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März 2018 - 65.Jahrg. Nr.1 - vierteljährlich - P206948

R LPH Zeitschrift der Belgischen Evangelischen Mission

GUY CAUWELS UND THE UPPER ROOM

S.7

Bäume des Lebens S.2 Neues Leben durch Jesus S.4-5

Edith und Ralph S.6


Leitartikel

Bäume des Lebens Unsere Geschichte hier auf Erden ist bei einem Baum begonnen, dem Baum des Lebens. Wir begegnen ihm am Anfang der Bibel (1. Mose 2, 9) in Mitten des Gartens Eden. Durch den Ungehorsam von Adam und Eva wird er unerreichbar (1. Mose 3:22-24). Dann finden wir ihn wieder im letzten Kapitel der Heiligen Schrift (Offb. 22). Dort lesen wir, dass er in der Mitte der Stadt Gottes steht, für alle zugänglich, die an Jesus Christus geglaubt haben. Während der Periode zwischen diesen beiden Ereignissen bleibt Gott die Quelle des Lebens, und Sein Plan für die Menschheit hat sich nicht verändert. In Seinem Wort ruft Er uns auf, das Leben zu wählen (5. Mose 30,19-20). Jesus, der menschgewordene Gottessohn sagt uns, dass jeder, der an Ihn glaubt das ewige Leben hat (Joh. 6,40), dass Er gekommen ist, um uns Leben im Überfluss (Joh. 10,10) zu geben, und dass Er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist (Joh. 14,6). Ja, Gott macht alles lebendig (1 Tim. 6,13). Im Zeitraum zwischen diesen beiden Ereignissen gibt es auch noch einen anderen Baum, einen Baum, der gefällt und zu einem Kreuz verarbeitet wurde. An diesem Kreuz opferte Jesus sein Leben, um uns Vergebung und ewiges Leben zu schenken, und unsere Beziehung zu Gott wiederherzustellen. Am Kreuz hat Jesus den Lauf unseres Lebens verändert. Allen, die sich Ihm vollkommen hingeben, werden zu einer festen

RALPh zeitschrift

Luc Salsac

Hoffnung wiedergeboren. Jesus nennt sie Seine Brüder und Schwestern und lädt sie ein zu einem neuen und von Liebe geleiteten (Eph. 5,2) Leben, einem Leben für andere, bereit Ihm zu dienen und Ihn zu bezeugen. Ostern ist die Zeit, in der wir daran zurückdenken, wie sehr Gott uns geliebt hat, als er den Preis für unsere Sünden bezahlt hat. In Christus sind wir auferstanden zu einem Leben tiefer Veränderung und Erneuerung, bis wir schließlich unbegrenzt vom Baum des Lebens essen dürfen. Die Auferstehung Jesu darf nicht nur als ein geschichtliches Ereignis gesehen werden, sondern als eine tägliche Realität. Er hat alles neu gemacht und will uns noch weiter verändern, indem Sein Leben stets mehr in unserem Leben sichtbar wird. Lassen wir uns von diesem Leben füllen und es weitergeben dort, wo wir sind. In den letzten Monaten hat die Belgische Evangelische Mission über eine neue Vision nachgedacht, um diese Botschaft des Lebens in unserer heutigen Welt wirkungsvoll weitergeben zu können. Auch wenn die BEM bereits beinahe 100 Jahre alt wird, wollen wir uns nicht nur an „die gute alte Zeit“ erinnern, sondern auch vorwärtsgehen, unsere bisherige Routine und Komfortzone verlassen, um so der Botschaft des Lebens wirklich gerecht zu werden. Herzlichen Dank für Ihre Gebete und Unterstützung!

verweist auf Ralph Norton. 1919 gründeten Ralph und seine

Frau Edith die Belgische Evangelische Mission. Ziel der BEM ist es, der belgischen Bevölkerung das Evangelium zu

K OLO P HON

bringen. Dieses Magazin hält Sie auf dem Laufenden über unsere Mitarbeiter und alles, was wir tun.

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Verantwortlicher Herausgeber Kurt Maeyens Mitarbeiter Eunice Parodi - Ciara Goossens Kathy Oost - Jan Willem Vink Übersetzung Sabine Valenta - Eunice Parodi

Kontakt Lambermontlaan 158 1030 Brüssel Tel: +32(0)2/241.30.15. E-mail: information@b-e-m.org Webseite: www.b-e-m.org Facebook: Belgian Evangelical Mission Postamt: 3000 Leuven 1 Erkennung: P206948 Firmennummer: 0410.278.623


Kurznachrichten

Weihnachten in der BEM

Neue Mitarbeiter

Eupen - Ende des Jahres organisierten viele BEM Gemeinden Weihnachtseinsätze, so auch die Gemeinde in Eupen. Wie jedes Jahr standen die Geschwister mit einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt der Stadt. Vom 15. bis zum 17. Dezember konnten sie mehr als 2000 christliche Kalender an Passanten verteilen. Pastor Andreas Seidlitz erzählt: „Viele Menschen sagten uns, dass sie sich jedes Jahr wieder auf unsere Kalender freuen, und dass die Bibeltexte sie ansprechen. Wir beten darum, dass Gott dieses Mittel gebraucht, um Herzen anzurühren.“

Unsere dringende Suche nach Verwaltungspersonal war erfolgreich. Rianne Botes kommt aus den Niederlanden und ist unsere neue Sekretärin. Ihr Mann Stephen, ein Südafrikaner, ist als neuer technischer Mitarbeiter verantwortlich für die Instandhaltung der BEM. „Wir waren beide auf der Suche nach Arbeit, und die BEM brauchte Mitarbeiter. So haben wir uns gegenseitig geholfen. Ich sehe darin deutlich Gottes Hand“, so Rianne. Außerdem haben wir einen neuen Teilzeit Buchhalter gefunden. Geert Luchtenberg wird zwei Tage pro Woche ins Büro kommen. Wir suchen jedoch weiterhin nach einem Vollzeit Buchhalter (M/F).

Binche - Singen an Weihnachten ist zur Tradition geworden in der Gemeinde Binche. Im Dezember feierte der Gemeindechor die Geburt unseres Herrn in drei Altersheimen mit Liedern und Zeugnissen. Die Musik hat nicht nur die Zuhörer verzaubert, sondern durch den Einsatz für andere wurden auch die Beziehungen der kleinen Gemeinde untereinander gestärkt.

Neue Vision der BEM

#pray4belgium

Im vergangenen Jahr hat das Strategieteam der BEM eine neue Vision für unsere Mission entwickelt. Im Oktober wurde den BEM Mitarbeitern der erste Entwurf vorgestellt. Bei unserer Mitgliederversammlung im April soll dann definitiv über die neue Vision abgestimmt werden. Mehr darüber erfahren Sie in der nächsten Ausgabe von RALPH.

In unserer letzten Ausgabe stellten wir Ihnen das kleine Buch ‚#Pray4Belgium‘ vor, das zehn Geschichten von ehemaligen und heutigen BEM Missionaren beschreibt. Sobald die französischen, deutschen und englischen Fassungen vorliegen, werden wir Sie darüber informieren. Möchten Sie ein Exemplar auf Niederländisch erhalten? Gehen Sie dafür zu https://www.b-e-m.org/nl/pray4belgium-nl/, um sich zu anmelden.

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WER AN MICH GLAUBT, AUS DESSEN LEIBE WERDEN STRÖME LEBENDIGEN WASSERS FLIEßEN In unserer christlichen Welt hören wir manchmal unglaubliche, beinahe übernatürliche Zeugnisse, die uns zum Staunen bringen. dann sind da aber auch noch jene Erfahrungen, die wahrscheinlich nie eine Titelseite erreichen, uns aber trotzdem berühren, weil sie unser eigenes Leben widerspiegeln. Sie machen unser Bild von Gott vielleicht gerade noch vollständiger, weil es um leute geht, denen wir Täglich begegnen: unsere Nachbarn, Kollegen oder den Freund unseres Sohnes.

Bruno

Danke für Deine Gnade, bitte gebrauche mich

Für Bruno fing alles mit dem Besuch einer Freundin an, die eine Operation hinter sich hatte. Gemeinsam mit seiner Frau traf er dort Eric und Anne, die gekommen waren, um Gott für den guten Verlauf der Operation zu danken. Gebet war für Bruno nicht unbekannt. Er wurde katholisch erzogen, ging jeden Sonntag in die Kirche, lernte den Katechismus, war bei den Pfadfindern und sang sogar im Kirchenchor. In seiner Jugendzeit wurden ihm jedoch andere Dinge wichtiger als Religion. Dennoch hat ihn die Überzeugung, dass es Gott gibt nie losgelassen. Im Übrigen bat er Gott vor acht Jahren, als sein Leben nur noch ein Scherbenhaufen war, mehrere Male um ein Zeichen und Seine Hilfe. Doch bei jenem Besuch war es das Gebet, das ihn anrührte: Es klang so richtig, strahlte menschliche Wärme aus, wie eine durch Erwachsene ausgesprochene Wahrheit. Beim Weihnachtsgottesdienst mit gemeinsamem Essen eine Woche später kommen Bruno und seine Familie dann zum ersten Mal in die BEM Gemeinde L’Autre Rive in Gembloux. Es ist der erste von vielen Gottesdiensten, bis Bruno deutlich wird, dass Gott ihn wie ein Vater liebt. Diese Erkenntnis trifft ihn so, dass er Gott in sein Leben einlädt. Im Oktober 2017 lässt er sich taufen. Seit Bruno Jesus kennengelernt hat, folgt er Ihm nach. Ungeduld, Unzufriedenheit und Angst vor der Zukunft machen RALPH | 4

An Ostern denken wir wieder daran, dass in Jesus Christus alle Dinge neu werden. Deshalb lohnt es sich die folgenden Geschichten zu lesen. Bruno wohnt in Wallonien, David in Flandern. Beide trennen mehr als 30 Jahre. Doch haben sie etwas gemeinsam: sie haben Jesus durch die BEM kennengelernt. Der Eine in der BEM Gemeinde „L’Autre Rive“ und der Andere während der SportQuest – Freizeit für Jugendliche. Heute folgen sie Ihrem Herrn, indem sie stets mehr in Sein Bild verwandelt werden von Herrlichkeit zu Herrlichkeit.

nach und nach Platz für Vertrauen. Er verschlingt das Wort Gottes geradezu und entdeckt z.B. die Geschichte von der wunderbaren Versorgung mit Manna in der Wüste oder den Aufruf Gottes Ihm im Hinblick auf die Zukunft zu vertrauen – ein völlig neues Konzept für unseren Freund. Wenn er keine


Zeit zum Lesen hat, spricht er mit seinem Herrn. Er dankt Ihm für seine Gegenwart und bittet Ihn um seine Leitung – auch das ist etwas ganz Neues für Bruno! Wenn er jedoch seine Vergangenheit unter die Lupe nimmt, kann er nicht anders als bestätigen, dass Gott immer an seiner Seite war, und dass sie heute Hand in Hand vorangehen. Bruno ist nicht allein: Er gehört zu einer Gemeinde, nimmt an den Bibelstunden teil, egal wie groß die Gruppe ist. Er entdeckt den Lobpreis und die Kraft und Bedeutung der Lobpreislieder und denkt über die Fragen der Gruppenleiter nach. Wenn sie an den runden Tischen zusammensitzen, fühlt er sich wie in einer Familie. Er hat das tiefe Verlangen der Gemeinde nach Integration

in der Gesellschaft bemerkt und fängt langsam an, sich mit seinen Gaben einzubringen. Aufgrund seiner Erfahrung bei den Pfandfindern schließt er sich dem Kinderclubteam an, wo Kinder aus verschiedensten Hintergründen jeden Monat durch die Evangelisationsprogramme der BEM von Jesus hören. Er gehört auch zu einer Gruppe, die einmal im Monat ein Altersheim besucht in der Hoffnung, die Einsamkeit der Bewohner zu durchbrechen. Manchmal nimmt er dann seine Tochter mit, ein echter Sonnenstrahl im grauen Alltag älterer Leute. Und wer weiß, vielleicht wird er ihnen bald ein Stück mit dem Saxofon vorspielen? Interview/Text: Eunice Parodi

David

Mein Leben ist mit Dir schöner geworden

Meine Eltern haben mich katholisch erzogen. Wir gingen aber nicht oft in die Kirche, nur an Weihnachten, wenn wir bei Oma und Opa waren. Beim Thema Glauben kam mir immer die strenge, unfreundliche Nonne in den Sinn, die ich bei meiner Firmung gesehen hatte. Als ich älter wurde, fing ich an mich über den Glauben lustig zu machen. Intelligente Leute glaubten meiner Meinung nach nicht an Gott. Während meiner Schulzeit hatte ich dann eine schwierige Periode. Meine Eltern machten sich deshalb große Sorgen. Meine Familie ist nämlich sehr leistungsorientiert. In der neunten Klasse lernte ich Florian kennen. Er wurde mein bester Freund. Er war gläubig und lud mich zu Sportquest ein. Ich beschloss, dorthin zu gehen und erlebte ein tolle Woche. Der Glaube interessierte mich allerdings gar nicht. Ich dachte: „Wie kann es einen Gott geben, wenn ich schlechte Noten schreibe?“

Das darauf folgende Jahr war nicht leicht für mich. In der Schule wurde ich gehänselt, und meine Eltern hatten eine Ehekrise. Nach jenem Jahr lud Florian mich wieder zu Sportquest ein. Einer der Begleiter, Oliver, fiel mir besonders auf. Ich hatte immer gedacht, dass Christen bierernste Leute waren. Aber mit ihm hatte ich wirklich Spaß. Ich lernte auch Kurt Maeyens kennen. Von den Leuten bei Sportquest fühlte ich mich akzeptiert, wie ich war. Was mich ansprach, war der gegenseitige Respekt und die Liebe für Fremde. Das hat mich nach einem Jahr, in dem ich mich sowohl in der Schule als auch zuhause einsam gefühlt hatte, überwältigt. Ich kam ins Gespräch mit Oliver und Kurt und fragte sie, was sie bewegte. Sie erzählten von Jesus, und das hat mich angesprochen. Für Flamen waren sie sehr offen. Oliver sagte: „Ich könnte dir tausende Dinge über Jesus erzählen, aber du musst Ihm in erster Linie selbst die Möglichkeit geben Ihn kennenzulernen.“ Wieder zuhause beschloss ich, genau das zu tun. Ich hatte eigentlich keine Ahnung, wie man betet. Aber ich faltete einfach meine Hände und sagte so etwas ähnliches wie: Gott, wenn es Dich gibt, würde ich das gerne spüren und wissen, ob Du mich lieb hast. Am nächsten Tag bin ich mit den Jugendlichen der Gemeinde spazieren gegangen. Ich sagte: ‚Ich glaube, ich würde gern mehr vom Glauben wissen, und sie luden mich zum Gottesdienst ein. Der war ganz anders als in der katholische Kirche, viel moderner. Das hat mich angesprochen. Ich fing an in der Bibel zu lesen und hatte das Gefühl, mich zu verändern. Mein Leben wurde besser. Ich spürte, dass Gott da war und in meinem Leben wirkte. „Als ich achtzehn wurde, durfte ich mich taufen lassen“, fährt David fort. „Meine Mutter hat sogar ein tolles Fest organisiert mit meinen gläubigen Freunden. Kurz danach habe ich dann auch Femke kennengelernt, mit der ich heute verheiratet bin“. Interview: Kathy Vink-Oost / Text: Jan-Willem Vink

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KOLUMNE EDith Fokkeline Maeyens Eines Morgens unter der Woche sitze ich mit einer Tasse Kaffee auf der Terrasse in der Sonne. Ich versuche mich am Anfang dieses stressigen Tags kurz zu entspannen und meinen Kaffee zu genießen. Dabei denke ich über meine Aufgaben, meine Zeit und das Leben nach. Auf einmal kommt mir Ralph in den Sinn, seine Art zu leben und seine Mission. Ralph ist wirklich etwas besonders. Er ist für mich ein großes Vorbild und eine Quelle der Inspiration für mein geistliches Leben. Ich kann soviel von ihm lernen! Direkt vor mir beobachte ich, wie zielgerichtet Ralph vorgeht. Voller Hingabe arbeitet er beständig weiter, sein Ziel stets vor Augen, ohne aufzugeben. Er verbringt viel Zeit in den Laufgräben. Was er dort wohl macht? Wie geht er die Sache dort an? Womit wird er konfrontiert? Das Leben dort drin muss doch sehr dunkel sein? Aber er kann im Dunkeln sehen und behält auch dort sein Ziel vor Augen, selbst wenn es ihn große Anstrengung kostet. Er macht seine Arbeit beharrlich, eifrig und voller Begeisterung. Hätte ich doch auch soviel Energie. Und wenn er sich ausruht, sieht es aus als ob er von Gottes wunderbarer Welt außerhalb seines Terrains träumt, dort wo es so fruchtbar ist. Man kann sich richtig vorstellen, wie er sich nach der Ranke am Weinstock sehnt, als ob sein ganzes Denken und Leben davon in Beschlag genommen ist. Er selbst lebt in einem dürren, trockenen Gebiet. Aber dadurch lässt er sich nicht entmutigen, nein… Das spornt ihn geradezu an, irgendwann diese Frucht erreichen zu können. Dabei vergisst er jedoch nicht für sich selbst zu sorgen. Er isst genug und trinkt viel Wasser. Das gibt ihm die Kraft, seine Aufgabe so gut wie möglich auszuführen. Ein wunderbares Gleichgewicht zwischen der Sorge für sich selbst und seiner Berufung. Man könnte meinen, dass er versteht wie wichtig es ist sein Inneres zu stärken, um das Leben mit voller Kraft meistern zu können. Etwas anderes als Nahrung und Wasser braucht er auch nicht. Das ist alles, was er nötig hat. Ja, Ralph ist wirklich etwas ganz besonderes… Unser Kaninchen!

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Wenn ich einen Tag lang einer der Apostel sein könnte, würde ich mich auf jeden Fall für Petrus entscheiden.


interview Guy Cauwels (58) ist Leiter des neuen Gebetsdienstes der BEM ‚the Upper room‘, der sich im Dachgeschoss des BEM-Büros befindet. Dort ist Raum für Zeit mit Gott und Gebet für die BEM, sowie unser Land. Nicht nur der Gebetsdienst ist neu, auch Guy selbst ist ein neuer Kollege. Darum ergreift RALPH die Gelegenheit, ihn kurz vorzustellen. Worüber kannst du lachen? Ich mag den Humor des belgischen Komikers Urbanus. Seine Witze sind oft völlig absurd mit einer kleinen Spitze. Ich bin mit seinen Shows aufgewachsen, und als Freizeitleiter habe ich ihn grundsätzlich imitiert (grinst). Wer ist dein Lieblingsprediger? Ich habe großen Respekt vor Wilfried Goossens. Von ihm habe ich das Predigen gelernt. Außerhalb von Belgien denke ich an Craig Groeschel. Aber auch Francis Chan finde ich sehr gut. Er ist sehr direkt und bringt knallharte Thesen, die er dann erklärt. Sehr interessant! Was würdest du in der Welt verändern, wenn du könntest? Eigentlich brauche ich nichts zu verändern. Das einzige, was man verändern könnte, sind die Menschen. Und das geht nur, indem man ihnen das Evangelium weitergibt. Aber die Welt wird immer die Welt bleiben, und Sünde wird es immer geben. Würdest du etwas anders machen, wenn du wüsstest, dass Jesus nächstes Jahr zurückkommt? Ich würde sofort meinen Job an den Nagel hängen und von meinem Gesparten leben, bis es aufgebraucht ist und meine gesamte Zeit dem Evangelisieren widmen. An mir selbst würde ich nichts ändern. Wenn wir einmal vor Gottes Thron stehen, macht es doch alles nichts mehr aus. Er kennt unsere Schwächen, aber Er ist auch gnädig.

was ist the

Wenn du einen Tag lang einer der Apostel sein dürftest, welchen würdest du dir aussuchen? Auf jeden Fall Petrus. Ich schwanke allerdings zwischen zwei Erlebnissen hin und her. Als er aus dem Boot stieg und auf dem Wasser ging oder der Verherrlichung auf dem Berg. Auf dem Wasser gehen scheint mir aber doch die größere Herausforderung zu sein. Also würde ich mich dafür entscheiden. Welchen Titel bekäme deine Biographie, wenn du sie einmal schreiben solltest? Ein Buch schreiben? Das ist nichts für mich. Aber vielleicht kann ich es ja schreiben lassen (lacht), mit dem Titel ‚Der Sünder, der gefunden wurde‘. Gott hat mich vor 36 Jahren gefunden. Seitdem habe ich mein altes Leben hinter mir gelassen. Wie würde der Titel mit einer Alliteration lauten? ‚Guy, gesucht und gefunden’ oder ‚Der babbelnde Beter‘. Aber das klingt eher wie ein Comic von Willy Vandersteen. Durch welches Erlebnis bist du in letzter Zeit gewachsen? Seit etwas mehr als einem Jahr haben wir in unserer Gemeinde in Aalst Älteste, von denen ich einer bin. Inzwischen sind wir ein gutes Team. Aber es hat eine Weile gedauert, bis wir uns zusammengerauft hatten. Jeder hat so seine Vorstellungen. Mit viel Geduld sind wir schließlich zu einem Konsens gekommen. Letztendlich hat uns das alle stärker gemacht.

UPPER ROOM ?

Vor 35 Jahren hörte Guy während einer Konferenz Jesaja 58, 11-12: … „Und du wirst genannt werden: Vermaurer von Breschen, Wiederhersteller von Straβen zum Wohnen…“ Diesen Vers bekam er in den letzten Jahren noch einige Male. Nach viel Gebet wurde ihm Gottes Berufung zum Aufbau eines Gebetsdienstes deutlich. Die BEM konnte sich das gut vorstellen und bot ihm im Juni 2017 die Möglichkeit dazu an. Ein ‚Upperroomtag‘ beginnt mit einer Tasse Kaffee, gefolgt von Lobpreis und Dank. Es werden erst ein paar Lieder gesungen. Dann beten wir für die Gebetsanliegen der BEM. Momentan besteht ‚The Upper Room‘ aus einer Gruppe von drei BEM-Mitarbeitern, die sich dort regelmäßig treffen. Ziel ist es aber, die ganze Mission miteinzubeziehen. Gebet ist schließlich der Weg, Gottes Kraft sehen zu lassen. Interview: Ciara Goossens RALPH | 7


celebrate BEM KONFERENZ 2018

Das 100-jährige Jubiläum der BEM rückt immer näher. Deshalb lautete das Thema unserer Konferenz dann auch CELEBRATE. Auf dem Programm standen Vorträge, Gebet, ein Lobpreis- und Zeugnisabend, aber auch ein Tischtennisturnier, Bastelangebote und Spiele. Außerdem gab es reichlich Gelegenheit sich zu unterhalten... auf Französisch, Niederländisch, Deutsch, Englisch oder mit den Händen!

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2018 03 RALPH DE  

Zeitschrift der Belgischen Evangelischen Mission - März 2018

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