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MEIN STUTTGART

und Region

Ausgabe 2018/2019

Herausgegeben von der

in Zusammenarbeit mit der Stuttgart­Marketing GmbH

ESSLINGEN

HEIDENHEIM

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SCHORNDORF


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MEIN STUTTGART 2018/2019

Mein Herz schlägt für Stuttgart...

Fotos:: Mende/ Fotolia (Exzozis )

Prominente verraten, was sie an der Landeshauptstadt lieben

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... denn in Stuttgart leben wir Vielfalt. Wir sind eine weltoffene, eine spannende Stadt. Die Liebe zur Kultur prägt unser Stadtleben und schafft einen kreativen Nährboden für gesellschaftliche und wirt­ schaftliche Innovationen. Fritz Kuhn, Oberbürgermeister

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... weil es eine offene und internationale Großstadt ist, die gleichzeitig einen lokalen Charme hat. Egal wo man hinkommt, man ist zu Fuß oder mit dem Fahrrad schnell im Grünen, und das genieße ich total.

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Arina Freitag, Flughafen­Geschäftsführerin

...weil nur hier. Wo sonst?“ Christoph Sonntag, Kaberettist

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... weil hier alles ist, was ich liebe: meine Frau, meine drei Kinder, das Theaterhaus Stuttgart, meine wundervollen Tänzerin­ nen und Tänzer – und das beste Publikum der Welt! Wo könnte ich besser leben und arbeiten als in dieser tanzverrückten Stadt? Eric Gauthier, Tänzer und Choreograph

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… weil ich hier meine Trainingsheimat, meinen langjährigen Trainer, meinen Verein den VfB Stuttgart und mit dem Olympiastützpunkt die besten Vorraus­ setzungen für meine sportliche Karrie­ re vorfinde. Gleichzeitig gibt es in Stuttgart viele tolle Ecken und Sehens­ würdigkeiten, welche die Stadt einzigartig machen. Marie­Laurence Jungfleisch, Hochspringerin

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Inhalt

MEIN STUTTGART 2018/2019 Editorial

Stuttgart & Region Mächtig: Ministerien und andere Landeseinrichtungen..................Seite 7

Die Dreizehnte

Bezaubernd: Miss Germany und Germany’s next Topmodel ........ Seite 8

Stuttgart und die Region auf 100 Seiten

Prägend: Unternehmen und ihre Strahlkraft ...................... Seite 11 Wunderschön: Die Lieblingsplätze der Oberbürgermeister........Seite 13

Übernachten & Genießen Lecker: Die Region von ihrer genussvollen Seite .................... Seite 14 Verführerisch: Sternekoch Denis Feix...............................Seite 15 Erlebnisreich: Weinwanderungen in der Region.........................Seite 22 Entspannend: Übernachten in den Jugendherbergen......Seite 29

Erleben & Entdecken Unsterblich: Auf den Spuren der Römer und Kelten.....................Seite 30 Blumig: Die Remstal­Gartenschau in den Startlöchern..................Seite 31 Sportlich: 125 Jahre VfB Stuttgart ................. Seiten 34/36 Bewegend: Das Wandern ist der Kinder Lust....................Seite 43

Ausgehen & Entspannen Unterhaltsam: Das Trickfilm­Festival in der Innenstadt.......................Seite 52 Wandelbar: Musical­Fan Fräulein Wommy Wonder .......Seite 66

Von Sigfried Baumann

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on wegen Unglückszahl. Sie halten die 13. Ausgabe unseres Magazins „Mein Stuttgart und Regi­ on“ in den Händen. Und die ist noch umfangreicher als die Ausgabe im vergangenen Jahr. Ein Beweis dafür, dass unser Magazin ankommt, bei Lesern und Kunden. Wir sind nicht abergläubisch, trotzdem haben wir für die 13. Ausgabe die Optik des Magazins ein wenig verändert und auch eine neue Gliederung vorge­ nommen. Die einzelnen Beiträge finden Sie unter folgenden Oberbe­ griffen: Die Region Stuttgart, Über­ nachten und Genießen, Erleben und Entdecken, Ausgehen und Entspan­ nen und Einkaufen und Service. Den farbigen Leitfaden haben wir aller­ dings beibehalten und jedem dieser Kapitel eine eigene Farbe zugeord­ net. So lassen sich bestimmte The­ men leichter finden. Geblieben ist auch die Zusammenarbeit mit der Stuttgart Marketing GmbH, die uns inhaltlich die eine oder andere Anre­ gung liefert und uns auch mit ent­ sprechendem Bildmaterial versorgt. Wie schon in den vorigen Ausgaben werfen wir auch wieder einen Blick auf die Region, hier schwerpunktmä­ ßig auf die nächstes Jahr vom 10. Mai bis 20. Oktober anstehende Remstal­ Gartenschau. Die Redaktion hat wieder Lesens­ und Wissenswertes zusammengetra­ gen, das Einheimische und Gäste gleichermaßen ansprechen soll. Als ob wir es nicht längst wussten, unter­ streicht auch Miss Germany „So schön ist Stuttgart“ und die Bürger­ meister verschiedener Umlandge­ meinden verraten ihre ganz persönli­ chen Lieblingsplätze. Wir dokumen­ tieren unter dem Motto „Größer,

besser, weiter“ unter anderem die ältesten Gebäude der Stadt. Mit dem Travestiestar Fräulein Wommy Won­ der begeben wir uns auf einen Streif­ zug durch die Musicalwelt. Natürlich reflektieren wir noch einmal den 200. Geburtstag des Cannstatter Volksfestes und das 125­jährige Jubi­ läum des VfB Stuttgart. Wir empfeh­ len Wanderungen in und um Stutt­ gart für Familien und stellen den Neckar von seinen schönsten Seiten vor. Kinder testen Spielplätze für Kinder. Wir klären auf: wie geht Wet­ ter in Stuttgart und präsentieren lebendige Geschichte im neuen Stuttgarter Stadtpalais. Unsere Pano­ ramaseite in der Mitte des Magazins zeigt eindrucksvoll, wie tierisch Stuttgart eigentlich ist. Sie sind neugierig geworden? Dann empfehlen wir ganz in Ruhe in unserem Magazin zu blättern. Sie werden viele interessante Seiten an Stuttgart und der Region entdecken. Bunt und vielfältig kommt der Inhalt daher. Und er soll dem Leser einfach ein bisschen mehr über Stuttgart und die Region verraten, als man gemein­ hin weiß. Wir wünschen eine ebenso unterhaltsame wie aufschlussrei­ che Lektüre, wo immer Sie unser Magazin lesen.

Sigfried Baumann ist Geschäftsführer unseres Verlags.

Abwechslungsreich: Der Veranstaltungskalender...Seiten 68/69 Rasant: Die bundesweit modernste BMX­Supercross­Strecke .....Seite 73

Einkaufen & Service Vielfältig: Shoppen für jeden Geschmack ..................... Seite 80 Unbeständig: Blick hinter die Kulissen des Wetterdienstes..................Seite 92 Hilfreich: Anlaufstellen für Touristen und Einheimische..........Seiten 96/97 Rekordverdächtig: Bestmarken in der Landeshauptstadt ...... Seite 98

E Impressum Herausgeber: Verlag Cannstatter Zeitung Wilhelmstraße 18­20 70372 Stuttgart Gesamtleitung: Sigfried Baumann Anzeigen: Sigfried Baumann, Julia Lluis, Dieter Zeus, Gudrun Wunsch, Jochen Steinsdorfer Redaktion: Andrea Eisenmann­Kellis Martina Fürstenberger Uli Nagel, Alexander Müller

Gestaltung: Uli Nagel Thomas Schwab David Gall Andrea Eisenmann­Kellis Foto (Titelseite): Stuttgart­Marketing GmbH Druck: Bechtle Verlag & Druck, Esslingen Für die Herstellung dieser Publikation wurde Recycling­Papier verwendet.


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Stuttgart & Region

Weihnachtliche Glanzlichter Lichtkunstwerke bringen den Schlossplatz und die Königstraße zum Leuchten

Von Martina Fürstenberger

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interliches Highlight für Stuttgart: Acht Lichtfigu­ ren auf dem Schlossplatz sowie die Illumination der König­ straße lassen die Innenstadt in den Winterwochen erstrahlen. Von Ende November bis Mitte Januar sollen die „Glanzlichter“ zu sehen sein. Herzstück der weihnachtlichen Illumination sind acht Lichtskulptu­ ren auf dem Schlossplatz. Die Figu­ ren werden mit zigtausenden LED­ Lampen verkleidet sein und reprä­

sentieren die touristischen Stuttgart­ Highlights: das Mercedes­Benz Mu­ seum, das Porsche Museum, den Fernsehturm, die Grabkapelle, die Wilhelma, das Cannstatter Volksfest und die beiden Musicals „Anastasia“ und „Aladdin“. Eine besinnliche Licht­ und Soundshow, die zu jeder vollen Stunde stattfindet, soll die Erlebbarkeit verstärken. Mitten auf dem Schlossplatz, an der Jubiläumssäule, wird mit auf­ wendiger Lichttechnik eine Spen­ denaktion symbolisiert. Die Gäste haben die Möglichkeit, online und

offline für einen guten Zweck zu spenden. Die Jubiläumssäule be­ dankt sich jeweils mit einem Lichter­ regen. Darüber hinaus wird auch die gesamte Königstraße illuminiert. Rund 110 Bäume werden mit LED­ Lampen eingekleidet und lassen diese Abend für Abend in einem an­ deren Licht erscheinen. Technisch ist das Projekt auf neuestem Stand und wird in dieser Form – es baut auf die enge Verbindung von Digitalisie­ rung, Weihnachtsbeleuchtung und touristischen Highlights – einzigartig

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So könnte es ab Ende November auf dem Schloss­ platz aussehen. Visualisierung: MK Illumination

in Deutschland sein, erklärt Armin Dell­ nitz, Geschäftsführer der Stuttgart­Marke­ ting GmbH. „ Besu­ cher der weihnachtli­ chen Illumination werden Bilder machen und Grußbotschaften an Freunde und Bekannte senden. So schaffen wir eine spannende Platt­ form für die Kommunikation: Über unsere Stadt wird gepostet, geschrie­ ben, geredet.“ Umgesetzt wird das Projekt in Zusammenarbeit mit der Veranstal­ tungsgesellschaft in.Stuttgart und der City­Initiative. Schließlich ist es für den Einzelhandel wichtig, die Innenstadt von ihrer schönsten Seite zu präsentieren. Den Stuttgarter Weihnachtsmarkt, der am 28. No­ vember beginnt, sollen die Lichtfigu­ ren optimal ergänzen.

„Die Vielfalt der Region Stuttgart ist fantastisch!“ Automobil, Kultur und Wein sind für Touristik­Chef Armin Dellnitz die großen Pluspunkte

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theater oder die Staatsgalerie, son­ dern auch viele andere kulturelle Einrichtungen. Diese kulturelle Viel­ falt ist ein großer Schatz.

ahr für Jahr kommen mehr Besu­ cher in die Region Stuttgart. Knapp 100 Millionen Tagesgäste werden jedes Jahr in der Region ge­ zählt, allein in der Stadt Stuttgart davon rund die Hälfte. Auch die Übernachtungszahlen sind mit 8,8 Millionen in der Region beachtlich. Das hat gute Gründe, findet Armin Dellnitz, Geschäftsführer der Stutt­ gart­Marketing GmbH. Herr Dellnitz, Sie als Tourismus­Chef müssen es wissen: Was ist das Beson­ dere an der Region Stuttgart? Dellnitz: Die Vielfalt an Landschaf­ ten, Kultur­ und Freizeiteinrichtun­ gen in der Region Stuttgart ist enorm – das ist fantastisch! Allerdings ist es dadurch eine umso größere Heraus­ forderung, dem Gast die richtige Auswahl an touristischen Informati­ onen zukommen zu lassen.

Was muss man als Besucher unbe­ dingt gesehen haben? Dellnitz: International bekannt ist die Region Stuttgart natürlich mit dem Thema Automobil. Das Merce­ des­Benz­Museum und das Porsche­ Museum ziehen Besucher aus aller Welt an. Auch die Region wird von

Die Region ist auch durch den Wein­ bau geprägt... Dellnitz: Das ist ein weiterer großer Pluspunkt. Wir haben hier eine be­ sondere Topographie mit sehr unter­ schiedlichen Landschaftsbildern. Dies in Verbindung mit einer großen Stadt wie Stuttgart macht die Region touristisch besonders attraktiv. Der Wein öffnet uns die Tür, das Thema Kulinarik in seiner gesamten Breite zu präsentieren.

Armin Dellnitz.

Foto: STM

den großen Automobilfirmen ge­ prägt. Das Thema Shopping wird immer wichtiger. Entweder in Stutt­ gart oder man fährt nach Metzingen, wo sich in der Outlet­City mehr als 80 Premium­ und Luxusmarken zu­ sammengeschlossen haben. Genau­ so herausragend ist das kulturelle Angebot, und zwar nicht nur die großen Flaggschiffe wie das Staats­

Was unternimmt Stuttgart­Marke­ ting, um die Region noch attraktiver zu machen? Dellnitz: Wir legen ein großes Au­ genmerk auf die Vermarktung der Veranstaltungen. Diese haben nicht nur zahlenmäßig, sondern auch von der Qualität her stark zugelegt. Es ist nicht nur der Wasen, der inzwischen internationale Aufmerksamkeit ge­ nießt. Die Jazzopen, das Trickfilmfes­ tival, das Musikfest sind beispielhaft aufzuführen, um deutlich zu ma­ chen, wie gut sich bestimmte Events

auch touristisch etablieren können. Auch Sportveranstaltungen wie das Mercedes­Cup­Tennisturnier ma­ chen Stuttgart noch bekannter. Ihren festen Platz haben auch nach wie vor die Musicals. Intensiviert haben wir erst kürzlich die bedarfsgerechte Ansprache der Gäste: Auf dem Flughafen erfahren die Besucher an einer großen Will­ kommens­Wand, was sie hier unter­ nehmen können. Auch auf der Messe haben wir einen Infobereich einge­ richtet. Welche Rolle spielen die Geschäfts­ reisenden? Dellnitz: Eine sehr große! 70 Prozent unserer Gäste kommen aus berufli­ chen Gründen hierher. Die Region Stuttgart gehört zu den Top­Standor­ ten für Messen, Tagungen und Kon­ gresse. Das liegt zum einen am Ange­ bot an Übernachtungsmöglichkei­ ten und Veranstaltungshäusern, aber auch an den touristischen Rahmen­ bedingungen. Die Geschäftsreisen­ den kommen natürlich umso lieber, wenn auch der Freizeitwert stimmt. E Das Interview führte Martina Fürstenberger.


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Stuttgart & Region

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70 Jahre währt die Partnerschaft mit St. Helens. Fotos: Stadt Stuttgart

Auf 30 Jahre kommt die Städtefreund­ schaft mit Lodz.

Freundschaft mit Brief und Siegel 2018 ist das Jahr der Partnerstädte Von Andrea Eisenmann

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0, 50 und 30. Diese Zahlen haben in diesem Jahr in Stutt­ gart eine besondere Bedeu­ tung. Gefeiert werden die 70­jährige Städtepartnerschaft mit St. Helens (Großbritannien), 50 Jahre Städte­ partnerschaft mit Mumbai (Indien) und die 30­jährige Verbindung mit Lodz (Polen) – und das sicherlich nicht nur mit Mineralwasser. Der Austausch und die Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene wurden in Stuttgart in Gang gesetzt, lange be­ vor sich die zwischenstaatlichen Beziehungen zwischen den ehemali­ gen Kriegsgegnern normalisiert hat­ ten. Es war Walter Marshall, der 1948 als erster englischer Bürgermeister auf Einladung von Stuttgarts OB Arnulf Klett mit einer Dele­ gation die Landes­ hauptstadt besuchte und den Bürgern

Unterstützung beim Wiederaufbau anbot. So lieferten die Briten in den folgenden Jahren unter anderem Fensterglas, das für Reparaturen ver­ wendet werden konnte. Was die Städ­ te einte: Beide hatten eine ähnlich hohe Einwohnerzahl, man teilte die gewerblichen Interessen und musste nach dem Zweiten Weltkrieg ver­ gleichbare Probleme bewältigen. 1949 reisten zehn Schüler nach Stuttgart und kamen in Familien un­ ter. Die Verbindung zu St. Helens wur­ de die erste von zehn Städtepartner­ schaften, die Stuttgart heute pflegt. Und sie gehörte zu den ersten zehn weltweit. Dass die Freundschaft auch nach sieben Jahrzehnten nicht ein­ gerostet ist, unterstreichen die Starter von der Insel, die jedes Jahr beim Stuttgart­Lauf antreten. Die Landeshauptstadt schrieb auch aufgrund der Städtepartnerschaft mit Mumbai 1968 Ge­ schichte: Es war die

erste Verbindung zwischen einer indischen und einer deutschen Stadt. Was die Megacity und die Schwabenmetropole bis heute ver­ bindet? Das ist beispielsweise die Liebe zum Wein: Während im Her­ zen der Schwabenmetropole die Reb­ stöcke gedeihen, werden 75 Prozent des indischen Rebensaftes in Hochla­ gen nördlich von Mumbai angebaut. Von Anfang an galt der kulturelle Austausch als eine wichtige Stütze der Freundschaft, der Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen spiel­ te in den vergangenen Jahren aller­ dings eine zunehmend wichtige Rolle. Den dritten „runden“ Geburtstag feiert man in diesem Jahr gemeinsam mit Lodz. Dem Beginn dieser Städte­ partnerschaft ging ein längeres Buh­ len voraus: Im Mai 1979 hatten die Stuttgarter einen Brief an den polni­ schen Botschafter gesandt und ihr „Interesse“ bekundet. Erste Verhand­ lungen mussten allerdings aufgrund der innenpolitischen Entwicklung in

Polen unterbrochen werden und wurden erst Jahre später fortgesetzt. 1988 war es soweit: Stuttgarts dama­ liger OB Manfred Rommel und der Lodzer Stadtpräsident Jaroslaw Pie­ trzyk unterzeichneten die Urkunde und besiegelten die Verbindung. Im Stuttgarter Rathaus will man dieser Tage die Städtepartnerschaften nicht missen und lobt die entstande­ nen Kooperationen, Veranstaltungen und Freundschaften. „Schüler lernen andere Lebensweisen und Kulturen kennen, Studierende arbeiten grenz­ überschreitend an den Herausforde­ rungen der Globalisierung und Künstlerinnen und Künstler treten im jeweils anderen Land auf und lassen sich von Kultur und Begegnungen inspirieren“, so Stuttgarts Oberbür­ germeister Fritz Kuhn. „In Zeiten weltpolitischer Unsicherheit gilt für uns: Wenn die Menschen sich ken­ nen und die Möglichkeit haben, Kul­ tur und Tradition des jeweils anderen verstehen zu lernen, haben populisti­ sche Vorurteile und Fremdenfeind­ lichkeit keinen Platz.“

E Die zehn Partnerstädte

Ein halbes Jahrhundert besteht die Verbindung Stuttgart­Mumbai.

1948 St.Helens Großbritannien

1971 Menzel Bourguiba Tunesien

1955 Cardiff Wales/Großbritannien

1979 Kairo Ägypten

1960 St.Louis Missouri/USA

1988 Lodz Polen

1962 Straßburg Frankreich

1989 Brünn Tschechische Republik

1968 Mumbai Indien

1992 Samara Russland


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Stuttgart & Region

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Hier wird regiert Ministerien und andere Landeseinrichtungen prägen die Stadt

Das Neue Schloss: Früher Residenz der Herzöge, heute Arbeitsplatz der Landesbeamten. Von Martina Fürstenberger

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irsch und Greif sind in der Innenstadt allgegenwärtig. Kein Wunder, schließlich ist Stuttgart die Landes­ hauptstadt Baden­Württembergs. Von hier aus wird eines der größten und wirtschaftsstärksten deutschen Bundeslän­ der mit insgesamt rund elf Millionen Einwohnern regiert.

Neues Schloss Wo früher Herzöge und Könige resi­ dierten, arbeiten heute die Beamten zweier Ministerien. In den beiden Flügeln des 1807 fertiggestellten Residenzschlosses sind das Finanz­ ministerium und das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Woh­ nungsbau untergebracht. Das neue Schloss ist zudem die „gute Stube“ des Landes: Im Festsaal im ersten Stock werden Staatsgäste empfan­ gen. Im Weißen Saal finden Konzer­ te statt, für Hochzeiten kann man den Marmorsaal mieten. Zurzeit werden keine öffentlichen Führun­ gen angeboten, es gibt aber Pläne, das Schloss mehr für die Bürgerin­ nen und Bürger zu öffnen.

Der Landtag Im Park hinter dem Neuen Schloss und neben dem Opernhaus befindet sich das Landtagsgebäude aus dem Jahr 1961. Mit der Sanierung vor wenigen Jahren wurde ein moder­ nes Besucherzentrum geschaffen, das immer montags (außer an Feier­ tagen) von 17 bis 20 Uhr geöffnet

ist. Führungen durch den Plenarsaal gibt es ab und zu samstags – die Ter­ mine stehen auf der Website (www.landtag­bw.de). Nach der Landtagswahl vom 13. März 2016 gehören dem 16. baden­württem­ bergischen Landtag insgesamt 143 Abgeordnete an: Davon kommen 47 Abgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, 42 von der CDU, 23 Man­ date von der AfD, 19 von der SPD und 12 von FDP/DVP. Grüne und CDU arbeiten in einer Koalition zusammen. Ein Tunnel verbindet das Landtagsgebäude mit dem Abge­ ordnetenhaus auf der anderen Seite der Konrad­Adenauer­Straße.

Villa Reitzenstein Auf der Gänsheide, einer Anhöhe über dem Kessel der Stadt, hat Mi­ nisterpräsident Winfried Kretsch­ mann seinen Amtssitz: Die Villa Reitzenstein ist vom Schlossplatz aus an der Fahne auf dem Dach zu erkennen. Kretschmann war 2011 zum ersten grünen Ministerpräsi­ denten des Landes gewählt worden. Umgeben ist das Staatsministerium

Fotos (2): Fürstenberger

von einem großen Park. Normaler­ weise sind Villa und Park für die Öffentlichkeit gesperrt, doch in den Sommermo­ naten werden regelmäßig die Türen geöffnet, sodass Einheimi­ sche und Besu­ cher im Park spa­ zieren gehen kön­ nen. Die Öff­ nungszeiten an In der Villa Reitzenstein regiert Winfried Kretschmann. Im Sommer kann man im Park spazieren gehen. Foto: dpa verschiedenen Samstagen wer­ Dorotheenquartiers an ihren jetzi­ den im Internet und über die Medi­ gen Standort gezogen. en bekannt gegeben (www.stm.ba­ den­wuerttemberg.de).

Ministerien in der Innenstadt Einige weitere Ministerien sind in fußläufiger Entfernung vom Neuen Schloss angesiedelt: Das Justizmi­ nisterium residiert am Schillerplatz, das Kultusministerium in der Thou­ retstraße. Direkt an der Königstraße liegt das Ministerium für Wissen­ schaft, Forschung und Kunst. In dem Viertel zwischen Schlossplatz und Marktplatz befinden sich das Sozialministerium und das Ver­ kehrsministerium. Beide sind erst im Herbst des vergangenen Jahres nach der Fertigstellung des neuen

Kernerplatz

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft sowie das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz befinden sich am Kernerplatz. Über den Wul­ le­Steg kommt man zum 2013 bezo­ genen Innenministerium an der Willy­Brandt­Straße. Im Gebäude sind die Lagezentren der Landesre­ gierung und des Katastrophenschut­ zes untergebracht. Neben Landtag, Staatskanzlei und Ministerien gibt es noch weitere Landeseinrichtungen in Stuttgart, zum Beispiel den Verfas­ sungsgerichtshof in der Urbanstraße.

E Das Landeswappen

Das neue Besucherzentrum am Landtag.

Foto: fb

Löwe, Hirsch und Greif – diese drei Tiere symbolisieren Baden­Würt­ temberg und weisen gleichzeitig auf die Geschichte des Bundeslan­ des hin. Die drei Löwen stammen aus dem Wappen des staufischen Herzogtums Schwaben. Der Hirsch ist das Wappentier Württem­ bergs, der Greif steht für den badischen Landesteil. Der Greif ist übri­ gens ein Fabeltier mit Schnabel, Flügeln und Krallen, aber Körper und Schwanz wie bei einem Löwen. Die kleinen Wappen in der Schildkrone verweisen auf die historischen Territorien.


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Stuttgart & Region

MEIN STUTTGART 2018/2019

Hatte in Heidi Klums Castingshow „Germany’s Next Topmodel“ die Nase vorn: Toni Dreher­Adenuga.

Fotos: dpa

Die Schönsten im ganzen Land Zwei von hier: Miss Germany Anahita Rehbein und Germany’s Next Topmodel­Siegerin Toni Dreher­Adenuga Von Andrea Eisenmann

B

ei Anahita Rehbein guckt man oft zweimal hin. Nicht nur wegen ihres Aussehens, son­ dern auch wegen der Schreibweise ihres Namens. Anita? Nein. Anahita lautet dieser und bedeutet sinnge­ mäß „Liebesgöttin” oder „die Vereh­ rungswürdige”. Verehrungswürdig fand die Stuttgarter Studentin ganz offenbar auch die Jury, schließlich wählte sie die 23­Jährige im Februar dieses Jahres im Europark Rust zur „Miss Germany 2018“. Jurymitglied und CDU­Politiker Wolfgang Bos­ bach lobte die Studentin, die in der Nähe von Sigmaringen aufgewach­ sen ist, vor allem für ihre natürliche Ausstrahlung und ihre Authentizität. „Sie steht für ein emanzipiertes und modernes Deutschland, weil sie eine sehr starke Frau mit einer sehr gro­ ßen Disziplin und großem Engage­ ment ist“, schwärmte zudem Organi­ sator Max Klemmer. Ein Jahr lang darf sich die junge Frau mit den dunkelblonden Haaren und blaugrauen Augen nun „schöns­ te Frau der Republik“ nennen. Und das ist kein Job wie jeder andere. Ter­ mine jagen sich, es geht Schlag auf Schlag. Viele Länder hat sie in den vergangenen Wochen bereist, darun­ ter die USA, Griechenland, Türkei und Spanien. Ein Jahr lang hat sie für ihre neue Rolle ihr Studium der Bil­ dungswissenschaften an der Univer­ sität Hohenheim auf Eis gelegt. Groß

geplant habe sie ihre Karriere nicht, versichert sie stets in Interviews. Als sie zum Studium nach Stuttgart zog, interessierte sie sich für einen Neben­ job als Model – und wurde auch auf Schönheitswettbewerbe aufmerk­ sam. Der erste Titel: „Miss Bodensee International”, danach folgte die Krönung als „Miss Baden­Württem­ berg” – und schließlich das bundes­ weite Finale der „Miss Germany“ samt Titel für die fitnessbegeisterte Stuttgarterin, die nach der Verkündi­ gung ihren Freudentränen freien Lauf ließ. Anahita Rehbein ist allerdings nicht die einzige junge Frau aus der Landeshauptstadt, die in den vergan­ genen Monaten aufhorchen lassen hat: Schönheiten gibt es zwar viele, beim Erfolgsformat „Germany’s Next Topmodel“ kann es jedoch nur eine Siegerin geben. Zumindest wird dies den Fernsehzuschauern von Heidi Klum gebetsmühlenartig vorgetra­ gen. Die Gewinnerin des Jahres 2018 kommt ebenfalls aus Stuttgart: Toni Dreher­Adenuga machte während der diesjährigen Staffel nicht nur mit tollen Fotos und vielen Werbedeals von sich reden, sondern stach auch mit einem Teamgeist hervor, der einige ihrer eher zickigen Mit­ bewerberinnen blass aussehen ließ. Zudem ist die 18­Jährige in einem Alter, in dem internationale Model­ karrieren tatsächlich beginnen. Ent­ sprechend große Ziele hat sich die bekennende Christin für ihre weitere

Karriere gesetzt. In fünf Jahren, er­ klärte die Abiturientin unlängst in einem Interview, sehe sie sich als weltweit bekanntes Model. Ihre Mo­ tivation? „Ich möchte Menschen zum Lächeln bringen. Als Topmodel ist man ebenfalls Influencer und somit ein Vorbild. Das ist eine Ver­ antwortung, die nicht jeder tragen kann“, ist sie überzeugt. Dass beide Frauen ihren Weg in der Mode­ und Unterhal­ tungsbranche gehen werden, daran dürfte kaum ein Zweifel be­ stehen. Und dieser wird sie wohl auch in Zu­ kunft im­ mer wieder nach Stutt­ gart füh­ ren.

Miss Miss Germany Germany 2018: 2018: Anahita Anahita Rehbein. Rehbein.


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Stuttgart & Region

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Die Saubermacher Stadt investiert Millionen in die Reinigung von öffentlichen Flächen

Von Martina Fürstenberger

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enn Marina Rompe und ihre Kollegen mit der Ar­ beit beginnen, ist es noch früh am Morgen. Ein paar Nacht­ schwärmer sind unterwegs nach Hau­ se, ein paar Tauben suchen nach Kör­ nern. Ein Dutzend orange gekleidete Männer und eine Frau springen an der Paulinenbrücke aus dem Wagen der Stadtreinigung und schnappen sich ihre Besen. In flottem Tempo geht es die Tübinger Straße hinab Richtung Königstraße. Auf dem Weg werden Papierschnipsel, Glasscherben und leere Becher aus den Ecken der Häuserfassa­ den ge­ kehrt. Auch zwischen den Metallbü­ geln der Fahrrad­ ständer haben sich Blätter und Blüten gesammelt. „Das ist Handarbeit, da kommt die Maschine nicht hin“, erklärt Michael Trnobransky, der als Betriebsstellenlei­ ter für Stuttgart­Mitte zuständig ist. Um vier Uhr morgens beginnt die Schicht der Straßenkehrer in der City. Eine Stunde brauchen sie, bis sie sich die Königstraße hinunter bis zum Hauptbahnhof gearbeitet haben. Dann teilt sich die Truppe auf: Alleine oder zu zweit werden die Nebenstra­ ßen gefegt. Wo der Dreck aus den Ecken gekehrt ist, kann dann die Rei­ nigungsmaschine mit ihren rotieren­ den Bürsten den Unrat in ihren Bauch befördern. Gleichzeitig saugt ein Spe­ zialfahrzeug den Müll aus den Unter­

flurbehältern in der Königstraße. Ein Mitarbeiter schraubt den Deckel auf und setzt das Saugrohr an, sein Kolle­ ge steuert das Fahrzeug. 650 Liter Müll passen in jeden der unterirdischen Behälter, der Mülleimer daneben ist sozusagen nur der Einwurfschacht. Damit es rund um die Mülleimer da­ nach wieder sauber ist, spritzt Abdel Hafiz mit dem Hochdruckreiniger Dreck und Kaugummis weg. Sein Kollege kratzt mit dem Spachtel hart­ näckige Aufkleber von der Oberflä­ che. Auch die Straßenlaternen wer­ den so gesäubert. Mehr als 20 Millionen Euro pro Jahr gibt die Stadt jedes Jahr für die Sauberkeit von Straßen, Gehwegen, Fußgängerzonen, Unterführungen, Grünflächen und Spielplätzen aus. Künftig soll es noch um einiges mehr sein, 7,4 Millionen Euro zu­ sätzlich sind pro Jahr eingeplant. Denn Stuttgart hat dem zunehmen­ den Müll den Kampf angesagt. Das Phänomen des „Littering“ ist in ganz Europa bekannt: Die Menschen verbringen immer mehr Zeit außer Haus, Läden und Gastronomie ha­ ben länger geöffnet, gegessen und getrunken wird oft unterwegs aus Einwegverpackungen. Vielleicht hat auch die Moral abgenommen. In den nächsten Jahren sollen deshalb zusätzliche Mitarbeiter eingestellt werden, neue Maschinen werden angeschafft, mehr Mülleimer aufge­ stellt. Gehwege und Fahrbahnen sollen öfter als bisher nassgereinigt werden, auch in den Außenbezirken sollen die Reinigungstrupps öfter unterwegs sein. Mehr Kontrollen und eine Öffentlichkeitskampagne sollen das Ganze ergänzen. Sauberkeit ist dabei nicht nur eine

Frage der Ästhetik. Denn wo es or­ dentlich aussieht, da fühlen sich die Menschen auch sicherer. In ihrem eigenen Stadtbezirk nehmen die Bürger deshalb sogar selbst den Kehrbesen in die Hand, nicht nur auf dem Gehweg vor dem eigenen Haus. Bei den Let’s­Putz­Aktionen, die vom Förderverein „Sauberes und Sicheres Stuttgart“ koordiniert wer­ den, sammeln Ehrenamtliche den Müll auf, der sich auf Grünstreifen, auf Weinbergstäffele oder in Parkan­ lagen gesammelt hat. Schulen und Vereine vermitteln auf diese Weise schon dem Nachwuchs ein Bewusst­ sein für saubere Umwelt. Trotz der Bemühungen gibt es noch viel zu tun. Coffee­to­go hat zugenommen und somit auch die Einwegbecher im Straßenbild. Die Stadt will deshalb ein Pfandsystem einführen. Geplant ist ein nachhalti­ ges Kreislaufmodell, bei dem die teilnehmenden Gastronomen, wie Cafés oder Bäckereien, einen mehr­ fach verwendbaren Becher ausgeben. Das Pfand können sich Kunden bei jedem Teilnehmer wieder auszahlen lassen. 2019 könnte das Mehrweg­ system starten. Wenn Marina Rompe um 12.30 Uhr Feierabend hat, wird sie bis zu zwölf Kilometer gelau­ fen sein und bestimmt eini­ ge Becher aufge­ fegt haben. Auch wenn sie sich manchmal wundert, was die Menschen alles einfach lie­ genlassen, mag sie ihre Arbeit. „Man ist an der frischen Luft und am Ende des Tages sieht man, was man ge­ schafft hat.“

Das nennt man wohl echte Frühaufsteher. Bei Schichtbeginn der Straßenfeger ist es noch dunkel. Foto: Fürstenberger


MEIN STUTTGART 2018/2019

Stuttgart & Region

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Wirtschaft prägt die Stadt Stuttgart und die Region profitieren in vielerlei Hinsicht von den ansässigen Unternehmen

Von Martina Fürstenberger

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er mit dem Zug nach Stuttgart kommt, landet am Hauptbahnhof in der Mitte der Stadt. Auf dem Turm des Hauptbahnhofs dreht sich weithin sichtbar der Mercedes­Stern. Wer mit dem Flugzeug anreist, kann beim Landeanflug einen Blick auf die Mes­ sehallen erhaschen. Das touristische Stuttgart, die Region mit ihren Weinbergen und die großen Weltunternehmen: Sie sind nicht voneinander zu trennen. Sie sind vielmehr voneinander ab­ hängig und sie befruchten sich ge­ genseitig. 8,8 Millionen Übernach­ tungen wurden im Jahr 2017 in den Hotel­ und Beherbergungsbetrieben der Region Stuttgart gezählt. Rund 70 Prozent der Gäste kommen aus beruflichen Gründen, sei es zum Besuch von Messen, der Teilnahme an Kongressen oder dem Besuch von Geschäftspartnern. Die Geschäftsreisenden finden in Stuttgart und Region nicht nur Un­ terkünfte und Restaurants, sondern auch ein vielfältiges kulturelles An­ gebot, schöne Landschaften, histori­ sche Denkmäler und Freizeitmög­ lichkeiten. Die hohe Lebensqualität in der Region Stuttgart ist für die Unternehmen wichtig. Schließlich sind sie darauf angewiesen, dass ihre Arbeitskräfte auch gerne hier woh­ nen und hierherziehen – trotz der hohen Mieten. Andererseits würde es viele touris­ tische Attraktionen ohne die hiesi­ gen Unternehmen gar nicht geben. Das Mercedes­Benz­Museum lockte im vorigen Jahr mehr als 800 000 Besucher aus aller Welt an. 2006 war

der neue spektakuläre Museumsbau vor den Toren des Stammwerks ein­ geweiht worden. 2019 wird das Por­ sche­Museum in Zuffenhausen sei­ nen zehnten Geburtstag feiern. In Waiblingen produziert das Unter­ nehmen Stihl nicht nur Motorsägen, sondern man kann auch Kunst in der Galerie Stihl besuchen. In Walden­ buch steht neben der berühmten Schokoladenfabrik das Museum Rit­ ter mit quadratischer Kunst. Präsent sind die großen Unter­ nehmen auch bei Großveranstaltun­ gen wie dem Porsche Tennis Grand Prix oder dem Mercedes Cup, dem Tennisturnier auf dem Weißenhof. Vom Sponsoring der Unternehmen profitieren auch die Jazz Open im Sommer oder das Stuttgarter Ballett. Die Wirtschaft in der Region Stutt­ gart ist eben nicht nur „Schaffe, schaffe“ – sie prägt die Stadt auch auf andere Weise. Neben den großen und mittel­ ständischen Unternehmen ist die

Region Stuttgart von einem großen Gründergeist geprägt. Zahlreiche Start­Ups bringen hier neue Impulse. Grundlage der Gründerkultur sind zum einen die Bildungs­ und For­ schungseinrichtungen, wie die Uni­ versitäten, Fachhochschulen und Institute. Zum anderen bieten Grün­ derzentren Platz und kreativen Frei­ raum für junge Unternehmer. Oft sind es ehemalige Industriebetriebe, in deren Räumen sich Jungunterneh­ mer/­innen ansiedeln. Die Branchen sind dabei breit gestreut: ob Hoch­ technologie, Kreativwirtschaft oder Informations­ und Kommunikati­ onstechnologie. Als Beispiel sei hier das wizemann.space in Bad Cann­ statt an der Pragstraße genannt. Auch in Bereichen wie der Bio­ technologie und der Medizintechnik haben in den letzten Jahren junge Firmen aus der Region Stuttgart Fuß gefasst. Unterstützt werden sie unter anderem von der Wirtschaftsförde­ rung der Stadt Stuttgart und der Regi­ on Stuttgart.

E Zahlen und Fakten Die Region Stuttgart umfasst die Landeshauptstadt Stuttgart und die umliegenden Landkreise Böblingen, Esslingen, Göp­ pingen, Ludwigsburg und Rems­Murr. 2,7 Millionen Men­ schen aus rund 180 Ländern leben in den 179 Kommunen. Gemeinsam bilden sie eines der wirtschaftsstärksten Zentren Europas. Als Geburtsregion des Automobils hat die Region Stuttgart klare Stärken im Fahrzeug­ und Maschinenbau so­ wie im Ingenieurwesen, dazu kommen eine ausgeprägte IT­ Branche sowie eine lebendige Kreativwirtschaft. Charakteris­ tisch für die hiesige Wirtschaft ist die Mischung aus Global Playern und erfolgreichen Mittelständlern. Zudem zeichnet sie sich durch ihre Exportstärke aus: Mehr als jeden zweiten Euro verdient die regionale Industrie im Ausland.

Die Firma Stihl produziert nicht nur Motorsägen, sondern präsentiert auch Kunst in der Galerie Stihl. Fotos: dpa

Sportveranstaltungen, hier der Por­ sche Grand­Prix im Frühjahr, profitie­ ren vom Sponsoring. Foto: dpa

Der wizemann.space ist die Plattform in Stuttgart für kreatives und unter­ nehmerisches Handeln. Foto: LHS


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Stuttgart & Region

MEIN STUTTGART 2018/2019

Die Baustelle der Superlative Im Jahr 2025 soll das 8,2 Milliarden Euro teure Bahnprojekt Stuttgart 21 fertig sein Von Elke Hauptmann

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ie Bahn feiert sie gern, diese kleinen Etappenziele beim Mega­Projekt Stuttgart 21: Öffentlichkeitswirksam verkündet sie einen Tunneldurchschlag nach dem anderen, vermeldet erfolgreiche Sprengungen und Fortschritte beim Bau von Brücken. Auch die einmal als besonderer architektonischer Blick­ fang geplanten, trichterförmigen Kelchstützen für den neuen Stuttgar­ ter Hauptbahnhof nehmen langsam Gestalt an. Bis Jahresende sollen zwei der 28 Betonstützen fertig sein. Eisen­ flechter bereiten derzeit auf der Rie­ senbaustelle im Stadtzentrum alles vor, damit die erste und mit rund zwölf Metern höchste Kelchstütze betoniert werden kann. Auf den mächtigen Betonkonstruktionen soll später das teilweise begrünte Dach des neuen Tiefbahnhofs ruhen. Erst zum Schluss kommen die so bezeich­ neten Lichtaugen auf jeden einzelnen Kelch. Durch sie soll dann Tageslicht in die Tiefe dringen und die unterirdi­ sche Bahnhofshalle ausleuchten. Der Umbau des Stuttgarter Bahn­ knotens mit ICE­Halt am Flughafen und Anbindung an eine neue Schnellbahntrasse nach Ulm ist in vollem Gange – ungeachtet der an­ haltenden Kritik der Gegner. Das Bahnprojekt Stuttgart­Ulm ist nicht nur aufgrund seiner Dimensionen eine Baustelle der Superlative, son­ dern auch im Negativen: Seit dem offiziellen Baustart im Jahr 2010 ist das Vorhaben immer teurer geworden – unter anderem wegen gestiegener Baukosten, langwieriger Planungs­

Blick in die Baustelle hinter dem Stuttgarter Hauptbahnhof. Hier entstehen derzeit die Stützkelche, die das Dach des Durchgangsbahnhofs mit seinen markanten Lichtaugen tragen werden. Foto: dpa verfahren und restriktiver Regeln beim Artenschutz, argumentiert die Bahn als Bauherrin. Lag der Kosten­ rahmen im Jahr 2009, als sich die Bahn AG, das Land Baden­Württem­ berg, die Landeshauptstadt Stuttgart, der Verband Region Stuttgart und die

Flughafen Stuttgart GmbH auf eine Finanzierungsvereinbarung verstän­ digt hatten, noch bei 4,5 Milliarden Euro plus zwei Millionen Euro Risiko­ puffer, erhöhte der Bahn­Aufsichtsrat das Volumen Anfang dieses Jahres schließlich auf 8,2 Milliarden Euro.

Der Bundesrechnungshof hatte zuvor bis zu 9 Milliarden Euro Kosten vo­ rausgesagt. Auch der Termin für die Inbetriebnahme wurde immer ge­ schoben. Ursprünglich sollte das Projekt Ende 2021 fertiggestellt sein. Jetzt geht man von 2025 aus.

E Mineure graben sich durch den Berg

Die Neckarbrücke kostet gut 35 Millionen Euro. Foto: Arnim Kilgus/DB Projekt

60 Kilometer neue Gleistrassen entstehen im Zuge von Stuttgart 21 in der Landeshauptstadt – 33 Kilometer davon in Tunneln, die zum Teil über zwei Röhren verfügen. Allein der Fildertunnel ist 9,5 Kilo­ meter lang und wird im Gegensatz zu den unterirdischen Trassen nach Feuerbach, Bad Cannstatt und Obertürkheim nicht in klassi­ scher bergmännischer Weise vorangetrieben. Hier kommt die Tun­ nelvortriebsmaschine Suse zum Einsatz, die in diesem Herbst mit der letzten von vier Schildfahrten startet. Die Tunnelarbeiten liegen gut im Zeitplan. Insgesamt haben die Mineure mittlerweile über 70 Prozent aller Tunnelmeter des Projektes aufgefahren.

E Brückenschlag über den Neckar Zum Bauvorhaben gehört auch eine neue Brücke, die sich vom Bahnhof Bad Cannstatt über den Neckar und die Bundesstraße 10 spannt. Sie wird mit dem unterhalb des Rosensteinparks neu an­ gelegten Tunnel verbunden. Die stadtbildprägenden Stahlsegel der rund 3100 Tonnen schweren Konstruktion sind bereits deut­ lich erkennbar. Die Brücke wird einmal rund 345 Meter lang und 25 Meter breit sein und neben vier Gleisen auch Platz für einen un­ tergehängten Radfahrer­ und Fußgängersteg bieten. Mit den Bau­ arbeiten wurde 2015 begonnen, Ende 2019 ist die Fertigstellung des 35 Millionen Euro teuren Bauwerks geplant. Dann kann der Gleisbau in Angriff genommen werden.

Die Tunnelarbeiten liegen gut im Zeitplan. Foto: Arnim Kilgus/DB Projekt


MEIN STUTTGART 2018/2019

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Stuttgart & Region

Denn das Gute liegt so nah Bürgermeister verraten ihre Lieblingsplätze in der Region Von Andrea Eisenmann

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pieglein, Spieglein an der Wand, welches ist der schönste Platz im ganzen Land?“ Ein Aussichtspunkt etwa, der den mühsamen Aufstieg mit einer grandiosen Aussicht be­ lohnt? Eine Straßenzeile, die beson­ deres Flair oder Historie verströmt? Ein Park, in dem es sich gut ausruhen lässt? Wie wär’s mit etwas Spaß und Action in einem Freizeitpark? An welchem Standort gibt es die beste Kombination aus Wein und Sonnen­

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schein zu genießen? Wohl jeder Oberbürgermeister in der Region Stuttgart hat auf die Frage nach dem schönsten Platz seine eigene Ant­ wort. Für unsere Ausgabe von „Mein Stuttgart“ haben uns einige Stadt­ oberhäupter verraten, wo es sie hin­ zieht und welche Schönheiten dort auf die Besucher warten. Hinfahren und testen? Ausdrücklich erwünscht. So sinnierte bereits Dichterfürst Wolfgang von Goethe: „Warum in die Ferne schweifen, denn das Gute liegt so nah.“

Fellbach bietet viele, tolle Aussichten, doch ge­ rade in dieser Jahreszeit ist die Panorama­ terrasse auf dem Weinweg am Kappel­ berg immer einen Spaziergang wert. Die Aussicht über die Weinberge und die Region ist einfach beeindru­ ckend. Einen ganz anderen Aus­ blick – aber auch wunderschön – habe ich vom Oeffinger Berg, im renaturierten Steinbruchgelände mit dem Blick auf den Besinnungs­ weg. An beiden Orten kann ich wun­ derbar entspannen.

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Das Ausgrabungsmuse­ um unter St. Dionys strahlt für mich eine ganz besondere Atmo­ sphäre aus. Tief unter der Stadtkirche nahm Esslingens Geschichte ihren Anfang. Im Jahr 777 schenkte der fränkische Abt Fulrad von Saint Denis dem Kloster von St. Denis bei Paris eine „Cella“. Daraus entwickelte sich eine bedeutende Pilgerstätte. Bei Bauarbeiten fand man 1960 die Fundamente von zwei übereinander gebau­ ten, älteren Kirchen. Diese Ausgrabungen sind der Mittelpunkt des eindrucksvollen, unterirdischen Museums. Jürgen Zieger,

Oberbürgermeister Esslingen

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Unter den vielen schönen Plätzen in Ludwigsburg ist der Marktplatz mit dem attraktiven Wochenmarkt mein Favorit. Er ist ein offenes Wohnzim­ mer für die ganze Bürgerschaft.

Gabriele Zull, Oberbürgermeisterin Fellbach

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In Waiblingen gibt es viele schöne Plätze. Sie reichen vom romantischen Platz auf einer Bank an der Stadt­ mauer, den Rems­ terrassen an der Erleninsel, bis hin zum Ghibellinensaal im Bürgerzentrum oder der Galerie Stihl Waiblingen, dem Haus der Stadtgeschichte, um nur ein paar besondere Orte zu nennen. Zu meinen Favoriten gehören auch der Hochwachtturm, von dem man einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt und ins Umland hat, und der Apothekergarten. Er ist ein Ort mitten in der Stadt und dennoch im Grünen. In ihm treffen sich Talaue und urbanes Leben. Die Blumen, Kräuter und Heilpflanzen werden ehrenamtlich gepflanzt und gepflegt. Andreas Hesky, Oberbürgermeister Waiblingen

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Werner Spec, Oberbürgermeister Ludwigsburg

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Mein Lieblingsplatz ist natürlich in Schorndorf. Vom Grafenberg oberhalb der Stadt habe ich einen wunderbaren Blick auf das Remstal und auf Schorndorf. Der Grafenberg steht für die Schorndorfer Tradition des Weinbaus seit dem Jahr 1290. Die Remstal Garten­ schau 2019 ist eine fantasti­ sche Chance, das Remstal zu einer echten Marke und einem Naherholungsgebiet für die Re­ gion zu machen. Auf dem Weg dorthin werden wir alle unser Remstal noch mehr kennen­ und lieben lernen. Matthias Klopfer, Oberbürgermeister Schorndorf

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Übernachten & Genießen

MEIN STUTTGART 2018/2019

Bei einem Picknick in den Weinbergen verbinden sich leckeres Essen und herrliche Aussichten.

Foto: Jean­Claude Winkler/Stuttgart­Marketing

Guten Appetit

E Infos und Angebote

Die Region zeigt sich 2018 und 2019 von ihrer genussvollen Seite Von Martina Fürstenberger

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b Haute Cuisine oder schwäbische Spezialitäten, feine Weine oder erfrischen­ de Biere, feiern auf traditionellen Festen oder wandern in den Wein­ bergen – die Region Stuttgart hat allerhand zu bieten. „Wir leben in einer unglaublich genussvollen Regi­ on. Das große Angebot überrascht viele und ist nicht nur für die Einhei­ mischen, sondern auch für die Gäste etwas Besonderes“, erklärt Armin Dellnitz, Geschäftsführer der Stutt­ gart­Marketing GmbH. 23 Sternerestaurants gibt es in der Region Stuttgart, allein acht davon in der Landeshauptstadt. Mit dem „Top Air“ findet sich in Stuttgart – übrigens schon seit 1991 – Europas einziges Flughafenrestaurant. Am höchsten, zumindest geografisch gesehen, strahlt der Stern über der „Wielandshöhe“. Dort oben genießt

man nicht nur gutes Essen, sondern auch einen wunderbaren Blick in den Stuttgarter Talkessel. Nicht mit einem Stern ausge­ zeichnet, aber ausgezeichnet gut ist die regionale Küche. In den Weinstu­ ben und Besenwirtschaften werden Maultaschen („Herrgottsb’scheißer­ le“), Linsen mit Spätzle oder Rostbra­ ten serviert. Dazu schmeckt am bes­ ten ein regionaler Wein. Die Auswahl reicht von Lemberger bis Syrah und von Chardonnay bis Riesling. Nicht nur beim Trinken ein Genuss: Die Weinberge in der Region Stuttgart laden zu ausgedehnten Spaziergän­ gen ein. Durch Stuttgarts einmalige Lage erstrecken sich die Weinberge sogar bis in die Innenstadt.

Die Qualität der regionalen Weine hat sich in den letzten 20 Jahren enorm gesteigert. Regelmäßig wer­ den hiesige Weingärtner mit interna­ tionalen Prämierungen ausgezeich­ net. Unter den Preisträgern des Deut­ schen Rotweinpreises in diesem Jahr sind unter ande­ rem die Weinmanufaktur Untertürkheim und das Weingut Jürgen Ellwanger. Dank ihrer Topografie punk­ tet die Region Stuttgart mit zahlreichen Aussichts­ und Genießerplätzen, die zum Teil bewirtschaftet sind. Nicht nur mit Wein, son­ dern auch mit Bier prostet man sich zu, unter anderem beim Cannstatter Volksfest, das vom 26. September bis 3. Typisch schwäbisch und richtig lecker: Maultaschen und Oktober 2018 sein 200­jäh­ Kartoffelsalat. Foto: STM riges Jubiläum begeht. Da­

neben finden noch viele weitere traditionelle Feste in der Region Stuttgart statt, wie das Filderkraut­ fest, das Esslinger Zwiebel­ fest oder das Stuttgarter Weindorf. Viele kulinarische Pro­ dukte aus der Region Stutt­ gart sind heute bis weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Die Fami­ lienbrauerei Dinkelacker braut seit 130 Jahren in Stuttgart, Kessler ist Deutschlands älteste Sekt­ kellerei. Das Schokoladen­ quadrat „Ritter Sport“ kommt ebenso aus der Region Stuttgart wie die Kaffeerösterei Hochland.

Stuttgart­Marketing hat alle In­ formationen zur Genuss­Region auf einer Internetseite gebün­ delt: www.tastystuttgart.de Ob Facebook, Twitter oder In­ stagram: Auf den Social­Media­ Kanälen finden Genießer unter dem Hashtag #tastystuttgart vie­ le Anregungen und Ideen. Weintouren, kulinarische Abend­ spaziergänge, E­Bike­Genuss­ fahrten u.v.m. kann man über die Tourist Info buchen. Tourist Information i­Punkt, Kö­ nigstraße 1a (gegenüber Haupt­ bahnhof), Telefon 0711/2228­0 Öffnungszeiten: Montag bis Frei­ tag 9 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis16 Uhr.

Dazu kommen die typisch schwä­ bischen Gerichte: An Maultaschen, Gaisburger Marsch oder Linsen mit Spätzle führt in der Region Stuttgart kein Weg vorbei. Zusam­ men mit Rostbraten, Kar­ toffelsalat, Kässpätzle und Ofenschlupfer gehören sie zu den beliebtesten schwä­ bischen Gerichten. Belieb­ tester Snack ist die Brezel, die zu jeder Tageszeit – mit Butter oder pur – gegessen wird. Am besten genießt man die schwäbischen Spezialitäten in den tradi­ tionellen Weinstuben oder Besenwirtschaften der Weingärtner. Als Zeichen, dass geöffnet ist, hängt ein Besen an der Tür.

Die Landeshaupt­ stadt und ihre Um­ gebung bieten jede Menge Weintouren an. Foto: LHS


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Übernachten & Genießen

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Nach den Sternen greifen Die Zirbelstube im Althoff Hotel am Schlossgarten wird von einem der besten Köche Deutschlands geführt

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ines vorneweg: Für Denis Feix muss Essen Spaß machen. Dafür wendet der Sternekoch seine ganz persönliche Erfolgsformel an. Deren Bestandteile? Frische Ideen, neue Zubereitungstechniken und eine eigene Handschrift. Wohl­ fühlen beim Casual Fine Dining – fernab vom steifen Service, ist sein Credo. Und damit lockt er nicht nur kulinarische Kenner in die Zirbelstu­ be im Althoff Hotel am Schlossgar­ ten. Auch junge Leute, die Lust haben, neue Geschmacksbilder zu entdecken, sind hier willkommen. Feix, der als einer der besten Kö­ che Deutschlands gilt, ist seit Januar 2017 für die junge Küche des Restau­ rants verantwortlich. Dass der 41­ jährige Sauerländer ein echter Profi am Kochtopf ist, beweisen neben sei­ nem Michelin Stern auch 17 Gault­ Millau­Punkte und vier Löffel des Aral Schlemmer Atlas. Seine Bilderbuch­ karriere führte den Spitzenkoch vom Schloss Berg in Perl Nennig über das Restaurant „Résidence“ in Essen bis

Sorgen für besondere Sternstunden: Denis Feix (Mitte) und sein Team. hin zum „Il Giardino“ in Bad Gries­ bach, das mit zwei Michelin Sternen ausgezeichnet war. Sein aktueller „Ar­ beitsplatz“, die Zirbelstube, ist nicht nur eines der schönsten, sondern auch das Restaurant in der Schwabenmetro­ pole, das besonders viele Auszeich­ nungen aufweisen kann. Mit Zirbelholz vertäfelte Wände sorgen für Gemütlichkeit, während modernes Interieur die charmante Atmosphäre perfektioniert. Ob im behagli­ chen Innenraum oder auf der sonnigen Terrasse mit Blick auf den Schlossgarten­ die kulinarischen Köstlichkeiten auf Sterneniveau lassen die Herzen höherschlagen. (ae)

E Termine zum Vormerken 29. November 2018: „Trüffel­ abend“. Dieser beginnt in der Bar mit einem Aperitif zum Amuse Bou­ che. Das Team der Zirbelstube zeigt den Gästen, wie die kleinen Köstlich­ keiten angerichtet werden. Im An­ schluss genießen diese ein Fünf­Gänge­Trüffel­Menü. 24./25. Dezember 2018: „Gour­ metmenü in der Zirbelstube“. Auch über die Feiertage können Feinschmecker die kulinarische Viel­ falt genießen. Angeboten werden ein Vier­ sowie Sechs­Gänge­Menü.

Die Zwei D

Herr Bernacki, was zeichnet Ihrer Ansicht nach eine perfekte Bar aus? Bernacki: Es ist ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Der Gast muss sich in dem Raum wohlfühlen. Die Lautstärke der Musik sollte ange­ passt, die Drinks gut sein und auch die Menschen hinter dem Bartresen spielen eine wichtige Rolle. Herzlich­

30. Dezember 2018: „Best of 2018“: Denix Feix und sein Team werden an diesem Abend ab 19 Uhr die fünf kulinarischen Highlights aus dem Jahr 2018 präsentieren. Einen ganz besonderen Jahresaus­ klang können Besucher in der Zirbelstube am 31. Dezember erleben: Ab 18.30 Uhr wird in dem Restaurant ein Sieben­Gänge­Gala­ Menü aufgetischt. E Eine Reservierung wird unter Tele­ fon 0711/ 20 26 865 erbeten.

gewisse Etwas gelegt. Das Essen findet in einem gehobenen, aber entspann­ ten Ambiente statt, es geht nicht so steif zu. Es ist eine Küche für die Gäste.

Küchenchef Stefan Kientz und Barchef Karol Bernacki sorgen für frischen Wind ie Frage, Traumjob ja oder nein, bleibt nur den Bruchteil einer Sekunde unbeantwortet. „Eindeutig ja“, schießt es gleichzeitig aus dem Mund von Stefan Kientz und Karol Bernacki. Und das, obwohl beide im Althoff Hotel am Schlossgarten unter­ schiedlichen Aufgaben nachgehen: Kientz (30) ist der neue Küchenchef, Bernacki (29) der neue Barchef. Beide haben ihr Handwerk von der Pike auf gelernt, können auf renommierte Sta­ tionen zurückblicken und wollen für die Gäste besondere Akzente setzen.

Fotos: Althoff Hotel am Schlossgarten

Die „Neuen“ im Team: Küchenchef Stefan Kientz (links) und Bar­ chef Karol Bernacki. keit und Einfühlungsvermögen sind entscheidend. Man muss auf jeden Gast anders eingehen.

sere Arbeit. Auf Regionalität, Quali­ tät und Frische der Zutaten legen wir in unserer Küche auch sehr viel Wert.

Und mit welchem Konzept wollen Sie im Althoff Hotel am Schlossgar­ ten punkten? Bernacki: Regionalität ist mir sehr wichtig und natürlich die Verwen­ dung von frischen Zutaten. Saft aus der Flasche oder dem Tetrapack gibt es bei uns nicht. Wir arbeiten viel mit handgezogenen Zutaten wie Kräu­ tern oder Limetten. Kientz (lacht): Darin ähnelt sich un­

Herr Kientz, Ihr Aufgabenbereich ist äußerst umfangreich. Sie sind für alle Speisen außerhalb der „Zirbelstu­ be“ zuständig. Das beinhaltet bei­ spielsweise das Essen in der Weinwirt­ schaft/Weingut Franz Keller, Banket­ te, die Bewirtung von Veranstaltun­ gen, aber auch Frühstück und Lunch. Was ist Ihnen wichtig? Kientz: Beim Casual Fine Dining wird viel Wert auf die Kulinarik und das

Wie beschreiben Sie Ihren Stil? Kientz: Alte Klassiker neu interpre­ tiert. Ich kombiniere gern verschie­ dene Zutaten miteinander. Und na­ türlich spielen saisonale Gerichte eine wichtige Rolle. Alle zwei Monate ändern wir unsere Karte. Ein ausge­ zeichneter Zwiebelrostbraten darf auf dieser aber niemals fehlen. (ae) E Wichtige Stationen: Bevor Karol BernackizumAlthoffHotelamSchloss­ garten kam, leitete er über sechs Jahre lang verschiedene Bars. Zuletzt war er zwei Jahre im Hotel Santo in Karlsruhe beschäftigt, verantwortete die Bar im SAP Guesthouse Kalipeh Walldorf und im Parkhotel Wehrle im Schwarzwald. E Stefan Kientz war zuletzt als Küchen­ chef in der Schloss Solitude Gastrono­ mie und im Business Club Stuttgart tä­ tig.AlsstellvertretenderKüchenchefar­ beiteteerinderVillaHammerschmiede in Pfinztal. Im Althoff Hotel am Schloss­ garten sammelte er bereits von 2014 bis2016ErfahrungenalsSousChef.


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Übernachten & Genießen

MEIN STUTTGART 2018/2019

Familiäre Atmosphäre Brita Hotel: Wohlfühlen auf 3­Sterne­Niveau

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Augsburger Str. 671-673 70329 Stuttgart Telefon 07 11 / 32 02 30 Fax 07 11 / 32 44 40 www.brita-hotel.de info@brita-hotel.de

Cannstatter Tor

Zur alten Ziegelei

Ihre LanG-GasTsTäTTen 3x ausgezeichnet

Ob Sterne, Pokale, Medaillen oder sonstige Auszeichnungen; alle haben eines gemeinsam, nämlich kontinuierliche Arbeit an der Qualität und Durchhaltevermögen. Die Gastronomie ist eine der meist unterschätzten Berufssparten. Große Arbeit, Organisation sowie tägliche Power sind nötig einen Betrieb ordentlich zu füh hren und seine Gäste auf Dauer zufriedenzustellen. Qualität hat Tradition. Und diese ist belegbar. So erhielten die „Alte Ziegelei“, und der „Hengstetter Hof“ und d das „Cannstatter Tor“ zum dritten Mal in Folge eine Auszeichnung von Gastro-Gold Europa. Bewertet wurden dabei die gutbürgerliche Küche, die Hygiene, die Servicequalität und das Ambiente.

in stuttgart

Gaststätte Luginsland

Brita Hotel Obertürkheim

ehobene Qualität auf 3­Sterne­ bei Familienfeiern genießen. Das Niveau in familiärer Atmo­ 3­Sterne­Haus wird vor allem von sphäre – durch diese außergewöhnli­ Geschäftskunden und großen Unter­ che Mischung besticht das Brita Ho­ nehmen für Tagungen geschätzt. tel in Obertürkheim. Es ist eine Sym­ Das Brita Hotel verfügt nicht nur biose, in der sich der Gast wohlfühlt. über ein besonderes Ambiente, son­ Das familiär und privat geführte dern lebt die Verbundenheit mit der Haus liegt direkt unterhalb der Wein­ Rebenlandschaft. Seit 2011 ist man berge. „Es ist eines unserer besonde­ mit der Obertürkheimer Weinlaube ren Merkmale“, sagt Geschäftsführer mit Erfolg auf dem Stuttgarter Wein­ Jan von Schaper. dorf vertreten. Schließlich liegt man Denn die Oberen Ne­ ckarvororte sind geprägt von der wundervollen Ku­ lisse der Weinberge auf der einen und den Industriean­ lagen im Neckartal auf der anderen Seite – beides be­ sticht durch international anerkannte Qualität. Die 70 stilvoll eingerichteten Zim­ Das Brita Hotel verfügt über 70 stilvoll eingerich­ mer mit 117 Betten vertei­ tete Zimmer mit 117 Betten. Foto: Brita Hotel len sich auf drei Stockwer­ ke. Dabei liegt man im Herzen von direkt an den Rebhängen, im Schat­ Obertürkheim ideal zwischen Stutt­ ten des Württemberg mit der Grab­ gart und Esslingen, entsprechend kapelle. Unweit ist auch das Stuttgar­ verkehrsgünstig ist die Anbindung ter Weinbaumuseum in Uhlbach. an die A 81 über die B 10, zudem liegt Daher gibt es auch Events, bei denen der S­Bahnhof nur wenige Minuten zwischen den Rebhängen ein Vesper entfernt. „Dabei ist die Natur greifbar serviert wird – stilvoll inmitten der nahe, verhindert jegliche Lärmbeläs­ Natur. (ale) tigung.“ Die Natur können Gäste jederzeit am Wochenende oder auch E www.brita­hotel.de

Zeit für was Neues – das war unser Umbau-Motto. Auch in unseren Gaststätte Luginsland Festsaal mit Bühne der Gaststätte Luginsland und 140 Sitzplätzen nach Umbau soll mehr Leben kommen. Wiedereröffnung Wie für alle Lang Gassttätenbetriebe gilt: Unser Team organisiert Geburtstagsfeiern oder ein Buffet für Familien- oder Firmenfeiern anfang november – phantasievoll kreativ. Wir machen Ihr Fest zu etwas ganz Besonderem, so dass Ihre Feier in unserem Festsaal zu einem unvergesslichen Ereignis wird. Für individuelle kleine und große Feste, private und geschäftliche Events oder Tagungen bieten wir im Raum Stuttgart „Catering und mehr“. Sprechen Sie uns an – wir sind für Sie da.

eventgastronomie

Die Eventgastronomie ist heutzutage aus der kulinarischen Landschaft nicht mehr wegzudenken. Die Lang-Gaststätten haben den Schritt von der „normalen“, gutbürgerlichen landhaus-Gastronomie in diese Sparte mit Bravour vollzogen. Mit einem eigenen Eventfahrplan werden die Gäste ganzjährig mit kleinen kulinarischen Leckerbissen versorgt – und das in allen Restaurants. Neben traditionellen Ochsenfesten, Weihnachts- oder Silvesterparties, Event-Dinner, sind bei Lang-Gaststätten Grill-, Tanz-, oder sonstige Musikveranstaltungen fest im Programm.

Zur alten Ziegelei | Tel. 0711 . 542400 Burgholzstr. 45 | 70376 Stgt-Münster | info.ziegelei@gmail.com Gaststätte Luginsland | Tel. 0711 . 335189 | Fax 337297 Fellbacher Straße 143 | 70372 Stuttgart | www.lang-gaststätten.de

Wo Gäste zu Freunden werden.

Cannstatter Tor | Tel. 0711 . 5055291 | Fax 5059683 Bahnhofstraße 30 | 70372 Stuttgart

einzigartig in der Region: À la carte essen für bis zu 180 Personen nach Vorbestellung innerhalb 2 Tagen


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Alles unter einem Dach Musik, Wellness und Essgenuss im Le Méridien Le Médoc: Die Weinstube für französische Genießer Ein Anlaufpunkt für alle Ge­ nießer der französischen Kü­ che, französischen Esskultur Essen wie Gott in Frankreich. und Lebensart. Genießen Sie französisches Flair und feine Weine der Region und aus Frankreich in entspanntem Bistroambiente. Unterhalb des Kernerplatzes liegt das Le Médoc, die französische Wein­ stube mit schöner Sommerterrasse. Das ideale Angebot für Zwei „pour deux“. Die Dame bevorzugt einen Fisch im Hauptgang und der Herr hat es lieber etwas fleischiger? Keine Frage, jedermann – jedefrau hat die Wahl. Ebenso beim Wein, weiß oder rot? Gerne erhalten Sie und Er den Wein ihrer Wahl. Jeden Abend 3­Gänge­Menü für zwei Personen, inklusi­ ve begleitender Weine, für 79 Euro.

Le SPA: Wellness­Oase mitten in der Großstadt Das Le SPA im Le Méridien Stuttgart ist eine Entspan­ nungs­Oase mitten in der Großstadt. Auf insgesamt 850 Entspannung pur im Herzen der Großstadt. Quadratmetern erstreckt sich hier das Wellness­ und Fitnesscenter, das Gäste zum Entspannen und Regenerieren einlädt. Ein Platz, um die Seele baumeln zu lassen. Für jeden ist etwas dabei: ein großer Pool mit Jacuzzi, eine Saunalandschaft mit Dampfbad und Infrarotkabinen sowie ein Fitnessstudio. Ein erfah­ renes und motiviertes Team betreut und verwöhnt rundherum. Sie brau­ chen noch ein Geschenk für Ihre Liebsten oder wollen sich selber mal etwas Gutes tun? Die Le SPA Verwöhnpakete „Kleiner Wintergenuss“ (90 Minuten, 99 Euro) oder „Großer Wintergenuss“ (140 Minuten, 199 Euro) beinhalten den Tageseintritt, ein Ganzkörperpeeling, eine klassi­ sche Ganzkörpermassage und weitere Überraschungen.

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Song Contest: Mittendrin statt nur dabei Erleben Sie unterhaltsame Stunden voller Spannung und Stephan Sulke (links) und Peter Fischer, Preis­ einmalige deutschsprachige Musik sowie exquisite Speisen träger 2017. Foto: Ferdinando Iannone und Getränke bei einem Wett­ bewerb, den es in dieser Form kein zweites Mal in Deutschland gibt. An zwei Abenden präsentieren sich Sänger, Musiker, Duos und Ensembles aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit ihren schönsten Songs. Charmant, manchmal provokant, unterhaltsam und geistreich stellen die Künstler ihre Songs und Kompositionen vor. Publikum und Jury be­ stimmen, welche Künstler am Galaabend im Finale auftreten. Der Wett­ bewerb hat sich zum Ziel gesetzt, den Nachwuchs zu fördern. E 18. bis 20. Oktober im Ballsaal Elysee Erster Wettbewerbsabend: Donnerstag, 18. Oktober: 40 Euro pro Person, in­ klusive Aperitif und Buffet. Zweiter Wettbewerbsabend: Freitag, 19. Oktober: 47 Euro pro Person, inklusive Aperitif und Buffet. Galaabend, Verleihung des Troubadours: Samstag, 20. Oktober: 80 Euro pro Person, inklusive Aperitif und 4­Gang­Menü.

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Übernachten & Genießen

MEIN STUTTGART 2018/2019

Erfolgsstory mal zwei Im Frühjahr 2019 eröffnet das zweite Mövenpick­Hotel

coming soon Mövenpick x 2

Im Frühjahr 2019 eröffnet ein zweites Mövenpick Hotel am Flughafen Stuttgart, das Mövenpick Hotel Stuttgart Messe & Congress. Das Hotel liegt in unmittelbarer Nähe zum International Congress Center Stuttgart, zur Messe und zum Stuttgarter Flughafen. Das bestehende Mövenpick Hotel Stuttgart Airport befindet sich nur 150 Meter entfernt. Mövenpick Hotel Stuttgart Airport Flughafenstraße 50 | 70629 Stuttgart | +49 711 55344 0 hotel.stuttgart.airport@movenpick.com

movenpick.com

S ilvester Gala

Festliches 6-Gänge-Menü im Restaurant WEISSENHOF Dessertvariationen und Mitternachtssnack vom Buffet DJ und Live-Band “Lounge Experience”

31. Dezember 2018 | Einlass 18.30 Uhr EUR 141,00 pro Person

inkl. Weinbegleitung, Tischwasser sowie 1 Glas Sekt um Mitternacht zum Anstoßen

Reservierung erforderlich

Restaurant WEISSENHOF im ARCOTEL Camino Heilbronner Straße 21 | 70191 Stuttgart | T +49 711 258 58-0 E mice.camino@arcotelhotels.com | www.arcotelhotels.com

© Matteo Thun & Partners

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ie Airport City wächst und keiten des Mövenpick Hotels Stuttgart wächst. Ein weiterer „Baustein“ Airport gestaltete. Der Südtiroler Star­ kommt in wenigen Monaten hinzu: Architekt setzt auch dieses Mal auf ein Im Frühjahr 2019 eröffnet am Flugha­ einzigartiges Design: Eine grüne Oase fen das neue Mövenpick Hotel Stutt­ schmückt das Atrium und lädt Gäste gart Messe & Congress. Und auch zum Verweilen ein. Die Türklopfer sind dieses Haus der Kategorie „Vier­Ster­ als Spechte gestaltet – eines von vielen ne“ verspricht Schweizer Gastfreund­ raffinierten Details. Holz ist ein wichti­ schaft, viel Liebe zum Detail und eine ges Material bei der Inneneinrichtung, besondere Wohlfühl­Atmosphäre. die Räume sind in Pastelltönen gehal­ Der Neubau bietet 262 Zimmer, meh­ ten. „Das Thema Natur zieht sich rere Tagungsräume und als Highlight durch das ganze Haus“, verspricht einen 735 Quadratmeter großen Ball­ Jürgen Köhler, der als General Manager saal. Das Haus ist für Tagungen und beide Hotels mit zusammen 588 Zim­ Kongresse mit bis zu 700 Teilnehmern mern und 2200 Quadratmetern Kon­ konzipiert – ein ferenzfläche leiten Angebot, das in wird. Dass sich die dieser Größenord­ Häuser nicht als nung bisher am Konkurrenz, son­ Flughafen fehlte. dern als Ergänzung Die Endhaltestelle verstehen, verdeut­ der verlängerten licht das Gastrono­ Stadtbahn U 6 wird Die künftige Hotellobby als eine grüne mie­Angebot. So Oase. Foto: Matteo Thun & Partners verwöhnt das Res­ sich nach Fertig­ stellung direkt vor taurant Trollinger dem Hotel befinden. Der Entwurf für im Mövenpick Hotel Stuttgart Airport das Gebäude in Nachbarschaft zur die Gäste mit Schweizer Spezialitäten, Landesmesse stammt von dem Ulmer regionalen sowie internationalen Architekturbüro Mühlich, Fink & Köstlichkeiten und punktet mit Partner. Für das Innendesign zeichnet seinem stilvollen, edlen Ambiente. der weltbekannte Designer Matteo Wer es hingegen legerer mag, findet Thun verantwortlich, der vor mehr als im Bistro des neuen Kongresshotels einem Jahrzehnt bereits die Räumlich­ das passende Angebot. (ae)

S onntags brunch

Sonntags 11.30 – 14.30 Uhr Restaurant WEISSENHOF im ARCOTEL Camino EUR 35,50 pro Person

inkl. einem Glas Sekt zum Aperitif, Softgetränken, Kaffee, Bier & Hausweinen

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MEIN STUTTGART 2018/2019

Der Innenhof des Waldhotels Degerloch gibt am Abend ein besonders stimmungsvolles Bild ab.

Übernachten & Genießen

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Foto: Roland Halbe

Ankommen und genießen Das Waldhotel Stuttgart liegt mitten im Grünen und doch direkt in der Stadt

W

ir wollen die Erwartungen unserer Gäste nicht erfül­ len – wir wollen sie über­ treffen.“ Dieses Ziel hat man sich im Waldhotel Stuttgart auf die Fahnen geschrieben – und dafür arbeiten die Mitarbeiter. Jeden Tag. Rund um die Uhr. Und so überzeugt das Haus mit­ ten im Grünen seine Gäste nicht nur mit den Vorzügen eines 4­Sterne­Su­ perior­Hotels in bester Lage, sondern auch mit außergewöhnlich herzli­ chem und individuellem Service. Das unterstreicht der Blick auf die Bewertungen in den Online­ Portalen. „Kenne kein Hotel, das Gästen so viel Aufmerk­ samkeit durch Freundlichkeit bietet“, schwärmt eine Besu­ cherin. Lob, das die Verant­ wortlichen im Waldhotel zwar sehr erfreut vernehmen, darauf ausruhen will man sich aber nicht.

Dass man im Waldhotel nicht nur sehr gut nächtigen, sondern auch speisen kann, hat sich in der Region Stuttgart längst herumgesprochen. Dafür sorgt das kulinarische Aushän­ geschild: das Restaurant Finch – be­ nannt nach den Finken, die in der Nähe des Gebäudes oft gesichtet wer­ den. Für den kulinarischen Kurs ist dort seit Jahresanfang Julian Veigel verantwortlich. Der 27­Jährige hat sein Handwerk unter anderem bei Sternekoch Christian Lohse gelernt

Federführung des renommierten Spirituosen­Experten Jürgen Deibel, der mit seinem Wissen auch die ho­ teleigenen Veranstaltungen berei­ chert. So findet am 15. November ein Whisk(e)y­Dinner statt, das musika­ lisch von Dudelsackspielern unter­ malt wird.

Seinen besonderen Charme erhält das Waldhotel Stuttgart durch die Mischung aus Tradition und Moder­ ne. Die Geschichte das Hauses reicht bis ins Jahr 1910 zurück. Nach mehreren baulichen Erweite­ rungen wurde das Hotel von 2009 bis 2011 aufwendig moder­ nisiert und verfügt heute über 94 Zimmer verschiedener Katego­ rien und zwei Suiten. Für Sport­ begeisterte genauso wie für Ru­ hesuchende steht ein vollwertig ausgestatteter Fitnessbereich mit einem Wohlfühl­Bereich samt Sauna zur Verfügung. Die Nut­ Im Restaurant Finch können die Gäste in urigen Um den Standard hoch zu zung der Tennisplätze ist für Nischen speisen. halten, wird viel getan. Aus­ Hotelgäste kostenfrei. Die Lage auf einem mehr als einen Hek­ zubildende werden über das vielerorts übliche Maß hinaus geför­ und kann trotz seines jungen Alters tar großen Park­ und Gartengrund­ dert, gemeinsame Aktivitäten stär­ auf Stationen bei der Nestor­Hotel­ stück verleiht dem Haus den Charak­ ken den Teamgeist. Direktor Jörg gruppe sowie im Göttinger Hotel Frei­ ter eines Anwesens im Landhaus­Stil. Zwischen dem denkmalgeschützten Grede, der seit eineinhalb Jahren die zeit In zurückblicken. Hauptgebäude und den Anbauten Geschicke des Waldhotels leitet, Die Gäste verwöhnt Veigel nach weiß um den Wert einer motivierten, dem Credo „einfach gut essen“ mit liegt die malerische Terrasse mit Blick zufriedenen „Mannschaft“. Man gehobener Küche, die neben schwäbi­ auf den angrenzenden Wald, die zum Entspannen einlädt. Lediglich einen arbeite daran, das hohe Niveau im­ schen Klassikern mit feinen internati­ Katzensprung vom Waldhotel ent­ mer noch ein klein wenig höher zu onalen, vegetarischen oder veganen schrauben, verspricht er. Ein anderer Gerichten begeistert. Auf Wunsch fernt, ragt der Fernsehturm in den Leitspruch des 46­Jährigen, der be­ werden glutenfreie und laktosefreie Himmel. Für Konferenzen, Tagungen reits als stellvertretender Hoteldirek­ Speisen zubereitet. Auch ein Abstecher und Feierlichkeiten stehen sechs Räu­ tor im Maritim­Hotel München und in die Hotelbar No. 18 lohnt sich. Dort me zur Auswahl: Vom 175 Quadrat­ als Regionaldirektor der nestor­Ho­ gibt es jeden Samstag von 21 Uhr bis meter großen Ballsaal mit direktem tels in Neckarsulm und Ludwigsburg Mitternacht Live­Piano­Musik. Will­ Zugang zur Terrasse, über den abseits tätig war, lautet: „Alles anders als kommen sind hier alle, die den Tag vom Haupthaus im Garten gelegenen andere machen“. Wie dieses „an­ gemütlich am Kaminfeuer ausklingen Lindensaal bis hin zu kleineren, tech­ nisch auf dem neuesten Stand ausge­ ders“ aussieht, davon können sich lassen wollen – und das sind nicht nur Besucher nicht zuletzt auf der neu die Hotelgäste. „Das Angebot wird statteten Seminarräumen. Auch hier gestalteten Homepage ein Bild ma­ sehr gut angenommen“, sagt Grede. sorgt das Service­Team für die herzli­ che Betreuung der Gäste. (ae) chen. Die Getränkekarte entstand unter

E Termine Das Waldhotel Stuttgart, Guts­ Muths­Weg 18, veranstaltet das ganze Jahr über viele kulinarische Events. Am 15. November findet ab 18 Uhr ein Whisk(e)y­Dinner in vier Gängen unter der Leitung des Spirituosen­Fachmanns Jürgen Deibel statt. Am 11. November steht das Martins­ gans­Angebot als kulinarisches Highlight auf dem Programm. Der 1. sowie der 2. Weihnachts­ tag werden mit festlichen Menüs gefeiert. Zum Jahresausklang wird es an Silverster ein exklusives 6­Gänge­Menü mit Weinreise, Canapés und Champagner geben. Für die speziellen Events und die Feiertage wird um rechtzeitige Reservierung gebeten. Weitere Informationen: per Email an: gastronomie@waldhotel­ stuttgart.de, im Internet unter: www.waldhotel­stuttgart.de oder telefonisch unter: 0711/ 18572 131.


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Feines für den Gaumen Erste Fachschule für Sommeliers der Region in der Weinmanufaktur Untertürkheim

Von Alexander Müller

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er Wein und Württemberg, insbesondere die Region Stuttgart, gehören zusam­ men wie das Äffle und Pferdle. Fast nirgendwo in Deutschland ist man so eng mit dem Weinbau verbunden. Hinzu kommt die weit über die Gren­ zen hinaus bekannte gehobene Gas­ tronomie, und die höchste Dichte an Sterneköchen in der Republik. Doch eine Fachschule für Sommeliers – mit Schwerpunkt Wein – gab es bislang im Südwesten Deutschlands in dieser Form nicht. Bislang. Denn im Oktober vergangenen Jahres hat das International Wine Institute (IWI) eine Niederlassung in der Weinmanufaktur Untertürkheim gegründet. Dabei betreten die beiden Partner absolutes Neuland. Denn

eine Fachschule für Sommeliers di­ rekt in einem Weinbaubetrieb ist einzigartig. Davon wollen beide Par­ teien profitieren. „Das Potenzial ist enorm“, ist Dietmar Maisenhölder überzeugt. Seit Jahren war es dem Geschäftsfüh­ rer des Verbandes Deutscher Prädi­ katsweingüter Region Württemberg ein Anliegen, eine Schule in Stuttgart ins Leben zu rufen. Als treibende Kraft erwies sich seine Frau Diana, die als Niederlassungsleitern der IWI­Schule Stuttgart fungiert. Auf der Suche nach geeigneten Räumen kam für das Ehepaar die Weinmanu­ faktur als profunder Partner in Frage, die in direkter Nachbarschaft liegt und zu der bereits seit langem sehr freundschaftliche Beziehungen be­ stehen. Im Oktober vergangenen Jahres wurde die neue Fachschule eröffnet. Neben der Ausbildung zum Assistant Sommelier als Einstieg für die Gas­ tronomie, sowie dem Commis Som­ melier und dem Weinfachberater für den Handel, liegt das Hauptaugen­ merk vor allem auf der Ausbildung zum von der IHK geprüften Somme­ lier, der „Königsdisziplin“. Denn bislang war diese von der IHK letzt­ endlich abgenommene Ausbildung nur in Koblenz möglich. Der Erfolg gibt den Beteiligten recht.

Die Dozenten Dietmar Maisenhölder (links) und Weinma­ nufaktur­Kellermeister Jürgen Off. Foto: Müller

Bereits für den ersten Jahrgang meldeten sich stolze 18 Teilnehmer an. Darunter das „Who ist who der absoluten Spitzengastronomie in Süddeutschland“, freut sich Maisen­

Foto: Weinmanufaktur

hölder. An insgesamt 30 Tagen ver­ teilt über das ganze Jahr lernen diese die verschiedenen Bereiche nun von Fachdozenten aus ganz Deutschland und Europa kennen. Unter den Leh­ rern ist neben Maisenhölder auch der Kellermeister der Weinmanufak­ tur, Jürgen Off, im Bereich des Wein­ baus und der Kellerwirtschaft. „Es ist auch für uns eine inspirierende Zu­ sammenarbeit“, freut sich Off. Durch den engen Kontakt könne man auch einmal neue Ansätze für den Wein­ ausbau bekommen. Sowohl Dozen­ ten als auch Schüler stünden nah am Markt, „es findet eine für beide Sei­ ten besondere Verzahnung statt“, war auch für Geschäftsführer Stefan Hübner eine Zusammenarbeit gleich klar. Und wie inspirierend diese sein kann, konnten die Teilnehmer, die Ende dieses Jahres ihren Abschluss zum Sommelier machen, in ei­ nem Workshop erfahren. Zu­ sammen mit Off kreierten die­ se aus mehreren Drei­Sterne­ Weinen eine ganz eigene Rotwein­Cuvée: Die Som­ melier Blend No 1. Die Cu­ vée auf Basis von Bordeaux­ Rebsorten ist ab Mitte Ok­ tober erhältlich. Und die ersten Schüler für den neu­ en Jahrgang stehen bereits in den Startlöchern. Schließlich soll die Fach­ schule für Sommeliers in der Weinmanufaktur zur Institution werden – als einzige ihrer Art in der Weinbauregion.

Produkt von Schule und Manufaktur: Die Cuvée Sommelier Blend No 1.


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Spaziergang durchs Weinjahr Inmitten der Weinberge kann man die edlen Tropfen verkosten Von Martina Fürstenberger

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er Weinbau prägt die Region Stuttgart. Wohl nir­ gends kann man den Wein besser erleben als an den Orten, an denen er hergestellt wird. Viele Winzer und Weingärtnergenossenschaften laden einmal im Jahr zu einer Wanderung durch die Rebhänge ein. An Probierstän­ den können die edlen Tropfen dann gleich gekostet werden. Wir stellen einige Weinwanderungen in Stuttgart und der Re­ gion vor – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Hedelfingen­Rohracker

Esslingen

Um Wanderung den Ailenberg Stetten

Weinweg Stetten Wanderung Stetten

Jedes Jahr im Mai laden die WGs Hedelfingen und Rohracker zum Weinwandertag ein. Die Route führt abwechselnd über die He­ delfinger oder Rohracker Schleife des Rundwanderwegs. E www.wg­rohracker.de/ www.wg­hedelfingen.de

In den Weinbergen rund um den Schenkenberg können im Mai die Esslinger Weine verkostet werden. Mit jedem Stand wird ein Stück Stadtgeschichte erwan­ dert: die Weine sind nach histori­ schen Wahrzeichen benannt. E www.weingaertner­esslingen.de

An Christi Himmelfahrt geht’s vom Bahnhof Obertürkheim aus rund um den Ailenberg. Die Stre­ cke ist etwa 3,5 Kilometer lang und führt unter anderem am Me­ lacturm vorbei. E www.weinmanufaktur­un­ E www.weinweg.de tertuerkheim.de

Im Ortsteil Stetten der Gemeinde Kernen im Remstal laden die Winzer jeweils von Pfingstsams­ tag bis ­montag zum Kulinari­ schen Weinweg ein. Die Wande­ rung führt rund um die Y­Burg entlang .desiStettener . Weinwegs. E www.weinweg.de

Götzenberg Uhlbach

Mönchberg­Weintour

Wanderung Stetten Steillagentage

Weinsafari

Rund um den Götzenberg geht es bei der Uhlbacher Weinberg­ wanderung im Juni. Start ist am historischen Rathaus und Stutt­ garter Weinbaumuseum. An sechs Probierständen gibt es hei­ mische Weine. E www.collegium­wirtemberg.de

Auf den Mönchberg laden am letzten Juli­Sonntag Untertürk­ heimer Wengerter­Familien ein. Die Weintour startet am Weingut Herzog von Württem berg und führt über drei Kilometer mit mehreren Weinständen. E www.weintour­stuttgart.de

Wer die Mühlhausener Weinber­ ge am Max­Eyth­See kennenler­ nen will, ist bei den Steillagenta­ gen im August richtig. Es gibt Themenwanderungen und Fahr­ ten mit dem Planwagen. E www.weinbauern­muehl­ E www.weinweg.de hausen.de

Ein besondes Erlebnis ist die zwölf Kilometer lange Weinsafari rund um Mönchberg und Würt­ temberg im September. Im Bus gibt es Infos über Reblagen, Weinorte und Tradition. E www.stuttgarter­weinvier­ tel.de/weinsafari.html


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„Gans“ schön lecker Übernachten und speisen in den Europe Hotels

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eneriffa.Mallorca. München. Ber­ lin. Und natürlichStuttgart. Seit 1964 gibt es die Europe Hotelsin Spani­ en undDeutschland, ineingängiges Raster passt die Hotelkette dennoch nicht. Hier versteht man unter Größe wenigereine imposante Zahl an Stand­ orten, als vielmehr den Blick für kleine Details, herzliche Gastfreundschaft, besten Serviceundeinen hohenAn­ spruch an Design und Qualität. Zwei Europe Hotels, dasKongresshotel Euro­ pe und das Messehotel Europe, berei­ chern die Landeshauptstadtseitmehr als vierJahrzehnten. Beide sindim Stadtteil Feuerbach in direkterNähezu Stuttgartsgrüner Lunge, dem Killes­ berg, beheimatet. Dass sich in den beiden Häusern im Lauf der Zeit jede Menge verändert hat, versteht sich von selbst. „Kein Gast muss bei uns auf den Komfort zeitge­ mäßer, hochwertiger Wohnelemente verzichten“, verspricht Hoteldirektor Helmuth Buchmann. Vor kurzem wur­ de im Messeho­ tel die Moderni­ sierung der letzten von vier Etagen abgeschlossen, alle der 114 Zim­ mer bestechen nun

durch eine besondere Wohlfühl­Atmo­ sphäre. Verwöhnen lassen können sich die Besucher in den Restaurants „Gra­ nada“ und „Landhausstuben“. Vielfäl­ tig und international – so wie die Gäste – präsentiert sich hier das kulinarische Angebot. Auch saisonale Gerichte, zubereitet mit Lebensmitteln aus der Region, dürfen auf den Speisekarten nicht fehlen. Selbst die Stuttgarter haben bereits bemerkt: Es lohnt sich, einen Blick in den „kulinarischen Kalender“ zu wer­ fen. „Europe’s bunte & wilde Jahres­ zeit“ verspricht vom 1. Oktober bis zum 10. November Gerichte mitKürbis und Wild. Im November und Dezember kitzeln knusprige Gänse die Ge­ schmacksnerven der Gäste. Den Auf­ takt macht der Brunch „Alles Gans lecker“ am 11. November . Und auch wer das heimische Wohnzimmer dem edlen Ambiente der Restaurants vor­ z ieht, muss nicht auf den knusp­ rigen Vogel verzichten – dafür sorgt das Angebot „Gans to Go“. Ein Anruf ge­ nügt und das Essen kann wenig später tafelfertig inklusi­ ve einer Flasche Wein abgeholt werden. (ae)

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MEIN STUTTGART 2018/2019

Hier wird ein neuer Takt vorgegeben Das Jaz Stuttgart im Europaviertel ist weit mehr als ein Hotel: Gastro­Hotspot und Musik­Location Von Sigfried Baumann

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m Hotel Jaz Stuttgart ist vieles anders als in anderen Hotels, wo­ bei der Begriff Hotel nicht unbedingt zutreffend ist. Gewiss gibt es 166 modernst eingerichtete Hotelzim­ mer und Suiten, aber das Jaz ist eben Designer­Hotel, Erlebnis­Gastrono­ mie und Musik­Location gleicherma­ ßen. Seinen Platz hat es im Europa­ viertel in den ersten sieben Stockwer­ ken von Stuttgarts teuerstem Wohn­ turm „Cloud No.7“. Und während in den obersten Etagen noch gewerkelt wird, hat das Jaz bereits im Januar dieses Jahres seine Pforten geöffnet. Die Musik spielt im ganzen Haus eine große Rolle, die musikalische Berieselung ist allgegenwärtig. So nennt sich der Restaurantbereich bezeichnenderweise „Rhythms Bar & Kitchen“. Also Rhythmus, Bar und Küche. Einher mit dem geht die läs­ sig­entspannte Atmosphäre, die dem Haus seine besondere und für man­ che vielleicht auch gewöhnungsbe­ dürftige Note verleiht. Denn hier wird das „Du“ gepflegt – im Team untereinander, aber auch gegenüber Gästen. Hoteldirektor Stefan (Schär) urteilt: „So was wie das Jaz hat Stuttgart bisher gefehlt. Die Reaktionen unserer Gäste fallen

Teilansicht des Rhythms Bar & Kitchen im neuen Jaz­Hotel. durchweg positiv aus. Und mag einer partout nicht mit dem legeren ’Du’ angeredet werden, dann nehmen wir darauf selbstverständlich Rück­ sicht.“ Stefan nennt sich auch „Bandleader“, seine Social Media­ Mitarbeiterin ist „The Fan Maker“ und das ganze Team im Jaz ist eben die Jaz(z)­Band. Stuttgart ist nach Amsterdam das zweite Hotel der Marke Jaz in the city, das die Deutsche Hospitality (ehemalige Steigenberger Gruppe) eröffnet hat. Bandleader Stefan will die Stuttgarter ins Haus holen, „weil wir einfach das Lebensgefühl dieser Stadt widerspiegeln. Wir wollen uns

Foto: Jaz­Hotel

etablieren als Musik­Location und als Gastro­Hotspot.“ In der Rhythms Bar & Kitchen gibt es des­ halb nicht nur schmackhafte Ge­ richte aus regionalen Produkten, sondern auch Live­Musik, Konzerte oder es legt ein DJ auf. Das alles ba­ siert auf einem wohl durchdachten Musik­Konzept, hör­ und erlebbar von der Rezeption bis hinauf zu Wolframs Bar & Terrace im 6. Stock über den Dächern der Stadt. Im hei­ ßen Sommer ging hier oben immer ein angenehmes Lüftchen, die bali­ nesischen Himmelbetten bieten Entspannung pur und Barmanager Markus (Wolff) serviert Cocktails,

die es woanders sicher nicht gibt. Viele Zutaten wie purple Wermut werden selbst hergestellt. Ab Oktober hat sich Küchenchef Sven (Schulz) wieder was Neues aus­ gedacht. Er serviert „Japas“, analog den spanischen Tapas nur mit „J“ vorne, abgeleitet von Jaz. Das sind die unterschiedlichsten Versucherle in kleinen, überschaubaren Portio­ nen, wo selbst Wurtsalat oder Linsen und Spätzle nicht fehlen dürfen. „Und wem einer unserer ’Japas’ be­ sonders schmeckt, der kann gerne speziell dieses Gericht nachordern.“ Ja, es ist alles anders als woanders, aber – und das sei hinzugefügt – an­ genehm anders. Unter den Mitarbei­ tern befinden sich viele Quereinstei­ ger, zum Beispiel arbeitet ein Musi­ caldarsteller im Jaz als Rezeptionist. Die ganze Atmosphäre ist schwer zu beschreiben, man sollte sie erlebt haben. Dazu gibt es ein monatliches Programm unter dem Motto „Dinner Live­Acts“ und sonntags „Breakfast encore“ mit Live­Musik. Erste Erfolge zeichnen sich ab: Das Rhythms Bar & Kitchen zählt offiziell zu den schöns­ ten Bars und Restaurants 2019 und das Jaz wurde in der Kategorie Hotel­ Neueröffnungen vom Top Hotel Magazin für den Hotel Opening Award 2018 nominiert.

Sympathisch wie der Wein Weingärtner Esslingen – klein, aber erfolgreich

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ympathisch, authentisch – von Trollinger oder Lemberger nicht ver­ hier ! Grade einmal 72 Hektar nachlässigt werden. Auch die Lage Rebfläche bewirtschaften die Wein­ Esslinger Burg, die kleinste Einzella­ gärtner Esslingen, deren Kellerei ge in Württemberg, ist Symbol für direkt an den Weinbergen in Esslin­ Regionalität, geschützt durch die gen­Mettingen zu finden ist. Eine beiden Schenkelmauern, mit den Besonderheit dieser kleinen Koope­ Wahrzeichen Dicker Turm und rative ist der hohe Hochwacht. Hier Anteil an terras­ wachsen Sorten sierten Steillagen, wie Cabernet die malerisch ent­ Franc, Syrah und lang der histori­ Cabernet Sauvi­ schen Stadt Esslin­ gnon, aber auch gen gelegen sind. Riesling. Die Aus­ Diese wunder­ sicht auf diese ein­ schöne Kultur­ zigartige Lage und landschaft prägt natürlich die Wei­ dieses ungewöhn­ ne können Sie lich eindrucksvol­ Blick auf die wunderschöne Wein­ jeden Samstag le Bild von Wein & landschaft Esslingens. zwischen 11 und Stadt. Über 33 17 Uhr im schöns­ Prozent der Trauben wachsen in tra­ ten Innenhof Esslingens in der ditionellen Weinbergen mit markan­ Webergasse 7 bei unserem Burgblick­ ten Trockenmauern. Die aufwendige treff genießen. Oder kommen Sie bei Bearbeitung der terrassierten Lagen uns in der Kelter vorbei und ent­ wird Jahr für Jahr durch hohe Quali­ decken Sie viele schöne Geschenk­ täten belohnt. Das besondere Klein­ ideen, Weine und Winzersekte. (red) klima der Weinbergmauern erlaubt es uns, Rebsorten wir Merlot, Syrah, E Weinverkauf und Verkostung: Mon­ Cabernet Sauvignon zu pflanzen und tag bis Donnerstag von 8.30 bis auch südländisch anmutende Weine 12.30 Uhr und von 14 bis 18 Uhr, zu produzieren. Doch natürlich dür­ Freitag von 8.30 bis 18 Uhr und fen die heimischen Rebsorten wie samstags von 9 bis 13 Uhr.


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Ăœbernachten & GenieĂ&#x;en

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Der Fleischsommelier als Garant fßr Qualität Das Oxery im Neo Hotel Linde in Esslingen­Berkheim steht fßr eine hochwertige Steakhouse­Kultur Von Sigfried Baumann

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eit Christina Demuth vor gut zwei Jahren die traditonsreiche Linde in Berkheim gekauft und die Ge­ schäftsfĂźhrung Ăźbernommen hat, ist vieles neu in dem Haus, das mehr als 40 Jahre im Familienbesitz war. Das drĂźckt sich auch schon im Namen aus: Neo Hotel Linde Esslingen­Berk­ heim. Neo steht fĂźr neu. Im Hotel wurden inzwischen 63 der 70 Gäste­ zimmer renoviert und auch im Res­ taurant hat sich einiges getan. FrĂźher gut bĂźrgerlich­schwäbisch, heiĂ&#x;t heute das Restaurant Linde Oxery und steht fĂźr eine hochwertige Steak­ house Kultur, die alle Fleischliebhaber auf ihre Kosten kommen lässt. KĂźchendirektor BjĂśrn Gerle be­ richtet, wie er gemeinsam mit Chris­ tina Demuth nach einem neuen Restaurant­Konzept gesucht hat, das der Linde auch ein Alleinstellungs­ merkmal verleiht. Weil man ja nicht nur auf Hotelgäste abziele, sondern vor allem die Menschen aus der Regi­ on zu einem Restaurantbesuch ani­ mieren mĂśchte. „Da sind wir auf einem guten Weg“, sagte Gerle. Das kann der Autor bestätigen, der schon mehrfach die diversen Steaks genie­ Ă&#x;en konnte. Im Mittelpunkt des Oxery­Kon­ zepts steht der in Spanien designte

Der Gast kann unmittelbar an den ReifekĂźhlschränken wählen. Foto: Demuth Josper Holzkohlegrill. Das Grillen verleiht dem Fleisch durch den aro­ matischen Edelholz­Rauch einen einzigartigen Geschmack. Christina Demuth ergänzt: „Das Fleisch wird bei uns von der Flamme gekĂźsst. So bieten wir die ehrlichsten Steaks der Stadt an.“ Die besondere Art der Zu­ bereitung merkt der Gast auf dem Teller. NatĂźrlich spielt die Qualität des Fleisches eine entscheidende

Rolle. BjĂśrn Gerle erzählt: „Beson­ ders stolz sind wir auf das Fleisch unserer regionalen Stauferrinder. Wir arbeiten hier mit einem regiona­ len Lieferanten zusammen, der fĂźr sich den Begriff StaufenFleisch ge­ schĂźtzt hat. Vier Wochen reift das Fleisch in einem unserer drei Dry Ager ReifekĂźhlschränke. Ein beson­ derer Genuss ist auch das „Txogitxu­ ChuletĂłn“, das von Rindern kommt,

die ein Schlachtalter von 9 bis 12 Jahren haben.“ Gerle weiĂ&#x; wovon er spricht, denn er trägt den Titel eines Fleisch­Sommeliers. Gerade Dry Aged Beef verlange entsprechendes Fachwissen, um Kunden entspre­ chend beraten zu kĂśnnen. In der Oxery kĂśnnen die Gäste direkt am ReifekĂźhlschrank ihren speziellen Cut auswählen. Regionale Produkte sind Christina Demuth und ihrem KĂźchendirektor wichtig. „Wir kau­ fen bei einheimischen Bauern ein.“ NatĂźrlich enthält die Speisenkarte auch schwäbische Klassiker, vegane und vegetarische Gerichte sowie Fisch. Die vier KĂśche und das sechs­ kĂśpfige Serviceteam stellen fĂźr ge­ schlossene Gesellschaften auch ger­ ne individuelle MenĂźs oder BĂźffets zusammen. GenĂźgend Räumlichkei­ ten dafĂźr hält das Neo Hotel Linde vor. Zusammen mit dem Oxery hat auch die Roxx­Bar aufgemacht. Dort findet der Barkeeper fĂźr jeden den richtigen Drink. Oxery und Roxx sind beide im modernen alpenländi­ schen Stil gehalten, denn auch die Atmosphäre trägt zum WohlfĂźhlfak­ tor bei. E Oxery Restaurant & Grill ist geĂśff­ net Dienstag bis Samstag ab 18 Uhr, die Roxx Bar & Lounge bereits ab 17 Uhr . www.neo­hotel­linde.de.

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Übernachten & Genießen

MEIN STUTTGART 2018/2019

Feiern und entspannen à la relexa Das Waldhotel Schatten setzt auf eine familiäre Atmosphäre und ein abwechslungsreiches Programm

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as traditionsbewusste und fami­ liäre relexa Waldhotel Schatten liegt idyllisch mitten im Grünen und doch nah zur Stuttgarter Innenstadt. Die Geschichte des 4­Sterne­Hauses geht bis in das Jahr 1783 zurück. Über die Grenzen Stuttgarts hinaus bekannt wurde es aber vor allem durch eine Attraktion, die die Herzen aller Renn­ begeisterten höher schlagen ließ: Die berühmt­berüchtigte S­Kurve der ehemaligen Rennstrecke Solitude führte und führt auch heute noch direkt vor dem denkmalgeschützten Hauptgebäude des Hotels vorbei. Und auch im kommenden Jahr werden wieder laute Motoren und kühles Bier bei dem zweitägigen Event am 20. und 21. Juli 2019 für großen Andrang sor­ gen. Deshalb unser Tipp: frühzeitig buchen, wenn man dabei sein will. Tradition ist das große Aushänge­ schild im „Schatten“, doch auf ihr allein will sich Hoteldirektor Sascha Schaub nicht ausruhen. Und so hat sich einiges getan. Rezeption, Buffet, Wintergarten, Teppiche wurden er­ neuert beziehungsweise renoviert, der Tagungsraum „Postkutsche“ neu ge­ staltet. „Wir bieten unseren Gästen neben dem besonderen Service eines 4­Sterne Hauses eine herzliche und familiäre Atmosphäre“, betont Sascha Schaub. Zudem werden stets neue Impulse gesetzt, um die Gäste zu ver­

wöhnen. Mit saisonal wechselnden Gerichten führt das Küchenteam alle Feinschmecker durch das Jahr. Wer selbst einmal unter profes­ sioneller Anleitung kochen möchte, kann bei „relexa cooking“ im hotel­ eigenen Kochstudio mit Freunden, Verwandten oder Kollegen den Kochlöffel schwingen. Außerdem im Angebot ist das Selfmade­Barbecue, bei dem mit sachkundiger Unter­ stützung auf der Hotelterrasse ge­ grillt werden kann. Tradition und Moderne bilden im

relexa Waldhotel Schatten eine per­ fekte Symbiose. Allen Gästen der 138 Zimmer und Suiten steht ein hoch­ wertiger Wellness­Bereich mit Sauna, Dampfbad und Erlebnisdusche zur Verfügung. Zudem gibt es einen gut ausgestatteten Fitnessbereich. Wer die frische Luft und die Natur in Stuttgarts „grüner Lunge“ genießen möchte, für den gibt es in der Umgebung viele Ausflugs­ und Wandermöglichkeiten. Die Stuttgarter Innenstadt mit ihren vielfältigen Attraktionen ist über die B 14 in wenigen Minuten zu errei­

Das relexa Waldhotel Schatten liegt idyllisch mitten im Grünen.

chen. Dass im relexa Waldhotel Schat­ ten Automobilliebhaber willkommen sind – nicht nur die alten Boliden – , unterstreichen die Stromtankstellen. Gäste können ihr Elektroauto an einer von vier Elektrotankstellen bequem in der Tiefgarage aufladen. E­Bikes sind hier ebenso willkommen. Wer mit Hund oder Katze anreisen möchte, kann den „4­Pfoten­Service“ nutzen, bei dem das Tier liebevoll im Hotel umsorgt wird. Zudem werden für Gäste professionell organisierte Arrangements angeboten – wie „Nur die Liebe zählt“ oder Arrangements zu Weihnachten und Ostern. Auch als Gastgeber für Veranstal­ tungen mit bis zu 100 Gästen – egal ob Hochzeit, Familien­ oder Firmen­ feier – ist das Hotel ein gefragter Part­ ner. Und noch ein Tipp: Umgeben von einem satten Wald mit vielen Wanderwegen und den Bärenseen ums Eck lässt sich vom Hotel aus je­ derzeit ein Familienausflug ohne PS starten. Am besten eines der angebo­ tenen Mountain­ oder E­Bikes auslei­ hen oder loswandern. (ae) E Eine Veranstaltungsmappe kann bei Christine Hindennach, Telefon: 0711/ 68 67 947, Email: christine­ hindennach@relexa­hotel.de ange­ fordert werden. E www.relexa­hotel­stuttgart.de

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Sie planen eine Feier oder eine TeambuildingMaßnahme? Willkommen bei relexa! Gerne unterbreiten wir Ihnen Angebote für Ihr Wochenend-Arrangement oder Ihr ganz individuell auf Sie zugeschnittenes Team-Event, z. B. mit relexa cooking oder selfmade Barbecue. Wir finden für jede Saison und jedes Ereignis genau die richtige Lösung für Sie. Sprechen Sie uns an:

Erkunden Sie – auf Nachfrage – auch als Gruppe oder bei einer Teambuilding-Maßnahme die Umgebung ganz entspannt per E-Bike

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relexa Waldhotel Schatten ª Magstadter Straße 2- 4 º 70569 Stuttgart · Stuttgart@relexa-hotel.de · www.relexa-hotels.de


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Übernachten & Genießen

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Italienische Lebensfreude auf dem Teller Das Restaurant „Bocca Buona – Pizza, Pasta e basta“ bietet neue, spaßige Kochkurse

W

as gibt es Besseres als ein Stück geröstetes Weißbrot mit Olivenöl und etwas eingeriebenem Knob­ lauch? Gutes Essen kann so einfach sein. Egal ob Anti­ pasti, Pizza, Pasta, Dolce oder Espresso – im Bocca Buona, das sich im Erdge­ schoss des Park Inn by Ra­ disson Hotel, Stuttgart be­ findet, werden wenige, schlichte Zutaten zu inten­ siven Geschmackskreatio­ nen kombiniert, die durch Frische überzeugen. Un­ kompliziert und leicht be­ kömmlich soll es sein, dabei aromatisch und kräftig im Geschmack – ohne großen Schnickschnack. Italienische Lebensfreude auf dem Teller, dazu regionale Frische die man schmecken, riechen, sehen und anfassen kann. Gewürze und Kräuter auf den Tischen, Live­Co­ oking – dazu Tipps vom Kochprofi hautnah – so einfach ist das Konzept im Bocca Buona – Pizza, Pasta e basta. Dabei sind schwäbische „Pasta“ und regionale Produkte genauso auf der Karte zu finden, wie echte italienische Spaghetti und mediterrane Köstlich­

Ein besonderer kulinarischer Tipp: Mitten im Herzen Stuttgarts ist das Restaurant Bocca Buona – Pizza, Pas­ ta e basta zu finden.

keiten. Regionale Spätzle al dente – e basta! Seit kurzem bietet das Restaurant auch Kochkurse an. Sei es für Kinder als Geburtstagsevent, für Freunde, romantisch oder als Teambuilding­ Event mit den Kollegen: die offene

Showküche im Restaurant mit dem schönen Pizzaofen und viel Platz bieten beste Voraussetzungen für einen lustigen Abend. Dann heißt es zusammen kochen, trinken und lachen. Gegessen wird im Anschluss gemeinsam am großen „Communi­

ty­Table“ in der Mitte des Restau­ rants. Das Happymaker­Team des Bocca Buona freut sich auf Ihren Besuch. E Mehr Infos gibt es im Internet unter www.parkinn.de/hotel­stuttgart.

Exotische Leckereien Die Markthalle offeriert Spezialitäten aus aller Welt

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aum ein anderer Ort in Stuttgart versprüht ein solches Flair wie die historische Markthalle. Seit mehr als 100 Jahren entführt der Fein­ schmecker­ und Spezialitätentempel die Besucher mit den exotischen Leckereien in alle Welt. Kaum betritt man den wunderschönen Jugendstil­ bau neben dem Alten Schloss, ver­ gisst man die rege Betriebsamkeit der Innenstadt und fühlt sich beinahe schon wie im Urlaub. Man taucht in

Exotische Leckereien in Hülle und Fül­ le bietet die Markthalle. Foto: dpa eine fremde Genusswelt voller neuer Reize. Manchmal kann man dabei fast vergessen, dass man sich in Stuttgart befindet. Einzig der schwä­ bische Dialekt mancher Beschicker, der hier und da zu hören ist, holt einen zurück.

Die gesunde Vielfalt ist enorm. Beim Einkauf läuft einem das Wasser im Mund zusammen. An jeder Ecke gibt es ein anderes Aroma zu entde­ cken. Frischer Fisch, Grill­ und Ge­ müsespezialitäten in allen Variatio­ nen. Nur wenige Meter weiter unga­ rische Salami und frische indische Gewürze. Die Mischung aus heimi­ schen und fremdartigen Angeboten ist einzigartig – es ist ein lukullisches Paradies für Feinschmecker. Neben heimischen Kartoffeln und frischem Filderkraut im Fass gibt es persisches Fladenbrot, Auberginen und Schafs­ käse ebenso wie spanische Tapas. Obst und Gemüse aus aller Herren Länder wie frische Datteln, spani­ sche Kaki­Früchte oder auch Toma­ ten aus Lanzarote. Mehr als 30 Stände hat die Markt­ halle heute. An dem ursprünglichen Gedränge und der Beliebtheit hat sich in den vergangenen Jahrzehn­ ten kaum etwas verändert. Seit 1989 gibt es ein Gourmet­Restaurant auf der Empore. Zudem ist der histori­ sche Bau auch ein Warenhaus der besonderen Art mit Angeboten der Wohn­ und Gartenkultur sowie wei­ teren Geschäften. Eine kurze Auszeit und Reise in ferne Länder das ganze Jahr über – eben die Markthalle. (ale)

EINE HALLE DER KÖSTLICHKEITEN

Die Markthalle gehört zu den eindrucksvollsten Baudenkmälern von Stuttgart. Wer heute die Markthalle betritt, wird von der besonderen Atmosphäre dieses Ortes unwillkürlich gefangen genommen. Sehen, riechen, schmecken, tasten – die Stuttgarter Markthalle ist voll sinnlicher Eindrücke und Genüsse. Zur Markthalle gehören auch mehrere gastronomische Betriebe, die mediterrane oder regionale Spezialitäten anbieten. 33 Marktstände mit einem breiten Angebot laden zu einem unvergesslichen Einkaufserlebnis ein. ÖFFNUNGSZEITEN Montag – Freitag: 07:30 – 18:30 Uhr / Samstag: 07:00 – 17:00 Uhr Dorotheenstr. 4 / 70173 Stuttgart / T 0711 48041-0 WWW.MARKTHALLE-STUTTGART.DE


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Übernachten & Genießen

MEIN STUTTGART 2018/2019

Kein Genuss ist vorübergehend. Denn der

Eindruck

den er zurücklässt, ist bleibend. J.W. v. Goethe

Die Grabkapelle ist das Markenzeichen der Weine. Foto: Collegium Wirtemberg

Schätze im Glas Martin Kurrle Geschäftsführender Vorstand

Die Weine des Collegium Wirtemberg

S

chön, welche Überraschungen gerade eine Großstadt wie Stutt­ gart noch bereithalten kann: An ihrem Rand beherbergen die beiden Ortskeltern der Weingärtner vom Collegium Wirtemberg in Roten­ berg und Uhlbach wahre Schätze für Weinliebhaber. Neben regional­ typischen, klassischen Weinen, die sich durch eine klare Struktur in Duft und Geschmack auszeichnen, überzeugt das Collegiums­Sorti­ ment auch mit eleganten und kräf­

Residenzschloss Ludwigsburg

Schloss Solitude

KOMMEN. STAUNEN. GENIESSEN. Lassen Sie sich von der Vielfalt überraschen! Fürstliche Kostbarkeiten im Residenzschloss Ludwigsburg, prunkvolle Kulissen in den reizvollen Lustschlössern Favorite und Solitude und fantasievolle Märchenwelten in den Schlossgärten. Atemberaubende Aussichten und eindrucksvolle Einsichten bei der Grabkapelle auf dem Württemberg! Exklusive Programme entführen Sie in eine königliche Welt! Weitere Informationen: www.schloesser-und-gaerten.de

tigen Selektionen. Die Weinberge liegen alle rund um den Wirtem­ berg, den Stammberg der Württem­ berger. Darauf befindet sich die königliche Grabkapelle, die als Mar­ kenzeichen für die vielfältigen Col­ legiumsweine steht. Auch in Zu­ kunft wollen die Rotenberger und Uhlbacher Weingärtner genussvol­ le Württemberger vom Wirtemberg ins Glas bringen. (red) E www.collegium­wirtemberg.de

Grabkapelle auf dem Württemberg


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Übernachten & Genießen

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Willkommen Internationale Gäste fühlen sich in den Jugendherbergen wohl

Schon der Eingang in der Haußmannstraße 27 ist beein­ druckend. Foto: Fürstenberger Von Martina Fürstenberger

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eisende aus aller Welt zieht es in die Jugendherberge Stutt­ gart. Wer hier ins Foyer tritt, hört die verschiedensten Sprachen – eine kleine Weltreise mitten in der Stadt sozusagen. Die Jugendher­ berge „Stuttgart International“ liegt in bester Halbhöhenlage. Wer den oberen Eingang nutzt und über die Brücke zum Aufzug geht, wird gleich mit einem impo­ santen Blick in den Talkessel der Innenstadt und die Gleisanlagen des Hauptbahnhofs belohnt. Auch von der Terrasse aus lässt sich der Blick genießen. Die Halte­ stelle „Eugensplatz/Jugendher­ berge“ der U 15 ist nur knapp drei

Minuten Fußweg von der Jugend­ herberge entfernt. Vom Haupt­ bahnhof sind es etwa zehn Geh­ minuten. Die Zwei­ bis Vier­Bett­ Zimmer sind mit eigenem Bade­ zimmer mit Dusche ausgestattet. Insgesamt verfügt die Jugendher­ berge über 309 Betten. Das Gebäu­ de ist barrierefrei. Im öffentlichen Bereich gibt es WLAN. Frühstück, Mittag­ und Abendessen wird als Buffet serviert. Die Gäste können Klavier spielen oder sich bei einer Partie Billard oder am Kickertisch vergnügen. An der 24­Stunden­ Rezeption kann man sogar Tickets für Veranstaltungen buchen. E Infos unter www.jugendherber­ ge­stuttgart.de

Vielsprachige Beratung gehört zum Service.

Jugendhaus Cann Seit 2011 gibt es auch im Neckar­ park eine Jugendherberge. Das Haus befindet sich in Bad Cann­ statt in der Nähe des Bahnhofs. Sie ist Teil des Mehrgenerationenzen­ trums Cann, das außerdem ein Jugendhaus, die Jugendhausge­ sellschaft und das Haus der Fami­ lie beherbergt. 155 Betten vertei­ len sich auf 3 Zweibett­, 11 Drei­ bett­ und 29 Vierbettzimmer. Alle Zimmer haben eigene Bäder. Et­ was Besonderes ist die Kletter­ wand am Haus. Idealer Ausgangs­ punkt ist die Jugendherberge zum Beispiel für einen Besuch im Mer­ cedes­Benz­Museum, auf den Cannstatter Wasen oder für Ver­ anstaltungen in Schleyerhalle oder Porsche­Arena.

E Campingplätze in der Region Frischluftfanatiker werden auf über 50 Wohnmobil­ Stellplätzen in der Region Stuttgart fündig – die Zahl wächst ständig. Auch auf einem der zahlreichen Cam­ pingplätze der Region Stuttgart kann man seinen Auf­ enthalt verbringen. Dabei haben Camping­Urlauber die Wahl zwischen Stellplätzen in ruhiger Naturland­ schaft oder zentrumsnah in den Kommunen der Regi­ on. In der Landeshauptstadt Stuttgart liegt der Cam­ ping­Platz am Neckar, direkt am Cannstatter Wasen. Die grüne Oase wurde von Landschaftsgestaltern neu konzipiert und angelegt. Der Platz verfügt über die üb­ liche Ausstattung für Zelte, Caravans und Motorho­ mes (Strom/Wasser). Ein Waschhaus , ein Lebensmit­ tel­ und Zeitungskiosk sowie ein Kinderspielplatz ver­ vollständigen das Angebot.

Wurde 2011 eingeweiht: Die Jugednherberge in Bad Cannstatt hinterm Bahnhof. Foto: Rehberger

E www.stuttgart­tourist.de/wohnmobil­stellplaet­ ze­stuttgart


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Erleben & Entdecken

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Geschichte erleben Römer und Kelten haben in der Region ihre Spuren hinterlassen Von Martina Fürstenberger

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ass es am Neckar besonders schön ist, wussten die Men­ schen schon vor Urzeiten. Im Museum am Löwentor ist eine eindrucksvolle Szene nachgestellt: Steinzeitliche Jäger bearbeiten auf einer Anhöhe mit einem Stein einen großen Knochen. Im Hintergrund ist eine Flusslandschaft zu sehen, an der sich Elefanten und andere Urzeittiere tummeln. So könnte es am Neckar in der Steinzeit ausgesehen haben.

In unserer Zeitreise springen wir bis in die Zeit nach Christi. Ab 50 nach Christus ließen sich die Römer im heutigen Baden­Württemberg nieder. Sie errichteten Kastelle in Cannstatt, Köngen und Welzheim. Das Kastell in Welzheim war Teil des Limes, des Grenzwalls, der das römi­ sche Reich vor feindlichen Stämmen in Norden schützen sollte. 550 Kilo­ meter lang ist der Obergermanisch­ Raetische Abschnitt, der sich vom Rhein bis zur Donau erstreckte. Seit 2005 ist der Limes Weltkulturerbe der UNESCO. Knapp 300 Jahre dau­ erte die römische Epoche im heuti­ gen Baden­Württemberg, in der zweiten Hälfte des dritten Jahrhun­ derts wurde der Limes wieder aufge­ geben. Die Stadt Stuttgart wurde übrigens erst viel später gegründet. Eine bedeutende Rolle in der Rö­ merzeit spielte Cannstatt, heute ein Stadtbezirk Stuttgarts. Auf einer An­ höhe oberhalb des Neckars befanden sich ein römisches Militärlager, das vor allem die Fernstraßen und Han­ delswege sichern sollte, und eine angrenzende zivile Siedlung. Einige Tausend Menschen sollen hier zur Blütezeit gelebt haben. Das Gelände des Kastells wurde Anfang des 20. Jahrhunderts mit einer Reiterkaserne überbaut. Heute ist das Areal Stand­ ort für Kunst, Medien und Kultur und trägt den Namen „Römerkas­ tell“. Aktuelle Bautätigkeiten erin­ nern immer wieder an das römische Erbe des Gebiets: Beim Abriss des Steiggemeindehauses auf der Alten­ burg wurden bedeutende archäologi­ sche Funde gemacht, unter anderem

An den Wochenenden „bewachen“ die Cicerones das Ostkastell in Welzheim. Foto: Stuttgart Marketing aus der Römerzeit. Brennöfen wur­ den auch bei den Bauarbeiten am Stuttgarter Hauptbahnhof freigelegt. Einige Kilometer weiter entlang des Neckars, in Köngen, befand sich ein weiteres Römerkastell. Das Kas­ tell in Köngen diente der Sicherung eines Neckarüberganges an der Fern­ straße Mainz­Augsburg. Auch hier gab es rund um das militärische La­ ger eine zivile Siedlung, das Dorf Grinarius. Wer mehr erfahren will, kann den 1988 eröffneten Römer­ park mit Museum besuchen. Zum 30. Geburtstag wurde im Sommer ein Kinderspielplatz zum Thema Römer eingeweiht. Einen Ausflug wert ist natürlich auch das Ostkastell Welzheim am Limes im Schwäbischen Wald. Hier ist ein Tor mit Mauerstück wieder aufgebaut, im archäologischen Park finden sich einige weitere Rekons­ truktionen von Kultbildern, Brun­ nen und weiteren Steinfunden. Von Mai bis Oktober betreuen Limes­Ci­ cerones an Sonn­ und Feiertagen den Wachturm. Sie beantworten Fragen der Besucher und bieten Kurzführungen an.

Die Römer waren jedoch nicht die einzige Kultur, die in der Geschichte des Landes eine große Rolle spielte. Bevor die Römer mehr und mehr Gebiete eroberten, waren weite Teile Mittel­ und Westeuropas von kelti­ schen Stämmen besiedelt. Überlie­ fert hat sich keltisches Brauchtum am ehesten in der Bretagne und in Irland. Ihren Ursprung haben die Kelten aber unter anderem in Süd­ westdeutschland. Berühmte Fürsten­ sitze waren die Heuneburg bei Sigma­ ringen und der Hohenasperg. In den 1970er­Jahren stießen Ar­ chäologen auf das unangetastete Fürstengrab von Hochdorf. Der Fürst ruht in seinem goldenen Toten­ schmuck auf einen Bronzesofa. Trinkhörner, Bronzeteller und ein Kessel mit Honigmet stehen für ein Bankett bereit. Mitgegeben wurde ihm ein eisenbeschlagener Wagen. Das Begräbnis liegt rund 2500 Jahre zurück, die wertvollen Grabbeigaben sind bis heute zu sehen. Im 1992 eröffneten Museum wurde die Grab­ kammer komplett rekonstruiert. Der Grabhügel wurde einige Hundert Meter weiter wieder aufgeschüttet.

E INFOS Keltenmuseum Hochdorf Geöffnet Dienstag bis Freitag 9.30­12 Uhr und 13.30­ 17 Uhr, Samstag/Sonntag/Feiertage 10­17 Uhr E www.keltenmuseum.de Römerpark Köngen Geöffnet vom 1. April bis 2. No­ vember: Di/Mi/Do 9.30­12 Uhr und 14­16 Uhr, 1.+3. Sonntag im Monat und Feiertage 13­17 Uhr E www.museum­koengen.de Ostkastell Welzheim Der archäologische Park ist ganz­ jährig und ganztags geöffnet. Von Mai bis Oktober sind an Sonn­ und Feiertagen die Tortür­ me geöffnet und mit einem Li­ mes­Cicerone fachkundig be­ setzt. E www.ostkastell­welzheim.de Landesmuseum Stuttgart Die Originalfunde des Hoch­ dorfer Fürstengrabes werden im Landesmuseum Württemberg im Stuttgarter Alten Schloss aufbe­ wahrt. Dort sind auch zahlreiche Fundstücke aus der römischen Zeit zu sehen. E www.landesmuseum­stutt­ gart.de

Keltischer Grab­ hügel in Hoch­ dorf. Foto: dpa


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Erleben & Entdecken

Mehr als nur Blumen An der Remstal Gartenschau 2019 sind 16 Kommunen beteiligt

Foto: Authentic Studios Von Alexander Müller

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ie Remstal Gartenschau 2019 ist die bundesweit erste Gar­ tenschau, die in 16 Städten und Gemeinden stattfindet. Vom 10. Mai bis 20. Oktober 2019 verwandelt sich das Remstal in einen unendli­ chen Garten. „Es ist eine in dieser Form noch nie dagewesene Zusam­ menarbeit“, betont der Geschäftsfüh­ rer der Remstal Gartenschau 2019 GmbH, Thorsten Englert. Vom Rems­ ursprung in Essingen bis zur Mün­ dung in den Neckar in Remseck wird auf einer Länge von 80 Kilometern durch drei Landkreise (Rems­Murr, Ostalb, Ludwigsburg) ein ganzer Landschaftsraum für 164 Tage in Sze­ ne gesetzt und weit darüber hinaus, durch viele Maßnahmen und bürger­ liches Engagement, aufgewertet . Die Gartenschau soll dabei auch als Motor dienen, das Remstal als Urlaubsregion in der Zukunft noch stärker zu etablieren. Denn „das Remstal ist in all seinen Facetten unglaublich schön“, ist Englert über­

Remseck

cka Ne

r

zeugt. Die Etablierung als eigenstän­ dige Marke ist das Ziel – „wie es zum Beispiel das Allgäu oder der Schwarz­ wald bereits sind“. Dabei setzen die Verantwortlichen mit dem Pro­ gramm vor allem auf vier Themen­ schwerpunkte: Aktive, Naturliebha­ ber, Kunstbegeisterte und Genuss­ menschen sollen voll auf ihre Kosten kommen. Die Innenstädte werden zur grünen Mitte: Aufgewertete Parks und Grünanlagen machen den Aufenthalt noch attraktiver. Für Aktive eröffnet mit dem RemstalWeg ein lokaler Wanderweg mit einer Länge von 215 Kilometern – entlang der remstaltypischen Streuobstwie­ sen und Weinberge. Hinzu kommen 60 weitere lokale Wanderwege, eini­ ge davon werden sogar als Qualitäts­ wanderwege ausgezeichnet. Auch ein durchgängiger Radweg von Es­ singen bis Remseck wird geschaffen. Auf die kleinen Besucher warten in allen Kommunen tolle neue Spiel­ möglichkeiten. Auch Kulturliebhaber kommen im

1 2 3

Waiblingen

5

E Infos Die Remstal Gartenschau findet vom 10. Mai bis 20. Oktober 2019 statt. An den 164 Tagen finden an verschiedenen Orten unzählige Veranstaltungen statt. Beteiligt sind die 16 Kommunen: Essingen – Mögglingen – Böbingen an der Rems – Schwäbisch Gmünd – Lorch – Plüderhausen – Urbach – Schorndorf – Winterbach – Remshalden – Weinstadt – Korb – Kernen im Remstal – Fellbach – Waiblingen – Remseck am Neckar.

Das Remstal ist aber auch für seine hervorragenden Weine und seine gute Küche bekannt. Gastronomen und Winzer laden die Besucher zu einzigartigen Genusstouren mit dem Genuss­Bus ein. In Remshalden kön­ nen sich die Gäste auf einen Schau­ weinberg mit mehr als 100 ange­ pflanzten Rebsorten freuen. Unzähli­ ge Veranstaltungen und Führungen machen das Remstal zur großen Büh­ ne und die 350 000 Remstäler zu Gäs­ ten und Gastgebern.

Neu ist die RemstalCard für den Eintritt in die kostenpflichtigen Gartenschauflächen in Schorn­ dorf und Schwäbisch Gmünd. Sie beinhaltet ein Remstal Bonus Buch mit mehr als 170 Angebo­ ten und Vergünstigungen sowie einen Reiseführer fürs Remstal.

Insgesamt investieren die 16 betei­ ligten Kommunen rund 60 Millionen Euro, weitere 40 Millionen Euro kom­ men für weitere übergreifende Vorha­ ben hinzu. Alles in allem zeigt sich: Die Remstal Gartenschau 2019 ist deutlich mehr als nur eine Blumen­ schau.

www.remstal.de

Ein Überblick über die geplanten Gartenschauprojekte Korb 13 11 12

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Fellbach

Remstal voll auf ihre Kosten: Es ent­ stehen eindrucksvolle Landmarken von 16 namhaften Architekten aus ganz Deutschland, die sich an dem außergewöhnlichen Architekturpro­ jekt „16 Stationen“ beteiligen.

7 6

15

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14 16

Rems 15 Weinstadt

9 Kernen

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22 Remshalden

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21 20 Winterbach

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Urbach

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Plüderhausen 28 30 29

Böbingen 40

Lorch

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41 Mögglingen 42

s Rem 35 Schwäbisch Gmünd

Essingen

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45

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5 km

1 Wasserspielplatz am Neckarstrand 2 Remsbalkone für aussichtsreiche Perspektiven 3 Steg entlang des rechten Remsufers 4 Natur-Kunst-Räume Weidachtal 5 Neuer Schwabenlandhallen-Park 6 Remskuben – Aussichtsplattformen 7 Skateranlage 8 Kunstlichtung 9 Bürgerhaus und Willkommensgarten

10 11 12 13

Schlossgarten mit Inklusionspielplatz Alfred-Leikam-Garten Seeplatz Skulpturenpfad-Infopavillon

14 Start der Kanuroute Weinstadt-Waiblingen 15 Höhepunkte – das Tor zum Remstal 16 Remsstrand bei der Häckermühle 17 Schauweinberg mit über 100 Rebsorten 18 Bürgerpark mit Spielplatz

19 20 21 22 23 24 25 26 27 28

Weltgarten Gleisdorfer Platz mit Remszugang Der weiße Pfad Streuobstpavillon mit Lehrpfad Grafenberg Schlosspark Remsufer Walderlebnispfad Bärenbachtal Waldspiel- und Grillplatz Remspark am Alten Rathaus

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Generationenspielplatz Marktplatz Grüner Anger in Ortsmitte Inszenierung des Remsmittelpunkts Schillerplatz mit Remswiese Kloster Lorch

Leonhardsfriedhof mit Glaubensweg 35 Urbaner Erlebnisrundgang mit Aussichtsplateau Zeiselberg 36 Dorfplatz Hussenhofen 37 Park am alten Bahndamm – Aktion

38 Park am alten Bahndamm – Wald und Erholung 39 Park am alten Bahndamm – Seniorenpark 40 Bahnhofsvorplatz 41 Blühende Bahnhofstraße mit Postplatz 42 Kunstprojekt Lautertalbrücke 43 Remsterrassen mit Aussichtsplattform 44 Schlosspark Aktionsfläche Forellenzucht 45 am Remsursprung

Radweg Wanderweg


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Erleben & Entdecken

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Erlebnis am Wasser Zahlreiche Projekte j machen die Rems zum Freizeitparadies

Fotos: Authentic Studios

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ei der Remstal Gartenschau wird der Fluss als Lebensader wieder in den Blick gerückt: Neue Zugänge ma­ chen den Fluss wieder erlebbar, tolle Spielplätze und Sitzgelegenheiten am Wasser laden zum Verweilen ein. Es ist eines der Hauptanliegen der Gar­ tenschau. Denn für die Macher gilt: Die Menschen wollen an die Rems, wollen das Erlebnis Wasser. Daher binden alle Kommunen, die am Wasser liegen, den Fluss auch ein. Bereits am Remsursprung in Essingen

laden als Quellwächter verschiedene Findlinge zum Verweilen ein. Erleb­ nisbereiche – einige davon mit beson­ deren Spielangeboten – entstehen auch in Schwäbisch Gmünd, Plüder­ hausen, Schorndorf, Weinstadt, Waiblingen oder Remseck am Neckar. In Lorch wird der Remsmittelpunkt inszeniert. Dort wird am Ufer ein gemütlicher Rastplatz mit Sitzgele­ genheiten und einer Aktionsfläche entstehen. Die größte Maßnahme am Fluss wird in Winterbach umgesetzt.

Aber nicht nur am, sondern zusätz­ lich auch auf dem Wasser soll der Fluss erkundet werden können. Das Highlight dabei ist eine durchgängige Kanuroute mit attraktiven Rastplät­ zen, die zwischen Weinstadt und Waiblingen eröffnet. Auch die Trend­ sportart Stand­Up­Paddeln ist mög­ lich. Und nicht zuletzt werden spezi­ elle Gewässerführer ausgebildet, die ihr Fachwissen bei Führungen an Interessierte weitergeben werden. Als Erlebnis am Wasser. (red)

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Aufenthaltsqualität am Fluss. Vieler­ orts wird die Rems renaturiert.


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Erleben & Entdecken

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Stadt an den zwei Flüssen Remseck am Neckar: Naturnähe und beste Infrastruktur

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ie ist der Nabel der Flussland­ schaften in der Region – denn in Remseck mündet die Rems in den Neckar. Kein Wunder ist sie bekannt als „Stadt an den zwei Flüssen“. An den Grenzen zur Landeshauptstadt Stuttgart und zum Rems­Murr­Kreis gelegen, verdankt die Große Kreis­ stadt ihren Namen der ehemaligen Burg Remseck, die einst im geografi­ schen Mittelpunkt der heutigen Stadtgrenzen stand. Der Heimat für rund 26 300 Ein­ wohner ist es gelungen, die Vorteile der dörflichen Strukturen in den sechs Stadtteilen Aldingen, Hoch­ berg, Hochdorf, Neckargröningen, Neckarrems und Pattonville zu erhal­ ten und gleichzeitig um die Infra­ struktur einer Großen Kreisstadt zu bereichern. Museen und historische Gebäude bieten spannende Einbli­ cke in vergangene Zeiten und zeugen von Tradition und Geschichte. Mit dem Neckartalradweg, der Remstal­ Radweg sowie dem Remstal­Höhen­ weg bieten sich weitere interessante Möglichkeiten der Freizeitgestal­ tung. Zum Erholen lädt der Neckar­ strand ein, an dem man in entspann­ ter Atmosphäre am Wasser sitzen kann. Für die Zukunft hat Remseck am Neckar große Pläne: In der „Neu­ en Mitte“ werden Rathaus, Stadthal­

In entspannter Atmosphäre am Wasser sitzen: Zum Erholen lädt der Neckarstrand ein. le und Mediathek entstehen, und die Stadt um ein urbanes Zentrum berei­ chern – als Gegenstück zum „Leben am Fluss“. Denn dieses ist und bleibt die Hauptattraktion. Insgesamt schlingt sich die Rems drei Kilometer durch den Ort. Am sogenannten „Hecht­ kopf“ mündet sie in den Neckar. Dort konzentrieren sich auch die Angebo­ te während der Remstal Gartenschau

2019. Denn als einzige Kommune im Landkreis Ludwigsburg ist sie als Gastgeberin mit vertreten. Zwei neue Remsbalkone werden ungewohnte Blicke auf den Fluss und Sitzstufen den Zugang zum Wasser ermögli­ chen. Durch die Ufergestaltung mit Gehölzpflanzungen wird die Rems neu erlebbar gemacht. Ein langer Schwimmsteg, an dessen Ende sich die „weiße Station“ befindet, bildet

Foto: Mende/Stadt Remseck

die neue Anbindung an den Neckar­ strand, der durch einen naturnahen Spielplatz am Wasser zusätzlich an Attraktivität gewinnt. Durch die Verknüpfung der beiden Flussland­ schaften zu einem zusammenhän­ genden Freiraum bildet Remseck am Neckar das attraktive Tor ins Rems­ tal. (red) E www.remseck.de


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Erleben & Entdecken

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„Bewegt seit 1893“ Ausstellung „125 Jahre VfB Stuttgart“ im Mercedes­Benz Museum

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m Jahr 2007 wird der VfB Stutt­ gart Deutscher Meister. Was war das Erfolgsrezept? Die Sonderaus­ stellung „Bewegt seit 1893“ im Merce­ des­Benz Museum zeigt den origina­ len Flipchart­Plan mit der Mann­ schaftsaufstellung von Trainer Armin Veh des entscheidenden Spiels für die Meisterschaft 2007. Er ist eines von 125 Schlüsselexponaten der Vereins­ geschichte, die noch bis 2. April 2019 ausgestellt werden. Grund zur Freude für Fußballfans: Zum 125. Geburtstag des VfB herrscht Stadionatmosphäre im Mercedes­ Benz Museum. Der Blick von der im Raum aufgebauten Tribüne fällt nicht auf das Spielfeld, sondern auf multi­ medial zum Leben erweckte große Ereignisse der Vereinsgeschichte. Bewegte und bewegende Bilder: Das passt zum VfB, dem Verein für Bewe­ gungsspiele Stuttgart 1893 e.V.

Dazu inszenieren 125 Exponate in der Sonderausstellung im Museum die Vereinsgeschichte. Pokale, Meis­ terschale, Trikots, Fußballschuhe, Wimpel und Spielerauszeichnungen, Fotos und Eintrittskarten sowie span­ nende Originaldokumente. Auch Bauhelme vom Stadionumbau zur Mercedes­Benz Arena sind zu sehen. So wird eine Tradition von 125 Jah­ ren mit ihrem Reichtum an Ge­ schichte und Geschichten lebendig. Das VfB­Archiv hat zahlreiche Exponate ausgewählt, denen man in der Sonderausstellung ganz nah kommen kann. So zum Beispiel das silberne Lorbeerblatt, das die Mann­ schaft 1950 zum Sieg der Deutschen Meisterschaft erhält – ganz unschein­ bar auf Samt in seiner Originalscha­ tulle. Oder der Endspielball der Deut­ schen Meisterschaft 1952 mit den Unterschriften der Mannschaft aus dem Besitz von Otto Baitinger, da­ mals zweifacher Torschütze im Fina­ le. Auch die Fußballschuhe von Dani­ el Didavi sind ausgestellt, mit denen der Mittelfeldspieler 2015 per Links­ schuss eines von zwei für den Klas­ senerhalt entscheidenden Toren schoss. Aber die Sonderausstellung konzentriert sich nicht allein auf den Fußballsport. Schließlich hat der VfB weitere Abteilungen. Neben der Gar­ de zeichnen auch die Sparten Faust­ ball, Hockey, Leichtathletik und Tischtennis den Verein aus. Die VfB­Sonderausstellung im Mercedes­Benz Museum zeigt, dass die Marke und der Verein eine lang­ jährige, enge und freundschaftliche Zusammenarbeit pflegen. Der Stadi­ onname ist Ausdruck davon. Und selbstverständlich fahren die Spieler im Mercedes­Benz Mannschaftsbus zu den Auswärtsspielen. Untrennbar verbunden sind Automarke und Mannschaft auch bei den Autokorsos

Der VfB wird 1952 als Deutscher Meister empfangen – und fährt Mercedes.

Foto: Daimler AG durch Stuttgart anlässlich der großen Fußballerfolge des VfB: Die Mann­ schaft ist stets im Zeichen des Sterns unterwegs. Und deshalb runden Fahr­ zeuge von Mercedes­Benz aus den Meisterschaftsjahren des VfB Stutt­ gart 1950, 1952, 1984, 1992 und 2007 die Sonderausstellung ab.

Das Trikot von Sami Khedira, in dem er 2007 das 2:1 gegen Cottbus köpfte und den VfB zum Deutschen Meister machte. Foto: Daimler AG

Heute unvorstellbar: Die Fußballschuhe von Heiner Buck, die er beim Endspiel 1935 gegen Schalke 04 trug. Der VfB verlor 4:6. Foto: Daimler AG

„Wir sind aufs Engste mit dem VfB verbunden“, betont Museumsleiter Christian Boucke, „und haben ge­ meinsame Wurzeln.“ Die Söhne von Gottlieb Daimler und Wilhelm May­ bach zählen zu den Gründungsmit­ gliedern des Cannstatter FC, dem Vorgängerverein des VfB. „Mit der Ausstellung sollen viele Erinnerun­ gen und persönliche Geschichten geweckt werden“, verweist der VfB­ Historiker Florian Gauss auf die emo­ tionale Seite. Die Ausstellung bietet noch mehr: Zusätzlich zu den interak­ tiven Exponaten wie Tischkicker für bis zu zwölf Personen und dem Expo­ nat „Perfect Penalty“, bei dem man einen Elfmeter gegen einen mechani­ schen Torwart schießen kann, gibt es für Kinder im Grundschulalter ein Booklet im Schulheftformat mit Fra­ gen, die durch die Sonderausstellung lotsen. Weitere Infos unter www.mer­ cedes­benz.com/vfb. (red/ede) E Für das Mercedes­Benz Museum und die Sonderausstellung „Be­ wegt seit 1893“ gibt es eine Dau­ erkarte, die bis zum 2. April 2019 gültig ist. Sie ist auf 1893 Stück limitiert und kostet 25 Euro, für VfB­Mitglieder und Dauerkarten­ inhaber nur 18,93 Euro (Nachweis der Dauerkarte oder des Mit­ gliedsausweises erforderlich). Erhältlich im VfB Fan­Center, un­ ter shop.vfb.de sowie an der Kasse des Mercedes­Benz Museums.


Schauen Sie sich doch mal wieder gemeinsam die Sterne an. Das Mercedes-Benz Museum â&#x20AC;&#x201C; Ăźber 130 Jahre Automobilgeschichte. Weitere Informationen unter www.mercedes-benz.com/museum

Das Beste oder nichts.


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125 Jahre furchtlos und treu VfB Stuttgart feiert rundes Vereinsjubiläum

Die Identifikation der Menschen in der Region mit dem VfB Stuttgart ist bis heute enorm, wie die Fans in der Mercedes­Benz Arena demonstrieren. Von Alexander Müller

F

ünf deutsche Meisterschaften, drei Pokalsiege und inzwi­ schen 66 000 Mitglieder – die Geschichte des VfB Stuttgart ist ruhmreich und lang. Als gestandener Bundesligist spielt der Verein heute für die kulturelle Identifikation der Menschen mit der Region eine be­ deutende Rolle. Hingegen waren die Anfänge vor 125 Jahren sehr viel bescheidener und hatten überra­ schenderweise noch wenig mit Fuß­ ball zu tun. Entscheidend für die Prägung mit dem Brustring war eine bewegte Fusion 1912.

wird zunächst auf der Eisbahn am Stöckach. Eine dauerhafte Heimat findet man noch nicht. Zwischen­ zeitlich wird auch auf dem Cannstat­ ter Wasen gespielt, später auch auf einem neu geschaffenen Rugby­Platz am Karl­Olga­Krankenhaus. Dort fand 1909 auch das erste Endspiel um die deutsche Rugby­Meister­ schaft gegen Hannover statt. Die Bedeutung des Sports wird ersicht­ lich durch einen Beitrag in der Wo­ chenschau von 1912, die ersten be­ wegten Bilder vom Rugby. Das zweite Standbein des VfB geht auf das Jahr 1897 zurück, in dem der Kronenklub Cannstatt gegründet wird. Von Anfang an spielt dieser „Association Football“, den Vorläu­ fer des heutigen Fußball. Zwar läuft es sportlich lange nicht so erfolg­ reich wie beim früher gegründeten FV 1893, allerdings findet der „FC Krone“ nach Jahren auf dem Cann­ statter Wasen nahe der König­Karls­

Aber der Ballsport war schon im­ mer in Bad Cannstatt verwurzelt. Historische Dokumente belegen, dass bereits 1865 auf dem Wasen Rugby gespielt wurde – erstmals in ganz Deutschland. Die frühe Ge­ schichte des VfB ist allerdings zu­ nächst von zwei anderen Vereinen geprägt: Am 9. September 1893 wird in der „Gaststätte Becher“ am Stöckach der FV Stuttgart gegründet. Ziel des Vereins ist es in erster Linie, Rugby zu spielen. Als treiben­ de Kraft erweist sich schnell der amerikanisch­stämmige Philipp Heineken, dessen Eltern eine kleine Firma im Cannstatter Veielbrunnenge­ biet betrieben. Schnell etabliert sich der FV 1893 als führende Kraft im Rugby. Heineken publiziert enorm viel, gibt Regelwerke heraus und verfasst auch das 1. Jahrbuch des Deutschen Drei Wappen, ein Verein: Der VfB, der Kro­ Fußballbundes (DFB) im Jahr 1900, dessen Vizepräsident er nenclub Cannstatt und der FV Stuttgart 1893 (im Uhrzeigersinn). Foto: Baumann zeitweise auch ist. Gespielt

Brücke mit dem Bau der heutigen Vereinsanlage des TSV Münster am Viadukt eine feste Heimat. Der eine erfolgreich, der andere gut situiert, folgt am 2. April 1912 nach einer bewegten Debatte im Cannstatter Hotel Concordia die Fusion zum Verein für Bewegungs­ spiele, dem heutigen VfB. Das erste Wappen sind drei Hirschgeweihe auf gelbem Grund, aus dem Wappen Württembergs. Die Vereinsfarben werden weiß und rot, die Farben Bad Cannstatts. Aber erst in den 1920er­ Jahren wird auch der rote Brustring eingeführt, bis heute das Erken­ nungsmerkmal des VfB. Die Fusion erweist sich als Glücks­ griff. Denn seit 1908 ist der Fußball auf dem Vormarsch, werden immer mehr reine Fußballvereine gegrün­ det. Gemeinsam können die Auf­ stiegsspiele zur höchsten deutschen Spielklasse in Angriff genommen werden. Der entscheidende Triumph

Foto: dpa

gelingt im September 1912 gegen den FC Mühlburg mit einem 1:0 durch einen Kopfballtreffer von Co­ pé Wendling. Der Grundstein für die Erfolgsgeschichte in der höchsten deutschen Spielklasse. Bisheriger Höhepunkt sind dabei die 1950er­Jahre – die bis heute er­ folgreichste Ära der Vereinsgeschich­ te. Angeführt vom legendären Spiel­ führer Robert Schlienz, der durch einen Unfall nur noch einen Arm hatte, errang der VfB in dem Jahr­ zehnt zwei Deutsche Meisterschaf­ ten und zwei Pokalsiege. Erfolge, die nicht nur rund um den Wasen gefei­ ert wurden. Auch der damalige Bun­ despräsident Theoder Heuss war von seinen Stuttgarter Landsleuten mehr als angetan. Und so verleiht „Papa Heuss“ der Meistermannschaft von 1950 das Silberne Lorbeerblatt der Bundesrepublik Deutschland in An­ erkennung für besondere sportliche Leistungen – es war die erste Aus­ zeichnung dieser Art überhaupt.

E Zahlen, Daten und Erfolge Gegründet: 9. September 1893 Mitglieder: 66 000 Abteilungen: Fußball, Faustball, Hockey, Garde, Leichtathletik, Tischtennis, Schiedsrichter Präsident: Wolfgang Dietrich Vorstandsmitglieder: Bernd Gai­ ser, Thomas Hitzlsperger Erfolge (Fußball): Deutscher Meister 1950, 1952, 1984, 1992 und 2007

Vizemeister: 1935, 1953, 1979 und 2003 Deutscher Po­ kalsieger: 1954, 1958, 1997 Deutscher Po­ kal­Finalist: 1986, 2007, 2013 Deutscher Su­ percupsieger: 1992 Europapokalfi­ Karl­Heinz Förster nalist: 1989, 1984. Foto: dpa 1998


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Zurück in die Zukunft Im Stadtpalais wird Stuttgarts Geschichte lebendig

Foto: Eisenmann

Von Andrea Eisenmann

E

igentlich ist dieses Zitat ganz nach dem Geschmack der Schwaben. Warum sich selbst überschwenglich loben, wenn andere das viel besser können? Und so steht auf einer schlichten Stofftasche am Eingang der Ausstellung der Name Joachim Ringelnatz und dessen Aus­ spruch: „Stuttgart ist schön, gegen­ über dem Scheiß­München ein Paris.“ Ein schwäbisches Paris? Das klingt vielversprechend für eine Ausstel­ lung, die die Schwabenmetropole aus mehreren Blickwinkeln beleuchten und die Entwicklung zur modernen Großstadt aufzeigen will. Wie wurde aus Stuttgart, was es heute ist? Was waren die entschei­ denden Im­ pulse für die Entwicklung? Und wie könnte die Zukunft der Schwabenme­ tropole ausse­ hen? Antwor­ ten auf diese und andere Überbleibsel einer erfolgreichen Wirt­ Fragen findet schaftsgeschichte. Fotos: Eisenmann man seit die­ sem Frühjahr an einem Ort, der selbst Geschichte geschrieben hat: im Wilhelmspalais. Dort wurde ein Stadtmuseum eröff­ net, mit dessen Einrichtung die Ver­ antwortlichen eine Lücke im Ange­ bot schließen wollten. Denn Stutt­ garts Geschichte fand bis dato wenig Platz in einem der hiesigen Museen. Natürlich darf auch die „Stadt der Gegensätze“ nicht fehlen. Weinberge,

Parkanlagen und Wald bestimmen das Bild genauso wie Beton, Hochhäuser und Bundesstraßen. Ländlich gepräg­ te Gegenden treffen auf das indus­ trialisierte Neckartal oder die moderne, weltoffe­ ne City, in der Men­ schen aus verschiede­ nen Ländern woh­ nen. Was denken die eigenen Bürger über die Stadt, was sagen Auswärti­ ge? Stimmen die Kli­ schees? Fällt die Entschei­ dung zwischen VfB­ oder Kickers­Fan? Und: Was macht die Stuttgarter aus und wie wird man zu einem? Die Ant­ worten, oft als Gegenfragen formuliert, haben mitunter einen vergnüglichen Unterton. So ist neben einem Bauset mit bunten Holzklötzchen vermerkt: „Wird ein Kind zum Stuttgarter,wenn es den Fernsehturm selbst bauen kann?“ Modelle, Medien, historische Ob­ jekte und Dokumente, Fotos und Fil­ me sind das Arbeitsmaterial für die Besucher, um im Wilhelmspalais die Schwabenmetropole zu erkunden. Die Topografie der Stadt zeigt ein riesiges Modell. Von diesem aus beginnt die Reise in die Vergangenheit. In den „Stadtgesprächen“ leben Ereignisse und Epochen auf. Sie reichen vom Gründungsmythos über Diskussionen von Abriss oder Erhalt beschädigter Gebäude nach 1945 bis zur Roten Ar­ mee Fraktion. Bei letzterer können die Besucher noch einmal Wortgefechten in der Bürgerschaft lauschen, die Alt­ OB Manfred Rommels Entscheidung hervorrief, die drei Führungsfiguren der RAF auf dem Dornhaldenfriedhof bestatten zu lassen. Und da war es mit

der „Political Correctness“ nicht weit her. Man solle diese „Schweinen zum Fraß“ vorwerfen, wurde gefordert. Auch das Thema Stuttgart 21, das ähnlich viel „Zündstoff“ bietet, darf in der Schau nicht fehlen. Zwei „Jahrhun­ dert­Räume“ erzählen die Ge­ schichte ab Mitte des 18. Jahrhun­ derts. Der Auf­ stieg von der Residenz­ zur industrialisierten Großstadt steht im Mittelpunkt des 19. Jahrhunderts. Eine Chronik seit den Anfängen der Stadt ergänzt die Präsentation im Wil­ helmspalais. Wer das heutige Stuttgart verstehen will, muss die Geschichte der Men­ schen verstehen, die indieser Stadt leben und sie geprägt haben. Und so erzählt die Schau von ihrem Alltag, ihren Familien und von Träu­ E Zahlen und Fakten men. Es sind viele „kleine“ Ge­ schichten, die E Öffnungszeiten: Museum thematisiert wer­ Dienstag bis Sonntag von 10 den. So wie die bis 18 Uhr, Museumsbar „drin­ einer Großmut­ nen & draußen“ Dienstag bis ter, die kein Tele­ Sonntag von 10 bis 22 Uhr. fon besaß. Damit E Kosten für Umbau und Ausstel­ die Enkel in der lung: rund 40 Millionen Euro. Fremde dennoch E Architektur: Lederer + Rag­ ihre Stimme hö­ narsdóttir + Oei Architekten ren konnten, E Fläche: Raumprogramm 4054 besprach sie eine Quadratmeter,Bruttogeschoss­ Kassette – auch fläche 8916 Quadratmeter diese ist Teil der E Eröffnungstag: 14. April 2018 Ausstellung.


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Inspiration aus der Natur Der Garten der Vielfalt von Weleda in Schwäbisch Gmünd

Foto: Weleda

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er schon immer einmal erleben wollte, wie viel­ fältig die Natur unsere Sinne inspirieren kann, der ist im Weleda Erlebniszentrum in Schwä­ bisch Gmünd­Wetzgau genau an der richtigen Stelle. Entdecken, entspannen, erholen, sich verwöhnen lassen und in die Welt der Farben und Düfte eintau­ chen. Ankommen in der Schönheit der Natur und diese mit allen Sinnen erleben – mit einer Größe von 23 Hektar und unzähligen Heilpflanzen erwartet die Besucher Europas größ­ ter biologisch­dynamisch kultivier­ ter Heilpflanzengarten. Sowohl im Freiland als auch in Gewächshäusern wachsen hier Pflanzen aus unterschiedlichsten Regionen der Erde. Gleich nebenan bietet sich durch Sichtfenster ein Einblick in die Tinkturenherstellung. Hier kann man entdecken, wie Wele­ da den Pflanzen mit besonderen

Verfahren das Beste entlockt. Bei Führungen kann man die Schätze der Natur entdecken und Spannendes über Pflanzen und ihre Wirkungsweise in der Naturkosmetik und Arzneimitteln erfahren. Das Erlebniszentrum, das Herz­ stück der Anlage, ist Treffpunkt für alle Workshops, Themenführungen, Wellnesseinheiten, Großveranstal­ tungen und Kinderaktionen. Hier sind auch Familien richtig, denn es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Ein weiterer Treffpunkt ist das Weleda­Café mit seiner schönen Terrasse direkt am Teich oder dem schattigen Innenhof. Es lädt wäh­ rend der Öffnungszeiten zum Ver­ weilen ein. Aber nicht nur die Viel­ falt der Natur lässt sich erleben, son­ dern man kann natürlich auch den Duft und die Erinnerung mit nach Hause nehmen. Im direkt ans Café grenzenden Shop können die Besu­

cher nach Herzenslust stöbern und das gesamte Weleda­Naturkosmetik­ sortiment finden. Ein Ausflug nach Schwäbisch Gmünd lohnt sich in vielerlei Hin­ sicht. Denn der Besuch bei Weleda lässt sich wunderbar mit einem Auf­ enthalt im angrenzenden Himmels­ garten mit einem Hochseilgarten, einer Naturspielgolfanlage, einem Wasserspielplatz, einem Brotback­ haus, einem Lehrbienenstand und einem Kleintierzoo verbinden. Auch eine Stippvisite der ältesten Stauferstadt überhaupt, mit ihren zahlreichen touristischen Angebo­ ten könnte den Besuch zu einem gelungenen Wochenendausflug werden lassen. Und 2019 steht alles im Zeichen der großen Remstalgar­ tenschau. Von Mai bis September erwarten die Besucher zahlreiche Attraktionen sowohl bei Weleda als auch in Schwäbisch Gmünd.

Riechen, Staunen und füh­ len – mit einer Größe von 23 Hektar erwartet die Besu­ cher Europas größter Heil­ pflanzengarten in all seiner Farbenpracht und Formen­ vielfalt. Fotos: Weleda


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Seit 1921

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Weleda hautnah erleben! Ob zu einer Führung, einem Workshop oder an einem Tag der offenen Tür, lassen Sie die Natur Ihre Sinne inspirieren, wir freuen uns auf Ihren Besuch! Infos zu Angeboten, Terminen und Öffnungszeiten: Weleda AG Am Pflanzengarten 1 73527 Schwäbisch Gmünd fuehrungen@weleda.de


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Schäfchenzählen einmal anders Der Albschäferweg auf der Schwäbischen Alb

Foto: Heiko Grandel

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eit dem 15. Jahrhundert ist in Württemberg die Zunft der Schäfer zu finden. In der Heiden­ heimer Brenzregion sind Schäfer noch als Wander­ und Hüteschäfer unterwegs. Die genügsamen Schafe bewahren die typischen Wachol­ derheiden, Wiesentäler und Wald­ ränder vor Verbuschung und erhal­ ten so die wertvollen Lebensräume seltener Tier­ und Pflanzenarten. Wandern Sie auf den Spuren der Wanderschäfer durch die Heiden­ heimer Brenzregion in zehn Etap­ pen auf 158 Kilometern. Albuch,

Härtsfeld und Brenztal – jeder Landschaftsteil hat seinen ganz besonderen Reiz. Vom Deutschen Wanderverband als Qualitätsweg ausgezeichnet, führt der naturnahe Albschäferweg die Besucher nicht nur durch idylli­ sche Landschaften, sondern auch zu zahlreichen Sehenswürdigkeiten – wie dem Steiff Museum Giengen, dem Meteorkrater Steinheim am Albuch und dem Archäopark Vogel­ herd im UNESCO­Welterbegebiet „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“ . (red)

E Informationen

Jede Zeitspur hat ihren ganz besonde­ ren Reiz. Foto: Guido Serino

120.000 Quadratmeter Hallenfläche, große Hallen, kleine Hallen oder 33 flexibel nutzbare Säle. Wir im wilden Süden können nämlich auch ganz anders – vor allem dynamisch und viral. Egal ob Gala-Dinner oder Technoparty, ob Megakongress für 10.000 Gäste oder Teamcoaching, ob Diskussionsrunde oder Talkshow im Studioformat, aber immer maßgeschneidert für Sie.

Direkt am Flughafen. Direkt an der Autobahn. Besser? Geht nicht!

Der Albschäferweg kann auch in kleineren Etappen begangen wer­ den. Zehn Rundwanderwege, die Albschäfer­Zeitspuren, mit sechs bis 20 Kilometern Länge bieten die perfekte Möglichkeit, die ab­ wechslungsreiche Landschaft zu erkunden. Infos gibt es unter www.albschaeferweg.de. Broschüren können unter Telefon 07321/ 321 2593 bestellt werden.


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Lebendige Geschichte Das Bibelmuseum bibliorama

E

s ist einzigartig in seiner Form in Deutschland – das Stuttgar­ ter Bibelmusem bibliorama. Wie auf einer Bühne werden 14 bibli­ sche Personen vorgestellt: Quasi von Adam und Eva bis hin zum Johannes der Offenbarung kann der Besucher einen Panoramaweg durch die ge­ samte Bibel unternehmen. Die Far­ ben, die Materialien, die Exponate und etliche multimediale Mitmach­ stationen lassen den Besucher in die Welt der Bibel eintauchen. Zum Bei­ spiel kann man unter einem Sternen­ himmel dem Nomadenleben von Abraham und Sara nachgehen oder an einer Laserharfe wie König David Lieder spielen oder wie der Apostel Petrus eine Fahrt über den See Gene­ zareth unternehmen. Das „bibliorama – das bibelmu­ seum stuttgart“, das auf der Achse zwischen Königstraße und Lieder­ halle liegt, ist eine Einrichtung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg in Kooperation mit der Württembergischen Bibelge­ sellschaft. Gerne kommen Kultur­, Konfirmanden­ und Schulgruppen zu Besuch. Aber durch das gut be­ stückte Audioguidesystem genie­

Die Besucher können Szenen aus der Bibel selbst gestalten. Fotos: bibliorama ßen Einzelbesucher ebenso diesen besonderen Ort. In Englisch, Fran­ zösisch, Leichter Sprache und Braille ist die Tour natürlich eben­ so möglich. Bis Mitte November ist noch die Sonderausstellung „Psalmen in Fülle“ zu sehen. Ein Musikatenfries kann gestaltet werden, Psalteraus­ gaben der verschiedenen Jahrhun­ derte werden gezeigt. Ab dem 23. November werden besondere Holz­ skulpturen zu biblischen Personen von Kazimierz Kowalczyk im Son­ derausstellungsraum zu sehen sein. Durch die Verwendung von

Sonderausstellung zu Psalmen.

Moorholz entstehen besondere Effekte. Ab 29. März 2019 heißt es dann „Im Anfang war das Spiel. Reigen, Spiel und Spannung“. Die Ausstel­ lung beleuchtet verschiedene As­ pekte zum Thema „Spiel“ in Bezug auf die Bibel. Das Spektrum reicht dabei von historischen Grundle­ gungen bis zu moderner Spieltheo­ rie. Die Ausstellung soll Spielräu­ me schaffen und somit selbst zum Spielfeld werden. Das Spiel soll als Erfahrungsraum wahrgenommen werden – mit Gott, mit mir selbst, mit dem Nächsten. (red)

E Informationen Öffnungszeiten sind Montag, so­ wie Mittwoch bis Samstag, von 13 bis 17 Uhr, Sonntag und Feiertage von 12 bis 17 Uhr. Adresse: Büchsenstraße 37 in 70174 Stuttgart. Telefon: 0711/22 93 63 481 (zu den Öff­ nungszeiten des Museums) und 0711/7181274 (für Buchungsfra­ gen, täglich von 9 bis 14 Uhr). Weitere Informationen unter www.bibelmuseum­stuttgart.de

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Lifestyle & Freizeit


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Erleben & Entdecken

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Eine königliche Stadt In der Landeshauptstadt gibt es mehrere Schlösser

Neues Schloss

Der Schlossplatz ist das Herz der Landeshauptstadt, das Neue Schloss der markanteste Bau in der Innenstadt. Eine „seiner Di­ gnität convenable“ Wohnung wollte Herzog Carl Eugen haben, als er 1746 nach den Plänen von Leopoldi Retti mit den Bauar­ beiten beginnen ließ. Denn das Alte Schloss war schon damals völlig veraltet. 1807 vorläufig beendet, ist das Neue Schloss heu­ te eines der letzten barocken Residenzschlösser in Deutschland und war Sitz mehrerer Könige. Im Zweiten Weltkrieg zerstört, entging es nach dem Krieg nur knapp dem kompletten Abriss.

Altes Schloss Neben der Stiftskirche ist das Alte Schloss das älteste noch erhaltene Bau­ werk der Stadt. Erbaut wurde es Ende des 10. Jahrhunderts als einfache Was­ serburg zum Schutz des „Stutengar­ tens“, der Stuttgart seinen Namen gab. Im 14. Jahrhundert wurde es zum Stammsitz der Grafen von Württem­ berg. Der schöne Innenhof entstand beim Umbau zum Renaissance­Schloss im 16. Jahrhundert. Heute beherbergen die alten Mauern das Landesmuseum.

Schloss Rosenstein Relativ jung ist das klassizistische Schloss, das Kö­ nig Wilhelm I. von 1824 bis 1829 im Park Rosen­ stein anlegen ließ. Das „Landhaus“, das er für sich und seine Frau Katharina geplant hatte, konnte er mit ihr jedoch nie bewohnen. Katharina starb schon vor Beginn der Bauarbeiten. Ihre Grabkapel­ le auf dem Württemberg und das Schloss wurden von Hofbaumeister Giovanni Salucci errichtet. Im Schloss Rosenstein befindet sich heute ein Teil der Sammlung des Museums für Naturkunde.

Schloss Hohenheim Das sehenswerte Ensemble, umringt von den Hohen­ heimer Gärten, liegt am südlichen Stadtrand auf den Fildern. Die Entstehungsgeschichte ist spannend: Carl Eugen schenkte das Landgut 1772 seiner Mätresse Franziska, die er nach dem Tod seiner Frau auch heira­ tete. 20 Jahre lang lebte das Paar auf Hohenheim, zu Regierungsgeschäften ritt Carl Eugen nach Stuttgart. König Wilhelm und seine Frau Katharina richteten in Hohenheim später ein landwirtschaftliches Institut ein, Grundstein der heutigen Universität.

Bärenschlössle Nur einen Spaziergang von Schloss Solitude entfernt liegt das 1768 errichtete Bären­ schlössle. Zu Füßen des Schlössles breitet sich der Bärensee aus, einer von mehreren künst­ lich angelegten Parkseen, die die Trinkwasser­ versorgung Stuttgarts sicherstellen sollten. Ursprünglich als Lustschloss gebaut wurde das Bärenschlössle von König Wilhelm als Jagdpa­ villon genutzt. Seine Gäste konnten von dort aus den Schaujagden im Glemswald zusehen. Heute ist es ein Café mit Biergarten, das in den Sommermonaten viele Ausflügler anlockt.

Auf einer Anhöhe westlich von Stutt­ gart mit Blick Richtung Weilimdorf liegt Schloss Solitude. Herzog Carl Eugen, Bauherr des Neuen Schlosses, gab auch den Auftrag für die Soli­ tude: ein Lustschloss im Stil des Ro­ koko, entstanden zwischen 1764 und 1775. Eine schnurgerade, zwölf Kilometer lange Straße verbindet Schloss Solitude mit dem Schloss in Ludwigsburg, in dem Carl Eugen zeitweise residierte. Ein Teil der Räu­ me wird heute Kunststipendiaten zur Verfügung gestellt, auch für Gastro­ nomie ist Platz. Die Prunkräume können bei Sonderführungen be­ sichtigt werden.

Schloss Solitude


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Das Wandern ist der Kinder Lust Mit der g ganzen Familie auf Entdeckungstour

Von Andrea Eisenmann

A

usflüge mit Kindern sind so eine Sache – vor allem wenn diese noch jünger sind und man zu Fuß unterwegs ist. Nicht selten werden Eltern bereits nach wenigen Minuten mit der Frage konfrontiert: „Wann sind wir endlich da“, gefolgt von Klagen wie „Ich hab Hunger“ oder „Meine Füße tun weh“. Die richtige Planung vorab und die ein oder an­ dere Spielmöglichkeit entlang der Strecke können dabei helfen, dass alle Familienmitglieder den Ausflug genießen, nicht überfordert werden und am Ende sogar noch mit glän­ zenden Augen kundtun: „Das hat Spaß gemacht“. Denn zu entdecken gibt es in Stuttgart und in der Region so einiges: Dichte Wälder, großzügi­ ge Parkanlagen, idyllisch gelegene

Erleben & Entdecken

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Seen, zahlreiche Wasserstellen zum Planschen bis hin zu Schlössern und Burgruinen – die Abwechslung macht’s. Wer auf den Wanderungen kein Vesper mitnehmen möchte und auf die Picknickdecke verzichtet, wird oft auf Möglichkeiten zum Einkehren stoßen. Und auch Grill­ plätze finden sich vielerorts an den Strecken. Ein großes Plus ist der öffentliche Nahverkehr in und um Stuttgart: Nicht zwingend müssen die Ausflüg­ ler wieder an den Startpunkt ihrer Tour zurück, weil dort das geparkte Auto wartet. Stattdessen hält man Ausschau nach der nächstgelegenen Haltestelle, sollte die Energie der kleinen Wanderer vorzeitig schwin­ den. Routen für Familien gibt es unzählige in der Region, zwei davon wollen wir nachfolgend vorstellen.

E Tour 1: Von der Solitude zum Bärenschlössle Die Pluspunkte der Strecke gleich entlang geht es in Richtung Rot­ vorneweg: Es gibt keine größeren wildpark. Auf der Strecke finden Anstiege, der Weg verläuft größten­ sich Bäche und betagte Bäume, die teils durch den Wald und es finden wie verwunschene Riesen wirken sich zahlreiche Möglichkeiten, die und die Fantasie der jungen Wande­ Kleinen bei Laune zu halten. Na, rer anregen. An der Wegkreuzung klingt das gut? Dann „Großer Stern“ geht nichts wie auf zum es weiter nach links, Schloss Solitude im gefolgt wird der Mar­ Westen Stuttgarts. kierung „roter Punkt“. Dieses gilt als das In der Umgebung des wohl anspruchsvollste „Bärenschlössle“, dem Bauwerk von Herzog Endpunkt des Aus­ Carl Eugen. Das he­ flugs, gibt es Spielplät­ rausragende Architek­ ze. Und die Beloh­ turensemble (Baube­ nung für die Erwach­ ginn: ab 1763) bietet senen? Im „Bären­ einen herrlichen Blick schlössle“ können sie nach Norden in Rich­ schwäbische Speisen tung Ludwigsburg. bestellen oder auf den Die Mondsicheln sind Wiesen die Aussicht Für die jungen Besu­ cher beinhaltet der genießen. Natürlich Teil eines Kunstwerks. Startpunkt zudem ei­ sind auch Grillstellen ne besondere Aufgabe: Wer findet vorhanden. Wer dann immer noch als erster die in die Pflastersteine ge­ über Energiereserven verfügt: An bohrten Mondsicheln und läuft ih­ den Ufern der drei Stauseen lassen ren Weg ab? Zwischen Baumwiesen sich Wasservögel beobachten.

E Tour 2: Auf dem Joseflesweg

Fotos: Eisenmann

Das zweite Ausflugsziel ist ein Rund­ weg im Stuttgarter Süden, der mehr Steigungen aufweist, als die erste Route. Allerdings ist die Strecke et­ was kürzer: Vier Kilometer lang geht es auf meist befestigten Wegen durch Wald, Bachtal und Wiesen. Ein Teil der Tour führt entlang einer wenig befahrenen Straße. Aus­ gangs­ und Endpunkt ist die Stand­ seilbahn im Stuttgarter Stadtteil Heslach, die nicht nur bei den Jüngsten für strahlende Augen sorgt. Vier Minuten dauert die Fahrt mit dem Wägelchen aus Teakholz, in das auch ein Kinderwagen mitge­

nommen werden kann. Der Verlauf der Wanderstrecke: Keller­Brunnen­ weg, Schwäblesklinge, Fuchsweg, Christian­Belser­Straße, Treppen zum Sonnenbühl, Fußweg Kressart Bruderrain und wieder zurück zur Seilbahn. Was es mit der Bezeich­ nung des Weges auf sich hat? „Jo­ sefle“ wurden früher Katholiken in Württemberg scherzhaft genannt. Und weil der Rundweg an der Gast­ stätte „Heimgarten St. Josef“ vor­ beiführt – hier gibt es übrigens ei­ nen Spielplatz für die Kleinen – , hatten Straßenbahner den Namen der Route schnell gefunden.


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MEIN STUTTGART 2018/2019

Kultur für alle: Seit Anfang 2018 ist der Besuch im Landesmuseum kostenlos.

Foto: Landesmuseum/Christoph Düpper

Kulturgenuss zum Nulltarif Das Landesmuseum verlangt für seine Schausammlungen keinen Eintritt Von Martina Fürstenberger

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inen großen Schritt ging das Landesmuseum Württemberg Anfang des Jahres 2018: Der Eintritt in die Schausammlungen ist seitdem kostenlos. Neben der Dauer­ ausstellung im Alten Schloss in der Stuttgarter Innenstadt können auch das Haus der Musik im Fruchtkasten am Schillerplatz, das Römische Lapi­ darium am Neuen Schloss sowie das Museum der Alltagskultur in Wal­ denbuch für umsonst besucht wer­ den. Lediglich für Sonderausstellun­ gen wird weiterhin ein Eintrittsgeld

verlangt. Möglich wurde dies, weil die Gesellschaft zur Förderung des Landesmuseums und die Adolf Würth GmbH 160 000 Euro für das erste Jahr zur Verfügung gestellt hat­ ten. Damit werden die fehlenden Einnahmen durch die Eintrittsgelder ausgeglichen. „Kultur für alle“ lautet das Schlagwort. Alle Bürgerinnen und Bürger sollen die Möglichkeit haben, die Kunstwerke und die Kul­ turgeschichte des Landes zu erleben. Was folgte, war ein wahrer Besu­ cherboom: Gleich im Januar wurden fünf Mal so viele Besucher in der Schausammlung gezählt als sonst.

Statt 1400 zahlenden Besuchern im Januar 2017 waren es bei freiem Ein­ tritt fast 7000. In den Sommermonaten schwächte sich dieser Trend etwas ab, dennoch wird das Angebot nach wie vor sehr gern angenommen. „Wir haben viele Besucher, die zum ersten Mal hier sind“, erzählt Muse­ umssprecherin Heike Scholz. „Man­ che sind neugierig und wollen des­ halb mal reinschauen, andere hat der Regen ins Innere getrieben.“ Will­ kommen sind alle. Die neuen Besu­ cher haben durchaus einiges in Be­ wegung gebracht: „Wir haben zum

Beispiel die Wegeführung verbes­ sert.“ Neue Piktogramme erklären, dass man Mantel und Einkaufstasche in der Garderobe abgibt und dass man die Objekte in der Regel nicht berühren darf. „Es ist ein riesen Vor­ teil für uns, dass wir mitten in der Stadt liegen.“ Ab 2019 wird der Eingangsbereich im Erdgeschoss komplett umgebaut. Damit die Besucher trotzdem weiter kommen, wird es auch 2019 freien Eintritt geben. Wie es danach weiter­ geht, wird man sehen. E www.landesmuseum­stuttgart.de

Die Staatsgalerie lockt am Mittwoch

Samstags ins Lindenmuseum

Freien Eintritt gab es im Sommer 2018 auch in der Staatsgalerie. Diese feierte 175. Geburtstag und lud gratis zum Besuch der Dauer­ und der Jubiläumsausstellung ein. Unabhängig davon gibt es schon seit eini­ gen Jahren einen Gratis­Tag pro Woche, der von der L­Bank gespon­ sert wird. Am Mittwoch gilt deshalb auch weiterhin: Eintritt frei in die Sammlung. „Wir merken dies an den Besucherzahlen“, sagt Presse­ sprecherin Anette Frankenberger. „Manche kommen auch einfach nur für eine halbe Stunde, um ihr Lieblingswerk zu besuchen.“ Übri­ gens : Kinder und Jugendliche bis einschließlich 20 Jahre dürfen so­ wohl die Sammlung als auch die Sonderausstellungen umsonst ansehen.

Auch im Lindenmuseum will man Besuchern entgegen­ kommen, die unverbindlich das Museum kennenlernen wollen und vielleicht kein so Das Lindenmuseum ist auch mit klei­ großes Budget haben. Immer samstags von 10 bis 12 Uhr ist nem Budget zu besuchen. Foto: dpa der Eintritt in die Daueraus­ stellung frei. Kinder bis zwölf Jahre zahlen generell keinen Eintritt, auch wer zum Beispiel eine BonusCard+Kultur der Stadt Stuttgart oder einen Landesfamilienpass hat, kommt umsonst in die Ausstellung.

E www.staatsgalerie­ stuttgart.de

E www.lindenmuseum.de

E Stadtmuseum Von Anfang an frei war der Eintritt ins neue Stuttgarter Stadtmuseum im Wilhelmspalais. Zum Stadtmuseum gehören auch das Hegelhaus in der Eberhardstraße, das städtische Lapidarium an der Karlshöhe und die Stadtteilmuseen in Bad Cannstatt, Möhringen und Plienin­ gen. Auch dort ist der Eintritt generell frei.


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Nervenkitzel in Bad Wildbad Einzigartiges Naturerlebnis auf dem Baumwipfelpfad Schwarzwald

Spektakulär ist der 40 Meter hohe Aussichtsturm mit seiner 55 Meter langen Tunnelrutsche. Fotos: Stefan Kälberer (links)/Alex Kijak

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uf dem Baumwipfelpfad Schwarzwald auf dem Sommer­ berg in Bad Wildbad können Sie die Natur aus einer völlig neuen Perspek­ tive erleben. Durch Buchen, Tannen und Fichten des imposanten Berg­ mischwaldes schlängelt sich der über 1200 Meter lange und bis zu 20 Meter hohe Pfad. Höhepunkt ist ein fast 40 Meter hoher Turm mit Aussichts­ plattform, von der man einen einzig­ artigen Rundblick über den Schwarz­ wald genießen kann. Durch den bar­ rierearmen Aufbau ist der Pfad für alle Altersgruppen sowie Rollstuhl­

fahrer und Familien mit Kinderwa­ gen gut begehbar. Die natürlichen Materialien des Pfads machen die Natur rundherum auf eine ganz neue Art spür­ und erlebbar. Entdecken Sie Vögel, Klein­ tiere, Insekten und unzählige Pflan­ zen, die sich durch die unterschiedli­ chen Höhen des Baumwipfelpfads aus verschiedenen Perspektiven be­ obachten lassen. Eine harmonische Streckenführung und die konstante Steigung vermitteln dabei das Ge­ fühl, hoch über dem Waldboden zu schweben. Über die gesamte Länge

des Pfads gibt es in regelmäßigen Abständen kleine Balkone mit Lern­ stationen, die Informationen zur heimischen Natur­ und Tierwelt geben und so nebenbei Wissen über den Schwarzwald vermitteln. Damit der Spaß nicht zu kurz kommt, sor­ gen kleine Abzweige, auf denen man gefahrlos in der Höhe balancieren oder klettern kann, für Abwechs­ lung. Im Turminneren erwartet die Besucher des Baumwipfelpfads eine weitere Attraktion: eine 55 Meter lange Tunnelrutsche verspricht ein außergewöhnliches Rutscherlebnis.

Führungen und Veranstaltungen: Ob bei Sonnenaufgang, Sonnenun­ tergang oder Vollmond, der Baum­ wipfelpfad bietet für jede Zielgruppe interessante Themen­Veranstaltun­ gen (auch in Mundart) mit vielen Hintergrundinfos zu Natur, heimi­ schen Pflanzen und Tieren sowie zum Pfad selbst. E www.baumwipfelpfad­schwarzwald.de E info@baumwipfelpfad­schwarzwald.de E www.facebook.de/baumwipfel­ pfadschwarzwald E Telefon 07081/925 094­0


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Bestes Messejahr aller Zeiten Die Messe Stuttgart g rechnet mit dem höchsten Umsatz in der 78­jährigen Unternehmensgeschichte

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m Januar dieses Jahres hat die Messe Stuttgart mit der Paul Horn Halle die zehnte Messehalle in Be­ trieb genommen. Die Ausstellungs­ fläche konnte mit der neuen Halle um 14 600 Quadratmeter auf nun 120 000 Quadratmeter erweitert werden. Das Mehr an Ausstellungs­ fläche war dringend nötig, denn viele Eigenmessen des Unterneh­ mens wie die AMB, die CMT, die In­ tergastra und die R+T waren an ihre Wachstumsgrenzen gestoßen. Aber auch Gastveranstaltungen wie die Logimat warteten sehnsüchtig da­ rauf, sich weiter ausbreiten zu kön­ nen. Seit diesem Jahr ist das nun möglich und sorgte bei vielen Veran­ staltungen für Rekordbeteiligungen seitens Ausstellern und Besuchern, ganz zu schweigen vom generierten Umsatz. Zusätzlich wurde der Ein­ gang West umgebaut und deutlich vergrößert. Die Kosten für die Erwei­ terung des Stuttgarter Messegeländes liegen bei rund 67,5 Millionen Euro. Sie wurden von der Messe Stuttgart aus eigenen Mitteln finanziert. Im Jahr 2017, dem zehnten Be­ triebsjahr des Bestehens der Messe Stuttgart am neuen Standort beim Flughafen Stuttgart, erwirtschaftete das Unternehmen rund 131 Millio­ nen Euro und damit den höchsten Ertrag in einem ungeraden Jahr, in dem turnusgemäß große internatio­ nale Fachmessen aussetzen. Zu Gast waren rund 22 700 Aussteller, davon 25 Prozent aus dem Ausland und rund 1,3 Millionen Besucher, von denen 8,3 Prozent aus anderen Län­ dern angereist waren. 57 Messen wurden 2017 veranstaltet, von de­ nen 35 Eigenmessen und 22 Gast­ messen waren. Hinzu kamen noch rund 120 weitere Veranstaltungen

im ICS Internationales Congresscen­ ter. Dazu zählen Kongresse mit oder ohne begleitende Ausstellung, Ver­ triebsschulungen, Firmenjubiläen, Aufsichtsratssitzungen oder Haupt­ versammlungen. Das flexible Raum­ konzept des ICS passt sich an alle Veranstalterwünsche an. Das Raum­ angebot umfasst vielfältig teilbare Räumlichkeiten vom Plenarsaal für 3000 Gäste bis zum Besprechungs­ raum für vier Personen sowie eine Multifunktionshalle mit großzügi­ gem Foyer. Insgesamt finden im ICS bis zu 10 000 Besucher Platz. Zur Erfolgsgeschichte der Messe hat auch die perfekte Verkehrsinfra­ struktur direkt am Flughafen und der Autobahn 8 maßgeblich mit beigetra­ gen. Die unmittelbare Nähe zu Flug­ hafen und Autobahn ermöglicht Be­ suchern und Gästen eine angenehme Anreise mit kurzen Wegen und bietet hervorragende Logistik für Aussteller und Veranstalter. (red)

Mit der CMT wurde die neue Paul Horn Halle im Januar 2018 in Betrieb genommen.

Viel Glas sorgt für Transparenz und gibt dem neuen Eingang West und dem dort entstandenen zusätzli­ chen Messerestaurant eine luftige Anmutung. Fotos: Messe Stuttgart


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Willkommen in Nürtingen Die Hölderlinstadt bietet eine malerische Altstadt, idyllische Natur sowie Kunst und Kultur Fotos: Stadt Nürtingen

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ürtingen liegt im Südosten der Region Stuttgart und befindet sich rund 19 Kilo­ meter von der Landeshauptstadt entfernt im Vorland der mittleren Schwäbischen Alb. Erkunden las­ sen sich die Stadt und ihre bezau­ bernde Umgebung sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad: Neckar­ tal­, Museums­, und Württember­ ger Weinradweg sind nur einige beliebte Strecken. Als perfekte Ver­ bindung zwischen Natur, Aktivität und Kultur bietet sich ein literarischer Rund­ wander­ und Rundradweg an. Für alle Wasserliebhaber ist der Verleih von Tret­ und Ruderbooten durch den Nür­ tinger Ruderclub an Sonn­ und Feiertagen von Mai bis September die Garantie für eine großartige Zeit auf dem Neckar. Doch nicht nur vom Boot aus, sondern auch aus luftiger Höhe kann man sich ein Bild von Nürtingen ma­ chen: Der 48 Meter hohe Turm der Stadtkirche St. Laurentius gewährt einen fantastischen Blick über die umliegende Landschaft. Wer sich diese herrliche Aussicht nicht entgehen lassen will, den laden die Turmwächter jeden zweiten Sonntag im Monat dazu ein, die 189 Stufen nach oben zu steigen.

Zeitreise Nicht nur in der malerischen Alt­ stadt, sondern in ganz Nürtingen lohnt sich ein Blick in die Vergangen­ heit. Dies wird zum einen durch die Zeitreise Nürtingen App, die auf ein mobiles Endgerät geladen werden kann und historische Aufnahmen auf das aktuelle Kamerabild überträgt, zum anderen durch eine der spannen­ den Stadtführungen möglich. Öffent­ liche Führungen finden von April bis

September jeden Sonntag und von Oktober bis März an jedem ersten Sonntag des Monats statt. Start ist jeweils um 11 Uhr am Stadtmuseum. Wer Nürtingen nach Feierabend ent­ decken möchte, dem bietet sich jeden dritten Mittwoch im Monat eine Füh­ rung um 19 Uhr, Treffpunkt je nach Themenschwerpunkt. Für alle, die sogar noch weiter in der Zeit zurück­ reisen möchten, lohnt sich ein Be­ such des alten römischen Gutshofs Villa Rustica im Stadt­ teil Oberensingen. Kulturgenuss Das Stadtmuseum widmet dem Dichter Hölderlin und seinen Werken einen eigenen Raum. Neben der Dau­ erausstellung zur Rö­ merzeit und der Ge­ schichte der Stadt zeigt es wechselnde Sonder­ ausstellungen, wie zum Beispiel die Fami­ lienausstellung „Aben­ teuer Playmobil ­ Sammlung Irmtraud Keller“ vom 2. Dezem­ ber 2018 bis 24. Febru­ ar 2019. Nürtingen ist Sitz zweier renommier­ ter Stiftungen, die be­ deutende Kunstwerke des 20. Jahrhunderts präsentieren: Die Fritz und Hildegard Ruoff

Stiftung und die Sammlung Domnick. Zudem wird die Kreuzkir­ che im Winter zur Galerie für große Künstler. Von 12. Januar bis 24. Fe­ bruar 2019 stellt die Stadt Werke von Friedensreich Hundertwasser und Günther Uecker aus. Das Kulturpro­ gramm bietet große Abwechslung für jeden Geschmack: Konzerte, Theater und Kabarett. Gastfreundschaft Gemeinsam mit den Nürtingern feiern? Dafür bieten unter anderem der Weihnachtsmarkt vom 7. bis 16. De­ zember 2018, das Traditionsfest „Mai­ entag“ vom 17. bis 20. Mai 2019 oder das Nürtinger Neckarfest mit Aktivitä­ ten auf und um den Neckar sowie ver­ schiedenste Bands am 12. und 13. Juli 2019 die perfekte Gelegenheit. Hotels, Appartements, Ferienwohnungen oder auch Privatzimmer laden Besu­ cher dazu ein, länger in Nürtingen zu bleiben. Der Reisemobilstellplatz lockt Reisemobilisten mit seiner verkehrs­ günstigen Lage. Mit seiner Nähe zur Innenstadt und dem direkten Einstieg in den Neckartal­Radweg bietet er Gästen einen perfekten Ausgangs­ punkt für Ausflüge in die Region. E Weitere Informationen unter: i­Punkt im Rathaus Marktstraße 7 72622 Nürtingen Telefon: 07022/ 75 381 E­Mail: touristinfo@nuertingen.de www.nuertingen.de


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In die Welt und zurück 55 Airlines fliegen von Stuttgart ab

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ach Berlin in einer Stunde, nach Gran Canaria in vier und nach Atlanta, USA, in zehn: Wer von Stutt­ gart schnell in die Metropolen dieser Welt reisen möchte, hat vom Flugha­ fen aus zahlreiche Möglichkeiten. Rund 55 Airlines bringen Passagiere an ihren Wunschort – und Gäste aus allen Ländern nach Stuttgart. In einer der exportstärksten Regio­ nen Europas ist der baden­württem­ bergische Landesairport ein unver­ zichtbarer Standortfaktor. Als inter­ modale Verkehrsdrehscheibe hat er eine herausragende Bedeutung für die Mobilität der Menschen im Land.

Rund elf Millionen Passagiere starten und landen hier jährlich. In den mehr als 300 am Flughafen ansässigen Unternehmen und Behör­ den sind über 11 000 Menschen be­ schäftigt – ihr Zusammenwirken macht das Fliegen erst möglich. Da­ mit ist der Airport eine der größten Ar­ beitsstätten des Bundeslandes. (red) E Sie wollen mehr über den Flughafen Stuttgart erfahren? Dann folgen Sie uns auf: stuttgart­airport.com @STR_Airport @FlughafenStuttgart

steht für nachhaltige Mobilität stuttgart-airport.com/fairport

Baden­Württembergs Tor zur Welt: Rund elf Millionen Passagiere starten und landen jedes Jahr am Stuttgarter Airport. Foto: Flughafen Stuttgart GmbH

Aus Liebe zum Urlaub Die DER­Spezialisten erfüllen jeden Reisewunsch

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icht ir­ Service immer in gendein Reichweite. Über Urlaub, sondern Smartphone oder DER Urlaub – Tablet sind nicht das Motto der nur alle Reiseleis­ DER Reisebüros tungen einseh­ wird in den bar, sondern gibt Stuttgarter Filia­ es kostenlose Das Team der Filiale Alte Poststraße 8. Reiseführer oder len gelebt. Und das gleich in drei können Versiche­ Niederlassungen in der Innenstadt rungen oder Mietwagen noch von sowie in Bad Cannstatt und Unter­ unterwegs hinzugebucht werden. türkheim. Denn nicht nur beim Dabei sind die Pauschalreisen im Team in der Alten Poststraße 8 mit Reisebüro nicht teurer als im Inter­ Irmgard Haßfurther, Kevin Reinhard, net, aber mit der bewährten Topqua­ Annette Unger, Peter Wegscheider lität für die beste Kundenzufrieden­ und Petra Kaupp (Foto, v. li.) beginnt heit. Und auch das soziale Engage­ für den Kunden mit der Buchung ment wird bei DER großgeschrieben. eine ganz persönliche Betreuung. Mit der Initiative „Sauberes Trink­ Geballtes Fachwissen und eine wasser für Uganda“ wird ein Klima­ extrem hohe Beratungsqualität ge­ schutzprojekt in Afrika unterstützt. paart mit Jahrzehnte langer Erfah­ Neben dem breiten Angebot an rung sorgen dafür, dass alle Urlaubs­ Individual­ und Pauschalreisen bie­ träume erfüllt werden. Auch ganz tet DER auch ein großes Portfolio an individuelle Wünsche sind durch die Kreuzfahrten an. In jedem Büro gibt Vernetzung mit allen 500 Reisebüros es dazu einen extra geschulten Mitar­ in Deutschland kein Problem. Zum beiter. Und auch wer eine Ferien­ Rundum­Sorglos­Service zählen wohnung oder ein Ferienhaus sucht, natürlich alle Leistungen wie Reise­ ist an der richtigen Stelle. Die DER­ schutz, Mietwagen oder Flughafen­ Spezialisten erfüllen jeden Reise­ transfer. Aber nicht nur das. Kunden wunsch – aus Liebe zum Urlaub. haben bei jeder Buchung über die „Mein DER“­App ihren Reisebüro­ E www.der.com


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Einkaufen, entdecken, erleben Der Messeherbst vom 16. bis 25. November

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Immer mehr Menschen verzichten er Stuttgarter Messeherbst ist die auf Fleisch und tierische Erzeugnisse beste Arznei gegen die Novem­ oder meiden bestimmte Inhaltsstoffe. ber­Melancholie: Zwischen dem 16. Das Messeduo „veggie & frei von“ und 25. November locken zehn ab­ (23. bis 25. November) ist die zentrale wechslungsreiche Messen auf das Stuttgarter Messegelände. Den Auftakt am Freitag, 16. November (Laufzeit: bis Sonntag, 18. November), macht die Mineralien, Fossi­ lien, Schmuck. Schmuck­ handwerker präsentieren ihre Kollektionen, im Blickpunkt steht das Thema „Bernstein“. Auf der Familie & Heim (17. bis 25. November) finden sich neue Möbel­ und Haus­ haltstrends, eine riesige Kü­ Die Modell + Technik ist der Treffpunkt für Fans von Computerspielen. Fotos: Messe Stuttgart chenausstellung sowie viele Erzeugnisse, die das Leben Plattform für Vegetarier, Veganer und schöner machen. Am Montag und Menschen, die unter Lebensmittelun­ Dienstag, 19./20. November, findet im Rahmen der Verbrauchermesse das verträglichkeiten leiden. Ebenfalls am zweiten Wochenen­ Forum „Die Besten Jahre“ statt. Hier de starten die Stuttgarter Autotage. werden Möglichkeiten für ein aktives und erfülltes Leben ab 50 vorgestellt. Rund 25 Fahrzeugmarken zeigen ihre Die Animal am ersten Messeherbst­ neuesten Modelle – Probefahrten in­ Wochenende wartet mit einer Fülle klusive. Junge Eltern und verwöhnte Gau­ an Infos, Tipps und Zubehör für die men werden zwischen dem 23. und tierischen Familienmitglieder auf. Gleich drei Messen für Hobby und 25. November auf der Babywelt so­ Freizeit finden zwischen dem 22. und wie der Eat & Style fündig: Wer für den Nachwuchs oder die eigene Küche 25. November statt: die Spielemesse, die Kreativ sowie die Modell & Tech­ etwas einkaufen will, ist auf beiden nik. Wer Spiele, Puzzles und Spielzeug Messen an der richtigen Adresse. sucht, ist auf der Spielemesse genau richtig. Auf der großen Spieleinsel E Service und Info kann nach Herzenslust gewürfelt und gezockt werden, während des langen Der Stuttgarter Messeherbst hat an den bei­ Spieleabends am 23. November sogar den Wochenenden von 9 Uhr bis 18 Uhr ge­ bis 22 Uhr. Neu ist eine gigantische Lego­Ausstellung auf der Galerie im öffnet, von Montag bis Freitag von 10 Uhr bis 18 Uhr. Eintrittskarten kosten inklusive L­Bank Forum, Halle 1. Die Messe VVS­Kombiticket 14 Euro, ermäßigt 11 Euro Kreativ gibt Do­It­Yourself­Tipps auf (online unter www.messe­stuttgart.de/ höchstem Niveau: Mehr als 100 Work­ vorverkauf sind die Tickets günstiger). shops warten täglich auf die Besucher. Die Karten berechtigen zum Besuch aller an Wieder dabei ist der Bereich „Cake It“. diesem Tag parallel stattfindenden Messen. Hier werden Torten in allen Formen Zudem gibt es eine 2­Tageskarte für 20 Euro und Farben verziert. Die Modell + (ohne VVS). Diese berechtigt zum Zutritt an Technik ist der Treffpunkt für Fans zwei beliebigen Messetagen. Kombitickets von Elektronik, Games und Fotogra­ für die Anreise zum Messeherbst sind bei fie. Auch die Liebhaber von Modell­ den Easy­Ticket­Vorverkaufsstellen, den To­ bau und Modellbahn kommen auf to­Lotto­Verkaufsstellen im VVS­Gebiet so­ ihre Kosten. Im Bereich „Lust auf Technik“ präsentieren Firmen und wie an den Fahrkartenschaltern der Deut­ schen Bahn erhältlich. Forschungseinrichtungen ihre neu­ esten Entwicklungen.

Die Animal am ersten Messe­ Wochenende wartet mit einer Fülle an Infos, Tipps und Zu­ behör für die tierischen Familienmit­ glieder auf.

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2018 16. – 18.11. Mineralien, Fossilien, Die Börse zum Stöbern, Schmuck Staunen und Tauschen 17. + 18.11.

ANIMAL

Die Heimtiermesse

17. – 25.11.

Familie & Heim

Die Einkaufs- und Erlebnismesse

15. Int. Küchenmesse Die Küchenspezialisten von DER KREIS 22. – 25.11. Modell + Technik

Die Messe rund um Modellbau und Elektronik

KreATIV

Die Messe für Selbermacher

Spielemesse

Das Gesellschaftsspiel-Event im Süden

23. – 25.11. BAByweLT

Die Messe rund um Ihr Kind

eat&STyLe

Das Food-Festival

veggie + frei von

Leitmesse für Genuss & Gesundheit

Autotage Stuttgart

Süddeutschlands große NeuwagenVerkaufsausstellung

www.stuttgarter-messeherbst.de Neue Öffnungszeiten am Wochenende Mo - Fr: 10 bis 18 Uhr | Sa + So: 9 bis 18 Uhr Vorverkauf KombiTickets: Zahlreiche Toto-Lotto- und DB-Verkaufsstellen, alle Ticketautomaten der S-Bahn-Haltestellen, Easy-TicketService und www.messe-stuttgart.de/vorverkauf.


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MEIN STUTTG

Stuttgart & Region

Gelbkopfamazonen

Hasen

Wer glaubt, Papageien gibt es in Stuttgart nur in der Wilhelma, der täuscht sich. Ir­ gendwann in den 80er Jahren ist wohl ein Paar Gelbkopf­Amazonen seinem Be­ sitzer ausgebüxt und hat sich seitdem fleißig vermehrt. In Bad Cannstatt und in den Parkanlagen leben inzwischen um die 50 Exemplare dieser schön gefie­ derten Vögel. Sie schlafen in den Plata­ nen z.B. an der Daimlerstraße und flie­ gen tagsüber zum Futter suchen durch das Stadtgebiet. In ihrer eigentlichen Heimat Me­ xiko sind sie vom Ausster­ ben bedroht.

Mit Taschenlampen ausgerüstet ge­ hen Freiwillige einmal im Jahr auf Hasenzählung im Rosensteinpark. In keiner anderen deutschen Stadt gibt es mehr Feldhasen als in Stuttgart. Mitten in der Großstadt ist die Feld­ hasendichte sogar deutlich größer als auf dem Land. Und so kann es gut passieren, dass den Spaziergängern in den Parkanlagen plötzlich einer der Langohren über den Weg hoppelt. Auch der Wilhelma statten sie ab und zu einen Besuch ab. Am aktivsten sind sie allerdings nachts.

Tierisches

In Stuttgart leben mehr als 600 00 Tiere. Mit ihren Wäldern, Parkanl stadt vielen Tieren einen Manche ziehen das abwechslun Landleben vor. Einheimische A fühlen sich hier ebenso woh Und dann gibt es natürlich noch Wir finden: Stuttgart

Dinosaurier

Stuttgarter Rössle Ein sich aufbäumendes Pferd ist das Wappentier von Stuttgart. Immerhin hat die heutige Großstadt diesen Tie­ ren eventuell sogar ihre Existenz zu verdanken. Denn für die Besiedelung war das sumpfige Nesenbachtal ei­ gentlich nicht gut geeignet. Dafür gab es saftige Wiesen. Um das Jahr 950 soll Herzog Liudolf von Schwa­ ben einen „Stutengarten“ angelegt haben. Nach und nach wuchs die Siedlung an. Im 13. Jahrhundert wur­ de Stuttgart zur Stadt erhoben, im 15. Jahrhundert wurde es Reichs­ und Re­ sidenzstadt. Das Rössle findet sich übrigens auch im Emblem eines be­ kannten Stuttgarter Autobauers.

Lebendig kann man sie zwar nicht mehr bewu dern, sehr wohl aber bekommt man im Naturku demuseum am Löwentor eine gute Vorstellun davon, wie sie hier im Südwesten gelebt habe Baden­Württemberg ist Dinosaurierland. In de Schiefersteinbrüchen rund um Holzmaden wu den besonders viele Fossilien aus dem Jurame entdeckt, u.a. Fischsaurier, Flugsaurier, Ammon ten, Belemniten und Seelilien. Spektakulär w der Fund von 35 vollständig erhaltenen Skelette der langhalsigen Plateosaurier in Trossingen. Ei heute mit anderen Zeitgenossen im Naturkunde

Eidechsen Berühmtheit erlangten die Stuttgarter Eidechsen im Zusammenhang mit dem Bahnprojekt „Stuttgart 21“. Eidechsen sind streng geschützt und müssen um­ gesiedelt werden, wenn Bauarbeiten anstehen. Im Fall von Stuttgart 21 kos­ tet die Schaffung von Ausgleichsflä­ chen, das Einsammeln und Wiederan­ siedeln der Tierchen Millionen von Eu­ ro. Knifflig ist die Lage vor allem des­ halb, weil die Stuttgarter Mauereidech­ sen eine besondere Art sind und nur in­ nerhalb eines bestimmten Gebietes umgesiedelt werden dürfen. Damit spielen die Eidechsen im Projekt inzwi­ schen eine größere Rolle als der eben­ falls streng geschützte Juchtenkäfer, dessen Kot an Bäumen gefunden wur­ de, die wegen des Bahnprojekts gefällt werden sollten.

Affen Zu den bekann­ testen Tieren in der Wilhelma zählen die Affen. Nicht umsonst nennt der SWR seine Dokuserie über den zoolo­ gisch­botani­ schen Garten „Eisbär, Affe & Co.“. Im neuen Men­ schenaffenhaus leben zurzeit Bono­ bos, Gorillas und Orang­Utans. Im „Kindergarten“ wurden schon einige Gorilla­Babys von Hand aufgezogen. Im Südamerikahaus kann man ver­ schiedene Krallenaffenarten, Spring­ tamarine und die seltenen Drills be­ obachten. Außerdem kümmern sich die Wilhelma­Pfleger um Goldstirn­ klammeraffen, Weißhandgibbons, Haubenlanguren, Totenkopfaffen, Brüllaffen, Weißkopfsakis und Gold­ kopf­Löwenäffchen. In der Felsenan­ lage leben Dscheladas und Rotge­ sichtsmakaken.


ART 2018/2019

Stuttgart

0 Menschen ­ und noch viel mehr lagen und Gärten bietet die Groß­ attraktiven Lebensraum. ngsreiche Stadtleben sogar dem Arten wie Füchse und Feldhasen hl wie zugewanderte Exoten. h die Zootiere in der Wilhelma. t ist einfach tierisch!

Stuttgart & Region

Hirsch & Greif Die Wappentiere von Baden­Würt­ temberg prangen nicht nur auf den Einrichtungen des Landes in der Stadt. Stuttgart ist von Wäldern um­ geben und hier leben Hirsche und Greifvögel tatsächlich. König Fried­ rich ließ im Jahr 1815 in den Wäldern bei Botnang einen Wildpark für die Jagd anlegen und mit Rot­ und Dam­ wild bestücken. Heute ist der Rot­ und Schwarzwildpark mit seinen Ge­ hegen ein beliebtes Ausflugsziel für Spaziergänger. Im größten Stuttgarter Naturschutzgebiet befinden sich auch drei künstlich angelegte Seen und das Bärenschlössle. Auch Greif­ vögel wie Bussard, Rotmilan oder Fal­ ke haben hier ihr Zuhause.

un­ un­ ng en. en ur­ eer ni­ war en ine Herde davon grast emuseum.

Mops Ein Mops sorgte im Jahr 2014 in Stutt­ gart für Aufregung. Vor dem einsti­ gen Wohnhaus des Komikers Loriot am Eugensplatz war 2013 eine Ge­ denksäule aufgestellt worden. Vicco von Bülow, alias Loriot, hatte von 1938 bis 1941 hier gelebt und das Gymnasium besucht. Da der Komi­ ker ein Leben ohne Mops zwar für „möglich, aber sinnlos“ hielt, stellten ihm die Macher von „Kessel.TV“ als Scherz einen Hund auf die Säule. Kurz darauf war die Skulptur schon wieder verschwunden – gemopst sozu­ sagen. Da sich die Stuttgarter jedoch an den Mops gewöhnt hatten, wurde ganz offiziell ein neuer ge­ gossen und diebstahlsicher auf der Säule verankert.

Schildkröten

Elefanten

Nicht nur die heimischen Tierarten, sondern auch eingewanderte bzw. eingeschleppte Exemplare fühlen sich in Stuttgart wohl. Ein Beispiel da­ für sind die Wasserschildkröten, die sich an Sommertagen gerne auf den Stufen des Feuersees in Stuttgart­ West sonnen. Auch an anderen Seen in Stuttgart wurden bereits Schildkrö­ ten gesichtet. Was Spaziergänger freut, stößt u.a. den Anglern sauer auf. In der Regel sind die Tiere von ih­ ren Haltern ausgesetzt worden, im­ merhin können die hier verkauften Wasserschildkröten 30 bis 40 Jahre alt werden.

Ein Elefant ist das Wappentier des Zoologisch­Botanischen Gartens. Zurzeit leben in der Wilhelma nur noch zwei asiatische Elefantenkühe ­ Zella und Pama. In naher Zukunft könnten es wieder mehr sein. Denn wenn der Autotunnel unter dem Ro­ sensteinpark fertig ist, kann darüber ein neues 1,5 Hektar großes Gehege gebaut werden. Dort wird dann Platz für eine Herde mit bis zu 14 Tieren sein. Bullen, Kühe und Jungtiere kön­ nen im Familienverband leben. Die betagte Elefantenkuh Zella diente 2018 übrigens als WM­Orakel und sagte das Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft in der Vorrunde voraus. Nur mit dem Tipp auf Welt­ meister Senegal lag die weise Dame daneben.

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Ausgehen & Entspannen

MEIN STUTTGART 2018/2019

Der Schlossplatz p als Kinosaal

Im Frühjahr j 2019 feiert das Internationale Trickfilm­Festival die 26. Auflage

Von Andrea Eisenmann

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ehrere Hundert Personen sitzen auf Bänken, Decken und Jacken auf dem Stutt­ garter Schlossplatz, während die Sonne in ihrem Rücken langsam untergeht. Ihr Blick ist auf einen Großbildschirm gerichtet, der vor der malerischen Kulisse des Neuen Schlosses aufgebaut ist. Ab und an wandert die Hand in die Popcorntü­ te, die auf dem Schoss liegt, Getränke werden herum gereicht. Während Besucher von außerhalb sich bei diesem Anblick noch fragen, was es mit dem XXL­Open­Air­Kino auf sich hat, wissen die Stuttgarter längst: Das Internationale Trickfilm­ festival Stuttgart (ITFS) hat wieder begonnen. Sechs Tage und fünf Nächte lang lockt die Veranstaltung die Massen in die „gute Stube“ und in ausgesuchte Kinos.

Trickfilm­Fans sind in Stuttgart zahl­ reich vertreten. Auch das „Who is Who“ der weltweiten Animations­ szene lässt sich den Termin nicht entgehen. Ein gern gesehener Gast ist beispielsweise David Silverman, bekannt für seine Arbeit in der US­Se­ rie „Die Simpsons“. Längst gilt das Stuttgarter Festival auch als bedeutende Plattform zur Finanzierung und Entwicklung von Animationsprojekten in ganz Euro­ pa. Filmemacher und Tüftler werden hier für ihre Werke ausgezeichnet, Preise in Höhe von 100 000 Euro vergeben – darunter auch die Tro­ phäe für den deutschen Animations­ sprecherpreis, die Schauspieler Axel Prahl („Tatort“, „Käpt’n Sharky“) in diesem Jahr persönlich in Stuttgart abholte. Gegründet wurde das Trickfilm­ Festival 1982. Zunächst fand es nur alle zwei Jahre statt. In der Folgezeit gewann die Veranstaltung jedoch stetig an Bedeutung. Seit 2005 wird

das ITFS dank höherer Förderungsmittel jähr­ lich durchgeführt – und zwar mitten in der Stadt, was einen zusätz­ lichen Bekanntheits­ schub mit sich gebracht hat. Organisiert wird das ITFS von der Stutt­ garter Film­ und Medi­ enfestival gGmbH. Die künstlerische Leitung obliegt derzeit Ulrich Wegenast, kaufmän­ Großes Kino: Das Internationale Trickfilm­Festival Foto: ITFS nisch­organisatorischer macht Station auf dem Schlossplatz. Leiter ist Dieter Krauß. Dass sich Stuttgart mit dem Titel „Animations­Hauptstadt“ schmü­ cken kann, liegt übrigens nicht nur am Trickfilm­Festival. Einen bedeu­ tenden Anteil haben daran auch E Auf einen Blick bekannte Filmstudios wie „Pixo­ mondo“, die in der Landeshaupt­ Das 26. Internationale Trick­ stadt ansässig sind. Und auch um den Nachwuchs in der Region muss film­Festival Stuttgart findet einem nicht bange sein – dafür sorgt vom 30. April bis zum 5. Mai 2019 statt. Veranstaltungsorte die Filmakademie Ludwigsburg. sind vorwiegend die Innen­ stadtkinos sowie der Schlossplatz.

Mehr als 100 000 Besucher waren es allein im Frühjahr dieses Jahres, die der Jubiläumsausgabe einen Publikumsrekord bescherten und den Schloss­ platz zur größten Picknick­ decke des Landes umfunkti­ onierten. Mehr als 200 Ver­ anstaltungen und 1000 Filme wurden den Zuschau­ ern präsentiert – ein Groß­ teil davon im Innern von Kinos und anderen Veran­ staltungsstätten, um den Wetterkapriolen nicht ganz ausgeliefert zu sein. Die Spanne des Gezeigten reicht dabei von klassischen Car­ toons über künstlerische Trickfilme bis hin zu abend­ füllenden 3D­Computeran­ imations­Spielfilmen sowie Echtzeit­ und Flashanima­ tionen. Aber nicht nur die Auch das Sandmännchen hat in Stuttgart den Weg auf die Leinwand geschafft. Foto: dpa

Während des Festivals gibt es ein umfangreiches Programm, das sich an Kinder beziehungs­ weise Schulen richtet. Anläss­ lich der Europawahl im Mai 2019 präsentieren die Veran­ stalter den Preisträgerfilm des Wettbewerbs „Trickfilm für Europa“, der mit 60 000 Euro dotiert ist. Weitere Infos gibt es im Inter­ net unter: https://www.itfs.de/


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Eine Klasse für sich M

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SKS Konzerte Saison 18.19

SKS Russ Garant für hochwertige Klassikkonzerte Geiger Pinchas Zukerman am 24. Ok­ eisterliche Klassikkonzerte tober, wobei Bruchs Violinkonzert in sind das Markenzeichen der einer zeitlos gültigen Interpretation Südwestdeutschen Konzertdirektion von Zukerman im Zentrum des ers­ Erwin Russ GmbH (SKS Russ). Und ten von acht Meisterkonzerten steht. das seit mehr als 70 Jahren. Nicht Es folgen die Sächsische Staatskapel­ umsonst genießt das Unternehmen le Dresden mit mit Sitz am Char­ Dirigent Herbert lottenplatz Erst­ Blomstedt und Leif recht bei der Bele­ Ove Andsnes am gung klassischer Klavier (19. No­ Konzerte in der vember) mit Liederhalle. Ge­ Brahms Klavier­ nutzt wird dafür konzert. Brahms überwiegend der und Dvorak geben Beethovensaal, die Wiener Sym­ weniger der Mo­ phoniker unter zartsaal. Da die Philippe Jordan Liederhalle je­ mit Nikolaj Znai­ doch saniert wird, der an der Violine können ab zum besten Herbst/Winter (28. November). kommenden Jah­ res keine Termine Am 31. Januar in der Liederhalle: Das neue Jahr mehr vergeben startet mit der Aca­ werden. „Etwas Cellistin Sol Gabetta. Foto: Julia Wesely demy of St. Martin Vergleichbares in the fields mit gibt es nicht“, ihrem Chef Joshua Bell an der Violi­ beschreibt Nils Strassburg von SKS ne (9. Januar) mit Perlen von Proko­ Russ das Problem. Der Hegelsaal fasst fjew, Saint­Saens, Barber und Bizet. 1800 Personen. Also muss auf die Cellistin Sol Gabetta sorgt mit dem Region ausgewichen werden. Denn Royal Philharmonic Orchestra sicher bereits jetzt laufen die Vorbereitun­ für einen unvergesslichen Abend gen für die Saison 2019 /2020. (31. Januar). Das neu formierte SWR­ Sinfonieorchester und Hillary Hahn Dabei nutzt SKS Russ den Vorteil an der Violine haben sich Werken zahlreicher bester Kontakte in die von Dvorak, Prokofjew und Schu­ Szene, die im Laufe der Jahrzehnte mann gewidmet (28. Februar). Russi­ aufgebaut worden sind. „Wir sind sche Musiktradition bieten das Russi­ seit 70 Jahren Stammmieter, der zu­ an National Or­ verlässig Klassik­ chestra und der konzerte spielt.“ Folge: Die Besu­ große Mikhail Pletnev (8. April), cher wissen, dass ehe das City of gutes Programm Birmingham Or­ garantiert ist. chestra und Yuja Inzwischen legt Wang am Klavier man auch in der die Meisterkonzer­ Klassik großen te beenden Wert auf Show. (16. Mai). „Wir sind in stän­ digem Kontakt International mit den Künst­ geht es auch bei lern, planen aktiv „Faszination Klas­ und sind flexi­ bel.“ sik“ zu: Die Geiger Baiba Skride, Dani­ Das Programm el Hope, Avi Avitral für die Saison 2018/19 ist ge­ Anne­Sophie Mutter beendet die (Mandoline), Jean Rondeau (Cemba­ wohnt an­ Sonderkonzerte im Mai 2019. spruchsvoll und Foto: Harald Hoffmann/DG lo), ARD­Preisträ­ ger Simone Rubino auch abwechs­ (Schlagzeug), Xavier de Maistre (Har­ lungsreich. Neben den Abonne­ fe) und Pianist Jan Lisiecki verzau­ mentreihen „Faszination Klassik“, bern ihr Publikum. Neun Meisterpia­ „Meisterpianisten“, „Kammermu­ nisten von Kirill Gerstein bis Krysti­ sikabende“ und den Sonderkonzer­ an Zimmerman stehen zwischen ten bieten natürlich auch die „Meis­ terkonzerte“ wieder außergewöhnli­ Oktober und Juni dem in nichts nach. che Musikgenüsse. Die bedeutends­ Die neun Sonderkonzerte, darun­ ten Akteure, Solisten, Orchester und ter das Weihnachtsoratorium am Kammermusikensembles der Welt 26. Dezember, Beethovens 9. Sinfo­ machen die Liederhalle zur Anlauf­ stelle der Klassikliebhaber. nie zum Jahresabschluss am 30. De­ zember, beendet Anne­Sophie Mut­ Den Auftakt macht Rotterdams ter mit dem Kammerorchester Wien Philharmisch Orkest unter Dirigent – Berlin am 23. Mai. Lahav Shani, unterstützt vom Top­

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MusikfürStuttgart 26.12.2018 – 17 UHR – BEETHOVEN-SAAL

BACH WEIHNACHTSORATORIUM BWV 248 I-VI

Stuttgarter Hymnus-Chorknaben – Stuttgarter Kammerorchester Trompetenensemble Wolfgang Bauer – Pinelopi Argyropoulou Sopran Elvira Bill Alt – Markus Brutscher Tenor – Dominic Grosse Bass Rainer Johannes Homburg Leitung 26.12.2018 – 17 UHR – MOZART-SAAL

DER NUSSKNACKER UND DER MÄUSEKÖNIG CHRISTINE URSPRUCH Rezitation – Hideyo Harada Klavier

Erzählung von E.T.A. Hoffmann mit Klavierwerken von Tschaikowsky, Schumann u.a. 28.12.2018 – 19 UHR – BEETHOVEN-SAAL

THE 12 TENORS

30.12.18 – 18 UHR – BEETHOVEN-SAAL

BEETHOVENS 9. SINFONIE

Stuttgarter Philharmoniker – Tschechischer Philharmonischer Chor Brünn Solisten – Marcus Bosch Dirigent Beethoven Ouvertüre »Coriolan« op. 62 Strauß Vier Lieder Beethoven Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125 mit Schlusschor über Schillers Ode »An die Freude«

31.12.2018 – 15 & 17.30 UHR – NEUES SCHLOSS (WEISSER SAAL)

SWR SWING FAGOTTETT »BEST OF FAGOTTETT« Wolfgang Milde Moderation

3.2.2019 – 17 UHR – NEUES SCHLOSS (WEISSER SAAL)

JEAN RONDEAU Cembalo – Scarlatti Sonaten und Improvisationen 23.5.2019 – 20 UHR – BEETHOVEN-SAAL

ANNE-SOPHIE MUTTER SPIELT MOZART Kammerorchester Wien-Berlin Mozart

Divertimento D-Dur KV 251 Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 D-Dur KV 211 Sinfonie Es-Dur KV 16 Konzert für Violine und Orchester Nr. 5 A-Dur KV 219

info und karten unter www.sks-russ.de, 0711.550 660 77 und bei easy ticket


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Alles easy Mehr als 40 Millionen Eintrittskarten verkauft

E

intrittskarten zu großen Kon­ zerten und Shows internatio­ naler Stars und Bands der Musik­ szene stehen bei Sammlern oft hoch im Kurs. Für sie sind das große Schätze. Eine Rarität ist sicher die allererste Karte, die einst beim Easy Ticket Service ausgedruckt wurde. Angefangen hat alles am 15. Oktober 1992 mit einem Ticket für die Show Holiday on Ice. „Es war der Beginn einer Erfolgsgeschichte mit inzwi­ schen mehr als 40 Millionen ver­ kauften Eintrittskarten“, sagt An­ dreas Kroll, Geschäftsführer der in.Stuttgart Veranstaltungsgesell­ schaft. Wichtig ist ihm dabei vor allem: „Unser ETS, wie er in Kurz­ form genannt wird, ist ein Ticketan­ bieter der öffentlichen Hand. Und als städtisches Tochterunternehmen sind wir vor allem ein Stuttgarter Ticketsystem für die Kunden dieser Stadt und unserer Region.“ Eng verbunden ist die Entwick­ lung und Markteinführung des Easy Ticket Service mit der Internationa­ len Gartenbauausstellung (IGA Ex­

po 1993) und den 4. IAAF Leichtathletik­Weltmeister­ schaften. „Wir haben den Karten­ vertrieb ganz gezielt für diese beiden Weltereignisse aufgebaut“, erinnert sich Kroll. Die Entwicklung einer geeigneten Vertriebsinfrastruktur sei damals eine echte Pionierarbeit gewesen. Inzwischen hat sich „der Easy Ticket Service längst zu einem wich­ tigen Instrument im Eventmanage­ ment und Ticketvertrieb entwickelt, das am Markt nicht mehr wegzuden­ ken ist,“ betont Kroll. Wurden 1993 noch 61 Veranstaltungen über den ETS abgewickelt, sind es zwischen­ zeitlich rund 4500 pro Jahr in mehr als 500 Veranstaltungsstätten. Pro Jahr werden im Durchschnitt rund 1,5 Millionen Eintrittskarten mit einem Umsatzvolumen von mehr als 42 Millionen Euro verkauft.

Zur Gründung startete der Easy Ticket Service gerade mal mit zehn Vorverkaufsstellen in der Landes­ hauptstadt, darunter auch das legen­ däre „Kartenhäusle“, das bis zu sei­ ner Schließung eine echte Instituti­ on war. Aktuell sind knapp 100 Ver­ kaufsstellen als Vertriebspartner angeschlossen. „Das Vorverkaufsstel­ lennetz reicht dabei von Künzelsau im Norden bis Rottweil im Süden und von Karlsruhe im Westen bis Aalen, Heidenheim und Ulm im Osten“, weiß ETS­Abteilungsleiter Markus Frey zu berichten. In einem Vierteljahrhundert hat sich im Ticketing selbstverständlich ein starker Wandel vollzogen. Das Internet war auch hier ein wesentli­ cher Faktor. Bereits 1999 ging Easy Ticket Service mit einer eigenen Homepage online. Der Anfang war

gemacht. Richtig los ging es dann 2001. Durch die Einführung einer neuen Ticketsoftware wurde eine direkte Schnittstelle für die Buchung ermöglicht. Auch hier war man also wieder in der Vorreiterrolle. Die technischen Entwicklungen sorgen im Ticketverkauf ständig für Neuerungen. So wurde dem Trend, dass immer mehr Kunden mit mobi­ len Endgeräten online gehen, mit einer mobilen Webseite Rechnung getragen. „Neuere Entwicklungen sind das print@home, bei dem der Ausdruck des Tickets am heimischen Rechner erfolgt oder das mobile ti­ cket fürs Handy“, so Frey weiter. Ak­ tuell wird eine neue Homepage kre­ iert, die noch in diesem Jahr online gehen soll. E www.easyticket.de

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Goldenes Jubiläum auf dem Eis 75 Jahre Holiday on Ice mit den Paarlauf­Olympiasiegern Aljona Savchenko und Bruno Massot

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5 Jahre Holiday on Ice – und zum Jubiläum dürfen sich Fans der meistbesuchten Eisshow der Welt auf ein Paar der absoluten Weltspitze freuen. Denn die deutschen Paarlauf­Olym­ piasieger und Weltmeis­ ter Aljona Savchenko und Bruno Massot sind die Gaststars der Stuttgart­Premiere von Holiday on Ice. „Wir sind stolz, unse­ rem Publikum die Bes­ ten der Besten zu präsen­ tieren und Aljona Savchenko und Bruno Massot in unsere neue Inszenierung aufzunehmen“, sagt Peter O’Keeffe, der Vorstandsvorsit­ zende der internationalen Show Holiday on Ice.

Seit 60 Jahren in Stuttgart Seit rund 60 Jahren gastiert Holiday on Ice bereits mit seinen Gastspie­ len in Stuttgart und seit 2006 bietet die Porsche­Arena dafür ein perfek­ tes Ambiente. „Die Jubiläums­ show Anfang 2019 ist sicher der Höhepunkt in unserer langjährigen und traditions­ reichen Partnerschaft“, sagt Andreas Kroll, Geschäfts­ führer der in.Stuttgart Ver­ anstaltungsgesellschaft. „Ho­

liday on Ice überzeugt immer wieder mit Eiskunstlauf der Extraklasse, phantasievollen Kostümen, vielfältigen Choreogra­ phien und bunten Büh­ nenbildern. Es ist ein­ fach ein Erlebnis für die ganze Familie.“ Eine Show der Superlative auf Kufen und kühlem Unger­ grund.

Beliebteste Eisshow der Welt Aus einer kleinen Hotelshow, die 1943 in Toledo (Ohio) geboren wur­ de, ist im Laufe der Jahre ein großes und international erfolgreiches Showkonzept geworden. In seiner langen Geschichte hat Holiday on Ice nichts von seinem Glanz verlo­ ren. Immer originell, frisch und pro­ fessionell passt sich die Show dem Wandel der Zeit an, erfindet sich dabei stetig neu und erobert mit au­ ßergewöhnlichen Produktionen sowie der Einbindung prominenter Künstler die Herzen der Welt. 2008 wurde Holiday on Ice offiziell zur meistbesuchten Eisshow der Welt gekürt. Die Paarlauf­Olym­ piasieger und Weltmeis­ ter Aljona Savchenko und Bruno Massot haben

mit ihrer traumhaften Kür Preisrich­ ter, Publikum und alle Fans bei den Spielen in Pyeongchang in ihren Bann gezogen. Jetzt also sind sie die großen Stars bei Holiday on Ice und sind auch in Stuttgart in gleich zwei Shows live zu erleben: zur Premiere am Donnerstag, 24. Januar, um 19.30 Uhr und am Freitag, 25. Janu­ ar, um 20 Uhr. „Es freut uns natür­ lich ganz besonders, den zahlrei­ chen Fans hier in der Region, zwei so großartige Sportler live präsentieren zu dürfen. So wird die Jubiläums­ show zu 75 Jahren Holiday on Ice an zwei Abenden mit olympischem Flair vergoldet“, ist Andreas Kroll begeistert.

E Vorstellungen 2019 Donnerstag, 24. Januar: 19.30 Uhr Freitag, 25. Januar: 16.30 und 20 Uhr Samstag, 26. Januar: 13, 16.30 und 20 Uhr Sonntag, 27. Januar: 13 und 16.30 Uhr Easy Ticket Service Hotline: 07 11 / 2 55 55 55 oder www.easyticket.de

Sei dabei, wenn wir 75 jahre feiern!

24.01 – 27.01.2019 / Porsche-Arena Stuttgart J ETZT T I C K ETS B U C H EN! WW W . EASY T I C K ET.D E | WW W. H O L I D AYO N I C E. D E


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MEIN STUTTGART 2018/2019 2009 verwirklichte sich Thors­ ten Strotmann seinen Traum und eröffnete sein eigenes Theater. Foto: Strotmann

Zauberhaft und verblüffend

Ein Magier – vier Shows Vier Shows hat Thorsten Strotmann bisher konzipiert – jede davon anders und einzigartig.

Exklusive Close­Up­Magie in STROTMANNS Magic Lounge

In „Hautnah I – Magic Sympho­ nies“ erleben die Zuschauer zahlrei­ che Klassiker der Zauberkunst. Ge­ füllte Sektgläser erscheinen aus dem Nichts. Das Gehirn wird humorvoll erklärt. Ein Salz­ und Pfefferstreuer entwickeln sich zum Running Gag und Spielkarten sortieren sich wie von Geisterhand. Als Krönung erge­ ben gedachte Glückszahlen ein ver­ wirrendes Zahlenspiel und ein unter­ schriebener Zuschauergeldschein wandert an einen unmöglichen Ort.

A

us dem Nichts erscheinen plötzlich gefüllte Sektgläser, Karten sortieren sich wie von selbst. Zahlenspiele verwirren und verblüffen die Gäste. Und wie kommt eigentlich das eben von einem Zuschauer gezeichnete Bild in den gefrorenen Eisblock? Zersägte Jungfrauen muss man anderswo suchen. Bei Thorsten Strotmann sind keine aufwendigen technischen Geräte im Einsatz. Alles ist Handwerk, mit psychologi­ schen Raffinessen wird die Wahr­ nehmung getäuscht – und die Zu­ schauer sind ganz nah dabei. Im STROTMANNS Magic Lounge, dem besonderen Theater in Stuttgart, ist man noch in der letzten Reihe nä­ her dran als bei anderen Shows in der ersten. Mit nur sieben Reihen, die wie in einem Amphitheater aufsteigen, haben die Gäste von überall aus optimale Sicht. Jeder kann dem Magier ganz genau auf die Finger schauen, dazu kommt humorvolles Entertainment mit viel Wortwitz. Close­Up­Magie nennt sich diese besondere Form der Zauberkunst. „Hautnah“ lauten deshalb auch die Titel der Shows. Rund 100 Mi­ nuten lang unterhält und verblüfft Thorsten Strotmann dabei seine

Gäste, dazu kommt eine 25­minüti­ ge Pause. Am 3. Oktober 2009 ver­ wirklichte sich Strotmann seinen lang gehegten Traum und eröffnete mit der STROTMANNS Magic Lounge auf dem Areal des Römer­ kastells in Stuttgart­Bad Cannstatt sein eigenes Theater. Ohne Subven­ tionen baute er in den darauffol­ genden Jahren ein autarkes Unter­ nehmen auf. Ein Team aus 40 Mit­ arbeitern sorgt dafür, dass die Gäste von der Buchung der Karten über die Show selbst bis zum Ausklang des Abends einen perfekten Tag erleben. Die Zuschauer kommen aus einem Umkreis von 200 Kilo­ metern und mehr, die Auslastung

des Theaters liegt bei 95 Prozent. Bisher waren über 220 000 Livebe­ sucher in den verschiedenen Shows. Die STROTMANNS Magic Lounge ist damit europaweit, wahr­ scheinlich sogar weltweit, das er­ folgreichste Close­Up­Magie­Thea­ ter und Deutschlands exklusivste Zauberadresse. Wobei exklusiv weniger auf die Auswahl der Besu­ cher als auf die persönliche und gehobene Atmosphäre im Theater abzielt. Für die Zukunft hat Thors­ ten Strotmann noch viel vor. „Wir wollen in der Region Stuttgart ein eigenes Theater bauen, das dann genau auf unsere Bedürfnisse abge­ stimmt ist.“ (red)

Magische Momente in gediegener Atmosphäre. Foto: Strotmann

E Informationen und Tickets Das STROTMANNS bietet jährlich über 220 Magie Shows, in der Regel immer von Donnerstag bis Montag. In manchen Monaten auch täglich und mit zwei Shows pro Tag. An den Weihnachtsfeiertagen 25. und 26. Dezember sowie an Silvester findet nachmittags eine Familienvorstel­ lung mit vergünstigten Preisen statt,

Willkommen in der Magic Lounge.

In „Hautnah II – Surreale Welten“ präsentiert Strotmann die Kunst des Gedankenlesens, verkettet ausgelie­ hene Eheringe und zaubert mit ech­ ten Fischen. Der imposante Kron­ leuchter setzt dem Spektakel die Kro­ ne auf – verschmitzt, witzig und eben mit dem typischen Strotmann­Enter­ tainment.

abends eine reguläre Vorstellung. Montags ist Schwabentag. Im Wech­ sel spielt Thorsten Strotmann „Haut­ nah I“, „Hautnah II“, „Hautnah III“ oder „Hautnah IV“. Donnerstags zeigt Thorsten Strotmann bei „After­Work­ Magic“ in 70 Minuten ohne Pause ei­ nen Auszug seiner Shows. Im Preis ist ein Fingerfoodteller enthalten.

Foto: Strotmann

Tickets reserviert man am einfachsten über die Website (www.strotmanns.com, dann Weiterleitung zu Reservix). Kontakt für Gruppen, Firmen­Events oder Exklusiv­Vorstellungen sind unter der Telefonnummer 0711/57 71 52 90 möglich. Adresse und Anfahrt STROTMANNS Magic Lounge GmbH Naststraße 41 im Römerkastell 70376 Stuttgart (Bad Cannstatt) Kostenlose Parkplätze vor Ort. Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln über Buslinie 56 oder Stadtbahn U12. Telefon: 0711/57 71 52 90 E­Mail: info@strotmanns.com E www.strotmanns.com

In „Hautnah III – Jenseits des Fass­ baren“ werden die Dimensionen von Raum und Zeit in Frage gestellt. So be­ finden sich plötzlich ausgeliehene Gegenstände an verschiedenen Stel­ len im Raum – gleichzeitig!? Strot­ mann spielt blind Karten, präsentiert ein Ermittlungsspiel und kombiniert sein humorvolles Bauchreden mit ei­ ner Fesselnummer. Als Abschluss geht´s um Erinnerungen . „Hautnah IV – Rätselhafte Spiele“ hatte im September 2017 Premiere. In dieser Show ist nichts dem Zufall überlassen. Mit der Wahrnehmung der Zuschauer wird gespielt, dabei werden diese die ganze Zeit charmant und magisch unterhalten. Ein Abend rund um die Themen Wahrneh­ mungstäuschung, Spielbetrug und Beeinflussung. Es wird spannend, un­ fassbar und sogar spukhaft im Strot­ manns.


Fürs Leben gern ein Stuttgarter.

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Ein Festzelt wie aus dem Bilderbuch In Grandls Hofbräu Zelt ist pulsierende Stimmung angesagt

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eiern mit bestem Bauchgefühl: Grandls Hofbräu Zelt – ein Fest­ zelt wie aus dem Bilderbuch: Ein riesiges Mittelschiff – so wird der offene Bereich in der Mitte des Fest­ zeltes genannt – und Tausende Besu­ cherinnen und Besucher in schicken Trachten, die bestens gelaunt mitei­ nander plaudern, tanzen, feiern. Schon der erste Blick verrät: In Grandls Hofbräu Zelt ist die Stim­ mung pulsierender als anderswo. Grund zur Freude bietet nicht nur das musikalische Liveprogramm auf der Bühne, sondern auch das kulina­ rische Angebot. Völlig zurecht schwärmen die Gäste von knusprig gegrillten Hähnchen, variantenrei­ chen Vesperbrettern und der edlen Ochsenlende. Zubereitet werden Zutaten, die vorrangig aus der Region kommen. Viele Lebensmittel werden beispielsweise bei Bauern der Schwä­ bisch­Hällischen­Erzeugergemein­ schaft eingekauft. Beste Qualität mit Herkunft, die nicht nur lecker schmeckt, sondern auch die nach­ haltige Ausrichtung des Festzeltes unterstreicht. Grandl achtet darauf, das Festzelt klimaneutral zu führen. Die Zusammenarbeit mit regionalen Erzeugern sowie die Reduzierung von Transportwegen sind konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz. Da­ rüber hinaus wird ein freiwilliger Beitrag zur CO2­Kompensation ge­

Grandls Hofbräu­Zelt: Zwei Mal im Jahr auf dem Cannstatter Wasen. leistet. Ausgeglichen werden die mit dem Festzeltbetrieb verbunde­ nen CO2­Emissionen mit Kompen­ sationsmaßnahmen, die auf freiwil­ liger Basis geleistet werden. Pro Jahr finanziert der Betrieb von Hans­Pe­

Foto: niedermueller.de

ter Grandl die Aufforstung von zehn Hektar Wald, eine Fläche, die rund 130 Tonnen CO2 pro Jahr speichern kann. Diese Menge ent­ spricht in etwa auch den gefahre­ nen Lieferantenkilometern sowie

dem Stromverbrauch des Grandl­ Festzeltes. E Tischreservierungen für das Volks­ und das Frühlingsfest unter www.grandls­hofbraeuzelt.de

CANNSTATTER VOLKSFEST: 28. September bis 14. Oktober 2018 STUTTGARTER FRÜHLINGSFEST: 20. April bis 12. Mai 2019

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Weit mehr als nur Musik Die Veranstaltungen der Michael Russ GmbH

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ie Sommerpause war lang, nicht für die Fußball­Fans. Auch die Freunde der gepflegten Rock­ und Popmusik und aller Spiel­ arten dazwischen wurden in den vergangenen Wochen nicht gerade verwöhnt mit Angebot. Das ändert sich jetzt schlagartig. Zahlreiche Künstler sind unter­ wegs und machen in der Landes­ hauptstadt und der Regi­ on Station. Dabei ist das Angebot der Michael Russ GmbH brei­ test gefä­ chert und teilweise exklusiv. Laura Nana Mouskouri singt Pausini bei­ am 6. November in der spielsweise Liederhalle Fotos: dpa gibt am 23. Oktober in der Porsche­Arena ihr einziges Gastspiel in Deutschland. Sie ist eine Musikerin der Superlative: Seit 25 Jahren feiert Laura Pausini einen Erfolg nach dem nächsten. Sie war die erste Italienerin, die einen Grammy erhielt, die erste Frau, die das Mailänder San Siro Stadion mit 70 000 Plätzen restlos ausverkaufte. Nun meldet sie sich mit einem neuen Album und Tour zurück. Ihr Lands­ mann Angelo Branduardi, der vom Anbeginn seiner Karriere erfolgreich zwischen den Welten klassischer und mittelalterlicher Musik wandelt und gekonnt keltische mit nordeuropäi­ scher Folklore verbindet, tritt am 30. Oktober in der Liederhalle auf. Dazwischen liegt der Auftritt der Kids of Adelaide am 28. Oktober im Wize­ mann. Die beiden Stuttgarter haben mit „Into the less“ ein neues Album aufgelegt. Die Stimme von Akua Na­ ru steht für die Zukunft des weibli­ chen Hiphop. Die US­Amerikanerin mit Wahlheimat Köln präsentiert am 22. Oktober im Club Cann ihr neues Werk.

ckelt. Auf seiner „Möwengold“­Tour macht er am 8. November im Club Cann Station. Auch der Dezember wird heiß. Am 1. Dezember treten Phil Camp­ bell and the Bastards Sons im Club Cann auf. Die Band setzt sich aus Motörhead­Gitarristen Phil Camp­ bell und seinen Söhnen Todd, Dane und Tyla sowie dem Sänger Neil Starr zusammen. Noch Fragen? Die Tour­ nee zum 25­jährigen Bestehen von Cypress Hill im vergangenen Jahr wurde zum Triumphzug. Daher geht es in diesem Jahr weiter. Am 8. De­ zember gastiert die Hiphop­Legende in der Porsche­Arena. Einen Tag spä­ ter holt Wirtz den im Mai abgesagten Termin im Wizemann nach. 2013 entstand ein Projekt, das sich den Songs von Simon und Garfunkel widmet. Die Philharmonie Leipzig und das Duo Graceland packen de­ ren Lieder in ein einzigartiges Arran­ gement, von dem sich die Besucher der Liederhalle am 27. Dezember überzeugen können. Auch im neuen Jahr ist von Lan­ geweile in den Konzerthallen und Clubs keine Spur. Am 15. Februar gastieren Helmut Lotti und das Gol­ den Sym­ phonic Orchestra in der Lie­ derhalle und prä­ sentieren Lottis neu­ es Pro­ gramm. Joja Wendt erobert Deutsch­ land im Sturm. Der Pianist lässt Laura Pausini tritt am die Klavier­ 23.Oktober in der Por­ musik in vielen gen­ sche­Arena auf. reübergrei­ fenden Facetten erstrahlen – am 19. Februar im Theaterhaus. Vormer­ ken sollte man sich ebenfalls bereits den 2. April. An diesem Tag verzau­ bert die kanadische Künstlerin Lo­ reen McKennitt ihr Publikum in der Liederhalle. (ede)

Nana Mouskouri kommt mit ihrer „Forever Young Tour“ zum gleichna­ migen Album für sechs Konzerte nach Deutschland und zelebriert mit dem Publikum die Songs der Künstler, die sie am meisten inspiriert und beein­ flusst haben. Sie gas­ tiert am 21. Novem­ ber in der Liederhalle. Vincent Gross hat sich innerhalb eines Jahres zu einer festen Größe in der deutsch­ sprachigen Pop­ und Gastieren am 28. Oktober im Wizemann: Kids of Ade­ laide. Foto: Gordon K. Schlagerwelt entwi­

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STUTTGART-LIVE.DE DEIN TICKETPORTAL FÜR STUTTGART UND DIE REGION

30.10.2018 20:00 UHR stuttgart LIEDERHALLE

02.11.2018 20:00 UHR stuttgart wAgEnHALLEn

21.11.2018 20:00 UHR stuttgart LIEDERHALLE

08.12.2018 20:00 UHR stuttgart poRscHE-AREnA

27.12.2018 20:00 UHR stuttgart LIEDERHALLE

08.01.2019 20:00 UHR stuttgart LIEDERHALLE

15.02.2019 20:00 UHR stuttgart LIEDERHALLE

19.02.2019 20:00 UHR stuttgart tHEAtERHAUs

19.02.2019 20:00 UHR stuttgart poRscHE-AREnA

07.03.2019 20:00 UHR stuttgart LIEDERHALLE

02.04.2019 20:00 UHR stuttgart LIEDERHALLE

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Beste Wasenstimmung Anstoßen mit den Bieren der Familienbrauerei Dinkelacker auf 200 Jahre Cannstatter Volksfest

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om 28. September bis 14. Ok­ tober lädt eines der schönsten Feste der Region wieder zum Feiern, Genießen, Sehen und Gesehenwer­ den ein: das Cannstatter Volksfest. Angestoßen wird mit den süffig­ würzigen Festbierspezialitäten der Familienbrauerei Dinkelacker. Doch damit nicht genug: Passend zum Jubiläum und dem Histori­ schen Volksfest auf dem Stuttgarter Schlossplatz (26. September bis 3. Oktober) haben die Familienbraue­ rei Dinkelacker und Stuttgarter Hof­ bräu zusammen ein „Historisches Volksfestbier“ eingebraut. „Als regi­ onal verwurzeltes Unternehmen unterstützen wir traditionelle und beliebte Heimatfeste, wo wir kön­ nen. Unsere köstlichen Volksfest­ biere kommen dabei jedes Jahr gut an und sind mittlerweile ein fester Bestandteil der schwäbischen Feier­ kultur auf dem Cannstatter Volks­ fest“, betont Bernhard Schwarz, Sprecher der Geschäftsleitung der Familienbrauerei Dinkelacker. Mit

besten regiona­ len Zutaten, den traditionell über­ lieferten Rezep­ turen und leiden­ schaftlicher Braukunst entste­ hen in der Tradi­ tionsbrauerei nämlich die ganz besonderen Volksfestbiere der Marken Din­ kelacker und Schwaben Bräu. Die beiden nach altüberlieferten Prost! Die Volksfestbiere von Dinkelacker und Schwaben Bräu dürfen auch in diesem Jahr nicht auf dem Cannstatter Volksfest fehlen. Fotos: Familienbrauerei Dinkelacker Rezepturen ge­ brauten Bierspe­ zialitäten werden bereits drei Mona­ te vor Festbeginn eingebraut. Frisch aus dem Fass sorgen sie auch in die­ E 10 Jahre Wilhelmer’s SchwabenWelt sem Jahr erneut in zwei der drei großen Brauereizelte für den belieb­ ten Biergenuss: im Dinkelacker Fest­ Getreu dem Motto „Das Leben – ein Fest“ wird in Wilhelmer’s zelt Klauss & Klauss und in Wil­ SchwabenWelt ausgiebig gefeiert und getanzt. Neue und spektaku­ helmer’s SchwabenWelt. läre Lasereffekte ergänzen die außergewöhnliche Lichtershow. Ein weiteres Highlight ist die SchwabenWelt Jubiläums­Party am 10. Ok­ tober, auf die mit den feinen Bierspezialitäten von Schwaben Bräu in den exklusiven Jubiläumskrügen kräftig angestoßen wird. Zum 10­ jährigen Jubiläum der SchwabenWelt können sich die Besucher zu­ dem über eine Drei­Liter­Magnumflasche mit dem naturtrüben E Dinkelacker Festzelt Klauss & Klauss Schwaben Bräu Zwicklbier freuen – nur solange der Vorrat reicht. Absolute Jubiläumskracher: Absolute Jubiläumskracher: Mittags gibt es ein halbes Göckele und alle Geburtstagskinder, die am 10.10. ge­ boren sind, bekommen einen Jubiläumskrug geschenkt. Abends geht’s dann richtig ab: mit einem Kurzprogramm des Varieté Frie­ drichsbau, dem längsten Laufsteg in einem Wasenzelt mit einer Krü­ ger Trachtenmodenschau mit super feschen Models und vielen wei­ teren tollen Geburtstagsangeboten. Für eine grandiose Stimmung sorgen Top­Wasenbands wie die „Jägermeisterband“ oder die „Isar­ taler Hexen“. Die Festzeltstars (Lorenz Büffel, Rick Arena, Ikke Hüft­ gold, Mary, Almklausi, Tobee und Axel Fischer) bringen das Festzelt am 8. Oktober zum Beben. E www.schwabenwelt.de

Dinkelacker Festzelt Klauss&Klauss: Feiern mit der ganzen Familie. „Von ganzem Herzen für die Gäste da“ – dieser Leitspruch wird bei Familie Klauss gelebt: Traditionelles Ambiente sowie moderne Architektur im Din­ kelacker Festzelt lassen eine persönliche und gemütliche Atmosphäre ent­ stehen. Bei mitreißender Musik bekannter Stars und bestem Service kön­ nen die Besucher ausgelassen feiern. Für kulinarische Höhepunkte sorgen die vielen Volksfest­Speisen, die auch in diesem Jahr wieder zu dem wür­ zig­frischen, bernsteinfarbenen Dinkelacker Volksfestbier passen. Wer den exklusiven Festzelt­Reiz erleben will, der kann in der mit Altholz gemütlich eingerichteten TA OS Lodge das TA OS naturtrübe Kellerbier von Dinkel­ acker in der 3­Liter­Doppelmagnumflasche genießen. Ein besonderes Highlight ist auch das diesjährige Jubiläumsangebot zum 200­jährigen Cannstatter Volksfest: Jeden Montag­ bis Freitagmittag (ausgenommen 3.10.) gibt es von 11.30 bis 16 Uhr für 9,90 Euro eine große Jubiläums­ Bratwurst mit Senf, Sauerkraut und einer Scheibe Brot sowie ein 0,5 Liter Getränk inkusive einem Jubiläumskrug gratis zum Mitnehmen. An den Sonntagen (30. September, 7. und 14.Oktober) und am Feiertag (3.Okto­ ber) bietet das Festzelt ein besonderes VIP­Angebot: Ab 17 Uhr können die Gäste für 40 Euro pro Person (buchbar ab vier Personen) das gehobene Ambiente in der Festwirtstube erleben und an der Bar ein herrlich frisches Dinkelacker Volksfestbier genießen. E www.klauss­und­klauss.de

„Das Leben – ein Fest“: Das Schwaben Bräu Festzelt Wilhelmer’s SchwabenWelt wird 10 Jahre.


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König Wilhelm I. sei Dank Vor 200 Jahren wurde erstmals das Volksfest gefeiert Von Edgar Rehberger

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as Volksfest ist aus der Not geboren. Dass heute 17 Tage lang Volksfest auf dem Cannstatter Wasen gefeiert wird, ist einem Vulkanausbruch geschuldet. Im Jahr 1815 spuckte der Vulkan Tambora in Indonesien bis zu 180 Kubikmeter Gestein, Asche und Staub weit in die Luft, was sich wie ein Schleier auf die Erde legte und den Himmel der gesamten nördli­ chen Hemisphäre verdunkelte. Zehntausende Menschen kamen ums Leben. Die klimatischen Folgen waren verheerend. Es kam in Europa zu Missernten, Tausenden toter Nutztiere und großer Hungersnot. Der Winter 1815/16 in Europa war bitterkalt – der kälteste, seit es Wet­ teraufzeichnungen gibt. 1816 folgte in Württemberg der berühmte Som­ mer ohne Sonne. Die Kartoffeln verfaulten in den Äckern, Schnee lag bis in den Mai, dazu kamen lang anhaltende Regen­ schauer, Gewitter und Hagel im Wechsel, was eine Ernte 1816 un­ möglich machte. Die Not der Bevöl­ kerung war unbeschreiblich. In diese Zeit fiel der Amtsbeginn vom jungen König Wilhelm I., der 1816 das Zep­ ter in Württemberg übernahm. Als 1817 wieder die ersten Erntewagen eingefahren werden konnten, reifte bei König Wilhelm I. und seiner überaus beliebten Gattin Katharina die Idee, ein landwirtschaftliches Fest zu stiften, das jedes Jahr am Tag nach dem Geburtstag des Königs (27. September) stattfinden sollte. Dazu gab es einen Viehmarkt, ein Volksfest, das für unterhaltsame Ab­ wechslungen sorgen soll, ein Pferde­ rennen sowie ein Fischerstechen. Am 28. September bevölkerten 30 000 Menschen den Wasen. Eine gewalti­ ge Zahl wenn man bedenkt, dass Cannstatt damals nur 3000 und

So ging es auf dem Volksfest 1953 zu. Stuttgart 20 000 Einwohner hatte. Im ersten Jahrzehnt konzentrierte sich das Geschehen des landwirt­ schaftlichen Festes auf das Vorführ­ oval mit Tribüne, auf der auch die von Hofbaumeister Nikolaus Thouret geschaffene 15 Meter hohe Frucht­ säule als Erntedanksymbol thronte. Nicht in jedem Jahr gab es ein Volks­ fest. Um 1880 wurde alle zwei Jahre gefeiert, nach dem Zweiten Weltkrieg einigte man sich zunächst auf einen Drei­Jahres­Rhythmus. Im Lauf der Jahrzehnte gab es immer wieder Veränderungen, die Festzelt­ und Schaustellerstadt än­ derte ihren Grundriss und ihre Grö­ ße, auch die Festdauer wurde unauf­ hörlich länger. Das Fest lockte nicht nur mit Karussells und Zelten, auch

Das von König Wilhelm I. gestiftete Fest war auch 1932 beliebter Treffpunkt.

Foto: Sammlung Wolfgang Müller mit Sensationen wie der „ersten und einzigen Mannfrau“, einem Riesen­ krokodil oder einer Menschenfres­ serfamilie. Auch Buffalo Bill war Volksfest­Gast. Stand 1949 noch ein eingeschränktes Wasengelände zur Verfügung, konnte die Stadtverwal­ tung als Ausrichter erst 1952 wieder das gesamte Areal nutzen. 1954 wur­ de das 80. Landwirtschaftliche Hauptfest gefeiert, 1957 erstmals vier Zelte der Großbrauereien zugelassen. Zum 150. Cannstatter Volksfest 1995 gab es einen großen Umzug von der Innenstadt auf den Wasen. 2018 steht ein Doppeljubiläum ins Haus: 200 Jahre Volksfest und das 100. Landwirtschaftliche Hauptfest. Dazu gibt es erstmals ein einwöchiges Volksfest auf dem Schlossplatz mit historischem Schwerpunkt.

Foto: Archiv Wager

Die Fruchtsäule heute.

Foto: SDMG


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Partner für Porsche­Arena und Schleyerhalle Gastronomie Grandl: Gaumenfreuden für Supersportler, Chartstürmer und deren Fans

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pplaus nicht nur für das Pro­ gramm auf der Bühne, sondern auch für die kulinarische Zugabe: Konzerte und Sportevents, die im Stuttgarter Hallenduo „Porsche­Are­ na“ und „Hanns­Martin­Schleyer­ Halle“ veranstaltet werden, begleiten der Stuttgarter Gastronom Hans­Peter Grandl und sein Team schon seit vie­ len Jahren mit genussreichen Gau­ menfreuden. Ob edles Buffet oder schnelle Verpflegung in Konzertpau­ sen – das Publikum gilt es hierbei ebenso professionell zu verwöhnen wie die Sportler, Künstler und Crews hinter den Kulissen und in den VIP­ Bereichen. „Um tausende Gäste im Nu kulinarisch glücklich zu machen, braucht es eine eingespielte Mann­ schaft“, zeigt sich der erfahrene Gas­ tronom überzeugt. „Wir stellen Gast­ freundschaft jeden Tag aufs Neue un­ ter Beweis“, resümiert Hans­Peter Grandl und vertraut auf sein Prinzip: beste Qualität und bester Service – auch wenn’s schnell gehen muss. Seit 1998 zeichnet sich die Gastro­ nomie Grandl für die gastronomische Bewirtschaftung der Schleyerhalle verantwortlich. Neben der Verpfle­ gung der bis zu 15 000 Besucherinnen und Besucher zählt auch die Betreu­ ung aller VIP­ und Backstage­Bereiche zu den Aufgabengebieten. Und mit der Eröffnung der Porsche­Arena

Gastronomie Grandl: Exklusiver Partner der Porsche­Arena und der Hanns­Martin­Schleyer­Halle. 2006 übernahm das Unternehmen auch die Verpflegung der bis zu 7500 Gäste im Hallenbereich sowie die gastronomische Betreuung der Künst­

ler, Sportler und Crews hinter den Kulissen. Direkt im Zugangsbereich der Porsche­Arena befindet sich das Event­Restaurant, das vor und nach

den Veranstaltungen in der Schleyer­ halle und Porsche­Arena geöffnet ist. E www.gastronomie­grandl.de

GASTRONOMIE GRANDL CATERING & EVENTS Zu einer gelungenen Veranstaltung gehören leckeres Essen und herzliche Gastfreundschaft ganz einfach dazu. Unsere Maxime: Beste Qualität und bester Service – auch wenn es schnell

gehen muss. In der Hans-Martin-Schleyer-Halle und der PorscheArena überzeugen wir seit vielen Jahren und auch für Firmenund Privatveranstaltungen sind wir ein erfahrener Partner.

GRANDLS RESTAURANT • BAR • LOUNGE reich Zugangsbe Dir ek t im finde t be na re he -A der Por sc s ne moder sich unser s bei taur an t, da es R ten Ev r de in ngen Veranst al tu leyer-Halle ch S nti ar Hanns -M sche -A rena und der Por t. is geöf fnet

Gastronomie Grandl GmbH • Mercedesstraße 69 • 70372 Stuttgart Telefon: 0711 509890 • Fax: 0711 5098910 • info@grandl.com • www.grandl.com


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Stuttgarter Region. Auf 12 000 Qua­ dratmeter befinden sich eine Kon­ zerthalle, drei Theaterhallen, eine Sporthalle, Proberäume, Werkstät­ ten sowie ein zweistöckiges Foyer mit Gastronomie. Im Schnitt 900 Veranstaltungen finden jährlich statt.

Nicht nur Theater

Theaterhaus Jazztage

Das Theaterhaus ist ein Novum in der Kulturlandschaft Europas

Die Theaterhaus Jazztage, die 2017 ihr 30­jähriges Jubiläum feierten, präsentieren jedes Jahr an Ostern ein umfangreiches und hochkarätiges Konzertprogramm am Theaterhaus. Dabei treffen regionale wie interna­ tionale Musiker, Jazzlegenden und vielversprechende Newcomer aufei­ nander, was Jahr für Jahr zu span­ nenden neuen Konstellationen führt.

International Dance Festival Foto: Simon Wachter

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as Theaterhaus Stuttgart auf dem Pragsattel feierte 2015 sein 30­jähriges Jubiläum und „stellt in der Kulturlandschaft Euro­ pas immer noch ein Novum dar“, so eine kulturwissenschaftliche Studie aus dem Jahr 2010. Hier vereinen sich verschiedene Kunstsparten, Experimentelles und Populäres, international bekannte Künstler und neu entwickelte Projekte unter

einem Dach. Neben einem hausei­ genen Schauspiel­ und Tanzensem­ ble, neben Comedy, Kabarett, Jazz und Rock ist in einem eigens kons­ truierten Gebäudeanbau die Neue Musik ein fester Bestandteil der Theaterhausprogrammatik. Hinzu kommen politische Diskussionen, Lesungen, Vorträge sowie Ausstel­ lungen, Kinder­ und Jugendveran­ staltungen.

Herausragend: Das Theaterhaus finanziert zwei eigene Ensembles, obwohl 70 Prozent der jährlichen Kosten selbst eingespielt werden müssen. Das Theaterhaus­Tanzen­ semble ist nach dem Leiter der Company, Eric Gauthier, benannt. Der Erfolg lässt sich auch in Zahlen ausdrücken: Mit circa 300 000 Besu­ chern jährlich ist das Theaterhaus einer der Publikumsmagnete der

Das Colours International Dance Festival ist das seit 2015 biennal stattfindende Tanzfestival des Thea­ terhauses Stuttgart, präsentiert von Eric Gauthier. Die besten Tanzkom­ panien der Welt sind drei Wochen zu Gast im Theaterhaus. Stilistisch und ästhetisch reicht das Spektrum von Ballett bis Tanztheater, von Zirkus bis Performances, von traditionellen Tänzen bis zu Step­ und Breakdance. Neben den Bühnenaufführungen bietet Colours ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Workshops und groß angelegten Tanz­Events in der City.

BESTE UNTERHALTUNG IM THEATERHAUS Theaterhaus Schauspielproduktionen

Theaterhaus Tanzproduktionen

THEATERHAUS

GAUTHIER DANCE// DANCE COMPANY THEATERHAUS STUTTGART

17. –– 22. April 2019

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VOM KÜSSEN UND VOM FLIEGEN

Ein Stück über die Vielfalt der Liebe von Hartmut Schoen

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von Stefano Massini

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COLOURS INTERNATIONAL DANCE FESTIVAL PRESENTED BY ERIC GAUTHIER

Foto: Regina Brocke

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7 MINUTEN oder 11 Frauen gegen 10 Krawatten

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27. JUNI – 14. JULI 2019

TERMINE unter: www.theaterhaus.com

THEATERHAUS STUTTGART | Siemensstraße 11 | 70469 Stuttgart | Kartentelefon: 0711/4020720 | www.theaterhaus.com


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ALADDIN lässt Wünsche wahr werden der aufregenden orientalischen Glitzerwelt verzaubern.

Photo by Deen van Meer/© Disney

Dabei sein, wenn Aladdin und seine Prinzessin auf dem fliegenden Teppich über den Marktplatz von Agrabah schweben? Dort, wo die Faszination des Orients in allen erdenklichen Farben und Formen funkelt, egal wohin das Auge blickt? Das kann das Stuttgarter Publikum ab März 2019. Dann hat die DisneyProduktion ALADDIN – Das magische Musical aus 1001 Nacht im Stage Apollo Theater Premiere.

Photo by Deen van Meer/© Disney

© Disney

Staunen, lachen und gebannt dem Geschehen folgen, wenn Aladdin die geheimnisvolle Höhle betritt, um die Wunderlampe für den Großwesir zu holen: Das Disney-Musical ALADDIN lässt seine Zuschauer keine Minute lang los. In der Stadt Agrabah, irgendwo im Reich von 1001 Nacht, führt Aladdin sein unbekümmertes

Leben als Straßendieb. Hier geht es Schlag auf Schlag: Mal wirbelt das farbenprächtig gekleidete Gefolge des Sultans in atemberaubend virtuosen Tanznummern über die Bühne. Dann kommentiert der Flaschengeist Dschinni, den Aladdin versehentlich befreit hat, so schlagfertig das Geschehen, dass man immer wieder überrascht wird. Auch Aladdin selbst, der charmante Held mit dem goldenen Herzen, ist nicht auf den Mund gefallen. Selbst in ausweglos scheinenden Situationen hat er immer eine zündende Idee – und einen einfallsreichen Kommentar auf den Lippen. In Aladdins Welt sind Wunder an der Tagesordnung, hier werden Wünsche wahr. Vor allem dann, wenn man wie er einen Dschinni zum Freund hat. Und das Publikum hält den Atem an und lässt sich mit Begeisterung von

Natürlich kommt auch die Romantik nicht zu kurz. Schließlich setzt Aladdin die magische Kraft seines Dschinni vor allem ein, um die schöne Prinzessin Jasmin zu erobern. Wenn die beiden ihre Balladen unterm Sternenzelt singen, geht das mitten ins Herz. Kein Wunder, wenn man weiß, dass die Songs aus der Feder von Alan Menken stammen, der zahlreiche Auszeichnungen erhalten hat für den Soundtrack zum Disneyfilm, der für das Musical die Grundlage bildete. Auch ein Grammy war dabei. Der Kraft dieser Songs, die das Zeug zum echten Ohr-

E R L E B E D I E M AG I E !

Ab März 2019 in Stuttgart

musicals.de

wurm haben, kann sich keiner entziehen. Und so gehen die Melodien übers Ohr direkt auf den ganzen Körper über, während das Auge sich nicht sattsehen kann am opulenten Feuerwerk der prächtigen Kostüme und energiegeladenen Choreografien auf der Bühne. Das Musical ALADDIN hat schon am Broadway und in Hamburg die Menschen mitgerissen mit der unwiederstehlichen Magie des Titelhelden und seiner Welt. Und da hat ausnahmsweise Dschinni mal nicht seine Hand im Spiel. Erleben Sie Disneys ALADDIN ab März 2019 endlich im Stage Apollo Theater in Stuttgart.


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Geheimnisvoll und berührend © Stage Entertainment, Christy Altomare, Photo by Matthew Murphy

ANASTASIA – DAS BROADWAY MUSICAL erzählt die berührende Geschichte einer jungen Frau auf der Suche nach sich selbst: Um herauszufinden, wer sie wirklich ist, macht sich die Protagonistin Anya auf den Weg ins Ungewisse. Sie verlässt das russische Sankt Petersburg, in dem nun die Revolutionäre das Sagen haben. Ihr Ziel: das quirlige Paris der 1920er Jahre. Wird sie dort ihre geliebte Großmutter wiederfinden? Im November feiert der Broadway-Erfolg ANASTASIA seine Deutschlandpremiere in Stuttgart und nimmt die Menschen für einen Abend mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Begleitet wird Anya auf ihrer Reise, die sie aus den prächtigen Ballsälen

des Zarenpalastes mitten ins pulsierende Leben der Pariser Bohème führt, von dem jungen Anarchisten Dmitry. Die beiden erleben ebenso spannende wie amüsante und romantische Momente. Es ist der Beginn einer wunderbaren Liebesgeschichte, und das Publikum fiebert mit, wenn sich Anya Stück für Stück dabei ihrer eigenen Vergangenheit annähert. Wird sie das Geheimnis ihrer Herkunft lüften? Doch am Ende erscheint das gar nicht mehr so wichtig. Denn Anya ist einfach sie selbst.

lebte. Lange fragte man sich, ob sie vielleicht das Gedächtnis verloren hätte und in Paris wiederaufgetaucht wäre. Das Broadway-Musical erzählt nun seine eigene Version der Geschichte. So hätte es sein können – das ist der Stoff, aus dem Träume sind. Mit großem Feingefühl hat Komponist Stephen Flaherty die Musik zur Handlung geschrieben, die ebenso Anklänge an die Melancholie der sprichwörtlichen russischen Seele enthält wie glitzernde Walzerseligkeit, temperamentvollen Kasatschok, rassigen Tango, wilde CharlestonKlänge und zarte Balladen. Das extrem wandelbare Bühnenbild mit seiner hochmodernen LED-Technik erlaubt es, bewegte Hintergründe in

allen möglichen Variationen auf die Bühne zu bringen. Und so wandelt das Publikum eben noch am Ufer des Flusses Newa in Sankt Petersburg und bestaunt nur wenig später den atemberaubenden Blick auf den funkelnden Eiffelturm im nächtlichen Lichtermeer der Stadt Paris, ehe es sich in den goldglänzenden Hallen der Pariser Oper wiederfindet. Diese Bühnentechnik hat es bisher bei keiner anderen Musical-Produktion gegeben. Eine faszinierende Vorstellung – und eine Geschichte, die das Herz berührt und Mut macht. Erleben Sie ANASTASIA – DAS BROADWAY MUSICAL ab November im Stage Palladium Theater in Stuttgart.

© Stage Entertainment, Original Broadway Cast, Photo by Matthew Murphy

Inspiriert ist das Broadway-Musical ANASTASIA von der Legende, nach der Anastasia Nikolajewna Romanowa 1917 möglicherweise als Einzige die Auslöschung der gesamten Zarenfamilie durch die Revolutionäre über-

D A S B R O A D WAY M U S I C A L AB NOVEMBER IN STUTTGART!

musicals.de


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2010: „Tanz der Vampire“. Fotos: Stage Entertainment

2015: Premiere von „Rocky“.

Foto: dpa

2006: „3 Musketiere“.

Der XXL­Ehrengast Fräulein Wommy Wonder hat in Stuttgart alle Musical­Premieren erlebt Von Andrea Eisenmann

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nd da ist sie wieder. Die Fra­ ge, was ziehe ich nur an? Da macht auch Fräulein Wommy Wonder keine Ausnahme. Jedes Mal, wenn bei dem Travestie­ künstler und Kabarettisten die Einla­ dung zu einer Musical­Premiere ins Haus flattert. In den vergangenen Jahren waren das einige. Er schmun­ zelt. „Hoffentlich ändert sich das auch in Zukunft nicht.“ Jede Menge Einfallsreichtum hat die „Diva von Berufs wegen“ beim Gang über den roten Teppich im SI­Centrum in Möhringen bewiesen, wenn es darum ging, das Thema der Show in der Premieren­ robe widerzuspiegeln. So zeigte sich Fräulein Wommy Wonder alias Michael Panzer mit einem Degen in der Hand bei der

Premiere der „3 Musketiere“, bei

„Elisabeth“ zog das ausufernde Kleid alle Blicke auf sich. Keine Frage: In knapp 25 Jahren sind zahlreiche Kostüme zusammengekommen. Der Startschuss fällt in der Landes­ hauptstadt am 2. Dezember 1994: Das Musical „Miss Saigon“ feiert Deutschland­Premiere – dank Rolf Deyhle, der den Broadway in seine Heimatstadt holen will, und seiner Firma Stella. Die Rechnung geht auf: Aura Deva und Uwe Kröger avancie­ ren zum gefeierten Traumpaar. Auch Michael Panzer verfolgt im Publikum die Liebesgeschichte, ein Freund hat ihn eingeladen. „Ich hatte Musicals bis dahin als kastrierte Opern be­ trachtet – und mit Opern konnte ich wenig anfangen.“ Dieses Bild wird schnell revidiert, der Künstler ist Feuer und Flamme. Was beein­ druckt? Die Antworten sprudeln aus dem „Fräu­ lein“ nur so heraus. Die auf­ wendige Produktion. Die riesige Kulisse. Die Professionalität der Ak­ teure auf und hinter der Bühne, die auf den Punkt genau abliefern. Und natürlich die technischen Raffines­ sen. „Damit meine ich nicht nur den Abflug des Hubschraubers.“ Drei Jahre später spielt parallel im zweiten Theater das Disney­Musical „Die Schöne und das Biest“ – für den Travestiekünstler mit der Turmfrisur

eine der beiden besten Shows. „Bis heute weiß ich nicht, wie sie das mit dem Zauberstab gemacht haben.“ Nach einigen Jahren wird Stella von Stage Entertainment abgelöst, die Shows wechseln nun immer schneller. 22 Produktionen sind es, die bis heute im Apollo­ und im Palladium­Theater aufgeführt wurden: Bei „Rocky“ fliegen im Takt die Fäuste, bei „Rebecca“ geht die Bühne in Flam­ men auf, in „Sister Act“ werden Halle­ lujas angestimmt und auch Vampire schwingen in Stuttgart das Tanzbein – letztere übrigens so erfolgreich, dass es drei erfolgreiche Wiederaufnahmen des Kult­Musicals gibt. Michael Pan­ zers zweiter Favorit sind dennoch nicht die Blutsauger, sondern Disneys „Der Glöckner von Notre Dame“. „Neben einer perfekten Produktion und ausge­ feilten Technik hat diese Geschichte auch eine bewegende Botschaft.“ Im November 2018 wird der rote Teppich in Stuttgart erneut ausgerollt: Die Geschichte um die verschollene Zarentochter „Anastasia“ feiert Deutschlandpremiere. Zu den Premie­ rengästen wird wieder Fräulein Wom­ my Wonder gehören. Und auch dieses Mal wird der XXL­Ehrengast einen Platz ganz am Rand der Sitzreihen einnehmen, um mit seinen 2,42 Metern – der Plastikperücke sei Dank – möglichst keinem Zuschauer die Sicht auf die Bühne zu versperren.

Foto: privat


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MEIN STUTTGART 2018/2019

Ausgehen & Entspannen

Gefeiert wird immer . . . Cannstatter Volksfest Mehr als 330 Schausteller, Wirte und Marktkaufleute laden zum Feiern, Flanie­ ren und Genießen auf den Cannstatter Wasen ein. Mit dem Fassanstich durch Stuttgarts Oberbürgermeis­ ter Fritz Kuhn wird das 172. Cannstatter Volksfest tradi­ tionell eröffnet.

Stuttgartnacht

Stuttgarter Weihnachtsmarkt

Bei der „Stuttgartnacht“ la­ den gut 70 Einrichtungen von 19 bis 2 Uhr mit Thea­ ter­Highlights, Lesungen, Comedy, Live­Musik, Kurz­ und Trickfilmen und vie­ lem mehr dazu ein, Stutt­ gart besonders zu erleben. Shuttle­Busse vernetzen die verschiedenen Locations.

300 liebevoll geschmückte Buden werden auf Markt­ platz, Schillerplatz und den Straßen dazwischen aufge­ baut. Auf dem Schlossplatz verzaubert das Märchen­ land die Kinder. Täglich gibt es Konzerte auf der Rat­ haustreppe und im Innen­ hof des Alten Schlosses.

28. Sept. bis 14. Okt. 2018

20. Oktober 2018

28. Nov. bis 23. Dez. 2018

Lange Nacht der Museen

Frühlingsfest

Lichterfest

Bei der „Langen Nacht der Museen“ präsentieren sich Museen, Galerien sowie in­ teressante Atelierhäuser Stuttgarts mit einem beson­ deren Programm. Dazu ge­ hören Ausstellungen, Son­ derführungen, Installatio­ nen, Live­Bands, Partys und vieles mehr.

Es gibt sehr viel zu erleben auf dem Wasen: Riesenrad, Karussells, Geister­, Achter­ und Wildwasserbahnen, Los­ und Wurfbuden oder die Festzelte. Natürlich darf der Duft von Göckele und Mandeln nicht fehlen, wenn das Frühlingsfest sei­ ne Pforten geöffnet hat.

23. März 2019

Fr. 4.1.19 | Liederhalle Hegel-Saal

16 u. 20 Uhr

Alle Augen richten sich in den Nachthimmel über dem Killesberg, wenn Stuttgarts größtes Musikfeuerwerk be­ ginnt. Allerdings bildet die­ ses „Spektakel am Himmel“ nur den Höhepunkt eines bunten Programms aus Lichterzauber, Kunst, Essen und Live­Musik.

20. April bis 12. Mai 2019

Mi. 9.1.19 | Liederhalle Stuttgart

Fr. 8.2.19 | Porsche-Arena Stuttgart

13. Juli 2019

Fr. 15.2.19 | Schleyer-Halle Stuttgart POWERED BY

Fr. 8.3.19 | Porsche-Arena Stuttgart

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Die gesamte Magie Michael Jacksons in einer einzigen Show!

Mit dem Hollywood Sound Orchestra Starsolisten: ANNETT LOUISAN, ALEXANDER KLAWS, IVY QUAINOO, MARK SEIBERT, SABRINA WECKERLIN ELISABETH HÜBERT, ANTON ZETTERHOLM

Mi. 26.12.18 | Liederhalle Stuttgart

Fr. 4.1.19 | Liederhalle Stuttgart

So. 20.1.19 | Liederhalle Stuttgart Das deutschsprachige Meisterwerk

Mo. 11.3.19 | Palladium Theater im SI-Centrum

Di. 19.3.19 | Porsche-Arena Stuttgart

DIE GRÖS S TEN

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MIT DEN SUPERSTARS DES DEUTSCHEN MUSIC ALS MIT DEM THE CITY OF PRAGUE PHILHARMONIC ORCHESTRA MODERIERT VON DIRK STEFFENS

DRUM HEART

Mi. 3.4.19 | Liederhalle Stuttgart

ZUSATZKONZERT

ALLER ZEITEN

ALE X ANDER KL AWS | JAN AMMANN MARK SEIBERT | ROBERTA VALENTINI SABRINA WECKERLIN

Di. 16.4.19 | Liederhalle Stuttgart DAS INDIANERSTARKE MUSICAL

Die Showsensation aus Japan

Die erfolgreichste Gospelshow der Gegenwart!

Sa. 9.3.19 | Schleyer-Halle Stuttgart

Mo. 28.1.19 | Theaterhaus Stuttgart

Neuinszenierung nach Gaston Leroux mit Weltstar Deborah Sasson und großem Orchester

GEHEIMNIS DES LEBENS

Do. 6.12.18 – So. 6.1.19 Cannstatter Wasen Stuttgart

DER GRÖSSTE WEIHNACHTSCIRCUS DER WELT!

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AFRIKA! AFRIKA! nach einer Idee von André Heller

Karten an der Konzertkasse im Saturn Stuttgart, Königsbau-Passagen sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen. musiccircus.stuttgart Music Circus Concertbüro · Kartentelefon 0711 221105 · www.musiccircus.de


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. . . im Frühling, Sommer, Herbst und Winter Sommerfestival der Kulturen

Hamburger Fischmarkt

Christopher Street Day

Auch 2019 kommt der Hamburger Fischmarkt nach Stuttgart auf den Karls­ platz. Dann locken Brathe­ ring und Aal sowie Fisch­ brötchen und Shrimps auf den Karlsplatz – nicht zu vergessen die Händler, die mit ihren kessen Sprüchen ihre Ware anpreisen.

Kulturelle Angebote sowie internationale Spitzenmu­ siker auf dem Marktplatz verspricht das Sommerfes­ tival der Kulturen. Auslän­ dische Kulturvereine be­ gleiten die Auftritte mit In­ fos und Speisen aus ihren Heimatländern. Der Ein­ tritt ist an allen Tagen frei.

Bunt geht es zu bei der Para­ de der schwul­lesbischen Community zum Christo­ pher Street Day im Stadt­ zentrum. Am Abend wird dann in den Clubs gefeiert. Bei den Veranstaltungen geht es aber auch um politi­ sche Themen und die Gleichberechtigung.

16. bis 21. Juli 2019

11. bis 21. Juli 2019

27. Juli 2019

Sommerfest

Weindorf

Tag des offenen Denkmals

Feiern, Flanieren und Ge­ nießen heißt das Motto des Sommerfestes. Auf die Be­ sucher warten kulinarische Köstlichkeiten, Getränke und Live­Musik. Weiße Zel­ te verwandeln die Flanier­ meile um den Eckensee und das Neue Schloss in ei­ nen traumhaften Ort.

Wenn sich die City in eine launige Laubenstadt ver­ wandelt, ist Weindorf­Zeit in Stuttgart. Gut 250 verschie­ dene Württemberger Weine, schwäbische Spezialitäten und andere Delikatessen warten zwischen Schiller­ platz, Marktplatz und der Kirchstraße auf die Gäste.

1. bis 4. August 2019

Viele Orte, die sonst nicht der Öffentlichkeit zugäng­ lich sind, können am zwei­ ten Sonntag im September beim Tag des offenen Denk­ mals besichtigt werden. In Stuttgart geht es regelmä­ ßig in sonst verschlossene Bunker, Stollen, Kirchen, in Villen und Schlösser.

28. August bis 8. September 2019

Neuland betreten

8. September 2019

C2 CONCERTS

TICKETS.C2CONCERTS.DE | 071184 96 16 72 ODER BEI ALLEN VORVERKAUFSSTELLEN

C2 Concerts organisiert den Christmas Garden

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as vergangene Jahr war ein verkauf zur Irish Christmas Tour von gutes für C2 Concerts. „Wir Angelo Kelly sei „sensationell“, sie sind zufrieden“, blickt Geschäftsfüh­ endet am 23. Dezember in Dort­ rer Christian Doll zurück. Das Tour­ mund. Am 6. Dezember ist in der geschäft, das vor fünf Jahren hinzu­ Liederhalle Station. Am 1. Dezember kam, habe sich etabliert. Tourneen gibt es die Weihnachtsgeschichte von Anita & Alexandra Hofmann nach der Erzählung von Charles Di­ oder den Harlem Globetrotters liefen ckens im Spardawelt Eventcenter am gut. „Wir haben unseren Weg gefun­ Hauptbahnhof, am 20. Dezember den.“ Jetzt kommt sorgen Paul Carrack eine weitere Veran­ und die SWR Big staltung hinzu: der Band & Strings in Christmas Garden, der Liederhalle für der vom 15. No­ eine Swinging vember bis zum Christmas Show. 6. Januar in der Eine Besonder­ Wilhelma durchge­ heit stellen das 25­ führt wird. „Das jährige Jubiläum bedeutet viel Neu­ von Die Happy dar, land für alle Betei­ das am 17. Oktober ligten.“ Und daher Coach Esume am 27. September in der Scala Lud­ auch eine extreme im Theaterhaus. Foto: M. Freitag wigsburg akustisch Vorbereitung. Die gefeiert wird, und 50 Veranstaltungstage verlangen das Konzert „From Classic to Klez­ technisch und infrastrukturell eini­ mer“ von Giora Feidman und Sergej ges ab. „Wir freuen uns auf die Zu­ Tcherepanov am 30. Oktober in der sammenarbeit mit der Wilhelma.“ Stadtkirche Bad Cannstatt. Etwas Die bietet ab der Dämmerung einen außer der Reihe sind die Gastspiele Winterspaziergang in erleuchteter von Coach Esume (27. September, Kulisse. Der Vorverkauf sei, so Doll, Theaterhaus), der zeigt, dass Football extrem gut gestartet. mehr als nur ein Spiel ist, und „Zeig­ Weihnachten ist bei C2 Concerts lers wunderbare Welt des Fußballs“ ohnehin ein großes Thema. Der Vor­ (27. November, Theaterhaus). (ede)

17.10.18

ROCKFABRIK LUDWIGSBURG

25.10.18

clubCANN STUTTGART

28.10.18

LKA LONGHORN STUTTGART

29.10.18

LIEDERHALLE STUTTGART

30.10.18

01.11.18 STADTKIRCHE BAD CANNSTATT STUTTGART 20 Uhr

SCALA LUDWIGSBURG

01.11.18

LIEDERHALLE STUTTGART

03.11.18

THEATERHAUS STUTTGART

22.11.18

THEATERHAUS STUTTGART

27.11.18

THEATERHAUS STUTTGART

21.12.18

IM WIZEMANN STUTTGART

29.12.18

LIEDERHALLE STUTTGART

20 Uhr

19 Uhr

20 Uhr

20 Uhr

20 Uhr

20 Uhr

14 & 17 Uhr

18 Uhr

19 Uhr

20 Uhr

20 Uhr


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Ausgehen & Entspannen

MEIN STUTTGART 2018/2019

Lizenz zum Rutschen Junge Tester nehmen Spielplätze unter die Lupe Von Andrea Eisenmann und Martina Fürstenberger

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as ist toll auf Stuttgarts Spielplätzen? Welche Anlage lädt zum Toben und Klettern ein? Und was muss verbessert werden? Wir haben vier junge Spielplatz­Tester losgeschickt, die es wissen müssen: Paul (3), Isabel (5), Dimi (7) und Fábio (9) sind im besten Alter für Kletterturm, Wippe und Sandkasten. Und sie wissen, dass Spielplatz nicht gleich Spielplatz ist, sprich: sich diese erheblich vonei­ nander unterscheiden. Wir haben das Quartett gefragt, an welchem der Orte der Spaßfaktor für sie besonders

hoch gewesen ist und welche Anla­ gen sie ihren Altersgenossen für ei­ nen Besuch weiterempfehlen kön­ nen. Natürlich erhebt unser Test keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Objektivität. Dass es im Großstadtdschungel Stuttgarts zahlreiche Spieloasen für den Nachwuchs gibt, unterstreicht übrigens auch der Blick auf die städti­ sche Homepage. Mehr als 500 Spiel­ plätze, davon 150 Ballspielplätze und 26 Skateranlagen, gebe es in der Landeshauptstadt, ist dort zu lesen. Die Gesamtfläche der Freizeitanla­ gen beträgt 106 Hektar. In diesem Sinne bleibt uns nur zu sagen: Auf die Rutsche, fertig, los.

E Spielplatz Unterer Schlossgarten Adresse: Schlossgarten, zwischen Spielhaus und der Haltestelle Mineralbäder.

ich im Ausguck ganz oben.“ (Fábio). „Nur schade, dass ich noch nicht überall hochkomme.“ (Isabel)

Ausstattung: Große Kletterland­ schaft mit zwei hohen Türmen, Rutschen, Seilen und Brücken, Seilbahn (Flying Fox), Schaukeln, eigener Kleinkindbereich mit di­ versen Geräten und viel Sand.

E Spielplatz Königsträßle Adresse: Königsträßle in Degerloch, etwa 200 Me­ ter von der Stadtbahn­ Haltestelle „Waldau“ entfernt.

Und das sagen unsere Tester: Die Kletterlandschaft ist toll, auch für ältere Kinder. „Am liebsten sitze

E Wasserspielplatz Wartberggelände Adresse: Wartberggelände unter­ halb des Killesbergparks, erreichbar über U­Bahn Löwen­ torbrücke oder Nordbahnhof. Ausstattung: di­ verse Pumpen, Kurbeln etc. zum Bewegen von Wasser, Spielge­ rätefläche, Park­ anlage im Grü­ nen mit See und Wasserspielen.

Probieren geht über Studieren – davon sind zumindest unsere vier Spielplatztester Paul, Isabel, Dimi und Fábio (von links) fest überzeugt. Foto: Eisenmann

Und das sagen unsere Tester: „Toll ist der Weg ins Wartberggelände über die Hänge­ brücken. Die Was­ serspiele an den künstlichen Seen sind sehr lustig.“ (Fábio). „Mit den Kurbeln kann man Wasser noch oben fließen lassen.“ (Isabel). Vom Wart­ berggelände aus kann man bis zum Killesbergpark hochlaufen.

Ausstattung: Seilbahn, Balancierparcour, Wippe, Hangelgerät, Wackelbrü­ cke, Kletterkartoffel, Rei­ fenschaukel, Chill­out­ Zimmer, Trampoline, Tischtennisplatten, Bas­ ketballkorb, Sandkasten,

Baumhaus, Rut­ schen, etc. Und das sagen unsere Tester: Daumen hoch gibt es für die vielen Kletter­ und Balan­ ciermöglichkeiten und für die im Bo­ den eingelassenen Trampoline. „Ich hüpf’ hier für im­ mer.“ (Paul)

E Spielplatz Seilerwasen Adresse: Bad Cannstatt Schönestra­ ße (beim Stadtstrand, direkt am Ne­ ckar gelegen). Ausstattung: Rie­ sige Kletterspin­ ne, Kletterberg, Röhrenrutsche, Schaukeln, Wa­ ckelbrücke, Kar­ russel, zwei Was­ serpumpen, Spielhaus, Nest­ schaukel.

Und das sagen unsere Tester: Ganz viel Lob gibt es vor allem für die Wasserspielgeräte. „Hier kann man herrlich matschen und Dämme bauen. Der Blick von der Kletterspinne herab auf den Neckar und die Schiffe ist toll.“ (Dimi) Weitere Pluspunkte: Für El­ tern oder Großeltern gibt es zahlreiche Sitzmöglichkei­ ten, im Sommer spenden hohe Bäume den Spielplatz­ besuchern Schatten.


...wie im Urlaub!

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MEIN STUTTGART 2018/2019

Es geht bergauf

Dank Pedelecs bo

omt das Radfahre

n im hügeligen S

tuttgart

Von Martina Fürstenberger

immer zur Freude der Autofahrer – onntagmorgen auf dem Weg und Aktionstage organisiert. Wer vom Stuttgarter Osten hinauf kein eigenes Rad zur Hand hat, kann zur Waldebene Ost: Gelächter sich eins an den Verleihstationen ist zu hören, elegant zieht eine Grup­ ausleihen. Sehr gut angenommen pe junger Erwachsener auf Fahrrä­ werden die Fahrradstraßen in der dern an der Fußgruppe vorbei. Mit Innenstadt. Die erste davon wurde entspannten Gesichtern bewältigen 2010 eingerichtet und führt über die die Männer und Frauen den doch Eberhardstraße am Marktplatz vor­ recht steilen Anstieg. Nur das leise bei. 2016 kam die Tübinger Straße Brummen verrät, dass sie dabei Un­ dazu, die eine schnelle Verbindung terstützung haben. zum Marienplatz im Stuttgarter Sü­ Vor etwa zehn Jahren haben Rent­ den schafft. Radfahrer haben auf ner angefangen, sich Pedelecs zu Fahrradstraßen Vorrang. kaufen, um trotz Einschränkungen Den Straßenraum noch mehr für mobil zu sein. Wenig später entdeckten Berufspendler die Vorteile: Dank E­Bike war es nun möglich, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren, ohne vollkommen ver­ schwitzt anzukommen. In­ zwischen ist der Trend auch bei jüngeren Fahrern im Freizeitbereich angekom­ men. In Stuttgart ist dies durchaus verständlich: Denn wer im Kessel wohnt und nicht nur am Neckar entlang fahren will, muss erst mal ordentlich Höhen­ meter überwinden, um auf landschaftlich schöne Stre­ cken zu kommen. Die Stadt Stuttgart will den Anteil des Radverkehrs deutlich erhöhen. Dafür Critical­Mass­ Tour auf der B14. werden zum Beispiel Abstell­ anlagen geschaffen, Rad­ Fotos: dpa streifen angelegt – nicht

S

sich erobern wollen die Mitstreiter der „Critical Mass“­Bewegung. Im Verband ab mindestens 15 Teilneh­ mern dürfen Fahrradfahrer nämlich nebeneinander fahren, müssen kei­ ne Radwege benutzen und können in einem Zug über eine Ampel, auch wenn diese auf Rot umschaltet. Je­ den ersten Freitag im Monat treffen sich deshalb Hunderte Radler um 18.30 Uhr am Feuersee. Von dort geht es auf einer ausgewählten Stre­ cke durch die Stadt. Vorneweg fährt ein Polizeifahrzeug, hinterher die Radfahrer. Selbst vor Bundesstraßen wird nicht zurückge­ schreckt – Autofahrer müssen warten. Zum Trost für diese sei gesagt: Nach ein bis zwei Stunden ist der „Spuk“ wieder vorbei. Wer nicht in der Innenstadt Radfah­ ren will, findet auch in der Region viele schöne Strecken. Der Klassiker ist natürlich der Neckarradweg, der allerdings an Wo­ chenenden ziemlich voll sein kann. Tipps für alternative Tou­ ren gibt es bei den Tourismusinformati­ onen oder über den Radroutenplaner des VVS.

E Tipps und Infos Fahrradkarte der Stadt Stuttgart in gedruckter und digitaler Form: www.stuttgart.de/fahrrad/ fahrradkarte Radroutenplaner von Stadt und VVS: www.vvs.de/radroutenplaner Tourentipps in der Region: www.radregion­stuttgart.de Tourenvorschläge und geführte E­Bike­Touren: http://e­bike­region­stuttgart.de Fahrrad­ und Pedelecverleih/ Call a Bike: www.regioradstuttgart.de Fahrradmitnahme in Bussen und Bahnen des VVS: www.vvs.de/no_cache/fahrrad­ mitnahme


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Mit einem Sprung p g in die Weltklasse Die modernste BMX­Supercross­Strecke Deutschlands

Von Torsten Streib

sprechen internationalem Standard. Was jedoch die Startrampen anbe­ s glich schon einer Sensation, langt, „da haben wir europaweit die Nase vorne. Rampen für BMX und als Luis Brethauer bei den Supercross, das gibt es nur hier und Olympischen Spielen 2014 in Rio das Halbfinale erreichte. Ansons­ ist mit ein Grund, weshalb auch in­ ten sind die deutschen BMX­Sportler ternationale Fahrer bereits Stuttgart besucht haben“. Eine ist fünf Meter, „weltweit eher hinteres Mittelfeld“, sagt Simon Schirle, BMX­Bundestrai­ die andere acht Meter hoch, das Ge­ ner und für die Athleten am Olym­ fälle beträgt bis zu 28 Grad – Ge­ piastützpunkt in Stuttgart zuständig. schwindigkeiten von bis zu 60 Stun­ denkilometer sind nach dem Start Grund: Bislang fehlte in der Landes­ durchaus drin. „Nun haben wir opti­ hauptstadt die geeignete Bahn, es musste zum Trainieren nach Frank­ male Bedingungen, was uns sicher­ reich, Belgien oder in lich weiter nach vorne die Niederlande ge­ bringt“, sagt denn auch der 17­jährige deutsche reist werden. Seit Juniorenmeister Aron März dieses Jahres ist das anders, sprungar­ Beck, der wie die ande­ tig haben die Stutt­ ren 42 Stuttgarter BMX­ Sportler im Alter von garter BMX­Sportler 10 bis 25 Jahren rund „Weltklassebedin­ gungen vor der Haus­ viermal pro Woche tür“, so Schirle. Auf über die zahlreichen Hügel rast. Übrigens: dem alten Tennen­ Elitefahrer benötigen platz des VfR Cann­ statt in Münster ent­ für den 432­Meter­Kurs stand eine 432 Meter 36 Sekunden. „Ich hin­ ke mit 38 noch etwas lange Bahn, die nicht hinterher“, lacht Beck. nur deutschlandweit die mordernste ist, Die Strecke steht sondern auch den nicht nur Profis zur weltweiten Vergleich Verfügung. „Auch Brei­ tensportler können nicht scheut. Vier über die Hügel sprin­ Geraden, drei asphal­ tierte Steilkurven gen und den Sport ken­ und Hügel mit mögli­ Keine Seltenheit auf der nenlernen“, sagt Smail chen Sprüngen von neuen Bahn, dass man auf Mast von der BMX­ Union Stuttgart. bis zu 13 Metern ent­ einem Rad unterwegs ist.

E

Die 423 Meter lange Weltklasse­Strecke in Münster kann auch von Breiten­ sportlern genutzt werden. Fotos (3): BMX­Union Stuttgart

E Rund um die Bahn Die BMX­Supercross­Strecke befindet sich auf dem Sportge­ lände des VfB Cannstatt in der Burgholzstraße 45, 70376 Stuttgart. Die rund eine Million Euro teure Bahn ist nicht nur für Nachwuchs­ und Profisportler zugänglich. Noch bis zum 27. Oktober bietet der Betreiber, die BMX­Union Stuttgart, Breitensportlern die Möglichkeit, immer samstags von 14 bis 16 Uhr für 10 Euro die einzigartige Bahn zu testen. Vorausset­ zung: Ein Rad, das für die Strecke geeignet ist, sollte mitge­ bracht werden, ein Helm, lange Kleidung sowie Handschuhe. Weitere Termine und Infos zur Bahn unter www.bmx­union.de oder bei Instagram: Stuttgart.bmx.supercross.track.


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Oase für Mensch und Tier

Max­Eyth­See ist ein wichtiges Naherholungsgebiet

Von Uli Nagel

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m 24. Juli 1935 wurde die „Volkserholungsstätte“ – die damals schönste und mo­ dernste in Süddeutschland – feierlich eingeweiht und zum 100. Geburtstag des schwäbischen Ingenieurs und Schriftstellers Max Eyth ein Jahr spä­ ter nach diesem benannt. Heute ist der Max­Eyth­See Rückzugsort, eine grüne Idylle mitten in der Stadt, die bequem mit der Stadtbahn, dem Fahrrad oder auf Inlinern erreichbar ist und auch für Autofahrer Parkplät­ ze bietet. Es braucht nicht viel, um sich wie im Urlaub zu fühlen. Viel Grün zum Liegen und Spielen, öffentliche Grill­ plätze, Spazierwege rund um den See, einen Bootsverleih, eine Halbinsel mit Strand, Sprühdusche und Bistro, Tiere sowie Gaststätten zum Einkeh­ ren. Viele Anstrengungen waren nötig, um dahin zu gelangen. Vor allem Kabarettist Christoph Sonntag machte sich ab 2008 für das Gewässer stark. Denn der See, fast ausschließlich mit Neckarwasser gespeist, kippte immer wieder um. Die Feuerwehr musste dann Frisch­ wasser reinpumpen. Sonntag grün­ dete die Initiative „Der Max­Eyth­See

soll sauberer werden“. Von einem Pumpwerk wurde eine Leitung in den See gelegt. Bis zu sieben Liter Frischwasser flossen so pro Sekunde in das Gewässer. Die Initiative unter­ stützte 2008 das Vorhaben des Jugendrats Mühlhausen und finan­ zierte den Bau des Sandstrandes auf der Halbinsel. Ein Jahr später kam das „Klassenzimmer am See“ dazu. Aus einem Quellbecken fließt das Wasser in einem naturnah gestalte­ ten Flussdelta in den See. Schüler aller Altersstufen können die Zusam­ menhänge zwischen Natur, Wasser und ökologischen Kreisläufen erfas­ sen. 2010 wurde durch eine verlän­ gerte Wasserleitung die Frischwasser­ zufuhr verbessert. 33 Liter pro Sekun­ de gelangen jetzt in den See. Und seit 2011 ist der Max­Eyth­See komplett vom Neckar abgenabelt. Man könnte jetzt im See baden, was jedoch nicht freigegeben ist. Zu viele Auflagen wären damit verbun­ den. Dem Freizeit­ und Erholungs­ spaß schadet dies nicht. In den Som­ mermonaten verbringen bis zu 15 000 Menschen das Wochenende am See. Grill, Decken, Tische, Bänke, Getränke, Essen – ganze Flächen werden besetzt, es wird gefeiert, ge­ gessen, gesungen, getanzt, gespielt.

Spaß am und vor allem auf dem Wasser.

Foto: dpa

Relaxen beim Angeln. Die unterschiedlichsten Personen und Nationen aus aller Welt sind anzutreffen. Ein Spiegel der Groß­ stadt. Multikulti am Max­Eyth­See. Doch auch wer seine Ruhe haben möchte, findet auf dem weitläufigen Areal immer eine ruhige Stelle. Nicht nur Erholung suchende Menschen nutzen den Max­Eyth­See und seine Grünflächen.

Foto: dpa Auch viele Tiere sind anzutreffen. Daher wurde das Gebiet 1961 unter Landschaftsschutz gestellt. Bis heute siedelte sich eine Vielzahl an Tieren an. Auf der Vogelschutzinsel nisten Graugänse, Haubentaucher, Bless­ hühner, Graureiher und Kormorane. Daher bietet unter anderem der Nabu immer wieder Tierbeobachtungen an.

E Geschichte des Max­Eyth­Sees Die Geschichte begann 1925 mit Kiesabbau, der unter anderem für die Kanalisierung des Neckars gebraucht wurde. Aus einer Staustufe des Flusses ging schließlich der See hervor. Das Stau­ becken wurde 1932 fertig, der See samt Badezentrum eröffnet. Markenzeichen war ein rot­weiß gestreifter Leuchtturm. Die Stuttgarter Straßenbahnen AG hatte zudem einen Schifffahrts­ Linienverkehr zwischen der König­Karls­Brücke und Hofen eingerichtet. Das Bad wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Im Krieg war der See trocken gelegt worden, um Jagdbombern kein gutes Ziel zu bieten. In dieser Zeit wurde in ihm Gemüse angebaut, ehe er sich nach einem Dammbruch 1949 wieder mit Wasser füllte. Auf Grund der Tiervielfalt wurde das Gebiet 1961 unter Land­ schaftsschutz gestellt. Die heutige Gestalt erhielt der See in den 70er­Jahren. Rund 65 000 Kubikmeter Boden wurden ausgehoben, die Form des Sees verändert und Spazierwege angelegt. Mit einer Fläche von 17,3 Hektar ist der Max­Eyth­See das größte Stehgewässer der Region.


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Perle des Jugendstils Im Merkel’schen Schwimmbad Esslingen Badevergnügen in historischem Ambiente

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m Merkel’schen Schwimmbad in Esslingen vereinen sich Historie und Moderne. Das im Jahr 1907 er­ öffnete Bad ist eine einmalige Syn­ these aus einem der schönsten Ju­ gendstilbäder in Deutschland, Fami­ lienbad und moderner Wellness­Oase mit Saunalandschaft. Der Name hat übrigens nichts mit der aktuellen Bundeskanzlerin zu tun, sondern geht auf den Stifter Oscar Merkel zurück. Zeugnis des Jugendstils, der um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhun­ dert aktuell war und sich durch deko­ rative geschwungene Linien aus­

zeichnet, ist in erster Linie die Warm­ badehalle mit ihrer schönen Stuckde­ cke und der Galerie. Das Wasser im Mineral­Thermalbad stammt übri­ gens aus einer eigenen Quelle aus 165 Metern Tiefe und ist reich an Minera­ lien. Bei angenehmen 34 Grad und sanften Lichtspielen lässt es sich hier herrlich entspannen. Ein Bad im Mineral­Thermalwasser wirkt sich in vielerlei Hinsicht positiv auf die Ge­ sundheit aus. Vom Mineralbad gelangt man direkt ins historische römisch­irische Dampfbad. Die originalen Kapitel­ len, Säulchen, Gurtbögen und hüb­ schen Verzierungen an der Decke sind dank aufwendiger Restaurierun­ gen sehr gut erhalten. Im Dampfbad schwitzt man bei moderaten 38 bis 40 Grad. Hier wird übrigens auch eine orientalische Hamam­Massage angeboten – ein Traum aus 1001 Nacht.

Blick in die Steinhaussauna.

Modern präsentiert sich die Sau­ nalandschaft in den oberen Stock­ werken. Verschiedene Saunaräume mit Temperaturen zwischen 60 und 90 Grad stehen zur Auswahl. In der Aktivsauna können die Gäste bei frischen Aroma­ und Kräuteraufgüs­ sen schwitzen. Klänge und Düfte sorgen in der Aroma­ und in der Men­

Whirlpool mit Aussicht im Saunabereich. talsauna für Entspannung. Unter dem Dach befinden sich die Kaska­ den­ und die Steinhaus­Sauna. Sau­ nabar, Dachterrasse und Ruheräume runden das Angebot ab. Einmal pro Woche kann man bei Fantasiereisen oder Klangschalen­Aufgüssen den Alltag vergessen. Besucher haben die Wahl zwischen diversen Wohlfühl­ angeboten – von klassischer Massage über ein Verwöhnprogramm mit Kräutern und Schokolade bis hin zu Entspannungstechniken aus Hawaii. Im Merkel’schen Schwimmbad befinden sich außerdem ein moder­ nes Sportbad mit sechs Bahnen und

en:

ssling E in d a b m im es Schw

Merkel‘sch

d a b l i t s d n e g u J e g i t r a g i z n i Das e Mühlstraße 6 | 73728 Esslingen | Tel. 0711 3907-700 | www.merkelsches-schwimmbad.de

Foto: SWE/Anette Wandel

Sprungturm sowie ein Lehr­ schwimmbad, das auch von Familien genutzt werden kann. Für alle Alters­ gruppen werden Schwimm­ und Aqua­Fitness­Kurse angeboten. Jeder­ zeit mitmachen kann man bei der kostenlosen Wassergymnastik im Mineralbad. Wer jederzeit informiert sein will, kann die kostenlose Bäder­App der Stadtwerke Esslingen nutzen. Das Merkel’sche Schwimmbad informiert außerdem auf einer eigenen Face­ book­Seite. (fb) E www.merkelsches­schwimmbad.de


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Wo der Neckar am schönsten ist Den Fluss kann man auf dem Wasser und am Ufer erkunden

Von Martina Fürstenberger

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ilder Geselle“ oder „wil­ des Wasser“ bedeutet der aus dem keltischen stam­ mende Name Neckar. Heute ist der Fluss gezähmt, von Plochingen bis zur Mündung in den Rhein verkehren Frachtschiffe. Seine schönen Seiten zeigt er dennoch gerne. Auf dem Ne­ ckarradweg kann man seinem Lauf folgen, im Sommer tummeln sich Ruderer auf dem Fluss. Renaturie­ rungsprojekte machen den Neckar wieder erlebbar und schaffen Raum für Tiere und Pflanzen. Wir zeigen Ihnen, an welchen Stellen man dem Wasser ganz nah kommen kann.

E Hessigheimer Felsengärten Spektakuläre Wanderwege führen durch die Besigheimer beziehungsweise Hessig­ heimer Felsengärten. Die zer­ klüfteten Muschelkalkfelsen ra­ gen schroff über dem Neckar auf. Die Felsengärten sind ein Naturschutzgebiet mit selte­ nen Pflanzen­ und Tierarten. Auch als Klettergebiet sind sie beliebt: An den bis zu 18 Meter hohen Wänden gibt es mehr als 130 Routen. In den Steilla­ gen unterhalb der Felsen wachsen die Weintrauben der bekannten Felsengartenkelle­ rei Besigheim. Am Wochenen­ de werden die hiesigen Weine angeboten.

Wandern im Natur­ schutzgebiet. Foto: STM

E Klein­Venedig in Esslingen E Neckarufer Bad Cannstatt Stuttgart liegt am Nesen­ bach, Bad Cannstatt am Neckar: Hier gibt es des­ halb einiges zu entdecken. Am Seilerwa­ sen liegt der Wer beim Fischerstechen mitmachen will, herrliche braucht starke Arme. Foto: CZ­Archiv Stadtstrand. Ins Wasser richtig. Von der Anlegestelle kann man zwar nicht, aber von gegenüber der Wilhelma aus den Liegestühlen im Sand die geht es auf Rundfahrten zum Aussicht genießen. Noch näher Max­Eyth­See und nach Mühl­ an der Altstadt liegt der alte hausen oder durch den Hafen. Frachtkahn „Frauenlob“ im Alle zwei Jahre findet am Ne­ Wasser, der als Theater dient. ckarufer auf der Altstadtseite Wer die Weinberge vom Fluss das spektakuläre Fischerste­ aus betrachten will, ist auf den chen statt. Schiffen des Neckar Käpt’n

Den Namen „Stadt am Fluss“ hat Esslingen verdient. Der Neckar teilt sich hier in zwei Hauptarme, auf der Insel liegen ein Tierpark und eine Eislaufbahn. Kleine Ka­ näle durchziehen die mittelalter­ liche Altstadt. Immer wieder überquert man beim Flanieren durch die Stadt Brücken. Wo die Häuser zwischen Wehrneckar und Rossneckar ganz dicht an die Kanäle heranrücken, sprechen die Esslinger liebevoll von „Klein Venedig“. Hinter der Stadtkirche führt ein schmaler Weg zu den historischen Wasserrädern, die heute noch in Betrieb sind und zur Stromerzeugung genutzt werden. Am besten entdeckt man die Kanäle vom Wasser aus: Über die Tourist Info kann man sich zu Kanufahrten anmelden.

E Neckarstrand Remseck Zum Schwimmen ist der Neckar nicht geeignet, doch mit den Füßen im Wasser planschen kann man am Neckarstrand in Remseck. Vor fünf Jahren hat die Stadt diesen an der Mündung der Rems angelegt. Sand, Sitzsteine und Terrassen laden zum Entspannen ein. Kinder bag­ gern im Sand oder waten durchs fla­ che Wasser. Am Ufer kann man spa­ zierengehen. Wer mit dem Rad aus Stuttgart kommt, trifft auf die Fell­ bacher Landungsbrücken. Flaches Wasser und viel Sand.Foto: MF

Mit dem Kanu auf dem Wasser unter­ wegs. Foto: EST


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Es klappern die Mühlen . . . In der Region gibt es noch viele Mühlen zu besichtigen

Im Siebenmühlental kann man herrlich wandern oder mit dem Rad fahren.

Foto: Stuttgart­Marketing

Von Martina Fürstenberger

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eute klappern in Stuttgart keine Mühlen mehr, früher war dies anders. Durch den heutigen Stadtteil Berg am Neckar floss ein Kanal, der zahlreiche Mühlen antrieb. Die erste urkundliche Er­ wähnung einer Mühle in Berg stammt bereits aus dem Jahr 1304. Nicht nur Getreide wurde im Mühlviertel gemahlen. Es gab auch Schleifmühlen, Lohmühlen und Walkmühlen. In ersteren wurde zum Beispiel Werkzeug geschliffen. In den Lohmühlen wurden Baumrinden zum Gerben von Leder zermahlen. Bei der Verarbeitung von Tuchen halfen Walkmühlen. Die Kraft des Wassers wurde außerdem genutzt, um im 18. Jahrhundert die Maschinen der Berger Seidenfabrik anzutreiben. Zahlreiche Industriebe­ triebe siedelten sich damals im Stadtteil Berg an. An die Geschichte der Mühlen in Stuttgart­Berg erinnert heute nicht mehr viel. Wer Mühlen besichtigen will, ist dagegen in der Region gut aufgehoben.

Siebenmühlental

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Fast acht Meter hoch ist das Wasserrad der Meuschenmühle. Foto: fb

Schwäbischer Wald

u den beliebtesten Naherho­ ie Mühlen im Schwäbischen Wald haben sich zu einem lungsgebieten in der Region echten Besuchermagneten entwickelt. Immerhin gibt es Stuttgart zählt das Siebenmühlen­ tal im Naturpark Schönbuch zwi­ hier die größte Mühlendichte Württembergs und auch die größte zeitgeschichtliche Vielfalt der Mühlentechnik. Die Öl­ schen Leinfelden­Echterdingen mühle Michelau bei Rudersberg liegt am Wieslauf­Radwan­ und Waldenbuch. Ursprünglich derweg. Sie gilt als älteste Ölmühle in Baden­Württemberg und „Reichenbachtal“ nach dem durchfließenden Bach benannt, war von 1754 bis 1955 in Betrieb. Im Dachgeschoss der Ölmüh­ le ist ein technisches Museum eingerichtet und im Außenbe­ wurde das Tal in „Siebenmühlen­ reich ein Schaugarten angelegt. Die tiefe Schlucht (Klinge) an tal“ umbenannt. Bereits 1383 wa­ der oberen Wieslauf gab der Klingenmühle ihren Namen. Sie ren im Grundbuch sieben Mühlen eingetragen, deren Zahl bis auf elf soll ein Lieblingsplatz des Dichters und Arztes Justinus Kerner gewesen sein, der von 1812 bis 1815 in Welzheim als Oberamts­ Mühlen Anfang des 20. Jahrhun­ arzt tätig war. Das Mahlgebäude und das Wasserrad sind noch derts anstieg. Viele Routen in idylli­ vorhanden, allerdings ohne Zulaufrinne. Die Sägemühle ist scher Landschaft laden zu herrli­ längst verschwunden. Im wildromantischen Ambiente der chen Wanderungen ein. Bei jedem Wetter von Radfahrern und Inline­ Mühle werden im Antik­Café Stärkungen für den Wanderer angeboten. Das größte Wasserrad im Schwäbischen Wald mit Skatern gern genutzt wird der neun Das Mühlenmuseum in der Mäulesmühle. 7,78 Meter Höhe hat die Kilometer lange Bundeswander­ Meuschenmühle in Alf­ weg, eine asphaltierte Bahntrasse, von dem aus sich immer wieder schöne Ausblicke auf die dorf. Vermutlich gibt es die Mühle schon seit dem Talauen des Reichenbachs und auf verschiedene Mühlen E Mühlentag 13. Jahrhundert. Die Ge­ eröffnen. Einige davon sind bewirtschaftet. Ein Abstecher treidemühle wurde zwar lohnt sich zur Eselsmühle und Mäulesmühle. Sie bieten Der Deutsche Mühlentag findet jährlich am Pfingstmontag interessante Einblicke in das Müllerhandwerk, einst und 1970 stillgelegt, die Müh­ leneinrichtung aus der statt, 2019 ist dies der 10. Juni. Zahlreiche Mühlen, die jetzt. In der Eselsmühle wird heute noch gemahlen und Zu­ Zeit um 1900 mit ihren sonst geschlossen sind, können dann besichtigt werden. schauen ist erlaubt. Im Mühlenmuseum in der Mäules­ Altes Handwerk wird vorgeführt. Mit dabei sind unter Mahlsteinen ist jedoch mühle sind neben der gesamten Mahl­Mechanik aus dem anderem die Mäulesmühle im Siebenmühlental und die 19. Jahrhundert die wichtigsten Gerätschaften bis hin zur noch voll funktionsfähig. Das Gebäude wird privat Mühlen im Schwäbischen Wald. Mausefalle zu sehen. Als Ausgangspunkt empfiehlt sich der bewohnt. Wanderparkplatz Siebenmühlental beim Viadukt.

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Badespaß in allen Facetten 16 Bäder sorgen für ein abwechslungsreiches Angebot

Der Freiluftbecken im Mineral­ bad Leuze Foto: Bäderbetriebe

Von Uli Nagel

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aum eine Großstadt ist von der Natur so reich beschenkt worden wie Stuttgart. Das trifft in besonderem Maß für den Bad Cannstatter und Berger Mineralwas­ serschatz zu, der täglich in einer Men­ ge von bis zu 44 Millionen Litern aus dem Untergrund entspringt. Nicht umsonst stellen die Bad Cannstatter und Berger Mineralquellen nach Budapest das zweitgrößte Mineral­ wasservorkommen in Europa dar. Während das Mineralwasser früher in natürlichen Quelltöpfen – den so genannten Sulzen – ausfloss, wird es heute mit 19 Brunnen in verschiede­ nen geologischen Schichten gefasst. Sie erschließen Mineralwasser, Solen, Säuerlinge und sogar Thermalwasser mit einer Schüttung von täglich 22 Millionen Litern. Zwölf der Muschel­ kalk­ Brunnen und eine thermale Sole aus dem Buntsandstein und Kristallin sind als Heilquellen staat­ lich anerkannt. Zusätzlich tritt über die Hälfte des gesamten Mineralwas­ serschatzes unerkannt und unge­ nutzt in den Neckar oder in den Kies­ körper der Neckartalaue über. Dieses Geschenk der Natur kommt natürlich den Besuchern in den drei Stuttgarter Mineralbädern zugute. Dem MineralBad Cannstatt, dem Mineralbad Berg, das in der Landeshauptstadt liebevoll das „Neuner“ genannt wird, und schlussendlich auch dem Leuze, das von den Kur­ und Bäderbetrieben gerne als ihr „Flaggschiff“ bezeichnet wird. Mit jährlich gut 700 000 Gäs­ ten ist es das meist besuchte Bad in

Hallenbads in Hes­ der Landeshauptstadt. Kein lach, das mit der Mit­ Wunder, nur wenige Bäder in ternachtssauna etwas der Region sind so komplex Besonderes im Ent­ wie das Leuze. Im Sommer hat spannungsangebot es den Charakter eines Frei­ zeitbades, ohne jedoch seinen hat. Für das junge Anspruch an ein Mineralbad Publikum ist ein Be­ such des Hallenbads zu verlieren. Ein separater in Zuffenhausen si­ Bereich, das Kinderland, bie­ cher mit viel Spaß tet zudemjede Menge Spaß für die kleinen Wasserratten. Zu verbunden. Hier lockt guter Letzt verfügt das Leuze Der herrliche Relaxingbereich der Winzersauna im Mineral­ eine 90 Meter lange über eine anspruchsvolle Sau­ bad Leuze. Foto: Bäderbetriebe Riesenrutsche. 2021 wird schließlich ein nalandschaft, allen voran die neues Sportbad im Neckarpark, das Winzersauna mit Panoramablick auf gelegene Inselbad, das alles besitzt, die Weinberge. was ein attraktives Freibad bieten ab 2019 für gut 35 Millionen Euro errichten wird, das Bäderportfolio muss: Sprungturm, Beachvolleyball, erweitern. Denn eines hat Stuttgart Doch nicht nur in Sachen Ge­ 90­Meter­ Wasserrutsche, um nur bisher noch nicht: Ein wettkampfge­ einige zu nennen. Im Inselbad kom­ sundheit hat Stuttgart einiges für rechtes Sporthallenbad mit Zuschau­ Schwimmliebhaber zu bieten. Insge­ men FKK­Freunde voll auf ihre Kos­ samt fünf Frei­ und acht Hallenbäder ten, wie übrigens auch in den Freibä­ ertribüne, bei dem auch kleinere Titelkämpfe ausgetragen werden runden das Badeangebot ab. Das dern Möhringen und Rosental. Loh­ können. größte Freibad ist das am Neckar nenswert ist sicher ein Besuch des

E Fünf Freibäder auf einen Blick Inselbad Untertürkheim Familienbecken, FKK­Schwimmbe­ cken, Sportbecken, Springerbecken (unter anderem 10­Meter­Platt­ form), 90­Meter­Wasserrutsche, 12­ Meter­Breitrutsche, Kinderbereich, Beach­Volleyball, Basket­ und Streetball, Tischtennis, FKK­Bereich.

Stuttgarts einziger 10­Meter­Turm steht im Inselbad Untertürkheim.

Freibad Möhringen Mehrzweckbecken, 5­Meter­Platt­ form, Kinderparadies mit drei Planschbecken, Babyrutsche, Seil­ bahn, Wärmehalle mit Aus­ schwimmkanal, Multifunktions­ sportanlage, FKK­Wiese.

Freibad Rosental Schwimmerbecken,3­Meter­Platt­ form, Nichtschwimmer­/Planschbe­ cken, 100­Meter­Riesenrutsche, Kinderbereich, Basketballfeld, Beach­Volleyballfeld, FKK­Wiese. Höhenfreibad Killesberg Mehrzweckbecken, 5­Meter­Platt­ form, Nichtschwimmerbecken, Beach­Volleyball, Kinderrutsche. Freibad Sillenbuch Mehrzweckbecken, Kinderbecken mit Babymulde, Planschbecken, Lie­ gewiese, Tischtennis .


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Ausgehen & Entspannen

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Wellness für die Seele Erholung pur im MineralBad Cannstatt

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Umgebung unter einem lichtdurch­ fluteten Dach oder im Freien gesund­ heitsfördernd entspannen will, fin­ det eine großzügig angelegte Bade­ landschaft mit zwei 30 Grad warmen Schwimmbecken mit Stuttgarts ein­ zigartiger Thermalsole, die auch 36 Grad warm in den Whirlpools und im Sitz­ und Liegebecken sprudelt. Ein weiteres Schwimmbecken ist mit 18 Grad naturkühlem, stark kohlen­ säurehaltigem Heilwasser gefüllt. Die Kneippstation im Außenbereich komplettiert das umfassende Ge­ sundheitsangebot. Schön verwöhnt fühlen sich die Schwitzbadfreunde in der 1200 Quadrat­ meter großen Sauna­ landschaft mit vier unterschiedlich tem­ perierten Saunaräu­ men, Handaufgüssen und integriertem russisch­römischen Entspannen im Dampfbad Fotos: Bäderbetriebe Dampfbad. Beson­ ders das komfortable Meditationsbad mit Musik­ und Farblichttherapie bietet eine exklusi­ E Information ve Wohlfühl­Dimension. Die Soledu­ sche im Dampfbad unterstützt vor Das MineralBad Cannstatt in der allem die Gesunderhaltung der Atemwege, steigert die Vitalität, Leis­ Sulzerrainstraße 2 ist mit den S­ tungskraft, das Wohlbefinden und Bahnlinien S1, S2 und S3 bis zur Haltestelle Bahnhof Bad Cann­ stärkt das Immunsystem. statt sowie mit den Stadtbahnli­ Wasserattraktionen wie Strö­ mungskanal und Sprudler, Massage­ nien U2 und U 19 bis zur Halte­ düsen und Wasserfall, gepflegte Sola­ stelle Kursaal zu erreichen. rien, begrünte Dachterrassen, das Telefon: 0711 / 216­66270 einzigartige FKK­Sonnendeck für die Saunagäste sowie eine Cafeteria las­ E­Mail: info.bbs@stuttgart.de sen den Mineralbadbesuch in Stutt­ Internet: stuttgart.de/baeder/ mineralbadcannstatt gart­Bad Cannstatt zum vollendeten Erholungstag werden. einem Körper mal was Gutes tun und die Seele baumeln lassen. Hierzu lädt das MineralBad Cann­ statt mit Stuttgarts einziger Thermal­ sole ein. Das MineralBad Cannstatt verfügt über fünf unterschiedliche Heil­ und Mineralquellen, die zu den Säuerlin­ gen und Solewassern zählen. Sie sprudeln in den Schwimm­ und Ba­ debecken sowie in der Dampfbad­ und Saunalandschaft. Wer beim Mineralwasserschwim­ men in architektonisch reizvoller

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Shoppen für jeden Geschmack Stuttgart hat seinen biederen Ruf als Einkaufsstadt längst abgelegt Von Uli Nagel

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rstklassige Fachgeschäfte, Kauf­ häuser aller Preisklassen, moder­ ne Shopping­Passagen und jede Menge trendige Boutiquen vor allem auch in den Stadtbezirken: Einkaufen in Stuttgart bietet längst alle Facetten einer Metropole. Die Zeiten, in denen sich die Bürger auf den Seg nach Mün­ chen begaben, um smart oder stilvoll zu shoppen, sind längst vorbei. Und das nicht nur auf der 1,2 Kilometer langen Königstraße, einer der längsten und am stärksten frequentierten Ein­ kaufsmeilen Deutschlands. Wer es exklusiv mag, der wird mittlerweile ebenfalls fündig. Denn seit einigen Jahren machen auch die Topmarken der Modeszene keinen Bogen mehr um Stuttgart. Zu guter Letzt gibt es auch noch mehrere Einkaufszentren: Das größte, das Milaneo, lockt mit gut 200 Geschäften, das Gerber mit fast 90. Nicht zu vergessen das CARRÉ Bad Cannstatt mit seinen 50 Fachgeschäf­ ten. Wir stellen Ihnen unten einige Adressen vor, die einen Eindruck von der Shopping­Vielfalt der Schwaben­ metropole geben sollen.

Stuttgart hat sich zu einer attraktiven Einkaufstadt gemausert.

Foto: dpa

E Klassisch

E Exklusiv

E Extravagant

Traditionsmodehäuser sind in Stuttgart na­ türlich am Marktplatz der Herrenausstatter Breitling, in dem der Mann sich seit Jahr­ zehnten von oben bis unten einkleiden kann, und das Modehaus Peter Hahn (Männer & Frauen) in der Marktstraße. Topmodische Damenschuhe und Accessoires von internati­ onalen Designern bietet Sigrun Woehr in der Kirchstraße und Görtz auf zwei Etagen in der Königstraße. Natürlich sind auf der Ein­ kaufsmeile auch sämliche Trendlabels wie Es­ prit, Timberland, Desigual, s’Oliver oder Tom Taylor mit großen Stores am Start. Und nach dem Fortzug des Herrenausstatters Eckerle (jetzt auf vier Stockwerken in der Stiftstraße) hat sich in dem Gebäude mit Uniqlo die japanische Modekette schlecht­ hin etabliert. Sie bietet für das kleine Budget ganz hervorragende Qualität, wie übrigens auch Massimo Dutti. Und wer auf der Suche nach den neu­ esten Sneaker­ trends ist, wird sicher im Foot Locker oder bei Snipes fün­ dig. Wer auf Marc O’Polo steht, für den lohnt sich ein Besuch der Cal­ Mode aus Spanien: Massi­ mo Dutti, Königstraße. wer Straße.

Wer es exklusiv mag, der ist beim Platzhirsch Breuninger natürlich bestens aufgehoben. Prada, Gucci, Hermes, Zegna und Armani – für den großen Geldbeutel kann Mann und Frau hier nach Herzenslust shoppen. Ein Traum für Frauen ist die riesige Schuhabteilung im Un­ tergeschoss. Nur weniger Meter entfernt, im neuen Dorotheen Quartier – kurz DOQU – gibt’s die Edelboutique Zadig & Voltair und lu­ xuriöse Lederwaren im Louis­Vuitton­Store, Hermeskrawat­ ten führt dage­ gen Koelble & Brunotte in der Königstraße. Liebhaber rah­ mengenähter Herrenschuhe aus England (Crockett & Jo­ nes) , Italien Edler Name im Dorotheen (Santoni) und Quartier Foto: DOQU Frankreich (Herschung) sollten dagegen bei Andreas Sapper in der Calwer Straße vorbeischauen. Das Geschäft führt auch die US­Marke Alden, die berühmt für ihre Pferdelederschuhe ist. Ein echter Geheimtipp für Jeansfans ist Ciao Ra­ gazzi in der Rotebühlstraße im Stuttgarter Wes­ ten. Der Laden führt die japanische Marke Ma­ motaro, für die Liebhaber schon einmal 450 Euro hinblättern.

Längst etabliert hat sich auch in Stuttgart die holländische Marke Scotch & Soda (Herren) und Maison Scotch (Da­ men), die gleich in zwei Filialen Platzhirsch ist das Abseits, (DOQU, Calwer Kleiner Schlossplatz. Straße) ihre aus­ gefallenen Klamotten präsentiert. Vornehmlich von jüngeren Kunden wird auch der Store des US­Trendlabels Hollister in der Stiftstraße ange­ steuert. Wer Mode bevorzugt, die nicht in dem Mainstream­Fluss mitschwimmt, für den gibt es seit Jahren drei Adressen. Ganz weit vorne: Ab­ seits auf dem Kleinen Schlossplatz. Der Laden von Winni Klenk genießt Kultstatus. Kein Wun­ der: John Varvatos, Rock Owens, Dsquared2, Balmain, Marc Jacobs oder Tory Burch, rund 60 Top­Labels bietet das Abseits. Lohnenswert auch ein Besuch im Ave, wo Jeans und Hemden der schwedischen Edelmarke Acne und Brit­ Chique à la Paul Smith auf den Kleiderständern hängen. Als Mann der ersten Stunde in Sache extravaganter Mode in Stuttgart darf sich Horst Wanschura bezeichnen. Yohji Yamamoto, Ziggi Chen oder Issey Miyake – vor allem die asiatischen Modedesigner habe es ihm heute angetan.


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Luxuriöse Federgewichte Die neue Lammfell­Kollektion im Pelzhaus Enssle

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ine besonders schöne Kombination aus Luxus und Nachhaltigkeit, das ist die neue Lammfell­Kollektion aus dem Pelzhaus Enssle in der Talstraße in Stuttgart­Ost. Denn wie kaum ein anderes Material umhüllt ein echtes Lammfell den Menschen mit seinem seidenweichen Griff und seiner sanften Wärme. Dabei kann das langlebige Naturmaterial über Jahrzehnte hinweg getragen und oft noch an die nachfolgende Generation weiter gegeben werden. „Naturpelz tragen, das ist nach­ haltiges Handeln mit gutem Gefühl“, sagt Regina Bräuning, die das familiengeführte Pelzhaus Enssle in dritter Generation zusammen mit ihrem Bruder Roland Bräuning leitet. „Menschen, die hochwertige Mode lieben und trotzdem umweltbewusst sind, suchen nach ökoeffizienten Luxuslösungen“, weiß Regina Bräuning. Hochwertiges Lammfell vereint für sie diesen Anspruch auf perfekte Weise, da es alle Eigenschaften besitzt, die ein Ökoprodukts ersten Ranges auszeichnen sollten: Es ist ein organisches, äußerst langlebiges, wieder verwendbares und biologisch abbaubares Naturmaterial. Wer sich für ein Qualitätsmodell aus der neuen Lammfell­Kollektion entscheidet, hat nicht

nur die Gewissheit, dass dieses Material aus der landwirtschaft­ lichen Nutztierhaltung stammt. Er bekommt vor allem ein edles Kleidungsstück, das ihn im Alltag ebenso wie zu besonderen Anlässen begleiten kann. Rechtzeitig zum Beginn der aktuellen Herbst/ Winter­Saison ist nun die neue Kollektion in erstklassiger Manufaktur­Qualität fertig und kann im Pelzhaus Enssle in der Talstraße in Stuttgart­Ost angeschaut, angefasst und anprobiert werden. Jeder, der jetzt sein neues Lieblingsmodell aus der neuen Lammfell­Kollektion mit nach Hause nimmt, der profitiert neben allen anderen Vorteilen von Aktions­ preisen, die nur aktuell und nur für begrenzte Zeit gelten, wie Regina Bräuning verrät. Allen Modellen gemeinsam ist auf jeden Fall das luxuriöse Wohlgefühl, das sie auf ganz selbstverständliche Weise in den Alltag bringen. „Es sind trendige, anschmiegsame und wärmende Federgewichte, die nahezu rund ums Jahr getragen werden können“, beschreibt die Expertin. Egal, welches Modell schlussendlich den Zuschlag erhält: Verführerisch sind sie alle, mit ihrem faszinierend changierenden Moiré und der höchsten Kürschner­Kunst, die in jedem Detail sichtbar wird. (red)

Lamm ist der neue Luxus.

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Bio boomt mehr denn je Bei Naturgut kauft man auch online Lebensmittel

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ast 25 Jahre ist es her, dass Natur­ nalen Waren beliefert. „Wir wissen, gut mit der Vision, Genießern dass wir uns auf unsere Partner ver­ ein vielfältiges Angebot an gesun­ lassen können“ erklärt Niko Tsiris, den, qualitativ hochwertigen Le­ Geschäftsführer von Naturgut. „Wir bensmitteln zu bieten, im Stuttgarter haben ein transparentes Arbeitsver­ Westen gegründet wurde. 40 Qua­ hältnis und kennen ihre hohen Pro­ dratmeter reichten damals aus, denn duktionsmaßstäbe und Qualität Hersteller von Bio­Produkten waren ihrer Produkte.“ zu diesem Zeit­ Vor zwei punkt noch rar. Jahren folgte Allmählich der nächste fand in der Meilenstein Bevölkerung in der Unter­ jedoch ein Um­ nehmensge­ denken statt: schichte: Der Das Bewusst­ Naturgut­ sein für gesun­ Onlineshop de, vollwertige ging live und Ernährung bietet Kun­ Naturgut ist in Stuttgart Marktführer für den seither stieg und der Wunsch nach Bio­Lebensmittel. Foto: Naturgut einen transparenten schnellen, Herstellungsverfahren wurde lauter. bequemen Einkauf mit Lieferservice. Inzwischen ist Naturgut mit zehn Bei Bestellung bis 9 Uhr morgens Filialen in Stuttgart, Esslingen, Waib­ erfolgt die Lieferung der Ware sogar lingen und Echterdingen Platzhirsch noch am gleichen Tag. (red) in Baden­Württemberg. Naturgut legt größten Wert auf E Vom 18. bis 20. Oktober 2018 feiert Regionalität. Daher pflegt der Bio­ Naturgut das zehnjährige Bestehen der Sillenbucher Filiale – und alle Supermarkt eine enge Partnerschaft feiern mit. Die Jubiläumsangebote mit über 75 Lieferanten und Erzeu­ gelten daher in allen Filialen und im gern aus der Region. Die Filialen Onlineshop. werden täglich mit frischen, saiso­

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Nachhaltig fit für morgen

Wirtschaftsförderin Ines Aufrecht erklärt, warum der Gemeinwohl­Kompakt­Bericht gefördert wird

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undesweit einmalig: Die Lan­ deshauptstadt Stuttgart för­ dert Stuttgarter Unternehmen bei der Erstellung eines „Gemein­ wohl­Kompakt Berichts“. Zuständig für die Umsetzung ist die städtische Wirtschaftsförderung. Wir sprachen mit Ines Aufrecht, Leiterin der städti­ schen Wirtschaftsförderung. Frau Aufrecht, „Gemeinwohlökono­ mie“ – was dürfen wir uns darunter vorstellen? Die Gemeinwohlökonomie möchte ein ethisches Wirtschaftsmodell zum Wohle von Mensch und Umwelt etablieren. Sie misst Erfolg nicht nur am Finanzgewinn, sondern bewertet auch den Beitrag zum Gemeinwohl. Mit der Gemeinwohl­Bilanz bietet sie den Unternehmen eine Berichts­ und Bewertungsmethode an, die sich auf monetäre Kriterien und auf Wer­ te wie Menschenwürde, Solidarität und Nachhaltigkeit stützt. Warum sollten sich Unternehmerin­ nen und Unternehmer mit diesem Thema auseinandersetzen? Unternehmen sollten sich in erster Linie mit dem Thema „Nachhaltig­ keit“ befassen. Das bestätigt bei­ spielsweise die Löning Studie 2017, die verschiedene Quellen aus mehre­ ren Ländern auswertet: „Zwei von drei befragten Konsumenten den­ ken, dass ein Unternehmen sowohl

Gewinne erzielen, als auch die wirt­ schaftlichen und sozialen Bedingun­ gen in einer Gesellschaft verbessern kann.“ Nachhaltigkeit hat einen großen Einfluss auf das Unterneh­ mensimage. Umfragen zufolge ste­ hen insbesondere diese drei Punkte unter besonderer Beobachtung: Ers­ tens die Ökologie. Sie beinhaltet den verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen, den Einsatz umwelt­ schonender Technologien und die Entwicklung von nachhaltigen Pro­ dukten. Zweitens die Ökonomie. Dabei ist es auch wichtig, ob ein Un­ ternehmen „ehrlich“ wirtschaftet oder beispielsweise anfällig für frag­ würdige Geschäftspraktiken ist. Und drittens die soziale Komponente. Hier spielen gute Arbeitsbedingun­ gen, sichere Arbeitsplätze und die Übernahme gesellschaftlicher Ver­ antwortung eine Rolle. Wie kam es zu diesem Programm? Die ökologische Modernisierung Stuttgarts sowie die Umsetzung der von der EU vorgegebenen CSR­Richt­ linie in deutsches Recht waren für uns der Auslöser, Stuttgarter Betriebe über die verschiedenen Standards zu CSR­Berichterstattung intensiv zu informieren. So haben wir bereits 2016 im Rahmen der Kongressreihe „Zukunftsinvestition Gemeinwohl“ die diversen Möglichkeiten zur CSR­ Berichterstattung vorgestellt. Dazu

Gemeinwohl. Unternehmerinnen und Unternehmer, die den Prozess bereits durchlaufen haben, bestä­ tigen übereinstimmend, dass sie darüber Verbesserungspotenzi­ ale aufgedeckt haben, auf die sie sonst nicht so einfach gestoßen wären.

gehören auch der „Deutsche Nach­ haltigkeitskodex“ oder die WIN­ Charta. Die Resonanz war beeindru­ ckend. Zeitgleich haben wir auf Initi­ ative des Gemeinderats vier städti­ sche Unternehmen begleitet, die als bundesweite Pioniere den Gemein­ wohl­Prozess durchlaufen haben. Der Stuttgarter Gemeinderat ist über­ zeugt, dass nun auch privatwirt­ schaftlichen Unternehmen der Ein­ stieg in die Gemeinwohl­Bilanz er­ leichtert werden soll. Was möchten Sie mit dem Förder­ programm erreichen? Unser Auftrag ist, Stuttgarter Betrie­ be zu ermutigen, in die Gemein­ wohlbilanzierung einzusteigen. Mit dem Gemeinwohl­Kompakt­Bericht erhalten Firmen einen umfassenden Überblick über ihre Nachhaltigkeits­ leistungen und ihren Beitrag zum

Wer kann an dem Pro­ gramm teilnehmen? Mitmachen können alle Betriebe aller Branchen, die ihren Sitz oder ihre Betriebsstätte in Stutt­ gart haben. Sie sollten ein mindestens zweijähriges Beste­ hen nachweisen können sowie min­ destens einen sozialversicherungs­ pflichtig Beschäftigten in Vollzeit angestellt haben. Weitere Einzelhei­ ten erfährt jede/r Interessierte bei der Wirtschaftsförderung oder auf der Homepage der Landeshauptstadt unter www.stuttgart.de im Bereich Wirtschaftsförderung. Wir haben auch eine für das Förderprogramm zuständige Kollegin, Christiane Hag­ mann­Steinbach, die gerne Fragen beantwortet. Ein Wunsch zum Schluss? Ja, ich wünsche mir, dass möglichst viele Betriebe aus möglichst vielen Branchen und mit den unterschied­ lichsten Mitarbeiterzahlen, die die Gemeinwohlökonomie für sich ent­ decken wollen, dieses Förderpro­ gramm nutzen.

Vorreiter in Sachen Stadtteil­Förderung Zehn Jahre Stadtteilmanagement bei der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Stuttgart

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or mehr als 10 Jahren war die Landeshauptstadt Stuttgart eine der ersten europäischen Städte, die ein sogenanntes Stadtteilma­ nagement eingeführt hat. Damit konnte die Stadt eine Vorreiterrolle einnehmen, denn Stuttgart war deutschlandweit die erste Stadt, die nicht nur aktiv die City förderte, sondern ein gezieltes Augenmerk auf die Entwicklung der Stadtteil­ zentren und die Umsetzung von Maßnahmen gemeinsam mit dem lokalen Handel legte. Mit dem Stadtteilmanagement wurde eine Anlaufstelle geschaffen, die als Lotse zwischen den Interes­ sen der Gewerbetreibenden in den Stadtbezirken und der Stadtverwal­ tung fungiert. Ziel des Stadtteilma­ nagements ist es, die lokale Kauf­ kraft in den 23 Stuttgarter Stadtbe­ zirken zu stärken beziehungsweise auszubauen, die Nahversorgung in

den Stadtteilen zu sichern und die nahmen wie Baustellenmarketing­ Akteure vor Ort nachhaltig zu unter­ konzepte, eine digitale Immobilien­ stützen. börse für leerstehende Flächen so­ Es wurde ein sehr gut funktionierendes Netzwerk zwischen den 30 Handels­ und Gewerbevereinen, Werbegemeinschaf­ ten, Initiativen und Akteuren der Stadt aufgebaut. Gemein­ sam mit den lokalen Vertreten des Gewer­ bes und Weiteren vor Ort, wurden diverse Veranstaltungen konzipiert und un­ Wirtschaftsförderin Ines Aufrecht, OB Fritz terstützt, darunter Kuhn, Gastredner Professor Götz Werner, der Abendmarkt in Gründer des Unternehmens dm­drogerie Bad Cannstatt, Food­ marktwaren, sowie Stadtteilmanager Torsten märkte und „Gewer­ von Appen und seine Kollegin Mareike Merx berundgänge“. Auch (von rechts). Foto: Lichtgut/Leif Piechowski unzählige Einzelmaß­

wie Marketingmaßnahmen wurden erfolgreich umgesetzt. Zu den jüngs­ ten Projekten des Stadtteilmanage­ ments zählen ein digitales Branchenbuch für Stuttgart sowie eine kostenfreie On­ line­Beratung für kleine Stutt­ garter Unternehmen. Ein Pro­ jekt der nahen Zukunft ist die Einführung und Etablierung eines nachhaltigen Pfandbe­ chersystems für den „Coffee to go“ in der Landeshaupt­ stadt. Bei der Jubiläumsfeier im Stuttgarter Rathaus mit Ober­ bürgermeister Fritz Kuhn und der Wirtschaftsförderin Ines Aufrecht waren mehr als 300 Gäste anwesend, darunter zahlreiche Mitglieder der Stutt­ garter Handels­ und Gewerbe­ vereine, Vertreter der 23 Be­ zirksbeiräte sowie Stadträte.


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Bei Hild Uhren und Schmuck ticken Sie richtig Das Familienunternehmen im Carré Bad Cannstatt feiert dieses Jahr sein 25­jähriges Jubiläum

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uten Service und kompetente Beratung schreiben sich viele Geschäfte auf die Fahnen: Was je­ doch wirklich dahintersteckt, er­ kennt man meist nur an der Historie des Unternehmens. Mit seinem 25­ jährigen Firmenjubiläum kann Hild Uhren und Schmuck nun einen Mei­ lenstein setzen. „Mein Team und ich beraten nicht nur gerne beim Ver­ kauf, sondern stehen auch danach mit unserer großen Erfahrung zur Seite“, sagt der Uhrmachermeister Marco Hild. Seit 25 Jahren besteht das Unternehmen, seit 2006 ist es im Carré Bad Cannstatt untergebracht. Hier findet man nicht nur ein breites Sortiment der gängigen Uhrmarken zum Verkauf, man kann seine Uhr auch zur Reparatur abgeben. Neben den Uhren gehört Schmuck zum Hauptgeschäft bei den Hilds – mit einem besonderen Au­ genmerk für Trauringe, auf die sich Marco Hild spezialisiert hat. Für den vielleicht wichtigsten Tag im Leben und die Ehejahre danach sollte man definitiv nicht auf schnell­schnell machen und stattdessen eine aus­ führliche Beratung in Anspruch neh­ men, wie sie bei Hild im Carré mög­ lich ist. „Wir nehmen uns viel Zeit für die Beratung“, sagt Hild. Eine

Stunde Beratungsge­ spräch ist da keine Seltenheit. Über tau­ send Musterringe sorgen für einen sehr guten ersten Eindruck – und wer etwas be­ sonders Individuelles sucht, kann sich sei­ nen Trauring ganz nach seinen Wün­ schen und Vorstellun­ gen am Konfigurator erstellen lassen. Im Jubiläumsjahr wurde bei Hild zu­ dem umgebaut, so­ dass das Ladenge­ schäft im Carré Bad Cannstatt im neuen Glanz erscheint. Auch das Sortiment wurde erweitert: „Wir haben jetzt ‚Thomas Sabo‘ im Marco Hild nimmt sich für die Beratung der Kunden viel Zeit. Sortiment“, berich­ tet Hild. Die renom­ mierte Schmuck­ und Uhrenmarke E Öffnungszeiten: Montag bis Sams­ E Weitere Informationen: aus Deutschland gehört aktuell zu tag 9.30 bis 20 Uhr E­Mail: shop@hild­uhren­schmuck.de den beliebtesten. Viele Aktionen E Adresse: Hild – Uhren und Schmuck www.hild­uhren­schmuck.de zum Jubiläum gibt es bis zum 1. Carré Bad Cannstatt www.trauringe­bad­cannstatt.de Dezember dieses Jahres bei Hild im Wildunger Straße 2­4 Auch auf Facebook und Instagram Carré Bad Cannstatt. 70372 Stuttgart ist das Unternehmen vertreten.


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Ein Fest für die Welt Die Waldorfschule Uhlandshöhe feiert 2019 ihr 100­jähriges Bestehen

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ie Freie Waldorfschule Uh­ keit im Zusammenleben von Mensch landshöhe ist die weltweit erste und Welt Ausgangspunkt und Ziel Waldorfschule. Gegründet wurde sie allen pädagogischen Handelns bilden. im September 1919 vom Unterneh­ mer Emil Molt auf der Grundlage der Am 7. September 2019 werden mit Pädagogik Rudolf Steiners. Die Schule dem Festakt in der Liederhalle Stutt­ ist staatlich anerkannt und steht allen gart die Feierlichkeiten zum Jubiläum Kindern und Ju­ beginnen – mit gendlichen offen Musik und Gruß­ worten am Vormit­ – alternativ zum tag und vielen staatlichen Schul­ system. Die Schu­ Darbietungen, die le folgt ihrem ei­ über den ganzen genen Lehrplan Tag veranstaltet werden. Am Abend und bietet sämtli­ erwartet die Besu­ che Schulab­ schlüsse. Träger cher eine große ist ein gemeinnüt­ Eurythmieauffüh­ rung der Schüler ziger Schulverein. im Beethovensaal. Fast tausend Schülerinnen und Es werden zahlrei­ Schüler besuchen che Gäste aus aller derzeit die zwei­ 1930: Das erste Schulhaus, das Emil Welt erwartet. Alle Waldorfschulen zügige Schule mit Molt erworben hat. ihrer eigenständi­ werden dieses be­ gen Form gemeinsamer Bildung. sondere Jubiläum auf ganz unter­ Mit 1100 Schulen und 1700 Kin­ schiedliche Weise an den verschie­ dergärten in mehr als 80 Ländern und densten Orten begehen, es gibt vielfäl­ auf allen Kontinenten ist die Waldorf­ tige Aktionen und Projekte zu bestau­ pädagogik hundert Jahre nach ihrer nen. Schauen Sie doch vorbei! Begründung ein weltweiter Impuls Das Jubiläum nehmen die Verant­ wortlichen nun zum Anlass, die Wal­ geworden, bei dem individuelle Frei­ dorfschule zeitgemäß noch weiterzu­ heit, Gleichheit und Geschwisterlich­

Pausengespräche vor dem Haupthaus.

Fotos: Waldorfschule

Kultur und Gemeinschaft – bei einem Konzert im Festsaal. entwickeln und ihre globale Dimensi­ on stärker ins Bewusstsein zu rücken – mit vielen Projekten auf allen Konti­ nenten. 100 Jahre sind erst der An­ fang.

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Auf Schnäppchenjagd In Second­Hand­Läden und auf Flohmärkten findet sich so manches gute Stück Von Martina Fürstenberger

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b gut erhaltene Kleidungsstü­ cke, Lektüre für den nächsten Urlaub, ein antikes Möbelstück oder Spielsachen: Auf den Flohmärkten in Stuttgart gibt es (fast) alles, was das Herz begehrt. Und noch viel mehr. Beim Bummeln und Stöbern ent­ deckt man so manchen Schatz, nach dem man gar nicht gesucht hat. Jeden Samstag findet auf dem Karlsplatz ein großer Flohmarkt mit 120 Händlern statt. Von 8 bis 16 Uhr kann hier rund um das Reiterstand­ bild gefeilscht werden. Unter den großen Kastanienbäumen ist es auch im Sommer angenehm. Im Angebot sind Antiquitäten, Comics, Puppen, Sammlerstücke, Gebrauchsgegen­ stände und vieles mehr. Ein Besuch auf dem Flohmarkt ist eine nostalgi­ sche Reise in die Vergangenheit. Jeweils im Frühjahr und Herbst gibt es die „großen“ Stuttgarter Floh­ märkte. Auf über 3000 Frontmetern, verteilt über die Innenstadt, werden hier die unterschiedlichsten Waren angeboten. Weitere saisonale Höhe­ punkte des Stuttgarter Marktlebens sind die neun traditionellen Krämer­ und sieben Kirchweihmärkte, die in einzelnen Stadtteilen stattfinden.

Gut erhaltene Kleidung be­ kommt man auch in den zahlrei­ chen Second­Hand­Läden. Hier eine kleine Auswahl: E Hochwertige Tages­ und Abendgarderobe für Damen gibt es in der Second­Hand­ Boutique PragA am Pragfried­ hof zu kaufen. Träger ist der Ca­ ritasverband Stuttgart: PragA, Friedhofstraße 57, www.prag­ a.de

Der Karlsplatz bildet die Kulisse für den samstäglichen Flohmarkt. Seit einigen Jahren gibt es auch die Hofflohmärkte in Stuttgart. Privat­ leute öffnen ihre Hinterhöfe und verkaufen da, wo sie wohnen. Dabei wird nicht nur der Keller entrümpelt,

Foto: dpa

sondern man lernt auf unkomplizier­ te Weise die Nachbarschaft kennen. Die Hofflohmärkte finden zu unter­ schiedlichen Terminen in jeweils einem Stadtteil statt.

E Für den kleinen Geldbeutel: SecondHandKaufhaus des Frauenunternehmens ZORA (Stöckachstraße 16, 70190 Stuttgart), z.megastore (Fuchseckstraße 7, 70184 Stuttgart), Kinderkaufhaus ZORELLA (Hackstraße 9­11), www.zora­ggmbh.de E Private Second­Hand­Länden sind zum Beispiel das Rosenrot in Stuttgart­West oder der Vin­ tage Markt in der Tübinger Straße.


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Das Mehrwertprogramm Die Vorteile für Mitglieder der Volksbank Stuttgart eG

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an trifft sie im Mineralbad Cannstatt oder im Mercedes Benz­Museum. Sie besuchen Rock­ konzerte und die In­Restaurants: Die Rede ist von Bankiers*, den Mit­ gliedern der Volksbank Stuttgart eG. Bankiers profitieren von einer ganzen Reihe an Sonderkonditio­ nen. Eine besondere Karte weist den Bankier aus, die es nicht nur als giro­

auf dem Land – etwa im Einzelhandel, bei Freizeitaktivitäten, Dienstleis­ tungsangeboten, Veranstaltungen oder in der Gastronomie. So erhalten Bankiers bei Vorbestellung der Ein­ trittskarten über die Website der Volksbank Stuttgart eG in den Muse­ en von Daimler und Porsche verbillig­ ten Eintritt, ebenso im Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart und in der Wilhelma. Sie lesen preis­ günstiger Zeitung und bekommen bei zahlrei­ chen Einzelhändlern Rabatt. In zahlreichen Restau­ rants gibt es für Bankiers gegen Vorlage von Gut­ scheinen Preisrabatte. Dasselbe gilt für den Ein­ zelhandel. Und wer im Anschluss an den Ein­ Beim Einkaufen oder bei Freizeitaktivitäten, Banki­ kaufsbummel ein Kino ers haben Vorteile. Foto: Volksbank Stuttgart eG oder eine Veranstaltung besuchen möchte, der card, sondern auch als Visa­ und kann auch hier Möglichkeiten fin­ Masterkarte gibt. Darüber hinaus den, bei denen die Bankier Karte Ver­ gibt es Vorteile bei Konsumentenkre­ günstigungen bietet. diten und Versicherungen von Part­ *nicht im Sinne des § 39 KWG nerinstituten. Das Mehrwertprogramm „Bankier E Wie man die Bankier Extras nutzen Extras“ bietet Bankiers Vorzüge so­ kann, erfährt man unter www.volks­ wohl im städtischen Leben als auch bank­stuttgart.de/bankier­extras.

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Als Unternehmen der Landeshauptstadt arbeiten wir aktiv daran, die Lebensqualität in Stuttgart zu steigern. Durch Modernisierung und Energieeinsparung im Bestand. Mit besonderem Engagement für Familien, Kinder und ältere Menschen. Mit speziellem Augenmerk auf Integration und sozialen Ausgleich.

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Das richtige Haus für junge Familien gut Immobilien hilft seit 20 Jahren beim Traum von den eigenen vier Wänden

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inder liegen uns besonders am Herzen, denn sie sind die Zu­ kunft“, verdeutlichen Manuela und Bernhard Gut. Seit mehr als 20 Jahren helfen die Degerlocher Immobilien­ experten jungen Familien in der Regi­ on dabei, ihren Traum von den eige­ nen vier Wänden verwirklichen zu können. Kinderlachen und Babyge­ schrei sind dabei oftmals an der Tages­ ordnung. Ursprünglich gegründet wurde das Unternehmen 1980 im Schwarzwald. Acht Jahre später übergab Bernhard Gut, der selbst aus einer Großfamilie stammt, die Geschäfte an seine Schwester und seinen Schwager und gründete seinerseits die gut Immobi­ lien GmbH in Stuttgart. Und was mit einem Zweimann­Team und der Grundstücksbeschaffung für Bauträ­ ger und Investoren begann, entwi­ ckelte sich zu einem heute zwölfköp­ figen Team. Das richtige Haus für die junge Familie: Wohnqualität und Lebens­ qualität gehören für gut Immobilien zusammen. Das Familienunterneh­ men realisiert bis zu 80 Häuser pro Jahr in der Region . Die Interessenten­ liste sei lang, aber es kommen immer wieder neue Angebote in den Verkauf, betont Manuela Gut, die seit zwölf Jahren gemeinsam mit ihrem Mann

Denn gut Immobi­ lien bietet dank der jahrelangen Erfah­ rung und exzellen­ ten Fachkenntnisse der Mitarbeiter eine besondere Expertise an. Na­ türlich zugeschnit­ ten auf die Bedürf­ nisse junger Fami­ lien: gut Immobi­ lien legt großen Wert auf ruhige Wohnlagen, Gär­ ten und die Nähe zur Natur – gleich­ zeitig müsse es aber auch eine gute Infrastruktur mit Schulen, Kitas und Verkehrsanbin­ dung geben. „Unsere Exper­ ten in der Grund­ stücksbeschaffung sind besonders da­ rin geschult, das Potenzial eines Grundstücks zu erkennen und den Wert korrekt einzuschätzen.“ Alles ist möglich, lautet das Motto von Bern­ hard Gut, der bei Planung und Pro­ jektleitung das optimale aus dem Areal herausholt. Das bedeute jedoch

Freut sich immer mit den jungen Familien: Bernhard Gut. Foto: Privat rund ums Thema Haus­ und Grund­ stücksverkauf berät. Das oberste Ziel ist die Kunden­ Zufriedenheit. Diese spiegelt sich in den exzellenten Bewertungen im Internet wider. Nicht verwunderlich.

keineswegs, einen riesigen Geschoss­ bau, sondern einem Grundstück in vernünftigem Maße neues Leben einzuhauchen. Dies gelinge dank einer pfiffigen Bauplanung, die genug Luft und Raum für ausreichend Grün lässt und durch die Aufteilung für ein Doppelhaus oder für Reihenhäuser auch noch erschwingliche Preise er­ möglicht. „Jeder hat seinen Garten und es wird nicht so teuer für den Einzelnen“, erklärt Manuela Gut. Was sie an ihrem Beruf am meisten liebt? „Das Leuchten in den Augen der Fa­ milien, wenn sie ein Haus gefunden haben, in dem ihre Kinder groß wer­ den können.“ Planungssicherheit haben die Kunden auch hinsichtlich der Finan­ zierung und Bauzeit. Seit vielen Jah­ ren arbeitet gut Immobilen mit ei­ nem eingespielten Team aus zwei Bauunternehmern und einem Finan­ zierer zusammen, der die Kunden über Kreditrahmen und Zuschüsse berät. Die Wartezeit vom Vertragsab­ schluss bis zur Schlüsselübergabe dauert rund 15 Monate. Im Durch­ schnitt zahlen junge Familien zwi­ schen 500 000 und 700 000 Euro für ihr neues Zuhause. (red) E Weitere Infos im www.gutimmo.de.

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Auch einen Stadtplan für Blinde hat Eva Schmidt am „m­Punkt“ vorrätig – wenngleich ohne aktuelle Baustellen.

Neue Wege ausloten Seit 20 Jahren gibt es in Stuttgart die städtische Mobilitäts­Beratung Von Andrea Eisenmann

A

uch nach vielen Jahren gibt es noch immer Fragen, die die Mundwinkel der Mitarbeiter der Mobilitäts­Beratung kurz, aber heftig zucken lassen. Die von einem australischen Besucher beispielsweise. Sei der Schwarzwald zu dieser Uhrzeit denn überhaupt noch geöffnet, wollte der Mann wissen. Fragen sind im „m­Punkt“ ausdrücklich erwünscht, wenngleich sich diese eigentlich um das Thema nachhaltige Mobilität drehen soll­ ten. Hier werden an Bürger und Besucher von außerhalb Infos über Park­ und Ride­Plätze, Fahrgemein­ schaften oder Carsharing­Angebote verteilt, spezielle Routen für Fahrrad­ fahrer und Fußgänger aufgezeigt. Wann erhält man ein Jobticket? Wie gelangt man mit der Stadtbahn am schnellsten zum Fernsehturm, wie zu den verschiedenen Schlössern? Wie

funktioniert der Fahrradverleih, welche Anbieter gibt es? Und auf welchen Wegen kommen sehbehinderte Menschen sicher durch die Schwabenmetropole? „Unsere Mitarbeiter haben eigens einen Stadtplan für Blinde vorrätig“, sagt Peter Bühle. Der Leiter des Sach­ gebiets Umwelt­ und Mobilitätsbera­ tung beim Amt für Umweltschutz war bereits vor 20 Jahren mit dabei, als das Angebot aus der Taufe geho­ ben wurde. Vieles war Neuland damals. Ver­ kehrsträger – wie VVS oder Deutsche Bahn – informierten bis dato nur über ihren eigenen Service. Eine zentrale Anlaufstelle für Fragen der nachhaltigen Mobilität gab es im Bundesgebiet nicht. „Am ‚m­Punkt’ sollten die Bürger nun erstmals über alle verfügbaren um­ weltfreundlichen Dienstleistungen unterrichtet werden, um dann ihre

Infomaterial gibt es bei der Mobilitäts­Beratung zuhauf.

Fotos: Eisenmann

eigene Entscheidungen treffen zu können“, betont Bühle. Dem Nutzer sei es schließlich egal, wer welche Fahrt anbietet. „Er möchte von A nach B kommen und das unkompli­ ziert und kostengünstig.“ Auch ein vielversprechender Ort für die Einrichtung war schnell ge­ funden: die Tourist­Information „i­Punkt“ in der Königstraße. Nach­ dem man in Stuttgart mit der Bera­ tung losgelegt hatte, fanden sich im restlichen Bundesgebiet die ersten Nachahmer schnell ein. „Angesichts wachsender Umweltprobleme wären heute viele Großstädte froh über eine entsprechende Einrichtung“, vermu­ tet der Sachgebietsleiter. Im Fokus haben die Mitarbeiter der Mobili­ täts­Beratung seit ein paar Jahren verstärkt Neubürger in Stuttgart. Hier sei die Bereitschaft überdurchschnittlich hoch, am eigenen Ver­ halten etwas zu ändern, hat Bühle festgestellt. Sprich: Statt mit dem eigenen Auto zum Job zu fahren, lieber auf den öffentlichen Nahverkehr zurückzugreifen. „Wir zeigen ihnen die kürzes­ ten Strecken zu Kinder­ garten, Schule oder Ar­ beitsplatz , erklären ih­ nen, welche Verbindun­ gen sie am besten nutzen – auch um Kosten zu sparen.“

E Kontakt m­punkt Königstraße 1 A 70173 Stuttgart Telefon: 0711/216­88900 E­Mail: mobil@stuttgart.de Die Mobilitäts­Beratung ist telefonisch erreichbar an Werktagen von 9 bis 20 Uhr sowie samstags von 9 bis 18 Uhr. Die Auskünfte sind kostenlos. Themen im „m­Punkt“ sind unter anderem Carsharing (auch von privaten Anbietern), Fahrge­ meinschaften, Kurse für spritspa­ rendes Fahren, Wandern in und um Stuttgart sowie eine Neubür­ ger­Beratung.


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Trotz allem heiter Der Deutsche Wetterdienst auf dem Scharrenberg in Bad Cannstatt kontrolliert die Temperaturentwicklung in der Region

Zweimal täglich steigt ein Wetterballon vom Schnarrenberg bis in die Stratosphäre auf. Foto: Müller Von Alexander Müller

E Wetterrekorde

T

ropische Nächte, Gluthitze den ganzen Tag und Niederschlags­ mengen so niedrig wie in der Wüste. Der Sommer 2018 geht als zweit­ wärmster in die Geschichte der Lan­ deshauptstadt ein. „Es zeigt deutlich die Richtung an“, sagt Michael Gut­ wein vom Deutschen Wetterdienst. Denn solche extremen Abweichun­ gen sind keine Seltenheit. Starke Unwetter, Frostschäden in der Landwirtschaft, Dürreperioden oder Überschwemmungen – in den vergangenen Jahren gibt es eine Stei­ gerung von immer aggressiveren Wetterlagen. „Unsere Aufgabe ist es, diese zu überwachen“, sagt der erfah­ rene Meteorologe. Entsprechend viele Anfragen laufen auf dem Cann­ statter Schnarrenberg ein. Denn oft verlangen Versicherungen eine amt­ liche Bescheinigung, dass in besagter Region oder Stadt ein Unwetter ge­ tobt hat. Mit Hilfe von mehr als 250 Messstellen im ganzen Land sowie Radaraufnahmen „können wir das selbst auf einzelne Straßenzüge he­ runterbrechen.“ Nur eine der Aufgaben der Stutt­ garter Meteorologen. Vielmehr sol­ len Schäden so gering wie möglich gehalten werden. Der Wetterdienst gibt Vorhersagen für ganz Baden­

Meteorologe Michael Gutwein an einem Temperatur­ und Feuchtigkeits­Messgerät. Foto: Müller Württemberg heraus, zudem werden Unwetterwarnungen in Absprache mit dem Innenministerium veröf­ fentlicht. Mit modernster Technik werden Niederschlag, Temperatur oder Windgeschwindigkeit gemes­ sen. Und vieles mehr wie die Radio­ aktivität in der Luft und im Boden. Dabei wirkt die Anlage beinahe un­ scheinbar. Einzig ein beinahe wie aus der Weltraumtechnik anmutender Komplex erregt eine gewisse Neugier – der Autolauncher. Jeden Tag zwei Mal steigt dort au­ tomatisch ein 1,20 Meter großer La­ tex­Ballon über dem Schnarrenberg in den Himmel auf. Gefüllt mit Heli­ um steigt dieser in die Stratosphäre auf, in bis zu 35 Kilometer Höhe. Die Daten werden an den Boden gesen­

Höchsttemperatur: 38,8 Grad am 7. August 2015 Tiefsttemperatur: ­ 21,2 Grad am 13. Januar 1987 Wärmster Monat: 24,2 Grad im August 2013 Kältester Monat: ­ 10 Grad im Januar 1830 Die höchste Niederschlagsmenge an einem Tag: 96,9 Millimeter am 22. Mai 1978 Höchster Jahresniederschlag: 944,6 Millimeter 1965 Höchste Sonnescheindauer: 2249,2 Stunden 2003 Rekord­Schneehöhe: 52 Zentimeter, 8. Februar 1958 Höchste Windgeschwindigkeit: 140,4 Kilometer in der Stunde am 26. Dezember 1999 (Orkan Lothar)

det, das erfolgt weltweit zeitgleich. „So erhalten wir frühzeitig Erkennt­ nisse über die Bildung von Unwettern und Gewittern“, erklärt Gutwein. Bereits seit 60 Jahren gibt es diese Tests in Stuttgart. Ein Grund für den Umzug 1984 auf den Schnarrenberg. Die Wetteraufzeichnungen in Stutt­ gart haben aber sehr viel mehr Traditi­ on, eine der größten in Deutschland. Bereits 1791 wurden die ersten Daten erfasst, unter anderem von der Uni­ versität Hohenheim. Die erste Wetter­ karte wurde 1881 herausgegeben und 1946 das Wetteramt in der Alexander­ straße gegründet. Eine Besonderheit ist die Stuttgar­ ter Kessellage. Sie sorgt im Sommer für mehr Tropennächte, in denen die

Temperaturen nicht unter 20 Grad fallen, als anderswo. Tendenz stei­ gend. Denn generell wird es immer wärmer. Seit 1900 stieg die Durch­ schnittstemperatur um knapp ein Grad in Stuttgart an. In den 100 Jah­ ren davor, um lediglich 0,1 Grad. Die ersten zehn Plätze der Hitliste der Hitzerekorde wurden fast aus­ nahmslos nach dem Millennium verzeichnet. Kein Wunder also, dass auch die höchste Temperatur mit 38,8 Grad aus dem Jahr 2015 stammt. In der Innenstadt waren es vielleicht sogar bis 40 Grad. „Wo wir in 20 Jahren stehen, kann man nicht pauschal sagen“, will sich Gutwein nicht festlegen. Derzeit geht man von einer weiteren Erderwärmung aus – auch in Stuttgart.


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Alle für einen 100 Jahre Baugenossenschaft Münster

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00 Jahre Baugenossenschaft glieder, durch Zeichnung von Ge­ Münster – eine kleine Zeitspanne, schäftsanteilen ihre Genossenschaft gemessen an der großen Geschichte – tatkräftig zu unterstützen. eine große Zeitspanne, gemessen an Dadurch war es möglich, in der der Entwicklung der Landeshaupt­ hundertjährigen Geschichte Wohn­ stadt Stuttgart und des Ortsteils raum zu schaffen für viele Menschen. Münster. Kaum einer der in der Genossenschaft Vor 100 Jahren haben einige weit­ organisierten Arbeiter und Angestell­ blickende Männer den Schritt gewagt, ten hätte damals zu träumen gewagt, eine Wohnungsbaugenos­ welche beeindruckende senschaft, eine gemein­ Entwicklung diese Bauge­ nützige eingetragene Ge­ nossenschaft in den folgen­ nossenschaft zu gründen den 100 Jahren nehmen mit dem Ziel, Wohnungen würde. Mit rund 2000 er­ zu schaffen für Menschen, stellten Wohnungseinhei­ die aus eigener Kraft nicht ten ist sie inzwischen nicht in der Lage waren, sich ein nur der größte Vermieter eigenes Dach über dem im Stadtbezirk , sondern Kopf zu erwerben. Dies ist Vorstand: Michael gibt auch dem örtlichen gelungen und wird bis Handwerk und Baugewer­ Rosenberg­Pohl. heute fortgeführt. Ihr be einen starken Impuls Gründungswerk hat viele gute und durch regelmäßige Aufträge. schlechte Jahre überdauert und ist „Wir wollen mit unseren Bauan­ heute ein kaum wegzudenkendes strengungen im Jubiläumsjahr 2019 Glied in der Kette der wirtschaftlichen in Erinnerung rufen, wie es „damals Unternehmungen im Stuttgarter Nor­ war“ und wie wir die Zukunft planen den. Grundlage war die demokratisch und bauen wollen“, sagt Vorstand verfasste Satzung und das Leitmotiv: Michael Rosenberg­Pohl. Man wolle „Einer für alle und alle für Einen“. an die Gefühle der Gründer anknüp­ Die genossenschaftlichen Mitglie­ fen und der vertrauensvollen Loyali­ der bilden eine Solidargemeinschaft, tät der Mitglieder Respekt zollen – in der jeder für jeden da ist. Dass dies „das bestimmt unsere Arbeit heute so ist, zeigt die Bereitschaft der Mit­ und in Zukunft.“

artner petenter P entum. m o k in e Wohneig d wir stets Jahren sin und Verwaltung von 0 0 1 t s fa igentümern Seit nungsvermietung ohnungse W d n u h r o e d für W rer Mitglie Priorität. nheit unse ns immer höchste e d ie fr u Z n Die schaften hat für u in Garant ist daher e g. g n lu gemein k ic che Entw n – ein Leben lan geschäftli n Unsere eres und gutes Wohne für sich H A U S V E R WA LT U N G & V E R M I E T U N G

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Experten mit jahrzehntelanger Erfahrung GARANT Immobilien: Vor Ort in Stuttgart und ganz Süddeutschland

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er eine Immobilie verkaufen möchte, ist nur selten ein Fachmann auf diesem Gebiet. Weder kennt man die komplexen Abläufe eines Verkaufs, noch lässt sich der Wert der Immo­ bilie präzise beurteilen. Halbwissen und Preisschät­ zungen über den Daumen sind schlechte Ratgeber. Für alles braucht es Experten, die zuerst einen realistischen Marktwert ermitteln und auch eventuelle Schwächen von Objekten offen anspre­ chen.

Download über die Home­ page). Aber nicht zuletzt sind es die kleinen und übli­ chen Makler­Tätigkeiten, die den Unterschied ausma­ chen – wenn immer etwas besser, individueller und kundenorientierter ausge­ führt wird, als erwartet.

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Makler des Vertrauens sollte ein renommierter Partner sein GARANT Immobilien steht seit rund 40 Jahren in guter schwäbischer Tradition für In Sachen Immobilien ist das Unternehmen GARANT Immobilien der perfekte Partner. solide, seriöse und verlässli­ che Maklertätigkeit. Mit Viel mehr als nur inzwischen 43 regionalen Büros ist gen. Auch zu Themen wie Verkaufen ein Immobilienmakler GARANT heute das größte inhaber­ oder Vermieten, Nießbrauch, Leib­ geführte Immobilienmakler­Unter­ rente, Erbstreitigkeiten oder Schen­ Das Unternehmen hat in den letzten nehmen in Süddeutschland. Über kungen bieten die Immobilienexper­ Jahren seine Kernkompetenzen er­ 280 engagierte Immobilienexperten ten professionelle Beratung und Lö­ heblich erweitert. Zum Portfolio zäh­ len nun auch gefragte Leistungen wie sungen. Darüber hinaus ermöglichen sind vor Ort im Einsatz. Alle bestens qualifiziert, mit einer profunden Innovationen wie die GARANT­App barrierefreies, seniorengerechtes Aus­ und Weiterbildung an der eige­ jetzt eine schnellstmögliche Werter­ Wohnen, die Beschaffung notwendi­ nen Akademie. ger Energieausweise oder Kapitalanla­ mittlung von Objekten (kostenloser

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Worauf führt Hans Moser, Firmengründer und Vor­ standsvorsitzender, den Erfolg der GARANT Unter­ nehmensgruppe zurück? „Natürlich hat unsere jahr­ zehntelange Erfahrung und Präsenz auf dem Immobili­ enmarkt für ein hohes Grundvertrauen in unsere Arbeit gesorgt. Eine große Rolle spielt sicher auch der Mehrwert, den wir jedem Kunden von Anfang an bieten. So beweisen wir täglich, was wir können. Und versprechen nie­ mals etwas, was wir nicht halten können.“ E GARANT Immobilen: Telefonisch erreichbar Mo bis Fr von 8.30 bis 21 Uhr, Sa von 9 bis 15 Uhr. Weitere Infos unter garant­immo.de

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Wirksame Hauthilfe für eine gesunde und straffe Haut mit LOPOS Kosmetik von Pharmazeut Christian Wolff Die LOPOS Kosmetik Pflege- Serie von Pharmazeut Christian Wolff ist eine hochkonzentrierte Intensivpflege, die Ihre Hautwünsche wahr werden lässt! LOPOS Kosmetik bietet eine wirkungsvolle Lösung für Menschen mit verschiedenen Hautproblemen, wie allergische Haut, Akne, Neurodermitis oder Rosacea. Nebenbei strafft sie die Haut mit einem natürlichen Anti-Aging-Effekt durch ihre hohe Konzentration an Omega-6-Fettsäuren. Gerade für Menschen mit zu Hautproblemen neigender Haut, die sich gleichzeitig ein wirksames Anti-Aging wünschen, ist LOPOS Kosmetik besonders zu empfehlen. Häufig scheinen sich diese beiden Bedürfnisse nicht miteinander vereinbaren zu lassen. Hautfremde High-Tech-Wirkstoffe der konventionellen Kosmetikindustrie, die eine straffe, jugendliche Haut versprechen, reizen insbesondere die Haut jener Menschen, die ohnehin von Hautproblemen geplagt sind. Viele Menschen haben in der Hoffnung auf eine Verbesserung ihrer Hautprobleme bereits häufig mit einer Vielzahl an Produkten experimentiert. Leider bringen diese nur allzu oft nicht die ersehnte Linderung. Viele Patienten haben die Hoffnung auf eine sowohl gesunde als auch straffe Haut, in der sie sich in ihrem Alltag wohlfühlen, schon fast aufgegeben. Die Problematik ist, dass die meisten sogenannten Anti-Aging-Wirkstoffe nicht in der Haut vorkommen und hautfremd sind. Inhaltsstoffe, die nicht hautidentisch sind, können der Haut sogar scha-

den, weil sie die Haut reizen. Die Folge: Pickel, Rötungen, Trockenheitsfältchen bis hin zu Ausschlag und Akne. Da Christian Wolff früher selbst starke Hautprobleme hatte, beschloss er, eine Pflege zu entwickeln, die wirklich hilft. Bereits im Pharmazie-Studium hat der

die Lebensqualität durch Hautprobleme beeinträchtigt sein kann: „Als junger Mann konnte ich mich im Sommer aufgrund meiner starken Allergie höchsten zwei bis drei Stunden draußen aufhalten“, berichtet er. Christian Wolff hat sich in der Region

Apotheker angefangen, an seiner besonderen Wirkformel zu forschen. Der Apotheker kann den Leidensdruck nachempfinden und weiß, wie stark

einen Ruf als Hautspezialist erarbeitet. Neben der Hautberatung steht er seinen Kunden auch mit Beratung zu ergänzender Ernährung und fachkun-

Wirksames Anti-Aging

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digem Rat zur Seite. LOPOS Kosmetik setzt da an, wo die Haut durch ihre Gesundheit schön wird und so ihr jugendliches Aussehen erhält. Mit seiner Kosmetiklinie konnte der Pharmazeut bereits vielen Menschen helfen, ihre Hautprobleme nachhaltig in den Griff zu bekommen: LOPOS Kosmetik besteht aus hautidentischen Bestandteilen, verzichtet auf hautfremde Wirkstoffe und ist daher besonders verträglich. Die Besonderheit liegt in der Reinigung der Haut ohne Wasser und in dem Hauptwirkstoff Nachtkerzenöl, der lebenswichtige Omega-6-Fettsäuren enthält. Diese sind entscheidend für die Regulierung des Gleichgewichts von Fett und Feuchtigkeit der Haut. In der Barriereschicht der Haut verhindern sie das Eindringen von Viren, Bakterien und Umweltgiften in die Haut, regulieren die Feuchtigkeit, beruhigen die Talgdrüsen und sind zudem für die Elastizität und Geschmeidigkeit der Haut zuständig. Wenn in der Haut die optimale Konzentration an Omega-6Fettsäuren vorhanden ist, wenn die Schutzbarriere der Haut wieder undurchlässig für das Eindringen von Allergenen, Keimen und anderen Reizstoffen ist und wenn das Wasser in der Haut nicht mehr vorzeitig verloren geht, wird die Haut nach konsequenter Anwendung des LOPOS-Pflegeprinzips fühlbar und sichtbar gesünder und straffer.


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Hier wird Ihnen geholfen Anlaufstellen für Touristen und Einheimische

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Touristeninformation

ohin können sich die Besu­ cher der Schwabenmetropole wenden, wenn sie Hilfe oder eine Auskunft benötigen? Auf dieser Seite haben wir viele Telefonnummern und Ansprechpartner aufgelistet, die bei alltäglichen Problemen und Fra­ gen helfen: von Konzertkarten über die Stadtrundfahrt bis zum Tierarzt.

i­Punkt City Königstraße 1a, 70173 Stuttgart geöffnet: täglich 9 bis 20 Uhr Flughafen Stuttgart Terminal 3, Ebene 2 geöffnet: täglich 8 bis 19 Uhr

Tourist­Information Fernsehturm (Info­Monitore und Prospekte) Jahnstraße 120, 70597 Stuttgart geöffnet: täglich 10 bis 23 Uhr Buchungsservice: 0711/222 81 00 Kartenvorverkauf: 0711/222 81 11

Fundbüros

Notfalldienste

Bus & Bahn

Rathaus

Das Fundbüro der Stadt, Hauptstät­ ter Straße 66, hat Montag bis Freitag von 8.30 bis 13 Uhr sowie donners­ tags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Tele­ fon: 216­89494, 216­89496. Email: fundsachenstelle@stuttgart.de. Die Fundstelle der Stuttgarter Straßen­ bahnen, Schöttlestraße 2, hat mon­ tags und donnerstags von 14 bis 18 Uhr und Dienstag bis Freitag von 9 bis 12.45 Uhr geöffnet. Telefon: 0711/7885­3333. Der DB­Fundser­ vice im Hauptbahnhof hat Montag bis Freitag von 6.30 bis 20 Uhr sowie Samstag/ Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Telefon: 0711/2092­2447.

Krankentransport Telefon 0711/19222 Ärztlicher Bereitschaftsdienst Montag bis Donnerstag 19 bis 7 Uhr, Freitag 14 bis 7 Uhr, Samstag, Sonn­ tag und Feiertag rund um die Uhr, Te­ lefonnummer 116 117 Notfallpraxis Marienhospital Allgemeinmediziner/Internisten, Gynäkologen, HNO­Ärzte, Orthopä­ den/Chirurgen, Montag bis Donners­ tag 19 bis 1 Uhr, Freitag 14 bis 1 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertage 7 bis 1 Uhr. Der psychiatrische Notfall­ dienst endet bereits um 0 Uhr. Kinderärztlicher Notfalldienst Montag bis Freitag von 19 bis 22 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 9 bis 22 Uhr: Telefonnummer 0180 60 71 112, sonstige Zeiten: Tele­ fonnummer 0711/278 73011. Augenärztlicher Notfalldienst Telefon 0180 607 11 22, Zahnärztli­ cher Notdienst 0711/93 30 47 00 Zahntechnischer Notdienst Montag bis Freitag 8 bis 20 Uhr, Sams­ tag von 9 bis 15 Uhr Dental­Labor Os­ wald Telefon 0711/72 86 400

Die Kundenzentren der Stuttgarter Straßenbahnen AG sind unter Tele­ fon 0711/7885 3333 zu erreichen. Die beiden Kundenzentren am Hauptbahnhof (oben und Klett­ Passage) haben von 7.30 bis 18.30 Uhr geöffnet, das Kundenzentrum in der Rotebühlpassage unter der Wo­ che von 7.30 bis 18.30 Uhr. An der Haltestelle Charlottenplatz stehen Ansprechpartner der SSB Montag bis Freitag von 7.30 bis 18.30 Uhr und am Samstag von 10 bis 14 Uhr zur Verfügung. Die Bahn­Hotline (20 Cent pro Minute aus dem Festnetz) erreicht man unter Telefon 0180 6 99 66 33. Die kostenlose Fahrplanaus­ kunft hat die Rufnummer 0800 1507090. Anlaufstellen in Stuttgart sind das Reisezentrum der Deut­ schen Bahn im Hauptbahnhof, das von Montag bis Freitag von 6 bis 22 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 7 bis 22 Uhr geöffnet hat. Das Reise­ büro der Deutschen Bahn (auch im Hauptbahnhof) ist unter der Woche von 9 bis 19 Uhr und samstags von 9 bis 14 Uhr geöffnet.

Im Foyer des Stuttgarter Rathauses können sich Touristen und Bürger von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr über Veranstaltungen und Se­ henswürdigkeiten informieren las­ sen. Elternservice: Toiletten, Kinder­ zimmer, Spielecke und Wickelplatz bieten eine praktische Möglichkeit. Buggy­Verleih gegen Pfand (50 Euro und Kopie des Personalausweises).

Taxi Die Taxizentrale Stuttgart hat die Rufnummer 0711/5 51 00 00, am Flughafen 0711/948 4409. SSB­Fahr­ gäste können ab 20 Uhr beim Zug­ führer ein Taxi bestellen, das direkt zur gewünschten Haltestelle kommt. Für Frauen übernimmt die SSB einen Kostenanteil von fünf Euro.

Behördennummern Sie haben Ihren Ausweis verloren, be­ nötigen wichtige Dokumente oder wissen nicht genau, an wen Sie sich in Stuttgart mit Ihrem Problem wenden sollen? Die Behördennummer 115 hilft Ihnen weiter. Zum normalen Ortstarif ist die 115 aus dem Festnetz und den meisten Mobilfunknetzen erreichbar. Die Mitarbeiter sind mon­ tags bis freitags von 8 bis 18 Uhr für Sie da. 75 Prozent aller Anrufe werden innerhalb von 30 Sekunden ange­ nommen. Weitere Informationen unter www.115.de.


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Apps(­olute) Informationsvielfalt Wie Smartphones und Tablets den Aufenthalt erleichtern

E Messe Stuttgart

Mit der App hat man Zugriff auf alle Veranstaltungen der Landesmesse Stuttgart. Schon im Vorfeld des Besuchs stehen Ausstellerlisten sowie Messe­ und Kongressprogramme zur Verfügung. Dynamische Hallen­ und Geländepläne er­ leichtern die Orientierung (für Apple und Android erhältlich).

Wer in den 1980er­Jahren eine Städtereise plante, griff früher oder später zum Reiseführer. Im Elektronikzeitalter bieten Smartphones und Tablets eine komfortable Alternative: Über Apps kann man sich schnell über die Attrakti­ onen der unterschiedlichen Metropolen informieren. Auch für die Landes­ hauptstadt stehen Nutzern mit Android­ und Apple­Betriebssystemen zahl­ reiche solcher Anwendungen zur Verfügung. Eine davon ist die offizielle App der Stadt Stuttgart. Sie bietet nicht nur Stuttgartern kostenlos die neuesten Nachrichten aus dem Talkessel, sondern auch Touristen eine große Über­ sicht, was wann und wo passiert. In der Rubrik „Sehenswürdigkeiten“ werden beispielsweise die interessantesten Ausflugsziele aufgelistet. Eine Karte der Stadt zur besseren Orientierung steht natürlich ebenfalls zur Verfügung. Doch damit nicht genug: Smartphone­ und Tablet­ Nutzer können sich unter anderem Veranstaltungen nach Datum anzeigen lassen. Auch praktisch: Wer die Adresse der nächstgelegenen Kneipe, den Standort des nächsten Wickel­ platzes, eine öffentliche Toilette oder einfach ein freies Parkhaus sucht, weiß dank der Stuttgart App, wo es langgeht. Selbst Laufstrecken – übersichtlich nach Schwierigkeiten und Dauer sortiert – können sich sportliche Besucher anzeigen lassen. Die App der Stadt Stuttgart ist nicht die einzige nützliche Anwendung, um die Schwabenmetropole zu erkunden. Auf dieser Seite fin­ den sich weitere Vorschläge.

E Flughafen Stuttgart

Der Service für Passagiere und Besucher umfasst unter anderem Fluginformationen, Sicherheits­ und Gepäck­ bestimmungen sowie den Online Check­in. Außerdem kann man sich über Park­, Shopping­ und die Gastrono­ mie­Möglichkeiten informie­ ren. Selbst dieWartezeit an der Sicherheitskontrolle wird angezeigt (erhältlich für Apple und Android).

E Fernsehturm E Taxi

Aktuelle News, viel Wissens­ wertes und zwei Spiele gibt es in dieser neuen App. Vor Ort begleitet ein Audioguide mit interessanten Anekdoten zu einigen Stationen des Fern­ sehturms. Mit den „Fotorah­ men“ kann man den eigenen Schnappschüssen „Grüße vom Turm“ verpassen.

Taxi in Stuttgart und Umge­ bung bestellen. Die Anfahrt des Taxis wird angezeigt. Bei Angabe einer Zieladresse sind auch Preisauskünfte möglich (erhältlich für Apple und Android).

E Regions­Touren

E VVS Mobil

E Moovel

E Stadtbibliothek

Eine Auszeit vom Alltag neh­ men und die Natur genie­ ßen... In der App „Touren Re­ gion Stuttgart“ gibt es viele Ideen für Ausflüge, Wande­ rungen und Radtouren in der Natur. Viele Touren eignen sich für die ganze Familie – ideal für einen Wochenendausflug.

Das Auskunftssystem für den öffentlichen Verkehr in Stutt­ gart und den Landkreisen Ess­ lingen, Rems­Murr­Kreis, Lud­ wigsburg und Böblingen. Ver­ bindungen und Abfahrten ab­ rufen, teilweise können Echt­ zeitinformationen abgerufen werden (erhältlich für Apple und Android).

Über Moovel sind alle Ver­ kehrsmittel in einer App ver­ eint. Ob car2go, öffentlicher Nahverkehr, Taxi, Mitfahrgele­ genheit, Mietfahrräder oder Bahnverkehr: erst vergleichen, dann fahren. Moovel ist Fahrplanauskunft und Routen­ planer gleichermaßen (erhält­ lich für Apple und Android).

Die App beinhaltet Audiofüh­ rungen zu der sehr außerge­ wöhnlichen Architektur der Stadtbibliothek hinter dem Hauptbahnhof, Audioführung zu Nutzung und Konzept, Videos über den Bau der Bi­ bliothek und Informationen für den Besuch (erhältlich für Apple und Android).


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Einkaufen & Service

MEIN STUTTGART 2018/2019

Größer, teurer, älter Rekorden in der Landeshauptstadt auf der Spur Von Andrea Eisenmann

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ie Jagd nach immer neuen Best­ marken gibt es nicht nur im Sport. Auch im Fall von Städten wird gern nach Superlativen Ausschau gehalten, um diese anschließend mitei­ nander zu vergleichen und Rankings zu erstellen. Von der Gebäudehöhe, über die Passantenanzahl auf der Einkaufs­ meile bis hin zu den Ausgehmöglichkei­ ten: Es gibt nichts, was es nicht gibt und nicht verglichen werden kann.

Die Schwabenmetropole muss sich dabei nicht verstecken, auch sie kann mit einigen verblüffenden Rekorden und Besonderhei­ ten aufwarten. Wussten Sie schon alles über Stuttgart? Wenn nicht, haben wir hier einiges Kurioses und Wissenswertes zusammengetragen. Mit diesem speziel­ len Know­how über die Landeshaupt­ stadt können Sie wahrscheinlich keinen Lehrer oder Vorgesetzten beeindrucken, aber vielleicht ihren Beifahrer während eines Staus oder ihren Sitznachbarn in der Stadtbahn bei Laune halten.

Die teuerste Wohnung ...

Der tiefste Brunnen ...

Das längste Stäffele ...

... liegt im Stuttgarter Nor­ den. Es handelt sich um eine Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus an der Robert­Bosch­Straße (Killesberg). Diese soll für die stolze Summe von 16 941 Euro pro Quadrat­ meter verkauft worden sein.

... ist der Mönchsbrunnen im Stadtteil Münster. 25 Meter geht es dort in die Tiefe hinab. Benannt ist der Brunnen nach einem Mönch, der in der frühen Neuzeit entscheidend an der Gründung von Münster mitgewirkt haben soll.

... ist die Willy­Reichert­Staf­ fel im Süden der Stadt. 408 Stufen müssen hier erklom­ men werden. Vom Ende der Römerstraße geht es bis zur Humboldtstraße hoch. Auch seinem Grantler­Kollegen Oscar Heiler wurde übrigens eine Staffel gewidmet.

Das erste Kino ...

Der höchste Punkt ...

Das älteste Wohnhaus ...

... ist das Delphi in der Tü­ binger Straße. Im März 1912 wurde das Kino unter dem Namen „Union Theater“ eröffnet und konnte mit seinen 500 Plätzen locker mit den Film­Palästen in anderen Großstädten mit­ halten. 1965 wurde es in „Delphi“ umbenannt.

... in Stuttgart ist im Stadtteil Vaihingen zu finden: die Bernhartshöhe mit 594 Me­ ter über Normalnull. Dahin­ ter verbirgt sich kein natürli­ cher Berg. Stattdessen wurde in den 1970er­Jahren Materi­ al aufgeschüttet, das aus dem Tunnelbau für den Schienen­ verkehr stammte.

... ist noch nicht eindeutig bestimmt. Lange Zeit wurde das Klösterle in Bad Cann­ statt, erbaut 1483, als ältestes Haus erachtet. Allerdings kam vor einigen Jahren he­ raus, dass der Dachstuhl des Wohnhauses in der Brähles­ gasse 21 offenbar aus dem Jahr 1348 stammt.


Man kommt als Besucher. Und geht als Fan. Das Porsche Museum. Mehr unter: www.porsche.de/museum


Aus dem Besten der Region.

Die Leidenschaft unserer Braumeister und die Verwendung von ausgewählten Zutaten, die zu 100 % aus der Region stammen, verleihen unseren Bieren ihren unverkennbaren Charakter.

Magazine Mein Stuttgart 2018  
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