Issuu on Google+

Berufsfachschule Gesundheit und Soziales Brugg

Jahresbericht

09 10


Einleitung


J A H R E S B E R I C H T 09/10

D

ie BFGS wird jedes Jahr grösser, die Gesundheits- und Sozialen Berufe erfreuen sich weiterhin grosser Beliebtheit, und es werden immer mehr Lehrstellen geschaffen.

Ziel der BFGS ist weiterhin, zentrale Räume in einem Kompetenzzentrum Gesundheit und Soziales zu erhalten. Vorzugsweise in den Gebäuden der Fachhochschule Nordwestschweiz, FHNW, an der Baslerstrasse in Brugg. Wann das Ziel erreicht sein wird, hängt davon ab, zu welchem Zeitpunkt der Fachhochschulcampus in Brugg / Windisch fertig gestellt ist und die FHNW dort einziehen kann. Wir danken allen, die uns in der Raumfrage tatkräftig unterstützen.

Inhaltsverzeichnis

Seite

Bericht der Schulleitung

4

Bericht der Schulkommission

5

Berichte aus den Fachgruppen

6

Allgemeinbildender Unterricht ABU Fachfrau/-mann Gesundheit FaGe Fachfrau/-mann Betreuung FaBe Pflegeassistenz PA Administration

Qualitätsmanagement

8 10

«Offene Türe»

11

Gesamtschulanlass

12

Zahlen zur BFGS

14

Schlusswort / Schlusspunkt

15

Projekte


Bericht der Schulleitung

D

as Schuljahr 2009 / 2010 war ein arbeitsintensives Jahr. Neben der externen Schulevaluation beschäftigten wir uns mit der Entwicklung neuer Ausbildungsangebote und dem Aufbau der Abteilung Weiterbildung.

Für die verkürzte Lehre Fachfrau/-mann Gesundheit wurde für das Schuljahr 2010 ein modulares Angebot Nachholbildung NHB entwickelt. Die Verantwortung lag bei der Organisation der Arbeitswelt Gesundheit und Soziales Aargau, OdA-GSAG. Die BFGS hat in enger Zusammenarbeit den schulischen Teil dazu erarbeitet. Im Dezember 2009 hat die OdA-GSAG zusammen mit dem Departement Bildung, Kultur und Sport entschieden, bereits im Sommer 2010 mit der Ausbildung zum eidgenössischen Berufsattest EBA Assistent / in Gesundheit und Soziales zu starten. Wir bedanken uns bei Frau Rebekka Hansmann und ihren Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle OdA-GSAG für die konstruktive und offene Zusammenarbeit. Auch im Schuljahr 2009 / 2010 hat es einige personelle Veränderungen gegeben. Wir heissen alle neuen Mitarbeitenden herzlich willkommen und wünschen allen, die uns verlassen haben, alles Gute für ihren weiteren Lebensweg. Im Februar 2010 konnten wir topmodern eingerichtete Schulräume «im Steiger» Brugg beziehen. Im Rekrutierungszentrum Unterwindisch konnten wir neu an drei Tagen pro Woche eine Turnhalle mieten. Somit sind ca. ein Drittel der zu erteilenden Lektionen Turnen und Sport abgedeckt. Brigitte Boss Schulleiterin


Bericht der Schulkommission

S

tillstand ist Rückschritt. Glaubt man diesem Sprichwort, so ist die BFGS im Schuljahr 09 /10 keineswegs zurückgeschritten, denn von Stillstand konnte keine Rede sein.

Die Schule ist aus der Fusion mehrerer Ausbildungsstätten hervorgegangen. Mit dem Umbau und Aufbau der Schule am Hauptstandort im Areal der Psychiatrischen Dienste AG in Windisch und am Nebenstandort in der St. Josefs-Stiftung in Bremgarten sowie einem rasanten Wachstum sind grosse Herausforderungen verbunden. Es gilt, verschiedene Kulturen zusammenzuführen, was durch die dezentralen Standorte zusätzlich erschwert wird. Zudem steigt laufend die Anzahl Lernender und neue Ausbildungsgänge werden angeboten. Im Schuljahr 09 /10 war die BFGS z.B. gefordert, innerhalb nur weniger Monate, die 2-jährige Ausbildung zur Assistentin/ zum Assistenten Gesundheit und Soziales (AGS) zu erarbeiten. Dies, nachdem die OdA-GSAG im November 09 entschieden hat, im Sommer 10 als erster und einziger Kanton mit dieser Ausbildung zu starten. Das Team der BFGS hat in der Folge ihre fachliche Kompetenz, ihre pragmatische Vorgehensweise und die gute Zusammenarbeit mit der Praxis unter Beweis gestellt. Auch in Bezug auf die Umstellung von der 2-jährigen verkürzten Ausbildung FaGe zur Nachholbildung FaGe waren diese drei Schlüsselqualifikationen gefragt, und auch dieses Projekt gestaltete sich sehr erfolgreich. So starteten im Sommer 10 gegenüber dem Vorjahr mehr als doppelt so viele Erwachsene (über 70) eine FaGe-Ausbildung. Dies freut nicht nur die Schule, sondern auch die ganze Branche und die Gesundheitspolitik. Das Wachstum machte zusätzlichen Schulraum nötig. Mit dem Bezug des Steiger im Februar 10 wurde eine weitere Zwischenlösung gefunden. Der zusätzliche Raum reicht allerdings gerade Mal für das Schuljahr 10 /11. Ab Sommer 11 wird weiterer zusätzlicher Raum nötig sein. Die Schulkom-

J A H R E S B E R I C H T 09/10

4 5

mission setzt sich aktiv bei den zuständigen Stellen des Kantons und den Politikern für eine rasche und gute Lösung der Situation ein. Die Schule braucht mittelfristig einen Standort mit genügend Raum und einer modernen Infrastruktur, um mit anderen Berufsschulen mithalten zu können. Die Zeiten, in denen die Schulen den Spitälern und Institutionen angegliedert waren mit dem Ziel, den eigenen Nachwuchs intern auszubilden, sind mit den heutigen BBT-Berufen endgültig vorbei. Ich danke an dieser Stelle allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der BFGS, dem Leitungsteam und insbesondere Brigitte Boss als Schulleiterin für ihren grossen und nicht immer einfachen Einsatz. Stillstand ist Rückschritt. Die BFGS wird auch im kommenden Schuljahr nicht rück- sondern vorwärts schreiten mit dem Ziel, ein einheitliches, anerkanntes und modernes Zentrum für die Grundbildung im Gesundheits- und Sozialbereich des Kantons Aargau zu werden. Ich freue mich, gemeinsam mit der Schulkommission diesen Weg zu begleiten und danke allen, die aktiv mithelfen. Rebekka Hansmann Schulkommissionpräsidentin


Berichte aus den Fachgruppen

Jahresbericht Fachgruppe FaBe

S

eit diesem Jahr verfügen Lernende und Lehrpersonen FaBe über ein neues Lehrmittel, das in Themenhefte gegliedert ist. Der Einführung blickten wir mit vielen positiven Erwartungen entgegen, welche sich erfüllt haben. So stehen uns zu jedem Thema bereits Unterlagen und Ideen zur Verfügung, was die Übersicht erleichtert und gleichzeitig ermöglicht, methodisch abwechslungsreicher zu unterrichten. Auch dieses Jahr stellten sich wieder weit über hundert Lernende dem Qualifikationsverfahren. Der geleistete Einsatz während der Lehre hat sich gelohnt. Die Leistungen an der Lehrabschlussprüfung lassen sich sehen. Wir gratulieren ganz herzlich. Auf Ende Schuljahr haben uns vier Kolleginnen verlassen, die z.T. über Jahre am Aufbau unseres Fachbereichs mitgestaltet haben. Darunter auch unsere Kollegin Nele Hölzer Anic aus der Fachgruppenleitung. Wir danken unseren Kolleginnen für die wertvolle Entwicklungsarbeit und wünschen ihnen viel Freude und Erfolg an den neuen Wirkungsorten. Die Ressourcen der Fachgruppenleitung wurden an verschiedenen Fronten gebraucht. Neben der üblichen Abteilungsarbeit stand die Mitarbeit am Pilotprojekt Attestausbildung (Assistentin/Assistent Gesund und Soziales EBA), am Projekt FaBe, in der Bildungskommission und bei der Erstellung der Lehrabschlussprüfung im Vordergrund. Unser Team ist nun wieder vollständig. Wir freuen uns auf die neue Fachgruppenleiterin, Isabella Trummer, und die Zusammenarbeit in der neuen Gruppe. Hans Gysel, Nele Hölzer

Jahresbericht Fachgruppe FaGe Der Unterricht fand im ersten Lehrjahr nach neuer Bildungsverordnung (Kompetenzen-Ressourcen-Modell) mit dem überarbeiteten Lehrmittel statt. Die Erfahrungen waren durchaus positiv, da sowohl die thematische Zusammenarbeit mit der OdA enger war und der Unterricht in LehrerInnenteams vorbereitet wurde, was dazu führte, dass alle Lernenden denselben Stoff auf ähnliche Weise in derselben Zeitspanne erhalten haben. Die Lernenden des 2. und 3. Lehrjahres und der verkürzten Ausbildung wurden noch nach alter Bildungsverordnung unterrichtet. Nicola Snozzi, Helmut Hunziker

Jahresbericht Allgemeinbildung ABU Der neue Schullehrplan, der auf dem Aargauer Schullehrplan Allgemeinbildung beruht, ist in allen Klassen und Lehrjahren eingeführt. Die verstärkte Förderung der Sprachkompetenzen kommt damit nun zum Tragen. Bei den jeweils zu Lehrbeginn durchgeführten Tests zum Leseverstehen mussten wir erstmals feststellen, dass einige der neuen Berufslernenden für das Bestehen der Grundbildung zu wenig Lesekompetenz mitbringen. Mit Trainingspaketen Leseverstehen sowie einem Grundkurs Deutsch sollen die bestehenden Defizite aufgearbeitet werden. Bewährt haben sich die Kulturanlässe. Es besuchten mehrere Klassen die Ausstellung «nonstop» in Lenzburg, das Museum Langmatt in Baden mit der Sonderausstellung von Pipilotti Rist sowie verschiedene Theateraufführungen in der Tuchlaube Aarau.


J A H R E S B E R I C H T 09/10

6 7

Der Kurs «Allgemeinbildung für Erwachsene» ist sehr gefragt. Zusammen mit der landwirtschaftlichen Schule Liebegg werden Erwachsene, die ihren Lehrabschluss nachholen wollen, während 240 Lektionen in die Allgemeinbildung eingeführt. Gallus Zahno

Pflegeassistenz PA Die seit 1993 vom Schweizerischen Roten Kreuz reglementierte Pflegeassistenzausbildung wurde mit Kurs 77 zum letzten Mal an der BFGS durchgeführt. Der bewährte Lehrgang startete im August 2009 erstmals mit drei Klassen. 53 Lernende fanden in 18 Lehrbetrieben eine Anstellung. 45 Lernende absolvierten schlussendlich erfolgreich die theoretischen und praktischen Abschlussprüfungen und konnten an der Abschlussfeier in der Klosterkirche Königsfelden den Fähigkeitsausweis in Empfang nehmen. Das auf Pflegeassistenzstufe gefragte Ausbildungsniveau wird ab dem neuen Schuljahr 2010 durch das Eidgenössische Berufsattest AssistentIn Gesundheit und Soziales AGS abgelöst. Ruth Zobrist

Administration Die Administration an der BFGS sieht sich als flexibler Dienstleister für verschiedene Anspruchsgruppen, identifiziert sich mit der Schule und präsentiert intern und extern deren Philosophie. Im Rahmen des 2006 eingeführten Qualitätsmanagements wurde dem Sekretariat mit dem «Individualfeedback für Mitarbeitende der Administration» ein Werkzeug zur Optimierung der Arbeitsmethodik und -prozesse in die Hand gegeben, das unproduktive Bereiche abzubauen vermochte und das unternehmungs- und serviceorientierte Handeln in den Vordergrund stellte. 2009 wurde ein gesondertes Sekretariat eingeführt, das sich ausschliesslich mit den telefonischen Anfragen sowie dem Publikumsverkehr (Lernende, Lehrerinnen und Lehrer, externe Besucher) beschäftigt. Die Mitarbeitenden der Administration besetzen in gleichbleibendem Turnus halbtageweise diesen Arbeitsplatz. So wird dem Dienstleistungsgedanken Rechnung getragen und ermöglicht jedem Teammitglied in seinem jeweiligen Verantwortungsbereich ein konzentriertes ungestörtes Arbeiten. Die eingeführte Feedbackkultur (Befragung bei Lehrpersonen und Lernenden) sowie der 2009 durchgeführte externe Evaluationsprozess bescheinigt der Administration ein gutes Zeugnis. Kompetenzen, Verantwortungen und Handlungsspielräume werden mit der Schulleitung erläutert; wenn angezeigt, die individuellen Sacharbeiteraufgaben neu verteilt und Personal- und Sachressourcen den Gegebenheiten angepasst. Aus dieser Mitsprache resultiert ein hoher Motivationsgrad beim ganzen Team. Esther Zehnder, Christian Roth


Projekte

A

lle Projekte der BFGS wurden per 31. Juli 2010 abgeschlossen.

FaBe Das letzte Projektjahr lässt sich wie folgt umschreiben: Organisation und Strukturierung des Fachbereichs Betreuung sowie die Standardisierung von Unterlagen und Abläufen. Eine erste Teilaufgabe beinhaltete eine Optimierung der Stundenplanung, um die Lernenden nicht mehr mit einer Vielzahl an Fachlehrpersonen zu verwirren. Gelöst wurde diese Herausforderung durch das Erarbeiten von sinnvollen Fächerkombinationen. Eine weitere Aufgabe bestand darin, eine Neustrukturierung des Bereichs FaBe im virtuellen Schulbüro zu erarbeiten. Durch eine Reduzierung der Ordner und eine sinnvolle Titelsetzung, konnte eine entsprechende Erleichterung bei der Suche nach Dokumenten ermöglicht werden. Das Resultat einer dritten Teilaufgabe mündete im Heft «Arbeitshilfe FaBe», einer Sammlung von standardisierten Dokumenten und Abläufen der Fachgruppe FaBe. Isabella Trummer, Hans Gysel, Nele Hölzer


J A H R E S B E R I C H T 09/10

8 9

Assistent/in Gesundheit und Soziales In enger Zusammenarbeit mit der OdA-GSAG und in Absprache mit den nationalen OdA’s wurden in kürzester Zeit alle Grundlagen erarbeitet, so dass wir im August 2010 mit vier Klassen der Berufsattestbildung starten können.

Revision Bildungsverordnung FaGe Aufgrund der ersten Erfahrungen wurde der Schullehrplan laufend angepasst und das 2. und 3. Lehrjahr fertig erarbeitet. Die verkürzte Lehre FaGe wird im Schuljahr 2010 /2011 durch ein modulares Angebot Nachholbildung (NHB) abgelöst. Die Erarbeitung der modularen Nachholbildung NHB FaGe erfolgte unter der Leitung der Organisation der Arbeitswelt Gesundheit und Soziales Aargau, OdA-GSAG. Die BFGS hat in enger Zusammenarbeit mit der OdA-GSAG den schulischen Teil entwickelt. Nicola Snozzi

Die Abteilung Weiterbildung schliesst die Projektphase erfolgreich ab Vor zwei Jahren wurde für eine Projektgruppe der BFGS das Ziel der Entwicklung und des Aufbaus einer Abteilung Weiterbildung formuliert. Die Angebote der Abteilung sollen der berufsorientierten Weiterbildung entsprechen. Durch diese werden bestehende Qualifikationen erneuert, vertieft und erweitert; zudem wird der Erwerb neuer beruflicher Qualifikationen möglich gemacht und die berufliche Flexibilität unterstützt. Die Projektgruppe erarbeitete die Grundlagen der Abteilung «by doing». Es wurden gezielt Kurse und Lehrgänge entwickelt, die zugleich erprobt werden konnten. So nutzten z. B. über 270 Teilnehmende den Kurs Berufsbildner / in in Lehrbetrieben, oder 85 Teilnehmende den Grundkurs Kinderbetreuung am Mittagstisch, usw. Auch die Befragung der Praxisinstitutionen führte zur Erweiterung des Weiterbildungsangebots. Sehr gute Erfahrungen konnten im Bereich der inhouse-Kurse gesammelt werden: Institutionen bestellten massgeschneiderte Kurse, welche auf dem freien Weiterbildungsmarkt in dieser Art nicht zu finden waren. Auch im Beratungsbereich wurden Anfragen innovativ bearbeitet. Die Durchführung der verschiedensten Kurse eröffnete die Möglichkeit, Prozessabläufe zur Programmentwicklung, Kursdurchführung und Qualitätssicherung zu erproben und zu optimieren. Werbemöglichkeiten wurden recherchiert sowie Kontakte mit Werbepartnern hergestellt. Der Nutzen und Gewinn der Projektphase besteht darin, dass Vernetzungen und Erkenntnisse einen soliden Boden für den Start der Abteilung Weiterbildung darstellen. Die Abteilung Weiterbildung der BFGS freut sich auf Kontakte, Anfragen und Anmeldungen. Salome Schneebeli, Urs Franzini


Qualitätsmanagement

I

m Jahr 2009 wurde die externe Evaluation der BFGS durch die «Interkantonale Fachstelle für externe Schulevaluation ifes» durchgeführt. Für die Schule war es interessant zu erfahren, wie das Qualitätsmanagement und andere Prozesse von einer Aussensicht wahrgenommen und beurteilt werden. Die Ergebnisse waren nicht überraschend, sie entsprechen dem, wo die Schule heute steht. Aufgefallen ist einerseits, dass die PUQE-Gefässe (persönliche Unterrichtsqualitätsentwicklung) von den Lehrpersonen sehr geschätzt werden, andererseits die Unterschiede der pädagogischen Grundhaltung der Lehrpersonen. Auch die prekäre Raumsituation kam im Bericht klar zum Ausdruck. Die ifes hat verschiedene Handlungsempfehlungen abgegeben. Die aufgrund der Handlungsempfehlungen geplanten Massnahmen wurden mit dem Departement Bildung, Kultur und Sport besprochen. Die Q-Gruppe initiiert und plant die Umsetzung. Nicola Snozzi QM-Verantwortliche


«Offene Türe»

S

eit bald zwei Jahren steht für unsere Lernenden eine Türe offen, in die sie eintreten können, wenn sie Unterstützung beim Lernen benötigen oder sich in einer schwierigen Situation befinden und jemandem zum Reden brauchen. Das Beratungsteam besteht aus drei Lehrpersonen mit entsprechenden fachlichen Weiterbildungen. An die «Offene Türe» gelangen die Lernenden mit unterschiedlichen Anliegen, seien es Beziehungsprobleme, familiäre Schwierigkeiten, bei Problemen im Lehrbetrieb und / oder bei Lernschwierigkeiten wie zum Beispiel Konzentrations- oder Motivationsproblemen oder bei mangelhaften Lernstrategien. Unsere Interventionen sind lösungsorientiert und selbstverständlich leiten wir die Lernenden bei Bedarf an entsprechende Fachstellen weiter. Es ist uns wichtig, das Angebot niederschwellig zu halten: Termine können rasch und unkompliziert vereinbart werden und die Gespräche finden an den regulären Schultagen statt. Wir freuen uns sehr, dass wir mit diesem zusätzlichen Angebot einen Beitrag zur Zufriedenheit der Lernenden und für möglichst viele erfolgreiche Lehrabschlüsse leisten können. Für das Beratungsteam «Offene Türe»: Yvonne Studer Kurth

J A H R E S B E R I C H T 09/10

10 11

Statistische Erfassung «Offene Türe»

Schuljahr Schuljahr 2008/09 2009/10

Anzahl 1. Gespräche

40

58

Anzahl 2. Gespräche

24

36

Anzahl 3. Gespräche

10

21

Dauer total aller Gespräche

76 Std.

141 Std.


Gesamtschulanlass

N

ebst den Skitagen aller Klassen des 2. Lehrjahres in Engelberg, war das Hauptereignis die Einweihung des neuen Schulhauses «Im Steiger» in der letzten Schulwoche. Die «Arbeitsgruppe Schulanlass» hatte den Auftrag, für den 30. Juni 2010 einen Einweihungstag für die Lernenden und die Lehrpersonen zu planen. Mit viel Vorfreude und Kreativität machten wir uns an die Planungsarbeit. Das erste zu lösende Problem war, die grosse Anzahl an Lernenden (499), die an diesem Tag anwesend sein würden, unter zu bringen. Darum war bald klar, dass ein Zelt zugemietet werden muss. Für den Auf- und Abbau brauchten wir viele Helferinnen und Helfer aus dem Lehrerteam. Schon diese körperlich anstrengende Arbeit war für die Beteiligten aktive Teambildung, es war eine mit viel Spass verbundene Zusammenarbeit. Das zweite zu lösende Problem war die Verpflegung. Wir wollten ein tolles Essen für unsere 499 Lernenden anbieten. Mit Hilfe unserer Hauswirtschaftslehrerinnen brachten wir es fertig, mit Hilfe von Lehrpersonen und Lernenden Paella für alle aufzutischen. Was für ein tolles Erlebnis, um 12 Uhr aus riesigen Pfannen frisch gekochte Paella geschöpft zu bekommen, die vorzüglich schmeckte! Wir wollten für unsere Lernenden einen spannenden Vormittag organisieren, der sie vom «alten» Schulort an den «neuen» bringt. Lehrpersonen organisierten einen Stadtparcours, der die Lernenden auf unterschiedlichsten Wegen von Königsfelden in den Steiger führte. Die Resultate des Parcours konnten am Nachmittag bereits in den Gängen bestaunt werden. Eine erfreuliche Vielfalt und Kreativitiät wurde sichtbar. Der Nachmittag war dem Präsentieren unserer Schule und unserer Arbeit gewidmet. Dies geschah durch ein «offenes Haus», das in verschiedenen Schulzimmern Arbeiten aus dem vergangenen Schuljahr präsentierte. Es wurde gespielt,


J A H R E S B E R I C H T 09/10

12 13

gerätselt, man konnte sich die Hände massieren lassen, Duftoder Sinnesparcours absolvieren, Infos über Fächer lesen, Produkte aus dem Unterricht bestaunen. Die Vielfalt unserer Schule wurde auf liebevolle, kreative und kompetente Art dargestellt. Als Höhepunkt des Einweihungsaktes wurde ein von allen Klassen gemeinsam zusammen gestelltes «Kunstwerk» enthüllt. Ein Patchworkbild in Regenbogenfarben mit dem Schriftzug BFGS, als Sinnbild der vielen Einzelteile, die ein Ganzes ergeben, als Symbol der Vielfalt, die unsere Schule ausmacht. Irène Huber Arbeitsgruppe Schulanlass

Einweihung Schulräume im Steiger Im Februar bezog die BFGS im Steiger zusätzliche Schulräume. Dieser «Meilenstein» wurde am 30. Juni 2010 in einem würdigen Rahmen gefeiert. Als Festrednerin beehrte uns Frau Ursula Renold, Direktorin des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT). In ihrem Referat wies sie auf die Vorreiterrolle des Kantons Aargau bei der Attestausbildung Assistentin Gesundheit und Soziales hin. Frau Katrin Hunziker, Leiterin der Abteilung Berufsbildung und Mittelschulen im BKS, erwähnte die ständig steigende Bedeutung der Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen und machte deutlich, dass der Bezug der Räume im Steiger eine Übergangslösung darstellt. Das Ziel der BFGS ist und bleibt ein eigenes Schulhaus, in dem alle Abteilungen zu einem einzigen Kompetenzzentrum vereinigt sind. Helmut Hunziker


Zahlen zur BFGS

Schuljahr

2006/07

2007/08

2008/09

2009/10

38

43

48

52

Lernende

818

865

900

986

Stellen% Lehrpersonen

27.2

30.2

30.2

30.3

Lehrpersonen

77

69

63

60

Stellen% Administration

3.5

3.5

3.5

3.5

Mitarbeitende Administration

6

6

6

6

Schulleitung Stellen%

2

2

2

2

Schulleitungsteam

2

2

2

4

Klassen

Anlässe • Zwei Organisationsentwicklungstage zum Thema Qualität mit allen Mitarbeitenden der BFGS (Samstage März und November) • Zwei Arbeitstage in den Fachgruppen (erste Sommerferienwoche) • Vier schulinterne Lehrerfortbildungsveranstaltungen (Abends) • Zwei Gesamtschulkonferenzen • Ein Schneetag mit allen Klassen im 2. Lehrjahr • Ein Gesamtschulanlass anlässlich der Einweihungsfeier im Steiger, Brugg • Die letzte Abschlussfeier Pflegeassistenz • Ein Apero für die Mitarbeitenden zum Schuljahresbeginn und vor Weihnachten


Schlusswort

J A H R E S B E R I C H T 09/10

14 15

E

in grosses Dankeschön allen Mitarbeitenden der BFGS für ihren grossen, engagierten Einsatz für die BFGS und die Berufsbildung.

Danke auch an Frau Kathrin Hunziker, Abteilungsleiterin, Abteilung Berufsbildung und Mittelschulen, Frau Barbara Fischer, Leiterin Sektion G&S, Herr Marc Aurel Hunziker, Stv. Sektionsleiter G&S im Departement BKS. Ihre wertvolle Unterstützung schätzen wir sehr. Ich bin gespannt, was uns das neue Schuljahr bringen wird und freue mich auf die neuen Herausforderungen. Die Schulleitung, die Berufsschullehrerinnen und die Berufsschullehrer und die Mitarbeitenden in der Administration werden sich weiterhin für die Weiterentwicklung der BFGS einsetzen. Ich freue mich auf ein weiteres Jahr erfolgreicher Zusammenarbeit mit allen unseren Partnern.

Schlusspunkt gesetzt durch Hans Gysel, Berufsschullehrer Brigitte Boss Schulleiterin

«Wir sind eine tausendköpfige Berufsschule mit mehreren Fachgruppen an drei Standorten verteilt und schwimmen erfolgreich im Bildungsmeer. So muss unsere Schulleitung logischerweise zu den Tintenfischen gehören (zehnarmige Decabrachia oder achtarmige Vampyropoda?), damit die Arme für die Führung reichen. Kopffüssler sind wir allesamt; aussterben werden wir nie …»


creaocchio.ch

Berufsfachschule Gesundheit und Soziales Postfach 432 CH-5201 Brugg bfgs@ag.ch www.bfgs.ch


BFGS Jahresbericht 2009/10