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VHS: Jetzt anmelden!

Aus Hang gerettet

Ausstellung im Frieder

Erste Details zum Narrentag Seite 9

Tierschützerin wird bedroht Seite 12

Seite 15

Seite 9

Die unversunkene Stadt

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NRWZ|

Englisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch und 21 weitere Sprachen, Fitness, Yoga, Pilates, Kochen, Kunst uvm. unter www.vhsrottweil.de. VHS-Heft kostenlos an öffentlichen Stellen erhältlich.

NEUE ROTTWEILER ZEITUNG

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Samstag, 2. Februar 2019 15. Jahrgang Nummer 4

Die NRWZ: Gratis für alle Haushalte im Verbreitungsgebiet Druckauflage: 39.100 Exemplare

Haftstrafe für Überfall auf Bastelladen Rottweil Täter muss in Entziehungsanstalt Im Juni vergangenen Jahres war ein 25-Jähriger mit einem Messer bewaffnet in die Bastelstube an der Stadionstraße in Rottweil eingedrungen und hatte knapp 500 Euro erbeutet. Nun muss er für fünfeinhalb Jahre in Haft.

Rottweil

Testturm ist erstmalig Austragungsort der Deutschen Treppenlauf-Meisterschaften Seite 11 Rottweil

Haushalt verabschiedet

„Rottweil geht’s gut“, darüber waren sich die Fraktionen und Gruppen im Gemeinderat einig. Und so wurde der Haushalt fürs Jahr 2019 einstimmig verabschiedet. Bei einem Volumen von 74 Millionen Euro wird ein Ergebnis (also Gewinn) von 3,7 Millionen eingeplant. So können große Investitionen getätigt werden. Weil die Steuern und Zuweisungen sprudeln, muss die Stadt auch weiter keine Schulden machen – und auch keine Steuern erhöhen. Doch nicht jeder Wunsch ist erfüllt worden. In der Aussprache wurden vor allem das Mobilitätskonzept für die Stadt, aber auch mehr sozialer Wohnungsbau genannt. wede

Ich habe es noch keinen einzigen Tag bereut, dass ich nach Rottweil gekommen bin.“ Der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands, Alexander Huth.

Seite 10

Hardt/Tennenbronn

Tochter erstochen, Sohn verletzt Die Polizei ermittelt in zwei Verbrechen, die in Hardt und Tennenbronn verübt worden sind. Eine 56-jährige Frau steht im dringenden Verdacht, am Sonntagnachmittag erst ihre 22-jährige Tochter erstochen und danach ihren 25-jährigen Sohn mit einem Küchenmesser schwer verletzt zu haben. Die Motive der Frau seien noch unklar. Sie sitzt in Haft, hat sowohl bei der Polizei als auch beim Haftrichter Angaben gemacht. Ob die Frau schuldfähig sei und wie ihr seelischer Zustand zur Tatzeit war, das müsse ein psychiatrisches Gutachten him klären. Mehr: Seite 15.

Das Messer war auch der Grund für das recht harte Urteil, begründete der Vorsitzende Richter Karlheinz Münzer. So habe durchaus Gefahr für den Ladenbesitzer bestanden. Dessen elfjährige Enkelin war bei der Tat anwesend, sie und ihr Großvater leiden heute noch unter dem Überfall. Der junge Mann hatte die Tat gestanden. Er führte die Beamten in einer Verhandlungsunterbrechung auch zur Tatwaffe. Der 25-Jährige hatte bei der Tat unter Drogen gestanden. Wie in der Verhandlung vor dem Rottweiler Landgericht

klar wurde, hatte er schon mit 14 Jahren begonnen, Cannabis zu rauchen. Dennoch bescheinigte ihm der psychiatrische Sachverständige im Rahmen der Beweisaufnahme vor dem Landgericht die volle Schuldfähigkeit. Der junge Mann habe gezielt und geplant gehandelt. Das zeige auch die Aussage eines Drogenberaters. Zu ihm war der 25-Jährige nach der Tat gegangen, und er habe ruhig, nur leicht bekifft gewirkt, so der Sozialpädagoge. Als er erfahren habe, dass der Mann des Raubes bezichtigt werde, sei er total geschockt gewesen. Der 25-Jährige wird nun einige Monate im Regelvollzug verbringen, danach seine Strafe in einer Entziehungsanstalt absitzen müssen. Das Gericht gestand ihm nämlich zu, dass er sein Leben in den Griff bekommen kann – wenn er denn zunächst seine Sucht in Griff mm bekommt.

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Aktuelles

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Bildung ermöglichen – Zukunft g

Berufliche Schulen Schramberg informieren am 9. Februar über Bildu

OFFENE SCHULE Samstag, 9. Februar 2019 9:00 –13:00 Uhr Info-Veranstaltungen: 9:00 und 12:00 Uhr Berufliches Gymnasium 10:00 Uhr Zweijährige Berufsfachschule 10:00 Uhr Dreijähriges Berufskolleg 11:00 Uhr Fachschule für Technik 11:00 Uhr Einjähriges Berufskolleg I + II Die Berufsschule präsentiert ihre dualen Ausbildungsberufe.

12:00 Uhr Einjähriges Berufskolleg zum Erwerb der Fachhochschulreife 9:00 bis Einjährige Berufsfachschule 13:00 Uhr

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Die Beruflichen Schulen Schramberg stellen ihr vielfältiges Bildungsangebot vor und laden dazu interessierte Jugendliche, ihre Eltern und die Öffentlichkeit ein.

A

m Samstag, 9. Februar informiert die Schule zwischen 9 und 13 Uhr über ihre weiterführenden Schularten und verschiedene duale Ausbildungsberufe. In besonderen Informawerden tionsveranstaltungen Bildungswege vorgestellt, die zu einem höheren Bildungsabschluss führen und somit neue Wege eröffnen. Die zweijährigen Berufsfachschulen führen dabei Schüler mit Hauptschulabschluss zur Fachschulreife (mittlere Reife), wobei die Schüler zwischen den Profilen Wirtschaft, Gesundheit und Pflege, Ernährung und Hauswirtschaft und Metall wählen können. Wer den Abschluss der mittleren Reife bereits mitbringt, findet Anschluss beim Besuch eines Berufskollegs

oder eines Beruflichen Gymnasiums. Das Berufskolleg (BK) führt nach einem Jahr zu einem guten beruflichen Fundament und nach zwei Jahren zur Fachhochschulreife. In Schramberg wird im Berufs-

kolleg das Profil Wirtschaft und das Profil Technik angeboten. Wer sich für einen Weg zum Abitur entscheidet, hat die Möglichkeit, zwischen dem Profil Umwelttechnik (TG) und dem Profil Gesundheit (SG),4

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Samstag, 2. Februar 2019

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Aktuelles

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4zu wählen und erwirbt in drei Jahren sowohl eine Allgemeinbildung, als auch eine berufliche Orientierung im Profilfach. Mit dem Abitur am Beruflichen Gymnasium ist ein Studium an allen Hochschulen in allen Fachrichtungen mög-

lich. Interessenten, die bereits eine Berufsausbildung und -erfahrung mitbringen, bietet sich die Chance, am Berufskolleg Fachhochschulreife (BKFH) in den Fachrichtungen Wirtschaft oder Technik in einem Jahr die Fachhochschulreife zu erwerben. Wer eine technische Ausbildung und Berufserfahrung mitbringt, kann in der Fachschule für Technik in Vollzeit in zwei Jahren oder in Teilzeit in vier Jahren den Abschluss zum staatlich geprüften Techniker erwerben. Schüler, die mit oder ohne Hauptschulabschluss, eine einjährige Berufsfachschule im Bereich Metall oder Holz besuchen wollen, können sich in den jeweiligen Werkstätten über diesen Weg in einem Beruf informieren. Die Berufsschule präsentiert sich an verschiedenen Standorten in der Schule und der Mensa mit ihren Berufsbildern und zeigt damit

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sche Berufe, Berufe der Metallverarbeitung, Handwerksberufe wie Schreiner, Maler oder Frisöre und in das Berufsbild der Altenpfleger. Die Schüler der Schule und Ausbildungsbetriebe zeigen dabei in der Mensa und in den Werkstätten die einzelnen Tätigkeitsfelder und beraten gerne über diesen Weg in eine erfolgreiche Zukunft. Erstmals wird die neue Lernfabrik 4.0 zu sehen sein und aufzeigen, wie innovativ Bildung sein kann. Die Schüler der Berufsfachschule Hauswirtschaft und Ernährung bereiten derweil feine Speisen vor und freuen sich auf zahlreiche Gäste. Der Infotag steht unter dem Motto „Offene Schule“ und so möchte sich die Schule interessierten Gästen und der Öffentlichkeit präsentieren, ihre Vielfalt zeigen, Bildungswege ermöglichen und somit einen Beitrag leisten, ihre Zukunft in der Region zu gestalten.


Bild der Woche Bei der Bösinger Marienkapelle.

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Literarischer Abend zur Rottweiler Fasnet Am Donnerstag, 7. Februar, findet ab 19 Uhr ein literarischer Abend zur Rottweiler Fasnet im Gasthaus Becher, Hochbrücktorstraße 17 in Rottweil, statt. Es lesen der Schriftsteller und Kabarettist Thomas C. Breuer sowie der Kulturwissenschaftler und Journalist Jochen Schicht. Beide haben Bücher zur Rottweiler Fasnet vorgelegt, die sich dem berühmten Brauchkomplex aus ungewöhnlichen Perspektiven annähern. Für die musikalische Umrahmung sorgt die „Bierbankmusik“. Breuer lebt seit 2003 in Rottweil und nimmt sich in seinem Buch „fas.net“ noch bislang weitgehend unpublizierten Aspekten des städtischen Ausnahmezustands vor, auf den viele Rottweiler Jahr für Jahr hinfiebern. Es verstehe sich von selbst, dass er dies mit kabarettistischem Scharfsinn zelebriere, heißt es in der Ankündigung. Schicht hat im Jahr 2003 eine kulturwissenschaftliche Dissertation unter dem Titel „Die Rottweiler Fasnet als ‚heimatliches Symbol‘“ vorlegt, welche sich ebenfalls überwiegend kaum bekannten Fakten widmet. Info: Vorverkauf im „Rottweiler Haus“, Oberamteipm gasse 6.

www.NRWZ.de

Termine

NEUE ROTTWEILER ZEITUNG

Rottweil

Foto: Karl Gutmann

Rottweil

Rottweil

Lieder aus der Luder-Lounge

Trio spielt Klassik

„Virtuos spielt die Komponistin, Sängerin und Pianistin in ihren Soloprogrammen auf ausgesprochen unterhaltsame und amüsante Weise mit Melodien, Worten und dem Publikum. Ein eindrucksvolles Feuerwerk an Gesang, schrillen Outfits und frechen, kabarettistischen Zwischentönen hat sie zu bieten, nie gehörte und gesehene Überraschungen nebst triefender Ironie inklusive.” So wird ein musikalisch-kabarettistischer Abend mit Iris Lamouyette angekündigt, die am Samstag, 9. Februar, ab 20 Uhr im Zimmertheater Rottweil auftreten wird. Infos: www.zimmerthea pm ter-rottweil.de Rottweil

Kabarett in der KWS

Am 2. Februar wird René Sydow, der Preisträger des Goldenen Rottweilers, zu Gast sein in der Reihe Lachen besiegelt, im Musikpavillon der Konrad-Witz-Schule. Das Programm sei zum Schreien traurig und schockierend lustig, dunkel und hoffnungsvoll, politisches Kabarett auf der Höhe der Zeit, so die Ankündigung. Info: Beginn ist um 20 Uhr. Die Karten gibt es bei der Musikbox Hauptstr. 47, Rottweil, oder unter Tel. 0741 9422305 und laut Veranstalter auch an der pm Abendkasse ab 19.30 Uhr.

Das Trio di Càsola präsentiert am morgigen Sonntag, 3. Februar, im Sonnensaal des Kapuziners klassische Musik auf höchstem Niveau, heißt es in der Ankündigung. Drei erfahrene Schweizer Kammermusiker rund um den Klarinettisten Fabio die Càsola haben sich zusammengetan, treten in vielen verschiedenen Formationen gemeinsam auf und erkunden das vielfältige Repertoire der Besetzung mit Klarinette, Violoncello und Klavier: Ausgehend von den beiden bekanntesten Komponisten für Klarinettentrios, Ludwig van Beethoven und Johannes Brahms, erarbeiten sie sich auch Werke abseits der ausgetretenen Pfade. Info: Beginn ist um 17 Uhr. Karten sind in der Rottweiler Touristinfo und allen bekannten Vorverkaufsstellen pm der Region erhältlich. Rottweil

„kapelle 17“ im Kapuziner

Die „kapelle 17“ kommt am Freitag, 8. Februar, nach Rottweil, um im Refektorium des Kapuziners den Jazz erklingen zu lassen. Die Definition der Klangästhetik, die die gemeinsam geschaffene Musik transportieren soll, werde im Moment jedes neuen Zusammentreffens geschaffen, heißt es in der Ankündigung. Info: Beginn des Konzerts ist um 20.30 Uhr. Karten gibt es an der Abendkasse. Kartenreservierung per E-Mail an jazzimpm refektorium@gmail.com

Dunningen

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Längles kleiner grüner Kaktus

Mein kleiner grüner Kaktus, wer kennt ihn nicht? Das Trio P! gibt sich am Samstag, dem 9. Februar die Ehre zu einem Abend voller Jux und Launigkeit, und das – passend zum Titel – in der Gärtnerei Längle in Dunningen. Dies geschieht unter dem Thema unserer stummen, grünen Freunde auf der Fensterbank. Doch von den Pflanzen führt der Weg über die Viehzucht zum großen Tiergarten unseres Herrgotts. Ein besonderes Schmankerl sind eigens für diesen Anlass komponierte Variationen zum Holzäpfelmarsch. In einem Quiz mit Fragen um die kleinen grünen Freunde wird der cleverste Hobbygärtner ermittelt. In bekannter Manier verzaubert das Trio P! mit Nostalgie, Witz und Charme alle, die sich aufmachen zum Schauplatz der stacheligen Lustbarkeiten: In die Gärtnerei Längle. Der Förderverein der Eschachschule Dunningen wird das Publikum kulinarisch verwöhnen. Beginn ist um 19 Uhr. pm


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NEUE ROTTWEILER ZEITUNG

Termine, Aktuelles de mit vielen Gastzünften, im Ort, 13.30 Uhr

NRWZzur Fasnet ug ngen üllu mmes Ze Enth du nen, lauter atio t Sens ch sons au und

Bösingen Narrentreffen 50 Jahre Speckmockel-Zunft: 10 Uhr Zunftmeisterempfang, 13.15 Uhr Jubiläumsumzug, ab ca. 14 Uhr Unterhaltung durch Gastkapellen im Festzelt und DJ FAzz in der Bar

Die einzigartige Zaubershow mit Christoph Frank, Zimmertheater, 16 Uhr

Rottweil Politisches Kabarett René Sydow (Bild) mit „Die Bürde des weisen Mannes“, Musikpavillon der KonradWitz-Schule, 20 Uhr

Schramberg Jugend musiziert, Regionalwettbewerb, Musikschule, evangelisches Gemeindehaus, Gymnasium, Marienheim und Rathaus, ganztägig

Black Forest All Stars, Pop, Rock, Disco und Hip Hop Klassiker, Markthalle, 21 Uhr

Schwenningen Trau die Hochzeitsmesse, Messegelände, 10 – 18 Uhr

Schramberg Jugend musiziert, Regionalwettbewerb, Musikschule, evangelisches Gemeindehaus, Gymnasium, Marienheim und Rathaus, ganztägig

Deutsche Eishockey-Liga: Schwenninger Wild Wings – Adler Mannheim, Bauchenbergstadion, 17 Uhr

Vernissage: „Brigitte Landgrebe – ein Leben in Farbe”, Schloss, Stadtmuseum, 19.30 Uhr (Ausstellung zu sehen bis 31. März) Schwenningen Trau die Hochzeitsmesse, Messegelände, 10 – 18 Uhr Basketball Ligaspiel ProB Süd: wiha Panthers Schwenningen – Bayer Giants Leverkusen, Sporthalle Deutenberg, 20 Uhr Spaichingen Gardewettbewerb der Narrenzunft Deichelmaus, Stadthalle, 19 Uhr Trossingen Vivaldi forever! Die größten Hits des Barock-Komponisten mit der Sinfonia Concertata, dem Barockorchester unter Leitung von Prof. Anton Steck, Konzerthaus, 20 Uhr Tuttlingen Der Zigeunerbaron, Operette von Johann Strauß, Stadthalle, 19.30 Uhr Villingen Pinocchio, Carlo Collodis Märchen, Theater am Turm, 15 Uhr Adrian Mears Electric Trio, Jazzkeller, 21 Uhr Wellendingen Strohbärentag: 11.30 Uhr Vortrag von Werner Baiker im Bürgerhaus, 13.30 Uhr Start des Bindens der Stroh- & Erbsenstrohbären in der Lembergstraße, 14 Uhr Klepfer zeigen ihr Können auf dem Rathausplatz, 16.30 Uhr gemeinsamer Umzug der Bären zum Rathaus mit deren Präsentation, 17.15 Uhr Ansprache Zunftmeister Robert Baier (Narrenzunft Wellendingen) und Präsentation Hänsele und Hoorig Bären-Tanz

Sonntag, 3. Februar Aldingen Jubiläums-Umzug der Narrenfreun-

Die Fasnetsausgabe der Neuen Rottweiler Zeitung. Unernst, aber nicht investigativ. Wieso auch? NRWZ – die närrische Alternative.

„Make Fasnet great again!“ Frauen, zieht Röcke an, oder:

Beatrix von Frosch:

Rottweil Suppensonntag, Gemeindezentrum Auferstehung Christi, 12 Uhr

Samstag, 2. Februar Bösingen Narrentreffen 50 Jahre Speckmockel-Zunft: 13 Uhr Kinderumzug, 14 Uhr Kindershowtanznachmittag im Festzelt, 17.30 Uhr Zunftmeisterempfang, 19 Uhr Fackelumzug, 20.30 Uhr Showtanzabend im Festzelt mit den „Schwarzwaldbuam” und DJ „DeeJei”in der Bar

Trio di Càsola, Kammermusik von Beethoven, Brahms und Frühling, Kapuziner, 17 Uhr

Villingen Pinocchio, Carlo Collodis Märchen, Theater am Turm, 15 Uhr

Montag, 4. Februar Villingen Mein innerer Elvis (Junges TaT) mit der Theater-AG des Gymnasiums am Hoptbühl, Theater am Turm, 15 und 20 Uhr Dienstag, 5. Februar Villingen Mein innerer Elvis (Junges TaT) mit der Theater-AG des Gymnasiums am Hoptbühl, Theater am Turm, 15 Uhr Christof Weiglein: ´Das Keltenritual´ – Lesung mit musikalischer Begleitung, Franziskaner-Kulturzentrum, 20 Uhr

Mittwoch, 6. Februar Rottweil Gespräche über Gott und die Welt Schuld und Vergebung? Einführungs vortrag mit Pfarrerin Esther KuhnLuz, evangelisches Gemeindehaus, 19.30 Uhr Donnerstag, 7. Februar Donaueschingen Michael Mittermeier: Lucky Punch – Die Todes-Wuchtl schlägt zurück, Donauhallen, 20 Uhr Villingen Eine Stunde Ruhe, Komödie von Florian Zeller, Theater am Ring, 20 Uhr

Freitag, 8. Februar Rottweil Jazz im Refektorium: Kapelle 17, Kapuziner, 20.30 Uhr Tuttlingen Die große Abba Tribute Show, eine Reise voller Hits und geschätzter Evergreens, Stadthalle, 20 Uhr Villingen Ingrid Schmoliner und Elena Kakaliagou, avantgardistische Musik, Theater am Ring, 20 Uhr

11 Seiten Unsinn und so

Mausrutscher in Waldmössingen

Rottweil

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NRWZ-Gewinner freuen sich über Werke von Bur am Orde

Zwei sehr strahlende Gewinner gab es am Dienstagabend in den Glückseligkeiten von Rau: Sandra Carvalho Rützel und Harald Burger waren nämlich bei der NRWZ-Verlosung je eines Werks von Künstlerin Eva Bur am Orde (im Bild Zweite von links) von unsrer Glücksfee ausgewählt worden. „Mein Mann ist ganz erschrocken, weil ich so einen Schrei gelassen hab‘, als ich die Mail las”, erzählt Sandra Carvalho Rützel (links), die vom ersten Augenblick an von den Bildern der Rottweiler Künstlerin begeistert ist. „Ich bin am Schaufenster vorbeigelaufen und dachte: Huch! Diese Bilder sprechen mich einfach an.” Harald Burger (Zweiter von rechts) hingegen ist schon länger Fan von Eva Bur am Ordes Bildern. „Für mich ist sie eine der spannendsten Künstlerinnen in der weiten Region“, sagt der Macher der Schramberger Heimat-Fabrik und des Kulturbesens. Im Bild rechts: Ladeninhaber Simon Rau. mm

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Schmalziges Märchen:

Wie Ronja S. aus L den bösen Ronne bekehrte

Efeu am Testturm:

Rottweil ergrünt zur Landesgartenschau

Fasnet 2018

PLUS: Der große Narrenfahrplan der NRWZ

Samstag, 2. Februar 2019

Lassen Sie's raus!

Die Fasnet kommt und damit auch das NRWZ-Verklepferblättle. Dafür braucht die Redaktion närrisches Material, die eine oder andere Anekdote.

Dieses Jahr ist die Zeit bis zur Fasnet relativ lang und niemand – höchstens vielleicht jemand, der eine Wadelkappe trägt – braucht in unangenehme Hektik zu verfallen. Trotzdem erwarten wir schon bald freudig Ihre Narrenstückle, liebe Leser. Lassen Sie's raus! Schicken Sie uns alles, was lohnt, in den allseits beliebten Verklepferseiten zu erscheinen, zur Freude sämtlicher Leser und solcherart gewürdigten Hauptakteure. Wir erwarten gespannt die Zuschriften per Brief an NRWZ-Redaktion, 78628 Rottweil, Hauptstraße 31-33, per E-Mail an Redaktion@nrwz.de, per Fax unter 0741/ 32 07 90-99 . Die Rottweil närrische NRWZ-Redaktion Flugwettbewerb: Preise überreicht freut sich wie immer über unDer Förderverein der Realschule Rottweil hat anlässlich der Fei- geheuer viele Rückmeldunern zum 25-jährigen Bestehen der Realschule einen Ballonweit- gen. Redaktionsschluss ist am gh flug-Wettbewerb ausgerichtet. Die Sieger und somit die Gewin- Dienstag, 19. Februar. ner der Sachpreise haben nun ihre Preise überreicht bekommen. Den ersten Preis erhielt Robin Mink, dessen Ballon bei Meßstetten in 25 Kilometern Entfernung entdeckt worden war. Baris Aktas’ Ballon flog bis in die Nähe des 14 Kilometer entfernten Deilingen Teresa Hetzels schaffte es bis ins zehn Kilometer entfernte Gosheim. Unser Bild zeigt (von links) Jörg Egle (Vorsitzender Förderverein der Realschule Rottweil), Robin Mink, Baris Aktas pm und Schulleiter Andreas Kienzler. Schramberg ...

Schramberg

... früher und heute

Jugend musiziert

Der Senioren-und Generationen Treff hat am kommenden Montag, 4. Februar, um 15 Uhr im JUKS³, Schlossstraße 10 Hermann Körner, den früheren Hauptamtsleiter, zu Gast. Mit seiner Frau Gertrud Körner präsentiert er aus seiner umfangreichen Fotosammlung Bilder von 100 Jahren Schramberg als Foto-RateQuiz. Die Gäste können dabei ihre Erinnerungen auffrischen oder Neues erfahren über die Stadt, ihre Gebäude und Plätze, über Menschen und Ereignisse, pm so die Ankündigung.

Mehr als 200 Kinder und Jugendliche werden an diesem Wochenende mit ihren Instrumentenkoffern in Schramberg unterwegs sein. Der Grund: Heute und morgen findet der 56. Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg zum dritten Mal in Schramberg statt. 223 Kinder und Jugendliche aus der Region haben sich für die Teilnahme am 56. Wettbewerb „Jugend musiziert“ in Schramberg angemeldet. Infos und Zeitpläne unter www.mu pm sikschule-schramberg.de


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Aktuelles, Meinung

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Leserbrief

Wird Strom bald unbezahlbar?

I Deißlingen

Heftige Kritik an Planungsbüro

Die Deißlinger Schulen sollen für elf Millionen Euro umgebaut werden. So steht es im Haushalt. Eine Entscheidung, basierend auf Zahlen des Planungsbüros Drees&Sommer aus Stuttgart, das die Gemeinde eigens engagiert hat, um die Kosten im Rahmen zu halten für den aufwändigen Umbau während des laufenden Schulbetriebs. Doch nun, gleich in der ersten Sitzung im neuen Jahr, stellte sich heraus, dass es teurer wird. Noch vor der ersten Ausschreibung sind 400.000 Euro mehr fällig. Das sorgte für großen Ärger: „Das dürfte so nicht passieren”, sagte Dr. Hadi Mozzafari (SPD), der die Vorgänge als nicht ganz seriös bezeichnete. „Unsere Idee war: Wir stellen Drees&Sommer an, um verdammt noch mal den Kostenrahmen einzuhalten. Dafür brauchen wir Profis”, ereiferte sich Tobias Vierkötter (SPD), und sogar Bürgermeister Ralf Ulbrich, sonst sehr diplomatisch, stellte fest, dass man hier wohl gemeinsam ein Ziel definiert habe, das man nicht halten könne. „Wir haben nie gesagt, dass Sie es für 10,5 Millionen kriegen”, verteidigte sich Projektplaner Stefan Kattendick gegen die Kritik. Offenbar aber nicht deutlich genug, denn alle in Verwaltung und Gemeinderat waren sichtlich überrascht davon, dass nun doch Mehrkosten auflaufen. „Ich denke mit Grausen daran, was passiert, wenn wir erst einmal ausschreiben“, meinte Wolfgang Dongus von der SPD, der beantragte, die Entscheidung über die Mehrkosten zu verschieben. „Ich habe mit meiner Fraktion Gesprächsbedarf.“ Darum wird das Thema auf der Tagesordnung mm der nächsten Sitzung am 11. Februar erneut stehen.

n diesen Tagen erhält jeder Haushalt seine Jahresabrechung und so mancher wird sich nach Studium der neuen Preise für 2019, insbesondere für Wärmestrom, fragen, wie soll das noch weiter gehen? Folgende reale Rechnung macht die drastische Erhöhung transparent: Bei gleich bleibendem Verbrauch (2018 zu 2019), sowohl HT, als auch NT erhöht sich die monatliche Abschlagszahlung im Mix um fast 20 Prozent. Das bedeutet, dieser Haushalt hat entsprechend monatlich netto weniger Geld zur Verfügung. Um bei meinem Beispiel zu bleiben, sind das monatlich 44 Euro oder jährlich 528 Euro. Diese an Wucher erinnernde Erhöhung dürfte das Budget vieler Haushalte schwer belasten und die Kaufkraft für das tägliche Leben deutlich einschränken. Bei Stromüberkapazitäten verschenken wir unseren Strom an das benachbarte Ausland, um das fehlende Geld dann eben wieder bei der eigenen Bevölkerung einzusammeln. Schauen wir uns noch den Steueranteil an besagter Jahresrechnung an, um unserer Verwunderung die Krone aufzusetzen. 65 Prozent der Gesamtrechnung ergeben sich aus staatlichen Lasten. Auf die abgerechnete Stromsteuer kommt noch die 19-prozentige Mehrwertsteuer oben drauf. Also Steuer auf die Steuer. Wo bleibt eigentlich der Aufschrei der Parteien? Hier könnten sich die so genannten sozialen Parteien profilieren – oder hören wir immer nur soziales Bla-Bla ohne wirklichen sozialen Willen? Im Fall ENBW kommt noch erschwerend hinzu, dass 45 Prozent dieses Unternehmens in den Händen des Landes Baden Württemberg sind. Also einer von den Grünen geführten Regierung. Wieder einmal zeigt sich unser Staat als größter Preistreiber – ohne die ENBW entlasten zu wollen. Irrtitierend ist auch die offensichtliche Akzeptanz unserer sozialen Organisationen, unserer Gewerkschaften, der Kirchen und anderen Wolfgang Berger, Eberbach Hilfseinrichtungen.”

Aichhalden

Brand macht Dachgeschoss unbewohnbar

A 81

Zu schnell auf Schnee

Wegen nicht angepasster GeschwindigIn der Dachgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses ist am vergangenen Frei- keit ist am Montag ein 33-jähriger Toyotag gegen 17.35 Uhr wohl wegen eines technischen Defekts ein Feuer ausgebro- ta-Fahrer ins Rutschen gekommen und chen. Das berichtet die Polizei. gegen die Leitplanken geschleudert, berichtet die Polizei. Der Autofahrer war auf Während der kurzen Abwesenheit des 72-jährigen Wohnungsinhabers geriet die Woh- der Autobahn in Richtung Stuttgart unnung in Brand. Die sechs Bewohner der anderen Wohnungen konnten das Gebäude terwegs und verlor auf Höhe der Rastanrechtzeitig verlassen, so dass niemand zu Schaden kam. Der entstandene Sachscha- lage Neckarburg die Kontrolle über den den wird auf rund 60.000 Euro geschätzt. Nachdem die Feuerwehr den Brand gelöscht Wagen. Es entstand Sachschaden von hatte, konnten die Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Dachge- rund 7000 Euro. Der Toyota musste abgepz schosswohnung ist allerdings nicht mehr bewohnbar. Der 72-Jährige konnte in einer schleppt werden. Ersatzwohnung untergebracht werden, die von der Gemeinde unter Federführung des pz Bösingen Bürgermeisters organisiert wurde.

Traktor rutscht gegen LKW

Dietingen

Oberndorf

Weil sie zu schnell in eine Kurve in der Leidringer Straße in Dietingen gefahren ist, krachte eine 55-jährige Ford-Fahrerin mit ihrem Wagen am Montagabend, gegen 23.45 Uhr, in ein Gebäude. Das meldet die Polizei. Die Ford-Fahrerin wollte aus Richtung Rotenzimmern kommend nach Leidringen fahren. Der Ford aber kam von der winterglatten Fahrbahn ab und krachte in den Ökonomieteil eines Gebäudes. Dabei wurden das Scheunentor, sowie ein Holzbalken und die Hausfassade erheblich beschädigt. Der Gebäudeschaden liegt im fünfstelligen Bereich. An dem Ford entstand ein Sachschaden von etwa 8000 Euro. Der Wagen war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Die 55-jährige Fahrerin wurde bei dem Unfall pz nicht verletzt.

Am Mittwochmorgen ist gegen 8.40 Uhr, ein 53-jähriger Arbeiter bei Abbrucharbeiten von einem Gebäude in der Straße „Im Gehrn” etwa 3,50 Meter tief auf einen Betonboden gestürzt und hat sich hierbei schwer verletzt. Die Arbeiter der Spezialfirma, bei der der 53-Jährige arbeitet, waren gerade damit beschäftigt, die EternitPlatten des Abbruchhauses abzudecken. Der 53-jährige Arbeiter trat dabei vermutlich auf eine etwa sechs Zentimeter dicke Dämmplatte, durchbrach diese und stürzte etwa 3,50 Meter in die Tiefe. Vermutlich war das Dach zuvor nicht abgesichert worden. Der Mann erlitt durch den Sturz auf den Betonboden schwere Verletzungen, weshalb er mit einem Rettungshubschrauber in das Schwarzwald-Baar-Klinikum pz geflogen werden musste.

In Gebäude gekracht

Bauarbeiter schwer verletzt

In Bösingen ist am Montag gegen 6 Uhr ein Traktor beim Bremsen auf der glatten Fahrbahn ins Rutschen gekommen und gegen einen entgegenkommenden Lastzug gefahren. Der 16-jährige Traktor-Fahrer war auf der abschüssigen Straße in Richtung der Ortsmitte unterwegs. Als der Traktor-Lenker sein Fahrzeug abbremsen wollte, kam dieser auf der schneebedeckten Fahrbahn ins Rutschen und war nicht mehr steuerbar. Der Traktor prallte daraufhin gegen das Heck des Lastwagens und krachte dann mit der Front gegen die Vorderachse des LKW-Anhängers. Beide Fahrzeuge blieben daraufhin verkeilt und nicht mehr manövrierfähig auf der Fahrbahn stehen. Mitarbeiter des Bauhofs der Gemeinde Bösingen mussten auslaufendes Hydrauliköl abstreuen. Die Straße musste bis etwa 7.45 Uhr im Bereich des Unfalls gesperrt werden. Der Gesamtschaden: pz mindestens 28.000 Euro.

Impressum Herausgeber: NRWZ Verlag GmbH & Co. KG mit Sitz in Rottweil, vertreten durch die NRWZ Verwaltungs-GmbH Geschäftsführer der NRWZ VerwaltungsGmbH: Peter Arnegger Redaktion: Peter Arnegger (gg, v.i.S.d.P), WolfDieter Bojus (wede), Gabi Hertkorn (gh), Martin Himmelheber (him), Dr. Andreas Linsenmann (al) und Mirko Witkowski (wit). Postanschrift der Redaktion: Hauptstraße 31-33, 78628 Rottweil Tel. 0741-32 07 90-51 Fax: 0741-32 07 90-99 E-Mail: redaktion@ NRWZ.de Anzeigenverkauf: Katharina Birk, Martina Birk, Katrin Hirsch, Marion Laudert und Elke Trick. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Peter Arnegger. Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 16 vom 1. Januar 2019. Anzeigen: Tel. 0741-32 07 90-52 Fax: 0741-32 07 90-99 E-Mail: anzeigen@NRWZ.de Postanschrift des Verlages: NRWZ Verlag GmbH & Co. KG, Hauptstraße 31-33, 78628 Rottweil Tel. 0741-32 07 90-50 Fax: 0741-32 07 90-99 E-Mail: verlag@NRWZ.de Gestaltung & Produktion: Peter Arnegger Druck: Bechtle Verlag&Druck, Esslingen Vertrieb: psg Presse und Verteilservice BadenWürttemberg GmbH, Tel. 0800-999-5-222 Für unverlangt eingesandte Beiträge, Fotos und Zeichnungen wird keine Haftung übernommen. Alle nicht näher gekennzeichneten Fotos sind Werkfotos oder Eigenproduktionen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge und Leserbriefe (mit und ohne Signatur) stellen die Meinung der Autoren dar. Nachdruck und Vervielfältigung aller Art sowie Übernahme auf Datenträger sind nur mit Genehmigung des Verlags gestattet.


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Rottweil

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Die unversunkene Stadt

Geschichte Olbia nahe Hyères ist die einzige der griechischen Stadtgründungen, die nicht überbaut worden ist Olbia gehört heute zu Hyères-les-Palmiers, Rottweils Partnerstadt. Marseille war ursprünglich Massalia, Antibe war Antipolis, Nizza war Nikaia – nur Olbia blieb Olbia. Es ist die einzige der griechischen Stadtgründungen an der französischen Mittelmeerküste, die wieder vollständig rekonstruiert werden kann. Lange verlassen und nie mehr überbaut, wird die unversunkene Stadt nun von

Z

uerst arbeiten wir mit kleinen Baggern, dann mit Sieben verschiedener Stärke, danach mit einem Spezialsauger. Die sich daran anschließende Feinarbeit bewerkstelligen wir dann hauptsächlich mit alten Zahnbürsten”, berichtet Julie Thiebaut, die uns durch die bislang nur zu einem kleinen Teil freigelegten Ruinen von Olbia führt. Die vergessene Stadt direkt am Meer liegt unweit des weitaus jüngeren Hyères les Palmiers, das erst im Mittelalter entstand und seit 1970 Rottweils Partnerstadt ist. Olbia bedeutet auf Griechisch „die Glückliche“. Im vierten Jahrhundert vor Christus wurde diese Siedlung von Phokäern, einem griechischen Seefahrervolk, gegründet. Die weitgereisten Segler müssen die Situation, die sie hier vorfanden, tatsächlich als großes Glück betrachtet haben – alles war geradezu ideal. An erster Stelle selbstverständlich die natürliche Bucht, in der die Fremden mit ihren schweren Holzschiffen bequem und sicher anlanden konnten. Zudem waren sie hier geschützt einerseits vom Meer her durch die nur wenige Kilometer vorgelagerten Inseln, die man heute die Hyerischen nennt, zum anderen aber auch vom Land her durch die nahen Berge des Festlands. Julie verweist darauf, dass Marseille genau die gleichen natürlichen Gegebenheiten aufweist: auch hier eine große Bucht, vorgelagerte Inseln, nahe Berge – nach solchen Formationen hätten die griechischen Siedler mit Vorliebe Ausschau gehalten. Marseille, die bis heute überaus wichtige Hafenmetropole, gründeten die Phokäer bereits um 600 v. Chr. und gaben ihr den Namen Massalia. Diese Stadt wurde insbesondere deshalb schnell zu einem zentralen Handelsplatz, da sie unweit der Rhone-Mündung liegt und man so mit dem Rhonetal auch Anschluss bis weit in das nördliche Binnenland hatte – und bis heute hat. Das kleine, etwa 100 Kilometer weiter östlich liegende Olbia wurde als Dependance von Massalia errichtet und war ein Stützpunkt zur Versorgung der hungrigen und, wie wir später erfahren werden, offenbar auch nach Wein verlangenden Seeleute. Heute nimmt Olbia eine Sonderstellung ein, weil es die einzige all dieser Phokäer-Siedlungen an der französischen Mittelmeerküste ist, deren Reste eine vollständige Rekonstruktion erlauben. Dies weil der Ort – im Gegensatz zu anderen ursprünglich griechischen Städten wie auch Nikaia (Nizza) oder Antipolis (Antibe) – seit Jahrhunderten verlassen ist und nicht mehr überbaut wurde. So kann man all den Staub und Sand, den Wind und Sturm im Laufe der Zeit mit sich brachten und der mehrere Meter hoch auf Olbia liegt, ungehindert abtragen. Wir gehen mit Julie durch die bislang freigelegten Ruinen, die direkt bis zum Sandstrand reichen. Hier stand einst die Stadtmauer der Griechen. Man sieht hinaus aufs Meer und hinüber zu den Hyerischen Inseln, ebenso auf die Halbinsel Giens. Zu Zeiten der Phokäer sei das noch eine echte Insel gewesen, bezieht sich Julie auf schriftliche Dokumente. Heute ist

Archäologen wieder freigelegt. Im 4. vorchristlichen Jahrhundert errichtet, war Olbia ein Stützpunkt für griechische Seefahrer. Danach sind römische Eroberer in die Häuser direkt am Meer eingezogen. Im Mittelalter bauten Zisterziensermönche auf den Ruinen ein kleines Kloster, gaben den unwirtlichen Ort aber schnell wieder auf. Jetzt kommt alles wieder zum Vorschein.

Griechische Stadtgründung am Meer: Olbia gehört zu Rottweils Partnerstadt Hyères.

Giens durch zwei Tomboli, also zwei Sandbänke, mit dem Festland verbunden – dazwischen befinden sich aufgegebene Salinen. Haben die Griechen sie angelegt und hier bereits Meersalz gewonnen? Man weiß es nicht, sagt unsere Expertin, möglich sei es, aber in den alten Schriften sei davon nichts vermerkt. Vieles weiß man jedoch schon. So, dass zunächst, wie Julie referiert, hier ungefähr einhundert griechische Familien wohnten. Insgesamt gehe man von etwa 700 Personen aus, Kinder und Sklaven mitgezählt. Wir streifen weiter durch die alten Gassen der Phokäer und Julies lebendiger Erzählstil lässt uns nachvollziehen, wo sie ihr Wasser geschöpft, wo sie ihr Vieh getränkt, ihr Essen gekocht, wo sie gegessen und getrunken haben. Auffällig an den Ruinen ist, wie deutlich sich die Fundamente der verschiedenen Bewohner voneinander unterscheiden. Die griechische Bauweise sieht hier ein bisschen nach hopplahopp oder „Pi mal Daumen” aus. „Nicht weil die Phokäer es nicht besser gekonnt hätten”, verteidigt sie Julie, „sondern weil es einfach ziemlich schnell gehen musste.” Die zwischen der griechischen Heimat und Massalia hin- und hersegelnden Seefahrer wollten versorgt sein. Die später auf die griechischen Reste aufgesetzten Steine der Römer hingegen sind höchst akkurat gehauen. Die Eroberer von der Apennin-Halbinsel hatten offenbar mehr Zeit und wahrscheinlich auch mehr Manpower, um bei ihren Bauten reichlich Sorgfalt walten zu lassen. Der Name „Provence“ erinnert übrigens bis heute an ihre „Provincia Gallia Narbonensis”, das südfranzösische Eroberungsgebiet. Die Laufebene war bei den Phokäern mehrere Meter tiefer als heutzutage, somit gibt es einiges abzutragen, bis man überhaupt auf Mauerreste stößt. Um das Alltagsleben zu rekonstruieren, sind jedoch nicht nur die Gebäude, sondern insbesondere auch Gegenstände wie Amphoren und Schüsseln interessant.

Fotos: pm

Meist sind davon allerdings nur noch Scherben zu finden. Die, erklärt Julie, kann man sowohl unter Wasser als auch an Land mit einer Maschine ansaugen. Außerdem wird der Aushub mit immer feineren Sieben durchsucht. Hat man dann eine Scherbe gefunden, muss sie in Feinarbeit von Dreck und Staub befreit werden. Manchmal treten dann kunstvolle Muster zutage. Und bisweilen gelingt es sogar, die Einzelteile wieder so zusammenzufügen, dass man das ganze Gefäß wieder erhält. Aus Olbia sind deshalb heute antike Öllampen, Wasserkrüge und Küchengeschirr aller Art wieder im Original zu betrachten. Amphoren findet Julie besonders interessant. Auch wenn diese oft riesigen, länglichen, manchmal fast spitz zulaufenden Tongefäße meist nur noch zerbrochen vorgefunden werden, könne man anhand der Keramik sogar die Wege des Weins zurückverfolgen, erzählt Julie begeistert. Zum einen lasse sich per Analyse die jeweilige Tonerde lokalisieren. Überdies hätten die Töpfer ihre formschönen Produkte auch in der Antike gern markiert. Somit könne man also oft ganz genau sagen, aus welcher Werkstatt das Geschirr stammt. Der darin abgefüllte Wein sei immer in nächster Nähe der Töpferei gewachsen. Hingegen sei der Fundort der Amphoren, wie in diesem Fall Olbia, oft weit davon entfernt – hier habe man die Gefäße geleert, also den Wein getrunken. Um das Alltagsleben in Olbia noch anschaulicher zu machen, engagierte man den bekannten Aquarellisten Jean-Marie Gessand aus Aix-en-Provence. Seine anmutigen Zeichnungen erzählen detailgetreu, wie die Segelschiffe der Phokäer ausgesehen haben, wie sie zwischen ihrer Stadt und den Inseln ihre Netze ausgeworfen und wohl reichlich Fische in ihre Boote gezogen haben. Die rekonstruierte Stadt bevölkert Gessand mit griechisch gekleideten Frauen und Männern, die den verschiedensten Tätigkeiten nachgehen. In einer Küche hantiert eine Frau am Feuer und4

Antike platte.


Samstag, 2. Februar 2019

4schaut nach ihrem dampfenden Topf, während um einen niedrigen Tisch mehrere Personen bereits beim Speisen sind. Draußen trägt eine andere Frau an sich gewickelt ein Kind und einen großen Krug auf ihrem Kopf. Zwei Männer ziehen einen schweren Eimer aus dem Brunnen. In den Gassen tummeln sich außerdem Hühner und Ziegen, ein Esel wird grade am Viehbrunnen getränkt. All das ist nicht erfunden, sondern der Künstler zeichnete es aufgrund der erfolgreichen Spurensuche der Archäologen vor Ort. Der größte Teil des Geländes sieht noch aus wie eine ganz normale Wiese. Doch an etlichen Stellen sind ganze Stadtteile verschiedener Epochen ausgegraben – ein Handwerkerquartier der Phokäer etwa mit dem Haus eines Bäckers und eines Schmids; von den Römern, die kurz vor unserer Zeitrechnung gekommen sind, eine Therme – denn auf Komfort legten die Eroberer von der Apennin-Halbinsel bekanntlich extrem viel Wert; schließlich die Kirche der Zisterzienser, die sich im 12. Jahrhundert nur für kurze Zeit hier niedergelassen haben. „Man darf sich nicht vorstellen, das Leben hier sei für die Leute so reizvoll gewesen wie heute”, sagt Julie. Auf den salzigen, sandigen Böden ließ sich schwerlich etwas anpflanzen, dann die Feuchtige Fundstücke. Oben etwa eine Fisch- keit in den Häusern, die . Fotos: pm Stechmücken, von den Mönchen wisse man, dass Krankheiten ausgebrochen seien. „Und hier stehen wir mitten in der Bar”, überrascht uns Julie mit Erfreulicherem. Eine Bar wäre in Südfrankreich ja nichts Besonderes. Nur dass wir sie in diesem Fall ohne unsere quirlige Guide gar nicht bemerkt hätten. Wir befinden uns ja doch ziemlich im Freien. Die junge Frau zeigt direkt vor uns auf ein quadratisches, etwa einen Meter breites wie tiefes Loch im Boden. Das sei sozusagen die Kühlbox für die mit Wein gefüllten Amphoren gewesen, denn im Sommer wird es hier, wie man weiß, ja ziemlich heiß. Mittels solcher lebensnahen Erklärungen können wir uns das kleine Gebäude vorstellen, das schon so lange wand- und dachlos ist, und in dem wir nun quasi mittendrin stehen. Der Grundriss ist rundum immer noch von direkt auf den Boden aufsetzenden Steinen umfasst. So wie diese Bar angelegt sei, erklärt Julie, könne man davon ausgehen, dass hier Wein sowohl verkauft als auch gleich ausgeschenkt wurde. Es sei übrigens ein mit Honig und Kräutern aromatisierter Wein gewesen, den man mit Wasser verdünnt habe, um ihn trinkbar zu machen. Eine Art Strandbar also, in der sich die griechschen Seeleute von den Strapazen des Segelns und den Kämpfen mit den Piraten erholten – sicher werden sie sich mit dem altgriechischen „eis ügian” (Aussprache) Gudrun Mangold zugeprostet haben.

Info: Der Weg ist von Hyères aus gut ausgeschildert – Olbia liegt an der Route de l’Almanarre am Ende des westlichen Tombolos an der Straße, die weiterführt nach Carqueiranne. Geöffnet von April bis Oktober – Eintritt 5 Euro. Juni bis August 9.30-12h und 14.30-18h, geschlossen samstags und sonntags vormittags. April, Mai, September, Oktober 9.30-12h und 14-17.30h, geschlossen samstags und sonntags vormittags, ganztägig dienstags.

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Feuerwehreinsatz I

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Feuerwehreinsatz II

Golf rutscht gegen Tiefgaragentor

Frauchen und Hund aus Hang gerettet

Einsatz für die Feuerwehr Rottweil am Dienstagmorgen: Ein Golf war gegen das Tor einer Tiefgarage gerutscht, beim Versuch, den Wagen zu verlassen, wurde der Fahrer eingeklemmt. Er wurde verletzt. Per Rettungswagen kam er ins Krankenhaus.

Rettung aus unwegsamem Gelände – dieses Einsatzstichwort bekam die Feuerwehr Epfendorf am Dienstag kurz vor 16 Uhr. Vor Ort war eine Frau aus einem Steilhang zu retten. Und ein Hund. Beide hatten laut einem Polizeisprecher unwahrscheinliches Glück – ihr Verschwinden war beobachtet worden.

Die Tiefgarageneinfahrt befindet sich seitlich eines Mehrfamilienhauses in der Heerstraße. Abschüssig geht es auf etwa fünf Metern gut einen Meter in die Tiefe. Die Einfahrt war nach dem nächtlichen Schneefall glatt, der Golf rutschte beim Einfahren offenbar gegen das noch nicht ganz geöffnete Garagentor. Der 53-jährige hatte seinen Golf auf der stark abschüssigen Zufahrt zur Tiefgarage mit angezogener Handbremse gesichert und das Auto zum Öffnen des Tores verlassen. Als sich das elektrische Tor nach oben bewegte, wollte der 53-jährige Mann wieder in den Wagen einsteigen. Der Golf kam in dem Moment ins Rutschen und verkeilte sich unter dem leicht geöffneten Garagentor. Dabei wurde das linke Bein des Mannes, das er noch nicht ins Fahrzeug zurück gezogen hatte, in der Fahrertüre eingeklemmt. Da sich der Mann nicht selber befreien konnte, wählte er mit seinem Handy den Notruf. Die Feuerwehr Rottweil kam mit 15 Wehrleuten und vier Fahrzeugen angerückt und befreite den Mann aus seiner misslichen Lage. Der 53-jährige wurde mit schweren Beinverletzungen mit einem Rettungswagen in die Helios-Klinik gebracht. Die Höhe des Sachschadens ist noch nicht bekannt.Der Unfall passierte gegen 6.15 Uhr. pz, Bild: gg

Es war ein Reiterausflug bei schönem Winterwetter. Eine 46-Jährige war samt ihrem Hund bei Epfendorf unterwegs. Plötzlich verschwand das frei laufende Tier. Es rutschte offenbar einen Hang hinunter. So haben die später alarmierten Polizeibeamten den Fall festgehalten. „Gottseidank war eine weitere Reiterin in der Nähe unterwegs”, so ein Sprecher der Polizei in Tuttlingen am Abend zur NRWZ. Die Chancen, dass Frauchen und Hund sonst entdeckt worden wären, hätten schlecht gestanden. Die zweite Reiterin habe die Rettungskräfte alarmiert. Das Frauchen fand sich da schon 30 bis 40 Meter zwischen dem Reiterweg und der Bundesstraße nahe dem Epfendorfer Sportplatz wieder. Sie kam nicht mehr vor und zurück. So wurde der Ausflug von Frauchen und Hund zu einem Einsatz für Feuerwehr und Bergwacht. Unter dem Kommando von Epfendorfs stellvertretendem Kommandant Steffen Ziegler rückten zehn Feuerwehrleute an. „Aber wir haben gesehen, dass wir in der Situation auch nicht weiter kommen”, schilderte Ziegler den Fall am Abend der NRWZ. Die Ankunft der Bergwacht, beim Stichwort „Rettung aus unwegsamem Gelände” ohnehin alarmiert, wurde abgewartet. Auch die Feuerwehr aus Oberndorf rückte laut Polizei an. Gemeinsam schafften es die Retter dann, die Frau und den Hund aus dem Steilhang zu holen. Zunächst das verunsicherte Tier, weil man davon ausging, es könne verletzt sein. Ein Veterinär kümmerte sich um den Vierbeiner und konnte Entwarnung geben. Unverletzt blieb auch die Frau. Die zweite Reiterin war anscheinend mittlerweile zudem hinterher geklettert, auch sie hat das Drama unverletzt überstanden, so der Polizeisprecher. Auch das Deutsche Rote Kreuz war vor Ort, mit einem Rettungswagen und dem Organisatorischen LeiÜberlingen ter Rettungsdienst. Erste Details zum Narrentag 2020 Ebenfalls vor Ort waren die Feuerwehr Oberndorf Der Narrentag des Viererbundes in einem Jahr, am unter der Leitung von Stadtbrandmeister Manuel 25. und 26. Januar 2020, wird von den Mitgliedern Suhr und der stellvertretende Kreisbrandmeister gg, Bild: Feuerwehr der Narrenzunft Überlingen (NZÜ) schon intensiv Werner Storz aus Schramberg. geplant. Denn es soll ein beeindruckendes Fest werden, sowohl für etwa 5000 Häs-, Anzug- und Kleid- Dietingen leträger als auch für die erwarteten 10.000 bis 15.000 Scholz zieht sich aus Kreistag zurück Zuschauer. Das teilte die Zunft mit. Man sei bei al- Dietingens Bürgermeister Frank Scholz tritt nicht len Plänen im regelmäßigen Austausch mit den Zunft- mehr für den Kreistag an. Das hat er zunächst gegenchefs aus Elzach, Oberndorf und Rottweil, versichert über dem Gemeinderat bekannt gegeben. Die Wahl die Überlinger „Narrenmutter” Wolfgang Lechler. zum neuen Kreistag findet am 26. Mai statt. Scholz Das nach seinen Angaben auch bei der Quartierver- begründete seinen Schritt damit, dass vor allem der gabe. Viele hätten sich aber schon selbst eine Unter- neu gegründete Zweckverband Hochwasserschutz kunft gesucht, meist bei befreundeten Überlingern, Schlichem, dem er vorsitzt, sehr viel Zeit und Engadie Platz zum Schlafen bereitstellen. Von Samstag auf gement forderten. Der Verband befindet sich derzeit Sonntag ist eine Freinacht gesetzt. Davor und danach in der Aufbauphase. Viele rechtliche und organisatowerden Umzüge mit Hansel, Gschell, Schuttig, Hän- rische Vorbereitungen seien zu treffen. Bürgermeissele & Co begeistern. Erstmals wird der Nachtumzug ter Scholz gehört zudem zwei weiteren Wasservermit Schuttigfeuer direkt am Überlinger Münster vor- sorgung-Zweckverbänden an und engagiert sich in pm pm weiteren Ehrenämtern. beiführen.


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aquasol

Rottweil, Aktuelles

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Schwimmhalle gesorgt haben, warten von 18 bis 20 Uhr rund 40 Schwimminseln

„Film ab!“ ... heißt es wieder am Samstag, 9. Februar, im Rottweiler Sole- und im großen Becken auf die Filmfans. Die Anwesenden dürfen aus drei familientaug-

Freizeitbad aquasol. Unter dem Slogan „aqua-movie“ will das Team um Bäder- lichen Filmhits auswählen. Der Favorit flimmert dann über eine schwimmende leiter Steven Ulrich ein Filmerlebnis der besonderen Art auf dem Wasser prä- Leinwand, die auch von Cafeteria und Beckenrand aus gut sichtbar ist. Das Event pm sentieren. Nachdem von 16 bis 18 Uhr Animateure für Spaß und Action in der läuft ohne Altersbeschränkung und ist im normalen Eintrittspreis enthalten.

Der Neue ist gut angekommen Rettungsdienst Seit September leitet Alexander Huth den Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes

Huth tut gut? Dem Rottweiler Kreisverband des Roten Kreuzes offensichtlich. Ende. Auch wenn natürlich nicht alle Probleme auf einen Schlag gelöst werDenn seit Alexander Huth dort Geschäftsführer ist, haben die Querelen ein den können.

I

m September hat der 55-Jährige sein Amt angetreten. Den Rottweiler Kreisverband kannte er schon, denn er ist seit fast 20 Jahren beim Roten Kreuz tätig. 16 Jahre war er Kreisgeschäftsführer in Calw, davor und danach im Landesverband, und er hat Kreisverbände in betriebswirtschaftlichen Fragen beraten. Seine fünf Vorgänger und eine Vorgängerin, allen voran das Urgestein Hans Kleebauer, hat er so kennengelernt. Das Hauptproblem in Rettungsdienst und Krankentransport ist überall das gleiche: Fachkräftemangel. Ein Mangel, den der Gesetzgeber noch deutlich verstärkt hat mit der Einführung des Berufsbildes Notfallsanitäter – mit dreijähriger Ausbildung. Bisher gab es für die „Rettungssanitäter“ eine modulare Ausbildung, die für viele mit dem Zivildienst oder dem Freiwilligen Sozialen Jahr begonnen hat und mit dem Rettungsassistenten enden konnte. Diesem Personalmangel steht ein Bedarf gegenüber, der abgedeckt werden muss – es geht ja um Menschenleben und um schnelle Anrückzeiten rund um die Uhr. Das 30 Jahre Kreisverband heißt, dass die vorhandenen Tag der offenen Notfallsanitäter Tür geplant zusätzliche Arbeit Mit einem Tag der offenen Tür übernehmen sollwill sich der DRK-Kreisverten. „Diese ansteband am 26. Mai der Öffenthenden Themen lichkeit präsentieren. Anlass ist, habe ich im Eindass der Kreisverband seit 30 vernehmen mit Jahren im alten Krankenhaus dem Betriebsrat untergebracht ist. An diesem unter Dach und Tag ist auch Europa- und KomFach gebracht“, munalwahl, und im alten Kranberichtete Huth kenhaus ist auch ein Wahllokal, im Gespräch mit so dass an diesem Tag ohnehin der NRWZ. Dazu reger Publikumsverkehr ist. gehört nicht nur

die gemeinsame Gestaltung der Dienstpläne, sondern auch eine „großzügige Auszahlung von Überstunden“. Und das wirkt sich positiv auf das Betriebsklima aus, wie auch aus dem Kreis der Mitarbeiter zu hören ist. Dazu trägt auch das monatliche Kaffeetrinken mit der Geschäftsführung bei, bei dem sich alle Mitarbeiter in lockerer Atmosphäre aussprechen können. Auf die Dauer ist ständige Mehrarbeit aber natürlich auch keine Lösung, dessen ist sich der studierte Betriebswirt Huth durchaus bewusst. Und weil ein gegenseitiges Abwerben der Kreisverbände die Probleme eher verstärkt, gibt es für ihn nur eines: Nachwuchs ausbilden. Derzeit sind 13 junge Menschen in der Ausbildung beim DRK-Kreisverband, am 1. April beginnen weitere zwei, und am 1. Oktober sollen noch einmal sieben daStichwort zukommen. 22 DRK-Kreisverband Auszubildende? Die Tätigkeit des DRK-KreisDas klingt, bei verbandes geht weit über Retderzeit 83 Plantungsdienst und Krankentransstellen, nach sehr port hinaus. Vor allem in der viel. Aber: „Wir Sozialarbeit sind Rotkreuzler haben auch Beengagiert – so wichtige Eindarf“, betont richtungen wie Tafel- und KleiHuth: „Um eiderladen gehörten ebenso dazu nen Rettungswawie Hilfs- und Besuchsdienste, gen rund um die Gesprächskreise für pflegende Uhr im Betrieb Angehörige, Betreuungsgrupzu haben, braucht pen für Alzheimer-Kranke, es zwölf PersonalBewegungsprogramme, Elstellen“, rechnet tern-Baby-Programme, Selbster vor. hilfegruppe für Diabetiker, Einem schnelSonderfahrdienste und psycholeren Einsatz der soziale Notfallversorgung; die RettungsfahrzeuAufzählung ist bei weitem nicht ge könnte auch vollständig. Der Kreisverband, eine integrierdessen Präsident der Rottweite Leitstelle der ler OB Ralf Broß ist, hatte 2017 drei Landkreise eine Bilanzsumme von knapp Rottweil, Tuttlinwede sechs Millionen Euro. gen und Schwarz-

Führt den DRK-Kreisverband: Alexander Huth.

Foto: wede

wald-Baar dienen. Alle haben bereits das gleiche neue System, das jederzeit über die Standorte der Rettungswagen informiert ist und bei Notrufen das nächst gelegene freie vorschlägt. Das könnte dann auch kreisübergreifend funktionieren. Ob das aber überhaupt realisiert werden kann bei sechs Partnern (weil jeweils auch die Feuerwehr dazu gehört), das klärt Huth derzeit ab. Sein Fazit nach fünf Monaten: „Ich habe es noch keinen einzigen Tag bereut, dass ich nach Rottweil gekommen bin.“ Auch weil er „richtig mit offenen Armen empfangen“ worden ist – „auch vom Betriebsrat.“ Seine Wohnung hat der gebürtige Stuttgarter aber nach wie vor zusammen mit seiner Partnerin weiter in Sindelfingen. Kein großes Problem macht ihm das Fahren, denn die meisten Pendler fahren morgens in Richtung Stuttgart und Sindelfingen, so dass die wede Staus eher auf der Gegenfahrbahn sind.


Samstag, 2. Februar 2019

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Konrad-Witz-Schule

ten auf das Spielfeld zu begleiten. Natürlich waren es sehr viel mehr KWS-Kinder,

ballbegeisterte Junge träumt nicht davon, einmal an der Hand von einem Fußballstar wie Nils Petersen in ein voll besetztes Stadion einzulaufen? Für elf Drittund Viertklässler der Konrad-Witz-Schule Rottweil wurde dieser Traum wahr. Vor 24.000 Zuschauern im Freiburger Schwarzwald-Stadion durften sie das Bundesliga-Spiel des SC Freiburg gegen die TSG Hoffenheim eröffnen. Möglich gemacht hatten dies die fußballbegeisterten Lehrerin Julia Glatz und der KWS-Chef Willy Schmidt, beides überzeugte SC-Freiburg Fans. Aus vielen Bewerbungen wurden sie von einem Sponsor ausgewählt, beim badischen Derby die beiden Mannschaf-

schied, wer nach Freiburg mitfahren durfte. Die Aufregung war riesengroß bis es endlich so weit war. Nach dem Einkleiden und Einüben durch einen Betreuer und dem von beiden Fangruppen gesungenem Badnerlied kündigte endlich der Stadionsprecher an: „Wir begrüßen die Einlaufkinder der Konrad-Witz-Grundschule Rottweil.” So durfte allen voran der kleine Franz an der Hand von SC-Spielführer Mike Frantz den Rasen betreten. Bei der Begeisterung der Kinder in der tollen Stadion-Atmosphäre mit einem torreichen Spiel konnten die beiden SC-Fans die pm Niederlage verschmerzen.

Grundschule stellt Einlaufkinder beim Fußballderby Welcher fuß- die nur zu gerne diese Gelegenheit wahrnehmen wollten. Das Los schließlich ent-

Spannendes Rennen auf 232 Meter Wettbewerb Erstmals wird Rottweil Austragungsort für die Deutschen Meisterschaften im Treppenlauf Am 15. September werden erstmalig in Rottweil die Deutschen Meisterschaften im Treppenlauf ausgetragen. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Thyssenkrupp-Testturm eine würdige Location für die Deutschen Meisterschaften gefunden haben und hoffen auf eine rege Teilnahme auch bei den Altersklassen“, erklärt dazu Görge Heimann, Präsident von Towerrunning Germany laut einer Pressemitteilung des Lauf-Veranstalters.

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emnach hätten sich bereits zahlreiche Athleten gemeldet, die schon jetzt ein spannendes Rennen um die Krone im Treppenlauf versprächen. Top-Favorit und Titelverteidiger ist Christian Riedl, der aktuelle Sieger des Gesamtweltcups. Bei den Frauen wird Lokalmatadorin und Vorjahressiegerin Martina Nagel alles daransetzen, ihren Sieg zu wiederholen und gegen die gemeldete TreppenlaufElite zu bestehen. „Die Kür zum Austragungsort einer Meisterschaft nur ein Jahr nach der Premiere des ersten Treppenlaufs im Turm ist für uns eine große Ehre“, sagt Turmmanagerin Beate Höhnle. Das sportliche Miteinander der Veranstaltung habe sie beeindruckt: „Es war emotional, mitreißend und bewegend zu sehen, wie die rund 700 Läufer letztes Jahr die Forschungseinrichtung zu Fuß erobert haben.“ Die Planungen für die zweite Runde im September in Rottweil haben bereits begonnen. Obwohl die Vergabe der Deutschen Meisterschaften eine besondere Auszeichnung ist, richtet sich der Thyssenkrupp-Towerrun ganz bewusst an Hobbyläu-

fer, ambitionierte Athleten und Profi-Treppenläufer gleichermaßen. Die 1390 Stufen hinauf auf Deutschlands höchste Aussichtsplattform seien selbst für die erfahrenen Treppenhaus-Läufer etwas ganz Besonderes und würden für jeden Starter zur Herausforderung und zum Erlebnis, so der Veranstalter. Die ersten Startplätze für die zweite Auflage waren nach nur nach zehn Stunden vergeben. Am 15. März wird das Anmeldeportal um 10 Uhr nochmals geöffnet, um weitere Startplätze zu vergeben. Allerdings heißt es offenbar schnell sein, denn eine ähnliche Aktion war vergangenes Jahr innerhalb von fünf Minuten ausgebucht. Neben den zivilen Läuferinnen und Läufern gehen auch zahlreiche Feuerwehrleute aus ganz Deutschland an den Start. Für die Frauen und Männer in Arbeitsuniform gilt es, den Aufzugstestturm als Zweier-Team zu bezwingen. Die Königsdisziplin und mit Abstand

anstrengendste Form, an diesem Tag den Gipfel zu erreichen, ist die Variante mit angeschlossenen Atemschutzgeräten. Neben der Ausrichtung der Deutschen Meisterschaften wird es eine weitere Premiere am 15. September geben: Nachdem 2018 bereits zahlreiche Polizeibeamte in der normalen Wertung am Start waren, haben die Veranstalter für aktive Polizistinnen und Polizisten 2019 eine gesonderte Wertung ausgeschrieben. Der Thyssenkrupp-Towerrun ist nach Angaben des Veranstalters der höchste Treppenhauslauf Westeuropas und führt auf Deutschlands höchste Aussichtsplattform auf 232 Metern – mit einem unvergleichlichen Panoramablick auf die Landschaft des Schwarzwaldes und der Alpen. In dem 2017 eingeweihten Testturm in Rottweil entwickelt Thyssenkrupp Elevator den weltweit einzigen seillosen, vertikal und horizontal fahrenden Aufzug und testet Hochgeschwindigkeitsaufzüge für den Einbau in Wolkenkratzern. Um realistische Windbedingungen an Hochhäusern zu simulieren, kann der Testturm von den Ingenieuren zum Schwingen gebracht werden. Wer am 15. September die Stufen bis zur Spitze des Turms bezwungen hat und am Ziel merkt, wie die Kräfte allmählich wiederkommen, wird moderne Aufzugtechnik umso mehr zu schätzen wissen. Immer mehr Menschen leben in urbanen Räumen, die sich kontinuierlich verändern, verdichten und himmelwärts streben. Zukunftsweisende Lösungen für mehr und bessere Mobilität, wie sie die Tests im Thyssenkrupp-Turm ermöglichen, seien dabei wichtig für die Lebensqualität, die Sicherheit und den Komfort, teilt pm, Foto: pm das Unternehmen mit.


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Anonymer Brief: Tierschützerin wird bedroht Wellendingen „Wir Arbeitgeber werden die Viecher totfahren” Seit Jahren kümmert sich eine Wellendingerin um verwilderte Katzen. Sie füttert sie, sorgt dafür, dass sie kastriert werden und bringt sie auch zum Tierarzt, wenn sie krank sind. Seit einiger Zeit wird sie aber bedroht.

K

ürzlich ist ein anonymer Brief aufgetaucht, gerichtet an den Tierschutzverein, namentlich dessen Vorsitzenden Günther Hermus. Darin heißt es wörtlich: „Sehr geehrtes Tierheim, H. Hermus, es ist eine Schande 150 T € für Viecher auszugeben. Kampf d. Katzen- und d. Tierschutz. Wir Wellendinger Arbeitgeber werden die Viecher totfahren”. Unterzeichnet ist er mit „Fabrikant + Co”. Inzwischen sind mehrere der Katzen, die die Frau versorgt, verschwunden. Und auch sie persönlich wurde bedroht, Autos stellten sich ihr in den Weg, sie wurde in einem anderen anonymen Schreiben als „Katzentussi” bezeichnet, alle „Katzenviecher” würden verschwinden. Nun haben die Tierschützer deswegen am Samstag auf dem Wellendinger Rathausplatz eine Mahnwache abgehalten. „Wir wollen aufklären, warum wir das machen”, erklärt Claudia Göhringer vom Tierschutzverein. Denn schließlich sei das Problem der streunenden Katzen hausgemacht. Leute ließen ihre nicht kastrierten Katzen frei herumlaufen, oft würden Tiere angeschafft, aber später nicht mehr versorgt und verwilderten dann. „Sie sind dann nicht mehr vermittelbar, lassen oft keine Menschen mehr an sich heran”, so Claudia Göhringer. „Man kann sie nicht mehr domestizieren, im Haus würden sie randalieren.”

Mahnwache in Wellendingen.

Darum sorgen die Tierschützer dafür, dass sie sich nicht mehr vermehren und auch keine Krankheiten ausbreiten können. Eine Kastrationspflicht müsste wiederum vom Rathaus, von der Gemeindeverwaltung angeordnet werden, was aber gar nicht so einfach ist. „Ich persönlich finde eine Kastrationspflicht grundsätzlich sinnvoll, aber das bundes- beziehungsweise landesweit“, sagt Bürgermeister Thomas Albrecht auf NRWZ-Nachfrage. „Der Gesetzgeber macht es sich hier wie so oft sehr einfach und überlässt eher unangenehme Entscheidungen den Gemeinderäten.“ Das größte Problem bei einer solchen Pflicht dürf-

Foto: mm

te aber wohl die Kontrolle sein, so Albrecht. „Mir fehlt offen gesagt die Phantasie, wie so etwas überwacht werden kann. Und Pflichten auszusprechen, ohne dies dann auch zu überwachen, ist nicht besonders zielführend.“ Derweil fragen sich die Tierschützer um Claudia Göhringer, unter ihnen auch viele junge Leute der Tierschutzjugend im Landkreis, woher der Katzenhass dieser Leute kommt. „Wir würden gerne mit ihnen ins Gespräch kommen. Aufklärung ist so wichtig.” mm

„Die Deutschen denken europäisch. Die Engländer nicht.” Nachgefragt Was eine in Deißlingen lebende Schottin zum Brexit meint Morag Lehmann ist gebürtige Schottin und lebt seit 28 Jahren in Deißlingen. Das Brexit-Chaos macht sie genauso wütend wie viele andere Briten, aber sie sieht auch eine kleine Chance für ihre Heimat: Sollten die Briten aus der EU austreten, würde die Unabhängigkeit Schottlands näher rücken.

D

ie Schotten sind viel weltoffener, sie wissen, dass sie mit der EU bessere Chancen haben als ohne sie.” Zwar stimmten ihre Landsleute im letzten Unabhängigkeitsreferendum noch dagegen, doch das dürfte sich ändern. „Man hat uns damals angelogen, gesagt, wir würden mit einer Unabhängigkeit von Großbritannien nicht mehr in der EU bleiben können.” Der Brexit würde das auf den Kopf stellen, und darum hat Morag Lehmann auch die deutsche Staatsbürgerschaft noch nicht beantragt. Sie hat nämlich neben dem britischen auch einen kanadischen Pass, und letzteren müsste sie abgeben, wenn sie Deutsche werden wollte. Eines Tages statt dem britischen einen schottischen Pass zu haben, das würde ihr gefallen. Doch vielmehr hofft sie auf ein zweites Brexit-Referendum, auch wegen ihres Arbeitsplatzes bei der Hochschule Furtwangen, wo sie als Dozentin Business-Englisch unterrichtet. „Die Bevölkerung war beim ersten Referendum nicht informiert”, es seien Lügen verbreitet worden, und die Auswahl müsste dieses Mal differenzierter sein, findet die Schottin,

Theresa May, deren Gehabe immer männlicher werde, ihre Sprechstimme immer tiefer, „sie ähnelt immer mehr Margaret Thatcher.” Im Grunde ist Morag Lehmann froh, in Deutschland zu leben, auch wenn ihr manches nicht gefällt, so Angela Merkels Absage, noch einmal als Kanzlerin zu kandidieren. „Ich bin kein CDU-Wähler, aber Merkel bietet Stabilität.” Hingegen die AfD, die jetzt vom Drexit rede, „das macht mir Angst, das macht mich sauer.” Auch die Kultur ist eine andere als in ihrer Heimat, man finde in Schottland viel schneller Freunde, „die Leute hier sind reservierter.” Aber das Brot und der Kuchen, damit punkten die Schwaben bei ihr. Und die Pünktlichkeit, immer Morag Lehmann ist Schottin und hat eine eigene Meinung zum Brexit. Foto: mm früh aufzustehen, „daran musste ich mich erst einmal gewöhnen.” nicht nur „Ja” oder „Nein” zur EU. Sie selbst dürfte al- Auch die Sauberkeit im Ländle gefällt der Schottin, lerdings gar nicht mit abstimmen: „Wenn man länger und die Offenheit der Menschen gegenüber Neuem. als 15 Jahre nicht mehr in Großbritannien wohnt, darf „Für die Briten sind Dinge wie Homöopathie immer man nicht wählen.” So sauer sie auf die Regierung in noch Hexenzeug.” Und wie die Deutschen mit ihrer London ist, so sehr freut sie sich über die schottische, schlimmen Vergangenheit umgehen, auch das ist für vergleichsweise weibliche und über die kluge Regie- die Schottin bewundernswert. „Die Deutschen denmm rungschefin Nicola Sturgeon. Auf der anderen Seite ken europäisch. Die Engländer nicht.”


Samstag, 2. Februar 2019

|NRWZ/ 13

Wirtschaft, Aktuelles

NEUE ROTTWEILER ZEITUNG

Gruppenbild: IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez, Vizepräsident Achim Scheerer (Aichhalden), Dr. Frederik Pferdt, Birgit Hakenjos, Gaby Hauptmann, Vizepräsidentin Bettina Schuler-Kargoll (Deißlingen) sowie die Vizepräsidenten Dr. Steffen Würth und Dr. Harald Marquardt (von links). Fotos: wede IHK-Neujahstreff

#gemeinsam Es ist der Treffpunkt für Menschen aus Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Kirche, der Neujahrstreff der Industrie- und Handelskammer (IHK). Auch heuer war er schon vorab ausgebucht, über 2000 Menschen waren in die Schwenninger Messehallen gekommen. Das IHK-Team versteht es auch, interessante Referenten zu verpflichten. Und inzwischen braucht es auch keine Angela Merkel oder keinen Dieter Zetsche, um den Laden voll zu bekommen. Denn auch aus der Region stammende Persönlichkeiten haben etwas zu sagen. Diesmal blieben so brisante Themen wie Brexit, Handelskrieg und Breitbandverkabelung außen vor, waren im offiziellen Teil nur kleine Erwähnungen wert. Die neue HK-Präsidentin Birgit Hakenjos-Boyd hatte ihre persönlichen Beziehungen spielen lasse und ihre Freundin Gaby Hauptmann, aus Trossingen stammende Bestseller-Autorin („Suche impotenten Mann fürs Leben“) und Journalistin, eingeladen, die vom roten Sofa aus eine Liebeserklärung an die Region machte. Ebenfalls nicht weit vom Ort des Treffs, in Wurmlingen, ist Dr. Frederik Pferdt aufgewachsen, heute „Chief Innovation Evangelist“ bei Google, der eine unterhaltsame und lehrreiche Coaching-Stunde für Unternehmer in Sachen Innovation abhielt. „#gemeinsam“ vernetzen – das war ein Fazit, das die neue Präsidentin ihren Kolleginnen und Kollegen in ihrer Ansprache mitgab. Und es hatte den Anschein, dass das verstanden wurde. Jedenfalls waren auch noch um 23 Uhr viele Gäste im Saal und unterhielten sich prächtig. Übrigens gehörte auch Gaby Hauptmann zu den späten Gästen, sie fühlte sich im Kreise ihrer Freunde und Bekannwede ten sichtlich wohl. Zimmern/Fluorn-Winzeln

Geld für Experimente

Zwei aus Dunningen: Werber Steffen Hemberger (links) und Schultes Peter Schumacher.

Aus Rottweil mit dabei: Schulleiter Steffen Steinert und seine Frau.

Rottweils OB Ralf Broß.

Autorin Gaby Hauptmann.

GWRS Villingendorf

Neue Lehrerin stammt aus Irland

Schulen in Zimmern und Fluorn-Winzeln werden vom Fonds der Chemischen Industrie (FCI) mit 805 Euro gefördert. Damit sollen die Schüler jetzt mehr Nach dem Ausfall dreier Englisch-Lehrkräfte weExperimente zu Naturwissenschaften im Unterricht gen Pensionierung, Mutterschutz und Elternzeit bei machen, teilt der Verband mit. gleichzeitigem Lehrermangel in der Region wie im Land, habe der Schule Villingendorf „eine signifiExperimente ließen die Schüler Lernstoffe besser ver- kante Unterversorgung des so wichtigen Faches stehen. Außerdem steigerten sie die Bereitschaft zu Englisch” gedroht, teilt deren Leiter, Rainer Kropplernen, so der FCI. An zwei Schulen in Zimmern und Kurta, mit. Durch die in zehn Jahren im Rahmen Fluorn-Winzeln kann dieser aktive Unterricht jetzt des Projekts „Irlandklasse“ gewachsenen Verbinausgebaut werden: die Grundschule Eschachtal in dungen der Grund- und Werkrealschule sei es nun Zimmern erhält vom Fonds der Chemischen Indus- aber gelungen, einen adäquaten Ersatz zu finden. trie eine Förderung von 500 Euro. An die Heimbachschule in Fluorn-Winzeln gehen 305 Euro. Mit der Bis zum Schuljahresende wird die irische EnglischSumme sollen jeweils Experimentierboxen mit alltags- Lehrerin Lynda Cullen Schülerinnen und Schüler von nahen Versuchen zu unterschiedlichen Themenberei- Klassenstufe 2 bis 8 an der GWRS Villingendorf unchen wie „Wasser“, „Feuer“ oder „Stoffe“ finanziert terrichten. „Wir sind froh und auch ein bisschen stolz, werden. „Um im internationalen Wettbewerb länger- diese Herausforderung auf diese Weise gelöst zu hafristig konkurrenzfähig zu sein, benötigt die Chemie- ben“, so Kropp-Kurta. Dankbar ist er auch für die Branche motivierte und gut ausgebildete Fachkräfte“, nach seinen Worten „wohlwollende Unterstützung” erklärt Tobias Pacher, der bei den Chemie-Verbänden seitens der Schulaufsichtsbehörden in DonaueschinBaden-Württemberg den Dialog Schule-Chemie lei- gen und Freiburg und das schulische Netzwerk in tet. Für die Chemie-Verbände sei deshalb eine gute Villingendorf, welches unter anderem eine möblierte pm Wohnung und ein Willkommen organsiert habe. CulGrundausstattung der Schulen notwendig.

len stammt aus Wexford im Südosten Irlands, lebt aber seit zwölf Jahren in Cork. Von 2001 bis 2006 lehrte sie Englisch in Süd-Korea. Seit elf Jahre lehrt sie mittlerweile am „Cork English College“. Die Irin ist aber auch eine Folksängerin (Singer – Songwriterin) und freut sich darauf, den Schülerinnen und Schülern auch über das Medium Musik Englisch näher zu bringen. „Alles gut“, fasst die neue Lehrerin ihre ersten Eindrücke zusammen. Schneefall und Schwarzwälder Kirschtorte hätten sie bereits begeispm tert.


Schramberg

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Samstag, 2. Februar 2019

Die Woche kurz

Am Rande

Donnerstag: Ein Leserbrief sorgt für Wirbel: Angeblich hat sich kein offizieller Vertreter der Stadt bei der Feier zum 20-jährigen Bestehen der Schramberger Tafel sehen lassen. Übersehen hat der Verfasser, dass sich die Leitung der Tafel mit Sekt bei den Mitarbeitern bedankt hat, die offizielle Feier aber zu einem späteren Zeitpunkt geplant ist, weshalb es auch keine Einladungen gegeben hatte.

Ein wenig voreilig war die neue Abteilungsleiterin Ayline Liedtke beim Verfassen des neuen Schramberg Magazins „Gute Zeit“: Darin findet sich ganz am Ende ein Hinweis auf die neue Schramberg-Card. Die Stadt hatte das Magazin Anfang Januar beim Neujahrsempfang verteilt. Doch die Schramberg-Card hatten bis dahin weder Ortschaftsrat noch Gemeinderat beschlossen. Im Tennenbronner Ortschaftsrat hat Liedke sich für den Fehler entschuldigt. Das Geld für die Card sei ja im Haushalt eingestellt, und so habe sie gedacht, das sei schon beschlossene Sache. Die Ortschaftsräte nahmen‘s mit Humor und segneten das Projekt, das zum 1. April starten soll, mit großer Mehrheit ab. him

Freitag: Die Stadtverwaltung informiert, dass der Gemeinderat am Tag zuvor in nichtöffentlicher Sitzung Matthias Rehfuß zum neuen Leiter des Fachbereichs Recht und Sicherheit gewählt hat. Der Diplom-Verwaltungswirt war von 2010 bis 2013 Leiter der Abteilung Öffentliche Ordnung. Samstag: Die Abteilung Mountainbike der SG Schramberg feiert in der Athletenhalle. Bei der Tombola ist jedes Los ein Gewinn. Montag: Jürgen Armbruster vom neuapostolischen Kirchenbezirk Dornhan übergibt im Rathaus bei OB Thomas Herzog einen Scheck über 3750 Euro an den Schramberger Kinderfonds. Dessen Vorsitzende Dorothee Golm dankt für die großzügige Spende. Beim Mahnmal „Des Bruders Tod” am Mühlegraben findet die Gedenkfeier der Stadt zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus statt. Im Anschluss spricht Günter Buchholz über „Moritz Meyer ein Leben zum Wohl der Stadt Schramberg”. Mehr dazu auf NRWZ.de Michael Schneider leitet als stellvertretender Ortsvorsteher die erste Sitzung des Ortschaftsrats Waldmössingen nach dem Wechsel von Claudia Schmid ins Rathaus. Er verpflichtet Ortschaftsrat Ralf Kopp und verabschiedet Frank Stephan. Donnerstag: Der Verwaltungsausschuss befasst sich mit der geplanten Einführung der Gästekarte für die Stadt Schramberg. Wer zweimal übernachtet, erhält Gutscheine für 16 touristische wit Einrichtungen.

Jugendneujahrsempfang

„Macht Euer Ding”: Zum Jugendneujahrsempfang trafen sich etwa 60 Jugendliche und 40

Erwachsene in der „Szene 64“. Im Rahmen des „Schramberger Wegs der Jugendbeteiligung” erörterten an sechs runden Tischen die Jugendlichen mit Vertretern des Gemeinderates, der Stadtverwaltung und Experten Wünsche und Ideen. Da ging es beispielsweise an Tisch 1 ums Einkaufen und Freizeitmöglichkeiten. Beim Schulcampus gab es Wünsche zur Gestaltung: „Moderne, helle Möbel“, Spiel- und Treffpunkte. Am Tisch zum ÖPNV ging es um Fahrplanprobleme, und an einem Tisch „Was ich mir immer schon gewünscht habe“ baten zwei Mädchen um mehr Polizeistreifen beim zentralen Busbahnhof. Nach zwei Stunden kündigte Julia Merz vom JUKS an, man werde die vielen Ideen und Anregungen zusammenfassen „und schauen, was können wir umsetzen“. OB Thomas Herzog lobte abschließend: „Hut ab, was beim Schramberger Weg geleistet wird.“ Mehr auf NRWZ.de/220825 him / Foto: him

Städtische Finanzen

Der Dolomiti-Umbau läuft Brandruine Investor Fluck plant Wohnungen und Pension Garni Im März 2013 ist der Gastraum der Pizzeria „Dolomiti“ an der Oberndorfer Straße ausgebrannt. Seither bietet der Bau keinen schönen Anblick. Doch nun soll es mit Sanierung und Wiederaufbau voran gehen.

I

ch kann verstehen, dass die Leute ungeduldig werden“, sagt Investor Jürgen Fluck. Er hatte im vergangenen Jahr mit den Sanierungsarbeiten begonnen und im März 2018 in der NRWZ angekündigt, sechs preisgünstige Wohnungen und möglicherweise eine Gaststätte im Erdgeschoss schaffen zu wollen. Doch seither gab es – zumindest von außen erkennbar – wenig Fortschritte. „Es gab noch Probleme mit den Eigentumsverhältnissen und der Finanzierung“, erläutert Fluck. Das sei nun geklärt, und er könne allein agieren. Im Haus rattert eine Schlagbohrmaschine, ein Arbeiter spitzt mühsam den alten Estrich in einem der Räume weg. „Wir machen die kompletten Böden neu, einen ‚Rückbau bis zur Kernsubstanz‘“, sagt Fluck, der in Donaueschingen eine Immobilienfirma betreibt und sich auf die Sanierung schwieriger Objekte spezialisiert hat. Teilweise muss auch an der Substanz geschafft werden.

geschoss einzurichten. „Für Monteure oder Gäste mit nicht so dickem Geldbeutel.“ Die Betreiber könnten in einer der Wohnungen im Haus leben, so seine Idee. Die übrigen Wohnungen möchte er verkaufen, könnte sie aber auch vermieten. Bei den Preisen würde er „deutlich günstiger“ als bei Neubauprojekten liegen, ist Fluck überzeugt. Doch bis die ersten Bewohner ins „Dolomiti neu“ einziehen, wird noch eine Weile vergehen: „Dieses Jahr brauchen wir fürs Umbauen.“ him

Morsche Balken zeugen von Feuchtigkeit, die in die Wände gelangt ist. Klar, dass auch sämtliche Strom-, Wasser- und Abwasserleitungen erneuert werden. Neben einer energetischen Sanierung möchte Fluck das Haus mit neuen Fenstern auch schallschutztechnisch aufwerten. Weil es in der Gastronomie schwer sei, einen zuverlässigen und langfristigen Pächter zu finden, denkt Fluck daran, Info: Wer mitmachen möchte, eine Art Pension Garni im soll sich direkt an Jürgen Fluck Erdgeschoss und ersten Ober- wenden. Tel: 0771 8326860.

Das schöne Treppenhaus im ehemaligen Dolomiti würde Fluck gerne erhalten, wenn es der Brandschutz zulässt. Foto: him

Rat beschließt Haushalt Der Gemeinderat hat den Haushalt 2019 mit breiter Mehrheit beschlossen. Die Fraktionen von CDU, SPD/ Buntspecht und Freier Liste simmten geschlossen zu, zwei Räte enthielten sich, einer stimmte mit Nein. Der Ergebnishaushalt umfasst 62,3 Millionen Euro. Im Finanzhaushalt stehen 60 Millionen Euro. Die Kreditermächtigung wurde auf 3,7 Millionen Euro festgelegt, die Verpflichtungsermächtigungen auf knapp 9,9 Millionen Euro und die Kassenkredite auf drei Millionen Euro. Die Grundsteuer A für land- und forstwirtschaftliche Betriebe wurde mit 340 Prozent, die Grundsteuer B für Grundstücke mit 380 Prozent festgelegt. Der Gewerbesteuer-Hebesatzu wurde von 355 auf 380 Prozent angehoben. Für die Einrichtung des Schulcampus sind elf Millionen Euro vorgesehen, das Projekt kostet bis zum Abschluss 2029 rund 50 Millionen Euro. Am Gymnasium werden 1,7 Millionen Euro investiert, an der Grundschule Waldmössingen 1,4 Millionen Euro. 315.000 Euro fließen in die Schaffung neuer Kindergartenplätze. Eingeplant sind die Mehrzweckhalle in Tennenbronn und das Freibad. An die Vereine gehen 751.000 Euro laufende Zuschüsse und 350.000 Euro für wit Investitionen.


Samstag, 2. Februar 2019

Schramberg

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NEUE ROTTWEILER ZEITUNG

Mutter ersticht die eigene Tochter Kriminalität Mutmaßliche Täterin in psychischem Ausnahmezustand / Sohn in dessen Wohnung verletzt Zwei schlimme Taten haben sich am Sonntagnachmittag in Hardt und Tennenbronn und ereignet. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Montagvormittag mitteilten, wurden eine junge Frau getötet und ihr Bruder schwer verletzt. Die mutmaßliche Täterin ist die Mutter der beiden. Sie befand sich laut Polizei „in einem psychischen Ausnahmezustand”.

Z

um Tathergang berichteten die Behörden zunächst eher wenig. In einer gemeinsamen Pressemitteilung am Montag von Staatsanwaltschaft und Polizei heißt es: „Am Sonntagnachmittag gegen 16 Uhr kam es in Hardt und in Schramberg im Ortsteil Tennenbronn zu zwei Messerangriffen, bei denen eine junge Frau getötet und deren Bruder schwer verletzt wurden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand stach eine 56-jährige Frau in einem psychischen Ausnahmezustand mit einer Stichwaffe erst auf ihre Tochter in einer Wohnung in Hardt ein. Die 22-Jährige erlitt durch den Angriff tödliche Verletzungen. Im Anschluss fuhr die 56-Jährige mit ihrem Auto nach Tennenbronn und verletzte dort ihren Sohn in dessen Wohnung mit einem Küchenmesser. Der 25-Jährige erlitt durch den Angriff eine schwe-

re Stichwunde im Brustbereich. Er wurde in einem Krankenhaus noch in der Nacht operiert. Lebensgefahr besteht nicht. Nach der Tat stach sich die 56-Jährige mit dem Messer mehrmals selbst in die Brust. Sie verletzte sich dabei oberflächlich und musste ebenfalls medizinisch versorgt werden. Polizeibeamte nahmen sie vor der Wohnung des Sohnes widerstandslos fest.“ Die 56-jährige Frau befand sich nach der Tat unter polizeilicher Bewachung in einer medizinischen Einrichtung. Am Montagnachmittag hat ein Haftrichter entschieden, dass die Frau in Untersuchungshaft kommt: Totschlag im Fall der jungen Frau und versuchter Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung im Falle des Bruders. Nach wie vor sind die Hintergründe nicht vollständig aufgeklärt. Am Dienstag heißt es zur mutmaßlichen Täterin lediglich: „In den nächsten Tagen wird sie sich zur Klärung der Schuldfähigkeit einer rechtsmedizinisch-psychologischen Untersuchung unterziehen müssen.“ Staatsanwalt Frank Grundke machte am Mittwoch einige zusätzliche Angaben. Nach der Tat in Hardt sei die Frau nach Tennenbronn zur Wohnung ihres Sohnes gefahren und „hat sich dort eine Weile aufgehalten“, bevor sie ihren Sohn verletzte. „Jemand“ aus der Wohnung habe die Polizei alarmiert. Außer dem Opfer seien weitere Personen in der

Kriminalbeamte haben ein Auto vor dem Haus in Tennenbronn untersucht, in dem die zweite Bluttat geschah. Foto: him

in Hardt als auch in Tennenbronn. Erst seit etwa zwei Monaten habe die junge Frau hier mit ihrem Freund gewohnt. In Tennenbronn habe der Bruder der Getöteten schon länger in dem Haus gewohnt, berichtet ein Nachbar. Hardts Bürgermeister Michael Moosmann wie auch Schrambergs Oberbürgermeister Thomas Herzog waren von der Polizei am Sonntag über die Taten informiert worden. „Bei den Leuten im Dorf merkt man die Betroffenheit“, so Moosmann. Von Wut oder „Schockstarre, die die Menschen um Atem ringen lässt“, wie in einer Zeitung zu lesen war, könne aber keine Rede sein. Das Gerücht, die Gemeinde REAKTIONEN IN HARDT habe wegen der Tragödie vom UND TENNENBRONN Sonntag die Fahne vor dem Rathaus auf Halbmast gesetzt, „Sehr tragisch“ sei das, was ist falsch. Die Fahne war bereits da am Sonntag geschehen sei, am Sonntagmorgen wegen des meinten Anwohner sowohl Gedenktages für die Opfer des

Wohnung gewesen. „Im Laufe der Ermittlungen in Tennenbronn ergaben sich Hinweise auf die andere Tat in Hardt.“ Die mutmaßliche Täterin habe zwar bei der Polizei und beim Haftrichter Angaben gemacht. Diese müssten aber noch überprüft werden. Ob sich die Frau in stationärer psychiatrischer Behandlung befand, wolle er aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht sagen. Der 25-jährige Sohn befindet sich „noch in einem schlechten Zustand“ und habe bis Mittwochvormittag nicht vernommen werden können, so Grundke. Die Ermittlungsaufträge seien erteilt, er rechne in ein bis zwei Monaten mit einem abschließenden Ergebnis.

Nationalsozialismus am 27. Januar auf Halbmast gesetzt worden. Wegen des schlechten Wetters habe man sie am Montag nicht einholen können, so die Gemeindeverwaltung. HARDTER KATZENZUNFT SAGT „ROLLETAG“ AB

Die Narren in Hardt haben den traditionellen Rolletag am 31. Januar am späten Montagabend abgesagt. In der Begründung heißt es, die gesamte Dorfgemeinschaft Hardt sei „tief erschüttert“ und es sei der Zunft „einfach nicht möglich, nach so einer unbegreiflichen Tat einfach zur Tagesordnung überzugehen und zu feiern, als ob nichts passiert wäre.“ Zumal das Opfer lange Zeit im Zunftballett X-Plosion getanzt hatte. Auf der Facebookseite der NRWZ äußern sich die User positiv und zollen der Katzenzunft Respekt für ihre him Entscheidung.

Lebenshilfe-Künstler stellen im Frieder aus Soziales Beschäftigte der Werkstatt Waldmössingen zeigen Werke: „Miteinander und gemeinsam” „Miteinander und gemeinsam“ – Unter dieser Überschrift zeigt die Lebenshilfe Schramberg die Malereien von Beschäftigten der Werkstatt in Waldmössingen.

S

eit 1991 arbeitet der freischaffende Künstler Rémy Trevisan aus Schramberg in Waldmössingen mit Beschäftigten der Lebenshilfe. „In dieser Zeit ist sehr viel gewachsen“, berichtete er beim Rundgang durch eine

Ausstellung mit den Werken von Mitgliedern seiner Malkurse. „Manche sind schon seit langem dabei, aber es kommen auch immer wieder neue Leute und neue Begabungen hinzu.“ Die Geschäftsführerin der Lebenshilfe-Werkstatt Dr. Heidemarie Hofmann-Princ betonte, dass die Kunstwerke auch zu kaufen seien. Beim Rundgang durch die Ausstellung im „Frieder” erläuterte Trevisan gemeinsam mit den Lebenshilfe-Geschäftsführerin Dr. Heidemarie Hofmann-Princ, Rémy jeweiligen Künstlerinnen und Trevisan und Eberhard Pietsch mit allen an der Ausstellung beteiligten Künstlern, wie die Bilder entKünstlerinnen und Künstlern vor einem großen Gemeinschaftsbild aus standen sind und in welcher dem Jahr 2000. Foto: him Maltechnik sie gemalt wurde.

Eberhard Pietsch vom Lebenshilfeverein Schramberg bedankte sich bei Trevisan, der „ein Glücksfall“ für die Lebenshilfe sei: „Er versteht es hervorragend, mit den Künstlern umzugehen und sie bei Laune zu halten.“ Derzeit unterrichtet Trevisan vier Künstlergruppen mit jeweils sechs Teilnehmern aus der Lebenshilfewerkstatt. him Info: Die Ausstellung ist im Gasthaus „Zum Frieder“ in Waldmössingen zu den üblichen Öffnungszeiten bis zum 1. Oktober zu sehen.


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Schramberg

NEUE ROTTWEILER ZEITUNG

RKT zieht in die Majolika Wirtschaft Unternehmensnachfolge geregelt / Gebäude in Sulgen für Firmenpräsentationen? Das Übersetzungsbüro RKT ist seit September 2018 Teil der German Translation Network AG, kurz Getranet. Das vor zehn Jahren gegründete Freiburger Unternehmen verfolgt die Strategie, Übersetzungsfirmen hinzuzukaufen, „um Synergien zu schaffen und sich sinnvoll zu ergänzen”, so der neue Niederlassungsleiter in Schramberg, Lothar Teufel, auf Nachfrage der NRWZ.

RKT

-Gründer Roland Trost aus Aichhalden habe sich an die Getranet gewandt, weil er auf der Suche nach einer Nachfolgeregelung war. Trost werde dieses Jahr 60, seine Kinder hätten an der Nachfolge kein Interesse gehabt, so sei man ins Geschäft gekommen, erläutert Teufel. Im Gespräch mit der NRWZ erklärt Trost, dass er auch etwas kürzer treten wolle. Er ist inzwischen aus dem

Das Gebäude der Firma RKT in Schramberg-Sulgen.

Unternehmen ausgeschieden und arbeitet als externer Datenschutzbeauftragter für verschiedene Unternehmen in der Region. RKT, das bis vor wenigen Jahren knapp 35 feste Angestellte und etwa 100 freie Mitarbeiter beschäftigte, wird künftig mit weniger Personal auskommen. „Wir werden ein

Drittel weniger sein“, bestätigt Teufel. Deshalb werde RKT -Getranet das Gebäude im Industriegebiet Lienberg aufgeben und ab März in neue Räume im Firmenpark Majolika in der Talstadt umziehen. Mit etwa 1000 Quadratmetern Bürofläche sei das RKT-Gebäude deutlich zu groß. Auch seien zwei Etagen ungünstig.

Foto: him

Getranet will viele der Ideen, die Trost in der RKT seit der Gründung vor 30 Jahren eingeführt hat, in das eigene Netzwerk übernehmen, hieß es. Dass beispielsweise die Server mit sensiblen Firmendaten im eigenen Haus stehen, soll in der ganzen Gruppe umgesetzt werden, kündigt Niederlassungsleiter Teufel an.

Trost wiederum plant nach eigenen Angaben, das demnächst leer stehende, repräsentative Gebäude im Industriegebiet Lienberg zu vermieten: „Neben einer kompletten Vermietung wären auch Firmenseminare oder -präsentationen, Empfänge oder kleinere Hausmessen denkbar“, sagte der him Unternehmer.

Der Prototyp einer Gründerfirma Wirtschaft OB und Wirtschaftsförderer besuchen Bruker Mess- und Sortiertechnik Ganz klein angefangen hat Brigitte Bruker: „Ich hatte als Einzelfirma 100 Quadratmeter in der H.A.U.“, erzählt die Unternehmerin beim Besuch von Schrambergs Oberbürgermeister Thomas Herzog und Wirtschaftsförderer Manfred Jungbeck. Heute beschäftigt die dynamische Betriebswirtin etwa 20 Mitarbeiterinnen und einen Rentner.

W

ir sind fast eine reine Frauenfirma“, erzählt sie lachend. Auch die Fläche hat sich mehr als verzehnfacht: Im Industriegebiet Lienberg steht seit 2014 eine große Halle mit 1100 Quadratmetern Fläche. Bruker und ihre Mitarbeiterinnen machen „automatisierte 100-Prozent-Kontrollen“ von kleineren Teilen aus Metall und Kunststoff überwiegend für Drehteilehersteller. „Jedes Teil wird geprüft, nicht nur stichprobenweise.“ Das werde ge-

rade in der Automobilindustrie heute standardmäßig gefordert. Auf mehreren High-Tech-Automaten prüfen optische Systeme, ob die Teile den vorgegebenen Maßen entsprechen, und dass keine Späne mehr anhaften. „Unsere Kunden nutzen diese Dienstleistung, entweder, weil sie die geeigneten Kontrollgeräte nicht haben oder weil es bei uns günstiger ist“, erklärt Bruker. Außerdem könne sie die Teile auch so sortieren und abpacken, dass sie direkt an die Endkunden ausgeliefert werden können. Wirtschaftsförderer Jungbeck erinnerte sich an die Zeit, als Brigitte Bruker noch in der H.A.U. startete: „Sie waren der Prototyp einer H.A.U.-Gründerin.“ Von 100 Quadratmetern im Jahr 2007 habe sie ihre Flächen auf zuletzt etwa 850 Quadratmeter ausgedehnt. „In zwei Gebäuden, auf mehreren Etagen.“ Sie habe da hochprofessionell nach Interimslösungen gesucht und viel improvisiert.

Brigitte Bruker erläutert Oberbürgermeister Thomas Herzog (rechts) und Wirtschaftsförderer Manfred Jungbeck die Arbeit der Prüfautomaten. Foto: him

Ihren Start in der H.A.U. begründet Bruker damit, dass sie nach der Gründung zuerst einmal schauen wollte, wie

sich das Geschäft entwickelt. Schließlich seien die Bedingungen aber dort zu schwierig geworden, und sie habe sich

mit Unterstützung der Wirtschaftsförderung für den Neubau im Industriegebiet Lienberg entschieden. Ihre Kunden kommen aus einem Radius von 50 bis 60 Kilometern. Gearbeitet wird in dem Unternehmen im Zwei-SchichtBetrieb. „Meine Mitarbeiterinnen arbeiten häufig in Teilzeit“, erzählt sie, „und sie müssen flexibel sein.“ Man wisse eigentlich nie, was am nächsten Tag kommt. Es könne vorkommen, dass am Freitagmittag ein großer Auftrag eingeht. Dann werde eben auch am Samstag mal gearbeitet. Drei Maschinentypen stehen in der Halle, Glasteller-, Glasrutsche- und Roboterprüfautomaten. Das Programmieren der Automaten sei „Chefinsache“, betont Brigitte Bruker. Oberbürgermeister Thomas Herzog zeigte sich nach dem Rundgang beeindruckt und gratulierte Brigitte Bruker zu ihrem Gründerinnen-Mut und wünschte im Namen der Stadt him weiterhin viel Erfolg.


Samstag, 2. Februar 2019

Aktuelles

Gummibärchen: Bis Ende Juni geöffnet Einzelhandel Das Gebäude soll

für die Berneckschule genutzt werden Ein Schild an der „Frucht-Bären-Stube“ in der Berneckstraße kündigt einen Räumungsverkauf an. „Auch wir haben die Kündigung von der Stadt Schramberg bekommen und müssen leider schließen.“

D

as Gebäude gehört, wie die alten Postgaragen mit dem Noch-Mieter City-Autohaus, der Stadt. Die NRWZ hat die Stadtverwaltung gefragt, weshalb die Stadt den Mietvertrag für das Gummibärchengeschäft gekündigt hat. Die Antwort kurz: Wir brauchen das Gebäude für die Berneckschule. Ausführlich schildert Oberbürgermeister Thomas Herzog, dass aufgrund der Entwicklung der Schülerzahlen – mehr als 300 Grundschülerinnen und Grundschüler besuchen die Berneckschule – und wegen des Ganztagesangebots die vorhandenen Räumlichkeiten der Berneckschule nicht mehr ausreichten. Seit einiger Zeit schon nutze die Schule Ausweichräume in der Erhard-Junghans-Schule am Standort der Graf-von-Bissingen-Straße, im Gymnasium und im CityCenter. Das bedeute erheblichen Einschränkungen und sei mit längeren Wegen verbunden. „Zum Schuljahresbeginn 2019/2020 ist deshalb auf Teilen der vor-

handenen Parkierungsfläche des Schweizer-Areals die Errichtung eines größeren, eingeschossigen Interimsgebäudes geplant“, erläutert Herzog. „Pausenhof und Feuerwehrzufahrt sollen wie das gesamte Schweizer-Areal in diesem Zuge neu geordnet werden.“ Zur Vorbereitung habe die Stadtverwaltung bisherige Zwischennutzungsverträge fristgemäß gekündigt. Das ehemalige Notariat in der Berneckstraße 25 ist bereits abgerissen. Das freiwerdende städtische Gebäude, Berneckstraße 21, in dem bisher der Gummibärchen-Laden untergebracht ist, werde als Ausweichmöglichkeit gebraucht, während das neue Interimsgebäude der Berneckschule in Betrieb geht. „Diese Maßnahmen sollen ab dem kommenden Schuljahr einen möglichst reibungslosen Schulbetrieb mit deutlich verbesserten Rahmenbedingungen für die Schülerinnen und Schüler der Berneckschule gewährleisten.“ Wenn die Schule das Gebäude nicht mehr braucht, soll es wie auch die freiwerdenden Werkstatthallen abgebrochen werden. „Diese Flächen stehen dann ebenfalls für die durch die Schulerweiterung notwendig gewordene Neuordnung des Areals zur Verfügung.“ Schließlich betont Herzog, der Eigenbetrieb Wirtschaftsförderung sei mit den aktuellen Mietern im Gespräch und versuche alternative Ladenflächen zu verhim mitteln.

Ihre Tage sind gezählt: Die Frucht-Bären-Stube in der Berneckstraße in der Schramberger Talstadt. Foto: him

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NEUE ROTTWEILER ZEITUNG

Familienfeste

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Konfirmation und Kommunion – Wo liegt der Unterschied? Für die katholischen und evangelischen Christen ist der Frühling eine ganz besondere Zeit. In diese Zeit fällt zum einen das Osterfest, welches für beide Kirchen eines der höchsten religiösen Feste im Kirchenjahr ist. Doch werden zum anderen im Frühling weitere wichtige Religionsfeste begangen.

Z

wei dieser bedeutenden Feiern, die in die Monate zwischen März und Mai fallen, sind die „Der Leib Christi”: die Eucharisti. Kommunion im kaDer Name „Erstkommunion“ tholischen und die Konfirmation im evangelischen weist bereits darauf hin: Mit dieGlauben. Zwei Religionsfeste, de- sem Ereignis nehmen die Jungkaren Namen zunächst einmal sehr tholiken während der Kommunion ähnlich klingen und die auch einen zum ersten Mal am heiligen Abendähnlichen Glaubensansatz verfol- mahl, der sogenannten Eucharisgen. Allerdings unterscheiden sich tie, teil. Sie empfangen also zum beide Feiern von ihrer Bedeutung ersten Mal die geweihte Hostie aus den Händen des Pfarrers. Vor her auch deutlich voneinander. Bei beiden Festen handelt es der ersten Teilnahme an der Komsich um religiöse Initiationsriten, munion hat der junge Christ noch mit denen Kinder und Jugend- einen Termin: die Beichte. Durch liche als vollwertige Christen in sie spricht Gott den Gläubigen von die christliche Gemeinschaft auf- seinen Sünden frei, sodass dieser genommen werden – so heißt das mit reiner Seele das christliche lateinische communio „Gemein- Abendmahl empfangen kann. Die Konfirmation ist der Komschaft“. Die Voraussetzung für das feierliche Begehen beider Zeremo- munion grundsätzlich dabei sehr nien ist, dass das Kommunionskind ähnlich. Auch während der Konoder der Konfirmand zuvor das Sa- firmation nehmen evangelische krament der Taufe empfangen hat. Jugendliche zum ersten Mal am Eine weitere Gemeinsamkeit christlichen Abendmahl teil. Sie von beiden Zeremonien, von Kom- empfangen die geweihte Hostie munion und Konfirmation: Die Kin- und beichten zuvor ihre Sünden. der und Jugendlichen durchlaufen Im Vergleich zur katholischen zuvor einen speziellen Religionsunterricht, der sie auf das kommende Fest und seine Bedeutung vorbereiten soll. Prüfungen gibt es allerdings keine, die Lehrinhalte werden nicht abgefragt. Durch eine „Glaubensprüfung“ durchfallen, das geht also nicht. In den Unterrichtsstunden steht vielmehr im Vordergrund, die Jungchristen auf ihre neue Rolle als erwachsene Gläubige vorzubereiten. Der größte Unterschied zwischen den beiden Festen: Die Kommunion ist das zweite christliche Sakrament nach der Taufe bei den Katholiken, die Konfirmation ist das Fest zur Einführung in die christliche Erwachsenenwelt bei den Protestanten. Die Kommunion – auch „Erstkommunion“ genannt – begehen junge Katholiken in der Regel bereits mit neun Jahren. Die Konfirmation dagegen wird in der evangelischen Kirche erst mit 14 Jahren gefeiert. Religiöses Erwachsensein beginnt also bei den Katholiken wesentlich früher.

Foto: privat

Beichte muss diese jedoch nicht unbedingt durch einen Priester abgenommen werden, sondern kann in einem offenen Zwiegespräch mit jedem Christen erfolgen. Ein weiterer, wesentlicher Unterschied: Die evangelische Konfirmation vereint von der Bedeutung für die Kirchengemeinde her gleich zwei katholische Feste: nämlich die Kommunion und die Firmung. Denn durch die Konfirmation wird nicht nur die erste Teilnahme am christlichen Abendmahl und die Aufnahme in die christliche Erwachsenenwelt gefeiert, sondern zugleich das Bekenntnis zum Glauben bewusst erneuert und bekräftigt so heißt das lateinische confirmatio „Bekräftigung“. Dieses erneute, bewusste Bekenntnis zum Glauben und zur Kirche wird in der katholischen Religion dagegen durch die Firmung als eine eigene Zeremonie begangen. pm


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NEUE ROTTWEILER ZEITUNG

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NRWZ KW 5  

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