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REPORT Nr. 1 | 2014

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Missionsbilanz 2013

Himmel.“

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14.000 Bibeln für Albanien

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7 NGÜ 1. Korinther 15,4

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Vom Trinker zum Gemeindegründer

Warum kommt ihr erst jetzt?

Der alte und der neue Mensch (1)

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Liebe Missionsfreunde, Olympia und Sotschi sind vorbei – die alten Probleme sind geblieben. Russland kämpft weiter verzweifelt gegen die weltweit höchste Scheidungsrate und die höchste Selbstmordrate unter Teenies und alten Menschen. Die Zahl der Abtreibungen übersteigt zurzeit die Zahl der Geburten. Viele Russen betäuben die innere Leere mit Drogen und ertränken ihre Hoffnungslosigkeit im Wodka. 70 Jahre propagierter Atheismus haben tiefe Spuren eingegraben. Orte echter Hoffnung dagegen sind die christlichen Rehazentren geworden. Reisen Sie mit dem nebenstehenden Bericht nach Smolensk und begegnen Sie der Kraft Jesu, die dort neue Spuren legt. Gottes Wort baut einen Damm gegen die Flut des Alkoholismus. „Vor drei Jahren haben wir begonnen, verlorene Menschen in Städten und Dörfern mit dem Evangelium von Jesus Christus zu erreichen,“ berichtet Pastor Igor Khlebnikow aus Perm. Hinter dem „wir“ steht ein Zusammenschluss von protestantischen Gemeinden mit dem Ziel, den Missionsauftrag Jesu mit vereinten Kräften durchzuführen. Von 15 Schulungszentren aus gehen Teams an Orte, in denen noch nie das Evangelium verkündigt wurde. Exemplarisch berichten wir auf S. 3 vom Einsatz eines der Teams 650 km östlich von Kasan. Ein Feuer ist angezündet! DANKE für Ihren Anteil daran! In Jesus Christus verbunden Ihr Reinhard Kannenberg

Russland: Statt Wodka Wasser des Lebens Reisebericht von Anton de Vreugd, Mitarbeiter „Bible League International“:

Leberschäden und Vergiftungen) Im Rest der Welt liegt der Durchschnitt dagegen „nur“ bei 4%.

Wir machen uns mit einigen Pastoren auf den Weg zu einem der Rehabilitationszentren, das von ihnen betreut wird. Laut einer medizinischen Studie von „The Lancet“ wird die Hälfte aller Todesfälle in Russland durch schweren Alkoholmissbrauch verursacht. (Verkehrsunfälle, Gewalt,

Auf die Frage, warum der Alkohol so ein enormes Problem im Land darstellt, antwortet einer der Pastoren: „Das kommunistische System, wie auch immer man darüber denken mag, vermittelte den Leuten ein Gefühl der Sicherheit; für alles war gesorgt. Mit dem


Zusammenbruch der Sowjetunion verschwand dieses Sicherheitsgefühl urplötzlich und ließ die Leute auf sich allein gestellt zurück. Und bis heute hat nichts dieses alte System in irgendeiner Weise ersetzt. Diese Leere ebnete den Weg für den massiven Alkoholmissbrauch, und das in einem Land, dessen Einwohner auch vorher schon keine zimperlichen Alkoholtrinker waren.“ Das Rehazentrum befindet sich abgelegen in den Wäldern rings um Smolensk und kann nur über eine schwer passierbare, ungepflasterte Straße erreicht werden. Aber sobald man das Haus betritt, erscheint alles sauber und gut organisiert. Jeder Bewohner hat seinen eigenen Aufgabenbereich im Haushalt, welcher unter einer strengen Führung steht. Es ist sehr ermutigend zu hören, dass das bescheidene Leiterehepaar einst dasselbe Programm mitgemacht hat. Dort lernten sie sich auch kennen und nahmen beide Jesus in ihr Leben auf. Nach ihrer Heirat beschlossen sie, sich diesem Dienst hinzugeben, um andere Drogen- und Alkoholabhängige auf dem Weg in die Freiheit zu begleiten.

Pastor Sascha von der Smolensker Baptistengemeinde erzählt ihnen das Gleichnis vom Guten Hirten, indem er sie immer wieder persönlich mit einbezieht. Wir singen zusammen, begleitet von Saschas Gitarre, und schließen mit Gebet. Während des gesamten Treffens hören die Bewohner sehr genau zu und nehmen intensiv daran teil; offenbar haben sie verstanden, dass sie diese verlorenen Schafe sind, die der gute Hirte sucht.

Vom Trinker zum Gemeindegründer Zwei Tage später treffen wir eine Gruppe von Gemeindegründern während einer Schulung in der Stadt Kaluga. Hinter jedem der zehn Teilnehmer liegt eine eigene Geschichte von Alkohol- oder Drogenmissbrauch. Und jeder von ihnen verbrachte einige Zeit in einem der christlichen Rehazentren, die sie nicht mehr als Sklaven ihrer Sucht, sondern als Diener Christi verließen. Sie alle haben die lebensverändernde Kraft des Evangeliums erlebt und genau diese ist es, welche sie zum Dienst anspornt und inspiriert. Ehre sei Gott!

Warum kommt ihr erst jetzt? Ein klappriger Reisebus ist startklar für die Fahrt zu dem entlegenen Ort Trun im südlichsten Zipfel des europäischen Teils von Russland. Besetzt ist der Bus mit einer Gruppe begeisterter junger Männer und Frauen, die bereit sind, alles zurückzulassen und ein Jahr ihres Lebens dafür einzusetzen, das Evangelium weiterzusagen. Trun ist nur über Straßen erreichbar, die die Beschreibung ‚geteert’ kaum verdienen. Ausgerüstet mit dem Wort Gottes und dem Heiligen Geist machen sich die Mitarbeiter in Zweierteams auf den Weg, um den Dorfbewohnern von Christus zu erzählen, sie zu einer evangelistischen Veranstaltung am kommenden Tag einzuladen und mit ihnen zu beten. Die Leute hören still und aufmerksam zu. Ihre Offenheit für die Botschaft beweist einen echten Hunger nach Gottes Wort. „Warum seid ihr nicht früher gekommen und habt uns das erzählt?


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Der erste A dam war aus dem St aub der Erde gemac ht; zweite Adam der hat seinen Ursp rung im Himmel.“

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1. Korinther 15,47 NGÜ

Der alte und der neue Mensch (1)

Wir wussten nichts von Gott, von der Bibel. Wir brauchen das so sehr!“ sagt ein alter Mann mit zitternder Stimme, seine Hände umklammern das gerade in Empfang genommene Neue Testament. Wie die meisten im Ort lebte er schon vor dem Ende der Sowjetunion in Trun. Niemand hat das Evangelium bis hierher gebracht. Das ist seine erste Bibel.

Kulturzentrum wird Kanzel für Jesus Am nächsten Tag bereitet sich das Team auf die große Veranstaltung vor, die in einem einfachen Backsteingebäude, dem Kulturzentrum von Trun, stattfinden soll. Schon während des Aufbaus kommen nach und nach Leute herein. Die Sitzplätze füllen sich schnell, Männer und Frauen jeden Alters erfüllen die Halle mit Gelächter und gespannter Erwartung. Eine kleine Gruppe von Kindern versammelt sich ganz vorne, um auf die Clowns zu warten. Und tatsächlich gibt es Clowns, Musik, Tanz und Theater. Die kleine russische Gemeinde freut sich an der Unterhaltung, ein Luxus, den sie nur selten genießt. Aber diese Veranstaltung bietet nicht nur kulturelle Ablenkung; hier geht es darum, das Evangelium weiter zu sagen.

Jeder Akt bereitet den Weg für die Predigt, die den Abend abschließt. „Wir Menschen sind innerlich verdorben durch die Sünde“, betont Pastor Igor Khlebnikow und bezieht sich auf einen Sketch, bei dem ein Koch einen großen Apfel aufschneidet, der sich innen als völlig verfault herausstellt. „Nur Jesus kann das heilen; nur in Gottes Wort kann man den Weg zur Rettung finden.“ Kopfnicken und gespanntes Aufhorchen begleiten Igor, als er erklärt, wie Jesus auf die Welt kam, um uns zu retten. Er predigt das Evangelium mit großer Kraft, führt den Zuhörern Jesu Lehren vor Augen und die Wunder, die er getan hat. Und den großen Segen des Ostermorgens! „Wenn ihr an einem Bibelstudium in eurem Ort interessiert seid, meldet euch bei uns. Wir werden euch jede Woche besuchen – auch wenn ihr nur wenige sein solltet,“ sagt Igor am Ende der Veranstaltung. Wenn die Leute gehen, bekommen sie alle das Kursheft „ Das Leben Jesu“, das von der Bibel Liga zur Verfügung gestellt wird. „Diese Broschüre über das Leben Jesu ist wie eine Schwimmweste, die man einem Ertrinkenden zuwirft,“ betont einer der erfahrenen Teammitglieder.

Der Apostel Paulus lehrt eine überraschende Wahrheit. Er sagt, dass es in Gottes Augen in gewisser Hinsicht nur zwei Menschen gibt: Adam Nr. 1 und Adam Nr. 2. In 1. Korinther 15,45.47 formuliert er: „Der erste Mensch, Adam, wurde zu einer lebendigen Seele, der letzte Adam zu einem lebendig machenden Geist. ... Der erste Mensch ist von der Erde, der zweite Mensch ist vom Himmel“. Der erste Mensch ist der Adam aus 1. Mose 1. Der zweite Mensch ist Jesus Christus. Er ist zugleich der „letzte“ Adam, d. h. einen dritten wird es nicht geben. „Mensch“ und „Adam“ sind an dieser sowie an anderen Stellen des Neuen Testamentes Kollektivbegriffe. Sie stehen jeweils für eine Menschheit als Ganzes. Gott schuf nicht „Herrn Adam“, sondern Gott schuf den Adam, den Menschen. Adam ist sozusagen der Stammvater der Menschheit. Wir alle waren und sind „in“ Adam. Während das moderne Denken den Menschen vor allem als Individuum kennt, sieht Gott die Einzelperson immer auch als Teil einer Gesamtheit. Wie Adam so ist auch Christus eine Kollektivperson, der Stammvater und Repräsentant einer neuen Menschheit. Jesus Christus ist Gottes neuer Mensch, mit einem neuen Menschsein. Die erste Menschheit wird von der Gestalt des Adam abgeleitet, die zweite von Christus. Neben dem Adamsmenschen gibt es seit der Auferstehung auch den Christusmenschen. Wir alle waren und sind „in“ Adam. Als Christen sind wir nun auch „in“ Christus, dem Vater einer völlig neuen Menschheit. „Wenn jemand zu Christus gehört, ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen; etwas ganz Neues hat begonnen.“ 2. Korinther 5,17 NGÜ (Fortsetzung folgt) Reinhard Kannenberg


Missionsbilanz 2013 Europa und Zentralasien Geschulte Christen Bibelkursabsolventen Bibeln und NTs Schulungsmaterial

44.793 373.945 277.229 547.320

„Wir bringen Verlorenen Hoffnung und Leben. Ich selbst war so einer. Da ich keine Arbeit fand, ging ich ins Ausland, um meiner Familie Geld schicken zu können. Bald hörte ich nichts mehr von meiner Frau. Als ich zurückkehrte, war sie mit einem anderen Mann in ein anderes Land gezogen. Ich fing an zu trinken, war am Ende. Da lud mich jemand ein, in Gottes Wort zu lesen. Ich entdeckte Gottes Liebe und nahm Jesus in mein Leben auf. Jetzt bin ich es, der die Verlorenen sucht, um ihnen Jesus zu bringen. Danke für Eure Gaben und Gebete!“ Gemeindegründer aus Armenien

Mittel- und Südamerika Geschulte Christen Bibelkursabsolventen Bibeln und NTs Schulungsmaterial

92.864 518.205 504.873 1.643.325

„Maria E. Fernandez war seit ihrem 14. Lebensjahr durch einen Autounfall an den Rollstuhl gebunden. Depressionen und Selbstmordabsichten quälten sie, bis sie eines Tages von Jesus hörte und Christus als ihren Herrn akzeptierte. Ihr Wunsch Jesus zu dienen, führte sie in ein Gemeindegründertraining. Heute leitet sie eine neu gegründete Gemeinde. Voller Zuversicht bemerkt sie: „Nicht einmal der Rollstuhl konnte mich aufhalten!“ Israel I. López, Leiter der Bibel Liga in Mexiko

Afrika Geschulte Christen Bibelkursabsolventen Bibeln und NTs Schulungsmaterial

Asien 11.156 200.805 361.444 367.962

„Mein Mann schlug mich, weil ich zur Gemeinde ging. Er vermutete, dass ich dort einen anderen Freund hätte. Eines Tages kam er mit einer Bibel nach Hause, die er in der Kaserne bekommen hatte. Er bat mich, ihm den christlichen Glauben zu erklären. Heute glaubt unsere ganze Familie an Jesus Christus. Wir beten für alle Bibeln, die bisher in der Armee eingesetzt wurden!“ Frau eines Armeesoldaten im Südsudan

Geschulte Christen Bibelkursabsolventen Bibeln und NTs Schulungsmaterial

35.680 348.742 485.440 116.230

„Unsere Gemeinden wachsen rasant – wir brauchen dringend qualifizierte Leiter! Viele Leiter wissen gar nicht, wie sie die Bibel studieren sollen. Daher ist die Studienbibel, die ihr uns gebracht habt, Gold wert. Sie gibt viele Erklärungen über einzelne Verse und Themen und wirkliche geistliche Nahrung. Sie kam genau zur rechten Zeit! Vielen Dank!” Gemeindeleiter in China

Aktion Bibelstern 2013: Danke! Insgesamt nahmen 127 Gemeinden und 2 Schulen an der Bibel-Aktion teil. Gemeinsam wurden mehr als 14.000 albanische Bibeln sowie Schulungsmaterial für Partner-Gemeinden in Albanien auf den Weg gebracht. Das ist ein großer Segen! Perparim Hidershaj, unser Leiter in Albanien sagt: „Viele kulturell muslimisch geprägte Albaner sind offen für das Evangelium. Danke, dass Sie für diese Menschen einen Zugang zu Gottes Wort ermöglicht haben.“ Unter www.bibelliga.de können Sie sich schon jetzt für die nächste Aktion Bibelstern anmelden. Unser Fokusland 2014: Senegal.

Verantwortlich: R. Kannenberg Redaktion: R. Kannenberg, R. Knödler Haldenstraße 28 · 73614 Schorndorf Fon +49 (0)791 857034 · info@bibelliga.de · www.bibelliga.de Stiftung Bibel Liga Missionskonto Deutschland: Sparkasse Schwäbisch Hall BIC: SOLADES1SHA · IBAN: DE80622500300001514887 Missionskonto Schweiz: Schaffhauser Kantonalbank (Bank Clearing 782) Kto.-Nr. 77 81 07 51 32 BIC: SHKBCH2S · IBAN: CH9800782007781075132

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Bibel Liga Report Nr. 1 | 2014  

Berichte und Infos aus der weltweiten Bibel Liga Missionsarbeit. Schwerpunkt in dieser Ausgabe: Reisebericht aus Russland und Missionsbilanz

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