Page 1

Starten Sie mit uns erfolgreich ins neue Jahr und Lauter Sternsinger

Musikdirektor Löffler

Seite 9

Seite 12

Königstr. 39 | 78628 Rottweil Telefon: 0741.17425-25 E-Mail: immobilien@bauwerk-e2.de

500 Jahre „Ewiger Bund“ zwischen Rottweil und der Eidgenossenschaft Seite 7

Einwegbecher-freie Stadt? Seite 3

Pro Optik erweitert

NRWZ|

Seite 13

NEUE ROTTWEILER ZEITUNG

E NRWZ.D

Samstag, 12. Januar 2019 15. Jahrgang Nummer 1

Die NRWZ: Gratis für alle Haushalte im Verbreitungsgebiet Druckauflage: 39.100 Exemplare

Unternehmen üben Kritik an Energiewende IHK: Wettbewerbsfähigkeit eingeschränkt?

Rottweil

Die in den vergangenen Jahren gestiegenen sogenannten Stromzusatzkosten entwickeln sich laut IHK SchwarzwaldBaar-Heuberg „langsam aber sicher zu einem Standortnachteil”. So steht es in einer zu Jahresanfang versandten Mitteilung der IHK.

Die Fasnet kann beginnen, die Kleidle sind entstaubt Seite 6

Schramberg

Kältefrei

Kältefrei hat es für die Kinder in der Kindertagesstätte Oberreute in Sulgen am Mittwoch gegeben. Die Heizung hatte gestreikt, und so blieb nichts anderes, als die Einrichtung für einen Tag zu schließen. Erste Probleme mit der Heizung hatte es bereits am Montag gegeben. Dennoch lief der Kindergarten- und Krippenbetrieb erst einmal normal weiter. Als dann aber am Dienstag die Heizung ganz den Dienst versagte und eine sofortige Reparatur nicht möglich war, wurde die Einrichtung für einen Tag geschlossen, so Kerstin Flaig, Abteilungsleiterin für Schulen und Kindertagesstätten bei der him Stadt Schramberg.

Wer narren will, kann narren. Auch mit DSGVO.” Der Sprecher der Narrenzunft Rottweil, Professor Frank Huber. Seite 5

Foto: Andreas Linsenmann

Deißlingen

Kellerbrand

In Deißlingen ist am Mittwochabend ein Brand an einem Schaltschrank im Untergeschoss eines Wohn- und Geschäftshauses am Ortsausgang ausgebrochen. Die Feuerwehren aus Deißlingen und Rottweil waren – neben DRK und Polizei – im Einsatz. Fünf Bewohner waren betroffen, drei wurden per Drehleiter aus dem Haus gerettet. Verletzt wurde niemand. Die Höhe des Sachschadens und die Ursache für das Feuer sind noch nicht bekannt. Der Einsatzort lag in direkter Nachbarschaft zum Gerätehaus der Deißlinger Feuerwehr. Die Floriansjünger konnten damit besonders gg schnell vor Ort sein.

Die Strom- und Energiekosten zu senken und den Netzausbau weiter voran zu treiben, das seien auch im neuen Jahr Top-Forderungen der Unternehmen beim Thema Energie an die Bundes- und Landesregierung. Zu diesem Ergebnis kommt die Industrie- und Handelskammer laut Pressemitteilung nach ihrer jährlichen Befragung von Unternehmen aller Größen und Branchen. IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez: „Das Ergebnis dieser Unternehmensbefragung überrascht uns nur wenig. Gerade die Stromzusatzkosten, bestehend aus Umlagen und Stromsteuer, sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen, was sich langsam aber sicher zu einem Standortnachteil entwickelt.” Dass vor diesem Hintergrund die Umlage zur Finanzierung der Erneuerbare Energie (EEGUmlage) in diesem Jahr leicht sinken werde, sei „zumindest ein erster Schritt in die richtige Richtung.” Spürbar günstige-

ren Strom werde es aber trotzdem nicht geben. Steigende Erzeugungskosten, OffshoreNetzumlage und CO2-Emissionshandelspreise würden die Senkung für den Endkunden wieder aufwiegen. Laut IHK machen die staatlichen Abgaben beim Gewerbestrom und insbesondere bei den Industrieunternehmen zwischenzeitlich etwa rund 80 Prozent des Preises aus. Aber auch das Thema Versorgungsicherheit und der dafür notwendige Netzausbau sei in den Unternehmen ein wichtiges Thema. Bei der Befragung hat bereits jedes vierte Unternehmen aus dem Ländle angegeben, in den letzten zwölf Monaten Probleme bei der Stromversorgung gehabt zu haben. Und wie die IHK berichtet, hat das bei einigen Betrieben auch zu einer Beeinträchtigung der Produktion geführt. Dabei sind gerade die statistisch nicht erfassten Stromausfälle unter drei Minuten ein häufigeres Problem als die Ausfälle über drei Minuten. IHK-Chef Albiez fordert nun von der Politik, „energiepolitische Maßnahmen und rechtliche Rahmenbedingungen so weiterzuentwickeln oder bei Bedarf auch zu korrigieren, dass diese für unsere Unternehmen weiterhin planbar und verpm lässlich sind.”


Bild der Woche. Der Wasserturm Rottweil Ende Dezember.

2 / NRWZ|

Die „schrillen Fehlaperlen“ kommen

Der Sportverein Horgen organisiert für Anfang April einen Kabarettabend in der Turn- und Festhalle. Zugast sind die „schrillen Fehlaperlen”.

Nachdem die Comedytruppe mit ihrem Programm „Liebe, Frust und Leberwurst” gut 100 Auftritte in Folge ausverkauft hatte, sei es wohl an der Zeit für das dritte abendfüllende Programm, heißt es in der Ankündigung. Es heißt „Friede, Freude, Pustekuchen”. Darin besingen die vier schrillen Perlen aus dem Fehlatal alles, was das Leben zu bieten hat. Zu viele Cocktails beim Kaffeeklatsch, Jugendwahn und seine Folgen, Schwerenöter und Liebestöter. Die Besorgung und Entsorgung von Männern, sowie die Abenteuer einer Afrikareise, alles wird wieder humorvoll und schonungslos im dazu passenden Kostüm präsentiert, so die Ankündigung weiter. Ferdi habe dabei als der Gitarre spielende Quotenmann die Aufgabe, das Programm mit seinen „Liedern aus Männersicht” zu bereichern. Somit sei es eines für alle Geschlechter. Info: Dere Auftritt findet am Freitag, 5. April, statt. Karten sind ab sofort im Vorverkauf erhältlich in der Linde-Post in Horgen, der Buchhandlung Klein in Rottweil sowie per E-Mail pm an sv-horgen@gmx.de

www.NRWZ.de

Termine, Aktuelles

NEUE ROTTWEILER ZEITUNG

Horgen

Foto: Silas Stein

Rottweil

Rottweil

Neujahrsempfang der FDP

Arzt-Patienten-Forum

Zum Neujahrsempfang der FDP kommt Michael Theurer nach Rottweil. Der Vizechef der FDPBundestagsfraktion will über die aktuelle Situation in Berlin berichten. Er soll als „Insider” die Arbeit der GroKo bewerten. Wahlkreisabgeordneter Daniel Karrais will zudem über seine Arbeit im Landtag berichten. Der Empfang findet am Sonntag, 20. Januar, im Kapuziner statt. Einlass ist ab 10.30 Uhr, pm Beginn um 11 Uhr. Rottweil

Umweltverbände laden ein

Die Umweltverbände aus dem Raum Rottweil – unter anderem der BUND, Nabu und die Agenda – laden am Dienstag, 15. Januar, in das Refektorium des Kapuziners in Rottweil ein. Im Mittelpunkt des Abends steht die Frage: Wie gestalten wir künftig gemeinsam die Umweltarbeit im Raum Rottweil? pm Beginn ist um 19.30 Uhr. Zimmern

Kinderflohmarkt

Am 1. Februar findet von 17 bis 18.30 Uhr ein Kinderflohmarkt in der Turn- und Festhalle in Zimmern statt. Einlass der Verkäufer ist ab 16 Uhr. Der Erlös des Flohmarkts fließt laut Veranstalter der Kita Immanuel zu. Für das leibliche Wohl sorgt deren Elternbeirat. Tischreservierungen sind per E-Mail an flohmarkt.immanuel@ pm gmail.com möglich.

Welche Prävention und Therapie gibt es bei Diabetes? Diese und andere Fragen wollen Fachärzte beim Arzt-Patienten-Forum beantworten. Es findet statt am Donnerstag, 17. Januar, ab 19.30 im Festsaal des Alten Gymnasiums in Rottweil. Veranstalter ist die VHS Rottweil in Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg. Referent ist Dr. Clemens Bauknecht, Facharzt für Innere Medizin. Die Moderation hat Dr. Jochen Scherler, Vorsitzenpm der der Kreisärzteschaft. Rottweil

Musikalische Interferenzen

Am Freitag, 18. Januar, startet um 20.30 Uhr, die Veranstaltungsreihe „Jazz im Refektorium” des Kapuziners Rottweil in eine neue Runde. Mit „InterFernecE” verwirklichte der aus Rottweil stammende Schlagzeuger Ferenc Mehl (Bild) laut Ankündigung seinen Traum: Wellen, Persönlichkeiten und Musikstile treffen zusammen, und daraus entstehen musikalische Interferenzen. Mehl versammle dazu gefragte Solisten und Bandleader der deutschen Jazzszene. Die Band spielt Songs aus der Feder des Bandleaders, interpretiert mit viel Freiraum und Liebe zum Detail. Info: Kartenreservierung per E-mail an jazzimrefektorium@gmail.com pm

Dietingen

Ortschaftsrat will bestehen bleiben Der Ortschaftsrat Dietingen hat sich jüngst mit seinem eigenen Fortbestand beschäftigt. Das dem Gemeinderat der Gesamtgemeinde vorgelagerte Gremium will sich erhalten, hieß es aus dem Rathaus.

Im Rahmen einer Klausurtagung des Gemeinderates haben sich vor fünf Jahren alle fünf Ortschaftsräte mit der eigenen Abschaffung auseinandergesetzt. Hintergrund: Die Aufgaben aus der Gemeindereform von 1975 gelten als erledigt, wegen der Vorberatungen in den einzelnen Ortschaftsräten kam bislang die Beratung im Gemeinderat als Hauptorgan der Gemeinde zu kurz. Allerdings gab es offenbar jüngst wiederum Kritik, dass zu wenige Sitzungen des Dietinger Ortschaftsrats einberufen worden seien und wichtige Themen wie die Schulentwicklung nur auf Antrag aus dem Gremium auf die Tagesordnung genommen würden. So hätten im vergangenen Jahr nur zwei Sitzungen stattgefunden, wenn nicht Ratsmitglieder die Initiative ergriffen hätten. Nun sollen wieder mehr Sitzungen des Kernort-Gremiums einberufen, die Ortschaftsratsmitglieder sollen mögliche Themen benennen. Sie sehen im Ortschaftsrat eine Unterstützung für die Verwaltung und ein gg Sprachrohr für die Bürger.


Samstag, 12. Januar 2019

Termine, Aktuelles, Meinung

|NRWZ/ 3

NEUE ROTTWEILER ZEITUNG

Jaspers Gedanken

W

Rottweil

Rottweil

Neujahrskonzert mit Barockorchester

Am morgigen Sonntag ist ab 16 Uhr das Landesjugendbarockorchester zu Gast in der Rottweiler Predigerkirche. Nach Auftritten in Freiburg, in Tübingen und im Landkreis Calw ist für die jungen Musiker das Rottweiler Konzert der Abschluss einer längeren Arbeitsphase in den Weihnachtsferien. Es kommen Werke englischer bzw. in England lebender Komponisten aus der Zeit um das Jahr 1700 zur Aufführung. Info: Der Eintritt ist frei. Um pm Spenden wird gebeten. Konzertdauer: etwa eine Stunde. Samstag, 12. Januar

Montag, 14. Januar

Schramberg

Vortrag: Erkältungskrankheiten – „natürlich” behandeln mit Claudia Ginter, Schloss Foyer, 19 Uhr

Dienstag, 15. Januar

Rottweil

Beffendorf

Narrentreffen 50 Jahre Hagen-Henker: 13 Uhr Kinderumzug, anschl. Brauchtumsnachmittag im Festzelt, 20.30 Uhr Rock-Frog-Party mit der Froschenkapelle Radolfzell, Festzelt

Vortrag: Dr. Winfried Hecht „100 Jahre nach der Ermordung von Rosa Luxemburg”, Altes Gymnasium, 19.30 Uhr

Villingen

Guggamusiktreffen der Bockdobel Pfuper mit verschiedenen Guggenmusiken und DJ Ligé, Gemeindehalle, 20 Uhr

L’Hôte, Solostück in französischer Sprache nach der Novelle von Albert Camus mit Nathalie Cellier, Theater am Ring, 19.30 Uhr Il combattimento, Monteverdis achtes Madrigalbuch mit Vokalensemble und Instrumentalisten des Instituts für Alte Musik Trossingen, Franziskaner-Konzerthaus, 20 Uhr

Rottweil

Mittwoch, 16. Januar

Deilingen

Snap Shot, Jazz-Quintett, Kulturcafé Krankenhausstr. 27, 20.30 Uhr

Schramberg

Tuttlingen

Schwanensee mit dem Russischen Nationalballett, Stadthalle, 19 Uhr

„Russischer Winter mit Dr. Schiwago”, Konzert mit Alexander Burmistrov, Balalaika, und Heiner Costabel, Klavier, Schloss, Foyer, 17 Uhr

Villingen

Trossingen

Donnerstag, 17. Januar

Fasnetsbörse, neue und gebrauchte Fasnetskostüme für Klein und Groß, kath. Gemeindehaus, 14 – 16 Uhr

Tuttlingen

Helter Skelter, Hits der späten 60er, 70er und 80er Jahre, Stadthalle, 20 Uhr

Villingen

Poetry Slam: Dichterwettstreit deluxe #6, Theater am Turm, 19.30 Uhr Zartbitter, Komödie von Lars Lienen, Rollmops-Theater, 20 Uhr Lukasheva-Neselovskyi Duo, Pianist Vadim Neselovskyi mit Sängerin und Komponistin Tamara Lukasheva, Jazzkeller, 21 Uhr

Sonntag, 13. Januar

Beffendorf

Narrentreffen 50 Jahre Hagen-Henker: 13 Uhr Großer Jubiläumsumzug mit 3700 Hästrägern, 16.45 Uhr Massenchor der Musikvereine im Festzelt

Rottweil

Das Herrenkramersche Kripple wir lebig gemacht, Stadtmuseum, 14, 15 und 16 Uhr; Eintrittskarten ab DI im Stadtarchiv

Schramberg

„Dem Zahn der Zeit trotzen”, Familiennachmittag im Stadtmuseum: 14-15 Uhr Familienführung durch die Krippensammlung und die Sonderausstellung der Schweizer‘schen Krippe, 14-17 Uhr LiveVorführung von Papier-Restaurierungsarbeiten an Krippenfiguren aus dem 18. Jahrhundert durch Dipl. Restauratorin Sabine Grimmig Christoph Sonntag, „Bloß kein Trend verpennt!” Kabarett, Bärensaal, 19 Uhr

Spaichingen

Festliches Neujahrskonzert im Glanz von Trompete und Orgel mit Bernhard Kratzer und Paul Theis, Stadtkirche, 17 Uhr

Die letzte Karawanserei, Schauspiel von Ariane Mnouchkine mit dem Landestheater Tübingen, Theater am Ring, 20 Uhr

Rottweil

Vortrag: Dr. Clemens Bauknecht „Diabetes mellitus – von der Vorbeugung zur Therapie”, Altes Gymnasium, 19.30 Uhr

Schramberg

Bilderbuchkino „Nikolas, wo warst du?”, Mediathek, 15 Uhr

Einwegbecher-freie Stadt? Kaffee im Mehrweg- statt in Pappbecher, das war das Ziel einer Schülerfirma des Leibniz-Gymnasiums letztes Jahr. Joachim Schädle (Bild), Wirt des gleichnamigen Cafés, hat da sehr gerne mitgemacht und den Schülern die Becher abgekauft. Doch dann schlief die Sache wieder ein, wie das bei Schülerfirmen eben so ist, die ja nur ein Schuljahr lang funktionieren.

Schädle hat mit den Marktbeschickern dennoch ein paar Kunden, die ihren Kaffee oder Tee sehr gern in den Mehrwegbechern holen, denn die sind nicht nur umweltfreundlich, sondern halten ihren Inhalt auch schön warm. Doch den Becher mitnehmen und anderswo abgeben, wie es eigentlich Ziel der Aktion war, das geht noch nicht. Silke Pach hat als Lehrerin die Schülerfirma betreut und findet es auch schade, dass das erstmal eingeschlafen ist, doch sie ist zuversichtlich, weitermachen zu können. Immerhin hatten die Schüler für die Becher ein eigenes Material entwickelt, zwei von ihnen studieren inzwischen in Reutlingen und machen an der Entwicklung weiter. Sie versuchen derzeit, den Bundestag von Mehrwegbechern zu überzeugen. „Das sollte eigentlich das Willkommensgeschenk für die EU-Präsidentschaft Deutschlands werden.” Doch die Mühlen in Berlin mahlen langsam, „das ist ein sehr kompliziertes Verfahren.” In Rottweil ist es nicht ganz so kompliziert, derzeit verhandelt Silke Pach mit dem Biomarkt B2 wegen der Mehrwegbecher, und im Café Känzele gibt es sie inzwischen. „Bei den Bäckereiketten sind wir abgeblitzt”, so Silke Pach, „das ist echt schwierig.” Bei der Stadt Rottweil scheint derzeit kein Interesse zu bestehen, sich um Mehrweg statt Einweg zu bemühen, trotz des Logos der Landesgartenschau, das da ja lautet „Höher, grüner, weiter”. Eine diesbezügliche Anfrage der NRWZ blieb seit vorletzter Woche unbeantwortet, dabei sind andere Städte wie beispielsweise Tuttlingen derzeit dabei, Kaffee in Einwegbechern aus der Stadt zu mm verbannen. Schramberg

Noch Karten für Christoph Sonntag

Der Kabarettist Christoph Sonntag ist auf Comedy-Tour und kommt am heutigen Samstag nach Schramberg. Die Vorstellung im Bärensaal beginnt um 19 Uhr. Laut Veranstalter wird es an der Abendpm kasse noch Karten geben.

Schwenningen

Kabarett nach Versmaß von und mit Michael Feindler, Theater im Capitol, 20 Uhr

Trossingen

Breakin‘ Mozart, Breakdance und die größten Hits des Komponisten, Konzerthaus, 20 Uhr

Freitag, 18. Januar

Deilingen

Leserbrief

Donaueschingen

Nicht daran interessiert, Müll zu reduzieren?

Rottweil

W

Nachtumzug der Narrenzunft, 19.30 Uhr Schwarze Grütze, Kabarett aus Potsdam, Kunst+Musikschule Gewölbekeller, 20 Uhr InterFerencE, Jazz mit dem Projekt von Ferenc Mehl, Kapuziner, 20.30 Uhr

Schramberg

Kinderprogramm: „Nix-wie-raus!”, JUKS3, 15 – 17 Uhr Literatur-Treff: Ayelet Gundar-Goshen: „Löwen wecken” mit Dr. Lucy Lachenmaier, VHS-Seminargebäude, 15 Uhr Vortrag: „Die ersten Frauen im Schramberger Gemeinderat” mit Gisela Lixfeld, Stadtmuseum im Schloss, 19 Uhr

Tuttlingen

Roby Lakatos & Band, der „Teufelsgeiger”, Stadthalle, 20 Uhr Termin-Ankündigungen bitte per E-Mail an redaktion@NRWZ.de

ir versuchen, unseren Müll zu reduzieren, und trennen diesen gewissenhaft. Unsere Tonne wird achtwöchentlich (also sechs bis sieben Mal pro Jahr) geleert. Meistens ist sie nur halbvoll. Künftig wird sie zwölfmal jährlich geleert und entsprechend abgerechnet. Laut Abfallwirtschaftsamt soll dies dazu dienen, wilde Müllablagerungen zu vermeiden. Ist das nicht vielmehr eine Aufforderung, unseren Müll unsortiert komplett in die Restmülltonne zu werfen, damit diese auch künftig wenigstens halb voll ist? Kann es sein, dass weder das Abfallwirtschaftsamt noch der Kreistag an einer Müllreduzierung interessiert sind? Aber vielleicht sind wir die einzigen, die sich darüber GeE. und A. Volk, Rottweil danken machen.

issen Sie, ich bin ein liberaler Kerl. Jeder soll nach seiner Fasson selig werden. Außerhalb meines Reviers, halt. Eine durchaus humanistische Geisteshaltung, wie mein Herrchen mir schon bestätigt hat. Deshalb ist es mir auch herzlich egal, dass es in Rottweil seit ein paar Jahren eine zweite Art Narrenzunft gibt. Mein Ding sind so Untergrundorganisationen nicht, ich bin für den direkten Dialog von Schnauze zu Schnauze, aber wie gesagt: Soll doch jeder selig werden. Allerdings musste ich meinem Herrchen raten, aktuell nicht über diese zweite sogenannte Zunft zu berichten. Diese Hexen haben ihm nämlich geschrieben, dass er bitte was über ihr Jubiläum veröffentlichen solle. Aber, ich zitiere: „Erst nach Freigabe unsererseits darf der Artikel publiziert werden!” Mit Ausrufezeichen. Mit Verlaub, denen hackt’s! Wissen Sie, für mich als liberalem Kerl ist die Pressefreiheit mindestens so wichtig wie der Reviersgebietsschutz. Und so dreist – und plump – hat noch niemand versucht, mein Herrchen und die NRWZ-Redaktion auf die gewünschte Linie zu bekommen. So nicht, liebe Leute, so nicht. Herzlich, aber mit einem gutturalen Knurren, Ihr Jasper, NRWZ-Redaktionshund


4 / NRWZ|

Aktuelles

NEUE ROTTWEILER ZEITUNG

www.NRWZ.de

Kreis Rottweil

Messestand in Stuttgart

Bereits zum zehnten Mal ist der Landkreis Rottweil nach Angaben des Landratsamts mit dabei, wenn sich die Tourismusbranche auf der CMT ein Stelldichein gibt. Die weltweit größte Tourismusmesse findet bis zum 20. Januar in Stuttgart statt. Bei der Präsentation des Landkreises sind alle kreisangehörigen Städte mit vertreten: Dornhan, Oberndorf, Rottweil, Schiltach, Schramberg und Sulz. Auf dem Messestand sollen die Möglichkeiten zur Ausflugs- und Urlaubsgestaltung im Landkreis Rottweil vorgestellt werden. Der Bogen spannt sich vom Schwarzwald bis zur Schwäbischen Alb und vom Neckar bis zur Kinzig. Themenschwerpunkte sind das Rad- und Wanderparadies Schwarzwald und Alb sowie das reichhaltige Kultur- und Freizeitangebot. Zum Rad- und Wanderparadies sind fünf Tourenbroschüren erhältlich. Informationen über die neuen Genießerpfade in Schramberg und Tennenbronn sowie den Qualitätsweg „Eschachtal Rottweil” sind in die neu aufgelegte Wanderbroschüre Nr. 2 integriert; außerdem ist das druckfrische Journal „Auf Touren 2019” verfügbar. Ein großes Bildmotiv zum Junghans Terrassenbau Museum in Schramberg stimme die Besucher auf ein neues „Highlight” im kulturellen und touristischen Angebot des Landkreises ein, teilt das Landratsamt weiter mit. Info: Der Messestand des Landkreises ist in den Auftritt der Schwarzwald Tourismusgesellschaft eingebunden und befindet sich in Halle 6. Am Stand C44 können sich Gäste montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und am Wochenende ab 9 pm Uhr informieren.

Rottweil

112 gymnasiale Referendare vereidigt 112 Referendarinnen und Referendare des Staatlichen Seminars für Didaktik und Lehrerbildung (Gymnasium) Rottweil haben am Montag ihre Urkunden über die Ernennung zu Beamten auf Widerruf erhalten. Sie wurden zudem auf Grundgesetz, Landesverfassung, Recht und „Gerechtigkeit gegen jedermann” vereidigt.

In den 19 Monaten des Vorbereitungsdienstes hospitieren und unterrichten die Referendare an den 30 Gymnasien der Landkreise Rottweil, Schwarzwald-Baar, Tuttlingen und Konstanz und werden am Staatlichen Seminar in ihren fachbezogenen Didaktiken, in Pädagogik, Pädagogischer Psychologie, Medienpädagogik, Schulrecht und in ergänzenden Veranstaltungen praxisbezogen ausgebildet. Start ist jeweils Anfang Januar, Abschluss im Juli des Folgejahres mit der Zweiten Staatsprüfung. Das Seminar für Gymnasien in Rottweil besteht seit dem Jahr 1964, aktuell erhielt der 78. Kurs seine Ernennungsurkunden. Das teilte die Behörde mit. Die Seminardirektorin, Professorin Maria Berger-Senn, übergab die Urkunden und stellte den angehenden Lehrkräften den Wert von Bildung nachdrücklich vor Augen: Bildung sei, so Berger-Senn, nach wie vor ein wesentlicher Schlüssel zu einem erfolgreichen Leben, zu einem gelingenden Zusammenleben, aber auch für das Überleben auf unserem Planeten. Dabei gehörten Herzensbildung und Geistesbildung unmittelbar zupm sammen; wo sie fehlten, entstehe Unfrieden, Ungerechtigkeit und Gewalt.

Aichhalden

In Leitplanke gedonnert und geflüchtet

Kreis Rottweil

Heftiger Wintereinbruch

Im Großen und Ganzen glimpflich ver-

Nach einer Unfallflucht im Zeitraum vom Samstag gegen 17 Uhr bis Sonntag gegen laufen ist der heftige Wintereinbruch am 19 Uhr auf der Kreisstraße 5531 zwischen Aichhalden und Rötenberg sucht die Poli- Mittwochfrüh. Das berichtet die Polizei. zei Schramberg nach eigenen Angaben dringend nach Zeugen. „Lastwagen- und Autofahrer haben ihre

Fahrweise angepasst, schneeschwere Bäume fielen zum Glück immer ins Leere”, so Thomas Kalmbach, Sprecher des Polizeipräsidiums Tuttlingen, das für die Region Rottweil zuständig ist. Bis um 12 Uhr registrierte das Lagezentrum beim Polizeipräsidium Tuttlingen laut Sprecher Kalmbach für alle fünf Landkreise einen Unfall mit Leichtverletzten und insgesamt 36 Verkehrsunfälle mit Sachschaden. Vor allem in den höheren Lagen von Alb und Schwarzwald stürzten museums eine Straßenlaterne mutwillig Bäume unter der Schneelast um. Straßen beschädigt. Das meldet die Polizei. Der waren dadurch zeitweise blockiert oder Schaden wird auf rund 1500 Euro ge- mussten gesperrt werden. Steile Anstieschätzt. Hinweise nimmt das Polizeirevier ge oder Gefällstrecken waren allerdings pz das Problem der Lastwagenfahrer. An eiunter Tel. 0741 477-0 entgegen. nigen Stellen kamen die großen Fahrzeuge nicht mehr weiter. „Unterm Strich kann die Polizei die Verkehrsteilnehmer der Region für ihren beFür den Standort Villingen-Schwenningen sonnen Fahrstil und suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt: ihre Aufmerksamkeit Finanzbuchhalter (m/w/d) nur loben”, so Spre(in Voll- oder Teilzeit) cher Kalmbach. Alle Alle Infos finden Sie unter www.lfkvs.de/karriere hätten dazu beigetragen, „dass wir bisher LFK | Limberger Fuchs Koch & Partner mbB ohne größere BlessuSteinkirchring 1 | 78056 Villingen-Schwenningen ren durch den Tag geFon +49 77 20 955-235 | karriere@lfkvs.de kommen sind”. pz

Ein unbekannter Autofahrer war laut Polizeibericht auf der Kreisstraße in Richtung Rötenberg unterwegs und kam wohl wegen nicht angepasster Geschwindigkeit in einer scharfen Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab. Dann prallte das Fahrzeug in eine Schutzplanke und schlitterte bis zur angrenzenden Wiese weiter. Obwohl der Fahrer des Wagens einen nicht unerheblichen Sachschaden in Höhe von mindestens 1000 Euro verursachte, machte er sich „vom Acker”, wie es im Polizeibericht heißt. An dem Verursacherfahrzeug dürfte ebenso ein Schaden durch den Zusammenstoß mit der Schutzplanke entstanden sein. Das Polizeirevier Schramberg hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise zu dem Unfallflüchtigen und / oder dem Unfallfahrzeug. pz Zeugen werden gebeten sich unter Tel. 07422 2701-0 zu melden. Schramberg

Nach Auffahrunfall abgehauen

Die Polizei in Schramberg sucht noch Zeugen zu einem Unfall, der am Dienstag, gegen 15.40 Uhr, auf der Oberndorfer Straße passiert ist. Eine 40-jährige Mercedes-Fahrerin war in Richtung Sulgen unterwegs. An der Bushaltestelle verringerte sie ihre Geschwindigkeit, um einem Linienbus einfahren zu lassen. Dabei rammte ihr Hintermann leicht das Heck ihres Mercedes. Schaden: rund 2500 Euro. Der Unbekannte fuhr davon. Hinweise an das Polizeirevier Schramberg unter Tel. 07422 pz 2701-0. Rottweil

Laterne beschädigt

In der Zeit zwischen Sonntag, 30. Dezember, und Dienstag, 8. Januar, haben unbekannte Täter im Bereich des Dominkaner-

Impressum Herausgeber: NRWZ Verlag GmbH & Co. KG mit Sitz in Rottweil, vertreten durch die NRWZ Verwaltungs-GmbH Geschäftsführer der NRWZ VerwaltungsGmbH: Peter Arnegger Redaktion: Peter Arnegger (gg, v.i.S.d.P), WolfDieter Bojus (wede), Gabi Hertkorn (gh), Martin Himmelheber (him), Dr. Andreas Linsenmann (al) und Mirko Witkowski (wit). Postanschrift der Redaktion: Hauptstraße 31-33, 78628 Rottweil Tel. 0741-32 07 90-51 Fax: 0741-32 07 90-99 E-Mail: redaktion@ NRWZ.de Anzeigenverkauf: Katharina Birk, Martina Birk, Katrin Hirsch, Marion Laudert und Elke Trick. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Peter Arnegger. Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 16 vom 1. Januar 2019. Anzeigen: Tel. 0741-32 07 90-52 Fax: 0741-32 07 90-99 E-Mail: anzeigen@NRWZ.de Postanschrift des Verlages: NRWZ Verlag GmbH & Co. KG, Hauptstraße 31-33, 78628 Rottweil Tel. 0741-32 07 90-50 Fax: 0741-32 07 90-99 E-Mail: verlag@NRWZ.de Gestaltung & Produktion: Peter Arnegger Druck: Bechtle Verlag&Druck, Esslingen Vertrieb: psg Presse und Verteilservice BadenWürttemberg GmbH, Tel. 0800-999-5-222 Für unverlangt eingesandte Beiträge, Fotos und Zeichnungen wird keine Haftung übernommen. Alle nicht näher gekennzeichneten Fotos sind Werkfotos oder Eigenproduktionen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge und Leserbriefe (mit und ohne Signatur) stellen die Meinung der Autoren dar. Nachdruck und Vervielfältigung aller Art sowie Übernahme auf Datenträger sind nur mit Genehmigung des Verlags gestattet.


www.NRWZ.de

|NRWZ/ 5

Rottweil

NEUE ROTTWEILER ZEITUNG

Samstag, 12. Januar 2019

„Wer narren will, kann narren. Auch mit DSGVO.” Brauchtum Mehr Kontrolle, klarere Struktur: Narrenzunft plant eine umfangreiche Satzungsänderung

gliederausschuss entscheidet insbesondere über Aufnahme und Ausschluss von Mitgliedern sowie mit der Mitgliedschaft verbundene Ausnahmen. Über Beitrittserklärungen die offensichtlich und zweifelsfrei eine Mitgliedschaft begründen entscheidet der Vorsitzende gemeinsam mit seinem Stellvertreter unmittelbar.” „Der Mitgliederausschuss gibt sich eine Geschäftsordnung die vom Ausschuss genehmigt werden muss.” Die Narrenzunft will also ein neues, weitgehend autark arbeitendes Gremium schaffen, das die Vereinsstruktur wesentlich bestimmt. 3. Hintergrund wiederum laut Zunftschreiber Huber: Die DSGVO schreibe vor, dass Zugang zu den Daten der Vereinsmitglieder maximal neun Personen hätten. Den Kreis dieser Personen bilde eben der Mitgliederausschuss.

Der Beschluss über den Ausschluss aus dem Verein muss mit einer Zweidrittel-Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst und soll dem Betroffenen schriftlich mitgeteilt werden. Dieser sei auf Verlangen vor dem Ausschluss anzuhören. Der Ausgeschlossene könne gegen den Beschluss Beschwerde bei der Mitgliederversammlung einreichen und eine Abstimmung in diesem Gremium beantragen. Es entscheide über diesen Antrag mit einfacher Mehrheit. Ein Ausschluss aus der Zunft soll auch erfolgen, wenn ein Vereinsmitglied mit mindestens zwei Jahresbeiträgen im Rückstand ist und es vom Säckelmeister – also dem Kassier – schriftlich angemahnt wurde. Darüber entscheide der Vorsitzende mit seinem Stellvertreter. Es gehe „nicht darum, auszugrenzen”, so Zunftschreiber Huber. „Wir versuchen nur, den Status quo zu festigen.” Die Fasnet so traditionell zu halten, wie sie ist. Aber es sei auch klar, „dass wir für die Zukunft fit sein müssen”, sagt er weiter. „Wir wollen Signale geben, dass wir nicht bereit sind, alles mit uns machen zu lassen.” Hier geht es offenbar um mehr Kontrolle über die Mitglieder. Huber geht nicht ins Detail. Aber er beruhigt: „Wer narren will, kann narren.” Und ergänzt im Hinblick auf den Grund für die Satzungsänderung: „Auch mit DSGVO.” Wird es nach 2019 noch Narrenkarten geben, die zur Sprungteilnahme berechtigen? Huber: „Korrekt, es heißt dann halt nicht mehr Mitgliedskarte (wie bisher, im Volksmund ‚Narrenkarte’), sondern Teilnehmerkarte.” Die Sprungteilnahme soll, wie gehabt, 15 Euro für Erwachsene kosten, 5 für Kinder. Über die Kosten müsse die Hauptversammlung entscheiden.

MÖGLICHES ENDE DER MITGLIEDSCHAFT GEREGELT

MITGLIEDER WÄHLEN VORSTAND NICHT MEHR DIREKT

Bisher endete die bei der Narrenzunft Rottweil über die erworbene Karte erlangte Mitgliedschaft automatisch zum Jahresende, zum 31. Dezember. Und natürlich durch Tod, Austritt oder Ausschluss. Nun soll die Mitgliedschaft nicht mehr automatisch enden. Sie wurde ja weitaus umständlicher, damit aber auf Dauer erworben. Für den Fall des Falles aber soll auch der Mitgliederausschuss zuständig sein. Der beschließt auch über den Ausschluss einzelner Mitglieder. Und zwar dann, wenn „ein Mitglied nachhaltig gegen den Vereinszweck sowie die Regeln der Narrenzunft und des Narrenbreviers verstößt.” Das Narrenbrevier, das sind die Benimmregeln. Es legt auch Kleidung und Art und Weise, wie ein Narrenkleid getragen wird, fest. Und wann und wo. Es wird mit der neuen Satzung zum Gesetz.

Weiterhin will sich der Vorstand einmal im Jahr vor der Fasnet den Mitgliedern stellen. Und gegebenenfalls auch außerhalb dieses Rhythmus’ in Form einer außerordentlichen Versammlung. Aber nicht mehr zur Wahl. So heißt es in der künftigen, noch zu beschließenden Satzung: „Der Ausschuss wählt aus seinen Reihen die Vorstandschaft sowie einen Mitgliederausschuss, der aus mindestens 7 Personen besteht. Die Wahl bedarf im ersten Wahlgang einer Mehrheit von 2/3 aller Ausschussmitglieder. Sollte im ersten Wahlgang keine 2/3 Mehrheit zustande kommen, gilt im zweiten Wahlgang die einfache Mehrheit aller Ausschussmitglieder. Personen, die in einer anderen Narrenzunft oder einer Vereinigung mit vergleichbarem Vereinszweck eine Vorstands-, Ausschuss- oder sonstige leitende Stellung haben, können nicht in den Vorstand gewählt werden.” Der Ausschuss soll – wie bisher – aus der Vorstandschaft und4

Die Narrenzunft Rottweil plant eine umfangreiche Satzungsänderung. Sie soll in der kommenden Mitgliederversammlung vollzogen werden, steht unter Punkt 6 auf der Tagesordnung, unter dem Stichwort „DSGVO”, Datenschutzgrundverordnung. Sie trennt erstmals die Narren, die an den Sprüngen teilnehmen, von den aktiven Mitgliedern der Zunft. Sie sei ein juristisches Thema, schlicht aus rechtlichen Gründen notwendig, so Zunftschreiber Professor Frank Huber auf Nachfrage der NRWZ. Sie mache den riesigen Verein überschau- und handhabbarer.

W

er bisher in der Vorfastnachtszeit eine Narrenkarte erworben hatte, der war aktives Mitglied der Zunft. Wer die Karte erwarb, das ist nicht überprüft worden. Es konnte also auch etwa ein Kölner, ein Überlinger, ein Lackendorfer (wie der Autor dieser Zeilen mal einer war) zu einer der Ausgabestellen für die Mitgliedskarte gehen und eine kaufen. Diese berechtigte zur Teilnahme an den Narrensprüngen – ein zugelassenes Original Rottweiler Narrenkleid vorausgesetzt. Bei dieser Form der Anonymität bleibt es. Aber: Wer an den Sprüngen teilnimmt, ist nicht mehr automatisch Mitglied der Zunft. Beide Formen werden getrennt, aktiver Narr von aktivem Zunftmitglied. In der neuen Satzung, die die Mitgliederversammlung am 18. Januar beschließen soll und die der NRWZ bereits vorliegt, heißt es nämlich: „Die aktive Mitgliedschaft kann erwerben, wer das 18. Lebensjahr vollendet und seinen 1. Wohnsitz seit mindestens 5 Jahren in Rottweil oder den Stadtteilen Altstadt, Bühlingen und Hausen sowie den Ortsteilen Feckenhausen, Neukirch und Göllsdorf oder der Gemeinde Zimmern o.R. ohne deren Ortsteile hat und seinen überwiegenden Lebensschwerpunkt in Rottweil oder den genannten Teilorten hat und dort überwiegend wohnt.” Hintergrund: Zuletzt hat die Zunft knapp 6500 Karten verkauft. Machte automatisch knapp 6500 Vereinsmitglieder. Von denen der Verein Name und Vorname kannte, mithin persönliche Daten, die unter die Datenschutzgrundverordnung fallen. Die Daten sind zudem von „einfachen” Zunftmitgliedern aufgenommen worden – von den Leuten an den Kartenverkaufsstellen. Die haben ‚zig dieser Karten binnen weniger Stunden geschrieben. Das gilt noch 2019, aber damit ist ab dem kommenden Jahr Schluss. Künftig will die Zunft vielleicht noch ein paar hundert Mitglieder haben. Unabhängig von der Zahl der springenden, juckenden Narren. Huber erklärt dazu: „Wir

Nur echt mit Plakette: Original Rottweiler Narrenkleid.

wollen nicht beschränken. Es geht nur darum, den Verein auf eine aktuell gültige rechtliche Basis zu stellen.” „Ich möchte das mal an einem Beispiel erklären”, sagt der Schreiber und damit Sprecher der Narrenzunft Rottweil, Professor Frank Huber. Der VfB Stuttgart habe als Fußballverein Mitglieder. Und er habe Zuschauer, die in sein Stadion kommen. „Die Zuschauer sind aber nicht zugleich Mitglieder”, so Huber. Im Falle der Narrenzunft werden die Zuschauer derweil zu Sprungteilnehmern. Bisher sind diese, wie erklärt, zugleich automatisch Mitglieder der Zunft, künftig werden sie dies nicht mehr sein. Huber sagt, man rechne auf diese Art und Weise mit 300, vielleicht 500 aktiven Vereinsmitgliedern. Ab dem kommenden Jahr, ab 2020. Für diese will die Zunft ein eigenes Gremium bilden, den „Mitgliederausschuss”. Dieses neue Organ will die Narrenzunft Rottweil per Satzung einführen. Das wird funktionieren, wenn bei der Mitgliederversammlung am Freitag, 18. Januar, ab 19 Uhr im Kapuziner mindestens zwei Drittel der abgegebenen Stimmen dafür sind. Mit dieser Mehrheit sind Satzungsänderungen möglich. Der Mitgliederausschuss, ein Gremium aus wenigstens sieben Personen, gewählt vom Ausschuss der Narrenzunft, nicht von der Mitgliederversammlung, soll weit reichende Befugnisse erhalten. Zitate aus der künftigen Satzung: 1. „In Fällen einer engen Bindung zur Stadt Rottweil oder eines überdurchschnittlichen Engagements für die Rottweiler Fasnet kann abweichend von obigen Regelungen eine aktive Mitgliedschaft verliehen werden. Über diese Ausnahmen entscheidet der Mitgliederausschuss.” 2. „Der Mitgliederausschuss wählt aus seinen Reihen einen Vorsitzenden und einen Stellvertreter. Der Mit-

Foto: al


6 / NRWZ|

www.NRWZ.de

Rottweil

NEUE ROTTWEILER ZEITUNG

Brauchtum

Die Abstauber waren unterwegs

Sonntag war der 6. Januar. Der Dreikönigstag. Seither erst goht’s dagega. So lange warten traditionell die Narren der Schwäbisch-Alemannischen Fasnet, vorher ist Weihnachten, Besinnlichkeit. Der 11.11.? Irgendein Datum. Erst seit Sonntag darf die Vorfreude auf die höchsten Feiertage ausgelebt werden, beginnt die Vor-Fastnachtszeit.

Seit den 1930-er Jahren werden in der großen Narrenstadt Rottweil am Dreikönigstag die Abstauber ausgesandt. Erstes sichtbares Zeichen der nahenden Fastnacht. Feine Herren in Frack und Zylinder, mit einem ledernen Täschchen ausgestattet, in dem sich als wichtigstes Utensil ein Bürstlein befindet. Es gibt da unterschiedliche Modelle, kleine, große, einfache, luxuriöse – aber sie alle dienen einem Zweck: die Narrenkleider abzustauben. Symbolisch vom Staub zu befreien. In den Bürgershäusern, die die Herren auf

4mindestens vier, höchstens 26 weiteren Mitgliedern bestehen. Diese werden von der Mitgliederversammlung aus deren Mitte gewählt. Und noch eine juristische Frage: Gehört der neue Mitgliederausschuss nicht auch zu den Organen der Narrenzunft? Er ist unter Paragraf 4 der Satzung nicht aufgeführt. „Wir haben den Mitgliederausschuss dem Organ des Ausschusses zugeordnet und in die Satzung aufgenommen, da auch hier Überlegungen zur DSGVO eine Rolle spielen”, antwortet Huber. „Wir wollen dem Gesetzgeber die Ernsthaftigkeit unserer Bemühungen zum Schutz persönlicher Daten zum Ausdruck bringen.” Da dieser Ausschuss Zugriff auf Mitgliederdaten habe, wolle ihn die Zunft beschreiben und satzungsmäßig verankern. Die weiteren, wie etwa der Kinderund Jugend- sowie der Kleidleausschuss, sind satzungsmäßig nicht verankert. Durch eine Verankerung des Mitgliederausschusses bekomme der Schutz der Daten einen besongg deren Stellenwert.

ihrem oft auch als beschwerlich beschriebenen Weg durch die Stadt aufsuchen. Der Narrenmeister, Christoph Bechthold, gibt an und ab diesem Tag den Ton an. Er sendet die Abstauber aus, gibt ihnen gute Ratschläge mit auf den Weg, die sie sich geduldig und lächelnd anhören. Dieses Jahr in aller Munde – und sie wird noch für eine Satzungsänderung sorgen – die DSGVO, die Datenschutzgrundverordnung. So dringen die NarrenzunftMitglieder als Abstauber ja in privateste Bereiche der Bürger vor, müssten die so gewonnenen Hintergründe allerdings beim Verlassen der Häuser wieder vergessen. So wolle es das Gesetz. Dazu offenbar wird seit Jahrzehnten in den Häusern immer ein kleines Schlückchen Hochprozentiges ausgeschenkt. Oder auch mal zwei. Damit sei das Vergessen ab dem vierten Haus kein Problem mehr, erklärte Narrenmeister Bechtold.

Kommunalpolitik

Grüne fordern Photovoltaikanlagen auf Neubauten Eine schwierige Geburt: Es brauchte offenbar drei Anläufe, bis Rottweils Grüne in ihrer jüngsten Sitzung den Antrag absegneten, der auf Neubauten die Installation von Photovoltaikanlagen verlangt.

Woran klemmte es? Zwei hohe Ziele kollidieren nach Angaben der Grünen: einerseits weitere Maßnahmen zum Klimaschutz und andererseits die Gestaltungsfreiheit beim Bauen. „Ein echtes Dilemma für eine freiheitsliebende Partei”, schreiben die Grünen in ihrer Pressemitteilung. Angesichts der sich dramatisch verschärfenden Klimakrise fiel die Abwägung der Ökopartei im Interesse Gemeinwohls schließlich für den konsequenten Klimaschutz aus. Einstimmig. Frank Sucker stellte den Antragsen twur f vor, der sich am Tübinger Modell orientiert. Dort fand die sogenannte Solarpflicht bei Neubauten im Gemeinderat eine Mehrheit. Eine Pioniertat, die Umweltminister Franz Untersteller als vorbildlich propagiert. „Solaranlagen sollten auf Dächern heutzutage so selbstverständlich sein wie Fenster oder Türen und sie lohnen sich auch finanziell”, warb Sucker. Doch der Knackpunkt war: Soll man das auch vorschreiben? Jochen Baumann und Hubert Nowack rieten immer wieder zum Grübeln über Alternativen. Gibt es Anreize, dieses unstrittige Ziel ohne Abstriche auch freiwillig zu erreichen? Niemand fand eine Lösung. Doch

Es stimmt: Nicht zuletzt der Alkohol soll, so wird erzählt, den Tag für die Abstauber beschwerlich machen. Und so gibt es den einen Rottweiler Abstauber, der ein vereinbartes Telefonat am Montag frühestens zur Nachmittagszeit, zwischen 14 und 16 Uhr führen will. Es gibt aber auch jenen, der keinen Tropfen Alkohol mehr trinken wird, wie seit eineinhalb Jahren schon, und der am Montag einen regulären Arbeitstag hatte, wie er der NRWZ sagte. Ob also mit oder ohne Alkohol: Der Dreikönigstag ist für alle aktiven Rottweiler Narren ein großer, ein wichtiger Tag auf dem Weg zur kommenden Fasnet. Deshalb haben hunderte Zuschauer wieder dem Spektakel vor dem Café Schädle beigewohnt, die Blasmusik – die Tagwachkapelle – spielte, der Rottweiler Narrenmarsch erklang. Strahlende Gesicher, allenthalben. Die VorFastnachtszeit hat begonnen. Unser Bild zeigt EhrenPeter Arnegger mitglied Herbert Sauter.

alle waren offen, schlauere Ideen von Verwaltung oder anderen Fraktionen gerne aufzugreifen. Immerhin eine Erleichterung für Bauherren ist neu in den Antrag eingeflossen: Wenn die Anfangsfinanzierung einer Photovoltaikanlage tatsächlich eine unzumutbare Bürde ist, könnte die ENRW einspringen. Wäre das gar ein neues Geschäftsfeld für den städtischen Energieversorger? Im Einzelnen verlangt der Antrag der Grünen, bei Grundstückskaufverträgen der Stadt Rottweil unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Angemessenheit die Installation von Photovoltaikanlagen zu vereinbaren. Das gilt auch für städtebauliche Verträge und Bebauungspläne. Diese Verpflichtung entfällt, wenn eine thermische Solaranlage die gesetzlichen Pflichten zur Nutzung Erneuerbarer Energien vollständig erfüllt. In der Begründung betonen die Grünen die Bewältigung der Klimakrise als eine der größten Menschheitsaufgaben. Der UN-Klimagipfel in Kattowitz habe das jüngst eindringlich unterstrichen. Auch die Kommunen sind verstärkt gefordert. Auf den Dächern Rottweils sehen die Grünen „ein großes Potenzial zum Ausbau der Stromproduktion aus Photovoltaikanlagen.” Diese dezentrale Energieversorgung reduziert aber nicht nur klimaschädliche Schadstoffe. Sie dämpft sie auch die Risiken der Energiepreise, denn „die Sonne schickt bekanntlich keine Rechnungen.” Weitere Argumente sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen in der Bauleitplanung, die sich eindeutig zugunsten des Klimaschutzes verändert haben. Und für Bauherren besonders interessant: Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme, beantwortet die Frage „Kann eine neue PV-Anlage gute Renditen bringen?” in einer aktuellen Publikation mit einem klaren pm „Ja”.


Samstag, 12. Januar 2019

Rottweil

|NRWZ/ 7

NEUE ROTTWEILER ZEITUNG

Seit einem halben Jahrtausend fest verbunden Geschichte 500 Jahre „Ewiger Bund” zwischen Rottweil und der Eidgenossenschaft / Teil 1 Das Jahr 2019 ist für Rottweil mit einem außergewöhnlichen Jubiläum verbunden: 1519, vor 500 Jahren also, wurde der „ewige Bund” mit der damaligen Schweizerischen Eidgenossenschaft geschlossen. Die NRWZ nimmt dieses Thema in einer losen Reihe in den Blick. Teil eins beleuchtet die Anfänge.

V

erbindungen in den nördlichen Alpenraum gab es bereits lange vor 1519. AltStadtarchivar Dr. Winfried Hecht führt sie in einer 1979 erstmals erschienenen Festschrift zu den rottweilerisch-eidgenössischen Banden bis in die Römerzeit zurück: Besetzt wurde die Region von der in Vindonissa beim heutigen Brugg stationierten XI. Legion. Sie machte das römische Rottweil zu einem wichtigen Straßenknotenpunkt. Im Frühmittelalter ragt die Christianisierung des Raums als Verflechtung heraus. Sie ging vom Kloster St. Gallen aus. Auch findet sich die älteste ErFoto: al wähnung von „Rotuvilla” in der Lebens- Erinnert an den Ewigen Bund: Eine 1969 entstandene Glasmalerei im Treppenhaus des Stadtarchivs. beschreibung des Heiligen Gallus. Ein starkes Indiz für vielfältige Austauschprozes- für 15 Jahre als „zugewandter Ort” anerkannt – ein Rottweiler als Reichsfeind gevierteilt. se im Hoch- und Spätmittelalter bietet bis heute das Bündnis, das bereits 1477 um weitere 15 Jahre verlänMaximilian I. war es denn auch, der sich in Rottweil Rottweiler Stadtbild. Wie in etlichen Schweizer Städ- gert wurde. 1507 huldigen ließ und eine Fortführung des Bündten ist es durch eine traufseitige Stellung der Häuser Die Schweizer gewannen dabei einen potenten nisses unterband. Kaum hatte der als „letzter Ritter” zu den Straßen und Gassen geprägt. Rottweil ist damit Partner: Rottweil hatte einen dynamischen Aufstieg gerühmte Habsburger im Januar 1519 allerdings die der nördlichste Ausläufer einer Bauform, die sich von erlebt. Handwerk und Handel florieren. Mit Erzeug- Augen geschlossen, nahmen die Rottweiler erneut der in Umland dominierenden Giebelstellung unter- nissen des Färber- und Weberhandwerks sowie in Kontakt zu den Eidgenossen auf. Dass sich diese mittscheidet. der Metallverarbeitung erlangte die Stadt Spitzen- lerweile faktisch aus dem Reichsverband gelöst hatten, Zu diesem auf enge Bande hinweisenden Befund plätze. Zudem war Rottweil ein bedeutender Finanz- tat dem Eifer keinen Abbruch. Diesmal ging es nicht passen auch Hinweise in den raren Schriftquellen der platz. Der Wohlstand entfachte Baueifer. So nahm um eine zeitweilige Annäherung. Dieses Mal war das Zeit. So war am Rottweiler Kapellenturm um 1340 ein man 1478 die um die Mitte des 14. Jahrhunderts un- Ziel eine dauerhafte Verbindung. Angesichts der früMeister Heinrich aus Basel tätig. Und die auf 1406 da- terbrochenen Arbeiten am Kapellenturm wieder auf heren Bündnistreue der „Neckarschweizer” gab es datierte kühne Holzkonstruktion des mächtigen Berner und konnte dafür den württembergischen Hofbau- für von eidgenössischer Seite keine Hindernisse. Rathauses wurde nachweislich von einem Hans Het- meister Aberlin Jörg gewinnen. 1497 wurde das reich Gegenüber den früheren Verträgen wurden indes zel aus Rottweil verantwortet. ausgestattete Gewölbe über dem Südschiff von Heilig Änderungen vorgenommen. So brauchte Rottweil, Vor diesem Hintergrund scheint es schlüssig, dass Kreuz und 1517 die gesamte spätgotische Umgestal- wenn Eidgenossen zu Hilfe gerufen wurden, diese man sich 1463, als Rottweil erstmals „zugewandter tung der Hauptkirche abgeschlossen. Dass in relativ nicht mehr zu besolden. Daneben wurde vereinbart, Ort” der Eidgenossen wurde, auf die „trüw, liebi und kurzer Zeit die Gelder für diese Maßnahmen aufge- im Warenaustausch keine neuen Zölle einzuführen früntschafft”, berief, „so unsere vordern und wir lange bracht werden konnten, belegt den Wohlstand der und einander die jeweils günstigsten Bedingungen einzitt mit einander gehept hand”. Stadt. Die repräsentativen Bauten steigerten das Re- zuräumen. Bedeutend war nicht zuletzt, dass Rottweil Die Eidgenossenschaft war damals ein seit 1291 nommee Rottweils. Zudem belegen sie ein enorm ge- in der „Tagsatzung”, dem „Parlament” der Eidgenosgewachsener, lockerer Bund autonomer Mitglieds- wachsenes Selbstbewusstsein. sen, Sitz und Stimme erhielt. staaten. Diese gehörten freilich, wie Rottweil, dem Auch machtpolitisch erklomm Rottweil einen GipDie Ratifizierung des Vertrags wurde rasch voranHeiligen Römischen Reich Deutscher Nation an. felpunkt. Durch eine geschickte Territorialpolitik war getrieben. Am 22. September 1519 machten sich die Die Schweizer lösten sich daraus zusehends, förm- es gelungen, das Herrschaftsgebiet auszuweiten. Da- Bevollmächtigten von Zürich, Bern, Luzern, Schwyz, lich schieden sie aber erst 1648 aus. „Zugewandte mit stieg das politische Gewicht nach außen, wie die Uri, Unterwalden, Zug, Glarus, Freiburg im ÜechOrte” waren ein Baustein des ausgeklügelten, flexiblen agile Bündnispolitik zeigt. Zu Beginn des 16. Jahr- terland, Solothurn, Schaffhausen und Appenzell nach Bündnissystems der Helvetier. hunderts kann Rottweil daher zu den bedeutenderen Rottweil auf. Dort nahmen sie am 24. oder 25. SepDie Anlehnung ist im Zusammenhang der Bünd- Reichsstädten gerechnet werden, wie Winfried Hecht tember auf dem Straßenkreuz im Herzen der Stadt nispolitik der Rottweiler Ratsherren zu sehen. Die im vierten Band der Stadtgeschichte betont. den Schwur von Bürgermeister, Rat und der gesamReichsstadt verfolgte eine aggressive Außenpolitik. Die Aufnahme in das Bündnissystem der Schwei- ten männlichen Bevölkerung auf den ausgehandelten Bis 1400 führte sie nicht weniger als 20 Fehden, wozu zer eröffnete vor diesem Hintergrund machtpolitische Bund ab. sie wechselnde Allianzen unter anderem mit Villingen, Spielräume. Es forderte aber auch Einsatz. So standen Zeitgenössische Darstellungen des Geschehens Freiburg, Schaffhausen und den Bodenseestädten Truppen vom Neckar den Eidgenossen beispielswei- gibt es nicht. Der Bundesschluss wurde jedoch 1969 schloss. Rottweil war Mitbegründer des Schwäbischen se in den Italienkriegen sowie 1476 in der wichtigen Gegenstand einer Glasmalerei. Diese schenkten die Städtebundes und Mitglied weiterer Allianzen. Schlacht bei Murten gegen Herzog Karl den Kühnen 13 Kantone, mit denen sich Rottweil 1519 verbündet Als die schwäbischen Städte die von den Rottwei- von Burgund bei. hatte, der Stadt am 450. Jahrestag des „ewigen Bunlern verantworteten materiellen und politischen KosDie Allianz hatte freilich auch Kehrseiten. So sah des”, der überaus festlich begangen wurde. Andreas Linsenmann ten von Fehden nicht mehr mittragen wollten, suchte sich Rottweil durch den Schwabenkrieg 1499 in einem man Anschluss an die Eidgenossen, die als höchst zu- Loyalitätskonflikt: Sollte man zu Kaiser Maximilian I. verlässige Bundesgenossen und schlagkräftige Militär- oder zu den abtrünnigen helvetischen Bundesgenos- Hinweis: Lesen Sie im zweiten Teil der Reihe, wie der macht galten. Am 18. Juni 1463 wurde die Reichsstadt sen halten? Immerhin wurde damals in Villingen ein „Eidgenosse” auf den Rottweiler Marktbrunnen kam.


8 / NRWZ|

www.NRWZ.de

Rottweil, Aktuelles

NEUE ROTTWEILER ZEITUNG

Franz Friedrich

Porträtist des alten Rottweil Franz Friedrich hat mit feinem Gespür Rottweils idyllischste Seiten porträtiert und eindringliche sakrale Kunst geschaffen. Am Samstag ist der stets freundliche, bescheidene Künstler, Lehrer und Lokalpolitiker im Alter von 93 Jahren verstorben.

Pfadfinder

Aktion „Strahlende Augen“

Kurz vor Silvester sind 24 Pfadfinder der christlichen Pfadfinderschaft Royal Rangers aus acht verschiedenen Stämmen – Schramberg, Rottweil, Überlingen, Furtwangen, Tübingen, St. Georgen, Schwenningen und Königsfeld – für eine Woche nach Rumänien aufgebrochen. Zu einer Hilfsaktion.

Mit viel Engagement haben sie in der Region von Cluj-Napoca und in den nahe gelegenen Nachbarstädten in Zusammenarbeit mit den rumänischen Royal Rangers Besuche abgestattet. Dort haben sie Päckchen verteilt, die sie mit Hygieneartikeln, Schulsachen, Spielzeug und Süßigkeiten gefüllt hatten. Die Päckchen waren von der Aktion „Strahlende Augen”, die von dem Verein DHHN (Deutsche humanitäre Hilfe Nagold) und der christlichen Pfadfinderschaft Royal Rangers getragen wird. „Mit den Päckchen und einem einstudierten Programm sind die Royal Rangers zu Schulen, Kindergärten, Kinder- und Waisenheimen und Kirchen gegangen, um den Kindern einen Glanz der Hoffnung in den Augen zu schenken”, wie die Pfadfinder mitteilen. Vor der Päckchenverteilung gab es ein Programm aus Liedern, Spielen, einem Theaterstück und einer dazugehörigen Andacht. „Dabei war der Schwerpunkt der Aussage, dass die Kinder von Jesus geliebt sind, egal wie sie aufwachsen oder welchen Fehler sie begehen. Danach wurden die Päckchen an die Kinder verteilt. Die vielen strahlenden Augen bei den Kindern und den Eltern haben gezeigt, dass es richtig ist, den benachteiligten Kindern zu helfen.” Um die Freundschaft mit den rumänischen Royal Rangern zu stärken, gab es auch noch andere Aktivitäten wie eine Stadtführung. Durch den Einsatz in Rumänien konnte jeder einzelne Teilnehmer viele Eindrücke und neu geschlossene Freundschaften mit nach Hause nehmen. Die Leitung der Aktion in Rumänien hatte mm Olaf Berthold vom Stamm 110 der Royal Rangers bei der Jesusgemeinde Schramberg. Infos bei RIDE-Leiter und Stammleiter der Royal Rangers Rottweil, Olaf Berthold, Tel. 0152 26710814 oder per E-Mail an berthold.forst@web.de Kreis Rottweil

Rücktritt

Der AfD-Landtagsabgeordnete Emil Sänze hat seinen Rücktritt als stellvertretender Fraktionsvorsitzender erklärt.

Die Stadt Rottweil sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen

Sachbearbeiter Ordnungswidrigkeitenrecht (m/w/d) in Teilzeit (50 %)

Die Stelle ist unbefristet zu besetzen. Das Aufgabengebiet umfasst insbesondere Tätigkeiten im Bereich Ordnungswidrigkeitenrecht.

Wenn Sie über eine Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte/r oder im mittleren Verwaltungsdienst verfügen bewerben Sie sich bitte mit aussagekräftigen Unterlagen bis 28.01.2019 in einer PDF-Datei an bewerbung@rottweil.de oder per Post an Stadtverwaltung Rottweil Abteilung Personal und Organisation Postfach 1753, 78617 Rottweil www.rottweil.de

bewerbung@rottweil.de

www.stelleninserate.de

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der detaillierten Ausschreibung auf unserer Home-page unter Stadt&Bürger – Jobs&Karriere.

Bei einer Klausur hat es laut Medienberichten einen heftigen Streit innerhalb der AfDFraktion gegeben. Zwölf der Abgeordneten wandten sich gegen ein Parteiausschlussverfahren gegen die Abgeordnete Wolfang Gedeon und Stefan Räpple. Dieses befürwortet allerdings der Fraktionsvorsitzende, Bernd Gögel. Daraufhin forderten zwölf Abgeordnete den Fraktionsvorstand zum Rücktritt auf, acht waren dagegen. Sänze und der ebenfalls zum rechten Flügel gehörende Rainer Podeswa begründeten ihren Rücktritt damit, dass eine vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht mehr möglich sei.him

Mit dem Malen begann Franz Friedrich in den ersten Nachkriegsjahren. Porträts aus dieser Zeit bestechen durch eine schon ausgereifte Handhabung der malerischen Mittel und die Fähigkeit, der Präsenz einer Person Ausdruck zu verleihen. Seine Beobachtungsgabe hatte er da bereits geschärft – früh inspiriert von seinem Großvater Wilhelm, der als Schreinermeister immer einen Notizblock dabei und spontan gezeichnet hatte, wie sich Friedrich im Gespräch mit der NRWZ anlässlich seines 90. Geburtstags erinnerte. Auch eine schwere Verletzung, die der 1942 mit gerade einmal 17 Jahren an die Ostfront eingezogene Friedrich erlitten hatte, drängte die künstlerische Leidenschaft nicht in den Hintergrund. Dem durch seine Kriegserfahrungen existenziell sensibilisierten jungen Mann gelang es 1946 an der Akademie der bildenden Künste in Stuttgart aufgenommen zu werden. Bis 1949 verfeinerte er dort sein Können. Die wohl größte Arbeit aus dieser Phase ist die Ausmalung des Chorraums der St. Pelagius-Basilika. Der Auftrag bedeutete für Friedrich berufliche Anerkennung. Und mehr noch: Für den in der Altstadt geborenen Künstler war es auch eine Ehre. Friedrich hat das romanische Halbrund 1950 mit Christus im Kreis der Apostel belebt, dem Zeitstil entsprechend in statuarischer Nüchternheit. Oft übersehen wird der theologische Akzent, dass die Figur der Maria zugleich als Verkörperung der Kirche gelesen werden kann, was ihre Mittlerrolle betont. Auch andernorts profilierte sich Franz Friedrich mit der Deutung religiöser Themen – etwa bei der Gestaltung der einstigen Kapelle der Eucharistiner in der Königsstraße. Zum Ausdruck kommt dabei die zutiefst christliche Prägung, die der Künstler durch seine Familie und die Jugendarbeit unter dem späteren Bischof Carl-Joseph Leiprecht in der Heilig Kreuz-Gemeinde erfahren hatte. Zeitlebens bildeten spirituelle Sujets eine wichtige Werkgruppe – zu sehen etwa beim Kreuzweg in der Auferstehung Christi-Kirche. Von der Kunst als Erwerbsberuf hat sich Franz Friedrich freilich bereits 1952 verabschiedet. Friedrich wurde Berufsschullehrer, gründete mit seiner Frau Irmgard eine Familie, aus der vier Kinder hervorgingen, war gesellschaftlich und politisch stark engagiert – unter anderem an der Spitze des CDU- Ortsverbands sowie ab 1970 als zweiter Vorsitzender des Kirchengemeinderates der Auferstehung Christi-Gemeinde. Erst nachdem er aus gesundheitlichen Gründen in den 1980er Jahren aus dem aktiven Berufsleben ausscheiden musste, rückte die Kunst erneut ins Sichtfeld. Mit wieder erwachender Leidenschaft machte er Städte und mediterrane Landschaften zum Thema seiner Aquarelle, Pastelle und Zeichnungen – einerseits mit präzisem Blick, andererseits mit zuvor nicht gekannter Leichtigkeit und Frische. Friedrich schüttelte Überkommenes ab, experimentierte, schnitzte, arbeitete mit Ton – und fand neue Ausdruckspotenziale, bis hin zu kühn verknappten geometrischen Studien. Eines ist bei Franz Friedrich, der auch mit über 90 Jahren noch rüstig wirkte und allmorgendlich in seinem Atelier arbeitete, jedoch bei allem Wandel gleich geblieben: Seine Heimatstadt rangierte ganz oben bei seinen Lieblings-Themen. Solange er konnte, entdeckt er ungesehene Lichtstimmungen und eröffnet neue Impressionen dieser alten Stadt. Wenig bekannt war, dass sich Friedrich auch in der Rottweiler Fasnet engagiert hat: Von den 70ern bis Anfang der 90er-Jahre dichtete er die Texte für die Schmotziga-Gruppe „Rappafranz” um Maja Becht. Auch in der Narrhalla war er aktiv, als Maler beispielsweise der viel gelobten Kulissen des Balls wie auch als Texal ter. So aktuell wie möglich: www.NRWZ.de


Samstag, 12. Januar 2019

Kreis Rottweil

Aktuelles

|NRWZ/ 9

NEUE ROTTWEILER ZEITUNG

Und sie sammelten Spenden. Die diesjährige Aktion wurde für behinderte Kinder in den armen Ländern, speziell in Peru In den vergangenen Tagen waren die Sternsinger in ausgerufen. Unsere Bilder zeigen Sternsinger etwa kalten Witterung für einen guten Zweck unterwegs der Region unterwegs. Sie brachten ihre Glück-und aus Rottweil und den Teilorten, aus Horgen und gewesen sind. Gesammelt wurden jeweils mehrere Segenswünsche für das neue Jahr in die Häuser. red Dunningen, stellvertretend für alle, die bei der nass- tausend Euro.

Sternsinger sammeln für Kinder in Peru


10 / NRWZ|

www.NRWZ.de

Aktuelles

NEUE ROTTWEILER ZEITUNG

Hausen

Neue LTE-Station

Der Telekommunikationsanbieter Vodafone hat nach eigenen Angaben eine neue LTE-Station in Betrieb genommen. Sie steht in Rottweil-Hausen. Das bedeutet laut dem Unternehmen: Mobiles Internet für weitere 5000 Einwohner im Kreis Rottweil.

VITALSTOFF WECHSELKUR DER EINSTIEG IN EIN STOFFWECHSELGESUNDES, SCHLANKES LEBEN

Ein Funkturm.

Foto: pm

des Vodafone-Netzes bestätigt. All das sei aber kein Anlass, sich auszuruhen, heißt es in einer Erklärung des Unternehmens. Auch im Kreis Rottweil gebe es noch einiges zu tun: Weiße Flecken gebe es insbesondere beim Mobilfunkempfang innerhalb von Gebäuden und bei der LTEVersorgung. Für 2019 und 2020 sind im Kreis Rottweil insgesamt weitere 25 LTE-Bauvorhaben geplant. Dabei will Vodafone komplett neue Mobilfunk-Stationen bauen, erstmals LTE-Technik an bestehenden Mobilfunk-Standorten installieren und zusätzliche Antennen an vorhandenen LTE-Standorten anbringen. Die geplanten Baumaßnahmen dienen nach Angaben des Unternehmens dazu, LTE-Funklöcher zu schließen sowie mehr Kapazität und höhere SurfGeschwindigkeiten in das Vodafone-Netz zu bringen. Im nächsten Schritt sollen die genauen Standorte (Gemeinden und Adressen) vor Ort noch ermittelt und dann die konkreten Bauvorhaben realisiert werden. Ziel sei es, auch beim mobilen Datennetz LTE eine möglichst flächendeckende Versorgung der Bevölkerung sicherzupm stellen.

Diabetes | Adipositas

Parkinson

Herz-Kreislauf Erkrankungen

Autoimmunerkrankungen

neurologischen Erkrankungen

chronischen Schmerzzuständen

Alzheimer/ Demenz

Allergien

Multiple Sklerose

Rheuma

Burn Out

Prävention u.v.m.!

© www.fitnesswerbung.com

BESONDERS GEEIGNET BEI: Gutschein für eine S toffwechselan alyse mit Berat ung im Wert von 49,- € bei Teilnah

me am Infoabend .

Achtung begrenzte Teilnehm erzahl!

INFOVORTRAG FREITAG, 18. 01. 2019 UM 19:00 UHR im INJOY Sulgen mit den Referenten Carmen Haas-Küster und Joachim Fehrenbacher

TESTSIEGER

Zusammen mit einem anderen Anbieter

GUT (2,4) Im Test: 7 überregional vertretene Fitnessstudioanbieter

Ausgabe 01/2014

Platzreservierung unter:

13AV21

Vodafone hat erklärt, ab sofort in seinem Mobilfunknetz weitere 5000 Einwohner und Gäste im Kreis Rottweil mit der mobilen Breitbandtechnologie LTE versorgen zu können. Dazu habe das Unternehmen eine LTE-Station in Hausen in Betrieb genommen. Zugleich sei das weitere LTE-Ausbauprogramm für den Kreis gestartet worden. LTE ermöglicht Handygespräche in besserer Qualität und Breitbandinternet für unterwegs. Dank LTE können die Nutzer etwa Beispiel HD-Filme schneller downloaden, Musikvideos in hoher Qualität genießen und Live-Übertragungen von Kultur- und Sportereignissen auch unterwegs auf dem Smartphone oder Tablet in HD-Qualität anschauen, teilt der Telekommunikationsanbieter weiter mit. LTE sei zudem für viele Haushalte in der Region jetzt eine Festnetz-Alternative zu kupferbasierten DSL-Leitungen. Auch für die Hotels, Gaststätten und mittelständischen Betriebe im Kreis Rottweil bringe die neue LTE-Versorgung eine wahrnehmbare Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, denn eine starke Netzinfrastruktur sei im digitalen Zeitalter der entscheidende Rohstoff für Wachstum, Arbeitsplätze und Wohlstand der Region. Vodafone hat nach eigenen Angaben die Investitionskosten für die neue LTE-Mobilfunkanlage aus eigenen Mitteln getragen, um die Infrastruktur des Ortes weiter zu verbessern. Bereits heute bietet Vodafone im Kreis Rottweil nach eigener Darstellung eine umfassende Mobilfunkversorgung mit Sprachdiensten an: In den besiedelten Gebieten liefern die mehr als 40 vorhandenen Mobilfunkstandorte eine Outdoor-Versorgung von über 99 Prozent der Bevölkerung, so das Unternehmen. Auch bei der mobilen Breitbandversorgung mit der Mobilfunktechnologie LTE weise Vodafone schon jetzt eine Versorgung von mehr als 79 Prozent der Haushalte im Kreis auf. Unabhängige Tests von Fachmagazinen wie CHIP, Computerbild und Connect hätten aktuell die insgesamt gute bis sehr gute Qualität

Tel. 0 74 22 / 5 44 86 • info@injoy-sulgen.de oder Tel. 0 74 22 / 16 58 • info@papilio-vitalcenter.de

Life Schramberg Weihergasse 3 Schramberg

INJOY Sulgen Dr.-Kurt-Steim-Str. 1 Schramberg-Sulgen

www.papilio-vitalcenter.de

Anzeige

Schramberg

Müllrekord Nach den Feiertagen geht bereits alles seinen gewohnten Gang. Auch die Straßen, Plätze und Gehwege in Schramberg sehen aus wie im vergangenen Jahr.

Firma Karl Mauch feiert 25-Jähriges

Günter Mauch von Anfang an dabei Seit 1993 gibt es die Firma Karl Mauch in Dunningen. Und seitdem ist auch Günter Mauch mit dabei. Zu diesem 25. Dienstjubiläum wurde ihm nun gratuliert. „Wir sind sehr stolz, dass er uns die ganzen Jahre begleitet hat“, betonte Firmengründer Karl Mauch, der dem Jubilar dankte und ihm die Urkunde der Handwerkskammer Konstanz überreichte. Günter Mauch, der nur zufällig den selben Nachnamen wie Firmengründer Karl und Geschäftsführer Wolfgang Mauch trägt, kam vor 25 Jahren als Quereinsteiger in den Stuckateurbetrieb. Er war Industriemechaniker, lernte dann aber bei Karl Mauch das Stuckateurhandwerk, im Jahr 2001 erhielt er seinen Gesellenbrief. Unser Bild zeigt die Geschäftsführer Kerstin Gapp und Wolfgang Mauch, Jubilar Günter Mauch und Firmengründer Karl pm Mauch.

Dies sei jedoch keine Selbstverständlichkeit, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung. Denn noch wenige Tage zuvor waren sie mit dem Müll der Raketen und Böllern von der Silvesternacht bedeckt. Allein an den zentralen Plätzen der Talstadt und in Sulgen wurden acht bis zehn Kubikmeter Böllerreste eingesammelt – bisheriger Rekord, so die Verwaltung. Sie dankt den Bauhofmitarbeitern. Mehr unter www. pm NRWZ.de/219517


Schramberg

www.NRWZ.de/schramberg

Samstag, 12. Januar 2019

Die Woche kurz

Am Rande

Samstag: Das Sinfonieorchester Villingen-Schwenningen spielt unter Dirigent Achim Fiedler sein Neujahrskonzert im Bärensaal. Auch diesmal stößt das Konzert auf großes Interesse.

Bei der Hanselversammlung am Samstag in der Villa Junghans hielt der Stadt-Historiker und Narr Carsten Kohlmann einen Vortrag über die Fasnet nach dem zweiten Weltkrieg. Auf Socken. Tags drauf beim Abstauben verrät Zunftmeister Michael Melvin weshalb: Kohlmann hatte eine lebensgroße Hanselfigur mitgebracht, der aber die Schuhe fehlten. Damit alles stimmt, hat Carsten kurzerhand seine Schuhe aus – und dem Hansel angezogen. him

Sonntag: Zunftmeister Michael Melvin hat zum Abstauben bei sich daheim eingeladen. Neben dem offiziellen Teil mit Reden und Motto geht es auch um Schnitten und Schnittchen, Schnupfen und Verschnupft-sein. Mehr unter NRWZ.de/219329. Auch auf dem Sulgen und in Waldmössingen wird fleißig Staub abgewedelt. Die Waldmössinger Zunft nimmt 18 neue Narren auf. Der Bürgerbusverein informiert darüber, dass nun ein neuer Fahrplan gilt. Es gibt Änderungen und Neuerungen. Hier die Internetadresse: http://buergerbus-schramberg.de/fahrplan-und-haltestellen Montag: Die Weihnachtsferien sind zu Ende. Schüler und Lehrer sind wieder am Start. Da Schramberg vom Schneechaos verschont geblieben ist, geht alles seinen üblichen Gang. Dienstag: Mehr als 104.000 „badschnass”-Besucher zählen die Stadtwerke im vergangenen Jahr – etwa 1700 mehr als 2017 und das trotz eines Supersommers. Mehr: NRWZ.de/219436 In Schönbronn trifft sich die Bürgerinitiative Radweg Sulgen-Eschbronn mit Bürgermeister Franz Moser. Schrambergs OB liegt mit einer starken Erkältung im Bett. Wegen komplizierter Grundstücks- und Zuschussfragen kommt der Radweg wohl frühestens in drei Jahren. Mehr auf NRWZ.de

Ente auf See

Sicher vor dem Fuchs Eine ungewöhnlich gefiederte Ente sorgt bei den Südstädtern

für Aufmerksamkeit. Auf der Schiltach beim Pfaff-und-Schlauder-Wehr hat sie ihren Lieblingsplatz. Im letzten Winter schlief sie immer mal wieder in einem Abflussrohr. In den letzten Tagen konnte man sie dabei beobachten, wie sie auf einem Wehrvorsprung Platz nahm und dort, das Köpfchen ins Gefieder gesteckt seelenruhig schlief. „Ich bin auch immer wieder beeindruckt, in welchen möglichen und unmöglichen Positionen Tiere schlafen können”, so der Vorsitzende des Tierschutzvereins Schramberg, Claudio Di Simio. Dass das Tier auf dem schmalen Wehrvorsprung sein Nickerchen macht, ist für ihn logisch: „Die Ente weiß instinktiv, dass sie in der Gewässermitte ziemlich unerreichbar für den Fuchs ist.” Die Einsamkeit des (mutmaßlichen) Enterichs findet Di Simio allerdings schon fast „ein bisschen tragisch.” Er ist sicher, dass das Tier aus einem Privathaushalt ausgebüchst ist. Foto: him

Schmid-Areal für Busse Stadtplanung Zwischennutzung beim Busbahnhof Es hat ein gutes Viertel Jahr gedauert, bis die frühere Metzgerei Schmid und das Spielwarengeschäft Kosel beim Busbahnhof abgeräumt waren. Die hohe Auslastung in der Baubranche, die Entsorgung von belastetem Material, die massiven Unterkellerungen und Öltankanlagen waren ausschlaggebend für die lange Bauzeit. Aber das Gelände soll nicht lange brachliegen. Als Interimslösung möchte die Stadt eine Stellfläche für Linien- und Reisebusse schaffen.

S

olche Flächen sind Mangelware, haben sich Busfahrer und Busunternehmer im Sommer beklagt, als aus Gründen der Verkehrssicherheit die Stadt entlang der Schiltachstraße ein Halteverbot erlassen hatte (wir haben berichtet).

Die Fraktion SPD-Buntspecht hatte die Busparkplatz-Idee im Frühsommer eingebracht. Die Verwaltung hatte den Vorschlag ursprünglich aber wegen der Unterkellerung der Gebäude zunächst abgelehnt. Im Oktober hatte Fachbereichsleiter Rudolf Mager im Gemeinderat und bei

Mittwoch: Pappiger Neuschnee macht Lastwagenfahrern zwischen Sulgen und Tal zu schaffen. Die Autofahrer kommen durch. Donnerstag: Der Verwaltungsausschuss besichtigt die noch unmöblierten Container des Don-Bosco-Kindergartens und hört einen Bericht über die Einführung der elektronischen Rechnungsbearbeitung bei der Stadtverhim/wit waltung.

Das ehemalige Gelände der Metzgerei Schmid und des Spielwarengeschäftes Kosel in der Schramberger Talstadt soll vorübergehend als Busabstellfläche dienen. Foto/Grafik: Stadtverwaltung

Etterbrunnen gesprengt

Polizei hat noch keine heiße Spur In der Neujahrsnacht haben Unbekannte den „Etter-Brunnen” auf dem Sulgen wahrscheinlich mit einem Böller gesprengt. Der Brunnen in der Hohlgasse an der Ecke zur Lindenstraße ist laut Polizeibericht „mittig über die gesamte Breite zersprungen”. Die Höhe des Schadens könne noch nicht abgeschätzt werden. Der „Etterbrunnen” befindet sich an der früheren Mautgasse zwischen Vorderösterreich und Württemberg. 2010 hat eine Bürgerinitiative gemeinsam mit der Stadt den Brunnen erneuert. „Wir haben bisher noch keine heiße Spur”, so Schrambergs Revierleiter Jürgen Lederer. Allerdings haben sich über Facebook mehrere Zeugen gemeldet, die in der Silvesternacht Leute beobachtet hatten, die dort mit Böllern hantiert haben. Wie es mit dem Etterbrunnen weitergeht, ist unklar. Die Stadtverwaltung prüft, ob der Brunnen repariert werden kann oder ein neuer Brunnentrog gefertigt werden muss. him

einem Stadtspaziergang dann doch den Plan vorgestellt, die Fläche im Vorgriff bereits zeitnah für Busse zu nutzen. Damit würde sich die Zufahrt am Busbahnhof bei Stoßzeiten entspannen. Busfahrer könnten hier auch ihre Pause machen, unmittelbar am Zugang zur Fußgängerzone. „Den ÖPNV stärken, heißt auch Rahmenbedingungen verbessern”, meint OB Thomas Herzog. Die Fläche hätte auch für Reisebusunternehmen einen Vorteil: Fahrer und deren Fahrgäste könnten die vorhandenen öffentlichen Toiletten nutzen und wären rasch in der Stadt zum Einkaufen und Einkehren. Im Bebauungsplan Talstadt West II ist in diesem Bereich die Neukonzeption des Busbahnhofs vorgesehen. Doch bis dieser Plan umgesetzt wird, wird noch einige Zeit vergehen. Bisher hat der Gemeinderat Der beschädigte Etter-Brunnen in noch nicht über die Interims- Sulgen. Foto: him lösung beraten und beschlossen. Die Verwaltung hofft aber, dass die Kommunalpolitiker im Frühjahr grünes Licht geben. Sie geht von einer Bauzeit von rund drei Wochen aus. Wenn es zeitig losgeht, könnten die Gärtner die Randbereiche auch him schnell begrünen.


12 / NRWZ|

www.NRWZ.de

Schramberg

NEUE ROTTWEILER ZEITUNG

Meinrad Löffler zum Musikdirektor ernannt Kultur Vom Publikum beim Weihnachtskonzert der Stadtmusik mit stehenden Ovationen gefeiert Seit 30 Jahren ist Meinrad Löffler als Dirigent aktiv. Mit der Musik hat er bereits im Alter von sieben Jahren begonnen. Nun wurde er beim Weihnachtskonzert der Stadtmusik Schramberg für seine enormen Verdienste gleich doppelt geehrt.

O

t t m a r Wa r m brunn vom Blasmusikk r e i s verband Rottweil-Tuttlingen zeichnete Meinrad Löffler für 30-jährige Dirigententätigkeit und sein vorbildliches Engagement mit der Dirigenten-Ehrennadel in Gold mit Diamant aus. Der Vorsitzende der Stadtmusik Schramberg, Peter Flaig, erinnerte daran, dass Meinrad Löffler im Jahr 2010 auf Initiative der damaligen Vorsitzenden und heutigen Ehrenvorsitzenden Tanja Witkowski zunächst kommissarisch und dann fest als Dirigent zur Stadtmusik gekommen ist: „Tanja hat ihn an den Haken genommen und nicht mehr los-

gelassen.” Seit dem vergangenen Jahr ist Löffler auch Leiter der Musikschule. Peter Flaig: „Meinrad Löffler ist als Dirigent ein Riesengewinn!” Während die Ehrung seitens des Blasmusikkreisverbands fest eingeplant war, wartete Oberbürgermeister Thomas Herzog mit einer Überraschung auf: Der Gemeinderat hatte in einer nichtöffentlichen Sitzung einstimmig beschlossen, Meinrad Löffler zum Musikdirektor zu ernennen. Diesmal hatte die Nichtöffentlichkeit funktioniert. Alle Beteiligten hatten geschwiegen, wodurch die Ernennung zu einer echten Überraschung wurde. Herzog vollzog in seiner Ansprache den musikalischen Weg Löfflers, der 1962 geboren wurde, nach: Mit sieben Jahren begann Meinrad Löffler mit der Musik, mit neun Jahren folgte die Trompete. Daneben spielt er Gitarre und Klavier. Ab 1982 leistete er seinen Militärmusikdienst ab. Aus der Gitarre wurde die E-Gitarre, bevor er dann ab 1986 an der Musikhochschule Trossingen sein Studium zum Diplom-Musiklehrer begann. Von 1987 bis 1996 leitet

OB Thomas Herzog (links) ehrt Meinrad Löffler.

er den Musikverein Harmonie Winzeln. Im Jahr 1989 übernahm er als Musiklehrer an der Musikschule Schramberg die Trompetenschüler. Von 1996 bis 2009 leitete er den Musikverein Frohsinn Tennenbronn. Von 2009 bis 2016 war er stellvertretender Leiter der Musikschule, deren Leitung er 2017 übernahm. Musikalischer Leiter der Stadtmusik Schramberg ist Meinrad Löffler seit 2011, nachdem er bereits 2010 das Weihnachtskonzert dirigiert hatte.

In seiner Rede würdigte OB Herzog die „enge Zusammenarbeit mit allen kulturtreibenden Vereinen”, die „Projekte mit großer Strahlkraft”, Kooperationsprojekte mit allen Stadtteilen, dass alle Schulen seitens der Musikschule ein musikalisches Angebot haben und nicht zuletzt, dass Löffler den bis dahin in Tuttlingen stattfindenden Regionalwettbewerb „Jugend musiziert” nach Schramberg geholt hat, sowie die Inszenierung der „West-Side-Story”. Löffler, der von der Ernennung zum Mu-

Foto: wit

sikdirektor sichtlich überrascht war, sah dies als „unheimliches Privileg und große Ehre: Ich mache es sehr gerne!” Als Dirigent habe man nicht nur musikalische Aufgaben, sondern sei auch Psychologe und vieles mehr. Tennenbronn war für ihn ein wichtiger Meilenstein. Eigentlich wollte er danach vor kein Orchester mehr stehen. Dabei betonte er: „Es war die richtige Entscheidung, die Stadtmusik Schramberg zu übernehmen.” Das Publikum feierte Löffler schließlich mit wit stehenden Ovationen.

JUKS³ plant Großspielprojekt Matt ist noch da Ferienbetreuung Angebote in allen Ferienabschnitten „Zwischen den Jahren” soll sich in Schramberg kein Kind langweilen. Deshalb sorgte das JUKS³ vom 2. bis 4. Januar in der Karl-Diehl-Halle für Spiel, Sport und Unterhaltung.

D

Bauspielplatz statt. In der vorletzten Sommerferienwoche bietet PfefferMINT wieder für Jugendliche zwischen zwölf und 16 Jahren die Möglichkeit, Firmen, Betriebe und Hochschuleinrichtungen kennen zu lernen. In den Herbstferien kooperiert das JUKS wieder mit der Lebenshilfe und bietet ein inklusives Programm. Die stellvertretende JUKS³-Leiterin Simone Hangst hat schon

während der Action Games mit Eltern über die Ferienprogramme gesprochen. „Die Familien planen da mit uns.” Klar, es könne nicht in allen Stadteilen zugleich etwas angeboten werden, so Hangst. „Aber wir bieten immer Transfers an.” him

as JUKS wird in allen Ferien AnInfo: Alle Ferienangebote mit gebote für Kinder genauen Daten und Hinweiund Jugendliche sen findet man unter www.juksmachen. An Ostern werde es hoch-drei.de/willkommen erst vier Tagesausflüge unter dem Motto „Abenteuer Natur” geben. Nach den Osterfeiertagen folgt ein inklusives Ferienangebot in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe. An Pfingsten kommt das „Grünholzmobil” nach Tennenbronn und später wird das Spielmobil in Tennenbronn und in der Talstadt für Spiel und Spass sorgen. In den Sommerferien startet ein einwöchiges Großspielprojekt „Natur PUR!” gleich am ersten Ferientag, und danach Omar und Julian am Basteltisch bei den „Action Games“ in der KarlFoto: him findet in Waldmössingen der Diehl-Halle in den Weihnachtsferien.

Ärger Allerletzte Frist ist verstrichen Der Streit um die Nachfolgefirma von Container Matt geht in eine weitere Runde. Bis heute ist das Gelände an der B 462 nicht geräumt.

D

„Zum Jahresende” werde der Platz geräumt sein, versicherte Geschäftsführerin Susanne Sester der NRWZ am 19. Dezember. Nun, nach gut einer Woche im neuen Jahr, stehen immer noch Container auf dem Gelände und häufen sich neuer Schrott und Müll. Darauf angesprochen, erklärt Geschäftsführerin Sester: „Ich möchte mit Ihnen nicht sprechen.” Fachbereichsleiter Uwe Weisser: „Die Wirtschaftsförderung klärt nun mit der uns beratenden Kanzlei das weitehim re Vorgehen.”

ie Stadt hatte vor vier Jahren der Firma den Pachtvertrag gekündigt, unter anderem, weil sich die Firma seit Jahren nicht an Auflagen zur attraktiveren Gestaltung des Grundstücks gekümmert hatte. Alle gesetzten Räumungstermine hatte die Firma verstreichen lassen. Im November hatte die Stadt eine letzte Frist bis 31. Dezember 2018 eingeräumt, erklärte Rainer Bernhard von der Wirtschaftsförderun. Er reagierte damit auf einen Zeitungsbericht, in dem die Firma der Stadt massive Vorwürfe gemacht hatte: Unter anderem, die Stadt habe eine „Gnadenfrist gnadenlos So sah es diese Woche auf dem Gelände aus. Foto: him abgeschmettert”.


Samstag, 12. Januar 2019

|NRWZ/ 13

Schramberg

NEUE ROTTWEILER ZEITUNG

Pro Optik erweitert in der Hauptstraße Einzelhandel Hörgerätestudio kommt in ehemaligen Blumenladen Der Bedarf an Hörgeräten Seit einem Jahrzehnt arbei- Schramberg, zunächst in der steigt, hat der geschäftsfüh- tet Gaiser mit seinem Team in früheren Filiale von Schuhrende Gesellschafter von Pro Optik in Schramberg, Sebastian Gaiser, festgestellt und bietet deshalb neben den Brillen auch Hörgeräte an.

D

er gebürtige Freudenstädter hat deshalb die Meisterschule besucht und im vergangenen Jahr die Meisterprüfung als Hörgeräteakustiker abgelegt. „Von den Grundlagen her haben optische und akustische Wellen ja Ähnlichkeiten”, so Gaiser, „das physikalische Grundverständnis war schon da.” Auch über Anatomie und viele andere Dinge habe er bereits in seiner Optikerausbildung sehr viel gelernt: „Draufsatteln war einfach.”

Mayer, seit vergangenem Jahr im ehemaligen „Mode und Mee(h)r”. Mit einer besonderen Technik misst Gaiser die Schallwellen, wie sie bei den Kunden am Trommelfell ankommen. So kann er bei der Einstellung nicht nur das, was seine Kunden sagen berücksichtigen, sondern auch objektive Daten verwenden. Seinen Kunden bietet Gaiser ein besonderes Hörtraining an, um zu verhindern, dass das Hörgerät in der Schublade landet. Menschen die lange schlecht gehört haben, „haben bestimmte Hörmuster nicht mehr im Kopf.” Das Gehirn hat verlernt, raschelndes Papier zu erkennen, beispielsweise. „Das muss man erst wieder lernen.” Je früher man ein Hörgerät nutzt, desto weniger habe man verlernt. Deshalb sollten MenPro-Optik-Geschäftsführer Sebastian Gaiser in seinem neuen Hör- schen, die glauben, schlechter studio. Foto: him zu hören, einen Hörtest ma-

chen, rät Gaiser. Auch sei ausreichender Gehörschutz in jungen Jahren wichtig, wenn man an einem lärmintensiven Arbeitsplatz beschäftigt sei. In seinem Geschäft arbeiten neben ihm als Meister derzeit vier Gesellinnen und Gesellen sowie zwei Auszubildende. Für das Hörstudio sucht Gaiser noch nach Hörgeräteakustikern. Um ein eigenes Studio nur für die Hörgeräte einrichten zu können, hat er das Blumengeschäft Storz in unmittelbarer Nachbarschaft angemietet. Seit zwei Jahren stand das Geschäft leer. Gerd Pflumm hatte zuletzt seine Bilder dort im Schaufenster ausgestellt. „Im Laufe dieses Jahres”, wolle er sein Studio dort einrichten, kündigt Gaiser an. Wann genau er den Ableger eröffnen wird, könne er noch nicht sagen: „Ich bin immer him guter Dinge.”

Schramberg: Was geht 2019? Ausblick Oberbürgermeister Thomas Herzog informiert im Gespräch mit der NRWZ über die Bauvorhaben Große und weniger große Bauprojekte stehen in diesem Jahr in Schramberg und den Teilorten an. Einige Vorhaben müssen erst noch geplant werden, bei anderen soll es schon in wenigen Wochen los gehen. Die NRWZ sprach darüber mit Schrambergs Oberbürgermeister Thomas Herzog.

N

beim Kroneareal oder am bisherigen Standort. Wesentlich weiter ist man schon bei der Modernisierung und Attraktivierung des Tennenbronner Freibads. Bevor über einen Zuschussantrag beim Land entschieden ist, darf aber noch nichts ausgeschrieben werden. „Wir hoffen, dass wir bis März oder April Näheres wissen”, so OB Herzog. Auf jeden Fall werde in diesem Jahr die Ausführungsplanung und die Ausschreibung erfolgen, damit die Bauarbeiter gegebenenfalls noch im Herbst anrücken können.

ach vier Jahrzehnten wird es bei der Talumfahrung konkret: „Im ersten Halbjahr sollen die WOHNUNGSBAU Planungen beginnen”, freut sich Herzog. Dabei werden die Beim Neubaugebiet BergFachleute im Regierungspräsidium laut Priorisierungsliste acker IV in Tennenbronn die Grundlagen für die Tal- hat die Stadt inzwischen das Grundstück gekauft. „Sobald umfahrung überprüfen. die Witterung es zulässt, könTENNENBRONN VORN DABEI nen wir jetzt das noch fehlende Bodengutachten in Auftrag Geprüft wird auch, was für gegeben”, kündigt Herzog an. Tennenbronn die beste Hallen- Dann werde auch das Bebaulösung ist. Im März oder April ungsplanverfahren weitergewerde die Stadt eine Machbar- hen. Ob die Erschließung des keitsstudie zu den drei mögli- lange ersehnten Neubaugebiets chen Standorten für eine neue noch 2019 klappen werde? Turn- und Festhalle vorlegen. „Schwierig.” Bei BebauungsDanach müssten sich Ort- planverfahren sind Fristen vorschaftsrat und Gemeinderat gegeben, die eingehalten werentscheiden: beim Dorfweiher, den müssen.

Auch beim Neubaugebiet Kehlenstraße in Waldmössingen nach dem vereinfachten Paragraf 13b-Verfahren wird wohl in diesem Jahr noch kein Häuslebauer loslegen können. Hier lässt die Stadt derzeit zwei Gutachten zum Lärm und zur Staubentwicklung erarbeiten. Diese sind Voraussetzung für einen Bebauungsplan. In Schramberg-Tal wird in diesem Jahr der Investorenwettbewerb für das Gelände auf den ehemaligen Tennisplätzen auf der Planie am Sonnenberg starten, kündigt Herzog an. Auch die Krankenhausumbaupläne zu Wohnungen sollen weiter gehen. Voraussetzung ist, dass das Regierungspräsidium hier ein Sanierungsgebiet ausweist. „Wir rechnen mit einer Entscheidung im Frühjahr”, sagt Herzog. „Erst dann können wir Nägel mit Köpfen machen.” Der zweite und dritte Bauabschnitt im Baugebiet Schoren Süd in Sulgen liegt seit etwa einem Jahr auf Eis. Schuld ist eine Feldlerche. Für sie muss die Stadt ein geeignetes Ausweichgrundstück finden. „Wir kommen bisher noch nicht an die Grundstücke ran”, bedauert Herzog. Ein mögliches Al-

ternativgrundstück überprüfe derzeit das Landratsamt. Wenn von dort grünes Licht kommt, könne die Stadt dieses Jahr erschließen. Herzog fordert von der „großen Politik” das Planungsrecht zu entschlacken – man solle beim Naturschutz zu Gunsten des allseits geforderten Wohnungsbaus zurückfahren. Beim Schoren etwa müsse die Stadt über Jahrzehnte für eine möglicherweise vertriebene Feldlerche ein Grundstück bereit stellen, ganz egal ob die dort nistet oder nicht. Ganz sicher beginnen werden in diesem Frühjahr die Bauarbeiter mit der Sanierung der Alten Steige, der Paradiesgasse und des Hirsoner Platzes. „Bis Ende Januar läuft die Submission, im Februar oder März informieren wir die Anwohner und nach der Fasnet geht es los”, ist Herzog optimistisch. Ein weiteres Großprojekt stemmen in diesem Jahr die Stadtwerke: An der Kläranlage im Schiltachtal lassen sie für knapp zwei Millionen Euro einen neuen Faulturm bauen. Eher bescheiden ist dagegen ein weiteres Projekt in Tennenbronn: eine zusätzliche Garage für das DRK wird etwa 65.000 Euro kosten.

Alle Bauprojekte stehen unter einem Vorbehalt: Findet sich ein Bauunternehmen, das den Auftrag auch ausführen will und kann – und das zu einem annehmbaren Preis? Im vergangenen Jahr musste die Stadt Schramberg einzelne Bauvorhaben verschieben oder ein zweites Mal ausschreiben, weil sich kein Bauunternehmen fand. Die Auftragslage der Bauwirtschaft ist derzeit so gut, dass die Baufirmen sich die Aufträge aussuchen können. KOMMUNALPOLITIK

Und dann sind da noch die Kommunalwahlen am 26. Mai und die OB-Wahl am 7. Juli. Für die Listen für Gemeinderat und Ortschaftsräte sind die Parteien und Gruppierungen auf Kandidatensuche. Noch sind nicht alle Plätze belegt, ist aus den Fraktionen zu hören. Auch ob eine weitere Liste antritt, ist unklar. Zu seiner eigenen, möglichen Kandidatur will sich OB Herzog noch nicht äußern. Vermutlich am 13. Januar wissen die Schramberger mehr. Am Sonntag ist Neujahrsempfang der Stadt Schramberg und für den OB eine gute Gelegenheit, seine Kandidatur bekannt him zu geben.


14 / NRWZ|

www.NRWZ.de

Anzeigen

NEUE ROTTWEILER ZEITUNG

Rottweil im Januar 2019

Herzlichen Dank

Rolf Hertkorn PFAFF Nähzentrum

Es ist schwer, einen geliebten Menschen zu verlieren........ Es ist wohltuend so viel Anteilnahme zu erfahren in Worten, Zeilen, Umarmungen, Geleit, Blumen und Trauerspenden.

Nähmaschinen-Reparaturen aller Fabrikate schnell und preiswert

Hierfür bedanken wir uns von ganzem Herzen.

Anneliese Hertkorn Uli, Christoph, Michael und Judith mit Familien

Annahmestelle Schramberg

Bettenland Alesi Bahnhofstr. 21 07422-21080

Annahmest. Niedereschach TESS Stoffe T. Voelkel Villingerstr. 6 07728-644039

schäffler

Nähmaschinen-Service 78727 OBERNDORF Tel. 07423-6180 Oberndorfer Straße 24 78628 Rottweil Tel. 07 41 / 9 42 96 55 Fax 07 41 / 9 42 96 56 www.wolfis-computershop.de

EHEM. BAUERNHAUS

aufgrund starker Nachfrage von geprüften Kunden im Raum Rottweil/Schramberg

GESUCHT

Schnelle und dirskrete Abwicklung. Sprechen Sie mit uns!

Der neue

Renault KADJAR Premiere am 12. Januar.

Fon 07 41 / 1 74 88-0 www.merz-immobilien.de

Prior & Peußner GmbH u. Co. KG

© Reuters, * 5€ zzgl. Kosten einer normalen SMS. 4,83€ gehen direkt an ADH.

Frau Astrid Löckener Dammstr. 16 – 20 49084 Osnabrück personal@pp-service.com

SCHNEELAUFVEREIN ROTTWEIL e.V.

Sonntage 13.01.2019 und

20.01.2019

SKIKURS - LANGLAUF Technik-Classic + Skating für Einsteiger + Fortgeschrittene Treffpunkt 8.30 Uhr an der Stadthalle RW Kurse finden an der Martinskapelle Furtwangen statt. Fahrgemeinschaften nach Absprache Anmeldung an: Handy 0171-7109302 oder irion.martin63@gmail.de Wir freuen uns Ski Lehrer-Team Martin und Robin Irion

Winterfrust? Bunte Blumen bei Blumen Längle! Unsere Winteröffnungszeiten: Mo - Sa: 9.00 - 18.00 Uhr

Seedorfer Str. 66 78655 Dunningen Tel: 07403/92914-0 www.blumen-längle.de Mo - Sa: 9.00 - 18.00 Uhr

Hochwasser 2013 Jetzt spenden! Durch sintflutartige Regenfälle hat die Hochwasserlage vielerorts verheerende Ausmaße angenommen. Mit den Folgen werden die Menschen noch lange zu kämpfen haben. Aktion Deutschland Hilft leistet Hilfe. Helfen auch Sie den Menschen - mit Ihrer Spende. Spendenkonto 10 20 30, Sozialbank Köln (BLZ 370 205 00) Stichwort: Hochwasser Charity-SMS: Senden Sie ADH an die 8 11 90 (5€*) www.Aktion-Deutschland-Hilft.de

Sichern Sie sich jetzt kostenlose Winterkompletträder.* Renault Kadjar Life TCe 140 GPF ab

19.990,– €

**

Renault KadjarTCe 140 GPF: Gesamtverbrauch (l/100 km): innerorts: 7,4; außerorts: 5,1; kombiniert: 5,9; CO2-Emissionen kombiniert: 135 g/km; Energieeffizienzklasse: C. Renault Kadjar: Gesamtverbrauch kombiniert (l/100 km): 6,1 – 4,3; CO2-Emissionen kombiniert: 139 – 113 g/km (Werte nach Messverfahren VO [EG] 715/2007) Abb. zeigt Renault Kadjar BOSE Edition mit Sonderausstattung. Besuchen Sie uns im Autohaus. Wir freuen uns auf Sie. AUTOHAUS RAINER BANHOLZER Renault Vertragspartner Robert-Bosch-Str. 15, 78658 Zimmern o. R., Tel. 0741-93500, www.autohaus-banholzer.de *Vier Winterkompletträder gültig für Renault Twingo, Clio, Clio Grandtour, Captur, Kangoo, Kadjar, Mégane, Mégane Grandtour, Scénic und Grand Scénic. Für Renault Koleos, Espace, Talisman und Talisman Grandtour: gültig für vier Leichtmetall-Winterkompletträder. Ausgeschlossen sind Renault ZOE, Renault Trafic Pkw und Renault Master Pkw. Reifenformat und Felgendesign nach Verfügbarkeit. Ein Angebot für Privatkunden und Kleingewerbetreibende, gültig bei Kaufantrag bis 28.02.2019 und Zulassung bis 30.04.2019. **2 Jahre Renault Neuwagengarantie und 3 Jahre Renault Plus Garantie (Anschlussgarantie nach der Neuwagengarantie) für 60 Monate bzw. 100.000 km ab Erstzulassung gem. Vertragsbedingungen.


|NRWZ/ 15

Samstag, 12. Januar 2019

NEUE ROTTWEILER ZEITUNG

Gehen Sie mit uns gemeinsam in eine vielversprechende Zukunft.

Um weiterhin erfogreich wachsen zu können, suchen wir :

KFZ - Mechatroniker m/w/d abgeschlossene Berufsausbildung gute Teamarbeit Führerschein der Klasse B

Service Berater m/w/d

abgeschlossene Meisterausbildung (erwünscht) gerne Quereinsteiger aus dem kaufmännisch / technischen Bereich gute Team - & Kontaktfähigkeit Kommunikations - & Organisationsfähigkeit Führerschein der Klasse B

Wir bieten Ihnen: tolles, motiviertes Team vielseitige Weiterbildungen moderne Werkstatt-Ausstattung ca. 2 Mitarbeiterveranstaltungen 30 Tage Urlaub Autohaus H. Emmerich GmbH Urlaubs und Weihnachtsgratifikation Klaus-Gutsch Str. 4 - 78628 Rottweil Ihre vollständingen Bewerbungsunterlagen bitte per E-Mail oder Post an Herrn Emmerich. Wir freuen uns auf Sie!

Tel. 0741 17517-0 - Fax 0741 17517-90 E-Mail: info@autohaus-emmerich.de

www.autohaus-emmerich.com

Seit rund 25 Jahren fertigt unser innovatives, dynamisches Unternehmen Premium Massivholzplatten für Gewerbe und Privat. Im Bereich der Massivholzplattenfertigung suchen wir Sie zur Verstärkung unseres Produktions-Teams zum schnellstmöglichen Zeitpunkt:

Schreiner & Zimmerer (m/w/d) in Vollzeit

Sie sind teamfähig, zuverlässig und motiviert, technisch interessiert und sind eigenverantwortliches Arbeiten gewohnt. Wir sind ein aufstrebendes Unternehmen mit einem jungen Team und gutem Betriebsklima. Leistungsgerechte Entlohnung und zeitgemäße Sozialleistungen sind selbstverständlich. Auf Ihre aussagekräftige Bewerbung per Post oder Mail freuen wir uns! MOSER OHG Industriestraße 2 · D-78585 Bubsheim Tel. +49 (0) 7429 9415 10 · info@moser-massivholzplatten.de www.moser-massivholzplatten.de

Komm in unser Team! ! Industriemechaniker/in ! Fachkraft für Metalltechnik ! Mechatroniker/in ! Techn. Produktdesigner/in ! Industriekaufmann/frau ! Bachelor of Engineering ! Bachelor of Science

EINFACH NÄHER DRAN!

ENERGIESPAREN MIT DEN STADTWERKEN Foto: Ingo Bartussek - fotolia.com

! Zerspanungsmechaniker/in

Gebäudethermografie für Ein-/Zweifamilienhäuser

Eine Ausbildung bei Schuler ist alles, ausser gewöhnlich.

im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Schramberg. Bis Ende Januar zum Aktionspreis von 109 Euro für unsere Kunden.

Besonders professionell, besonders umfassend und besonders zukunftssicher.

Weitere Infos: Tel. 07422 9534-190 www.stadtwerke-schramberg.de

! Studium Plus

Über 30 Auszubildende und Studenten in technischer und kaufmännischer Fachrichtung profitieren derzeit davon. Neugierig? Dann wirf einen Blick auf unsere aktuellen Ausbildungsstellen unter www.zukunft-bei-schuler.de Schuler Präzisionstechnik

Am Forchenwald 7

78559 Gosheim

personal@schuler-praezision.de


Räumungsverkauf Alles 20 - 70 % reduzier t !

Königstrasse 19 78628 Rottweil

Nutzen Sie unseren Lieferservice! 2x täglich beliefern wir mit 6 Fahrern unsere Kunden in Rottweil und Umgebung.

Mit meinem Testament für das Evangelische Johannesstift schaffe ich etwas Bleibendes und helfe zum Beispiel Kindern in Not.

Das Besondere

Tel. 030 · 336 09 - 325 www.johannesstift-spenden.de

NRWZ lesen kann nachweislich die Laune verbessern.

Referenznummer: 5467

Mitarbeiter (m/w/d) zur Aufbereitung von Medizinprodukten in Überlingen/Rottweil

Deshalb ist Ihre Anzeige in der NRWZ bestens aufgehoben.

INTERESSIERT? Dann freuen wir uns, Sie kennen zu lernen.

Bewerben Sie sich über unsere Karriere-Plattform auf unserer Homepage www.vamed.de/karriere/

Anzeigen-Tel.: 07 41 / 32 07 90-50 Infos auch per E-Mail unteer anzeigen@NRWZ.de

VAMED Deutschland | Personalabteilung | 030 2462690 | bewerbung.de@vamed.com

W TT RO

Schöne 2½-Zimmer-Wohnung, Bj.'91, Charlottenhöhe, 70 m² Wfl., Süd-West Terrasse mit Gartenanteil, TG-Platz, Miete ca. € 6.200.p.a., EA-V, FW-ZH, 96 kWh € 169.000.-

EIL

fon 0741 209 664 730 fax 209 664

Ich tue 300 Jahre lang Gutes

Hochmaiengasse · 78628 Rottweil Denken Ihren Gutschein Gutschein einzulösen! einzulösen! Denken Sie Sie daran, daran Ihren

EIL

www.sailers-apotheken.de

NEUES JAHR - NEUES GLÜCK - NEUES WOHNEN

W TT RO

M ZIM

Gepflegtes Büro in der Altstadt, Bj.2007, Erdgeschoss, 77 m², Stellplatz, gute Lage mit ausreichenden Parkplatzmöglichkeiten, € 189.000.EA-V, Gas-ZH, 63 kWh

. o.R N ER

IG TA S I

A

Bauernhaus mit Scheune u. Pferdestall, 6 Zi., 3.725 m² Grdst., renovieren Sie nach Ihren Wünschen u. schaffen Sie sich hier einen Wohntraum im Eschachtal € 195.000.-

3 ½ - Z i m m e r- N e u b a u -Wo h n u n g , 88 m² Wfl., Aufzug, großer Südbalkon, ab März bezugsfertig, inklusive KfZ-Stellplatz, provisionsfrei, EA in Bearb. € 249.000.-

FREIRAUM FÜR LEBENSTRÄUM E Marxstraße 6 · 78628 Rottweil · Fon 07 41 / 1 74 88-0

www.merz-immobilien.de

EIL

W TT RO

Exklusives Wohnhaus nahe Wasserturm, Bj.'70, 195 m² Wfl., 780 m² Grdst., Schwimmbad, Balkon + Terrasse, schöner Garten,TOPLage,EAinBearb. €479.000.-

NRWZ_KW02  
NRWZ_KW02