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Karriere 2018 KARRIERE 2018 Aus- und Weiterbildungsmesse

Am 10.+ 11. März

Neckar Forum, Esslingen

EINTRITT FREI Am 10. und 11. März findet die Aus­ und Weiterbildungsmesse im Neckar Forum statt.

50 AUSSTELLER 50 CHANCEN

BEWERBUNG IM CHECK

Viele Firmen, Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen aus der Region informieren.

Professionelle Bewerbungsfotos, Vorträge und Bewerbungsmappen­ Check runden das Programm ab.


Filiale vor Ort oder digitale Welt? Kundenberater bei der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen nutzen beide Kanäle Junge Menschen stellen sich irgendwann die Frage: „Welchen Weg gehe ich nach der Schule?“ Kontakt mit Menschen, Interesse für Finanzen und AfCnität zu neuen Medien – all das muss kein Widerspruch sein. Denn bei der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen lassen sich Kundenkontakt und digitale Welt gut miteinander verbinden. Die Tätigkeit eines Kundenberaters ist vielfältig und reicht von der Girokontoeröffnung bis hin zur Wertpapierberatung. Seine Aufgabe besteht darin, seine Kunden persönlich in allen Geldfragen auf der Filiale zu betreuen und zu beraten. Und auch darin, die Kunden in Finanzangelegenheiten mit technischen Lösungen zu unterstützen – und diese somit selbst zu beherrschen. Das Angebot an digitalen Lösungen hilft den Kunden der Kreissparkasse dabei, ihre Finanzen schnell und unkompliziert, frei von Zeit und Ort, zu managen. So können sie sich per Video- oder Textchat online auf der Homepage der Kreissparkasse beraten lassen. Mit unterschiedlichen Apps, zum Beispiel mit der Sparkassen App, können sie die eigenen Finanzen von daheim oder unterwegs im Auge behalten und organisieren. Auch gibt es mittlerweile mehr Bezahlsysteme als die herkömmliche Bar- oder Kartenzahlung. Die Kundenberater informieren darüber und geben Hilfestellung bei der Anwendung. Die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen ist ein im Landkreis Esslingen verwurzelter Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb. Überwiegend setzt sie auf die duale Ausbildung in zweieinhalb Jahren zum Bankkaufmann (m/w). Abiturienten können diese Ausbildung auch bereits nach zwei Jahren mit einer ZusatzqualiCkation (Bankkaufmann-Finanzassistent) abschließen. Ergänzend gibt es für Abiturienten mit guten Noten

Den Auszubildenden der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen stehen viele Wege der Weiterbildung offen. duale Studiengänge in Kooperation mit der DHBW Stuttgart oder der Sparkassenakademie in Stuttgart. Nach der Ausbildung öffnen sich viele Wege der Weiterbildung. Etliche Absolventen wählen die breit gefächerten Studiengänge zum Bankfachwirt oder Bankbetriebswirt – mit Präsenzunterricht während der Arbeitszeit oder nebenberuDich. Darüber hinaus unterstützt die Kreissparkasse fachspeziCsche Weiterbildungen je nach Tätigkeitsfeld der Mitarbeiter.

n Am Messestand der Kreissparkasse auf der „Karriere 2018“ am 10. und 11. März in Esslingen gibt es Infos zu

den Vorteilen des Internationalen Studentenausweises ISIC – kommen Sie vorbei!

Schauen Sie doch rein unter www.kskes.de/ausbildung und machen Sie sich selbst ein Bild.

Mein erstes Ausbildungsjahr

Entdecke, wie abwechslungsreich und vielseitig deine Ausbildung bei der Sparkasse ist. www.ksk-es.de/karriere

Das Ausbildungsteam der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen mit seinem Leiter Stephan Müller (o.l.).


KARRIERE 2018

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Zwei Tage für die Zukunft

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Zahlreiche Unternehmen präsentieren sich und ihre Angebote auf der Messe „Karriere 2018“

chulabgänger stehen vor ganz vielen verschiedenen Fragen: Soll es mit einer anderen Schule oder einem Studium weitergehen? Oder wäre eine Ausbildung besser? Welcher Beruf passt überhaupt zu mir? Und wo finde ich eine Ausbil­ dungsstelle? Wer sich heutzutage umsieht, steht einem riesigen Ange­ bot an Aus­ und Weiterbildungsmög­ lichkeiten gegenüber. Um in diese Auswahl etwas Struktur zu bringen, muss man sich gut informieren, zum Beispiel bei der Messe „Karriere 2018“ der Eßlinger Zeitung. Am Samstag und Sonntag, 10. und 11. März, von 9 bis 16 Uhr bekommen die Besucher im Neckar Forum in Esslingen Infor­ mationen aus erster Hand. Dort kann man sich über Ausbil­ dungen in der Region zu informieren und Kontakte zu Unternehmen so­ wie Schulen knüpfen. „Hier werden Kontakte geknüpft, die nicht selten zu einem Ausbildungsvertrag führen. Auch für Unentschlossene bietet die Karrieremesse einiges“, weiß Landrat Heinz Einiger, der auch für diese 10. Aus­ und Weiterbildungsmesse die Schirmherrschaft übernommen hat. Die Aussteller legen viel Wert darauf, sich und ihre Angebote anschaulich und informativ zu präsentieren. An vielen Messeständen kann man Azu­ bis treffen, die von ihren ganz per­ sönlichen Erfahrungen berichten. Ei­ ninger empfiehlt den Besuchern vor­ her zu überlegen: „Suche ich einen Ausbildungsbetrieb für einen be­ stimmten Beruf oder möchte ich mich so breit wie möglich über ver­ schiedene Ausbildungsberufe infor­ mieren?“ Der Landrat ist überzeugt, dass die Messe auch in Zeiten von So­ cial Media „ein wichtiger Baustein in der Berufsorientierung“ ist.

E Impressum

Redaktion: Doris Brändle Stephanie Danner Nathalie Kauder Gerd Schneider (V.i.S.d.P.) Anzeigen: Andreas Heinkel (verantwortlich) Titelbild: Robert Kneschke – stock.adobe.com Druck: Bechtle Verlag&Druck, Esslingen

Vielfältige Informationen erwarten die Besucher bei der Messe „Karriere 2018“. Auch wer im Berufsleben steht, ist auf der Messe richtig, denn das The­ ma Weiterbildung nimmt einen Schwerpunkt ein. Etwa 50 renom­ mierte Unternehmen, Bildungsträ­ ger und Verbände aus der Region stel­ len Aus­ und Weiterbildungsmög­ lichkeiten vor, die sich jungen Men­ schen auf dem Weg in den Beruf und während ihres Berufslebens bieten. Ein umfangreiches Vortragspro­ gramm ergänzt die Beratung an den Messeständen. Zusätzlich gibt es ei­ nen Bewerbungsmappencheck der Kreishandwerkerschaft täglich ab 14 Uhr und eine Stempelkartenaktion der IHK. Ein professionelles Bewer­ bungsfoto­Shooting rundet das Rah­ menprogramm ab.

Archivfoto: Bulgrin

E Messe im Überblick Wann und wo? Samstag und Sonntag, 10 und 11. März 2018 9 bis 16 Uhr Neckar Forum, Esslingen Eintritt frei Wer ist angesprochen? Schüler der Werkrealschulen, Real­ schulen, Gymnasien, beruflichen

Schulen sowie Eltern und Lehrer, außerdem Berufstätige, die sich weiterbilden möchten. Wer informiert? Industrie­, Handwerks­ und Dienst­ leistungsbetriebe öffentliche Einrichtungen und Bil­ dungseinrichtungen www.esslinger­zeitung.de/karriere

Veranstaltet wird die „Karriere 2018“ von der Eßlinger Zeitung in Zu­ sammenarbeit mit der Agentur für Ar­ beit, der IHK Esslingen­Nürtingen, der Kreishandwerkerschaft und Südwest­

metall. Schirmherr Eininger: „Mit ih­ rer Vielfalt und dem breiten Angebot ist die Karrieremesse das richtige Ziel für jeden, der sich mit Berufswahl oder Weiterbildung beschäftigt.“ (dan)

events creative GmbH Finanzamt Esslingen Garp Bildungszentrum Gehring Technologies GmbH Hahn Automobile Hauptzollamt Heldele GmbH IHK Esslingen­Nürtingen Informationszentrum Zahngesund­ heit IZZ Internationaler Bund Internetstores IST Metz GmbH Klinikum Esslingen Kolpingwerk Stuttgart/Backnang Kötter Akademie Stuttgart Kreishandwerkerschaft ES­NT Kreissparkasse Esslingen­Nürtingen

Landratsamt Esslingen Landratsamt Esslingen – berufliche Schulen macromedia Akademie medius­Kliniken Medizinisch­Techische Akademie Metro Netze BW GmbH Polizeipräsidium Esslingen Regionalbüro für berufliche Fortbil­ dung Rems­Murr­Kliniken Stadt Esslingen Stadtwerke Esslingen Swarco Traffic Systems GmbH Volksbank Esslingen Wilhelm Weber GmbH Wohlfahrtswerk Baden­Württemberg

E Die Aussteller Akademie für Kommunikation Aldi Allianz AOK Arbeitsagentur Göppingen Backhaus Zoller Bechtle Druck & Service Bechtle Verlag & Druck Berufskolleg Institut Dr. Flad Bundeswehr BW­Bank Daimler AG Deutsche Post AG Diakonie Stetten e.V. Diakonisches Werk Württemberg Eberspächer Climate Control Syst. Evangelische Fachschule für Sozial­ pädagogik


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KARRIERE 2018

Thekla Schlör leitet seit Dezember 2017 die Agentur für Arbeit Göppingen.

Foto: Bulgrin

„Beratung heute wichtiger denn je“ Thekla Schlör von der Agentur für Arbeit rät zur breiten Berufsorientierung

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er demnächst seinen Schulabschluss macht, befindet sich mitten in der Phase der Berufsorientierung. Thekla Schlör, die Leiterin der Agen­ tur für Arbeit Göppingen, hat einige Tipps parat, wie man seine Zeit dafür sinnvoll nutzt.

tor und Ratgeber bei der Berufsent­ scheidung. Das ist im Prinzip gut. Die Eltern kennen die Kinder am besten und am längsten. Schwierig wird es, wenn Kinder Ideen haben, die nicht in die Vorstellungswelt der Eltern passen. Ich glaube, es ist wichtig, dass jemand das Gefühl hat, in einem Be­ ruf richtig zu sein. Es gibt Berufe, die Frau Schlör, was raten Sie jungen es am Arbeitsmarkt schwerer haben, Menschen, die noch nicht so genau etwa im kreativ­künstlerischen Be­ wissen, was sie nach der Schule ma­ reich. Beim Goldschmied oder der chen sollen? Hutmacherin zeigen Eltern vielleicht Ich finde es sehr wichtig, dass sich die erst mal keine Begeisterung. Aber wer jungen Menschen gut informieren. Spaß an seinem Beruf hat, wird auch Es gibt über das Internet unendlich erfolgreich und gut sein. Da muss viele Quellen. Da be­ man seinem Kind steht das Risiko, dass die Freiheit lassen, man sich etwas ver­ etwas auszupro­ läuft. Es ist deshalb bieren. Ansonsten Wenn man die Möglich­ immer gut, bei Freun­ gibt es immer die keit hat, sollte man sich den, Verwandten, El­ zweite Chance: Berufe anschauen. tern, Tanten, Onkeln Wenn man zu­ zu fragen, was sie ma­ nächst eine klassi­ chen und wie ihr Job sche Ausbildung aussieht. In der Schule gewinnt das macht, kann man mit 23 oder 25 Jah­ Thema Berufsorientierung zuneh­ ren immer noch einen anderen mend an Bedeutung. Wichtig ist es, Traum verwirklichen. zu überlegen, was Spaß macht. Wenn man die Möglichkeit dazu hat, sollte Wenn jemand eine Stelle gefunden man sich verschiedene Berufe an­ hat, damit aber nicht glücklich ist: Ra­ schauen. Außerdem ist es gut, nicht ten Sie dazu, eine Ausbildung trotz­ nur die üblichen Schulpraktika zu dem durchzuziehen oder soll man machen, sondern auch den ein oder wechseln? anderen Ferientag zu opfern und in Wenn sich jemand fachlich schwer Betrieben den Praktikern über die tut, also in der Schule oder im Betrieb, Schulter zu schauen. muss man schauen, ob Unterstüt­ zung hilft. Die ausbildungsbegleiten­ Die Einmischung von Eltern hat aber den Maßnahmen der Arbeitsagentur ihre Grenzen, oder? sind mehr als nur Nachhilfe, weil Die Eltern sind der maßgebliche Fak­ auch eine sozialpädagogische Beglei­

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tung dazugehört. Wenn sich jemand wir viele Medien zum Thema: Es gibt total in der Berufswahl vergriffen hat, Berufswahltests im Berufsinformati­ kommt es darauf an, wann er das onszentrum, aber auch online wie merkt. Nach sechs Monaten ist es si­ www.planet­beruf.de. Es gibt Berufe­ cher besser, gleich zu TV, wo in kurzen wechseln anstatt sich Sequenzen Beru­ drei Jahre zu quälen. fe vorgestellt wer­ den. Das wichtige Steht man vor den Ab­ Deutschlandweit wird im ist, dass die Be­ schlussprüfungen, ra­ ersten Ausbildungsjahr te ich zum Abschluss. rufsberater im­ die Hälfte der Ausbil­ So kann man für den mer wieder in den Schulen sind und weiteren Berufsweg dungsverträge gelöst. dokumentieren, dass Beratung anbie­ ten. Angesichts man sich durchbei­ ßen kann. Laut Statistiken geben rela­ der Vielfalt an Informationsmöglich­ tiv viele tatsächlich in den ersten keiten und Berufen heutzutage ist Be­ sechs Monaten auf, viele aber auch ratung wichtiger als je zuvor. erst kurz vor der Prüfung. Das finde ich schade. Wer schon einige Jahre im Beruf ist, hat vielleicht das Bedürfnis nach Ver­ Haben Sie dazu konkrete Zahlen? änderung. Wie können Sie helfen? Deutschlandweit wird im ersten Aus­ Wir bieten in der Arbeitsagentur in bildungsjahr etwa die Hälfte der Aus­ Göppingen Weiterbildungsberatung bildungsverträge gelöst. Im dritten für Menschen an, die im Berufsleben Ausbildungsjahr ist es etwa jeder sind und eine Standortbestimmung fünfte. für sich brauchen – um zu sehen, wo sie stehen und welche Wege man ge­ Können zu so einem späten Zeit­ hen kann. Manche wollen zum Bei­ punkt ausbildungsbegleitende Maß­ spiel eine Qualifizierung machen, an­ nahmen ein Umdenken bewirken? dere denken über einen Wechsel in­ Drei, vier Monate vor den Prüfungen nerhalb ihres Unternehmens nach. kann man schon noch einige Defizite Auch bei der Weiterbildung haben ausgleichen, zwei Wochen vor der wir ein breites Angebot im Berufsin­ Prüfung ist es natürlich zu spät. Da formationszentrum und natürlich gilt: Je früher, desto besser. auf unserer Internetseite. Es gibt zum Beispiel einen Berufsentwicklungna­ Wie unterstützt die Agentur für Ar­ vigator – immer als Ergänzung zur beit die Jugendlichen bei der Berufs­ persönlichen Beratung. findung? Die Berufsberater sind schon frühzei­ E Das Interview führte Stephanie tig in den Schulen. Außerdem haben Danner.

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KARRIERE 2018

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„Mehr als Noten zählt die Praxis“ IHK­Präsident Heinrich Baumann sieht große Chancen in der dualen Ausbildung

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iele Unternehmen suchen händeringend nach Azubis – für Schulabgänger bieten sich dadurch viele Möglichkeiten. Heinrich Baumann, Präsident der IHK Esslingen­Nürtingen und Ge­ schäftsführender Gesellschafter Eberspächer Climate Control Sys­ tems GmbH & Co. KG, sieht in der dualen Ausbildung gute Karriere­ chancen für Jugendliche – für Abitu­ rienten ebenso wie für Hauptschüler.

Die Frage für viele Unternehmen ist heute nicht mehr, wen sie ausbilden wollen, sondern wen sie ausbilden dürfen. Was kann eine Firma tun, um attraktiv für Azubis zu werden? Viele Unternehmen arbeiten bereits daran, ihre betriebliche Ausbildung noch attraktiver zu gestalten. Das Spektrum dabei ist groß – von zusätz­ lichen Qualifikationen, über Azubi­ programme bis hin zu internationa­ lem Austausch, beispielsweise mit dem Programm „go for europe“, das sich auch an kleine und mittlere Un­ ternehmen richtet. Für die heutige junge Generation sind zudem die Werte, für die ein Unternehmen steht, und das Aufzeigen von Per­ spektiven wichtige Aspekte. Gut ist es, wenn die Unternehmen von vorn­ herein deutlich machen, wen sie mit ihren Angeboten erreichen möchten und welche Erwartungen damit ver­ bunden sind. So wissen beide Seiten von Beginn an, auf was sie sich einlas­ sen. Gute Ausbildung spricht sich he­ rum: Zufriedene Auszubildende sind ein gut sichtbarer Ausweis der Quali­ tät der Ausbildung. Bis 2030 fehlen durchschnittlich pro Jahr 257 000 Fachkräfte im Südwes­ ten. Welche Branchen sind beson­ ders betroffen? Fachkräfte mit technischer Ausrich­ tung in Branchen wie dem Maschi­ nenbau oder der Automobilzuliefer­ industrie sind besonders gesucht. Dienstleistungsunternehmen und insbesondere der Handel und die Ho­ tel­ und Gaststättengewerbe sind ebenso stark betroffen.

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Heinrich Baumann will das Image der beruflichen Bildung noch weiter verbessern. tige Alternative zum Studium. Es gilt, der beruflichen Bildung noch inten­ siver den Rücken zu stärken! Schü­ lern, Eltern und Lehrern in allen Schularten müssen die Vorteile einer „Karriere mit Lehre“ noch besser be­ kannt gemacht werden. Daran arbei­ tet auch die IHK intensiv. Es ist ein Mythos, dass die Unternehmen nur Akademiker su­ chen.

Was muss die Politik aus Sicht der IHK tun, um den Trend aufzuhalten? Es ist ein Mythos, dass die Zunächst freuen wir Unternehmen nur Akade­ Azubis mit Hoch­ uns, dass die Politik miker suchen. schulreife sind ge­ eindeutig hinter der fragt, Jugendliche dualen Ausbildung mit Hauptschulab­ steht und beispiels­ weise mit einem Tag der Berufsbil­ schluss haben in vielen Berufen kaum dung an allen Schulen ein Zeichen Chancen. Müssten die Unternehmen setzt. Die Anstrengungen dürfen aber da nicht auch umdenken? nicht nachlassen, denn nach wie vor Der Bewerber oder die Bewerberin sehen beispielsweise an Gymnasien muss zum angestrebten Beruf passen. viele Eltern und Lehrer eine duale Das große Plus der dualen Ausbil­ Ausbildung noch nicht als gleichwer­ dung besteht darin, dass die Auszu­

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Foto: Bulgrin

bildenden im Betrieb an realen Auf­ im Betrieb bewähren. Für Hauptschü­ gaben ausgebildet werden. So wach­ ler bedeutet das, so viel wie möglich sen sie Schritt für Schritt in den Beruf Kontakt zu den Unternehmen zu su­ chen und Praktika hinein. Unterneh­ zu machen, um men tun viel dafür, die Firmen auf die­ damit das Lernen se Weise von sich zum Erfolg wird – Die meisten Unterneh­ zu überzeugen. auch für Hauptschü­ men achten darauf, ob ler, die an der einen der Mensch zum Betrieb Welche Erwartun­ oder anderen Stelle gen haben die Be­ etwas mehr Auf­ passt. triebe denn an ih­ merksamkeit brau­ re Bewerber? chen. Die IHK ist ers­ ter Ansprechpartner, wenn es um Die meisten Unternehmen achten Ausbildung geht und hilft, zusam­ darauf, ob der Mensch und seine Ein­ stellung zum Betrieb passt. Ebenso, men mit Partnern, gerne weiter. ob das für den jeweiligen Beruf erfor­ Welche Möglichkeiten hat ein Haupt­ derliche Talent grundsätzlich da ist. schüler ganz generell, um an einen Der persönliche Eindruck spielt da­ her eine große Rolle. Faktoren wie Ausbildungsplatz zu kommen? Es heißt nicht umsonst „Probieren Noten oder Schulform treten immer geht über Studieren“. Mehr als Noten mehr in den Hintergrund. oder Schulform zählt, wie sich Bewer­ ber und Bewerberinnen in der Praxis E Das Interview führte Doris Brändle.

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KARRIERE 2018

Samstag – 10. März 2018 – Raum 1 10.00 – 10.30 Netzwerk für beruBiche Fortbildung Elke-Maria Rosenbusch Harte Fakten über weiche Fähigkeiten: Softskills, die im Berufsleben zählen! 10.45 – 11.15 Kreishandwerkerschaft/Handwerkskammer Region Stuttgart Romina Strahberger Ausbildung und Karriere im Handwerk 11.30 – 12.00 Polizeipräsidium Reutlingen, Einstellungsberatung Esslingen Joachim Schmid Ausbildung oder Bachelorstudium bei der Polizei Baden-Württemberg (zum Polizeimeister/in/ Polizeikommissar/in)

13.45 – 14.15 Diakonie Stetten e.V./BAZ Esslingen Julia Warger Online-Bewerbungen: Vorbereitung und Durchführung

12.15 – 12.45 Polizeipräsidium Reutlingen, Einstellungsberatung Esslingen Klaus Holzmann Ausbildung oder Bachelorstudium bei der Polizei Baden-Württemberg (zum Polizeimeister/in / Polizeikommissar/in) Karriere im Handwerk

14.30 – 15.00 Netzwerk für beruBiche Fortbildung Prof. Dr. Valentin Schackmann Berufsbegleitend Studieren

13.00 – 13.30 Dienste für Menschen gGmbH Mareike Erdogan/Claus-Timo Walter Von Hamburg bis Berlin – P<egeberufe gehen immer

15.15 – 15.45 Geriatrisches Zentrum Esslingen-Kennenburg Marion Nau „Hier kommt keine Langeweile auf – was Arbeit interessant macht“

Sonntag – 11. März 2018 – Raum 1

12.15 – 12.45 events creative GmbH, Hochdorf Markus Zimmer Fachkraft oder Meister für Veranstaltungstechnik – ein nicht alltäglicher Beruf

10.45 – 11.15 Kreishandwerkerschaft/Handwerkskammer Romina Strahberger Ausbildung und Karriere im Handwerk

13.00 – 13.30 GARP Bildungszentrum Nicole Schiller Durchstarten mit der passenden Weiterbildung – Steigern Sie Ihre Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt

11.30 – 12.00 Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg Verena Nöding Freiwilligendienste FSJ/BFD – Berufsorientierung und Praxiserfahrung

13.45 – 14.15 events creative GmbH, Hochdorf Markus Zimmer Fachkraft oder Meister für Veranstaltungstechnik – ein nicht alltäglicher Beruf

Karriere 2018 – Aus- und Weiterbildungsmesse: Termin Sa. + So., 10. + 11. März 2018, von 9.00 bis 16.00 Uhr Ort Neckar Forum Esslingen, Hauffstraße

Ausführliche Informationen zur Messe auf:

www.esslinger-zeitung.de/karriere/ Telefon: 0711 9310-273 E-Mail: spezial@ez-online.de

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WILLKOMMEN IN EINEM ERFOLGREICHEN TEAM! Werden Sie Teil eines zukunftsstarken Familienunternehmens der Automobilindustrie und setzten Sie mit uns innovative Maßstäbe auf den Gebieten Fahrzeugelektronik, Klimasysteme und Fahrzeugheizungen sowie in der Abgastechnik. Egal ob als Auszubildender oder als dualer Student – bei uns gestalten Sie die Mobilität von morgen aktiv mit. Wie Sie Teil unseres Teams werden, erfahren Sie unter www.eberspaecher.com/karriere Eberspächer Climate Control Systems GmbH & Co. KG Vocational Education Eberspächerstraße 24, 73730 Esslingen

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KARRIERE 2018

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Der erste Satz Drei Tipps für das Bewerbungsanschreiben

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ichts ist gruseliger als ein lee­ res Blatt Papier. Das gilt auch beim Anschreiben zur Be­ werbung. Eine Patentlösung für das Problem gibt es leider nicht. Wer Flos­ keln und Tippfehler vermeidet, macht aber schon einiges richtig – und braucht dann nur noch etwas Charme. „Sehr geehrte Damen und Her­ ren...“ – Bis dahin kommen die meis­ ten Bewerber noch, doch dann wird es schwierig. Einen guten Einstieg für das Anschreiben zur Bewerbung zu finden, ist eine echte Herausforde­ rung. „Viele tun sich da unglaublich schwer“, sagt Jürgen Hesse, Bewer­ bungscoach und Ratgeberautor. Ein Grund dafür ist die ungewohnte Wer­ bung in eigener Sache: „Wir sind so erzogen worden, dass Eigenlob stinkt. Aber in dem Fall geht es eben nicht ohne.“ Die schlechte Nach­ richt: Den einen Zaubersatz zum Ein­ stieg gibt es nicht. Aber es gibt die fol­ genden drei Tipps, mit denen die ers­ te Hürde etwas kleiner wirkt. E Auf den Punkt kommen: Beim Anschreiben geht es nicht um den ersten Eindruck. Denn viele Persona­ ler lesen zuerst den Lebenslauf, sagt Hesse. Erst wenn der passt, folgt das Anschreiben. Niemand muss also gleich am Anfang wiederholen, was ihn alles für eine Stelle qualifiziert. Das wäre auch zu viel Text. „Länger als zwei bis drei Zeilen sollte der Ein­ stieg nicht sein“, rät Hesse – und zwar mit möglichst kurzen Sätzen. „Über­ legen Sie sich, was ihre Kernbotschaft ist: Warum bewerben Sie sich, und

was hat der Arbeitgeber umgekehrt davon, sie einzustellen?“ E Charme gewinnt: „Ihre Anzeige hat mich angesprochen.“ Das lesen Personaler unzählige Male am Tag, damit heben sich Bewerber nicht von der Masse ab. Hesse sagt : Lieber ganz was anderes machen, auch wenn es ungewöhnlich ist. Wer ganz in der Nähe wohnt, kann zum Beispiel da­ mit werben, dass er sicher nie im Stau steht. „Wenn das charmant rüber­ kommt, ist es allemal besser als eine Floskel.“ Im Idealfall transportiert man so gleich die Kernbotschaft, be­ weist also etwa seine Kreativität – oder wenigstens besonderen Einsatz. E Kleine Fehler vermeiden: Zah­ lendreher und Vertipper in der An­ schrift, Großschreibung nach dem Komma der Anrede. Auch wenn das Anschreiben nicht der erste Eindruck ist, sind solche Fehltritte fatal. „Es geht darum, einen positiven Gesamt­ eindruck abzurunden“, sagt Hesse. Und kleine Fehler zeigen, dass sich je­ mand keine Mühe gegeben hat. Des­ halb rät der Experte auch, die Anrede zu personalisieren, auch wenn kein Ansprechpartner genannt ist. Hesse empfiehlt: „Notfalls kann man im­ mer den Präsidenten oder Geschäfts­ führer des Unternehmens anschrei­ ben, gefolgt von ‚Sehr geehrte Damen und Herren’.“ (tmn) E Jürgen Hesse, Hans Christian Schra­ der: „Das perfekte Anschreiben“, Stark Verlag, 130 Seiten, 16,95 Euro. ISBN: 9783849014605

STARTE DEINE AUSBILDUNG BEI DER DEUTSCHEN POST AG! AB 01.09.2018 FÜR FOLGENDE BERUFE:

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BACHELOR OF ARTS – BWL, FACHRICHTUNG DIENSTLEISTUNGS-/ LOGISTIKMANAGEMENT Du hast deinen Schulabschluss in der Tasche, bist ein echter Teamplayer und suchst noch einen Ausbildungs- oder Studienplatz? Ob Ausbildung oder Duales Studium – wir haben tolle Angebote für dich! Noch Fragen? Du findest uns auf der Ausbildungsmesse Esslingen am Stand Nr. 37 in der Messehalle. Frau Martina Grupp hilft dir ebenfalls gerne weiter – unter Telefon 07162 9620-3921 oder per E-Mail an m.grupp@deutschepost.de. Oder besuche unsere Website: dpdhl.de/ausbildung bzw. dpdhl.de/dualesstudium. Wir freuen uns auf deine Bewerbung, am besten online unter de.dpdhl.jobs. Sollte das nicht möglich sein, sende deine Bewerbung bitte an: Deutsche Post AG, NL BRIEF Göppingen, Abteilung Personal 1990-9, Teckstr. 6–8, 73084 Salach. Bewerbungen für das Duale Studium sind leider nur online möglich. MENSCHEN VERBINDEN. LEBEN VERBESSERN.

Mit etwas Mühe gelingt der Einstieg ins Anschreiben.

Foto: dpa


Gute Gründe für eine Ausbildung im Handwerk Das Handwerk bietet eine Vielzahl an Vorteilen

Es gibt viele gute Gründe für eine Ausbildung im Handwerk: Eine Ausbildung im Handwerk macht Spaß, ist eine Garantie gegen Arbeitslosigkeit und bietet dir zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten. Vielleicht wäre eine Ausbildung im Handwerk auch was für dich? 1. Wie wär‘s mit einem Job, der Spaß macht? Seien wir doch mal ehrlich! Wenn es um die Berufswahl geht, gibt´s für viele nur eines: ein großes Unternehmen mit einem bekannten Namen. Erst wenn das nicht klappt, schaut man sich weiter um. Vorschlag: Macht es genau andersrum! Schaut euch erst um und überlegt euch

dann, was ihr wirklich wollt. Wo ihr eure Wünsche und Ideen verwirklichen könnt. Das muss bei den Großen nicht unbedingt der Fall sein: Dort ist der Azubi erst mal nur ein sehr kleines Rädchen in einem großen Getriebe. In kleinen Betrieben kommt es auch auf die Azubis an. Man bekommt mehr mit. Wer mit offenen Augen durch die Lehre geht, der ist schnell wichtig für den Betrieb. Und sichert so seine eigene Zukunft. Sehr einfach: Stellt euch vor, ihr macht eine hoch spezialisierte Ausbildung in einem Industriebetrieb. In zehn Jahren wird diese Tätigkeit vielleicht durch eine Maschine ersetzt. Oder ein anderes Verfahren macht die Tätigkeit völlig überflüssig. Und dann? Was macht ihr dann?

2. Sich absichern gegen Arbeitslosigkeit Eine Ausbildung im Handwerk ist natürlich keine Garantie gegen Arbeitslosigkeit. Aber es ist ein gutes Stück Sicherheit. Denn wenn es dem Betrieb, in dem ihr gelernt habt, nicht mehr so gut geht, dann gibt es immer noch genügend andere Betriebe, in denen genau eure Qualifikation auch gefragt ist. 3. Seine Zukunft selbst in die Hand nehmen Ein Beruf im Handwerk ist nichts für Scheuklappenträger: Die Ausbildung ist breit und vielfältig. Ganz anders als in großen Unternehmen. Das heißt: Nur wer sich täglich auf neue Aufgaben einstellen kann, wer flexibel ist und Abwechslung mag, der kommt gut durch die Ausbildung. Und gut in die Zukunft: Wer eine gute Ausbildung in der Tasche hat, der findet auch in schwierigen Zeiten einen Job – garantiert! 4. Mit Kopf und Händen arbeiten Handwerk ist Handarbeit und Kopfarbeit. Produktionsschritte müssen geplant werden, individuelle Kundenwünsche müssen berücksichtigt werden und man muss auf unvorhergesehene Situationen reagieren können. 5. Sein eigener Chef werden Ein kleines Unternehmen aufbauen? Sein Schicksal selbst in die Hand neh-

men? Auch das geht nirgends so schnell wie im Handwerk: Gute, handwerkliche Produkte und hochwertige Dienstleistungen sind gefragt wie nie. Selbstständigkeit bedeutet natürlich auch Risiko. Aber entscheidend ist doch, dass man die Wahl hat: Will ich als Angestellte/-r arbeiten oder als selbstständige/-r Unternehmer/-in? Diese Frage stellt sich fast nur in einem Handwerksberuf. 6. Sich selbst helfen können Handwerk heißt mit Händen, Geschick und Köpfchen arbeiten. Wer in einem Handwerksberuf gut und geschickt arbeiten kann, dem hilft diese Geschicklichkeit auch in anderen Bereichen. Handwerker sind eben immer eine Nasenlänge voraus, wenn´s drum geht, eine schlaue Lösung zu finden und vor allen Dingen selbst zu bauen. Das gilt im Beruf ebenso wie zu Hause: im Haushalt, in der Wohnung oder auch im Garten. 7. Auch auf anderen Gebieten gut sein In jedem Handwerksberuf lernt man Dinge, die man auch in anderen Berufen gut verwenden kann. Geschicklichkeit und Köpfchen sind überall gefragt. Dazu kommt eine qualifizierte Ausbildung auf einem bestimmten Gebiet. Mit diesem Rüstzeug findet man sich auch in einem anderen, verwandten Beruf leicht zurecht. Auch das gibt Sicherheit für die Zukunft.

Fort- und Weiterbildung im Handwerk Kandlerstraße 11 73728 Esslingen a. N. Tel: 0711 - 35 93 73

Unsere angeschlossenen Innungen:

Maler- und LackiererInnung Neckar-Fils

Metall-Innung Esslingen-Nürtingen

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Friseur- und KosmetikerSchreiner-Innung SHK-Innung Innung Esslingen-Nürtingen Sanitär Heizung Klempner Esslingen-Nürtingen Esslingen-Nürtingen

Steinmetzen- und Steinbildhauer-Innung Esslingen-Göppingen

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Innung des Kfz-Gewerbes Zimmerer-Innung Nürtingen-Kirchheim u. Teck Esslingen-Nürtingen

Nach einer Ausbildung im Handwerk gibt es zahlreiche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Durch Besuch von Weiterbildungskursen besteht die Möglichkeit, kontinuierlich neue Arbeitstechniken zu erlernen und sich neue Tätigkeitsfelder zu erschließen. Hier eine Auswahl möglicher Fort- und Weiterbildungen im Handwerk:

Gestalter/-in im Handwerk: Gestalter/-innen im Handwerk sind Profis für die kreative Ausgestaltung unterschiedlicher Produkte. Gearbeitet wird in fast allen Bereichen des Handwerks, zum Beispiel bei Fotografen, Raumausstattern oder Goldschmiedebetriebe.

Betriebsinformatiker/-in: Die Fortbildung zum/zur Betriebsinformatiker/Meister/-in im Handwerk: Mit der bestandenen Meisterprüfung geht das in umfasst Inhalte zu EDV, fundierte InformaRecht einher, einen eigenen Betrieb zu überneh- tionen zur Einrichtung kleinerer Netzwerke somen oder zu gründen sowie die Ausbildungsbe- wie Datenbankanwendungen. rechtigung. Im Deutschen Qualifikationsrahmen sind Meister und Bachelor als gleichwertige Die Karriereleiter des Handwerks Abschlüsse eingestuft.

Betriebswirt/-in im Handwerk: Die Fortbildung zum/zur Betriebswirt/-in im Handwerk ergänzt das Wissen aus der Meisterprüfung. In dieser Fortbildung wird Wissen vermittelt, das für die Betriebsführung wichtig ist. Zu den Inhalten gehören beispielsweise Personalwesen, Kalkulation oder Marketing. Gebäudeenergieberater/-in im Handwerk: Aufgabe eines Gebäudeenergieberaters/-beraterin ist es, Immobilienbesitzer/innen zu beraten und Konzepte zu erarbeiten, wie ein Gebäude energetisch saniert werden kann. Diese Fortbildung ist insbesondere für Berufsgruppen im Bau- und Ausbaugewerbe relevant.


Johannes, Metallbauer

Nach der Schule keinen Plan? Ich hab was Besseres vor. Finde den passenden aus Ăźber 130 Ausbildungsberufen fĂźr Dich auf www.handwerk.de


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Chancen ohne Schulabschluss Welche Möglichkeiten Jugendliche nun haben

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er keinen Schulabschluss hat, muss nicht verzwei­ feln. Es gibt Programme, die auf den Job vorbereiten – und gleichzeitig die Chance auf einen Ab­ schluss bieten. Zwar sehen ohne Schulabschluss die Jobchancen oft düster aus. Es gibt jedoch einige Mög­ lichkeiten für Jugendliche ohne Ab­ schluss, in den Beruf einzusteigen und den Abschluss gegebenenfalls nachzuholen. Einige Beispiele im Überblick: E Berufsvorbereitende Bildungs­ maßnahme: Im Rahmen der BvB können Jugendliche einen Beruf fin­ den, der zu ihnen passt. Unter Um­ ständen lässt sich auch ein Schulab­ schluss nachholen. Die BvB soll die Chancen auf einen Ausbildungsplatz erhöhen. Sie wird von der Arbeits­ agentur vor Ort vermittelt – über eine Teilnahme informieren sich Jugend­ liche also am besten dort. Die Maß­ nahme richtet sich an Jugendliche, die die Schulpflicht erfüllt haben, aber noch keine Ausbildungsstelle gefunden haben.

rufe lassen sich im Betrieb erlernen – einige können nur an einer Berufs­ fachschule erlernt werden. Je nach Bildungsgang lässt sich hier auch ein Schulabschluss nachholen.

Wer keine Ausbildungsstelle hat, kann beispielsweise in einer Kita ein Jahr lang Bundesfreiwilligendienst leisten. Foto: BMFSFJ E Berufsvorbereitungsjahr: Das BVJ richtet sich an Jugendliche, die keinen Hauptschulabschluss haben, gleichzeitig aber mindestens die ach­ te Klasse bestanden haben. In einzel­ nen Bundesländern kann das BVJ an­ ders heißen. Jugendliche lernen hier

nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit verschiedene Berufsfelder ken­ nen und machen Praktika. Auch hier gibt es die Möglichkeit, den Haupt­ schulabschluss nachzuholen. E Berufsfachschule: Nicht alle Be­

E Bundesfreiwilligendienst: Wer noch nicht so richtig weiß, in welche Richtung es überhaupt gehen soll, kann die Zeit mit dem Bundesfreiwil­ ligendienst (Bufdi) überbrücken. Der Bufdi richtet sich an Bürger, die ihre Schulpflicht absolviert haben – einen Schulabschluss müssen sie aber nicht haben. Die Einsatzzeit ist für Bufdis in der Regel ein Jahr, sie kann aber auf sechs Monate verkürzt werden. Schulabgänger arbeiten etwa bei der Feuerwehr, in Kitas oder bei Ret­ tungsdiensten. (tmn) E Infobroschüre BvB: http://dpaq.de/ fF7yn E Verdi zu BvB: http://dpaq.de/6bdLk E Infos zum BGJ der Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit: http:/ /dpaq.de/9Rv0w E Infos zum Bundesfreiwilligendienst: http://dpaq.de/vEEOc

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„Das Gesamtpaket stimmt“ IST METZ setzt auf Eigenverantwortung

Die IST METZ GmbH entwickelt und produziert Anlagen zur Aushärtung von Farben, Lacken, Silikonen und Klebern mittels UV-Licht. Die UV-Anlagen kommen in Druckmaschinen oder bei der Beschichtung von Smartphones oder Automobilteilen zum Einsatz. Mit 550 Mitarbeitern ist die Firma weltweit präsent. In Nürtingen bildet IST METZ in fünf Berufen aus: Industriekauffrau/-mann (wahlweise mit internationalem Wirtschaftsmanagement), Elektroniker/-in für Automatisierungstechnik,

Mechatroniker/-in und Techn. Produktdesigner/-in. Zudem besteht die Möglichkeit eines DHBW-Studiums. Im Fokus der Ausbildung steht neben der Vermittlung von Fachkenntnissen die Förderung von Selbstständigkeit und Eigenverantwortung. So haben Auszubildende einen Film über ihre Ausbildung produziert, mit dem Ziel interessierten jungen Menschen einen Einblick in den Alltag bei IST METZ zu geben. Soziales Engagement steht zudem auf dem Ausbildungsplan.

Industriekauffrau/-mann Industriekauffrau/-mann mit internationalem Wirtschaftsmanagement Follow us on Facebook Elektroniker/-in für Automatisierungstechnik DHBW-Studenten/-innen

IST METZ GmbH

karriere@ist-uv.com

www.ist-uv.de/karriere


KARRIERE 2018 | 11 Anzeige

Ihr Berufsziel ist es, mit Kindern zu arbeiten? Dann sind Sie bei uns an der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik WeinstadtBeutelsbach genau richtig! Unsere Schule bietet Ihnen verschiedene Wege in Berufsfelder, die heute und in Zukunft immer wichtiger sind und sein werden: In einer persönlichen Atmosphäre, getragen von einer lebendigen Gemeinschaft können Sie bei uns einen Abschluss als staatlich anerkannte/r Kinderpfleger/ in oder Erzieher/in erwerben. Sie lernen während ihrer Ausbildung, wie Sie die Lern- und Entwicklungsprozesse von Kindern unterstützen können. Auch auf die Vermittlung religionspädagogischer Inhalte legen wir besonderen Wert. Sollten Sie ein Studium anstreben, bieten wir Ihnen die Möglichkeit, begleitend zum Abschluss als Erzieher_in die Fachhochschulreife zu erwerben. Informieren Sie sich an unserem Messestand über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten unserer Schule. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Berufsziel: Mit Kindern arbeiten

Wir bieten Ihnen verschiedene Ausbildungsgänge, um dieses Ziel zu erreichen: · Staatlich anerkannte_r Kinderpfleger_in · Staatlich anerkannte_r Erzieher_in · Staatlich anerkannte_r Erzieher_in Praxisintegrierte Ausbildung – PiA

Weitere Informationen finden Sie auch unter: www.fachschule-sozialpädagogik.de

· Integriertes Studienmodell mit Doppelqualifikation – INA Staatlich anerkannte_r Erzieher_in und Bachelor Frühkindliche Bildung und Erziehung

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Zukunftsberuf Humanpflege

Pflegeschulen der medius KLINIKEN bieten hochwertige Ausbildungen in einem spannenden und chancenreichen Berufsfeld Vitalzeichen erfassen, Pflegediagnosen erstellen, Medikamente richten – Menschen professionell zu pflegen ist eine verantwortungsvolle wie abwechslungsreiche Aufgabe. Und ein erfüllender Beruf, denn kaum etwas macht glücklicher als anderen zu helfen. Darüber hinaus bieten Pflegeberufe beste Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten. Angehende Gesundheits- und Krankenpfleger/ -innen beispielsweise zählen zu den bestbezahlten Auszubildenden Baden-Württembergs und darüber hinaus. Hinzu kommen Nacht- und Wochenendzuschläge, Jahressonderzahlungen sowie im Falle der medius KLINIKEN attraktive Arbeitgeberangebote, wie zum Beispiel günstige 1-Zimmer-Appartements, kostenlose Fitnessangebote und betriebliche Altersvorsorge. Pflegen ist Typsache Klar ist aber auch: Menschen pflegen kann nicht jeder. Eigenschaften wie die berühmte „soziale Ader“, Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, Einfühlungsvermögen und Flexibilität zählen zu den wichtigsten Grundvoraussetzungen für diesen spannenden Beruf. Alles andere lernt man im Rahmen der qualifizierten dreijährigen Ausbildung an den Pflegeschulen der medius KLINIKEN in Ostfildern-Ruit und Kirchheim|Nürtingen. Neben medizinischem und pflegerischem Wissen vermittelt der theoretische Unterricht auch pflegerelevante Kenntnisse aus unterschiedlichsten Bereichen (z. B. Recht, Wirtschaft und Sozialwissenschaften) – natürlich immer nah an der Praxis und anhand typischer Beispiele aus dem Berufsalltag. Da sich Theorie- und Praxisphasen während der Ausbildung abwechseln, kann das Gelernte direkt angewandt und vertieft werden. Dabei stehen den Schülerinnen und Schülern stets kompetente Praxisanleiter/-innen zur Seite, die sie sowohl bei pflegerischen Tätigkeiten als auch beim Umgang mit Patienten/-innen oder

deren Angehörigen begleiten und fachlich unterstützen. An den medius KLINIKEN mit den drei Standorten Kirchheim, Nürtingen und Ostfildern-Ruit arbeiten die Schüler/-innen im Team verschiedener Stationen und können aus insgesamt 23 Fachkliniken wählen, beispielsweise Chirurgie, Geburtshilfe, Innere Medizin, Neurologie, Psychiatrie, Frauenheilkunde oder Rheumatologie. Hinzu kommen Dienste in der Notaufnahme, den Ambulanzen, auf Intensivstationen oder im Herzkatheterlabor.

Auch Außeneinsätze wie beispielsweise beim Gesundheitsamt, in Pflegeheimen oder bei Sozialstationen sind Teil der Ausbildung. So sammeln die Schüler/-innen nicht nur vielfältige Erfahrungen, sondern erhalten zudem Einblick in die zahlreichen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten ihres Berufes. Am Ende ihrer Ausbildung leiten die Schüler/-innen, begleitet von examinierten Kräften, ihre eigene Station und übernehmen selbstständig die komplette pflegerische Versorgung. Das gibt Sicherheit und erleichtert den Übergang ins Berufsleben.

Jetzt bewerben Beginn für die Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Krankenpfleger/-in ist jährlich zum 1. April (Pflegeschule OstfildernRuit) und zum 1. Oktober (Pflegeschule Kirchheim|Nürtingen). Darüber hinaus bietet die Pflegeschule in Kirchheim|Nürtingen die zweijährige Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/-in, die dreieinhalb-jährige Generalistische Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Krankenpfleger/-in und Altenpfleger/-in sowie den ausbildungsbegleitenden Stu-

diengang „Health Care Studies“ in Kooperation mit der Hamburger Fern-Hochschule. „Die meisten Bewerber sind zwischen 17 und 25 Jahre alt“, meint Schulleiter Hans-Kurt Schollenberger, „bei entsprechender Eignung sind nach oben jedoch keine Grenzen gesetzt.“ Alle Examen sind europaweit anerkannt und ermöglichen es, auch im Ausland zu arbeiten. Ein Muss ist das aber keineswegs, denn in Deutschland sind examinierte Pflegekräfte sehr gefragt. Auch bei den medius KLINIKEN. „Die Chancen nach der Ausbildung direkt übernommen zu werden sind hoch. Von unse-

ren 15 Absolventen bleiben uns dieses Jahr wieder 11 erhalten“, bestätigt Schulleiter Thomas Ruf stolz. Das viele blieben, läge vor allem an dem guten Betriebsklima der medius KLINIKEN, so Ruf weiter. Mit über 2.800 Mitarbeitern verteilt auf die drei Standorte Kirchheim, Nürtingen und Ostfildern-Ruit seien die Klinikgrößen sehr überschaubar und die Atmosphäre äußerst familiär. Das bestätigt auch Auszubildende Esther: „Pro Ausbildungsjahr gibt es eine Klasse und eine Kursleitung. Keiner geht unter, wie es an größeren Schulen der Fall sein kann. Anonymität ist ein Fremdwort und man fühlt sich einfach gut aufgehoben. Auch auf Station ist es ein besonderes Arbeiten. Man spürt schnell eine Verbundenheit mit dem Haus und kann viele Kontakte in verschiedenste Berufsgruppen knüpfen.“ Beste Aussichten Ein weiterer wichtiger Aspekt, der für die medius KLINIKEN spricht, ist die hauseigene Akademie. Mit ihrem vielfältigen Fort- und Weiterbildungsangebot ermöglicht sie examinierten Pflegekräften stets auf dem neusten Stand der medizinischen Entwicklung zu bleiben oder sich nach Wunsch weiter zu spezialisieren. Zum Beispiel für die Leitung einer Station oder des Pflegedienstes. Sehr gefragt sind auch Fachpflegekräfte für spezielle Bereiche wie Intensivstation, OP, Psychiatrie oder Hygiene. Und wer sich mit Freude an seine eigene Ausbildungszeit erinnert, wird für den kommenden Nachwuchs vielleicht einmal selbst zum/zur Praxisanleiter/-in. Auch dem Studium Pflegepädagogik oder Pflegemanagement/Pflegewissenschaft steht nach entsprechender Berufspraxis nichts im Wege. Doch ganz gleich, was die Zukunft bringt, der erste Schritt ist eine aussagekräftige Bewerbung an die Pflegeschulen der medius KLINIKEN und die fundierte Ausbildung. Weitere Informationen und Bewerbung unter: medius-kliniken.de/beruf-chancen


12 | KARRIERE 2018

Lustig oder nicht Unkonventionelle Bewerbung ist riskant Von Tobias Schormann

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Was du bei uns lernen kannst? • Industriekaufmann (m/w) • Werkzeugmechaniker (m/w) - Fachrichtung Formenbau • Verfahrensmechaniker (m/w) - Kunststofftechnik • Maschinen & Anlageführer (m/w) - Kunststofftechnik

Klingt gut? dann besuche uns auf der Karriere 2018 Esslingen Foyer - Stand 14

Tradition seit 1925

ls Bewerber muss man aus der Masse herausstechen. Denn für begehrte Stellen gibt es oft Dutzende von Kandidaten. Mit einer 0815­Bewerbung kommt man da nicht weit. Mutige Kandidaten wäh­ len daher eine Guerilla­Taktik und versuchen, mit unkonventionellen Mitteln in die Offensive zu gehen. Solche Bewerbungen sind eine hohe Kunst – bestenfalls beweisen Kandi­ daten damit, dass sie kreativ sind und offen für neue Ideen. Alles Punkte, die heute in vielen Berufen gefordert werden. Auffallen um jeden Preise sei aber die falsche Devise. Denn zwi­ schen genial und genial daneben ist es nur ein schmaler Grad. Schlimms­ tenfalls wirkt es einfach nur peinlich. Einfach nur anders als die anderen zu sein, ist kein Einstellungsgrund. Am Ende kommt es auf die Substanz an, erklärt Slaghuis. Es muss daher ei­ nen inhaltlichen Bezug zum Unter­ nehmen geben. „Sonst zuckt der Per­ sonaler nur mit den Schultern“, er­ gänzt Bewerbungscoach Jürgen Hes­ se. Bei einer Bewerbung an Ferrero könne man die Unterlagen beispiels­ weise in ein Nutellaglas stecken – das erzeugt Aufmerksamkeit. „Die Verpa­ ckung macht‘s schließlich.“ Einige Kandidaten sind mit ihren ausgefal­ lenen Ideen zu regelrechten Internet­ Berühmtheiten geworden. Einfach kopieren dürfen Bewerber diese na­ türlich nicht – sie können aber eine Anregung sein. Drei Beispiele: E Im Unternehmensstil: Bewerber können sich etwa als Katalog im Fir­ menstil präsentieren. Wie wäre zum Beispiel eine Bewerbung als Ikea­ Prospekt oder Gebrauchsanleitung? Es reicht nicht, nur die Firmenfarben oder das Logo in der Bewerbung zu verwenden, sagt Slaghuis. Alternativ bietet sich eine Spielfigur an, die wie das Produkt des Wunscharbeitgebers aussieht. Ein Vorbild hierfür ist etwa die Bewerbung als Lego­Figur von Le­ ah Bowman (http://dpaq.de/SU0c9). „Das zeigt, dass man sich Gedanken zum Unternehmen gemacht hat und vielleicht etwas mehr dafür brennt als andere“, sagt Hesse. E Sich selbst in einem Onlineshop anbieten: Philippe Dubost aus Paris hat es vorgemacht: Er hat eine Ama­ zonseite erstellt, auf der er sich selbst zum Kauf anbot (https://phil­ dub.com/). Seine Referenzen listete er als Produktbeschreibung auf, Stim­ men seiner früheren Arbeitgeber dienten dem Bewerber als Kundenbe­ wertungen. E Werbeplakat und Flugblätter: Der Brite Adam Pacitti mietete 2013

Ein Werbeplakat bringt öffentliche Aufmerksamkeit Foto: Adam Pacitti

Die Bewerbung im Unternehmensstil könnte ankommen. Foto: Imgur.com von seinem letzten Geld eine Plakat­ wand für sein Jobgesuch. Darauf war ein Bild von ihm zu sehen und eine Web­Adresse, unter der Arbeitgeber mehr über ihn erfahren konnten (http://dpaq.de/Xt7GC). „Das kann als Hingucker funktionieren“, sagt Slaghuis. In einer Großstadt geht ein einzelnes Plakat aber schnell unter, in kleineren Städten ist der Werbeeffekt größer. Ansonsten können Bewerber auch Flugblätter verteilen, etwa auf einer Messe, sagt Hesse. E Jürgen Hesse/Hans Christian Schra­ der: Neue Formen der Bewerbung, Stark, 168 S., 16,95 Euro, ISBN: 978­ 3866687967 E Svenja Hofert: Die Guerilla­Bewer­ bung: Ungewöhnliche Strategien erfolgreicher Jobsucher, Campus, 198 S., 19,95 Euro, ISBN: 978­ 3593396941 E Jay Conrad Levinson: Guerilla Mar­ keting Bibel, Midas Management Verlag, 400 S., 34,90 Euro, ISBN: 978­3907100691


KARRIERE 2018 | 13

Von der Uni ins Arbeitsleben Was beim Praxissemester wichtig ist Von Christina Bicking

der Regel keinen oder einen geringe­ ren Studentenwerksbeitrag zahlen. Wenn man das Praktikum nach bes­ tem Wissen und Gewissen ausge­ sucht hat und dennoch feststellt, dass der Job nicht den eigenen Interessen entspricht, ist das kein Beinbruch: „Das Lernen und Erfahrung sammeln sollte im Praktikum im Vordergrund stehen“, sagt Dorenburg.

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en ersten Kontakt zur Ar­ beitswelt haben die meisten Studierenden bereits vor dem Abschluss. Viele machen ein Praxissemester, das etwa an Fach­ hochschulen üblich ist. Es bietet die Chance, sich beruflich zu orientie­ ren. Auch kann es den Berufseinstieg nach dem Abschluss erleichtern. Doch wie sucht man sich den richti­ gen Arbeitgeber fürs Praktikum aus?

Wer ein Praktikum machen möchte, hat ein paar Dinge zu beachten. Foto: dpa

E Reflektieren: Bevor man den ers­ ten Suchbegriff bei Google eintippt, sollte man in sich gehen und sich über seine Interessen und Ziele klar werden: „Was kann ich? Was will ich?“, erklärt Christiane Dorenburg vom Career Service der Freien Uni­ versität Berlin. Der nächste Schritt besteht darin, herauszufinden, was die fünf stärksten Kompetenzen sind, mit denen man sich von anderen ab­ heben kann, rät die Laufbahnberate­ rin Annette Gröger. „Das Beschäfti­ gen mit mir selbst und meinen Zielen vermeidet Umwege.“

men im Sinn, sollte man sich direkt bewerben. „Initiativbewerbungen sind wichtig, weil wir davon ausge­ hen, dass nicht alle Praktikumsplätze ausgeschrieben werden“, sagt Micha­ ela Frana vom Career Service der Hochschule für Technik und Wirt­ schaft. Gerade bei Auslandspraktika ist es fraglich, ob diese in Stellenbör­ sen zu finden sind. Da kann die direk­ te Ansprache einer Firma sinnvoll sein. „Für ein Praktikum im Ausland kann man die Außenhandelskam­ mern ansprechen“, sagt Irene Seling von der Bundesvereinigung der Deut­ schen Arbeitgeberverbände.

E Initiativbewerbung: Hat man ohnehin ein bestimmtes Unterneh­

E Anerkennung des Praxissemes­ ters: An den meisten Hochschulen

gibt es einen Praktikumsbeauftrag­ ten, der das Praxissemester betreut. Dieser steht bei Problemen als An­ sprechpartner zur Verfügung. Prakti­ kumsbeauftragte sind meist Dozie­ rende aus den Fachbereichen oder je­ mand aus dem Career Center. Um das Praxissemester anerkennen zu lassen, ist meist ein Praktikumsbericht nö­ tig. „Am besten macht man sich schon in der Zeit im Unternehmen regelmäßig Notizen oder führt ein kleines Tagebuch“, rät Dorenburg. E Urlaubssemester beantragen: Während des Praxissemesters kann man ein Urlaubssemester beantra­ gen. Dieses gilt nicht als Fachsemes­ ter, und Studierende müssen dann in

E Nebenjob beim Pflichtprakti­ kum: Viele Pflichtpraktika sind un­ bezahlt oder schlecht bezahlt. Einen Anspruch auf Mindestlohn haben Studierende bei Pflichtpraktika nicht. Daher wollen oder müssen vie­ le nebenbei weiter jobben. Doch Vor­ sicht: Wer während eines Praktikums nebenbei arbeitet, kann unter Um­ ständen Probleme bekommen. „Für Praktikanten gelten in diesem Fall ähnliche Regeln wie für Arbeitneh­ mer“, erklärt Irene Seling. Das heißt: Ist im Arbeitsvertrag ausdrücklich vorgeschrieben, dass Nebentätigkei­ ten genehmigt werden müssen, muss der Arbeitgeber erst zustimmen, wenn diese nicht in der Freizeit statt­ finden. Auf jeden Fall gilt: Die Neben­ tätigkeit darf nicht mit der Arbeitszeit des Praktikums in Konflikt geraten.

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Anspruchsvoll & krisensicher Das Finanzamt Esslingen ist mit seinen 309 Bediensteten im Innen- und Außendienst, eines der größeren Finanzämter im Land. Dies zeigt auch das hohe Steueraufkommen im Jahr 2017 von 1,26 Mrd. R. Zuständig ist das Amt für die Bearbeitung und Überprüfung der Steuererklärungen von Bürgern sowie Betrieben aus 14 Gemeinden des Amtsbezirks. Wir sorgen mit dafür, dass der Staat über das für seine Aufgaben notwendige Geld verfügt. Zur Mithilfe bei diesen anspruchsvollen Aufgaben suchen wir für das Einstellungsjahr 2019 interessierte Bewerber/innen, die sich mit guten Noten entweder für die Ausbildung im gehobenen Dienst (Abschluss Bachelor of Laws) oder im mittleren Dienst bewerben.

Finanzamt Esslingen

Entengrabenstr. 11 73728 Esslingen Telefon: 0711/397-2929 E-Mail: poststelle-59@<nanzamt.bwl.de Internet: www.fa-esslingen.de

Bachelor of Laws beim Finanzamt Esslingen Steuern sind die Einnahmen des Staates, die dieser notwendigerweise zur Erfüllung seiner Aufgaben benötigt. Dies ist seit Jahrtausenden so und wird auch in Zukunft so bleiben. Aus diesem Grunde wird unsere Tätigkeit auch in Zukunft gebraucht und ist damit sicher. Aktuell hat das Finanzamt Esslingen rund 300 Beschäftigte, die im Innen- und Außendienst eingesetzt werden und pro Jahr über eine Milliarde Steuern erheben. Die Steuergesetze sind einem ständigen Wandel unterworfen. In diesem Bereich immer auf dem Laufenden zu sein, ist eine Herausforderung. Für diese anspruchsvolle Tätigkeit suchen wir qualifizierten und motivierten Nachwuchs und bieten eine interessante, abwechslungs-

reiche und vor allem sichere Tätigkeit. Wenn Sie in unserem Team mitarbeiten und bei der Bearbeitung der Steuerangelegenheiten von Tausenden von Privatleuten, Firmen und Vereinen dabei sein wollen, bewerben Sie sich. ■ Zum 1. Oktober 2019 bieten wir voraussichtlich acht Ausbildungsplätze und zum 1. März 2019 voraussichtlich zwei Ausbildungsplätze zum Bachelor of Laws. ■ Weitere Informationen zur Ausbildung gibt es im Internet unter www. steuern-kann-ich-auch.de. Hier sind auch die Onlinebewerbungen für das Ausbildungsjahr 2019 möglich.


14 | KARRIERE 2018

Den Jobwunsch nicht ausreden

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Wie Eltern ihre Kinder bei der Berufswahl unterstützen können

tellt der Nachwuchs seine Be­ rufswünsche vor, sind Eltern nicht immer begeistert. Den Traumberuf schlechtzureden, provo­ ziert beim Nachwuchs aber oft nur Widerstand. Eltern sind schnell da­ bei, ihrem Kind den Berufswunsch auszureden, wenn sie ihn für unrea­ listisch halten. Das ist etwa der Fall, wenn er heillos überlaufen ist oder es schwer ist, später eine Anstellung zu finden. Das provoziert in vielen Fäl­ len jedoch eine Trotzreaktion, sagt Jürgen Wursthorn von der Bundesar­ beitsagentur. „Jugendliche bestärkt das häufig nur darin, den Beruf wei­ terzuverfolgen.“ Der Arbeitsmarkt­ Experte empfiehlt vielmehr folgen­ des Vorgehen:

E Analyse machen: Eltern sollten gemeinsam mit den Kindern recher­ chieren: Wie ist die Situation am Ar­ beitsmarkt? Welche Chancen gibt es in dem Bereich? Wo kann man das lernen? Ist der Berufswunsch wirk­ lich so unrealistisch, wie Eltern zu­ nächst vermuten? Möglicherweise gibt es Alternativausbildungen, bei denen in der Ausbildung ähnliche In­ halte vermittelt werden, die aber we­ niger überlaufen oder riskant sind?

Das Angebot ist zahlreich, aber manchmal wünschen sich Kinder exotische Berufe. Eltern sollten sie dabei unterstützen, die Chancen auszuloten. Foto: dpa E Praktikum machen: Hält der Nachwuchs nach der Analyse am Traumberuf fest, schlagen Eltern am besten ein Praktikum vor. Dort kön­ nen Sohn oder Tochter überprüfen, ob die eigenen Vorstellungen vom

Beruf richtig sind. Möglicherweise ist der Traumberuf in der Realität gar nicht so toll wie vorgestellt. E Entscheidung akzeptieren: Bleibt der Nachwuchs auch danach

noch beim Traumberuf, bleibt den El­ tern nur, die Entscheidung zu akzep­ tieren. Das Kind zu einer Ausbildung zu überreden, zu der es keine Lust hat, bringe nichts. Die Gefahr, dass abge­ brochen wird, sei sehr groß. (tmn)

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Deine Chance: Bock auf Handel!

Als Azubi zum Kaufmann (m/w) im Groß- und Außenhandel (Vertrieb) durchstarten! Du stehst kurz vor dem Schulabschluss oder hast diesen sogar schon in der Tasche? Du willst Verantwortung übernehmen und in einem tollen Team Deinen Teil zum Erfolg beitragen? METRO in Esslingen sucht Auszubildende zum Kaufmann (m/w) im Groß- und Außenhandel (Schwerpunkt: Vertrieb)! Informiere Dich online und schicke uns direkt deine Bewerbung!

www.metro.de/ausbildung METRO Cash & Carry Deutschland GmbH Dornierstraße 9 73730 Esslingen

Mit Herz und Verstand und „Bock auf Handel“ Ausbildung bei METRO Esslingen

Der Name METRO steht in Deutschland seit über 50 Jahren für eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Der erste METRO Cash & Carry Großmarkt wurde 1964 in Mülheim an der Ruhr eröffnet. Heute ist METRO Cash & Carry mit über 750 Großmärkten in 25 Ländern international führend im Großhandel. Allein in Deutschland ist das Unternehmen mit insgesamt 106 METRO und METRO GASTRO Märkten vertreten. Seit 1975 ist METRO auch in Esslingen der Partner für Gewerbetreibende. Auf 15 000 Quadratmetern umfasst das Sortiment 50 000 Artikel aus dem Food- und Non Food-Bereich. Bei der METRO Esslingen finden Gewerbetreibende alles für den täglichen Bedarf unter einem Dach. Um auch in Zukunft erfolgreich tätig zu sein, ist gerade heute die Ausbildungsarbeit für unseren Großmarkt besonders wichtig“, sagt Herr Stahl, Geschäftsleiter der METRO in Esslingen. „Wir brauchen serviceorientierte Nachwuchskräfte, die gemeinsam mit unserem motivierten Team unseren Kunden begegnen.“ „Neben der Geschäftsleitung und den Betriebsleitern in Esslingen stammt der Großteil der Führungskräfte aus dem eigenen Führungsnachwuchs und der Ausbildungsarbeit der letzten Jahre“, berichtet Günther Kettel, der ausbildungsverant-

wortliche Abteilungsleiter im Markt. Die Auszubildenden durchlaufen die verschiedenen Abteilungen, von Obst & Gemüse bis Multimedia, und erlernen neben Warenkenntnissen auch die abteilungsspezifischen Abläufe von der Bestellung bis zur Bestandsführung. Dabei werden sie auf ihre spätere Fachabteilung vorbereitet, die sich an ihren persönlichen Stärken und Interessen orientiert. Zusätzlich besuchen die Auszubildenden die Berufsschule und vertiefen dort ihr praktisches Wissen. Neben den Abteilungen ist für die Auszubildenden die Arbeit in den Bereichen Kasse/Verwaltung und Kundenbetreuung wichtig. Im Rahmen von Projekten haben METRO-Azubis die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und kreativ eigene Ideen umzusetzen. Gute Perspektiven. Durch gute Leistungen, hohes Engagement, Flexibilität und auf dem weiteren Karriereweg auch Mobilität, ist es möglich, in kurzer Zeit Führungsaufgaben zu übernehmen. Die METRO Esslingen bietet 2018 die Chance als Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel in die Ausbildung zu starten. Kontakt: www.metro.de/ausbildung


Gute Ausbildung – gute Karrierechancen Die AOK Neckar-Fils sucht engagierte Auszubildende

Wer eine Ausbildung bei der AOK Baden-Württemberg absolviert, kann sich auf einen abwechslungsreichen und herausfordernden Berufsweg freuen. Die AOK Baden-Württemberg ist mit mehr als vier Millionen Versicherten die größte Krankenversicherung im Ländle. Rund 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickeln und optimieren kontinuierlich innovative Produkte für ihre Kunden. Dabei setzt die AOK auf Regionalität, das bedeutet, die Versicherten werden landesweit in 14 Bezirksdirektionen mit insgesamt 230 Kundencentern betreut. Für die Landkreise Göppingen und Esslingen ist die AOK-Bezirksdirektion Neckar-Fils zuständig. „Bei uns starten Sie Ihren Berufsweg in einer großen, angesehenen Krankenversicherung, bei einem fairen und verlässlichen Arbeitgeber. Wir setzen auf Ihre Einsatzfreude und Aufgeschlossenheit“, erklärt Nicola Merkle, Personalverantwortliche bei der AOK Neckar-Fils.

Für jedes Talent etwas dabei Rund 20 Auszubildende werden jedes Jahr bei der AOK Neckar-Fils eingestellt. Ausgebildet werden Sozialversicherungsfachangestellte (Voraussetzung: ab Realschulabschluss aufwärts), Berufsqualifizierung zur/zum AOKBetriebswirt/in mit der Option Bachelor-Studium Health-Care-Management

Vor ihnen liegen drei spannende Jahre: Neue Azubis bei der AOK Neckar-Fils.

(Fachhochschulreife oder Abitur), Kauffrau/-mann für Dialogmarketing (ebenfalls ab Realschulabschluss aufwärts), außerdem gibt es den Bachelor-Studiengang „Soziale Arbeit im Gesundheitswesen“ (Voraussetzung: Fachhochschulreife oder Abitur). Die Ausbildungen dauern zwei bis vier Jahre und werden überdurchschnittlich vergütet. Als Sozialversicherungsfachangestellter (Sofa) lernt man die rechtlichen Grundlagen für die Arbeit der Krankenkasse, berät Kunden, arbeitet mit Krankenhäusern, Ärzten, Pflegediensten zusammen. Bei der Qualifizierung zum AOK-Betriebswirt wird zunächst

(Bild: AOK)

eine Sofa-Ausbildung absolviert, anschließend studiert man zwei Jahre auf den AOK-Betriebswirt. Dabei geht es vor allem um Betriebswirtschaft, Recht, Management, Marketing und Gesundheitswissenschaften. Junge Menschen, die gerne verkaufen, kommunikativ sind und offen auf Menschen zugehen, können Kaufmann/-frau für Dialogmarketing werden. Das Bachelor-Studium „Soziale Dienste im Gesundheitswesen“ bietet die AOK in Zusammenarbeit mit der Dualen Hochschule in VillingenSchwenningen an. Absolventen dieser Ausbildung können anschließend im Sozialen Dienst der AOK arbeiten, das

heißt, sie beraten unter anderem Versicherte, die unter schwierigen sozialen Umständen eine Krankheit meistern müssen. „Einblicke in die verschiedensten Abteilungen, sowie die theoretische Ausbildung im eigenen Bildungszentrum, sorgen für eine abwechslungsreiche Ausbildung“, sagt Personalchefin Nicola Merkle. Damit die Azubis neben ihrer Ausbildung auch Einblicke in andere Bereiche des Gesundheitswesens bekommen, wird ein Praktikum bei einem Vertragspartner, wie zum Beispiel dem DRK, der Rehabilitationsklinik Bad-Boll und dem Klinikum in Esslingen angeboten. „Unsere Mitarbeiter sind unser wichtigstes Kapital“ – das ist eine zentrale Aussage der AOK. Dies wird durch ein breites Weiterbildungsangebot und Talentmanagement sowie klaren Aufstiegschancen nach der Ausbildung in die Tat umgesetzt. Mit dem Tarifvertrag BAT/AOK neu besteht eine verlässliche Grundlage für Mitarbeiter/innen und Unternehmen. ■ Wer Gesundheit wichtig findet, gerne mit Menschen zu tun hat, und einen Beruf sucht, dessen Sinn und Bedeutung überzeugt, der hat beste Chancen, nach Abschluss der Schulausbildung bei der AOK Baden-Württemberg einen Einstieg nach Wunsch zu finden.

„Leistung begeistert mich. Gesundheit motiviert mich. Als Azubi bei der AOK.“ ,

Genau mein Ding: die AOK. Sie möchten zeigen, was Sie können? Sie möchten Ihre Talente entfalten, Ihre Stärken beweisen und Ihre Ideen einbringen? Dann willkommen bei der AOK. Als größter Krankenversicherer in Baden-Württemberg bereiten wir Sie bestens auf einen spannenden Berufsweg vor: mit zahlreichen Ausbildungsangeboten, vielen Karrierechancen, sinnvollen und abwechslungsreichen Aufgaben sowie :exiblen Arbeitszeiten. Ab 1.9.2019 bilden wir aus zur/zum • Sozialversicherungsfachangestellten • Berufsquali9zierung zum/zur AOK-Betriebswirt/-in • Kauffrau/Kaufmann für Dialogmarketing

Auch als Arbeitgeber ausgezeichnet: die AOK Baden-Württemberg aok-bw.de/ausgezeichnet

Jetzt bis 31.12.2018 bei der AOK – Die Gesundheitskasse Neckar-Fils online unter aok-bw.de/karriere bewerben. Ihr Ansprechpartner Michael Ehret Telefon 0711 9399-219 Bei gleicher Eignung werden Bewerbungen von schwerbehinderten Menschen besonders berücksichtigt.


16 | KARRIERE 2018

Deine Energie - Deine Zukunft! Der Vertrag ist unterschrieben. Und auch die ersten Tage im Betrieb sollten sorgfältig vorbereitet sein. Foto: dpa

Plötzlich Azubi Wie der Ausbildungsstart gelingt Von Andrej Winter

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Jetzt für unsere Ausbildungs-Berufe bewerben: www.swe.de/karriere

it Grauen erinnert sich Kai Madel an den ersten Tag seiner Ausbildung zum Bü­ rokaufmann. Wie gewünscht klopfte der damals 17­Jährige morgens Punkt 8.30 Uhr an die Tür zum Sekretariat des Inhabers eines Sanitärgroßhan­ dels. Doch als er der Sekretärin sagte, wer er sei, antwortete diese: „Der Chef ist nicht da. Der hat einen Ter­ min.“ Dann bat sie Madel, auf einem Stuhl im Flur Platz zu nehmen. Nach zwei Stunden rauschte endlich der Chef herein. Für mehr als einen Hän­ dedruck hatte er keine Zeit. „Bis mein Chef endlich mal Zeit hatte, verging eine Woche“, erzählt Madel. So unstrukturiert verlaufen die ersten Arbeitstage von frischgebacke­ nen Azubis oft – speziell in Kleinbe­ trieben. „Sie sind häufig auf die An­ kunft der neuen Mitarbeiter nicht vorbereitet“, weiß Alexander Walz von der Personalberatung Conciliat in Stuttgart. „Mal sollen die Berufs­ einsteiger gleich wie ‚alte Hasen’ mit­ arbeiten.“ Das überfordert viele. „Mal stehen sie nutzlos in der Ecke.“ Das erzeugt bei ihnen das Gefühl: Ich werde nicht gebraucht. Dahinter steckt meist keine böse Absicht, be­ tont Walz. „Die Verantwortlichen versetzen sich nur zu wenig in die La­ ge der jungen Leute.“ Es sei aber wich­ tig, den jungen Leuten eine gute An­ kunft zu ermöglichen. Das haben die meisten Großunter­ nehmen erkannt. Deshalb gibt es dort Einführungsprogramme. Etwa bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall dauert die Einführungsphase für die jährlich 100 Auszubildenden zwei Wochen. Zunächst werden die Azu­ bis vom Personalvorstand begrüßt. Danach folgen drei Tage, die dem Kennenlernen des Unternehmens und der allgemeinen Information dienen. Anschließend nehmen die Azubis an einem zweitägigen Out­ doortraining teil. „Auch um sich wechselseitig kennenzulernen“, be­ tont Ausbildungsleiterin Marion Matter. „Denn das fördert die Identi­

fikation mit dem Unternehmen.“ In der zweiten Woche werden die Azu­ bis in die Software­Programme einge­ führt. Auch ein Telefontraining steht im Programm. Ebenfalls ein fester Baustein ist ein halbtägiger Benimm­ Kurs. In ihm geht es „um scheinbar banale Dinge: Wie kleide ich mich angemessen? Was mache ich, wenn ich etwas brauche? Wie und wann grüße ich Kollegen?“ Lauter Kleinig­ keiten, die für berufserfahrene Mitar­ beiter selbstverständlich sind. Neu­ linge wissen nicht, welche Verhal­ tensregeln im Betrieb gelten. Also sollte man es ihnen sagen.

Das Ankommen erleichtern So aufwendige Einführungsprogram­ me können sich kleinere Unterneh­ men nicht leisten. Trotzdem sollten sie überlegen, wie sie den Berufsein­ steigern das Ankommen erleichtern. Selbstverständlich sollte eine Begrü­ ßung durch den Chef sein und ein Rundgang durch den Betrieb. Dabei können wichtige Fragen, etwa die Pausenregelung geklärt werden. Mit viel mehr Infos sollte man die Azubis am ersten Tag nicht belasten. Sinnvoller ist es, ein weiteres Ge­ spräch am Folgetag zu vereinbaren. Dann kann der Verlauf der Ausbil­ dung erklärt werden und was das Un­ ternehmen vom Azubi erwartet – „auch bezüglich seines Arbeitsver­ haltens und im Umgang mit Kunden und Kollegen“. Das geschieht oft nicht, kritisiert Führungskräftetrai­ ner Reiner Voss, „weshalb junge Kol­ legen in Fettnäpfchen treten“. Klar ist: Die Neuen können sich nicht alles merken, was in den ersten Tagen auf sie einprasselt. Deshalb empfiehlt Voss Betrieben, die wich­ tigsten Dinge in einem Handbuch zu notieren: Wie werden Unterlagen ar­ chiviert? Worauf ist beim Schreiben von Mails zu achten? Wie und wann ist Urlaub zu beantragen? So ein Handbuch erspart Zeit, denn Azubis müssen seltener nachfragen. Hilf­ reich ist ein Plan, wer den Auszubil­ denden wann wichtige Dinge erklärt.


KARRIERE 2018 | 17

FH oder Uni – das ist die Frage Eine Orientierungshilfe für die Studienwahl in Gütersloh. Ein Grund: der Bache­ lor. Der Anwendungsbezug gehört nun auch an der Uni dazu.

Von Tobias Schormann

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H und Uni – das waren einmal zwei getrennte Welten. Heute sind die Grenzen etwas fließen­ der geworden. Das fängt schon beim Namen an. Denn Fachhochschulen heißen heute nicht mehr Fachhoch­ schulen. Viele nennen sich zum Bei­ spiel „Hochschule für angewandte Wissenschaften“. Das macht die Sa­ che für Schulabgänger bei der Studi­ enwahl nicht einfacher. „Vielen Schülern ist nicht so klar, worin die Unterschiede liegen“, sagt Astrid Schipper, Berufsberaterin von der Ar­ beitsagentur. Ein Überblick: E Praxis oder Forschung: Traditio­ nell galt der Grundsatz: An der FH ler­ nen die Praktiker, an der Uni die The­ oretiker. Ganz so schwarz­weiß ist das Bild heute nicht mehr. Von der Ten­ denz her stimmt die Aussage immer noch. Wer lieber in die Forschung will, sei an der Uni richtig – die FH sei dagegen das passende Modell für Stu­ denten, die mehr Anwendung wol­ len, erklärt Schipper. Die Unterschie­ de seien aber kleiner geworden, er­ gänzt Cort­Denis Hachmeister vom Centrum für Hochschulentwicklung

E Studienangebot: An einer FH ist das Fächerspektrum kleiner. Traditio­ nell hatte sie im Wesentlichen nur Betriebswirtschaftslehre, Ingenieur­ wissenschaften und Soziale Arbeit im Programm. Die Universität bot eine breitere Auswahl. Heute gebe es die Entwicklung, dass Unis sich profilie­ ren und auf eine Fächerauswahl be­ schränken. Zum anderen sind an der FH Fächer wie Kommunikations­ oder Pflegemanagement entstanden. E Zulassung: Einen Unterschied gibt es bei den Regeln für die Zulas­ sung. Für ein FH­Studium reicht die Fachhochschulreife, Universitäten verlangen in der Regel das Abitur.

Die Uni für Theoretiker, die FH für Praktiker? Ganz so ist es heute nicht mehr. Foto: dpa

E Abschlüsse: Den Diplom­Ingeni­ eur gibt es vereinzelt noch – so an der HTW Dresden mit Zusatz „FH“, an der TU Dresden ohne den Zusatz. In der Regel vergeben beide Hochschul­ typen heute den Bachelor und Master und sind damit gleichgestellt. Auch ein Wechsel von der FH zur Uni und umgekehrt ist im Prinzip möglich.

„Die Anschlussfähigkeit ist formal gegeben“, erklärt Hachmeister. E Doktortitel: Als erste Fachhoch­ schule in Deutschland hat die Hoch­ schule für Angewandte Wissenschaf­ ten in Fulda das Promotionsrecht er­ halten. Sie darf damit ihren Studen­ ten einen Doktortitel verleihen. In der Regel ist das Unis vorbehalten. E Zufriedenheit: An der Fachhoch­ schule gibt es im Vergleich zur Uni et­ was mehr Studenten, die zufrieden mit den Studienbedingungen sind – hat das Deutsche Zentrum für Hoch­ schul­ und Wissenschaftsforschung (DZHW) ermittelt. Hier schneidet die FH etwas besser ab als die Uni. Über­ füllte Hörsäle sind an Unis ein größe­ res Problem als an der FH. E Betreuung: An der FH sei die Be­ treuung häufig intensiver, und die Gruppen kleiner, sagt Schipper. Das sei ein Vorteil für Studenten. Ihre Ein­ schätzung spiegelt sich auch in den Werten des DZHW wider: So wird die FH leicht besser von Studenten be­ wertet als die Uni, wenn es um Kon­ taktmöglichkeiten zu Lehrenden au­ ßerhalb von Sprechstunden geht.

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18 | KARRIERE 2018

Der Staat hilft mit

E

Für eine Weiterbildung kann man verschiedene Fördertöpfe anzapfen

ine Weiterbildung zu ma­ chen, kostet nicht nur viel Zeit, sondern auch Geld. Be­ rufstätige müssen aber nicht alles aus eigener Tasche bezahlen. Häufig lassen sich dafür staatliche Förder­ töpfe anzapfen. Eine längere Weiterbildung zu machen, ist nicht zuletzt eine Frage des Geldes. Berufstätige sollten sich die Mühe machen und zum Thema Fördertöpfe recherchieren, sagt Christina Engel von der Stiftung Warentest. Sie hat einen Leitfaden zum Thema geschrieben. Es gibt mehrere bundesweite, aber auch länderspezifische Töpfe, die sie aus­ schöpfen können. Ein Überblick über einige wichtige bundesweite Förderungen: E Aufstiegsstipendium: Es kommt für alle infrage, die eine Berufsausbil­ dung oder Aufstiegsfortbildung ab­ solviert haben und nun zum ersten Mal studieren wollen. Bewerber brau­ chen zwei Jahre Berufserfahrung und eine Abschlussnote mit 1,9 oder bes­ ser. Stipendiaten erhalten monatlich 670 Euro plus 80 Euro Büchergeld. Die Förderung gibt es für die Regelstu­ dienzeit. Anträge sind bei der Stif­

Jahren nicht mehr ausüben. Außer­ dem können Beschäftigte kleinerer und mittlerer Unternehmen an dem Programm teilnehmen. Hier über­ nimmt die Arbeitsagentur die Kursge­ bühren für die Weiterbildung aber nur zum Teil. Wer sich für dieses Pro­ gramm interessiert, wendet sich am besten an seine Arbeitsagentur direkt vor Ort.

tung Begabtenförderung berufliche Bildung in Bonn zu stellen. E www.aufstiegsstipendium.de E Bildungsgutschein: Der Bil­ dungsgutschein richtet sich an Ar­ beitslose und Beschäftigte, denen die Kündigung droht. Sie können sich von der Arbeitsagentur eine Weiter­ bildung finanzieren lassen, die eine Rückkehr in den Arbeitsmarkt wahr­ scheinlicher macht oder eine konkret drohende Arbeitslosigkeit abwendet. Bewilligen muss ihn die Arbeitsagen­ tur vor Ort. Wer Arbeitslosengeld be­ kommt, erhält es während der Wei­ terbildung weiter. E WeGebAU: Beschäftigte ohne Be­ rufsabschluss stehen bei Weiterbil­ dungen ebenfalls nicht allein da. Für sie gibt es das WeGebAu­Programm. Die Bundesarbeitsagentur über­ nimmt die Kosten komplett, wenn je­ mand keinen Berufsabschluss hat und diesen im Rahmen einer Weiter­ bildung nachholen will. Eine andere Möglichkeit ist, sich eine Teilqualifi­ kation finanzieren zu lassen. Das kommt für all jene infrage, die ihren erlernten Beruf seit mindestens vier

Mit einer Weiterbildung kann man seine Chancen verbessern. Foto: dpa

E Weiterbildungsstipendium: Das Stipendium richtet sich an Fachkräf­ te unter 25 Jahren, die eine Berufsaus­ bildung mit der Note 1,9 und besser abgeschlossen haben. Neben Arbeit­ nehmern sind auch Arbeitslose und Selbstständige förderfähig. Stipendi­ aten erhalten bis zu 6000 Euro, ver­ teilt auf drei Jahre. Wer eine Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz gemacht hat, wendet sich an die Institution, die den Ausbildungsvertrag unterzeich­ net hat. Das ist in der Regel eine Handwerks­ oder Industrie­ und Handelskammer. Wer einen Beruf im Gesundheitswesen erlernt hat, be­ wirbt sich bei der Stiftung Begabten­ förderung berufliche Bildung. (tmn) E www.weiterbildungsstipendium.de

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Vielfältige Bildungsangebote an den Beruflichen Schulen in Esslingen-Zell Beru,iche Schulen in Esslingen – zukunftssicher aufgestellt Besuchen Sie den Stand der John-F.-Kennedy-Schule, der Friedrich-Ebert-Schule und der Käthe-Kollwitz-Schule im Neckarforum in Esslingen. Wir freuen uns auf Sie. John-F.-KennedySchule www.jfk-schule.de ¨ Wirtschaft ¨ Internationale Wirtschaft ¨ Verwaltung ¨ Informatik ¨ Sprachen ¨ Privates Vermögensmanagement

Käthe-KollwitzSchule www.kks-es.de ¨ Naturwissenschaften ¨ Hauswirtschaft ¨ Gastronomie ¨ Erziehung ¨ P3ege ¨ Soziales ¨ Körperp3ege (Friseurtechnik)

Friedrich-EbertSchule www.fes-es.de ¨ Metall ¨ Elektrotechnik ¨ Mechatronik ¨ Umwelttechnik ¨ Technik und Management

Viele Wege führen zum Beruf: Die beruflichen Schulen des Landkreises Esslingen haben vielfältige Angebote der beruflichen Aus- und Weiterbildung vom Hauptschulabschluss über den mittleren Bildungsabschluss und die Fachhochschulreife bis zur allgemeinen Hochschulreife. Persönliche Fähigkeiten, Neigungen und Schulabschluss entscheiden darüber, welche Schule in Frage kommt. Nach abgeschlossener Berufsausbildung kann man sich an den Schulen des Landkreises weiterbilden, z. B. die Fachhochschulreife erwerben, Meisterkurse oder die Technikerschule besuchen. Auch ohne Schulabschluss gibt es die Möglichkeit, sich durch ein berufsvorbereitendes Jahr für eine Berufsausbildung zu qualifizieren. In enger Abstimmung mit Wirtschaft und Handwerk können junge Menschen eine zeitgemäße Ausbildung absolvieren in klassisch technischen und kaufmännischen Berufen oder im Bereich der Pflege, der Ernährungs-

wissenschaften oder der Biotechnologie. Die beruflichen Gymnasien bieten die Fachrichtungen Mechatronik, Technik und Management, Umwelttechnik, Wirtschaft, Internationale Wirtschaft, Biotechnologie und Ernährungswissenschaften an. Beste Ausstattungen und moderne Datenverarbeitungsräume ermöglichen praxisnahen Unterricht. Besuchen Sie uns am Stand der John-F.-Kennedy-Schule, der Käthe-Kollwitz-Schule und der Friedrich-Ebert-Schule im Neckar Forum.

Eine Schülerin des biotechnischen Gymnasiums der Käthe-Kollwitz-Schule im Labor. (Bild: KKS)


Die Sonnenblume. Während des Tages drehen sich ihre Blätter und Knospen immer in Richtung Sonne. Nachts drehen sie sich zurück nach Osten.

Schöne Aussichten. Ausbildung und Duales Studium im LBBW-Konzern. Ausbildungsberufe und Studiengänge: Bankkauffrau/-mann Finanzassistent/-in Bachelor of Arts (BWL-Bank) Bachelor of Science (Wirtschaftsinformatik) www.LBBW.de/ausbildung

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20 | KARRIERE 2018

Ohne Foto geht in der Regel gar nichts – es ist der emotionale Weichensteller.

Foto: dpa

Der Herzöffner

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Das Bewerbungsfoto kann den Ausschlag geben Von Inga Dreyer

bevor du umblätterst:

Schon mal an die polizei gedacht? >>jetzt bewerben << infos auf der messe oder im netz!

polizei-der-berUF.de

S

eriöser Blick oder breites Grin­ sen: Wie zeigt man sich auf ei­ nem Bewerbungsfoto? Und kann man es auch weglassen? Nein, sagen Experten, im Gegenteil. Denn ein gelungenes Foto kann das i­Tüp­ felchen auf der Bewerbung sein – und ein schlechtes ihr Sargnagel. Besonders attraktiv muss auf sei­ nem Bewerbungsfoto niemand sein ­ aber sympathisch. „Das Foto ist der emotionale Weichensteller“, sagt Be­ werbungs­ und Karrierecoach Jürgen Hesse. Damit das gelingt, gibt es je­ doch einiges zu beachten – den Adressaten zum Beispiel. Denn was bei Bewerbungsfotos für manche Unternehmen durchaus an­ gemessen ist, wirkt bei anderen über­ trieben. Hosenanzug oder Hemd und Krawatte sind also nicht immer das passende Outfit. Und wer sich bei ei­ ner Werbeagentur oder auf andere Jobs in der Kreativbranche bewirbt, könne neben einem lässigen Outfit ruhig auch einen ungewöhnlichen Bildausschnitt wählen, sagt Judith Engst, die ein Buch zum Thema ge­ schrieben hat. Rechtlich gesehen sind Bewer­ bungsfotos inzwischen nicht mehr erforderlich. Denn seit 2006 gilt in Deutschland das Allgemeine Gleich­ behandlungsgesetz (AGG). Es soll verhindern, dass Menschen bei der Einstellung diskriminiert werden – beispielsweise aufgrund ihrer Her­ kunft, ihres Geschlechts oder ihres Alters. Doch die meisten Personaler wollen noch immer ein Fotos sehen, wie Judith Engst erklärt. „Da klaffen Theorie und Praxis auseinander.“ In den USA hingegen werden schon länger anonyme Bewerbungs­ verfahren verwendet, erklärt Bernd Blessin aus dem Präsidium des Bun­ desverbands der Personalmanager (BPM). Große internationale Unter­ nehmen wenden diese Methoden zu­ nehmend auch in Deutschland an.

Jürgen Hesse bezeichnet das Foto so­ gar als den wichtigsten Teil einer schriftlichen Bewerbung – auch wenn das vielen nicht bewusst sei. Dabei könne ein sympathisches Bild den Ausschlag für die Einladung zum Gespräch geben, wenn man dadurch aus der Reihe der vielen qualifizierten Bewerber hervorsticht.

Schwarz­Weiß kommt an Bernd Blessin kennt das aus der Pra­ xis: Er hat unter anderem bei Coca­ Cola und Gerling als Personaler gear­ beitet und leitet nun das Personalma­ nagement bei der Vereinigten Post­ versicherung (VPV). Wenn jemand mit Tirolerhut auf einem Urlaubsbild posiere, sei es schwer, sich von einem solchen Eindruck freizumachen. „Ich habe deswegen schon ganz früh die Entscheidung getroffen, dass ich mir das Bewerbungsfoto als Allerletztes anschaue.“ Trotzdem gehöre für ihn ein Foto zu einer Bewerbung dazu. Vor allem Schwarz­Weiß­Fotos hätten eine gute Wirkung, sagt Hesse. „Aber auch ein gutes Farbfoto kann Herzen öffnen.“ Vom Format her sollte das Foto etwas größer als ein Passbild sein – und gerne auch quer oder quadratisch, schlägt Jürgen Hes­ se vor. „Damit sollte man unbedingt spielen.“ Ein Trend ist, dass auch etwas vom Hintergrund auf dem Bild erkennbar ist. Die Fotos können in einer Umge­ bung aufgenommen werden, die et­ was über den Bewerber aussagt: am Fenster, im Büro, in der Werkstatt, im Labor oder in der Natur. E Jürgen Hesse und Hans Christian Schrader: „Das große Hesse/Schra­ der Bewerbungshandbuch“, Ta­ schenbuch + eBook, Stark Verlag Hallbergmoos, 22,95 Euro. E Judith Engst: „Duden Ratgeber – Professionelles Bewerben: Von der Stellensuche bis zum erfolgreichen Vorstellungsgespräch“, Bibliogra­ phisches Institut, 12,99 Euro.


KARRIERE 2018 | 21 Anzeige

Groß und renommiert Dr. Flad ist ein Institut der ersten Stunde

Das Institut Dr. Flad ist mehr als nur ein staatlich anerkanntes Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt. Es nimmt in Deutschland unter den großen und renommierten Schulen eine besondere Stellung ein und hat sich durch sein internationales Engagement weltweit einen exzellenten Ruf erworben – fachlich wie pädagogisch. Schüler aus mehr als 50 Ländern haben inzwischen hier ihre Ausbildung erhalten.

treiben, ist der „Manfred und Wolfgang Flad-Preis“ entstanden, der von der Gesellschaft Deutscher Chemiker, Fachgruppe Chemieunterricht, verliehen wird. 1998 hat das Institut Dr. Flad als erste Chemieschule Deutschlands sein Qualitätsmanagementsystem ISO-zertifizieren lassen und ist heute Vorreiter bei der Zertifizierung der Ausbildungsinhalte. Was die Bildung für nachhaltige Entwicklung betrifft, ist das Institut Dr. Flad die Schule in Deutschland mit den meisten UnescoAuszeichnungen.

Motor und Impulsgeber Grund für den Erfolg des Instituts Dr. Flad ist das besondere Engagement bei sämtlichen Aktivitäten: Engagement für die Chemie, Engagement für eine bessere Ausbildung, Engagement für jeden Schüler. Seit seiner Gründung ergreift die Schule die Initiative: Das Institut Dr. Flad war eine der ersten Chemieschulen überhaupt. Es hat den CTA-Beruf mit aus der Taufe gehoben. Das Institut Dr. Flad versteht sich nicht als reine Lehranstalt, sondern als Initiator, Beispiel und Vorbild. Aktivitäten rund um die Chemie gehen auf seine Initiative zurück, so die Stuttgarter Chemietage: Hier kommen Schüler und Lehrer, Laien und Exper-

Beste Kontakte und Ausstattung

ten, Professoren aus aller Welt und ab und an ein Nobelpreisträger zum Austausch zusammen. Über nationale Grenzen hinaus hat das Institut Dr. Flad den Grand Prix Chimique ins Le-

ben gerufen, einen internationalen Chemie-Berufswettbewerb, bei dem Flad-Absolventen Gold und Silber gewannen. Aus dem Bemühen, die experimentelle Schulchemie voran zu

Das Institut steht im Austausch mit Hochschulen, Universitäten, der Industrie und der Gesellschaft Deutscher Chemiker und ist so über die Entwicklung in Forschung und Praxis stets informiert. Durch das jahrzehntelange Mitwirken der Schule in vielen Gremien und bei Foren haben sich im Laufe des inzwischen 65-jährigen Bestehens exzellente Kontakte gebildet. Das Institut bietet neben dem staatlich vorgeschriebenen Lehrplan zahlreiche Extras. Die Labors der Schule sind mit modernen Geräten ausgestattet.

Berufe mit Zukunft CTA / PTA / UTA

Chem.-techn. Assistent/in, Pharm.-techn. Assistent/in und Umwelttechn. Assistent/in, CTA mit Schwerpunkt Umwelt od. Biotechnologie o Ausbildung in zwei Jahren mit staatlicher Prüfung und Europäischem Weiterbildungspass o Gleichzeitig Er werb der Fachhochschulreife (FHR) möglich o Teilnahme am "International Award for Young People" möglich o Freiwillige Arbeitsgemeinschaften und Förderkurse o Eigenes Wohnheim und Mensa o Stipendien und zinslose Darlehen (BAföG sowieso) o Bei entsprechend guter Leistung Ausbildung kostenlos o Ausbildungsbeginn jeweils im September o BORS und BOGY o Experimentiersamstage und Schnuppertage o Berufsinformationstage

Institut Dr. Flad

staatlich anerkanntes Berufskolleg Breitscheidstraße 127 70176 Stuttgart Tel.: (0711) 63 74 60, Fax: (0711) 63 74 618 Email: flad@chf.de

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Bundesagentur für Arbeit - das bringt mich weiter! Wir beraten Sie zu Berufswahl, Ausbildung, Studium und Weiterbildung und freuen uns über Ihren Besuch an unserem Messestand bei der Karriere 2018 im Neckar Forum am Stand 22.

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Typisch ich! Und was steckt in Dir?

Finde es heraus! Gemeinsam mit der Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit Die Entscheidung für eine Ausbildung oder ein Studium ist eine der schwierigsten und wichtigsten, die du in deinem Alter zu fällen hast. Du weißt noch nicht, was du werden möchtest? Was du überhaupt für Stärken hast? Geschweige denn, welcher Beruf zu dir passen könnte? Die Agentur für Arbeit hilft dir, das herauszufinden. Zum Beispiel mit dem What`sMeBot, dem Frage-und-Antwort-Spiel zur Berufsfindung auf WhatsApp. Einfach ein paar Fragen beantworten und schon bist du deinem Traumjob einen Schritt näher. Oder lass dich im BiZ oder online auf unseren zahlreichen Informationsplattformen von Berufen inspirieren. Für ein persönliches Beratungsgespräch stehen dir unsere Berufsberater und Berufsberaterinnen in deiner Agentur für Arbeit mit Rat und Tat zur Seite. Die Profis helfen dir nicht nur bei der Suche nach dem passenden Beruf und einem Ausbildungsplatz, sondern auch bei deiner Bewerbung. Also mach dich noch heute auf den Weg – zu einem Beruf, der typisch für dich ist. ■ Infos zum What`sMeBot gibt es un-

ter www.dasbringtmichweiter.de/typischich

Die What‘sMeBot hilft jungen Menschen, ihre Stärken zu erkennen.

Fotos: Bundesagentur für Arbeit

Hilfreiche Internetseiten, die dich weiterbringen

■ Für Schüler bis Klasse 10: www.berufe-universum.de

Berufen hält diese Seite für dich bereit: www.berufenet.de

■ Jugendliche, die einen Hauptschulabschluss oder die Mittlere Reife haben, können hier fündig werden: www.planet-beruf.de

■ Für Abiturienten und alle, die auf dem Weg dorthin sind: www.abi.de

■ Für alle, die auf der Suche nach in-

■ Infos zu über 3000 verschiedenen

teressanten Jobangeboten in den unterschiedlichsten Bereichen suchen: www. arbeitsagentur.de

Weiter durch Bildung

Weiterbildungsberatung der Arbeitsagentur für Göppingen Der Arbeitsmarkt verändert sich laufend und meist genügt es nicht, zu Beginn des Arbeitslebens einen Beruf zu erlernen. Wer seine Chancen auf

dauerhafte Beschäftigung sichern möchte oder aufsteigen will, muss bereit sein, lebenslang zu lernen. Zudem verlaufen nur wenige Lebensläufe heute

noch ohne Brüche – sei es durch bewusste Entscheidungen oder unfreiwillige Unterbrechungen. Dann muss man sich neu orientieren und die berufliche

Karriere neu planen, um gefragte Arbeitskraft zu bleiben. Die Weiterbildungsberater der Agentur für Arbeit Göppingen begleiten diese Prozesse im beruflichen Lebenslauf. Die Beratung richtet sich nach dem individuellen Bedarf – manchmal reicht ein Gespräch, manchmal braucht es mehrere Termine, um seine Wünsche, Stärken, Fähigkeiten und Ziele zu erkennen und gemeinsam nach einer realistischen beruflichen Perspektive zu suchen. ■ Termin für eine Weiterbildungsberatung können persönlich, per E-Mail Goeppingen.130-Weiterbildungsberatung@arbeitsagentur.de oder unter der gebührenfreien Servicenummer ) 0800 4 5555 00 vereinbart werden. ■ Neben der persönlichen Beratung in

den Agenturen gibt es jetzt ein weiteres Angebot: Immer montags zwischen 08:00 und 16:00 Uhr beraten die professionellen Weiterbildungsberater auch telefonisch.

Weiterbildungen sind ein wichtiger Baustein, um im Berufsleben am Ball zu bleiben. In der Agentur für Arbeit kann man sich dazu informieren.

■ Telefonnummer: 0711 920 2000. Das Angebot ist vor allem für diejenigen gedacht, die aufgrund ihrer Arbeitszeiten oder Arbeitsorte Schwierigkeiten haben, persönlich zur Beratung zu kommen.


24 | KARRIERE 2018

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31 36

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amt Stuttgart

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Finanzamt METRO ES

Heldele

59

Rems-Murr-Kliniken Treppe

Kreishandwerkerschaft

39

47Kolping Bildungscampus

Netze BW

48

Swarco Traffic Systems GmbH

40

Aldi

41

46

creative GmbH

50

IZZ

51

49

Treppe

55

Volksbank Esslingen

56

AOK

42 44

45events

Stadtwerke macromedia Esslingen Akademie

54 Diakonisches Werk

Eberspächer

Kreissparkasse Berufskolleg Institut Dr.Flad

52

57 MTAE 58 Wohlfahrtswerk Ba-Wü

Anlieferung mit Kurzparkmöglichkeit Anlieferung Hauf strasse

Stadt Esslin

32

La rats

Sc

4

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KARRIERE 2018 | 25

Treppenaufgang zu den Ständen auf der Galerie

Hahn

28Automobile

ESZtg. Leseecke

27

Bewirtung

IST Gehring METZ Technologies

26

Aich Treppen aufgang Die Galerie ist direkt über demFoyer (von unten sichtbar)

Zugang zu den Vortragsraum

t ngen

Landsamt ES

chulen

43

24

Agentur für Arbeit

medius Kliniken

23

13

22

Evang. Fachschule für Sozialpädagogik

12 IB-Intern.Bund

53 Landratsamt

21

Backhaus Zoller GmbH & Co. KG

GARP

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20

Daimler AG

11

61

17

Galerie

Foyer 14

Klinikum Esslingen

Tür/ Durchgang

16

Allianz

Wilhelm Weber GmbH & Co. KG

Polizei

10

60

Akademie für Kommunikation

Trepp enaufg ang

9

Treppenaufgang Galerie

62 Bechtle Verlag

internet stores

IHK

Kötter Akademie

Info Point

Haupteingang


26 | KARRIERE 2018

Hat der IT­Beruf Zukunft? Vor allem Informatiker, die über den Tellerrand hinausschauen, sind bei Unternehmen gefragt Von Lukas Leist

S

oll ich einen IT­Beruf ergreifen? Soll ich Informatik studieren? Das fragen sich viele Schulab­ gänger, die sich für die IT­Technik in­ teressieren. Denn aktuell sind die Be­ rufschancen sehr gut. Doch wie sieht es mittel­ und langfristig damit aus? IT­Fachleute gesucht – das liest man zurzeit in fast jedem Arbeits­ marktbericht. Doch wie sieht es in vier, fünf oder gar zehn Jahren aus? Sind dann die meisten Stellen nach Indien und Osteuropa verlagert? „Die Berufs­ und Karrierechancen für ITler werden auch in einigen Jah­ ren sehr gut sein“, beruhigt Maurice Shahd, Sprecher des Branchenver­ bands BITKOM. Sein Optimismus fußt auf zwei Faktoren. Erstens: „Die Informationstechnik ist heute eine Schlüsseltechnologie.“ Ohne IT geht in den meisten Betrieben nichts mehr. Zweitens: Die Zahl der Absol­ venten von IT­Ausbildungen und ­Studiengängen war in den letzten Jahren zu niedrig. Deshalb und auf­ grund der demografischen Entwick­ lung bleiben IT­Experten gefragt.

Wer sich für Informatik interessiert, sollte auch Interesse an anderen Fachgebie­ ten mitbringen. Dann stehen die Jobchancen gut. Foto: dpa Doch zunehmend ändern sich die Anforderungen an die IT­Spezialis­ ten. Zur raren Spezies werden Pro­ grammierer, die wochenlang vor sich hin programmieren, ohne mit ihrer Umwelt zu kommunizieren. Gefragt sind „teamfähige Spezialisten, die mit anderen Experten maßgeschnei­ derte Problemlösungen entwickeln – fürs eigene Unternehmen und für Kunden“, betont Prof. Dr. Michael Löwe, Leiter der Abteilung Informa­ tik an der Fachhochschule für die Wirtschaft (FHDW) Hannover. „Also

müssen die Informatiker von morgen zumindest ein Überblickswissen in anderen Fachgebieten haben.“ Ähnlich äußern sich Unterneh­ mensvertreter. Bernadette Imkamp, verantwortlich für die Personalbe­ treuung bei der Bausparkasse Schwä­ bisch Hall: „Wir brauchen ITler, die das nötige betriebs­ und finanzwirt­ schaftliche Know­how haben, um die Geschäftsprozesse in unserem Unter­ nehmen zu verstehen.“ Doch solche Spezialisten sind rar. Einen ähnli­ chen Bedarf signalisieren auch ande­

re Unternehmen. Deshalb boomen die „Bindestrich­Informatiker“. Der Klassiker ist der Wirtschaftsinforma­ tiker, der über betriebswirtschaftli­ ches Know­how verfügt. Immer stär­ ker sind auch andere gefragt, die vom Maschinenbau, der Medizintechnik oder vom Versicherungswesen eine Ahnung haben. „In den Grenzberei­ chen zu anderen Disziplinen entste­ hen ganz neue Berufsfelder“, bestä­ tigt Rolf Chung vom IT­Mittelstands­ verband VDEB. Was folgt daraus für Schulabgän­ ger, die sich für einen IT­Beruf oder ein Informatik­Studium interessie­ ren? Sie sollten laut Prof. Dr. Michael Löwe von der FHDW Hannover da­ rauf achten, dass ihnen ihre Ausbil­ dung oder ihr Studium „fundierte Einblicke in viele Wissens­ und An­ wendungsbereiche“ bietet. Denn in der Industrie seien zunehmend ITler gefragt, die es gelernt haben, über den Tellerrand der eigenen Disziplin hinauszuschauen. Die IT sei für Un­ ternehmen ein Hilfsmittel, um über­ geordnete Ziele zu erreichen. Also müssten die ITler diese verstehen und bei ihrer Arbeit vor Augen haben.

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Ausbildung bei SWARCO TRAFFIC SYSTEMS Die SWARCO TRAFFIC SYSTEMS GmbH mit Hauptsitz in Unterensingen ist Teil des international agierenden österreichischen Konzerns SWARCO AG. Als eines der führenden Unternehmen für Verkehrstechnik und -management ist SWARCO TRAFFIC SYSTEMS mit seinem breit gefächerten Produktportfolio weltweit aktiv. Neben der steten Entwicklung innovativer Produkte liegt unser besonderes Augenmerk auf einer zukunftsweisenden

Ausbildung. Als modernes Unternehmen mit jahrelanger Erfahrung bilden wir in den folgenden Berufen in Unterensingen aus: ■ Elektroniker/-in für Betriebstechnik ■ Industriekaufmann/-frau ■ Studium – Duale Hochschule Stuttgart in Elektrotechnik & Informatik Aussagekräftige Bewerbungen für eine spannende Ausbildung in einer stets interessanten, innovativen und zukunftsweisenden Branche werden gerne per E-Mail an hr@swarco.de entgegen genommen.

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KARRIERE 2018 | 27

Tipps gegen Azubi­Ärger Überstunden und unsinnige Aufgaben

N

ette Ausbilder und Kollegen, spannende Aufgaben sowie eine gute Berufsschule: Eine Ausbildung kann reibungslos verlau­ fen. Selbstverständlich ist das aber nicht. Viele Azubis klagen über Ärger im Betrieb oder in der Berufsschule, wie der Ausbildungsreport des Deut­ schen Gewerkschaftsbundes (DGB) zeigt. Was sind die größten Proble­ me? Und was können Betroffene tun? E Schlechter Unterricht: Viele Aus­ zubildende fühlen sich von der Be­ rufsschule nicht genug auf die theo­ retische Prüfung vorbereitet. Das ist ein Problem – denn ein Wechsel der Berufsschule ist meist nicht möglich. Betroffene sollten daher rechtzeitig Alarm schlagen, rät Manuela Conte, Bundesjugendsekretärin beim DGB. Anlaufstellen sind die Ausbildungs­ vertretung und der Betriebsrat oder die Gewerkschaften vor Ort, die auch bei anderen Problemen weiterhelfen. E Überstunden: „Azubis sollen ei­ nen Beruf erlernen, Überstunden sind da nicht vorgesehen“, sagt Con­ te. Vor allem für minderjährige Azu­ bis gilt eine strenge Arbeitszeit­ höchstgrenze von 40 Stunden pro

Stundenlang am Kopierer stehen, darf keine Aufgabe für Auszubildende sein, sagt die Jugendsekretärin des DGB. Foto: dpa Woche. Kommen Überstunden trotz­ dem vor, muss der Ausbilder sie ent­ weder mit Geld oder mit einem Frei­ zeitausgleich vergüten. Und verwei­ gert ein Auszubildender die Mehrar­ beit, darf das keine rechtlichen Kon­ sequenzen für ihn haben, erläutert die Expertin: „Der Arbeitgeber kann und darf Azubis nicht dafür bestra­ fen, dass sie einen eindeutigen Rechtsbruch nicht mitmachen.“

E Unpassende Aufgaben: Das Auto vom Chef waschen oder stundenlan­ ges Kopieren – das sind Jobs, die nicht zur Ausbildung gehören. Manche Azubis werden trotzdem regelmäßig dazu verdonnert. Bestes Mittel dage­ gen ist der betriebliche Rahmenplan für die Ausbildung. „Der Ausbilder ist verpflichtet, den Plan den Azubis zur Verfügung zu stellen.“ Dort steht, was zur Ausbildung gehört. (tmn)

Mit der IHK­Karte Stempel sammeln Wie bereits in den vergangenen Jah­ ren gibt es auch auf der diesjährigen Aus­ und Weiterbildungsmesse „Kar­ riere 2018“ wieder die Stempelkarte der IHK. Besucherinnen und Besu­ cher der Messe erhalten die Karte am Stand der Industrie­ und Handels­ kammer Esslingen­Nürtingen. Wenn Schülerinnen und Schüler während der Messe ein Beratungsge­ spräch am Stand eines Unterneh­ mens führen, bekommen sie dafür ei­ nen Stempel. „Das erfordert ein biss­ chen Eigeninitiative“, erklärt Britta Schnabel von der IHK. „Die Schüler sollten vor allem neugierig sein und viele Fragen stellen.“ Wie im vergan­ genen Jahr gibt es auch in diesem Jahr wieder einen Stempel, wenn man ei­ nen Vortrag oder eine Veranstaltung während der Messe besucht. Wer sechs Stempel auf seiner Karte gesammelt hat, kann sich am Stand der IHK einen Abschlussstempel ho­ len. Dieser belegt die Echtheit des Do­ kuments und die Karte gilt als zusätz­ liches Zertifikat. Bewerberinnen und Bewerber können sie ihren Unterla­ gen beifügen und so für zusätzliche Referenzen sorgen. „Das signalisiert dann: Ich bin aktiv, informiere mich umfassend und tue etwas für meine Berufsorientierung“, erläutert Britta Schnabel. (dan)

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28 | KARRIERE 2018

Keine Kontaktdaten und kaum Infos Unseriöse Stellenanzeigen erkennen

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anche Stellenanzeigen klingen einfach zu schön, um wahr zu sein: nur weni­ ge Stunden Arbeit – und das in Heim­ arbeit, dafür aber ein äußerst hohes Gehalt. In der Regel stecken hinter solchen Anzeigen Betrüger. Aneta Schikora von der Bundesagentur für Arbeit gibt im Gespräch hilfreiche Tipps, wie Bewerber unseriöse Stel­ lenanzeigen erkennen.

E Fehlende Infos zum Job: Miss­ trauisch sollten Bewerber auch wer­ den, wenn es kaum Informationen zu der ausgeschriebenen Stelle gibt. Das kann zum Beispiel sein, dass ein Ver­ dienst in Heimarbeit angepriesen ist, es aber völlig unklar ist, worum es im Einzelnen geht.

E Unvollständige Kontaktdaten: Typisch für unseriöse Stellenanzei­ gen sind unvollständige Kontaktda­ ten des Arbeitgebers. Statt einer voll­ ständigen Geschäftsadresse mit Tele­ fonnummer und Internetadresse

E Kostenpflichtige Hotlines: Völlig unüblich sei es auch, wenn Bewerber sich bei kostenpflichtigen Hotlines melden sollen. Das deutet ebenfalls darauf hin, dass bei einer Stellenan­ zeige etwas nicht stimmen kann.

E Vorab Investitionen: Ebenfalls ein Hinweis auf eine unseriöse Stel­ lenanzeige ist es, wenn Bewerber noch gar keinen Job haben, aber schon Geld ausgeben sollen – etwa für ein kostenpflichtiges Handbuch oder eine Fortbildung.

sind zum Beispiel nur E­Mail­Adresse und eine Handynummer angegeben.

Bei manchen Anzeigen empfiehlt es sich, genau hinzusehen. Foto: dpa

E Unrealistische Verdienste: Be­ werber sollten außerdem immer von Stellenausschreibungen mit unrealis­ tischen Vergütungen die Finger las­ sen. Es gibt einfach keinen Job, bei dem man für vier Stunden pro Woche in Heimarbeit mehrere tausend Euro Gehalt kassiert. Dahinter stecken auf jeden Fall immer unseriöse Joban­ bieter. (tmn)

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Eine Ausbildung mit Zukunft

Für „Zahnmedizinische Fachangestellte“ gibt es viele Aufstiegschancen Wer einen attraktiven Gesundheitsberuf anstrebt, ist im Team einer Zahnarztpraxis gut aufgehoben. Die Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) gehört zu den beliebtesten Ausbildungsberufen. Neuerdings interessieren sich verstärkt auch junge Männer für diesen Berufsweg, der eine Vielzahl von Aufstiegsmöglichkeiten bietet. Freie Lehrstellen für ZFAs gibt es auch im Landkreis Esslingen. Voraussetzung ist in der Regel ein guter mittlerer Bildungsabschluss, auf den die dreijährige Ausbildung in Praxis und Berufsschule aufbaut. Die Ausbildung ist sehr vielfältig und verbindet High Tech mit menschlichen Qualitäten, fordert handwerkliche Geschicklichkeit und Köpfchen, Teamgeist und Kommunikationsfähigkeit. Enger Kontakt zum Patienten und Zahnarzt Das Arbeitsgebiet der ZFAs ist sehr umfangreich und umfasst nicht nur die Assistenz bei Untersuchungen und zahnmedizinischen Eingriffen. Praxismitarbeiterinnen klären Patienten über persönliche Mundhygiene auf, nehmen Maßnahmen zur Vorbeugung gegen Karies und Zahnfleischerkrankungen vor, fertigen Röntgenaufnahmen an und ma-

chen kleinere Laborarbeiten immer in engem Kontakt mit der Zahnärztin oder dem Zahnarzt. Das gilt auch für die verwaltungstechnischen Aufgaben, die im Alltag einer Zahnarztpraxis

Problem. Und sogar im Beruf selbst bietet die Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg viele Fortbildungsmöglichkeiten an. Etwa im Bereich Prophylaxe zur Zahnmedizinischen Prophy-

Dentalen Fachwirtin. Die Dentale Fachwirtin/ der Dentale Fachwirt hat die Kompetenz zur selbständigen Planung und Bearbeitung umfassender beruflicher Aufgabenstellungen. Hierbei steht vermehrt die strategische Handlungskompetenz für die praktische Umsetzung in der Zahnarztpraxis im Vordergrund. Während die Dentale Fachwirtin die Spitze im Bereich der Praxisverwaltung bildet, steht die DH Professional im Bereich Behandlungsassistenz an oberster Stelle.

Informationsfilm im Internet kann abgerufen werden Am Stand der Zahnärzteschaft Baden-Württemberg liegt während der Karriere Esslingen am Samstag, 10. März 2018 bis Sonntag, 11. März 2018, 9 bis 16 Uhr im Neckar Forum Informationsmaterial bereit. Berufserfahrene Praxismitarbeiterinnen klären Fragen im persönlichen Gespräch. Die Zahnmedizinische Fachangestellte ist in der Praxis unersetzlich. Foto: IZZ BW Zur Vorab-Information ist ein Film über die ZFA-Ausbildung wichtig und abwechslungsreich laxeassistentin (ZMP), zur Zahn- abrufbar unter http://www.lzkbw. sind. medizinischen Fachassistentin de/index.php?id=277 Neue Schwerpunkte im Beruf (ZMF) oder zur Dentalhygienidank Fortbildung kerin Professional (DH ProfesKlar, dass in der Praxis das medi- sional). Im Bereich der Praxis- Weitere Informationen: zinische Know-how eine große verwaltung gibt es www.kzvbw.de Rolle spielt. Für gute Schulabsol- Aufstiegsmöglichkeiten zur www.lzkbw.de Verwal- www.facebook.com/ZFABW venten ist das Lernen der Grund- Zahnmedizinischen lagen in der Berufsschule kein tungsassistentin (ZMV) oder zur www.zfa-bw.de


KARRIERE 2018 | 29

Was Frau kann So präsentieren sich Frauen im Job richtig

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m als Frau im Job voranzu­ kommen, reicht Fleiß allein nicht aus. Frauen müssen auf sich aufmerksam machen, um in der Hierarchie ihrer Firma aufzustei­ gen. Denn wenn sie tolle Arbeit leis­ ten, bleibt das oft unbemerkt. „Frau­ en machen häufig mehr, als sie ma­ chen sollen, aber sie verraten es nie­ mandem und wundern sich dann, warum sie keiner lobt“, sagt Prof. Bri­ gitte Witzer. Sie coacht Führungskräf­ te und hat ein Buch zum Thema ge­ schrieben. Die Aufmerksamkeit vom Chef lässt sich auf verschiedenen We­ gen wecken. Konkret hängt das von den individuellen Stärken ab, die jede Frau von sich kennen sollte, sagt

Witzer. „Die eine macht auf sich mit einer selbstbewussten, klasse Präsen­ tation aufmerksam.“ Für die andere sei das nichts. Frauen können auch auf subtile Art und Weise erreichen, dass Mehr­ arbeit vom Chef honoriert wird. Wer etwa für den Vorgesetzten Unterla­ gen zusammenstellen soll, kann un­ aufgefordert zentrale Ergebnisse auf einer Extraseite herausheben. „Das spart dem Auftraggeber Zeit beim Le­ sen und zeigt das Verständnis der Mitarbeiterin für ihren Job.“ Wer mehr als gefordert recherchiert hat, sollte kurz erklären, was die Mehrar­ beit dem Chef für einen konkreten Nutzen bringt. Die eigene Arbeit

Typsache ist, wie eine Frau ihre Stär­ ken im Beruf zeigt. Foto: dpa

kenntlich zu machen, sei nichts An­ geberisches, betont die Expertin. Wenn Frauen nur still alles erledi­ gen, was sie erledigen sollen, kom­ men sie auf der Karriereleiter nicht sehr weit. Witzer: „Sie kommen über­ all dahin, wo viel Arbeit zu tun ist, aber nicht in Bereiche von Macht.“ Auf sich aufmerksam zu machen bedeutet, das Machtspiel mitzuspie­ len. Das sei eine grundsätzliche Ent­ scheidung. Wer nach oben will, muss sich und seine Fähigkeiten zeigen. Witzer rät, sich eine Strategie zu über­ legen und diese mit Frauen zu bespre­ chen, zu denen man Vertrauen hat und bei denen man sich sicher ist, dass sie einen unterstützen. (tmn)

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Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r Ein Beruf mit: • Zukunft • Teamarbeit • Verantwortung • Innovationen • Menschen im Mittelpunkt

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ZFA-Film Ein Beruf mit guten Einstiegs- und Aufstiegschancen ¤ Mehr Informationen erhalten Sie am Stand der Zahnärzteschaft Baden-Württemberg

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¤ Neckar Forum Ebershaldenstr. 12 73728 Esslingen


30 | KARRIERE 2018

Weiterbildung an der Hochschule Vier von fünf Instituten machen entsprechende Angebote – Anerkannte Abschlüsse sind aber selten

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niversitäten und Fachhoch­ schulen sollen nicht nur junge Leute auf das Berufsle­ ben vorbereiten. Immer öfter bieten die Hochschulen auch Weiterbildun­ gen für Berufstätige und andere Ziel­ gruppen an. Einen richtigen Ab­ schluss gibt es dabei aber nur selten. An 80 Prozent der Hochschulen in Deutschland gibt es inzwischen An­ gebote für wissenschaftliche Weiter­ bildung. Das ist ein Ergebnis des aktu­ ellen Hochschul­Barometers von Stif­ terverband und Heinz­Nixdorf­Stif­ tung. Meistens ist das Ziel der Weiter­ bildungen aber kein akademischer Abschluss, sondern ein Hochschul­ zertifikat: So gibt es pro Hochschule durchschnittlich nur 2,2 beziehungs­ weise 4,5 Angebote, die in einem Ba­ chelor oder Master enden – aber 13 Angebote, an deren Ende ein Zertifi­ kat steht. Der Löwenanteil der Angebote und der Teilnehmer entfällt auf staat­ liche Universitäten, nur bei den Ba­ chelor­Studiengängen haben staatli­ che Fachhochschulen und private Hochschulen die Nase vorn. Grund: Staatliche Universitäten dürfen den

Nicht immer muss man zur Weiterbildung an der Hochschule auch in den Hör­ saal kommen. Foto: dpa Angaben nach in der Regel keinen Weiterbildungs­Bachelor anbieten. Wie die Weiterbildungsangebote für Zertifikate genau funktionieren,

ist von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für wissen­ schaftliche Weiterbildung und Fern­

studium (DGWF) hin. Manche Kurse dauern nur ein paar Wochen, andere mehrere Semester. Manchmal müs­ sen Teilnehmer sich einschreiben. Knapp drei von fünf Weiterbil­ dungen (58 Prozent) können die Teil­ nehmer – unabhängig vom angepeil­ ten Abschluss – in Teilzeit absolvie­ ren, etwa abends und am Wochenen­ de. Ein gutes Viertel (27 Prozent) ist räumlich und zeitlich flexibel. Voll­ zeit­Weiterbildungen sind mit 15 Prozent klar in der Minderheit. Inhaltlich handelt es sich bei den Weiterbildungen um ausgekoppelte Bestandteile anderer Studiengänge oder um separate Angebote. Die Wei­ terbildungsangebote verteilen sich ziemlich gleichmäßig auf alle Fächer­ gruppen. Den größten Anteil ma­ chen mit 22 Prozent die Rechts­, Wirtschafts­ und Sozialwissenschaf­ ten aus, gefolgt von Mathematik und den Naturwissenschaften (18 Pro­ zent). Die anderen Fächergruppen kommen auch immer auf mindes­ tens 10 Prozent, mit Ausnahme der Kunst beziehungsweise Kunstwissen­ schaft: Darauf entfallen zwei Prozent der Weiterbildungsangebote. (tmn)

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Einfach bessere Veranstaltungen! Die events creative GmbH ist seit nunmehr 25 Jahren als mittelständisches Unternehmen in Bereich der veranstaltungstechnischen Planung und Durchführung von Veranstaltungen aller Art am Markt aktiv. Im Jahre 2015 hat die Firma ihr neu errichtetes Firmengebäude in 73269 Hochdorf bezogen – seitdem steuern und koordinieren wir von dort aus an die 1200 Veranstaltungen jährlich. Egal ob Betriebsversammlung, Modenschau oder Konzert – mit der breiten Palette an veranstaltungstechnischem Material und gut ausgebildetem Personal verfügen wir über die nötige Kapazität und Erfahrung um zum Erfolg jeglicher Veranstaltung beizutragen.

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32 | KARRIERE 2018

In fremde Lebenswelten schnuppern Manche Firmen bieten ihren Auszubildenden Sozialpraktika an Von Bernhard Kuntz

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ber die mangelnden Rechen­ und Rechtschreibkenntnisse vieler Schulabgänger wird oft geklagt“, sagt Tanja Zöllner. „Sel­ ten werden aber ihre sozialen Defizite thematisiert“, betont die Mitarbeite­ rin der Agentur für Soziales Lernen Mehrwert in Stuttgart. Dabei sind diese zuweilen beachtlich. Aufge­ wachsen als Einzelkinder, oft nur von einem Elternteil erzogen, haben manche nie gelernt, sich in größere Gemeinschaften einzufügen. Dann ist die Schulzeit vorbei. Und plötzlich sollen sich die verhätschel­ ten Einzelkinder in ein Unterneh­ men eingliedern und mit teils 30 oder gar 40 Jahre älteren Kollegen im Team agieren. Nicht nur das stresst viele Schulabgänger. Auch sich in die Le­ benswelt und „in die Bedürfnisse fremder Menschen hineinzuverset­ zen, ist für manche ungewohnt“, weiß Sonja Striebel, Ausbildungslei­ terin bei der Bausparkasse Schwä­ bisch Hall. „Diese Fähigkeit ist aber im Kundenkontakt wichtig. Auch deshalb spielt das Thema soziale Kompetenz in der beruflichen Aus­ bildung eine große Rolle.“

Sich in Bedürfnisse anderer hineinzuversetzen, können Jugendliche bei Sozialpraktika lernen.

Foto: dpa

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KARRIERE 2018 | 33

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In den Praktika erfahren sie, dass vieles, was ihnen selbstverständlich er­ scheint, nicht selbstver­ ständlich ist.

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Beim Fördern dieser Kompetenz set­ zen die Unternehmen nicht nur auf klassische Seminare. Sie integrieren in die Ausbildung auch immer mehr Bausteine, bei denen die jungen Mit­ arbeiter „in für sie fremde Lebenswel­ ten eintauchen“, berichtet Zöllner – „auch solche ohne direkten Bezug zu ihrer Arbeit“. So bietet der Verbindungs­ und Be­ festigungsspezialist Würth seinen Auszubildenden die Möglichkeit, ei­ ne Woche in einem Behinderten­ heim zu arbeiten. Wer eine Ausbil­ dung beim Chemieunternehmen BASF in Ludwigshafen macht, hat die Möglichkeit, ein Kurzpraktikum in einer sozialen Einrichtung zu absol­ vieren – sei es in einer Behinderten­ werkstatt, in einer Drogenberatungs­ stelle oder auch in einer Altenpflege­ einrichtung. Gemeinsam ist den Kurzpraktika: Sie sollen einen Beitrag zur persönli­ chen Entwicklung leisten. Indem die jungen Frauen und Männer für ein, zwei Wochen aus ihrem Alltag he­ raustreten, soll ihr Blick geöffnet wer­ den. „In den Praktika erfahren sie, dass vieles, was ihnen selbstverständ­ lich erscheint, nicht selbstverständ­ lich ist“, betont Zöllner von der Agentur Mehrwert. „Dazu gehört ein Dach über dem Kopf und einen Job zu haben, gesund zu sein.“ Solche Erfahrungen veranlassen dazu, gewohnte Denk­ und Verhal­ tensmuster zu hinterfragen – sofern

die Ausflüge in eine andere Lebens­ Nach den Praktika findet eine welt adäquat vor­ und nachbereitet Nachbereitung statt. Dort reflektie­ werden. Geschieht dies nicht, blei­ ren die Auszubildenden, was sie ge­ ben die Praktika nur „Stippvisiten in lernt haben und in ihren eigenen All­ eine exotische Welt“. „Dann wäre der tag mitnehmen können. Darauf le­ Lerneffekt gleich null“, betont Tho­ gen die Unternehmen auch großen mas Wagner, Leiter Aus­ und Weiter­ Wert. Denn die Praktika sollen keine bildung bei Würth. „Eine solche He­ verlängerten Betriebsausflüge sein. rangehensweise würde auch den In den Praktikumstagen sammeln die Menschen in den sozialen Einrich­ jungen Menschen oft überraschende tungen nicht gerecht.“ Erfahrungen. So sind manche Ju­ Deshalb bereiten Unternehmen gendliche und junge Erwachsne laut ihre Azubis auf die Praktika vor. So Ausbildungsleiterin Sonja Striebel treffen Auszubilden­ immer wieder de sich zum Beispiel „baff“, wie kaputt vorab mit dem Pflege­ sie nach den leiter eines Senioren­ Schichten im Al­ Ein Praktikum soll mehr heims. Er stellt ihnen tenheim sind – sein als eine Stippvisite in „vom vielen Ste­ das Heim vor und er­ eine exotische Welt. klärt die Arbeitsab­ hen, Laufen und läufe. Man spricht Dann wäre der Lerneffekt Heben“. Es er­ über Erwartungen staunt sie auch, gleich null. und Lernziele. Erar­ wie routiniert die beitet werden zudem Pflegekräfte bei­ mit den Azubis Verhaltensmuster für spielsweise in Stresssituationen re­ typische Konfliktsituationen. agieren – „zum Beispiel, wenn drei, Auch eine Betreuung während der vier Leute gleichzeitig rufen“. Sie sind Praktika ist unverzichtbar. Denn zu­ häufig auch erstaunt darüber, „wie weilen ergeben sich Situationen, in wenig Altenpfleger verdienen, ob­ denen Azubis trotz Vorbereitung wohl an sie sehr hohe Anforderun­ nicht wissen, wie sie reagieren sollen. gen gestellt werden“. Oft lautet denn Zwei Beispiele: Eine behinderte Per­ ein Fazit nach dem Praktikum: Die son sucht intensiv körperliche Nähe Arbeit im Altenheim war interessant; oder wird scheinbar grundlos aggres­ auf Dauer wäre das aber nichts. Auch siv. Oder: Eine verwirrte Seniorin dies ist ein wichtiges Resultat solcher fragt immer wieder: „Wann kommt Praktika: Die jungen Mitarbeiter ler­ mein Mann?“, obwohl dieser schon nen, die Vorzüge ihrer Arbeit zu se­ vor Jahren starb. hen und zu schätzen.

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34 | KARRIERE 2018

Früh vorbeugen Viele Unternehmen bieten Gesundheitsprogramme für Azubis an Von Lukas Leist

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iele Auszubildende sind übergewichtig und klagen schon regelmäßig über Rü­ ckenbeschwerden“, berichtet Liane Pöhlmann, Koordinatorin betriebli­ ches Gesundheitsmanagement bei der AOK Heilbronn­Franken. Des­ halb integrieren immer mehr Betrie­ be in ihre Ausbildungen Gesund­ heitsfördermaßnahmen. So gibt es ein Trainingsprogramm im Ausbil­ dungsplan mancher Unternehmen. Dort sollen die Azubis lernen, sich körperlich und geistig fit zu halten – noch bevor sie die ersten Zipperlein plagen. „Denn dann lassen sich Zivi­ lisationskrankheiten nicht mehr ver­ meiden“, erklärt Pöhlmann. Initiativen gibt es inzwischen in zahlreichen größeren Unternehmen – unter anderem bei Bosch und Daim­ ler. Doch noch immer gilt laut Pöhl­ mann: „Viele Betriebe beklagen zwar, die Azubis würden körperlich und geistig immer unbeweglicher. Doch recht wenige tun etwas dagegen.“ Dabei wäre dies sinnvoll. Denn Azubis fehlen im Schnitt häufiger krankheitsbedingt als ihre älteren Kollegen. Und eine Studie ergab: Fast

jeder dritte Azubi hat schon zu Be­ ginn der Ausbildung regelmäßig Rü­ ckenschmerzen. „Und das wird mit zunehmendem Alter schlimmer“, weiß Pöhlmann. Sie fragt besorgt: „Was ist, wenn die Azubis von heute 40 oder gar 60 Jahre alt sind?“ Diese Frage beschäftigt immer mehr Unter­ nehmen – auch weil ihre Belegschaf­ ten älter und Fachkräfte rar werden. Die meisten Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind gesund. „Viele verhalten sich aber nicht so,

Zwei Gruppen von Jugendlichen werden unterschieden: Diejenigen, die viel Sport treiben, und jene, die gar nichts tun. Foto: dpa

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Die Volksbank Esslingen eG ist ein attraktiver Arbeitgeber Für 2019 sind sechs Ausbildungsplätze frei – interessierte Schüler/innen können sich ab sofort bewerben Die Volksbank Esslingen eG ist eine moderne und marktorientierte Bank. Mit 17 Filialen, 250 Mitarbeiter und einer Bilanzsumme von 1,5 Milliarden Euro gehört sie zu den größten Volksbanken in Württemberg. Für Berufsstarter bietet die Volksbank Esslingen eG vielseitige und interessante Berufsausbildungsplätze an. Drei Ausbildungswege stehen zur Auswahl: Bewerber mit Mittlerer Reife können eine 2½-jährige Ausbildung zur Bankkauffrau/ zum Bankkaufmann absolvieren und Bewerber mit Abitur/Fachhochschulreife werden in 2 Jahren zur Finanzassistentin/zum Finanzassistenen ausgebildet. Darüber hinaus bietet die Volksbank Esslingen eG Studienplätze

dass sie gesund bleiben“, kritisiert die Expertin für betriebliche Gesund­ heitsförderung Sibylle Brechtel. Da­ bei lassen sich zwei Gruppen von Ju­ gendlichen unterscheiden. Die einen sind in ihrer Freizeit sportlich sehr ak­ tiv. Die anderen hingegen bewegen sich kaum. „Und dass viele Jugendli­ che lieber Fertig­Pizzen als Salat es­ sen, ist kein Geheimnis“, ergänzt Brechtel. Diesem Fehlverhalten ver­ suchen die Betriebe mit ihren Ge­ sundheitsförderprogrammen entge­

an der dualen Hochschule mit dem Studiengang BWL Bank an. Bei der Volksbank Esslingen eG steht der Kunde im Mittelpunkt, eine gesamtbedarfsorientierte Beratung ist selbstverständlich. Freundlichkeit, Kommunikationsfähigkeit und die Freunde am Umgang mit Menschen sind eine Grundvoraussetzung für den Bewerber. Die Auszubildenden erhalten eine duale Ausbildung, d.h. eine praxisorientierte Ausbildung in der Bank vor Ort und in der Berufsschule, abgerundet wird die Ausbildung durch umfangreichen innerbetrieblichen Unterricht. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung sind die Übernahmechancen sehr hoch. Danach stehen zahlreiche berufsbegleitende Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung.

genzuwirken – gemäß der Maxime: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. „Früh mit der Gesundheitsförde­ rung zu beginnen, ist auch betriebs­ wirtschaftlich sinnvoll“, betont Dr. Martin Braun, Experte für menschen­ gerechte Arbeitsgestaltung beim Fraunhofer Institut für Arbeitswirt­ schaft und Organisation in Stuttgart. „Denn wenn Mitarbeiter häufig er­ kranken, kostet das die Betriebe mehr als Entspannungskurse und Rücken­ gymnastik anzubieten.“ Bei ihren Förderprogrammen set­ zen die Unternehmen verschiedene Schwerpunkte. Gemeinsam ist ih­ nen: Neben der körperlichen soll die geistige Fitness gefördert werden. „Das ist wichtig“, erklärt Bernadette Imkamp, Leiterin Personalbetreuung und ­marketing bei Schwäbisch Hall. „Denn bei den meisten Erkrankun­ gen spielt der Faktor Stress eine wich­ tige Rolle. Was eine Person als Stress erlebt, ist aber sehr subjektiv.“ Besonders gut kommen nach ihrer Erfahrung bei den Azubis Fördermaß­ nahmen an, die eine „Lifestyle­Kom­ ponente“ enthalten – zum Beispiel Kurse wie Inlineskating oder Schnup­ perstunden in Fitnessstudios.


Reizvoll – abwechslungsreich – verantwortungsvoll Deine Ausbildung beim Landratsamt Esslingen

Du interessierst dich für Verwaltung, Politik und Zeitgeschehen? Gehören Organisieren und das Arbeiten im Team zu deinen Stärken? Packst du Dinge gerne an und bist handwerklich geschickt? Ob du vor oder hinter den Kulissen tätig bist, lieber im Büro oder im Freien arbeiten willst – das Landratsamt Esslingen bietet spannende Ausbildungsmöglichkeiten für die verschiedenen Schulabschlüsse. Gewerblich-technische Ausbildungen Als Vermessungstechnikerin oder Vermessungstechniker verarbeitest du Geodaten am Computer, um Pläne und Karten zu erstellen oder du führst eigene Vermessungen durch. Im Hoch- und Tiefbau wie dem Straßen-, Brücken- und Tunnelbau sowie für Gebäude aller Art sind Bau- und Ingenieurvermessungen notwendig.

Unsere Straßenwärterinnen und Straßenwärter leisten einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit von Straßen, Rad- und Gehwegen. Wichtige Aufgaben sind das Instandsetzen von Asphaltflächen, die Grün- und Gehölzpflege sowie die Reinigung und das Instandhalten von Entwässerungseinrichtungen. Als Bachelor of Engineering im Studiengang Bauingenieurwesen, Öffentliches Bauen (DHBW) bist du in den gesamten Bauprozess involviert und begleitest Straßenbauprojekte von der Planung über die Durchführung bis hin zur Bauüberwachung. Du bereitest Ausschreibungen sowie Bauverträge vor und beantwortest neben technischen auch verwaltungsrechtliche Fragen. Ausbildungen im Sozialwesen

Du möchtest die Kindertagesbetreuung weiterentwickeln und hierfür in Arbeitskreisen mitwirken? Die Umsetzung des Kinderschutzgesetzes und die Begleitung von Erlaubnisverfahren zur Kindertagespflege interessieren dich? Dann werde zum Bachelor of Arts im Studiengang Soziale Arbeit (DHBW) mit der Vertiefung in der Elementarpädagogik. Verwaltungsausbildungen Hast du Lust auf einen Beruf, bei dem die Gesellschaft im Mittelpunkt steht? Als Verwaltungswirtin oder Verwaltungswirt bearbeitest du Anträge der Bürgerinnen und Bürger zu unterschiedlichen staatlichen Leistungen. Dazu gehören Arbeitsgebiete wie das Ausstellen von Führerscheinen, die Bearbeitung von Kfz-Zulassungen oder das Berechnen von Abfallgebührenbescheiden und Sozialleistungen.

Als Geomatikerin oder Geomatiker erfasst, verarbeitest und verwaltest du raumbezogene Daten (Geodaten) und arbeitest mit modernsten Softwareprodukten der Geoinformationstechnologie. Du analysierst die erhobenen Informationen, bereitest sie auf und präsentierst Kunden fertige Karten, Grafiken oder interaktive Karten. Mit Interesse an Technik und einem guten räumlichen Vorstellungsvermögen ist diese Ausbildung das Richtige für dich.

Hast du Freude an sozialen Fragen, ergreifst gerne die Initiative und bist bereit, Verantwortung zu übernehmen? Als Bachelor of Arts im Studiengang Soziale Arbeit (DHBW) mit der Vertiefung in der Jugend-, Familien- und Sozialhilfe berätst und unterstützt du Eltern in Erziehungsfragen und bei besonderen Problemen. Du veranlasst und begleitest Jugend- und Sozialhilfemaßnahmen auf Grundlage der rechtlichen Vorgaben.

Du hast Freude am Umgang mit Menschen und interessierst dich für Gemeinschaftskunde, Kommunalpolitik und das Weltgeschehen? Als Bachelor of Arts im Studiengang Public Management beantwortest du rechtliche Fragestellungen, herausfordernde Sachverhalte und übernimmst nach Abschluss des Studiums eine verantwortungsvolle Position im gehobenen Verwaltungsdienst.

Als Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft betreust du Entsorgungswege und Recyclingtechnologien für Abfälle aller Art. Du arbeitest beispielsweise bei öffentlichen Recycling- und Kompostierungsanlagen, auf Deponien oder bei Entsorgungsunternehmen mit Logistik und Sammlung.

Als Bachelor of Arts im Studiengang Soziale Arbeit (DHBW) mit der Vertiefung im Gesundheitswesen unterstützt und begleitest du insbesondere Menschen mit Suchterkrankungen und deren Angehörige. Du arbeitest fallbezogen auch im ambulant betreuten Wohnen für psychisch kranke Menschen.

Aufgaben, in denen technisches Verständnis unerlässlich ist, bereiten dir Freude? Als Fachinformatikerin oder Fachinformatiker in der Fachrichtung Systemintegration arbeitest du zukunftsorientiert in einem abwechslungsreichen und anspruchsvollen Bereich. Eine schnelle Auffassungsgabe

und ein hohes Maß an Eigenverantwortung sind unentbehrlich. Geschichtliche Hintergründe und historische Dokumente aus der Region begeistern dich? Informationen zu erfassen, aufzubereiten und zu erhalten findest du spannend? Dann ist die Ausbildung als Fachangestellte oder Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste in der Fachrichtung Archiv das Richtige für dich. Attraktive Arbeitsplätze mit Zukunft Keine Sorge – wir lassen dich zu Beginn deines neuen Lebensabschnittes nicht alleine. Erfahrene Ausbilderinnen und Ausbilder begleiten dich bis zum erfolgreichen Abschluss. Neben den theoretischen Inhalten und der praktischen Ausbildung im Landratsamt bieten wir dir viele Extras wie z. B. eine Einführungswoche für alle Neuen, ausbildungsbegleitende Seminare, Exkursionen und vieles mehr. Über die Ausbildungszeit hinaus bieten wir dir attraktive Arbeitsplätze mit Zukunft. ■ Du möchtest weitere Informationen zur Ausbildung beim Landratsamt? Komm vorbei – wir beraten dich an Stand 53 oder informiere dich über unsere Homepage unter http://www.landkreisesslingen.de/bildung/ausbildung. Du möchtest im Herbst 2018 eine gewerblich-technische Ausbildung beginnen? Dann bewirb dich als Straßenwärterin oder Straßenwärter online unter https://www.mein-check-in.de/landkreis-esslingen/overview. Wir freuen uns auf dich!

Attraktive Zukunftschancen und verantwortungsvolle Aufgaben – wir freuen uns auf engagierte und motivierte Frauen und Männer für Ausbildung und Studium. Bachelor of Arts - Public Management ¨ Bachelor of Arts - Soziale Arbeit (DHBW) ¨ Bachelor of Engineering - Öffentliches Bauen (DHBW) ¨ Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste (Archiv) ¨ Fachinformatiker (Systemintegration) ¨ Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft ¨ Geomatiker ¨ Straßenwärter ¨ Vermessungstechniker ¨ Verwaltungswirte im mittleren Dienst ¨

www.landkreis-essling gen.de

Stand 53

Landratsamt Esslingen


36 | KARRIERE 2018

Viel Masse, wenig Klasse Online­Bewerbungen erfordern die gleiche Sorgfalt wie eine schriftliche Mappe Von Bernhard Kuntz

D

a könnte ich mich auch mal bewerben. Das kostet mich ja nichts. Nach dieser Maxi­ me agieren viele Job­Suchende, wenn sie sich per Mail bewerben. Entspre­ chend mies ist die Qualität vieler On­ line­Bewerbungen. Vor einem halben Jahre schaltete Peter Keil eine Stellenanzeige in der Wochenendausgabe der örtlichen Ta­ geszeitung, in der er auch seine Mail­ Adresse angab – „leider“. Denn als der Inhaber eines Ingenieurbüros am Samstagmorgen um 10 Uhr in sein Büro kam, befanden sich in seinem Mail­Account schon ein Dutzend Be­ werbungen – obwohl die Wochen­ endausgabe der Zeitung gerade mal drei, vier Stunden zuvor an die Haus­ halte verteilt worden war. Entsprechend war die Qualität der Bewerbungen. „Alles Schrott“, bringt Keil es auf den Punkt. „Man sah den Bewerbungen sofort an: Da wurde nur schnell die Adresse im Standard­ anschreiben ausgetauscht und dann die Bewerbung kurz vorm Wochen­ endeinkauf versandt.“ Ähnlich war es bei den meisten Be­ werbungen, die in den nächsten Ta­

Mit Schludern kommt man auch online nicht weit. gen massenhaft in Keils Mail­Ac­ count landeten. Nicht nur, dass sich in ihnen fast alle Berufsgruppen – von der Fußpflegerin bis zum Lager­

Fotomontage: Jens Schierenbeck

arbeiter – um die inserierte Stelle ei­ ner „Bürofachkraft (m/w)“ bewar­ ben. Deutlich registrierte Keil bei den Online­Bewerbungen auch eine

niedrigere Qualität als bei den schrift­ lichen Bewerbungen, die einige Tage später eintrafen. Keils Eindruck: „Bei schriftlichen Bewerbungen überle­

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Berufliche Fortbildung: Perspektiven neu denken Das Netzwerk für berufliche Fortbildung Esslingen mit seinen knapp 30 qualifizierten Weiterbildungsanbietern begrüßt Sie auf der KARRIERE 2018!

Jede Schraube, jeder Tropfen Öl, das Pro<l eines jeden unserer Kundenfahrzeuge spüren wir – wir haben Autos im Blut. Und weil wir auf diesem Gebiet und als in der Region einzigartiger Händler weitere Menschen mit dieser Leidenschaft in<zieren wollen, bieten wir die passende Ausbildung für folgende Berufe: Kaufmännischer Bereich » Automobilkaufmann (m/w) » Fachkraft für Lagerlogistik (m/w) » DHBW Studenten (m/w) Fachrichtung: BWL Handel und BWL Handwerk

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KARRIERE 2018 | 37 gen es sich die Leute genauer, ob sie sich bewerben.“ Denn das Ausdru­ cken der Bewerbungsunterlagen und das Versenden kostet Zeit – und Geld. Anders ist es bei Online­Bewerbun­ gen. Da setzen sich viele Stellensu­ cher mal eben schnell an ihren PC und ändern die Adressdaten in ih­ Bewerbungen mit exoti­ rer Standardbewer­ schen Dateianhängen bung. Dann drü­ schaue ich mir überhaupt cken sie auf die „Versenden­Taste“ nicht mehr an. des Mail­Pro­ gramms und weg ist die Bewerbung. Getreu der Maxime: Vielleicht habe ich Glück. Diesen Eindruck bestätigen viele Firmenvertreter. Sie entdecken in Online­Bewerbungen immer wieder „echte Stilblüten“. Keil amüsierte sich zum Beispiel köstlich über fol­ genden Satz im Anschreiben einer Hotelfachfrau: „Ich freue mich auf den regen Kontakt mit Ihren Gäs­ ten.“ Hiermit katapultierte sich die Bewerberin sofort aus dem Rennen. Denn so Keil: „Bei uns schaut alle zwei Wochen mal ein Kunde vorbei. Und mit dem verschwinde ich so­ gleich im Besprechungszimmer.“ Nach der Lektüre des erwähnten Sat­ zes war Keil klar: Die Frau versah nur eine Bewerbung, die sie für ein Hotel schrieb, mit einer neuen Anrede. Keil unterschätzte auch, als er in

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der Anzeige seine Mail­Adresse an­ gab, die Mehrarbeit, die er sich da­ mit aufhalste. In den Tagen nach dem Erscheinen der Anzeige trafen bei ihm immer wieder Mails mit fol­ gendem Tenor ein: „Können Sie mir, bevor ich mich bewerbe, nähere In­ fos über die Stelle geben?“ Bei den ersten zwei, drei Mails dachte Keil: Toll, da interessiert sich jemand ernsthaft für den Job. Also nahm er sich viel Zeit fürs Beantworten. Doch irgendwann hatte er davon die Nase voll – weil er noch anderes zu tun hatte. Auch in anderer Hinsicht mach­ ten die Online­Bewerbungen Keil mehr Arbeit als die schriftlichen. So erwies sich das Ausdrucken der Be­ werbungen, die nicht sofort durchs Raster fielen, als zeitaufwendig. Denn bei den meisten Bewerbungen waren das Anschreiben, der Lebenslauf und die (Arbeits­)Zeugnisse als einzelne Dokumente angehängt – oft in ver­ schiedenen Dateiformaten. Nur zwei, drei Bewerber hatten die Unterlagen in eine pdf­Datei gepackt, so dass Keil nur eine Datei öffnen musste und ei­ ne sortierte Bewerbungsmappe vor sich hatte. Irgendwann entschied Keil: Die Bewerbungen mit „exotischen Datei­ Anhängen“ schaue ich mir nicht mehr an. „Denn es ist nicht mein Job, den Kram erst mal zu konvertieren und danach die ausgedruckten Seiten zu sortieren.“ Dass sich Bewerber

beim Erstellen von Online­Bewer­ bungen oft wenig Mühe geben, bestä­ tigt der Personalberater Alexander Walz, Stuttgart. „Viele versenden ihre Bewerbungen im ‚Streuversand’, oh­ ne sich vorab zu fragen: Habe ich bei der Stelle eine realistische Chance?“ Viele Bewerber fragen sich auch zu wenig: Wie wirkt es auf den Empfän­ ger, wenn die angehängten Daten ir­ gendwelche kryptischen Namen ha­ ben, so dass man erst nach dem Öff­ nen sieht, was sich in ihnen verbirgt? Deshalb hat Walz Verständnis da­ für, dass manche Unternehmen auf 08/15­Online­Bewerbungen, wenn überhaupt, nur noch mit Standard­ Absagen reagieren. „Wer sich mit seiner Bewerbung wenig Mühe gibt, sollte Viele versenden ihre Be­ sich nicht beschwe­ werbung im Streuver­ ren, wenn der Emp­ sand, ohne sich zu fra­ fänger sich ebenso verhält.“ Denn an­ gen, ob sie eine realisti­ ders könnten gera­ sche Chance haben. de Klein­ und Mit­ telunternehmen der Flut von Bewer­ bungen, die sich nach manchen Stellenanzeigen über sie ergießt, nicht mehr Herr werden. Die Zeit, die man in viele Stan­ dardbewerbungen investiert, sollte man deshalb sinnvoller in eine sorg­ fältige Bewerbung für eine Stelle in­ vestieren, die einen wirklich interes­ siert.

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38 | KARRIERE 2018

„Warum wollen Sie gerade zu uns?“, ist eine ganz typische Frage im Vorstellungsgespräch. Darauf sollte man eine Antwort parat haben.

Vorbereitung ist alles Tipps fürs Vorstellungsgespräch Von Andrej Winter

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chulabgänger begehen bei Vor­ stellungsgesprächen oft kleine, aber entscheidende Fehler. Des­ halb hier einige Tipps von Unterneh­ mensvertretern.

E Gut ankommen: Überraschend oft erscheinen Bewerber zu spät zu Vorstellungsgesprächen. Eine belieb­ te Ausrede: Ich stand im Stau! „Vor­ sicht“, mahnt Sonja Striebel, Ausbil­ dungsleiterin bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall, „das interessiert in den Unternehmen niemand. Dort wird erwartet, dass Sie pünktlich sind.“ Ihr Tipp: „Planen Sie Hinder­ nisse ein. Fahren Sie lieber eine Stun­ de eher los. Dann sind Sie auf der si­ cheren Seite.“ E Sich angemessen kleiden: Unver­ zichtbar ist ein passendes Outfit. „Be­ werber sollten sich der Branche und angestrebten Position entsprechend kleiden“, rät Dresscode­Berater Dirk Pfister aus Mannheim. „Wer sich um einen Ausbildungsplatz als Autome­ chaniker bei einer KFZ­Werkstatt be­ wirbt, muss keinen Anzug nebst Kra­ watte tragen. Bei Banken hingegen ist dies Pflicht.“ Wichtig ist auch ein ge­ pflegtes Aussehen. Also sollten Be­ werber eventuell vorab einen Friseur aufsuchen. Und noch einen Tipp hat Pfister: Tattoos verdecken und Pier­ cingnadeln entfernen. „Die sind bei Jobs mit Kundenkontakt meist uner­ wünscht.“

E Selbstbewusstsein zeigen: Wich­ tig ist auch ein sicheres Auftreten. „Doch hier gilt es, die richtige Balan­ ce zu wahren“, mahnt Sonja Striebel. Der Bewerber sollte weder verschüch­ tert noch überheblich wirken. „Zei­ gen Sie ein gesundes Selbstbewusst­ sein“, rät Roswita Feineis, Personal­ leiterin bei der Zeppelin Baumaschi­ nen GmbH in Garching. „Die Inter­ viewer sollten spüren, dass Sie über­ zeugt sind: In mir steckt Potenzial.“ Ein gesundes Selbstbewusstsein zeigt sich aber auch darin, dass man mal klar sagt: „Das weiß ich nicht, aber ich eigne mir das Wissen gern an.“ E Möglichst authentisch blei­ ben:„Welche Schwächen und Stär­ ken haben Sie?“ Diese Frage wird in Vorstellungsgesprächen oft gestellt. „Trotzdem sind viele Bewerber da­ rauf nicht vorbereitet“, weiß Meera Gandbhir von der Personalbera­ tung Conciliat, Stuttgart. Sie emp­ fiehlt Bewerbern, ihre Stärken und Schwächen zu analysieren. Im Ge­ spräch sollten sie Schwächen nen­ nen, „die aus Unternehmenssicht eher Stärken sind“. Zum Beispiel: „Ich vergesse bei der Arbeit oft mein Umfeld. So vertieft bin ich in sie.“ Personaler fragen auch gerne nach den Hobbys. „Hieraus ziehen sie Rückschlüsse auf die Person“, be­ tont Gandbhir. „Ist ein Bewerber zum Beispiel in einer Jugendgruppe aktiv, ist dies aus Sicht der Persona­ ler ein Indiz für dessen soziale Kom­ petenz.“ Und ist ein Bewerber ein

begeisterter Fußballer? Dann zeigt das zumindest: Er ist kein Stuben­ hocker. E Sich gezielt vorbereiten: Für Per­ sonalverantwortliche lautet in Vor­ stellungsgesprächen die zentrale Fra­ ge: Passt der Bewerber zu uns? Des­ halb fragen sie sich, wenn sie bei ei­ nem Bewerber kein Interesse am Un­ ternehmen spüren: Warum bewirbt der sich überhaupt bei uns? Feineis rät: „Informieren Sie sich vorab über das Unternehmen – auch damit Sie konkretere Fragen stellen können als eher durchschnittliche Bewerber.“ Personaler interessiert auch: Warum bewirbt sich die Person gerade um diese Ausbildungsstelle? Man sollte sich also im Vorfeld über die Stelle oder Tätigkeit informieren. Feineis nennt ein Beispiel: „Wer sich um eine Ausbildung als Mechatroniker be­ wirbt, sollte wissen: Was macht ein Mechatroniker? Und: Welche Fähig­ keiten und Fertigkeiten braucht er? . E Für einen guten Abgang sorgen: Gegen Ende der Gespräche geben Personaler Bewerbern oft die Mög­ lichkeit, selbst Fragen zu stellen. „Nutzen Sie diese Chance, um ernst­ haftes Interesse zu zeigen“, rät Sonja Striebel von Schwäbisch Hall. „Fra­ gen Sie zum Beispiel nach der Einar­ beitung.“ Erlaubt ist es, sich solche Fragen vorab zu notieren. Das zeugt von einer guten Vorbereitung und beugt der Gefahr vor, dass der Bewer­ ber vor Aufregung Fragen vergisst.

Foto: dpa


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Die Angebote der Diakonie Württemberg

FSJ ,FÖJ und BFD oder das Auslandsprogramm „x-change“- Sie haben die Wahl! Soziale Berufe und Studiengänge Ein Freiwilliges Engagement in der Diakonie bedeutet zwölf spannende Monate, um neue Menschen kennenzulernen, etwas für sich und Andere zu tun und sich selbst herauszufordern. Durch die praktische Mitarbeit bekommt man vielseitige Einblicke in ökologische oder soziale Lebensund Aufgabenbereiche und kann sich persönlich und fachlich weiterbilden. Zusätzlich gibt es jede Menge politische, kreative und sportliche Begleitangebote. Definitiv ein Einsatz, der sich lohnt! Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und der Bundesfreiwilligendienst (BFD) richten sich an Jugendliche zwischen 16 und 26 Jahren. Die Arbeitsfelder sind z.B. Wohngruppen und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, Altenpflegeheime oder -tagesstätten, Diakonie- und Sozialstationen, Krankenhäuser, Kindergärten, Einrichtungen für Kinder und Jugendliche sowie Jugendarbeit. Der Einsatz ist möglich in der Pflege, in der Betreuung und Begleitung, im Fahrdienst oder in technischen Diensten. Dauer: 6 bis 12 Monate (auf 18 Monate verlängerbar).

Das Auslands-Programm „x-change“ ist ein Angebot für junge Erwachsene zwischen 18 und 28 Jahren, die schon entwicklungspolitisch, sozial oder kirchlich aktiv waren und eine abgeschlossene Berufsausbildung, Abitur oder Fachhochschulreife (o. vergleichbare Qualifikation) haben. Die Freiwilligen unterstützen ein Jahr lang die einheimischen Initiativen ihres Gastlandes und lernen entwicklungspolitische und ökumenische Zusammenhänge kennen. Aktuell können Einsätze in folgenden Ländern absolviert werden: Peru, Nicaragua, Palästina, Jordanien, Ukraine, Tansania, Kenia und Côte d‘Ivoire (Elfenbeinküste).

Ein Dienstbeginn im FSJ oder BFD ist zu jedem Zeitpunkt möglich! Im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) sind Jugendliche zwischen 16 und 26 Jahren, die sich für Natur- und Umweltschutz interessieren, genau

Darüber hinaus bieten wir eine Vielzahl an Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten im spannenden Feld der sozialen Arbeit. Ein sozialer Beruf ist mehr als ein Job, er ist Begegnung und lebt vom Kontakt mit anderen Menschen. Weitere Infos finden Sie unter richtig. Der Einsatz erfolgt in Waldkin- www.ran-ans-leben-diakonie.de dergärten, auf Jugendfarmen und Biobauernhöfen sowie in Tagungs- Diakonisches Werk Württemberg häusern, Umweltzentren oder in der Heilbronner Straße 180 Landschafspflege – um nur einige 70191 Stuttgart Beispiele zu nennen. Dauer: 6 bis 12 Tel.: 0711 / 1656-232 Monate (auf 18 Monate verlängerbar). freiwillig@diakonie-wue.de


40 | KARRIERE 2018

Im Assessment­Center punkten An einem Auswahltag treten Bewerber in Stresssituationen gegeneinander an Von Tobias Hanraths

Z

wei Dutzend nervöse junge Leute, acht knifflige Aufgaben und am Ende ein Traumjob. So oder so ähnlich funktioniert das As­ sessment Center. Kurz war es außer Mode, jetzt existiert es wieder, nur unter neuem Namen. Und auch die Aufgaben haben sich etwas verän­ dert. Vor ein paar Jahren war der Be­ griff noch in aller Munde, inzwischen ist es still geworden um ihn. Das liegt aber nicht daran, dass es die Assess­ ment Center nicht mehr gibt im Gegenteil. Nach einem kurzzeiti­ gen Rückgang ist ihre Zahl sogar wie­ der gestiegen, sagt Katharina Hain, die bei der Personalberatung Hays die Abteilung Rekrutierungsmanage­ ment leitet. Von Assessment Center spricht dabei heute allerdings kaum noch ein Arbeitgeber. Stattdessen heißen die Veranstaltungen zum Beispiel Aus­ wahltag, Bewerber­Workshop oder Meet & Greet. „Unabhängig vom Na­ men ist die Methodik immer die glei­ che“, sagt Coach und Ratgeber­Autor Johannes Stärk. „Also Situationen aus dem Arbeitsalltag zu simulieren, Druck zu erzeugen und den Bewerber

Viele junge Leute wissen nicht, wie sie auf andere wirken. Das ist ein Nachteil im Assessment­Center. dann darin zu beobachten.“ Be­ stimmte Situationen und Übungen tauchen in jedem Assessment Center auf, sagt Stärk: eine Präsentation, ein

simuliertes Zweiergespräch und ein Interview. „Wenn Sie auf diese drei in irgendeiner Form eingestellt sind, sind Sie für das Assessment Center ei­

Foto: dpa

gentlich schon gut gerüstet“, sagt Stärk. Doch was verbirgt sich dahin­ ter? Vielleicht die einfachste Variante ist noch die Präsentation, aus dem

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KARRIERE 2018 | 41 Studium schon zur Genüge bekannt. Was beim Zweiergespräch genau pas­ siert, hängt vom Job ab: Angehende Führungskräfte müssen vielleicht ein Mitarbeitergespräch simulieren, Ver­ triebler etwas verkaufen. Und das In­ terview ist im Grunde nichts weiter als ein reguläres Vorstellungsge­ spräch, nur mit einem strukturierten Fragebogen. Beispiele für viele dieser Aufgaben gibt es im Internet. Und wer es ganz genau wissen will, kann sich auch für Vorbereitungskurse anmelden. Teuer müssen die nicht sein: 2014 fand die Stiftung Warentest heraus, dass eintä­ gige und eher günstige Angebote von Volkshochschulen mit den kosten­ und oft zeitintensiven Trainings pri­ vater Anbieter durchaus mithalten können. Dazu hilft es, mit offenen Augen und Ohren durch die Welt zu laufen: „Bei Fallstudien oder Gruppendis­ kussionen geht es oft um aktuelle Themen“ sagt Katharina Hain. „Hier kann es sich also lohnen, vorher mal die Nachrichten zu verfolgen. Und generell sollte ich auch wissen, was die Branche umtreibt.“ Wer also zum Auswahltag bei einem großen Auto­ bauer erscheint, ohne zumindest grob über den Abgasskandal Bescheid zu wissen, macht vermutlich etwas falsch. Ansonsten macht Übung auch bei

Auswahlverfahren den Meister. „Ich glaube, dass man im zweiten oder dritten Assessment Center oft besser ist, genau wie im zweiten oder dritten Bewerbungsgespräch“, sagt Hain. Das müsse aber nicht immer so sein: Wer beim ersten Assessment Center richtig versagt, ist beim zweiten viel­ leicht erst richtig nervös. Der richtige Umgang mit solchen Rückschlägen gehört aber ohnehin dazu, sagt Stärk. Denn auch das sagt dem potenziellen Arbeitgeber etwas über die Persönlichkeit. „Dass bei so einem Assessment Center nicht alles glatt läuft, ist normal“, so der Exper­ te. „Da ist es dann aber wichtig, dass ich es weiter durchziehe. Mittendrin auszusteigen, ist eigentlich das Schlechteste, was ich machen kann.“ Assessment­Center zählen heute zu den Standard­Instrumenten der Personalauswahl – zumindest in Großunternehmen. „Denn in ihnen kann man einer Vielzahl von Bewer­ bern objektiver als in Einzelinter­ views gegenübertreten“, schwärmt zum Beispiel Bernadette Imkamp, Leiterin Personalbetreuung und ­marketing bei der Schwäbisch Hall­ Unternehmensgruppe. Entspre­ chend breit setzt die Bausparkasse AC ein: von der Azubi­Auswahl bis zur Auswahl der Teilnehmer für die Füh­ rungskräfte­Entwicklungsprogram­ me. Damit agiert Schwäbisch Hall

laut Harald Müller, Leiter Trainee­ Programme beim Frankfurter Bil­ dungsdienstleister Provadis eher ge­ gen den Trend: „In der Regel kom­ men Assessment­Center primär zum Einsatz, wenn es um die Auswahl hochqualifizierter Bewerber geht.“ Also zum Beispiel, wenn Unterneh­ men Trainees auswählen. Dann wer­ den die heißen Kandidaten oft zu ei­ nem AC eingeladen. Und wer eine AC­Einladung er­ hält? Der ist ein heißer Stellenkandi­ dat. Der Versiche­ rungskonzern Al­ lianz Deutsch­ land nutzt AC, Dass bei so einem Assessment Center nicht um „aus den Top­ alles glatt läuft, ist normal. Da ist es dann Bewerbern“ für wichtig, dass ich es weiter durchziehe. Aus­ sein Trainee­ und Vorstandsassis­ steigen ist das Schlechteste. tenten­Pro­ Johannes Stärk, Coach und Ratgeber­Autor gramm „die für unser Unterneh­ men passendsten herauszufiltern“, erklärt Personalreferentin Maike Un­ ger. Das heißt: Wer eine AC­Einla­ dung erhält, dessen Lebenslauf und Bewerbungsunterlagen erfüllten die Anforderungen der Allianz perfekt.

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Aus einer Leidenschaft einen Beruf machen BORS-/BOGY-Praktikum in Design- und Medienberufen Die vielfältigen Neigungszüge unserer beru@ichen Schulen packen unsere Schüler bei ihrem Interesse und führen dieses zu einer beru@ichen Reife. So werden an der Akademie für Kommunikation bis zum Abitur oder der Fachhochschulreife erste Spuren für einen Beruf im Design, in der Film- und Medienwirtschaft, im Journalismus oder in fremdsprachlich geprägten kaufmännischen Berufen gelegt. Kreative Unterrichtsfächer bereichern unser Schulleben. Dazu zählen Fächer wie Film und Video, Zeichnen, Fotogra>e, Schreibwerkstatt, Werbung, Musik oder Sport.

#FACHHOCHSCHULREIFE

Unsere Berufsschule bietet interessierten Schülern einwöchige Praktikumsplätze im Rahmen der Berufsorientierung an. In den Ausbildungsberufen Gra>k-Design, Produkt-Design und Medien-Design werden die Praktikanten an einem eigenen Projekt arbeiten. Erfahrene Ausbilder begleiten die Umsetzung der Gestaltungsideen in unseren Ateliers und Werkstätten für Industriedesign und Fotogra>e. Näheres zum Praktikum am Messestand. Berufsfachschule für Wirtschaft - Pro>l Medien

#ABITUR

Berufskolleg für Gra>k-Design - Pro>le 3D-Gestaltung/Trick>lm oder Experimentelle Gestaltung/Fotogra>e Berufskolleg für Medien-Design / Technische Dokumentation Pro>le Architektur, Film und Video oder Multimedia Berufskolleg für Produkt-Design - Pro>l 3D-Modelling

Schule? #läuft #MITTLERE REIFE

Kaufmännische Berufskollegs I und II Pro>le Musik, Sport oder Werbung/Social Media/Recht Kaufmännische Berufskollegs für Fremdsprachen Pro>le Schauspiel und Tanz oder International Business and Tourism Technisches Gymnasium / Wirtschaftsgymnasium - Neigungszüge Bildende Kunst, Journalismus, Sport oder Werbung/Social Media/Recht Akademie für Kommunikation, Kölner Straße 7, 70376 Stuttgart, Tel. 0711 / 95 48 04 0, stuttgart@akademie-bw.de, www.akademie-bw.de/stuttgart


42 | KARRIERE 2018

Führungskräfte fürs Handwerk So funktioniert das triale Studium Von Von Inga Dreyer

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ährend Handwerker nicht unbedingt gut ver­ kaufen können, haben BWLer wenig Ahnung vom Bröt­ chenbacken. Das triale Studium will solche Lücken schließen. In vierein­ halb Jahren absolvieren Teilnehmer dort Ausbildung, Meisterkurs und Studium. Freizeit? Fehlanzeige. Handwerk und Wissenschaft: Martin Over wollte beides. „Ich bin schon mehr der Praktiker“, sagt der 22­Jährige. Trotzdem wollte er auch theoretisch tiefer einsteigen. Beim trialen Studiengang Handwerksma­ nagement in Köln wurde er fündig: Innerhalb von viereinhalb Jahren durchläuft er dort eine duale Ausbil­ dung zum Dachdecker, dazu kom­ men ein Meisterkurs und obendrauf ein Bachelorabschluss.

In der Hälfte der Zeit Würde man dieses Programm nachei­ nander absolvieren, wäre man acht bis neun Jahre beschäftigt, sagt Prof. Sascha Lord von der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) in Köln. Wa­ rum das alles? Heutzutage sei es wich­ tig, zum Beispiel Trends, Zielgruppen

Martin Over packt gern an. Doch auch das theoretische Wissen ist ihm wichtig. und Alleinstellungsmerkmale des Unternehmens zu erkennen, sagt Lord. Der Vorteil der trialen Absol­ venten: Sie kennen beide Seiten – das Handwerk und die betriebswirt­ schaftlichen Hintergründe.

Triale Studiengänge in Kooperati­ on mit lokalen Handwerkskammern bieten die private Fachhochschule des Mittelstands an den Standorten Köln, Schwerin und Hannover sowie die Hochschule Niederrhein mit Sitz

Foto: dpa in Krefeld an. In Köln beginnen die Studenten mit einer auf zweieinhalb Jahre verkürzten dualen Ausbildung in Handwerksbetrieb und Berufs­ schule. An manchen Abenden neh­ men sie an Online­Vorlesungen teil,

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„Ich möchte einen Beruf, der mit Menschen zu tun hat“ Das haben Florian Winkler und Jelena Milanovic gemeinsam. Beide sind bei der Diakonie Stetten tätig, allerdings in ganz unterschiedlichen Bereichen: Florian Winkler macht zurzeit eine Ausbildung zum Arbeitserzieher. Durch ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) reifte in ihm der Wunsch, mit Behinderten zu arbeiten. Seine Fähigkeiten als Schreiner sowie die Betreuung der Menschen in der Werkstatt kann er bei seinem Traumberuf gutverknüpfen. Schnell fand er sich in die Arbeit mit Menschen mit schwerst mehrfachen Behinderungen ein. „Erst war ich ein bisschen unsicher, wie ich mit den Menschen, die nicht sprechen, reden soll. Aber es kam dann von ganz alleine“, erzählt Florian Winkler. Während des FSJ beschäftigte er sich viel mit den Teilnehmenden. Er machte Spiele, Sport- und Kreativangebote, ging mit ihnen spazieren, machte Matheaufgaben oder kochte und backte mit ihnen. „Man muss einfach offen sein, für das was kommt. Dann öffnet sich von ganz allein eine neue Tür“ sagt Helga Sieber, Gruppenleiterin von Florian Winkler. So war es auch: „Das FSJ hat mir so viel Freude bereitet, dass ich mir überlegt habe, danach mit der Ausbildung zum Arbeitserzieher an der Ludwig-Schlaich-Akademie der Diakonie Stetten zu beginnen“.

Auch Jelena Milanovic weiß, was sie will. Ganz bewusst entschied sie sich nach der Schulzeit für ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Altenhilfe im Alexander-Stift Urbach der Diakonie Stetten. Auch um Klarheit darüber zu bekommen, ob der Beruf der Altenpflegerin wirklich das Richtige für sie ist. Sie hilft mit in der Grundpflege – Waschen, Anziehen, Essen reichen, wie auch in der Aktivierung und Betreuung. Derzeit auf der Demenzstation, wird sie im Rahmen ihres FSJ die gesamte Einrichtung in Urbach noch durchlaufen. „FSJ lohnt sich sehr!“, ist Irina Strömel, Haus- und Pflegedienstleitung im Urbacher Alexander-Stift, überzeugt. Bereits jetzt fühlt sich Jelena Milanovic durch ihr Freiwilliges Soziales Jahr in ihrem Berufswunsch der Altenpflege bestätigt. Und sie hat auch vor, im Alexander-Stift ihre Ausbildung zur Altenpflegerin machen zu wollen. Den Schulplatz an der Ludwig Schlaich Akademie der Diakonie Stetten jedenfalls hat sie bereits sicher. ■ Die Diakonie Stetten bietet den Bundesfreiwilligendienst oder ein FSJ in den Landkreisen Rems-Murr, Esslingen, Ludwigsburg, Göppingen, Ostalb, Heilbronn und Stuttgart an.

Bist Du bereit? Bundesfreiwilligendienst oder Freiwilliges Soziales Jahr in der Diakonie Stetten! Dich erwarten spannende Monate: Du bekommst einen Einblick in vielfältige, soziale Berufsfelder. Du machst etwas Sinnvolles. Du arbeitest in netten Teams und lernst neue Leute kennen. Du begleitest Kinder, Jugendliche, Erwachsene oder Senioren mit und ohne Behinderungen im Alltag. Du wirst fachlich begleitet und sammelst wichtige Erfahrungen.

Kontakt: Anja Zimmermann, Telefon 07151 940-5577, personal@diakonie-stetten.de, Diakonie Stetten e.V., Schlossberg 2, 71394 Kernen-Stetten. Weitere Infos zu Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten: www.diakonie-stetten.de


KARRIERE 2018 | 43 jede zweite Woche gibt es freitags und Die Idee hinter dem Studium ist, samstags Präsenzunterricht. Dort ler­ in erster Linie Führungsnachwuchs nen sie kaufmännische, betriebswir­ für kleinere und mittelständische schaftliche sowie rechtliche Grund­ Handwerksbetriebe auszubilden. Mit lagen und erwerben zwei weitere Ab­ dem trialen Studium will das Hand­ schlüsse: zum Geprüften Betriebswirt werk zudem attraktiver für leistungs­ nach der Handwerksordnung und starke Schüler werden. Denn wäh­ zum Geprüften Fachmann oder zur rend Anfang der 1970er Jahre nur et­ Fachfrau für kaufmännische Be­ wa 10 Prozent der Schulabgänger Abi­ triebsführung. tur hatten, seien es heute bis zu 60 Den Sonntag Prozent, erklärt Mi­ habe er meist chael Brücken. Um die zum Lernen ge­ habe man sich lange nutzt, erzählt nicht genug bemüht. Das Problem ist, dass die Martin Over. Wer Im Bewerbungsver­ Belastung nie wirklich ab­ fahren geht es aber ein triales Studi­ nimmt. Die Studenten um beginnt, soll­ nicht nur um den Ab­ te sich bewusst sind viereinhalb Jahre un­ schluss. „Da sind uns sein, dass es an­ andere Kriterien als ter Volldampf. spruchsvoll und die Abiturnote wich­ sehr zeitintensiv tig“, sagt Brücken. Das ist. Seine Dach­ Studium sei nicht auf decker­Ausbildung hat Over bereits bestimmte Gewerke beschränkt. Ob geschafft, nun studiert er für einige Tischler, Maler, Kfz­Mechaniker, Be­ Monate Vollzeit an der FHM. Danach statter, Orthopädieschuhmacher, Bä­ wird er seine Bachelor­Arbeit schrei­ cker, Gebäudereiniger oder Konditor: ben und den Meisterkurs absolvie­ „Das bietet sich für alle an.“ ren. „Das Problem ist, dass die Belas­ Martin Over ist sehr zufrieden mit tung nie wirklich abnimmt. Die Stu­ seiner Wahl. Er hat Glück: Sein Be­ denten sind viereinhalb Jahre unter trieb kann die Kosten für seine Aus­ Volldampf“, erklärt Sascha Lord. Für bildung von der Steuer absetzen. An­ Urlaube sei kaum Zeit. Dafür seien die dere Kommilitonen hätten einen beruflichen Chancen danach sehr Kredit aufgenommen, erzählt er. gut. „Einen arbeitslosen trialen Ab­ Denn in Köln kostet das Studium 400 solventen gibt es nicht“, sagt Michael Euro im Monat, hinzu kommen noch Brücken von der Handwerkskammer die Gebühren für die Meisterkurse. Köln, der das triale Studium mit ent­ wickelt hat und Interessenten berät. E www.triales­studium.de

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E Das triale Studium in Kürze Mit einem dualen Studium erreicht man zwei Qualifikationen: eine praktische und eine theoretische – man erwirbt den Bachelorabschluss sowie erste Berufserfahrung, im bes­ ten Fall einen anerkannten Ausbil­ dungsabschluss. Daher „dual“. Ein triales Studium punktet mit drei Abschlüssen: Abschluss in ei­ nem anerkannten Ausbildungsbe­ ruf, Bachelorabschluss im Studien­ fach, Meisterbrief im Ausbildungs­ beruf. Der Unterschied zum dualen Studium ist also der Meisterab­ schluss. Das Studienmodell zu folg­ lich im Handwerk zu finden. Voraussetzungen: Das Modell spricht vor allem Abitu­ rienten und Fachabiturienten an, die im Handwerk Karriere machen möchten. Voraussetzung für ein triales Studium Handwerksmanage­

ment sind das Abitur oder Fachabi­ tur sowie ein Ausbildungsvertrag mit einem Betrieb in einem der fol­ genden 19 Ausbildungsberufe: Augenoptiker Bäcker Dachdecker Elektrotechniker Feinmechaniker Fliesenleger Friseur Informationstechniker Anlagenmechaniker (SHK) Karosseriebauer Kraftfahrzeugtechniker Konditor Maler und Lackierer Maurer und Betonbauer Metallbauer Straßenbauer Tischler Zahntechniker Zweiradmechaniker

red

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44 | KARRIERE 2018

Vom Job zurück an die Uni So schafft man den Wechsel zwischen beiden Welten Von Anke Dankers

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örsaal oder Berufsschule, Studium oder Berufsausbil­ dung: Wer nach der Schule einen Beruf lernen will, wählt oft ei­ nen dieser Wege. Doch inzwischen wird aus dem „entweder oder“ für im­ mer mehr Menschen ein „und“. Denn längst ist das deutsche Bil­ dungssystem keine Einbahnstraße mehr. Von der Ausbildung ins Studi­ um oder umgekehrt – verschiedene Wege machen einen Wechsel mög­ lich. „Es gibt zum Beispiel die Mög­ lichkeit, die Fachhochschulreife in Verbindung mit einer vollzeitschuli­ schen Ausbildung an der Berufsfach­ schule zu erwerben“, erklärt Kim­ Maureen Wiesner, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bundesinstitut für Berufsbildung . Nach der Ausbildung noch studie­ ren – ohne Abi? Das geht: Beruflich Qualifizierte, die neben ihrer Ausbil­ dung mindestens zwei Jahre Berufser­ fahrung vorweisen, haben Chancen auf Hochschulzulassung. Mit einer Einschränkung: Das gewählte Studi­ enfach muss fachlich zum erlernten Beruf passen. Ein Fach eigener Wahl können dagegen Absolventen einer

Nach der Ausbildung kann man auch ohne Abi noch studieren.

Foto: dpa

Aufstiegsfortbildung studieren – Meister oder Techniker also. Meister und Co. müssen auch keine weiteren Voraussetzungen erfüllen, um sich an Uni oder FH einzuschreiben. Nur mit Ausbildung und Berufserfahrung wird es dagegen komplizierter. Denn die Zulassungsbedingungen für Stu­ dierende ohne Abitur variieren je nach Bundesland und Hochschule. So schweißtreibend manche Prü­ fungsvorbereitung während der Be­ rufsausbildung auch gewesen sein mag – gelernte Inhalte lassen sich nicht auf ein Studium anrechnen. Außerdem gibt es das Problem der Doppelanrechnung: Macht beispiels­ weise eine Aufstiegsfortbildung zum Meister den Zugang zur Hochschule erst möglich, lässt sie sich nicht ein zweites Mal anrechnen. Anders verhält es sich bei der Zu­ lassung zu den Prüfungen der Höhe­ ren Berufsbildung, die zum Meister­, Techniker­ oder Fachwirtabschluss führen. Wer bereits eine duale Berufsaus­ bildung abgeschlossen und in einem fachnahen Studiengang mindestens 90 Credit­Points erreicht hat, kann diese bei der Prüfungszulassung wie ein Jahr Berufspraxis werten lassen.

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Eine Ausbildung mit besten Karrierechancen

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Seit Wochen dreht sich alles um die Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen. Da bleibt kaum Zeit für anderes. Und zu allem Überfluss wird man auch noch ständig gefragt: „Was willst du eigentlich nach der Schule machen?“ oder „Hast du dich schon um … gekümmert?“ Keine Sorge: es ist noch nicht zu spät! Wer Lust hat, mit Menschen zusammen zu sein, viel Praktisches und Sinnvolles zu tun und sich dabei im Berufsleben zu orientieren, für diejenigen bietet das Wohlfahrtswerk noch eine große Auswahl an attraktiven Stellen in verschiedenen sozialen Einrichtungen in ganz Baden-Württemberg. Ob in der Kinderkrippe

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Freiwilliges Soziales Jahr FSJ und Bundesfreiwilligendienst BFD

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Ausbildungsbeginn 25. August 2016 B?föG anerkannt

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oder Senioren-WG: bei einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) oder beim Bundesfreiwilligendienst (BFD) kann man Erfahrungen fürs Leben sammeln. Außerdem erhält man 300 Euro Taschengeld, dazu noch Verpflegungsgeld und Unterkunft oder Fahrtkosten und lernt bei Seminaren viele andere nette junge Leute kennen. Übrigens: Das FSJ oder der BFD wird auch anerkannt als praktischer Teil der Fachhochschulreife. Man kann sich ohne großen Aufwand für ein FSJ oder einen BFD online bewerben. Alles Weitere bespricht man gemeinsam bei einem Informationsgespräch im Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg.

www.wohlfahrtswerk.de

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Macromedia Akademie Stuttgart Tel. 0711 280738-0 | info.stgt@macromedia.de

Einblick in sozialen Bereich

Freiwilliges Soziales Jahr und Bundesfreiwilligendienst

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KARRIERE 2018 | 45

Welcher Arbeitsplatz passt zu mir? Konzern, Mittelstand, Start­up oder öffentlicher Dienst – überall gibt es Vor­ und Nachteile Von Sabine Meuter

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er passende Beruf ist gefun­ den, die Ausbildung abge­ schlossen. Jetzt geht es da­ rum, den richtigen Arbeitgeber zu finden. Lieber in einem Großkonzern oder bei einem kleineren Unterneh­ men arbeiten? Wie wäre es, bei einem Start­up mitzumischen? Jeder Arbeit­ geber hat Vorteile – und auch etwas, das gegen ihn spricht. Ein Überblick:

E Großkonzern: Die Arbeitsabläufe sind etabliert, die Bezahlung ist oft sehr gut. „Hinzu kommen häufig fle­ xible Arbeitszeitmodelle“, sagt Karri­ ereberaterin Yasmin Kurzhals. Hinzu kommen Benefits neben dem Gehalt – etwa Firmen­Smartphones, Jobti­ ckets oder Rabatte und häufig ein gro­ ßes Weiterbildungsangebot. Anderseits sind die Karrierewege bei Großkonzernen häufig vorgege­ ben. „In solchen Unternehmen kann es schwierig für jene Arbeitnehmer werden, die bestimmte Abläufe ver­ ändern wollen“, so Kurzhals. Zudem geht es in Konzernen häufig anonym zu: Man kennt zwar die Kollegen in der eigenen Abteilung, der Rest der Belegschaft bleibt aber oft fremd.

E Kleine Firmen und Mittelständ­ ler: „Dort ist die Atmosphäre auf­ grund der Betriebsgröße oft persönli­ cher“, erklärt Johannes Wilbert, Kar­ riereberater und Leiter des Instituts zur Berufswahl. Einer kennt den an­ deren – auch den Chef. Das stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl: Häu­ fig ist die emotionale Bindung zur Fir­ ma hier größer als in einem Konzern. Mehr Geld gibt es aber meist nicht. „Die Bezahlung ist häufig schlechter als im Großkonzern“, sagt Thomas Röser vom Deutschen Verband für Bildungs­ und Berufsberatung. Und auch in Sachen Entwicklungsmög­ lichkeiten und flexible Arbeitszeiten

hinken kleinere Betriebe den größe­ ren oft hinterher.

weiß schließlich, ob die Geschäfts­ idee sich am Markt durchsetzt.

E Start­up: Jeder darf und soll sich mit seinen Talenten und Ideen ein­ bringen – und hat so reichlich Gele­ genheit, sich auszuprobieren. Die Hierarchien sind flach oder es gibt noch keine festen Strukturen. „Das bringt mit sich, dass es auch mal et­ was chaotisch zugeht“, so Röser. Der Umgang in einem Start­up ist meist ungezwungen, oft auch famili­ är bis freundschaftlich. „Arbeiten bei einem Start­up ist allerdings wie Han­ deln an der Börse“, erklärt Röser. Sprich: Es gibt Risiken. Niemand

E Öffentlicher Dienst: Geregelte Arbeitszeiten, in der Regel keine Überstunden, umfassender Kündi­ gungsschutz – die Vorteile liegen auf der Hand. Wer eine unbefristete Plan­ stelle besetzt, hat einen ziemlich kri­ sensicheren Arbeitsplatz. „Allerdings sind die Einkommen im Vergleich zur freien Wirtschaft eher niedriger“, sagt Kurzhals. Hinzu kommt eine ge­ wisse Schwerfälligkeit: Denn zumin­ dest in der klassischen Amtsstube mahlen die Mühlen eher langsam, die Strukturen sind oft unflexibel, die Arbeitsabläufe fest vorgegeben.

Jeder Arbeitsplatz ist anders, da gilt es auszuloten, was passt. Foto: Westend61

Aber Vorsicht: Nicht jeder Groß­ konzern und nicht jedes Start­up sind gleich. Wie es in einem Betrieb tat­ sächlich zugeht, können Interessier­ te zum Beispiel im Netz herausfin­ den. „Eine Möglichkeit ist, über sozi­ ale Netzwerke mit Beschäftigten Kon­ takt aufzunehmen und Fragen zu stellen“, erklärt Röser. Bewerber kön­ nen auch im Anschluss an ein Bewer­ bungsgespräch fragen, ob sie einmal das Team kennenlernen dürfen, rät Kurzhals.

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46 | KARRIERE 2018

Freund statt Feind Stress kann zu Höchstleistungen antreiben – Dominieren sollte das Gefühl aber nicht

I

n Urzeiten war Stress überlebens­ wichtig. Auch heute kann Stress etwas Positives sein – etwas, das einen antreibt und zu Höchstleistungen an­ spornt. „Betrachten Sie den Stress als Freund, nicht als Feind“, sagte Mona Henken­Mellies, Coach aus Nürn­ berg. Negativ wird Stress erst, wenn er

überhand nimmt. „Er darf uns nicht dominieren.“ Das hängt allerdings mit der inneren Einstellung zusam­ men. Stress an sich ist nicht das Pro­ blem. Zum Problem wird er, wenn er sich zu sehr anstaut. Das sei wie bei ei­ nem Luftballon, veranschaulicht die Expertin. Wenn man jedes Mal hi­

neinpustet, wenn man sich über et­ was ärgert, ist der Ballon bald zum Bersten gefüllt. Ein Mittel dagegen: positiv denken und nicht nur auf das Negative schauen. Oder auf den Luft­ ballon übertragen: nicht krampfhaft am angestauten Ärger festhalten, sondern innerlich loslassen – dann

entweicht der angestaute Stress wie die Luft aus dem Ballon. Ein Weg, um Dampf abzulassen, sei die 4­4­4­ Atemübung: Vier Mal betont lang­ sam ein­ und wieder ausatmen. Das Ganze vier Minuten lang wiederho­ len. Die Atemzüge können dabei vier Sekunden lang sein. (tmn)

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