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DIPLOMARBEIT 2009

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10 Camping 360째

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HTBLVA Ferlach

Höhere Lehranstalt für Maschineningenieurwesen Ausbildungsschwerpunkt Industriedesign

DIPLOMARBEIT Camping 360° Ausgeführt im Schuljahr 2009/10 von: Daniel Bergmann Bianca Vanessa Busetti Jürgen Kompek Philip Waldhuber

Ferlach, am 21.05.2010

5AHMID 5AHMID 5AHMID 5AHMID

-

02 03 06 14

Projektleitung: Dir. Dipl.-Ing. Max Winkler Betreuer/Betreuerin: Dipl.-Ing. Martin Kelderer Mag. Arnfried Otti Dipl.-Päd. Jochen Weiß Mag. Kornelia Winkler-Schönlieb


Eidesstattliche Erklärung Ich erkläre an Eides statt, dass ich die vorliegende Diplomarbeit selbstständig und ohne fremde Hilfe verfasst, andere als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel nicht benutzt und die den benutzten Quellen wörtlich und inhaltlich entnommenen Stellen als solche erkenntlich gemacht habe.

Ferlach, am 21.05.2010


Daniel Bergmann

Bianca Busetti

J端rgen Kompek

Philip Waldhuber

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Inhaltsverzeichnis 1 Projektmitglieder 1.1 Projektteilnehmer 1.1.1 Diplomarbeitsgruppe 1.2 Dethleffs 1.2 Dethleffs 1.2.1 Firmengeschichte

2 Projektablauf 2.1 Projektbeschreibung 2.1 Project Describtion 2.2 Projektziele 2.2 Project Objectives 2.3 Ablauf 2.4 Briefing 2.5 Strukturplan 2.6 Balkenplan

8

14 16 18 18 20

36 37 38 41 43 44 46 48

3 Recherche 3.1 Fachbegriffe

3.1.1 Normen 3.2 Geschichte des mobilen Wohnens 3.2.1 Zelte  3.2.2 Kutschen  3.2.3 Zwischenkriegszeit  3.2.4 1950er 3.2.5 1960er 3.2.6 1970er 3.2.7 1980er 3.2.8 1990er 3.2.9 2000er 3.2.10 VW T1 3.2.11 Pick-Up 3.2.12 Westfalia 3.2.13 Airstream 684 3.3 Benchmarking 3.3 Benchmarking 3.4 Umfrage 3.4 Survey 3.5 Leben auf dem Campingplatz

52 56 58 60 62 64 70 76 88 94 96 98 100 102 104 108 110 110 116 120 123


3.6 Werksführung 3.6 Factory Tour

4 Konzept 4.1 Konzeptentwicklung 4.2 Mobilität 4.2 Mobility 4.3 Vorzelt 4.3 Awning 4.4 Raumaufteilung 4.4 Space allocation

5 Exterieur 5.1 Formstudien 5.2 Außenform 5.3 Zugfahrzeug 5.4 Heckbereich

124 128

132 134 137 138 138 140 143

146 150 160 164

5.5 Vorzelt 5.1 Exterior

6 Interieur 6.1 Innenraum-Aufteilung

6.2 Bettkojen 6.2.1 Faltsystem 6.2.2 Schlafraum 6.3 Wohnraum 6.3.1 Schiebetüren 6.3.2 Sitz- und Liegeelemente 6.3.2 Tisch 6.4 Küche 6.5 Stauraum 6.5.1 Kasten 6.5.2 Garderobe 6.6 Badezimmer 6.7 Interior

168 174

178 186 188 196 198 200 204 213 214 218 220 222 224 228

9


7 Technik 7.1 Antriebe

7.1.1 Boxermotor 7.1.2 Elektromotor 7.1.3 Entwickelter Hybridantrieb 7.2 Kupplung 7.3 Die Sonne 7.4 Bodenheizung 7.5 Klimaanlage 7.6 Materialien 7.6.1 Leichtbauweise 7.6.2 Wandelemente 7.6.3 Formbauteile 7.6.5 Planenstoff

8 Marketing 8.1 Logo 8.2 Werbeslogans

10

232 234 236 242 244 246 248 250 252 254 256 258 261

264 266

9 Programme 9.1 Adobe Photoshop CS4

9.1 Adobe Photoshop CS4 9.2 Adobe Illustrator CS4 9.2 Adobe Illustrator CS4 9.3 Adobe InDesign CS4 9.3 Adobe InDesign CS4 9.4 Autodesk AliasStudio 2009 9.4 Autodesk AliasStudio 2009 9.5 Autodesk Maya 2009 9.5 Autodesk Maya 2009 9.5.1 Mental Ray 9.5.1 Mental Ray 9.6 Autodesk Showcase 9.6 Autodesk Showcase 9.7 Luxology Modo 9.7 Luxology Modo 9.7.1 Global Illumination 9.7.1 Global Illumination 9.7.2 Volumetric Lighting 9.7.2 Volumetric Lighting

272 272 274 274 276 276 278 278 280 280 282 282 284 286 288 288 290 290 291 291

10 Technische Zeichnungen

292


11 Modellbau 11.1 Modellbau 12 Zusammenfassung 12.1 Zusammenfassung 12.2 Summary

13 Nachweise 13.1 Protokolle 13.4 Hochzahlenverzeichnis 13.3 Abbildungsverzeichnis 13.2 Quellenverzeichnis

302

320 324

330 334 338 344

Alle kursiv gedruckten Kapitell sind in englischer Sprache verfasst.

11


1 12


Projektmitglieder 13


1.1 Projektteilnehmer Projektleitung

Dir. Dipl.-Ing. Max Winkler

Betreuende Lehrer

Dipl.-Ing. Martin Kelderer Mag. Arnfried Otti Mag. Kornelia Winkler-Schönlieb Korrektur der englischen Übersetzung: Mag. Silke Bergmoser

Partnerunternehmen Dethleffs GmbH & Co.KG

Kontaktperson der Partnerfirma Christoph Gawalleck (Leiter Technik) Thomas Fritz (Geschäftsführer)

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HTBLuVA-Ferlach


1.1.1 Diplomarbeitsgruppe Daniel Bergmann

Konzeptentwicklung, 3D窶天isualisierung, Modellbau

Bianca Busetti

Konzeptentwicklung, Design, Grafik, Dokumentation, Modellbau

Jテシrgen Kompek

Konzeptentwicklung, Design, 3D窶天isualisierung, Modellbau

Philip Waldhuber

Konzeptentwicklung, Design, 3D窶天isualisierung, Modellbau

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Diplomarbeitsgruppe von rechts nach links: Bianca Busetti Philip Waldhuber Daniel Bergmann J端rgen Kompek

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1.2 Dethleffs

1

Dethleffs GmbH & Co. KG gehört zu den traditionsreichsten Freizeitfahrzeugherstellern der Welt mit Hauptsitz in Isny im Allgäu. Seit dem 19. Jahrhundert werden Wohnanhänger und Reisemobile in Deutschland hergestellt und auch Dethleffs wurde 1832 als Dethleffs KG gegründet. 1971 wurde das Unternehmen an Wolfgang Thrun und Jakob Eicker (T.E.C.) verkauft. Heute ist Dethleffs Teil der Hymer Group und arbeitet eng mit der Automobilbranche zusammen, da ihre Basisfahrzeuge von FIAT, Ford, Iveco und Mercedes kommen. Die geschäftsführenden Gesellschafter sind Thomas Fritz und Norbert Dellekönig. Trotz des internationalen Wettbewerbs konnte Dethleffs ohne Auslagerung ins Ausland weltweit erfolgreich sein. Das Unternehmen setzt im Jahr mit der Produktion von rund 7000 Reisemobilen und etwa 5000 Caravans 300 Millionen Euro um. So werden Arbeitsplätze in Deutschland gesichert und deutsche Qualität garantiert. Die Tochtergesellschaft McRent vermietet Wohnwagen und Reisemobile. Diese können an sechs eigenen und zehn fremden Mietstationen abgeholt werden. Im Mittelpunkt steht bei Dethleffs die Familie, sei es bei der Konzeption eines Caravans oder bei der Nutzung der Vorteile als Kunde. Dethleffs – ein Freund der Familie.

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Dethleffs GmbH & Co. KG is one of the oldest recreational vehicle manufacturers in the world with its headquarters in Isny in Allgäu. Since the 19th century, caravans and motor homes have been manufactured in Germany and also Dethleffs was founded in 1832 as Dethleffs KG. In 1971, the company was sold to Wolfgang Thrun and Jacob Eicker (T.E.C.), and today it is part of the Hymer Group and works closely with the automotive industry, because they get their base vehicles from Fiat, Ford, Iveco and Mercedes. The managing partners are Thomas Fritz and Norbert Dellekönig. Despite the international competition Dethleffs could be successful all around the world without outsourcing to other countries. The company earns 300 million € by producing about 7,000 mobile homes and about 5,000 caravans within one year. Thus, safeguards jobs in Germany and German quality are guaranteed. The subsidiary McRent rented caravans and motorhomes. Dethleffs focuses on the family as a target market, but also on the design of a caravan or of the use and its advantages for a customer. Dethleffs - A friend of the family.


Abb. 1.0: Fahrzeugschlange

Abb. 1.1: Verwaltungsgeb채ude

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1.2.1 Firmengeschichte 1931 - Idee Alles begann 1931, als Frau Dethleffs ihrem Mann, Arist

Dethleffs, sagte, dass sie nicht so oft alleine zu Hause sein möchte, da er dauernd auf Dienstreise ist. Dabei erwähnte sie einen „Zigeunerwagen“, damit sie samt Staffelei mitfahren kann. Von dieser Idee war ihr Mann so angetan, dass er diese sofort in die Tat umsetzte. Zuerst war das Ganze nur ein Holzkasten auf einem einachsigen Anhänger mit Inneneinrichtung. Was sich daraus entwickelt hat, sehen wir heute. Den Erfolg verdankt die Firma ihrer Flexibilität, die sie auch während des 2. Weltkrieges an den Tag gelegt hat.

20

2

1936 - Die Idee findet Gefallen Nachdem Arist Dethleffs sein erstes „Wohnauto“ für persönliche Zecke gebaut hat, werden in einem Holzschuppen erste Wohnwagen auf Bestellung produziert. 1936 zählen sechs fest angestellte Mitarbeiter zu dem Unternehmen.


1948 – Kriegszeit Nach Kriegsende muss die Wohnwagenfertigung zunächst auf Grund der

Materialrationalisierung eingestellt werden, dafür werden Möbel und Sanitätsschlitten produziert. 1948 läuft die Wohnwagenproduktion wieder an.

1950er-Jahre Die 50er-Jahre stehen für eine Zeit, in der Menschen erstmals wieder an Urlaub denken und dabei Caravan und Zelt hoch im Trend liegen. Wohnwagen werden speziell auf Zugfahrzeuge wie DKW abgestimmt und müssen leicht und klein sein. Die Familie Dethleffs tritt in dieser Zeit gerade ihre zweite lange Reise nach Ägypten an.

Abb. 1.2: Dethleffs 1931-1959

21


22

Abb. 1.3: Caravan Produktionslinie


Abb. 1.4: Arist Dethleffs in Ă„gypten

23


1958 – 1961 Die Peitschenproduktion in Isny wird aufgegeben. Auf Grund der steigen-

den Nachfrage wird mit der Serienproduktion von Wohnwagen begonnen. Die erste kontinuierliche Fertigung konzentriert sich auf das Modell „Camper“.

Abb. 1.5: Dethleffs 1958-1977

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1966 - 1971 1966 sind bei Dethleffs bereits 60 Mitarbeiter angestellt. Die Branche

boomt immer mehr und so steigt die Anzahl der Beschäftigten stark an. In der Zeit von 1971 – 1975 werden bei Dethleffs mit knapp 700 Caravans so viele Fahrzeuge produziert wie in den gesamten 40 Jahren davor.

1971 – 1977 Das zwischenzeitlich ausgeweitete Modellprogramm wird auf die Erfolgs-

modelle Camper, Tourist, Comfort und Globetrotter reduziert. Die Strategie geht auf: Produktion, Umsatz und Marktanteil werden verdoppelt. 1973 entstanden die heute bekannten Werkshallen am Rande von Isny im Allgäu. Nach Aufnahme der Produktion in dem ca. 6.000m² großen Werk sind knapp 600 Mitarbeiter beschäftigt. In den folgenden Jahren gewinnt der Export immer mehr an Bedeutung.

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1977 – 1982 Die 80er-Jahre stehen ganz im Zeichen der Reisemobile. Nach Vorstellung eines ersten Integrierten auf Mercedes Basis 1977 beginnt Dethleffs fünf Jahre später mit der Serienfertigung. 1982 wird die erste Alkoven Serie „Pirat“ auf Fiat-Ducato und Ford Transit-Basis präsentiert. Der Überbegriff „Globetrotter“ für Reisemobile auf Fiat Ducato Chassis bleibt bis heute erhalten.

Abb. 1.6: Dethleffs 1977-1998

26

1992 – 1996 Mit 8.200 Caravans und 3.000 Motorcaravans Jahresproduktion schafft

Dethleffs 251 Mio. DM (heute ~125 Mio. €) Umsatz und damit den bis dahin größten Erfolg der Unternehmensgeschichte. Seit den Neunzigern wird auch mehr Rücksicht auf die Sicherheit gelegt und ab 1996 gibt es die Family Card von Dethleffs. Am 14.02.1996 verstirbt Arist Dethleffs im Alter von 88 Jahren in Isny.


1998 – Zukunftsweisende Entwicklung Dethleffs tritt mit einem vollkommen überarbeiteten Caravan-Programm am

Markt auf und setzt mit dem Topmodell „Arist“ sowie der Designstudie Aero Tourist neue Akzente im Außendesign. In einem ansonsten rückläufigen Markt erzielt Dethleffs einen enormen Erfolg.

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1999 In diesem Jahr findet der erste exklusive Kundentreff für alle Inhaber der

Family Card statt und wird neben dem Sicherheitstraining zum festen Bestandteil des Jahresterminplans. Mit dem Motorcaravan A 7870 Esprit wird das erste 3-Achs-Reisemobil mit einer Gesamtlänge von über acht Metern gebaut.

28

2001 Für eine neue Produktionshalle sowie neue Maschinen werden 12 Mio. DM investiert. Die Premium Class setzt neue Maßstäbe in Design und Funktion. Ein weiterer Höhepunkt 2001 war die Privataudienz von Geschäftsführer Thomas Fritz beim Papst Johannes Paul II anlässlich einer Wohnwagenübergabe für Katastropheneinsätze.


2002 – Wintertauglichkeit Die Kompetenz in Sachen Wintertauglichkeit von Dethleffs wird durch die Einführung entsprechender Winter-Komfortpakete weiter ausgebaut. In Skandinavien ist Dethleffs auch aus diesem Grund schon seit Jahren die Nummer 1 im Motorcaravanbereich.

2003 Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung wird das Werk erneut aus-

gebaut. Das Hochregallager und die Wahrenannahme werden um mehr als das Dopplete vergrößert. Großes Aufsehen erregt die Präsentation der Studie „Roadstar“ auf dem Caravan Salon in Düsseldorf.

Abb. 1.7: Dethleffs 1999-2003

29


2004 Die Dethleffs-Family-Stiftung wird gegründet, um bedürftigen Familien und

sozialen Einrichtungen Caravaning-Urlaub erlebbar zu machen. Dethleffs setzt einen neuen Trend und bietet Wahlmöglichkeiten bei der Außenfarbe von Reisemobilen an. Als Abrundung des Service-Angebots wird die Vermietkette McRent gegründet. Mit acht großen eigenen Mietstationen und zehn Vermietpartnern deckt McRent das komplette Bundesgebiet ab.

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2006 2006 ist das 75-jährige Jubiläum des Unternehmens, anlässlich dessen

auch das „Frauen-Mobil“ vorgestellt wird. Unter dem Moto: „Lasst die Frauen planen“ entwicklen sieben aktive Reisemobilistinnen ihre Ideen zum idealen Reisemobil. Ebenfalls kommt es zur Gründung der Sunlight GmbH, einem 100%igen Dethleffs Tochterunternehmen, das Caravans und Reisemobile im Einsteigersegment anbietet.

2007 Das Jahr 2007 schließt Dethleffs abermals mit einem Rekordergebnis ab. Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Allgäuer Unternehmen seinen Umsatz um beeindruckende 16,4 % erhöhen. Das Kundenentwicklungsprojekt „BestAger“ für die Generation 50plus wird vorgestellt.

Abb. 1.8: Dethleffs 2004-2007

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2008 Mit dem Globetrotter XXL Premium Liner steigt Dethleffs in die Luxusklasse

der Reisemobile ein. Zum ersten Mal wird der König-Kunde-Award der Fachzeitschrift RMI verliehen: Dethleffs wird Gesamtsieger und sichert sich in den Kategorien „Preis-Leistung“, „Werkstatt“ und „Service“ den ersten Platz.

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2009 Dethleffs werden bei den Wahlen zum „Reisemobil des Jahres“ 4 Titel ver-

liehen. Das holländische Magazin KCK wählt den Globeline T 6813 zum Reisemobil des Jahres. Der Luxuscaravan CaraLiner wird vorgestellt und der erste Dethleffs Teilintegrierte mit einer Hubbettlösung wird eingeführt.

Abb. 1.9: Dethleffs 2008-2010

33


2 34


Projektablauf 35


2.1 Projektbeschreibung Gegen Ende des vierten Ausbildungsjahres der Höheren Abteilung für Industriedesign an der HTBLuVA Ferlach trat die Diplomarbeitsgruppe in Kontakt mit Herrn Christoph Gawalleck, dem technischen Leiter des deutschen Caravanherstellers Dethleffs. Nach einer Besichtigung des Produktionswerks im allgäuischen Isny wurden der Inhalt und die gewünschten Ergebnisse der Diplomarbeit besprochen. Die Aufgabe war es, eine Kombination aus Wohnwagen und Wohnmobil zu entwerfen, welche sowohl technische, ästhetisch ansprechende, ökologische als auch funktionelle Lösungen bietet. Die spezifischeren Anforderungen wurden von der Projektgruppe selbst in einem Briefing ausgearbeitet. Nach einer Zwischenpräsentation am 15.10.2010 folgte vom Partnerunternehmen nochmals ein Feedback, eine Rückmeldung, ob sich das Projekt in die richtige Richtung entwickelt hat. Wichtig für das Diplomprojekt war der Bereich der Recherche-Arbeit als auch die Ideenfindung und Konzeptentwicklung. Das Design des Campers sollte sowohl im Außen- wie auch Innenbereich bestimmt werden. Die Diplomarbeit „Camping 360°“ beinhaltet den Entwurf, die Konzepterstellung und Umsetzung in diversen 3D-Visualisierungs-Programmen als auch die Erstellung eines 1:10-Modells. Die Abschlusspräsentation am 18.Juni 2010 stellt den letzten Meilenstein der Diplomarbeit dar, bei welcher eine Übersicht über den Arbeitsinhalt und das Ergebnis gegeben wird.

36

Abb. 2.0: Wohnmobil


2.1 Project Describtion Towards the end of the fourth year of the Higher Technical College of Industrial Design at the HTBLuVA Ferlach the thesis group came into contact with Mr. Christoph Gawalleck, the technical director of the German caravan manufacturer Dethleffs. After a tour round the production plant in Isny in Allgäu, the content and the desired results of the thesis were discussed. The task was to design a combination of a caravan and a camper, which offers technical, esthetic, ecological and functional solutions. The specific requirements were developed by the project team itself in a briefing. After an interim presentation, a feedback of the partners followed: it was the confirmation that the project has been developed into the right direction. Important for the diploma project was the area of research work and the idea of the generation and concept development. The design of the Camper should be determined both, by the exterior and also the interior. The thesis „Camping 360°“ includes the design, concept development and implementation in various 3D visualization-programs and the creation of a 1:10 model. The final presentation on Jun 18, 2010 represented the last milestone of the thesis, in which an overview of the work content and the result was given.

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2.2 Projektziele Wieso muss man sich immer zwischen Wohnmobil und Wohnwagen entscheiden? Wieso kann ein Wohnwagen nicht gleich kompakt sein und gleiche Fahreigenschaften bieten wie ein Wohnmobil? Wieso kann man mit einem Wohnmobil nicht gleichermaßen flexibel sein wie mit dem Auto eines Wohnwagens?

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Die hier angeführten Probleme werden mit diesem Projekt in Angriff genommen, mit dem Ziel, sie zu lösen. Ziel des Projektes ist es, eine Symbiose aus Wohnwagen und Wohnmobil zu entwerfen, sowohl mit technischen als auch ästhetisch ansprechenden und praktischen Ideen. Weiters sollen im Konzept technische Lösungen vorhanden sein, die den Aspekt der Umweltfreundlichkeit berücksichtigen. Trotz einer Länge von 5999mm soll der Camper sehr geräumig sein und Platz für vier Personen bieten. Um sich mit der Thematik besser vertraut zu machen und auf Gedanken und Wünsche der Camper einzugehen, hat die Diplomarbeitsgruppe eine Umfrage gestartet, welche zwei weitere grundlegende Ziele anvisiert. Zum Einen wird eine Verbesserung im Auf- und Abbau des Vorzeltes angestrebt, die dem Benutzer vor allem Zeit ersparen soll. Zum Anderen wird die wohl bekannteste Problematik, der Platzmangel, aufgegriffen, welcher durch eine klare Veränderung in der

Raumaufteilung gelöst werden soll. Camping sollte in Zukunft auch unter dem Begriff „gesundes Schlafen“ eingeordnet werden; aus diesem Grund beschäftigt sich die Projektgruppe auch mit diesem Themengebiet.


Abb. 2.1: Sprรถssling

39


40

Abb. 2.2: Spross


2.2 Project Objectives Why must we always decide between camper and caravan? Why can’t the caravan be as compact just as a camper and offer the same driving characteristics? Why can’t we be equally flexible with a Camper as with the car of my caravan? These problems have been realized with this diploma project in advance and the diploma group is going to try to resolve them. The project aims to design a mixture of a caravan and a camper and includes technical as well as aesthetical and practical ideas. There should also be developed technical solutions within the concept which take the aspects of environmental friendliness into account. Despite of its length of 5999mm the caravan should still be very spacious and should accommodate four people. To become acquainted with the topic and to respond to the needs and thoughts of the campers, the thesis group has launched a survey, and its results were two other fundamental topics. On the one hand an improvement with the handling of the awning, to save time. On the other hand, the wellknown problem of lack of space will be taken up, which should be resolved by a clear change in room layout. In the future, camping should also be classified under a new term: “healthy sleep”. For this reason the project group devoted itself to this subject area.

41


42

Abb. 2.3: Fahrradspeiche


2.3 Ablauf Der Projektbeginn der Diplomarbeit war mit einer ausführlichen RecherchePhase verbunden; das bedeutet mit einer Phase, in der man nach ähnlichen Produkten in diesem Bereich sucht und sich genau darüber informiert, was am Markt bereits vorhanden ist. Zusätzlich informierte man sich aber auch über alle andere Bereiche, die mit diesem Thema verwandt sind, zum Beispiel das Leben am Campingplatz, technische Neuentwicklungen und auch, was sich die Benutzer wünschen und welche Vorschläge sie haben. Nach dieser Phase wurde entschieden, welche Altersgruppe anzusprechen, also wer die gedachte Zielgruppe sei. Danach konnte die Ideenfindungsphase starten, in der in schnellen schematischen Skizzen, den sogenannten Scribbles, Einfälle auf Papier gebracht wurden. Diesbezüglich gab es keine Einschränkungen, denn nur mit ausgefallenen Überlegungen konnte die Projektgruppe am Ende zum erwünschten Ergebnis gelangen. Nach dem genaueren Ausarbeiten der Ideen und durch Ausschlussverfahren konnte das Konzept fixiert werden, welches dann mit Detailzeichnungen weiter entwickelt wurde. Danach folgte der Designentwurf für den Außenbereich, der schon die Grundpfeiler des Konzepts miteinschließen musste. Nach einer weiteren Entscheidung stand somit auch die Außenform fest, die ihr detailliertes Design, wie zum Beispiel Grafik- oder Fensterflächen, in einer weiteren Entwicklungsphase erhielt. Da die Größe des Innenraums von der Form des Mobils bestimmt wird, konnten die Projektmitglieder die genaue Raumaufteilung berechnen, die eine der ausschlaggebendsten Entscheidungen beim Kauf eines Campers sein kann. In den Detailphasen der jeweiligen Konzepte wurde mit Buntstiften, Kreiden, Kugelschreiber und mit Markern gearbeitet, um einen möglichst realen Eindruck von Materialoberflächen zu gewinnen. Diese Endzeichnungen nennt man Handrenderings, die durch Modellierung natürlicher Phänomene wie Textur, Reflexion, Schatten etc. dem Betrachter einen Eindruck der Materialität, der Größe und Form vermittelt.3 Anschließend wurde der fertige Entwurf in verschiedenen Computerprogrammen als 3D–Modell nachgebaut. Die Programme, die die Diplomarbeitsgruppe verwendete, werden im Kapitel 9 Programme erläutert. Die weitere Entwicklung am Computer waren diverse Computer–Renderings, die eine naturgetreue Vorschau auf das Produkt geben sollen. Rendern oder Bildsynthese bezeichnet in der 3D-Computergrafik die Erzeu-

gung eines Bildes aus einer Szene. Eine Szene ist ein virtuelles räumliches Modell, das Objekte und deren Materialeigenschaften, Lichtquellen sowie die Position und Blickrichtung eines Betrachters definiert. Computerprogramme zum Rendern von Bildern werden Renderer genannt.4 Übergreifend zu dieser Phase begann der Modellbau, der das Wohnmobil im Maßstab 1:10 zeigt. Das Diplomprojekt ist abgeschlossen, wenn ein Diplomarbeitsbuch und eine Präsentation zur kompletten Arbeit erstellt wurden, in denen man den Projektverlauf und alle Arbeiten und Ergebnisse nachverfolgen kann.

43


2.4 Briefing

44

Das Briefing wurde in Zusammenarbeit mit der Firma Dethleffs erstellt und in späterer Folge noch detailliert von der Projektgruppe ausgearbeitet. Es sollten alle wichtigen Aspekte berücksichtigt werden. Vorgegebene Anforderung vonseiten der Firma waren ausschließlich die Länge und Personenanzahl für die Schlafplätze. Das Fahrzeug sollte höchstmöglichen Komfort für 4 Personen auf einer Länge von 5999mm bieten. Trotz der geringen Größe sollten aber alle relevanten Komponenten, wie z.B. Küche, Bad, 4 gesunde Schlafgelegenheiten, Essbereich und genügend Stauraum, vorhanden sein. Weitere wichtige Punkte des Projekts sind Ökologie, Technologie und Innovation. Die Diplomarbeitsgruppe wollte sich mit autarker Energiegewinnung beschäftigen, da dies ein sehr wichtiges Thema für die Zukunft der MobilIndustrie sein wird. Aber auch das Thema Leichtbau ist ein sehr bedeutendes, da die Lenkerberechtigung der Klasse B nur für Fahrzeuge bis 3.500 kg gültig ist. Im Bereich Technologie sollte das Mobil bereits gelöste Ansätze beinhalten, wie zum Beispiel die Lösung des praktischen Doppelbodens. Für das Antriebssystem wird ein spezieller Hybridantrieb entwickelt, wobei darauf geachtet wird, dass die Technologie schon am Markt vorhanden und einsetzbar ist. Ein hohes Maß an Flexibilität und neue innovative Materialien sollen das

Projekt Camping 360° zu etwas Besonderem machen.


Abb. 2.4: Löwenzahn

GröSSe

AuSSendesign

Innenraumgestaltung

- Gesamtlänge 6m - für 4 Personen

-

-

Kleinwagen Anhängeraufbau Vorzelt Sitzgarnitur Grafik

Ökologie

Technologie

Innovationen

- autarke Energiegewinnung - höchstmöglicher Anteil an Holz - Leichtbauweise

-

- neue Materialien - hohes Maß an Flexibilität - mehr Komfort

Antriebe Energieversorgung Kupplungssystem Winterfestigkeit Doppelbodenbauweise

Küche Bad Schlafgelegenheit Essbereich Stauraum

45


2.5 Strukturplan

1.1

1.4

1.3

1.2

PROJEKTMANAGEMENT

RECHERCHE

KONZEPT

DESIGN

1.1.1 1.1.2 1.1.3 1.1.4 1.1.5

1.2.1 1.2.2 1.2.3 1.2.4 1.2.5 1.2.6 1.2.7 1.2.8

1.3.1 Umfrageergebnis 1.3.2 Zielgruppendefinition 1.3.3 Briefing erstellen 1.3.4 Funktionen 1.3.5 BedĂźrfnisse 1.3.6 Raumdefinitionen 1.3.7 Konzept festgelegt

1.4.1 AUSSENFORM 1.4.1.1 Skizzen 1.4.1.2 Variantenbildung 1.4.1.3 AuĂ&#x;enform definiert

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Projektstart Projektkoordination Projektmarketing Entwicklungsspirale Projekt abgenommen

Werksbesichtigung Dethleffs Mobiles Wohnen Motorisierung Energieversorgung Umfrage Materialien Recherche abgeschlossen

1.4.2 INNENRAUM 1.4.2.1 Raumaufteilung 1.4.2.2 Raumaufteilung festgelegt 1.4.2.3 Skizzen/Studien 1.4.2.4 Variantenbildung 1.4.2.5 Innenraum definiert


Ein Projektstrukturplan dient zur Gliederung eines Projektes in verschiedene Teilaufgaben. Jedes Arbeitspaket enthält mehrere Aufgaben, welche im Zuge des Projekts erarbeitet werden. Der Projektstrukturplan ist eine graphische, jedoch zeitlich unabhängige Darstellung und gleichzeitig ist er vorteilhaft zur Aufwandschätzung, aber auch Ablauf- und Terminplanung.5 In dem von der Projektgruppe erstellten Strukturplan sieht man alle Arbeitspakete mit zugehörigen Ausarbeitungsbereichen, die während der Diplomarbeit bearbeitet wurden. Er wurde in acht Hauptpakete gegliedert. Die Recherche-Phase diente zum Beispiel als Grundlage für die gesamte Arbeit und auch für das Konzept und beinhaltet unter anderem eine Umfrage. Eines der wichtigsten Arbeitspakete ist die Designphase, welche in Außen-

form und Innenraum gegliedert wurde. Die Außenform wurde während eines Design-Workshops realisiert. Einen weiteren obligatorischen Punkt stellen die Meilensteine dar, welche wichtige Ereignisse, meist Zwischenziele, kennzeichnen.

1.7

1.6

1.5

1.8

DETAILS

VISUALISIERUNG

MODELLBAU

DOKUMENTATION

1.5.1 1.5.2 1.5.3 1.5.4 1.5.5 1.5.6 1.5.7

1.6.1 1.6.2 1.6.3 1.6.4 1.6.5

1.7.1 1.7.2 1.7.3 1.7.4 1.7.5

1.8.1 Layout 1.8.2 Protokolle 1.8.3 Quellendokumentation 1.8.4 Diplomarbeitsbuch erstellen 1.8.5 Präsentation erstellen 1.8.6 Abschlusspräsentation abgehalten

Sicherheit Umweltfreundlichkeit Funktionen Benutzbarkeit Normen Produktion Variabilität

Handrenderings Tech. Zeichnungen Modelling Rendering Visualisierung abgeschlossen

3D-Daten Grundkorpus Funktionen Lackierung Modell fertiggestellt

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2.6 Balkenplan

2

0

0

9

JUNI

JULI

AUG.

SEPT.

PROJEKTSTART 06.07.09

KONZEPT

1.4

DESIGN

1.5

DETAILS

1.6

VISUALISIERUNG

1.7

MODELLBAU

1.8

DOKUMENTATION

48

bei Dethleffs 15.10.09

RECHERCHE

1.3

NOV.

ZWISCHENPRÄSENTATION

Werksbesichtigung

1.2

OKT.

Konzept festgelegt

Recherche abgeschlossen


Der Balkenplan ist ein weiteres Instrument des Projektmanagements und dient zur zeitgebundenen Projektplanung. Er wird auch GANTT- Diagramm genannt, da er nach dem Unternehmensberater Henry L. Gantt benannt wurde, der dieses Instrument 1917 erfand. Dieser Plan stellt die Abfolge des Projektstrukturplans grafisch in Form von Balken auf einer Zeitachse dar und ermöglicht einen schnellen Überblick über den zeitlichen Ablauf des Projekts. In einem GANTT-Diagramm wird jede Aufgabe durch eine Zeile dargestellt, während die Spalten die Tage, Wochen oder Monate des Kalenders darstellen, je nach Dauer des Projektes. Weiters werden die wichtigsten Meilensteine gezeigt, die schon im Projekt-

2

DEZ.

0

JAN.

1

strukturplan gekennzeichnet wurden. Wichtige Ereignisse, wie zum Beispiel der Projektstart, etwaige Zwischenpräsentationen, aber auch das Projektende, werden mit Daten eingetragen.6

0

FEB.

MÄRZ

APR.

MAI

JUNI PROJEKT

abgeschlossen

Außenform

Raumaufteilung

definiert

festgelegt

Innenraum definiert

Visualisierung abgeschlossen Modell fertiggestellt Abschlusspräsentation abgehalten

49


3 50


Recherche 51


3.1 Fachbegriffe RV Recreational vehicle - Überbegriff für Freizeitfahrzeuge im nordamerikanischen Raum.

Abb. 3.0: RV

Wohnwagen/Caravan Ein Wohnwagen, oder auch Caravan genannt, ist ein unmotorisierter Anhänger, in dem ein Wohnbereich eingerichtet ist.

Abb. 3.1: Caravan

Wohnmobil/Motorcaravan Ein Wohnmobil oder Motorcaravan ist ein motorbetriebenes Fahrzeug mit Wohnbereich.

Abb. 3.2: Motorcaravan

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Teilintegriert Bauweise von Wohnmobilen, bei denen das Chassis mit Fahrerkabine geliefert wird.

Abb. 3.3: Teilintegriert

Vollintegriert Bauweise von Wohnmobilen, bei denen das Chassis ohne Fahrerkabine geliefert wird.

Abb. 3.4: Vollintegriert

Alkoven Der Alkoven ist ein Schlaf- oder Stauraum 端ber der Fahrerkabine eines Fahrzeugs.

Abb. 3.5: Alkoven

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Chassis Das Chassis besteht aus Fahrgestell, Antriebskomponenten und Fahrerkabine und dient als Basis für den Wohnmobilbau.

Abb. 3.6: Chassis

Markise Die Markise ist ein ausziehbares Vordach und meist aus Stoff gefertigt.

Vorzelt Das Vorzelt ist ein offener Wohnraum in Zeltform, den man zusätzlich zum

Abb. 3.7: Markise

Innenraum nützen kann.

Exterieur Exterieur kommt aus dem Französischen und wird als Begriff für das Äußere

Abb. 3.7: Vorzelt

eines Fahrzeuges im Transportation Design verwendet.

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Abb. 3.8: Exterieur


Interieur Interieur wird im Transportation Design und Architekturbereich als Bezeichnung für Innenräume verwendet und kommt aus dem Französischen.

Abb. 3.9: Interieur

Scherendach Das Scherendach bildet eine Dachluke, die mit Scherenmechanismus schräg öffnet und mit einem Innenzelt bespannt ist.

Abb. 3.10: Scherendach

Doppelboden Der Doppelboden ist eine Bauweise in Wohnmobilen, die Platz für Installationen, Schalldämmung, Stabilität und ein annähernd gleiches Niveau zur Fahrerkabine schafft.

Abb. 3.11: Doppelboden

Hybrid Es gibt verschiedene Verwendungen dieses Wortes, hier wird damit die Kombination zweier Motoren in einem Objekt bezeichnet.

Abb. 3.12: Hybrid

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3.1.1 Normen Höhe maximal 3,1m, über 3,1m nur bei LKW Länge unter 6m in dieser Größenklasse, maximal 22m Gesamtlänge in A unter 6m ist auch die Überfahrt mit der Fähre am günstigsten

Breite maximal 2,4m, wegen der Fahrspurbreite von 2,56m in der EU Gas gut gesichert, tiefliegend und im Wohnraum untergebracht Gewicht <3,5t Schein A, <7,5t Schein C

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Abb. 3.13: Technische Zeichnung Dethleffs

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3.2 Geschichte 7 des mobilen Wohnens

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Abb. 3.14: Karavane

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3.2.1 Zelte Der Ursprung des Nomadenlebens ist die Nahrungsbeschaffung. Ein gutes Beispiel dafür sind die Indianer, sie bauten Tipi-Dörfer in der Nähe ihrer Jagdgründe. Die kegelförmigen Zelte wurden immer neu gebaut, nie mitgenommen. Zuerst gaben die Tiere die Route vor, später kam es zur Sesshaftigkeit durch den Ackerbau und die Viehzucht.

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– künstliche Höhlen Auf Wanderschaft begaben sich die Stämme oder Völker in der Eisenzeit nur mehr im Kriegsfall, wie z.B., als die Hunnen um 800 n. Chr. nach Europa flüchteten. Sie bauten Jurten als Kriegslager, wobei die Krieger immer vorausreiteten, wenn sie auf Wanderschaft waren, um die Karawane zu schützen. Jurten sind Zelte auf Kreisgrundriss mit spitzem Dach und Öffnung in der Mitte als Rauchabzug.


Im Norden Europas hat sich die Zeltbauform der Kohte durchgesetzt, die auch heute noch von dem Volk der Samen verwendet wird. Ihr Grundriss ist rechteckig und die Seitenfl채chen viereckig.

Abb. 3.15: Zelte

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3.2.2 Kutschen Die Idee des Hauses auf Rädern kam mit dem Rad, das die Summerer bereits vor Christi Geburt erfanden. Erstes bekanntes Beispiel war Mark Anton und Kleopatra, welche mit einem mit einer Lagerstadt und einem Sonnenzelt ausgestatteten Wagen zum Mittelmeer fuhren. Gezogen wurde dieser Reisewagen von 22 Ochsen. Auch Napoleon Bonaparte (17691821) lenkte seine Schlachten von einem „Wohnwagen“ aus. Der deutsche Dichter Johann Wolfgang von Goethe reiste im Jahr 1792 mit einem aus Holz gebauten Chaise mit Sekretär, Bett und Kohleofen.

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– Wohnen auf Rädern Die ersten Wohnanhänger mit geschlossenem Holzverbau stammen aus Großbritannien und bekamen den französischen Namen „chambre du voyage“. Davor wurden nur Zeltplanen über die Wägen gespannt. Diese Bauform wurde auch in Amerika stark verbreitet.8


Dieses Wohnhaus von Otto Sanftenberg und Adolf Matthias ist eines der ersten Beispiele dafür. Betitelt ist es mit dem Satz: „Mit dem selbstgebauten Wohnhaus auf Rädern von Zerbst in Anhalt rund um Deutschland.“

Abb. 3.16: Kutschen

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3.2.3 Zwischenkriegszeit In dieser Zeit werden die ersten Umbauten für die motorisierten Fahrzeuge entwickelt. Vom Landhaus am LKW bis zum Mehrzweck-Wohnanhänger gibt es viele Ideen. Zum Beispiel stellte 1922 Peter Fendt sein Holzhaus auf einen LKW und nahm eine Hütte mittels Anhänger mit. Das Haus musste Stück für Stück abgetragen und 1:1 auf der Ladefläche des Lastwagens wieder aufgebaut werden.9

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– Erfindungsreichtum

1929 baute Wally Byam einen Wohnanhänger, der lediglich ein Zelt auf einem Boden darstellte. Bereits drei Jahre später vertrieb er diesen Anhänger und entwickelte einen Hartschalen-Caravan. Der aus einer Aluminumaußenhaut gefertigte „Airstream“ wird bis heute in diversen Varianten als auch als Verkaufsanhänger auf Wunsch von der Airstream Manufacturing Company gebaut.10


1931 folgte der erste Wohnanhänger von Dethleffs Arist, der nur zum Schlafen und Kochen bzw. Essen ausgelegt war. Auf Grund des Vertriebs seiner Produkte musste er sehr viel reisen; damit er seine Familie öfter sehen konnte, kam er auf Anregung seiner Frau auf die Idee des Wohnanhängers.11

Im Sommer 1934 wurde der erste Falt-Wohnwagen in Deutschland serienmäßig von dem oberbayerischen Sportartikelhändler Hans Berger hergestellt. Er war der Vorläufer aller später gebauten Zeltklappanhänger und hatte ein Gewicht von 200 kg, war mit Zeltplane überspannt und hatte auf dem Anhänger zwei einfache Liegen, die als Schlafstätte dienten.

Abb. 3.17: Zwischenkriegszeit

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Zwei Jahre später baute Würdig das „Dübener Ei“, das zusammen mit den zwei Modellen von Dethleffs zu den ältesten Wohnwägen Europas zählt.

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Der Wohnwagen „Wigwam“ des Anhängerherstellers Reimann ist ein ganz normaler Anhänger, in dem man die Wände und die Utensilien im zugedeckten Anhänger transportiert und bei Bedarf aufstellt. Beim Ausklappen der Seitenwände bleibt das Dach immer schützend über den Bauteilen. Alle Sperrholzwände sind kunststoffbeschichtet. Die Inneneinrichtung ist in Leder ausgeführt und mit 10mm Weichschaumstoff gefüllt.


Zu den ersten Wohnanhängern gehört auch der Lemgo Falter, welcher im Gegensatz zu den anderen Modellen ein Zelt auf einem Anhänger darstellt. Die Inneneinrichtung passt perfekt auf die Ladefläche des Anhängers, damit beim Transport keine unnötige Höhe entsteht.

Abb. 3.18: Zwischenkriegszeit

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Abb. 3.19: Reisemobil Elli


Abb. 3.20: Westfalia Erfolgsmodelle

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3.2.4 1950er Nach dem 2. Weltkrieg kam der Pick-Up auf, auf dem, wie auch bei Kleintransportern, der Wohnbereich auf die Ladefläche montiert werden kann. Bei beiden Weiterentwicklungen kam es später zur Alkovenbauweise, wobei sich der Schlafraum über der Fahrerkabine des Fahrzeugs befindet.

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– Spartanisch, praktisch, gut Eine besondere Verwertung fanden Schrottteile eines versunkenen Schiffes aus dem 2. Weltkrieg mit verladenen Jeeps. Der Hersteller Little Guy, der bis heute ausschließlich den „Teardrop“ in vielen Varianten produziert, baute aus den Flügeln von damaligen Kampfbombern und den Achsen mit Rädern der Jeeps einen Kleinstwohnanhänger für 4 Personen. Neben der Schlafmöglichkeit ist unter der Heckklappe eine Küche- und Wascheinrichtung vorhanden. Der Anhänger ist speziell für Kleinwagen wie Mini Cooper oder VW Beetle gedacht. Es gibt nur zwei weitere Anbieter dieses Produkts.12


Eine weitere Idee war mit dem Kleinbus geboren, dem VW T1 Camper, optional mit Hochdach und hochfahrbarem Dachschlafraum. Die Ausstattung „Campingbox“ von Westfalia umfasste Kästen, Klapptisch, Eckbank und Gasherd. Der Auftrag kam von einem norddeutschen Offizier, der auch seine Büroarbeiten bequem im Kriegsdienst erledigen wollte. Diese Bauform gibt es auch heute noch und heißt „California“. Westfalia kann im gleichen Jahrzehnt mit seinem Vorzelt-System punkten, das 1958 die „Goldene Medaille“ des Deutschen Camping Clubs erhielt.

Stärkste Konkurrenz zur „Campingbox“ war das „WoMo 690“ von Weinsberg auf FIAT 238-Basis, das bis heute zum größten Erfolg der Firma zählt. Vorteile gegenüber der „Campingbox“ waren der Frontmotor, wodurch mehr Platz im Heckbereich war. Dort fanden somit die Tisch- bzw. Schlafeinheit, die auch über die Heckschwenktüren erreichbar war, eine größere Küche und ein größerer Stauraum Platz.

Abb. 3.21: 1950er-Modelle

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Der dritte im Bunde ist der Renault Estafette 800, ein Wohnbus für 2 Personen mit verhältnismäßig großer Küche und Schiebetür zusätzlich zur dreiteiligen Heckklappe. Für 2 Personen sehr geräumig, ansonsten jedoch durchschnittlich.

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1953 war das Geburtsjahr einer der führenden Caravan-Hersteller mit dem Modell „Campinia“. Alfred Tabbert baute 3 Versionen von Wohnanhängern in den 50-er Jahren, den „Regent“, den „Comtesse“ und den „Campania“. Der letztere zeichnete sich durch seine Klappzelt-Technik aus. Jedoch war dieses Modell den meisten anderen unterlegen, da es nur zum Schlafen und Essen diente, nur wenig Stauraum bot und keine Küche vorhanden war. Dafür war dieser auch in der untersten Preiskategorie bis 3.000 DM. Kleine Wohnwagen kosteten damals bis zu 6.000 DM mit Extras. Das größte Modell der Firma Tabbert belief sich auf knapp unter 10.000 DM. Gefertigt wurden alle ersten Modelle aus ölgehärteten Pressplatten.13


Eine Neuheit im Campingsegment war 1956 das Autobett von Wilk. Dazu wurden auch ein umfangreiches Zubehör vom Vorzelt über Kochutensilien, Metzler-Luftmatratzen, ein Schlafsack, Kühlboxen, eine Waschanlage und auch Kofferklapptische angeboten. Im Jahr darauf gelang der Firma wieder ein großer Wurf, ein Anhänger, der auch ein Motorboot ist, mit einem Häuschen und einem Vorzelt, das unabhängig vom Anhänger aufgestellt werden kann.

Ein anderes Konzept verfolgte „TouriCamp“. Es besteht aus einem Zelt, das auf dem Autodach positioniert wird, und einem Vorzelt. Sehr auffällig tritt dieser auf einem Campingplatz auf, auch zu Zeiten der Wilk-CampingAutos.

Abb. 3.22: 1950er-Modelle

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Eine weitere kompakte Lösung eines Campingwagens ist der „Praktikus“ von Karkowsky. Dieser Wohnwagen lässt sich komplett zerlegen, die Wände und Matratzen werden auf die Bodenplatte gelegt und mit dem Dach verdeckt. Gelagert wird der Anhänger in einer Lagerbühne mind. 60 cm über dem Auto in einer Garage. Der Umbau benötigt lediglich an die 10 Minuten, dann kann der Wagen eingeräumt werden. Beworben wurde dieses Modell als idealer Campingwagen für den Städter durch raumsparende Lagerung nach der Saison.

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Neben mobilen Wohnheimen haben sich auch mobile Arbeitsplätze entwickelt, wie dieses „Carvan Café“ aus den 50ern, mit umgebauten Ford Modell A aus den 30ern als Zugfahrzeug.


Eine besonders praktische Lösung für eine Schlafmöglichkeit in einem Wohnwagen hat Arve im „Deisterzwerg“ integriert. Die Matratzen sind im Boden versenkbar und bedecken bei Verwendung den ganzen Boden.

Eine andere Lösung für eine Schlafmöglichkeit wurde im Caravane Baillou verwendet. Zwei gegenüberliegende ausziehbare Bettbänke bildeten eine große Liegefläche. Dazwischen befand sich ein Klapptisch, damit man die Garnitur als Esstisch verwenden konnte. Diese Lösung setzte sich auch bei vielen anderen Herstellern durch.

Abb. 3.23: 1950er-Modelle

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3.2.5 1960er Dieses Jahrzehnt findet die Fortsetzung der 50er, Änderungen werden nur in der Produktionsweise getätigt. Immer mehr Arbeitsschritte werden automatisiert. GFK-Teile werden Standard bei Komfort-Wohnmobilen und die selbsttragende Karosserie gehört zum Stand der Technik dieser Zeit. Durch den starken Anklang bei den Kunden gibt es in dieser Zeit auch erstmals Campingplätze, die Strom und Duschen zur Verfügung stellen. Die Idee kommt aus den USA.

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– Größenvielfalt Der kompakteste Wohnanhänger im Laufe diverser Entwicklungen ist der Alpenkreuzer. Der geschlossene Anhänger verbirgt ein großes Zelt und besitzt eine kleine Küche im Heckbereich. Aufgebaut bietet das Zelt 6m² Platz.


Der Wohnwagenhersteller Eriba bringt 1960 den „Faun Familia“ heraus, einen kleinen Wohnwagen für vier Personen. Neben seiner hervorragenden Qualität und Wetterfestigkeit bietet dieser sechs Sitzplätze, zwei Bänke für vier Personen im Heck mit Klapptisch, die zu einem Doppelbett umgeklappt werden können, und eine Bank vorne, die bei hochgeklappter Rückenlehne zusammen mit dem Regal ein Stockbett ergibt. Eriba musste jedoch Ende der 70er Insolvenz anmelden und wurde nach dem Konkurs von Hymer aufgekauft. Bis zur Übernahme war das Markenzeichen eines Eriba-Wohnwagens oder -Wohnmobils das hochfahrbare Dach mit Innenzelt.

Westfalia baut mit der Modellreihe 400 die ersten Wohnwägen mit Bad. Dadurch steigt Westfalia in die Komfortklasse auf, welche die Firma mit ihren „Van Conversions“ bis heute vertritt.14

Abb. 3.24: 1960er-Modelle

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Anfang der 60er-Jahre baute MKP ein Klappmodell. Der Deckel bzw. das Dach wird zuerst an der Vorderseite hochgezogen. Dann werden die oberen Teile der Wände hochgeklappt und eingerastet. Steht der Wagen samt Eingangsvorzelt, ist der Innenraum von vorne aus begehbar.

Abb. 3.25: 1960er-Modelle

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Wilk kann auch in den 60ern für Neuheiten sorgen, wie die Fuß- und Handpumpen für Fließwasser in Badezimmern.


Eine weitere sinnvolle Planung war eine große Klappe am Heck des Caravane Sologne, wo sich die Küche befindet. Das Lüften, um Gerüche und Hitze loszuwerden, ist somit kein Thema mehr. Ähnlich ist der „WaWa“ aufgebaut; bei diesem Modell ist die Klappe durchsichtig und dient als Esstischfenster. Zudem besitzt dieses Modell ein Aufstelldach, um den Spritverbrauch zu senken und die Aerodynamik- und Fahreigenschaften zu verbessern.

1967 betätigt sich auch SAAB im Wohnwagenbau mit dem „Saabo“, von dem jedoch nur 390 Stück produziert wurden. Neben sehr guter Austatttung und Qualität kann dieser mit tief gesetzten Fenstern aufwarten, die die Durchsicht vom Auto aus ermöglichen. Dadurch kann man etwas leichter einparken und bedingt den Innenspiegel verwenden. Konzepiert wurde das Modell eigentlich nur für den werkseigenen SAAB 9-2-Zylinder, weil nur besonders leichte Modelle für dieses Fahrzeug erlaubt waren.

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Natürlich gab es auch große Wohnwägen, wie den Henon Brienz Laser, der zwei Türen besaß und ein kompaktes Badezimmer. Abgesehen von der teureren Anschaffung benötigte man auch ein stärkeres Zugfahrzeug, das sich zu dieser Zeit nur wenige leisten konnten. Deshalb setzten viele Hersteller in der Nachkriegszeit auf kompakte und kleinste Lösungen wie das Schwalbennest von Knaus oder die Knospe, welche ausziehbare Seitenteile besaß.

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Ebenfalls in den 60ern etablierte sich die Firma Dormobile, die diverse Großraumfahrzeuge umbaute, wie z.B. den Ford Taunus Transit oder den Land Rover Defender, die beide ein Scherendach mit Dachluken auszeichnet. Weiters besitzt der Land Rover eine Innenausstattung aus eloxiertem Aluminium mit Lederpolstern, die teilweise auch für draußen verwendet werden kann.


Ende der 60er hat der Kunststoffspezialist Schäfer das aus Polyester gefertigte Modell „Suleica“ für Amphibienfahrzeuge umgebaut. Es besitzt neben einer wasserdichten Verbindung zwischen Außenhaut und Chassis eine fettgedichtete Achse und einen ausgeschäumten Doppelboden, um das Kentern oder Sinken zu verhindern.

Eines der ersten vollintegrierten Wohnmobile wurde vom selben Hersteller unter dem Namen „Orion“ entwickelt. Zuerst wurde einfach die Karosserie samt Innenausstattung des „Suleica“ auf einen Hanomag montiert. Dann wurde ein Übergang zwischen Fahrerkabine und Wohnraum ausmodelliert. Insgesamt sind 3 Prototypen entstanden, von denen einer ausgebrannt ist. Sowohl mit dem „Orion“ als auch mit dem „Suleica“ wollte Schäfer ein bisschen „American way of life“ entstehen lassen.

Abb. 3.25: 1960er-Modelle

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In derselben Zeit beginnt Karmann teilintegrierte Wohnmobile zu bauen. Sein erstes Modell ist auf Basis des VW T2. Karmann bietet auch gegenwärtig nur teilintegrierte Modelle an.

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Wohnbusse sind bis heute äuĂ&#x;erst selten, die meisten sind Marke Eigenbau oder Einzelanfertigungen diverser Karosseriebauer und Tischler. Eine Kleinserie wurde Ende der 60er von Setra als Variante S80 gebaut.


Abb. 3.26: 1960er-Modelle

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Abb. 3.27: Fahti-Gespann


Abb. 3.28: Manderbach

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Abb. 3.29: Wohnwagen Impressionen 60er

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3.2.6 1970er Nach einer Bauartenvielfalt in den 1950ern und 60ern prägen die 1970er technische Verbesserungen im Karosseriebaubereich. Bestes Beispiel dafür ist das Super-X-Chassis von Wilk. Dadurch werden gößere Wohnwägen sicher und auch bei größeren Geschwindigkeiten bleiben die Gespanne stabil. In Amerika nimmt das mobile Wohnen schon ganz andere Maßstäbe an. Mobile Häusersiedlungen werden errichtet und bilden eigene Dörfer. Üblich ist diese Form für Dauercamper, die entweder saisonal oder umweltbedingt den Standort wechseln.

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– Komfort Gleich am Beginn des neuen Jahrzehnts produziert Tabbert das geschützte atmende Dach mit den berühmten Dachnasen, die für bessere Luft und Temperatur im Caravan sorgen.


In dieser Zeit beginnt auch Hymer mit dem Wohnmobilbau und ist der erste Motorcaravan-Hersteller, der sich auch etabliert. Auf Mercedes- und OpelBasis werden vollintegrierte Modelle hergestellt.

Abb. 3.30: 1970er-Modelle

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Auch Westfalia setzt neue Maßstäbe mit ihrer herausnehmbaren Küche, die auch im Freien genutzt werden kann. Noch dazu bekommen die Wohnwägen „die neue Linie“, die sich jedoch nicht durchgesetzt hat. Ein für diese Zeit zu modernes Inneres mit Kunststofffurnieren und eine eckige Außenhaut belassen die Produktion auf lediglich 250 Stück.

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Mit dem Modell „Sven Hedin“ ist nun Duschen im Wohnmobil möglich, wie auch das Schlafen mit Ausblick dank Hochdach mit Fenster. Als Nachfolgemodell der Campingbox kommt der „Joker“ auf T3-Basis, der jedoch Gurte für den Fond-Bereich bereithält, was ihm einen Mehrzweck verschafft. Noch dazu ist dieser in drei Varianten erhältlich, als „Sport Joker“ ohne Hochdach, als „Joker“ mit Aufstelldach und als „Club Joker“ mit Hochdach und Panoramascheibe.


Abb. 3.31: 1970er-Modelle

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Abb. 3.32: Wohnwagen Impressionen 70er

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3.2.7 1980er Pick-Ups haben erst in den 80ern in Europa den Durchbruch geschafft. Spezialisten für diese Aufbauten sind Tischer und Bischofsberger z.B., wobei Bischofsberger auch integrierte Varianten anbietet, die nicht absetzbar sind, und Tischer auch Aufläger und Aufbauten für Pritschenwagen produziert. Bei den Wohnwägen setzen sich Stabilitätskupplungen diverser Bauart durch, welche das Schwingen des Anhängers bei Seitenwind schneller stabilisieren. Erstmals werden Solarzellen für die Stromversorgung von Wilk angeboten.

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– Sicherheit Opel produziert in Kleinserien eine Art „Hucke-Pack“-System namens „Heku“, das dem Pick-Up-System sehr ähnelt. Bis heute gibt es noch keine überzeugende Lösung für das Wohnmobil mit integriertem Auto.


Tabbert ist der erste Hersteller, der sich traut, einen Wohnwagen mit komplett abgeschrägter Front zu bauen, um die Aerodynamik zu verbessern. Das Modell trägt den sehr passenden Namen „Wind“ und wird von einigen Herstellern nachgeahmt.

Abb. 3.33: 1980er-Modelle

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3.2.8 1990er In Zusammenarbeit mit Wilk wird die Alko-Stabilitätsachse entwickelt. Dadurch schwindet die Kippgefahr bei Seitenwind erheblich und auch Kurvenfahren wird spürbar angenehmer. In diesem Jahrzehnt ist aus technischer Sicht ein Zenit im Karosseriebaubereich erreicht. Achsen-, Kupplungs-, Chassis- und Karosseriebau sind perfektioniert. Dichtigkeit ist dank spezieller Verbindungen jedes Herstellers kein Problem mehr. Alle Modelle sind als wintertaugliche Variante bestellbar, was vor allem im Norden sehr großen Anklang findet, da dort die Sommer sehr kurz sind.

Abb. 3.34: 1990er-Modelle

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– Technik


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3.2.9 2000er Im Luxussegment gibt es auch Wohnreisebusse und Wohntrucks, die in Europa eigentlich nur vermietet werden. In Amerika wohnen die Leute in mobilen Häusern, sogenannten „mobile homes“, um vor Naturgewalten fliehen zu können. In Europa zeigt sich ein Trend zurück zu den Kleinstwohnwägen. Im Wohnmobilsektor bleibt die Alkovenbauweise die beliebteste Form zu reisen. Auch Wohnmobilveredelungen und neue klappbare Zubehörs werden auf diversen Messen präsentiert. Sehr praktisch ist z.B. das Klappfahrrad.

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– Luxus Heute - Design Die wichtigste Form, abgesehen vom Wohnanhänger, ist heutzutage das Reisemobil, das es in 3 Bauformen gibt: • Vollintegrierte Fahrerkabine • Teilintegrierte Fahrerkabine • Getrennte Fahrerkabine


Alle Entwicklungen beim Wohnmobil kommen aus der Automobil- und Haushaltsindustrie. Die Herausforderung des Motorcaravan- und CaravanHerstellers besteht im Innenraum darin, alles kompakt unterzubringen, da der Platz begrenzt ist. Im Exterieurdesign ist es so wie mit jedem anderen Produkt: „Form follows Function“.

Morgen - Ökologie Moderne Systeme im Luxussegment gehen in die Richtung des erweiterbaren Wohnraums durch Aus(einander)ziehen. Konzepte von Studenten befassen sich mit der Unterbringung des Komforts eines Hauses auf kompakten Raum, der Wohnraumerweiterung und verbesserter Ökologie. Überlegungen mit erneuerbarer Energie und Multifunktionalität werden immer wichtiger. In Zukunft werden auch Kommunikationsmedien eine zentrale Rolle spielen, weil mobiles Wohnen auch alltagstauglich sein sollte.

Abb. 3.35: 2000er-Modelle

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3.2.10 VW T1 Westfalia Campingbox Dieser VW Bus unterscheidet sich vom Standardfahrzeug durch eine Eckbank und einer Küche hinter der vorderen Sitzbank. Zusätzlich ist es möglich, ein Regal an einer der seitlichen Schwenktüren anzubringen, die als Wasch- und Rasierbox fungiert. Unter dem Herd befinden sich die Gastanks und ein ausziehbares Bett. Dort ist auch der Klapptisch montiert. Auf sehr beengtem Raum finden bis zu 4 Personen zum Schlafen Platz, wenn der Bus über das hochziehbare Dach mit Innenzelt verfügt. Es gibt auch die Variante mit dem Scherendach, wobei das Dach in schräge Position gebracht wird. Stauraum gibt es nur unter den Betten und auf Dachträgern, da im Heckbereich der Motor platziert und bei manchen Modellen an der Vorderseite das Ersatzrad befestigt ist. Besonders vorteilhaft sind die herausklappbaren Scheiben, wodurch man sehr gut lüften kann. Gebaut wird der VW Bus als Campingfahrzeug weiterhin unter dem Namen VW „California“ auf VW T5-Basis. Die Ausstattung hat sich seit 1951 nur im Komfortbereich geändert, die Grundbestandteile Küche und Schlafraum sind geblieben, nur der Stauraum hat sich vergrößert. Ursprünglich war die Campingbox ein Einzelstück für einen deutschen Offizier, das VW bei Westfalia in Auftrag gab. Als das Modell auf Interesse stieß, war es möglich, die Westfaliaausstattung mitzubestellen. Als die Verkaufszahlen stimmten, hat VW 1957 das Modell in die eigene Produktion aufgenommen. Die meisten Stücke werden bis heute in den USA verkauft.15

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Abb. 3.36: VW T1

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3.2.11 Pick-Up Pick-Up Camper Ein Pick-Up (aus dem engl. pick up = aufnehmen, mitnehmen) ist ein Pkw oder Geländewagen mit ebener, offener Ladefläche (Pritsche). Der Pick-Up ist damit eine Spezialform des Pritschenwagens.16 Ein Pick-Up besitzt eine Absetzkabine, welche eine vollwertig ausgestattete Wohnkabine mit Bad, Küche usw. ist. Sie wird auf der Ladefläche des PickUps aufgesetzt. Der Vorteil ist, dass man sie mit den ausfahrbaren Stützen innerhalb von 15 Minuten absetzen und dann das Fahrzeug uneingeschränkt nutzen kann. Da die meisten Pick-Ups einen Allradantrieb haben, kann man damit auch unwegsamere Gegenden erkunden. Mittlerweile gibt es für jeden Pick-Up die passende Absetzkabine.17

Abb. 3.37: Pick-Up

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Heku Car Camp Diese Bezeichnung klingt sehr interessant, aber was genau verbirgt sich hinter Heku Car Camp? Die Idee, die hinter dieser Bezeichnung steht, ist eine starre, jedoch lösbare Verbindung von Auto und Wohnmobil. Der Name Heku leitet sich von der Tatsache ab, dass es den Anschein hat, als ob der Wohnwagen Huckepack genommen werden würde. Die passende technologische Antwort darauf ist das Heku Car Camp. Man hat somit nicht nur ein Wohnmobil oder einen Wohnwagen, sondern auch immer und jederzeit ein alltagstaugliches Auto/Fahrzeug. Um einen möglichen Luftstau zu verhindern und den Kraftstoffverbrauch niedrig zu halten, ist eine konsequent angewandete Aerodynamik unerlässlich. Um diese notwendigen Parameter zu erfüllen, ist der Wohnwagen an die Form des Zugfahrzeuges angepasst und harmoniert durch eine gelungene Proportion. Entwickelt wurde dieses Konzept auf Basis eines Opel Astra. Trotz einer Länge von „nur“ 6 Metern, ohne Zugfahrzeug, bietet der Wohnwagen alle Annehmlichkeiten eines größeren Modells aufgrund der ausgeklügelten Platzverteilung. Ausgelegt ist dieses Modell für 4 Erwachsene.

Abb. 3.38: Heku Car Camp

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3.2.12 Westfalia West Van18 Der West Van von Westfalia bietet mit seiner 6.260mm Länge Platz für 3 Schlafplätze und ist der erste Teilintegrierte seit über 25 Jahren. Trotz des kompakten Formats findet auch eine Fahrradgarage für 2 Fahrräder oder einen Motorroller Platz. Das Interieur des Westfalia West Van strahlt eine Mischung aus Freundlichkeit, Eleganz und Sportlichkeit aus und steckt voller Innovationen. So macht sich das 1,60 x 2,00m Doppelbett im Heck tagsüber Platz sparend klein. Zu diesem Zweck setzt sich die Liegefläche aus zwei Einzelbetten zusammen. Die vordere Bettfläche wird mit nur einem Handgriff über den hinteren Teil geschoben und vergrößert auf diese Weise den Lebensraum beträchtlich. Aus der Sitzgruppe entfaltet sich im Bedarfsfall ein weiteres Einzelbett mit vollwertigen Maßen (1,15 x 1,95m). Mit einem komplett isolierten Aufbau – Dach und Heck in Glasfaserkunststoff- (GFK)-Vollsandwich-Bauweise – und einer leistungsstarken KraftstoffGebläseheizung mit integriertem Warmwasserboiler zeigt sich der West Van als ein rundum wintertaugliches und kompaktes Reisemobil. Westfalia ist für seine herausragenden Leistungen von einer internationalen Expertenjury des Design-Zentrum Nordrhein Westfalen mit dem „red dot-award: product design 2008“ ausgezeichnet worden. Mit dieser Designauszeichnung, die für herausragende Gestaltungsleistungen, Funktionalität und Ergonomie steht, hat Westfalia eine Anerkennung von höchstem Renommee und internationalem Rang erhalten, für dessen Qualität sich das Design-Zentrum verbürgt.

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Abb. 3.38: Westfalia West Van


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James Cook19 Mit einer Höhe von 3.200mm, einer Länge von 5.910mm und einer Breite von 1.993mm ist das Modell James Cook von Westfalia, das Schlafplätze für 4 Personen bietet, eines der wenigen Modelle, die das gleiche Prinzip verfolgen wie die Diplomarbeitsgruppe: eine kompakte Lösung, aber trotzdem für 4 Personen gedacht. Im Westfalia James Cook wird der Raum perfekt ausgenutzt. Das gut durchdachte und benutzerorientierte Raumkonzept der WESTFALIA-Entwickler zeugt von der langen Reisemobil-Erfahrung. Großzügige Stauräume im Heck des Fahrzeugs bieten für alles Platz, was grade nicht gebraucht wird. Auch die Garderobe kann hier knitterfrei aufbewahrt werden. Der Tisch der Sitzgruppe lässt sich nachts platzsparend in einem Fach unter dem Dachbett verstauen. Praktische Anlagen und Getränkehalter sind genau dort angebracht, wo man sie braucht - zum Beispiel am Tisch oder am Dachbett. Das Doppelbett im Dachausbau bietet mit seiner bequemen Liegefläche 2.40 x 1.50m Platz für entspannte Stunden. Im Nu lässt sich auch die einteilige Sitzbank im Erdgeschoss in ein komfortables Bett verwandeln. Die 2.00 x 1.30m große Sitz- und Liegefläche ist bei diesem patentierten Klappsystem nicht identisch. So hat man einerseits gut konturierte Sitze für die Fahrt, andererseits eine ebene „Schlafseite“ mit hohem Liegekomfort. Durch das einfach herausnehmbare Küchenmodul ist zudem der Ein- und Ausstieg auch über das Heck möglich. Unabhängigkeit durch einen eigenen Sanitärbereich ist für viele Reisende unverzichtbar. Daher bietet der Sanitärbereich des Westfalia James Cook auf kleinstem Raum alles, was ein Bad haben muss.

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Abb. 3.39: Westfalia James Cook


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3.2.13 Airstream 684 Airstream ist ein amerikanischer Wohnwagen-Hersteller, welcher sich darauf spezialisiert hat, seine Produkte vollständig aus Metall zu fertigen. Der Airstream 684 ist das „Flaggschiff“ für den europäischen Markt. Dieser Wohnwagen bietet allen erdenklichen Komfort, unter anderem auch ein Luxusbad. Es bietet ebenfalls Platz für 4 Personen. Das Fahrzeug besitzt ein großes Doppelbett im Heckbereich und Panoramerverglasung am Dach. Wie schon erwähnt, wird die gesamte Außenhaut aus Blech gebaut, dadurch erhält man den charakteristischen und einzigartigen Look. Diese Art von Wohnmobil wird im Gegensatz zu anderen Herstellern von außen nach innen gebaut. Durch die Möglichkeiten des Metalls kann man den Wohnwagen wesentlich besser organisch gestalten als Wohnwägen/-mobile, die großteils aus Holz bestehen. Die Inneneinrichtung ist passgenau in diese Einheit integriert und liefert somit einen Eindruck, als ob das gesamte Fahrzeug aus einem Guss bestehen würde.

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Abb. 3.40: Airstream


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3.3 Benchmarking Was ist Benchmarking? Im Vergleich mit besonders erfolgreichen Produkten, Prozessen oder Programmen werden die Schwächen eines Objektes aufgedeckt und Strategien und Maßnahmen zur Verbesserung desselben ermittelt. Das Prinzip ist in allen Fällen gleich: Vergleich – Identifizierung von Schwächen – Festlegung von Verbesserungsstrategien – Umsetzung – neue Überprüfung. Für DesignerInnen ergeben sich aus diesen Vergleichen Informationen, die zur Verbesserung eines bestimmten Produktes oder zur Entwicklung neuartiger Strategien und Dienstleistungen durch bessere Kenntnisse der Marktpotenziale führen können.20 Die Geschichte des mobilen Wohnens lieferte der Projektgruppe die Grundlage für das Benchmarking. Bei dem Benchmarking der Diplomarbeit wurden die besten Konkurrenzprodukte, die sich zurzeit am Markt befinden, ausgewählt und es wurde versucht, das eigene Produkt noch besser als diese zu entwickeln und eventuell Lösungen der vorhandenen Produkte zu übernehmen oder zu verbessern. Es wurden sowohl bereits umgesetzte als auch konzeptionelle Wohnmobile/Wohnwägen genauer betrachtet und analysiert. Die Konzepte wurden hauptsächlich von Designern oder Studenten entworfen. Die ausgewählten Modelle wurden auf Grund verschiedenster Vorteile, wie zum Beispiel wegen des modernen Designs, guter technischer Lösungen, neuartiger Ideen etc., ausgewählt.

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What is benchmarking?

Compared with most successful products, processes or programs the weaknesses of an object are detected and the strategies and measurements to improve the products can be identified. The principle is the same in all cases: Comparison - identification of weaknesses - definition of improvement strategies - implementation - new review. For designers the resulting information from these comparisons, the improvement of a certain product or to develop new strategies and services through better knowledge of the market potential can lead to the final product. The history of the mobile home project provided the basis for benchmarking. For the benchmarking of the thesis the best competitive products on the market were selected and it was tried to make the product better than this selection. It tried to find better solutions than the existing products offer. The diploma group looked at already implemented caravans but also at conceptual mobile homes and considered and analyzed them precisely. The concepts were mainly designed by designers and students. The selected models were chosen because various advantages such as modern design, good technical solutions or new ideas.


Abb. 3.41: BMW-Studie

Abb. 3.42: Dethleffs-Studie Trapper

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Abb. 3.43: Robert Millington - Next Generation

Abb. 3.45: Verdier Westfalia

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Abb. 3.44: Travel Trailers

Abb. 3.46: GMC Showmobil

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Abb. 3.47: Mini und Airstream

Abb. 3.49: Sylvansport GO

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Abb. 3.48: Capsule Caravan

Abb. 3.50: Caravan Concept

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3.4 Umfrage Ein Produkt zu entwerfen ist eine Sache, die notwendigen Anforderungen für dieses Produkt zu kennen eine andere. Damit sich die Bedürfnisse der Camper besser abbilden lassen, wurde von der Diplomarbeitsgruppe eine Umfrage auf diversen Campingplätzen und online durchgeführt. Das Ziel dieser Kundennähe sollte der Projektgruppe verschiedenste Dinge zeigen. Zum Beispiel: Mit welchen Funktionen sind die Benutzer zufrieden? Was möchten sie verbessern? Welche Handlungsabläufe stören die Kunden bzw. welche sind zu zeitaufwendig? Welche Wünsche haben Käufer an die Zukunft des mobilen Wohnens? Weiters sollte klar herauskommen, welche Freizeitaktivitäten am beliebtesten sind und wo sich die Camper am öftesten aufhalten, damit das Konzept später an diese Anforderungen angepasst werden kann. Kärnten ist wegen der zahlreichen Seen und der Berg-, Wander- und Radfahrregionen ein sehr beliebtes Land mit vielen Campingplätzen. Die Campingplätze in Kärnten, auf welchen die Umfrage von 17. - 21. August 2009 durchgeführt wurde, waren beispielsweise: Campingplatz Rož in Gotschuchen/Rosental Camping Hafnersee am Hafnersee Großcamping Sabotnik am Keutschachersee Camping Brückler Nord am Keutschachersee Zusätzlich wurde die Umfrage auch online auf diversen Campingforen durchgeführt, wie zum Beispiel auf www.campen.de oder www.campsite. at. Dabei konnte ein Fragebogen ausgefüllt und per E-Mail oder Post an das Projektteam geschickt werden. Die Auswertung bedurfte einer sehr genauen und zeitintensiven Bearbeitung der Fragebögen. Auf verschiedenen Listen wurde nochmals zusammenfassend jeder Vorschlag oder Wunsch notiert. Nach der Ausarbeitung der erhalten 200 Fragebögen fiel auf, dass drei Punkte immer wieder angesprochen wurden. Somit setzte sich die Gruppe diese Hauptkritikpunkte als Schwerpunkte für die Diplomarbeit und stellte sich zu jedem Punkt eine Frage, die gelöst werden sollte:

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1. Mobilität - Warum muss man sich immer zwischen Wohnwagen und Wohnmobil entscheiden? 2. Vorzelt - Warum kann der zeitaufwendige Auf- und Abbau nicht erleichtert werden? 3. Platzmangel - Wie könnte durch eine große Umstrukturierung mehr Platz geschaffen werden? Anhand der Bearbeitung dieser Themen wurde das Konzept generiert.


ausgef체llter Umfragebogen

Abb. 3.51: Campingpl채tze

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ausgefüllte Umfragebögen


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3.4 Survey Designing a product is one part, but to know the necessary requirements for this product is another thing. The diploma group conducted a survey online but also among various camping areas to get to know the needs of campers. The aim of the survey was to find out various aspects. For example: Which features satisfy users? What would they want to improve? Which procedures affect customers, which are time consuming? What needs do customers have concerning the future of mobile living? Furthermore the survey should state which leisure activities are favoured by campers and where they linger most of the time to adapt the concept to these needs. Carinthia with numerous lakes, mountain-, hiking- and biking areas with a lot of caravan sites is in vogue. The survey was conducted throughout Carinthian camping sites from August 17 to August 21 2009 which were for example Campingplatz Roz in Gotschuchen/Rosental, Camping Hafnersee at Hafnersee, Großcamping Sobotnik at Keutschachersee and Camping Brückler Nord at Keutschachersee. The survey was additionally conducted online at bulletin boards like www. campen.de or www.campsite.at. Thereby a questionnaire had to be completed and sent to the project team by email or by post.

The analysis of the questionnaires required an accurate and time consuming period. Each suggestion and request was then summarised on various lists. After the evaluation of the 200 questionnaires the result was that three points were mentioned very often. This was the reason why the team took the main points of critique as the main focus for the thesis project and asked one question for each point to be solved:

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1. Mobility – Why do I have to choose between a caravan and a motor home? 2. Awning – Why can’t the time consuming set up and tear down made easier? 3. Shortage of space – How to create more room with a restructuring of the room layout? The concept was generated by working on these topics.


Abb. 3.52: Camping Brugger

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Abb. 3.53: Leben auf dem Campingplatz


3.5 Leben auf dem Campingplatz Camping (von lat. campus „Feld“) bezeichnet eine Form des Tourismus. Campingplätze befinden sich im Allgemeinen in Regionen von touristischem Interesse, sei es in landschaftlich schönen Gegenden oder auch in der Nähe oder gar in größeren Städten. In den meisten Ländern Europas ist Kampieren in der Wildnis (Wildes Campen) nicht erlaubt oder nur unter strengen Auflagen gestattet. Campingplätze stellen neben dem Stellplatz auch die sanitären und elektrischen Versorgungseinrichtungen zur Verfügung. Oftmals haben sie darüber hinaus Angebote zur Freizeitgestaltung sowie zur Versorgung mit Lebensmitteln und anderen Gütern des täglichen Bedarfs. Das normale, heute populäre Campen umfasst das Übernachten auf einem Campingplatz mit einem Zelt oder Wohnwagen beziehungsweise Wohnmobil, bei dem alle rudimentären Dinge des täglichen Lebens, einschließlich der Versorgung mit Strom und Wasser, vorhanden sind. Die Extremform des Campens umfasst das Verbleiben auf einem Campingplatz, der neben den bereits genannten Dingen auch noch Annehmlichkeiten wie einen Fernsehanschluss, Internetanschluss, Supermärkte, Restaurants oder eigene Schwimmbecken bietet. Es gibt auch sogenannte „Dauercamper“, welche einen Stellplatz auf einem Campingplatz dauerhaft mieten und ihren Wohnwagen/ihr Wohnmobil oft auch mit Holzzubau oder gepflasterten Eingangsbereichen wie ein Wochenendhaus nützen und mehrmals im Jahr dort Urlaub machen. Es gibt Dauercamperplätze, die keine durchreisenden Gäste oder Touristen aufnehmen. Ebenso gibt es Campingplätze nur für reisende Touristen, die keine Stellplätze für Dauercamper vermieten. Häufig werden Mischformen angetroffen. Viele Campingplätze bieten auch zusätzlich Mietunterkünfte an (Zelte, Caravans, Holzhütten, Bungalows). Im Grunde unterscheidet sich der Tag beim Campen kaum noch vom normalen Alltag. Nahezu jeder Camper bildet sich seinen eigenen Zeitplan, nach welchem er den Tag verbringen will, und hält sich in der Regel auch an diesen. Die Ausrüstungsgegenstände, welche ein Camper mit sich führt, hängen stark vom Zielgebiet ab. So wird zum Beispiel ein Camper, welcher sich Österreich als Ziel gesetzt hat, andere Ausrüstungsgegenstände mit sich führen als ein Camper, welcher sich Kroatien oder Griechenland als Ziel gesetzt hat.

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Ausrüstungsgegenstände welche nahezu jeder Camper mit sich führt, sind Fahrräder, Badesachen, Sportsachen und dergleichen. In der Regel haben die Stellplätze eine Größe von rund 8 x 8 Metern. Es gibt jedoch auch größere Stellplätze, welche sogar 15 x 15 Meter groß sind. Diese Unterschiede kommen zu Stande, da es für Campingplätze keine geregelten Stellplatzgrößen gibt und somit jeder Besitzer eines Campingplatzes selbst entscheidet wie er seine Stellplätze einteilt. Jährlich erscheinen diverse sogenannte Campingführer (u.a. der ADACCamping Caravaning Führer Nord- und Südeuropa, DCC Campingführer Europa des Deutschen Camping Clubs und der ECC [Europa Camping + Caravaning] aus dem Drei-Brunnen-Verlag) mit Beschreibungen von mehreren Tausend Campingplätzen in Europa.

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3.6 Werksführung Was ein Wohnmobil ist, weiß eigentlich jeder, so mancher ist auch schon einmal mitgefahren, wie jedoch ein Wohnmobil hergestellt wird, wissen nicht mehr ganz so viele. Industriedesign sollte sich, wie der Name schon sagt, auch mit der industriellen Fertigung der Produkte befassen, damit nicht ein Produkt entworfen wird, das gar nicht funktioniert. Um eine bessere Vorstellung zu erhalten, wie ein Freizeitmobil produziert wird, hatte das Team die Möglichkeit, in den Fertigungshallen der Partnerfirma Dethleffs einen Einblick in den Fertigungsprozess eines Wohnmobils zu bekommen. Der technische Leiter der Firma Dethleffs, Herr Gawalleck, erläuterte bei der Werksführung die einzelnen Prozesse sehr genau. Auf Grund der verschiedenen Produktionslinien in der Halle wird an vielen Produktreihen zeitgleich gearbeitet. Dethleffs verfügt auch über ein Hochregallager, um effizienter und unabhängiger arbeiten zu können.

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Abb. 3.54: Dethleffs Werk

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Abb. 3.55: Dethleffs Produktionslinien

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Der Produktionsprozess ist unterteilt in folgende Arbeitsschritte:

Seitenwände Die Wände eines Campers enstehen folgendermaßen: Zuerst wird das glat-

te bzw. gehämmerte Blech auf den Produktionstisch aufgelegt. Gleichzeitig wird die Isolierung, bestehend aus Vierkanthölzern und Styropor, vorbereitet und miteinander verbunden. Durch eine Klebemaschine, die automatisch Fenster- und Türflächen auslässt, wird auf das Blech eine Klebeschicht aufgebracht und die Isolierung darüber positioniert und verklebt. Mit einer weiteren Klebeschicht wird die Innenwand, zum Beispiel ein Holzfurnier, aufgetackert. Danach kommt diese Sandwichbau-Platte unter eine Presse. Eine große Fräsmaschine schneidet schlussendlich die Form und Ausschnitte zurecht und nach einer Endkontrolle wird jede Platte bis zum Verbauen gelagert.

werden und so wenig Holz wie möglich in Verwendung kommt, damit das Wohnmobil/der Wohnwagen relativ leicht bleibt. Nach fertigem Einbau werden die Wände und GFK-Teile montiert und die Ecken durch Leisten kaschiert. Die Fenster und Türen werden noch eingesetzt und somit ist das Wohnmobil/der Wohnwagen fertig.

Fußboden Der Fußboden wird ebenfalls mit den bereits erwähnten Fertigungsschritten

produziert und wenn eine Bodenheizung vorhanden ist, wird diese noch in einem Zwischenschritt nach der Isolierung miteingearbeitet.

Chassis Die Chassis der Wohnmobile werden bereits fertig von den jeweiligen

Herstellerfirmen angeliefert. Diese Hersteller sind beispielsweise Firmen wie Mercedes, Fiat, Iveco oder Ford. Danach wird auf diese der fertige Boden montiert.

Innenraum Der Innenraum wird auf das fertige Chassis mit Boden aufgebaut. Somit

wächst das Wohnmobil von innen nach außen, im Gegensatz zur amerikanischen Firma Airstream. Dabei wird sehr darauf geachtet, dass alle Kabel und Rohre richtig verlegt

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3.6 Factory Tour Nearly everybody knows a RV and some had the chance to go with one but only a few know how a motor home is manufactured. Industrial design should also deal with the process of industrial production to avoid a product that doesnâ&#x20AC;&#x2122;t work at all. To get an idea of the production of a motor home, the team had the chance to visit the production hall of the partner company Dethleffs to gain an insight into the manufacturing process. Mr Gawalleck the technical director of Dethleffs, explained the various processes very exactly in the course of the factory tour. Due to the various production portfolios they work on different production lines simultaneously. Dethleffs operates its own high-rise warehouse to manufacture more efficiently and independently. The manufacturing process is divided in individual various production steps.

Side walls The production of the side walls of a camper takes place as follows: First of

all the smooth or hammered metal sheet is placed on the production table. Simultaneously the isolation which is made of square timber and foamed polystyrene is prepared and put together. A pasting machine then sticks down the isolation on the metal sheet after applying glue omitting windows and doors. Within the next step the interior wall, for example made from wood veneer, is stapled to the side wall. After this the sandwich panel is put in a press. At last a big milling machine cuts shape and apertures and the side walls are stored for assembly after a quality control.

Floor The manufacturing of the floor is similar to the side wall. If there is a sepa-

rate floor heating it is built in after applying the isolation in an intermediate step.

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Chassis Various manufacturers like Mercedes, Fiat, Iveco or Ford deliver the chassis

of the motor homes ready for further processing. The floor element is then mounted on the chassis.

Interior The interior is mounted on the chassis. In contrast to the American company

Airstream a motor home is manufactured from inside out. They focus on putting cabeling and tubes in the right place and to use as little wood as possible to keep the motorhome/camper lightweight. Subsequently the sidewalls and the GRP parts are mounted and corners are laminated with ledges. After housing in windows and doors the motorhome/camper is finished.


Fotos von der Werksf端hrung

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4 130


Konzept 131


4.1 Konzeptentwicklung Nachdem die Diplomarbeitsgruppe sich über beinahe alle Themenbereiche, die das Campen betreffen, informiert hatte, wurde in den Monaten Juni, Juli und August an einem Konzept für den Caravan gearbeitet. Die Ideenfindung war sehr stark von der Produzierbarkeit, den Technologien und dem Ergebnis der Umfrage beeinflusst. Das Projektteam wollte ein zukunftsweisendes Konzept entwickeln, das aber trotzdem umsetzbar ist und in ein paar Jahren auch Chancen am Markt hätte. Wie bereits im Kapitel 3.4 Umfrage erläutert, gibt es drei wichtige Punkte, die immer wieder von den Benutzern bemängelt werden: 1. die eingeschränkte Mobilität am Campingplatz 2. der Auf- und Abbau des Vorzeltes 3. der Platzmangel, der großteils von der Raumaufteilung bestimmt wird Da die Länge mit 5999mm bereits festgelegt und auch die Personenanzahl von vier Reisenden bereits vorgegeben wurde, mussten platzsparende und funktionelle Ideen gefunden werden. Damit sich das Diplomarbeitsteam seine Ziele immer vor Augen hielt, wurde eine Liste mit Schlagwörtern zu diversen Ideen beziehungsweise Wünschen erstellt, welche im Konzept umgesetzt werden sollten.

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Dazu zählen: Alternatives Antriebssystem Alternative Energiegewinnung Design Flexibilität Geräumige Küche Gesunde Schlafstätten Großes Badezimmer Integrierte Außengarnitur Mobilität Neuartiges Sitzelement Radständer Schiebe- und Klappmechanismen Viel Stauraum Vorzelt Wäscheleine


Abb. 4.0: Camping Lofoten

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4.2 Mobilität

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Das von der Diplomarbeitsgruppe neu entwickelte Konzept zur Steigerung der Mobilität ist kein einteiliges Fahrzeug wie ein Wohnmobil, es ist aber auch kein ausschließlich zweigeteiltes Fahrzeug, wie es bei einem Wohnwagen der Fall ist. Das Konzept ist ein Auto mit Anhänger, wobei das kleine Auto anstatt der Fahrerkabine in den Caravan integriert ist. Diese Kombination aus Auto und Anhänger überzeugt durch eine starre Verbindung, welche die Fahreigenschaften eines Wohnmobils aufweist, aber auch durch die Möglichkeit des Abkoppelns, da dies die Mobilität bieten kann, die auch das Auto eines Wohnwagens bietet. Bei abgekoppeltem Zustand kann das Auto mit seinem Elektromotor die nötigsten Ausflugsziele erreichen und ist somit eine umweltbedachte Lösung. Somit vereint dieses Konzept die Vorteile eines Wohnwagens, wodurch Ausflüge ohne unnötiges Gewicht möglich sind, und die Vorteile eines Wohnmobils, das die bessere Fahrdynamik besitzt. Dadurch müssten sich Kunden in der Zukunft nicht mehr zwischen Wohnwagen und Wohnmobil entscheiden. Damit dieses Konzept auch in Bezug auf Motortechnologie etwas Neues bietet, wurde ein Hybridantrieb entwickelt, der auf die momentan vorhandenen Möglichkeiten aufbaut. In naher Zukunft werden Wohnmobile durch Elektromotoren betrieben, wenn die Leistung der Motoren und langhaltende, schnell aufladbare Akkus dies ermöglichen. Doch da die Zugkraft eines reinen Elektromotors noch nicht ausreicht, ist das Antriebskonzept darauf angepasst.

Im durch eine Kupplung verbundenen Zustand wird das gesamte Fahrzeug mittels Diesel-Boxermotor an der Hinterachse, der sich schwerpunktbegünstigend in der Mitte des hinteren Anhängers im Doppelboden befindet, angetrieben. Während der Fahrt werden gleichzeitig die Akkus für den Elektromotor, der im kleinen Fahrzeug eingebaut ist, aufgeladen. Der Elektromotor befindet sich unter dem Armaturenbrett des Autos; er kann nur im abgekoppelten Zustand benutzt werden. Über ein kompaktes Getriebe wird das Drehmoment an die Vorderachse weitergegeben. Bei längerer Standzeit des Wohnmobils kann das Elektroauto auch per „plug-in-hybrid“ über die Steckdose aufgeladen werden. Zudem wird die Reichweite des Elektroautos durch eine Bremsreibungsenergierückgewinnung erhöht. Im gekoppelten Zustand wird die Hinterachse durch eine Hydraulik hochgeklappt und die zwei Teile werden mit einer Kupplung starr miteinander verbunden. Über An- und Abkuppeln wird einer der zwei Motoren deaktiviert oder aktiviert, somit kann beim Starten nie der falsche Motor angelassen werden.

Skizzen Mobilität


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Skizzen Mobilit채t

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4.2 Mobility The newly developed concept of the study group for increasing mobility is not a one-piece vehicle like a motor home nor is it a split vehicle like a caravan. The concept consists of a car with a trailer whereas the small car is integrated in the caravan instead of having an operator’s cab. This combination of car and trailer convinces with a rigid connection which shows handling characteristics of a motor home but with the possibility to uncouple it to get mobility like having a separate car with a caravan. In an uncoupled mode the car can reach places of excursions with the built in electric motor and therefore this is an eco-friendly solution. The concept combines the advantage of a caravan, making an excursion without unnecessary weight and the advantage of a motor home showing better vehicle dynamics. Thus customers don’t have to choose from a caravan or a motor home in future. To provide something new, the concept has a newly developed hybrid-electric power train, which is based upon a practical idea. In near future motor homes will be electrically driven if engine power and long-lasting, fast charging batteries are available. Because of the limited traction of the electrically driven engine the drive concept is aligned. When the whole vehicle is closed with the clutch it is powered at the rear axle by a diesel flat engine, which is situated in the double floor of the rear trailer. During the drive the batteries for the electric motor, which is situated in the small car, are recharged. The electric motor is situated below the car dashboard and it only operates in an uncoupled mode. Using a compact gear unit the torque is transmitted to the front axle. During immobilisation

times the batteries of the electro car can be recharged like a “plug-in-hybrid” connecting to a power supply. To increase the cruising range a regenerative braking system is used. The rear axle is hydraulically folded up in coupled mode and both parts are connected with a rigid coupling. With coupling and decoupling one of the two engines are activated, so it is not possible to start the wrong engine.

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4.3 Vorzelt Die Diplomarbeitsgruppe erachtet es als wesentlich, dass das Wohnmobil im fahrenden Zustand so kompakt wie möglich ist und im stehenden Zustand sollte Platz für vier Personen sein; der Wohnraum sollte erweitert werden können. Zu diesem Ansatz passt das Thema Vorzelt sehr gut. Wie aus der Umfrage hervorgegangen ist, stellt der Vorzeltauf- und Abbau von zugekauften Modellen ein bekanntes Problem dar. Mit diesem generierten Konzept konnte man sich der Problematik durch folgenden Lösungsansatz stellen. Die Projektgruppe hat dazu einige Ideen entwickelt, die sich durch verschiedenste Funktionen auszeichnen. Der beste Lösungsansatz diesbezüglich ist die komplette Integration, die durch leichte Materialien wie Aluminium und eine neuartige Folie aus dem Bootsbereich realisierbar wäre. Der Grundgedanke ist eine Zweiteilung des Vorzeltes. Der erste Teil ist das Vorzeltdach, welches in einer Box am Dach des Campers untergebracht wird, und die zweite Komponente ist eine Art „Vorhang“, die Vorzeltwand, die wie ein Vorhang in eine Schiene eingezogen wird. Die Vorzeltwand wird im Heckbereich zur Hälfte gefaltet und, auf einer Rolle aufgewickelt, in einer 500mmx500mmx220mm-Box verstaut. Da das Vorzeltdach um einen Drehpunkt gelagert ist, ist das ganze Zelt rund und lässt sich, je nach Platzbedarf, entweder zu einem Viertel-, Halboder Dreiviertelkreis ausfahren. Bei komplett ausgefahrenem Zustand kann auch das Auto unter dem Vorzelt geparkt werden und bietet somit zusätzliche Sicherheit.

Funktionsweise Zuerst wird das Dach im gewünschten Kreissegment ausgefahren. Die

Steher klappt man aus den Hauptträgern des Dachelements herunter und verankert sie im Boden. Danach wird die Seitenklappe der Heckbox geöffnet, in welcher sich der „Vorhang“ befindet. Die Haken werden in die Schiene eingeführt und man zieht die Seitenwand bis zum Ende auf. Die Fenster- und Türflächen sind unabhängig von der ausgezogenen Größe, da jedes Viertelsegment identisch ist. Anschließend wird die zur Hälfte gefaltete Seitenwand nach unten aufgeklappt und mittels Druckknöpfen an den Stehern befestigt. Zur Wind- und Wettersicherheit sollte die Folie zusätzlich mit Heringen im Boden befestigt werden.

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4.3 Awning The thesis group considered that it is essential that the motorhome is as compact as possible but while moving and in a stationary state there should be room for four people, so there should be the possibility to expand the living room. This approach fits to the topic “awning” very well. It emerged from the survey that the construction and dismantling of the awning, which is mostly separately, is a well-known problem. With this concept the thesis group tied up the loose ends with the realization of the following approach. The project group has developed some ideas that are characterized by a variety of functions. The best approach is the complete integration of the awning, which could be realized through lightweight materials such as aluminum and a new blanket from the boot area. The basic idea is the division of the awning. The first part is the tent roof, which is housed in a box on the roof of the camper, the second component is a kind of „curtain“, the tent wall, which is pulled into a rail like a curtain. The tent wall is folded in half, coiled on a roll and stored in a 500mm x 500mm x 220mm box at the back of the camper. Since the tent roof has been mounted about a pivot point, it is a round awning and it can be, depending on space requirements, either be extended as a quarter, half or three-quarter circle. When the awning is completely open, the car can be parked under it and so it provides additional security.

Functionality First the roof is extended in the desired circular segment. The stayers are

folded down of the main girder of the roof element and anchored in the ground. Then the side door of the rear box in which the „curtain“ is is opened. The hooks are inserted into the rail and the side walls are pulled out to their end. The window and door surfaces are independent of the extended size, since each segment has the same district.


Then, the half-folded side wall is folded down and fastened with poppers on the risers. To guarantee wind and weather safety, the side wall should also be secured with pegs in the ground.

Skizzen Vorzelt

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4.4 Raumaufteilung Ein weiterer Punkt aus der Umfrage hat ergeben, dass der Platz und Stauraum im Wohnmobil niemals die gewünschte Größe bieten. Aus diesem Grund wurde auch das Innenleben in die Analyse mit einbezogen, da nur eine große Änderung des gesamten Raumkonzepts eine Veränderung im Innenraum herbeiführen konnte. Bei genauer Betrachtung aller Einzelteile wurde festgestellt, dass die Betten den meisten Platz einnehmen, da sie die größten und sperrigsten Elemente des Innenraums sind. Ziel war es demnach, für zwei Liegeflächen in der Größe von 1,40x2,00m Platz zu schaffen. Die Projektgruppe überlegte sich verschiedenste Mechanismen, um einen großen Platzgewinn herbeizuführen, wie beispielsweise Klappfunktionen, die den Raum erweitern, aber auch bereits vorhandene Mechanismen wie das Scherendach wurden genauer betrachtet. Da man jedoch durch verschiedene Normen in den Möglichkeiten begrenzt ist, entschied sich das Diplomarbeitsteam zur kompletten „Auslagerung“ der Schlafplätze. Grund dafür ist die Verwendung der Betten, die wirklich ausschließlich abends stattfindet.

Klappbettsystem

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Die Betten befinden sich jetzt in zwei voneinander getrennten Schubladen und können separat aufgebaut werden. Sie werden von außen herausgezogen und mit einer Kuppel abgeschirmt, sodass man nur noch über eine Türe vom Innenraum in die Bettkoje gelangt. Genaueres wird im Kapitel 2.2 Bettkojen erläutert.


Skizze Grundriss

ausgew채hltes Schubladenbettsystem

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Im Innenraum konnten dadurch bedeutende 5,6m² Platz geschaffen werden, die dieses Konzept neu nutzen kann. Zum Einen wird der neu geschaffene Platz genützt, um eine größere Küche als auch ein größeres Bad einzuplanen, aber auch, um ein innovatives und durchgedachtes StauraumSystem zu integrieren. Es wurden zum Beispiel 500mm des Innenraums im Heckbereich abgetrennt, um für die Outdoor Box Platz zu schaffen, in welcher alle Outdoor-Möbel, aber auch eine Wäscheleine integriert werden. Räder können auf dem ausziehbaren Radständer mitgenommen werden. Auch diese Punkte passen hervorragend zu dem Thema erweiterbarer Wohnraum und könnten in Zukunft eventuell einmal zum neuen Standard in der Campingbranche werden. Die exakte Aufteilung des Innenraums wurde in einer Detail-Ausarbeitungphase erst bestimmt und wird später erläutert.

Front- und Heckansicht Grundriss

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4.4 Space allocation Another point the survey showed is that the space and storage space in the motorhome is always too small. For this reason, the interior was also included in our analysis, since only one major change in the overall space concept could bring a change in the interior. The diploma group found out that the largest and most bulky elements of the interior are the beds. For this reason they were outsourced. The aim therefore was to create space for two bed flats in the size of 1,40x2,00m. The project group has considered a variety of mechanisms to bring about great space saving features such as folding the space expand, as well as already existing mechanisms such as the roof of scissors were considered in detail. There are a multitude of standards which limited the opportunities. Because of this, the thesis team decided to outsource the beds. The beds are now located in two separate drawers and can be set up separately. They will be pulled from outside and shielded with a dome, so that you only can get in the bed cabin through a door from the inside. The interior has been changed significantly by 5.6m² space which the thesis team used to create a new concept. The space was used for a larger kitchen, a larger bathroom and an innovative storage space. There were, for example, 500mm left in the rear of the mobile home for an â&#x20AC;&#x153;Outdoor Boxâ&#x20AC;? in which the user can find different elements like outdoor furniture but also a clothes line is integrated. These issues fit well with the theme of housing and in future it could be the new standard of the camping industry.

Seitenansicht

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5 144


Exterieur 145


5.1 Formstudien Auslöser und somit Start für das Projekt war ein kreativer Prozess, in welchem alle Mitglieder möglichst viele Ideen einbringen konnten – mit einem Wort, jeder konnte und sollte seinen Gedanken „freien Lauf“ lassen. Wichtig dabei war es, dass in dieser Phase jeder Vorschlag ohne Vorurteile in den Ideenpool aufgenommen wurde. Je abstrakter die Ideen, umso interessanter war das zukünftige Arbeiten, da man anhand der eingebrachten Idee immer noch interessantere Designvorschläge weiterverfolgen konnte. Die einzige Vorgabe bei diesem Projekt war die definierte Endgröße des Wohnmobils mit 5999mm. Die Außenform wurde als Gemeinschaftsarbeit von allen vier Projektmitgliedern erstellt. Jede dieser Personen hat natürlich andere Ideen, ihren eigenen Stil und auch die Zusammenarbeit als solche ist unterschiedlich, auf Grund der verschiedenen Charaktere. - Eine Tatsache, die sich in der Entscheidungsfindung plakativ abgezeichnet hat und dadurch Raum für Entwicklungen zuließ. Die Wahrnehmung der einzelnen Teilnehmer bei der Erstellung der Skizzen, in welchen die Umfrageergebnisse vom Sommer 2009 einbezogen wurden, zeigten zahlreiche unterschiedliche Designs im Bereich Außenansicht und Innenansicht. Es war wichtig, die ermittelten Themen der Umfrage in der Formstudie zu verarbeiten, um zukünftigen Kunden ein Optimum an den gewünschten Schwerpunkten zu präsentieren. Das Auswahlverfahren wurde in mehrere Phasen unterteilt, in denen verschiedene Designvorschläge aufgrund der Zustimmung der Teilnehmer forciert wurden. Jeder Designvorschlag wurde danach auf die festgelegten Attribute gesichtet und einer Entscheidung zugeführt. Bei den Attributen handelt es sich um Innovation, Mobilität und Platzressourcen. Jeweils die drei besten Ideen von jedem Teilnehmer wurden ermittelt und von den anderen bewertet. Danach wurden die favorisierten Ideen aller Teilnehmer in der Perspektive gezeichnet, um sich auch ein räumliches Bild der zukünftigen Formgebung machen zu können. Auf Basis dieser 3D-Zeichnungen, es wurden insgesamt 150 Skizzen nur für das Außendesign angefertigt, wurde schlussendlich mittels Ideentrichterverfahren das endgültige Design generiert. Um ein optimales Ergebnis und die vorhandenen Ideen zu verfeinern, wurde speziell für alle Diplomarbeitsgruppen ein einwöchiger Intensivzeichen-Workshop abgehalten, in dem jede Gruppe individuell betreut und unterstützt wurde. Formstudien

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Seitenansichten

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3D-Ansichten

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5.2 Außenform

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Nach Durchführung eines mehrmaligen Ausscheidungsverfahrens wurde letztendlich das nachfolgende Design in die Arbeit aufgenommen. Wichtig dabei war, dass das Design alle gewünschten Bereiche wie Mobilität, Platzressourcen und Innovation in sich vereint. Das ermittelte Außendesign zeichnet sich durch seine markante Linienführung ab. Derzeit besitzen sogenannte „moderne Wohnmobile“ eine augenscheinliche organische Formensprache, auch bei der Entwicklung der Ideen war dies ein zentraler Punkt in der Formgebung. Mit dem ausgewählten Design wurden Ecken und Kanten in das Zentrum der Optik gesetzt. Diese Kantenführung erzeugt beim Wohnmobil einen speziellen Charme, der mehr an einen kraftvollen Sportwagen als an ein Wohnmobil erinnert. Die dynamische Form verspricht nicht nur Schnelligkeit, sondern vermittelt auch ein Sicherheitsgefühl. Das Design wurde, um eine Einheit zu erzeugen, über das gesamte Gespann gezogen, d.h., dass das Auto und der Wohnbereich eine einheitliche Formensprache besitzen. Sieht man sich das Gespann von vorne an, bemerkt man, dass es Ähnlichkeiten mit einem Achteck hat. Diese 8-eckige Form ist eigentlich sehr untypisch für das Design von Wohnmobilien. Von beiden Seiten wirkt das Wohnmobil wie ein handelsüblicher Camper, nur mit dem Unterschied, dass sich ein Teil der Karosserie durch eine nach innen gehende Fläche abhebt. In dieser versetzten Fläche, die auf beiden Seiten symmetrisch ist, wurden die Türen und die Fenster geplant. Der Alkoven wurde, um noch mehr Platz im Inneren zu gewinnen, mit einigen

Knicken versehen. Um im Innenraum entsprechend viel Licht zu ermöglichen, wurde noch ein zusätzliches Fenster im Alkoven geplant, welches um ein Eck verläuft. Da sich genau unter diesem Fenster die Küchenzeile befindet, ist der Lichteinlass optimal gegeben. Fazit ist, dass dieses innovative und zukunftsorientierte Design einen neuen Trend auf den Straße darstellen könnte - eine Idee, die uns eines Tages vielleicht auf den Straßen entgegen kommt.


AuĂ&#x;enform Scribbels

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Markerrendering der Front- und Seitenansicht

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Renderings von AuĂ&#x;en

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Renderings von AuĂ&#x;en

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5.3 Zugfahrzeug

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Gemäß dem Konzept für mehr Mobilität war der designtechnische Anspruch, dass das Auto und der Wohnbereich ein Gespann darstellen, vorherrschend. Das gesamtes Design für innen und außen wurde darauf basierend aufgebaut. Ebenso war die markante Formensprache ausschlaggebend für die Umsetzung des Entwurfs in Hinblick auf die Verbindung vom Auto in den Wohnbereich. – Perfektes Wohngefühl auf Reisen, vereint mit Hightech-Vergnügen, geliefert in einem einzigartigen Wohnmobil. – Das Auto vermittelt nicht nur in Verbindung mit dem Wohnbereich ein dynamisches Gefühl, auch wenn das Auto abgekoppelt ist, ist die Formensprache immer noch extrem harmonisch. Das Auto wirkt für sich allein ebenso wie im Gespann, es ist trendy, modern, dynamisch und sicher. Der gesamte Platz im Wohnmobil wie auch im Auto ist auf vier Erwachsene ausgelegt. Durch das Vorhandensein einer starren Verbindung in den Wohnbereich bot sich die Chance, eine Verbindung zwischen diesen zwei Elementen einzuplanen. Aus diesem Grund besitzt das Auto nur eine Tür im Heckbereich. Von dieser Tür aus ist es möglich, direkt in das Wohnmobil zu gehen oder im abgekoppelten Zustand auszusteigen. Bei der Tür handelt es sich um keine standardmäßige Fahrzeugtür, sondern um eine Hartschalenrollo-Tür, welche den Vorteil, hat einerseits Gewicht zu sparen und andererseits auch extrem platzsparend zu sein. Ein weiterer Pluspunkt ist das speziell entwickelte Antriebssystem, wodurch

es möglich ist, den Motorraum des Fahrzeuges sehr klein zu halten. Dadurch kann im Fahrgastraum eine zusätzliche Platzressource ermöglicht werden. Ein weiteres Highlight bei diesem Auto ist die überdimensionale Glaskuppel, die sich fast über das gesamte Fahrzeug im Frontbereich erstreckt. Um diese Kuppel genauer zu definieren: Sie ist auf beiden Seiten etwas nach innen versetzt, wodurch man eine optische Stimmigkeit in der Formgebung erreicht. Da die Windschutzscheibe an der Front weiter nach unten gezogen wurde, ist es keine typische Autofront, d. h., es ist kein Kühlergrill, aber auch kein Platz für Lichter vorhanden. Auf die Notwendigkeit eines Kühlergrills konnte dank des geplanten Elektromotors verzichtet werden. Die Thematik der Scheinwerfer stellte jedoch noch ein zu lösendes Problem dar. Nach zahlreichen Diskussionen in der Gruppe wurde ein Weg gefunden, diesen verpflichtenden Bestandteil in das Gesamtkonzept zu integrieren. Die zündende Idee war die Integration der Scheinwerfer in die Glaskuppel. Sichtbar sind die Lichter jedoch nur im eingeschalteten Modus und ergänzen somit das formvollendete Design.


Rendering vom Zugfahrzeug

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Gekoppelter Zustand

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Abgekoppelter Zustand

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5.4 Heckbereich

Heckbox geschlossen

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Heckbox geรถffnet

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Outdoor Box Eine weitere Besonderheit dieses Caravans ist die sogenannte Outdoor

Box, welche im Heckbereich des Fahrzeuges positioniert wurde. Es wurden 500mm des Innenraums für diese Box abgetrennt, um zusätzlich Stauraum zu schaffen, der speziell für Outdoor-Möbel, aber auch für Freizeitgegenstände, wie zum Beispiel einen Grill, geeignet ist. Diese Box ist durch eine handelsübliche Hydraulik-Öffnung wie der Kofferraum eines Autos aufzumachen. Auf zwei Haken mit mehreren Rillen befinden sich 4 Klappstühle und ein Campingtisch mit einer Fläche von 1,80 x 1m, welche beim Kauf des Wohnmobils als Zubehör angeboten werden sollen und vom Projektteam passend zum Konzept entworfen wurden. In dieser Box können auch je nach Belieben weitere Dinge ihren Platz finden, wie beispielsweise Schwimmtiere oder Sportgeräte wie Tennisschläger.

Fahrradständer Bei den Kunden des Campingsektors ist das Fahrradfahren immer

ein wichtiges Thema, da viele Leute Ausflüge mit dem Rad bevorzugen. Das Diplomarbeitsteam befand nach einer ausführlichen Recherche das Konzept von Opel als die beste Lösung. Dieses Fahrradständerkonzept wird nach hinten hin ausgezogen und die Nummerntafel mit den Lichtern verschiebt sich automatisch mit nach hinten. Es finden zwei Fahrräder darauf Platz.

Trocknen Viele Gedanken drehten sich ebenfalls um das Thema „Trocknen“, speziell

in Bezug auf eine Wäscheleine. Somit wurde das Konzept geboren, eine Wäscheleine in die Outdoor Box zu integrieren, genauer gesagt befindet sie sich neben der Box. Die schmale Türe wird nach rechts hin aufgeklappt und anschließend wird das Gestänge um 90° in eine Horizontale gekippt. Um die Wäscheleine zu verwenden, muss diese nur noch aufgefächert werden. Das zweite Trocknungs-Konzept wurde an der Türe der Outdoor Box untergebracht. Vier Stäbe, welche an Kugelgelenken befestigt sind, lassen sich an einer Stoffschlaufe bei geöffneter Klappe herunterziehen. Somit spannt sich zwischen den Stäben ein Netz auf, in welches man verschiedenste Dinge zum Trocknen legen kann, wie beispielsweise Taucheranzüge, Schwimmtiere im aufgeblasenen Zustand und anderes.

Markerrendering der Rückleuchten

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Trockensysteme

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5.5 Vorzelt Das entwickelte Vorzelt, wie bereits in Kapitel 4.3 Vorzelt erläutert, ist komplett in das Mobil integriert. Dies war der Diplomarbeitsgruppe sehr wichtig, da zugekaufte Vorzelte einen sehr zeitintensiven Auf- und Abbbau erfordern. Die Lösung ist eine Zweiteilung in ein Vorzeltdach und eine Seitenwand. Wie man in der Abbildung Markise mit Sitzgarnitur sehen kann, ist das Vorzelt nicht wie bereits vorhandene Zelte eckig, sondern weist eine runde Form auf. Der Drehpunkt befindet sich über dem Alkoven, somit entsteht ein Radius von 4 Metern. Da das Vorzelt in Viertelkreissegmenten aufgebaut ist und somit in einem Viertel-, Halb- oder, voll ausgezogen, als Dreiviertelkreis aufgestellt werden kann, wird die Fläche immer auf den vorhandenen Platz angepasst. Prinzipiell können das Vorzelt und auch die Betten bereits am kleinsten Stellplatz eines Campingplatzes, welcher durchschnittlich 8x8m Größe aufweist, vollwertig aufgebaut werden. Die Fläche des Vorzelts ist deshalb im größten Fall ca. 19m². Auch das Auto kann daher sicher unter dem „Zelt“ abgestellt werden. Das Material, das gewählt wurde, sollte verschiedensten Bedingungen standhalten, wie beispielsweise Hagel, Regen oder UV-Strahlung, sollte aber auch strapazierfähig sowie einfach zu reinigen sein, und sehr wichtig war auch das Gewicht des Planenstoffs. Da jedes Segment des Vorzeltdaches von U-Profilen umrandet ist und von jedem Segment die Plane ausgebaut werden kann, ermöglicht dies einerseits eine leichte Handhabung bei der jährlichen Reinigung, aber es bietet auch die Möglichkeit, Planenflächen auszutauschen, falls doch einmal etwas kaputt werden sollte. Beim Stoff der Seitenwand hielt sich die Diplomarbeitsgruppe an einen herkömmlichen leichten und dünnen Zeltstoff. Durch die Verwendung von qualitativ hochwertigen Materialien und eine gut durchdachte Konstruktion ist das Vorzelt absolut wasserdicht, sehr schnell auf- und abzubauen, langlebig und gut zu warten.

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Markise mit Sitzgarnitur

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Markisenaufbau

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9,6m² Wohnfläche

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50m² erweiterte Wohnfläche

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5.1 Exterior To create a new design for this motor caravan, the group fixed a compact size of 3x2,4x6m. The four seats-electric car takes 2x2,4x2m of the whole vehicle. Also the positions of the three axles were defined. Now the project group tried to find the perfect form with over 120 sketches. They all wanted something new, and then decided for the most modern design, which transports the message of innovations. The edgy and dynamic shape gives the vehicle a technical touch. After the shape the doors were positioned, the box for the awning got a functional shape and some other details were defined. The exact construction followed by a computer programme, including the awning. It exists of two parts, a curtain, which is hidden in the rear of the vehicle while travelling and a soft top element placed in the box on the top of the motor caravan. The awning has a round shape for quick assembling and can be used in different sizes. Other things integrated are a clothes rack and drier, a cycle stand and an outdoor box for a table, seats and a griller.

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frontansicht markerrendering


computerrendering

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6 176


Interieur 177


6.1 Innenraum-Aufteilung Die rechte Seite zeigt einen Ausschnitt der verschiedenste Entwürfe für die Innenraum-Aufteilung, welche alle nach einem gewissen Prinzip gezeichnet wurden. Bei diesem Prinzip mussten alle Platzvorgaben eingehalten werden, da im Vorhinein festgelegt wurde, dass sich die Küche zum Beispiel vorne links befindet und das Bad hinten rechts. Nach mehreren Überlegungen fiel die Entscheidung des Projektteams auf die färbige Darstellung auf der folgenden Seite des Entwurfs, welcher durch kluge Ideen und eine sehr gut abgestimmte Aufteilung überzeugte.

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Ein Hauptelement, das für Campingmobile eher unüblich ist, ist eine zweiflügelige Schiebetüre, durch welche man einerseits in das Bad gelangt und auf der rechten Seite in den Gang zum Stauraum bzw. zu den Bettkojen. Die Küche bietet auch sehr viel Platz durch eine erweiterbare Schneidfläche und ist in einer L-Form angeordnet. Eine weitere Besonderheit ist, dass die vier Stühle sowie auch der Tisch nur dann im Wohnraum stehen, wenn sie wirklich benötigt werden. Der Tisch ist auf einer Stange gelagert und befindet sich an der Decke des Mobils. Er kann problemlos auf- und abwärts bewegt werden und in verschiedenen Höhen einrasten. Die Stühle werden im Stauraum neben dem Eingangsbereich gestapelt. Im Vergleich zu bereits vorhandenen Wohnwägen/-mobilen ist das Badezimmer relativ groß gehalten und besticht durch eine vollwertige 800mm-

Dusche. Auch der Stauraum bietet geplante Lösungen, wie zum Beispiel einen Schrank für Hängekleidung, der beidseitig ausziehbar ist, nämlich ins Bad, aber auch in den Gang. 500mm des Heckbereichs wurden, wie bereits erwähnt, für die OutdoorVerwendung abgetrennt.

Innenraum-Aufteilung Skizzen


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Innenraum-Aufteilung

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Innenraum-Aufteilung Scribble

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Innenraum-Aufteilung computerrendering

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Innenraum computerrendering

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Schnitt von den Seitenansichten

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6.2 Bettkojen

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Bettkojen verschiedene Varianten


Blick nach drauĂ&#x;en mit und ohne Sichtschutz

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6.2.1 Faltsystem Da sich die Betten außerhalb des Innenraums befinden, wurde eine ausführliche Recherche der Natur durchgeführt, um eventuelle Lösungsansätze für den Schutz der Betten und der darin befindlichen Personen und Gegenstände zu finden. Da der Sicherheitsfaktor eine bedeutende Rolle spielt, wie zum Beispiel Schutz vor Einbrüchen zu gewährleisten oder aber auch radikale Angriffe mit einem Messer nicht zu ermöglichen, entschied sich das Projektteam gegen eine Kuppel aus elastischem Stoff, welche der erste Ideenansatz war. Der zweite Lösungsansatz, für welchen sich die Diplomarbeitsgruppe schlussendlich entschied, war der von der Natur inspirierte Gedanke einer Hartschalenkuppel aus einzelnen Teilsegmenten, die auf zwei Drehpunkten eine gemeinsame Achse hat. Alle Segmente können übereinander geschoben werden, was den Vorteil bietet, dass diese Kuppel wenig Platz zum Verstauen in Anspruch nimmt. Der Aufbau der Bettkoje funktioniert demnach folgendermaßen: Zuerst wird von außen eine Bettlade ausgezogen und mit den höhenverstellbaren Beinen dem Untergrund angepasst, sodass die Liegefläche in der Waage ist. Danach wird die Regenschutzfolie, die das gesamte Bettzeug und auch die Matratze abdeckt, an zwei Schienen entlang der Fahrzeugwand nach oben geschoben. Der Schlafraum ist somit bereits gegen Niederschlag gesichert und die Folie bietet gleichzeitig einen Sicht- und Sonnenschutz. Um dem Kunden Sicherheit und Wohlbehagen zu gewährleisten, wird die bereits erwähnte Hardcover-Abdeckung von oben nach unten hin aufgefächert und am Bettrahmen von innen versperrt. Dieses System ist somit äußerst variabel und bietet unzählige Verwendungsmöglichkeiten für Abenteurer als auch sicherheitsbedürftige Menschen:

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Bettlade + Folie

â&#x20AC;&#x201C; zum Sonnenliegen, auch wenn man nach dem Duschen oder Schwimmen im See nass ist

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Bettlade ohne Folie

– für ein Nickerchen im Freien am Nachmittag im Schatten der Bäume

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Bettlade + aufgezogene Folie

– für Abenteurer, die das Gefühl des Zeltens mögen

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Bettlade ohne Folie + Hardcover – für sichere Nächte mit Blick in den Sternenhimmel

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Bettlade + Folie + Hardcover

– für absolute Sicherheit und Abschirmung nach außen

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22 Bionik Was ist Bionik und wozu wird sie verwendet?

BIOlogie und techNIK ergeben das Wort Bionik und bezeichnen eine Wissenschaft, die sich mit den Baumustern der Natur beschäftigt. Dabei geht es hauptsächlich um das systematische Lernen von der Natur und um die Ableitung biologischer Prinzipien auf technische Anwendungen. Mag der Begriff Bionik noch jung sein, so ist die bionische Vorgangsweise, das Lernen von der Natur, so alt wie der Mensch selbst. “Bionik” ist keine Kreativitätstechnik, sondern vielmehr eine Problemlösungsmethode wie etwa auch die “TRIZ”. Beiden Methoden ist eigen, dass sie zu einem verallgemeinerten Problem bereits “vorgeprüfte” Ideen zur Lösungsfindung bereit stellen: Holt sich die Bionik ihre Ideen aus der Natur, so taucht die TRIZ (Theory of Inventive Problem Solving) tief in den Ideenpool von analysierten Patenten und Erfindungen. Es gibt zwei verschiedene Herangehensweisen von Bionik: Bionik als „top-down-Prozess“ (Analogie-Bionik) Vorhandenes Problem Suche nach Analogien in der Natur Analyse der natürlichen Vorbilder Lösung durch analysierte Erkenntnisse Bionik als „bottom-up-Prozess“ (Abstraktions-Bionik) Biologische Forschung Erkennen eines vorliegenden Prinzips Suche nach Anwendungsmöglichkeiten Entwicklung technischer Anwendungen Die Diplomarbeitsgruppe hat mit Hilfe des top-down-Prozesses das Problem der Sicherheit für die Schlafkojen aufgegriffen und nach Analogien in der Tierwelt gesucht. Das beste natürliche Vorbild war das Gürteltier, das sich wegen seiner Panzerung anbot.

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Abb. 6.0: Gürteltier

Das Gürteltier23 Gürteltiere (Dasypodidae) bilden die einzige überlebende Säugetierfamilie der sogenannten gepanzerten Nebengelenktiere (Cingulata) und kommen ausschließlich auf dem amerikanischen Kontinent vor. Die zweite Familie dieser Ordnung, die Glyptodonten, ist am Ende des Eiszeitalters ausgestorben. Die Gürteltiere sind heute mit 20 Arten über den südamerikanischen Kontinent und die südlichen Teile Nordamerikas verbreitet. Ihre nächsten Verwandten sind die Ameisenbären und Faultiere. Der spanische Name der Gürteltiere Armadillos leitet sich von Armados ab und bedeutet „Die kleinen Gepanzerten“. Dieser Panzer, der fast die gesamte Körperoberfläche der Tiere bedeckt, besteht aus Horn- und Knochenplatten, die in der Haut gebildet werden. Verbindungen mit überlappenden Hautfalten gewährleisten eine erstaunliche Flexibilität. Bei Gefahr im Freien ziehen sich die Gürteltiere blitzschnell zusammen und sind dadurch gegen alle Feinde, ausgenommen dem Jaguar, absolut geschützt. Das Projektteam analysierte die Panzerung, um sie in abstrahierter Form für den Schutz der Betten zu verwenden und die hervorragenden Eigenschaften wie die Flexibilität und die Panzerung des Gürteltiers auszunützen. Trotz des plumpen und scheinbar starren Körperbaus können sich Gürteltiere erstaunlich flink fortbewegen. Einige sind sogar gute Schwimmer, wobei sie vorher Luft in Magen und Darm schlucken, damit sie in ihrer Rüstung nicht untergehen. Zum Schlafen graben sie sich im Boden ein.

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6.2.2 Schlafraum „Gesundes Schlafen“ Durch die Idee der ausziehbaren Betten konnte das Thema „Schlafen“ in

ein ganz neues Licht in der Campingbranche gerückt werden. Das Diplomarbeitsteam nennt es „gesundes Schlafen“, ein Titel, der mit Camping eher nicht in Verbindung gebracht wird. Durch die neue Lösung können jedoch hochwertige Matratzen je nach Wunsch in das Mobil integriert werden, mit den Abmaßen 1,40x2,00m. Zusätzlich befindet sich unter den Matratzen ein Tellerlattenrost, welcher durch die Flächenauflösung in einzelne Federelemente einen harmonischen Druckausgleich bietet. Die aufgelöste Oberfläche sorgt ebenfalls für eine gute Belüftung von unten.24 Die Bettwäsche kann im aufgebetteten Zustand auf der Matratze liegen bleiben, wird dann mit der Schutzfolie überzogen und anschließend einfach wieder in das Wohnmobil hineingeschoben.

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Nachtkästchen Da man über einen Gang durch zwei Türen in die separaten Kojen ge-

langt, konnten diese gleichzeitig als Nachtkästchen verwendet werden, da sie um 180° schwenkbar sind. Sie bieten Stauraum beispielsweise für Lektüre und einen Abstellplatz für Getränke oder Flaschen. Weiters zieht sich über die gesamte Höhe der Türe ein indirektes Licht mit Dimmfunktion. Am unteren Ende befindet sich zusätzlich ein direktes Licht, damit die Gesundheit der Augen beim Lesen nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Die Öffnung zum Gang hin kann, nach dem Aufmachen der Türen, durch ein Stoffrollo wieder geschlossen werden.


detail des nachtkästchens

rendering beide nachtkästchen geöffnet, geschlossenen Stoffrollos

türe mit fächern und licht

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6.3 Wohnraum Der Wohnraum ist flexibel und während der Fahrt üblicherweise leer. Sowohl Sitze als auch der Tisch werden verstaut. Im Wohnbereich befindet sich auch die Küche, ein zentraler Punkt. Man gelangt vom Wohnraum aus überall hin, sowohl nach draußen als auch, über zwei Schiebetüren, in die restlichen Teile des Wohnmobils.

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Blick in den Wohnraum

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6.3.1 Schiebetüren Ein Hauptelement und gleichzeitig zentralen Punkt stellen die zwei Schiebetüren im Wohnraum dar. Sie verlaufen auf Schienen an der Decke und am Boden. Die Kombination aus dem mittleren Steg und den Griffen stellt eine Stoppfunktion dar, sodass sich jede Tür an der dafür vorgesehenen Seite befindet und sich somit auch die Griffe immer betätigen lassen. Das Material, das für die Türen gewählt wurde, ist milchiges Plexiglas, welches mit grünen und orangen Streifen bedruckt wird. Dieser Aufdruck sollte die Dynamik der Außenform auch nach innen reflektieren und im Wohnraum ein modernes und neuartiges Design schaffen. Hinter der linken Türe befindet sich das Badezimmer und über die rechte Türe erreicht man den Gang, der zu den Bettkojen führt.

200

Schiebetüren


201


Schiebet端ren geschlossen

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Schiebetüren zum Bad geöffnet

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6.3.2 Sitz- und Liegeelemente

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In diesem Wohnmobil wurde auf eine sperrige Sitzbank verzichtet, dafür jedoch ein modernes individuelles Konzept entwickelt. Das System ist einfach: Es besteht aus vier Würfeln, „Stühlen“ - gefertigt aus einem Aluminium-Rahmengestell und bepolstert. Sie können gleichzeitig als Hocker, Stuhl oder auch als Liege verwendet werden. Auf Grund der Rahmenbauweise ist jeder Stuhl sehr leicht und man kann zwei Seitenflächen mittels Scharnieren 90° oder 180° hochklappen. 180° ergibt einen Stuhl, beidseits 90° eine Liege. Diese zwei klappbaren Seiten und die obere Fläche, die Sitzfläche, werden mit Leder oder Sitzstoff bezogen. Sitzstoffe müssen spezielle Tests durchlaufen und sind resistent gegen UVStrahlung sowie Abnutzung und halten starken Belastungen stand. Alle vier Stühle werden links neben dem Eingang verstaut. Jeder Hocker wird in U-Form über eine Box „geschoben“ und die Boxen fungieren als Stauraum. Wie dieses Prinzip genau funktioniert, ist im Kapitel 6.5.2 Garderobe nachzulesen. Das Liegeelement entsteht aus der Kombination des Tisches und der vier Hocker. Sie können miteinander zu einer Liegewiese von fast 2m² zusammengestellt werden. Man lässt den Tisch auf die Höhe der Sitze herunter und wenn man die Sitze rund um den Tisch anordnet, kann man so noch ein zusätzliches 2 Personen-Bett gewinnen, welches 1,50x2,40m misst. Dieses Bett ist aber nicht als Hauptbett gedacht, sondern als Notbett, welches mit seiner Größe trotzdem ein vollwertiges Bett darstellt. Die Polsterauflagefläche für dieses Notbett wird im Schrank verstaut.


Markerrendering Sitzgruppe mit Hocker und St端hle

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Sitzelement hocker - Stuhl - liege

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Esstisch mit Hocker und St端hlen

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Kombination als Fernsehliege

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Kombination als Notbett

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Kombination als Notbett mit Polsterfl채che

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Tischbewegung Hocker-, Esstisch- und Deckenhรถhe

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6.3.2 Tisch Mitten im Wohnbereich befindet sich eine raumhohe Stange, ein Tischbein, an dem die Tischplatte von der Decke heruntergelassen werden kann. Um dem Tisch noch zusätzlichen Halt zu geben, wird er auch an einer Schiene, die sich an der Wand befindet, geführt. Durch dieses System ist der Tisch an zwei Punkten stabilisiert und kann in der Vertikalen verstellt werden, z.B. auf Arbeitsplattenniveau oder Esstischplattenhöhe. Durch diese Mehrfachfunktion ist die Küche äußerst komfortabel und der Wohnraum an jegliche Bedürfnisse anpassbar. Zudem ist dieser Tisch mit der Liegewiese kompatibel. Die Nutzfläche misst 1600x700mm und bietet daher ausreichend Platz für vier Personen. Man braucht nichts umzustellen und kann den Tisch auch auf Liegenniveau herunterlassen, um ihn zum Beispiel als Couchtisch zu verwenden.

Arbeitsplattenhöhe

Blick zum Bildschirm

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6.4 Küche Das Herzstück eines jeden Wohnmobils ist die Küche – ein Punkt, der für jeden begeisterten Urlauber das Kernstück darstellt. Aufgrund des spärlich vorhandenen Platzvolumens ist das Design hierfür eine besondere Herausforderung. Der Platz in der Küche muss bestmöglich ausgenützt werden, ebenfalls müssen alle küchentypischen Elemente wie Waschbecken, Kühlschrank, Herd, Arbeitsflächen und Stauraum vorhanden sein. Die Küche im Wohnmobil ist sehr schlicht gehalten und auf Funktionalität ausgelegt. Die Grundform des Kochbereichs ist ein L, wodurch man wiederum etwas Platz gewinnt. Er reicht von der Schiebetüre bis zum FahrbereichEingang. Über dieser Öffnung, die zum Elektrofahrzeug führt, kann zur Vergrößerung der Arbeitsfläche noch eine zusätzliche Platte ausgezogen werden, um auch diesen Platz, der nur selten als Durchgang genützt wird, nicht funktionslos zu lassen. Damit sich das Kochen komfortabler gestalten lässt, wurden 4 Kochplatten eingeplant, die, wie es bei Campern üblich ist, mit Gas betrieben werden. Die Gasflaschen sind vom Gang zum Auto über eine Klappe zu erreichen. In der Mitte und somit im Zentrum der Küche befindet sich das Waschbecken, unter dem sich auch mehrere Schubläden anordnen. Die Besonderheit dabei liegt in der eckigen Formgebung des Waschbeckens wie auch der Armaturen. Neben dem Waschbecken findet der Kühlschrank seinen Platz. Er beinhaltet ein Gefrierfach und es ist ebenfalls ein kleines stromsparendes Licht eingebaut. Da der Kühlschrank mit der Höhe der Arbeitsfläche abschießt, konnte über diesem weiterer Stauraum geschaffen werden, der für die Unterbringung der Teller oder Sonstigem zur Verfügung steht. Durch die vielen Kästen und Schubläden ist das Problem mit den Stauräumen optimal gelöst. Auch an die Entsorgung wurde gedacht und in einer schmalen ausziehbaren Lade ein Mülltrennungssystem untergebracht. Die Arbeitsflächen in der Küche werden aus Keramik gefertigt, einem Material, das einerseits sehr dünn verarbeitet werden kann und andererseits auch sehr leicht ist und dadurch optimal den Anforderungen im Caravanbereich entspricht. Zudem liefert Keramik noch einen weiteren Vorteil: es ist absolut schnittfest.

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Für die Oberflächen der Küche wurden zwei Varianten gestaltet: Einmal erfolgt die Ausstattung mit Hochglanzlack und als zweite Überlegung wurden Strukturplatten gewählt. Diese Platten bestehen aus undurchsichtigem Plexiglas und vermitteln den Anschein einer zerfurchten Landschaft. Durch diese Optik hat man den Eindruck, als ob das Plexiglas uneben wäre.


Skizzen K端che

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renderings K端che

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6.5 Stauraum

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219 Stauraum


6.5.1 Kasten Den größten Stauraum im Caravan bietet der Kasten, der hauptsächlich vom Gang aus zugänglich ist, aber auch teilweise vom Badezimmer aus. Das interessanteste Element stellt der Hängeschrank für Kleidung dar. Dieses Element reicht von der Decke des Mobils bis zum Boden und hat eine durchgehende Türverkleidung, die sich, nicht wie herkömmliche Schranktüren, verschieben oder öffnen, sondern als kompletter Korpus ausziehen lässt. Die praktische Lösung hierbei ist, dass sich dieser Korpus in beide Richtungen ausziehen lässt, das bedeutet, man verwendet es entweder im Gang, oder man möchte sich eventuell auch einmal im Bad etwas zum Anziehen aus dem Schrank nehmen. Im unteren Bereich befindet sich eine Lade, welche als Schuhregal fungiert. Im ausziehbaren Korpus ist die Kleiderstange oben angebracht. Eine Ansatzkleiderstange wird aus dem Grund angebracht, da Camper eher kurze Kleidung wie Pullover, T-Shirts oder Ähnliches mit auf Urlaub nehmen als lange Kleidung wie Abendkleider. Ein Teil des Kastens wurde an das Badezimmer abgegeben, welches dadurch die halbe Tiefe des Schrankes hat. In diesem kleinen Schrank wird ein Toilettenpapierhalter angebracht. Zusätzlich bietet er Platz für Reinigungsmittel, aber auch Ablagefächer für die Verstauung von Toiletttaschen. Alle anderen Fächer können nach Belieben verwendet werden.

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Stauraum Bewegun hängesch


aum gung des eschrank

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6.5.2 garderobe Um auch im Wohnmobil einen Eingangsbereich zu schaffen, in welchem Jacken aufgehängt werden können und auch Schuhe ihren Platz finden, wurde direkt neben der Türe ein Platz dafür geschaffen. Dieses „Regal“, das aus vier Kunststoffboxen, die an der Wand befestigt sind, besteht, ist gleichzeitig auch der Platz, der alle Stühle unterbringt. Die Boxen sind nämlich genau in dem Abstand angeordnet, dass man den Hocker in U-Form einfach über eine Box schiebt, sodass er mehr oder weniger darauf „hängt“. Diese Behälter lassen sich mit einer Klappfunktion nach vorne hinunter öffnen und dienen primär als Schuhregal. Somit hat jeder der vier Reisegäste eine eigene Schuhbox. Die Jacken können an der Eingangstüre innen auf Haken aufgehängt werden. Die Türinnenseite bietet auch Platz für Zeitschriften oder Bücher.

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garderobe mit Boxen und St端hlen

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6.6 Badezimmer

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Markerrendering Badezimmer

Duschtasse mit Teakholz


Computerrendering Badezimmer

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Im hinteren Bereich des Wohnraums wurde das Badezimmer positioniert, welches im Vergleich zu bereits Vorhandenem im Caravansektor relativ groß gehalten ist. Der Raum ist über die linke Schiebetüre zu erreichen und eine Besonderheit ist das drehbar gelagerte Waschbeckenelement. Es war der Diplomarbeitsgruppe sehr wichtig, ein hygienisches und gleichzeitig auch kein beengendes Bad im Wohnmobil unterzubringen. Es gibt zwei geteilte Meinungen der Benutzer über ein geräumiges Bad mit großer Dusche und WC. Bei der Umfrage wiesen einige Leute darauf hin, dass ein eigenes Bad unnötig sei, da es auf jedem Campingplatz die Möglichkeit gibt, den campingeigenen Sanitärbereich zu verwenden, andere behaupten jedoch, dass diese sanitären Bereiche nicht immer sehr hygienisch seien und sie sich lieber im eigenen Bad waschen würden. Für Camper, welche jeden Tag an einem anderen Ort ihr Wohnmobil abstellen, zum Beispiel auf Parkplätzen, ist ein eigenes Bad sowieso unerlässlich. Da durch das neue Konzept genügend Platz vorhanden ist, entschied sich das Projektteam für die Integration und auch für die Unterbringung einer sehr geräumigen Dusche mit 800mm Durchmesser. Am breiter gehaltenen Rahmen der Duschwanne verlaufen die Schiebetüren. Der Duschboden ist mit Teakhölzern in leichtem Abstand verlegt und das Wasser kann dazwischen ablaufen. Die Toilette hat ebenfalls vollwertige Abmaße und befindet sich neben der Dusche. Einen Stauraum für das Bad, beispielsweise für einen Toilettenpapierhalter oder Fächer für Toiletttaschen oder Putzsachen, konnte die Diplomarbeitsgruppe vor dem WC schaffen. Es wurde ein Teil des Kastens abgezweigt und eine Türe im Bad eingebaut. Das Waschbeckenelement ist ein zentrales Thema, da durch diesen Mechanismus wieder Platz eingespart werden konnte. Möchte sich der Benutzer die Hände waschen oder sich die Zähne putzen, so wird das Waschbecken in der Dusche benützt und das Wasser kann über den Ablauf in der Drehstange abfließen. Möchte man duschen gehen, so wird das Waschbeckenelement einfach aus der Dusche nach außen gedreht, also in den Freiraum zwischen Toilette und Schiebetüre, und man kann die Türen der Dusche problemlos schließen. Weiters bietet das Element Platz zur Aufbewahrung der Handtücher. Der Wasserhahn weist auch eine doppelte Verwendung auf; Einerseits als Duschkopf in der Dusche aufgehängt, andererseits in die Auflage am

Waschbecken eingehängt als Armatur zum Händewaschen. Der Schlauch ist flexibel und wird in der Gelenksstange geführt.

Bewegungsablauf des Waschbeckenelements


WC und Stauraum f端r Toiletttaschen und Klopapier

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6.7 Interior Inside the motor caravan are stored a kitchen and a table with four stools in the front and a bathroom and a walk-in wardrobe in the rear. In an in-between bottom the two double beds are outsourced for more space inside. The bed drawers can be pulled out from outside and afterwards are covered with an ABS-roof from inside the motor caravan. Through two separated doors you can get to sleep with the comfort of bedside lockers and cup holders mounted on the doors. The bathroom includes a toilette and a shower with a turnable washing bowl. On the side of the beds there is the wardrobe with a special element, which can be pulled out into the bathroom and into the walk-in wardrobe. The kitchen includes a four flamed gas cooker, a washing bowl, a fridge, a bin liner and space for dishes, cooking equipment and food. In the front there is positioned a multimedia cupboard. Between the kitchen and the board there is the door to get down into the car. In the centre of the rear comes down the table from the ceiling, which can be used as worktop, as table and laying surface. Together with the four stools the table creates also emergency beds. Also the seats are multifunctional, they can be folded as stool, seat or laying surface. If they arenâ&#x20AC;&#x2122;t in use, you can hang them on four boxes on the wall in the direction of the bathroom.

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Vogelperspektive des Innenraums

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7 230


Technik 231


7.1 Antriebe

Abb. 7.0: Lokomotivantrieb

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233


7.1.1 Boxermotor Der Boxermotor ist eine Bauform des Verbrennungsmotors mit einer stets geraden Zylinderzahl. Die Zylinder oder auch Zylinderbänke sind dabei einander gegenüberliegend (Bankwinkel 180°) und etwas versetzt zueinander angeordnet (siehe Abb. 7.1: Boxermotor). Der Unterschied zum 180°-V-Motor liegt in der Kurbelwellenkröpfung: Beim Boxermotor sind die Hubzapfen von einander gegenüberliegenden Zylindern um 180° zueinander versetzt. Die Kolben dieser Zylinder befinden sich stets im gleichen Hub.

Geschichte Erfunden wurde der Boxermotor von Carl Benz im Jahre 1896. Er nannte

ihn „Contra-Motor“, da sich die beiden Zylinder gegenüber befanden wurde dieser Motor erstmals 1897 in das Modell „Dos à Dos“ der Benzwerke eingebaut.

Vorund Nachteile Die Vorteile dieser Anordnung gegenüber der eines konventionellen 234

Reihenmotors sind u. a. ein gleichmäßigerer Motorlauf und eine flache, kurze Bauweise, bei allerdings mehr Bauteilen. Zudem ist z. B. bei einem Vierzylinder-Boxermotor eine dreifach gelagerte Kurbelwelle (gegenüber

25 Fünffachlagerung) wegen der kurzen Bauweise und des günstigeren Kraftflusses ausreichend, da weniger mechanische Beanspruchungen, wie z. B. Spannungen oder Schwingungen, auftreten. Durch die verhältnismäßig kurze Kurbelwelle sowie das Fehlen der bei Reihen- und V-Motoren mitunter nötigen Ausgleichswelle sind die rotierenden Massen gering, was sich in einer geringeren Trägheit des Motors auswirkt. Die luftgekühlte Variante eines solchen Motors war bei Fahrzeug-Konstrukteuren sehr beliebt, da sich mehr Zylinder im direkten Luftstrom befanden. Auch der VW Käfer und der Citroën 2CV sind mit einem Boxermotor ausgestattet. Moderne wassergekühlte Boxer-Motoren mit vier oder sechs Zylindern fließen bei Subaru in die Gesamtkonzeption des Allrad-Antriebs ein, und sie sind nach wie vor in vielen aktuellen Porsche-Modellen eingesetzt. Die Bauweise trägt zu einem tiefen Schwerpunkt des Fahrzeugs bei. Der wohl größte Nachteil des Boxermotors liegt aus Sicht der Fertigungstechnik im höheren Material- und Werkzeugeinsatz, der sich im Vergleich zum Reihenmotor bei der Serienfertigung deutlich in Mehrkosten niederschlägt. Ein weiterer Nachteil liegt darin, dass Boxermotoren sich wegen ihrer großen Baubreite schlecht für den Quereinbau eignen.


Abb. 7.1: Boxermotor

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7.1.2 Elektromotor 26 Synchronmotor Ein Synchronmotor ist eine Synchronmaschine im Motorbetrieb, bei der ein

konstant magnetisierter Läufer (Rotor) synchron von einem bewegten magnetischen Drehfeld im umgebenden Stator mitgenommen wird. Der laufende Synchronmotor hat eine zur Wechselspannung synchrone Bewegung - die Drehzahl ist also über die Polpaarzahl mit der Frequenz der Wechselspannung verknüpft. Das Feld im Läufer wird durch Permanentmagnete (Selbsterregung, z.B. magnetisierter Ferrit-Zylinder als Läufer) oder Elektromagnete (Fremderregung mit Ankerspule, Stromzufuhr über Schleifringe) erzeugt. Die Ankerspulen werden insbesondere bei großen Synchronmaschinen manchmal mit einem passenden gesteuerten Wechselstrom betrieben. Damit sind drehzahlvariable Antriebe großer Leistung realisierbar. Jeder permanenterregte Synchronmotor kann auch als Synchrongenerator arbeiten. Beispiele sind Fahrrad- und Motorrad-Lichtmaschinen. Fremderregte Synchronmaschinen werden in Kraftwerken, Stromaggregaten und als Auto-Lichtmaschine eingesetzt. Synchronmotoren können mit Einphasen-Wechselstrom oder mit Drehstrom betrieben werden. Seltener findet man auch zweiphasige Synchronmotoren. Sogenannte bürstenlose Gleichstrommotoren sind ebenso aufgebaut wie Synchronmotoren, sie unterscheiden sich nur durch die Art der Ansteuerung der Wicklungen.

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Abb. 7.2: Synchronmotor

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Dreiphasen-Synchronmotoren 27 oder bürstenlose Motoren Dreiphasige Synchronmotoren finden mit der Entwicklung geeigneter sensorloser leistungselektronischer Ansteuerung auch zunehmend Anwendung bei kleineren Leistungen, zum Beispiel als Stellantriebe. Sie besitzen hierbei den Vorteil einer definierten Läuferstellung bei hoher Dynamik, hohem Drehmoment und hoher Effizienz. Kleine dreiphasige permanenterregte Synchronmotoren mit einer schaltenden Elektronik werden oft als bürstenlose Gleichstrommaschine (engl. brushless direct current, BLDC) bezeichnet. Die drei Spulenstränge des Stators werden über eine Brückenschaltung (mit MOSFET, Bipolartransistoren, oder IGBT, bei kleinen Leistungen in einem Leistungs-IC integriert) kommutiert. Man spricht daher auch von EC-Motoren (elektronisch kommutiert, engl. electronical commutation). Die Elektronik ist ein geregelter Frequenzumrichter. Es gibt drei Arten elektronischer Kommutierung: Motoren mit sensorgesteuerter Kommutierung besitzen Lagesensoren, die die Stellung des Rotors detektieren. Wie bei der bürstenbehafteten Gleichstrommaschine, können so die Phasen in Abhängigkeit von der Lage des Rotors geschaltet werden. Die Position des Rotors wird meistens mittels magnetischer (Hall-Sensoren, seltener GMR-Sensoren) erfasst; seltener werden optische, kapazitive oder induktive Positionssensoren eingesetzt (z. B. bei hochwertigen Industriemotoren, Servomotoren, wo der Sensor gleichzeitig für die Positionserfassung des Reglers verwendet wird).

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Gewöhnlich werden drei digital schaltende Sensoren verwendet, die es erlauben, die Rotorposition in sechs Abschnitte pro Polpaar zu unterteilen. Es werden immer zwei Phasen bestromt (der Strom fließt in eine Phase hinein und kommt in einer anderen heraus). Die dritte Phase bleibt stromlos. Wenn man die Phasen der Reihenfolge nach mit 1,2,3 bezeichnet, so wird der Strom bei drehendem Motor so umgeschaltet, dass die Phasen in der Reihenfolge 1-3, 2-3, 2-1, 3-1, 3-2 (und dann wieder 1-2...) durchflossen werden.

Wegen des zusätzlichen Aufwands der zusätzlichen Kabel oder geringerer Toleranz gegenüber extremen Temperaturen sind Sensoren nicht immer erwünscht. Deswegen wurde die sensorlose Kommutierung entwickelt. Hier wird die Gegenspannung zur Detektion der Rotorposition benutzt. Diese Variante heißt im Englischen ‚sensorless‘, da keine separaten Sensoren benötigt werden. Wie bei der sensorgesteuerten Kommutierung werden immer zwei Phasen bestromt und eine bleibt stromlos. An dieser Phase wird die Gegenspannung gemessen, um die Rotorlage zu erfassen und zum richtigen Zeitpunkt weiterzuschalten. Da zur Entstehung einer auswertbaren Gegenspannung eine gewisse Mindestdrehzahl erforderlich ist, müssen sensorlose Motoren ähnlich wie ein Schrittmotor bis zum Erreichen dieser Drehzahl blind geschaltet werden. Schließlich können die Motoren mit einer Vektorregelung betrieben werden. Dafür werden alle Phasen bestromt. Bei gleichmäßiger Drehzahl gleicht die Spannung am Motor der eines Drehstromnetzes. Im Gegensatz zum Betrieb am Netz muss sich aber hier nicht die Rotorlage passiv der Spannung und dem Drehmoment anpassen, sondern die Spannungen der Phasen werden aktiv der Rotorlage und dem gewünschten Drehmoment angepasst. Die Ansteuerung mit Vektorregelung wird für die anspruchvollsten Aufgaben der Antriebstechnik verwendet. Diese Maschinen sind wegen ihrer zusätzlichen Elektronik im Vergleich zu Gleichstrommotoren eher teuer. Sie verdrängen aber wegen höherer erreichbarer Drehzahlen (und daher auch höherer Leistung bei gleichem Bauvolumen) und wegen geringerem Verschleiß (keine Bürsten, daher längere Lebensdauer) konventionelle Gleichstrommotoren immer mehr. Die häufigste Anwendung elektronisch kommutierter Synchronmotoren ist zurzeit noch die als Außenläufer in Computern. Dort treiben sie Lüfter und verschiedene Laufwerkstypen an, so auch in DVD-Playern. In kleinen Pumpen verdrängen sie zunehmend die ineffizienten Spaltpol- oder Einphasenmotoren. Ebenfalls üblich ist der Einsatz als Servomotor in Produktionmaschinen. Auch im Modellbau werden diese Motoren in jüngerer Zeit zunehmend eingesetzt und haben, im Verbund mit Lithium-Polymer-Akkus ein gutes Leistungsgewicht erreichend, etwa bei Modellhubschraubern die Verbrennungs-


motoren weitgehend verdrängt. In Videorekordern verwendet man sie zum Antrieb der Kopftrommel. Im RC-Modellbau haben bürstenlose Motoren herkömmliche (Bürsten-) Motoren nahezu vollständig verdrängt.

Abb. 7.3: Dreiphasen-Synchronmotor

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Elektromotoren in mobilen 28 Anwendungen Elektromotoren werden in Kraftfahrzeugen und Bahnen seit Langem ange-

wendet. Gründe hierfür sind: • Hoher Wirkungsgrad (insbesondere auch bei Teillastbetrieb, wichtig bei Batteriebetrieb). • Unterbrechungsfreie Drehmomentabgabe über den vollen Geschwindigkeitsbereich, keine Anfahrsynchronisation oder schaltbare Übersetzung notwendig. Dadurch hoher Fahrkomfort (zum Beispiel auch wichtig bei Versehrtenfahrzeugen). • Geringere Abmessung und geringere Masse als vergleichbarer Verbrennungsmotor; dadurch platzsparender Einbau direkt in der Nähe der Räder möglich. • Keine Emissionen (Einsatz in abgassensiblen Bereichen möglich (Werkhallen, Tunnelgebiete und Wohngebiete etwa). • Geringere Betriebskosten (sehr lange Motor-Lebensdauer, geringere Wartung). • Einfacher Aufbau einschließlich einfacherem Kühlsystem. • Einrichtung einer elektromotorischen Bremse, u. U. mit Energierückgewinnung, möglich. Trotz dieser Vorteile wird der Elektromotor bisher wenig in PKW und LKW eingesetzt. Grund ist insbesondere die begrenzte maximale Reichweite bzw. die hohe Masse der Energiespeicher (Akkumulatoren). Fahrzeugantriebs-Konzepte mit Elektromotoren, jedoch ohne oder nur teilweiser Energiespeicherung in einem Akkumulator, sind:

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• Brennstoffzellen-Antrieb: Ein Projekt ist zum Beispiel HyFLEET:CUTE, die Weiterführung des Projektes CUTE. Probleme bestehen in der Lebensdauer und den Kosten der Brennstoffzellen. • Hybridantrieb (zum Beispiel Toyota Prius): Ein Ottomotor wird mit einem Elektromotor/ Generator kombiniert und mit Akkumulatoren gepuffert (Vorteile im Teillastbereich/Stadtbetrieb, hoher Fahrkomfort, Nutzbremsung, Pufferung auch mit Doppelschichtkondensatoren). • Gyroantrieb: Als Energiespeicher dient ein Schwungrad mit einem Generator, der die Fahrmotoren antreibt (wird unter anderem bei Gyrobussen angewendet, geringe Reichweite, Nutzbremsung möglich). Eine weitere mobile Anwendung ist der dieselelektrische Antrieb; hier erzeugt ein Dieselaggregat elektrischen Strom, der die Fahrmotoren antreibt. Nutzbremsung ist nicht möglich, wenn nicht zusätzlich Akkumulatoren mitgeführt werden. Dieselelektrische Antriebe finden sich in Schiffen, Lokomotiven und U-Booten (hier ergänzt durch einen Akkumulator).

Abb. 7.4: Natur

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7.1.3 Entwickelter Hybridantrieb Motorschema oben/abgekoppelt: Die Hinterachse des Autos wird heruntergeklappt und das Elektroauto abgekoppelt, wenn man kampiert. Ein Vorteil ist die Möglichkeit, Ausflugsziele ökologisch zu erreichen. Am Dach ist eine Photovoltaikanlage für die Warmwasseraufbereitung positioniert. Motorschema unten/gekoppelt: Das Wohnmobil besteht aus zwei Teilen: einem Wohnbereich, unter dem sich ein Diesel-Boxermotor befindet, der das gesamte Fahrzeug antreibt; einem Elektroauto, dessen Akkus über den Motor während der Fahrt und per Steckdose aufgeladen werden können. Beide Teile sind starr miteinander verbunden, um den Fahrkomfort zu gewährleisten.

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Motorschema

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7.2 Kupplung Die zwei Teile des Wohnmobils werden starr miteinander verbunden. Eine genaue Konstruktion des Kupplungssystems liegt nicht vor, jedoch hat sich die Diplomarbeitsgruppe für Bolzenverbindungselemente entschieden. Mit einem Teil der Vorrichtung werden die beiden Fahrzeugteile waagrecht zueinander ausgerichtet, mit dem anderen Teil wird diese Position fixiert. Somit soll gewährleistet werden, dass der Kunde nicht umständlich manövrieren muss. Außerdem kann ein elektronisches Hilfssystem bestellt werden. Dieses Programm arbeitet wie ein Einpark-Assistent, das Fahrzeug fährt selbstständig in die ideale Ankupplungsposition. Ist der Kupplungsvorgang abgeschlossen, kann der Dieselmotor angestartet werden. Durch den Betrieb dieses Motors werden die zwei 24V-LithiumIonen-Akkumulatoren aufgeladen. Der Akku des Elektroautos wird über eine Steckverbindung erreicht, die gleichzeitig als Schnittstelle für das Aufladen über die Steckdose fungiert. Sollte man bei Fahrtantritt das Zusammenstecken der Kabel vergessen, leuchtet die Batterie-Kontrollleuchte auf.

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Abb. 7.5: Ă&#x2013;konomische Energie

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7.3 Die Sonne

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Strom Auf das Thema Energie wurde in dieser Diplomarbeit ein zusätzliches

Stromerzeugender Autolack Der stromerzeugende Autolack soll nach Vorbild der Photosynthese Strom

Abb. 7.6: Sonne

Abb. 7.7: Lack

Augenmerk gelegt. Um den Energieverbrauch bedienen zu können, wurden verschiedene Ideen überlegt, wie zusätzlich zu den Batterien, die durch den Motor aufgeladen werden, noch weiterer Strom erzeugt werden könnte. Der Focus richtete sich dabei auf nachfolgende Technologien: den stromerzeugenden Autolack und Photovoltaik.

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erzeugen. Um das zu ermöglichen, werden spezielle Farbpigmente eingesetzt, welche Licht absorbieren. Diese Farbpigmente werden mit Halbleiterflüssigkeit und Lack gemischt. Wenn nun Licht auf dieses Gemisch fallen und man einen Verbraucher anlegen würde, dann fließt Strom. Der Vorteil dieses Lackes ist, dass man nicht zusätzlich auch noch Photovoltaik-Module benötigt und dass das Design des Fahrzeuges unbeeinflusst bleibt.


Photovoltaik Die Dachflächen eigen sich hervorragend für das Anbringen von Photovol-

Wasser Um nicht mehr Strom als nötig zu verbrauchen und umweltfreundlich zu

Abb. 7.8: Photovoltaik

Abb. 7.9: Wasser

taik-Modulen. Unter Photovoltaik versteht man die direkte Umwandlung von Strahlungsenergie in elektrische Energie mittels Solarzellen. Der Grundbestandteil eines Photovoltaik-Modules ist Silizium. Wie funktioniert eine solches Modul? Das Silizium muss gezielt verunreinigt sein, um eine dünne Oberflächenschicht mit einer Überzahl von Elektronen herzustellen (n-Silizium). Im restlichen Material herrscht ein Elektronenmangel (p-Silizium). Es entsteht zwischen den beiden Schichten ein elektrisches Feld. Bei Lichteinwirkung werden freie Ladungsträger erzeugt und durch das elektrische Feld nach ihrer Polarität getrennt. Die elektrische Gleichspannung wird mittels beidseitig angebrachten Kontakten nach außen geführt.

agieren, wurde ebenfalls darüber nachgedacht, Warmwasser mittels thermischer Solaranlagen aufzuheizen. Die Funktion der thermischen Solaranlagen kann wie folgt beschrieben werden: Das Frischwasser wird in den Kollektor gepumpt, dort wird es von der Sonne aufgeheizt und danach wieder zurück in einen Warmwassertank geleitet. Das einzige Problem dabei ist, dass man für die Pumpe, welches das Wasser auf das Dach pumpt, Strom benötigt. Diese Problematik wiederum fällt durch die Stromgewinnungseinrichtungen nicht wirklich ins Gewicht.

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7.4 Bodenheizung Die Fußbodenheizung gehört zur Gruppe der Flächenheizungen. Erste Fußbodenheizungen wurden bereits von den Römern verwendet (Hypokaustum). Im Reisemobilbau finden hauptsächlich elektrisch betriebene Heizungen ihren Einsatz. Hierbei werden Widerstandskabel oder Folien mit eingearbeiteten Heizleitern unter, im oder auf dem Boden verlegt. Sie eignen sich für alle Verlegungsarten, die auch bei Warmwassersystemen üblich sind. Wegen der geringen Bauhöhe empfehlen sie sich besonders für die direkte Verlegung unter Fußbodenbelägen. Heizkabel mit einem Durchmesser ab 3mm können im Kleberbett von Fliesen und Folien sogar unter Laminat verlegt werden. Für die Fußbodentemperierung gibt es Matten ab ca. 2mm Höhe. Für Bade-, Dusch- und andere Feuchträume werden Leitungen mit geerdetem Schirm verwendet, um Sicherheit gegen Elektrounfälle zu garantieren. Aber es gibt auch Systeme, bei welchen ein Rohrgeflecht in den Boden integriert wird. Diese Systeme kann man mit der Klimaanlage kombinieren, um höchstmöglichen Komfort zu gewährleisten. Die maximale Fußbodenoberflächen-Temperatur auf dem Bodenbelag sollte im Winter bei höchstem Heizungsbedarf in den Aufenthaltszonen bei max. 27-29°C und in den Randzonen des Raumes bei max. 35°C liegen. Temperaturen darüber werden vom Menschen als unangenehm empfunden und mindern das Behaglichkeitsgefühl.

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30


Abb. 7.10: FuĂ&#x;bodenheizung

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7.5 Klimaanlage Ein Klimasystem sollte stets für frische, saubere Luft mit Hilfe von modernen Filtersystemen sorgen. Gute Fahreigenschaften sollten durch einen tiefen Schwerpunkt garantiert werden, daher sollte das Klimagerät im Unterboden integriert werden, dennoch sollten die Fahrzeugmaße unverändert bleiben. Mit Hilfe eines erweiterbaren Kaltluftsystems kann die Luftverteilung individuell für verschiedene Bereiche eingestellt werden.

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Grundsätzlich kann man zwischen 2 Klimasystemen unterscheiden, zum einen besteht die Möglichkeit, die bereits unter dem Fahrzeug leicht abgekühlte Luft anzusaugen, zu kühlen und zu filtern, um sie dann in den Innenraum leiten zu können, um für ein angenehmes Klima zu sorgen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, eine Zentralheizung einzubauen, welche nicht nur für ein angenehmes Klima sorgt, sondern auch für die Warmwasser-Aufbereitung eingesetzt wird. Diese Zentralheizung ist auf dem gleichen Prinzip aufgebaut wie die Heizung in den meisten Haushalten. Die Heizquelle besteht aus einem Gas-Boiler und/oder einer Elektropatrone, die eine Flüssigkeits-Mischung aus Wasser und Glykol erwärmt. Mit Hilfe einer Pumpe zirkuliert das warme Glykolwasser durch die Konvektoren und Rohre im System. Die an den Außenwänden platzierten Konvektoren erhitzen die nach oben steigende Luft, und Wände und Möbel werden erwärmt. Da die Warmluft nach oben steigt, wird eine Luftsperre gebildet, die die Kälte von den Fenstern fernhält. Wenn die Warmluft die Decke erreicht hat, zirkuliert

31 diese zum Boden und wird wieder von den Konvektoren erwärmt. Jedes Fahrzeug muss eine Ventilation besitzen, d.h., Frischluft muss zugeführt und die verbrauchte Luft abgeführt werden. Die Frischluft, die dem Fahrzeug zugeführt werden soll, ist über einen isolierten Lufteinlass und weiter nach oben durch einen Konvektor mit extra dichten Lamellen zuzuführen. Auf diese Art und Weise wird die eintretende Frischluft erhitzt, wenn das Heizsystem eingeschaltet ist. Die verbrauchte Luft wird über Dachluken und Ventilatoren abgeführt. Um die bestmögliche Wärmeverteilung und einen behaglichen Wohnkomfort zu erhalten, ist die Installation wichtig. Folgende Faktoren sind wesentlich: • • • •

So viele und lange Konvektoren wie möglich. Konvektoren sollen unter jedem Fenster angebracht werden. Die Konvektoren sollen entlang den Außenwänden montiert werden. Die Luft soll unter Betten und hinter Rückenlehnen frei zirkulieren können. • Die Ventilation in den oberen Schränken soll so erfolgen, dass die Luft zirkulieren kann. Ist die Installation korrekt, sorgt der natürliche Wärmestrom des Zentralheizungssystems dafür, dass im gesamten Wohnraum eine behagliche Temperatur und das Gefühl von Komfort vorherrscht, ohne Zugerscheinungen und kalte Bereiche, und dass Bettkästen und Schränke erwärmt werden. Um ein


Abb. 7.11: Klimaanlage

vollst채ndig komplettes Heizsystem mit maximalem Komfort zu erhalten, wird ebenfalls die Installation einer Bodenheizung empfohlen. Die Heizrohre im Boden werden an das Rohrsystem angeschlossen.

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7.6 Materialien

Abb. 7.12: Stein

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7.6.1 Leichtbauweise

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Leichtbauweise ist eine Konstruktionsphilosophie, die maximale Gewichtseinsparung zum Ziel hat. Die Gründe für Leichtbau können verschiedener Natur sein. Ein Hauptargument für Leichtbau ist die Einsparung von Rohstoffen sowohl bei der Herstellung des Produkts als auch bei dessen Nutzung. Bei Fahrzeugen ist bei konsequentem Leichtbau eine geringere Antriebsleistung für die gleichen Fahreigenschaften notwendig. Des Weiteren sinkt der Kraftstoffverbrauch und das Gewichtsverhältnis von Transportmittel und Fracht verbessert sich. So können das Gesamtgerät, die Antriebsquelle und der Kraftstoffvorrat kleiner dimensioniert werden. Von diesen Aspekten ausgehend, ist die Leichtbauweise ein nicht zu unterschätzendes Kernthema im Reisemobilbau. Ein wichtiger Aspekt sind jedoch die Herstellungskosten dieser Leichtbaumaterialien, daher wird es immer einen Kompromiss zwischen Kosten und Gewicht geben. Aus diesem Grund sollte dahingehend unbedingt Forschung betrieben werden, um kostengünstigere Leichtbauwerkstoffe zu entwickeln und einsetzen zu können.

Abb. 7.13: Leichtbau

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7.6.2 Wandelemente Die Wandelemente im Reisemobilbau werden hauptsächlich in Sandwichbauweise gefertigt. Dabei wird ein Gerüst aus Holzleisten gefertigt, bei welchem die Zwischenräume durch einen Kernwerkstoff ausgefüllt werden; im Reisemobilbau wird als Kernwerkstoff meist Polystyrol eingesetzt. Anschließend werden Decklagen aus Holz und Blech angebracht. Das so entstandene „Sandwich“ vereint die Eigenschaften seiner Bestandteile und führt somit zu einer Stabilitätsverbesserung im Gegensatz zu den einzelnen Bestandteilen. Man kann es auch als Kompositwerkstoff bezeichnen.

Kernwerkstoff Ein Kernwerkstoff ist ein Werkstoff, welcher sich im Inneren eines Verbundwerkstoffs befindet. Dieser Kernwerkstoff ist meist ein Werkstoff mit einer geringen Dichte, um an Gewicht zu sparen.

Abb. 7.14: Sandwich

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33 Polystyrol Polystyrol wird im Reisemobilbau wegen seiner geringen Dichte und seiner

guten wärme- und schalldämmenden Wirkung eingesetzt. Polystyrol ist zwar beständig gegen Wassereinwirkung und verrottet nicht, aber es ist nicht UVstabil, daher wird es nur als Kernwerkstoff genützt.

Papierwaben Papierwaben werden im Reisemobilbau nur teilweise als Kernwerkstoff

eingesetzt, da sie in der Regel etwas teurer sind als ein Kern aus Polystyrol; Papierwaben sind jedoch um vieles stabiler und je nach Dimensionierung auch leichter als Polystyrol. Um eine bessere Stabilität zu gewährleisten, würde sich ein Kompositwerkstoff mit Polystyrol und Papierwaben anbieten.

Abb. 7.16: Papierwaben Abb. 7.15: Polystyrol

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7.6.3 Formbauteile In der Reisemobilindustrie halten Formbauteile immer mehr Einzug, da nahezu jede gewünschte Form relativ kostengünstig hergestellt werden kann. Diese Teile werden meist aus Faserverbundwerkstoffen gefertigt. Mit Hilfe der Faserverbundwerkstoffe können Formbauteile als Einzelstücke oder auch in Serien gefertigt werden.

Herstellung Am Anfang eines jeden Formbauteils muss eine Urform gefertigt werden,

welche genau dem zu fertigenden Bauteil entspricht. Diese Urform wird meist aus Holz oder Styropor hergestellt. Dies stellt meist die zeitaufwendigste Arbeit dar. Dann wird diese Urform genützt, um eine weitere Negativform herzustellen. Danach kann mit der eigentlichen Herstellung der Formbauteile mit Hilfe der Negativform begonnen werden. Dies erfolgt meist durch Laminieren, kann aber auch in der Serienfertigung durch Spritzguss gefertigt werden.

Abb. 7.17: GFK-Formbauteil

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Faserverbundwerkstoff34

Ein Faserverbundwerkstoff ist ein aus im Allgemeinen zwei Hauptkomponenten bestehender Mischwerkstoff (einer bettenden Matrix sowie verstärkenden Fasern). Durch gegenseitige Wechselwirkungen der beiden Komponenten erhält dieser Werkstoff höherwertigere Eigenschaften als jede der beiden einzeln beteiligten Komponenten.

Matrix

Die Matrix gibt dem Faserverbundwerkstoff sein Aussehen. Sowohl der Farbe als auch der Oberflächenstruktur sind kaum Grenzen gesetzt. In mechanischer Hinsicht muss sie die verstärkenden Fasern in ihrer Position halten und Spannungen zwischen ihnen übertragen und verteilen. In Bezug auf die Dauerhaftigkeit hat sie die Aufgabe, die Fasern vor äußeren mechanischen und chemischen Einflüssen zu schützen. Als Matrix werden hauptsächlich Kunstharze eingesetzt.

Fasern

Die Fasern geben dem Faserverbundwerkstoff die notwendige Festigkeit. Neben der Zugfestigkeit kann, falls der Werkstoff auf Druck beansprucht wird, auch die Biegefestigkeit eine Rolle spielen. Die für den Reisemobilbau relevanten Fasern sind Glas- und Kohlefasern; wobei Glasfasern aufgrund der Kostenfrage bevorzugt werden.

Abb. 7.18: Glasfasermatte

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Abb. 7.19: Plane

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7.6.5 Planenstoff Da ein großer Teil der Zeit während eines Campingurlaubs in einem Vorzelt oder unter einer Markise verbracht wird, sollte der Planenstoff allen Ansprüchen standhalten, daher sollte er höchst UV-beständig, wasserdicht, reißfest, schmutzabweisend und zudem noch formstabil sein. Ideal für das Konzept 360° würde sich ein Leichtplanenstoff aus dem Marinebereich eignen, welcher alle Anforderungen erfüllen würde und zudem noch Schimmelbildung verhindert. Dieser Planenstoff hat ein Gewicht von 280g/m², daher kann dieses Material ohne Weiteres im Konzept 360° eingesetzt werden, denn gute Fahreigenschaften und ein niedriger Schwerpunkt bleiben erhalten.35

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8 262


Marketing 263


8.1 Logo Dieser etwas ungenaue, aber gängige Begriff bezeichnet die Wort- oder Bildmarke, die für ein Unternehmen oder ein materielles oder immaterielles Produkt steht. Der Begriff ist ungenau, weil das griechische Wort „logos“, „Wort“ oder „Rede“ bedeutet und somit streng genommen nur Wortmarken bezeichnen dürfte. Ein Logo besteht jedoch meist aus Wort- und Bildmarke oder einer Kombination aus beidem.36

Wortmarke Da jedes neue Produkt einen Produktnamen erhält, wie beispielsweise „Globetrotter“ von Dethleffs, so wird dieser Campingwagen unter dem Namen „2Pi“ zu erkennen sein. Jetzt stellt sich jedoch die Frage, wie die Diplomarbeitsgruppe auf eine so eigenartig wirkende Wortmarke kommt. Die Namensgebung bezieht sich auf den erstellten Grundriss. Durch die ausgezogenen Betten und das ausgestellte Vorzelt sieht das Wohnmobil im Grundriss, von oben, so aus, als ob man einen Kreis vor sich hätte. Daraus ergab sich die Überlegung, 360° mathematisch „umzurechnen“, somit ergab sich der Name 2Pi aus der Kreisformel.

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Logo-Varianten

Bildmarke Die Bildmarke bezieht sich ebenfalls auf den Grundriss und stellt diesen in vereinfachter Form stilisiert dar.


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8.2 Werbeslogans Da ebenfalls an Verkaufsstrategien gedacht wurde und sich die Diplomarbeitsgruppe mit Werbung und Werbeslogans beschäftigt hat, wurde eine gute Überleitung zur Wortmarke gefunden. Wenn man den Namen 2Pi ins Englische übersetzt, würde es „two Pi“ oder schnell ausgesprochen „to be“ bedeuten. Diese Übersetzung eignet sich aus marketingtechnischen Gesichtspunkten hervorragend für einen Werbeslogan. Beispiele, wie man dieses Wortspiel einsetzen könnte, wären „2Pi impressed“, was nichts anders bedeutet als beeindruckt zu sein, „2Pi Adventure“ oder „2Pi 360° yourself“. Diese Idee bietet noch vielerlei Möglichkeiten, weitere Slogans zu entwickeln und sie mit entsprechenden Bildern auf Plakaten in Szene zu setzen.

ausgewähltes logo

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Werbeplakat

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Werbeplakat


Werbeplakat

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9 270


Programme 271


9.1 Adobe Photoshop CS4 Adobe Photoshop ist das marktführende Programm im professionellen Bildbearbeitungssektor des US-amerikanischen Softwareentwicklers Adobe Systems. Mit verschiedenen weiteren Anwendungen für den Bereich Grafik und Design wird es in der Adobe Creative Suite eingeordnet. Der sehr hohe Preis macht es für Privatanwender eher unattraktiv; Adobe sichert sich aber diesen Marktanteil durch Veröffentlichung von günstigeren Endverbraucher–Ausgaben, wie zum Beispiel Photoshop LT oder Adobe Photoshop Elements, bei welchen auf komplexe Funktionen verzichtet wird. Es lassen sich hochwertige Bilder auf Pixelbasis erstellen, die im Print-, Web- und Medienbereich verwendet werden können. Zahlreiche Werkzeuge dienen zum Be- und Verarbeiten von digitalisierten Bildern. Mit Auswahl-Werkzeugen kann beispielsweise automatisch oder manuell ein Teilbereich eines Bildes ausgewählt werden, um diesen in weiterer Folge zu verändern. Weitere Werkzeuge sind zum Beispiel das Pipetten-Werkzeug, verschiedenste Pinselspitzen, der Kopierstempel, das Textwerkzeug, aber auch vektorbasierende Tools wie das ZeichenstiftWerkzeug, das zum Erstellen von Pfaden dient. Eine sehr wichtige Funktion ist das Erzeugen von Ebenen, welche wie einzelne Schichten, die übereinander liegen und verschoben werden können, funktionieren. Diese zukunftsweisende Ebenentechnik wurde 1994 mit der Version 3.0 erstmals eingeführt. Jeder Schritt wird in Photoshop durch ein Protokoll aufgezeichnet und kann somit immer wieder rückgängig gemacht werden. Ein sehr umfangreiches Paket von Filtern, wie zum Beispiel Scharfzeichnungs-, Stilisierungs- oder Verzerrungsfiltern, ist auch in Adobe Photoshop vorhanden.37

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Adobe Photoshop is the leading program in the professional imaging sector of the U.S. software developer Adobe Systems. With various other applications for the graphic and design department it is classified in the Adobe Creative Suite. The very high price makes it rather unattractive for private users; Adobe provides, however, this market share through the publication of favorable consumer - spending such as Photoshop LT or Adobe Photoshop Elements, in which complex functions were dislodged. It can create high-quality images on a pixel basis, which can be used in print-, web- and media range. Numerous tools are used to handle and process of digitized images. With selection tools it is possible to select a part of an image automatically or manually to modify them subsequently. Other tools are for example the pipette tool, various brushes, the clone stamp tool, text tools but also vectorbased tools like the Pen tool that is used to create paths. A very important feature is the generation of planes, which are like individual layers and can work to be shifted. This forward-layer technique was introduced in 1994 with version 3.0 for the first time. In Photoshop each step is recorded by a protocol and can therefore be repeatedly reversed. A very comprehensive set of filters like sharpening, distortion or stylization filters is available in Adobe Photoshop.


Arbeiten mit Photoshop

Abb. 9.0: Photoshop

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9.2 Adobe Illustrator CS4 Adobe Illustrator ist eine vektorbasierende Grafik–Software der Adobe Creativ Suite. Dies bedeutet, dass Linien und Flächen, also Formen, durch mathematische Funktionen beschrieben werden. Es gibt verschiedene Methoden, eine Form mathematisch zu definieren. Illustrator arbeitet mit Bézierkurven, einer Methode, die der französische Ingenieur Pierre Bézier 1960 entwickelt hat. Seine Methode ist speziell für die Beschreibung von unregelmäßigen Krümmungen geeignet. Ursprünglich nützte Renault diese Art der Kurvenbeschreibung zur Gestaltung von Karosserieformen. Da Adobe Illustrator mit Vektoren anstelle von Pixeln arbeitet, kann auch die Dateigröße sehr gering gehalten werden. Weiters sind vektorbasierende Objekte endlos skalierbar, ohne Qualitätseinschränkungen. Viele Werkzeuge und Filter sind dem Programm Adobe Photoshop sehr ähnlich. Die Anwendungsgebiete reichen von einseitigen Publikationen wie Flyern, Plakaten, Visitenkarten über Logos, Piktogramme und Icons bis hin zur Erstellung von Stadt- und Lageplänen.38

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Adobe Illustrator is a vector-based graphic - software of the Adobe Creative Suite. This means, that lines and areas, so shapes, are described by mathematical functions. There are several ways to define a shape mathematically. Illustrator works with Bézier curves, a method developed by the French engineer Pierre Bézier in 1960. His method is especially suitable for the description of irregular curves. Originally, Renault used this type of curve description for the design of body shapes. Because Adobe Illustrator works with vectors instead of pixels, the file size can be kept very low. Furthermore, vector-based objects are infinitely scalable, with no restrictions regarding the quality. Many tools and filters are very similar to Adobe Photoshop. Applications range is possible available from one-sided publications such as flyers, posters, business cards, logos, pictographs and icons right up to the creation of city- and site plans.


Abb. 9.1: Illustrator

Screenshot Illustrator CS4

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9.3 Adobe InDesign CS4 Adobe InDesign ist seit der Version 3.0 ein Teil der Creative Suite und trägt seitdem als Namenszusatz dessen Versionsnummerierung. Diese Software wurde anfänglich von Aldus unter dem Projektnamen K2 entwickelt und erst später von Adobe übernommen. InDesign dient primär der digitalen Erstellung von Katalogen, Prospekten, Broschüren, Plakaten oder Büchern und wird besonders in Werbeagenturen und von freien Grafikern sowie in Druckereien und Verlagen eingesetzt. Es ermöglicht die Positionierung von Text-, Bild- und Grafikelementen, wie zum Beispiel in diesem Diplomarbeitsbuch, welches vollständig auf Adobe InDesign CS4 erstellt wurde. Ein- oder mehrseitige Dokumente mit beliebigem Format können erstellt werden und anschließend als druckfertiges pdf-Format für den Printmedienbereich abgespeichert werden. Die einzelnen Elemente in einem InDesign-Dokument sind in Form von Rahmen zu positionieren und können unterschiedliche Inhalte aufnehmen, wie zum Beispiel Text, Grafik, Bilder, Tondateien, Filmdateien oder Flashdateien. Texte können in mehrspaltiger Form, wie man sie aus Zeitungen kennt, formatiert werden und in Bezug auf Schriftart, Schriftgröße oder Abstände benutzerdefiniert angepasst werden. Mit der Version CS4 wurde zudem der Live-Preflight eingeführt, der während des Arbeitens das Dokument auf Probleme überprüft und im Informationsfeld des Dokumentenfensters sowie in einem Bedienfeld den PreflightStatus anzeigt.39

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Since the version 3.0 Adobe InDesign is a part of the Creative Suite and since then it has added a version adding numbers to the name. This software was originally developed by Aldus with the name K2 and later taken over by Adobe. InDesign is primarily the digital creation of catalogues, brochures, leaflets, posters and books and is especially used by advertising agencies and freelance graphic designers as well as in printing and publishing houses. It allows the positioning of text, image and graphic elements, such as in this diploma project book, which was created entirely with Adobe InDesign CS4. Single or multi-page documents of any format can be created and then saved as a printable pdf format for the print media. The individual elements in an InDesign document are positioned in the form of frames and can include different content, such as text, graphics, images, sound files, movie files or Flash files. Text can be formatted in multiplecolumn form, as found in newspapers and also in terms of font, font size or spacing. With the CS4 version the Live Preflight was introduced, which reviewed the document while working on problems and which displays the pre-flight status in the information field of the document window.


Screenshot InDesign CS4

Abb. 9.2: InDesign

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9.4 Autodesk AliasStudio 2009 Für die Diplomarbeit wurde das Programm AliasStudio 2009 von Autodesk verwendet. Es eignet sich perfekt für das Modellieren von 2D-Daten, unabhängig davon, ob mit der Hand gezeichnet oder am Computer erstellt. Das Programm basiert auf sogenannten Nurbs, im Gegensatz zu Maya, das mehrere Berechnungsmodelle verwendet. Es können auch 3D-Modelle aus anderen Programmen noch verfeinert werden, da auch Freiformflächen aus anderen Programmen, wie beispielsweise Luxology Modo (siehe 9.7), modifiziert werden können. Autodesk Alias Automotive ist eine branchenführende Anwendung für Automobildesign und die Software der Wahl in den wichtigsten Designstudios der internationalen KFZ-Zulieferindustrie. Die Komponente der Autodesk-Lösung für die digitale Produktentwicklung (Digital Prototyping) bietet ein umfassendes Set an Visualisierungs- und Analysewerkzeugen für den gesamten Prozess der Formgebung – von der ersten Skizze bis zur Modellierung von Class-A-Flächen. Werkzeuge zur effizienten Optimierung der Modelle und Erstellung von wiederverwendbaren NURBS-Flächen in produktionstauglicher Qualität eröffnen Designern erweiterte, tiefer in den Entwicklungsprozess hineinreichende Optionen für ihre Entwürfe.40 Fertige Arbeiten sind sowohl zum Rendern als auch für die Überleitung zu einer fachgerechten Konstruktionszeichnung geeignet. Einfache Animationen sind auch möglich, jedoch verwendet man dafür meist spezielle Render- und Animationssoftware, wie Maya und Showcase.

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One programme, which was used for this project, is named Studio Tools from Auto Desk. It‘s perfect for modeling something out of 2D-datas, no matter if it’s handmade or constructed with the computer. The programme works with so-called nurbs, not like Maya, which uses different computer models. There could also be modified 3D-models from other programmes, because it‘s possible to work with freely formed surfaces, like in Modo. Finished works are useable for renderings as well as for transfers into construction drawings. Simple animations are also possible, but in most cases there is used a special render and animation software, like Maya and Showcase.


Arbeiten mit Autodesk Alias

Abb. 9.3: Alias Automotive

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9.5 Autodesk Maya 2009 Das Programm Maya ist ein 3D-Visualisierungs- und Animationsprogramm, welches in professionellen Bereichen vorwiegend bei der Modellierung, bei Computeranimation und dem Rendering eingesetzt wird. Das Programm Maya ermöglicht es, visuell hochwertige Bilder und Animationen zu generieren, und ist somit für sämtliche kreativen Aufgabenstellungen geeignet. Das Toolset enthält mehrfach getestete Funktionen, die die Entwicklung erstklassiger Inhalte vom ersten Konzept bis zum fertigen Rendering beschleunigen: NURBS- und Polygonmodellierung, UV-Mapping und Texturgestaltung, Animation, dynamische Simulation von Partikeln, festen und weichen Körpern, Flüssigkeiten, Stoffen, Fell und Haaren, detailgetreue Naturabbildungen u. v. m. Zudem ist Maya mit vier integrierten Render-Systemen ausgestattet, darunter auch professionelle Lösungen von mental ray. Polygonmodellierung ist die älteste Technik, um 3D-Objekte in der 3D-Visualisierung zu gestalten. Das Grundprinzip der Polygon-Modellierung besteht in der Manipulation eines sogenannten Grundkörpers, als Basis dienen meist Würfel, Kugeln oder konvertierte NURBS-Objekte.41

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The program Maya is a 3D visualization and animation program, which is primarily used in the professional areas of modelling, computer animation and the rendering. Maya allows to generate high quality images and animations and it is suitable for all creative tasks. The toolset contains several tested functions, the developing world-class content from concept to finished rendering speed up: NURBS and polygon modelling, UV mapping and texture creation, animation, dynamic simulation of particles, rigid and soft bodies, fluids, cloth, fur and hair, detailed images of nature, etc. Moreover, with four integrated render-systems equipped Maya, including for professional solutions mental ray. Polygon modelling is the oldest technique to make 3D objects and 3D visualization. The basic principle of polygon modelling is the so-called manipulation of a basic body, which usually serves as a base cube, sphere or converted NURBS objects.


Abb. 9.4: maya

Arbeiten mit Autodesk maya

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9.5.1 Mental Ray Mental Ray ist ein hochleistungsfähiger 3D-Engine für das Raytracing- Rendering. Mental Ray wurde von der Mental Images GmbH entwickelt und ist in vielen 3D-Anwendungen von Autodesk wie Maya oder 3ds Max verankert. Mental Ray ermöglicht, fotorelaistische Renderings zu generieren, aber genauso ist es auch möglich, unrealistische Renderings zu errechnen. Mental Ray ist neben Renderman eines der weit verbreitetsten Renderprogramme.42

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Mental Ray is a high-performance 3D engine for ray tracing rendering. Mental Ray was developed by Mental Images GmbH and it is integrated in many 3D applications such as Autodesk Maya and 3ds Max. Mental Ray allows to generate photo realistic renderings but also unrealistic renderings are possible. Mental Ray is one of the most used rendering programs next to Renderman.


Screenshot Mental Ray

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9.6 Autodesk Showcase Prototypen sind sehr teuer und aufwendig zu bauen. Ein Nachteil ist auch, dass jeder Prototyp nur eine Entwurfsvariante verkörpert. Mit Autodesk Showcase lassen sich diese Probleme schneller lösen. Diese Anwendung ermöglicht die rasche Herstellung realistischer Renderings, aber auch die schnelle Beurteilung von Produktvarianten, auf Grundlage der 3D-Konstruktionen. Um beim Import der 3D-Modelle das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, wird das zu importierende Modell in Polygone umgerechnet. Es ist möglich, Präsentationen oder Animationen mit dieser Anwendung zu gestalten. Showcase ist im Gegensatz zu Maya oder AliasStudio ein reines 3DVisualisierungs-Programm. Das soll heißen, dass es keine Möglichkeit gibt, einen 3D-Körper aus Curvs oder Polygonen zu modellieren. Ein weiterer Unterschied ist das Showcase, ein Echtzeit-Renderer ist. Echtzeit rendern ist das sehr schnelle wiederholte Zeichnen eines Computerprogramms auf das Ausgabegerät, gewöhnlich den Monitor. Benutzereingaben und andere Ereignisse innerhalb der Applikation beeinflussen die dreidimensionale Szene und somit jedes weitere Bild, das berechnet und gemalt werden muss, also muss das System auch in Echtzeit diese Einflüsse registrieren und auf Änderungen in der Szene reagieren.43 Weiters ist es möglich, Lichtstimmungen aus einem Hintergrund auf ein Objekt direkt zu berechnen. Die Hintergründe können ebenfalls selbst erstellt werden, mittels 360°-HDRI-Bildern. Die Material-Zuweisung in diesem Programm ist durch eine umfangreiche Materialbibliothek ebenfalls wesentlich unkomplizierter als in vergleichbaren Programmen. Um Funktionen eines Produktes zu zeigen, kann man auch dynamische Kamera-Bewegungen einsetzen. Der einzige Nachteil ist es, dass man einen leistungsstarken Computer benötigt. Wenn dies gegeben ist, dann steht einer reibungslosen Verwendung nichts mehr im Weg.

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Abb. 9.5: Showcase

Arbeiten mit Autodesk Showcase

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Since prototypes are expensive and very expensive to build, one disadvantage is that each prototype represents a draft version only. Autodesk Showcase can solve these problems quickly. This application allows the rapid production of realistic renderings, but also the quick assessment of product variants, based on 3D structures. In order to achieve the best possible result for the import of the 3D models, the polygon model has to be imported in exchange rate. It is possible to make presentations or animations with this application. Showcase is in contrast to Maya and StudioTools a pure 3D visualization program. That is to say that there is no possibility to create a 3D body out of curves or polygons. Another difference is that showcase is a real-time renderer: real-time rendering is a very fast repeated drawing of a computer program; the issue comes up, usually the monitor. User input and other events of the application influence within the three-dimensional scene and thus each additional image that is calculated, needs to be painted, so the system must also register in real time these influences and changes in respond to the scene. Furthermore it is possible to use lighting effects from a background directly on the object. The background can also even be created using 360 째 HDRI Pictures. The material allocation in this program is realized through an extensive material library also more easily than in comparable programs. To show features of a product, dynamic camera movements can be used. The only drawback is that one needs a powerful computer.

Screenshots Showcase

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9.7 Luxology Modo Luxology Modo 401 ist eine innovative 3D-Modelling-, Painting- und Rendering-Software, die auch noch echtes 3D-Sculpting, Animation und Network Rendering zu bieten hat und somit eine komplette 3D-Visualisierungs-Lösung ist. Dabei ist es dem Hersteller Luxology gelungen, trotz der vielen Features den Workflow so einfach und effizient wie möglich zu gestalten. Modo ist die Software, die für schnelles Ansichtsfensterrendering und benutzerfreundliches User Interface berühmt wurde. In der letzten Version 401 kann man z.B. Dateien aus SolidWorks und Microstation direkt importieren. Basierend auf dem FBX 2009.3 SDK ist der Austausch mit Autodesk möglich. Neu ist auch das Fell- bzw. Haarmodul, mit dem sich auch Rasenflächen erstellen lassen. Nicht zu unterschätzen ist der Renderer von Modo. Durch seine Geschwindigkeit wird er zum ständigen Begleiter des Grafikers. Sobald eine Änderung in der Szene passiert, wird das Renderimage schrittweise geupdated. Die Wartezeiten werden extrem minimiert und durch die GI - Global Illumination - und Volumetric Lighting-Unterstützung bekommt das Preview Rendering ein ganz neues Niveau.44

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Luxology Modo 401 is an innovative 3D modeling, painting and rendering software, which provides even more true 3D sculpting, animation and rendering network and thus is a complete 3D visualization solution. It has succeeded to the manufacturer Luxology, despite the many features to make the workflow as easy and efficient as possible. Modo is the software that became famous for fast rendering viewports and user-user interface. In the last version 401 for example, files from SolidWorks and MicroStation can be imported directly. Based on the FBX 2009.3 SDK an exchange with Autodesk is possible. Also new is the fur or hair module with which you can also create lawns. The renderer of Modo is also a good tool. With its speed it becomes a big part of the graphic artist’s workflow. As soon as a change happens in the scene, the rendering image is progressively updated. The waiting times are minimized by the extreme and GI - Global Illumination and Volumetric Lighting support gets the preview rendering a whole new level.


Screenshots Modo

Abb. 9.6: Modo

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9.7.1 Global Illumination Globale Beleuchtung (engl. Global Illumination - GI) bezeichnet in der 3D-Computergrafik allgemein die Simulation der Licht-Wechselwirkungen von Objekten. Im Speziellen sind damit nur diejenigen Verfahren gemeint, die alle Möglichkeiten der Ausbreitung von Lichtstrahlen in einer 3D-Szene berücksichtigen. Dadurch werden die Gesetze der geometrischen Optik sowie der Energieerhaltung vollständig erfüllt und ein relativ realistisches Bild erzeugt.45

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Global illumination is a general name for a group of algorithms used in 3D computer graphics that are meant to add more realistic lighting to 3D scenes. Such algorithms take into account not only the light which comes directly from a light source (direct illumination), but also subsequent cases in which light rays from the same source are reflected by other surfaces in the scene, whether reflective or non (indirect illumination).


9.7.2 Volumetric Lighting Volumetrische Beleuchtung (engl. Volumetric lighting) ist eine Technik, die in der 3D-Computergrafik verwendet wird, um Lichteffekte auf eine gerenderte Szene hinzuzufügen. Es erlaubt dem Betrachter, Sonnenstrahlen, die durch die Umgebung scheinen, zu sehen; Sonnenstrahlen, die durch ein offenes Fenster kommen, sind ein Beispiel für volumetrische Beleuchtung, auch bekannt als „God rays“. Der Begriff ist wahrscheinlich von der Kinematografie eingeführt worden und ist heute weitgehend verwendet in der 3D-Modellierung und Rendering-Anwendung, vor allem im Bereich des 3D-Gaming.46

Volumetric Lighting is a technique used in 3D computer graphics to add lighting effects to a rendered scene. It allows the viewer to see beams of light shining through the environment; seeing sunbeams streaming through an open window is an example of volumetric lighting, also known as God rays. The term seems to have been introduced from cinematography and is now widely applied to 3D modelling and rendering especially in the field of 3D gaming.

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Technische Zeichnungen 293


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Modellbau 301


11.1 Modellbau Modelle werden in vielen Bereichen wie beispielsweise in der Automobilindustrie oder im Bereich der Architektur eingesetzt. Sie dienen primär dazu, den Entwurf für sich selbst oder für andere zu veranschaulichen, zu verstehen und auch zu beurteilen. Die Diplomarbeitsgruppe wählte den Maßstab 1:10 für ihr Modell, das die Form und das Design des Exterieurs darstellen soll. Das 1:10-Modell ist aus Polyurethan-Hartschaumplatten gefertigt. Aus diesem Material werden auch in der Automobilbranche Rapid PrototypingModelle aus einem Stück gefräst. Die Nachteile dieser Platten sind, dass sie nicht recyclingfähig oder biologisch abbaubar sind und bei Verbrennung Schadstoffe freisetzen. Neben dem hohen Energieaufwand bei der Produktion, gibt es aber auch Vorteile in der Verarbeitung, die äußerst einfach ist. Noch dazu müssen die Oberflächen nur geringfügig nachbearbeitet werden, da dieses Material feinporig ist. Das Wohnmobil-Modell besteht aus mehreren zusammengeklebten Teilen, da es sich aufgrund der kantigen Form perfekt dazu eignet. Um die gewünschte Form zu erhalten, werden vorher Planansichten im exakten Maßstab vom virtuellen 3D-Modell ausgeleitet und auf die Platten geklebt. Somit kann der Grundkorpus exakt ausgeschnitten werden. Kotflügel, Dach, Schutzleisten, Leuchten und diverse andere Bestandteile werden extra ausgeschnitten und dazugeklebt. Nach dem Zusammenbau werden die Fugen verkittet und die Kanten abgeschliffen. Um die tatsächliche Optik zu erhalten, muss alles gefüllert und mit dem gewünschten Farbton lackiert werden. Zum Abschluss kann das gesamte Modell mit einer transparenten Folie beklebt werden, auf welcher Schattenfugen und Grafiken aufgedruckt werden können.

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Ausleitung der MaĂ&#x;e

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Speziell bei diesem Modell sind das Auto und der Wohnbereich getrennt gefertigt worden, um auch den abgekuppelten Zustand zeigen zu können. Damit man ein Modell aus den 3D-Daten bauen kann, sollte man immer im Maßstab 1:1 konstruieren. Egal ob Fräsmodell oder ausgeschnittenes Modell, diese Methode ergibt einen realen Eindruck des Designs und nimmt wenig Zeit in Anspruch im Gegensatz zu Holz- oder Styrodur-Modellen, dessen Oberfläche z.B. aufwendig mit glasfaserverstärktem Kunstharz überzogen werden muss. Bei der Lackierung ist immer auf eine saubere Oberfläche und optimale Luftverhältnisse (20-40° C Raumtemperatur und niedrige Luftfeuchtgkeit) zu achten. Ähnlich verhält es sich beim Folieren, wobei die Folie beim Aufkleben geglättet wird und eventuelle Blasen ausgeföhnt werden. Nach Fertigstellung des Modells, sind sechs Räder in die Radkästen montiert worden. Im Maßstab 1:10 gibt es viele Kompletträder für RCModelle zur Auswahl, wobei es an Reifenarten und Felgenbeschichtungen nicht mangelt. Das Modell ist nicht funktionsfähig bis auf das Abkoppeln, also Wegfahren, des Autos

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Ausleitung der Maße


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Fotoretusche

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Zusammenfassung 319


12.1 Zusammenfassung

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Ergebnis dieses Projektes ist eine wissenschaftliche Arbeit zum Thema Camping, bestehend aus einem Designprozess von der Recherche über die Visualisierung bis zum Modellbau. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt dabei auf dem Designkonzept, nicht auf der technischen Umsetzung. Die vierköpfige Gruppe hat in Kooperation mit der Firma Dethleffs ein kompaktes Komfort-Wohnmobil erarbeitet. Projektstart war eine Werksführung im Hauptstandort in Isny im Allgäu. Dort lernte das Team die Produktionsschritte von Wohnwägen und Wohnmobilen kennen. Die daraus gewonnenen Kenntnisse ließen die Schüler in ihre Arbeit einfließen und erstellten einen Zeitplan für ihre Arbeitspakete. Teil einer ausführlichen Marktforschung im Campingsektor war eine Umfrage zum Thema Campinggewohnheiten im Sommer 2009. Die Onlinefragebögen und die auf den Campingplätzen verteilten Fragebögen wurden anschließend ausgewertet und die häufigsten Anregungen waren der Grundstein für das daraus resultierende Konzept: In erster Linie wird der langwierige und aufwendige Aufbau eines Vorzeltes kritisiert. Genereller Platzmangel und zu wenig Stauraum, vor allem in Wohnmobilen, sind der häufigste Kritikpunkt. Vor allem Erstbesitzer stört es, eine Entscheidung zwischen Wohnwagen und Wohnmobil treffen zu müssen. Vorteile des Wohnmobiles sind der Reisekomfort und leichtes Einparken bei stark besetzten Camping-Plätzen. Für Kurzzeit-Camper, die weit reisen wollen, ist ein Wohnwagengespann nicht geeignet, weil das ständige Umräumen zwischen Kofferraum und Anhänger sehr viel Zeit in

Anspruch nimmt. Ein Vorteil ist jedoch, dass man den fehlenden Stauraum im Wohnanhänger durch das Auto wettmachen kann. Ein weiterer Vorteil ist das Auto, mit dem man problemlos Städte erreicht und Parkplätze findet. In dieser Arbeit haben sich die Projektmitglieder diesen Problemen gestellt und nach einigen verschiedenen Lösungsansätzen den besten ausgearbeitet. Das Wohnmobil namens „2Pi“ besteht aus zwei Teilen, einem Elektroauto und einem Wohnbereich. Durch eine starre Verbindung und eine hochklappbare Hinterachse ist der Fahrkomfort eines Wohnmobils gewährleistet. Noch dazu kann man ökologisch Ausflugsziele erreichen. Angetrieben wird das ganze Fahrzeug durch einen Verbrennungsmotor im Doppelboden des Wohnbereichs, der auch die Akkus auflädt. Um den Aufbau des Vorzeltes zu erleichtern, hat sich das Diplomarbeitsteam für ein rundes integriertes Vorzelt entschieden, welches aus einem Dach und einem Vorhangelement besteht. Abgesehen vom schnellen Aufbau, bietet dieses Zelt auch Anpassungsmöglichkeiten je nach Platzbeschaffenheit. Der Platzmangel wird durch ein Schubladenbettsystem beseitigt. Die Betten werden nach draußen gezogen und mit einem Hartschalendach nach außen hin geschützt. Erreichbar sind die Schlafkojen vom Innenraum aus über zwei separate Türen . Durch diese Auslagerung gibt es mehr Stauraum, ein größeres Bad und bei Schlechtwetter bekommt man keine Platzangst in der flexiblen Wohnküche.


Nach Fixierung des Konzeptes wurde das bereits Erarbeitete dem Technischen Leiter und dem Geschäftsführer von Dethleffs präsentiert. Mit dem Feedback im Gepäck erstellte die Gruppe ein Briefing, wobei die wichtigsten Kriterien die Auslegung für vier Personen und die Hauptmaße 3x2,4x6m waren. Es folgte die Ausarbeitung des Konzeptes im Detail. Im Heckbereich fanden eine Outdoor-Box für Tisch, Sessel und Griller Platz. Weiters wurden Wäsche-, Fahrradständer und eine Box für den Vorhang des Vorzeltes integriert. Am Dach ist die Box für das Vorzeltdach platziert. Das Auto nimmt 2m der gesamten Fahrzeuglänge ein. Nach Festlegung der Elemente wurden Formstudien erstellt. Die endgültige Form definierte Fensterscheiben auf einer dynamischen, kantigen Außenkontur. Aus den 2D-Ansichten wurde ein 3D-Modell am Computer erstellt. Währenddessen entstand eine Raumaufteilung, die auf der Außenform basiert. Im Innenraum wurden Küche, Tisch, Sitzgelegenheit, Bad und Stauraum untergebracht. Die Küche besitzt eine Arbeitsfläche, in der ein Gasherd mit vier Kochstellen und ein Waschbecken integriert sind. Diese Fläche grenzt an der Vorderseite an den Multimediakasten mit integriertem Fernseher an und wird im Rauminneren durch einen Kasten für Geschirr begrenzt. Unterhalb der Arbeitsplatten befinden sich von links nach rechts ein Kühlschrank, Laden für Besteck, Kochtöpfe und Lebensmittel und ein Müllsack. Der Tisch ist zentral positioniert und höhenverstellbar, damit man ihn als Arbeitsfläche, Esstisch oder Liegefläche nutzen kann. Die Stühle sind dank

klappbarer Flächen multifunktionell, sie sind auch als Hocker, als Liege und zusammen mit dem Tisch als Notbett verwendbar. Wenn sie nicht gebraucht werden, gibt es Boxen an der Wand in Richtung Bad, auf denen die zusammengeklappten Stühle aufgehängt werden. Das Badezimmer befindet sich im hinteren Bereich und umfasst eine Dusche, eine Toilette und ein schwenkbares Waschbecken. Hinten befindet sich auch der begehbare Schrank für Kleidung, von dem aus man zu den Betten gelangt. Ein Teil dieses Kastens ist ins Bad und in den Schrank ausziehbar. In den zwei Türen zu den Schlafkojen sind ein Nachtkästchen und Getränkehalter eingebaut. Die Betten sind mit einem Tellerlattenrost ausgestattet und für dünne Matratzen ausgelegt, die dank unterschiedlicher Schichten die optimale Anpassung an den menschlichen Körper gewährleisten. Die Überdachung der Schlafräume besteht aus ABS-Elementen, die sich beim Aufziehen ineinander verhaken und somit auch abdichten. Zu einem Komfortwohnmobil gehören nicht nur Anwenderfreundlichkeit im Funktionsbereich, sondern auch technische Errungenschaften wie Wasseraufbereitung über Photovoltaik, eine Bodenheizung und eine UmluftKlimaanlage, die von dem Projektteam angedacht wurden. Dabei ist auch die Antriebstechnik zu erläutern. Um möglichst viel Platz zu sparen und den Schwerpunkt zu optimieren, wird unter dem Wohnbereich kein gewöhnlicher Reihenmotor verbaut, sondern ein Boxer- oder Flachmotor. Das Drehmoment wird über ein Planetengetriebe an die Hinterachse weitergegeben.

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Dabei wird mit Hilfe der Drehbewegung Strom über eine leistungsstarke Lichtmaschine erzeugt, der in den zwei 24V-Litium-Ionen Akkus gespeichert wird. Der Akku des Elektroautos ist ein Langzeit-Akku für eine Reichweite von bis zu 250km und einer Ladedauer von ca. einem Tag. Optimal wäre eine Ladezeit von 9 Stunden, doch dies ist technisch noch nicht möglich, um eine ausreichende Reichweite zu erzielen. Beim Elektromotor handelt es sich um einen Dreiphasen-Synchronmotor, der in ähnlicher Bauweise in vielen Elektrogeräten verbaut ist. Die Umsetzung des Projektes erfolgte mit Skizzen und Marker-Renderings, die mit Adobe Photoshop überarbeitet wurden. Die 3D-Konstruktion und -Visualisierung erfolgte mithilfe der Programme Autodesk Alias Automotive, Showcase, Maya und Luxology Modo 302. Die Dokumentation und das Layout des Diplomarbeitsbuches erfolgten in Adobe InDesign und Illustrator. Um das Projekt auch bestmöglich zu veranschaulichen, wurde ein 1:10-Modell von außen erstellt, das alle Exterieur-Funktionen zeigt. Es ist aus Polystyrol gefertigt und mit glasfaserverstärktem Harz überzogen. Zum Schluss wurde das Modell lackiert und auf sechs LEGO-Räder gestellt. Für ein Marketing hat die Projektgruppe ein Produktlogo und dazupassende Werbeslogans entwickelt.

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12.2 Summary

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Result of this project is a scientific work of the topic “Camping”, itself starting with the research, continuing with visualisation and finishing with a modelling. The stress of this work is the design concept, not the engineering. A group of four students worked on a compact comfort-motor caravan together with the company Dethleffs. The project start was a guided tour through the halls in the main manufacturing base in Isny in Allgäu/Germany. There the team got to know the steps of production of caravans and motor caravans. The students used the knowledge for their work and worked out a time table for their work flow. Part of an intensive market research in the camping sector was a survey entitled “camping habits“ in the summer of 2009. The answers of the online and handed out questionnaires were read through and the most obvious criticism was the basic for the further concept. The difficult and much time consuming process of assembling an awning was one of the biggest tasks. Generally too little storage space was criticised very often. What many owners criticised was the decision between caravan and motor caravan. An advantage of motor caravans is comfortable travelling and easier parking in crowded camping sites is possible. For short time campers, who want to travel a lot, a caravan is senseless, because loading between boot and trailer takes too much time. Although one advantage is the missing storage space of the caravan, this can be solved by using the boot of the car.

Another advantage is the car to get into cities and find a parking lot more easily. In this work the project members tried to solve these problems and after some different solutions they worked out the best. The motor caravan “2 Pi” exists of two components, an electric car and a motorised caravan. A steep connection and a folding upwards rear axle allow the driving comfort of a motor caravan. Another point is that you can get to all the places ecologically. The complete vehicle is driven by an engine in the double bottom, which also recharges its batteries. To make the assemble of the awning easier, the team has decided to use a round integrated awning made out of two main parts, a curtain and a soft top element. Apart from quick building also flexible sizing is possible. The rare of space is taken away by outsourcing the beds. They are pulled out of an in-between layer and protected by a hard top. You get into the beds through two separate doors from inside. Through this outsourcing there is more space inside, used for a bigger bathroom and living room, if there is bad weather for example. After having agreed on the concept the work was presented to the technical leader and business manager of Dethleffs. With the feedback of this presentation the group worked out a briefing, existing of the main points and planning an motorized caravan for four people of a size of 3x2,4x6m. The conceptual work in detail followed.


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In the rear the team decided to place an outdoor box for a table, seats and a griller was taking place. Also a clothes rack, a cycle stand and a box for the curtain of the awning are integrated. On the top of the vehicle there is the box for the awning. The car is 2m long. After fixing the elements, the further designs for the vehicle were made. The final design defined windows and graphics on a dynamic shape with hard edges. Then a 3D-model was built on the computer out of the 2D-views. During this work an interior concept was realised referring to the concept and the shape. In the interior part a kitchen, a table, seats, a bathroom and a walk-in wardrobe were stored. The kitchen includes a gas cooker with four platforms and an integrated washing basin, which ends in a multimedia cupboard and on the other end there is a board for dishes. Below the worktop, from the left to the right, a fridge, drawers for food, cooking equipment and a bin liner are situated. The table is positioned in the centre, flexible in the height for using it as a worktop, table or laying surface. The stools are flexible because of the folding away surfaces. They are multifunctional and can be used as stool, seats and emergency beds. If they are not used, there are boxes on the wall to the bathroom, where you can fix them. The bathroom is in the rear of the vehicle and it exists of a shower, a toilette and a turnable washing bowl. In the rear there is also the walk-in wardrobe, where you can also find the beds. One part is pull-able in two directions, into the bath and into the walk-in. In both doors bedside lockers and cup holder are integrated . The beds have a plate slatted frame and are made for thin mattresses, which allow best fit to human bodies due to many different layers. The cover of the sleeping place is made out of ABS-elements, which are catching into each other after pulling out and so the roof is proof. An important part of a comfort motor caravan is not only user friendliness and functionality, but also technical advance like photovoltaic functions for warm water, a bottom heating system and an air conditioner. In connection with this point also the drive train should be mentioned. To save as much space as possible and to lower the centre of gravity, not a conventional row engine, but a Boxer or flat engine is used. The torque is given over to the rear axle by a planet gearing. For charging two 24V-lithium ions batteries a powerful light machine is used. The one of the electric cars has

a long time battery, which can be reloaded in one day and you can reach approximately 250km. A loading time of 9 hours would be perfect, but at the moment it‘s not possible to produce batteries with quick recharging and long distance run. In the case of the electric motor it‘s a 3-phases synchronic motor, which is used in a similar way for household appliances too. The final work of the project was done with sketches and marker renderings, which have been worked over with Adobe Photoshop. The 3D-construction and -visualisation was done with the programmes Autodesk Alias Automotive, Showcase, Maya and Luxology Modo 302. The documentation and the layout of the book were made with Adobe InDesign and Illustrator. To give the project a face, a 1:10 model of the exterior, which shows all functions of the outside was built. It‘s made out of Polystyrol and covered with fibre glass. At the end the model was coloured and got six wheels. As a marketing strategy the project group has designed a logo and tried to find some suitable advertising slogans.


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13 328


Nachweise 329


13.1 Protokolle E-Mail - PROTOKOLL Kontaktaufbau

Zeitraum: 26.03.2009 – 18.06.2009 Ort: HTBLVA – Ferlach Schulhausgasse 10 90170 Ferlach Beteiligte: Projektmitglied: Bianca Busetti Kontaktperson: Christoph Gawalleck (Leiter Technik) Protokollführerin: Bianca Busetti Ablauf 1. 2. 3. 4. 5. 6.

des Email-Kontakts: Vorstellen bei der Firma Dethleffs 26.03.09 Zustimmung zur Zusammenarbeit 01.04.09 Anfrage um ein Unkostenbudget 04.05.09 Ablehnung wegen wirtschaftlich schwierigem Umfeld 25.05.09 Briefing der Projektgruppe wird der Firma übermittelt 27.05.09 Vereinbarung eines Treffens in Isny

Ferlach, am 20.06.2009

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Bianca Busetti Protokollführerin


PROTOKOLL

Projektstart der Diplomarbeit Camping 360° Datum: Zeit: Ort:

06.07.2009 10.00 – 15.30 Uhr Dethleffs GmbH & Co.KG Arist-Dethleffs-Str. 12 88316 Isny

Anwesende: Betreuer: Dipl.-Ing. Martin Kelderer Mag. Arnfried Otti Projektgruppe: Daniel Bergmann, Bianca Busetti Jürgen Kompek, Philip Waldhuber Partnerfirma: Christoph Gawalleck (Leiter Technik) Protokollführerin: Bianca Busetti Ablauf 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8.

des Treffens: Begrüßung und Vorstellung Daten und Fakten der Firmengeschichte Werksführung Mittagessen in der Werkskantine Fortsetzung der Werksführung Vorstellung der HTBLVA – Ferlach Erstellung Vorbriefing Verabschiedung

ad 3 Bei der Besichtigung werden die Mitglieder über die Fertigungsschritte eines Wohnwagens/Wohnmobils informiert. Es gibt verschiedene Produktionslinien, auf welchen zeitgleich gearbeitet wird. Die Chassis werden vorbereitet zugeliefert und die Caravans werden von innen nach außen aufgebaut. ad 7 Zuerst wird von der Diplomarbeitsgruppe ein Vorbriefing erstellt. Es definiert alle Punkte, die die Projektgruppe innerhalb der Diplomarbeit ausführen möchte. Beispielsweise möchte sie den Aspekt der Ökologie und Individualität berücksichtigen wie auch die Teilbarkeit des Fahrzeuges.

Ferlach, am 07.07.2009

Bianca Busetti Protokollführerin

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PROTOKOLL

Entscheidung Außenform Zeitraum: 16.11.2010 - 20.11.2010 Ort: HTBLVA - Ferlach Schulhausgasse 10 9170 Ferlach Anwesende: Betreuer: Hassan Mir Projektgruppe: Daniel Bergmann, Bianca Busetti Jürgen Kompek, Philip Waldhuber Protokollführerin: Bianca Busetti Ablauf 1. 2. 3. 4. 5. 6.

der Projektwoche: Skizzenphase Seitenansichten Rückmeldung durch Hassan Mir Weiterentwicklung der 3 besten Entwürfe 3D-Ansichten generieren Rückmeldung durch Hassan Mir Entscheidung durch das Projektteam ad 5 Hassan Mir gibt der Projektgruppe ein Feedback zu den drei ausgearbeiteten 3D-Entwürfen. ad6 Dadurch die Formensprache des gewählten Entwurfs (siehe Kapitel 5.2 Außenform) das Konzept am besten repräsentiert, wählt die Diplomarbeitsgruppe diese moderne, kantige und dynamische Formensprache aus.

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Ferlach, am 21.11.2009

Bianca Busetti Protokollführerin


PROTOKOLL

Zwischenpräsentation des Konzeptes Datum: 15.10.2009 Zeit: 10.00-13.00 Uhr Ort: Dethleffs GmbH & Co.KG Arist-Dethleffs-Str. 12 88316 Isny Anwesende: Betreuer: Dipl.-Ing. Martin Kelderer Projektgruppe: Daniel Bergmann, Bianca Busetti, Jürgen Kompek, Philip Waldhuber Partnerfirma: Thomas Fritz (Geschäftsführer) Christoph Gawalleck (Leiter Technik) Protokollführerin: Bianca Busetti Ablauf des Treffens: 1. Begrüßung 2. Vorpräsentation vor Hr. Gawalleck Besprechung 3. Präsentation vor Hr. Fritz 4. Nachbesprechung 5. 5.1 Feedback zu den Ideen 5.2 Definition des weiteren Projektverlaufs Mittagessen 6. Kurze Besichtigung einiger Modelle 7. Verabschiedung 8.

ad 5.1 Hr. Fritz und Hr. Gawalleck bemerken anerkennend, dass sich die Diplomarbeitsgruppe intensiv mit der Thematik des mobilen Wohnens auseinander gesetzt hat und das entwickelte Konzept findet großen Anklang. Ein Kritikpunkt ist die Lösung der Zweiteilung mit einem Elektrofahrzeug, da die Automobilindustrie nicht bereit wäre, ohne Eigennutzen ein solch individuelles Fahrzeug für Caravanhersteller zu erzeugen. ad 5.2 Es wird entschieden, dass der weitere Projektverlauf via E-Mail übermittelt wird und das Endprodukt bei der Abschlusspräsentation vorgeführt wird.

Isny, am 15.10.2009

Bianca Busetti Protokollführerin

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13.4 Hochzahlenverzeichnis

334

1

Vgl. Firmenpräsentation. CD-ROM der Firma Dethleffs, 2010

8

Vgl. Kutschen. Online im Internet: URL: „http:// de.wikipedia.org/wiki/Caravan“ (11.05.2010)

2

Dethleffs History. Online im Internet: URL: „http:// his2.dethleffs.de/2006/de/unternehmen/jubilaeum/ fotoalbum.php?sprache=de“ (02.12.2009)

9

Vgl. Wohnmobil. Online im Internet: URL: „http:// de.wikipedia.org/wiki/Wohnmobil“ (11.05.2010)

3

Vgl. Rendern. Online im Internet: URL: „http:// de.wikipedia.org/wiki/Rendern_(Design)“ (02.04.2010)

10

Vgl. Airstream. Online im Internet: URL: „http:// de.wikipedia.org/wiki/Airstream“ (11.05.2010)

4

Vgl. Bildsynthese. Online im Internet: URL: „http:// de.wikipedia.org/wiki/Bildsynthese“ (02.04.2010)

11

Vgl. Dethleffs History. (=Anm. 2), 02.12.2009

5

Vgl. Projektstrukturplan. Online im Internet: URL: „http://de.wikipedia.org/wiki/Projektstrukturplan“ (02.04.2010)

12

Vgl. Teardrop Trailer. Online im Internet: URL: „http:// www.golittleguy.com/teardrops/teardrop-history.php“ (08.04.2010)

6

Vgl. Gantt. Online im Internet: URL: „http://de.kioskea.net/contents/projet/gantt.php3“ (15.04.2010)

7

Vgl. Geschichte des mobilen Wohnens. Online im Internet: URL: „http://www.oldiecaravan.de“, „http:// www.caravanmuseum.de“ (11.05.2010)

13

Vgl. Tabbert. Online im Internet: URL: „http://www. tabbert.de/de/unternehmen/unternehmen/tradition- und-zukunft/“ (08.04.2010)

14

Vgl. Westfalia. Online im Internet: URL: „http://www. westfalia-van.de/de/unternehmen/historie.html?no_ cache=1“ (23.03.2010)


15

Vgl. VW T1. Online im Internet: URL: „http://www.vw- bulli.de/de/bulli-people/traveller/reisemobil-historie.html“ (06.04.2010)

21

Camping. Online im Internet: URL: „http:// de.wikipedia.org/wiki/Campingplatz“, „http:// de.wikipedia.org/wiki/Camping“ (24.03.2010)

16

Vgl. Pick-Up. Online im Internet: URL: „http:// de.wikipedia.org/wiki/Pick_up“ (15.01.2010)

17

Vgl. Absetzkabinen. Online im Internet: URL: „http:// home.arcor.de/wolf-cars/Absetzkabinen/absetzkabinen.html“ (15.01.2010)

22

Vgl. Bionik. Online im Internet: URL: „http://www. biologie-digital.de/WorldChanging/Arbeitsthemen/ Bionik.ppt“ (15.04.2010) „http://diewerkbank.com/2009/07/24/ natur_technik_bionik/“ (15.04.2010)

18

Vgl. Westfalia West Van. Online im Internet: URL: „http://www.westfalia-van.de/de/modelle/westvan.html“ (24.03.2010)

23

Vgl. Gürteltier. Online im Internet: URL: „http:// de.wikipedia.org/wiki/Gürteltier“ (03.04.2010)

19

Vgl. Westfalia James Cook. Online im Internet: URL: „http://www.westfalia-van.de/fileadmin/pdf/downloads/Kundendienst/Kataloge_Prospekte_Preislisten/ Westfalia_James_Cook_Katalog.pdf“ (24.03.2010)

24

Vgl. Tellerlattenrost. Online im Internet: URL: „http:// www.abc-matratzen.de/LATTENROSTE/TELLER:::45_57. html“ (16.04.2010)

25

Boxermotor. Online im Internet: URL: „http:// de.wikipedia.org/wiki/Boxermotor“ (06.04.2010)

20

Erlhoff, Michael; Marshall, Tim (Hrsg.): Wörterbuch Design. Begriffliche Perspektiven des Design. – Basel: Birkhäuser Verlag AG, 2008. S.48

26

Synchronmotor. Online im Internet: URL: „http:// de.wikipedia.org/wiki/Synchronmotor“ (06.04.2010)

335


336

27

Dreiphasen-Synchronmotor. Ebd.

28

Elektromotor. Online im Internet: URL: „http:// de.wikipedia.org/wiki/Elektromotor“ (06.04.2010)

29

Vgl. Energie. Online im Internet: URL: „http:// de.wikipedia.org/wiki/Photovoltaik“, „http://www.energieleben.at/solare-vision-in-heisemwustensand-das-projekt-desertec/“, „http://www.solarserver.de/wissen/photovoltaik. html#wie“ (03.02.2010)

30

Vgl. Heizsysteme. Online im Internet: URL: „http:// de.wikipedia.org/wiki/Fu%C3%9Fbodenheizung“, „http://www.warmupdeutschland.de/de-karbonfolieheizsystem.phtml“, „http://www.lmc-caravan.dk/web content.omeco?DOCID=1275&PHPSESSID=795a6466 5a3594b90248c8ee59def70“ (01.04.2010)

31

Vgl. Klimasystem. Online im Internet: URL: „http:// www.truma.com/truma05/de/produkte/de tail2_248616.html“, „http://www.alde.se/main/ default.asp?catid=5&langid=3&id=8&menu=1“ (01.04.2010)

32

Vgl. Leichtbauweise. Online im Internet: URL: „http:// de.wikipedia.org/wiki/Leichtbauweise“ (15.04.2010)

33

Vgl. Polystyrol. Online im Internet: URL: „http:// de.wikipedia.org/wiki/Polystyrol“ (15.04.2010)

34

Vgl. Faservebundwerkstoff. Online im Internet: URL: „http://de.wikipedia.org/wiki/Faserverbundwerkstoff“ (15.04.2010)

35

Vgl. Planenstoff. Online im Internet: URL: „http:// bellutti.at/techtex/techntextilien.shtml“ (15.04.2010)

36

Erlhoff; Marshall (= Anm.20), S.259

37

Vgl. Adobe Photoshop. Online im Internet: URL: „http://de.wikipedia.org/wiki/Adobe_Photoshop“ (01.04.2010)

38

Vgl. Adobe Illustrator. Online im Internet: URL: „http:// www.skdesign-koeln.de/_media/_pdf/sk-Illustrator- Seminar.pdf“ (01.04.2010)


39

Vgl. Adobe InDesign. Online im Internet: URL: „http:// de.wikipedia.org/wiki/Adobe_InDesign“ (01.04.2010)

40

Vgl. Autodesk AliasStudio. Online im Internet: URL: „http://www.softguide.de/prog_g/pg_1383.htm“ (28.09.2009)

41

Vgl. Autodesk Maya. Online im Internet: URL: „http:// images.autodesk.com/emea_dach_main_germany/ files/maya2010_topreasonstobuy_us0.pdf“, „http:// www.3d-mediadesign.de/3d-visualisierung/ 3d-modellierung/“ (28.09.2009)

42

Vgl. Mental Ray. Online im Internet: URL: „http:// www.autodesk.de/adsk/servlet/pc/index?siteID=4037 86&id=13701224“ (03.10.2009)

43

Vgl. Autodesk Showcase. Online im Internet: URL: „http://www.gdkmbh.de/PDF/2010_Autodesk%20 Alias%20Showcase_Detailed_Broschuere_A4_de.pdf“, „http://animalrace.uni-ulm.de/lehre/courses/ss02/ Computergrafik/MarioMarschner.pdf“ (03.10.2009)

44 45

Vgl. Luxology Modo. Online im Internet: URL: „http:// www.3dpowerstore.de/html.php/modul/HTMLPages/ pid/1470“, „http://www.hansa-computer.de/index. php?id=181“ (28.09.2009) Vgl. GI. Online im Internet: URL: „http://de.wikipedia. org/wiki/Globale_Beleuchtung“ (28.09.2009)

46

Vgl. VL. Online im Internet: URL: „http://en.wikipedia. org/wiki/Volumetric_lighting“ (28.09.2009)

337


13.3 Abbildungsverzeichnis Abb. 1.0: Fahrzeugschlange

Abb. 2.0: Wohnmobil

Abb. 1.1: Verwaltungsgebäude

Abb. 2.1: Sprössling

http://www.lifepr.de/attachment/55306/ Fahrzeugschlange.jpg (12.04.2010) http://www.caravan.ch/2008Dethleffs/Caravan/ Dethleffs%202008/www.dethleffs.de/2006/pictures/ presse/sonstiges/Neues_Verwaltungsgebaeude.jpg (22.04.2010)

Abb. 1.2: Dethleffs 1931-1959

Dethleffs CD-ROM, 2010

Abb. 1.3: Caravan Produktionslinie

Dethleffs CD-ROM, 2010

Abb. 1.4: Arist Dethleffs in Ägypten

Dethleffs CD-ROM, 2010

Abb. 1.5: Dethleffs 1958-1977

Dethleffs CD-ROM, 2010

Abb. 1.6: Dethleffs 1977-1998

Dethleffs CD-ROM, 2010

Abb. 1.7: Dethleffs 1999-2003

Dethleffs CD-ROM, 2010

http://www.flickr.com/photos/furnari/39086160/ sizes/o/ (01.04.2010)

http://www.flickr.com/photos/bone187/2436403649/ sizes/o/ (01.05.2010)

http://www.fotocommunity.de/search?q=spr%F6ssling& index=fotos&options=YToxOntzOjU6InN0YXJ0IjtzOjI6IjcyIjt9 &pos=78&display=16341064 (04.05.2010)

http://www.flickr.com/photos/abe-bln/3479474899/ sizes/o/ (01.05.2010)

http://www.fotocommunity.de/pc/pc/cat/742/ display/21016543 (04.05.2010)

http://img1.auto-motor-und-sport.de/Dunkel-Industries-RVWohnmobil-Ford-F650-f900x600-F4F4F2-C-82875b3e -257373.jpg (23.04.2010)

http://www2.dethleffs.de/pictures/presse/bilder_ caravans/campy/Campy_weiss2.jpg (26.04.2010)

www.lifepr.de/attachment/19363/credo_vr_01.jpg (19.04.2010)

Abb. 2.2: Spross

Abb. 2.3: Fahrradspeiche Abb. 2.4: Löwenzahn Abb. 3.0: RV

Abb. 1.8: Dethleffs 2004-2007

Abb. 3.1: Caravan

Abb. 1.9: Dethleffs 2008-2010

Abb. 3.2: Motorcaravan

Dethleffs CD-ROM, 2010 Dethleffs CD-ROM, 2010

338


Abb. 3.3: Teilintegriert

http://www.auto-news.de/webcore/data/content/Auto_ Article_EXT/23498_1232542815565.jpg (23.04.2010)

http://caravanuutiset.com/wpe/wp-content/uploads /2009/07/dethleffs_premium_liner_front.jpg (24.04.2010)

Abb. 3.4: Vollintegriert

Abb. 3.5: Alkoven

http://www.reisemobil-international.de/archiv2/bild Gross/200710054.jpg (23.04.2010)

Abb. 3.6: Chassis

http://data.motor-talk.de/data/galleries/2973/90450/ bild-57337.jpg (19.04.2010)

Abb. 3.7: Markise

http://www.hymer.com/photo_db/uploads/Presseportal/ Modelljahr_2009/Innovision-Markise.jpg (19.04.2010)

Abb. 3.7: Vorzelt

http://transindiansafaris.files.wordpress.com/2009/03/ resizefully-open-with-awning-tent1.jpg (19.04.2010)

Abb. 3.8: Exterieur

http://www.caravan.ch/2008Dethleffs/Caravan/ Dethleffs%202008/www.dethleffs.de/2006/pictures/ presse/pressebilder_Juni_06/original/Advantage_T_ 6501_hr.jpg (19.04.2010)

Abb. 3.9: Interieur

http://www.m5board.com/vbulletin/attachments/e60-m5e61-m5-touring-discussion/88405d1252146774-hdvideo-pictures-iaa-frankfurt-premiere-bmw-m6-competitionedition-also-available-bmw-m5-m5-touring-3.jpg.jpg (19.04.2010)

http://www.bischofberger-motorcaravan.de/bilder/ audi-family-typ43-vorne-gr.png (19.04.2010)

http://www.frankia.de/upload/grafik1_5039.jpg (22.04.2010)

http://www.seriouswheels.com/2010/nopq/2010Porsche-918-Spyder-Concept-Phantom-Diagram-with-Naming1920x1440.htm (29.03.2010)

Abb. 3.10: Scherendach

Abb. 3.11: Doppelboden Abb. 3.12: Hybrid

Abb. 3.13: Technische Zeichnung Dethleffs Dethleffs CD-ROM, 2010

Abb. 3.14: Karavane

http://widescreen.dpiq.org/wallpapers/63/Camel_ Caravan_in_Libyan_Desert.jpg (19.04.2010)

Abb. 3.15: Zelte

http://de.academic.ru/pictures/dewiki/116/tipi01.jpg (20.04.2010) http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/ thumb/8/87/Saami_Family_1900.jpg/800px-Saami_

339


Family_1900.jpg (12.04.2010) http://lh3.ggpht.com/_e-xPyyLX2FE/SAMq2A97XSI/ AAAAAAAAJ6w/43NqkErpAS4/Usbekistan+093.JPG (20.04.2010)

Abb. 3.16: Kutschen

http://www.safer-neighbourhoods.co.uk/your-neighbour hood/stratford-district/news/Caravan%20Ledge%20Top.jpg (19.04.2010)

Abb. 3.17: Zwischenkriegszeit

http://www.teamdochnoch.de/s9y/uploads/Bike/ Airstream--Radfahrer.jpg (13.05.2010) Dethleffs CD-ROM, 2010

Abb. 3.18: Zwischenkriegszeit

http://www.myrideisme.com/Blog/wp-content/uploads/ 2009/08/suc56040.jpg (13.04.2010) http://www.oldiecaravan.de/Hersteller_A_-_Z/Reimann/ Wigwam_1967/wigwam_1967.html (13.04.2010) http://tinyhouseblog.com/wp-content/uploads/2009/10/ IMG_00741.jpg (13.04.2010)

http://de.academic.ru/pictures/dewiki/101/ elli.jpg (15.05.2010)

http://www.oldiecaravan.de/Hersteller_A_-_Z/Westfalia/ Westfalia_Museum/westfalia_museum.html (13.04.2010)

Abb. 3.19: Reisemobil Elli

Abb. 3.20: Westfalia Erfolgsmodelle Abb. 3.21: 1950er-Modelle

http://plansforateardroptrailer.com/Honeymoon%20 Trailer%20Cut.jpg (23.03.2010) http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d7/ VW_Camper.jpg (23.03.2010) http://www.oldiecaravan.de/Hersteller_A_-_Z/Weinsberg/ weinsberg.html (23.03.2010)

Abb. 3.22: 1950er-Modelle

http://www.oldiecaravan.de/Hersteller_A_-_Z/Renault/ renault.html (05.03.2010) http://www.oldiecaravan.de/Hersteller_A_-_Z/Tabbert/ Campinia/campinia.html (05.03.2010) http://www.oldiecaravan.de/Hersteller_A_-_Z/Wilk/ Wilk_1955/wilk_1955.html (05.03.2010) http://www.oldiecaravan.de/Hersteller_A_-_Z/Wilk/ Wilk_1957/wilk_1957.html (05.03.2010) http://www.oldiecaravan.de/Hersteller_A_-_Z/Wilk/ Wilk_1958/wilk_1958.html (05.03.2010)

340

Abb. 3.23: 1950er-Modelle

http://www.caravan-museum.de/Hersteller_A_-_Z/ Karkowsky/Praktikus_290_300/praktikus_290_300.html (19.02.2010) http://freepages.misc.rootsweb.ancestry.com/~aliens/ Caravan%20~1954.jpg (19.02.2010)

Abb. 3.24: 1960er-Modelle

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/25/ Trailer.jpg (19.02.2010) http://www.caravan-museum.de/Hersteller_A_-_Z/Eriba/ Eriba_1962/eriba_1962.html (19.02.2010) http://www.caravan-museum.de/Hersteller_A_-_Z/Eriba/ Eriba_1967/eriba_1967.html (19.02.2010) http://www.oldiecaravan.de/Hersteller_A_-_Z/Westfalia/ Westfalia_1964/Westfalia_1965_300/westfalia_1965_ 300.html (17.02.2010)

Abb. 3.25: 1960er-Modelle

http://www.oldiecaravan.de/Hersteller_A_-_Z/MKP_1961 /mkp_1961.html (17.02.2010) http://www.oldiecaravan.de/Hersteller_A_-_Z/Wa-Wa/ wa-wa.html (09.01.2010) http://www.oldiecaravan.de/Hersteller_A_-_Z/Saabo/ saabo.html (18.02.2010) http://www.caravan-museum.de/Hersteller_A_-_Z/Knaus/ Knaus_1963/knaus_1963.html (18.02.2010) http://www.caravan-museum.de/Hersteller_A_-_Z/Ford_ Taunus_Transit_Campingwag/ford_taunus_transit_ campingwag.html (29.02.2010)

Abb. 3.25: 1960er-Modelle

http://www.oldiecaravan.de/Sch%E4fer/Suleica_1967/ suleica_1967.html (29.02.2010) http://www.oldiecaravan.de/Sch%E4fer/Orion_I/orion_i. html (29.02.2010) http://www.caravan-museum.de/Hersteller_A_-_Z/ Karmann_mobil/karmann_mobil.html (09.09.2009) http://www.wohnbus.ch/ausbauer/ott/LorenzMeng.jpg (20.04.2010)

Abb. 3.26: 1960er-Modelle

http://www.oldiecaravan.de/Hersteller_A_-_Z/ Constructam/constructam.html (20.04.2010) http://www.oldiecaravan.de/Hersteller_A_-_Z/ Dethleffs/Dethleffs_1962/dethleffs_1962.html (15.03.2010)

Abb. 3.27: Fahti-Gespann

http://www.caravan-museum.de/Hersteller_A_-_Z/Fahti/ Fahti_600__IV_/fahti_600__iv_.html (15.03.2010)


Abb. 3.28: Manderbach

http://www.oldiecaravan.de/Hersteller_A_-_Z/ Manderbach/manderbach.html (15.03.2010)

Abb. 3.29: Wohnwagen Impressionen 60er

http://www.oldiecaravan.de/Hersteller_A_-_Z/Nagetusch/ Nagetusch_Impressionen/nagetusch_impressionen.html (12.10.2009) http://www.caravan-museum.de/Hersteller_A_-_Z/Eriba/ Eriba_1967/Eriba_Puck_1967/eriba_puck_1967.html (12.10.2009) http://www.caravan-museum.de/Hersteller_A_-_Z/Eriba/ Eriba_1968/eriba_1968.html (13.10.2009)

Abb. 3.30: 1970er-Modelle

http://www.oldiecaravan.de/Hersteller_A_-_Z/Wilk/ Wilk_1979/wilk_1979.html (22.10.2009) http://www.oldiecaravan.de/Hersteller_A_-_Z/Tabbert/ Tabbert_1970/tabbert_1970.html (22.10.2009) http://www.caravan-museum.de/Hersteller_A_-_Z/Hymer/ Hymer_1978/hymer_1978.html (22.10.2009) http://www.caravan-museum.de/Hersteller_A_-_Z/Hymer/ Hymer_1979/hymer_1979.html (22.10.2009)

Abb. 3.31: 1970er-Modelle

http://www.oldiecaravan.de/Hersteller_A_-_Z/Westfalia/ SO_42/so_42.html (18.01.2010) http://www.oldiecaravan.de/Hersteller_A_-_Z/Westfalia/ Westfalia_Joker/westfalia_joker.html (18.01.2010)

http://www.caravan-museum.de/Hersteller_A_-_Z/Eriba/ Eriba_1982_Camp-liner/eriba_1982_camp-liner.html http://www.caravan-museum.de/Hersteller_A_-_Z/Eriba/ Eriba_1986/eriba_1986.html

Abb. 3.32: Wohnwagen Impressionen 70er

http://www.caravan-museum.de/Hersteller_A_-_Z/Eriba/ Eriba_1986/Eriba_Jet/eriba_jet.html (18.01.2010)

Abb. 3.33: 1980er-Modelle

http://www.bischofberger-motorcaravan.de/bilder/caddy- absetzbar-gr.png (19.04.2010) http://www.oldiecaravan.de/Hersteller_A_-_Z/Tabbert/ Tabbert_1981/Wind_1981/wind_1981.html (19.04.2010)

Abb. 3.34: 1990er-Modelle

http://www.caravan-museum.de/Hersteller_A_-_Z/Fendt/ Fendt_1981/fendt_1981.html (25.02.2010) http://www.caravan-museum.de/Hersteller_A_-_Z/

Dethleffs/Dethleffs_1993/dethleffs_1993.html (25.02.2010) http://app.mrvadealers.com/MRVA3WebService/Inventory UnitShowImage.aspx?DGUID=0358D7D4&InvID=352& ImgID=1 (13.05.2010)

Abb. 3.35: 2000er-Modelle

http://caravantimes.files.wordpress.com/2009/10/ california11.jpg (20.04.2010)

http://www.reflektion.info/1000_210607_1_vw_764_ 1000.jpg (01.04.2010) http://www.vintagebus.com/gallery/section/image /2005366g.JPG (01.04.2010) http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/bd/ Westfalia_Campingbox_8.jpg (01.04.2010)

http://www.adventuremedia4u.de/images/t01.jpg (01.05.2010)

http://c0388982.cdn.cloudfiles.rackspacecloud.com/car camp.jpg (01.05.2010)

http://www.westfalia-van.de/de/modelle/westvan/ innen.html http://www.westfalia-van.de/fileadmin/presse/bildmateri al/westvan/westvan_einzelbett_300dpi.jpg http://www.westfalia-van.de/de/news/presse/foto-archiv. html, http://www.westfalia-van.de/de/news/presse/foto- archiv.html, http://www.westfalia-van.de/de/modelle/ westvan/innen.html, http://www.westfalia-van.de/ fileadmin/presse/bildmaterial/westvan/westvan_ sitzgruppe_300dpi.jpg (06.04.2010)

http://www.westfalia-van.de/de/modelle/james-cook/ innen.html, http://www.westfalia-van.de/de/modelle/ james-cook/aussen.html, http://www.westfalia-van.de/de/ modelle/james-cook/grundrisse.html (06.04.2010)

http://www.scottishcaravanner.co.uk/images/news_ images/55A.jpg, http://www.airstream-germany.de/html/ wohnwagen.html, http://www.airstreamprofessionals.com/ new/sites/7/content/879/content_879_07.jpg, http:// 3.bp.blogspot.com/_FoXyvaPSnVk/S7EHEYXOYyI/ AAAAAAACsA4/blAj3vGSYXg/s1600/Airstream -Trailer-422-1.jpg (01.05.2010)

Abb. 3.36: VW T1

Abb. 3.37: Pick-Up

Abb. 3.38: Heku Car Camp

Abb. 3.38: Westfalia West Van

Abb. 3.39: Westfalia James Cook

Abb. 3.40: Airstream

341


Abb. 3.41: BMW-Studie

2009/01/camping-brugger-2.jpg (31.03.2010)

Abb. 3.42: Dethleffs-Studie Trapper

http://www.fritzsche-online.net/webdesign/aroundtw/ bilder/Neuseeland/100_4230.jpg (04.05.2010)

http://trendever.blogspot.com/2009/06/conceptual-trailerfrom-bmw-and.html (01.05.2010)

Abb. 3.53: Leben auf dem Campingplatz

http://www2.dethleffs.de/nl/reisemobile/trapper.php (02.05.2010)

Abb. 3.54: Dethleffs Werk

http:/www.coroflot.com/public/individual_file.asp? individual_id=280979&portfolio_id=2637301&; (11.10.2009)

http://www.uptodatedesign.com/2009/07/automatictravel-trailer-concept-by-stephanie-bellanger/ (02.05.2010)

Abb. 3.43: Robert Millington - Next Generation

Abb. 3.44: Travel Trailers

Abb. 3.45: Verdier Westfalia

http://www.chromjuwelen.com/images/stories/ November_07/verdier/verdier_solar_power_p1.jpg (02.05.2010)

Abb. 3.46: GMC Showmobil

http://wallpaper-s.org/17__GMC_PAD_Concept_2006_ LA_Auto_Show.htm (02.05.2010)

Abb. 3.47: Mini und Airstream

http://www.autoevolution.com/images/news/gallery/ medium/mini-airstream-new-details-photos-and-videomedium_1.jpg (02.05.2010)

http://p.webwombat.com.au/motoring/car-photos/ capsule-caravan-3-big.jpg (02.05.2010)

http://www.tuvie.com/search/compact+travel+trailers (02.05.2010)

http://www.coroflot.com/public/individual_file.asp? portfolio_id=2541659&individual_id=275486 (02.05.2010)

http://www.flickr.com/photos/moonrising/3933816722/ sizes/o/ (01.04.2010) http://www.campingnews.info/wp-content/uploads/ 2008/05/camping-sonnenland-karte.jpg (02.05.2010) http:/www.roz.at/rozweb/images/Camping/SeeNachNor denBreit.JPG; (08.03.2010)

http://karl.camping-brugger.de/wp-content/uploads/

Abb. 3.48: Capsule Caravan Abb. 3.49: Sylvansport GO

Abb. 3.55: Dethleffs Produktionslinien Dethleffs CD-ROM, 2010

Abb. 4.0: Camping Lofoten

http://www.campingforum.at/photopost/showphoto.php/ photo/433/size/big/cat/ (24.08.2009)

http://s.ngeo.com/wpf/media-live/photos/000/002/ cache/armadillo_216_600x450.jpg (07.04.2010) http://www.floridanature.org/photos/Dasypus_ novemcinctus_2c,_St._Marks_NWR,_20041125.jpg (15.04.2010)

http://www.fotocommunity.de/search?q=antrieb&inde x=fotos&options=YToxOntzOjU6InN0YXJ0IjtzOjI6IjE2Ijt9& pos=18&display=7482524 (03.05.2010)

http://www.evans-electric.com.au/evans-electric-motorLRG. jpg (13.02.2010)

Abb. 6.0: Gürteltier

Abb. 7.0: Lokomotivantrieb

Abb. 7.1: Boxermotor

Abb. 7.2: Synchronmotor

http://z.about.com/d/alternativefuels/1/0/o/F/-/-/ GM_2modetransmission_graphic.jpg (13.02.2010)

Abb. 7.3: Dreiphasen-Synchronmotor

Abb. 3.50: Caravan Concept

http://data.motor-talk.de/data/galleries/0/74/8653/ 8061043/honda-fcx-clarity-2009-1600x1200-wallpaper3f-30075.jpg (13.02.2010)

Abb. 3.51: Campingplätze

http://www.fotocommunity.de/search?q=gr%FCne+bl%E4tt er&index=fotos&options=YToxOntzOjU6InN0YXJ0IjtzOjI6IjI0I jt9&pos=25&display=13182576 (03.05.2010)

http://widescreenwallpapers.org/71350&%(§4.jpg (03.05.2010)

http://www.planetarium-hamburg.de/fileadmin/bildar chiv/02_Wissen/Die_Macht_der_Sterne/MachtderSterne_ 007Sonnensturm.jpg (31.03.2010)

http://www.sds-production.de/sti/components/com_

Abb. 3.52: Camping Brugger

342

Dethleffs CD-ROM, 2010

Abb. 7.4: Natur

Abb. 7.5: Ökonomische Energie Abb. 7.6: Die Sonne

Abb. 7.7: Lack


virtuemart/shop_image/product/0f34f60019429dcef6b6b d55c291e69f.jpg (19.04.2010)

http://www.flickr.com/photos/40887012N05/ 3769012255/ (03.04.2010)

http://slkn.files.wordpress.com/2008/11/wasser.jpg (19.04.2010)

Abb. 7.8: Photovoltaik Abb. 7.9: Wasser

Abb. 7.19: Plane

http://www.fotocommunity.de/search?q=sonnensegel& index=fotos&options=YToxOntzOjU6InN0YXJ0IjtzOjI6IjcyIjt9 &pos=74&display=14038812 (04.05.2010)

http://www.mtsc.com.tw/images/Product/000646.jpg (19.04.2010)

Abb. 9.0 - 9.6: Programme

Abb. 7.10: FuĂ&#x;bodenheizung

http://www.fussbodenheizung-fliesenheizung.de/elektrische Fliesenheizung-WTPV-3L-5N.jpg, http://www.warmup deutschland.de/images/Karbon_360_422_72.jpg, http:// www.soldron.de/elektrische-Bodenheizung-FHT-.jpg (03.05.2010)

Abb. 7.11: Klimaanlage

Abb. 7.12: Stein

http://www.truma.com/truma05/de/bild_popup_248637. html, http://www.alde.se/main/resize.asp?path=D:\ Inetpub\wwwroot\aldeny\img\huvudbilder\Omslag_ aldevarme.jpg&width=683 (03.04.2010)

http://www.fotocommunity.de/search?q=beton&index=fotos &options=YToyOntzOjU6InN0YXJ0IjtzOjM6IjEyOCI7czo3 OiJjaGFubmVsIjtzOjE6IjAiO30&pos=129&dispay=1088062 (03.05.2010)

Abb. 7.13: Leichtbau

http://www.fotocommunity.de/search?q=glasdach&index= fotos&options=YToxOntzOjU6InN0YXJ0IjtzOjI6IjE2Ijt9&pos= 18&display=706662 (04.05.2010)

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8f/ Sandwichplatte_Polystyrol_2009.jpg (04.05.2010)

http://www.dewaisol.ch/assets/images/Polystyrol.jpg (02.05.2010)

http://www.siempelkamp.de/index.php?id=713&newsid= 122 (03.05.2010)

Zeitschrift ProMobil, Sept.2009

http://img.nauticexpo.de/images_ne/photo-g/glasfaserge webe-kontinuierliche-mat-192141.jpg (01.04.2010)

Alle anderen in der Arbeit nicht als nummerierte Abbildung definierten Skizzen, Renderings, Fotos und Grafiken wurden von der Diplomarbeitsgruppe selbst erstellt.

Abb. 7.14: Sandwich Abb. 7.15: Polystyrol

Abb. 7.16: Papierwaben

Abb. 7.17: GFK-Formbauteil Abb. 7.18: Glasfasermatte

343


13.2 Quellenverzeichnis Bücher/Zeitschriften/CD-ROM:

Internet:

Dethleffs CD-ROM, 2010

http://animalrace.uni-ulm.de http://bellutti.at http://c0388982.cdn.cloudfiles.rackspacecloud.com http://caravantimes.files.wordpress.com http://caravanuutiset.com http://data.motor-talk.de http://de.academic.ru http://de.kioskea.net http://de.wikipedia.org http://diewerkbank.com http://freepages.misc.rootsweb.ancestry.com http://his2.dethleffs.de http://home.arcor.de http://img.nauticexpo.de http://img1.auto-motor-und-sport.de http://karl.camping-brugger.de http://lh3.ggpht.com http://p.webwombat.com.au http://plansforateardroptrailer.com http://s.ngeo.com http://slkn.files.wordpress.com http://tinyhouseblog.com http://transindiansafaris.files.wordpress.com http://trendever.blogspot.com http://upload.wikimedia.org http://wallpaper-s.org http://widescreen.dpiq.org http://widescreenwallpapers.org http://www.3d-mediadesign.de http://www.3dpowerstore.de http://www.abc-matratzen.de http://www.adventuremedia4u.de http://www.airstream-germany.de http://www.alde.se http://www.autodesk.de

Erlhoff, Michael; Marshall, Tim (Hrsg.): Wörterbuch Design. Begriffliche Perspektiven des Design. – Basel: Birkhäuser Verlag AG, 2008. Zeitschrift ProMobil, Sept.2009 Zeitschrift REISEMOBIL Sept 2009 Werbekataloge von Reisemobilherstellern wie Dethleffs, Hymer, Knaus, Westfalia, Carthago, LMC, Concord oder Rapido.

344


http://www.autoevolution.com http://www.auto-news.de http://www.biologie-digital.de http://www.bischofberger-motorcaravan.de http://www.campingforum.at http://www.campingnews.info http://www.caravan.ch http://www.caravan-museum. http://www.chromjuwelen.com http://www.coroflot.com http://www.dewaisol.ch http://www.energieleben.at http://www.evans-electric.com.au http://www.flickr.com http://www.floridanature.org http://www.fotocommunity.de http://www.frankia.de http://www.fritzsche-online.net http://www.fussbodenheizung-fliesenheizung.de http://www.gdkmbh.de http://www.golittleguy.com http://www.hansa-computer.de http://www.hymer.com http://www.lifepr.de http://www.lmc-caravan.dk http://www.m5board.com http://www.mtsc.com.tw http://www.myrideisme.com http://www.oldiecaravan.de http://www.planetarium-hamburg.de http://www.reflektion.info http://www.reisemobil-international.de http://www.roz.at http://www.safer-neighbourhoods.co.uk http://www.scottishcaravanner.co.uk http://www.sds-production.de http://www.seriouswheels.com

http://www.siempelkamp.de http://www.skdesign-koeln.de http://www.softguide.de http://www.solarserver.de http://www.soldron.de http://www.tabbert.de http://www.teamdochnoch.de http://www.truma.com http://www.tuvie.com http://www.uptodatedesign.com http://www.vintagebus.com http://www.vw-bulli.de http://www.warmupdeutschland.de http://www.westfalia-van.de http://www.wohnbus.ch http://www2.dethleffs.de http://z.about.com

345


Camping 360°