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NR. 599

Februar 2009

Menschen, denen Sie in diesem Heft begegnen: Ekkehard Bauer, Gottfried Böhm, Konstantin Brovot, Patrick De Caesteker, Dr. Peter Fuß, Hartmut Hammer, Dieter Maretzky, Horst Olligschläger, Monika Roß-Belkner, Josef Scheer, Fritz Schramma, Elke Wergen, Claudia Zettelmeyer.


D E R G A S T- KO M M E N TA R

Aus meiner Neujahrsrede nehme ich für meinen Gastkommentar zwei Themen heraus: Meine Visionen für den Stadtbezirk und das, was wir für die junge Generation hier im Stadtbezirk schon getan haben und noch tun wollen. In Anlehnung an den Masterplan für die Innenstadt könnten Visionen für den Stadtbezirk wie folgt aussehen: Die Rodenkirchener Riviera wird mit dem neuen Rheinauhafen durch einen wunderbar gestalteten Rheinboulevard verbunden sein. Die Rodenkirchener Brücke ist beidseitig beleuchtet. Der ÖPNV ist weiter ausgebaut. Die Stadtbahn führt über Rondorf nach Meschenich. Ein gut ausgebautes Fahrradwegesystem durchzieht die Stadt und verbindet alle Stadtteile. Ein lang gestreckter Rheinufertunnel bis zur Bismarcksäule bringt die Menschen an den Fluss. Durch Tieferlegung der Stadtbahn verschwinden die beiden Schranken in Rodenkirchen. Eine neue Autobrücke verbindet den Kölner Süden mit dem anderen Rheinufer. Das Auskiesungsgebiet in Immendorf und Meschenich ist zu einer großzügigen Freizeit- und Erholungslandschaft gestaltet. Für das vielfältige Vereinsleben gibt es ausreichend Versammlungs- und Veranstaltungsmöglichkeiten. Die Parks und Grünanlagen sind bestens gepflegt. Ein modernes Rathaus mitten in Rodenkirchen steht für Bürgernähe und 1 a Bürgerservice. Das Großmarktgelände gehört zum dritten Grüngürtel mit ausgedehnten Sportmöglichkeiten und einem sich anschließenden Fachhochschulcampus und vieles andere mehr. Doch kommen wir zum Alltag und zu den Möglichkeiten einer Bezirksvertretung ohne Finanzhoheit und ohne weitgehende Beschlussrechte. Uns geht es um das gute Miteinander aller Generationen, der Alt- und Neubürger, der Arbeitnehmer und Unternehmer, Betriebe und Einrichtungen. Alle sollen dabei bedacht werden, wobei der Focus auf der jungen Generation liegt. Von ihrer Bildung hängt nun einmal ihre und unsere Zukunft ab.

Es beginnt in jungen Jahren mit dem massiven Ausbau der Kinderbetreuung für die unter Dreijährigen in vielen Gruppen unseres Stadtbezirks. Für 2009 ist eine Versorgungsquote von 20 Prozent angestrebt, bis 2013 sogar von 40 Prozent. Erfreulicherweise konnten alle Kindergärten, die die beiden Kirchen aufgegeben haben, in neue Trägerschaften vermittelt werden. Die Offene Ganztagsschule ist ein Erfolgsschlager. Die Nachfrage steigt ständig. Der erforderliche Raumbedarf auch für Übermittagsbetreung kann so schnell gar nicht geschaffen werden. Dabei haben wir im Juni den Grundstein für den Neubau der Gesamtschule gelegt und gerade den Erweiterungsbau des Gymnasiums sowie den Erweiterungsbau für das Berufskolleg Zollstock eingeweiht. Just in diesen Tagen hat die englische Schule in Rondorf ihren Schulbetrieb aufgenommen. Die Schulen des Stadtbezirks verfügen insgesamt über einen sehr guten Zustand, auch wenn es derzeit in der Cäsarstraße in der Ausführung hakt, und auch die gesamte Bandbreite der Schullandschaft ist vorhanden. Wir verfolgen weiterhin das Ziel, eine europäische Schule im Stadtbezirk anzusiedeln. Neben der äußeren Hülle bedarf es aber auch einer guten Führung und der Inhalte. Es ist gelungen, die vakanten Schulleiterstellen in Meschenich und in der Cäsarstraße zu besetzen. Weiter offen ist leider die Schulleiterstelle in der Annastraße. Wir wissen, dass in Bildung und Erziehung noch manches im Argen liegt und wir zu einer neuen Wertschätzung des Lernens und der Bildung kommen müssen. In der Schule soll fördern und fordern gleichberechtigt nebeneinander stehen. Zur Menschenbildung gehören unter anderem >>>>>

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D E R G A S T- KO M M E N TA R

die Kunst- und die Musikerziehung, zur allgemeinen Bildung eine Lese- und Lernkultur trotz aller optischen und akustischen Medien, die heute auf die Kinder einwirken. Von daher sind wir froh im Stadtbezirk um die Jugendkunstschule, die junge Kammeroper und die Stadtteilbibliothek, die außerschulisch sehr rege sind und deren langfristiger Erhalt uns sehr am Herzen liegt. Auch Finkens Garten als naturnahes Erleben reiht sich hier ein. Eine Reihe von Spielplätzen wurde saniert und neu möbliert, so in Rodenkirchen, Raderberg, Marienburg, Zollstock und Immendorf. Wir konnten neue Spielplatzpaten gewinnen. In den Ferien werden immer wieder Spielaktionen durchgeführt. Hervorragend angenommen wird die neue Skateranlage im Vorgebirgspark, die wir aus Bezirksmittel errichten konnten. Zwei Maßnahmen zur Verbesserung der Familienfreundlichkeit und des Kinderschutzes sind die Kinder-Willkommens-Besuche bei Eltern mit Neugeborenen, die in unserem Stadtbezirk der Kinderschutzbund betreut. Zum anderen der Aufbau eines Sofortdienstes bei akuter Gefährdung des Kindeswohls. Auch der Jugend gilt unser Augenmerk. Wir sind froh wieder einen eigenen Jugendpfleger zu haben, der sich engagiert kümmert und mobile offene Angebote schafft mit Vereinen wie Haus der Familie, Köln kickt oder auch kid smiling. Wir haben eine runden Tisch installiert und neue Mitternachtssportangebote geschaffen. Streetworker sind im Einsatz und die Zusammenarbeit mit der Polizei läuft gut. Es bestehen gute Aussichten, dass in Rondorf in diesem Jahr mit dem Bau eines Jugend- und Nachbarschaftshauses begonnen wird. Gerade Rondorfer Jugendliche machen immer wieder stadtweit Schlagzeilen. Von daher wäre ein Umdenken städtischer Förderpolitik wünschenswert: weg von der Brennpunktpolitik, hin zur Präventionspolitik. Es ist nötig auch in bürgerlichen Stadtteilen eine Infrastruktur zu schaffen, nicht erst wenn es zu spät ist. Es ist aber auch wichtig, Jugend in Arbeit zu bringen. Hier bewegen sich Schulen und Arbeitgeber gut aufeinander zu und gehen Kooperationen ein. Unterstützend sind im Stadtbezirk ein Jobcenter und eine Kompetenzagentur für Arbeit angesiedelt. Eine Vielzahl von Maßnahmen, offensichtlich: wer was werden soll, braucht Zuwendung. Ihre Monika Roß-Belkner

Die gesamte Neujahrsrede finden Sie im Internet unter www.bilderbogen.de. 2


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FE B R UAR-H E F T

I N HALT

„…und Tschüss!“ – Das Bootshaus Rodenkirchen wird in die Werft nach Mülheim geschleppt. Hier wird es für den TÜV und weitere Jahre am Rodenkirchener Ufer fit gemacht. Ob sich der Traum des Bootsmannes Helmut Ammel erfüllt, den alten Braunkohlenschlepper durch die alte „Düsseldorf“ zu ersetzen, steht weiter in den Sternen. Ein Foto von H. Thielen.

Gegründet 1959

KBB-Verlag Wilhelmstraße 59 · 50996 Köln Telefon (02 21) 9 35 26 88 Telefax (02 21) 9 35 26 86 Unsere Internet-Adresse:

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RODENKIRCHEN RODENKIRCHEN

Wenn eine Lachtaube zum Rittmeister wird

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Der Gast-Kommentar von Monika Roß-Belkner 1

Wenn das Herz für Rodenkirchen schlägt…

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Bezirksvertretung lud Vertreter des öffentlichen Lebens ins Rathaus Premieren beim Neujahrsempfang 4

Mädchen außer Rand und Band: ausverkaufte Sitzungen in Sürth 24

Ekkehard Bauer hat schon einmal eine Karnevals-CD beim Weihnachtsspiel gewonnen – Jetzt Einkaufsgutscheine für 1.000 Euro Gewinner ist ein Wiederholungstäter 5

„Kapelle Jonge“: Neuerungen kamen bei den Weißern gut an 26

Wie war der Winter in Rodenkirchen? Sonne, Schnee und Wolldecken

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Gemeinsamer Neujahrsempfang der Bürgervereine Rodenkirchen und Bayenthal „Verkehr und mehr“

„Jeisterzoch“ geht durch Rodenkirchen

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Kölle Alaaf als Pfarrfest: Ausverkaufte Sitzung von St. Matthias und Maria Königin 28 9

Kreativ von Anfang an: Neues Programm der Jugendkunst-Schule 10 Herausgeber: Karl-Heinz Thielen Verantwortlich für Inhalt und Gestaltung: Helmut Thielen, helmut@thielen-koeln.de Anzeigen: Herbert Hafeneger, Helmut Thielen Ständige Mitarbeiter: Ute Schmidt, uteschmidt@bilderbogen.de Peter Fells, Hanne Spees, Dr. Klemens Surmann Mitarbeiter dieser Ausgabe: Engelbert Broich, Hedwig Thielen, Ulrike Süsser, Anke Reuß Sekretariat: redaktion@ bilderbogen.de Nachdruck nur mit Genehmigung der Redaktion gestattet. Für unverlangt eingesandte Manuskripte keine Gewähr. „Rodenkirchen – Kölner Bilder-Bogen” wird an Banken, Sparkassen und Einzelhändler verteilt und kann schriftlich beim Verlag bestellt werden. Postbezugspreis: 24 € inkl. MwSt + Porto pro Jahr. Außerdem liegt unser Heft in den meisten Rodenkirchener Arztpraxen, bei vielen Friseuren, in Restaurants und Ämtern zum Lesen und Mitnehmen aus. Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 6 vom 1. Januar 2007. Alle Anzeigen sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur mit Genehmigung des Verlages und gegen Urheberschutzgebühr weiter verwendet werden. Bankverbindung: Sparkasse KölnBonn (BLZ 370 501 98) Konto-Nr. 100 477 2016 Druckvorlagen-Herstellung: grafik+objekt-design Bernd Krefting Mannsfelder Straße 66, 50968 Köln Telefon 0221 - 38 24 88, Telefax 0221 - 820 66 94 e-Mail: nc-Kreftibe@netcologne.de Druck: Druckzentrum KÖLNWEST Toyota-Allee 23 – 25 50858 Köln-Marsdorf, Tel. 02234 1848-0

„Löstige Wiever vun St. Georg un ihr Kääls“ gehen in diesem Jahr zum dreizehnten Mal bei den „Veedelszög“ mit Am Anfang standen die Bogenschützen 25

Damensitzung der „Löstige Kraade“: Weiber außer Rand und Band

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Erste Godorfer Kinderprinzessin proklamiert 29 Oberbürgermeister Fritz Schramma beim Bilderbogen-Stammtisch: „Unser Optimismus ist unser Potential!“

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Näher am Bürger: Neujahrsbrunch der Grünen 15 Das Restaurant im Haus am Platz hat eröffnet. Bald ziehen die Architekten ein. Und im März kommt die Polizei. Allmählich füllen sich die Häuser am Maternusplatz mit Leben 17

Der Sürther Jubiläums-Karnevalszug 2009

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Prinzengarde: Hömig jetzt Ehrenkommandant

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Ordenswettbewerb: Von der Wiege bis zur Bahre ist der Karneval das Wahre

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„Löstige Wiever“: Jungfrau machte Moderatorin sprachlos

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Kunstraum 27 in Rodenkirchen zeigt Malerei von Kaikaoss

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RONDORF RONDORF

TVR: 30. Volkslauf am 21. März

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Premiere: „Die weiße Rose“ in der Kammeroper

Ehepaar Busch: Zum Rendezvous gab es Fliegeralarm

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RUBRIKEN RUBRIKEN KARNEVAL KARNEVAL

Rodenkirchener Terminkalender

Dreigestirn der Altgemeinde in Rondorf proklamiert – Ehefrauen hatten Zelt geschmückt „Nun schippert los…“ 21

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Unsere Inserenten

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Worte des Monats

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Zum Titelbild: „Kommt mit in unser Karnevalsboot“ – so fängt das Motto des Rodenkirchener Dreigestirns 2009 an. Der Bilderbogen erfüllte den Wunsch der drei „Öhs“ und holte sie auf das Bootshaus Rodenkirchen. Ausstaffiert mit Flüstertüte (Prinz Horst I.), Paddel und Deutschland-Flagge (Bauer Patrick) und Rettungsring (Jungfrau Josi) posiert das Trifolium vor Alt St. Maternus, dem Rodenkirchener „Kapellchen“. Ein Foto von H. Thielen.

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Bezirksvertretung lud Vertreter des öffentlichen Lebens ins Rathaus

Premieren beim Neujahrsempfang in fester Termin in den ersten Wochen des neuen Jahres ist der Neujahrsempfang der Bezirksvertretung. Bezirksbürgermeisterin und Stellvertreter, aktuell Monika Roß-Belkner, Gerhard von Dreusche und Eberhard Petschel, begrüßen die geladenen Vertreter des öffentlichen Lebens per Handschlag, die Hausherrin hält eine Rede und in Anbetracht der fünften Jahreszeit wird auch das Dreigestirn der Altgemeinde empfangen. Der Rest sind „gute Gespräche“. Das war in diesem Jahr auch so, und doch gab es einige Premieren.

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Nicht, das es in mehr als dreißig Jahren Neujahrsempfang nicht schon bemerkenswerte Reden gegeben hätte, aber diesmal traf Monika Roß-Belkner mit den angesprochenen Themen den Nerv der Zuhörer, die im Anschluss auch lange applaudierten. Zwei dieser Themen haben wir in den Gastkommentar genommen. Die ganze Rede können sie auf unserer Homepage www.bilderbogen.de nachlesen. Den Rahmen bildeten Mitglieder des Ensembles der Kammeroper in Rodenkirchen aus der Friedrich-Ebert-Straße 4. Die beiden Intendantinnen, Inga und Esther Hilsberg mit Julika Birke, Antonio Rivera, Emanuel Pichler und Rob Pitcher sangen das Finale aus dem zweiten Akt der lustigen Witwe, das Vilja-Lied, die Wurstarie aus dem Zigeunerbaron und das Finale mit dem Lied der

Königskinder. Auch ein Riesenapplaus, und Monika Roß-Belkner meinte angesichts der Tatsache, das das Ensemble eine Woche vorher schon bei einem anderen Neujahrsempfang gesungen hatte: „Bei den Bürgervereinen war die Generalprobe, und heute war es die Premiere!“ Zum ersten Mal dabei war Elke Friedrich. Die junge Frau in der grünen Jacke mit je zwei goldenen Sternen auf der Schulter ist die Leiterin der Polizeiinspektion Südwest und sitzt in der Rhöndorfer Straße in Sülz. Sie ist auch die Vorgesetzte der rund 80 Polizeibeamten, die in den nächsten Wochen in das Haus auf dem Maternusplatz einziehen werden. Auch das Dreigestirn machte der Bezirksbürgermeisterin seine Aufwartung. Bauer Patrick und Jungfrau Josi hatten neben Prinz Horst zwar hier als Trifolium Premiere, sind aber als städtische Angestellte mit der Örtlichkeit bestens vertraut. Jungfrau Josi, im bürgerlichen Leben Josef Scheer, traf sogar auf seinen Chef, Bürgeramtsleiter Reiner Lindlahr. Der bediente die Musik, die allerdings so schnell wiedergegeben wurde, das aus einmarschieren eigentlich einlaufen werden musste. Meinte ein Spötter am Rande: „Wäre gar nicht schlecht, wenn alle städtischen Angestellten und Beamten auf diese Art und Weise angefeuert würden!“ (ht).

Sängerinnen und Sänger aus dem Ensemble der Kammeroper begeisterten beim Neujahrsempfang. Im Hintergrund lauscht Bezirksbürgermeisterin Monika Roß-Belkner. Foto: Thielen

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Ekkehard Bauer hat schon einmal eine Karnevals-CD beim Weihnachtsspiel gewonnen – Jetzt Einkaufs-Gutscheine für 1.000 Euro

Gewinner ist ein Wiederholungstäter Ein Termin, an dem alle Beteiligten strahlen, ist immer die Preisübergabe beim Weihnachtsspiel des Bilderbogens in der Redaktion in der Wilhelmstraße. Man stößt mit einem Glas Sekt an, der Redakteur verteilt die Preise. In diesem Jahr waren der Gewinner des ersten Preises mit seiner Ehefrau und die Gewinnerin des dritten Preises gekommen. Ekkehard Bauer strahlte ganz besonders, konnte er sich doch über Einkaufsgutscheine im Wert von eintausend Euro freuen. Er nimmt mit seiner Frau regelmäßig an diesem Preisrätsel teil („Das gehört in der Vorweihnachtszeit einfach dazu!“). Vor ein paar Jahren war eine Karnevals-CD die Ausbeute, in diesem Jahr hat es sich richtig gelohnt.

ein Vierteljahr kostenlos nutzen kann Rolf Chriske aus Rodenkirchen. Je zwei Karten für die „Lachende Köln-Arena“ gewannen Dirk Wallenstein aus Rodenkirchen, Dr. Klaus Koch aus Brühl sowie Gerd Nellen aus Rodenkirchen. „Jeck am Rhing“ mit den Altstädtern feiern Ela Höchst und Dr. Johannes Beckmann aus Rodenkirchen, Petra Heller aus Sülz sowie Christel Eistert und Steffi Seehagen aus Sürth. Ein Kulturbeutel-Abo gewann Jörg Fuchs aus Rodenkirchen.

Strahlende Gewinner. Vorne Ekkehard Bauer mit seinen Gutscheinen im Werte von 1.000 Euro, hinten links Karin Stöcker (250 Euro), hinten rechts Bauers Ehefrau Stefanie, in der Mitte Bilderbogen-Redakteur Helmut Thielen.

Die Gewinnerin des zweiten Preises, einer Mitfahrt im Rodenkirchener Karnevalszug, wohnt erst ganz frisch in Rodenkirchen. Ihr Freund, mit dem sie zusammen gezogen ist, hat für Ines Felix die Buchstaben gesammelt. Bei Redaktionsschluss stand noch nicht fest, ob die junge Frau selbst mitfährt oder ob sie ihrem „Schwiegervater in spe“ den Vortritt lässt.

Einkaufsgutscheine im Wert von 250 Euro. Karin Stöcker hat früher mit ihrem Schreib- und Spielwarengeschäft beim Weihnachtsspiel mitgemacht. Vor Weihnachten ließ sie sich von ihren Töchtern überreden, sich selbst einmal auf die Suche nach dem Spruch zu machen: mit Erfolg, wie man sieht.

Mit einem Partner auf große Ballonfahrt können Karin Freischem aus Rodenkirchen und Christiane Römer aus Bayenthal gehen.

Eine alte Bekannte ist die Gewinnerin des dritten Preises,

Hier die weiteren Preisträger: zwei Einkaufsgutscheine im

Das Fitness-Studio des Turn-Vereins Rodenkirchen im Hallenbad

Wert von je 100 Mark gingen an Kalle Berbuer und Synar Mödrath, beide aus Rodenkirchen.

Zu einer Stadtführung „Auf den Spuren von Willi Ostermann“ mit Günter Leitner und Walter Haar werden mit Begleitperson eingeladen: Mario Ekamp aus Wesseling, Karsten Waschke, Marita Michalke, Horst Hammerstein, Margret Liesegang, Ursula van der Lucht und H.A. Macinski aus Rodenkirchen, Ursula Pretzel aus Godorf , Andrea Mezhoud aus Weiß, Christel Wolff aus Rondorf, Denis Michels aus Rodenkirchen, Konstantin Altmann aus Weiß sowie Ayana Gerhards aus Rondorf. Mit Partner zum Salsa-Kompaktkurs gehen Oliver Eifler, Tama>>>>>

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ra Jürgl, Carola Büsing, Alexandra van Duiven, Eugen Petersen, Peter Rottmann, Thomas Böhme und Markus Moll, alle aus Rodenkirchen, Hadja Schmitz aus Sürth, Miriam Steiner aus Sülz, Sarah Koch aus Sürth, Felicitas Sutor aus Weiß, Nicole Dittkuhn aus Wesseling und Nicole Steinfeld aus Nippes. Ins „Kolumba, dem Museum des Erzbistums werden mit Begleitperson eingeladen: Heinz Reimer aus Rodenkirchen, Marita Spiegel, Altstadt-Süd, Andrea Bocheneck, Erika Röttgen, Klaus Schillings, Ursula Metternich, Wilfried Kühlem, Peter Fehrer, Regina Guller, Angelika Obermauer, Walburga Kremer, und Helene Wolf, alle aus Rodenkirchen, Gudrun Martens und Stefanie Kotzian aus Weiß, Rudi Danz aus Bayenthal und Ulla Pchalek aus Sürth. Zur Tomi-Ungerer-Ausstellung nach Brühl fahren Silvia Laube, Gisela Milda, Peter Niekrawietz, Glesja Hein, Gabriele Ellmers, Zora Huppertz, Claudia Booms und Marc Feierabend, alle aus Rodenkirchen, Margret Fischer aus Bornheim, Anke Menke aus Weiß, Gabriele Klein aus Sürth, Romy Franke aus Sürth, Susanne Blum aus Brühl, Jochen Riese aus Sürth und Birgit Haase aus Bornheim. In die Claudius-Therme gehen Rolf Janzowski aus Rodenkirchen, Marc Schauermann aus Sürth, Birgit Odermatt aus Wesseling, Wolfram Esser und Rene Puhl aus Rodenkirchen. Über eine Zahnkrone kann sich Ernst Esser aus Hürth freuen, über ein Köln-Buch Louise Krahforst aus Rodenkirchen, Dieter Spiegel, Altstadt-Süd, Christine Wilke aus Weiß, Sabine Geilenkirchen aus Sürth, Jürgen Pfeiffer aus Weiß sowie die Rodenkirchener Gabi Schuck, Inge Schüller-Liebig, Ralf Schweitzer und Carmen Konrads. Einen Rodenkirchen-Kalender erhielten Maria Huster, Peter Vandenbrück, Marja-Leena Sutinen, Sybille Brass, Willi Beyer, Hannelore Bröhl aus Rodenkirchen, Mathilde Voß aus Rondorf, Angelika Davepon aus Bayenthal, Marie-Luise Reutershahn aus Pulheim und Renate Müller-Horak aus Sürth. Beim Kinderspiel gewann das „Theatervergnügen in der Kammeroper“ Jie Herzogenrath aus Rodenkirchen. Ins Karlsbad nach Brühl darf Oliver Graeff aus Rodenkirchen, 6

einen Hip-Hop Kurs gewannen Jana Gerhards, Rondorf, Leonie Trummer, Sürth, Fabian Böscher, Rondorf, Gisela Brand, Sürth, Stefanie Pies, Rodenkirchen, Kirin Babel, Wesseling, Kilian Schmitz und Vanessa Jankowski aus Weiß, Daniel Kleine-Grefe aus Rondorf, Julia Beckmann aus Rodenkirchen, Vitaly Serow aus Rodenkirchen und Hanna Bruns aus Sürth. Ein Kuscheltier gewann Helena Sutor aus Weiß, über EisbecherGutscheine können sich Caria Hiob aus Rondorf, Denise Lang aus Sürth und Jonah Koch aus Alfter freuen. Bleiben noch die Kinderführungen im Duft-Museum bei „Farina“. Hierzu werden eingeladen Sara Wirtz aus Rondorf, Jan Höchst, Alexander Kenkel, Sven Oyen, Lukas Bormkessel, Gioana Spatola, Michael Daehnert, und Alexa Beutel, alle aus Rodenkirchen, Jasmin Atayilmaz aus Sürth, Jacqueline Behrendt aus Rondorf, Alessia Pastore aus Porz, Laura-Benita Decker aus Rondorf, Katrin Diederichs aus Ostheim und schließlich Max Ascher aus Rondorf. Allen Gewinnern einen ganz herzlichen Glückwunsch. Sie sind alle schriftlich benachrichtigt worden und haben die Gewinne teilweise auch schon erhalten. Und zum Schluss noch mal der Lösungsspruch des Weihnachtsrätsels 2008: „Leben kann man nur vorwärts, das Leben verstehen nur rückwärts!“ (ht).


Wie war der Winter in Rodenkirchen?

Sonne, Schnee und Wolldecken

Halip Kuzu

chnee in Köln – das war DAS Ereignis dieses Winters. Dazu eine zumindest gefühlte, eisige Kälte wie schon lange nicht mehr. Das Gefühl hat dabei nicht getrogen – wir haben gerade den kältesten Januar seit 22 Jahren hinter uns gebracht. Mit minus 5,3 Grad lag die mittlere Temperatur weit unter dem langjährigen Januarmittel von minus 0,5 Grad. Kälte statt Schmuddelwetter – auf den Straßen herrschte oft blankes Chaos, aber in der Freizeit kann so ein Wetter durchaus seinen Reiz haben.

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Wie haben die Rodenkirchener den kalten Winter verbracht? Der Bilderbogen hat sich umgehört. „Das war wohl 1979 oder noch früher, als es so kalt war“, versucht sich Halip Kuzu zu erinnern. (Anmerkung der Redaktion: Zur Jahreswende 1977/78 bekamen wir damals den härtesten Winter seit langem). „Für die Pänz ist das toll, für die Autofahrer eher unangenehm“, hat

Christa Esser und Elisabeth Küppers

Halip Kuluz festgestellt. Für ihn ist das alles normal, obwohl er Frühling und Sonne einfach mehr mag. Der Sommer ist besser, „da ist es einfach wärmer.“ Christa Esser ist eigentlich nicht so begeistert von der Kälte, sie hat es auch lieber warm. Schließlich kann sie dem Wetter aber doch noch positive Seiten abgewinnen. „Spazieren gehen, immer wieder raus“, ist ihre Devise, um der Kälte zu trotzen. Immerhin hat ja des Öfteren die Sonne geschienen, was den Wohlfühlfaktor bekanntlich deutlich steigert: „Die Sonne macht auch in der Kälte wirklich Spaß“, ist ihre Erfahrung aus dem Januar. Auch ihre Mutter Elisabeth Küpper hat es nach draußen in die Sonne gezogen. Ordentlich eingepackt tun Licht und Bewegung richtig gut. „Danach gibt’s dann einen heißen Kaffee oder Tee und ein leckeres Essen“, konnte auch sie dem frostigen

Januar einige gute Seiten abgewinnen. „Wir haben uns warm angezogen und dann nichts wie raus!“ Brigitte und Erwin Hilger fanden die klirrende Kälte bei strahlendem Sonnenschein eigentlich richtig schön. „Endlich mal ein richtiger Winter.“ Jetzt konnte wenigstens der alte Schlitten wieder hervorgekramt werden: „Ich hab noch ein richtiges Holzmodell mit Stahlkufen aus meiner Jugend“, berichtet Erwin Hilger stolz. Jahrelang stand der Schlitten unbenutzt herum. Jetzt hat er richtig Spaß gebracht: „Wir haben den an Freunde mit Kindern verliehen, die Schlitten in den Geschäften waren ja restlos ausverkauft.“ Die elfjährige Tara hat den Schnee so richtig genossen. Schlittenfahren im Forstbotanischen Garten war sie eine ganz und gar ungewohnte Freizeitbeschäftigung für sie. Kälte oder Nässe haben ihr nichts ausgemacht, wichtig war der Spaß, den

Elfi Zorn

auch ihre Mama mit genossen hat. Eine Familie beim Schlittenfahren – so kommen sich die Generationen wieder näher. Heinz Lupus hatte einen schweren Stand bei der Kälte, sollte man meinen. Er ist Markthändler auf dem Maternusplatz, doch ihm kann die Kälte nichts anhaben. „Ich steh hier bei jedem Wetter, das macht mir gar nichts“, klingt es fast ein wenig stolz. Heizofen, Decke oder Glühwein? Fehlanzeige. Seine Kunden können sich auf ihn verlassen – wenn sie denn kommen. „Bei den kalten Temperaturen waren schon deutlich weniger Leute auf dem Markt“, ist seine praktische Erfahrung. „Dafür kommen bei warmem Wetter umso mehr Kunden, so gleicht sich das übers Jahr gesehen schon wieder aus.“ Ganz weit gefahren für den Schnee war Raimund Gabriel. „Wir waren mit Freunden im Allgäu, hatten ein riesiges Haus gemietet und dort den Winter genossen.“ Schnee in Köln oder Schnee im Allgäu – für den erprobten Wintersportler ist das schon ein Unterschied. Mit Skiabfahrten kann der Kölner Winter nun gar nicht dienen. Das war natürlich eine richtige Katastrophe: „Wir hatten an zwei Tagen keine Heizung“, berichtet Elfi Zorn. „Da merkt man erstmal, wie schnell so ein Haus auskühlt.“ Beim ersten Heizungsausfall stand der Installateur sofort auf der Matte, das zweite Mal saß Elfi Zorn am ersten Weihnachtstag im Kalten, da halfen nur noch dicke Decken. Doch der Winter hatte auch für sie positive Seiten: „Viel spazieren gehen und die Sonne genießen“, war das Motto. „Einmal sind wir von Rodenkirchen bis zum Dom >>>>> 7


gelaufen“, erinnert sie sich an eine etwas ausgedehnte Wegstrecke – natürlich mit optimierten Bedingungen: „Immer schön auf der Sonnenseite gegangen und im Gaffel-Brauhaus eine ausgiebige Pause eingelegt.“ Das Ziel war lohnend – die Messe zur Eröffnung des Karnevals im Dom hat Elfi Zorn sehr beeindruckt. „Für meinen Sohn war das ein ganz tolles Erlebnis“, sieht Lutz Fröhlich das Positive an der weißen Pracht. „Philip hat zum ersten Mal bewusst Schnee erlebt.“ Schlitten und Sohn wurden eingepackt und ab ging es in schneereiches Gebiet. Natürlich gab es auch bei den Fröhlichs einen Holzschlitten mit Kufen und nicht so ein Plastikding. „Das Teil habe ich noch von früher im Keller gehabt“, sagt der Vater. Zunächst hat es auch Philip Spaß gemacht, doch dann hat der Dreijährige den Schnee und seine Auswirkungen akribisch erforscht mit dem eindeutigen Ergebnis: „Der Schnee ist doof, der macht die Blumen kaputt.“ Michael Heil muss zumindest seinen Kindern den Schnee nicht mehr zeigen. Die sind schon längst aus dem Haus, so dass er mit Ehefrau Heike „tolle lange Spaziergänge“ machen kann. „Man kann hier wirklich von Rodenkirchen nach Rondorf, dort

über die Felder noch endlos weit gehen. Das ist eine wunderbare Tour.“ Danach kann man noch irgendwo einkehren und setzt sich gesättigt in die Buslinie Richtung Rodenkirchen. Nur sollte das zumindest an Sonntagen nicht allzu spät angesetzt werden, denn dann fahren die Busse, wenn überhaupt, nur noch sehr sporadisch. „Zur Not laufen wir den Weg dann halt auch noch zurück.“ Eher ein Sommermädchen ist Heidi Wienert. „Also von drinnen sah das ja alles toll aus, aber wenn man die Nase rausgestreckt hat, das war dann doch arg kalt.“ Und überhaupt, die ganze Anzieherei, die dicken Klamotten, alles ist so verpackt und trotzdem wird die Nase „immer rot und ständig eiskalt.“ Heidi Wienert freut sich auf den Sommer, der „hoffentlich genauso heiß wird wie der Winter kalt war.“ Eigentlich ist es ja schon wieder geschafft mit der Kälte. Zum Zeitpunkt der Umfrage zeigte das Thermometer 11 Grad, der Himmel war leicht blau – nur richtig warm war es dabei nicht. Aber auch nicht richtig kalt – kölsches Schmuddelwetter eben. Aber das kennen wir ja. Eine Umfrage von Klemens Surmann (Text) und Hedwig Thielen (Fotos).

Lutz Fröhlich mit Sohn Philip

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Gemeinsamer Neujahrsempfang der Bürgervereine Rodenkirchen und Bayenthal

„Verkehr und mehr“ n Zukunft wollen sie die Kräfte bündeln. So gab es in diesem Jahr zum ersten Mal einen gemeinsamen Neujahrsempfang der Bürgervereinigung Rodenkirchen und des Bürgervereins Bayenthal-Marienburg. Die Premiere war auch zugleich ein Abschied, denn der gastgebende Deutsche Städtetag verlässt das Gebäude in Marienburg und will sich eine Bleibe in der Innenstadt suchen. Das bedauerten alle Gäste sehr, doch waren die Argumente von Städtetag-Geschäftsführer Dr. Stephan Articus nicht von der Hand zu weisen: „Wir haben die Hälfte unserer Leute in Berlin, da brauchen wir einfach einen Standort mit einer besseren Verkehrsanbindung.“ Immerhin stellte Articus in seiner kurzen Begrüßung klar, „dass wir uns in Marienburg sehr wohl gefühlt haben und ein Umzug nach Düsseldorf für uns nie ein Thema war.“ Dieter Maretzky, der Vorsitzende der Bürgervereinigung Rodenkirchen, bedauerte, „dass eine so wichtige Interessenvertretung den Stadtbezirk verlassen wird“. Er zog Bilanz für 2008 und gab einen Ausblick auf 2009. Eine erfreuliche Mitgliederentwicklung hat die Bürgervereinigung

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gestärkt, die Vernetzung der verschiedenen Vereine im Stadtbezirk hat große Fortschritte gemacht. Das habe man vor allem beim Bürgerbegehren gegen den Hafenausbau in Godorf bemerkt. Als große Herausforderung sieht Dieter Maretzky die Verkehrsprobleme im Stadtbezirk an: „Das Verkehrskonzept der Verwaltung muss dringend diskutiert und überarbeitet werden. Einige Maßnahmen sind einfach nicht zu verstehen.“ Weiter stellte er die Frage, ob eine Sanierung des Rathauses nicht kostengünstiger sei. Die Bürgervereinigung wird dazu einen eigenen Ideenwettbewerb in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Köln veranstalten. „Der Zustand der Plätze in Rodenkirchen ist absolut unbefriedigend“, ist ein weiteres Thema, das sich die Rodenkirchener Bürgervereinigung für 2009 auf die Fahnen geschrieben hat. Auch zum „Abenteuer Sürther Feld“ und zum Verkauf des Kanalnetzes nach Amerika gibt es noch viele Fragen. Ein besonderes Bonbon hatte Dieter Maretzky für die Jugendkunstschule Rodenkirchen in der Tasche, die er mit einem „guten Betrag in 2009 fördern möchte“.

Dr. Hartmut Hammer vom Bürgerverein Bayenthal-Marienburg bei seiner Rede, links im Hintergrund Dieter Maretzky von der Bürgervereinigung Rodenkirchen. Foto: Surmann

Dr. Hartmut Hammer vom Bürgerverein Bayenthal-Marienburg stellte ebenfalls Verkehrsprobleme und Stadtplanung in den Mittelpunkt: „Wir haben in unseren Wohngebieten nach wie vor viel zu viel Durchgangsverkehr. Der muss reduziert werden.“ Auch befürchtet er durch die geplante Trassenführung der Nord-SüdBahn über die Rheinuferstraße eine weitere Verlagerung von Verkehr in die Wohnviertel. Lobend äußerte sich Hammer zur Gestaltung des Rheinufers nach Fertigstellung der Hochwasserschutzmaßnahmen. Gleichzeitig

mahnte er eine noch bessere Pflege des Uferbereiches zwischen Rheinauhafen und Rodenkirchen an. Die Interessen beider Vereine überschneiden sich in vielen Bereichen, hier möchte man die Kräfte bündeln. „Wir wollen in Zukunft sehen, wo wir uns gemeinsam aufstellen können“, erläuterte Klaus Heuser, der zweite Vorsitzende des Bürgervereins Bayenthal-Marienburg, die künftigen gemeinsamen Aktivitäten beider Vereine. „So können wir gemeinsame Interessen noch wirksamer vertreten.“ (ks)

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Namen + Notizen

Kreativ von Anfang an: Neues Programm der Jugendkunstschule Die Jugendkunstschule Rodenkirchen setzte in Köln neue Maßstäbe. Seit ihrer Gründung im April 1989 wurde unter fachlicher Leitung von Ingeburg Zimmermann das Programm immer weiter ausgebaut. Die Jugendkunstschule möchte Kindern und Jugendlichen zwischen vier und 18 Jahren den Umgang mit allen Kunstformen näher bringen und sie mit verschiedenen künstlerischen Ausdrucks- und Gestaltungsformen vertraut machen. Dazu hat die Jugendkunstschule auch für das erste Halbjahr 2009 wieder ein sehr vielfältiges Programm zusammengestellt. Gemeinsam mit ihren Schulfreunden können sich die Jugendlichen in der „Artfactory“ mit bildnerischem Gestalten, Theater, Fotografie, Video, Keramik und Skulpturen befassen. Experimentierfreudige Schulklassen haben die Möglichkeit, sich dabei in Projektwochen oder Studientagen auf das Abenteuer Kunst einzulassen. In verschiedenen Kursen können die Kinder und Jugendlichen alleine oder mit Freunden Kunst erfahren. In altersgerechten Gruppen erleben die Teilnehmer Kunst von Anfang an. So lernt man, die Umwelt zu erfassen und in Bildern auszudrücken, schnelle Skizzen zu machen oder in einer experimentellen Druckwerkstatt seine ganze Phantasie spielen zu lassen. Auch Popart und eine Theaterwerkstatt werden angeboten. Mit den Älteren gibt es Touren zu Kunstorten in ganz Köln. In den Osterferien werden wieder spannende Workshops angeboten: Gemeinsam wird in einem VideoWorkshop ein Krimi gedreht, das Comiczeichnen erlernt, mit Musik experimentiert oder plastisches Arbeiten in die Praxis umgesetzt. Auch an der Kunstmeile ab dem 15. März wird sich die Jugendkunstschule wieder aktiv beteiligen. Im Rahmen der Offenen Ganztagsschule bietet die Jugendkunstschule in verschiedenen Schulen auch in 2009 wieder die unterschiedlichsten Arten der kreativen Kunst an. Wer neugierig ist – in der „GalerieJungeKunst“ im Gebäude der Jugendkunstschule Rodenkirchen 10

kann man sich einige überraschende Kreationen aus vergangener Zeit ansehen. Nähere Informationen gibt es ab sofort in der Jugendkunstschule, FriedrichEbert-Straße 2, Telefon 0221/ 354552 oder im Internet unter www.jugend-kunstschule-rodenkirchen.de (ks).

Segeln in den Osterferien: Noch fünf Plätze frei Zu einer piratenstarken Segelwoche lädt der Turnverein Rodenkirchen in den Osterferien ein. Termin ist vom 6. bis zum 10. April, gesegelt wird auf dem Schiff „t`Wappen fan Fryslan“ auf dem Ijsselmeer in den Niederland. Die Ferienfreizeit, die von der TVRVorsitzenden Iris Januszewski persönlich geleitet wird, richtet sich an junge Leute zwischen elf und fünfzehn Jahren. Fünf Plätze waren bei Redaktionsschluss noch frei, Kosten pro Person: 288 Euro. Informieren und anmelden kann man sich in der Geschäftsstelle des TVR in Rodenkirchen, Weißer Straße 75 unter der Rufnummer 0221/35 23 80.

VHS: Offener Gesprächskreis 50plus Einen Gesprächskreis der besonderen Art gibt es demnächst wieder in Rodenkirchen: in Kooperation mit dem Seniorennetzwerk und der VHS startet dieser Kreis speziell für die Generation 50plus. Unter professioneller Leitung wird über verschiedene Themen gesprochen, die zu Beginn des Kurses gemeinsam zusammen getragen, von der Kursleiterin inhaltlich vorbereitet und anschließend aus verschiedenen Richtungen diskutiert werden. Auch Ausflüge zu Kunst und Kultur, zu Sehenswürdigkeiten, Museumsbesuchen und Führungen können bei Interesse organisiert werden. Der VHS-Kurs startet am 3. Februar jeweils dienstags von 13.45 bis 15.15 Uhr im Pfarrheim „Arche“, Rodenkirchen, Augustastraße 22, und wird von Antje Abram geleitet. Anmelden sollte man sich möglichst bald bei der Volkshochschule am Neumarkt, Josef-Haubrich-Hof 2 oder telefonisch unter 0221/22125990 beim Seniorennetzwerk in Rodenkirchen.


Oberbürgermeister Fritz Schramma beim Bilder-Bogen-Stammtisch:

„Unser Optimismus ist unser Potenzial!” Zwischen den Jahren kam Oberbürgermeister Fritz Schramma zum Interview an den Bilder-Bogen-Stammtisch. Über zwei Stunden wurden Themen ohne Ende gewälzt – von Wirtschaft bis Wahlen. Herr Oberbürgermeister, auf Ihrer Homepage finden sich unter dem Stichwort "Fritz Schrammas Erfolge" über 200 Einträge für Ihre bisher achtjährige Amtszeit. Könnten Sie daraus insgesamt ein Fazit ziehen? Ich habe es als meine durchgehende Aufgabe empfunden, dass sich unsere Stadt mit hoher Bürgerbeteiligung zum Besseren entwickelt - wirtschaftlich erfolgreich, sicher und sauber. Wichtig war und ist, dass Köln als Millionenstadt auch international entsprechend anerkannt wird. Das hat Köln verdient. Dafür sind Sie ja auch viel in der Welt herumgekommen. Und zwar mit messbarem Erfolg für den Wirtschaftsstandort Köln. Zum Beispiel hat sich die Zahl der chinesischen Unternehmen bei uns in den letzten Jahren verdreifacht. China-Offensive, Indien-Offensive, auch TürkeiOffensive sind die Stichworte für unsere Aktivitäten, die sich natürlich auch auf das Inland erstrekken. Und da haben Sie Etliches vorzuweisen? Ja. Sehen Sie mal, wer allein in den letzten Monaten zu uns gekommen ist und wer noch kommen will: die chinesische Firma Sany, die Weltfirma Wipro Technologies aus Indien, Eletro-

nic Arts - und natürlich Microsoft im Rheinauhafen. Lanxess, AMB-Generali und FedEx haben sich für Köln entschieden. Talanx, RTL und Lufthansa sind ihrem Standort treu geblieben. Diese Erfolge sind wichtig für Köln, denn sie sichern Arbeitsplätze und damit die Lebenschancen in unserer Stadt. Wo sehen Sie die Gründe für diese Entwicklung? Einmal in unserer zentralen Lage in Europa mit einer sehr guten

Verkehrsanbindung und einem hervorragenden Kultur-, Bildungs- und Freizeitangebot. Und zum anderen? Was mir noch wichtiger scheint: die Atmosphäre in dieser Stadt, die kölsche Mentalität. Wirtschaft hat ja immer auch etwas mit Psychologie zu tun, und hier verfügt der Kölner über etwas sehr Wichtiges: eine Grundzuversicht, einen Optimismus, der unsere Lebenseinstellung prägt. Genau das ist unser Potenzial. Vieles von dem, was Sie unternehmen, um Wirtschaft hierher zu holen oder Unternehmen hier zu halten, ist wohl im Atmosphärischen anzusiedeln.

Im Gespräch in der „Quetsch“. Von links Rudolf Spiegel, Fritz Schramma, Ulla Schramma, Helmut Thielen. Foto: Thielen

Das ist richtig. So sind beispielsweise die ersten Gespräche mit Microsoft in einem sehr frühen Stadium bei mir geführt worden, und zwar ohne jede Öffentlichkeit. Da habe ich die Vorzüge des Rheinauhafens und auch der Adresse Köln klar gemacht. Wenn Sie dann feststellen, dass Ihr Gegenüber Sympathien für den Standort zeigt, dann können Sie das verstärken. Inwiefern schadet es Ihren Bemühungen, wenn in überregionalen Medien immer mal wieder von der "Chaos-City" Köln die Rede ist? Was die Wirtschaft angeht, war das vielleicht mal so, aber da hat sich die Sichtweise doch geän>>>>>

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dert. Heute gelten wir, das höre ich immer öfter, republikweit als eine Stadt, in der die Post abgeht, als "Booming City". Auch in bundesweiten Ranglisten stehen wir gut da. Man hat begriffen, dass hier etwas läuft. Anders in Sachen Kultur: Über die Kulturarbeit in Köln wird überregional gern negativ berichtet. Dabei haben wir, da bin ich sicher, in den letzten Jahren sehr vernünftiPersonalentscheidungen ge getroffen - vom Schauspiel über

die Oper bis hin zu den Museen. Alles Dinge, die über meinen Tisch gegangen sind und die ich zusammen mit der Politik und dem Kulturdezernenten entschieden habe. Nochmals zurück zum Thema Rheinauhafen, unserem neuen Vorzeige-Stadtteil. Da haben jetzt einige Leute ein Erstgeburtsrecht angemeldet ... ... was aber Unfug ist. Über dreißig Jahre haben die Pläne herumgelegen. Es ist so – am Ende hat

Der Oberbürgermeister unterwegs. In Indien war Schramma tief beeindruckt am Grabmal von Mahatma Ghandi. Foto: Privat

der Erfolg viele Väter. Aber Tatsache ist, dass das Großprojekt Rheinauhafen 2002 von CDU und FDP beschlossen worden ist, ganz knapp gegen die Stimmen der Grünen und bei Enthaltung der SPD. Dass wir den Mut hatten, hier "Ja" zu sagen, ist meinem Vorgänger Harry Blum zu danken, der das Thema angeschoben hat.Und das Resultat kann sich sehen lassen. Mit Microsoft als absolutem Highlight und als Weltmarke, die zig mittelständische Unternehmen in ihr Umfeld zieht. Ärgert es Sie noch, dass Köln nicht europäische Kulturhauptstadt geworden ist? Etwas schon. Aber die Entscheidung war eine rein politische, eine Strukturförderungsentscheidung: Das Ruhrgebiet sollte eben Kulturhauptstadt werden. Man wollte Essen nach vorne bringen. Nun haben wir den Masterplan des Büros Speer. Wie geht es damit weiter? Darin sind rund 40 Maßnahmen beschrieben, die wir gewiss nicht alle von heute auf morgen abar-

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beiten können. Aber wir müssen sofort anfangen – mit der Umgestaltung des missratenen Ebertplatzes fangen wir bald an. Dann käme die Bündelung des Verkehrs an der Neumarkt-Südseite. Die Realisierung der CampusIdee in Bayenthal wäre ein weiterer Punkt. Stimmen Sie dem Masterplan in allen Punkten zu? Das nicht. Die Tieferlegung der Nord-Süd-Fahrt an der Oper, die Speer ablehnt, gehört unbedingt dazu. Dieses Thema werde ich weiter verfolgen, genau wie die Verlängerung des Rheinufer-Tunnels bis zur Bastei. Eine weitere Großbaustelle bleibt der Deutzer Hafen. Da wird die Entwicklung anders verlaufen müssen als im Rheinauhafen, wo wir ein reines Büro- und Wohngebiet haben. In Deutz haben wir Industrie, die man durchaus behalten kann, angereichert mit "kreativen Nestern", wenn ich so sagen darf - für Kulturschaffende, IT-Dienstleister, Medienleute. Dazu ein Wohnungsangebot, allerdings


Bei Gesprächen in China konnte Fritz Schramma mit der Kölnerin Britta Heidemann die Goldmedaille im Fechten feiern. Foto: Privat

nicht so teuer wie das im Rheinauhafen. Glauben Sie, dass Köln die Wirtschafts- und Finanzkrise übersteht? Die Krise wird vor unseren Toren nicht Halt machen. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir sie meistern werden. Die Verwaltung steht in den Startlöchern, das kommende Investitionsprogramm von Bund und Land umzusetzen. Wir können dann beispielsweise die Straßen- und Schulsanierung forcieren. Wir haben uns ohnehin viel vorgenommen. So werden wir dieses Jahr wieder 100 Millionen Euro in Schulen investieren. Auch 2009 möchte ich die Familienfreundlichkeit der Stadt weiter in den Focus rücken und sowohl die U3-Betreuungsplätze als auch die Qualität der Ganztagsbetreuung sowie die Zahl der Betreuungsplätze an weiterführenden Schulen weiter ausbauen. Stimmt es, dass Sie sich Gedanken um eine "Marke für Köln" machen? Das stimmt. Wir brauchen einen Slogan, der nach außen wirkt.

Für mich habe ich einen entworfen, der lautet "Köln - gut für Talente". Wir haben ein riesiges Wissenschaftspotenzial, mit dem wir viel zu wenig werben. In unserer Region sind wir mit 21 Hochschulen aufgestellt, das gibt es nirgendwo sonst in Europa!

Für den Stadtbezirk Rodenkirchen gab es in 2008 125.000 Euro und in diesem Jahr 200.000 Euro Sondermittel, um gegen den Dreck, hier Graffiti-Schmierereien an der Bahnhaltestelle Heinrich-Lübke-Ufer, vorzugehen. Foto: Thielen

Wie regiert es sich eigentlich angesichts der momentanen Mehrheitsverhältnisse im Rat? Mit denen kann ich natürlich nicht zufrieden sein. Rot/Grün arbeitet offen mit den ganz Linken zusammen, von denen der ein oder andere erklärtermaßen

Was fällt Ihnen zu Rodenkirchen ein, Herr Schramma? Der OB nennt Stichworte: ... dass der Hochwasserschutz vollendet ist und von der Bevölkerung gut angenommen wird. ... dass er nach wie vor von der Notwendigkeit überzeugt ist, den Godorfer Hafen auszubauen - notwendig deswegen, um im internationalen Containergeschäft mithalten zu können. ... dass der Maternusplatz endlich fertig wird - eine Bereicherung für das Zentrum von Rodenkirchen. ... dass der Bau des Bezirksrathauses endlich in die Gänge kommt, wobei das leidige Thema der Interims-Unterbringung noch nicht gelöst sei. ... dass Rodenkirchen gute Einkaufsgelegenheiten bietet, mit seinem jährlichen Straßenfest eine Attraktion bietet und über eine gute Gastronomie verfügt. ... dass es insgesamt ein sehr angenehmes, gut bürgerliches Viertel ist mit den besten Möglichkeiten zum Leben und Arbeiten.

einen anderen Staat will. Hier wird das durchgezogen, woran Ypsilanti in Hessen gescheitert ist. Nehmen Sie als Beispiel die völlig verkorkste Verkehrspolitik von Rot/Rot/Grün. Oder das Thema Eigenständigkeit des Wallraf-Richartz-Museums: Wie hier mit Stiftern und Mäzenen umgegangen wird, ist nicht hinnehmbar. Aber ich hoffe, dass wir nach der Kommunalwahl wieder eine vernünftige Mehrheit im Rat haben werden. Ihr Konkurrent Jürgen Roters sagt „Ich kann Oberbürgermeister”. Kann er? Von seiner Amtszeit als Regierungspräsident ist eigentlich nichts in Erinnerung geblieben. Aber selbst wenn ich einräume, dass er "Verwaltung kann", fehlt ihm etwas ganz Entscheidendes: die Fähigkeit, die Nähe zum Bürger zu schaffen, zu festigen und zu pflegen. Da hat er null Erfahrung, und da bringe ich etliche Jahrzehnte mehr ins Spiel. Roters will ja wieder nach Düsseldorf zurück, wenn es nicht klappt ... ... weil es ihm um Karriere und nicht um Köln geht. Ich habe mich auf Platz eins der Liste setzen lassen, um klar zu signalisieren: Köln kann nach wie vor mit mir rechnen. Wir haben den 7. Juni, 19 Uhr abends. Was werden Sie trinken? Ganz sicher Kölsch. Und für Herrn Roters stelle ich zum Trost eine Flasche Alt kalt. INTERVIEW: RUDOLF SPIEGEL

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Namen + Notizen

Wallraf-Richartz-Museum verdoppelt Besucherzahl Impressionismus, Rembrandt und Künstlerpaare, so hießen die Garanten für das erfolgreichste Jahr im Wallraf-Richartz-Museum seit seinem Umzug in den Neubau von Oswald Martin Ungers. Exakt 192.844 Besucher kamen 2008 in Kölns ältestes Museum, um sich neben den drei genannten Sonderausstellungen auch die hervorra-

gende Sammlung des Hauses anzusehen. Im Vergleich zu 2007, als 103.504 Personen an den Kassen gezählt wurden, hat das „Wallraf“ seine Besucherzahl nahezu verdoppelt. „Wir blicken auf ein sensationelles Jahr zurück“, so Direktor Andreas Blühm zum Bilderbogen. Vor allem die beiden Ausstellungen „Impressionismus – Wie das Licht auf die Leinwand kam“ und „Künstlerpaare – Liebe, Kunst und

Leidenschaft“ lockten viele Kunstinteressierte ins Haus. Die letztere erreichte bereits kurz vor der Jahreswende die 50.000er-Marke. Blühm und sein Team wollen mit interessanten Ausstellungen und der hochwertigen Sammlung nun das erreichte Niveau halten. In diesem Jahr sollen dazu vor allen Dingen die Sonderausstellungen „Der Mond“, „Albrecht Dürer: Die Apokalypse“ und „Mit Napoleon nach Ägypten“ beitragen.

„Künstlerpaare – Liebe Kunst und Leidenschaft“ läuft noch bis zum 8. Februar. Geöffnet ist das Wallraf-Richartz-Museum dienstags, mittwochs und freitags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags von 10 bis 22 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt für Sonderausstellung und Ständige Sammlung kostet zehn Euro, ermäßigt sechs Euro.

„Kölnpfad“ mit Kindern „Auf dem Kölnpfad an der kölschen Riviera entlang Auenwald und Rheinufer entdecken“ – dieses Angebot bietet „Querwaldein“ jetzt Erwachsenen und Eltern mit Kindern ab acht Jahren an. Die Tour führt von der Haltestelle „Heinrich-Lübke-Ufer“ der Linie 16 in der Marienburg unter der Rodenkirchener Autobahnbrücke über den Leinpfad am Rhein entlang und wieder nach Rodenkirchen zurück. Bei der Wanderung erfahren die Teilnehmer viel Interessantes über den Rhein und seine Bedeutung für Köln, sehen schöne Sandstrände und erleben den Auenwald und seine tierischen Bewohner. Die Wanderung ist rund zwölf Kilometer lang, dauert dreieinhalb Stunden und endet an der Haltestelle Siegstraße der Linie 16. Von dort geht es mit der Bahn zurück beziehungsweise zum Ausgangsort. Termin ist am Sonntag, 15. Februar, von 11 bis 14.30 Uhr. Die Kosten betragen pro Teilnehmer neun Euro, Kinder unter 16 Jahren fünf Euro. Anmelden kann man sich bei „Querwaldein“ unter der Rufnummer 0221/261 99 86 oder unter anmeldung@querwaldein.de.

Die Kartäuserkirche und ihre Geschichte Bei einem Gang durch die Kartäuserkirche und ihre Umgebung (Kartause) werden Einblicke in die wechselvolle Geschichte gegeben: Von der Zeit und dem Wirken der Kartäusermönche, der Fremdnutzung als Lazarett und Lagerhaus während der französischen Besatzung bis zur heutigen Nutzung als evangelische Predigtstätte. Die Kartause ist auch Sitz des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region mit seinen 58 Kirchengemeinden in Köln und 14


Umgebung. Die AntoniterCityTours veranstalten am Sonntag, 8. Februar, einen spirituellen Rundgang durch die alte Kirche. Treffpunkt ist um 15 Uhr der Eingang der Kirche in der Kartäusergasse 7. Die Teilnahme kostet sieben Euro, ermäßigt fünf Euro.

Näher am Bürger: Neujahrsbrunch der Grünen Eine kräftige Stärkung zum Auftakt des Super-Wahljahres 2009 kann nicht schaden, dachten sich die Grünen und luden zu ihrem traditionellen Neujahrsbrunch in die Gaststätte ‚Höninger’ in Zollstock. Oberbürgermeister- und Kommunalwahl, Bundestagswahl und Europawahl – da gab es genug Pläne zu schmieden, wie man die eigene Botschaft unter das Wahlvolk bringen kann. Näher am Bürger – das ist ein entscheidender Punkt für Grünen-Sprecher Karsten Witt. „Wir sind etwas näher an den konkreten Problemen und Wünschen der Bürger als die anderen Parteien“, ist er überzeugt. Damit der Wähler das auch mitbekommt, ist man mit Infoständen alle vier Wochen präsent – „12 Monate 12 Stände“ nennt sich diese Aktion. „Wir sind nicht nur vor den Wahlen, sondern immer für den Bürger vor Ort“, betont Grünen-Sprecherin Heidi Kaltbeitzel. Dort werden auch die Kernthemen diskutiert, mit denen die Rodenkirchener Grünen in die Wahlen ziehen wollen. Das sind in erster Linie die Themen vor Ort im Stadtbezirk Rodenkirchen. „Wir versuchen alles, um den Ausbau des Godorfer Hafens noch zu verhindern“, betont Kar-

Karsten Witt, Heidi Kaltbeitzel (erster und zweite von rechts), sowie Eberhard Petschel (zweiter von links) sehen mit den anderen Grünen dem kommenden Wahljahr optimistisch entgegen. Foto: Surmann

sten Witt. Dazu zählt die Unterstützung der Mahnwachen vor Ort, sowie die politische Überzeugungsarbeit im Rat. „Vielleicht findet sich doch noch ein Bündnis der Vernunft und die Sache wird gestoppt.“ Auch der Ausbau des Sürther Feldes steht auf der Agenda. „Hier streben wir ein Moratorium an, um den Ausbau erst dann zu vollziehen, wenn die Planungen wirklich stimmig sind“, ist die Absicht der Rodenkirchener Grünen. Hier muss man sich mit dem amerikanischen Investor noch einmal zusammensetzen und über die Bebauung des nördlichen Teils auf dem Gelände verhandeln. Eine wesentliche Forderung ist der Ausbau der Nord-Süd Stadtbahn über Rondorf bis nach Meschenich in einem absehbaren Zeitraum. Bis dahin soll die Anbindung von Meschenich und Rondorf durch Zwischenlösungen verbessert werden. Auch für die umstrittene Querung der Bahntrasse über die Rheinuferstraße haben die Grünen eine

Lösung parat: „Die Bezirksregierung muss hier eine Ampelschaltung wie jetzt am Ubierring ermöglichen“, fordert Bezirksvertreter Eberhard Petschel. „Bis jetzt ist eine Vorlaufzeit von 90 Sekunden vorgeschrieben, die unnötige Verzögerungen verursacht.“ Das gegenüber der Tunnellösung gesparte Geld möchten die Grünen lieber sinnvoller, etwa in Schulen und Kindergärten investieren. Weiter streben die Rodenkirchener Grünen eine Lösung für die Verkehrsbelastung auf der Markusstraße in Zollstock an. „Hier wollen wir uns mit Anwohnern und Geschäftsleuten zusammensetzen und gemeinsam Vorschläge zur Verminderung des Verkehrs erarbeiten“, so Karsten Witt. Schließlich betonen die Rodenkirchener Grünen noch ihre Unterstützung für Jürgen Roters bei der Wahl zum Oberbürgermeister, „weil er die einzig mögliche Alternative zum Amtsinhaber Fritz Schramma darstellt.“ Mit dem erklärten Ziel

von vier Mandaten in der Bezirksvertretung ist das Ziel für 2009 gesetzt. (ks)

„Musikzwerge“ treffen sich im Jugendzentrum Weiß Im Kinder- und Jugendzentrum Weiß, Georgstraße 2, findet ab Februar ein neues musisches Angebot für Eltern mit Kind bis 18 Monaten statt. Das Erleben von Musik mit allen Sinnen steht in diesem Kurs jeden Dienstag um 11 Uhr im Mittelpunkt. Durch Spielen, Lauschen, Singen und Bewegen erweitern die Kinder die Vielfalt ihrer Eindrükke mit Musik. Mit alten und neuen Kinderliedern, Tänzen, Kniereitern werden die Stunden abwechslungsreich gestaltet. Hinzu kommt das Spiel mit Alltags-Materialien und altersgerechten Instrumenten. Der Kurs ist offen für alle und ein Einstieg jederzeit möglich. Mitzubringen sind Rutschsocken und 2.50 Euro pro Musikstunde. Beginn am Dienstag, 10. Februar, 11 Uhr, Kontakt über Monika Sielemann, Tel. 02236/87 45 52.

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Namen + Notizen

Ehepaar Busch: Zum Rendevous gabs Fliegeralarm Ihr erster Arbeitstag bei Leybold, und um die 19-jährige Sibylle Saar war´s „geschehen“. „Ich saß in einem Büro, um mich anzumelden, da ging am Fenster ein sehr netter Mann vorüber.“ Feinmechaniker Günther Busch trug seine graue Arbeitskluft. Durch Vermittlung eines gemeinsamen Bekannten stellte sich rasch heraus, dass das Interesse auf Gegenseitigkeit beruhte. Der „fesche Mann“ und das „hübsche Fräuchen“ fanden sich mehr als sympathisch. Eindruck machte der gebürtige Westfale, dessen Familie 1925 zunächst nach Zollstock übergesiedelt war und Anfang der Dreißiger in Hochkirchen ein Eigenheim errichtet hatte, mit einer Einladung ins Opernhaus. Während die Auserwählte in die Vorstellung geradezu „eintauchte“, kämpfte ihr

Begleiter gegen Müdigkeit. Sie muss spätestens nach dem Verlassen des Hauses am Rudolfplatz gewichen sein. Fliegeralarm ließ das Pärchen in größter Eile einen Schutzraum aufsuchen. Anfang 1944 wurde geheiratet, im Rathaus an der Hauptstraße in Rodenkirchen. Während das einst schräg gegenüber der Kirche St. Maternus gelegene Standesamt längst Geschichte ist, begingen jetzt die gebürtige Köln-Bickendorferin Sibylle (85) und Günther (87) Busch ihren 65. Hochzeitstag. In Günthers Elternhaus in Hochkirchen, wo das Paar seit seiner Trauung lebt, feierten unter anderem die zwei Söhne, zwei der drei Enkelinnen und zwei Urenkelinnen mit. Zur Familienrunde gesellte sich Bürgermeister Josef Müller, der die Ehrengabe der Stadt zur Eisernen Hochzeit überbrachte. Anstrengend, aber schön, hat Sibylle Busch diesen besonderen Tag empfunden. Zudem seien

Günther und Sibylle Busch mit Bürgermeister Josef Müller (Mitte). Foto: Broich

einige Erinnerungen geweckt worden. Etwa an die häusliche Feier nach der standesamtlichen Trauung 1944. An die Schwierigkeit zuvor, ein Brautkleid aufzutreiben. In Olpe wurde man schließlich fündig, dank eines Bezugsscheins der Mutter. „Es war eine sehr traurige, schlimme Zeit“, blickt Sibylle auf die Kriegsjahre. „Aber in unserem Glück haben wir das gar nicht so

wahrgenommen.“ Sie selbst wurde, mit dem ersten Kind schwanger, nach Seelscheid evakuiert. Ihr Gatte musste an die Front, erlitt kurz vor Kriegsende eine Verwundung. „Bei einem Einschlag hatte ich großes Glück, umstehende Kameraden kamen zu Tode.“ Nach einem Lazarettaufenthalt und kurzer Kriegsgefangenschaft fing Günther Busch bald bei der Bundesbahn an, war dort später als Werkmeister und Betriebsinspektor tätig. Die gemeinsame Zeit sieht Sibylle Busch geprägt von tiefer Zuneigung und einem großen Verständnis füreinander. Insgesamt seien die Jahre, das empfinden beide, schnell verflogen. Auch wenn beide den Gemüseanbau und die Blumenpflege im Hausgarten inzwischen zurück geschraubt haben: Unverändert dient ihnen die grüne Oase als Ort der Entspannung. (broich)

„Endlich wieder mal raus“ – Projekt sucht Spenden Menschen in schwierigen Lebenslagen, mit psychischen Beeinträchtigungen, Erkrankungen oder mit Suchtproblemen, hilft der Diakonie e.V. auf vielfältige Art und Weise. Im Rahmen dieser Unterstützung organisiert der Verein jetzt das Projekt „Endlich wieder mal raus“. Die Betroffenen können in der Gruppe für ein paar Tage verreisen, zum Wandern in die Eifel oder nach Holland ans Meer. Der „Tapetenwechsel“ soll ihnen Kraft geben, ihre Probleme im Alltag zu bewältigen und in den Griff zu bekommen. Für das Projekt benötigt die Diakonie Michaelshoven jedoch noch Spenden. Wer helfen möchte, kann unter dem Stichwort „BeWo“ auf das Konto 111 333 bei der KDBank, BLZ 350 601 90 spenden. 16


Das Restaurant im Haus am Platz hat eröffnet. Bald ziehen die Architekten ein. Und im März kommt die Polizei.

Allmählich füllen sich die Häuser am Maternusplatz mit Leben as Café-Restaurant „Palladio“ im neuen Haus am Maternusplatz hat eröffnet. Zwei Familien um Gabriele Pin und Frederico Ochs betreiben das Lokal, zu dem ein Eiscafé, ein Café und ein Restaurant gehören. Samstags gibt es ein Frühstücksbüffet, sonntags einen Brunch. Es sollen gemütliche Treffpunkte für ein breites Publikum, auch für junge Gäste werden. Im Gespräch ist noch eine Sushi-Bar. Wenn es die Temperaturen zulassen, wird die Außengastronomie mit etwa 100 Plätzen eingerichtet. Die Korbstühle stehen schon bereit. Zusammen mit Olivenbäumen sollen sie vor dem „Palladio“ für südländisches Flair sorgen und zum entspannten Verweilen einladen. Die Restaurantbetreiber sind die ersten, die in das Haus am Platz eingezogen sind. Anfang Februar wird es in den drei oberen Etagen „lebendig“. Das Architektenbüro JSWD, Jaspert, Steffens, Watrin, Drehsen, wird dort seine Büros einrichten und dafür alle Räume in den Stockwerken benötigen. Sämtliche Außenstellen sowie das bisherige Hauptbüro an der Kirchstraße in Rodenkirchen werden auf dem Maternusplatz zusammengeführt. JWK hat die Umgestaltung des Maternusplatzes geplant. Aktuelles Großprojekt des Büros sind der Neubau und die Sanierung des Schauspielhauses und der Oper. Konstantin Jaspert hat vor kurzem zusammen mit einem französischen Büro den Architektenwettbewerb gewonnen. In das zweite neue Haus wird ab dem ersten März die Polizeiwa-

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Langsam nähert sich der Maternusplatz seiner Fertigstellung. Das „Palladio” hat zwar schon eröffnet, aber noch bevölkern Autos von Anlieferund Innenausbaufirmen den Platz. Foto: Thielen

che Süd mit rund 100 Mitarbeitern einziehen sowie ein Anwalt. Im Erdgeschoss eröffnet ein Damenbekleidungsgeschäft, ein Schuster und ab erstem April ein Ladenlokal für Kosmetik- und Wellnessprodukte. Rund 200 Quadratmeter Gewerbefläche sind noch frei. Im obersten Stockwerk befinden sich zwei Wohnungen. Vor zwei Jahren begannen die umstrittenen Um- und Neubauarbeiten am Maternusplatz. Als zum Auftakt die vorhandenen Bäume gefällt wurden, stellten sich einige Anwohner schützend vor die Stämme, um die Abholzung zu verhindern. Einige Geschäfte rund um den Platz fürchteten um ihre Existenz. Sie

mussten zum Teil erhebliche Geschäftseinbußen während der Bauzeit hinnehmen. Ein Ladengeschäft an der Maternusstrasse hat aufgegeben. Die Proteste seien mittlerweile verstummt, sagt Olaf Junge von der Investorgesellschaft „WJD-GbR“. Die Arbeiten hinken dem Zeitplan um etwa zwei Monate hinterher. Schuld sei in der Hauptsache das Hochwasser, das anfangs den Bau der Tiefgarage verzögert habe. So richtig begeistert ist die Rodenkirchener Bevölkerung noch nicht vom neuen Maternusplatz. Er sei nüchtern und wenig geeignet als Platz zum Verweilen. So ist es immer wieder zu hören. Architektur sei Geschmackssache, meint dazu Olaf Junge.

Wenn alle Arbeiten abgeschlossen und die Bäume grün seien, stelle sich der Platz bestimmt gefälliger dar, findet er. Zudem dürfe der Platz nicht zugestellt werden, sondern müsse frei bleiben für alternative Nutzung. Zweimal in der Woche findet der Markt statt. Außerdem seien weitere „Events“ geplant, in Zusammenarbeit mit der Aktionsgemeinschaft Rodenkirchen. Die Bewirtschaftung des Platzes obliege außerdem der Stadt. In den kommenden Wochen wird das kleine Plätzchen in der östlichen Ecke des Maternusplatzes hergerichtet sowie die angrenzenden Straßen und Wege. Im Mai, wenn alles fertig ist, soll ein „Maternusplatz-Tag“ veranstaltet werden, kündigt Olaf Junge an, und eine offizielle Eröffnungsfeier. (u.süsser)

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Namen+Notizen

KUNSTtRAUM 27 in Rodenkirchen zeigt Malerei von Kaikaoss Flüchtige Betrachtung birgt stets die Gefahr einer lückenhaften Interpretation. Gleichfalls kann sie den Genuss schmälern. Diese Hinweise erscheinen gerade bei Kaikaoss´ Gemälden angezeigt. Seine figürlichen, magisch realistischen Darstellungen verleiten zu einem raschen Urteil: sinnlich, farbenfroh, verspielt. Dabei

können leicht die Bedeutung von Mittel- und Hintergrund verkannt, die Fülle an Details und Verbindungen übersehen werden. Statt Eindeutigkeit wählt Kaikaoss nämlich häufig das Rätselhafte. Da tummelt sich ein Paar in einem Meer von Kirschen. Ihre Blößen sind vom rot-reifen Obst bedeckt, dessen Süße und lockende Farbe für weibliche Lippen und den Kuss schlechthin stehen, die Liebe und Erotik symbolisieren.

Kaikaoss vor seinem Ölgemälde „Das Spiel“ (Ausschnitt). Foto: Broich

Gebürtig ist Kaikaoss in Kabul. Jahrgang 1965, machte er in Afghanistan auch seine ersten künstlerischen Schritte. Ein Studium in Minsk schuf die klassischen Grundlagen in Zeichnung und Malerei. Seit 1991 lebt und arbeitet Kaikaoss in Deutschland. 2004 zog er nach Köln. Ab Freitag, 27. Februar, 19 Uhr (Eröffnung), ist im Rodenkirchener KUNSTtRAUM 27 des Ehepaares Hillebrand eine kleine Auswahl seiner Ölgemälde zu sehen. In diesen ergänzen sich häufig Passivität und Dynamik. Selbst dort, wo man zunächst Ruhe wahrnimmt, ist Bewegung im Bild: rollende, fallende Kirschen, schwebende Herzen, flatternde Notenblätter, taumelnde Masken, sich windende, prächtig blühende Pflanzen. So erscheinen Dinge und Verhältnisse verborgen, andere offen gelegt oder es werden Durchblicke geschaffen. Kaikaoss, der auch Portraitaufträge annimmt, operiert mit Farbabstufungen und unterschiedlichem Pinselstrich: malerisch-flächig hier, zeichnerisch-linear dort. Von ihrer Atmosphäre her bleiben seine Schöpfungen häufig unklar. Fast immer „erzählen“ sie Geschichten. Wie das Stilleben, in dem eine gelbgrün „bekleidete“ Frau in einer Ansammlung von Büchern, Kannen, Modellautos, Rädern selbst wie ein „still stehender“ Gegenstand anmutet. Zu Kaikaoss´ Fertigkeiten zählt nicht weniger die Augentäuschung. Denn die prallen Kirschen entpuppen sich als nicht essbar, und die Landschaftszeichnung mit den echt wirkenden Knitterspuren als Gemälde im Bild. Alles bleibt Verlockung. 18

Geöffnet ist die Ausstellung im KUNSTtRAUM 27 im bauhaus, Walther-Rathenau-Straße 27, bis 17. April: donnerstags und freitags von 14 bis 20 Uhr. Feiertags ist geschlossen. (e.broich)

TVR: 30. Volkslauf am 21. März Am 21. März ist es wieder soweit: zum 30. Mal startet der Internationale Volkslauf rund um den Forstbotanischen Garten des Turn-Verein Rodenkirchen, zum drittem Mal verbunden mit einem Kinder- und Jugendlauf. Die Laufdistanzen: Ein-Kilometer-Kinderlauf, Zwei-Kilometer Erlebnislauf, 4,2 Kilometer MiniMarathon für Kinder und der Kinderlauf über fünf Kilometer. Über fünf Kilometer geht es auch für „Jedermann“, über zehn Kilometer für Läufer, Walker und Nordic Walker sowie ein Halbmarathon. Die Strecken sind vom DLV vermessen und werden als Straßenlauf gewertet. Außerdem fließen die Ergebnisse in den „Gilden-Kölsch-Cup“ und den „Köln-Cup“ ein. Wer sich informieren und anmelden will: entweder im Internet unter www.volkslauf-koeln.de oder in der Geschäftsstelle des Turn-Vereins in Rodenkirchen, Weißer Straße 67. Die schnellste Frau und der schnellste Mann beim Lauf über zehn Kilometer und beim Halbmarathon erhalten als Preis je einen Tandem-Paragleitflug. Für weitere Siegerinnen über fünf Kilometer gibt es Frühstücksgutscheine für zwei Personen im Granarium in Sürth. Auch für die Sieger der Kinderläufe stehen Überraschungspreise bereit.


Fit in den Frühling – mit Frauenpower im TVR Fit in den Frühling gehen, wer möchte das nicht? Der Turn-Verein Rodenkirchen bietet speziell für Frauen einige Kurse mit HerzKreislauf-Training an, bei dem der Körper in Schwung gebracht und auch die Ausdauer trainiert wird. Und wer noch noch nicht genug hat, kann beim anschließenden Bauch-Beine-Po-Training seinen überschüssigen Pfunden an den Kragen gehen. Das alles gibt es mittwochs ab 20 Uhr in der Gymnastikhalle des TVR im Hallenbad in der Mainstraße. Hier kann man einfach mal zu einem kostenlosen Probetraining vorbeischauen, ein Einstieg ist jederzeit möglich, wie uns Dozentin Jasmin Digrandi (Telefon 0176/247 64210) mitteilte. Weitere „Frauenpower-Kurse“ im TVR sind zum Beispiel „BOP

am Vormittag“, „BOP ab 30 Jahre“, „Perfect body“, „Aerodance“ und „Bodyforming“. Wer mehr wissen und sich beraten lassen will, sollte die Geschäftsstelle des TVR in Rodenkirchen, Weißer Straße 67, Telefon 0221/35 23 80, e-Mail tvr.gstelle@t-online.de. kontaktieren.

Bildung mit Kolping Die Kolpingsfamilien in Köln führen regelmäßig Bildungsveranstaltungen zu Themen aus dem politischen, kulturellen, gesellschaftlichen und persönlichen Bereich durch. Damit setzen sie eine Aufgabe fort, die bereits Adolph Kolping vor gut 150 Jahren zu einem Schwerpunkt seiner Arbeit gemacht hat. Insgesamt 16 Kolpingsfamilien aus dem ganzen Stadtgebiet laden im ersten Halbjahr zu rund 150 Bildungsveranstaltungen ein. Das Programmheft

informiert zudem über weitere Aktivitäten. Es kann kostenlos unter der Rufnummer 02232/ 67772 angefordert werden.

Kurse im Weißer Jugendzentrum Das Weißer Jugendzentrum in der Georgstraße 2 bietet in den nächsten Wochen wieder einige interessante Kurse auch für Erwachsene an. So steht am Mittwoch, 11. Februar, von 10 bis 13 Uhr „Scannen für Einsteiger“ auf dem Programm. Scannen ist gar nicht schwer. Hier bekommt man alle wichtigen Tricks erklärt, wie man schnell und effektiv Fotos, Dokumente, Zeichnungen und Dias in brillanter Qualität scannt. Und nicht nur, wie man ein Bild oder ein Dia mal eben scannt, sondern auch, wie man eine große Menge Bilder wie am Fließband abar-

beiten und auch das Nachbearbeiten automatisieren kann. Qualität und Geschwindigkeit sind keine Hexerei. Denn außerdem lernt man, wie man gescannte Texte direkt in eine Textdatei übernehmen kann. Weitere Kurse: Ein Erweiterungskurs Digitalkamera wird am 16. und 17. Februar angeboten, Excel für Einsteiger am 2. und 3. März. Wie man ein Fotobuch professionell herstellt, kann man sich 4. und 11. März erläutern lassen. Am 9. und 10. März steht wieder ein Digitalkamera-Grundkurs auf dem Programm, und am 14. und 21. März gibt es eine Einführung in Outlook Email und Kalender. Wer sich für die Kurse im Jugendzentrum interessiert oder gleich anmelden will, sollte den Referenten Franz Hansmann unter der Rufnummer 02232/150 100 anrufen.

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Namen + Notizen

KSI bietet: „Komm auf den Punkt!“ „Komm auf den Punkt!“ ist das Thema eines Grundkurses für Frauen zur Kommunikation im Katholisch-Sozialen Institut in Bad Honnef, der für Freitag, 6. März bis Sonntag, 8. März angesetzt ist. Denn Reden ist Silber – uns Schweigen ist Käse! Selbstbewusst werden Menschen genannt, die erhobenen Hauptes und mit angewinkelten Ellenbogen durchs Leben schreiten. Aber ist das nicht eigentlich Überheblichkeit, die in dieser Haltung „zur Sprache“ kommt? Was bedeutet das eigentlich, sich seiner selbst bewusst zu sein? Referentin ist Henrike Kirsch, freie Journalistin und Geschäftsführerin der Künstleragentur jazz.webcologne. Dieser Grundkurs ist der erste Teil eines dreiteiligen Kurses für kirchliche Öffentlichkeitsarbeit. Es folgen der Aufbaukurs „Von Wegen böse Presse“ im November und der Abschlusskurs „Rotkäppchen frisst Wolf“ im Februar nächsten Jahres. Die Kurse sind auch einzeln belegbar. Ausführliche Informationen zu diesem Wochenendseminar und auch zu den vielen anderen Kurse, die im KSI angeboten werden, gibt es unter der Rufnummer 02224/955-168 oder unter www.ksi.de.

Fit durch Fun: Individualsport für Jedermann Bewegungsmangel ist das Resultat einer wie auch immer zustande kommenden einseitigen Tätigkeit und Belastung im Berufsleben. Sport und Spiel sind besonders für den berufstätigen Menschen lebensnotwendig. Zum Ausgleich des Bewegungsmangels bietet der Turn-Verein Rodenkirchen nun eine neue Gruppe rund um verschiedene Ballsportarten an. Beim „HallenFun“ mit Fußball, Hockey, Volleyball, Handball, Football usw. stehen der Spaß und ausdrücklich nicht der Wettkampf im Vordergrund. Lizenztrainer Ludwig Pollmann: „Wer Spaß an Bewegung und Abwechslung in einer schönen Gruppe haben will, ist hier genau richtig!“ Gespielt wird ab dem 3. Februar jeweils dienstags von 19 bis 20

20.30 Uhr in der Sporthalle der Gesamtschule. Informationen gibt es unter anderem beim Trainer unter der Rufnummer 0172/279 34 82, anmelden kann man sich auch in der Geschäftsstelle des Vereins in Rodenkirchen, Weißer Straße 67, Telefon 0221 / 35 23 80, e-Mail: tvr.gstelle@t-online.de.

St. Blasius Meschenich: Ein Herz für Kinder Ein Herz für Kinder zeigte der Pfarrgemeinderat von St. Blasius in Meschenich. Denn wenige Tage vor Weihnachten wurde zum ersten Mal ein Adventsbasar veranstaltet. Beteiligt waren die Frauengemeinschaft und die Kolpingfamilie, Kinder und Mitarbeiter des Kindergartens, der Frauengesprächskreis, der Kinderchor und der Männer-GesangVerein. Angeboten wurden viele selbstgebackene und selbst gebastelte Dinge, außerdem gab es Reibekuchen und Glühwein. Der Reinerlös der Veranstaltung wurde vom Pfarrgemeinderat noch aufgestockt, so dass eine Abordnung der Kirchengemeinde, Sylke Keller, Wolfgang Rübsteck, Hermann Embacher und Manfred Maron in der Universitätsklinik Köln der Elterninitiative herzkranker Kinder e.V. einen Spendenscheck in Höhe von 1.300 Euro überreichen konnte. Manfred Maron zum Bilderbogen: „Der Scheck wurde mit großer Freude angenommen, und für uns blieb ein Gefühl der Zufriedenheit, eine gute Sache unterstützt zu haben!“

Theodor Heuss – ein Leitbild des Liberalismus Alt-Bundespräsident Theodor Heuss, seit einem halben Jahrhundert Kölner Ehrenbürger, wäre am 31. Januar dieses Jahres 125 Jahre alt geworden. Aus Anlass des doppelten Jubiläums (Geburtstag und Ehrenbürgerschaft) zeigt die Stadt Köln im Spanischen Bau des Rathauses die Ausstellung „Theodor Heuss – ein Leitbild des Liberalismus“. Sie ist bis zum 14. Februar während der normalen Öffnungszeiten zu sehen. Theodor „Papa“ Heuss (1884 – 1963) war von 1949 bis 1959 erster Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.


Vor der Proklamationsbühne und damit am Ziel angekommen: man sieht dem Dreigestirn seine Freude förmlich an. Foto: Thielen.

Dreigestirn der Altgemeinde in Rondorf proklamiert – Ehefrauen hatten Zelt geschmückt

„Nun schippert los…..“ un schippert los in die Narretei…“ sprach Bezirksbürgermeisterin Monika Roß-Belkner zum frisch proklamierten Dreigestirn. Sie überreichte Prinz Horst I. Bauer Patrick und Jungfrau Josi den Rathausschlüssel für die fast

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sechswöchige Regentschaft. Festkomitee-Präsident Bernhard Huckelmann inthronisierte das Trifolium in gewohnt lockerer Art und die Festspiele am Hofe ihrer Tollität konnten beginnen. Vorausgegangen war ein Einmarsch, der es in sich hatte.

Immer wieder mussten die drei von den „Löstige Öhs“ sich auf Stühle stellen und von den 700 Jecken im Saal feiern lassen. Es regnete Strüßjer und Bützjer, Prinz Horst erschien wie auf Wolke sieben entrückt, konnte sein Glück kaum fassen. Bauer Patrick wirkte abgeklärter. Wenn

er auf dem Stuhl stand und die Arme auseinander reckte, waren es gefühlte fünf Meter „Spannweite“. Jungfrau Josi stellte mit ihren ausgebreiteten Armen Celine Dion in „Titanic“ in den Schatten. Ihr winkten die Jecken mit FC-Fahnen zu, „Prinz Poldi“ hätte kaum mehr Jubel erzeugen können. Auf dem Höhepunkt des Einmarschs öffneten sich Netze an der Zeltdecke, und herunter purzelten hunderte von Luftballons. Die Ehefrauen des Dreigestirns >>>>>

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Bild links: Prinz trifft Ex-Jungfrau: Prinz Horst I. bahnt sich den Weg auf die Bühne. Bild Mitte: Gefühlte fünf Meter „Spannweite“ hatte Bauer Patrick beim Einzug. Bild rechts: Fast so gefeiert wie „Prinz Poldi“: Jungfrau Josi.

hatten sich die Mühe gemacht und die Ballons aufgeblasen, Horst Olligschläger, Patrick De Castaeker und Josef Scheer hatten keine Ahnung, denn die drei hatten vor der Proklamation Zeltverbot. Als das Dreigestirn dann endlich auf der Bühne stand und der Jubel etwas abebbte, dankte Festkomitee-Präsident Huckel-

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mann zunächst dem scheidenden Dreigestirn, Prinz Hubert I., Bauer Christan und Jungfrau Henrynette von den „Löstige Flägelskappe“ aus Sürth. Dann waren die Neuen dran und Prinz Horst I. verkündete das Karnevalsmotto: „Kommt all auf unser Karnevalsboot, dann geht es uns so richtig gut“.

Alle Fotos: Thielen

Die Stimmung im Saal: klasse. Dafür hatte das Programm gesorgt, das die „Löstige Öhs“ für ihr insgesamt siebtes Dreigestirn in vierzig Jahren zusammengestellt hatten. Die Altstädter machten den Anfang, Blom un Blömcher, Rumpelstilzjen und Klüngelköpp heizten den Saal an. Nach dem

Akt waren es die Rheinland-Fanfaren, die Tanzgruppe Zunftmüüs und Wicky Junggeburth, die für Stimmung sorgten. Es folgten die Botzendresser, die Luftflotte und schließlich die Ratsherren aus Unkel, die die Stimmung im Festzelt zum Kochen brachten. (ht).


Wenn Steuerberater wibbeln! Links der Präsident der Kölsche Funke rut-weiß vun 1823, Heinz Günther Hunold, rechts der Präsident der Altstädter, Hans Kölschbach. Foto: Joachim Badura.

Heinz Basseng, Ehrenpräsident und Vorgänger von Kölschbach. „Bei den Altstädter liegt die Wiege der Hebefiguren“, lobte der Präsident, und der neue Kommandant übergab ihr das Mikrofon mit den Worten „Du darfs jetz kommandieren, dat kannste jo joot!“

Wenn eine Lachtaube zum Rittmeister wird Die Korpsappelle der Traditionskorps des Kölner Karnevals stehen am Beginn jeder Session. Man ist unter sich und Freunden, die Uniformen werden überprüft, Beförderungen vorgenommen, die Kost schwankt zwischen Erbseneintopf und Grünkohl, begleitet von einem kühlen Kölsch.

Hunold (Spitzname: Laachduv vun d’r Ülepooz) brachte es fertig, die „Knallbotz“ mit sich wibbeln zu lassen, eine Form des Präsentierens, die eigentlich nur Funken können. Geehrt wurde auch Gerdemie Basseng, „et Sting“, das Ehrenmariechen und Witwe von „General Kallendresser“, Karl-

Mariechen standen auch beim Korpsappell der „Roten Funken“ auf der Bühne, und sogar gleich zwei. Die etwas kompaktere von beiden entpuppte sich als Gigi Herr, die sich auf einem Casting wähnte. Die richtige, Martina Pourrier, tanzte trotz Erkältung mit ihrem Funkendoktor Pascal Solscheid und erhielt stehenden Applaus. Bei den Funken der Höhepunkt jeder Vereidigung: die „Verleihung“ der Spitznamen durch den Präsidenten Heinz-Günther Hunold. Der Leiter der Drogenberatung Köln heißt bei den Funken jetzt „Tüüt“, ein Vater- und Sohn-Paar „Korsett“ (wegen der

Statur) und „Lalelu“ nach dem Lied von Heinz Rühmann aus dem Film „Wenn der Vater mit dem Sohne“. Hotel-Chef Henning Graf von Schwerin wurde zum „Prinz vun Kranebäume“, der Küster von St. Aposteln, Bruno Kieserg, zu „Quasimodo“, ein Anwalt zu „Schäfers Nas“, ein vierfacher Vater zum „Knüddel“ und ein Jeck aus der Karnevalshochburg Paderborn erhielt den dortigen Schlachtruf „Hasi Palau“. Ihren Namen behalten Funken ein Leben lang, bis sie „vum Stengel falle“. (ht).

Wenn das Herz für Rodenkirchen schlägt Es war einmal ein junger Mann in Rodenkirchen. Der war schon in jungen Jahren Filialleiter einer Bank und freute sich seines Lebens und seiner Zinsen. Leider machte die Bank irgendwann zu und hatte für den jungen Mann keine Verwendung mehr. Der suchte sich eine andere berufliche Herausforderung, die er im Allgäu fand. Zusammen mit Frau Sandra wanderte er vor zwei Jahren aus. Inzwischen sind >>>>>

Bei den Altstädtern wurde ein neuer Kommandant eingeführt. Er heißt Kurt Nürnberg, Spitzname „Trööt“, folgt auf den „Spannungsprüfer“ Jürgen Gajewski und wird während der Session seinem Präsidenten Hans Kölschbach „Knallbotz“ melden, wenn das Korps angetreten ist. Unter den neuen Gardisten tat sich der „Fressklötsch“ hervor, der seinen Namen bekam, weil er einmal vier Hämchen hintereinander gegessen hat. Unter den Beförderten war auch der Sitzungsleiter Norbert Haumann. Der Obristleutnant hört im grün-roten Korps auf den Namen „Zementbüggel“. Besonders erfreut war Präsident Kölschbach, das auch der Präsident der „Kölsche Funke rutweiß vun 1823“, Heinz Günther Hunold, den Weg zu den Altstädtern gefunden hatte. Der eine Steuerberater ernannte den anderen Steuerberater zum „Rittmeister“, den seiner Meinung nach „schönsten Dienstgrad, den die Altstädter zu vergeben haben“. 23


Bunte Kostüme und ausgelassene Mädchen - die Flägelskappe veranstalteten gleich zwei Mädchensitzungen im Sürther Festzelt. Foto: Surmann

sie zu dritt, Julius ist 15 Monate alt. Zwar vermissen sie die Heimat sehr, obwohl sich das Freizeitangebot in Deutschlands Süden sehen lassen kann. Wandern, Radeln, Schwimmen, Skifahren gibt es alles vor der Haustür. Auch in die Freiwillige Feuerwehr ist unser Mann inzwischen eingetreten. Und das nicht nur wegen der Geselligkeit, sondern weil die nächste Berufsfeuerwehr zwanzig Kilometer weit weg ist, und wenn es dann mal brennt… Unser junger Mann, der übrigens Michael heißt, ist nicht nur Rodenkirchen-Fan, sondern liebt auch den Karneval. Und was macht ein ausgewanderter Rodenkirchener zu Karneval: er kommt nach Hause und geht im Zug mit. Und wenn man ganz besonders jeck ist, bringt man ein paar Leute mit. In diesem Fall: Michael, Sandra und Julius sind Mitglied bei den „Botterblömcher“ und bringen fünf Nachbarn und Freunde mit, die auch im Karnevalszug mitgehen werden. Und was das Beste ist: Die anderen 55 Allgäuer, die mitkommen, sind alles Mitglieder der Musikkapelle Seek, und die werden den Rodenkirchener Jekken im Karnevalszug gehörig den Marsch blasen. Alles zu sehen und zu hören am Karnevalssonntag, 22. Februar, ab 15 Uhr auf Rodenkirchens Straßen. Michael sei dank! (ht).

Mädchen außer Rand und Band: Ausverkaufte Mädchensitzung der Flägelskappe in Sürth „Heute wird gefeiert bis zum 24

Umfallen“, versprach eine temperamentvolle Dame und tauchte sogleich in ihrem rot-weißen Kostüm in das Meer der feiernden Mädchen. Das Zelt der Löstigen Flägelskappe auf dem Sürther Marktplatz war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Vizepräsident Stephan Kretschmer in einem weißen Engelskostüm als einziger Mann im Elferrat die ausgelassenen Damen begrüßte. Beim Einmarsch hatte er tatkräftige männliche Unterstützung durch die Nippesser Bürgerwehr, doch unten im Saal hatten eindeutig die Frauen das Sagen. An den vielen bunten Kostümen konnte man sich kaum satt sehen, da stimmte einfach alles von der Schminke bis zum Absatz der zum restlichen Kostüm passenden Schuhe. Gleich zwei Mädchensitzungen haben die Flägelskappe veranstaltet, dazwischen gab es eine Prunk- und Kostümsitzung. ExLiterat Günther Mullerij fieberte mit, konnte aber die Veranstaltungen ganz anders genießen, als wenn er selbst mitten in der Organisation stecken würde. Seine Stellvertreterin Monika Wierig hatte das Programm zusammengestellt, die Gäste waren auf allen Sitzungen damit mehr als zufrieden. Genau das war auch Präsident Adolf Erkenrath mit dem diesjährigen Kartenverkauf, das Zelt war bei allen Sitzungen voll bis auf den letzten Platz. Eine Ehrung hat die Gesellschaft noch zu vermelden: Manfred Köppe bekam die Auszeichnung des Bundes Deutscher Karnevalisten für 40 Jahre Engagement im Sürther Karneval. (ks)


„Löstige Wiever vun St. Georg un ihr Kääls“ gehen in diesem Jahr zum dreizehnten Mal bei den „Veedelszög“ mit

Am Anfang standen die Bogenschützen egonnen hat es, wie so oft in „Kölle“, mit einer jecken Idee. Die „Löstige Wiever vun St. Georg“, die „Jecken“ unter den Mitgliedern der katholischen Frauengemeinschaft in Weiß, waren schon mit ihren Sitzungen „alles aus den eigenen Reihen“ erfolgreich, als es einmal hieß: „Sulle mer nit och ens im Zog met jonn?“ Die Frage wurde eindeutig bejaht, und so zogen die „Wiever“ mit ihren besseren Hälften 1993 als „Weißer Bogenschützen“ in Robin-Hood-Kostümen durch Weiß. Es folgten Zugteilnahmen als „Römer“, als „Sonnen“ und schließlich als „Kölsche Venus“ im Kostüm der kölschen Jungfrau mit einer großen Muschel auf dem Rücken. Elke Wergen, eine der beiden Organisatorinnen der Gruppe: „Unsere Idee war, warum sollte es nicht auch eine kölsche Venus gegeben haben, die aus einer schaugekrönten Muschel den Fluten des Rheins entstieg? Ein weiser Mann hat einmal gesagt, alles, was ein Mensch sich vorstellen kann, kann auch Realität sein. Mit diesen Kostümen sind wir vor dreizehn Jahren zum ersten Mal bei den `Veedelszög` in Köln mitgegangen und landeten direkt auf einem achten Platz!“

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Weitere Teilnahmen folgten, sowohl in Weiß als auch in Köln. Aktuelle Themen wurden dargestellt wie Duftmuseum, Müllverbrennung, Straßenbahn, Bauarbeiter, Sahnestücke, Weltkugeln und im letzten Jahr die Heinzelmännchen. Mit ihrem „Müllemer Böötchen“ landeten die Weißer auf einem dritten Platz, mit ihrer Darstellung „Su sin mer all he hin jekumme, un jeder hätt jet met jebraat“ sogar den zweiten Platz. Karnevalskenner wissen: wer den ersten Platz belegt, darf auch Rosenmontag „durch Kölle trekke!“

Im letzten Jahr waren die „Löstige Wiever” und ihr Anhang als Heinzelmännchen im Veedelszzug”unterwegs. Foto: Privat

ar findet der Stammtisch jeden Mittwoch im Pfarrheim statt, denn da wird gearbeitet, gebastelt, gesägt, gemalt, genäht und vieles andere mehr. Meistens reicht der Mittwoch nicht, und dann kommt der Dienstag auch noch dazu. Ein sehr zeit- und energieaufwendiges Engagement. Was motiviert zu solchem Tun? Die Antwort kommt von der zweiten Organisatorin, Claudia Zettelmeyer: „Es sind Werte, die in der heutigen Zeit mehr und

mehr verloren zu gehen scheinen. Zusammengehörigkeitsgefühl, gewachsen durch gemeinsame Arbeit und gemeinsames Feiern, die Vereinbarkeit mehrerer Generationen, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt und nicht zuletzt die Vorfreude auf den Zug!“ Beide Damen sind sich einig: „Man geht wie in Trance, berauscht von einer Woge des Glücksgefühls getragen. Die Menschen freuen sich, uns zu sehen, jubeln uns zu und applau-

dieren. Man kann es mit Worten nicht beschreiben, man muss es erleben!“ Wer „es“ mal erleben will, kann sich an Claudia Zettelmeyer (Telefon 0221/35 23 01) oder an Elke Wergen (Telefon 02236 /65086) wenden. Denn Nachwuchs kann jeder Verein gebrauchen. Aber auch in „normalen“ Jahreszeiten treten die „Löstige Wiever vun St. Georg un ihr Kääls“ an die Öffentlichkeit: im Sommer gibt es ein „Grillfest“ und im Oktober ein „Kartoffelfest“, zu dem alle Interessenten herzlich eingeladen sind. (ht).

Auch für die Zugteilnahme 2009 laufen die handwerklichen Vorbereitungen schon seit letzten September. Das heißt, vor der Ausführung muss erst einmal eine Idee her. Zur Findung treffen sich die Teilnehmer jeweils am zweiten Mittwoch im Monat zum Stammtisch in einer Weißer Gaststätte. Von September bis Febru25


In bunten Kostümen feierten die Weißer Jecken auf der Kostümsitzung der „Kapelle Jonge“. Foto: Surmann

Kapelle Jonge: Neuerungen kamen bei den Weißern gut an Nachdem die Gesellschaft sich neu aufgestellt hatte, konnten die Kapelle Jonge sich endlich wieder auf den eigentlichen Sinn des Lebens konzentrieren: Karneval feiern. Das taten sie dann auch ausgiebig im Festzelt auf dem Kirmesplatz. Ein ganzes Wochenende lang ging es richtig rund. Am Freitag startete die KG mit der traditionellen Kostümsitzung. Premiere hatte Vizepräsident Sebastian Wehner, der zum ersten Mal durch eine große Sitzung führte und seine Aufgabe souverän meisterte. Das Programm hatte Literat Hans Stahl gemeinsam mit Doris Altenhoven und Peter Hoss ganz nach dem Geschmack der Weißer zusammengestellt. Besonders imposant war der Auftritt der Roten Funken, die mit einem Schlag die gesamte Bühne besetzten. „Wir sind froh, dass jetzt wieder Ruhe im Verein ist und wir alle prima zusammenarbeiten“, freute sich Präsident Günter Wehner, der im Festzelt fleißig Sessionsorden verkaufte. „Ich freue mich, dass die Weißer unser Programm so gut angenommen haben.“ Neben einem neuen Sitzungspräsidenten gab es an dem Wochenende zwei neue Veranstaltungen: Eine kölsche Fastelovends-Party ersetzte die Oldie-Party, die Herrensitzung fand statt des Festkommers statt. Im Vorfeld gab es noch etwas Hektik, als die Stadt Köln zum ersten Mal eine Baugenehmigung für das Festzelt verlangte. Auch diesen Wunsch hat 26

man der Stadt gerne erfüllt wirklich verstanden hat das allerdings niemand. (ks)

„Jeisterzoch“ geht durch Rodenkirchen Unter dem Motto „D’r volljährige Ähzebär, die Meddelschich un ander ärm Kirchemüüs“ geht am Karnevalssamstag der Kölner Geisterzug durch Rodenkirchen. Start ist um 19 Uhr. Aufstellen wird sich der Zug ab 18 Uhr auf der Schillingsrotter Straße und in angrenzenden Straßen wie Nemeterstraße und Keltenstraße. Der Zugweg führt einmal „rund durch Rodenkirchen“ und zwar von Zum Engelshof, Fußweg am Lennartzhof, Birkenstraße, An den vier Linden, Grüngürtelstraße, Urftstraße, Siegstraße, Sürther Straße, Siegfriedstraße, Ringelnatzstraße, Blücherstraße, Walther-Rathenau-Straße, Uferstraße, Barbarastraße, Auf dem Brand, Rheinstraße, Karlstraße, Kirchstraße, Mittelstraße, Wilhelmstraße, Frankstraße und die Brükkenstraße. Unter der Rodenkirchener Brücke auf dem Heinrich-Lübke-Ufer löst sich der Zug auf. In den ersten Jahren gab es in manchen Kreisen Berührungsängste mit den Geisterzug. Diese Zeiten sind vorbei, und mittlerweile wurde der Initiator, Mitorganisator und Vorsitzende der Veranstaltung, Erich Hermans für landschaftliche Kulturpflege mit dem „Rheinlandtaler“ ausgezeichnet. Das Motto stammt von Ralf Post. Der „Ähzebär“ ist jetzt volljährig, denn der erste Geisterzug ging Jahr 1991. Die Mit-


telschicht und die armen Kirchenmäuse werden immer ärmer, weil „die Preise insbesondere bei Lebensmitteln und Energiekosten in unbekannte Höhen entschwinden. Alle Betroffenen möchten wir ehren, indem wir ihnen den Zug durch Rodenkirchen widmen“, so Hermans zum Bilderbogen.

Karnevalsausstellung der Sparkasse: „Unser Fastelovend – himmlisch jeck!“ Der Himmel als Luftraum über uns, bevölkert mit Sputniks, Astronauten und Mondkälbern, als Aufenthaltsort für Heilige, verstorbene Kölsche Originale oder sonstige Engelchen und der Dom als Abbild des Himmels und Motiv für allerlei Persiflage und Ulk: Nicht nur im diesjährigen Karnevalsmotto spielt der blaue Äther in all seinen himmlischen Aspekten eine wichtige Rolle. Stars, Sternchen und andere Himmelsbewohner sind hier ebenso vertreten wie Teufelchen und Sünderlein. Für die diesjährige Karnevalsaustellung der Sparkasse KölnBonn hat Matthias von der Bank vom Karnevals-Museum eine Vielzahl von Orden und Entwürfen von Rosenmontagszugwagen aus fast fünfzig Jahren zusammen getragen, die irgendwie mit dem Thema „Himmel“ zu tun haben. Sie sind bis Mittwoch, 18. Februar in der Hauptstelle der Sparkasse am Rudolfplatz zu den üblichen Geschäftszeiten zu sehen.

Das Kölner Dreigestirn mit Prinz Hans-Georg, Bauer Bernd und Jungfrau Johanna wurde begrüßt von Vorstandsvorsitzenden der Kölner Bank, Sebastian Prinz von Schoenaich-Carolath (links), rechts Uwe Brüggemann vom Festkomitee mit dem Scheck. Foto: Thielen.

te Reh weiter, der sinnvollerweise als „Erzengel Michael“ zu dem Empfang gekommen war.

einen Scheck in Höhe von 30.000 Euro übergeben. Das Geld ist für die Jugendsitzung „tärää“ bestimmt, die in diesem Jahr zum 26. Mal gemeinsam vom Festkomitee und der Kölner Bank gemeinsam ausgerichtet wird. Das Kreditinstitut ist Mitbegründer der Veranstaltung und von Beginn an als aktiver Förderer dabei. „Jeder Jeck fängt einmal klein an. Von daher ist es uns wichtig, besonders Kindern und Jugendlichen den traditionellen Karneval nahe zu bringen. Hier unterstützen wir gerne“, sagte

Das Trifolium bekam von der Kölner Bank auch die ersten von 6.000 Karnevals-T-Shirts, die das Sessionsmotto „Unser Fastelovend – himmlisch jeck“ illustriert aufgreifen. Die T-Shirts werden – so lange der Vorrat reicht – kostenlos in den Geschäftsstellen der Kölner Bank ausgegeben. Diesen Service brauchten die Senioren im Haus Simeon nicht in Anspruch nehmen: sie bekamen die karnevalistische Oberbekleidung entweder von Prinz Hans-Georg, Bauer Bernd oder Jungfrau Johanna persönlich überreicht. (ht).

Sebastian Prinz von SchoenaichCarolath. Einen weiteren Scheck in Höhe von 500 Euro hatte der Vorstandsvorsitzende für das Dreigestirn mitgebracht. Doch Prinz HansGeorg, der bei der Ehrengarde den Biernamen „Lupo“ hat, meinte in bester Laune: „Wir müssen noch woanders hin. Da stört so ein großer Scheck nur. Wir lassen ihn gleich hier, die Leute können das Geld sicher besser gebrauchen“ und gab ihn an den Leiter der Senioreneinrichtung Haus Simeon, Michael

Michaelshoven: Zwei großzügige Spenden und T-Shirts für die Senioren Banken und Schecks, das gehört zusammen. Auch in diesem Fall, als nicht nur das Kölner Dreigestirn, Prinz Hans-Georg I., Bauer Bernd und Jungfrau Joanna, sondern auch der Vorstandsvorsitzende der Kölner Bank, Sebastian Prinz von Schoenaich-Carolath, gleich mit zwei Schecks auf einer Fastelovends-Party im Haus Simeon in Michaelshoven auftauchte. Die Kölner Bank ist einer der Hauptsponsoren des Festkomitees des Kölner Karnevals, und so konnte der Vorstandsvorsitzende 27


Einmal im Jahr wird hier auf der Pfarrkarnevalssitzung von St. Matthias und Maria Königin richtig gefeiert. Der Saal ist wie jedes Jahr ausverkauft, die Gäste sind in den schillernsten Farben kostümiert.

Fidele Zunftbrüder und „Championsleague“ Detlef Bülles, 1. Vorsitzender der „Fidelen Zunftbrüder“, konnte beim „Kleinen Prinzenessen“ zum 90-jährigen Geburtstag seiner Gesellschaft einen familiären Kreis von rund 150 Personen begrüßen. Er bat gleich alle ehemaligen Prinzen, Bauern und Jungfrauen auf die Bühne, die sich, nachdem die Kehlen noch einmal mit „Hustensaft“ geölt worden waren, zu einem Chor formierten und unter der Leitung des Dirigenten Raymund Witte, Rats-Präsident der „Fidelen Zunftbrüder“, „Einmol Prinz zo sin“ schmetterten.

Tolle Kostüme gab es reihenweise beim Pfarrkarneval im IrmgardisGymnasium. Foto: Surmann

Viel Beifall gab es auch für das amtierende Dreigestirn. Prinz Hans-Georg hob in seiner kurzen Rede die entspannte Atmosphäre der Veranstaltung hervor, bei der es auch einmal Zeit für gute Gespräche gebe. Ehrengäste waren zwei Brauerei-Direktoren aus Koblenz. Christoph Dörr (Königsbacher) und Manfred Schuth (Brauerei zur Nette)

schenkten dem Dreigestirn DreiLiter-Flaschen mit ihrem Bier. Die beiden „Karnevalisten aus Rheinland-Pfalz“ waren hocherfreut, einmal bei der „Championsleague des Deutschen Karnevals“ eingeladen zu sein und genossen den Abend, der mit dem Auftritt der Gruppe „Querbeat“ ihren musikalischen Höhepunkt hatte.

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Kölle Alaaf als Pfarrfest: Ausverkaufte Karnevalssitzung St. Matthias und Maria Königin Die Sporthalle des IrmgardisGymnasiums war nicht wieder zu erkennen. Bunte Dekorationen, fröhliche Menschen und eine Bühne, die Gutes erwarten lässt.

Hannelore Bartscherer organisiert diese Sitzung seit 25 Jahren und ist jedes mal von der Stimmung neu begeistert. Seit den fünfziger Jahren gibt es diese Sitzung, die zunächst als kleines Gemeindefest begann und inzwischen eine richtige Institution im Kölner Karneval geworden ist. Das Bühnenbild wurde vor 30 Jahren für ein Pfarrfest entworfen, passt aber wie dafür gemacht zu dieser Karnevalssitzung. „Das ist ja eigentlich auch ein Pfarrfest“, freut sich Hannelore Bartscherer über die rege Beteiligung ihrer Gemeinde. 40 Helferinnen und Helfer tragen dazu bei, dass die Sitzung ein Erfolg wird. Pfarrgemeinderat, Jugend, Frauen – alle sind beteiligt und freuen sich auf den Moment, wenn Präsident Harald Linnartz das närrische


Volk begrüßt. Dann geht es Schlag auf Schlag - Musik, Reden, Tanzeinlagen – eine Nummer jagt die andere, das Publikum steht mehr als es sitzt. Zum Abschluss heizten „Die Labesse“ noch mal richtig ein, bevor die fast sechs Stunden wie im Flug vergangen sind. Für Hannelore Bartscherer und ihre Truppe beginnt nach dem Aufräumen schon die Planung für das kommende Jahr. „Nach der Sitzung ist vor der Sitzung“, lacht sie, um sich sogleich wieder den vielen kleinen organisatorischen Fragen der laufenden Veranstaltung zu widmen. (ks)

Damensitzung der „Löstige Kraade“: Weiber außer Rand und Band Der große Saal in Toni’s Brauhaus war männerfrei, denn das Damenkomitee „Löstige Kraade“ hatte zur Damensitzung in ihr Stammlokal eingeladen. Das änderte sich schlagartig, als Sitzungspräsidentin Maria Schäfer die Gäste begrüßte. Gleich zu

menden Jahr wieder jede Menge Aktivitäten geplant. „Wichtig für Meschenich ist das Bürgerfest, an dem wir uns gerne wieder beteiligen“, betonte Wilma Schäfer. Besonders freute sie auch das Interesse der ausländischen Mitbürger an der Sitzung, die vor dem Fenster standen und kräftig mitschunkelten. Aber da waren die „Kraade“ hart und es galt auch für sie: Männer müssen leider draußen bleiben. (ks)

Ausgelassene Stimmung von Anfang an: Die Damen hatten viel Spaß bei den „Löstige Kraade“. Foto: Surmann

Beginn standen mit den Fidelen Bröhlern annähernd so viele Männer auf der Bühne wie Damen im Saal waren. Auch danach galt die Männerabstinenz nur für den Saal – auf der Bühne gab sich ein Mann nach dem anderen das Mikrofon in die Hand, um die Damen außer Rand und Band geraten zu lassen. Literatin Wilma Schäfer blickte erschöpft aber zufrieden in den ausverkauften Saal: „Wir hätten

jede Menge zusätzlicher Karten verkaufen können, aber die Leute wollen nicht so eng sitzen.“ So war bei 120 Karten Schluss. „Eigentlich schade, dass wir nicht mehr Leute unterbringen können“, bedauert Wilma Schäfer. „Machen wir doch mittlerweile die einzige große Karnevalsveranstaltung hier im Dorf.“ Trotz altersbedingt stagnierender Mitgliederzahlen haben die Löstige Kraade auch im kom-

Erste Godorfer Kinderprinzessin proklamiert Erst 14 Jahre alt und schon geht Inge Reinartz als erste Godorfer Kinderprinzessin in die Geschichte ein. Im Schützenheim der St. Sebastianus Schützenbrüderschaft wurde die gebürtige Godorferin beim Kinderkostümball zur Prinzessin ausgerufen, deren Großvater Willi Litterscheidt bereits zweimal Karnevalsprinz war. Somit ist sie Karnevalistin der ersten Stunde und setzt die Tradition ihrer Familie fort. >>>>>

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Inge Reinartz ist die erste Godorfer Kinderprinzessin. Foto: Anke Reuß

Nach 25 Jahren karnevalistischer Veranstaltungen in Godorf, aus denen Prinzenpaare und einige Dreigestirne hervorgingen, erklärte sich jedoch keine Karnevalsgesellschaft bereit, in dieser Session eine Tollität zu stellen. „Daher fanden sich kurzerhand Karnevalsfreunde zusammen, um die erste Godorfer Kinderprinzessin zur Tollität zu proklamieren“, erklärt Brudermeister der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Wolfgang Züll. „Diese Karnevalsfreunde stiften das Wurfmaterial für sämtliche Auftritte der Prinzessin und unterstützen sie finanziell beim Rosenmontagszug und beim Karnevalswagen. Allerdings wollen die Förderer nicht genannt werden und anonym bleiben.“ Die Schützenbrüderschaft St. Sebastianus, die ebenfalls Jugendliche in ihrem Verein aktiv unterstützt, leistete ihren Beitrag für die neue Godorfer Karnevalsprinzessin, indem sie ihr Schützenheim für die Proklamation zur Verfügung stellte. Zum Auftakt der Veranstaltung tanzte die Kindertanzgruppe der „Kapelle Jonge“, dann marschierten das erwachsene Prinzenpaar der letzten Session, Inge und Hans Zingsheim und die neue Prinzessin ein. Als Gast trat das Dreige30

stirn aus Walberberg auf mit Prinz Peter IX., Bauer Hubert I., Jungfrau Hanne I. und Prinzenführer Thomas Schwarz. Der neunjährige Nachwuchssänger Justin Jansen trug seine Lieder souverän vor und konnte vor allem bei den kleinen Damen landen. Für die schönsten Kinderkostüme wurden Kai Gottschalk als kölsche Charly Chaplin, Marie Brüggen im Elefantenkostüm und Gabriella Canizziaro als schönste Prinzessin an diesem Abend ausgezeichnet. (ar.)

Der Sürther JubiläumsKarnevalszug 2009 Trotz Großbaustelle auf der Sürther Hauptstraße hat die Interessengemeinschaft Sürther Karnevalszug einen guten AlternativZugweg für dieses Jahr gefunden. Im Jahr eines runden Geburtstages der IG (40 Jahre) und des 950-jährigen Bestehens des Ortes Sürth wird ein Zug versprochen, wie er seit Jahren nicht da gewesen ist. Günter Felder und seine Mannschaft haben schon vor den Sommerferien 2008 damit begonnen, für diesen Zug zu werben. „Es ist uns gelungen, viele neue Gruppen zu gewinnen. Hauptsächlich sind das Kinder- und Jugend-


gruppen. Besonders erwähnen möchte ich die Kitas und die Tischtennis-Abteilung des TurnVerein Sürth, die ihr 50-jähriges Bestehen feiert!“ Felder bedauert, dass die großen Vereine noch immer in seinem Zug fehlen. Zwar ist es ihm gelungen, für die Kinder einige Sponsoren aufzutreiben, die einen Teil des Wurfmaterials finanzieren. Alle anderen Kosten wie Versicherung, Gema, Musikkapellen usw. werden von den Teilnehmern selbst finanziert. Zur Zeit läuft auch wieder die Haussammlung der Interessengemeinschaft, deren Erlös die vorgenannten Ausgaben mitfinanziert. Günter Felder: „Auch an dieser Stelle möchten wir uns noch einmal bei allen Sürther Bürgern für die langjährige Unterstützung bedanken!“ Der Karnevalszug durch Sürth startet am 22. Februar um 11 Uhr nach seiner Aufstellung vom Linde-Parkplatz und zieht über die Sürther Hauptstraße, Hammerschmidtstraße, Heidelweg, Remigiusstraße, Am Ziegelofen, Grüner Weg, Kölnstraße, wieder über die Sürther Hauptstraße und die Bergstraße zur Auflösung am Sürther Bahnhof. Und wer nicht zuschauen möchte an diesem Karnevalssonntag des Jahres 2009, der kann auch noch mitgehen! Günter Felder erklärt unter der Rufnummer 02236/9299 664, was dazu nötig ist. (ht).

Prinzengarde: Hömig jetzt Ehrenkommandant Gut aufgestellt ging die Prinzengarde in die Session. Der Vorstand um den neuen Präsidenten Kurt Stumpf hat mit Volldampf

Gehen gut gerüstet in die Session: die Herren vom Prinzengarde-Vorstand Jochen Scheler, Dieter Santesson, Präsident Kurt Strumpf, Kommandant Jürgen Herbst und Pressesprecher Dr. Gerd Wirtz (von links). Foto: Thielen.

die Arbeit aufgenommen. Der neue Schatzmeister Dieter Santesson erzählte, als Maßnahmen im Turm seien die Neugestaltung des Archivs und der Kleiderkammer vorgesehen. Schriftführer Michael Gather, Pressesprecher Dr. Gerd Wirtz und Kommandant Jürgen Herbst sind ebenfalls neu im Amt, während der frühere Schatzmeister Jochen Scheler als kooptiertes Vorstandsmitglied in Zukunft kürzer treten möchte, Der neue Kommandant ist mit seinen 51 Jahren jetzt der dienstälteste Gardist im Vorstand. Beim Korpsappell der Prinzengarde wurde er in sein Amt eingeführt und bekam den Ehrendegen von seinem Vorgänger überreicht. Karl-Heinz Hömig wurde unter Riesenapplaus zum Ehrenkommandanten ernannt. Jürgen Herbst ist seit 1978 dabei, war

von 1981 bis 1986 Tanz-Offizier. „Damals war ich aber 25 Kilo leichter!“ sagte er zum Bilderbogen. Auch über neue Sitzungsformate wird bei der Prinzengarde nachgedacht. In der kommenden Session wird es zum ersten Mal eine Non-Stop-Sitzung bei den weißroten geben. „Wir beginnen mit einem Essen und dann geht es ohne Pause durch“, so der Präsident. Kurt Stumpf will auch der zunehmenden Kommerzialisierung des Karnevals entgegen wirken. „Wenn beim Kölschfest 5.000 Jecken im Zelt feiern, fehlen die natürlich in der Stadt!“. Noch mehr ärgern ihn die zahlreichen Arena-Veranstaltungen, die in den vierzehn Tagen vor dem Fest mittlerweile auch in Duisburg und Mönchengladbach durchgeführt werden.

„Am Wochenende vor Karneval bekommst du abends ab 22 Uhr keine Top-Gruppe mehr, weil die dann alle auf der Autobahn sind. Hier ist auch das Festkomitee gefragt!“, so der Präsident.

Weingalerie: Große Kölner zu Gast Ein schön karnevalistisch dekoriertes Fenster hat jetzt die Weingalerie in der Barbarastraße. „Wir haben das gemacht, damit die Rodenkirchener mal wieder sehen, was die `Große Kölner` ist“, so deren Präsident Dr. Joachim Wüst zum Bilderbogen. „Die Große Kölner und die Große Rodenkirchener, das passt genauso gut zusammen wie das Gläschen Sekt zu einer Frackgesellschaft“, so der Präsident weiter, bevor er mit Günter Simoneit und Senator Christian Trippel mit der Hausmarke „Rodenkirchener Kapellchen“ anstieß. Das „Große Kölner“-Fenster in der Barbarastraße ist schon seit einigen Jah>>>>>

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Zwei große und ein kleiner Kölner: Senator Christian Trippel, Günter Simoneit und Präsident Dr. Joachim Wüst. Foto: Thielen.

ren fester Bestandteil der fünften Jahreszeit. Wer sich einmal ausführliche über die Karnevals-Gesellschaft informieren will, kann das unter www. grossekoelner.de. tun.

Ordenswettbewerb: Von der Wiege bis zur Bahre ist der Karneval das Wahre Traditionell und bereits zum 29. Mal wurden die Wettbewerbsarbeiten des Vereins zur Studienförderung der Junggoldschmiede in der Kassenhalle der Kreissparkasse Köln am Neumarkt gezeigt. Bewertet wurden die Orden in den Kategorien „handwerkliche Ausführung“ und „Ideenreichtum und Originalität“. Das diesjährige Motto für die Gestaltung der Orden lautete „Unser Fastelovend – himmlisch jeck…“. In der Klasse „handwerkliche Ausführung“ überzeugte Sonia Menendez aus Köln (Firma Frank Wallraf, Frechen) die Jury um den Präsidenten der Handwerkskammer zu Köln, Franz-

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Josef Knieps. Den zweiten Platz errang Annika Lohsträter (Firma Litharion, Köln), Lia TschenRong (Firma Sven Fischer, Köln) wurde mit dem dritten Platz belohnt. Die Kategorie „Ideenreichtum und Originalität“ konnte die Kölnerin Ina Jauk (Firma Jürgen Alius, Rodenkirchen) für sich entscheiden. Julia Lange (Firma Litharion, Köln) belegte Platz zwei, Sigrun Emondds-Preuß (Firma Roswitha Stamm, Köln) konnte sich über die Drittplatzierung freuen. Ihren Orden erklärte Ina Jauk unserer Zeitschrift so: „Im Zentrum des Ordens thront Mutter Colonia in Figur von Trude Herr. In unseren Herzen klingt ihr unvergessliches Abschiedslied `Niemals geht man so ganz`. Den Hintergrund des Ordens bildet das neue Fenster des Kölner Doms im Gerhard-Richter-Look`. Umkränzt wird Mutter Colonia von den beliebten aber schon verstorbenen Kultfiguren – jetzt Engelchen – Hans-Horst Engels und Willi Millowitsch. Davor zu ihren Füßen: Tünnes und Schääl

als Boticelli-Engel. Auf ihrem Knie wiegt Mutter Colonia den `frühen` Prinz Karneval im BabyOrnat, nicht zu verwechseln mit dem Jesuskind, aber frei nach dem Motto: „von der Wiege bis zur Bahre ist der kölsche Karneval das einzig Wahre!“ Im Rahmen der Ausstellungseröffnung überreichte Josef Hastrich vom Vorstand der Kreissparkasse den Sonderpreis seines Instituts an Jessica Rössler (Firma Dietmar Kürten, Solingen). Rösslers Orden stellt die heutige Jugend dar, die auch mal vom Verhalten oder Aussehen im Karneval aus dem Rahmen fällt und dennoch oder gerade deswegen so himmlisch jeck ist. „Auch in diesem Jahr ist es uns wieder nicht leicht gefallen, unter all den beeindruckenden Orden den diesjährigen Sonderpreisträger der Kreissparkasse zu küren. Denn eigentlich sind alle Orden

Kunstwerke, die einen Preis verdient hätten“, lobte Hastrich das Engagement der Junggoldschmiede. Zudem überreichte er als Dank an alle Wettbewerbsteilnehmer Winfried Imhoff stellvertretend eine Spende zur Auffrischung der Reisekasse für die gemeinsame Studienfahrt und lud die Nachwuchsgoldschmiede zu einem Konzert in die LanxessArena ein. In diesem Jahr fand bereits der 61. Ordenswettbewerb der Junggoldschmiede statt. Dabei wurden 16 Orden eingereicht und bewertet nach den oben genannten zwei Kriterien. Die Orden bestehen größtenteils aus Silber, Kupfer und Messing, das den angehenden Goldschmieden von ihren Betrieben zur Verfügung gestellt wurde. Bis zu 160 Arbeitsstunden investieren die Auszubildenden in die Gestaltung ihrer Unikate. (ht).

Ina Jauk präsentiert ihren Siegerorden zusammen mit ihrem Chef und ehemaligen Obermeister der Gold- und Silberschmiede-Innung, Jürgen Alius. Foto: Thielen


Kater braucht Fisch!

„Tierisch gut”, diese Session: Wieverfastelovend „boxt der Bär”, auf den Sitzungen und den Partys übers Wochenende wird „Die Sau rausgelassen”, die diversen Karnevalszüge locken auch den „letzten Hund hinterm Ofen hervor”, und dann ist er plötzlich und überraschend da, der „Kater”. Am Aschermittwoch ist alles vorbei, das singen die Karnevalisten während der tollen Tage immer öfter, je näher dieser ominöse Tag kommt. Insgeheim freuen sie sich aber auch auf diesen Start in die Fastenzeit, denn dann können die Gastronomen zeigen, was ihre Küchen zu bieten haben. Aschermittwoch heißt, sich mit der Familie, mit Freunden oder mit über Karneval neu kennengelernten Menschen zu verabreden und „Fisch zu essen“. Die Gastronomie im südlichen Köln ist bestens auf diesen Tag vorbereitet. Nachstehend geben wir Ihnen im Telegrammstil einige wichtige Informationen, damit sie vorab informiert sind und ihren Tisch reservieren können. Brauhaus Quetsch, Rodenkirchen: Fischessen Non-stop. Durchgehend von mittags bis abends biete die Quetsch alles, was der Fischfreund liebt: Klassische Gerichte und ausgefallene Spezialitäten. Wirtzhaus, Weiß: Fischessen wie man es liebt– Leckeres aus Fluss und Meer, zubereitet wie früher einmal in den Weißer Fischerhäusern. Restaurant Matchball, Immendorf: Klassische Fischgerichte als Koch- oder Backfisch mit Forelle, Seeteufel, Zander und Lachs. Da Mario, Rondorf: Beste sizilianische Küche mit selbstgemachter Pasta und als >>>>>

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Hochgenuss frischer mediterraner Fisch italienischer Zubereitungsart. Ristorante Lüchbaum, Rodenkirchen: Traditionelles Fischessen vom Atlantikfisch bis zum Mittelmeergericht nach italienischer Art. Zur alten Post, Rodenkirchen: Rolf Janzowkis Alte Post ist bekannt für ihren Freitags-Fisch und bietet etwa Kochfisch in Weißwein oder einen saftigen Rotbarsch. (Auch für große Gruppen im Gesellschaftsraum). Bistro verde und Walterscheidt, Rodenkirchen: Hier gibt es nicht nur für zuhause frischen Fisch aus der Fischtheke (Sonderbestellungen ausgefallener Fischsorten möglich), sonder auch im Bistro leckere Gerichte von Klaus Walterscheid „vom Fischsalat bis zum selbstgemachten roten Heringssalat”. Bei Claudia und Uwe, Rodenkirchen: Hamburger Fischhausfeeling im eigens dekorierten Haus Schmitz mit traditionellen Gerichte: gekocht, gegrillt und Edelfischgerichte. Gaststätte Zum Biergarten, Marienburg: Leckere Spezialitäten wie Seezungenröllchen, gebackene Scholle, Sahnehering, gebratener Rotbarsch und vieles mehr. Restaurant Maassen, Sürth: Großes reichhaltiges Fisch-Buffet – essen so viel wie man möchte. (es gibt auch Nichtfischiges). Einlass 18:00 Uhr, Beginn des Essens 19:00 Uhr. Kölsche Riviera – Fährhaus, Kahlshof, Zum Treppchen, Rodenkirchen: Die drei Gastronomen Stergios Liolidis, Thomas Wippenbeck und Günther Schneider, die sich mit der „kölschen Riviera“ zu einer Kooperative rund um’s Rodenkirchener Kapellchen zusammengeschlossen haben, wollen ihren Gästen auch zu Aschermittwoch wieder etwas Besonderes bieten.

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Im Treppchen hat man sich mit Klassikern bei den Fischgerichten beschäftigt, die allerdings pfiffig verändert. Im Kahlshof möchte die Küche ihren Gästen Kombinationen aus Fluss und Meer interessant komponiert anbieten. Das Fährhaus, eh schon bekannt als hervorragendes Fischhaus, wird an Aschermittwoch Marktfrisches aus dem Meer von der Auster über den Hummer bis zum Steinbutt mediterran zubereiten.


Auf zur „Ma-Jo“-Sitzung Wer keine Gürzenich- oder Maritim-Atmosphäre für sein karnevalistisches Treiben benötigt, dem sei dieser Termin empfohlen: die „Ma-Jo“-Sitzung am Freitag, 13. Februar ab 19.30 Uhr in der „Wabe“ in der Siegstraße in Rodenkirchen. Eine Pfarrsitzung im Veedel, durchgeführt von den „Playbacks“ mit Unterstützung aus den beiden Rodenkirchener Pfarrgemeinden St. Maternus und St. Joseph. Bei freiem Eintritt gibt es zu sehen: Susi Elvers, die „Playbacks“, die „Müllemer Junge“, die „Kölsche Bengels“, die „Kölsche Stään“, die KG „Blaue Jungs“, die „Jecken Römer“ und das Dreigestirn der Altgemeinde Rodenkirchen. Es gibt ein leckeres Kölsch vom Fass, andere alkoholhaltige und nichtalkoholische Getränke und die passenden Speisen zu zivilen Preisen.

„Löstige Wiever“: Jungfrau machte Moderatorin sprachlos Wieder ein Renner waren auch in dieser Session die Karnevalssitzungen der „Löstige Wiever“ von St. Georg. „Viele Besucher haben uns bestätigt, dass diesmal alle Nummern durch die Bank zum lachen waren. Dass einige besonders gut ankommen, ist auch normal“, so eine der beiden Sprecherinnen, Elke Wergen zum Bilderbogen. Zusammen mit Claudia Zettelmeyer konnte sie eine „Sparrakete“ nach der anderen zünden. Besonders gut an kamen die beiden Büttenrednerinnen Nicole Schmitz als Frau in den besten Jahren und Gundi Schmiel mit ihren „hochamtlichen Gedanken“ und der Sketch „Gesundheitsreform“ an. Hier sollte sich eine Patientin selbst am Blinddarm operieren. „Sie wollen einen Arzt?“ fragte die Krankenschwester. „Haben Sie geerbt?“ Gut auch der Sketch mit den kranken Schweinen. Dem herbeigerufenen Tierarzt gelang es mittels einer Spritze, die schlapp herunter hängenden Schwänzchen der Tiere wieder zu kringeln. Als die Bäuerin den Bauern holte, winkte der Arzt ab: „Hoffnungsloser Fall!“

Tatü, tata, Tütüs sind da: Geht ab wie die Feuerwehr – La Kompanie de Danz asyncron lachte mit ihrem Pubilkum gemeinsam. Foto: Thielen

Ein „Brüller“ war das Ballett. Sechs Balletteusen bewegten sich nach Anweisungen der Ballettmeisterin an einer Stange („la stang“). Die Anweisungen klangen schon französisch: „la vüür“, „la röm“, „la bumm“ oder „la Flatterman“. Die Bewegungen dazu waren nicht immer synchron, und nicht nur die Jecken im Saal konnten herzlich lachen, sondern auch die Akteurinnen selbst. Die einzige Programmnummer von außerhalb ist traditionell das Dreigestirn der Altgemeinde Rodenkirchen. Die wurden jeden Tag anders gefordert, mussten Wettmelken, Begriffe erklären und Spielchen mitmachen. Jungfrau Josi, einer der größten FCFans im Kölner Süden, blieb beim Quiz über seinen Lieblingsverein keine Antwort schuldig. Und machte im Anschluss auch Claudia Zettelmeyer für einen kurzen Moment sprachlos, als er eine Fußballregel erklärte und zu der Moderatorin sagte: „Und du bist jetzt im Abseits!“ (ht).

„Fidele Holzwürmer – himmlisch jeck“ „Wo bekommen wir das Geld für eine neue Innungsfahne her?“ Diese Frage war im Jahr 1949 wahrlich nicht leicht zu beantworten. Aber die Not machte erfinderisch, und wenn kölsche Schreiner etwas erfinden müssen, dann sollten Spaß und Freude dazugehören. Sie veranstalteten eine Karnevals-

sitzung. Am 15. Februar 1949 unter Obermeister Adolf Meier mit seinem Vorstand als „Fidele Holzwürmer“ und dem Motto „Et Laache es uns Medizing, et Juhchze unsere Sonnesching, dä kölsche Senn es et Panier, dä Holzwurm unser Wappentier!“ Bei der Geburtstagsfeier auf dem Flughafen Butzweilerhof stellte der 1. Vorsitzende Michael Boisseree den Jubiläumsorden vor, der, wie es bei den Holzwürmern Tradition ist, einen kleinen, abnehmbaren Holzwurm als Damenorden enthält. Dann gab es „Funkenflug, die „Kölsche Funke rut-weiß vun 1823“ gaben sich die Ehre, und siehe da, Tanzoffizier Pascal Solscheid ist im richtigen Leben Tischlermeister. Zusammen mit seinem Vorgänger Oberholzwurm Rudi Rook trug Boisseree die Geschichte der „Fidelen Holzwürmer“ vor. Besonderer Dank ging an Jürgen Leber, der seit 1981 die Sitzungen organisiert. Auch Obermeister Hans Krauß gratulierte den Holzwürmern und übergab eine Spende zur Restauration des Elferratsgestühls. In Vitrinen waren die Orden aus 60 Jahren zu sehen, und natürlich auch die vom Erlös der ersten Sitzung angeschaffte Innungsfahne. Die Holzwurm-Sitzung findet traditionell am Karnevalsfreitag statt. Alles was in Köln Rang und Namen hat, ist auf der Bühne zu erleben. Sitzungspräsident ist mittlerweile Walter Passmann. Wie beliebt diese Sitzung bei

„Holzwürmern“ aus nah und fern ist, zeigt die Tatsache, dass sie in diesem Monat bereits seit einem Jahr ausverkauft ist und heute schon über 500 schriftliche Bestellungen für 2010 vorliegen. (ht).

Karnevalsparty in der Melanchthon-Kirche Die traditionelle Karnevalsparty der Evangelischen Kirchengemeinde Zollstock beginnt am Freitag, 13. Februar, um 20.11 Uhr in der „MelanchthonArena“, dem total jeck geschmückten Gymnastikraum, Breniger Straße 18. Wie gewohnt wird das Bühnenprogramm von ehrenamtlichen Kräften der Gemeinde bestritten. Des einen Freud ist des anderen Leid: die „Melanchthon-Arena“ ist erstmals rauchfrei. Karten gibt es ab sofort im Pfarrbüro für sechs Euro.

Stadtführung: Karnevalisten auf Melaten Mit Blick auf die fünfte Jahreszeit hat ein Rundgang über den Melaten-Friedhof seinen Schwerpunkt beim Thema Karneval. Erläutert werden die Grabstätten berühmter Karnevalisten. Dabei werden auch Leben und Werk von Persönlichkeiten wie Willi Ostermann, Toni Steingass, Jupp Schmitz und anderen vorgestellt. Die Teilnehmenden treffen sich am Sonntag, 15. Februar, um 15 Uhr auf dem Melaten-Friedhof, Eingang Piusstraße, die Teilnahme kostet sieben Euro. 35


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Bilder-Bogen Promotion

Der neue „Thalys“ wurde in einem Werk nahe der belgischen Hauptstadt Brüssel präsentiert. Foto: Thielen

Die neue Thalys-Generation ist auf Schiene Die Scheinwerfer tauchen die Halle in gelbes Licht. Laute Musik erschallt aus den Lautsprechern, Artisten und Gaukler bereiten die zahlreichen Zuschauer mit viel Feuer und Rauch auf den Höhepunkt der Show vor. Ein Höhepunkt, der einrollt, denn es ist der erste Zug der neuen Thalys-Generation. Die Hochgeschwindigkeitszüge, die technisch dem französischen TGV entsprechen, verkehren seit zehn Jahren von Köln über Brüssel nach Paris. Betrieben werden sie von einem Konsortium, dem neben den französischen und belgischen Staatsbahnunternehmen auch die niederländische und die Deutsche Bahn angehren. Die Zugmodernisierung stellt ein zentrales Element der so genannten Metamorphose des Thalys dar. So will sich der Hochgeschwindigkeitszug vor dem Hintergrund der Liberalisierung des europäischen Schienenverkehrsmarktes in 2010 künftig Wettbewerbsvorteile sichern. Ihren Anfang nahm die Metamorphose

schon letztes Jahr mit technischen Innovation: zum Beispiel wurden alle Thalys-Züge mit BreitbandInternetzugang (WiFi) ausgestattet. Abgeschlossen ist die Metamorphose Ende 2009, wenn die neuen Hochgeschwindigkeitstrassen in Belgien und den Niederlanden in Betrieb genommen werden. Thalys wird dann einen Zug auf die Schiene bringen, der nicht nur moderner und komfortabler, sondern auch deutlich schneller ist: von Amsterdam und Köln nach Paris verkürzt sich die Fahrzeit auf rund drei Stunden und 15 Minuten, nach Brüssel auf circa eine Stunde und 45 Minuten. Mit dem Thalys zu fahren ist ein Erlebnis, auch wenn man kein Eisenbahn-Freak ist. Allen Interessenten sei geraten, auf Sonderangebote in den Rodenkirchener Reisebüros zu achten. Die gibt es nämlich hin und wieder, und dann ist eine Tagestour nach Paris oder Brüssel oder demnächst nach Amsterdam auch aus dem normalen Geldbeutel zu bezahlen. (ht).

Anita Bauer bekam von Prinz Mike I. Orden und Blumenstrauß. Foto: Hafeneger

Wesselinger Prinz kommt aus dem Autohaus Bauer Seit über 50 Jahren stellt das Autohaus Bauer in WesselingNord Karnevalisten Fahrzeuge für die Session zur Verfügung. In diesem Jahr war die Fahrzeugübergabe jedoch keine reine Routine, denn dieses Mal kam der Prinz aus den Reihen der Belegschaft. Prinz Mike I. (Baszcsok) ist in diesem Jahr Regent der Wesselinger Narren und im Autohaus Bauer für die Neuwagenaufbereitung zuständig. Der gelernte Autoschlosser ist seit über 10 Jahren verantwortlich für Pflege, Inneneinrichtung, Lack und Chrom bei den auszuliefernden Fahrzeugen, kümmert sich aber gleichermaßen um Gebrauchtfahrzeuge und den Service. Den VW Multivan, den die Ehrengarde Wesseling in diesem Jahr für Prinz, Fahrer und drei Adjutanten erhielt, hat Prinz Mike selbst dekoriert. Bei der Übergabe des Wagens dankte Udo Dornbusch, der Präsident des Festkomitees Wesseling, Anita und Bettina Bauer und Verkaufsleiter Lot-

har Lersch für die großzügige Unterstützung für das karnevalistische Brauchtum und ließ zur Feier des Tages die Puppen der Ehrengarde Wesseling tanzen. (haf.)

Umbau bei Wäsche + Strümpfe Engels Für neue Shops im Shop braucht Wäsche + Strümpfe Engels Platz und trennt sich darum in den nächsten Wochen von vielen Artikeln. Um das Lager zu räumen wurde stark reduziert, einige Hersteller werden ganz aufgegeben und neue Firmen kommen hinzu. Daher lohnt es sich zurzeit ganz besonders, dem riesigen Laden auf der Hauptstraße in Rodenkirchen einen Besuch abzustatten. (haf.)

Dreckfuhlerteufel hatte bei Atlasreisen zugeschlagen In der letzten Anzeige von Atlasreisen in der Rheingalerie hatte sich bei den Öffnungszeiten ein Tippfehler eingeschlichen. Die korrekten Öffnungszeiten lauten: Montag bis Freitag 9:30 – 18:30 und Samstag 10:00 – 14:00 Uhr.

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Bilder-Bogen Promotion

Kompetenz und Service stehen im Vordergrund bei Susanne Burek und der Familie Müller. Foto: Hafeneger

Velo Group eröffnet auf der Maternusstraße Mit dem Slogan: „VELO GROUP - Ihr kompetenter Partner rund ums Rad!“ ist die Firma VELO KG mit der angeschlossenen Partner-Reparatur- und Service-Werkstatt FAHRRAD MÜLLER in neue, größere Verkaufsräume auf die Maternusstraße 28 (in die ehemaligen Räume des Plus-Marktes) umgezogen und somit unter einem Dach vereint. Unter dem Firmennamen VELO GROUP - einer Kombination aus virtuellem und stationärem Handel – setzt man neue Maßstäbe rund ums Thema Fahrräder, Ersatzteile und Zubehör. Der Kunde erhält erstklassige kompetente Fachberatung und individuellen Kundenservice. Neben einem umfangreichen Sortiment an Markenprodukten führender Hersteller mit top PreisLeistungs-Verhältnis findet man ständig aktuelle Sonderangebote und Schnäppchen in der großen Ausstellung sowie im Online-

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Shop www.velo-group.de. Die traditionsreiche angeschlossene Reparatur- und Service-Werkstatt Fahrrad Müller führt auf Wunsch eine fachgerechte Montage der gekauften Produkte durch und bietet einen ausgezeichneten Reparaturservice zu unschlagbaren Preisen. Vorteile sind weiterhin: das bequeme Einkaufen von zu Hause aus über www.velogroup.de, der Sonderanfertigungsservice nach Kundenwunsch und die 0%-Finanzierung mit der Möglichkeit das Wunschrad ohne Zinsen und Gebühren zu finanzieren. Weiterhin für bei der Velo gekaufte Räder die kostenlose Erstinspektion, fachgerechte und günstige Montage bei Zubehör, vergünstigte Servicepreise und eine bevorzugte Terminvergabe und schnelle Abwicklung. Das neue Geschäft ist bereits geöffnet und wartet mit vielen Sonderangeboten auf. Die große Eröffnungsfeier wird dann am 6. und 7. Februar stattfinden. (haf.)

Das neue Renault Mégane Coupé war der Star bei den Neuwagentagen im Autohaus Barthel in Brühl. Foto: Hafeneger

Renault Barthel startet mit einem Feuerwerk an Neuvorstellungen ins neu Jahr Gleich fünf Neuheiten präsentierte Renault im Autohaus Barthel in Brühl. Brandneu war das Mégane Coupé, das bei Barthel Deutschlandpremiere hatte. Das Coupé fasziniert mit spannungsgeladenen Linien, sportlichem Profil und markantem Kühlergrill. Dieses unverwechselbare Design in Verbindung mit Spitzentechnologie macht aus dem Mégane Coupé ein Fahrzeug, dessen Leidenschaft die Straße ist. Neben dem Mégane Coupé zeigte sich auch das sicherste Auto aller Zeiten, der Mégane 5-Türer. Er demonstriert bewährte Tugenden gepaart mit Komfort, Innovation und Zuverlässigkeit. Einmalige Eleganz demonstriert das neue Laguna Coupé, dessen atemberaubende Linienführung die Besucher begeisterte. Sport-

lichkeit ist Trumpf beim Twingo Renault Sport, dessen 1,6 16V Motor mit 98 kW (133PS) den kleinen Flitzer zum sportlichsten Twingo aller Zeiten macht. Umlagert war auch der brandneue Renault Koleos, der das Fahren abseits der normalen Pisten zum Erlebnis macht. Mit dem 4x4-i-System fühlt sich der neue Offroader im Gelände genauso wohl wie in der Stadt oder auf Landstraßen. (haf.)

Gemeinschaftspraxis Goll & Breitenbach: Zahnersatz in nur einer Sitzung Seit Anfang des Jahres geht die Rodenkirchener Zahnarztpraxis Karl Goll neue Wege. Auf dem Fundament, das Zahnarzt Karl Goll in 40-jähriger erfolgreicher Tätigkeit aufgebaut hat, ist eine Zahnärztliche Gemeinschaftspraxis gegründet worden. Mit dem Zahnarzt Christof Breitenbach an seiner Seite richtet die


Die Zahnärzte Karl Goll (sitzend) und Christof Breitenbach am Empfang ihrer Gemeinschaftspraxis. Foto: Thielen

Praxis sich konzeptionell neu aus. So konnte zusätzlich noch die Dental-Hygienikerin Heidi Feith für das Praxisteam gewonnen werden. Während Zahnarzt Karl Goll weiterhin in geschätzter Weise seinen Patienten behandelnd zur Verfügung steht, wird Heidi Feith den Bereich der Prophylaxe und professionellen Zahnreinigung abdecken. Zahnarzt Christof Breitenbach hat sich auf die ästhetische Zahnheilkunde und die Behandlung mit dem CEREC 3-D-Verfahren spezialisiert. Mit dem CEREC 3D-Verfahren werden vollkeramische Restaurationen der Zähne, wie Inlays, Teilkronen und Kronen hergestellt. Vollkeramische Versorgungen übertreffen zum Teil die Qualität von Goldrestaurationen und sind im Bereich der Optik und Verträglichkeit, zum Beispiel im Gegensatz zum Amalgam, unübertroffen. Das weltweit einzigartige CEREC 3D-Verfahren ermöglicht die Behandlung mit vollkeramischen Kronen und Inlays in nur einem Behandlungstermin. Unangeneh-

me Abdrücke und Provisorien sind hierdurch nicht erforderlich. Nach der Entfernung erkrankter Zahnteile oder alter Füllungen wird der Zahn mit einer speziellen Kamera vermessen. Die so gewonnenen Daten werden an einen PC gesendet, der eine Fräse steuert, die aus einem Keramikblock die fertige Restauration passgenau fräst – fertig zum Einsetzen. Mit speziellem Licht und speziellem Kleber wird der Zahnersatz befestigt und ist sofort belastbar. Zahnarzt Christof Breitenbach stellt heraus, das durch das CEREC 3-D-Verfahren die Zahnsubstanz sehr schonend behandelt wird, da auf aufwendige Befestigungsmechanismen verzichtet wird. „Außerdem ist das Preis-Leistungsverhältnis für Vollkeramik unschlagbar“, so der Zahnarzt zum Bilderbogen. Gemeinschaftspraxis Karl Goll und Christof Breitenbach, Zahnärzte, Walter-RathenauStraße 5, 50996 Köln-Rodenkirchen, Telefon 0221/39 42 24, www.goll-breitenbach.de.

Angelika Hielscher mit einem Mietwagen auf der Weißer Straße in Rodenkirchen. Foto: Thielen.

39 10 66 – die Rodenkirchener Taxinummer Seit dem 1. Mai 1981 ist sie in der „Kaffebud“, wie die Zentrale der Rodenkirchener Taxi- und Mietwagen-Zentrale auch genannt wird. Die Rede ist von Angelika Hielscher, Chefin über einen Fuhrpark von 13 Taxen beziehungsweise Mietwagen und am anderen Ende der Leitung, wenn man den Taxiruf 0221/39 10 66 wählt. Angelika Hielscher fühlt sich in Rodenkirchen wohl. „Die Kunden sind sehr umgänglich, ganz anders als in der Stadt oder in anderen Vororten“, sagt sie. Stolz ist sie, dass ihr Unternehmen viele Stammkunden hat. Und wo Stammkunden sind, gibt es auch Stammpersonal. „Viele Fahrer sind schon lange bei uns, und selbst die, die schon in Rente sind, helfen gerne stundenweise aus“. So bezeichnet sie ihren Betrieb auch als Familienunternehmen, und das nicht nur, weil der Ehemann und der Sohn auch mit von der Partie sind. Eine große Bitte hat man selbst als

Chefin eines florierenden Familienbetriebes: „Es wäre schön, wenn die Kunden manchmal etwas früher anrufen würden!“ Gerade in Stoßzeiten wie Sylvester oder Karneval oder am Freitag- oder Samstagabend um 19 Uhr, wenn alle in die Stadt wollen, kann die Zentrale manchmal nicht alle Wünsche erfüllen. „Wenn wir besser vorplanen können, kommt das allen Kunden zugute,“ weiß Angelika Hielscher. (ht).

Autohaus Karlsohn lud zum traditionellen „Frühstück bei Honda“ ein Ein ausgedehntes Frühstück erwartete die zahlreichen Besucher bei Honda Karlsohn Anfang Januar. Rappelvoll war es in den großen Hallen des Autohauses und neben Speis und Trank waren es die motorisierten Highlights, die die Besucher in Bann zogen. Besonderes Interesse erzielte dabei der neue Jazz, aber auch die aktualisierten Modelle Accord, Civic, Civic Hybrid, CR-V, FR-V, Legend und S2000. Die Besu>>>>>

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Bilder-Bogen Promotion Ebenfalls neu ist der Avensis in der dritten Generation. Sie zeichnet sich durch ein hervorragendes Niveau in puncto Detailqualität, dynamische Fahreigenschaften und innovativen Ausstattungsmerkmalen aus. Moderne Sicherheitstechnologie verleiht dem Avensis ein signifikantes Plus an aktiver und passiver Sicherheit. Athletisches Design und effiziente Motorentechnologie – zwei Charakterstärken, die den neuen Avensis treffend beschreiben. Dank des Toyota Optimal DriveKonzepts überzeugt der neue Avensis durch hohe Leistung bei reduziertem CO2-Ausstoß und kompromisslosen Fahrspaß. Spannend ging es beim „Frühstück bei Honda“ im Autohaus Karlsohn zu. Foto: Hafeneger

cher zeigten sich begeistert von der innovativen Modellpalette Hondas. Begeistert waren auch die Teilnehmer am Kart-Rennen, bei dem man vor einer Leinwand zeigen konnte, was man fahrerisch drauf hat. Nicht nur die Erwachsenen fanden hier ihren Spaß, auch die kleinen Besucher durften erstmals Rennluft schnuppern. (haf.)

Premiere bei Kretschmer: der neue Toyota IQ Ein kleiner Stadtflitzer macht Furore: Toyota präsentierte im Januar den IQ, ein Auto, das traditionelle Denkweisen auf den Kopf stellt. Toyota definiert damit die Anforderung an ein Stadtfahrzeug völlig neu und wird dabei angesichts des steigenden Individualverkehrs und des wachsenden Umweltbewusstseins immer höhere Ansprüche gerecht. Der IQ trifft genau den Puls urbaner Fahrkultur: Er bietet Platz für 4, eine außergewöhnlich reichhalti-

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ge Ausstattung, beeindruckenden Komfort und maximale Sicherheit – Vorzüge, die man bislang nur aus höheren Fahrzeugklassen kannte. Minimal sind dagegen Emissionen und Kraftstoffverbrauch.

Spaß hatte auch das Dreigestirn aus Brühl Schwadorf, das am Premierentag einen Hiace für die närrische Zeit überreicht bekam. Seit vielen Jahren ist das Autohaus Kretschmer schon Partner der Schwadorfer Karnevalisten und stellt ihnen immer gerne ein „Dienstfahrzeug“ zur Verfügung. (haf.)

Den neuen IQ, den neuen Avensis und strahlende Karnevalisten gab es im Januar bei Toyota Kretschmer. Foto: Hafeneger


Bilder-Bogen Promotion

Metallfreie Zahnimplantate 1982 erfuhr die moderne Implantologie ihre wissenschaftliche Anerkennung. Ausschlag gaben die sehr hohen Erfolgsraten mit dem Werkstoff Titan. Immer mehr Patienten schätzen diese Form des Zahnersatzes. Die verstärkte Nachfrage hat verschiedene Gründe: Implantate bestechen durch ihr natürliches Aussehen, weisen eine hohe Funktionalität, lange Haltbarkeit und Stabilität auf. Außerdem ermöglichen sie die prothetische Versorgung, ohne das gesunde Zähne beschliffen werden müssen. Implantate beugen dem Knochenschwund vor und sorgen für eine natürliche Aussprache und Mimik. Seit einiger Zeit gibt es neben den bewährten Implantaten aus Titan eine neue Entwicklung. Es handelt sich um Keramikimplantatsysteme aus Zirkondioxid. Dieses Material ebnet auch von Allergie geplagten Patienten den Weg für eine Implantation, beziehungsweise für Implantat getragenen Zahnersatz. Das der natürlichen Zahnfarbe ähnelnde Zirkondioxid ist absolut reaktionslos, was eine Sensibilisierung des Körpers ausschließt. Außerdem besitzt Keramik keine Leitfähigkeit. Es eignet sich daher sehr gut für eine Anwendung bei elektro-

sensiblen Patienten. „Ausnehmend gute Verträglichkeit, extreme Stabilität und Bruchfestigkeit machen dieses Material in der Zahnmedizin besonders interessant“, bestätigt Dr. W. Kolbe, Zahnarzt in Rondorf. Zirkondioxid, in Fachkreisen auch „weißes Gold“ genannt, ist lichtdurchlässig und unempfindlich gegenüber Temperaturschwankungen. Keramikimplantate lösen keinerlei Fremdkörperreaktionen aus. Sie heilen genauso gut wie Titanimplantate – und sind im Vergleich, inklusive Endversorgung, durchschnittlich sogar kostengünstiger. Zudem wird das Zirkondioxid den ästhetischen Ansprüchen gerecht: Im Gegensatz zur Titan-Variante treten beim keramischen Implantat in der Zahnumgebung ausnahmslos keine sichtbaren Schatten auf. Seit Jahrzehnten wurden und werden in der Regel größere Zahnlücken mit einem herausnehmbaren Zahnersatz versorgt. Ob Teil- oder Vollprothese, beide Lösungen sorgen für deutliche Einbußen an Lebensqualität. Nicht nur die eingeschränkte Funktionsfähigkeit dieser Standardversorgung, sondern auch die Tatsache, dass selbst zahlreiche der modernen Prothesen noch künstlich wirken, lösen bei vielen Patienten Unbehagen und Hemmungen aus. Wenn der Zahnersatz

Zahnarzt und Heilpraktiker: Dr. med. W. Kolbe. Foto: Privat

zudem schlecht sitzt und jeder Biss schmerzt, verzichtet man häufig von selbst auf bestimmte Lebensmittel. Die Essgewohnheiten ändern sich: Rasch verschwinden etwa Rohkost, frisches Obst, feste Gemüsesorten, Vollkornprodukte oder Fleisch vom Speiseplan. Durch diese Einschränkung geht nicht nur ein Stück Lebensqualität verloren. Weil Betroffene zwangsläufig zu anderen, oft nährstoffärmeren Nahrungsmitteln greifen, bedeutet das meist auch eine unausgewogene Ernährung. Daraus resultieren Mangelerscheinungen, die wiederum alle Körperprozesse beeinträchtigen. Die optimale Kaufunktion beeinflusst somit den Gesundheitszustand. Nicht zu unterschätzen ist der psychologische Aspekt. Ein herausnehmbarer Zahnersatz ver-

mittelt Patienten häufig das Gefühl, nicht mehr „vollwertig“ zu sein. Zudem kann ein schlecht sitzender Zahnersatz, wenn das Lachen und Reden schwer fallen, sich auf das gesellschaftliche Leben der Betroffenen auswirken. Beim Implantat getragenen Zahnersatz verhält es sich ganz anders: Durch die sehr stabile Verankerung im Knochen und die Anmutung echter Zähne trägt das Implantat nachweislich zu einem spürbar besseren Körpergefühl bei. Nicht selten auch zu einer Verbesserung des gesundheitlichen Allgemeinzustandes. Nicht jedem Patienten ist bewusst, dass etliche körperliche Beschwerden vom Zustand des Gebisses herrühren können. Immer wieder sind etwa Tinnitus oder Schwindel, Neuralgien oder Rückenschmerzen auf einen lückenoder fehlerhaften Biss zurückzuführen. Dagegen verhindern gleichmäßig wirkende Kaukräfte Spannungskopfschmerzen sowie andere körperliche Funktionsstörungen. „Denn ganzheitlich betrachtet stehen Zähne über Nerven, Muskeln, Knochen und Gewebe mit anderen Körperpartien sowie Organen in Beziehung“, sagt Dr. W. Kolbe. Verteilen sich die Kaukräfte ungleichmäßig, ist der Einklang gestört, droht ein Ungleichgewicht. Andere Körperteile werden in >>>>>

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Bilder-Bogen Promotion

Beispiel: Basis und Ergebnis, links das Implantat, rechts oben selbiges eingesetzt und fixiert, rechts unten das optisch und funktional gelungene Ergebnis. Anm.: Diese Fotos sind Beispiele und keine unerlaubten Vorher/Nacher-Aufnahmen.

Mitleidenschaft gezogen. Zur Vermeidung von solcherart verursachten Erkrankungen berücksichtigt auch Zahnarzt und Heilpraktiker Dr. W. Kolbe dieses Zusammenspiel: bei der Diagnose, bei der gründlichen Planung des Zahnersatzes, von der umfangreichen Vorbehandlung bis hin zur sorgfältigen Nachbehandlung. Denn nur eine exakte Berechnung der Position der Implantate und deren sichere, wie natürlich wirkende Verankerung ermöglichen eine ausgewogene Belastung im Mund und Kieferbereich. Dadurch stellen die sehr gut verträglichen Implantate ein gesundes und funktionsfähiges Kauorgan her – mit positiven Auswirkungen auf das ganzkörperliche Wohlempfinden und die Lebensqualität insgesamt. Mehr Informationen unter Dr. med. W. Kolbe Rodenkirchener Straße 148, 50997 Köln-Rondorf Telefon 02233 - 93 99 62

Massage-Praxis Birgitt Schmitt: Jetzt am Maternusplatz Die bekannte medizinisch-physikalische Massage-Praxis steht vor dem Umzug von der Lahnstraße auf den Maternus-Platz 7, denn Birgitt Schmitt bezieht zum Februar ihre neuen Räume auf der ersten Etage im Herzen Rodenkirchens. „Die alte Praxis war mir zu groß geworden und wenn ich im nächsten Jahr mei42

nen Abschluss als Heilpraktikerin habe, wollte ich mehr im Ortskern sein.“ Medizinische Massage der verschiedensten Art bietet Birgitt Schmitt seit fast zwei Jahrzehnten an, und zwar für Kassen-Patienten wie für Selbstzahler. LichtTherapie, Lymphdrainagen, Fango, Heiß- und Kalt-Therapie – viele Dinge, die ihre Patienten seit Jahren zu schätzen wissen. Ab Februar also am Maternusplatz über dem „Gänseblümchen“. Birgitt Schmitt zum Bilderbogen: „Bequemer geht es für die Patienten nicht, denn dank der Tiefgarage entfällt die Parkplatzsuche!“ (usch)

Happiness Studio jetzt in der Gustav-RadbruchStraße Umgezogen ist Sandra Schlipköter mit ihrem Happiness Studio vom Sommershof in die GustavRadbruch-Straße 10. In den freundlichen Räumen bietet sie eine ganze Reihe von wohltuenden Dienstleistungen an. In dem Studio für ganzheitliche Regeneration kommen sowohl die dauerhafte Haarentfernung mit IPLPulslichtbehandlung als auch die Neutralisierung, Mobilisierung und die Ausleitung von Säuren, Schlacken und Giften durch Ionen-Detox-Bäder wie auch die traditionelle Energiearbeit zur Regeneration von Körper und Seele zur Anwendung. Sandra Schlipköter hat in den vergangenen Jahren viel Erfahrung in die-


Sandra Schlipköter sorgt für Wohlbefinden in ihrem Happiness Studio. Foto: Hafeneger

sen Gebieten gesammelt und ist außerdem Dozentin für Pulslichtbehandlungen. Die schonende Haarentfernung ist dauerhaft und sorgt für glatte Haut, Besserung bei Akne, Pigmenten und Couperose. Bei der Energiearbeit werden Energieblockaden aufgespürt

und aufgelöst. Die so aufgelösten Hindernisse lassen den Energiefluss wieder frei strömen; Resultat ist, man fühlt sich befreit und voller Tatendrang. Abgerundet wird das Wohlbefinden durch Nahrungsergänzungsmittel und Aloe Vera Produkte von Forever

Renate Hofmeier bietet ein riesiges Sortiment an Perlen, was der Kreativität freien Lauf lässt. Foto: Surmann

living (haf.)

und

Nature

Power.

Perlenkunst: Workshops und Perlen aller Art Im Urlaub hat alles angefangen Renate Hofmeier hatte auf Elba

einen Ring erstanden, der ihre Liebe zur Perlenkunst geweckt hat. Aber immer nach Elba fahren? Das musste auch einfacher gehen. Zuhause wurden ein paar Kurse besucht, danach traute sich Renate Hofmeier selber an die Perlenkunst. Dabei entdeckte sie

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Bilder-Bogen Promotion ihren Spaß an der Kreativität und begann, ihre Erzeugnisse auf Kunsthandwerkermärkten zu verkaufen. Doch die hohen Standgebühren und die riesige Nachfrage ließen Renate Hofmeier den Schritt in die Selbständigkeit wagen. Sie eröffnete ihr Atelier „Perlenkunst“ zunächst in Rondorf und findet ab dem 31. Januar in Rodenkirchen in der Maternusstraße 32 ihre endgültige Bleibe. „Meine Kinder sind jetzt erwachsen, so kann ich meinen Kunden auch mit den Öffnungszeiten weiter entgegenkommen“, freut sich Renate Hofmeier auf die neuen Räumlichkeiten. Gemeinsam mit Ihrer Freundin, der

Architektin Jeannette Göbel, hat sie das neue Atelier geplant und eingerichtet. Das Angebot wird übersichtlich präsentiert - Renate Hofmeier hat auf die Wünsche ihrer Kunden reagiert. Aufgrund der großen Nachfrage finden weiterhin neben dem Mittwochstermin auch samstags nachmittags Workshops statt. Renate Hofmeier bietet Perlen aller Art aus den verschiedensten Materialien an, in den Workshops lernt man gleich, was mit diesen Perlen alles gemacht werden kann. „Perlenkunst“ ist ab dem 1. Februar 2009 dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, samstags vom 10 bis 13 Uhr geöffnet. (ks)

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Stolz auf ihr neugestaltetes Cortina können Maria und Luigi Carrozzo sein. Foto: Hafeneger

Cortina auf der Maternusstraße wiedereröffnet Das Eiscafe Cortina auf der Maternusstraße gehört sozusagen zum Inventar in der Rodenkirchener Geschätswelt. Angefangen als Milchbar und Eisdiele mit Musikbox in den Räumen der jetzigen Pfeil Apotheke in den 60er Jahren, Umzug in die heutigen Räume mit einem Flair aus Cafe und Pub und nun ein Relaunch nach großen Umbaumaßnahmen. Maria und Luigi Carrozzo ist es gelungen, wichtige Stilelemente beizubehalten und gleichzeitig neue Glanzpunkte zu setzen. Auffällig ist vor allem die große gepolsterte Bank, die sich über eine ganze Wand zieht. Kleine Tische und bequeme Polsterstühle laden zum Verweilen ein. Ein weiterer Blickfang ist die neuge44

staltete Treppe, die nach oben in den Raucherbereich führt. Aus dem Cortina ist ein gemütliches Wohnzimmer geworden, in dem sich die Gäste gerne aufhalten. Dies liegt nicht zuletzt an den Köstlichkeiten, die das Cortina kredenzt. Neben den Eissorten zu erschwinglichen Preisen sind es die elf verschiedenen Waffelgerichte, die heißen Schokoladengetränke aus Vollmilch-, Bitter- oder weißer Schokolade, die neuen Kaffeespezialitäten aus der Cafekarte, auch zum Mitnehmen, und die leckeren Speisen für Zwischendurch. Man kann den ganzen Tag im Cortina verbringen, angefangen morgens ab 9:00 Uhr mit Frühstück von der Frühstückskarte, tagsüber leckeren Salaten, Baguettes und Brötchen und abends mit kräftigem Abendbrot von der eigens aufgelegten Abendbrotkarte. (haf.)


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Bilderbogen-Promotion

Der Kölner Bilderbogen im Gespräch über Krebs mit Gesa Lehnhardt und Dr. Tobias Sprenger von der Villavita. Kölner Bilder-Bogen: Warum kommen Patienten, die an Krebs leiden, in die Villavita? Dr. Tobias Sprenger: Weil sie eine ganzheitliche Behandlung suchen. Die Krebskrankheit betrifft den ganzen Menschen: Körper, Seele und Geist. Die konventionelle Medizin hat zwar hervorragende Methoden entwickelt, um den Körper zu behandeln, aber die seelischgeistige Ebene bleibt dabei meist außen vor. Das spüren die Patienten und geben sich damit nicht zufrieden. Verstehen Sie mich nicht falsch: die schulmedizinischen Methoden sind sehr wichtig, denn sie tun etwas gegen den Krebs: die Geschwulst wird chirurgisch entfernt, die bösartigen Zellen werden durch Chemo- oder Strahlentherapie abgetötet. Genau so wichtig ist es aber, etwas für die Heilung zu tun. Das ist die Stärke der komplementären Medizin. Kölner Bilder-Bogen: Was bedeutet komplementär? Dr. Tobias Sprenger: Komplementär heißt „ergänzend“. Es geht also nicht darum, die Schulmedizin zu ersetzen oder überflüssig zu machen sondern darum, sie zu erweitern und beim Kranken die eigenen Heil-

kräfte anzuregen. Das verbessert die Lebensqualität und führt meistens dazu, dass Operationen, Chemo- oder Strahlentherapie besser vertragen werden. Das ist für uns in der Villavita das Ziel: den Patienten zu unterstützen, die optimale Therapie gegen die Krankheit einerseits und für die Heilung andererseits zu finden. Darum arbeitet das VillavitaTeam mit ausgewählten Spezialisten für die konventionelle Therapie zusammen. Zusätzlich können wir eine Vielzahl von alternativen Verfahren anbieten. Wichtig ist in meinen Augen, dass der Patient nicht stur nach Leitlinien behandelt wird sondern die Therapie bekommt, die für ihn persönlich die richtige ist. Das wissen die Patienten zu schätzen. Kölner Bilder-Bogen: Welche komplementären Therapien gibt es denn? Dr. Tobias Sprenger: Die bekannteste ist sicher die Misteldamit werden die meisten Patienten behandelt. Das ist übrigens eine Therapieform aus der anthroposophischen Medizin. Sie gehört zu den wissenschaftlich am besten untersuchten Therapieformen der Komplementärmedizin. Da gibt es inzwischen auch einen reichen

Erfahrungsschatz, weil die Mistel schon seit über 80 Jahren therapeutisch zur Krebsbekämpfung eingesetzt wird. Darüber hinaus gibt es auch Hyperthermie und spezielle, sehr wirkungsvolle Methoden, die gezielt das Immunsystem behandeln. Außerdem gibt es ein reiches Angebot von anthroposophischen Kunsttherapien, Bewegungs- und Körpertherapien. Kölner Bilder-Bogen: Wie wirkt denn die Mistel? Dr. Tobias Sprenger: Die Mistel wirkt einerseits direkt auf die Tumorzellen zerstörend und andererseits stärkt sie das Immunsystem, das für die Krebsabwehr eine bedeutende Rolle spielt. Zu den Aufgaben des Immunsystems gehört es, die Ausbreitung von Krebs und die Bildung von Metastasen zu verhindern. So ist die Mistel die optimale Begleittherapie für die schulmedizinische Behandlung. Außerdem verbessert sie die Lebensqualität dadurch, dass Schmerzen gemindert werden, der Appetit und der Schlaf verDie Mistel spielt eine große Rolle bei der Krebsbehandlung. Foto: Weleda

bessert werden. Das führt zu einer besseren seelischen Befindlichkeit – das ist wichtig, um der Krankheit etwas entgegen setzen zu können. Kölner Bilderbogen: Die Seele ist Ihr Spezialgebiet, Frau Lehnhardt. Warum kommen Patienten mit Krebs zur Psychotherapie?

Gesa Lehnhardt und Dr. Tobias Sprenger vom Villavita-Team. Foto: Villavita

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Gesa Lehnhardt: Die Diagnose Krebs macht Angst: Angst zu sterben, Angst vor körperlichem Verfall oder vor großen Schmerzen. Viele Menschen sind verunsichert was sie erwartet. Sie hören vom Arzt Befunde, bekommen Vorschläge zur Therapie und sind häufig durch

so viel Unbekanntes verunsichert und überfordert. In dieser Situation fühlen sich die Patienten meistens entscheidungsunfähig. In dieser Situation ist eine psychotherapeutische Krisenintervention sehr hilfreich, um Ängste zu bewältigen und Fragen zu klären. Dadurch sind sie in der Lage, zusammen mit dem behandelnden Arzt herauszufinden, welche Therapie für sie die beste ist. Für die Patienten ist es wichtig, kompetent mit zu entscheiden, was für eine Behandlung sie machen wollen. Dafür kann es notwendig sein, eine zweite Meinung einzuholen oder weitere diagnostische Maßnahmen zu ergreifen. Dadurch entsteht Autonomie. Kölner Bilder-Bogen: Was bedeutet Autonomie? Gesa Lehnhardt: Laut Prof. Grossarth-Maticek bezeichnet Autonomie die Fähigkeit, über sich selbst zu bestimmen, aus der eigenen Überzeugung zu handeln und mit sich in Einklang zu sein. Genau darin sehe ich meine Aufgabe als Ärztin und Psychotherapeutin, meine Patienten dazu zu befähigen. Krebs ist schließlich eine lebensbedrohliche Erkrankung aber sie muss nicht zwangsläufig zum Tode führen. Oft entwickeln Menschen in solchen Situationen, sozusagen mit dem Rücken zur Wand, einen ungeheuren Lebenswillen. Kölner Bilder-Bogen: Das klingt als könnte die Krebserkrankung für bestimmte Menschen auch eine Chance bedeuten?


Einladung

Wir laden Sie ein zu einem Patienteninformationstag über Krebskrankheiten in der Villavita

Samstag, 14. 03. 2009

Nicht zu übersehen: die Villavita am Ortseingang von Rodenkirchen. Foto: Villavita

Gesa Lehnhardt: Ja, das könnte man so sagen. Ich habe Patienten erlebt, die sich erst durch die Krankheit die innere Erlaubnis geben konnten „nein“ zu sagen zu den Anforderungen, die an sie gestellt wurden. Im Laufe der Behandlung lernen die Patienten, ihre Bedürfnisse besser wahrzunehmen und zu verwirklichen, ohne Angst zu haben, als egoistisch zu gelten. Sie sind dann meist ausgeglichener und fröhlicher. Dadurch gibt es ein positives Miteinander in der Familie oder bei der Arbeit. Jedenfalls ist die Krebskrankheit ein erschütterndes Ereignis, das zu einer Lebensbilanz führt. Mit den Fragen „Was wollte ich? Wo stehe ich? Was will ich für die Zukunft?“ Diesen Fragen kann man in der Therapie nachgehen. Dadurch können persönliche Ziele wieder bewusst werden. Dann lebt man in innerer Harmonie und im Einklang mit sich. Einen Patienten auf diesem Weg zu sich selbst zu helfen, ist für mich immer wieder eine erfüllende Aufgabe. Kölner Bilder-Bogen Frau Lehnhardt, Herr Dr. Sprenger, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Villavita, Zentrum für ganzheitliche Medizin Hauptstraße 24 50996 Köln Tel.: 0221- 22 25 25-0 www.villavita-med.de info@villavita-med.de

10.00 – 10.45 Die Möglichkeiten moderner Onkologie Dr. med. Lutz Dietze, Facharzt für Hämatologie und internistische Onkologe, Köln 11.00 – 11.45 Misteltherapie in der Krebsbehandlung Dr. med. Tobias Sprenger, Facharzt für Allgemeinmedizin, anthroposophische Medizin, Villavita 12.00 – 12.45 Hautkrebs erkennen und behandeln Dr. med. Gorgana Larsen, Fachärztin für Dermatolgie, Köln 14.00 – 14.45 Krebs als Chance?! Gesa Lehnhardt, Ärztin, Psychotherapie,Villavita 15.00 – 15.45 Neue Erkenntnisse über das Immunsystem in der Tumortherapie Dr. rer. nat. Wilfried Stücker, Immunologisch-Onkologisches Zentrum Köln 16.00 – 16.45 Mamma-Carcinom: Früherkennung und Behandlungsstrategien Edith Kern, Fachärztin für Gynäkologie, Köln 17.00 – 17.45 Ja zum Leben – Tanztherapie nach der Diagnose Krebs Sabine Walter-Ziemons, Tanztherapeutin BTD, Köln Begrenzte Teilnehmerzahl – eine Anmeldung ist für die Teilnahme erforderlich bis spätestens zum 06. 03. 09. Sie können sich gern zu mehreren Vorträgen anmelden. Bitte haben Sie aber Verständnis dafür, dass Sie nur an den Vorträgen teilnehmen können, für die Sie sich angemeldet haben. Eintritt pro Vortrag 8 Euro. Der Erlös kommt ohne Abzüge dem Therapiefonds für bedürftige Kinder (Villavita Chancen e. V.) zugute. Gegen Vorlage des Coupons ist die Teilnahme an den Vorträgen kostenlos.

Hiermit melde ich mich für folgende Vorträge verbindlich an: ❑ 10.00 – 10.45 Die Möglichkeiten moderner Onkologie ❑ 11.00 – 11.45 Misteltherapie in der Krebsbehandlung ❑ 12.00 – 12.45 Hautkrebs erkennen und behandeln ❑ 14.00 – 14.45 Krebs als Chance?! ❑ 15.00 – 15.45 Neue Erkenntnisse über das Immunsystem in der Tumortherapie ❑ 16.00 – 16.45 Mamma-Carcinom: Früherkennung und Behandlungsstrategien ❑ 17.00 – 17.45 Ja zum Leben – Tanztherapie nach der Diagnose Krebs Name: Telefonnummer: Adresse:

Anmeldung bis zum 06.03.09 an Villavita, Hauptstraße 24, 50996 Rodenkirchen. E-Mail: info@villavita-med.de · Tel.: 0221-22 25 250 - Fax: 0221-22 25 2515.


Namen + Notizen

Premiere: „Die weiße Rose“ in der Kammeroper Nach der erfolgreichen Aufführung der Jugendoper „Die Edelweiß-Piraten“ (Musik: Snezana Nesic/Libretto: Kerstin Weiß) im vorletzten April setzt die Kammeroper Köln in Rodenkirchen, Friedrich-Ebert-Straße 4 die Reihe „Widerstand im Dritten Reich“ mit einer Inszenierung von Enke Eisenberg fort, die Jugendlichen diese zeitgenössische Kammeroper auf packende Weise näher bringen wird. Besonders geeignet ist die Oper ab der zehnten Klasse und für die Oberstufe fächerübergreifend für die Unterrichtsfächer Deutsch, Musik, Geschichte, Philosophie und Religion. Im Zentrum der Oper „Die weiße Rose“ von Komponist Udo Zimmermann stehen die Geschwister

Scholl, eine Stunde vor ihrem Tod. Das Libretto von Wolfgang Willaschek ist ein „unwirklicher Dialog zweier Seelen“, aufgebaut auf Tagebucheinträgen, Bibelzitaten, Psalmversen und Zeitzeugenberichten. So wird eine Kombination aus Fakten aus dieser Zeit und Gedanken der Hauptfiguren erreicht. Die Verschiedenheit der Charaktere unterstützt Zimmermann musikalisch durch verschiedene „Leitmelodien“ für Sophie und Hans. Die Ausstattung übernimmt Christiane Reinkober und die musikalische Leitung die auf zeitgenössische Musik spezialisierte Pianistin Yin Chiang. Die Premiere ist für den 28. Februar geplant – kurz nach dem 66. Jahrestag der Hinrichtung von Sophie und Hans Scholl. Weitere elf Aufführungen in der Zeit vom 1. bis zum 11. März. Karten gibt es unter der

Rufnummer 0221/24 36 12, bei allen Vorverkaufsstellen von KölnTicket und unter www.reservix.de.

Die Kartengewinner vom Circus Probst Große Beteiligung wie bei allen Gewinnspielen unserer Zeitschrift. Diesmal verlosten wir zehn mal zwei Karten für die Premiere vom Circus Probst, der noch bis zum 15. Februar auf dem Platz vor den Köln-Arkaden in Kalk an der Gummersbacher Straße täglich außer montags eine Vorstellung gibt. Auskunft und Kartenreservierung unter der Rufnummer 0175/184 79 96 oder www.circusprobst.de. Hier unsere Gewinner, die zur Premiere eingeladen waren: Irene Klöcke, Eisvogelweg in Rondorf, Walter Wülfrath vom Zollstocksweg in Zollstock, Johanna Hövel aus Erftstadt-Ahrem, Frank See-

hagen aus der Hermann-Espenmüller-Straße in Sürth, Wolfgang Fiedler, Ringstraße in Rodenkirchen, Brigitte Müller, KonradAdenauer-Straße in Rodenkirchen, Annegret Pabst aus der Heidekaul in Raderthal, Frank Bollig, Im Garten in Weiß, Melanie Hahn aus der Giesdorfer Straße in Immendorf und schließlich Birgit Jankowski von der Weißer Hauptstraße in Weiß.

Kinderflohmarkt Am Sonntag, 22. März, veranstaltet der evangelische Kindergarten in Rodenkirchen, Sürther Straße 34 von 11 bis 15 Uhr einen Kinderflohmarkt mit Cafeteria im Gemeindehaus. Weitere Informationen unter der Rufnummer 0176/7811 7097.

Stadtführungen abseits üblicher Touristenpfade Das neue Programm für „stattreisen Köln e.V.“ für den Zeitraum März 2009 bis Februar 2010 ist soeben erschienen. Im Jahr eines runden Geburtstages, stattreisen Köln wird „runde 20“, gibt es zehn neue Veedel zu entdecken. Es geht von Bickendorf über Lindenthal nach Sürth, durch Rodenkirchen und die Marienburg, Raderberg und Raderthal bis hin nach Müngersdorf. 21 Veedel können inzwischen erwandert werden – so viel wie nie zuvor. Für Kinder heißt es „Ohne Wasser läuft nichts“ und als Köln-Detektive kann sich der Nachwuchs auf eine spannende Suche durch die Innenstadt begeben. Die Besuche über die Friedhöfe wurden um einen Rundgang über den Westfriedhof erweitert. Außerdem findet man in dem neuen Programm schon bewährte Stadtrundgänge sowie die beliebten „specials“ wieder. Das Programmheft bietet einen monatlichen Überblick über die Führungen. Alle Führungen, auch die stattreisen „specials“, können auch für besondere Anlässe, Betriebsausflüge, Klassenfahrten oder Gruppen gebucht werden. Das Heft kann gegen einen adressierten und mit 90 Cent frankierten Rückumschlag bestellt oder aus dem Internet kostenlos als pdfDatei herunter geladen werden. Wer will, holt das Programmheft kostenlos in der Bürgerstraße 4 gleich neben dem historischen Rathaus ab.

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Bilder-Bogen Promotion Gäste mit auf eine Reise voller einzigartiger Köstlichkeiten. Es ist ein Streifzug durch die Küchen der Kontinente. Von Europa über Afrika bis nach Asien und Amerika – kulinarische Highlights aus allen Himmelsrichtungen warten auf die Gäste.

MyBodyBase bietet ein individuelles Trainingsund Gewichtsmanagement „Wenn die Leute sich falsch ernähren, können sie zehnmal in der Woche sich im Fitness-Studio abstrampeln, es ist vergebens.“ So bringt Sabina Scozzi, Gründerin und Inhaberin von MyBodyBase das Problem auf den Punkt. Zum effektiven Abnehmen gehören richtige Ernährung und dazu passendes Training. MyBodyBase bietet dazu zunächst ein intelligentes Gewichtsmanagement: Metabolic-Balance – das ganzheitliche Stoffwechselprogramm. Nach einem Bluttest wird ein individuelles Ernährungskonzept erstellt, welches den Stoffwechsel optimiert. „So erreicht man sein Wunschgewicht gesund und dauerhaft – ohne irgendwelche Diä-

Schlank in den Sommer – das Team von MyBodyBase freut sich auf viele Besucher. Foto: Surmann

ten, Pulver oder Hungerprogramme“, weiß Sabina Scozzi aus ihrer über zehnjährigen Erfahrung als Sportlehrerein, Sporttherapeutin und Trainerin. „Ich habe über 10.000 Frauen und Männer betreut. Mit MyBodyBase möchte ich die so gewonnenen Erfahrungen möglichst vielen Menschen weitergeben.“ Auch für das Training bietet MyBodyBase ein maßgeschneidertes Programm an. „Viele meiner Kunden haben einfach keine Zeit, sich stundenlang auf ein Laufband zu stellen“, weiß Sabina Scozzi. Deshalb bietet MyBodyBase ein komplettes Ganzkörpertraining in nur zwanzig Minuten an. Durch ein Vibrationstraining werden die Muskeln in kurzer Zeit sehr effektiv trainiert. Dieses zudem

noch absolut gelenkschonende Training findet auf Wunsch mit persönlicher Betreuung in exklusiven Einzelkabinen statt. Für ein konventionelles Ausdauertraining stehen natürlich auch Trainingsgeräte zur Verfügung. Mehr Informationen findet man unter www.mybodybase.de oder direkt im Studio auf der Ringstraße 49–55 in Rodenkirchen, Tel. 0221/290 823 17. (ks)

Reise der Köstlichkeiten im Begardenhof Zu einer Reise der Köstlichkeiten lädt das Restaurant des Hotels „Begardenhof“ nach Rodenkirchen in die Ringstraße 41. Hier kann man Spezialitäten der Welt an einem Abend genießen. Denn der Küchenchef nimmt seine

Das Menü besteht aus mehreren Gängen, von denen jeder für sich eine Vielzahl unterschiedlicher Spezialitäten bereithält. Das verspricht eine faszinierende Reiseroute durch die Küchen der Welt. Lassen sie sich im Hotel Begardenhof auf eine kulinarische Reise entführen. Ob zu zwei, mit Freunden oder als Betriebsveranstaltung. Die Kulinarische Reise gibt es jeweils von Freitag bis Sonntag. Kosten pro Person: 34.50 Euro. Unter der kostenlosen Telefonnummer 0800/88 000 33 kann man sich informieren und reservieren lassen.

KölnBäder rund um die Uhr erreichbar Heute Abend noch schnell in die Höhenbergbadsauna – am Feiertag ins Zündorfbad? Wer die Wellness-Auszeit oder das Schwimmvergnügen für die Freizeit plant und spätabends beispielsweise die Öffnungszeiten des Agrippabades wissen möchte, kann ab sofort das neue Infotelefon der KölnBäder GmbH unter 01805-27 91 91 rund um die Uhr erreichen.

Wann öffnet das neue Ossendorfbad – Welche KölnBäder sind barrierefrei – Was bietet eine Mitgliedschaft bei AgrippaFit? Unter der oben angegebenen Rufnummer beantwortet die KölnBäder GmbH sämtliche Fragen rund um ihre Produkte und >>>>>

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Bilder-Bogen Promotion Dienstleistungen. Außerhalb der Geschäftszeiten der Servicemitarbeiter laufen automatische Ansagen mit Öffnungszeiten und Preisinformationen der Bäder und Saunalandschaften ab. Weitere Informationen im Internet unter www.koelnbaeder.de.

Kölschfest: Wenige Tage, dann geht’s los Rekordverdächtig: Das Kölschfest-Zelt steht. In nur neun Tagen ist auf dem Festplatz am Südstadion das größte Holz-Festzelt des Rheinlandes entstanden. Wer an einem Ende des riesigen Zeltes steht, und das ist nur der Gastraum, Sanitär und Küchenanlagen entstehen noch separat, braucht ein Megaphon, um sich mit den Menschen am anderen Ende des Zeltes zu unterhalten. Das Kölschfest ist für jeden Jeck, egal ob man spontan allein, zu Zweit oder in der Gruppe kommen will. Für größere Gruppen ab zehn Personen empfiehlt es sich allerdings, vorab einen Tisch zu reservieren. Neben dieser einmaligen Atmosphäre gibt es ein leckeres Kölsch und beste kölsche Spezialitäten von der Fooderkaat zu zivilen Preisen. „Ich will, dass hier wieder ganz Köln Karneval feiert, egal ob Arbeiter, Student, Anwalt oder Vorstandsvorsitzender“, sagt KölschfestChef Konstantin Brovot. Wer etwa fünf Kölsch und den Kölschfest-Hit „Grillhaxe mit Bratkartoffeln und Krautsalat“ genießt, muss 23,60 Euro investieren. Da macht Karneval feiern

Vier erfahrene Augenärzte sind jetzt in der Praxis in der Klinik „Links vom Rhein“ für die Patienten da: Dr. Matthias Wasserschaff, HeinzGünther Göddertz, Maria Jesse, (von links) und Dr. Martina Gau (sitzend). Foto: Thielen.

doch Spaß. Für die Stimmung sorgt übrigens das Orchester von Helmut Blödgen, dass alle jecken Hites von Ostermann, Höhner, Bläck Fööß oder den Paveiern spielen wird. Los geht es am Freitag, 13. Februar, um 17 Uhr und dann jeden Tag bis KarnevalsDienstag. Info auch unter www.koelschfest.de.

Wasserschaff & Göddertz: Zuwachs für die Augenärzte Über die Grenzen Kölns bekannt ist die Praxis und Belegabteilung für Augenheilkunde in der Klinik „Links vom Rhein“ in Rodenkir-

85 Meter lang und 50 Meter breit ist das Zelt, in dem Konstantin Brovot sein „Kölschfest“ feiert. Foto: Thielen.

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chen, Schillingsrotter Straße 3941. Das moderne Diagnose- und Operationszentrum wird von den beiden erfahrenen Augenärzten Dr. Matthias Wasserschaff und Heinz-Günther Göddertz geführt. Um dem großen Patientenaufkommen Tribut zu zollen, wurde die Praxis zum Jahresbeginn mit den beiden Augenärztinnen Dr. Martina Gau und Maria Jesse verstärkt. Auch das Praxisteam hat sich vergrößert, und da man auch an räumliche Grenzen gestoßen ist, wird bis zum 1. April im Erdgeschoss der Klinik ein zusätzliches Augen-Diagnostik- und Behandlungszentrum eingerichtet. In den bisherigen Praxisräumen werden weiter die normalen Patienten behandelt, die zum Beispiel zur Laserbehandlung von Grünem Star oder mit einer Netzhauterkrankung kommen. In den neuen Räumen werden dann weiterführende und neue Behandlungen angeboten. So zum Beispiel die Radiofrequenz-Therapie, mit deren Hilfe man Schlupflider und Fältchen ohne Operation behandeln kann. Mit Radiowellen werden die Unterhautzellen aktiviert und stimuliert und dadurch eine lang anhaltende Faltenglättung herbeigeführt. „Wir haben das getestet, und vor allen Dingen unsere älteren Mitarbeiterinnen waren begeistert!“, so Dr. Wasserschaff zum Bilderbogen. Das

gute an dieser Methode: keine Spritzen, keine Injektionen, lediglich Kontaktgel wird gebraucht. „Und wenn man zwei, drei Sitzungen hinter sich hat, hält das ein Jahr vor“, erklärt Heinz-Günther Göddertz. Bekannt sind die Augenärzte in der Klinik „Links vom Rhein“ auch für ihre Informations-Veranstaltungen. Die nächsten Termine sind am Mittwoch, 18. Februar um 16 Uhr „Operation des Grauen Stars und Kunstlinsen“, am Donnerstag, 26. März um 19 Uhr „Sehen ohne Brille – Lasik und Linsen-Implantationen“ sowie am Mittwoch, 22. April, 16 Uhr „Altersbedingte Makuladegeneration“. Die Veranstaltungen finden entweder in der Praxis oder im Konferenzraum der Klinik statt. Wer sich informieren oder anmelden will: Telefon 0221/398 00 244.


Namen + Notizen

Radfahren in Rodenkirchen boomt Ungeachtet der Diskussionen um den Profi-Radsport erfreuen sich die Hobby-Radler des Rad-Touristik-Clubs Rodenkirchen eines weiterhin großen Zuspruchs. Denn auf der Jahresabschlussfeier konnte man zum achten Mal hintereinander auf ein erfolgreiches Jahr mit steigenden Mitgliederzahlen zurückblicken. Bei der Vorstandswahl gab es einen Wechsel: Neuer Geschäftsführer wurde Rolf Hens, der zusammen mit dem Präsidenten Bernd Tillmann-Gehrken und Sportwart Hans-Georg Krämer den Verein in diesem Jahr führen wird. Als weitere Vorstandsmitglieder wurden Gerd Fuß für die Finanzen und Ulrich Schumann für die Öffentlichkeitsarbeit bestätigt. Der wichtigste Beschluss betraf die erneute Durchführung einer großen Radsport-Veranstaltung Anfang Juni 2009, die wie im vergangenen Jahr wieder mehr als 1.000 Freizeitsportler anziehen und damit zu den größten Sportveranstaltungen im Kölner Süden zählen soll. „Wir treffen mit unserem Sportangebot ganz offensichtlich den Geschmack vieler Freizeitsportler, die Radfahren zu ihrem Hobby erkoren haben“, stellte der Präsident mit Stolz fest. „Uns gelingt es sehr gut, sowohl den sportlich etwas Ambitionierten als auch dem eher gesundheitsorientierten Freizeit-Radler unter einem gemeinsamen Dach zufrieden zu vereinen.“ Wie vielfältig dieser Sport beim RTC betrieben wird, zeigt die Präsenz von Vereinsmitgliedern bei den großen Veranstaltungen nicht nur in Deutschland, sondern auch im angrenzenden Ausland. Die Vereinsmeisterschaft 2008 konnte diesmal der Vorjahreszweite Klaus-Anton Schäfer für sich entscheiden, vor Erhard Kegel und Hyou Vielz. Besonders erfreulich für Sportwart Krämer ist die Entwicklung bei den Damen, die im letzten Jahr besonders zum Mitgliederzuwachs beitrugen. „Hier gelang es uns offensichtlich, deutlich an Attraktivität zu gewinnen“, stellte er zufrieden fest. Die DamenMeisterschaft hat mit Ingrid Krei-

enkamp auch gleich ein neues Mitglied gewonnen, vor Titelverteidigerin Christina Paradies. Die Wertung für den sportlichsten Fahrer, die in zwei Einzelzeitfahren entschieden wird, gewann Ulrich Schuhmann ganz knapp vor Stefan Gosdowski. Radfahren beim RTC ist ein Ganzjahressport geworden. Neben einem Hallentraining mit Badminton (jeden Donnerstag ab 17.30 Uhr in der Grüngürtelschule) treffen sich bis Februar alle, die dem Winterspeck etwas entgegen setzen wollen, jeden Samstag um 10.10 Uhr oder 13 Uhr am Bahnhof Godorf oder sonntags um 10 Uhr in der Emil-Hoffmann-Straße 7 zu einer kleinen Runde in Richtung Vorgebirge. „Der Zuspruch ist enorm, bei Mitgliedern wie bei Gästen, über die wir uns immer freuen“, betont Hans-Georg Krämer. „Denn Radfahren macht eigentlich in einer Gruppe so richtig Spaß.“ Alle weiteren Informationen, insbesondere aus dem sportlichen Bereich, bietet der Verein auf seiner Homepage www.rtc-rodenkirchen.de.

Fuß vom Gas in Bayenthal Ab sofort gibt es in Köln-Bayenthal eine neue Tempo-30-Zone: jetzt darf auf den Straßen innerhalb des Karrees zwischen Gustav-Heinemann-Ufer, Bayenthalgürtel, Goltsteinstraße und Schönhauser Straße nicht schneller als 30 Kilometer pro Stunde gefahren werden.. An allen Einmündungen des Quartiers gilt die Verkehrsregelung „Rechts vor Links“. Mit der Einführung der Tempo30-Zone wurde auch die Einbahnstraßenführung der Alteburger Straße ab Tacitusstraße in Richtung Bayenthalgürtel bis in Höhe des Wohnparks „BG“ gedreht. Ab dem Wohnpark bis zum Bayenthalgürtel kann die Alteburger Straße künftig wieder im Zweirichtungsverkehr befahren werden. Die Anwohner der entsprechenden Straße sind per Faltblatt unterrichtet worden, eventuelle Fragen beantwortet des Amt für Straßen- und Verkehrstechnik montags bis freitags von neun bis zwölf Uhr unter der Rufnummer 0221/221-27166.

Wer möchte zu „Peter Pan“? Peter Pan kommt nach Köln. Und zwar das Original mit Christan Berg als „Käpt`n Hook“. Das „Musical für die ganze Familie“ gastiert am Sonntag, 15. Februar, um 14 und um 17 Uhr im Theater am Tanzbrunnen und am Sonntag, 22. März in Bonn im Brückenforum. Karten gibt es bei allen bekannten Vorverkaufsstellen. Wer ganz schnell ist und gleich nach Erscheinen dieser Zeitschrift eine Karte oder Mail an den Bilderbogen schickt, kann drei Mal zwei Karten gewinnen. Also schnell Karte mit dem Stichwort ���Käpt`n Hook an den Bilderbogen, Postfach 50 19 06 in 50979 Köln, in den Briefkasten der Redaktion in der Wilhelmstraße 59 in Rodenkirchen werfen oder eine E-Mail an redaktion@bilderbogen.de schikken. Die Gewinner werden so schnell wie möglich benachrichtigt, damit die Vorfreude möglichst lang andauert. Viel Spaß beim Mitmachen!

Fotoausstellung im Bezirksrathaus: „MOTIVation“ Noch bis zum 6. Februar ist die zweite Kölner Senioren-FotoAusstellung im Bezirksrathaus Rodenkirchen zu sehen. Alle Aufnahmen stammen von älteren Menschen aus dem Bezirk Rodenkirchen, die Kurse der Kamera-Allee besuchten. Das junge Kölner Unternehmen hat sich auf Fotografie-, Bildbearbeitungs- und Computerkurse für die Generation 50plus spezialisiert. Die Ausstellung ist der Höhepunkt eines jeden Kursjahres, das im September beginnt und im Juli endet. Der Fokus der Bildschau liegt vor allem auf den Fähigkeiten, die die KursteilnehmerInnen erworben haben. Wieder einmal stellten sie sich – im Alter von 53 bis 86 Jahren – ganz neuen Her-

ausforderungen und spornten sich zudem gegenseitig zu wahren Höchstleistungen an. Initiiert hat die Ausstellung das SeniorenNetzwerk Rodenkirchen. Die Bildschau bedient fast jedes Genre: Portraits, Tierfotografie, Makro- und Aktaufnahmen. Die Fotos zeigen unter anderem Reptilien von nahem, schwebende Teelöffel und Wäscheklammern oder Blumen vor der Leinwand des Himmels. Die Arbeiten sind eine Hommage an das Leben: pure Lebensfreude, ausgedrückt in bewegenden Bildern und witzigen Installationen. Eine Idee, die sich in ein Kunstwerk verwandelt hat, ein Schnappschuss, der einem ganz besonderen Augenblick entsprang. Und jedes einzelne Foto ist Ausdruck neu gefundener Motivation im Alter. Sie hat 43 Senioren aus Köln zu höchster Kreativität herausgefordert, so dass insgesamt 160 Fotoarbeiten entstanden sind, die zum Lachen, Nachdenken und Schmunzeln anregen. Eine ganz besondere Sammlung von ganz besonderen Kölnerinnen und Kölnern. Die Öffnungszeiten des Bezirksrathauses in Rodenkirchen, Hauptstraße 85: montags, mittwochs und freitags von 7.30 bis 12 Uhr, dienstags von 7.15 bis 18 Uhr und donnerstags von 7.30 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr.

Predigtwerkstatt: Das Gleichnis vom Sämann Pfarrer Michael Miehe lädt zu einer Predigtwerkstatt im Rahmen der Abendgesprächsreihe für Donnerstag, 12. Februar, ab 20 Uhr in der Evangelischen Erlöserkirche in Rodenkirchen, Sürther Straße 34. Die Predigtwerkstatt bietet den Teilnehmenden die Gelegenheit, das Werden einer Predigt in Auseinandersetzung mit dem Biblischen Text und seinen Auslegungen aktiv mitzugestalten. An diesem Abend dreht sich alles um das „Gleichnis vom Sämann“. Was ernten wir in unserem Leben? Welche Frucht bringen unsere Bemühungen um die Durchsetzung bestimmter Werte, die uns wichtig sind? 51


Rodenkirchener Veranstaltungskalender Bis zum 14. März: „Farbverhüllungen“ der Kölner Künstlerin Viola Isabella Stäglich, genannt Viobella, im Lichthof des Caritas-Altenzentrums St. Maternus in Rodenkirchen, Brückenstraße 21, täglich zwischen 10 und 18 Uhr zu besichtigen.

Donnerstag, 29. Januar, 18 Uhr Vernissage bei Simon und Renoldi in der Maastrichter Straße 17 im Belgischen Viertel. Bis zum 15. Februar werden unter dem Titel „Chinese Controversy“ Bilder von Cornelius Bekker gezeigt.

Freitag, 30. Januar, 19.30 Uhr Lesung mit Elke Heidenreich in der Stadtteilbibliothek Rodenkirchen, Schillingsrotter Straße 38a: Eine Reise durch Verdis Italien. Karten nur im Vorverkauf.

Samstag, 31. Januar, 11 Uhr Vortrag im Antonius-Forum im Antonius-Krankenhaus in Bayenthal, Schillerstraße 23. Dr. Stephan Meyer spricht über „Leisten-, Narben- Nabelbrüche“ und die verschiedenen Operationsverfahren bei Bauchwandbrüchen. Eintritt frei.

Samstag, 31. Januar und Sonntag, 1. Februar, ganztägig Junioren-Fußball-Turnier des G- bis E-Junioren des TSV Rodenkirchen um den Voswin-

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kel-Cup in der Sporthalle der Gesamtschule, Sürther Straße 171.

Samstag, 31. Januar, 19.30 Uhr Botterblömchen-KarnevalsParty im „Bistro verde“ in der alten Schmiede in Rodenkirchen, Maternusstraße 6, mit Diskjockey Carsten Fischer, den „Wießer Funken“, dem Dreigestirn der Altgemeinde und der Verlosung einer Zugteilnahme.

Montag, 2. Februar, 17 Uhr Sitzung der Bezirksvertretung im Stadtbezirk Rodenkirchen im großen Sitzungssaal des Bezirksamtes, Hauptstraße 85.

Donnerstag, 5. Februar, 19.30 Uhr Große Karnevalssitzung des Allgemeinen Bürgervereins Zollstock im Pfarrsaal von St. Pius, Irmgardstraße 13 in Zollstock.

Samstag, 7. Februar, 15 Uhr Seniorensitzung des Festkomitees der Altgemeinde Rodenkirchen in der Aula des Berufsförderungswerkes in Michaelshoven.

Samstag, 7. Februar, 19 Uhr Gemeinsamer Kostüm-Sitzungs-Ball der Rodenkirchener Karnevals-Gesellschaften „GRKG“ und „Knobelbröder“ im Pfarrsaal der evangelischen Kirchengemeinde, Sürther Straße 34.


Termine und Veranstaltungen senden Sie bitte per Brief, Fax oder E-Mail an den Kölner Bilder-Bogen, Postfach 50 19 06 in 50979 Köln, redaktion@bilderbogen.de.

Sonntag, 8. Februar, 10 Uhr „Kölsche Mess“ mit der Weißer Karnevals-Gesellschaft „Kapelle Jonge“ in der Pfarrkirche St. Georg in Weiß.

Mittwoch, 11. Februar, 19 Uhr Kochkurs „Wild aus heimischen Regionen (Eifel)“ im Varia Küchen-Loft, Bonner Straße 242. Preis 75 Euro inklusive Aperitif, Wein, Softdrinks sowie Digestif und Espresso. Info und Anmeldung unter der Rufnummer 0221/1687-38 48 oder www.kuechen-loft.de

Mittwoch, 11. Februar, 19.30 Uhr „Leser für Leser – Die Achte“. Bei einem Glas Wein empfehlen Leser in der Buchhandlung Köhl am Rathausplatz in Rodenkirchen ihre Lieblingsbücher. Jeder ist willkommen.

Freitag, 13. Februar, 20 Uhr „Ma-Jo-Sitzung“ im Pfarrheim „Wabe“ in Rodenkirchen, Siegstraße. Karnevalistischer Abend unter anderem mit Aufzug des Rodenkirchener Dreigestirns, organisiert und gestaltet von den „Playbacks“.

Samstag, 14. Februar, 11.11 Uhr

Samstag, 14. Februar, 20 Uhr

Sonntag, 15. Februar, 10 Uhr

Eröffnung des Straßenkarnevals mit dem Festkomitee der Altgemeinde Rodenkirchen auf dem Maternusplatz.

Traumpänz-Party im Brauhaus „Quetsch“ in Rodenkirchen, Hauptstraße 7.

„Kölsche Mess“ mit der Immendorfer Karnevalsgesellschaft Blau-Weiß in St. Servatius in Immendorf. anschließend Umtrunk in der Gaststätte AltImmendorf.

Samstag, 14. Februar, 20 Uhr Räuberball der Rondorfer Karnevals-Gesellschaft „Löstige Öhs“ in der Gaststätte „Treffpunkt“, Rondorfer Hauptstraße.

Sonntag, 15. Februar, 10 Uhr „Kölsche Mess“ mit der „Großen Rodenkirchener Karnevals-Gesellschaft“ in der Pfarrkirche St. Maternus, Hauptstraße.

Sonntag, 15. Februar, ab 10.55 Uhr Benefiz-Sitzung des Kreises rechtsrheinischer Karnevali>>>>>

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sten zugunsten von „Zartbitter“ und dem Kinderkrankenhaus Porz in „Zochs Bistro“, Wiener Platz 2a, Bezirksrathaus Mülheim. Spendenkaat: 13 Euro an der Tageskasse.

Sonntag, 15. Februar, 11 Uhr Funken-Biwak der „Wießer Funken“ auf dem Hof der Firma Hannappel in Weiß, auf der Ruhr.

Montag, 16. Februar, 18 Uhr „Mer fiere Fastelovend“ mit der Kolpingfamilie Rodenkirchen im Pfarrheim Wabe in der Siegstraße. Leitung: Helmut Schütze.

Sonntag, 22. Februar, 19.30 Karnevalskonzert mit den „Domstädtern“, „Royal Naval Volunteer Band“ und „Royal Naval Piper`s Society“ in der Stadthalle Mülheim. Eintritt 25 Euro, ermäßigt 18 Euro, auch unter Telefon 0221/530 42 55 oder info@domstaedter.de

Montag, 23. Februar, 13.30 Uhr Abmarsch des Rosenmontagszuges durch Immendorf. Aufstellung 12.00 Uhr, Euskirchener Str.

Mittwoch, 18. Februar, 16 Uhr, Infovortrag „Operation des Grauen Stars und Kunstlinsen” in der Augenarztpraxis Wasserschaff und Göddertz in der „Klinik links vom Rhein” in Rodenkirchen, Schillingsrotter Str. 39 – 45. Infotelefon: o221 | 398 002 44.

Karnevalszug von Hochkirchen nach Rondorf mit den Karnevals-Gesellschaft „Löstige Öhs“ und „Der Reiter“.

Freitag, 20. Februar, 20 Uhr

Donnerstag, 26. Februar, 20 Uhr

„Un mir singe all die Leeder…“ – Kölsches Mitsingkonzert mit „De Famillich“ im Brauhaus „Quetsch“ in Rodenkirchen, Hauptstraße 7. Vorverkauf: 12 Euro.

„Lale trifft….“ – Der Südstadttalk mit Lale Akgün in der Kneipe „Spielplatz“, Ubierring 58. Gast heute: OB-Kandidat Jürgen Roters, Eintritt frei.

Samstag, 21. Februar, 14.30 Uhr Karnevalszug in Weiß mit der Karnevals-Gesellschaft „Kapelle Jonge“.

Samstag, 21. Februar, ab 19 Uhr „Dr volljährige Ähzebär, die Meddelschich un ander ärm Kirchemüüs“ – Der Geisterzug geht in diesem Jahr durch Rodenkirchen und startet am Lennartzhof, endet auf dem HeinrichLübke-Ufer unterhalb der Autobahnbrücke. Genauer Zugweg auf den Karnevalsseiten

Sonntag, 22. Februar, 12 Uhr Karnevalszug in Sürth mit der Interessen-Gemeinschaft Sürther Karnevalszug.

Sonntag, 22. Februar, 15 Uhr Karnevalszug durch Rodenkirchen mit der Interessengemeinschaft Karneval in Rodenkirchen. 54

Montag, 23. Februar, 14.30 Uhr

Samstag, 28. Februar, 11 Uhr Vortrag im Antonius-Forum im Antonius-Krankenhaus in Bayenthal, Schillerstraße 23. Thema: „Alt und krank – was nun?“ – eine Übersicht über Pflegestufen, Wohnmöglichkeiten im Alter vom Betreuten Wohnen über Kurzzeitpflege bis zur stationären Unterbringung. Eintritt frei.

Samstag, 28. Februar, 18 Uhr Premiere in der Kammeroper in Rodenkirchen, FriedrichEbert-Straße 4: „Edelweiß-Piraten“, Jugendoper von Snezana Nesic und Kerstin Weiß. Weitere Vorstellungen zwischen dem 1. und 11. März. Info und Kartentelefon 0221/24 36 12 und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Montag, 2. März, 19 Uhr Vortragsabend der Kolpingfamilie Rodenkirchen im Pfarrheim „Wabe“, Siegstraße. Thema: „Organspende – eine Christenpflicht oder nicht?“. Referent ist Richter Knut Wiebe.


Inserenten in dieser Ausgabe ÄRZTEHÄUSER, ÄRZTE, SPORT, GESUNDHEIT, ALTENPFLEGE Antonius-Krankenhaus Bayenthal BKK Linde Diakonie Michaelshoven Goll & Breitenbach, Zahnärzte Happiness-Studio S. Schlipköter Klinik links vom Rhein, HNO Lüghausen, Sabine, Fitness u. Personal-Training Marena Pflegedienst Maternus-Seniorenwohnanlage Müffeler, Axel, Physiotherapeut Power Plate Wellness & Sports Praxisgemeinschaft Kolbe Säckler, Ingolf, Dr. med., Orthopäde Schmitt, Birgitt, Massagepraxis VillaVita AUTOMOBILE, ZUBEHÖR Autoglas Colonia Autohaus Barthel Autohaus Bauer Autohaus Karlsohn Autohaus Kretschmer Autoreparatur Müller & Kellig Rodenkirchener Karosserie- & Lackierbetrieb BANKEN UND SPARKASSEN Sparkasse KölnBonn Kölner Bank BEKLEIDUNG/MODE/SCHMUCK Clan, Ledermoden-Outlet Engels, Wäsche & Strümpfe Felifa Babymode La Passion, Schmuck & Accesoires Müller, Orthopädie & Schuhe Piehl & Reifenhäuser BRAUEREIEN Privat-Brauerei Reissdorf DIENSTLEISTUNGEN Anne’s Hundeboutique Buchführungsbüro Gabriele Jost CS-Office Bernhilde Luft Engelmann, Bestattungshaus

S. 38, 43 U2 S. 19 S. 7 S. 26 S. 4 S. 6 S. 8 S. 32 S. 9 S. 41 S. 45 S. 9 S. 16 S. 1 S. S. S. S. S. S. S.

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Essmann, Glas- und Gebäudereinigung Hamacher & Schieffer, Heizöl Reißwolf, Archivierung und Entsorgung Rodenkirchener Mietwagen u. Taxi TÜV Rheinland DRUCKEREIEN Druckerei Liebig EMS Druckerei LEBENSMITTEL Duschat, Getränke Gillessen, Metzgerei Koch, Hubert, Bäckerei. Wagner, Claus, Metzgerei Wagner, Johannes, Delikatessen EINZELHANDEL Buchhandlung Köhl Gänseblümchen Floristik Geller, Gustav, Büroeinrichtungen Hennes, Optik und Hörgeräte Parsch Elektrogeräte Presseshop Dalgic Tabaktreff Velo Fahrräder GASTRONOMIE UND HOTELS Bistro verde Brauhaus „Quetsch“ Cortina Eiscafé Fährhaus Haus Berger Haus Schmitz Hinger d`r Heck Hotel Begardenhof Kahlshof Lüchbaum Maassen, Hotel Restaurant, Sürth Matchball, Restaurant, Immendorf M 6, Gaststätte, Sürth Pizzeria Da Mario, Rondorf Stüffje Wiener Steffi Zum Biergarten, Marienburg Zum Treppchen

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Zur alten Post, Rodenkirchen HANDWERK/BAU/EINRICHTUNG Bad-Studio Marks & Partner Cichon & Stolberg, Elektroanlagenbau Chriske, Andreas, Sanitär und Heizung Edel-Asphaltbau Elektro Parsch, Weißer Straße Elektro Krahé Grabmale Schmitt Kronenberg, Sanitär, Heizung, Lüftung Kropp, Malermeister Malerbetrieb Fuchs Marks, Oliver, Sanitär-Heizung-Meisterbetrieb Objekt und Raum, Schreinerei und Einrichtung Osenberg, Bad und Heizung Otter, Engelbert, Bad-Sanitär-Heizung Parsch-Elektroinstallationen Pitterle, Mark, Inneneinrichtung Prinzliche Bodenbeläge Schröder Bedachungstechnik Varia Küchenloft Zitzmann, Willi, Kanal- und Rohrsanierung IMMOBILIEN Albert Wolter, Immobilien REISEVERANSTALTER, REISEBÜROS Felix-Reisen Heidi-Wagner-Touristik NMW Reiselounge RECHTSANWÄLTE, STEUERBERATER Breuer, Hörster-Metzdorf, Stähler, Rechtsanw. Duiven, Martin van, Steuerberater Wolters, Karl, Rechtsanwalt SCHÖNHEIT UND SONNE Sunrelax Sonnenstudio A BIS Z CDU Kölschfest Kumon Peter Pan, Musical

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Namen + Notizen

Worte des Monats

Gerhard Richter stellt in der Wiener Albertina aus

Hafengegner gehen in Berufung

Seine von über 100.000 Menschen besuchte Ausstellung „Abstrakte Bilder“ im Museum Ludwig Köln und die von der Kritik ausgezeichnete Schau „Übermalte Fotografien“ im Museum Schloss Morsbroich sind gerade beendet, da werden Werke Gerhard Richters an einer weiteren hervorragenden Kunstadresse präsentiert. Der in der Altgemeinde Rodenkirchen ansässige Kölner Ehrenbürger, Jahrgang 1932, zeigt in der Albertina in Wien eine Auswahl aus seinem malerischen und, seltener zu sehen, zeichnerischen Schaffen seit 1963. Angekündigt sind je rund achtzig Gemälde und Aquarelle sowie sechzig Zeichnungen. Größtenteils stammen sie aus bedeutenden Sammlungen. Zahlreiche der Aquarelle entleiht das Kunstmuseum Winterthur. Ebenso vertreten sind Öl- und Papierarbeiten aus dem Besitz des renommierten Künstlers selbst. Wien-Reisende haben bis 3. Mai täglich von 10 bis 18 Uhr, mittwochs bis 21 Uhr, Gelegenheit zum Besuch der Schau in der Albertina, Albertinaplatz 1. (e.broich)

Das juristische Tauziehen um das Bürgerbegehren gegen den Ausbau des Godorfer Hafens geht auch 2009 weiter. Die Initiatoren haben mittlerweile beim Verwaltungsgericht Köln die Zulassung der Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Köln beantragt. Diese hatte das Bürgerbegehren im Oktober 2008 als unzulässig eingestuft. Über den Antrag der Hafengegner wird nun das Oberverwaltungsgericht in Münster entscheiden. Das Bürgerbegehren gegen den Ausbau des Godorfer Hafens wurde von über 38.000 Kölner Bürgern unterzeichnet. Es war eines der größten Bürgerbegehren der letzten Jahre in NRW. Köln bleibt damit die einzige Millionenstadt in Deutschland, in der es seit Inkrafttreten des Gesetzes vor dreizehn Jahren noch keinen Bürgerentscheid gegeben hat. Die Hafengegner gehen davon aus, dass bei einem juristischen Erfolg der Bürgerentscheid in Verbindung mit den Kommunalwahlen im Juni 2009 stattfinden wird.

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„Mein Name ist Gerhard!“ – „Das weiß ich. Du hast mir schon mal einen Heiratsantrag gemacht, weil Du eine Putzfrau gesucht hast!“ Dialog auf der „Seniorenbank“ in der Maternusstube am Maternusplatz.

„Ich hammer beim Hammer ne Hummer bestellt…!“ Wortspiel von Tommi Engel aus seinem beim „Weihnachtsengel” gesungenen Lied „Alles Netto”.

„Ich falle optisch ein wenig ab, aber zusammen sind wir wieder schön!“ Rodenkirchener Ehemann über seine alleinige Außenwirkung und die mit Ehefrau.

„Zwischen Weihnachten und Karneval trinke ich eigentlich keinen Alkohol. Das ist also jetzt ein Kölsch, dass ich nicht trinke!“ Gast an der Theke der „Quetsch“, dem ein Kölsch ausgegeben wurde.

„Der Arzt hat zu mir gesagt: nicht mehr rauchen, kein Alkohol, nix mehr mit Frauen, nicht mehr arbeiten und auch keinen Karneval – damit ich mehr Freude am Leben habe!“ Leidgeprüfter Rodenkirchener in der „Maternusstube“.

„…laden wir ganz herzlich zur Krönung der ersten Godorfer Kinder-Prinzessin, Inge II., ein…“. Einladung an unsere Zeitschrift.



Heft Nr. 599 Kölner Bilderbogen Februar 2009