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PROFIMAGAZIN FÜR GESCHLOSSENE FONDS

beteiligungs l report

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7. Jahrgang

Ausgabe: Quartal

3 2009

€ 8,90

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PROFIMAGAZIN FÜR GESCHLOS SENE FONDS

FONDSTRENDS Wann geht es beim Beteiligungsmarkt wieder nach oben? PRIVATE EQUITY

ERNEUERBARE ENERGIEN

Mit langem Atem zum Erfolg

Photovoltaikfonds vor Solaraktien

VERTRIEB STEHT VOR GRUNDLEGENDEM WANDEL


Die neue BĂ–RSE am Sonntag

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Mit Samba und guter Laune der Krise trotzen

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I N H A LT

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ALLGEMEINES Kurzmeldungen

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TOP-THEMA „FONDSTRENDS“ Kann man während der Krise überhaupt von Trends sprechen? Vermögensverwaltung mit Sachwerten – Bankenpartner auf mehreren Ebenen Märkte im Wandel – Lösungen aus der Hafencity

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PRIVATE EQUITY Kurzmeldungen Mit langem Atem und ruhiger Hand zum Erfolg Studie zum PE-Markt – Finanzinvestoren: Deals auf niedrigstem Niveau seit 2002 LHI Private Equity Fonds II – Europäischer Mittelstand auf stabilem Kurs Der kleine Unterschied – Erfolgsfaktoren bei Private Equity-Fonds Eine überzeugende Erfolgsgeschichte

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ERNEUERBARE ENERGIEN Kurzmeldungen Einnahmesicherheit in der Krise – Photovoltaikfonds vor Solaraktien im Vorteil Aktuelle Beteiligungen Energieerzeugung aus Holz – Investieren mit gutem Gewissen

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IMMOBILIEN Kurzmeldungen Die richtige Zukunftsstrategie mit einem bewährten Partner und einem nachweisbar erfolgreichen Konzept Mit Sicherheit zu mehr Rendite – Der richtige Mix macht’s

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SCHIFFE Kurzmeldungen

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Rathmann-Kolumne – Sommergedanken zu Schiffsbeteiligungen Opportunity Fonds – Jetzt Chancen an den Schifffahrtsmärkten nutzen!

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SONSTIGE FONDS Kurzmeldungen Bereits drei HEH Flybe Fonds im Jahr 2009 vollplatziert – Mit TurboProfits sicher durch die Krise fliegen Morgen sind wir einen Schritt weiter – Vertrieb von geschlossenen Fonds steht vor grundlegendem Wandel UNSERE BUCHEMPFEHLUNGEN STEUER | RECHT | KONZEPTION Kurzmeldungen Konzeptionelle Abgrenzung von klassischen Solarfonds zu Blind-Pools Können Kurzprospekte für eine größere Transparenz sorgen? Investorenmanagement – Interessenvertretung und Service als Dienstleistung für die Anleger

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SZENE Termine / Umzugsmeldung Kehrtwende in der steuerlichen Behandlung – Desaster für Medienfondsanleger

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PERSONELLES Wer verändert sich wohin?

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Kurzmeldungen und Grafiken – Allgemeines Keine Zeit zur Beratung Durchschnittlich wird jede zweite Arbeitsstunde eines Bankberaters durch Verwaltungsaufgaben blockiert und geht dadurch für Beratungsgespräche verloren. Das neue Anlegerschutzgesetz, nach dem Finanzvermittler jedes Beratungsgespräch detailliert protokollieren müssen, bringt immer mehr Beratungsinstitute an seine Grenzen.

Private Banking im Umbruch

unvollständig oder unrichtig ist. Die Verjährungsfrist wird auf die sonst üblichen drei Jahre verlängert. Dies gilt vom Ende des Jahres, in dem der Kunde von einer Falschberatung erfährt. Der Ausschluss jeder Klage erfolgt erst nach 10 Jahren.

ifo Konjunkturtest Juli 2009 Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft ist im Juli 2009 weiter angestiegen. Die Unternehmen sind mit ihrer aktuellen Lage nicht mehr so unzufrieden wie im Vormonat. Der Geschäftsklimaindex stieg auf 87,3 Zähler von 85,9 Punkten im Juni. Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg auf 86,5 Zähler gerechnet.

China wird grün

Die Profite der Banken gingen im letzten Jahr um 42 Prozent zurück und fielen damit auf das Niveau des Jahres 2003. Das verwaltete Kundenvermögen sank im letzten Jahr um durchschnittlich 15 Prozent auf den Stand von 2005. Angesichts dieser Zahlen müssen die Banken schnell reagieren. Die zunehmende Forderung der Kunden nach mehr Transparenz sowie regulatorischen Maßnahmen verstärken den Handlungsdruck weiter.

Bayern will Anlegerschutz weiter verstärken Demnach sind die Banken zukünftig verpflichtet, über jedes Beratungsgespräch Protokoll zu führen und dieses dem Kunden noch vor Beendigung des Gesprächs auszuhändigen. Falls das Gespräch mittels Telefon geführt wurde, hat der Investor die Möglichkeit, binnen einer Woche vom Vertrag zurückzutreten, falls das Protokoll

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In China fließen mittlerweile fast die Hälfte der staatlichen Konjunkturprogramme in Umweltschutzmaßnahmen. China könnte durch verstärkte Umweltschutzmaßnahmen zum Zugpferd für die Schwellenländer werden, denn der Kampf gegen die Klimaerwärmung kann nur gewonnen werden, wenn gerade sie aktiv erneuerbare Energien einsetzen.

China nutzt die Wirtschaftskrise Wie einer Studie des Hauses Allied Shipbrokers zu entnehmen ist, kauften chinesische Eigner allein in diesem Jahr 72 Schiffe im Wert von 794 Millionen Dollar. Die Industrieproduktion in China erhöhte sich im Mai 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,9 Prozent. Experten sehen die Ursache im gewaltigen Rohstoffbedarf des Landes. Nachdem die Rohstoffpreise derart gesunken waren, sicherte sich China zu günstigen Konditionen Ressourcen für die Zukunft.

MPC Capital trennt sich von cash.life „MPC Capital hat sich entschlossen, zum 30. Juni 2009 die Verwaltungsverträge

für deutsche Lebensversicherungspolicen von 12 Lebensversicherungszweitmarktfonds mit der cash.life AG einseitig ordentlich zu kündigen. Die Entscheidung erfolgte im Rahmen des aktiven Fondsmanagements und der damit zusammenhängenden kontinuierlichen Qualitätssicherung. Ab 1. Juli 2009 wird MPC Capital interimistisch die Verwaltung der Policen durch sein Kompetenzcenter MPC Life Plus Consulting GmbH übernehmen…“ .

Neuer Name für Atisreal Die Atisreal agiert ab sofort unter dem Markennamen BNP Paribas Real Estate. Die Unternehmensadresse lautet: BNP Paribas Real Estate Holding GmbH Fritz-Vomfelde-Straße 34 40547 Düsseldorf Tel +49 (0)211-301 82 – 00 Fax +49 (0)211-301 82 – 10 00 germany.realestate@bnpparibas.com

Berenberg gründet Emissionshaus Die Hamburger Privatbank Berenberg erweitert mit der Gründung des Emissionshauses Berenberg Invest AG ihr Geschäftsfeld. Die Tochtergesellschaft richtet ihren Fokus zunächst auf die Initiierung geschlossener Immobilienfonds. Der Produktvertrieb soll über externe Vertriebspartner erfolgen. Die Berenberg Invest AG nahm am 01. Juli 2009 ihre Tätigkeit auf. Der erste Fonds soll bereits im Herbst dieses Jahres in den Vertrieb gehen.

Emissionshaus nimmt operative Tätigkeit auf Die bereits 2008 gegründete deboka Deutsche Grund & Boden Kapital AG hat ihr operatives Geschäft aufgenommen und das Management-Team ernannt. Die beiden neuen Vorstände Michael Kempkes (43) und Cliff Wenner (44) nehmen ihre Tätigkeit sofort auf. Ab dem 1. Juli 2009 sollen beide dann von Dan-David Golla (41) unterstützt werden.


A L LG E M E I N E S

Ku r z m e l d u ngen Á

BaFin in Not

Attraktivität Deutschlands steigt

Der Personalmangel bei der Bonner BaFin bereitet BaFin-Chef Jochen Sanio anscheinend Sorgen. Erst kürzlich soll er in einem Brief an das Bundesfinanzministerium darauf hingewiesen haben, dass die Bankenaufsicht vollkommen überlastet sei und daher die Überwachung einiger Institute eingestellt werden müsse.

Deutschland kann sich aus Sicht ausländischer Manager als führender Standort in Westeuropa behaupten und belegt im weltweiten Ranking der attraktivsten Standorte weiterhin Platz sechs. Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern wird Deutschland als weniger krisengefährdet eingestuft.

Geschlossene Fonds – Besser als ihr Ruf

Werbeausgaben im Internet steigen auch in der Krise

Experten schätzen, dass vor dem Hintergrund der Wahlzeit ein Schuldiger für das Desaster am Finanzmarkt gefunden werden muss. Die Branche der geschlossenen Fonds scheint der ideale Sündenbock zu sein. Am 1. Juli 2009 wurde über den Richtlinienentwurf AIFM, unter den auch die geschlossenen Fonds fallen sollen, beraten. Vieles, was demnächst Vorschrift werden soll, wird von zahlreichen Emissionshäusern bereits heute freiwillig praktiziert. So zum Beispiel wird ein Kurzinformationsblatt über die Anlage gefordert, was bei geschlossenen Fonds bereits seit Jahren Usus ist.

Für 2009 erwartete Bruttowerbeerlöse verschiedener Medien in Deutschland in Prozent zum Vorjahr:

Online

6,2 -5,0

Zeitungen

-5,3

Hörfunk -6,7

Fernsehen

Korrelation in der Krise

-10,4

Kino

Was ist damit gemeint? Selbst Anlageklassen, die im Grunde völlig unabhängig voneinander agieren, wandern in trauter Eintracht bergab. Anlageklassen, die einst mit dem Faktor minus 0,12 korrelierten, verhalten sich nun mit einem Korrelationsfaktor von plus 0,6 zueinander. Experten schätzen, dass die starken Korrelationen wieder zurückgehen, spätestens dann, wenn die Anleger denken, die Krise sei vorbei. Und dann kommt auch wieder die Feststellung zum Tragen, dass eine einzelne Anlage immer deutlicher schwankt als ein MultiAsset-Portfolio.

Wichtige Makler-Messen 2008

-15,0

Zeitschriften

-15

-12

-9

-6

-3

0

6

9

Quelle: Financial Times Deutschland, 2009

Tagaktuelle Meldungen zu allen Bereichen im Markt der geschlossenen Fonds finden Sie auf www.beteiligungsreport.de

Warum Makler Messen besuchen Infos

DKM

61

19.009¹ Fonds-Kongress

Kontakte

5.000

58

Nuria 4.250

Marktlage

BCA-Kongress

22

3.642 LVFM

Messeatmosphäre

2.605

14

EBIF 2.112

Befragte: 200 Angaben in Prozent, Mehrfachnennungen möglich

Sonstiges

Charta Marktplatz

10

¹ Anzahl der Besucher

1.400

0

3

5.000

10.000

15.000

20.000

0

10

20

30

40

50

60

70

80

Wichtigster Grund für den Messebesuch ist für 61 Prozent der Makler Informationen zu erhalten. Für mehr als jeden Zweiten (58 Prozent) sind Kontakte maßgeblich (siehe Grafik). Sieben Prozent gehen vor allem zur Messe, um sich Vorträge anzuhören, sechs Prozent wegen aktueller Software und lediglich vier Prozent wollen an Workshops teilnehmen. Wichtigster Branchentreff ist nach wie vor die DKM, die 69 Prozent der Makler nicht missen wollen. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Dortmunder Versicherungsmesse 19.009 Besucher. Quelle: Marketing Resarch Team Kieseler Zahlen aus 2008, April 2009

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Fondstrends – Wo geht die Reise hin?

Kann man während der Krise überhaupt von Trends sprechen? In Wikipedia wird ein „Trend“ so beschrieben: Er ist eine neue Auffassung in Gesellschaft, Wirtschaft oder Technologie, die eine neue Bewegung bzw. Marschrichtung auslöst. Eine grundlegende Änderung (Umkehrung) eines Trends wird als „Trendwende“ bezeichnet. Die Einführer eines neuen Trends werden Trendsetter genannt. Was ist nun der aktuelle Beteiligungstrend, wer sind die Trendsetter oder stehen wir vor einer Trendstruktur? Viele Fragen, auf die händeringend Antworten gesucht werden...

>

Erfolg und Misserfolg liegen im Jahr 2009 nah zusammen. Erwartungsgemäß haben zahlreiche Initiatoren Umsatz- und Erlösrückgänge von bis zu 80 Prozent zu verzeichnen. Gnadenlos schlägt hier die Berichtspflicht bei börsennotierten Emissionshäusern zu. Überraschend ist jedoch, dass einige Häuser wie Real I.S. oder Nordcapital das Vorjahresergebnis fast halten oder sogar übertreffen konnten. Die Gründe hierin liegen oft in einzelnen gut vermittelbaren Produktstorys und dem damit verbundenen Platzierungserfolg.

Immobilienfonds

Private Equity-Fonds

Sie liegen derzeit aus Sicht vieler Vertriebe wie Blei in den Regalen. Wer sich jedoch die Mühe macht und Vergleiche zur Dot-Com-Krise zieht – die streckenweise jedoch hinken – wird erkennen, dass antizyklisches Investieren hier durchaus als Chance zu verstehen ist.

Schiffsfonds

Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeitsfonds

Wenn man heute Marktinsider anruft, dann kommt sofort die Aussage: „Der Schiffsmarkt ist tot!“ Natürlich werden die nächsten Monate noch geprägt sein durch Negativmeldungen von in Strudel geratenen Schiffsfonds. Vor allem werden davon Containerschiffe betroffen sein. Sieht man die aktuellen Prognosen vom Verband Deutscher Reeder (VDR), zeichnen sich dort gewisse Entspannungen ab. Aber der Schiffsmarkt bleibt schwierig.

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Um die Jahreswende hätte man keinen Pfifferling mehr auf ausländische Immobilienfonds gewettet. In den Köpfen war das US-Immobiliendesaster noch fest verankert. Gegen den Markttrend konnte Real I.S. seinen Immobilienfonds Australien relativ rasch platzieren. Die Lehre daraus: Bei geschlossenen Immobilienfonds kommt es auf Mikro- und Makrostandorte an. Viele Chancen werden deutschen Immobilienfonds eingeräumt. Zum einen bestanden in den vergangenen anderthalb Jahren gute Investitionsmöglichkeiten, die jetzt als Fonds auf den Markt kommen. Zum anderen ist eine Investition vor Ort einfach wieder schick.

Der gestutzte Schwan unter den Assetklassen heißt Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeitsfonds. Sie sind die Profiteure aus der überzogenen Bankengier >>


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und eine erwartete Gegenbewegung. Für einen nicht geringen Teil der Anleger, die in den Sinus-Milieus oft als Postmaterialisten bezeichnet werden, sind Ethik und Nachhaltigkeitsfonds die lang ersehnte Antwort auf den Zinseszins-Wahn. Doch bei allem was trendig wird, sollte man immer auf die Substanz der Aussagen achten. So wird mittlerweile vieles, was grün oder nachhaltig genannt wird, als Mogelpackung identifiziert. Gestutzt ist der schöne Schwan deshalb, weil derzeit die Fonds noch keine signifikanten Losgrößen aufweisen. Selten geht das Investitionsvolumen deutlich über 10 Millionen Euro hinaus. Die aktuelle Feri-Studie zeigt, dass die erwartete Erholung für das 2. Halbjahr noch nicht eingetroffen ist. Insgesamt kamen 124 geschlossene Beteiligungen im 1. Halbjahr 2009 auf den Markt, im Gegensatz zu 241 Beteiligungen im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das gesamte prospektierte Eigenkapitalvolumen über alle Assetklassen hinweg verringerte sich um 58 Prozent auf nunmehr 3,1 Milliarden Euro. Dies zeigt, dass das Argument Sachwerte noch nicht bei den Kunden und Verbrauchern angekommen ist.

Licht am Ende des Tunnels in Sicht?

Aber die Branche scheint nicht den Mut zu verlieren. Allein im ersten Halbjahr gründeten sich 33 neue Emissionshäuser. Diese wollen dadurch punkten, dass sie keine Altlasten aufzuarbeiten haben. Als klarer Trend im Beteiligungsmarkt lassen sich zusammenfassend die Pro-

Aufgelegte Fonds (1. Halbjahr 2008 vs. 1. Halbjahr 2009) 45

Schiffsfonds

20 13

Immobilienfonds

Sachwerte sind Trumpf Die Anzahl der aufgelegten geschlossenen Fonds beweist, dass Anleger Inflationsschutz und Sicherheit suchen. Unkalkulierbares wie Private Equity und Medien geht kaum noch.

26 10

New-EnergyFonds

7 16

Private EquityFonds

3 1. Q. 2008

6 Flugzeugfonds 2 0

duktsegmente Immobilienfonds Deutschland und Nachhaltigkeits- bzw. Energiefonds ausmachen. Entsprechend den Sinus-Milieus weisen diese Produktgattungen neben den bereits zitierten Postmaterialisten auch mit der bürgerlichen Mitte, den Etablierten und den Modernen Performern ein Kundenpotential von knapp 50 Prozent aus. Dazu kommt eine relativ undefinierbare Gruppe an Spezialitätenfonds, bei der die Produktstorys einleuchtend und überzeugend sind, wie derzeit bei Gamefonds. Durchaus können aber auch Produkte in rezessiven Segmenten zum Platzierungsrenner werden, wie die Beispiele TurbopropMaschinen bei Flugzeugfonds und Plattformversorger bei Schiffen zeigen. Aber es kommt auch auf klare und transparente Konzeptionen an. So hat das Jahr 2008/2009 gezeigt, dass Trendproduktlinien wie Waldfonds, verpackt in komplizierten Zertifikatsstrukturen, zum Ladenhüter mutieren.

1. Q. 2009 10

20

30

40

50

Quelle: Feri-Quartalsanalyse Geschlossene Beteiligungen 2. Quartal 2009

Bei aller Trenddiskussion und Trendhörigkeit gibt aber ein Blick in Wikipedia zu denken: „Trends sind beobachtbar, aber nur schwer messbar.“ Und damit sind wir wieder bei den sich selbst erfüllenden Prophezeiungen. -ep-

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Vermögensverwaltung mit Sachwerten – Bankenpartner „auf mehreren Ebenen“

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BeteiligungsReport sprach mit Karsten Mieth, Vorstand der demark AG über die Zukunft bei der Beratung von Beteiligungen.

Es sind keine leichten Zeiten für den Vertrieb von geschlossenen Fonds. Die Vorteile, die Beteiligungen gerade jetzt bei der Portfoliogestaltung bieten, werden von den Kunden im permanenten Mediengewitter von nur Festgeld gern übersehen. Wir sprachen mit Karsten Mieth, Vorstand des auf Banken spezialisierten Maklerpools, über die Zukunft bei der Beratung von Beteiligungen. Bereits seit 1997 fokussiert die demark AG die ganzheitliche Bankenbetreuung im Anlagesegment Sachwerte und konzipiert seit 2005 sehr erfolgreich exklusive Fondskonzepte unter dem Namen abakus balance. Als Vermögensverwalter für Sachwerte arbeitet demark/abakus mit über 100 Genobanken, Sparkassen und Privatbanken an kundenorientierten Fondsprodukten, die die Beratertätigkeit professionalisieren und erleichtern sollen. Neben der Konzeption sind seit 1997 weit über 500 geschlossene Fonds geprüft und im Vertrieb bzw. während der Laufzeit betreut worden. Eine Erfahrung, die sich nun auszahlt! Wir haben nachgefragt. BeteiligungsReport: Herr Mieth, es gab sicherlich schon angenehmere Zeiten in der Branche. Welche Produkte werden in Banken derzeit noch verkauft? Karsten Mieth: Zurzeit stellen wir eine klare Tendenz zu diversifizierten Fondsprodukten fest. Die Banken setzen damit bereits bei der Produktauswahl auf Risikostreuung. Einzelfonds werden eher mit Vorsicht betrachtet oder ganz gemieden. Wir sind in der glücklichen Lage, dass durch unsere sehr selektive Auswahl unsere Produktempfehlungen im Vergleich

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meist über der Marktperformance liegen. Und bei denjenigen Beteiligungen, die sich z.B. den Schiffsmärkten nicht entziehen können, sind wir als institutioneller Investor und Marktinsider an der Seite des Bankberaters bzw. seines Kunden und suchen gemeinsam mit diesen aktiv nach Lösungen. BeteiligungsReport: Portfoliofonds stehen oft in der Kritik wegen der doppelten Kostenstruktur. Wie lösen Sie dies bei Ihrer Produktlinie abakus balance?

Karsten Mieth: Hier konnten wir gerade den dritten Portfoliofonds dieser Art auflegen. Die beiden Vorgängerfonds der abakus balance-Reihe vereinen Gesamtinvestitionen von weit über 100 Millionen Euro in verschiedenste Sachwertbeteiligungen. Insgesamt wurden über 70 Investments bei 33 verschiedenen Initiatoren/Emissionshäusern in 19 verschiedenen Assetklassen getätigt. Rückflüsse zwischen 5,5 und 6,0 Prozent nach Steuern während der Krise bestätigten unser Konzept. Der Stresstest gelang auch so erfolgreich, da die Konzeptionen mit


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hohen Investitionsquoten sehr schlank gehalten und durch Direktinvestments oder Privatplatzierungen erhebliche Einkaufsvorteile erzielt werden. BeteiligungsReport: KĂśnnen Sie uns ein Beispiel fĂźr solch ein Direktinvestment aus Ihrem Bankennetzwerk nennen? Karsten Mieth: Bei der ersten Investition des neuen abakus balance 3, einer 3 MWPhotovoltaik-Anlage in Bayern, sind durch enge Kooperation gleich mehrere regionale Genobanken sowie eine Sparkasse in die Finanzierungsstruktur eingebunden. Der Anlagenbauer ist Firmenkunde einer dieser Banken, bis auf die Sparkasse sind alle Banken auch an der EK-Platzierung des Fonds beteiligt. BeteiligungsReport: Wo liegen die Vorteile einer solchen Vernetzung? Karsten Mieth: Durch die Kundenbeziehung der Bank mit dem Anlagenbauer proďŹ tiert die FondsgeschäftsfĂźhrung von den langjährigen Kenntnissen bezĂźglich AusfĂźhrungsqualität und Finanzkraft. Durch die mehrstĂśckige BonitätsprĂźfung der kreditgebenden Banken wird eine hohe Kalkulations- und Investitionssicherheit gewährleistet. Banken und Initiator sitzen sozusagen in einem

Boot, da z.B. gĂźnstige Finanzierungskonditionen dem Fonds und damit den eigenen Kunden zugute kommen. Das bewirkt gleichgerichtete Interessen aller Parteien, sichert eine solide und preisgerechte Fondsinvestition und stabilisiert die Platzierungsaktivitäten der abakus balance 3. KG. Im Ergebnis liefert diese Photovoltaik-Anlage mit ca. 12 Millionen Euro Gesamtinvestitionsvolumen eine Renditeaussicht auf dem Niveau von spanischen oder italienischen Anlagen ohne die speziďŹ schen Risiken einer Auslandsinvestition. Zudem fĂśrdert die regionale „Verbundenheit“ mit dem Projekt „vor der HaustĂźr“ das Vertrauen der Bankberater ins Anlageprodukt.

Vertriebspartner von der Schulung Ăźber die ProduktprĂźfung bis hin zur Beratung am Kunden und das bereits seit Jahren mit einer effektiven Haftungsregelung. Die klare strategische Konzentration auf den Bankenvertrieb der demark AG wird so ergänzt durch die Konzeption von exklusiven Fondsprodukten durch das Emissionshaus abakus Finanz GmbH. Wir sehen uns als Bankenpartner „auf mehreren Ebenen“ – im Privat- wie im Firmenkundengeschäft!

BeteiligungsReport: Neben der klassischen Maklerpoolfunktion, entwickeln Sie neue Fondskonzeptionen. Wie hat sich das erweiterten ProďŹ l fĂźr die demark AG bzw. die abakus Finanz GmbH in der Praxis ausgewirkt? Karsten Mieth: Es war ein mutiger aber richtiger Schritt. Wir bieten unseren Bankenpartnern nun bereits seit 2005 eine strukturierte VermĂśgensverwaltung fĂźr Sachwerte. Privatkunden und Berater nutzen so direkt unsere Expertise im Beteiligungsbereich in Form eines einzigen Fonds. NatĂźrlich begleiten wir unsere

Interviewpartner:

Herr Mieth, vielen Dank fßr das Gespräch.

Karsten Mieth Vorstand der demark AG kontakt@demark.de

. www.demark.de

Durch ihre Spezialisierung bietet die demark AG erstklassige VermÜgensanlagen an und hebt sich anerkannterweise vom Wettbewerb ab. In der == ; /  +"  währter Leistungsanspruch: demark AG – der kapitale Unterschied.

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A L LG E M E I N E S

Märkte im Wandel

Lösungen aus der Hafencity

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BeteiligungsReport sprach mit Andreas Wohlers, Firmengründer und Vorstand der ConRendit Holding AG, über die Finanzkrise und die sich daraus ergebenden Chancen für die Containerschifffahrt.

BeteiligungsReport: ConRendit ist einer der führenden Anbieter von Containerfonds. Wie stark sind die Auswirkungen der Finanzkrise auf Ihre Branche? Andreas Wohlers: Die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise auf die Transportwirtschaft sind erheblich. Sie zeichnen sich insbesondere aus durch verspätete, reduzierte und auch komplett ausstehende Mietzahlungen, welches zu Liquiditätsengpässen in den jeweiligen Fondsgesellschaften führt. Derzeit sehen wir jedoch eine leichte Tendenz zu regelmäßigeren Zahlungen der laufenden Mieten. Eine Bodenbildung hat offensichtlich stattgefunden. Von einer Erholung zu sprechen wäre aber definitiv noch zu früh. BeteiligungsReport: Medien empfehlen nur noch Festgeld. Ist das jetzt das Richtige? Andreas Wohlers: Aus unserer Sicht ist die vorsichtige und selektive Investition in Sachwerte wie etwa ausgewählte Immobilien sowie Schiffe oder auch Container ein sinnvolles Mittel für eine Risikodiversifikation und um einen Inflationsschutz zu erreichen. Zudem besteht damit die Möglichkeit, an einer nicht unerheblichen Upside-Bewegung teilzunehmen. BeteiligungsReport: Was sollen Anleger jetzt machen, und wie begleitet ConRendit seine Anleger auf diesem Weg? Andreas Wohlers: Die Anleger sollten Ruhe bewahren und nicht in Panik verfallen: ConRendit hat bereits sehr frühzeitig die Zeichen der Auswirkungen der Finanzkrise erkannt. Hierzu wurden in allen ConRendit-Fonds die Auszahlun-

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gen der Anleger in den jeweiligen Fonds belassen. Dies diente und dient dem Schutz des eingesetzten Kapitals der Anleger und der Liquiditätssicherung, insbesondere zur Leistung von Zins und Tilgung in den jeweiligen Fonds. Bei allen Aktivitäten für die Fonds und für die Anleger ist offene Kommunikation und Transparenz für den Anleger oberstes Gebot der Stunde. BeteiligungsReport: Welche Projekte planen Sie aktuell? Andreas Wohlers: Wir haben dieses Jahr bereits zwei Projekte in Höhe von insgesamt ca. 20 Millionen Euro Eigenkapital realisiert; ein dritter Fonds ist in der Platzierung und ein vierter in der Vorbereitung. Wir projektieren unsere Angebote auf die Bedürfnisse der Anleger: kleine überschaubare Investments mit geringen Weichkosten, nachvollziehbaren Absicherungsmaßnahmen und mit einer klaren Exitstrategie. BeteiligungsReport: Eine neue Zielgruppe, die in den Fokus des Marktes kommt, sind unabhängige Vermögensverwalter. Warum ist das so? Andreas Wohlers: Dies hat der Markt in den letzten Monaten vorgegeben. Die Umsätze der freien Vertriebspartner und der Großbanken sind in den letzten Monaten zurückgegangen. Damit rückten für uns bereits Ende letzten Jahres die Vermögensverwalter in den Mittelpunkt unseres Interesses. Vermögensverwalter, Leiter von family offices sowie kleine Privatbanken betreuen Mandanten, die jedes Jahr starkes Interesse an lukrativen und sicheren Investitionen haben; insofern will die ConRendit dieses Segment intensiv bedienen.

BeteiligungsReport: Welche Leistungen und Kompetenz können Sie Vermögensverwaltern jetzt anbieten? Andreas Wohlers: Wir dürfen jetzt nicht den Fehler begehen und glauben, mit dem fertigen Produkt zu den Vermögensverwaltern zu gehen. Hierbei sind andere Herangehensweisen erforderlich. Die Maxime muss lauten: “Lösungen anbieten statt Produkte verkaufen!“ Zudem müssen im Vorfeld alle nur erdenklichen Fragen des Vermögensverwalters beantwortet und dokumentiert sein. Erst dann wird der Vermögensverwalter seinen Mandanten die entsprechenden Angebote unterbreiten. Dabei stehen Sicherheiten, Kapitalerhalt und Risikominimierung im Vordergrund. Vielen Dank für das Gepräch.

Interviewpartner: Andreas Wohlers Firmengründer und Vorstand der ConRendit Holding AG info@conrendit.de

. www.conrendit.com

In den vergangenen sieben Jahren hat sich ConRendit als eines der führenden Emissionshäuser im Bereich Containerfonds etabliert und konzipiert nun auch verstärkt Kapitalanlagen im zukunftsweisenden Logistik- und Transportmittelmarkt.


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Kurzmeldungen und Grafiken – Private Equity Cleantech Revolution Die Anzahl der Private-Equity-Firmen, die in Cleantech-Firmen investieren, hat sich fast vervierfacht. Im Jahr 2008 wurden rund sechs Milliarden US-Dollar von Private-Equity-Fonds im Cleantech-Sektor eingesammelt. Das entsprach, trotz der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, fast dem Vorjahreswert von 6,3 Milliarden US-Dollar. Allein Venture-Capital-Fonds sammelten in 2008 rund 3,95 Milliarden US-Dollar ein. Dabei konzentrierten sich die Investoren auf Frühphasen- und Wachstumsfinanzierung. Die Investoren kommen zu 48 Prozent aus Europa und zu 34 Prozent aus Nordamerika. Der Großteil der Private-Equity-Firmen sitzt in

den USA (45 Prozent). 36 Prozent stammen aus Europa.

Ökorenta – Zukunftsenergien I Das vorliegende Angebot ermöglicht Anlegern die Beteiligung an der ÖKORENTA Private Equity I GmbH & Co. KG. Die Anleger beteiligen sich unmittelbar als Direktkommanditisten oder mittelbar über die SG-Treuhand GmbH als Treugeber am Emissionskapital der Fondsgesellschaft. Der als Blind Pool konzipierte Fonds ist eine Kommanditgesellschaft nach deutschem Recht. Er erwirbt, verwaltet und verwertet Unternehmensbeteiligungen und Anteile an Private-Equity-Fonds aus dem Bereich der Umwelttechnologien (Clean Technology), speziell der Erneuerbaren Energien.

The Deal is – No Deal Die Talfahrt der Finanzinvestitionen in Deutschland hat sich auch im ersten Halbjahr 2009 fortgesetzt. Im Vergleich zum zweiten Halbjahr des Vorjahres sanken die Private-Equity-Deals um ein Drittel auf 54; das Transaktions-

volumen nahm ebenfalls um ein Drittel ab und sank auf knapp 2,8 Milliarden Euro. Die Zahl der Exits sank im ersten Halbjahr gegenüber der zweiten Vorjahreshälfte von 34 auf 31. Der Ausstiegsweg über die Börse ist seit Anfang 2008 versperrt, deshalb haben sich wesentliche Parameter des Private-Equity-Geschäfts verändert. Beteiligungsgesellschaften, die zukünftig überleben wollen, müssen sich auf die neuen Gegebenheiten des Marktes einstellen.

Private Equity-Investitionen in Deutschland rückläufig Der deutsche Private Equity-Markt hat im ersten Quartal 2009 die erwartete rückläufige Entwicklung erlebt. Wie der BVK (Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften) mitteilte, haben die Beteiligungsgesellschaften ihre Investitionen deutlich reduziert. Insgesamt wurden nur noch 301 Millionen Euro investiert, das entsprach rund drei Viertel weniger als im ersten Quartal des Vorjahres (1,5 Milliarden Euro). Insgesamt investierten die deutschen Gesellschaften allerdings so wenig wie letztmals im Jahr 2005. weiter auf Seite 14 >>

Investitionen 2009 – Vergleich Branchenstatistik und Marktstatistik 1. Quartal in Millionen Euro

Unternehmen

Investitionen

300,60

303

davon von deutschen Gesellschaften

249,59

285

Investitionen

335,07

328

davon in Deutschland

249,59

285

85,49

43

Marktstatistik

Die Branchenstatistik berücksichtigt alle in- und ausländischen Transaktionen der in Deutschland ansässigen Beteiligungsgesellschaften, die Marktstatistik alle Transaktionen bei deutschen Unternehmen, unabhängig vom Sitz der finanzierenden Beteiligungsgesellschaften.

Branchenstatistik

davon im Ausland

Quelle: PEREP Analytics, 2009

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Ku r z m e l d u ngen Á

Attraktivste Branchen für Investitionen 2009 Energie/Wasser/Umwelt Biotechno./Pharma/Med. Software/IT/Internet Kommunikationstechno. Industrieautomation Maschinen-/Anlagenbau Chemie/Werkstoffe Elektronik/Halbleiter Sonstige Dienstleistungen Venture Capital

Handel/Konsumgüter

Mittelstand

Medien Eisen/Stahl/Leichtmetall

Buy-Outs

Finanzdienstleistungen 0

20

10

30

40

50

60

70

80

Quelle: BVK-Mitgliederbefragung, 2009

Eine weitere Frage betraf die nach Einschätzung der Beteiligungsgesellschaften attraktivsten Branchen im Jahr 2009. Die meisten Nennungen erhielten die Technologiebranchen. Als unangefochtener Spitzenreiter aller drei Marktbereiche kristallisierte sich der Bereich Energie/Wasser/ Umwelt heraus. 70 Prozent der Befragten schätzten diese Sektoren als attraktiv ein. Mit deutlicherem Abstand wurde Biotechnologie/Pharma/Medizin von 41 Prozent genannt, knapp gefolgt von Software/IT/ Internet und Kommunikationstechnologie mit jeweils 33 Prozent.

Fundraising unabhängiger Private Equity-Fonds in Deutschland 5.000

Angesichts des weltweiten Aufschwungs im internationalen Private Equity-Markt konnten die deutschen Beteiligungsgesellschaften mit 4.246 Millionen Euro im Jahr 2007 so viele neue Mittel im Zuge des unabhängigen Fundraisings bei externen Investoren einwerben wie seit dem Boomjahr 2000 nicht mehr. Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise ließ das Fundraising danach nicht nur international einbrechen. Auch hierzulande sank es 2008 um mehr als zwei Drittel auf 1.289 Millionen Euro.

unabhängiges Fundraising in Mio. Euro

4.000

3.000

2.000

1.000

0

1999

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

Quelle: BVK-Mitgliederbefragung, 2009

Stand des aktuellen Fundraisings der Gesellschaften

Start 2. HJ 2009 (5)

Start voraussichtlich 2010 (14)

Zeitplan

Die anderen Beteiligungsgesellschaften sind in ihren Fundraising-Aktivitäten unterschiedlich weit fortgeschritten. Acht Gesellschaften haben bereits mit dem Fundraising für ihren neuesten Fonds begonnen. Weitere acht Gesellschaften planen im Jahresverlauf 2009 zu starten, 14 Gesellschaften erst 2010.

Start 1. HJ 2009 (3)

Fundraising geplant oder gestartet (30)

Fundraising hat begonnen (8)

Quelle: BVK-Mitgliederbefragung, 2009

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 Kur z m el dun ge n

Private Equity in Wartestellung

jahr 2009 602 Millionen Euro investiert. Die Investitionszurückhaltung setzt sich damit, wenn auch gebremst, fort. Lediglich die Buy-Out-Investitionen konnten einen marginalen Zuwachs verzeichnen. Trotz des momentan schwierigen Marktumfeldes geht der BVK von einem Anstieg der Investitionen für das zweite Halbjahr aus. Die Beteiligungsgesellschaften verfügen in Summe über genügend Eigenkapital, das mit Unterstützung der Banken zu Investitionsaktionen führen könnte. Die Banken ihrerseits üben sich

Wie der BVK (Bundesverband Deutscher Kapitalgesellschaften) mitteilt, konnte sich der deutsche Private-Equity-Markt auch im zweiten Quartal 2009 nicht von den anhaltenden Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise abkoppeln. Mit 280 Millionen Euro blieben die Investitionen in Deutschland fast 90 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Auch die Zahl der finanzierten Unternehmen sank von 310 auf 298. Insgesamt wurden in Deutschland im ersten Halb-

jedoch momentan noch in Zurückhaltung. Es fehlen weiterhin insbesondere die großen Finanzierungen. Allerdings sind für das folgende Quartal einige Transaktionen angekündigt, so dass das Ende der Talfahrt in Sicht zu sein scheint.

Tagaktuelle Meldungen zu allen Bereichen im Markt der Geschlossenen Fonds finden Sie auf www.beteiligungsreport.de

Private Equity – Transaktionen 2002 bis 2009 40

150

120 108 98

25

85 78

20

90 80

68

15 10

95

79

54

45 30

29

54

60

39

34

30 5 2,1

5,7

4,8

7,9

13,5 10,0 13,8

17,8

20,8

30,1 20,7

9,5

Stand des aktuellen Fundraisings der Gesellschaften – je Halbjahr 48

50

Anzahl Transaktionen

6 34 3

28 24 2

20

2,8

20

31

25 21 20

16

15

19

16 18

13

22 13

20

19

14

12

6 1. Hj. 2. Hj. 2005 2005

1. Hj. 2. Hj. 2006 2006

1. Hj. 2007

2. Hj. 1. Hj. 2007 2008

60

10

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0

Die wichtigsten Zielbranchen in den letzten zwölf Monaten – nach Transaktionswert

40

13

10 0

4,1

48 3

38

40 30

11,0

1. Hj. 2. Hj. 1. Hj. 2. Hj. 1. Hj. 2. Hj. 1. Hj. 2. Hj. 1. Hj. 2. Hj. 1. Hj. 2. Hj. 1. Hj. 2. Hj. 1. Hj. 2002 2002 2003 2003 2004 2004 2005 2005 2006 2006 2007 2007 2008 2008 2009

2. Hj. 2008

1. Hj. 2009

Im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2008 gab es nur einen leichten Rückgang in den beiden verbleibenden Exit-Kanälen – Exits über Börsengänge sind schon seit Anfang 2008 nicht mehr möglich.

Transaktionswert in Mrd. Euro

0

Seit dem zweiten Halbjahr 2007 ist einkontinuierlicher Rückgang der Transaktionsaktivitäten festzustellen.

9

Transaktionswert*

8 7

Anzahl

50 40

6 5 4

30

3

20

2 1 0

Anzahl Transaktionen

30

Anzahl Transaktionen

Transaktionswert in Mrd. Euro

35

Zahl der Transaktionen sinkt im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2008 um 33 Prozent von 80 auf 54. Der Wert der getätigten Transaktionen* verringert sich ebenfalls deutlich von 4,1 auf 2,8 Milliarden Euro.

10 10

6 3

0

Der Automobil-Sektor ist geprägt vom Einstieg der Aabar Investment PJSC bei der Daimler AG (1,95 Milliarden Euro). Die meisten Transaktionen finden im Industrie- (31) und Consumer- (27) Sektor statt, jedoch mit geringen Transaktionswerten.

* Der Transaktionswert bezieht sich auf veröffentlichte Transaktionen, deren Wert bekannt gegeben wurde. Quelle: Ernst & Young, 2009

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IM P R IM VAT O BEI LEI E QNU I T Y

Private Equity – Mit langem Atem und ruhiger Hand zum Erfolg Das goldene Zeitalter für Finanzinvestoren scheint fürs Erste vorbei zu sein. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young verzeichnet seitdem einen kontinuierlichen Rückgang der Transaktionsaktivitäten, im ersten Halbjahr 2009 sank die Anzahl auf den Stand von 2005, das Volumen reduzierte sich sogar auf ein Fünftel des damaligen Wertes.

>

Gleichzeitig wird das Fundraising, also das Einsammeln neuer Investorengelder, extrem erschwert durch die Zurückhaltung der Investoren. Laut Erhebungen des Branchendienstes Preqin lag es im zweiten Quartal 2009 bei 79,7 Milliarden USDollar und damit 59 Prozent unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die niedrige Investitionsbereitschaft der institutionellen Investoren, also (Universitäts-) Stiftungen, Pensionsfonds und Versicherungen, ist verständlich; sie rührt nicht zuletzt aus deren Portfolio-Richtlinien her, die ihnen nur einen gewissen Anteil an Private Equity-Investments im Portfolio erlauben. Wegen des drastisch reduzierten Wertes der börsennotierten Assets müssen sie nun den Prozentsatz

der wertstabileren Unternehmensbeteiligungen herunterfahren. Zwei Drittel der 107 von Coller Capital im Herbst 2008 befragten institutionellen Private EquityInvestoren gehen davon aus, dass sie im laufenden Jahr ihre Zielallokation in Private Equity überschreiten werden. „Diesen Effekt konnten wir auch in den Jahren von 2002 bis 2004 beobachten“, sagt Peter Welge vom Dachfondsmanager Equitrust und nennt als weiteren Grund für institutionelle Investoren, ihr Engagement in Private Equity herunterzuschrauben, schlichte Liquiditätsprobleme. Für Privatanleger gilt diese Restriktion jedoch nicht, sie könnten im Gegenteil von außerordentlich günstigen Einstiegskonditionen profitieren. Dennoch verzeichneten

Gastautorin: Stephanie v. Keudell Freie Journalistin in Rosenheim, u. a. für AssCompact, fondstelegramm, Fondszeitung, Fonds & Co. keudell-reisach@gmx.de

deutsche Private Equity-Fonds im ersten Quartal 2009 einen Einbruch um 89 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, wie die Quartalserfassung 2009 der Feri EuroRatingServices AG ergab. Denn das Angebot ist derzeit ausgesprochen schmal, nur wenige Initiatoren haben derzeit Venture Capital- oder Private Equity-Fonds in der Platzierung. Damit >>

Private Equity-Fonds haben zahlreiche Varianten Differenzierung nach Investitionstiefe Der Klassiker für Privatanleger ist der Dachfonds. Er investiert wiederum in Zielfonds, sodass der Dachfonds mittelbar an über 100 Unternehmen beteiligt sein kann. Dadurch entsteht eine breite Streuung. Das Gegenteil ist der direkt investierende Zielfonds, der sich unmittelbar Anteile an operativen Unternehmen erwirbt und teilweise sogar im Management mitwirkt. Üblicherweise wird über acht bis zehn Unternehmen gestreut. Das Risiko ist dadurch ungleich höher, wodurch sich aber auch ein möglicher Gewinn potenziert.

Differenzierung nach Finanzierungsphase Wenn ein Unternehmen in der Gründungsphase und der Start-up-Phase – auch Early-Stage-Phase genannt – finanziert wird, sprechen wir von einem Venture Capital Fonds (VC).

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Danach, während Expansion, pre-IPO oder Börsengang, verwendet man den Begriff Private Equity-Fonds (PE). Oft wird auch in dieser Phase von Buy-out-Fonds gesprochen. Hierbei ist das Risiko bei VC-Fonds deutlich über dem der PE-Fonds. Verwirrend ist, dass auch das gesamte Marktsegment Private Equity genannt wird.

Differenzierung nach Branchen oder Ländern Eine weitere Unterscheidung ist möglich nach der Investitionsbranche, wie zum Beispiel Technologie, Dotcom oder Health-Care, aber auch nach Regionen, wie Europa, Asien oder BRIC. -ep-


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verschenken sie Chancen durch antizyklisches Investieren: Die Richtigkeit des Börsianer Mottos „Kaufen, wenn die Kanonen donnern; verkaufen, wenn die Glocken klingen“ lässt sich anhand der Entwicklung von Private Equity-Fonds aus den Jahren 1991 und 1992 sowie 2002 und 2003 im Vergleich zu solchen aus den Boomjahren 1999 und 2000 verdeutlichen: Fonds aus wirtschaftlich schwachen Jahren weisen signifikant höhere Renditen auf. Deshalb erwartet Dr. Martin Hintze, Managing Director bei Goldman Sachs, hoch attraktive Entwicklungen für Fonds, die in den Jahren 2010 und 2011 investieren. Er gibt allerdings zu bedenken: „Die Branche wird ihr Gesicht fundamental verändern.“

Das Renditemodell der Jahre bis 2007 gehört der Vergangenheit an Hochgradig fremdfinanzierte Unternehmenskäufe, die unter Ausnützung des Leverageeffektes bereits nach einigen Monaten bis wenigen Jahren weiter verkauft werden konnten, da die überbordende Liquidität einen erheblichen Anlagedruck ausübte. Denn Kredite zur Finanzierung von Unternehmensübernahmen sind kaum noch erhältlich. „Insbesondere das Segment der großvolumigen Syndizierungen ist nahezu vollständig ausgetrocknet“, konstatiert Hintze.

Umgekehrt bedeutet das Investoren mit komfortabler Eigenkapitalausstattung, dass sie sich bietende Einstiegschancen flexibel wahrnehmen und sich damit einen veritablen Wettbewerbsvorteil verschaffen können. Denn mit der unproblematischen Kreditfinanzierung

ist auch die Ära preistreibender Bieterschlachten um einzelne Zielunternehmen vorüber. Heute sind vielmehr genau angepasste Investitionsstrategien gefragt.

Beispiel mittelständische Unternehmen Für sie nimmt die zurückhaltende Kreditvergabe der Banken bedrohliche Ausmaße an, umso offener werden viele Mittelständler inzwischen gegenüber Finanzinvestoren, die zu flexibler Zusammenarbeit bereit sind. „Für Unternehmen sind insbesondere Minderheitsbeteiligungen in vielen Fällen eine attraktive Finanzierungsalternative“, betont Oliver Weddrien, Geschäftsführer der DZ Equity Partner GmbH. Gefragt ist in der aktuellen Situation nicht der smarte Finanzierungsstrukturierer, sondern der verlässliche Partner auf Zeit mit solidem industriellen Background. Das gilt umso mehr auch für Investitionen in sogenannte „Special Situations“, also Investments abseits der herkömmlichen Wachstumsstrategie. Solche Fonds können hochattraktive Renditen erzielen, allerdings nur, wenn das problemadäquate Wissen nachweisbar vorhanden ist und bereits mehrfach erfolgreich angewandt wurde. Für die Sanierung von Unternehmen mit Managementproblemen sind andere Kompetenzen vonnöten als für ein Investment in Distressed Debt, wo Finanzierungsprobleme gelöst werden müssen. Im Rahmen eines Dachfonds können Privatanleger spezialisierte Segmente mit Venture Capitalund klassischer Wachstumsfinanzierung für Mittelständler kombinieren, ohne das deutlich höhere Risiko direktinvestierender Fonds in Kauf nehmen zu müssen.

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Studie zum Private-Equity-Markt in Deutschland

Finanzinvestoren: Deals auf niedrigstem Niveau seit 2002 Anzahl und Wert der Transaktionen weiter stark gesunken / Nur noch ein einziger Milliarden-Deal / Beteiligungsverkäufe immer schwieriger / Branche auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen / In Zukunft längerfristige Engagements mit geringerem Fremdkapitaleinsatz / Strategische Käufer nutzen ihre Chancen.

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Das Engagement von Finanzinvestoren in Deutschland hat seine rasche Talfahrt im ersten Halbjahr 2009 fortgesetzt. Als Folge der internationalen Wirtschafts-

Autor: Joachim Spill Geschäftsführer der Ernst & Young GmbH Weitere Informationen bei:

Ernst & Young GmbH Mittlerer Pfad 15

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und Finanzkrise fielen die Anzahl und die Werte der Transaktionen auf den niedrigsten Stand seit der ersten Jahreshälfte 2002. Gegenüber dem zweiten Halbjahr 2008 ist die Zahl der Private-Equity-Deals um ein Drittel auf 54 gesunken; das Transaktionsvolumen nahm ebenfalls um knapp ein Drittel auf 2,8 Milliarden Euro ab. Damit sind die Unternehmensverkäufe und -übernahmen seit dem zweiten Halbjahr 2007 kontinuierlich zurückgegangen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young, die den deutschen Private-Equity-Markt untersucht.

Tel. +49 (0) 711 9881 – 0 Fax +49 (0) 711 9881 – 550

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Nur zu einer einzigen Transaktion im Wert von mehr als einer Milliarde Euro kam es noch in den ersten sechs Mona-

ten 2009: Im März zahlte der Staatsfonds Aabar Investment PJSC (Abu Dhabi) 1,95 Milliarden Euro für eine 9,1-prozentige Beteiligung an der Daimler AG. Ansonsten laufen die Geschäfte der privaten Finanzinvestoren eher auf Sparflamme. „Angesichts der immer noch knappen Bankkredite ist die Private-Equity-Branche gezwungen, ihre herkömmlichen Geschäftsmodelle auf den Prüfstand zu stellen“, diagnostiziert Joachim Spill, Leiter des Bereichs Transaction Advisory Services bei Ernst & Young. „Jetzt trennt sich die Spreu vom Weizen. Vorläufig kommen in erster Linie Finanzinvestoren zum Zuge, die ihre Transaktionen mit einem hohen Eigenkapital-Anteil unterlegen können.“ Nicht nur der Mangel an Fremdkapital zwingt zur Neuorientierung. Die Studie >>


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zeigt, dass es für die Investoren auch schwieriger geworden ist, ihre Beteiligungen wieder an den Markt zu bringen. Im ersten Halbjahr 2009 ist die Zahl der Exits gegenüber der zweiten Vorjahreshälfte zwar nur noch geringfügig von 34 auf 31 gesunken. Doch bei den Werten, die schon vom ersten zum zweiten Halbjahr 2008 dramatisch von 5,4 Milliarden Euro auf 0,9 Milliarden Euro gefallen waren, kam es erneut zu einem starken Rückgang um zwei Drittel auf 0,3 Milliarden Euro. Dabei ist ein Ausstiegsweg bereits seit Anfang 2008 völlig versperrt: der Börsengang. Geblieben sind die Verkäufe an andere Beteiligungsunternehmen (secondary buyouts), die ebenfalls sehr viel kritischer an neue Deals herangehen und an strategische Investoren (zumeist Übernehmer aus den jeweiligen Branchen). 19 der 31 Exits in der ersten Jahreshälfte gingen bereits an strategische Käufer, dürften also keine überbordenden Erträge gebracht haben. „Damit haben sich wesentliche Parameter des Private-Equity-Geschäfts drastisch geändert“, stellt Spill fest. „Wie weit das in diesem Jahr zu einer gewissen Marktbereinigung führen wird, ist noch nicht abzusehen.“ Beteiligungsgesellschaften, die überleben wollten, müssten sich auf

jeden Fall auf die neuen Gegebenheiten ihres Marktes einstellen: „Die Zeiten des Geschäfts mit starken Hebeleffekten über eine hohe Verschuldung sind auf absehbare Zeit vorbei.“ In der näheren Zukunft seien Qualitäten gefragt, die eine ganze Reihe von PrivateEquity-Gesellschaften schon seit Jahren erfolgreich eingesetzt hätten, so Spill. „Immer wichtiger wird eine operative Kompetenz, die stark genug ist, die Beteiligungen auf ein neues Ertrags- und damit Wertniveau zu heben. Ebenso wichtig ist ein langer Atem, der es erlaubt, die Beteiligungen so lange zu halten, bis die betrieblichen Prozesse grundlegend geändert sind“, beschreibt Spill die Anforderungen. „Denn eines ist klar: Der Kapitalgeber der Zukunft wird seine Schützlinge über längere Strecken begleiten müssen, will er Erfolg haben.“ Auf mittlere Sicht heiße das: „Die Renditen der Beteiligungsgesellschaften werden sich weiter als bisher denen der strategischen Investoren annähern.“ Die immer geringere Nachfrage der Finanzinvestoren hat die Preise für Unternehmensbeteiligungen bereits so weit sinken lassen, dass starke Unternehmen trotz Krise ihre Chancen nutzen, ihr Leistungsspektrum durch Zukäufe abzurunden

oder zu erweitern. Laut Studie ist die Zahl der strategischen Transaktionen im ersten Halbjahr 2009 nur von 138 auf 130 zurückgegangen, die Summer der Transaktionswerte allerdings um drei Viertel von 24,9 Milliarden Euro auf 6,2 Milliarden Euro1.

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Das Transaktionsvolumen bezieht sich nur auf Trans-

aktionen, deren Wert bekannt gegeben wurde.

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LHI Private Equity Fonds II

Europäischer Mittelstand auf stabilem Kurs Die Finanzkrise hat das Geschäftsmodell großer Buyout-Fonds stark in Mitleidenschaft gezogen, weil die hochgradige Fremdfinanzierung der rekordverdächtigen Megadeals im Volumen von bis zu einer Milliarde Euro und mehr nicht mehr erhältlich ist. Hohe zweistellige Rekordrenditen nach untypisch kurzen Haltedauern gehören damit der Vergangenheit an – gefragt sind in der heutigen Zeit „Steherqualitäten“, die durch reale operative Verbesserungen in den Portfoliounternehmen Mehrwert schaffen und damit Wertsteigerungen generieren.

>

Investoren sind dabei zunehmend an mittelständischen Unternehmen interessiert, die wegen der verschlechterten Fremdfinanzierung deutlich offener für externe Eigenkapitalgeber sind als noch vor wenigen Jahren. Eine Win-Win-Situation also, doch nicht ganz ohne Tücken: Für diese nachhaltige Strategie sind Kompetenzen vonnöten, die viele der Finanzierungsjunkies, die in den letzten Jahren in der Private EquitySzene glitzerten, nie beweisen konnten. Ein Fondsmanagement mit dem nötigen industriellen Background und operativen Erfahrungen kann aktuell von deutlich gesunkenen Einstiegspreisen profitieren und muss sich nicht mehr in preistreibenden Auktionsverfahren um Investitionschancen prügeln. Die Münchner LHI Leasing GmbH hat bei der Konzeption ihres ersten und ihres zweiten Private Equity-Fonds von Anfang an den Investitionsfokus auf mittelständische Unternehmen im europäischen Raum gelegt. Diese Strategie bewährt sich, denn die größten Übertreibungen fanden nicht in der Alten, sondern in der Neuen Welt statt. Mit Access Capital Partners hat die LHI ein kompetentes Management gewonnen, das Zielfonds mit entsprechender Expertise auswählt. Die 18 bisher gezeichneten Beteiligungen haben bislang gut 30 Prozent des zugesagten Kapitals abgerufen und somit noch reichlich Potential, sich bietende Einkaufschancen zu nutzen. Denn in „Krisenjahren“ wie

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2001 und 2002 investierende Fonds weisen signifikant höhere Renditen auf als Private Equity-Investments aus Boomjahren. Zwei Fonds, i2 Capital Partners Fund und Verdoso, konzentrieren sich auf sogenannte „Special Situations“, also Investitionen in Unternehmen außerhalb der Standardsituationen Wachstum, Unternehmensnachfolge oder Management-Buyout. Diese Beteiligungen können derzeit mit hohen Bewertungsabschlägen erworben werden, allerdings gilt für diese Aktivitäten das oben bereits zum Thema „operative Verbesserungen“ Gesagte umso mehr. Spezialisierte Managementteams können in Schieflage geratene Unternehmen wieder aufs rich-

tige Gleis setzen und so attraktive Renditen für ihre Anleger erwirtschaften.

Autor: Alexander Schönle Leiter Publikumsfonds LHI Leasing GmbH Weitere Informationen bei:

LHI Leasing GmbH Bahnhofplatz 1

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Tel. +49 (0) 89 51 20 – 0 Fax +49 (0) 89 51 20 – 2000 info@lhi.de

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Der kleine Unterschied

Erfolgsfaktoren bei Private Equity-Fonds Was sagt man doch über McDonalds: Keiner geht hin, und doch macht er täglich wieder auf. Denn insbesondere Eltern wollen nicht zugeben, dass auch sie gerne mal einen Hamburger verspeisen. In Zeiten der Finanzkrise ist es wahrlich nicht schick, in Private Equity (PE) zu investieren. Und trotzdem legen Institutionelle weiter, teilweise wieder verstärkt, in dieser Assetklasse an. Natürlich unterscheiden sich die Angebote, aber die soliden Fonds sind eine gute und sogar sichere Geldanlage...

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100 %

Zum anderen die Strategie Die Kombination aus dem Private Equity Fund of Fund als deutsche KG in Verbindung mit einer institutionellen Luxemburger SICAR sichert eine klare steuerliche Regelung sowie eine Investition auf institutionellem Niveau. Abgerundet wird das Konzept durch eine Over-Commitment-Strategie, die eine deutlich bessere Kapitalnutzung und eine günstige Kostenstruktur sichert. Das überzeugt auch Analysten. Stefan Appel, Inhaber des Hamburger Analysehaus Check, schreibt in seiner Beurteilung:

„...Erfahrungen belegen, dass die durchschnittliche Abrufquote der konservativ ausgerichteten Zielfonds 10 bis 40 Prozent unter dem gezeichneten CommitmentVolumen erreicht. Microcap 08/09 kann z. B. davon ausgehen, dass durch Überzeichnung bei den Zielfonds von ca. 20 bis 40 Prozent des Commitment-Volumens die Summe der Zielfonds in etwa das tatsächlich beim Investor avisierte Gesamtzeichnungskapital auch abrufen wird....“

Over-Commitment-Effekt

60 %

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Investitionsgrad ohne Over-Commitment-Strategie

80 % Investitionsgrad mit Over-Commitment-Strategie

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Investitionsgrad in Private Equity

100 %

0%

Zum einen das Management Die Feri Institutional Advisors ist einer der erfolgreichsten unabhängigen Vermögensverwalter in Deutschland mit einem umfangreichen Researchteam. Feri richtet seine Anlageentscheidungen nicht nach Trends oder Modeerscheinungen aus. Das zeigt auch der positive Track Record. Der SVF PES IV, der in den von Feri gemanagten Microcap 08/09 investiert, hat einige bekannte institutionelle Co-Investoren. Und: Es gibt keinen weiteren aktuellen PE-Publikumsfonds, der Feri als Manager gewinnen konnte.

Over-CommitmentEffekt Fondsvolumen Microcap 08 / 09

OverCommitmentEffekt

Commitments an Zielfonds

150 %

Commitment-Grad

Die SVF Fonds PES I bis III konnten trotz Finanzkrise zum Stichtag 30. März dieses Jahres alle eine positive Performance seit Auflage ausweisen. Wer einen Blick zur Börse wagt, weiß, was dies wert ist. Aktuell ist der PES IV in der Platzierung, der wieder mit diesen wichtigen Erfolgsfaktoren ausgestattet ist. Es sind oft die kleinen, aber entscheidenden Unterschiede.

0%

„ Die Fondskosten können schneller aus den voraussichtlich schneller erfolgenden Rückflüssen bedient werden, mit der Folge, dass für die Fondskosten aus dem Investitionsvolumen weniger teures Kapital zurückgehalten werden muss.“ Somit bestätigt auch der Analyst unsere Erfolgsfaktoren und belohnt den SVF PES IV mit einer Topnote von 1,5, eine der besten Noten, die je für einen Private Equity-Fonds vergeben wurde.

Appel erklärt das Prinzip in seiner Analyse so: „...Ein Zielfonds wird zu 120 Prozent gezeichnet, der binnen drei Jahren 80 Prozent dieses Commitments abruft. Tatsächliche Kapitalbindung: 96 Prozent. Das OverCommitment-Niveau erreicht bei PES III das ca. 1,4-Fache des Emissionsvolumens.

Autor: Reiner Hambrecht Vorstandsvorsitzender der SVF AG Weitere Informationen bei:

Die Vorteile sind: „ Die Kapitalbindung an das überdurchschnittlich produktiv eingesetzte Kapital des Investors wird erhöht. „ Niedrig verzinste Cash-Bestände aus Vorabeinzahlungen werden reduziert. „ Die Hurdleverzinsung bezieht sich auf ein höheres gebundenes Kapital.

SVF AG Finanzmarkt-Emissionen Rudolf-Wild-Str. 102

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Adve r tor ial

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Eine Ăźberzeugende Erfolgsgeschichte

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Was bedeutet eigentlich eine Auszeichnung fĂźr Fonds? Die einen sehen darin eine Bestätigung ihres jahrelangen Engagements. Die anderen verstehen sie als Belohnung fĂźr herausragende Leistungen und Erfolge. Gleich beides trifft es auf den Punkt. Und so hat auch der erste Platz bei den Venture Capital & Private Equity Awards fĂźr die exklusiv von der Alfred Wieder AG aus MĂźnchen vertriebenen MIG Fonds eine besondere Bedeutung. Umso mehr gilt dies, da Experten und Leser des Ăśsterreichischen Branchenmagazins BĂśrse-Express und Junge Industrie mit dieser Auszeichnung die erfolgreiche Geschäftsverbindung der MIG Fonds und der AfďŹ ris AG wĂźrdigen. Nicht von ungefähr haben die MIG Fonds daher 2008 in Ă–sterreich die MarktfĂźh-

    bei der Preisverleihung des VC/PE-Awards.

rerschaft im Bereich geschlossene Fonds Ăźbernommen, wie die gefĂśx-Marktstudie im Handbuch „Geschlossene Fonds in Ă–sterreich 2008/2009“ zeigt. Dazu wurden in einer repräsentativen Umfrage die erfolgreichsten Fondssegmente, das Ergebnis in den einzelnen Segmenten und die Absatzwege der geschlossenen Fonds ermittelt. Die MIG Fonds beeinussten das Gesamtbild dabei entscheidend. SchlieĂ&#x;lich rĂźckten durch sie nicht nur die Venture Capital-Fonds an die Spitze der Fondssegmente, auch die freien Finanzberater erreichten die fĂźhrende Position im Vertrieb. Ebenso erwies sich die Beteiligung der MIG Fonds an der AfďŹ ris AG bereits zum zweiten Mal als preiswĂźrdig. Schon im April hatte das Geld Magazin die Alfred Wieder AG mit dem Alternative Investment Award 2009 in der Kategorie geschlossene Fonds ausgezeichnet. Verliehen wurde der Award fĂźr den besten Venture Capital Deal des Jahres – ein Deal der AfďŹ ris AG. Und dieser hatte wahrlich fĂźr Aufsehen gesorgt: FĂźr die Rekordsumme von 430 Millionen Euro verkauften die Wiener dem Pharmakonzern GlaxoSmithKline die Rechte an den von ihnen entwickelten Wirkstoffen gegen Alzheimer. Und auch die Erfolge weiterer Beteiligungsunternehmen der MIG Fonds lassen aufhorchen. So beďŹ ndet sich beispielsweise der vielversprechende Wirkstoff Trabedersen der Antisense Pharma GmbH aus Regensburg seit

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Januar dieses Jahres in der Zulassungsstudie. In frĂźheren Studien hatte der Wirkstoff gegen bĂśsartige Gehirntumore bereits zuverlässig und sicher gewirkt. Bestätigt die jetzt laufende Studie diese Ergebnisse, wird Trabedersen als Medikament zugelassen und am Markt eingefĂźhrt. AuĂ&#x;erdem erĂśffnet der neuartige Ansatz der Regensburger enormes Potenzial bei der Bekämpfung anderer Krebsarten wie BauchspeicheldrĂźsenkrebs und schwarzem Hautkrebs. Bereits den Durchbruch geschafft hat in diesem Jahr die Ident Technology AG. Dies gelang dem Unternehmen aus WeĂ&#x;ling bei MĂźnchen durch eine Lizenzpartnerschaft mit der InďŹ neon Technologies AG. Als Lizenzpartner liefert das Beteiligungsunternehmen der MIG Fonds kĂźnftig die Technologie zu Chips fĂźr Spielkonsolen und PC-Peripheriegeräte – zum Beispiel an den Chiphersteller. Die Erfolge der MIG Fonds und ihrer Beteiligungsunternehmen kommen nicht von ungefähr. Vielmehr sind sie die Folge des intensiven Auswahlprozesses, den die Unternehmen vor einem Engagement der MIG Fonds durchlaufen. Nur wenn das Management, ihr Marktpotenzial und die WachstumsmĂśglichkeiten des gesamten Marktes Ăźberzeugen, beteiligen sich die MIG Fonds – und schaffen damit auch die hervorragende Basis fĂźr ihre weitere Erfolgsgeschichte.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.mig-fonds.de oder auch unter www.alfred-wieder.ag


Netzwerkfachtagung am 8. September 2009 in Bad Homburg Kompetenz ist der beste Anlegerschutz ‒ vor allem bei Private Equity

In Zeiten der Finanzkrise ist es wahrlich nicht schick, in Private Equity (PE) anzulegen. Und trotzdem legen Institutionelle weiter, teilweise wieder verstärkt, in dieser Assetklasse an. Natürlich unterscheiden sich die Angebote, aber die soliden Fonds sind eine gute und sogar sichere Geldanlage. Es sind oft die kleinen, aber entscheidenden Unterschiede. Zum einen die Kompetenz des Managements: Die Feri Institutional Advisors GmbH ist einer der erfolgreichsten unabhängigen Anlageberater in Deutschland mit einem umfangreichen Researchteam. Feri richtet sich nicht nach Trends oder Modeerscheinungen aus. Zum anderen die Strategie: Die Kombination aus dem Private Equity Fund of Funds als deutsche KG in Verbindung mit einer institutionellen Luxemburger SICAR sichert eine klare steuerliche Regelung sowie eine Investition auf institutionellem Niveau. Abgerundet wird das Konzept durch eine Over-CommitmentStrategie, die eine deutlich bessere Kapitalnutzung und eine günstige Kostenstruktur sichert. In unserer Netzwerkfachtagung am 8. September 2009 in Bad Homburg im Hause der Feri Finance AG werden Sie von Insidern des Marktes wichtige Hintergrundinformationen erhalten.

Die Agenda: 10:30 Uhr:

Begrüßung durch Reiner Hambrecht (Vorstandsvorsitzender der SVF AG)

10:45 Uhr:

Geschlossene Beteiligungen – Aktuelle Marktsituation und Trends Wolfgang Kubatzki (Mitglied der Geschäftsleitung, Feri EuroRating Services AG)

11:30 Uhr:

Wahlkampfthema Anlegerschutz – Maßvolle Regulierung statt Big Brother – Änderungen im Beratermarkt Edmund Pelikan (Sachverständiger im Finanzausschuss / Herausgeber BeteiligungsReport)

12.15 Uhr:

Offene Diskussionsrunde

12:30 Uhr :

Lunch

13:30 Uhr:

Private Equity – Kompetenz durch institutionellen Managementansatz Dr. Dirk Söhnholz (Managing Partner, Feri Institutional Advisors GmbH)

14:15 Uhr:

Kaffeepause

14.30 Uhr:

Private Equity Fonds – Anlegerorientierung bei der Fondsgestaltung Praxisbeispiele Due Diligence Prozess und Performance Reiner Hambrecht (Vorstandvorsitzender der SVF AG)

15:15 Uhr:

Schlussdiskussion und Zusammenfassung

ca.15:30 Uhr:

Ende der Veranstaltung Die Teilnehmerzahl ist limitiert.

Rückfragen und Anmeldungen unter simone.pfeifer@svf.de oder telefonisch unter +49 6221-539750

SVF AG Finanzmarkt-Emissionen – Rudolf-Wild-Str. 102 – 69214 Eppelheim


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Kurzmeldungen und Grafiken – Erneuerbare Energien Windenergie trotzt der Finanzkrise

Prognosen sind gut – Kontrolle ist besser

zent und zur Versorgung mit Biokraftstoffen mit 6 Prozent bei.

Bereits im Jahr 2005 wurden vom Bundeswirtschaftsministerium Prognosewerte für das Jahr 2030 zu den heute fest verankerten Technologien Windkraft, Photovoltaik und Erdwärmenutzung veröffentlicht, die zum Teil schon zwei Jahre nach der Veröffentlichung übertroffen wurden. Aktuell stellen Erneuerbare Energien einen Anteil von 9,7 Prozent am deutschen Endenergieverbrauch. Zum Stromverbrauch tragen sie mit 15 Prozent, zum Wärmebedarf mit 8 Pro-

Allen Turbulenzen zum Trotz Trotz der aktuellen Turbulenzen und den damit verbundenen Geschäftsengpässen, auch im Bereich der Erneuerbaren Energien, ist der langfristige Ausblick durchaus positiv. Aktuell kommen wieder Nachfrageimpulse von den staatlichen Konjunkturpaketen und vom wachsenden Engagement der Stromversorger. Auch die regionalen Stromversorger tragen entscheidend zur Stabilisierung der Erneuerbaren Energien bei.

Anteil Erneuerbarer Energien am Stromverbrauch bis 2020

Wie der Bundesverband WindEnergie mitteilt, stabilisiert sich der Weltmarkt für Windenergieanlagen 2009 auf sehr hohem Niveau. Deutsche Hersteller und Zulieferer behaupten ihre Spitzenstellung beim weltweiten Ausbau der Windenergie. Der weltweite Gesamtumsatz lag bei etwa 27 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr 2009 wurden 401 Anlagen mit rund 800 Megawatt Gesamtleistung installiert. Insgesamt waren bis Mitte 2009 20.674 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 24.700 Megawatt installiert.

Terawattstunden/Jahr

Bis 2020 wächst der Anteil Erneuerbarer Energien auf 47 Prozent 2007: 618 TWh

700

2020: 595 TWh

600 500

Bruttostromverbrauch

400

Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien

2020: 47 % (278 TWh)

300 2007: 14 % (88 TWh)

200 100 0

2000 `02

`04

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2020

Quelle: Branchenprognose 2020, 1/2009

Durch die von der KfW geförderten Anlagen werden jährlich knapp drei Millionen Tonnen CO2-Emissionen vermieden. In den letzten beiden Jahren konnten die CO2-Emissionen durch die Hilfe der KfW-Programme um rund 7,1 Millionen Tonnen reduziert werden. Dies sind die Ergebnisse des Evaluationsberichtes „Erneuerbare Energien 2008“, den das Stuttgarter Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung im Auftrag der KfW Bankengruppe erstellt hat.

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Preis in Cent/kWH

Energiepreise in Deutschland KfW-Programme treiben Ausbau Erneuerbarer Energien voran

10 Heizöl

Gas

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6

4

2 2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

Juli 2009

Quelle: BMWA, 2003; C.A.R.M.E.N e.V., 2009; Tecson-Digital, 2009; BRENNSTOFFSPIEGEL, 2008


E R N E U E R B A R E E N E RG I E N

Tagaktuelle Meldungen zu allen Bereichen im Markt der geschlossenen Fonds finden Sie auf www.beteiligungsreport.de

Endenergiebereitstellung aus EEG 2008 Die Entwicklung des Jahres 2008 zeigt, dass Deutschland auf dem besten Wege ist, seine anspruchsvollen Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien zu erreichen. Im Vergleich zu 2007 (9,8 %) ist der Anteil der Erneuerbaren Energien an der gesamten Endenergiebereitstellung zwar trotz absolutem Zuwachs geringfügig auf 9,7 % zurückgegangen. Grund hierfür ist aber neben dem Rückgang beim Biokraftstoffabsatz vor allem auch der witterungsbedingt gegenüber dem Vorjahr angestiegene Wärme- und damit Endenergieverbrauch (EEV). Dieser lag 2007 aufgrund des milden Winters mit 8.585 PJ deutlich unterhalb - 11- der Werte der Vorjahre, was zu einem überproportionalen Anstieg des Anteils der Erneuerbaren am EEV geführt hatte und sich im Jahr 2008 wieder relativierte.

1,1 % Geothermie 1,7 % Solarthermie 1,7 % Photovoltaik

42,9 % biogene Brennstoffe, Wärme

11,0 % biogene Brennstoffe

17,0 % Windenergie 8,8 % Wasserkraft

15,8 % biogene Kraftstoffe

Quelle: BMU, April.2009

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E R N E U E R B A R E E N E RG I E N

Einnahmesicherheit in der Krise

Photovoltaikfonds vor Solaraktien im Vorteil Der Optimismus, den die Hersteller von Solarmodulen noch auf der Intersolar, der weltgrĂśĂ&#x;ten Fachmesse fĂźr Solartechnik, im Mai versprĂźhten, bestätigt sich nicht. Q-Cells, der grĂśĂ&#x;te Solarzellenhersteller der Welt, klagte gerade Ăźber den weiteren AbsatzrĂźckgang und den anhaltenden Preisverfall fĂźr Solarzellen. Doch das ist eher eine gute Nachricht fĂźr die geschlossenen Fonds, die in Solarparks investieren...

>

Denn die bekamen in der Vergangenheit den starken Preisanstieg zu spßren. Derzeit sehen sich die geschlossenen Photovoltaikfonds aber in jeder Beziehung auf der Sonnenseite. Die Vertriebe erwarten fßr New Energy im Jahr 2009 ßberwiegend hÜhere Platzierungszahlen als im Vorjahr – und New Energy ist derzeit vor allem Photovoltaik.

in Vorbereitung. Die Fonds sind mit dem Markteintritt der Big Player volumenmäĂ&#x;ig grĂśĂ&#x;er geworden und fĂźr den Vertrieb interessanter – auch dies ist ein Unterschied zu den frĂźheren Windkraftfonds. Allerdings: Noch ist das Volumen insgesamt zu klein, um einen Ausgleich fĂźr den allgemeinen AbsatzrĂźckgang bei geschlossenen Fonds zu schaffen.

FĂźr die Photovoltaik spricht in der aktuellen Wirtschaftskrise vor allem die Einnahmesicherheit durch die EinspeisevergĂźtung. Welche andere Fondskategorie kann einigermaĂ&#x;en verlässlich seine Einnahmen kalkulieren, wenn die Anlagen wie prognostiziert ihren Strom erzeugen?

Zuweilen lässt es sich allerdings nicht vermeiden, dass die Solarfonds zumindest bei der Auegung ein Blind Pool Konzept aufweisen, das bei Anlegern und Vermittlern nicht gut ankommt. Auch der Hinweis, dass die Blind Pools von den fallenden Preisen fĂźr Solarmodule proďŹ tieren kĂśnnen, Ăźberzeugt offenbar nicht. Die Solarparks, in die investiert wird, sind weitgehend oder in vollem Umfang bekannt beim Soles 21 von Voigt & Collegen, HCI und wohl auch beim angekĂźndigten DCM Solar Fonds 3, der wohl wieder wie der DCM Solar Fonds 1

Auch die GroĂ&#x;en wie DCM, Hannover Leasing, KGAL und MPC, die sich bei Windenergie zurĂźckgehalten haben, mischen bei der Photovoltaik kräftig mit. Aktuell ist HCI mit einem PhotovoltaikFonds auf dem Markt, DCM hat einen

Der MPC-Solarpark in CalviĂ , Mallorca.

Gastautor: Dr. Leo Fischer Freier Wirtschaftsjournalist in KĂśln "/+ - "  6;

in Spanien und Deutschland investieren wird. Gerade konnte die CHORUS CleanTech Solar 1. KG durch einen Vertrag mit der a+f GmbH, WĂźrzburg, einem Unternehmen der Gildemeister-Gruppe, seine Investionen in Italien festzurren. Italien steht zusammen mit Spanien im Fokus der Solarfonds. In Spanien und Italien investiert auch der Soles 21, die frĂźheren Privatplatzierungen wurden dabei mitgerechnet. Voigt & Collegen dĂźrften damit der MarktfĂźhrer sein, der sich bislang ganz auf Photovoltaik fokussiert hat. Wie schon im Namen zum Ausdruck kommt, beteiligt sich der Trend CapitalFonds „Sonne Italiens“ an einem Solarkraftwerk in Italien (bei Turin). Der WOC Nachhaltigkeitsfonds 02 investiert in ein Portfolio aus Solarkraftanlagen in Spanien, die noch nicht alle identiďŹ ziert sind. FĂźr Italien und Spanien spricht die attraktive EinspeisevergĂźtung und die hohe Zahl der Sonnentage. Griechenland gilt auf Grund der vielen Sonnentage und einer gĂźnstigen EinspeisevergĂźtung ebenfalls als attraktiv, aber die Genehmigungen lassen auf sich warten. Der HCI Energy 1 Solar, der erste New-Energy-Fonds des Hauses, hat Anlagen in Deutschland erworben, fĂźhrt aber ins Feld, dass die beiden Parks auch mit einem entsprechenden Preisabschlag erworben werden konnten.

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Verkaufsprospekt abakus balance GmbH & Co. 3. KG

2008

»Schiffahrts Investment I«

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Renditefonds 75

abakus balance 3 Investiert in unterschiedliche Gattungen (Märkte) wie Transport und Logistik, Umwelt und Energie, Versicherungen, Immobilien und Unternehmensbeteiligungen

GEBAB Ocean Shipping II Investiert in ein Containerschiff mit 2.700 TEU und zwei HandysizeProduktentanker.

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HCI SHIPPING OPPORTUNITY Investition in Seeschiffe und / oder Anteile an Schiffsgesellschaften.

KÖNIG & CIE. »Schiffahrts Investment I« Beteiligung an Seeschiffen aus unterschiedlichen Schifffahrtsbereichen, vorrangig Tanker, Bulker und Containerschiffe.

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CVX]]Vai^\Z@Ve^iVaVcaV\Zc

ÖkoRenta Zukunftsenergien I Investitionsfokus liegt auf dem Erwerb, der Verwaltung und Verwertung von Unternehmensbeteiligungen und Anteilen an Private Equity-Fonds aus dem Segment Umwelttechnologien.

NMI New Energy Holz Der Fonds investiert in neu zu bauende Holzheizkraftwerke in Deutschland.

SHEDLIN Portfolio Fund 2 Investition in 16 Einzelinvestments, 12 verschiedene Assetklassen in über 10 verschiedenen Ländern weltweit.

SVF Private Equity Select IV Der Fonds ermöglicht, mittelbare Beteiligungen an über 100 vom Anleger selbst ausgewählten Unternehmen zu erwerben.

Leserservice – Fax an 0871 430 633 11

Name

Bitte schicken Sie mir kostenfrei folgenden Fondsprospekt zu. Wir reichen Ihre Adresse direkt an den Initiator weiter.

Vorname

abakus balance 3 GEBAB Ocean Shipping II HCI SHIPPING OPPORTUNITY

Straße PLZ / Ort Email Datum

KÖNIG&CIE. »Schiffahrts Investment I« ÖkoRenta Zukunftsenergien I

Unterschrift

NMI New Energy Holz SHEDLIN Portfolio Fund 2 SVF Private Equity Select IV

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Ich bin FDL

Anleger


E R N E U E R B A R E E N E RG I E N

Energieerzeugung aus Holz

Investieren mit gutem Gewissen Jahrtausendelang nutzten die Menschen Holz als Energieträger. Erst im vergangenen Jahrhundert wurde Holz durch fossile Brennstoffe wie Kohle, ErdĂśl und Erdgas weitgehend abgelĂśst. Doch diese Brennstoffe sind nicht nur umweltschädlich und teuer, sondern vor allem auch endlich. Daher erlebt die Energiegewinnung aus Holz eine Renaissance, und die NMI Capital bietet Anlegern die MĂśglichkeit, bereits ab 10.000 Euro von den vielen Vorteilen des Fonds NMI New Energy Holz mit gutem Gewissen nachhaltig zu proďŹ tieren.

>

Eckdaten ENERGIEFONDS Fondsname: NMI New Energy Holz Initiator: NMI Capital GmbH Investitionsgegenstand: Der Fonds investiert in neu zu bauende Holzheizkraftwerke in Deutschland. Eigenkapitalvolumen: 15 Mio. Euro Laufzeit: Bis zum 31.12.2024 Mindestbeteiligung: 10.000 Euro zzgl. 5 % Agio Geplante Auszahlungen: 8 % p. a. steuerfreie Auszahlungen bis Ende 2022 zu erwarten Besonderheit: „`q ==  +5{

prospektiert „

Š Kohlbach Holding GmbH

Das Konzept Der Fonds NMI New Energy Holz investiert in neu zu bauende Holzheizkraftwerke in Deutschland. Das Geschäftsmo-

Autor: Dipl.-Kfm. Andreas Brinke Geschäftsfßhrer der NMI Capital GmbH Weitere Informationen bei:

NMI Capital GmbH Cremon 36

. 20457 Hamburg

dell ist ebenso transparent wie bewährt: Kommunen liefern in groĂ&#x;en Mengen Holzabfälle, zum Beispiel aus der Landschafts- und Waldpege. Aus der CO2neutralen Verbrennung dieses nachwachsenden Brennstoffes entsteht Strom und Wärme. Der „grĂźne Strom“ wird fĂźr 20 Jahre zu gesetzlich garantierten Preisen in das Ăśffentliche Netz eingespeist. Die produzierte Wärme wird an ganze Wohn- bzw. Gewerbegebiete oder einzelne GroĂ&#x;betriebe auf Grundlage 20-jähriger Lieferverträge abgegeben.

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Der Fonds arbeitet mit der HOCHTIEF

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Energy Management GmbH zusammen, einer Tochter des internationalen Baukonzerns HOCHTIEF, die die Kraftwerksanlagen des Fonds baut und betreibt. HOCHTIEF als Betreiber gibt dem Fonds fßr die gesamte Laufzeit eine Betriebskostengarantie. HOCHTIEF ist zudem fßr den kompletten Brennstoffeinkauf verantwortlich. Eventuell steigende Brennstoffkosten werden auf Grundlage 20-jähriger Lieferverträge ßber den Wärmepreis eins zu eins an die Wärmeabnehmer weitergegeben und stellen so fßr den Fonds kein Risiko dar. Des Weiteren garantiert HOCHTIEF die Verfßgbarkeit und Leistung der Anlagen ßber die gesamte Fondslaufzeit.

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Kurzmeldungen und GraďŹ ken – Immobilien Drei-Säulen-Modell fĂźr nachhaltige Immobilien

Hotelinvestmentvolumen liegt damit bei 83 Prozent.

gast-Instituts schnitt die Motel One-Gruppe zum zweiten Mal nacheinander mit der Bewertung „AAA“ ab.

IPD - Performance-Analyse Die Renditen kleinerer BĂźroobjekte in Deutschland sind oftmals hĂśher als die grĂśĂ&#x;erer. Auch im europäischen Vergleich bestätigt sich dies. GroĂ&#x;britannien und die Schweiz bilden die Ausnahmen. Der optimale Wirkungskreis beďŹ ndet sich auf dem Niveau von 2.500 Quadratmetern.

Neue Finanzierungsformen fĂźr den Weg aus der Kreditklemme

Vor dem Hintergrund der weltweiten Klimaveränderungen werden nachhaltige Immobilien immer mehr zum beherrschenden Thema. Auf der Rangliste der KlimasĂźnder liegt die Immobilienwirtschaft noch vor den Autos und der Industrie. Auf den Bau, Betrieb und Abriss von Gebäuden entfallen in den OECD Ländern 25 bis 40 Prozent des Energieverbrauchs, 30 Prozent des Rohstoffverbrauchs und 30 bis 40 Prozent der Emission von Treibhausgasen. Die LĂśsung fĂźr dieses Problem sehen Experten in „Nachhaltigen Gebäuden“.

Der Hotelmarkt in Deutschland im ersten Halbjahr 09

Die Finanzkrise hat global zu einer Kreditunterversorgung der Realwirtschaft und einer tief greifenden Rezession gefßhrt. Fßr die Immobilienwirtschaft bedeutet dies, dass bei Neugeschäften der Kreditrahmen stark eingeschränkt ist. Fßr 30 bis 45 Prozent des Finanzierungsrahmens wßrden demnach keine Darlehen mehr zur Verfßgung gestellt. Diese Finanzierungslßcke kann kßnftig nur durch alternative Finanzierungsformen geschlossen werden. Mezzanine-Kapital, Private Equity oder opportunistische Investitionen kÜnnten eine Renaissance erleben.

Low -Budget-Hotels gewinnen an Beliebtheit Einer der Anbieter von Budget-Hotels ist die Motel One-Gruppe. Ihr Konzept ist denkbar einfach: Preiswerte Ăœbernachtungen in Verbindung mit innovativem Lifestyle. Im aktuellen Ranking des Treu-

Tokio teurer als London und Moskau Die weltweiten Finanzzentren sind besonders stark von der derzeitigen Finanzkrise und dem daraus verursachten Nachfragerßckgang nach Bßroächen betroffen. Im Durchschnitt gingen die Raumkosten der 170 untersuchten Metropolen um 2,8 Prozentpunkte zurßck. Tokios Inner Central ist mit Raumkosten von umgerechnet 124,30 Euro pro Quadratmeter und Monat am teuersten, gefolgt vom Londoner Westend mit 116,85 Euro pro Quadratmeter und Monat.

Jones Lang LaSalle : Direktinvestitionen in europäische Gewerbeimmobilien stabilisieren sich Die Volumina blieben niedrig, weil die Schere zwischen Gebot und Angebot aufgrund der Preiserwartungen und WĂźnsche der EigentĂźmer in einigen Märkten stark auseinanderklaffte. Gleichzeitig sorgten die RĂźckgänge der Kapitalwerte dafĂźr, dass die Preise fĂźr eigenkapitalstarke Investoren sehr attraktiv waren. Der Markt scheint momentan von vermĂśgenden Privatinvestoren sowie Playern, die Ăźber ein hohes MaĂ&#x; an Eigenkapital verfĂźgen, geprägt zu sein. FĂźr ertragssichere Anlagen herrscht keine Eigenkapitalverknappung.

Die Performance des inländischen Hotelmarktes schwächelt. Der Investmentmarkt wies im ersten Halbjahr dieses Jahres ein Volumen von rund 90 Millionen Euro auf. Bis Ende Juni wurden lediglich vier Einzeltransaktionen getätigt. Der Portfoliobereich lag komplett still. Das Minus im

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Leerstandsquote in %

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Leerstandsquote Spitzenmietindex

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Mietindex 2004 = 100

Europas Mietmärkte (20 Standorte)

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Tagaktuelle Meldungen zu allen Bereichen im Markt der geschlossenen Fonds finden Sie unter www.beteiligungsreport.de

Immobilienuhr 2. Quartal 2009 Europa steckt weiterhin inmitten einer tiefen Rezession. Auch wenn es erste Anzeichen einer Verbesserung des Geschäfts- und Konjunkturklimas gibt, wird bis weit in 2010 hinein wohl keine nachhaltige Erholung einsetzen. Die Spitzenmieten für Büroflächen sind weiter gefallen, langsamer allerdings als zu Anfang des Jahres. Der europäische Mietpreisindex von Jones Lang LaSalle, basierend auf der gewichteten Mietpreisentwicklung von 24 Index-Städten*, ist im 2. Quartal um 4,6 Prozent gesunken. Im Jahresvergleich liegen die Spitzenmieten durchschnittlich 15,4 Prozent niedriger als Ende Juni 2008. Die meisten europäischen Märkte verzeichneten Mietpreisrückgänge, vorneweg einmal mehr Moskau mit einem Rückgang der Spitzenmieten innerhalb der letzten drei Monate um 30 Prozent, gefolgt von Dublin (-18 Prozent) und Madrid (-10 Prozent). In Moskau sind die Spitzenmieten nun 63 Prozent niedriger als vor einem Jahr – ein Rekordverlust – gefolgt von London (-32 Prozent). Beide Märkte haben im 2. Quartal die 3-Uhr Posi-

Budapest, Luxemburg

Düsseldorf, Rom Stuttgart

Edinburgh, Lissabon, Prag Amsterdam, Hamburg Barcelona, Bukarest, Kopenhagen, Istanbul, Mailand, München Athen, Frankfurt, Helsinki, Lyon, Madrid Oslo, Stockholm

Verlangsamtes Mietpreiswachstum

Beschleunigter Mietpreisrückgang

Berlin, Dublin Paris Brüssel, St. Petersburg London West End, London City, Moskau Kiew

Beschleunigtes Mietpreiswachstum

Verlangsamter Mietpreisrückgang

Warschau

Quelle: Jones Lang LaSalle Europäische Büroimmobilienuhr Q2 2009

tion erreicht, den Höhepunkt fallender Mieten. Im Jahresvergleich liegen die Spitzenmieten nur noch in den IndexStädten Amsterdam (+1,5 Prozent) und Prag (+2,3 Prozent) im positiven Bereich. Auch in Stuttgart lag die Spitzenmiete noch höher als vor einem Jahr (+2,9 Prozent). Stabile Mieten im Jahresvergleich

verzeichnen von den Index-Städten noch Düsseldorf, Edinburgh und Utrecht. In Anbetracht des derzeitigen Drucks auf die Spitzenmieten sind die Incentives weiter gestiegen bzw. auf anhaltend hohem Niveau, wodurch sich die Schere zwischen Spitzen- und Effektivmieten in vielen Märkten weiter geöffnet hat.

* Der Index umfasst die Städte Amsterdam, Barcelona, Berlin, Brüssel, Budapest, Den Haag, Dublin, Düsseldorf, Edinburgh, Frankfurt, Hamburg, London, Luxemburg, Lyon, Madrid, Mailand, Moskau, München, Paris, Prag, Rotterdam, Stockholm, Utrecht und Warschau.

Europas Anlagemärkte (Auswahl)

Das Analysehaus Feri EuroRating Services untersuchte Immobilienstandorte in Europa nach den Kriterien Ertrags- und Risikopotenzial. Ergebnis: In den Niederlanden winken Investoren die höchsten Erträge bei dem niedrigsten Risiko.

Auf Europas Anlagemärkten für Gewerbeimmobilien ging das Transaktionsvolumen im ersten Quartal 2009 aufgrund der restriktiven Kreditvergabebedingungen und der Versicherung der Investoren auf 11 Milliarden Euro zurück (Deutschland 1,7 Milliarden Euro). Der Anstieg der Anfangsrenditen für Spitzenbüroobjekte hat sich dagegen nach der scharfen Korrektur im Vorquartal deutlich verlangsamt (Ausnahmen: Osteuropa, Spanien).

Umsatz in Mrd. Euro

80

POY Paris POY London

6

60 5 40 4

20 0

Quelle: Feri EuroRating Services, 2009

Umsatz Ø-POY Dtld.

2006

2007

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Prime Office Yield (POY) in Prozent

Geringes Risiko

2009

Quelle: IVG Research, Q1/2009

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Die richtige Zukunftsstrategie mit einem bewährten Partner und einem nachweisbar erfolgreichen Konzept Positive Tendenz – Erneute Umsatzsteigerung

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Man traut sich ja kaum, es zu sagen: Aber trotz der trüben Aussichten am Finanzmarkt und der Abschwächung der Wirtschaft konnte die Tübinger fairvesta Unternehmensgruppe ihren Umsatz zum Vorjahr noch einmal steigern. 25 Millionen Euro Eigenkapital erzielte fairvesta bei Anlegern alleine bis zum 30. Juni – eine positive Tendenz, die Otmar Knoll als Vertriebsbeauftragter der fairvesta insbesondere zwei Punkten zuschreibt: dem richtigen Produkt mit nachgewiesener Leistungsbilanz und der richtigen Vertriebsstrategie.

Stichwort Leistungsbilanz fairvesta hat aktuell ihre fünf letzten Fonds analysiert. Anhand repräsentativer Beteiligungen aus den jeweiligen Fonds wurde – ausgehend vom Mittelpunkt der Platzierung – die Entwicklung des seinerzeitigen Beteiligungsbetrages zum heutigen Vermögenswert (Stichtag 31. Dezember 2008) dargestellt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und dürfte auch im Wettbewerbsumfeld für Aufmerksamkeit

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sorgen. Denn im Durchschnitt erzielten die Fonds eine jährliche Rendite zwischen 8,2 Prozent und 17,78 Prozent. Dies sogar nach Steuern. Die tatsächlichen Renditen liegen damit deutlich über diesem Wert. Zudem wurden alle Vorabausschüttungen von 6,5 Prozent pro Jahr tatsächlich erwirtschaftet und den Anlegern als steuerfreie Einnahmen zur Verfügung gestellt. Betriebsprüfungen kommen nämlich zu dem Ergebnis, dass fairvesta die Anlaufverluste zu Recht als Kosten verbucht hat und damit die Ausschüttungen steuerfrei sind. Kennen Sie viele Fonds, die auf derartige Ergebnisse verweisen können?

Vertriebsstrategie – Lizenzpartnersystem Auch im Hinblick auf die Vertriebsstrategie schlug fairvesta zum Jahreswechsel ei-

Autor: Robert Krüger-Kassissa freier Journalist in Berlin

nen neuen Kurs ein. Für Otmar Knoll war klar, dass eine neue Situation am Markt auch eine neue vertriebliche Ausrichtung braucht. Künftig dürfen die Produkte der fairvesta Group AG nur noch über Exklusivpartner angeboten werden, die dem Lizenzpartnersystem von fairvesta angehören. „Unser neues Lizenzpartnersystem hat sich voll durchgesetzt“, meint Knoll. Das Lizenzpartnersystem zeichnet sich durch ein flaches, vertikales Vertriebssystem aus, ohne vor- und nachgelagerte Kostenstrukturen. Die fairvesta Academy, die für die Fortbildung verantwortlich ist, setzt ausschließlich auf die Qualifizierung >>

Otmar Knoll, Vertriebsbeauftragter der fairvesta, sieht die richtige Produktauswahl – mit nachgewiesener Leistungsbilanz – und eine richtige Vertriebsstrategie als Grundlage für den Erfolg.


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Die künftigen fairvesta-Produktreihen Chronos, Lumis und Mercatus. „ Bei Chronos, der konservativsten Investitionsstrategie, wird in hochwertige Wohn- und Gewerbeimmobilien investiert, die deutlich unter Verkehrswert am deutschen Markt erworben werden. Der Verkauf erfolgt in der Regel nach zehn bis zwölf Jahren, so dass eine steuerfreie Rendite entsteht. Bis dahin profitieren die Investoren zusätzlich von attraktiven Mieterträgen. Der Ankauf erfolgt dabei maximal zum 12,5-fachen des Immobilienpreises, was einem Mietertag von mindestens acht Prozent entspricht. Der für September 2009 vorgesehene Fonds wird mit 50 Prozent durch Fremdkapital finanziert. Die Beteiligungsdauer beträgt zehn Jahre. Die Mieterträge werden während der Laufzeit für Rückstellung und Tilgung des Darlehens verwendet. Dadurch erhalten Investoren den Zugang für eine weitestgehend entschuldete Immobilie als Kapitalanlage. Die Investoren entscheiden nach Ablauf von zehn Jahren über den Weiterverkauf oder die Bestandsverlängerung der Immobilie. „ Bei Lumis, einer Beteiligung mit 25 Millionen Euro Eigenkapital, liegt der Schwerpunkt auf internationalen Ferienimmobilien der Luxusklasse, die aufgrund besonderer Marktzugänge unter Verkehrswert erworben werden. Diese Objekte werden den neuesten Ansprüchen angepasst, als Ferienhäuser vermietet, können aber auch erworben werden. fairvesta unterstellt in der Kalkulation eine Haltedauer von vier bis sechs Jahren. Kürzere Verkaufszyklen sind aber durchaus denkbar. Auch hier handelt es sich um einen reinvestierenden Fonds in einem am stärksten wachsenden Immobiliensegment. „ Bei Mercatus, der progressiven Investitionsstrategie, werden künftig dieselben sehr erfolgreichen Strategien der Fonds fairvesta I bis VI fortgesetzt. Das bedeutet, es werden ausschließlich deutsche Qualitätsimmobilien aus Bankenverwertung und Zwangsversteigerung erworben, deren Kaufpreis deutlich unter dem amtlich festgestellten Verkehrswert liegt. Diese werden dann schnellstmöglich – z. B. im Zyklus von etwa drei Jahren – mit Gewinn weiterveräußert.

der Lizenznehmer. Grundsätzlich fallen jedoch keine Lizenzgebühren an.

Investitionsstrategie – Immer mit Sachwertgedanken Auch produktseitig geht fairvesta ab sofort neue Wege und hat sich breiter aufgestellt. Insgesamt gibt es dabei neben der aktuell noch angebotenen sechsten Fondsbeteiligung künftig drei weitere In-

vestitionsstrategien mit unterschiedlichen Ausrichtungen – aber immer mit dem Sachwertgedanken. Im Unterschied zu konventionellen Immobilieninvestments profitieren Anleger dabei von kürzeren Handelsintervallen: So werden die Immobilien nicht wie üblich erst nach rund 20 Jahren, sondern je nach Exit-Strategie bereits nach etwa drei, fünf oder zehn Jahren weiterveräußert, und damit wer-

den wesentlich häufiger Handelsgewinne realisiert. Die kontinuierliche Reinvestition des Kapitals führt dabei zu überdurchschnittlichen Renditechancen.

Die fairvesta-Gewinnformel bringt es auf den Punkt Gewinn = (Verkaufserlös – Einkaufspreis + Mietertrag) x Häufigkeit

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Mit Sicherheit zu mehr Rendite

Der richtige Mix macht’s Die Finanzkrise hat viele Anleger verunsichert – Sicherheit und Stabilität stehen für sie derzeit im Vordergrund. Wer trotzdem nicht auf Rendite verzichten will, für den empfiehlt sich die Beimischung von alternativen Anlageklassen im Portfolio. Insbesondere geschlossene Fonds entwickeln sich weitgehend unabhängig von den Ereignissen an den internationalen Finanzmärkten und erwirtschaften auch in Krisenzeiten stets konstante Renditen.

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Obwohl verschiedene Studien belegen, dass rund die Hälfte des Portfolios aus geschlossenen Fonds bestehen sollte, sieht die Realität meist anders aus. Hauptgrund dafür sind die hohen Mindestanlagesummen von 10.000 bis 15.000 Euro pro Anteil – denn um ein breit diversifiziertes Portfolio durch Einzelinvestments zu erreichen, müssten Privatanleger sehr hohe Summen investieren. Hinzu kommen die Analyse und Auswahl der einzelnen Investments sowie ein hoher Verwaltungsaufwand.

Allocation nach Branchen

Quelle: SHEDLIN Capital AG

Breite Streuung, geringes Risiko Eine Alternative bieten geschlossene Dachfonds wie der SHEDLIN Portfolio Fund 2, der in insgesamt 16 Einzelinvestments, 12 verschiedene Assetklassen in über 10 Ländern weltweit investiert. Die Anleger erhalten neben dem kompletten Vermögensmanagement auch eine breite Streuung über attraktive Anlageklassen wie Immobilien, Infrastruktur, Flugzeugleasing, Rohstoffe, Private Equity, LV-Zweitmarkt sowie Health Care – und nehmen so an der positiven Entwicklung jeder einzelnen Anlageklasse teil. Zudem werden über 40 Prozent des Volumens in institutionelle Fonds investiert.

Kein Blind-Pool-Konzept Neben einer hohen Diversifikation spielen aber auch die richtige Auswahl, Gewichtung und Korrelation der Investments

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eine wichtige Rolle, um aus einem gestreuten Portfolio ein rentables Portfolio zu machen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Dachfonds stehen die Zielinvestments beim SHEDLIN Portfolio Fund 2 bereits zum Zeitpunkt der Auflage fest. Erste Investments können somit schnell vorgenommen und höhere Renditen für die Anleger erzielt werden.

Fonds und Märkte untereinander berechnet, um so das bestmögliche Rendite-Risiko-Profil der Investitionen im Verhältnis zueinander zu erzielen. Auch in unruhigen Börsenzeiten können somit stabile Erträge erwirtschaftet werden, die das gesamte Portfolio stabilisieren.

Autor: Robert G. Schmidt Vorstandsvorsitzender der SHEDLIN Capital AG Weitere Informationen bei:

Renditesteigerung durch Asset Allocation Die Auswahl der Zielfonds erfolgt im Rahmen eines mehrstufigen Prüfungsverfahrens, wo die einzelnen Fonds und ihre Emissionshäuser genau analysiert werden. Darüber hinaus wird die Korrelation der

SHEDLIN Capital AG Breslauer Straße 396

. 90471 Nürnberg

Tel. +49 (0) 911 519 429 – 90 Fax +49 (0) 911 519 429 – 99 info@shedlin.de

. www.shedlin.de


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In Krisenzeiten steigen andere aus.

Wir steigen ein! Durch die schwierige Situation auf den Kreditmärkten geraten zahlreiche Unternehmen trotz eines langfristig tragfähigen Geschäftsmodells in finanzielle Schwierigkeiten. Die Einstiegspreise sind günstig wie nie. Die Zuführung frischen Eigenkapitals, verbunden mit dem Management Know-how ausgewiesener Sanierungsspezialisten sichert die Fortführung des Unternehmens und birgt ein enormes Potenzial für außergewöhnliche Wertsteigerungen. Nutzen Sie dieses einmalige Chancenpotenzial und informieren Sie sich über unser aktuelles Angebot!

38#4QFDJBM.BSLFU'POETt4QFDJBM4JUVBUJPOT unter www.rwb-ag.de

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Kurzmeldungen und Grafiken – Schiffe Auf den Markteinbruch folgt die Pleitewelle

Bad Bank für Schiffe

Der Welthandel nimmt den Schiffen die Beschäftigung und treibt erste Schiffsfonds in die Pleite. Das Manager-Magazin spricht von einem Umsatzrückgang von 74 Prozent, den der Verband für Geschlossene Fonds (VGF) für den Zeitraum zwischen dem ersten Quartal 2008 und dem ersten Quartal 2009 ermittelt hat. Auch die Nachfrage nach geschlossenen Schiffsfonds ist dramatisch zurückgegangen.

Intakte Story Viele Experten gehen davon aus, dass der weltweite Containerumschlag wächst. Prognose Containerumschlag 1000

in Millionen TEU

800 600 Prognose korridor OSCI

400 200 0

1990 95

2000

05

10

15

2020

Quelle: Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik

Gefährliche Ladung Die Schiffsfinanzierer mit den höchsten ausstehenden Schiffskrediten: HSH Nordbank

58,0 36,0

DnB Nor

30,0

RBS Deutsche Schiffsbank

22,9 20,7

KfW Nordea

19,5

Calyon

18,7

Commerzbank

14,6

BTMU

13,0

0

10

20

30

40

50

60

in Milliarden Dollar

Quelle: Marine Money, Ende 2008

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Positive Bilanz für Mehrzweckschwergutschiffe Projekt- und Schwergutschiffe behaupten sich in Krisenzeiten. Aufgrund ihrer bordeigenen Schwerlastkranen sowie ihrer Bauweise für überdimensionale und besonders schwere oder sperrige Güter werden die hochmodernen Mehrzweckschiffe grundsätzlich langfristig angelegt.

Neuer Index für Schiffsinvestitionen Die Börsen Hamburg und Hannover veröffentlichen ab heute den SFI TKL.SHIP FUND INDEX. Mit dem Index sollen die Portfoliomanager eine von einem unabhängigen Berater ermittelte Benchmark erhalten, die zugleich Unterstützung bei der Portfoliooptimierung liefern soll. Veröffentlicht wird der SFI-Schiffsindex auf der Homepage www.boersenag.de unter der Rubrik „Maritime Investments“.

Zeit für Schnäppchenjäger

16,1

DVB

Wie diverse Fachzeitschriften in den beiden Tagen berichteten, planen deutsche Schiffseigner und Banken die Gründung einer Auffanggesellschaft für Schiffe. Die Gesellschaft „Baltic Max Feeder GmbH“ soll bis zu 500 Containerfrachter mit einer Kapazität von bis zu 1.400 TEU anmieten. Dadurch sollen die Reeder von ihren Verlustbringern befreit werden. Gleichzeitig soll dem ruinösen Verfall der Schiffsmieten entgegengewirkt werden. Die Reeder und Emissionshäuser würden durch Beitragszahlungen, die sich in ihrer Höhe an der TEU-Zahl der Schiffe orientieren, den Verlust der Schiffe untereinander aufteilen.

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Die Preise für gebrauchte Schiffsfondsanteile liegen teilweise 60 Prozent unter denen von vor einem Jahr. Doch auch hier ist Vorsicht geboten. Hohe Gebühren und Nebenkosten verringern die Renditen.

ISL Report - Stand Juli 2009

In der Ende Juli 2009 veröffentlichten vorläufigen Version des Econo-

mic Outlook der OECD wurden die Wirtschaftsund Handelsprognosen von November/Dezember 2008 erwartungsgemäß nach unten korrigiert. Aufgrund der sehr schwachen Nachfrage wird zunehmend ältere Tonnage verschrottet. Allein bis Juni kamen mehr als 90 Schiffe auf den Friedhof. Die Charterraten der Containerschiffe waren im Juni weiterhin leicht rückläufig. Auch Anfang Juli setzte sich der Ratenrückgang verlangsamt fort.

Baltic Dry Index Ende Juni 2009 Die Erholung auf dem Bulkermarkt konnte sich auch im zweiten Halbjahr 2009 fortsetzen. Der Baltic Dry Index (BDI) erreichte Anfang Juni mit 4.291 Punkten seinen neuen Jahreshöchststand. Die Ursache dieser Entwicklung findet sich in China. Der Rohstoffhunger des Landes hält unvermindert an.

Hamburg Index - Stand Juni 2009 Während die Mieten für Containerschiffe durchschnittlich um drei Prozent nachgaben, sah die Entwicklung auf dem Tankerund Bulkschiffmarkt erstaunlich gut aus. Für einige Schiffsklassen bürgerte sich eine äußerst niedrige Standardrate ein.


SCHIFFE

Tagaktuelle Meldungen zu allen Bereichen im Markt der geschlossenen Fonds finden Sie unter www.beteiligungsreport.de

Entwicklung der Umsätze in der Flusskreuzfahrt Dort, wo die älteren dieser Schiffe die gestiegenen Komfortansprüche der Passagiere nicht mehr optimal erfüllen, entsteht für die kommenden Jahre ein Neubau- und Charterbedarf an hochwertigen Flusskreuzfahrtschiffen.

500.000 442.948 394.515

400.000 355.627

370.737 364.405

313.866

300.000

264.512 224.113 188.232

200.000 115.561 111.824

132.313

100.000

0

1997

1998

1999

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

Hamburgische Seehandlung, Mai 2009

Kritischer Stapellauf

Unter Wasser

Gesamtkapazität der weltweiten Containerschiffflotte

1–Jahres–Zeitcharterraten für Containerschiffe der 3500-TEU

40.000

15 12,7 (4710 Schiffe)

30.000 20.000 Mai 09

in Millionen TEU

12

10.000 9

6

0

5,7 (1019 Schiffe)

00

01

02

03

04

05

06

07

08

Quelle: ISL auf Basis von Clarkson Research. 3

Auf großer Leerfahrt Ungenutzte und zusätzlich bestellte Containerkapazitäten großer Reedereien 100

0 86 ungenutzte und zusätzlich bestellte

80

Erklärung zu den Grafiken: Die globale Wirtschaftskrise hat die Schifffahrt voll erfasst: Von weltweit 4710 Containerschiffen liegen zurzeit 521 leer vor Anker. Die Charterraten dümpeln auf einem Mehrjahrestief. Dabei haben die Werften noch Aufträge für 1019 Schiffe. Diese werden die Frachtkapazität um fast 50 Prozent erhöhen – und bringen vor allem deutsche Finanziers in schweres Fahrwasser.

Transportkapazitäten in Prozent

Quelle: Alphaliner, 01.05.2009

anstehender Zuwachs durch Bestellungen

70

60

40

34 25 18

20

19

6

17 5 0

0 Maersk 2,05 Mio. TEU

APL 0,51 Mio. TEU

Cosco 0,50 Mio. TEU

Hapag-Lloyd 0,49 Mio. TEU

Hanjin Shipping 0,39 Mio. TEU

Quelle: Alphaliner, 04.06.2009

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SCHIFFE

Rathmann-Kolumne

Sommergedanken zu Schiffsbeteiligungen Keine Sorge, ich werde jetzt nicht darüber schreiben, wie ich den Sommer verbringen werde. Ich schreibe auch nicht über einen Markt, den es momentan nicht gibt und auch nicht über gute Beteiligungsangebote, die es zwar gibt, die aber auf Grund der derzeitigen Marktverhältnisse wie Blei in den Regalen liegen. Für diese guten Sachwerte ist das sehr schade, für die Anleger ebenfalls, weil sie im Bereich der Sachwerte in dieser Phase des Marktes echte Chancen verpassen.

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Bei den Sommergedanken geht es vielmehr darum, den einen oder anderen Marktteilnehmer zu sensibilisieren, in angemessener Weise mit der derzeitigen Marktsituation umzugehen und die offene Kommunikation mit den Anlegern zu suchen. Die Anleger sollten mit Informationen versorgt werden, damit sie in der Lage sind, sich auf die drohenden schlechten Ereignisse der nächsten Monate in adäquater Weise vorzubereiten. Durch den Mangel an Information fühlen sich uninformierte Anleger von den Ereignissen überrollt. Deswegen spreche ich diesen Themenbereich an, da er aus meiner Sicht sehr wichtig ist. Aber auch einige andere Punkte sind mir im Markt aufgefallen, auf die ich im weiteren Verlauf eingehen werde.

Schweigen ist Silber, Reden ist Gold! Lautet das Sprichwort nicht anders herum? Natürlich! Aber manchmal ist auch das Gegenteil extrem angesagt! Sicherlich

Gastautor: Michael Rathmann Geschäftsführer der Mira GmbH & Co. KG Als Beirat und Beiratsvorsitzender ist Rathmann in zahlreichen Schiffsgesellschaften vertreten und schreibt monatlich

ist das Marktumfeld der Schiffsbeteiligungen momentan sehr angespannt, weil durch die Wirtschaftskrise, die auch der Schifffahrt eine volle Breitseite verpasst hat, Situationen eingetreten sind, wie wir sie in den letzten 20 bis 30 Jahren in der Form noch nicht erlebt haben. Die Flotte der unbeschäftigten Containerschiffe umfasst mehr als 500 Einheiten, und eine größere Anzahl dieser Schiffe, die in der Vergangenheit in der Form der KG-Beteiligung auf dem deutschen Kapitalmarkt vertrieben wurden, ist davon betroffen. In der HANSA 5/2009 habe ich über den Fall des Containerschiffes MS "CHAMPION" berichtet. Bei diesem Fall hat sich die Hypo-VereinsBank mit ihrer Hilfeverweigerung besonders negativ hervorgetan. Ich vermag diesen Fall insoweit gut zu beurteilen, weil ich an dem Schiff selbst beteiligt bin. Bemerkenswert ist das Krisenmanagement des Emissionshauses GEBAB gewesen, weil dieses Problem sofort mit den Kommanditisten dieser Gesellschaft in einer sehr offenen Form kommuniziert worden ist, mit der Folge, dass die beteiligten Anleger – und nicht die HypoVereinsbank, die mit diesem fast entschuldeten Schiff kein Risiko für eine Zwischenfinanzierung gehabt hätte – ihrer Beteiligungsgesellschaft Gelder zur Verfügung stellen, um das Schiff liquiditätsmäßig in eine bessere Marktphase zu begleiten.

eine Kolumne in der Schifffahrtszeitung HANSA. mira@mira-anlagen.de www.mira-anlagen.de

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Ein weiterer Fall ist in der Zwischenzeit dank des guten Kommunikationsverhaltens des Emissionshauses in ähnlicher Weise gelöst worden. Das Emissionshaus König & Cie hat für sein aufliegendes

Containerschiff MS "STADT HEILBRONN" sofort die offene Kommunikation mit den Anlegern geführt. Das Ergebnis endete in einer nahezu einstimmigen Zustimmung aller Gesellschafter, das Schiff vor der Insolvenz zu retten. Mittlerweile ist dieses Schiff wieder in einer Charter, die die Schiffsbetriebskosten noch nicht ganz deckt, aber das Schiff ist in Fahrt und verbleibt dadurch in einem sehr guten Konservierungszustand. Die Gelder der Anleger werden dazu beitragen, diese Marktphase zu überstehen. Wen wundert es, dass auch bei diesem entschuldeten Schiff die vorher finanzierende HypoVereinsbank die dringend benötigte Liquidität versagt hat. Diese beiden Fälle zeigen, dass vernünftige Informationen für die Anleger die Bereitschaft steigern, Geld als Nachschuss in eine gute Beteiligung zu stecken, die auf Grund widriger Umstände in Bedrängnis geraten ist. Berechtigte Kritik an dem Verhalten verschiedener Emissionshäuser hat das Analysehaus FondsMedia in Zusammenhang mit einer absolut bemerkenswerten und auch lesenswerten Studie zu Papier gebracht. Der Titel der Studie lautet: "Informationen für Schiffsinvestoren in Zeiten stürmischer See". Ich weise deshalb so gezielt auf diese Studie hin, weil ich sie für existenziell wichtig halte für den Vertrieb, der sich mit der Vermittlung von Schiffsbeteiligungen befasst, oder befasst hat. Vermittler und Anleger erhalten durch diese Studie umfassende Informationen, wie mit welchen Schiffstypen in der Krise umgegangen werden sollte. Das Ziel dieser Studie ist es, Investoren ein klares Bild über die Hintergründe für >>


SCHIFFE

Das ist schon sehr spannend! Welche Haftungsrisiken hat eigentlich ein Anleger bei einem total entschuldeten Schiff? Richtig, überhaupt keine! Viel entscheidender ist aber die mangelnde Information, dass im Falle des Verkaufs ein Unterschiedsbetrag von rd. 60 Prozent zu versteuern ist. Fällt der Anleger einem solchen Aufkäufer zu Opfer, so erhält er zwar EUR 1,00 für seine Beteiligung, muss aber rd. 60 Prozent seiner Einlagesumme zusätzlich versteuern. Daraus resultiert für den Anleger, der auf das Angebot dieses Hauses hereinfällt, eine sehr erhebliche zusätzliche Steuerbelastung. Das ist im Grenzbereich schon so etwas wie Betrug. Und davon gibt es mehr im Markt. das zeitweise Ausbleiben von Auszahlungen zu vermitteln. Doch nicht nur das wird vermittelt, vielmehr zeigt die Studie auf, weshalb es sinnvoll sein kann, einen Nachschuss in die Gesellschaft zu leisten. An diese Studie gelangt man über die Internetseite FondsMedia.de. Nach Jahren eines guten Marktes vertriebsseitig stehen wir heute vor dem Problem, dass nunmehr Erklärungsbedarf darüber besteht, dem Anleger die derzeitige Marktsituation verständlich zu machen. Dass die derzeitige Situation in der Schifffahrt aus Vernunftsgründen mit Ausschüttungsverzicht oder sogar Kapitalnachschüssen verbunden sein kann, wird und wurde den Anlegern bislang nicht vernünftig oder gar nicht erklärt. Hier besteht ein großes Manko seitens vieler Emissionshäuser, die scheinbar nicht in der Lage sind, dies gegenüber ihren Anlegern vernünftig zu kommunizieren. Es scheint das Motto vorzuherrschen: "Halten wir mal die Füße still, denn negative Nachrichten stören ja den Vertrieb der in der Platzierung befindlichen Fonds!" Aber untergräbt ein solches Kommunikationsverhalten nicht jede Art der Glaubwürdigkeit? Daher mein Appell an die Branche: Geht mit Informationen offen auf die Anleger zu, sie werden es danken, wenn sie vernünftig aufgeklärt werden. Die beiden geschilderten Fälle der

GEBAB und von König & Cie. zeigen dies eindeutig.

Die Auswüchse des Zweitmarktes Bereits im Frühjahr 2007 hatte ich an dieser Stelle einen Kommentar über die Auswüchse des Zweitmarktes geschrieben, mit der bezeichnenden Überschrift: "Unter Geiern". Unter Berücksichtigung der derzeitigen Marktgegebenheiten kommt dem Thema Zweitmarkt ein besonderer Stellenwert zu! Momentan findet ein unglaublicher Druck seitens der Zweitmarktaufkäufer statt. Damit sind nicht die institutionellen Marktteilnehmer gemeint, sondern die "Leichenfledderer und Geier", die mit den journalistisch gemalten Horrorszenarien die Ängste der Anleger ausnutzen, um günstig an Beteiligungen zu kommen. Was besonders auffiel, sind die Schreiben eines Anbieters namens Raila und Partner aus Hamburg. Dieser Anbieter gibt vor, für einen interessierten Investor zu handeln. Das mag ja grundsätzlich sein, aber das Angebot verschlägt einem schon die Sprache! Da heißt es für ein schuldenfreies Schiff in dem Ankaufsangebot: Wir arbeiten im Auftrag eines Investors, der bereit ist, Ihre Beteiligung an dem betreffenden Schiff für EUR 1,00 zu kaufen und Sie dafür von jeglicher Haftung frei zu halten. (Der Originalbrief liegt mir vor, dies nur zur rechtlichen Absicherung!)

Wenn extrem schlecht dargestellte Markteinschätzungen dazu missbraucht werden, Anleger zu verunsichern und über den Tisch zu ziehen, stellt sich die Frage, weshalb möchte der Zweitmarktankäufer einen Schiffsanteil preisgünstig kaufen? Antwort: Er glaubt an höhere Charterraten und damit steigende Schiffspreise! Dies sollte einem zu denken geben!

Und komm zurück mit beiden Taschen voll Gold Diese Textzeile aus dem Song "Haus am See" von Peter Fox ging mir durch den Kopf, als ich kürzlich ein Vertriebsrundschreiben eines Hamburger Emissionshauses las. Es ist schon verblüffend, welche Register gezogen werden, wenn der Vertrieb schleppend ist und die Sommerpause bevorsteht. In dem Vertriebsrundschreiben heißt es: "Für Gesamt-Umsätze ab 100.000 Euro gibt es zusätzlich einen Goldbarren im Wert von ca. 2.000 Euro pro 100.000 Euro." Wenn ein Goldbarren lila wäre, würde ich sagen: Lila, der letzte Versuch. Aber Gold ist halt golden und diejenigen Vertriebe, die nun viele Zeichnungsscheine mit Umsätzen über 100.000 Euro einsammeln, summen den Song von Peter Fox vor sich hin und denken an die Textzeile: "Wir grillen, die Mamas kochen und wir saufen Schnaps. Und feiern eine Woche jede Nacht."

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IM S CH MIO F FBEI L I E N

Opportunity Fonds

Jetzt Chancen an den Schifffahrtsmärkten nutzen!

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BeteiligungsReport im Interview mit Dr. Oliver Moosmayer, Vorstandsmitglied der HCI Capital AG, zu den Chancen, die sich jetzt an den Schifffahrtsmärkten bieten.

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BeteiligungsReport: Herr Dr. Moosmayer, die negativen Auswirkungen der Finanzkrise sind auch an den Schifffahrtsmärkten spßrbar. Es gab bereits einige Notverkäufe von Schiffen. Werden wir in den nächsten Monaten davon mehr sehen?

Interviewpartner: Dr. Oliver Moosmayer Vorstandsmitglied der

Dr. Oliver Moosmayer: Sicherlich wird es Schiffe geben, die aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation von den EigentĂźmern verkauft werden mĂźssen, insbesondere beschäftigungslose Schiffe. Dennoch glaube ich nicht, dass es so viele Notverkäufe am Markt geben wird, wie manche vermuten. Unserer Erfahrung nach haben alle beteiligten Partner, vom EigentĂźmer bis hin zur ďŹ nanzierenden Bank, ein hohes Eigeninteresse, es nicht zu einem Verkauf kommen zu lassen.

HCI Capital AG hci@hci-capital.de

. www.hci-capital.de

Seit 1985 hat die HCI Gruppe Kapitalanlagen mit einem Investitionsvolumen von 14,7 Milliarden Euro realisiert. Es wurde in die Bereiche Schiffsbeteiligungen, Immobilieninvestments, Private Equity, Zweitmarktlebensversicherungsfonds, Aufbaupläne und strukturierte Produkte investiert.

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BeteiligungsReport: Wenn es aber zu einem solchen Verkauf kommt, steht der nicht unter „Containerschiffe/Verkauf“ in der Tageszeitung richtig? Dr. Oliver Moosmayer: Nein, natĂźrlich nicht. Zugang zu Schiffsverkäufen hat nur ein begrenzter Kreis von Schifffahrtsunternehmen und Maklern. Der Zugang zu solchen Schiffen Ăźber Banken ist noch begrenzter, denn Banken arbeiten zumeist nur mit erfahrenen Restrukturierungs-

partnern zusammen, denen sie auch ein erfolgreiches Management des Schiffes zutrauen. Um hier einen Zugang zu erhalten, muss man schon eine langjährige Geschäftsbeziehung zu den Entscheidern haben und Ăźber eine nachgewiesene Schiffkompetenz verfĂźgen. BeteiligungsReport: Und die hat die HCI Gruppe? Dr. Oliver Moosmayer: Ja, mit rund 530 ďŹ nanzierten Schiffen und als Deutschlands grĂśĂ&#x;tes Emissionshaus im Schiffsbereich kĂśnnen wir unsere hohe Schiffskompetenz nachweisen. Zudem haben wir bei unserem aktuellen Fonds mit der Peter DĂśhle Schiffahrts-KG einen Co-Investor und Managementpartner an unserer Seite, der als Schifffahrtsunternehmen neben unserem Netzwerk Ăźber ein weiteres weltweites Netzwerk zu Banken, Reedereien und Werften verfĂźgt. Unser langjähriger Partner DĂśhle deckt als Firmengruppe fast die gesamte >>


IMMS OCBH I LI F I EFN E

Wertschöpfungskette im Schiffsbereich ab, vom An- und Verkauf von Schiffen, über das Crewing bis hin zur Befrachtung. Mit rund 530 platzierten Schiffen durch die HCI und rund 350 Schiffen im Management der Döhle-Gruppe vereinen wir eine gebündelte Marktstärke, von der die Anleger des neuen Opportunity-Fonds aus unserem Hause profitieren. BeteiligungsReport: Werden Sie bei diesem Fonds nur in Containerschiffe investieren? Dr. Oliver Moosmayer: Nein. Anzahl, Typ und Größe der Schiffe haben wir bewusst nicht festgelegt, damit unser Fonds flexibel auf alle Marktchancen reagieren kann. Flankierend bei der Auswahl der Investitionsobjekte gelten jedoch Anlagerichtlinien, die für eine größtmögliche Investitionssicherheit der Anlegergelder sorgen. Um Interessenkonflikte auszuschließen, werden wir beispielsweise keine Seeschiffe kaufen, die aus dem Konzernkreis der Peter Döhle Schiffahrts-KG oder der HCI Capital AG stammen. Das jeweilige Seeschiff darf nicht älter als 15 Jahre sein, sollte keine beziehungsweise nur eine kurze Beschäftigungsdauer von weniger als einem Jahr haben und unter Tonnagesteuer fahren.

Dr. Oliver Moosmayer: Bei unserem Konzept sind Höhe und Zeitpunkt der Auszahlungen nicht prognostizierbar. Aufgrund unserer Erfahrung aus vorangegangenen Marktzyklen sind jedoch Renditen von über 20 Prozent durchaus möglich. Um ein Optimum an Rendite zu erreichen, kommt es aber nicht nur auf günstige Einkaufspreise an, sondern auf die Fähigkeit, das Schiff Sitz der HCI Capital AG in Hamburg. möglichst bald wieder in ein sinnvolles Beschäftigungskonzept einzubinden BeteiligungsReport: Sind diese Richtund wieder zum richtigen Zeitpunkt zu verlinien verbindlich? kaufen. Auch hier kann die HCI Gruppe auf Dr. Oliver Moosmayer: Ja, über die Eineinen einmaligen Track-Record mit 186 verhaltung dieser Anlagerichtlinien wacht kauften Schiffen zurückblicken – mehr als ein fachkundiger Investitionsbeirat, der jedes andere Emissionshaus in Deutschland. jedem Kauf oder späteren Verkauf zustimmen muss. Der Investitionsbeirat des HCI Shipping Opportunity besteht aus BeteiligungsReport: Ersetzt der neue drei ausgewiesenen SchifffahrtsexperHCI Shipping Opportunity damit den ten, nämlich Jochen-Thomas Döhle, Dr. klassischen Schifffonds? Klaus Meves und Dr. Stefan Rindfleisch. Dr. Oliver Moosmayer: Nein, der HCI Alle drei sind langjährige SchifffahrtsexShipping Opportunity soll keineswegs den perten. Sie kommen aus den Häusern klassischen Schifffonds ersetzen, sondern Hamburg-Süd, Döhle sowie einer auf den Anlegern je nach persönlichem ChanSchiffsfinanzierungen spezialisierten Ancen- und Risikoprofil eine weitere attraktive waltssozietät. Investmentchance bieten. Ich sehe unseren antizyklischen Schiffsfonds vielmehr als ErBeteiligungsReport: Welche Rendite gänzung des Anlageuniversums Schiff. hoffen Sie denn mit diesem antizyklischen Schiffsinvestment zu erzielen? Vielen Dank für das Gespräch.

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IMMOBILIEN

Kurzmeldungen und Grafiken – Sonstige Fonds Rückwirkende steuerliche Änderung bei Medienfonds

Die Interessengemeinschaft Medienfonds, zu der sich die KGAL, Hannover Leasing sowie die LHI zusammengeschlossen haben, reagiert empört auf die unerwartete Entscheidung der Finanzverwaltung hinsichtlich der rückwirkenden Änderung der steuerlichen Behandlung von Medienfonds. Nach Auffassung der Initiatoren stellt die nun geplante Besteuerung eine Missachtung der geltenden Rechtsnormen und deren Auslegung sowie eine Verletzung des Vertrauensschutzes von Kapitalanlegern dar und ist nicht nachvollziehbar.

Zukunftstrend Pharmaindustrie

Dritter Triebwerksfonds erfolgreich platziert

Die letzte Phase der klinischen Prüfung unter der Studie „SAPPHIRE“ hat begonnen. Dieses wurde von der Regensburger Antisense Pharma GmbH, ein Beteiligungsunternehmen der MIG Fonds, die von der Alfred Wieder AG vertrieben werden, bekannt gegeben. Der Wirkstoff Trabedersen ist ein Mittel gegen bösartige Tumore. Die Behandlung von Patienten begann schon im März.

Der GSI Triebwerksfonds 3 wurde Anfang August nach nur acht Monaten Vertriebszeit planmäßig geschlossen. In ihren dritten Turbinenfonds GSI Triebwerksfonds 3 brachte die GSI zehn Triebwerke für verschiedene Airbus- und Boeing-Modelle ein, die an sechs renommierte Fluglinien vermietet sind. Für den Spätherbst 2009 ist die Auflage eines Nachfolgers der sehr erfolgreichen und bei Anlegern beliebten Fondsreihe geplant.

Passagierzahlen weltweit Millionen

2000 Anschläge vom 11. September 2001 gesamt Golfkrieg 1991 2. Ölkrise/ Rezession 1979/80

Dresdner Bank - Die Beraterbank Dieser Slogan scheint nicht das zu halten, was er verspricht. Den rund 1600 Anlegern des Dresdner Bank-Medienfonds „BAF Berlin Animation Film GmbH & Co. Produktions KG (BAF KG)“ droht der Totalverlust. Die Münchner Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht Mattil & Kollegen vertritt die Ansicht, dass von Anfang an ein Totalverlustrisiko bestanden habe, welches den Anlegern im Beratungsgespräch mit dem Bankberater hätte mitgeteilt werden müssen.

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SARS 2003

1600

1200

Inland

800

Ölkrise 1973 400 international 0

1950 `55

`60

`65

`70 `75

`80

`85

`90

`95

2000 `05 `10

Quelle: European Center for Aviation Development, 2009

Rasche Renaissance Von dramatischen Krisen konnte sich die Luftfahrtbranche in der Vergangenheit stets relativ rasch wieder erholen. Zu unschlagbar bleiben die Vorteile des schnellen Transports von Menschen und Gütern per Düsenjet.


SONSTIGE FONDS

Bereits drei HEH Flybe Fonds im Jahr 2009 vollplatziert

Mit TurboProfits sicher durch die Krise fliegen Das Hamburger EmissionsHaus HEH hat mittlerweile eine Serie von acht gleichen Flugzeugfonds emittiert. Alle Flugzeuge der HEH-Flybe-Serie sind neue, mit modernster Technik ausgestattete Regionalflugzeuge für 78 Passagiere vom Typ Bombardier Dash 8-Q400.

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Der Einsatz der Q400 spart seinen Betreibern durch einen 30 Prozent niedrigeren Treibstoffverbrauch gegenüber Jets vergleichbarer Größe bis zu 1,8 Millionen US-Dollar Kosten pro Jahr. Die Kaufpreise für die Fondsflugzeuge liegen um bis zu 2 Millionen US-Dollar unter dem Preis, den andere Airlines für die Q400 zahlen. Leasingnehmer für zehn bis zwölf Jahre ist jeweils Flybe, die mit über sieben Millionen Fluggästen größte Regionalfluggesellschaft Europas. Sie ist eine der wenigen Airlines, die auch in der aktuell schwierigen Zeit sehr gute Ergebnisse präsentieren kann. Machten bis zur Mitte des letzten Jahres insbesondere die sprunghaft angestiegenen Treibstoffpreise den Airlines zu schaffen, setzten ab Herbst die Auswirkungen der Immobilienkrise aus den USA und die damit verbundene Rezession den Airlines weltweit zu.

Warum kann Flybe gegen den Markttrend wachsen und weiterhin positive Ergebnisse erzielen?

des Vorjahres. Flybe wird eine der wenigen Airlines sein, die für das Geschäftsjahr 08/09 ein ansehnliches positives Ergebnis ausweisen kann. Vorläufige Zahlen ermitteln einen Gewinn von etwa 10 Millionen Pfund. Die Monate April und Mai 2009 zeigen, dass Flybe weiterhin dem schwierigen Markt trotzen kann. Die Ergebnisse liegen wieder über dem Vorjahreszeitraum. Flybe ist es zudem gelungen, mit einem Marktanteil von 26 Prozent im April 2009 die größte inländische Airline Englands zu werden – weit vor Konkurrenten wie British Airways.

Flybe ist wegen ihrer strategischen Weitsicht zur besten Regionalairline der Welt 2009 gekürt worden. So hat Flybe früh die Entwicklung der Treibstoffpreise antizipiert und bereits im Jahr 2003 angefangen, die gesamte Flugzeugflotte auf treibstoffsparende Typen umzustellen. Schon im Geschäftsjahr 07/08 sparte dies Kosten in Höhe von 33 Millionen Pfund. Die erfolgreiche Übernahme der Regionalflugtochter von British Airways im Jahr 2007 generiert Synergieeffekte in Höhe von 40 Millionen Pfund für Flybe. Im Geschäftsjahr 08/09 lag der Umsatz und die Anzahl der beförderten Passagiere noch einmal über dem Rekordergebnis

Gerade in stürmischen Zeiten sollten Anleger auf wertbeständige Sachwerte setzen, die auch vor möglichen Inflationsgefahren schützen. Mit einer Beteiligung an dem Fonds HEH flybe. Birmingham können Anleger direkt in eine Q400 investieren, die an Flybe für zehn bis zwölf Jahre vermietet ist. Die volle Entschuldung ist innerhalb der Laufzeit des Erstleasingvertrages vorgesehen. Die Betriebskosten werden vollständig von der Airline getragen. Der für die Auszahlungen vorgesehene Teil der Leasingrate ist in Euro vereinbart, so dass der Anleger während des Erstleasingvertrages kein Währungsrisiko trägt. Die geplan-

te Gesamtauszahlung beträgt rund 247 Prozent. Die bereits ab Beitritt prognostizierten Auszahlungen von acht Prozent p.a. liegen weit über den Renditen am Geld- und Kapitalmarkt und sollen jährlich in zwei Raten an die Anleger ausgezahlt werden. In den ersten zwölf Jahren fallen zudem kaum Steuerzahlungen an. HEH bietet mit dem Fonds flybe. Birmingham wieder einen der interessantesten Flugzeugfonds am Kapitalmarkt an, wie viele Ratings und Beurteilungen bestätigen.

Autor: Gunnar Dittmann Geschäftsführender Gesellschafter der HEH Weitere Informationen bei:

HEH Hamburger EmissionsHaus GmbH & Cie. KG Große Elbstraße 14

. 22767 Hamburg

Tel. +49 (0) 40 300 846 – 0 Fax +49 (0) 40 300 846 – 246 info@heh-fonds.de

. www.heh-fonds.de

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SONSTIGE FONDS

Morgen sind wir einen Schritt weiter

Vertrieb von geschlossenen Fonds steht vor grundlegendem Wandel Es gibt ein etwas bösartiges Sprichwort: „Heute stehen wir vor dem Abgrund – morgen sind wir einen Schritt weiter“. Dies beschreibt recht zutreffend die Lage einiger Vertriebe von geschlossenen Fonds in dieser Zeit. Wer nicht – wie manch Allfinanzvertrieb – auf andere Produktgattungen ausweichen kann, benötigt ein gutes finanzielles Polster. Und diese reichen nicht für das Überleben...

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Zum Beispiel die Feedback AG als einer der größten Maklerpools musste auf ihrer ordentlichen Hauptversammlung am 31.07.2009 bekannt geben, dass man im ersten Halbjahr 2009 einen Umsatzerlös von lediglich über 2,4 Millionen Euro erwirtschaften konnte, was einem Rückgang von rund 80 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Wenn das kein Sturm ist, der in der Branche wütet! Aber der Gegenwind kommt nicht nur von Seiten der Wirtschaftskrise. Auch Politiker entdecken das Thema Anlegerschutz und wollen eine schärfere Regulierung des grauen Kapitalmarkts erreichen. Hierfür wurde kurzfristig noch am 1. Juli 2009 im Finanzausschuss eine Anhörung angesetzt, die zeigte, dass

die volkswirtschaftliche Bedeutung von geschlossenen Fonds in der Politik nicht erkannt wird. Wie sehen nun Vertriebe

Spezialvertriebe / Führende Maklerpools Geordnet nach Provisionserlösen 2008 (In- und Ausland) Gesellschaft / Finanzvertrieb 1)

Provisionserlöse 2008

Mitarbeiter

eFonds Holding AG , www.efonds24.de

58,70 Mio. Euro

2.503

Feedback AG, www.feedback.de

22,50 Mio. Euro

330

BIT Treuhand AG, www.bit-ag.com

20,19 Mio. Euro

9.700

Alfred Wieder AG, www.alfred-wieder.ag

17,30 Mio. Euro

850

Brenneisen Capital AG, www.brenneisen-capital.de

11,34 Mio. Euro

5

fairvesta Vermittlungsgesellschaft mbH, www.fairvesta.de

11,04 Mio. Euro

350

ZBI Vertriebskoordination GmbH & Co. KG, www.zbi-vertriebskoordination.de

8,60 Mio. Euro

235

V & F Treuhand AG, www.vf-treuhand.de

3,45 Mio. Euro

102

Ärzte-Vermögens-Dienst GmbH & Co. KG, k.A.

1,80 Mio. Euro

4

PCI – Porath Consult Investmentberatung GmbH & Co. KG, www.porathconsult.de

1,13 Mio. Euro

8

Rote Zahlen stehen für testierte Ergebnisse. ( davon 10,4 Millionen Euro ohne Testat, weil diese auf Rechnung von Vertriebspartnern abgewickelt wurden. Quelle: Cash-Magazin, 7 / 2009

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und Maklerpools die Zukunft im Beteiligungsmarkt? Stefan Triebe von der Münchner akriba GmbH ist überzeugt: „Die Welt der Emissionshäuser wird sich verschlanken und konzentrieren. Auf der Provisionsseite wird der Trend zu weitaus geringeren Abschlussprovisionen hin zu Bestandpflege und Erfolgsbeteiligungen tendieren.“ Nicola Stahl, Produktmanagerin Beteiligungen der Jung, DMS & Cie. AG sieht eher eine Veränderung der Produkte: „Unabhängig von der Anlegerklasse spüren wir aus Anlegersicht vor allem die Nachfrage nach Kurzläufern und nach unternehmerischen Beteiligungen mit einem gewissen Maß an Sicherheit.“ >>


Uneinig sind sich die Marktexperten, ob der Marktaufschwung noch 2009 oder erst 2010 eintritt. Einig ist man sich aber Ăźber die Bedeutung von geschlossenen Fonds in der Finanzberatung. Armin SchĂśpke von dem AllďŹ nanzpool FondsďŹ nanz drĂźckt es so aus: „Wir gehen davon aus, dass der geschlossene Fonds weiterhin eine wichtige Rolle in der Optimierung des Chancen-RisikoproďŹ ls des Kundenportfolios spielen wird.“ Die Sache hat aber nur einen kleinen Haken. Anleger und Kunden werden derzeit von den Medien auf breiter Front anders gepolt. Allein glĂźckselig machend sind

Medienberichten zufolge SparbĂźcher oder Festgeld. So das SicherheitsbedĂźrfnis der Leser zu interpretieren, ist fast fahrlässig. Denn bekanntermaĂ&#x;en erwirtschaftete der Ăźbliche Zins dieser Anlagen in weiten Strecken in der Vergangenheit nicht einmal die Inationsrate. Dies bedeutet, dass diese PresseverĂśffentlichung einen geplanten VermĂśgensverzehr einer gesunden auf den Anleger ausgerichteten Portfoliomischung vorzieht. Eklatant sichtbar wurde dies bei einem Artikel in der SĂźddeutschen Zeitung am 16.07.2009, bei dem das Anlageprodukt geschlossener Fonds pauschalisiert mit einer roten Ampel gekennzeichnet wurde. Auch ein korrigierender Leserbrief des VGF-HauptgeschäftsfĂźhrers Eric Romba kann die Wirkung solcher Berichte nicht mehr verändern (siehe Kasten unten). Das heiĂ&#x;t nicht, dass geschlossene Fonds keine Risiken haben. Aufgeklärte und lesewillige Anleger kĂśnnen diese gut im Fondsprospekt nachlesen und sicherlich sind auch Beteiligungsprodukte nichts fĂźr Kleinanleger. Aber lesen die SĂźddeutsche Zeitung nur Kleinanleger? Es grenzt schon an Volksverdummung, wenn man heute Pressemitteilungen liest, wo Banken wie die Goldman Sachs mittlerweile wieder

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Michael Rathmann, der den auf Schiffsbeteiligungen spezialisierten Maklerpool MIRA Anlagen leitet, betont: „Die Zukunft des Beteiligungsmarktes wird wie auch in der Vergangenheit bestimmt durch die Qualität der Produkte und die Beratungsqualität der Vertriebe. Sicherlich wird die gegenwärtige Marktsituation zu einer Bereinigung in der Vertriebslandschaft fĂźhren.“

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Name

Vorname

StraĂ&#x;e

PLZ / Ort

AuszĂźge aus dem Leserbrief von Eric Romba an die SĂźddeutsche Zeitung (Zum Artikel: „Wenn die Ampel rot zeigt“)

Email

Datum

Sehr geehrte Damen und Herren, mit groĂ&#x;em KopfschĂźtteln haben wir den Bericht zur Ampelkennzeichnung von Kapitalanlageprodukten in der Ausgabe der SZ vom 16. Juli 2009 Seite 22 zur Kenntnis genommen. ...Die Autorin offenbart nicht nur LĂźcken in den Begrifichkeiten. Geschlossene Fonds sind schon seit Dezember 2005, nämlich mit der EinfĂźhrung des §15b EStG, keine Steuersparmodelle ... mehr... ...Der Artikel ist keine geeignete Grundlage fĂźr eine sachliche und fundierte Diskussion mit dem Thema... Anbieter geschlossener Fonds sind ... zur Transparenz verpichtet und unterliegen in diesem Bereich einer Regulierung. Sie gleichzusetzen mit vĂśllig unnormierten Kapitalanlagen ist deshalb sachlich vollkommen falsch.  #=  #q # #   www.vgf-online.de

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Das Abonnement gilt fßr ein Jahr und verlängert sich jeweils um ein Jahr, wenn es nicht vier Wochen vor Bezugsende (Abodatum) schriftlich bei der Edmund Pelikan Kompetenz GmbH & Co. KG, Altstadt 296, 84028 Landshut gekßndigt wird.

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Banken wie z.B. die Goldman Sachs erzielen mittlerweile wieder Milliardengewinne.

Milliardengewinne nach erst kürzlicher Rettung durch Steuergelder erzielen. Woher kommen wohl diese Gewinne? Sie kommen daher, dass Anleger mit weniger Zinsen zufrieden sind, die Banken aber mit hohem Risiko an der Börse spekulieren. Kurz gesagt: Das Roulettespiel beginnt von Neuem. Ein Nutznießer ist aber jetzt schon auszumachen: Der Staat wird aufgrund seiner Beteiligungen an diversen Banken überproportional mitverdienen, und deswegen ist das Thema Anlegerschutz ein reiner Wahlkampfgag.

bevorstehende Regulierung im Jahr 2010 vor einem grundlegenden Wandel steht. Bei einer Telefonumfrage bei den führenden Maklerpools sieht man sich aber gut gerüstet. Der Markt wird jedoch für einige Zeit noch schwierig bleiben. Oft wäre es besser, wie in dem anfangs angeführten Sprichwort zitiert, lieber einen Schritt zurückzutreten, um mit neuem Schwung die Herausforderungen zu meistern. -ep-

Service/Betreuung, Information zu rechtlichen und steuerlichen Themen und insbesondere bei der Beratungsunterstützung. Hier sind klare Vorteile bei kleinen individuellen Pools wie zum Beispiel bei der akriba GmbH. Nur gut ein Drittel der Umfrageteilnehmer war bei diesem Punkt mit ihrem Maklerpool zufrieden. Keine Frage ist, dass der Vertrieb von geschlossenen Fonds allein schon durch die

Maklerpoolkooperation ist angesagt Wie stehen nun Finanzdienstleister den Maklerpools gegenüber? Sicher ist, dass der klassische Einzelkämpfer durch immer komplexere Anforderungen von Gesetzes- und Marktseite an seine Grenzen stößt. Bei einer Blitzumfrage des BeteiligungsReport haben 54 Prozent der Finanzdienstleister angegeben, bereits mit einem oder mehreren Maklerpools zusammenzuarbeiten. Knapp 20 Prozent denken über eine Kooperation nach. Lediglich rund ein Viertel wollen sich ihren Einzelkämpferstatus bewahren. Bei dieser Umfrage haben die Beteiligungsberater klar gemacht, was einen guten Maklerpool ausmacht. 63 Prozent fanden die Qualität der Produkte gut bis sehr gut. Dies ist natürlich für eine qualifizierte Beratung, wie sie Rathmann fordert, der entscheidende Faktor. Ein weiterer wichtiger Punkt war für über die Hälfte der Befragten die Produktvielfalt, wo sie bei großen Marktteilnehmern wie eFonds24 oder BIT Treuhand aus dem Vollen schöpfen können. Nachholbedarf zeigt sich der Umfrage entsprechend bei den Punkten

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54 % 19 %

Zusammenarbeit mit einem Pool

Planen eine Zusammenarbeit mit einem Pool Keine Zusammenarbeit

27 %

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25 %

50 %

75 %

100 %

Was macht Maklerpools attraktiv? * Urteil GUT oder SEHR GUT bei der Zusammenarbeit

63 %

Qualität der Produkte

59 %

Angebot Seminare / Workshops

46 % 42 %

Service und Betreuung

39 %

Information zu Recht & Steuern Beratungsunterstützung

36 %

0%

25 %

Produktvielfalt

50 %

75 %

100 %


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Unsere Buchempfehlungen ihre persĂśnliche Befriedigung von Luxus und Konsum. Wie in einem Film geht Zeyer ganz nah an das Geschehen heran, spielt sozusagen Mäuschen bei Gesprächen und wirft einen Blick in die Gedanken der Banker. AmĂźsant zu lesen nach dem Motto „Genau so haben wir es immer befĂźrchtet.“ Wollen wir nur hoffen, dass nicht alle Banker so sind.

Der Autor RenÊ Zeyer gilt als Insider der Schweizer Bankenszene. Nach seiner Journalistenzeit bei diversen Schweizer und ausländischen Zeitungen war er in den letzten Jahren als Kommunikationsfachmann bei Banken und Finanzdienstleistern tätig. Pointiert und real satirisch beschreibt er das Innenleben der Zßricher Bankenwelt. Dabei arbeitet er heraus, dass es vielen Bankern gar nicht um die Kunden geht, sondern um

Hier eine kleine Leseprobe: ‌Wenn es noch etwas Ăœberßssigeres als Corporate Communication gab, dachte Ă„bersold, sogar noch Ăźberßssiger als der Privatlift, den sich der CEO hatte einbauen lassen, weil er angeblich unter Platzangst litt, wenn es also etwas noch viel Ăœberßssigeres gab, dann war es sicherlich die Abteilung CSR, Corporate Social Responsibility. Mission Statement, Rules, Code of Conduct, ein reiner Stuss. „Wir begegnen unseren Mitarbeitern und unseren Kunden mit Respekt.“ Wie soll ich dem Volldeppen Pfäfi mit Respekt begegnen? Fragte sich Ă„bersold, der arbeitet doch nur noch bei uns, weil man ihm zu viel Schweigegeld zahlen mĂźsste, wenn man ihn raushaut. Oder wie soll ich denn meinem Kunden Bäriswyl mit Respekt begegnen? Schon am Eingang glotzt der unserer Empfangsdame so

penetrant auf die BrĂźste, dass es eine Schande ist, und dann muss ich mir sein Altherrengesabber anhĂśren. ‌ Mit Respekt, schnaubt Ă„bersold, Metzgermeister Bäriswyl meinte wohl, mit hundertvierzehn Tonnen (Millionen Franken, die Redaktion) die PrivatvermĂśgen, die er durch das Massenschlachten von Schweinen und anderen Unappetitlichkeiten zusammengerafft hatte, kĂśnne er sich nun selbst wie ein Schwein benehmen. ‌. „In unserem Geschäftsgebaren halten wir uns an die hohen ethischen und moralischen MaĂ&#x;stäbe, die ein seriĂśses und verantwortungsvolles Banking wie auch der Ruf unseres Hauses gebieten.“ Wie kamen die nur auf solch einen Schwachsinn, fragte sich Ă„bersold. Wenn ich Bäriswyl nach diesem Ausug nicht unser neuestes strukturiertes Hedgefonds-Gebastel angedreht hätte, bei dem alles unklar ist, auĂ&#x;er dass wir mehr an seiner Kohle verdienen als er, dann hätte ich aber ein ziemlich unangenehmes Gespräch mit Business Controlling gehabt, und eine Pfeife von CSR wäre da sicher nicht dabeigesessen. ‌ Broschiert: 192 Seiten ISBN: 978-3280053416 Preis: 19,90 Euro

Die Factoring Fibel – Factoringgeschäft als Kapitalanlage

Die Journalistin nahm eine Auszeit vom Job und ging unter Investoren und Spekulanten mit dem Ziel, innerhalb eines Jahres ihr Geld zu verdoppeln. In jeder Krise liegt eine Chance, sagte sie sich, und noch läuft das Experiment ...

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Das Buch beleuchtet die Lebenswelt der Lohas und zeigt dem Leser Innenansichten einer neuen Umweltbewegung, die bereits heute Schlagzeilen macht.

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  +" /  ;   +"  q=€  Landshut, fasst die wichtigsten Fakten dieses interessanten Themas zusammen. Factoringgesellschaften sind meistens Tochterunternehmen von Banken. Dadurch erwirtschafteten die Bankinstitute jahrelang Renditen im hohen zweistelligen Bereich. Jetzt gewinnt Factoring bei Fondsgesellschaften zunehmend an Interesse, um auch fĂźr private Investoren gleichbleibend sichere Gewinne zu realisieren. Mittel- bis langfristig kommt es bei der Gesamtrendite einer Kapitalanlage darauf an, dass die Schwankungsbreite (Volatilität) des Gewinns konstant ist. FĂźr alle geeignet, die sich einen kompakten Ăœberblick Ăźber das Thema verschaffen wollen. Zum kostenfreien Download unter http:// www.debiselect.de/ Downloads.n17.html

Factoring Information fĂźr Kunden und Investoren

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Kurzmeldungen – Steuer / Recht / Konzeption Die Zinsschranke und ihre Auswirkungen

Ausgleichsmechanismus des EEG beschlossen

Dadurch, dass das EBITDA konjunkturbedingt häufig unter die Bemessungsgrundlage für die 30-Prozent-Grenze des Zinsabzuges fällt, können Unternehmen den tatsächlich angefallenen Zinsaufwand nur noch in geringerem Maße steuerlich geltend machen. Die Hälfte aller durch die Zinsschranke belasteten Unternehmen stammt aus der Immobilienbranche. Laut Gesetzesbegründung hat auch der Gesetzgeber die krisenverschärfende Wirkung der Zinsschranke erkannt. Eine Anhebung der Freigrenze für unbeschränkt abzugsfähige Zinsen auf drei Millionen Euro ist geplant.

Das Bundeskabinett hat am 27. Mai 2009 die Verordnung des bundesweiten Ausgleichsmechanismus des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (AusglMechV) beschlossen. Inhaltlich soll diese Verordnung den nach dem EEG vergüteten Stromfluss finanziell und energiewirtschaftlich effizienter sowie für den Verbraucher transparenter gestalten als dies derzeit geschieht.

Kabinettsbeschluss für Nachhaltigkeit des EEG

SDLV für Windkraftanlagen in Kraft Die Bundesregierung hat die SDLV (Systemdienstleistungsverordnung) für Windenergieanlagen im Kabinett beschlossen. Windenergieanlagen sollen zukünftig verstärkt die Eigenschaften konventioneller Kraftwerke erfüllen. Die SDLV für Windenergieanlagen schafft hierfür den politischen und rechtlichen Rahmen und soll so die Weichen stellen für den Ausbau von Windenergie.

Eintrag in ein Register, bedarfs- und produktorientierte Beratung, Dokumentationspflicht sowie der Nachweis einer Vermögenschadenhaftpflicht (VSH); Stärkung der produkt- und anbieterunabhängigen Beratung, insbesondere des Finanz- und Beratungsangebotes der Verbraucherzentralen durch öffentliche Gelder; Diskussion über einen Finanz-TÜV und freiwillige Zertifizierung von Produkten und Vertriebswegen mit dem Ziel einer höheren Transparenz für Verbraucher.

AIFM erfasst auch geschlossene Fonds

Große Koalition beantragt vollständige Regulierung des Finanzvertriebs

Ab dem 01. Januar 2010 dürfen für die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien nur noch Pflanzenöle eingesetzt werden, die nachhaltig hergestellt worden sind. Mit dieser Verordnung werden die Nachhaltigkeitsanforderungen für die energetische Nutzung flüssiger Biomasse auf den Strombereich übertragen. Die Verordnung bedarf noch der Zustimmung des Deutschen Bundestages.

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Am 03. Juli 2009 hat die große Koalition beschlossen, dass sie eine Regulierung aller Finanzprodukte analog des Versicherungsvermittlerrechts befürwortet. Die faktische Umsetzung der Regulierung wird in drei Kernforderungen formuliert: Nachweis einer Mindestqualifikation,

Der europäische Richtlinienentwurf AIFM (Alternative Investmentfonds Manager) hat seinen Wirkungskreis erweitert: Auch geschlossene Fonds werden erfasst. Einige Punkte der AIFM lassen sich jedoch nicht klar auf die Assetklasse geschlossene Fonds übertragen. So sieht der Entwurf beispielsweise eine jährliche Bewertung des Assets vor. Da geschlossene Fonds jedoch meist sehr langfristig konzipiert sind, bleibt der Nutzen dieser Aktion zu bedenken. Darüber hinaus entstehen dem Emissionshaus durch eine laufende Bewertung Kosten, die letzten Endes die Gewinnerwartung des Anlegers schmälern.

Veräußerungsgewinne in Deutschland steuerfrei In seiner Entscheidung vom 28. April >>


S TEUER I RECHT I KONZEPTION

2009 (Az.: 17 K 1070/07 F) hat das Düsseldorfer Finanzgericht den Gewinn aus der Veräußerung einer britischen Immobilie in Deutschland von der Besteuerung ausgenommen. Bislang war diese Frage strittig, da das DBA (Doppelbesteuerungsabkommen) eine Subject-to-tax Klausel enthält.

grenzte Sicherungssystem einer Bank im Insolvenzfalle erwähnt werden müsse. Sicherheitsorientierten Sparern dürfen, wenn Summen durch die Einlagensicherung nicht gedeckt sind, keine eigenen Zinspapiere empfohlen werden.

BGH entscheidet über Informationspflichten einer Bank

In der Leitsatzentscheidung geht es um das Organisationsverschulden von Banken und deren Beweislast. Im Urteil vom 12. Mai hatte der BGH Banken wegen Organisationsverschuldens zum Schadenersatz verurteilt und ihnen die Beweislast auferlegt, dass sie die Verstöße nicht vorsätzlich begangen hatten. Das jetzige Urteil ist für das gesamte Bankenrecht von elementarer Bedeutung und könnte ein Meilenstein auf dem Weg für Zivilprozesse geschädigter Bankkunden sein.

In seinen Urteilen vom 14. Juli 2009 (Az.: XI ZR 152/08 und XI ZR 153/08) hat der Zivilsenat des Bundesgerichtshofes über Schadenersatzansprüche entschieden, die von zwei Anlegern gegenüber einer Bank wegen angeblicher Schlechterfüllung der Informations- und Beratungspflichten geltend gemacht wurden. Der BGH gab den Klägerinnen recht und verwies darauf, dass bei dem Wunsch nach einer sicheren Geldanlage das be-

BGH begründet KickbackUrteil

Anlagevermittlungsgesellschaft muss Schadenersatz leisten Das geht aus einem aktuellen Urteil (Az.: 17 U 209/08) des Oberlandesgerichts Frankfurt hervor. Das OLG Frankfurt stimmte der Klage zu mit der Begründung, dass die Anlagevermittlungsgesellschaft das Fondskonzept empfohlen habe, ohne im Vorfeld die Plausibilität und die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Konzeptes geprüft zu haben. Die Gesellschaft könne sich nicht auf die steuerliche Beurteilung durch einen Steuerberater verlassen, sie sei vielmehr selbst in der Pflicht, das Konzept auf Herz und Nieren zu prüfen.

Tagaktuelle Meldungen zu allen Bereichen im Markt der geschlossenen Fonds finden Sie auf www.beteiligungsreport.de

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S TEUER I RECHT I KONZEPTION

Konzeptionelle Abgrenzung von klassischen Solarfonds zu Blind-Pools

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Derzeit scheinen geschlossene Solarfonds in aller Munde zu sein. Das dahinterstehende Investitionskonzept ist grundsätzlich auch sehr überzeugend.

Denn der technische Prozess der solaren Stromerzeugung ist einfach, es besteht eine Abnahmeverpflichtung seitens der Versorger, alle Kostenpositionen sind vernünftig prognostizierbar und schließlich sorgt die gesetzliche Grundlage für eine hohe Sicherheit der Geldanlage. Sofern eine Solaranlage rechtlich und technisch sauber errichtet wurde, kann von einer soliden Sachwertinvestition gesprochen werden. Derzeit sind jedoch im Gesamtmarkt nicht nur kaum Fremdfinanzierungen, sondern auch kaum Eigenkapitalzwischenfinanzierungen von Banken zu bekommen. Hier sind Blind-Pools im Vorteil, denn sie sammeln zunächst das Eigenkapital ein und erwerben die Solarkraftwerke erst danach. Zwischenfinanzierungen benötigen sie nicht.

Marktlage Diese Situation spiegelt sich auch bei den aktuellen Beteiligungsangeboten wider,

denn es sind momentan fast nur BlindPool-Konzepte zu haben. Dies liegt nicht daran, dass keine gut gemachten Solarprojekte existieren, sondern lediglich daran, dass derzeit zu wenig Zwischenfinanzierungen verfügbar sind. Für den Anleger ist von Bedeutung, dass bei diesen Blind-Pool-Konzepten der wirtschaftliche Erfolg stärker an der Qualität des Fondsanbieters hängt. Bevor nämlich Stromerlöse erzielt werden, muss der Anbieter zunächst geeignete Fondsobjekte identifizieren und erwerben können. Dieser zusätzliche Aufwand für das Management erhöht insgesamt die Kosten des Fonds. Bei der Assetklasse Solarfonds, die geringe Risiken mit vergleichsweise niedrigen Renditen entlohnt, können diese Mehrkosten schnell auf die tatsächlich erzielte Rendite drücken. Daneben besteht auch noch die Gefahr für den Anleger, dass zu den prospektierten Bedingungen nicht genügend Solarkraftwerke erworben werden können und damit das Anlegergeld unverzinst auf den Fondskonten ruht.

Gastautor: Christian Gursky

Christian Gursky ist Mitarbeiter der EastMerchant GmbH in Düsseldorf, die unabhängig Fondsprojekte für Emissionshäuser entwickelt und arrangiert. Sein Fondskommentar-Blog beobachtet die Fondsindustrie: www.fondskommentar.de christian.gursky@eastmerchant.de www.eastmerchant.de

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Insgesamt besteht also ein erhöhter Anspruch an die Fondskonzeption, die erreichen muss, dass dennoch vernünftige wirtschaftliche Ergebnisse erzielt werden können, ohne die Annahmen zu optimistisch treffen zu müssen. Im Gegenzug für diese erhöhten Risiken erhält der Anleger bei Gelingen des Blind-Pools ein diversifiziertes Portfolio von Solarkraftwerken und bei großem Fondsvolumen tendenziell eine bessere Verteilung der Fondsnebenkosten auf die Anschaffungskosten. Es kann also nicht generell behauptet

werden, dass Blind-Pools die bessere oder schlechtere Investitionsstruktur darstellen.

Zukünftige Entwicklung Solange wir keine Besserung bei den Eigenkapitalzwischenfinanzierungen sehen, werden Blind-Pools weiter den Markt für Solarfonds dominieren. Der Anleger sollte dabei berücksichtigen, dass er dem Anbieter deutlich mehr Vertrauen entgegenbringen muss, als wenn die Anlagen bereits im Vorfeld identifiziert und erworben werden konnten. Die Anbieter können ihre Rolle aber auch nutzen und sich durch geschickte Objektauswahl und damit einhergehende bessere Rendite-/Risiko-Verhältnisse für den Anleger von ihren Konkurrenten abgrenzen. Weitere Informationen zum Stichwort „Solarfonds“ und eine Diskussionsmöglichkeit finden Sie unter www.fondskommentar.de


S TEUER I RECHT I KONZEPTION

Können Kurzprospekte für eine größere Transparenz sorgen? Verkaufs- und Emissionsprospekte haben den Zweck, einem Anleger ein Bild über die Vorteile, aber auch die Nachteile der ihm angebotenen Kapitalanlage und den handelnden Personenkreis zu vermitteln. Welche Erfahrungen haben die Personen, die diese Beteiligung anbieten? Wie ist deren Erfolgsgeschichte? Welche Verbindungen existieren zwischen den beteiligten Partnern?

>

Ausgangssituation Bei Prospekten, die heutzutage einen Umfang von nicht selten 100 und noch mehr Seiten haben, stellt sich von Vertriebsseite sehr schnell die Frage, ob das alles dem Kunden erklärt, von Vertriebsseite geprüft und dem Kunden verständlich gemacht werden muss. Sehr schnell schließt sich dann die Frage an, ob es nicht auch kürzer geht und ob nicht ein Kurzprospekt das richtige Mittel sein könnte. Die wichtigsten Dinge kompakt zusammengefasst, leichtere Lesbarkeit, weniger Aufwand und größere Flexibilität bei der Umsetzung erforderlicher Änderungen … Das klingt alles verlockend. Die wichtigste Frage ist dabei aber, ob bzw. mit welchen Einschränkungen mit einem Kurzprospekt den Anforderungen von Gesetz und Rechtsprechung genügt werden kann.

Welchen Anforderungen muss ein Prospekt genügen? Der Emissionsprospekt ist die wichtigste und häufig sogar die einzige Informationsquelle, anhand derer sich ein Anleger über ein Beteiligungsangebot und dessen Chancen und Risiken informieren kann. Der Prospekt muss deshalb vollständig und richtig und für den Empfängerkreis, der angesprochen werden soll, verständlich formuliert und strukturiert sein. Ob ein Prospekt unrichtig oder unvollständig ist, ist nicht allein anhand der wiedergegebenen Einzeltatsachen, sondern nach dem Gesamtbild zu beurteilen, welches der Prospekt von

den Verhältnissen des Unternehmens vermittelt. Dabei dürfen die Prospektverantwortlichen allerdings eine sorgfältige und eingehende Lektüre des Prospektes bei den Anlegern voraussetzen. Vor allem auch die Aufnahme einer – nach dem Standard des Instituts der Wirtschaftsprüfer oder kurz IDW S4 ja geforderten – Prognoserechnung in einem Prospekt erfordert eine besondere Sorgfalt der Prospektverantwortlichen, weil der potenzielle Anleger den Entwicklungsmöglichkeiten seiner Beteiligung im Regelfall eine besondere Bedeutung beimessen wird. Prospektherausgeber sind – auch wenn sie auf die Unverbindlichkeit von Annahmen und Prognosen hinweisen – nicht von ihrer Verantwortung befreit, dafür Sorge zu tragen, dass keine Widersprüche zwischen der Prognoseberechnung und dem sonstigen Prospektinhalt bestehen. Während bei öffentlich angebotenen Fondsbeteiligungen eine Gestattungsprüfung nach Verkaufsprospektgesetz durch die BaFin gesetzlich vorgeschrieben ist, ist die Prospektprüfung nach IDW S4 noch

immer eine freiwillige (kurze Anmerkung: zurzeit ist erneut eine Diskussion darüber entbrannt, geschlossene Fonds einer stärkeren Regulierung zu unterziehen. Eine der Diskussionspunkte ist die denkbare Forderung, solche Prospektgutachten zu einem Muss zu machen). Die Prüfung durch den Prospektprüfer ist wesentlich umfangreicher als die Gestattungsprüfung. Der Prospektprüfer prüft die Vollständigkeit, Richtigkeit, Klarheit und Plausibilität. Er führt eine Inhaltskontrolle bezüglich wirtschaftlicher, steuerlicher und rechtlicher Angaben durch und überprüft des Weiteren, dass die Prospektdarstellung insgesamt kein falsches Bild der Vermögensanlage vermittelt. Bei Änderungen von wesentlicher Bedeutung, insbesondere betreffend die Beurteilung des Emittenten und die Beurteilung der Vermögensanlage, ist der Prospektherausgeber zu einem Prospektnachtrag gem. § 11 VerkProspG verpflichtet. Hierauf muss an dieser Stelle nicht näher eingegangen werden.

Kurzprospekte Gastautor: Ulrich Nastold RAe, Klumpe, Schröder + Partner GbR, Köln ranastold@rechtsanwaelte-klumpe.de www.rechtsanwaelte-klumpe.de

Nach der Feststellung, welche Kriterien ein Prospekt zu erfüllen hat, ist auf die Frage zurückzukommen, ob ein Kurzprospekt das probate Mittel sein kann, um für „klarere Sicht“ sorgen zu können. Den Begriff „Kurzprospekt“ sucht man in den Inhaltsverzeichnissen der Lehrbücher und Kommentare zum Prospektrecht/ Verkaufsprospektgesetz vergeblich. Die >>

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Praxis ist hier einen Schritt voraus, denn Kurzprospekte sind inzwischen weit verbreitet. Als wichtiger Grund wird häufig der Vertriebs- und/oder Kundenwunsch genannt (insbesondere sei es einem Kunden nicht zumutbar, sich durch den Hauptprospekt mit seinen häufig mehr als 100 Seiten durchzuarbeiten, zumal ihm nicht selten nur ein Beteiligungsangebot vorgestellt wird, sondern mehrere und nicht selten von verschiedenen Emissionshäusern). Ein weiterer Grund ist die leichtere Lesbarkeit, insbesondere die Möglichkeit, die wichtigsten Punkte in Kürze präsentieren zu können (Stichwort: „Angebot im Überblick“ oder das „Wichtigste im Überblick“). Damit kann dann auch für die überall gewollte verbesserte Transparenz gesorgt werden. Und eng mit dem Punkt „Vertriebswunsch“ hängt der Punkt zusammen, dass ein Emissionshaus nicht gegenüber einem anderen, welches Kurzprospekte hat, ins Hintertreffen geraten will („kein Wettbewerbsnachteil durch Verzicht auf Kurzprospekte“). Kurzprospekte sind en vogue, und für sie gibt es Vorbilder aus anderen Anlagesegmenten, in denen sogar von Gesetzgeberseite gefordert wird, dass für den Interessenten eine Kurzpräsentation erstellt wird. So heißt es in § 42 Investmentgesetz,

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dass eine Kapitalanlagegesellschaft für die von ihr verwalteten Sondervermögen einen vereinfachten und einen ausführlichen Verkaufsprospekt mit den Vertragsbedingungen dem Publikum zugänglich zu machen hat. Es folgen dann die Mindestangaben, die ein ausführlicher Verkaufsprospekt enthalten muss. Der vereinfachte Verkaufsprospekt muss in zusammengefasster und für den Durchschnittsanleger leicht verständlicher Form nur auszugsweise Informationen enthalten (vgl. § 42 Abs. 2 InvG). Am Ende des Absatzes heißt es sogar, dass der vereinfachte Verkaufsprospekt weitere Informationen außer den im Gesetz genannten nicht enthalten darf, sofern dies nicht ausdrücklich bestimmt ist. Es geht mithin vor allem um eine zusammenfassende und eine leicht verständliche Darstellung. Bei der Vermittlung von Versicherungsverträgen soll ein Versicherungsnehmer ebenfalls auf knappem Raum die wichtigsten Informationen zur Versicherung, die ihm angeboten wird, erhalten. § 4 VVG-Info-Verordnung (VVG-Informationspflichtenverordnung) fordert die Zurverfügungstellung eines Produktinformationsblattes. Dieses soll für den Versicherungsnehmer, sofern er ein Verbraucher ist, die Informationen enthalten, die für seine Vertragsentscheidung bzw. für die Erfüllung des Vertrages von Bedeutung sind. Die Rechtsverordnung nennt abschließend

die einzelnen Informationen und gibt darüber hinaus vor, dass diese in der vorgegebenen Reihenfolge zu geben sind. Zusätzlich ist in der Lebensversicherung auf die Modellrechnung nach § 154 VVG hinzuweisen. In der Lebens- und Krankenversicherung sind darüber hinaus die Abschluss- und Vertriebs- sowie die sonstigen Kosten auszuweisen. Das Produktinformationsblatt ist gesondert auszufertigen und als solches zu kennzeichnen. Es ist den übrigen Informationen voranzustellen. Da das Blatt aufgrund seiner Zielsetzung nur sehr allgemein abgefasst sein kann, ist es von besonderer Wichtigkeit, dass im Übrigen auf die jeweiligen Vertragsabreden gezielt hinzuweisen ist. Diese gesetzlichen Beispielsfälle aus anderen Anlagesegmenten sollten berücksichtigt werden, wenn im Bereich geschlossener Fondsbeteiligungen Kurzprospekte erstellt werden. Die Kriterien der Richtigkeit und Transparenz können auch durch einen Kurzprospekt erfüllt werden. Auf das Tatbestandsmerkmal „Vollständigkeit“, welches ein Hauptprospekt zu erfüllen hat, trifft dies naturgemäß nicht zu. Unabdingbar ist deshalb ein deutlicher Hinweis darauf, dass es sich lediglich um Kurzinformationen der angebotenen Beteiligung handelt und bei Erwerbsinteresse die Lektüre des Hauptprospektes samt der darin enthaltenen Darstellung zu dem angespro- >>


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chenen Investorenkreis und den beschriebenen Risiken ein absolutes Muss ist. Je umfangreicher ein Kurzprospekt ist, desto größer ist die Gefahr, dass er mit einem Hauptprospekt verwechselt werden kann. Des Weiteren ist darauf zu achten, dass ein Anleger, der eine Beteiligung erwerben möchte, formwirksam bestätigt hat, dass ihm der Hauptprospekt vorgelegen hat und er diesen zur Kenntnis genommen hat. Da die Rechtsprechung fordert, dass dem Anleger die ihm zu erteilenden Informationen rechtzeitig vor Erklärung des Beitritts erteilt worden sind, sollte zwischen Empfangsbestätigung und Erwerb der Beteiligung ein ausreichend langer Zeitraum liegen, dass der Anleger auch tatsächlich die Gelegenheit wahrnehmen konnte, den Hauptprospekt zur Kenntnis zu nehmen und ggf. weitere Fragen zu stellen. Wenn Sie nun fragen,

was ein „ausreichend langer Zeitraum“ ist, kann ich Ihnen nur die häufige Juristenantwort geben, dass es auf die Umstände des Einzelfalles ankommt. In dem einen Fall eines erfahrenen und risikobewussteren Anlegers, der vielleicht auch eine ähnliche Beteiligung in seinem Portfolio hat, kann ein Tag genügen. Bei einem Anleger, dem verschiedene Anlagemöglichkeiten präsentiert wurden, der noch keine Erfahrung mit geschlossenen Fonds hat und dessen Steuerberater, den er gerne kontaktieren möchte, vielleicht gerade in Urlaub ist, kann eine Woche zu knapp bemessen sein. In der Regel sollte ein Zeitraum von zwei bis drei Tagen ausreichen. Mit Kurzprospekten soll Interesse geweckt werden, und es sollen die Emotionen angesprochen werden. Für kurze Prospekte sind deshalb nicht selten die Marketingabteilungen zuständig. Damit es aber

zu keinen unterschiedlichen Aussagen in Kurzprospekt und Hauptprospekt kommt oder unterschiedliche Schlussfolgerungen gezogen werden können, sollte unbedingt eine Abstimmung mit den Experten erfolgen, die für rechtliche und steuerliche Grundlagen, die Risikohinweise und die Plausibilitätsprüfung des Angebotes zuständig sind. Im Übrigen sollten die Emissionshäuser auch überprüfen, inwieweit die Hauptprospekte ausgedünnt und dennoch so gestaltet werden können, dass die vollständigen und richtigen Informationen auch in einem Prospekt zusammengefasst sind, der weit weniger umfangreich ist als die derzeit auf dem Kapitalanlagemarkt befindlichen Prospekte. Weniger und das dann aber verständlicher wäre dann in einem solchen Fall ein „mehr“.

Außerordentliche Anforderungen in der Krise

Investorenmanagement – Interessenvertretung und Service als Dienstleistung für die Anleger Mit dem Begriff Investorenmanagement wird eine Reihe von Aktivitäten zusammengefasst, die die Schnittstelle zum Kreis der Anlegerinnen und Anleger bilden, nachdem der Fonds geschlossen wurde. Generell ist das Investorenmanagement ein wichtiges Qualitätsmerkmal einer langfristig angelegten geschlossenen Beteiligung. Es ist ein Imagefaktor für die ganze Branche, und zwar ganz besonders bei schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen.

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In den letzten zehn Jahren sind die Anforderungen an ein gutes Investorenmanagement extrem gestiegen. Das liegt nicht nur an der Diversifizierung der geschlossenen Fonds über die klassische Schiffsoder Immobilienbeteiligung hinaus in einige andere Wirtschaftszweige wie Private Equity oder alternative Energien, auch die zunehmende Komplexität der Fondskonzepte trägt dazu bei.

Wer übernimmt das Investorenmanagement bei einer KG? Bei den meisten geschlossenen Fonds wird

das Investorenmanagement von einer Tochtergesellschaft des Emissionshauses übernommen, die im Vertragswerk des Fonds als Treuhandgesellschaft auftritt. Sowohl von Anlegern als auch von der in der Branche vertretenen Regenbogenpresse wird die Tatsache, dass die Treuhand eine Tochtergesellschaft des Emissionshauses ist, als negativ wahrgenommen. Weiter gedacht ist genau das jedoch ein großer Vorteil: Eine externe Gesellschaft würde praktisch fremden Anlegern nicht mit dem notwendigen Hintergrundwissen begegnen können. Die Erfahrung eines Anlegers mit

Gastautorin: Bettina Möllmann Spezialistin für Investorenmanagement bettinamoellmann@web.de

geschlossenen Fonds, die Kommunikation des Anlegers mit seinem Berater und der intensive Austausch mit dem Emissionshaus und den entsprechenden Partnern ermöglichen erst eine wirklich gute fehlerlose >>

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Anlegerbetreuung. Der Vorwurf, der Tochtergesellschaften gemacht wird, ist, dass sie möglicherweise nur Interessen des Emissionshauses vertreten würden. Der Punkt ist, die Interessen eines guten Emissionshauses decken sich mit den Interessen der Anleger. Das Investorenmanagement ist ein Qualitätsmerkmal auch für ein Emissionshaus. Und diese Anforderung kann nur eine verbundene Gesellschaft erfüllen, natürlich mit einem abgetrennten Mitarbeiterkreis und einer Geschäftsführung, die sich ausschließlich auf dieses Thema konzentriert.

Die klassische Treuhand-Dienstleistung Diese besteht aus einigen, eher formalen Verpflichtungen, die im Treuhandvertrag festgelegt und dort exakt formuliert sind. Abgesehen von rein organisatorischen Aufgaben wie Handelsregistereintragung, Weiterleitung von Zahlungen, Annahme von Beitrittserklärungen obliegt der Treuhandgesellschaft auch die Durchführung

von Treugeberversammlungen, die fast immer gleichzeitig mit den Gesellschafterversammlungen stattfinden. Allein dieser Unterschied ist bei den Anlegerinnen und Anlegern meist erklärungsbedürftig. Formal sind die beiden Anlegergruppen getrennt, werden aber auch organisatorisch meist zusammengefasst, die Verträge ermöglichen diese Vorgehensweise. Insgesamt ist die klassische TreuhandDienstleistung die exakte Umsetzung der treuhandvertraglichen Pflichten. In der Regel ist dazu eine Spezial-EDV notwendig, es gibt einige Systeme, die auch mit guter Beratung im Markt etabliert sind. Manchmal müssen die Systeme bei Einführung in das Unternehmen an die Prozesse angepasst werden, das ist bei guter Beratung unproblematisch. Aufgrund der unglaublich umfangreichen Papierdokumentation ist auf jeden Fall ein Dokumentenmanagement-System zu empfehlen.

Was macht Treuhand zum Investorenmanagement? Ein Investorenmanagement geht deutlich über die klassische Treuhand-Dienstleistung hinaus. Hier werden natürlich auch die treuhandvertraglichen Pflichten umgesetzt, aber über dieses Minimalprogramm hinaus findet eine echte, intensive Interessenvertretung statt. Den Anlegern muss eine vollständige und vor allem konstruktive Wahrnehmung ihrer Rechte nicht nur ermöglicht werden, sondern sie müssen dabei sowohl organisatorisch als auch inhaltlich unterstützt werden. Um ein gutes Investorenmanagement zu leisten, müssen wir denken, wie der Anleger denkt. Wir müssen eine Dienstleistung schaffen, bei der der Anleger wirklich überzeugt ist, „Die machen das für mich“. Nicht wir müssen sie gut finden und zum Beispiel die Berichte verstehen, sondern der Anleger muss sie gut finden. Dazu gehört als Erstes, den Anleger als >>

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Partner zu sehen und ihn nicht auf einen wenig kompetenten einfachen Geldgeber zu reduzieren. Natürlich sind die Anleger nicht fachkompetent im Bereich der Fonds, die sie gezeichnet haben. Diese Erwartung unsererseits ist unangemessen. Entscheidend ist: Was erwartet der Anleger von uns? Er erwartet, dass wir jederzeit verständlich machen, was mit seiner Beteiligung passiert. Er erwartet, dass wir eben nicht die Fondsgeschäftsführung, die Reederei, das Immobilienmanagement oder was auch immer sind, sondern die Anlegervertretung. Der kleine Satz im Vertragswerk – die Treuhand vertritt die Interessen der Anleger – wird oft überlesen. Wir arbeiten für die Anleger, für niemanden sonst. Unsere Dienstleistung muss so gut sein, dass die Anleger keinen anderen Interessenvertreter brauchen – zum Beispiel einen Anwalt. Nach meiner Erfahrung gibt es auch bei schlechter wirtschaftlicher Entwicklung eines Fonds keine Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit dem Investorenmanagement, wenn die Treuhand sich bei den Maßnahmen der Fondgeschäftsführung ganz klar zum aktiven Interessenvertreter macht.

Besondere Anforderungen in der Krise Natürlich kann bei schlechter wirtschaftlicher Entwicklung und der – absolut nachvollziehbaren – Unzufriedenheit der Anleger manchmal der Verdacht entstehen, die Treuhand hätte die Anlegerinteressen nicht im notwendigen Maße vertreten. Um diesem Verdacht nach Möglichkeit vorzubeugen, müssen die Anleger gerade in dieser Krise schnell über wichtige Entwicklungen im Fonds informiert werden. Das ist aufwendig und teuer, aber das muss ein gutes Investorenmanagement leisten. In der Krise zeigt sich – wie bei vielen Dienstleistungen – die Qualität. Hier ist Transparenz in ganz besonderem Maße das Gebot der Stunde. Aufklärung sowohl über die wirtschaftliche als auch über die rechtliche Situation in vergleichsweise nahen Abständen ist zwingend. Viele Medienberichte kritisieren gerade die Intransparenz bei geschlossenen Fonds generell und in wirtschaftlichen

Aufklärung der Anleger sowohl über die wirtschaftliche als auch über die rechtliche Situation in vergleichsweise nahen Abständen ist zwingend.

Krisensituationen im Besonderen. Fernsehberichte, in denen Interviews mit unzufriedenen Anlegern gezeigt werden, schaden nicht nur der Branche, sondern die Probleme im Fonds werden nur noch ausgeprägter, da die Anleger dann andere Interessenvertreter hinzuziehen. Transparenz bedeutet im Wesentlichen Anlegerinformation. Schriftliche Mitteilungen, Berichte, Kurznachrichten, etc. müssen so präsentiert werden, dass die Anleger sie auch wirklich lesen. Das erfordert vor allem verständliche Texte, das ist eine Anforderung an das Investorenmanagement, der oft nicht nachgekommen wird. Die optische Gestaltung muss gemeinsam mit gut strukturierten und verständlichen Texten dazu führen, dass die Anleger nach der Lektüre umfassend, sinnvoll informiert sind. Klar ist, dass nur für die Willensbildung relevante Ereignisse berichtet werden, durch Darstellung irrelevanter Details sind schon viele Missverständnisse entstanden. Hier ist wieder der Grundsatz zu sehen: Wir arbeiten für den Anleger, eine einfache Erfüllung des Treuhandvertrages reicht einfach nicht mehr aus. Wir dürfen uns nicht auf den Standpunkt zurückziehen, der Anleger sei doch informiert worden – eine schlechte, unverständliche Information ist fast so schlimm wie gar keine.

In wirtschaftlichen Krisensituationen sind oft Gesellschafterbeschlüsse notwendig, die über die üblichen Abstimmungspunkte einer regulären Gesellschafterversammlung hinausgehen. Wenn eine geplante Maßnahme die Zustimmung der Gesellschafterversammlung erfordert, sollten diese Beschlüsse nach Möglichkeit auf einer Präsenzversammlung gefasst werden. Hier sollte in einem vernünftigen Investorenmanagement dafür gesorgt werden, dass die außerordentliche Gesellschafterversammlung von der Fondsgeschäftsführung aktiv einberufen wird, und nicht erst auf Drängen aus dem Anlegerkreis. Dort sollte die Fondsgeschäftsführung die Maßnahme detailliert vortragen und sich den Fragen der Anleger stellen. Die Anleger sind hier in besonderem Maße gefragt, an der Willensbildung teilzunehmen. Aber darauf müssen sie auch hingewiesen werden, sonst fällt es ihnen schwer, ihre Rechte wahrzunehmen. Organisatorisch und inhaltlich ist die Versammlung so zu planen, dass es für die Anleger optimal ist. Das heißt möglichst einfaches Abstimmungsverfahren, sofortige Auswertung, Präsentation zur inhaltlichen Begleitung, Einladung von Experten, umfassende Vorbereitung des Vortrages der Geschäftsführung, >>

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SZENE

Anwesenheit und Vortrag des Beirates, gegebenenfalls ein Handout zur Unterstützung für das Verständnis der Anleger. Es muss genug Zeit für Diskussionen eingeplant werden, aber die Versammlungsleitung sollte verhindern, dass die Diskussion durch wenig fundierte Beiträge gestört wird. Die Kommunikation mit den Anlegern sollte so intensiv sein, dass die Anleger in vernünftigem Maße an Entscheidungen teilnehmen können. Selbstverständlich ist zu berücksichtigen, dass die Anleger einfach nicht die Fachkompetenz besitzen, um alle Sachverhalte der Fondsgesellschaft sinnvoll beurteilen zu können. Das kann auch ein gutes Investorenmanagement nicht grundsätzlich verändern. Es ist eine schwierige Gratwanderung, die Informationen zu extrahieren, die für die Anleger eine vernünftige, umfassende Entscheidungsgrundlage bilden. Der Grundsatz „Viel hilft viel“ ist hier unbedingt kontraproduktiv.

Aber ein aktives Investorenmanagement reicht über die Transparenz hinaus. Die Teilnahme an Beiratssitzungen und anderen Gesprächen der Fondsgeschäftsführung darf sich nicht auf die Protokollführung und Hinweise auf die Einhaltung des Gesellschaftsvertrages beschränken. Ein solches Verhalten wäre einfach zu passiv, die Anleger brauchen eine echte, aktive, konstruktive Vertretung, weil sie das selbst nicht leisten können und auch nicht müssen, dafür zahlen sie schließlich Treuhandgebühren.

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Anstehende Termine in der Beteiligungsbranche „

Aquila Capital Round Table – Veranstaltungen laufen bereits, Termine und Veranstaltungsorte entnehmen Sie www.beteiligungsreport.de

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Herbstroadshow 2009 – König & Cie., Veranstaltungen laufen bereits, Termine und Veranstaltungsorte entnehmen Sie www.beteiligungsreport.de

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Wölbern Kolloqium – Wölbern Invest, KPMG, Veranstaltungen laufen bereits, Termine und Veranstaltungsorte entnehmen Sie www.beteiligungsreport.de

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Windenergie kompakt I & II – Bundesverband WindEnergie, am 01.09.2009 in Hannover

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Kompetenztag Fremdfinanzierung – VGF, am 03.09.2009 in Berlin

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Grünes Geld 2009 – ECOeffekt, am 05.09.2009 in Münster

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Netzwerkfachtagung Anlegerschutz – SVF AG am 8.09.2009 in Bad Homburg

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Herbstcamp 2009 – HCI Capital AG, ab 09.09.2009, Veranstaltungsorte entnehmen Sie www.beteiligungsreport.de

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Infotour durch Deutschland – UDI, ab 22.09.2009, Veranstaltungsorte entnehmen Sie www.beteiligungsreport.de

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E-Mail Marketing – gewusst wie! – com42, am 22.09.2009 in Landshut

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Fachtagung Service, Wartung und Betrieb von Windenergieanlagen – Bundesverband für Windenergie, am 29.09.2009 in Hamburg

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Kompetenztag Produktauswahl 2010 – VGF, am 01.10.2009 in Berlin

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WATT – Kongressreihe Erneuerbare Energien – FairFair GmbH, am 17.11.2009 in Nürtingen

Neue Anschrift Hamburgische Seehandlung Schiffsbeteiligungen GmbH & Co. KG Neue Burg 2 20457 Hamburg Tel. +49 (0)40 34842 – 0 Fax +49 (0)40 348422 – 98 info@seehandlung.de www.seehandlung.de

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Kehrtwende in der steuerlichen Behandlung

Desaster für Medienfondsanleger

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Bereits seit 2007 diskutiert die Bayerische Finanzverwaltung über eine Änderung der steuerlichen Behandlung von Medienfonds.

Ende März 2009 hat sie die Initiatoren zahlreicher Medienfonds mit einer unerwarteten Entscheidung für die in den Jahren 1998 bis 2005 aufgelegten Fonds konfrontiert: Die Finanzverwaltung geht jetzt davon aus, dass sämtliche Schuldübernahmeverträge von Medienfonds, bei denen die Zahlungsverpflichtungen aus dem Lizenzvertrag durch eine Bank schuldenbefreiend übernommen wurden, als so genannte „abstrakte Schuldversprechen“ zu werten sind und es deshalb zu einem Wegfall von anfänglichen steuerlichen Verlusten kommt. De facto kommen mit dieser Entscheidung eine erhebliche Einkommensteuernach- sowie eine rückwirkende Zinszahlung auf die Anleger zu. Obwohl diese Änderungen bis dato hauptsächlich leasingähnliche Fonds betreffen, hat die Finanzverwaltung angekündigt, dass auch teiloperative Medienfonds mit Schuldenübernahme betroffen sind. Die Behörde weicht mit ihrer Kehrtwende von einer jahrelang angewendeten Praxis ab, die im Jahre 1998 mit der Auflage des ersten, mit der Finanzverwaltung abgestimmten, leasingähnlichen Medienfonds ihren Anfang nahm. Im Jahr 2001 folgte der so genannte Medienerlass, der einen allgemeingültigen, verlässlichen Handlungsrahmen für Fondsinitiatoren lieferte. Auch dieser Erlass wurde in enger Abstimmung mit der Finanzverwaltung verfasst. 2003 veröffentlichte das Bundesfinanzministerium der Finanzen (BMF) eine Überarbeitung des Erlasses und gewährte eine Übergangsregelung bis Endes des Jahres. Zwei Jahre später trat der § 15b EStG in Kraft. Er beinhaltete, dass die gewollte Verrechnung von anfänglichen Verlusten mit anderen positiven Einkünften untersagt wird. Als unmittelbare Reaktion darauf stellten viele Initiatoren das Produkt „Medienfonds“ ein. Erste Betriebsprüfungen für die zu-

rückliegenden Veranschlagungszeiträume wurden ohne Beanstandungen abgeschlossen. 2007 wurden dann diese Prüfungen erneut untersucht und auf Antrag Bayerns eine neue Beurteilung von Medienfonds beschlossen. Ende März dieses Jahres dann die Entscheidung: Rückwirkende Änderung der steuerlichen Behandlung der Schuldübernahme bei Medienfonds. Die Interessegemeinschaft Medienfonds, zu der sich die Emissionshäuser Hannover Leasing, KGAL und LHI zusammengeschlossen haben, hat den Status quo der steuerlichen Rahmenbedingungen kurz zusammengestellt (siehe Tabelle unten). Erste Schlussbesprechungen fanden im Rahmen laufender Betriebsprüfungen im April 2009 sowie im Juli 2009 statt. Die Betriebsprüfung plant, die Schlussbesprechungen für alle betroffenen Fonds überwiegend zeitnah abzuschließen. Dies dauert im August noch an.

Auch andere Fondsanbieter, wie zum Beispiel IDEENKAPITAL, die mit ihren Medienfonds Mediastream I-III unter die geplanten Änderungen fiele, sind nun entgegen ihrer früheren Annahme zu der Überzeugung gelangt, dass die Finanzbehörden den Weg der rückwirkenden Steueränderung einschlagen werden. Sie weisen ihre Anleger darauf hin, dass die anfänglichen Verlustzuweisungen zumindest zum Teil rückwirkend aberkannt werden. Bei all diesen Debatten kommt die Frage auf, wo der eigentliche Grund für den Sinneswandel der Finanzbehörden liegt. Der Gedanke drängt sich auf, dass wieder einmal händeringend nach einer Möglichkeit gesucht wird, die Staatskassen zu füllen. -cbUnter www.interessengemeinschaftmedienfonds.de können sich Interessierte jederzeit über den aktuellen Stand der Dinge informieren.

„Auf Grundlage des zur Anwendung kommenden § 5 Absatz 2 EStG sind die Herstellungskosten der Filme als Betriebsausgaben sofort abzugsfähig, sofern die Fondsgesellschaft Hersteller im steuerlichen Sinne ist. „Zudem gilt die überarbeitete jüngste Version des Medienerlasses, in dem die nicht umfassend geregelte Herstellereigenschaft, Fragen zu Lizenzverträgen und zum wirtschaftlichen Eigentum erklärt werden. „Sowohl die jährlichen Lizenzeinnahmen als auch ein eventueller Gewinn aus der Verwertung und gegebenenfalls Veräußerung der Filmrechte am Ende der Vertragslaufzeit werden zum Zeitpunkt der Entstehung der vertraglichen Ansprüche ertragswirksam und führen zu positiven gewerblichen Einkünften. „ Der anfänglichen Steuerentlastung stehen damit später planmäßig in der Summe höhere jährliche Steuerbelastungen aus den laufenden und den einmaligen gewerblichen Einkünften gegenüber. „ Zahlreiche Betriebsprüfungen haben die so beschriebene Behandlung der laufenden und anfänglichen Aufwendungen in der Praxis bestätigt.

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PERSONELLES

Wechsel in der Branche

Wer verändert sich wohin? Vertriebsteam erweitert Ex-Nordea-GeschäftsfĂźhrer Wolfgang Seubert wechselt zu Neue VermĂśgen Asset Management. Der neue GeschäftsfĂźhrer fĂźr den Vertrieb freut sich auf die berufliche Herausforderung: „Die Neue VermĂśgen Asset Management GmbH ist einer der Pioniere auf dem Gebiet des MultiAsset-Management und gehĂśrt fĂźr mich zu den Perlen der deutschen Fondsszene. Ich freue mich darauf, mich mit meiner Erfahrung in den Ausbau der Geschäftsaktivitäten einzubringen.“ Erst im April dieses Jahres konnte die Neue VermĂśgen Asset Management GmbH Uwe Bachert als Vertriebsdirektor verpichten.

DCM AG hat neues Vorstandsmitglied Mit Wirkung zum 1. August 2009 hat Dr. JĂśrg Autschbach (43) die Position des Finanzvorstandes der DCM Deutsche Capital Management AG Ăźbernommen. Autschbach lĂśst Heinz-Theo Tetsch ab, der auf eigenen Wunsch das Unternehmen verlässt. Autschbach war vorher im Bereich ProjektďŹ nanzierung und strategische AkquisitionsďŹ nanzierung bei der IKB beschäftigt. Er leitete dort seit 2005 die Abteilung Infrastruktur.

Neue FĂźhrungsspitze bei Walton Europe Seit dem 01. Juli 2009 ist Karl Benno Nagy (44) neuer GeschäftsfĂźhrer der Walton Europe GmbH mit Sitz in Hamburg. Nagy lĂśst Neil McCullagh ab, der wieder in die Walton Zentrale nach Kanada wechselt. Nagy war federfĂźhrend an der MarkteinfĂźhrung von „Land Banking“ in Deutschland beteiligt.

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Er begann seine beruiche Karriere bei der Hamburg Mannheimer Versicherungs AG. Bereits mit 25 Jahren bekleidete er dort das Amt des Direktionsrepräsentanten. Zu seinem Aufgabengebiet gehÜrte die Gewinnung von neuen Mitarbeitern, die Ausbildung, aber auch die Entwicklung von Verkäufern und Fßhrungskräften sowie die Durchfßhrung und Planung von Seminaren.

Neuer Konzernpressesprecher bei IVG Nach eineinhalb Jahren als Konzernpressesprecher der IVG Immobilien AG, Bonn, verlässt Dr. Knut Hansen das Unternehmen. Er wird fßr noch unbestimmte Zeit nach Spanien gehen. Er beabsichtigt, in der Kommunikationsbranche beratend tätig zu sein. Seine Nachfolge ist von Jens Friedemann bereits angetreten worden.

Emissionshaus nimmt operative Tätigkeit auf Die bereits 2008 gegrßndete deboka Deutsche Grund & Boden Kapital AG hat ihr operatives Geschäft aufgenommen und das Management-Team ernannt. Die beiden neuen Vorstände Michael Kempkes (43, oben) und Cliff Wenner (44, unten) nehmen ihre Tätigkeit sofort auf. Ab dem 01. Juli 2009 sollen beide dann von Dan-David Golla (41) unterstßtzt werden. Michael Kempkes war vorher im Vorstand des Beratungsunternehmens fßr Finanzkommunikation Haubrock AG. Cliff Wenner arbeitete zuletzt als Geschäftsfßhrer bei der Paribus Vertriebs GmbH. Dan-David Golla war zuletzt Director DTZ Corporate Finance und zuständig fßr die Platzierung von Fonds bei institutionellen Anlegern im In- und Ausland. Davor war er u.a. als BÜrsenhändler fßr verschiedene Assetklassen bei namhaften Banken beschäftigt.

ALBA erweitert Geschäftsfßhrung Zum 15. Juni 2009 ist Marc Kirschbaum (36) neben Carsten Hille in die Geschäftsfßhrung der ALBA, einer 100-Prozent-Tochter der KGAL, eingetreten.

SHEDLIN Capital besetzt M&A-Bereich Die Shedlin Capital Group besetzt ihren neu geschaffenen Unternehmensbereich Mergers & Acquisitions (M&A) mit dem 41-jährigen Kenneth Winkler. DarĂźber hinaus wird Winkler die GeschäftsfĂźhrung in strategischen Belangen sowie bei der Akquisition und Realisierung von Projekten unterstĂźtzen. Vor seinem Eintritt in die SHEDLIN Capital Group war Kenneth Winkler sieben Jahre als Chief Investment OfďŹ cer Vorstandsvorsitzender und Gesellschafter im Konzern der schweizerischen Privatbankengruppe Hottinger Group - Bankiers tätig. Anzeige

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Impressum Herausgeber:

BeteiligungsReport Quartal 4/ 2009 R

Vorschau auf die nächste Ausgabe

Edmund Pelikan

Verlag: BeteiligungsVerlag der Edmund Pelikan Kompetenz GmbH & Co. KG Altstadt 296, D-84028 Landshut, Tel.: +49 (0) 871 43 06 33 – 0 Fax: +49 (0) 871 43 06 33 – 11

ÂMarktfinale 2009

Redaktion: Edmund Pelikan (-ep-) verantwortlich, Corinna Brandl (-cb-), Evi Hoffmann (-eh-).

Das Jahr 2009 hat schwach begonnen und auch im 2. Quartal die Auswirkungen der Finanzkrise deutlich gespürt. Den Anlegern fehlt das Vertrauen in die Märkte. Gewinnt die Sachwertbranche die Anleger zurück oder wird die Erholung erst 2010 kommen? Welche Produkte sind in der Pipeline der Emissionshäuser? Was ist die Strategie der Maklerpools und Banken?

Autoren dieser Ausgabe: Andreas Wohlers, Stephanie v. Keudell, Joachim Spill, Reiner Hambrecht, Alexander Schönle, Dr. Leo Fischer, Andreas Brinke, Robert Krüger-Kassissa, Michael Rathmann, Dr. Oliver Moosmayer, Gunnar Dittmann, Christian Gursky, Ulrich Nastold, Bettina Möllmann, Rupert Petry. Grafik, Layout: Paul Pomylnyi, Moritz Meilinger Erscheinungsweise: vierteljährlich

ÂBranchenüberblick geschlossene Fonds Der Druck in der Branche ist hoch. Verluste bei den Unternehmen sind an der Tagesordnung. Welche Marktteilnehmer mussten 2009 bereits die Segel streichen? Wer ist kurz vor der Pleite? Welche Strategien sind erfolgversprechend? Wir sprechen mit Marktteilnehmern und sehen hinter die Kulissen.

Die verbreitete Auflage (ISSN 1865-3448) betrug im 2. Quartal 2009 8.363 Exemplare (IVW geprüft). Die Onlineversion (ISSN 1613-303X) wurde an über 300.000 Empfänger (Verlagsangabe) versandt. Foto-Quellen: www.shutterstock.com, www.pixelio.de, www.aboutpixel.de, Autoren Preis der Druckausgabe Preis pro Ausgabe EUR 8,90 Druck: Kössinger AG, Schierling

ÂInstitutionelle Anleger Bei wegbrechender Publikumsplatzierung hörte man im Markt immer wieder ein Zauberwort für den zukünftigen Platzierungserfolg: Institutionelles Geschäft! Wer sind aber diese Institutionellen, die geschlossene Fonds in ihr Portfolio nehmen? Erhalten diese andere Produkte, vielleicht sogar die Perlen des Marktes? Wie sehen Großanleger den Beteiligungsmarkt? Das sind die Fragen, die wir Anbietern wie auch Anlegern stellen werden.

ÂZweitmarkt Die Kurse sind eingebrochen, der Handel mit Second-hand-Beteiligungen drastisch zurückgegangen. Nach dem Aus der Berliner Zweitmarkt plus ist die Frage nach tragbaren Geschäftsmodellen mehr als berechtigt. Natürlich muss man auch hinterfragen, ob es sich derzeit wirklich um Schnäppchenkurse beim Einkauf handelt. Wie sieht die Leistungsbilanz der Zweitmarktfonds jetzt aktuell aus? Zeit, Bilanz zu ziehen.

ÂMarketing / Marktforschung ÂSteuern / Recht / Konzeption ÂSzene / Personelles

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Nachdruck und Veröffentlichung nur mit Genehmigung des Herausgebers erlaubt. Beiträge und Autoren In den mit Autorennamen gekennzeichneten Beiträgen wird die Meinung der Autoren wiedergegeben. Diese muss nicht unbedingt mit der des Herausgebers übereinstimmen. Risikohinweise / Disclaimer Die Redaktion bezieht Informationen aus Quellen, die sie als vertrauenswürdig erachtet. Eine Gewähr hinsichtlich Qualität und Wahrheitsgehalt dieser Informationen besteht jedoch nicht. Indirekte sowie direkte Regressin-anspruchnahme und Gewährleistung wird für jegliche Inhalte kategorisch ausgeschlossen. Leser, die aufgrund der in diesem Report veröffentlichten Inhalte Anlageentscheidungen treffen, handeln auf eigene Gefahr, die hier veröffentlichten oder anderweitig damit im Zusammenhang stehenden Informationen begründen keinerlei Haftungsobligo. Ausdrücklich weisen wir auf die erheblichen Risiken hoher Wertverluste hin. Dieser BeteiligungsReport darf keinesfalls als Beratung aufgefasst werden, auch nicht stillschweigend, da wir mittels veröffentlichter Inhalte lediglich unsere subjektive Meinung reflektieren. Für alle Hyperlinks gilt: Die Edmund.Pelikan.Kompetenz GmbH & Co.KG erklärt ausdrücklich, keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten zu haben. Daher distanziert sich die Edmund.Pelikan.Kompetenz GmbH & Co KG von den Inhalten aller verlinkten Seiten und macht sich deren Inhalte ausdrücklich nicht zu Eigen. Diese Erklärung gilt für alle in den Seiten vorhandenen Hyperlinks, ob angezeigt oder verborgen, und für alle Inhalte der Seiten, zu denen diese Hyperlinks führen. Mit der Mitfinanzierung des BeteiligungsReports durch die Autoren und Inserenten kann der Herausgeber eine kompetente und zeitgerechte Berichterstattung ermöglichen.

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BeteiligungsReport - Fachmagazin für geschlossene Fonds 3/2009