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Wie wir sie erhalten, damit sie Haut und Körper schützen

Gesünder leben mit guten Ölen

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Schweiz 6,50 SFR Österreich 3,30 €

September Oktober November 4/2008

Wer bin ich? Handlungstyp Sachtyp oder Beziehungstyp?

Die wichtigsten Sorten und was sie so wertvoll macht ❋ Schönheitspflege: Warum weniger mehr sein kann ❋ Gehirnjogging: Fitness für die kleinen, grauen Zellen ❋ Medizin: Ein ‘Zaubertrank’ und seine Folgen

Italien € 4,20 ● Luxemburg € 3,80 ● Frankreich € 4,00 Spanien € 4,20 ● Belgien € 3,80

Die positive Kraft der Hormone

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feminin Körper und Seele Gutes tun

Fit in den Tag Zwei leichte Chi-Gong-Übungen zum Munterwerden

Die 25 besten

Heilkräuter für Frauen Mit vielen Tipps zur Selbstbehandlung aus dem reichen Erfahrungsschatz der Naturheilkunde


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Gesundheit

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Wir halten zusammen für Ihre Gesundheit: vivesco ist eine Kooperation selbstständiger Apotheker. Gemeinsam machen wir uns stark für Ihre Gesundheit. Wir beraten Sie freundlich, kompetent und zuverlässig – denn wir wissen, dass ein gutes Gefühl ganz wesentlich dazu beiträgt, gesund zu werden oder zu bleiben. Überzeugen Sie sich persönlich davon bei Ihrem Besuch in der vivesco Apotheke in Ihrer Nähe!

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Liebe Leserinnen ! Hormone haben keinen guten Ruf. Die klassische Hormonersatztherapie ist da nicht ganz unschuldig, sagt man ihr doch nach, für eine ganze Reihe von negativen Begleiterscheinungen verantwortlich zu sein. Doch ohne Hormone könnten wir gar nicht existieren. Weit mehr als ein halbes Dutzend verschiedener Hormone wirken in unserem Körper. Sie sind nicht nur für unsere Gefühle und unser Sexualleben verantwortlich, sie bestimmen auch unsere Lebensqualität und Gesundheit. In den letzten Jahren sind viele neue wissenschaftliche Erkenntnisse hinzugekommen. Doch die wichtigste praktische Erkenntnis ist: Wir können dem altersbedingten Abfall der Hormone (ab 40 geht’s richtig los) etwas entgegensetzen – nämlich eine hormonfreundliche Lebensweise. Mehr zu diesem wichtigen Thema mit vielen praktischen Tipps ab Seite 70. Nach Ansicht des Psychologen Dietmar Friedmann gibt es trotz vieler Zwischenstufen eigentlich nur drei Typen von Menschen: Entweder ist man ein Beziehungstyp, ein Sachtyp oder ein Handlungstyp. Der Beziehungstyp fühlt sich unter Menschen wohl. Hier kann er agieren und sich präsentieren. Der Sachtyp ist der Denker, der manchmal auch ein Eigenbrötler sein kann. Der Handlungstyp ist aktiv und tüchtig und will etwas auf die Beine stellen. Der Vorteil dieser Einteilung: Wer weiß, welchen Typen er vor sich hat, kann sich auf diesen Menschen einstellen. Und schon klappt die Kommunikation viel besser; lesen Sie mehr dazu ab Seite 24.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Ihre Redaktion von feminin & fit!

HIGHLIGHTS

Was hat körperliche Bewegung mit geistiger Beweglichkeit zu tun? Sehr viel. Denn ungewohnte Bewegungsabläufe harmonisieren beide Gehirnhälften. Das Ergebnis: Unser Gedächtnis bleibt fit. Wir stellen Ihnen einige Übungen vor. ➜ Seite 30

Naturheilmittel sind gefragter denn je. Doch woher kommen eigentlich die Rohstoffe, zum Beispiel die Blüten und Wurzeln? Wie werden sie geerntet? Wird Raubbau betrieben oder auch für das Nachwachsen gesorgt? Die Hersteller eines bekannten Erkältungsmittels („Umckaloabo“) bekommen jetzt die Folgen solcher Fragen zu spüren. ➜ Seite 76 Titelfoto: Eastwestimaging / Dreamstime.com

Die nächste Ausgabe von feminin & fit erscheint am 11. November 3 feminin & fit 4/2008


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Inhalt ■ GESUND

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ESSEN

Serie Unsere Lebensmittel, Teil II Gute Öle für die gesunde Küche

11 Was steckt in den Pflanzen-Ölen? 12 Helfen Omega-3-Brote und -Eier? 13 Olivenöl ist nicht gleich Olivenöl 14

■ SCHÖNSEIN

Wenige Basics reichen ✽ 46 Schönheitspflege: Dr. Haarhaus: Zu viel Pflege schadet der Haut ■ GESUNDHEIT 50

Wasser ist knapp und teuer . . .

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Gesund und lecker Italienisch kochen

■ GLÜCKLICH 24

LEBEN

Wer bin ich? Dietmar Friedmann sagt es Ihnen

Tag ein bisschen schlauer ✽ 30 Jeden So halten Sie Ihr Gedächtnis fit 32 Gehirnjogging im Alltag 34 Hier vermehren sich Ihre kleinen grauen Zellen 35 Diese Bücher bringen Ihr Gedächtnis auf Trapp * * * Glücklich leben aktuell 36 Kuschelparties: Berühren und berührt werden 37 Wie hilfreich ist positives Denken? ■ FITNESS

& ENTSPANNUNG

in den Tag mit Chi-Gong ✽ 38 Fit Zwei neue leichte Übungen 42

Intimpflege Endlich mit gutem Gewissen

Der Preis des Wassers

* * * Gesund essen aktuell 16 Schrittweise die Ernährung umstellen 17 Kleine Obst-Ernährungskunde

& MEDIZIN

Serie Was hilft bei . . . Darmträgheit 58 25 Heilkräuter für Frauen: Die Quellen der sanften Medizin 56

positive Kraft der Hormone ✽ 70 Die Natürliches Anti-Aging für Haut und Körper 72 Chemikalien als Hormonstörer 74 So lassen sich Hormone auf natürlichem Weg stimulieren

✽ 76 Ein ‘Zaubertrank’ und seine Folgen 78

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Schimmelpilze: Wenn es hinter der Schrankwand blüht * * * Gesundheit und Medizin aktuell Nach Zeckenstich sofort Antibiotika nehmen? Erröten: Wenn das Blut in den Kopf schießt Chlamydien-Test Sexuelle Experimente fördern Mundkrebs

■ REISEN 89 89 91 91

& ERHOLEN

Auf den Spuren Eduard Mörikes Radeln auf Rügen 850 Jahre München Anti-Aging Kochkurse

Sport toppt Medikamente Was Bewegung bewirken kann

* * * Fit und entspannt aktuell 45 Welche Yoga-Varianten gibt es? 45 Radfahren: Den richtigen Sattel finden 4 feminin & fit 4/2008

■ LESEWELTEN 96 Neue Bücher 98 Impressum

Titelthemen


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SERIE: Schul- oder Alternativmedizin? Hier können Sie wählen! Thema diesmal: Darmträgheit

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58 Heilkräuter-Tees für Frauen – wir stellen die 25 wichigsten vor

Wasser ist kostbar. Lesen Sie, was manche Firmen zu verkaufen versuchen

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Gesünder leben mit guten Ölen

8 Italienisch kochen

18

Munter werden mit Chi Gong. Zwei leichte Übungen

38 Wer bin ich? Sachtyp? Beziehungstyp oder Handlungstyp?

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Schönheitspflege: Ein Hautfacharzt erläutert, warum wenige Basics reichen

Die positive Kraft der Hormone: Natürliches Anti-Aging für Haut und Körper

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So kommen Sie gut d Beruhigend

Sie stehen morgens auf und haben den Kopf voller Sorgen und Probleme? Der Kreativitätstrainer Ernie J. Zelinski hat sich zu diesem Phänomen seine Gedanken gemacht. Und er ist zu der Einschätzung gekommen, dass die meisten Probleme bei Licht betrachtet eher harmlos sind, denn . . .

40 Prozent aller Sorgen drehen sich um Ereignisse, die nie eintreffen.

30 Prozent aller Sorgen drehen sich um Ereignisse, die schon längst Vergangenheit sind.

✤ 22 Prozent aller Sorgen drehen sich um triviale Dinge. ✤ 4 Prozent aller Sorgen drehen sich um Dinge, die nicht zu ändern sind. ✤ 4 Prozent aller Sorgen drehen sich um Dinge, die man

Alles, was ich wirklich brauche, ist Liebe. Aber ein

zu schadet auch nicht. Lucy van Pelt in „Peanuts“ von Charles M. Schulz 6 feminin & fit 4/2008

Foto: Norman Pogson / Dreamstime.com

bisschen Schokolade ab und

Foto: Teamarbeit / Dreamstime.com

Foto: Vgstudio / Dreamstime.com

ändern könnte.


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ut durch den Tag . . .

Foto: Teamarbeit / Dreamstime.com

Foto: Vgstudio / Dreamstime.com

Den nächsten Tag schlafend gut vorbereiten enn Sie tagsüber einen Durchhänger haben – und eigentlich Lust auf ein kleines Nickerchen hätten, das aber nicht machen dürfen oder wollen – wie wäre es dann mit einem Sitzspaziergang?

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Sie brauchen lediglich einen stacheligen Massageball. Dann ziehen Sie Ihre Schuhe aus und setzen sich auf einen Stuhl. Jetzt rollen Sie den Ball abwechselnd mit dem rechten und dem linken Fuß hin und her. Spätestens nach fünf Minuten sind Sie wieder frisch.

Wie fit Sie morgens aus dem Bett kommen, entscheidet sich nicht zuletzt in der Nacht davor. Denn guter und erholsamer Schlaf baut Stress ab und regeneriert den gesamten Organismus. Deshalb ist es wichtig, alle Faktoren auszuschließen, die Ihren Schlaf negativ beeinflussen. Manchmal helfen schon Kleinigkeiten: ❒ Schlafen Sie in einem kühlen und gut belüfteten Raum. ❒ Wenn es bei geöffnetem Fenster zu laut ist, dann schlafen Sie mit Lärmschutz in den Ohren. ❒ Schlafen Sie im Sommer nicht zu warm und im Winter nicht zu kalt. ❒ Und zu guter Letzt: Wie alt ist eigentlich Ihre Matratze? Alle 4 bis 6 Jahre – und nicht erst wenn sie durchgelegen ist – sollte man sich eine neue gönnen.

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GESUND ESSEN

Gute Öle für die gesunde Küche Für jeden Zweck das richtige Öl Das Interesse an Pflanzenölen für die kalte und warme Küche wächst. Und auch das Angebot nimmt stetig zu. Doch worauf sollten Sie beim Kauf achten? Welches Öl schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch gesund? Spielt der Verwendungszweck eine Rolle? Wir haben uns die wichtigsten Pflanzenöle einmal näher angesehen. is vor wenigen Jahren waren Sonnenblumen- und Maiskeimöl das Maß aller Dinge. Bei der Zubereitung von kalten und warmen Speisen durften sie nicht fehlen. Man konnte sich in dem Glauben wiegen, etwas Gutes für seine Gesundheit zu tun, denn die beiden Ölsorten enthalten viel ungesättigte Fettsäure in Form von Omega-6-Fettsäure (Linolsäure).

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Auch wenn der Organismus diese Fettsäure 8 feminin & fit 4/2008

braucht – zu viel davon ist nicht gut. Denn im Übermaß verzehrt, bildet der Körper daraus Substanzen, die u.a. entzündungsauslösend wirken und das gefäßschützende HDL-Cholesterin im Blut senken. Trotz der schlechten Presse in den letzten Jahren – Sonnenblumenöl steht beim Verbrauch in der Küche immer noch an erster Stelle. Mit einer der Hauptgründe: Es ist preiswert, ziemlich geschmacksneutral und kann für die Salatsauce genauso wie


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GESUND ESSEN

Serie

UNSERE LEB ENSMITTEL Was steckt d rin? Teil II

für Zubereitungen in der Bratpfanne genommen werden. en Ruf, die Gesundheit mehr zu fördern als Sonnenblumenöl, hat mittlerweile Rapsöl; unter anderem deshalb, weil es viel weniger Linolsäure enthält.

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Statt dessen steckt in Rapsöl reichlich Omega-3-Fettsäure (in Form von Alpha-Linolensäure) und Ölsäure (über 60 %). Diese Kombination ist es, die in der letzten Zeit von Ernährungswissenschaftlern immer wieder als gesundheitlich positiv beurteilt wurde.

Der Anteil an Omega-3Fettsäure in der täglichen Nahrung ist zu gering Omega-3-Fettsäure verringert das schlechte LDL-Cholesterin, wirkt entzündungshemmend und antirheumatisch und hält die Blutgefäße elastisch. Die Ölsäure unterstützt das gute HDL-Cholesterin und erhöht die Werte. Mit der Wahl der richtigen Öle den Anteil an Omega-3-Fettsäure in der Nahrung zu steigern ist auch aus einem anderen Grund sinnvoll: Auf

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Aus alledem ziehen Wissenschaftler nur einen Schluss: Esst mehr Nahrungsmittel mit Omega-3-Fettsäuren und weniger mit Omega-6Fettsäuren (Linolsäure). Ein Problem ist nur: Wer seine Ernährung auf gesündere Öle bzw. Fette umstellen will, wird beim Blick auf die Etiketten mit dem Kleingedruckten auch nicht unbedingt schlauer. Denn dort heißt es recht häufig: „Reich an ungesättigten Fettsäuren.“ Das hört sich gesund an, muss es aber nicht sein. Denn auch die in vielen Ölen reichlich vorhandene Linolsäure (siehe Tabelle auf der nächsten Seite) ist eine ungesättigte Fettsäure. In vielen Fällen kann man dann nur noch vermuten: Wer die Inhaltsstoffe seines Produktes so nebulös umschreibt, macht das nicht ohne Absicht.

diesem Weg lässt sich der Anteil der Omega-6-Fettsäure im Essen zurückdrängen. In den letzten Jahren ist das Verhältnis von Omega-6-Fettsäuren zu Omega-3-Fettsäuren im Essen je nach Untersuchung auf 10 zu 1 bis auf 20 zu 1 angestiegen. Von Ernährungsfachleuten wird aber ein Verhältnis von höchstens 5 zu 1 empfohlen. Ideal war es nach Vermutungen von Ernährungshistorikern in der Steinzeit: Dort wies die Ernährung noch ein Verhältnis der Omega-3-Fettsäuren zu den Omega-6-Fettsäuren von ca. 1:1 auf.

Kühe aus Weidehaltung geben qualitativ bessere Milch als Stalltiere

n dem Rückgang der gesunden Fette in der Nahrung hat in den letzten Jahrzehnten auch die Industrialisierung der Landwirtschaft mitgewirkt. Omega-3-Fettsäuren wurden zunehmend verdrängt, denn konventionelles Kraftfutter (Getreide) für Kälber, Rinder, Hühner und andere Tiere enthält viel Omega6-Fettsäure. Was aber auch einen handfesten Grund hat: Fleisch z. B. mit einem relativ hohen Anteil an Omega-3-Fettsäure ist nicht so lange haltbar. Das gleiche gilt für daraus hergestellte Wurstwaren.

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Die Folge: In vielen landwirtschaftlichen Produkten (Milch, Fleisch, Eier (weiter Seite 13)

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Was steckt in den Ölen? Sonnenblumenöl

Gehört zu den beliebtesten Küchen-Ölen; „High oleic“-Sonnenblumenöl eignet sich auch zum Frittieren; Nachteil: enthält ca. 60 Prozent Linolsäure (Omega-6-Fettsäure) und keine gesundheitlich empfehlenswerten Omega-3-Fettsäuren.

Distelöl

Geschmacklich interessant, nur für die kalte Küche geeignet; Hauptnachteil für die Gesundheit: Distelöl enthält ca. 80 Prozent Linolsäure und keine Omega3-Fettsäuren.

Traubenkernölöl

Schon die Römer kannten Traubenkernöl; es ist zum Braten gut geeignet; Nachteil: Enthält ca. 70 Prozent Linolsäure aber keinerlei Omega-3-Fettsäure.

Sesamöl

Schmeckt interessant zu Salaten (mit etwas Sesamschrot verfeinert), enthält aber mit rund 40 Prozent relativ viel Linolsäure und so gut wie keine Omega3-Fettsäure; der Ölsäure-Anteil beträgt rund 35 Prozent.

Olivenöl

Die Mittelmeerküche kommt ohne Olivenöl nicht aus; das Öl kann nach Belieben genommen werden. Ölsäure (ca. 70 Prozent) erhöht das gute HDL-Cholesterin; Erhitzen: Native Öle bis 180°, raffinierte Olivenöle bis 210° (siehe auch Infos-Kasten S. 13)

Rapsöl

Kaltgepresstes Rapsöl schmeckt leicht nussig; zum Braten und Dünsten sind aber nur raffinierte Öle empfehlenswert, da ansonsten krebserregende Substanzen entstehen können; Rapsöl enthält ca. 10 bis 20 % Omega-3-Fettsäuren und 20 % Linolsäure.

Walnussöl

Dieses Öl ist für die kalte Küche geeignet, sollte aber nicht täglich auf den Tisch kommen. Walnussöl besteht zu über 50 Prozent aus Linolsäure, von der in der Regel ohnehin schon viel zu viel konsumiert wird.

Leinöl

Viele Jahre fristete das Leinöl ein Schattendasein; jetzt ist es im Kommen. Es eignet sich für die kalte Küche zu Salaten genauso wie zu Quarkspeisen und Kartoffelgerichten; es ist das Öl mit dem höchsten Anteil an Omega-3-Fettsäuren (weit über 50 %).

Leindotteröl

Wie schon das Leinöl war auch das Leindotteröl jahrzehntelang in Vergessenheit geraten; der Geschmack ist leicht scharf. Der Gehalt an Omega-3-Fettsäure liegt bei ca. 40 Prozent; der Linolsäuregehalt beträgt rund 15 Prozent.

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GESUND ESSEN

Da helfen Omega-3-Brote und -Eier auch nicht weiter

Ohne Fisch keine ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäure Für viele ist es fast schon eine Gewissensfrage: Reicht die Omega-3-Fettsäure aus, die in vielen Pflanzenölen, Leinsamen und Biomilch steckt, und in geringen Mengen auch in Blattgemüse und einigen Nüssen, um den täglichen Bedarf zu decken? n der Regel nicht, so die derzeitige Meinung der Wissenschaft. Und da helfen auch keine Omega-3-Brote und Omega-3-Hühnereier (die Hühner werden z. B. mit Leinsamen oder Algen gefüttert). Zwei Portionen Meerfisch pro Woche sollten noch hinzukommen. Einer der Hauptgründe: Die zwei wichtigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA, die im Fisch „pur“ enthalten sind, kann der menschliche Organismus nur in geringem Umfang aus der in Ölen, Pflanzen, Samen und Nüssen enthaltenen Alpha-Linolensäure bilden. Die Umwandlungsrate liegt bei rund 10 Prozent.

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Und wenn die Nahrung auch noch viel von den weniger guten Omega-6Fettsäuren enthält (was in der Regel der Fall ist), geht die Umwandlungsrate noch weiter zurück. Die guten Fettsäuren EPA und DHA stecken in Reinform insbesondere in fettem Meeresfisch. In 100 Gramm Tunfisch sind ca. 3 Gramm dieser Omega-3-Fettsäuren enthalten. Es folgen Makrele (2,6 g), Sardine (2,5 g) und Hering (1,7 g). Aber auch natürlich gehaltene Süßwasserfische aus kalten Gewässern (z. B. Karpfen 0,6 g und Forelle 0,6 g) enthalten die Fettsäuren EPA und DHA. Man geht davon aus, dass 1 bis 2 Gramm dieser Omega-3-Fettsäuren pro Tag empfehlenswert sind. Wenn kein Fisch gegessen wird, kann das Defizit auch mit Fischölkapseln oder einem täglichen Esslöffel Leinöl ausgeglichen werden. Unser Tipp: Leinöl mit Saft mischen oder ins Müsli geben und das Fett an anderer Stelle einsparen. ie Studien zeigen, kann ein Mangel an EPA und DHA langfristig zu Altersdemenz führen und begünstigt vermutlich auch Depressionen. Entzündliche rheumatische Leiden und diverse Autoimmunerkrankungen (z. B. Neurodermitis) werden ebenfalls mit einem Mangel an EPA und DHA in Verbindung gebracht.

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GESUND ESSEN u.a.) ist der ohnehin schon natürlicherweise geringe Anteil an Omega3-Fettsäure weiter in den Keller gegangen. Wer seinen Omega-3-Input erhöhen will, sollte deshalb auf Produkte zurückgreifen, die zum Beispiel von Tieren aus Weidehaltung stammen. Bei Milch, Käse und Fleisch von naturnah gehaltenen Tieren ist der Omega-3-Fettsäuregehalt wesentlich höher als bei konventionell hergestellten Produkten. urück zu den Pflanzenölen. Auch wenn in der Küche überwiegend industriell behandelte, sogenannte raffinierte Öle als Universalöle eingesetzt werden, klettern native Öle – kaltgepresst und naturbelassen – auf der Beliebtheitsskala immer höher. Der charakteristische Geschmack und die interessante Farbe der Öle werden geschätzt und heben sich wohltuend von der standardisierten Industrie-

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ware ab. Auch das vitaminschonende Herstellungsverfahren der nativen Öle gewinnt immer mehr Beachtung. Während in den vergangenen Jahren das Olivenöl den Markt der „alternativen“ Speiseöle dominierte, ist mittlerweile Bewegung hinein gekommen. Vergessen geglaubte Öle wie Raps- oder Leinsamenöl wurden wiederentdeckt. Und es zeigt sich: Viele dieser Öle schmecken nicht nur, sondern haben ein hohes Gesundheitspotential. Dr. Bertrand Matthäus von der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel in Münster: „Rapsöl zum Beispiel gilt heute aufgrund seiner Fettsäurezusammensetzung als eines der ernährungsphysiologisch günstigsten Speiseöle.“ Bislang wurden native Öle meist nur in der kalten Küche eingesetzt. Zum Braten und Frittieren eigenen sich solche Öle in der Regel nicht. Bei

hohen Temperaturen werden die Fettsäuren abgebaut und der Geschmack verändert sich. Das kann soweit gehen, dass das Produkt ungenießbar wird. So zeigte sich bei Versuchen mit nativem Rapsöl, dass bei hohen Temperaturen ein fischiges Aroma entsteht. uch gesundheitlich ist der Einsatz von nativem Öl in der Bratpfanne bedenklich. So wiesen Wissenschaftler der Universität von Minnesota (USA) nach, dass beim Braten und Frittieren (185° C) schon nach einer halben Stunde giftige Verbindungen (sogenannte HNEs) nachweisbar waren. Diese Substanzen können möglicherweise die Entstehung von Arteriosklerose und Alzheimer begünstigen.

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Fazit von Dr. Matthäus von der Bundesforschungsanstalt: „Es ist nach wie vor günstiger, natives Öl vor allem in der kalten Küche einzusetzen.“ ■

Olivenöl ist nicht gleich Olivenöl Beim Ölivenöl werden vier Qualitätsstufen unterschieden. Extra natives Olivenöl Das ist das hochwertigste Öl; „extra vergine“ heißt es, wenn es aus Italien kommt; „extra virgin“ wenn Spanien der Absender ist. Das Öl dieser Güteklasse muss mit ausschließlich mechanischen Verfahren direkt aus den Oliven gewonnen werden. Es verfügt über sehr hohe Anteile der wichtigen Inhaltsstoffe, zum Beispiel Phenolkonzentrationen bis zu 800 mg/kg (schützen vor Herz-Kreislauferkrankungen) bei gleichzeitig nied-

rigem Säuregrad. Für extra natives Olivenöl ist ein maximaler Fettsäuregehalt von 0,8 Prozent vorgeschrieben. Natives Olivenöl Diese Güteklasse unterscheidet sich von der Extra-Qualität im wesentlichen durch den zulässig höheren Anteil der freien Fettsäuren. Bei diesem Öl sind bis zu zwei Prozent Fettsäuregehalt erlaubt. Olivenöl Diese Bezeichnung auf dem Etikett, also ohne „extra“ und/oder „nativ“, sagt aus,

dass dieses Öl aus raffiniertem und nativem Öl gemischt wurde. Es hat einen niedrigen Phenolgehalt von ungefähr 70 mg/kg. Oliventresteröl Aus der Mischung der wiederholten Pressung der festen Pflanzenrückstände, dem sogenannten Trester oder dem einfachen Olivenöl, entsteht das „Oliventresteröl“. In diesem Öl sind die wichtigen Bestandteile eines wertvollen Olivenöls kaum noch nachweisbar; es enthält nur noch Phenole in einer Konzentration von maximal 30 mg/kg.

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feminin & fit Ausgabe 4/2008  

feminin & fit, die Gesundheitszeitschrift für Frauen

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