BeneFit Spezial Nr. 1

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Alles Gute für Ihre Gesundheit Nr. 1

Ernährung

Trends und Konsumverhalten Prävention

Radeln für die Umwelt und Gesundheit

Von Prävention über Akutversorgung bis zur Reha

ab Seite 5


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EDITORIAL Spezial

Liebe Leserinnen, liebe Leser, herzlich Willkommen zu unserem neuen Spezial „Alles Gute für Ihre Gesundheit“. Hier wollen wir Sie rund um Ernährung, Prävention, medizinische Versorgung und Rehabilitation informieren. So habe ich einen Vormittag lang Notarzt Thorsten Zeng begleitet und bin mit ihm zu Einsätzen mit dem Notarztwagen ausgerückt. Ich habe mit Gesundheits-Trainer André Moser über Rückenschmerzen, Präventionstraining und Motivation gesprochen. Und AOK-Ernährungs-Expertin Doris Beckmann erklärt im Interview die Vor- und Nachteile der neuen Ernährungstrends. Mit dem Fahrrad in Bewegung setzen will Philipp Hesebeck, Mitarbeiter der Verwaltung der Hansestadt Lüneburg, die Menschen in Stadt und Land mit der deutschlandweiten Aktion „Stadtradeln“ und die AOK macht den Arbeitsweg zur Fitness-Strecke. Wie das funktioniert lesen Sie auf den Seiten 11 und 12. Ebenso wie das Interview mit Rad-Experte Jonathan Poppe zum Thema Fahrsicherheit. Sie sehen, das Thema Gesundheit kann auch spannend sein und Spaß machen. In diesem Sinne: Alles Gute für Ihre Gesundheit und viel Spaß beim Lesen.

Julia Steinberg-Böthig Herausgeberin & Chefredakteurin

Alles Gute für Ihre Gesundheit

04 ___ Aktuelles

Von Prävention 05 ___ Titel: über Akutversorgung bis zur Reha Ernährung: 08 ___ Trends & Konsumverhalten

11 ___ Prävention: Radeln für Umwelt und Gesundheit Impressum: Jahrgang – Nr. 1/2017 Herausgeberin & Chefredakteurin: Dipl. oec. troph. Julia St.-Böthig julia.boethig@benefit-lueneburg.de Redaktionsanschrift: Fritz-Reuter-Ring 16, 21391 Reppenstedt, T. 0 41 31 / 28 422 15

EMS- Elektro-Muskel-Stimulationstraining EMS ist eine absolut effektive und gelenkschonende Trainingsform, bei der mittels eines mit Elektroden gefütterten Ganzkörperanzuges die gesamte Muskulatur auf schonende und doch hochintensive Art und Weise angesprochen wird.

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Fotografie: Frische Fotografie, www.fotolia.de Schlussredaktion: Cathrin Claußen Layout: Grafik-Design Rehr-Hoffmann

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Anzeigen & Vertrieb: Julia St.-Böthig. T. 0 41 31 / 28 422 15 Alle Rechte vorbehalten. Der Nachdruck der Texte oder Fotos ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages gestattet. Für unverlangt eingesandtes Text- und Bildmaterial wird keine Haftung übernommen.


Aktuelles Spezial

Studie

Vertrauen in die Lebensmittelwirtschaft Eine Umfrage im Dezember 2013 im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zeigt: 80 Prozent der Verbraucher sind mit der Qualität der Lebensmittel der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft zufrieden. Zugleich genießen die Vertreter des Lebensmittelhandwerks (83 Prozent) sowie die Landwirte (80 Prozent) großes Vertrauen der Verbraucher. Knapp sechs von zehn Befragten (57 Prozent) geben an, beim Einkauf zumindest „häufig“ Wert auf die Herkunft der gekauften Lebensmittel zu legen – unter Frauen sind es sogar noch mehr (64 Prozent). Damit ist Regionalität das wichtigste Merkmal beim Lebensmitteleinkauf. Jeweils knapp die Hälfte der Verbraucher berichtet, häufig auf Merkmale wie Tierschutz (44 Prozent), Nachhaltigkeit (43 Prozent) und biologische Anbauverfahren (41 Prozent) zu achten.

Im Hinblick auf die Qualität und Sicherheit der produzierten Lebensmittel decken sich die hohen Erwartungen mit dem Bild der Verbraucher von der Landwirtschaft: Rund drei Viertel der Befragten sind der Ansicht, dass die Landwirtschaft qualitativ hochwertige (79 Prozent Zustimmung) und sichere (73 Prozent Zustimmung) Lebensmittel produziert.

Gesund!

Fahrradpendler leben länger Eine neue Studie der Universität Glasgow zeigt, dass das Radfahren zu einer guten Gesundheit beiträgt. Dafür wurden die Daten von über einer viertel Million Pendlerinnen und Pendler ausgewertet. Die Studie umfasste rund 260.000 Arbeitnehmer und Selbstständige, die regelmäßig zu ihrem Arbeitsplatz pendeln. Es wurde untersucht, ob die Pendler aktiv (Laufen, Radfahren, auch teilweise) oder inaktiv (Auto und ÖPNV) von und zum Arbeitsplatz kamen. Darüber hinaus wurde eine Vielzahl von persönlichen Daten für die Studie ausgewertet (Geschlecht, Alter, Raucher/Nichtrau-

cher, BMI, Art der Arbeitstätigkeit, Lebensweise, medizinische Vorgeschichte usw.). Die Daten wurden unter anderem mit dem Auftreten von bestimmten Erkrankungen und Todesursachen verglichen. Rund 2.400 Teilnehmer starben, bei zirka 3.750 wurde Krebs diagnostiziert und 1.110 litten unter Herzproblemen. Die Studie, die im April 2017 im British Medical Journal veröffentlicht wurde, zeigt, dass regelmäßiges Radfahren das Risiko eines frühen Todes um 41 Prozent reduziert. Das Krebsrisiko sinkt um 45 Prozent und das Risiko von Herzerkrankungen um 46 Prozent. Die Radfahrenden unter den Pendlern legten im Schnitt rund 50 km pro Woche mit dem Drahtesel zurück.

Neue Messe

gesundheitstageUELZEN Eine Premiere für Uelzen: Am Sonnabend, 23. und Sonntag, 24. September öffnen sich erstmals die Türen der Stadthalle Uelzen für die Messe „gesundheitstageUELZEN“. Das Motto der Messe ist „Gesund leben, gesund bleiben, gesund werden!“

und Alt, Gesunde und Kranke sowie für Menschen mit Handicap oder generell gesundheitsbewusste Menschen sein. Die Messethemen sind unter anderem: Prävention, alternative Heilmethoden, komplementäre Medizin, Rehabilitation, Anti-Aging, Schönheit, Wellness, mentale Gesundheit, Coaching, Meditation, Yoga, Stilund Lebensberatung, Sport, Fitness, aktives Leben bis ins hohe Alter, gesundes Wohnen, gesunde Ernährung und vieles mehr. Eintritt: 3,50 Euro.

Die Messe wird Marktplatz, Kontakt- und Kompetenzplattform zugleich sein und Wege für eine nachhaltige Gesundheit aufzeigen. Gleichzeitig werden die „gesundheitstageUELZEN“ eine Informationsmöglichkeit für Jung

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Titel Spezial

Text: Julia St. Böthig · Fotos: Frische Fotografie

Von Prävention über Akutversorgung bis zur Reha Die Gesundheitsholding Lüneburg vereint neun Gesellschaften unter einem Dach. Von der Geburt bis ins hohe Alter werden Menschen versorgt und betreut. BeneFit hat drei Mitarbeiter in ihrem Alltag aus den Bereichen Prävention, Akutversorgung und Rehabilitation im sports & friends, im Klinikum Lüneburg und im Reha-Zentrum begleitet.

Früh anfangen, nie aufhören „Prävention sollte schon im Kindesalter anfangen“, sagt Fettmasse gemessen werden sowie ein kleines EKG anAndré Moser. Der 43-Jährige arbeitet seit 15 Jahren gefertigt wird, erstellt Trainer Paddy entsprechend den unter anderem als Gesundheitstrainer und ist Leiter des Trainingszielen und körperlichen Voraussetzungen einen Fitnessstudios sports & friends an der Uelzener Straße. Trainingsplan. „Ich nenne das mal Frühjahrsputz für alle Es ist früher Vormittag, die Sonne scheint, der Himmel ist Muskeln. Wobei der Schwerpunkt auf Muskelgruppen blau und derzeit trainieren nur wenige an den Geräten im gelegt wird, die im Alltag weniger zum Einsatz kommen“, Studio. „Nachmittags wird es voller. Der Altersdurchsagt der 30-Jährige und zählt auf: „Oberer Rücken für schnitt unserer Mitglieder liegt bei 47“, sagt Moser. „Das eine gerade Körperhaltung, dann natürlich den Gegenentspricht dem bundesweiten Durchschnitt. Aber normaspieler, die Brustmuskulatur. Die Rumpfmuskulatur, also lerweise fangen die Leute erst an, etwas für ihre GesundBauch und Rückenstrecker, werden auf der Matte traiheit zu tun, wenn der Leidensdruck zu hoch wird.“ niert. Das Training für die Gelenke auf dem BalancekisEindeutig aus der Statistik fällt Schülerin Miriam. sen.“ Für die insgesamt 12 Übungen wird Miriam etwa „Sie macht es richtig“, sagt Moser. Die 17eine Stunde brauchen. Zwei Mal die Woche möchte Jährige ist neu im Studio und hat heute sie ab jetzt Zeit in ihre Gesundheit investieren. Vormittag ihre erste Trainingsstunde André Moser nickt zustimmend. „Die Menmit Trainer Paddy. Gemeinsam schen bekommen diese Investition im Alter sprechen sie über ihre Trainings100-fach zurück. Das haben Studien unwünsche und -ziele, mögliche längst ergeben. Diese Studien zeigen aber körperliche Einschränkungen auch, was passiert, wenn nichts getan und derzeitigen Körperstatus. wird: Bewegungsmangel führt zu Bewe„Ich möchte mich wohl in meiner gungseinschränkungen, RückenbeHaut fühlen und fitter werden“, schwerden, Bluthochdruck, sagt die schlanke Abiturientin. Herz-Kreislauf-BeAndré Moser, Gesundheitstrainer Noch habe sie keine körperlichen schwerden und DiaEinschränkungen, deshalb möchte betes bis hin zum sie schon jetzt vorbeugen. Paddy nickt Herzinfarkt.“ Dabei sei es einfach, etwas dageanerkennend. „Das ist gut. Normalerweise gen zu tun. Miriam hat sich richtig entschieden, so wie die anderen kommen die Leute erst, wenn sie schon RüMitglieder im sports & friends. „Wer einmal hier ist und ckenschmerzen oder deutlich zu viel auf den Rippen angefangen hat, merkt wie gut ihm die Bewegung tut haben.“ Bei Miriam sei das anders. Sie möchte, etwas und bleibt dabei. Der Gesundheitsaspekt rückt dann tun, bevor die Beschwerden anfangen. immer mehr in den Hintergrund, denn die Leute haben einfach Spaß, schließlich ist Sport auch eine BelohNach einem ausführlichen Testing, bei dem unter andenung“, sagt André Moser. > rem Blutdruck, Herzfrequenz, Gewicht, Muskel- und

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Titel Spezial

Leben retten auf der Überholspur In etwa 300 Metern Luftlinie weiter liegen die Fälle etwas anders. Ins Klinikum Lüneburg kommen die Menschen, denen akut geholfen werden muss. Und manchmal schaffen sie es nicht mehr selbst dorthin. Dann müssen Krankenwagen und Notarztfahrzeug ausrücken, um erste Hilfe zu leisten. „Bei unseren Einsätzen handelt es sich in der Regel um lebensbedrohliche Situationen für den Menschen: Neben Unfällen auf der Arbeit, der Straße oder zu Hause sind es aber auch häufig Herz-KreislaufBeschwerden, Schlaganfall oder Herzinfarkte, zu denen wir gerufen werden“, sagt Oberarzt und Anästhesist Thorsten Zeng, der auch Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes am Klinikum Lüneburg ist. „Wir haben jährlich rund 10.000 Krankentransporte, etwa 16.000 Einsätze mit dem Rettungswagen und rund 4.000 mit dem Notarzteinsatzfahrzeug. Das sind im Durchschnitt 10 Einsätze in 24 Stunden für den Notarzt.“ Das Einsatzgebiet umfasst die Stadt Lüneburg mit den dazugehörigen Gemeinden.

Ampeln und nimmt auch schon mal den Randstreifen mit. Bei aller Eile bleibt Christian ruhig und besonnen, während Thorsten Zeng versucht über Funk mehr über den Patienten herauszufinden. „Es läuft bereits die Reanimation durch die Kollegen vom DRK.“ Vor Ort wechseln sich die Retter des DRK, Anna und Thomas, mit der Herz-Druck-Massage ab, als Thorsten Zeng mit Christian Finke dazukommt. Schnell werden Informationen über den am Boden liegenden offensichtlich noch jungen Mann ausgetauscht. 38 Jahre, Asthmapatient, fühlte sich tags zuvor schlecht, am Morgen erbrach der Mann während des Schlafens und seine Atmung setzte aus, die Freundin wählte daraufhin den Notruf.

Zur Erklärung: Das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) bringt den Notarzt bei lebensbedrohlichen Erkrankungen zum Einsatzort und dient der Versorgung von Notfallpatienten, die ärztliche Hilfe brauchen. Nicht lebensbedrohliche Erkrankungen werden durch den Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der bundesweiten Alarmierungsnummer 116 117 versorgt. Ein Rettungswagen (RTW) ist ein Fahrzeug für die Notfallrettung. Er wird benutzt, um Patienten zu versorgen und in eine Klinik zu transportieren. Vom RTW zu unterscheiden ist der Krankentransportwagen (KTW), der für den notfallmedizinisch in der Regel nicht eiligen Krankentransport eingesetzt wird. „Das Ziel des Rettungseinsatzes mit dem Notarzt ist, den Patienten schnell zu stabilisieren und in eine Umgebung zu bringen, wo die ganze Bandbreite des medizinischen Angebots zur Verfügung steht, sprich in die Ambulanz des Klinikums“, erklärt Thorsten Zeng.

Der Notarzt gibt knappe Anweisungen, die Helfer assistieren. Der junge Mann wird intubiert, Zugänge zunächst am Handgelenk, später auch am Hals werden gelegt. Rettungssanitäter Christian Finke hält den Tropf, setzt immer wieder auf Anweisung von Thorsten Zeng diverse Spritzen in den Zugang, um den Patienten zu stabilisieren. Der Puls ist kaum messbar. Es piept und summt im steten Stakkato. Die Beatmung ist gesichert. Asystolie, das EKG misst keine Herzfrequenz. Die Herz-Druck-Massage wird ununterbrochen Thorsten Zeng, Notarzt fortgesetzt. Abwechselnd versuchen die vier Retter das Herz zum Schlagen zu animieren. Nach fast einer Stunde, ist der Patient soweit stabil für den Transport im Rettungswagen. Dennoch sieht es nicht gut für ihn aus. Thorsten Zeng steigt zum Patienten, gemeinsam mit Rettungsassistent Thomas versorgt er während der Fahrt den jungen Mann weiter. Anna klemmt sich hinters Steuer und schafft es in nur 19 Minuten ins Lüneburger Klinikum.

Der Vormittag verläuft ruhig. Nach einem Einsatz in Lüneburg bei einer Migränepatientin passiert erstmal nichts. Thorsten Zeng kümmert sich um das Tagesgeschäft: Vor- und Nachsorge seiner Patienten auf der Station. Um 11.28 Uhr geht dann ein Notruf an die Leitstelle: eine Person, männlich, im Landkreis ist nicht ansprechbar. Der Rettungswagen ist bereits mit den Kollegen vom DRK ausgerückt, jetzt muss auch Thorsten Zeng mit dem Notarzteinsatzfahrzeug los. Christian Finke, Rettungsassistent des ASB, sitzt schon hinterm Steuer. Mit Martinshorn, Blaulicht und rund 80 km/h geht es durch die Lüneburger Innenstadt. Autos weichen aus, das NEF wechselt auf Gegenfahrbahnen, passiert rote

Dort angekommen ist man schon bereit für den Patienten. Thorsten Zeng erklärt in kurzen Sätzen, was bislang getan und verabreicht wurde. Währenddessen befreit das Team den Mann von seiner restlichen Kleidung, setzt weitere Zugänge, schließt ihn an EKG und Tropf an. Für den Notarzt endet seine Arbeit hier. Nun übernehmen die Fachleute der Intensivstation.

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Titel Spezial

Julia Hintz, med. Masseurin

Morges Reha, abends zu Hause Ins Reha-Zentrum kommen unter anderem die Menschen, die nach einem Unfall medizinisch zwar auskuriert sind, aber dennoch eine physikalische Behandlung brauchen, um die Funktionsfähigkeit der betroffenen Körperregion wieder herzustellen. „Unter dem Motto ,Morgens Reha, abends zu Hause‘ bieten wir unseren Patienten eine wohnortnahe, individuelle medizinische Betreuung und ambulante Rehabilitation nach einer Operation, nach Unfall- oder Sportverletzungen oder bei orthopädischen Erkrankungen“, erklärt Julia Hintz. Die 37-Jährige ist medizinische Masseurin, Bademeisterin und Leiterin der physikalischen Abteilung im Haus am Kurpark. „Wir bieten hier alles, was die Menschen sonst in der stationären Reha auch bekommen: Ergo- und Physiotherapien, Gruppen- und Einzeltraining, Gesundheitskurse und Seminare, Anwendungen, Wellness und Entspannung sowie ein warmes Mittagessen. Nur, dass die Patienten nachmittags um 16 Uhr nach Hause können.“ Reha-Patienten, die beispielsweise einen Band-

scheibenvorfall hatten, bleiben in der Regel drei Wochen in Behandlung. Bei Unfallpatienten entscheidet der Arzt, wie lange eine Behandlung nötig ist. So wie bei Matthias. Der 41-Jährige ist seit März nach einem Arbeitsunfall bei Therapeutin Julia Hintz in Behandlung. „Ich hatte einen Zusammenstoß mit einer Tür und bin anschließend die Steintreppe runter gefallen“, erzählt Matthias. Die Folge: Schwere Gehirnerschütterung, Bänder- und Gelenkkapselriss an der linken Schulter durch den Sturz. Nach der Behandlung im Klinikum Lüneburg folgt nun die physikalische Therapie mit Massagen, Wärme, Einzel- und Gruppentraining, unter anderem auch im Bewegungsbad. „Ich hatte arge Probleme, meinen Arm überhaupt zu heben. Die Muskeln waren steinhart und ich hatte wirklich starke Schmerzen“, erinnert sich Matthias. Durch Massagen, Wärmebehandlungen und Bewegungstraining an Geräten für den Muskelaufbau sowie Gruppentraining im Bewegungsbad funktionieren Arm und Schulter schon wieder ganz gut. „Die Mischung aus allen möglichen Anwendungen macht es hier. Es wird täglich besser“, sagt Matthias, er weiß aber auch, dass er noch eine Weile im Reha-Zentrum bleiben muss. „Mein Arzt sagt: mindestens noch einen Monat. Aber das macht gar nichts. Mir geht es gut hier und ich kann ja nachmittags nach Hause.“

Hand in Hand für Ihre Gesundheit Gemeinsam mit über 3.200 Kolleginnen und Kollegen arbeiten wir Hand in Hand für die Gesundheit der Menschen in unserer Region. Qualität, Fachkompetenz und Menschlichkeit sind die tragenden Säulen unserer Betreuung und Versorgung für alle Lebensphasen – von der Geburt bis ins hohe Alter, von der Prävention über die Akutversorgung bis hin zur Rehabilitation oder Pflege. Auf unserer Website erfahren Sie mehr: www.gesundheitsholding-lueneburg.de gion bietet die d Ausbilder der Re un er eb itg be Ar r llschaften viele Als größte rg mit ihren Gese bu ne Lü g in ld ho Gesundheits rrierechancen. felder und gute Ka fs ru Be e nd ne an sp

Hand in Hand für Ihre Gesundheit


Was ist dran?

Die neuen Ernährungstrends

Das moderne, oft industriell gefertigte Essen könne der Körper dagegen nicht richtig verdauen. Anhänger des Paleo-Ernährungstrends versprechen sich durch diese Ernährungsform mehr Fitness, weniger Gewicht, positive Effekte für den Blutzuckerspiegel und ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Sie heißen Steinzeitdiät Paleo, Clean Eating oder Raw Food. Die neuen Ernährungstrends sind anders. Hier zählt weniger das disziplinierte Kalorienzählen, es geht eher um eine langfristige Ernährungsumstellung mit dem Ziel, gesünder, schlanker und fitter zu werden. Ernährungstrends wie Raw Food, Clean Eating und auch die sogenannte Steinzeitdiät Paleo haben neben der bewussten Ernährungsweise auch die Verwendung von frischen und möglichst unbehandelten Lebensmitteln gemeinsam.

Welche Risiken gibt es bei der Paleo-Ernährung? Dipl. oec. troph. Doris Beckmann: Paleo entspricht einer sehr einseitigen Diät. In der Regel haben diese keinen dauerhaften Erfolg. Ohne Zusatzpräparate ist hierbei eine ausgewogene Nährstoffversorgung kaum möglich. Häufig wird ein sehr hoher Anteil an tierischen Lebensmitteln verzehrt, so dass es durchaus auch kalorienreich sein kann. Die Annahme, dass allein die Gene unser Ernährungsverhalten bestimmen, ist zu einseitig. Außerdem variierte auch die Ernährung in der Steinzeit sehr stark, so dass man gar nicht von einer allgemeingültigen „Steinzeiternährung“ sprechen kann.

So verlockend die neuen Ernährungstrends erscheinen, sie sind auch mit Vorsicht zu genießen, sagt DiplomÖkotrophologin Doris Beckmann von der AOK Lüneburg und erklärt auch warum.

Paleo – was ist die „Steinzeitdiät”? Auf dem Speiseplan steht, was sich jagen, pflücken, sammeln und fischen lässt. Die Theorie hinter Paleo: Genetisch sind wir immer noch Steinzeitmenschen, daher passt diese Ernährungsweise optimal zu uns.

Raw Food – was ist das? Raw Food-Anhänger glauben, dass der hohe Anteil an Vitaminen und anderen wichtigen Pflanzenstoffen in Früchten und Gemüse beim Erhitzen verloren gehen könnte. Es gibt ganz unterschiedliche Schulen dieser Ernährungsweise: Manche empfehlen veganes Raw Food, bei anderen dürfen auch rohes Fleisch, roher Fisch oder ungekochte Eier auf dem Teller liegen. Anhänger bestimmter Rohkostschulen glauben sogar, dass Krankheiten nur durch den Verzehr von rohem Essen geheilt werden können.

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Welche Risiken gibt es bei der Ernährung mit Raw Food? Dipl. oec. troph. Doris Beckmann: Es werden nur naturbelassene Produkte, vor allem Rohkost verzehrt, die nicht über Körpertemperatur erhitzt werden dürfen. Hülsenfrüchte oder Kartoffeln sind nur zwei Beispiele dafür, dass wir bestimmte Lebensmittel nur gekocht verdauen

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Ernährung Spezial

Jahren eher mit „strohigen“, harten und dunklen Körnergerichten, mit viel Ei, Sahne und Käse daher, ist es heute eine moderne Gemüseküche mit oder ohne Fleisch. Frisch und gesund essen, Fertiggerichte und industriell verarbeitete Lebensmittel meiden – hierbei kann man sich ausgewogen und abwechslungsreich ernähren.

können. Das wären hierbei aber wichtige Lebensmittel, um eine möglichst ausgewogene Ernährung zu gewährleisten. Dauerhaft müssten mindestens die Vitamine B12 und D substituiert werden, sowie Kalzium, Eisen und Jod. Diese Ernährungsform, wie auch die Steinzeitdiät Paleo, ist auf jeden Fall für Schwangere, Stillende, Säuglinge, Kinder und Jugendliche nicht zu empfehlen.

Positiv ist bei allen Ernährungsformen, dass sich Menschen mit ihrer Ernährung auseinandersetzen und auf industriell vorgefertigte Nahrung mit den unterschiedlichsten Zusatzstoffen verzichten. Jedoch bedeutet es meistens einen größeren Aufwand, gute Planung und zum Teil auch einen höheren Preis. Gemeinsames Essen mit der Familie oder den Freunden wird schwieriger, ebenso das Essengehen. Essen ist mehr als die reine Nahrungsaufnahme, auch das soziale Miteinander ist ein wichtiger Bestandteil. Die bewusste, abwechslungsreiche Auswahl von Lebensmitteln und vor allem auf Hunger und Sättigung zu achten, bringen dauerhaft den erwünschten Erfolg.

Was ist Clean Eating? Die Ernährung um Clean Eating soll nicht nur gesund halten und womöglich dabei helfen, ein paar Pfunde abzunehmen, sondern auch ein neues Lebensgefühl schenken. Tosca Reno, eine Ernährungstherapeutin aus Kanada, brachte 2007 mit dem Buch „Die Eat-CleanDiät“ den Trend ins Rollen. Im Grunde ist Clean Eating eine moderne Form der Vollwertkost, wie sie von Ernährungsexperten seit Langem empfohlen wird. Welche Risiken gibt es beim Clean Eating? Dipl. oec. troph. Doris Beckmann: Clean Eating ist die moderne Form der Vollwerternährung. Kam sie vor 30

die Cholinesterase die Aktivität der Leber wieder, oder das lebensnotwendige Kupfer, welches unseren Hormonhaushalt beeinflusst. Wie gut die Zellen mit Nährstoffen versorgt sind, zeigen die vier Mineralien Kalium, Kalzium, Magnesium und Natrium. Das sind nur einige Beispiele.

Interview

Abnehmen mit „gesund & aktiv“

BeneFit: Die Blutanalyse ist also Grundlage für den Ernährungsplan. Wonach wählen Sie die Lebensmittel aus, die ein Proband essen darf?

Petra Eckert, Heilpraktikerin in Lüneburg, Neue Sülze 5-6.

Petra Eckert: Grundlage sind die umfangreichen Daten aus der Blutanalyse, den Körpermessungen und einer Fett- und Wasseranalyse mittels Bioimpedanz und natürlich das Wissen, dass der menschliche Körper Eiweiße und gesunde Kohlenhydrate benötigt. Hat jemand zum Beispiel einen niedrigen Cholinesterase-Wert, können Bitterstoffe von Artischocke oder Radicchio seine Leberaktivität anregen.

BeneFit: Was ist anders bei dem Stoffwechselprogramm „gesund & aktiv“ als bei anderen Abnehmprogrammen?

Petra Eckert: Als Grundlage dient die persönliche umfangreiche Blutanalyse mit 42 Laborwerten und der Blutgruppe als Genmerkmal. Jeder Teilnehmer erhält seinen eigenen persönlichen Ernährungsplan, in dem seine eventuellen Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Krankheiten und seine Ziele berücksichtigt werden. Das Programm ist eben ganz individuell auf den Patienten abgestimmt. Die Nahrungsmittel werden für jeden auf der Basis seines Hormonsystems, seines Stoffwechsels und seiner Genetik ermittelt. Das führt dazu, dass der Stoffwechsel optimiert, die Vitalität gesteigert und gesundes Abnehmen möglich wird.

BeneFit: Auf kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Nudeln, Kartoffeln und Reis soll weitgehend verzichtet werden. Warum diese Empfehlung?

Petra Eckert: Mit 40 Prozent sind kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel fester Bestandteil des Programms. Allerdings stehen nur die „guten“ Kohlenhydrate auf dem Speiseplan, die den Stoffwechsel unterstützen und unter anderem in Gemüse enthalten sind. Auf Kohlenhydrate aus Nudeln, Kartoffeln, Brot und anderen Getreidelebensmitteln wird zumindest in der Anfangsphase bewusst verzichtet. Diese Kohlenhydrate werden zu schnell und zu hoch in Glucose (Blutzucker) umgewandelt und führen damit zu einem dauerhaft erhöhten Insulinspiegel.

BeneFit: Welche gesundheitlichen Veränderungen kann die Optimierung des Stoffwechsels bewirken? Petra Eckert: Neben dem medizinisch gesunden Abnehmen ohne Kalorienzählen, Heißhungerattacken und anschließenden JoJo-Effekt, geht es gleichzeitig darum, seine Vitalität zu steigern und Gesundheitsrisiken entgegenzuwirken. Auch schon vorhandene Erkrankungen wie Gefäßerkrankungen, Gelenkbeschwerden, Diabetes Mellitus oder Bluthochdruck verbessern sich deutlich mit einem gesunden Stoffwechsel.

Petra Eckert: Das „gesund & aktiv“-Stoffwechselprogramm ist grundsätzlich für alle Menschen geeignet, die sich bewusst und gesund ernähren möchten; die abnehmen wollen, ohne Kalorien zu zählen oder Heißhungerattacken zu bekommen; die ihr Wunschgewicht leicht halten wollen, das Wohlbefinden von Körper und Psyche verbessern möchten und ernährungsbedingten Erkrankungen vorbeugen wollen.

BeneFit: Für wen ist „gesund & aktiv“ geeignet?

BeneFit: Warum wird bei der Anamnese auch das Blut untersucht?

Petra Eckert: Aus der Vital- und Stoffwechselanalyse mit ihren 42 Blutwerten erkennt der Arzt oder Heilpraktiker, welche Nahrungsmittel für den Betroffenen optimal sind. So spiegelt zum Beispiel

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Ernährung Spezial

Konsumententrends

Mehr Bio und das Bewusstsein für gesunde Ernährung Die Bedeutung der Qualität als Einkaufskriterium gegenüber dem Preis nimmt seit Jahren zu, schreibt die Bundesvereinigung der Ernährungsindustrie e.V. (BVE). Der Anteil der Konsumenten, die vermehrt bewusst konsumieren und auf eine nachhaltige und gesunde Ernährung Wert legen, steige stetig an. Die Nachfrage nach Lebensmitteln unterliegt einem ständigen Wandel, der von gesellschaftlichen Entwicklungen geprägt wird. Die gemeinsame Studie von BVE und GfK Consumer’s Choice’15 mit dem Titel „Die Auflösung der Ernährungsriten – Folgen für das Ess- und Kochverhalten“ kommt zu dem Ergebnis, dass die Verbraucher aufgrund des modernen Lebensstils anders essen. Frühstück und Mittagessen verlagern sich immer mehr vom heimischen Herd nach draußen. Dennoch sind Gesundheit, Convenience und Nachhaltigkeit wichtige Trends im Lebensmittelmarkt. Natürlichkeit und Regionalität sind weitere Tendenzen, dazu werden zunehmend Alternativprodukte wie zum Beispiel laktosefreie Milch ausprobiert.

Biolebensmittel auf Erfolgskurs Bio-Lebensmittel entwickeln sich in vielen Produktkategorien vom einstigen Nischenprodukt zum Mainstream: Bei Obst und Gemüse greifen die Deutschen nach eigenen Angaben mehrheitlich zu Bio. Bei Molkereiprodukten, Fleisch- und Wurstwaren bevorzugt immerhin gut jeder

dritte Verbraucher Bio-Produkte. Bei allen anderen Produktkategorien spielt Bio indes eine untergeordnete Rolle. Der typische Einkäufer von Bio-Lebensmitteln ist weiblich, jünger als 45 Jahre und verfügt über ein höheres Einkommen. Zu diesen Ergebnissen kommt die Bevölkerungsbefragung „Bio vs. konventionell – Was kaufen Konsumenten zu welchem Preis?“, für die 1.000 Teilnehmer im Auftrag der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC in Zusammenarbeit mit der BVE im Vorfeld der Internationalen Grünen Woche 2017 befragt wurden.

Mehr Bewusstsein für Gesundheit und Ernährung Gut 75 Prozent der Verbraucher messen dem Einfluss der Ernährung auf die Gesundheit eine wichtige Bedeutung bei. Anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April betonte die BVE die Erkenntnisse der aktuellen Verbraucherstudie Consumers‘ Choice ’15. 2008 waren nur 68 Prozent der Verbraucher davon überzeugt, dass die Ernährung die Gesundheit beeinflusst. Auch das Statistische Bundesamt belegt ein gestiegenes Interesse am Thema Gesundheit, demzufolge suchten im Jahr 2015 rund 40 Millionen Menschen (+11 Prozentpunkte gegenüber 2014) online nach gesundheitsbezogenen Informationen wie Ernährung, gesundheitserhaltenden Maßnahmen oder Krankheiten. Dieser Trend zu mehr Gesundheitsbewusstsein bestärkt auch die Nachfrage und Kaufbereitschaft für eine ausgewogene Ernährung, so darf laut der Verbrauchs- und Medienanalyse VuMA 2016 für gut 62 Prozent der Verbraucher gesunde Ernährung auch mehr kosten.

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Prävention Spezial

meter mit dem Rad zurückzulegen. „Mit der Kampagne steht uns als Kommune eine bewährte, leicht umzusetzende Maßnahme zur Verfügung, um mit verhältnismäßig geringem Aufwand und Mitteln im wichtigen Bereich Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit für nachhaltige Mobilität aktiv zu werden“, erklärt Verkehrsdezernent Markus Moßmann. Die Kampagne für die Lüneburger startet im August nach den Sommerferien. „Es wird eine Auftaktveranstaltung am 6. August auf dem Marktplatz geben“, sagt Philipp Hesebeck aus der Stabsstelle des Verkehrsdezernats und zuständig für die Kampagne in Lüneburg. „Wir brechen dann gemeinsam zu einer ersten Fahrradtour in den Landkreis auf, um die ersten Kilometer zu zählen. Los geht es um 11 Uhr.“ Dazu sind dann nicht nur die Mitarbeiter der Stadtverwaltung aufgefordert, sondern auch alle Lüneburger, die Lust zu dem Wettbewerb haben. „Es können sich Einzelne als auch Gruppen anmelden. Entweder direkt bei mir oder über die Homepage www.stadtradeln.de. Da erfährt man auch, wie die Aktion genau funktioniert.“ Im vergangenen Jahr haben 178 Personen teilgenommen, davon 30 Mitarbeiter der Stadtverwaltung. „Das wollen wir in diesem Jahr auf jeden Fall weit überbieten“, sagt Philipp Hesebeck kämpferisch.

Philipp Hesebeck will die Lüneburger mit der Kampagne Stadtradeln vermehrt aufs Rad bewegen.

Der Arbeitsweg wird zur Fitness-Strecke

Aufgesattelt

Auch die AOK ruft jedes Jahr gemeinsam mit dem ADFC zum Wettbewerb „Mit dem Rad zur Arbeit“ auf. Vom 1. Mai bis 31. August sind alle Berufstätigen in Lüneburg und Umgebung aufgerufen, den Arbeitsweg wenigstens 20 Mal mit dem Fahrrad zurückzulegen – allein oder im Team mit bis zu vier Kollegen. Auch Pendler, die zum Bahnhof oder zur Bushaltestelle radeln, können mitmachen. Die zurückgelegte Streckenlänge spielt dabei keine Rolle. Sieger sollen am Ende der Aktion die eigene Fitness und die Umwelt sein. Unterstützt wird die Initiative vom Niedersächsischen Sozialministerium, den Unternehmerverbänden sowie dem Deutschen Gewerkschaftsbund. „Zum 14. Mal bringt diese Aktion mehr Bewegung in den Alltag. Sie verbindet das Angenehme mit dem Nützlichen und hilft Arbeitnehmern dabei, fit zu bleiben“, erläutern die Firmenkundenberater der AOK Konrad Schöder und Henryk Thiel. Davon profitiere nicht nur jeder Einzelne, sondern auch der Arbeitgeber. Denn angesichts des demographischen Wandels sei eine gesunde Belegschaft ein wichtiger Aspekt der Fachkräftesicherung. Im Vorjahr beteiligten sich 323 Lüneburger aus 78 Firmen. Landesweit zählte die Aktion 28.000 Radler. Die kostenlose Teilnahme erfolgt online unter: www.mdrza.de/nds oder alternativ mit dem Aktionskalender, der in allen AOK-Servicezentren oder den beteiligten Firmen erhältlich ist. Unter allen eifrigen Radlern werden attraktive Einzel- und Teampreise verlost – beispielsweise Städtereisen, Sicherheitsschlösser, Radtaschen sowie eine Ballonfahrt. Fünf Firmen, die sich besonders stark für ihre Rad fahrende Belegschaft engagieren, haben die Chance, beim zusätzlichen Wettbewerb „Fahrradaktiver Betrieb“ eine Prämie von jeweils 1.000 Euro zu erhalten. Mehr Infos sowie monatliche Sonderverlosungen gibt es unter: www.mdrza.de/nds >

Radeln für Umwelt und Gesundheit Viele Mitarbeiter der Verwaltung der Hansestadt Lüneburg tun es, ebenso wie tagtäglich viele andere Berufstätige, die sowohl in der Region leben als auch arbeiten. Die AOK belohnt es und das Klima-Bündnis hat daraus ein Netzwerk mit 26 Ländern in Europa geschlossen. Das Radfahren liegt im Trend. Verbindet es doch Umweltbewusstsein mit Bewegung und Gesundheit. Das Fahrrad wird als praktisches Verkehrsmittel zur Arbeit oder Ausbildung, im Beruf, als Familienfahrzeug für Kindertransporte und für Besorgungen und in der Freizeit genutzt. Längst hat das Fahrrad den Ruf überwunden, nur Verkehrsmittel für all diejenigen zu sein, die sich kein Auto leisten können und keine Alternative im öffentlichen Verkehr haben.

Stadtradeln – Kampagne für Klima und Radverkehr Seit vergangenem Jahr beteiligt sich die Verwaltung der Hansestadt Lüneburg an der Kampagne „Stadtradeln“ des Klima-Bündnisses. Es ist das größte Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen zum Schutz des Weltklimas, dem über 1.700 Mitglieder in 26 Ländern Europas angehören. Das Stadtradeln dient dem Klimaschutz sowie zur Radverkehrsförderung und kann deutschlandweit von allen Kommunen an 21 zusammenhängenden Tagen – frei wählbar im Zeitraum 1. Mai bis 30. September – durchgeführt werden. Das Ziel: in der Gruppe oder allein in dem Zeitraum möglichst viele Kilo-

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Prävention Spezial

Foto: Frische Fotografie

Radspezialist Jonathan Poppe arbeitet seit 13 Jahren im Bike Park und weiß, wie ein gutes Rad ausgestattet sein muss.

Pedalen, jeweils einen Front- und Rückstahler, eine Klingel und natürlich funktionsfähige Bremsen. Ich empfehle zudem Schutzbleche für sicheres Fahren bei schlechtem Wetter und eine gute Bereifung mit ausrechendem Profil, am besten mit integriertem Pannenschutz. BeneFit: Stichwort Bereifung. Was empfiehlst Du für den Lüneburger Untergrund, der ja streckenweise aus weniger guten Radwegen und Kopfsteinpflaster besteht? Jonathan Poppe: Hier eignen sich am besten Reifen mit mehr Luftvolumen für eine breite Aufstandfläche und sicheres Fahren auf holperigem Untergrund. Es ist ein Irrglaube, dass das Rad dann schwergängiger fährt. Das liegt dann am Profil, welches für befestigte Wege weniger grob ausfallen sollte.

Interview BeneFit: In der Ausstattung der Bremsen hat sich viel getan. Was empfiehlt der Experte? Jonathan Poppe: Richtig gut sind hydraulische Bremsen. Sie funktionieren mit Öldruck. Die Vorteile: Sie bieten deutlich höhere Bremspower und eine bessere Dosierbarkeit. Zudem gibt es keine eingefrorenen oder schwergängigen Bremszüge und sie bieten somit bei jedem Wetter eine sichere Bremsleistung.

Fahrsicherheit geht vor BeneFit: Räder gibt es in allen möglichen Ausführungen, aber wie sollte jedes gute Rad ausgestattet sein, mit dem man täglich zur Arbeit fahren will? Jonathan Poppe: Zunächst einmal muss das Fahrrad der Straßenverkehrszulassungsordnung entsprechen. Das heiß, es muss eine feste Beleuchtung vorne wie hinten haben. Im Idealfall mit LED-Technologie und eine, die automatisch entsprechend den Witterungsbedingungen anspringt. Ein Rücklicht mit Standlichtfunktion ist ein Muss, ebenso wie ausreichend Reflektoren an den Rädern,

BeneFit: Nun gibt es neben den klassischen Rädern auch die E-Bikes oder Pedelecs. Für wen sind die geeignet? Jonathan Poppe: Zunächst zur Definition: Pedelec steht für „Pedal-Electric-Cycle“ und bezeichnet ein Rad mit Tretunterstützung. Ein EBike hingegen fährt selbstständig, ohne dass eigene Kraft ausgeübt werden muss, ähnlich einem Mofa. Geeignet sind Pedelecs für jedermann: Gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die eine neue Möglichkeit der Bewegung erlangen. Den Pendler, der nicht verschwitzt seinen Arbeitstag beginnen muss. Den vom Stau und der Parkplatzsuche genervten Städter. Den konditionell unterlegenen Radtour-Partner. Eltern, die einen Kinderanhänger ziehen. Umweltbewusste Menschen, die gerne mal das Auto stehen lassen. Freizeitfahrer, denen es vor dem nächsten Anstieg graut. Und alle, die gerne den permanenten „Rückenwind“ beim Radeln spüren möchten.

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