Page 1

F端r Mamas, Papas und Kinder

Jahrg. 03 | Nr. 07 | Gratis!

Loben f端r mehr Selbstvertrauen


Verlosung

Ein mörderisches Vergnügen!

Casino Royal im Format Krimi & Dinner

E

in besonderes Etablissement ist derzeit in aller Munde: Ein Ort, an dem die Sorgen des Alltags verschwinden, an dem gelacht, getanzt und gespielt wird. Wo sich die gesamte illustre Lüneburger Gesellscha Abend für Abend einfindet: im Casino Royal im Café Stadtgespräch am Sande.

Die Lüneburger Stadtgeschichten entführen Sie in die schillernde Welt der zwanziger Jahre: Ob Damen mit Zigarettenspitzen und mit Federboas, Herren mit Zylinder oder die langen wilden Nächte in Bars und Clubs – die Roaring Twenties haben so einiges zu bieten. Beim interaktiven Kri-

minalfall der Lüneburger Stadtgeschichten im Format Krimi & Dinner geht es richtig zur Sache: Was hat es mit dem geheimnisvollen Mord am Journalisten Jack von Anderen auf sich? Hatte er sich bei den Recherchen rund um den Einbruch im Bankhaus Fox zu weit vorgewagt? Zum Glück ist die gewiee Hauptkommissarin Großgörge mit den Fällen betraut und nimmt die Ermittlungen auf. Dabei gilt es zu klären, welche Rolle Miss Minelli, der Star des Casinos, und ihr geheimnisvoller Liebhaber bei diesen mysteriösen Vorfällen spielen. Schlüpfen Sie in die Rolle der Undercover-Agenten und klären Sie den geheimnisvollen Kriminalfall auf. Karten für 64 Euro pro Person (inkl. dreistündigem eater- & Showprogramm, Begrüßungscocktail und Drei-Gang-Menü) gibt es an der LZ-eaterkasse am Sande, der Tourist-Info am Markt und bei Fips am Berge. Weitere Infos unter: www.lüneburger-stadtgeschichten.de

Bei den regulären Terminen im April ist die Gesellschaft bereits komplett, aber als Zitrus-Leser haben Sie die Möglichkeit Karten für einen Zusatztermin zu gewinnen!

Die Lüneburger Stadtgeschichten und Zitrus verlosen 2 x zwei Karten für Casino Royal im Format Krimi & Dinner. Termin ist der 25. April,19 Uhr. Senden Sie eine E-Mail mit dem Betreff „Casino Royal“ an: gewinnen@benefit-lueneburg.de. Einsendeschluss: 22. April. Bitte Namen, Anschrift und Telefonnummer nicht vergessen! Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

2 Zitrus_7/2014


Augenblick

Was

Kinder so sagen

Josi (5) erklärt ihrem kleinen Bruder:

„Beim Schwitzen wird die Haut undicht und das Wasser sickert raus.“

Haben Sie auch witzige

Sprüche von Ihren Kindern?

Lara (7) erklärt

lachend:

trinke, „Wenn ich Limo immer habe ich danach Mund-Pupse.“

Aaron (6) ist völlig erkältet und sagt genervt zu mir: „Ich brauche keinen Hustensaft, ich kann auch ohne husten.“

Dann schicken Sie uns die gern an zitrus@benefit-lueneburg.de. Titel fotografiert von Janine Martin.

Inhalt

Kolumne Süßsauer 13_Mama, allein zu Haus Hauptsache 14_Loben für mehr Selbstvertrauen Für Mamas & Papas 18_Mein Kind ist „besonders“ Kunterbunt 21_Lüneburg wählt Spielplatztest 26_Spielen am Rosenkamp Kinder Kinder 28_Jugend musiziert Gesundheit! 31_Au Backe – die Zähne!

Rubriken 3_Sag mal… ! 5_Aktuelles 7_Bauen & Wohnen 24_ErdBär – Die Zitrus-Kinderseiten 34_Impressum & Vorfreude 35_Familienküche 38_Tierisch gut

3 Zitrus_7/2014


Editorial Liebe Leserinnen und Leser,

wie o sagen wir Eltern unseren Kindern „Trödle doch nicht schon wieder so lange!“, „Mach schnell!“, „Räum Dein Zimmer auf.“, „Du nervst!“, „Sei still.“, „Hör auf zu zappeln.“… Doch wann sagen wir „Das hast Du gut gemacht.“, „Das war klasse!“, „Ich bin stolz auf Dich!“, „Ich hab Dich lieb.“? Kinder brauchen für ihre Entwicklung und das Selbstbewusstsein Bestätigung, Lob und Anerkennung. Ob für gut gemachte Hausaufgaben, ein tolles Bild oder dafür, dass sie daran gedacht haben, den Müll rauszubringen oder das Zimmer aufzuräumen. Autorin Sabina Pilguj hat sich in unserer Hauptsache dem ema „richtig loben“ angenommen und sagt, worauf wir Eltern dabei achten müssen.

Viele Kinder und Jugendliche spielen ein Instrument. Einige sogar so gut, dass sie erfolgreich am Wettbewerb „Jugend musiziert“ teilgenommen haben. Autorin Stefanie Diekmann stellt ab Seite 28 fünf Kinder vor, die wahrlich Musik im Blut haben. Das und noch vieles mehr finden Sie in Ihrer neuen Zitrus. Und für alle, die es schon wissen möchten: Die nächste Ausgabe erscheint Anfang Juli.

Bis dahin Ihre

Julia Steinberg-Böthig Herausgeberin & Chefredakteurin

4 Zitrus_7/2014


Aktuelles

Aktionstag für Ferienbetreuung

Flohmärkte

Terminkalender:

5. April: Lüneburger Familienflohmarkt, Der 15. Mai ist der Internationale Tag für Familien und in jedem Jahr Anlass für die lokalen Bündnisse für Familie, zu ihrem bundesweiten Aktionstag einzuladen. In Lüneburg wird ein Aktionstag zum ema Ferienbetreuung veranstaltet. Eltern und Kinder sind am Sonnabend, 17. Mai, von 10 bis 13 Uhr, eingeladen, sich in der VHS an der Haagestraße über die diversen Betreuungsangebote in der Stadt zur Ferienzeit zu informieren, eine gute Gelegenheit, die Ferienbetreuungsanbieter und ihre Angebote kennenzulernen. Auf dem Programm in den Sommerferien 2014 stehen unter anderem ein eaterworkshop, ein Kanu- und Klettercamp, diverse Sportangebote, einen Trickfilm drehen, die Natur entdecken, kreatives Gestalten mit Papier und ein Kurs zum ema Maltechniken von Höhlenmalerei bis Graffiti. Anbieter sind: die VHS, das eater im e.novum, der freie Jugendhilfeträger MoPäd/PädIn, die Motivo-Sportschule des MTV, die HollaenderART Trickfilmschule, die Familienbildungsstätte, das Ostpreußische Landesmuseum und das FamilienBüro Lüneburg sowie viele andere mehr. Außerdem berät das FamilienBüro die Eltern bei der Suche nach freien Plätzen für die Ferienzeit und klärt über Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung wie Hansecard, Bildungs- und Teilhabebüro auf.

Parkplatz am Behördenzentrum

12. April: Bardowick, Schützenplatz 26. April: Lüneburger Familienflohmarkt, Parkplatz am Behördenzentrum

3. Mai: Schützenplatz in Bleckede 10. Mai: Bardowick, Schützenplatz 17. Mai: Lüneburger Abendflohmarkt, Gewerbegebiet Bilmer Berg

17. Mai: Scharnebeck, am Schiffshebewerk 24. Mai: Saisonbeginn auf den Lüneburger Sülzwiesen 31. Mai: Lüneburger Familienflohmarkt, Parkplatz am Behördenzentrum

7. Juni: Schützenplatz in Bleckede 7. Juni: Bardowick, Schützenplatz 14. Juni: Lüneburger Abendflohmarkt, Gewerbegebiet Bilmer Berg

28. Juni: Scharnebeck, am Schiffshebewerk 28. Juni: Lüneburger Familienflohmarkt, Parkplatz am Behördenzentrum

Informationen zu den Ferienbetreuungsangeboten in Lüneburg gibt es auch unter www.lueneburg.de/kinderbetreuung. 5 Zitrus_7/2014


Aktuelles

Ostervergnügen am Kiekeberg Im Freilichtmuseum am Kiekeberg findet am Sonntag und Montag, 20. und 21. April, das Ostervergnügen statt. Auf dem Programm stehen Aktionen für Kinder rund um Hase, Huhn und Ei. Der Eintritt kostet für Erwachsene 9 Euro, für Besucher unter 18 Jahren ist er frei. Groß und Klein erwartet ein vielseitiges Programm: Beim Ostervergnügen geht es bunt und laut zu. Kinder filzen kleine Häschen unter Anleitung von Museumspädagogen. Erwachsene genießen beim Jazz-Frühshoppen abwechslungsreiche Musik im Hof Meyen. Ratefüchse lüen das Ostergeheimnis. Auf der Suche nach den Lösungen erkunden die jungen Besucher spielerisch das Museum und lernen dabei Wissenswertes über Ostern. Zur Stärkung gibt es Kaffee und Kuchen aus der Museumsbäckerei. Außerdem sind der Museumsgasthof „Stoof Mudders Kroog“ und das Rösterei-Café „KoffieQuelle: Freilichtmuseum am Kiekeberg tied“ geöffnet.

Ohne Lüneburg… …ist alles doof. Rathaus, Heidschnucken, Stint, Heide und noch viel mehr. Den lustigen Becher aus der Reihe „Sheepworld“ gib es jetzt neu bei Heldenherz an der Rosenstraße für 7,95 Euro. Für Lüneburg-Liebhaber ein Muss auf dem Frühstückstisch! Foto: frischefotografie.de

6 Zitrus_7/2014

Neuauflag

e:

Bonding – Bindung – Bildung „Schrei nach Geborgenheit“ heißt das neu aufgelegte Buch der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Gundula Göbel aus Buchholz. Das Buch gibt Eltern, Erziehern und Lehrern handlungsorientierte Tipps im Umgang mit Kindern und Jugendlichen. Mit einfachen Worten beschreibt die Autorin Bindungsmuster, die unbewusst in die nächste Generation weitergegeben werden. Sie zeigt auf, wie fehlende Bindung weitere Beziehungen zu Freunden, Kollegen und Partnern beeinflussen. Die gute Nachricht ist: Für viele Kinder ist es nicht zu spät, denn die Bindungsentwicklung kann nachversorgt werden. Wie das gelingen kann, erfahren Eltern in diesem Buch. Die Autorin, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Gundula Göbel ist ausgebildet in EMDR-Trauma- und Familientherapie. Sie lebt und arbeitet in Buchholz und ist Mutter von zwei erwachsenen Kindern.


Bauen & Wohnen

Quelle: oe-com

Mieterverein für Lüneburg und Umgebung e. V.

Gute Luft an der Wand In jeder dritten Wohnung ist Schimmel ein Problem. Er braucht zum Wachsen nur Feuchtigkeit und Nahrung. Dazu gehört alles organische Material wie Tapeten mit Kleister und Möbel. Es reicht als Grundlage aber schon aus, wenn sich Kondensationsfeuchte an der Wand bildet und Staub daran hängen bleibt. Daher schützen Kalkfarben doppelt vor Schimmelpilzen: Sie sind mineralisch und hoch alkalisch – das mögen Pilze gar nicht. Sie sind kapillar und diffussionsoffen – in Räumen mit hoher Lufeuchtigkeit wird Wasser von der Wand gleichmäßig aufgenommen und auch wieder abgegeben. Dazu brauchen Kalkfarben weder Chemikalien noch Pilzgie, die ausdünsten könnten. Die Raumlu wird nicht belastet. Grüne Wände gibt´s im ö-com, dem Ökobaumarkt in Lüneburg.

Hunderttausende von Rechtsberatungen führen die Juristinnen und Juristen der örtlichen Mietervereine jährlich durch. Fast immer gelingt es, einen Mietprozess zu verhindern. Nur etwa drei Prozent aller Mietervereinsfälle münden in einem Prozess. Die weit überwiegende Anzahl der Streitigkeiten kann außergerichtlich beigelegt werden, fast immer für Mieter mit gutem Erfolg. Aber selbst, wenn es zu einem Prozess kommt, sind Mitglieder des Mietervereins gut beraten. Sie sind über ihren Mieterverein meist mietrechtsschutzversichert und haben durch die Vorarbeit, Aulärung und Betreuung ihres Vereins gute Chancen, den Prozess zu gewinnen. Im Deutschen Mieterbund und in seinen 15 Landesverbänden sind 320 Mietervereine organisiert. Auch in Lüneburg gibt es einen Mieterverein. Vorsitzender ist seit vergangenem Jahr Rechtsanwalt Philip Aderhold aus der Kanzlei Semrau & Kollegen. Er berät Mitglieder unter anderem bei Abschluss eines Mietvertrages, bei Mieterhöhungen, Kündigung, Heiz- und Nebenkostenabrechnungen, Schönheitsreparaturen und Wohnungsmängeln. Kontakt: Mieterverein für Lüneburg und Umgebung e. V. Untere Schrangenstraße 20 Tel: 0 41 31 / 4 23 96 E-Mail: mieterverein-lg@t-online.de

7 Zitrus_7/2014


Bauen & Wohnen

Gartensaison ist eröffnet ndlich vorbei sind die trüben Tage. Die Sonnenstrahlen locken ins Freie und machen Lust auf´s Gärtnern. Gartenbauingenieurin Marleen Knust von der GfA Lüneburg gibt Tipps.

E

Geranien kompakt und blühfreudig. Wenn Sie Blumen sähen möchten, dann sollten Sie die Samen mit fester Schale vor der Aussaat für einige Stunden in einer Schüssel mit handwarmem Wasser einweichen. Dann keimen Sie viel besser.

Blumen sähen und umtopfen

Kräuter müssen nicht unbedingt jedes Jahr umgetop werden. Erst, wenn die Erde völlig durchgewurzelt ist, setzt man Rosmarin, Lavendel oder Salbei im Frühjahr noch vor dem Austrieb in größere Töpfe.

„Für Aussaaten und Stecklinge und überwinterte Geranien benötigen Sie Anzuchterde. Die ist sehr fein und nährstoffarm, denn zu viele Nährstoffe verhindern bei Aussaaten das Keimen“, so die Expertin. Überwinterte Geranien sollten Sie vor dem Umtopfen stutzen, indem Sie die laublosen Triebe so weit zurück schneiden, dass je zwei bis vier Augen (Blattansätze oder Knospen) übrig bleiben. Dieser jährliche Schnitt hält

Zum Umtopfen von Kübelpflanzen empfiehlt Marleen Knust entsprechende Kübelpflanzenerde. Die enthält einen Lehmanteil und Blähton. „Das sind kleine Kügelchen, die verhindern dass die Erde sich stark verdichtet und das Wurzelwerk dadurch Schaden nimmt.“

MALERSERVICE

MONTAGESERVICE

VERLEGESERVICE

NÄHSERVICE

TAPETEN, FARBEN, TEPPICHBODEN, LAMINAT, PARKETT, DESIGNBELAG, TEPPICHE, ZUBEHÖR, SONNENSCHUTZ, GARDINEN, MÖBEL, WOHNACCESSOIRES

WIR KÖNNEN DAS F FÜR ÜR SIE EINRICHTEN 8 Zitrus_7/2014

MO MO.. - FR.: 9 - 19 UHR SAMST SAMSTAG: AG: 9 - 18 UHR EINKAUFSZENTRUM EINKAUFSZENTRUM AM AL ALTEN LTEN TEN EISENWERK DIREKT GE GEGENÜBER GENÜBER V VON ON KA KAUFLAND UFLAND 04131 - 77 80 73 0

TTMARKT.DE T TMARKT T.DE


Fotos: Aenne Bauck

Bauen & Wohnen

Auch Sträucher wie Rhododendren und Azaleen vertragen im Frühjahr einen Nährstoffschub. „Graben Sie dazu Torf mit einem Dreizack-Gubber leicht ein und mulchen Sie den Boden mit Rindenmulch, das ist gut für den pH-Wert.“ Vor Unkräutern schützt eine dicke Schicht Holzhäcksel. „Düngen Sie den Boden aber unbedingt vorher, da die Häcksel sonst sehr schnell verrotten.“ Außerdem sollten Sie vorher, die Wurzelunkräuter wie Löwenzahn, Giersch und Quaeke mit den Wurzeln zu entfernen. „Die kommen sonst trotz Häcksel immer

wieder durch.“ Alte Blumenerde vom vergangenen Jahr müssen Sie nicht komplett ersetzen. Es reicht, wenn Sie die Häle mit Komposterde mischen. „So erhält die Erde wieder genügend Nährstoffe, um Ihre Pflanzen gut gedeihen zu lassen“, sagt Marleen Knust. Ab Ende April können Sie auch wieder Ihre Dahlien einpflanzen. Wässern Sie die Knollen über Nacht und geben Sie in das Pflanzloch eine Schaufel Kompost. Auch Ihr Frühbeet für Radieschen, Karotten und Salatpflanzen verträgt eine Mischung aus feinkrümeliger Gartenerde und Kompost für gutes Gedeihen.

Start-Ups

Norddisplay+ProjektFilter

Böden aufbereiten

...mit unglaublichen Zuwachsraten.

Wir sorgen für Wachstum! Mit Kompost aus der Region. Zum Abholen oder geliefert. Tel. 0 41 31- 92 32 - 450 9 Zitrus_7/2014


Bauen & Wohnen

Jetzt bewerben!

Online unter: er direkt bei tc-stiftung.de od

www. Haus in Lüneburg Town & Country

Hilfe, die ankommt Seit 2009 hil die gemeinnützige Town & Country-Stiung Bauherren oder Eigentümern einer selbst genutzten Immobilie, die unverschuldet in Not geraten sind. Dabei gewährt die Stiung ihre Hilfe nach eingehender Prüfung eines jeden Einzelfalls – natürlich unabhängig davon, ob es Eigentümer von Town & Country-Häusern sind oder nicht. Ziel ist es, Menschen zu helfen, ihr Eigenheim in einer Notsituation zu erhalten und sogar im Falle einer drohenden Zwangsversteigerung zu helfen, diese abzuwenden. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten steht die Stiung in solchen Fällen beratend zur Seite, verhandelt mit Banken und Gläubigern und versucht dadurch, das Schlimmste zu verhindern. Seit einem Jahr richtet die Stiung ihr Augenmerk auch bewusst auf regional operierende gemeinnützige Organisationen, deren Projekte einer Vielzahl von Kindern zu Gute kommen. Mit dem Town & Country-Stiungspreis in Höhe von 16 Mal 5.000 Euro unterstützt sie nun bereits zum 2. Mal gemeinnützige Organisationen, die sich mit ihren Projekten für benachteiligte Kinder einsetzen. „Auch die Vereine und Organisationen in der Region Lüneburg sind aufgerufen, sich zu bewerben“, sagt Britt Claassen, Architektin bei Town 10 Zitrus_7/2014

& Country Haus in Lüneburg und Botschaerin der Stiung. Alle gemeinnützigen Einrichtungen, deren Projekte benachteiligten Kindern zu Gute kommen, können sich ab jetzt für den 2. Town & Country-Stiungspreis bewerben. Die Bewerbungsfrist läu noch bis zum 23. Mai 2014. „Die Organisationen und Vereine können sich auch direkt bei uns melden“, sagt Britt Claassen. „Das hat sogar einen weiteren Vorteil, denn von jedem Town & Country-Partner bzw. jedem Stiftungs-Botschaer, der förderungswürdige Projekte vorschlägt, wird jeweils ein Projekt mit 500 Euro prämiert.“ Darüber hinaus sucht eine Jury aus der Summe aller eingereichten Vorschläge ein besonders förderungswürdiges Projekt pro Bundesland aus. Diese Projekte prämiert die Stiung mit jeweils 5.000 Euro. Die Teilnahmebedingungen können Sie sich unter: www.tc-stifung.de herunterladen.

Claassen Haus GmbH Büro & Musterhaus Lüneburg Schmiedestraße 49 21335 Lüneburg T. 0 41 31 / 969 31 20 www.claassenhaus.de


Bauen & Wohnen

Funktionell, ergonomisch, individuell „Beim Kauf einer Küche kommt es nicht nur immer auf den besten Preis an“, sagt Rolf Mieth. Der Holzhandwerker ist seit mehr als 20 Jahren im Küchenbereich tätig und seit 14 Jahren Inhaber der Küchendiele in Tangendorf. Für den 53-Jährigen stehen die kreative Küchenplanung, die Funktionalität sowie die individuellen Bedürfnisse seiner Kunden im Vordergrund. Er betont: „Mein Hauptaugenmerk liegt auf der ganzheitlichen Betrachtung.“ Die angrenzenden Räume werden bei der Küchenplanung ebenso mit berücksichtigt wie die lebensspezifischen Eigenschaen. Denn schließlich spiegele der Wohnraum den Menschen wider. „Der Kunde von heute möchte sich Emotionen kaufen, ein Wohlgefühl für die eigenen Sinne“, sagt Rolf Mieth. Bei der Planung seien die Vorgespräche zur Küchenidee das Wichtigste. Im Gespräch werden Vorschläge diskutiert, Arbeitswege zwischen Spüle, Geschirrspüler und Co. fachlich erörtert und räumliche Gegebenheiten mit einbezogen. „Der heutige Küchenplaner sollte mehr sein als ein computerplanungsbeherrschender SchrankPositionierer“, sagt Mieth. Er sollte den Kunden mitreißen können, um die Küche zum neuen

Zentrum des Eigenheimes werden zu lassen. Seitens der Industrie werden heute so viele unterschiedliche Materialien angeboten, die es erfordern, den Kunden auch in dem Bereich ausreichend und kompetent zu informieren. „Hier gibt es viele Materialien, die im ersten Moment sicherlich schön aussehen, aber langfristig gesehen eigentlich nichts in einer Küche zu suchen haben“, sagt Rolf Mieth. So solle das Hauptaugenmerk auch auf diese Dinge gerichtet sein. „Denn, was heute schön aussieht, kann in zwei bis drei Jahren schon zum optischen Fiasko werden.“ Für Rolf Mieth bedeutet die kreative Küchenplanung auch, die besonderen Affinitäten – Hobbys, Vorlieben und Wünsche – des Kunden zu ermitteln und diese in die Küche mit zu integrieren.

Rolf Mieth – Ihr Küchenplaner 21442 Tangendorf · Tel. 0 41 73 / 5 05 73 14 www.kuechendiele-mieth.de 11 Zitrus_7/2014


Fotos: Aenne Bauck

Bauen & Wohnen

Die mobilen Raumausstatter Mehr als 40 Jahre Erfahrung, individuelle Beratung, Maßarbeit und immer vor Ort beim Kunden, das ist der besondere Service von Raumausstattermeister Bernd Buck und seiner Partnerin Ingrid Ilona Füllmeier. Mit ihrem Wohnwagen, der quasi als „Showroom“ fungiert, fahren sie direkt zu den Kunden, präsentieren Stoffmuster für Gardinen, Bodenbeläge, Sonnen- und Insektenschutz, Plissees und Rollos. „Der Vorteil ist, dass unsere Kunden die Stoffmuster für Gardinen direkt vor Ort in ihren Räumen ausprobieren können und wir sie natürlich entsprechend beraten“, sagt Ingrid Ilona Füllmeier. Gern erstellt Bernd Buck auch ein Raumkonzept zur Farbgestaltung und berät auch in Sachen Accessoires. Sind Farben und Stoffe ausgewählt, nehmen die Gardinenexperten selbstverständlich selbst Maß. „Wir garantieren Passgenauigkeit und Qualität“, sagt Bernd Buck. Bei fertig gekauen Gardinen 12 Zitrus_7/2014

seien beide Faktoren häufig Glückssache. „Die böse Überraschung kommt dann häufig nach dem Auängen, denn gleiche Gardinen können durchaus unterschiedliche Längen haben. Auf den Verpackungen stehen nämlich in der Regel nur Circa-Angaben“, so Bernd Buck. Da gebe es häufig ein paar Zentimeter Längenunterschied. Neben Fachkenntnis, hohem Qualitätsanspruch und Service bietet das Unternehmen Füllmeier noch mehr Vorteile: „Wir betreiben kein Ladengeschä. Wir beraten ausschließlich vor Ort beim Kunden. Dies hat für Sie als Kunde nicht nur den Vorteil, dass wir optimal beraten können, da wir das Umfeld sehen. Ein weiterer Vorteil sind geringere Kosten, denn wir brauchen kein Lager. Das ermöglicht uns, die Produkte in der Regel günstiger anzubieten, als die Listenpreise es vorgeben“, so Ingrid Ilona Füllmeier.

Ingrid Ilona Füllmeier www.fuellmeier.com · info@fuellmeier.com T. 0 41 34 / 90 69 50


Kolumne Süßsauer

Mama, allein zu Haus 9) ist in Claußen (3 Autorin Cathr und 7). (5 er nd Ki ei t zw burg. verheiratet, ha ne Lü in ilie rer Fam Sie lebt mit ih

N

ächste Woche habe ich drei Tage das Haus und mein Leben für mich, herrlich, diese Vorstellung. Schon vorher male ich mir aus, was ich alles tun, wie sinnvoll ich diese Zeit ohne Mann und Kinder nutzen werde. Ich kann in Ruhe arbeiten, muss nicht mittags auören, um die Kinder pünktlich abzuholen, kann einfach weitermachen, solange ich brauche und will. Außerdem kann ich ratzfatz auch noch ein paar Haushaltsdinge erledigen, die in Anwesenheit der Kinder immer dreimal so lange dauern. Mal die Bettbezüge waschen, die es bitter nötig haben, zum Beispiel. Und es wird auch noch Zeit sein, für ein paar kreative Tätigkeiten – ich wollte doch schon lange mal wieder malen. Außerdem kann ich natürlich abends ausgehen, sogar schon vor dem Abendbrot – und das kann ich auch mal ganz ausfallen lassen (und einfach nur Chips und Schokolade essen) oder es wahlweise mit den Füßen auf dem Couchtisch vor der Glotze, bei einem Glas Wein mit Freunden im Restaurant oder im Stehen

am Imbissstand zu mir nehmen! Mal nicht Vorbild sein und auf gute Tischmanieren und ausgewogene Ernährung achten. Herrlich. Dann werde ich noch all die Freunde anrufen, mit denen ich länger nicht gesprochen habe. Und endlich das Album mit den letzten Urlaubsfotos gestalten und bestellen (vielleicht auch gleich alle Fotos der letzten sechs Jahre sortieren!). Lesen. An meinem Roman weiterschreiben. Ein bisschen was im Garten machen. Jeden Morgen laufen gehen. Ach, was werde ich für eine ausgefüllte halbe Woche haben, ich kann es kaum noch abwarten. Der Tag rückt näher und endlich ist er fast da. Am Abend vorher kriegen meine Kinder einen Extra-Gutenachtkuss und eine Extra-Geschichte. Als meine Tochter sagt: „Mama, Du sollst auch mit!“, kommen mir fast die Tränen. Ich verlasse nach dem Vorlesen nur widerwillig das Kinderzimmer, und renne begeistert wieder nach oben, als der Kleine schreit, dass er nicht einschlafen kann. Da bleib ich doch gern noch ein bisschen am Bett sitzen. Am nächsten Morgen hole ich Brötchen (und ernte verwunderte Blicke von meinem Gatten, denn das macht er sonst mei-

stens) und wir frühstücken auf der Terrasse bei herrlichem Wetter. Die Drei werden ein paar schöne Tage am Meer haben. Muscheln sammeln. Ohne mich. Vielleicht das erste Eis des Jahres essen. Ohne mich. Sandburgen bauen. Ohne mich. In Omas Garten Frühlingssonne tanken und die ersten Narzissen und Tulpen entdecken. Ohne mich. Als meine drei Liebsten ins Auto steigen und um die Ecke biegen, fühle ich mich wie gelähmt und kann mich erstmal zu gar nichts aufraffen. Schlapp setze ich mich noch einmal an den verlassenen Frühstückstisch, blinzele in die Sonne, tue mir selbst leid und grübele vor mich hin. Wo ist sie hin, meine Energie? Sie haben sie mitgenommen! Und ich muss mir eingestehen, dass sie es sind, die mir Kra sogar für all die Dinge geben, die gar nichts mit ihnen zu tun haben. Oder haben sie das doch? Seufzend verdrücke ich mir ein paar Tränen, tröste mich damit, dass drei Tage schnell vergehen und setze mich dann an den Schreibtisch, wo ich eine andere Energiequelle glücklicherweise bald wiederfinde: Worte. Und die nächsten zwei Tage – ha! – was ich da noch alles schaffen werde! 13 Zitrus_7/2014


Hauptsache

Heuteobt? l e g n o h sc

Loben für mehr Selbstvertrauen Text: Sabina Pilguj, Autorin & Kinderyogalehrerin

L

isa kommt freudestrahlend aus dem Kindergarten und drückt ihrer Mutter ein selbstgemaltes Blumenbild in die Hand. Die Mutter ist begeistert und äußert ihre Freude: „Das hast du so wunderschön gemalt! Wir hängen das Bild gleich im Wohnzimmer auf.“ Lisa strahlt über das ganze Gesicht und man sieht ihr an, dass sie sich richtig gut fühlt. Nörgeln ist leichter als loben

Auch wir Erwachsenen kennen dieses besondere Gefühl der inneren Freude und Beschwingtheit, wenn einem etwas Positives gesagt wird. Ein Lob 14 Zitrus_7/2014

tut der Seele einfach gut und wirkt omals wie ein „Motivationswunder“. Diese Glücksgefühle, ausgelöst durch eine positive Bestätigung, schenken auch unseren Kindern ein Wohlgefühl. Manchmal ist das aber so eine Sache mit dem Loben. Früh morgens werden die Kinder angetrieben, sich zu beeilen, damit sie rechtzeitig in der Kita oder in der Schule ankommen. Mittags nörgeln die Kinder beim Essen, weil sie einfach müde und gescha sind. Das ema Schulaufgaben und diese zügig zu erledigen, sorgt auch omals für hitzige Diskussionen in der Familie. Und allabendlich wiederholt sich das leidige ema, wann das Kind ins Bett gehen soll. So kann man im Familienalltag leicht den Blick für das Positive verlieren, nämlich für das Lo-


Hauptsache

bens- und Liebenswerte der eigenen Kinder. Viele Eltern loben ihre Kinder viel zu wenig, obwohl bekannt ist, dass ein aufrichtiges Lob zur richtigen Zeit manchmal Wunder bewirken kann.

zu wenig positive Bestätigung, könnten sie sogar ein negatives Selbstbild entwickeln.

„Tadeln ist leicht; deshalb versuchen sich so viele darin. Mit Verstand loben ist schwer; darum tun es so wenige.“ Anselm Feuerbach (Deutscher Maler, 1829-80)

Sich anerkennend zu äußern, scheint nicht jedem Menschen leicht zu fallen. Aber gerade für unsere Kinder ist es eine wichtige Form der wohlwollenden Zuwendung und positiven Rückmeldung. Warum Loben so wichtig ist

Ein Lob erhöht das Wohlbefinden des Kindes, stärkt das Selbstwertgefühl und auch das Selbstvertrauen. Die Kinder fühlen sich angenommen, wertgeschätzt und in ihrem Tun bestätigt. Gelobt zu werden, sorgt für gute Gefühle und macht einen stolz. Es motiviert zu weiteren Leistungen oder sich neuen Herausforderungen zu stellen. Aus neurobiologischer Sicht können eine wohlwollende Geste, ein aufmunternder Blickkontakt oder lobende Worte die Ausschüttung von körpereigenen Glückshormonen aktivieren. Zu wenig Aufmerksamkeit, Beachtung oder das Gefühl, etwas falsch zu machen, sorgt hingegen beim Kind für Stress und daraus kann sich leicht eine Negativspirale entwickeln. Das Kind fühlt sich „nicht gut genug“, es verliert vielleicht sogar das Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten. Es könnte durch diese Sinnesempfindung sogar Unsicherheiten und Ängste entwickeln. Diese Gefühle und die durch Stress ausgelöste körperliche Anspannung hemmen bekanntlich die Lernleistung. Bekommen Kinder

Manchmal bin ich als Kinderyogalehrerin bzw. Kindercoach sehr betroffen, wenn von den Kindern eine Tabelle mit den eigenen Stärken und Schwächen ausgefüllt werden soll. Die Schwächen werden rasch aufgelistet. Häufige Beispiele: Ich bin zu blöd, ich bin faul, ich bin trödelig. Ich kann mich nicht konzentrieren, ich bin frech und ich bin schlecht in der Schule (komme nie aufs Gymnasium (!)... ).>

Wir sind wieder da!

Schuh-Outlet alle Damen-, Herren- u. Kinderschuhe bis zu

70% reduziert

am 29. März Neueröffnu.-nFr.g9 -18 Uhr, Sa. 9 -13 Uhr Öffnungszeiten: Mo

Schuh-Outlet, Bahnhofsstraße 16, 29553 Bienenbüttel


Hauptsache

Die Seite mit den eigenen Stärken bleibt omals unausgefüllt. Gemeinsam mit den anderen Kindern beschreiben wir die positiven Eigenschaften, welche das jeweilige Kind so einzigartig und besonders macht, oder was es gut kann. Die Kinder sind dann selber ganz berührt, welch tolle Stärken und Besonderheiten sie in sich tragen. Diese sollten lobend hervorgehoben werden, denn genau diese Bestätigung der besonderen Eigenschaen festigt das Kind innerlich und lässt das Selbstbewusstsein wachsen. Es macht das Kind stark für den (Schul-)Alltag. Mit einem aufrichtigen Lob können Eltern dem Kind helfen, sich gut zu fühlen und neue Sicherheit im Selbstvertrauen zu gewinnen. Denn wer mag schon ständig kritisiert werden und das Gefühl haben, sich immer mehr anstrengen zu müssen?

16 Zitrus_7/2014

Was ist beim Loben zu beachten?

Beim Schreiben dieses Beitrages habe ich mir die Frage gestellt, ob ich von meinen Eltern eigentlich gelobt wurde. An ein aufrichtiges Lob von Herzen kann ich mich nicht wirklich erinnern, aber an Sätze wie „Du kannst es noch besser machen“, oder „Streng dich doch noch mehr an...“. Vielleicht wussten meine Eltern damals noch nicht um die Auswirkung von Stress, und dass eine Ermunterung und anerkennende Worte für Kinder so wichtig und heilsam für die Kinderseele sind. Heute weiß die Wissenscha, wie bedeutsam die Auswirkung von positiver Bestätigung ist. „Lob ist das Salz in der Suppe des Alltags“, so beschreibt es der Erziehungswissenschaler Prof. Dr. Kurt Czerwenka (Seniorprofessor) von der Leuphana Lüneburg. Selbst in den Chefetagen wird gelehrt, wie ein gezieltes Loben der Mitarbeiter für ein besseres Betriebsklima sorgen und die Motivation steigern kann. Anerkennende Worte sollten etwas Selbstverständliches und Alltägliches sein. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass sparsam und effektiv gelobt wird. Ansonsten kann der Reiz der positiven Gefühle schnell abstumpfen. Positive Zustimmung und gelobt zu werden ist sehr wichtig für das Erlernen neuer Dinge, dies belegen aktuelle Studien der Neurowissenschaler. Aber wer ständig und alles gutheißt, tut dem Kind auch keinen Gefallen. Ein Dauerlob kann die Gefahr in sich bergen, dass Kinder sich nur noch bemühen, um Lob und Anerkennung von den Eltern zu erhaschen. Es könnte die Entwicklung der Eigenständigkeit und die Motivation, neue Dinge zu lernen, hemmen. Kinder müssen auch lernen, dass sie eben nicht immer alles perfekt als „Superbester“ machen können, denn bekanntlich gilt „Nobody is perfekt“. Man sollte seinem Kind aber auch Anerkennung schenken,


Hauptsache

Foto: www.fotolia.de

wenn es sich bemüht hat. Es geht nicht darum, die Intelligenz oder Ergebnisse zu loben, sondern die Anstrengung und Mühe. Hat das Kind sich beispielsweise intensiv auf eine Klassenarbeit vorbereitet und es ist dann doch keine supergute Note geworden, verdient das Kind eine positive Bestätigung. Ein echtes Lob sollte auch niemals an Erwartungen geknüp sein, wie zum Beispiel: „Super, dass du in der Mathearbeit eine Drei geschrieben hast, aber das nächste Mal sollte es eine glatte Zwei sein. Und bemüh dich einfach, besser zu schreiben…“ Ein Lob sollte immer ganz gezielt ausgesprochen werden, damit das Kind genau weiß, wie und wofür diese Worte gemeint sind. Ein einfaches „Das hast du aber gut gemacht“ oder „Du hast dich ja toll angestrengt“, sind allgemeine Aussagen. Wird aber ganz konkret und detailliert die Belobigung beschrieben, weiß das Kind genau, wofür es diese Anerkennung bekommen hat. Um Kinder positiv zu bestätigen reicht auch manchmal schon ein nonver-

Einige Kinder bekommen für sehr gute Schulnoten manchmal ein „Honorar“ für ihre Leistung. Man sollte aber immer Belohnung und Lob voneinander trennen, denn eine Anerkennung ist eine Herzensangelegenheit und sollte nicht in Form von materieller Entlohnung ausgedrückt werden. Und noch ein Tipp:

Kinder sollten nicht mit anderen verglichen werden, sondern die eigenen kleinen Fortschritte sollten durch ein aufrichtiges Lob ins richtige Licht gerückt werden. So gewinnt das Kind mehr Selbstvertrauen, sich auch selber mehr zu trauen. Also: Heute schon gelobt?

Jetzt anmelden!

Wassersport wirkt! Bei über 50 Kursen pro Woche haben Sie die Wahl – gezieltes Muskeltraining mit Aquaback® oder Aqua-BBP, Ausdauer und Kondition mit AquaCycling, Beweglichkeit und Balance mit Aqua-Pilates oder Aqua-Balance … Jetzt anmelden: Tel. 04131 723-0. 12. April, 10–14 Uhr: Familien- u. Babysauna Infos: www.salue.info

bales Signal, wie zum Beispiel ein wohlwollendes Nicken, ein zustimmendes Augenzwinkern, ein Schulterklopfen oder einfach eine Geste wie Daumen hoch.

Uelzener Str. 1–5 · www.salue.info

17 Zitrus_7/2014


Foto: www.fotolia.de © grafikplusfoto

Für Mamas & Papas

Mein Kind ist 'besonders':

Leben mit Behinderung Text: Christine Dittmann

S

ebastian ist fünf Jahre alt und geht in den Kindergarten. Für ihn wurde ein Integrativ-Platz eingerichtet und er fühlt sich sehr wohl in der Gruppe. Trotzdem ist er besonders, denn er ist ein Kind mit Down-Syndrom. Seine Eltern Barbara und Jochen überlegen, wo er eingeschult werden soll. Ungefähr eine halbe Millionen Kinder und Jugendliche mit Behinderungen leben in Deutschland. Zweiundzwanzig Prozent davon besuchen laut einer Untersuchung der Bertelsmann-Stiung eine Regelschule. „Egal, ob er in eine Förderschule geht oder in eine Regelschule, Sebastian wird ein besonderes Kind bleiben“, sagt Diplom-Pädagogin Gabriele Richter. „Bei allen Entscheidungen ist es wichtig, nach den Bedürfnissen des Kindes zu fragen.“ Barbara findet, Sebastian sollte mit anderen Kindern im Dorf zusammen sein. Ihr Mann Jochen dagegen befürchtet, dass er ausgegrenzt wird. Er wünscht sich, dass sein Sohn eine Förderschule besucht, denn dort sind die Lehrer speziell ausgebildet. Das Für und Wider in Sachen Schule ist nur ein Problem, mit dem sich Eltern von Kindern mit Beeinträchtigungen auseinandersetzen 18 Zitrus_7/2014

müssen. Sie müssen mehr oder andere Entscheidungen für ihr Kind treffen, als Eltern von nichtbehinderten Kindern. Das strapaziert häufig die Beziehung. Menschen mit einer Behinderung brauchen mehr Schutz, Fürsorge und Geduld. Trotzdem haben sie auch ein Bedürfnis nach Selbstbestimmung. „Damit das Kind seine Umwelt entdecken kann, sollten die Eltern einen geeigneten Rahmen schaffen, in dem es lernen und sich entfalten kann, ohne sich oder andere zu gefährden“, weiß die ehemalige Abteilungsleiterin eines Wohnheims für Menschen mit Behinderungen aus Erfahrung. Heute berät sie Menschen in Krisensituationen in ihrem „Freiraum für Beratung“ mit dem mutmachenden Namen „Gescha“. Sie bietet Beratung und Unterstützung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in belastenden Situationen, bei Lebensveränderungen oder als Vorbereitung oder Überbrückung zu einer erapie an. Fürsorge oder Überforderung

Zur Sorge um Sohn oder Tochter kommen Alltagsaufgaben, die je nach Grad der Behinderung viel Zeit und Geduld fordern, manchmal überfordern. Einige Paare zerbrechen daran, andere


Für Mamas & Papas

wachsen durch die gemeinsame Aufgabe zusammen. „Während ein Partner überfürsorglich ist, fordert der andere mehr vom Kind. Beide Rollenbilder sind gut, denn Erziehung eines Kindes mit Beeinträchtigung ist eine Gratwanderung zwischen Überfürsorglichkeit und Überforderung“, so die Diplom-Pädagogin, die eine fünf-

Selbsthilfegruppen

Fühlt sich ein Partner unverstanden oder hat das Gefühl, sich ganz aufopfern zu müssen, gerät nicht nur die Paarbeziehung in eine Schieflage. Bei einigen Eltern schwingt auch die Schuldfrage immer unterschwellig mit. „Beherrschen diese

„Gespräche mit Gleichgesinnten oder eine

beratende Unterstützung können helfen“. zehnjährige Erfahrung mit Menschen mit Behinderungen hat. Hinzu kommt der Umgang mit dem Umfeld. Trotz Inklusion und Integration gibt es zahlreiche Vorurteile. Angst vor Ausgrenzungen kann dazu führen, die Kinder vor Fremdkontakten schützen zu wollen. Das führt zur Isolation der ganzen Familie und könnte die Paarbeziehung überlasten. „Hier können Selbsthilfegruppen oder eine individuelle Beratung helfen, das soziale Umfeld nicht mehr zu meiden“, meint Gabriele Richter.

Gedanken den Alltag, ist es Zeit, Hilfe zu suchen. Gespräche mit Gleichgesinnten oder eine beratende Unterstützung können helfen“, sagt Gabriele Richter. In einer Selbsthilfegruppe steht der Austausch mit anderen Eltern im Vordergrund. Barbara hat dort wertvolle Tipps über Fördermöglichkeiten, Adressen von Ärzten und erapeuten erhalten. Ebenso hat sie das Gefühl kennengelernt, mit dieser Situation nicht alleine zu sein. >

Gabriele Richter Dipl. Pädagogin Ortelsburger Str. 16a I 21337 Lüneburg I Fon: 0 41 31 - 609 10 05 Mail: richter@geschafft-beratung.de I Web: www.geschafft-beratung.de 19 Zitrus_7/2014


Für Mamas & Papas

Fremdbetreuung – Angst, Verantwortung abzugeben

Eltern mit behinderten Kindern haben eine besondere Verantwortung. Umso schwerer fällt es ihnen, Verantwortung wieder abzugeben. Betreuung durch vertraute Personen würde die Eltern entlasten und ihren Alltag erleichtern. „Wenn sich alles um das Kind dreht, ist es wichtig für ein Paar, sich gemeinsame Freiräume zu organisieren. Außerdem braucht jeder auch Zeit für sich und seine Hobbys.“ Großeltern, Nachbarn und Freunde können für das Kind eine willkommene Abwechslung sein und zeitweise die Betreuung übernehmen. Selbst bei schweren Behinderungen ist das mit Unterstützung von Profis wie z.B. mobilen Diensten möglich. Wird das Kind größer, kann es in Kindergarten oder Schule betreut werden. Dass Sebastian eines Tages zur Arbeit geht, können sich Jochen und Barbara noch nicht vorstellen. Doch Arbeit ist sinnvoll und fördert das Selbstbewusstsein und die sozialen Kompetenzen. „Schon mit Beginn der Pubertät sollten sich Eltern bewusst darüber Gedanken machen, wie ihr Sprössling als Erwachsener leben könnte“, rät Gabriele Richter. „Das betreute Leben in einem Wohnheim oder andere Wohnformen bietet vielen Menschen mit Handicap eine Chance, sich zu entfalten. Sie dürfen und sollen eigene Entscheidungen für sich treffen. Dazu gehört das Lernen durch Erfahrungen, das sowohl Erfolge als auch Misserfolge beinhaltet und dennoch zur Entfaltung der Persönlichkeit führt.“ Sexualität ist ebenfalls ein Tabuthema. Doch die Jugendlichen haben, wie andere auch, das Bedürfnis nach Nähe und Zärtlichkeit. „In den Augen der Eltern bleibt ihr Sebastian immer ein

20 Zitrus_7/2014

Kind, das sie beschützen müssen“, sagt sie verständnisvoll. Doch auch behinderte Menschen kommen in die Pubertät, nur später. „Deshalb brauchen die Jugendlichen die Möglichkeit sich auszuprobieren, wenn auch in einem vorgegebenem Rahmen. Wenn es dann eine unerwiderte Liebe gibt, dann ist das schmerzha, aber es gehört zum Leben dazu“, klärt die Diplom-Pädagogin auf. Eltern von behinderten Kindern fällt es häufig sehr schwer, loszulassen und zu vertrauen. Gerade, wenn sie ihr eigenes Leben fast aufgegeben haben, um ihr Kind groß zu ziehen. „Doch so einige Eltern sind sehr überrascht und damit ebenso erleichtert, wenn sie ihr erwachsenes Kind dann im Wohnheim oder anderen Wohnformen besuchen und erleben, welche Fortschritte es im neuen Umfeld gemacht und wie es sich weiterentwickelt hat“.

Diplom-Pädagogin Gabriele Richter


Kunterbunt

Lüneburg wählt den Oberbürgermeister Am 25. Mai steht in Lüneburg die Wahl des Oberbürgermeisters an. Für sieben Jahre müssen die Lüneburgerinnen und Lüneburger den politischen Repräsentanten und die Leitung der Verwaltung der Hansestadt wählen. Zur Wahl stehen der derzeitige Oberbürgermeister

Ulrich Mädge (SPD), Claudia Schmidt (Bündnis 90/Die Grünen), Michél Pauly (Die Linken) und Eckard Pols (CDU). Zitrus sprach mit Amtsinhaber Ulrich Mädge und dem jüngsten Kandidaten Michél Pauly über ihre Ziele und Lüneburg als Familienstadt. >

Herausforderer Michél Pauly, Die Linken:

Oberbürgermeister Ulrich Mädge, SPD:

Geboren am 29. Januar 1985 in Berlin Beruf: Wirtschas- und Sozialwissenschaler, Angestellter (Assistent der Geschäsleitung) Hobbys: Fahr- und Rennradfahren, Pilze Sammeln und Fotografieren

Geboren am 11. Juni 1950 in Vienenburg/Am Harz Beruf: Diplom-Verwaltungswirt (FH) Familienstand: verheiratet, zwei Söhne Hobbys: Wandern, Skilanglauf, Radfahren

21 Zitrus_7/2014


Kunterbunt

Michél Pauly - Ökonom mit Blick auf das Ganze

Zitrus: Sie sind 29 Jahre alt. Im Falle eines Wahl-

siegs wären Sie Lüneburgs jüngster Oberbürgermeister. Was befähigt Sie besonders, dieses Amt zu stemmen? Michél Pauly: Eine Stärke von mir ist wohl, dass ich Vorschläge nicht danach bewerte, von wem sie kommen, sondern wie sich ihre Umsetzung auswirken würde. Zu o werden in Lüneburg politische Entscheidungen im Rathaus entlang von jahrzehntelang gewachsenen Freund- oder Feindschaen getroffen. Davon bin ich frei. Auch hätte ich die spannende Situation, dass sich im Rat von ema zu ema wechselnde inhaltliche Mehrheiten finden müssten, da ich keine Mehrheit durch eine Mehrheitsgruppe hätte, die alle Entscheidungen mitträgt, selbst wenn sie grundfalsch sind. Das gäbe dem Rat die Funktion, die er auch haben sollte – Kontrollorgan und Richtliniengeber wichtiger Entscheidungen und nicht Gremium, das Entscheidungen o nur abnickt. Als Ökonom pflege ich außerdem auf einen effizienten Einsatz städtischer Gelder zu achten und kann mein wirtschaliches Wissen auch in den stadteigenen Unternehmen einbringen. Zitrus: Sie machen sich für ein Lüneburger Stadtwerk stark. Worin liegt der Vorteil für einen kommunalen Energielieferanten? Michél Pauly: Wir wollen als Gesellscha mehr erneuerbare Energien, dezentralen und bezahlbaren Strom. Das Geschäsmodell der Stromkonzerne baut auf Atomkra und großen zentralistischen Kohlekrawerken auf. Eigene Stadtwerke hingegen bauen auf kleinteiligere Lösungen, auf Kooperationen mit Bürgerwindparks. Regelmäßig bieten Stadtwerke günstigere Tarife an als die Monopolisten und bauen auf erneuerbare Energien. Außerdem rentieren Stadtwerke sich für die Kom-

22 Zitrus_7/2014

mune. Um Lüneburg herum gibt es in jede Himmelsrichtung erfolgreiche Stadtwerke, ob in Uelzen oder in Hamburg „Hamburg Energie“. Zitrus: Die Mietkosten steigen, ebenso wie die Nebenkosten und nicht jeder kann sich ein Eigenheim leisten. Wo und wie sollen Lüneburgs Familien in Zukun leben?

Michél Pauly: Wir brauchen zusätzlichen sozialen Wohnungsbau. Da ist ein Projekt wie das der LüWoBau auf dem Gelände der ehemaligen St. Ursula-Schule nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Es werden in der Stadt mehr als tausend Wohnungen zusätzlich benötigt, um den Mietmarkt so zu entspannen, dass man auch mit geringem Einkommen oder als Bezieher von Arbeitslosengeld noch in Lüneburg leben kann. Dies muss Vorrang haben vor Prestigebauten wie dem Neuen Museum oder dem „Audimax“, in das alleine fünf Millionen Euro städtisches Geld fließen. Zitrus: Krippen- und Kitaplätze wurden in den vergangenen Jahren kräig ausgebaut. Wie sieht es denn mit dem Ausbau der Ganztagsschulen aus? Hier besteht bei vielen berufstätigen Eltern ein großer Bedarf an der nachmittäglichen Betreuung ihrer schulpflichtigen Kinder.

Michél Pauly: Das Ganztagsschulangebot in Lüneburg weitet sich bereits aus, das werden wir in den nächsten Jahren auch merken. O sehe ich aber, dass Mittel zum Umbau von Schulen in Ganztagsschulen schlicht abgegriffen werden ohne tatsächliche Stärkung der Strukturen. Da werden notwendige Aus- oder Umbauten, die bei der jeweiligen Schule ohnehin angefallen wären, aus Ganztagsschulmitteln bezahlt. Das ist natürlich eine Form des Missbrauchs dieser Mittel, der auören muss.


Kunterbunt

Ulrich Mädge: „Immer neue Ideen für Lüneburg“

Zitrus: Sie sind als Oberbürgermeister oberster

Zitrus: Krippen- und Kitaplätze wurden in den

politischer Repräsentant und Leiter der Verwaltung der Hansestadt Lüneburg. Was erachten Sie als Ihre wichtigste Aufgabe?

vergangenen Jahren kräig ausgebaut. Wie sieht es denn mit dem Ausbau der Ganztagsschulen aus? Hier besteht bei vielen berufstätigen Eltern ein großer Bedarf an der nachmittäglichen Betreuung ihrer schulpflichtigen Kinder.

Oberbürgermeister Ulrich Mädge: Ständig neue Ideen für Lüneburg zu entwickeln. Dabei orientiere ich mich eng an den Bedürfnissen, Wünschen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger, von Vereinen und Initiativen und aus der Wirtscha. Ich sitze schließlich nicht nur an meinem Schreibtisch im Rathaus und lenke das Unternehmen Hansestadt, sondern ich bin auch o in der Stadt unterwegs, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Das ist mir wichtig. Manche Idee ist auf dem Weg zur Arbeit entstanden, wenn ich mich im Bus aus Kaltenmoor in die Stadt mit anderen Fahrgästen unterhalten habe. Zitrus: Sie haben sich die behutsame Entwick-

lung neuer Wohngebiete und die Schaffung bezahlbarer Wohnungen auf die Fahnen geschrieben. Wo werden sich künig Familien in Lüneburg niederlassen können? OB Ulrich Mädge: Familien, die sich für Einfamilienhäuser interessieren, sind zum Beispiel im Rosenkamp oder am Pilgerpfad-Süd gut aufgehoben. Daneben werden in den nächsten Jahren aber auch Mehrfamilienhäuser entstehen, in denen es auch für Familien bezahlbaren Wohnraum gibt. Ich denke hier besonders an die Weiterentwicklung des Schlieffen-Parks. Bereits im Hanseviertel haben wir Mischformen von Einzelhaus- und Mehrfamilienhausbebauung. Wir sind eine wachsende Stadt und es ist sicher nicht immer leicht, eine geeignete Wohnung zu finden. Da versuchen wir zu helfen, wo wir können.

OB Ulrich Mädge: Den Bedarf sehen wir auch. Daher sind neun Schulen in der Hansestadt Lüneburg schon jetzt Ganztagsschulen. Wir sind mit den Schulleitungen aller anderen Schulen im Gespräch, denn es genügt nicht, wenn wir als Stadt nur zusätzliche Räume bauen, auch das pädagogische Konzept muss passen. Ich denke, wir sind auf einem guten Weg. Bis 2020 werden alle Lüneburger Schulen Ganztagsschulen sein. Der adäquate Ausbau der Schulen stellt für die Stadt eine hohe finanzielle Belastung dar. Hier erhoffen wir uns Hilfe von einem Ganztagsschulprogramm des Landes Niedersachsen, das im August startet. Zitrus: Sie handeln gern nach der Prioritätenfolge: notwendig – nützlich – angenehm. Nennen Sie doch bitte je ein Beispiel dafür, welche Anschaffung in diesem Jahr notwendig, welche nützlich und welche angenehm sein wird.

OB Ulrich Mädge: Wir haben mit dem Land Niedersachsen einen Zukunsvertrag zur Entschuldung unterzeichnet. Anschaffungen, die lediglich angenehm sind, werden wir deshalb nicht durchführen. Absolut notwendig ist aber zum Beispiel der Ausbau der Krippe und Kita im Hanseviertel. Die Sanierung der Großen Bäckerstraße ist nicht unbedingt notwendig, aber nützlich. Denn da der Abwasserkanal dort erneuert werden muss, nutzen wir die Chance, um die Granitplatten zu ersetzen. Das spart auch Geld ein und unser „Kauaus Lüneburg“ wird für Einheimische und Gäste noch attraktiver. 23 Zitrus_7/2014


Kindernachrichten

In den Süden und wieder zurück

S

cheinbar unendlich viele Vögel ziehen über unsere Köpfe hinweg, denn bald wird es Sommer in Deutschland. Mit dem Frühling kommen auch die Zugvögel wieder aus ihrem Winterquartier im Süden, wie zum Beispiel Westafrika, zurück. Der Storch und der Kranich sind zwei der bekanntesten Zugvogelarten. Eigentlich treten alle Zugvögel ihren Weg in den Süden vor dem Winter in Deutschland an, weil sie aufgrund der Kälte keine Nahrung mehr finden können.

Allerdings fliegen einige Vogelarten gar nicht mehr aus Deutschland weg, da es ihnen aufgrund des Klimawandels nicht mehr kalt genug wird. Denn solange der Boden bei uns nicht gefroren ist, finden sie noch genug Nahrung, um zu überleben. Die Vögel, die im Frühjahr von ihrer langen Reise zurückkehren, haben es sehr schwer, denn dann sind die meisten Bruthöhlen bereits von den daheim gebliebenen Vögeln besetzt.

Massentierhaltung

V

ielleicht weißt Du schon, dass die Menschen in Deutschland gerne viel Fleisch essen, und es deshalb billig sein soll. Darum werden Tiere in Massen gehalten. Massentierhaltung bei Schweinen bedeutet, sehr viele Tiere müssen sich einen Stall teilen. Dieser hat kein Fenster und damit die Schweine sich nicht gegenseitig den Ringelschwanz abbeißen, wird dieser kurz nach der Geburt abgeschnitten. Etwa sechs Monate hat ein Schwein Zeit, um fett zu werden und hundertzwanzig Kilo auf die Waage zu bringen. Dafür bekommt es Spezialfutter. Damit es nicht krank wird, erhält es außerdem Medikamente. Bevor die Tiere geschlachtet werden, müssen sie im Laster zum Schlachthof transpor24 Zitrus_7/2014

tiert werden. Das Verladen und die Fahrt machen ihnen Angst. Auch Hühner und andere Geflügelarten werden o in ähnlichen Verhältnissen gehalten. Sie dürfen nicht ins Freie, sehen niemals die Sonne oder grüne Wiesen. Artgerechter leben die Tiere auf einem Bio-Bauernhof. Sie dürfen nach draußen, leben länger und haben mehr Platz. Doch das BioFleisch ist dann mehr als doppelt so teuer als Fleisch aus Massentierhaltung. Jeder kann und muss selbst entscheiden, wie viel und welches Fleisch er kau…

www.fotolia.de

ErdBär


B uc

h

TIPPS von Zitrus-Autorin Cathrin Claußen

Lies mich

Mit Kindern reden, leben, lachen

Antje Damm – Frag mich! Erweiterte Erfolgsausgabe,

Mit Tulipan durchs ganze Jahr, Tulipan

Moritz Verlag, ab 5 Jahren, 15 €

Verlag, 0-99 Jahre, 24,95 €

Hast du den Mond schon mal aufgehen sehen? Woran schnupperst du gerne? Warum haben deine Eltern deinen Namen ausgesucht? 118 ganz unterschiedliche, ungewöhnliche, phantasievolle, spannende Fragen auf 118 quadratischen, bunten Seiten regen an, mit (seinen) Kindern ins Gespräch zu kommen. Jeder Frage ist ein witziges, schönes, besonderes, o auch weitere Fragen aufwerfendes Bild oder Foto gegenübergestellt. Unweigerlich kommen so Kinder wie Erwachsene beim Blättern und Bilder Angucken ins Erzählen, Nachdenken und Weiterfragen.

Dieses dicke Hausbuch begleitet die ganze Familie mit wunderschönen Illustrationen und tollen Anregungen für Aktivitäten Monat für Monat durchs Jahr. Gedichte, Lieder, Bräuche, Rituale, Spielanleitungen, Bastelideen, Geschichten, Rezepte und vieles mehr füllen diese Schatzkiste, die nie wieder Langeweile auommen lassen sollte. Wie die Monate zu ihren Namen kommen, wie man Stockbrot macht, warum der Osterhase die Ostereier bringt, wie man „Verliebt, verlobt, verheiratet“ spielt – all das und vieles mehr erfährt man hier und erhält damit viele neue Möglichkeiten, schöne Stunden mit der Familie zu verbringen.

Alexandra Maxeiner/Anke Kuhl Alles Familie! Klett Kinderbuch, ab 5 Jahren, 13,90 €

Endlich ist eine neue Ära der Bilderbuchfamilie angebrochen, denn alle möglichen Familienformen werden in diesem Buch anschaulich, heiter, kindgerecht und leicht verständlich vorgestellt: Patchworkfamilie, Adoptivfamilie, Regenbogenfamilie, alleinerziehende Eltern nebst all den vielen Eigenheiten, die es so gibt – alles ganz normal, alles Familie. Jede ist anders, jede ist einzigartig. Auch schwierige emen wie Scheidung, Vernachlässigung und Gewalt in der Familie werden aufgegriffen, ohne dabei zu moralisieren oder zu problematisieren. Ein Buch, das Lust macht, miteinander zu reden und zu lachen und einander zuzuhören. Großartig illustriert. Auch toll und in gleicher Aufmachung: Alles Essen!

Große Schülermesse am Freitag, 23. und Sonnabend, 24. Mai!

Es gibt neue Schulsachen: Lernhilfen, Stifte, Bücher, Hefte, Rücksäcke u.v.m..

Achtung! ben -Sonnabend ha se es Am M Uhr 16 s bi 9 : et fn wir länger geöf Am Dorfplatz 9 · 21398 Neetze Tel. 05850 - 972161 · www.leseratte-neetze.de

Öffnungszeiten: Montag-Donnerstag: 9-12.30 Uhr und 14-18.30 Uhr, Freitag: 9-18.30 Uhr, Sonnabend: 9-13 Uhr

25 Zitrus_7/2014


Fotos: Aenne Bauck

Spielplatztest

T finden w Einfache Baum r Balanc

Sich wie wild drehen und gleichzeitig schaukeln, das macht Maresi (7) und Mio (6) besonders SpaĂ&#x;.

Spielen

am Ros

Ein Tunne und Durchrut s

26 Zitrus_7/2014


Spielplatztest

Tolle Idee, wir Eltern: mstümpfe egen zum cieren an.

n

Serie

senkamp

el zum Verstecken tschen. „Das ist cool“, sagt Mio.

Schade, das Wasserspiel ist noch nicht in Betrieb.

I

n Lüneburg gibt es rund 110 städtische Spielund Bolzplätze. Besonders die Spielplätze möchten wir Zitrus-Mamas und -Papas mit unseren Sprösslingen für Sie testen. Ist das Klettergerüst schon alt und morsch? Rutscht die Rutsche wirklich gut? Wie ist die Qualität der Spielgeräte? Und vor allem: Was macht am meisten Spaß?

Für unseren Test besuchten wir den Spielplatz am Rande des Neubaugebiets Rosenkamp an der Schmiedestraße. Ein bisschen versteckt hinter Bäumen und Hecken liegt er. Der Spielplatz ist wie das Wohnviertel neu und in einwandfreiem Zustand.

Unser Gesamturteil Ein toller Spielplatz mit viel Grün drum herum und Bänken, von denen aus wir Eltern die Kinder überall im Blick haben. Schön sind die Anpflanzungen der jungen Bäume, zwischen denen prima Verstecken gespielt werden kann. Leider war das Wasserspiel zum Testzeitpunkt Anfang März noch nicht in Betrieb. Ein grundsätzlicher Nachteil: Der Spielplatz liegt etwas außerhalb und ist für Nichtanwohner nur mit dem Auto oder per Fahrrad zu erreichen. Zwei Eimer. 1 = Langweilig & ungepflegt 2 = gut bespielbar 3 = Kinderparadies

27 Zitrus_7/2014


Kinder Kinder Max und Stina

Adrian Fritz

Jugend musiziert Text & Fotos: Stefanie Diekmann

V

iele Kinder und Jugendliche spielen ein Instrument. Einige davon sogar so gut, dass sie erfolgreich am Wettbewerb „Jugend musiziert“ teilgenommen und sich für den Landesentscheid qualifiziert haben. Andere spielen einfach nur so für sich, sind in einer Schulband oder finden ihr Instrument ganz einfach cool. Zitrus hat mit fünf Kindern gesprochen und sie gefragt, warum sie musizieren und wie sie dazu gekommen sind. Max und Stina sind ein halbes Quartett

Max und Stina sind die eine Häle eines Hornquartetts, das sich bei „Jugend musiziert“ mit einem ersten Platz für den Landesentscheid qualifiziert hat. Max Knobelsdorf ist dreizehn Jahre alt und spielt seit sieben Jahren Horn. Er hat das Horn zu seinem sechsten Geburtstag 28 Zitrus_7/2014

bekommen, nachdem er es im Musikgarten, der musikalischen Früherziehung, kennen gelernt hat. „Max ist erst mit sieben Jahren in die Schule gekommen. Damit es ihm in der Zwischenzeit nicht langweilig wird, haben wir uns damals entschlossen, ihn mit dem Horn beginnen zu lassen“, berichtet Max Mutter. Stina Knobloch ist vierzehn Jahre alt und hat mit fünf Jahren mit dem Hornspiel begonnen. Sie erklärt die frühe Leidenscha für dieses ungewöhnliche Instrument ebenso begeistert wie pragmatisch: „Das Horn wurde gerade frei, weil meine große Schwester gewechselt hat. Und da unsere ganze Familie sehr musikalisch ist und ich dieses Instrument schon bei meiner Schwester kennen gelernt hatte, lag die Entscheidung nah.“ Max und Stina werden in Bienenbüttel von Andreas Vesper unterrichtet und sind auch Mit-

glieder vom Michaelis Brass, einem Chor von Blechbläsern, der ebenfalls von ihrem Lehrer geleitet wird. Sie sind sich einig, dass das Hornspielen und besonders das Musizieren mit den andern Kindern und Jugendlichen ihnen großen Spaß macht. Sie üben fast jeden Tag, wobei die Übungszeit beim Horn jeweils nicht länger als eine Viertelstunde sein sollte. „Das Spielen ist sehr anstrengend, weil man einen großen Druck aufbauen muss. Das stärkt die Lungen und ist ganz nebenbei eine sehr gute erapie für Max’ Asthma“, erklärt seine Mutter. Beide spielen noch in anderen Bands und Orchestern. Stina unter anderem in Lüneburg, Max spielt in der Big Band seiner Schule, was für ihn bedeutet, einmal in der Woche zusätzlich bis zur zehnten Stunde in der Schule zu bleiben. Eine zeitliche Belastung, die


Kinder Kinder

Silas und Jost

aber durch den Spaß allemal wieder wettgemacht wird. Dennoch ist die schulische Belastung, besonders durch G8 der Grund dafür, warum viele Kinder das Musizieren schließlich aufgeben. Auch Max erzählt, dass er fast der einzige in seinem Freundeskreis sei, der noch ein Instrument spiele. Aber er wolle es auf keinen Fall

aufgeben, es bliebe trotzdem noch genug Zeit für das Versorgen seiner Fische und Reptilien, den Sport, die Feuerwehr und das Comiclesen. Das Quartett bereitet sich gerade auf den Landesentscheid von „Jugend musiziert“ Ende März in Hamburg vor. „Eigentlich würden wir ja in Hannover starten, aber

zeitgleich zum Termin in Hannover steht auch mein Frankreichaustausch an. So dürfen wir ausnahmsweise an dem Entscheid in Hamburg teilnehmen. Das ist toll, dass das möglich gemacht wurde, so kann ich zum Wettbewerb und auch nach Frankreich, worauf ich sonst verzichtet hätte“, erklärt Stina.>

»FIT IN music« · Soltauer Straße 40 · 21335 Lüneburg · T: 0 41 31 / 9 27 54 35 · E-Mail: lueneburg@fitinmusic.de

29 Zitrus_7/2014


Kinder Kinder

Schon vor der Schule am Klavier

Preisgeld von fünfzehn Euro gefällt ihm und macht ihn stolz, Adrian Fritz ist zehn Jahre alt verrät seine Mutter augenzwinund spielt seit fünf Jahren Klakernd. „Adrian und sein Klavier vier. Er hat bei „Jugend musisind schon etwas Besonderes“, ziert“ in diesem Jahr in seiner erzählt sie. „Wenn wir aus dem Altersgruppe einen ersten Platz Urlaub zurück kommen und der gemacht. Während ich mit ihm Rest der Familie zunächst in spreche, spielt er mir am Flügel den Brieasten schaut oder ins seine Stücke vor und erzählt, eigene Zimmer geht, setzt sich dass er schon morgens vor der Adrian als allererstes ans Klavier Schule eine Stunde übt. Dann und spielt.“ Unterrichtet wird er ist der Nachmittag frei für Vervon seinem Vater Dietmar Fritz. abredungen und andere HobAußerdem spielt Adrian seit bys. Sport und Modellbau sind zwei Jahren Trompete und hat seine anderen auch auf diesem Instrument großen Leidenschon mehrere erste Preise beim schaen. Wettbewerb „Jugend musiziert“ gewonnen. Im Posaunenchor der Das Klavierspiel Kirchengemeinde Bienenbüttel macht ihm gro- spielt Adrian seit einiger Zeit als ßen Spaß, das jüngstes Mitglied. kann man sehen. Beson- Gitarre ist cool Darüber sind sich Silas Meier ders mag er und Jost Diekmann einig. Sie das Musizieren zusind beide zehn Jahre alt und sammen mit anderen Kindern. bekommen seit zweieinhalb Die Vorbereitungszeit für die bzw. zwei Jahren GitarrenunterKinder beginnt bereits bis zu richt in der Lüneburger Musikeinem Dreivierteljahr vor dem schule „FIT IN music“. Silas übt Wettbewerb, in der Regel werden drei bis fünf Stücke einstu- fast jeden Tag und spielt auch manchmal nur so, wenn ihm ein diert. Für die ZusammenstelLied oder ein Akkord einfällt. lung der Stücke gibt es genaue Vorgaben. Es macht ihm nichts Seine Begeisterung für das Gitarre spielen hat er bei einer aus, auf der Bühne zu stehen, ganz im Gegenteil. An „Jugend Paddeltour mit der Familie und Freunden in Frankreich entmusiziert“ findet er toll, dass deckt: „Dort haben wir immer man für seine Teilnahme eine abends am Lagerfeuer gesessen Urkunde bekommt, was in der Musik im Gegensatz zum Sport und irgendjemand hat immer total klasse Gitarre gespielt. Da sonst eher nicht üblich ist. Das 30 Zitrus_7/2014

habe ich gedacht, das will ich auch mal können“, erzählt Silas, der in seiner Schule jetzt auch in der Rock-und-Pop-AG spielt. Begonnen haben die beiden auf einer Dreiviertel-Gitarre, die kleiner ist als eine normale Gitarre und für den Einstieg von Kindern besonders geeignet ist. Zum letzten Weihnachtsfest hat dann Silas eine große akustische Gitarre bekommen, Jost ist auf die E-Gitarre umgestiegen. „Damit kann man einfach viel lauter spielen und manche Stücke hören sich darauf viel besser an“, begründet Jost seinen Wunsch nach der neuen Gitarre. Auch er fand die Gitarre schon immer am coolsten von allen Instrumenten, obwohl es zu Hause auch ein Klavier gegeben hätte. „Die Gitarre hat mich einfach schon immer fasziniert.“ Den gemeinsamen Unterricht in Lüneburg genießen die Freunde außerdem, manchmal bleibt, bevor sie abgeholt werden, nämlich noch Zeit fürs Shoppen in der Stadt.


Gesundheit

Au Backe – die Zähne! Foto: www.fotolia.de

Stefanie Diekmann

S

ie begleiten uns Eltern ein gutes Stück durch die Kindheit unseres Nachwuchses. Sie können dem Baby Schmerzen bereiten, wenn sie kommen und den Eltern schlaflose Nächte. Die ersten bleiben nur kurz, sind aber wichtiger Platzhalter für die zweiten. Sie müssen mehrmals täglich geputzt werden und fallen dann trotzdem wieder aus. Und wenn die zweiten dann endlich richtig da sind, stehen sie manchmal schief und müssen kieferorthopädisch korrigiert werden. Dafür halten sie dann hoffentlich ein Leben lang: die Zähne. Babys erster Zahn

Die Entwicklung der Zähne beginnt bereits in der sechsten Schwangerschaswoche und so sind bei der Geburt des Kindes die Kronen der Zähne bereits fertig ausgebildet. Sichtbar wird der erste Zahn, meist einer der unteren mittleren Schneidezähne, dann in der Regel im Alter von sechs bis acht Monaten. Das Wachsen der Zähnchen durch das Zahnfleisch ist manchmal mit Schmerzen und Krankheitssymptomen beim Baby verbunden. Kühlen und Massieren der entsprechenden Stelle im Mund kann dem Baby Linderung verschaffen. Die Pflege der Zähne beginnt mit dem Durchbrechen des ersten Zahnes. „Dafür gibt es spezielle Bürsten mit Gumminoppen, die genau auf diese Altersgruppe zugeschnitten sind“, sagt Dr. Beatrice Lehmann, Zahnärztin bei LüneDent am Sande und betont: „Ganz besonders wichtig ist die Mundhygiene bei Babys. Kariesbakterien können nämlich sehr leicht aus dem elterlichen Mund an das Baby weitergegeben werden. Daher ist das Ablecken von Schnullern und Löffeln absolut tabu.

Auch das Dauernuckeln am Fläschchen mit süßen Getränken wie Säen, Schorlen, gesüßten Tees aber auch Milch, schädigt die Zähne. Die Nuckelflasche sollte deshalb nur zum kurzen Trinken verwendet werden.“ Die Milchzähne

Sie sind zum einen Platzhalter für die nachwachsenden zweiten Zähne und außerdem fürs richtige Sprechenlernen besonders wichtig. Daher ist die gute Pflege des Milchgebisses außerordentlich wichtig, damit es gesund bleibt und nicht vorzeitig Lücken entstehen. Zweimal täglich müssen die Zähne geputzt werden. Bis zum Kindergartenalter machen das die Eltern. Ab dem Kindergartenalter können die Kinder beginnen, selber zu putzen, wobei immer ein Erwachsener nachputzen muss. Erst wenn die Kinder längere Texte schreiben können, sind sie von ihrer Kra, Ausdauer und Motorik her in der Lage, ihre Zähne komplett alleine zu putzen. Solange brauchen sie die Unterstützung durch die Eltern. Dr. Beatrice Lehmann empfiehlt fluoridhaltige Zahnpasten speziell für Kinder, um die Zähne zu härten. „Wichtig ist für die Eltern, darauf zu achten, dass das Kind die Zahnbürste nicht zu fest aufdrückt, damit das Zahnfleisch nicht verletzt wird.“ Die bleibenden Zähne

Sie haben eine besonders wichtige Rolle, denn sie sollen möglichst ein Leben lang halten. Der erste Zahnarztbesuch sollte schon mit dem zweiten Lebensjahr erfolgen. Ab sechs Jahren sollten die Kinder regelmäßig jedes halbe Jahr zum Zahnputztraining, empfiehlt Dr. Beatrice Lehmann. 31 Zitrus_7/2014


Gesundheit - Anzeige -

„Krankenhausaufenthalt mit Mama

war gar nicht so schlimm“

inderkrankheiten können harmlos sein. Aber nicht immer bleibt es bei einem Schnupfen. Sind die Kleinen ernsthaft erkrankt, müssen sie ins Krankenhaus. Für die Eltern bedeutet das nicht nur die Sorge um ihren Nachwuchs – die ungewohnte Situation stellt sie auch vor ein logistisches Problem. Familie Hansen hat dies im letzten Sommer erlebt. Ihr fünfjähriger Sohn Max musste wegen einer Mandelentzündung ins Krankenhaus.

K

Gleich zu Beginn stellten sich Max Eltern Bettina und Carsten mehrere Fragen: Bekommt unser Kind die bestmögliche Behandlung? Ist es möglich, bei Max im Krankenhaus zu schlafen? Was sollen wir mit unserer Tochter Lea (3) machen? Wir haben mit Bettina Hansen gesprochen.

32 Zitrus_7/2014

Was war Ihr erster Gedanke, als Sie hörten, dass Ihr Sohn ins Krankenhaus muss? Es war schrecklich. Die Ärzte haben mir nach der Untersuchung gesagt, dass sie die Mandeln entfernen müssen. Keine Mutter findet den Gedanken daran gut. Ich hatte Angst und habe mir große Sorgen um Max gemacht. Die Narkose, die Schmerzen danach... Um sicherzugehen, dass der Eingriff wirklich nötig ist, haben wir uns eine Zweitmeinung zu der gestellten Diagnose eingeholt. Nachdem die Diagnose bestätigt wurde, wie ging es weiter?

Mein Mann und ich haben uns natürlich viele Gedanken gemacht. Mit zwei kleinen Kindern ist ein stationärer Aufenthalt eine echte Herausforderung. Als Mutter wollte ich natürlich bei meinem Sohn im Krankenhaus sein, gleichzeitig meine Tochter nicht alleine las-

sen. Wir haben uns informiert, ob und wie es möglich ist, dass ich als Mutter bei Max bleiben kann. Ich bin der Meinung, je kleiner das Kind ist, desto mehr braucht es die Nähe seiner Eltern. Ich habe ihm erklärt, was passiert. Trotzdem war die Situation vollkommen neu für Max. Er war zum ersten Mal eine längere Zeit von seinem Vater, seiner Schwester und mir als Mutter getrennt. Ich wollte vermeiden, dass er sich alleine gelassen fühlt. Deshalb wollte ich natürlich so oft wie möglich in seiner Nähe sein. Gab es hier Hilfe vom Krankenhaus?

Ja. Das Krankenhaus hat uns eine Mutter-Kind-Unterbringung angeboten. Auch eine bessere Unterbringung in einem Einzel- oder Zweibett-Zimmer war möglich. Wir wurden darauf hingewiesen, dass die Krankenkasse diese Kosten nicht übernimmt. Da wir nur das Beste für Max wollten, haben wir uns trotzdem


Gesundheit

dafür entschieden. Um die Mehrkosten mussten wir uns keine Gedanken machen, denn vor einiger Zeit haben wir eine stationäre Zusatzversicherung für beide Kinder abgeschlossen. Die hat das dann übernommen.

Versicherung weitergeholfen. Sie hat uns die Organisation abgenommen und die Kos- ten erstattet. Für uns hat sich die Entscheidung für die zusätzliche Absicherung gelohnt, viele Sorgen blieben uns erspart.

Wie haben Sie die Betreuung Ihrer Tochter organisiert?

Wie geht es Ihrem Sohn jetzt?

Max ist nach ein paar Tagen wieder entlassen worden.

Wir, die Experten der Itzehoer Versicherungen, sind für Sie da. Sprechen Sie uns gern an.

Foto: www.aidbox.de

Leider konnte mein Mann zu dieser Zeit nicht freinehmen. Andere Möglichkeiten für eine ganztägige Betreuung hatten wir auch nicht. Wir haben uns dann für eine Tagesmutter entschieden. Diese hätten wir im Normalfall selbst bezahlen müssen. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt diese Kosten nicht. Doch auch in diesem Fall hat uns unsere

Er hat allen Freunden stolz erzählt, dass er im Krankenhaus war, keine Angst hatte, weil Mama dabei war und dort eine Menge Eis essen durfte. Alles ist gut verlaufen und er kann schon wieder in seinem Verein Fußball spielen.

Von Mensch zu Mensch Jetzt alle Vorteile nutzen!

Vertrauensmann Karl-Heinz Güldner Am Alten Eisenwerk 2c, 21339 Lüneburg,Tel.(04131) 2303783 33 Zitrus_7/2014


Gesundheit!

Richtig bewegt von Anfang an

I

st Ihr Kind fröhlich und zufrieden? Ist es in sich ruhend? Kann es mit sich spielen? Ist Ihr Kind in der Bewegung frei und gut koordiniert? Wenn Sie eine dieser Fragen verneinen müssen, dann ist

frühestmögliche Hilfe der erste Schritt zu einer erfolgreichen erapie. Denn wesentliche Entwicklungsschritte Ihres Kindes werden bereits in den ersten Lebensjahren abgeschlossen. Das Physiotherapie Zentrum hat sich auf Kindertherapie nach Bobath, Kindertherapie nach Sensorischer Integration und Osteopathie spezialisiert, um die Kinder dort abzuholen,

Gesundheitszentrum

wo sie die meiste Unterstützung brauchen. Die erapeuten arbeiten interdisziplinär zusammen und unterstützen die Kinder in jede Richtung, um somit eine optimale Betreuung zu gewährleisten. Physiotherapie Zentrum Reppenstedt GmbH Gewerbestraße 7 21391 Reppenstedt T. 0 41 31 / 67 10 66

Physiotherapie Zentrum

Impressum

Osteopathie

Vorfreude Heft Nr. 8

Herausgeberin & Redakteurin

Dipl. oec. troph. Julia St.-Böthig julia.boethig@benefit-lueneburg.de Telefon: 0 41 31 / 28 422 15 · Mobil: 0 170 / 8 123 56 8 Redaktionsanschrift

Fritz-Reuter-Ring 16, 21391 Reppenstedt T. 0 41 31 / 28 422 15 www.benefit-lueneburg.de Mitarbeiterinnen

Cathrin Claußen, Stefanie Diekmann, Christine Dittmann, Sabina Pilguj Fotografie

Aenne Bauck, Jan-Rasmus Lippels, Janine Martin, www.fotolia.de Schlussredaktion

Cathrin Claußen

Hauptsache Natur erleben – warum der Specht keine Kopfschmerzen bekommt… Für Mamas & Papas Sexualität – wenn aus Kindern Erwachsene werden

Layout

Grafik-Design Rehr-Hoffmann Druck

v. Stern´sche Druckerei GmbH & Co. KG

Schulzeit Einschulung und Verkehrserziehung

Auflage

10.000 Alle Rechte vorbehalten. Der Nachdruck der Texte oder Fotos ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages gestattet. Für unverlangt eingesandtes Text- und Bildmaterial wird keine Haftung übernommen.

34 Zitrus_6/2013

Gesundheit! Übergewicht bei Kindern


Familienküche

Für Babys

Fotos: www.fotolia.de

Für Schwangere

Für Essanfänger

Für die ganze Familie


Für Babys

Fenchel-Kartoffel-Brei (ab 4 Monaten) • Zutaten für 1 Portion:

100 g Fenchel 100 g Kartoffeln 10 g Butter oder Keimöl

Für Schwangere

Bunte Gemüsenudeln • Zutaten für 2 Portionen:

3 kleine Möhren, 1 kleine Zucchini, 1 Stange Lauch, 2 Tomaten, 150 g Vollkornnudeln, 2 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer, 125 ml Gemüsebrühe, 150 ml Sojacreme, 1 Prise Safranfäden, Kerbel nach Geschmack

• Zubereitung:

Fenchel waschen, putzen und in kleine Würfel schneiden. Kartoffeln schälen, waschen und ebenfalls fein würfeln. In etwas Wasser garen und mit Garflüssigkeit pürieren.

• Zubereitung:

Gemüse, waschen, putzen und klein schneiden. Vollkornnudeln in reichlich kochendem Salzwasser bissfest garen. Öl in einer Pfanne erhitzen. Möhren und Zucchini darin unter Rühren dünsten. Lauch dazugeben. Alles mit Salz und Pfeffer würzen. Gemüsebrühe, Sojacreme und die Safranfäden dazugeben und auochen. Bei mittlerer Hitze 3 Min. cremig einkochen lassen. Tomaten dazugeben. Nudeln in einem Sieb abgießen, gut abtropfen lassen und zum Gemüse geben. Erneut würzen. Nach Belieben mit etwas Kerbel bestreuen und servieren.

Für die ganze Familie

Obstpizza „Fantasia“

Für Essanfänger

Hühnerragout (ab 10 Monaten)

• Zutaten für 4 Portionen:

• Zutaten für 6 Portionen:

150 g Weizen-Vollkornmehl, 1 TL Backpulver, 2 EL Magerquark, 1 Ei, 1 EL gem. Haselnusskerne, 550 ml Milch, ½ Vanilleschote, 1 Tüte Vanillepuddingpulver, 2 ½ EL flüssiger Honig, Obst der Saison, 2 EL Mandeln, 2 EL Cornflakes (ohne Zucker)

180 g Hühnerbrust, 50 g Champignons, 100 g Zucchini, 100 g Möhren, 175 ml Hühnerbrühe, 2 TL Tomatenmark, 2 EL Öl, 200 g Kartoffeln • Zubereitung:

• Zubereitung:

Mehl und Backpulver mit Quark, Ei, Nüssen und 50 ml Milch zu einem glatten Teig verkneten. Zu einem etwa 1/2 cm dicken „Pizzaboden“ ausrollen und etwa 15 Min. backen. Obst putzen und klein schneiden. Die Vanilleschote längs halbieren und das Mark herauskratzen. Aus dem Puddingpulver mit der restlichen Milch, 2 EL Honig und dem Vanillemark nach Anleitung Pudding kochen, auf dem Pizzaboden verstreichen und abkühlen lassen. Mandeln ohne Fett rösten. Die Pizza mit Obst belegen, Mandeln und Cornflakes darüber streuen und mit dem restlichen Honig beträufeln.

Champignons, Zucchini und Möhren putzen und klein schneiden. Hühnerbrust waschen und ebenfalls in feine Würfel schneiden. Hühnerbrühe zum Kochen bringen. Das Fleisch und das Gemüse etwa 20 Min. darin gar kochen. Kartoffeln schälen, waschen, klein schneiden und in Salzwasser garen. Tomatenmark und Öl zum Hühnerragout geben und gut vermengen. Mit Kartoffeln anrichten.


Startklar und los!

Schuhhaus

Schuhhaus Gerhard Höber GmbH Lüneburger Str. 31-33, Uelzen, T. 0 58 1 / 21 32 · www. schuhhaus-hoeber.de _37_


Tierisch gut

Diese Waisen aus dem Lüneburger Tierheim suchen ein neues Zuhause

Wir schenken dir ein

Der Tierschutzverein Lüneburg und Umgebung e.V. nimmt die Aufgaben des Tierschutzes in Stadt und Landkreis Lüneburg wahr. Der Verein ist ausschließlich damit beschäigt, sich für alle in Not befindlichen Tiere einzusetzen. Der Verein ist Gesellschaer der Tierheim Lüneburg gGmbH. Durchschnittlich mehr als 1.500 Tiere aller Art, jeden Alters und jeder Größe werden jährlich im Tierheim Lüneburg aufgenommen, tierärztlich versorgt, gepflegt, betreut und in gute Hände vermittelt. Die Arbeit im Tierheim wird von der Tierheimleitung Selina Martens, sowie geprüen Tierpflegerinnen geleistet; unterstützt von Auszubildenden, Praktikanten und ehrenamtlichen Helfern.

Krümel – Lieb & verschmust

Rasse: Mischling Geschlecht: männlich Größe: 35 cm Geboren: 2006 kastriert, geimpft, gechipt

Maltie – Schmusebär

Rasse: British Kurzhaar Geschlecht: männlich Geboren: ca. 2005 Kastriert, geimpft, gechipt, registriert

Diddy & Hermine

tolles Malbuch! Einfach Gutschein ausschneiden und an der Kasse abgeben.

Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter:

ZOO & Co. Lüneburg Inh. Karl-Heinz Kardas Bei der Keulahütte 1 21339 Lüneburg

www.tierschutz-lueneburg.de

Tel. 04131 7277544 www.zooundco-lueneburg.de

38 Zitrus_7/2014

Glück im Doppelpack Rasse: Glatthaar Geschlecht: weiblich Geboren: 2010


Zu guter Letzt

Die ersten Tage im Leben festhalten

W

Newborn Neugeborenen(-( +]

inzig und tief schlafend liegt das kleine Mädchen da. Eingekuschelt auf einem Fell bemerkt die vier Tage alte Leonie nicht, dass sie gerade buchstäblich im Fokus von Fotografin Janine Martin ist. Die 30-Jährige hat sich auf das Fotografieren von Neugeborenen spezialisiert. „Es sind die ersten Momente im Leben des neuen Erdenbürgers, die ich festhalte, denn so, wie die Babys in den ersten Tagen ihres Lebens sind, werden sie nie wieder sein“, erklärt sie. Einfühlsam und vertraut im Umgang mit Neugeborenen arbeitet Janine Martin. Deko verwendet die Fotografin nur sparsam, denn das Baby soll im Vordergrund stehen.

Ihre Ausbildung machte die gebürtige Berlinerin an der dortigen Photoacademy, danach arbeitete sie als freie Fotografin in Berlin, zuletzt in einem Hamburger Krankenhaus als Babyfotografin. Nach Lüneburg zog sie die Liebe: Ihr Partner – nicht nur im Privaten – ist Jan-Rasmus Lippels, Fotografenmeister und Inhaber des Studios für Frische Fotografie. Klein-Leonie hat das gesamte Fotoshooting im Studio für Frische Fotografie verschlafen, nur einmal wurde sie wach. Nach einer Still- und Kuschelpause konnte es weiter gehen. „Ich nehme mir viel Zeit für das Shooting, zwei bis drei Stunden werden eingeplant“, so Janine Martin. Das Ergebnis sind wunderbare Fotografien von ganz entspannten Babys in den ersten Tagen ihres Lebens.

BITTE VEREINBAREN SIE TELEFONISCH IHREN TERMIN: BURMEISTERSTRASSE 5 / D-21335 LÜNEBURG / FON 0 41 31. 26 90 20 WWW.FRISCHE-FOTOGRAFIE.DE

39 Zitrus_7/2014


BabyOne – von Anfang an!

Alles für Ihr Baby und Kleinkind unter einem Dach! Ö͝ĉÍãj V ‰™ajÁÝ?~j™ V Ë Mj ÁÄÍ?ÖÄÄÍ?ÍÍ֙~ V .¬‰jÝ?Áj™ jj‰a֙~ V ֱܱ”± Riesenauswahl ”¬jÍj™ÍjË jÁ?Í֙~ ÄÍj™ÄjË+?Á¬CÍãj Geschenkgutscheine Kundenkarte -j¬?Á?ÍÖÁÄjÁ܉Wj

Holen Sie sich

BabyOne, Baby- und Kleinkinderbedarf GmbH

Ihren Schwanger-

Am Schwalbenberg 14 Tel.: 0 4131/22 36 60

schaftsbegleiter

84 x in Deutschland

21337 Lüneburg

Öffnungszeiten: Mo.– Fr.: 10.00 –19.00 Sa.: 10.00 –17.00 www.babyone.de

von BabyOne!

… von Anfang an!

Zitrus Nr. 7  

Für Mamas, Papas und Kinder

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you