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Detailausschreibung AMICAL alpin 2009 XX. u. XXI. Cho Oyu Expedition / Anspruchsvolle 8000er Expedition

Aktualisiert 28.10.08

__________________________________________________________________________________________________________ Einstufung entsprechend der Expeditions-Klassifizierung der Internationalen Vereinigung der Bergführerverbände (IVBV /UIAGM): "IVBV Geleitete Expedition"

TIBET Cho Oyu (8201 m)

Expedition Der Cho Oyu, direkt auf der nepalischtibetischen Grenze gelegen, ist der meistbestiegene 8000er. Gründe dafür gibt es genug: zum Einen ist er sehr günstig gelegen - bis zum unteren Basislager kann mit Jeeps gefahren werden, zum Zweiten ist sein sogenannter Normalweg neben dem des Shisha Pangma sicher der am wenigsten schwierige aller 8000er. Einfache 8000er, wie es fälschlicherweise oft ausgedrückt

wird, gibt es keine, - so sind denn auch trotz der klaren, übersichtlichen Route auch hier einige technisch interessante Stellen zu meistern, die zusammen mit der Höhe sicher auch jedem gut trainierten und erfahrenen Höhenbergsteiger einiges abverlangen. Die Distanzen von Lager zu Lager sind nicht zu unterschätzen; und das persönliche Gepäck muss nach dem vorgeschobenen Basislager trotz Hochträger-Unterstützung für das Gruppengepäck selbst transportiert werden. Ein großes Unternehmen also auf der Route der österreichischen Erstbegeher aus dem Jahre 1954. Seit 1995 konnten von neunzehn AMICAL alpin Expeditionen siebzehn den Gipfel des Cho Oyu erreichen. Auch 2009 werden wir deshalb wieder auf den Einsatz von bewährten Hochträgern nicht verzichten, um den Teilnehmern zusammen mit unserer umfangreichen Expeditionserfahrung die größtmögliche Unterstützung zum Erreichen des Zieles zu geben. Geleitet werden unsere diesjährigen Expeditionen zum Cho Oyu von den expeditionserprobten Berg- und Skiführern Thomas Merkl (Vormonsun) und Dominik Müller (Nachmonsun).

TERMIN 2908

Mi. 08/04 - Do. 21/05/2009 (Vormonsun)

2933

Fr. 28/08 - Sa. 10/10/2009 (Nachmonsun) EXPEDITIONSDAUER 44 Tage

PREIS ( 9 - 12 Teilnehmer )

9.450,- €

EZ-ZUSCHLAG 120,- € AMICAL

alpin · Ralf Dujmovits

Brombachweg 24a · 77815 Bühl · GERMANY Tel.: 0049-(0)7223-911786 Fax: 0049-(0)7223-911787 info@amical.de · www.amical.de


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CHO OYU (8201 M) GEOGRAFISCHE LAGE Nepalischer Himalaya (Grenze Nepal/Tibet) Längengrad: 86°39’ E / Breitengrad: 28°05’ N

BESTEIGUNGSCHRONIK Obwohl der unmittelbar westlich gelegene Nangpa La (5716 m) schon seit Jahrhunderten als eine der wichtigsten Handelsrouten zwischen Nepal und Tibet genutzt wurde, begann der Cho Oyu erst seit etwa sieben Jahrzehnten, das Interesse von Fremden zu finden. Kaum 30 Kilometer westlich des Mount Everest gelegen, wird er doch von einem langen Kamm mit vier Gipfeln über 7000 m von diesem getrennt: Pumo Ri (7165 m), Gyachung Kang (7922 m), Ngojumba Ri I (7806 m) und Ngojumba Ri II (7646 m). Obwohl er zwar von Norden her nicht zu schwierig zu besteigen ist, bieten vor allem die Süd- und Ostseite gewaltige Anstiege großen Maßstabs. Reinhard Karl kam 1983 in der Südostwand des Cho Oyu ums Leben.

1921

Während der Britischen Mount Everest Expedition überschritt Lt.Col C.K. Howard-Bury von Kyetrak, südlich von Tingri gelegen, her kommend den Khumbu Pass oder besser bekannt als Nangpa La. Während seiner Reise konnte er vor allem die Nordwest- und

Westseite des Berges erforschen. Aber auch vom Rongbuk-Gletscher auf der Nordseite des Mount Everest wurden gute Fotos gemacht. (Howard Bury: "The Everest Reconnaissance 1921", 1922, 356 Seiten.) 1951 Im Verlauf der Mount Everest Expedition von E.E. Shipton machten W.H. Murray, H.E. Riddifort, T.D. Boudillon und M.P. Ward im Oktober eine Erkundung westwärts des Khumbu Gletschers über den Ngozmba Gletscher, von wo aus sie ohne Erfolg versuchten, den Nup La (5985 m) zu erreichen. Dieser war schon 1924 von J.de V. Hazard vom West Rongbuk Gletscher erreicht worden. Die Gruppe unter Murray befand sich im großen Kessel, den der Cho Oyu und Gyachung Kang bilden, fanden aber "nicht die geringste Aufstiegsmöglichkeit in seinen eisigen Wänden" auf der Ostseite. Danach, Anfang November, reiste die Gruppe weiter westwärts Richtung Gauri Sankar; dabei stiegen Murray und Bourdillon auch nach Norden zum Nangpa La und erkannten, dass es über den Nordgrat (oder eigentlich richtiger über den NNW-Grat) und die NW-Wand möglich sein müsste, den Berg zu besteigen. (Murray "The Reconnaissance of Mount Everest, 1951", American Alpin Journal 58, S. 433-453).

1952

Eine britische Expedition testete Mannschaft und (Sauerstoff-) Ausrüstung für einen späteren Versuch am Mount Everest. Die Gruppe bestand aus sieben Briten und drei

Neuseeländern, der Leiter war wieder E.E. Shipton. Von Namche Bazar ging es wieder Richtung Norden zum Nangpa La. Während eines Versuchs Anfang Mai erreichten E.P. Hillary und W.G. Lowe, beide aus Neuseeland, eine Höhe von 6850 m, wurden aber von steilen Eisflanken, die mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nicht bewältigt werden konnten, abgehalten. (Evans: "The Cho Oyu Expedition 1952" AAJ 59, S. 9 - 18)

1954

ERSTBESTEIGUNG Eine österreichische Expedition, die aus nur drei Teilnehmern und sieben Sherpas bestand, konnte unter der Leitung von Herbert Tichy den Berg vom Nangpa La aus besteigen. Das Basislager wurde am 27/09/1954 auf der tibetischen Seite des Nangpa La auf 5560 m Höhe eingerichtet. Von dort aus stiegen sie zum Westgrat (oder richtiger zum WNW-Grat) und schafften es, die kurzen eisigen Steilaufschwünge zu überwinden. Von Camp IV aus querten drei Teilnehmer ansteigend die NW-Wand und erreichten am 19/10/54 den Gipfel: Sepp Jöchler, Herbert Tichy und Pasang Dawa Lama. Es war der dritthöchste Gipfel, der zu diesem Zeitpunkt erreicht wurde und der erste im Herbst oder Nachmonsun. (Herbert Tichy: "Cho Oyu; Gnade der Götter", Wien 1955)

1954

Während die österreichische Expedition am Cho Oyu war, für den sie eine spezielle Genehmigung von den nepalischen


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__________________________________________________________________________________________________________ Behörden erhalten hatten, erschien plötzlich eine Schweizer Expedition mit fünf Teilnehmern (plus zwei Botanikern), die gerade aus dem Ganesh Himal unter der Leitung von R. Lambert gekommen war. Daraus ergaben sich einige Schwierigkeiten mit dem Ergebnis, dass letztendlich der Mannschaft Tichys der Vorzug auf einen Gipfelversuch gegeben werden sollte. Die Schweizer versuchten auch über die NWWand anzusteigen, begannen ihre Route zum W-Grat jedoch etwas weiter nördlich als die Österreicher. Lager IV wurde auf 7150 m errichtet. Frau Claude Kogan (Frankreich) und Lambert versuchten den Gipfel am 28/10/54 zu erreichen, mussten den Versuch jedoch wegen intensiver Kälte und starkem Wind abbrechen. Der höchste erreichte Punkt waren 7700 Meter. (Lambert&Kogan, "Weiße Wut, Gaurisankar und Cho Oyu", 1955, 176 S).

1958

ZWEITE BESTEIGUNG Im Verlauf einer indischen Expedition (Leiter K.F. Bunshah) erreichten S. Gyaltsen und Pasang Dawa Lama am 15/05/58 den Gipfel. Major N.D. Jayal, 32, der erste Direktor des Bergsteiger Instituts von Darjeeling, starb an Lungenentzündung (oder Herzversagen) während eines schnellen Aufstiegs vom Basislager zum Lager I. (G.O. Dyhrenfurth "Chroniques Himalayennes" Les Alpes 1959/4 S.246).

1959

Eine internationale Frauenexpedition (vier Französinnen, drei Britinnen, drei Nepalesinnen, eine Belgierin und eine

Schweizerin) unter der Leitung von Frau C. Kogan (Frankreich) errichteten ihr Basislager wieder auf einer Höhe von 5600 Metern. Kogan, C. van der Statten und Sherpa Ang Norbu besetzten Lager IV (7100 m) in der NWFlanke vor einem ersten Gipfelversuch. Am 02/10/59 verließen der Sirdar Wandi und Sherpa Chhowang trotz anhaltend schlechtem Wetter Lager II, um der Gipfelmannschaft, die inzwischen isoliert war, Hilfe zu leisten. Sie wurden beide von einer Lawine erfasst, wobei Chhowang umkam. Zum fast gleichen Zeitpunkt löschte eine andere Lawine Lager IV und die Besatzung aus. ("La Montagne" Februar 1960, S. 193 - 195; Harper: "Lady Killer Peak", 1965, 124 S.)

1964

DRITTE BESTEIGUNG durch eine deutsche Skiexpedition unter Leitung von R.Rott mit fünf Teilnehmern einschl. des Sirdars Dawa Tensing. Vom Nangpa La wurde wieder dem gleichen Aufstieg gefolgt und Lager IV wurde in der NW-Flanke auf 7200 m errichtet. F. Stammberger behauptete, er hätte den Gipfel am 25/04/64 alleine erreicht, Sherpa Phu Dorje II erklärte jedoch, sie wären zusammen gewesen. Die Fotografien, die angeblich am Gipfel gemacht worden sein sollen, wurden aller Wahrscheinlichkeit nach weder dort noch zur angegebenen Zeit gemacht. Am selben Tag entschieden sich G. Huber und A. Thurmayr, das zweite Team, auf etwa 7500 Metern ohne Zelt und Schlafsack zu biwakieren, stiegen

letztendlich jedoch zusammen mit Stammberger und Phu Dorjee bis Lager IV ab. Nach zwei Tagen ging ihnen das Gas aus. Beide fühlten sich krank. Am 27/04 wurde Phu Dorje hinuntergeschickt, um Gas und Verpflegung zu holen. Am 28/04 stieg Stammberger ab, um Hilfe zu holen, brach jedoch im Basislager zusammen. Das Ergebnis seiner wenig erfahrenen Entscheidungen war, dass schließlich nur der 61-jährige Sirdar Dawa Tensing übrig blieb sich um Hilfe zu kümmern. Er stieg am 02/05 nach Lager IV, konnte alleine jedoch die beiden sterbenden Bergsteiger nicht hinunterbringen. Danach stieg der nepalische Verbindungsoffizier Khagda Bahadur nach Thame ab. Erst am 05 oder 06/05 (die Angaben sind unterschiedlich) konnte die Rettungsmannschaft mit Stammberger, Phu Dorje Dawa Tensing und einem weiteren Sherpa wieder Lager IV erreichen. Huber war schon tot, Thurmayr starb während des Abtransports. (G.O. Dyhrenfurth "Chroniques Himalayennes", Les Alpes 1965/3 S.190 - 191; Stammberger, "Todeszone", 1972


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__________________________________________________________________________________________________________ NEPAL AUF EINEN BLICK Stand: Oktober 2008 Ländername Königreich Nepal, Kingdom of Nepal Klima Monsunklima, z.T. durch Höhenlage beeinflusst. Winter gemäßigt (0° - 20°), hohe Niederschläge und Feuchtigkeit im Sommer (25° - 32°) Lage Nepal erstreckt sich zwischen 26° und 31° nördlicher Breite sowie zwischen 80° und 88° östlicher Länge an der Südabdachung des zentralen Himalaya. Größe des Landes 147.181 km2

Nationalfeiertag bisher Geburtstag von König Gyanendra (7. Juli); dürfte der 28. Mai werden (Republic Day); darüber wurde jedoch noch nicht endgültig entschieden. Gründung 1768 nach militärischer Eroberung durch Begründer der Shah-Dynastie als Königreich geeint; Nepal war nie Kolonie Staatsform Demokratische Bundesrepublik Nepal. Nepal wurde am 28.05.2008 während der ersten Sitzung der im April gewählten verfassungsgebenden Versammlung zur Republik erklärt. Regierungsform Parlamentarische Mehrparteien-Demokratie

Hauptstadt Kathmandu (ca. 1,1 Mio. Einwohner)

Staatsoberhaupt seit 23.07.2008 Präsident Dr. Ram Baran Yadav (NC)

Bevölkerung 25 Mio., Bevölkerungswachstum 2,2% p.a.

Ministerpräsident Pushpa Kamal Dahal „Prachanda“ (CPN-M)

Landessprachen Nepali als Nationalsprache; daneben ca. 50 Regionalsprachen

Parlament Seit 15.01.2007 Interimsparlament, am 10.04.2008 gewählte verfassungsgebende Versammlung, die auch als Parlament fungiert

Religionen 80 % Hindus, 15 % Buddhisten, 3 % Moslems, 2% Christen

Gewerkschaften Nepalesischer Gewerkschaftskongress (NC nahe stehend); Allgemeiner Verband Nepalesischer Gewerkschaften und

Gesamtnepalesischer Gewerkschaftskongress (beide kommunistischen Parteien nahe stehend) sowie 6 weitere Gewerkschaftsverbände und zahlreiche Einzelgewerkschaften, die zum Teil auch als Frontorganisationen der Maoisten (CPN-Maoist) agieren Verwaltungsstruktur 5 Entwicklungsregionen, 75 Distrikte, 58 Städte, knapp 4.000 Landgemeinden, dezentralisierte Verwaltung: Dorf-, Stadt- und Distrikträte Wichtigste Medien Radio Nepal, Nepal Television Corporation, RSS (Nachrichtenagentur), Tageszeitungen Gorkhapatra (nepalesisch) und The Rising Nepal (englisch), alle fünf staatlich-offiziös; ferner private und unabhängige Zeitungen Kantipur (nepalesisch), Samacharpatra (nepalesisch); The Katmandu Post (englisch), The Himalayan Times (englisch) Bruttoinlandsprodukt 7,4 Mrd USD (2006/07) Pro-Kopf-Einkommen rd. 470 USD (2007) Währung 1 EUR = 105,69 Nepalische Rupien (NPR) 1 US$ = 77,46 NPR 1 CHF = 68,27 NPR Kurs Oktober 2008


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__________________________________________________________________________________________________________ TIBET AUF EINEN BLICK Stand: Oktober 2008 Fläche 2,5 Millionen km² Hauptstadt Lhasa Bevölkerung 6 Millionen Tibeter ca. 7,5 Millionen Chinesen Religionen Tibetische Bevölkerung zu 90% buddhistisch, ebenfalls praktiziert werden Bön (Urreligion Tibets), Islam, Katholizismus Sprache Tibetisch (gehört zur Familie der tibetobirmanischen Sprachen) Vorgeschriebene Amtssprache: Chinesisch Grundnahrungsmittel Tsampa (geröstetes Gerstenmehl) Nationalgetränk Tee mit einer Prise Salz und einem Stich Butter; Chang (Gerstenbier) Durchschnittliche Höhe 4300 m

Höchster Berg Chomolungma (Mt. Everest), 8848m Einheimische Tiere Jak, Dri (weibl. Jak), Bharal (Blauschaf), Moschus, Tibetantilope, Tibetgazelle, Kyang (Wildesel), Ica, Panda, Schneeleopard

Provinzen U-Tsang (Zentraltibet); Amdo (Nordosttibet); Kham (Südosttibet); Ngri (SW), Chang Tang (N) Geistliches Oberhaupt Der 14. Dalai- Lama im Exil in Dharamsala in Indien

Einheimische Vogelarten Schwarzhalskranich, Lämmergeier, Kahlkopfgans, Regenbogenente, Ibis, Großer Haubentaucher

Staatsoberhaupt Der 14. Dalai- Lama

Umweltbedrohungen Massives Abholzen von Wäldern im Osten Tibets, Ausrottung großer Säugetiere, Exzessive Ausbeutung von Bodenschätzen und anderen natürlichen Rohstoffen

Regierung i. Tibet Kommunistisch

Niederschlag Westen: 1 mm (Jan) - 25 mm (Juli) Osten: 25-50 mm (Jan) - 800 mm (Juli)

Exilregierung Demokratisch (parlamentarische Regierungsform)

Verhältnis zu China Kolonnialstaatlich Rechtsstatus Besetzt

Bodenschätze Bauxit, Uran, Eisen, Kupfer, Chrom, Kohle, Glimmer, Lithium, Zinn, Gold, Erdöl, Salz

Bruttoinlandsprodukt 2005 für China 2.618 Mrd. USD (ohne Hongkong);; BIP pro Kopf ca. 2014 USD pro Jahr

Wirtschaft Tibeter: hauptsächlich Landwirtschaft und Viehzucht Chinesen: hauptsächlich Regierung, Handel, Öffentl. Dienst

Währung 1 EUR = 10.66 Chinesischer Renmimbi Yuan (CNY) 1 US $ = 7.51 CNY 1 CHF = 6.34 CNY (Kurs Oktober 2008)


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__________________________________________________________________________________________________________ DIE BESETZUNG TIBETS DURCH CHINA Die Vision des großen tantrischen Meisters Padmasambhäva, nach der «der Mann aus dem Schneeland» sein Land verlassen muss, «wenn der Eisenvogel fliegt und die Pferde auf Rädern rollen», begann anfangs der fünfziger Jahre geschichtliche Wirklichkeit zu werden. Nach der gewaltlosen Befreiung des indischen Subkontinents von der britischen Kolonialmacht durch Mahatma Gandhi entstand im Gebiet zwischen China, Russland und Indien eine Art Machtvakuum. So nutzten die Truppen Mao Zedongs, die kurz zuvor in China die Macht übernommen hatten, die Gunst der Stunde und marschierten in Tibet ein. Ihr Interesse galt der strategisch bedeutsamen Lage Tibets und dessen vermuteten unermesslichen Bodenschätzen. Gegenüber der Weltöffentlichkeit und dem eigenen Volk wurde diese Besetzung des Landes als «Kampf gegen Feudalherrschaft und Sklaverei» gerechtfertigt. Auch wenn der Vertrag von Simla, welcher den Grenzverlauf zwischen Tibet und den Nachbarstaaten hätte festlegen sollen, im Jahre 1912 von den Chinesen nicht rechtsgültig mit unterzeichnet worden ist, ist doch unbestritten, dass Tibet anfangs des Jahrhunderts den Sturz der letzten chinesischen Kaiserdynastie dazu benützt hat, sich noch unter der Regentschaft des 13.

Dalai-Lama von der Bevormundung seines großen Nachbarn zu befreien und de facto die volle Unabhängigkeit auszurufen. Kurz nach dem Einmarsch der ersten Truppen in Lhasa wurde 1951 dem erst fünfzehnjährigen 14. Dalai-Lama die volle Staatsgewalt übertragen, die während seiner Kindheit in den Händen zweier Regenten, des Reting Rimpotsche und des Tagdra Rimpotsche, gelegen hatte. Die ersten Jahre des jungen Gottkönigs waren von seinem Willen geprägt, Reformen durchzuführen und auf diplomatischem Wege eine friedliche Lösung mit Peking zu suchen. Es wurde ein «17-Punkte-Vertrag» ausgearbeitet, in dem China garantierte, dass die Tibeter unter seiner Oberhoheit kulturell und religiös unabhängig leben könnten. Aber der politische Himmel verdüsterte sich zusehends. Nicht nur wurden die Versprechungen des Vertrages von den Chinesen mit Füßen getreten, auch die Weltöffentlichkeit nahm die sich anbahnende Tragödie Tibets nicht wahr - oder wollte es aus politischem Kalkül nicht tun. Am 10. März 1959 öffneten sich die Schleusen des aufgestauten Hasses und der Wut gegen die ungeliebten «Befreier», und ein unsäglich leidvolles Kapitel der tibetischen Geschichte nahm seinen Anfang. Der Funke, der das Pulverfass zur Explosion brachte, war

eine Einladung der chinesischen Militärbehörde an den jungen Gottkönig. Er sollte an einer Theateraufführung in Lhasa teilnehmen und dazu ohne jede persönliche Begleitung erscheinen... So jedenfalls ging das Gerücht in der Bevölkerung um, und um sein Leben bangend, bildeten die Einwohner von Lhasa einen Menschengürtel um den Sommerpalast, in welchem sich Seine Heiligkeit gerade aufhielt. Sie wollten ihn schützen und gleichzeitig eine unvorsichtige Annahme der Einladung verhindern. Als weitere Aufrufe, Tenzin Gyatso möge der Aufforderung Folge leisten, nicht fruchteten, begann das Militär den Palast mit Artilleriefeuer zu belegen. Aber nichts geschah: der 14. Dalai-Lama hatte mit einem kleinen Gefolge nachts seine Residenz verlassen und war bereits auf dem Weg in den Süden. Vorerst gedachte er, in Südtibet die weitere Entwicklung abzuwarten, wie er es schon 1951 getan hatte. Aber chinesische Luftangriffe und Verfolgungskommandos zwangen ihn, auf einem langen und entbehrungsreichen Marsch die Grenze nach Indien zu überschreiten. Anlässlich dieses blutigen Aufstandes wurden nach tibetischen Angaben 200000 Menschen getötet; 80000 flüchteten in die angrenzenden Staaten Nordindien, Nepal, Sikkim und Bhutan, und eine Gruppe von tausend Flüchtlingen wurde in die Schweiz eingeladen.


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__________________________________________________________________________________________________________ Oberhalb von Lager I (ca. 6350 m) ist fast der gesamte Aufstieg zu erkennen

Der Gipfelaufbau des Cho Oyu w채hrend des Nachmonsuns: Von Lager III (7300 m) aus steigt man gerade hinauf zum gelben Band und von dort aus nach rechts oben zu dem breiten Firnr체cken, der zum Gipfelplateau f체hrt Vom Gipfel des Cho Oyu (8201 m) reicht der Blick bis zu den Gipfeln von Mt. Everest, Lhotse und Nuptse

Rolf Eberhard im Aufstieg kurz vor Lager III (7300 m)


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__________________________________________________________________________________________________________ WIE SIEHT DER ZEITLICHE ABLAUF AUS ? VORBEREITUNGSTREFFEN Am Sa. 28/02/2009 (Vormonsun-Termin) und Sa. 18/07/2009 (Nachmonsun-Termin) voraussichtlich 15:00 - 19:30 Uhr in Bühl im Nordschwarzwald. Aus Erfahrung wissen wir, dass sich vor anspruchsvollen Touren und Expeditionen das spezielle Vorbereitungstreffen von AMICAL alpin - mit möglichst allen Teilnehmern - bestens bewährt hat. Bei dieser Gelegenheit können sich die Teilnehmer kennen lernen. Wir besprechen alles Wichtige, beantworten Ihre Fragen und geben die AMICAL alpin Präsente aus. Etwa drei Wochen vor dem Teilnehmertreffen erhalten Sie von uns mit der Einladung den genauen Treffpunkt sowie eine Teilnehmerliste mit den Adressen und Telefonnummern aller Teilnehmer und dem Bergführer.

VORGESEHENER EXPEDITIONSABLAUF 1.Tag Abflug am Mittag per Linienflug der QATAR AIRWAYS ab wahlweise München (ca. 12:05 Uhr) oder Frankfurt (ca. 11:55 Uhr) oder Berlin (ca. 12:45 Uhr) über Doha nach Kathmandu 2.Tag Ankunft am Morgen in Kathmandu und Transfer ins äußerst angenehme Hotel Shangri La ****. 3.Tag Letzte Vorbereitungen für den Expeditionsleiter. Für die Teilnehmer zur freien Verfügung in Kathmandu. 4.Tag Früh geht es los Richtung tibetische Grenze. Über Dhulikhel und Lamosangu geht es per Bus in 6-stündiger Fahrt nach Kodari (1663 m) und steil hinauf nach Zhangmu (2350 m), dem tibetischen Grenzort. 5. bis 6.Tag Nur ein kurzes Stück mit dem Bus weiter bis Nyalam (3750 m), wo die nächsten zwei Nächte zur besseren Akklimatisation verbracht werden. Unterbringung in einfachem Hotel. Ab hier wird auch eine Wanderung bis in eine Höhe um 5000 m unternommen. 7. bis 8.Tag Über den 5050 m hohen Lalung Leh Pass und der Zwischenstation Tingri (4340 m) wird am 8. Tag per Jeep das sogenannte Chinese-Basecamp (4900 m) am

Ende des Gyabrag-Gletschers erreicht. 9.Tag Ein ganzer Ruhetag ist hier zunächst zur besseren Akklimatisation vorgesehen. 10. bis 11.Tag Bei entsprechender Schneelage wird in eineinhalb Tagen das eigentliche Basislager, das Tichy-Lager, auf einer Höhe von 5680 m mit der Hilfe von Yaks erreicht. 12. bis 39.Tag Der Aufstieg folgt im wesentlichen der Route der österreichischen Erstbegeher: Zunächst über den GyabragGletscher, dann über einen recht unangenehmen Geröllhang, auch spaßhaft "Killerhang" genannt, zum Lager I auf ca. 6300 m. Der Weiterweg folgt einem Firngrat mit einigen Aufschwüngen zu einem anschließenden 80-m-Steilaufschwung. Es folgt ein flaches Plateau auf ca. 6600 m, in dessen Anschluss eine 30 - 40° steile Flanke ansetzt. Das 2. Hochlager entsteht auf einer kleinen Gletscherplattform auf 6950 m Höhe. Unter den Nordabstürzen wird aufsteigend eine große Firnflanke gequert, bis auf einem weiteren Plateau schon mit Aussicht auf den Schlussanstieg das letzte Lager und Ausgangspunkt für den Gipfel errichtet werden kann (7350 m). 850 Höhenmeter fehlen noch zum Gipfel: zunächst muss das "Gelbe Band" überklettert werden, ein Firnhang folgt noch, bevor es über kurze Felsstufen und leichtes kombiniertes Gelände endgültig zum Gipfel


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__________________________________________________________________________________________________________ geht. Zwischen den Aufstiegen in die Hochlager und auch vor dem eigentlichen Gipfelgang sind immer wieder Ruhetage im Basislager vorgesehen. Und selbst wenn der erste Gipfelversuch nicht sofort erfolgreich sein sollte, wird genügend Zeit sein, noch einen zweiten Versuch zu starten. 40.Tag Früh am Morgen geht es zurück: Mit Yaks erst in einem Zug direkt bis ins Chinese-Basecamp zurück und am selben Nachmittag noch weiter in die Zivilisation bis Tingri. 41.Tag Mit Jeeps und Lkws weiter zurück über Nyalam nach Zhangmu an der tibetischnepalischen Grenze. 42.Tag Rückkehr nach Kathmandu. 43.Tag Zur freien Verfügung in Kathmandu bzw. zur Reserve. 44.Tag Abreise, Rückflug wieder mit QATAR AIRWAYS, Ankunft in Deutschland am frühen Abend in München (ca. 19:05) Uhr oder Frankfurt (ca. 18:20Uhr). (Rückflug nach Berlin ist leider nicht möglich).

HINWEIS Auch in diesem Jahr führen wir unsere Cho Oyu Expedition mit einer Dauer 44 Tagen durch. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen deutlich, dass damit eine

ausreichende Akklimatisation und auch die Möglichkeit zu einem zweiten Gipfelversuch gewährleistet sind. Sollte im Anschluss an eine frühzeitige Besteigung noch Zeit bleiben, kann auf eigene Kosten ein Zusatzprogramm nach Lhasa organisiert werden.

BEGLEITENDE HOCHTRÄGER Die preisliche Entwicklung von professionell organisierten Expeditionen der letzten Jahre ließ bei den weniger schweren 8000ern Manaslu, Gasherbrum II, Shisha Pangma und Cho Oyu kaum noch Spielraum für den Einsatz von Hochträgern. D.h. die Teilnehmer bei anderen Veranstaltern mussten ab dem Basislager oftmals ihr gesamtes persönliches Material und auch die Gruppenausrüstung selbst den Berg hinauf- und auch wieder hinunterschleppen. Dies führte häufig zu einem frühzeitigen Kräfteverschleiß. Und auch zu vermeidbarem Streit zwischen den Gruppenteilnehmern, wer was transportiert. Zudem versuchen wir bei AMICAL alpin jedem Teilnehmer in jedem Lager gleichzeitig Platz anzubieten, damit jeder zu dem von ihm gewählten Zeitpunkt höher steigen kann und man sich nicht im Besetzen der Lager bzw. beim Gipfelgang abwechseln muss. Damit ist aber auch ein höherer Materialeinsatz verbunden und somit muss mehr Material

(Zelte, Matten, Kocher, Töpfe, etc.) transportiert werden. Aus diesen Gründen haben wir uns entschieden, auch weiterhin auf den Einsatz von bewährten Hochträgern nicht zu verzichten und werden auch weiterhin am Cho Oyu zwei Hochträger verpflichten. Zudem hat sich gezeigt, dass das gesamte Handling der Expedition durch den Einsatz von Hochträgern erleichtert wird. Sie helfen beim Be- und Umladen der Lkw's an der nepalisch-tibetischen Grenze und bei den Hotelübernachtungen während der Anund Abreise, sie unterstützen die Yaktreiber beim Be- und Abladen der Yaks und sind auch ansonsten jederzeit einsatzbereit für alle anfallenden Arbeiten: Basis- und Hochlageraufbau, Plattformenschaufeln in den Hochlagern, Hilfe in der Küche und beim Wassertransport. Nicht zu vergessen die äußerst wichtige, warmherzige menschliche Unterstützung aller. Im Klartext: Wir werden im Interesse unserer Kunden nicht weiter an der Preisschraube drehen, sondern weiterhin versuchen, die optimalen Voraussetzungen zu schaffen, damit das gesteckte Ziel der Expedition, nämlich den Gipfel und danach das Basislager gesund zu erreichen, auch wirklich erreicht werden kann. Und dies bedeutet auch den Einsatz von Hochträgern.


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__________________________________________________________________________________________________________ Die Erfahrung gibt uns recht: weit über 100 AMICAL alpin Teilnehmer seit 1995 auf dem Gipfel des Cho Oyu, unterstützt von Hochträgern bis zum letzten Lager und zumeist auch bis zum Gipfel, - deutlicher lässt sich der Erfolg unserer Taktik nicht zeigen.

LEIT- BZW. RICHTLINIEN DER EXPEDITIONEN VON AMICAL ALPIN Die Teilnehmer verpflichten sich - … die Rechte, Sitten und Gebräuche des betreffenden Gastlandes zu achten und sich umweltbewusst zu verhalten. - … zur gegenseitigen Anerkennung, Achtung, Hilfsbereitschaft und Kameradschaft als unabdingbare Voraussetzungen für das Gelingen der Expedition. - … nach dem Basislager beim Begehen des Aufstiegs-"Weges" diesen und alle Versicherungsseinrichtungen in gutem, versichertem und sauberen Zustand zu halten. - … sich nach besten Kräften an allen erforderlichen Arbeiten zu beteiligen und sich für die Erreichung des Expeditionszieles einzusetzen. Die Teilnehmer können dabei nach Weisung des Leiters einzelne Sachund Aufgabenbereiche übernehmen,

um einen zweckmäßigen Verlauf der Expedition zu gewährleisten. Ab dem Basislager operieren alle Teilnehmer selbständig und in Eigenverantwortung, trotzdem sollte in Gruppen, die sich ändern können, gearbeitet werden und absolute Kameradschaft vorherrschen. Die Entscheidung zum Gehen über das letzte Lager hinaus sollte jeder Teilnehmer eigenverantwortlich treffen. In den Hochlagern wird jeweils ein Zelt gekennzeichnet in dem Notsauerstoff, dazugehörige Maske und Reduzierventil und eine Notapotheke liegen. Die zur Verfügung gestellten Notsauerstoffsysteme werden nach bestem Wissen und Gewissen vor der Expedition und auch nochmals vor Ort im Basislager überprüft. Die Notsauerstoffflaschen sind nur für außergewöhnliche Notfälle gedacht, allerdings nur zur Behandlung einer Höhenkrankheit oder für Notabstiege, nie zum weiteren Aufstieg. Alle Maßnahmen, Regelungen und Entscheidungen im Verlauf der Expedition werden vom Expeditionsleiter nach Möglichkeit unter Mitwirkung der Teilnehmer getroffen. Die letztgültige, verbindliche und ausschließliche Entscheidung trifft auf alle

Fälle der Leiter. Befolgt ein Teilnehmer beharrlich bzw. nachhaltig nicht diese getroffenen Entscheidungen, so kann der Leiter ihn mit einfacher Mehrheit der Teilnehmer von der Expedition ausschließen. Der ausgeschlossene Teilnehmer hat die vorzeitige Rückreise anzutreten, sobald es den Umständen nach zumutbar ist. Dem ausgeschlossenen Teilnehmer stehen dabei keine finanziellen Erstattungsansprüche zu. Eine vorzeitige Rückkehr vom Basislager zum Ausgangsort der Expedition geschieht auf eigene Verantwortung und Kosten. Eine krankheits- oder unfallbedingte Rückkehr, sowie Such- oder Bergungsflüge gehen ebenfalls zu Lasten des/der betroffenen Teilnehmer(s) bzw. seiner Angehörigen. AMICAL alpin wird durch sein Büro und seine Vertreter, insbesondere durch den Expeditionsleiter und die Agenturen vor Ort, die Expeditionsteilnehmer in allen einschlägigen Belangen und Bedürfnissen beraten und unterstützen.


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__________________________________________________________________________________________________________ EXPEDITIONSTAKTIK UNSERE GEPLANTE TAKTIK SIEHT WEITERHIN VOR: •

dass der Expeditionsleiter möglichst bis zum Gipfel mit aufsteigt.

dass genügend Zelte zur Verfügung stehen, damit für jeden Teilnehmer in jedem Lager gleichzeitig Platz ist und nicht wie bei vielen anderen Unternehmen oder Veranstaltern, sich die Teilnehmer im Besetzen der Lager ablösen müssen.

somit jeder nach Absprache mit dem Expeditionsleiter und den anderen Teilnehmern den Zeitpunkt seines Höhersteigens je nach Verfassung selbst bestimmen kann.

dass aber trotzdem in sich auch wechselnden Zeltgemeinschaften, bzw. Seilschaften aufgestiegen werden kann

Läuft alles nach Plan, sollte im letzten Lager nur einmal geschlafen werden, um tags darauf Richtung Gipfel zu gehen.

Jeder Teilnehmer wird für das Vorhandensein seiner persönlichen Ausrüstung in den Hochlagern selbst verantwortlich sein.

WIE SCHWIERIG IST DIESE EXPEDITION ? VORAUSSETZUNGEN Der Cho Oyu zählt zusammen mit der Shisha Pangma zu den beiden am “wenigsten schwierigen“ Achttausendern. Der Anstieg zum Gipfel wird in selbstständigen, eigenverantwortlichen Seilschaften unter Anleitung des Bergführers durchgeführt. Ein Tourenbericht der letzten Jahre muss der Anmeldung beigelegt werden. Kondition: Sie sind ein erfahrener und umsichtiger Höhenbergsteiger mit einer sehr guten Kondition und einem hohen Mass an Einsatzbereitschaft und Teamgeist. Das persönliche Material muss selbst transportiert werden, nur für die den Transport und die Erstellung der Hochlager stehen zur Mithilfe zwei Hochträger zur Verfügung. Technik: Sie sind ein guter Eisgeher und können Eis- und Firnflanken bis 40° Steilheit ohne Seilsicherung begehen. Steilere Kletterund Eispassagen gibt es nur an kurzen Stellen: Der Anstieg bewegt sich oberhalb Lager 1 über weite, mäßig steile Flanken, einen längeren Grat (6300 m - 6500 m) und einen anschließenden Steilaufschwung von ca. 40m / 80°. Der Gipfelanstieg führt über

wenig schwieriges, kombiniertes Gelände (Stellen II, im Herbst eingeschneit). Das Gelände ist teils spaltendurchsetzt, somit ist jeder Teilnehmer in den einschlägigen Spaltenbergungs-verfahren geübt (evtl. bei einem Spalten-bergungskurs auffrischen). Ausrüstung: Ein warmer Expeditionsschlafsack bis - 25° C Komfortbereich gehört wie die Daunen-bekleidung und die Expeditionsbergschuhe zur Grundausstattung. Alle Teilnehmer sollten sich zu ihrer eigenen Sicherheit vor der Expedition ärztlich untersuchen lassen. Auch ein Zahnarztbesuch vor der Expedition kann Sie vor bösen Überraschungen bewahren. Was vor allem erwartet wird, ist die Begeisterung am gemeinsamen Unterwegs sein, d.h. aber auch eine große Bereitschaft, sich an den gemeinsamen Arbeiten am Berg - Material transportieren, Lager aufstellen, usw. - zu beteiligen. Es wird jedem, der sich für die Expedition ernsthaft interessiert, empfohlen, schon jetzt mit einem adäquaten und konsequenten Training zu beginnen. Gerne stehen wir für eine Trainingsberatung zur Verfügung. Um den Anstieg auf Basislager-Höhe problemlos bewältigen zu können, empfehlen wir dringend, die vor der Abreise liegenden


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__________________________________________________________________________________________________________ Wochenenden zu Akklimatisations-Skitouren in den Alpen zu nutzen, d.h. möglichst hoch gelegene Hütten zum Übernachten aufsuchen. Noch idealer wären natürlich Skitouren bis kurz vor der Abreise - aber wer hat schon so viel Zeit… Der Expeditionsleiter steht während der Expedition vor allem für die Gesamtleitung der Gruppe, nur in zweiter Linie aber für die persönliche Betreuung des Einzelnen zur Verfügung. Dennoch muss jeder bereit sein, die Weisungen und Entscheidungen des Expeditionsleiters zu befolgen. Diese werden im Interesse der Gruppe getroffen. Wir verpflichten uns zu einer sorgfältigen Organisation und Durchführung der Expedition. Trotzdem können Improvisationen nötig werden und anfallende Programm Änderungen müssen in Kauf genommen werden. Bitte hinterfragen Sie vor einer Anmeldung Ihr Leistungsvermögen und Ihr alpintechnisches Können sehr genau; durchaus auch in einem persönlichen Gespräch mit Ralf Dujmovits im Büro von AMICAL alpin (07223-911786). Die Bergführer bei AMICAL alpin sind im Interesse der allgemeinen Sicherheit und im Interesse der anderen Gruppenmitglieder angewiesen, Teilnehmer die überfordert oder

den Anforderungen nicht gewachsen sind ganz oder teilweise vom Programm auszuschließen.

GEFAHRENHINWEIS Wir werden unsere gesamte Erfahrung aufwenden, alle unsere Unternehmungen so sicher als möglich durchzuführen. Trotzdem möchten wir Sie darauf hinweisen, dass alle unsere Unternehmungen mit subjektiven (z.B. Unwissenheit, falsche Selbsteinschätzung, untrainierter Zustand, mangelhafte Ausrüstung) und objektiven alpinen Gefahren (z.B. Wetter, Stein-/Eis-/Blitzschlag, Lawinen, Sonne/Hitze, Kälte, Gletscherspalten, Wechten, Glätte) verbunden sind. Vor allem die subjektiven Gefahren stehen immer im Verhältnis zu den technischen Anforderungen jeder Unternehmung. Mit dem auch kurzfristigen Eintreten dieser Gefahren muss im Hochgebirge leider stets und zu jeder Jahres- und Tageszeit gerechnet werden. Bitte bedenken Sie auch, dass bei ungünstiger Gefahrensituation der anvisierte Gipfel nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen erreicht werden kann.

WAS BEKOMME ICH FÜR MEIN GELD ? Eine perfekte Organisation und präzise Vorbereitung sind Grundsteine für den sicheren, erfolgreichen und erfreulichen Verlauf einer Expedition. AMICAL alpin wird sich um jedes Detail optimal bemühen. Es liegt uns sehr am Herzen, unseren Kunden sämtliche Zusatzkosten genauestens klarzulegen: außer den Mittagessen in Kathmandu, Getränken, ihren Satellitentelefon oder e-mail Gebühren im Basislager, Mitbringseln, Trinkgeldern, und eventuell notwendig werdenden Zusatzübernachtungen auf Grund von frühem Erfolg am Berg haben Sie in Nepal und Tibet mit keinen Nebenkosten zu rechnen. Auch große Kleinigkeiten, wie die Flughafengebühr sind bei uns inbegriffen.


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__________________________________________________________________________________________________________ Folgende Leistungen schließt der Reisepreis mit ein: •

Organisation der gesamten Expedition und Besteigungspermit

Expeditionsleiter von AMICAL alpin

Linienflüge QATAR AIRWAYS München/Frankfurt-Doha-Kathmandu und zurück mit 30 kg Freigepäck

Verpflegung durch nepalischen Koch im BC

gesamte BC-Ausrüstung (inkl. The North Face VE 25 Einzelzelt, Liegematte, Messzelt, Duschzelt)

gesamte HL-Ausrüstung wie Zelte (Mountain Hardware o. The North Face), Kocher und Töpfe, spezielle HLVerpflegung und Zusatznahrung, Isomatte

Anschlussflüge mit Lufthansa ab versch. dt. Flughäfen für 240,- € möglich

2 Hochträger samt deren Versicherungen, Ausrüstung, Honorar

oder Rail&Fly innerdeutsch ohne Aufpreis möglich

Fixiermaterial

1 Funkgerät je Teilnehmer

Solarstromanlage

Satellitentelefon und e-mail im BC

Wetterbericht

umfangreiche Notfallapotheke + Pulsoxymeter + medizinischer Sauerstoff + Überdruckkammer CERTEC-Bag

2 AMICAL alpin Präsente

20 Grußpostkarten

Reise-Rücktrittskosten-Versicherung

Infotreff am Sa. 28/02/2009 (VormonsunTermin) und Sa. 18/07/2009 (Nachmonsun-Termin)

Abflug ab Wien / Zürich auf Anfrage

Flughafengebühren

Transfers lt. Programm

Zollabwicklung

Visumabwicklung und -gebühren für China

4 Nächte in einem sehr guten Hotel in Kathmandu im DZ, vorauss. Hotel Shangri La ****

Halbpension in Kathmandu

5 Nächte in einfachen Hotels in Tibet

Vollpension während der gesamten Zeit in Tibet

Was nicht im Preis inbegriffen ist: •

Mittagessen und Getränke in Kathmandu

Übernachtungen im Hotel und Halbpensionen, die eventuell über 4 gesamt hinausgingen

Trinkgelder und persönliche Mitbringsel

persönliche Satellitentelefon- und e-mailKosten (zu bezahlen vor Ort im Basislager)

Zusatzversicherungen

Permit für Video- oder Filmaufnahmen

Visumgebühren für Nepal (2 x 25 US$)

REISEDOKUMENTE •

Reisepass (Gültigkeit: 6 Monate über Reiseende)

Visum Nepal: Ausstellung am Flughafen sowie in Kodari bei der Einreise; Formulare erhalten Sie mit den Reiseunterlagen nach Anmeldung

Visum Tibet: wird von uns vorbereitet und von unserer Agentur in Kathmandu nach Ankunft in Nepal eingeholt


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__________________________________________________________________________________________________________ EIN WORT ZUR NUTZUNG DES SATELLITEN-TELEFONS UND DER E-MAIL-MÖGLICHKEIT IM BASISLAGER Das Satelliten-Telefon und der LaptopComputer zum Versenden und Empfangen von e-mails dienen in erster Linie dem Empfang von Wetterdaten und im Falle eines Notfalls der Kommunikation mit AMICAL alpin, unserer Agentur vor Ort und eventuell einem Helikopter-Unternehmen. Erst in zweiter Linie ist an die private Nutzung bzw. Versendung und Empfang von privaten e-mails gedacht. Bitte haben Sie Verständnis, wenn diese sehr empfindliche und störanfällige Technik samt Stromversorgung im Umfeld einer Expedition einmal nicht so funktioniert wie es idealerweise der Fall ist und auch nicht 24 Stunden täglich zur Verfügung steht. Dauerhaft schlechtes Wetter kann zu mangelnder Sonnenbestrahlung der Solaranlage führen, was in reduzierten Lademöglichkeiten des Laptop-Computers und des Satelliten-Telefons resultieren kann. Die Nutzung von benzingetriebenen Generatoren im Basislager lehnen wir grundsätzlich ab. Und sind die letzten 18 Jahre gut damit zurecht gekommen. Es besteht bei keiner unserer Expeditionen ein Anspruch auf die private Nutzung der oben genannten Geräte. Wir werden Sie vor

Abreise nach bestem Wissen und Gewissen überprüfen.

WIE GEHT ES WEITER ? Im Falle einer Anmeldung erhalten Sie von uns zunächst eine Anmeldebestätigung, aus der die Termine der Teilzahlungen hervorgehen. Zudem erhalten Sie genauere Informationen mit ausführlichen Angaben zur geplanten Expedition, aber auch Infos zu Land und Leuten bzw. den entsprechenden Vorschriften in Pakistan. Natürlich wird auch eine ausführliche Ausrüstungs- und Literaturliste nicht fehlen. Sollten Sie Fragen bezüglich einzelner Punkte haben, rufen Sie uns gerne während der üblichen Bürozeiten an. Wir freuen uns über den Kontakt zu Ihnen. Ca. drei Wochen vor dem Teilnehmertreffen erhalten Sie die Einladung mit Wegbeschreibung sowie eine aktuelle Teilnehmerliste mit Adressen und Telefonnummern aller Teilnehmer und des Bergführers. Zwei Wochen vor der Abreise versenden wir die letzten Infos und die Flugtickets. Alles Weitere wird beim Teilnehmertreffen besprochen.

Brombachweg 24a · 77815 Bühl · GERMANY Tel.: 0049-(0)7223-911786 Fax: 0049-(0)7223-911787 info@amical.de · www.amical.de


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