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P.P. 2540 Grenchen

10. Februar 2011 | Nr. 6 | 72. Jahrgang

Verbreitungsgebiet: Grenchen, Bettlach, Selzach BE: Romont, Lengnau, Pieterlen, Meinisberg, Safnern, Meienried, Büren a.A., Rüti b.B., Arch, Leuzigen Inserate: Kapellstrasse 7, 2540 Grenchen, Tel. 032 654 10 60, e-mail: inserate@grenchnerstadtanzeiger.ch Redaktion: Tel. 032 652 66 65

Bestattungen Grenchen • Bettlach • Selzach In den schweren Stunden des Abschiednehmens begleiten und unterstützen wir Sie. Blumenatelier Brigitte Allemann Bahnhofstrasse 41 2540 Grenchen Tel. 032 652 31 12

Erlimoosstrasse 3a 2544 Bettlach Telefon 032 644 32 22 baenninger-bestattungen@bluewin.ch

Am Valentinstag Montag, 14. Februar 2011, ist unser Geschäft von 8 bis 18.30 Uhr geöffnet. Wir freuen uns auf Sie! ●

Mensch ärgere Dich nicht . . .

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> IN DIESEM STADTANZEIGER

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Im Streiflicht: Wohin geht die Klasse 3G des Schulhaus Kastels in die Ferien?

Wir füllen Ihre Steuererklärung gerne für Sie aus. Rufen Sie uns an:

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Solothurnstrasse 2, 2540 Grenchen Tel. 032 653 20 50 www.jsp-treuhand.ch E-Mail: info@jsp-treuhand.ch

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DAS PORTRÄT

Der «Sport-Express» DANIEL STAUFER verdanken zahlreiche EHC Biel - Fans die Busfahrt an Heim- und Auswärtsspiele. Der Grenchner dient dem Busbetrieb Grenchen und Umgebung (BGU) in der dritten Saison als Aushilfschauffeur.

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MARTINA NIGGLI (TEXT, BILD)

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s ist der bequeme Weg an die Eishockey-Spiele des EHC Biel: im Postfinance Hockeyexpress über Stock und Stein. Sei es Biel oder Lugano: Für die Fans, die von Daniel Staufer im Fanbus chauffiert werden, heisst es zurücklehnen und Stimmbänder aufwärmen. Hinter dem 46–jährigen Aushilfschauffeur steckt ein gelernter Bäcker - Konditor, der sich umschulen liess. Seit 17 Jahren arbeitet er als Chauffeur im Werkhof der Baudirektion Grenchen. «Eines Tages lernte ich Hans–Rudolf Zumstein, Geschäftsleiter der BGU, kennen und gemeinsam gleisten wir den Hockeyexpress auf», erklärt der zweifache Familienvater. Mittlerweile wird der SportExpressbus in der dritten Saison durchgeführt. «Und zurzeit gut benutzt», lacht Staufer. Das Porträt über den Hockeyexpress-Chauffeur von Grenchen finden Sie in dieser Ausgabe.

Wir verstehen Sie.

www.ep-digirama.ch

Diese Woche im

Daniel Staufer, selber EHC Biel Fan, ist einer der beiden Hockeyexpress-Chauffeure.


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Veranstaltungen

Donnerstag, 10. Februar 2011 | Nr. 6 4 Fragen an Enzo Armellino, Geschäftsstellenleiter Regiobank - Filiale Grenchen.

«Es trifft sich «tout Granges»»

Treberwurst-Essen von Ruff, Twann Freitag, 18. Februar 2011 ab 18.00 Uhr

Samstag, 19. Februar 2011 ab 12.00 und ab 18.00 Uhr Wir freuen uns auf Ihren Besuch, E. Frigo und Personal

GRENCHEN Die «Chürbisnacht» ging im Oktober zum 14. Mal über die Bühne. Auch am gemeinsamen Stand der Regiobank Solothurn AG, Filiale Grenchen, und der Dropa Drogerie Arnold AG aus Grenchen wurde die begehrte «Chürbissuppe» verkauft. Der Erlös von 844.80 Franken wurde dem Wohnheim Schmelzi übergeben. Enzo Armellino, seit Januar 2011 Geschäftsstellenleiter der Regiobank - Filiale Grenchen, über die «Chürbisnacht» und der neue Esprit in der Regiobank. Grenchner Stadtanzeiger: Herr Armellino, wie kam es zur Zusammenarbeit Dropa Drogerie und Regiobank an der «Chürbisnacht»? Der Entscheid wurde vor vielen Jahren gefällt. Hintergrund ist, dass

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ZUR PERSON

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Enzo Armellino, 44 Jahre, verheiratet, wohnhaft in Grenchen. Studium Maschinentechnik, Weiterbildung zum Wirtschaftsingenieur STV und Executive MBA in Business Engineering HSG. Zuvor bei ABN AMRO Bank und UBS tätig.

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der Schwiegervater von Markus Arnold der vormalige Vorsitzende der Geschäftsleitung der Regiobank Solothurn AG gewesen ist und daher eine Zusammenarbeit auf der Hand lag. Seit eineinhalb Monaten sind Sie Geschäftsstellenleiter der Filiale Grenchen. Wie haben Sie die «Chürbisnacht» wahrgenommen? Der Event ist eine grossartige Sache. An der «Chürbisnacht» trifft sich «tout Granges». Zudem ist es ein dankbarer Anlass. Die Bevölkerung liess uns mit ihrer Lust auf Suppe und Spenden eine unbeschreibliche Solidarität und viel Rückhalt spüren. Neuer Geschäftsstellenleiter - neuer Esprit. Was wünschen Sie sich für die Regiobank–Filiale Grenchen? Mit vermehrten Kundenanlässen will

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ich den Bekanntheitsgrad der Regiobank Solothurn AG weiter steigern und die Kundennähe verstärken. Zudem will ich weiterhin nachhaltige Kundenbeziehungen aufbauen und meine Kontakte in Grenchen pflegen. Sie als Grenchner kehrten nun beruflich in ihre Heimatstadt zurück. Wie beurteilen Sie die Kultur und das Gewerbe Grenchens? Unsere Industriestadt wird - zu Unrecht - unterschätzt. Vielen fehlt das Bewusstsein, dass hier viel los ist. Weltweite Firmen und Gewerbebetriebe mit einer jahrzehntealten Tradition sind hier verankert. Kulturell gibt es viel zu erleben, aber wie überall muss man sich über Events und kulturelle Anlässe informieren und dann auch hingehen.

AUFGEFALLEN

Gastauftritt des Telegrafen Von Februar bis März wird der Telegrafenapparat präsentiert, der zuletzt im Bahnhof Grenchen Süd in Betrieb war. Ab Februar 2011 werden im Kultur-Historischen Museum Grenchen einzelne Objekte aus dem Depot geholt. Sie haben währen zweier Monate einen «Gastauftritt» im Museum. Durch die Serie «Gastauftritte» erhalten die Besucher die Möglichkeit, spezielle Museumsgegenstände mit einer eigenen Geschichte zu erkunden, die entweder noch nie gezeigt wurden oder dem Museum geschenkt wurden. Weitere Informationen unter Telefon 032 652 09 79 oder info@museumgrenchen.ch.


Amtliche / Kirche

Nr. 6 | Donnerstag, 10. Februar 2011

IMPRESSUM

...der «Amtliche Anzeiger» in ihrer Region erscheint wöchentlich in einer verteilten Auflage von 21’653 Exemplaren

601460

amtlicher Anzeiger für die Stadt Grenchen, www.gsa-online.ch Verbreitungsgebiet: Grenchen, Bettlach, Selzach, Romont, Lengnau,Pieterlen, Meinisberg, Safnern, Meienried, Büren a. A., Rüti b. B., Arch, Leuzigen Erscheinungsweise: wöchentlich, Donnerstag Herausgeber: Vogt-Schild Anzeiger AG, Kapellstrasse 7, 2540 Grenchen Geschäftsführerin: Lara Näf, 032 654 10 66, lara.naef@azmedien.ch Redaktion: Joseph Weibel, Redaktionsleiter und Martina Niggli, 032 652 66 65, Kapellstrasse 7, 2540 Grenchen, redaktion@grenchnerstadtanzeiger.ch Inseratenverkauf: Vogt-Schild Anzeiger AG, Kapellstrasse 7, 2540 Grenchen, 032 654 10 60 inserate@grenchnerstadtanzeiger.ch Druckerei: Mittelland Zeitungs Druck AG, SolPrint, 4553 Subingen Inserateschluss: Mittwoch, 12.00 Uhr Inseratepreis: www.gsa-online.ch mm sw CHF -.75 / mm farbig CHF 1.15 Stellen: mm sw CHF -.90 Immobilien: CHF -.85 alle Preise zuzüglich 8% MwSt. Auflage WEMF-beglaubigt: 21 653 Ex. Copyright: Vogt-Schild Anzeiger AG Der Grenchner Stadt-Anzeiger ist Mitglied des Regional-Kombis Ein Produkt der

Verleger: Peter Wanner CEO: Christoph Bauer www.azmedien.ch Namhafte Beteiligungen nach Art. 322 Abs. 2 StGB:

Aargauer Zeitung AG, AZ Anzeiger AG, AZ Crossmedia AG, AZ Fachverlage AG, AZ Management Services AG, AZ Vertriebs AG, Media Factory AG, Basellandschaftliche Zeitung AG, Berner Landbote AG, Mittelland Zeitungsdruck AG, Radio Argovia AG, Radio 32 AG, Radio 32 Werbe AG, Solothurner Zeitung AG, Tele M1 AG, TMT Productions AG, Vogt-Schild Anzeiger AG, Vogt-Schild Druck AG, Vogt-Schild Vertriebs GmbH, Weiss Medien AG

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Menschen

Nr. 6 | Donnerstag, 10. Februar 2011 IM STREIFLICHT

Ab in die Sportferien!

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ls Kind, da ist das Leben noch süss - zumindest von der Anzahl Ferienwochen her. Diese Woche sind Hunderte von Grenchner Schüler und Schülerinnen in die Sportferien gestartet. Der Grenchner Stadtanzeiger wollte von der dritten Klasse im Schulhaus Kastels wissen, ob und wohin sie in den Sportferien verreisen. Sei es in den Schnee oder auf’s Eis freuen tun sich alle. Und sei es nur auf die Hausaufgaben-freie Zeit.

Für Sie unterwegs Joseph Weibel

Martina Niggli

Die Drittklässler des Schulhaus Kastels stehen stellvertretend für Hunderte von vorfreudigen Schülern und Schülerinnen, die ihre Sportferien mehr oder weniger sportlich im Schnee oder auf Eis verbringen werden.

Lea Baumgartner: «Wir fahren zu acht für eine Woche ins Pitztal Jerzens. Dabei sind meine Eltern und meine Halbcousine Noémie.»

Eliano Chirico: «Mein Papa und ich gehen für einen Tag in der Schweiz Ski - Fahren. Am Abend wärmen wir uns im Hallenbad auf.»

Laura Dietrich: «Ich gehe mit meinen Eltern eine Woche Ski fahren in Stoos - Morschach.»

Soraya Guem: «Meine Eltern, Schwester und ich werden während fünf Tagen in Österreich Ski fahren. Ich mag Ski - Fahren sehr.» ●

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Klasse: 3G Schulhaus Kastels Grenchen.

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Thema: Wer geht in den Sportferien weg und was tun die Drittklässler in der freien Zeit?

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Highlight: Vorfreude auf die freien Wochen.

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Ihre Seite

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Melisa Fatyani: «Ich gehe einen Tag lang mit der Familie in Luzern Schlittschuhlaufen. Ich werde Kunststücke ausprobieren.»

Noémie Zumbach: «Meine Halbcousine Lea und ich werden mit unseren Familien im Pitztal Jerzens sein. Dies ist Tradition seit 2002.»

Neuer Vorstand LEUZIGEN Der Damenturnverein Leuzigen hat den Vorstand neu zusammengesetzt. Zwei neue Turnerinnen wurden in den Verein aufgenommen. An der Hauptversammlung des Damenturnverein Leuzigen wurden einige Neuerungen bekannt gegeben. Die Präsidentin Doris Wyss hiess mit Carmen Lüthi und Sila Oehler zwei neue Turnerinnen im Verein willkommen. Auch der Vorstand hat sich geändert. Er setzt sich neu zusammen aus Doris Wyss als Präsidentin, Karin Röthlisberger als Vizepräsidentin, Barbara Affolter als Sekretärin, Ramona Mülchi als Kassierin, Martina Oehler als Aktivleiterin, Belinda Mülchi als Mädchenriege- und Aktivleiterin und Nadja Lüdi als Beisitzerin. Auch Ehrungen wurden ausgesprochen: Ramona Mülchi wurde für fleissiges Turnen mit einem «Fleisslöffeli» ausgezeichnet. Im Vereinscup durften Anika Schwenk (Platz 1), Livia Schwenk (Platz 2) und, als Drittplatzierte, Jasmin Knörr einen Pokal entgegen nehmen. Martina Oehler sowie Regula Gerber wurden für zwölf Jahre aktives Turnen zu Freimitglieder ernannt. Der Damenturnverein Leuzigen zählt zurzeit 24 Aktivmitglieder und trainiert jeden Donnerstagabend von 20 bis 22 Uhr. Er ist auch als Organisator des Elki (Eltern - Kind - Turnen) und der Mädchenriege tätig.

JOSEPH WEIBEL (TEXT, BILD)

Aktuell wird zusätzlich jeden Montag trainiert, damit am seeländischen Turnfest 2011 in Grossaffoltern gut abgeschnitten wird. «Wir freuen uns unglaublich auf diesen Grossanlass», spricht Präsidentin Doris Wyss für sich und ihre sportlichen Kolleginnen. Das Jahr 2011 ist für den Herrenturnverein Leuzigen ein ganz Spezielles. Vom 15. bis 17. Juli feiert der Verein das 100 Jahr - Jubiläum. Informationen unter leuzigen.ch.

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Umbau abgeschlossen SELZACH Die Bäckerei-Confiserie Dubach in Selzach wird 60 Jahre alt. Ein Grund zum Feiern. Mit dem zu Jahresbeginn abgeschlossenen Umbau hat sich der Bäckereibetrieb selbst ein Geschenk gemacht.

Frauen-Power (links): Doris Wyss, Ramona Mülchi, Belinda Mülchi und Karin Röthlisberger.

Der Boden einer Backstube wird stark strapaziert - Tag für Tag, Nacht für Nacht. Dasselbe gilt auch für ein Ladenlokal. Die Bäckerei Dubach hat nun die ideale Lösung gefunden. Die grösste Herausforderung für den Selzacher Betrieb war aber der damit verbundene Umbau. Geschäftsführer Erich Dubach: «Wir können nicht tage- oder wochenlang einen Bäckereibetrieb still legen.» Der Umbau musste also minutiös geplant werden, damit erst einmal der alte Boden entsorgt und der Neue eingebaut werden konnte. Die zu bearbeitende Fläche im Parterre (Ladenlokal und Backstube) beträgt 150 Quadratmeter.

konnte. Bereits drei Tage nach Weihnachten wurde ein sogenannter Einstreuboden (Kunstharz) eingebaut. «Dieser Bodenbelag erweist sich als überaus stabil und hygienisch», begründet Erich Dubach die nicht ganz günstige Bodenvariante.

Ladenlokal sanft renoviert Auch das Ladenlokal wurde einem sanften Facelifting unterzogen. Neben dem neuen Boden wurde die Verkaufstheke erneuert, und der ganze Kühlbereich mit noch leistungsfähigeren Geräten ersetzt. Bäckermeister Erich Dubach findet lobende Worte für die Handwerker. «Angesichts der kurzen Bauzeit zwischen Weihnachten und Neujahr war das eine tolle Leistung.»

45 bis 50 Tonnen Mehl im Jahr

Die Bäckerei Dubach, mit Erich und Marlies Dubach an der Spitze, wird heute in der zweiten Generation geführt und feiert dieses Jahr ihr 60Jahr-Jubiläum. Der Betrieb beschäftigt rund 20 Mitarbeitende, die im eigentlichen Bäckereibetrieb in Selzach, im Catering sowie in einem externen Znüni-Lieferdienst eingesetzt werden. Ausserdem trifft man den Verkaufswagen der Bäckerei Dubach auf den Märkten in Grenchen und Solothurn an. Der ebenfalls stark auf Confiserie-Produkte spezialisierte Betrieb verarbeitet im Jahr 45 bis 50 Tonnen Mehl. Bekannt ist die Bäckerei für sein Holzofenbrot und die Leberberger Rahmkirschtorte. Im Jubiläumsjahr hat Dubach eine spezielle Torte im Sortiment.

Neuer stabiler Boden Am 24. Dezember wurden sämtliche Maschinen aus der Backstube transportiert und eingelagert. Zwei Tage lang musste die ganze Bodenfläche getrocknet werden, damit der Unterlagsboden eingesetzt werden

Erich und Marlies Dubach in ihrer im neuen Licht erstrahlten Bäckerei-Confiserie.


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Grenchen

Donnerstag, 10. Februar 2011 | Nr. 6

«Man kennt einander»

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Grenchner Stimme

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«Jeder Tag sieht anders aus» GRENCHEN In einer Zweitausbildung hat die ehemalige Kindergärtnerin Renate Zürcher das Theologiestudium aufgenommen und damit ihre Berufung gefunden. Am 1. Januar hat sie ihre Tätigkeit an der reformierten Kirchgemeinde Grenchen-Bettlach als sogenannte Pfarr-Verweserin für den Kreis Grenchen Ost aufgenommen. Ein Porträt.

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Schlimmer als das Unverständnis mancher Leute, dass man in Grenchen gut und gern leben und wohnen kann, ist jedoch die Einstellung der Einwohner selbst. Recht viele sagen nicht gerne, wo sie wohnen oder aufgewachsen sind. Einige wissen auch nicht genau Bescheid über unsere Stadt, ihre Geschichte und ihr vielfältiges Kultur-, Sport- und Freizeitangebot. Wenn mich jemand fragt, wie man eigentlich hier leben kann, ist meine Antwort immer: Aber klar doch, wo denn sonst? Ich liebe diese Stadt! Obwohl ich ziemlich realistisch eingestellt bin und es hier - wie auch an anderen Orten - Dinge gibt, die man ändern könnte, finde ich die Lebensqualität in unserer Stadt sehr hoch.

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«Pfarrerin Renate Zürcher betreut den Kreis Ost in Vertretung des erkrankten Pfarrer Samuel Wendel», hiess es in der offiziellen Mitteilung der Kirchgemeinde. Das Schicksal nahm eine andere Wende. Pfarrer Wendel erlag wenig später seiner schweren Krankheit. Für Renate Zürcher keine leichte Aufgabe, nachdem sie die Woche zuvor ihren ersten Gottesdienst in der Zwinglikirche gehalten hat. Renate Zürcher ist 41 Jahre alt und hat genügend Lebenserfahrung, um eine solche Situation zu meistern. Die zwölf Monate zuvor hatte sie ihr Praktikum nach dem Theologiestudium absolviert – bei Pfarrerin Alexandra Flury-Schölch in Solothurn. Grenchen ist nun ihrer erste «richtige» Stelle. Sie spricht von ihrem Antritts-Gottesdienst in Grenchen. Einen Tag später leitet sie eine Abdankung. Freude und Trauer liegen nahe beieinander, das weiss auch Renate Zürcher. «Das ist Alltag eines Pfarrers, einer Pfarrerin: Jeder Tag sieht anders aus.» Der Weg der gebürtigen Bernerin, die zuerst am Thunersee lebte, später für drei Jahre in Florenz, war zuerst ein anderer. Sie erlernte den Beruf der Kindergärtnerin, war an verschiedenen Orten tätig. Unter anderem auch in Florenz. Sie leitete verschiedene Projekte an Tagesstätten für Kinder

JOSEPH WEIBEL (TEXT, BILD)

as, du lebst in Grenchen? Ich habe schon oft gehört, wie andere Leute diese Frage mir oder meinen Mitmenschen stellten; von Personen aus Solothurn, aus dem Schweizer Mittelland oder auch anderen Regionen der Schweiz. Die einen wissen gar nicht, wo diese Kleinstadt überhaupt liegt, andere haben nicht unbedingt die besten Bilder im Kopf, wenn sie an Grenchen denken. Klar, in den letzten Jahren war Grenchen ein paar Mal wegen Negativem in den Medien. Und die komischen Städteratings, in denen unsere Stadt meist auf einem der hintersten Plätze lag, waren auch nicht gerade sehr imagefördernd.

Daniel Staufers Motivation, nebenberuflich fast jedes Wochenende pro Saison schweizweit herum zu kurven, sei seine eigene Freude am EHCB; die Freude, Fans als Unterstützung vor Ort zu bringen und schlussendlich

Als Grenchner bedauert es Daniel Staufer, dass die Stadt kein Eisstadion besitzt. Am 19. Februar findet die letzte Fahrt an ein Qualifikationsspiel statt. Danach starten die Playout-Spiele. Auch in der heissen Spielphase fährt Staufer alle sicher ans Ziel.

Staufer und Zumstein gelegentlich Sicherheitsdienst in den Stadien. «Wenn zu wenig Personal vorhanden ist», so Hans-Rudolf Zumstein.

kenne man sich mittlerweile, sei sogar befreundet. Und die Schattenseiten? «Unter Druck gerate ich, wenn wir auf längeren Fahrten wie nach Lugano oder Genf im Stau stecken. Dann verlieren die Fans ihre gute Laune. Zum Glück sind wir noch nie zu spät zu einem Spielanpfiff erschienen», erklärt der 46-Jährige. Störend können auch lärmende und alkoholisierte Fans sein. Staufer: «Man muss das ausblenden können.» Eigenes Sicherheitspersonal fährt nicht mit. Dafür leisten

chauffeur nicht infrage: «Aufgrund des Hockeyexpresses würden die Ruhezeiten nicht mehr eingehalten.» Die Vereinbarung des BUG mit dem Baudirektion - Werkhof ist symbiotisch, denn beide helfen einander aus.

ANGELA KUMMER

Aushilfschauffeur Daniel Staufer vor «seinem» Hockeyexpress - Bus, der die Fans bis vor die Stadien fährt - und wieder zurück.

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und entschied sich dann irgendeinmal ein Theologiestudium in Angriff zu nehmen. «Ich wollte meinen Wissensdurst und -hunger stillen», sagt sie. Sie bereut diesen Schritt nicht. «Dieser erste Lauf meiner theologischen Ausbildung war für mich sehr eindrücklich.» Damals war sie sich aber noch nicht sicher, ob sie ihren heutigen Beruf auch wirklich einmal ausüben wolle. Ein Todesfall in der Familie führte zu einem Ausbildungs-Unterbruch. Sie nahm einen zweiten Anlauf und spürte: «Ich will Pfarrerin werden.» Menschen zu begleiten, Freude und Schicksal eines Menschen mitzuspüren, das sei für sie eine wichtige Aufgabe. «Die verschiedenen Übergänge eines Lebens sind Schnittstellen, bei denen die Kirche sehr viel bewegen kann», sagt sie. Und hier will sie ansetzen, weil sie während des Theologiestudiums und Praktikums bemerkt hat, was man einem Menschen alles mitgeben kann. Gerade deshalb ist der Alltag einer Pfarrerin oder eines

Pfarrers nicht planbar. Jeder Tag sieht anders aus, auch wenn gewisse Arbeiten vorgegeben sind. Besonders in Amtswochen, die intensiv sein können. Das hat sie in ihrer dritten Arbeitswoche zu spüren bekommen. Sie freut sich auf ihre Arbeit und vor allem auch auf Gespräche mit Gemeindemitgliedern. An ihrem Antritts-Gottesdienst habe sie gespürt, dass in dieser Gemeinschaft Leben sei. Und sie habe sich gefreut, dass auch viele Jüngere teilgenommen haben. Und was sagt Renate Zürcher zu Grenchen, zu ihrem neuen Arbeitsort? Sie schmunzelt: «Grenchen?», wurde ich ungläubig gefragt. «Ja, Grenchen, sagte ich. Mich reizt diese Herausforderung mit diesen offenen Menschen und Kulturen.» In Grenchen findet sie auch, was sie in ihrer Freizeit gerne pflegt: sie liebt die Natur, das Wandern im Jura und Kultur. Aber in erster Linie will sie auf ihre die Gemeindemitglieder zugehen im Kreis Grenchen Ost. Von Glaubensmüdigkeit habe sie bisher wenig gespürt, sagt sie.

Grenchnerinnen und Grenchner, egal wie alt ihr seid, ob ihr hier aufgewachsen seid oder die Stadt erst später kennen und schätzen gelernt habt: Seid selbstbewusster, mutiger und steht dazu, dass ihr hier wohnt! Man kann sich für sein Quartier und die Nachbarn einsetzen, vermehrt auf dem Markt und in den hiesigen Geschäften einkaufen und noch öfter das sehr breite und qualitativ gute Kultur- und Sportangebot nutzen. Wir werden nie mit der Angebotsvielfalt von Zürich, Bern oder nur schon von Solothurn oder Biel mithalten können. Das, was auf die Beine gestellt wird, ist jedoch so professionell und grossartig, dass es noch mehr Unterstützung verdient hat!

Die neue Pfarrerin im Kreis Grenchen-Ost: Renate Zürcher.

Am Donnerstag, 17. Februar sind Senioren von 12 bis 13 Uhr an den Mittagstisch im Eusebiushof eingeladen. Kosten: 10 Franken. Anmeldung bis Montag, 14. Februar beim Pfarramt unter 032 653 12 33.

Mittagstisch

GRENCHEN

Studierende der Kunstgeschichte im Dialog mit der Sammlung des Kunsthauses Grenchen - Ausstellung vom 11. Februar bis 10. April. Vernissage am Donnerstag, 10. Februar um 18.30 Uhr.

Ins Auge gefallen

GRENCHEN

Je zwei Gratis-Eintrittskarten für das Theaterstück «Verbrennungen», heute abend im Grenchner Parktheater, haben gewonnen: Theresia Bur, Selzach und Christian Schwab, Arch. Wir gratulieren herzlich!

Gewinner

GRENCHEN

Der besondere Konzert-Abend in der Musigbar Grenchen: Am Freitag, 11. Februar spielen ab 21.30 Uhr «Spano and the Weavers play Dylan» die legendären Songs des Bob Dylan. Der Eintritt ist frei.

Bob Dylan-Abend

GRENCHEN

NEWS

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MARTINA NIGGLI (TEXT, BILD)

Daniel Staufer wird Aushilfschauffeur genannt, weil er hauptberuflich als Chauffeur beim Werkhof der Grenchner Baudirektion angestellt ist - seit 17 Jahren. «Ganz zuerst habe ich jedoch Bäcker-Konditor gelernt. Doch der Beruf war mit meinen Sport-Trainings nicht vereinbar. Deshalb habe ich mich umgeschult», gibt der Sportangefressene preis. Für den Geschäftsführer des BGU, Hans-Rudolf Zumstein, kommt ein «eigener» Bus-

GRENCHEN Fans der EHC Biel - Eishockeyaner reisen bevorzugt mit dem Postfinance Hockeyexpress an Spiele. Daniel Staufer führt jene als Aushilfschaffeur beim Busbetrieb Grenchen und Umgebung (BGU) vor die Stadien.

ür 5 Franken an Heimspiele, für 20 Franken an Auswärtsspiele in der ganzen Schweiz – diese Aktion kommt bei Eishockey-Fans gut an. Deshalb wird der Postfinance Hockeyexpress heuer bereits in der dritten Saison durchgeführt. Die beiden Fahrer des Fanbuses sind Hans-Rudolf Zumstein, Geschäftsführer BGU, und Daniel Staufer. Letzterer ist selber ein grosser EHC Biel Fan und geniesst es, an alle Spiele fahren zu können. Denn: «Wir gucken jedes Spiel live vor Ort mit. Wir erhalten Tickets vom EHC Biel persönlich», sagt Daniel Staufer. Wie kam es überhaupt zu dieser Zusammenarbeit? Der 46-Jährige erzählt: «Als der EHC Biel in die Nati A aufgestiegen ist, hatten Hans - Rudolf Zumstein und ich die Idee eines Fanbusses. Je besser der Klub spielt, umso begehrter die Bustickets. Ohne Vorverkauf läuft zurzeit nichts.»

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ANGELA KUMMER, LEITERIN DES KULTUR - HISTORISCHEN MUSEUM GRENCHEN UND PRÄSIDENTIN DER KULTURKOMMISSION GRENCHEN, SPENDET IHR HONORAR VON 100.- AN GRANGES MELANGES.

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Seeland / Grenchen

Nr. 6 | Donnerstag, 10. Februar 2011

Frischer Wind im Pfarramt BÜREN AN DER AARE hat eine neue Pfarrerin. Die 34 - jährige Thunerin Sandra Begré hat nach ihrem Auslandaufenthalt am1. Februar ihr Amt in der Evangelisch - reformierten Kirchgemeinde Büren aufgenommen. MARTINA NIGGLI (TEXT, BILD)

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andra Begré verdutzt. Die 34Jährige lacht: «Weil ich nicht dem gängigen Klischee der typischen Pfarrerfigur entspreche.» Wo sie recht hat, hat sie recht. Blaue Augen, zierliche Figur und blonde kurze Haare - so sieht die neue Pfarrerin der Evangelisch - reformierten Kirchgemeinde Büren an der Aare und Meienried aus. Warum wählt jemand wohl den Beruf einer Pfarrerin aus? «Als Kind habe ich stets grosse Fragen über das Leben und die Welt gestellt, zum Beispiel, woher wir kommen und was wir hier tun», erzählt die Thunerin, «Pfarrerin zu werden kristallisierte sich während meines Theologiestudiums in Bern heraus.» Zum ersten Mal Pfarramt - Luft geschnuppert hat Sandra Begré während des ersten Praktikums im Studium und im Vikariat, das sie im Pfarramt Oberbottigen in der Kirchgemeinde Bern-Bümpliz absolvierte. Darauf folgten im November 2004 ihre Ordination und der fliessende Übergang in die Arbeitswelt. Während fünf Jahren war Sandra Begré als Pfarrerin bei der Kirchgemeinde Thun-Strättligen tätig. Bis es sie in den Süden zog. «Aufbruch nach Brasilien!» hiess es im Februar 2010. Für ein Jahr in’s Ungewisse. Im Süden Brasiliens half Sandra Begré bis Dezember 2010 als Vo-

lontärin bei einem Schweizer Projekt mit. In diesem Projekt werden unter anderem Kinder und Suchtkranke betreut. Die Arbeitsstätten, worin die Suchtkranken beschäftig werden, sind ein Kurszentrum und ein Restaurant. Die Pfarrerin: «Ich koordinierte diesen letzteren Bereich und war für die Begleitung der Klienten zuständig, die in unserem Restaurant arbeiteten. Es waren ganz andere und ganz neue Erfahrungen. Ich musste einfach noch einmal aufbrechen!» Nebenbei führte sie im Projekt Besinnungen und Bibelarbeiten durch und versuchte, ein Netzwerk unter den Frauen aus den ärmeren Quartieren der Umgebung aufzubauen. Begré’s Fazit: «Das Leben in Brasilien ist weniger behütet als das Unsrige.» Im brasilianischen Süden entdeckte die Berner Tierliebhaberin den Stellenausschrieb für die Pfarramtstelle in Büren. «Vom Stedtli wusste ich vorher kaum etwas», gesteht sie. Kaum beworben wurde sie an das Vorstellungsgespräch geladen. Von Brasilien aus? Die junge Pfarrerin lacht herzlich: «Dieses fand über Skype und Webcam statt!» Gereizt hätten Sandra Begré an dieser Stelle zwei Dinge: einerseits der Schwerpunkt auf Jugend- und Kinderarbeit, andererseits die Möglichkeit, auf 70 Arbeitsprozent zu reduzieren. Noch wurde Sandra Begré nicht definitiv von der Kirchgemeindeversammlung in das Pfarramt gewählt. Dies wird in

«Wir sind dem Traditionellen verpflichtet», findet die neue Pfarrerin Sandra Begré. naher Zukunft jedoch geschehen und sie freut sich: «Nun beginnt für mich hier im Seeland ein neuer Lebensabschnitt.» Sandra Begré, die als wichtigstes Hobby zwei Esel hält, hat am 1. Februar ihren ersten Arbeitstag hinter sich bringen dürfen. Ihre Ziele? «Ihre Ziele? Die Bilder in den Köpfen der Menschen von der verstaubten Insti-

tution Kirche relativieren.» Zugleich müssten Traditionen beibehalten werden. Begré: «Es wäre arrogant, alles über Jahrhunderte Gewachsene neu erfinden zu wollen!» Die Kirche solle jedoch lebendiger werden und offen sein für das, was die Menschen heute bewegt. Begré empfindet ihre Arbeit als Privileg: «Man kann sich für die grossen Fragen des Lebens Zeit nehmen.»

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NEWS

Remo Bill, neuer SP-Parteipräsident An der Generalversammlung der Sozialdemokratischen Partei (SP) Grenchen wurde Remo Bill zum neuen Präsidenten gewählt. Seit der Generalversammlung 2009 ist der verheiratete Familienvater Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Grenchen. Im Mai 2009 wurde er in den Gemeinderat gewählt. Als «Quereinsteiger» sei Remo Bill politisch unverbraucht. Die Beweggründe für Remo Bill’s politisches Engagement? «Da mir Grenchen sehr am Herzen liegt, habe ich beschlossen, mich aktiv politisch zu engagieren», begründet der seit 25 Jahren in Grenchen wohnhafte Architekt. Bill arbeitet als Partner im Büro 2bm Architekten Solothurn / Grenchen. Lesen, Orientierungslauf, Natur und Politik zählen zu seinen Hobbies. Dank der Erfahrung bei diversen Grossprojekten wie Sportveranstaltungen (Orientierungslauf Schweizermeisterschaften) oder Bauvorhaben (Ausbildungszentrum SBB, Löwenberg Murten, Hauptpost Aarau, Sanierung Haldenschulhaus, City Grenchen, Schulhaus Büelen Bettlach, etc.) verfügt Remo Bill über Entscheidungswillen, Kostenund Qualitätsbewusstsein.

Ziele Remo Bill’s Ziele: «Ich will eine gute Kommunikation zwischen Vorstand und den Parteimitgliedern pflegen. Die Grenchner Bevölkerung soll mehr Vertrauen in unsere Politik gewinnen. Die Stadt Grenchen soll ein Ort sein, wo man gerne lebt und arbeitet.


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Immobilien

Donnerstag, 10. Februar 2011 | Nr. 6

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Immobilien / Stellen

Nr. 6 | Donnerstag, 10. Februar 2011

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Agenda

Donnerstag, 10. Februar 2011 | Nr. 6

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or kurzem bin ich viel zu früh morgens aufgewacht. Es war etwa halb sechs. Genau weiss ich es nicht, da ich mich weigere, auf den Wecker zu gucken. Neben mir wälzte sich mein Freund von der einen auf die andere Seite. Er war also auch wach. Aber ich blieb ruhig liegen, denn er hat die Gewohnheit, mir mitzuteilen, wie lange ich noch schlafen kann, bis der Wecker losgeht - und das nervt! Doch kaum hatte ich diesen Entschluss gefasst, wurde mir zu warm unter der Decke. Also strampelte ich sie unauffällig weg von mir. Kaum war sie weg, wurde mir kalt. Also versuchte ich die Decke wieder über meinen Körper zu kriegen. Nach 20 Mal hoch- und runterstrampeln hatte ich endlich die richtige Temperatur und wollte mich entspannen. Doch weit gefehlt. Nun war zwar die Temperatur in Ordnung, aber die Schlafposition nicht angenehm. Also drehte ich mich auf die andere Seite. Doch das gefiel meinem Körper noch weniger. Also erneut umdrehen und hoffen, dass es diesmal klappt. Wieder 30 Mal hin- und herwälzen, bis ich die richtige Temperatur auch die richtige Schlafposition gefunden hatte. Kaum wollte ich wieder einschlafen, fing mein Kopf an zu jucken. Also kratzte ich mich unauffällig, da meldete sich der Rücken, danach die Beine - ich versuchte weiterhin mich unauffällig zu kratzen.

NEU IM KAKADU © SELBSTVERTEIDIGUNGSKURSE • Für Erwachsene Di, 18.30–19.45 Uhr • Für Kinder Sa, 10.30–11.45 Uhr © Start 22./26. Februar 2011



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Endlich war alles so, wie es sein sollte. Ich freute mich auf den verbleibenden Schlaf. Schon sanken langsam meine Augen zu - da sagte mir mein Freund, wie lange ich schlafen kann, bis der Wecker losgeht ...

Anna Meister

DIESE WOCHE IN GRENCHEN

DONNERSTAG, 10. FEBRUAR 18.30: «Ins Auge gefallen». Vernissage. Ansprachen: Bernadette Walter (Uni Bern, SIK-ISEA), Studierende des Instituts für Kunstgeschichte der Universität Bern und Eva Inversini (Kunsthaus Grenchen). Öffnungszeiten: Mi–Sa 14–17 Uhr, So 11–17 Uhr. Bis 10. April. Kunsthaus Grenchen, Bahnhofstrasse 53. 20.00: «Verbrennungen» von Wajdi Mouawad. Regie: Lydia Bunk. Parktheater, Lindenstrasse 41.

FREITAG, 11. FEBRUAR

19.00: 77. Generalversammlung der TCS Regionalgruppe Grenchen und Umgebung. Parktheater.

MITTWOCH, 16. FEBRUAR 19.00: Filmabend «Grenchner Fasnachtsumzüge vor 40 Jahren». Die Museums-Gesellschaft Grenchen zeigt in Zusammenarbeit mit dem Film- und Videoclub Büren Filme über Fasnachtsumzüge von 1977–1981, alle im Format Super 8, teilweise mit Liveton, gedreht von Fredy Krebs. Kultur-Historisches Museum (Marti-Schenk-Raum), Absyte 3.

8.00–12.00: Wochenmarkt. Marktplatz.

DONNERSTAG, 17. FEBRUAR

21.30: Konzert von Gianni Spano und seinen Weavers. Lieder von Bob Dylan. Eintritt frei. www.giannispano.ch Musigbar, Solothurnstrasse 8.

14.00: Senioren-Jassnachmittag. Einzelschieber mit zugelostem Partner. Restaurant Hirschen, Bielstrasse 20.

SAMSTAG, 12. FEBRUAR 21.00–24.00: Midnight Sports & Music. Sport, DJs, Tanz, Kiosk für Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren. Eintritt frei. Doppelturnhalle Zentrum, Schulstr. 11.

SONNTAG, 13. FEBRUAR 11.45: Zäme schmöckt’s besser – Essen in Gesellschaft. Gemeinsames Mittagessen. Parktheater (Restaurant).

LENGNAU

17.00: Internationales Gitarrenfestival: Rubén Parejo (E), Maurizio di Fulvio (I). Kirchenzentrum, Emil-Schiblistrasse 3.

LENGNAU

FREITAG, 18. FEBRUAR 8.00–12.00: Wochenmarkt. Marktplatz. 19.00–22.30: Kinderdisco. Mit DJ Shipi. Für Kinder von 8 bis 12 Jahren. Betreuung durch das Lindenhaus-Team. Lindenhaus, Lindenstrasse 29.

SAMSTAG, 19. FEBRUAR 20.15: Renato Kaiser mit «Er war nicht so – Ein Nachruf». In einem Programm präsentiert Renato Kaiser das Leben und

Werk von Renato Kaiser, von seiner Geburt über seine literarische Blütezeit bis zu seinem mysteriösen Verschwinden. www.derkaiser.ch Kleintheater Grenchen (Aula Schulhaus IV), Schulstrasse 35. Vorverkauf: Busbetriebe BGU, 032 644 32 11 21.00–24.00: Midnight Sports & Music. Sport, DJs, Tanz, Kiosk für Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren. Eintritt frei. Doppelturnhalle Zentrum, Schulstr. 11.

SONNTAG, 20. FEBRUAR 11.30: «Der Vorhang wird gelüftet». Die Studierenden geben während einer Führung Einblick in den Entstehungsprozess der Ausstellung «Ins Auge gefallen». Der Besuch des Depots bietet einen Blick hinter die Kulissen. Kunsthaus Grenchen, Bahnhofstrasse 53. 11.30–12.30: «Gioconda». Workshop mit Rosalina Battiston. Parallel zur Führung begeben sich Kinder ab 5 Jahren mit Lupe und Farbstiften auf Schatzsuche. Kunsthaus Grenchen.

Foto: Grenchen Tourismus

Ausflugstipp: Raus aus dem Nebel! Genug vom Grau-in-Grau? Sehnsucht nach blauem Himmel und Sonne? Kein Problem – die Grenchenberge sind nicht weit! Mit dem Auto (Strassen-Sperrzeiten beachten!) oder dem BGU-Bus (www.bgu.ch) geht’s ganz bequem nach oben. Oder wieso nicht einmal zu Fuss?

Ab Holzerhütte sind die Grenchenberge auf gut beschilderten Wanderwegen in 2 bis 3 Stunden zu erreichen. Die kulinarischen Köstlichkeiten der Berggasthöfe schmecken nach dem Marsch umso besser. www.grenchentourismus.ch

14.00: Streethockey-Meisterschaft NLA. Grenchen-Limpachtal - Martigny. Schulhaus Eichholz, Wittmattstrasse 77. ●

MONTAG, 21. FEBRUAR 14.30: Heini Bürkli verzöut us äm Narrechäppli. Organisiert von Pro audito, der Verein für Menschen mit Hörproblemen. Häxecafi, Kapellstrasse 26.

AUSSTELLUNGEN/MUSEEN

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> EINSENDUNGEN

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Auf der Agendaseite wird eine Auswahl der Anlässe in Grenchen publiziert (Einsendung bis 14 Tage vorher). Mehr Anlässe auf www.grenchen.ch. Anmeldung der Anlässe:

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www.grenchen.ch (Online-Formular) event@grenchnerstadtanzeiger.ch

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Grenchner Stadt-Anzeiger Veranstaltungen Kapellstrasse 7 2540 Grenchen

DIENSTAG, 15. FEBRUAR 14.00: Senioren-Jassnachmittag. Einzelschieber mit zugelostem Partner, «Undeufe und Obeabe». Jedes Spiel zählt 157 Punkte. Parktheater.

Kunsthaus Grenchen, Bahnhofstrasse: «Ins Auge gefallen». Bis 10. April. Werke aus der Sammlung der Stiftung Kunsthaus Grenchen. www.kunsthausgrenchen.ch Mi/Fr/Sa 14–17 Uhr, So 11–17 Uhr

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Kultur-Historisches Museum, Absyte: Dauerausstellung «Vom Bauerndorf zur Industriestadt». Sonderausstellung «Wie lebten unsere Grosseltern?». Bis 24. Februar. «Gastauftritt». Objekte aus dem Depot: Schreibtelegraf des Bahnhofs Grenchen Süd. www.museumgrenchen.ch Mi/Fr–So 14–17 Uhr

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Keine Publikationsgarantie

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