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Infomagazin der AK Salzburg f체r Betriebsratsmitglieder & SVP | Nr. 1 / M채rz 2012

www.ak-salzburg.at

Aus dem Gleichgewicht Soziale Schieflage bleibt!

Kurt Hofer Betriebsrat ist das 1/2 Leben


interview

INHALT Das Interview

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Stimmungstief bei Arbeitnehmern

Kinderbetreuung

Krise drückt auf die Stimmung

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Licht und Schatten

AKdabei

4,5

Nightrace und mehr

Titelstory

6,7

Die Schieflage bleibt

Kurt Hofer

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AK-Präsident Siegfried Pichler

Ein Leben als Betriebsrat

Sicher und Gesund Frauenmonitor

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Taten brauchen Daten

Bildung

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Ihre Zukunftschancen

Spekulanten

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Unverschämtes Preistreiben

ÖGB-Info

12,13

Kampagne „Sozialstaat fair-bessern"

AKdabei – Teil 2

14,15

Impressum

mAKazin: : Seit 2004 erhebt die Arbeiterkammer Salzburg die Stimmung unter den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. So schlecht wie jetzt war der allgemeine Arbeitsklima-Index in Salzburg seit Erhebungsbeginn noch nie. Pichler: Ja, das Wohlbefinden der Salzburger ist 2011 in den Keller gerasselt. mAKazin: Was belastet die Menschen? Pichler: Vor allem das Thema Einkommen. Unsere brandaktuelle Analyse zeigt: Die Einkommen sind gestiegen, doch nur auf dem Papier. Denn die hohe Steuerbelastung und die Teuerung, speziell bei den Lebenshaltungskosten, haben das Einkommensplus nicht nur komplett aufgefressen, sondern ein reales Minus von 1,4 Prozent

in den Geldbörsen der Salzburgerinnen und Salzburger hinterlassen. Die Salzburger Einkommen liegen damit auf dem achten Platz im BundesländerRanking! mAKazin: Wo drückt der Schuh noch? Pichler: Die Rolle als Arbeitnehmer in der Gesellschaft und steigender Zeitdruck machen den Menschen zunehmend Sorgen. Das wird sich kaum ändern, solange die Arbeitnehmer das Gefühl haben, immer und überall draufzuzahlen. mAKazin: Wie kann man den Spieß umdrehen? Pichler: Die Politik muss endlich mehr Wertschätzung und Gerechtigkeit gegenüber den Beschäftigten zeigen. Derzeit wird am falschen Eck gespart, die Arbeitnehmer werden über Gebühr belastet, aber Verursacher und Profiteure der jüngsten Krise bleiben so gut wie ungeschoren!

Günstig ins Festspielhaus

Herausgeber, Medieninhaber und Verleger:

Kammer für Arbeiter und Angestellte für Salzburg, Markus-Sittikus-Straße 10, 5020 Salzburg. Für den Inhalt verantwortlich: Roman Hinterseer; Redaktion: Roman Hinterseer, Stephan Gabler (CVD), Mag.a Michaela Weiß; Cornelia Beens; Mag. Dominik Senghaas, Christian Rumplmayr, Christoph Schulz (ÖGB); Layout: Ursula Brandecker; Fotos: Fotolia, AK Salzburg; ÖGB; Homepage: www.ak-salzburg.at; E-Mail: mAKazin@ak-salzburg.at; Druck: Geschützte Werkstätten - Integrative Betriebe Salzburg GmbH; P.b.b. „AK Report“

Lehrlingen und Schülern klassische Musik näher bringen – und das zu einem günstigen Preis. Miterleben, wie unter der Leitung berühmter Dirigenten eine Interpretation entsteht, einen Blick hinter die Kulissen werfen oder einfach dem Orchester über die Schulter schauen. Die Salzburger Kulturvereinigung bietet die Möglichkeit zum Besuch von öffentlichen Generalproben – um nur sieben Euro! Do, 26. April 2012, 9.30-12.30 Uhr Mozart Sinfonia concertante und Beethoven Eroica

Fr, 27. April 2012, 9.30-12.30 Uhr Beethoven Tripelkonzert und Eroica

Nr. 1/2012; Z-Nr. 02Z031838M; Verlagspostamt

Beide Termine im großen Festspielhaus, jeweils interpretiert von: Staatskapelle Weimar, Stefan

5020 Salzburg

Solyom (Dirigent), Familie Weinmeister (Solisten). Mehr Infos unter www.kulturvereinigung.com

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recht

Mehr Geld für Kinderbetreuung! Die AK-Kinderbetreuungsstudie 2011/12 zeigt einen positiven Trend und echte Bemühungen – aber viele Defizite erschweren nach wie vor die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Salzburg. „Das Ergebnis dieser Studie bekräftigt einmal mehr die Forderungen der AK, unter anderem mehr Geld für die Kinderbetreuung in die Hand zu nehmen, um Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie flächendeckend zu ermöglichen beziehungweise zu erleichtern“, sagt AK-Präsident Siegfried Pichler. Auch AKFrauenreferentin Stephanie Posch betont: „Es hat sich in den vergangenen zehn Jahren viel getan, aber es müsste gerade für die Frauen viel schneller gehen. Denn auf sie lauert allein bei den Pensionen die Armutsfalle. Gute Pensionen aber brauchen möglichst wenig Arbeitsunterbrechungen, also ein effizientes Angebot an institutioneller Kinderbetreuung." Unbefriedigend ist in Salzburg vor allem die Betreuung der unter Dreijährigen und Schulkinder. Das KrabbelstubenAngebot beträgt lediglich 18 Prozent

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AK-Studie

und nimmt Richtung Süden signifikant ab bis hin zu null im Lungau. Noch augenfälliger sind Unterversorgung mit institutioneller Betreuung und Nord-SüdGefälle bei den Schulkindern: Mit 12,5 Prozent bilden die Schulkindgruppen das Schlusslicht im Angebot, wobei im Lungau gar keine gefunden wurden. Download der Studie: www.ak-salzburg. at (Frauen & Familie).

Die AK Salzburg hat das Kinderbetreuungsangebot stichprobenartig im Bundesland erhoben und 456 Betreuungseinrichtungen in den 119 Gemeinden auch mit dem neuen Vereinbarkeitsindikator für Familie und Beruf (VIF) bewertet, siehe Grafik.

Sie fragen – wir antworten Rechtsinfo für den Betriebsrat

Mag. Heimo Typplt (Leiter AK-Arbeitsrecht)

Frage: Grippewelle, Krankheiten, die in Kindergarten und Schule herumgehen – welche Möglichkeiten haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei so einem häuslichen „Pflegenotstand“? Muss man Urlaub nehmen, wenn man alleinerziehend ist oder beide Eltern arbeiten und niemand zur Verfügung steht, um das kranke Kind zu betreuen?

Mag. Heimo Typplt Leiter AK-Arbeitsrecht arbeitsrecht@ak-salzburg.at

Wenn ein naher Angehöriger im gemeinsamen Haushalt krank ist und Pflege braucht, gibt es die Möglichkeit einer Pflegefreistellung im Ausmaß von bis zu einer Arbeitswoche im Arbeitsjahr. Bei einer neuerlichen Erkrankung eines Kindes bis zum 12. Lebensjahr gibt es eine weitere Freistellungswoche. Dem Arbeitgeber ist die Freistellung unverzüglich zu melden, dieser kann ein ärztliches Attest verlangen. Dem Arbeitnehmer darf aus der Pflegefreistellung kein finanzieller Nachteil entstehen. Der Anspruch auf Freistellung besteht ab dem ersten Arbeitstag.

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leute

dabei Nightrace

Die 38. Betriebsmeisterschaft im Skifahren fand erstmals als Nightrace statt – und war ein voller Erfolg: Rund 60 Läuferinnen und Läufer ließen sich das Event des AK- und WK-Betriebssports in Hinterglemm nicht entgehen. Bartl Gensbichler, Präsident des Salzburger Skiverbands, moderierte das Rennen: „Ich wünsche mir, dass noch mehr Firmen das Angebot nutzen und bei den Betriebsskimeisterschaften starten.“ Bei den Profi-Herren holte sich das Team der Firma Atomic den Sieg. In der Hobbyklasse erklommen die Streiter von Jäger-Metallbau das Treppchen. Die Frauen vom Tourismusverband Saalbach-Hinterglemm holten sich den Pokal in der Damenwertung. Das Team des AMS Zell am See siegte in der gemischten Klasse.

Ehren-Nadel

Jugend vor

Mehr als zehn Jahre Ausbildner: Dafür wurde Andreas Spängler (SALK) als erster Salzburger mit der VÖGB-Nadel (Verband Österreichischer Gewerkschaftlicher Bildung) geehrt. Johann Auer, Heidi Hirschbichler und ÖGB-Bildungssekretärin Claudia Schürz gratulierten.

Am 18. Februar wechselte der Jugendvorsitz bei der GPA-djp Salzburg: Jürgen Fischer (26) folgt mit einem Ergebnis von 98 % Zustimmung Michaela Gruber nach. Motto: „Nein zur sozialen Ungerechtigkeit – Ja zur Solidarität!“

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leute

Betriebsrats-Urgestein Wer sich 30 Jahre lang als Betriebsrat für seine Kolleginnen und Kollegen einsetzt, der weiß, wo sie der Schuh drückt und wie man hilft: Matthias Huber hat das in der Käserei Woerle mit viel Wissen, Hausverstand und Herz über so viele Jahre gezeigt. Nun ist er, der zuletzt auch Vizebürgermeister in Neumarkt war, im verdienten Ruhestand.

100 Prozent Danninger Bei den BR-Wahlen im Zementwerk Leube wurde Othmar Danninger mit 100 Prozent Zustimmung eindrucksvoll als Betriebsratsvorsitzender bestätigt. Die Wahlbeteiligung lag bei 92 Prozent. Der wiedergewählte BRV, auch stellvertretender Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz: „Die hohe Zustimmung zeigt, dass der eingeschlagene Weg sowohl im Betrieb als auch durch die Gewerkschaft Bau-Holz auf Landes- und Bundesebene fortgesetzt werden soll!“

geschulte gewerkschafter

21 Teilnehmerinnen und Teilnehmer schlossen den 59. Lehrgang der Salzburger Gewerkschaftsschule ab. In der Gewerkschaftsschule wird das Rüstzeug für die praktische Gewerkschaftsarbeit in den Betrieben vermittelt. Zu den Schwerpunkten gehören neben Arbeitsrecht, Sozialrecht und Betriebswirtschaft auch Rhetorik, Konfliktmanagement und Kommunikationstraining.

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titelstory

Ein ausgewogenes Sparpaket?

Die Schieflage bleibt! Die Chance, endlich mehr Gerechtigkeit für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer herzustellen, wurde verabsäumt, und das schlägt den Menschen aufs Gemüt. Die Katze, oder besser gesagt das Sparpaket, ist aus dem Sack. Rund 26,5 Mrd. Euro Gesamtvolumen umfasst das Paket bis 2016, für 7,5 Milliarden davon sollen steuerliche Maßnahmen sorgen – auf der Sparseite stehen deutliche Einschnitte für Pensionisten und Ruheständler in spe sowie Beamte. In Summe überwiegen jene Maßnahmen, die die Arbeitnehmer, oder den so genannten Mittelstand treffen (mehr zum Mittelstand siehe Seite 7). Große Massensteuern bleiben aus – was bleibt, ist der Umstand, dass Steuern und Abgaben auf Arbeit nach wie vor wesentlich höher sind als jene auf Besitz und Vermögen. Dieses Ungleichgewicht schlägt sich auf den Magen der Beschäftigten – erkennbar beispielsweise am aktuellen Arbeitsklima-Index für Salzburg: So schlecht war der Arbeitsklima-Index in Salzburg mit einem aktuellen Wert von 107 seit Erhebungsbeginn noch nie. Vor allem die Themen Einkommen, Rolle als Arbeitnehmer in der Gesellschaft und steigender Zeitdruck machen den Menschen zunehmend Sorgen. „Das wird sich kaum ändern, solange die Arbeitnehmer das Gefühl haben, immer und überall draufzuzahlen“, sagt AK-Präsident Pichler und fordert von der Politik mehr Wertschätzung und Gerechtigkeit gegenüber den Beschäftigten. „Derzeit wird am falschen Eck gespart, die Arbeitnehmer werden über Gebühr belastet, aber Verursacher und Profiteure der jüngsten Krise bleiben fast ungeschoren!“

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Infografik Arbeitsklima-Index Salzburg 2004-2011

Seit 2004 erhebt die Arbeiterkammer Salzburg in Zusammenarbeit mit IFES die Stimmung unter den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Das Ergebnis für 2011 ist ernüchternd: Das Wohlbefinden der Salzburger Beschäftigten befindet sich – nach einer leichten Erholung im Jahr 2010 – auf einem historischen Tiefstand. Die Zufriedenheit ist im Vergleich zu 2010 gleich um sieben Zähler auf 107 Indexpunkte gefallen. So ein niedriger Wert wurde seit Erhebungsbeginn vor acht Jahren überhaupt noch nie erreicht. AK-Präsident Siegfried Pichler: „Den Beschäftigten muss wieder mehr Wertschätzung entgegengebracht werden, denn sie haben über Jahrzehnte unseren Wohlstand erwirtschaftet und – nicht zu vergessen – die Zeche für die Krise gezahlt. Darum braucht es mehr denn je ein Zeichen, dass ihre Leistung geschätzt und gebraucht wird.“


titelstory

An der Verteilungs(un)gerechtigkeit wird sich so schnell nichts ändern: Das private Geldvermögen ist in Österreich sehr ungleich verteilt. Das reichste Zehntel der Haushalte besitzt mehr als die Hälfte des Geldes (siehe Infografik), die mittlere Hälfte der Haushalte hat gemeinsam rund 41 Prozent, die unteren 40 Prozent der Haushalte allerdings nur mehr mickrige fünf Prozent. In Relation zur Bevölkerung kommen in Österreich auf 100.000 Haushalte acht Superreiche (297 Haushalte haben gemeinsam ein Vermögen von mehr als 100 Millionen Dollar) – damit belegt unser Land Platz fünf weltweit.

Mittelstand – was ist das?

Wussten Sie, dass … > sich rund 95 Prozent der Menschen selbst zur Mittelschicht zählen > es KEINEN eindeutig definierbaren Mittelschichts-Begriff gibt > eine „Erosion der Mittelschicht“ in Österreich auf Grund der statistischen/begrifflichen Breite nur schwer/kaum belegbar ist, aber eine Zunahme der (sozialen) Ungleichheit eindeutig beobachtet werden kann > ohne die sozialstaatliche Absicherung die Armutsgefährdung in Österreich 3x so hoch wäre > der „Abstand“ der Mittelschicht zur Unterschicht deutlich geringer ist als zur Oberschicht.

Unter dem Sammelbegriff Mittelschicht werden in der Soziologie diejenigen Bevölkerungsgruppen bezeichnet, die sich in Bezug auf ihr Einkommen oder ihren Besitz weder der vermögenden Oberschicht noch der besitzlosen und einkommensschwachen Unterschicht zuordnen lassen. Nach der Rechnung der Statistik Austria waren 2009 in Österreich 993.000 Personen (12 Prozent) armutsgefährdet, 6,571.000 (80 Prozent) im mittleren Bereich und 698.000 (8 Prozent) reich.

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der betriebsrat

kurz notiert Die im Schatten sieht man nicht AK zieht Bilanz Die Zeiten wurden rauer. Da sind verlässliche Partner wie die AK doppelt wichtig. Das beweisen die Zahlen. Im Vorjahr wurden 170.000 Beratungen und Kontakte durchgeführt, mehr als 19 Millionen Euro für die Arbeitnehmer erkämpft. „Eine eindrucksvolle Bilanz. Jubeln lässt sie uns aber nicht. Denn die Statistik entlarvt, dass die Menschen in bewegten Zeiten immer mehr unter Druck geraten!“, sagen AK-Präsident Siegfried Pichler und AK-Direktor Gerhard Schmidt.

Er kämpfte für ihre Rechte. Kurt Hofer ist seit 26 Jahren Betriebsrat bei den Salzburger Festspielen, 18 davon Vorsitzender. Heuer geht er in Pension. Er hat die Stars gesehen – und einiges miterlebt.

Reallohn-Verlust Wir werden ärmer: Die Einkommen der Salzburger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind netto und inflationsbereinigt zwischen 2000 und 2010 um 1,9 % gesunken; von 2009 auf 2010 sind es minus 1,4 %. 2010 betrug das durchschnittliche Nettoeinkommen (14 x) 1.332 €; das ist vor Tirol der vorletzte Rang unter den Bundesländern. Gewinner unter den Salzburger Bezirken ist der Pinzgau mit einem Plus gegenüber 2009 von 2,3 % (Lungau: + 1,9 % und Pongau + 1,7 %), Verlierer der Tennengau mit einem Minus von 3,2 %. Stadt und Flachgau: plus 0,5 bzw. 0,4 %. (Basis: Lohnsteuerstatistik 2010)

ÖGJ-Vorsitz neu Bereits im November 2011 gab es einen Führungswechsel bei der Salzburger Gewerkschaftsjugend. Der 20-jährige Student Dominik Morolz wurde bei der 35. Jugendkonferenz der ÖGJ Salzburg mit 87 Prozent der Stimmen zum neuen Vorsitzenden und somit Nachfolger von Rene Schuster gewählt.

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Überstunden, familienfeindliche Arbeitszeiten. Von Februar bis August gehört das Leben der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fast allein den Festspielen. Im Juli und August stehen statt den ganzjährig rund 200 Arbeitnehmern bis zu 4000 im Sold von Salzburgs größtem Kulturbetrieb, der der heimischen Wirtschaft eine Umwegrentabilität von etwa 276 Millionen Euro beschert. „Aber in keinem Bereich sehen die Mitarbeiter das Ergebnis ihrer Arbeit so deutlich, genießen gemeinsam mit den Darstellern und Musikern den Erfolg, denn es ist auch ihr Erfolg“, sagt Kurt Hofer. Und wer sechs Betriebsratswahlen mit über 80 Prozent Beteiligung durchsteht, der kennt den Betrieb. Das Klima passt jedenfalls, denn in den schwierigen Zeiten der Festspiel-Kritik und beim Rüffel des Rechnungshofes haben Führung und Arbeitnehmer immer zusammengehalten. „Die Festspiele

werden wegen ihrer Prominenz gerne angegriffen, aber sie sind auch kultureller Vorreiter“, ist Hofer überzeugt.

Nicht alles ist eitel Wonne! 2003 wurde der Kollektivvertrag um ein Haar gekündigt. Erst nach eineinhalb Jahren Verhandlungen kam es zu einer gemeinsamen Lösung. Dafür gibt es für Kurt Hofer und sein Team aber auch Erfolge wie die Einführung einer Firmenpension zu feiern. Und der Job hat eine weitere positive Seite: Lang Lang, Simonischek und viele andere hat Hofer persönlich kennen gelernt. Nach 31 Jahren im Unternehmen geht Hofer heuer in Pension. Beste Chancen auf die freundliche Übernahme des Betriebsrates hat sein Stellvertreter Paul Fressacher. „Super gemacht, Betriebsrat“, sagten unter anderem schon Sänger Thomas Hampson und Dirigent Nikolaus Harnoncourt.


Das Sonderheft im

März 2012

Länger arbeiten!

Aber wie? Arbeitnehmerschutz „Krankmacher“ kommen teuer

Interview

Alternsgerechte Arbeit

Kursprogramm

Seminartipp für Pflegeberufe

100 Jahre Arbeitsinspektorat GVP-Lehrgang neu


Arbeitnehmerschutz rechnet sich!

Editorial Christian Rumplmayr Betriebliche Gesundheitsförderung und Arbeitnehmerschutz der AK Salzburg

In den Gesundheits- und Pflegeberufen stehen die Beschäftigten besonders unter Druck, arbeiten vielfach jetzt schon am Limit. Dabei lässt die gesellschaftliche Entwicklung keine Entlastung erwarten: Die Menschen müssen länger arbeiten, das Pensionsantrittsalter steigt – und auf Grund der sich ändernden Familienstrukturen auch der Pflegebedarf. Mit ihrem Fortbildungsangebot ist die AK stets bemüht, auf die aktuellen Bedürfnisse der Arbeitenden zu reagieren, wie mit der Fortsetzung der Seminarreihe „Gesund arbeiten in der Altenpflege“. Ich möchte aber auch auf den Start des neuen Lehrgangs „Ausbildung zur Gesundheitsvertrauensperson“ im Juni aufmerksam machen, mit dem Infoabend am 3. Mai – Betriebliche Gesundheitsvorsorge ist wichtig! Mehr zum Kursprogramm 2012 unter www.ak-salzburg.at (bei Sicher & Gesund) oder Sie rufen uns einfach an: 0662-8687-408, 407, 406.

Link-Tipp: Arbeitszeit-Infos Das Zentralarbeitsinspektorat bietet unter www.arbeitsinspektion.gv.at sämtliche Infos zu den gesetzlichen Arbeitszeiten, sowohl zu den täglichen Höchstzeiten als auch zu den Ausnahmen, die das Arbeitszeitgesetz zulässt. Tipp: Eine Betriebsvereinbarung kann nie schlechter sein als das Arbeitszeitgesetz (Ausnahmen beachten!).

2

Arbeitsbelastungen als Krankmacher fügen den Menschen gesundheitliche Schäden und damit oft großes Leid zu – und kosten außerdem enorm viel Geld. Sechs zentrale körperliche Belastungsfaktoren verursachen in Österreich 2,8 Milliarden Euro jährlich an gesamtwirtschaftlichen Kosten, die aus den Krankenständen resultieren (siehe InfoBox). Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die im Auftrag der AK vom Institut für Wirtschaftsforschung (Wifo) durchgeführt wurde. Schlussfolgerung: Mehr Aufmerksamkeit auf und Investitionen in den Arbeitnehmerschutz könnten nicht nur menschliches Leid, sondern auch sehr viel Geld sparen. Oft sind es relativ einfache Maßnahmen, die die Erkrankungsgefahr deutlich verringern könnten, würden sie konsequent gesetzt. AK Präsident Siegfried Pichler: „Es ist ganz klar, Arbeitnehmerschutz rechnet

sich für alle. Für die arbeitenden Menschen, die Unternehmen und die Allgemeinheit. Das Gesundbleiben bei der Arbeit ist ein Recht der Menschen und muss geschützt werden! Deshalb ist es auch wichtig, dass der Arbeitnehmerschutz in den Betrieben noch mehr als bisher flächendeckend und systematisch umgesetzt – und kontrolliert – wird!“

Die Gesamtkosten von 2,8 Milliarden Euro gliedern sich in rund: • 570 Mio. an Entgeltfortzahlung und Krankengeld • 930 Mio. an entfallener Wertschöpfung • 1,3 Mrd. an Krankenbehandlungskosten

› Die

6 wichtigsten Krankmacher

Die Wifo-Studie weist nach, dass allein sechs körperliche Arbeitsbelastungen rund 23 Prozent aller Krankenstandskosten ausmachen. Krankmachende psychische Arbeitsbelastungen wie Stress und Arbeiten unter Zeitdruck und weitere körperliche Arbeitsbelastungen gar nicht eingerechnet: 2. Einwirkung von Vibrationen (16,1 %) 1. schwere körperliche Arbeit (19,3 %) 3. Arbeit mit gefährlichen Stoffen (15,3 %) 4. Gefahr von Arbeitsunfällen (13,1 %) 6. Belastung, durch das Tragen von 5. erzwungene Körperhaltungen (6,4 %) Schutzausrüstungen (2,8 %)


Alternsgerechtes Arbeiten gerade in der Pflege! Gerade in den Gesundheits- und Pflegeberufen stehen die Beschäftigten sehr unter Druck. Im Arbeitklima-Index sah sich jeder vierte Befragte als Burn-out gefährdet. Deshalb hat die AK Salzburg ihr Fortbildungsangebot für diese Berufsgruppe ausgebaut. Das Thema „Alternsgerechtes Arbeiten“ zieht sich durch sämtliche Berufsgruppen und ist von grundlegender Bedeutung – die Fakten sind unbestritten: Immer mehr Älteren stehen in unserer Gesellschaft immer weniger Jüngere gegenüber. Eine längere Lebensarbeitszeit ist unvermeidbar. Allerdings sind schon jetzt 50 Prozent aller Erkrankungen berufsbedingt, denn unsere Arbeitswelt ist von Stress, Zeitdruck und immer komplexeren Arbeitsabläufen gekennzeichnet. Es gibt aber Berufsgruppen, die unter ganz besonderem Druck stehen und am Limit arbeiten, wie die Menschen in den Gesundheits- und Pflegeberufen. Sie identifizieren sich meist stark mit ihrem Beruf und haben eine hohe Bereitschaft zu Belastung und zu Leistung. Gleichzeitig aber fallen in kaum einem anderen Beruf derart hohe Arbeitszeit-Belastungen, hohe Verantwortung für Leib und Leben in Verbindung mit psychischer und physischer Dauerbelastung und eine enorme Kundenerwartung zusammen, wie hier. Die AK bemüht sich auf verschiedenen Ebenen um die Verbesserung der Arbeitssituation für diese Berufsgruppe – das Fortbildungsangebot ist eine davon.

➤ Alternsgerechtes Arbeiten im Seniorenheim Mit ihrer Seminarreihe „Gesund arbeiten in der Altenpflege“ richtet sich die AK Salzburg speziell an die Beschäftigten in Senioren- und Pflegeheimen. Als nächstes steht am 8. Mai 2012 das Seminar „Alternsgerechtes Arbeiten im Seniorenheim“ auf dem Programm, 9 bis 16 Uhr in der AK Salzburg (Seminarraum 501, Kosten: € 30,–). Infos & Anmeldung: Tel.: 0662-8687-407 oder karin.sattlecker@ak-salzburg.at

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AK-Kursprogramm 2012 Georg Schürer Betriebliche Gesundheitsförderung und Arbeitnehmerschutz der AK Salzburg

Highlights der Weiterbildung NDHEIT

Das Arbeitsinspektorat (AI) feiert heuer seinen 100. Geburtstag – und seit zwölf Jahren, das sind gute zehn Prozent des Jubiläums, unternimmt Georg Schürer für die AK Salzburg die gemeinsamen Betriebsbegehungen. Wie sieht seine Bilanz aus? Sicher & Gesund hat nachgefragt: Schürer: Wir führen jährlich zwischen 60 und 70 Begehungen mit dem Arbeitsinspektorat in Betrieben von Stadt und Land Salzburg durch. In den zwölf Jahren konnte ich also in den Betrieben rund 800 Mal hinter die Kulissen schauen. Mein Fazit: Grundlegend geändert hat sich nicht wirklich viel, ohne Kontrolle geht im Arbeitnehmerschutz nach wie vor zu wenig weiter. S & G: Was hat sich verändert? Schürer: Die Probleme im Bereich Sicherheit sind nicht mehr so arg, aber bei der Arbeitszeit haben die Übertretungen irrsinnig zugenommen! Der Arbeitsdruck ist enorm spürbar, das wissen wir auch aus vielen Anfragen. Das betrifft die Lehrlinge genauso, zum Teil sogar noch stärker, wie die älteren Beschäftigten. S & G: Was müsste sich ändern? Schürer: Wir arbeiten gut mit dem AI zusammen. Aber es wäre unter anderem sehr wichtig, wenn es mehr unangemeldete Kontrollen gäbe. Das hört man auch von den Betriebsräten und Beschäftigten, an die ich aber auch einen Wunsch hätte. Obwohl eine Sensibilisierung bei den Gesundheitsthemen durchaus spürbar ist, appelliere ich: Lasst Euch nicht die Gesundheit abkaufen, auch wenn das in Zeiten wie diesen schwierig ist!

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Vor der Sommerpause noch einmal durchstarten mit der Fortbildung im Arbeitnehmerschutz und für die betriebliche Gesundheit: Das gesamte aktuelle AK-Kursprogramm finden Sie unter www.ak-salzburg.at bei Sicher & Gesund.

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Hier einige Schwerpunkte:

➤ Ausbildung zur Gesundheitsvertrauensperson (GVP)

Kostenloser Info-Abend: 3. Mai 2012, 17 Uhr, AK Salzburg (Seminarraum 501). Anmeldung erforderlich! Gesundheit ist ein zentrales Thema, da das Arbeitsleben zunehmend von Stress und längeren Arbeitszeiten geprägt ist. Dieser Lehrgang bietet detailliertes Wissen über Abgrenzung und Zusammenwirken von Arbeitnehmerschutz und betrieblicher Gesundheitsförderung. Nach abgeschlossener Ausbildung sind die GVP qualifiziert, Verantwortung für die Mitarbeitergesundheit in ihren Betrieben zu übernehmen. Mehr: www.ak-salzburg.at (Sicher & Gesund). Die Lehrgänge: 1. Modul > 4. bis 6. Juni 2012; 2. Modul > 26. September; 3. Modul > 28. November. Jeweils 9 bis 17 Uhr im Parkhotel Brunauer, Salzburg; Kosten: € 350,–.

➤ Kommunikation – Umgang mit Konflikten

Seminare im Parkhotel Brunauer, Salzburg; Kosten: je € 30,–: 1. Konfliktlotsen führen sicher aus dem Streit Konfliktmanagement für BR und SVP: 16. April 2012, 9 bis 18 Uhr. 2. Mobbing: Zurück zu fairer Streitkultur Ein Seminar zum richtigen Umgang mit Intrigen und unfairen „Spielen“ am Arbeitsplatz: 17. April 2012, 9 bis 18 Uhr.

3. Besser kommunizieren – mehr erreichen Ein Kommunikationstraining für Betriebsratsmitglieder (BR) und Sicherheitsvertrauenspersonen (SVP): 25. Juni 2012, 9 bis 17 Uhr.

Weitere Infos: Karin Sattlecker, Tel.: 0662-8687-407; persönliche Beratung: Christian Rumplmayr, Tel.: 0662-8687-408; Georg Schürer, Tel.: 0662-8687-406


frauen + steuern

Frauenmonitoring: Taten kurz notiert brauchen Daten! App fürs Handy Um die Gleichstellung der Frau, vor allem in der Arbeitswelt, voranzutreiben, braucht es Taten – und Daten. Die AK liefert sie im aktuellen „Frauenmonitoring 2012“.

Der Monitor zur „Lage der Frauen im Bundesland Salzburg“ wurde zum ersten Mal von der AK Salzburg in dieser Form erarbeitet und wird jährlich aktualisiert werden, um die Entwicklung genau beobachten und damit positiv beeinflussen zu können. Die Rechnung ist einfach: Verringert sich der Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen – der konstant bei ungefähr einem Drittel liegt –

weiter in der derzeitigen „Geschwindigkeit“, verdienen Frauen und Männer für die gleichwertige Arbeit gleich viel – in 100 Jahren! Nur ein Beispiel jener Felder, auf denen sich die Ungleichheit zwischen Männern und Frauen im 21. Jahrhundert bewegt. AK-Präsident Siegfried Pichler: „Mit dem jährlichen Frauenmonitoring wollen wir das Rad der Zeit ankurbeln!“ Download der Studie: www.ak-salzburg.at

Der Steuerlöscher in den Bezirken > AK Tamsweg: 16. – 19.4.2012

> AK Zell am See: 23. – 26.4.2012

> AK Bischofshofen: 16. – 19.4.2012

> AK Hallein: 30.4. – 4.5.2012

Servicehotline Steuerlöscher Tel.: 0662-86 87 86

Android- und iPhone-User aufgepasst: Mit der AK-App „Frag uns“ sind Sie immer bestens informiert. Die App können Sie gratis im Android-Market oder App-Store downloaden. Fragen zum Arbeitsrecht, Konsumententipps und andere Angebote der AK haben Sie dann stets griffbereit auf Ihrem Handy. Weitere Infos auf www.ak-salzburg.at – oder einfach den QR-Code scannen. Noch nie war es so einfach, den Durchblick zu bewahren!

AK-Newsletter Schnell und gut informiert mit unseren Newslettern: Seien Sie dabei und sichern Sie sich Ihren Informationsvorsprung! Die wichtigsten Konsumententipps, spannende politische Themen, aktuelle Fragen zum Arbeitsrecht, regionale News – das bieten die Newsletter der AK Salzburg. Gratis und jederzeit wieder stornierbar. Zu finden auf www.ak-salzburg.at

Hit Digibib Seit März 2011 gibt es die Digitale Bibliothek der Arbeiterkammern, die neben Sach- und Fachliteratur sowie Belletristik auch eine Spezialsammlung für Betriebsräte anbietet. Diese Spezialsammlung beinhaltet digitale Bücher im Wert von rund 600 Euro. Am beliebtesten im Monat Februar: Angestelltengesetz – Teil I und II, Arbeitsrecht in Frage und Antwort und auf Platz 3 das Arbeitszeitgesetz.

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bildung

BFI Infos Ausbilder Jetzt am BFI Salzburg: Ausbildung der Ausbilder nach § 29g Berufsausbildungsgesetz (BAG). Ideal für jene Personen, die in Zukunft als Ausbilder für die Lehrlingsausbildung im Betrieb entweder verantwortlich oder mitverantwortlich sind und die Ausbildungsberechtigung für die betriebliche Fachkräfteausbildung nach § 29g BAG benötigen.

Kurz und kompakt Das BFI Salzburg bietet eine spezielle Seminarreihe für Lehrlingsausbilder: Die Seminare zu brandaktuellen Themen wie „Jugendkultur gestern und heute“, „Aktuelle Rechtslage im Ausbildungsalltag“ oder „Drogen- und Alkoholprobleme im Lehrbetrieb Diese Veranstaltungen sind nicht nur informativ, sondern ab zwei Seminaren förderbar. Betriebsrats-Card: Jetzt die BFI-Betriebsrats-Card 2012 anfordern und 5 Prozent der Kurskosten sparen! Alle Infos unter: www.bfi-sbg.at/fuer-unternehmen/ bfi-card

Neu am bfi Neu am BFI ist die Beratungsstelle Basisbildung: Wenn es um Lesen, Schreiben, Rechnen oder EDV-Grundkenntnisse geht. Information Tel.: 0664-1403447 Öffnungszeiten: MO bis FR von 9 bis 16 Uhr

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Lehrlinge als Zukunft des Unternehmens Fachwissen alleine reicht heute nicht mehr aus, soziale Kompetenz immer gefragter. Die Ansprüche an die Arbeitskraft von morgen wachsen parallel zu den Anforderungen an die Wirtschaft. Von kompetenten Mitarbeitern wird zukünftig immer mehr erwartet: fundiertes Fachwissen und ausgeprägte soziale Kompetenzen. Das BFI Salzburg trägt diesem Umstand Rechnung. Zusätzlich zum Erfolgsmodell „Lehre mit Matura“ gibt es speziell für Lehrlinge neue Seminare und Lernateliers. Das „Lernatelier Berufsschule“ etwa, eignet sich für all jene, die in Deutsch, Mathematik, kaufmännisch Rechnen oder Englisch Defizite haben. Kurz-Seminare, wie etwa „Business Behaviour für Lehrlinge“, „Umgang mit schwierigen Kunden“ oder „EDV für Lehrberufe mit PC-Einsatz“ sollen junge Menschen in ihrer beruflichen Entwicklung unterstützen.

BFI-Tipp Förderung nutzen! Das neue Fördersystem, das bei den Lehrlingsstellen der Wirtschaftskammer abgewickelt wird, bringt für die Ausbildungsbetriebe viele Vorteile. Unabhängig von Größe und Branchenzugehörigkeit kann jedes Unternehmen davon profitieren. Information und Beratung: BFI Salzburg, Kundencenter, Schillerstraße 30; Tel.: 0662-88 30 81-0 oder info@bfi-sbg.at

Auf der AusbilungsAutobahn Bildungsschiene „Lehre und Matura“ hat die ersten Absolventen. 2008 wurde „Lehre und Matura“ eingeführt. Heuer im Februar nahmen bereits 1.660 Lehrlinge das von WK und AK Salzburg gemeinsam betreute Modell in Anspruch. Die ersten 28 haben die Matura bereits in der Tasche. 47 weitere sind im Endspurt. „Weiterbildung war schon immer wichtig. Aber die Lehre mit Matura ist

wie eine Autobahn – sie bietet verschiedene Spuren der Weiterentwicklung“, sagt AK-Direktor Gerhard Schmidt (auf dem Bild mit WKS-Direktor-Stellvertreter Dr. Manfred Pammer und zwei Absolventinnen).


mosaik

AK und BiBer schaffen Chancen Bildungsberatung – kostenloses Coaching in allen Bezirken. Hilfestellung bei Ausund Weiterbildung erhöht die beruflichen Perspektiven. Aus- und Weiterbildung ist das Gebot der Stunde, um die eigenen Chancen am Arbeitsmarkt, aber auch seine beruflichen Perspektiven zu erhöhen. Aus der Beratungspraxis wissen wir, dass immer mehr Menschen Unterstützung bei ihrer Bildungsentscheidung benötigen. Deshalb bildet die AK – zusätzlich zur Kompetenzberatung – auch heuer Bildungs- und Berufsberatung in allen Salzburger Bezirken an. BiBer unterstützt in allen Fragen der Weiterbildung, Jobfindungsstrategien, Nachholen von Berufsausbildungen und Schulabschlüssen

sowie finanzielle Fördermöglichkeiten. Interesse? Mehr dazu unter: www.biber-salzburg.at

Kompetenzberatung Die AK Kompetenzberatung hilft aktiven und zukünftigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bei der Wahl ihres beruflichen Werdeganges. Damit Sie Ihre Interessen, Fähigkeiten und Fertigkeiten besser einschätzen. Kontakt und Infos: kompetenzberatung@ak-salzburg.at

1. Salzburger Firmentriathlon Aufgepasst: Die Sozialpartner veranstalten heuer erstmals den Salzburger Firmen Triathlon, speziell für für Mitarbeiter und Führungskräfte. Der Salzburger Firmen Triathlon ist als Einstieg in den Triathlonsport besonders gut geeignet, da die Distanzen sehr kurz sind und dieser Teambewerb nur in einer Dreierstaffel absolviert werden kann. Die Veranstalter – die Betriebssportorganisationen von Wirtschafts- und Arbeiterkammer: „Jetzt können sich die Mitarbeiter erstmals im Triathlon erproben. Die Distanzen sind von jedem machbar. Schließlich sollen dabei Spaß und Teamgeist im Vordergrund stehen!“ Der 1. Salzburger Firmen Triathlon findet am 1. Juni 2012 auf dem Gelände der Salzachseen in Salzburg statt. Die Startnummern können am Vortag bei der

Arbeiterkammer oder am Freitag am Eventgelände abgeholt werden. Beginn ist um 15 Uhr, gestartet wird in Gruppen zu je 50 Staffeln. Die Siegerehrung findet um 17:30 Uhr im Rahmen der Salzburger Dult mit abschließendem Feuerwerk statt.

Infos zum Firmen Triathlon Anmeldung: ab 1. April 2012 Startgebühr pro Staffel: 60 Euro 200 Meter Schwimmen, 9 Kilometer Mountainbiken und 4 Kilometer Laufen.

www.firmen-triathlon.eu

kurz notiert Lehrlingsoffensive Mit 2.700 Lehrlingen ist SPAR der größte Lehrlingsausbildner Österreichs und stellt heuer ab August und September 900 neue Lehrlinge ein. 75 davon werden in Salzburg aufgenommen. Zur Auswahl stehen österreichweit 15 verschiedene Lehrberufe – die Bandbreite reicht vom klassischen Einzelhandel bis hin zur Bürolehre. Seit dem Jahr 2000 wurden übrigens über 10.000 Lehrlinge in diesem Unternehmen ausgebildet.

Ferialjob-Tipps Die einen haben Lust auf einen Ferialjob, um Geld zu verdienen und ins Berufsleben zu schnuppern, die anderen müssen für die Schule ein Pflichtpraktikum absolvieren. Für sie alle gelten unterschiedliche, aber wichtige Schutzbestimmungen zu beispielsweise Arbeitszeit, Verdienst und Ruhezeiten etc. In der Realität läuft aber leider nicht immer alles korrekt ab – hier helfen Information und die AK. Mehr unter: www. ak-salzburg.at

Schauspielhaus Mit einem Abonnement des Schauspielhauses haben Sie alle Möglichkeiten und sparen bis zu 25 Prozent im Vergleich zum Einzelkartenpreis. Sehen Sie alle Abendproduktionen der Spielzeit, ausgewählte Stücke am Sonntagnachmittag oder Kultur quer durch die Stadt mit dem Landestheater und der Salzburger Kulturvereinigung. Mehr zu Abo und Programm finden Sie unter: www.schauspielhaus-salzburg.at

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ögb info

Kampf für Kollektivverträge verschärft sich Die Gewerkschaften sehen sich immer öfter mit unnachgiebigen Arbeitgebern konfrontiert. Als gemeines Spiel auf dem Rücken der hart arbeitenden Beschäftigten scheint die einseitige Kündigung von Kollektivverträgen in Mode zu kommen. Urlaubs- und Weihnachtsgeld, diverse Zulagen, Arbeitszeit und vieles mehr sind in den rund 450 Kollektivverträgen festgeschrieben. Dass Kollektivverträge keine Selbstverständlichkeit sind und jederzeit gekündigt werden können, beweisen KV-Aufkündigungen im grafischen Gewerbe und beim AUA-Bodenpersonal. Auf dem Rücken der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wollen die Dienstgeber mit dieser Vorgangsweise kräftig sparen. Diese Kollektivvertragskündigungen sind Ausdruck der Gewinnmaximierungsbestrebungen auf Kosten der Beschäftigten. Diese Bemühungen sind seit den Metaller-Verhandlungen im Herbst 2011 verstärkt wahrnehmbar. Trotz ausgezeichneter Geschäftsergebnisse in der Branche wollten die Arbeitgeber keine

Zur Protestkundgebung gegen die einseitige Kündigung des Drucker-KV reisten auch 200 Salzburger an.

angemessenen Lohn- und Gehaltserhöhungen zugestehen. Erst nach Betriebsversammlungen und Warnstreiks, an denen sich zehntausende Beschäftigte beteiligten, waren die Unternehmen zu einem fairen Abschluss bereit. In weiterer Folge mussten u. a. die Beschäftigten der Sozialberufe (BAGS-KV) und der

Elektrizitätswirtschaft (EVU) die Bereitschaft zu Kampfmaßnahmen signalisieren, ehe es zu einem gerechten Abschluss gekommen ist. Unterstützt wurden die Arbeitnehmer dabei immer von der Gewerkschaft. Wieder einmal hat sich daher gezeigt: Nur gemeinsam sind wir stark.

ÖGB-Kampagne: „Sozialstaat fair-bessern“ Vom Sozialstaat profitieren alle – egal ob alt oder jung, Frauen wie Männer, Arme aber auch Reiche. Der Sozialstaat sorgt dafür, dass die Müllentsorgung funktioniert, geförderte Miet- und Eigentumswohnungen gebaut werden können, die Menschen im Alter nicht am Hungertuch nagen, Kindern eine Chance auf Bildung gegeben wird, jeder eine medizinische Versorgung erhält und vieles mehr. Obwohl der Sozialstaat gerade in der Krise das Instrument war, dass wir besser als andere Länder dagestanden sind, wird von gewissen Stellen versucht den Sozi-

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alstaat kontinuierlich auszuhöhlen. Dies ist für den ÖGB inakzeptabel. Alle Österreicher sollen sich es auch in Zukunft leisten können krank zu sein. Arbeitslosigkeit darf nicht direkt in die Armut führen. Und: Berufstätige Eltern müssen darauf Vertrauen können, dass ihre Kinder gut betreut werden. Der ÖGB fordert deshalb, dass die Finanzierung des Sozialstaates auf eine gerechtere Basis gestellt wird, damit dieser für zukünftige Generationen gesichert wird.


ögb info

Weiterbildung ist in der Arbeitswelt unverzichtbar Die Probleme in den Betrieben nehmen kontinuierlich zu. Dadurch steigen auch die Herausforderungen für Betriebsräte und Personalvertreter. Sie müssen die richtigen Antworten auf die oft schwierigen Fragen der Kolleginnen und Kollegen finden und auch in unangenehmen Situationen kompetent auftreten. Um ihre Aufgaben bestmöglich bewältigen zu können, benötigen Arbeitnehmervertreter Sachkenntnisse, soziale Kompetenz und Handlungsfähigkeit. Um diese Fähigkeiten zu erwerben und zu verfeinern, bieten der ÖGB Salzburg und der Verein Österreichischer Gewerkschaftlicher Bildung (VÖGB) auch 2012 ein regionales Bildungsprogramm an. Im Frühjahr finden folgende Seminare statt: • Gehirnjogging – Gedächtnis und mental fit, 22./23.05.2012 • Burn-out vorbeugen durch Stressmanagement, 24./25.05.2012 • Gruppenmoderation – Versammlungen kreativ gestalten, 5. Juni 2012 • Teamcoaching – Betriebsrat als Team, 27.-29.06.2012 Mehr Informationen und Anmeldung auf www.voegb.at/bildung.salzburg

Infoabende Unsere Gesellschaft braucht mehr denn je Menschen, die sich einsetzen. Nütze deine Chance zur Weiterbildung und informiere dich über die Gewerkschaftsschule! • Tennengau/Flachgau Süd, Montag, 07.05., 19 Uhr, ÖGB/AK Hallein • Salzburg Stadt/Flachgau Nord, Dienstag, 08.05., 19 Uhr, Parkhotel Brunauer • Pongau/Lungau, Mittwoch, 09.05., 19 Uhr, ÖGB/AK Bischofshofen • Pinzgau, Donnerstag, 10. 05., 19 Uhr, ÖGB/AK Zell am See Anmeldung erforderlich: sonja.luginger@oegb.at

Claudia Schürz ist für die gewerkschaftliche Bildung in Salzburg zuständig.

Gewerkschaftsschulen starten Die umfassendste arbeitnehmerorientierte Grundausbildung des ÖGB ist die Gewerkschaftsschule. Im Unterricht werden Grundkenntnisse und Hintergrundwissen zu Politik, Recht, Wirtschaft, Gewerkschaft und Gesellschaft vermittelt. Im Unterricht werden Theorie und Praxis verknüpft. Die Gewerkschaftsschulen im Bundesland Salzburg starten im September. Bereits im Mai werden in allen Regionen Informationsabende abgehalten. Weitere Infos siehe rechts im Infokasten.

Top informiert Der ÖGB Salzburg setzt auf Mitgliederservice. Von Skitage-Aktion, über aktuelle Neuigkeiten bis zu Veranstaltungen wie Kinoabenden und Diskussionen wird den Mitgliedern ein breites Angebot zur Verfügung gestellt. Für den optimalen Informationsfluss benötigt der ÖGB jedoch auch aktuelle Daten. Damit du in unserem Verteiler aufgenommen wirst, sende eine E-Mail an: salzburg@oegb.at

Hintergründe der Finanzkrise

Auf großes Interesse stieß die Vorführung der oscar-prämierten Dokumentation „Inside Job“ durch ÖGB und AK Salzburg. Im bis auf den letzten Platz gefüllten Mozartkino informierten

sich Betriebsräte und ÖGB-Mitglieder über die Hintergründe der Finanzkrise. Besondere Brisanz hatte dem Film das vor wenigen Wochen präsentierte Sparpaket verliehen. Denn obwohl Arbeitnehmer und Pensionisten die Finanzkrise nicht verursacht haben, müssen sie diese großteils alleine auslöffeln. Und „Inside Job“ beweist: Die Politik hat aus der Krise nichts gelernt. An den Schalthebeln der Macht sitzen noch immer die gleichen Manager, die weiterhin ohne Rücksicht auf die Gesellschaft Milliardengewinne scheffeln.

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dabei Medaillenregen Bei den heurigen europäischen Winter-Betriebssportspielen in Falun (Schweden) von 1. bis 5. Februar haben die Bosch-Sportler ordentlich abgeräumt: Obwohl mit „nur“ drei Mann angereist, erkämpfte das Team Hermann Höllbacher, Anton Walkner und Peter Marchl insgesamt vier Gold- und zwei Bronzemedaillen. Höllbacher gewann bei den Alpinen Gold im Slalom und Riesentorlauf, Walkner in diesen beiden Disziplinen Bronze. Marchl errang im Langlauf sowohl über zehn als auch über 20 Kilometer jeweils die Goldmedaille. Herzliche Gratulation!

ÖGB unterstützt Kiwanis Der ÖGB bedankt sich jedes Jahr bei seinen Mitgliedern, indem im Fasching in wechselnden Betrieben Krapfen verteilt werden. Zur Stärkung der regionalen Wirtschaft wird nur in heimischen Bäckereien eingekauft. Siegfried Pichler und Heidi Hirschbichler (mit Helmut Riedl, Präsident Kiwanisclub Salzburg Rupertus) zögerten keinen Augenblick, den Kiwanisclub bei einer wohltätigen Krapfenaktion zu unterstützen. Das Geld kommt Kindern und Jugendlichen zu Gute.

Erfolg im Verbund Hartes Verhandeln zahlt sich aus: Am 1. Februar kamen rund 750 Beschäftigte der E-Wirtschaft aus ganz Salzburg zu einer Betriebsversammlung (Eröffnung durch Josef Grünwald, BRV beim Verbund), um ihren Unmut über das mäßige Lohnerhöhungsangebot (Inflationsabgeltung) der Arbeitgeber auszudrücken. Sollte nicht nachgebessert werden, wurden Warnstreiks angedroht. Wenige Tage später präsentierte die Arbeitgeberseite ein neues Angebot, das von den Arbeitnehmer-Vertretungen angenommen wurde. 3,8 bis 4,2 % werden die Lohnerhöhungen nun betragen – ein Kompromiss, mit dem beide Seiten leben können.

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Klappe Filmpreis

Auch heuer fand das Jugendfilmfestival „Klappe“ statt: Und es gab ein kräftiges Lebenszeichen der jungen, regionalen Filmszene im Bundesland Salzburg. Insgesamt wurden rund 60 Streifen eingereicht. Das Festival bot über 600 Minuten Filmpro-

gramm. Knapp 1000 Besucherinnen und Besucher ließen sich das Ereignis nicht entgehen. Die Workshops – unter anderem mit echten Stuntmen – begeisterten knapp 150 Jugendliche. Seit Jahren schon sponsert die AK-Kulturförderung das Event. Heuer vergab die Arbeiterkammer sogar den Hauptpreis, die „große Klappe“. And the winner is … „Kinderspiel“ von Moritz Hauthaler: Ein einfühlsamer, subtil erzählter Kurzfilm, der statt Dialogen auf eine starke Bildsprache setzt und mit einem überraschenden Ende aufwartet. Zu den Preisträgern: http://www.klappe.at/preistraeger.html

Kulturpiloten an den Turntables

Mitte Februar endete die 14. Culture Space Pilot Workshopreihe – mit einem Knalleffekt: Snowjam! Die große Abschlussparty von hunderten jugendlichen Teilnehmern und Besuchern in der ARGEkultur in Salzburg. Das Projekt, kurz CUSP, ist vor 7 Jahren mit wesentlicher Unterstützung der Arbeiterkammer als Jugendkulturanebot für Lehrlinge entstanden. Auf dem (Work-

shop-)Programm stehen Rap, DJ-Culture, Break- und Streetdance und Visuals. Später wurden auch die Bezirke zum „Culture Space“ und das Projekt steht mit seinem andauernden Erfolg nicht mehr nur Lehrlingen offen. Auf der Abschlussparty zeigten die Jugendlichen live, was sie in den Workshops gelernt haben. Keine Frage: Die ARGE bebte. Und auch heute noch ist die AK als ein wichtiger Förderer des Projekts mittendrin statt nur dabei. Mehr Infos über die nächste Staffel des Culture Space Pilot: www.cusp.at

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Makazin Nr. 01/2012