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50 Jahre Bayerische Herdbuchgesellschaft f端r Schafzucht e.V. 1958 - 2008

Chronik der bayerischen Schafzucht


50 Jahre Bayerische Herdbuchgesellschaft für Schafzucht e.V. 1958 – 2008

Bronzeplastik vom Merinolandschafbock W 242 , Begründer der bayer. Merinolandschafzucht, Züchter Gutspächter Müller, Wöllriederhof, Besitzer Karl Pabst, Burgstall

Chronik der bayerischen Schafzucht


Impressum: Herausgeber: Bayerische Herdbuchgesellschaft für Schafzucht e.V. Haydnstr. 11, 80336 München, Tel. 089-536227, Fax 089-5438596 E-Mail BHG-Schafzucht@t-online.de - Internet: www.alpinetgheep.com Redaktion:

Hans Chifflard, Ringstraße 6, 93095 Hagelstadt Dr. Christian Mendel und Max Wagenpfeil, Bayer. Landesanstalt für Landwirtschaft, Institut für Tierzucht, Prof.-Dürrwaechter-Platz 1 85586 Poing-Grub unter Mitarbeit von: Albert Steiner und Kerstin Tautenhahn, Bayer. Landesanstalt für Landwirtschaft, Institut für Tierzucht, Prof.-Dürrwaechter-Platz 1, Erstautor: Hans Chifflard 85586 Poing-Grub Wolfgang Zindath und Hildegard Mair Bayerische Herdbuchgesellschaft für Schafzucht e.V., Haydnstr. 11, 80336 München Gottfried Prantl und Raimund Walter (+), Bayer. Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft u. Forsten, Ludwigstr. 2, 80535 München

Bildnachweis: Bronzefigur des Landesverbands Bayerischer Schafzüchter: Titelbild Archiv für Hausforschung des Instituts für Volkskunde München: Abb. 1 Archiv des Landesverbands Bayerischer Schafzüchter: Abb. 2, 5 Dr. Herbert Doehner: Abb. 3 Michael Schlamp: Abb. 4 Josef Ternes: Abb. 6 Wenzel Fischer: Abb. 7 Karl Angermeier: Abb. 8 Georg Palme: Abb. 14 Willi Dunz: Abb. 10, 12, 15, 28, 31-33, 41, 42, 45 Max Wagenpfeil: Abb. 16 – 18, Seite 75 rechts, 81 unten, 85 oben, 90, 96 rechts, 106, 109 unten, Anna Nagel: Abb. 26-27 Alois Bogenrieder: Abb. 29 Archiv Thüringer Schafzuchtverband: Abb. 30 BBV-Pressestelle: Abb. 40 Karin Grasegger: Abb. 44 Josef Aschauer: Abb. 46 Josef Ehrmann: Abb. 50 Dr. Max Burgkart: Seite 79 rechts Kerstin Tautenhahn: Seite 87 rechts Raimund Walter: Seite 97 links Bauernhofmuseum Illerbeuern: S. 102 Robert Biehunko: Seite 108 oben Dr. Christian Mendel: restliche Abb. 1. Auflage: Druck:

Oktober 2009 Kössinger AG, Fruehaufstraße 21, 84069 Schierling, Tel.: 09451/499-0, E-Mail: info@koessinger.de – Internet: www.koessinger.de


50 Jahre Bayerische Herdbuchgesellschaft für Schafzucht e.V. 1958 - 2008 Chronik der bayerischen Schafzucht

1. Grußworte

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2. Geschichte der Schafzucht a) Aufbau der organisierten Schafzucht bis 1945 b) Wiederaufbau und Strukturwandel 1945 bis 1958

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3. Bayerische Herdbuchgesellschaft für Schafzucht

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4. Zuchtarbeit a) Entwicklung der Zucht b) Leistungsprüfungen c) Führung des Zuchtbuches d) Zuchtwertschätzung e) Preisrichter

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5. Geschichte der Rassen a) Merinolandschaf b) Fleischschafrassen c) Bergschafrassen d) Landschafrassen e) Milchschaf

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6. Beschreibung der Schafrassen

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7. Anhang Werbung a) Vorsitzende b) Zuchtleiter c) Ausschuss- und Vorstandsmitglieder d) Verbandspersonal, Werbung e) Staatliches Personal in der Schafzucht f) Ehrenmitglieder g) Bayerische Schaforganisationen h) Totengedenken

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Grußworte Grußwort vom Bayerischen Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Als bayerischer Landwirtschaftsminister und Schirmherr der Festveranstaltung zum 50-jährigen Jubiläum der Bayerischen Herdbuchgesellschaft für Schafzucht heiße ich alle Züchter, Besucher und Gäste aus dem In- und Ausland sehr herzlich willkommen. Die traditionsreiche bayerische Schafzucht hat sich bis heute sehr erfolgreich behauptet. Sie steht heute für marktkonforme Lammfleischerzeugung, effiziente Landschaftspflege und Erhaltung der Biodiversität. Unsere Schafzüchter sind wegen ihrer engagierten Zuchtarbeit auf örtlichen und überregionalen Schauen sowie auf heimischen Auktionen und bundesweiten Elitemärkten erfolgreich. Dies sind auch die Verdienste der vor 50 Jahren gegründeten, eigenständigen Bayerischen Herdbuchgesellschaft für Schafzucht e.V.. Ihr gratuliere ich herzlich zu diesem Jubiläum. Die Zuchttierschau mit 300 Zuchtschafen aus 27 Rassen zeigt eindrucksvoll den heutigen Leistungsstand und die Vielfalt der bayerischen Schafzucht sowie einen Rückblick auf die langjährige züchterische Entwicklung: Wirtschaftlich bedeutende Rassen zur Produktion von Lammfleisch, wie das Merinolandschaf, wurden weiterentwickelt. Vom Aussterben bedrohte heimische Schafrassen erhielt die Bayerische Herdbuchgesellschaft mit ihrer Zuchtarbeit. Die seit 1976 von der Bayerischen Staatsregierung gezahlten Prämien zur Förderung der vom Aussterben bedrohten Rassen haben diese Bestände nun stabilisiert und damit die genetische Vielfalt unserer heimischen Nutztiere gesichert. Bayern war es immer ein Anliegen, die heimische Schafzucht wegen ihrer positiven Wirkung zu unterstützen – und wir werden dies auch künftig tun. So werden die Fachberater und der staatliche Zuchtleiter gestellt. Die Stationsprüfung in Grub, ehemals in Triesdorf, trägt seit Jahren dazu bei die Wirtschaftsrassen an die Märkte anzupassen. Der Bayerischen Herdbuchgesellschaft für Schafzucht e.V. wünsche ich eine gelungene Festveranstaltung und weiterhin eine erfolgreiche Arbeit zum Wohle der bayerischen Schafhaltung; nicht nur damit Bayern das schafreichste Land in Deutschland bleibt.

Helmut Brunner Bayerischer Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

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Grußworte Grußwort vom Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes und des Bayerischen Bauernverbandes Als Präsident des Deutschen Bauernverbandes sowie des Bayerischen Bauernverbandes gratuliere ich der Bayerischen Herdbuchgesellschaft zu seinem 50-jährigen Bestehen ganz herzlich. Für den Berufsstand gehört die Schafzucht und -haltung untrennbar zur Landwirtschaft. Daher war und ist uns die enge Zusammenarbeit mit den Schafzuchtverbänden ein ganz besonderes Anliegen. Ich weiß um die z.T. großen Sorgen und Schwierigkeiten, mit denen sich derzeit die Schafzucht und Schafhaltung insgesamt plagen muss. Hier haben und werden wir den Schafzuchtverbänden und auch die Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände als Dachverband unterstützen. Das 50-jährige Bestehen möchte ich insbesondere zum Anlass nehmen, der Bayerischen Herdbuchgesellschaft für die exzellente Verbandsarbeit und Zuchtberatung zu gratulieren. Sicherlich sieht sich Bayern aufgrund der höchsten Schafzahl in Deutschland in einer ganz besonderen Verantwortung. Zuchtschafe aus Bayern mit ihrem hohen züchterischen Leistungsniveau gehören bei fast allen Landwirtschaftsausstellungen selbstverständlich zu den Ausstellungstieren. Dies sollte und muss auch so bleiben. Betreut werden eine Vielzahl von unterschiedlichen Schafrassen; eben so wie es für die jeweilige Region und Haltungsform am besten passt; doch alle mit dem gleichen Ziel: extensive Landschaftspflege mit dem gleichzeitigen Angebot von hervorragendem Lammfleisch und Schafmilch sowie deren Verarbeitungsprodukte. Sie können alle stolz auf die ehemaligen und amtierenden Vertreter im Vorstand und Geschäftsstelle der Bayerischen Herdbuchgesellschaft sein. Gute und schwere Zeiten wurden meisterlich überwunden; alle Anstrengungen zum Wohle der hiesigen Schafzüchterinnen und Schafzüchter und letztendlich zum Wohle des ländlichen Raumes. Ich wünsche dem Vorsitzenden, dem gesamten Vorstand und der Geschäftsstelle weiterhin viel Erfolg in der Verbandsführung und allen Schafzüchterinnen und -züchtern für die Zukunft interessante Absatzmärkte. Der Bayerische Bauernverband sowie auch der Deutsche Bauernverband werden Sie in Ihren Anliegen bestmöglich unterstützen. Ihr

Gerd Sonnleitner Präsident des Deutschen Bauernverbandes Präsident des Bayerischen Bauernverbandes

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Grußworte Grußwort vom 1. Vorsitzenden der Bayerischen Herdbuchgesellschaft für Schafzucht e.V. und des Landesverbandes Bayerischer Schafhalter e.V. Herzlich willkommen in Dettelbach und Geiselwind! Gemeinsam wollen wir das 50-jährige Bestehen der Bayerischen Herdbuchgesellschaft für Schafzucht feiern. Unsere Züchter haben 300 Tiere aus 27 Rassen für dieses Fest vorbereitet und bieten Ihnen damit eine Schau der Superlative. Die präsentierten Tiere sind das Ergebnis jahrelanger, planmäßiger Zuchtarbeit in den Betrieben, aber auch der behutsamen Lenkung und Unterstützung durch Herdbuchgesellschaft und Staat. So zeichnet der Zuchtverband verantwortlich für die Führung der Zuchtbücher von mittlerweile 35 Rassen, für die Durchführung und Auswertung von Leistungsprüfungen, für die Durchführung der Absatzveranstaltungen. Der Freistaat Bayern unterstützt und fördert die Schafzucht durch die Bereitstellung des Zuchtleiters, der staatlichen Beratung, der Prüfstation in Grub, durch Fördermittel für die Organisation, für die Aufzucht von Zuchtböcken, für das Halten gefährdeter Rassen. An die Adresse Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten geht deshalb als erstes ein herzliches Dankeschön für die gewährte Förderung und Unterstützung. Ebenso bedanke ich mich bei der Zuchtleitung, der staatlichen Beratung und unserem Personal in der Geschäftsstelle für das oft über das Notwendige hinausgehende Engagement, bei den Züchtern für Idealismus, Kooperation und Verbandstreue und, nicht zuletzt, ganz herzlich bei allen, die an der Vorbereitung und Durchführung dieser Festveranstaltung mitgewirkt haben und mitwirken. Als Vorsitzender des Landesverbandes Bayerischer Schafhalter e.V. beglückwünsche ich die Bayerische Herdbuchgesellschaft für Schafzucht zu ihrem 50-jährigen Bestehen. Hervorgegangen aus dem Landesverband erfüllt sie ihre ureigenste Aufgabe, die bayerische Landeszucht mit reinrassigen, geprüften Zuchttieren zu versorgen, hervorragend. Insbesondere dem stets intensiv gepflegten Kontakt von Herdbuchzucht und Landeszucht ist es zu verdanken, dass nicht „am Kunden vorbeiproduziert wird“, sondern vielmehr die meist wirtschaftlich begründeten Forderungen aus der Praxis, rasch Niederschlag in der Zuchtarbeit finden. Wir bedanken uns deshalb beim Zuchtverband und seinen Mitgliedern für 50 Jahre gute Zusammenarbeit, die große Flexibilität in der Zuchtarbeit und das breit gefächerte Angebot leistungsgeprüfter Zuchtböcke nahe am „Verbraucher“. Ich wünsche der Festveranstaltung, heute und morgen, einen guten Verlauf, den ausstellenden Züchtern, den Organisatoren und Mitwirkenden den wohlverdienten Applaus, uns allen ein paar Stunden Freude und Besinnung.

Christian Schleich 1. Vorsitzender der Bayerischen Herdbuchgesellschaft für Schafzucht e.V. 1. Vorsitzender des Landesverbandes Bayerischer Schafhalter e.V.

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Grußworte Grußwort vom Vorsitzenden der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände e.V. (VDL) Es gibt nicht viele Zuchtverbände, die auf ein 50-jähriges Bestehen zurückblicken können. Aber in diesem Jahr können wir der Bayerischen Herdbuchgesellschaft zu diesem Jubiläum gratulieren! 50 Jahre Bayerische Herdbuchgesellschaft! Das bedeutet 50 Jahre erfolgreiche Zuchtarbeit, 50 Jahre Unterstützung und Förderung der Schafhaltung in allen anfallenden Fragen, 50 Jahre Interessenvertretung gemeinsam mit dem Landesverband und in enger Zusammenarbeit mit der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände. Im Wandel der Zeit, oftmals unter widrigen Umständen, konnte die Bayerische Herdbuchgesellschaft seinen Mitgliedern immer einen Anlaufpunkt bieten. Trotz des Strukturwandels ist und bleibt die Schafzucht und -haltung wichtiger Bestandteil der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung und genießt ein sehr positives Image in der Öffentlichkeit. Daher ist die Politik gefordert, die Zuchtarbeit als Basis einer erfolgreichen Tierhaltung weiterhin zu stärken und auch zu unterstützen. Zuchtarbeit ist praktizierter Tier und Verbraucherschutz und sollte daher trotz Reform des Tierzuchtgesetztes auch nach 2013 von der Landesregierung unterstützt werden. Die bisherigen und amtierenden ehren- und hauptamtlichen Vertreter der Bayerischen Herdbuchgesellschaft, aktuell unter dem Vorsitzenden Herrn Christian Schleich, dem Herdbuchführer Herr Wolfgang Zindath und der Zuchtleiter Herr Dr. Christian Mendel, verdienen unseren besonderen Respekt, Hochachtung und Dank für ihre Einsatz, Initiativen und Ideen, mit denen sie sich den Anforderungen und Problemen der heutigen Schafzucht und -haltung stellen. Die VDL möchte auch die Gelegenheit nutzen, für die stetige Bereitschaft zur Ausrichtung von Schauen und Absatzveranstaltungen sowie die vorbildliche Zucht- und Beratungsarbeit zu danken. Sie haben damit über die Jahrzehnte einen großen Beitrag zum Wohle der Schafzucht in Bayern und im gesamten Bundesgebiet geleistet. Zuchtschafe aus Bayern sind auch in anderen Ländern der Welt sehr gefragt; ein Verdienst der bayerischen Züchter und des Zuchtverbandes. Die VDL spricht der Bayerischen Herdbuchgesellschaft ihre herzlichsten Glückwünsche zum 50-jährigen Jubiläum aus. Wir wünschen weiterhin viel Erfolg in der Verbandsarbeit und freuen uns auf eine Fortsetzung der guten Zusammenarbeit.

Carl Lauenstein Vorsitzender der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände e.V. (VDL)

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Geschichte der Schafzucht 2. Geschichte der Schafzucht a) Aufbau der organisierten Schafzucht bis 1945 Das Schaf ist eines der ältesten, vielseitigsten und anpassungsfähigsten Nutztiere. Tacitus schreibt 98. n.Chr. in seinem Werk „Germania“: „Die Schafe Germaniens sind klein und unansehnlich, dennoch wird schon die Wollenweberei betrieben.“ In der römischen Stadt Cambodunum (Kempten) wurde ein Widderkopf am Griffende einer Schale aus der Mitte des 1. Jhr. n. Chr. gefunden, welche auf die Bedeutung der Schafzucht hinweist. Im 12./13. Jahrhundert traten die Klöster hinsichtlich der Schafhaltung und der Verarbeitung von Wolle in Konkurrenz. Insbesondere die Zisterzienser befassten sich damit. In Weihenstephan und Oberschönenfeld lässt sich 1146 eine Klosterweberei nachweisen. Während die bäuerliche Schafhaltung in Bayern schon seit uralten Zeiten existent war – wie älteste Abgaben- und Gebührenordnungen beweisen – entwickelte sich aufgrund der Nachfrage nach Wolle eine feudale Schafhaltung mit dem Ziel, Wolle in großem Umfang als Handelsware zu erzeugen. Im Mittelalter war die Schafhaltung ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für Gewerbe und Handel – dokumentiert durch die Zünfte der Tuchmacher und Loderer. In München gab es um 1500 60 Tuchmacher und 70 Loderer. Zur Zunft gehörten 2.000 Beschäftigte. München hatte damals 12.000 Einwohner. In der Schafhaltung stand seit dem Hochmittelalter bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts die Erzeugung der Wolle im Vordergrund. Bis ins 20. Jahrhundert wurden fast auf jedem Hof im Alpengürtel Schafe wegen des Eigenbedarfs an Wolle gehalten. Aus der Wolle wurden Kleidungsstücke und vor allem gewalkte Hosen für die Holzarbeiter im Winter hergestellt.

Abbildung 1: Waldschafherde vor dem Hirtenhaus in Lindberg (Lkr. Regen), um 1920. Titelfoto der Broschüre: "Waldschafe und ihre Welt" v. Martin Ortmeier, Walter Peschl, Reiner Seibold, erschienen 1992, Freilichtmuseum Finsterau. Archiv f. Hausforschung des Inst. für Volkskunde, München

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Geschichte der Schafzucht Ein bedeutender züchterischer Wandel tritt in Deutschland ab Ende des 18. Jahrhunderts mit der Einfuhr von Merinos aus Spanien ein, und damit die Wertschätzung für feinere Wollen. Deutschland war bis in die 1860er-Jahre das wichtigste Wollausfuhrland der Welt. Im Jahr 1861 besaß Deutschland 28 Millionen Schafe. Bayern hatte im Jahr 1863 einen Schafbestand von 1.977.893 (siehe Tabelle 1). Tabelle 1: Schafbestände in Bayern 1810 bis 1918.

Jahr 1810 1863 1900 1910 1918

Schafe insgesamt 1.007.428 1.977.893 743.848 629.505 591.647

Mit der Einführung der Dreifelderwirtschaft durch Albrecht Thaer (1752-1828) verbesserten sich die Bedingungen für die Schafhaltung trotz des Wegfalls der Brachen aufgrund vermehrter Erzeugung von Winterfutter. Der Pferch, oft einziges Düngemittel, gewann zunehmend an Bedeutung, da gepferchtes Ackerland wesentlich höhere Erträge abwarf. 1825 wurde in Schweinfurt der erste Schafmarkt in Bayern abgehalten. Bereits im Jahre 1830 gründete sich in Nürnberg ein Schafzüchterverein. 1863 errichtete das Kreiskomitee von Unterfranken in Thüngen die erste Schäferschule. Markgraf Alexander gründete 1788 in Triesdorf die erste Schäferschule, die aber später wieder eingegangen ist und 1864 wieder neu eingerichtet wurde. Am 18.3.1884 wurde in Augsburg der erste Zuchtwiddermarkt veranstaltet. 1887 fand in Frankfurt die erste DLG-Ausstellung statt. Am 12.2.1905 organisierten führende mittelfränkische Züchter in Burgbernheim auf überregionaler Basis den „Verband zur Hebung und Veredelung der Frankenschafzucht“ mit dem Sitz in Gunzenhausen. Dieser erhielt am 20.2.1908 durch die DLG die Anerkennung als Zuchtverband mit einem Mitgliederstand von 63 Schafzüchtern. Am 13. Februar 1906 gründete sich in Würzburg der „Verband Süddeutscher Schäfereibesitzer“, der 1916 schon 3.340 Mitglieder aus Baden (192), Bayern (1.298), Hessen (175), Württemberg (1.305) und Elsaß-Lothringen (109) hatte, sich aber in erster Linie nur mit wirtschaftlichen Fragen beschäftigte. In den folgenden Jahrzehnten wurde an der Verbesserung und Erhaltung der Schafzucht gearbeitet, wie die Herausgabe der Süddeutschen Schäfereizeitung im Jahr 1911 und des Süddeutschen Schäfereikalenders im Jahr 1912 belegen. Trotzdem verringerte sich in Bayern der Schafbestand bis zum Jahr 1913 bis auf 473.634 Stück.

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Geschichte der Schafzucht Der Mangel an Nahrungsmitteln in den letzten Jahren des Ersten Weltkrieges zwang die Verantwortlichen der Verwaltung und Wirtschaft für die vernachlässigte heimische Schafzucht etwas zu tun. Auf Anregung des Kgl. Staatsministerium des Innern fand am 28. Dezember 1917 in München unter Vorsitz des K. Landinspektors für Tierzucht, Ministerialrat Dr. Attinger, eine wichtige Vorbesprechung über Maßnahmen zur Förderung der Schafzucht in Bayern statt. Auf Veranlassung des Kgl. Staatsministerium des Innern wurde bereits am 22. Januar 1918 eine Versammlung einberufen und der Landesverbandes Bayerischer Schafzüchter gegründet. Über 200 Personen aus den verschiedenen Behörden, Organisationen und der Industrie nahmen daran teil. Abbildung 2: 12. Bayerische Landesschafschau 16. - 18. April 1926 in München. "Jungböcke mit ersten Preisen". Quelle: S. 76 der Festschrift zum 40jährigen Bestehen des Landesverbandes Bayerischer Schafzüchter.

In den folgenden Monaten folgte in allen Kreisen die Gründung von Kreisschafzuchtverbänden, die wiederum Bezirks- und Ortsvereinigungen aufbauten, so dass bald ein dichtes Netz von Züchter- und Interessengruppen existierte. Am 3. April 1918 wurde der Landesverband mit Entschließung des Kgl. Staatsministerium des Innern Nr. 6231 a 39 als Züchtervereinigung anerkannt und die Satzung genehmigt. Diesem jungen Verband wurden folgende Maßnahmen als vordringliches Arbeitsprogramm empfohlen: - Zusammenschluss der bayerischen Schafzüchter, - Vertretung ihrer Interessen gegenüber Behörden, Industrie und Handel, - Einleitung züchterischer und wirtschaftlicher Maßnahmen, - Erhaltung und Neuerschließung von Schafweiden, - Einrichtung einer Schäferschule, - Veranstaltung von Schafschauen, - Einrichtung von Wollmärkten. Am 8. April 1919 wurde die erste Vorstandschaft gewählt: - 1. Vorsitzender: Domänenpächter Ök.-Rat Friedrich Reitz, Schwarzenberg - 2. Vorsitzender: Gutspächter Müller, Wöllriederhof - Hauptgeschäftsführer: Tierzuchtinspektor Dr. Assel, Nürnberg. Dem Landesverband gehörten zu diesem Zeitpunkt in acht Kreisverbänden 27 Stammzuchten, 379 Einzelzüchter, sieben Gemeinde- und Genossenschaftsschäfereien mit 1.673 Mitgliedern, 88 Kooperationen, 35 Freunde und Förderer der Schafzucht an.

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Geschichte der Schafzucht Die erste Landesbockschau mit Prämierung wurde am 19./20.3.1919 in Donauwörth abgehalten, es folgten Landesschauen in Nürnberg 1919 und Würzburg 1921, 1922 und 1929. Sie waren ein wichtiges Mittel zur Hebung der Landesschafzucht (Austausch, Erwerb guter Vatertiere, Wollkurse). Am 22. September 1919 wurde ein einheitliches Zuchtbuch herausgegeben. Die technische Leitung der Herdbuchaufnahmen und der Zuchtbuchführung lag in den Händen der Kreisverbände. Am 1. Juli 1920 verlegte der Verband die Geschäftsräume von Nürnberg nach München. Vom 7. bis 9. März 1921 fand in München der erste bayerische Wollkurs statt. Am 15. August 1925 wurde mit Entschließung 6313 a 39 des Staatsministeriums für Landwirtschaft dem Landesverband die einheitliche Körung und Zuchtbuchführung sämtlicher bayerischer Schafzuchtbestände übertragen. Damit war der Weg zu einer einheitlichen züchterischen Bearbeitung des ganzen bayerischen Zuchtgebietes geebnet. Im Jahr 1926 legte der Landesverband das Landesherdbuch an. Gleichzeitig wurden in allen bayerischen Herdbuchzuchten die Leistungsprüfung auf Wolle, Körpergewicht und Fruchtbarkeit eingeführt. Seit 1928 erfolgten in den Katalogen für Jungböcke Leistungsangaben. Es waren allerdings nur relative Leistungsangaben über Fruchtbarkeit, Körpergewicht und Wollleistung der Bockmutter. Am 13. September 1926 schlossen sich die Landesschafzuchtverbände der Süddeutschen Länder zur „Arbeitsgemeinschaft für die Zucht des Württemberger Schafes in Deutschland“ zusammen. Von diesem Zeitpunkt an wurde die Zucht des Deutschen veredelten Landschafes im gesamten süddeutschen Zuchtgebiet nach einheitlichen Grundsätzen durchgeführt. 1926 hatte der Landesverband 918 Mitglieder. Am 9. November 1927 wurde dem Landesverband mit Entschließung Nr. 6331 a 70 des Staatsministeriums für Landwirtschaft die Rechtsfähigkeit verliehen und am 6. März 1928 von der DLG als Züchtervereinigung anerkannt. Auf dem Gebiet der Schäferausbildung gab es große Fortschritte. Am 27. Juni 1927 wurden die „Grundbestimmungen über die Ausbildung und Prüfung von Schäfern“ und die Bestimmung „Auszeichnung von Schäfern“ des Landesverbandes von Seiten des Staatsministerium für Landwirtschaft genehmigt (Entschließung Nr. 6263 a 55). Vom 16. bis 21. Januar 1928 fand in Triesdorf der erste Schäferlehrgang statt. Die Schafbestände sanken auf Grund fallender Wollpreise (Wollpreis 1920: 3,60 RM – 1932: 0,82 RM) bis 1933 rapide ab. In der Zeit von 1918 bis 1933 gingen die Schafbestände in Bayern von 591.647 auf 335.000 (Verlust: 43 %) zurück.

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Geschichte der Schafzucht Mit der Gründung des „Reichsnährstandes“ am 19. September 1933 folgte die Neuorganisation der bayerischen Schafzucht. Alle Schafhalter mussten Mitglied des Landesverbandes werden. Mit staatlicher Hilfe wurde nicht nur das Deutsche veredelte Landschaf, sondern auch das Berg- und Rhönschaf gefördert. Im Jahr 1934 pachtete der Verband den „Reutberghof“ bei Gunzenhausen als Bockweide.

Abbildung 3: Bergamaskerschaf, Garmisch 1932, Bild von Dr. Doehner

Mit dem Reichstierzuchtgesetz vom 17. März 1936 und mit der darauf aufbauenden bayerischen Körordnung vom 24. Dezember 1936 wurde für alle männlichen Zuchttiere der Körzwang eingeführt. Wie stark sich diese Maßnahme ausgewirkt hat, geht daraus hervor, dass noch im Jahre 1935 in Bayern nur 335 Schafböcke zu den Hauptkörungen aufgetrieben, während 1937 bereits 4.299 Schafböcke der Körkommission vorgestellt wurden. Ab 1939 durften Jährlingsböcke nur noch gekört werden, wenn beide Elterntiere leistungsgeprüft waren und von Herdbuchtieren abstammten. Die Absatzveranstaltungen entwickelten sich aus den Landesbockschauen mit Prämierung. Traditionsgemäß fanden in den Frühjahrsmonaten bis 1942 in Ansbach, Bamberg, Donauwörth, Ingolstadt, Mühldorf, Regensburg und Würzburg Absatzveranstaltungen statt. Zum Auftrieb kamen von 1932 bis 1942 6.499 Böcke und verkauft wurden 5.793 Stück (89 %). Diese Zahlen betreffen ausschließlich das Deutsche veredelte Landschaf. Dazu kamen noch 139 Böcke des Deutschen Bergschafes aus drei Auktionen in Weilheim. Ab 1939 gab es bei den Auktionen die ersten Kataloge, in denen sich die Züchter - 12 -


Geschichte der Schafzucht und Käufer über die Leistungsergebnisse der Vorfahren und zur aktuellen Herdendurchschnittsleistung informieren konnten (gezielte Zuchtauswahl). Im Jahr 1933 umfasste der bayerische Schafbestand 334.995 Tiere. Fünf Jahre später bereits 588.490 Schafe und 1944 erhöhte er sich auf 698.902. Die Expansion der Schafhaltung im Dritten Reich bedeutete für den Landesverband erhöhte Leistungsanforderungen in der Zuchtbetreuung und –beratung. 17 Personen, vornehmlich Zuchtwarte, traten bis 1939 neu in den Dienst des Verbandes (u.a. Martin Zwick, Willi Dunz, Lehrschäfermeister Josef Wolpert, Hermann Pöschl). Vom 1. April 1938 bis 1945 hatte Dr. Hans-Oskar Diener das Amt des Zuchtleiters inne. Er übernahm es vom Geschäftsführer Dr. Max Miller.

Abbildung 4: Familie Nuber, Eberswang 1938, Urgroßeltern und Großmutter vom Merinolandschafzüchter Michael Schlamp, Eining, Bild von Michael Schlamp.

Der Staat legte die Preise für Zuchttiere sowie für Fleisch- und Wollprodukte fest (Bewirtschaftungszwang). Im Mai 1944 wurde die Geschäftsstelle an das Landwirtschaftsamt Gunzenhausen und ab Oktober 1944 auf den Reutberghof verlegt, während die Herdbuchabteilung von Mitte Februar 1944 bis August 1944 am Tierzuchtamt Donauwörth Quartier bezog, um anschließend ebenfalls nach Gunzenhausen und den Reutberghof überzusiedeln. Nach dem völligen Zusammenbruch der deutschen Staatseinheit und Wirtschaft im Jahre 1945 musste auch der Landesverband Bayerischer Schafzüchter in organisatorischer und wirtschaftlicher Hinsicht ganz von vorne anfangen.

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Geschichte der Schafzucht b) Wiederaufbau und Strukturwandel von 1945 bis 1958 Nach Kriegsende wurden personelle und organisatorische Umschichtungen notwendig. Am 6. Dezember 1946 fand im Sitzungssaal des Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten die erste ordentliche Mitgliederversammlung nach dem Kriege statt, einberufen vom 1. Vorsitzenden Güterdirektor Anton König, Kaltenberg (April 1945 bis 24.1.1950). Weitere Vorsitzende waren in dieser Zeit Johannes Frh. v. Gumppenberg, Pöttmes (24.1.1950 bis 9.4.1954) und Ernst Müller, München (9.4.1954 bis 22.3.1967). Das Amt des Geschäftsführers und fachlichen Leiter des Landesverbandes bekleidete Ministerialrat Dr. H. O. Diener vom 16.10.1947 bis 31.12.1965. Neben dem Tätigkeitsbericht wurde am 6.12.1946 die neue Satzung genehmigt und ein 10-köpfiger Verbandsausschuss gewählt.

Abbildung 5: „Austrieb aus dem Pferch (Herde Aigner, München)". Quelle: S. 50 der Festschrift zum 40-jährigen Bestehen des Landesverbandes Bayerischer Schafzüchter.

Im Dezember 1946 erhielt der Landesverband Bayerischer Schafzüchter vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten die Zulassung als Zuchtverband. Verbandszweck ist, durch wirtschaftliche und züchterische Förderung der Verwertung der Erzeugnisse aus der Schlachtung und Zucht im Verbandsgebiet der allgemeinen Landestierzucht und der gesamten Volkswirtschaft zu dienen.

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Geschichte der Schafzucht 1948 wurde der Landesverband Bayerischer Schafzüchter als einziger bayerischer Tierzuchtverband als Berufsverband anerkannt. Dies hatte steuerliche Vergünstigungen zur Folge. Die amtliche vereinsrechtliche Zulassung erhielt der Landesverband erst mit Entschließung Nr. 35364,9/I vom 26. Januar 1949 des Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. 1949 bestand der Verband aus 5.011 Einzelmitgliedern und 142 Gemeindeschäfereien. Infolge des Zusammenbruches der Wollpreise, eingeleitet durch die 1949 erfolgte Liberalisierung dieses Produktes, ungenügende Fleischpreise, größer werdende Weidenot, Aufgabe fast aller Kleinschafhaltungen und Reduzierung der Herdenhaltungen schrumpfte bis 1957 die Mitgliederzahl auf 2.253 Einzelmitglieder, 28 Gemeindeschäfereien und 18 Schäfervereine. Damit verbunden ist der Rückgang des Schafbestandes um 40 %, vor allem in der Zeit von 1949 bis zum Tiefpunkt 1968 (siehe Tabelle 2). Tabelle 2: Schafbestand in Bayern 1948 – heute (ab 1999 werden die Lämmer mitgezählt).

Am 31. März 1948 wurde erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Wöllriederhof bei WürzburgRottendorf wieder eine Landesbockversteigerung durchgeführt. 140 ausgewählte Jungböcke wurden aufgetrieben und davon 120 Böcke (85,8 %) in die herdbuchfähigen Zuchtwertklassen (Ia, IIa und IIb) eingereiht. Die altbewährte Zucht Pabst, Burgstall, stand an der Spitze. Jahr 1948 1958 1968 1978 1988 1999 2008

Schafbestand 569.843 246.112 159.557 293.873 340.804 465.736 429.500

Schafhalter 136.745 10.802 5.790 15.013 14.577 9.116 7.452

Die Zuchtleitung gab nach Abschluss der Verkaufssaison 1948 folgenden Rat an die Züchter: „Auktionen sind züchterische Versteigerungen. Käufer und Körkommission wollen nicht zu mastige Jungböcke sehen. Böcke sollen gut gefüttert, aber nicht gemästet sein! Bei den Absatzveranstaltungen sollen in erster Linie züchterische und in zweiter Linie kaufmännische Gesichtspunkte vorherrschen!“ Am 3. Dezember 1948 versammelten sich in Donauwörth 65 Stamm- und Vorbereitungszüchter des Landesverbandes mit dem Ziel, eine eigene Herdbuchabteilung innerhalb des Landesverbandes zu gründen. Steuerrechtliche Gründe waren dafür ausschlaggebend. Gleichzeitig wurde bei dieser Gelegenheit beschlossen, die „Grundregel für die Aufnahme und Durchführung von Vorbereitungszuchten und Stammzuchten in Bayern“ in Kraft zu setzen. Sie war eine bindende Verpflichtung zur Zuchtarbeit, die sich die Mitglieder freiwillig auferlegten. Folgende Beschlüsse wurden gefasst: - die Sicherstellung der Futtergrundlage in einem Zuchtbetrieb soll durch möglichst langfristige Pachtverträge nachgewiesen werden,

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Geschichte der Schafzucht -

Böcke, deren Mütter keine Herdbuchabstammung nachweisen können, dürfen nicht in Vorbereitungs- und Stammzuchten eingesetzt werden, Züchter sind verpflichtet, mit der vom Landesverband aufgestellten Schurkolonne zu scheren (Schurtermin innerhalb drei Wochen), das Abdecken von Böcken vor der Versteigerung ist unzulässig, die Anerkennung von Stammzuchten übernimmt eine Kommission des Landesverbandes, Sicherstellung der Identität der Jungböcke in Herdbuchbetrieben nur durch „Sprung aus der Hand“, kein „Klassensprung“.

Auf dieser Grundregel aufbauend, wurde am 29. Januar 1954 durch die Mitgliederversammlung der Herdbuchabteilung die erste Satzung erlassen, die alle Bestimmungen des Landwirtschaftsministerium und der DLG berücksichtigte. Zu den Dienstaufgaben der Schafzuchtberater zählte damals, die einwandfreie Führung der Stallbücher zu gewährleisten. Die Anerkennung eines Zuchtbetriebes gibt dem Besitzer nicht nur das Recht zum Verkauf körfähiger Vatertiere, sondern verpflichtet ihn auch zu einer ordnungs- und sachgemäßen Leitung und Weiterentwicklung der Herde.

Maßgebend für den Mitgliedsbeitrag ist die Zahl der anlässlich der Schur geprüften Tiere. Mit dieser Gebühr sind die Kosten für die Durchführung der Leistungsprüfungen, der Lämmertätowierungen, Ritteinteilung und sonstiger Zuchtberatungen abgegolten. Die erstmalige Besichtigungsgebühr von 100.- DM sowie die Grundgebühr zur Herdbuchaufnahme von 25.- DM wurden bei den Rhön- und Bergschafzüchtern nicht erhoben. Die Verkaufsprozente für Böcke (Absatzveranstaltung, Stallverkauf) betragen 3 % der Verkaufssumme.

Abbildung 6: Josef Ternes (Gutsschäfer in der Thüngenschen Gutsschäferei. Hier in Thüngen auf dem Gutshof vor dem Schafstall. 1950er / 60er Jahre. Bild von Josef Ternes

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Geschichte der Schafzucht Ein stetes Anliegen aller Herdbuchzüchter war es, der Landeszucht nur gesunde Zuchttiere zu verkaufen. Auf der Mitgliederversammlung der Herdbuchabteilung wurde daher beschlossen, dass jeder Züchter Mitglied des Herdenüberwachungsdienstes sein muss. 1947 hat der Landesverband den Herdengesundheitsdienst geschaffen und im Jahr 1949 den Herdenüberwachungsdienst. Der erste Ausschuss der Herdbuchabteilung setzte sich zusammen aus Direktor Anton König (1. Vorsitzender), Karl Pabst (2. Vorsitzender), Christian Schleich, Ernst Müller, Johann Lohner, August Hahn, Hans-Ulrich Hutten und Anton Mannes. Im Laufe der Jahre wurde die Zahl der Versteigerungen der Nachfrage entsprechend erhöht auf sieben Versteigerungsorte (Mühldorf, Bamberg, Regensburg, Ansbach, Ingolstadt sowie zweimal jährlich Würzburg und Donauwörth). Abbildung 7: Blaue Gumpe im Raintal mit Schafhirten um 1955, Bild von Wenzel Fischer

Von 1926 bis 1. Januar 1958 wurden in das Herdbuch des Landesverbandes Bayerischer Schafzüchter e.V. 6.478 Böcke und 53.075 Schafe aufgenommen und auf Leistung und Vererbung geprüft. In den Jahren von 1918 bis 1957 gingen aus den Herdbuchzuchten des Landesverbandes 17.242 Zuchtböcke in die breite Landeszucht. Sie waren die Grundlage für Leistungssteigerungen in der bayerischen Schafzucht (siehe Tabelle 3). Tabelle 3: Gekörte und verkaufte Zuchtböcke 1918 – 1957.

Jahrzehnt 1918 - 1927 1928 - 1937 1938 - 1947 1948 - 1957 insgesamt

gekörte Böcke 1.044 2.771 9.023 6.991 19.829

verkaufte Böcke 503 2.201 8.788 5.750 17.242

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Bayerische Herdbuchgesellschaft für Schafzucht 3. Bayerische Herdbuchgesellschaft für Schafzucht Bei den zunehmenden Exportgeschäften hatte sich als Nachteil herausgestellt, dass die Herdbuchabteilung juristisch gesehen nicht selbständig war. Sämtliche Exportgeschäfte mussten über den Landesverband Bayerischer Schafhalter abgewickelt werden. Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde am 4. Dezember 1958 in München von 21 Mitgliedern und Zuchtleiter Dr. Diener beschlossen, die bisherige Herdbuchabteilung des Landesverbandes in einen selbstständigen eingetragenen Verein: „Bayerische Herdbuchgesellschaft für Schafzucht e.V.“ umzuwandeln. Mit der Eintragung der Herdbuchgesellschaft beim Münchner Amtsgericht im Vereinsregister Bd. 50 Nr. 96 am 20. Januar 1959 und der Aushändigung der Urkunde am 28. Januar 1959 wurde dieser Beschluss vollzogen. In der Gründungsversammlung wurde die neue Satzung einstimmig angenommen. Darin heißt es: Die „Bayerische Herdbuchgesellschaft für Schafzucht e.V.“ erstreckt sich auf Bayern, besitzt die Rechtsfähigkeit, der Sitz ist in München und ist ein Zusammenschluss von Herdbuchzüchtern der in Bayern anerkannten Schafrassen zur Förderung der Herdbuchzucht dieser Rassen. Im Zuchtziel sind damals nur die Rassen „ Merinolandschaf“, „Deutsches Bergschaf“, „Rhönschaf“ und „Milchschaf“ beschrieben. Im Anhang als Bestandteil der Satzung sind besondere Bestimmungen zu den Betriebsvoraussetzungen, Züchtungsvorgängen, Leistungsprüfungen, zum Ritt, Stallbuch, Lämmertätowierung, Zuchtbeaufsichtigung und Tätigkeit der Herdbuchgesellschaft aufgeführt.

Auf der Tagesordnung stand auch die Wahl der Vorstandschaft und des Ausschusses. Zum 1. Vorsitzender wurde Anton König, Kaltenberg, gewählt (4.12.1958 bis 14.2.1964). Alle Vorsitzenden, Zuchtleiter, Ausschussmitglieder, Verbands- und Staatliches Personal sind im Anhang aufgelistet.

Abbildung 8: Wollbeurteilung, Zuchtleiter Dr. Kargl, Bildmitte, rechts Züchter Karl Angermeier, Mitte der 60 er Jahre. Foto: Karl Angermeier

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Bayerische Herdbuchgesellschaft für Schafzucht Die Herdbuchführung erfolgte bis Ende der 60er-Jahre in der handschriftlichen Form. Vor dem Zweiten Weltkrieg und kurz danach wurden die Daten der vier zugelassenen Rassen in große Bücher handschriftlich eingetragen (vergleiche Abbildung 24 und 25). Mit zunehmendem Umfang der Herdbuchtiere stellte man dann auf Karteiform um (siehe Abbildung 9). Der Züchter führte ein Stall- und Zuchtbuch mit den eingetragenen Herdbuchschafen. Die Daten des Stallbuches wurden in München in eine Kartei eingetragen und laufend ergänzt. Die Erstellung von Abstammungs- und Leistungsnachweisen geschah ebenfalls manuell.

Abbildung 9: Karteiblatt des Zuchtschafes T 792 der Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf, Vorderseite oben und Hinterseite unten.

Dieses System war für den Zuchtbetrieb und die Herdbuchgesellschaft eine sehr arbeitsund kostenintensive Angelegenheit, vor allem die Auswertung der Leistungsdaten und die Berechnung der Vergleichsdurchschnitte für die gesetzlich vorgeschriebene Zuchtwertberechnung bei Körungen von Jungböcken. Dazu kam noch die Organisation und Abwicklung von 12 Absatzveranstaltungen. Dies erforderte ein Umdenken in der Organisationsform der Zuchtbuchführung.

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Bayerische Herdbuchgesellschaft für Schafzucht In den Jahren 1969/70 wurde auf Anregung des Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten - beim Landeskuratorium der Erzeugerringe für tierische Veredelung in Bayern - erste Arbeiten zur Einführung der elektronischen Datenverarbeitung in der Bayerischen Herdbuchschafzucht aufgenommen. Anfang der 70er-Jahre wurde die Herdbuchführung für die Rasse Merinolandschaf auf EDV umgestellt. Nach und nach wurden alle Rassen in die EDV aufgenommen und im Jahre 1978/79 mit der Rasse Milchschafe abgeschlossen. Neben der Datenerfassung und Datenauswertung von Zuchtleistungsdaten hat die EDV einen weiteren nutzbaren und arbeitssparenden Effekt bei der Erstellung der Beitragsrechnung. Am Jahresende werden die Daten zur Anzahl der gehaltenen Herdbuchtiere, der Neuaufnahmen und Abgänge von der EDV für den jährlichen Mitgliedsbeitrag arbeitssparend ermittelt. Neben den bisherigen Haltungsformen entwickelte sich ab 1965 eine neue Nutzungsrichtung, die Koppelschafhaltung. Der Rückgang der Herdenhaltung und die Zunahme der Klein- und Koppelschafhaltung kennzeichnen den Strukturwandel in der Bayerischen Schafhaltung, der nicht ohne Einfluss und Auswirkung auf die Entwicklung der Herdbuchzucht war.

Abbildung 10: Elite-Bockversteigerung Würzburg 1954. Kat. Nr. 39, 541 HD, geb. am 27.10.1952. IbPreis Züchter: Hütten, Dächheim, Käufer: Hahn, Walkershofen. Preis: 3000.- DM, Bild v. W. Dunz

Der Landesverband Bayerischer Schafzüchter bzw. ab 1959 die Bayerische Herdbuchgesellschaft für Schafzucht legten von Anfang an größten Wert auf die Vermittlung guter Zuchtböcke auf Absatzveranstaltungen. Unterstützt wurden sie hierbei vom Bayerischen Staat, der von 1951 bis 2006 staatliche Ankaufsbeihilfen für wertvolle Zuchtböcke ge- 20 -


Bayerische Herdbuchgesellschaft für Schafzucht währte. Die Auktionen sind für die Wirtschaftlichkeit der Zuchtbetriebe eine wichtige Grundlage und für die Entwicklung der Zucht im Hinblick auf Leistungen wie Fruchtbarkeit, Woll-, Fleischqualität und Typentwicklung ein wichtiges Barometer. Diese Absatzveranstaltungen beeinflussen die breite Landeszucht über Leistungssteigerungen nachhaltig. Alljährlich fand ab 1948 eine Elite-Bockversteigerung in den Hallen der Deutschen Wollverwertung statt, die in den 60er-Jahren nach Würzburg bzw. Ansbach im Wechsel mit Ulm verlegt wurde. Mit der Veränderung der Struktur in der Schafhaltung ab 1965 änderten sich die Marktorte und der Auktionszeitpunkt. Für Merinoland-, Fleisch-, Berg- und Landschafe finden sie jetzt in den Winter-/Frühjahrsmonaten in Dettelbach, Wertingen, Zuchering, Miesbach, Straubing und Ansbach statt, im Herbst in Dettelbach, Altheim und Weilheim. In Miesbach, Straubing, Wertingen, Weilheim, Berching, Dettelbach und Altheim werden den Klein- und Koppelschafhaltern Auktionen an den Wochenenden angeboten. Marktorte bis Ende der 90-er Jahre/Anfang 2000 waren Würzburg, Donauwörth, Regen, Bamberg, Landshut, Buchloe, Mühldorf und Ingolstadt.

Abbildung 11: Katalogeintrag von Tier Nr. 36 der Elite-Schafbock-Versteigung am 25./26. März 1964 in Würzburg. Katalog von Dr. Diener.

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Bayerische Herdbuchgesellschaft für Schafzucht Bayerische Züchter beteiligten sich über Jahrzehnte erfolgreich an den Eliteveranstaltungen des Merinolandschafes, der Schwarzkopf- und Suffolkelite und an der gemeinsamen Rhön-/Coburger Fuchsschaf-Versteigerung in Hessen und Thüringen. Die Bayerische Herdbuchgesellschaft begann 2006 die Attraktivität der Märkte weiter zu steigern. Alle Käufer werden jährlich über ein eigenes Werbeschreiben zu Aktuellem und den Marktterminen informiert. Bei allen Auktionen erfolgt eine Prämierung und Vorstellung der besten Böcke einer Altersklasse. Für besonders teure Böcke erhalten die Käufer ein Werbegeschenk der Züchterorganisation. Obwohl der Export von Zuchtschafen wegen der häufig damit verbundenen höheren Kosten (Veterinärauflagen) und den fehlenden EU-Exporterstattungen beim Export in Drittländer ein schwieriges Unternehmen bleibt, unternimmt die Züchterorganisation große Anstrengungen, um auf diesem Gebiet im Geschäft zu bleiben. In den Jahren von 1951 bis 2009 exportierte die Bayerische Herdbuchgesellschaft für Schafzucht, soweit die Zahlen in den Unterlagen (Zucht-, Jahresbericht) zu finden waren, 1.236 Zuchtböcke und 11.484 Zuchtschafe in folgende Länder: Österreich, Griechenland, Schweiz, Italien, Serbien, Bosnien, Kroatien, Tschechien, Ungarn, Frankreich, Bulgarien, Slowenien, UdSSR, Portugal, Jugoslawien, Südafrika, Irak, Türkei, Großbritanien, Spanien, Israel, Südafrikanische Union, Brasilien, Polen, Ostzone, Argentinien und Rumänien. Das Hauptkontingent stellten die Merinolandschafe. Weitere Rassen waren das Schwarzköpfige Fleischschaf, Suffolk, Texel, Berg-, Milchschaf, Coburger Fuchsschaf und Graue Gehörnte Heidschnucke. Die bayerischen Züchter beteiligten sich von 1918 bis heute an vielen regionalen und überregionalen Ausstellungen und Zuchttierwettbewerben, konnten dabei große Erfolge und hohe Auszeichnungen erzielen, ein Beweis für die auf Qualität ausgerichtete Zuchtarbeit des Einzelnen und der Züchterorganisation. Die bayerischen Züchter haben es seit Bestehen einer organisierten Schafzucht verstanden, die Zuchtziele den jeweiligen betrieblichen und marktwirtschaftlichen Verhältnissen rasch anzupassen. Erlassene Tierzuchtgesetze und Verordnungen zum geregelten Vatertiereinsatz mit gleichzeitiger öffentlicher Unterstützung erleichterten den züchterisch notwendigen Anpassungsprozess, sicherten und erhöhten den wirtschaftlichen Erfolg.

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Zuchtarbeit 4. Zuchtarbeit a) Entwicklung der Zucht Im Gründungsjahr wurden nur die drei Rassen Merinolandschaf, Weißes Bergschaf und Rhönschaf züchterisch betreut. Am 1. Januar 1959 hatten 66 Zuchtbetriebe einen Gesamtzuchtbestand von 8.788 Tieren. Über all die Jahre behauptete sich das Merinolandschaf als unangefochtene Hauptrasse. Vor 50 Jahren hielten 55 Merinolandschafzüchter insgesamt 8.282 Zuchttiere, dies entsprach einem Anteil von 94 %. Heute werden von 32 Zuchtbetrieben insgesamt 5.790 gehalten, entsprechend einem Anteil von exakt einem Drittel des Tierbestandes.

Abbildung 12: Mutterschaf der Merinolandschafrasse. Besitzer und Züchter: Schleich, Kirchstockach. S 61, geb. 20.11.1945. DLG-Ausstellung Frankfurt 1950, 1h-Preis, Leistungen: W 3 / 4,8, K 3 / 65, L 4 / 2 / 2 Bild aufgenommen am 23.05.1950 von W. Dunz.

Das Milchschaf wurde in einem eigenständigen Landesverband der ostfriesischen Milchschafzüchter seit 1927 züchterisch bearbeitet und wurde erst 1969 in die Bayerische Herdbuchgesellschaft für Schafzucht eingegliedert.

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Zuchtarbeit Der starke Anstieg der Züchter ab Mitte der 60-er Jahre hatte folgende Gründe: - Bis zum Jahr 1964 wurden der Verein der Werdenfelser Bergschafzüchter und die Schafhaltervereinigung Laufen als eine Herdbuchzucht geführt, ab 1965 werden die Mitglieder einzeln gezählt, - Mitte der sechziger Jahre begann mit der Ausbreitung der Koppelschafhaltung der große Boom der Texelschafzucht, keine andere Rasse erlangte in so kurzer Zeit eine derartige Verbreitung. In den Folgejahren etablierten sich in regelmäßigen Abständen weitere Fleischschafrassen, in den 70-er Jahren vor allem das Schwarzköpfige Fleischschaf sowie das Blauköpfige Fleischschaf, in den 80-er das Suffolk, in den 90-er das Shropshire und im aktuellen Jahrzehnt das Dorper. Nach anfänglicher Begeisterung stagnieren die Fleischschafrassen auf niedrigerem Niveau. Mit Einführung der staatlichen Haltungsprämie im Jahr 1977 für einheimische, im Bestand gefährdete Schafrassen, beginnt der große Boom der Rassengruppe Berg- und Landschafe. Die acht geförderten Rassen Weißes und Braunes Bergschaf, Brillenschaf, Alpines und Krainer Steinschaf, Rhönschaf, Coburger Fuchsschaf und Waldschaf werden heute von 235 Zuchtbetriebe (Anteil von 62 % aller Zuchtbetriebe) gezüchtet mit insgesamt 8.640 Zuchttieren (50 % aller Zuchttiere). In den beiden Tabellen 4 und 5 sind die Entwicklung der Mitgliedsbetriebe und Anzahl Zuchttiere in den 50 Jahren seit Gründung der Bayerischen Herdbuchgesellschaft für Schafzucht dargestellt. Zur besseren Übersicht sind die Rassen in den beiden Tabellen genauso wie im Kapitel Schafrassen in Bayern nach fünf Rassegruppen geordnet: Merinolandschaf (1 Rasse) – Fleischschafe (11) – Bergschafe (11) – Landschafe (13) – Milchschaf (1). Zu den Wirtschaftsrassen zählen das Merinolandschaf, die Fleischschafe sowie das Milchschaf. Innerhalb der Rassengruppen sind die Rassen nach ihrer Bedeutung und verwandtschaftlichen Beziehung sortiert. Weitere im Zuchtbuch geführten, aber nicht in den Tabellen 4 und 5 aufgelisteten Rassen, sind Romanov (seit 1993) und Herdwick (seit 2009), die erst im Lauf des Jahres 2009 Zuchttiere eintragen ließen. Mittlerweile ohne aktive Züchter sind die Rassen Zackelschaf (Herdbuch seit 1994), Gotländisches Pelzschaf (seit 2001), Ouessant (seit 2003), Berrichon du Cher, Swifter und Poll Dorset (seit 2007).

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Zuchtarbeit Tabelle 4: Entwicklung der Mitgliedsbetriebe.

Rasse Merinolandschaf Schwarzköpfiges Fleischschaf Suffolk Texelschaf Merinofleischschaf Blauköpfiges Fleischschaf Weißköpfiges Fleischschaf Ile de France Weißes Alpenschaf Charollais Shropshire Dorper Weißes Bergschaf Braunes Bergschaf Schwarzes Bergschaf Brillenschaf Alpines Steinschaf Krainer Steinschaf Tiroler Steinschaf Montafoner Steinschaf Walliser Schwarznasenschaf Walliser Landschaf Juraschaf Rhönschaf Coburger Fuchsschaf Waldschaf Ciktaschaf Graue Gehörnte Heidschnucke Weiße Gehörnte Heidschnucke Weiße Hornlose Heidschnucke Bentheimer Landschaf Skudde Scottish Blackface Jakobschaf Soayschaf Kamerunschaf Milchschaf (weiß u. braun) Gesamt:

HB seit 1959 1969 1980 1990 2000 2009 1918 55 31 33 37 39 32 1969 30 35 30 16 1979 1 18 17 11 1965 81 37 23 12 11 1981 2 2 1977 4 3 2 3 1981 1 1 1996 2 2 1999 1 1993 1 1991 10 3 2001 8 1938 6 31 45 46 44 40 1977 13 10 28 38 2002 5 1989 17 19 1991 3 14 1991 5 17 1991 2 4 2007 1 1993 4 7 2007 1 2001 3 1921/48 5 1 3 10 37 31 1965 1 1 24 48 47 1987 2 29 29 2000 1 1979 4 9 15 7 1989 1 1 1991 2 1 1987 1 1 1991 2 2 2000 2 1999 1 2 1994 1 1 1992 6 3 1927/69 10 18 23 28 12 66 155 189 242 389 378

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Zuchtarbeit Tabelle 5: Entwicklung des Zuchttierbestands.

Rasse Merinolandschaf Schwarzköpfiges Fleischschaf Suffolk Texelschaf Merinofleischschaf Blauköpfiges Fleischschaf Weißköpfiges Fleischschaf Ile de France Weißes Alpenschaf Charollais Shropshire Dorper Weißes Bergschaf Braunes Bergschaf Schwarzes Bergschaf Brillenschaf Alpines Steinschaf Krainer Steinschaf Tiroler Steinschaf Montafoner Steinschaf Walliser Schwarznasenschaf Walliser Landschaf Juraschaf Rhönschaf Coburger Fuchsschaf Waldschaf Ciktaschaf Graue Gehörnte Heidschnucke Weiße Gehörnte Heidschnucke Weiße Hornlose Heidschnucke Bentheimer Landschaf Skudde Scottish Blackface Jakobschaf Soayschaf Kamerunschaf Milchschaf (weiß u. braun) Gesamt:

1959 8282 392 114 8.788

1969 4073 2378 661 172 130 55 7.469

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1980 4880 918 12 626 47 722 109 98 39 55 67 7.573

1990 2000 2009 5201 5279 5790 1371 1318 660 450 678 349 455 273 300 42 90 46 30 67 15 17 11 41 62 54 411 43 108 923 894 1265 211 635 1354 138 362 535 73 307 73 355 19 51 7 40 76 9 39 490 2082 1838 567 1811 1931 34 659 1055 17 166 612 487 63 69 95 70 18 45 10 28 23 3 28 22 18 99 69 164 286 90 10.111 15.996 17.369


Zuchtarbeit

Abbildung 13: Staatliche Schafzuchtberater und Mitarbeiter der LfL Grub, von links: Christian Fasshauer, Georg Palme, Wolfgang Thomann, Albert Steiner, Georg Zettler, Alex Schwinghammer, Max Wagenpfeil, Anton Hofmann, Kerstin Tautenhahn, Renate Baierlein und Andreas Kosel. Bild: C. Mendel

Insgesamt werden zurzeit von der Bayerischen Herdbuchgesellschaft f端r Schafzucht 38 Rassen in 378 Zuchtbetrieben mit insgesamt 17.369 Zuchttieren z端chterisch betreut. Seit Einf端hrung der EDV im Jahr 1969/70 wurden insgesamt 119.222 Zuchttiere im bayerischen Zuchtbuch erfasst und abgespeichert.

Abbildung 14: Schafpr辰mierung Garmisch 1985, Bild: Georg Palme.

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Zuchtarbeit b) Leistungsprüfungen Seit Gründung des Landesverbandes Bayerischer Schafzüchter im Jahr 1918 wird das Zuchtbuch für die Rasse „Württemberger“ geführt. Der Landesverband Bayerischer Schafzüchter gehörte seit 1928 zu den drei von 21 deutschen Schafzuchtverbänden (1925 Verband Provinzialsächsischer Schafzüchter, 1930 Westfälischer Schafzuchtverband), die Leistungsangaben in ihre Versteigerungskataloge brachte. Die Schwierigkeit in der Leistungserfassung war, dass die Schafe während der Weideperiode keinen Stall sahen und die Schurzeit sich auf die Monate Mai und Juni zusammendrängte. Die Leistungsangaben für Fruchtbarkeit, Körpergewicht und Wollleistung der Bockmütter wurden damals in relativen Leistungszeichen angegeben, z.B. 4 G = Körpergewicht der Bockmutter lag im vierjährigen Durchschnitt über dem Herdendurchschnitt. Entscheidend geprägt wurde die bayerische Schafzucht von Ministerialrat Dr. Hans Oskar Diener, der vom 31.3.1938 bis 30.4.1964 die Zuchtleitung inne hatte. In seinem Rückblick schreibt Diener im Jahresbericht 1963 (gekürzt): „Am 17.3.1936 war das Gesetz zur Förderung der Tierzucht (Reichstierzuchtgesetz) und am 24.12.1936 die von mir als Referent für Schafzucht mitgestaltete Körordnung des Köramtes der Landesbauernschaft Bayern veröffentlicht worden. Beide hatten das Ziel, dass in Zukunft nur noch abstammungs- und leistungsgeprüfte Vatertiere gekört werden konnten und erst dann zur Zucht verwendet werden durften. Es mussten also im ganzen Land Sammelkörungen durchgeführt werden, die ich mehrere Jahre hindurch in monatelangen Dienstreisen durch ganz Bayern erledigte und auf diese Weise wertvollste Kenntnisse über das gesamte Vatertiermaterial der bayerischen Landesschafzucht sammeln konnte.“ Dr. Diener bedankte sich in seinem Rückblick bei seinen Züchterfreunden Schleich Christian (Bemerkung: Großvater des heutigen Vorsitzenden), Pabst Karl, Mannes Anton, Lohner Johann, Zanker Franz, Zöller Josef, die ihn auf seinen strapaziösen Winterfahrten begleiteten und ihre Züchterkenntnisse als Körausschussmitglieder zur Verfügung stellten. In zäher 5-jähriger Arbeit wurde das Ziel erreicht, wie das gleichmäßig ruhige Steigen der zu den Hauptkörungen mit Herdbuchabstammung vorgestellten Zuchtböcke zeigt: 1937 hatten 29,3 % Herdbuchabstammung, 1939: 54,0 % und 1941: 92,5 %. Seit 1938 wurden in Bayern die nicht immer ganz verständlichen Leistungsbuchstaben in absolute Leistungszahlen abgeändert, wobei allerdings noch in Klammern der Herdendurchschnitt als Vergleichsmaßstab hinzugefügt wurde. Beispiel: in 4 Jahren 6 Lämmer, K 5/63,4 (61,9), W 4/5,1 (4,5). Diese Darstellungsform wurde damals auch von anderen Landesschafzuchtverbänden, interessanterweise auch von allen bayerischen Rinderzuchtverbänden, übernommen. 1940 wurde ein Verfahren zur Errechnung von Leistungspreisen eingeführt. Dabei wurden in einem erarbeiteten Punktierschema alle Leistungszahlen der Eltern und Großeltern zusammengefasst. Dieser Leistungspreis zuzüglich Woll- und Formenpreis des zu körenden Zuchtbockes ergab dessen Zuchtwertklasse. Diese Methode erfreute sich bald - 28 -


Zuchtarbeit großer Beliebtheit bei den Mitgliedern der Körkommissionen und wurde ab 1.1.1941 auch von allen anderen süddeutschen Schafzuchtverbänden (mit Ausnahme Württemberg) übernommen. Leider wurde diese zwar etwas arbeitsaufwändige, aber züchterisch wertvolle Methode in den Wirren der letzten Kriegs- und Nachkriegsjahre aus Personalmangel wieder aufgegeben. Seit 1960 werden in den bayerischen und kurhessischen Zuchtbüchern und Versteigerungskatalogen auch die Ergebnisse der Mast- und Schlachtleistung bekannt gegeben. Von 1926 bis zum 1. Januar 1958 wurden in das Herdbuch des Landesverbandes Bayerischer Schafzüchter 6.478 Böcke und 53.075 Schafe eingetragen, auf Leistung und Vererbung geprüft. Jahrzehntelange zielbewusste Züchterarbeit spiegeln sich in der Wollleistung und Körpergewichten wider (siehe Tabelle 5). Tabelle 5: Woll- und Körpergewichte der geprüften Merinolandschafe.

Periode 1759 1851 1918 1926 - 1935 1936 - 1945 1946 - 1955 1956 - 1965 1966 - 1975

Mutterschafe Wollgewicht in kg 0,7 1,0 2,0 4,0 4,2 4,4 4,3

Mutterschafe Körpergew. in kg

55 58 66 70

Altböcke Körpergew. in kg

92 104 119 127

Die optimale biologische Leistung bei Wolle innerhalb der Merinolandschafe war nach Meinung von Dr. Diener 1961 mit einem Durchschnittsgewicht von 4,5 kg und einer Wolllänge bei den Herdbuchmutterschafen von 8,3 cm erreicht. Diese Ergebnisse zur Wollmenge und -länge haben sich in den folgenden Jahren, trotz der züchterischen Fortschritte auf dem Gebiet der Fleischleistung kaum verändert. 1973 erzielten Merinojährlinge ein Wollgewicht von 4,7 kg Schweißwolle. Bei der Wollbeurteilung wird bis zum heutigen Tag ein besonderer Wert auf die bisher erreichte Wollqualität, Wollfeinheit und –ausgeglichenheit gelegt. Abbildung 15: Wolle des Schafes 500 h. Aufgenommen am 12.04.1950 von W. Dunz.

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Zuchtarbeit Die Körpergewichte (vgl. Tabelle 5) haben sich beim Merinolandschaf seit 1920 rasant nach oben entwickelt. Das Durchschnittsgewicht der Eliteböcke betrug 2009 bei den 2jährigen Böcken 163 kg und bei den einjährigen 120 kg. Damit erreichen die 12 Monate alten Jungböcke heute das gleiche Gewicht wie Altböcke vor 50 Jahren. Ab 1966 wurden nur noch bei Jährlingen Körper- und Wollgewichtsfeststellungen vorgenommen, da diese Eigenleistungsprüfung bei sämtlichen Herdbuchschafen an züchterischer Bedeutung verlor. Ab 1975 stellte die Bayerische Herdbuchgesellschaft durch Ausschussbeschluss die Feststellung der Woll- und Körpergewichte ein, da diese Daten in ihrer Vergleichbarkeit wenig aussagefähig sind. Es wird jetzt der Rassestandard an der Wollqualität und den Gewichten der zur Körung vorgestellten Jungböcke gemessen. In der tierzüchterischen Wissenschaft setzte sich immer die Erkenntnis durch, dass die Nachkommenschaftsprüfung auf Mast- und Schlachtleistung die effizientere Prüfmethode ist, weil hier unterschiedliche Umweltverhältnisse weitgehend wegfallen. Auf Betreiben des damaligen Zuchtleiters Dr. Diener wurde im Jahre 1957 an der Lehr- und Versuchsanstalt für Schafe in Triesdorf die Nachkommenschaftsprüfung auf Mast- und Schlachtleistung in Bayern eingeführt. Dies war der Grundstein für eine qualitätsorientierte Lammfleischproduktion in Bayern.

Abbildung 16: Prüfgruppe der Rasse Suffolk im Prüfstall Grub, Bild: M. Wagenpfeil

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Zuchtarbeit Anfangs stieß die Prüfung nur auf geringes Interesse und Verständnis der Züchter, aber im Laufe der Jahre änderte sich dies. 1962 wurden erstmals 20 Gruppen geprüft (15 bayerische, 5 württembergische Stammböcke). Im Rahmen eines erforderlichen Ausbaues wurde die Prüfstation 1973 an die Landesanstalt für Tierzucht (seit 2003: Landesanstalt für Landwirtschaft, Institut für Tierzucht) in Grub verlegt.

Abbildung 17: Messen der Keulenbreite, Bild: M. Wagenpfeil

Ab 1960 wurde bei den Wirtschaftsrassen bereits in den Versteigerungskatalogen die Mast- und Schlachtleistungsnoten besonders aufgeführt und deutlich mit einem sichtbaren Stempel bei jedem Bock darauf hingewiesen. Die von 1961 – 2006 gewährte staatliche Ankaufsprämie für Jungböcke der Väter, die auf Station geprüft und gesetzte Mindestanforderungen an Mast- und Schlachtleistung erbrachten, trugen dazu mit bei, dass die Frühreife, gute Futterverwertung, hohe Tageszunahmen sowie eine hohe Ausschlachtung mit geringer Verfettung und bester Fleischfülle rasch in der breiten Landeszucht genetisch gefestigt wurden. Für Eliteversteigerungen der Merinolandschafböcke wurden bereits ab 1966 nur noch Jungböcke zugelassen, die von mast- und schlachtleistungsgeprüften Vätern stammen. Um die Identität der auf Station geprüften Bocklämmer eindeutig zu sichern, wird seit dem Prüfungsjahrgang 1968/69 die Abstammung mittels Blutgruppenuntersuchung (Va-

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Zuchtarbeit ter-Mutter-Sohn) überprüft. Im Jahr 2006 wurde die Abstammungsüberprüfung auf die wesentlich genauere DNA-Untersuchung (Vater-Sohn) umgestellt.

Abbildung 18: Fotografieren des Kotelettanschnittes, Techniker Albert Steiner, Bild: M. Wagenpfeil

In Tabelle 6 bis Tabelle 8 und Abbildung 19 sind die wichtigsten Ergebnisse der Mastund Schlachtleistungsprüfung auf Station im Zeitraum 1957 bis heute dargestellt. Die Ergebnisse von der Station in Triesdorf (1957 bis 1973) sind nicht vergleichbar, da in Triesdorf auch weibliche Lämmer getestet wurden und die Fütterung begrenzt war. Im Gegensatz zur Feldprüfung lässt sich bei der Stationsprüfung bis zum heutigen Tag ein deutlicher Zuchtfortschritt erkennen, vor allem in den Merkmalen Tageszunahmen, Futterverwertung, Pistolenanteil und Keulenbreite.

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Zuchtarbeit Tabelle 6: Mast- und Schlachtleistungsergebnisse der Rasse Merinolandschaf (1957-2009).

tägl. FVW Nieren- Gewicht Schlacht- Rücken- Pistolen- KeulenAnzahl Prüfjahre Zunahme StE/kg fett in Prüfende gewicht muskel- anteil % breite Tiere in g Zunahme %v. SG kg kg, kalt fläche cm² v.SG cm 1957-1973 1973-1979 1979-1984 1984-1989 1989-1994 1994-1999 1999-2004 2004-2009

2089 881 684 848 760 1017 926 922

253 373 360 379 408 399 414 439

2685 2460 2371 2364 2373 2343 2231 2179

1,53 1,45 1,42 1,33 1,35 1,32 1,33

41,2 42,5 44,5 45,5 43,4 42,3 42,8 42,9

21,1 21,7 22,6 21,0 19,1 18,8 19,3

14,2 15,0 14,8 14,6 13,9 14,4 14,8

40,9 39,7 38,1 39,3 42,5 42,6 42,4

20,3 20,6 20,9 21,2

Tabelle 7: Mast- und Schlachtleistungsergebnisse der Rasse Schwarzköpfiges Fleischschaf (19882009).

tägl. FVW Nieren- Gewicht Schlacht- Rücken- Pistolen- KeulenAnzahl Prüfjahre Zunahme StE/kg fett in Prüfende gewicht muskel- anteil % breite Tiere in g Zunahme %v. SG kg kg, kalt fläche cm² v.SG cm 1988-1994 1994-1999 1999-2004 2004-2009

258 125 130 176

429 422 417 463

2332 2342 2264 2128

1,20 1,09 1,17 1,21

43,3 42,4 42,4 43,0

21,1 19,3 19,2 19,5

14,7 14,4 15,0 14,7

38,6 42,1 41,9 42,2

20,8 21,1 21,3 21,5

Tabelle 8: Mast- und Schlachtleistungsergebnisse der Rasse Suffolk (1988-2009).

tägl. FVW Nieren- Gewicht Schlacht- Rücken- Pistolen- KeulenAnzahl Prüfjahre Zunahme StE/kg fett in Prüfende gewicht muskel- anteil % breite Tiere in g Zunahme %v. SG kg kg, kalt fläche cm² v.SG cm 1989-1994 1994-1999 1999-2004 2004-2009

130 72 132 77

454 446 426 459

2285 2246 2279 2065

1,17 1,22 1,12 1,14

- 33 -

43,5 42,7 43,0 43,2

21,1 19,7 19,6 19,9

15,5 15,5 15,5 15,9

39,4 42,5 42,6 42,4

21,0 21,4 21,4 21,6


Zuchtarbeit

Abbildung 19: Mastleistungsergebnisse (tägliche Zunahme und Futterverwertung) von der Stationsprüfung der drei geprüften Rassen (1957-2009).

Zur Feldprüfung gehören seit 1976 die Erfassung der Fruchtbarkeitsdaten der Herdbuchmutterschafe (geborene und aufgezogene Lämmer), das Gewicht und Tageszunahmen von Bocklämmern in der Eigenleistungsprüfung Feld (150-Tagegewicht bis 1988, 105-Tagegewicht ab 1989), die Milchleistungsprüfung bei Milchschafen (Milch kg, Fett kg, Fett %, Eiweiß kg, Eiweiß %, siehe Kapitel 5e) sowie die Beurteilung der Merkmale Wollqualität, Bemuskelung und Äußere Erscheinung. In Tabelle 9 und Abbildung 20 sind die täglichen Zunahmen aus der Feldprüfung der zahlenmäßig wichtigsten Rassen im Zeitraum 1981 bis 2008 zusammengestellt. Bis 1988 werden die täglichen Zunahmen bis zum 150. Lebenstag, ab 1989 bis zum 105. Lebenstag erhoben. Die Rassen Alpines und Krainer Steinschaf wurden bis 2000 als eine Rasse zusammengefasst. Das Merinolandschaf verbesserte sich im Merkmal tägliche Zunahme in den 25 Jahren um rund 20 g, das Schwarzköpfige Fleischschaf sogar um rund 45 g. Bei allen Rassen entwickelten sich die täglichen Zunahmen bis Anfang der 90-er Jahre positiv, seit dieser Zeit stagnieren die Leistungen oder sind sogar deutlich rückläufig. In der Herdbuchzucht ist ein allgemeiner Trend zu einer Extensivierung festzustellen (vgl. Ergebnisse zur Fruchtbarkeit).

- 34 -


Zuchtarbeit Tabelle 9: Entwicklung der täglichen Zunahmen im Feld von 1981 bis 2008.

19821984 317

19851988 320

19891992 327

19931996 338

19972000 332

20012004 331

20052008 336

Schwarzköpfiges Fleischschaf

332

335

341

361

361

368

376

Suffolk

306

303

362

386

369

366

372

Texelschaf

326

329

337

347

330

313

325

Blauköpfiges Fleischschaf

303

272

366

397

412

336

346

Weißes Bergschaf

254

244

259

282

282

276

282

Braunes Bergschaf

254

277

251

283

261

247

256

Brillenschaf

233

233

227

241

Alpines Steinschaf

189

198

178

202

Krainer Steinschaf

189

198

207

209

Rasse Jahre Merinolandschaf

Rhönschaf

214

223

231

227

206

214

Coburger Fuchsschaf

300

261

255

247

244

231

162

172

187

186

181

185

189

175

181

176

176

323

337

329

312

308

314

Waldschaf Graue Gehörnte Heidschnucke Milchschaf (weiß u. braun)

298

400

350 Merinol andschaf Schwarzköpfiges Fleischschaf Suffolk Texel schaf Blauköpfiges Fleischschaf 300

Weißes Bergschaf Braunes Bergschaf Brillenschaf Alpines Stei nschaf Krainer Stei nschaf

250

Rhönschaf Coburger Fuchsschaf Waldschaf Graue Gehörnte Heidschnucke Mi lchschaf (weiß u. braun)

200

150 984 1982-1

988 1985-1

992 1989-1

996 1993-1

000 1997-2

004 2001-2

008 2005-2

Abbildung 20: Entwicklung der täglichen Zunahmen im Feld von 1981 bis 2008.

- 35 -


Zuchtarbeit Trotz der Leistungssteigerung in der Mast- und Schlachtleistung wurde die Fruchtbarkeit des Merinolandschafes züchterisch nicht vernachlässigt. Die Erhaltung dieser Leistung ist für die Wirtschaftlichkeit der bayerischen Schafhaltung von besonderer Bedeutung. 1957 bis 1965 betrug die durchschnittliche Ablammrate in den Herdbuchbetrieben 1,18 geborene Lämmer/Lammung. 1966 bis 1975 lag sie bereits bei 1,52, obwohl nach Aussage der Zuchtleitung die immer betonte und geförderte Zwillingsträchtigkeit in einzelnen Zuchten damals noch nicht die gebührende Beachtung fand. Aus diesem Grund wurden damals in den Abstammungspapieren und Versteigerungskatalogen Zwillinge durch einen auffallenden Stempel besonders gekennzeichnet, um die Interessenten auf diese entscheidende Leistungsveranlagung aufmerksam zu machen. Das Aufzuchtergebnis wurde erst ab 1971 als Merkmal erfasst. In Tabelle 10 und Abbildung 21 sowie in Tabelle 11 und Abbildung 22 ist die Entwicklung der Fruchtbarkeit (Ablammrate und zweimalige Ablammung) der zahlenmäßig wichtigsten Rassen im Zeitraum 1982 bis 2008 dargestellt. Die beiden Steinschafrassen wurden bis 2000 als eine Rasse geführt. Die Fruchtbarkeitsmerkmale verbesserten sich bei den meisten Rassen bis Anfang der 90-er Jahre, seit dieser Zeit ist bei allen Rassen eine Stagnation oder sogar eine merkliche Verschlechterung der Leistungen festzustellen. Eine wesentliche Ursache dürfte in der allgemeinen Extensivierung der Betriebe (z.B. Umstellung auf einmalige Ablammung/Jahr) und die zunehmende Bedeutung landespflegerischer Leistungen der Schafhaltung liegen.

- 36 -


Zuchtarbeit

Tabelle 10: Entwicklung der Anzahl geborener Lämmer pro Lammung 1982-2008.

Rasse Jahre Merinolandschaf

19821984 1,62

1985- 1989- 1993- 1997- 20011988 1992 1996 2000 2004 1,61 1,64 1,70 1,68 1,71

20052008 1,68

Schwarzköpfiges Fleischschaf

1,84

1,76

1,72

1,68

1,65

1,68

1,69

Suffolk

1,76

1,77

1,75

1,77

1,75

1,72

1,77

Texelschaf

1,69

1,73

1,76

1,81

1,78

1,70

1,74

Blauköpfiges Fleischschaf

2,03

2,15

1,86

2,06

2,06

2,04

2,01

Weißes Bergschaf

1,55

1,56

1,55

1,57

1,52

1,50

1,47

Braunes Bergschaf

1,65

1,73

1,63

1,79

1,70

1,67

1,64

Brillenschaf

1,42

1,38

1,39

1,36

Alpines Steinschaf

1,34

1,48

1,40

1,41

Krainer Steinschaf

1,34

1,48

1,45

1,42

Rhönschaf

1,39

1,45

1,30

1,34

1,32

1,33

1,36

Coburger Fuchsschaf

1,50

1,52

1,48

1,47

1,45

1,49

1,47

1,48

1,35

1,40

1,42

1,37

Waldschaf Graue Gehörnte Heidschnucke

1,40

1,40

1,39

1,31

1,29

1,29

1,36

Milchschaf (weiß u. braun)

2,08

2,06

2,01

1,93

1,90

1,97

2,04

2,20

2,00 Meri nolandschaf Schwarzköpfiges Fleischschaf Suffolk Texelschaf

1,80

Blauköpfiges Fleischschaf Weißes Bergschaf Braunes Bergschaf Bri llenschaf Alpines Steinschaf

1,60

Krai ner Steinschaf Rhönschaf Coburger Fuchsschaf Wal dschaf Graue Gehörnte Heidschnucke

1,40

Milchschaf (weiß u. braun)

1,20

984 2-1 198

988 5-1 198

992 9-1 198

996 3-1 199

000 7-2 199

004 1-2 200

008 5-2 200

Abbildung 21: Entwicklung der Anzahl geborener Lämmer pro Lammung 1982-2008.

- 37 -


Zuchtarbeit Tabelle 11: Entwicklung des prozentualen Anteils Muttertiere, die zweimal pro Jahr ablammen (1982-2008). 19821984 23,2

19851988 24,6

19891992 26,5

19931996 22,9

19972000 23,6

20012004 23,8

20052008 20,5

20,8

24,0

25,8

18,0

21,7

24,5

20,8

Suffolk

6,4

7,2

9,8

12,9

8,3

10,7

7,7

Texelschaf

2,0

1,1

2,1

0,3

1,4

3,7

7,4

Blauköpfiges Fleischschaf

2,1

0,0

0,0

10,7

0,0

1,7

0,0

Weißes Bergschaf

41,1

41,1

39,9

32,8

30,9

31,7

27,9

Braunes Bergschaf

34,2

28,7

33,0

36,7

36,6

27,5

23,5

Brillenschaf

27,1

17,5

20,8

25,3

Alpines Steinschaf

30,1

22,9

18,4

21,3

Krainer Steinschaf

30,1

22,9

16,2

7,6

Rasse Jahre Merinolandschaf Schwarzköpfiges Fleischschaf

Rhönschaf

15,3

18,8

20,0

16,1

15,7

13,9

12,2

Coburger Fuchsschaf

16,6

23,7

23,0

19,2

19,5

15,9

18,7

35,5

30,2

27,0

24,2

21,7

Waldschaf Graue Gehörnte Heidschnucke

0,4

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

Milchschaf (weiß u. braun)

4,7

2,7

7,4

5,6

2,5

2,4

0,2

45,0

40,0

35,0 Merinolandschaf Schwarzköpfiges Fleischschaf 30,0

Suffolk Texelschaf Blauköpfiges Fleischschaf

25,0

Wei ßes Bergschaf Braunes Bergschaf Bril lenschaf

20,0

Alpi nes Steinschaf Krainer Steinschaf Rhönschaf

15,0

Coburger Fuchsschaf Waldschaf Graue Gehörnte Heidschnucke

10,0

Milchschaf (weiß u. braun)

5,0

0,0 984 2-1 198

988 5-1 198

992 9-1 198

996 3-1 199

000 7-2 199

004 1-2 200

008 5-2 200

Abbildung 22: Entwicklung des prozentualen Anteils Muttertiere, die zweimal pro Jahr ablammen (1982-2008).

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Zuchtarbeit c) Führung des Zuchtbuches Seit Beginn der Umstellung auf EDV in den Jahren 1969/70 wird das heutige Zuchtbuch mit kleinen Anpassungen geführt. Für jedes in das Herdbuch aufgenommene Zuchtschaf wird mittels EDV ein Herdbuch-Karteiblatt (siehe Abbildung 23) mit Herdbuch- und Abstammungsnummer, Geburtsdatum, Abstammung und Leistungsergebnissen erstellt. Aus dem Karteiblatt sind sämtliche Leistungsdaten des Zuchttieres und dessen Eltern nach dem aktuellsten Stand zu ersehen. Dieses Karteiblatt ordnet der Betrieb in aufsteigender Reihenfolge nach Herdbuchnummern in seinen Zuchtbuchordner ein.

Abbildung 23: Aktuelles Beispiel eines Herdbuch-Karteiblattes, Schaf ST 783 aus der Zucht Erwin Straßl, Padersberg

Der Zuchtbetrieb besitzt für seine Herdbuch-Karteiblätter zwei Zuchtbuchordner. Im grünen Ordner sind die Karteiblätter der lebenden Schafe abzuheften, im roten Ordner werden die abgegangenen bzw. die ausgeschiedenen Schafe mit der abgeschlossenen Lebensleistung aufbewahrt. Der Zuchtbetrieb ist somit jederzeit in der Lage, die aktuellen Leistungsdaten seiner Herdbuchtiere nachzublättern. Jedes Herdbuchkarteiblatt von Mutterschafen besitzt einen perforierten Meldeabschnitt. Dieser Meldeabschnitt ist bereits mit der Herdbuchnummer des Muttertieres versehen. Zur Meldung von Leistungsdaten eines Schafes wird der Meldeabschnitt vom Herdbuch-Karteiblatt abgetrennt und mit den eingetragenen Daten an die Geschäftsstelle des Verbandes geschickt. Gemeldet werden müssen die Ablammungen mit Datum, Deck-

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Zuchtarbeit bock, Anzahl, Geschlecht und Verwendung der Lämmer sowie Abgang des Tieres unter Angabe des Abgangsgrundes. Nach Verarbeitung der eingesandten Belegstreifen in der Geschäftsstelle der Bayerischen Herdbuchgesellschaft für Schafzucht werden die aktualisierten Herdbuch-Karteiblätter an den Züchter geschickt. Der Züchter wechselt das alte Karteiblatt gegen das aktualisierte aus. Ebenfalls erhält der Züchter die Wiegelisten zur Erfassung des 105-Tagegewichts (+/- 14 Tage). Im vorgesehenen und auf der Liste aufgeführten Zeitraum sind möglichst alle Bocklämmer zu wiegen. Die ausgefüllte Wiegeliste muss umgehend an die Geschäftsstelle geschickt werden. Die Herdbuchaufnahme eines Jungtieres ins Zuchtbuch erfolgt nach Beurteilung der Leistungsmerkmale Wolle, Bemuskelung und Äußere Erscheinung durch den zuständigen Fachberater für Schafzucht. Mit Geburtsdatum, Abstammung und Beurteilungspunkten wird das Tier ins Zuchtbuch eingetragen. Die Führung eines Stallbuches wird weiterhin empfohlen, damit alle Lammungen sofort im Stall eingetragen werden können. Am Ende des Zuchtjahres erfolgt die Datenauswertung. Für jede einzelne Rasse werden die Bestandszahlen, die Leistungsmerkmale Fruchtbarkeit und Mastleistung im Feld (tägliche Zunahmen bis 105. Lebenstag), aber auch die Auktionsergebnisse ausgewertet. Nach der Erfassung und Auswertung von Leistungsdaten wird die Jahresbeitragsrechnung erstellt. Die Beitragsordnung basiert auf der Anzahl der gehaltenen Zuchttiere, einschließlich der Neuaufnahmen, unter Berücksichtigung der während des laufenden Jahres abgegangenen Herdbuchtiere. Für die Auktionen werden die Abstammungs- und Leistungsnachweise als Grundlage für die Körung von Jungböcken gedruckt. Nach der Körung werden die Körnoten eingetragen und die Versteigerungslisten erstellt. Die Versteigerungsreihenfolge ist genau festgelegt und berücksichtigt die Rasse, Alters- und Wertklasse, die Beurteilung der Äußeren Erscheinung und den Gesamtindex. Direkt nach der Versteigerung eines Bockes erfolgt die Marktabrechnung und am Ende der Versteigerung wird eine Marktstatistik erstellt. Im Vergleich zur heutigen Zuchtbuchführung auf EDV wurde vor und kurz nach dem Zweiten Weltkrieg das Zuchtbuch für jeden Zuchtbetrieb in einem großen Buch handschriftlich geführt /siehe Abbildung 24 und 25).

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Zuchtarbeit

Abbildung 24: Herdbuchseite für das Schaf w 372, geboren am 6.12.1944 aus dem Zuchtbuch des Betriebes Leonhard Wöger, München/Untermenzing (Vorderseite)

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Zuchtarbeit

Abbildung 25: Herdbuchseite f端r das Schaf w 372, geboren am 6.12.1944 aus dem Zuchtbuch des Betriebes Leonhard W旦ger, M端nchen/Untermenzing (R端ckseite)

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Zuchtarbeit d) Zuchtwertschätzung Das Bundestierzuchtgesetz vom 20.4.1976 schrieb in Verbindung mit der Verordnung für die Zuchtwertfeststellung bei Schafen und Ziegen für die Körung von Schafböcken die Ermittlung eines Gesamtzuchtwertes gesetzlich vor. Im neuen Tierzuchtgesetz vom 21.12.2006 wurde auf Drängen von Bayern die Regelung aufgenommen, dass die Länder weiterhin die Zuchtwertschätzung als staatliche Aufgabe beibehalten. Von dieser Regelung macht Bayern Gebrauch. Die gesammelten Daten aus der Stations- und Feldprüfung fließen in die Indexberechnung mit ein (Teilindex). Für die Berechnung des Indexes werden die wirtschaftlichen Gewichtungsfaktoren entsprechen dem Zuchtziel der jeweiligen Rasse festgelegt. Die Abweichung der einzelnen Leistungsmerkmale von den Vergleichsdurchschnitten wird mit den genetischen und wirtschaftlichen Gewichtsfaktoren multipliziert und zum Gesamtindex zusammengefasst. Liegt das Ergebnis einer Halbgeschwisterprüfung auf Station vor, so werden die Eigenleistungsergebnisse tägliche Zunahme und Bemuskelung des zu körenden Bockes geringer bewertet. Tabelle 12: Wirtschaftliche Gewichtungsfaktoren der einzelnen Leistungsmerkmale

Leistungsmerkmal Tägl. Zunahmen Futterverwertung Bemuskelung Verfettung Wollqualität Zuchtleistung Milchleistung Insgesamt

Merinolandschaf 2 2 5 4 2 5 0 20

Fleischschafe 2 2 5 5 2 4 0 20

Berg- und Landschafe 4 0 4 0 5 7 0 20

Milchschaf 3 0 3 0 1 4 9 20

Bei der Fleischleistung werden die Eigenleistungsprüfung im Feld (105-Tagegewicht und Bemuskelungsnote) und die Halbgeschwisterprüfung (= Nachkommenschaftsprüfung) auf Mast- und Schlachtleistung an der Station unterschieden. Als Mindestvoraussetzung des Zuchtwertteils Fleischleistung für die Körung eines Jungbockes ist die Eigenleistungsprüfung im Feld notwendig. Beim 105-Tagegewicht im Feld dient ein Betriebs-Saisondurchschnitt als Vergleichswert. Die Differenz zwischen Rassen- und Betriebssaisondurchschnitt wird zu 30 % auf genetische und 70 % auf umweltbedingte Einflüsse zurückgeführt. Entsprechend dieser Gewichtung errechnet sich für jeden Zuchtbetrieb ein eigener BetriebsSaisondurchschnitt, mit der die täglichen Zunahmen eines jeden gewogenen Jungbockes verglichen werden. Somit werden unterschiedliche Haltungsbedingungen und Jahreszeiten bei der Berechnung des Zuchtwertes berücksichtigt. - 43 -


Zuchtarbeit

An der Prüfstation in Grub wird die Nachkommenprüfung von Zuchtböcken durchgeführt. Der Teilindex ist die Grundlage bei der Zuchtwertschätzung für die Körung von Halbgeschwistern. Geprüft werden 7 - 10 Bocklämmer eines Zuchtbockes der Rassen Merinolandschaf, Schwarzköpfiges Fleischschaf und Suffolk. Die Fütterung erfolgt ad libitum über einen computergesteuerten Vorratsautomaten mit pelletiertem Kraftfutter mit zusätzlich 300 g Heu täglich. Alle Einzeltiere werden wöchentlich gewogen und mit einem Mastendgewicht von 42 – 44 kg geschlachtet. Zur Indexberechnung werden folgende Leistungsmerkmale der Prüftiere herangezogen: - durchschnittliche tägliche Zunahmen im Prüfabschnitt, - durchschnittlicher Futterverbrauch in MJ ME pro kg Zuwachs im Prüfabschnitt, - Bemuskelungsnoten in den Merkmalen Schulter, Rücken, Keule, - Verfettungnoten in den Merkmalen Oberflächenfett und Beckenhöhlen-/Nierenfett. Für den Zuchtwertteil Zuchtleistung (Fruchtbarkeit) werden die Abweichungen bei der Anzahl der geborenen und der Anzahl der aufgezogenen Lämmer im Verhältnis 2:1 gewichtet. Der Rassen- und Betriebsdurchschnitt wird hierbei zu 15 % durch genetische und 85 % Umwelteinflüsse bedingt. Die spezifische Aufzuchtperiode einer Rasse errechnet sich aus dem durchschnittlichen Erstlammalter minus 1,0. Sie wird bei der Berechnung der Fruchtbarkeit eines jeden Schafs vom tatsächlichen Lebensalter abgezogen. Weitere Merkmale der Eigenleistung werden bei der Körung festgestellt: die Äußere Erscheinung, Bemuskelung und Wollqualität werden nach dem Neuner-Notensystem bewertet. Die beste Note ist 9, der Vergleichsdurchschnitt liegt bei 5. Wird in einem Merkmal die Note 3 vergeben, so wird der Bock in die Wertklasse 4 eingestuft und nicht versteigert. In den nächsten Jahren wird die bisherige Zuchtwertschätzung komplett neu konzipiert. Zurzeit wird das bundesweite Herdbuchprogramm Ovicap, bei dem außer Bayern, Schleswig-Holstein und Saarland alle Bundesländer beteiligt sind, aufgebaut. Zwischen der VDL, den beteiligten Landesverbänden und der Betreibergesellschaft VIT in Verden wurde eine vertragliche Regelung verfasst. Ziel ist es, dass alle Zuchtverbände und Prüfstationen mit dieser gemeinsamen Datenbank verbunden werden. Somit wären alle Tiere und Leistungsmerkmale zentral erfasst, was wiederum Voraussetzung für das Erstellen von vollständigen Zuchtpapieren, eine moderne BLUP-Zuchtwertschätzung mit Berücksichtigung aller verwandten Tiere und das staatlich geforderte Monitoring ist. Sobald das Programm die bisherigen Leistungen des bayerischen Herdbuchprogrammes erfüllen kann, wird über eine bayerische Beteiligung am Bundesprogramm verhandelt.

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Zuchtarbeit e) Preisrichter In Absprache mit der VDL und den anderen Landesschafzuchtverbänden erstellten Dr. Christian Mendel und Max Wagenpfeil von der Arbeitsgruppe Schafzucht an der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft in Grub im Jahr 2006 die Lehrgangs- und Prüfungsunterlagen für die Ausbildung zum VDL-Preisrichter Schafe. Das Ziel der Ausbildung ist es, in einem Lehrgang optimal auf die vielfältige und oft schwierige Aufgabe als Preisrichter vorzubereiten. Neben dem sicheren Züchterblick muss ein Preisrichter ein großes Fachwissen besitzen, persönliche Voraussetzungen mitbringen und die Ergebnisse leicht verständlich darstellen können. Alle Schafrassen sollen nach den Vorgaben der jeweiligen Zuchtziele und des Tierzuchtrechts bei Beachtung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf Körungen und Prämierungen von sach- und fachkundigen Preisrichtern korrekt beurteilt und vorgestellt werden. Preisrichter sind daneben auch wichtige Multiplikatoren, die stets über die aktuellen Themen aus der Schafzucht und –haltung informiert sein sollen. Sie müssen gegenüber den Berufskollegen, aber vor allem auch der Presse Rede und Antwort stehen können. Von den Preisrichtern wird erwartet, dass sie sich aktiv für die Belange des Schafzuchtverbandes einsetzen. Ihre wesentliche Aufgabe ist die Tätigkeit als Preisrichter auf einer Schafprämierung. Aber auch bei großen Veranstaltungen sind sie als aktive Züchter gefragt, Tiere auszustellen und bei der Vorbereitung mitzuhelfen. Folgende Lehrgangsinhalte werden in einem zweitägigen Kurs vermittelt: 1. Allgemeine Voraussetzungen (Vorbereitung, Kleidung, Grundlagen Rhetorik), 2. Anatomie des Schafes, 3. Tierzuchtrechtliche Vorgaben, 4. Züchterische Grundlagen (Vererbung, wirtschaftliche Gewichtung, Katalog lesen), 5. Schafrassen und ihre Besonderheiten, 6. Grundlagen der Beurteilung Wolle, Bemuskelung, Äußere Erscheinung und Euter, 7. Bewertungsschema und Beurteilungsbogen, 8. Vorbereitung und Vorführen der Tiere, 9. Praktische Tierbeurteilung, 10. Besprechung der beurteilten Tiere. Zur Prüfung zugelassen werden die Teilnehmer des zweitägigen Lehrgang, die zusätzlich an mindestens zwei Körungen bzw. Prämierungen assistiert haben. Außerdem sollten die Kandidaten mehrere Jahre aktiv und erfolgreich Herdbuchzüchter im jeweiligen Zuchtverband sein. Die Prüfung setzt sich aus drei Teilen zusammen: a) schriftlicher Prüfungsteil (überwiegend „multiple-choice“-Fragen), b) mündlicher Prüfungsteil (Kurzvortrag aus dem Bereich „Schafzucht“), c) praktischer Prüfungsteil (Einzeltierberwertung sowie Reihung von 5 Schafen). Am ersten bayerischen Lehrgang vom 23. bis 24.11.2006 in Grub nahmen 14 Züchter teil, von denen sechs Teilnehmer am 16.11.2007 erfolgreich die Prüfung abschlossen. Im Rahmen des ZLF 2008 wurden diese sechs Züchter vom VDL-Vorsitzenden Carl Lauenstein zu VDL-Preisrichtern ernannt: Stephan Graf, Windach, Wilhelm Huber, Wurmsham, Josef Kinzelmann, Stiefenhofen, Peter Langenegger, Westerndorf, Josef Öfner, Farchant und Christian Treffler, Apfeldorf (siehe Abbildung 26). - 45 -


Zuchtarbeit

Abbildung 26: Preisrichter mit bestandener Prüfung, von links Zuchtleiter Dr. Christian Mendel, Christian Treffler, Stephan Graf, Wilhelm Huber, Josef Kinzelmann, Josef Öfner, Max Wagenpfeil, VDL Vorsitzender Carl Lauenstein. Auf dem Bild fehlt Peter Langenegger. Bild: Anna Nagel

Auch bei der Ernennung langjährig bewährter Preisrichter werden hohe Anforderungen gestellt. In Bayern wurden ebenfalls während des ZLF am 20.9.2008 folgende Züchter, die sich langjährig als Preisrichter bewährt haben, zu VDL-Preisrichtern ernannt: Hermann Behringer, Tagmersheim, Siegbert Bergmann, Mömbris, Rainer Füller, Stettbach, Josef Grasegger, Garmisch-Partenkirchen, Anton König, Burgebrach, Klemens Roß, Lonnerstadt, Christian Schleich, Kirchstockach und Werner Schmutz, Irmelshausen.

Abbildung 27: Bewährte Preisrichter, v. links Dr. Christian Mendel, Hans Trinkl, Christian Schleich, Josef Grasegger, Rainer Füller, Hermann Behringer, Werner Schmutz, Carl Lauenstein. Auf dem Bild fehlen Siegbert Bergmann und Anton König. Bild: Anna Nagel

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Geschichte der Rassen 5. Geschichte der Rassen Vor und nach dem 30-jährigen Krieg legte Kurfürst Maximilian I. größten Wert darauf, die rauwolligen bayerischen Landschafe durch Zukauf flämischer Schafe, die feinere Wolle und höhere Wollerträge lieferten, in ihrer Wollleistung zu verbessern. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts unterschied man in Altbayern vier Rassen: - bayerisches Land- oder Zaupelschaf der bäuerlichen Schafzucht, - das flämische Schaf, gezüchtet auf größeren Gütern, - das „bayerische Gebirgsschaf“ (Zaupel- bzw. Steinschaf), - das Bergamaskerschaf.

Abbildung 28: Steinschafbock, Partenkirchen 1938, Bild: W. Dunz

In den Jahren 1617 und 1649 führte Kurfürst Maximilian I. für seine Schäferei in Schleißheim (eingeschlossen Schwabing, Dachau und Hochmutting) jeweils 1.100 flämische oder rheinische Schafe ein. Er hatte eigens einen „lothringischen Käsemacher“ für die Herstellung von Schafskäse eingestellt. Die organisierte züchterische Entwicklung setzte unter den Kurfürsten Maximilian I. und Max Emanuel ein. Maximilian III. erließ besondere Vorschriften über die Schafzucht.

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Geschichte der Rassen Die erste Einkreuzung feinwolliger spanischer Merinos ließ Markgraf Christian Friedrich Carl Alexander von Ansbach-Bayreuth in Triesdorf im Jahre 1788 vornehmen. Kreuzungsprodukte wurden dann wieder mit reinen Merinoböcken gedeckt zur weiteren Verbesserung der Wollqualität. Schon 1797 wurden in beiden fränkischen Fürstentümern 8.190 veredelte Schafe gezählt. Bis Ende des 19. Jahrhunderts hatte die bayerische Schafzucht kein einheitliches Zuchtziel und ein sehr unterschiedliches Rassebild. Damit war keine leistungsfähige Gesamtschafzucht zu erreichen. Ein Beispiel dazu bot die vom 20. bis 22. Mai 1876 in Schweinfurt vom General-Comité des landwirtschaftlichen Vereins in Bayern veranstaltete „Erste Landes-Schafschau“. Insgesamt wurden drei Rassegruppen mit insgesamt 700 Tieren ausgestellt: - veredelte Wollschafe mit Rambouillet, Frankenmerinos, Mauchampbastarden, - in Bayern einheimische Schafe wie schwäbische Bastardschafe, Frankenschaf, Rhönschaf, rotköpfiges Schaf, Goggelschaf, gewöhnliche deutsche Landschafe, - veredelte Fleischschafe (englisch) mit Southdown, Lincoln, Shropshire. Tabelle 13: Entwicklung der Rassegruppen in Bayern 1844 bis 1863.

Jahr 1844 1854 1863

Grobwollige in % 47,9 47,4 40,2

Halbveredelte in % 34,7 37,1 42,8

Feinwollige in % 8,8 7,2 6,9

Landwollige in % 8,6 8,3 10,1

Grobwollige: unveredelte Landschafe, Halbveredelte: Kreuzungen mit eingeführten Merinos, Feinwollige: reine Merinos, Landwollige: Kreuzungen mit englischen Fleischschafen. Die amtliche Viehzählung von 1863 (siehe Tabelle 13) ergab, dass sich in Bayern der Schafbestand nur zu 49,7 % aus feinwolligen (Merinos) und halbveredelten Schafen zusammensetzte. Noch im Jahre 1912 war nach Erhebungen der DLG das Rassebild in Bayern sehr bunt (siehe Tabelle 14). Tabelle 14: Schafrassen in Bayern, Erhebung der DLG 1912.

Schafrasse Reine Merinos Merinokreuzungen Württembergische Schafe Weißköpfige, schlichtwollige Schafe Schwarzköpfige, schlichtwollige Schafe

Anteil in % am bayerischen Gesamtschafbestand 0,03 5,15 26,91 33,84 5,78

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Geschichte der Rassen Fuchsköpfige, schlichtwollige Schafe Grobwollige deutsche Schafe Deutsche Landschafkreuzungen Weißköpfige englische Schafe Schwarzköpfige englische Schafe Andere Kreuzungen Nicht bestimmte Rassen

2,07 5,57 13,33 0,07 0,26 2,98 4,01

Hinsichtlich der zweckmäßigsten Rasse und Zuchtrichtung war man sich in Süddeutschland nicht einig. Zuerst verwendete man fast nur feinwollige Merinos der Elektorialrichtung. Der süddeutschen Hammelmast waren diese jedoch zu klein. Daher wurden anschließend englische Rassen wie Leicester, Southdown, Hampshires, usw., eingekreuzt. Man achtete stets darauf, dass die typischen Merkmale des Landschafes wie Eignung zum Pferchen, zum Wanderschäfereibetrieb und zur rauen Haltung und Ernährung, nicht verloren gingen.

Abbildung 29: 25 Jahrfeier Schäferverein Ingolstadt, Vereinigung Oberpfälzer Schafhalter und Oberbayerische Schäferverein, München am 20. Juli 1975, Herde von Alois Bogenrieder in Pörnbach, vorne im Bild Fritz Kleinhans, Pietenfeld, Bild: Alois Bogenrieder

Infolge kräftig fallender Wollpreise Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts musste die Schafhaltung dem zweiten Erzeugnis, dem Schaffleisch, züchterisch ein erhöhtes Augenmerk zuwenden. Der Typ „Fleischwollschaf“ setzte sich in verschiedenen Rassen durch. Im Jahr 1922 wurden auf offiziellen Bockschauen des Landesverband Bay-

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Geschichte der Rassen erischer Schafzüchter neben deutschen veredelten Landschafen auch Zuchtböcke des Frankenschafes und verschiedene Fleischschafkreuzungen ausgestellt. Die bayerischen Körordnungen von 1909, 1930, vom 24.12.1936, das Reichsgesetz zur Förderung der Tierzucht vom 17.3.1936 und die Arbeit des Landesverbandes Bayerischer Schafzüchter führten dazu, dass im Jahre 1936 nur das Deutsche veredelte Landschaf, das Deutsche Bergschaf, das Rhönschaf und in Stadtrandsiedelungen das Ostfriesische Milchschaf für Bayern züchterisch zugelassen waren, lediglich 2,1 % des bayerischen Schafbestandes gehörte den nicht zugelassenen Rassen an (siehe Tabelle 15). Tabelle 15: Schafrassen in Bayern 1936.

Schafrasse Deutsches veredeltes Landschaf Bergschaf Rhönschaf Ostfriesisches Milchschaf Merino Deutsche schwarzköpfige Fleischschafe Deutsche Weißköpfige Fleischschafe Heidschnucken Karakuls

Anteil in % 92,7 3,7 1,0 0,5 0,1 1,4 0,4 0,1 0,1

-

Summe

Summe 97,9 %

Summe 2,1 %

Abbildung 30: Rhönschaf, Zeitspanne vor II. Weltkrieg. Quelle: Arno Rudolph aus Archiv des Thüringer Schafzuchtverbandes

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Geschichte der Rassen a) Merinolandschaf Die Entwicklung der bayerischen Merinolandschafzucht begann im Jahr 1788 durch den Markgrafen Christian Friedrich Carl Alexander von Ansbach, der spanische Merinos aus Lohmen bei Dresden nach Triesdorf brachte. Ein spanischer „Majoral“ gab Untericht in der Haltung der importierten Tiere. Sie schlugen so gut ein, dass der Markgraf 1790 aus den Herden des Don Perella Originaltiere aus Spanien im Fußmarsch über Frankreich und die Schweiz nach Neuses bei Ansbach und Rothenhof bringen ließ. Die kurfürstliche Schäferei Schleißheim von König Max Josef I. bezog 1802 die ersten reinen Merinos, denen in den Jahren 1808 bis 1812 weitere Einfuhren folgten. 1811 schenkte Napoleon I. seinem Stiefsohn, dem Großherzog von Würzburg, Ferdinand von Toskana, eine wertvolle Rambouilletherde, die in Waldbrunn bei Würzburg untergebracht wurde. Max Schönleutner brachte 1815 eine „hochfeine“ Merinoherde (Escorials) nach Weihenstephan und baute 1820 den sog. Schafhof (heute Schönleutnerhof) auf. Seit Schönleutner kann man auch in Bayern von einer systematisch arbeitenden Zucht sprechen. Feldmarschall Fürst Wrede führte 1816 und später auf seinem Ellinger Besitztum Merinos ein, so dass er 1838 bereits 4.750 Stück und damit die größte feinwollige Herde in Bayern besaß. Weitere Stammherden wurden 1840 in Pöttmes und Triesdorf begründet.

Abbildung 31: 1. Elitebockversteigerung Neu-Ulm, 27. April 1950. Bocknachzuchtsammlung vom Zuchtbock W 242, dem Begründer der bayerischen Merinolandschafzucht (siehe Titelbild) mit 11 Söhnen und 4 Enkeln aus der Zucht Karl Pabst-Burgstall, Ia Preis, Bild: W. Dunz

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Geschichte der Rassen Ab 1850 wurden ausgesprochene Fleischrassen aus England importiert. In Franken wurden vor allem Leicesterschafe als Kreuzungsböcke benützt, die zum Entstehen der Rasse Frankenschaf führte. Eine wirtschaftliche und leistungsfähige Schafrasse in Bayern zu züchten, setzte sich der Landesverband Bayerischer Schafzüchter bereits in seiner Gründungsversammlung zum Ziel. Bereits in seinem ersten Zuchtbericht für das Jahr 1919 fasste der damalige Zuchtleiter Dr. Assel diese Forderung zusammen: „Die Rassenfrage bedeutet für uns in Süddeutschland geradezu eine Lebensfrage, insofern als wir, um die spätere Konkurrenz des Weltwollmarktes auszuhalten, eine auf dem Tierkörper ausgeglichene Wolle von einem bestimmten Feinheitsgrad züchten müssen. An Stelle der großen Verschiedenartigkeit der Schläge mit ihren Untergruppierungen muss ein einheitlicher Typ, ein süddeutsches veredeltes Landschaf geschaffen werden, wie es in Bayern und dem übrigen Süddeutschland durch Zuchtwahl aus dem Württemberger Schaf und dem veredelten Frankenschaf gezüchtet werden kann.“ Für die bayerische Landesschafzucht war es das Ziel, ein Schaf zu züchten, dass widerstandsfähig und abgehärtet den Anstrengungen des Wanderschäfereibetriebes gewachsen ist, Trockenzeiten mit kümmerlicher Weide ohne Schaden erträgt, auf guter Weide leicht mastfähig ist, schmackhaftes Fleisch liefert, bei dieser Haltungsweise noch eine hohe Fruchtbarkeit aufweist und bei hohem Schurgewicht eine kräftige, lang abgewachsene Wolle in B-Feinheit erzeugt. Diese Eigenschaften trafen beim veredelten württembergischen Landschaf zu. In seinem Zuchtbericht für das Jahr 1921 schreibt Direktor Dr. Assel, dass für die Förderung der bayerischen Schafzucht einem Netz von gut geführten Stammschäfereien (Frankenschaf, Württemberger Landschaf) eine entscheidende Bedeutung zukommt. Sie waren in der Lage, für die Landesschafzucht das erforderliche Zuchtmaterial zu liefern. Dazu gehörten damals folgende Stammherden: - Ökonomierat Lina Pabst, Burgstall bei Rothenburg o.d. Tauber - Domänenpächter Bèrgé zu Weißenkirchen, Post Adelschlag/Mfr. - Gräfisch Pappenheim`sche Ökonomieverwaltung zu Pappenheim/Mfr. - Gebrüder Assel auf Hilpertshof bei Burgbernheim - Stammzuchtherde Triesdorf - Ökonomierat Schuch und Söhne in Frankenberg, Post Ippesheim/Mfr. - Rothenhof bei Unterbibert/Mfr. - Martha Müller, Wöllriederhof bei Würzburg - Heinrich Hunsinger auf Heuchelhof bei Würzburg - Rudolf Luboldt in Nagel, Post Küps/Ofr. - Heinrich Redwitz in Hain, Post Küps/Ofr. - Jakob Staib in Regensburg, Straubingerstraße 14 - Bartholomäus Dorn in Biburg bei Abensberg/Ndb. - Bayerische Schafzuchtgesellschaft München - 52 -


Geschichte der Rassen -

Christian Schleich, München Johannes Freiherr von Gumppenberg, Pöttmes/Obb. Freiherr Sigmund von Pfetten, Niederarnbach Staatsgut Neuhof bei Kaisheim/Schw. Andreas Stuhler, Prettelshofen bei Wertingen/Schw. Leonhard Häußler, Dillingen, Donaustraße 4 Georg Zimmermann, Beuttenstetterhof bei Dillingen Anton Mannes, Nordfelderhof bei Dillingen Johann Käßmeyer, Nenningshof bei Lauingen Matthäus Käßmeyer, Riedwirtshof bei Dillingen Amtmann Bauersack, Schweighof bei Coburg Bayerische Viehverwertung in Hochmutting bei München Andreas Burthart, Augsburg, Alpenstraße 16 Jakob Sieder, München.

Im Rahmen der Verdrängungskreuzung mit Böcken des Württemberger Schafes ist das Frankenschaf restlos im „Deutschen veredelten Landschaf“ aufgegangen. Seit 1923 wird das Frankenschaf offiziell nicht mehr gezüchtet. Mit dieser Verdrängungskreuzung blieben trotzdem die guten Eigenschaften des Frankenschafes, wie Härte, Genügsamkeit, Gängigkeit, im Deutschen veredeltem Landschaf erhalten. Seit 1926 wird diese neue Rasse durch die Verbände Baden, Bayern und Württemberg nach völlig gleichen Grundsätzen und Verfahren gezüchtet mit dem Erfolg, dass eine völlige Vereinheitlichung der gesamten Rasse in Wolle und Körper erzielt werden konnte. Als größter Zuchterfolg der „Dreißiger Jahre“ gilt die weitgehend erreichte Vereinheitlichung der Wollfeinheit im gesamten Zuchtgebiet. Die Vorausschau der Zuchtleitung und der Züchter, sowie die Erkenntnis zur notwendigen Anpassung der Zuchtziele an die sich wandelnden Erfordernisse des Marktes werden auch durch die sich mehrmals geänderte Rassebezeichnung des Merinolandschafes dokumentiert. Bis 1935 wurde es bekanntlich als „Württemberger Schaf“ bezeichnet, das sogar bis zum 22. September 1932 in zwei Zuchtrichtungen I und II (feine und gröbere Wolle) gezüchtet wurde. Die Namensänderung in „Deutsches veredeltes Landschaf“ erfolgte für alle süddeutschen Verbände einheitlich im Jahr 1935, nachdem diese Rasse nicht mehr auf Württemberg beschränkt war, sondern sich in ganz Süddeutschland durchgesetzt hatte. Damit kam das großräumig stärker vereinheitlichte Zuchtziel zum Ausdruck. Erst nach der ersten DLG-Schau nach dem Zweiten Weltkrieg in Frankfurt 1950 gelang es Dr. Diener, dem damaligen Zuchtleiter in Bayern, die Rassebezeichnung „Merinolandschaf“ durchzusetzen, denn die ausländischen Interessenten konnten mit der alten Rassebezeichnung nichts anfangen. Für sie war das Merinoschaf und die Merinowolle ein Begriff. Es gelang während der 200-jährigen Zuchtarbeit, den Charakter der weltbekann- 53 -


Geschichte der Rassen ten Merinowolle mit den geringen Haltungsansprüchen der Landschafe genetisch zu kombinieren und zu festigen.

links: Abbildung 32: Zuchtschaf GR 953 aus der Herdbuchzucht Sebastian Grillenberger, Wiesentheid. Bild vom 15.05.1968. Aufnahme von W. Dunz rechts: Abbildung 33: Merinolandschaf - Altschaf S 970 aus der Herdbuchzucht Christian Schleich, Kirchstockach, DLG-Frankfurt I h Preis. Aufgenommen am 23.05.1950, Aufnahme W. Dunz.

links: Abbildung 34: Zuchtbock T 3333 von den Landw. Lehranstalten Triesdorf, Siegerbock Elite Ansbach am 31.01.2006, geboren am 23.11.2004, 147 kg, gekört: Bemuskelung 9, Wolle 8, Äußere Erscheinung 8. Bild: C. Mendel rechts: Abbildung 35: Kopf vom Zuchtbock K 1877 von Anton König, Burgebrach, Siegerbock Elite Ulm 2009. Bild: C. Mendel

Gewaltige Fortschritte hinsichtlich Körperform und Typentwicklung wurden in den Jahrzehnten vor 1945 und besonders nach dem Zweiten Weltkrieg gemacht. Infolge der Liberalisierung des Wollmarktes ab 1950 fielen die Wollpreise rapide und die Fleischpreise verbesserten sich. Dies hatte Auswirkungen auf das Zuchtziel. Es wurde eine rasche und tief greifende Typumstellung zum Zweinutzungsschaf notwendig. Der sog. „Wirtschaftstyp“, ein tiefes, gut bemuskeltes Tier wurde gefordert, ein Schaf mit hoher Mast- und Schlachtleistung.

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Geschichte der Rassen

Heute ist das Merinolandschaf mit knapp einem Drittel aller bayerischen Zuchttiere die Hauptrasse in Bayern und das Rückgrat der Bayerischen Herdbuchgesellschaft für Schafzucht. Das Merinolandschaf stellt die wichtigste Rasse auf den Auktionen mit 60 65 % der verkauften Böcke und 77 % des Umsatzes.

Abbildung 36: Bocknachtzucht-Siegersammlung des Züchters Rainer Füller, Stettbach (Bildmitte) von der Merinolandschafelite 2008 in Ansbach, Bockvater RL 1300 gezüchtet von Klemens Roß, Lonnerstadt (links im Bild), rechts im Bild Anton König, Burgebrach. Bild: C. Mendel

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Geschichte der Rassen b) Fleischschafrassen Mit der Ausbreitung der Koppelhaltung begann gleichzeitig der große Boom der Texelschafzucht. Johannes Freiherr Riederer von Paar beantragt mit Schreiben vom 5.9.1965 die Aufnahme des Texelschafes ins Herdbuch (Auszug): „Die Verbreitung von Texelschafen nimmt in weiten Teilen Norddeutschlands sprunghaft zu. Besonders scheinen daran die Gebiete der Schafzuchtverbände Niedersachsen, Westfalen, Hessen-Nassau und Kurhessen beteiligt. Da die genannten Verbände weiterhin in großer Zahl Texelschafe aus Holland importieren, verteuern sich die Preise von Jahr zu Jahr. Die Umsätze in Paderborn, ca. 200.000.- DM innerhalb von fünf Stunden, sollte auch uns bayerische Züchter sowie unseren Verband aufmerksam machen.“ Das Texelschaf wurde 1965 vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten nach erfolgter Überprüfung durch eine DLG-Kommission anerkannt. Diese Rasse erlebte nach anfänglicher züchterischer Begeisterung einen zahlenmäßigen Rückgang (1966: 69 Herdbuchbetriebe/ 1.561 Herdbuchschafe; 2009: 11 Herdbuchbetriebe/300 Herdbuchschafe = 2 % Anteil an HB-Tiere gesamt). Ein Grund für diesen Rückgang war u.a. die weitere züchterische Anerkennung von zusätzlichen Fleischschafrassen. Abbildung 37: Sieger Texelund Dorperböcke, Ulm 2006 Siegerbock von Martin Zankl, Buchbach Z 159, dritter Platz AH 257 von Reinhard Alberter, Heideck. Bild: C.Mendel

Das Texelschaf hat seinen Namen von der Insel Texel in Holland und entstand Mitte des 19. Jahrhunderts durch Einkreuzung der englischen Rassen Leicester und Lincoln. Bei der Einführung dieser Rasse in Bayern wurden die Tiere hauptsächlich in mittleren bis größeren bäuerlichen Betrieben neben Rindern oder als Restgrünlandverwerter im Ackerbaubetrieb gehalten. Texelböcke werden auch in der Kreuzungszucht mit Merinoland- und Bergschafen zur Produktion von Schlachtlämmern mit sehr gutem Erfolg eingesetzt. Das Texelschaf ist ein absolutes Koppelschaf mit saisonalem Brunstzyklus. Die große Wachstumsleistung und der geringe Verfettungsgrad bedingen neben der Frühreife und Widerstandsfähigkeit seine Wirtschaftlichkeit.

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Geschichte der Rassen Der älteste noch aktive Züchter dieser Rasse ist Vitus Ausfelder, Unterschleißheim (Zuchtbetrieb seit 1966). Von 1966 bis 1975 erfolgte in den Texelzuchtbetrieben die Feststellung des Woll- und Körpergewichtes bei Jährlingen und Jungböcken. In der bayerischen Texelzucht gibt es derzeit zwei Richtungen. Einerseits Betriebe, die auf Maedi sanieren und damit als maedi-unverdächtig gelten und andererseits die Betriebe, die sich diesem Programm nicht angeschlossen haben. Texelzüchter beteiligen sich seit 2006 an der gemeinsamen Auktion der süddeutschen Verbände für Milchschaf-, Dorper- und Texelböcke aus maedi-unverdächtigen Betrieben in Ulm bzw. Ilshofen. Weitere Marktorte sind Altheim, Dettelbach und Weilheim. Das Schwarzköpfige Fleischschaf entstand als eigenständige Rasse um die Zeit des Ersten Weltkrieges aus verschiedenen englischen schwarzköpfigen Fleischrassen, vorwiegend aus Oxford und Hampshire, die bereits vor der Jahrhundertwende in Deutschland reinrassig gehalten wurden. Analog den Ausgangsrassen sind Kopf, Ohren und Gliedmaßen dunkelbraun bis schwarz gefärbt, das geschlossene Vlies ist weiß. Diese Rasse ist durch ihre Wüchsigkeit, Fruchtbarkeit und Anpassungsfähigkeit in Reinzucht und Kreuzung sowie unter den Bedingungen der Koppel- und Hütehaltung hervorragend für die Mastlämmerproduktion geeignet.

Abbildung 38: Bocknachzucht Siegersammlung Erwin Straßl, Padersberg (links im Bild), Bockvater LK 215 aus der Zucht Alexander Lochbrunner, Kirchhaslach, daneben Wilhelm Huber, Müllerthann und Hans Trinkl, Hackermoos. Bild: C.Mendel

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Geschichte der Rassen Als neue Schafrasse wurde 1969 das Deutsche Schwarzköpfige Fleischschaf in Bayern erstmals herdbuchmäßig erfasst. Im Anerkennungsjahr bestand eine Herdbuchzucht mit 83 eingetragenen Zuchttieren. 1975 hielten 6 Zuchtbetriebe 236 Herdbuchschafe und 1980 waren es bereits 34 Herdbuchzüchter mit 1.318 Tieren. Dieser positive Trend setzte sich fort bis Ende 1989 mit 35 Züchtern und 1.371 Tieren. Am 1. Januar 2009 halten 16 Zuchtbetriebe 660 Herdbuchtiere (4 % Anteil an HB-Tieren gesamt). Im Rahmen dürfte die Rasse die oberste züchterische Grenze erreicht haben. Eliteböcke können mit 15 Lebensmonaten über 150 kg Lebendgewicht erreichen. Die ersten Importe der Rasse „Bleu du Maine“, einer Lokalrasse der französischen Atlantikküste, erfolgten Anfang der 70-er Jahre nach Deutschland. Im Jahr 1977 wurde sie als Blauköpfiges Fleischschaf im bayerischen Zuchtbuch anerkannt. Die Rasse ist eine reine Koppelrasse mit einer außerordentlichen Leistungsbereitschaft, vor allem die hohe Fruchtbarkeit muss hervorgehoben werden. Sie hat sich in einer relativ kleinen Populationen in Bayern etablieren können.

Abbildung 39: Blauköpfiger Fleischschafbock B 174 v. Günther Beil, Unterschleißheim. Bild: C. Mendel

Das Suffolkschaf hat seinen Namen von der Grafschaft Suffolk im Südwesten Englands und ist eine der weltweit verbreitetsten Schafrassen. Sie entstand dort Anfang des 19. Jahrhunderts aus der Kreuzung gehörnter Norfolk-Mutterschafe mit Böcken der Rasse Southdown in Verbindung mit gezielter und konsequenter Selektion. Bei dieser Rasse ist die Fleischnutzung vorrangig. Eliteböcke können mit 15 Lebensmonaten über 150 kg

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Geschichte der Rassen Lebendgewicht erreichen. Zu den Rassekennzeichen gehört der schwarze, unbewollte und ungehörnte Kopf sowie die schwarzen Ohren und Beine. Die Wolle hat einen CrossbredCharakter mit einer Feinheit von 31 bis 34 Micron. Für das Suffolk wurde 1979 das Zuchtbuch eröffnet. Zwei größere Zuchtimporte aus Frankreich waren die Grundlage für eine breite Zuchtbasis. Nach Jahren der Diskussion über den „richtigen“ Typ zwischen den gut bemuskelten, mittelrahmigen englisch/französischen oder den großrahmigen amerikanischen Typ wird heute der mittelgroße Rahmen mit bester Bemuskelung bevorzugt. In der Kreuzungszucht wird speziell auf die Eigenschaften Frohwüchsigkeit und Fleischfülle gesetzt. Ende 1980 bearbeiteten drei Zuchtbetriebe insgesamt 100 Zuchttiere herdbuchmäßig. Im Jahr 2009 befassen sich 12 Betriebe züchterisch mit dieser Rasse und halten 349 Zuchtschafe (2 % Anteil an HBTiere gesamt).

Abbildung 40: Sophia Trinkl auf dem ZLF 2008 mit einem Suffolkschaf. Bild: BBV-Pressestelle

Nach der für Schwarzköpfige Fleischschafe im Jahr 1993 wiederaufgenommen und der 1995 für Suffolkböcke erstmalig durchgeführten bundesweiten Eliteveranstaltung wird ab 1997 eine gemeinsame Eliteveranstaltung für beide Rassen abgehalten. Bayerische Züchter erreichten hervorragende Ergebnisse, einmalig dürfte das Abschneiden von Willi Neumüller, Eschenbach sein, der bei den ersten fünf Suffolkeliten den Siegerbock stellte. Zur Gruppe der Fleischschafrassen zählen noch folgende weitere Rassen: Weißköpfiges Fleischschaf, Merinofleischschaf, Ile de France, Shropshire und Dorper. Die Erläuterung zu allen Rassen erfolgt im 6. Kapitel. - 59 -


Geschichte der Rassen c) Bergschafrassen Anfang des 17. Jahrhundert war das Zaupel- oder Steinschaf im bayerischen Teil der Alpen vorherrschend. Bis Ende der 30er Jahre waren in Bayern vier verschiedene Bergschafrassen, nämlich das Stein-, Goggel-, Kärntner- und Bergamaskerschaf bekannt. Als Goggelschaf wurden alle Tiere bezeichnet, die nicht eindeutig einer der drei anderen Rassen zuzuordnen waren. Sämtliche vier Rassen tragen Schlichthaarwolle im C-CD-Charakter von großer Länge und meist seidigem Glanz. Bei allen Rassen sind melierte, braune und tiefschwarze Vliese zu finden.

Abbildung 41: Schafabtrieb, Viehscheid der Schafe in Partenkirchen 1939. Bild: W. Dunz

Diese Rassenvielfalt widersprach der damaligen Bestrebung nach Rassenbereinigung und behinderte eine zielgerechte züchterische Arbeit in der gesamten deutschen Bergschafhaltung. Aus diesem Grund entschloss man sich im Jahre 1939 auf Anregung Bayerns (Dr. H. O. Diener, München), für das gesamte Bergschafzuchtgebiet einheitliche Zuchtziele und Zuchtverfahren aufzustellen. Über die bisherigen Lokaltypen und –schläge hinweg hat man sich dahin geeinigt, das größte und wirtschaftlichste Bergschaf im Typ des früheren Bergamasker-/Kärntnerschafes als anzustrebende Rasse zu züchten und dieses als „Deutsches Bergschaf“ zu bezeichnen. Die beiden Rassen „Steinschaf“ und „Bergamaskerschaf“ bildeten die Ausgangsrassen für alle heutigen Bergschafrassen. Im geringen Umfang hat auch noch das Paduanerschaf die Bergschafrassen, vor allem das Kärntnerschaf, beeinflusst. Typisch für das Paduanerschaf waren die Brillenzeichnung und die schwarzen Ohrenspitzen. - 60 -


Geschichte der Rassen Mit nachahmenswertem Beispiel ist das „Werdenfelserland“ züchterisch vorangegangen. Bereits im Jahr 1923 wurde dort ein Bergschafzuchtverein gegründet. Schon am 21.09.1924 konnte der Verein seine erste Bergschafschau, zu den 95 Schafe kamen, veranstalten. 1931 folgte die zweite Schafschau, zu der 26 Stein-, 27 Goggel-, 15 Bergamaskerschafe und 25 Kreuzungstiere gebracht wurden. Bis 1942 folgten weitere Prämierungen. Nach dem zweiten Weltkrieg datiert die erste Prämierung des Vereins der Werdenfelser Bergschafzüchter aus dem Jahr 1953. Von 1956 bis 2008 wurde sie jährlich durchgeführt. Abbildung 42: Bergamasker-Gruppe mit Altbock, Jährlingssöhnen und Jungschaf von Paul Grasegger, Garmisch 1939. Bild: W. Dunz

Die Bergschafschauen mit Prämierung im gesamten bayerischen Alpengebiet und im Bayerischen-/Böhmerwald, veranstaltet vom Landesverband Bayerischer Schafzüchter waren bis 1941 beliebte Züchterveranstaltungen, die der Bergschafzucht einen züchterischen und zahlenmäßigen Auftrieb brachte. Geldprämien, kleine und große Staatspreismedaillen waren ein weiterer züchterischer Anreiz zur Verbesserung der Qualität der Tiere. Im Jahr 1938 ergab eine Zählung über 22.000 Bergschafe. Die größte Tierzahl auf Prämierungen wurde mit 1.370 aufgetriebenen Bergschafen im Jahr 1940 erreicht (vgl. Tabelle 16). Tabelle 16: Bergschaf-Prämierungen im Jahr 1940 (nach Diener 1940).

Datum 26. September 1940 30. September 1940 1. Oktober 1940 2. Oktober 1940 3. Oktober 1940 19. Oktober 1940 1940

Ort Garmisch Teisendorf Siegsdorf Lenggries Weissach am Tegernsee Immenstadt Orte im Bayerischen-/Böhmerwald - 61 -

Schafe 169 355 147 141 68 149 341


Geschichte der Rassen Heute gibt es in allen Gebirgslandkreisen gut organisierte Schafhaltervereinigungen, die im ein- oder zweijährigen Turnus Prämierungen durchführen, welche die züchterische Entwicklung der Bergschafrassen fördern und unterstützen. In der Zucht des Bergschafes besteht seit vielen Jahren das Bestreben, die Fleischleistung dieser Rasse zu verbessern, um die Wirtschaftlichkeit zu sichern. 1938 wurde mit der Herdbuchführung und Leistungsprüfungen bei den Bergschafen begonnen. Zum Ende des Jahres 1941 waren nachstehende Betriebe züchterisch erfasst: Strafgefängnis Bernau, Gutsverwaltung Wallenburg, Paul Grasegger, Garmisch, Glatz, Garmisch, Elsaß, Werdenstein und Kollmann, Weitenau. Nach dem Krieg im Jahr 1948 nahm der Landesverband Bayerischer Schafzüchter die züchterische Arbeit wieder neu auf. Am 31.12.1951 verteilten sich die Zuchtstätten des Deutschen Bergschafes auf zwei Gutsbetriebe: Gutsverwaltung Wallenburg und Strafgefangenenanstalt Bernau und sechs bäuerliche Kleinschäfereien: Michael Bernauer, Haslach (TS), Josef Gehmacher, Hausen (TS), Blasius Glatz, Garmisch, Paul Grasegger, Garmisch, Clement Mangold, Wengen (GAP) mit einem eingetragenen Herdbuchbestand von 268 Bergschafen. Die Altböcke brachten im Zeitraum von 1948 bis 1951 im Durchschnitt 4,9 kg Wolle und 72 kg Lebendgewicht auf die Waage, die Mutterschafe 3,3 kg Wolle und 58 kg Körpermasse. Die Herdbuchzucht des Weißen Deutschen Bergschafes konzentrierte sich bis in die Mitte der 70er Jahre auf den Landkreis Garmisch-Partenkirchen, um die Gebiete um Laufen, Kiefersfelden und Oberstdorf. Mitte der 70er Jahre kamen aus den anderen oberbayerischen, etwas später auch aus den schwäbischen Alpenregionen interessierte Bergschafzüchter dazu. Der erste Bockmarkt für Weiße Bergschafe fand am 23. Februar 1940 in der Hochlandhalle in Weilheim statt. 26 Böcke wurden der Körkommission vorgestellt, vertreten durch Christian Schleich sen., Kirchstockach, und Martin Elsaß, Werdenstein. 21 Böcke wurden gekört. Die zweite bayerische Bergschafversteigerung fand am 6. November 1941 ebenfalls in Weilheim statt. Aufgetrieben wurden 73 Tiere. An der Spitze rangierten Zuchttiere aus dem Werdenfelsergebiet, gefolgt von Allgäuer Züchtern, die erstmals Böcke lieferten. 1942 folgte die dritte Auktion in Weilheim. Abbildung 43: Weißes Bergschaf, Siegerböcke auf der Jubiläumsprämierung 2008 in Miesbach, von rechts Rudolf Hief, Helmut Spieß, Martin Lorenz und Andreas Leitenbauer, Bild: C. Mendel

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Geschichte der Rassen Bis zum Jahre 1964 wird der „Verein Werdenfelser Bergschafzüchter“ bei der Bayerischen Herdbuchgesellschaft für Schafzucht als eine Herdbuchzucht geführt. Ab 1965 werden diese Mitglieder einzeln gezählt. Züchterische Höhepunkte bilden auch heute noch der jährliche Frühjahrsmarkt in Miesbach und der Herbstmarkt in Weilheim. Im Jahr 1990 wurde, bisher einmalig in Deutschland, die Schur aller zur Körung aufgetriebenen Bergschafböcke eingeführt. Bei allen Böcken wird zuerst die Wolle beurteilt. Anschließend erfolgt sofort die Schur und danach vergibt die Körkommission die Noten für die Bemuskelung und Äußere Erscheinung. Der große Vorteil, Böcke geschoren zu benoten, ist die wesentlich objektivere Beurteilung der Bemuskelung und außerdem können körperliche Fehler deutlich gemacht werden. Züchterisch wirkt sich dies auf eine stärkere Bevorzugung gut proportionierter und fleischbetonter Böcke aus. Die ursprüngliche Rassenvielfalt in den Gebirgsregionen konnte in den letzten 30 Jahren aus kleinen Restbeständen wieder aufgebaut werden. Das „Braune Bergschaf“ ist ein ganzfarbig braunes Schaf im Typ des Weißen Bergschafes. Braune Schafe wurden vor allem für die Herstellung des naturfarbenen Lodens gehalten. Das Braune Bergschaf war in Bayern fast ausgerottet. Erst in den 70-er Jahren züchteten wieder einige Schafhalter diese Rasse. Als Hauptzuchtgebiet kristallisierte sich der Landkreis Miesbach heraus. Auf Antrag der Schafhaltervereinigung Tegernseer Tal wurde im Herbst 1977 das Braune Bergschaf als Rasse anerkannt und ins Bayerische Herdbuch aufgenommen.

Abbildung 44: Braune Bergschafe am Stuiben vom Züchter Josef Grasegger, GarmischPartenkirchen Bild: Karin Grasegger.

1989 wurden mit unterschiedlichem Erfolg Braune Bergschafböcke aus Südtirol importiert. Die Braunen Bergschafzüchter schlossen sich 1992 zu einer Arbeitsgemeinschaft Braune Bergschafe (seit 2006 Schwarze und Braune Bergschafe) zusammen. Dem langjährigen Vorsitzenden Josef Grasegger, Partenkirchen, ist es zu verdanken, dass diese Rasse heute wieder einen festen Platz in der bayerischen Schafzucht einnimmt.

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Geschichte der Rassen

Das „Brillenschaf“ entstand aus der Einkreuzung von Paduaner- und Bergamaskerschaf in das im südlichen Kärnten (Karnische Hauptkette, Karawanken, Steiner Alpen) bodenständige Steinschaf. Zuchtzentrum war der Ort Seeland. Dieses Gebiet fiel 1920 an Slowenien, dort wird die Rasse als Seeländerschaf bezeichnet. Das ehemalige Zuchtgebiet reichte bis in den Altlandkreis Laufen. Traditionell wurden dort seit über 100 Jahren die Brillenschafe zur Sömmerung auf die Kapruner Schafalm gebracht. Charakteristisch für die Rasse ist die typische schwarze Pigmentierung (Brille). Seit 1990 ist das Brillenschaf in Bayern als eigenständige Rasse wieder anerkannt. Abbildung 45: Kärtner Brillenschafbock, Weildorf 1939. Bild: W. Dunz

Das „Steinschaf“ stammt vom Zaupelschaf ab und entspricht der ursprünglichen Schafrasse der Alpen. Es ist eine der ältesten noch vorhandenen bayerischen Schafrassen. Es wird seit 1991 von der Bayerischen Herdbuchgesellschaft betreut. Ab 1997 wurden die drei Rassen Alpines Steinschaf, Krainer Steinschaf und Tiroler Steinschaf in getrennten Herdbüchern geführt. Das Tiroler Steinschaf hat seinen Zuchtschwerpunkt im Tiroler Zillertal und wird im Gegensatz zu den anderen Steinschafrassen deutlich großrahmiger gezüchtet. Die Restbestände des Alpinen Steinschafes wurden auf Initiative der Züchter Dr. Gerhard Burkl, Christian Haarpaintner und Dr. Reiner Seibold, die seit 1985 bei ihren ungezählten Fahrten noch dem ursprünglichen Typ entsprechende Einzeltiere aus Berchtesgaden, Garmisch, Nauders und Weerberg (Tirol) zukauften. Abbildung 46: Alpine Steinschafe von Josef Aschauer, im Eingangsbereich des Wimbachtales, Nationalpark Berchtesgadener Land. Bild: Josef Aschauer

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Geschichte der Rassen Im Rahmen eines ersten Zusammentreffens von Alpinen Steinschafzüchtern aus Bayern und Österreich am 23. Februar 2000 in Rohrdorf wurde für die Rasse eine einheitliche Rassebeschreibung und -bezeichnung festgelegt. Im Rahmen einer Prämierung auf der Glentleiten wurde am 9. Oktober 2004 die Arbeitsgemeinschaft der Alpinen Steinschafzüchter gegründet. Zur Sprecherin wurde Renate Aschauer gewählt. Der Betrieb Josef Aschauer, Ramsau, hält den letzten Originalbestand. Jedes Jahr treffen sich nun die Züchter und Freunde dieser Rasse auf einem Zuchtbetrieb, dort wird die komplette Schurwolle gesammelt und drei Züchterinnen vermarkten mit einem regionalen Wollprojekt die komplette Schurwolle. Das Krainer Steinschaf war in seiner ursprünglichen Heimat im Nordwesten Sloweniens in den 80-er Jahren akut vom Aussterben bedroht. Die Rasse wird in ihrem Ursprungsgebiet auf einer Alm bei Bovec gemolken. In einem Kreuzungsversuch sollten die Restbestände mit Ostfriesischen Milchschafen gepaart werden. Reinrassige Krainer Steinschafe wurden Anfang der 90-er Jahre von Dr. Reiner Seibold an interessierte Züchter im Allgäu abgegeben und dort mit großem Engagement weitergezüchtet. . Am 1. Januar 2009 waren bei der Bayerischen Herdbuchgesellschaft für Schafzucht 11 Bergschafrassen (Weißes Bergschaf, Braunes Bergschaf, Schwarzes Bergschaf, Brillenschaf, Alpines Steinschaf, Krainer Steinschaf, Tiroler Steinschaf, Walliser Schwarznasenschaf, Walliser Landschaf, Juraschaf, Montafoner Steinschaf) in 149 Zuchtbetrieben mit 4.136 Zuchttieren erfasst (24 % Anteil an HB-Tiere gesamt). Aus der engen Zusammenarbeit mit den österreichischen und italienischen Bergschafverbänden resultiert die Bergschaf-Interalpin, die seit 1997 in Innsbruck im dreijährigen Turnus veranstaltet wird. Die 2001 eingeführten jährlichen „Internationalen Schafalmbegehungen“ an verschiedenen Orten in Bayern (Garmisch 2001, Farchant 2008), Österreich und Südtirol mit Vorstellung der Almwirtschaft sind beliebte Treffpunkte der Bergschafhalter. Im November 2000 schlossen sich die Schafzuchtverbände Österreich, Südtirol, Trentino, Slowenien und Bayern zur „Vereinigung der Bergschafzüchter im Alpenraum“ zusammen mit dem Ziel, die Schafhaltung im Alpenraum langfristig zu sichern. Zur Gruppe der Bergschafe zählen noch folgende weitere Rassen (siehe Beschreibung im Kapitel 6): Schwarzes Bergschaf, Montafoner Steinschaf, Walliser Landschaf, Walliser Schwarznasenschaf und Juraschaf. Die Bergschafrassen sind über Jahrhunderte gezüchtet worden, um unter schwierigen Haltungs- und Witterungsbedingungen Menschen mit Wolle, Fellen und Fleisch zu versorgen. Die Leistungen der Bergschafrassen sind genauso wie seine Fruchtbarkeit, Robustheit und Langlebigkeit wesentliche Eigenschaften, die auch für unsere nachfolgenden Generationen erhalten bleiben müssen. - 65 -


Geschichte der Rassen d) Landschafrassen Das Rhönschaf ist die älteste züchterisch betreute Rasse der Mittelgebirgslagen und seit jeher schwerpunktmäßig in der Rhön, am Vogelsberg und in Thüringen verbreitet gewesen. Es wurde in Genossenschafts- und Gemeindeherden gehalten. 1844 wird das Rhönschaf erstmalig als genügsam, anpassungs- und widerstandsfähig bei Haltung an feuchten Standorten beschrieben. 1865 findet auf dem Gut der Freiherren von Thüngen ein Zuchtversuch mit Rhönschafen und Southdowns statt. 1876 werden auf der 1. Landesschafschau für das Königreich Bayern aus unter- und mittelfränkischen Herden Rhönschafe aufgetrieben. 1887 erscheint auf der 1. DLG-Ausstellung in Frankfurt/Main der Landwirtschaftliche Verein Dermbach mit Rhönschafen. 1921 gründete sich der Verband der Rhönschafzüchter mit Sitz in Meiningen. Damals gab es vier Stammherden, eine davon aus Bayern: das Rittergut Völkershausen bei Mellrichstadt der Freiherren von Stein, die als einzige Stammherde in Bayern vor dem Zweiten Weltkrieg existierte. Im Jahr 1927 betrug der Anteil der Rhönschafe beim Landesverband Bayerischer Schafzüchter 2,21 % und 1936 nur noch 1 % (4.383 Tiere). Am 31. März 1928 waren im Herdbuch des Landesverbandes Bayerischer Schafzüchter zwei Böcke und 92 Schafe aus einer Herde eingetragen. Für das Rhönschaf wird 1936 ein genau umrissenes Zuchtgebiet bestimmt. Es beschränkt sich auf die nördlichen Teile der Landkreise Brückenau, Bad Kissingen, Neustadt/Saale und Mellrichstadt. Erst ab dem Jahre 1948 war es dem Landesverband Bayerischer Schafzüchter wieder personell und technisch möglich, in Unterfranken sechs und in Oberfranken zwei Rhönschafzuchtbetriebe züchterisch und leistungsmäßig zu betreuen.

Abbildung 47: Rhönschafbock, Siegerbock B 473, geb. 12.4.1999, 113 kg, gezüchtet und vorgestellt von Siegbert Bergmann bei der ersten Bundesschau Rhönschafe 2003 in Mömbris. Bild: C. Mendel

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Geschichte der Rassen In Unterfranken wurden bei der Viehzählung 1950 insgesamt 6.396 Rhönschafe festgestellt. Ab 1950 entstehen in Bayern und Hessen wieder vermehrt Herdbuchzuchten. In Bayern zählen zu diesem Personenkreis Otto Stritzel, Bug, und Siegbert Bergmann, Mömbris, Friedrich Ehmer, Schönbachsmühle, Gerhard Steffke, Schloßguttendorf und Herbert Kotschy, Miltenberg. Im März 1950 fand in Bischofsheim der erste Bockmarkt für Rhönschafe statt. Im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft mit dem kurhessischen Landesschafzuchtverband findet ab diesem Zeitpunkt jährlich bis 1958 je eine Absatzveranstaltung abwechselnd in Bayern (Bischofsheim) und Hessen (Wüstensachsen) statt. Ab 1959 bietet die Bayerische Herdbuchgesellschaft für Schafzucht die Rhönschafböcke gemeinsam mit anderen Rassen an den Auktionsorten Würzburg, Bamberg und Regen an. Ab 1990 halten der Hessische Verband für Schafzucht und –haltung e.V. im Wechsel mit dem Thüringischen Schafzuchtverband die jährlich stattfindende Absatzveranstaltung für Zuchtböcke der Rassen Rhönschaf und Coburger Fuchsschaf in Hilders bzw. Dermbach ab. Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rhönschafzüchter veranstaltete am 23./24. August 2003 in Heimbach bei Mömbris am Betrieb Siegbert Bergmann die erste Bundesschau der Rhönschafe mit insgesamt 75 Zuchttieren. Am 1. Januar 2009 befassen sich in Bayern 31 Betriebe mit 1.838 eingetragenen Herdbuchschafen züchterisch mit dieser Rasse (11 % Anteil an HB-Tiere gesamt). Das Coburger Fuchsschaf ist eine bodenständige Landschafrasse der Mittelgebirge. Diese alte Landschafrasse besiedelte im 19. Jahrhundert weite Teile der europäischen Mittelgebirge und war je nach Region und Zuchtgebiet unter verschiedenen Namen bekannt. Durch Veröffentlichungen von Otto Stritzel, einem schwäbischen Schäfer- und Tuchmachermeister, der sich in Bug bei Münchberg niederließ, wird man in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wieder auf diese Rasse aufmerksam. Er suchte für seine Tweedherstellung ein bodenständiges und widerstandsfähiges Schaf, das dafür eine geeignete Wolle brachte. Er begann 1943 mit der Zucht von 30 Coburger Fuchsschafen. In den ersten Jahren hatten diese Tiere gefleckte Köpfe, Beine und die Brauntöne variierten sehr. 1945 betrug das Durchschnittsgewicht der Muttertiere nur 35 kg. Durch die Einkreuzung von Böcken der Welsh-Mountain-Rasse, Solognot- und Texelböcken erhöhte sich das Durchschnittsgewicht der Mutterschafe auf 60 kg. Auf Grund der besseren Haltung und strengen Selektion liegen heute die Gewichte der Mutterschafe zwischen 60 und 85 kg. Die Altböcke wiegen zwischen 85 und 105 kg. Aus dem leichten, zierlichen Landschaf ist ein bemuskeltes, rahmiges Schaf geworden.

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Geschichte der Rassen

Abbildung 48: Coburger Fuchsschafherde Stephan Graf, Windach. Bild: C. Mendel

In seinem Antrag vom 14.7.1965 auf Anerkennung der Fuchsschafe als Rasse für die Mittelgebirge schreibt Otto Stritzel, Münchberg-Bug (Auszug): „Wie Ihnen bekannt ist, befasse ich mich neben der Zucht der Rhönschafe seit über 20 Jahren mit der Zucht der früher in den bayerischen Mittelgebirgen beheimateten Fuchsschafe. Die damals im Aussterben begriffene Rasse, mit unbefriedigenden Leistungen in Bezug auf Fleisch und Wolle, konnte ich … zurückzüchten und so die Rasse nicht nur vor dem Aussterben retten, sondern sie sogar zu einem ausgezeichneten Wirtschaftstyp entwickeln. Im Rahmen der Schafzuchtberatungen werden meine Fuchsschafe vom Tierzuchtamt Bamberg betreut und in den letzten Jahren zuchtbuchmäßig erfasst. Nachfolgend aufgeführte Durchschnittsleistungen liegen vor: Jahr Mutterschafe Schurgewicht Lebendgewicht Ablammrate Anzahl kg kg 1963 108 3,1 57,3 1,50 1964 111 3,2 64,3 1,46 Die Fuchsschafe sind besonders widerstandsfähig, genügsam und bringen in den Mittelgebirgen ausgezeichnete Leistungen. Sie sind gerade für die Mittelgebirge mit extremen klimatischen Verhältnissen besonders geeignet.“ 1966 erkannte die DLG das Coburger Fuchsschaf als Landschafrasse an und ab diesem Zeitpunkt wird diese Rasse in Bayern züchterisch bearbeitet. Im Stammzuchtbetrieb Stritzel wurden 130 Muttertiere in das Herdbuch aufgenommen. 1980 hielten erst zwei Zucht- 68 -


Geschichte der Rassen betriebe insgesamt 59 Herdbuchtiere. 1990 waren es 24 Mitgliedsbetriebe mit 567 Herdbuchtieren; im Jahr 2000 bereits 48 Züchter mit 1.811 Herdbuchtieren und am 1. Januar 2009 waren 47 Betriebe mit 1.931 eingetragenen Zuchttieren erfasst (11 % Anteil an HBTiere gesamt). Anlässlich des Bockmarktes in Bamberg gründete sich 1989 die „Arbeitsgemeinschaft der deutschen Fuchsschafzüchter“, Bayern wurde mit großem Engagement durch Verena Täuber, Mitwitz vertreten. Züchterische Aktivitäten sind die jährlichen Treffen der Halter und Züchter an verschiedenen Orten in Deutschland und Spezialschauen in Ahorn bei Coburg im zweijährigen Turnus. Die Graue Gehörnte Heidschnucke wurde 1979 ins Herdbuch eingetragen Die Rasse zählt zu den kurzschwänzigen nordischen Heiderassen und füllte die Nische einer Rasse mit streng saisonaler Brunst und extrem extensiven Haltungsbedingungen. Wertvolle Genetik wurde von bayerischen Züchtern aus dem Ursprungsgebiet in der Lüneburger Heide und von der Auktion in Müden/Örtze importiert. Das Waldschaf ist der direkte Nachfolger des bayerischen Zaupelschafes. Das Zaupelschaf wird in der Fachliteratur des 19. Jahrhunderts als die dominierende Rasse des südlichen Deutschlands und des gesamten Alpenraumes bezeichnet. Sie wird als die gewöhnlichste aller Rassen bezeichnet, die aufgrund ihrer groben, filzigen Mischwolle verschmäht wird. Diese alte und einst weit verbreitete Rasse ist eine robuste, extensive Landrasse mit sehr ruhigem Charakter, die aber mit den Hochleistungsrassen nicht konkurrieren kann und darf. Seine Stärke liegt in der Genügsamkeit einerseits und in der hohen Fruchtbarkeit und Asaisonalität andererseits.

Abbildung 49: Waldschafe bei Thomas Sieg, Pretzfeld. Bild: C. Mendel

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Geschichte der Rassen Ursprünglich wurde diese Rasse als im Bayerischen Wald als „Waldschaf“ bezeichnet. Der Bayerische Wald, der Böhmerwald und das Mühlviertel in Oberösterreich stellen auch heute noch ein geschlossenes Zuchtgebiet des Waldschafes dar. Ein weiteres Vorkommen existiert in Südungarn (Ciktaschaf). Die überwiegend mischwolligen Tiere sind weiß, es kommen auch braune und schwarze Waldschafe vor. Das Vlies muss einfarbig sein. Das Vliesgewicht erreicht 3,5 kg bei Altböcken und 3 kg bei Muttertieren. Altböcke wiegen 60 – 70 kg, Mutterschafe 40 – 55 kg. Innerhalb der Population des bayerischen Waldschafes lassen sich zwei Untertypen unterscheiden, ein größerer, mehr schlichtwolliger Typ sowie ein kleinerer mischwolliger Typ. Die genetische Streubreite dieser züchterisch nie bearbeiteten Rasse ist sehr groß. Das Zuchtziel liegt in der Erhaltung einer ursprünglich robusten Landrasse, die auch in Grenzertragsregionen und in der Landschaftspflege bestens eingesetzt werden kann. 1987 wurde diese Rasse in Bayern auf Antrag von Dr. Reiner Seibold züchterisch anerkannt. Reiner Seibold hatte in zahllosen Reisen in den Bayerischen Wald die letzten Restbestände aufgespürt. Vor allem auf dem Betrieb Josef Siegl, Unterbrettersbach bei Viechtach, fand er noch die traditionelle bäuerliche Waldschafhaltung. Seit drei Generationen war dort kein Fremdblut eingesetzt worden. Die Zucht begann mit 8 Bocklinien, von sechs Böcken konnten Anfang der 90-er Jahre eine staatliche Samenbank angelegt werden. 1990 hatten zwei Zuchtbetriebe 36 Zuchttiere, im Jahr 2000 gab es bereits 30 Zuchtbetriebe mit 722 Herdbuchschafen und 2008 sind es 29 Betriebe mit 1.055 Zuchtschafen (6 % Anteil an HB-Tiere gesamt). 1990 wurde in Bayern eine „Arbeitsgemeinschaft zur Erhaltung von Wald- und Steinschaf“ gegründet, die eine intensivere Zusammenarbeit der Züchter ermöglicht. Am 13.10.1991 fand in Massing die erste Waldschafprämierung statt. Aus dem ursprünglich gemeinsamen Arbeitskreis entwickelte sich Ende der 90er Jahre die „Arbeitsgemeinschaft der Bayerischen Waldschafzüchter“. Zur Gruppe der Landschafe zählen noch folgende weitere Rassen (siehe Beschreibung im Kapitel 6): Ciktaschaf, Weiße Gehörnte und Weiße Hornlose Heidschnucke, Bentheimer Landschaf, Jakobschaf, Scottish Blackface, Skudde, Romanov, Soayschaf, Herdwick und Kamerunschaf. Man kann nur hoffen und wünschen, dass die typischen Landschafrassen mit ihrer großen Widerstandsfähigkeit gegen raue Witterung und Krankheiten, Genügsamkeit, Marsch- und Pferchfähigkeit, guter Säugeleistung und Fleischqualität auch zukünftigen Generationen erhalten bleiben.

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Geschichte der Rassen e) Milchschaf Das Milchschaf gehört zu den schlichtwolligen Marschschafen. Sein Ursprungsgebiet ist Ostfriesland. Am 5. April 1927 wurde der Landesverband ostfriesischer Milchschafzüchter mit 95 Einzelmitgliedern als ordentliches Mitglied in den Landesverband Bayerischer Schafzüchter aufgenommen. Die Milchschafe hatten 1936 einen Anteil von 2,2 % am deutschen Gesamtschafbestand. Von 1953 bis 1957 betreute der Landesverband Bayerischer Schafzüchter noch die „Abteilung Milchschafzucht“. Es existierten eine eigene Anweisung für das Milchschaf zur Herdbuchführung, Leistungsprüfungsordnung und eine Zuchtzielbeschreibung. Die Herdbuchaufnahme führte im November eines jeden Jahres der Landesverband durch. Herdbuch-Milchschafe durften nur von eingetragenen Milchschafböcken belegt werden. Deckschein und Geburtsanzeigekarte waren die Grundlage für die Kennzeichnung der Lämmer (Tätowierung). Sämtliche eingetragene Schafe unterlagen der Milchleistungskontrolle. Eine Milchleistungskontrolle wurde nur anerkannt, wenn das Schaf täglich gemolken bzw. vom 56. Tag nach dem Ablammen an täglich gemolken wurde. Die Wollleistungsprüfung und die Feststellung des Körpergewichtes nach der Schur führte der Probenehmer durch. Für die Körung eines Bockes wurde ein Mindestfettgehalt der Mutter von 5 % verlangt, für die Leistungsnoten I und II ein Mindestfettgehalt von 5,5 %. Ausschlaggebend für die Feststellung der Zuchtwertklasse ist die Leistungsnote (Zuchtwertklasse I mindestens Leistungsnote II – Mindestleistung 18 bis 30 kg Milchfett je nach Alter der geprüften Schafe).

Abbildung 50: Milchschaf Anke von Josef Ehrmann, 1961, Jesenwang. Bild: Josef Ehrmann

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Geschichte der Rassen 1953 gründete Sepp Ehrmann den „Milchschafzuchtverein Südbayern“, dessen Vorsitzender er bis 1967 war. Die Milchschafhaltung konzentrierte sich von 1953 bis 1968 auf den südbayerischen Raum. Dem unermüdlichen Einsatz von Sepp Ehrmann war es zu verdanken, dass aus einigen wenigen Züchtern im Jahr 1953 der Mitgliederstand 1967 bis auf 150 anstieg. Eine Begründerin der bayerischen Herdbuchzucht war das Schaf „Pandura d 3“ aus der Zucht Ehrmann. Dieses Schaf brachte es in 8 Lebensjahren auf eine durchschnittliche Lebensleistung von 766 kg Milch – 43 kg Fett – 5,64 % Fett. Die Höchstleistung betrug 1960 in der 2. Laktation 936 kg Milch – 53 kg Fett – 5,66 % Fett. In 8 Lammungen hat es 23 Lämmer geboren, 6 Söhne und 6 Töchter gingen in Herdbuchzuchten. Da in Südbayern die Milchschafzucht zersplittert war, kaufte der Verein vier bis acht eigene Böcke an und stellte sie vorrangig den Herdbuchzüchtern zur Verfügung. Ein Zuchttierhaltungsvertrag regelte die Vatertierhaltung zwischen Verein und Zuchtbetrieb (Deckgeld 5.- DM für Mitglieder; 7.- DM für Nichtmitglieder). Da der Verein seine jährlichen Aufwendungen für die Mitglieder nur zu 45 % aus Eigenmitteln bestreiten konnte, gewährte das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ab 1957 einen jährlichen Zuschuss von 400.- DM (1957) bis zu 1.600.- DM (1970). Zu Ehren des am 13. Juni 1967 durch einen Verkehrsunfall getöteten 1. Vorsitzenden Josef Ehrmann wurde am 12. März 1968 der „Sepp Ehrmann-GedächtnisWanderpreis“ gestiftet. Diesen Preis bekam jeweils der Züchter, in dessen Betrieb das Tier mit der besten Milchleistung stand. Ende der 90-er Jahre wurde er zum letzten Mal an Therese Steindlmüller, Achenmühle, für ihre Verdienste um die bayerische Milchschafzucht, vergeben. Auf Grund des großen Interesses an der Milchschafhaltung in Bayern änderte der Milchschafzuchtverein Südbayern seine Satzung dahingehend, das Vereinsgebiet auf ganz Bayern auszudehnen und nannte sich ab dem 28. Januar 1968 „Milchschafzuchtverein Bayern“. 1972 trat die überarbeitete „Leistungsprüfungs-Ordnung für das Milchschaf“ auf Grund der Änderung des Bundestierzuchtgesetzes in Kraft. Die Milchleistungskontrolle und Ermittlung der Wollleistung übernahmen Angestellte des Landeskontrollverbandes. Das Jahr 1974 brachte für die bayerische Milchschafzucht und den Verein einschneidende Veränderungen. Auf Grund der DLG-Bestimmungen und des Tierzuchtgesetzes vom 8.9.1971 war es notwendig geworden, dass alle Milchschaf-Herdbuchzüchter Einzelmitglieder bei der Bayerischen Herdbuchgesellschaft für Schafzucht e.V. wurden. Der Milchschafzuchtverein verlor damit den Status als Zuchtverband mit Herdbuchführung.

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Geschichte der Rassen Ab 1.1.1974 wird er als Verein unter dem Namen: „Vereinigung Bayerischer Milchschafhalter“ eingetragen. Diese Vereinigung informiert die Mitglieder über Info-Blätter, hält jährlich die Mitgliederversammlung an verschiedenen Orten mit Fachvorträgen ab, unterstützt den Export von Zuchttieren nach Griechenland und Sardinien und präsentiert sich am Wollmarkt in Vaterstetten. Arbeitskreise wurden in Schwaben und Oberbayern gegründet. 1.Vorsitzende des Milchschafzuchtvereins: - Josef Ehrmann, München: 1953 bis 1967, - Anna Ehrmann, München: 1968 bis 1975, - Elisabeth von Hohberg, Eichenried: 1975 bis 1980, - Ludwig Dometshauser, Malching: 1981 bis 1986, - Wolfgang Donath, Wimpasing: 1987 bis 1996, - Günther Fischer, Rosenheim: 1997 bis heute. Von 1957 bis 1973 war das Tierzuchtamt München die Geschäftsstelle und Sitz des Zuchtverbandes für Milchschafe. Es wurde die gesamte Herdbuchführung abgewickelt, die Milchleistungsprüfung organisiert und viele zusätzliche Aufgaben wahrgenommen. Von 1957 bis 10.11. 1973 bekleidete Dr. Michael Strobl offiziell das Amt des Zuchtleiters. Bei seinen vielfältigen Aufgaben unterstützten ihn während der 16-jährigen Tätigkeit die Fachberater Hans Reisinger, Martin Zwick, Fritz Horneber, Dietlind von Sommerfeld und Georg Palme. Für die Zulassung zur Körung eines Jungbockes müssen die Bockmütter Mindestleistungen erfüllen. Beim Milchschaf sind dies: Laktationsmindestleistung von 20 kg Fettmenge mit 5,5 % Fett; liegt kein Milchleistungsergebnis vor, muss das Muttertier ein Mindestkörpergewicht von 45 kg im Alter von 14 Monaten und von 55 kg nach der ersten Lammung aufweisen. Der zu körende Jungbock muss im Alter von sechs Monaten mindestens 50 kg wiegen. Abbildung 51: Milchschafbock F 318, Ib-Bock in Ulm 2007 von Günther Fischer, Rosenheim. Bild: C. Mendel

Ab 1987 bis 2006 führte die Bayerische Herdbuchgesellschaft für Schafzucht eine eigene Absatzveranstaltung für Milchschafe Mitte August in Ingolstadt bzw. Zuchering durch.

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Geschichte der Rassen Seit 2007 findet jeweils im August in Ulm bzw. Ilshofen eine gemeinsame Auktion der süddeutschen Verbände für Milchschaf-, Dorper- und Texelböcke aus Maediunverdächtigen Betrieben statt. Mit dieser überregionalen Veranstaltung sollen Absatzchancen und der Export von Zuchttieren auf EU-Ebene verbessert werden. Auf Grund eines Beschlusses der Herdbuchgesellschaft für Schafzucht zur Umstellung der Euterbewertung wird Dr. Mendel 1999 beauftragt, das neue Euterbeurteilungsystem (gültig ab 1999) für Milchschafe zu erarbeiten. Als Standardmerkmale werden die Euteraufhängung, Euterform, der Euterboden, die Strichstellung und Strichform in die Punktebewertung von 1 – 9 mit einbezogen. Alle Schafe werden in der 2. Laktation bewertet. Alle Muttertiere, von denen Jungböcke nachgezogen werden, müssen eine überdurchschnittliche Euter- und Zitzennote vorweisen. Tabelle 17: Ergebnisse der Milchleistungsprüfung Milchschafe.

Jahr 1957 1958 1959 1969 1974 1981 1990 2000 2004 2008

Vollabschlüsse 4 19 16 15 24 31 80 127 60 99

Milch [kg] 417 363 427 594 586 599 496 485 481 431

Fett [kg] 22,43 21,12 22,93 32,54 36,24 37,33 26,8 25,9 25,7 25,1

Fett [%] 5,38 5,82 5,37 5,48 6,18 6,23 5,41 5,34 5,57 5,82

Eiweiß [kg] ----------29,26 23,9 23,3 24,1 22,4

Eiweiß [%] ----------4,89 4,82 4,80 5,22 5,18

Seit 1. Januar 2009 sind 12 Zuchtbetriebe der Rasse „Milchschaf weiß und braunschwarz“ mit 90 eingetragenen Zuchttieren (0,5 % Anteil an HB-Tieren gesamt) Mitglied der Bayerischen Herdbuchgesellschaft für Schafzucht.

Abbildung 52: Siegerbock S 163 von Therese Steindlmüller, Achenmühle, Ilshofen 2008. Bild: C. Mendel

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Beschreibung der Schafrassen

6. Beschreibung der Schafrassen Merinolandschaf Herkunft Das Merinolandschaf (international: „Württemberger“) entstand im 19. Jahrhundert in Süd- und Mitteldeutschland durch Veredelung bodenständiger Landschafrassen mit feinwolligen Merinorassen aus Spanien und Südfrankreich.

Zuchtziel Angestrebt wird ein Landschaf mit besonderer Widerstandsfähigkeit, Robustheit und wirtschaftlicher Lammfleischerzeugung bei unterschiedlichen Produktionsintensitäten im Jahresverlauf, zudem Frohwüchsigkeit, hohe Mastleistung und Schlachtkörperqualität bei sehr guter Futterverwertung.

Rassetypische Merkmale Das mittelgroße bis rahmige reinweiße Schaf besitzt einen keilförmigen, langen und hornlosen Kopf mit typischem Wollschopf (Schaupe) und breiten, leicht hängenden Ohren. Die Brust ist breit und genügend vorgeschoben, die Mittelhand möglichst lang mit straffem, breitem Rücken, die Hinterhand zeigt ein langes, breites Becken und gut befleischte Innen- und Außenkeulen. Die weiße Wolle hat typischen Merinocharakter mit einer Feinheit von 26-28 Mikron im Sortiment von AB bis AB/B. Hautfalten, Pigmentflecken und Hörner sind unerwünscht.

Erhalt von Weide-, Marsch- und Pferchfähigkeit sowie bester Eignung zur Landschaftspflege in Hüte- und Koppelhaltung. Ziel ist eine hohe Fruchtbarkeit und Säugeleis- 75 -


Beschreibung der Schafrassen tung bei asaisonaler Brunst und guten Muttereigenschaften. Die Erstzulassung erfolgt mit 10 bis 15 Monaten.

* Hoyler, Hermann ZZ: H, seit 01.01.1960 Oberhamberg 1 84326 Falkenberg Tel.: 08727/1688

Schauer, Alexander ZZ: Z, seit 29.04.2005 Leo-Fischer-Str. 6 86473 Ziemetshausen Tel.: 08284/8515

Kiemer, Richard ZZ: KR, seit 15.11.2003 Wiesenweg 10 85235 Unterumbach Tel.: 08134/555663

* Scherpf, Carina ZZ: BS, seit 30.04.1996 Am Weiten Weg 32 97762 Hammelburg Tel.: 09732/1099

Kobold, Klaus ZZ: HS, seit 04.05.1998 Flurstr. 29 63931 Kirchzell Tel.: 09373/8240

* Schleich, Christian ZZ: S, seit 12.02.1920 St.-Georg-Str. 9 85649 Kirchstockach Tel.: 08102/748000

* König, Anton ZZ: K, seit 29.05.1985 Hauptstr. 9 96138 Oberharnsbach Tel.: 09546/1600

Schlamp, Michael ZZ: RR, seit 01.01.1959 Abusinastr. 21 93333 Eining Tel.: 09445/9739950

Landesanstalt f. Landw. ZZ: G, seit 20.05.03 Prof.-Zorn-Str. 19 85586 -Grub Tel.: 089/99141120

* Schmutz, W. & D. ZZ: SI, seit 01.01.1960 Hauptstr. 20 97633 Irmelshausen Tel.: 09764/8108

* Landw. Lehranstalten ZZ: T, seit 1840 Triesdorf 91746 Weidenbach Tel.: 09826/180

* Sehner, Herbert ZZ: SH, seit 29.05.1985 Hauptstr. 50 91281 Thurndorf Tel.: 09647/1351

Züchter (* = Stammzucht)

Lunz, Ruppert ZZ: LW, seit 18.07.2000 Retzelsdorfer Str. 25c 91085 Weisendorf Tel.: 09163/7435

Strobel, Dr. Heinz ZZ: DR, seit 18.11.2004 Hopfenberg 10 89352 Stoffenried Tel.: 08283/9124

Bader, Otto ZZ: OB, seit 07.05.2002 Naichen 22 86476 Neuburg/ Kammel Tel.: 08283/921943

* Distler, Georg ZZ: GD, seit 03.05.1984 Markgrafenstr. 94a 91349 Egloffstein Tel.: 09197/207

*Müller, Heidi u. Harald ZZ: MH, seit 23.04.1996 Auf der Burg 178 97717 Aura/Saale Tel.: 09704/7446

Thorwart, Kurt ZZ: TK, seit 17.05.1994 Weichselstr. 1a 97234 Reichenberg Tel.: 09366/7666

* Behringer, Hermann ZZ: B, seit 01.01.1965 Schafhof 86704 Tagmersheim Tel.: 09094/208

Dörrer, Manfred ZZ: MD, seit 12.05.1992 Haslachstr. 7 - Ronried 87616 Marktoberdorf Tel.: 08342/6311

* Neumüller, Willi ZZ: NE, seit 14.11.1995 Talstr. 24 92676 Apfelbach Tel.: 09645/1286

Übel, Rosemarie ZZ: UT, seit 12.05.1992 Rössweg 6 96181 Theinheim Tel.: 09554/216

Brickel, Hermann ZZ: BK, seit 20.05.2003 Stetten 12 91777 Thalmässing Tel.: 09173/1664

Fischer, Stefan ZZ: N, seit 10.05.1982 Ortsstr. 31 86476 Neuburg/ Kammel Tel.: 08283/2020

Purucker, Chr. & W. ZZ: PB, seit 19.04.2004 Burggrub 14 92703 Krummennaab Tel.: 09682/2599

Urban, Georg ZZ: UU, seit 03.05.1995 Ortsstr. 17 89437 Unterbechingen Tel.: 09077/8868

Büchler, Klaus ZZ: BE, seit 29.04.09 Ellenbrunn Hasenauweg1 86643 Rennertshofen Tel.: 08434/1507

* Frasch, Josef ZZ: F, seit 01.01.1979 Am Moorgraben 25 89233 Neu-Ulm/Reutti Tel.: 0731/721854

* Roß, Josef ZZ: R, seit 01.01.1960 Peppenhöchstädt 7 91486 Uehlfeld Tel.: 09163/8291

Wolperdinger, Sebastian ZZ: WK, seit 30.04.1986 Kreithann 6 85625 Glonn Tel.: 08093/4840

Danner, Wolfgang ZZ: D, seit 14.04.1983 Sachrang, 83229 Aschau Tel. 08057/395

* Füller, Rita ZZ: B, seit 15.04.1997 Schafhof 1 97440 Stettbach Tel.: 09722/2619

* Roß, Klemens ZZ: RL, seit 29.05.1985 Fetzelhofener Str. 1 91475 Lonnerstadt Tel.: 09193/1036

Leistung Altbock Mutterschaf

Gewicht Wolle [kg] [kg] 120 - 160 6,5 - 7,0 75 - 100 4,0 - 5,0

Lämmer pro Jahr 2,0 - 2,5

Bestand in Bayern Anzahl

Herdbuch Böcke 185

Herdbuch Schafe 5.605

Mitgliedsbetriebe 33

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Beschreibung der Schafrassen

Schwarzköpfiges Fleischschaf Leistung

Herkunft Das Schwarzköpfige Fleischschaf entstand Mitte des 19. Jahrhunderts in Westfalen durch die Einkreuzung englischer Fleischschafrassen wie Oxford und Hampshire in einheimische Landschafrassen.

Altbock Mutterschaf

Gewicht Wolle [kg] [kg] 120 - 160 5,0 - 7,0 70 - 100 4,0 - 5,0

Lämmer pro Jahr 2,0 - 2,3

Bestand in Bayern Anzahl

Herdbuch Böcke 31

Herdbuch Schafe 629

Mitgliedsbetriebe 16

Züchter (* = Stammzucht)

Rassetypische Merkmale Das mittelgroße bis große Fleischschaf hat einen mittel-breiten, schwarzen und hornlosen Kopf mit kräftigen, seitwärts abstehenden Ohren und dunkelbraunen bis schwarzen Beine. Die Feinheit des einheitlich weißen, dichten Wollvlieses beträgt 33-35 Mikron. Einzelne schwarze Haare am Kragen oder Keulenrand sind erlaubt. Zuchtziel Züchtung eines frohwüchsigen, widerstandsfähigen Fleischschafes mit Eignung sowohl für die Hüte- als auch Koppelhaltung in Reinzucht oder als Vaterrasse. Angestrebt werden ausgeprägte Fleischpartien sowie eine saisonaler Brunstzyklus mit langer Brunstsaison. Erstzulassung mit 10 Monaten möglich.

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* Brandner, Dieter ZZ: BO, seit 16.04.1997 Brünnlstr. 22 85406 Oberappersdorf Tel.: 08168/789

Maier, Klaus ZZ: MW, seit 04.12.2001 Tannwaldstr. 9 86650 Wemding-Amerb. Tel.: 09092/910653

* Braunegger, Leo ZZ: LB, seit 07.12.1994 Menhofer Str. 33 86920 Denklingen Tel.: 08243/1675

Metzner, Matthäus ZZ: MM, seit 01.10.1976 Erlauer Str. 22 96135 Mühlendorf Tel.: 0951/290061

Dippel, Johann ZZ: DL, seit 14.11.1995 Talstr. 38 86502 Laugna Tel.: 08272/3907

Moenius, Georg u. Hans ZZ: MP, seit 18.10.1988 Jungenhofen 18 91315 Höchstadt/Aisch Tel.: 09502/7348

Egensamer, Hermann ZZ: EE, seit 18.10.1988 Mühlstr. 14 91790 Bergen-Geyern Tel.: 09148/908757

* Müller, Ulrich ZZ: MU, seit 07.12.1994 Am Mustergarten 15 86637 Binswangen Tel.: 08272/994271

* Hobmaier, Marianne ZZ: S, seit 14.07.1997 Unterweinbach 4 84573 Schönberg Tel.: 08745/321

* Rahm, Josef ZZ: RA, seit 29.06.1978 Inkofen 84056 Rottenburg/Laaber Tel.: 08785/567

* Huber, Wilhelm ZZ: HM, seit 15.11.1996 Müllerthann 2 84189 Wurmsham Tel.: 08745/1444

Schilder, Markus ZZ: SW, seit 17.05.1994 Schrankbaum 7 83530 Waldhausen Tel.: 0171/9301269

Landesanstalt f. Landw. ZZ: G, seit 19.07.2005 Prof. Zorn Str. 19 85586 Grub Tel.: 089/99141120

Schmitt, Reinhold ZZ: SB, seit 30.04.1986 Mainstr. 16 96120 Bischberg Tel.: 0951/61656

* Lochbrunner, Alexander ZZ: LK, seit 26.04.1988 Schönblick 13 87755 Kirchhaslach Tel.: 08333/8280

* Straßl, Erwin ZZ: ST, seit 29.06.1978 Padersberg 1 94424 Arnstorf Tel.: 08723/1067


Beschreibung der Schafrassen

Suffolk Herkunft Das Suffolk hat seine ursprüngliche Heimat in England, wo es zu Beginn des 19. Jahrhunderts aus der Kreuzung von Southdown und Norfolk gezüchtet wurde. Heute ist das Suffolk weltweit eine der wichtigsten Fleischschafrassen. Leistung Altbock Mutterschaf

Gewicht Wolle [kg] [kg] 120 - 160 4,0 - 6,0 70 - 100 3,5 - 4,0

Lämmer pro Jahr 1,9 - 2,1

Bestand in Bayern Anzahl

Rassetypische Merkmale Das mittelgroße bis große Fleischschaf hat einen tiefschwarzen, unbewollten und keilförmig edlen Kopf mit langen, dünnen und etwas hängenden Ohren sowie Beine, die ebenso tiefschwarz und unbewollt sind. Die Wolle ist weiß und dicht mit einer Feinheit von 30-34 Mikron. Zuchtziel Züchtung eines sehr wüchsigen Schafes mit Eignung sowohl für die Hüte- als auch Koppelhaltung auf Intensiv-Standorten in Reinzucht oder als Vaterrasse. Erwünscht ist ein langer, breiter Rumpf mit ausgeprägten Fleischformen. Saisonaler Brunstzyklus mit langer Brunstsaison. Erstzulassung im ersten Jahr mit 55 kg LG.

Herdbuch Böcke 16

Herdbuch Schafe 333

Mitgliedsbetriebe 12

Züchter (* = Stammzucht) * Büchler, Klaus ZZ: BE, seit 18.10.1988 Ellenbrunn, Hasenauweg 1 86643 Rennertshofen Tel.: 08434/1507

* Neumüller, Willi ZZ: NE, seit 10.10.1990 Talstr. 24 92676 Eschenbach Tel.: 09645/1286

Dänzer, Dieter ZZ: DD, seit 21.09.2004 Leidenberg 2 91610 Insingen Tel.: 09869/1291

Purucker, Wolfgang ZZ: P, seit 17.12.1990 Burggrub 14 92703 Krummennaab Tel.: 09682/2599

Huber, Robert ZZ: HW, seit 15.11.1996 Eichetweg 2 86480 Winzer Tel.: 08263/1391

* Schweizer, Dr. Fritz ZZ: SZ, seit 01.01.1966 St. Ulrichsberg 3 91555 Feuchtwangen Tel.: 09852/61163

Landesanstalt f. Landw. ZZ: G, seit 20.05.2003 Prof. Zorn Str. 19 85586 Grub Tel.: 089/99141120

* Sterzer, Waldemar ZZ: SV, seit 11.12.1991 Vorderstöcken 10 96317 Kronach Tel.: 09261/93691

Markert, Thomas ZZ: MH, seit 29.04.2009 Stettener Str. 41 97647 Hausen/Rhön Tel.: 09778/576

* Tichacek, Johann ZZ: TM, seit 02.08.1983 Am Wildwasser 2 84051 Mirskofen Tel.: 08703/2276

Meyer, Uwe ZZ: MA, seit 05.11.2003 Hauptstr. 23 95659 Arzberg Tel.: 09233/78888

* Trinkl, Johann ZZ: TD, seit 11.12.1991 Badersfelderstr. 2 85764 Hackermoos Tel.: 089/3150988

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Beschreibung der Schafrassen

Texel Herkunft Diese Rasse stammt ursprünglich von der Insel Texel in Holland und entstand Mitte des 19. Jahrhunderts durch Einkreuzung der englischen Rassen Leicester und Lincoln. Es ist weltweit eine der wichtigsten Fleischschafrassen. Leistung Altbock Mutterschaf

Gewicht Wolle [kg] [kg] 115 - 145 4,0 - 5,0 70 - 80 3,5 - 4,5

Lämmer pro Jahr 1,8 - 2,0

Bestand in Bayern Anzahl

Herdbuch Böcke 15

Herdbuch Schafe 285

Mitgliedsbetriebe 11

Züchter (* = Stammzucht) Rassetypische Merkmale Das mittelgroße bis große Fleischschaf ist weiß mit Ausnahme der pigmentierten Schleimhäute (Nase, Lippen und Augen) sowie vereinzelter Flecken an den kräftigen Stehohren. Kopf und Extremitäten sind unbewollt. Der gesamte Körper zeigt starke Bemuskelung, die weiße Crossbred-Wolle hat eine Feinheit von 33–35 Mikron. Zuchtziel Züchtung eines Schafes mit bester Schlachtkörperqualität, geeignet für Koppelhaltung und Kreuzungszucht auf intensiven Standorten. Erwünscht ist ein frühreifes Schaf mit möglichst schmalem Kopf und flacher Stirn sowie einem starken, trockenen Fundament. Die Brunst ist streng saisonal.

* Alberter, Reinhard ZZ: AH, seit 07.12.1989 Aberzhausen 23 91180 Heideck Tel.: 09177/1469

Maucher, Albert ZZ: M, seit 26.04.1988 Minderzell-Dorfstr. 21 86513 Ursberg Tel.: 08282/1061

* Ausfelder, Vitus ZZ: A, seit 18.11.1966 Nördl. Ingolstädter Str. 15 85716 Unterschleißheim Tel.: 089/3107839

Morigl, Johann ZZ: MM, seit 20.09.1988 Eversbuschstr. 207 80999 München Tel.: 089/8125846

Bittl, Peter ZZ: BB, seit 07.05.2008 Münchner Str. 72 85232 Bergk.-Eschenried, Tel.: 0176/18575761

Rauschert, Hartmut ZZ: R, seit 26.04.1988 Kirchgasse 8 96269 Großheirath-Ross. Tel.: 09565/619768

Eggstein, Gerhard ZZ: E, seit 10.09.1986 Burgstr. 9 86853 Langerringen/West. Tel.: 08232/71263

Schuh, Dr. Hermann ZZ: SI, seit 19.04.2004 Oberndorf 45 91472 Ipsheim Tel.: 09846/1464

* Kellnberger, Alfons ZZ: K, seit 10.05.1982 Deggendorfer Str. 11, 94431 Ganacker Tel.: 09953/680

Zankl, Martin ZZ: Z, seit 08.03.2000 Engolding 7 84428 Buchbach Tel.: 08086/1503

Langenegger, Gebrüder ZZ: L, seit 18.07.2000 Westerndorf 3 85778 Haimhausen Tel.: 08133/397

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Beschreibung der Schafrassen

Blauköpfiges Fleischschaf Herkunft Das Blauköpfige Fleischschaf entstand durch Einkreuzungen englischer Fleischschafrassen vor allem des Wensleydales in das Bleu du Maine, einer französischen Lokalrasse an der Atlantikküste.

Zuchtziel Erwünscht ist ein sehr fruchtbares, frühreifes Schaf für die Koppelhaltung und Kreuzungszucht auf Intensivstandorten mit saisonaler Brunst, hoher Milchleistung und guten Muttereigenschaften sowie guter Fleischleistung und hoher Schlachtausbeute.

Rassetypische Merkmale Das mittelgroße Fleischschaf hat einen edlen, unbewollten, schieferbis dunkelblauen, hornlosen Kopf mit leicht gebogenem Profil und hervorstechend großen Augen. Die Beine sind ebenfalls schiefer- bis dunkelblau, unbewollt sowie sehr fein. Der Kopf ist breit und flach wirkend, das Maul eher schmal. Die Feinheit der weißen Wolle beträgt 33-35 Mikron.

Leistung Altbock Mutterschaf

Gewicht Wolle [kg] [kg] 110 - 130 5,0 - 7,0 70 - 90 4,0 - 4,5

Lämmer pro Jahr 2,2 - 2,5

Bestand in Bayern Anzahl

Herdbuch Böcke 5

Herdbuch Schafe 62

Mitgliedsbetriebe 3

Züchter (* = Stammzucht) Beil, Günther ZZ: B, seit 05.10.1999 Hauptstr. 37a 85716 Unterschleißheim Tel.: 089/3102859 Meyer, Uwe ZZ: MA, seit 07.11.2002 Hauptstr. 23 95659 Arzberg-Seußen Tel.: 09233/78888

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* Rux, Erwin ZZ: R, seit 26.04.1988 Gottsfeld 66 95473 Creußen Tel.: 09270/1581


Beschreibung der Schafrassen

Weißköpfiges Fleischschaf Herkunft Entstand im 19. Jahrhundert aus dem Marschschaf der Nordsee und englischen Fleischschafrassen.

Zuchtziel Züchtung eines sehr frühreifen, anpassungsfähigen Fleischschafes für feuchtes, maritimes Klima. Leistung Altbock Mutterschaf

Gewicht Wolle [kg] [kg] 110 - 150 6,0 - 8,0 70 - 100 5,0 - 6,0

Lämmer pro Jahr 1,5 - 1,8

Bestand in Bayern Anzahl

Rassetypische Merkmale Das mittelgroße Fleischschaf hat einen hornlosen Kopf mit freiem Gesicht, der Körper ist lang und breit, die Wolle weiß bei 36-48µm.

Herdbuch Böcke 0

Herdbuch Schafe 17

Mitgliedsbetriebe 1

Züchter Lachner GdbR, Erwin & Bärbel ZZ: L, seit 23.02.2003 Am Waldhang 27 84172 Buch a. E. Tel.: 08709/1408

Merinofleischschaf Herkunft Zuchtgeschichte wie bei Merinolandschaf, jedoch mit späterer Einkreuzung von Border-Leicester.

Zuchtziel Züchtung eines fleischbetonten Schafes mit guter Fruchtbarkeit für intensiv wirtschaftende Betriebe. Leistung Altbock Mutterschaf

Gewicht Wolle [kg] [kg] 120 - 140 7,0 - 10 70 - 80 4,0 - 5,0

Lämmer pro Jahr 2,0 - 2,5

Bestand in Bayern Anzahl

Rassetypische Merkmale Mittelgroßes, tiefes und breites Schaf mit Schaupe und kräftigen, seitlich abstehenden Ohren und Feinwolle im Merinocharakter.

Herdbuch Böcke 6

Herdbuch Schafe 84

Mitgliedsbetriebe 2

Züchter Bauch, Hannes ZZ: BG, seit 21.04.1999 Maiengasse 10 87650 Baisweil Tel.: 08340/978441

- 81 -

Florack, Christian ZZ: BF, seit 29.04.1993 Schäferei Ludwigshöhe 1 86919 Utting Tel.: 08806/956559


Beschreibung der Schafrassen

Ile de France von 24-28 Mikron reicht weit an den Extremitäten herab.

Herkunft Das Ile de France ist eine französische Fleischschafrasse und geht auf erste Einkreuzungsversuche im 19. Jahrhundert von Dishley-LeicesterSchafen in Rambouillet-Merinos zurück. 1922 wurde es als eigene Rasse anerkannt.

Zuchtziel Züchtung eines weißen, mittel- bis großrahmigen und frohwüchsigen Fleischschafes mit besonders gut ausgeprägter Bemuskelung der Keulenpartie und asaisonaler Brunst. Eignung für futterreiche Standorte in Koppelhaltung. Leistung Altbock Mutterschaf

Gewicht Wolle [kg] [kg] 120 - 150 4,0 - 6,0 75 - 90 4,0 - 6,0

Lämmer pro Jahr 1,5 - 2,0

Bestand in Bayern

Rassetypische Merkmale Das Ile de France ist ein Fleischschaf mit kurzem Hals, relativ schmaler Brust, breitem und tiefem Rumpf und sehr starker Keule. Der Kopf ist weiß, hornlos, mit Schaupe und mittelgroßen Ohren. Die strahlend weiße Wolle mit der Feinheit

Anzahl

Herdbuch Böcke 3

Herdbuch Schafe 38

Mitgliedsbetriebe 2

Züchter (* = Stammzucht) * Amplatz, Helmut ZZ: A, seit 15.04.1997 Holzachweg 5 87448 Niedersonthofen Tel.: 08379/929039

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Dorn, Stefan ZZ: D, seit 18.11.2006 Hagenbach 31 91362 Pretzfeld Tel.: 09194/796128


Beschreibung der Schafrassen

Shropshire Herkunft Das Shropshire entstand 19. Jahrhundert im mittleren Westen Englands aus der Einkreuzung von Southdown in die dortigen Lokalrassen. Es wird heute in allen wichtigen schafhaltenden Ländern zur Unkrautbekämpfung in Weihnachtsbaumkulturen gezüchtet. Zuchtziel Züchtung eines klein- bis mittelrahmigen anpassungsfähigen Fleischschafes mit guter Konstitution und geringer Neigung, Fichtenund Tannenschösslinge anzufressen. Die Mutterschafe werden saisonal brünstig mit langer Brunstsaison und zeigen ausgeprägte Mütterlichkeit und gute Milchleistung.

Rassetypische Merkmale Es ist ein kleines bis mittelgroßes Fleischschaf mit wüchsigen Lämmern. Die behaarten Körperteile sind dunkelbraun bis schwarz, die Wolle ist dicht, kurz und reinweiß im Crossbred-Charakter mit einer Feinheit von 26-30 Mikron. Der Kopf trägt eine Schaupe, die Gesichtsbewollung reicht bis zum Nasenrücken, die Ohren stehen seitlich ab. Der Hals ist kurz und kräftig, die Brust tief und vorgeschoben und der Rumpf ebenfalls tief und lang. Der Rücken und die ausgeprägten Innen- und Außenkeulen sind gut bemuskelt, die Beine kurz und stämmig. Die Zunahmen der Mastlämmer liegen bei ca. 250 g, die Ausschlachtung bei 45-47% .

Leistung Altbock Mutterschaf

Gewicht [kg] 90 - 120 65 - 85

Wolle [kg] 3,0 - 4,0 2,5 - 3,5

Lämmer pro Jahr 1,5 - 1,8

Bestand in Bayern Anzahl

Herdbuch Böcke 4

Herdbuch Schafe 39

Mitgliedsbetriebe 3

Züchter Brasch, M. & W. ZZ: B, seit 03.05.1995 Hauptstr. 49 97778 Fellen Tel.: 09356/1363 Mayrhofer, A. & J. ZZ: M, seit 15.09.1995 Untermarbach 15 85411 Hohenkammer Tel.: 08137/7118

- 83 -

Sachs, Gerhard ZZ: S, seit 17.05.1984 Hauptstr. 43 97785 Mittelsinn Tel.: 09356/5733


Beschreibung der Schafrassen

Dorper Herkunft Das Dorper wurde um 1950 in Südafrika aus den Rassen Dorset Horn und Blackhead Persian gezüchtet, mit dem Ziel, ein äußerst fruchtbares Schaf mit gutem Schlachtkörper für Futterverhältnisse auf extensiven und ariden Gebiete zu erhalten.

Zuchtziel Züchtung eines vitalen Fleischschafes mit guter Bemuskelung für Koppel- und Herdenhaltung, das nicht geschoren werden muss. Angestrebt werden ein wenig wählerisches Fressverhalten und somit Eignung zur Landschaftspflege, sowie Leichtlammigkeit, hohe Milchleistung und mütterliches Verhalten. Leistung Altbock Mutterschaf

Gewicht [kg] 100 - 120 80 - 100

Wolle [kg] -

Lämmer pro Jahr 2,2 - 2,4

Herdbuch Schafe 94

Mitgliedsbetriebe 7

Bestand in Bayern Rassetypische Merkmale Das mittelgroße Fleischschaf hat einen kräftigen Rumpf und zeigt gute Bemuskelung des gesamten Körpers. Der Kopf ist edel, hornlos (eventuell Hornstummel oder ganz selten feste Hörner bei den Böcken) und unbewollt, die Ohren mittellang. Das Dorper besitzt einen schwarzen Kopf und Hals sowie eine besonders dicke Haut, die eine weiße Mischwolle trägt, deren Anteil an Wollfasern im Winter zunimmt und die in der Regel zu Beginn der warmen Jahreszeit abgeworfen wird. Hautpigmente können vorkommen. Die kräftigen Gliedmaßen sind ebenfalls weiß und ermöglichen auch Märsche über längere Strecken.

Anzahl

Herdbuch Böcke 14

Züchter Brandl, Maximilian ZZ: A, seit 03.05.2006 An der Abens 10A 93333 Neustadt/Bad Gögg. Tel.: 09445/750010

Meier, Horst ZZ: MH, seit 21.02.2008 Kappel 6 91355 Hilpoltstein Tel.: 09191/7611

Eggstein, J. & R. ZZ: EB, seit 10.11.2007 Bleichstr. 31 89331 Burgau Tel. : 08222/7111

Reim, Norbert ZZ: R, seit 26.04.2007 Frettenshofen 4 92342 Freystadt Tel.: 09179/1536

Jacob, Nicole ZZ: J, seit 20.09.2008 Kleinviecht 26 85416 Langenbach Tel.: 08167/955431

Schuh, Dr. Hermann ZZ: SI, seit 12.10.2005 Oberndorf 45 91472 Ipsheim Tel.: 09846/1464

Lorenz, Michael ZZ: MM, seit 07.05.2008 Purk 15 82272 Moorenweis Tel.: 08146/1631

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Beschreibung der Schafrassen

Weißes Bergschaf Herkunft Das Weiße Bergschaf in Bayern hat seinen züchterischen Ursprung im Werdenfelser Land, wo es zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus der Einkreuzung von Bergamaskern in das bodenständige Steinschaf entstand.

Zuchtziel Züchtung eines robusten, widerstandsfähigen und an die Haltung in rauen Hochgebirgslagen angepassten, frühreifen Landschafes mit hoher Fruchtbarkeit, Langlebigkeit und besten Muttereigenschaften. Dabei wird Wert gelegt auf Selektion von Pigmentfreiheit und Freiheit von toten Haaren.

Rassetypische Merkmale Das Weiße Bergschaf wurde aus den Bergschafrassen der Alpenländer gezüchtet. Es ist ein mittelgroßes bis großes, ganzfarbig weißes Landschaf mit unbewolltem, schmalem, ramsnasigem Kopf, der hornlos ist und lange, breite, hängende Ohren trägt. Die kräftigen Beine haben straffe Fesseln und feste Klauen. Das Vlies besteht aus einer lang abgewachsenen, leicht gewellten, weißen Schlichtwolle mit seidigem Glanz, die eine Feinheit von 32 bis 36 Mikron hat, die zweimal jährlich geschoren werden. Die Brunst ist ausgeprägt asaisonal. Erstzulassung ist mit 8 Monaten möglich.

Leistung Altbock Mutterschaf

Gewicht [kg] 90 - 120 75 - 85

Wolle [kg] 6,0 - 8,0 4,0 - 6,0

Lämmer pro Jahr 2,0 - 2,5

Bestand in Bayern Anzahl

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Herdbuch Böcke 50

Herdbuch Schafe 1.215

Mitgliedsbetriebe 40


Beschreibung der Schafrassen Züchter (* = Stammzucht) * Angermeier, Karl ZZ: A, seit 01.01.1956 Ballengasse 15 82467 Garmisch-Partenk. Tel.: 08821/59097

Haupt- und Landgestüt Schwaiganger ZZ: HL, seit 03.05.2006 82441 Ohlstadt Tel. 08841/61360

Münch, Anton ZZ: MH, seit 04.05.1998 Fröchinger Str. 21 83607 Holzkirchen Tel.: 0177/5719359

Schmid, J. & J. ZZ: SL, seit 19.04.2004 Triebenbach 37 83410 Laufen Tel.: 08682/541

Bauer, Ludwig ZZ: BP, seit 11.12.1991 Bergham 9 83624 Otterfing Tel.: 08024/1205

* Heuck, Dr. Peter ZZ: HB, seit 03.05.1984 Dorfstr. 14 83623 Bairawies Tel.: 08027/484

* Neuner, C. & A. ZZ: N, seit 01.06.1989 Obermarkt 64 82481 Mittenwald Tel. 08823/2314

Schmidt, Christian ZZ: SK, seit 07.05.2002 Arnspitzstr. 10 82494 Krün Tel.: 08825/661

Berger, Christian ZZ: B, seit 01.10.1976 83317 Patting, P. Weildorf Tel.: 08666/7660

* Hibler, Johann ZZ: H, seit 17.12.1990 Hauptstr. 24 82490 Farchant Tel.: 08821/6614

Öfner, Daniel ZZ: OE, seit 05.11.2003 Hohlgasse 12 89296 Osterberg Tel.: 08333/2812

* Spieß, Helmut ZZ: SH, seit 04.05.1998 Grüntenstr. 5 87545 Burgberg Tel.: 08321/9726

* Berger, Hans ZZ: BT, seit 26.04.1988 Babing 6 83317 Teisendorf Tel.: 08666/425

Hief, Rudolf ZZ: HM, seit 18.07.2000 Mühlhagenerstr. 28 82418 Murnau Tel.: 08841/4456

* Öfner, Josef ZZ: OF, seit 15.1996 Kreuzfeldstr. 13 82490 Farchant Tel.: 08821/68192

Strauß, Michael ZZ: SL, seit 25.02.2003 Dorfstr. 7 82293 Längenmoos Tel.: 08145/6301

Biehler, Josef ZZ: BU, seit 03.05.1984 Hechenrainerstr. 41 82449 Uffing Tel.: 08846/793

Hofmann, Wilfried ZZ: HF, seit 14.10.1987 Samerstr. 14 83620 Feldolling Tel.: 08063/7586

* Ostler, Franz ZZ: OK, seit 29.06.1978 Kirchleiten 4 82493 Klais Tel. : 08823/1789

Blanz, Felix ZZ: BV, seit 15.09.1995 Winkelgasse 14 87541 Vorderhindelang Tel.: 08324/547

Kinzelmann, Manfred ZZ: KM, seit 20.04.2007 Hirschau 2 86989 Steingaden Tel.: 08862/6337

Prinz, Ludwig ZZ: P, seit 25.02.2003 Hasenried 5 88171 Weiler-Simmerberg Tel.: 08387/2306

Brosmann, Helmut ZZ: BZ, seit 07.11.2002 Domspatzenstr. 39 93152 Nittendorf Tel.: 09404/961286

* Kinzelmann, Josef ZZ: K, seit 01.06.1989 Auf der Breite 20 88167 Stiefenhofen Tel.: 08383/7205

* Rauch, Christian ZZ: R, seit 10.09.1986 Karl-Böhaimb-Str. 8 82362 Weilheim Tel. 0881/61403

* Buchwieser, Dahlmeier ZZ: BD, seit 01.01.1970 Zugspitzstr. 87 82491 Grainau Tel.: 08821/8593

Leiß, Andreas ZZ: LS, seit 20.05.2003 Dorfstr. 2 82447 Spatzenhausen Tel.: 08847/699280

Reischl, Korbinian ZZ: RH, seit 19.07.2005 Rain 43 85734 Hausham Tel. 08026/8324

Eschlberger, Gerhard ZZ: E, seit 02.12.2007 Mozartstr. 21 83404 Ainring Tel.: 08654/8154

* Leitenbauer, Andreas ZZ: LF, seit 01.01.1957 Hauptstr. 22 82490 Farchant Tel.: 08821/6319

Schädler, Werner ZZ: SO, seit 10.05.1982 Hinterstaufen 6 87534 Oberstaufen Tel.: 08386/969895

Geitmann, Petra ZZ: GT, seit 29.06.1978 Höfen 21 83278 Traunstein Tel.: 0861/2097986

* Lorenz, J. & M. ZZ: L, seit 01.01.1957 Wankstr. 6 82490 Farchant Tel.: 08821/68180

Schauer, Werner ZZ: SB, seit 15.09.1995 Kehrerstr. 1/B 82433 Bad Kohlgrub Tel.: 08845/611

Gschwilm, Georg ZZ: GH, seit 15.11.1996 Weiherweg 2 86480 Haupeltshofen Tel.: 08263/770

Maltan, Josef ZZ: MR, seit 14.07.1980 Sommerau 16 83486 Ramsau Tel.: 08657/575

Schleifer, Uwe ZZ: SU, seit 10.11.2007 St. Wolfgang 3 83352 Altenmarkt Tel.: 08621/8366

Guggemos, Martina ZZ: GB, seit 15.11.1996 Ämbisriederweg 3 87651 Bidingen Tel.: 08348/394

* Mendel, Dr. Christian ZZ: M, seit 01.01.1977 Oberpößnach 1 83115 Neubeuern Tel.: 08034/7610

Schmid, Christian ZZ: S, seit 04.11.1992 Enterrottach 1 83700 Rottach-Egern Tel.: 08022/5641

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Beschreibung der Schafrassen

Braunes Bergschaf Herkunft Das Braune Bergschaf wurde aus Bergschafrassen der Alpenländer gezüchtet und hat seine Heimat in Bayern, Tirol, Südtirol und der Schweiz. In Bayern wurde es einst zur Herstellung des begehrten Jagdlodens vor allem im Tegernseer Tal gezüchtet. Zuchtziel Züchtung eines an raue Hochgebirgsbedingungen anpassungsfähigen, frühreifen Schafes mit hoher Fruchtbarkeit, Langlebigkeit und besten Muttereigenschaften.

Rassetypische Merkmale Das Braune Bergschaf ist ein mittelgroßes bis großes, ganzfarbig braunes Landschaf der Alpenregion. Der schmale Kopf ist ramsnasig, hornlos und trägt breite, hängende Ohren. Das Vlies besteht aus einer cognacfarbenen bis sattbraunen Schlichtwolle in einer Feinheit von 32 bis 36 Mikron. Das Braune Bergschaf muss zweimal jährlich geschoren werden, sein Brunstverhalten ist ausgeprägt asaisonal, die Erstzulassung ist bereits mit 8 Monaten möglich. Wie alle Bergschafrassen zeigt es eine hohe Fruchtbarkeit und beste Muttereigenschaften.

Leistung Altbock Mutterschaf

Gewicht [kg] 85 - 110 70 - 80

Wolle [kg] 6,0 - 7,0 4,0 - 6,0

Lämmer pro Jahr 2,0 - 2,5

Bestand in Bayern Anzahl

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Herdbuch Böcke 45

Herdbuch Schafe 1.309

Mitgliedsbetriebe 38


Beschreibung der Schafrassen Züchter (* = Stammzucht) Bartl, Martin ZZ: B, seit 18.07.2000 Pfarrweg 1a 85354 Sünzhausen Tel.: 08161/92203

Görtz, L. & M. ZZ: GK, seit 18.11.2006 Franz-Huber-Str. 50 83088 Kiefersfelden Tel.: 08033/309509

Nirschl, Franz ZZ: N, seit 14.03.2001 Öd 1 83737 Irschenberg Tel.: 08064/679

Weser-Krell, Christine ZZ: PW, seit 04.12.2001 Kaiser Ludwig Str. 35 82256 Fürstenfeldbruck-Puch Tel.: 08141/519528

Beißwenger, Eric ZZ: BE, seit 04.12.2001 Steinebergweg 29 87541 Hindelang-Unterjoch Tel.: 08324/901699

Gstatter, Wilhelm ZZ: GR, seit 23.04.1996 Ötzleiten 1 83242 Reit im Winkl Tel.: 08640/798971

* Öttl, Franz ZZ: P, seit 14.11.1995 Forstweg 8 85238 Petershausen-Weißl. Tel.: 08137/7692

ZG Wagner, I / Treffler, C. ZZ: WT, seit 07.05.2002 Lechrainstr. 5 86974 Apfeldorf Tel.: 08869/912260

Bernauer, Günther ZZ: BS, seit 07.05.2002 Vorading 8 94508 Schöllnach Tel.: 09903/952508

Handl, Franz ZZ: HA, seit 18.11.2006 Thingauer Str. 24 87648 Aitrang Tel.: 08343/1351

Pension Eulenhof ZZ: PE, seit 04.12.2001 Schullandheimstr. 6 93477 Ried b. Gleißenberg Tel.: 09975/246

Besl, Gerhard ZZ: BI, seit 09.12.1997 Schmelzerstr. 127 83334 Inzell Tel.: 08665/6282

Helwig, Roland ZZ: HAT, seit 09.07.1996 Allmunzen 17 94104 Tittling Tel.: 08504/8483

Pirchmoser Josef jun. ZZ: PB, seit 29.04.2009 Peißenberger Str. 14 82389 Böbing Tel.: 08867/912668

Brossmann, Helmut ZZ: BH, seit 07.05.2002 Domspatzenstr. 39 93152 Nittendorf Tel.: 09404/961286

Herzog, Franz ZZ: HO, seit 18.11.2006 Markweg 12 83624 Otterfing Tel.: 08024/1781

Pöllner, Alfred ZZ: PA, seit 03.05.2006 Bischof-Neuhäusler-Str. 54 85253 Eisenhofen Tel.: 08138/9677

Dold, Anton ZZ: DV, seit 07.11.2002 Spitzweg 9 83626 Valley-Kreuzstr. Tel.: 08024/1353

Hipp, Maria u. Michael ZZ: HW, seit 28.11.2000 Steinbichl 17 87616 Wald Tel.: 08362/6392

Porsch, Thomas ZZ: PT, seit 04.12.2001 Hans Pfanner Str. 7 88178 Heimenkirch Tel.: 08381/3661

Eschlberger, Gerhard ZZ: E, seit 03.05.2006 Mozartstr. 21 83404 Ainring Tel.: 08654/8154

Junkert, Gerhard ZZ: J, seit 05.10.1999 Friedhofstr. 5 82467 Garmisch-Partenk. Tel.: 08821/2608

Rebitzer, Josef ZZ: SK, seit 21.09.2004 Waldbadstr. 2 93155 Hemau Tel.: 09491/3489

Fend, A. & K. ZZ: FO, seit 21.09.2004 Warbergstr. 28 82487 Oberammergau Tel.: 08822/1560

* Krais, Heinz ZZ: K, seit 11.12.1991 Rummeltshauserstr. 18 87784 Westerheim-Günz Tel.: 08393/7428

Reichert, Christoph ZZ: RT, seit 18.11.2006 Tollbach 10 93354 Siegenburgen Tel.: 09444/88134

Florack, Christian ZZ: BF, seit 21.04.1999 Schäferei Ludwigshöhe 1 86919 Utting Tel.: 08806/956559

Maltan, Josef ZZ: MR, seit 17.05.1994 Sommerau 16 83486 Sommerau Tel.: 08657/575

* Schlickenrieder, Georg ZZ: S, seit 26.04.1988 Markweg 50 83624 Otterfing Tel.: 08024/92525

Frank, Christa u. Hans ZZ: FS, seit 07.11.2002 Kirchberg 3 95706 Schirnding Tel.: 09233/4673

Mang, Veronika u. Peter ZZ: MO, seit 29.04.2003 Berghamerstr. 38 83624 Otterfing Tel.: 08024/1439

Schmucker, M. &. J. ZZ: SD, seit 10.11.2007 Ulrichstr. 11a 89407 Dillingen Tel.: 09071/9247

Geiger, Hans ZZ: G, seit 14.07.1997 Leutenhofen 22 87448 Waltenhofen Tel.: 08303/441

Müller, Wilfried ZZ: MV, seit 09.12.1997 Edt 1 94577 Winzer Tel.: 08545/8308

* Seibold, Max ZZ: SE, seit 15.11.1996 Obingerstr. 11 83123 Amerang Tel.: 08075/1683

* Grasegger, Josef ZZ: GP, seit 26.04.1988 Schloßweg 10 82467 Garmisch-Partenk. Tel.: 08821/52523

Muskat, Markus ZZ: ME, seit 30.11.1998 Massenbach 8 91792 Ellingen Tel.: 09141/4718

Tiefenbrunner, Franz ZZ: SI, seit 18.10.1988 Barnseestr. 4 82499 Wallgau Tel.: 0171/2686644

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Beschreibung der Schafrassen

Schwarzes Bergschaf Herkunft Das Schwarze Bergschaf geht wie alle anderen Bergschafrassen auf das in Bayern und Tirol beheimatete Steinschaf zurück, in das zu Beginn des 20. Jahrhunderts Bergamaskerschafe eingekreuzt wurden. Das schwarze Bergschaf entstammt der Zuchtlinie der Weißen Bergschafe.

Zuchtziel Züchtung eines an die Haltung in rauen Hochgebirgslagen angepassten, frühreifen Landschafes mit hoher Fruchtbarkeit bei einer ausgeprägt asaisonalen Brunst, besten Muttereigenschaften und besonderer Langlebigkeit. Leistung

Rassetypische Merkmale Das Schwarze Bergschaf ist ein mittelgroßes bis großes, ganzfarbig schwarzes Landschaf der Alpenregion. Der schmale Kopf ist ramsnasig, hornlos und trägt breite, hängende Ohren.

Altbock Mutterschaf

Gewicht [kg] 85 - 110 70 - 80

Wolle [kg] 6,0 - 8,0 4,0 - 6,0

Lämmer pro Jahr 2,0 - 2,5

Bestand in Bayern Anzahl

Herdbuch Böcke 4

Das Vlies besteht aus einer schwarzen Schlichtwolle in einer Feinheit von 32 bis 36 Mikron. Das Schwarze Bergschaf muss zweimal jährlich geschoren werden, sein Brunstverhalten ist ausgeprägt asaisonal, die Erstzulassung ist bereits mit 8 Monaten möglich.

Züchter

Wie alle Bergschafrassen zeigt es eine hohe Fruchtbarkeit und beste Muttereigenschaften.

Krötz, Michael ZZ: K, seit 21.02.2008 Mühldörflstr. 7 82490 Farchant Tel.: 08821/61358

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Herdbuch Schafe 134

Mitgliedsbetriebe 5

Bartl, Martin ZZ: B, seit18.11.2004 Pfarrweg 1a 85354 Sünzhausen Tel.: 08161/92203

Meyer, Thassilo ZZ: M, seit 20.05.2003 Walchenseestr. 21a 82494 Krün Tel.: 08825/1646

Haupt- & Landgestüt Schwaiganger ZZ: HL, seit 20.05.2003 82441 Ohlstadt Tel.: 08841/61360

Schlickenrieder, Georg ZZ:S seit 25.02.2003 Markweg 50 83624 Otterfing Tel.: 08024/92525


Beschreibung der Schafrassen

Brillenschaf Herkunft Entstand in Kärnten und Slowenien durch Einkreuzung von Paduaner und Bergamaskerschafen in das bodenständige Steinschaf. Im südöstlichen Oberbayern existiert die Rasse seit über 100 Jahren.

Bestand in Bayern Anzahl

Zuchtziel Züchtung eines anpassungsfähigen, anspruchslosen Schafes, das speziell für die Haltung in Gebirgsregionen mit hohen Niederschlagsmengen geeignet ist. Die Brunst ist asaisonal, die Muttereigenschaften und die Säugeleistung gut. Erstzulassung mit 8-10 Monaten. Leistung Altbock Mutterschaf

Wolle [kg] 4,0 - 6,0 3,0 - 5,0

Herdbuch Schafe 512

Mitgliedsbetriebe 20

Züchter (* = Stammzucht)

Rassetypische Merkmale Das mittel- bis großrahmige Landschaf zeigt am langen, schmalen und unbewollten Kopf die typische Pigmentierung um das Auge sowie an den unteren ein bis zwei Dritteln der Ohren. Schlichtwolliges und einheitlich weißes Vlies mit einer Feinheit von 32-38 Mikron.

Gewicht [kg] 80 - 100 65 - 75

Herdbuch Böcke 23

Lämmer pro Jahr 1,8 - 2,2

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Aicher, Konrad ZZ: Q, seit 01.12.1999 Steinbrünning 14 83416 Saaldorf Tel.: 08682/7174

Miller, Charly u. Brigitte ZZ: MO, seit 14.03.2001 Beim Straßbauern 83533 Oberhub Tel.: 08076/8780

Aicher, Michael ZZ: A, seit 07.12.2002 Tiefenthaler Str. 9 83317 Teisendorf-Patting Tel.: 08666/6049

* Öttl, Franz ZZ: P, seit 15.04.1997 Forstweg 8 85238 Petershausen Tel.: 08137/7692

Brosmann, Helmut ZZ: BH, seit 07.11.2002 Domspatzenstr. 39 93152 Nittendorf Tel.: 09404/961286

Riehl Johann ZZ: S, seit 15.06.1990 Reckenstetten 2a 90584 Allersberg Tel.: 09176/7671

Dumberger, Anita ZZ: D, seit 15.06.1990 Hauptstr. 17 83317 Weildorf Tel.: 08666/7759

Stark, Peter ZZ: K, seit 30.11.1998 Steigberg 1 87452 Kimratshofen Tel.: 08373/8110

Eschlberger, Gerhard ZZ: E, seit 04.12.1999 Mozartstr. 21 83404 Ainring Tel.: 08654/8154

Swoboda, Stephan ZZ: SW, seit 28.11.2000 Eckersmühler Str. 14 91154 Wallesau Tel.: 09171/896189

Geitmann, Petra ZZ: G, seit 07.12.1994 Höfen 21 83278 Traunstein Tel.: 0861/2097986

Übl-Neureither, Stephanie ZZ: UN, seit 15.07.2009 Niederperach 36 84567 Perach Tel.: -

Gerstner, Heinz ZZ: T, seit 03.05.2006 Eysölden F3 91177 Thalmässing Tel.: 09173/9718

* Wagenpfeil, Max ZZ: WM, seit 05.10.1999 Furth 3 83550 Emmering Tel.: 08067/180997

Haupt- & Landgestüt Schwaiganger ZZ: HL, seit 26.09.2001 82441 Ohlstadt Tel.: 08841/61360

Wagenstaller, Christian ZZ: WO, seit 10.11.2007 Bachl 83119 Obing Tel.: 08074/9763

Landsberger, Wolfgang ZZ: HP, seit 21.09.2004 Dorfen 11 84508 Burgkirchen Tel.: 08679/914968

* Wiesheu, Jakob ZZ: W, seit 12.05.1992 Schneideringer Str. 5 83083 Riedering Tel.: 08036/1884

Langwieder, Franz ZZ: LS, seit 08.03.2000 Brünnthal 1 83416 Saaldorf Tel.: 08682/500

ZG Lutter, M. & G. ZZ: LP, seit 12.10.1999 Bachstr. 10a 90602 Pyrbaum-Schwarz. Tel.: 09180/1544


Beschreibung der Schafrassen

Alpines Steinschaf Herkunft Stammt vom Torfschaf ab und entspricht der ursprünglichen Schafrasse des gesamten Ostalpenraumes. In kleinen Restbeständen blieb es in Oberbayern, Salzburg und Tirol erhalten.

Leistung Altbock Mutterschaf

Gewicht [kg] 60 - 75 45 - 60

Wolle [kg] 3,5 3,0

Lämmer pro Jahr 2,0 - 2,5

Herdbuch Schafe 294

Mitgliedsbetriebe 15

Bestand in Bayern Anzahl

Herdbuch Böcke 13

Züchter (* = Stammzucht)

Rassetypische Merkmale Gerades Kopfprofil mit leicht gebogenem Nasenbein und abstehenden, leicht hängenden Ohren. Gelegentlich tragen Böcke einfach gebogene oder schneckenartige Hörner, Mutterschafe Knaupen oder einfach gebogene Hörner. Gesichtsbereich, Bauch und Füße sind in der Regel unbewollt. Das Vlies ist mischwollig, wobei alle Wollfarben und Farbzeichnungen vorkommen. Die Brunst ist asaisonal, eine zweimalige Lammung je Jahr ist möglich. Erstzulassung im Alter von 7 bis 8 Monaten. Zuchtziel Züchtung eines anpassungsfähigen, robusten Schafes für die unzugänglichen Hochgebirgslagen, mit asaisonaler Brunst, hoher Fruchtbarkeit, Frühreife, hoher Milchleistung und besten Muttereigenschaften.

* Aschauer, Josef ZZ: A, seit 15.04.1997 Wimbachweg 24 83486 Ramsau Tel.: 08657/531

* Mendel, Dr. Christian ZZ: M, seit 15.04.1997 Oberpößnach 1 83115 Neubeuern Tel.: 08034/7610

Gerstner, Heinz ZZ: G, seit 12.10.2005 Eysölden 3F 91177 Thalmässing Tel.: 09173/9718

Noe-Kometer, C. &. E. ZZ: V, seit 08.11.2006 Niederthann 4 85301 Schweitenkirchen Tel.: 08444/919052

Gloßner, Johann-Georg ZZ: GN, seit 18.11.2004 Kastengasse 8 92318 Neumarkt/Opf. Tel.: 08462/339

Pokorski Robert ZZ: PS, seit 29.04.2009 Fürsaumstr. 1a 82444 Schlehdorf Tel.: 08851/7050

Haupt- & Landgestüt Schwaiganger ZZ: HL, seit 26.09.2001 82441 Ohlstadt Tel.: 08841/61360

Thiele, M. & A. ZZ: TK, seit 21.02.2008 Gutshof Moosenrach 4 82549 Königsdorf Tel.: 08179/9254491

Höglmüller, Paul ZZ: PH, seit 05.11.2003 Dorfstr. 32 83250 Piesenhausen Tel.: 08641/61993

ZG Biebach-Schöpf ZZ: B, seit 12.10.2005 Burgstr. 42, Widdersberg 82211 Herrsching Tel.: 08152/2827

Kaufmann Andrea ZZ: KK, seit 20.09.2008 Römerweg 18 94356 Kirchroth Tel.: 09428/949719

ZG Wagner, I./ Treffler, C. ZZ: WT, seit 18.11.2006 Lechrainstr. 5 86974 Apfeldorf Tel.: 08869/912260

Keßler-Prusko,B./ Prusko,V. ZZ: KP, seit 18.11.2006 Berg 9 83549 Eiselfing Tel.: 08071/5971439

ZG Frensch./ Friedrich ZZ: F, seit 20.09.2008 Marktstr. 34 87497 Wertach Tel.: 0171/9948267

Leinthaler, A. & Hinterreutell, H.P. ZZ: L, seit 18.11.2006 87497 Wertach Tel.: 08365/706331

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Beschreibung der Schafrassen

Krainer Steinschaf Bestand in Bayern

Herkunft Das Krainer Steinschaf stammt direkt vom Torfschaf ab. Es konnte in seiner ursprünglichen Form in den slowenischen Alpen im Gebiet um den Triglav-Nationalpark unter traditionellen Haltungsbedingungen erhalten werden.

Anzahl

Zuchtziel Züchtung eines anpassungsfähigen, robusten Schafes für die Hochgebirgslagen mit Eignung zur Milchgewinnung. Es zeigt eine asaisonale Brunst, hohe Fruchtbarkeit, Frühreife und besten Muttereigenschaften sowie gute Trittsicherheit. Leistung Altbock Mutterschaf

Wolle [kg] 3,5 3,0

Herdbuch Schafe 324

Mitgliedsbetriebe 18

Züchter (* = Stammzucht)

Rassetypische Merkmale Das kleine, feingliedrige Schaf hat eine gerade Kopfform mit leicht gebogenem Nasenbein und waagrecht abstehenden Ohren. Die Köpfe von Bock und Schaf sind häufig bunt gezeichnet und überwiegend hornlos, das Vlies ist mischwollig und zumeist schwarz oder weiß.

Gewicht [kg] 55 - 70 45 - 55

Herdbuch Böcke 31

Lämmer pro Jahr 2,0 - 2,5

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Bassermann, Prof. Reinhard ZZ: B, seit 04.11.1992 Heißen 6 87634 Obergünzburg Tel.: 08306/7502

Richter, Marika u. Udo ZZ: J, seit 04.12.2001 Tirolerstr. 2 87616 Marktoberdorf Tel.: 08349/976575

Eckl, Christoph ZZ: E, seit 28.11.2008 PF 50 87757 Kirchheim Tel.: 08204/298334

* Rist, Christian ZZ: RP, seit 15.11.1996 Auf der Geigerhalde 40 87459 Pfronten/Weißbach Tel.: 08363/411

Ellenrieder, Gertraud ZZ: EO, seit 21.09.2004 Römerstr. 6 87662 Osterzell Tel.: 08345/383

Schäffeler, Wolfgang ZZ: Z, seit 03.05.2006 Rappenscheuchen 6 87439 Kempten Tel.: 08374/93534

Faber, Wilfried ZZ: FH seit 18.11.2006 Bahnhofstr. 58 91161 Hilpoltstein Tel.: 09174/41991

Schrenk, Dieter ZZ: SD, seit 21.09.2004 Rorach 5 87452 Altusried Tel.: 08373/935732

Gerstner, Heinz ZZ: G, seit 07.05.2002 Eysölden F3 91177 Thalmässing Tel.: 09173/9718

Schurer, Manfred ZZ: SA, seit 10.11.2007 Dorfanger 46 86450 Altenmünster-Bai. Tel.: 08295/969738

Hirmer, B. & R. ZZ: HP, seit 18.11.2006 Rößleweg 6 87459 Pfronten Tel.: 08363/928290

Seitz Johann ZZ: SR, seit 20.09.2008 Am Haselbach 1 87671 Ronsberg Tel.: 08306/1074

Kinzelmann, Hans ZZ: K, seit 03.05.1995 Kapellenweg 7 87452 Kimratshofen Tel.: 08373/8229

Weber, Roland ZZ: W, seit 18.07.2000 Ziegelholzweg 16 87471 Durach Tel.: 0831/64464

Mangold, Peter ZZ: H, seit 03.05.2006 Hofstetten 4 87477 Sulzberg Tel.: 08376/745

ZG Ditzig/Lieppert ZZ: DL; seit 07.11.2002 Eichenstr. 6 86507 Oberottmarshausen Tel.: -

Nieling, S. & A. ZZ: Q, seit 03.05.2006 Fahndorf 2 93179 Brennberg Tel.: 09484/951420

ZG Hämmerle,R./ Linder,R. ZZ: SH, seit 15.07.2009 Märzstraße 1 87616 Marktoberdorf Tel.: -


Beschreibung der Schafrassen

Tiroler Steinschaf frei von toten Haaren. Farbe bei Böcken: grau und weiß ohne Scheckung und Missfarben, bei Schafen grau und weiß. Wollfeinheit 33 – 36 Mikron.

Herkunft Das Tiroler Steinschaf ist die älteste Tiroler Schafrasse und stammt ursprünglich vom bereits ausgestorbenen Torfschaf ab. Sein Hauptverbreitungsgebiet liegt heute im Zillertal in Tirol.

Zuchtziel Lebhaftes Temperament; hervorragende Weide- und Alptüchtigkeit mit ausgezeichneter Trittsicherheit; Widerstands- und Anpassungsfähigkeit; gute Muttereigenschaften; hohe Fruchtbarkeits- und Aufzuchtleistung bei asaisonalem Brunstverhalten. Leistung

Rassetypische Merkmale Es ist ein mittelgroßes bis großes Schaf. Der Kopf bei Böcken ist stark geramst mit genügend starkem, nicht zu eng anliegendem und gleichmäßig geschwungenem Horn. Die Stirn ist breit und bewollt, der untere Teil des Gesichtes ist möglichst wollfrei, Faltenbildung bei älteren Widdern ist charakteristisch. Der Kopf bei den Schafen ist leicht geramst und schmal, Horn- und Knaupenbildung zulässig. Die Ohren sind spitz bis mittelbreit, aber nicht hängend.

Altbock Mutterschaf

Gewicht [kg] 90 - 120 70 - 80

Wolle [kg] 3,0 - 4,0 2,5 - 3,5

Lämmer pro Jahr 2,0 - 2,5

Bestand in Bayern Anzahl

Herdbuch Böcke 3

Herdbuch Schafe 48

Mitgliedsbetriebe 5

Züchter Buchwieser, Uli ZZ: BUI, seit 04.09.1998 Hauptstr. 89 82386 Huglfing Tel.: 08802/1054

Remmler, Elisabeth ZZ: R, seit 11.12.1991 Risserstr. 9 82499 Wallgau Tel.: 08825/833

Dobrik Peter ZZ: D, seit 17.02.2009 Weiherweg 2 86744 Steinhart Tel.: 09082/2195

Sieg, Thomas ZZ: SP, seit 19.07.2005 Eberhardstein 3 91362 Pretzfeld Tel.: 09194/4866

Leitner, Franz ZZ: L, seit 07.05.2008 Fischhauser Str. 9 83727 Schliersee Tel.: 08026/6443

Das Fundament zeichnet sich durch mittelfeine bis kräftige Beine, straffe Fesselung und harte Klauen aus. Die Wolle ist seidig glänzend, mit schlichtem, etwas gröberem Oberhaar und feinerem Unterhaar, und

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Beschreibung der Schafrassen

Montafoner Steinschaf Herkunft Autochthone Rasse des Montafon, gehört zu der Gruppe der Steinschafe.

Zuchtziel Züchtung eines fruchtbaren, anspruchslosen Schafes für die extensivsten Hochgebirgslagen. Leistung Altbock Mutterschaf

Gewicht [kg] 55 - 65 35 - 50

Wolle [kg] 3,0 2,5 - 3,0

Lämmer pro Jahr 2,0 - 2,5

Bestand in Bayern Anzahl

Rassetypische Merkmale Relativ kleines Schaf mit dünnen Beinen und schmalem Kopf mit geradem Profil, hornlos oder gehörnt, mischwollig in allen Farben.

Herdbuch Böcke 1

Herdbuch Schafe 6

Mitgliedsbetriebe 1

Züchter Neuner, Franz ZZ: N, seit 21.02.2008 Ballengasse 7 82467 Garmisch-Partenk. Tel.: 08821/72170

Walliser Landschaf Zuchtziel Züchtung eines ruhigen, zutraulichen und futterdankbaren Schafes für magere Hochgebirgsstandorte.

Herkunft „Roux du Valais“, autochthone Rasse des Oberwallis, deren Herkunft unklar ist.

Leistung Altbock Mutterschaf

Gewicht [kg] 60 - 90 50 - 75

Wolle [kg] 3,5 - 4,5 3,0 -4,0

Lämmer pro Jahr 2,0 - 2,5

Bestand in Bayern Anzahl

Rassetypische Merkmale Mittelgroßes, eher leichtes Schaf, mit geramstem Kopf und gewundener Behornung beider Geschlechter, rotbraunes, grobes Vlies.

Herdbuch Böcke 2

Herdbuch Schafe 7

Mitgliedsbetriebe 2

Züchter Maier, Manfred ZZ: M, seit 15.07.2009 Rosengasse 11 82237 Wörthsee Tel.: -

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Rehle, Thomas ZZ: R, seit 10.11.2007 Bucher Str. 4 86500 Kutzenhausen-Ag. Tel.: 08294/804683


Beschreibung der Schafrassen

Walliser Schwarznasenschaf große weiße und schraubenförmige Hörner, die von den Backen gut abgesetzt sind und waagrecht abwachsen. Die mit Grannenhaaren durchsetzte Wolle ist grob, lang und gelockt im D-E Charakter. Das Vlies ist ausgeglichen und einheitlich weiß, mit Ausnahme der gewünschten schwarzen Flecken.

Herkunft Das Walliser Schwarznasenschaf stammt aus den Oberwallis und geht im wesentlichen auf das schwarznasige Vispertalerschaf zurück. Es ist ein robustes, mittelgroßes bis großrahmiges und tiefgebautes Schaf mit gutem Wuchs und ist die einzige gehörnte Schafrasse in der Schweiz.

Zuchtziel Züchtung eines spätreifen, robusten, genügsamen Schafes für die Hochgebirgsregion. Leistung Altbock Mutterschaf

Gewicht [kg] 80 - 130 70 - 90

Wolle [kg] 3,5 - 4,5 3,0 - 4,0

Lämmer pro Jahr 2,0 - 2,5

Bestand in Bayern

Rassetypische Merkmale Typisch ist die schwarze Farbzeichnung. Der Kopf ist an der Nase bis zur Mitte und nicht unterbrochen bis zu den Augen schwarz umrandet. Die Ohren sind bis an den Kopf schwarz. Die Beine sind kurz schwarz gestiefelt mit schwarzen Flecken an den Sprunggelenkhöckern und den Karpalgelenken. Das Fehlen eines Fleckes oder schwarze Flecken am Schwanzansatz ist für männliche Tiere ein Ausschlussgrund, bei weiblichen Tieren wird der fehlende Fleck geduldet. Erwünscht ist ein nicht allzu großer Schwanzfleck. Der Kopf hat eine starke Ramsnase, ein breites Maul und mittellange, getragene Ohren. Beide Geschlechter tragen

Anzahl

Herdbuch Böcke 8

Herdbuch Schafe 68

Mitgliedsbetriebe 8

Züchter (* = Stammzucht)

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Aigner, Dr. Martin ZZ: A, seit 09.12.1997 Ollerding 7 84529 Tittmoning Tel.: 08683/8919990

Müller, Rudolf ZZ: M, seit 18.11.2006 Bärnfels, Dorfstr. 37 91286 Obertrubach Tel.: 09245/766

Heinrich, Dr. M. & Dr. S. ZZ: H, seit 10.11.2007 Nr. 1 97791 Emmerichstal-Ob. Tel.: 06665/900838

Rehle, Thomas ZZ: R, seit 29.04.2005 Bucher Str. 4 86500 Kutzenhausen-Ag. Tel.: 08294/804623

Käufl, Dr. Christian ZZ: KS, seit 20.09.2008 Oberwagenau 16 83313 Siegsdorf Tel.: 08665/927574

Schurer, Manfred ZZ: SA, seit 17.02.2009 Dorfanger 46 86450 Baiershofen Tel.: 08295/969738

* Kögl, Ernst ZZ: K, seit 12.11.1993 Mühlenstr. 19 83052 Götting Tel.: 08062/4719

Schmidt, Christian ZZ S, seit 05.10.1999 Enterrottach 1 83700 Rottach-Egern Tel.: 08022/5641


Beschreibung der Schafrassen

Juraschaf Herkunft Das Juraschaf stammt aus der Schweiz. Dort wird es als Schwarzbraunes Bergschaf bezeichnet. Es wurde aus den einheimischen Landschlägen von Jura-, Saanen-, Simmentaler-, Frutigschaf und Roux de Bagnes gezüchtet.

Zuchtziel Züchtung eines robusten, temperamentvollen Schafes mit guter Konstitution und Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Klimaeinflüssen bei mäßigen Ansprüchen an Futter und Haltungsbedingungen. Gute Milch- und Fleischleistung. Sehr fruchtbar mit Zwischenlammzeiten von 290 Tagen. Gute Mutterinstinkte.

Rassetypische Merkmale Es ist ein mittelgroßes, tiefgewachsenes Schaf mit gerader Nasenlinie und mittellangen, getragenen Ohren. Die Wolle ist einheitlich hellbraun (elbfarben) oder kastanienbraun bis schwarz. Kopf und Beine sind unbewollt, glänzend schwarz oder braun behaart. Die Tiere sind tief und breit gewachsen mit gut bemuskelter Keule und kräftigen aber eher feinen Gliedmaßen. Das Vlies besitzt nahezu Merinocharakter mit 28-30 Mikron. Asaisonale Brunst. Sehr fruchtbar mit Erstlammalter zwischen 15-18 Monaten. Die täglichen Zunahme liegen bei den Schlachtlämmern im Bereich von 300g, das handelsübliche Verkaufsgewicht bei 40-42 kg.

Leistung Altbock Mutterschaf

Gewicht [kg] 90 - 120 70 - 85

Wolle [kg] 3,5 - 4,0 3,0 - 3,5

Lämmer pro Jahr 2,0 - 2,5

Bestand in Bayern Anzahl

Herdbuch Böcke 3

Herdbuch Schafe 36

Mitgliedsbetriebe 3

Züchter Bernauer, Günter ZZ: B, seit 19.04.2004 Vorading 8 94508 Schöllnach Tel.: 09903/952508 Haggenmüller, Helmut ZZ: Z, seit 26.09.2001 Katharinenweg 5 86510 Ried-Zillenberg Tel.: 08208/1268

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Trinkl, Johann ZZ: TD, seit 21.09.2004 Badersfelderstr. 2 85764 Oberschleißheim Tel.: 089/31594890


Beschreibung der Schafrassen

Rhönschaf Herkunft Das Rhönschaf ist eine der ältesten Rassen Deutschlands (erste Erwähnung 1844). Es ist eine typische Landschafrasse der Mittelgebirgslagen, die ihren Ursprung in der Rhön im Grenzgebiet von Bayern, Hessen, Thüringen hat.

Zuchtziel Gezüchtet wird ein anspruchsloses, widerstandsfähiges, marsch- und pferchfähiges Schaf zur Landschaftspflege, besonders in rauen Mittelgebirgslagen. Erwünscht ist ein langes, kräftiges Schaf mit langer Brunstsaison.

Rassetypische Merkmale Das Rhönschaf ist ein mittelgroßes Schaf mit schwarzhaarigem, hornlosem, bis hinter die Ohren unbewolltem Kopf. Eine weiße Platte, die bis an die Ohren reicht, ist erlaubt, ebenso ein handbreiter Kragen, dessen Spitze bis auf etwa 1,5 Handbreit an das Brustbein heranragen kann. Die Beine sind unbewollt. Außer dem Kopf müssen alle behaarten Körperteile bis zu den Klauen weiß sein. Das Schaf hat einen kräftigen und langen Körper. Die Hinterbeinstellung kann leicht gewinkelt sein. Die weiße Schlichtwolle mit typischem Glanz hat eine Feinheit von 32 bis 38 Mikron. Das Schaf hat eine lange Brunstsaison. Die Erstzulassung erfolgt mit 12 bis 18 Monaten.

Leistung Altbock Mutterschaf

Gewicht [kg] 80 - 105 60 - 85

Wolle [kg] 5,0 3,0 - 4,0

Lämmer pro Jahr 1,5 - 1,7

Bestand in Bayern Anzahl

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Herdbuch Böcke 34

Herdbuch Schafe 1.804

Mitgliedsbetriebe 30


Beschreibung der Schafrassen Züchter (* = Stammzucht) Aderhold, Jörg ZZ: AW, seit 05.10.1999 Wildensee 5 63863 Eschau Tel.: 09374/90148

Kolb, Josef ZZ: KG, seit 09.07.1996 Friedhofweg 4 97656 Oberelsbach-Ginolfs Tel.: 09774/1304

Aigner, Franz ZZ: AF, seit 04.12.2001 Herderstr. 38 93333 Neustadt/Do. Tel.: 09445/21589

Krift, Dirk ZZ: GA, seit 22.02.2008 Eckenstr. 15 97772 Dormitz Tel.: 09749/930787

* Bergmann, ZGM A. & S. ZZ: B, seit 25.07.1974 OT Heimbach 63776 Mömbris Tel.: 06029/1096

Lösel, Franz ZZ: DO, seit 14.07.1997 Hauptstr. 12 91077 Dormitz Tel.: 09134/7392

Dumbacher, Otmar ZZ: DS, seit 05.10.1999 Zittenfeldener Str. 18 63936 Schneeberg Tel.: 09373/3395

Maier, Wilhelm ZZ: M, seit 14.11.1995 Guttenstall 4 86920 Epfach Tel.: 08869/284

Gloßner, Johann-Georg ZZ: GN, seit 18.11.2004 Kastengasse 8 92318 Neumarkt/Opf. Tel.: 08462/339

Markon, Reinhard ZZ: MI, seit 05.12.2006 Hintere Gasse 3 91610 Insingen Tel.: 09869/978260

Hädicke Johannes ZZ: NB, seit 19.04.2004 Schörbrow 2a 91592 Buch a. Wald Tel.: 09868/95360

Neuberger, Gerhard ZZ: NK, seit 04.11.1992 Schloßstr. 12 95158 Kirchenlamitz Tel.: 09285/6449

Hofmann, Thomas ZZ: KT, seit 21.09.2004 Alzenauer Str. 6b 63776 Mömbris Tel.: 06029/8209

Neun, Olaf ZZ: NW, seit 16.09.1998 Talstr. 8 97799 Weißenbach Tel.: 09744/392

Hummel, Brigitte ZZ: D, seit 07.11.2002 Untereschenbacher Str. 8 97762 Hammelburg Tel.: 09732/781416

Omert, Reinhard ZZ: OR, seit 12.11.1993 Am Weinberg 5 97656 Oberelsbach-Ginolfs Tel.: 09774/332

Kinzelmann, Manfred ZZ: KM, seit 12.11.1993 Hirschau 2 86989 Steingaden Tel.: 08862/6337

Rauh, Wolfgang ZZ: RM, seit 26.04.2007 Riedlstr. 12 82216 Maisach Tel.: 08141/90858

Kleinhenz, Ernst ZZ: KB, seit 14.11.1995 Pilsterweg 8 97789 Oberleichtersbach Tel.:09741/4614

Ringel, Heinrich ZZ: RH, seit 26.04.2006 Herzogenauracher Str. 10 90768 Fürth Tel.: 0911/7670564

Kleinwötzl, Franz ZZ: KK, seit 09.12.1997 Salzburger Str. 132 83471 Berchtesgaden Tel.:08652/9750710

Rohrbach, Erwin ZZ: RE, seit 12.11.1993 Wethstr. 4 97656 Oberelsbach Tel.: 09773/1621

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Schneider, Ludwig ZZ: SL; seit 15.11.1996 Boxhecke 8 97779 Geroda Tel.: 09747/930604

Weber, Ludwig ZZ: WU, seit 21.04.1999 Kapellenstr. 20 97789 Unterleichtesbach Tel.: 09741/5694

Schönner, Paul ZZ: SB, seit 15.04.1997 Schulweg 2 97653 Bischofsheim Tel.: 09772/6225

Weidegem. Rhönschaf GbR ZZ: WG, seit 04.05.1998 Rhönblick 6 97656 Oberelsbach Tel.: 09774/1572

Schrenk, Peter ZZ: SP, seit 12.11.1993 Rhönblick 6 97656 Oberelsbach-Ginolfs Tel.: 09774/1572

ZG Hackl - Mühlbauer ZZ: HW, seit 04.11.1992 Kastlmühle 34 94234 Viechtach Tel.: 09941/8994

Schwemmlein, Christoph ZZ: SU, seit 26.04.1988 Spitalstr. 5 97514 Oberaurach-Unters. Tel.: 09529/9500019

Zachmeier Manuel ZZ: ZD, seit 17.02.2009 Birkenstr. 22 92364 Deining Bhf Tel.: 0151/17520729


Beschreibung der Schafrassen

Coburger Fuchsschaf Herkunft Das Coburger Fuchsschaf gehört zu den Landschafen und war ursprünglich in vielen Mittelgebirgsregionen Deutschlands beheimatet. 1966 wurden diese verschiedenen Typen z.B. Coburger Füchse, Eifeler Füchse, Oberpfälzer Füchse, Westerwälder Füchse als Rasse anerkannt.

Zuchtziel Züchtung eines widerstandsfähigen, genügsamen Landschafes für die rauen Mittelgebirgslagen mit besonderer Eignung für Hüte- und Koppelhaltung. Das Schaf hat eine lange Brunstsaison. Regionale Rasseschläge sollen erhalten bleiben.

Leistung Rassetypische Merkmale Das mittelrahmige, edle Landschaf hat einen schmalen, hornlosen und bis hinter die Ohren unbewollten Kopf von goldgelber bis rotbrauner Farbe. Die Beine sind feinknochig und haben trockenes Fundament mit straffen Fesseln. Das Vlies der Lämmer ist rotbraun und hellt mit zunehmendem Alter auf. Die lang abgewachsene Schlichtwolle mit 33-36 Mikron hat einen goldenen bis rotbraunen Schimmer („Goldenes Vlies“), die farbigen Haare liegen in rotbraunen Tönen vor. Eine Mähne bei den Böcken sowie ein Aalstrich bei beiden Geschlechtern, ist möglich.

Altbock Mutterschaf

Gewicht [kg] 85 - 105 60 - 85

Wolle [kg] 4,0 - 5,0 3,0 - 4,0

Lämmer pro Jahr 1,7 - 2,0

Bestand in Bayern Anzahl

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Herdbuch Böcke 80

Herdbuch Schafe 1.851

Mitgliedsbetriebe 48


Beschreibung der Schafrassen Züchter (* = Stammzucht) Abtei Maria Frieden ZZ: MF, seit 26.09.2001 Kirchschletten 30 96199 Zapfendorf Tel.: 09547/92230

Görl, H. & M. ZZ: GN, seit 21.02.08 Talstr. 36 91347 Aufseß- Neuhaus Tel.: 09274/909649

Kuttenreich, Lorenz ZZ: KL, seit 23.04.1996 Pöttmeser Str. 160 86669 Klingsmoos Tel.: 08433/1036

Schubert, Herbert ZZ: W, seit 07.12.1989 Fesselsdorf 20 96269 Weismain Tel.: 09504/363

Batsch, Philipp ZZ: BB, seit 18.11.2004 Kirchbuch 11 92339 Beilngries Tel.: 08468/804673

Hackl, Josef ZZ: HR, seit 07.11.2002 Unterasberg 8 94269 Rinchnach Tel.: 09924/518

Linden, v. d., Günther ZZ: L, seit 07.12.1989 Manau 17 97461 Hofheim Tel.: 09523/6637

Schuh, Dr. Hermann ZZ: SI, seit 25.02.2003 Oberndorf 45 91472 Ipsheim Tel.: 09246/1464

Behringer, Otto ZZ: BO, seit 07.05.2002 Königsberger Str. 16 63916 Amorbach Tel.: 09373/2992

Hegemann, Dr. Werner ZZ: DR, seit 03.08.1989 Mühlstr. 14 82346 Andechs Tel.: 08152/1511

Meier, Stefan ZZ: MP, seit 10.11.2007 Hauptstr. 16 92351 Painten Tel.: 09499/346

* Sellerer, M. & Ch. ZZ: SW, seit 16.09.1998 Weihersdorfer Haupstr. 26 92360 Mühlhausen Tel.: 09185/1845

* Bergmann, Armin ZZ: H, seit 05.03.1987 Heimbach 11f 63776 Mömbris Tel.: 06029/5549

Heil-Erz.-heim Sonnenhof ZZ: U, seit 03.08.1989 Wüstenwelsberg 18 96190 Untermerzbach Tel.: 09533/92350

Notter, S. & M. ZZ: Y, seit 03.05.2006 Breitenloher Weg 17 91166 Georgensgmünd Tel.: 08093/4840

* Täuber, Verena ZZ: T, seit 06.08.1981 Hüttenwustung 96268 Mitwitz Tel.: 09266/8605

Brunner, Siegfried ZZ: LB, seit 04.12.2001 Wiesenweg 1 93352 Laaber Tel.: 09452/2150

Heinle, Erhard ZZ: HK, seit 07.11.2002 Vorstadt 34 97268 Kirchheim Tel.: 09366/7962

Pantzner-Müller, Sabine ZZ: PM, seit 14.03.2001 Ringgasse 7 97450 Reuchelheim Tel.: 09363/994168

* Vögerl, Franz ZZ: VP, seit 14.07.1980 Hauptstr. 2a 92334 Pollanten Tel.: 08462/705

BUND ZZ: HI, seit 12.10.2005 Vorstadt 6 95028 Hof Tel.: 09281/16306

Huber, Paul ZZ: HD, seit 17.02.2009 Hans-Sachs-Str. 7 85221 Dachau Tel.: 08131/82865

Pax, Dietrich ZZ: P, seit 01.06.1989 Gärtnerhof Pallenberg 96450 Coburg Tel.: 09561/62623

Vogl, Franz. ZZ: VD, seit 18.11.2004 Kirchplatz 4 85095 Bitz Tel.: 08466/388

Eckart, Sonja u. Willi ZZ: ED, seit 05.12.2006 Rossbacherstr. 11 91463 Dietersheim Tel.: 09161/4290

Hüttner, Gerhard ZZ: HB, seit 23.04.1996 Scherleshofer Str. 7 91088 Bubenreuth Tel.: 09131/26409

Pillmeier, Karl-Heinz ZZ: PF, seit 07.12.1994 Illerstr. 10 87538 Fischen-Au Tel.: 08326/626

Weber, Karl-Heinrich ZZ: WW, seit 14.11.1995 Dammallee 40 97618 Wülfershausen Tel.: 09762/6186

Findeiß, Alfred ZZ: FB, seit 07.12.1994 Stebener Weg 10 95138 Bobengrün Tel.: 09288/1249

Kasper, W. & E. ZZ: S, seit 01.06.1989 Rottenried 3a 82205 Gilching Tel.: 08105/22462

Resch, Leo ZZ: A, seit 18.10.1988 Staufenstr. 10 86551 Oberwittelsbach Tel.: 08251/3617

Weiland, H. & W. ZZ: WK, seit 21.04.1999 Hilpoltsberg 1 86872 Konradshofen Tel.: 08204/529

Finkenzeller, Johann ZZ: FA, seit 25.02.2003 Lindenstr. 16 85123 Aschelsried Tel.: 08453/9642

Kleinwötzl, Franz ZZ: KK, seit 17.12.1990 Salzburger Str. 132 83471 Berchtesgaden Tel.: 08652/9750710

Rhön, M. &S. GbR ZZ: RS, seit 21.09.2004 Loch 8 90547 Stein Tel.: 0911/686427

Wutschka, Rolf ZZ: WN, seit 04.12.1981 Mermettenreuth 95512 Neudrossenfeld Tel.: 09203/1735

Fischer M. & F.-J. ZZ: N, seit 18.10.1988 Naichen 20 86476 Neuburg/ Kammel Tel.: 08283/771

Kramer, Gerhard ZZ: KG, seit 20.05.2003 Drosselweg 7 89441 Medlingen Tel.: 09073/3477

Scheerer-Hoenig, Gaby ZZ: SH, seit 16.09.1998 Gerstland 60 881637 Grünenbach Tel.: 08383/7555

Zimmermann, Brigitte ZZ: WU, seit 04.05.1998 Nelkenstr. 20 91743 Unterschwaningen Tel.: 08836/512

Frank, Christa u. Hans ZZ: FS, seit 07.12.1994 Kirchberg 3 95706 Schmiding Tel.: 09233/4673

Krieger, Bernhard ZZ: KB, seit 07.12.1994 Unterer Markt 15 91275 Auerbach/Opf. Tel.: 09643/1378

Schiller, Thomas ZZ: ST, seit 07.05.2008 Eysölden G11 91177 Thalmlässing Tel.: 09173/795240

ZGM Mangs, Dr. Aigner ZZ: MA, seit 15.04.1997 Mittereich 1 84529 Tittmoning Tel.: 08687/985870

Graf, Stephan ZZ: GW, seit 07.11.2002 Münchner Str. 22 86949 Windach Tel.: 08193/938521

Krötzinger, Richard ZZ: KR, seit 18.11.2004 Waltenstetten 1 83547 Babensham Tel.: 08071/3873

Schlenk, Herbert ZZ: SB, seit 28.11.2000 Obergräfenthal 12 95463 Bindlach Tel.: 09208/585036

ZGM Fladung - Bott ZZ: BF, seit 04.12.2007 Jacobusstr. 1 97650 Fladungen Tel.: -

- 100 -


Beschreibung der Schafrassen

Waldschaf Herkunft Das Waldschaf stammt vom Zaupelschaf ab. Restbestände blieben in den unwirtlichen Gebieten des Bayerischen Waldes, Böhmerwaldes bis zum österreichischen Mühlund Waldviertel erhalten.

Leistung Altbock Mutterschaf

Gewicht [kg] 60 - 70 40 - 55

Wolle [kg] 3,5 3,0

Lämmer pro Jahr 2,0 - 2,3

Bestand Rassetypische Merkmale Das Waldschaf ist klein bis mittelgroß und feingliedrig. Das Kopfprofil ist gerade und das Nasenbein leicht gebogen. Ein großer Anteil der Böcke ist gehörnt, weibliche Tiere tragen gelegentlich Hörner. Das einfarbige Vlies ist mischwollig von meist weißer, aber auch brauner oder schwarzer Farbe. Die Brunst ist asaisonal, eine zweimalige Lammung pro Jahr ist möglich. Die Erstzulassung ist ab 8 Monaten möglich. Zuchtziel Züchtung eines frühreifen, genügsamen und robusten Schafes für raue Mittelgebirgslagen. Das Schaf hat eine hohe Milchleistung und gute Fruchtbarkeit bei asaisonalem Brunstverhalten.

- 101 -

Anzahl

Herdbuch Böcke 51

Herdbuch Schafe 1.004

Mitgliedsbetriebe 28

Züchter (* = Stammzucht) Becker, Friederike ZZ: BO, seit 26.09.2001 Reiterstr. 10 82140 Olching Tel. 08142/443914

Flemming, Tilmann ZZ: HA, seit 20.05.2003 Hochstr. 10 94474 Vilshofen Tel.: 08541/968141

* Brunner, Josef ZZ: B, seit 16.05.1991 Massingerstr. 7 84323 Massing-Wolfsegg Tel.: 08724/1688

Freilichtmuseum Finsterau ZZ: FI, seit 15.04.1997 94151 Finsterau Tel. : 08557/96060

Denk, Hans Karl ZZ: DP, seit 15.04.1997 Industriestr. 12 94157 Perlesreuth Tel.: 08555/8177

Freilichtmuseum Massing ZZ: MA, seit 07.05.2002 Steinbüchl 5 84323 Massing Tel.: 08724/96030

* Dorrer, Siegfried ZZ: DN, seit 14.11.1995 Obere Au 41 84183 Niederviehbach Tel.: 08702/2117

Greil, Vera & Werner ZZ: GR, seit 15.04.1997 Rahstorf 2 94436 Simbach/Landau Tel.: 08735/240

Eckl, Christoph ZZ: E, seit 07.12.1994 PF 50 87757 Kirchheim Tel.: 08204/298334

Haberger, Konrad ZZ: KH, seit 29.04.1993 Henghub 2 94140 Ering/Inn Tel.: 08573/410


Beschreibung der Schafrassen Habersbrunner, Dr. Irma ZZ: HI, seit 04.05.1998 Oberer Buchet 46 94405 Landau/Isar Tel.: 09951/1763

Lutter, Gerhard ZZ: LP, seit 14.11.1995 Bachstr. 10a 90602 Pyrbaum-Schwarz. Tel.: 09180/1544

Plersch, Harald ZZ: PH, seit 05.11.2003 Zur Mindel 6 89349 Kemnat Tel.: 08385/928716

Walsberger, Johann ZZ: W, seit 16.05.1991 Straßkirchnerstr. 33 94342 Irlbach Tel.: 09424/1523

JVA Lebenau ZZ: JV, seit 15.09.1995 Forstgarten 11 83410 Laufen Tel.: 08682/897152

Mehringer, M. &. R. ZZ: G, seit 18.11.2004 Siglfinger Str. 17 85435 Erding Tel.: 08122/20377

Rebitzer, Josef ZZ: SK, seit 05.11.2003 Waldbadstr. 2 93155 Hemau Tel.: 09491/3489

Winklmann, Rosmarie ZZ: WP, seit 08.03.2000 Viechtafeller Str. 1 94267 Prackenbach Tel.: 09944/9383

Kaufmann Dr. Susanne ZZ: KM, seit 07.05.2008 Sagmühle 1 85570 Markt Schwaben Tel.: 0178/2599007

Niedermeier, Anton ZZ: NF, seit 18.11.2004 Fürholzen 15 85276 Pfaffenhofen Tel.: 08441/6783

Roth, Wolfgang ZZ: RW, seit 05.11.2003 Bechen 42 87474 Buchenberg Tel.: 08378/7555

ZGM Schmid, J. & J. ZZ: SB, seit 21.02.2008 Buch 29 92363 Breitenbrunn Tel.: 09495/571

Koller, Hans-Jürgen ZZ: KR, seit 15.09.1995 Fronau 4 93128 Regenstauf Tel.: 09402/6531

Peck, Sieglinde ZZ: PW, seit 14.03.2001 Wasching 3 94160 Ringelai Tel.: 08555/4389

Schweiger, Anton ZZ: SW, seit 11.12.1991 Kirchweg 4 94344 Wiesenfelden Tel.: 09421/63008

Lösing, Dr. Angela ZZ: L, seit 11.12.1991 Am Eichenberg 35 85419 Mauern Tel.: 08764/235

Peters, Maria u. Franz ZZ: Z, seit 05.10.1999 Ziegelhof 1 91171 Euerwang Tel.: 08467/667

Sieg, Thomas ZZ: SP, seit 21.09.2004 Eberhardstein 3 91362 Pretzfeld Tel.: 09194/4866

Ciktaschaf Herkunft Das Ciktaschaf ist ein Schlag des Waldschafes und direkter Nachfahre des Zaupelschafes.

Zuchtziel Züchtung eines äußerst anspruchslosen und widerstandsfähigen Landschafes für Extensivflächen. Leistung Altbock Mutterschaf

Gewicht [kg] 60 - 70 40 - 55

Wolle [kg] 3,5 3,0

Lämmer pro Jahr 2,0 - 2,3

Herdbuch Schafe 14

Mitgliedsbetriebe 1

Bestand in Bayern Anzahl

Rassetypische Merkmale Kleines, feingliedriges, mischwolliges Schaf mit geradem Kopfprofil und leicht gebogenem Nasenbein. Ohren kurz, spitz und abstehend. - 102 -

Herdbuch Böcke 3

Züchter Schwäb. Bauernhofmuseum Illerbeuren ZZ: I, seit 28.11.2000 Museumsstr. 8 87758 Kronburg Tel.: 08394/1455


Beschreibung der Schafrassen

Graue Gehörnte Heidschnucke Herkunft Die Graue Gehörnte Heidschnucke stammt höchstwahrscheinlich vom Mufflon ab und war ursprünglich von Nordeuropa bis Sibirien verbreitet, heute ist ihr Hauptzuchtgebiet in Deutschland die Lüneburger Heide.

behaart sein. Graues Stichelhaar ist unerwünscht. Die Brunst ist saisonal, die Zulassung erfolgt im Alter von 10 bis 18 Monaten, je nach Fütterungs- und Haltungsbedingungen. Zuchtziel Züchtung eines bodenständigen, anspruchslosen und widerstandsfähigen Schafes mit korrektem Fundament, welches insbesondere für die Landschaftspflege geeignet ist. Das Schaf zeigt ein streng saisonales Brunstverhalten. Leistung

Rassetypische Merkmale Der längliche Kopf der Mutterschafe trägt nach hinten gebogene Hörner, der der Böcke schneckenartige Hörner. Die kleinen Ohren stehen schräg aufwärts. Der Rumpf ist tief und geschlossen, die Rippe gut gewölbt, das Fundament korrekt gestellt, fein und trocken, die Klaue hart. Die Wolle hat DE bis E/EEFeinheit (38 bis 39 Mikron). Das mischwollige Vlies ist gleichmäßig ausgebildet und wird nicht zu hell gefärbt verlangt. Ideal ist ein mischwolliges, silbergraues Vlies mit schwarzem Brustlatz, Hals- und Nackenpartie sollten bis zum Widerrist ebenfalls schwarz gefärbt sein. Kopf, Beine und Schwanzbereich sollen unbewollt und schwarz

Altbock Mutterschaf

Gewicht [kg] 75 - 90 45 - 55

Wolle [kg] 4,0 1,7 - 2,5

Lämmer pro Jahr 1,0 - 1,2

Bestand in Bayern

- 103 -

Anzahl

Herdbuch Böcke 21

Herdbuch Schafe 466

Mitgliedsbetriebe 7

Züchter (* = Stammzucht) Bachmann, Quartan ZZ: G, seit 05.10.1999 Schulstr. 11 86682 Genderkingen Tel.: 09090/2974

* Lutterloh, Gerhard ZZ: B, seit 19.09.1979 Bäuerlinshalde 12 88131 Lindau Tel.: 08382/78515

Bechteler, Manfred ZZ: BW, seit 30.04.1986 Westerhofen 9 87527 Sonthofen Tel.: 08321/89127

Reebs, Dr. Anna-M. ZZ: RA, seit 12.11.1993 Finstermühle 1 91154 Roth Tel.: 09176/5210

* Glossner, J.-G. ZZ: GN, seit 18.10.1988 Kastengasse 8 92318 Neumarkt/Opf. Tel.: 09181/9988

* Solloch, Peter ZZ: SP, seit 04.11.1992 Am Moos 1 82544 Deining Tel.: 08170/1354

JVA Kaisheim ZZ: JV, seit 11.12.1991 Abteistr. 10 86687 Kaisheim Tel.: 09099/9990


Beschreibung der Schafrassen

Weiße Gehörnte Heidschnucke Herkunft Stammt von der „Grauen“ ab, aus den den Heide- und Moorgebieten im Weser-Ems-Raum.

Zuchtziel Züchtung eines bodenständigen, anspruchslosen Schafes mit korrektem Fundament für Heideflächen. Leistung Altbock Mutterschaf

Gewicht [kg] 70 - 80 40 - 50

Wolle [kg] 3,5 1,8

Lämmer pro Jahr 1,0 - 1,2

Herdbuch Schafe 66

Mitgliedsbetriebe 1

Bestand in Bayern Anzahl

Rassetypische Merkmale Kleines, mischwolliges Landschaf mit keilförmigen, gehörntem Kopf. Beine und der kurze Schwanz sind unbewollt und rein weiß behaart.

Herdbuch Böcke 3

Züchter * Glossner, J.G. ZZ: GN, seit 15.11.1996 Kastengasse 8 92318 Neumarkt/Opf. Tel.: 08462/339

Weiße Hornlose Heidschnucke Herkunft Die „Moorschnucke“ stammt aus Niedersachsen, wo sie seit Jahrhunderten gezüchtet wird.

Zuchtziel Züchtung eines anspruchslosen, marschfähigen Schafes, speziell für die Beweidung von Moorflächen. Leistung Altbock Mutterschaf

Gewicht [kg] 65 - 80 40 - 50

Wolle [kg] 3,0 - 4,0 1,7 - 2,5

Lämmer pro Jahr 1,0 - 1,2

Bestand in Bayern Anzahl

Rassetypische Merkmale Kleinwüchsiges, feingliedriges, mischwollige Landschaf mit länglichem Kopf mit aufwärts stehenden Ohren. Beide Geschlechter hornlos. - 104 -

Herdbuch Böcke 0

Herdbuch Schafe 70

Züchter (* = Stammzucht) * Glossner, J.G. ZZ: GN, seit 15.09.1995 Kastengasse 8 92318 Neumarkt/Opf. Tel.: 08462/339

Mitgliedsbetriebe 1


Beschreibung der Schafrassen

Bentheimer Landschaf Herkunft Stammt aus Niedersachsen und entstand durch Einkreuzung des Drentheschen Heideschafes aus Holland.

Zuchtziel Züchtung eines widerstandsfähigen, marschfähigen Landschafes für geringwüchsige Weideflächen. Leistung Altbock Mutterschaf

Gewicht [kg] 90 - 110 60 - 70

Wolle [kg] 4,0 - 5,0 2,5 - 3,5

Lämmer pro Jahr 1,4 - 1,5

Bestand in Bayern Anzahl

Rassetypische Merkmale Großrahmiges, hochbeiniges Landschaf mit schwarzen Zeichen um die Augen und lange Ohren mit dunklen Spitzen, schlichtwollig.

Herdbuch Böcke 1

Herdbuch Schafe 44

Mitgliedsbetriebe 1

Züchter ZG Eggmann - Wiener ZZ: E, seit 07.05.2002 Obergries 3 94419 Reisbach Tel.: 08734/7871

Jakobschaf Herkunft Bereits in der Bibel erwähnt, in England bereits im 18. Jahrhundert im heutigen Exterieur gezüchtet.

Zuchtziel Robustes, mischwolliges Landschafes zur Wollgewinnung und Landschaftspflege. Leistung Altbock Mutterschaf

Gewicht [kg] 55 - 85 35 - 60

Wolle [kg] 2,5 - 4,0 1,5 - 3,0

Lämmer pro Jahr 1,5

Bestand in Bayern Anzahl

Rassetypische Merkmale Mittelgroßes, langschwänziges Landschaf mit weißer Blesse und symmetrisch angeordneten 2 oder 4 oder 6 Hörnern. - 105 -

Herdbuch Böcke 3

Herdbuch Schafe 25

Mitgliedsbetriebe 2

Züchter Glossner, J.-G. ZZ: GN, seit 05.10.1999 Kastengasse 8 92318 Neumarkt/Opf. Tel.: 08462/339

Peck, Sieglinde ZZ: PW, seit 26.09.2001 Wasching 3 94160 Ringelai Tel.: 08555/4389


Beschreibung der Schafrassen

Scottish Blackface Herkunft Das Scottish Blackface wurde wahrscheinlich bereits im 12. Jahrhundert von Mönchen im Grenzgebiet von Schottland und England zur Wollgewinnung gezüchtet. Heute zählt es zu den Hauptrassen Großbritanniens.

Zuchtziel Züchtung eines ausgesprochen widerstandsfähigen, harten Landschafes mit festen, schwarzen Klauen, das auch auf kargen und feuchten Standorten zur Fleisch- und Wollerzeugung geeignet ist. Leistung Altbock Mutterschaf

Gewicht [kg] 70 - 80 50 - 55

Wolle [kg] 3,0 - 3,5 2,0 - 2,5

Lämmer pro Jahr 2,2 - 2,4

Bestand in Bayern Anzahl

Rassetypische Merkmale Das mittelgroße, mischwollige Landschaf trägt einen ramsförmigen, breiten, schwarz-weiß gefleckten Kopf mit Hörnern bei beiden Geschlechtern. Das Vlies ist reinweiß und ist im Stapel mit festem, dichten Unterhaar und grobem, lang abwachsendem Deckhaar strukturiert.

Herdbuch Böcke 3

Mitgliedsbetriebe 3

Züchter Drexel, Robert ZZ: D, seit 14.03.2001 Gesserthauser Str. 4 86877 Walkertshofen Tel.: 08239/7110 Igelhaut, Stefan ZZ: I, seit 17.02.2009 Ringstr. 29 90559 Oberferrieden Tel.: 0175/3345543

- 106 -

Herdbuch Schafe 20

Röde, Andreas ZZ: R, seit 18.11.2006 Manholz 7 91785 Pleinfeld Tel.: 09177/484269


Beschreibung der Schafrassen

Skudde Herkunft Zählt zu den kurzschwänzigen nordischen Heideschafen, stammt aus Ostpreußen und dem Baltikum.

Zuchtziel Robustes, widerstandsfähiges, kleinrahmiges Landschaf mit Eignung zur Landschaftspflege. Leistung Altbock Mutterschaf

Gewicht [kg] 40 - 50 30 - 40

Wolle [kg] 2,0 - 2,5 1,2 - 2,0

Lämmer pro Jahr 1,2 - 1,5

Bestand in Bayern Anzahl

Rassetypische Merkmale Kleinste, deutsche Schafrasse mit keilförmigem Kopf mit Stichelhaar und Schneckengehörn sowie Mähne bei den Böcken, mischwollig.

Herdbuch Böcke 2

Herdbuch Schafe 26

Mitgliedsbetriebe 2

Züchter Gloßner, J.-G. ZZ: GN, seit 18.11.2004 Kastengasse 8 92318 Neumarkt/Opf. Tel.: 08462/339

ZGM Darchinger-Seidl ZZ: I, seit 05.12.2006 Ickinger Str. 8a 82335 Berg - Mörsbach Tel.: 08178/90303

Romanov Herkunft Aus Russland stammendes, mischwolliges, besonders kurzschwänziges Landschaf.

Zuchtziel Frühreifes, anspruchsloses Schaf mit guter Fruchtbarkeit zur Fellproduktion von Lämmern. Leistung Altbock Mutterschaf

Gewicht [kg] 70 - 90 60 - 70

Wolle [kg] 3,0 - 4,0 1,8 - 2,8

Lämmer pro Jahr 2,5 - 2,8

Bestand in Bayern Anzahl

Rassetypische Merkmale Mittelgroßes, feingliedriges Landschaf mit kleinem, schwarzem, zumeist hornlosem Kopf mit weißer Blesse. Das Vlies ist mischwollig. - 107 -

Herdbuch Böcke 1

Züchter Lunz Erich ZZ: L, seit 17.02.2009 Fetzelhofen 7 91475 Lonnerstadt Tel.: 09193/3425

Herdbuch Schafe 6

Mitgliedsbetriebe 1


Beschreibung der Schafrassen

Soayschaf Herkunft Frühe Form des Hausschafes, stammt von der Insel Soay vor der Westküste Schottlands.

Zuchtziel Robustes und wetterfestes Schaf, mit leichter Ablammung und natürlichem Fellabwurf. Leistung Altbock Mutterschaf

Wolle [kg] 0,5 - 1,0 0,5 - 1,0

Gewicht [kg] 25 - 45 20 - 30

Lämmer pro Jahr 1,0 - 1,5

Bestand in Bayern Anzahl

Rassetypische Merkmale Kleines, mischwolliges Schaf mit hellem Spiegel um die Augen, kurzem Vlies, das im Sommer abgestreift wird und schwarzer Mähne.

Herdbuch Böcke 2

Herdbuch Schafe 16

Mitgliedsbetriebe 1

Züchter Biehunko, Robert ZZ: B, seit 07.12.1994 Schloßstr. 6, Adelshausen 85123 Karlskron Tel.: 08453/1319

Herdwick Herkunft Seit 1840, vermutlich aus Skandinavien stammend, heute in Bergregionen Nordenglands vorkommend.

Zuchtziel Züchtung eines harten und standorttreuen Schafes für karge Standorte zur Fleisch- und Wollerzeugung. Leistung Altbock Mutterschaf

Gewicht [kg] 65 - 75 35 - 45

Wolle [kg] 1,5 - 2,0

Lämmer pro Jahr 1,5

Bestand in Bayern Anzahl

Rassetypische Merkmale Kleinrahmiges, sehr widerstandsfähiges Landschaf mit dichtem Vlies und guter Unterwolle sowie sehr kräftigem Fundament. - 108 -

Herdbuch Böcke 1

Züchter Dobrik, Peter ZZ: D, seit 15.07.2009 Weiherweg 2 86744 Steinhart Tel.: -

Herdbuch Schafe 5

Mitgliedsbetriebe 1


Beschreibung der Schafrassen

Kamerunschaf Herkunft Das Kamerunschaf gehört zu den kurzschwänzigen Haarschafen und stammt aus Westafrika. Das Haarkleid wird im Winter durch eine dichte Unterwolle ergänzt, die im Frühjahr abgestoßen wird, ein Scheren erübrigt sich.

Zuchtziel Züchtung eines anspruchslosen, widerstandsfähigen Landschafes mit guter Ausbildung der wertvollen Fleischpartien sowie asaisonaler Brunst. Neben braunen gibt es auch schwarzmarkenfarbige und ganz schwarze Tiere. Leistung Altbock Mutterschaf

Gewicht [kg] 40 - 50 30 - 40

Wolle [kg] -

Lämmer pro Jahr 1,5

Herdbuch Schafe 67

Mitgliedsbetriebe 3

Bestand in Bayern Anzahl

Rassetypische Merkmale Typisch für das kleine Haarschaf ist der längliche Kopf mit den kleinen Ohren. Die Mutterschafe sind hornlos, die Böcke haben Sichelhörner sowie eine Mähne an Hals und Brust. Die Fellfarbe ist zumeist braun mit schwarzer Zeichnung an Kopf, Bauch, und Beinen.

- 109 -

Herdbuch Böcke 2

Züchter Daum, Ludwig ZZ: D, seit 21.04.1999 Aufelder Weg 6 85104 Pförring-Wackerst. Tel.: 08403/415 Kick, Albert ZZ: K, seit 19.04.1994 Faislbach 4 92697 Georgenberg Tel.: 09658/315

Kolaric, Radovan ZZ: W, seit 18.11.2006 Weichs 42 84082 Laberweinting Tel.: 08772/804240


Beschreibung der Schafrassen

Ostfriesisches Milchschaf Herkunft Der Ursprung des Milchschafes liegt in Ostfriesland, wo um 1850 die zwei dort beheimateten Schläge des Marschschafes (Groninger- und Friesenschaf) zu einem einheitlichen Typ zusammengefasst wurden.

Wollleistung. Die Fruchtbarkeit liegt bei 200-300 %, die erste Lammung erfolgt mit 12 Monaten. Pigmentflecken mit mehr als 2 cm Größe sind ein Ausschlussgrund für die Zucht. Leistung Altbock Mutterschaf

Gewicht [kg] 110-130 70 - 100

Wolle [kg] 5,0 - 7,0 4,0 - 5,0

Lämmer pro Jahr 2,0 - 2,4

Bestand in Bayern Anzahl

Rassetypische Merkmale Es ist ein großrahmiges Schaf mit einem edlen, unbewollten, leicht ramsnasigen Kopf und langen, nach vorne gerichteten Ohren. Der lange, dünne Schwanz ist unbewollt. Die Wolle ist bei einer Feinheit von 3238 Mikron rein weiß oder als eigene Zuchtrichtung braunschwarz. Das Euter soll vorne, hinten und seitlich fest aufgehängt sein. Dabei ist die Aufhängung breit und lang. Das Milchschafeuter soll zum Säugen der Lämmer, zum Hand- und Maschinenmelken geeignet sein Zuchtziel Erwünscht ist ein leistungsbetontes, frohwüchsiges und frühreifes DreiNutzungsschaf mit sehr hoher Fruchtbarkeit und Milchleistung von 600 kg bei 6 % Milchfett und 5 % Milcheiweiß sowie einer guten - 110 -

Herdbuch Böcke 9

Herdbuch Schafe 81

Mitgliedsbetriebe 12

Züchter (* = Stammzucht) Feist, Prof. Dr. Ekkehart ZZ: FB, seit 18.11.2006 Am Sattl 83471 Berchtesg.-Oberau Tel.: 08652/61721

Lohner Bonaventura jun. ZZ: LA, seit 26.09.2008 Trescherberg 6 83546 Au a. Inn Tel. : 08073/698

Fichtl, Norbert ZZ: FK, seit 16.05.1991 Am Ring 8 86981 Kinsau Tel.: 08869/1276

Mangold, Peter ZZ: H, seit 04.12.2001 Hofstetten 4 87477 Sulzberg Tel.: 08376/745

Fischer, Daniela ZZ: FN, seit 18.11.2004 Kolmsteinstr. 7 93453 Neukirchen/Hl.Blut Tel.: 09947/902588

Meyer, Hathui ZZ: MH, seit 29.05.1985 Forsthaus 83708 Kreuth-Glashütte Tel.: 08029/487

* Fischer, Günther ZZ: F, seit 14.04.1983 Kärntnerweg 10 83024 Rosenheim Tel.: 08031/88434

Niederschweiberer, H. & B. ZZ: N, seit 05.11.2003 Rankhammer Weg 9/11 83093 Bad Endorf Tel.: 08053/7999955

Kämmer, M. & M. ZZ: K, seit 23.04.1996 Am Viehtrieb 9 97199 Ochsenfurt Tel.: 09331/2525

Schönheid, Ingrid Maria ZZ: SK, seit 16.05.1991 Wiesenweg 21 83417 Kirchanschöring-Roth Tel.: 08685/779198

Linder, Hans ZZ: L, seit 26.04.1988 Wiesenweg 1 86978 Hohenfurch Tel.: 08861/4200

* Steindlmüller, Therese & Hans-Peter ZZ: S, seit 25.07.1974 83101 Entbuch-Achenmühle Tel.: 08032/5086


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Anhang a) Vorsitzende

Anton Kรถnig 4.12.1958 bis 14.2.1964

Christian Schleich sen. 14.2.1964 bis 26.11.1979

Heinrich Wider 26.11.1979 bis 16.5.1991

Christian Schleich 16.5.1991 bis heute

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Anhang b) Zuchtleiter

Ministerialrat Dr. Hans Oskar Diener 31.3.1938 bis 30.4.1964

Ministerialrat Dr. Josef Kargl 1.5.1964 bis 1.5.1977

Ministerialrat

Ministerialrat

Ministerialrat

Dr. Rudolf Schรถpfel 20.6.1977 bis 30.5.1981

Dr. Siegfried Kรถgel 10.7.1981 bis 31.12.1984

Dr. Benedikt GeiรŸler 15.2.1985 bis 18.11.1991

Ministerialrat Hans Klein 1.2.1992 bis 31.5.1999

Landwirtschaftsdirektor Dr. Christian Mendel 1.6.1999 bis heute

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Anhang c) Ausschuss- und Vorstandsmitglieder 4.12.1958 Mitgliederversammlung und Ausschusssitzung Wahl der Ausschussmitglieder: Oberbayern: Anton König, Kaltenberg, Stellv. Christian Schleich sen., Kirchstockach, Niederbayern/Oberpfalz: Max Alber, Regendorf, Stellv. Frh. Riederer v. Paar, Polting, Mittelfranken: Karl Pabst, Burgstall, Stellvertreter: August Hahn, Walkertshofen, Unter-/Oberfranken: Hans-Ulrich Hutten, Dächheim; Stellv. Josef Zöller, Unterelsbach, Schwaben: Anton Mannes, Dillingen, Stellvertreter: Josef Schieferle, Burgau. Wahl der Vorstandschaft: 1. Vorsitzende Dir. Anton König, Kaltenberg. 2. Vorsitzende Karl Pabst, Burgstall.

22.3.1962 Mitgliederversammlung Nachwahl Nachwahl von Ausschussmitgliedern: Oberbayern: Stellvertreter Leonhard Wöger, Karlsfeld, Niederbayern/Oberpfalz: Stellv. Michael Harrer, Eining, Mittelfranken: Dir. Bauer, Triesdorf, Stellvertreter: H. Gundel, Rothenburg o.T., Unter-/Oberfranken: Fritz Gutmann, Hettstadterhof; Stellv. Barth. Niederreither, Darstadt, Schwaben: Georg Kettler, Gundelfingen, Stellv. Michael Steinbeiß, Gablingen.

14.2.1964 Mitgliederversammlung und Ausschusssitzung Wahl der Ausschussmitglieder: Oberbayern: Christian Schleich sen., Kirchstockach, Stellv. Frh. v.Pfetten, Niederarnbach, Niederbayern/Oberpfalz: Frh. Riederer v. Paar, Polting, Stellv. Michael Harrer, Eining, Mittelfranken: Karl Pabst, Burgstall, Stellvertreter: Klemens Roß, Peppenhöchstädt, Unter-/Oberfranken: Hans-Ulrich Hutten, Dächheim; Stellv. Josef Zöller, Unterelsbach, Schwaben: Anton Mannes, Dillingen, Stellvertreter: Josef Schieferle, Burgau. Wahl der Vorstandschaft: 1. Vorsitzende Christian Schleich sen. Kirchstockach, 2. Vorsitzende Karl Pabst, Burgstall.

17.4.1969 Mitgliederversammlung und Ausschusssitzung Wahl der Ausschussmitglieder: Merinolandschaf: Frh. Riederer v. Paar, Polting, Christian Schleich sen., Kirchstockach, Vering, Unterbessenbach, Michael Steinbeiß, Gablingen, Nachrücker: Sebastian Grillenberger, Wiesentheid, Texel: Hans Thurmaier, Hausberg; Xaver Zirngibl, Breitenhart, Nachrücker: Schulte, Oberkammerloh, Heinrich Wider, Bad Füssig. Wahl der Vorstandschaft: 1. Vorsitzende Christian Schleich sen. Kirchstockach, 2. Vorsitzende Xaver Zirngibl, Breitenhart.

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Anhang 26.9.1974 Mitgliederversammlung und Ausschusssitzung Wahl der Ausschussmitglieder: Merinolandschaf: Christian Schleich sen., Kirchstockach, Sebastian Grillenberger, Wiesentheid, Alfred Schmutz, Irmelshausen, Michael Steinbeiß, Gablingen, Nachrücker: Klemens Roß, Peppenhöchstadt, Fleischschafe: Xaver Zirngibl, Breitenhart, Heinrich Wider, Bad Füssing, Nachrücker: Friedrich Nützel Bayreuth, Wahl der Vorstandschaft: 1. Vorsitzende Christian Schleich sen. Kirchstockach, 2. Vorsitzende Heinrich Wider, Bad Füssing. 20.10.1979 Mitgliederversammlung Wahl der Ausschussmitglieder: Merinolandschaf: Hermann Behringer, Tagmersheim, Klemens Ross, Peppenhöchstadt, Paul Wolf, Gollachostheim, Michael Steinbeiß, Gablingen, Nachrücker: Christian Schleich, Kirchstockach, Fleischschafe: Heinrich Wider, Bad Füssing, Manfred Hauser, Bayreuth, Nachrücker: Dr. Heinz Schulz, Kleinviecht Bergschaf: Andreas Leitenbauer, Farchant, Milchschaf: Susanne Pinsker, Hohendilching. 26.11.1979 Ausschusssitzung Wahl der Vorstandschaft: 1. Vorsitzende Heinrich Wider, Bad Füssing, 2. Vorsitzende Hermann Behringer, Tagmersheim.

24.11.1984 Mitgliederversammlung und Ausschusssitzung Wahl der Ausschussmitglieder: Merinolandschaf: Hermann Behringer, Tagmersheim, Klemens Ross, Peppenhöchstadt, Herbert Birk, Lagerlechfeld, Alfred Schmutz, Irmelshausen, Dr. Georg Schmoll, Triesdorf, Nachrücker: Josef Harrer, Eining, Fleischschafe: Heinrich Wider, Bad Füssing, Manfred Hauser, Bayreuth, Nachrücker: Josef Rahm, Inkofen, Bergschaf: Andreas Leitenbauer, Farchant, Landschafe: Walther Rössle, Weißdorf, Milchschaf: Günter Fischer, Rosenheim. Wahl der Vorstandschaft: 1. Vorsitzende Heinrich Wider, Bad Füssing, 2. Vorsitzende Hermann Behringer, Tagmersheim. 21.10.1989 Mitgliederversammlung und Ausschusssitzung Wahl der Ausschussmitglieder: Merinolandschaf: Dr. Georg Schmoll, Triesdorf, Werner Schmutz, Irmelshausen, Anton König, Burgebrach, Herbert Birk, Lagerlechfeld, Franz-Josef Fischer, Naichen, Nachrücker: Hermann Behringer, Tagmersheim, Fleischschafe: Heinrich Wider, Bad Füssing, Benedikt Hilger, Au a.Inn, Nachrücker: Heinz Herrmann, Mönchsdeggingen, Bergschafe: Andreas Leitenbauer, Farchant, Landschafe: Walter Rössle, Weißdorf, Milchschaf: Günter Fischer, Rosenheim.

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Anhang Wahl der Vorstandschaft: 1.Vorsitzende Heinrich Wider, Bad Füssing, 2. Vorsitzende Dr. Georg Schmoll, Triesdorf. 16.5.1991 Ausschusssitzung Neuwahl des 1. Vorsitzenden: 1. Vorsitzende Christian Schleich, Kirchstockach 19.11.1994 Mitgliederversammlung Wahl der Ausschussmitglieder: Merinolandschaf: Christian Schleich, Kirchstockach, Werner Schmutz, Irmelshausen, Dr. Georg Schmoll, Triesdorf, Herbert Birk, Lagerlechfeld, Anton König, Burgebrach, Nachrücker: Franz-Josef Fischer, Naichen, Fleischschafe: Dr. Heinz Schulz, Kleinviecht, Johann Trinkl, Hackermoos, Albert Ostermaier, Dorfen, Landschafe: Anton Huber, Mimmelheim, Johann Gschaider, Velden, Bergschafe: Robert Bayer, Rottenbuch, Josef Grasegger, Partenkirchen, Milchschaf: Günther Boffo, Wurmannsquick. 12.12.1994 Ausschusssitzung Wahl der Vorstandschaft: 1. Vorsitzende Christian Schleich, Kirchstockach, 2. Vorsitzende Hermann Behringer, Tagmersheim. 06.11.1999 Mitgliederversammlung und Ausschusssitzung Wahl der Ausschußmitglieder: Merinolandschaf: Christian Schleich, Kirchstockach, Herbert Sehner, Thurndorf, Klemens Ross, Lonnerstadt, Werner Schmutz, Irmelshausen, Anton König, Burgebrach, Nachrücker: Hermann Behringer, Tagmersheim, Josef Frasch, Neu-Ulm, Fleischschafe: Alfons Kellnberger, Ganacker, Josef Rahm, Rottenburg, Johann Trinkl, Hackermoos, Bergschafe: Josef Grasegger, Partenkirchen, Josef Öfner, Farchant, Landschafe: Anton Huber, Mimmelheim, Johann Gschaider, Velden, Milchschaf: Günter Fischer, Rosenheim. Wahl der Vorstandschaft: 1. Vorsitzende Christian Schleich, Kirchstockach, 2. Vorsitzende Herbert Sehner, Thurndorf. 06.11.2004 Mitgliederversammlung und Ausschusssitzung Wahl der Ausschußmitglieder: Merinolandschaf: Werner Schmutz, Irmelshausen, Hermann Behringer, Tagmersheim, Anton König, Burgebrach, Klemens Ross, Lonnerstadt, Christian Schleich, Kirchstockach, Nachrücker: Rainer Füller, Stettbach (verstorben 7. Febr. 2009), Jürgen Paulus, Triesdorf, Fleischschafe: Johann Trinkl, Hackermoos, Peter Langenegger, Westerndorf, Josef Rahm, Inkofen, Nachrücker: Wilhelm Huber, Wurmsham, Landschafe: Armin Bergmann, Mömbris, Johann-Georg Glossner, Neumarkt, Bergschafe: Josef Grasegger, Partenkirchen, Josef Öfner, Farchant, Milchschaf: Günter Fischer, Rosenheim. Wahl der Vorstandschaft: 1.Vorsitzende Christian Schleich, Kirchstockach, 2.Vorsitzende Johann Trinkl, Hackermoos.

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Anhang d) Verbandspersonal Herdbuchführung Ernst Käßmeyer (Herdbuchführer) Martin Zitzmann (Angestellter) Georg Trummer (Herdbuchführer) Paul Zahn (Angestellter) Irmgard Joas (Herdbuchführerin) Wolfgang Zindath (Herdbuchführer)

01.01.1959 – 30.06.1972 01.07.1970 – 31.05.1971 01.08.1971 – 31.07.1977 01.01.1977 – 31.12.1978 01.01.1978 – 31.12.1980 01.02.1981 - heute

Buchhaltung/Büro Maria Schechinger 01.01.1959 – 31.12.1960 1966 und 1967 nochmals als Aushilfe kurzzeitig tätig Siegrun Pohl 02.11.1960 – 31.10.1961 Ute Kronthaler, verh. Lengsfeld 01.01.1962 – 31.05.1962 Walter Fuchs (Zuchtwart) 01.01.1958 – 31.12.1962 Walter Fuchs (Angestellter) 01.01.1963 – 31.07.1969 Marianne Dlugos 01.01.1970 – 30.11.1979 Lore Neumann 01.12.1979 – 30.06.1991 Petra Tischer 01.08.1991 – 13.11.1991 Christine Fuchs 01.04.1992 – 31.12.2000 Edeltraud Aechter 01.10.1996 – 30.05.2007 Hildegard Mair 16.04.2007 - heute

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Abbildung 53: Die Geschäftsstelle in München, oben Herdbuchführer Wolfgang Zindath, unten Mitarbeiterin Hildegard Mair

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Anhang

e) Staatliches Personal in der Schafzucht ab 1958 Bayer. Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Referatsleiter Schafe Dr. Hans Oskar Diener1938 – 1960 Dr. Siegfried Kögel 1981 – 1984 Dr. Josef Kargl 1960 – 1976 Dr. Benedikt Geißler 1985 – 1991 Dr. Rudolf Schöpfel 1977 – 1981 Hans Klein 1992 – heute Mitarbeiter im Referat Schafe Willi Dunz 1948 – 1977 Friedrich Horneber 1976

Raimund Walter Gottfried Prantl

1976 – 2005 2005 – heute

Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft Leiter der Arbeitsgruppe Schafzucht Grub (bis 1966 Triesdorf) Dr. Alfred Rubner 1954 – 1966 Dr. Josef Naderer 1992 – 2003 Dr. Max Burgkart 1964 – 1992 Dr. Christian Mendel 2003 – heute Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Schafzucht Grub (bis 1966 bzw. 1972 Triesdorf) Friedrich Horneber 1957 – 1972 Rudolf Sattes 1981 – 1988 Fritz Seufferth 1958 – 1972 Gerhard Mendel 1984 – 1991 Uli Otterbach 1969 – 1971 Armin Krämer 1989 Dr. Utz Hilber 1973 – 1975 Max Wagenpfeil 1991 – 2009 Gerhard Weigelt 1973 – 1978 Josef Bierler 1988 – 1993 Alex Schwinghammer1972 – 1981 Georg Scholze 1996 – 1998 Georg Palme 1973 – 1975 Ulla Scheibke 1990 – 1999 Raimund Walter 1975 – 1976 Christian Schwab 1998 – 2000 Hubert Stadler 1976 – 1978 Elmar Stauber 1999 – 2003 Wolfgang Thomann 1978 – 1983 Albert Steiner 2000 – heute Florian Wallner 1980 – 1990 Kerstin Tautenhahn 2008 – heute

Lehrschäfermeister Triesdorf Friedrich Horneber sen.1939 – 1968 Emil Leithner 1968 – 1997

Jürgen Paulus

1997 – heute

Schäfermeister Grub Ludwig Meier 1973 – 1978 Rudolf Greier 1978 – 1990

Ralf Wagner

1990 – heute

Anna Nagel

2002 – heute

Landwirtschaftsämter Sachgebietsleiter in Ansbach/Würzburg Franz Gregor 1977 – 1979 Gerhard Wellhöfer 1979 – 2002

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Anhang

Sachgebietsleiter in München/Pfaffenhofen Dr. Michael Strobl 1958 – 1975 Dr. Christian Mendel 1990 – 2003 (Zuchtleiter Milchschafe) Dr. Melanie Hageleit 2003 – 2008 Dr. Josef Naderer 1975 – 1990 Christian Fasshauer 2009 Sachgebietsleiter in Regensburg/Schwandorf Irmtraud Heinrich 1973–90/92–2000 Rudolf Heibler

1990 – 1992

Fachberater für Schafzucht in Unterfranken – Würzburg Hermann Pöschl 1949 – 1972 Martina Zengel 1983 – 1986 Fritz Seufferth 1972 – 1991 Wolfgang Thomann 1986 – heute Ernst Betz 1976 – 1983 Gottfried Prantl 1991 – 2004 Fachberater für Schafzucht in Oberfranken – Bamberg/Bayreuth Bernhard Voll 1948 – 1961 Walter Stadler 1989 – 2001 Georg Dietsch 1962 – 1988 Renate Baierlein 2001 – heute Fachberater für Schafzucht in Mittelfranken – Ansbach Johann Schröckseis 1958 – 1976 Helmut Bamler Friedrich Horneber 1976 – 1997 Anton Hofmann

1989 – 1990 1990 – heute

Fachberater für Schafzucht in Schwaben – Wertingen/Donauwörth Helmut Stroszeck 1958 – 1991 Georg Zettler 2003 – heute Hans Chifflard 1991 – 2003 Fachberater für Schafzucht in Oberpfalz – Schwandorf/Regensburg Hans Chifflard 1971 – 1991 Andreas Kosel 2009 Gerhard Mendel 1991 – 2009 Fachberater für Schafzucht in Niederbayern – Landshut/(*)Regen Kaspar Hopfner 1950 – 1979 Alex Schwinghammer 1981 – heute Franz Stark (*) 1968 – 1990 Michael Fremuth (*) 1990 – 2005 Fachberater für Schafzucht in Oberbayern – Pfaffenhofen/München (* ab 1982 Mühldorf/Töging) Georg Palme (*) 1975 – heute Martin Zwick 1934 – 1972 Rene Gomringer 1980 – 2001 Hans Reisinger 1948 - 1973 Hans Chifflard 2003 – 2009 Friedrich Horneber 1972 – 1976 Max Wagenpfeil 2009

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Anhang f) Ehrenmitglieder Mitgliederversammlung 1965 Direktor Anton König, Buchloe Ministerialrat a.D. Dr. Otto Diener Hans-Ulrich Hutten, Würzburg Johann Lohner Abensberg Anton Mannes, Dillingen Mitgliederversammlung 1977 Ministerialrat Dr. Josef Kargl Mitgliederversammlung 1980 Christian Schleich sen., Kirchstockach Leonhard Wöger, Karlsfeld Paul Grasegger, Garmisch-Partenkirchen Ausschusssitzung 1982 Alois Bogenrieder, Pörnbach Michael Steinbeiß, Gablingen Ida Schwintzer, Achenmühle Mitgliederversammlung 1988 Prof. Dr. Rudolf Waßmuth, Gießen

Mitgliederversammlung 1991 Heinrich Wider, Bad Füssing (Ehrenvorsitz.) Mitgliederversammlung 1992 Dr. Max Burgkart, Grub Johannes Frhr. Riederer von Paar, Polting Ausschusssitzung 1997 Andreas Leitenbauer, Farchant Ltd. Landwirtschaftsdirektor a.D. Dr. Georg Schmoll, Triesdorf Miesbach 2006 Karl Angermeier, Garmisch-Partenkirchen Jubiläum 50 Jahre BHG am 17.10.2009 Vitus Ausfelder, Unterschleißheim Hermann Behringer, Tagmersheim Siegbert Bergmann, Mömbris Emil Leithner, Triesdorf Walter Rössle, Kleinwallstadt Erwin Straßl, Padersberg Regierungsdirektor Raimund Walter

g) Bayerische Schaforganisationen (heutiger Stand) Landesverband Bayerischer Schafhalter e.V.: 1. Vorsitzende Christian Schleich, Kirchstockach, 1. Stellv. Vors. Friedrich Belzner, Wittelshofen, 2. Stellv. Vors. Peter Reuter, Hammelburg, Geschäftsführer Rene Gomringer, Mitarbeiter Angelika Winter, Uschi Gomringer Erzeugerring für Mastlämmer: 1. Vorsitzende Werner Schmutz, Irmelshausen, Ringassistenten Richard Bauernfeind, Nennslingen und Helmut Häußler, Saal Erzeugergemeinschaft Bayerischer Schafhalter w.V.: 1. Vorsitzende Friedrich Belzner, Wittelshofen, 2. Vorsitzende Heinrich Baer, Herbstadt-Ottelsmann, Geschäftsführer Walter Herreiner, Mitarbeiter Renate Beiderbeck Bayerische Wollerzeugergemeinschaft w.V.: 1. Vorsitzende Werner Fröwis, Evenhausen Tiergesundheitsdienst Bayern e.V., Fachabt. Schafgesundheitsdienst: Leiter Dr. WolfDieter Graunke, Grub, Dr. Ursula Domes, Grub, Dr. Christian Hundschell, Deggendorf, Dr. Walter Keller, Bayreuth, Dr. Gerhard Stößel, Schwarzach - 127 -


Anhang

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