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BAZ Nr. 4 vom 27/02/2026

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Südtirols Fastenzeit-Aktion „Offline ist der neue Luxus“ ruft dazu auf, bewusst vom digitalen Alltag abzuschalten und innere Einkehr zu fördern. Christen und Muslime fasten dieses Jahr zeitgleich, wobei der Verzicht unterschiedlich gestaltet wird –sei es durch Nahrungsenthaltung oder den Verzicht auf Genussmittel oder Social Media. Fasten sollte eine Zeit der Besinnung und Selbstdisziplin sein, die sowohl religiöse als auch gesundheitliche oder psychologische Gründe hat. Dabei gewinnt die bewusste Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten zunehmend an Bedeutung: Fasten wird nicht nur als Verzicht verstanden, sondern als Chance zur inneren Reflexion. In einer Welt voller Ablenkungen und Reizüberflutung bietet diese Phase die Möglichkeit, Prioritäten neu zu setzen und die eigene Lebensbalance wiederzufinden. Zahlreiche Studien belegen zudem positive Effekte auf das Wohlbefinden, die Konzentrationsfähigkeit und das emotionale Gleichgewicht, was das Fasten in jeder Hinsicht attraktiv macht.

Walter J. Werth wjw@bezirksmedien.it

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Impressum

– Burggräfler Zeitschrift . 39011 Lana . Industriestr. 1/5 Tel. 0473 23 30 24 | www.diebaz.com | baz@bezirksmedien.it Redaktionsanschrift: Bezirksmedien GmbH Telefon: 0473 23 30 24 . E-Mail: redaktion@diebaz.com Ermächtigung des Landesgerichts Nr. 19/93 . Eintragung im ROC Nr. 3226/1994 Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes: Josef Laner

Koordination: Claudia Kaufmann, claudia@diebaz.com

Redaktionsleitung: Josef Prantl, Tel. 340 2306888, josef.prantl@fastwebnet.it

Mitarbeiter: Christl Fink, Philipp Genetti, Martin Geier, Walter J. Werth, Christian Zelger, Markus Auerbach, Elisabeth Tappeiner, Thomas Kobler Werbeverkauf: Claudia Kaufmann, Tel. 347 974 42 70 | claudia@diebaz.com Sonja Trogmann, Tel. 335 839 94 00 | sonja@diebaz.com

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Gender Hinweis: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Personenbezeichnungen und personenbezogenen Hauptwörtern die männliche Form verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung.

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STARKE-KINDER-TASCHE

Die Sozialgenossenschaft „Mit Bäuerinnen lernen-wachsen-leben“ wurde im Jahr 2006 mit dem Schwerpunkt Naturpädagogik gegründet. Mittlerweile betreuen knapp 150 qualifizierte Tagesmütter Kinder im Alter von drei bis 48 Monate aus 104 Gemeinden.

Mit einem umfassenden Kinderschutzkonzept, pädagogischen Verhaltensleitlinien und Notfallplänen wurden wichtige Bausteine in der Qualitätsentwicklung gesetzt. Für die kinderschutzbasierte Betreuung der Tageskinder und zur Unterstützung der Tagesmütter in der Praxis stellen die Pädagoginnen der Sozialgenossenschaft nun eine besondere Initiative bereit.

Im Morgenkreis wird es heute wieder besonders spannend. Die Handpuppe Löwe Leo kommt zu Besuch. Freudig wird er von Tagesmutter Kathrin und den Kindern mit einem Lied begrüßt. „Ich bin löwenstark, ich kann vieles gut. Ich bin löwenstark und ich hab den Mut …“. Dann wird es still im Raum und die Kinder warten gespannt, was Leo ihnen heute erzählen wird. Er ist mittlerweile zu einem Freund der Kinder geworden, weil er mit ihnen gemeinsam in der „Starken-Kinder-Tasche“ stöbert und spannende Materialien entdeckt. Normalerweise ist er gut gelaunt, mutig und stark. Heute allerdings ist etwas anders. Sein Kopf hängt nach unten und er wirkt nachdenklich und bedrückt. Was ist denn mit Leo los? Langsam beginnt er zu

erzählen: „Ich habe mit meinem Freund Daniel, dem Dachs, mit den Bauklötzen gespielt und einen bunten Turm gebaut. Wir haben uns gestritten, weil jeder von uns noch das letzte Stück haben wollte. Da wurde Daniel wütend, sehr wütend. Plötzlich hat er mich angeschrien und behauptet es wäre seins. Und plötzlich hat er mich an meiner schönen Löwenmähne gezogen. Das tat furchtbar weh und ich musste weinen.“ Noch immer ist es ruhig im Raum und die Kinder schauen den Löwen mitfühlend an.

Die Handpuppe Leo ist derzeit für einen Monat zu Gast bei der Tagesmutter. Sie gehört zu den 16 Materialien aus der „Starken Kinder Tasche“. Es handelt sich dabei um in dieser Form einzigartige Initiative. Mit einem reichhaltigen Angebot an kleinkindgerechten Materialien und Methoden stärken Tagesmütter die Kinder im Alltag auf spielerische Weise und tragen so aktiv zum präventiven Kinderschutz bei. Insgesamt stellt die Sozialgenossenschaft 15 Taschen bereit, die alle handgefertigte Unikate sind. Sie sind in allen Bezirken Südtirols verfügbar. Mithilfe der Gefühlskarten schauen die Kin-

der gemeinsam mit Leo an, wie sich Trauer, Wut und Streit anfühlen. Aber was kann man tun? Die sprachgewandte Lena hat sogleich einen großartigen Vorschlag für Leo. Sie sucht gezielt in der braunen Filztasche und holt den handgefertigten roten Stopp-Handschuh hervor. Gemeinsam fragen sie Löwe Leo, ob er ihn anziehen möchte. Er hält mutig seine Hand hin und Lena stülpt ihm den Handschuh erfreut über. „Sag Stopp!“ empfiehlt Lena überzeugt. Tagesmutter Kathrin erzählt uns dazu: „Der Handschuh ist in meiner Kindergruppe besonders beliebt. Er hilft den Kindern als sichtbares Schutzsymbol Grenzen zu setzen und ihrem Gegenüber zu vermitteln: Stopp – das mag ich nicht!“ Warum ist es hilfreich bereits die Jüngsten der Gesellschaft zu stärken? „Kleinkinder lernen in Alltagssituationen besonders nachhaltig. Gefühle wahrzunehmen und zu benennen, ein Bewusstsein für den eigenen Körper zu entwickeln, achtsam miteinander umzugehen und zu erleben, dass Streit zwar Teil des Miteinanders ist, aber nicht verletzend sein darf, sind wesentliche Erfahrungen die Kinder nur im Miteinander und in achtsa-

mer Begleitung machen können“, erklärt Tanja Fischer, Pädagogin der Sozialgenossenschaft.

Auch Tagesmutter Kathrin hat eine besondere Idee. Mit einem geheimnisvollen Lächeln greift sie in die „Starke-Kinder-Tasche“ und holt vorsichtig ein kleines Baumwollsäckchen hervor. Was mag wohl drin sein? Langsam öffnet Kathrin das Säck-

chen, nimmt einen Herzstein in die Hand und erzählt: „Gestern habe ich beim Spazierengehen einen ganz besonderen Stein gefunden.“ „Er ist klein, aber stark. Genau wie ihr. Und schaut mal: Er hat die Form eines Herzens!“ Behutsam lässt sie den Stein von Kind zu Kind wandern. Jedes Kind darf, wenn es möchte, den Herzstein in die Hand nehmen und ihn befühlen. „Wollen wir jetzt mit Leo nach draußen gehen und euren eigenen Kraftstein sammeln?“ Dafür hat sie aus biegsamen Weidenruten ein kleines Gefäß geflochten. Dort hinein darf später jedes Kind seinen besonderen Stein der Stärke legen. „Er ist ein einfaches, aber sehr wirksames Symbol für Kinder, das uns die Natur schenkt und uns in besonderen Momenten innere Stärke, Mut und Halt gibt“, bestätigt die Tagesmutter. Da Lena, Sigrid, Paul, Filippo und Sarah echte Draußen -Kinder sind, flitzen sie voller Begeisterung in die Garderobe, um sich für die Zeit im Freien fertigzumachen. Die Tagesmütter der Sozialgenossenschaft „Mit Bäuerinnen

Das Buch mit der Natur lernen-wachsen-leben lädt alle dazu ein, die Schätze der Natur mit kindgerechten, spannenden und kreativen Ideen zu entdecken. Es ist erhältlich in zahlreichen Buchhandlungen oder direkt bei der Sozialgenossenschaft „Mit Bäuerinnen lernen-wachsen-leben“.

lernen-wachsen- leben“ gestalten ihren Betreuungsalltag nach naturpädagogischen Leitlinien. Sie verstehen die Natur als einen bedeutenden Schutz- und Entwicklungsfaktor für Kinder. Sie bietet hierfür einzigartige Möglichkeiten. Beobachtet man Kinder beim Spiel in der Natur, kann man sehen, wie sie Materialien sammeln, erkunden, im Matsch spielen, bauen, springen, klettern und vieles mehr. Die Auseinandersetzung mit den natürlichen Herausforderungen in der Natur stärkt Kinder und fördert das Erleben von Selbstwirksamkeit. Sie dürfen ausprobieren, gestalten, entdecken, Hindernisse überwinden und Zusammenhänge wahrnehmen. „Bewegung und Sinneserfahrungen in der Natur wirken beruhigend und fördern den Stressabbau. Wir sehen immer wieder, dass Naturerlebnisse das Gruppengefühl stärken und Konflikte unter den Kindern seltener beobachtet werden” weiß Angelika Rederlechner, Pä‚dagogin und Autorin des Buches „Mit der Natur lernen-wachsen-leben”, zu berichten.

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Koordinatorin Maria Egger Tel. 366 6763681 maria.e@lernenwachsenleben.it

DAS REFERENDUM ZUR

REFORM DER JUSTIZ

Die Verfassung ist das Grundgesetz eines Staates. Die Männer und Frauen, die sie 1948 beschlossen haben, waren geprägt von Krieg, Faschismus und Nationalsozialismus. Sie schworen sich: Das darf nie wieder geschehen!

Vor diesem historischen Hintergrund entstand die italienische Verfassung. Sie gilt bis heute als eine der bedeutendsten Staatsverfassungen Europas, da sie Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Gleichheit der Bürger garantiert. Um die Verfassung zu ändern, braucht es eine Zweidrittelmehrheit in beiden Parlamentskammern. Wird nur die absolute Mehrheit (also 50 % + 1 Stimme der Mitglieder der jeweiligen Kammer erreicht, kann eine Volksabstimmung, ein Referendum, angefordert werden und so kam es auch. Und genau das erwartet uns im März - zur geplanten Justizreform.

Die italienische Regierung unter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni treibt seit Längerem eine weitreichende Reform des Gerichtswesens (Magistratur), der dritten Gewalt in der Demokratie voran. Hintergrund ist ein tiefes Misstrauen großer Teile der rechtskonservativen Regierungskoalition gegenüber der bisherigen Justiz, die von ihr als

politisch voreingenommen wahrgenommen wird. Aber das ist noch nicht alles: Das sogenannte „Premierato“ und damit zusammenhängend eine Reform des Wahlsystems stehen gleichfalls in den Startlöchern. Mit „Premierato“ ist die Direktwahl des Ministerpräsidenten gemeint. Meloni möchte zugleich auch eine Reform des Wahlsystems erreichen und denkt an ein Proporz-System, das der Regierungskoalition mit mehr als 40 % der Stimmen einen Mehrheitsbonus zuschreibt, sodass diese 55 % der Sitze im Parlament erreicht, was stabile Mehrheiten begünstigen würde. Am Ende ist auch dazu in der nächsten Zeit eine Volksabstimmung zu erwarten.

Die Verfassung ist ein hohes Gut

Das Versprechen, eine starke Figur an die Spitze des Staates zu stellen, die praktisch allmächtig und alleinverantwortlich sein wird, entspreche dem populistischen Zeitgeist, sagt Francesco Palermo. „Vereinfachung der Entscheidungsprozesse und starke Persön-

lichkeiten sind im Moment attraktiver als Gegengewichte und Respekt der Vielfalt“, so der Verfassungsrechtler. Ähnlich sieht es der langjährige Senator und Autonomieexperte Oskar Peterlini: „Der nächste große Schritt ist das Referendum zur Direktwahl des Ministerpräsidenten, ein Schritt, der die Macht des Ministerpräsidenten so stärkt, dass der Weg zu autoritären Systemen nicht mehr weit ist, wie uns die Diktaturen auf der Welt, letztlich sogar die USA vorführen. Zu viel Macht in einer Hand tut nicht gut.“ Und zum Justizreferendum im März sagt Peterlini: „In Wirklichkeit geht es der Regierungsmehrheit um einen langfristigen Plan, die Justiz zu schwächen und die Staatsanwaltschaft unter ihre Kontrolle zu bringen.“

Worüber stimmen wir am 22. und 23. März ab?

Seit der Verfassung von 1948 sind Richter und Staatsanwälte in Italien Teil einer einheitlichen Magistratur. Nach den Erfahrungen mit

dem Faschismus wollten die Verfassungsväter und -mütter eines um jeden Preis verhindern: dass politische Macht die Justiz kontrolliert. Ihre Antwort war eindeutig: Richter und Staatsanwälte bilden eine einheitliche Berufsgruppe, die „Magistratur“, mit weitgehender Selbstverwaltung. Vor allem unter Berlusconi kam es aber zu großen Konflikten zwischen Politik und Justiz, der die Justiz als politisch motiviert scharf angriff.

Nur eine Justizreform?

Im Zentrum der nach Justizminister benannten Nordio-Reform steht die strikte Trennung der Laufbahnen von Richtern und Staatsanwälten. Was bislang eine gemeinsame Karriere war, soll künftig zwei völlig getrennte Wege darstellen: getrennte Auswahlverfahren, getrennte Laufbahnsysteme, kein Rollenwechsel mehr möglich. Die Regierung argumentiert, ein Richter erscheine dadurch als wirklich neutraler „Dritter“ zwischen Anklage und Verteidigung. Die Nähe zwischen Staatsanwalt und Richter, so die Befürworter, haben bisher Zweifel an der Unparteilichkeit genährt. Noch gravierender ist der zweite Pfeiler der Reform: die Neuordnung der Justizselbstverwaltung. Der bisher einheitliche „Consiglio Superiore della Magistratura“ (CSM), Oberster Gerichtsrat und Herzstück der richterlichen Unabhängigkeit, soll in zwei Räte aufgespalten werden

– einen für Richter, einen für Staatsanwälte. Beide entscheiden künftig getrennt über Karrieren, Beförderungen und Versetzungen. Auch das Disziplinarsystem wird ausgelagert: Eine neue „Alta Corte Disciplinare“ soll Verfahren gegen Magistraturangehörige übernehmen. Damit wird die Kontrolle über die Justiz neu verteilt. Besonders sensibel ist die geplante Neubesetzung dieser Gremien. Mitglieder sollen nicht mehr primär durch interne Wahlen der Magistratur bestimmt werden. Stattdessen werden Kandidatenlisten parlamentarisch festgelegt, aus denen dann per Los ausgewählt wird. Die Regierung präsentiert das als Mittel gegen interne Seilschaften und Machtzirkel („correnti“) innerhalb der Justiz.

Das bestätigende Referendum

Dass in den zwei Parlamentskammern für diese geplante Reform keine ausreichende Mehrheit gefunden wurde, wirft Fragen auf und macht nachdenklich. Nun wird die Entscheidung dem Volk überlassen. Das heißt: jenen, die zur Wahl gehen. Dabei handelt es sich bei der Volksabstimmung im März um ein sogenanntes „bestätigendes Referendum“. Eine Mindestbeteiligung ist nicht nötig – die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen entscheidet. Sollte das Referendum positiv ausgehen, dann wäre das wohl die größte Änderung des italienischen Justizsystems seit 1948.

Demokratie braucht eine starke und unabhängige Justiz

Die Reform der Justiz ist keine Lappalie, greift sie doch in die Verfassung ein. Darüber sprach die BAZ mit dem Politikwissenschaftler und Oberschullehrer Paolo Debertol.

Am 22. und 23. März findet das Referendum zur Reform der Justiz statt. Warum muss das Volk über die Justiz entscheiden, war das Parlament überfordert?

Paolo Debertol: Das Parlament konnte sich oder wollte sich nicht auf eine gemeinsame Reform einigen. Zu verschieden waren die Vorstellungen einer Justizreform, von der man ja seit mindestens 20 Jahren spricht.

Darum konnte schlussendlich nur eine absolute Mehrheit in beiden Kammern erreicht werden und nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit, um die Verfassungsreform ohne Volksabstimmung durchzudrücken. Die republikanische Verfassung von 1948 hat durch die Einführung des CSM („Consiglio Superiore della Magistratura – Oberster Gerichtsrat“) die Unabhängigkeit der

Magistratur (also der Richter und der Staatsanwälte), die sich über dieses Verfassungsorgan selbst verwalten, gestärkt und volle Unabhängigkeit der Justiz sichergestellt.

Wird durch die geplante Justizreform dieser Schutzmechanismus nicht ausgehebelt?

Die Reform hebelt diesen Schutzmechanismus noch nicht aus.

Sie schwächt aber die Position des CSM, indem diesem Selbstverwaltungsorgan der Magistratur eine wichtige Zuständigkeit genommen wird – jene der Disziplinarmaßnahmen gegen Richter und Staatsanwälte. Diese Zuständigkeit wird einem neu eingeführten „Hohem Disziplinargericht“ („Alta Corte Disciplinare“) übertragen. Außerdem sinkt die Autorität der durch die Reform vorgesehenen neuen und getrennten Selbstverwaltungsorgane der Staatsanwälte und der Richter, weil sie ausgelost und nicht mehr gewählt werden sollen.

Die geplante Reform verbessert weder Verfahrensdauer noch Kosten noch die Sicherheit der Bürger. Warum beschäftigt sich die Politik stattdessen mit Karrierefragen der Richter und Staatsanwälte?

Das ist eine gute Frage. Die Regierung gibt zwar vor, dass diese Reform die Effizienz der Justiz in Italien verbessern wird, dem ist aber nicht so. Diese Reform geht die derzeitigen Probleme wie Verfahrensdauer und Kosten nicht im Geringsten an. Die Regierung gibt auch vor, dass nur durch eine Trennung der beiden Magistratslaufbahnen – also in eine Laufbahn für Richter und eine für Staatsanwälte – Anklage und Verteidigung auf gleicher Ebene gestellt werden könnten. Doch auch hier ist die Regierung nicht glaubwürdig. Bereits jetzt sind die Möglichkeiten eines Wechsels zwischen Staatsanwaltslaufbahn und Richterlaufbahn sehr beschränkt. Ein Staatsanwalt darf nur ein einziges Mal in die Laufbahn eines Richters wechseln und umgekehrt. Die tatsächlichen Wechsel der Laufbahn pro Jahr

sind kaum der Rede Wert und betreffen etwa 0,5 % der Magistrate, Tendenz sinkend.

Was will die Regierung dann mit dieser Reform?

Es ist augenscheinlich, dass hinter dieser Reform ganz andere Gedenken stecken – die Effizienz der Justizmaschinerie und die Gleichstellung von Anklage und Verteidigung sind es sicherlich nicht. Ein weiterer Punkt, den die Regierung angibt, ist die Bekämpfung der Seilschaften innerhalb der Magistratur bezüglich Einstellungen, Zuteilungen, Versetzungen, Beförderungen und Disziplinarmaßnahmen. Dies soll durch die Auslosung der Mitglieder des jeweiligen Obersten Gerichtsrates der Staatsanwälte und des Obersten Gerichtsrates der Richter sowie der „Alta Corte Disciplinare“ erreicht werden. Vielleicht kann dadurch der Einfluss der Seilschaften etwas abgeschwächt, aber nicht beseitigt werden. Was mich bei der Auslosung der Mitglieder mehr besorgt, ist der Autoritätsver-

Paolo Debertol

lust der drei neuen Selbstverwaltungsorgane. Welche Autorität werden die Obersten Gerichtsräte und das Hohe Disziplinargericht noch genießen, wenn ihre Mitglieder nur noch ausgelost und nicht mehr gewählt werden?

Welche Folgen hat das Referendum für unseren Alltag?

Diese Reform spielt im Alltag der Bürger und Bürgerinnen wohl kaum eine Rolle, außer … es handelt sich um einen ersten Schritt einer viel umfassenderen Reform, die eine Unterordnung der Staatsanwälte dem Justizminister gegenüber anstrebt.

Kritiker sagen, diese Reform könnte die Unabhängigkeit der Justiz einschränken.

Wenn man diese Reform nicht als eine auf sich beschränkte Reform ansieht, sondern als den ersten Schritt einer umfassenderen Umstrukturierung der Justiz, dann könnte an der Kritik tatsächlich etwas wahr sein. Wir bewegen uns hier zwar im spekulativen Bereich, doch ist eine weiter reichende Umstrukturierung der Justiz von Seiten der Regierung Meloni gar nicht unwahrscheinlich angesichts ihrer Versuche, die Macht der Exekutive zu stärken (Stichwort „Premierato“). Der Umstrukturierungsplan könnte folgendermaßen aussehen: Erstens: Klare Trennung der Magistratur in Staatsanwälte und Richter und Einrichtung von zwei getrennten Selbstverwaltungsorganen. Zweitens: Einverleibung der Staatsanwälte ins Justizministerium, Unterordnung dem Justizminister gegenüber und Auflösung des Selbstverwaltungsorgans der Staatsanwälte.

Fazit: Die Unabhängigkeit der Staatsanwälte wäre damit aufgehoben und der Justizminister hätte Weisungsbefugnis über sie,

wodurch eine Anklage gegen die Regierung und öffentliche Verwaltung sehr unwahrscheinlich wird.

Was sollte der Bürger wissen, um eine gute Entscheidung zu treffen? Regierungen mit autoritärem Hang sind eine unabhängige Magistratur ein Dorn im Auge. Ohne Kontrolle vonseiten der Magistratur und im Spezifischen vonseiten der Staatsanwaltschaft ist Machtmissbrauch einfacher und wahrscheinlicher.

Gibt es Beispiele dafür? Polen und Ungarn liefern dafür gute Beispiele. In den acht Regierungsjahren der nationalkonservativen Partei „PiS“ von 2015 bis 2023 wurden in Polen die Staatsanwälte dem Justizministerium und somit der Regierung untergeordnet. Der Justizminister ist selbst Generalstaatsanwalt und damit oberster Chef der Staatsanwaltschaft und gegenüber den untergeordneten Staatsanwälten weisungsbefugt. Die Bekämpfung von Machtmissbrauch ist wesentlich erschwert. In Ungarn wird der Generalstaatsanwalt vom Parlament, also von der amtierenden

Regierungsmehrheit, ernannt und steht damit der Regierung sehr nahe und damit ist eine Kontrolle nicht mehr gegeben.

Es braucht keine Mindestbeteiligung bei diesem Referendum. Ist es aber vertretbar, dass eine kleine Mehrheit das Justizsystem für alle ändert?

Eine Mehrheit ist in der Demokratie immerhin eine Mehrheit. Dennoch haben unsere Verfassungsväter vorgesehen, dass Verfassungsänderungen nicht von vorübergehenden und knappen Mehrheiten vorgenommen werden sollen, sondern höheren Zuspruch haben sollten. So kommt es, dass einerseits die Zweidrittelmehrheit erfordert wird, und andererseits, sollte diese nicht erreicht werden, eine bestätigende Volksabstimmung stattfinden kann. Und genau dieser Fall ist eingetreten. Nun kann sich die Wählerschaft direktdemokratisch an der Verfassungsreform beteiligen und entscheiden, ob sie diese befürwortet oder nicht. Jeder sollte sich am 22. oder 23. März der Verantwortung bewusst sein.

Interview: Josef Prantl

Justizminister Carlo Nordio

Kultur und Kommerz im Kino

Was bisher geschah: 1911 hatte Meran bereits drei Kinos – in der Freiheitsstraße, am Rennweg und in der Cavourstraße. Nun fehlte noch eines in Untermais, das damals noch eigenständig war. Und es sollte nicht das letzte bleiben.

Dass Europa binnen eines Jahres in einem verheerenden Weltkrieg stecken sollte, ahnten am 20. September 1913 wohl die wenigsten. An jenem Samstag eröffnete in der Rathausstraße Nr. 9 das Lichtspieltheater Untermais – „sehr geräuschlos, ohne Anwendung der besonders bei Neuetablierung eines Kinos angewendeten Riesenreklame“. Es war das vierte Kino in der später zusammengelegten Gemeinde Meran, mit modernster technischer Einrichtung und allem Komfort ausgestattet. Die Premiere verlief gut. Als erster

Streifen wurde der Monumentalstummfilm „Königin Elisabeth von England“ mit Sarah Bernhardt in der Titelrolle gezeigt. Die Mimin gilt als berühmteste Darstellerin ihrer Zeit und war einer der ersten Weltstars. Ausgerechnet am 28. Juni 1914, dem Tag des Mordes von Sarajewo, wurde hier der Film „Das Ende eines Königs“ vorgeführt. Wie schnell die damalige Kinoindustrie auf aktuelle Geschehnisse reagierte, beweist eine Programmankündigung des Untermaiser Lichtspieltheaters. Bereits zehn Tage danach war „Die feierliche

Ueberführung Sr. k. u. k. Hoheit des Erzherzog-Thronfolger Franz Ferdinand mit Gemahlin – Die Ereignisse in Sarajewo“ zu sehen. 1924 war dann vorerst Schluss. Die Räumlichkeiten wurden umgebaut und allem Anschein nach als Obstmagazin genutzt. Erst viele Jahre später strömte wieder Kinoluft nach Untermais. Zunächst unter der Bezeichnung Aurora und dann seit Beginn der 50er Jahre als Apollo-Kino. Mit diesem Kino in der nun nach Giacomo Matteotti benannten Straße wird die Familie Innerhofer über Jahrzehnte hinweg mit publikumswirksamen Filmen die Meraner Kinolandschaft prägen.

Als es 1995 nach einer umfangreichen Renovierung wiedereröffnet wurde, konnte Hans Innerhofer mit einer kleinen Sensation aufwarten. Der damals teuerste Film aller Zeiten „Waterworld“ mit Kevin Kostner startete in Meran noch vor der Premiere in Deutschland und Österreich. Italienischer Starttermin plus deutsche Sprache – Südtirol nutzte seine besondere Lage. Der Film floppte, aber das Apollo schaffte es ins 21. Jahrhundert. Doch das Thema Kinoschließungen tauchte in den Medien schon seit den 70er Jahren auf. 2009 traf es auch das Apollo-Kino. Damit ging eine Ära zu Ende – und hinterließ ein kinoloses Meran.

Zu den weiteren bekannten Lichtspieltheatern in Meran gehörte das Italia-Kino in der Otto-Huber-Straße. Ende der 30er Jahre war hier ein Vorführsaal

der Gioventù Italiana del Littorio (GIL) untergebracht, in dem sich Jugendliche für 50 Centesimi einen schönen Nachmittag machen konnten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden vor allem amerikanische Produktionen gezeigt, die das Publikum schon damals anzogen. Der Bau im Innenhof fiel, ähnlich dem Bozner Drusus-Kino, durch seine runde Form auf und wurde auch vom Meraner Filmklub sowie für Tagungen und die Schulausspeisung genutzt. Besonders günstig waren die Schul- und Kulturvorführungen am Mittwoch und Donnerstag, die durch Dokumentarfilme ergänzt wurden. Der spätere Filmcutter Klaus Rainer erinnert sich, wie er sich als Kind mindestens drei Mal pro Woche Filme anschaute und u.a. im Italia seine Leidenschaft für das Kino kultivierte. 1960 wurde das beliebte Etablissement von einer Einbrecherbande heimgesucht. Da die Diebe kein Geld fanden, ließen sie große Mengen an Süßigkeiten mitgehen, und beschädigten – wohl aus Ärger – die Projektionsmaschine. Der finanzielle Schaden war nicht gering, doch es ging weiter. Bis Ende der 70er Jahre. 1978 musste das Italia-Kino schließen. Das charakteristische Gebäude, in dem noch Jahre zuvor die Beatles-Filme zu sehen waren, wurde abgerissen und machte einem mehrstöckigen Büro- und Wohnhaus Platz. Nichts mehr erinnert heute daran

Fortsetzung folgt ... Christian Zelger

Comeback des Strickens

Das Stricken erlebt in Südtirol eine Renaissance: Kleine Wollgeschäfte boomen, Kurse füllen sich, und Handarbeitsgruppen treffen sich zum gemeinsamen Strickvergnügen.

Lange Zeit galt das Stricken in Südtirol als ein etwas aus der Mode geratenes Handwerk, eine Beschäftigung, die eher mit Omas Wohnzimmern assoziiert wurde. In den letzten Jahren jedoch erlebt es eine bemerkenswerte Wiederbelebung. Immer mehr kleine Wollgeschäfte eröffnen ihre Türen, bieten hochwertige Garne und Zubehör an und ziehen dabei nicht nur erfahrene Strickerinnen, sondern auch eine jüngere Generation an, die sich dem Trend

der „Slow Fashion“ verschreibt. Parallel dazu steigt die Zahl an Strickkursen, die von einfachen Anfängertechniken bis zu komplexen Mustern reichen. In diesen Kursen wird nicht nur das Handwerk vermittelt, sondern auch Gemeinschaft gelebt. Strick- und Handarbeitsgruppen entstehen in Dörfern und Städten, bei denen die Menschen gemeinsam an Projekten arbeiten, Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig inspirieren. Besonders beliebt sind

Visitenkarten schon ab 10 Stück

mittlerweile auch Strick-Urlaube: In den idyllischen Landschaften Südtirols kombinieren Teilnehmer Entspannung, Naturerlebnisse und kreatives Schaffen. Das Stricken wird so zu einer Form der bewussten Entschleunigung und bietet einen Gegenpol zum hektischen Alltag. Dieses Comeback des Strickens ist mehr als nur ein nostalgischer Trend. Es zeigt, dass traditionelle Handwerkskünste wieder an Bedeutung gewinnen und Menschen

zunehmend nach nachhaltigen, selbstgemachten und individuell gestalteten Produkten suchen. In einer Zeit, in der Massenproduktion und Fast Fashion dominieren, bietet das Stricken eine Rückkehr zu Langsamkeit, Kreativität und Achtsamkeit. Südtirols Strickszene wächst stetig, und es ist spürbar: Ein Handwerk, das beinahe in Vergessenheit geraten wäre, hat seinen Platz zurückerobert.

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Trug und Wahn

Ist auch alles Trug und Wahn Und die Wahrheit stehts unnennbar, Dennoch blickt der Berg mich an Zackig und genau erkennbar. Hirsch und Rabe, rote Rose, Meeresblau und bunte Welt: Sammle dich - und sie zerfällt Ins Gestalt- und Namenlose. Sammle dich und kehre ein, Lerne schauen, lerne lesen!

Sammle dich - und Welt wird Schein. Sammle dich - und Schein wird Wesen.

Hermann Hesse

Gesehen am 11. Februar zu Fuß in Richtung Hippolyth, Tisens/Naraun Foto und Auswahl des Gedichtes: Martin Geier • Editorisches Konzept: Georg Dekas

Bericht aus dem Landtag

Das Schweigen der Bauern

Ob am Tappeinerweg, entlang unserer Waalwege oder auf St. Hippolyt - Steilflächen säumen den Burggräfler Talkessel und sie sind es, die unsere Heimat auch landschaftlich so reizvoll machen. Seit Jahrhunderten wird auf den Hängen rund um Meran Wein und Obst produziert. Dass diese „Ruaner“ jedoch heute noch bewirtschaftet werden, ist alles andere als selbstverständlich. Wo kein Traktor und keine Hebebühne verwendet werden kann, kommen noch heute Staffelei, „Radlbeg“ und „Bugglmahner“ zum Einsatz. Die viele Handarbeit, die erschwerte Bearbeitung und die teurere Instandhaltung der Steillagen schmälert die ohnehin rückläufigen Erlöse im Obst- und Weinbau massiv. Gerade für solche „naturbedingt benachteiligte Gebiete“ sieht die EU schon seit Jahrzehnten Ausgleichzulagen vor, damit sie wirtschaftlich mit den Gunstflächen etwas leichter mithalten können.

Doch die Bäuerinnen und Bauern, die ihre

steilen Leiten in Algund oder die Hänge in Labers bearbeiten, erhalten keinen einzigen Cent an Ausgleichzahlungen. An der EU liegt es nicht. Unter der Bedingung, dass die Mitgliedsstaaten jene Gebiete festlegen, welche „benachteiligt“ sind, stellt sie Ausgleichsgelder zur Verfügung. Auch Italien verwehrt den Bewirtschaftern der Burggräfler Steilflächen diese EU-Gelder nicht – denn die römische Regierung hat ganz Südtirol als „benachteiligtes Berggebiet“ eingestuft. Es wird also für alle Flächen angesucht und aus dem EU-Haushalt fließen jährlich immerhin rund 20 Millionen Euro für Ausgleichszahlungen nach Südtirol. Es ist Südtirols SVPgeführte Landesregierung, die alle Obst- und Weinbauflächen - auch wenn sie noch so steil sind - von den Beiträgen ausschließt. Und das seit Jahrzehnten. Das Schweigen des Bauernbundes lässt sich wohl nur durch die personelle und parteiliche Verquickung erklären. Höchste Zeit diesen Missstand endlich im Landtag

Bericht aus Rom

Der General

Der Name des Generals, der vor einigen Jahren in die Politik wechselte ist Roberto Vannacci. Doch für Freunde, Anhänger und Gegner bleibt er schlicht „der General“. Alles begann, als Matteo Salvini glaubte, in ihm den richtigen Mann gefunden zu haben. Vom extrem rechten Wählerlager geliebt und fähig, nicht nur Stimmen zur Lega zu bringen, sondern sie auch von Giorgia Meloni abzuziehen. Ein vermeintlich genialer Schachzug. Bei den Europawahlen schien die Strategie aufzugehen: eine halbe Million Vorzugsstimmen für den General; ein respektableres Ergebnis für die Lega und für Matteo Salvini die Bestätigung seiner Entscheidung. Doch hinter den Kulissen begann es in der alten Parteigarde zu rumoren. Vielen galt der Kurs als zu rechts, zu extrem – und sie fragten sich, was das noch mit einer Partei zu tun habe, die einst gegründet wurde, um den Norden Italiens zu stärken und den Föderalismus voranzubringen. Matteo Salvini hielt dennoch an seiner Linie fest und ernannte den General sogar zum stellvertretenden Parteisekretär. Doch diese Rolle

wurde dem umtriebigen General bald zu eng. So kam es Ende Januar zum Paukenschlag: Vannacci kündigte die Gründung einer eigenen rechtsradikalen Partei an. Sie tritt auf gegen Immigration, für die traditionelle Familie und gegen die Unterstützung der Ukraine. Ein Programm, das gezielt jene anspricht, die den Eindruck haben, die politische Rechte in der Regierung sei inzwischen zu moderat geworden. In den Umfragen bewegt sich die neue Partei zwischen 2 und 4 Prozent. In einem politischen System, in dem oft wenige Prozentpunkte über Sieg oder Niederlage entscheiden, kann genau dieser Anteil wahlentscheidend sein. Daher ist die Unruhe im Regierungslager groß. Innerhalb der Lega fühlen sich viele in ihren früheren Bedenken bestätigt. Und auch bei Giorgia Meloni dürfte die Entwicklung für wenig Begeisterung sorgen. Nachdem lange alles reibungslos schien, wirkt es nun, als habe man sich ein mögliches Hindernis selbst geschaffen. Bis zur Wahl bleibt noch gut ein Jahr – eine kleine Ewigkeit in der Politik. Ob sich Roberto Vannacci als dauerhafte

offen zu thematisieren und eine für Steuerzahler und Bauern nachvollziehbare und gerechte Lösung zu finden. Mehr dazu unter: www.freie-fraktion.info

Andreas Leiter Reber Landtagsabgeordneter

politische Kraft etabliert oder lediglich eine von vielen kurzlebigen Erscheinungen der italienischen Politik bleibt, lässt sich derzeit nicht abschätzen. Eines jedoch zeichnet sich ab: nicht die linke Opposition bringt die Regierungsmehrheit in Schwierigkeiten, sondern der General von Rechtsaußen, den sie selbst ins Boot geholt hatte.

Julia Unterberger Senatorin

Bericht aus dem Bezirk

Radweg wird Realität

Baubeginn am Kreisverkehr Marlinger Brücke: Verbesserungen für Radwege und Verkehrssicherheit Wer mit dem Rad zwischen Marling und Untermais oder von Sinich nach Algund unterwegs ist, kennt das kleine Alltagsabenteuer: Auf der Karte wirkt alles angenehm nahe – in der Praxis sammelt man jedoch zusätzliche Meter, spontane Richtungswechsel und ungeplante Fitness-einheiten. Stellt die Marlinger Brücke doch eine Barriere dar, die bisher nur über Umwegen umfahren werden konnte. Eine direkte, sichere Verbindung ohne Umwege steht deshalb seit Jahren ganz oben auf der Wunschliste vieler Pendlerinnen, Pendler und Freizeitradler. Mit dem Baustart am Kreisverkehr der Marlinger Brücke wird dieses Ziel nun umgesetzt.

Das Vorhaben wurde intensiv vorbereitet und es gilt als technisch anspruchsvoll. Zahlreich waren insbesondere die Auflagen des Schienenbetreibers RFI – der Rete Ferroviaria Italiana. Die unmittelbare Nähe zu den Bahngleisen machte strenge sicherheits- und planungsrechtliche Vorgaben erforderlich.

Mit dem 9. Februar starteten die Bauarbeiten. Tagsüber bleibt der Autoverkehr unbeeinträchtigt, während in den Nachtstunden eine Ampelregelung im Bereich des Kreisverkehrs eingerichtet ist. Projektträger ist die Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt. Die Investition von rund 5,5 Millionen Euro wird über Mittel des Mobilitätsressorts des Landes finanziert. Die Fertigstellung der gesamten Maßnahme ist für Herbst 2027 vorgesehen.

Nach Fertigstellung wird man wohl einfach darüberradeln, ohne groß darüber nachzudenken. Und genau daran erkennt man gelungene Infrastruktur: dass sie unspektakulär funktioniert – und die früheren Umwege leise in Vergessenheit schickt.

Historische Verantwortung

Sie erinnern sich vielleicht: Nach der verlorenen Stichwahl im Mai kündigte der ehemalige Bürgermeister von Meran noch vollmundig „harte Oppositionsarbeit“ an. Wenige Wochen später erklärte er seinen Rücktritt aus dem Gemeinderat, und es wurde still um den ehemals ersten Bürger. Bis zum 10. Februar und zum sogenannten „Giorno del Ricordo“, als er empört auf Facebook schreibt, in Meran habe „niemand“ daran erinnert und dass dies eine „riesige verpasste Gelegenheit“ sei. Das klingt dramatisch, ist es aber nur, wenn man Geschichte auf einen sehr schmalen Ausschnitt reduziert. Dass er damit seiner ungeliebten Nachfolgerin eins auswischen wollte, geschenkt. Dass er aber gleichzeitig historische Verzerrungen hoffähig machen will, ist äußerst problematisch. Postfaschistische Darstellungen verzerren das Geschehen der sogenannten Foibe auf mehreren Ebenen. Die Opferzahlen werden massiv überhöht. Die Getöteten werden als „unschuldige Italiener“ homogenisiert, obwohl sich unter ihnen in erheblichem Ausmaß Funktionäre und Kollaborateure des faschistischen Regimes befanden. Nicht alle, aber viele waren Teil eines Unterdrückungsapparates. Das zu verschweigen ist keine Nebensächlichkeit, sondern politisches Kalkül. Fast immer wird außerdem der Kontext ausgeblendet. Zwischen den frühen 1920er Jahren und 1943 herrschte in den betroffenen Gebieten eine brutale faschistische Besatzungs- und Assimilierungspolitik: Internierungen, Massaker, Konzentrationslager –zwei Jahrzehnte systematischer Unterdrückung. Die Foibe geschahen nicht im luftleeren Raum. Das bedeutet nicht, dass die Tötungen zu rechtfertigen wären – unter den Opfern waren auch Unschuldige. Dennoch gibt es einen grundlegenden Unterschied: Wer über Jahrzehnte ein organisiertes System von Unterdrückung, Verfolgung und gezielter Vernichtung aufbaut, handelt nach einem ideologisch begründeten Plan. Die Foibe hingegen waren gezielt verübte Rache- und Vergeltungsakte, kein langfristig angelegtes Vernichtungsprogramm. Wer beides auf eine Ebene stellt, betreibt Relativierung. Es entsteht die bequeme Erzählung, man sei „auch Opfer“ gewesen. Täter-OpferUmkehr statt historischer Verantwortung. Wer den Gedenktag selektiv einsetzt, um historische Verantwortung zu verschieben, folgt einem Muster, das eigentlich von neofaschistischen Gruppen wie CasaPound bekannt ist. Gedenktage sind keine Kulisse für persönliche Abrechnungen. Wer Gedenktage nach eigenem Gutdünken interpretiert und den historischen Kontext systematisch ausblendet, betreibt keine Aufarbeitung, sondern Geschichtsrevisionismus.

Reinhard Bauer

JUGENDSEITE

Aktion Verzicht – Offline ist der neue Luxus

Die Fastenzeit ist mehr als nur „auf Süßigkeiten verzichten“. Sie ist eine Chance, kurz auf Pause zu drücken und sich zu fragen: Was tut mir eigentlich gut – und was stresst mich eher? In einer Welt, in der ständig Nachrichten, Stories, Reels und Push Meldungen auf uns einprasseln, wird Ruhe immer seltener. Genau hier setzt die Aktion „Offline ist der neue Luxus“ im Rahmen der Aktion Verzicht an. Offline sein heißt nicht, uncool zu sein – sondern sich bewusst Zeit für sich selbst zu nehmen. Kein Dauer-Scrollen, kein ständiger Vergleich, kein Druck, immer erreichbar zu sein. Stattdessen: echte Gesprä-

che, echte Momente, echte Erlebnisse. Die Fastenzeit kann ein Testlauf sein, um zu merken, wie sich das Leben anfühlt, wenn man nicht ständig online ist. Versuch es doch einfach und schau, was dich im analogen Leben erwartet – Natur, Menschen und Dinge an die man sich auch ohne Fotos gerne erinnert. Fasten kann vieles sein: weniger Handy, weniger Social Media, weniger Stress, weniger Konsum – und dafür mehr Zeit für Freund*innen, Bewegung, Kreativität, Schlaf, Musik oder einfach fürs Nichtstun. Es geht nicht um Verbote, sondern um Freiheit: die Freiheit, selbst

AKTU E LL E S

Aktion Verzicht // Infos und Aktionen unter aktion-verzicht.it

Öffnungszeiten Jugendtreffs // wöchentlich // alle unsere Jugendteffs in den Gemeinden sind wöchentlich für euch geöffnet // infos www.jd-lana-tisens.it

Sommer: Schau dir unsere Sommeraktionen an // www.jd-lana-tisens.it

Aktionen im Jugendzentrum Jux: 6.3.2026: Ätsch bätsch zum Patriarchat 11.3.2026 Nähclub Info unter www.jux.it

Das Wichtigste in Kürze ...

Aktion Verzicht lädt seit über 20 Jahren von Aschermittwoch bis Karsamstag dazu ein, innezuhalten, zu reflektieren und bewusst zu fasten. Länder und organisationsübergreifend schafft die Initiative Raum, eigene Gewohnheiten zu hinterfragen. Das heurige Thema „Offline ist der neue Luxus“ wird auch praktisch erlebbar: Bei einem Vinylplotter Workshop in der kreativen Werkstatt BITZ unibz fablab werden am 12. und 19. März 2026 Stofftaschen gestaltet und bedruckt – kreativ, analog und ganz ohne Handy. Anmeldung bei verena@jugenddienst.it.

zu entscheiden, was man in sein Leben lässt. Die Aktion „Offline ist der neue Luxus“ lädt genau dazu ein: bewusster leben, bewusster entscheiden und den eigenen Alltag nicht vom Display bestimmen lassen. Vielleicht merkst du: Du brauchst nicht ständig online zu sein, um dazuzugehören. Manchmal ist das Wertvollste, einfach da zu sein – im echten Leben. Fastenzeit kann genau das sein: eine Zeit, um runterzufahren, klarer zu werden und herauszufinden, was dir wirklich guttut. Dieser Text wurde mit freundlicher Unterstützung einer KI generiert.

in zusammenarbeit mit

holtn zomm.

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Schnell. Zuverlässig. Nah. Diese Eigenscha en zeichnen die Mitarbeiter*innen der TIROLER VERSICHERUNG besonders in der Schadenabwicklung aus - denn dort zeigt sich, wie gut eine Versicherung wirklich ist. Gegenseitig versichert. Seit 1821.

Magdalena Lobis, Philipp Fiaschi, Vera Mair am Tinkhof, Daniel Fliri.

Landwirtschaftsprojekt in Tansania

Afrika könnte den Welthunger stillen und einen Beitrag zur Lösung der CO₂-Emissionen leisten, davon ist Alice Tlustos überzeugt.

Mit ihrem Mann hat sie vor sieben Jahren in Zentral Tansania eine Pilotfarm aufgebaut, die trotz extrem schwieriger Ausgangsbedingungen - kaum Wasser, ausgelaugte Böden und harte Erde

- heute wie ein Garten Eden wirkt. Kürzlich war sie auf Einladung der „Freien Christlichen Gemeinde“ zu Gast in Meran und stellte das Projekt vor. „Wenn karger Boden wieder grünt und Menschen neue

Perspektiven finden, dann ist das mehr als ein landwirtschaftliches Erfolgskonzept, es ist ein Zeichen der Hoffnung“, sagt Alice Tlustos. Die gebürtige Kärntnerin Alice und der gebürtige Wiener Martin Tlustos kamen vor vielen Jahrzehnten mit ihren vier Kindern nach Tansania, das sie seitdem nicht mehr loslässt. Nach der Rückkehr nach Österreich kehrten sie vor sieben Jahren erneut in das afrikanische Land zurück, das Dürre und Bodendegradation sehr gut kennt. Dass trotz widriger Umstände Landwirtschaft möglich sein muss, davon waren

der Permakultur Experte und die Expertin für nachhaltige Landwirtschaft überzeugt. Und so entstand in sieben Jahren in der Nähe von Dodoma, der Hauptstadt Tansanias, ein 25 Hektar großer Landwirtschaftsbetrieb, der demonstriert, dass auch unter den widrigsten Umständen mit nachhaltiger Bewirtschaftung und Gottes Hilfe ein kleiner Garten Eden entstehen kann.

Die Pilotfarm zeigt, was möglich ist, wenn ökologische Methoden mit Durchhaltevermögen verbunden werden: Auf der Farm der Tlustos wächst wieder Gemüse,

Wie kann auf so einem Boden etwas wachsen?

dort sprießen Früchte, weiden Tiere und blühen Blumen. Das Projekt basiert auf einer speziellen Form der Landwirtschaft namens „Farming God’s Way“ – einem Ansatz, der ökologische Nachhaltigkeit, christliche Lebensprinzipien und praktisches Management vereint, wie Alice Tlustos in Meran vor zahlreichen Interessierten vorstellte. Diese Methode setzt

auf geringe Bodenstörung, organischen Mulchschutz und Artenvielfalt, statt auf teure Maschinen oder chemische Dünger.

Mehr als Ackerbau –eine Lebensschule

Was die Tlustos auf ihrer Farm in Tansania zeigen, geht über reine Technik hinaus: Kleinbauern lernen, dauerhaft gute Erträge

zu erwirtschaften, ihren Familien ein sicheres Einkommen zu geben und die Umwelt zu achten. Die Auswirkungen sind spürbar: Menschen, die zuvor kaum genug zum Leben hatten, ernten heute genügend Nahrung für sich und ihre Gemeinden. Das Projekt führt dazu, dass Nahrungssicherheit wächst, nicht nur für einzelne Familien, sondern langfristig für

Quelle statt Plastik.

Stadtwerke Meran

Unser Leitungswasser ist 100 % Quellwasser. Warum Plastikflaschen schleppen?

Weltwassertag

„Tag der offenen Tür“, Speicherbecken Naif

Samstag, 21. März, 9.30–12.30 Uhr

ganze Regionen. Die Verbindung zwischen dem Burggrafenamt und Tansania kam über einen Vortrag zustande. Mitglieder der Freien Christlichen Gemeinde Meran (FCG) hörten von dem Projekt und luden das Ehepaar Tlustos nun schon zum zweiten Mal ein, in Meran davon zu berichten.

Josef Prantl

Von rechts: Alice und Martin Tlustos, Martin Oberrauch
Großes Interesse beim Vortrag von Alice Tlustos in Meran

Die Lehrer deiner Jugend

Mit zunehmendem Alter kehren bei mir immer häufiger Erinnerungen an die Schulzeit zurück. Und an Erzieher und Lehrer, die mich fürs Leben prägten. Meine besten Lehrer waren interessanterweise drei Italienischlehrer. An sie möchte ich hier erinnern.

Im 2. Teil geht es um meinen ersten Italienischlehrer im Johanneum, Don Guido Crepaz.

Ich studierte dann vom Herbst 1954 bis zur Matura im Sommer 1962 im Johanneum in Dorf Tirol. Wir hatten dort durchaus gute Lehrer bzw. Professoren, wie man die Lehrer an Mittel- und Oberschulen damals nannte. Es waren bis auf wenige Ausnahmen alles Priester. Zwei sind mir besonders gut in Erinnerung geblieben, nämlich die Italienischlehrer Don Guido Crepaz und Prof. Giuseppe Magagna. Don Guido Grepaz ist am 27. September 1922 in Trient geboren und war von 1950 bis 1965 Italienischprofessor im Johanneum, hernach 23 Jahre lang Rektor des italienischen Knabenseminars in Bozen, anschließend 8 Jahre lang Pfarrer in der Pfarrei Regina Pacis in Bozen und schließ-

lich noch einige Jahre Seelsorger in Buchholz.

Guido Crepaz unterrichtete uns in der Mittelschule, klar und verständlich und auch angemessen streng. Ich hatte bei ihm einmal Nachprüfung, was mir nicht

schadete. Später begleitete er uns auf unserer Maturareise nach Wien. Ich habe ihn als sehr kultivierten, bescheidenen, in sich ruhenden und feinen Menschen in Erinnerung. Er starb im Jänner 2020 mit 97 Jahren. Bei

seiner Verabschiedung in der Pfarrkirche Regina Pacis verstand ich, dass er zu den Großen der italienischen Gemeinschaft gehörte.

Franz Berger

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Don Guido Crepaz mit Gläubigen der Pfarrei Regina Pacis

Gedenkgottesdienst für Hans Pamer

Am Samstag, den 7. Februar, fand in der Pfarrkirche St. Nikolaus ein Gedenkgottesdienst für Dekan Hans Pamer statt. Zum ersten Jahrestag seines Todes waren viele Angehörige, Freunde und Bekannte aus nah und fern in die Stadtpfarrkirche gekommen.

Der Gottesdienst wurde von Albert Pixner, Pfarrer von Schenna und Mitschüler Pamers, zelebriert. Ihm zur Seite standen Kolping-Präses Josef Stampfl und die Diakone Walter Depaoli und Ivan Wegleiter. Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Burggräfler Singkreis, der unter der Leitung von Veit Pamer, dem Bruder des Verstorbenen, Chorlieder von H. Paulmichl, A. Bruckner und F. Mendelssohn-Bartholdy vortrug. Die Lieder brachten auf eindrucksvolle Weise die

Persönlichkeit und das Leben des beliebten Dekans zum Ausdruck. Besonders bewegend war der Abschluss des Gottesdienstes: Das Lied „Wer nur den lieben Gott lässt walten“, das für Hans Pamer eine besondere Bedeutung hatte, erklang in einem Chorsatz von Felix Mendelssohn Bartholdy. In seinem geistlichen Testament hatte Pamer geschrieben: „Mit dem Lieblingslied aus dem Gotteslob Nr. 424 ‚Wer nur den lieben Gott lässt walten‘ und mit meinem Primizspruch

‚Du zeigst mir den Weg zum Leben und Fülle der Freude bei dir‘ verabschiede ich mich von dieser Welt – auf Wiedersehen im Himmel!“ Zahlreiche Gläubige nahmen teil, um gemeinsam an das Leben, den Glauben und das unerschütterliche Gottvertrauen von Dekan Hans Pamer zu erinnern. Die Feier bot Gelegenheit, sich an seine Verdienste als Pfarrer und Dekan, seine herzliche Art, seinen Humor und sein Engagement für Jung und Alt zu erinnern.

Von seinen ersten Jahren in Latz-

fons und Schenna über seine Zeit als Präfekt und Regens des Bischöflichen Seminars „Johanneum“ bis zu seiner langjährigen Tätigkeit als Dekan von Mals und Meran – Hans Pamer hinterlässt eine tiefe Spur in der Südtiroler Kirchengemeinschaft. Der Gedenkgottesdienst zeigte eindrucksvoll, dass sein Wirken und sein geistliches Vermächtnis noch immer lebendig sind und in der Gemeinde weiterwirken.

Der Burggräfler Singkreis gestaltete den Gedenkgottesdienst zum 1. Jahrestag für Dekan Hans Pamer

Residence Maenia

Mitten in Nals gelegen, vereint diese moderne Wohnanlage höchsten Komfort, nachhaltige Bauweise und fortschrittliche Technologien zu einem einzigartigen Lebensraum.

In der Residence Maenia wird Wohnen neu definiert – als harmonisches Zusammenspiel von Wohlbefinden, Umweltbewusstsein und innovativem Lebensstil. Ein entscheidendes Merkmal der Residence ist ihre Bauweise gemäß

den anspruchsvollen Standards des Klimahaus Nature. Dieses Zertifikat garantiert, dass das Gebäude besonders umweltfreundlich und energieschonend errichtet wurde. Durch die Verwendung nachhaltiger Materialien und intelligenter

Baukonzepte wird der ökologische Fußabdruck erheblich reduziert.

Das kommt nicht nur der Umwelt zugute, sondern schafft auch ein gesundes Raumklima für die Bewohner. Eine weitere Besonderheit ist das hybride Heizsystem, das

eine Kombination aus modernster Wärmepumpentechnologie und einem effizienten Gassystem darstellt. Diese innovative Lösung sorgt für einen optimalen Wärmekomfort zu jeder Jahreszeit und verringert gleichzeitig die Umwelt-

belastung deutlich. Die intelligente Abstimmung beider Systeme garantiert eine energiesparende und zugleich zuverlässige Heizung. Jede Wohnung ist mit einem hochentwickelten Klimatisierungssystem ausgestattet, das nahtlos in das hybride Heizkonzept integriert ist. Es sorgt das ganze Jahr über für

ein angenehmes Raumklima: Im Sommer sorgt es für erfrischende Kühle, während im Winter für angenehme Wärme. Dieses intelligente System passt sich flexibel an die individuellen Bedürfnisse der Bewohner an und steigert so den Wohnkomfort erheblich. Die technologischen Innovationen

der Residence Maenia gehen noch weiter: Die komplette Hausautomatisierung ermöglicht die Fernsteuerung aller elektrischen Geräte. Ob Heizung, Beleuchtung oder Sicherheitssysteme – die Bewohner können ihr Zuhause bequem und individuell über Smartphone oder Tablet an ihren Lebensstil anpas-

sen. Diese spezifische Vernetzung sorgt für mehr Sicherheit, Energieeinsparungen und eine flexible Gestaltung des Wohnraums.

Zentrale Lage und elegantes Design Neben technologischer Finesse überzeugt die Residence Maenia

auch durch ihre privilegierte Lage im Herzen von Nals. Alle wichtigen Dienstleistungen und Einkaufsmöglichkeiten sind nur wenige Schritte entfernt, was den Alltag erleichtert und die Lebensqualität erhöht. Das raffinierte, zeitgenössische Design der Wohnungen setzt neue Maßstäbe in Sachen Ästhetik

und Funktionalität und fügt sich harmonisch in die Umgebung ein.

Die Residence Maenia vereint stilvolles Wohnen mit zukunftsweisenden Werten. Sie ist weit mehr als ein bloßer Wohnraum – sie ist eine nachhaltige und wertbeständige Investition in die Zukunft. Durch die Kombination ökologi-

scher Bauweise, innovativer Technik und einer erstklassigen zentralen Lage schafft das Projekt einen echten Mehrwert, der heute ebenso relevant ist wie in den kommenden Jahren. Besonders beeindruckend ist die Vielfalt des Angebots.

Ob Zwei-, Drei- oder Vierzimmerwohnungen mit eigenem Garten oder exklusive Penthouses mit großzügigen Panoramaterrassen –hier findet jeder Lebensstil seinen perfekten Ausdruck.

Die Residence Maenia setzt Maßstäbe in puncto Komfort und Individualität – vom Familienidyll bis zum Einzelwohnen mit Anspruch an Eleganz und offene Freiräume. Mit einem Verfügbarkeitsdatum ab dem 16. April 2026 bietet dieses Projekt allen, die heute an morgen denken, eine exzellente Gelegenheit, in ein inspirierendes und nachhaltiges Wohnkonzept zu investieren. So wird das eigene Zuhause nicht nur zum Ausdruck von Lebensqualität, sondern auch zu einer klugen und langfristigen Anlage.

Kompetenz eines erfahrenen Bauträgers

Für die Verwirklichung anspruchsvoller Wohnprojekte ist die Kompetenz eines erfahrenen Bauträgers entscheidend. Mit über 60 Jahren Erfahrung steht Ergobau Immobilien als starker Partner hinter der Residence Maenia. Durch die enge Zusammenarbeit mit einem professionellen Planungs- und Verwaltungsbüro garantiert das Unternehmen höchste Qualität in Bau und Service. Architekt Christian Roncolato stellt sicher, dass das Projekt sowohl architektonisch als auch technisch höchsten Ansprüchen gerecht wird. Von der sorgfältigen Kostenaufstellung über die Immobilienbewertung von Immobilien bis hin zum reibungslosen Ablauf des Bauprozesses beweist Ergobau nicht nur Expertise, sondern auch Verlässlichkeit. Das macht das Unternehmen zu einem idealen Partner für anspruchsvolle Bauvorhaben.

Markus Auerbach

RESCHENSEE

Residence Froy

Das neue Haus am Reschensee vereint Natur, Komfort und Gastlichkeit.

Reschen - Ursprünglich 1972 als Zimmervermietung erbaut, um die Jahrtausendwende saniert und zur „Garni Froy“ als Ferienwohnungen oder Zimmer mit Frühstück erweitert, erstrahlt das Haus als „Residence Froy“ nun im ganz neuen Glanz. Und mit neuem Konzept. Entstanden ist nach einer intensiven, aber schlussendlich beispielhaften und reibungslosen Bauphase, ein neues Schmuckstück

im idyllischen Weiler Froj am Reschensee. Das freut die Gäste, die sich in den vergangenen Wochen bereits ein Bild von der neuen Residence machen konnten, genauso wie die gastgebende Familie Hohenegger und den verantwortlichen Bauleiter Armin Angerer. Aber der Reihe nach.

Fit für die Zukunft

Im Sommer 2024 wurde das Projekt

eingereicht, im April 2025 konnte mit den Umbauarbeiten begonnen werden. Ziel der Familie Hohenegger war es, den Betrieb qualitativ aufzuwerten und zukunftsfähig zu gestalten. „Die Idee war eine qualitative Aufwertung und Umgestaltung des Betriebes“, erklärt Sonja Hohenegger. Aus dem Garni entstand ein Residence-Betrieb mit modernen Ferienwohnungen, großzügigen Räumen und einer

neuen Wellness-Oase im Dachgeschoss.

„Ein Bau mit Erweiterung und Sanierung bringt immer wieder neue Herausforderungen mit sich, aber diese wurden mit Hilfe von Handwerkern und Architekten weitmöglichst gelöst“, so Hohenegger. Dabei setzte die Familie bewusst auf heimische Handwerksbetriebe. „Die Zusammenarbeit verlief sehr

www.moriggl.com

TEL +39 0473 831 555

gut, da wir großen Wert darauf legten, heimische Handwerksbetriebe zu nehmen.“

Umfangreiche Arbeiten

Die Umbau- und Erweiterungsarbeiten betrafen alle Stockwerke des Hauses. Im Untergeschoss wurde der Frühstücksraum nach Südosten hin erweitert, die Küche modernisiert und ein neuer, behindertengerechter Aufzug eingebaut, der vom Untergeschoss bis zum Dachgeschoss reicht. Nachdem man sich entschlossen hat, die in die Jahre

gekommene Pellet-Heizungsanlage abzubauen und stattdessen an das Fernheizwerk Reschen anzuschließen, konnte die freigewordene Fläche in der bestehenden Garage als Stellplatz für Fahrräder adaptiert werden. Gleichzeitig entstand ein abgeschlossener Bereich für Müllcontainer.

Im Erdgeschoss erhielten der Eingangsbereich und die Rezeption einen neuen Windfang, Bäder wurden saniert und Balkone großzügig erweitert. Gleiches galt für das erste Obergeschoss, wo zusätzlich ein

Aufenthaltsraum und Putzraum neu errichtet wurden. Der Altbau erhielt neue Wohneinheiten sowie Schlafzimmer für die Betriebswohnung, jeweils mit eigenem Balkon. Im zweiten Obergeschoss wurden bestehende Wohnungen modernisiert und erweitert, neue Apartments geschaffen, Balkone und Terrassen ausgebaut und die Innentreppe bis in das Dachgeschoss verlängert. Dort entstand eine großzügige Wellness-Oase mit Ruheraum, überdachter Außenterrasse mit Whirlpool, einer Biosauna, einer

finnischen Sauna, einem Dampfbad sowie Umkleideräume, Duschen und WC. „Der Gast soll sich in den Räumen wohlfühlen wie zu Hause“, erklärt Hohenegger.

Barrierefreies Wohnen

Das Baukonzept berücksichtigt barrierefreies Wohnen, moderne Heizungs- und Elektroanlagen sowie die Einhaltung sämtlicher Brandschutzbestimmungen. Fundamentplatten und Außenmauern bestehen aus Stahlbeton, die Decken wurden massiv ausgeführt.

FENSTER FASSADEN TÜREN SONNENSCHUTZ

Dachstuhl und Schleppgauben in Holzkonstruktion sorgen für alpine Architektur in zeitlos-modernem Design, kombiniert mit Holz-, Glas- und Naturstein-Elementen. Großzügige Aluminiumfenster mit Dreifach-Wärmeschutzverglasung, Natursteinböden, Holz- und Vinylbeläge runden die hochwertige Ausstattung ab.

Architektur im Einklang mit der Natur

Die Residence Froy setzt auf eine Architektur, die sich harmonisch in die alpine Landschaft einfügt. Fassaden in hellem Beige, Balkongeländer aus vertikalen Holzsprossen sowie vertikale und horizontale Holzriemenschalungen in Graubraun, Blechdachabdeckung und großzügige Glasflächen schaffen ein ländlich-alpines, zeitgemäßes Gesamtbild. „Die einmalige Lage des Hauses, welche bis jetzt vermarktungstechnisch nicht optimal genutzt wurde, soll zukünftig Leitmotiv der Kommunikation werden“, erklärt Hohenegger. Ne-

ben dem gestalterischen Anspruch war auch die Funktionalität entscheidend: 11 Apartments mit 39 Betten, Betriebswohnungen und ausreichend PKW- und Fahrradstellplätze, barrierefreie Erschließung und behindertengerechter Aufzug sorgen dafür, dass Gäste jeden Alters komfortabel untergebracht sind.

Ein Urlaubszuhause für alle Jahreszeiten

Die Residence Froy bietet moderne Ferienwohnungen inklusive Frühstück und Wellness. Für Einheimische oder externe Gäste gibt es auf Anfrage Frühstück oder Day-Spa-Angebote. „Dieses Konzept entstand, da wir gemerkt haben, dass der Gast gerne in großzügigen Räumen Urlaub machen möchte, aber das Frühstück geschätzt wird. Auch Wellness wurde immer mehr verlangt“, so Hohenegger.

Die optimale Lage ermöglicht den direkten Start zu Wanderungen und Mountainbike-Trails, und die

Talstation Schöneben–Haideralm ist nur wenige Minuten entfernt. Gäste genießen Ruhe, klare Bergluft, Weitblick auf die umliegende Bergwelt und die Nähe zur Natur. Gleichzeitig bleibt die Freiheit, selbst zu entscheiden, ob sie kochen oder in der Umgebung essen möchten.

Damals wie heute

Die Geschichte des Hauses reicht bis 1972 zurück, als es von Sonja Hoheneggers Vater und seinem Onkel erbaut wurde. In den 1980er Jahren erbte es der Vater von Sonja Hohenegger, es wurde als Zimmer mit Frühstück unter dem Namen Haus Hohenegger betrieben. 1999 erfolgte die erste Erweiterung und Sanierung zur Garni Froy, 2025 schließlich die heutige Umwandlung in die Residence Froy.

Ein Zuhause auf Zeit

Die Residence Froy verbindet Erholung, Natur und modernen Wohnkomfort zu einem besonderen

Urlaubserlebnis. Großzügige Fensterfronten, Terrassen, hochwertige Materialien und eine umfassende Ausstattung schaffen ein Zuhause auf Zeit. Nach einem aktiven Tag beim Wandern, Biken oder Skifahren finden Urlauberinnen und Urlauber im Wellnessbereich den idealen Ort, um loszulassen, abzuschalten und neue Energie zu tanken. Im angrenzenden Ruheraum mit gemütlichen Liegen genießen sie den Blick auf die beeindruckende Umgebung, können die Stille auf sich wirken lassen und finden Zeit zum Abschalten und Auftanken. Mit der Residence Froy hat die Familie Hohenegger nicht nur ihr Haus auf den neuesten Stand gebracht, sondern auch einen Ort geschaffen, der Qualität, Komfort und Naturerlebnis vereint – ein Schmuckstück am Reschensee, das sowohl Aktivurlaubern als auch Erholungssuchenden ein Zuhause auf Zeit bietet.

Ausführung der gesamten Baumeisterarbeiten

Wir bedanken uns für das entgegengebrachte Vertrauen und wünschen dem Garni Froy viel Erfolg für die Zukunft

Anbau Knabenschule

Der neue Anbau der Grundschule Knabenschule in Lana verbindet innovative, nachhaltige Bauweise mit funktionaler Architektur und fügt sich respektvoll in das denkmalgeschützte Ensemble ein.

Am 19. Dezember 2025 wurde in der Gemeinde Lana ein bedeutendes Projekt für die Bildungsinfrastruktur feierlich eröffnet und gesegnet: der neue Anbau der Knabenschule. Bürgermeister Helmut Taber würdigte bei der Eröffnung die hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten und hob insbesondere die Leistungen des Bauamtes unter Ing. Werner Egger, die Zusammenarbeit mit

den beteiligten Firmen sowie die Beiträge von Vizebürgermeister Werner Gadner und Referentin Valentina Andreis hervor.

Notwendigkeit der Erweiterung

Die Erweiterung der Knabenschule war dringend erforderlich geworden, da fünf Schulklassen zuvor in Containern untergebracht waren, die nicht mehr den erforderlichen

Komfort- und Qualitätsstandards für einen modernen Lernort entsprachen. Ziel war es, die Lernund Arbeitsbedingungen für etwa 125 Schüler sowie das Lehrpersonal nachhaltig zu verbessern. Mit der Planung und Ausführung wurden die Firma Unionbau GmbH sowie die Planer Matteo Scagnol, Thermostudio SRL, Studio E-plan, Rodolfo Senoner und Astrid Metzler beauftragt. Der Anbau wurde

in moderner Holz-Fertigbauweise als Null-Energie-Passivgebäude errichtet und entspricht der Energieeffizienzkategorie „Klimahaus A“. Dies unterstreicht das ökologische Engagement der Gemeinde. Zu den besonderen Merkmalen zählen eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung, eine Raumluftüberwachung für ein gesundes Raumklima sowie eine Luft-Wärmepumpe für eine effiziente Heizung und Küh-

LANA

lung. Die Verwendung von Holz als Hauptbaumaterial verbessert zudem die CO²-Bilanz und unterstreicht den nachhaltigen Ansatz.

Architektonische Integration

Das Gebäude fügt sich respektvoll in das historische Umfeld ein, das unter Ensembleschutz steht, ohne mit dem bestehenden Altbau zu konkurrieren. Die einfache geometrische Form und die Materialwahl – Tragwerk und Außenverkleidungen sind aus Holz gefertigt – betonen eine klare, zeitgemäße Ästhetik bei hoher Haltbarkeit und einfacher Wartung. Die architektonische Integration verbindet Funktionalität mit Ästhetik, indem sie den Gebäudezweck, die Nutzung und die Umgebung nahtlos verschmelzen lässt. Dieser Ansatz reduziert Gebäude auf das Wesentliche, um Effizienz, Nachhaltigkeit und Nutzerkomfort zu maximieren. Das Ziel ist ein stimmiges Gesamtkonzept, das Innen- und Außenräume verbindet und moderne Anforderungen ästhetisch integriert. Der Anbau erstreckt sich über zwei Ebenen und bietet fünf neue Klassenräume, eine Aula, Garderoben sowie alle notwendi-

gen Zusatzräume für einen modernen Schulbetrieb. Im Erdgeschoss befinden sich der Haupteingang, ein großer Umkleideraum, zwei Klassenräume und ein multifunktional nutzbarer Mehrzweckraum. Im Obergeschoss sind drei weitere Klassenräume, ein Ausweichraum und ein großer offener Bereich für besondere Aktivitäten untergebracht. Die barrierefreie Zugänglichkeit wird durch die Konzentration aller notwendigen Funktionen im Erdgeschoss gewährleistet. Die Erweiterung der Knabenschule Lana verdeutlicht beispielhaft, wie eine zukunftsorientierte Bildungsinfrastruktur geplant und umgesetzt werden kann. Durch die Nutzung einer bereits vorbelasteten Fläche – des ehemaligen Kunstrasen-Spielplatzes – wurden die Eingriffe in die Umgebung minimiert und die Effizienz der Baumaßnahme maximiert. Dies unterstreicht eine ressourcenbewusste und kontextsensible Planung, die bestehende Strukturen klug einbindet.

Pädagogik trifft Raum Hervorzuheben ist insbesondere die Betonung, dass moderne

Schulbauten mehr sind als reine Sanierungsprojekte. Sie schaffen die grundlegenden Voraussetzungen für eine chancengerechte, zeitgemäße Bildung. Schulen, die Raum für Kreativität, Zusammenarbeit und digitales Lernen bieten, bereiten Kinder und Jugendliche besser auf die Anforderungen einer sich wandelnden Gesellschaft vor. Die Aussage, dass Investitionen in Bildung zugleich Investitionen in die Zukunft

der Gemeinde und der Region sind, trifft sicherlich zu. Eine hochwertige Bildungsinfrastruktur stärkt nicht nur den Standort und schafft Perspektiven für die Menschen vor Ort. Dieses Projekt kann somit als gelungenes Beispiel dafür dienen, wie durch eine pragmatische, aber weitsichtige Planung Bildungsqualität und bauliche Entwicklung Hand in Hand gehen können.

Markus Auerbach

Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit.

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Faschingsaktion

Die Faschingsaktion der Bezirkszeitung BAZ fand großen Anklang: Viele Faschingsbegeisterte folgten unserem Aufruf und schickten Fotos ihrer fantasievollen Kostüme – von klassischen Figuren bis zu originellen Eigenkreationen. Als Dankeschön erhielt jede abgebildete Person einen Faschingskrapfen bei Bäckerei Schmiedl. Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmenden sowie bei der Firma Schmiedl für die tolle Zusammenarbeit und freuen uns auf weitere Aktionen.

Anton, Moritz, Dennis Aylin, Janis
Willi
Melanie, Mara
Niklas, Felix Toni
Zoe, Sonja, Neo, Werner
Julia, Denise, Irene, Andrea Julia Josef

Tscherms – ein Dorf voller Elan

Mit dem eindrucksvollen Schloss Lebenberg verfügt Tscherms über ein besonderes Wahrzeichen. Der geschichtsträchtige Ort ist geprägt von Landwirtschaft, Sport und einer attraktiven Wirtschaft.

Der Ortsname von Tscherms hat vermutlich einen römischen Ursprung und könnte sich von den Personennamen Cerius oder Cerus ableiten. Das Ortsbebiet wurde erstmals im Jahr 857 unter der Bezeichnung „Cerones“ urkundlich erwähnt. Bis ins späte 18. Jahrhundert gehörte Tscherms kirchlich zu Marling. Nach der Einweihung der heutigen Pfarrkirche St. Sebastian und Nikolaus im Jahr 1929 wurde Tscherms schließlich zur eigenständigen Pfarrei.

Die beeindruckenden Baudenkmäler, das stolze Schloss Lebenberg, die Ansitze Grießenstein und Kränzl sowie die St.-Anna-Kirche im Ortsteil Baslan zeugen von der ereignisreichen Geschichte Tscherms. Am 31. Dezember 2025 zählte die Gemeinde rund 1631 Einwohner, was im Vergleich zu den Vorjahren

einen erfreulichen Zuwachs verzeichnet. Bereits in der zweiten Amtsperiode wird die Gemeinde von Bürgermeisterin Astrid Kuprian geleitet. Zudem steht die Gemeinde in Partnerschaft mit den beiden Gemeinden Grassau in Südost-Oberbayern und Oberhofen im Inntal in Tirol.

Der Sportverein

ASV Tscherms

Der Ort ist landesweit sportlich bekannt geworden, seit die Fußballmannschaft des ASV Tscherms 2025 in die erste Amateurliga aufgestiegen ist. Die Sektion Fußball im ASV Tscherms ist die älteste Sektion des Sportvereins und geht auf ihre Gründung im Jahr 1973 zurück. Seit 2011 wird der Verein von dem langjährigen Tschermser Gemeindeassessor und Sportbegeisterten Paul Obertimpfler geleitet.

Er war selbst Gründungsmitglied des ASV.

Wie es in der Festschrift des Sportvereins zum 40-jährigen Jubiläum 2013 nachzulesen ist, konnte Tscherms keine langjährige Tradition an sportlichen Aktivitäten vorweisen. Umso bedeutsamer war der von begeisterten Jugendlichen ausgesprochene Wunsch, einen Fußballverein zu gründen als schließlich am 9. Juni 1973 zur Vereinsgründung kam – wenn auch zunächst ohne eigenes Fußballfeld. Nach zweijährigen Verhandlungen der Gemeinde mit den Interessensvertretern der sogenannten „Raffeingräbenleege Lana-Tscherms“ gelang es schließlich, den Bau des heutigen Sportplatzes in Angriff zu nehmen und zu vollenden. Dies war nur durch das Aufbringen unzähliger ehrenamtlicher Arbeitsstunden mög-

lich. Die feierliche Einweihung fand am 7. September 1980 statt.

Aufstieg 2025 – und der leidige Sportplatz Während man sich in der Fußballsektion 2025 über den Tabellenaufstieg der Mannschaft freute, hofft man in Tscherms mittlerweile schon lange auf die Sanierung des inzwischen in die Jahre gekommenen Sportplatzes. Zwar hatte die Gemeinde laut Medienberichten die Planung eines neuen Fußballplatzes in Angriff genommen. Für die Umsetzung hofft man allerdings noch auf entsprechende Unterstützung. Alex Laimer, sportlicher Leiter des ASV, brachte es letztes Jahr gegenüber Sportnews auf den Punkt: Man habe den schlechtesten Platz in ganz Südtirol. Bleibt nur zu hoffen, dass Abhilfe nicht länger auf sich warten lässt.

Die Sektionen Fußball und Ski des Tschermser Sportvereins legen großen Wert auf Jugenförderung

Erweiterung zum Mehrsektionenverein Im Jahr 1977 wurde der Sportverein Tscherms um die Sektion Ski erweitert. In der Saison 2019/20 kam mit der Sektion Jochflieger auch die Paragleitergruppe hinzu. Inzwischen zählt der Sportverein rund 540 begeisterte Sportler zu seinen Mitgliedern. Der Fokus der Sektionen Fußball und Ski liegt dabei in der Jugendförderung. Höhepunkte der aktiven Tätigkeit vor Ort sind das Fußballcamp im Sommer, das vom 19. bis 20. Juni 2026 wieder stattfinden soll, und das Dorfturnier. Darüber hinaus gibt es eine aktive Altherrenmannschaft. Mit dem Dörflrennen, das bis 2025 am Vigiljoch ausgetragen wurde, konnte die Sektion Ski bisher stets zahlreiche Teilnehmer und Schaulustige verzeichnen. In den Wintermonaten wird in den Skigebieten Meran 2000

und Ultental trainiert. Im Jahr 2023 feierte der Sportclub auf dem Festplatz im Ortszentrum sein 50-jähriges Bestehen. Nun stehen im Verein heuer Neuwahlen an. Auf die Frage nach seiner Zukunft als Vorsitzender im Verein sagt Paul Obertimpfler im BAZ-Gespräch ehrlich: „Ich werde weiterhin dem Verein zur Verfügung stehen, wenn dies gewünscht ist, allerdings nicht mehr als Präsident.“ Bei einer so rührigen jungen und jung gebliebenen Mannschaft im Verein wird sich aber sicher eine passende Nachfolge finden, die den Verein weiter in die Zukunft führt. Über den Sport hinaus hat Tscherms aber auch im Bereich Kultur einiges zu bieten: Die Theaterinitiatifen „Freiluft“ im Sommer und die Theatergruppe Tscherms über das Jahr, bringen spannende Unterhaltung für Groß und Klein auf die Bühne.

Natürlich dürfen auch die geschichtsträchtige Musikkapelle Tscherms, die auf das Jahr 1910 zurückgeht und die Schützenkompanie Tscherms, von der es wohl sogar schon vor mehr als

200 Jahren einen Namensvetter gegeben haben soll nicht vergessen werden.

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Unterwegs in Tscherms

Obwohl ein wesentlicher Teil der Wirtschaft in Tscherms von Obstund Landwirtschaft sowie Produktion geprägt ist, haben sich auch im Gewerbe-, Handels- und Dienstleistungssektor sowie in der Gastronomie und im Tourismus bemerkenswerte Unternehmen angesiedelt. Ein großer Teil dieser Betriebe liegt entlang der Hauptstraße. Im Dorf gibt es drei Gewerbezonen: Die Gewerbezone „Tscherms Süd“ erstreckt sich entlang der Ifingerstraße und beherbergt vorwiegend Betriebe des Bau- und Handwerksgewerbes – hier befindet sich auch die Zimmerei von

Hannes Weiss. Die Gewerbezone „Nord“ liegt an der nördlichen Dorfzufahrt. Als „dritte“ Gewerbezone gilt ein Teil der Produktionsfläche der renommierten Destillerie Pircher. Obwohl diese offiziell zur Industriezone Lana gehört, liegt sie urbanistisch zu einem wesentlichen Teil auf Tschermser Gemeindegebiet.

1Kerschbaumer Transporte

An der nördlichen Dorfeinfahrt, entlang der Gampenstraße, liegt im Gewerbegebiet „Nord“ das Logistikzentrum des Transport-

unternehmens Kerschbaumer, in dessen Nähe sich weitere solide mittelständische Betriebe befinden. Alex Kerschbaumer führt das Familienunternehmen bereits in dritter Generation. Seit 70 Jahren ist Kerschbaumer ein verlässlicher Partner für Transport- und Kranarbeiten im Burggrafenamt. Während früher vor allem der Holztransport im Mittelpunkt stand, arbeitet man heute hauptsächlich mit Bauunternehmen zusammen. Die termingerechte Lieferung von Baumaterialien und der anspruchsvolle Transport großer Fenster gehören zum täglichen Geschäft.

Der moderne Fuhrpark umfasst mehrere Raupenkräne und Spezial-Lkw. Das Einsatzgebiet erstreckt sich längst über Südtirol hinaus bis nach Bayern. Eine ausgeklügelte Tourenplanung mit laufender Disposition sorgt für die hohe Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit– maßgeblich verantwortet von Alex Kerschbaumer. Der Betrieb ist ein kompetenter Ansprechpartner für Baustellenund Kranarbeiten im Burggrafenamt. Seit einigen Jahren ist das Unternehmen auch mit einem Verwaltungssitz in Untermais vertreten, ganz in der Nähe des Ortszentrums.

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2 NaveS – sichert Nahversorgung

Eine große Auswahl an Lebensmitteln findet man im nahe gelegenen Supermarkt „Coop Konsum“ der Nahversorgungsgenossenschaft Südtirol, kurz „NaveS“.

Das Geschäft sichert seit einigen Jahren die Nahversorgung im Dorf und bietet ein breites Sortiment: von Obst und Gemüse über Käse und Wurst bis hin zu Reinigungsmitteln, Zeitschriften und Haushaltsartikeln. Das engagierte NaveS-Team, bestehend aus motivierten Mitarbeiterinnen, führt den Su-

permarkt gemeinsam und legt besonderen Wert auf regionale und lokale Produkte. Neben bekannten Markenartikeln gibt es eine große Auswahl an Südtiroler Produkten. Besonders hervorzuheben sind die frischen „Goggelen“ – die beliebten Schwammelen zur Schwammelezeit - sowie die Knödel in der Wurst- und Käsetheke, die direkt von Südtiroler Bauernhöfen stammen, wie uns eine Mitarbeiterin verrät. Seit nunmehr drei Jahren trägt das Lebensmittelgeschäft in Tscherms wesentlich zur Lebensqualität im Dorf bei.

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Seit über 40 Jahren steht Comploj für persönliche, stilsichere Beratung und durchdachte Planung. Exklusive Küchen – von minimalistisch bis opulent – entstehen mit höchstem Anspruch an Design und Funktion. In der hauseigenen Tischlerei werden maßgerechte Sonderanfertigungen und individuelle Einzelstücke gefertigt. Das Rundum-sorglos-Paket umfasst die Koordination sämtlicher Gewerke, termingerechte Lieferung sowie professionelle Installation durch eigene Monteure. Durch ganzheitliche Wohnkonzepte in-

klusive Licht- und Farbplanung schafft Comploj harmonische Räume mit Charakter. Eine großzügige Ausstellungsfläche präsentiert hochwertige Möbel führender europäischer Designer. Der gute Ruf von Comploj kommt nicht von ungefähr – auf Comploj’s Wohnwelt ist Verlass. Ob Make-up für die Wohnung, Deko-Service mit Bildern, Vorhängen und Stoffen oder maßgeschneiderte Lösungen bis ins kleinste Detail: Qualität, Stil und Präzision stehen im Mittelpunkt. Lichtplanung sorgt für Atmosphäre – und Qualität zum Preis, günstiger als gedacht.

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Kennen Sie das? Der Fernseher lässt sich plötzlich nicht mehr ein- oder ausschalten oder das Bild ist verpixelt. Es erscheinen rätselhafte Fehlermeldungen, die niemand versteht. Die Streaming-Apps laden entweder gar nicht oder sehr lange und Ton und Bild passen nicht mehr zusammen. Für all diese Probleme gibt es im Burggrafenamt seit bald zwei Jahren eine verlässliche Adresse: TV-Tec. Geschäftsführer Markus Pichler ist seit vielen Jahren als

Fachtechniker im Bereich Bild, Ton und Service tätig – egal, ob es um Audio, TV, Antennenbau, Montage, Reparatur, Kaufberatung oder den Verkauf moderner TV-, Audio- und Medientechnik geht. Ob Sie einen Fernseher fürs Wohnzimmer, eine Komplettanlage fürs ganze Haus, TV- und Audio-Lösungen für Gastronomie, Hotels, Tourismus, Büros oder Meetingräume suchen: Von der Beratung über Planung, Montage, Verkauf bis hin zu Wartung und Reparatur können Sie sich auf TV-Tec verlassen. Der gelernte Elektriker hat früh seine

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Leidenschaft für Fernsehtechnik entdeckt und sich zuerst im Fachhandel auf Audio spezialisiert. Später hat er seinen Fokus dann immer mehr auf TV-Geräte, Antennenanlagen und Medientechnik gelegt. „Heimkino beginnt nicht mit dem Fernseher, sondern mit der richtigen Beratung”, sagt Markus. Nach über 20 Jahren Erfahrung in der Branche hat er sich selbstständig gemacht und ist nun unsere BAZ-Empfehlung für Sound und Bild – von der Anschaffung bis zur Reparatur.

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In der südlich gelegenen Gewerbezone „Tscherms Süd“ befindet sich der Betriebssitz von Thermosol, dem Unternehmen der Familie Schwienbacher. Seit mehr als vier Jahrzehnten hat sich Thermosol auf erneuerbare Energien spezialisiert. Seniorchef Gerhard Schwienbacher ist vor allem für den technischen Bereich verantwortlich. Seine Frau Elfi kümmert sich um Verkauf, Marketing und Büroorganisation. Sohn Elias widmet sich

neben dem Verkauf und der Wartung insbesondere der Entwicklung intelligenter Smart-HomeLösungen. Thermosol betreut seine Kunden umfassend – von der ersten Bedarfsanalyse über die Prüfung möglicher Förderungen bis hin zur Installation und langfristigen Wartung der Anlagen. Besonders innovativ sind die modernen Infrarot-Heizsysteme. Im Vergleich zu klassischen Heizkörpern verbrauchen sie weniger Strom, sind einfach zu montieren und wartungsfrei. Ihre Strahlungswärme entspricht der eines Kachelofens, es gibt keine Staubentwicklung und keinen Schimmel mehr. Besonders beeindruckend sind die Infrarot-Heizpaneele, die als Tafel-, Spiegel- oder Standpaneele sowie in Form von Bildern erhältlich sind. Ob Photovoltaik zur Strom- und Warmwassererzeugung, Wärmepumpe, Solarthermie, Holz-, Pellets- oder Infrarotheizungen – Thermosol bietet für jeden Bedarf die ideale Lösung.

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Markus Pichler von TV-Tec – Fachmann für Bild und Ton
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Burggräfler Meisterschaft

Das Wochenende vom 14./15. Februar war wieder gefüllt mit spannenden Rennen auf Meran 2000, darunter am Samstag die traditionelle Burggräfler Meisterschaft.

Trotz winterlicher Bedingungen und anhaltendem Schneefall war die Stimmung hervorragend. Der ASC Ifinger Schenna stellte bei den Burggräfler Meisterschaften sowohl die Burggräfler Meisterin als auch den Burggräfler Meister. Bei der 40. Ausgabe dieser Meisterschaft wurde wieder ein Riesentorlauf auf der Wallpachpiste auf Meran 2000 von der Sektion Ski des Sportclubs Meran organisiert. Es waren nicht nur die unterschiedlichsten Altersklassen, sondern auch verschiedene Burggräfler Vereine vertreten, darunter die Skischule Sunshine, dem ASV Schnals, Hafling, Ifinger Schenna, Tscherms, Meran, Dorf Tirol, Riffian, Vöran, Tisens, Prad, Ortler,

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Eggen, Ulten, das Ski Team Masters, das Skiteam Passeier und der Skiclub Vigljoch. Die Tagesbestzeit bei den Frauen und Männern wurde auch in diesem Jahr mit den Burggräfler Meistertitel gkürt. Die Namen der beiden Meister werden traditionsgemäß auf jeweils einer Gondel der Umlaufbahn Falzeben angebracht. In diesem Jahr dürfen Celina Haller und Alexander Mölgg, beide vom ASC Ifinger Schenna den Titel tragen. Der Direktor der Meran 2000 Bergbahnen AG, Paul Jakomet, beglückwünscht die Organisatoren der Veranstaltung zu ihrem Engagement, dem reibungslosen Ablauf und vor allem auch zu ihrer wertvollen Jugendarbeit: „Die

Förderung des Ski- und Wintersports, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, ist sehr wichtig und ein wertvoller Beitrag für die Gesellschaft und die gesunde Entwicklung der Heranwachsenden. Ein besonderer Beitrag zum Gelingen des Rennens kam vom Sportclub Meran Sektion Ski sowie von allen beteiligten Vereinen.“

FarmFood Festival am 14. 3. im Kurhaus Meran –Das Beste von Südtirols Bauernhöfen

Fünf Regionen Südtirols. 90 Produzentinnen und Produzenten. Nur ausgewählte Qualitätsprodukte. Zu 100 % vom Bauernhof. Das ist das FarmFood Festival! Südtirols Höfe präsentieren sich und ihre Qualitätsprodukte zum

4. Mal – am Samstag, 14. März 2026 von 10 - 17 Uhr im exklusiven Rahmen des Kurhauses in Meran. Das FarmFood Festival ist ein Event zur Vernetzung der bäuerlichen Direktvermarktung mit der Südtiroler Bevölkerung, der

Gastronomie und dem Lebensmitteleinzelhandel und wird vom Qualitätssiegel „Roter Hahn“ in Zusammenarbeit mit dem Meran WeinFestival veranstaltet. Im Fokus stehen die Vielfalt und die Hochwertigkeit, das Verkosten, Kennenlernen und Genießen.

Umfangreiches Rahmenprogramm mit Verkostungen und Kochshows

Auch in diesem Jahr verwandelt sich der Kursaal wieder in einen Marktplatz voller Stände. Die geführten Blindverkostungen zu den Themen „Käse“ um 11 Uhr, „Wein“ um 13 Uhr und „Speck“ um 14.30 Uhr laden zu einer

Reise in die Sensorik ein. Ein besonderes Highlight erwartet die Besucher in den Galerien des Kursaals: Südtiroler Spitzenköchinnen und -köche kreieren dort raffinierte Gerichte aus hochwertigen Qualitätsprodukten von „Roter Hahn“. Neu in diesem Jahr ist ein Koch-Workshop mit Thomas Ortler von 11 bis 13 Uhr – mit persönlichen Tipps vom Profi.

Zur Anmeldung und kostenlosen Teilnahme an der Veranstaltung sowie zu den Tickets für die Blindverkostungen und für den Koch-Workshop www.farmfoodfestival.it

Holz – nachhaltiger Baustoff

Holz, der natürliche und nachwachsende Baustoff unseres Landes hat noch großes Zukunftspotenzial und erfreut sich ungebrochener Beliebtheit.

Holz ist seit jeher ein äußerst vielseitiger und nachwachsender Rohstoff von großer Bedeutung, der sowohl im Bauwesen als auch

in der Möbelproduktion und im Kunsthandwerk Verwendung findet. So arbeitet zum Beispiel die IDM Südtirol an mehrjährigen

strategischen Programmen für die Weiterentwicklung des Sektors Holz. Michael Stauder, Projektleiter bei der IDM sagt dazu: „Die

Holzbranche zählt zu den wichtigsten Stärkefeldern Südtirols. Rund 2.900 Betriebe sind hier im verarbeitenden Gewerbe tätig,

und etwa 20.000 Menschen erwirtschaften Einkünfte aus dem Wald- und Holzsektor. Insgesamt erwirtschaftet dieser Wirtschaftsbereich nach aktuellen Schätzungen einen Jahresumsatz von rund 1,4 Milliarden Euro – ein klarer Beweis für seine zentrale Bedeutung für Südtirols Wirtschaft.“

Halb Südtirol ist Wald

In Südtirol bedecken Wälder rund die Hälfte der Gesamtfläche, wobei vor allem Fichten, Lärchen, Kiefern und Tannen dominieren. Die verschiedenen Holzarten unterscheiden sich hinsichtlich Härte, Maserung und Anwendungsbereichen: Fichte ist weich und leicht zu bearbeiten, Lärche

zeichnet sich durch Wetterbeständigkeit und Langlebigkeit aus, während Zirbenholz besonders robust ist und einen charakteristischen Duft verbreitet. Frisch geschlagenes Holz muss sorgfältig getrocknet werden –Nadelholz benötigt dafür etwa ein Jahr, Hartholz kann bis zu drei Jahre zum Trocknen brauchen.

Der Holzbau in Südtirol erreicht ein hohes technisches Niveau, wird jedoch bislang nur in einem vergleichsweisen geringen Anteil von unter 10 % aller Neubauten genutzt. Landesteile wie das Ultental und das Passeiertal gelten als bedeutende Zentren der Waldwirtschaft und Holzverarbeitung mit hoher Produktqua-

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lität. Insgesamt verbindet Südtirol Tradition und Innovation im Umgang mit Holz zu einer nachhaltigen Wertschöpfungskette – von der Forstwirtschaft bis zum fertigen Produkt. Holz – vor allem nachhaltig

Besondere Aufmerksamkeit gilt

dabei der nachhaltigen Waldbewirtschaftung, die nicht nur den Erhalt der Biodiversität und des Ökosystems sicherstellt, sondern auch langfristig die Holzressourcen bewahrt. Zertifizierungen wie FSC oder PEFC garantieren eine kontrollierte Herkunft des Holzes und fördern umweltbewusstes

Handeln entlang der gesamten Lieferkette.

Gleichzeitig gewinnt die energetische Nutzung von Holz – beispielsweise in Form von Pellets oder Hackschnitzeln – zunehmend an Bedeutung als klimafreundliche Alternative zu fossilen Brennstoffen. So trägt Holz in Südtirol nicht nur

zur regionalen Wertschöpfung bei, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zur Energiewende.

Darüber hinaus spielt die Forschung an neuen Holztechnologien eine zentrale Rolle, um die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten weiter auszubauen.

Beispielsweise werden innovative Klebetechniken und Holzverbindungen entwickelt, die es erlauben, tragfähige und zugleich leichte Konstruktionen zu realisieren. Auch die Kombination von Holz mit anderen nachhaltigen Materialien wie Bambus oder recycelten Fasern eröffnet neue

Perspektiven für ökologische Bauweisen.

Gleichzeitig gewinnt die Digitalisierung in der Holzwirtschaft immer mehr an Bedeutung: Präzisionsmaschinen steigern die Effizienz in Produktion und Verarbeitung, während digitale Plattformen den Handel sowie

Bauen für die Zukunft

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den Austausch von Holzprodukten erleichtern. Auf diese Weise trägt Südtirol dazu bei, Holz als zukunftsfähigen Werkstoff innerhalb einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft zu etablieren. Holz - ein ungemein vielfältiger Werkstoff Holzwerkstoffe werden aus zer-

kleinertem Holz und Restholz hergestellt, wobei die Verbindung durch natürliche Fasern und Klebstoffe erfolgt. Sie finden breite Anwendung in Bau- und Möbelindustrie, etwa als Dämmstoff oder Möbelgrundlage. Holz ist trotz gelegentlicher Zweifel an seiner Beständigkeit besonders erdbe-

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bensicher. Südtirol ist bekannt für handwerkliche Holzschnitzereien, deren Unikate international geschätzt werden. In Südtirol leben zahlreiche Berufe vom Holz, darunter Waldbesitzer, Forstarbeiter, Tischler sowie Hersteller von Werkzeugen und Handelsbetriebe.

Die nachhaltige Nutzung und Pflege der Wälder spielen dabei eine zentrale Rolle, um die Qualität des Holzes langfristig zu sichern. Moderne Forstwirtschaft setzt auf gezielte Aufforstung, schonende Ernteverfahren und den Schutz der Biodiversität. Dadurch wird

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nicht nur der Rohstoff Holz erhalten, sondern auch ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet, da Wälder wichtige Kohlenstoffsenker sind. Innovative Technologien ermöglichen zudem eine effiziente Verarbeitung und Veredelung des Holzes, wodurch neue Einsatz-

möglichkeiten entstehen.

Rainersäge – Tradition seit 1907

Seit über einem Jahrhundert steht die Rainersäge im Ultental für Qualität, Tradition und Nähe zur Herkunft des Holzes. Seit 1907 arbeitet der Familienbetrieb daran, einheimisches Südtiroler Nadelholz sachgerecht zu verarbeiten. Dabei stehen kurze Wege, transparente Herkunft und verlässliche Leistungi im Vordergrund. Seit 1997 führt Roman

Zöschg das Sägewerk im Sinne der Gründerfamilie weiter: mit bewährtem Traditionsbewusstsein, nachhaltigem Denken und moderner Technik. Das Leistungsspektrum umfasst Bauholz und Bretter in allen Dimensionen – vom Einzelstück bis zum Großauftrag. Unsere Kunden profitieren von regionalem Rohstoff, individueller Beratung und Fertigung

nach Wunsch: Kanthölzer, Bretter, Pfosten, Dielen, Latten, Gestänge für Paletten, Schnittholz für Großverpackungen mit einer Länge bis zu 13 Metern, Lärchenprodukte für Brücken und Zäune, Lohnschnitt nach Bedarf, maßgefertigte Zaunhölzer, Verladung bis Traktor oder LKW sowie Ankauf von Rundholz und Verkauf von Sägemehl. Zusätzlich bieten wir Geo-

meter-Holzstäbe zum Vermessen an. Verlässliche Qualität beginnt bei der Herkunft: Die Rainersäge setzt ausschließlich auf heimische NadelholzVorkommen und gewährleistet damit kurze Transportwege. Damit verbinden wir traditionelle Handwerkskunst mit modernen Fertigungstechniken –für Bauherren, Tischler, Zimmerer und Privatkunden gleichermaßen.

Baumeister der Kurstadt

Carl Lun und Merans Weg in die Moderne.

Im Dezember 2025 erinnerte Meran an einen Mann, dessen Wirken bis heute im Stadtbild nachhallt: Carl Lun. Vor rund hundert Jahren, 1925, verstarb der Ingenieur, Bauunternehmer und Gemeindepolitiker, der die Entwicklung der Kurstadt in einer entscheidenden Wachstumsphase mitprägte.

1853 in Bozen geboren, studierte Lun am Polytechnikum in München und später in Wien. 1881 kam er nach Meran und gründete gemeinsam mit seinem Schwager Josef Musch das „Bureau für Architektur und Ingenieurbau Musch & Lun“. Die Stadt befand sich damals im Aufbruch. Der Kurbetrieb expandierte, neue Gästehäuser und Hotels entstanden, ganze Viertel wurden geplant.

Zu den frühen Projekten gehörte die Bebauung des sogenannten Waldergutes in Obermais, wo unter anderem das spätere Hotel Austria entstand. Von besonderer Bedeutung war der Stadt-Er-

weiterungsplan für das Gebiet zwischen Rennweg und Bahnhof aus dem Jahr 1881. Die damals entworfene Straßen- und Parzellenstruktur bildet bis heute das Rückgrat des Bahnhofsviertels. Auch das frühere Hotel Habsburgerhof, das heutige Hotel Bellevue, stehen exemplarisch für diese planerische Epoche.

Wer heute vom Bahnhof über die Freiheitsstraße Richtung Innenstadt geht, bewegt sich durch einen Stadtteil, dessen Grundlinien in jener Zeit gezogen wurden. Dazu zählt auch das ehemalige Bersaglio-Gebäude. Das frühere Schießstandgelände ist heute Heimat des Sportclub Meran sowie des Kulturvereins ost west club est ovest. Dass hier Sport und Kultur ihren Platz gefunden haben, zeigt, wie tragfähig die damaligen städtebaulichen Entscheidungen bis in die Gegenwart hinein wirken. Luns Bedeutung erschöpfte sich jedoch nicht im Hochbau. Mit dem starken Wachstum Merans

stiegen die Anforderungen an Infrastruktur. Fragen der Trinkwasserversorgung, der Regulierung von Gewässern, des Straßenbaus und der technischen Ausstattung einer modernen Kurstadt rückten in den Mittelpunkt. Lun war an zahlreichen Projekten beteiligt, die diese Grundlagen verbesserten. Auch öffentliche Bauten jener Zeit stehen im Zusammenhang mit dieser Entwicklungsphase, etwa das heutige Krankenhaus Meran oder die Synagoge Meran, die beide Ausdruck einer wachsenden und sich differenzierenden Stadtgesellschaft waren.

Ein Meilenstein war die 1897 erfolgte Mitbegründung der Etschwerke. Mit dem Kraftwerk an der Töll begann die systematische Nutzung der Wasserkraft zur Stromerzeugung für den Raum zwischen Meran und Bozen. Die Elektrifizierung der Talebene brachte einen nachhaltigen Entwicklungsschub für Handwerk, Gewerbe und Hotellerie und

stärkte die Wettbewerbsfähigkeit der Passerstadt.

Darüber hinaus engagierte sich Lun für die touristische Erschließung des Alpenraums. 1895 war er an der Gründung des „Vereins für Alpenhotels in Tirol“ beteiligt. Hotels in Sulden, Trafoi und am Karersee stehen für diese Phase, in der technische Planung und touristische Vision ineinandergriffen.

1905 erhielt Lun den Titel „Baurat“, 1923 wurde er zum Ehrenbürger von Meran ernannt. Hundert Jahre nach seinem Tod zeigt sich sein Vermächtnis weniger in spektakulären Einzelbauten als in funktionierenden Strukturen. Straßenachsen, Energieversorgung, öffentliche Einrichtungen und gewachsene Quartiere erzählen von einer Zeit, in der Meran den Schritt in die Moderne wagte und von einem Ingenieur, der diesen Prozess maßgeblich mitgestaltete.

Thomas Kobler

Baumeister Carl Lun
Das Grab von Carl Lun im Städtischen Friedhof Meran
©Foto: Familie Kinkelin
©Foto: Hansi Stingel

Im Reich des Feigenkaktus

Eine Wanderung rund um Bozen, eine gute Alternative zu den zurzeit meist eisigen Wegen in höheren Lagen, wo der wenige Schnee in der warmen Mittagsonne schmilzt, um nachts erneut zu frieren.

Wir fahren mit dem Bus nach Bozen bis zur Endstation bei der Rittner Seilbahn. Links der Talstation müssen wir die Straße in Richtung Rentsch weiter bis links an der Bergseite die Markierung 6 abzweigt.

Vorbei an der Schwarzen Katz Nun wandern wir am Traditionsgasthaus „Schwarze Katz“ vorbei, den alten, schmalen Weg aufwärts zum Hügel von St. Magdalena, bekannt für den köstlichen Wein, der an den Hängen in unmittelbarer Nähe zur Landeshauptstadt wächst. Ein Gang rund um das Kirchlein ist ein Muss, dann ein Blick durchs Fenster, da bis anfangs April alles gesperrt ist, vorbei an jener Stelle, wo am 24. Dezember 1944 eine amerikanische Fliegerbombe fiel, dann müssen wir kurz die Zufahrtsstraße hinauf zum bekannten Hotel Restaurant

Eberle. Das durch den großen Felssturz im Jänner 2021 teilweise verschüttete Gebäude wurde nach umfangreichen Sicherungsarbeiten wieder aufgebaut. Daran vorbei haben wir schon die Höhe erreicht. Und immer wieder schweift unser Blick hinüber zum Rosengarten.

Karl Ritter von Müller

Über die Talfer

Bald sind wir am Ende der Oswald-Promenade und gehen nun in dieselbe Richtung weiter, unter dem Ansitz Klebenstein mit der Sankt-Anton-Kapelle vorbei zur Brücke, die wir überqueren. Unter uns fließt die Talfer, die gerade das Sarntal verlassen hat.

Durch brüchiges Gelände, wo sich nur der Feigenkaktus und der im Herbst so wunderbar leuchtende Perückenstrauch angesiedelt haben, kommen wir zum Erinnerungsort von einem der bedeutendsten Männer Bozens. Wenn hier nicht sein Denkmal stünde, würde sich wohl niemand mehr an den großen Tourismuspionier Karl Ritter von Müller erinnern. Es geht nun durch einen Wald von Flaumeichen, Zürgelbaum und Blumeneschen immer in Richtung Sarner Schlucht. Schon sehen wir den grünen Turmspitz von St. Peter in Karnol, sowie auf der gegenüberliegenden Talseite St. Georgen, etwas versteckt rechts darunter St. Jakob im Sand und gleichsam als Wächter über Bozen und das Sarntal die Ruine Rafenstein. Auch den Gscheibten Turm, die Fagenschlucht mit dem Wasserfall und der hohen Brücke, die sich über die Schlucht spannt, können wir erblicken.

Das St.-Magdalena-Kirchlein mit seinen wertvollen Fresken

Wir nehmen die kleine Straße gegenüber, die sich nach links am Mauracherhof vorbei zieht, dann den Fagenbach entlangführt und schließlich bei der Villa Fortuna in die alte Jenesierstraße mündet. Ein paar Schritte müssen wir abwärts zur Brücke über den Fagenbach gehen. Jenseits der Brücke geht es gleich wieder hinauf bis zum Beginn des Weges nach Guntschna. Wir folgen nun der Markierung 5 und gelangen über Stahltreppen, nahe an den als Naturdenkmal ausgewiesen Wasserfall hinauf.

Wo der Wasserfall rauscht

Wir wandern weiter, zunächst der Jenesierstaße entlang aufwärts, durch eine Unterführung und dann wieder abwärts. Wir überqueren die Straße und erreichen sofort wieder unsere Promenade. Nun müssen wir

in weiten Serpentinen abwärts und kommen dabei immer wieder an Informationstafeln vorbei, die uns so manches Interessante vermitteln. Im untersten Teil berühren wir auch einige Male den alten Pflasterweg, der vom Höhendörflein Glaning nach Gries führt. Immer häufiger begegnen uns hier in dieser geschützten Lage auch mediterrane Pflanzen, die gut gedeihen. Schließlich erreichen wir direkt hinter der alten Grieser Pfarrkirche das Ende unserer Wanderung. In wenigen Schritten sind wir am Grieser Platz mit der Stiftskirche der Benediktiner, die dem hl. Augustinus geweiht ist und der Bushaltestelle. Hier hält auch unser Bus in Richtung Meran. Froh über diesen Tag fahren wir heim.

Kurzinfos zur Wanderung

Ausgangspunkt: Bozen, Talstation der Rittner Seilbahn

Ziel: Bozen, Gries

Anfahrt: Mit dem Bus Meran/Bozen bis zur Endhaltestelle

Gehzeiten: insgesamt rund 2,30 - 3 Std.

Einzig der Feigenkaktus liebt diese Wände Stachelige Schönheit
Die neue Brücke und der Wasserfall.
Und immer wieder Infotafeln.
Rastplatz auf der Guntschna-Promenade

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21. Februar – 07. März

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