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BERLINER

Nr. 17 • Juni / Juli 2013 herausgegeben von

in Zusammenarbeit mit

Gemeinsam die Chance nutzen! Zoo und Tierpark sind heute wichtiger denn je. Sie sind Orte der Erholung, der Bildung, der Kultur, des Artenschutzes. Viele Tierarten haben ohne die Naturschutzarbeit von Zoologischen Gärten keine Überlebenschance. Die Menschen brauchen Zoos, um die Vielfalt der Schöpfung auch in Großstädten zu erleben. Hier wird man sich bewusst, woher wir kommen und welche Schätze wir aufs Spiel setzen. Diese für Berlin wichtigen Institutionen bedürfen daher einer aktiven Unterstützung. Sie müssen sich selbst immer neu definieren, sich weiterentwickeln und in der Mitte unserer Gesellschaft fest verankert sein. Dies setzt ein breites Fundament von Unterstützern voraus. Es geht darum, ein Unterstützer-Netzwerk zu entwickeln, welches im engen Einvernehmen mit Tierpark und Zoo eine aktive Teilhabe an der Weiterentwicklung und Modernisierung sicherstellt. Die kommenden Jahre werden als Herausforderung bringen, inwieweit es gelingt, sämtlichen Belangen, die für einen modernen, artgerechten und besucherattraktiven Zoo und Tierpark von Bedeutung sind, Rechnung zu tragen und gleichzeitig die Tradition der Einrichtungen zu bewahren. Dieser Prozess darf keine festgeschriebene Entwicklung sein, sondern es müssen genügend Spielräume vorhanden sein, um auf aktuelle Trends, neue tiergärtnerische Erkenntnisse oder auch um auf die ständig veränderten Kosten einzugehen. Es müssen Meilensteine entwickelt werden, um der Spitzenposition der Hauptstadtzoos auf nationaler und internationaler Ebene in Zukunft gerecht werden zu können. Diese Ziele erreichen wir nur vereint. Das Wissen, das Engagement und die Kreativität aller ist die Basis dieses Erfolgs. Gehen Sie den Weg mit uns gemeinsam!

Thomas Ziolko, Vorsitzender der Fördergemeinschaft von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e.V.

Fotos: Wecker

Rote Riesenkängurus haben viele Freunde Die Gruppe der Riesen-Beuteltiere im Zoo ist auf acht Mitglieder angewachsen In Australien sind die Roten Riesenkängurus fast schon eine Landplage, während sie im Zoo zu den Exoten gehören. Ihr neugieriger Blick, ihre geringe Scheu vor den Menschen und die eigenwillige Betreuung des Nachwuchses im Beutel des Muttertieres machen sie zu Lieblingen der großen und kleinen Zoobesucher. Mit einem Gewicht von mehr als 80 Kilogramm und einer Standhöhe von 1,8 Metern sind die voll ausgewachsenen

Männchen des roten Riesenkängurus die größten noch lebenden Beuteltiere und der Schrecken aller Autofahrer auf den australischen Landstraßen. Die Art ist nicht bedroht und wird gebietsweise sogar kontrolliert gejagt. Davor brauchen die acht Exemplare im Zoo keine Angst zu haben. Auf die Stärke ist die Gruppe nach der Geburt des jüngsten Familienmitgliedes vor gut fünf Monaten angewachsen. Während es in der Ursprungsheimat Herbst wird, lohnt es sich auch für das kleinste

Riesenkänguru, ab und zu aus dem mütterlichen Beutel zu schauen, obwohl hier bei Weitem noch nicht die Temperaturen der Heimat erreicht werden. Doch für Ausflüge ins Freie ist das Beuteltier, dessen Köpfchen erstmals am 16. April zu sehen war, noch zu jung. Ein weiteres Jungtier, das sich bereits Anfang März das erste Mal zeigte, ist mittlerweile schon sehr geschickt im Hüpfen. FW Auch sonst gab es in Zoo und Tierpark wieder viel Nachwuchs. Mehr dazu auf Seite 8.

Eisbärenanlage wird umgebaut >>> Seite 2 • Wie der Tierpark seinen Tieren „einheizt“ >>> Seite 6 • Schnee für die Pinguine >>> Seite 5


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Seite 2 • Juni / Juli 2013

Der FĂśrderverein informiert

Auge in Auge mit den Eisbären FĂśrderverein finanzierte Umbau der Eisbärenanlage im Tierpark – Glasscheibe ist neue Attraktion Vor allem behindertenfreundlicher und kindgerechter präsentiert sich demnächst die ursprĂźnglich 1957 errichtete Eisbärenanlage im Tierpark Berlin. Wenn die Bauleute abgezogen sind, kĂśnnen die Besucher den Eisbären sozusagen auf AugenhĂśhe begegnen. Die Mauer wurde in einem Teilbereich durch eine dicke Glasscheibe ersetzt, sodass ein Einblick fĂźr die Besucher bis zur Wasserfläche und damit ein besserer Kontakt zu den Tieren entsteht. „FĂźr die Besucher des Tierparks ist die Umgestaltung auf alle Fälle ein Gewinn“, sagt Kurator Dr. Florian Sicks. „Sie sehen die Eisbärenanlage jetzt aus einer vĂśllig neuen Perspektive.“ Durch einen kleinen Tunnel gelangen sie jetzt bequem, ohne weitere Hindernisse, nur durch die Glasscheibe getrennt bis an den Beckenrand der naturnah gestalteten Anlage. Das ist auch fĂźr die Eisbären Aika (32), Troll (26) und Tonja (3) sehr interessant. Hauptsächlich die JĂźngste des Eisbären-Dreigestirns zieht es immer wieder voller Neugier an die Scheibe.

Rund 110 000 Euro hat der Umbau der Eisbärenanlage gekostet. Finanziert wurde er von der FĂśrdergemeinschaft von Tierpark und Zoo. „Zwei Drittel unserer Mitglieder haben sich an der Spendenaktion im vergangenen Jahr beteiligt“, freut sich Lore Koschig, langjähriges ehrenamtliches Mitglied der FĂśrdergemeinschaft. Deren Vorsitzender, Thomas Ziolko, ist stolz auf das ehrenamtliche Engagement des gemeinnĂźtzigen Vereins. „Die Freunde der Hauptstadtzoos engagieren sich nachhaltig fĂźr die FĂśrderung der Berliner Tiergärten. Sie ermĂśglichen ihren Ăźber 1900 Mitgliedern die aktive Teilhabe an der Entwicklung von Zoo Berlin, Zoo-Aquarium und Tierpark Berlin. Sie haben in den letzten Jahren den Hauptstadtzoos Ăźber 1,2 Millionen Euro fĂźr deren weiteren Auf- und Ausbau Ăźbergeben. Durch die ehrenamtliche Struktur ist es mĂśglich, dass 100 Prozent der Spenden in die Hauptstadtzoos flieĂ&#x;en.“ m.k.

Letzte Arbeiten der Handwerker an der umgestalteten Eisbärenanlage im Tierpark.

Vom Leben eines Menschen bleibt immer etwas zurßck: etwas von seinen Gedanken, etwas von seinen Hoffnungen, etwas von seinen Träumen, alles von seiner Liebe

Sieglinde Wolf geb. 29.02.1924

Werden Sie Freund der Hauptstadtzoos! Aktive FÜrderung von Zoo Berlin und Tierpark Berlin Mitten in Berlin präsentieren sich die beiden tierischen Oasen – der Tierpark und der Zoo mit dem Aquarium.

Im Gedenken an

gest. 07.04.2013

Als Freundin der Hauptstadtzoos war sie eng mit dem Tierpark Berlin verbunden. Diese Verbindung hat sie Ăźber ihren Tod hinaus nicht verloren, indem sie den FĂśrderverein groĂ&#x;zĂźgig als Erben bedachte und damit nachhaltig die Arbeit der Hauptstadtzoos unterstĂźtzte. Wir werden Sieglinde Wolf in dankbarer Erinnerung behalten. Vorstand Gemeinschaft der FĂśrderer von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e.V.

Foto: Kahle

Der Hauptstadtzoo mit zwei Standorten hat es sich zur Aufgabe gemacht, Tierzucht, Tier- und Artenschutz sowie Forschung und Bildung zur Erhaltung der Artenvielfalt zu betreiben. Mit ihrem individuellen und einzigartigen Charakter bilden die Hauptstadtzoos den grĂśĂ&#x;ten Tierbestand der Welt und sind die meistbesuchten Freizeitmagneten in Berlin. Doch beide Einrichtungen stehen vor groĂ&#x;en Herausforderungen: Sie mĂźssen sich den schmerzvollen

KĂźrzungen der finanziellen FĂśrderung durch das Land Berlin stellen und sich gleichzeitig unter BerĂźcksichtigung der modernen Standards fĂźr Zoos weiterentwickeln. Jede Veränderung ist jedoch mit zusätzlichen finanziellen Anstrengungen verbunden. Als Freund der Hauptstadtzoos sichern Sie mit Ihrer Mitgliedschaft den Erhalt der tierischen Oasen Berlins und nehmen an der Entwicklung aktiv teil. Durch die ehrenamtliche Struktur des FĂśrdervereins von Tierpark und Zoo ist sichergestellt, dass 100 Prozent der Spenden in die FĂśrderung von Zoo und Tierpark flieĂ&#x;en. Gleichzeitig bieten die Freunde der

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Diese Beitrittserklärung kann ich innerhalb von 14 Tagen nach ihrer Abgabe schriftlich widerrufen. Meine persĂśnlichen Angaben werden ausschlieĂ&#x;lich als Mitgliedsdateien fĂźr die Freunde Hauptstadtzoos verwandt. Meine Mitgliedsunterlagen gehen mir umgehend nach Eingang der Beitragszahlung(en) auf das

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Hauptstadtzoos eine Vielzahl von MĂśglichkeiten, um sich fĂźr die Artenvielfalt der Hauptstadtzoos zu engagieren. Erfahren Sie ständig viele Neuigkeiten aus dem tierischen Berlin und profitieren Sie von der Arbeit: • 20 Prozent ErmäĂ&#x;igung auf die Jahreskarten von Tierpark, Zoo und Aquarium • 50 Prozent ErmäĂ&#x;igung auf den Tageseintritt in den Hauptstadtzoos • monatliche SpezialfĂźhrungen und Sonderveranstaltungen • spannende Exkursionen zu gĂźnstigen Preisen in andere Zoos • Beiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar

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Hiermit erkläre ich meinen Beitritt zur Gemeinschaft der FÜrderer von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e.V.

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Weitere Informationen: t 51 53 14 07; E-Mail: info@freunde-hauptstadtzoos.de oder online: www.freunde-hauptstadtzoos.de

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erscheint im Berliner Wochenblatt Verlag GmbH, WilhelmstraĂ&#x;e 139, 10963 Berlin Telefon: (030) 25 91 784 00 Chefredakteur: Helmut Herold (V.i.S.d.P) in Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft der FĂśrderer von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e.V. 쎰 (030) 51 53 14 07 www.freunde-hauptstadtzoos.de Anzeigen: Thomas Ziolko Redaktion: Berliner Woche Druck: Axel Springer Druckhaus Spandau Auflage: 40.000 Exemplare wird kostenlos verteilt an den Kassen von Tierpark und Zoo Berlin sowie in Berliner BĂźrgerämtern


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Der FĂśrderverein informiert

Seite 3 • Juni / Juli 2013

100 Jahre Aquarium Stiftung Hauptstadtzoos sucht Jubiläumspaten Am 18. August 1913 wurde unter der Leitung von Oskar Heinroth, dem damaligen Direktionsassistenten, das ZooAquarium an der Budapester StraĂ&#x;e erĂśffnet. Er starb im Mai 1945 im Alter von 74 Jahren, wenige Monate nach der ZerstĂśrung des Aquariums. Im vergangenen Jahr startete die Stiftung von Tierpark und Zoo anlässlich des Jubiläums die Aktion „100 Jahre Aquarium“. Die Stiftung Hauptstadtzoos sucht bis zum 18. August 2013 Paten fĂźr die 36 526 Tage der vergangenen 100-jährigen Geschichte vom Aquarium. Mit einem Betrag von zehn Euro kann die Patenschaft Ăźber einen Tag der vergangenen Jahre Ăźbernommen werden und ein Tag fĂźr die kommenden Jahre symbolisch gesichert werden. Jeder Spender erhält eine Urkunde. MĂśglich sind auch Patenschaften Ăźber Wochen, Monate und Jahre im Zeitraum

Das 100. Jubiläum vom Aquarium ist jedoch auch mit einem bitteren Beigeschmack verbunden, da das Aquarium seit 2012 keine Zuwendungen mehr vom Land Berlin bekommt. Daher steht jeder Pate auch fßr die Zukunft des Aquariums und fßr das notwendige bßrgerschaftliche Engagement fßr die Absicherung der Zukunft. Mit jeder Jubiläumspatenschaft wird ein Stßck Zukunft aktiv mitgestaltet. Suchen Sie sich einen ganz persÜnlichen Tag aus den vergangenen 100 Jahren aus! Dieses kann der Geburtstag sein, der Hochzeitstag oder vielleicht ein ganz wichtiger Monat oder ein wichtiges Jahr in Ihrem Leben. vom 18. August 1913 bis zum 18. August 2013. Die Tagespatenschaft kostet 10 Euro fßr einen bestimmten Tag, Wochenpatenschaften 50 Euro, Monatspatenschaften 200 Euro und die Jahrespatenschaften 2000 Euro.

Spendenkonto und Infos: Stiftung Hauptstadtzoos, Deutsche Bank, Kto. 0554410, BLZ: 100 700 00, Betreff: 100-Jahre-Aquarium. Bitte gewĂźnschten Tag und Anschrift angeben. Weitere Informationen unter www.100-Jahre-Aquarium.de

Ihr letzter Wille kann ein neuer Anfang sein! Zukunft stiften durch ein Testament Es ist kein einfaches Thema und so mancher will am liebsten nicht darßber nachdenken. Irgendwann jedoch werden die meisten von uns dann doch mit der Frage konfrontiert: Was bleibt von mir, wenn ich nicht mehr da bin? Was wird aus meinem schwer verdienten Geld und meinen persÜnlichen Dingen? Wie kann ich damit Gutes tun? Mit einem Testament kÜnnen Sie zu Lebzeiten Antworten auf diese Fragen geben. Sie kÜnnen nämlich nicht nur fßr Ihre Familie oder Ihre Freunde sorgen. Sie kÜnnen gleichzeitig die Welt von morgen nachhaltig mitgestalten und verbessern. Mit einem Testament zugunsten der Stiftung Hauptstadtzoos bewirken Sie Gutes und Wichtiges fßr den Zoo und fßr den Tierpark ßber alle Zeit hinaus. Ihr letzter Wille wird in guten Händen und ein neuer Anfang sein! Die Gremien, die Stiftungsaufsicht

vom Land Berlin, Fachleute im Kuratorium der Stiftung sowie die schlanke Struktur und ein hohes MaĂ&#x; an ehrenamtlichem Engagement sichern, dass die Erträge des Kapitals ihrem eigentlichen Zweck zugutekommen kĂśnnen. Ein Vermächtnis zugunsten der Stiftung fĂźr Zoo und Tierpark ist also bĂźrgerschaftliches Engagement mit Langzeitwirkung, eine Form von BĂźrgersinn, die FrĂźchte trägt, auch wenn man nicht mehr lebt. Jeder Mensch Ăźbernimmt in seinem Leben Verantwortung, warum also nicht Ăźber das Lebensende hinaus? Verbunden ist dies mit vielen Fragen. In einem persĂśnlichen Gespräch informieren wir Sie gerne oder senden Ihnen eine InformationsbroschĂźre zu. Infos und Kontakt: Stiftung Hauptstadtzoos, Am Tierpark 125, 10319 Berlin t 51 53 14 07 E-Mail: info@stiftung-hauptstadtzoos.de.

$UWHQVFKXW]DUEHLWXQWHUVW W]HQ Die Stiftung und ihre Vorteile Das Besondere an einer Stiftung sind ihre Sicherheit und ihre Dauerhaftigkeit: • Eine Stiftung ist grundsätzlich fßr die Ewigkeit angelegt und sichert deshalb die gewählten Ziele besonders nachhaltig. • Das StiftungsvermÜgen darf nicht angetastet werden; allein Zinserträge aus der Kapitalanlage werden fßr die Arbeit genutzt. • Eine staatliche AufsichtsbehÜrde (in Berlin die Senatsverwaltung fßr Justiz) achtet darauf, dass der Stiftungszweck auf unbegrenzte Zeit verwirklicht wird.

Die Vorteile fĂźr die Zustifter: • Sie erfahren eine persĂśnliche Befriedigung darin, dauerhaft die anerkannte Arbeit der Hauptstadtzoos zu fĂśrdern. • Sie werden Teil einer exklusiven Wertegemeinschaft, die sich verpflichtet fĂźhlt, nachhaltig die Hauptstadtzoos abzusichern. • Sie erhalten regelmäĂ&#x;ig Informationen Ăźber die Aktivitäten der Stiftung. • Zuwendungen an die Stiftung der Freunde der Hauptstadtzoos werden vom Finanzamt groĂ&#x;zĂźgig belohnt.

Sie wollen die Arbeit von Zoo und Tierpark unterstĂźtzen: Stiftung Hauptstadtzoos, Deutsche Bank AG, BLZ: 100 700 00, Kto: 0554410

Sie mĂśchten mit einer Zuwendung eine der beiden Einrichtungen unterstĂźtzen: Spenden/Zustiftungen fĂźr den Tierpark Berlin: Stiftung Hauptstadtzoos, Deutsche Bank AG, BLZ: 100 700 00, Kto: 055441001 Spenden/Zustiftungen fĂźr den Zoo Berlin inkl. Zoo-Aquarium: Stiftung Hauptstadtzoos, Deutsche Bank AG, BLZ: 100 700 00, Kto: 055441002 Weitere Informationen: www.stiftung-hauptstadtzoos.de oder t (030) 51 53 14 07

SchlafmĂźnzen tierisch aufgewacht Bildquelle: Freunde der Hauptstadtzoos

Auf der Suche nach einem gemĂźtlichen Zuhause?

Tierpark und Zoo zählen zu Berlins bekanntesten Attraktionen fßr Jung und Alt. Passend dazu bietet die GSW attraktive Wohnungen fßr Singles, Paare und Familien jeden Alters. Wir beraten Sie gern! Wunschwohnungstelefon: 030. 25 34 10 10 (Mo – Fr 8 –18 Uhr) vermietung@gsw.de

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Mein Berlin. Mein Zuhause.

Alte D-Mark-MĂźnzen fĂźr die Hauptstadtzoos Schlummert in Ihren Manteltaschen, in SparstrĂźmpfen oder unter der Matratze auch noch die eine oder andere alte, längst vergessene D-Mark-MĂźnze? Oder vielleicht haben Sie auch noch restliches Urlaubsgeld. Dann ab mit diesen „SchlafmĂźnzen“ in den Zoologischen Garten oder in den Tierpark! Alle MĂźnzen, die im Verwaltungsgebäude abgegeben werden, werden von der Gemeinschaft der FĂśrderer von Tierpark Berlin und Zoo Berlin in gĂźltige Euro umgetauscht und zur Finanzierung der aktuellen Projekte verwendet. Damit unterstĂźtzen Sie die Arbeit von Tierpark und Zoo.

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Termine und Veranstaltungen

UnterstĂźtzer gesucht ‌ ‌ fĂźr die Masterplanung vom Tierpark In diesem Jahr sollen bereits erste Verbesserungen im Service vom Tierpark Berlin geschaffen werden. Diese zusätzlichen Angebote werden im Wesentlichen vom FĂśrderverein von Tierpark und Zoo gestaltet und umgesetzt. Damit leisten die Freunde der Hauptstadtzoos einen ersten Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des grĂśĂ&#x;ten europäischen Landschaftszoos. Die Besucher wollen mehr wissen Ăźber das Leben der Tiere und ihren natĂźrlichen Lebensraum. Diesem BedĂźrfnis soll nunmehr durch die Serviceentwicklung nachgekommen werden. Innerhalb des Tierparks soll ein Parkservice mit UnterstĂźtzung der Scouts entstehen, der die Besucher auf die verschiedenen Angebote des Tierparks hinweist und bei der Orientierung hilft. Dieses Scout-Projekt wurde bereits im vergangenen Jahr vom FĂśrderverein gestartet und soll nunmehr in eine weitere Entwicklungsstufe gehen. Dabei werden die Scouts einheitlich gekleidet, um so fĂźr die Besucher erkennbar zu sein. Des Weiteren sollen zu bestimmten festen Zeitpunkten themenbezogene Scout-Touren starten, zum Beispiel BärenRundgang, Tierkinder-Tour, botanische Rundgänge. Auch das Angebot an BesucherfĂźhrungen, zum Beispiel bei Kindergeburtstagen und ähnlichen soll quantitativ und qualitativ ausgebaut werden. Als weiterer Baustein werden Keeper-TalkProgramme entwickelt. Diese sind eine Kombination aus Scoutvorträgen und kom-

mentierten FĂźtterungen und Tierpräsentationen, die an den Wochenenden regelmäĂ&#x;ig stattfinden sollen. Diese ersten Schritte in der Verbesserung der Servicequalität vom Tierpark Berlin bedĂźrfen nicht nur einer inhaltlichen Basis, sondern auch unter den schwierigen finanziellen Voraussetzungen des Tierparks eine GrundausrĂźstung. FĂźr die Ausstattung der Scouts werden pro Scout 60 Euro benĂśtigt. Insgesamt will der FĂśrderverein 50 Scouts regelmäĂ&#x;ig im Einsatz haben. Dieses bedeutet eine Summe von 3000 Euro insgesamt. Gleichzeitig ist fĂźr die FĂźhrungen und kommentierten FĂźtterungen eine technische Ausstattung in Form einer mobilen Beschallungsanlage notwendig, welche 500 Euro pro Anlage kostet. FĂźr einen reibungslosen Betrieb werden allerdings mindestens zwei mobile Beschallungsanlagen benĂśtigt. DarĂźber hinaus sind Sachkosten fĂźr Schulungsmaterial in HĂśhe von 800 Euro erforderlich. Damit sind vorerst 4800 Euro fĂźr die Verbesserung des Serviceangebots notwendig. Daher bittet der FĂśrderverein um Spenden, um dieses fĂźr den Tierpark wichtige Anliegen zu unterstĂźtzen. Spendenkonto: Freunde Hauptstadtzoos Commerzbank, BLZ: 120 400 00 Kto. 912 900 800 Betreff: Masterplanung Tierpark

Wie zu Zeiten Friedrichs des GroĂ&#x;en geht es beim Rokoko-Ball im Schloss Friedrichsfelde zu.

Barocker Sommernachtstraum Rokoko-Ball mit Sommernachtspicknick am 24. August Im wundervollen Ambiente des Schlosses Friedrichsfelde erlebt man am Samstag, 24. August, ab 20 Uhr den „Historischen Rokoko-Ball“.

Mit solchen mobilen Lautsprechern sollen die FĂźtterungen im Tierpark kĂźnftig kommentiert werden.

An diesem Abend verwandelt sich das Schloss in die Zeit von Friedrich dem GroĂ&#x;en und lädt zum Tanz und zum Picknick im

Schlossgarten ein. Der Eintritt kostet 37 Euro. Ein Imbiss ist dabei inklusive. In historisierender Ballkleidung des 18. Jahrhunderts wird man einige schĂśne Stunden verleben. Denn der „Historische Rokoko-Ball“ versetzt einen zweifelsfrei zurĂźck in eine andere Zeit – mitten in das 18. Jahrhundert. Die Tanzgruppe

„Les amis de la danse baroque“ wird nicht nur selbst tanzen, sondern gibt dem Schlossbesucher auch eine kleine Tanzstunde. Kartenverkauf: t 51 53 14 07, E-Mail: info@schlossfriedrichsfelde.de; an der Tierparkkasse Schloss Friedrichsfelde sowie an allen Vorverkaufskassen.

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Termine und Veranstaltungen

Seite 5 • Juni / Juli 2013

Gewinnspiel

Schon jetzt vormerken! Konzerte im kĂśniglichen Ambiente von Schloss Friedrichsfelde Mitten im Tierpark Berlin, dem grĂśĂ&#x;ten Landschaftszoo Europas, liegt das Schloss Friedrichsfelde. Die Konzerte in dem frĂźhklassizistischen Kleinod sind etwas ganz Besonderes. Erleben Sie in diesem historischen Ambiente stimmungsvolle Konzerte: Sonntag, 13. Oktober, 15 Uhr: „Schenk ein den Wein, den holden! Wir wollen uns den grauen Tag vergolden.“ Musikalischliterarisches Herbstprogramm. Die Kammersängerin Christine Wolff offeriert die bunte FĂźlle des Herbstes. Stimmungsvolle Weisen von Johannes Brahms, Eduard Lassen, Fanny und Felix Mendelssohn Bartholdy wechseln mit kurzen Herbstgeschichten und Gedichten von Theodor Storm, Theodor Fontane, Hermann Hesse und anderen. Am Klavier wird sie begleitet von Prof. Alexander Vitlin. Der Eintritt kostet 22 Euro, inklusive BegrĂźĂ&#x;ungssekt. Samstag, 19. Oktober, 18 Uhr Ein Apfel fĂźr Eva – Musikalische Lesung: Der amerikanische Schriftsteller Mark Twain, der „Meister des Humors“, ist mit seinen oft satirischen Erzählungen weltberĂźhmt geworden. Im „Tagebuch von Adam und Eva“ lässt er die beiden selbst zu Wort kommen und von ihren spannenden

Einfach malerisch: das Schloss Friedrichsfelde ist inmitten des Tierparks gelegen. und zuweilen komischen Erfahrungen berichten. Umrahmt wird die Lesung mit Kompositionen des franzĂśsischen und italienischen Barocks sowie von Th. Morley und J.P. Sweelinck – gespielt auf 13 verschiedenen BlockflĂśten. Der Eintritt kostet 19 Euro. Sonntag, 20. Oktober, 15 Uhr „Mein Gorilla hat ’ne Villa im Zoo“: Klassikparodien und Chan-

sons im Stile der Comedian Harmonists Ăźber das Berliner Tierleben. Wahre und halbwahre Geschichten, Kuriosa sowie Bekanntes und UnerhĂśrtes aus dem Tierreich wird aus dem Repertoirefundus vom Ensemble „Vokalzeit“ in neuen Klassikparodien und charmanten Eigenkreationen Ă la Comedian Harmonists dargeboten. GĂśnnen Sie sich einen kurzweiligen Nachmittag im Schloss Fried-

richsfelde. Der Eintritt kostet 22 Euro, BegrĂźĂ&#x;ungssekt inklusive. Kartenverkauf: t 51 53 14 07, E-Mail: info@schlossfriedrichsfelde.de; an der Tierparkkasse Schloss Friedrichsfelde sowie an allen Vorverkaufskassen. Schloss Friedrichsfelde im Tierpark Berlin, Am Tierpark 41, 10319 Berlin, www.schloss-friedrichsfelde.de

Wieder kĂśnnen Sie mit „Berliner Tiere“ tolle Preise gewinnen. Beantworten Sie einfach diese Frage: Wann wurde das Zoo-Aquarium an der Budapester StraĂ&#x;e erĂśffnet? Unter allen richtigen Einsendungen verlosen wir attraktive Preise: • 1. Preis: eine Jahreskarte fĂźr den Zoo oder fĂźr den Tierpark • 2.-4. Preis: Freikarten fĂźr das Benefizkonzert der Stiftung Hauptstadtzoos am 29. November im FranzĂśsischen Dom • 5. Preis: 2 Tageskarten fĂźr den Zoo oder fĂźr den Tierpark Wenn Sie die richtige LĂśsung wissen, schreiben Sie sie auf eine Postkarte und schicken diese an: Gemeinschaft der FĂśrderer von Tierpark und Zoo Berlin e.V. Am Tierpark 125 10319 Berlin Einsendeschluss: 31. August 2013 (Poststempel). Bitte vergessen Sie Ihre Anschrift und Telefonnummer nicht! Bei mehreren richtigen Einsendungen entscheidet das Los. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Preise werden den Gewinnern zugeschickt.

Aktuell informiert Noch viele andere interessante Termine finden Sie im Internet unter www.tierparkberlin.de und www.zoo-berlin.de. Der Newsletter des FĂśrdervereins informiert Sie regelmäĂ&#x;ig Ăźber alle Neuigkeiten aus den Hauptstadtzoos. Sie kĂśnnen Ihn kostenlos anfordern unter

www.freunde-hauptstadtzoos.de

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BERLINER

Seite 6 • Juni / Juli 2013

Hintergrund

Hier wird allen „eingeheizt“ Modernes Heizkraftwerk versorgt im Tierpark Mensch und Tier Der Tierpark Berlin ist mit rund 160 Hektar der größte Landschaftstiergarten in Europa. Höchstes Gebäude ist das Heizkraftwerk mit einer Schornsteinhöhe von 39 Metern.

Das junge Okapi „Bashira“ mit seiner Mutter „Batouri“. Es ist nunmehr das vierte in Berlin geborene Okapi. Foto: Wecker

Das besondere Tier: das Okapi Eine der wertvollsten Tierarten, die der Berliner Zoo zeigt, sind die Okapis. Daher war die Freude groß, als im Februar Nachwuchs zur Welt kam. In freier Wildbahn lebt diese Tierart nur im Ituriwald im Kongo. Ein kleineres Vorkommen von wenigen Hundert Tieren gibt es noch 200 Kilometer südlich im Maikowald. In Zoos leben etwa 140 Tiere. Der Bestand wird auf höchstens 10 000 Tiere geschätzt. Das Okapi wurde erst spät entdeckt. Ein Europäer traf das Tier erst 1904. Er traf es zugleich tödlich – aus „wissenschaftlichen“ Gründen. Das Skelett dieses Tieres wird bis heute im Naturhistorischen Museum Basel aufbewahrt. Die Erkenntnis, dass es sich nicht um ein Zebra handelt, reifte früher. 1899 fand der Engländer Henry Stanley im belgischen Fort Beni im Kongo einen Fellrest jenes Tieres, das die Pygmäen „Okapi“ nennen. Die Zoologische Gesellschaft in London fand heraus, dass es sich keinesfalls um ein Zebra handele. So wurde die unbekannte Tierart zunächst als „Waldpferd“ bezeichnet. 1901 gelangten

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schließlich ein vollständiges Fell und zwei Schädel nach London, anhand derer man feststellte, dass dieses Tier weder mit Pferd, Esel, Rind noch Antilopen verwandt sei, sondern mit der ausgestorbenen Kurzhalsgiraffe „Helladotherium“, die vor mehr als zehn Millionen Jahren in Europa und Asien gelebt hatte. Viele Jahre lang scheiterten alle Versuche, Okapis in Zoos zu halten. Erstmals gelang es 1928 in Antwerpen. Das erste deutsche Okapi holte 1954 Bernhard Grzimek in einem gecharterten Flugzeug nach Frankfurt/Main. Dort gelang dann 1960 der erste deutsche Zuchterfolg. Die Zoologen nennen den Leoparden als Hauptfeind der Okapis. Beide Arten sind jedoch gefährdet – wegen ihrem Hauptfeind, dem Menschen. 2012 war die Okapi-Station Epulu angegriffen und zerstört worden. Sechs Menschen und 13 der 14 dort gehaltenen Okapis wurden getötet. Die Freunde der Hauptstadtzoos spendeten sofort 1000 Euro für den Wiederaufbau der Station, aus der Grzimek das erste deutsche Okapi geholt hatte. Sie rufen alle Berliner auf, für den Arterhalt zu spenden. FW

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Anfangs wurden die zahlreichen Tierhäuser noch dezentral beheizt. Ende der 1950er-Jahre entstand ein zentrales Kraftwerk, das 1961 eingeweiht wurde. „Es wurde noch mit Rohbraunkohle geheizt. Die Arbeit war dreckig und schwer und sehr personalaufwendig“, erläutert Boris Vincze, Techniker und derzeit stellvertretender Technischer Leiter. Mitte der 90er-Jahre wurde das Heizwerk in ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk umgebaut. „Aus dem Heizwerk wurde ein Heizkraftwerk“, so Vincze. „Denn durch Kraftwärmekopplung war jetzt nicht nur die Erzeugung von Wärme und Warmwasser möglich, sondern zugleich die Erzeugung von Strom vor allem für den Eigenbedarf des Tierparks“. Die maximale Heizleistung beträgt rund zehn Megawatt, die

Das Heizkraftwerk mit seinem 39 Meter hohen Schornstein ist das höchste Tierpark-Gebäude.

Blick in die computergestützte Zentrale des Heizkraftwerkes. Kesselwart Eric Feyerherd, seit 1981 im Tierpark tätig, überwacht die Energieversorgung am Bildschirm. Sein Vorgesetzter, Boris Vincze, ist häufiger Gast in der Schaltwarte und steht ihm mit Rat und Tat zur Seite. Fotos: Kahle Stromleistung bis zu 990 Kilowattstunden. Überschüssige Energie wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist und dient so in geringem Maße der Refinanzierung von Gas. Allein 2012 wurden für die Versorgung des Tierparks rund 1600 Tonnen Gas verbraucht. Drei Heiztrassen – ein Dreileitungssystem – mit einer Länge von über zehn Kilometern, in denen sich mindestens 250 000 Liter Wasser befinden, versorgen die 20 Hauptstationen und zahlreichen Unterstationen auf dem gesamten Tierparkgelände. Eine Leitung dient dem Vorlauf mit heißem Wasser, eine dem Rücklauf mit dem abgekühlten Wasser, und auf die dritte Trasse kann im Wartungs- oder Havariefall umge-

schaltet werden. Nur noch zehn Mitarbeiter, Kesselwarte und Maschinisten, sorgen 365 Tage rund um die Uhr für entsprechende Temperaturen in den Tierhäusern und Funktionsgebäuden, für Strom und Warmwasser. Die Kesselwarte überwachen in der Heizungszentrale computergestützt die gesamte Anlage, während die Maschinisten die einzelnen Stationen abfahren und vor Ort die Leitungssysteme überprüfen und warten. „Das Heizkraftwerk ist sozusagen das Herz des Tierparks, die Leitungen die Adern und Venen und die Energie das Blut, mit denen alle lebenswichtigen Stationen des Tierparks versorgt werden“, sagt Boris Vincze. m.k.

Arche Noah im Herzen der Stadt Das Hirschrevier im Tierpark beherbergt seltene Arten Das klassische Hirschrevier des Tierparks, betreut von Reviertierpflegerin Viola Gandert und ihrem Team, umfasst insgesamt acht große Außengehege mit vier Stallgebäuden. Der Besucher kann hier die fünf Unterarten des Rothirsches vergleichen: Atlashirsche, Manitobaoder Wapitihirsche, Zwergwapiti, Bucharahirsche und Altei-Marale. Da gerät Kurator Christian Kern direkt ins Schwärmen: „Einzigartig ist die kleine Gruppe der Atlashirsche, die der Tierpark 2010 aus San Diego importiert hat. Es sind die einzigen Atlashirsche, die in Europa gezeigt werden“, sagt Kern. Atlashirsche sind die einzigen Hirsche, die auf dem afrikanischen Kontinent vorkommen. Kennzeichnend für diese Unterart des Rothirschs sind die hellen Tupfen im Sommerfell sowie ihr relativ schwaches Geweih. Stark im Freiland bedroht sind Buchara-Hirsche, die in Turkmenistan und Afghanistan vorkommen. Kennzeichnend ist deren hellgraue Fellfärbung. „Hierzulande wird diese Unterart nur noch in den zoologischen Gärten in Köln und Berlin gezüchtet. Ein europäi-

Reviertierpflegerin Viola Gandert mit ihren Schützlingen. sches Zuchtbuch, geführt im tschechischen Chomutov, koordiniert das Erhaltungszuchtprogramm, an dem auch der Tierpark beteiligt ist“, so Christian Kern. „Große Tradition im Hirschrevier des Tierparks haben die Vietnam-Sikahirsche, die der Tierpark in den 1950er-Jahren direkt aus Vietnam erhalten hat. Bis heute wurden hier über 200 Kälber geboren“, freut sich Kern. Er ist stolz darauf, dass der Tierpark Berlin diese tropische Unterart des SikaHirsches wesentlich in europäi-

Foto: Kahle

schen Zoos etabliert hat. In den Regenwäldern Vietnams gilt diese Unterart heute als ausgerottet. Der Tierpark Berlin führt das Internationale Zuchtbuch. Ebenfalls interessant für die Besucher des Hirschreviers ist die Gruppe von hinterindischen Sambarhirschen sowie Timorhirschen, welche heute fast gar nicht mehr in europäischen Zoos gehalten werden. Von den Tierpflegern des Hirschreviers werden auch die Wisente, Waldbisons und Nilgau-Antilopen betreut. m.k.


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Hintergrund

Seite 7 • Juni / Juli 2013

Die Königs- und Felsenpinguine des Zoos können sich jeden Morgen an einer eigens für sie zubereiteten Schneedusche erfreuen.

Wenn der Eismann morgens klingelt Norbert Zahmel verwöhnt die Zoo-Pinguine jeden Morgen mit einer Schneedusche Pinguine können auch ohne Schnee leben, artgerecht wäre eine solche Haltung aber nicht. Das betrifft die im Zoo gehaltenen Königs- und Felsenpinguine. Deshalb scheut der Zoo auch keine Mühe, sie dank einer teuren und aufwendigen Schneeanlage täglich mit frischem Schnee zu versorgen. Die Freude ist den Pinguinen anzusehen, denn früh um 9 Uhr drängen sie sich schon unter der Schneedusche. Frühbesucher können dies besonders an den Wochenenden beobachten, denn „da gibt es mehr Schnee“, sagt Tierpfleger Norbert Zahmel. Er empfiehlt ohnehin, die Pinguine morgens zu besuchen, weil „sie zu dieser Zeit viel aktiver sind“. Die Verdunstungskälte der Schneemaschine trägt erheblich zu dem für die Pinguine angenehmen Klima bei. In ihrer Anlage

muss die Temperatur stets unter zehn Grad Celsius und die Wassertemperatur bei sechs Grad gehalten werden. Dies trägt auch zur Gesundheit der Atemwege der Tiere bei. Und schließlich hat der Schnee in der Pinguinanlage auch einen erheblichen Schauwert für die Besucher. Für Norbert Zahmel bedeutet das, dass seine Qualifikation als Tierpfleger nicht ausreicht. Gleichzeitig muss er Techniker und Hausmeister sein, der sich mit komplizierten Maschinen auskennt. Dafür gibt es keine Zusatzqualifikation. „Wer hier arbeiten will, muss das eben beherrschen. Ohne ein bisschen Idealismus geht es nicht“. Der Schnee ist kein richtiger Schnee. Was wie Schnee aussieht, sind in Wahrheit „fliegende Eiskristalle“. Die entstehen auf frostig gekühlten Metallwalzen, die durch eine Wasserwanne ge-

Tierpfleger Norbert Zahmel an der Schneemaschine für den Schauraum der Pinguine. Fotos: Wecker zogen werden. Sobald die Walzen das Bad verlassen, entsteht an ihrer Oberfläche eine dünne Eisschicht. Die wird abgeschabt, zerkleinert und mit Kompressor über

ein Rohr in den Schauraum transportiert. Die Schneemaschine ist nicht die anspruchsvollste Maschine im Keller unter dem Pinguinhaus. Anspruchsvoller sind die Filter und die Wasserförderung aus einem Brunnen für die Robbenanlage. Insbesondere die südafrikanischen Seebären und die kalifornischen Seelöwen reagieren sehr empfindlich auf das Wasser und die Nahrung. Fisch, der, wie wir ihn verspeisen, aus Fängen in der Nordsee stammt, ist für Robben, die sich von den Vorkommen im reineren Wasser der Südmeere ernähren, ungeeignet. Zoos, die das versucht hatten, hatten bald kranke und tote Tiere. So bekommen die Tiere einen Edelfisch, der Gourmets das Wasser im Mund zusammenlaufen ließe. Die Alarmliste für die Haustechnik enthält 127 Punkte. Insbeson-

dere am Wochenende, wenn kein Handwerker greifbar ist, muss Norbert Zahmel in der Lage sein, schnell Fehler bei den Maschinen zu erkennen und zu reparieren, sonst kann es rasch um die wertvollen Tiere geschehen sein. Der technisch versierte Pfleger agiert aber nicht nur hinter den Kulissen und im Maschinenkeller. Wenn er mit seinen Seelöwen die Kunststücke bei der Fütterung vorführt, wird er zum Star im Theater an der Robbenfreianlage. 30 Übungen beherrschen seine Schützlinge mittlerweile, vom „Hallo winken“ über das Apportieren bis hin zu akrobatischen Schraubensprüngen, Vorwärts- und Rückwärtsalti. Neben dem Schauwert ist der tiefere Sinn, dass die dressierten Tiere auch von den Tierärzten ohne Narkose untersucht werden können. Das erspart ihnen Stress und schützt auch ihr Leben. FW

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Seite 8 • Juni / Juli 2013

Nachrichten aus der Kinderstube

WIR SIND DIE NEUEN! Wieder gab es viel Nachwuchs in Zoo und Tierpark Kapuzineräffchen fesselt Pfleger Lustige Szenen hatten die Zoobesucher bei den Braunen Kapuzinern im Affenhaus zu beobachten, wo sich am 26. April Nachwuchs eingestellt hatte. Das Jungtier klammerte sich an den Tierpfleger und spielte mit ihm, sodass er das Gehege nicht verlassen konnte. Erst nach mehreren Versuchen ihn mit Futter auszutricksen, gelang dem Pfleger die Flucht. Die Heimat der Tiere ist Südamerika, wo sie weit verbreitet sind. FW

Zuwachs bei den Weißkopfmakis Nachwuchs gibt es auch bei den Weißkopfmakis im Zoo. Am 20. und am 22. April wurde je ein Jungtier geboren. Auch diese Lemurenart ist ausschließlich auf Madagaskar heimisch. Dort wird ihr Lebensraum durch Brandrodungen und Bergbau beschnitten. Durch die Jagd wird die Art zusätzlich gefährdet. FW

Junge Chaco-Pekaris getauft Mit der europäischen Erstzucht des bedrohten Chaco-Nabelschweins unterstützt der Tierpark das Artenschutzprogramm in Paraguay. Aus diesem Anlass gab der Botschafter von Paraguay, Raúl Florentin-Antola, im Beisein von Tierparkdirektor Dr. Bernhard Blaszkiewitz den beiden kleinen Chaco-Pekaris landesübliche Namen: „Juky“ (niedlich) für das Mädchen und „Kunus“ (kuscheln) für das Männchen. Barz

Nachwuchs bei den Nyalaantilopen Sturzgeburt im Giraffenstall Am 21. März wurde im Tierpark eine Uganda-Giraffe geboren. Wie alle Giraffen brachte auch Mutter Lotti ihr Jungtier Eric im Stehen zur Welt. Somit fiel das Bullkalb etwas unsanft aus einer Höhe von zwei Metern in den mit Stroh gepolsterten Giraffenstall. Nach 40 Minuten konnte Eric stehen. Auch wenn die ersten Gehversuche etwas wackelig waren, erkundet er inzwischen neugierig den Laufstall im Giraffenhaus. Bei Gefahr findet Eric Schutz zwischen den langen Beinen seiner Mutter, ganz so wie seine Artgenossen im natürlichen Lebensraum, wenn diese von Löwen oder Hyänen bedroht werden. Mit Eric haben die Tierparkbesucher nun die Möglichkeit, eine zehnköpfige Herde dieser bedrohten Unterart mitten in Berlin zu beobachten. m.k.

Zwei Nyalas sind im Zoo geboren worden, eines kam am 26. März zur Welt, das zweite am 6. Mai. Beides sind Böcke. Lieber hätte es Zoologe Dr. Ragnar Kühne gesehen, wenn auch ein Weibchen dabei wäre, um auch in Zukunft die Zucht der Nyalas fortführen zu können. Gegenwärtig hat der Zoo nur zwei Zuchtweibchen. Der Nyala-Bock sieht übrigens ganz anders als seine Weibchen aus. Er ist viel größer und hat ein schwarzbraunes Fell. Dazu besitzt er lange, schraubenartig gedrehte Hörner. Im Zoo leben die Nyalas mit den Flusspferden zusammen. Aber auch bei diesen ist der Nyala-Bock der Chef. Wenn er sich ihnen mit aufgestellter Nackenmähne zeigt, verdrücken sich die Flusspferde schnell ins sichere Wasser. Nyalas kommen heute nur noch in wenigen Ländern, vornehmlich in den unwegsamen Weiten Südafrikas, vor. FW

Vor „vollem Haus“ geboren Vor den Augen der Zoobesucher wurde am Sonntag, 28. April, auf der Freianlage ein männliches Bisonkälbchen geboren. Wenige Zeit später konnte „Bela“ aufstehen und seiner Mutter folgen. Die nordamerikanischen Bisons waren schon fast ausgerottet. Gewinnsucht und schießwütige Helden wie „Buffalo Bill“ vermochten im 19. Jahrhundert innerhalb weniger Jahre die ehemals Millionen zählenden Bisonherden auf den kläglichen Rest von 835 Bisons in ganz Nordamerika im Jahre 1889 zusammenzuschießen. Großfarmer und die 1905 gegründete „Amerikanische Bisongesellschaft“ retteten die mächtigen Wildrinder in letzter Sekunde vor dem Verschwinden. Der Zoo züchtet seit vielen Jahrzehnten erfolgreich die eindrucksvollen Tiere. FW

Zwei verspielte Baribal-Kinder im Bärenschaufenster Am 3. Januar kamen im Tierpark zwei männliche Schwarzbären oder Baribals zur Welt. Inzwischen wagen Koda und Kenai gemeinsam mit ihrer Mutter erste Ausflüge auf die Freianlage „Bärenschaufenster“ am Tierparkeingang. Die beiden Brüder brachten zunächst ein bärentypisches Geburtsgewicht von lediglich 250 Gramm auf die Waage. Während der Wintermonate wuchsen sie in ihrer Geburtshöhle abseits der Besucher zu verspielten Jungbären heran. Der Baribal ist in den Wäldern Nordamerikas weit verbreitet und die weltweit häufigste Bärenart. m.k.

Eine weitere Rarität im Zoo Seit April können die Besucher im Tropenaffenhaus des Zoos wieder eine Kleingruppe von Eulenkopfmeerkatzen beobachten. Durch die Rückkehr eines Ex-Berliners aus dem Leipziger Zoo, der gleich seine Freundin mitbrachte, erhielt ein knapp 22-jähriges, allein gebliebenes Weibchen wieder Gesellschaft. Eulenkopfmeerkatzen sind nur sehr selten in zoologischen Gärten zu sehen, deutschlandweit nur in Berlin und Leipzig. Da ihr natürliches Verbreitungsgebiet im zentralen Afrika auch relativ begrenzt ist, sind sie besonders schützenswert. FW

Berliner Tiere  

Berliner Tiere herausgegeben von Berliner Woche in Zusammenarbeit mit Freunde Hauptstadtzoos

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