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WEIHNACHTS BEILAGE 2018

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Editorial

EDITORIAL Haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, ihre Geschenke schon besorgt? Dann zählen Sie zu den 40 Prozent der Deutschen,die sich im November auf die Suche gemacht haben. Oder gar zu den 18 Prozent, die sich laut der Deloitte Christmas Survey 2018 bereits vor dem 1. November um Präsente für die Liebsten kümmern. Wer eher zum Rest gehört, wird vielleicht beim Schmökern in diesem Weihnachtsmagazin fündig. Neben zahlreichen Geschenkideen (Seiten 12 bis 14) und Buchtipps (Seiten 16 und 17) gibt es interessante Geschichten. Eine Kulturwissenschaftlerin erklärt, warum wir schenken (Seiten 8 bis 10), und Kinder verraten,wer bei ihnen die Geschenke bringt (Seiten 20 und 21). Hoffentlich dann aber nicht das hässlichste Geschenk, an das sie sich noch lange erinnern – so wie Menschen,die wir in einer Straßenumfrage befragt haben (Seite 22).

Dass Kinder für ihre Eltern ein Geschenk sind, ist nichts Neues. Aber wie fühlt es sich an, wenn man ein echtes „Christkind“ ist? Das wissen Menschen, die am 24. Dezember Geburtstag haben. Außerdem erzählt eine Hebamme vom Zauber der Heiligen Nacht im Kreißsaal – in unserer Titelgeschichte (Seiten 3 bis 6). Ein Blick über den kulturellen Tellerrand hinweg bieten ein syrischer Flüchtling und ein koptischer Christ aus Ägypten. Sie schildern, wie das Weihnachtsfest in ihrer Heimat gefeiert wird – und was ihnen hierzulande vollkommen neu war (Seiten 18 und 19). Nun wünschen wir Ihnen viel Freude mit der EZ-Weihnachtsbeilage. Lassen Sie die Geschichten auf sich wirken und sich von den Geschenkideen inspirieren. Haben Sie eine fröhliche Advents- und Weihnachtszeit ohne zu großen Besorgungsstress! Ihre Redaktion

Impressum Redaktion: Doris Brändle Stephanie Danner Nathalie Kauder Nicole Spiegelburg Gerd Schneider (V.i.S.d.P.) Anzeigen: Carsten Schübeler (verantwortlich) Fotos: Roberto Bulgrin dpa, privat Adobe Stock: kegfire, Matthias Enter, JiSign, sarsmis, Arlenta, Sunny studio, Matthias Enter, agrino, Lysenko.A, Romolo Tavani, Layout: Laura Hendriksen Druck: Bechtle Verlag&Druck, Esslingen

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Titelstory

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ZU WEIHNACHTEN GEBOREN

„Wenn wir eine

Von Stephanie Danner und Nathalie Kauder Es ist die Geschichte vom neugeborenen Kind in der Krippe, von der Geburt im Stall, der Geburtstag Jesu, den Christen in aller Welt an Weihnachten feiern. Doch wie erlebt eine Hebamme die Geburt im Kreißsaal in der Heiligen Nacht? Und wie geht es eigentlich Menschen, die am gleichen Tag wie Jesus Geburtstag haben? Ist das toll – oder stiehlt ihnen da jemand die Show? Eine Hebamme und mehrere Christkinder erzählen.

Seit annähernd 30 Jahren ist Franziska Sandkühler als Hebamme tätig, ungefähr 2000 Kindern hat sie seither auf die Welt geholfen – das schätzt sie zumindest. „Anfangs zählt man noch.“ Trotzdem sei jede Geburt

anders und auf ihre Art einzigartig. Vom Datum allein mag sie das nicht abhängig machen. Dennoch verspürt die 51-Jährige während ihres Dienstes an Weihnachten eine ganz besondere Stimmung. „Es ist viel ruhiger als sonst, die Stationen sind mit Tannenzweigen und Sternen geschmückt und man ist sich einfach bewusst, dass Feiertag ist.“ Genau wegen dieser Atmosphäre kommt sie in der Heiligen Nacht gerne zum Dienst. Nach dem gemeinsamen Essen mit Mann und Schwiegermutter fährt sie nach Ruit ins Krankenhaus. Die meiste Zeit ihres Berufslebens hat sie dort im Kreißsaal gearbeitet.

ruhige Nacht haben und nur ein Kind zur Welt kommt, dann setze ich mich auch mal mit einer Tasse Tee zu der Frau.“ Und wenn der erste Schrei des Babys dann durch die Stille der Nacht dringe, sei das „ein bisschen wie an Weihnachten“. – Hebamme Franziska Sandkühler


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Titelstory

„Ich bin Schreiner wie Jesus und als Diakon erzähle ich von Jesus. Das ist einfach toll.“ – Bernd Schwemm, der am 24. Dezember Geburtstag hat

Die Leidenschaft für ihren Beruf ist Franziska Sandkühler anzumerken. „Es ist mein Traumberuf“, sagt sie während sie im Schneidersitz auf einem Entbindungsbett mitten im Kreißsaal sitzt und erzählt. Weil es an Feiertagen generell keine geplanten Operationen gebe und die Stationen leerer sind als sonst („Die Patienten wollen ja nach Hause“), verläuft auch der Dienst ruhiger. Wie viele Schwangere mit Wehen kommen, könne man nicht pauschal beantworten. Auch an anderen Tagen des Jahres sei das unterschiedlich. „Mal sind es sechs Geburten am Tag, mal eine“, sagt sie. An Weihnachten könne es vorkommen, dass man – sofern medizinisch vertretbar – eine Frau mit Blasensprung nochmals heim zur Familie schicke oder eine Einleitung etwas hinauszögere. Es sei auch schon vorgekommen, dass eine Drittgebärende erst kam, als die Bescherung mit den größeren Kindern vorbei war. „Dann ist innerlich Platz für die Wehen“,sagt Franziska Sandkühler.

Heimelige Atmosphäre im Kreißsaal

Rein statistisch dürfte Weihnachten als Geburtsdatum nicht sehr häufig vorkommen. Zwar gibt es keine taggenauen Zahlen, aber Monatsbetrachtungen. So zeigt die Erhebung des Statistischen Bundesamtes für 2017, dass die meisten Geburten im Juli lagen: 71.805. Pro Tag sind das 2316 Kinder. Weil der September (insgesamt 69.606) nur 30 Tage hat, kamen hier mit 2320 Kindern pro Tag die meisten zur Welt. Und im Dezember? Da gab es 2017 in Deutschland 61.792 Neugeborene, was pro Tag 1993 Babys macht – so wenige wie in keinem Monat sonst.

An eine etwas kuriose Situation an einem Heiligabend erinnert sie sich noch gut. Sie empfing die werdenden Eltern mit den Worten: „Schön, dann bekommen Sie heute Ihr Christkind.“ Da habe der Mann geantwortet: „Nein, wir sind Muslime.“ Ganz unabhängig davon weiß Franziska Sandkühler, dass sich Paare, die an der Kreißsaaltür klingeln, auf ihr Kind freuen – „egal an welchem Tag“. Für eine heimelige Atmosphäre sorgten sie und ihre Kolleginnen sowieso immer. „Wir schauen, dass es warm ist und das Licht gedämpft.“ Auf einer Kommode leuchtet eine Salzkristalllampe und im Nu hat die Hebamme per Knopfdruck über der Gebärwanne einen Sternenhimmel gezaubert. In dieser Atmosphäre habe auch eine Geburt an anderen Tagen so etwas wie Weihnachtscharakter. „Wenn wir eine ruhige Nacht haben und nur ein Kind zur Welt kommt, dann setze ich mich auch mal mit einer Tasse Tee zu der Frau.“ Und wenn der erste Schrei des Babys dann durch die Stille der Nacht dringe, sei das „ein bisschen wie an Weihnachten“.

Ihre eigene Schwester, die in Ulm wohnt, hat Franziska Sandkühler bei vier Hausgeburten unterstützt. „Stallgeburten hatte ich noch nie“, scherzt die Hebamme. Aber dennoch sei es faszinierend, wie man auch der Natur ihren Lauf lassen könne. „Es funktio-

niert“, sagt sie – und auch im Krankenhaus könne man auf Wunsch der Gebärenden eine möglichst naturnahe Geburtsatmosphäre schaffen. Das tolle an der Hausgeburt sei, dass am nächsten Morgen der Rest der Familie komme, um das Baby zu bestaunen. „Das hat schon Hirtencharakter.“

Dass Eltern sich Weihnachten als Geburtstag für ihr Kind wünschen, glaubt Franziska Sandkühler nicht. „Die große Menge wünscht sich das nicht.“ Es sei selten, dass sich ein Paar freut, dass es genau dieser Tag ist. Aber auch da kann die Natur nicht aufgehalten werden.

„Heute hat Jesus Geburtstag“ – und der kleine Bernd So war es denn auch bei Bernd Schwemm vor demnächst 55 Jahren. Der Esslinger sagt heute: „Weihnachten ist Weihnachten. Da schnappt der Geburtstag hinten runter.“ Er erinnert sich, dass er das Datum als Kind als besonders und unfair zugleich empfunden hat. Man bekomme eben nur einmal Geschenke, nicht zweimal im Jahr – „und einen Kindergeburtstag gab’s an Heiligabend auch nie“. An eine lustige Begebenheit aus der Kindheit erinnert er sich noch: Einmal sagte der Pfarrer im Spät-Gottesdienst: „Heute hat Jesus Geburtstag.“ Da rief der kleine Knirps: „Ich auch!“ Diese Anekdote durfte sich Bernd Schwemm noch Jahre später anhören.

Seit Jahrzehnten steht der Esslinger selbst im Dienst der Kirche: als Diakon in Hegensberg-Liebersbronn, als Leiter des Waldheims und seit sechs Jahren als Verantwortlicher für die Esslinger Vesperkirche. Seit 15 Jahren organisiert er gemeinsam mit seiner Frau das Krippenspiel. Da wird dann gratuliert „und die Gemeinde singt für mich“, erzählt der zweifache Vater.

Bernd Schwemm: Schreiner, Diakon und Christkind.

Im privaten Umfeld fallen die Geburtstagsfeiern aber nach wie vor klein aus. „Runde Geburtstage feiere ich etappenweise. Da haben alle mehr davon“, hat er


Titelstory

„FROHE “ WEIHNACHTEN

festgestellt. Und mit dem Datum hat er schon lange seinen Frieden gemacht,denn es gibt auch Gemeinsamkeiten mit dem Christkind: „Ich bin Schreiner wie Jesus und als Diakon erzähle ich von Jesus. Das ist einfach toll.“

Die Rituale bleiben Freude an seinem Geburtstag hat auch Christian Herbrik – der ja sogar den „Christ“ im Namen trägt. Der angehende Architekt sagt: „Jedes Jahr, wenn sich der 24.12. nähert, grüßt täglich das Murmeltier.“ Kurz vor Weihnachten fahre er zu seinen Eltern nach Hause. „Alltag und Stress bleiben in meinem neuen Zuhause zurück. Bei meinen Eltern ist fast alles so wie es immer war.“ Am Vorabend des Geburtstags „liege ich meistens schon früh im Bett und freue mich auf den Morgen“. Denn da erwartet ihn seit inzwischen 28 Jahren im Wohnzimmer eine Zahl aus Süßigkeiten, umringt von kleinen und großen Paketen, die die Mutter liebevoll drapiert hat. Natürlich hätten sich Inhalt und Anzahl der Päckchen über die Jahre geändert, sagt der junge Mann. „Aber das ist egal, denn die Geste und das jährliche Ritual, an dem immer noch die gesamte Familie zusammenkommt, stehen im Mittelpunkt.“ Das gleiche gilt für das Geburtstagsfrühstück. Gestern

Ein Cowboy-Hut und ein Schaukelpferd zum Geburtstag: Bernd Schwemm als Kind.

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„Ich werde oft gefragt, ob das nicht ein ,Scheiß-Tag‘ als Geburtstag ist. Da fällt meine Antwort immer gleich aus: Nein. Der Geburtstag ist viel mehr als die Summe der Geschenke.“ – Christian Herbrik, Christkind

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Titelstory

noch überall verstreut, sind die Jugend- und Schulfreunde wieder alle da: Um 10 Uhr, zum gemeinsamen Anstoßen auf Christian Herbriks Geburtstag. „Ich werde oft gefragt,ob das nicht ein ,Scheiß-Tag‘ als Geburtstag ist. Da fällt meine Antwort immer gleich aus: Nein. Der Geburtstag ist viel mehr als die Summe der Geschenke.“

„Wir mussten immer ein volles Jahr warten, bis es wieder Geschenke gab. Das Problem hatten Kinder, die im Sommer geboren wurden nicht, da waren die Präsente immer gut aufs Jahr verteilt.“ – Die Zwillinge Dominik und Jennifer Wittwar

„Nicht jeder kann behaupten, ein Christkind zu sein“ Wie man den eigenen Geburtstag und Weihnachten unter einen Hut bekommt, wissen auch die Zwillinge Jennifer und Dominik Wittwar aus Plochingen. „Als wir Kinder waren, haben wir unseren Geburtstag mit unseren Freunden immer erst Wochen später nachgefeiert. Ich erinnere mich, dass ich es schade fand, dass wir unseren Geburtstag nicht ganz für uns feiern konnten“,sagt die 27-jährige Jennifer. „Aber dafür haben mein Bruder und ich immer zusammen gefeiert. Die Geschenke zum Geburtstag gab es dann am Morgen des 24. Dezember, Weihnachten wurde am Abend gefeiert.“ Was sie als Kinder gestört hat: „Wir mussten immer ein volles Jahr warten,bis es wieder Geschenke gab. Das Problem hatten Kinder, die im Sommer geboren wurden nicht, da waren die Präsente immer gut aufs Jahr verteilt.“

Als Sechsjährige seien sie an Heiligabend auch einmal enttäuscht vom Auftritt des Kinderchores heimgekommen. „Keiner hat uns gratuliert.“ Seitdem die Zwillinge erwachsen sind, feiern sie immer gemeinsam vom 23. auf den 24. Dezember in ihren Geburtstag rein. Seit vielen Jahren ist das auch bei ihren Freunden ein fixer Termin im Kalender. „Das ist zur schönen Tradition geworden“, sagt Jennifer Wittwar. „Heute finde ich, dass es etwas Besonderes ist, an diesem Datum Geburtstag zu haben. Nicht jeder kann von sich behaupten, ein Christkind zu sein“.

Die Zwillinge Jennifer und Dominik Wittwar an ihrem 5.Geburtstag.


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Interview

„DU KRIEGST WAS, MUSST ABER BRAV SEIN“ Warum wir schenken – und warum es heute anstrengender ist als früher KARIN BÜRKERT ist Kulturwissenschaftlerin an der Uni Tübingen. Doris Brändle hat sich mit ihr unterhalten.

Seit wann hat Weihnachten was mit Schenken zu tun? Man beschenkt sich noch gar nicht so lange an Weihnachten. Wir kennen den Brauch von St. Nikolaus am 6. Dezember. Der Bischof von Myra war ja berühmt dafür, dass er die Kinder beschenkt hat. Erst nach der Reformation und vor allem seit dem 19. Jahrhundert wurde das Schenken zentraler Bestandteil des Weihnachtsfestes. Warum? Das hat viel damit zu tun, dass die Kleinfamilie sich bestärkt hat durch das gegenseitige Schenken. Die Familie mit Vater, Mutter und Kind – vielleicht noch die Großeltern dazu – spielt ja erst seit etwa 300 Jahren eine Rolle. Früher waren die Familienverbünde einfach noch größer. Die Weihnachtsfeste haben öffentlich oder draußen stattgefunden. Die Konzentration auf die Kleinfamilie hat sehr stark mit der Industrialisierung und damit der Trennung in Privates und öffentliche Räume zu tun. Die Familie zieht sich erst seit dem 18. oder 19. Jahrhundert in der Weihnachtszeit verstärkt zurück. Schenken ist also kein reiner Selbstzweck? Nein, Geschenke haben eine stark soziale Funktion. Es geht darum, die Verbindungen innerhalb der Familie aber auch zu Freunden zu bestätigen und zu verstärken. Man spricht von Geben

und Nehmen. Ich habe also auch die Verpflichtung, etwas zurückzugeben. Gilt das auch für Geschenke an Kinder? Dass man Kinder beschenkt, hat auch erst im 19. Jahrhundert stark zugenommen. Die Eltern sagten dem Kind mit einem Geschenk, wir geben dir etwas, aber du hast dafür auch Gehorsam zu leisten. Zu dieser Zeit wurde das Thema Kindheit und Erziehung erst entdeckt. Es kamen die ersten Erziehungsratgeber auf den Markt. Auch beim Adventskalender, der ja aus einem Hamburger Kinderheim stammt, geht es nicht einfach nur darum, die Zeit bis Weihnachten zu versüßen. Es geht auch darum, höflich und geduldig zu warten. Er hat eine ganz klar erzieherische Funktion. Du kriegst was, musst aber dafür brav sein. Erwarten Eltern heute noch immer Gehorsam als Gegengabe für ein Geschenk? Das Kind weiß damit ganz genau,wo sein Platz ist,das ist heute immer noch so. Je älter Kinder werden,desto klarer wird ihnen,dass sie auch was zurückschenken müssen,um sich zu emanzipieren. Denken Sie an sich selbst: Irgendwann in der Pubertät hat man angefangen,den Eltern auch was zu schenken. Das hat auch was mit Abnabelung zu tun und zeigt,ich bin jetzt ebenbürtig. Dadurch ist die Hierarchie aufgebrochen und ich lasse mir eventuell eben nicht mehr alles sagen. Wenn ich hingegen nur annehme und nichts zurückgebe,bedeutet das auch symbolisch: Ich ordne mich dir unter.


Interview

Früher war es okay, einen Kochtopf oder Socken zu schenken. Heute ist das verpönt. Wie hat sich das Schenken verändert? Das Schenken ist noch mehr aufgeladen worden. Vor einiger Zeit war es noch sozial akzeptiert, Dinge des Haushalts zu verschenken, weil sie einem das Leben erleichtert haben. Das war schon genügend Sinn. Man muss immer bedenken, ich transportiere eine Botschaft an meinen Nächsten, indem ich ihm etwas schenke. Deswegen erschrickt man auch manchmal, wenn man zum Beispiel Deo oder Kosmetikartikel geschenkt bekommt. In der Botschaft von Kochtöpfen steckte früher die Botschaft, ich möchte dir das Leben erleichtern – eine schöne Botschaft. Heute steckt da eher drin, koch mal wieder. Heute liest man lieber Botschaften, die sagen, ich sehe in dir etwas ganz Besonderes. Sieh mal, das habe ich mir für dich ausgedacht. Das

sagt manchmal viel mehr über den Schenkenden selbst aus: Guck mal, wie kreativ und toll ich war. Das ist eine Entwicklung, die man in der Wissenschaft Kreativitätsdispositiv nennt: möglichst kreativ sein – und das möglichst überall und immer.

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Da schneiden Geldgeschenke aber schlecht ab. Ja, so ein bloßer Geldschein ist nicht mehr so angesehen, obwohl ihn sich viele wünschen. Da steckt einfach wenig Botschaft dahinter. Es sagt wenig über den Schenkenden und wenig, was er dem anderen damit sagen will. Es verstärkt somit den sozialen Bund nicht. Anzeige

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Interview

Schenken Frauen und Männer unterschiedlich? Das würde jetzt ein bisschen auf Stereotype aufbauen, die sagen, dass Frauen besser Botschaften lesen und empfangen können. Und auch, dass es eine weibliche Eigenschaft ist, sich in andere reinversetzen zu können. Ich selbst als Kulturwissenschaftlerin sträube mich immer, diesen Stereotypisierungen noch weiteres Futter zu geben. Denn ich glaube, das verändert sich im Lauf der Zeit. Von männlichen Rollenbildern wurde früher vor allem verlangt, den Lebensunterhalt zu sichern. Sich in andere reinzuversetzen und sich Botschaften für sie auszudenken, gehörte nicht dazu. Aber das ändert sich. Inwiefern? Im Zuge dieses Kreativitätsdispositivs wird von allen, auch von Männern, erwartet, gesellschaftlich möglichst kreativ zu sein. Der ewige Blumenstrauß kommt eben nicht mehr gut an. Da kommen dann solche Erlebnisgeschenke ins Spiel, für die es inzwischen eigene Anbieter gibt. Es muss was ganz Besonderes sein, aber es darf auch nicht die Männlichkeit verletzen, weder die des Schenkenden noch die des Beschenkten. Also kann man da wunderbar Fallschirmspringen schenken. Das versöhnt dann wieder traditionelle Rollenbilder mit dem Anspruch,individuell, besonders und kreativ zu schenken. Klingt furchtbar anstrengend. Ja,Schenken ist anstrengender geworden, aber gleichzeitig auch einfacher. Vor 100 Jahren auf dem Land musste ich selbst was nähen oder schnitzen,wenn ich was Besonderes schenken wollte. Heute reicht ein Klick. Die Anspruchshaltung ist aber sicher gestiegen. Schlagen Sie jetzt nur mal eine Frauenzeitschrift auf,was da alles erwartet und gefordert wird,wie man Weihnachten zu gestalten hat. Das sind schon ganz schön hohe Anspruchshaltungen an uns. Und da könnte man sich schon mal überlegen,auf was man sich eigentlich besinnen will. Man kann das christlich sehen oder einfach sozial – es geht beim Schenken darum,dieses soziale Band der Zugehörigkeit zu jemandem zu verstärken. Das steht im Zentrum und nicht das ganze Klimbim drumrum. Das sollten sich beide Parteien des Schenkens hin und wieder ins Gedächtnis rufen – und dann ist es vielleicht nicht ganz so anstrengend.

Haben Sie selbst schon Weihnachtsgeschenke besorgt? Nein, aber ich habe einen Adventskalender gebastelt und verschenkt.


Geschenkideen

SCHÖNE BESCHERUNG Alle Jahre wieder ist man auf der Suche nach netten Ideen und brauchbaren Dingen für seine Liebsten.DasBudget,dasdieDeutschenimDurchschnitt dafür einplanen, liegt bei 476 Euro – und damit auf hohem Niveau, wie die Deloitte Christmas Survey 2018 feststellt. Demnach stehen ganz oben auf der Geschenkliste Pralinen und Co., gefolgt von Geldgeschenken und Gutscheinen. Kinder dürfen sich besonders auf Bücher freuen. 68ProzentderVerbraucherkaufennachAngaben der Studie am liebsten im stationären Handel ein, das Internet dient eher als Quelle der Inspiration.

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Faktencheck

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Lebkuchen gehören zu den Festtagsklassikern. Rund ein Kilogramm des süßen Gebäcks isst der Deutsche laut Bundesverband der Süßwarenindustrie pro Jahr. Deftig mag man es hierzulande auch: Rund 5700 Tonnen Gänsekeulen wurden in den letzten Jahren nach Deutschland importiert – und landeten auf der Festtafel.

Fleißig am Feiertag Mehr als jeder Dritte (35 Prozent) in Deutschland hat Angehörige in der Familie, die über die Feiertage arbeiten müssen – unter anderem im Krankenhaus oder in anderen Gesundheitsberufen. Dies ergab eine Umfrage im Auftrag des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV).

Oh Tannenbaum 52 Prozent der Online-Käufer bevorzugen einen Weihnachtsbaum, der 1,70 Meter oder größer ist. Bei 6,5 Prozent sorgt laut Umfrage des Online-Baumhändlers „Meine Tanne“ sogar noch ein Zweitbaum auf Balkon oder Terrasse für die passende Stimmung.

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Buchtipps

BUCH Für Krimi-Fans

Zülfü Livaneli: Unruhe, Klett-Cotta Verlag, 18 Euro

Nora Krug: Heimat, Penguin Verlag, 28 Euro

Für politisch Interessierte

Für Geschichtsforscher

Bernd Muckenfuß, Inhaber der Buchhandlung am Stadtplatz in Wernau, hat sich in diesem Jahr besonders für das Buch „Unruhe“ von Zülfü Livaneli begeistert. Es ist die Geschichte eines türkischen Journalisten, der in sein Heimatdorf an der syrischen Grenze fährt, nachdem er die Nachricht von der Ermordung eines Schulfreundes erhalten hat. Der Schulfreund hat, im Gegensatz zum Journalisten, die Heimat nie verlassen und sich in einem Lager mit syrischen Flüchtlingen engagiert. Dabei verliebte er sich in eine Jesidin, womit er in seinem muslimischen Umfeld auf Ablehnung stieß. Er entkam knapp einem Mordanschlag und flüchtete in die USA, wo „der Moslem“ dann von weißen Rassisten erschlagen wurde. „Durch die Nachforschungen des Journalisten erfahren wir etwas über das muslimische Leben im tiefsten Anatolien und über die jesidische Religion“, sagt Muckenfuß.

Katja Pfister, Buchhändlerin bei Osiander in Esslingen, legt Geschichtsliebhabern das Buch „Heimat“ von Nora Krug wärmstens ans Herz. Die Autorin und Illustratorin, Jahrgang 1977, lebt in den USA, hat Wurzeln in Karlsruhe und stellt sich die Frage: „Was ist Heimat?“ Nora Krug unternimmt eine literarisch-grafische Spurensuche in der Vergangenheit ihrer Familie. Die gezeichneten und handgeschriebenen Bildergeschichten fügt Krug mit Fotografien, Archiv- und Flohmarktfunden zu einem völlig neuen Ganzen zusammen.

Bernd Muckenfuß‘ Fazit: Ein trauriges, aber trotzdem beeindruckendes Buch!

Katja Pfisters Fazit: „Heimat“ ist ein einzigartiges Erinnerungskunstwerk, in dem Familiengeschichte auf Zeitgeschichte trifft. Am Ende fühlt der Leser sich dazu animiert, die eigene Familiengeschichte zu entdecken.

Michèle Gillmann-Gesser, Inhaberin der Buchhandlung Straub in Nellingen

Bernd Muckenfuß, Inhaber der Buchhandlung am Stadtplatz in Wernau

Olivier Guez: Das Verschwinden des Josef Mengele, Aufbau Verlag, 20 Euro

Für Freunde harter Tatsachen Michèle Gillmann-Gesser, Inhaberin der Buchhandlung Straub in Nellingen, empfiehlt Belletristik-Fans „Das Verschwinden des Josef Mengele“. „Dieser Tatsachenroman von Olivier Guez hat mich wirklich beeindruckt“, sagt die 48-jährige Buchhändlerin. „In absolut fesselnder Art und Weise erzählt er intensiv und spannend - ohne die gesunde Distanz zu einem schwierigen Thema zu verlieren. Mengele, der über Jahrzehnte hinweg „durch Südamerika flüchtete“, seine vielen Freunde und Helfer, nicht zuletzt seine Familie in Günzburg, die ihn immer noch unterstützte, - sie alle werden beleuchtet und den Lesern wird nach und nach klar, warum die Verfolgung dieses fanatischen Unmenschen zum Scheitern verurteilt war.“ Michèle Gessers Fazit: Ein beeindruckender Tatsachenroman, in flüssiger Sprache geschrieben, ein sehr gutes und wichtiges Buch!

„Im Krimi-Bereich gefällt mir nach wie vor die französische Kriminalautorin Fred Vargas“, schwärmt Michèle Gillmann-Gesser. „Ihr neuer Titel „Der Zorn der Einsiedlerin“ ist wieder klasse.“ Darin werden Kommissar Adamsberg und seine „Brigade criminelle“ mit drei toten Männern konfrontiert. Offensichtlich gestorben am Biss der Einsiedlerspinne. Doch deren Gift ist nicht absolut tödlich, weiß Adamsberg und stellt sich die Frage,wer hier nachhalf – und warum. Seine Ermittlungen führen ihn tief in die Vergangenheit der drei Toten. Michèle Gessers Fazit: Fred Vargas hat mit Kommissar Adamsberg einen skurrilen, aber absolut liebenswerten Charakter geschaffen. Fred Vargas: Der Zorn der Einsiedlerin, Limes Verlag, 23 Euro


Buchtipps

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TIPPS Für junge Thriller-Leser Petra Rehkugler von der gleichnamigen Bücherecke in Köngen empfiehlt spannende Lektüre für Jungs: „Thalamus“ von Ursula Poznanski behandelt die Geschichte eines 17-Jährigen. Timo soll sich nach einem schweren Motorradunfall in einer abgelegenen Rehaklinik erholen. Im Markwaldhof werden sensationelle Ergebnisse in der Behandlung von Traumapatienten erzielt. Doch nachts beginnt dort ein anderes Leben. Plötzlich kann Timo ohne Hilfsmittel gehen,wacht in fremden Zimmern auf und hört Stimmen in seinem Kopf, die ihm Rätselhaftes zukommen lassen. Timo deckt eine unglaubliche Geschichte auf. Petra Rehkuglers Fazit: Ein packender Thriller, den ich nur schwer aus der Hand legen konnte. Ursula Poznanski: Thalamus, Loewe Verlag, 16,95 Euro

li it W h t Wehnert: F Felicitas Unsere Gartenschätze im Südwesten, Belser Verlag, 19,99 Euro

G Georg M. O M Oswald: ld Alle, die du liebst. Piper Taschenbuch, 11 Euro.

H f Al M Hayfa Mansour: Das Mädchen Wadjda, cbt Taschenbuch, 9,99 Euro

Für Gärtner

Auch für Männer

Für Teenie-Mädchen

Andrea Bantel, Mitarbeiterin der Köngener Bücherecke, liegen Sachbücher am Herzen. So empfiehlt sie allen Gartenliebhabern „Unsere Gartenschätze im Südwesten“ von Felicitas Wehnert. In diesem Gartenbuch werden Geschichten um alte Obst- und Gemüsesorten erzählt. Die Pflanzengeschichten sind eingebettet in die Porträts ihrer Retter und deren Beweggründe. Auch die Rettungsinseln kommen nicht zu kurz wie das Freilichtmuseum Beuren, der Vogtsbauernhof im Schwarzwald oder das Hofgut Tachenhausen. Die Hauptdarsteller in dem Band sind aber die Pflanzen: Rattenschwanzrettich, Monstranzbohne, Kehlkraut, Zibärtle, Alblinse und viele mehr.

Ulrike Ehrmann, die Inhaberin von Provinzbuch Esslingen empfiehlt „Alle, die du liebst“. Hartmut Wilke ist Anwalt, um die 50 und führt mit seiner Frau seit Langem einen Scheidungskrieg. Zu seinen drei Kindern hat er kaum eine Beziehung. Vor allem sein ältester Sohn Erik konnte den hohen Ansprüchen des leistungsorientierten Vaters nie gerecht werden. Nun ist Erik auf eine Insel im Indischen Ozean ausgewandert, um dort eine Strandbar zu eröffnen. Der Sohn lädt ihn ein, und Hartmut Wilke reist mit seiner viel jüngeren Freundin dorthin… „In dem Buch geht es um die Auseinandersetzung der Generationen und Kulturen. „Oswald hat einen super Blick dafür“, sagt Ehrmann. „Ich beobachte den Autor seit Langem, ich finde seine Sprache klasse.“

Eine andere Neuerscheinung, die Ulrike Ehrmann überzeugt hat, ist „Das Mädchen Wadjda“. Die Autorin ist eigentlich Filmemacherin – die erste Frau, die in Saudi Arabien Filme macht. Sie ist politisch sehr engagiert und und kämpft für Toleranz und Frauenrechte. Auch ihr Buch spielt in Saudi Arabien. Das Mädchen Wadjda wünscht sich nichts sehnlicher als ein grünes Fahrrad. Das klingt erst mal unspektakulär, aber man muss wissen, dass es Mädchen dort verboten ist, Rad zu fahren. Trotzdem verfolgt Wadjda ihren Traum mit allen Mitteln. Das Buch liefert realistische Einblicke in die arabische Welt, ohne den Zeigefinger zu erheben.

Andrea Bantels Fazit: Ein Aufruf zur Vielfalt auf unseren Wiesen und in den Gärten.

Ulrike Ehrmanns Fazit: Das Buch liest sich an einem Sonntag super weg, bis zum überraschenden Schluss. Übrigens – auch ein guter Roman für Männer.

Ulrike Ehrmanns Fazit: Das Buch eignet sich für Mädchen ab 10 oder 11 Jahren, die gerne lesen und sich für andere Kulturen interessieren. Das Buch geht tiefer und ist anspruchsvoller als vieles andere auf dem Markt. Das können auch Erwachsene gut lesen.

Ulrike Ehrmann, die Inhaberin von Provinzbuch in Esslingen

Petra Rehkugler und Andrea Bantel von der Bücherecke Rehkugler in Köngen


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Weihnachten anderswo

GLEICHES FEST, „Für mich war alles ganz neu.“ Wie ein junger Syrer Weihnachten in Deutschland erlebt.

Von Stephanie Danner In den Wochen vor Weihnachten eilen wir durch die Straßen, kaufen Geschenke,dekorieren unsere Wohnungen und Gärten, backen Gutsle, trinken Glühwein und essen Lebkuchen. Doch wie kommen all diese Bräuche bei Menschen an, die noch nicht lange in Deutschland sind? Wir haben einen jungen Mann gefragt,der vor drei Jahren aus Syrien geflohen ist. 21 Tage lang war Wael Ahmed unterwegs bis er hier ankam. Mit Boot, Bus und zu Fuß machte er sich von seiner Heimat aus über die Türkei und Osteuropa auf den Weg. Der heute 31-Jährige strandete kurz vor Weihnachten 2015 in einer Erstaufnahmeeinrichtung in Mannheim. „Von Weihnachten habe ich damals nichts mitbekommen“,erzählt der Syrer,der aus Damaskus stammt. Er konnte nur ein bisschen Englisch und ein paar Brocken Türkisch. „Draußen war ich dort nicht“, erinnert er sich an die ersten Wochen. Nach drei Monaten kam er in den Landkreis Esslingen und zog in die Flüchtlingsunterkunft am Jägerhaus. So kam er in Kontakt mit dem Kindergarten Bergnest,wo er mehrere Monate als Praktikant mitarbeitete. „Von den Kindern habe ich viel gelernt, nicht nur die Sprache.“ Ganz intensiv wurde im evangelischen Kindergarten auch die Adventszeit begangen. „Für mich war das alles ganz neu“,erzählt Wael Ahmed. Er ist Muslim,trotzdem ist ihm das christliche Fest generell nicht fremd. In Syrien kannte er etliche Christen, die Weihnachten gefeiert haben.

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Bevor der Bürgerkrieg 2011 losging,haben in Damaskus Christen, Muslime und andere gemeinsam Weihnachten gefeiert. „Dort sind die Leute an Weihnachten draußen unterwegs, sie feiern zusammen, die Straßen sind festlich beleuchtet, es gibt große geschmückte Weihnachtsbäume und Märkte mit besonderen Kleidern. Hier ist alles viel ruhiger,man feiert in den Familien.“ Niemals würde er sich trauen, jemanden an Weihnachten spontan zu besuchen. In seiner Heimat war das üblich. „Hier schreiben sich die Leute zu Weihnachten Karten“, hat Wael Ahmed schnell entdeckt. Seither verschickt auch er Karten an Menschen, die ihm wichtig geworden sind. Und was hat er vorher sonst noch nicht gekannt? „Lebkuchen“, sagt er lachend. „Die sind echt lecker.“


Weihnachten anderswo

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ANDERS GEFEIERT „Je kitschiger und bunter, desto besser.“ Ein koptischer Christ aus Kairo holt sich per Handy das Weihnachten seiner Kindheit ins deutsche Wohnzimmer. Von Nathalie Kauder Die schönsten Erinnerungen entstehen unterm Weihnachtsbaum. Als Bishoy Mikhaiel einKindwar,standderbuntgeschmückteBaum im elterlichen Wohnzimmer in Kairo. Heute steht er in seiner Wohnung in Sielmingen. Der 33-Jährige ist gebürtiger koptischer Christ, arbeitet als Zahnarzt und lebt seit Januar 2008 in Deutschland. Nach fast zehn Jahren kann er sagen: Weihnachten in Ägypten und Deutschland könnte unterschiedlicher nicht sein. „Eine Riesenfreude“, so beschreibt Bishoy Mikhaiel den 7. Januar in Kairo. Es ist der Tag, an dem koptische Christen Weihnachten feiern. „Aber nicht nur im Datum unterscheidet sich das Fest vom 24. Dezember im Schwabenland.“ Denn besinnlich und still geht es nur im Gottesdienst zu. „Sobald wir die Kirche am 6. Januar, also Heiligabend, verlassen hatten, fing die Feier richtig an.“ Mit fröhlicher Musik im Hintergrund,die vom Lachen und Gesprächen

übertönt wurde. „Das Festessen wurde immer richtig zelebriert. Gegen 4 Uhr morgens sind wir von meiner Oma wieder nach Hause gefahren. Da haben wir Kinder nie ans Schlafen gedacht, es war etwas ganz Besonderes, so lange wach bleiben zu dürfen.“ Etwa 90 Prozent der Einwohner Kairos sind sunnitische Muslime, koptische Christen stellen damit klar die Minderheit. „Für unser Weihnachtsfest haben wir aber immer den Tag frei bekommen“,erinnert sich der 33-Jährige. Und das, was in seiner heutigen Heimat im Vordergrund steht, steht in Kairo an letzter Stelle: die Geschenke. „Das ist bei koptischen Christen nicht wichtig, die Kinder bekommen ein kleines Geldgeschenk von der Oma und ein Heiligenbild.“ Sein erstes deutsches Weihnachtsfest feierte Mikhaiel 2012 mit seiner Freundin und ihren Eltern: „Hier ist es sehr besinnlich,alles ist so friedlich und still. Ein Weihnachtsbaum ist hier ein absolutes Muss, die Deko ist meist ganz elegant

und schlicht. Bei uns in Kairo galt das Motto: Je kitschiger und bunter, desto besser.“ Er schaut sich die Bilder auf seinem Smartphone an und lacht. Über sein Handy feiert der Zahnarzt Weihnachten mit seiner Familie. Am 6. Januar, wenn die Familie 4.700 Kilometer entfernt zusammen isst und feiert,schaltet er seine Viber/ Duo-Apps an und holt sich das Weihnachten seiner Kindheit und Jugend ins Wohnzimmer.

Bishoy Mikhaiel an seiner Wirkungsstätte, einer Zahnarztpraxis in Wolfschlugen. Anzeige

Klassik-Reihe „Musikalische Highlights“ 2019 Kartenvorverkauf beginnt

Verschenken Sie ein unvergessliches Erlebnis zu Weihnachten:

Klarinetten-Mix mit „Arundo Donax“ am 17. Februar 2019, ab 18 Uhr

Die Schneekönigin

Do sen Se richdig! 50 Jahre Tanzschule: Jubiläumsveranstaltung

Pippi Langstrumpf

Big Fish - Das Musical Harold und Maude

Das Klarinettenquartett „Arundo Donax“ konzertiert am Sonntag, 17. Februar 2019, ab 18 Uhr im Quadrium. Mit diesem Kammer­ konzert setzen Jutta Fischer, Petra Wesenick, Thomas Krause und Andreas Fingberg­Stroth­ mann die Wernauer Klassik­Reihe „Musikali­ sche Highlights“ fort. Das Programm steht unter dem Motto „Klarinettenmix“ und ent­ hält viele musikalische Leckerbissen von Klas­ sik bis Swing, unter anderem von Mozart über Debussy bis hin zu Gershwin.

Konzert für Blockflöte und Cembalo am 17. März 2019, 18 Uhr

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Ein weiteres Konzert im Rahmen der Wernauer Klassikreihe findet am Sonntag, 17. März 2019 um 18 Uhr im Quadrium statt. Dann musiziert das Duo Vladimir Soares (Blockflöte) und und Sanae Zanane (Cembalo/Klavier).

Kartenvorverkauf im Bürgerbüro

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Konzertkarten sind ab sofort zum Preis von 16 Euro im Bürgerbüro im Quadrium, Kirchheimer Straße 68–70, Telefon 07153 9345-132 erhältlich. Schüler und Studenten zahlen 11 Euro.


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Geschichte der Geschenke

WER BRINGT DIE GESCHENKE? Am Anfang war der Nikolaus. Aber warum hat ihn das Christkind irgendwann in Sachen Geschenke überflügelt? Und was hat der Weihnachtsmann mit der ganzen Sache zu tun?

Von Doris Brändle

Lina Rotschiller (7): Meine Mama macht an Heiligabend das Wohnzimmerfenster auf, damit das Christkind reinfliegen kann. Da legt es dann meine Geschenke unter den Baum und wir singen so lange vor der Tür „Ihr Kinderlein kommet“. Ich kann den Text nicht so gut, aber die Oma. Wir dürfen nicht reinspickeln, sonst fliegt das Christkind weg und nimmt die Geschenke wieder mit. Ich wünsche mir einen Plüschhund von Paw Patrol, aber die Mama sagt, dass das Christkind nicht immer alles bringt, was man will.

Angefangen hat die Sache mit den Geschenken mit dem Bischof von Myra, der am 6. Dezember 345 starb. Aus ihm hat sich die Figur des wundertätigen Heiligen Nikolaus entwickelt. Es heißt, der Heilige habe drei verarmten Jungfrauen im Schlaf drei Goldkugeln zukommen lassen. Daher rührt der alte Brauch, dass Kinder am Vorabend des Nikolaustags Stiefel vor die Tür stellen. Gold gibt’s zwar in der Regel keins, aber immerhin füllt der Heilige das Schuhwerk mit Äpfeln und Nüssen.

Das Christkind tritt im 16. Jahrhundert in Erscheinung. „Man sagt, es geht auf Martin Luther zurück, der ja in der Reformationszeit viel daran gesetzt hat,dass der Heiligenglaube seinen Mythos verliert“,erklärt Karin Bürkert, Kulturwissenschaftlerin an der Uni Tübingen. Sankt Nikolaus war ihm also ein Dorn im Auge. Luther habe das Christkind zwar nicht direkt erfunden, aber er habe hervorgehoben, dass in der Weihnachtszeit der Heilige Christ eine wichtige Rolle spielt. Und da habe es verschiedene Interpretationen gegeben, was er damit gemeint haben könnte. „Die einen sagten, das muss das Jesuskind sein, daher das ,Christkindle‘. Ich denke, er hat einfach Gott damit

gemeint. Trotzdem müssen sich Menschen ein Bild machen. Woher kommt das Gute, woher kommen die Gaben? Da brauchen Menschen Vergegenständlichungen. Und so entstehen Geschichten“, sagt Karin Bürkert. Aus dem Heilig Christ wurde so eine Engelsgestalt – wie man sie jedes Jahr auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt sehen kann. Das kommt daher, dass die Heilige Familie in der Vorstellung von Engeln begleitet wird. „Man hat das irgendwann einfach verbunden – Engel und Christkind“, sagt Bürkert. Und damit wurde auch der Geburtstag Jesu Christi zum eigentlichen Tag der Weihnachtsgeschenke. Paradoxerweise taucht das Christkind in späteren Jahrhunderten in katholischen Gegenden häufiger auf als in protestantischen. Das zeigen Untersuchungen aus den 1930er Jahren. Das Engelhafte des Christkindes lag den Katholiken nahe, Luther hin oder her.


Geschichte der Geschenke

Der Weihnachtsmann brachte damals seine Geschenke eher zu den Protestanten. Er ist laut Karin Bürkert eine Mischung aus dem Nikolaus,der das Sankt verloren hat,Väterchen Frost und dem Coca-Cola-Weihnachtsmann. So richtig populär wurde er zunächst durch Hoffmann von Fallerslebens Lied „Morgen kommt der Weihnachtsmann, kommt mit seinen Gaben“ aus dem Jahr 1835. Genau die Zeit, als sich Weihnachten zu einem familiären Bescherfest mauserte. In den USA ging die Figur des „Santa Claus“ 1932 mit einer großen Werbekampagne von Coca Cola durch die Decke. Der Brausehersteller ersetzte damals seine Firmenfarben Grün-Lila gegen das attraktive Rot-Weiß und verpasste auch dem Weihnachtsmann einen roten Kapuzenmantel samt weißem Pelzbesatz. So ausstaffiert kehrte er nach Europa zurück.

Schokoindustrie verstärkt werden – es gibt nun mal kein Schoko-Christkind – dann wird eben der Weihnachtsmann alltäglicher und präsenter“, sagt Kulturwissenschaftlerin Bürkert. Unsere Kultur sei stark durch amerikanische Filme beeinflusst – und da gebe es nun mal den Weihnachtsmann und nicht das Christkind. „Beide sind ja Stellvertreterfiguren, um den Kindern vorzumachen: Sei nicht nur uns Eltern gegenüber dankbar. Du wirst bedacht von einer höheren Macht, deswegen musst du um so braver sein. Denn die sehen alles!“

Im Einzelhandel, aber auch in Filmen und Kinderbüchern, hat der Weihnachtsmann dem Christkind inzwischen den Rang abgelaufen. „Wenn Bilder in den Medien oder in diesem Fall auch von der

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Clara Sievert (5): Als erstes schmücken wir den Tannenbaum mit bunten Kugeln und künstlichen Kerzen, die man dranmachen kann mit Klammern. Und das Christkind und der Weihnachtsmann bringen Geschenke. Man kann einen Wunschzettel schreiben und auf die Fußmatte legen und an Heiligabend sind die Geschenke da. Also vielleicht, aber nicht immer alle. Letztes Jahr stand vor der Tür ein riesiger Sack und da waren zwei Steckenpferde drin für uns.

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Umfrage

WÄSCHETROCKNER, SCHLAFANZÜGE UND URENKEL

Bei der Frage nach dem grässlichsten oder dem schönsten Weihnachtsgeschenk müssen viele Menschen nicht lange überlegen.

Hugo Maier, 77 Jahre, Deizisau: Unpassend war die Badehose! Sie hat zwar größenmäßig gepasst, aber zu Weihnachten brauche ich keine Badehose. Im Sommer danach hat sie mich dann gefreut. - Nein, es besteht nicht die Gefahr,dass der Schenker das liest. Das war meine Frau, die steht neben mir. (Beide lachen.)

Peter Dietrich (Text und Fotos) hat sich auf die Suche gemacht nach Menschen, die von einer tollen oder misslungenen Bescherung erzählen. Ein Herr fand einen Wäschetrockner sehr unpassend. „Ich hoffe, dass das jetzt rauskommt!“ Seinen Namen will der Mann dennoch nicht sagen. Eine andere Geschichte soll auch nicht unerwähnt bleiben: Eine Seniorin hat von ihren Kindern ein iPad erhalten („Mama,das kriegst du hin“). Mama war überrascht, die Kinder haben es ihr erklärt, längst hat sie es im Griff. Und eine kritisierte Schenkerin stand sogar dabei,als ihr Geschenk zur Sprache kam.

Ingrid Miess,79 Jahre,Altbach. Das allerschönste Geschenk? Ich habe vorletztes Jahr zu Nikolaus einen Urenkel bekommen - also fast zu Weihnachten!

Lydia Schinke, 65 Jahre, Baltmannsweiler: Vor zehn Jahren habe ich von meinem Mann eine AIDA-Reise bekommen. Seither gehen wir jedes Jahr auf dieses Schiff. Das war also ein sehr nachhaltiges Geschenk! Karlheinz Rosenzweig,66 Jahre,Esslingen: Als Kind war das schönste Geschenk ein selbstgemachtes Hexenhaus von meiner Oma. Sie hat nicht viel gehabt und deshalb selber gebacken. Da war ich vielleicht fünf Jahre alt.

Ute Schneidereit, 66 Jahre, Esslingen: Ich habe mal als Weihnachtsgeschenk ein Fensterleder bekommen. Das war keine Aufforderung zum Putzen, aber die haben nicht gewusst, was sie uns schenken sollen, dann haben sie uns ein Fenstertuch geschickt. Ein schönes Geschenk: Sechs Wochen vor Weihnachten ist meine Tochter geboren. Und einmal habe ich Geld bekommen, mit dem ich mir einen Ring gegönnt.

Karin Kaspar, 52 Jahre, Esslingen: Als Kind habe ich mal einen kleinen Plüschesel geschenkt bekommen, den ich unbedingt haben wollte. Den gibt es noch irgendwo im Keller. Das hässlichste? Die Schlafanzüge, die ich von den Großeltern bekommen habe, waren immer ganz furchtbar - mit irgendwelchen Plüschdingern dran und Rüschen.

Kristin Maywald, 31 Jahre: Das schönste Geschenk war als Kind ein kleiner Kassettenrecorder. Das schlimmste war von meiner Oma etwas in der Kugel Gehäkeltes - ein Weihnachtsschmuck, mit dem man gar nichts anfangen kann. Obwohl sie sich ganz viel Mühe gegeben hatte. Das ist dann doch in der Kiste auf dem Boden gelandet. Oma liest das jetzt nicht in der Zeitung - sie wohnt im Spreewald.

Barbara Scheffler, 57 Jahre, Wernau: Das grässlichste Geschenk war ein Kochtopf. Ein Haushaltsgerät! So etwas finde ich so etwas von unpersönlich. Meine Mutter hatte gemeint, ich bräuchte diesem Topf,sie hat ihn mir deshalb geschenkt. Das schönste Weihnachtsgeschenk war der Verlobungsring von meinem Mann.


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