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P.P. 2540 Grenchen

3. Februar 2011 | Nr. 5 | 72. Jahrgang

Verbreitungsgebiet: Grenchen, Bettlach, Selzach BE: Romont, Lengnau, Pieterlen, Meinisberg, Safnern, Meienried, Büren a.A., Rüti b.B., Arch, Leuzigen Inserate: Kapellstrasse 7, 2540 Grenchen, Tel. 032 654 10 60, e-mail: inserate@grenchnerstadtanzeiger.ch Redaktion: Tel. 032 652 66 65

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> IN DIESEM STADTANZEIGER

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Im Streiflicht: Schülerhallenturnier des FC Fulgor in der Doppelturnhalle Grenchen.

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Donnerstag, 10. Februar 2011, 20.00 Uhr

Verbrennungen PA R K T H E AT E R GRENCHEN www.parktheater-grenchen.ch

Theaterabende, an denen man das Gefühl hat, dass Text, Regie, darstellerisches Können zu einer Einheit zusammenfliessen, gibt es nicht allzu oft. Ticketverkauf: Buchhandlung Lüthy Bettlachstr. 8 · Grenchen · Tel. 032 653 14 89 Oder unter www.parktheater-grenchen.ch/ticketing Preise: Fr. 30.– bis Fr. 35. –

«Verbrennungen» – Gegenwartstheater auf hohem Niveau! EURO-STUDIO Landgraf mit Carsten Klemm, Katja Herrmann, u. v. a.

DAS PORTRÄT

Das Schach-Genie FABRICE AEGERTER ist erst 14 Jahre alt. Und spielt bereits mit den Grossen Schach. Der Hochbegabte ist das Ausnahmetalent im Schachklub Grenchen, nur weiss es (fast) niemand. MARTINA NIGGLI

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eine Bescheidenheit: eindrücklich; seine Reife: überdurchschnittlich; seine Schachzüge: genial. Fabrice Aegerter lässt so manchen eingesessenen Schach-Spieler staunen und auch mal verzweifeln, wenn er vom 14jährigen besiegt wird. Fabrice sei ein Ausnahmetalent, sagt Andreas Ehrsam vom Schachklub Grenchen. Der 14-jährige Bezirksschüler wurde dort vor zweieinhalb Jahren als erster Minderjähriger aufgenommen, nachdem er in der Badi spontan ein paar Männer im Schach «weggeputzt» hat. Fabrice’s Interesse an Schach wurde bereits im Alter von sieben Jahren an einer Geburtstagsfeier eines Kameraden geweckt. Seitdem blüht der ruhige, besonnene Junge auf, wenn von Partien und Strategien gesprochen wird. Am 23. Januar am 11. Baloise Bank SoBa Rapidopen Schachturnier in Grenchen heimste er den Preis als bester Junior ein. Ein Porträt über Fabrice in dieser Ausgabe.

Diese Woche im

SONDERSEITE Schach-Talent Fabrice Aegerter mit seiner Goldmedaille, die er 2009 an der Mannschaftsmeisterschaft im Schnell-Schach in Grenchen gewonnen hat.

HANDWERKER


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Veranstaltungen

Donnerstag, 3. Februar 2011 | Nr. 5

SCHNÄPPCHEN

Porzellan - Figuren Die Gemeinnützige Gesellschaft Grenchen präsentiert regelmässig Fundstücke aus ihrer Brocante an der Bürdengasse in Grenchen. Durch den Verkauf guterhaltener Einrichtungsgegenstände wird Hilfe für Bedürftige der Region möglich. Es besteht ein kostenloser Abholdienst.

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Amtliche / Kirche

Nr. 5 | Donnerstag, 3. Februar 2011

IMPRESSUM

amtlicher Anzeiger für die Stadt Grenchen, www.gsa-online.ch Verbreitungsgebiet: Grenchen, Bettlach, Selzach, Romont, Lengnau,Pieterlen, Meinisberg, Safnern, Meienried, Büren a. A., Rüti b. B., Arch, Leuzigen Erscheinungsweise: wöchentlich, Donnerstag Herausgeber: Vogt-Schild Anzeiger AG, Kapellstrasse 7, 2540 Grenchen Geschäftsführerin: Lara Näf, 032 654 10 66, lara.naef@azmedien.ch Redaktion: Joseph Weibel, Redaktionsleiter und Martina Niggli, 032 652 66 65, Kapellstrasse 7, 2540 Grenchen, redaktion@grenchnerstadtanzeiger.ch Inseratenverkauf: Vogt-Schild Anzeiger AG, Kapellstrasse 7, 2540 Grenchen, 032 654 10 60 inserate@grenchnerstadtanzeiger.ch Druckerei: Mittelland Zeitungs Druck AG, SolPrint, 4553 Subingen Inserateschluss: Mittwoch, 12.00 Uhr Inseratepreis: www.gsa-online.ch mm sw CHF -.75 / mm farbig CHF 1.15 Stellen: mm sw CHF -.90 Immobilien: CHF -.85 alle Preise zuzüglich 8% MwSt. Auflage WEMF-beglaubigt: 21 653 Ex. Copyright: Vogt-Schild Anzeiger AG Der Grenchner Stadt-Anzeiger ist Mitglied des Regional-Kombis Ein Produkt der

Kleines Inserat, grosse Wirkung.

Verleger: Peter Wanner CEO: Christoph Bauer www.azmedien.ch Namhafte Beteiligungen nach Art. 322 Abs. 2 StGB:

Aargauer Zeitung AG, AZ Anzeiger AG, AZ Crossmedia AG, AZ Fachverlage AG, AZ Management Services AG, AZ Vertriebs AG, Media Factory AG, Basellandschaftliche Zeitung AG, Berner Landbote AG, Mittelland Zeitungsdruck AG, Radio Argovia AG, Radio 32 AG, Radio 32 Werbe AG, Solothurner Zeitung AG, Tele M1 AG, TMT Productions AG, Vogt-Schild Anzeiger AG, Vogt-Schild Druck AG, Vogt-Schild Vertriebs GmbH, Weiss Medien AG

Hilfe zur Selbsthilfe Helfen Sie mit! Procap, Schweizerischer Invaliden-Verband Postfach, 4601 Olten, Tel. 062 206 88 88 PC 461809-1, www.procap.ch für Menschen mit Handicap

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Menschen

Donnerstag, 3. Februar 2011 | Nr. 5

IM STREIFLICHT

300 Kinder im Fussball-Fieber

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ie ein Blitz saust der Junge im Fussballdress vorbei; die Turnhalle ist gefüllt mit erhitzten Gesichtern. Das FC Fulgor-Schülerturnier in der Doppelturnhalle Grenchen ist ein friedlicher und überaus beliebter Anlass - seit 19 Jahren. 47 Teams, 300 Kinder und rund 1000 Besucherinnen und Besucher ist die Bilanz vom vergangenen Wochenende. «90 Prozent der Teilnehmer», so OK-Präsident Mario Bernasconi, «sind Grenchner Schüler der 1. bis 7. Klasse». Das traditionelle Schülerturnier zieht aber auch immer Auswärtige nach Grenchen. «Gewinner sind all jene, die mitmachen», sagt Bernasconi. Die Stimmung war jedenfalls während den beiden Turniertagen hervorragend und das trübe Wetter lockte noch mehr Zuschauer in die Doppelturnhalle. Die Helfer der Festwirtschaft hatten alle Hände voll zu tun.

Für Sie Unterwegs Joseph Weibel

Martina Niggli

Sie stehen stellvertretend für 47 teilnehmende Mannschaften, 300 Kinder und gesamthaft 1000 Personen am 19. FC Fulgor - Schülerturnier in der Doppelturnhalle.

Die Aktiven hinter der Theke (links): Paul Affolter, Ruedi Straub, Walter Strausak und Werner Kocher.

Superkicker und FC Schelling (links): Rico Candria, Alessandro Niederhauser, Luca Luterbacher und Alex Serratore.

Frauenpower pur und den FC Smileys repräsentierend (links): Sina Rossel, Lea Meier, Melanie Wettmann und Lorena Riedwyl.

Bettlach und Schnottwil im Bild (links): Patrick Marti, Pascal Schwab, Robin Marti und Pascal Schluep.

OK und Sponsoren: OK-Präsident Mario Bernasconi (rechts), Urs Neuhaus (Sponsoring), Rolf und Claudia Bieri (Bieri & Co. AG, Grenchen)

Weiss und heiss (links): Yan Hegelbach, Leandro Arcorace, Linard Baerel,Samuel Kohli, Joël Rüefli, Jetmir Zairi, Livia Donato (kniend).

Beobachten gespannt, wie ihr Enkel um Tore kämpft (links): Margrit Choffat mit Gatte Eric.

Feuern ihre «Gspänli» der 6. Klasse an (links): Arina Gorana, Leila Hofer, Rael Csatlos und Samira Veseli.

Während das dritte Kind Fussball spielt, posieren Regula (links) und Reto Schwab mit Sohn Philipp und Tochter Jasmin. ●

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DIE FAKTEN

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Gastgeber:FC Fulgor Grenchen. Teilnehmer:300 Kinder, Eltern und Angehörige Stimmung:Ausgelassen und sportlich. Highlight: Rangverkündigung am Sonntagmachmittag. Gesprächsthema: Die 20. Austragung im nächsten Jahr

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Ihre Seite

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Wenn die Väter mit den Söhnen (links): Augusto Fabbro mit Sohn Cristian, Timo Castrini mit Papa Rodi Castrini.

Wollen auch Sie Ihren Event und Ihre Gäste ins Bild und ins richtige Licht rücken? Rufen Sie uns an, wir informieren Sie gerne über die Konditionen. Telefon: 032 652 66 65 oder 032 654 10 60.

Frauennachmittag in der Doppelturnhalle (links): Die Grenchnerinnen Yvonne Grichting und Karine Goranin

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Büren / Seeland

Donnerstag, 3. Februar 2011 | Nr. 5

STREIFLICHT

2. Wirtschafts-Apéro in Pieterlen

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urchwegs optimistische Töne am 2. Wirtschaftsapéro der Gemeinde Pieterlen. Nach 2005 lockte die Behörde gut 100 Besucherinnen und Besucher in die Mehrzweckhalle zu einem interessanten Referat von Claude Maurer, leitender Ökonom der Credit Suisse. Er führte zwar die Anwesenden zeitweise durch ein Wechselbad der Gefühle, verbreitete aber Optimismus: «2011 wird ein gutes Wirtschaftsjahr».

Für Sie unterwegs Joseph Weibel

Martina Niggli

Gemeindepräsidentin Brigitte Sidler machte beste Werbung für ihr Dorf: «Pieterlen ist lebendig, hat einen attraktiven Steuerfuss und ein tolles Kultur-, Freizeits- und Vereinsangebot.»

Gute Stimmung genossen (links): Andreas Keller (Biel), Dorothea Schlapbach (Leubringen) und René Schlauri (Biel).

Gastgeber und Referent (links): Vize-Gemeindepräsident Martin Scholl, Präsidentin Brigitte Sidler und Claude Maurer (Credit Suisse).

Der neue Bieler Stadtpräsident Erich Fehr gab sich ein Stelldichein (rechts),im Bild mit Ulrich Gribi (Büren).

Frauen-Power (links): Andrea Roch, Heidi Aeschbacher, Patricia Bianco (rechts) mit Hans Peter Scholl. ●

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Gastgeber: Gemeinde Pieterlen. Gäste: Vertreter aus Industrie, Gewerbe und Politik aus der Region. Highlight: Referat von CS-Ökonom Claude Maurer. Wichtigstes Gesprächsthema: Die intensive Bautätigkeit in Pieterlen. Apéro: Herrlich mundender Apéro riche.

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Ihre Seite

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Gemeindevertreter (links): P aul Bertenghi (Sozialdienst), Christian Zumstein (Gemeindeschreiber) und Finanzer Michel Sassanelli.

Gut gelaunt (links): Alexandra Moser, Pietro Canal und Ulrike Scholl (Gattin des Vize-Gemeindepräsidenten).

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Angriff zur Verteidigung GRENCHEN Der erst 14-jährige Fabrice Aegerter gilt als Ausnahmetalent unter den regionalen Schachspielern. Er ist Mitglied in zwei Schachklubs und heimst an Schachturnieren regelmässig Preise ein. MARTINA NIGGLI (TEXT, BILDER)

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r erscheint schüchtern, abwartend und bescheiden. Dabei hat Fabrice Aegerter jeden Grund, stolz auf sich zu sein. In Schachkreisen gilt er als Ausnahmetalent, in seiner Bezirksklasse als hochbegabt. Kaum nimmt man das Wort «Schach» in den Mund, sprudelt der 14-jährige Bezirksschüler nur so heraus: «Das erste Mal Schach gespielt habe ich an der Geburtstagsparty eines Klassenkameraden. Ich war sieben.» Aussergewöhnlich. Aus Interesse wurde Leidenschaft. Aus Leidenschaft Erfolg.

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Grenchner Stimme

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DR. ALEXANDER KOHLI

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Schachausbildungs- und Förderprogramm im Jugendschach. Dort lernt der Nachwuchs die Strategien zu verbessern, Analysen vorzunehmen und simultan zu spielen. «Ich schreibe mir jeden Schachzug auf», so der Bezirksschüler. Er liest auch Sachbücher, studiert die Bilder und spielt das Beschriebene auf dem Brett nach. Er sei nie zu müde, um zu spielen, betont Fabrice. Um sein Talent wird der junge

Grenchner des Öfteren beneidet. Keine schöne Erfahrung für einen Jugendlichen. Nichtsdestotrotz gehört seine Leidenschaft dem exotischen Sport Schach. «Das Schönste daran ist die Geduld, die man in Anspruch nehmen darf. Ich überlege gerne und lange», beschreibt Fabrice. Der Reiz sei, nicht zu wissen, was kommt. Und seine Strategie? «Angreifen, wenn der andere Fehler macht», grinst er. Das Schwierigste für ihn seien die schnel-

len Schach-Partien. «Weil man kaum Zeit zum Überlegen hat», so das Ausnahmetalent. Fabrice Aegerter hat bereits einige Preise eingeheimst. 2009 eine Goldmedaille und vor zwei Wochen den Preis als bester Junior am 11. Baloise Bank Rapidopen Schachturnier in Grenchen. Andreas Ehrsam vom Schachklub Grenchen ist überzeugt: «Von Fabrice wird man noch viel hören.»

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In’s Liebesglück getanzt

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DIAMANTENE HOCHZEIT Er der Sportliche, sie die Fleissige - ein gemeinsames Hobby: das Tanzen. Vor 65 Jahren auf dem Tanzboden sprang der Funke zwischen Géo und Olga Voumard. Seit 1951 sind sie verheiratet.

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MARTINA NIGGLI (TEXT, BILDER)

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0 Jahre Ehe hätten eigentlich einen Oskar verdient. Durchschnittlich jeder Zweite trägt den schweren Rucksack, wo auch eine Scheidung zum Gewicht beiträgt. Géo und Olga Voumard aus Grenchen zählen zu der Generation, wo die Parole «Bis dass der Tod euch scheidet» noch gelebt wird. Am 5. Januar 2011 stiessen die beiden Pensionäre auf 60 Jahre Ehe an. Der 83-jährige Géo Voumard grinst: «60 Jahre Kampf!» Seine Gattin Olga grinst zurück: «Es musste einfach funktionieren.» Er, der humorvolle Sportler, welcher 40 Jahre lang als Korporal der Stadtpolizei Grenchen für Ordnung sorgte - sie, die fleissige Bettlacherin, welche ihre Familie vergöttert(e). Wo treffen sich zwei derart verschiedene Charaktere? «Auf dem Tanzboden im ehemaligen «Schwizerhüsli» in Grenchen», schiesst Géo Voumard heraus, «Ich holte Olga zum Tanzen.» Ein Lächeln huscht über das Gesicht seiner Gattin: «Meine Schwester hat mich dahin mitgeschleppt. Ich habe mich gleich in ihn verguckt. Er war ein gar Schöner.» Géo Voumard verlässt den Raum und kehrt mit einem golden-eingerahmten Schwarz-Weiss-Bild von Olga als junge Dame zurück: «Ich wäre blöd gewesen, hätte ich nicht zugeschlagen!» Zugeschlagen hat er, und zwar erfolgreich. Nach dem Kennenlernen trafen sich die jungen Verliebten regelmässig. Der Alltag jedoch blieb steinig. Olga Voumard: «Wir mussten beide viel und hart arbeiten.» Ihren

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Olga und Géo Voumard freuen sich auf weitere Ehejahre miteinander.

Zwei, die sich gefunden haben: Die Hochzeit am 5. Januar 1951.

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Berufswunsch Coiffeuse verabschiedete sie für ihre Eltern, welche Hilfe auf dem Bauernhof benötigten. Ihren Einsatz für die Familie zog sich im Leben der heute 82-Jährigen weiter. Als nach fünf Jahren Beziehung geheiratet wurde, dauerte es nicht lange, bis der Storch drei gesunde Kinder in’s Hause Voumard flog. Olga Voumard: «Ab da war ich bedingungslos für unsere beiden Buben und die Tochter da.» Ein Polizei-Korporal als Gatte - keine einfache Situation. «Ich war halt beruflich viel und zu allen (un)möglichen Uhrzeiten weg», sinniert der Gatte, «Und in der Freizeit widmete ich mich der Leichtathletik und dem Zehn-Kampf.»

Trotz aller Alltagsmühen: Die Liebe blieb. Olga Voumard habe nie gejammert, sondern sei einfach immer da gewesen. Géo Voumard: «Das war schön.» Ihr Rezept für die Ehe? «Man braucht Charakter, soll einander kritisieren, entgegenkommen und zusammenhalten», sind sich beide einig. «Ich mag Olga’s Putzfimmel», lacht der ehemalige Polizist, «Und ihren Fleiss. Sie ist eine gute Mutter und zeigte nie Eitelkeit oder Stolz.» Olga Voumard wird leicht verlegen. Was sie denn an ihm möge? «Es ist alles recht», antwortet sie bescheiden. Nur sage er ihr nie «Schatz» und lese zu viel Zeitung, fügt sie an - und tippt ihrem Gatten auf die Schulter: «Hast du gehört!»

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arum finden wir nach wie vor kaum Frauen mit Kindern in der Arbeitswelt? Ist frauenfeindliche Personalpolitik die Ursache, dass wir sie hauptsächlich im Haushalt und in Wartestellung für den Transport zum Kindersport haben? Nach einer Umfrage (www.regus.at) sollen mehr als die Hälfte der Firmen in Mitteleuropa keine Mütter von schulpflichtigen Kindern anstellen wollen, weil sie erneut schwanger werden könnten oder den derzeitigen Herausforderungen nicht entsprächen. Ich sehe ein ganz anderes Bild: Die heutige Arbeitswelt verlangt ganz einfach vollen Einsatz. Teilpensen sind nur dort möglich, wo die anfallenden Arbeiten flexibel bewirtschaftet werden und ArbeitnehmerIn den Arbeitseinsatz zu Gunsten von Fertigstellungterminen anpassen können. Die Firmenchefs geben daher Vollzeitangestellten im Sinne der Konstanz der eigenen Unternehmung oft den Vortritt. Teilpensen verlangen vom Arbeitgeber mehr Flexibilität und bedeuten somit Aufwand. Doch wer trägt denn nun die Hauptlast im Falle einer arbeitstätigen Mutter mit Kind? Es ist die Mutter selber! Der werktätige Mann glaubt voll eingespannt zu sein. Er hat auch bei viel gutem Willen kaum die Möglichkeit, die Kinder vermehrt zu betreuen, es sei denn er reduziert sein Arbeitspensum unter Inkaufnahme von Nachteilen wie Aufstiegsmöglichkeiten usw. Die Unterstützung der Kinder bleibt ohne Hilfe von andern also an der teilzeitarbeitenden Mutter hängen. Die Allgemeinheit bezahlt nicht für die teilzeitarbeitenden Mütter, denn die Betreuungs-Preise für gut verdienende Eltern sind kostendeckend angesetzt. Auch die Unternehmungen werden nicht speziell gefordert, denn Mütter mit Kind leisten wesentlich mehr Einsatz als vertraglich festgelegt – auch zur Unzeit – um zu beweisen, dass sie ihr Engagement wert sind. Die Frau verwirklicht sich also auf ihrem eigenen Buckel, indem sie sich anpasst und verrenkt, dass die Bedürfnisse der Kids, des Arbeitgebers und der Familie abgedeckt werden können! Funktionieren tut’s aber letztlich nur gut, wenn ein Elternteil verzichtet oder vernünftige Tagesstrukturen geschaffen werden.

Fabrice Aegerter mit seinem liebsten «Spielzeug», dem Schachbrett. Er bereitet gerade einen Schach-Zug vor.

Die Gruppenstunde des Pfadfinderbundes Seeland findet am Freitag, 4. Februar von 19 bis 21 Uhr in der Zivili Arch statt.

Pfadistunde

ARCH

Von Februar bis März wird im Kultur - Historischen Museum der Telegrafenapparat präsentiert, der zuletzt im Bahnhof Grenchen Süd in Betrieb war. Weitere Informationen unter 032 652 09 79 oder info@museumgrenchen.ch.

Telegraph - Auftritt

GRENCHEN

Das Parktheater Grenchen lädt am Donnerstag , 10. Februar 2011 um 20 Uhr zum Theater «Verbrennungen». Das Spiel handelt von der 60-jährigen Nawal Marwan, welche bei ihrem Tod ihrem Mann ein geheimnisumwittertes Testament hinterlässt. Vorverkauf: Buchhandlung Lüthy + Stocker AG, Grenchen, Tel. 032 653 14 89 oder unter www.parktheater-grenchen.ch/ticketing. Der Grenchner Stadtanzeiger und das Parktheater Grenchen verlosen 2x2 Gratis-Tickets. Senden Sie Ihren Namen und Adresse an redaktion@grenchnerstadtanzeiger.ch oder via Brief an Grenchner Stadtanzeiger, Kapellstrasse 7, 2540 Grenchen. Einsendeschluss: Montag, 7. Februar 2011.

Ticketverlosung

GRENCHEN

NEWS

«Mein erstes Schachbrett übernahm ich vom Grosi», erzählt Fabrice Aegerter. Im Alter von neun trat er dem Jugendschachklub Grenchen bei. Bereits nach einem halben Jahr reiste er für acht Tage das erste Mal von Zuhause weg - in das Schach-Lager in Kandersteg. Doch Fabrice wollte mehr. Vor zweieinhalb Jahren wurde er als erster Minderjährige im Schachklub Grenchen aufgenommen. «Das war Zufall», erklärt der Mathematikund Physik-Fan. Seine Mutter Gisela Aegerter fügt hinzu: «In der Badi sah er vor einigen Jahren ein paar ältere Herren Schach spielen. Er stieg mit ein - und putzte sie alle weg.» Ob er denn keine Hemmungen habe, gegen Ältere zu spielen? «Nein», grinst Fabrice, «Eher umgekehrt.» Jeden Dienstagabend trainiert er mit Erwachsenen, den Freitagabend widmet er dem

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Grenchen

Nr. 5 | Donnerstag, 3. Februar 2011

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ALEXANDER KOHLI, PRÄSIDENT FDP GRENCHEN UND KANTONSRAT SOLOTHURN, SPENDET SEIN HONORAR VON 100.- AN GRANGES MELANGES.

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Donnerstag, 3. Februar 2011 | Nr. 5

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Menschen

Nr. 5 | Donnerstag, 3. Februar 2011 STREIFLICHT

Abend der Vielfalt und der Geehrten

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s war wieder soweit: Die Stadt und Region Grenchen durfte drei Preise an kulturell Schaffende überweisen. Das Vokalensemble Octagon wurde mit dem Anerkennungspreis gewürdigt. Den Nachwuchsförderungspreis erhielten die DJ’s Tru Comers und die Hip-Hoper City Nord, welche gemeinsam Musik machen. Der freischaffende Künstler Hanspeter Schumacher durfte den Kulturpreis entgegen nehmen.

Für Sie unterwegs Joseph Weibel

Martina Niggli

Werden ihres Engagements gewürdigt: Kulturpreisträger Hanspeter Schumacher (links), Anerkennungspreisträger Vokalensemble Octagon (mitte) und Nachwuchspreisträger City Nord (links) und Tru Comers (vorne).

Trienale - OK - Präsidenten (links): Claude Desgrandchamps (aktueller OK - Präsi), Heinz Westreicher, Renato Delfini (beide Ex-Präsi).

Fans der Grenchner Hip-Hop Musiker (links): Matthias Meier-Moreno (Sozialpädagoge Bachtelen, Kulturkommission) und Marco Luca.

Begeistert: Marc Reist (links, Grenchner Maler, Bildhauer), Robert Gerber (Polizeikommandant Stapo).

Geniessen Apéro und Gespräche (links): Therese Dubois, Toni Brechbühl, Stadtpräsident Boris Banga und Toni Dubois. ●

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Gastgeber:Stadt Grenchen. Ort:Bachtelen Schulhaus im Girard - Saal. Gäste:Preisträger, Angehörige, Kulturkomitee Grenchen, Interessierte. Highlight:Darbietungen der Preisträger. Wichtigstes Gesprächsthema: Begeisterung über die Künstler. Apéro:Reichhaltiges Buffet mit Dessert - Schleckereien.

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Ihre Seite

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Preisträger in der Mitte: Manfred Herter umgeben von Gattin Susanne (links) und Beat Gilomen, Präsident Männerchor Canta Gaudio. ▲

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STELLEN

Freuen sich mit Octagon (links): Elsbeth Köhli, Esther Hug-Köhli («Mein Mann singt bei Octagon.»), und Tochter Karin Thaddey.

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Wollen auch Sie Ihren Event und Ihre Gäste ins Bild und ins richtige Licht rücken? Rufen Sie uns an, wir informieren Sie gerne über die Konditionen. Telefon: 032 652 66 65 oder 032 654 10 60. ●

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Agenda

Donnerstag, 3. Februar 2011 | Nr. 5

alt & jung

Von bissigen Tieren

M

ein Leon ist eine Mischung zwischen Schäfer und Appenzeller. Das sieht man ihm schon von Weitem an. Viele Menschen haben Angst vor ihm, wenn wir ihnen begegnen. Ich kann das verstehen. Obwohl ich selber einen Hund habe, wird mir manchmal mulmig, wenn ich einem grossen, freilaufenden Hund begegne. Wer weiss, wie das Tier reagiert. Da nützt auch nichts, wenn der Besitzer freudig ruft: «Haben Sie keine Angst, er hat noch nie jemanden gebissen.» Was, wenn ich der Erste bin? Weil ich diese Angst kenne und Respekt vor Menschen habe, war ich mit Leon drei Jahre in der Hundeschule. Heute gehorcht er auf’s Wort: Wenn ich rufe, kehrt er sofort zurück und lässt sich an die Leine nehmen. Lange bevor ich jemandem begegne, rufe ich Leon zurück, fasse ihn am Halsband und nehme ihn an die Leine, bis wir uns gekreuzt haben. Und schon manch einer hat sich mit einem Lächeln, einem Danke oder mit der Bemerkung «Dä folget de guet!» bedankt. Mein Kollege Kurt war kürzlich auf einem Spaziergang, als er einem Mann mit Hund begegnete. Doch dieser pfiff seinen Hund nicht zurück. Als Kurt an dem Tier vorbeijoggte, wurde er gebissen. Dabei wurde er zwar nicht schwer verletzt, aber seither hat er noch mehr Angst vor Hunden. «Du musst zur Polizei gehen, und den Besitzer anzeigen», sagte ich. Doch Kurt will nicht. Er sei ein grosses Tier, sagte Kurt und meinte damit nicht den Hund, sondern den Besitzer. «Dann geh zum Tierschutz», schlug ich vor - da hat Kurt nur gelacht.

Leserbrief

Entlasten wir auch den Mittelstand Im Kanton Solothurn müssen immer mehr Haushalte mehr als ein Monatseinkommen für die Krankenkassenprämien aufwenden. Im Jahr 2010 musste eine vierköpfige Familie mit zwei Erwachsenen, einem Kind und einem jungen Erwachsenen bei einem Einkommen von 60 000 Franken mit der kantonalen Prämienverbilligung immer noch durchschnittlich 6700 Franken selber bezahlen. Dies entspricht einem Eigenanteil von über elf Prozent und liegt somit deutlich über der sozialpolitischen

Zielsetzung des Bundes von acht Prozent. Dies ist umso schlimmer, als die Prämienrechnungen bekanntlich ja nur einen Teil der Gesundheitskosten einer Familie ausmachen. Dazu kommen Franchise und Selbstbehalt, Eigenanteile an stationären Behandlungen, nicht übernommene Medikamente, Zahnarztrechnungen und andere Gesundheitsausgaben. Dazu kommt, dass der Kanton Solothurn im interkantonalen Vergleich weit abgeschlagen ist. Er

kommt erst an 17. Stelle. Sogar Kantone mit tieferen Durchschnittsprämien als der Kanton Solothurn wie z.B. Thurgau, Freiburg oder Obwalden verbilligen die Prämien viel stärker. Auch mit Annahme der Initiative wäre Solothurn zwar noch auf keinem schweizerischen Podestplatz aber immerhin an 7. Stelle. Darum sage ich Ja zur Volksinitiative «Für eine wirksame Verbilligung der Krankenkassenprämien». Walter Schürch, Kantonsrat Grenchen

DIESE WOCHE IN GRENCHEN

FREITAG, 4. FEBRUAR 8.00–12.00: Monatsmarkt. Marktplatz.

SAMSTAG, 5. FEBRUAR 18.00–2.00: Jubi-Party 60 Johr GMFZ Chappeli-Tüüflä Gränche. Mit den Guggenmusiken Schnadehüdeler Niederwil, Stedtlihüpfer Wiedlisbach, Fürobe-Blooser Selzach, Baukis Kriegstetten, Chappeli-Tüüflä Grenchen, Sompfgugger Seengen, DJ HoRsE, Foodcorner, Bar und Caffelounge. Ab 16 Jahren. www.ctg.ch Eusebiushof, Schulstrasse 1. 21.00–0.00: Midnight Sports & Music. Sport, DJs, Tanz, Kiosk für Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren. Eintritt frei. www.midnightschweiz.ch Doppelturnhalle Zentrum, Schulstr. 11.

AUSSTELLUNGEN/MUSEEN Kultur-Historisches Museum, Absyte 3: «Vom Bauerndorf zur Industriestadt». Dauerausstellung zum Thema Industriegeschichte der Region Grenchen mit sich sechs Themenbereichen, wovon jeweils ein Thema als Sonderausstellung konzipiert ist. Sonderausstellung «Wie lebten unsere Grosseltern?». Bis 24. Februar. Die Schüler der Sekundarschulklasse 3A aus Grenchen befragten ihre Grosseltern zu ihren Erinnerungen über die Wohn- und Lebensbedingungen in ihrer Jugendzeit. Aus den Interviews realisierten die Schüler eine interaktive Ausstellung, in der die Lebensgeschichten der interviewten Menschen im Mittelpunkt stehen. www.museumgrenchen.ch Fr–So/Mi 14–17 Uhr

ihren Kindern, den Zwillingen Jeanne und Simon, jeweils einen Brief, den diese ihrem Vater und ihrem Bruder überbringen sollen. Von der Existenz eines Bruders wussten beide bisher nichts, und ihren Vater hielten sie für tot. Parktheater, Lindenstrasse 41. Vorverkauf: Buchhandlung Lüthy + Stocker, 032 653 14 89, www.parktheater-grenchen.ch

FREITAG, 11. FEBRUAR 8.00–12.00: Wochenmarkt. Marktplatz.

SAMSTAG, 12. FEBRUAR 21.00–0.00: Midnight Sports & Music. Sport, DJs, Tanz, Kiosk für Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren. Eintritt frei. Doppelturnhalle Zentrum, Schulstr. 11.

20.00: «Verbrennungen» von Wajdi Mouawad. Eine Produktion des EuroStudio Landgraf. Regie: Lydia Bunk. Als sie mit 60 Jahren in einer ungenannten westlichen Stadt stirbt, hinterlässt Nawal Marwan ein geheimnisumwittertes Testament. Ihr Freund, der Anwalt Hermile Lebel, der mit der Testamentsvollstreckung beauftragt ist, übergibt

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> EINSENDUNGEN

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SONNTAG, 13. FEBRUAR

Auf der Agendaseite wird eine Auswahl der Anlässe in Grenchen publiziert (Einsendung bis 14 Tage vorher). Mehr Anlässe auf www.grenchen.ch. Anmeldung der Anlässe:

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11.45: Zäme schmöckt’s besser – Essen in Gesellschaft. Gemeinsames Mittagessen. Menü nach freier Wahl und auf eigene Rechnung. www.grenchenref.ch Parktheater Grenchen, Lindenstrasse 41.

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www.grenchen.ch (Online-Formular) event@grenchnerstadtanzeiger.ch

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Grenchner Stadt-Anzeiger Veranstaltungen Kapellstrasse 7 2540 Grenchen

DIENSTAG, 15. FEBRUAR

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19.00: 77. Generalversammlung der TCS Regionalgruppe Grenchen und Umgebung. Parktheater, Lindenstrasse 41.

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18.30: «Ins Auge gefallen». Vernissage. Öffnungszeiten: Mi–Sa 14–17 Uhr, So 11–17 Uhr. Bis 10. April. Einer breiten Öffentlichkeit ist die bedeutende Sammlung der Stiftung Kunsthaus Grenchen noch in vielen Teilen unbekannt. Studierende der Kunstgeschichte der Universität Bern haben sich im Rahmen eines Seminars in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Grenchen intensiv mit dem Sammlungsgut auseinandergesetzt. In einer umfassenden Schau präsentieren sie nun, was sie in der Sammlung entdeckt haben. Kunsthaus Grenchen, Bahnhofstrasse 53.

DONNERSTAG, 10. FEBRUAR

Paul - Georg Meister

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Keine Publikationsgarantie

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Foto: Grenchen Tourismus

Ausflugstipp: Hot-Pot-Plausch Ab zwei bis zwölf Personen geniessen Sie auf dem Untergrenchenberg die wunderbare Aussicht aus dem warmen Wasser bei einem Apéro oder Fondue. Bei diesem Wellnessvergnü-

gen ist Spass und Erholung garantiert. Damit Sie nicht ins kalte Wasser steigen müssen, ist eine Voranmeldung unbedingt nötig. Detailinformationen unter www.untergrenchenberg.ch


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