MAGAZIN E - 2/2022

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»Mit der inneren Überzeugung, etwas zu erreichen« Carolin Behr und Markus Dröge sprechen für die Stiftung Zukunft Berlin n Interview von Stefan Engelniederhammer

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ie Stiftung Zukunft Berlin komplettiert

2016 in die Politik gekommen – durch die Verrohung

am 1. April 2022 ihre neue Vorstands-

der Sprache und das veränderte gesellschaftliche Kli-

struktur. Die Ärztin und Aktivistin

ma wuchs meine Motivation, mich ganz gezielt für den

­Carolin Behr wird Vorstandsspreche-

Erhalt unserer Demokratie einzusetzen. Und dies auf

rin – neben Alt-Bischof Markus Dröge,

europäischer Ebene. So habe ich mich bei der Organi-

der seine Sprecherfunktion bereits im Dezember

sation und späteren Partei Volt engagiert. Demokra-

2021 übernommen hatte. Neben Sprecherin und

tie, Gesundheit, Bildung, Chancengleichheit – das sind

Sprecher sind sechs weitere Personen im Vorstand

meine Kernthemen bis heute, ganz im Sinne meiner

vertreten. Somit ist der Umbau der Führungsstruk-

intrinsischen Motivation. Nach einem Gespräch mit

tur nach dem Ausscheiden von Volker Hassemer,

Volker Hassemer war mir schnell klar, dass die Stiftung

dem langjährigen Vorstandvorsitzenden der Stif-

Zukunft Berlin, die ebenfalls zu diesen Themen arbei-

tung Zukunft Berlin, abgeschlossen. MAGAZIN E

tet, ein idealer Ort wäre, um meine Ideen in aktive Stif-

hat das neue Sprecherduo zum Zoom-Interview

tungsarbeit einzubringen.

eingeladen und über Projekte, Plattformen und Perspektiven gesprochen.

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Herr Dröge, wie kamen Sie zur SZB? War auch bei Ihnen ein Gespräch mit Volker Hassemer ausschlaggebend?

Frau Behr, nach verschiedenen Stationen bei Initiativen und in der Politik engagieren Sie sich nun in einer Stiftung. Wie kam es dazu?

Markus Dröge: Das war nicht nur ein Gespräch!

Carolin Behr: Schon bei meiner Entscheidung, Medi-

Volker Hassemer erstmals angesprochen. Mit seinem

zin zu studieren, stand mein Interesse für Menschen

besonderen Talent, Menschen für bestimmte Auf-

Schon in meiner Zeit als Landesbischof hatte mich

im Vordergrund. Schnell habe ich im Studium gemerkt,

gaben »zu verhaften«, also wirklich in die Pflicht zu

wie unser Gesundheitssystem funktioniert und wie

nehmen, hat er nicht lockergelassen. Nach meiner

wichtig Präventionsarbeit ist. So bin ich dann auch

Pensionierung konnte ich ihm und der Stiftung dann

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