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Lokales

3. Oktober 2018 Kalenderwoche 40

Die BVG macht dicht

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Berliner Woche Anzeige

Neu am Markt

NOTQUARTIER: U-Bahnhöfe sollen für Obdachlose geschlossen bleiben AKAZIENSTRASSE: Bringen Sie mit, was andere noch brauchen von Thomas Frey

U-Bahnstationen sollen in diesem Winter nicht als Notquartiere für Obdachlose geöffnet werden. So lautete zunächst die Aussage von BVG-Chefin Sigrid Nikutta. Nach Gesprächen in der Senatsverwaltung für Soziales klingt diese Ankündigung nicht mehr so eindeutig. Inzwischen ist von einer Lösungssuche die Rede. Nikutta hatte ihren Vorstoß vor allem mit Sicherheitsbedenken begründet. Auch nachts bleibe zum Beispiel der Starkstrom im Gleisbereich eingeschaltet. Gerade bei Menschen, die häufig unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stehen, sei das lebensgefährlich. Unterstützung erhielt sie vom Berliner Fahrgastverband. Dessen Sprecher Jens Wieseke verwies

darauf, dass sich der Senat um die Obdachlosen kümmern müsse und nicht die BVG. Das ist alles richtig, greift aber nach meiner Meinung zu kurz. Es darf nicht dazu kommen, dass jemand in einer eisigen Winternacht erfriert. Alle Obdachlosen in Notunterkünften unterzubringen, ist kaum möglich. Schon weil niemand genau weiß, wie viele Personen in Berlin auf der Straße leben. Die BVG ist sicher nicht

der erste Adressat bei der Suche nach Obdach. Sie hat auch in der Vergangenheit nur einige Bahnhöfe geöffnet. Dabei, finde ich, sollte es weiter bleiben. Vielleicht nicht vom ersten Tag der Winterperiode an und möglicherweise nicht ständig. Aber spätestens bei einer längeren Kältewelle werden auch die U-Bahnhöfe wieder als Unterkunft gebraucht. Trotz aller Unwägbarkeiten, die das vielleicht mit sich bringt. Oder?

UNSERE FRAGE DER WOCHE Soll die BVG im Winter weiterhin Bahnhöfe für Obdachlose öffnen? Stimmen Sie kostenlos ab auf

Bringen Sie doch zum nächsten Wochenmarkt selbst mal was mit! Klemmen Sie sich schräge Vasen, Klamottenfehlkäufe und gelesene Schmöker einfach unter den Arm und dann ab zum Ökomarkt Akazienstraße. Ihre Waren werden anschließend im Pop-up-Store für wenig Geld verkauft und der Erlös wird an Zero-Waste-Projekte (www.berlin.de/re-use) gespendet. Also tun Sie Gutes, vermeiden Sie Abfall und schonen Sie unsere Ressourcen. Was? Gut erhaltener Hausrat und Geschirr, funktionierende Elektrokleingeräte, Bücher, CDs, DVDs, Kleidung

Wo und wann? Ökomarkt Akazienstraße, 11. Oktober, 12 bis 18 Uhr. Informationen unter www.marktzeit.berlin. Warum? Diese Aktion ist Teil von Re-Use Berlin, einer ZeroWaste-Initiative der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, zusammen mit Partnern aus Wirtschaft und Stadtgesellschaft. Gemeinsames Ziel ist es, den Ihre Gebrauchtwaren kommen auf Gebrauchtwarenmarkt in Berdem Ökomarkt gut an. lin für alle attraktiver zu machen, dadurch Abfallmengen und Textilien, Spielsachen so- zu reduzieren und Produktiwie alles, was eine Person tra- onskreisläufe ökologisch sinngen kann – jedoch ausdrückvoller zu gestalten. Alle Infos lich kein Sperrmüll! unter www.berlin.de/re-use.

www.berliner-woche.de

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Oder rufen Sie an! Die Hotline ist bis Sonntag 24 Uhr geschaltet. Ja: 0800/494 34 36 Nein: 0800/494 34 38 Das Abstimmungsergebnis finden Sie auf der Titelseite der nächsten Ausgabe Mein Kiez im Netz

Diskutieren Sie zu diesem Thema mit unter www.berliner-woche.de/frage-der-woche

Willkommen im Herbst SCHÖNEBERG: Kürbisfest am kommenden Wochenende weile Kultstatus und auch sonst sorgen Kulinarisches aus aller Welt und köstliche Weine von unterschiedlichen Winzern für das leibliche Wohl.

von Silvia Möller

Das Kürbisfest findet in diesem Jahr am 6. und 7. Oktober auf der Akazien- und der Belziger Straße statt. Händler aus Berlin und ganz Europa stellen ihre Waren vor. Neben T-Shirts, Hüten, Taschen, Schals, Keramik findet man Lavendel aus Frankreich, Öl aus Griechenland, Honig, Likör, Marmelade aus Berlin, Wein aus Österreich, Likör aus Spanien, Oliven und Käse aus Italien. Eingerahmt wird das Ganze von Bauern aus Berlin, Beelitz und dem Alten Land. Diese bieten den Besuchern rund 20 verschiedenste Kürbisarten - Rezepte und Zubereitungstipps inklusive. Äpfel, Pflaumen, Birnen und frisches Gemüse werden direkt vom jeweiligen Hof angebo-

Die Stars des Kürbisfests. Foto: Veranstalter

ten. Der große Trecker mit Strohballen und tollen witzigen Kürbisdekorationen steht wieder mittendrin. Frische Kürbissuppe hat mittler-

Die Kleinen können kostenlos Kürbisse ausstechen und sich schminken lassen. Ein Kinderriesenrad und Karussells werden in der ApostelPaulus-Straße aufgebaut. Das Bühnenprogramm wird durch ansässige Schulen, Freizeiteinrichtungen und Künstler bestritten. Die Apostel-Paulus-Kirche beteiligt sich am Fest mit einem Infostand und am Sonntagabend zum Abschluss mit einem Auftritt des Marienfelder Gospel Chors. Geöffnet ist das Kürbisfest am Sonnabend von 11 bis 21 Uhr und am Sonntag von 10 bis 20 Uhr.

Oktoberfest bei Möbel Höffner Am 28. und 29. September veranstaltete Möbel Höffner am Sachsendamm 20 ein Oktoberfest, zu dem alle Kunden herzlich eingeladen waren. Mit Angelika Schöttler, Bürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, eröffnete Hausleiter Michael Juhr am Freitag um 16 Uhr mit Fassbieranstich das Fest, das im Restaurant„Kochmütze“ in der dritten Etage stattfand. Selbstverständlich gab es neben bayerischem Bier auch Weißwurst, Haxen und Brezeln. Bei zünftiger Oktoberfestmusik durfte getanzt werden.„Es war ein gelungener Auftakt“, freuten sich Angelika Schöttler, Michael Juhr (re), Mirko Wieland (li), Verkäufer in der Teppichabteilung, und Peter Decker-Altenkirch, Marketing- & Eventmanager von Höffner. Foto: P.R.

Zweite öffentliche Werkstatt

Diskutieren Sie mit uns über Grundsätze der Leitlinien für Bürger*innenbeteiligung an der Stadtentwicklung. am Montag, 15. Oktober 2018, 18 Uhr im Vollgutlager der Kindl Brauerei, Rollbergstr. 26, Neukölln

www.leitlinien-beteiligung.berlin.de

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KW 40 - L24 Schöneberg Friedenau für die Ortsteile: Friedenau und Schöneberg

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