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Spezial: Lokal statt global

Wir sind die Region

Unternehmen stellen sich vor

Lokal statt global

Einkaufsstadt LĂźneburg INTERVIEW

mit LCM-Chef Heiko Meyer


Foto: LMG

Verlosung BeneFit verlost 10 x die Broschüre „Aktiv in der Natur“. Wer gewinnen möchte, schickt bis zum 30. Juni eine E-Mail mit dem Betreff „Aktiv in der Natur“ an: gewinnen@benefit-lueneburg.de. Bitte Namen, Anschrift und Telefonnummer nicht vergessen! Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Rad- und Wanderbroschüre „Aktiv in der Natur“

Stadt Lüneburg, Elbe und Heide präsentieren gemeinsam ihre 33 schönsten Touren Auf Schusters Rappen oder auf zwei Rädern unterwegs in der Region – ein abwechslungsreiches Vergnügen angesichts der Fülle an Wegen und angebotenen Touren. Die Lüneburg Marketing GmbH hat zusammen mit der Erlebniswelt Lüneburger Heide GmbH, dem Bispingen Touristik e.V. sowie der Tourist-Information der Samtgemeinde Scharnebeck das Thema aufgegriffen. Herausgekommen ist dabei die 60 Seiten starke, handliche Broschüre „Aktiv in der Natur“. Die Partner haben darin die schönsten Routen für Radfahrer und Wanderer zusammengestellt. Zu Mühlen und Schafställen, entlang von Skulpturenpfaden und archäologischen Denkmälern, Kunstinstallationen, Schleusen oder dem Schiffshebewerk Scharnebeck verlaufen die Touren. Bei einer Länge von 18 bis 118 Kilometern Länge der Radtouren ist für jeden Fitness-Level etwas dabei. Die Wandertouren sind zwischen 6 und 19 Kilometer lang, bis auf den Heidschnuckenweg, der mit seinen 223 Kilometern gut in Etappen bewältigt werden kann und im Jahr 2014 den ersten Platz unter den beliebtesten deutschen Wanderwegen belegte. Die Broschüre verrät Tipps zu Einkehr- und Bademöglichkeiten, zu besonderen Museen, Gärten und Parks. Eine integrierte herausnehmbare Karte gibt einen Überblick über alle Touren und Hinweise zu Unterkünften, Camping- und Stellplätzen und Ausflugszielen. Der Reiseführer „Aktiv in der Natur“ ist in den Tourist Informationen Lüneburg, Scharnebeck und im gesamten Heidekreis für 4,95 Euro erhältlich.


EDITORIAL Spezial

Liebe Leserinnen, liebe Leser, fast gebetsmühlenartig wird ständig davon berichtet, dass wir besser lokal statt online einkaufen sollen. Ja, warum eigentlich? Diese Forderung hat einen guten Grund, den wir in unserem Spezial „Lokal statt global“ beleuchten: Nicht nur, dass Sie hier vor Ort Beratung, Service, Frische und kurze Wege haben. Das Geld, das Sie hier ausgeben, bleibt auch hier und kommt unserer Stadt und den Gemeinden zu Gute. Wie das funktioniert, das erklärt Autorin Stefanie Diekmann in ihrem Beitrag ab Seite 4. Auch LCM-Chef Heiko Meyer macht sich für den lokalen Einkauf im Interview auf Seite 7 stark. Er vertritt mit dem Lüneburg City Management die Lüneburger Kaufleute. Für wen das noch nicht genug Gründe sind, nachdenklich bezüglich seines Kaufverhaltens zu werden, der sollte weiter lesen: In „Wir sind die Region“ stellen sich Kaufleute und Geschäftsinhaber vor, und das, was sie an Mehrwert bieten, finden Sie ganz bestimmt in keinem Onlineshop: Kompetenz verbunden mit Service und Beratung, Nachhaltigkeit mit Frische und kurzen Produktionswegen und nicht zuletzt das Gespräch von Mensch zu Mensch…

Julia Steinberg-Böthig Herausgeberin & Chefredakteurin

Spezial: Lokal statt global

04 ___ Lokal statt global: Einkaufsstadt Lüneburg 07 08

___Interview mit LCM-Chef Heiko Meyer

___Wir sind die Region: Unternehmen stellen sich vor

Impressum: Jahrgang – Nr. 1/2018 Herausgeberin & Chefredakteurin: Dipl. oec. troph. Julia St.-Böthig julia.boethig@benefit-lueneburg.de Redaktionsanschrift: Fritz-Reuter-Ring 16, 21391 Reppenstedt, T. 0 41 31 / 28 422 15 Redaktion: Stefanie Diekmann, Anika Werner Fotografie: LMG, pexels.com, Frische Fotografie Schlussredaktion: Cathrin Claußen Layout: Grafik-Design Rehr-Hoffmann Anzeigen & Vertrieb: Julia St.-Böthig. T. 0 41 31 / 28 422 15 Alle Rechte vorbehalten. Der Nachdruck der Texte oder Fotos ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages gestattet. Für unverlangt eingesandtes Text- und Bildmaterial wird keine Haftung übernommen.

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AKTUELLES

Foto: © LMG

Spezial

Foto: © Mathias Schneider

Lokal statt global

Einkaufsstadt Lüneburg

von Stefanie Diekmann

auch Steuern zahlen. Durch deren Ausgaben in der Region zahlen wiederum die Händler Gewerbesteuer, die dann der Stadt oder Gemeinde für eben die genannten Institutionen zur Verfügung steht. Ob also das Freibad weiter finanziert werden kann, hängt davon ab, ob die Menschen vor Ort beim stationären Händler einkaufen.

Wir sind „Weltbürger“, „die Welt ist ein Dorf“, das sind Sätze, die man täglich hört und liest. Wir wissen viel über fremde Länder und Kulturen und jedem steht es frei, wohin auf der Welt er reisen und wo er leben will. Via Internet können wir Anteil nehmen am globalen Geschehen und erfahren über die Nachrichten genau, was gerade überall passiert. Dennoch findet unser Alltag meist in einem relativ kleinen Radius in unserer direkten Umgebung statt. Hier ist unser Zuhause, hier treffen wir Nachbarn und Freunde, machen Sport, gehen ins Theater oder Kino, kaufen ein und feuern unseren lokalen Fußballverein an. Und genau diesen Lebensraum können wir auch aktiv mitgestalten, ja, wir sind sogar in erster Linie für ihn verantwortlich. Denn es liegt an unserem Einkaufsverhalten, wie unsere Innenstädte aussehen, ob es Theater, Kinos, Schwimmbäder, Feuerwehr, ausreichend Kindergartenplätze und das volle Sortiment an Waren in einem ansprechenden Ambiente gibt.

Wenn wir ein bestimmtes Produkt kaufen wollen, haben wir wenig Einfluss darauf, wo es produziert wurde, aber wer an dem Kauf neben dem Produzenten noch etwas verdient und wo das Geld bleibt, das können wir sehr wohl mitbestimmen.

Und derzeit liegen regionale Produkte tatsächlich im Trend. Die Verbraucher interessieren sich zunehmend dafür, woher ihre Lebensmittel kommen und wie sie erzeugt werden. Und wir haben Glück: In dieser Hinsicht ist unsere Region sehr gut versorgt. Es gibt unzählige kleine und große Wochenmärkte und Hofläden, die die regionalen Produkte vermarkten. Das eine sind aber die Produkte, das andere ist der Handel. Wenn wir ein bestimmtes Produkt kaufen wollen, haben wir wenig Einfluss darauf, wo es produziert wurde, aber wer an dem Kauf neben dem Produzenten noch etwas verdient und wo das Geld bleibt, das können wir sehr wohl mitbestimmen.

So bleibt das Geld in der Region Wenn wir möchten, dass uns all diese Dinge lokal zur Verfügung stehen, sind wir dazu verpflichtet, auch lokal einzukaufen. Denn nur dann bleibt das Geld in der Region, weil Menschen vor Ort arbeiten können und dort

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AKTUELLES Spezial

„Mir wäre es sehr wichtig, dass der stationäre Handel und der Online-Handel zumindest gleichgestellt würden. Wenn ein großer Online-Händler auf der grünen Wiese ein Hochregallager baut, bekommt er dafür Subventionen, die Geschäfte in der Innenstadt bekommen das aber nicht. Da wird sogar darüber nachgedacht, ob man die Paketzusteller in der Innenstadt gratis in der zweiten Reihe parken lässt, aber die Kunden des stationären Handels müssen immer höhere Parkgebühren bezahlen. Und der ÖPNV zieht auch nicht mit, da werden an einem Samstag, dem Haupteinkaufstag in der Innenstadt, auch noch die Busfahrzeiten reduziert“, bemerkt Orthey weiter. >

Wer profitiert vom Online-Handel? Denn wer profitiert davon, wenn das Paket vom OnlineHändler mit den fünf Paar Schuhen zur Auswahl die Haustür erreicht? Die Menschen, die in den Fabriken arbeiten oder die, die für weniger als Mindestlohn im Laufschritt die Pakete aus den Hochregalen heraussuchen, der Paketzusteller, der mit seinem Gehalt kaum seine Familie ernähren kann oder der LKW-Fahrer, der das Ganze dann ein paar Tage später als kostenlose Retour wieder zurück zum Absender bringt? Was tun wir mit einer Online-Bestellung eigentlich für den Einzelhandel in unserer Stadt, für die Angebotsvielfalt, die kleinen und mittelständischen inhabergeführten Geschäfte, die das Flair und die Lebensqualität einer Stadt doch erst ausmachen?

Die Rückbesinnung auf den lokalen Handel soll aber auf keinen Fall einen karitativen Aspekt haben, das ist dem engagierten Unternehmer besonders wichtig

Diese Unternehmen aus Handel, Produktion und Gewerbe sichern durch ihre Gewerbesteuern den Städten und Gemeinden die wichtigste originäre Einnahmequelle. Aus diesen Steuertöpfen werden Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Büchereien, Schwimmbäder, Theater und andere soziale und kulturelle Einrichtungen finanziert. Außerdem sorgen sie mit qualifizierten Fachkräften für eine gute Beratung und geben den Jugendlichen die Option auf Ausbildung und Arbeit, so dass unsere Kinder, wenn sie möchten, in der Region bleiben können.

Der

„Lüneburg ist ein begehbares Zentrallager“

Lüneburg-Schmuck Von uns für Lüneburg!

Jan Orthey, Inhaber von Lünebuch, der Buchhandlung am Markt, setzt sich engagiert für den lokalen Handel ein: „Ich vergleiche die Lüneburger Innenstadt immer gern mit einem begehbaren Zentrallager. Alles, was es bei den großen Online-Händlern gibt, gibt es hier auch. Aber hier kann man es anschauen, anfassen, aus- und anprobieren und vor allem: Man kann es sofort mitnehmen und bei Nicht-Gefallen auch wieder umtauschen. Außerdem hat man bei jedem einzelnen Produkt noch ein besonderes Kauferlebnis und das Flair dieser schönen alten Stadt“, erklärt er begeistert.

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AKTUELLES Spezial

verdienen mit unserem Unternehmen unser Geld. Aber im Unterschied zu den reinen Online-Händlern bleibt unser Gewinn zu großen Teilen in der Region und so können unsere Kunden ihre Umgebung mitgestalten“, betont Orthey.

Dabei geht seine Abneigung überhaupt nicht gegen den Online-Handel. „Wir machen mittlerweile einen relevanten Anteil unseres Umsatzes darüber. Denn hier liegt unser absoluter Vorteil zu den großen OnlineHändlern. Wir sind genauso schnell und können bei der Auslieferung total flexibel sein. Der Kunde bestellt online und holt die Ware dann im Laden ab oder lässt sie sich nach Wunschtermin mit dem Verkehrsmittel seiner Wahl liefern. Besser geht es doch nicht“, schwärmt Orthey. Die Rückbesinnung auf den lokalen Handel soll aber auf keinen Fall einen karitativen Aspekt haben, das ist dem engagierten Unternehmer besonders wichtig. „Wir sind in erster Linie Kaufleute und

Foto: bueroboss.de/wegener

Es hat also jeder selbst in der Hand, durch sein Konsumverhalten seine Umgebung mit zu beeinflussen. Vielleicht sollte man sich einmal mehr in den Geschäften und Handwerksbetrieben der näheren Umgebung umschauen. Mit dem Wissen, dass das ausgegebene Geld somit in der Region bleibt und ein Teil davon in Form von sozialen und kulturellen Einrichtungen und belebten und lebenswerten Städten und Dörfern wieder zu uns zurück kommt.

bedarf, „und zwar alles, was im Büro ge- und verbraucht wird. Von der Kaffeesahne bis zum Schreibtisch. Dazu brauche ich kein Ladengeschäft in der Innenstadt.“ „Wir sind ein regionaler Onlinehandel in der Goseburg. Unsere Kunden kommen von hier und sind häufig schon lange Jahre Partner.“

Dabei nutzt er ein Bestellsystem via Internet. „Früher wurde per Fax oder Telefon bestellt. Heute bieten wir in unserem Onlineshop die Möglichkeit schnell und unkompliziert den Büronachschub zu ordern“, erklärt Ralf Wegener. „Da-bei loggen sich seine Kunden ins Portal ein. Auf elektronischem Weg erhalten diese dann auch die Auftragsbestätigung und Rechnung. Das ist transparent, spart Zeit und Arbeit auf beiden Seiten.“ Trotz Onlineshop kennt Wegener jeden seiner Kunden. „Wir sind zwar ein regionaler Onlinehandel, stehen aber mit unseren Mitarbeitern für Beratung und Sonderwünsche jederzeit telefonisch und persönlich zur Verfügung.“

bueroboss

Regionaler Onlinehandel für Gewerbekunden

von Julia Steinberg-Böthig

2011 hat sich Ralf Wegener der bueroboss-Gruppe angeschlossen. Eine Gesellschaft aus 14 Handelskollegen in Deutschland, die sich die Warenlogistik, den Einkauf, die IT und das Marketing teilen. „Wir arbeiten und handeln alle regional, nutzen aber die Vorteile der Gemeinschaft.“ Näher kommt Ralf Wegener seinen Kunden bei der Beratung zum Thema Arbeitsplatzergonomie. „Wir sorgen für optimal angepasste Arbeitsplätze. Von der Arbeitsplatzanalyse für kurze und effektive Wege über Beleuchtung bis zum richtigen Bürostuhl, helfen wir, dass sich die Mitarbeiter wohl fühlen und gesund bleiben“, erklärt der geprüfte Arbeitsplatzexperte. „Wir sind nah bei unseren Kunden. Onlinehandel und Regionalität schließen sich bei uns ganz und gar nicht aus.“

Dass regionaler Einkauf und Onlinehandel sich nicht automatisch ausschließen, dass beweist Ralf Wegener. Fast einhundert Jahre lang betrieb seine Familie ein Geschäft für Bürobedarf in der Lüneburger Innenstadt. „Mein Großvater Alfred Wegener hat 1922 damit begonnen, Büromaterial an Gewerbekunden zu liefern“, berichtet Ralf Wegener. Das Geschäft in der Innenstadt gab der 45-Jährige Ende 2015 auf. „Der Mietvertrag war ausgelaufen und die neuen Konditionen waren für mich nicht akzeptabel.“ Wegener baute das, was sein Großvater angefangen hatte und seitdem fester Geschäftsbereich war, noch weiter aus: Heute beliefert er ausschließlich Gewerbekunden mit Büro-

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Zuhause & die Region

Foto: BeneFit

Fotos: LMG

Spezial

Interview

„Lüneburg ist ein großes Kaufhaus unter freiem Himmel“ und Adendorf hinzu, übersteigt das die 100.000 Einwohner-Marke. Somit lohnt es sich trotzdem für große Filialisten, hier ihr Geschäft zu eröffnen. Auch inhabergeführte Händler gibt es einige. Dabei sind Traditionsunternehmen, die gefühlt schon immer da waren und kleine, feine Läden, die sich erst seit kurzem etablieren. Zudem ist Lüneburg eine Studentenstadt und spätestens seit der Serie „Rote Rosen“ eine Touristenmagnet, was für immer neue Kunden sorgt.

Heiko Meyer ist der Vorstandsvorsitzende des Lüneburger City Managements e.V. (LCM). Der Verein sorgt dafür, dass Lüneburg als Einkaufsstandort funktioniert. Mit besonderen Einkaufserlebnissen steigert er die Attraktivität für Käufer und Unternehmer. Welches Engagement dahintersteckt und warum es sich für große Ketten lohnt, nach Lüneburg zu kommen, erklärt Meyer im Interview. BeneFit: Warum sollten die Kunden lokal statt global ein-

kaufen? Heiko Meyer: Einkaufen in Lüneburg ist ein Erlebnis. Durch

BeneFit: Was tut der LCM für seine Mitglieder? Heiko Meyer: Der Verein ist das Bindeglied zwischen den

die historische Innenstadt schlendern, sich von den dekorierten Schaufenstern inspirieren lassen, vom Mix aus inhabergeführten Geschäften und bekannten Filialisten profitieren. Viele Cafés und Restaurants laden die Besucher ein, zwischendurch etwas zu trinken und zu essen und die Zeit zu zelebrieren, die sie sich genommen haben. Wir beim LCM nennen die Innenstadt liebevoll und aus gutem Grund „Kaufhaus Lüneburg“. Genau dieses Gefühl möchten wir den Besuchern geben: Lüneburg ist wie ein großes Kaufhaus unter freiem Himmel, das für alle da ist. Hinzu kommen noch viele Shoppingvorteile: In den Läden liegen die Waren, können sofort und ohne Wartezeit mitgenommen werden, Kunden können sich von ausgezeichneten Fachverkäufern beraten lassen und es ist viel nachhaltiger, als die Waren einzeln an die Endverbraucher zu schicken und gegebenenfalls zurückzusenden. Zudem bleibt dadurch die Innenstadt bunt und Arbeitsplätze erhalten.

Händlern, Gastronomen und der Stadtverwaltung. Die Geschäftsleute wollen Gewinn machen. Der Stadt ist es wichtig, dass Lüneburg attraktiv bleibt und besucht wird. Wir bringen beides unter einen Hut. Ganz wichtig ist das Netzwerk unter den Mitgliedern. So sind schon einige Kooperationen entstanden und auch der Lüneburger Geschenkgutschein, der in verschiedenen Geschäften eingelöst werden kann. Neue Interessenten kamen hinzu und Ideen für Veranstaltungen oder Aktionen wurden eingebracht. Zudem geben wir jedem die Möglichkeit, Mitglied bei uns zu werden, denn der Beitrag richtet sich an der Größe des Unternehmens, wobei trotzdem jeder das gleiche Stimmrecht hat. Die Einnahmen aus den Beiträgen investieren wir zu 90 Prozent in Werbung für Lüneburg, so dass wir das Kollektiv unserer Mitglieder damit unterstützen. Wir halten Lüneburg mit Aktionen attraktiv. So ist Lüneburg ein Vorreiter mit den Erlebnis-Sonntagen, die viermal im Jahr stattfinden. Dadurch wird unsere Stadt auch von Leuten besucht, die weiter weg wohnen. Das ergeben auch Umfragen und Auswertungen. Ich bin stolz darauf, Lüneburger zu sein! Ich lebe gern hier und setze mich weiter dafür ein, dass unsere Stadt so toll bleibt.

BeneFit: Was macht Lüneburg für Geschäftsinhaber attrak-

tiv? Heiko Meyer: Große Filialisten wie TK Maxx öffnen ihre Läden eigentlich nur in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern. Lüneburg hat zurzeit rund 75.000 Einwohner. Zählt man aber die größeren Orte Bardowick, Reppenstedt

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Fotos: LMG

Wir sind Region

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Wir sind die Region Spezial

Freilandhaltung

Hof Köhler setzt auf glückliche Hühner Seit bereits zwei Jahren haben die Hühner von Hof Köhler in Dachtmissen einen Mobilstall auf der Hofwiese als neues zu Hause: „Wir haben vorher unsere Hühner im Stall gehalten, dort hatten sie zwar auch schon einen Wintergarten draußen, lebten aber in Bodenhaltung“, erklärt Anja Köhler. „Mit dem Mobilstall leben die Hühner nun in Freilandhaltung.“ Anja und Klaus Köhler liegt das Wohl ihrer Hühner am Herzen. Deshalb haben sie vor zwei Jahren in einen mobilen Hühnerstall investiert.

Der Vorteil: Auf vier Etagen im Stall haben die rund 900 Hühner Platz zum Gackern und Eierlegen. Morgens um 10 Uhr öffnet sich automatisch eine Luke nach draußen. Dann können die Tiere den ganzen Tag auf der Wiese frisches Grün picken, sich im Sand baden oder im Schatten entspannen. Abends, wenn alle Hühner wieder im Mobil sind, wird die Luke geschlossen zum Schutz vor Fuchs, Mader und Co. Ist die Fläche von den Hühnern abgepickt, lässt sich der Mobilstall einfach ein Stück zur nächsten saftig grünen Fläche weiter fahren. Die Eier werden über Förderbänder täglich abtransportiert. Auch das Futter kommt täglich über ein Förderband in den Stall, ebenso wie frisches Wasser. „Die Hühner fühlen sich wohl und das schmeckt man auch an ihren Eiern“, sagt Anja Köhler.

Geöffnet ist der Hofladen von Mittwoch bis Freitag 8 bis 18 Uhr und sonnabends 8 bis 14 Uhr. Für Kunden, die außerhalb der Geschäftszeiten kommen, stehen Kartoffeln, Eier und weitere Produkte zur Selbstbedienung im Hofladen bereit.

Stadtweg 1, Dachtmissen T.: 0 41 35 / 78 25 mail@hofladen-koehler.de www.hofladen-koehler.de

Tomaten- und Paprikapflanzen, aber auch Brokkoli, Blumenkohl und Zucchini sowie essbare Blumen. Der Seniorchef steht noch selbst am Stand, um Sie optimal bei der Auswahl Ihrer Pflanzen zu beraten. „Unsere Wege sind kurz, das tut nicht nur der Frische gut, sondern auch der Umwelt.“ Am Gemüsestand bieten Dirk Meyer und sein Team das komplette Sommergemüse aus eigener Produktion darunter allein 14 Sorten Tomaten, eigenen Kohlrabi bis in den Dezember hinein und verschiedene Salate. „Wir betreiben kontrolliert integrierten Anbau, möglichst ohne chemische Hilfsmittel, sondern mit Nützlingen wie Hummeln und Bienen. Dazu pflanzen wir an unseren Freilandfeldern seit Jahren Blühstreifen für Insekten“, sagt Dirk Meyer und betont: „Wir leben von der Natur, deshalb müssen wir sorgfältig und nachhaltig mit ihr umgehen.“ Wer bei ihm kauft bekommt Beratung und Frische mit Gemüse, das in Drage angebaut wird.

Gemüsemeyer

Alles frisch für Küche und Hobbygärtner Bei Gemüsemeyer bekommen Marktbesucher nicht nur jeden Mittwoch und Sonnabend auf dem Lüneburger Wochenmarkt feldfrisches Gemüse und eine große Salatvielfalt, seit Ende März sind Dirk Meyer und sein Team auch wieder mit einem Pflanzstand am Ochsenmarkt vertreten. Dort bekommen Hobbygärtner alles für ihren Kräuter- und Gemüsegarten: Von Basilikum über Thymian bis Minze, sowie vorgezogene Salat- und Gemüsepflanzen, wie Lollo Rosso und Bianco, Rucola und Pflücksalat, verschiedene

Immer mittwochs und sonnabends auf dem Lüneburger Wochenmarkt am Ochsenmarkt (Pflanzstand) ab Ende März und auf dem Marktplatz direkt (Gemüsestand) das ganze Jahr mit einer großen Gemüse- und Salatvielfalt.

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Wir sind die Region Spezial

Lüneburger Bonbon Manufaktur

„Lüneburg ist einen süßen Ausflug wert!“ Das finden immer mehr Touristen und besuchen die schöne Hansestadt und die Bonbon-Manufaktur am Alten Kran und staunen über das Kunsthandwerk der „Rock-Bonbon“-Herstellung, oder die Prägung der original „Lüneburger Hansegiebel-Bonbons“. Größter Beliebtheit erfreuen sich die „Mitmach-Workshops“ für Kinder und Erwachsene und so mancher Junggesellinnenabschied findet hier seinen Höhepunkt. Gemeinsam werden in den neuen Workshop-Räumen leckere Lollis oder Bonbons hergestellt und Kreativität und Spass kommen dabei nicht zu kurz! „Berichte über uns und unsere Leckereien im NDR, auf RTL oder N-TV und in der Presse lassen keinen Zweifel aufkommen: „Süßes aus Leidenschaft – das sind wir!“, sagt Inhaber und BonbonKoch Hans Seelenmeyer.

Infos zu allen Workshops und Webshop: www.lueneburger-bonbonshop.de oder T. 0 41 31 / 77 80 840 info@lueneburger-bonbons.de – Bitte rechtzeitig reservieren! –

Lünertorstraße 1· 21335 Lüneburg

Heute bestellt – heute geliefert

Wie Bücher zu Ihnen nach Hause kommen Da ist es schon sehr praktisch, dass über 200 Kilo Bücher in die große Box des eBikes passen – und es sich durch den starken Elektromotor spielend leicht bewegen lässt. „Das reicht uns aber noch nicht“, erklärt Orthey. „Wir stellen den Kunden in den Mittelpunkt und liefern dann, wenn er auch zu Hause ist.“ Was bringt der schönste Onlinekauf, wenn anstatt der Ware dann doch nur ein Zettel im Briefkasten liegt und man sich bei der Post in die Endlosschlange anstellen muss? Bei Lünebuch steht ein Fahrrad vor der Tür. So weit, so gut und doch ungewöhnlich.

Die Lösung verbirgt sich hinter dem vielversprechenden Titel „Heute bestellt – heute geliefert“. Orthey schmiedet Allianzen und seitdem liefert die Buchhandlung per Lüneboten zwischen 19 und 21 Uhr in Lüneburg, Adendorf, Reppenstedt und Bardowick aus. Und das momentan sogar kostenfrei! „Wir sind schneller als das Internet“, schmunzelt Jan Orthey. „Außerdem vermeiden wir unnötigen Verpackungsmüll und unsere Kunden kennen ,ihre’ Boten – und das oftmals schon seit vielen Jahren.“

Verwundert bleiben Passanten vor dem großen, weißen Lünebuch-Lasten-eBike stehen. Schauen interessiert und fragen sich, ob das nur ein Werbegag ist oder doch mehr? Es ist mehr – sehr viel mehr! Mit dem Bücherbike hat Jan Orthey, Inhaber von Lünebuch, ein weiteres „Pferd“ im (Liefer-)Rennen. Natürlich kann ganz klassisch in der Buchhandlung auf über 1.000 Quadratmetern Ladenfläche nach Herzenslust gestöbert und eingekauft werden. Wer das gerade nicht kann oder möchte, wählt im Webshop aus einer Vielzahl von Optionen, wie zum Beispiel click& collect oder Botenlieferung.

Bardowicker Straße 1 21335 Lüneburg T. 0 41 31 / 75 47 40 info@lueneburg.de www.lueneburg.de

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Wir sind die Region Spezial

Schlachterei Isermann

Tiere kommen aus der Region Als eine der wenigen noch selbst schlachtenden Betriebe hat sich Isermann aus Kirchgellersen einen Namen gemacht. Seit 1951 werden meisterliches Handwerk mit Innovation und Tradition verbunden. Die Tiere werden von den Bauern aus der Region bezogen. Denn Daniel Henrich und Michael Lorenz wissen: Qualität fängt bereits beim Bauern und der artgerechten Tierhaltung an. So kommen die Schweine vom Nachbarhof Hövermann in Kirchgellersen. Dazu Carsten Hövermann: „In unserem landwirtschaftlichen Familienbetrieb halten wir rund 240 Schweine in 400 Metern Entfernung von der Schlachterei Isermann. Die Zusammenarbeit läuft seit mehr als 30 Jahren sehr vertrauensvoll. Die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Tiere liegt uns besonders am Herzen. Deshalb werden unsere Tiere täglich von Hand mit eigens hergestelltem Futter aus Gerste und Weizen von unseren Feldern, aus unserer eigenen Futtermühle versorgt. So wissen wir genau, was unsere Schweine fressen und welche Qualität das Futter hat.“ Ein neuer Partner ist Matthias Marben. Der Hobbylandwirt hält auf einer großen Wiese mitten im Wald bei Neetze Black Angus Rinder. Die Tiere sind das ganze Jahr über draußen und ernähren sich vom frischem Grün. „Nur im Winter füttern wir zu. Dann bekommen die Tiere Heu und Silage aus eigener Herstellung und Mais, den wir von Bauern aus der Region beziehen“, sagt Matthias Marben und betont: „Eine natürlichere Haltung für diese Rinderart gibt es nicht.“ Die Zusammenarbeit mit dem Isermann-Team freut Marben. „Die Transportwege sind kurz, die Tiere haben keinen Stress und die anschließende Verarbeitung ist exzellent.“

Auch von Landwirt Klaus Meyn aus Wittorf bezieht Isermann Rinder und das schon seit mehr als 30 Jahren. Er ist Landwirt aus Überzeugung und Leidenschaft. Auf seinem zertifizierten Hof hält er seine Kühe im Sommer auf der Weide und die Bullen in kleinen Gruppen auf Stroh. „Wir füttern Weizen, Erbsen, Kartoffeln, Mais, Heu und Grassilage aus eigener Produktion“, so Klaus Meyn. Nur so lasse sich das Wohlergehen und die Gesundheit der Tiere sicherstellen. „Die Zusammenarbeit mit den regionalen Landwirten ist uns sehr wichtig“, betont Michael Lorenz, „denn nur so können wir für die erstklassige Qualität unserer Wurst- und Fleischprodukte garantieren.“ Isermann GmbH, Dachtmisser Straße 2 in Kirchgellersen T. 0 4 1 35 / 252 Öffnungszeiten: Mo.: 7 - 13 Uhr Di. bis Fr.: 7 - 18 Uhr Sa.: 6 - 13 Uhr

Zuklappen, umdrehen und neu beginnen!

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