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SAISON 2018 / 2019 BERNER KAMMERORCHESTER

Kapitelreiter


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Kapitelreite


INHALTS‒ VERZEICHNIS

VORWORT

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BERNER KAMMERORCHESTER

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PHILIPPE BACH, CHEFDIRIGENT

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1. ABO‒KONZERT: LADIES FIRST

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2. ABO‒KONZERT: ORGELTASTISCH

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3. ABO‒KONZERT: RISING STARS!

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4. ABO‒KONZERT: MÉNAGE‒À‒TROIS

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INTERVIEWS

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BKO‒FREUNDE

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KONZERTKARTEN

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ABOBESTELLUNGEN

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HERZLICHEN DANK

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BKO‒DIGITAL / IMPRESSUM

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Mit uns verläuft die Herstellung Ihrer Drucksachen harmonisch.

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LIEBES PUBLIKUM Das Berner Kammerorchester feiert 2018 seinen 80. Geburtstag. Wir sind in Festlaune und freuen uns, Ihnen das neue Programm für die Saison 2018/2019 vorzustellen. Dass komponierende Frauen oft zu unrecht im Schatten ihrer männlichen Kollegen stehen, beweist das erste Konzertprogramm «Ladies First». Besonders freuen wir uns, dass Gabrielle Brunner für das Berner Kammerorchester ein brandneues Werk geschrieben hat – ein schöneres Geburtstagsgeschenk kann man sich kaum vorstellen! Im zweiten Konzert ziehen wir alle Register und präsentieren Ihnen die Königin aller Instrumente: Die Orgel. Auf dem Programm stehen Werke für Orgel und Orchester von Barber, Poulenc und Rheinberger. Die Zusammenarbeit mit der Hochschule der Künste Bern bietet die beste Gelegenheit junge Talente zu fördern. Im Konzert «Rising Stars!» dirigieren Studierende der Dirigierklasse von Florian Ziemen das Berner Kammerorchester. Neben den beiden Serenaden von Antonín Dvořák erklingen frisch komponierte Werke von Studierenden der HKB. Möchten Sie also wissen, wer die Stars von morgen sind? Am 30. März 2019 bietet sich dazu die beste Gelegenheit. Als Saisonabschluss beleuchtet das Konzertprogramm «Ménage-à-trois» das Schaffen des Ehepaars Schumann und des jungen Brahms und bringt gleich zwei Solowerke zur Aufführung: das Klavierkonzert der hochbegabten Clara Schumann (Solist: Simon Bucher) und das sowohl eruptive als

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Vorwort


auch sehr melancholische Cellokonzert von Robert Schumann (Solist: Patrick Demenga). Als Konzertabschluss erklingt die 1. Serenade des gerade mal 24 Jahre alten Johannes Brahms - ein Werk von sinfonischer Dimension! Eine kleine Erneuerung in der nächsten Saison sei besonders erwähnt: Neu arbeitet das BKO mit dem gebührenfreien (!) Ticketing-Anbieter «Eventfrog» zusammen. Sie können die Tickets bequem online buchen und sich so Ihren Lieblingsplatz auswählen. Bei Fragen können Sie sich jederzeit an die BKO-Geschäftsstelle wenden. Nun wünschen wir Ihnen eine spannende Lektüre des neuen Saisonprogramms und freuen uns auf Ihren Konzertbesuch.

Philippe Bach, Chefdirigent BKO

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Beat Sieber, Geschäftsführer

Vorwort


BERNER KAMMERORCHESTER Das Berner Kammerorchester pflegt seit seiner Gründung 1938 das klassische Repertoire und setzt parallel dazu einen Schwerpunkt in der Aufführung und Vermittlung neuer Schweizer Musik. Bemerkenswert sind die spannenden Kombinationen mit anderen Bereichen wie Tanz, Lichtdesign, Volksmusik und Jazz. Seit der Saison 2012/13 ist Philippe Bach Chefdirigent des BKO. Es kamen zahlreiche Uraufführungen namhafter Komponisten zustande wie zum Beispiel von Sandor Veress, Albert Moeschinger, Willy Burkhardt, Arthur Furer und Alfred Zimmerlin. Neben Konzerten mit renommierten SolistInnen wie Patricia Kopatchinskaja, Thomas und Patrick Demenga, Mirijam Contzen oder Julia Schröder ist die Zusammenarbeit mit jungen Talenten dem BKO ein wichtiges Anliegen. Mit der Hochschule der Künste Bern als Partnerin werden gezielt junge KünstlerInnen gefördert. Das Berner Kammerorchester ist ein gern gesehener Gast bei verschiedenen Festivals und ist mit Gastspielen in der ganzen Schweiz präsent. Das Berner Kammerorchester wird von der Stadt Bern, von der Burgergemeinde Bern, vom Kanton Bern und von der Regionalkonferenz Bern Mittelland unterstützt und erhält Förderbeiträge von verschiedenen Stiftungen und Partnern. → www.bko.ch

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Berner Kammerorchester


MUSIKERINNEN & MUSIKER

1. Violine

Flöte

Sibylla Leuenberger (Konzertmeisterin) Irene Arametti Pastorello Annemarie Jöhr Jaccard Katja Marbet Anna Laura Reinhard Núria Rodríguez

Ursula Gertschen (Solo) Franziska Stadelmann (Solo)

2. Violine

Klarinette

Simone Roggen (Stimmführerin) Daniela Bertschinger Talita Karnusian Anja Martin-Glatthard Patricia Kuonen

Christoph Ogg (Solo) Riccardo Parrino

Oboe

Martin Stöckli (Solo) Claudia Miller

Fagott

NN (Solo) Lorenz Martin

Viola

Dorothee Schmid (Stimmführerin) Ruth Pontier Baumgartner Astrid Flender Violoncello

Orlando Theuler (Stimmführer) Claudia Eigenmann Beatrice Wenger Kontrabass

Käthi Steuri (Stimmführerin) Ivan Nestic

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Horn

Andreas Kamber (Solo) Andrea Rüegge Trompete

André Schüpbach (Solo) Christoph Mäder Pauke

Peter Sempert

Berner Kammerorchester


PHILIPPE BACH CHEFDIRIGENT

In Saanen wurde Philippe Bach 1974 geboren. Auch als weltweit anerkannter Dirigent hat er seine Schweizer Heimat nicht vergessen. Mehrere Jahre war er Chefdirigent der Zuger Sinfonietta, bekleidet seit 2012 dieselbe Position beim Berner Kammerorchester und seit 2016 bei der Kammerphilharmonie Graubünden. Schweizer Institutionen spielten auf seinem Ausbildungsweg eine bedeutende Rolle: An der Musikhochschule Bern und am Conservatoire de Genève studierte er Horn, später auch noch in Freiburg im Breisgau, und nach einem 1. Preis beim Schweizerischen Dirigentenwettbewerb widmete er sich auch intensiv dem Dirigieren. Johannes Schlaefli an der Musikhochschule Zürich und u. a. Sir Mark Elder am Royal Northern College of Music in Manchester

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Philippe Bach


waren seine Mentoren. Auf internationalem Parkett steht der Name Philippe Bach für eine steile Dirigentenkarriere. Nach einem ersten Preis beim International Jesús López Cobos Opera Conducting Competition 2006 wurde er Assistant Conductor am Teatro Real in Madrid und Assistent von Jesús López Cobos; 2007 debütierte er dort mit Puccinis Madama Butterfly. Es folgten zwei Spielzeiten am Theater Lübeck, ehe er 2012 der Berufung als Generalmusikdirektor der Meininger Hofkapelle und des Meininger Staatstheaters folgte. An der traditionsreichen Stätte hat er vor allem Opern von Wagner und Strauss, aber auch von Janáček, Adès, Britten und Verdi dirigiert. Lang ist die Liste der grossen internationalen Orchester, mit denen Philippe Bach zusammengearbeitet hat, stellvertretend genannt seien das London Philharmonic Orchestra, das BBC Philharmonic Orchestra, das Tonhalle Orchester Zürich, das Basler Sinfonieorchester, das Orchestre de chambre de Lausanne, das Orchestra della Svizzera Italiana, das Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, das Helsinki Philharmonic Orchestra oder das Bournemouth Symphony Orchestra. → www.philippebach.ch

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Philippe Bach


LADIES

1. ABO‒KONZERT

26. OKTOBER 2018, 19.30 UHR YEHUDI MENUHIN FORUM BERN

FIRST 8


Besetzung

Agata Raatz, Violine Zora Slokar, Horn Graziella Contratto, Dirigentin Berner Kammerorchester

Programm

Ethel Smyth (1858 – 1944)

Konzert für Violine und Horn in A-Dur

Gabrielle Brunner (*1963)

Fünf Stücke für Orchester (Uraufführung)

Louise Farrenc (1804 – 1875)

Sinfonie Nr. 3 in g-Moll, op. 36

Die Musikgeschichte ist voller komponierender Frauen, die sich in der Männerdomäne der kompositorischen Schöpfung zu behaupten wussten. Dennoch tauchen die Werke dieser Komponistinnen bis heute viel zu selten in den Konzertprogrammen auf. Zur Saison-Eröffnung bringt das BKO unter der Leitung von Graziella Contratto mit den sinfonischen Tondichtungen von Ethel Smyth und Louise Farrenc zwei der bedeutendsten Komponistinnen der Romantik zu Gehör. Zur Musik dieser Vorreiterinnen gesellt sich eine Uraufführung der Berner Geigerin und Komponistin Gabrielle Brunner.

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Ladies First


«Agata Raatz ist eine der vielversprechendsten Geigerinnen ihrer Generation» (Bartlomiej Nizioł)

AGATA RAATZ VIOLINE

Von Kritikern und Publikum für ihre musikalische Reife und ihre aussergewöhnlichen technischen Fähigkeiten gerühmt, ist Agata Raatz «ohne Zweifel eine erstklassige Geigerin, die sehr klare und edle musikalische Ziele vertritt.» (Benjamin Schmid). Seit ihrem Konzertdebüt im Alter von 11 Jahren, mit dem Koszalin Symphony Orchestra, trat sie in Begleitung von diversen Orchestern auf. Sie ist Gewinnerin von zahlreichen internationalen Musikwettbewerben. Besonders geehrt wurde Agata durch einen Preis vom polnischen Kulturminister für ihr besonderes musikalisches Schaffen im Jahr 2006. In Meisterkursen mit renommierten Musikern wie Zakhar Bron, Bruno Canino, Benjamin Schmid, Maurizio Sciaretta, Bartlomiej Nizioł, Wanda Wilkomirska und Konstanty Andrzej Kulka erhielt sie wichtige Impulse und neue Inspiration für ihr eigenes Musizieren. Agata Raatz spielt auf einer Violine von JeanBaptiste Vuillaume aus dem Jahr 1848. → www.agataraatz.com

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Ladies First


ZORA SLOKAR HORN

Zora Slokar schloss zunächst ihr Violinstudium bei Monika Urbaniak Lisik in Bern ab, bevor sie sich auf das Hornspiel konzentrierte. Sie war Schülerin von Markus Oesch und Thomas Müller und studierte danach bei Erich Penzel in Maastricht und Radovan Vlatkovic in Zürich, wo sie 2008 mit dem Solistendiplom abschloss. Sie bekam zahlreiche Preise, u.a. den 1. Preis am «Anemos» Wettbewerb in Rom und am «Ceccarossi» Wettbewerb in Orsogna, war Finalistin beim «Paxman» Wettbewerb in London, gewann Stipendien der «Migros/Kulturprozent» und war Kiwanis-Preisträgerin in Zürich. Zora Slokar ist eine passionierte Kammermusikerin und spielt regelmässig an verschiedenen Festivals. Gidon Kremer lud sie regelmässig an sein renommiertes Lockenhaus-Festival ein. Als Solistin trat sie in ganz Europa, Brasilien und Japan auf. Seit 2004 ist sie Solohornistin im «Orchestra della Svizzera Italiana» in Lugano und wechselte 2018 in gleicher Position zum Deutschen Sinfonie Orchester Berlin. → www.zoraslokar.com

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Ladies First


GABRIELLE BRUNNER KOMPONISTIN

Gabrielle Brunner ist im Inund Ausland sowohl als Interpretin als auch als Komponistin tätig. Sie wuchs in einer Schweizer Musikerfamilie in München auf und wurde früh durch ihren Vater, den Klarinettisten Eduard Brunner besonders mit der zeitgenössischen klassischen Musik vertraut. Bis zum Abitur war sie Schülerin der Geigerin Ana Chumachenko. Nach dem Solistendiplom bei Eva Zurbrügg in Bern besuchte sie die Meisterklasse von Prof. Igor Ozim. Studien bei György Kurtag und unzählige Ur- und Erstaufführungen bildeten den Grundstein für den späteren kompositorischen Weg, der mit dem Studium für Komposition bei Daniel Glaus 2007 in Zürich seinen Anfang nahm. Auftragskompositionen für Ensemble Proton Bern, Lucerne Festival, Berner Kammerorchester, Kirche Pilgerweg Bielersee, Musikfestival Bern u.a. → www.gabriellebrunner.com

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Ladies First


GRAZIELLA CONTRATTO DIRIGENTIN

Lehrern zählten. 1998 wurde sie von Claudio Abbado als musikalische Assistentin an die Berliner Philharmonie und an die Salzburger Osterfestspiele geholt. Im Jahre 2000 wählte sie das Orchestre National de Lyon unter David Robertson zum chef résident. Zwischen 2003 und 2009 war Graziella Contratto Chefdirigentin des Orchestre des Pays de Savoie und damit die erste Frau, die einem französischen Staatsorchester vorstand. Zwischen 2007 und 2013 war Graziella Contratto Intendantin des Davos Festival - young artists in concert; unter ihrer künstlerischen Leitung wurden u.a. die international young composers‘ Workshops, junges Tanztheater und historisch informierte Aufführungspraxis mit Erfolg in die Programmkonzeption aufgenommen. Seit 2004 leitet sie im In- und Ausland erfolgreiche Dirigierworkshops für Manager und Kaderpersonen. Sie tritt regelmässig in Radio- und TV- Sendungen auf und übernahm 2015 in der Nachfolge von Heinz Holliger und Andràs Schiff für eine Ausgabe die Leitung der Ittinger Pfingstkonzerte. Seit 2010 ist Graziella Contratto Leiterin des Fachbereichs Musik der Hochschule der Künste Bern. Im September 2015 erhielt sie den Innerschweizer Kulturpreis.

Die Schwyzer Musikerin Graziella Contratto liess sich an den Konservatorien Luzern, Winterthur, Zürich und Basel zur Konzertpianistin, Kammermusikerin und Musiktheorielehrerin ausbilden. 1996 erlangte sie zusätzlich in Basel das Kapellmeisterdiplom, wobei Horst Stein, Ralf Weikert, Manfred Honeck, Detlev Müller-Siemens, Rudolf Kelterborn und Tsung Yeh zu ihren wichtigsten → www.graziellacontratto.com

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Ladies First


ORGEL‒ 2. ABO‒KONZERT

11. JANUAR 2019, 19.30 UHR FRANZÖSISCHE KIRCHE BERN

TASTISCH 14


Besetzung

Antonio García, Orgel Philippe Bach, Dirigent Berner Kammerorchester

Programm

Samuel Barber (1910 – 1981)

Toccata für Orgel, Trompete, Pauken und Streicher, op. 36a

Francis Poulenc (1899 – 1963)

Konzert für Orgel, Streicher und Pauken in g-Moll, FP 93

Josef Gabriel Rheinberger (1839 – 1901)

1. Orgelkonzert in F-Dur, op. 137

Sie thront meist hoch oben, übertrifft alle anderen an Lautstärke und klanglicher Vielfalt: die Orgel. Kein Wunder nennt man sie auch die Königin der Instrumente. Obwohl man sie gemeinhin mit dem sonntäglichen Gottesdienst verbindet, ist sie zuweilen durchaus im Konzertsaal zu Gast. Mit dem romantischen Komponisten Josef Gabriel Rheinberger und den modernen Grossmeistern Samuel Barber und Francis Poulenc präsentieren das BKO und der Berner Organist Antonio García unter der Leitung von Philippe Bach drei Werke, die die Orgel ins Zentrum des sinfonisch-konzertanten Geschehens rücken.

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Orgeltastisch


ANTONIO GARCÍA ORGEL

Antonio García begann seine ersten musikalischen Schritte mit Jean-René Glück am Akkordeon. Er interessierte sich dann für die Orgel und studierte vier Jahre in der Orgelklasse von Bernard Heiniger in Biel. Nach weiteren Studien an der Hochschule für Musik in Lausanne in der Orgelklasse von Jean-François Vaucher zog er 2009 nach Berlin, um ein Jahr an der Universität der Künste zu studieren (Orgelklassen von Leo van Doeselaar, Paolo Crivellaro und Erwin Wiersinga). Weitere Studien führten ihn an die Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Seine vielseitige Tätigkeit als Musiker zeigt sich zum Beispiel als Initiator der multidisziplinären Produktionen «ALICE» und «Planète Bille». Daneben spielt er Akkordeon im Tangotrio «Tres vientos» und als Begleiter der Pop-Sängerin Amélie Daniel. Seit Juli 2013 ist Antonio García Titularorganist der Französischen Kirche Bern. → www.antoniogarcia.ch

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Orgeltastisch


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Orgeltastisch


RISING 3. ABO‒KONZERT

30. MÄRZ 2019, 19.30 UHR KONSERVATORIUM BERN

STARS! 18


Besetzung

Studierende der HKB (Klasse Florian Ziemen), Dirigenten Berner Kammerorchester

Programm

Antonín Dvořák (1841 – 1904)

Bläserserenade in d-Moll, op. 44

Antonín Dvořák

Streicherserenade in E-Dur, op. 22

Ferner erklingen Uraufführungen von Studierenden der HKB (Charlotte Torres, Jonathan March, John Michet und Ivo Ubezio)

Die berühmten Serenaden des grossen böhmischen Komponisten Antonín Dvořák, die ganz in der Tradition klassisch-barocker Abendmusiken unter freiem Himmel Streich- und Blasinstrumente von einander trennen, bezaubern bis heute. Erleben Sie diese Perlen romantischer Kammerorchesterliteratur in den Händen von Dirigierstudierenden der Hochschule der Künste Bern und lassen Sie sich von den neuen Werken junger KomponistInnen der Hochschule überraschen, die eigens für dieses Konzert entstanden.

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Rising Stars!


DIRIGIEREN ALS WEI‒ TERBILDUNG AN DER HOCHSCHULE DER KÜNSTE BERN (HKB)

Professionelle Musikerinnen und Musiker haben an der HKB die Möglichkeit, sich unter der Leitung von Florian Ziemen im Dirigieren weiterzubilden. Florian Ziemen ist Generalmusikdirektor und Operndirektor des Theaters für Niedersachsen in Hildesheim und Gast bei zahlreichen Orchestern und Opernhäusern. Er leitet den HKB Weiterbildungsstudiengang seit 2016. Das Programm richtet sich mit dem grundständigen CAS an Musiker/innen, die sich mit einer fundierten Dirigierausbildung ein weiteres Standbein aufbauen möchten und mit der höheren Stufe DAS an ausgebildete oder praktizierende Dirigenten, die ihre Kenntnisse vertiefen möchten. An der HKB erhalten sie Einzel- und Gruppenunterricht in Orchesterleitung, Partiturspiel und Gehörbildung. Das Studium wird durch regelmässige Workshops mit Gastdozenten ergänzt. Bereichernd für die Ausbildung sind die regelmässigen Orchesterprojekte: Workshops oder Konzerte fanden mit dem Medizinerorchester Bern, dem Sinfonieorchester Biel Solothurn, der Philharmonie Baden-Baden statt. Die Zusammenarbeit mit dem Berner Kammerorchester wird nach einem geglückten Start 2017 fortgesetzt.

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Rising Stars!


KOMPOSITION AN DER HOCHSCHULE DER KÜNSTE BERN

«La classe de composition de La HKB se réjouit de cette collaboration avec le BKO permettant à quatre jeunes compositeurs de créer dans un contexte des plus fascinant : celui de l’orchestre. La richesse des timbres, l’importance donnée à la dramaturgie, la prise de conscience des réalités des répétitions, le dialogue avec le chef et les musiciens, toutes ces facettes fondamentales pour le métier de compositeur pourront être vécues et transmises au public. Cette rencontre avec l’orchestre et le public étant une opportunité précieuse. Au nom de notre classe bernoise je tiens à remercier le BKO pour cette belle aventure.» Prof. Xavier Dayer, Dozent Komposition und Musiktheorie an der HKB

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Rising Stars!


MÉNAGE 4. ABO‒KONZERT

10. MAI 2019, 19.30 UHR KONSERVATORIUM BERN

‒À‒TROIS 22


Besetzung

Patrick Demenga, Violoncello Simon Bucher, Klavier Philippe Bach, Dirigent Berner Kammerorchester

Programm

Clara Schumann (1819 – 1896)

Klavierkonzert in a-Moll, op. 7

Robert Schumann (1810 – 1856)

Cellokonzert in a-Moll, op. 129

Johannes Brahms (1833 – 1897)

Serenade Nr. 1 in D-Dur, op. 11

Als der junge Johannes Brahms das Haus der Familie Schumann betrat, veränderte er das Leben des Künstlerehepaars Clara und Robert Schumann und die Musik der deutschen Romantik. Die Schumanns sahen im Schaffen Brahms den Aufbruch zu einer neuen musikalischen Ausdrucksform und waren dem schönen jungen Mann auch im Privaten höchst zugetan. Bis heute ranken sich viele Vermutungen und Mythen um diese eigenartige Dreiecksbeziehung. Mit den renommierten Solisten Patrick Demenga und Simon Bucher bringt das BKO unter der Leitung von Philippe Bach drei Grosswerke dieser faszinierenden KünstlerInnen-Trias zur Aufführung.

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Ménage-à-trois


PATRICK DEMENGA VIOLONCELLO

zentren auf und arbeitet mit namhaften Musikerpersönlichkeiten und Orchestern zusammen. Zahlreiche Radiound Fernsehaufnahmen sowie Schallplatten- und CD-Einspielungen haben ihn einem internationalen Publikum bekannt gemacht. Zu den neusten Aufnahmen zählen die beiden Haydn Cellokonzerte, die er zusammen mit der Camerata Bern unter der Leitung von Erich Höbarth bei Novalis eingespielt hat, sowie die beiden Mendelssohn Klaviertrios in einer Aufnahme mit Leonidas Kavakos Violine und Enrico Pace Klavier bei Sony Classical. Patrick Demenga leitet eine Konzertausbildungsklasse an der Haute Ecole de Musique de Lausanne und unterrichtet an verschiedenen internationalen Meisterkursen. Er ist künstlerischer Leiter der Musikfestwoche Meiringen. Als Musiker bewegt sich Patrick Demenga gerne im Spannungsfeld grosser Komponisten – grosser Werke und Zeitgenössischer Musik. Gerade in dieser Verbindung sieht er den Reiz der musikalischen Auseinandersetzung und findet zu seiner aussergewöhnlichen Ausdruckskraft.

Der 1962 geborene Musiker studierte am Konservatorium Bern, bei Boris Pergamenschikow in Köln und bei Harvey Shapiro in New York. Mehrere Preise dokumentieren den Beginn seiner Karriere und heute zählt er inter- → www.patrickdemenga.ch national zu den renommiertesten Cellisten. Als Solist und Kammermusiker tritt er regelmässig an den grossen Festivals und in bekannten Musik-

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Ménage-à-trois


SIMON BUCHER KLAVIER

erhielt er zudem an Meisterkursen bei Ruben Lifschitz, Dalton Baldwin, Zakhar Bron, Klaus Hellwig, Béla Síki und Irene Schweizer. Der mehrfache Preisträger ist ein viel gefragter Lied-Partner und tritt aber auch als Solist mit verschiedenen Orchestern auf. Neben seinen klassischen Tätigkeiten widmet sich Simon Bucher leidenschaftlich dem Jazz, spielt improvisierte Solorezitale und ist Pianist und Mitbegründer des Duos «Petting goes Classic». Eine Vielzahl seiner Konzerte wurde vom Rundfunk ausgestrahlt. Bei ARS Produktion und Carus entstanden mehrere CDs. Zwischen 2008 und 2011 hatte Simon Bucher einen Lehrauftrag an der Hochschule der Künste Bern inne. Er ist ausserdem Künstlerischer Leiter der Konzertreihe «Das Lied Liedrezitale Bern». 2017 war er als Pianist an der Komposition eines Live-Soundtracks der Auftragsperformance «Massacre - Variations on a Theme» des Museum of Modern Arts New York beteiligt, welches unter der Regie der Choreografin Alexandra Bachzetsis auch in verschiedenen europäischen Ländern aufgeführt wurde.

Der Pianist Simon Bucher ist ein gefragter Solist, Improvisator, Kammermusiker und Liedbegleiter und ist ein gern gesehener Gast an internationalen Musik-Festivals. Nach Studien an der Hochschule der Küns- → www.simon-bucher.ch te Bern bei Erika Radermacher und Tomasz Herbut vervollständigte er seine Ausbildung bei Irwin Gage an der HMT Zürich. Prägende Impulse

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Ménage-à-trois


Graziella Contratto Dirigentin

W

elche Musik magst du besonders? Die verklungene, erinnerte

Welche Musik magst du überhaupt nicht? Death Metal Music Was ist deine frühste musikalische Erinnerung? Meine Mutter, die das «Weihnachtsglöcklein» auf dem Klavier übt Welches Kompliment von einem Konzertbesucher oder einer Konzertbesucherin wirst du nie wieder vergessen? Mit vierzehn Jahren spielte ich mit Orchester Richard Claydermans Ballade «Pour Adeline» und anschliessend hat mir ein fussballspielender Kollegianer gesagt, das sei schön gewesen. Gut, ich trug damals ein Indianerstirnband.

ein Blackout hatte und die Noten in der drei Etagen tiefer gelegenen Garderobe holen musste. Ab da begann ich beim Üben mit der gestaltenden Visualisierung des Notentextes, was mir bis heute auch beim Dirigieren einen starken mentalen Rückhalt gibt. Was möchtest du am heutigen Konzertbetrieb ändern? Nicht am Konzertbetrieb, sondern am schulischen Lehrplan: bitte, bitte die Musik nicht zur Quantité négligeable verkommen lassen. Der Umgang mit Sound, Rhythmus, Dramaturgie und das Komponieren von eigenen Klangbildern ist für mich ein Menschenrecht. Was machst du fünf Minuten bevor das Konzert losgeht? Ich lerne noch rasch die Salome-Partie auswendig.

Ist dir mitten in einem Konzert schon etwas sehr Peinliches passiert? Mir spickte mal eine Kontaktlinse aus dem Auge; um sie nicht zu verlieren, nahm ich den Dirigierstab in die Linke und Was war dein schlimmster grapschte auf der Partitur nach dem glitmusikalischer Albtraum? schigen Etwas herum, gleichzeitig lief das Ich werde auf die Bühne gerufen und soll Finale von Brahms Vierter weiter. Ich Salome singen, obwohl ich die Partie nicht denke mal, die gestalterische Stringenz kenne und nicht singen kann. Im wahren war ein bisschen begrenzt. Leben: Mein erstes Klavierrezital, bei dem ich mitten in Schumanns C-Dur-Fantasie Was schwebt dir vor, wenn du an die

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Interviews


Zukunft der Musik denkst? Ich wünsche mir, dass die Klassik, der Jazz, experimentelles, performatives oder installatives Schaffen im Leben der Menschen eine tragende Rolle spielen, dass Kunst und Leben, Spielende und Zuhörende, schöpferische und teilhabende Menschen in eine Schaukelbewegung kommen.

Konzertbesucher oder einer Konzertbesucherin wirst du nie wieder vergessen? Ich warte noch darauf…

Was für einen Beruf hättest du gewählt, wenn du nicht Musikerin geworden wärst? Dokumentarfilmerin? Femme fatale? Opernregisseurin?

Was möchtest du am heutigen Konzertbetrieb ändern? Dass man wieder mehr mit den Ohren zuhört, statt mit den Augen.

Philippe Bach Dirigent

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elche Musik magst du besonders? Wagners Opern

Welche Musik magst du überhaupt nicht? Dauerberieselung im öffentlichen Raum Was ist deine frühste musikalische Erinnerung? Openair-Konzerte der Brass Band «Harmonie» Saanen, wo mein Vater dirigiert hat Welches Kompliment von einem

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Was war dein schlimmster musikalischer Albtraum? Als Hornist war ich mal ohne Mundstück auf der Bühne und der Dirigent hatte schon den Auftakt gegeben.

Was machst du fünf Minuten bevor das Konzert losgeht? Fertig umziehen, danach nervös in der Garderobe herumgehen. Ist dir mitten in einem Konzert schon etwas sehr Peinliches passiert? Musste mal während einem Mozart-Klavierkonzert vom Podium auf die Toilette. Was schwebt dir vor, wenn du an die Zukunft der Musik denkst? Dass jedes Kind auf der ganzen Welt ein Instrument lernen kann, wenn es möchte. Was für einen Beruf hättest du gewählt, wenn du nicht Musiker geworden wärst? Kann mir keinen anderen Beruf vorstellen... Vielleicht Winzer?

Interviews


Agata Raatz Geigerin

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elche Musik magst du besonders? Das ist eine schwierige Frage. Es hängt von vielen Faktoren ab. Aber wenn ich nur eine bestimme Musik wählen könnte, dann die von Johann Sebastian Bach. Welche Musik magst du überhaupt nicht? Negative und destruktive Musik Was ist deine frühste musikalische Erinnerung? Ich habe viele schöne musikalische Erinnerungen, die mit meinem Vater verbunden sind. Als er zu Hause geübt hat, habe ich immer sehr gerne zugehört. Ich erinnere mich ganz genau, als er die Suiten von Bach gespielt hat.

Oh! Davon hatte ich viele! Ich habe geträumt, dass ich ein Konzert spielen soll. Das Orchester, der Dirigent und das Publikum warteten auf mich und ich realisierte, dass ich das Stück, das ich gerade spielen sollte, zu lernen vergessen hatte. Glücklicherweise war es nur ein Traum! :-) Was möchtest du am heutigen Konzertbetrieb ändern? Viele wunderbare sogar geniale MusikerInnen haben keinen Zugang zu wichtigen Konzertbühnen und Festivals. Ich würde Auditionen für SolistInnen durchführen, die unabhängig von Beziehungen sind, so dass sich jede Musikerin/jeder Musiker präsentieren kann. Ist dir mitten in einem Konzert schon etwas sehr Peinliches passiert? Ich habe die erste Geige in einem Quartett gespielt. Wir spielten ein Konzert, das live im Fernsehen übertragen wurde. Plötzlich kam ganz starkes Licht direkt in meine Augen. Es hat mich total geblendet und ich konnte die Noten nicht mehr sehen. So musste ich das ganze Stück auswendig spielen.

Welches Kompliment von einem Konzertbesucher oder einer Konzertbesucherin wirst du nie wieder vergessen? Was gesagt wird, ist nicht immer das Wichtigste. Wenn jemand nach dem Konzert meine Hand drückt und kein Wort sagen kann, bedeutet das manchmal mehr Was schwebt dir vor, wenn du an die als tausend Komplimente. Zukunft der Musik denkst? Ich denke, dass die klassische Musik Was war dein schlimmster immer mehr von Popmusik abgelöst wird. musikalischer Albtraum? Es scheint mir aber auch, dass immer

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Interviews


mehr Freiheit in die klassische Musik kommt. Das finde ich sehr positiv.

Zuhörer den Organisten kaum sehen konnten) erhielt ich von 2 verschiedenen Besuchern folgende Rückmeldungen: Was für einen Beruf hättest du gewählt, Der eine sagte, dass er den jugendlichen wenn du nicht Musikerin geworden wärst? Schwung sehr genossen habe und sich Es interessieren mich so viele Dinge, dass daher einen jungen Organisten vorgestellt ich fast nicht antworten kann. Es müsste habe; die andere Person meinte, dass sie ein kreativer Beruf sein, in dem ich etwas die musikalische Reife sehr geschätzt gestalten und ausdrücken kann. habe und sich daher eigentlich einen hocherfahrenen und deutlich älteren Organisten vorgestellt habe.

Antonio García Organist

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elche Musik magst du besonders? Die lebendige Musik

Welche Musik magst du überhaupt nicht? Die «tote» Musik Was ist deine frühste musikalische Erinnerung? Das Kinderlied «Alouette, gentille alouette», gespielt von meinen Nachbarn auf einem Akkordeon und einer Gitarre an einem Quartierfest im Jura. Welches Kompliment von einem Konzertbesucher oder einer Konzertbesucherin wirst du nie wieder vergessen? Nach einem Orgelkonzert (an dem die

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Was war dein schlimmster musikalischer Albtraum? Das Plakat mit dem Abendprogramm erst am Konzert zu entdecken (ich hatte ein anderes Programm einstudiert!). Was möchtest du am heutigen Konzertbetrieb ändern? Weniger «Drumherum», mehr Musik Was machst du fünf Minuten bevor das Konzert losgeht? Beten, entspannen und mich auf den Frieden des Konzertes einstellen Ist dir mitten in einem Konzert schon etwas sehr Peinliches passiert? Mitten im Konzert ist ein Teil von meinem Akkordeon runtergefallen. Ich konnte aber nicht aussetzen und musste weiter spielen - mit deutlich weniger Luft im Balgen. An einem anderen Konzert spielte ich auf einer Orgel, auf deren Notenpult

Interviews


viele verschiedene Dinge lagen (Bleistifte, Kugelschreiber, Klebeband, Büroklammern, Post-it, usw.). In dem Moment als ich das Glockenregister zog, rutschten die Bleistifte, Kugelschreiben usw. mit einem lauten Geräusch auf die Orgelfusspedale. Das Weiterspielen auf den mit Bleistiften, Büroklammern usw. übersäten Pedalen wurde zu einer akrobatischen Herausforderung. Was schwebt dir vor, wenn du an die Zukunft der Musik denkst? Eine ewige altruistische Gemeinschaft! Was für einen Beruf hättest du gewählt, wenn du nicht Musiker geworden wärst? Mediziner oder Landschaftsgärtner

Zora Slokar Hornistin

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elche Musik magst du besonders? Als Zuhörerin gefallen mir unterschiedliche Musikstile, da darf es gerne auch mal etwas Poppiges sein. Als Hornistin ist es ein besonders grosses Vergnügen, Musik von Mahler und Strauss zu spielen.

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Welche Musik magst du überhaupt nicht? Ich habe Mühe mit zeitgenössischer Musik, wenn ich keine Idee, keine Linie und keine Aussage darin erkennen kann. Was ist deine frühste musikalische Erinnerung? Bei uns zu Hause wurde schon immer viel musiziert, seit ich denken kann. Meine Mutter, eine Amateur-Geigerin, ist leidenschaftliche Musikliebhaberin. Mein Vater (Posaunist) hat immer gespielt. Seine Studenten und natürlich sein Quartett waren oft bei uns zu Hause. Es wurde draussen und drinnen, manchmal die halbe Nacht musiziert. Welches Kompliment von einem Konzertbesucher oder einer Konzertbesucherin wirst du nie wieder vergessen? Besonders zu Herzen gehen mir die Komplimente, bei denen ich spüre, dass ich die Menschen mit meiner Musik berührt habe. Ein schönes Kompliment war für mich auch, als jemand nach einem Doppelkonzert mit meinem Vater gesagt hat: «Sie spielen ja noch schöner als Ihr Vater.» Was war dein schlimmster musikalischer Albtraum? Als ich gerade ganz frisch im «Orchestra della Svizzera italiana» angefangen habe, hatten wir ein wichtiges Konzert in der Tonhalle Zürich. Ich war in mei-

Interviews


nem Probejahr. Bei der Anspielprobe kurz vor dem Konzert fehlten die Noten vom 1. Horn. Es war Leihmaterial von einem Stück von Benjamin Britten, das man nicht einfach im Internet finden konnte. Die Noten waren unauffindbar. Aber der Orchesterwart erinnerte sich, dass er sie in meine Mappe eingepackt hatte. Ich spielte das ganze Stück quasi auswendig, machte mir nur aus der Partitur Notizen in einer Kopie der 2. Hornstimme. Durch das viele Üben konnte ich das Ganze auch ohne Noten gut spielen. Später fand man die Notenstimme zerknüllt in einer Ecke. Es wollte mir also tatsächlich jemand sehr schaden. Die Aktion ist aber eher nach hinten losgegangen, der Orchestermanager hat sich im Namen des ganzen Orchesters bei mir bedankt. Trotzdem hat mich diese unfaire Aktion natürlich noch einige Zeit lang beschäftigt. Vor allem auch, weil man den Täter nicht finden konnte.

Was machst du fünf Minuten bevor das Konzert losgeht? Ich husche wahrscheinlich noch schnell auf die Toilette... Ist dir mitten in einem Konzert schon etwas sehr Peinliches passiert? Zum Glück war ich davon bis jetzt verschont. Was schwebt dir vor, wenn du an die Zukunft der Musik denkst? Siehe obige Antwort zur Frage, was ich am heutigen Konzertbetrieb ändern möchte.

Was für einen Beruf hättest du gewählt, wenn du nicht Musikerin geworden wärst? Als kleines Kind hatte ich 3 Traumberufe: Geigerin, Balletttänzerin und Malerin. Da Ballerina natürlich nicht wirklich infrage kam, hätte ich vielleicht gezeichnet. Auf jeden Fall etwas mit Kunst! Oder vielleicht Friseurin! Mein Vater schimpfte Was möchtest du am heutigen immer, wenn ich seiner Meinung nach zu Konzertbetrieb ändern? wenig geübt hatte, ich könne das so verEs wäre sehr schön und auch wichtig, gessen und solle doch Friseurin werden :-) mehr junge Menschen im Publikum zu fin- Da habe ich aber dann doch lieber mehr den. Die Orchester und die MusikerInnen geübt ;-) sollten schon von sehr früh an den Kontakt mit Kindern und SchülerInnen pflegen und ihnen so den Zugang gerade auch zur klassischen Musik ermöglichen.

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Interviews


Simon Bucher Pianist

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elche Musik magst du besonders? Das ist eine schwierige Frage, ich mag grundsätzlich fast alle Musik! Es gibt für jeden Moment den passenden Sound. Jeder Sound ist in einem bestimmten Moment genau der richtige. Und es gibt natürlich viel Musik, die mich ich in jedem Moment meines Lebens bewegt. Hier einige Beispiele: Die späten Symphonien und Opern von Mozart, die Songs von Queen, Ella Fitzgerald, der Musikgeschmack von Quentin Tarantino und natürlich Prokofiev und Ravel.

Aufnahmegerät. Als 5-jähriger habe ich da meine ersten selbst erfundenen Radiosendungen drauf gesprochen, natürlich mit eigenen Musikstücken. Später bekam ich dann einen Kassettenrekorder und das Ganze hat noch eine neue Dimension angenommen. Und da gab es auch noch eine Schallplatte aus der Plattensammlung meiner Eltern mit der Misa Criolla des argentinischen Komponisten Ariel Ramirez. Das war der Sound meiner frühen Kindheit.

Welches Kompliment von einem Konzertbesucher oder einer Konzertbesucherin wirst du nie wieder vergessen? Eine Konzertbesucherin kam nach einem Kammermusikkonzert zu mir und das einzige, was sie zu mir sagte, war: «Also, Welche Musik magst du überhaupt nicht? deine Seitenwenderin hat das so souverän Gangsta-Rap halte ich nicht lange aus gemacht!» Und hier noch ein Kompliment, und bei billig produziertem Balkan Party- bei dem ich etwas besser abschneide. mix kriege ich Bauchkrämpfe. Dies aber Nach einem Konzert in Tallinn kam der wahrscheinlich auch nur, weil ich wähKomponist Arvo Pärt sichtlich begeistert rend einer Busfahrt durch Rumänien non- in das Künstlerzimmer und rief: «Wo ist stop mit einer erlesenen Auswahl dieser der Pianist, wo ist der Pianist?» Und er Gattung beschallt wurde. Nach der fünfmeinte dann: «Sie sind aber nicht nur stündigen Tortur konnte ich nur noch Pianist? So wie sie musizieren, müssen sie schwer traumatisiert den Bus verlassen. auch Dirigent sein!» Ach ja, und Musikantenstadl muss ich auch nicht jeden Sonntag haben! Was war dein schlimmster musikalischer Was ist deine frühste musikalische Albtraum? Erinnerung? Mein schlimmster musikalischer AlpWir hatten zuhause ein altes Tonbandtraum war zum Glück nur ein Traum. Ich

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sollte für eine illustre Gesellschaft ein Konzert spielen. Die Partitur, bestehend aus losen Blättern, wurde mir direkt vor dem Auftritt ausgehändigt. Das Publikum war zwar schon anwesend, aber ich durfte freundlicherweise noch die Bühne und das Instrument begutachten. Zur Verfügung hatte ich ein Casio Keyboard ohne Pedal, sowie ein wackeligen Stuhl. Es sollte ein Solo-Konzert werden, wurde aber merkwürdigerweise von einem Dirigenten mit strengem Blick dirigiert. Dann bin ich aufgewacht. Was möchtest du am heutigen Konzertbetrieb ändern? Die Lockerung und Öffnung des «klassischen» Konzertbetriebs, welche bereits in vollem Gange ist, möchte ich weiter vorantreiben. Sei das mit ausgefallenen Programmen oder aussergewöhnlichen Konzert-Orten. Eingefahrene Traditionen zu brechen finde ich reizvoll. Der klassischen, reproduzierten Musik wünsche ich eine Befreiung, weg vom Perfektionismus, zurück zu einem spielerischen, improvisierteren Zugang.

MusikkollegInnen. Ist dir mitten in einem Konzert schon etwas sehr Peinliches passiert? Mir fällt da nichts ein, wahrscheinlich habe ich es verdrängt. Was schwebt dir vor, wenn du an die Zukunft der Musik denkst? Die Musik wird immer eine der wichtigsten Ausdrucksmöglichkeiten der Menschen bleiben. Ich bin sehr gespannt wie die Musik in 30 Jahren klingen wird. Wohin führen die Reizüberflutungen der heutigen Zeit? Wie überträgt sich die Vermischung der unterschiedlichsten Kulturen auf die Musik? Was für einen Beruf hättest du gewählt, wenn du nicht Musiker geworden wärst? Tanz und Malerei haben mich schon immer sehr interessiert. Oder ein naturwissenschaftlicher Beruf wie Botaniker, Biologe oder Physiker könnte ich mir vorstellen.

Was machst du fünf Minuten bevor das Konzert losgeht? Ich fokussiere mich auf den bevorstehenden Moment, visualisiere meinen Auftritt und begebe mich gedanklich in einen positiven, dankbaren Zustand. Oder ich halte ein Schwätzchen mit meinen

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Patrick Demenga Cellist

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elche Musik magst du besonders? Gute Musik, egal aus welcher Ecke sie kommt Welche Musik magst du überhaupt nicht? Seelenlose Musik Was ist deine frühste musikalische Erinnerung? Kammermusik zu Hause Welches Kompliment von einem Konzertbesucher oder einer Konzertbesucherin wirst du nie wieder vergessen? „Mit den Klangräumen, die du beim Spielen geöffnet hast, haben sich auch in mir neue Räume geöffnet.“ Was war dein schlimmster musikalischer Albtraum? Ich bin im Künstlerzimmer und müsste auftreten, finde aber weder meine Konzertkleider noch mein Cello. Was möchtest du am heutigen Konzertbetrieb ändern? Weg vom Visuellen, hin zum aufmerksamen Zuhören

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Was machst du fünf Minuten bevor das Konzert losgeht? Ich zentriere mich. Ist dir mitten in einem Konzert schon etwas sehr Peinliches passiert? In einem Konzert in Schweden, wo ich zusammen mit meinem Bruder das Cello Duo Lux Aeterna von Alexander Knaifel gespielt habe, ist mir beim Singen der Psalmen auf altrussisch die Stimme ins Wanken geraten und wir mussten deswegen dermassen lachen, dass wir zu spielen aufhörten. Das Publikum im Saal hat sich von uns anstecken lassen und ist ebenfalls in einen lange dauernden Lachkrampf gefallen. Was schwebt dir vor, wenn du an die Zukunft der Musik denkst? Musik bleibt Musik. Die Ausdrucksformen und Stile sind nur Zeiterscheinungen. Musik muss auch in der Zukunft den Menschen berühren. Was für einen Beruf hättest du gewählt, wenn du nicht Musiker geworden wärst? Geigenbauer, Parfümeur, Detektiv, Physiker, Koch, Arzt, Möbelschreiner, Philosoph…

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Konservatorium Bern Kramgasse 36, 3011 Bern www.konsibern.ch Yehudi Menuhin Forum Bern Helvetiaplatz 6, 3005 Bern www.menuhinforum.ch FranzĂśsische Kirche Bern Zeughausgasse 8, 3011 Bern www.egliserefberne.ch

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Berner Kammerorchester Saison 2018 / 2019  

Das Berner Kammerorchester präsentiert das Programm der Saison 2018 / 2019.

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