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N e u e r s c h e i n u n g e n H e r b s t 2 012

V ER L AG F Ü R K U N ST, FOTO GR A F IE u n d K U LTURGESCHICHTE

▶ Niggli Achtung Zwillingsvorschau

BENTELI


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FO T O GR A F IE

Luca Zanier Power Book Raum und Energie

 uchvernissage mit anschliessender Ausstellung am 14. Juni 2012 in B der Photogarage, Zürich

Wo unsere Energie herkommt: Fotografien zum brisantesten Thema des Jahres

E indrückliche Bilder aus den Kathedralen der Moderne

Mit Texten von Bill Kouwenhoven und André Küttel Deutsch / Englisch ca. 120 Seiten ca. 45 farbige Abbildungen 26,5 × 37 cm Hardcover mit Schutzumschlag Buchgestaltung: Claudia Wildermuth, Zürich ca. Euro 54.– (D) / 55.50 (A) / CHF 68.– ISBN 978-3-7165-1743-7

≥ Juni 2012

Luca Zanier, geb. 1966 in Zürich. Nach einer Ausbildung zum Fotografen arbeitete er als Assistent für Fotografen im In- und Ausland. Seit 1993 ist er als freischaffender Fotograf tätig. Seine Fotoreihe «Raum und Energie» wurde bereits international ausgestellt und gewann mehrere Preise, u. a. den «Silver Award» des Prix de la Photographie Paris. Bill Kouwenhoven ist Fotokritiker und Journalist. Er schreibt u. a. für «Aperture», «British Journal of Photography», «Photonews», «European Photography» sowie «Camera» und ist Autor zahlreicher Fotobücher. Er lebt und arbeitet in Berlin und New York.

power BooK — LUCA ZANIer

50’300’000’000’000’000’000 Joule: So hoch ist der Weltenergiebedar f pro Jahr. Um eine solche Menge aus Öl, Kohle, Uran, Wind, Sonne verarbeiten zu können, braucht es eine Maschinerie, die unablässig forscht, erschliesst, bohrt, schürft, fördert, raffiniert, spaltet, verbrennt, speichert und verteilt. Eine gigantische Industrie, ohne die bei uns sprichwörtlich die Lichter ausgingen. Luca Zanier wirft in seinem Buch einen Blick hinter die Fassaden der Energieerzeuger. Er öffnet die Tore zu verborgenen, oft hochgradig gesicherten Universen, zu denen nur wenige Zugang haben. Fremde Welten, die eine kalte Logik ausstrahlen, Kathedralen der Moderne, Tempel einer energiefressenden Gesellschaft. Die Aufnahmen von mächtigen Hallen, endlosen Gängen, wuchtigen Schleusen, Röhren und kryptischen Zeichen wirken einschüchternd und faszinierend zugleich. Es sind Bilder wie von einem anderen Planeten oder aus einem Science-Fiction-Film. Aus der Kunst der Technik wird eine Technik der Kunst. Lediglich die Bildlegenden im Anhang erinnern den Betrachter wieder daran, dass diese Fotografien hochkomplexe Industriesysteme zeigen – Energiean-

André Küttel, geb. 1969, stammt aus Luzern. Nach einer Ausbildung zum Grafiker war er als Artdirector tätig. Seit 1998 arbeitet er als freier Autor für Radio, Film und Bühne. André Küttel lebt und arbeitet in Zürich.

Luca Zanier

lagen, die uns dienen und gleichzeitig bedrohen.


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Rena Effendi Land ohne festen Boden. Die vergessenen Menschen von Baku

 in berührender visueller Dialog der Fotografin Rena Effendi mit ihrer E Heimatstadt Baku

 ena Effendi zeigt ihren bestechend scharfen Blick für soziale Ungerechtigkeit R und gibt den vergessenen Menschen von Baku ein Gesicht

ca. 114 Seiten ca. 80 farbige Abbildungen 17 × 21 cm Hardcover Buchgestaltung: MV Levievandermeer, Amsterdam ca. Euro 38.– (D) / 39.10 (A) / CHF 48.– ISBN 978-3-7165-1744-4

≥ Oktober 2012 Bisher von Rena Effendi bei Benteli erschienen: Pipedreams. Eine Chronik des Lebens entlang der Pipeline ISBN 978-3-7165-1603-4

LAND OHNE FESTEN BODEN

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Rena Effendi, geb. 1977 in Baku, Aserbaidschan. Preisträgerin des Young Photographer in the Caucasus Award 2009 der Magnum Foundation. Seit 2001 arbeitet Effendi als professionelle Fotografin. Neben zahlreichen Auszeichnungen gewann sie u. a. den Fifty Crows International Fund Award für Dokumentarfotografie, den Giacomelli Memorial Fund Award und den National Geographic All Roads Photography Award. Ihr Buch «Pipedreams» über das Leben an der aserbaidschanischen Pipeline löste ein grosses Presseecho aus.

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«Land ohne festen Boden» ist das Porträt einer Gemeinschaft am Rand der Stadt Baku, wo die Öldämpfe aus dem Boden steigen und das Land zu einer durchlässigen, morastigen Ober fläche machen. Aber auch im über tragenen Sinn ist der Boden unter den Füssen der dort lebenden Menschen alles andere als fest: In den Ruinen und den Verschmutzungen der Ölindustrie wohnen sie abseits der Gesellschaft in prekären Verhältnissen mit Aussichten auf eine ebenso unsichere Zukunft. Die junge aserbaidschanische Fotografin Rena Effendi zeichnet ein einfühlsames Bild des Milieus, in dem sie aufgewachsen ist. Sie begibt sich im Buch auch auf die Spuren ihrer eigenen Herkunft und ihrer Familie. Verwoben mit den Fotografien des heutigen Baku ist die Lebensgeschichte ihres Vaters, der als Zoologe Schmetterlinge sammelte und ablichtete. Fragilen Schmetterlingen gleich sehen wir Kinder in einer widrigen Umwelt spielen oder Frauen in Ölfeldern Kar toffeln pflanzen – sie strahlen trotz der kargen Umstände eine ungebändigte Lebenskraft und Schönheit aus.

Rena Effendi


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Max Schmid Swiss Wilderness

D ie wilde Seite der Schweiz in einem prächtigen, grossformatigen Bildband

I mposante Fotografien von ursprünglichen, noch unberührten Schweizer ­L andschaften

Deutsch / Englisch ca. 240 Seiten ca. 200 Bilder 24 × 30 cm Leinenband mit Schutzumschlag Buchgestaltung: Arturo Andreani, Bern ca. Euro 54.– (D) / 55.50 (A) / CHF 68.– ISBN 978-3-7165-1745-1

≥ September 2012

Swiss Wilderness max schmid fotografien

Max Schmid, geb. 1945 in Winterthur, machte sich 1986 als freischaffender Fotograf mit Schwerpunkt auf Naturaufnahmen selbstständig und realisierte seitdem zahlreiche Reportagen für «GEO», «SonntagsZeitung», «Schweizer Familie», «Animan» und andere Publikationen. Es sind bereits zahlreiche Landschaftsbildbände von ihm erschienen, vor allem über Skandinavien, Nordamerika, die Britischen Inseln und die Schweiz.

Max Schmid

Bizarre Gesteinsformationen, wild wuchernder Urwald, arktische Eisschollen – dass die Schweiz nicht nur Alpenidyll und Schneeberge zu bieten hat, demonstrieren eindrücklich die Fotografien von Max Schmid. Sie zeigen die wilde Seite der Schweiz, die ungezähmte Natur in ihrer ganzen Kraft und Macht. Man wähnt sich in Australien, Grönland oder an einem uner forschten Flecken Erde, der von den Menschen vergessen wurde. Erhaben, öde, üppig, farbenprächtig, romantisch oder sogar apokalyptisch – wie ungeahnt facettenreich die Schweizer Landschaften sein können, davon erzählen die Bilder dieses Buches.


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Michael von Graffenried 35 mm Leica Film El gran teatro del mundo

Die fotografische Sammlung eines grossen Fotojournalisten unserer Zeit

 ighlights aus dem Archiv von Michael von Graffenried von den erheiternden H ­M omenten des Alltags zu den geschichtsträchtigen Geschehnissen der Weltpolitik

Mit einem Vorwort von Hans-Michael Koetzle Deutsch / Englisch 196 Seiten 60 sw und 35 farbige Abbildungen 21 × 14,8 cm Broschur Euro 22.50 (D) / 23.10 (A) / CHF 28.– ISBN 978-3-7165-1732-1

≥ bereits erschienen Bisher von Michael von Graffenried bei Benteli erschienen: CocaineLove ISBN 978-3-7165-1386-5

Michael von Graffenried, geb. 1957 in Bern. Seine Fotoreportagen werden regelmässig ausgestellt und in grossen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht, darunter z. B. «Time», «Paris Match», «Stern», «Die Zeit» und «Du». Zudem hat er bis anhin rund zwei Dutzend Bücher herausgegeben­ und ist verantwortlich für die jährlich bei Benteli erscheinende Reihe Swiss Press Photo. Er ist Preisträger des Dr. Erich-­ Salomon-Preises der Deutschen Gesellschaft für Photographie. Heute lebt er in Paris.

Michael von Graffenried glaubt unbeirr t an die Kraf t des fotografischen Bildes, an

Hans-Michael Koetzle arbeitet als freier Schriftsteller und Publizist. Von ihm erschienen zahlreiche Publika­ tionen zur Geschichte und Ästhetik der Fotografie. Zu seinen wichtigsten Büchern zählen «Photo Icons» (2001), «Das Lexikon der Fotografen» (2002) oder «Eyes on Paris» (2011)

terische steht immer im Dienst einer zu erzählenden Geschichte. Stets ist er dicht am

Michael von Graffenried

seine Fähigkeit zu provozieren, zu verblüffen, zu informieren, aufzuklären. Er zeigt Sujets, die andere nicht sehen, nicht zeigen wollen oder können. Ob Nudisten am Neuenburger See, das Innenleben des eidgenössischen Militärs, die Goldreser ven der Schweizer Bank oder den Alltag der päpstlichen Schweizergarde: Immer wieder gelingt es dem Fotografen, in verschlossene Welten einzudringen. Er bricht Tabus, blickt hinter die Kulissen oder legt den Finger auf soziale Wunden. Graffenrieds Ansatz ist dabei pragmatisch. Er fühlt sich keiner Schule verpflichtet, keiner Ästhetik, keinem Trend. Formalästhetisch geht er seinen eigenen Weg. Seine Bilder in Farbe oder SchwarzWeiss sind überlegt konzipiert, mitunter ironisch, aufs Wesentliche konzentriert. Graffenried weiss um die Struktur eines starken Fotos, ohne Formalist zu sein. Das GestalGeschehen und nimmt sich Zeit für seine Themen, sodass in seinen Bildern eine Nähe und Authentizität entsteht, die den Betrachter berühren und ihn zum Nachdenken anregen.


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Marco Paoluzzo France Atlantique

B ilder von der französischen Atlantikküste in ihrer ganzen ungezähmten Schönheit

 insame Cafés, windumtoste Klippen, verlassene Strände und die erhabene Ansicht E des Mont Saint-Michel – Landschaften für Liebhaber der Bretagne

Deutsch / Englisch / Französisch ca. 160 Seiten ca. 80 Abbildungen in Duotone 24 × 26 cm Hardcover mit Schutzumschlag Gestaltung: Atelier Bart, Biel ca. Euro 39.– (D) / 40.10 (A) / CHF 49.80 ISBN 978-3-7165-1733-8

≥ September 2012

Marco Paoluzzo, geb. 1949 in Biel, arbeitete nach seiner Ausbildung an der Ecole de Photographie in Vevey als Werbefotograf. Heute ist er freier Fotograf. Seit dem Erscheinen seines ersten Buches über Island ist die Reise- und Landschaftsfotografie immer mehr ins Zentrum seiner Arbeit gerückt. Bisher von Marco Paoluzzo bei Benteli erschienen: China Memories ISBN 978-3-7165-1694-2 Terra Borealis ISBN 978-3-7165-1638-6 Färöer Inseln ISBN 978-3-7165-1588-4 Geheimnisvolles Island ISBN 978-3-7165-1548-8 NorthNord ISBN 978-3-7165-1416-0

Marco Paoluzzo

Geprägt von ihren spektakulären Formen und Linien birgt die französische Atlantikküste ihre ganz eigene unaufdringliche Schönheit. Es sind karge Orte, die der Fotograf Marco Paoluzzo festgehalten hat: Sand, Felsen, Himmel. Silhouetten, die die menschliche Gegenwart nur andeuten. Wie eine Wüste aus Wasser erstreckt sich das Meer von Dünkirchen im äussersten Norden Frankreichs nach Biarritz im Süden. Ein Leuchtturm, ein Baum, ein Schiff, die Gischt des Atlantiks – die Fotografien scheinen voller Geheimnisse zu sein und lesen sich wie eine Sage aus uralter Zeit.


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Wer wohnt da ?

 as Ihr Sofa über Sie aussagt: Psychologen und Architekten analysieren Schweizer W Wohnungen (Expertenmeinungen u. a. von Jasmin Grego, Stefan Zwicky, Berthold Rothschild, Jörg Boner)

D ie beliebte Rubrik aus «NZZ Folio» jetzt als Buch

Eine Reise durch ­S chweizer Wohnungen

Hrsg. von Gudrun Sachse Ein Filmkritiker? Mit Fotografien von Heinz Ungerder viel durchlebt hat? Ein Techniker, ca. 176 Seiten ca. 120 farbige Abbildungen 21 × 28 cm Klappenbroschur Buchgestaltung: 2xGoldstein, Karlsruhe ca. Euro 38.– (D) / 39.10 (A) / CHF 48.– ISBN 978-3-7165-1736-9 Wer wohnt da?

Eine Auswahl # 0 1 — # 4 0 aus dem NZZ Folio

Wer wohnt da?

Ein ins Tessin geflohener Katholik? Ein älteres Lehrerehepar im Stöckli?

Wer wohnt da? Herausgegeben von G u d r u n S a c h s e im B e n t e l i Verlag

≥ August 2012

Die Küche des Hauses – wie aus einer anderen Welt und Zeit.

Kein nostalgisches Sammelsurium, sondern ein ganz privates Reich.

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Gudrun Sachse, geb. 1972 in Zug, ist Kunst- und Architekturhistorikerin. Sie arbeitete u. a. bei Sotheby’s, schrieb für Kunstmagazine und durchlief als Journalistin und Redaktorin verschiedene Schweizer Pressestationen. Seit 2005 ist sie Redaktorin bei «NZZ Folio». «Wer wohnt da ?» ist ihr Projekt der ersten Stunde. Heinz Unger, geb. 1952 in Zürich, liess sich in Wien an der Hochschule für angewandte Kunst zum typo­ grafischen Gestalter ausbilden. Seit 1990 hat Heinz Unger ein eigenes Fotostudio vor allem für Werbe- und Interieurfotografie in Zürich. Er fotografiert seit 2006 die Wohnungen für «Wer wohnt da ?».

Wer wohnt da ?

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03/2008

11/2009

15.02.2008 13:35:34

In eine Wohnung einzutreten, heisst: in ein Leben gelassen zu werden. Seit einigen Jahren blickt die «NZZ Folio»-Redakteurin Gudrun Sachse mithilfe von Experten in der Rubrik «Wer wohnt da ? » in Wohn- und Lebenswelten. Was Räume über ihre Bewohner verraten, kann oft auch ein Laie erahnen. Aufschlussreicher mag es sein, was eine Psychoanaly tikerin sagt, zum Porsche neben der Hausbar oder zu in Leder gekleideten Kuscheltieren. Spannend auch, welche Vermutungen ein Innenarchitek t über Campingstühle am Esstisch oder ein Hirschgeweih im Badezimmer anstellt. Die Rubrik verläuft stets nach dem gleichen Prinzip: Ein Fotograf macht drei Innenaufnahmen, die den Experten kommentarlos zur Begutachtung vorgelegt werden. Was für ein Mensch mag sich hier inszenieren ? Als Auflösung folgt ein Gespräch mit den tatsächlichen Bewohnern der gezeigten Räume. «Wer wohnt da ?» versucht, die uns allen gemeinsame Sehnsucht aufzuzeigen, im Zuhause eine Heimat zu finden. Das Buch ist eine Reise durch Schweizer Wohnungen – und nicht zuletzt auch eine Reise durch die Träume ihrer Bewohner.


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Robert Bösch

L andschaftsfotografie als Kunstform: eine Hommage an die Natur

 iner der renommiertesten Landschaftsfotografen der Welt zeigt seine besten E Naturaufnahmen von allen sieben Kontinenten

Moments

Mit einem Essay von Guido Magnaguagno Deutsch / Englisch ca. 160 Seiten ca. 80 grossformatige Abbildungen 24 × 32 cm Halbleinenband Buchgestaltung: Arturo Andreani, Bern ca. Euro 54.– (D) / 55.50 (A) / CHF 68.– ISBN 978-3-7165-1755-0

M o M e n t s   fotografien robert bösch

≥ Oktober 2012

benteli

Robert Bösch, geb. 1955, ausge­ bildeter Geograf und Bergführer, ist seit 20 Jahren als freischaffender Berufsfotograf für Werbung, Tourismus und Industrie tätig. Seine Fotos werden regelmässig von Magazinen wie «Stern», «Geo», «Spiegel» oder «National Geographic» publiziert und in internationalen Galerien und Ausstellungen gezeigt. Guido Magnaguagno, geb. 1946 in St.Gallen, von 1980 bis 2001 Kon­servator und Vizedirektor am Kunsthaus Zürich. Von 2001 bis 2009 Direktor des Musée Tinguely in Basel. Kurator der Ausstellung «Robert Bösch – Segantiniland» im Atelier Segantini Maloja.

Robert Bösch

Der Schweizer Robert Bösch zählt zu den renommiertesten Landschaftsfotografen der Welt. Schon immer übte die Natur, vor allem die Bergwelt, eine magische Anziehungskraft auf ihn aus; 2001 bestieg er sogar den Mount Everest. Das Buch präsentiert eine Auswahl seiner spannungsvollsten Fotografien, die er auf seinen zahlreichen Reisen auf allen sieben Kontinenten aufgenommen hat. Dabei zeigen die Bilder, dass nicht nur der Himalaja oder Patagonien mit ihren extremen Bedingungen imposante Landschaftseindrücke zu bieten haben, sondern durchaus auch vor der Haustür einzigar tige Stimmungen entdeckt werden können. Landschaf tsbilder tauchen of t nur für Sekunden auf, bevor sie wieder vergehen – diese Momente im richtigen Augenblick zu erfühlen und mit der Kamera festzuhalten, bevor sie unwiederbringlich vergehen, darauf versteht sich Robert Bösch meisterhaft.


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bieler Fototage 2012 Journées photographiques de bienne 2012 biel/bienne Festival of Photography 2012

16. Bieler Fototage vom 7. bis 30. September 2012

Zeitgenössische Fotografie zum Thema «Sehen und gesehen werden»

Teilnehmende Fotografen sind u.a. Kurt Caviezel (CH), Anita Cruz-Eberhard (CH), Joan Fontcuberta (ES), Mishka Henner (GB), Edgar Leciejewski (D), Benjamin Lowy (USA), Mohammedzra Mirzaei (IR), Nicolas Righetti (CH)

Deutsch / Französisch / Englisch ca. 130 Seiten ca. 80 farbige Abbildungen 24 × 31,5 cm Broschur Buchgestaltung: Barbara Ehrbar, superbüro, Biel cover Rückseite ca. Euro 17.50 (D) / 18.– (A) / CHF 22.– glanzlaminiert ISBN 978-3-7165-1746-8

Journées photographiques de Bienne Bieler Fototage Biel/Bienne Festival of Photography

Rückseite Klappe glanzlaminiert

≥ September 2012

2012 Benteli

In ihrer diesjährigen Ausgabe ergründen die Bieler Fototage unter dem Motto «Sehen und gesehen werden» die ambivalente Beziehung der Fotografie mit dem voyeuristischen und exhibitionistischen Blick. Besonders seit sich der öffentliche Raum durch das Internet, durch die Mobiltelefonie und durch Überwachungstechnologien beinahe ins Unermessliche erweitert hat, ist die Bildwelt um einige Dimensionen reicher geworden. Heutzutage kann jeder eine Szene festhalten, das dabei entstandene Bild mit dem Mobiltelefon an ein anderes Medium übermitteln und während der Übermittlung auch noch selber von einer der omnipräsenten Überwachungskameras beobachtet werden. Die neuesten Technologien vermitteln Sicherheit, ver führen aber gleichzeitig zum gefährlichen Missbrauch; sie befriedigen nicht nur das menschliche Bedürfnis, Verbotenes sehen zu wollen, sondern erleichtern auch das Darstellen der eigenen Person. Die zeitgenössische Fotografie thematisiert diese Widersprüche, indem sie die technischen Errungenschaften und ihre Ästhetik für sich nutzt, um sie gleichzeitig zu hinterfragen.

Bieler Fototage


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Next#02 World Press Photo

 ewegende Fotoessays zum Thema Vertrauen von ausgewählten jungen B ­Fotojournalisten aus der Joop Swart Masterclass

 eilnehmer der letzten Jahre (Auswahl): Jodi Bieber, Jonas Bendiksen, Pieter the T Hoopen, Rena Effendi, Paolo Pellegrin, Mikhael Subotzky

Hrsg. von World Press Photo ca. 160 Seiten ca. 150 Abbildungen in Farbe und in Duotone 17 × 24 cm Klappenbroschur Buchgestaltung: Heijdens Karwei, Amsterdam ca. Euro 22.50 (D) / 23.10 (A) / CHF 28.– ISBN 978-3-7165-1742-0

≥ November 2012 Bisher bei Benteli erschienen: Next#01 ISBN 978-3-7165-1699-7

Next#02 gewähr t Einblick in die Zukunft der Presse- und Dokumentar fotografie. Die besten Jungfotografen aus aller Welt werden jährlich von einer Jury von anerkannten Fotojournalisten und Bildredak toren ausgesucht und erhalten die Möglichkeit, sich einem vorgegebenen Thema im Austausch mit den Profis fotografisch anzunähern. Im Jahr 2012 widmen sich die Teilnehmer dem Thema Vertrauen. Die facettenreichen und ausdrucksstarken Fotoessays, die im Rahmen dieser Masterclass entstehen, sind in diesem Band versammelt. Die Joop Swart Masterclass wird seit 1994 jährlich von der World Press Photo Akademie organisiert und fördert damit Nachwuchstalente auf ihrem Weg zu den Spitzenfotografen von morgen.

Bei Benteli erscheint jährlich auch die erfolgreiche Reihe World Press Photo.

Next#02

Die Teilnehmer der Masterclass 2012: Cemil Batur Gökçeer, Maja Daniels, Bieke Depoor ter, Ilkin Huseynov, Tatiana Ilina, Jia DaiTengFei, Hajime Kimura, Sofie Amalie Klougart, Dhruv Malhotra, Muhammed Muheisen, Ilvy Njiokiktjien, Anastasia Rudenko.


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China’s Vanishing Worlds Countryside, Traditions and Cultural Spaces

 inzigartige fotografische Reportage über das ländliche China und das E ­Verschwinden von Kulturräumen und Traditionen

U mfassende Dokumentation über Alltag und Lebensstil der chinesischen ­L and­b evölkerung

Fotografien von Matthias Messmer Texte von Hsin-Mei Chuang und Matthias Messmer Englisch mit deutschem Anhang ca. 332 Seiten ca. 1000 farbige Abbildungen 24 × 30 cm Hardcover Buchgestaltung: Arturo Andreani, Bern ca. Euro 46.– (D) / 47.30 (A) / CHF 58.– ISBN 978-3-7165-1753-6

≥ Oktober 2012

Matthias Messmer & Hsin-Mei Chuang

China’s Vanishing Worlds Countryside, Traditions and Cultural Spaces

Matthias Messmer, geb. 1967 in St.Gallen, Staatswissenschafter, Dr. rer. soc. Seine Forschungstätigkeit widmet sich interkulturellen Themen mit Schwerpunkt auf China. Regelmässige Beiträge für die NZZ und andere Zeitungen im deutschsprachigen Raum. Er ist Autor der Publikationen «China – Schauplätze west-östlicher Begegnungen» (2007) sowie «Jewish Wayfarers in Modern China – Tragedy and Splendor» (2012). Hsin-Mei Chuang, geb. 1979 in Taiwan, studierte Medienwissenschaften an der University of Wisconsin. Anschliessend arbeitete sie als Kulturvermittlerin für schweizerische Institutionen in Shanghai. Für taiwanesische Zeitschriften schreibt sie regelmässig literarische Beiträge und Reiseberichte.

China’s Vanishing Worlds

Benteli

Nur wenige Kilometer von den grandiosen Silhouetten chinesischer Metropolen entfernt beginnt das riesige Land China, der häufig vergessene Raum hinter der glamourösen Grossstadtwelt. Auf den Spuren alter Handelsrouten, einst blühender Mark t flecken, verlassener Gutshöfe, abgewirtschafteter Modelldörfer und mystischer Rituale haben die Verfasser des Buches die Weiten des Landesinnern erforscht, dort, wo die Mehrheit der Chinesen noch immer lebt. Über einen Zeitraum von sieben Jahren hinweg haben sie wertvolle Zeitzeugnisse in Form von Bildern und Texten gesammelt – entstanden ist eine beeindruckende Dokumentation über die Folgen der rasanten Modernisierung einer noch immer vom Totalitarismus geprägten Gesellschaf t und über das häufig har te Leben der Menschen im ländlichen China. Ersichtlich werden in diesem Bildband auch die Narben von Chinas jüngerer Geschichte, die Verödung und das Verschwinden von einst reichen Kulturräumen oder der Verfall von Traditionen aus den vergangenen Jahrhunder ten. Auch in Momenten der Nostalgie und der Ergrif fenheit schimmer t die Schönheit und Anmut der chinesischen Seele oszillierend durch.


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Bentleys und Rolls-Royce aus der Seeger Collection

B entley und Rolls-Royce: Leidenschaft, Eleganz und Luxus

 ie Autosammlung so ästhetisch und hochwertig präsentiert, wie es diesen D ­exklusiven Autos gebührt

Peter Müller ca. 352 Seiten ca. 400 farbige Abbildungen 30,5 × 22 cm Halbleinenband Buchgestaltung: Urs Stuber, Susanna Entress, Frauenfeld ca. Euro 138.– (D) / 141.90 (A) /  CHF 175.– Deutschsprachige Ausgabe: ISBN 978-3-7165-1737-6 Englischsprachige Ausgabe: ISBN 978-3-7165-1738-3

≥ Oktober 2012

Peter Müller, geb. 1941 in Herisau AR, absolvierte ein Musikstudium am Konservatorium und an der Musikhochschule Zürich. Er arbeitete bis zur Pensionierung im Jahr 2006 als Sekundarlehrer. Müller war acht Jahre lang Technischer Advisor des Bentley Driver Clubs Schweiz und wurde mit diversen Auszeichnungen im Zusammenhang mit Tätigkeiten rund um Bentley und Rolls-Royce geehrt. Er arbeitet bis heute als Berater bei Restaurationen von Rolls-Royce und Bentleys der Jahrgänge 1930 – 1975.

B E N T E L I V E R L AG

Seeger Collec tion

Bentley und Rolls-Royce – kaum ein Begrif f kann den diese beiden Luxusautomobilmarken umwehenden Nimbus tref fender fassen als «Leidenschaf t». Gemeint ist sowohl die Leidenschaft der Designer und Erbauer als auch jene der Liebhaber, Besitzer und Sammler. Die vorliegende Publikation präsentiert anhand zahlreicher Fotografien und detaillierter Texte 25 Wagen der Marken Bentley und Rolls-Royce aus der Seeger Collection in Liechtenstein. Diese umfasst Fahrzeuge, die im Laufe der Jahre zahlreiche Preise errungen haben und zu deren Vorbesitzern solch schillernde Persönlichkeiten wie Sophia Loren oder Prinzessin Margaret von England zählten. Kernstück der Sammlung ist eine lückenlose Reihe aller Phantom-Modelle ausgehend vom Phantom I aus dem Jahr 1925 bis zum neuesten Phantom-Modell der Gegenwart. Das faszinierende Buch zeigt sowohl die Geschichte als auch die Bandbreite der gestalterischen und technischen Innovationen und Höchstleistungen der beiden eng miteinander verknüpften Fahrzeughersteller auf. Eine Hommage auf unvergleichliche Automobilkunst, die nicht nur Fachleute in ihren Bann ziehen dürfte !

Seeger Collection deutsch

Seeger Collection english


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René Gauch Kultplakate – Plakatkult

D ie Plakate von René Gauch: ein Gesamtkunstwerk

D as Plakat als Zeitdokument

Mit Texten von Sigrid Barten, Hans Rudolf Bosshard, Walter G. Finkbohner, Ursula Hiestand, Bruno Kammerer, Walter Pfeiffer u. a. Deutsch / Englisch / Italienisch ca. 192 Seiten ca. 200 farbige Abbildungen 16,5 × 24,5 cm Hardcover Buchgestaltung: Sandra Binder, Lausanne ca. Euro 43.– (D) / 45.– (A) / CHF 58.– ISBN 978-3-7165-1752-9

≥ November 2012

René Gauch, geb. 1936 in Catania (Sizilien), als Sohn Schweizer Eltern, gestaltete von 1966 bis 2011 Plakate für verschiedene Museen, insbesondere für das Museum Bellerive in Zürich. Neben seiner Tätigkeit als Visueller Gestalter war er Lehrer, leitete die erste Gestalterische Berufsmittelschule der Schweiz und war erster Rektor der Techniker­ schule für Farbgestaltung (heute Haus der Farbe).

Aus der Vielfalt der verschiedenen Drucksachen gehör t das Plakat zweifellos zur Königsdisziplin für den Visuellen Gestalter. Jedes Plakat ist für seinen Schöpfer eine neue und grosse Herausforderung. Museen, die Wer t auf ein künstlerisch gepflegtes Erscheinungsbild legen, sehen es als ihre Aufgabe an, mit anspruchsvollen Plakaten aufzutreten. Sie sollen Aufmerksamkeit und Interesse wecken und das Thema einer Ausstellung möglichst bildhaft wiedergeben. Wichtiger als die nationalen und internationalen Auszeichnungen sind René Gauch die persönlichen und spontanen Komplimente von Museumsbesuchern und Kollegen und deren lang anhaltende Erinnerung daran. Die Qualität seiner Plakate entstand aus einem spannungsvollen Wechselspiel zwischen Bild und Schrift. Es muss sein «Hang zum Gesamtkunstwerk» sein, der René Gauch dazu beflügelte. Nicht von ungefähr heissen seine Werkzeuge und markanten Stilmittel Präzision, Fantasie, Spiel und Experiment. Die Ausstellungen, für die die Plakate einst warben, sind längst geschlossen. Plakate aber leben in der Regel länger und bleiben dadurch Zeitzeugen einer ganzen Epoche. Die Kulturplakate von René Gauch befinden sich heute in Museen und privaten Sammlungen auf der ganzen Welt.

René Gauch


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K U N ST

Leseprobe

Pressestimmen «A superb read. Paton’s mind is a great place to visit—he seeks to demystify the ar ts world, and asks us to ignore folk who like to pretend there’s a secret code you need to know before stepping up to the galler y wall.» New Zealand Life and Leisure

Die Ästhetik ist für Künstler das, was die Ornithologie für Vögel ist. BARNET T NEWMAN

«Paton is a brilliant stylist. The intimate, almost confidential address to the reader is one of the book’s strengths. It is effectively a devotional guidebook, in which a knowledgeable insider takes us firmly by the hand and leads us through a series of vir tual shrines.» The Dominion Post «Conversational, anecdotal, informative and often humorous ... Paton encourages us to stand still long enough to read the body language of a painting.» Ar t News «An exhilarating read. Among swarms of implacably obtuse ar t scribbler s, Paton shines like a lighthouse in the dark.» The Press

Über Kunst reden Sicher, inhaltslose Kunstkritik ist überall anzutref fen:

Reklame-Blabla. Hier geben sich Künstler mit nicht weni-

Meine Mailbox spuckt jede Woche einen neuen Schwall

ger zufrieden, als mit dem «Anschneiden» ungeheurer

von Pressemeldungen aus, die so klingen, als seien sie

«Probleme» oder mit deren «Konfrontation». Die British

vom Englischen ins Urdu und zurück und dann noch

Ar t Collective Bank, eine britische Künstlergruppe, hat

mehrmals hin und her übersetzt worden. Wir aber wollen

einen Faxback Server, der beleidigende Pressemitteilun-

eindeutig sein und eine klare Trennlinie zwischen Fach-

gen mit Anmerkungen versieht und an Kunstgalerien

jargon und Fachsprache ziehen. Wenn ein Kunstkritiker

zurückschick t. «Auf einlullende Weise völlig ideenlos.

mit schwammigen Verben wie «problematisieren» um

Note 5 minus.» Dann gibt es das Kunst-und-Homestory-

sich wirft, haben Sie das Recht – ja, vielleicht sogar die

Blabla, also jene Art von Kunstkritik, der man am ehesten

Pflicht –, irgendetwas zurück zuwer fen. Solche Wör ter

in Zeitungen und Magazinen begegnet. Als abgemilderte

sind nicht dazu da, ein Kunsterlebnis zu illustrieren oder

Form des Celebrity-Klatsches ignorier t es bewusst die

jemandem ein Objekt näher zu bringen. Mit ihnen soll der

Dinge, die Künstler schaffen, und verbreitet sich statt-

Prosa nur ein Schimmer der erwünschten Präzision ver-

dessen über deren Haus, Kleidung und «Lifestyle». Als

liehen und anderen Problematisierern Freundschaftssi­

reductio ad absurdum seien in diesem Zusammenhang

gnale zugeblinkt werden. Hier handelt es sich also um

jene Bücher er wähnt, in denen Künstler ihre Lieblings-

Jargon. Wenn Sie jedoch auf Termini wie «Impasto» oder

kochrezepte vorstellen.

«Assemblage» allergisch reagieren, haben Sie hoffentlich nichts dagegen, wenn ich meine, dass Sie sich besser informieren sollten. Über solche Wörter zu klagen ist, als würde man sich über Begriffe wie «Katalysator» oder «Chardonnay» aufregen. Sie sind einfach Teil der Fachsprache. Knöpfen wir uns jetzt einmal die hinterhältigeren Formen des Kunstgeschwafels vor. Da ist zuerst einmal das Genie-Blabla. Dazu gehör t die routinemäßige Ver wendung sinnentleer ter Adjektive («wichtig», «bedeutsam», «ikonisch»), die lediglich dem verglimmenden Renommee von Künstlern etwas Frischluft zufächeln und ihre Preise in die Höhe treiben sollen. Als nächstes kommt das


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Machen Sie sich doch selbst ein Bild! Kunstbetrachtung aus einem anderen Blickwinkel

E in bemerkenswert origineller Essay über Kunst und Kunstbetrieb

D er neuseeländische Erfolgsautor Justin Paton in Europa!

 esereise im Rahmen der Frankfurter Buchmesse durch Deutschland, die Schweiz L und Österreich. Bei Interesse an einer Veranstaltung, nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf: info@benteli.ch

Justin Paton Aus dem Englischen übersetzt von Sylvia Höfer 128 Seiten 24 farbige Abbildungen 13,5 × 19 cm Broschur Euro 29,80 (D) / 30,60 (A) / CHF 38.– ISBN 978-3-7165-1734-5

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≥ August 2012 Justin Paton

Machen Sie sich doch selbst ein Bild! Kunstbetrachtung

aus einem anderen Blickwinkel

Justin Paton, 39 Jahre, ist in seiner Heimat Neuseeland ein gefeierter Kunstkritiker und Kurator der Christchurch Art Gallery. Neben seiner Tätigkeit als Autor für nationale und internationale Kunstpublikationen ist Paton ein beliebter Kommentator im neuseeländischen Funk und Fernsehen. Auch sein Buch «How to look at a painting» wurde als TV-Dokumentationsreihe realisiert.

In diesem er frischend unkonventionellen Essay eröf fnet uns der neuseeländische Kunstkritiker und Kurator Justin Paton einen wohltuend undogmatischen Zugang zur Kunst. Dem verklausulierten «Artspeak» sagt der Autor den Kampf an: In einer leichtfüssigen, aber deswegen nicht leichtherzigen Sprache spazier t er mit uns durch die Geschichte der Malerei und zeigt dabei leidenschaftlich und anekdotenreich, wieso Kunst es wer t ist, betrachtet zu werden. Er nimmt den Leser an die Hand, führ t ihn durch italienische Museen, neuseeländische Galerien, fantastische Kuriositätenkabinette und andere Kunstlandschaften, um der Bedeutung von Kunst auf die Spur zu kommen. Aus einer persönlichen Perspektive erzählt Justin Paton, wie jeder eine Verbindung zu Kunst schaffen kann, wenn man nur die Freiheiten annimmt, die die Kunst dem Betrachter anbietet. Wer eine Anleitung er war tet, wie man ein Bild lesen muss, um seinem Geheimnis auf den Grund zu kommen, wird enttäuscht – aber niemand nähert sich dem Geheimnis so schön an wie Justin Paton.

Justin Paton


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Edvard Munchs kleiner Pinsel

D ie etwas andere Entstehungsgeschichte von Edvard Munchs «Der Schrei»

 ie humorvolle Erzählung über einen kleinen Pinsel, der einen grossen Maler zu D seinem Meisterwerk inspiriert

Text von Bjørn F. Rørvik Illustrationen von Thore Hansen Aus dem Norwegischen übersetzt von Christel Hildebrandt Für Kinder ab 6 Jahren ca. 32 Seiten durchgehend farbige Abbildungen 16 × 19 cm Broschur ca. Euro 17.50 (D) / 18.– (A) / CHF 22.– ISBN 978-3-7165-1747-5

≥ August 2012

Bjørn F. Rørvik, geb. 1964 in Norwegen, absolvierte eine Ausbildung an der Medienhochschule in Volda, Schwerpunkt Film und Fernsehen. Er hat für den Film gearbeitet, ausserdem als Filmvor­ führer und Rundfunktechniker. Er wohnt zusammen mit seiner Frau und seinen drei Kindern bei Østmarka in Oslo. Thore Hansen, geb. 1942 in Norwegen, studierte an der Kunstakademie in Kopenhagen. Er arbeitet als Zeichner, u. a. von Science-Fiction-Comics, und Illustrator.

Der kleine Pinsel ist traurig: Seine grösseren Artgenossen sind bei Edvard Munch viel beliebter. Nie greift dieser zu ihm, um ein Werk zu vollenden. Und als der kleine Pinsel versucht, sich heimlich im Pinseltopf weiter vorne einzureihen, wird er von den Grossen vom Regal gestossen. Dass dieser unsanfte Abgang sein Glück bedeuten wird, kann der kleine Pinsel am Boden liegend noch nicht ahnen. Doch die Geschichte nimmt einen unerwarteten Lauf, als ein Einbrecher eines von Munchs Gemälden stehlen will. Der Dieb hat nicht mit dem entschlossenen Handeln des kleinen Pinsels gerechnet… Der norwegische Illustrator Thore Hansen und der Autor Bjørn F. Rørvik haben ein wunderbares Büchlein geschaffen, das die Entstehungsgeschichte des berühmten Gemäldes «Der Schrei» von Edvard Munch ganz neu und mit viel Humor erzählt. Junge Leser werden ihre Pinselsammlung mit ganz neuen Augen betrachten. Und die grossen Leser werden das Buch mit einem Augenzwinkern lesen. Kunstgeschichte einmal wunderbar anders.

Edvard Munchs kleiner Pinsel


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Georges Rouault Der Künstler als trauriger Clown

A usstellung in der Villa Flora Winterthur vom 16. November 2012 bis 7. April 2013

E rste Rouault-Ausstellung in der Schweiz seit 20 Jahren

E in Pariser Maler und sein Œuvre, das Melancholie und Lebensfreude vereint

Hrsg. von Angelika AffentrangerKirchrath und vom Trägerverein Villa Flora Mit Texten von Angelika AffentrangerKirchrath und Christoph Vitali ca. 128 Seiten ca. 80 farbige Abbildungen 23 × 28 cm Klappenbroschur Buchgestaltung: Arturo Andreani, Bern ca. Euro 29.80 (D) / 30.60 (A) / CHF 38.– ISBN 978-3-7165-1748-2

≥ November 2012

Georges Rouault

Der Künstler als trauriger Clown

Angelika Affentranger-Kirchrath, Dr. phil., Kunsthistorikerin, Kuratorin der Villa Flora Winterthur. Autorin zu Themen der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts für Fachzeitschriften und Zeitungen. Zahlreiche Publikationen und Monografien u. a. über Franz Gertsch, Alexej von Jawlensky, Rémy Markowitsch.

Georges Rouault (1871–1958) gehörte zu den Schülern von Gustave Moreau, dem gros­

Christoph Vitali kuratierte zahlreiche wegweisende internationale Ausstellungen, zuletzt u. a. «Picasso, Miró, Dalí» 2011 im Palazzo Strozzi in Florenz. Er war von 1985 bis 1993 Direktor der Kunsthalle Schirn in Frankfurt, 1994 wechselte er als Direktor zum Haus der Kunst in München. Von 2004 bis 2008 leitete er die Fondation Beyeler bei Basel.

in seinem Schaffen und steht symbolisch für viele andere bei ihm oft wiederkehrende

sen symbolistischen Meister; ähnlich bestimmend für seinen Werdegang war eine ­G lasmalerlehre bei einem Restaurator für Kirchenfenster. Hier schon entdeckte er für sich die Möglichkeit, das Künstlerische mit dem Religiösen zu verbinden. Rouault war zeit seines Lebens ein engagierter Künstler, der sich empathisch in das Leiden der Mitmenschen hineinversetzte. Er schilder t eine Begegnung mit einem alten Clown und gesteht, dass er sich selber in ihm wiedererkannte. Die Figur des Clowns erscheint früh Typen. Georges Rouault war eine singuläre Erscheinung in seiner Zeit, sein Werk lässt sich keiner Stilrichtung zuordnen. Seine Bilder und Grafiken mögen aufs Erste schwer zugänglich wirken, wer sich aber in sie vertieft, wird eine künstlerische Sprache kennenlernen, die grundsätzliche Fragen des Menschseins in der Spanne von Glück und Tragik berührt. Seit der Präsentation im Museum für Kunst und Geschichte in Fribourg im Jahr 1992 war Rouaults Werk nicht mehr in einem Schweizer Museum zu sehen. Die Ausstellung in der Villa Flora Winterthur will nun wieder auf diesen einmaligen Künstler aufmerksam machen.

Georges Rouault


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Edouard Vallet Zeichnungen Dessins

A usstellung im Kunstmuseum Wallis in Sitten vom 6. Oktober 2012 bis 6. Januar 2013

 eitere Ausstellungen im Kunstmuseum Solothurn und in der Civica Galleria d’Arte W Villa dei Cedri Bellinzona für 2013 in Planung

D ie Zeichnungen von Edouard Vallet erstmals im Fokus

Edouard Vallet

Dessins

Edouard Vallet

Dessins

Hrsg. von Antonia Nessi Mit Texten von Antonia Nessi und Jacques Dominique Rouiller Deutsch / Französisch ca. 240 Seiten ca. 150 farbige Abbildungen 24 × 28 cm Klappenbroschur Buchgestaltung: Arturo Andreani, Bern ca. Euro 54.– (D) / 55.50 (A) / CHF 68.– ISBN 978-3-7165-1749-9

Benteli

≥ Oktober 2012

UG VALLET 04-04-12.indd 1

Benteli

16.04.12 07:48

Antonia Nessi, geb. 1977 in Mendrisio, Kunsthistorikerin mit Schwerpunkt auf den grafischen Künsten, seit 2005 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kunstmuseum Wallis in Sitten.

Zu Unrecht erlangte Edouard Vallet (1876 –1929) vor allem als Epigone des grossen Fer-

Jacques Dominique Rouiller, geb. 1940 in Lausanne, Journalist, Fotograf und Vallet-Experte. Er war Mitherausgeber des «Catalogue raisonné de l’œuvre peint d’Edouard Vallet» (2006) und Kurator der Vallet-Ausstellung in der Fondation Gianadda, Martigny (2007).

Folklore abzugleiten. Seinem Ruf als «Meister des Authentischen» macht er alle Ehre,

Edouard Vallet

dinand Hodler Berühmtheit. Dass er aber durchaus ein eigenständiges Werk zu bieten hat, zeigt dieser Katalog, der sich ausschliesslich den bisher wenig erforschten Zeichnungen des Künstlers widmet. Wie seine Kollegen der Ecole de Savièse hält Vallet mit Vorliebe die bäuerliche Lebenswelt und die Natur fest, jedoch ohne ins Kitschige der absorbiert er doch das tägliche Leben um ihn herum in seinen Bildern wie ein Chronist. Gerade in den Zeichnungen, die als Werkgruppe eine bedeutende Rolle in seinem Œuvre einnehmen, äussern sich die Qualitäten des Künstlers in einer berückenden Unmittelbarkeit. Sie werden im Buch sowohl als Kunstwerk für sich wahrgenommen als auch im Kontext des ganzen Schaffens untersucht.


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Nesa Gschwend knotted threads

A usstellung a  b Juni 2012 in der Reithalle Bern von August bis Oktober im alten Schützenhaus Zofingen von September bis Oktober im India Habitat Centre, New Delhi

E in künstlerischer Austausch mit Indien

Mit Texten von Alexandre Caldara, Gabrielle Obrist, Alka Pande Deutsch / Englisch ca. 112 Seiten ca. 100 farbige Abbildungen 20 × 28 cm Hardcover Buchgestaltung: Vera Pechel, Basel ca. Euro 38.– (D) / 39.10 (A) / CHF 48.– ISBN 978-3-7165-1740-6

≥ September 2012

Knotted Threads

Nesa Gschwend Benteli NESA GSCHWEND_Cover_Vorschau.indd 1

Alka Pande promovierte in Geschichte und Kunstgeschichte und war Direktorin des Museum of Fine Arts Delhi. Sie ist Lehrbeauftragte für Ästhetik am Delhi College of Arts und wurde u. a. 2006 von der französischen Regierung zum Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres ernannt. Sie ist Kuratorin am India Habitat Centre, New Delhi. Gabrielle Obrist studierte Kunstgeschichte, Germanistik, Kunstgeschichte Ostasiens und Klassische Archäologie und arbeitet nun als Deputy Director, 20th Century Art für Sotheby’s sowie als Kunstvermittlerin und Kunstpublizistin. Alexandre Caldara ist Autor, Performer und Kulturjournalist. Zahlreiche Auftritte zusammen mit bildenden KünstlerInnen als Sprach-Performer. Er war Artist in Residence in Varanasi (Indien) und lebt in Neuchâtel.

Nesa Gschwend

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«knotted threads» erfasst den langjährigen künstlerischen Dialog der Schweizer Künstlerin Nesa Gschwend mit Indien. Im Mittelpunkt stehen die Suche nach verbindenden wie unterscheidenden kulturellen Phänomenen und die Erforschung ihrer Hintergründe mit künstlerischen Mitteln. Mit «knotted threads» («geknüpfte Fäden») verbindet sie die beiden Kulturräume auf augenfällige Weise. Das Buch ermöglicht einerseits die Eingliederung dieser Werke in einen länger fristigen künstlerischen Prozess, gibt aber auch Einblick in die vielschichtigen Verknüpfungen, in die Widersprüche und Freundschaften, und letztlich in die Öffnung neuer Dialogräume, die der Austausch mit Indien hervorgebracht hat. Nesa Gschwend, geboren 1959 in Altstätten SG, studierte szenische Gestaltung an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich. Nach Stationen in St.Gallen, Bologna und Berlin lebt sie heute im Kanton Aargau. Seit 1987 arbeitet sie in den Bereichen Performance, Installation, Video und Zeichnung und realisiert Projekte im In- und Ausland.


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KUNSt

Michael Wyss Monografie 73/12

A usstellung ab 20. September 2012 im Kunst(Zeug)Haus Rapperswil-Jona

E in eigenwilliges Schaffen zwischen Romantik und Dekonstruktion

Hrsg. von Theresa van Laere Mit Texten von Fritz Billeter, Klaus Merz, Georg Kohler, Beat Wyss ca. 144 Seiten ca. 90 farbige Abbildungen 24 × 30 cm Hardcover Buchgestaltung: Thomas Kamber ca. Euro 38.– (D) / 39.10 (A) / CHF 48.– ISBN 978-3-7165-1741-3

Michael Wyss

Monografie 73/12

Michael Wyss, geb. 1952 in Luzern. Studium an der Kunsthochschule Berlin. Seit 1981 als Poet und freier Künstler hauptsächlich in Zürich tätig. Fritz Billeter, geb. 1929 in Zürich. 1971–1995 Kulturredaktor beim «Tages-Anzeiger», seitdem freier Publizist.

Berlin als Künstlerschmiede – heute ein geläufiger Topos, wählte der Künstler Michael Wyss 1974 das damals erst im Aufschwung befindliche Berlin als seine Ausbildungsstätte, dessen «Realismus» seine gestalterischen Anfänge sehr prägte. 1981 kehrte er nach Zürich zurück, reihte sich hier jedoch nicht in die Kunstszene ein. Er entfaltete seine selten leicht zu entschlüsselnde allegorische Malerei und suchte zugleich nach einer neuen Schönheit der menschlichen Figur. Zu Beginn der 90er-Jahre verlieh er der «Dekonstruk tion» eine unmit telbar einleuchtende Erscheinungsform: Er zersägte

Klaus Merz, geb. 1945 in Aarau, lebt als freier Schriftsteller im Aargau. Er wurde u.a. mit dem Aargauer Literatur- und Kulturpreis und mit dem Gottfried-Keller-Preis ausgezeichnet.

bereits vollendete Bilder und fügte die Fragmente zu neuen Werken zusammen. 1996

Georg Kohler, geb. 1945, emeritierter Professor für Philosophie an der Universität Zürich.

Die Monografie möchte die Aktualität und die Vielschichtigkeit von Michael Wyss und

löste der Computer als Bildmaschine die Arbeit der Säge ab. Wyss kombinier te die Kunst grosser Meister zu ganz neuen Bildern unter dem Titel «Verbesser te Meisterwerke». seinem Werk veranschaulichen. Sein Schaffen wird in den Beiträgen der namhaften Autoren in einen kunstwissenschaftlichen, sozial- und geistesgeschichtlichen Zusam-

Beat Wyss, geb. 1947 in Basel, Kunsthistoriker. Seit 2003 ist er Professor für Kunstwissenschaft und Medientheorie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.

Michael Wyss

menhang gebracht.


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Suishū T. Klopfenstein-Arii Bilder des Herzens Schriftkunstwerke

A usstellung ab 31. August im Völkerkundemuseum Zürich

D ie Ausdruckskraft schwarzer Pinselstriche auf weissem Papier

E in künstlerisches Leben zwischen Ostasien und Europa

Mit Texten von Helmut Brinker, Takazawa Nansō und Suishū T. Klopfenstein-Arii Deutsch / Englisch / Japanisch ca. 128 Seiten und 35 Falttafeln ca. 80 farbige Abbildungen 23 × 32 cm Leinenband mit Schutzumschlag Buchgestaltung: Arturo Andreani, Bern ca. Euro 38.– (D) / 39.10 (A) / CHF 58.– ISBN 978-3-7165-1750-5

Bilder des Herzens SchriftkunStwerke

≥ August 2012

SuiShu t. klopfenStein-Arii

Suishū T. Klopfenstein-Arii, geb. in Wakayama (Japan), studiert seit ihrem siebten Lebensjahr die traditionelle Pinsel-Schriftkunst und ist Meisterin in allen PinselschriftTechniken. Sie war Lehrbeauftragte am Ostasiatischen Seminar der Universität Zürich. Ihre Werke werden regelmässig ausgestellt, und sie hält Vorträge und Schreibvorführungen. Seit 1967 lebt sie in der Schweiz. Helmut Brinker, emeritierter Professor für Ostasiatische Kunstgeschichte an der Universität Zürich. Takazawa Nansō (1911–1992), Schriftmeister und Professor an der Universität Chiba. Leiter und Vorstand verschiedener Schriftkunst-­ Organisationen.

Suishū T. Klopfenstein-Arii

Seit ältesten Zeiten gehör t die Schriftkunst zu den Grundfesten des ostasiatischen Kulturerbes. Die Schrift wird nicht nur als Zeichensystem für praktische Zwecke verwendet, sondern nach ästhetischen Gesichtspunk ten gestaltet und zu einer Kunst gemacht. In der Kalligrafie spiegelt sich das typisch japanische Empfinden für Flächengestaltung und Proportionen, wie es in der Architektur oder im Design aus Japan wiederzufinden ist. Suishū T. Klopfenstein-Arii, als Kind eines Haiku-Dichters und einer Meisterin der Teezeremonie in Japan geboren, lotet mit ihren Schriftbildern die Grenze zwischen Kunst und Schrif t aus. Mit verschiedenen Pinseln, verschiedener Tusche, verschiedenen Papieren bannt sie eine Vorstellung, eine Idee in Schriftzeichen. Es ist die emotionale «Resonanz des Lebensatems», die Suishū T. Klopfenstein-Arii durch die sichtbaren Spuren ihres Pinsels zur Entfaltung bringen möchte. Ohne Pomp oder Farbigkeit verteilt sie schweigsam schwarze Striche auf dem weissen Papier und schafft damit abstrakte bildhafte Embleme, die dem Betrachter eine innere Kraft und Harmonie vermitteln.


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Regula Baudenbacher Experimentieren mit Wahrheiten

D as experimentelle Werk der unermüdlichen Künstlerin Regula Baudenbacher

D ie Faszination von Papier als Werkstoff und Bedeutungsträger

Mit Texten von Regula Baudenbacher, Felix Baudenbacher, Mark Riklin und Kathrin Zellweger 204 Seiten ca. 200 farbige Abbildungen 25 × 28 cm Hardcover mit Schutzumschlag Euro 46.– (D) / 47.30 (A) / CHF 58.– ISBN 978-3-7165-1731-4

≥ Juni 2012

Regula Baudenbacher, geb. 1942, lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin im Appenzellerland. Nach einer Lehrerausbildung besuchte sie die Kunstgewerbeschule Zürich. Es folgten längere Aufenthalte in Berlin und Zentralafrika. In ihrem Werk experimentiert sie mit verschiedenen Materialien und Werkstoffen. In Asien erlernte sie die Techniken des Papierschöpfens, die ihre Kunst seit einigen Jahren prägen.

«Was ich nicht fassen und begreifen kann, wird durch das handfeste Verarbeiten greifbarer.» Für eine ihrer Werkreihen verarbeitet Regula Baudenbacher tagtäglich ihren Briefkasteninhalt: Zeitungen, nichtssagende Briefe und Couverts, die bunte Werbung vom Supermarkt. Sie weicht das Material auf, vermengt es und lässt daraus etwas Neues entstehen. «Nichts Geschehenes kann ungeschehen gemacht werden; was passier t ist, ist passier t. Geschehenes kann nur ver wandelt werden, indem ihm durch Farbgebung und Ober flächenbehandlung eine neue Bedeutung gegeben wird: eine Vision, die Neues entstehen lässt.» Die vorliegende Monografie gibt chronologisch Einblick in über vier Jahrzehnte ihres künstlerischen Schaffens. Texte der Künstlerin greifen erzählerisch Stationen ihres bewegten Lebens heraus, in dem einzig die Kunst sich zu einer Konstante entwickelte. Der Künstler Felix Baudenbacher widmet seiner Mutter ein persönlich geprägtes Vorwort. Die Journalistin Kathrin Zellweger und der Soziologe Mark Riklin beleuchten einzelne Aspekte ihrer Arbeit. Das Ergebnis von Regula Baudenbachers lebenslangem Schaffen ist beachtlich: Kunst ist zur ureigensten Faser ihrer Person geworden und ist für sie Philosophie, Religion, Lebens- und manchmal Überlebenswerkzeug.

Regula Baudenbacher


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KUNST

Vera Rothamel Malerei treibt Blüten

Neue Tafelbilder, Lithografien und Rauminstallationen aus Vera Rothamels Werk der letzten zehn Jahre

Ein Buch als Ausstellung, in dem Schicht um Schicht eine neue visuelle Komponente auftaucht – ganz wie in den Bildern selbst

Sabine Arlitt ca. 128 Seiten ca. 150 farbige Abbildungen 23 × 30 cm Klappenbroschur mit Schutzumschlag Buchgestaltung: Büro 146 (Hindermann, Stahel, Hamacher), Zürich ca. Euro 46.– (D) / 47.30 (A) / CHF 58.– ISBN 978-3-7165-1735-2

≥ Oktober 2012

Vera Rothamel Malerei treibt Blüten

Benteli

Sabine Arlitt, lic. phil., geb. 1956, studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Europäische Volksliteratur an der Universität Zürich. Seit vielen Jahren arbeitet sie als Kunstkritikerin für verschiedene Printmedien. Daneben verfasst sie Texte für Künstlermonografien und Publi kationen zur Gegenwartskunst.

Das Œuvre der Schweizer Künstlerin Vera Rothamel (geb. 1957) ist vielfältig, medial wie farblich. Im Künstlerbuch «Malerei treibt Blüten» wird das Fest der Farben und Techniken, das die Malerin immer wieder aufs Neue in ihren Werken feier t, in besonderer Weise präsentiert. Als Ausstellung konzipiert, soll das Medium Buch dabei die Eigenheiten der Druckkunst in all ihren Facetten nutzen. Gezeigt werden grossformatige Tafelbilder und Lithografien, wobei zugleich auch der Entstehungsprozess der Werke gezeigt wird. Exklusiv für das Buch hat die Künstlerin Malereien realisiert, die eins zu eins reproduziert sind. Ergänzt wird das sinnliche Erleben des Buches durch eine dialogisch konzipierte Analyse von Sabine Arlitt. Vera Rothamel studierte nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule Luzern von 1981 bis 1986 an der Hochschule der Künste in Berlin. Im Jahre 1986 schloss sie ihr Studium als Meisterschülerin ab und begann mit der Arbeit im Atelier. Bis 1995 lebte Vera Rothamel in Berlin, dann verlegte sie ihren Arbeitsschwerpunkt in die Schweiz. Seither waren ihre Werke kontinuierlich in vielen Ausstellungen zu sehen, u. a. in der Schweiz, Deutschland, den USA und in Frankreich. Ihr Statement «Ich bin immer Malerin» bezieht sich auf die Tatsache, dass alle Ausdrucksformen wie Rauminstallation, Kunst am Bau, Lithografie und Tafelbild immer als unterschiedliche Formen des Mediums Malerei zu lesen sind.

Vera Rothamel


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Lis Kocher Au-delà des lignes Eine Werkübersicht

A usstellung ab September in der Galerie René Steiner, Erlach

Vom permanenten Aufbruch einer Bildpoetin

Hrsg. von Peter Killer und Susanne Dubs Mit Beiträgen von Ilja und René Steiner, Peter Killer, Yla Margrit von Dach, Hans Saner, Pavel Schmidt, Dieter Seibt ca. 324 Seiten ca. 400 farbige und sw Abbildungen 24 × 30 cm Halbleinenband mit Schutzumschlag Buchgestaltung: Susanne Dubs, Magglingen ca. Euro 54.– (D) / 55.50 (A) / CHF 68.– ISBN 978-3-7165-1751-2

Herausgeber Peter Killer und Susanne Dubs

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Lis Kocher Au-delà des lignes Eine Werkübersicht

Benteli

≥ September 2012

Lis Kocher, geb. 1942 in Bern, ist seit 1965 aktiv als freischaffende Künst­lerin in den Bereichen Ölmalerei, Collage, Gouache, Zeichnung, Objektkunst. Sie erhielt dreimal das eidgenössiche Kunststipendium. Ihre Werke werden regelmässig in Schweizer Galerien ausgestellt.

Lis Kocher – eine Bildpoetin, die nun bald ein halbes Jahrhundert auf eigenständigste

Peter Killer, geb. 1945 in Zürich, lebt in Olten. 1969–1973 Co-Redaktor der Zeitschrift «du». 1974 – 1994 freischaffender Kunstkritiker und Ausstellungsmacher. 1983–2001 Leiter des Kunstmuseums Olten. Seitdem freischaffender Kunstpublizist und Autor.

Jedoch erleichter t diese Veror tung die Annäherung an Lis Kochers Schaf fen nicht

Susanne Dubs, geb. 1957 in Luzern, zunächst Ausbildung zur Schriftenmalerin. Arbeit für verschiedene Grafikbüros. Ab 1992 selbstständige Tätigkeit als Designerin FH Visuelle Kommunikation in Magglingen.

Lis Kocher

Weise ihren Weg gegangen ist. «Über die Ränder hinaus», also «au-delà des lignes», arbeitet die Künstlerin, sowohl im Formalen wie auch im Inhaltlich-Biografischen. Zwar wäre eine kunstgeschichtliche Einordnung ihres Werkes in die All-over-Malerei möglich – eine künstlerische Technik, die ohne exponiertes Hauptmotiv den gesamten Bildträger bedeck t, dessen Begrenzung bei der Bildgestaltung nicht einbezogen wird. wesentlich. Wenn ihre Werke über die Bildfläche hinausführen, das Sichtbare im Unsichtbaren for tsetzen, dann geschieht das aus dem Bewusstsein heraus, dass Gesagtes immer Ungesagtes einschliesst. «Über die Ränder hinaus» ist Lis Kocher auch physisch gelangt, nämlich über die Ränder der Kontinente. Lange Jahre hat sie auf Segeljachten die Weltmeere befahren. Zahlreiche der abgebildeten Werke sind auf See entstanden oder verarbeiten das Erlebnis des Unterwegsseins. Dieses Buch lässt an einem permanenten Aufbruch teilhaben, an einem Schaffen, bei dem die Suche nach dem Neuen jede Wiederholung und jegliche Routine ausschliesst.


Bauchbinde

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Willi Oertig Wenn ich etwas bin, dann bin ich ein Indianer!

 usstellung im Kunstmuseum Thurgau in der Kartause Ittingen vom 21. Oktober 2012 A bis 31. März 2013

N aive Malerei von industrialisierten Landschaften

Hrsg. vom Kunstmuseum Thurgau, Markus Landert, Christiane Hoefert Mit Texten von Christiane Hoefert und Markus Landert ca. 160 Seiten ca. 125 farbige Abbildungen 23 × 28 cm Hardcover Buchgestaltung: Philippe Brunner, vis ch uell, Rüti ca. Euro 46.– (D) / 47.30 (A) / CHF 58.– ISBN 978-3-7165-1754-3

Willi Oertig

≥ Oktober 2012

Willi Oertig, geb. 1947 in Zürich, Autodidakt, malt seit 37 Jahren die Welt, wie er sie sieht. Er lebt als freischaffender Künstler im Thurgau. Markus Landert, geb. 1958, studierte Kunstwissenschaft an der Universität Zürich. Journalistische Tätigkeit. Zunächst als Direktionsassistent am Kunstmuseum Bern tätig, ist er seit 1993 Direktor des Kunstmuseums Thurgau. Christiane Hoefert studierte Kunstgeschichte und arbeitet als kuratorische Assistentin im Kunstmuseum Thurgau.

Willi Oer tig ist mehr als ein Künstler: Er ist ein Phänomen, der sich – noch nicht 20 Jahre alt – aus innerer Notwendigkeit entschied, Maler zu werden. Ohne künstlerische Ausbildung brachte er sich das Ölmalen selber bei und begann seine unmittelbare Umgebung abzubilden. Zu seinen wichtigsten Bildmotiven zählen Durchgangsorte wie Bahnhöfe, Tankstellen, Telefonzellen oder Schiffe, Lokomotiven sowie seltsam entleerte Landschaften. Willi Oer tig evoziert in seinen Bildern eine Weltsicht, in der das Alltägliche mit einem Hauch Magie aufgeladen wird. Flüchtig erlebte Momente kristallisieren in seinen Werken zu Visionen des Ewigen, banale Objekte oder bedeutungslose Landschaften verwandeln sich durch seine Bildmagie zu Szenerien eines Welttheaters. Das Gesamtwerk von Willi Oertig umfasst mittlerweile an die tausend Bilder. Die Publikation gibt erstmals einen umfassenden Einblick in das reiche Werk und zeigt anhand von Gegenüberstellungen und thematischen Bildabfolgen die Entwicklung des Malers auf, der nicht selten mit Künstlern wie Adolf Dietrich oder auch Edward Hopper verglichen wird.

Willi Oertig


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Rudolf Haas I CUBE

 ollagen aus Alltagsgegenständen, Bilder aus Verpackungsmaterialien – ein Werk C zwischen Experiment und Abstraktion

D as Universum des Rudolf Haas in einem «White Cube»

Mit Texten von Peter Baum, Françoise Jaunin, Danielle Junod-Sugnaux, Manfred Lang, Arnulf Rohsmann u. a. Deutsch / Französisch 676 Seiten 485 farbige Abbildungen 12,5 × 14,5 cm Hardcover Euro 38.– (D) /  39.10 (A) / CHF 48.– ISBN 978-3-7165-1705-5

≥ bereits erschienen Bisher von Rudolf Haas bei Benteli erschienen: Art and Life ISBN 978-3-7165-1494-8 Art-colle ISBN 978-3-7165-1609-3

Rudolf Haas, geb. 1937 in Wien, freischaffender Künstler mit autodidaktischer Ausbildung. Erste Einzelausstellung im Jahr 1979, seitdem weltweite Ausstellungstätigkeit. Zahlreiche Auslandaufenthalte und Reisen in Europa, Asien, Afrika und Amerika. Er lebt und arbeitet am Genfersee und in Paris.

Der Künstler Rudolf Haas ist nach Jahrzehnten der unermüdlichen Ausstellungstätigkeit zu einiger internationaler Anerkennung gekommen. Haas ist ein künstlerischer Alchimist: Mit Wurzeln im abstrakten Expressionismus und im Informel der 1960erJahre entwickelte sich sein Werk hin zu Materialbildern. Experimentier freude kennzeichnet sein Schaffen: Er verformt die zivilisatorischen Abfallmaterialien und erzeugt völlig neue künstlerische Verbindungen, sodass bizarre Collagen und Objekte entstehen. Diese kleine, aber reichhaltige Monografie blickt zurück auf das Œuvre der letzten Jahre und ist zugleich Retrospektive auf seine unzähligen Ausstellungen in der ganzen Welt.

Rudolf Haas


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Christian Grogg Walk The Line

L eitplanken als Leitlinien: ein ganz spezielles Kunst-am-Bau-Projekt im Kanton Bern

Kunst an der Schnittstelle zwischen Öffentlichkeit und geschlossenem Raum

Mit Fotografien von Alexander Jaquemet, Adrian Scheidegger und Thomas Telley Mit Texten von Christian Grogg, Petra Giezendanner, Catherine Kohler, Laszlo Polgar Deutsch / Französisch ca. 48 Seiten ca. 25 Abbildungen 23 × 19 cm Klappenbroschur mit Schutzumschlag Buchgestaltung: sofie’s, Zürich ca. Euro 29.80 (D) / 30.60 (A) / CHF 38.– ISBN 978-3-7165-1739-0

≥ August 2012 Vorzugsausgabe erhältlich. Informationen beim Verlag ISBN 978-3-7165-1756-7 Christian Grogg, geb. 1963, lebt und arbeitet als freischaffender Künstler mit den Schwerpunkten Installation und Skulptur in Bern. Er schloss 1983 eine Lehre als Hochbauzeichner ab und arbeitete u.a. bei den Berner Architekten Rausser & Zulauf. Seit 1986 zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen und mehrere Kunstam-Bau-Arbeiten.

An der Wegstrecke zwischen Lignières und Prêles im Kanton Bern erscheint auf dem freien Feld eine golden schimmernde, 16 Meter lange gerade Linie. Diesem schimmernden Wegweiser folgend, wird man nach einigen 100 Metern durch eine goldene Bogenlinie in eine Kurve geführt und gelangt schliesslich zum Jugendheim Prêles. Dort führt eine in sieben Metern Höhe auf zwei konischen Stützen gelagerte goldene Schleife ins unbekannte Gebäudeinnere. Das Jugendheim Prêles ist eine Vollzugseinrichtung des Kantons Bern. Die Bewohner sind junge Menschen, die strauchelnd «die eine oder andere Kurve nicht gekriegt haben». In den goldenen Linien des Kunst-am-Bau-Projekts ist das Profil von Leitplanken zu erkennen, die im Strassenverkehr für gewöhnlich Orientierung geben sollen. Das Bedür fnis nach solchen «Leitplanken» liegt dem menschlichen Leben zugrunde. Die Publikation widmet sich der Frage, weshalb und wozu Kunst im öffentlichen Raum Platz finden soll – eine Frage, die gerade auch im Bezug auf gesellschaftlich abgelegene Situationen von grosser Brisanz und Aktualität ist.

Christian Grogg


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S O N DER AUSG A BE N

Explosions lyriques Die abstrakte Malerei in der Schweiz 1950 –1965 La peinture abstraite en Suisse 1950 –1965

 rste umfassende kunsthistorische Auseinandersetzung mit der abstrakten Malerei E in der Schweiz

 tandardwerk zu den Schweizer Künstlern des abstrakten Expressionismus, S des Action Painting, Informel, Color Field Painting, Tachismus etc.

Hrsg. von Pascal Ruedin, Kunstmuseum Wallis, Sitten Mit Texten von I. Bruderer-Oswald, I. Genoni, S. Oberholzer, B. Stutzer u. a. 432 Seiten rund 300 farbige und 120 sw Abbildungen 25 × 28 cm Hardcover Deutschsprachige Ausgabe: ISBN 978-3-7165-1590-7 Französischsprachige Ausgabe: ISBN 978-3-7165-1589-1 ab 1. Juni 2012: Euro 29.80 statt Euro 70.– CHF 38.– statt CHF 88.–

Die Schweiz bildete eine wichtige Drehscheibe für die künstlerischen Bewegungen der Nachkriegszeit. Der vorliegende Band hebt die Komplexität und Vielfältigkeit des Kunstplatzes Schweiz hervor, der gleichzeitig Ort kreativen Schaffens sowie Diskussions-, Vermittlungs- und Austauschplattform war. Eine Dokumentation mit vielen Archivmaterialien, unveröffentlichten Arbeiten, von Experten verfassten Texten und zahlreichen Abbildungen lassen diese Publikation zum ersten Standardwerk über die abstrakte Malerei der Schweiz in den 1950er- und 1960er-Jahren werden.

Werner Bischof Bilder

Grosse Monografie des Schweizer Magnum-Fotografen Werner Bischof

Die unvergesslichen Aufnahmen eines Meisters der Reportage-Fotografie

464 Seiten 80 farbige und 350 Triplex-­ Abbildungen 24 × 27 cm Hardcover mit Schutzumschlag ISBN 978-3-7165-1441-2 ab 1. Juni 2012: Euro 38.– statt Euro 99.– CHF 48.– statt CHF 128.–

Werner Bischof (1916 –1954) gilt als Klassiker der Schwarzweiss-Fotografie. Sein Werk wurde in den wegweisenden Bildmagazinen «Du», «Life» und «Paris-Match» publiziert und setzte neue Massstäbe für Qualität und menschliches Engagement. Im Buch gibt es neben vertrauten Fotos auch andere Seiten zu entdecken: die damals neue Farbfotografie mit verblüffend aktuell wirkenden Aufnahmen – eine eigene Bildwelt im Spannungsfeld zwischen Kunst und Reportage.

Explosions lyriques deutsch

Explosions lyriques français

Werner Bischof


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IGOR MUKHIN

M O S K A U

Geflutete Kathedralen.

Deutsch / Englisch / Französisch Mit Rezeptbooklet 168 Seiten 140 farbige Abbildungen 28,5 × 30 cm Leinenband mit Schutzumschlag Euro 38.– (D) / 39.10 (A) / CHF 48.– ISBN 978-3-7165-1728-4

Mit einem Vorwort von Benedikt Loderer Deutsch / Englisch 112 Seiten 56 farbige Abbildungen 24 × 24 cm Hardcover mit Schutzumschlag Euro 38.– (D) / 39.10 (A) / CHF 48.– ISBN 978-3-7165-1716-1

tomas van houtry ve

World Press Photo 12

Eine fotografische Reise durch kommunistische Länder 288 Seiten 80 farbige Abbildungen 23 × 21 cm Hardcover Euro 46.– (D) / 47.30 (A) / CHF 58.– ISBN 978-3-7165-1714-7

160 Seiten 132 farbige und 30 sw Abbildungen 21 × 30 cm Broschur Euro 29.80 (D) / 30.60 (A) / CHF 38.– Deutschsprachige Ausgabe: ISBN 978-3-7165-1726-0 Edition française: ISBN 978-3-7165-1723-9

igor Mukhin

Wir sind jemand

Mein Moskau.

Gruppenfotografien 1870 –

Fotografien 1985 –2010

1945 – ein Spiegel der Gesellschaft

Fotografien 1985–2010

M O S K A U

BENTELI

IGOR MUKHIN

M E I N

196 Seiten 205 Abbildungen in Duotone 23 × 30 cm Hardcover Euro 42.– (D) / 43.20 (A) / CHF 52.– ISBN 978-3-7165-1722-2

Paul Hugger, Richard Wolf 348 Seiten mit zehn Klappseiten 150 Abbildungen 30 × 28 cm Leinenband mit Schutzumschlag Euro 62.– (D) / 63.70 (A) / CHF 78.– ISBN 978-3-7165-1720-8

Seit Jahrhunderten leben die Beduinen des Sinai in Ägypten nach ihren eigenen ursprünglichen Regeln, die von traditioneller Stammeskultur geprägt sind. Landwirtschaft, Religion und Familie bestimmen den Tagesablauf. Doch die soziale Struktur und die Identität der Wüstenbewohner beginnen sich aufzulösen. Zunehmend werden die Beduinen konfrontiert mit modernen Medien, mit westlichen Werten und urbanen Lebensweisen, in denen Individualität und Emanzipation im Zentrum stehen. Geht die Zeit der Beduinen für immer zu Ende? Die Fotografen Anina Gmür und Daniel Auf der Mauer sowie die Ethnologin Katrin Biallas begleiten drei Beduinen aus dem Volk der Mzayna in ihrem Alltag. Männer und Frauen aus unterschiedlichen Generationen sprechen über ihre persönliche Wahrnehmung der Veränderungen in ihrer Welt. Die Bilder lassen einen an den Diskussionen um das Lagerfeuer teilhaben, den Kardamomkaffee riechen, den Rauch einatmen – ganz nah erzählt das Buch vom Leben der Beduinen, von ihren Befürchtungen und Hoffnungen, von alten und neuen Tagen.

Mit Texten von Benhard Giger und Konrad Tobler 128 Seiten 85 farbige Abbildungen 16 × 22 cm Hardcover Euro 46.– (D) / 47.30 (A) / CHF 58.– ISBN 978-3-7165-1715-4 Mit einem Vorwort von Salim Alafenisch

Benteli

Anina Gmür / Katrin Biallas / Daniel Auf der Mauer

Mzayna

Beduinen im Sinai – von alten und neuen Tagen

Mzayna

Rabenland

BENTELI

Alexander Jaquemet—Rabenland

Beduinen im Sinai – von alten und neuen Tagen

Alexander Jaquemet Alexander Jaquemet—Rabenland

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M IT E I N E M ES SAY VO N Z A K H A R PR I LE PI N

M E I N

Benteli

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silvio Maraini

Meine Schweizer Kühe

Geschlossene Gesellschaften

er Rodtschenko-Schule für Fotografie und Multimedia.

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Andreas c. studer

Underwater Cathedrals

r Mukhin besteht gnisse der täglichen risen und Chancen. e Schatzkammer, einander klingen eren Bedeutung in poche mit der Zeit wird.

ösen,

A K t u e L L e t i t e L ( Au s WA h L )

BENTELI

Mzayna. beduinen im sinai – von alten und neuen tagen Anina Gmür, Kathrin Biallas, Daniel Auf der Mauer 144 Seiten 94 farbige Abbildungen 20 × 28 cm Broschur mit Schutzumschlag Euro 38.– (D) / 39.10 (A) / CHF 48.– ISBN 978-3-7165-1711-6


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kirstin.meditz@niggli.ch Stand Mai 2012 Die angegebenen Franken-Preise sind unverbindliche Preisempfehlungen für die Schweiz inkl. MwSt. Die Euro-Preise sind gebundene Ladenpreise für Deutschland (D) und Österreich (A). Irrtum für Preise und Erscheinungstermine vorbehalten. Umschlagbild Niggli aus: Archivio Jodice, Bibliothek Werner Oechslin, © Werner Oechslin Umschlagbild Benteli aus: Power Book, Kernkraftwerk Gösgen, © Luca Zanier

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Benteli Vorschau Herbst 2012  

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