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Göllsdorf und die Geister Bildergalerie: www.NRWZ.de/213326

Fröhliche Gesichter Seiten 6&7

Ein Morgen auf der Wache Seite 14

Fragen an die Kandidaten Seite 10

„Schraivogel“ schließt zum Jahresende Seite 16

NRWZ|

NEUE ROTTWEILER ZEITUNG

E NRWZ.D

Samstag, 13. Oktober 2018 14. Jahrgang Nummer 33

Die NRWZ: Gratis für alle Haushalte im Verbreitungsgebiet Druckauflage: 39.100 Exemplare

Wasen-Ausfahrt nur für Deutsche? Deißlingen Türke wird Teilnahme verwehrt Eine Ausfahrt von Deißlingen zum Cannstatter Wasen, die gab es am vergangenen Mittwoch. Per Bus, inklusive drei Maß Bier und einer Reservierung in einem der Festzelte für 38 Euro. Beworben wurde die Fahrt via Facebook und Ebay Kleinanzeigen. Soweit, so gut – doch offenbar durften da nur Deutsche mit.

A Rottweil

Die schwäbischen King g’s Sing gers Seite 13

St. Georgen

Radfahrerin getötet

Eine 60-jährige Radfahrerin ist am Dienstag gegen 19.30 Uhr bei einem Verkehrsunfall auf der B33 zwischen Peterzell und St. Georgen getötet worden. Das meldet die Polizei. Die Radfahrerin war demnach zusammen mit ihrem Ehemann unterwegs und wollte die B33 überqueren. Ihr Mann war da schon über die Straße gegangen. Dabei wurde sie vom Wagen eines aus Richtung Villingen kommenden 43-jährigen Autofahrers frontal erfasst und zu Boden geschleudert. Die Radfahrerin erlitt laut Polizei bei der Kollision so schwere Verletzungen, dass sie noch an der Unfallstelle verstarb. pz

Im Grunde geht es nur mit GuerillaTaktik.” Die Einzelhändlerin Sabine Horn über ihre Erfahrungen mit der Stadtverwaltung Rottweil. Seite 5

Dornhan

Unaufhaltsam

Am Dienstagmorgen ist ein Forstarbeiter gegen 8.35 Uhr auf der Kreisstraße 5515 Uhr bei Dornhan von einem 92-jährigen Autofahrer angefahren und schwer verletzt worden. Das Skurrile an dem Fall: Der Unfallfahrer hielt deswegen zunächst nicht an. Das Opfer hatte versucht, den Senior anzuhalten, der bei Rot über eine Ampel gefahren war. Obwohl der Forstarbeiter noch auf die Seite sprang, wurde er von dem Wagen erfasst und schwer verletzt. Der betagte Autofahrer fuhr einfach weiter. Er musste später wegen Holzfällarbeiten stoppen. Seinen Führerschein ist er jetzt los. pz

uf die Facebook-Einladung hin meldete sich ein Mann mit türkischem Namen. Die Antwort: Frech. Um es zurückhaltend auszudrücken. So wurde dem Interessenten beschieden, dass der Bus nicht über Istanbul fahre, dafür reichten weder das Bier noch die dafür nötige Kühlung aus. „Ich hoffe, Sie haben das verstanden”, heißt es wörtlich in der für alle einsehbaren Antwort. Ein Leser macht einen Screenshot von der Unterhaltung und sendet diesen an die NRWZ. Auf unsere Nachfrage hin antwortet der vermeintliche Mitveranstalter der privaten Reise, er heißt Andy R.: „Also ich verstehe die dumme Frage nicht, aber Nein, wir haben auch Ausländer dabei! Aber nur integrierte und be-

freundete.” Weiter erklärt er der NRWZ-Reporterin: „Du kannst ja mit, wenn Du möchtest, ist ja nicht meine Veranstaltung, aber eine Einladung von mir bekommst Du sicher nicht”. Es folgen drei Ausrufezeichen. Der eigentliche Veranstalter der Fahrt ist offenbar ein Wirt einer Vereinsgaststätte in Deißlingen. Eine Antwort, nach welchen Kriterien entschieden wird, wer integriert ist und wer nicht, steht bislang noch aus. Bürgermeister Ralf Ulbrich, bekannt als ein Mensch, der für Toleranz und Integration wirbt, gibt auf Nachfrage der NRWZ nur eine knappe Stellungnahme ab. Er schreibt: „Da sag’ ich besser nichts dazu, um mich im Ton nicht zu vergreifen ...” mm

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Termine, Aktuelles

NEUE ROTTWEILER ZEITUNG

Foto: Ralf Graner

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Bühlingen

Gemeindefest

Zimmern

Stunt-Show Ein großes Action-Programm verspricht das Team Roselly für den morgigen Sonntag. Zweimal, um 11 und um 15 Uhr, werde ein 16-köpfiges Team auf dem Kaufland-Parkplatz in Zimmern Stunts zeigen, wie sie etwa in der Fernsehsendung „Cobra 11” zu sehen seien, so die Ankündigung. Das Programm besteht demnach aus Driftings, Autoartistik auf zwei Rädern mit mehreren Fahrzeugen hinter- und nebeneinander, Synchronfahrten, AutoCrashs und -überschläge, Feuer-Crashs „made in Hollywood”, Quad- und Motocross-Freestyle sowie Body-Stunts. Zum Schluss der Veranstaltung kommen die aus Film und Fernsehen bekannten Monster-Trucks zum Einsatz – mit klingenden Namen wie „Big Danger”, „Monster Police” und „Bluegrass Stomper” – welcher laut Veranstalter mit Methanol fährt und 1800 PS haben soll. Es handele sich dabei um den größten und stärksten Monster-Truck der Welt, der aus den USA importiert worden sei. Die kleinen Gäste der Show haben im Anschluss an die Show die (kostenpflichtige) Gelegenheit, in einem der Boliden mitzufahren. Für die Veranstaltung werden noch Altfahrzeuge benötigt. Wer seinen Wagen auf diese Weise verschrotten lassen will, kann sich unter Tel 0178-2016672 melden. pm

Am Sonntag, 28. Oktober, findet das alljährliche Kirchweih- und Gemeindefest der Bühlinger St.Silvester-Gemeinde in und um das Gemeindezentrum statt. Es beginnt um 10.30 Uhr mit dem Hochamt in der Kirche. Pfarrer Thomas Böbel zelebriert die Messe, welche vom Kirchenchor musikalisch umrahmt wird. Ab 11.30 Uhr gibt es im Gemeindezentrum Mittagessen. pm

Rottweil

Keine Fußprobleme mehr

Der Fuß, von den einen geliebt, von den anderen gehasst, aber meistens sträflich vernachlässigt. Damit ist jetzt Schluss: Marco Montanez, auch bekannt als „der große Zeh“, ist der Barfußexperte in Deutschland. In seinem Ratgeber „Unfuck your Feet“ lenkt er die Aufmerksamkeit auf unsere Füße und den großen Zeh. Er führt am Mittwoch, 17. Oktober, ab 19.30 Uhr bei Buch Greuter auf eine unterhaltsame und bilderreiche Reise von der Evolution des zweibeinigen Dunningen Fußgängers bis zum modernen TurnKinderflohmarkt schuh und den Irrungen und WirAm Samstag, 27. Oktober, ver- rungen der modernen Orthopädie pm anstaltet der SPD-Ortsverein und ihren Einlagen.

in der Festhalle in Dunningen seinen Kinderflohmarkt. Von 14 bis 16 Uhr können dann wieder gebrauchte aber gut erhaltene Kinderartikel gehandelt werden. Info: Anmdlung per E-Mail an frank.maier.dunningen@t-online. de Es sind noch Tische frei. pm Rottweil

Feuerwehrwurst

Am heutigen Samstag gibt es bei Edeka Culinara in Rottweil die sogenannte gegrillte Feuerwehrwurst. Sie wird vom Nachwuchs der Retter angeboten, von der Jugendfeuerwehr. Ein Teil des Erlöses soll direkt in deren Arbeit fließen. Edeka unterstützt laut einer Mitteilung der Rottweiler Feuerwehr seit Jahren die ehrenamtliche Arbeit der Floriansjünger im Land. pm

NRWZ präsentiert:

SoulMachine in der Markthalle Rottweil

Party, Performance, The SoulMachine: Kaum eine andere Band bringt den Soul, Funk, Pop und Rhythm’n’Blues mit so viel Energie auf die Bühne, wie die Formation aus dem Süden der Republik. Und zwar gleich vom Start weg, bis zum letzten Ton, zur letzten Zugabe, definitiv. Und das bei jedem Konzert. Jeder Ton live und handgemacht. Das begründet den guten Ruf dieser fantastischen Partyband. Zuletzt spielte sie etwa beim Burgfest in Singen, beim Herbstfest in Donaueschingen und im FAB St. Georgen. So heißt es in der Ankündigung eines Konzerts der Band am 10. November in der Markthalle Rottweil. Saalöffnung ist um 20.30, Beginn des Konzerts um 21.30 Uhr. Die Veranstaltung wird präsentiert von der NRWZ und den Partnern der Markthalle. Der Vorverkauf hat begonnen. Infos und Kartenreservierung unter www.markthalle-rottweil.de und per E-Mail an post@markthalle-rottweil.de


Samstag, 13. Oktober 2018

Polizeibericht, Aktuelles, Termine Oberndorfer Straße 24 78628 Rottweil Tel. 07 41 / 9 42 96 55 Fax 07 41 / 9 42 96 56 www.wolfis-computershop.de

Rottweil

Kleines Mädchen angefahren

Rottweil

Beim Abbiegen auf ein Grundstück in Rottweil hat ein 36-jähriger Mercedes-Fahrer am Samstagabend ein dreijähriges Kind übersehen und dieses umgefahren. Das kleine Mädchen wurde dabei schwer verletzt. Das berichtete die Polizei am Sonntagmorgen. Das kleine Kind musste demnach nach einer Erstbehandlung durch die eintreffenden Rettungskräfte ins Schwarzwald-Baar Klinikum gebracht werden. Lebensgefahr bestand nicht, erklärte die Polizei am Montag auf Nachfrage der NRWZ. Laut Polizei war das Mädchen an diesem Abend, kurz nach 19 Uhr, zusammen mit dem Vater und zwei Geschwistern auf dem Gehweg entlang der Durschstraße unterwegs. Während der Vater mit einem Kleinkind und einem achtjährigen Kind vorausging, hielt sich das kleine Mädchen einige Meter hinter der Familie auf dem Gehweg auf, als es zu dem tragischen Unfall kam. pz

Oktoberfest

Rottweil

Uraufführung in der Predigerkirche

Am 3. November musizieren junge Blockflötenspieler aus ganz Deutschland mit ihren Lehrerinnen in der Rottweiler Predigerkirche. Sie bieten unter anderem eine Uraufführung: Das Werk „Spleen” hat der Komponist Jörg Partzsch eigens für sie erschaffen. Zusammengekommen sind die Musiker aus Tübingen, Altdorf, Seitingen-Oberflacht, Rottweil und Rastede in Niedersachsen über einen Kurs an der Bundesakademie in Trossingen, den ihre Lehrerinnen gemeinsam besuchten. „Unser Ziel war es, ihnen zu zeigen, dass Blockflöte gar kein komisches Anfänger-Instrument ist, dass andere junge Menschen auch spielen, und das auf einem sehr guten Niveau”, erzählt Patricia Meisen-Bleinroth, die in Rottweil unterrichtet und jetzt die Musiker-Begegnung im November organisiert. Info: Das Konzert beginnt um 17 Uhr, der Eintritt ist frei. mm Villingendorf

Herbstaktion

Buttern, Filzen, Spinnen, Saft machen – das bietet die Umweltschutzgruppe Villingendorf am morgigen Sonntag von 14 bis 17 Uhr in Emilias Spielgarten gegenüber dem Schützenhaus der Gemeinde. Für das leibliche Wohl der Gäste sei gesorgt, so die Veranstalter. pm Aldingen

Kreuz abgesägt Wer tut so etwas? Jemand hat ein Holzkreuz an einem Feldweg umgesägt. Die Polizei hat eine Täterbeschreibung – und sucht, wie sie schreibt, dringend nach Zeugen. Ein unbekannter Täter – möglicherweise ein etwa 25-jähriger Mann – hat laut Polizeibericht am Samstagvormittag ein Holzkreuz an der Herz-Marien-Grotte abgesägt. Diese befindet sich zwischen Aldingen und Spaichingen an einem Feldweg, in der Verlängerung der Dellinger Straße. Die Tat geschah in der Zeit zwischen 9.30 und 10 Uhr. Mehrere Zeugen konnten einen jungen, etwa 25-jährigen Mann beschreiben, der sich mit einer, eventuell auch mit zwei Hand-Bogensägen am Samstagvormittag im Bereich der Herz-Marien Grotte aufgehalten habe. Dieser Mann ist laut Beschreibung etwa 185 Zentimeter groß und war bekleidet mit einer Baseball-Kappe, einer dunklen Sporthose mit weißer Innenseite sowie mit einem dunklen Sweat- beziehungsweise Kapuzenshirt („Hoodie”) und weißen Turnschuhen. Der junge Mann hat kurze, dunkle Haare und sprach deutsch mit schwäbischem Akzent. Personen, die Angaben zu der Tat oder dem beschriebenen jungen Mann machen können, werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier Spaichingen (07424 9318–0) in Verbindung zu setzen. pz

Schramberg

Orgelkonzert

Am morgigen Sonntag ist Leo van Doeselaar, Professor für künstlerisches Orgelspiel und Titularorganist in Groningen/ Niederlande, beim Verein „Schramberger Orgelkonzerte” zu Gast. Ab 17 Uhr präsentiert er in der Heilig-Geist-Kirche Orgelwerke von Komponisten aus ganz Europa. Die Zuhörer erwarte ein paneuropäisches Programm, heißt es in der Ankündigung. pm Rottweil

Seniorenkirbe

Das Seniorenreferat der Stadt lädt alle Senioren aus Rottweil, den Stadtteilen und Umlandgemeinden am Donnerstag, 18. Oktober, zur Senioren-Kirbe in die Stadthalle ein. Saalöffnung ist um 13.30 Uhr. Zur Unterhaltung erklingt ab 14 Uhr Blasmusik bis zum Programmbeginn. Das „SeppDeppSeptett”, das altbayerischschwäbisch besetzt ist, will die Besucher mit ihren Blechblasinstrumenten auf eine musikalische Weltreise mitnehmen. Das Ensemble verbinde eine Mischung aus feinster Blasmusik und humoristischem Theater, gepaart mit Gesang und Comedy, so die Ankündigung. Damit biete die ausgelassene Truppe für jeden Geschmack etwas. Das wichtigste dabei: Der Spaßfaktor. pm

Rottweil

Renaissance-Klänge im Ratssaal Das Ensemble Pretiosa versetzt mit Klängen der Renaissance und des Frühbarocks am Donnerstag, 25. Oktober, um 19 Uhr zurück ins Jahr 1580 und lässt die Zeit des Kaiserlichen Hofgerichts wieder aufleben. Das Konzert organisieren der Verein Kaiserliches Hofgericht und das städtische Kulturamt. Info: Karten gibt es im Vorverkauf bei der Tourist-Information, Telefon 0741 494-280 und der Buchhandlung Klein, Telefon 0741 6007 sowie an der Abendkasse im Alten Rathaus. Saalöffnung ist um 18.30 Uhr. pm Rottweil

Konzert mit jüdischer Musik

Das Kulturamt der Stadt Rottweil und die Jüdische Gemeinde Rottweil veranstalten am Sonntag, 21. Oktober, um 16 Uhr mit „The Klezmer Tunes Band” ihr zweites Konzert in diesem Jahr. Das Konzert wird durch den Zentralrat der Juden in Deutschland gefördert. Der Eintritt ist frei. Saalöffnung ist 15.30, Konzertbeginn 16 Uhr. pm Schramberg

Markt der Kulturen

Am heutigen Samstag organisieren das Eine-Welt-Forum und das JUKS³ ihren „Markt der Kulturen. Von 11 bis 16 Uhr werden auf dem hinteren Rathausplatz kulinarische Spezialitäten angeboten. Ein Bühnenprogramm aus den vielen Kulturen, die in Schramberg zusammen leben, umrahmt den Markt. pm

Am 13. und 14. Oktober findet das 14. Oktoberfest des Musikverein Frohsinn Rottweil-Altstadt in der dortigen Turn- und Festhalle statt. Zu Gast sind am Samstagabend ab 19.30 Uhr die Musikvereine der direkten Nachbarn Bühlingen und Göllsdorf, die die Zuhörer in Oktoberfestmanier unterhalten werden. Bei der Oktoberfestparty wird es wieder Maßkrugstemmen und einen Nagelbalken geben, bevor der DJ die Party bis spät in die Nacht zum Kochen bringen will. Am Sonntag spielt zunächst die Jugendkapelle unter der Leitung von Lena Schlecht und im Anschluss der Musikverein Mariazell. Zum Festausklang werden die Musiker des Gastgebers die Gäste noch mit Blasmusik unterhalten. Für das leibliche Wohl wird an beiden Tagen wieder gesorgt sein. Der Sonntag startet um 11 Uhr mit einem Weißwurstfrühstück. Für die kleinen Gäste wird es eine Hüpfburg geben. pm Tennenbronn

Bürgerversammlung

Am Dienstag, 16. Oktober, um 19 Uhr lädt die Ortsverwaltung zu einer Bürgerversammlung in der Sport- und Festhalle Tennenbronn ein. Themen: das Freibad, die Innenentwicklung, Gewerbeflächen, Sport- und Festhalle, der Bereich Dorfweiher, das „Krone”-Areal, und die Kindertagesstätten. pm


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Aktuelles, Polizeibericht, Kultur

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Rottweil

wie das Unternehmen jetzt gemeldet hat. Der Wettbewerb

die AMB, die Messe der Zerspanungsbranche in Stuttgart, ist unter dem Motto „Kunst trifft Technik – Wahrzeichen der Branche” das originellste und schönste Wahrzeichen gesucht worden. Die Auszubildenden der Rottweiler Firma Dieterle haben die markante Stadtsilhouette mit hauseigenen Präzisionswerkzeugen nachgebaut – und damit den zweiten Platz in der Kategorie Originalität erreicht,

mav auf AMB organisiert. Sie hatte im September auf dem Stuttgarter Messegelände stattgefunden. „Der WahrzeichenWettbewerb war ein spannendes Projekt. Die beteiligten Projektgruppen konnten sehr eindrucksvoll zeigen, dass deutsche Ingenieurskunst auch mit einem Augenzwinkern zu den besten der Welt zählt”, heißt es in einer Mitteilung der Firma Dieterle. pm

www.NRWZ.de

Das schönste Wahrzeichen der Branche Für „Wahrzeichen der Branche” wurde von der Fachzeitschrift

Schramberg

Teurer Schluck Wasser Am Sonntag ist auf dem Parkplatz der Musikschule Schramberg ein Audi gegen einen Citroën gerollt. Der 18-jährige Audi-Fahrer hatte den Wagen gegen 16.45 Uhr auf dem Parkplatz abgestellt. Laut Polizei wollte er am Brunnen kurz einen Schluck trinken. Dabei zog der Mann die Handbremse nicht genug an, weshalb der Audi A3 auf dem abschüssigen Gelände gegen einen Citroën prallte. An den beiden Fahrzeugen entstand ein Sachschaden in von etwa 6600 Euro. pz

A81

Beim Überholen BMW übersehen

Zum Glück nur Sachschaden entstand am Sonntag gegen 17 Uhr bei einem Unfall auf der Autobahn 81. Ein 63 Jahre alter Mann war mit seinem Wohnmobil Richtung Stuttgart unterwegs. Als er auf Höhe von Deißlingen einen Lastwagen überholen wollte und auf die linke Fahrspur wechselte, übersah er einen von hinten kommenden BMW. Dessen 32-jähriger Fahrer versuchte laut Polizei noch abzubremsen, konnte aber einen Zusammenprall nicht mehr verhindern. Insgesamt entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 8500 Euro. pz A 81

Schwer gestürzt

Auf dem Weg in Richtung Stuttgart ist ein 56-jähriger Motorradfahrer am Samstagnachmittag auf der A 81 etwa auf Höhe Villingendorf ins Schlingern geraten. Er hat sich beim folgenden Sturz schwer verletzt, heißt es im Polizeibericht. Der 56-Jährige fuhr gegen 14.40 Uhr mit einer Honda – nach eigenen Angaben – mit etwa 130 Kilometer pro Stunde auf der Autobahn, als der Biker die Kontrolle über das Motorrad verlor und dabei die Mittelschutzplanke touchierte. Möglicherweise sei ein Fahrfehler der Grund für den Unfall gewesen, schreibt die Polizei. Nach einer Erstbehandlung durch die mit einem Notarzt eintreffenden Rettungskräfte wurde der mit einem gebrochenen Arm und mehreren Prellungen sowie Schürfwunden schwer verletzte Motorradfahrer in eine Klinik gebracht. Der Schaden an der Honda: mehrere tausend Euro. Die Maschine wurde abgeschleppt. pz

Rottweil

Zimmertheater zeigt „Germania“

Am Freitag startet das Rottweiler Zimmertheater in die neue Spielzeit. Die erste Produktion ist eine Collage von Szenen aus Werken Heiner Müllers (1929-1995) mit dem Titel „Germania. Schlaf. Traum. Schrei”. Der Dramatiker hat sich mehrfach mit deutscher Geschichte auseinandergesetzt, etwa im 1978 uraufgeführten Stück „Germania Tod in Berlin”, in dem er Frühphasen der DDR mit Rückgriffen auf die germanisch-preußische Historie verband und damit die Kontinuität zerstörerischer Kräfte verdeutlichte. Die Collage ist nur dank einer Sondergenehmigung der Witwe und des Verlags von Heiner Müller möglich. Sie knüpft an eine Inszenierung von ZimmertheaterIntendant Peter Staatsmann in Weimar an, der 2015 auch ein Buch über das Theater Müllers veröffentlich hat. Staatsmann verspricht einen vergnüglichen Theaterabend. Unser Foto zeigt (von links): Mariam Jincharadze Marlies Bestehorn, Steffen Happel und Andreas Ricci. Info: Die Premiere beginnt um 20 Uhr, ebenso die weiteren Aufführungen am 20. und 26. Oktober, am 3., 9., 10., 16. und 17. November sowie am 8., 15., 28., 29. und 31. Dezember. Reservierung unter Tel. 0741 8990. al

Wilflingen

Fahranfängerin weicht aus – Überschlag

Bei einem Unfall am vergangenen Freitagnachmittag hat sich eine 18-jährige Fahranfängerin mit ihrem Wagen in einem zwischen Wilflingen und Schörzingen an die Kreisstraße 5546 angrenzenden Straßengraben überschlagen und ist dabei leicht verletzt worden. Die junge Frau war gegen 14.30 Uhr von Wilflingen in Richtung Schörzingen unterwegs, als ihr nach eigenen Angaben in einer langgezogenen Linkskurve ein grüner Traktor mit ausladendem Mähwerk entgegenkam. Beim Ausweichen nach rechts geriet die 18-Jährige mit dem 19 Jahre alten Golf von der Fahrbahn ab und überschlug sich in einen angrenzenden Straßengraben. Der Traktor mit rotem Mähwerk sei ohne anzuhalten in Richtung Wilfingen weitergefahren. Die 18-Jährige wurde mit einem Rettungswagen in die Helios Klinik nach Rottweil gebracht. Bei dem Unfall waren die Feuerwehrabteilungen Wilflingen und Wellendingen mit drei Fahrzeugen und zwölf Mann zur Sperrung der Unfallstrecke eingesetzt. An dem schon älteren Wagen entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von etwa 1000 Euro. Hinweise zu dem Traktor nimmt die Polizei Rottweil (Tel. 0741 477-0) entgegen. pz Schramberg

Zwei Einsätze

Die Probe der Feuerwehr Schramberg war kaum zu Ende, da wurden am Montagabend die Feuerwehrleute in der Talstadt zu zwei Einsätzen gerufen. Gegen 22.30 Uhr rückte die Feuerwehr zu einem medizinischen Notfall in der Kirnbachstraße aus. Ein Rettungshubschrauber landete auf dem Bernecksportplatz, den eine Gruppe ausgeleuchtet hatte. Über die Drehleiter wurde der Patient aus dem haus gebracht. Parallel hatte ein Nachbar in der Landenberger Straße Rauchentwicklung gemeldet. Noch vor Eintreffen der Feuerwehr hatte er eine glimmende Matratze ins Freie befördert und so Schlimmeres verhindert. Mehr auf NRWZ.de. him

Impressum Herausgeber: NRWZ Verlag GmbH & Co. KG mit Sitz in Rottweil, vertreten durch die NRWZ Verwaltungs-GmbH Geschäftsführer der NRWZ VerwaltungsGmbH: Peter Arnegger Redaktion: Peter Arnegger (gg, v.i.S.d.P), WolfDieter Bojus (wede), Gabi Hertkorn (gh), Martin Himmelheber (him), Dr. Andreas Linsenmann (al) und Mirko Witkowski (wit). Postanschrift der Redaktion: Hauptstraße 31-33, 78628 Rottweil Tel. 0741-32 07 90-51 Fax: 0741-32 07 90-99 E-Mail: redaktion@ NRWZ.de Anzeigenverkauf: Katharina Birk, Martina Birk, Katrin Hirsch, Marion Laudert, Angelika Lohr und Elke Trick. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Peter Arnegger. Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 15 vom 1. Januar 2018. Anzeigen: Tel. 0741-32 07 90-52 Fax: 0741-32 07 90-99 E-Mail: anzeigen@NRWZ.de Postanschrift des Verlages: NRWZ Verlag GmbH & Co. KG, Hauptstraße 31-33, 78628 Rottweil Tel. 0741-32 07 90-50 Fax: 0741-32 07 90-99 E-Mail: verlag@NRWZ.de Gestaltung & Produktion: Peter Arnegger Druck: Bechtle Verlag&Druck, Esslingen Vertrieb: psg Presse und Verteilservice BadenWürttemberg GmbH, Tel. 0800-999-5-222 Für unverlangt eingesandte Beiträge, Fotos und Zeichnungen wird keine Haftung übernommen. Alle nicht näher gekennzeichneten Fotos sind Werkfotos oder Eigenproduktionen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge und Leserbriefe (mit und ohne Signatur) stellen die Meinung der Autoren dar. Nachdruck und Vervielfältigung aller Art sowie Übernahme auf Datenträger sind nur mit Genehmigung des Verlags gestattet.


Rottweil

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NEUE ROTTWEILER ZEITUNG

Samstag, 13. Oktober 2018

„Im Grunde geht es nur mit Guerilla-Taktik” Tourismus Rottweiler Geschäfte profitieren wenig vom Boom / Geschäftsleute von der Stadt ausgebremst? Rottweil wird zur Touristenstadt. Das freut vor allem die Verwaltung, die alles daran setzt, die Stadt bekannter zu machen.

D

ie Bürger sind hingegen weniger begeistert, so stellen manche Geschäftsleute fest, dass die Rottweiler am Wochenende die Stadt meiden, weil es einfach zu voll ist und die Parkplätze knapp sind. „Bei mir kommen die Leute, bewundern den Laden und sagen, so was gäbe es bei ihnen nicht, und dann gehen sie wieder”, sagt Bettina Baumann von der Bunten Truhe. Gleich gegenüber, bei Sabine Horn im Schweizer Lädele, läuft es besser. „Ich hab mich mit dem Sortiment darauf eingestellt”, sagt die Geschäftsfrau. Sie hat Rottweil-typische Mitbringsel

im Angebot, was Touristen nach ihrer Aussage gerne kaufen. An Kritik spart sie dennoch nicht. „Es fehlen die frei laufenden Touristen.” Damit sind diejenigen gemeint, die nicht mit Bussen in die Stadt kommen. Denn die Bustouristen, die „gefangenen”, haben meist weniger als eine halbe Stunde Zeit, sie zu erkunden, dann müssen sie weiter. Sabine Horn hätte gerne auch die anderen, die vom Turm angelockt werden. Die kommen aber dann nicht in die Stadt, obwohl sie Zeit hätten, durch die Geschäfte zu schlendern und in den Cafés zu sitzen. „Das sind die Leute, die wir hier brauchen”, so Horn. Ein Bimmelbähnle, das auf den stillgelegten Fahrbahnen den Höllensteig rauf und runter fahren würde, das hat die Einzelhändlerin schon vor langem der Stadt vorgeschlagen. „Als Antwort bekam ich, dass die Strecke ja begrünt werden soll.” Immerhin soll es die Hängebrücke dann richten, aber die kommt frühestens 2021.

Ohnehin fühlen sich die Geschäftsleute von der Stadt ausgebremst. „Wir wollten beim Streetfood-Festival zusammen mit dem Cappuccino am Schwarzen Tor eine zweiteilige, leuchtende Bar aufstellen.” Doch dann hätte der Wirt des Cappucinos zusätzlich Schankgebühr zahlen müssen, „dabei hat er eine Genehmigung fürs ganze Jahr”, sagt Sabine Horn. Auch die Idee, samstags mit alten VespaLieferwägele, den Ape, italienisches Flair ans Schwarze Tor zu zaubern, sei von der Verwaltung ausgebremst worden, wie so vieles andere. „Im Grunde geht es nur mit Guerilla-Taktik: einfach machen und dann halt hinterher Strafe zahlen.” Das konstruktive Gespräch mit der Verwaltung fehlt der Einzelhändlerin, man bekomme gleich ein amtliches Schreiben, statt dass man mal miteinander rede, „die schmeißen einem Prügel zwischen die Füße oder hauen gleich oben drauf.” „Wir merken schon, dass sehr viel Leute in der Stadt sind”, sagt Buch-

händler Hermann Klein. Besonders Bücher über Rottweil und Postkarten gingen verstärkt über den Ladentisch. Mehr Cafés in der Oberen Hauptstraße und vor allem erweiterte Öffnungszeiten der Tourist-Info stehen auf seiner Wunschlisten ganz oben, aber er findet: „Es macht einfach insgesamt einen besseren Eindruck, wenn mehr Leute in der Stadt sind.” Dass mehr los sei in der Stadt, das freut auch Tobias Rützel vom Modegeschäft Gent. „Wir merken das schon, müssen es aber erstmal analysieren, schauen, wie man davon profitieren kann”, sagt er. Er denkt etwa an die vielen Bussen voller Besucher – „da ist die Frage, wie man das steuern kann.” Es sei erfrischend, dass die Stadt belebter ist, findet der Einzelhändler, doch wo anfangs die Leute aus der Region kamen, um Turm und Stadt zu besuchen, seien es jetzt doch vermehrt die Bustouristen. Die auch ihm offenbar bisher nichts nutzen. Moni Marcel

Betten-Hugger, Rottweil

145 Jahre

Betten-Hugger Sehr geehrte Kunden,

feiern Sie mit uns unseren 145. Geburtstag! Mit einem großen Jubiläumsverkauf! 1873 gründete Adolf Degginger bei der Hochbrücke die „Rottweiler Hemden & Wäschefabrik“ welche die Brüder A.+H. Hugger 1939 weiterführten. Seit dieser Zeit firmiert die Firma nun in 3. Generation erfolgreich als Familienbetrieb. Begonnen haben die Firmengründer mit der Anfertigung von Bett-, und Tischwäsche. Maßhemden und Nachtwäsche wurden genäht vertrieben. Das Fachgeschäft wurde laufend vergrößert und siedelte über die Hochmauren - und untere Hauptstraße an seinen jetzigen Standort in der Hochbrücktorstraße. Der Sortimentsschwerpunkt liegt seit vielen Jahrzenten bei Qualitäts-Bettwaren, Bettwäsche, Matratzen, sowie Tag- & Nacht-Wäsche. Als Service bietet wir nicht nur ehrliche, kompetente Fachberatung , sondern auch die fachgerechte Lieferung und Montage durch geschulte Service-Techniker ohne Mehrkosten. Auf Wunsch übernehmen wir auch die Entsorgung der Altmatratzen. Noch bis zum 27.10.2018 läuft der große Jubiläumsverkauf. Damit wollen meine langjährigen Mitarbeiter/innen und ich unseren Kunden für ihre Treue danken. Wenn Sie Qualität und persönliche Beratung schätzen - dann kommen Sie jetzt, im ganzen Haus warten tolle Jubiläumsangebote auf Sie! Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Herzlichst Ihr

ober

.Okt bis 27 2018


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Viele glückl

Kinderfest Round Table rich Mehr als 3000 Besucher und viele, viele glückliche Gesichter: Das inzwischen vierte Kinderfest des Round Table Rottweil am vergangenen Sonntag in der Stadt- und Stallhalle war ein voller Erfolg. Es ist eine Großveranstaltung, ehrenamtlich organisiert und


Samstag, 13. Oktober 2018

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liche Gesichter

htet Großveranstaltung aus einmal im Jahr ausgerichtet: das Kinderfest des Round Tables Rottweil Anfang Oktober. Gemeinsam mit Vereinen und Organisationen ist dann für Spaß, Aktion und Unterhaltung für die ganze Familie gesorgt. Bei einem umfangreichen Bühnenprogramm vertreiben Künstler und Akrobaten jede Langeweile. Das alles für nur einen Euro pro Nase. Der gesamte Erlös geht

zudem an einen guten Zweck, das Engagement des Rottweiler Round Tables ist ehrenamtlich und wird von vielen Sponsoren bereits im Vorfeld unterstützt. Die NRWZ zeigt nun die schönsten Bilder von Marian Burkardt / BURKart Fotografie, selbst aktiv dabei. Angelegt als eine Reportage vom Aufbau bis zum großen, finalen Foto. nrwz

Alle Fotos: Marian Burkardt / BURKart Fotografie


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ENRW

Gesucht: Beiträge für Kundenmagazin Die Energieversorgung Rottweil (ENRW) sucht Beiträge für die Januar-Ausgabe ihres Kundenmagazins HIERBLEIBER. „Was empfinden Sie persönlich als ‚gemütlich‘?” lautet das Thema. Der regionale Energieversorger freut sich über viele Texte, egal ob lang oder kurz. Im Januar-Heft dreht sich alles um „Gemütlichkeit”. „Mit ‚gemütlich‘ verbinden viele Menschen ‚Geborgenheit‘, ‚Behaglichkeit” und ‚Entspannung‘. Dennoch hat nahezu jeder sein ganz eigenes Gemütlichkeitsempfinden. Deshalb interessiert uns sehr, was die Menschen in der Region Rottweil/Spaichingen als ‚gemütlich‘ empfinden”, erklärt Jochen Schicht, zuständig für die Unternehmenskommunikation der ENRW. pm

Info: Beiträge sollten bis spätestens Freitag, 9. November, per E-Mail an die Adresse hierbleiber@enrw.de gesandt werden. Name, Adresse, Beruf, Alter und möglichst auch ein Foto nicht vergessen. Das ENRW-Kundenmagazin wird vier Mal jährlich in einer Auflage von über 40.000 Exemplaren verteilt.

Abzeichenverkauf

Bürgerstiftung

Eine Spende über 430 Euro hat die Jugendfeuerwehr Rottweil erhalten. Die Summe ist der Erlös aus dem Verkauf eines Sonderabzeichens anlässlich der Eröffnung der neuen Feuerwache.

Bereits zum 11. Mal in Folge schreibt die Bürgerstiftung Rottweil einen Förderpreis aus. Auch dieses Jahr beläuft sich die Förderung auf insgesamt 10.000 Euro.

Bernd Müller (im Bild rechts) ist nicht nur engagierter Feuerwehrmann der Abteilung Rottweil, sondern auch leidenschaftlicher Sammler von Ärmelabzeichen anderer Feuerwehren aus aller Welt. Seine Sammlung, die man auch am vergangenen Tag der offenen Tür der neuen Feuerwache in Rottweil bestaunen konnte, besteht inzwischen aus mehreren tausend Abzeichen aus dem In- und Ausland. Zur Einweihung der neuen Feuerwache hatte er eine besondere Idee: Er entwickelte ein Sonderabzeichen für diesen Tag, welches andere Sammler gegen eine kleine Spende an die Jugendfeuerwehr erwerben konnten. Der Ansturm auf die Abzeichen sei so groß gewesen, dass bereits innerhalb weniger Wochen alle Abzeichen vergriffen waren, berichtet die Feuerwehr. Nun sei die Freude groß gewesen, als Bernd Müller – einer der Söhne des früheren Stadtbrandmeisters und heutigen Ehrenkommandanten Rainer Müller – die erwirtschafteten 430 Euro in Form eines Spendenschecks überreichte. Das Geld soll dazu beitragen, ein neues Jugendfeuerwehrzimmer auszustatten. pm

Unter dem Motto „Menschen Leben Engagement” legt die Bürgerstiftung Rottweil nach eigenen Angaben den Fokus auf die Förderung von Eigeninitiative für das gemeinschaftliche Wohl. Gefördert werden Projekte in Rottweil und den umliegenden Gemeinden in den Bereichen Bildung und Erziehung, Jugend- und Altenhilfe, Sport und Kultur, Umweltund Naturschutz, traditionelles Brauchtum, Heimatpflege, Gesundheit und Soziales sowie im Bereich demokratisches Staatswesen. Um eine Förderung kann sich jeder bewerben, der als Einzelperson, als Träger oder Verein, als Initiative oder Einrichtung gemeinnützige Zwecke verfolgt. pm

Spende für Jugendfeuerwehr Bürgerpreis ausgeschrieben

Info: Förderanträge können noch bis einschließlich 30. November eingereicht werden. Um den Förderpreis vorzustellen, war die Bürgerstiftung am vergangenen Samstag mit einem Infostand auf dem Rottweiler Wochenmarkt vertreten. Unser Bild zeigt den Stiftungsvorsitzenden Henry Rauner. Mehr unter www.buergerstiftung-rottweil.de

Aus eigener Erfahrung Soziales Angebot für für Alleinerziehende, Patchworkfamilien und Wochenendeltern Maria Perez-Froemel ist alleinerziehende Mama von drei Kindern. Weil die Situation sie nach eigenen Angaben belastete, besuchte sie ein Seminar, wo sie lernte, besser damit umzugehen und auch, wo sie Hilfe bekommen kann. Nun möchte sie anderen Alleinerziehenden helfen.

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usammen mit ihren Freundinnen Andrea Stehr und Tanja Wäschle und unterstützt von Nadja King vom Mehrgenerationenhaus und Frido Ruf von der Katholischen Erwachsenenbildung hat Perez-Froemel jetzt den Treffpunkt für Alleinerziehende, Patchwork- und Wochenend-Mamas und -Papas gegründet. Der trifft sich jeden Monat im Kutschenhaus beim Kapuziner, manchmal aber auch anderswo. Die Auftaktveranstaltung war ein Nachmittag mit der Anwältin Yella Kussmaul, die zum Thema „Juristische Fragen zu Trennung und Scheidung” referierte und Fragen beantwortete. Geplant sind neben solchen Infoveranstaltungen aber auch gemeinsame Ausflüge, Bastelnachmittage oder einfach gemütliche Zusammenhocks bei Kaffee und Kuchen. Alles natürlich mit den Kindern, das versteht sich von selbst, denn die Kinderbetreuung ist, das wissen alle drei aus eigener Erfahrung, oft genug

Mit ihrer neuen Plattform wollen sie aber nicht nur im Kleinen handeln, sondern auch Größeres erreichen. „Wir erhoffen uns mehr Gehör”, sagt Maria Perez-Froemel. Mehr Gehör für die Probleme Alleinerziehender, das möchte auch Frido Ruf erreichen. Er betont, dass in Baden-Württemberg mehr als 20 Prozent der Kinder in Einelternfamilien aufwachsen. Das Thema bekomme viel zu wenig Aufmerksamkeit, dabei Die Macherinnen des neuen Alleinerziehendentreffs (von links): Frido Ruf, Andrea seien diese Familien mehr Stehr, Maria Perez-Froemel, Tanja Wäschle und Nadja King. Foto: mm als andere armutsgefährdet. Umso mehr freue er sich über ein großes Problem. Zusammenhalten, sich aus- das Engagement der drei Freundinnen. Und Nadja tauschen, mal Spaß haben außerhalb des stressigen King weiß, wie schwierig es ist, Alleinerziehende zu Alltags, das ist, was die drei erreichen wollen. Denn erreichen, denn schon früher gab es einen Treff für sie haben alle viele schlechte Erfahrungen gemacht. Alleinerziehende im Rahmen des MehrgeneratioAndrea beispielsweise kam nach der Trennung mit nenhauses, der dann aber eingeschlafen ist. Deshalb ihren zwei Kindern aus dem Ausland zurück in die sei es auch gut, dass die Treffen so gestaltet seien, Heimat, „ich hab von den Behörden keine Hilfe, dass die Kinder dabei sein können. Moni Marcel keine richtigen Auskünfte bekommen”, erzählt sie. „Das war schrecklich.” Tanja Wäschle wiederum ist Info: Die drei Mamas sind per Handy erreichbar: Patchwork-Mama und weiß auch hier von allerhand 0171-1513961. Zudem per E-Mail an treff-punktHerausforderungen zu erzählen. rottweil@web.de


Samstag, 13. Oktober 2018

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NEUE ROTTWEILER ZEITUNG

„Tag der Ausbildung” bei Schuler Präzisionstechnik in Gosheim Info-Event zur Berufswahl für Schüler am Freitag, 19. Oktober / Unternehmen lädt herzlich ein Beim „Tag der Ausbildung“ am Freitag, 19. Oktober, lässt Schuler Präzisionstechnik wieder ihre Besucher hinter die Kulissen schauen und zeigt tolle Ausbildungsund Karrierechancen. Das Unternehmen lädt herzlich die Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7, deren Eltern sowie Praktikasuchende ein, bei Schuler Präzisionstechnik reinzuschnuppern. Dabei haben die Besucher die Gelegenheit, hautnah Hochpräzision zu erleben und die Möglichkeit, sich mit unseren Fachkräften und Auszubildenden auszutauschen.

A

uf der informativen Tour quer durch das Unternehmen begleiten die Besucher ein hochpräzises Bauteil vom Auftragseingang bis hin zur Serienfertigung. Währenddessen erleben die Schüler/ innen die vielfältigen Berufs-

Lädt wieder zum Ausbildungstag: Schuler in Gosheim.

Foto: pm

chancen, die verschiedenen erfahrenen Experten ins Ge- Tipps für ihren Berufswunsch zu Stationen gerne alle Fragen. Mit Einsatzgebiete der ausgelernten spräch kommen, um weitere erhalten. Die Schuler-Profis be- dem „Tag der Ausbildung“ möchFachkräfte und können mit den interessante Informationen und antworten an den verschiedenen te Schuler gezielt Schülerinnen und Schüler ansprechen, die sich für eine Berufsausbildung oder einen Praktikumsplatz interessieren. „Wir wollen zeigen, wie spannend und vielseitig unsere Ausbildungsberufe sind, aber auch wie unverzichtbar es ist, ! Zerspanungsmechaniker/in als Team über alle Berufe hinweg ! Industriemechaniker/in gemeinsam zu arbeiten“, erklärt Günter Schneider, Leiter der Per! Fachkraft für Metalltechnik sonalabteilung. Ausserdem bietet das Unter! Mechatroniker/in nehmen die Möglichkeit für ei! Techn. Produktdesigner/in nen Bewerbungsmappen-Check: Dabei können die Schülerinnen ! Industriekaufmann/frau und Schüler ihre Bewerbungsunterlagen mitbringen. Die ! Bachelor of Engineering vollständigen Unterlagen mit ! Bachelor of Science Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen werden dann geprüft ! Studium Plus und die Schüler/innen erhalten direkt eine Rückmeldung, wo Eine Ausbildung bei Schuler ist alles, ausser gewöhnlich. es noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Besonders professionell, besonders umfassend und besonders zukunftssicher. Neben den ganzen Informationen kommt das leibliche Wohl nicht zu kurz. Für Snacks und Über 30 Auszubildende und Studenten in technischer und kaufmännischer Getränke ist gesorgt. Fachrichtung profitieren derzeit davon. Wer also eine Ausbildung mit Zukunft sucht, nutzt am besten den „Tag der Ausbildung“ und Neugierig? Dann komm zu unserem Tag der Ausbildung am Freitag, 19.10.2018 schaut bei Schuler Präzisionsvon 14:30 - 18:30 Uhr für Schüler/innen ab Klasse 7 mit Eltern. technik genauer rein.

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NEUE ROTTWEILER ZEITUNG

Fragen an die Kandidaten Bürgermeisterwahl Markus Türk und Frank Völker wollen Nachfolger von Karl-Heinz Bucher werden Am 28. Oktober hat Villingendorf die Wahl. Zwei Kandidaten wollen Nachfolger von Bürgermeister Karl-Heinz Bucher werden, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr antritt. Wir stellen Markus Türk und Frank Völker vor.

Name: Marcus Türk Alter: 32 Jahre Familienstand: ledig Warum wollen Sie Bürgermeister in Villingendorf werden? Villingendorf ist für mich die passende Gemeinde! Sie hat eine hervorragende Infrastruktur und die richtige Größe, um das Bürgermeisteramt bürgernah ausüben zu können. Hier hatte ich von Anfang an das Gefühl, willkommen zu sein, als ich am 10. September mit meinen Hausbesuchen begonnen habe. Die freundliche, offene Art der Menschen hat mich in meiner Entscheidung bestätigt, dass ich mich in der richtigen Gemeinde beworben habe. Wodurch sind Sie für dieses Amt qualifiziert? Im Jahr 2010 habe ich meinen Abschluss als Diplom-Verwaltungswirt (FH) an der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl gemacht, an der ich heute als Lehrbeauftragter unterrichte. Neben meiner beruflichen Erfahrung als stellvertretender Kämmerer von Rot am See, als Hauptamtsleiter von Uttenweiler und als Haupt- und Personalamtsleiter von Waldachtal habe ich auch im ehrenamtlichen Bereich viel an Erfahrung gewonnen. Wollen Sie im Fall Ihrer Wahl in Villingendorf wohnen? Ja, selbstverständlich! Ich möchte hier so schnell wie möglich heimisch werden. Wo sehen Sie den Schwerpunkt Ihrer Tätigkeit in den nächsten acht Jahren? Zunächst gilt es, das Projekt „Hallenneubau” zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Es muss gewährleistet sein, dass einerseits der Kostenrahmen eingehalten wird und andererseits alle zukünftigen Nutzer eine Halle vorfinden, die ihren Bedürfnissen auch in Zukunft entspricht. Was sich die Menschen hier sonst noch wünschen, erfahre ich bei meinen Hausbesuchen. Daraus entsteht das „Bürgerprogramm für Villingendorf”, das ich noch vor der Wahl vorstelle. Sind Sie Mitglied einer politischen Partei? Wenn ja: Welcher? Nein. Ich bin zwar seit zwölf Jahren Mitglied in der Jungen Union, aber kein Mitglied einer politischen Partei. Wollen Sie im Falle Ihrer Wahl für den Kreistag kandidieren? Wenn ja: Auf welcher Liste? Ja, ich möchte für den Kreistag kandidieren und so die Interessen von Villingendorf auch auf Kreise-

bene vertreten. Wegen des Listenplatzes würde ich Ich verfüge über eine breitgefächerte Ausbildung zunächst mit der CDU sprechen. mit drei abgeschlossenen Lehrberufen: Kommunikationselektroniker in Fachrichtung InformatiHaben Sie schon erste Eindrücke aus dem Wahl- onstechnik (IHK), Staatlich geprüfter Rettungssakampf? nitäter sowie Groß- und Außenhandelskaufmann Ich bin äußerst positiv überrascht über die überwäl- – Fachrichtung Großhandel (IHK). Studium zum tigende Resonanz, die ich bisher erfahren durfte. Staatlich geprüften Betriebswirt. Des Weiteren verGleich habe ich gespürt, wie wichtig die Bürger- füge ich über verschiedenste Zusatzqualifikationen. meisterwahl für die Menschen in Villingendorf ist. Ich bin seit über 15 Jahren in Führungs- und MaAuch finde ich es bemerkenswert, wie positiv die nagement-Funktionen mit Personal- und BudgetBürgerinnen und Bürger ihre Gemeinde sehen. verantwortung in unterschiedlichen Branchen tätig. Sehr häufig habe ich bei meinen Hausbesuchen gehört, wie gerne die Menschen hier leben und dass Wollen Sie im Fall Ihrer Wahl in Villingendorf sie sich einen anderen Wohnort gar nicht vorstellen wohnen? könnten. Ich wohne bereits seit zwölf Jahren in der schönen Gemeinde Villingendorf. Ich lebe dort gemeinsam Was ist Ihre derzeitige berufliche Tätigkeit? mit meiner Partnerin Sandra im Eigenheim. Seit Mai 2015 bin ich Leiter des Haupt- und Personalamtes der Gemeinde Waldachtal mit mehr als Wo sehen Sie den Schwerpunkt Ihrer Tätigkeit in 6000 Einwohnern. Verbunden mit dieser Tätigkeit den nächsten acht Jahren? ist auch die Vertretung der Bürgermeisterin sowie Start Neubau Turn- und Festhalle; Sanierung die Personalverantwortung für mehr als 130 Mitar- Schulgebäude – Neubau/Erweiterung Toilettenbeiterinnen und Mitarbeiter. anlagen; Kanal-/Abwasser Sanierung Rottweiler Straße; Villingendorf 2.0 – Digitalisierung, unsere Was sind Ihre Hobbys? Gemeinde fit für die Zukunft machen; WirtschaftsIch bin ein leidenschaftlicher Vereinsmensch. Aktiv standort Villingendorf sichern und ausbauen; Umbin ich Vereinsvorsitzender eines Angelsportvereins gestaltung Parkplatz am Rathaus – Projekt „Unser sowie Mitglied im Präsidium des Landesfischerei- Dorf hat Zukunft”; Erweiterung Seniorenwohnanverbandes. Passives Mitglied bin ich in einem Sport- lage – Vereinsring stärken und neu definieren. verein, einem Männergesangverein, einer Narrenzunft, im Deutschen Roten Kreuz, in der Jungen Sind Sie Mitglied einer politischen Partei? Wenn Union sowie in einem Verein, der sich um ältere ja: Welcher? und hilfsbedürftige Menschen kümmert. Nein, ich bin unparteiisch und war noch nie einer politischen Partei oder Jugendorganisation angehörig. Wollen Sie im Falle Ihrer Wahl für den Kreistag kandidieren? Wenn ja: Auf welcher Liste? Nein, derzeit möchte ich mich ausschließlich auf die Gemeinde Villingendorf konzentrieren und mich den anstehenden Aufgaben als Bürgermeister zu 100 Prozent widmen. Haben Sie schon erste Eindrücke aus dem Wahlkampf? Ich bin überwältigt, wie viele tolle und offene Gespräche ich in privaten Haushalten, Unternehmen und Vereinen bereits in den vergangenen Wochen führen durfte. Dort habe ich auch mir noch nicht Name: Frank Völker bekannte Menschen kennengelernt und dabei viel Alter: 46 Jahre, evangelisch über deren Bedürfnisse, Wünsche und eigene ErFamilienstand: geschieden, seit vier Jahren in fahrungen mit unserer Gemeinde aufgenommen. fester Beziehung lebend mit Sandra. Ich erhielt Zuspruch und die Bestätigung, dass die in meinem Wahlflyer aufgeführten „Ziele und ViWarum wollen Sie Bürgermeister in Villingendorf sionen” den „Nerv” der Gemeinde treffen. Diesen werden? offenen Dialog möchte ich auch über die Wahl hiMit 46 Jahren befinde ich mich im besten Alter für naus fortführen. diese Aufgabe. Ich bin jung genug, um junge Menschen im Digitalzeitalter zu verstehen, dennoch auch Was ist Ihre derzeitige berufliche Tätigkeit? reif genug, um die Bedürfnisse unserer Eltern und District Sales Manager – Abt. Power Products – Großeltern zu sehen. Ich verstehe mich als ersten Honda Deutschland. Ich bin für die ganzheitliche Dienstleister für alle Menschen von Villingendorf. Betreuung des einschlägigen Fachhandels im BeIch möchte nicht um jeden Preis Bürgermeister auf reich der Motoristik in Baden-Württemberg vermeinem weiteren Karriereweg in irgendeiner Ge- antwortlich. Dies sind rund 80 eigenständige Honmeinde werden. Ich möchte Bürgermeister nur hier da-Fachhandelspartner. in Villingendorf werden – mit Herzblut und LeiWas sind Ihre Hobbys? denschaft. Vereinsarbeit, Tennis, Skifahren, E-Biken, MotorWodurch sind Sie für dieses Amt qualifiziert? rad, Freunde und Familie.


Samstag, 13. Oktober 2018

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Aktuelles

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Region

IHK will Einzelhandel stärken

Zimmern

20 Stunden täglich mosten Wieviele Tonnen Äpfel Michael Scheer mit seinem Team seit Ende August zu Apfelsaft verarbeitet hat, kann er nicht sagen. Nur soviel: Er hat sie immer noch nicht satt. 20 Stunden Arbeit täglich bedeute das Mosten, auch am Wochenende. In dieser Zeit muss Scheer Apfelsäcke schleppen und öffnen, den Inhalt sortieren und waschen, die Früchte in die Presse geben, den Saft abfüllen und schließlich die Maische abtransportieren. In diesem Jahr hat die Arbeit in der Zimmerner Mosterei so früh angefangen wie noch nie, erzählt Scheer. „Es war halt alles früher reif als sonst”, und so startete der Betrieb schon Ende August statt wie üblich im September. Doch nicht nur die scheinbar unendliche Menge an Äpfeln in diesem Jahr sorgt für die viele Arbeit zwischen den umgebauten Schiffscontainern, sondern auch die Tatsache, dass es immer weniger Mostereien gibt. Und die Kunden aus der ganzen Region kommen, „manche haben eine Dreiviertelstunde Anfahrt, kommen von hinter Tuttlingen hierher”, so Scheer. Er kann trotz der vielen Arbeit immer noch lachen: „Der Schlaf fehlt, aber es macht immer noch Spaß.” Und nein, die Äpfel hängen ihm keineswegs zum Hals heraus. „Das wär’ ja, wie wenn ein Metzger Vegetarier wäre.” Das Ende sei außerdem absehbar, Ende Oktober sei Schluss im Inkom-Gewerbegebiet. Und dann widmet Scheer sich wieder seinem Computerladen, bis zum nächsten Herbst. mm Deißlingen

Abwasserzweckverband investiert fünf Millionen Euro Weil immer mehr Medikamentenrückstände im Abwasser seien, investiert der Abwasserzweckverband Oberer Neckar jetzt fünf Millionen Euro in eine vierte Reinigungsstufe. Derzeit, so Verbandsvorsitzender Detlev Bührer, erreiche man eine Reinigungsleistung von 90 Prozent, doch solche Chemikalien würden nicht nennenswert abgebaut. Das neue, zusätzliche Becken soll nun mit neuen technischen Verfahren genau das erreichen. Das sei vom Gesetzgeber zwar nicht zwingend vorgeschrieben, aber ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz, so Bührer. Es sei dabei mit jährlichen Folgekosten von 265.000 Euro zu rechnen, was auf die einzelnen Verbandsmitglieder umgerechnet werde. Damit komme es für die Bürger zu Mehrkosten von 7 Euro jährlich. Bührer erklärte, es gebe vom Land Fördermittel in Höhe von 20 Prozent für solche Maßnahmen.

Um die Einzelhändler der Region weiter zu stärken, hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) SchwarzwaldBaar-Heuberg eine Branchenumfrage zum Thema Kundenbindung gestartet. Noch bis Ende des Monats sollen Einzelhändler ein Stimmungsbild zum aktuellen Stand bei der Kundenbindung und für den Beratungsbedarf abgeben. „Ein starker Einzelhandel ist für die Wirtschaftskraft unserer Region von großer Bedeutung”, so Lena Häsler, Branchenbetreuerin der IHK für die knapp 8000 Händler der Region. Bei allen Herausforderungen der Online-Welt gelte es, das eigene Geschäft bestmöglich auf die Anforderungen der Kunden auszurichten und Mehrwert zu schaffen. „Hier sind unsere Händler in der Region nah am Kunden, hier sind wir stark”, sagt Häsler. Zentral sei, dass sich jeder Betrieb über seine Zielgruppe und Kommunikationsinstrumente bewusst werde. „Sobald eine Bestandsaufnahme besteht, kann der Betrieb in die Optimierung dieser Kontaktpunkte gehen”, so Häsler. Info: Die Branchenumfrage ist unter www.ihk-sbh.de (Dokumentennummer: 4181034) hinterlegt. Weitere Infos per E-Mail an haesler@vs.ihk.de

Die Arbeiten werden voraussichtlich zwei Jahre dauern. Deißlingens Bürgermeister Ralf Ulbrich (Bild) sprach sich dafür aus, man habe eine Verantwortung für den hier noch jungen Neckar, „und dies sollten wir ernst nehmen.” Dem schloss sich auch Dr. Clemens Maier, Bürgermeister von Trossingen, an, und die Verbandsmitglieder stimmten dem ohne Gegenstimme zu. Auch der Rechenschaftsbericht des Verbands fand die einhellige Zustimmung, denn es wurde offenbar gut gewirtschaftet. 206.100 Euro blieben 2017 übrig und stehen nun im Haushalt für das laufende Jahr zu Verfügung. Das Anlagevermögen liegt bei 14 Millionen Euro, die Schulden bei 10,6 Millionen. Deshalb braucht der Verband auch keinen Kredit aufzunehmen. Bei rund zwei Millionen Euro lagen die Betriebskosten und die Zinsumlage für die Mitglieder im vergangenen Jahr, somit bleiben an der Gemeinde Deißlingen 18.738,17 Euro hängen, an Villingen-Schwenningen 1,418 Millionen Euro. mm

„Tschortsches Room” neu in Neufra Georg Hildebrandt (Bild) ist als Koch bekannt in der Region, hat bis vor Kurzem am Hohenkarpfen gekocht, davor in der Linde in Villingendorf, und auch viele Familienfeste mit feinem Essen versorgt. Nun hat er sein eigenes Restaurant in Neufra eröffnet, den „Tschortsches Room“, nach seinem Spitznamen und der Gemütlichkeit des wandelbaren Raumes benannt. Dort gibt es täglich von 11.30 bis 14 Uhr ein frisch gekochtes Mittagessen, und von Donnerstag bis Sonntag Essen à la carte. „Wir bieten gute, anspruchsvolle Küche, aber nicht abgehoben“, sagt Hildebrandt, der das neue Restaurant zusammen mit seiner Lebensgefährtin Elisabeth Kreuzer betreibt. Es gibt dort Fleisch von Weidetieren aus der Region und ein spezielles Steak, das Hildebrandt nach dem Dry-Age-Verfahren reifen lässt, wie er berichtet. Aber auch Wildkräuter und -früchte, die sie mit ihren beiden Kindern Frieda und Aaron selbst sammeln, dazu selbstgemachte Liköre, Säfte, Marmeladen oder Chutneys, je nach Jahreszeit eben. Und weil Elisabeth Kreuzer Gesang studiert hat, wird es regelmäßig Opernabende, aber auch Krimidinners oder Jazzabende geben, natürlich immer mit dem passenden Gericht dazu. Info: Tschortsches Room, Stuttgarter Straße 53, Neufra, 074120688951, www.restaurant-rottweil.de À la carte-Essen donnerstags und freitags ab 18 Uhr, samstags und sonntags zuzsätzlich von 11.30 bis 14 Uhr.


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Gesundheit

NEUE ROTTWEILER ZEITUNG

Immer mehr Rheuma-Patienten in Baden-Würt

Experten: Arthritis keineswegs nur eine Erkrankung älterer Menschen / „Krankheit mit vielen Gesichtern“ / Bewe Immer mehr Menschen in Baden-Württemberg erkranken an Rheuma. Das zeigt eine aktuelle Auswertung von Versichertendaten der KKH anlässlich des Welt-Rheumatages am 12. Oktober. Demnach stieg die Zahl der Betroffenen von 2007 auf 2017 um 39 Prozent. Damit liegt BadenWürttemberg deutlich über dem bundesweiten Plus von 30 Prozent.

R

heuma gilt als „Krankheit mit vielen Gesichtern“. Rund 400 verschiedene Krankheitsbilder werden heute unter diesem Begriff zusammengefasst. Im engeren Sinn ist mit Rheuma die rheumatoide Arthritis gemeint, auch chronische Polyarthritis genannt. Sie ist die häufigste entzündlich-rheumatische Erkrankung. Die fortschreitende

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Laut der Studie tritt Rheuma vor allem nach dem 40. Lebensjahr auf. Besonders betroffen sind in Deutschland die 70- bis 79-Jährigen (plus 22 Prozent) sowie die 80- bis 89-Jährigen (plus 27 Prozent). Aber auch bei den 19- bis 29-Jährigen gab es von 2007 auf 2017 einen Anstieg um 10 Prozent. Bei Kindern kann die Erkrankung ebenfalls auftreten. Die Symptome sowie deren Verlauf sind bei Betroffenen unterschiedlich. In der Regel sind mehrere Gelenke zum Beispiel der Finger, Hände oder Zehen dauerhaft entzündet, geschwollen und gerötet. Nach und nach verformen sie sich und können versteifen. Auch die Muskelkraft nimmt ab, so dass Patienten zum Beispiel Schwierigkeiten beim Anziehen oder beim Essen mit Messer und Gabel haben. Rheuma kann sehr schmerzhaft sein und neben Gelenken im späteren Stadium auch Blutgefäße, innere Organe oder die Augen beeinträchtigen. Hinzu können Müdigkeit, Schwäche und tiefe Erschöpfung kommen. „Unbehandelt zerstört die Krankheit in der Regel die Gelenke“, sagt Bettina Möhrle vom Serviceteam der KKH in Singen. „Daher ist es wichtig, dass eine Arthritis frühzeitig erkannt und behandelt wird.“ Da Anfangsbeschwerden wie Abgeschlagenheit oder leichtes Fieber oft unspezifisch sind, ist das nicht immer leicht. Eine rheumatoide Arthritis schreitet meist langsam über Jahre voran. Heilbar ist sie bisher nicht. Es gibt aber Möglichkeiten, Rheuma in den Griff zu bekommen – beispielsweise medikamentös oder mittels Physiotherapie kombiniert mit Sport wie Radfahren oder 4


Samstag, 13. Oktober 2018

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Gesundheit, Kultur

NEUE ROTTWEILER ZEITUNG

ttemberg

egung kann helfen 4 Schwimmen. „Dadurch können die Entzündung gehemmt, Schmerzen gelindert, das Fortschreiten der Erkrankung verzögert und so die Lebensqualität Betroffener erhöht werden“, erklärt Bettina Möhrle. pm

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Freuen sich auf das Jubiläumskonzert: Eberhard Wucher, Christian Holpp, Thomas Hofmann, Julia Helena Bernhard, Johannes Michael Bayer und Klaus Viereck. Foto: al

Die schwäbischen King’s Singers Konzert Das Ensemble „MännerStimmen” wird 20 Manchmal stimmt einfach alles. Das gemeinsame Ziel, der Teamgeist, der Rahmen. Dann halten auch ambitionierte Projekte über die Anfangs-Euphorie hinaus. Zum Beispiel die MännerStimmen: Das renommierte Vokalensemble, das sich der geistlichen A-capella-Musik verschrieben hat, aber auch beim Schmotzigen brilliert, wird 20 Jahre alt. Und feiert das mit einem Konzert am 20. Oktober im Pflugsaal.

G

ewettet, dass sie einmal Jubiläen begehen würden, hätten sie damals wohl nicht. „Wir wollten einfach singen”, erinnert sich im Gespräch mit der NRWZ Christian Holpp, einer der Gründer der MännerStimmen mit Blick auf die Anfänge. Und nicht nur irgendetwas, sondern niveauvolle, fordernde Chorwerke, wie Thomas Hofmann und Klaus Viereck, auch sie Sänger der ersten Stunde, einmütig hinzufügen. Zwei lose Formationen hatten sich damals zusammengetan, die bei geselligen Anlässen auftraten. Was die jungen Männer verband, war eine gemeinsame Zeit bei den Rottweiler Münstersängerknaben. Dort hatten sie sie nicht nur eine solide Grundausbildung genossen, sondern Feuer für komplexe Musik und präzisen Ensemblegesang gefangen – Leidenschaften, die sie nicht mehr losließen. Nachdem es in den Gruppen nicht wie gewünscht

voranging, kam die Idee auf, Johannes Michael Bayer, damals Direktor der Rottweiler Musikschule, als Dirigenten zu gewinnen. Bayer sagte zu – und seither hat sich die Konstellation kaum verändert: Sieben der zehn Gründungsmitglieder sind nach wie vor mit dabei, trotz aller Stressfaktoren in dieser Lebensphase, etwa durch Familiengründung und berufliche Herausforderungen. Selbst ein Job in der Schweiz ist kein Hindernis, weiter bei den MännerStimmen zu singen. Freilich: Termine für Proben zu finden wird zur logistischen Knobelei. Das Erfolgsrezept? Da sind sich die Sänger schnell einig: Freude am Singen, Freude an niveauvollem Repertoire. Und Freundschaften, die teils schon seit 40 Jahren halten. Keine Frage: Die MännerStimmen sind eine eingeschworene Truppe. Und eine, die nach wie vor für die gemeinsame Sache brennt. Mit diesem Elan haben sie sich unter der umsichtigen Leitung von Johannes Michael Bayer rasch einen festen Platz in der Musikszene erobert und immer wieder durch außergewöhnliche musikalische Erfolge auf sich aufmerksam gemacht.

Dabei beeindruckt neben der Klangkultur die Bandbreite des Ensembles, das mittlerweile um die 150 Stücke im Repertoire hat. Im Zentrum stehen geistliche Werke von den Anfängen der Mehrstimmigkeit bis zu Zeitgenössischem. In der Königsdisziplin vokaler Polyphonie hat das zehnköpfige Ensemble schon achtstimmige Werke gemeistert. Aber wie das große Vorbild, die britischen A-capella-Stars der King’s Singers, intonieren die MännerStimmen mit Wonne auch Weltliches – Songs der Beatles, von Queen oder den Wise Guys etwa, bis hin zu den Hits der Comedian Harmonists. Dass es zwischen sakraler und profaner Sphäre sogar Brücken schlagen kann, zeigt das Ensemble am Schmotzigen. Hier haben die MännerStimmen nicht nur als Musikformation, die auswendig singt und zudem tanzt ein Alleinstellungsmerkmal. Auch im Verknüpfen von geistlichen Klängen mit weltlichen Themen stechen sie heraus und begeistern. So haben sie auf die Melodie des „Heilig” aus Franz Schuberts Deutscher Messe schon salbungsvoll verkündet: „Wichtig, furchtbar wichtig ist die FDP”, oder „Maria durch ein Dornwald ging” mit Blick auf einen möglichen Gefängnisstandort schelmisch umgetextet zu „Ein Männlein durch den Bitzwald ging”. Vielseitig will sich das Ensemble auch beim Jubiläumskonzert präsentieren, das nach einem Sendeformat des Deutschlandfunks unter dem Titel „Klassik – Pop – et cete-

ra” firmiert. Ein „Best Of” der vergangenen zwei Jahrzehnte möchte man bieten, wie Dirigent Johannes Michael Bayer erläutert. Einige Titel waren sogar schon beim ersten Konzert der MännerStimmen zu hören, etwa „Das ist die Liebe der Matrosen” von den Comedian Harmonists. Die Sänger und der Chorleiter freuen sich, dass sie für das Jubiläum die aus Rottweil stammende und allseits geschätzte Sopranistin Julia Helena Bernhard gewinnen konnten – eine Künstlerin, mit der die MännerStimmen bereits mehrfach inspirierende Projekte realisieren konnten. Dass Eberhard Wucher einmal mehr den Part des Conferenciers übernimmt und zwischen den Musikstücken Wissenswertes und Heiteres einstreut, verspricht einen neben aller klanglichen Brillanz auch launig gefärbten Konzertabend. Und nach dem Jubiläumsevent geht es gleich weiter, mit Proben für das alljährliche Weihnachtskonzert etwa, für die Gestaltung des Hochamts am zweiten Weihnachtsfeiertag im Heilig Kreuz Münster, die ebenfalls einen festen Platz im Jahresplan hat. Und für Konzerte auf den Reisen des Ensembles, 2019 etwa an die Mosel. Ganz klar: Die Sänger und ihr Leiter Johannes Michael Bayer wollen weitermachen. Weil eben alles stimmt bei den MännerStimmen. Andreas Linsenmann

Info: Das Konzert am 20. Oktober im Pflugsaal beginnt um 19 Uhr. Karten sind an der Abendkasse erhältlich.


Schramberg

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Samstag, 13. Oktober 2018

Die Woche kurz

Am Rande

Freitag: Der Kulturbesen wird eröffnet. Los geht es mit einer der besten europäischen Beatles Bands „Help” aus Slowenien. Einen Tag später folgt am Samstag, die Italienische Formation „New Jersey” beweisen, dass sie ganz nah am Original – Bon Jovi – sind.

Handwerk hat goldenen Boden, heißt es im Volksmund. Eigentlich ein verlässliches Versprechen an jeden Azubi, dass eine Ausbildung im Handwerk die Grundlage für einen dauerhaft sicheren Arbeitsplatz sein kann. Doch viele wollen nicht so recht, und so hat sich auch im Handwerk ein Mangel an Fachkräften entwickelt. Von langen Wartezeiten bei Reparatur wird gesprochen. Da fällt jedem die dazu passende Geschichte ein. Ja, es hat sieben Monate gedauert, bis die Reparatur endlich erleidgt war. Aber, als die Heizung bei niedrigen Temperaturen ausgefallen war, ist der Handwerker noch am gleichen Tag gekommen. Und als die Terrassentüre ab Samstagnachmittag nicht mehr zu schließen war, blieb sie zwar am Wochenende unverschlossen. Doch nach einem Anruf am Montagmorgen, erledigte der zuständige Handwerker die Reparatur noch am gleichen Tag. Es ist eben doch Verlass auf unser Handwerk, wenn es wirklich schnell gehen muss – auch bei Personalknappheit. wit

Samstag: In Tennenbronn übt die Feuerwehr am Kindergarten Maria Königin. Die Wehr erweist sich als schnelle Truppe und die Kinder sind fasziniert von der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr. Die Landfrauen bieten ein üppiges Frühstück aus eigenen Regionalen Produkten an. Die Veranstaltung im katholischen Pfarrsaal stößt auf reges Interesse. Sonntag: Nach vier Aufführungen fällt bei der Musikschule Schramberg der letzte Vorhang für die „West Side Story”. Das Publikum ist begeistert. Viele sind überzeugt davon, dass man so etwas im weiten Umkreis nicht so schnell findet. Dienstag: Die Diskussion um die Situation im Wohngebiet Gehrn auf dem Sulgen geht weiter. Während sich Anwohner wegen des Bauaktivitäten bei der benachbarten Firma beschwert haben, meldet sich eine Anwohnerin zu Wort, die sich über falsch parkende Autos ärgert. Mittwoch: Der Frauenbeirat tagt. Auf der Tagesordnung stehen neben der Fahnenaktio” auch eine Veranstaltung zu 100 Jahre Frauenwahlrecht und Veranstaltungen zur Förderung der Frauenquote bei der Kommunalwahl. Donnerstag: Der Verwaltungsausschus des Gemeinderats tagt. Im öffentlichen Teil der Sitzung geht es um den Jahresabschluss und Geschäftsbericht des Eigenbetriebs Wirtschaftsförderung und die ein Strategiepapier zur Plakatierung im Stadtgebiet. Im nichtöffentlichen Teil wählen die Räte eine neue VHS-Leitung. Susanne Gwosch gibt diese ab, da sie neue Fachbereichsleiterin wird.

Kindergarten Seilerwegle

Ein Morgen auf der Wache Ob im Rollenspielzimmer, in der Legoecke oder draußen

im Garten – das Thema Polizei war bei ein paar Jungs aus dem Kindergarten Seilerwegle in Schramberg ständiger Begleiter. Das mündete nun in einen Besuch des Polizeireviers Schramberg, wo der Beamte Reiner Urner so nett war, alle Fragen der Buben zu beantworten. Die Projektkinder durften die Wache begutachten und gelerntes Wissen zeigen. Anders als im Bilderbuch konnten sie live erleben, wie ein Anruf in der Wache einging, wo die Uniformen und verschieden Jacken aufgehängt werden, was alles im Kofferraum des Polizeiautos verstaut ist und mit welchen Tricks die Spurensicherung Fingerabdrücke findet. Ein Höhepunkt war das Rollenspiel, bei dem ein Kind „Räuber” war und von zwei Polizistenkindern gefangen und mit Handschellen in das echte Gefängnis gebracht wurde. pm

Grimm geht (teilweise) raus Gemeinderat CDU-Fraktion und bisheriges Mitglied nun getrennt Stadtrat Johannes Grimm wird künftig nicht mehr an CDU-Fraktionssitzungen teilnehmen. Er bleibe aber Mitglied der CDU-Fraktion, stellt der Stadtverbandsvorsitzende Thomas Brantner klar.

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DU-Fraktionssprecher Clemens Maurer hat im Gespräch mit der NRWZ dies damit begründet, dass Grimm möglicherweise auf einer anderen Liste für die Kommunalwahl antreten werde. „Der Vorstand von BMW nimmt ja auch nicht an den Vorstandssitzungen bei Daimler teil.” Dass zwischen dem früheren CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Johannes Grimm und der CDU-Fraktion die Stimmung nicht die beste ist, das war spätestens seit dem Rauswurf von Jürgen Reuter aus der Fraktion Ende Januar 2016 allen im Gemeinderat und der Verwaltung klar. Im Januar dieses Jahres verzichtete er auf eine Wiederwahl ins Amt des CDU-Stadtverbandsvorsitzenden. Nun scheint das Tischtuch endgültig zerschnitten. „Die Nichtteilnahme an den Fraktionssitzungen haben wir gemeinsam, einvernehmlich

vereinbart”, betont Maurer, die Listenpläne seien „alleinige Entscheidung von Johannes Grimm”. Grimm habe der Fraktion zunächst signalisiert, dass er gar nicht mehr kandidieren wolle, es sich nun aber wohl anders überlegt. Grimm begründet seinen Schritt damit, dass er „Impulse aus dem Gemeinderat” vermisse. Er kritisiert „Großprojekte, die die Gemeindefinanzen auf Jahre hinaus drosseln”, zitiert der Schwarzwälder Bote Grimm. Weiter erklärt er, er wolle auch als fraktionsloser Gemeinderat für seine Heimatstadt arbeiten. Für CDU-Fraktionssprecher Clemens Maurer liegt das Zerwürfnis insbesondere darin begründet, dass Grimm einerseits und die übrigen zehn CDU-Rätinnen und -Räte andererseits „auf eine unterschiedliche Art und Weise Politik machen” wollten. Er verweist darauf, dass die CDU-Fraktion vieles vorangebracht habe, was auch Grimm gefordert habe.

Grimm habe aber oft am Ende nicht zugestimmt oder Gemeinderatsentscheidungen nicht mitgetragen. Um eine Stellungnahme gebeten, verweist Grimm auf Clemens Maurer, mit dem er vereinbart habe, „dass er die Pressearbeit in dieser Sache macht”. Die NRWZ hatte vor der Sommerpause darüber berichtet, dass einige CDU-Mitglieder, unter ihnen Grimm und Reuter, erwögen, mit einer eigenen Kommunalwahlliste anzutreten. Ob dies mit den Parteistatuten vereinbar ist, ist auch CDU-intern umstritten. Maurer erklärt dazu, man wolle keine parteijuristischen Streitereien. Er sei überzeugt, seine Partei werde eine sehr gute Kandidatenliste zusammenstellen können. Grimm hält sich, wie Ende Juli, mit Auskünften zurück. Gefragt, wie weit denn die Listenpläne gediehen sind, antwortet er: „Zu den Listenplänen nehme ich derzeit nicht Stellung.” Die CDU Schramberg und die Fraktion haben in einer gemeinsamen Erklärung versichert, man freue sich „über jeden, der sich bei der Kommunalwahl aufstellen lässt”. him

Wirtschaft

In München auf Investorenfang Auch in diesem Jahr präsentierten sich die Wirtschaftsförderung SchwarzwaldBaar-Heuberg und weitere regionale Aussteller vom 8. bis 10. Oktober auf der Immobilienmesse Expo Real in München. Laut Pressemitteilung war neu im Gepäck das Online-Portal immosbh. de gewesen, das einen Überblick über freie Flächen und Gebäude im Raum Schwarzwald-Baar-Heuberg gebe. Das Online-Portal ist das neueste Produkt aus dem Hause Softfolio.digital aus Schramberg. Es wurde in München 40.000 Messebesuchern vorgestellt. „Mit immosbh.de können wir Investoren und Projektentwickler ganz aktuell über Entwicklungsflächen in der Region informieren. Und das Portal funktioniert ganzjährig. Gegenüber der Broschüre, die es früher gab, ist das ein Quantensprung,” freut sich Dorothee Eisenlohr, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Schwarzwald-Baar-Heuberg. pm


Samstag, 13. Oktober 2018

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Schramberg

NEUE ROTTWEILER ZEITUNG

Pfarrerin Martina Schlagenhauf eingesetzt Evangelische Kirche Gesamt-Kirchengemeinde Schramberg-Lauterbach feiert Investitur Die evangelische Kirchengemeinde SchrambergLauterbach hat wieder eine Pfarrerin. Dekan Ulrich Vallon setzte Martina Schlagenhauf am Sonntag in die Pfarrstelle ein.

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ach dem überraschenden Wechsel von Pfarrer Michael Jonas nach Rom war in Schramberg zunächst befürchtet worden, dass nun eine längere Vakanz droht. Doch es kam anders: Pfarrerin Martina Schlagenhauf bewarb sich um die Stelle und wurde mit offenen Armen empfangen. Ende Juli wurde sie vom Kirchengemeinderat gewählt. Am Sonntag folgte die Investitur in der evangelischen Stadtkirche. Unter den feierlichen Klängen des Bläserensembles zogen Dekan Ulrich Vallon, Pfarrerin Martina Schlagenhauf und der Kirchengemeinderat ein. Dekan Vallon stellte den Psalm 45 – „Aller Augen warten auch Dich, Herr“ – in den Mittelpunkt seiner Ausfüh-

rungen. Die Aufgabe der Pfarrerin sieht er im Dienst in und für die Gemeinde. Ein Pfarrer müsse auch in seiner Gemeinde präsent sein. Dabei gelte es auch „unerhörtes in der Zeit zu Gehör zu bringen“. Vallon unterstrich, dass das Amt des Pfarrers besondere Verantwortung der Verkündigung des Evangeliums auferlege. So müsse der Pfarrer nicht den Menschen, sondern Gott gefallen. Die Kirchengemeinde rief er dazu auf, den Dienst der Pfarrerin anzunehmen. Besonders feierlich wurde es, als sich das Besetzungsgremium vor dem Altar um Dekan Vallon und die neue Pfarrerin Martina Schlagenhauf versammelte. Dabei gelobte die neue Schramberger Pfarrerin, im gehorsam gegenüber Jesus Christus und nach den Regeln der evangelischen Landeskirche ihren Dienst zu versehen. Diesen wird sie nun auf Lebenszeit versehen. Martina Schlagenhauf hat eine Bankausbildung im genossenschaftlichen Bereich abgeschlossen und es zur Filialleiterin gebracht. Daneben war sie als Organistin aktiv.

Pfarrerin Martina Schlagenhauf und Dekan Ulrich Vallon. Foto: Witkowski

Dann kam die Entscheidung für das Theologie-Studium. Dem folgte das Vikariat, dann Vertretungen im evangelischen Kirchenbezirk Sulz, zuletzt mit Schwerpunkt in Oberndorf. Als Spruch zur Investitur hatte sie sich für 2. Timotheus 1,7 entschieden: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ Als Sprecherin trat am Sonntag auch Kirchenpflegerin Martina Herzog vor. Sie freue sich, dass Martina Schla-

genhauf sich als geschäftsführende Pfarrerin beworben hat und dies auch geworden ist. Sie wünsche sich von der neuen Pfarrerin, dass sie so authentisch bleibe, wie sie sei. In ihrer ersten Predigt in der Stadtkirche nahm Schlagenhauf Bezug auf das Erntedankfest. Sie bewundere die Vielfalt, die die Erde hervorbringt. Gleichzeitig warnte sie vor falscher Enthaltsamkeit: „Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut. Ausschlaggebend ist die Haltung dazu“ und welchen Umgang mit Gottes

Schöpfung man an den Tag lege. Kritisch merkte sie an: „Immer noch herrscht auf der Erde strukturelle Ungleichheit. Es gibt keine Lösung für den Hunger auf der Erde.“ Es gelte, auf ein gutes Ende hin zu arbeiten. In seinem Grußwort ging OB-Stellvertreter Udo Neudeck auf die zahlreichen Berührungspunkte zwischen der Kirchengemeinde und der Stadt ein. Pfarrvikar Meinrad Hermann begrüßte im Namen der katholischen Kirchengemeinde die neue Pfarrerin der evangelischen Schwestergemeinde. Weitere Grußwote sprachen Bernhard Dennig, Direktor des Gymnasiums Schramberg, und Pfarrer Friedhelm Bühner aus Locherhof. Mit viel Witz überreichten Klaus Andreae und Claudio Fuchs im Namen des Kirchengemeinderats und der gesamten Kirchengemeinde einen Geschenkkorb. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von Bläserensemble unter der Leitung von Bezirkskantorin Judith Kilsbach. wit

150 Jahre Schule für Blinde und Sehbehinderte Stiftung St. Franziskus Meilensteine in der Blinden- und Sehbehindertenpädagogik gesetzt 150 Jahre ist es her, als am 7. Mai 1868 mit Anna Maria Lerch aus Schönebürg bei Laupheim das erste blinde Kind in der Rettungsanstalt des Klosters in Heiligenbronn aufgenommen wurde. Die Franziskaner-innen legten damit den Grundstein der bald zweiklassigen Blindenschule.

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linde und sehbehinderte Menschen gehören seither zum Kloster und der heutigen Stiftungseinrichtung wie auch zum Stadtteil und der Stadt Schramberg. Was damals ein Akt der Fürsorge war, hat sich heute zu einem Menschenrecht weiterentwickelt: Die Integration ins gesellschaftliche Leben. Los ging das Festprogramm mit einem Festgottesdienst in der Kirche St. Gallus. Dem schloss sich ein Festakt

genbronn nicht Halt gemacht habe: „Auch hier in Heiligenbronn ist der Wandel sichtbar, so manches hat sich in den vergangenen Jahrzehnten von Grund auf verändert. Und es wurde, ohne zu übertreiben, mitunter auch Geschichte geschrieben.” Unter den Steinen, die sich aneinanderreihten, befanden sich laut Bernhard auch Meilensteine in der Blinden- und Sehbehindertenpädagogik. Er erinnerte daran, dass im Jahr 1855 ein junger Vikar namens David Fuchs auf Geheiß des Bischofs nach Heiligenbronn kam. Mit der Gründung des Klosters im Jahre 1857 habe er die Antwort auf die sozialen Fragen des 19. Jahrhunderts gegeben. Das Jahr 1993 war das Jahr der Zustiftung: Das Kloster Heiligenbronn hat damals sämtliche Immobilien und sämtlichen Grundbesitz inklusive einer angemessenen Frank Höfle und Verena Bentele gehörten zu den Ehrengästen der Fei- Kapitalausstattung an die er. Foto: wit Stiftung St. Franziskus Heiliim Elisabetha-Glöckler-Saal an. Dorthin hatten zahlreiche geladene Gäste aus der Stiftung selbst, aus dem Schulleben, aus der Politik, und der Wissenschaft den Weg gefunden. Darunter mit Verena Bentele und Frank Höfle auch zwei ehemalige Schüler, die zunächst als unglaublich erfolgreiche Behindertensportler ihren Weg gemacht hatten und heute mitten im Leben stehen.

Begrüßt wurden die Gäste durch Schulleiter Dietmar Stephan, der auch durch das Programm des Festakts führte. Die musikalische Umrahmung übernahm die Klasse HSK 3 zunächst als Comedian Harmonists und später als Fanta 4. In seiner Rede zum Jubiläum aus Anlass des 150-jährigen Bestehens der Schule, freute sich Vorstand Hubert Bernhard, dass der Fortschritt auch vor Heili-

genbronn übertragen. Im Jahr 2000 kam das erste Kind mit Taubblindheit nach Heiligenbronn. Gezielt sei auf Professionalisierung gesetzt worden. In den vergangenen Jahren sei in den Bereichen Hörsehbehinderung und Taubblindheit eine hohe Fachlichkeit erreicht worden. Den Festvortrag hielt Professor Markus Lang von der PH Heidelberg, der eng mit der Stiftung St. Franziskus verbunden ist. Er befasste sich in seinem Vortrag unter anderem mit den pädagogischen Herausforderungen. Grußworte kamen von Generaloberin Schwester M. Agnes Löber, Oberbürgermeister Thomas Herzog, der Leitenden Schulamtsdirektorin Sabine Rösner und von Bernhard Hamann als Vertreter des Landrats. Bei einem kleinen Umtrunk tauschten sich die geladenen Gäste aus, während draußen der Festbetrieb begann. wit


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Schramberg

NEUE ROTTWEILER ZEITUNG

Rolf Merte ist CEO bei Schweizer

Ein schwäbischer Tüfler

Wirtschaft Neuer Chef soll die

Wer auf der Suche nach einem schwäbischen Tüftler ist, der sich mit einer guten Idee selbstständig macht und zum erfolgreichen Unternehmer wird, im Interkommunalen Industriegebiet „Seedorf-Waldmössingen – kurz Interkom – kann man einen treffen.

Internationalisierung vorantreiben

Wirtschaft Ralph Schmid stellt seine Firma OB Herzog vor

Der Vorstand der Schweizer Electronic AG in Schramberg ist wieder zu dritt. Der Aufsichtsrat von Schweizer hat Dr. Rolf Merte für fünf Jahre zum Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellt und ihn mit Wirm Jahr 2000, damals gekung vom 8. Oktober Foto: pm rade 24 Jahre alt, hatte zum Vorstandsvorsitzen- Dr. Rolf Merte. Ralph Schmid im Interden ernannt, wie die Firnet eine Firma in Ulm ma in einer Pressemittei- versität Berlin widmete er sich zunächst der Forschung. entdeckt, die Maschinen lung informiert.

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er gebürtige Marburger und seit über einem Jahrzehnt im Schwarzwald lebende Rolf Merte blickt auf eine internationale Tätigkeit sowohl in der Forschung als auch in der Industrie – in Top-Managementpositionen, so der Leiterplattenhersteller weiter. Nach dem Studium der Theoretischen Elektrotechnik an der Technischen Uni-

Anschließend startete seine Laufbahn in global operierenden Technologieunternehmen im Forschungszentrum. Merte werde im Hinblick auf die Großinvestition in China und die Markteinführung der neuen „Embedding Technologie” zusammen mit seinen Vorstandskollegen Nicolas Schweizer und Marc Bunz „einen wichtigen Beitrag für die Umsetzung der Unternehmensstrategie leisten”, heißt es weiter. Mehr auf NRWZ.de pm

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baut, die Kabel mit Zahlen und Buchstaben bedruckt. Er selbst arbeitete damals als Anlagenelektroniker bei einem Schaltanlagenbauer in Villingen-Schwenningen. „Das wird den Anlagenbau revolutionieren”, dachte Schmid sofort. Bisher mussten ausgebildete Elektriker die Schaltkästen für Maschinen nach Schaltplänen bestücken. Sie mussten genau wissen, welches Kabel an welchen Anschluss gehört. „Wenn das schon auf dem Draht drauf steht, dann kann

das auch eine angelernte Kraft – und das Ganze in der Hälfte der Zeit.” Beim Besuch von Oberbürgermeister Thomas Herzog und Wirtschaftsförderer Manfred Jungbeck bei seiner Firma WUS-TEC erzählt Schmid davon, wie er zunächst seinen damaligen Chef von der neuen Methode überzeugen wollte, aber scheiterte. „Wir haben je Schaltschrank etwa 40 Stunden gebraucht”, so Schmid, aber sein Arbeitgeber wollte sich zunächst nicht auf die Neuerung einlassen. Also hat er sich eine Maschine gekauft, in den Keller gestellt und nächtelang getüftelt.

Firmeninhaber Ralph Schmid, Prokuristin Milena Bialas, Wirtschaftsförderer Manfred Jungbeck und OB Thomas Herzog in der Produktion. Foto: him

Schließlich hatte er den Dreh raus, eine eigene Firma gegründet und die neue Methode seinem Chef vorgeführt. „Er wurde mein erster Kunde”, erzählt Schmid lachend. Nach zwei Jahren nebenberuflicher Tätigkeit machte der gebürtige Winzelner sich selbständig, kaufte im Interkom ein Grundstück und baute dort seine Firma mit heute 15 Beschäftigten auf. OB Herzog interessierte sich für den genauen Ablauf, ob Schmid die Schaltpläne analysiere und die Beschriftungen festlege, oder ob dies Aufgabe der Auftraggeber sei. Schon aus Gewährleistungsgründen müssten die Auftraggeber die Beschriftungen festlegen, erläuterte Schmid. Die Geschäfte laufen gut, und die Räume reichen nicht mehr aus, um Mitarbeiter und Maschinen vernünftig unterzubringen. „Wir haben einfach keinen Platz mehr.” Deshalb hat Schmid ein Nachbargrundstück gekauft. Bis in einem Jahr soll der Erweiterungsbau stehen. Mehr auf NRWZ.de him

Schraivogel-Wirtsleute hören am Jahresende auf Gastronomie Bärbel Bajerke und Markus Laub kämpfen mit Vorschriften und Personalknappheit Das Gastronomenpaar Bärbel Bajerke und Markus Laub wird zum Jahresende in der Braustube „Schraivogel” in der Hauptstraße aufhören. Das haben die beiden bei einem Pressegespräch nun offiziell mitgeteilt.

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niemanden gefunden, der die Chefin im Krankheitsfalle auch vertreten könne. Die Vollbeschäftigung in der Region und die Konkurrenz der Industrie um Arbeitskräfte seien ein wesentlicher Grund für den Personalmangel in der Gastronomie. „Ich kann die Leute auch verstehen”, sagt Laub, „kein

Wochenenddienst, geregelte Arbeitszeiten und oft höherer Lohn …” Der Entschluss, sich zum 31. Dezember vom „Schraivogel” zu verabschieden, sei schon länger gereift. Neben den Personalproblemen machten ihnen immer mehr Vorschriften und Auflagen wie die neue Arbeitszeitver-

ch freue mich auf ein neues Leben”, versichert die Chefin Bärbel Bajerke, „mit Markus zusammen sein und nicht immer 24 Stunden über die Wirtschaft zu schwätzen.” Die Belastung in der Gastronomie sei doch sehr hoch – 70 bis 80 Stunden Arbeit pro Woche keine Seltenheit. Auch sei es in letzter Zeit immer schwieriger geworden, gutes Personal zu finden. „Und halblebig, wollen wir die Wirtschaft nicht machen”, so Laub. Der studierte Sozialpädagoge arbeitet seit einiger Zeit hauptberuflich für das Landratsamt in Leidenschaftliche Gastgeber bis Ende des Jahres: Bärbel Bajerke und Rottweil. Sie hätten einfach Markus Laub in der Braustube Schraivogel. Foto: him

ordnung das Leben schwer. Als sie gemerkt hätten, dass ihnen die Arbeit keinen Spaß mehr mache, hätten sie „die Reißleine gezogen”, so Bajerke, die nach wie vor leidenschaftlich gerne kocht, wie sie versichert: „Wenn ich in der Küche eine Soße abschmecke und probiere …” Vor acht Jahren haben die beiden die Braustube übernommen. Zuvor hatten sie in Wolfach und Biberach in Oberschwaben erfolgreich als Gastwirte gearbeitet. Mit ihrem Verpächter Martin Kopp seien sie bestens klar gekommen. „Er war immer fair und sofort zur Stelle, wenn es wo geklemmt hat”, betonen die beiden. Auch für die Schramberger und die Besucher von auswärts gibt es großes Lob: „Wir haben tolle Gäste.” Bis zum Jahresende werden Bajerke und Laub ganz normal weiter arbeiten. Gesellschaften und Weihnachtsfeiern ausrichten. Sie bitten, noch

vorhandene Gutscheine einzulösen. Auch die Fasnet wollen sie, wenn irgend möglich, sichern, sollte sich bis dahin kein neuer Pächter gefunden haben: „Wir suchen gerade Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Fasnet. Wenn genügend Leute mitmachen, werden wir vom Hanselschlag bis Aschermittwoch aufmachen”, versprechen sie. Apropos neuer Pächter: Der „Schraivogel” biete große Chancen, weiß Bärbel Bajerke. „Wenn man es richtig macht, kann man gut davon leben.” Nur, für sie sei mit 61 Jahren die Zeit gekommen, noch etwas ganz Neues – außerhalb der Gastronomie – anzufangen. „Ich möchte nicht schaffen, bis ich tot umfalle.” Recht hat sie. him Info: Der Schraivogel hat Montag bis Freitag ab 18 Uhr geöffnet, samstags von 11.30 bis 14 Uhr. Gesellschaften sind auch sonntags willkommen. .


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