jahr vorgestellt wurde, ist eine frühzeitige Förderung und

Sunflower®-Therapie – Was ist das? Sunflower® ist eine spezielle, medikament-freie Therapie für verhaltensauffällige Kinder mit Lernstörungen. Diese Therapie – entwickelt 1976 – wurde mittlerweile bei über 17.000 Kindern erfolgreich angewendet. Im Kern geht es dabei um ein Diagnose- und Behandlungssystem, das ganzheitliche, naturheilkundliche Behandlungstechniken kombiniert, um so möglichst viele Aspekte der Persönlichkeitsstruktur, des Bewegungsapparates, des Stoffwechsels und des Geistes auf messbare Art und Weise zu balancieren. Dieses Behandlungssystem wird für jeden Menschen individuell angepasst. Ziel ist es, die persönliche Gesundheit gemeinsam wieder zu finden. Stärken zu stärken, Schwächen zu schwächen sowie Menschen zu helfen, ihr Potenzial zu erkennen und zu entfalten. Dr. Tobias Sprenger, Sunflower®-Therapeut: „ADHS als gehäufte Diagnose ist ein Ausdruck unserer Kultur und Lebensweise. U. a. ist die Veränderung des Lebensstils für Kinder und Eltern hilfreich, um zu einem freudvollen, gemeinschaftlichen Leben zurück zu finden."

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Beratungstelefon zum Thema ADHS: Mittwoch, 05. September 2007 von 17.00-19.00 Uhr Ansprechpartner: Dr. Christoph Beckmann, Kölner Südstadt, Anthroposophischer Allgemeinarzt, Schwerpunkt Kinderheilkunde. Telefon: 0221-932 01 36 Dr. Tobias Sprenger, villavita Rodenkirchen Facharzt für Allgemeinmedizin, anthroposophische Medizin, Sunflower®-Therapeut. Telefon: 0221-222 52 50 Dieter Müller, villavita Rodenkirchen Auf Kinder spezialisierter Heilpraktiker und Sunflower®-Therapeut. Telefon 0221-222 52 50 Konzentriert bei der Sunflower®-Therapie: Johannes, 4 Jahre

Betreuung von verhaltensauffälligen Kindern allen anderen Behandlungsmöglichkeiten weit überlegen. Viele Bereiche dieser Unterstützung können Eltern und Lehrer mit übernehmen. Sie müssen nur wissen wie. Deshalb haben sich die Kinder-Therapeuten der villavita mit weiteren Medizinern zusammen getan. Erklärtes Ziel: Aufklärung und Kooperation von Eltern, Lehrern und Heilkundigen damit Kinder ohne Medikamente groß werden. Erste Aktion des Verbunds ist eine Telefon-Beratung am 5. September 2007. Besorgte Eltern, interessierte Lehrer und Heilkundler können dann mit Experten besprechen, welche Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Diskussionskreis ADHS: Dieter Müller, Dr. Wilhelm Thiele, Dr. Tobias Sprenger, Dr. Christoph Beckmann. Alle Fotos: Villavita

Diese gehen von einfachen Alltags-Tipps bis hin zu naturheilkundlichen Verfahren, u. a. der Sunflower®-Therapie, die von mehreren Therapeuten in der villavita angeboten wird.

Dr. Gerhard Otto, villavita Essen Facharzt für Allgemeinmedizin, Sunflower®-Therapeut. Telefon: 0221-222 52 50

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Rodenkirchener Veranstaltungskalender

Auch im September

„Kunst für private Gärten“ – Ausstellung im Sürther Skulpturengarten von Helga Neef in der Carl-von-Linde-Straße 4, Öffnungszeiten jedes Wochenende von Freitag bis Sonntag und an Feiertagen von 13 bis 19 Uhr.

Freitag, 31. August, 15 Uhr

Start zur ersten Wettfahrt um den „Köln-Cup“, der Regatta für Kiel- und Kajütsegel-Yachten auf dem Ijsselmeer vor Enkhuizen in den Niederlanden. Zweite und dritte Wettfahrt am Samstag, 1.September, Siegerehrung um 22 Uhr. Veranstalter: Kölner YachtClub aus Rodenkirchen. Info: www.koelneryachtclub.de.

Freitag, 31. August, 20 Uhr

„Blue:notes“ – Live-Jazz im Kölner Süden: im „Bistro verde“ in der alten Schmiede in Rodenkirchen, Maternusstraße 6, gastiert die Saxophonistin Gilda Razani mit ihrer Band „sub.vision“. Eintritt 12 Euro, Vorverkauf empfohlen.

Samstag, 1. September 10 Uhr.

Anne-Frank-Schule in Hochkirchen. Start des Projektes „VersteckDichNicht.“

Samstag, 1. September, 10.30 Uhr

30 Jahre Maternus-Seniorenwohnanlage in Rodenkirchen, Hauptstraße 128, mit Reibekuchenwagen, Gulaschkanone, Kinderschminken, Bierstand und Musik der Kaminsfeger, JazzGang-Cologne, Parodien, ShantyChor und King-Size-Dick auf dem Vorplatz und in der Anlage.

Samstag, 1. September, 13 Uhr

50 Jahre Dorfgemeinschaft – Bürgerfest auf dem Sürther Marktplatz, mit ökumenischem Gottesdienst, Männer-GesangVerein Weiß, vielen bisherigen Maiköniginnen, Tanzkorps der „Kapelle Jonge“, der Cover-Band „Los Rockos“, den „Jecken Römern“, „Quasi do brazil“ und den „Bengels“.

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Samstag, 1. September, 16 Uhr

Südkunst-Ausstellungseröff-

nung bei „Skulptur draußen“ in Weiß, Weißer Hauptstraße 52. Bis zum 16.November werden Skulpturen von Ingrid Roscheck.

Samstag, 1. September, 17 Uhr

Sommerfest der „Großen Rodenkirchener KarnevalsGesellschaft“ auf dem Hof von Willi Pütz in Rodenkirchen, Sürther Straße 106a.

Samstag, 1. September, 18 Uhr

„Nichts als Bilder“ – Malerei von Monika Kilders in der Galerie im Kunsthaus Rhenania in der Bayenstraße 28 in Köln. Zu sehen bis zum 9.September So/Sa/Mi/Do von 14 bis 18 Uhr.

Samstag, 1. September, 20 Uhr

„Nur die Größe zählt“ – SoloProgramm von Horst Schroth bei „Skulptur draußen“ in Weiß, Weißer Hauptstraße 52. Kartenvorverkauf zum Preis von zehn Euro in der Buchhandlung Köhl in Rodenkirchen am Rathausplatz.

Samstag/Sonntag, 1. und 2. September

Großes Herbstfest der Aktionsgemeinschaft Rodenkirchen unter dem Motto „Bonjour la France“ auf dem Parkplatz der Rheingalerie, dem Barbara-Plätzchen und im „Bistro verde“ mit verkaufsoffenem Sonntag von 13 bis 18 Uhr.

Sonntag, 2. September, ab 11 Uhr

30 Jahre Maternus-Seniorenwohnanlage in Rodenkirchen, Hauptstraße 128, mit Live-Musik, Biergarten und Verkaufsständen in der ersten Etage, Brunch im Restaurant, stündlichen Hausführungen, „Die Madämchen“ und einem Akkordeon-Orchester.

Sonntag, 2. September, ab 12 Uhr

50 Jahre Dorfgemeinschaft – Bürgerfest auf dem Sürther Marktplatz, mit den rheinischbergischen Musikanten, der Musikschule Nadja Schubert, den „Playbacks“ und dem Akkordeon-Orchester Zöllner. An beiden Tagen viele Spiele, Kinderbelustigung, Schminken, LuftballonWettbewerb.


Dienstag, 4. September, 17.30 Uhr

Ausstellungseröffnung im Bezirksrathaus Rodenkirchen, Hauptstraße 85: Unter dem Titel „Toleranz und Respekt für ein gemeinsames Europa“ werden Bilder, ein Film und eine Radiosendung gezeigt, die bei der Teilnahme des Jugendzentrums Meschenich an einer internationalen Begegnung in den Sommerferien entstanden sind. Zu sehen bis zum 7. Oktober.

Dienstag, 4. September, 20 Uhr

Bürgertreff von „pro Sürth“ in der Begegnungsstätte „Zum Keltershof“.

Samstag, 8. September, 9 bis 16 Uhr

Tag der Offenen Tür in der neuen Filiale der Kölner Bank in Rodenkirchen, Maternusstr. 1.

Samstag, 8. September, 9 bis 12 Uhr

Baby- und Kinderflohmarkt „Rund ums Kind“ im Pfarrheim von St. Servatius in Immendorf, Hauptstraße 22. Veranstalter ist der Kindergarten der Pfarre.

Samstag, 8. September, 20 Uhr

Oldie-Party mit Live-Musik anlässlich 25-Jahre Kölner Bilder-Bogen-Verlag auf dem Gelände des Campingplatzes Berger in Rodenkirchen, Uferstraße, mit der Oldieband „The Chaines“. Eintritt frei.

Sonntag, 9. September, 11 Uhr

Ausstellungseröffnung in der Fuhrwerkswaage in Sürth, Bergstraße 79. Bis zum 23. September werden unter dem Titel „Slink“ Werke von Gregor Krebber gezeigt. Dienstags, donnerstags und freitags von 17 bis 19 Uhr, sonntags von 14 bis 17 Uhr.

Sonntag, 9. September, 11 bis 17 Uhr

Trödelmarkt der Kleiderkammer der evangelischen Kirchengemeinde Rodenkirchen rund um die Erlöserkirche, Sürther Straße 34.

Montag, 10. September, ab 19 Uhr

Treffen des Unternnehmertreff Köln e.V. im Bistro verde in der alten Schmiede in Rodenkirchen, Maternusstraße 6, unter anderem mit Vortrag zum Thema „Vorsorge für den Unternehmer“. Info und Anmeldung unter www.unternehmertreff-koeln.de.

Donnerstag, 13. September, 19.30 Uhr Musik in Michaelshoven: „Autumn time – Sounds of Jazz“. In der Erzengel-Michael-Kirche gastieren „Wolf Doldinger & Best Friends“. Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten.

Te r m i n e u nd Ver a n s ta l tu n ge n se n de n Si e bi tte p er Br i e f, Fax oder E-Mail an den Kölner Bilder-Bogen, Postfach 50 19 06 in 50979 Köln, re d a k t i o n @ b i l d e r b o g e n . d e .

Freitag, 14. September, 18 Uhr

Gitarrenkonzert – Schüler der Musikschule Nadja Schubert musizieren unter der Leitung von Klaus Mader in der Auferstehungskirche in Sürth, Auferstehungskirchweg.

Freitag, 14. September, 19 Uhr

„..wohlauf und singe schön..“ – Paul Gerhardt im Lied. Die Kantorei Rodenkirchen singt mit den Zuhörenden und für sie alte und neue Vertonungen aus dem Liedschatz von Paul Gerhard. Erlöserkirche der evangelischen Kirchengemeinde Rodenkirchen, Sürther Straße 34, Eintritt frei.

Freitag, 14. September, 20 Uhr

„Die Liebe ist ein seltsames Spiel“ – Vergnüglicher Chansonabend im Wechselbad der Gefühle mit Elke Brauer und Michael Carleton am Piano im „Bistro verde“ in der alten Schmiede in Rodenkirchen, Maternusstraße 6. Eintritt zehn Euro, Kartenvorbestellung im Bistro.

Samstag, 15. September, 19.30 Uhr

Neuntes Fest der Ehemaligen des Gymnasiums Rodenkirchen

im Brauhaus „Quetsch“, Hauptstraße 7. Eintritt sieben Euro.

Sonntag, 16. September, 10 bis 18 Uhr

Traditionelles „Maternusfest“ der katholischen Kirchengemeinde St. Joseph und Remigius rund um Kindergarten und Pfarrheim „Arche“in der Augustastraße in Rodenkirchen. Beginn mit einer „Afrika“-Sonntagsmesse der EineWelt-Gruppe, anschließend buntes Pfarrfesttreiben mit vielen Spielen, Aktivitäten für Jung und Alt und kleinem Bühnenprogramm.

Sonntag, 16. September, ab 11 Uhr

Gemeinde- und Erntedankfest der evangelischen Kirchengemeinde Rondorf in der Emmanuelkirche und im Gemeindezentrum, Carl-Jatho-Straße 1.

Sonntag, 16. September, ab 11 Uhr

Familiengottesdienst zur Eröffnung des Gemeindefestes der evangelischen Kirchengemeinde Sürth-Weiß mit Feier „20 Jahre evangelische Kindertagesstätte“ in Sürth, Auferstehungskirchweg.

Sonntag, 16. September, 15 Uhr

Ausstellungseröffnung im >>>>>>>

Samstag, 8. September, und Sonntag 9. September, ganztägig

Kulturfest „Kunst in der Sackgasse“ in Weiß, Weißer Hauptstraße.

Sonntag, 9. September, 10 bis 14 Uhr

Flohmarkt „Alles fürs Kind“ der katholischen Frauengemeinschaft Heilige Drei Könige Rondorf im Pfarrzentrum in der Hahnenstraße.

Sonntag, 9. September, 10 bis 14 Uhr

Tag der Offenen Tür mit Kinderflohmarkt in Kindertagesstätte „Elfenland“ in Sürth, Kölnstraße.

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Rodenkirchener Terminkalender „Frohsinn“ im Festzelt auf dem Kirmesplatz.

Freitag, 28. September, 19.30 Uhr

Autorenlesung in der Stadtbücherei Rodenkirchen, Schillingsrotter Straße 38, mit Xaver G. Römer: Skurrile Lyrik und Prosa. Eintritt fünf Euro, Veranstalter ist „Literamus“. Kunst-Kabinett Knauf in der Marienburg, Unter den Ulmen 132. Bis 22. September täglich von 16 bis 18 Uhr : „Farbsommer“ Bilder von Ulla Lackmann, Margi Schwenk-Osterloh, Eva Steinhilper und Christine Thevis-Josten. Finissage am Sonntag, 23. September, 15 Uhr.

Sonntag, 16. September, 20 Uhr

„Klezmer und jiddische Lieder“ - die Gruppe „nu“ präsentiert ihr neue Programm „a hering hot gelakht“ in der Krypta von St. Severin in Köln, Im Ferkulum 29.

Dienstag, 18. September, 18.30 Uhr

Kundeninformationsabend im Maternus-Reisebüro auf dem Maternusplatz in Rodenkirchen. Viking-Mitarbeiter informieren über Fluss-Kreuzfahrten 2008, unter anderem auf Rhein und Donau. Anmeldung bis 10.September im Reisebüro unter der Rufnummer 0221/ 285 11 93.

Mittwoch, 19. September, 17.30 Uhr

Tauschnachmittag des Briefm a r k e n - S a m m l e r- Ve re i n s Rodenkirchen-Sürth im Matthias-Pullem-Haus in Sürth, Grüner Weg. Gäste willkommen.

Freitag, 21. September, Einlass ab 18.30 Uhr

„Septoberfest“ des SC Fortuna Köln im Festzelt am Südstadion mit Die Rheinländer, Fussisch Julche, Colör, Die Cöllner, Nic, Kay Zero, die Stroßefäjer. Cheerleeder des 1.FC Köln und Kapelle San Marino. Eintritt 15 Euro.

Freitag, 21. September, 20 Uhr

„Blue:notes“ im „Bistro verde“ 62

in der alten Schmiede in Rodenkirchen, Maternusstraße 6. Heute spielt das „Heinz-KretzschmarSwingtett“ „Let’s swing again“. Eintritt zwölf Euro.

Samstag, 22. September, 18 Uhr

Live-Jazz im Rodenkirchener Hotel-Restaurant „Zur alten Post“, Hauptstraße 118. Es spielen die „Happy Wanderers“, Eintritt acht Euro.

Samstag, 22. September, Einlass ab 18.30 Uhr

„Septoberfest“ des SC Fortuna Köln im Festzelt am Südstadion mit Die Rheinländer, Fussisch Julche, Colör, Die Cöllner, Nic, Kay Zero, die Stroßefäjer. Cheerleeder des 1.FC Köln und Kapelle San Marino. Moderator: Klaus Ulonska, Eintritt 15 Euro.

Sonntag, 23. September, 13 Uhr

Deutsch-Türkischer Familientag beim „Septoberfest des SC Fortuna Köln im Festzelt am Südstadion mit türkischer Folklore, Bauchtänzerin „Sahere“, HipHop mit der Mikrofon-Mafia und vielen an deren Programmpunkten. Moderation Klaus Ulonska, Eintritt 15 Euro.

Donnerstag, 27. September, 11.30 – 17.00 Uhr.

Infotag in der Residenz am Dom mit stündlichen Hausführungen. Im Anschluss „Stadtgespräche“ mit Ex-OB Dr. Norbert Burger.

Freitag, 28. September, 19 Uhr

Kirmes in Immendorf – Offizieller Fass-Anstich mit kulturellem Abend und kleinem Chorkonzert mit dem Männer-Quartett

Samstag, 29. September, ab 11 Uhr

Tag der Offenen Tür im Konrad-Adenauer-Tierheim in Zollstock, Vorgebirgstraße 76 am Südstadion. Info unter www.tierheimkoeln.de.

Samstag, 29. September, 20 Uhr

Kirmes in Immendorf – Tanzabend und Geselligkeit im Festzelt mit dem Männer-Quartett „Frohsinn“ im Festzelt auf dem Kirmesplatz.

Sonntag, 30. September, ab 9.30 Uhr

Kirmes in Immendorf – um 9.30 Uhr Festgottesdienst im Zelt des Pfarrverbandes „Rund um Immendorf“ mit dem Kirchenchor von St. Servatius, anschließend Frühschoppen mit Musik; ab 14 Uhr Kaffeetafel, um 15 Uhr Auftritt der Immendorfer KindergartenFlummis, anschließend Tanz und Unterhaltung mit dem MännerQuartett „Frohsinn“ im Festzelt auf dem Kirmesplatz

Sonntag, 30. September 15 Uhr

Auf dem Rhein in Höhe der Bootshäuser Albatros und Bootshaus Rodenkirchen. Saison-Abfahrt der Motoryachten

aus Rodenkirchen, Sürth, Porz und dem Rheinauhafen zu Ehren des 25-Jährigen des Bilder-Bogens. Es spielen auf dem Floss am Bootshaus Albatros die Rodenkirchener Dorfbläser.

Sonntag, 30. September, 16 Uhr

Ausstellungseröffnung im Kunst-Kabinett Knauf, Marienburg, Unter den Ulmen 132. Bis zum 6. Oktober werden unter dem Titel „Holz und Farbe“ täglich von 16 bis 18 Uhr Malerei und Skulpturen von Angelika Ehrhardt-Marschall und Edith Sauerborn gezeigt. Finissage: Sonntag, 7. Oktober 16 Uhr.

Sonntag, 30. September, 19 Uhr

Drei Geiger spielen im Wohnzimmer der alten Lederfabrik in Sürth, Oberbuschweg 32: Klaus der Geiger, Mani Neumann und Christoph Broll, Gitarre: Ulli Brand. Info unter Telefon 02236/38 10 68 oder unter www.3geiger.de.

Montag, 1. Oktober, 15 Uhr

Kirmes in Immendorf – Kaffeetafel, besonders für die Immendorfer Senioren, veranstaltet von Männer-Quartett „Frohsinn“ im Festzelt auf dem Kirmesplatz.

Dienstag, 2. Oktober, 20 Uhr

Oldiethek der Rondorfer Karnevals-Gesellschaft „Löstige Öhs“ im katholischen Pfarrheim in Rondorf. Eintritt „all inklusive“ im Vorverkauf 19 Euro, an der Abendkasse 22 Euro.


Elke Brauer tritt im September wieder einmal im „Bistro verde“ auf

„Wie wär’s denn mit Chansons am Abend?“ Gut behütet: Elke Brauer bei einem früheren Auftritt in Rodenkirchens „KulturSchmiede“ „Bistro verde“. Foto: Privat.

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berall redet man von ihr. In Rodenkirchen – natürlich – da ist sie ja zu Hause, in Köln – das ist ja nicht weit – in Düsseldorf – das sei ihr verziehen – und auf amerikanischen Kreuzfahrtschiffen, denn da hat man sie auch schon engagiert.

Elke Brauer, unsere Chansonette, das Rodenkirchener Mädchen, hat es weit gebracht. Einst Lehrerin an der hiesigen Gesamtschule in Michaelshoven, geht sie inzwischen immer mehr ihrer Passion nach und singt mit wachsendem Erfolg Chansons: auf privaten Feiern, bei Vernissagen, auf diversen Bühnen. Die Engagements werden immer mehr. Begleitet wird sie von Michael Carleton, der unter anderem auch mit Marianne Rogèe und Felicitas Weathers auftritt. Elke singt von der Liebe und von schmachtenden Damen, sie singt böse Lieder, sie singt Humorvolles und Meditativ-Komisches. Von „Paulchen“ erzählt sie uns und der „zersägten Dame“, sie „vergiftet fröhlich Tauben im Park“ und schwärmt vom „Novak“, der zum Glück verhindert, dass sie Austern mit der Schale ist – und Schlimmeres! Sie ermahnt uns, „nur nicht aus Liebe zu weinen“ und entführt uns nach Ägypten, in die

schummrig-frivole „Bar zum Krokodil“. Zwischen ihren Liedern amüsiert sie das Publikum mit ihrer süffisant-ironischen Moderation.

Die Künstlerin, charmant, extravagant behütet und reich an Jahren und Erfahrung, imitiert weder große Diseusen, noch schreibt sie ihre eignen Lieder, wie es die meisten jüngeren Sängerinnen tun. Sie singt bekannte und beliebte Chansons, interpretiert sie jedoch ganz individuell. Damit setzt sie die Tradition einer langsam aussterbenden Spezies großer Chanson-Sängerinnen fort, wie zum Beispiel Dora Dorette oder Helen Vita, mit denen sie zwar nicht die lange Bühnenlaufbahn verbindet, dafür aber Temperament und Lebenserfahrung. Und wer weiß – vielleicht wird sie in den nächsten Jahren genau so berühmt.

Mit ihrem Sommer-Programm „Die Liebe ist ein seltsames Spiel“ tritt Elke Brauer auch zum „Heimspiel“ im „Bistro verde“ in der alten Schmiede in Rodenkirchen, Maternusstraße 6, an. Und zwar am Freitag, 14. September, um 20 Uhr. Es empfiehlt sich, eine Karte für zehn Euro im Vorverkauf im Bistro zu sichern.

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Namen + Notizen WOG: Golfturnier zugunsten der Opferhilfe

Das Top-Charity-Turnier im Rheinland, der vierte „WilliOstermann-Benefiz-Golfcup“, wurde im letzten Monat unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Fritz Schramma auf dem Golfplatz von Burg Konradsheim ausgespielt. Abends folgte die „Summer-Party“ auf der Paparazzi-Terrasse des Radisson SAS-Hotels in Köln mit fest-

lichem Menue, Siegerehrung und großer Tombola. Krönender Abschluss war die Versteigerung des ersten Preises, einer LuxusReise in die Türkei, die dank eines edlen Spenders gleich zweimal durchgeführt werden konnte. Am Ende stand dann neben dem „Turnier-Scheck“ über 5.000 Euro ein Gesamterlös von 7.500 Euro, der für den wahren Sieger des Tages, die Opferhilfe Köln vorgesehen war. Sichtlich gerührt nahm Ulla Schramma, Gattin des Oberbürgermeisters und Vorsit-

Gruppenbild mit Scheck: von links Markus Metternich, Ulla Schramma, Peter Schmitz-Hellwing, Präsident der Willi-Ostermann-Gesellschaft, Dagmar Weber und Roland Maag. Foto: Schmidt.

zende der Opferhilfe, Scheck und Bargeld entgegen. (USCH).

Kinderflohmarkt in Rondorf

In diesem Monat ist es wieder soweit. Die Ortsgruppe Rondorf der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands veranstaltet wieder ihren „Kinderflohmarkt“. Am Sonntag, 9. September, 10 bis 14 Uhr, wird im Pfarrzentrum in der Hahnenstraße „Alles fürs Kind“ angeboten. Der Erlös wird wie in jedem Jahr einem guten Zweck zugeführt, für das leibliche Wohl ist auch gesorgt.

Paul Gerhardt im Lied

Paul Gerhardt, der bedeutende Lied-Dichter der Barockzeit, dem im Sommer in der Erlöserkirche in Rodenkirchen schon eine Predigtreihe gewidmet war, steht am Freitagabend, 14. September, ab 19 Uhr mit bekannten und unbekannten Liedern, alten und neuen Melodiefassungen im Mittelpunkt. Die Kantorei Rodenkirchen singt mit den Zuhörern und für die Zuhörer Ausgewähltes aus dem Liederschatz von Paul Gerhardt. Die Moderation hat Barbara Mulack, der Eintritt ist frei.

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Worte des Monats „Ab morgen kannst Du wieder in Deine Heimat fahren. Dann fährt die „12“ wieder bis zum Südfriedhof!“ Rodenkirchener Ehemann zu seiner aus Zollstock stammenden Frau.

„Und wie alt ist die Frau?“ – „Ich würde sagen: gefühlte 29!“

Zwei Chefs unterhalten sich über eine Mitarbeiterin des einen.

„Selbst wenn ich hundert Jahre alt werde, bin ich noch zu jung für diesen Sport!“ Rothaarige Enddreißigerin beim Golfturnier der WilliOstermann-Gesellschaft.


Heft Nr. 582 Kölner Bilderbogen September 2007