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12 Kolumne Wenn die Länge zu kurz ist von Burkhard Schmeer

5. März

Mist! Am 21.September ist es soweit. Der Sommer ist unwiederbringlich vorbei. Da hilft kein Jammern und kein Klagen: Der Herbst steht diesig grinsend schon mitten im Zimmer. Mist! Ich würde den Sommer wahrscheinlich nicht so sehr vermissen, wenn der Rest des Jahres kürzer wäre. Ist er aber nicht. Stattdessen stecken wir mitten in der sogenannten „Übergangszeit“, die bestimmt so heißt, weil man sie am liebsten übergehen möchte. Kann man aber nicht. Doch das zunehmend verlöschende Tageslicht hat auch seine guten Seiten. Endlich muss man nicht mehr grillen, Fahrrad fahren und draußen bis spät in der Nacht mit seinen Freunden Spaß haben. Nein, endlich kann man wieder miesepetrig im Halbdunkeln sitzen und in Ruhe in Zeitungen und Magazinen blättern.

28. August

stecken und mit seinem Schicksal hadern. Gibt es doch durchaus den einen oder anderen Trick, dieses angeborene Manko auszuhebeln.

Und für all die anderen vom gleichen Problem Betroffenen, die einsam und unerkannt unter uns leben, hier ein von mir persönlich ausprobierter Kniff, wie man mit minimalen Ausgaben ein Maximum an Lotterleben zu erzielen imstande ist.

Schritt eins: Steigen Sie in einem höherpreisigen Hotel ab. Wenn man in einem höherpreisigen Hotel absteigt, dann steht im Zimmer meist eine Flasche Mineralwasser der Marke Staatl. Fachinger zum Ehrfurcht gebietenden Preis von 6 Euro. Saufen Sie nun diese Flasche leer und kaufen Sie am Morgen vor dem Auschecken im Supermarkt nebenan eine neue Flasche zum Preis von 1,05 Euro und stellen Sie diese in Ihr Zimmer. Der Gewinn für Sie: 4,95 Euro. Das sind fast 500 Prozent Rendite!

Und was man dort alles erfährt! Zum Beispiel, dass siebzehn Prozent aller Autounfälle von betrunkenen Fahrern verursacht werden. Das heißt aber auch im Umkehrschluss, dass dreiundachtzig Prozent aller Autounfälle von nüchternen Fahrern verursacht werden! Herr Ramsauer sollte unter dem Druck dieser Zahlen das Alkoholverbot vielleicht noch einmal überdenken.

Oder man erfährt von Männern und Frauen, die Männer und Frauen lieben. Einzeln, nacheinander oder gemeinsam. Und von Frauen und Männern, die lieber Männer und Frauen wären und die durch eine Unachtsamkeit des lieben Gottes im falschen Körper zur Welt gekommen sind. Diese Schicksale berühren mich besonders, denn ich kann es ihnen nachempfinden. Ich zum Beispiel bin mit dem falschen Kontostand zur Welt gekommen. Alles in mir ist für erheblich mehr Geld ausgelegt, als ich tatsächlich besitze. Eine scheinbar ausweglose Situation, denn nicht einmal im zu allem entschlossenen Amerika sind medizinisch angezeigte Kontoverpflanzungen bekannt. Wenigstens habe ich noch nie davon gehört. Aber dennoch muss man seinen Kopf nicht in den Sand

24. Dezember

chmeer chreibt

Aber das ist noch nicht alles: Das nächste Wasserlassen wird für Sie zu einem LuxusPinkeln der Extra-Klasse. Zu einem Event, einer Performance, einer Zelebration! Wobei gedämpfte Musik und ein paar geschickt aufgestellte Teelichter den Kick sogar noch zu steigern vermögen.

Ja, wer ein bisschen pfiffig ist, der kann das Leben der Reichen und Schönen genießen, ganz ohne lästige Mehrkosten oder Schwarzgeldkonten in der Schweiz. Sozusagen Reichtum für alle.

Und auch, wer unter einer angeborenen Kontoschwäche leidet, kann ein lebenswertes Leben jenseits von drei Sternen führen, ohne sich unwohl fühlen zu müssen. Und wie maxi so eine MiniBar eigentlich ist und was der Begriff „Indoorcamping“ bedeutet, das erzähle ich Ihnen ein anderes Mal.

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BeneFit Das Magazin für Gesundheit, Sport & Genießen

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