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fricktal.info n 11 n 14. März 2018

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Erfolgsgeschichte in Rot In Rheinfelden fährt der grenzüberschreitende Stadtbus seit zehn Jahren Die Einführung der grenzüberschreitenden Buslinie 7312 vor zehn Jahren wurde jetzt von beiden Seiten, Rheinfelden-Schweiz und Rheinfelden-Baden, als Erfolgsgeschichte gewertet. Fast 326 000 Passagiere waren im vergangenen Jahr mit dem roten Vehikel unterwegs. HANS CHRISTOF WAGNER Am 8. März 2008 wurde die 1912 erbaute alte Rheinbrücke zwischen den beiden Rheinfelden für den Autoverkehr gesperrt. Am selben Tag nahm der grenzüberschreitende Stadtbus im Halbstundentakt den Betrieb auf. «Man glaubt es kaum, dass es schon zehn Jahre sind», sagte bei einer kleinen Feierstunde Klaus Eberhardt, Oberbürgermeister von Rheinfelden (Baden). Der Bus sei ein «Alleinstellungsmerkmal» am Hochrhein, keine weitere Kommune in der Region könne Vergleichbares aufbieten. Bad Säckingen und Stein hätten auch schon über eine Einführung nachgedacht. Dort sei die historische Holzbrücke aber ungeeignet. Die Sperrung der Rheinfelder Rheinbrücke vor zehn Jahren bezeichnete Eberhardt als einen «Segen und enormen Gewinn an Lebensqualität» für beide Städte. Stolz auf den Erfolg des roten Busses, von links: Hauptamtsleiter Hanspeter Schuler, Rheinfelden (Baden), Vanessa Hünerli, Rheinfelden (Baden), Uwe Mühl, Klaus Eberhardt und Walter Jucker  Foto: Hans Christof Wagner Ergänzung zum Postauto Rheinfeldens Stadtrat Walter Jucker würdigte die Linie als sinnvolle Ergänzung zum Postauto-Liniennetz, als Quartierbus ein Angebot vor allem für die ältere Generation, von welcher die Stadt regelmässig dankbare Rückmeldungen erhalte. Der grenzüberschreitende Bus habe seit seiner Einführung vor zehn Jahren stetig steigende Passagierzahlen eingefahren, umso mehr nach dem Fahrplanwechsel 2015/16, als die Splittung des Kurses kam und mit ihr die Erschliessung

der Quartiere Engerfeld und Kapuzinerberg. Seitdem sei er zwar nur noch im Stundentakt unterwegs, dafür hätten mehr Rheinfelder etwas davon. Vor allem aber habe der Bus seine Funktion als Bindeglied zwischen den Bahnhöfen beider Städte erfüllt, führte Jucker aus. Dort erfolgten jeweils die meisten Ein- und Ausstiege. Uwe Mühl von der Gesellschaft Südbadenbus, Betreiberin der Strecke, berichtete, dass es schon im Jahre 1995 einen

grenzüberschreitenden Bus gegeben habe, als die alte Rheinfelder Rheinbrücke noch nicht für den Autoverkehr gesperrt war. Seinerzeit seien es aber noch grosse Busse gewesen und hätten auch nur im Stundentakt verkehrt. Die Einführung der roten Kleinbusse mit Halbstundentakt sei indes erst 2008 erfolgt. 100 000 Franken lässt sich die Stadt das Angebot jährlich kosten. 150 000 Euro schiesst Rheinfelden (Baden) zu. Eberhardt: «Dieses Geld geben wir gerne

aus.» Der öffentliche Verkehr sei immer Zuschussgeschäft, keine Bus- oder Bahnlinie fahre rentabel. Die Zahl der Fahrgäste von 326 000 im Jahr 2017 verteilt sich etwa zu gleichen Teilen auf die Schweizer und die deutsche Seite. Die Zahl der Schweizer Passagiere ist indes leicht höher und das obwohl es auf deutscher Seite mehr Haltestellen gibt und die Länge der Linie auf badischem Gebiet länger ist.

Polizeimeldung Rheinfelden: Übergriffe auf Fahrradlenker (pol) Die Kantonspolizei nahm zwei Anzeigen von tätlichen Übergriffen auf Velofahrer bei Rheinfelden entgegen. Die Vorfälle ereigneten sich am Montag, 5. März, auf dem Radweg zwischen Rheinfelden und Magden. Am Montagabend um zirka 20.30 Uhr fuhr ein 50-jähriger Schweizer mit seinem Mountain-Bike auf dem Radweg von Rheinfelden Richtung Magden. In der Folge wurde er durch einen unbekannten Mann angegriffen. Dieser versuchte, ihn zum Anhalten zu bewegen und packte ihn am Gepäckträger des Velos. Der Velofahrer stürzte und zog sich leichte Blessuren zu. Er konnte sich aber umgehend wieder aufrappeln und Richtung Magden davonfahren. Aus welchem Grund der Unbekannte ihn angriff, ist noch nicht geklärt. Der Geschädigte meldete den Vorfall wenige Minuten später via Polizeinotruf. Patrouillen der Kantonspolizei und der Regionalpolizei unteres Fricktal fahndeten nach der Täterschaft, jedoch ohne Erfolg. Am nächsten Morgen nahm die Kantonspolizei Aargau eine weitere Meldung eines Velofahrers entgegen. Der 53-jähriger Schweizer fuhr ebenfalls zirka 20.30 Uhr mit seinem Velo von Rheinfelden Richtung Magden, als er von einem unbekannten Mann angesprochen und an die Schulter gefasst wurde. Der Velofahrer konnte weiterfahren, er kam nicht zu Fall. Der Unbekannte dürfte zirka 20- bis 30-jährig, 180 – 185 cm gross sein. Er war schlank und hatte braune Haare. Er dürfte eine Kapuze oder eine Wollmütze getragen haben und sprach Schweizerdeutsch. Die Kantonspolizei, Stützpunkt Rheinfelden (Tel. 061 836 37 37), hat die Ermittlungen aufgenommen und nimmt sachdienliche Hinweise zur Klärung der Straftaten entgegen.

Kurzmeldung Nachdenken über die «Schatzkiste»

Debatte über Partnervermittlung für Menschen mit Behinderung in Rheinfelden (ms) Alle Menschen möchten Freunde finden, vielleicht sogar die grosse Liebe oder auch nur einen guten Partner für die Kulturverein Stein lud zu Brunch und Konzert ein Freizeit. Dies ist auch nicht anders bei Menschen mit geistiger und Mehrfachbehinderung. Die Aargauer insieme Vereine (KIVA) planen, eine Partnervermittlung für Menschen mit Behinderung, genannt «Schatzkiste», im Aargau zu lancieren. Rund 40 Menschen mit und ohne Behinderung nahmen jetzt an einem entsprechenden Informationsabend teil, der im renovierten Saal der römisch-katholischen Kirche Rheinfelden stattfand. Am Ende der Veranstaltung sollten sich die Mitglieder von insieme Rheinfelden ein Bild machen können, ob sie diesem Projekt zustimmen und sich der Verein vorerst über drei Jahre mit je 2000 Franken beteiligen soll. Die Theologinnen Isabelle Deschler und Anita Kohler informierten die Anwesenden über die Idee. Vorbilder gebe es in Deutschland und Zürich, wo seit drei JahDie «Steppin Stompers» begeisterten die Jazz-Konzert-Besucher in Stein Foto: N. Lehmann ren eine Schatzkiste läuft. Zudem werde in Kürze in der Institution «Schürmatt», Region Suhrental, ebenfalls eine solche Nachfolge finden wird. Bereits am 29. vereins für die Kleinen auf dem Pro- Der Vorverkauf läuft bereits unter  April steht der nächste Anlass des Kultur- gramm. «Kasper im verhexten Garten».  www.kulturstein.ch eröffnet. Anschliessend wurde in Gruppen über viele Aspekte einer solchen Partnervermittlung diskutiert. Neben positiven Voten und Ideen wie gute Basis für Freundschaften, Chance für Menschen mit Handicap, nicht mehr allein sein zu müssen, bedürfnisorientiert, sich in geWaldshut-Tiengen, schütztem Rahmen kennen lernen, Selbstbestimmung, blieben jedoch auch Laufenburg, Lörrach, Gedanken zu Standort, Nachhaltigkeit, Bad Säckingen, Rheinfelden Machbarkeit des Transports, Art der Begleitung, Betreuung und Bewusstsein Albbruck über mögliche Folgen jeder Art im Raum An der deutsch-schweizerischen Grenze sind die stehen. Nicht zuletzt wurden auch die Casinos „Number One” ein Synonym für moderne Unterhaltung. Kosten einer KIVA-eigenen Lösung angesprochen und auf den möglichen EinbeAusser einer Top-Einrichtung finden Sie bei uns zug von vorhandenen Ressourcen in Züimmer die aktuellsten Geld-Spielgeräte. rich und bei der Schürmatt hingewiesen. Nur das Beste ist uns für unsere Gäste gut genug! Die Mitglieder von insieme Rheinfelden werden mit all diesem Wissen, den FraWir wünschen Ihnen viel Spass und einen Als „Besonders vorbildliche gen und Teilkenntnissen des Gesamtkonschönen Aufenthalt in unseren Casinos! Spielstätte“ mit dem zepts an der GV vom 6. April darüber „GOLDEN JACK“ prämiert. www.hochrheincasino.de abstimmen.

Mitreissende Melodien (nl) Vergangenen Sonntag lud der Kulturverein Stein im Fricktal zu einem Brunch mit anschliessendem Konzert ein. Ein fast voller Saal lauschte den Rhythmen der «Steppin Stompers»-Jazz- und Dixieland-Band aus Liestal. Sie verstand es, das Publikum zu begeistern und mitzureis­sen mit einem Repertoire, das keine Wünsche offen liess. Von «My Dixie Darling» über «New York Town Blues» bis «Sloop John B» boten die Musiker eine abwechslungsreiche Auswahl an «jazzigen Melodien». Dass es den Besuchern gefallen hat, zeigten die Zugaben, die die Band spielen durfte, und der tolle Applaus, den sie erntete. Es war einfach super. Auch das Buffet mit den verschiedensten Köstlichkeiten war ein kulinarischer Schmaus vor dem musikalischen Leckerbissen. Ein gelungener Sonntagmorgen, der sicher

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